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 Kapitel 167-168

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queenie
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BeitragThema: Kapitel 167-168   Do Feb 09, 2012 5:55 am

167. Kapitel Dankbarkeit



Als ich aus den düsteren Hallen trat und die Korridore des Dark Manors verlassen hatte, erwartete mich im Wind durchtosten Hof davor eine eindeutig ungeduldige Person. Er trat auf mich schnell zu, hielt mir wortlos seinen Arm hin und ich ergriff ihn, sollte wohl Seit-an-Seit mit ihm apparieren und ich erkannte an seiner eigentlich unleserlichen Miene, Wiederspruch würde er nicht zulassen, nicht jetzt und hier schon gar nicht.

Nur Sekunden später standen wir in seinem gemütlichen Salon. Im Kamin prasselte schon ein Feuer und er entzog mir, sobald wir angekommen waren, brüsk seinen Arm, steuerte zielstrebig auf die Bar zu wo er zwei Gläser einschenkte und mir eines davon magisch zu schweben ließ. Ich ergriff es aus der Luft und dankte mit einem Nicken, während Lucius kurz überlegend zu mir blickte.

Dann wandte er sich wieder um, ging zum Kamin und richtete seinen Blick auf die prasselnden Flammen in ihm. Bisher hatte keiner von uns ein Wort gesprochen und ich hatte das Gefühl es war nicht an mir dieses Gespräch zu eröffnen, Lucius hätte es nicht gewünscht.

„Du trägst mein Geschenk. Es steht dir sehr gut!“, kam es unvermittelt und ruhig von ihm.

Ich nickte nur leicht überrascht und antwortete: „Danke!“ Was sollte ich darauf auch anderes sagen, sprach ich mit seinem Rücken. Dann schwiegen wir wieder. Ich stand noch immer etwas verloren im Raum zwischen den Sitzgelegenheiten, während er mir weiter seine Rückansicht präsentierte, was sollte das? Der lange, schwere DeathEater Mantel hing bis auf den Boden und da er die Kapuze nach dem Betreten des Salons auch abgelegt hatte, fielen seine langen, silberblonden Haare nun wieder weit gefächert über seinen Rücken und seine Schultern. Sie bildeten einen spannenden Kontrast zu dem dunklen, schweren Mantel, waren sie doch so hell, seidig und leicht.

Es war seltsam für mich, es war das erste mal das ich wieder alleine mit Lucius war, überhaupt ihn sah, nachdem Severus und ich uns so nah gekommen war, wie fühlte es sich für mich an? Es ließ mich nervös werden und so versuchte ich den Gedanken an Severus zu verdrängen, in dem Wissen, das Lucius wohl durchdrehen würde, wenn er erfahren würde, das Severus sein Ziel schon erreicht hatte. So verbot ich mir meine Gedanken und konzentrierte mich auf ihn und dabei einen klaren Kopf zu behalten, war schon schwer genug.

Ich sah, wie er immer wieder einen Schluck von seinem Whiskey nahm und auch ich gönnte mir einen großen Schluck des herrlichen Getränks, verströmte es doch beruhigende Wärme in meinem Inneren. Schließlich begann er ruhig, fast schon emotionslos zu sprechen:

„Du hast ihn also zusammen geflickt, ihm das Leben gerettet!“ Es war keine Frage, sondern eine Feststellung, dass ich Draco gerettet hatte. Ich antwortete nichts darauf und er sprach einige Sekunden später weiter: „Deine Tarnung ist aufgeflogen bei den Slytherins, du hast viel riskiert!“

Ich wollte gerade etwas erwidern, einwenden, dass mir das egal war, als Lucius unvermittelt umdrehte und mich unergründlich ansah. Seine so schönen, graublauen Augen musterten mich und ich konnte wirklich nicht erkennen was sein unleserlicher Blick mir sagen sollte, dabei war sein Auftreten wie so oft unglaublich beherrschend und sehr präsent. Er wer Herr der Situation, das machte er mit seiner ganzen Persönlichkeit klar.

„Deine Loyalität und Opferbereitschaft ist bewundernswert!“ Seine Stimme klang weder kalt noch warm, einfach ruhig, aber auch die Bewunderung, die seine Worte ausdrückten, klang nicht in der Stimme mit, es war ganz und gar seltsam.

Erneut wollte ich antworten, doch er wandte sich wieder von mir ab, drehte mir wieder den Rücken zu, was mich stocken ließ, während ich noch immer einige Meter von ihm entfernt zwischen den Sesseln stand und wartete. Schließlich hörte ich etwas, das ich nicht für möglich gehalten hatte. Fest, aber ruhig sagte er ein einziges Wort: „Danke!“ und ich spürte, es war ehrlich gemeint und klang sehr ernst, die Dankbarkeit schwang geradezu in seiner Stimme mit, sodass es mir fast den Boden unter den Füßen wegzog. Ein Malfoy bedankte sich nicht! Nie! Nie so und Lucius schon erst recht nicht. Dass ich seinen Sohn gerettet hatte, bedeutet ihm offensichtlich sehr viel, zeigte er mir so zum ersten Mal, das ihm Draco wohl doch sehr wichtig war. Er zeigte mir, dass er ihm so viel Wert war einen Teil seines Stolzes zu vergessen um mir zu danken, für eine Selbstverständlichkeit, aber ich wusste, für Lucius war nichts davon selbstverständlich.

Nun ließ ich es mir nicht nehmen zu antworten und erwiderte: „Es ging um Leben und Tod, da war es mir egal ob ich enttarnt werde!“ So versuchte ich zu überspielten, das er mich etwas aus der Fassung gebracht hatte.

Plötzlich, sehr ruckartig wandte er sich um und war mit ein paar schnellen Schritten bei mir. Jetzt stand er weniger als eine Armlänge von mir entfernt. Auch diesmal konnte ich den Ausdruck in seinen Augen nicht entschlüsseln, nicht lesen, bekam nur fast eine Gänsehaut unter dem intensiven Blick, den er mir nun schenkte, doch ich ließ mich diesmal nicht beirren sondern sprach ruhig aber inbrünstig weiter, sagte ihm das gleiche wie Severus, doch ich ging noch weiter:

„Ich würde ihn nicht sterben lassen, NIE! Ich würde keinen von euch sterben lassen!“ Und dann, ich weiß nicht warum mir dieser Satz noch über die Lippen kam, sonst war ich doch so beherrscht mit dem was ich sagte und eigentlich war ja alles gesagt, doch ich sprach weiter, wurde aber deutlich leiser, während ich meinen Blick nicht von ihm abwenden konnte:

„Ich würde dich nicht sterben lassen, NIEMALS!“

Mir war selber nicht so recht bewusst warum ich das sagte. Am liebsten hätte ich mir noch während ich es sagte auf die Zunge gebissen, aber da war es schon raus und ich, ehrlich wie ich war, musste mir eingestehen das Harry in seiner neuen Weitsicht wohl recht hatte. Es würde verdammt schwer werden immer all meine Gedanken oder sogar Gefühle gegenüber Lucius im Griff zu haben, so ein Mist aber auch, mir gefiel es gar nicht, das mir das heraus gerutscht war. Aber mir war klar wie viel es bedeutete das Lucius sich bei mir dafür bedankt hatte, das ich Draco gerettet hatte, ihm das Leben gerettet hatte. Vielleicht hatte mir dieses auf mich zu kommen die Zunge so gelockert, sei´s drum, jetzt war es raus, daran konnte ich nichts mehr ändern.

Ich sah, das er bei meiner so offenen Aussage leicht überrascht eine Braue hob, mich ganz kurz verwundert anblickte und etwas murmelte, das für mich klang wie: „Interessant!“, doch sehr schnell war dieser Ausdruck wieder aus seinem Gesicht verschwunden und die ruhige Maske saß wieder, doch sein eigentümlicher Blicke, den ich gar nicht von ihm kannte, blieb. Ob es Dankbarkeit war? Dankbarkeit, dass ich seinen Stammhalter gerettet hatte? Oder sorgte er sich um mich? Ich verstand ihn von mal zu mal weniger.

Ich konnte es beim besten Willen nicht erklären was in ihm vor ging, verdammt auch, langsam begann ich mich unwohl in der Situation zu fühlen, denn erneut war Lucius für mich so unleserlich wie ein trüber Teich. Ich fischte bei ihm echt im Dunklen und seine Anwandlungen konnten wirklich anstrengend sein. Durfte ich nun gehen, war doch alles gesagt, oder wollte er noch etwas?

Er sprach nicht, sah mich nur an und auch ich sagte nichts mehr, was hätte ich denn sagen sollen? Ich war schon fast so weit zu fragen ob ich gehen könnte, als er unvermittelt in geschäftigem Ton fragte:

„Was wollte der Lord von dir?“

Ich straffte mich und versuchte sehr energisch und fest zu klingen als ich antwortete:

„Ich kann, darf und will es dir nicht sagen!“

Er hatte sich wieder von mir abgewandt und sagte nun kalt, sehr geschäftig: „Befehl des Lords, betrifft es das was du uns nicht sagen sollst?“

Ich antwortete ruhig: „Ja, Lucius!“ Er nickte nur, sagte nichts mehr. Auch das ich keine Strafe für meine unverschämte Art einfach vor dem Lord zu reden erhalten hatte, sprach er nicht an. Er wusste wohl, dass ich ihm auch darauf keine Antwort geben konnte oder aber wollte, was seine Stimmung noch unberechenbarer machte. Während er weiter in die Flammen sah trank erneut aus seinem Glas, schien sich vorerst damit zufrieden zu geben, bis er unvermittelt fort fuhr:

„Du wirst mit den Wölfen keine Probleme haben?!“ Es klang wie eine Frage, doch ich war mir sicher es war eine Feststellung, bei der er sich erneut zu mir umwandte. Kurz legte er seinen Kopf schief, hob fragend eine der hellen, schön geschwungenen Brauen, während seine langen, seidigen Haare ihm über die Schulter fielen. Dann wandte er sich um, trat wieder an den Kamin und präsentierte mir seinen Rücken erneut, während er weiter sprach:

„Wenn nicht, ist jetzt der einzige Zeitpunkt an dem du es sagen kannst. Ich will keine weiteren lebensgefährlichen Verletzungen in der Familie, wenn du an deinem Auftrag zweifelst, sag es jetzt und ich werde das regeln, aber sei dir bewusst, wenn du diesen Raum verlässt, wirst du damit alleine klar kommen müssen! JETZT, oder NIE!“ Da war ich baff, was war das heute, erst der Dank, nun das Angebot das ich ablehnen konnte! Ich bekam es gerade minimal mit der Angst zu tun. Deutlicher hätte er es ja für seine Verhältnisse fast nicht sagen könne, das er befürchtete ich könnte verletzt werden und dies verhindern wollte, oder? Alles eigenartig, nicht normal hier, besonders nicht in Anbetracht dessen, wem ich gegenüber stand.

Ich nickte nur, doch dann wurde mir klar, das sah er ja nicht und antwortete:

„Danke Lucius, aber ich brauche keine Hilfe, ich schaffe das!“ Ich wollte keine Hilfe, denn ich wusste was ich tat, was ich bei ihm gerade bezweifelte.

Sein Verhalten verwirrte mich, einerseits machte es mich wütend, das er mir offensichtlich nicht zutraute mit den Wölfen fertig zu werden, andererseits fragte ich mich, ob er sich vielleicht einfach um mich sorgte, doch was würde das schon wieder heißen? Zog er nicht in Betracht das ich es schaffen würde und sorgte sich deswegen, zweifelte er an meinen Fähigkeiten oder sorgte er sich, weil… ja warum, weil er etwas für mich empfand? Ihn nach seinen Intentionen zu fragen währe reichlich dumm von mir, also schwieg ich darüber, auch wenn ich neugierig war und versuchte ihn stattdessen zu beschwichtige.

„Glaub mir, ich schaffe das. Ich habe einen Plan, unterschätze mich nicht! Die Wölfe werden lernen mir aus der Hand zu fressen!“, antworte ich und zeigte mich zuversichtlich.

Ich konnte gar nicht so schnell reagieren und es registrieren wie er jetzt wieder vor mir war, mich sogar schmerzhaft hart an den Oberarmen ergriff und fest hielt. Sein Glas hatte er abgestellt, während ich meines noch immer in Händen hielt. Jetzt nahm er mir das Glas aus der Hand und schmiss es achtlos weg, ich hörte es klirrend auf dem Boden landen und zersplittern, dann ergriff eine Hand hart mein Kinn, seine Finger bohrten sich schmerzhaft in meine Haut und zwangen mich förmlich ihn an zu sehen.

Etwas überrumpelt stand ich vor ihm.

„Spiel mir nichts vor. Du weißt, Hochmut kommt vor dem Fall, du solltest die Gefahr, die dieser Auftrag bedeutet nicht unterschätzen! Und, DU solltest lernen Hilfe an zu nehmen, wenn ICH sie dir biete!“, kam es arrogant von ihm.

Sein Gesicht war meinem sehr nahe, nur wenige Zentimeter trennten uns. Ich fühlte seinen warmen Atem auf meiner Haut, konnte sein Aftersave riechen und seine körperliche Wärme fühlen. Er war mir viel zu nahe, in seiner Nähe fiel es mir schwer wirklich klar zu denken. Verdammt, sowas passierte mir nicht, sowas durfte mir nicht passieren, ich musste immer, aber auch immer, einen klaren Kopf behalten und so kämpfe ich gegen mich selbst.

Ich verstand seinen erneuten Stimmungswandel nicht. Er wirkte wütend, aufgebracht, geradezu erzürnt und ich rätselte was ich falsches gesagt hatte. Lucius wurde für mich immer weniger einschätzbar und das gefiel mir gar nicht. Mir war nicht klar was ich am besten auf dieses Aussage antworten sollte, sah seinen aufgebrachten Blick, wie er mich nicht aus den Augen ließ und unbeugsam maß. Schließlich versuchte ich sicher und bestimmt zu klingen, als ich antwortete:

„Ich werde das schaffen, wenn ich Hilfe bräuchte, würde ich es dir sagen!“ Hier blieb ich stur und hart, sah ich das es ihm gar nicht gefiel, das ich dachte ich konnte es, er wirkte immer aufgebrachter, was wollte er?

Dass ich mich geschlagen gab und mich zum Gespött der DeathEater machte, indem ich den Schwanz einzog und mich hinter den breiten Rücken der Männer meiner Familie versteckte? Hatte er das wirklich überdacht was er mir hier anbot, oder ließ er sich etwa von Gefühlen beeinflussen? Das konnte ich mir nicht vorstellen, aber es wirkte fast so. Es gefiel mir nicht, denn für mich sah es so aus, als würde er einen Fehler machen, etwas, das auch er sich nicht leisten konnte. Verdammt, was sollte das alles hier, er musste doch wissen das ich auch mit seiner Hilfe nicht aus dem Auftrag heraus kommen würde ohne das Gesicht zu verlieren, vor Greyback, den Lestranges und auch dem Dark Lord, was also war hier los?

Oder er war sich klar, dass ich auf dieses Angebot nicht eingehen würde, machte es nur um mir das Gefühl zu geben das er mir Hilfe bot, aber warum das, das war genauso unsinnig wie das Angebot an sich. Außerdem würde das nicht erklären warum er dann vor unterdrückter Wut nur so sprühte. Meine Position, sollte ich nun kneifen, wäre damit fast unhaltbar gegenüber dem Inneren Kreis. Nein, das konnte ich nicht und ich hatte keine Angst vor Greyback und Co, nachdem ich nun wusste wie der Gute tickte, siehe der Akt in der Höhle, würde ich wissen ihn zu nehmen. Ich hatte mich immer meinen Aufgaben gestellt und sie gemeistert, was hätte ich dann bei den Inferi gemacht? Genau, wenn Lucius das erfahren würde was für Gefahren ich mich da ausgesetzt hatte, würde er wohl die mühsam aufrecht erhalten Beherrschung verlieren und diesmal dann vor mir anfangen das Zimmer zu verwüsten und sich nicht zurück halten bis ich gegangen war. Ich wusste ich bewegte mich auf dünnem Eis.

Ich entschied es mit Besänftigung zu versuchen und ließ meine Hand zu seiner Wange wandern, wollte ihn streicheln, da mir echt nichts mehr einfiel was ich sonst tun könnte, er mir so nahe war, doch ich sah an seinem Blick, dass dies nicht funktionierte, schien er zu aufgebracht es loderte regelrecht in seinen grauen Augen, aber in diesem Augenblick wurde hinter mir die Tür zum Salon geöffnet.

Ich sah das Lucius kurz aufblickte, dann seinen Blick wieder auf mich richtet, jetzt kalt und unnahbar aussah, als hätte er plötzlich in sich einen Schalter umgelegt, der jede Emotion endgültig hinweggewischt hatte. Er sah mich ganz anders als zuvor an, wo ich vorher das Gefühl gehabt hatte wieder einen Sturm in seinem Inneren toben zu sehen, das er wütend war und mit sich rang, war jetzt sein Blick so kalt und ich senkte schnell die Hand, noch bevor ich ihn berührte.

„Geh! Ich habe dir nichts mehr zu sagen!“, klang die unterdrückte Wut in seiner Stimme doch durch und jagte mir kleine Schauer über den Rücken. Er hörte sich so eiskalt und abwehrend an.

Dann entließ er mich aus seinem Blick und ließ mich auch los, sah an mir vorbei und befahl erneut: „Severus, du kommst wie gerufen, bring sie nach Hogwarts zurück und dann komm wieder!“ Sein Befehl klang eiskalt und seine Stimmung schien schrecklich schlecht zu sein. Ich war froh den harten Griff an meinem Kinn los zu sein und hatte plötzlich das Gefühl wieder freier atmen zu können als er einen Schritt zurück trat. Als so beklemmend hatte ich seine Nähe noch nie empfunden, verdammt, warum tat er das.

Severus grollte leise, war hinter mich getreten: „Was hast du jetzt wieder angestellt!“ Doch bevor ich etwas erwidern konnte spürte ich seine Hand mit einem festen Griff an meinem Arm und wir apparierten umgehend. Fast war es mir, als würde ich kurz bevor wir uns endgültig in dem Appariersturdel auflösten wahrnehmen das Lucius wieder ganz ungewohnt ausrastete, etwas zerschlug, aber das konnte nur eine Täuschung sein. Dass er erneut die Kontrolle verlor, konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, denn es hatte doch wirklich keine brennzliche Situation für mich gegeben und Draco ging es auch wieder gut.

Wir materialisierten im Verbotenen Wald und sobald wir standen wurde ich auch schon herum gewirbelt und Severus hielt mich an den Oberarmen grob fest, auwa…echt jetzt, dank Lucius und Severus würde ich schöne, blaue Flecken als Schmuck an den Oberarmen tragen können. Er sah mich verärgert an, grollte erneut:

„Was hast du jetzt schon wieder angestellt? ER war außer sich!“ Währenddessen fielen ihm die kinnlangen Haare tief ins Gesicht und gaben ihm einen verruchten Touch. Ich zuckte mit den Schultern.

„Er bot mir Hilfe bei den Wölfen an, die habe ich abgelehnt!“ Nun sog Severus zischend die Luft ein, ganz untypisch für ihn und zischte dann: „Das ist nicht gut!“ Wobei er offen ließ ob er es nicht für gut hielt das ich abgelehnt hatte, oder das Angebot an sich, doch bevor ich nachfragen konnte forderte er schroff: „War sonst noch was?“ Ich zuckte nur mit den Schultern und erklärte lapidar, von Severus ließ ich mich nicht einschüchtern: „Er hat sich dafür bedankt das ich Draco gerettet habe!“

Er schien kurz zu überlegen, fast glaubte ich in seinen dunkeln Augen Sorge zu sehen, doch dann wurden seine Züge erstaunlich entspannt. Seine Hände, die bis jetzt meine Oberarme wie Schraubstöcke umfasst hatten, lösten sich langsam und dann spürte ich sanft seine Finger an meinem Kinn, wie er mit dem Daumen über meine Wange strich, was für ein Kontrast zu dem festen, groben Griff, mit dem Lucius bis vor einige Augenblicke mein Kinn noch gehalten hatte. Seine Finger glitte sanft über meine Haut, während er mich unergründlich ansah, dann erklärte er, erstaunlich vehement, mich mit seinen dunklen Obsidianen fest im Blick haltend: „Dafür sind wir alle dankbar!“ Jetzt klang sein Tenor sehr tief und erstaunlich rau. Zeigte er auch wieder, dass ihm Draco nicht egal war.

Dann küsste er mich unvermittelt, aber sanft, strich sogar fast bittend mit seiner Zungenspitze über meine Lippen und so perplex ich auch zuerst war, ich öffnete sie und erwiderte seinen Kuss. Er war nur kurz, aber süß und als er sich viel zu schnell wieder von mir löste, seufze ich leise, hatte ich den Kuss doch genossen. Als ich die Augen öffnete war er schon verschwunden, sicher zurück ins Manor appariert und so machte ich mich auf den Weg zurück ins Schloss, immer noch verwirrt von dem Ganzen.

Ich war verwundert, das mir auch Severus nun persönlich gedankt hatte, das ich Draco gerettet hatte, denn nichts anderes war dieser, für ihn extrem sanfte, Kuss gewesen, aber es freute mich auch, das sie alle meine Leistung zu schätzen wussten und ich war selber unglaublich froh, dass ich ihn hatte retten können. Ich freute mich einfach mal das sie mir zeigten das Draco ihnen etwas bedeutete, auch wenn sie ihn so ärgerten und mich gegen ihn ausspielten, standen sie doch felsenfest hinter ihm, wenn es ernst wurde. Draco zu verlieren, nein darüber wollte ich lieber gar nicht nachdenken….Und da stand er schon vor mir, lehnte lässig an der Wand im Geheimgang und erwartete mich wohl. Ein fast erleichtert wirkendes Lächeln trat auf sein Gesicht, als ich den Geheimgang betrat.

Hermione Sicht Ende



Draco Sicht

Ich war wahrlich überrascht und im ersten Augenblick auch erbost gewesen das Hermione für mich so in die Bresche sprang, unaufgefordert sprach. Ich wusste nicht was mir als erstes durch den Kopf schoss, dass sie dafür bestraft werden würde, oder dass ich sauer war, weil sie meine Gefühlslage so ausbreitete. Aber daran war dann nichts mehr zu ändern und oh Wunder, der Lord reagierte relativ friedlich und so war dann doch noch mal alles gut gegangen.

Es lief wie Severus es angedacht hatte, Hermione bekam das Rudel und würde sich in Zukunft um die Wölfe kümmern und ich war mir absolut sicher, sie würde das meistern. Sie war berechnend, sie war kalt, gewieft und intelligent und wenn sie so von sich überzeugt war das sie es schaffen würde, hatte sie einen Plan und war vorbereitet, also warum solle ich Einspruch erheben das sie sich jetzt um diese nervigen Halbblüter kümmern sollte, selbst wenn es gefährlich war, sie besaß mein vollstes Vertrauen.

Sie hatte damals, als wir unsere Zweckgemeinschaft eingingen nicht gewusst, auf was sie sich mit mir einließ, aber je mehr sie heraus fand, desto mehr wurde mir klar, es schreckte sie nicht ab. Sehenden Auges lief sie in all dies hinein, weil sie ihren Vorteil sah. Das hatte mich beeindruckt, mal abgesehen von ihrer Kaltblütigkeit und das sie mir damals, vor gut einem Jahr sogar schon das ein oder andere an Erfahrung voraus hatte und das sogar immer noch hatte, rang mir verwunderten Respekt ab.

Mich hatte es überrascht, dass der Lord sie gerade noch hatte alleine sprechen wollen, aber wenn es etwas war das sie mir sagen wollte, würde sie es schon tun. Ich würde sie nicht bedrängen, das tat ich nie und würde auch jetzt nicht anfangen, aber ich wollte hier auf sie warten, denn sie mit in meine Räume zu nehmen, würde ich mir nicht entgehen lassen.

Sie brauchte erstaunlich lang und Severus war auch noch nicht da, ob er sie wohl auch noch aufgehalten hatte? Ihr Verhalten ihm gegenüber hatte sich in den letzten Tagen eigenartig verändert. Es war nicht richtig für mich zu fassen, aber ich fühlte es. Es waren eher die Blicke, die jetzt anders waren, ihre Gesten hatten sich minimal geändert und ich war mir sicher, es war passiert, sie war in seinem Bett gelandet, aber sie schien sich an meine Bitte zu halten und sagte es mir nicht, was mir nur recht war. Sie ließen sich auch sonst absolut nichts anmerken, es waren nur die nicht zu benennenden Kleinigkeiten, die mich aufhorchen ließen.

Ich wollte nicht wissen was sie trieben, aber vorwerfen konnte ich es ihr ja auch nicht. Ich hatte sie ja selber dazu angetrieben ihre Tarnung damals aufrecht zu erhalten, wieder und wieder als Minna mit ihm ins Bett zu steigen und ich hatte gewusst, wie sehr sie mit dem Feuer spielte, denn Severus war eindeutig angetan von ihr. Schon damals hatte ich irgendwann nicht mehr wirklich wissen wollen wenn sie zu ihm ging und mit ihm schlief, auch wenn ich nie etwas gesagt hatte, hatte sie das gespürt und auch geschwiegen. Mir war klar gewesen, das auch sie gern zu ihm ging, das ihr der Sex mit ihm gefiel und ich war mir sicher, wäre er damals nicht durchgedreht und wäre er nicht so grob geworden als er das Mal entdeckt, hätte sie nicht… vergewaltigt, hätten ihre Zusammentreffen auch danach noch weiter gehen können. Doch… ich war mir sicher, er hatte sie überzeugt, sie war in sein Bett gestiegen, aber wie und wann, oder warum wollte ich absolut nicht wissen.

Ich konnte und wollte es ihr nicht verbieten, denn ich hatte einen Fehler begangen, einen großen, aber leider nicht rückgängig zu machenden Fehler.

Ich hatte zu Beginn eindeutig meinen Vorteil gesehen Severus in der Hand zu haben, etwas über ihn zu wissen was er selber nicht wusste, denn Severus war ein Mann, den ich nur zu gut auf meiner Seite gebrauchen konnte, aber ich hatte übersehen was sich da entwickelte, nicht benennen können was ich fühlte. Da war von Anfang an, ab dem Zusammentreffen im Zug, bei dem sie mir so unverfroren entgegen getreten war diese Seelenverwandtschaft, dieses blinde Verstehen zwischen uns gewesen, doch ich hatte lange nicht bemerkt was sich da noch entwickelte.

Ich lehnte weiter an der kalten Wand des Geheimganges und wartete immer noch auf sie, aber da es kein Anzeichen gab das sie kam, versank ich wieder in meinen Gedanken. Erst Weihnachten war es mir fast wie Schuppen von den Augen gefallen, als ich gesehen hatte wie Vater sie bedrängte, war unbändig mein Besitz- und Beschützerinstinkt regelrecht in mir ausgebrochen. Ich hatte sie ja fast schon kopflos aus dem Ministerium geschleift, bloß schnell weg von dem Ball und aus dem Umfeld meines Vaters.

Als wir dann in ihrem Cottage ankamen, dass sie, in weiser Voraussicht so gut geschützt hatte und wir schließlich im Schlafzimmer waren, gingen meine Gefühle völlig mit mir durch. Diese Nacht, unser erstes Mal, bei dem wir uns viel Zeit gelassen hatten, war für mich mit keinem Sex zuvor zu vergleichen und als sie so unter mir lag, ich die letzten rötlichen Spuren des Bisses von meinem Vater sah, hatte ich nur noch den unbändigen Drang sie vor ihm zu schützten. Ich hatte dieses alte Ritual einfach anwenden müssen, auch wenn mir klar war, deswegen würde sie sauer auf mich sein, doch diesen Preis hatte ich sehr gerne bezahlt, dafür, dass sie geschützt war. Ich hatte schon länger mit dem Gedanken gespielt sie in die Familie aufzunehmen, aber das was dann in der Nacht passierte, war nicht von mir geplant gewesen, da folgte ich nur meinem Instinkt.

Nur eins hatte ich damals nicht bedacht. Zumindest auf Severus Seite hatte sich dauerhaft etwas verändert, er wollte Hermione und auch sie fühlte sich von ihm angezogen, selbst wenn der unselige Vorfall sie hemmte, konnte sie doch nicht leugnen das sie ihn anziehend fand. Und in gewisser Weise war ich ja mit schuld, schließlich hatte ich so ganz ohne irgendwelche Bedenken zu haben zugestimmt, das sie weiter zu ihm gehen sollte als Minna und auch das sie mit ihm später schlafen könnte, wenn sie wollte, bzw. dass er sie haben dürfe, wenn sie es wollen würde, aber ich war mir selber mit meinen Gefühlen in die Quere gekommen, zu dumm auch.

Wer hätte auch gedacht, dass ich so tiefe Gefühle für sie entwickeln würde, dass aus dieser Zweckpartnerschaft eine richtige Beziehung werden würde. Ich war mir sicher, sie brachte Severus nicht diese Gefühle entgegen, die sie für mich hegte, aber trotzdem ärgerte ich mich maßlos über mich selbst. Jetzt war es zu spät und Severus jetzt zurück zu pfeifen, oder auch vor einigen Monaten, hätte nur ärger bedeutet, den ich wahrlich nicht gebrauchen konnte, denn ich brauchte Severus noch, er war wichtig. Drehten sich meine Gedanken im Kreis.

Mit ihm durfte und konnte ich es mir nicht verderben, also musste ich die Zähne zusammen beißen und da durch, das wusste ich sehr wohl und langsam schaffte ich es ja auch selbst in dieser Hinsicht erschreckend kalt und pragmatisch zu sein. Ihre Gefühle gehörten mir, das musste mir das wichtigste sein und ich durfte mich nicht davon beeinflussen lassen das sie auch Severus ihren Körper gewährte, das es auch für sie nicht leicht war immer gegen seine drängende Härte anzukommen, verstand ich nur zu gut, gab ich ihr keine Schuld.

Mir war klar was er für ein Mann war und mir war es lieber, sie tat es freiwillig, genoss es als das er sich wieder so brutal nahm was er wollte, wie er es durchaus tun würde und konnte. Er war kein netter Mann, nein er war skrupellos und holte sich was er wollte, bedingungslos.

Mein Vater jedoch machte mir ernsthafte Sorgen. Ich wusste von ihrer Vorliebe für ältere Männer und er war verdammt charmant, gab sich offensichtlich sehr viel Mühe sie für sich zu gewinnen und er wollte sie, das stand für mich fest. Dem konnte ich nur eines entgegen setzte, unsere Beziehung festigen und sie so von mir überzeugen, denn anders als Severus, der zwar in meinen Augen sicher Gefühle für sie hatte aber ganz sicher keine Beziehung wollte, wollte Lucius genau dies in irgend einer Form. Er würde nicht dulden, das sie und ich so zusammen blieben wie wir es waren, würde er irgendwann Erfolg bei ihr haben.

Ich hatte ihre Reaktionen auf seine Avancen mit großer Sorge aufgenommen und würde das weiter im Auge behalten. Auch dass sie die Kette, die er ihr als Belohnung geschenkt hatte, wirklich täglich trug, war mir natürlich aufgefallen, aber was sollte ich dazu sagen ohne wieder wie ein eifersüchtiger Trottel da zu stehen und sie in Severus und Vaters Arme zu treiben.

Ich würde mich zurück halten und alles einfach nur im Auge behalten, ihre und meine Gefühle füreinander pflegen, sie halten. Ich durfte mich von meiner Eifersucht und davon das sie mit Severus schlief nicht aus der Fassung bringen lassen und das mit Vater musste ich genau beobachten, mehr konnte ich nicht tun, musste ich mich in Geduld üben.

Etwas wehmütig erinnerte ich mich an die Zeit vor gut einem Jahr zurück, wo uns deutlich weniger Pflichten einbanden und wir noch wirklich Zeit für uns gehabt hatten, wir uns die wenigen Stunden gemeinsam nicht so schwer erkaufen und stehlen mussten.

Dann dachte ich daran, wie ich gerade erst gepeinigt und schwerstverletzt auf der Couch im Gemeinschaftsraum gelegen hatte und wie Hermione mein Haus erstürmte um mich zu retten. Ich war erst wieder durch den Nebel der unerträglichen Schmerzen aufgetaucht, als ich ihre bestimmte Stimme hörte und sie neben mir kniete, um mich zu heilen. Da hatte ich mich gezwungen ihr ins schöne Antlitz zu schauen, das absolut keine Gefühle zeigte, eine eiskalte Maske war und wie sie alles tat um mich zu retten. Ich war regelrecht, erleichtert gewesen als sie da war, denn da wusste ich, sie würde alles tun und mich niemals gehen lassen.

Sehr deutlich für mich hatte dieses Versprechen in ihren Augen gestanden, als sie ohne Scheu an meine offene Wunde langte und zu nähen begann. Als ich dachte vor unerträglichen Schmerzen gleich Ohnmächtig zu werden und ich dagegen kämpfte laut zu schreien, rief ich mir immer wieder ins Gedächtnis das ich ihr umgekehrt auch signalisiert hatte, dass ich kämpfen wollte, nicht sterben würde. Ich klammerte mich die ganze Zeit daran, bis sie mir den Trank verabreichten……als ich hörte, wie sich der Große Stein, der den Geheimgang verschloss bewegte, hoffte ich, sie würde nun kommen und unterbrach meine Gedanken.

Heute Nacht würden wir wieder einige, wenige gestohlene Stunden miteinander verbringen können, doch es würden wieder nicht genug sein.

Sie betrat den Geheimgang und ich schenkte ihr ein freudiges Lächeln, nun begann der angenehme Teil des Abends. Da sie schon auf mich zu trat, ergriff ich ihre Hand und zog sie zu mir, in eine liebevolle Umarmung und sagte, sanft, aber nicht vorwurfsvoll: „Du kommst spät!“

Sie lächelte mich genauso an wie ich sie, schmiegte sich kurz an meine Brust, was ich sehr genoss.

„Ja, ich bin überall gefragt! Der Lord hat lange gebraucht, aber frag nicht, ich kann es dir nicht sagen!“, seufzte sie schwer.

Ich nickte nur, hatte mir das schon gedacht und antwortete stattdessen:

„Dann erzähl mir etwas, dass du sagen kannst? Hat dich der Lord so lange aufgehalten oder musstest du noch Severus oder Vater Rede und Antwort stehen?“

Sie löste sich leicht von mir und fing meinen Blick ein, dann kicherte, sie, offensichtlich war sie guter Dinge.

„In gewisser Weise beide. Dein Vater wollte Reden, ja, aber ich habe keine Ahnung warum, außer dass er mir für deine Rettung gedankt hat, ergaben seine Worte wenig Sinn. Aber das ist egal. Doch freu dich, auch Severus hat sich dafür bedankt das ich dich gerettet habe, du bedeutest ihnen viel Draco!“, kam es intensiv und eindringlich von ihr.

Sie sah mir tief in die Augen, lächelte und sah mich ernst an. Es tat irgendwie gut zu hören das sie sich wirklich um mich sorgten, ich ihnen viel bedeutete, auch wenn sie es mir gegenüber nie so sagen oder gar zeigen würden, aber dafür hatte ich ja Hermione. Vielleicht war sie, eine Frau, die ein gewisses Verbindungselement bildete und auch in manchen Dingen ganz anders gestrickt war als wir, ohne dabei zu verschieden von uns zu sein, genau das was unsere verrückte Familie gebraucht hatte.

Ich umschloss liebevoll ihr Gesicht mit meinen Händen, zog ihren Kopf zu mir und küsste sie sanft auf die Stirn, bevor ich ihre Hand erneut ergriff und lächelnd, auch guter Laune, sagte:

„Komm mit mir, den Rest der Nacht sollten wir genießen!“

Dracos Sicht Ende

Hermiones Sicht

Ich folgte ihm sehr bereitwillig, freute mich auf die Nacht mit ihm und war sehr froh, dass er mal wieder schweigend alles akzeptierte, auch hatte es mich gefreut das es ihn berührt hatte zu hören das Severus und Lucius an ihm hingen. Doch meine Gedanken wanderten, während wir Hand in Hand auf die Slytherinkerker zusteuerten, zu Severus zurück.

Warum hatte ich ihn zurückgeküsst? Weil ich seine Küsse sehr möchte und mich sein Blick einfach umhaute und seit dem wir uns so nahe gekommen waren, hatte ich eindeutig meine Scheu gegenüber Severus Berührungen verloren, verdammt! Wie konnte ich mich so gehen lassen, ich war keine Schlampe und wollte auch keine sein.

Es tat gut so einträchtig mit Draco in seine Räume zu gehen. Ich hatte zwar das Gefühl, das er wusste es war etwas zischen Severus und mir passiert, aber wir schwiegen darüber. Gemäß seiner Bitte würde ich es nicht ansprechen solange er es nicht tat. Wir würden weiter unsere wenigen gemeinsamen Stunden genießen und waren uns sicher beide bewusst, dass unsere Gefühle füreinander das waren, auf das es an kam. Ich wollte es nicht so pragmatisch sehen, denn wenn ich tief in mich hinein hörte, hatte ich sehr wohl ein schlechtes Gewissen Draco gegenüber, weil ich mit Severus geschlafen hatte, aber auch weil sein Vater es schaffte mich so aus dem Konzept zu bringen. Aber ich hatte mir geschworen, beides würde nicht zwischen uns stehen, ich würde mich nicht von Draco trennen lassen, wir gehörten zusammen.

Wir erreichten den Gemeinschaftsraum und durchquerten ihn, stiegen ohne irgendwen zu beachten die Treppe zu Dracos Räumen herauf und erst hier warf ich den Umhang ab und auch er ließ seinen unachtsam auf den Boden gleiten.

Ohne ein Wort zu sprechen zog er mich hinter sich her und ich folgte ihm bereitwillig in sein großes, geräumiges Badezimmer. Der grüne Schein des Sees, der durch die großen Fenster fiel und die magischen Lichtquellen sorgten für eine eigenartige, aber gemütliche Beleuchtung. Die dunkelgrünen, matten Marmorfliesen, die goldenen Armaturen und auch die Akzente aus schwarzem, leicht glitzerndem und hoch glänzendem Marmor ließen alles sehr edel wirken, aber das kannte ich ja schon. Draco löste seine Hand von meiner und trat an die große, in den Boden versenkte Badewanne heran, die ich noch nie benutzt hatte und drehte einige der Hähne auf um Badewasser und duftenden Schaum ein zu lassen. Er streckte seine Hand nach mir aus und forderte, sanft lächelnd:

„Komm, lass uns entspannen und das hinter uns lassen!“

Ich nickte nur, trat zu ihm und wir entkleideten uns gegenseitig langsam. Ich blickte besorgt auf seine Brust, die von roten, heilenden Kratzern gezeichnet war und hexte fürsorglich einen Wasserabweisenden Zauber über seinen Verband, dann stiegen wir in das wohlig warme Wasser und den herrlich duftenden Schaum. Er lehnte sich an den Rand der Wanne und zog mich an seine breite Brust. Ich kuschelte mich seufzend an ihn, genoss das er mich in Armen hielt und wir keinerlei Worte brauchten. Es war herrlich die nächste Stunde so schweigend mit ihm im warmen Wasser zu entspannen, zu fühlen wie er immer wieder sanft über meinen Körper streichelte und auch ich fuhr mit meinen Händen über seine Haut, nur das Plätschern des Wassers war zu hören. Genau das hatte ich gebraucht, konnte mich in seinem Blick, den wunderschönen, graublauen Augen verlieren und genoss seine zärtlichen Küsse. Ich konnte sogar vergessen was diesen Abend alles passiert war und auch meine Sorgen wegen Severus hinter mir lassen so lang Draco mich im Arm hielt.

Doch nun lagen wir in seinem Bett, hatten uns in die Decken gekuschelt. Draco war sehr schnell erschöpft eingeschlafen, was verständlich war, schließlich war er immer noch nicht vollständig geheilt. So hatte ich doch gerade noch schnell alle Verbände erneuert und gesehen, dass sich die Wundränder leicht entzündet hatten und hässlich rot bei seiner blassen Haut herausstachen, aber es würde heilen bei der richtigen Pflege, doch nun war Ruhe eingekehrt und leider kehrten jetzt meine Gedanken zurück.

So blickte ich prüfend in das schlafende Gesicht von Draco das in dem Schatten des Zimmers leicht grünlich schimmerte, strich ihm zärtlich eine Strähne aus dem Gesicht und streichelte seine blasse, weiche Wange. Er bedeutete mir so viel, dieser böse, junge Mann, der mir so ähnlich war, nur leider wurde mir Severus auch immer wichtiger.

Ich schloss leidend die Augen, verdammt, wie sollte das jetzt mit meinem schlecht gelaunten Professor laufen?

Ich hatte mit meinem Lehrer in seinem Bett geschlafen und auch wenn es mir nicht so schien, war es aber so, ich hatte nur als er verletzt war, zweimal IN seinem Bett geschlafen aber halt eben nicht MIT ihm nur BEI ihm, sonst hatten wir nur außerhalb von Hogwarts Geschlechtsverkehr! Das war nun anders, ich hatte mal wieder eine moralische Grenze hinter mir gelassen, jetzt hatte ich es schwarz auf weiß, ich, eine Schülerin hatte mit meinem Lehrer in der Schule geschlafen!

Was bedeutete es für ihn, dass er mit mir seiner Schülerin schlief? Oder mir, das ich mit meinem Professor im Bett gelandet war?

Ihm war es wohl egal und gleich, oder…überlegte ich schnell…vielleicht sah er mich auch gar nicht mehr so, als Schülerin meine ich. Gut, nachdem er wusste was ich alles getan hatte, konnte dies wohl auch schwerfallen, gestand ich mir ironisch ein, wenn er mich ansah sah er mit Sicherheit keine unschuldige, minderjährige Schutzbefohlene vor sich.

Aber wie sah es bei mir aus? Nun, auch ich sah ihn nicht als Lehrer, wenn war er mein Mentor, der es leidenschaftlich liebte mich im Training zu verprügeln und es seit neuesten zu lieben schien mich über die Matratze zu schieben. Bei dem Gedanken legte ich mir meinen Arm gequält über die Augen und stöhnte auf.

Nein, an die Schulregeln fühlte ich mich auch nicht gebunden und Severus würde das ähnlich sehen, für uns galten keine Regeln, wir waren nur der Familie Rechenschaft schuldig.

Und da war es mein Gewissen, das ich sonst immer so gekonnt unterdrückte, ja, ich gestand mir ein, nachdem er mich einfach genommen hatte, mir jede Entscheidung abnahm, mir aber dann Zeit ließ und es langsam anging, hatte es mir gefallen mit ihm zu schlafen. Aber seiner Forderung nachzukommen, das ich nun immer an zwei Tagen die Woche zu ihm zum Ficken kommen sollte, die lag mir schwer im Magen, das hatte für mich einem etwas faden Beigeschmack, den ich nicht mochte.

Verdammt, ich war nicht seine Hure, das war damals etwas anderes gewesen, aber ich würde mich nicht von ihm wie eine Hure heran zitieren lassen damit er seine Lust befriedigen konnte, ganz und gar nicht, da konnte er warten bis er schwarz wurde, oder wohl eher weiß.

Ich warf wieder einen Blick auf Draco und nahm mir vor, das nicht zu tun, auf ewig würde ich Severus nicht entkommen, schließlich war ich schon gescheitert, wie mir nur zu bewusst war, aber die Frage war, wie lange würde ich entkommen. Ich würde es versuchen, zu leicht würde ich es ihm nicht machen, legte sich ein Lächeln auf meine Züge, ich war gespannt was mein Tränkemeister sich einfallen lassen würde um meiner Habhaft zu werden, aber da schlummerte ich dann doch weg.
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queenie
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BeitragThema: Re: Kapitel 167-168   Do Feb 09, 2012 5:55 am

168. Kapitel Die neue DA


Als mich Draco am Morgen überschwänglich weckte und mit mir schlief, war es gut das mir gar nicht so ins Bewusstsein drang, das es das erste mal nach Severus war. So konnte ich es sichtlich unbekümmert genießen und keine Minute meines Denkens an Severus verschwenden, erst beim Lauf fiel mir ein, wie unterschiedlich die beiden Männer doch waren und verbannte diese Gedanken dann ganz schnell wieder in den tiefsten Tiefen meines Geistes.

Der Dienstag und der Mittwoch verliefen ganz schnell. Die Slytherins gingen mir im Schultag in einem großen… okay, einem riesigen Bogen aus dem Weg, da sie absolut ängstlich und fruchtsam waren wie sie mit mir, dem Mudblood umgehen sollten, oder durften. Und so wählten sie den Weg des geringsten Wiederstandes, gingen mir aus dem Weg, sahen mich nicht an, behandelten mich wie Luft, um nur ja nichts falsch zu machen. Es war zu köstlich und amüsant wie sehr sich ihr Verhalten geändert hatte und dank meiner Nähe zu Harry, fiel er auch unter dieses Rasta und erlebte ein erstaunlich ruhiges Jahr, ohne lästige Beschimpfungen.

Nur Draco und Blaise hauten ab und an Harry und Ron fiese Sprüche um die Ohren das es schallte und amüsierten sich innerlich wie verrückt über die entsetzen Blicke und unser allseits gefürchteter Verteidigungslehrer verpasste uns für diese Entgleisungen leidenschaftlich Nachsitzen, sodass wir für die zwei Tage die Woche wahrlich keine Ausrede brauchten wo wir die Abende verbrachten.

Ich war mir auch sicher, das Dumbledore verzweifelt die Horcruxe suchte und deshalb so lange das Schloss verließ und ich nahm mir vor, die nächste Zeit darauf zu verwenden zu überlegen wo der Dark Lord das Ravenclaw Seelenteil versteckt hatte.. Der Hufflepuffpokal war ja erst lange Zeit nachdem der Dark Lord die Schule schon verlassen hatte in seinen Besitz gekommen, aber bei Ravenclaw war immer noch die Frage was es überhaupt sein konnte.

Mit einem kleinen mulmigen Gefühl schlich ich zu Severus Kampftraining, aber er setzte sich viel mit Draco auseinander und als es dann dazu ging zu gehen oder zu bleiben, bekam Severus eine Nachricht von Lucius das er umgehend kommen müsse, was mich überraschte und überrumpelte aber auch dankbar aufatmen ließ,…. puhhh, das war knapp gewesen, aber auch Draco entschuldigte sich mit einem Schmatzer von mir und entschwand geheimnisvoll in die Nacht.

Er war noch so gütig mich darauf hinzuweisen das er nicht für den Lord unterwegs war, sondern die „Geheime“ Sache, die er seit langer Zeit betrieb ihn wegrief und er diese nun wieder mit großem Eifer verfolgte. Das war mir Recht, da meiner die Bücher des Dark Lords harrten und meine Aufmerksamkeit forderten, seinen Quart und Oktavband hatte ich dank dieser ungewohnten Ruhe fast durch. Es war wirklich nur leichte Lektüre, die einem einen Gesamtüberblick über die Totenbeschwörung gab und ich wollte wieder vorbereitete sein, wenn mich der Ruf ereilte, also beeilte ich mich diese Bücher schnell durchzuarbeiten.

Am Freitag sah es leider anders aus. Ich lief in die Arme von Professor McGonagall, die mit mir viele Aufgaben besprechen wollte, die mit meinem Posten als Vertrauensschüler einhergingen und so kam ich schon zu spät zum Training. Was mir einen Todesserblick von Severus einbrachte, als ich die Tür schwungvoll auftat und in das laute Gestöhne, Geschrei, und das gequälte Aufjaulen eintrat, machte es mich fast taub, als Ron gerade Harry einen voll auf die Nase gab, es laut knackte und das Blut nur so spritzte. Harrys Kopf flog eindrucksvoll in den Nacken, während es ihm auch schon die Füße wegzog und er auf seinem Hintern landete und sich dann geschlagen komplett auf den Boden fallen ließ. Er hielt sich schmerzend und wimmernd das Gesicht, tja, Harry war wahrlich kein Boxer.

Sofort stürzte Daphne bestürzt zu ihm, um ihren Liebsten aufopferungsvoll zu heilen, was Severus abfällig schnauben ließ. Harry grummelte böse, das Severus sich auch solch aufopferungsvolle Hingabe wünschen würde, doch das wurde von einem höhnischen Lächeln quittiert, was wohl die wenigsten nachvollziehen konnten. Als es bei Harry klick machte, rollte ich geschlagen mit den Augen, da Severus sehr effektiv wenn auch wortlos wohl auf meine pflegende Hingabe anspielte, wie ich ihn gerettet hatte. Und Harry schlug sich den Kopf mit Schwung wieder auf die Matte, da er sich selbst lächerlich vorkam und Severus zeigte ein fieses Grinsen, als er das Training für beendet erklärte. Wer hätte jemals gedacht das Severus und Harry mal diese Stufe der stummen Kommunikation erlangen würden?

„Na, Potter, da musst du noch einiges lernen, Wiesel hat dich eher getätschelt, denn zugeschlagen!“, zog Draco Harry böse auf und lächelte gemein.

„Ach, Malfoy halt deine Klappe, nur weil du heute mit Astoria und Daphne geübt hast, lass bitte nicht den großen Macker raushängen“, gab er genau so böse zurück, war aber sichtlich genervt.

„Aber bitte, wo Draco recht hat! Boxen ist echt nicht deines, Harry!“, wandte Astoria nicht sehr hilfreich ein und Harry schenkte ihr doch nun wirklich einen sehr leidenden Blick.

„Und du Hermione, denkst du bist schon über allem erhaben, oder warum findest du es angemessen zu unserem Training erst kurz vor Ende zu erscheinen!“, hauchte es seidig in meinem Nacken, als Severus vor sich hin murrte, ich wandte mich entschuldigend um und wedelte mit einem Papier vor seiner Nase, was er indigniert zur Kenntnis nahm und es mir auch schon entriss und las.

„Minerva, was wollte sie?“, zog er seine schwarzen Brauen eng zusammen.

„Mich nerven, irgendwelchen Quatsch, wegen Hausaufgabenbetreuung und dergleichen, glaub mir Severus, keine Zehn Pferde hätten mich von Dir fernhalten können, aber eine Löwenmama, tja, ich bin nur das Löwenbaby!“, meinte ich recht zynisch und mit einem abfälligen Schnauben kommentierte er auch meine Aussage.

„Gut, dann wirst du nun bleiben….!“, konnte ich das vorfreudige Glänzen in seinen Augen nur zu gut zuordnen und das hatte nichts, absolut nichts mit dem Training zu tun, das ich verpasst hatte und alles mit dem, das er mich erneut vögeln wollte.

„Ja, Hermione es ist wichtig das du gut im Training bleibst!“, kam es da klug von Draco und ich konnte es mir gerade so verbeißen ihn verzweifelt anzusehen, denn Severus würde vieles mit mir tun, aber nicht ein Kampftraining abhalten und so hätte ich Draco für seinen hirnrissigen Einwurf am liebsten die Faust ins Gesicht geschlagen.

„Liebend gerne Severus, aber leider muss ich noch etwas dringendes lesen…!“, wandte ich ein.

„Das kannst du auch wenn wir fertig sind, zwei Stunden, nicht länger, ich werde versuchen mich zu beeilen, versprochen!“, tropfte es ölig aus seinem Mund.

„Okay, was hätlst du davon nächsten Mittwoch bleib ich länger, aber heute hab ich echt keine Zeit, ich muss das noch mit den Vertrauensschülern umsetzten!“, bemerkte ich nun das wir alleine waren, Ron gerade durch die Tür ins Wohnzimmer ging und ich wandte mich ab, schritt schnell davon als mich seine Worte stocken ließen.

„Du läufst davon, ich hätte erwartete, dass du mehr Mut besitzt!“, wollte er mich reizen, aber das würde er nicht schaffen.

„Nein Severus, ich besitze Mut, den Mut NEIN zu sagen, wenn du es nicht anders verstehen willst!“, ging ich nun weiter und wusste ich ließ einen sauren Severus hinter mir, der aber zu meinem Erstaunen nichts tat um mich zurückzuhalten.

Wenn ich gewusst hätte was ich heraufbeschwor, hätte ich vielleicht anders gehandelt, aber damals wusste ich es noch nicht.



Severus Sicht

Als sie abzog, ließ ich sie gehen, denn wenn ich absolut ehrlich war, ich hatte es erwartet, hatte damit gerechnet, dass sie sich nicht einfach so geschlagen geben würde und zu mir kam. Sie gab sich nie einfach geschlagen, so war sie noch nie und ganz ehrlich, das begann mich zu ärgern, dass sie sich ihre Kapitulation nicht eingestand. Ich wollte, dass sie zu mir kam, auch wenn mir bewusst war, dass wir davon noch weit entfernt waren.

Ich wusste, sie hatte es genossen in meinen Armen zu liegen, auch mein Kuss im Verbotenen Wald und ihre Reaktion darauf hatten eine ganz eigene Sprache gesprochen, aber nachdem Draco so verletzt worden war, verwunderte es mich nicht das sie vor mir zurückscheute. Trotz all ihrer skrupellosen Kaltblütigkeit, die sie in diesem kleinen, zierlichen Körper verbarg, war zu meinem Erstaunen sehr viel Gryffindor in ihr, was ihre Treue und Loyalität betraf und da tat sie sich halt schwer mich und Draco gleichzeitig zu haben, auch wenn ich wusste, Draco, wie wohl auch Lucius, würden es schlussendlich akzeptieren wenn ich sie in meinem Bett hatte.

Sie hatte mich mal wieder beeindruckt, nicht nur das die Slytherins selbst nach ihrer Enttarnung eisern über Hermione schwiegen, nein sie krochen schon fast vor ihr, was sehr unwürdig war so wie sie kuschten. Aber Hermione musste meinen hochmütigen Schlagen mehrfach einen riesen Schock verpasst haben, das selbst jetzt noch alle auf ihre Befehle hörten, weil sie das Ruder in die Hand genommen hatte nach Zabinis Erzählung zu schließen und alle ihre Anweisungen wurden von allen bis ins kleinste Eingehalten. Ich hatte immer gewusst das sie eine Anführerin war, deshalb hatte ich ihr auch die Werwölfe ohne zu zögern, aufs Auge gedrückt.

Ich hätte sie selbst übernommen, wenn ich die Zeit dafür hätte, aber ich wusste ja jetzt schon zum Teil nicht wo mir der Kopf stand und Draco würde nach der Erfahrung erbarmungslos alles umnieten was auch nur entfernt an Wolf erinnerte. Wer sollte es ihm verdenken, vor allem da ich dank Blacks Mordanschlag, in meiner Jugend, selbst nicht gut auf Werwölfe zu sprechen war und Herminone würde genau wie bei den Schlagen mit eiserner, aber auch wohlüberlegter, Hand durchgreifen.

Als ich ihr vor allen Mitteilte, dass sie nun diese, Dracos Aufgabe, übernahm erfüllte es mich mit Stolz wie gleichgültig sie dieser Aufgabe entgegen sah, obgleich Draco halb zerfetzt von diesen Wesen vor ihr lag und sie zuckte nur desinteressiert die Schultern und meinte, was immer du forderst! Und selbst Lucius Hilfe hatte sie abgelehnt, aber mir war klar, hinter seinem Hilfeangebot hatte etwas anderes gesteckt als ihr helfen zu wollen, jedenfalls war das nur sekundär gewesen, doch was er erreichen wollte, darüber schwieg er.

Genauso hatte er sich ausgeschwiegen warum er, als ich zurück kam gerade dabei gewesen war magisch einige Gegenstände in seinem heiß geliebten Salon zu reparieren. Mir gefiel das nicht was zwischen den beiden immer wieder vorging. Lucius hatte vor unterdrückter Wut nur so gekocht und war wohl ausgerastet, doch er hatte beharrlich geschwiegen was passiert war. Bevor sie zu uns gestoßen war, war sowas nie passiert. Diese Frau durfte man wirklich nicht unterschätzen, sie brachte alles durcheinander. Aber Lucius der seine Gefühle nicht unter Kontrolle hatte war ein gemeingefährlicher Mann, war er schon im normalen Zustand nur mit Vorsicht zu genießen

Hatte es mich erstaunt, dass er sich keinen Werwolf als Rache für seine Sohn erbeten hatte, wusste ich doch wie gerne er spielte wenn er seine schwarzen, hautengen Lederhandschuhe überstreift und sagen wir es mal so….der Wolf hätte die Kerker des Manors nicht in einem Stück wieder verlassen. Aber er hatte wohl auf Rücksicht auf Herminones zukünftige Aufgabe verzichtet, was für Lucius mal wieder mehr als ungewöhnlich war.

Sie war faszinierend, auch als sie eiskalt zusah wie der Lord den Crutiatus an Greyback anwandte war sie kaltschnäuzig genug in ihrer devoten Haltung zu verharren und nicht mal mit der Wimper zu zucken, auch wenn sie es in ihrem Blick nicht verhehlen konnte, das der Wolf ihr in keiner leidvollen Sekunde leid tat.

Als ihr Blick auf den sich vor unsäglichen Qualen windendem Wesen klebte und sie sich nicht bewusst war, das der rotglühende Blick des Lords nicht auf seinem Opfer lag, sondern auf ihr, als würde er in ihr tiefstes Inneres sehen wollen, ob sie ihm etwas vorspielte, oder wirklich so war wie sie sich gab, beobachtete auch ich sie genau. Aber als ein zufriedenes, fast unmerkliches kaltes Grinsen über die Züge des Lords huschte, musste er mit ihrem Verhalten, das sie zeigte mehr als zufrieden gewesen sein um solch eine Reaktion hervorzurufen, was mich beruhigte aber auch sorgte.

Denn Mitleid oder gar Furcht schien sie nicht zu haben, oh ja, Hermione verstand es ihre Rolle perfekt zu spielen und ich war mir sicher, das ihre Gleichgültigkeit höchstwahrscheinlich gar nicht mal gespielt war. Ich sagte ja immer, diese Frau war ein gemeingefährliches Biest, wenn sie es sogar schaffte den Lord so vollumfänglich zu befriedigen wie es sich Bellatrix zeit ihres Lebens gewünscht hätte.

Als er uns aufforderte zu gehen und nur sie zurückbehielt, waren wir erstaunt aber sie kehrte wohlbehalten wieder, was mich wahrlich nicht verwunderte, das das Biest sich aus jeder Situation wandte, warum ich sie dann sanft küsste?

Gute Frage, aber ich hatte keine Antwort, außer dass ich es nicht erwarten konnte ihr wieder nah zu sein und ihre Reaktion war für mich befriedigend, sie erwiderte meinen Kuss!

Und seitdem hatte sie Angst vor der eigenen Courage, so sah es aus, deshalb entwickelte sie sehr geschickte Formen des vor mir Flüchtens, was mich an sich erheiterte, denn mal ehrlich, wenn das Biest von Minerva nicht erwischt werden wollte, dann hätte das alte Schmusekätzchen sie nie und nimmer fangen können. Aber bitte, die Spiele sein eröffnet, sie würde mir nicht entkommen und die tiefschürfendere Frage war, ob sie es auch wirklich tief in ihrem Inneren wollte!

Da war ich mir gar nicht so sicher, ich konnte mir gut vorstellen, dass sie eine härtere Hand wollte, die sie sanft in die Richtung zwang, da sie es wohl mit ihrer moralischen Vorstellung noch nicht vereinbaren konnte freiwillig zu mir zu kommen und sich mir vorbehaltlos hinzugeben.

Nur es war auch absolut klar, dass ich nicht aufgeben würde. Ich wollte sie und so würde ich sie mir immer wieder holen, ob es ihr passte oder nicht und ich kannte das Schloss nicht umsonst wie meine Westentasche und das würde ich durchaus zu nützen wissen.

Eigentlich freute ich mich, dass sie sich nicht einfach so geschlagen gab, das gab dem ganzen doch eine gewisse Würze und eines wusste ich, was dem ganzen noch mehr seinen Kick gab, sie war eine durchaus ernstzunehmende Gegnerin.

Aber bitte, der Bessere würde gewinnen und ich zweifelte keine Sekunde daran das ich ihr dank meiner großen Nase immer eine gute Länge Vorsprung voraus hätte, lächelte ich sardonisch.

Severus Sicht ende

Hermiones Sicht

Ich war erstaunt das er mich gehen ließ, hätte ich nicht erwartet, aber nun gut. So plante ich mit Harry und Ron das erste DA Treffen, das war auch unter anderem der Grund weshalb ich wirklich keine Zeit hatte, wir hatten entschieden es erst mal Severus nicht zu erzählen, erst wenn sich zeigen würde wie und in welche Richtung es sich entwickelte, aber das war Zukunftsmusik.

Um punkt 20 Uhr war es soweit, wir waren schon in dem Raum und harrten der Schüler entgegen. Es war so, wir hatten errechnet das es mehr werden würden, da, nachdem Harry den Dark Lord bei ersten Mal vernichtet hatte, ein Babyboom eingesetzt hatte. Die vorhergehenden Jahrgänge waren dank des ersten Krieges mit relativ wenigen Kindern besetzt, verständlich wer brachte auch gerne ein Kind in so einer gefährlichen Zeit auf die Welt und da war es logisch, das als der Lord von der Bildfläche verschwand, Babys wie die Krokuse aus dem Boden schossen.

Und da kamen auch schon die ersten, alle aus der ehemaligen DA, aus allen Häusern, nur Cho und Marietta nicht, wie es schien hatte die Zerstörung der Galleonen funktioniert, dachte ich versonnen, da ich die Münzen von Cho nachträglich zerstört hatte.

Unsere Schlangen fanden es sehr gelungen, dass wir die Gryffindors etwas zur Raison bringen wollten, da wir sie lehren würden sich gut zu verteidigen. Alle ab der dritten Klasse waren willkommen und wir würden sie härter Trainieren als damals, auch wenn wir erstmal auf die schwarze Magie verzichten mussten.

Wir saßen entspannt zusammen, während die anderen den Raum erstürmten, als wir fertig waren, zeigte sich das wir gut 30 Leute hatten, wow, nicht schlecht, nur aus Gryffindor!

Dann kamen auch noch Padma Patil, Luna Lovegood, Michael Corner, Terry Boot und Antohny Goldstein aus Ravenclaw und aus Hufflepuff Ernie Macmillan, Justin Flinch-Flechtley, Hannah Abbott, Zacharias Smith und Susan Bones aus der ehemaligen DA.

Somit waren wir eine ansehnliche Ansammlung von gut 44 Leuten, wow!

Als sich alle auf Sitzkissen im Raum verteilten, fiel mein Blick auf Hannah Abbott und ich zwang den Kloss, der sich in meinem Hals bildete, gewaltsam hinunter. Die ehemals rosig aussehende, hellblonde Hufflepuff sah schlecht aus. Sie wirkte ausgemergelt, als würde sie zu wenig essen und ihr früher leuchtendes Haar wirkte dumpf und erinnerte an Heu, so strohig sah es aus.

Aber als sie aufblickte, lag in ihrem verhärmten Blick ein unbeugsamer, verbitterter Ausdruck, wie es schien verarbeitete sie den Tod ihres Vaters indem sie ihre Aggressionen in den Krieg einbringen wollte. So wie sie aussah, durfte sie nie erfahren das ich ihren Vater ins Grab gebracht hatte, auch Harry und Ron taxierten sie und warfen mir den skeptische Blicke zu, aber sie mussten sich nicht sorgen, ich verging nicht vor Selbsthass. Die Entscheidung, dass ich so etwas würde tun müssen hatte ich schon lange gefällt und sie auch vollständig akzeptiert. So leid es mir auch tat.

Eher bildete sich in mir ein Plan, dass man so ein Mädchen bestimmt gut würde trainieren und einsetzen können, ihre Skrupel schienen minimal, was für uns perfekt wäre.

Auch Susan Bones, deren Familie jetzt, wie auch schon im ersten Krieg, arg gebeutelt worden war, hatte ihr unbekümmertes Lächeln verloren, zwar trug sie immer noch ihr langes, dunkelblondes Haar zu einem Zopf, aber auch ihr Gesicht wirkte umso viel ernster, seitdem nun ihre Tante von den Lestranges ermordet worden war. Auch wenn sie nicht wusste wer dafür verantwortlich war und sie zusammen mit Neville einen Club würde aufmachen können in seiner Rache und seinem Hass auf die Lestranges, hatte sie dies deutlich gezeichnet.

Auch Lavander war als ehemalige DA erscheinen, selbst wenn es schien das sie Ron bei lebendigem Leib mit ihrem Blick töten wollte, wobei ich mir sicher war, so etwas wie traurige Wehmut in ihren Augen auszumachen, wenn sie sich unbeobachtete fühlte. Rons neue Flamme, diese Megan, machte hier nicht mit, Göttin sei Dank, höchstwahrscheinlich hätte Lav ihr sonst die Augen ausgekratzt.

Als sich Harry nun sehr selbstsicher erhob und sich seine Brille auf dem Nasenrücken zurecht rückte und mit hinter den Rücken verschränkten Armen vor uns Aufstellung nahm, hatte er die Aufmerksamkeit aller sofort.

„So… wie schön euch begrüßen zu dürfen, auch euch aus der alten DA! Es freut mich, dass sich so viele nun dazu entschlossen haben unserer Aufforderung nach zu kommen und uns hier aufzusuchen. Also, der Vorschlag war, wir führen die DA wieder ein, aber diesmal etwas anders! Wer jetzt mitmacht, unterwirft sich unserer Autorität, wenn es mal ernst werden sollte, gilt nur unser Wort, Meines, Hermiones und Rons, ernst werden heißt es kommt zum Kampf mit den DeathEatern“, kam es von Harry autoritär und wir konnten sehen, wie Smith abfällig schnaubte und Ernie MacMillans zweifelnd blickte, während wir das aufgeregte einsetzende Flüstern von allen hören konnten und wie Smith etwas lauter zu Ernie sagte:

„Die spinnen JA!“ Man sah wie Ernie anfing langsam zu nicken, um dann aber zaghaft einzuwerfen:

„Ja, auf jeden Fall, aber sie werden ihre Gründe haben!“, sprach er so, dass wir auch das verstanden. Aber das hörten alle und das konnten wir nicht so unkommentierte im Raum stehen lassen und da kannten sie den neuen Harry halt noch nicht, der dank Draco gelernt hatte was es hieß sich seine Autorität zu verschaffen und zu erhalten und der erkannt hatte das es unabdingbar war hart zu sein und so donnerte er auch schon los:

„Smith, MacMillan hoch mit euch, wenn euch etwas nicht passt, fasst es in Worte, aber abfällige Gesten und REDEN werde ich nicht tolerieren. Für konstruktive Kritik bin ich immer offen, aber von eingebildeten Arschlöchern, die nur denken sie sind die Tollsten, aber in ihren armseligen Leben bisher nichts geleistet haben, lasse ich mich ungerne herabsetzen!“, zischte er böse und ich und Ron hatten uns geschmeidig mit gezückten Zauberstäben erhoben, hatten neben Harry Aufstellung genommen um ihm, falls nötig, den Rücken zu schützen und zu zeigen das das hier keine Kindergeburtstags Veranstaltung war. Die beiden Querulanten zeigten nun ein wenig dümmliche Gesichter und sahen uns mit großen Augen an, als sie sich so bedroht sahen.

„Ich sagte hoch mit euch, oder versteht ihr unsere Sprache nicht mehr?“, kamen sie nun murrend und peinlich berührt auf die Beine, während sie versuchten abfällig zu schauen.

„Also Smith, ich weiß echt nicht was du hier eigentlich willst, außer miese Stimmung zu verbreiten. Ich weiß, es passt dir nicht, was oder wer ich bin, aber es ist auch von meiner Seite nicht zu ändern! Ich bin, wer ich bin! Zweifel, wie von dir Ernie kann ich verstehen, aber da ihr nun beide zur DA gehört und hier seit, habt ihr zugestimmt mich als euren Anführer anzusehen und als solcher erwarte ich Respekt und Gehorsam! Ich werde zwar in Zukunft meine Gründe nicht weiter erklären, ihr müsst nicht alles wissen, aber darauf vertrauen, das ich weiß was ich tue, doch jetzt erkläre ich meine Gründe. Ich weiß, ich werde es bereuen, das ich euch eine Chance geben will und jetzt nur warne, nochmal so dämliche Grimmasen, dann kommt ihr aus dem Raum erst wieder raus wenn ihr eure Strafe abgegolten habt, es gibt da einige sehr kreative Sprüche ….“, hörten wir kollektives entsetztes Luftholen „Ja, es wird sich einiges hier ändern, wer nicht hört wird lernen müssen zu fühlen! Leute, wir sind im Krieg und das schlimme ist, die Gegenseite wird euch nicht mit Samthandschuhen anfassen! Warum, nur wir führen? Im Kampf geht es anders zu als im richtigen Leben, einer, beziehungsweise einige WENIGE müssen die Übersicht behalten, das Chaos im Auge behalten und nicht das was das Ziel ist aus dem Auge zu verlieren! Und jetzt zum wichtigsten Punkt, es will doch bitte keiner bestreiten das nur wir DIE sind, die hier wirklich kampferprobt sind!...“, stockte er kurz und schien zu überlegen welchen Kampf er nehmen sollte, den vom Verbotenen Wald und das ich wohl wahrlich die meiste Erfahrung hatte konnte er den anderen ja nicht sagen und so flüchtete er sich in einen minimale Ausflucht „… da sind die, die mit uns drein im Ministerium gekämpft haben, aber wir DREI, haben über die Jahre auch noch viele andere schwierige Situationen, in denen wir auch schon Kämpfen mussten, hinter uns gebracht und so haben wir halt nun mal die meiste Erfahrung und deshalb leiten wir das hier!“, sah er fest und hart durch die Gegend als ihn ein leiser Einwurf von Neville unterbrach:

„Ich will auch gar nicht der Chef sein, du machst das schon Harry!" und Luna die daraufhin nur nickt und dann aber doch antwortet: "Ich will nur dabei sein!" und Ginny hielt sich zu meinem Erstaunen, das Ron zu teilen schien, zurück und sagte gar nichts.

„Danke Leute, das bedeutete mir sehr viel und auch wenn solche Idioten wie Smith es nicht sehen wollen, ich habe schon an diesen verdammten, unseligen Zustand sehr viele mir wichtige Personen verloren und ich sehe hier in diesem Raum mindestens zwei Mädchen denen es ähnlich ergangen ist…deshalb meine Frage an die, die nicht das Glück hatten wie dieser arrogante Schnösel, der bisher von allen Schicksalsschlägen verschont geblieben ist….also Hannah, Susan, was wollt ihr hier? Was erwartet ihr, was euch die DA? Was ich, euch geben kann?“, zeigte er sich sehr souverän und lächelte die zwei Mädchen vertraulich, aufmunternd an, bedeute ihnen sich auch zu erheben, was die Mädchen, nachdem sie sich einen zaghaften Blick zugeworfen hatten, auch taten, wie es schien waren sich die Hauskameradinnen hilfreiche Stützen in dieser schwierigen Zeit füreinander.

„WAS, ich erwarte? Ich will RACHE!“, zischte da auch schon eine sehr emotionale Hannah hasserfühlt und ich versuchte ihr nicht in die Augen zusehen, sie funkelte die zwei jungen Männer böse an, die Harrys Autorität immer untergraben wollten.

„Und ich will von Harry, das er mir hilft diese zu bekommen!“, verschränkte sie aggressiv die Arme vor der Brust und ich musste mir ein Schmunzeln verkneifen, sehr gut, die Kleine würde sich gut machen, was menschliche Gefühle doch alles aus einem Menschen herausholen konnten, das liebe Mädchen war verschwunden und eine Rachegöttin war geboren.

„Ja, bei mir ist es ähnlich, vielleicht will ich nicht so vehement Rache, aber ich will kämpfen können um mich zu verteidigen und um meine Freiheit zu erhalten, so wie es meine Tante auch immer getan hat. Sie meinte immer, alles was zählen würde wäre ein Leben in Freiheit und dafür hatte schon mein Onkel im ersten Krieg gekämpft und ich denke schon, das Harry uns, oder auch mir beibringen kann mich erfolgreich zu wehren!“, meinte sie zwar leise aber fest, früher wäre sie so verschüchtert gewesen das sie keinen Ton herausbekommen hätte, aber heute schien auch sie an der Situation gewachsen zu sein.

„Danke, euch zwei! Also wir werden immer samstags und sonntags zwei Stunden nach dem Abendessen üben, damit sind dann alle kurz vor Ausgangssperre zurück in ihren Häusern! Fragen?“, bedeutete er allen sich zu setzen.

„Ähm, ja schon, wie willst du anfangen?“, wollte Neville wissen.

„Das hat Hermione ausgearbeitet, alle die mit uns in der DA waren werden helfen die neuen Gryffindors auf unseren Stand zu heben, erst dann wird es möglich sein auf demselben Level weiter zu machen. Aber ich hoffe, mit eurer Hilfe werden wir das schnell aufholen und für euch wird es eine gute Übung sein! Ach, und nochmal, alle werden ein einheitliches, neues Dokument unterschreiben, das von Hermione vorbereitet wurde, da der Einsatz wieder einmal höher ist, ist auch die Strafe eine andere. Ich glaube alle von euch wissen, das Marietta mit dem Wort „Petze“, Zeit ihres Lebens gestrafft sein wird, außer sie wird eine bessere Hexe als Hermione, wovon nicht auszugehen ist und erschafft einen Gegenfluch! Nun so haben wir uns überlegt, dass derjenige, der anfangen will gegenüber wem auch immer zu Reden, in einen Schlummer fällt, aus dem nur wir drei ihn holen können, also kommt nicht auf dumme Gedanken! Ron läuft´s du kurz durch die Reihen?“, bat Harry und ich sah wie Ron losging und alle etwas noch konfus durch die Drohung waren und brav unterschrieben, selbst Smith und Ernie schienen leicht neben der Spur als sie mit der Blutfeder unterschrieben ohne zu murren und damit den Pakt freiwillig besiegelten.

Nun würde keiner von ihnen Reden können ohne in ein Koma zu fallen, bevor er oder sie etwas ausplaudern konnte. Auch wenn viele bei dem plötzlichen Stich zusammenzuckten und erschrocken aufsahen, aber als sie uns nur lächeln sahen wagten sie nicht zu fragen und setzten es fort mit ihrem Namen unabänderlich den Vertrag mit ihrem Blut zu unterschreiben und auf ewig zu besiegeln.

Ich hatte beim ersten mal keine Blutfeder benützt, was ein Fehler war, denn dadurch hatte ich keine so starken Flüche verwenden können wie diesen sie in einen ewigen Schlaf zu schicken, aber ich würde nach Marietta nichts mehr riskieren.

„Wunderbar, am Schluss der Stunde nimmt sich jeder der noch keine Münze besitzt eine aus dem großen Glas, lasst euch von eurem Kameraden erklären wie die Kommunikation damit funktioniert und nun auf, wir haben noch eine Stunde und ich will das Wiederholen schnell hinter uns haben!“, befahl Harry und los ging´s, die „alten“ Hasen stellten sich nicht schlecht an, sie vollführten alles was wir ihnen beigebracht hatten routiniert und waren gut. Sie schienen nichts verlernt zu haben, die neuen aus Gryffindor sahen mit großen Augen und offenen Mündern zu, Harry, Ron und ich blickten eher gelangweilt, waren entsetzt, was für ein riesen, elementarer Unterschied doch nun zwischen ihren und unseren Fähigkeiten herrschte.

So teilte Harry jetzt Gruppen ein, die alten DA´s aus dem Haus Hufflepuff und Ravenclaw trainierten für sich und dann wandte er sich an unser Haus.

Und hier war zum Beispiel Harrys Qudditschmann aus der Siebten: Jack Sloper neu, somit war nun die ganze Abschlussklasse von Gryffindor zusammen Katie Bell, Cormac McLaggen, Leanne Higgs und Justin Kirsch, die beiden Frauen sollten alleine den drei neuen, Sloper, Kirsch und McLaggen alles beibringen.

Unserer Jahrgang war dieses mal von Anfang an vollständig vertreten, mit uns drein, Seamus, Neville, Dean und Lavender sowie Pavati.

Ginnys Jahrgang, war mit dem eifrigen Colyn Creevy, wie immer eine Freude, Demelza Robbins war ja nun auch in Harrys Quidditschteam, genauso wie Geoffrey Hooper und Andrew Kirke, und noch zwei weitere Mitschüler, die aber nicht zum Team gehörten, hier teilten wir noch Parvati und Neville mit ein um die Schüler zu trainieren.

Im Vierten Jahrgang war ebenfalls ein neuer Zuwachs aus dem Qudditschteam zu finden, Ritchie Coote und ebenso die in Harry schwer verliebte Romilda Vane, zusammen mit ihrer besten Freundin Vicky Frobisher und fünf weitere Mädels, die ihr blind folgten und drei kleinen Junges, die aber erstaunlich ernste Augen hatten. So war dieser Jahrgang der größte mit 11 Vertretern.

Der Dritte Jahrgang, komplettierte dann auf eindrucksvolle Art das Quidditschteam von Gryffindor mit Jimmy Peakes, dem kleinen Dennis Creevey, der sichtlich stolz war dank seines Bruders schon in der ersten DA gewesen zu sein und einem Mädchen namens Natalie McDonalds, die zusammen mit ihrer Freundin zu uns gefunden hatte.

Es war spannend zu sehen, das die Leute zum Teil mit Feuereifer zugange waren. Die Flüche prasselten in schneller Folge durch den hell aufblitzenden Raum. Ich sah wie sich Harry Smith schnappte und ihm lässig zeigte was er konnte. Er haute ihm die weißmagischen Sprüche nur so um die Ohren, es war sehr beschämend für diesen arroganten Typen so vorgeführt zu werden, Harry entwaffnete ihn nicht nur innerhalb von Sekunden, sondern ließ ihn erstarren und schockte ihn gekonnt in einem. Er hatte sich seine erzieherischen Maßnahme nicht nehmen lassen und schien auf Severus Art der Strafe, die der vorführenden Art, zurückgegriffen zu haben und führte Smith der Lächerlichkeit anheim.

Alle hatten ihr Training eingestellt und Harry mit großen Augen betrachtet, wie er dem Großmaul effektvoll fertig machte. Er zeigte sein Können aber nur bruchstückhaft, flog nur so vor den Flüchen davon, nein…das stimmt nicht, er zeigte nicht einmal im Ansatz das was er konnte, da sein Gegner chancenlos war und nur Sekunden nachdem Harry ernst gemacht hatte, geschlagen dalag und Harry mit geschocktem, leicht panischem Blick ansah.

Ich sah nur sehr zufrieden zu und freute mich das alles so gut lief, wir waren über 40 Leute mit den Slytherins fast 50, die lernten zu kämpfen und das was Draco immer öfters abends von Hogwarts forttrieb, was er seit Jahr und Tag betrieb, worüber er mir auch noch nichts erzählt hatte, schien immer umfassender zu werden und ich fühlte wie sich meine Geduld dem Ende zuneigte und ich doch ungeduldig wurde was Draco da so strebsam aufbaute.

Als wir dann alleine waren grinsten wir uns verschwörerisch an.

„Gut gemacht Harry!“, klatschte sich Ron mit ihm spielerisch ab und ich nickte zustimmend was ein geschmeichelter Harry stolz zur Kenntnis nahm.

„Danke, aber ohne euch, wäre das nie was geworden, hätte ich die beiden Trottel, härter angehen sollen?“, schien er sich zu ärgern zu lieb gewesen zu sein, wow, das wäre vor einem Jahr noch nicht passiert und undenkbar gewesen das Harrys Gedankengänge solche Richtungen genommen hätten.

„Nein, dann hättest du die Anderen mit deinem neuen Verhalten entsetzt, lass ihnen noch ein bisschen die Illusion!“, riet ich und grinste ihn an. „Lasst uns gehen!“, wollte ich den Raum der Wünsche verlassen als mich Ron zurückhielt.

„Ach, Hermione, Harry und ich haben uns noch Gedanken gemacht wegen dem Zauberstab, dem fehlenden Heiligtum….“, war mein Interesse sofort geweckt und ich hing an seinen Lippen.

„Ja….!“, wollte ich es wissen und beide grinsten sich schelmisch an, trieben mich etwas an den Rand meiner Geduld, ich hasste es zu warten.

„Ganz ruhig Schönste, …also Harry und ich hatten eine Idee und haben den Twins geschrieben, das sie doch mal…als logischen Weg, mit dem sprechen sollten der am meisten Ahnung von Zauberstäben hat, da sind uns nur Ollivander und Stock eingefallen und die Twins haben die Idee, ….Moment, wie nannte sie es….“

„Glorreich Ron, glorreich!“, warf Harry hilfreich ein und wirkte sehr selbstzufrieden.

„Danke Harry….also sie fanden die Idee glorreich und heute kamen ihre Rechercheergebnisse, aber da wir dir sie erst präsentieren wollten, wenn wir sie haben, kommen wir halt erst jetzt damit um die Ecke!“, nickte ich nur überrascht von ihrer Selbstständigkeit, aber sehr positiv überrascht, es war gut wenn sie selbst dachten und handelten. Ich wollte sie nicht beherrschen, kontrollieren oder gängeln, sondern mit ihnen arbeiten und das was sie da getan hatten hörte sich für mich richtig gut an.

„Also, nun sie waren bei Stock, aber der hat auch gegen Geld nur zugegeben, dass er nichts weiß nur das er in den dunklen Kreisen mal die Vermutung gehört hätte das Grindelwald was mit dem Stab am Hut hätte, das das aber bloßer Unsinn sei, da ihn ja bitte Dumbledore in einem Duell geschlagen hätte….und damit sei das Schwachsinn! Dann sind sie zu Ollivander und der hat auch rumgedruckst, ist dann aber soweit mit der Sprach raus das er mal gehört hätte das Gregorowitsch, der ….Zauberstabmacher, mal im Zusammenhang mit dem Elderstab genannt wurde, aber auch er wisse sonst nichts genaues…mehr haben sie leider nicht rausbekommen…!“, sah mich Harry enttäuscht mit tiefgrünen Augen an, als er endete.

„Nein, warum seid ihr den enttäuscht? Das ist doch genial, ehrlich…“, verarbeitet ich die Informationen rasant, das waren doch mal Hinweise und ich hatte ja schon lange mit dem Gedanken gespielt das es nötig sein könnte Grindelwald aufzusuchen, jetzt hätte ich schon zwei die ich in der Ecke aufsuchen könnte, den das letzte Heiligtum wäre nicht unwichtig…..

„Meinst du das ernst???“, echote Ron hoffnungsvoll.

„Ja, ich überleg schon länger nach Nurmengrad zu gehen, um mit Grindelwald zu reden, um zu erfahren, wie Dumbledore tickt, was da passiert ist. Ich meine er hat sich gegen seinen Liebhaber gewandt, er hat ihn geschlagen und dafür gesorgt das dieser für den Rest seines Lebens im Knast landet,….versteht ihr? Seht mich an, ich weiß das alle drei Männer, die sich meine Familie schimpfen, wenn nur schlechtes im Kopf haben, aber ehrlich, ich würde sie aus jedem Gefängnis dieser Welt holen, egal was sie getan haben und sie mich!“, sprach ich todernst und sowohl Harry als auch Ron lächelten sich daraufhin verschlagen an.

„Das glauben wir dir aufs Wort, Schönste! Man sollte es sich nie mit dir verscherzen! Aber du hast Recht, was treibt Dumbledore an? Das wäre gut zu wissen! Auf der anderen Seite, du willst nach Nurmengrad, WANN? BIST DU IRRE?“, kreischte nun Ron erregt und auch Harry sah skeptisch aus.

„Ach, was sage ich? Natürlich bist du das!“, schüttelte er dann selbst den Kopf und seine roten Haar schlugen um seinen Kopf, während ich lächelte.

„Hermione, würdest du es uns sagen?“, bat Harry mit Bedacht ruhig und ich stöhnte.

„mh...was soll ich denn sagen, ich weiß es noch nicht, ich dachte Weihnachten könnte ich mich vielleicht vom Acker machen….“, unterstrich ich dies mit einer Geste.

„Und du glaubst, die lassen dich einfach so in ein Hochsicherheitsgefängnis, damit du den größten Verbrecher des letzten Jahrhunderts ausquetscht?“, bekam Ron fast Glubschaugen.

„Mach dich nicht lächerlich, natürlich nicht Ron!“, strich ich mir die Locken aus der Stirn und drückte mein Kreuz durch.

„Als erstes Gregorowitsch sollte kein Problem sein, nur das Gefängnis, …ich überlege ob ich Victor schreiben sollte…Harry du schreibst ihm doch oft, ich stehe zwar auch wieder in losem brieflichen Kontakt mit ihm, aber nach dem Ball im Ministerium, der ja etwas unglücklich endete, ich weiß nicht…!“, knabberte ich auf meiner Unterlippe und überlegte angestrengt.

„Oh, nein, er ist immer noch sehr interessiert an dir, du müsstest nur Interesse zeigen, dann könntest du ihn äußerst schnell um den Finger wickeln, die Frage ist nur, ob du das riskieren willst…ich sage nur Malfoy, aber auch die anderen beiden?“, wandte er besorgt ein und ich überlegte.

„Was sie nicht wissen, …!“, zuckte ich die Schultern und Ron raufte sich sichtlich die Haare und auch Harry warf mir einen taxierenden Blick zu.

„Hermione, du schaffst es mich immer wieder sprachlos zu machen, das hast du nicht wirklich vor, oder? Ich meine du wirst Krum nicht verführen?...ODER?“, zeigte sich Schock auf Harrys Zügen, wo Harrys Gedanken denn gleich wieder hingingen.

„Nun, das wäre nicht nett, nicht wahr, eigentlich nicht, wenn ich es umgehen kann, aber wenn ich ihn ablenken muss, …mir wird etwas einfallen!“, zeigte ich mal wieder meine berechnende, äußerst kalte Seite und war selbst erstaunt wie ernst es mir war, denn das fiel unter Arbeit für mich, aber ich würde Victor nicht verführen müssen um das zu bekommen was ich wollte, umschmeicheln ja, aber mit ihm ins Bett gehen, nein.

„So werde ich es machen, dann werde ich mal beginnen Victor intensiv zu schreiben. Ich muss langsam mein Interesse an dem Gefängnis zeigen, vielleicht kann er mir als „STAR“, helfen einen Besichtigungstermin zu bekommen…“, gingen meine Gedanken schon weiter.

„Du hast doch nicht vor als Hermione da hin zu gehen, wenn dich einer erkennt!“, wandte Harry besorgt ein.

„Ja, da hast du recht, das sollte ich Victor schreiben, das er mich als jemand anderen ausgeben müsste…Harry du musst ihm schreiben, das ich meinen Freund verloren habe, wir sind getrennt und das ich total unglücklich bin und immer die Zeitungsartikel mit ihm anschmachte. Er muss mich unbedingt aufheitern wollen und ich habe eine makabre Faszination entwickelt und will Nurmengrad sehen, das würde mich sogar über Weihnachten zu ihm lotsen. Wir müssen es so drehen, das er erkennt, das ich dafür diese weiter Reise auf mich nehmen würde und er dann Zeit hat mich zu umgarnen! Er weiß wie ich ticke und das es mir schon immer gefallen hat, wenn es makaber war, er weiß das und wird es unbesehen glauben das ich von einem Knast angezogen werde, dafür kennt er mich gut genug, das hat ihm immer gefallen“, tauchte ich ein wenig in die Vergangenheit ab und erinnerte mich wie Victor erfreut war, mich mit den Umgangsformen in Durmstrang vertraut zu machen und ich mich mehr als interessiert und begeistert zeigte. Ja, er würde es mir glauben, wenn ich Interesse hatte und er würde mir helfen, denn schon damals hatte ich ihm gelauscht und ähnlich unserer Gesellschaft waren alle miteinander und untereinander Verwandt und so hatte ich noch immer im Ohr das Victors entfernter Neffe irgendeines Grades mit dem Leiter von Durmstrang verwandt war. Ja, so würde es gehen, nahmen die Pläne mal wieder in meinem Kopf Gestalt an. en in Durmstrang vertraut zu machen und ich mich mehr als Interessiert und begeister

„Sind da nicht viele wenn´s enthalten?“, wandte Ron überlegt ein und sah gar nicht glücklich aus.

„Ron, …ja, da gibt es eine Menge wenn´s, aber auf der anderen Seite, war ich gut im Bett, er wollte es ja gar nicht enden lassen, das kam von mir, da mich Cedrics Tod und das Chaos das der Lord nun zurück war sehr involviert hat. Ich musste meine Pläne ausarbeiten, da hatte ich keine Zeit für mein Amüsement und wie es aussieht, hat er nichts dagegen mich wieder in seinem Bett willkommen zu heißen. Er denkt nicht mit dem Kopf, sondern ausschließlich mit dem da Unten!“, zeigte ich auf Rons Mitte und wurde mit einem leuchtend roten Kopf belohnte, der sich gefährlich mit dem hellroten Haar biss.

„Oh, ich weiß ja nicht, ob das Malfoy gefallen wird, stell dir vor er bringt Victor um! Ich glaube nicht das er zu halten wäre wenn ein anderer mit eindeutigen Absichten dich berührt!“, zeigte Harry große Besorgnis und da gab ich ihm recht, über Severus und selbst Lucius, arbeitete Draco daran darüber zu stehen, aber wenn ich es einem anderen Mann gestatten würde Hand an zu legen, war das Leben desjenigen wahrlich gefährdet und das nicht nur wegen Draco sondern auch Lucius und auch Severus würden ausrasten. Nein, erleben wollte ich das nicht, aber ich konnte es Severus und Lucius nicht sagen was ich vorhatte, da sie von den Heiligtümern und den Horcuxen keinen blassen Schimmer hatten.

Und Draco, nun, dem würde ich das mit Victor erzählen, aber das ich meinen Charme auspackte, das würde ich wohl etwas unter den Teppich kehren und hoffen das er mir vertraute, aber ehrlich, ich hatte nicht vor in Victors Bett zu landen, ehrlich nicht. Ich war voll ausgelastet von Draco und Severus, aber wenn ich ihn so ablenken konnte….kam meine innere Schlampe zutage und zeigte deutlich das ich mir für nichts zu schade war, um an das zu kommen was ich brauchte, auch wenn diese Überlegung rein hypothetisch war, da ich es mir durchaus zutraute ihn hieß zu machen und das zu bekommen was ich wollte, ohne wirklich mit ihm ins Bett zu müssen. Das zu umgehen fielen mir tausende von Möglichkeiten ein, von einem Zauber bis hin zu einem Schlaftrank im richtigen Moment, würde ich das Kind schon schaukeln. Aber wie immer war ich gründlich und unterzog alles einer Prüfung, um auszutesten wie weit ich bereit war zu gehen und ob ich es konnte, denn sollte die Situation es erfordern, wäre ein Zögern im meinem Umfeld sonst wohl eher hinderlich, wenn nicht gar tödlich.

„Wow, Hermione, musst du immer so kalt sein?“, fragte mich Harry vorsichtig und ich sah ihn entschuldigend an und dann sprach er weiter: „Ich mein, du magst doch Victor sonst wärst du doch damals nicht mit ihm…so intim geworden, und nun willst du ihn so ausnützen?“ Dabei hob er die Hand in einer verzweifelten Geste, da ich gegenüber Harry jetzt nicht zugeben würde, das ich sogar bereit war Victor auszunocken mit welchem Mittel auch immer, das würde ihm nur wieder nicht gefallen und was er nicht zu genau wusste, konnte ihm auch keine Kopfweh bereiten, reden konnten wir immer noch wenn alles erledigt war.

„Wollen, wohl eher nein, aber was soll ich tun, ich muss vorsichtig sein und von euch kann keiner da hin, selbst Draco nicht. Ich falle bis zu einem gewissen Grad noch durch das Rasta, da mich die meisten immer noch nur als Mudblood sehen und sonst nichts. Draco ist und bleibt ein Malfoy, das würde rumgehen, wie nochmal was! Wer soll es sonst tun, DU, Ron? Ich bitte dich, das wäre Utopisch!...Aber du hast recht, du schreibst Victor, über mein Unglück und erst wenn er reagiert, werde ich auf seinen Brief zurückschrieben, der erste Schritt muss von ihm kommen, das ist wichtig!“, wedelte meine Hand durch die Luft.

„So jetzt hab ich Angst, Harry, Hilfe!“, kam es aufgeregt von Ron und auch Harry sah mich skeptisch an.

„Denkst du, du bekommst aus Grindelwald was raus, wenn du es bis zu ihm schaffst?“, sprach aus ihm der Zweifel.

„Ja, das traue ich mir zu!“, und das tat ich wirklich, ich war mir sicher, dass würde ich mit ihm reden können, würde er mir auch antworten und so stand der Plan für mich. Als mir die nächste glorreiche Idee zuflog, ich würde mir Ritas Hilfe hierfür holen, würde mich so tarnen das ich sie mitnahm auf die Reise und mit ihr getarnt als ihre Assistentin nach Nurmengrad gehen würde.

Wir würden den Kommandanten des Gefängnisses Honig ums Maus schmieren, das er seit über 50 Jahren den gefährlichsten Zauberer erfolgreich gefangen hielt und wir darüber einen Artikel schreiben wollten, der aufzeigen sollte wie schlecht dagegen Askaban gesichert war und um ein kleines Gespräch mit Grindelwald ersuchen, der mittlerweile ja nur noch mehr ein gebrochener, alter Mann sei…..genau, das wäre perfekt. Welchem Kommandant würde das nicht gefallen und wenn wir in der Zelle wären, könnte ich Rita immer noch taub machen, um in Ruhe mit Grindelwald zu reden….der Plan war genial, zeigte ich nun ein gefährlich dämonisches Grinsen.

„Wow, Schönste, was ist dir für eine Idee gekommen, ich bekomme echt Angst vor dir wenn du so schaust!“, erklärte mir Harry unwohl.

„Ja, deine Augen bekommen da einen ganz gemeingefährlichen Glanz, echt unheimlich!“, zeigte Ron eine Gänsehaut auf seinen vernarbten Armen und rieb sich darüber.

„Ich weiß jetzt wie ich mit Krums Hilfe reinkomme und wie es dann weitergeht…wartet nicht so ungeduldig, RITA! Ist das Zauberwort, ich bin ihre geschäftige Assistentin, das kann ich auch Victor gegenüber sagen, wir werden dem Kommandanten eine Lügengeschichte erzählen und dann wird der uns Grindelwald zeigen, das wird ….!“, unterbrachen sie mich.

„Boh, das ist brillant…!“, „Ja, das ist es echt, genial, bitte!“, „Das könnte echt hinhauen!“, zeigte sich überwältigende Überschwänglichkeit in den Blicken der beiden Jungs.

„Das könnte nicht nur, das wird!“, grinste ich fies. „Also machen wir es so?“, wollte ich wissen.

„Was ist mit Malfoy?“, wandte Ron furchtsam ein.

„Ihr dürft ihm nichts sagen! Ich rede mit ihm, ich werde ihm von der Reise erzählen, sie sollte nicht länger als zwei Tage gehen, aber ihr schweigt wegen Victor! Ich sag es ihm später!“, schärfte ich den Jungs nun ein.

„Deine Geschichte, dass mit Malfoy jun., aber ich finde trotzdem das du aufpassen solltest, findest du es richtig ihm das zu verschweigen?“, war Harry unzufrieden.

„Arch, Harry, natürlich nicht, aber wenn ich die Informationen habe und es ihm erzähle ist es früh genug und dann würd er es verstehen!“, war ich zuversichtlich und er nickte nur langsam, wandte dann ein: „Hoffentlich geht das gut und die beiden anderen erfahren nichts davon!“ Ich zuckte mit den Schultern und gab mich unbekümmert, in der Hoffnung das ich das schon schaukeln würde.

„Ich hoffe es du weißt was du tust, aber wir werden schweigen!“, meinte Harry und Ron zustimmend. Ich hatte auch kein gutes Gefühl, vielleicht würde ich es ihm kurz vor der Fahrt sagen, aber erst einmal musste alles stehen, denn das es wichtig war, das ich dort hinging, stand wohl außer Frage. Und den Weg über Victor mit seinem Verwandten fand ich sicherer als wenn ich Rita direkt zu dem Kommandanten schickte, das war mir zu unsicher, Reputation war das Wort der Stunde, würde ich Rita aber erst kurzfristig informieren, da es für mich feststand das sie eh flotten würde so wie ich befahl, sonst Gnade ihr Gott, denn ich würde es nicht tun.

Gesagt getan, Harry schrieb den Lügenbrief und wir waren gespannt wie Victor reagieren würde und desto länger ich nachdachte, desto mehr fiel mir nichts ein was ich sonst hätte tun können um das alles in die Wege zu leiten. Ich überzeugte mich von meinem Tun, das wenn alle nicht wussten was ich tat, ich ihnen nicht weh tat und so sollten wir uns mal überraschen lassen wie es weiterging, traf ich meine Entscheidung das Schweigen Gold war und reden halt nur Silber.
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