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 Kapitel 169-170

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BeitragThema: Kapitel 169-170   Do Feb 09, 2012 5:56 am

169. Kapitel Wandschrank


Hermiones Sicht

Ich eilte die kommende Zeit nur hin und her, ich kam mir vor wie ein Flummiball und wenn ich Draco nachts in seinem Zimmer besuchte und mich glücklich in seine Arme kuschelte, wusste ich ihm ging es ähnlich. Es war anstrengend für uns beide, wir hatten so viele Verpflichtungen, dass wir gar nicht mehr wussten wo uns der Kopf stand, aber wir genossen unsere Zweisamkeit in vollen Zügen. Ich hielt nichts zurück und gab mich ihm vollständig hin und er auch, es waren berauschende Zusammenkünfte, die auch bitter nötig waren um dieses düstere Etwas, das sich Severus schimpfte, aus meinem Geist herauszuhalten. Ich war zutiefst dankbar, dass ich Lucius in der letzten Zeit nur wenig und kurz gesehen hatte, ihm nicht täglich über den Weg lief, das hätte mich wohl sonst in den Irrsinn getrieben.

Als Severus schließlich zum Angriff überging, den ich früher oder später erwartete hatte, aber ich halt doch lieber mit später vorliebgenommen hätte, war ich darauf irgendwie gefasst, aber andererseits auch nicht.

Ich ging flotten Schrittes, da ich irgendwie immer unter Zeitdruck war, durch die endlosen, langen Flure von Hogwarts, die dank des Herbstes auch immer kälter wurden und versuchte meine geistige Liste der heutigen Aufgaben abzuhacken. Ich hatte die zwei kleinen Bücher des Lords schon durch, dass ich sie wirklich guten Gewissens zurückgeben konnte? Einen Fehler durfte ich mich hier wirklich nichterlauben.

Ja, fiel mir ein, aber dafür hatte ich es noch nicht mal im Ansatz geschafft den großen Folianten auch nur im Ansatz in die Hände zu nehmen. Himmel… ich wusste bis Weihnachten waren es noch über 2 Monate, aber das Ding war ein Wälzer gigantischen Ausmaßes und wenn ich es nicht schaffte rechtzeitig fertig zu werden, hätte der Lord keine Hemmungen mir etwas sehr ekeliges an den Hals zu hexen und echt… darauf konnte ich verzichten. Aber am Schlaf sparen wäre auch kontra produktiv, waren fünf Stunden schon das absolute Minimum was ich mir gönnte, doch wo sollte ich die Zeit hernehmen, wenn nicht stehlen? Machte ich mir Sorgen, wie ich mir eingestand!

Im Gemeinschaftsraum konnte ich das Buch nicht studieren, so ein riesen Ding konnte ich nicht als Groschen Roman verkaufen, außerdem war es so tief erfüllt von Magie, das die meisten Sprüche nur halbherzig funktionierten und ich Angst haben musste, das bei dem Ding mitten in einem ungünstigen Moment die Tarnzauber versagten und das wahre Buch offenbart wurde.

Das Buch war zwar zum Glück mal nicht mit Haut bespannt, aber dafür war es schlicht beige mit kleinen Opalen verziert und jeder würde Fragen, warum ich mit einem Edelstein geschmücktem Buch durch die Gegend lief. Solche Bücher waren extrem rar, also wo lesen? Jeden Abend in den Raum der Wünsche zurückziehen konnte ich mich auch nicht, ich war schon oft genug unsichtbar und der Raum gut besucht!

Im Gemeinschaftsraum der Schlangen? Ja, genau, weil ich ihnen so ein Wissen über mich in die Hand geben würde, sonst noch was???

Draco konnte und wollte ich es nicht sagen, der würde einen Herzinfarkt erleiden und höchstwahrscheinlich vor Angst um mich ständig erzittern was der Lord mit mir aufgrund meines Könnens planen würde. Nein, das konnte ich ihm nicht gestehen, wirklich nicht! Fand ich es doch selbst mehr als verwerflich und makaber, wohin mich meine Interessen trieben.

Ich hätte das Scheißding relativ schnell durch unter Anbetracht seiner Größe war ich mir sicher, wenn ich einmal Ruhe finden würde, aber in meinem Schlafsaal ging ich dank Lav und Pav nur um zu schlafen, wenn ich es denn wagte ihn überhaupt zu betreten. Seit Ron mit Lavender Schluss gemacht hatte und Megan…irgendwas, auch schon zum alten Eisen gehörte, da sie im Bett nicht das hielt was sie beim Küssen versprach, war es dort noch unerträglicher als vorher! Ich möchte betonen, dass die Aussage über ihre Qualitäten im Bett, nur die Wiedergabe dessen was Ron gesagt hatte im Originalton war. So hatte er sich nun eine Ravenclaw geschnappt, sie war in unserem Jahrgang und sehr hübsch, etwas Besonders, da exotisch, ihr Name Su Li, eine chinesischstämmige, halbblütige Hexe.

Wie es schien hatte Ron sich Blaise in jeder Hinsicht als Vorbild genommen, da sein Frauengeschmack schon sehr variierte, dort nun eine Chinesin mit nacht-bis blauschwarzen, kinnlangen, glatten Haaren, dann die dralle blondgelockte und blauäugige Lavender und die brünette Megan! Und ich wollte behaupten bei keiner würde er lange bleiben, aber dank unserer verschönerungsmaßnahmen an den Jungs waren die Mädels echt verrückt nach Ron und sie waren es auch bei Harry, wenn dieser sich nicht ständig mit Vehemenz und Inbrunst an mich werfen würde.

Aber dank Rons, Casanovatum, war Lav noch weniger zu ertragen als vorher, die Gute hatte echten Liebeskummer, dem sie sich absolut und vollständig hingab!

Zum Teufel wie ich das verachtete, gab es war schlimmeres als in Selbstmitleid zu versinken? Wenn sie ihn wollte, bitte, dann sollte sie kämpfen mit allen Mitteln, wofür war sie eine Frau, aber heulen und zähneklappernd auf ihren Bett zu liegen würde ihr Ron nicht wiederbringen. Ich konnte so ein kontra produktives Verhalten nicht nachvollziehen und die bösen Blicke, die mich in unserem Zimmer verfolgten, vergällten es mir zusätzlich unseren Raum zu betreten. Es war als würde sie mir die Schuld geben, das Ron sie abgeschossen hatte, aber hey, nichts war mir mehr gleichgültig als wen Ron gerade vögelte, solange er sonst das tat was ich wollte!

War ich so was von genervt und unkonzentriert, da ich auf dem Weg zu Geschichte war und gedanklich noch immer überlegte wo ich meinen Schmöker würde lesen können, mit dem ich ein Kleinkind bedenkenlos erschlagen konnte, als ich dank meiner geistigen Abwesenheit eher unsanft mit etwas Bekanntschaft machte, was ich nur als schattenhaften Schemen wahrnahm. Sodass mich irgendetwas grob an der Schulter packte und mich in eine Besenkammer zerrte, an der ich hatte vorbei gehen wollen. Die Tür schlug schon zu und tauchte mich und meinen Entführer ins Dunkel, bevor ich wirklich registrierte was passiert war, aber wie gut das ich abschätzig die Mundwinkel verzog und tief einatmete, den Duft kannte ich nur zu gut, was dachte er sich dabei?

Eben höchstwahrscheinlich gar nichts!

„Severus, du bist kein pubertierender Teenager, a la Ron, der es mit seinen neuen Eroberungen treibt wo er steht und geht, was soll das?“, stemmte ich meine Hände aggressiv in meine Hüften und zeigte mich souverän.

„Und du bist sonst nicht so abwesend, das man das mit dir einfach so machen kann! Also was ist los Hermione?“, wollte er rauchig wissen und schnipste mit seinem Finger und eine kleine, bläulich leuchtende Flamme löste sich von seinem Finger, tänzelte verspielt in der Luft und erhellte diesen Besenschrank minimal.

„Arch….!“, stöhnte ich leidend auf als mir wieder meine leidigen Überlegungen einfielen, für die ich noch immer keine Lösung hatte und das ärgerte mich doch gleich mal wieder maßlos.

„Mhm…du erinnerst dich was ich letztens zu dir meinte? Das ich mir wünschen würde ich hätte auch einen Rückzugsort?“, fragte ich ihn und sah wie er mich mit schiefgelegtem Kopf maß, dabei fiel ihm eine Strähne seines dunklen Haares ins Gesicht und ich war versucht sie ihm zurückzustreichen, was ich mir aber verbot und so beobachten wir uns nur bis er langsam nickte.

„Warum?“, wollte er da nur wissen und ich stöhnte auf, legte den Kopf in den Nacken und schloss die Augen, was vielleicht taktisch eher selten doof war, da mich sofort seine Arme umfingen und er mich an sich presste, ich sein Becken spürte, aber ich blieb ruhig und noch so zurückgelehnt, hatte nur aus einem Reflex meine Hände an seinen Oberarmen abgelegt und hielt mich nun dort fest.

„Warum? Weil ich gar nicht weiß ob ich noch schlafen darf, um überhaupt im Ansatz fertig zu werden….“, sah ich ihn nun doch an und knabberte auf meiner Unterlippe herum, währenddessen blickten mich seine Augen intensiv an.

„Was …wir haben alle viel zu tun, bisher hast du doch alles wunderbar koordiniert bekommen!“, erstaunte er mich da er ernsthaft mit mir sprach und mich nicht nur bedrängte, nachdem ich ihm die letzen Male gekonnt entwischt war und seine Forderung nach Sex nicht erfüllt hatte.

„Ich weiß, aber augenblicklich wird alles etwas …viel…..!“, zuckte ich die Schultern und sah ihn an, als sich seine Lippen langsam auf meine senkten, er mich verlangend küsste und was soll ich sagen, ich stöhnte leicht, lenkte das doch besser von meinen tristen Gedanken ab als sonst was. Außerdem war, wie ich fand, die Situation zu surreal, mein Professor knutschte mich, seine Schülerin, verzweifelt in einer von Filch Abstellkammern zu Tode, er zog mich immer enger an sich, presste seinen harten Körper verlangend an meinen Leib und unsere Zungen fochten ein heißes Duell aus, dabei genoss ich es ihn zu spüren.

Dieser so verbotene und gefährliche Moment schaffte es durchaus mich zu erregen, sodass ich ein kräftiges Kribbeln in meinem Schoss spürte, weil sich Severus Leidenschaft deutlich an meinem Oberschenkel abzeichnete, musste wohl nicht erwähnt werden. Als dann so langsam mein Verstand wieder einsetzte, löste ich eine Hand von seinem Bizeps, um diese in seinem dichten, dunklen Haar zu vergraben und wenig nett daran fest zu ziehen, was dazu führte das er sich mit einem schmerzhaften und sehr empörten Zischen von mir abrupt löste.

„Biest….“, glitt da nur über seine gerötteten Lippen, als ich auch schon meine Hand löste und mich an ihn schmiegte, mehr eine Umarmung suchte, die er mir erstaunlich großmütig gewährte, nach meiner groben Attacke und so nuschelte ich:

„Du bist also wirklich ein pubertierender, triebgesteuerter Jüngling?“ Dann konnte ich nur ein tiefes grollen aus seiner schwarzen Brust als Antwort vernehmen.

„Was erwartest du? Du bleibst ja nicht bei mir in meinen Räumen und da ich Gentlemen genug bin, dich nicht vor Draco dazu zu zwingen, …aber wenn dir das lieber ist, sag es nur!“, drohte er mir sehr wirkungsvoll, so ein Mistkerl, wollte ich mich empört aus seiner Umarmung winden, was er aber zu verhindern wusste und mich stark an sich gedrückt hielt.

„Was ich aber nicht tun werde, entweder bleibst du freiwillig, oder ich werde es wie heute wissen dich zu stellen, glaub mir, ich kenne Hogwarts wie meine Westentasche, du wirst nicht vor mir sicher sein!“, hauchte er mir seidig in mein Ohr und bescherte mir eine ausgewachsene Gänsehaut.

„Dann kennst du meine Antwort wohl schon, darauf lass ich es ankommen, wäre doch zu langweilig wenn ich so ein schwaches Liebchen bin das dir nicht widerstehen kann!“, kicherte ich heißer und musste daran denken, was ich damit heraufbeschwor indem ich versuchte mich ihm nicht zu willenlos hinzugeben, toll, jetzt hatte ich einen Verfolger, aber was hatte ich erwartet.

„Mhm…deine Küsse erzählen mir etwas anders!“, zogen seine Hände kleine Kreise in meinem Rücken und ich wusste, dass er recht hatte, ich vermisste ihn ein ganz kleines wenig, wie ich nicht wirklich gewillt war mir einzugestehen.

„Du bist unmöglich…“, begehrte ich auf.

„Nein, du bist unmöglich, mich warten zu lassen!“, fasste nun er in mein Haar, nur war er zärtlicher und zog meinen Kopf langsam in den Nacken, um mich wieder zu küssen, bis ich nach Luft schnaubte und ich meine Hand gegen seine Brust drückte und als er sich an meinem Hals entlang küsste, hauchte ich atemlos:

„Ich…ich…muss in den Unterricht….spät!“, leckte gerade seine Zunge an meiner Kehle und ließ mich leicht erzittern, als er schmunzelnd an meinem Hals erklärte.

„Genau, weil der Geist registriert, dass du nicht da bist!“, kam es höhnisch von Severus, als er weitersprach: „Ich denke, ich helfe dir auf andere Gedanken zu kommen, da die, welche du vorher hattest, ja nicht so toll waren!“ Ich kam gar nicht dazu etwas zu erwidern, weil seine Hände meinen Kopf umfingen und sich sein Mund begehrlich wieder auf mich legte, aber ich bemerkte sehr wohl, dass er nicht weiter ging als mich erfolgreich um den Verstand zu küssen. Er ging mir nicht an die Wäsche und das ließ mich doch glatt mal wieder schmelzen und nun geschah das unwirklichste von allem vorstellbaren, meine dunkle, griesgrämige Federmaus, lieferte sich mit mir eine wilde Knutscherei und schien es selbst zu genießen, das wir uns in diesem endlosen Kuss verloren. Er, der bei mir bisher immer nur das EINE gesucht hatte, ließ sich Zeit und das erschütterte und verwirrte mich so sehr, dass ich mich dem hier voll und ganz hingab, bis wir das entfernte Läuten der Glocke vernahmen, die das Ende der Stunde vermeldete. Erst dann löste er sich wiederstrebend von mir und wie es schien zufrieden. Er betrachtete mein Gesicht und ich sah ihn fragend an, hatte aber Probleme ihn scharf zu fokussieren, da meine Gehirnzellen sich aufgrund des Sauerstoffmangels schon lange verabschiedet hatten, bitte, riss ich nun die Augen auf, ich hatte nicht eine ganze Stunde mit Severus geknutscht, oder?

Doch hatte ich wohl, wie mir sein selbstzufriedener Gesichtsausdruck bestätigte, als ich mit einem Finger über meine geschwollenen und wohl geröteten Lippen fuhr und ihn nach Luft schnappend anstarrte. Aber das tat ein Severus Snape doch nicht, er fickte mich und Schluss, aber er knutschte mich nicht in einer kleinen Kammer zu Tode? Oder? Hilfe, fühlte ich eine gewisse Überforderung und er hauchte auch noch etwa atemlos.

„Wie ich sehe, war ich erfolgreich!“, schlich sich ein sehr selbstgerechter Ausdruck auf seine Mimik. Er strich sich nun selbst mit dem Zauberstab über die Lippen und warf mir einen letzten, intensiven Bick zu, der mir durch Mark und Bein ging, bevor er durch die Tür rauschte und mich mit dem kleinen Licht sehr derangiert zurückließ.

Wow, jetzt war ich sprachlos….



Und so strebte ich etwas konfus dem Mittagessen entgegen, nachdem ich mich wieder repräsentabel hergerichtet hatte, das gute war nur, dass ich mich würde rausreden können, alle selbst Draco wusste wie sehr mich meine Aufgaben augenblicklich einnahmen.

Denn in ein paar Nächten hätte ich einen Besuch in der Höhle zu machen und Draco hatte einen Auftrag, man sah unsere Tage und auch Nächte waren wahrlich ausgefüllt.

Doch Harry ließ sich von diesen Überlegungen wohl nicht leiten, denn als ich zwischen ihm und Ron am Esstisch Platz nahm, raunte er mir leise zu: „Wo warst du?“ Seine grünen Augen sahen mich abwartend und fragend an, musterten mich eindringlich und ich versuchte unbekümmert zu wirken, zuckte mit den Schultern und antwortete, während ich schon zu einer Schüssel griff:

„Ich hatte etwas zu erledigen, das ich nicht aufschieben konnte, du weißt doch, mein Zeitplan ist gerade sehr eng. Ich denke, Binns hat mich eh nicht vermisst…!“ Tippte ich ins Blaue und sah ihn kurz fragend an, worauf hin er nickte.

„Nein, hat er nicht, aber unseren Mitschülern ist aufgefallen, dass Miss Strebsam nicht da war, das fällt auf, vor allem bei dir!“, wandte er sich mir eindringlich zu.

Ich nickte nur und antwortete, immer noch leise, Ron hörte uns zu, hatte sich zu mir gelehnt:

„Ich weiß, aber es ging nicht anders und jetzt, ich hab Hunger. Manchmal müsste ich mich halt zerteilen können und eine Strafe für das Fehlen ins Binns Unterricht kann ich leichter weg stecken als eine Straf von IHM!“ sah ich vielsagend zu Harrys Narbe auf und fuhr fort: „…wenn ich meine Aufgaben nicht erledigt habe!“ Die Erwähnung des Lords und das ich eine Aufgabe hatte, nahm Harry sofort allen Wind aus den Segeln und er gab nach.

Ja, ich hatte mal wieder gelogen, wobei ja nur so halb, denn nur weil ich dauernd darüber nachgedacht hatte wo ich dieses Buch lesen könnte, war ich ja überhaupt nur in Severus unnachgiebige Arme geraten und Harry würde es ganz sicher nicht gut heißen das ich den Unterricht geschwänzt hatte, weil ich mit unserem Professor im Wandschrank genknutscht hatte, war das echt ein skurriles Geschehen. Ich schob den Gedanken daran schnell von mir, denn ich merkte, wie mir die Erinnerung an die Küsse mit ihm doch gleich wieder Lust bereiteten und wenn ich jetzt nicht ganz schnell an was anderes dachte und mich zusammenriss, würde ich , so wie Severus mich geschnappt hatte, mir Draco schnappen müssen und mit ihm an einen ruhigen Ort verschwinden, knabberte ich ungeduldig und unbefriedigt an meine Unterlippe.

Minimal und ganz kurz hatte ich ein schlechtes Gewissen, das ich Harry, dem ich versprochen hatte ehrlich zu sein nun direkt angelogen hatte, aber das mit Severus und mir, dass da etwas gelaufen war, das behielt ich lieber komplett für mich. Draco wollte davon nichts wissen, also war es besser wenn auch die anderen es nicht wussten und Harry, das er mich irgendwann doch noch verurteilte weil ich nicht wiederstehen konnte, das wollte ich dann doch nicht.

Außerdem war mir klar, wenn er die Wahl hatte zwischen meinen drei Männer, favorisierte er eindeutig Draco. Je weniger er wusste, desto weniger war er in dieser Hinsicht gezwungen runter zu schlucken und egal wie offen und ehrlich wir zueinander waren, manche Dinge waren auch für mich einfach privat. Mit ihm darüber zu reden wie ich mich in Lucius Gegenwart fühlte, war schon ein großer Schritt für mich gewesen, manchmal brauchte halt auch ich jemanden mit dem ich offen reden konnte und ich wusste, Harry war diese Person in jeder Hinsicht für mich, aber alles brauchte selbst er nicht zu wissen, das war besser für uns beide.

So aßen wir unser Mittagessen, Ron und Harry ließen mein Fehlen auf sich beruhen und widmeten sich anderen Themen. Ich bekam am Rande mit das Harry, der sich wieder mit Neville unterhielt leise über Luna tuschelte und musste schmunzeln als mir auffiel wie rot Nevilles Wangen dabei wurden, ob der Gute wohl ein Auge auf unsere eigenwillige Luna geworfen hatte?

Ich war froh, das mich sonst niemand auf mein Fehlen ansprach und war mir sicher, Draco dachte sich nichts dabei, er wusste ja genau wie eingespannt ich war, sah er doch jeden Abend wie ich tot müde ins Bett fiel wenn ich bei ihm war.

Und am Mittwoch verließ mich das Glück nicht. Trotz Severus „Attacke“ am Dienstag schaffte ich es am nächsten Tag ihm zu entkommen, obwohl er erwartete das ich nun freiwillig mit ihm ins Bett stieg. Doch als das Training zuende war, errettete mich das Schicksal, denn der Lord rief ihn zu sich. Sein Gesicht, als ihn der Ruf ereilte war Gold wert gewesen, denn ich hatte mich nicht davon stehlen müssen, da er gehen musste bevor überhaupt ein Wort darüber gefallen war das ich bleiben sollte. War mir das recht gewesen, oder nicht? Naja, ich nahm es wie es kam und war froh!

Nach unserem Training am Freitag musste ich in die Höhle, wie er selbst wusste und somit hatte ich schon wieder eine Woche erfolgreich hinter mich gebracht und war erfolgreich vor ihm geflüchtet, auch wenn ich seine Lippen schon sehr vermisste. Ein paarmal waren in dieser Woche meine Augen wie von alleine zu seinen Lippen gewandert, ja zu meinem Leidwesen auch im Unterricht, so wie er dann fies lächelte hatte mein verträumter Blick ihn wohl voll und ganz entschädigt. Nun stand ich vor meinem Spiegel, kleidete mich mal wieder an und rüstete mich für den Kampf, wenngleich auch nur um Greyback gegenüberzutreten, mein lederner Kampfanzug lag eng an meinem Leib und meine Waffen alle den Aufzug komplettierten meinen Aufzug, so war ich gerüstet.

Als ich furchtlos durch die Höhle schlich und dem steten tropfen des Wassers zuhörte, fühlte ich nichts, keine Aufregung, noch Angst, noch sonst etwas, ich war relativ gleichgültig, wusste, wenn es denn nötig wäre, wüsste ich mich zu wehren.

Hörte ich schon auf die Entfernung das Klatschen von Haut auf Haut und das schmerzhafte aufjaulen einiger, weniger hartgesottener junger Männer, denen die Ausbildung in all ihrer Härte wohl nicht so zusagte. Ich konnte mir unter meiner Maske ein fieses Grinsen echt nicht verbeißen als ich in den hohen und weiten Raum mit den Lagerfeuern trat und sich eine große Ansammlung von Individuen zeigte, die es sich zum Teil gutgehen ließen.

Der Duft des Essens, das auf dem Feuer bereitet wurde, wehte zu mir herüber und ich konnte in diesem riesigen Areal erkennen das Bellatrix weiter hinten mal wieder die Neuen einführte und sie dazu brachte sich die Seele aus dem Leib zu kotzen, aber die waren ganz nach hinten verbannt worden, wohl aus gutem Grund. Dafür fand ich Greyback in trauter Dreisamkeit mit den männlichen Lestranges vereint und dachte mir im Stillen, ob sie wohl mal zusahen wenn der Werwolf Bellatrix anknabberte und vernaschte, zutrauen würde ich es den Typen unbesehen!

Ich weiß, abartige Gedanken, aber sie kamen mir unweigerlich.

Ich schritt auf die große Gruppe, die gemütlich an dem Feuer saß zu und glitt immer weiter bis mich Greyback wohl witterte und sich mir seine massige, imposante Gestallt rasant zuwandte und mich mit starren, gelblichen Augen fixierte. Als ich relaxt und entspannt den Schein des Feuers erreichte und mich auf einem Felsen gegenüber von Greyback und den beiden Brüdern niederließ, behielten sie mich alle im Blick.

Die Gruppe bestand aus einem Teil aus Werwölfen, die im Aussehen versuchten ihrem Boss in Sachen Hygiene nachzueifern und DeathEatern, die sehr jung waren, aber auch eindeutig älter als ich und zusammen mit den Lestranges unmaskiert waren, da es bei ihnen unnötig war, da sie eh vom Ministerium als Ausbrecher gesucht wurden.

„Tapfer, wo sind deine Bewacher?“, knurrte ein brummiger, schlechtgelaunter Werwolf und runzelte die haarige Stirn, als die Unterhaltung am Feuer zum Erliegen kam, nachdem ich Platz genommen hatte.

„Die brauch ich nicht!“, drang meine Belustigung durch meine Stimme.

„Bist du dir so sicher!“, brummte er und zeigte mir seine gelben, langen Zähne und ich roch seinen Mundgeruch der bis zu mir wehte und der mich an abgestandenes, verwestes Fleisch erinnerte. Verbiss ich mir heldenhaft ein würgen.

„Ja, bin ich….ich weiß, du bist ein großer, böser Wolf und ich biete dir meinen Respekt an, denn das du das Alphatier in deinem Rudel bist, glaube ich dir und dafür braucht man nicht nur Muskeln, aber nur weil ich eine Frau bin, solltest du mich nicht unterschätzen, das tut mein Dark Lord auch nicht!“, sprach ich völlig emotionslos und hörte nur das Atmen unserer Zuhörer, die gespannt warteten wie unser Duell enden würde.

„Hörst du das Bruder, Respekt, …einem Mudblood gegenüber, nie!“, spukte einer der zwei Lestranges aus und ich verdreht genervt meine Augen.

„Mit euch beiden habe ich auch nicht gesprochen und schließlich und endlich wird jedweder berufliche Zusammenprall zwischen uns auch unterbunden, also braucht ihr mich nicht zu respektieren und ich euch auch nicht!“, war meine Stimme schrecklich bissig, was aber Greyback zu gefallen schien, denn er brach in ein raues Lachen aus das sich aber eher wie ein Bellen anhörte.

„WAS…..!“, „WIE????“, zischten zwei aufgebrachte Lestranges wütend.

„Wie ich es euch gesagt habe Jungs! Ihr respektiert mich nicht und jetzt tut nicht so als würdet ihr einem Werwolf dies entgegenbringen? Also hat er, wie ich, eine andere Basis, da wir in euren Augen niemals diesen Stand bei euch erreichen könnten um Euch von Gleich zu Gleich ins Antlitz zu sehen! Ihr seht, einer erfolgreiche Zusammenarbeit sollte nichts im Wege stehen! Oder Greyback?“, stellte ich mich bewusst mit dem magischen Wesen als etwas weniger Achtbares dar und distanzierte mich von der reinblütigen Gesellschaft der Zauberer.

„Du bist gut Mudblood, sehr gut!“, schien er erstaunt, was sich in seinen Augen wiederspiegelte und ich musste an die gleichen, kalten Worte des Dark Lord denken. Aber wie es schien besänftigte es Greyback mehr als alles andere was ich hätte tun können, nachdem unser Start nicht der Beste gewesen war.

„Hab Dank und du bist vernünftiger als du aussiehst, aber ich sage immer, das Aussehen bedeutet nichts! Aber vor allem glaubst du, der Dark Lord hätte ansonsten die Ehre besessen mich bei sich aufzunehmen?...Mich???“, wagte ich einzubringen.

„Nein wohl nicht!“, glitt seine Zunge über seine spitzen Zähne.

„Schau, wir sitzen im selben Boot, denn wir beide werden bestraft wenn wir unsere Aufträge nicht erfüllen, darauf habe ich wahrlich keine Lust und ich bin mir sicher, der Lord wird mich nicht mit den Samthandschuhen anfassen wie Draco….dieser Illusion bin ich nicht gewillt mich hinzugeben!“, kam ich zielstrebig und geschäftig auf den Grund und erinnerte ihn und mich daran wie er auf dem Boden gelegen hatte, was ihn ein tiefes Grollen ausstoßen ließ.

„Weiße gesprochen, nun gut, was bleibt mir anderes übrig?“, wollte er wissen und zeigte mir ein grausames Grinsen mit seinen gelben Zähnen.

„Ich fass es nicht, der Wolf wird handzahm….!“, schlug sich Rabastan mit der flachen Hand auf die Stirn und da konnte ich nur den Kopf schütteln und hörte wie Greyback wütend auf brüllte und die rangniederen DeathEater und anderen Werwölfe den Kopf ängstlich einzogen als sich Fenrir kaum mehr vor Wut ein bekam. Nun stand ich auf und stellte mich vor die Lestranges, jetzt zu kämpfen wäre nicht gut, außerdem wollte ich das hinter mich bringen.

„So nicht, lass die Idioten reden was sie wollen, 12 Jahre Askaban bekommen keinem menschlichen Hirn, ob Reinblut oder nicht…..“, wagte ich es gehässig, bösartig von mir zu geben und dabei noch sehr abfällig zu klingen, was Greyback abrupt verstummen ließ.

„Hey, was fällt dir ein….“, „Was wagst du dir heraus zu nehmen?“, brüllten nun die Lestranges aufgebracht und wollten sich beinah auf mich stürzen.

„Alles, ihr …behindert meine Aufgabe und wenn ihr nicht bald die Biege kratzt …“, zischte nun ich sehr kalt.

„Was??? Dann rennst du zu deiner „FAMILIE“????“, „Oder zum Lord??“

„Ach, bitte, ich bin doch nicht IHR, ich versteckte mich nicht hinter irgendwem, wofür hab ich meinen Zauberstab? Ich bin sehr wohl in der Lage euch den „crucio“ selbstständig auf den Hals zu hetzen und glaubt nur nicht das ich es darauf beruhen ließe, denn ich bin mir nicht zu schade euch anzuschwärzen, auf das ihr gleich nochmal bestraft werdet!“, hisste ich sehr giftig und ließ keinen Zweifel das ich es tun würde und hatte schon in einer blitzschnellen Bewegung meinen Stab in der Hand.

Ich sah den Hass in den dunklen Augen der arroganten Lestranges aufblitzen, aber wenn ich nicht standhaft auftreten würde, wäre ich nichts wert in diesen Reihen. Wenn sie mit mir kämpfen wollten, dann bitte, als ich ohne mich umzudrehen, etwas roch was ich zu gut kannte und wütend knurrend zischte, was viele erschrocken herumfahren ließ, da sie es nicht bemerkt hatten das sich jemand genährt hatte, nur Greyback und die Wölfe die hatten es bemerkt.

„Wage es ja nicht einzugreifen!“, gebot ich ihm sofort Einhalt, bevor er sich einmengen konnte. Ich hörte richtig wie viele die Luft ängstlich einzogen, da ich mit der schwarz/grünen Maske, also der LINKEN Hand des Lords so ebenbürtig sprach wie es sonst niemand wagte, aber echt, ich musste das alleine lösen, worauf ich ein abfälliges Schnauben hörte und eine samtige Stimme:

„Bin ich, die Recht Hand? Mach was du nicht lassen kannst, aber bitte, keine zu große Sauerrei....!“, raschelte sein Mantel und er setzte sich und überschlug entspannt die Beine.

Währenddessen hatte ich meine Augen keine Sekunde von den Lestranges genommen und beobachtete sie nun genau, aber sie standen nur genauso bereit da wie ich, was mich veranlasste den Kopf zu schüttelten und mit den Schultern zu zucken.

„Man, das macht doch keinen Spaß….nie passiert was….ist das öde! Ich bin mir sicher Bellatrix würde sich mit Freuden mit mir schlagen…“, schmollte ich regelrecht als Severus dreckig lachte.

„Das wirst du schön lassen, wenn du Bella tötest müsstest du sie ersetzen und da kann ich dich nicht gebrauchen, also reiß dich am Riemen und lebe deine viel zu ausgeprägte, grausame Ader in deinen Aufträgen aus.“, versuchte er mir den Rücken zu decken.

Ich bemerkte wie Greyback die buschige Augenbraue hob, als Severus sich so vollkommen überzeugt von meinem Können zeigte, worauf Rodolphus zu Severus sprach:

„Was machst du überhaupt hier?“

„Ich, oh ich soll euch einen Auftrag überbringen, euch drei Chaoten, frag bloß nicht warum?“, deutete er auf die Lestarnges und zeigte mit seinem aufgesteckten Finger auf Bellatrix, die in der äußeren, hinteren Ecke wie eine Wetterhexe herum hüpfte und wirkte als wäre sie auf Drogen.

„Ich will nicht!“, maulte Rabastan und erhielt einen eiskalten Todesblick aus den schmalen Schlitzen, die Severus schwarze Augen umrahmten und einem bis ins Mark ging, er wusste alleine mit dem Blick seiner Augen Angst zu verbreiten.

„Was du willst, ist so was von sekundär und tangiert mich absolut nicht!“, wischte er dies mit einer abfälligen Bewegung von sich.

„Lass es doch das Mudblood mit ihrer neuen Truppe machen!“, quengelte Rodolphus.

„Das ihr euch drücken wollt ist mir schon klar, aber nein, es wurde extra gesagt das ihr gehen sollt, also kommt in die Gänge, ihr sollt eine gewisse …Midgen unter den Imperius stellen und wenn das nicht läuft, beseitigen! Sie ist die Leiterin der Portschlüssel Zentrale im Ministerium“, befahl er mit stahlharter, unbeugsamer Stimme und man konnte sehen das sich die Brüder jedes Gemecker gerade tapfer verkniffen, aber mal ehrlich, wenn Severus so sprach würde ich auch keine Wiederworte wagen, da kehrte er den Stellvertreter gar nicht raus, war ich zynisch.

„Komm Rabastan, lass uns Bella holen und ab dafür!“, packte er seinen sich sträubenden Bruder, der mich nicht aus den Augen ließ, regelrecht an mir klebte und sich dann ekelerregend widerlich mit der Zunge obszön über die Lippen fuhr und dann mit dem Finger auf mich zeigte.

„Du solltest aufpassen, wie es scheint hat vor allem Rabastan ein Auge auf dich geworfen!“, grollte es tief aus der Kehle von Greyback und verwunderte mich. Ich sah ihm fest in die Augen überrascht, dass er mich darauf hinwies, etwas was er nicht tun müsste.

„Danke! Werde ich!“, wandte ich dankbar ein, da ich einen Heiden Respekt vor dem wuchtigen, großen Wehrwesen hatte.

„Und du, bist du wieder da um nach den Mädels zu schauen!“, hisste hinter Severus eine bösartige Stimme, die Avery zu gehören schien und ich zuckte in die Höhe, wie bitte, schluckte ich schwer und konnte nicht verhindern das mein Blick zu Severus ging. Sollte das heißen Severus und Lucius amüsierten sich auch außerhalb der Feiern mit den Mädchen? Ich bemerkte wie mich Severus Augen festzunagelten versuchten, aber bitte, es stand mir nicht zu, absolut nicht, dachte ich traurig an die Szene in der Abstellkammer und wusste mit der Information nichts anzufangen, was wollte Severus von den Mädchen.

Und kurz bevor ich mich Greyback zuwenden wollte, erhob sich Severus brüsk, beachtete Avery nicht weiter, der dann auch leicht sauer von dannen ging und sich in eine andere Ecke verzog. Severus schritt davon, ging ohne etwas zu sagen dorthin wo die Höhle immer tiefer in die Erde führte, irgendwann würde er apparieren können, aber bitte, sollte er sich amüsieren, hoffentlich tat er den Frauen nicht weh. So wandte ich mich entschieden meiner Aufgabe zu.

„Also Greyback, irgendwie glaube ich nicht, dass man hier dazu kommt ein konstruktives Gespräch zu führen ohne ständig unterbrochen zu werden!“, funkelte ich Avery böse an, der mich zwar nicht mehr hören konnte, mich aber seine Augen unter seiner Maske noch immer starr auf die Entfernung hin fixierten.

„Willst du das eigentlich mit mir nun vor deinen Leuten hier klären oder wo?“, fragte ich.

„Hier, meine Autorität steht nicht zur Debatte, eher deine!“, konnte ich mit der Aussage leben.

„Okay, dann erklär mir mal wie das letztens passieren konnte, was hat Draco falsch gemacht?“, zeigte ich mich Neugierde.

„Du fragst was er falsch gemacht hat? …erstaunlich, Zauberer sehen es immer so, dass wir etwas falsch machen! Sie sind unfehlbar…“, klang er schrecklich zynisch und tippte mit den dreckstarrenden Finger auf einen Felsen, in einem nur ihm bekannten Tackt, was sehr bedrohlich wirkte.

„Tja, danke für die Blumen, aber mal ehrlich, ich bin dafür zu schlau und nicht blind genug, irgendwas muss schief gegangen sein und niemand ist unfehlbar!“, versuchte ich seine gerade relative entspannte Körperlichkeit mit dem Mann in Verbindung zu bringen, der diesen brutalen Sex mit Bellatrix gehabt hatte und ich versuchte in Einklang zu bringen, das ich über seine schmuddeliges, dreckiges, ungepflegtes Äußere hinweg sehen konnte.

„In der Tat, meist reizt wohl uns das die Zauberer ihre angestammte Wichtigkeit zu hoch einschätzen, aber was genau vorgefallen ist weiß ich nicht, schließlich hat er alle umgebracht. Du musst wissen, kleines Mädchen, wir haben im Rudel eine strikte Hierarchie, man muss sich seinen Platz erobern und ihn halten! Vielleicht wollten sie zu einem eher ungünstigen Zeitpunkt austesten wo der junge Mann steht und er hat es ihnen beeindruckend gezeigt. Er hat sich gegen drei Werwölfe zur Wehr gesetzt, unglaublich, beeindruckend das es noch lebt, schade das sie ihn abgezogen haben, er hätte innerhalb des Rudels als Außenseiter nun einen guten Stand! Er hat sich die Achtung erkämpft“, versuchte er es mir erstaunlich ruhig zu erklären, dass sie wie die Tiere tickten, alles klar.

„Tja, das mag sein, aber die Wahrscheinlichkeit, dass ER noch einmal Wölfen vertraut, ist wohl verschwindend gering und die Gefahr das er erst tötet und dann fragte ist relativ hoch…“, wandte ich ruhig ein.

„Arch, und bei dir ist es anderes?“, lag eine gute Portion Ironie in seinem Ton.

„Nein, wenn es hart auf hart kommt wohl nicht! Ich werde mich zu schützen wissen, aber ich versuche erstmal eure Gesellschaftsstruktur zu verstehen, bevor ich den Avada spreche!“, kicherte ich leicht als ich langsam verstummte, denn seine Augen schienen mich zu scannen und sich in meine zu brennen. Er strahlte eine aggressive Animalität aus, die beängstigend sein konnte.

„Bella ist verrückt, das sie als eine der wenigen Frauen hier mitmacht, was bist du?“, zeigte er einen erstaunlichen Scharfsinn, aber wie gesagt, er war der Anführer eines Rudels, ein totaler Idiot konnte er nicht sein, nur schade das er nicht reinlicher war.

„Gefährlicher, da eiskalt und klar im Kopf!“, kicherte ich wieder, da leicht amüsiert und er knurrte brummig auf, nahm sich einen Hasenschenkel aus einem Topf in dem schon die fertig knusprig gebratenen Stücke lagerten und schlug seine spitzen Reißzähne in das saftige, noch heiße Fleisch. Er zog es durch seine gelben Zähne, während er den Schlegel gierig und laut schmatzend verschlang. Ich versuchte möglichst nicht zu angewidert zu wirken, da ihn der Saft des Fleisches über das Kinn in seine verdreckten Haare lief. Doch als er mir auffordernd den Topf hinhielt, zögerte ich kurz, zog mir dann ganz tief die Kapuze, die ich eh auf hatte noch weiter ins Gesicht und ließ mit einem verborgenen Wisch die Maske verschwinden, um dann sein Angebot anzunehmen und mir einen Hasenschenkel zu nehmen und ihn zaghaft unter dem Stoff zu essen.

Er hatte dies alles mit Argusaugen verfolgt und ich war mir sicher, er hatte sehen wollen wie ich es löste, denn ablehnen wäre wohl eine schlechte Idee für die zukünftige Zusammenarbeit gewesen, da ich mir sicher war, nicht jeder erhielt von der Hand des Alphatieres Essen gereicht. Als ich artig an meinem Essen nagte, wandte er sich auch wieder seinem Essen zu und als ich einen Gutteil heruntergewürgt hatte, zauberte ich mir wieder meine Maske an, die anderen, die uns genau beobachteten, sahen zu und wirkten wie geschlagene Hunde, die um das Feuer saßen und es nicht wagten sich zu rühren.

Als Greyback herzerweichend laut rülpste und den Knochen im hohen Bogen ins Feuer warf und dann meinte:

„Gut, aber nichts gegen Menschenfleisch!“ Da wurden meine Augen unter der Maske riesengroß und ich musste dagegen ankämpfen das das Essen nicht wieder seinen Weg zurückfand, aber die Assoziation, wie er an einem menschlichen Oberschenkel nagte, die hatte er nun gekonnt heraufbeschworen.

„Wunderbar….! Wie sieht nun unsre Zusammenarbeit aus?“, wollte ich ablenken, um das Bild loszuwerden das er absichtlich erschaffen hatte.

„Wie du möchtest, sag mir was du dir vorstellst…?“, grinste der Werwolf fies und zeigte mir die Fleischfetzen, die noch zwischen seinen Zähnen steckten.

„Okay, Greyback, ich dachte ein Trupp besteht aus fünf bis sechs Mann mit einem Anführer und ein oder im Höchstfall zwei Werwölfen, man muss sich vor Augen halten wo eure Stärken liegen…nicht knurren, das war nicht abwertend gemeint, ihr habt bessere Nasen und ein ausgezeichnetes Gehör… und ihr seid strak! Aber ich glaube in so einem Trupp reicht dies, was meinst du?“, sah ich ihn abwartend an.

„Wohl war, wie willst du es anstellen, ich such dir zwei Männer raus, oder wie?“

„So in der Art, ich würde mir drei feste DeathEater aussuchen, die dann fest zu mir gehören und du gibst mir zwei Wölfe und bis ich sehe das sie so funktionieren wie sie sollen, dann gehen sie zu anderen Einheiten und ich bekomme zwei neue von dir…so hätte ich mir das vorgesellt!“, trug ich ihm respektvoll und auf ihn eingehend meine Überlegungen vor.

„Hört sich gut an, komm in zwei Wochen nach Nottinghamshires in den Sherwood Forest!“, prustete ich unter meine Maske los als er mich kalt ansah und ich mich fast verschluckte.

„Das ist ein Witz, oder? Ihr macht nicht auf Robin Hood!“, wollte ich es nicht glauben, das war so abgeschmackt und er fing nur an mit seinen spitzen Fingernagel in einem Zahn zu puhlen und sah mich abwartend an als er dann meinte:

„Da gibt es das beste Wild! Der Wald ist dicht ….perfekt für uns….und wer zum Wolf ist Robin Hood?“

„Vergiss es, das hat mit Muggelgeschichte zu tun, sorry! Aber geht klar, ich komme in zwei Wochen zu euch, da bringe ich meine ausgewählten DeathEater aber schon mit, oder?“, fragte ich doch lieber mal nach.

„Klar!“, ließ mich das lässige Wort aufhorchen, das er es nochmal sowie mit Draco eskalieren lassen würde konnte ich nicht glauben und der abschätzige Glanz in seinen Augen gefiel mir auch nicht, wenn ich seine vorhergehenden Aussagen in Einklang brachte, vermutete ich stark das er wollte das die Hackordnung unter seiner Aufsicht geklärt wurde. Gut, ich würde die nächsten zwei Wochen nützen und am Kampf noch härter arbeiten.

So erhob ich mich und nickte ihm zum Abschied zu, rauschte auf den Ausgang zu, war Severus schon gegangen? Oder amüsierte er sich noch…wollte ich, dass es mich nicht interessierte, das es mir egal war und sah zu das ich verschwand. Sodas ich noch etwas Schlaf bekam. Das Wochenende hatte begonnen und Morgen wäre das Treffen der neuen DA und ich musste immer noch dieses hochinteressante Buch lesen, wo ich aber immer noch nicht wusste wie ich das anstellen wollte, augenblicklich fragte ich mich ob der Dark Lord das mit Absicht gemacht hatte, um zu sehen wie kreativ ich war mich im wahrsten Sinne des Wortes unsichtbar zu machen.
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queenie
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BeitragThema: Re: Kapitel 169-170   Do Feb 09, 2012 5:57 am

170. Kapitel Severus unmoralisches Angebot


Am nächsten Tag warf ich ab und an vorsichtige Blick zum Lehrertisch und beobachtete Severus. Ich hatte ihn nicht mehr gesehen, was mich vermuten ließ das er länger bei den Mädchen geblieben war als mir und meiner Fantasie lieb sein konnte.

Draco warf mir auch vorsichtige Blicke zu, da er abtasten wollte ob ich noch ganz war, aber da konnte ich ihm beruhigend zu zwinkern. Doch dann riss mich ein durchdringender Schrei, der mich fast zu Tode erschreckte aus Dracos intensiven Blicken, die er mir aus seinen grauen Augen zuwarf. Da wollte ich auffahren und instinktiv zum Angriff übergehen, als mich Ron eher unsanft an der Schulter festheilt und Harry meinen Oberschenkel schmerzhaft umklammerte, was mich erfolgreich hinderte etwas sehr dummes zu tun.

Als wir bemerkten, das eine Siebtklässlerin der Hufflepuffs einen hysterischen Anfall erlitt, es war die berüchtigte Eloise, die selbst jetzt noch mit Pickeln zu kämpfen hatte und die keine Schönheit war, aber augenblicklich war ihr Gesicht eine schmerzverzerrte Fratze. Die Tränen rannen ihre Wangen unaufhörlich hinab und sie konnte einem nur leidtun wie sie sich leidend die Haare raufte und Professor Sprout trotz ihrer Leibesfülle rasant auf das Mädchen zuhielt und sich rasend schnell in der Halle die Neuigkeit verbreitete, das ihre Mutter gestern Nacht einem Anschlag zum Opfer gefallen war und das Dark Mark am dunklen Himmel der Nacht aufgestiegen war.

Und da mache es Klick, Severus Auftrag an die Lestranges. Eloise Midgen, war die Tochter von der Frau, die entweder dem Imperius erliegen oder beseitigt werden sollte.

Dann schlugen die Türen der Halle mit einem lauten Knall auf und ein Mann mit lichtem Haupthaar in einem tristen, schwarzen Anzug betrat die Halle forschen Schrittes und als Eloise den Mann sah, riss sie die Augen auf, entwand sich von dem großen Busen von Professor Sprout und sprintete auf den verhärmt aussehenden Mann zu. Sie schmiss sich verzweifelt an seine Brust und er umfing das schluchzende Mädchen, während sich die Professoren ihm nährten und Professor Dumbledore zu ihm sagte:

„Mr. Midgen, unser Beileid zu ihrem Verlust!“ Darauf nickte der Mann nur, schlucke sichtbar schwer und antwortete dann rau:

„Professor Dumbledore, würden sie bitte veranlassen, dass die Sachen meiner Tochter gepackt werden, ich nehme sie mit mir!“ Dann ging ein aufgeregtes brausen durch die Halle und auch Dumbledore sah in skeptisch über seine Halbmondbrille an.

„Hier ist ihre Tochter aber sicherer als dort draußen, das wissen sie?“, fragte er sanft nach.

„Das ist mir bewusst, aber wir werden nicht bleiben, wir brauchen Abstand von England!“, klang es endgültig und Dumbledore nickte Sprout zu und diese begab sich umgehend zu den Schlafsälen ihres Hauses, aber da ich wusste, das Eloise hier nie sonderlich glücklich war, würde ihr der Abschied nicht schwerfallen, schien es aber viele zu erschüttern das eine Schülerin aus der Schule genommen wurde.

Wir nützten die allgemeine Unruhe um einen kleinen, nonverbalen Kommunikationsaustausch vorzunehmen und ich teilte so allen vom Cottage mit, dass es die Lestranges gewesen waren, darauf rollten alle einheitlich mit den Augen, das dies ja so was von klar gewesen war.

Da rauschte etwas Schwarzes an dem Pulk, der sich um die Trauernden versammelt hatte, vorbei. Severus erschien heute spät zum Frühstück, musste ich säuerlich denken, das ihn wohl die Mädels zu sehr beschäftigt hatten, auf das er zu ausgelaugt gewesen war und konnte es nicht verhindern das ich ihm einen giftigen Blick hinterher sandte.

Er hatte von dem Aufstand geruht keine Notiz zu nehmen, ich mochte echt gerne wissen, was er fühlte, das er nun nach meinem Wissen schon der zweiten Schülerin aktiv ein Elternteil genommen hatte, aber wie immer waren seine Züge aus Marmor gemeißelt.

Was fühlte er? Was fühlte ich? Trat hier zutage was ich vor einiger Zeit festgestellt hatte, Severus und Lucius waren böse Männer, sehr böse!

Einen Hauch von Schuld, den ich fühlte, konnte ich nicht verleugnen, aber ich kämpfte dieses aufsteigende Gefühl vehement nieder, denn das war es was ich mir absolut nicht leisten konnte. Schlimm ich weiß, aber im Krieg fielen Bauern und so leid es mir tat das zu sagen, aber wer war Midgen? Und letztendlich hatte ich dies begonnen um die Meinen zu schützten und dafür zu sorgen das sie überlebten. War wohl auch ich ein böses Mädchen!

So ähnlich sah es wohl auch Severus, es gab Leben die waren schützenswert und andere die entbehrlich waren, schlimm war nur, dass nur wenige über den Umstand entschieden in welche Sparte man rutschte. Ich sag es ja, eine durchweg schreckliche Zeit, die jeden an den Rand seiner Skrupel, seiner Moral, brachte, aber wenn man sich falsch entschied konnte es passieren, das man ein Bauer und damit entbehrlich wurde und dann war dein Leben, dein Überleben nicht mal mehr eine Überlegung wert bevor dich der Tod ereilte.

Ich wandte meine Blick ab und damit auch meine tristen Gedanken um Leben und Tod und versuchte auch nicht an die Mädchen in der Höhle zu denken und das was Severus mit ihnen trieb und konzentrierte mich auf meinen pechschwarzen, lebenswichtigen Kaffee.



Heute begann das Wochenende, das abwechselnde Quidditchtraining stand somit an und abends die DA, wie immer war ich hin und her gerissen, die DA brauchte ich wahrlich nicht, wenn wir Dienstags und Donnerstags die schwarze Magie und magische Kampfsimulationen trainierten, konnte ich noch was lernen aber in der DA wahrlich nicht. Die weißmagischen Sprüche hatte ich in der vierten in meinen eigenen Studien als erfolgreich abgeschlossen abgeharkt und wir reden hier von insgesamt vier Stunden in denen ich mich mit dem Buch, vor dessen Ausmaßen ich langsam aber sicher Angst bekam, also in denen ich mit dem Buch arbeiten konnte. Ich hatte wirklich absolut keine Zeit mit den anderen Ringelpitz mit Anfassen zu spielen, ich hatte dafür absolut und unweigerlich keine Zeit.

So war heute das Training der Slytherins und ich hatte Draco nach dem Aufstand in der Halle nicht mehr gesehen, da die Ursache das wieder eine Mutter von einer Schülerin gestorben war, die zudem nun die Schule verließ, die Stimmung im Schloss auf ein Minimum geschleudert hatte. Auch Draco hatte seine Slytherins wieder aufmuntern müssen und er hatte befohlen, dass alle der Mannschaft beim Training zusehen sollten und wollte so für Ablenkung sorgen.

Somit waren die Gänge verwaist und ich ging sie alleine entlang, heute zur Feier des Tages hatte sich Ron verdrückt, war es noch diese kleine Chinesin? Oder schon wieder eine neue, ich hatte gesehen, das ihn eine aus Gryffindor aus der Fünften, todesmutige Blicke zuwarf, was wirklich todesmutig war, da Lavender echt gemeingefährlich wirkte, auch wenn sie sich sehr zurückhielt und Ron nur schmachtende Blicke schickte. Da rumorte sie ihm Hintergrund schon viel mehr und sie wünschte allen Mädchen, die sich an Ron ranmachten, durchaus einen Todesfluch an den Hals.

Rons Tempo war wirklich beängstigend, es schien als versuche er alles auf einmal nachzuholen und wollte alles ausprobieren, ob aus Furcht etwas verpasst zu haben oder der Angst vor dem drohenden, viel zu schnellen Ende, denn wie Harry, ich und Ron schon zu den anderen Mitgliedern der DA gesagt hatten, wir waren uns der Gefahren und das es jederzeit zu Ende sein konnte, leider durchaus bewusst. So blauäugig zu denken das wir unverwundbar waren, dies waren wir nicht, auch Ron nicht seitdem er durch seine vernarbten Arme stetig daran erinnerte wurde das nicht alles immer glatt lief und auch ich war durch Dracos Verletzungen nur zu deutlich und heftig daran erinnert worden.

Also sei es ihm gegönnt, denn nicht jeder konnte so wie Harry in der ersten Dame seines Herzens die Richtige finden. Ich hatte auch erst drei Anläufe gebraucht um dann bei den Männern meiner Familie zu landen und dass ich jemals einen anderen noch wollen würde, konnte ich kategorisch ausschließen.

Und auch bei Blaise war es so, dass er viele Mädchen getestet hatte um dann schlussendlich in Astoria seinen Deckel zu finden, die beiden ergänzten sich sehr gut, da Astoria gar nicht so der klammernde Typ war. Nachdem die Damen in Slytherin verstanden hatten, das Blaise nun in festen Händen war, hatten sie es aufgegeben zu aggressiv um ihn zu werben. Und Astoria, nun sie war so willensstark, sie hatte von Anfang an gewusst wen sie wollte und hatte ihn bekommen.

Wohingegen die zurückhaltende Daphne auch ihren Traumprinzen bekommen hatte, zwar mit Hilfe, aber sie war willensstark genug ihn zu halten und ihm zur Seite zu stehen und das war es was Harry bauchte.

Genauso wie die Twins, die wie die Faust aufs Auge zusammenpassten und sich schon lange gefunden hatten. Ich vermisste sie sehr, das schlimme war sie nicht mehr ständig um mich zu haben, aber sie schrieben fleißig und waren sehr im Stress, der Orden versuchte stetig neue Mitglieder zu werben und schien in der Hinsicht recht erfolgreich bei den älteren Semestern im Ministerium. Nur bei den jungen Leuten bissen sie auf Granit, kein Schulabgänger der letzten sieben Jahre hatte sich für den Orden erwärmen können.

Sie lehnten immer sofort von vornherein ab und das Beste war, egal aus welchem Haus sie stammten, aus allen vier Häusern hatte sich bisher noch keiner einspannen lassen. Es war mysteriös und unerklärlich, was die Twins uns hier mitteilten, sie erzählten auch das die Überwachung von Lucius bisher noch nichts ergeben hatte, er pendelte zwischen seiner Firma „M-Inc.“, dem Ministerium und vielen gesellschaftlichen Veranstaltungen und war überall ein gern gesehener Gast, ansonsten hatte sich bisher nichts ergeben was ihn auch nur ansatzweise mit den DeathEatern in Verbindung brachte, zeigte es sich das Lucius mehr als nur geschickt war. Trieb diese Erfolglosigkeit Tonks wohl regelrecht um den Verstand.

So kam ich in meinen Gedanken nicht weiter, da diese sich im Kreis zu drehen begannen, doch weil das verwaiste Schloss heute dank des Regens, die düsteren Gemäuer auch meine Stimmung nicht wirklich aufhellte, war ich wahrlich abgelenkt, als ich im fünften Stock ein Geräusch vernahm, das mich Inhalten ließ. Ich bog von den sich wie wild bewegenden Treppen ab und schritt in einen Teil von Hogwarts, der einige nicht genützte Klassenzimmer beherbergte, warf aus einem der hohen Fenster einen Blick auf das Quidditchfeld und sah Draco dank seiner weißblonden Haare trotz des tristen Wetters heraus strahlen und verstand einfach nicht wie es jemanden gefallen konnte in diesem Nieselregen auf einem Besen in luftiger Höhe herumzufliegen.

Es schüttelte mich am ganzen Körper, als ich wieder ein knarzen hörte und eine halboffene Tür bemerkte, die sich im Lufthauch bewegte und ging darauf zu, legte die Hand an die Klinke und wollte die Tür zuziehen, als sie ruckartig aufgerissen wurde und ich, da ich nicht losgelassen hatte, hinterher stolperte, die Tür reflexartig losließ und ins Zimmer wankte.

Ich wollte sofort losschimpfen was der Schmarrn sollte, das sich die Schüler wenn in ihren Gemeinschaftsräumen aufhalten sollten, als ich die dunkel gewandete Gestalt vor mir wahrnahm und im letzten Moment mir meinen bissigen Kommentar verkneifen konnte. Ich wollte nicht mit Severus in einem Raum sein….nein, und so sah ich ihn böse an, wandte mich ab und wollte gehen, nur war es klar, dass ich nicht weit kam weil sich die Tür magisch von alleine schloss und ich mich davon aber nicht abhalten ließ und an der Klinke rüttelte, doch sie rührte sich keinen Millimeter. Ich verzog meine Lippen zu einem wütenden Strich, der Mann in meinem Rücken hatte immer noch nichts gesagt.

Und so wirbelte ich herum und blickte ihn wütend an, aber ich weigerte mich etwas zu sagen, es gab nichts zu sagen und er schien sehr gelassen, so wie er mich maß.

„Hermione, ich….!“, kam es dunkel von ihm und er blickte mich hart an.

„Was soll das Severus, lass mich gehen, ich habe zu viel zu tun, um mich mit dir hier zu unterhalten, oder was auch immer du im Sinn hast?“, keifte ich ein bisschen.

„Hermione, was immer du denkst, es ist…!“, war es wohl ungewöhnlich das er sich rechtfertigen wollte, aber ich war zu aufgebracht, hämmerte mein Herz doch viel zu laut in meiner Brust.

„Von was redest Du? Was denke ich? Ich denke nie! Mach was du willst!“, drehte ich mich wieder zur Tür, nur hatte ich dieses Mal meinen Stab in der Hand der auf das Schloss zeigte, aber bevor ich dazu kam, hatte er sich mir so lautlos wie ein Panther genährt. Nun schlug er mir den Stab von hinten aus der Hand, was zur Folge hatte das meine bis dahin schwer aufrecht erhaltene Gleichgültigkeit fast verloren ging und ich wieder zu ihm herumfahren wollte, vorzugsweise um ihm eine saftige zu kleben, nur leider …würde es dazu nie kommen, da ich in dem Moment rasante Bekanntschaft mit der Tür vor mir machte. Ich fing mich gerade noch reflexartig mit meiner Hand ab, die eben noch vor Sekunden meinen Zauberstab gehalten hatte, aber leider wurde sie dadurch zwischen meinem Körper und der Tür eingeklemmt. Er hatte mir die linke Hand in einem festen Griff auf den Rücken gedreht und zog sie ungemütlich in meinem Rücken hoch, was mich schmerzhaft auf zischen ließ, während meine Wange an der rauen Holztür lag.

Ich ging geschwind alle Möglichkeiten durch, die mir blieben um mich effektiv aus diesem Griff zu befreien, da er so dicht hinter mir war, könnte ich ihm auf den Fuß steigen oder treten, oder ich würde versuchen ihm die Ferse meines Fußes in die Nüsse zu rammen, aber diesen Gedanken musste ich verwerfen, da er so nah an mich rückte das er mit geschlossenen Beinen zwischen meinen leicht gespreizten stand somit hatte er alle Finessen bedacht. Mir blieb nur noch das ich ihm das Nasenbein zertrümmern könnte, wenn ich meinen Kopf mit voller Wucht nach hinten rammte, aber da legte sich schon seine Hand an meine Wange, als hätte er gehört was ich dachte und presste sie an die Tür, verdammte meinen Kopf zur Unbeweglichkeit.

Jetzt hatte ich wirklich gar nichts mehr in der Hand, denn mein anderer Kniff, wenn er diesen Griff anwandte hätte, wäre gewesen, das er hätte denken sollen aufgrund des Hebels wie er meinen Arm auf den Rücken drehte und ihn hochbog, das ich vor Schmerz auf die Knie gehen würde, dann hätte ich mich in eine andere Richtung schwungvoll werfen können. Wenn ich denn hätte schnell machen können, wäre es eine Chance gewesen, tja, war halt vor mir leider nur eine doofe Holztüre, womit ich auch diesen Gedanken verwerfen konnte. Ich war seine Gefangene und er hielt mich wie in einem Schraubstock gefangen.

„Ich habe nicht gesagt, dass du gehen darfst, Hermione!“, lehnte er sich an mich, an meinem Rücken und wisperte dies rauchig in mein Ohr und ich dachte vor Wut fast blind zu werden.

„Severus, was soll DAS????“

„Du bist zickig, das habe ich schon heute Morgen an deinem Blick gesehen, was denkt sich dein brillantes Hirn da oben seit gestern Nacht aus?“, wollte er samtig wissen und als er bei seinem letzten Wort in mein Ohrläppchen biss, schrie ich leicht auf und begann mich gegen seinen festen, schmerzenden Griff zu wehren. Aber er zog nur meinen Arm ein Stückchen höher und der Schmerz schoss durch meinen ganzen Körper und ließ mich erstarren.

„Was soll das, ich weiß nicht was du von mir willst?“, spukte ich verärgert aus.

„Wissen was dir schon gestern in der Höhle die Stimmung verhagelt hat, ich kann in deinen Augen lesen wie in einem Buch!“, ging es mir gefährlich gegen den Strich das er mir unterstellen wollte das er gesehen hätte, das es mir nicht passte das er zu den Mädchen ging, aber bitte, dann wollten wir ihn doch mal schocken, dachte ich zutiefst bösartig.

„Ja, was willst du hören, das ich es toll finde, das diese armen Frauen für alle verrückten DeathEater die Beine breit machen müssen? Hast du da an deiner Technik geübt wie du einer Frau besonders viele Schmerzen bereiten kannst, wenn du sie dir gegen ihren Willen nimmst?“, trat ich gefährlich unter die Gürtellinie, aber mein Verstand war vor Wut ganz vernebelt, worauf er in meinem Rücken knurrte.

„Mach mich nicht wütend, Hermione!“, drohte er aggressiv als er nun mehr oder weniger sein ganzes Gewicht auf mich legte und nichts mehr zwischen mich, ihn und die Tür gepasst hätte, quetschte er mir die Luft aus der Lunge und ich schnappte nur noch schwer nach Luft.

„Was denkst du wer verhindert, dass die Frauen schwanger werden? Wer glaubst du, heilt sie nach dem was sie durchmachen müssen, wer verarztet sie?“, dachte ich eine Spur Traurigkeit und Verbitterung aus seinen Worte zu hören und schluckte schwer, hieß das??? Natürlich hieß es das, Severus ging nicht zu ihnen um sie …um mit ihnen zu schlafen, er half ihnen, traten mir Tränen in die Augen, die ich aber verzweifelt zurückhielt.

„Warum glaubst du mach ich das? Alle anderen sind doch wie die Tiere, die könnten sich nie und nimmer zurückhalten, geschweige denn ihren Trieb beherrschen! Hast du wirklich Zweifel an meiner Kontrolle!“, stieß er sich nun mit Gewalt von mir zurück und ließ mich abrupt überall los, was mich gequält auf keuchen ließ, da mein linker Arm wie taub nach unten fiel, nachdem er ihn mir so verdreht hochgedrückt hatte, spürte ich ihm kaum noch. Ich blickte nun die Tür an, nicht wissend wie ich ihm jetzt in die Augen sehen sollte.

Aber ich atmete tief ein und sammelte meinen Mut, war ich ein tapferes Mädchen und stellte mich nun seinem anklagenden Blick. Er sah verschlossen wie eine Auster aus, was klar gewesen war, nachdem ich so verletzend gewesen war. Warum? Nun mit der Antwort wollte ich mich wahrlich nicht auseinandersetzten.

„Nein, du verstehst das falsch Severus, ja, ich gebe zu, soweit hab ich nicht gedacht. Ich ging von etwas anderem aus, weswegen du da hingehst, meine vorherige Aussage tut mir Leid, verzieh, ich war wütend. Und ich meine diese Frauen sind dir bestimmt dankbar für das was du tust, selbst wenn du den gewohnten, menschenverachtenden Widerling raus kehrst! Wenn dann da doch mal mehr passiert, dann geht es mich nichts an und steht mir nicht zu darüber zu urteilen!“, legte ich ihm dar wie ich es sah und als ich aufblickte konnte ich aber sehen wie die Wut offen in seinen schwarzen Augen schimmerte.

„Hermione, das denkst du von mir? Warum, womit hab ich das verdient?“, schien er getroffen von meinen letzten Worten.

„Nun…du hast Bedürfnisse, und ich… nun ich ….“, stotterte ich und strich mir erregt durch meine Haare und rieb dann meinen schmerzenden, gepeinigten Arm, huschten meine Augen unruhig hin und her, konnte ich seinen starren Blick nicht erwidern.

„Du entwindest dich mir seit über zwei Wochen, ich bitte dich! So schnell gebe ich nicht auf!“, erinnerte er mich in dem Moment unglaublich an Lucius in seiner Arroganz.

Hermiones Sicht ende

Severus Sicht

http://www.zalando.de/gastonette-dress-kleid-blaugrauschwarz-mi321i013-503.html

War das zu fassen, sah ich wie sie vor mir stand dann lief sie in ihrem heute recht zugeknöpften Outfit vor mir auf und ab, wie es schien fror sie bei dem Wetter. Das knielange, leicht wollene Kleid stand ihr wirklich gut. Die großen, rundlichen, weißen, blauen, grauen und schwarzen Muster bewegten sich bei jedem Schritt. Durch den breiten, schwarzen Gürtel um ihre Taille kam trotz des groben Stoffes wenigstens ihre schlanke Figur noch zur Geltung. Sie senkte kurz überlegend den Kopf, tauchte mit der Lippe, auf die sie noch immer überlegend biss in dem hohen Schalkragen ab, den sie umgeschlagen hatte und der mit einem Knopf auf ihrer Schulter fixiert war. Mit den langen Ärmeln passt es wirklich gut zu dem kalten, nassen Wetter heute und die langen, schwarzen, schlichten Lederstiefel waren auch der Witterung angepasst, aber ehrlich, ihre sommerlichen Outfits, die sie im Manor getragen hatte und viel Haut hatten sehen lassen, hatte mir deutlich besser gefallen,

rieb sie sich den schmerzenden Arm und dachte ich würde, ja, was???

Ich würde die Mädchen aufsuchen um sie zu vergewaltigen, als hätte ich daraus einen Sport gemacht?

Ich fühlte mich beleidigt und war rasend wütend, aber irgendetwas an ihrem geknickten Verhalten hielt mich ab meine bodenlose Enttäuschung an ihr auszuleben.

Vor langer Zeit, schon im ersten Krieg hatte ich die Aufgabe erhalten die Mädchen ärztlich zu umsorgen, Nachschub war kostbar und so musste man das hegen und pflegen was man hatte. Mulciber kümmerte sich sonst um das leibliche Wohl der Mädchen bis sie zum Einsatz kamen, aber nur dieser allein, was er mit dem Mädchen tat, tangierte mich nicht, aber allen war klar, Babys wollte keiner, also musste ich ihnen einmal im Monat eine Trank bringen und da sonst niemand außer Mulciber zu ihnen kam, hatte ich die Ehre. Weil erstgenannter keinen Schimmer von Heilmagie hatte, die aber manchmal dringend nötig war, vor allem bei den Mädchen die das Glück hatten an Bellatrix zu kommen, war dies meine Aufgabe. Vor allen Dingen Bellas Opfer musste man auch wieder repräsentabel herrichten, keine schöne und dankbare Aufgabe, fühlte ich mich selbst immer angewidert wenn ich dort war.

Aber ich tat es und arbeitete professionell und präzise. Ich blieb keine Minute länger als nötig, auch schon vor Hermione nicht, da ich das halten der Mädchen als Sklaven widerlich fand und mich dort nichts hielt, auch nicht die dankbaren und hilfesuchenden, trostlosen und verlorenen Blicke der verletzten, missbrauchten und geschändeten Mädchen.

Das Hemione dachte, ich würde die Mädchen außerhalb der Feiern aufsuchen um mich an ihnen zu vergehen, war ungeheuerlich, aber wie es schien hatte sie sobald es auf das Gewölbe zuging und die darin hausenden Mädchen ihren Verstand ausgeschaltet. Vielleicht sollte es mir sogar schmeicheln, das sie sich sichtlich daran störte mich bei anderen Frauen zu wissen?

Wie hatte sie gerade erklärt, ich hatte Bedürfnisse und sie entwand sich sehr einfallsreich und unterhaltsam meinen Willen, aber ich wollte sie hin oder her und so konnte ich sehr wohl warten, das war der Unterschied, aber das sie nun den Kopf so vor mir einzog, da verfolg mein Zorn.

Sie wirkte einfach nur süß in dem Versuch, zu überspielen, das es ihr nicht gleichgültig war mit wem ich ins Bett ging, obwohl es sie nichts anzugehen hatte, da sie Draco hatte. Aber ich wusste, es war nicht der richtige Moment um sie daran zu erinnern das ich sogar für mein Vergnügen lieber zahlte, als mich der entführten Frauen zu bedienen, nur ich war mir sicher, diese Feststellung und Erkenntnis würde ihr früher oder später selbst kommen, denn die Frauen gab es schon als sie mir damals im Hog´s Head in die Arme gelaufen war und wir in der Gasse landeten. So absurd es klang, Hermione reicht mir vollkommen, ich brauchte und wollte keine andere Frau, ich war hierbei selbst sehr genügsam und nachdem ich wusste wie gut sie mir tat, warum sollte ich dann weiterhin suchen?

Selbst unter Anbetracht, das sie nicht fest mit mir zusammen war und bis jetzt nicht wieder in mein Bett gefunden hatte, konnte ich mich beherrschen, aber ich wusste über kurz oder lang würde sie da wieder drin liegen, also ruhig Blut. Ich genoss gerade ihren Anblick, da sie sich selten so zermürbt sehen ließ, gerade war sie einfach nur goldig in ihrer Reue, weil es ihr sichtbar leid tat, was sie gerade in ihrer Wut gesagt hatte. So schritt ich auf sie zu, legte ihr meine Finger bestimmt unter das Kinn und hob es sanft an, was sie wiederstrebend zuließ um mir dann erstaunlich scheu in die Augen zu sehen, die eine ernst gemeinte Entschuldigung enthielten, aber auch wiederspiegelten das sie sich absolut nicht sicher war, wie sie mit den Gefühlen umgehen sollte.

Aber bitte, da würde ich ihr doch gerne helfen, wirkte sie wie schon beim letzten mal etwas abwesend und mutlos, als würde sie viel im Geiste beschäftigen und nicht nur das sie sich fragte, was ich so trieb oder auch mit wem! Dass sie das überhaupt interessiert, schaffte es zu meinem eigenen Erstaunen mein Herz zu berühren zeigte mir doch, dass es ihr nicht gleichgültig war, was mich wiederum befriedigte.

Und da legten sich schon meine Lippen auf ihre so weichen, einladend rosig aussehenden Lippen und ich küsste sie sehr sanft, was sie sofort erwiderte ohne zurückzuweichen, dies ließ mich schmunzeln. Es war zu erbaulich zu beobachten wie ihre Moral immer wieder in ihrem Inneren mit ihrem Verlangen zu mir zu kommen rang. Aber deswegen reizte sie mich wohl auch so sehr, sie war sehr vielschichtig, nie eindimensional und trotz ihrer Skrupellosigkeit, die sie mir in der Höhle wieder eindrucksvoll vor Augen geführt hatte, war sie immer noch moralischen Ansichten verhaftet.

So umfasste ich nun ihre schmalen Hüften und hielt sie fest, als ich langsam meine Lippen von ihrem Mund löste. „Was beschäftigt dich seit Tagen?“, blickte ich von Oben auf ihre viel kleinere Gestalt und sie schlug die Augen, die sich während unseres genüsslichen Kusses geschlossen hatten, jäh auf und sah mich ihre goldbraunen Augen überrascht an.

„Ich…nichts!“, war mir klar, dass sie etwas vor mir verbarg, war ich ein rotes Wiesel? Dachte ich mir sarkastisch.

„Hermione, bitte versuche mich nicht für dumm zu verkaufen, selbst Draco schaut dich sehr überlegt an, er hat auch was bemerkt, nur scheint er nicht fragen zu wollen, nun so vornehm bin ich nicht! Muss ich dich zwingen?“, drohte ich in der Hoffnung es nicht wirklich aus ihr heraus zwingen zu müssen. Dann wollte sie Abstand und versuchte sich aus meinen Händen zu winden, die auf ihren Hüften lagen und ich gab meinem Instinkt nach und gab sie frei, was sie nützte um unruhig in dem alten Klassenzimmer auf und ab zu laufen. Ihr Angewohnheit auf ihrer Lippe zu beißen wenn sie überlegte was sie tun sollte zeigte sich und ich wartete noch immer geduldig als sie sich aufstöhnend die Haare aus dem Gesicht strich und vor mir stehen blieb. „Wirklich, du meinst Draco hat das mitbekommen?....also ich hab ein Problem, aber auch wenn ich dir nun soweit vertraue das ich dir etwas sage, darfst du nicht von mir erwarten das ich alles sagen werde, Severus, denn das kann ich nicht, deshalb habe ich Draco damit auch nicht belästigt!“, war sie offen zu mir und ich nickte sachte, stimmt erstmal verhalten zu und war gespannt was nun kam. Sie schien erstaunlich hilflos, wenn sie sich mir wirklich anvertrauen wollte.

„Der…Lord hat mir als er mich letztens zurückbehielt etwas gegeben!...ja, schau nicht so überrascht, Severus, ein Buch….okay, na gut das ist untertreiben, es ist ein riesen Wälzer und ich habe bis Weihnachten Zeit das Ungetüm durchzuarbeiten, aber ich komm nicht dazu…verstehst du, das Buch ist so schwarzmagisch, das lässt sich nicht Tarnen und wo soll ich es alleine und ungestört lesen?...sag jetzt nicht im Raum der Wünsche, da geht es zu wie auf einem Basar!“, keifte sie erregt und sie überrumpelte mich, das war ihr Problem?

Es war wahrlich ein großes, wie ich ihr zugestand, sollte jemand erfahren was für Bücher sie in der Schule besaß und das sie sie auch noch las, wollte ich mir den Aufstand gar nicht ausmalen, was los wäre sollte Hermione auffliegen.

Vor allem hätte ich nie und nimmer damit gerechnet, dass sie ein Buch vom Lord erhielt, na gut ich bekam ab und an auch von ihm ein Buch, was er in die gierigen Krallen bekam, aber das Hermione diese Ehre zuteilwurde, da wollte ich doch glatt wieder wissen was das Geheimnis zwischen den Beiden war, aber wenn ich sie unter Druck setzen würde, würde sie sich wie eine Auster verschließen.

„Wieder das Problem, das du dir ein eigenes Zimmer wünschst?“, antwortet ich auf ihr erregtes schnauben und sie blickte nun zu mir leidend auf.

„Worauf du Wetten kannst, ich dreh noch durch. Ich hab fast keine Zeit und ich muss das Scheißding in der gesetzten Zeit können, richtig, aber wie soll ich es schaffen es zu lesen, wenn ich nirgends hinkann? Ich schlaf doch schon nur fünf Stunden und um das Ding in der Nacht zu lesen, müsste ich bis Weihnachten auf jeglichen Schlaf verzichten,….vielleicht ist das die Idee, gibt es Tränke die mir für zwei Monate den Schlaf ersetzten?“, musste ich an mich halten um nicht den Kopf zu schütteln und die Augen zu verdrehen, sie schien wirklich verzweifelt wenn sie an so einen Unsinn dachte, machte ich mir sofort Sorgen, denn sie wusste, sie musste wissen, das alle diese Tränke über so einem Zeitraum süchtig machten und gesundheitsschädlich waren. Aber wie es schien war ihre Sorge noch nicht so groß das sie es wirklich in Betracht gezogen hatte diesen verzweifelten Schritt zu wagen, hoffte ich für sie, denn sonst würde sie mich kennen lernen.

„Hermione, rede nicht so, sonst zweifle ich noch an deinem Verstand!“, sprach ich sehr verächtlich und gehässig und sie zuckte vor meinen harschen Worten fast geschlagen zurück.

„Ich weiß, warum denkst du hab ich es nicht schon so versucht!“, bestätigte sie mir einen Rest ihrer Intelligenz, was mich beruhigte. Es senkte sich eine gespannte Stille im Raum und Hermione ging zum Schreibtisch und lehnte sich dagegen, assoziierte wohl sehr unabsichtlich eine ganz bestimmte Erinnerung in mir und ich schluckte, wusste das es in dem Moment unangebracht wäre sie sexuell zu nötigen und deshalb sprach ich bemüht lässig:

„Ich biete dir meine Räume an, was sagtest du dazu? Samstag und Sonntagnacht? Komm zu mir, du kannst ungestört bei mir lesen!“, faltete ich meine Hände wie im Gebet und sie hob nun ganz langsam ihren Kopf und hatte große, runde Kulleraugen bekommen, als sie nach einigem Überlegen antwortete.

„Severus, du weißt gar nicht was mir das bedeutete aber….“, dachte ich, ich wüsste wo der Knackpunkt war und so stöhnte ich gequält und schnitt ihr das Wort ab.

„Ich werde dich nicht belästigen!“, zischte ich entnervt, aber sie blickte nun noch überrumpelter, wie es schien hatte ich sie unterschätzt und sie hatte gar nicht ihre Gedanken in schmutzige Bahnen gelenkt gehabt, denn sie runzelte nun die Stirn.

„Nein…daran hab ich gar nicht gedacht,….aber danke! Ich wollte eher sagen, ich weiß nicht, ob du nicht zu neugierig werden könntest was für ein Buch das ist und lass es mich so sagen, so unendlich leid es mir tut, ich kann es dir nicht sagen, noch es dich lesen lassen!“, erkannte ich nun das Problem ihres Zögerns.

„Wenn das so ist, der Lord hat uns befohlen dir das „Geheimnis“ nicht zu entreißen, ich werde dir versprechen, das ich dich nicht enervieren werde, versprochen, du kannst es sogar bei mir lassen in einer Kiste, die nur du wirst öffnen können. Du kennst das, mit Blut ist alles möglich! Ich werde nicht neugierig sein und nicht intervenieren, ich denke ich kann nachvollzeihen was passiert solltest du es nicht schaffen. Ich kann dir nur meine Hilfe anbieten, annehmen musst du es noch selbst!“, schien ich sie sprachlos gemacht zu haben und dann zeigte diese sonst so kalte Person, die meist das Biest herauskehrte, das sie durchaus noch zu spontanen Aktionen fähig war, denn von jetzt auf gleich hing mir ein Klammeräffchen um den Hals, was mich die Mundwinkel nach unten verziehen ließ, was war ich, ein Kuschelbaum?

Da hatte sie aber mein großzügiges Angebot wohl vollständig überrumpelt, so wie sie mich dachte zerquetschen zu müssen, wie es schien war ihr ein großer Stein vom Herzen gefallen, so gelöst wie sie nun wirkte.

„Oh Severus, du bist der Beste, vielen Dank…..das ist….das…du! Klar nehme ich an!“, landeten nun ihre Lippen auf meinen und ich stand immer noch da wie ein Eisberg, als sie sich schnell löste und nun ein strahlendes Lächeln zeigte, vor Enthusiasmus geradezu glühte.

„Ich komme dann gleich nach dem Abendessen zu dir, ich muss nur noch den Anderen sagen, dass ich nicht bei ihnen bleiben kann! Dank…..“, rief sie nonverbal ihren Zauberstab zu sich, der bisher vergessen am Boden gelegen hatte und schlüpfte dann aus der Tür, die ich gerade noch rechtzeitig wieder aufgeschlossen hatte als der Wirbelwind namens Biest mit neuer, energischer Begeisterung entschwand. Wie wunderbar, das sie Annahm, sie würde meine Räume jeden Abend auch so leicht wieder verlassen können, lächelte ich fies, da mir hier die Zeit zuspielen würde, aber wie so oft gesagt, ich besaß viele Tugenden und eine davon war die Geduld, wenn ich fand sie wäre angebracht.

Severus Sicht ende

Hermiones Sicht

Okay, dachte Severus ich war blöd? Nein, wohl eher nicht oder naiv, ja das glaube ich traf es. Er hatte mir nur versprochen mich nicht zu belästigen während ich las, aber alles anderen hatte er nicht versprochen, doch mir war es egal, denn sein Angebot war gut und ich wäre doof es nicht anzunehmen. In der gemütlichen, ruhigen Umgebung von Severus Wohnung hätte ich die Möglichkeit das Buch flott durchzuarbeiten und alles andere würde sich ergeben, war ich doch ein aufgewecktes Mädchen. Und ich glaubte seiner Zusage, dass er nicht versuchen würde das Buch zu lesen, dafür glatt sein Wort dann doch zu viel. Wäre mir als letzte, allerletzte Möglichkeit noch die heulende Hütte eingefallen, aber mal ehrlich, da zog ich Severus Räume doch eindeutig vor, war der Weg bis zur Hütte schon ein beschwerlicher und über die Gemütlichkeit und Bequemlichkeit musste man jetzt auch keine Worte verlieren, freut ich mich über Severus großzügiges Angebot.

Danach hatte ich meine Hausarbeit im Gemeinschaftsraum in einer rasenden Geschwindigkeit aufgearbeitete, um nun mit den wiederaufgetauchten Herren der Schöpfung mein Abendmahl einzunehmen, als ich zwischen den Bissen beide ansah und sie mir ihre ungeteilte Aufmerksamkeit schenkten.

„Harry, Ron ich muss euch was mitteilen, meine Pläne für die DA haben sich doch als Ausreichend erwiesen, nächste Woche werdet ihr die Tests machen können und daraufhin gleichstarke Gruppen bilden und ihnen neue Sachen beibringen….“,

„Ja, richtig, das geht echt alles total geschmiert und erfreulich ineinander über….aber warum…???“, fragte Harry leicht überrumpelt nach.

„Tja, Harry, wenn du mich aussprechen lassen würdest, würde ich dazu gleich kommen. Ich muss was ganz dringend bis Weihnachten lernen und glaubt mir lieber, wenn ich sage, ich sollte es GUT können, aber ich weiß nicht wann ich es noch machen soll, das einzige was mir einfällt wenn ich den noch schlafen will, ist es in der Zeit zu tun in der die DA übt. Also könnte ich erst nach Weihnachten wieder daran teilnehmen, was von meinen Fähigkeiten unproblematisch wäre, aber ich hoffe ihr versteht es, es tut mir leid, meint ihr, ihr schafft es zu zweit?“, blickte ich sie interessiert an.

„Hermione, warum sagst du so was nicht früher? Wir hätten dir helfen…!“, unterbrach ich Ron mit einer harschen Geste.

„Nein, hättet ihr nicht und hätte ich auch nicht wollen!“

„Okay, Schönste, wenn das dein Wunsch ist! Aber keine Angst, die Gruppe haben wir unter Kontrolle!“, zeigte sich Harry zuversichtlich und ich lehnte mich erleichtert zurück.



Und so machten wir uns am nächsten Abend gemeinsam auf den Weg zum Raum der Wünsche. Harry war bester Laune, die heutige DA Lehrstunde war gut geplant und dafür das wir erst am Anfang standen, hatte auch ich in den letzten Stunden zufrieden begutachtet wie gut sich alle schlugen, nur das die Zwei von nun an auf mich verzichten mussten. Wir unterhielten uns leise über die Fortschritte, die unsere Mitschüler gemacht hatten und beide zeigten sich ein wenig nervös, weil ich ab heute alles ihnen überlassen würde was mit der Gruppe zu tun hatte, als uns Ginny überholte und zu uns aufschloss.

Wir verstummten nicht sofort, aber wir wechselten recht schnell das Thema, bis wir schließlich alle drei zu schweigen begannen, doch Ginny ließ sich davon nicht beirren, schlenderte nun schweigend neben uns her. Neville und die meisten anderen Gyffindors waren vor uns und Ginny war eine der Letzten gewesen, die sich mit uns auf den Weg gemacht hatte in den Raum der Wünsche zu kommen.

Schließlich, mitten in unser Schweigen hinein, fragte sie, wohl bemüht recht uninteressiert zu klingen:

„Woher hast du eigentlich diese schöne Kette Hermione, die du seit einiger Zeit täglich trägst!“

Unbewusst und überrascht fuhr meine Hand instinktiv zu dem kleinen Anhänger mit dem edlen, grünen Stein, der, da er von Lucius kam, sicher nicht gerade günstig gewesen war. Das auch dies wieder ein Schmuckstück war, das durchaus einen Wert hatte, war mir klar, anders konnte es bei ihm nicht sein und der ideelle Wert für mich war noch viel größer. Ich hatte nicht wirklich darüber nachgedacht, aber jetzt wurde mir klar, ich hatte die Kette seit dem Abend in der Höhle, seit dem er sie mir zur Belohnung geschenkt, mir umgelegt und ich seine Hände so sanft an meinem Hals gespürt hatte, nicht abgelegt hatte. Warum, traute ich mich aber nicht zu fragen!

Ich zögerte wohl in meiner Antwort zu lange, ganz untypisch für mich, aber ich hatte seit Tagen nicht mehr daran gedacht das ich ständig diese Kette trug, wo ich doch sonst wenig Wert auf Schmuck legte, er war beim Kämpfen einfach unpraktisch. Doch Harry reagierte geistesgegenwärtig. Er legte seinen Arm um meine Taille, zog mich im gehen noch an seine Seite und antwortet Ginny, die neben mir her ging:

„Ich werde meine Freundin doch wohl noch eine Freude machen dürfen, ihr etwas schenken!“ Ich sah zu Harry auf und er schenkte mir ein warmes, liebes Lächeln, bevor er Ginny ansah, die deutlich über Harrys Antwort nach zu denken schien.

„Aber sie hatte doch schon Geburtstag!“, wandte sie schließlich leise flüsternd ein.

Ich sah zu Harry und erkannte, dass sein Blick leicht herablassend, aber auch tadelnd wurde, als er langsam den Kopf schüttelte.

„Ginny, Ginny tut mir echt Leid für dich, wenn dir noch keiner deiner Freunde einfach so mal etwas geschenkt hat, schließlich sollte es doch jedem Mann eine Freude sein der Frau die er Liebt etwas zu geben, ihr eine Freude zu machen!“ Und zu meiner Überraschung, völlig unvorbereitet, da ich immer noch Ginnys Reaktion beachtete, spürte ich plötzlich und kurz Harrys Lippen sanft auf meiner Wange und dann hörte ich ihn wispern: „Nicht wahr, Schönste? Für ein Geschenk gibt es viele Gelegenheiten und noch mehr Möglichkeiten!“ Ich war mir sicher, Harry ahnte sehr wohl von wem das Geschenk war und spielte darauf an das Lucius mir einfach so etwas geschenkt haben könnte.

Doch Ginny schien von dieser Wandlung des Gespräches ganz und gar nicht begeistert, vielleicht war auch Harrys tadelnder Ton etwas zu viel gewesen. Ganz kurz zeigte sich wieder ein trauriger Zug auf ihrem Gesicht, dann nuschelte sie etwas das für mich klang wie: „Ich habe noch nie einfach so etwas bekommen!“ aber sicher, dass sie das sagte war ich mir nicht und schon rauschte sie davon, ergriff fast die Flucht, offensichtlich war ihr das hier zu viel gewesen. Und da tat sie mir doch ein kleinwenig leid.

Als sie weg war sah ich Harry an, der nun breit grinste und jovial sagte: „Brauchst mir nicht zu danken, aber ich hab ganz kurz dieses Leuchten in deinen Augen aufblitzen sehen als Ginny die Kette ansprach und als dann deine Hand zu dem Anhänger ging. Ich hab mir schon gedacht von wem sie ist, hätte zuvor sicher nur zwei mal raten müssen, aber bei dem Leuchten in deinen Augen, ist mir absolut klar von wem, von den beiden das Geschenk kommt!“ Sein grinsten wurde noch breiter als Ron typisch für ihn einwarf:

„Ich will´s nicht wissen. Mir reicht der Junior an deiner Seite schon aus, was der Senior anstellt um dich zu erobern, will ich gar nicht wissen!“ Ich sah mich kurz um, vergewisserte mich das wir alleine waren und das waren wir.

Ich lachte herzlich auf, das war Ron und antwortete Harry trotzdem: „Danke, ich war wirklich kurz abgelenkt. Aber die Kette ist eine Belohnung gewesen, ihr wisst doch, ich hab ihn vor dem Orden gewarnt, als Draco mich so ausgelacht hat. Lucius fand meine Loyalität sollte belohnt werden!“

Harry grinste nur breit als er sagte: „Siehst du, ich hab´s doch gesagt, wenn man will findet man als Mann immer einen Anlass um einer Frau etwas zu schenken, besonders wenn Mann sich etwas davon verspricht!“, klang es sehr zweideutig wie Harry das sagte, aber er zeigte auch ein zufriedenes Grinsen, was mich auf den Gedanken brachte was er wohl bei Daphne mit einem Geschenk erreicht hatte….

Wir kicherten alle und ich sagte fröhlich zu Harry: „Da scheint ja jemand aus Erfahrung zu sprechen!“ Er machte eine Geste als ob er mit einem Schlüssel seine Lippen verschloss und den Schlüssel dann weg schmiss. Dann grinste er schelmisch und sagte nur: „Ein Gentleman genießt und schweigt!“

Ich legte meinen Arm auch um Harrys Hüfte und lachend, jetzt bester Laune gingen wir drei weiter. Auch Ron alberte mit uns rum. Der Abend versprach wirklich gut zu verlaufen und viele die noch auf den Gängen waren, um an dem Abend noch etwas zu unternehmen bevor in zwei Stunden die Speerstunde einsetzt und sie in die Häuser zurück kommen mussten, sahen uns, dem einträchtigen Trio, kopfschüttelnd hinterher.

An der Tür verabschiedete ich mich und wünschte ihnen viel Glück.
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Kapitel 169-170
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