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 Kapitel 649-650

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queenie
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BeitragThema: Kapitel 649-650   Di Dez 04, 2018 10:52 pm

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Das nächste Kapitel kommt am 19.12, wir wünschen Euch eine schöne Adventszeit
das Team +
queenie


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649. Kapitel Saints & Sinners

Dracos Sicht

Nach Irland war ich erledigt!

Zuerst der Familienrat, der mich total geflasht hatte, da den sonst niemand in live erlebte. Ich meine, ich war dabei gewesen, ich hatte wirklich an einem Rat teilgenommen. Man konnte die Familienmitglieder, denen diese Ehre zuteil geworden war, an ein paar Fingern ablesen und Vater und Severus war es nun schon zweimal passiert. Es zeigte jedoch auch, in was für unruhigen Zeiten wir lebten, aber es war ein seltenes und ganz besonderes Erlebnis für mich gewesen und ich war begeistert, dass ich eingeweiht worden war.

Aber gleichzeitig befand ich mich nun noch mehr in der Zwickmühle, denn Vater hatte uns auf die Familie eingeschworen. Jetzt kam es drauf an, man musste seine Seiten wählen und auch ich würde bei diesem Kampf nicht umhinkommen, Farbe zu bekennen, doch der Schwur auf die Familie wog sehr schwer.

Nichts stand höher, oder war wichtiger, als dieser Schwur!

Gerade ging alles Schlag auf Schlag, denn gleich nach diesem erinnerungswürdigen Erlebnis kam es zum Auftritt beim Lord. Ein Akt, der mich besorgt über Hermiones Verbleib zurückließ. Sie war ihm souverän gegenübergetreten, aber seine sprunghafte Launenhaftigkeit machte es niemandem leicht, ihm gegenüber richtig zu handeln. Das kurze Intermezzo beim Lord war intensiv und besorgniserregend gewesen, aber damit konnte ich mich jetzt nicht belasten, denn es gab Wichtigeres zu tun.

Auch ich hatte Aufträge erhalten, die es zu erledigen gab. Ich war von dem Zeitpunkt an nur noch in Eile. Ich war nicht fertig geworden mit der Mobilmachung in der Burg und sollte schon längst mein nächstes Ziel ansteuern. Aber zuerst war ich nach Irland gegangen und hatte mich mit Markus abgesprochen. Außerdem hatte ich die Twins hinzugerufen und so nahmen die sich mit unerwarteter Eile zuspitzenden Neuigkeiten ihren Weg. Danach hatte ich die unglaubliche Freude gehabt, die Veela aufsuchen zu dürfen, oder eher zu müssen und auch ihnen die Botschaft überbracht, dass der Lord sie an seiner Seite wünschte. Was sie nun daraus machen würden, stand noch immer in den Sternen, bedachte man ihre vage Bündniszusage, die ich damals schmerzlich errungen hatte und ihre jetzige Wut, da die Riesen ihnen näher als erwünscht gekommen waren.

Ich meine ganz ehrlich, Dolohov nahm die Mobilmachung anscheinend zu genau, aber hey, bitte, sollte er halb Europa verwüstet zurücklassen und sich von Feuerbällen schmeißenden Veela bedrängen lassen, ich hatte andere Sorgen und so hatte ich mich geweigert, mich in ihre Vorwürfe hineinziehen zu lassen, ich war nichts weiter als der Bote. Ich verabscheute diese Viecher und war froh, sie schnell wieder verlassen zu können. Selbst wenn es nur ihre kleine Enklave in Schottland gewesen war, die ich besucht hatte, hatte mir das schon gereicht, denn für mehr fehlte mir die Zeit und es reichte mir völlig, um von den Veela genervt zu sein.

Danach eilte ich noch gehetzt wie ein Hippogreif zu den Höhlen, um meinen Trupp zu beehren und traf Travers und Crockett an, denen ich mitteilte, dass sie sich bereithalten sollten, während von Wilkins weit und breit nichts zu sehen war, da er sich bestimmt im Ministerium versteckte, sodass ich auch diesen Besuch kurzhielt und letztendlich konnte ich schließlich nach Hogwarts zurückkehren.

Dort wartete vorerst meine größte Aufgabe in der Vorbereitung auf das Kommende auf mich. Ich war direkt nach Slytherin gegangen, befand mich nun im Gemeinschafsraum und würde mich um meine Leute kümmern. Mit einem wehmütigen Blick betrachtete ich die Menschen, mit denen ich seit Jahren zusammenlebte und besah mir den eindrucksvollen Raum, der mir zu einer Heimat geworden war.

Würde nach dem allen noch etwas da sein, um dass es sich zu kämpfen gelohnt hatte?

Fragen über Fragen und noch hatte mich keiner bemerkt, denn trotz der späten Stunde waren viele Briefe gekommen, die dennoch von den Eulen gebracht wurden und noch immer flogen wieder welche herein. Es herrschte eine quirlige Unruhe, wie vor einem Sturm, wo schnell noch alles in Sicherheit vor den Naturgewalten gebracht werden musste. Während ich vorwärtsging blickten mir aus aufgeregten, roten Gesichtern viele nervös, erwartungsvoll aber auch sorgenvoll entgegen, gleichzeitig war ein unglaubliches Stimmengewirr zu vernehmen, da sich alle gleichzeitig ohne Unterlass und hektisch unterhielten. Jedoch wagte es niemand, mich anzusprechen und ihre Neugierde zu stillen.

„Du bist so schnell verschwunden“, empfing mich Astoria mit einem zurückhaltenden Lächeln im Pulk meines engsten Kreises.

Sie hatte bisher beinahe sitzend in meinem Sessel gelegen, aber als ich zu ihnen trat, war sie schnell aus dem Sessel aufgestanden und hatte mit einer katzengleichen Grazie auf der Armlehne platzgenommen, während ich mich erschöpft in den Sessel fallen ließ. Ich war schon jetzt müde und ausgelaugt, dabei begann gerade erst alles.

„Was ist passiert?“, fragte Blaise, der in dem anderen Sessel saß, im gleichen Atemzug wie Astoria, dabei sahen sich Vincent und Greg auch an, die sich das Sofa teilten.

„Lasst mich erstmal ankommen“, hob ich abwehrend die Hände und mahnte zur Ruhe, auch wenn ich ihre brennende Neugierde verstehen konnte, aber ich hatte Durst und Greg schien das zu bemerken, da er mir einen Krug rüberschob, den ich in einem Zug leertrank.

„Du kannst doch trotzdem erzählen“, drängelte Astoria in der ihr eigenen nervtötenden, aber auch liebenswerten Art und stieß mich mit der Schulter an, während sie weiter neben mir auf der Lehne saß.

„Erfahren wir mehr? Gab es wirklich einen Einbruch in Gringotts?“, „Das müssen Verrückte gewesen sein.“, „Das waren sie, oder?“, riefen nun Vincent, Greg und Theo, während sich letzterer sich uns vorsichtig näherte, da ihm nach seinem Pansy Desaster noch immer der Ruf des Halb-Verstoßenen nachhing. „Das goldene Trio?“, echote Greg vom Sofa aus beeindruckt und tief besorgt.

Astoria hatte sich unterdessen vollends intim an mich gelehnt und wisperte mir ins Ohr: „Sind sie okay? Harry?“ Ihre Stimme klang bang und sehr besorgt.

Kurz sah ich sie an, fing ihren unsteten, fragenden Blick aus ihren grünen Augen ein und nickte fast unmerklich. Auch wenn ich nicht sicher wusste, wie es ihnen allen ging, brachte Panik machen gerade gar nichts und sie hatten den Einbruch überlebt, alles andere würde sich später zeigen.

„Draco? Geht es los?“, murmelte Blaise unterdessen leise und unwohl, während Greg, Vincent und Theo uns aufmerksam beobachteten und so erstattete ich meinen Vertrauten Bericht über das, was ich erlebt hatte, dabei ließ ich den Familienrat natürlich tunlichst aus.

„Ja, es geht los, sehr bald“, endete ich mit Grabesstimme, die allen zutiefst betroffene Mienen zauberte, als ich mich ab und meiner Verlobten zuwandte „Astoria, du weißt, was deine Aufgabe in all dem Chaos wäre…“, mahnte ich besonders eindringlich an, da wir über ihren Part des Öfteren diskutiert hatten.

Ich wollte mich gerade erheben, um die Slytherins zu Bett zu schicken, da es schon sehr spät war und jeder von uns noch seine Kräfte brauchen würde, doch plötzlich dröhnte ein Gong von den Wänden wider, der uns allen trotz der späten Stunde durch und durch ging.

„Zum Appell!“, ertönte, sobald der laute Gong verklungen war, auch noch eine unsichtbare Ansage. „Alle… alle in die Große Halle!“, befahl Severus‘ Stimme kompromisslos und es war keine Frage, sofort strömte wirklich ganz Slytherin zusammen, auch die Schüler, die bisher geschlafen hatten, stolperten schlaftrunken und ängstlich in den noch immer vollen Gemeinschaftsraum.

„Jetzt geht es los!“, erhob ich mich mit entschlossenem, aber auch schicksalsergebenem Ernst und blickte entschieden zu Blaise.

Auch er wusste genau, was er zu tun hatte, was seine Aufgabe war. Genau wie alle anderen Slytherins, dafür hatten wir sie ausgebildet. Ich konnte nur hoffen und beten, dass sich die BL und DA beweisen würden und dass sich die Mühen mit ihnen gelohnt hatten. In den letzten Wochen hatte ich zusammen mit Blaise und Longbottom Vorarbeit geleistet und versucht, alle so gut es ging vorzubereiten, denn wenn es losging, würde es so übereilt kommen wie jetzt. Wenn ging es immer Schlag auf Schlag und dann musste alles wie am Schnürchen funktionieren und die Sorge, dass dem eben nicht der Fall war, beherrschte mich allzeit, das galt auch für die VenTes in Irland.

Trotz allem überfiel mich jetzt ein fast erleichternder Tatendrang, denn das Warten und herumlavieren würde nun bald vorbei sein und ja, es erleichterte mich, selbst wenn ich an die zu erwartenden Verluste dachte.

Dracos Sicht Ende

Hermiones Sicht

„Verflucht, was ist hier los?“, rief ich erschrocken und kam bei Charlie zum Stehen.

Dieser sah mich daraufhin an, als würde ich verdammt schlecht riechen und er wandte sich eilig von dem blinden Drachen ab, dem er entschieden zu nah war und der gerade auch seine großen Nüstern weit blähte und röchelte.

„Da bist du ja!“, meinte er relativ unfreundlich und ich betrachtete sein käsig weißes Vampirgesicht, das aber markanter und feingliedriger geschnitten wirkte als früher.

„Dir auch ein Hallo. Wo sind die Jungs?“, fragte ich leicht gehetzt und sah mich in der verlassenen Gegend um. Da war man dem Lord haarscharf entkommen, nur um zwei mir unfreundlich gesonnenen Kreaturen gegenüberzustehen und das noch allein.

„Hogsmeade!“

„WAS?“, entwischte mir ein unwürdiges Kreischen wegen seiner so knappen Ansage und schon bekam ich Kopfweh unglaublichen Ausmaßes.

„Ja, weißt du… Harry… er… er hatte einen schlimmen Anfall… sah echt eklig aus… danach war er sehr besorgt und sichtbar entschlossen, nach Hogwarts zu müssen… mhm…“, meinte Charlie erklärend.

Es war ein Wunder, dass sich ein Vampir mir gegenüber so aufgeschlossen zeigte, aber schon zog er unwohl die Schultern hoch und zauberte wieder mit seinem Zauberstab an dem Drachen herum, der daraufhin… gähnte? Echt jetzt!

„Was…“, zog ich die werte Aufmerksamkeit des Neu-Vampirs mit meinem Ruf wieder auf mich, „…mhm…?“, äffte ich ihn nach, woraufhin er mir einen harten Blick aus leblos wirkenden Augen zuwarf.

„Dir ist bewusst, dass er eine Verbindung zum Lord hat“, fragte er unvermittelt und ich blinzelte ihn verständnislos an.

„Ja, danke für diesen bombastischen Hinweis“, erwiderte ich sarkastisch.

Als ob das Ron und mir nicht seit Jahren gegenwärtig war. Aber sein Hinweis führte dazu, dass mich kurz die Neugierde packte, war es so schlimm gewesen, was Harry wohl beobachtet hatte?

Ich hatte vielleicht keinen direkten Draht zum Lord, aber ich nahm meine ganz eigene Verbindung auf, indem ich meine weißen Augen bekam und mit einem Schlag war ich wieder dort.

Dort in der Höhle der Inferi!

Ich sah durch sie, dank ihnen. Meine Inferi waren unruhig, aufgrund des Wutanfalls des Lords verständlich, und ich verfolgte, wie der Lord gerade apparierte und damit verlor sich seine Spur für mich, während er Rabastan völlig gleichgültig zusammengekrümmt am Boden zurückließ und sofort nutzten meine Inferi die Gunst der Stunde, um aus dem Wasser zu steigen. Sie krabbelten wie ein Schwarm über die Insel, um dann mit Genuss über Rabastan herzufallen und diesen für immer zu sich mit ins Wasser zu ziehen.

Hinab in ein nasses, ewigliches Grab!

Ein Lestrange weniger und nein, es tat mir absolut nicht leid, diese Nervensäge nie mehr wiedersehen zu müssen, oder zu wissen, dass er nun Inferifutter war. Dennoch war er ein Mitglied des Inneren Kreises gewesen und dieses hatte der Lord wissentlich und ohne mit der Wimper zu zucken geopfert.

„Schön, dann halt nicht“, kam es eingeschnappt vom Neuvampir, der beleidigt über meine geistige Abwesenheit war. „Und nur zur Info, es steht dir nicht, diese weißen Punkte in deinem Gesicht…“, murrte er minimal verstimmt, dass ich ihn nicht beachtete und ich schüttelte den Kopf, um wieder hier zu landen und verbannte meine weißen Augen.

Ufff, das Verhältnis zu den Vampiren würde wohl nie besser werden.

„Erfahre ich nun bitte, was sie gesagt haben? Was der Grund für ihr Verschwinden ist?“, fragte ich nach und plötzlich ging ein Ruck durch Charlie und er nickte abrupt.

„Tja, das war voll gruselig. Also Harry sagte wortwörtlich: „Die Höhle… die… Schönste… ich war dabei, als er das mit Gringotts erfahren hat, ich… ich war in seinem Kopf. Er ist unglaublich wütend und er hat auch Angst. Er kann nicht begreifen, wie wir es rausgefunden haben und jetzt will er nachprüfen, ob die anderen sicher sind, beim Ring zuerst…“, rezitierte Charlie überlegt und für ihn mochten Harrys Aussagen wenig Sinn ergeben, aber mir schwante sofort übles. „Er glaubt, dass Hogwarts am sichersten sei, weil Snape dort ist, weil es so schwierig sein würde, unbemerkt dort reinzukommen. Harry meinte, er glaubt, bei dem sieht er zuletzt nach, aber er könnte trotzdem in ein paar Stunden dort sein…“, endete Charlie und musterte mich aufmerksam.

„Harry weiß, was es ist?“, fragte ich daher neugierig und da schüttelte er seinen roten Haarschopf.

„Nein, das hat Ron auch gefragt, darauf hat Harry gesagt: Nein, daran hat er nicht gedacht. Er dachte nur daran, Snape zu warnen. Wir müssen dort sofort hin. Wenn er merkt, dass der Ring auch fort ist, wird er nach Hogwarts kommen, weil er es dann dort auch für zu unsicher hält.“

„Und dann, Charlie?“, drängte ich ihn nervös. „Lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen“, entfuhr es mir entnervt, da ich wissen musste, wohin sie gegangen waren, auch Hogsmeade war groß und vielleicht brauchten sie mich und meine Hilfe.

„Das ist nicht so leicht!“, fuhr mich Charlie frustriert an und fletschte seine jetzt ganz spitzen Reißzähne und ich wich zurück, während er knurrte. „Du riechst so komisch, meine Instinkte raten mir, ich muss mich vor dir in Acht nehmen“, fing er nun plötzlich völlig aus dem Zusammenhang gerissen an und ich starrte ihn tatsächlich kurz an, als hätte er einen gefährlichen Schaden.

„Super, lass das Vampirische stecken und rück mit der Sprache raus, wo die Jungs hin sind und schon bin ich weg!“, fuhr ich ihn ungehalten an, dabei zuckte er richtiggehend vor mir zurück und der müde Drache in Charlies Rücken riss sein gigantisches Maul zu einem dampfenden Gähnen auf und hüllte uns in einem unglaublich schlechten Atem ein, der mir die Luft raubte.

„Sie wollten unter dem Tarnumhang nach Hogsmeade und von dort einen Weg nach Hogwarts suchen“, erklärte er dann, war dabei aber deutlich weiter auf der Hut vor mir.

„Sie wollten… WASSS?“, brüllte ich nur wieder leidgeplagt auf und sprang richtiggehend im Kreis.

Warum zur Hölle konnten die Jungs nicht mal eine Sekunde warten? Jetzt waren sie dort und ich hier, verdammt!

„Ja, und sie denken, du wirst es schaffen, dich mit ihnen in Hogwarts wieder zu vereinen Hermiooo…“, protestierte Charlie noch, aber ich war schon weg.

Ich war so frei, in den Slide und nicht in die Apparition zu gehen, um die Strecke damit noch schneller als sonst zurückzulegen und als ich aus dem Grau trat, schrillte es mir schon unangenehm Laut entgegen.

Katzenjammer!

Ein schriller, nervenzerreißender Schrei drang durch die dörfliche Dunkelheit. Ich stand da und besah mir meine hektisch anmutende Umgebung und verzog schmerzlich mein Gesicht. Was für ein unheiliger Lärm. Dabei lag mein Augenmerk auf einer dunklen Seitenstraße. DeathEater polterten aus dem Pub „Die drei Besen“ heraus und zogen sofort einsatzbereit ihre Zauberstäbe.

„Accio Tarnumhang!“, brüllte einer dieser minderbemittelten Idioten in die Finsternis und ich spürte den Stich des Kopfschmerzes, der bei so viel Dummheit in mir aufkeimte.

Idioten wohin man sah und oh Wunder, es passierte nichts, die Magie war hilflos gegen dieses Heiligtum des Todes und so waren die Jungs sicher darunter verborgen, wo auch immer sie steckten.

„Bist wohl nicht unter deinem Deckchen, Potter?“, „Aber du bist hier und wir finden dich!“, „Ausschwärmen: Potter ist hier!“, brüllten sich diese glänzenden Leuchten aufgelöst zu und liefen aufgeregt durch die Gegend.

Sechs von den DeathEatern rannten direkt auf mich zu, aber ich ging eilig wieder in den Slide, nicht dass sie noch auf die Idee kamen, dass ich mit suchen helfen könnte und wandelte in dieser sonderbar farblosen, so grauen Zwischenwelt durch das mir so bekannte und an sich so beschauliche Dorf.

„Wir wissen, dass du hier bist, Potter!“, „Wir werden euch finden!“, „Und dann seid ihr dran!“, versuchten sie mit ihren dämlichen Kommentaren, die Jungs zu verunsichern.

Mit Sicherheit verkrochen sich die Jungs unter dem Umhang und natürlich waren sie von dieser Begrüßung überrumpelt und überrascht worden. Sie hatten nicht damit gerechnet, dass das eine Falle hätte sein können und ich ärgerte mich, dass die Jungs nicht daran gedacht hatten, dass die DeathEater alle möglichen Banne und Flüche um das Dorf gelegt haben könnten.

„Wie wär’s mit Dementoren?“, fragte einer  aus Dracos DeathEater-Truppe. „Lasst ihnen freien Lauf, die bekommen ihn ganz schnell“, meinte einer der anderen, dessen Name mir entfallen war und formulierte eine Nachricht an die im Wald stationierten Dementoren.

„Die fressen ihn dann aber auch.“, „Wäre das nicht egal?“, „Der Dark Lord will, dass Potter durch seine Hand stirbt.“, „Der Lord will sein Leben und nicht seine Seele. Der ist leichter umzubringen, wenn er vorher einen kleinen Kuss bekommt, der nicht von seiner Freundin ist!“, brüllte einer lachend und ich pustete mir die Locke aus der Stirn und unterdrückte ein Seufzen.

Verdammt, sollten die Dementoren dem Befehl sofort folgen, hätten wir ein akutes Problem. Die Jungs wussten nicht, dass ich schon da war und dass sie dank mir keine Patroni als Schutz vor den Dementoren brauchen würden. Aber wie sollte ich es ihnen sagen, wenn ich sie nicht fand?

Sie würden, wenn sie einen Patronus heraufbeschworen, sofort ihre Position verraten, aber noch bevor ich aktiv werden konnte, spürte ich sie schon. Da kamen sie schon, die Dementoren!

Sie glitten um die Ecke und ihre Eiseskälte war spürbar, als sie durch das schreckenserstarrte Dorf glitten. Die Masse der Dementoren hielt schnurstracks auf eine bestimmte Ecke zu und da brachen plötzlich mehrere silbern schillernde Tiere hervor und donnerten hell aufleuchtend auf die Dementoren zu, die sofort aus dem Weg gesprengt wurden und eilig das Weite suchten.

„Der Patronus!“, „Es war ein Hirsch!“, „Ich habe ihn gesehen!“, „DORT!“, riefen die DeathEater frenetisch und euphorisch.

Das Fußgetrappel von ihnen wurde lauter und ich schüttelte ob ihrer Dämlichkeit den Kopf, rannte aber in meiner ganz eigenen und so anderen Welt in die Richtung, wo die Tiere hergekommen waren, als in dem Moment ganz in meiner Nähe, in einer Seitengasse, eine Tür noch weiter geöffnet wurde.

„Hier rein, Potter!“, zischte jemand nicht leise genug in der gedämpften Welt hinter dem Schleier und mein Kopf fuhr herum.

Ohne zu zögern änderte ich die Richtung und rannte auf die geöffnete Tür zu und an der großen Gestalt vorbei, die in Schatten gehüllt den Jungs zur Hilfe kam. „Nach oben gehen, Tarnumhang anbehalten!“, flüstert dieser leise, aber sehr befehlend.

Ich erkannte nun, in welchem Haus wir Schutz fanden. Es war die schmutzige Bar des Hog’s Head. Wer hätte gedacht, dass wir ausgerechnet hier Aufnahme finden würden? Die Tür hinter der Theke ging auf und ich folgte ihnen, rannte in meiner anderen Welt mit ihnen eilig die Stufen hinauf in das ziemlich karge Wohnzimmer.

„Na und?“, drang die Stimme unseres Retters von einem geöffneten Fenster zu uns nach oben, sodass ich weiter ging und vorsichtig aus den Fenstern spähte und erkannte, dass sich dem Eingang zwei DeathEater genähert hatten und unseren Retter mit ihren Stäben bedrohten.

„Wenn ihr Dementoren in meine Straße schickt, dann schick ich denen einen Patronus auf den Hals! Ich lass die nicht in meine Nähe, das hab ich euch schon mal gesagt. Ich will das nicht haben!“, beschwerte sich der Wirt lautstark und ohne Scheu vor den Dienern des Lords.

„Das war nicht dein Patronus!“, erwiderte einer der Männer vor der Tür überzeugt.

„Woher willst du wissen was ich hab?“, zeigte der Wirt Schneid in seiner Aggressivität. „Und darf nur Potter einen Hirsch und was Gehörntes haben?“, fragte er regelrecht dreist und provokant.

„Was?“, entfuhr es dem einen sprachlos. „Das war ein Hirsch und damit der von Potter!“, kam es verbohrt vom anderen und ich rollte mit den Augen, denn das Tier von Harry war von seinem anderen Zauberstab gewesen und mit Sicherheit kein Hirsch, sondern die Tüpfelhyäne, aber die Frage nach dem gehörnten Tier war berechtigt, denn es war da gewesen.

„Hirsch!“, donnerte der Wirt des Hog’s Head beleidigt. „Hirsch! Du Idiot!“, fauchte er sein Gegenüber furchtlos an. „Expecto Patronum!“, brüllte er daraufhin und etwas Großes und Gehörntes brach aus dem Zauberstab hervor und galoppierte gleißend hell auf die Hauptstraße zu, was die Frage beantwortete.

Anscheinend kannte echt jeder Depp Harrys Patronus und so schien der Wirt gedacht zu haben, dass er Harry schützen müsste, wenn dieser sich verraten würde. Nett, aber an sich unnötig!

„Das war nicht das, was ich gesehen habe!“, meinte der andere DeathEater ziemlich verunsichert. „Die Ausgangssperre wurde verletzt! Du hast den Lärm gehört!“, sagte ein anderer DeathEater. „Jemand war vorschriftswidrig draußen auf der Straße…“

„Wenn ich meine Katze rausbringen will, dann tu ich das auch und zum Teufel mit eurer Ausgangssperre!“, raunzte ihn der Wirt wütend an.

„Du hast den Katzenjammer ausgelöst?“, kam es reichlich perplex von den Männern und gerade war ich gewillt, meinen Schädel gegen das Glas zu donnern.

Mit solchen Typen wollte der Lord die Welt erobern, unfassbar!

„Und wenn? Wollt ihr mich nach Askaban karren? Mich umbringen, weil ich die Nase aus meiner eigenen Haustür gesteckt habe? Dann tut’s doch! Aber ich hoffe für euch, dass ihr euer kleines Dark Mark nicht gedrückt und ihn gerufen habt! Er wird es nicht so toll finden, wenn ihr ihn wegen meiner Katze ruft!“, donnerte der Wirt und wich keinen Millimeter zurück.

„Mach dir mal keine Sorgen… um uns“, bellte der erste DeathEater wieder unfreundlich, „eher um dich selbst, weil du die Ausgangssperre verletzt hast!“, warf der Zweite drohend hinterher.

„Und wo wollt ihr dann die illegalen Wetten spielen und Zaubertränke und Gifte verschieben, wenn mein Pub geschlossen wird? Was passiert dann mit euren kleinen Nebengeschäften?“, kam es aufgekratzt vom Besitzer des Hog’s Head, der sich überzeugend aufregte.

„Willst du uns drohen?“, zeigte der nächste DeathEater Zähne.

„Drohen?“, echote es ungläubig zurück. „Ich zeige euch die Konsequenzen auf und ich kann den Mund halten, deswegen kommt ihr ja auch hierher, oder?“, legte sich nach diesem aufgezählten Fakt eine ungemütliche Stille über den Seiteneingang und ich vernahm, wie die Jungs unter ihrem Tarnumhang bemüht leise atmeten.

„Ich bleib dabei, ich hab einen Hirsch-Patronus gesehen!“, meinte der Erste jetzt immer noch quengelig und mir lag ein Seufzen auf den Lippen und ich überlegte, ob wir nicht die beiden Nervensägen da unten ausschalten könnten. Sie hielten uns definitiv auf.

„Hirsch? Das ist ein Ziegenbock, du Flachkopf!“, zeterte der Wirt beleidigt drauflos.

„Na schön, wir haben einen Fehler gemacht“, zeigte sich der zweite DeathEater nachgiebiger und versöhnlicher. „Aber wenn du die Ausgangssperre noch einmal verletzt, sind wir nicht so nachsichtig!“, drohte er nochmal.

Erst dann drehten sie sich ohne weitere Worte um und verließen die Seitenstraße. Erleichtert atmeten die Jungs auf und Ron wand sich unter dem Tarnumhang hervor, um sich etwas blass um die Nase auf einem Stuhl niederzulassen. Harry zog erst die Vorhänge gewissenhaft zu und nahm dann erst den Tarnumhang ab.

„Ihr verdammten Hornochsen!“, blaffte Aberforth los, nachdem er das Zimmer wie ein Wirbelwind betreten hatte. „Was habt ihr euch dabei gedacht, hierherzukommen?“, meinte er unfreundlich und die Jungs sahen ihn mit offenem Mund an.

„Wie konntet ihr so doof sein? Es war doch klar, dass sie irgendwelche Zauber gegen euch in Hogsmeade eingerichtet haben“, fragte ich in dem Moment, als ich aus dem Schleier trat und vor ihnen wieder auftauchte, dabei hielt ich die Augen gesenkt, mit Blick auf den Boden, bis ich sicher war, dass das Weiß verschwunden war.

„Wahhh“, kam es erschrocken von allen drei männlichen Wesen in diesem Raum und ich verbiss mir ein Lachen.

„Du bist da!“, „Himmel, ich dachte, er bringt dich in der Höhle um!“, „Wie hast du uns so schnell gefunden?“, „Wie hast du dich versteckt?“, schoss Frage um Frage aus ihnen heraus, aber jeder von ihnen wirkte erleichtert, mich zu sehen.

„Ihr seid dämlich“, murrte ich finster, war aber nicht wirklich bereit, auf die Fragen einzugehen, während mich Aberforth durchdringend maß.

„Danke, Aberforth“, wandte sich Harry nun unbeirrt an seinen Retter, wohl wissend, dass ich nicht gut auf sie zu sprechen war. „Wir können Ihnen nicht genug danken. Sie haben uns das Leben gerettet!“ Der Wirt grunzte daraufhin missmutig und begann nun, Licht im Raum und im Kamin Feuer zu entzünden, um sich vor einer Antwort zu drücken.

Der Feuerschein im Raum ermöglichte es mir, das heruntergekommene Wohnzimmer zu begutachten, aber zuerst musterte ich den alten Mann vor mir, den Besitzer des Hog’s Head und die verblüffende Ähnlichkeit zu Dumbledore regte mich doch schon wieder auf. Er hatte dieselbe Statur wie sein Bruder, auch die Gesichtszüge waren verblüffend ähnlich, nur hagerer, ausgezehrter und etwas schmuddeliger. Dafür war sein Vokabular weniger gefällig, aber ich fragte mich, ob er wohl ahnte, dass sein Bruder durchaus mit ihm mithalten konnte, wenn er sich mal wieder über mich aufregte.

„Das war echt knapp“, meinte daraufhin Harry mit einem schiefen Lächeln, das es nicht besser und meine Laune nicht heller machte.

„Was wäre passiert, wenn ich nicht geöffnet hätte?“, wollte Aberforth aufreizend erfahren.

Dabei konnte ich nur denken, er hatte keine Ahnung davon, wie weit wir bereit waren zu gehen und schon gegangen waren. Er sah in uns nur Kinder, hilflose kleine Wesen, die beschützt werden mussten. Für mich stand außer Frage, dass wir sonst die DeathEater, die hier Wache gehalten hatten, hätten ausschalten müssen.

„Dann hätten wir auch einen Weg gefunden“, erklärte Ron auch schon ernst, mit derselben Inbrunst, mit der er auch Griphook von dieser Erde getilgt hatte und die ich nicht in Zweifel zog, anders als der alte Mann vor uns, der gerade spöttisch auflachte, als hätte Ron einen Witz gemacht.

„Mann, du bist ja so pfiffig, du könntest glatt ein DeathEater sein, Junge“, zog Aberforth ihn auf.

„Mhm“, erwiderte Ron minimal verlegen, als würde ihn zum ersten Mal sein Gewissen drücken, dabei meinte Aberforth das abwertend und lag mit seiner Einschätzung völlig daneben, denn er hatte keinen Dunst, was Ron schon alles getan hatte und bereit war zu tun.

„Wo war dein Hirsch, Junge?“, wollte der Wirt fragend, mit gefurchter Stirn erfahren.

„Das war meiner!“, kam es von Ron, der Harry eilig zuvorkam und er unterbrach damit gekonnt das aufkeimende Misstrauen.

„Ich denke… ich habe Hunger!“, warf Harry eilig ein, um von diesem Thema abzulenken.

„Oh ja, ich könnt einen Drachen verdrücken“, erwiderte Ron umgehend ziemlich erleichtert und wie um diese Behauptung zu unterstreichen knurrte sein Magen protestierend laut auf.

„Nicht euer Ernst, Jungs?“, wisperte ich sprachlos.

„Hey, wir sind seit den frühen Morgenstunden auf, jetzt ist es Nacht und ja, wir haben ganz schön viel durchgemacht… beinah hätte uns mein knurrender Magen verraten“, wandte Ron mit leuchtend roten Ohren ein.

„Solange dir nicht der Appetit vergeht“, kam es missmutig von mir, sprachlos über so viel Verfressenheit.

„Ich bin noch im Wachstum!“, servierte Ron ungeniert und ich rollte mit den Augen.

„Ich hab was zu essen“, murrte Aberforth unfreundlich, ging aber schon gemächlich die Treppe hinunter, sichtbar froh, sich von uns entfernen zu können.

„Können wir ihm trauen? Das läuft wie bei Lovegood?“, zeigten Harrys Zweifel, wie sehr wir von Verrat und schwindendem Vertrauen gezeichnet waren, woraufhin ich die Schultern hochzog. Er war ein Dumbledore, das sagte in meinen Augen alles.

Dabei sah ich mich im Raum um und bemerkte, dass mich das körpergroße Portraitbild des Mädchens, das mich an Alice im Wunderland erinnerte, irritierte, da es absolut nicht in diese heruntergekommene Absteige passte und bestimmt auch nicht Aberforths Geschmack entsprach.

„Wenn nicht… ist er selbst schuld“, murmelte Ron ein wenig auf Krawall gebürstet und blinzelte zu mir „Hast du noch Charlie gesehen?“, fragte er interessiert nach und lenkte mich damit von der Betrachtung meiner Umgebung ab.

„Ja, er hat mir gesagt, was ihr für einen Schwachsinn vorhattet…“, gab ich umgehend zurück.

„Rabastan ist Geschichte?“, fragte Harry wieder etwas völlig anderes flüsternd nach und ich schnaubte und setzte mich unbehaglich auf einen wackeligen Holzstuhl.

Es stand außer Frage, dass auch ich Geschichte wäre, wenn ich nicht den Slide gehabt hätte, um abzuhauen und mich in Sicherheit vor den Launen des Lords zu bringen, da das Apparieren in der Höhle unmöglich war und der Wutanfall des Lords alles vernichtend. Vielleicht hätte ich im See bei meinen Inferi Schutz suchen können? Aber das war eine Option, die mir wenig einladend erschien.

„Ja“, nickte ich daher bestätigend und sah geistig wieder vor mir, wie sich die Inferi über den besinnungslosen Körper Rabastans hergemacht und ihn schlussendlich zu sich in ihr nasses Grab mit hinabgezogen hatten.

Aber das war Vergangenheit und nicht zu ändern und so sprachen wir drei eilig einige wesentliche Dinge durch, während wir alleine waren, und Harry setzte sich auf die Armlehne meines Stuhls, als würde er mir Nähe geben wollen.

Plötzlich kam Aberforth mit einem Laib Brot, etwas Käse und einem Krug voll Wasser schwerbeladen zu uns zurück und wir verstummten. Er stellte all diese Sachen auf den kleinen Esstisch im Wohnzimmer und zu meinem Erstaunen knurrte nun auch mein Magen und ich stand den Jungs in nichts nach, denn sofort stürzten wir auf dieses karge Mahl und schlangen das Essen hinunter. Es war irre lecker, lange hatten wir nichts mehr gegessen und getrunken. Gerade nach diesem anstrengenden Tag war das bitternötig. Der Kampf, das Adrenalin, der lange Flug und dabei die Ängste und als Krönung der Lord hatten dafür gesorgt, dass selbst ich ausgehungert war und mir erst jetzt eingestehen konnte, wie hungrig ich war.

Ich konnte, als mein erstes Bedürfnis gestillt war, fühlen, wie uns Aberforth nicht aus den Augen ließ, er hatte Fragen und sie würden kommen. Wenigstens hatte er die Güte, mit seinen Fragen zu warten, bis wir wieder einigermaßen normale Menschen waren.

„Nun denn…“, sagte Aberforth, als wir alles aufgegessen hatten. „Wir müssen überlegen, wie ihr am besten hier verschwindet. Nachts geht es nicht, ihr habt gehört, was passiert, wenn jemand während der Dunkelheit nach draußen geht. Ein zweites Mal lassen die mir wohl nicht den Hirsch als Ziegenbock durchgehen. Wartet bis Tagesanbruch, dann endet die Ausgangssperre und ihr könnt euren Tarnumhang wieder anziehen und euch zu Fuß auf den Weg machen. Verschwindet sofort aus Hogsmeade, geht hoch in die Berge, von da aus könnt ihr disapparieren. Vielleicht trefft ihr Hagrid und Grawp auf eurem Weg“, zählte er unsere Optionen auf, die er wohl, während er uns beobachtet hatte, ausgedacht und ersonnen hatte.

„Wir gehen nicht weg“, erwiderte Harry entschieden, umgehend und ohne zu zögern. „Wir müssen nach Hogwarts!“

„Sei nicht albern, Junge!“, tat Aberforth sofort ab, als wären wir kleine, unmündige Kinder. „Ihr müsst nur eins: So weit wie möglich von hier weg! Der Krieg ist verloren, Junge. Verschwindet von hier, verlasst das Land, geht in irgendeins der Länder, an denen er kein Interesse hat. Zaubert nie wieder, kriegt ein paar Kinder und versucht, euer Leben glücklich zu verbringen. Es ist vorbei!“, meinte er sichtbar überzeugt und resigniert und ich war gewillt, in Gelächter auszubrechen.

Zu spät, das war es seit Jahren schon. All dies waren Optionen, die ich mir vor Jahren für immer genommen hatte. Für mich gab es kein Zurück mehr und es schmerzte, zu sehen, dass dieser alte Mann vor uns, ein Mitglied des Ordens, so gar keine Ahnung hatte, was wir alles über die Jahre schon geopfert hatten.

Als könnten wir all dies ungeschehen machen!

War dies die Ignoranz, oder Gleichgültigkeit des Alters? Ich schüttelte deprimiert den Kopf und nippte verlegen an meinem schmutzigen Wasserglas.

„Sie verstehen nicht“, erwiderte Harry hörbar angespannt „Er ist angeschlagener als Sie denken. Wir müssen ins Schloss! Dumbledore… Ihr Bruder… er wollte, dass wir…“, kehrte Harry den Slytherin raus, bis er unterbrochen wurde.

„Albus wollte viel“, kam es abfällig von Aberforth. „Und während er seine grandiosen Pläne verwirklichte, hatten ständig andere Leute darunter zu leiden“, spitzte ich bei dieser so anders als erwarteten, aber umso aufrichtigeren und ehrlicheren Einschätzung die Ohren.

Da konnte ein Bruder den anderen ja gar nicht ausstehen, was für ein Zufall. Ich lachte auf und unterbrach ihn.

„Sie kannten ihn gut“, erwiderte ich von der Zuversicht beseelt, jemanden gefunden zu haben, der Albus so sehr mochte wie ich.

Denn egal was Gellert sagte, meinte oder dachte, er liebte Albus heiß und innig, während ich ihn von Grund auf nicht ausstehen konnte und seine selbstgerechte Art zum Kotzen fand und seinem Bruder schien es ähnlich zu gehen wie mir.

„Ja, ich kannte ihn sehr gut, aber ihr… ihr habt keine Ahnung und gerade du… Potter, du glaubst, dass ich meinen eigenen Bruder nicht verstanden habe? Du glaubst, du hättest Albus besser gekannt als ich?“, echote jetzt eine gewisse Überheblichkeit in der Nachfrage mit, als er sichtbar erregt weitersprach: „Ihr solltet ihm nicht trauen. Niemand sollte das.“ Nahmen mir seine Wahrheiten die Worte. Ich hätte am liebsten laut applaudiert, endlich jemand, der Albus so sah wie er war.

„Ich kannte meinen Bruder zu meinem Leidwesen sehr gut, Potter. Er liebte die Geheimniskrämerei. Geheimnisse und Lügen, damit sind wir aufgewachsen. Albus war darin ein Naturtalent! Und sei dir dessen gewiss, er hat dir nicht alles gesagt und er war nie offen zu dir.“

„Ich… ihn gut gekannt?“, stieß Harry hörbar ironisch aus. „Ha… ich denke manchmal, er kannte sich selbst nicht…“, erwiderte er zum Schluss hin provozierend und schaffte es kurz, Aberforth mit seiner kritischen Ansicht zu schockieren.

„Dass Ihr Bruder ein Arschloch allererste Güte und wie es im Buch stand war, wird hier in diesem Raum keiner bestreiten“, zeigte sich Ron, nachdem er satt war, bissig.

„Wow… was für Töne… allgemeinhin wird er vergöttert!“, wirkte Aberforth ehrlich konsterniert und überrascht.

„Ha, das tat ich nie… er hat immer die Drecksarbeit andere machen lassen… am besten Kinder!“, grollte ich nachtragend.

„Ja, da staunen Sie, nicht wahr?“, „Wir sind schon lange nicht mehr blind Albus gegenüber.“, „Hermione hat uns allen die Augen geöffnet. Ihr Bruder war manipulativ und ganz egal, was Sie denken, uns war das bewusst, er ist und war immer bereit, über Leichen zu gehen!“

„Musik in meinen Ohren“, wisperte Aberforth ziemlich sprachlos und strich selbstvergessen über seinen langen grauen Bart.

„Oh, ich denke, Sie wissen nur einen Bruchteil von dem, was er alles getan hat“, murrte ich finster, als er rau auflachte.

„Oh, ich denke, ich kann noch mit Überraschungen aufwarten!“, grinste Aberforth gemein. „Aber ja, er ist gut darin, Aufgaben zu delegieren, die ihm nicht passen, dann fühlt derjenige sich wichtig, wenn er vom großen Albus Percival Wulfric Brian Dumbledore eine Aufgabe erhalten hat! Eine nette Aufgabe? Angenehm? Einfach? Etwas, das man einem unausgebildeten Zaubererjungen zutrauen kann?“, fragte er bissig in seiner Gehässigkeit und ich mochte den alten Mann immer mehr.

„Ja, so in etwa läuft das und naja, es ist nicht wirklich leicht“, erwiderte Harry trotzig. „Aber ich muss…“

„Wieso muss?“, echote es von dem Alten dröhnend, als er Harry das Wort abschnitt. „Er ist tot, Junge! Lass es bleiben! Rette dich, deine Freunde und sei dir gewiss, du warst nicht der Erste, den er für seine Zwecke einspannt…“

„Reden Sie von jemand bestimmtem?“, fragte ich nachdenklich.

„Oh ja… ich muss…“, unterbrach Harry und das ärgerte mich, denn ich hatte auf Antworten gehofft. „Ich kann nicht anders!“, meinte Harry todernst und Ron und ich wussten, dass er es für die Zukunft seines Sohnes tat, aber auch weil er wusste, dass er eben der Auserwählte war, vom Dark Lord damals selbst erwählt. Nur er konnte beenden, was damals in jener schicksalhaften Nacht begann!

„Warum? Man muss nie was, wenn man nicht will!“, verkündete Aberforth seine eigene Weisheit.

„Aber Sie kämpfen doch auch, Sie sind im Orden des Phönix!“, warf Ron hörbar mitgenommen über so viel Pessimismus ein.

„Ich war es“, sagte Aberforth tonlos. „Der Orden ist erledigt. Du-weißt-schon-wer hat gesiegt. Es ist vorbei! Ich sage es dir noch einmal“, er schaute nun mich eindringlich an. „Verschwindet ins Ausland und lebt euer Leben weiter! Solange ihr es noch könnt und du geh zu deinem Malfoy und genieß seine Kohle!“

„Mr. Dumbledore, wir machen das nicht für Ihren Bruder, wir machen das für uns, für die Zukunft und diese Entscheidung ist schon lange vorher gefallen“, entgegnete ich mit neutraler Stimme, da ich nichts bereute.

„Mir wurde gesagt, dass du ganz vernünftig sein sollst. Einige halten große Stücke auf dich, andere verteufeln dich, so jung und doch mit Lucius Malfoy verlobt. Ich verstehe nicht, wie du auf Potters Seite und mit einem hochrangigen Diener des Bösen liiert sein kannst“, lag in seinem Blick Misstrauen.

„Meine privaten Verhältnisse gingen weder Ihren Bruder noch gehen sie jetzt Sie etwas an, Mr. Dumbledore!“, wiegelte ich kompromisslos ab.

„Das heißt, du willst gegen den Lord arbeiten, trotz deines Verlobten, das ist gefährlich. Warum? Übertragt halt die Aufgabe an irgendjemand anderen, der älter und erfahrener ist!“

„Das geht nicht“, schüttelte Harry sein struppiges Haupt. „Ich muss es am Ende selber machen!“, bekannte er mit Grabesstimme und ich schluckte schwer wegen dieser Tatsache, da es stimmte, niemand konnte Harry diese Bürde abnehmen.

„Und wir helfen ihm dabei bis zum Tod“, kam es überzeugend von Ron. „Und darüber hinaus“, setzte ich hintersinnig hinterher, was dazu führte, dass uns der alte Mann sonderbar musterte.

„Ihr seid komisch!“, resümierte Aberforth und blickte nun zu dem großen Gemälde über dem Kaminsims. Da machte es bei mir Klick und ich verstand, wer dieses abgebildete Mädchen war.

„Andere sagen wir sind sonderbar…“, kam es desillusioniert von Ron und ich ahnte, was er sich alles von seinem Bruder im Shell Cottage hatte anhören dürfen.

„Mr. Dumbledore, ist das da Ariana?“, fragte ich zaghaft und deutete auf das in dieser Umgebung so unpassende Gemälde.

Das Bild zeigt die jugendliche Ariana, als lieb schauendes, stilles Mädchen mit blonden Haaren und mädchenhaften süßen Gesichtszügen. Ariana hatte langes, blondes Haar und ebenso blaue Augen wie ihre Brüder. Sie wirkte auf süßliche Weise abwesend und sah unschuldig und zart aus in ihrem blauen Alice im Wunderland Kleid, dabei hielt sie ein Buch in ihren Händen.

„Meine privaten Verhältnisse gehen keinen etwas an“, gab Aberforth meine vorherigen Worte giftig zurück. „Du hast wohl Rita Skeeter gelesen, oder?“, hielt er mir mit einem verächtlichen Schnauben vor und ich verzog die Züge, wenn er wüsste, dass ich das Buch, als letztes Werk für Rita auf den Markt geschmissen hatte, dann würde er Augen machen.

„Hat sie nicht“, sprang mir Harry bei und versuchte, mich völlig unnötig in Schutz zu nehmen. „Elphias Doge hat es uns erzählt.“

„Der alte Trottel“, schimpfte Aberforth los und wirkte ungehalten. „Ist meinem so tollen Bruder wirklich in den Arsch gekrochen. Tja, wie so viele andere auch!“

„Wir… nie…“, erwiderte ich leise, aber mit einer unüberhörbaren Genugtuung.

„Ach, wirklich?“, zweifelte Aberforth noch immer leicht gehässig. „Komisch, wie viele von den Leuten, die meinen Bruder so sehr geschätzt haben, am Ende schlimmer dran waren als wenn er sie einfach in Ruhe gelassen hätte.“

„Oder…. er sich mehr involviert hätte!“, warf ich ein. „Er hatte nie Interesse am Einzelnen, immer nur am großen Ganzen, alle anderen sind Kollateralschäden, die nicht schlimm sind! Er ist ein riesen Ignorant, der sich zu viel auf seine Genialität einbildet“, stieß ich anklagend hervor und ballte meine Hände zu Fäusten.

Unterdessen musterte mich der Mann vor mir mit einem sonderbaren Gesichtsausdruck, so als könnte er nicht fassen, was er gerade hörte. Aber sobald der Name Albus Dumbledore daherkam packte mich die kalte Wut, vor allem nach meinem Gespräch mit Gellert und den neuen Informationen, die er mir dabei gegeben hatte.

„Selten solche anmaßenden, aber auch so wahren Worte… vernommen“, zeigte sich der Bruder von Albus regelrecht bissig.

„Irgendetwas sagt mir, dass du uns was verschweigst…“, „Was wirfst du ihm Neues vor?“, „Raus mit der Sprache…“, offenbarten die Jungs, wie gut sie mich doch kannten, aber ich schüttelte abwehrend den Kopf.

„Harry… es ist nichts… es wurde sich gekümmert“, meinte ich ausweichend. „Und wir haben keine Zeit!“

„Die fünf Minuten haben wir…“, bestimmte Harry mit dieser zutiefst sturen Tonlage, die ihm zu eigen sein konnte.

„Uff…“, seufzte ich und ergab mich in mein Schicksal und begann in kurzen Sätzen zu erläutern, was Ginny widerfahren war und wie Gellert ihr in Irland geholfen hatte, dabei durfte ich erleben, wie Ron blass wurde und Harry eher ein wütendes Rot annahm.

„Ich bring ihn um“, presste Ron durch schmale Lippen hervor und meinte es todernst, während in all der Zeit Aberforth sichtbar überrascht zugehört und sich jeden Ton verkniffen hatte.

„Er ist schon tot“, erinnerte ich Ron schlicht an einen gerade in dem Moment für ihn sehr schmerzhaften Fakt.

„Schade, dass Snape es schon getan hat, jetzt würde ich es mit dem größten Vergnügen selbst erledigen“, grollte der große Bruder und Harry tätschelte seine breite Schulter, um ihn zu beruhigen, dabei ergingen wir uns alle in Rachegedanken.

„Tja, das war mein Bruder… immer am größeren Wohl interessiert, egal bei wem… er hat nie Rücksicht genommen, bei nichts und niemandem!“, verkündete nun Albus‘ Bruder seine Meinung und ich lachte perlend auf.

„Was soll das heißen?“, fragte ich noch immer glucksend, aber gespannt wegen dieser kryptischen Aussage.

„Lass mal gut sein.“ Er winkte unbehaglich ab, als würde ihn das Thema sehr belasten, was mich noch hellhöriger werden ließ.

„Hey, Sie haben gerade sehr intime Details meiner kleinen Schwester erfahren“, beschwerte sich Ron, dessen Augen vorwurfsvoll funkelten.

„Schwester!“, echote ich einer Eingebung folgend, da ich den Blick von Aberforth verfolgte und so mitbekam, wo dieser hängenblieb.

„Sie meinen Ihre eigene Schwester!“, meinte ich nachdrücklich, davon überzeugt, dass ich recht hatte. „Was werfen Sie ihm vor?“, fragte ich wacker nach.

Aberforths Blick wurde immer finsterer, seine Lippen bewegten sich stumm und er blinzelte kein einziges Mal, als er mich niederstarrte und ich wusste nicht, ob er ahnte, dass ich alles wusste. Ich erinnerte mich noch zu gut an Bathilda, als ich sie in der Tarnung von Minna aufgesucht und sie mir vieles offenbart hatte.

Schließlich raffte er sich auf und begann, mit belegter Stimme zu erzählen: „M… meine kleine Schwester Ariana… sie… sie war sechs Jahre alt, da wurde sie angegriffen, aus dem Hinterhalt, von drei Muggeljungen. Sie hatten gesehen, wie sie zauberte, hatten durch die Hecke im hinteren Garten gespäht. Sie war noch ein Kind, sie hatte nicht die Kontrolle darüber, in diesem Alter hat das keine Hexe und kein Zauberer. Was sie sahen hat ihnen Angst eingejagt, zumindest schätze ich das so ein. Sie zwängten sich durch die Hecke und als sie ihnen den Trick nicht zeigen konnte, ist es mit ihnen durchgegangen…“, brach er abrupt ab und ballte die Hände zu Fäusten. Als er sie wieder öffnete, stand in seinen Augen ein unverhohlener und nackter Hass. „Sie versuchten, dem kleinen Ungeheuer das… das auszutreiben“, äffte er in einer anderen Tonlage nach und gab wohl eine Imitation der Angreifer von damals wieder.

Ich weitete meine Augen. Das war genauer als das, was mir damals erzählt worden war, gleichzeitig schien er nicht aussprechen zu können, was ihr, seiner kleinen Schwester, wirklich widerfahren war und wie genau das ausgesehen hatte, als sie versucht hatten, es ihr auszutreiben!

„Was sie ihr angetan haben, was sie gemacht haben… das… das hat Ariana zugrunde gerichtet“, gestand er dann tonlos ein und wirkte mit einem Schlag uralt.

Er musste nicht aussprechen, was sie ihr angetan haben könnten, es war auch den Jungs allgegenwärtig, so wie sie beschämt überall hin- und nur nichts ansahen, vor allem nicht das Bild des unschuldigen, jungen Dings, das die Ältere, so um die 14-jährige Version von Ariana zeigte, aber doch offenbarte, dass sie ein reines unschuldiges Mädchen gewesen war und so sprach er ohne von uns unterbrochen zu werden weiter.

„Mein Vater ist den verfluchten Kerlen hinterher und hat sie angegriffen. Dafür haben sie ihn dann nach Askaban gesteckt. Er hat nie gesagt, warum er es getan hat, selbst nicht nachdem ihm Mutter gesagt hatte, wie es um sie steht. Denn wenn das Ministerium erfahren hätte, was mittlerweile aus Ariana geworden war, hätte man sie für immer im St. Mungo weggesperrt.“

„Ihr Vater…“, schaltete ich mich in seine Erzählung ein, da er derart gebrochen wirkte. „Er hat recht daran getan, Rache zu nehmen, aber er hätte sich nicht fangen lassen sollen“, entgegnete ich ein wenig taktlos und schon landete Rons Ellenbogen in meiner Seite und ich zog schmerzhaft die Luft ein, was der Mann vor uns mit gerunzelter Stirn verfolgte.

„So weit dachte er nicht, er war rasend vor Wut und Zorn…“, verteidigte Aberforth seinen Vater umgehend und dessen heroische, aber wenig durchdachte Tat und ich schnalzte abwertend mit der Zunge.

„Seine Rache genießt man kalt am besten!“, konnte ich mich beim besten Willen nicht zurückhalten.

Das war meine Meinung und ich fand es leichtfertig, einfach so blutrünstig, wie ein wildgewordener Thestral in eine Meute zu laufen und sinnlos um sich zu schlagen und seine Familie zurückzulassen. Das war unüberlegt und schwachsinnig.

„Kindchen, das sagst du so leicht“, wiegelte Aberforth umgehend ziemlich beleidigt ab.

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