Inhaltsangabe
 
StartseiteStartseite  FAQFAQ  SuchenSuchen  AnmeldenAnmelden  LoginLogin  

Teilen | 
 

 Kapitel 180-181

Nach unten 
AutorNachricht
queenie
Königin
Königin
avatar

Anzahl der Beiträge : 1515
Anmeldedatum : 08.02.12
Alter : 37
Ort : München

BeitragThema: Kapitel 180-181   Do Feb 09, 2012 6:18 am

180. Kapitel Keifende Slytherins, sind nervend!


Und dann kam der Montag und wir alle hatten wieder Unterricht. Ron und Harry hingen heißhungrig über ihrem Frühstücksteller, als wir das Flügelschalgen der Eulen hörten und wow, landete eine unbekannte Schleiereule zielsicher vor Harry, oder besser gesagt in seinem Müsli, was für eine Sauererei. Sie hielt ihm einen Brief auffordernd entgegen und Harry nahm ihn triefend vor Milch ab und drehte ihn in seiner Hand, dann stahl sich ein Lächeln auf sein bisher missmutig verzogenes Gesicht und er meinte nur:

„Victor!“

Ich sah ihn sofort begierig an, endlich, sobald das liefe könnte ich anfangen konkret zu planen, war mir diese Entwicklung nur zu recht und ich griff bestimmt danach, öffnete den Brief und während ich konzentriert lass, konnte ich mir ein bestätigendes, befriedigtes Schmunzeln echt nicht verwehren, es war zu einfach, Victor zu berechenbar, aber an sich das was ich wollte, wunderbar!

„So wie du aussiehst, läuft alles zur Zufriedenheit?“, wollte Harry wissen und Ron sah mich auch fragend an.

„Es läuft wunderbar, er teilt dir mit, das er sich letztens erst von seiner Freundin getrennt hat und es schrecklich findet das ich durch das selbe seelische Tief gerade gehen muss wie er und er mir zu gerne helfen möchte. Er möchte mir beistehen in meinem Kummer und er schreibt, dass er es besser als sonst wer verstehen könnte was dies für zermürbende Gedanken sind! Er fragt dich, ob du das wirklich ernst meinen würdest, dass ich für zwei, drei Tage nach dem Weihnachtsfest auf Besuch kommen könnte, ob ich das wirklich machen würde? Ob er es wagen soll mich einzuladen? Er zeigt sich unsicher, aber hoffnungsvoll und wartet auf deinen Rat!“, fasste ich den langen Brief knapp zusammen.

„Erschreckend, das du ihn richtig eingeschätzt hast!“, war Rons Aussage pragmatisch und Harry lächelte nur neckend.

„Dann bist nun du dran, Schönste was schreibst du?“, fragte Harry und half der Eule, die wohl auf Antwort warten sollte, aus seiner Schüssel und stellte sie auf den blanken Tisch. Ich hob meine Tasche auf und zog meinen vorgefertigten Brief aus der Tasche, legte ihn vor mich, sollte ja bitte niemand sagen, dass ich nicht immer vorbereitet war, denn das war ich! So griff ich zur Feder, änderte einige Passagen, passte sie Victors Fragen und Antworten an und war konzentriert, währenddessen fütterte Harry die Eule mit etwas Speck, was diese gnädig zuließ und sanft an den Gaben knabberte.

Als ich fertig war, reicht ich Harry meinen Brief und er hatte nun noch schnell die Zeit einen kleinen Gruß unter meinen Namen zu schreiben, danach faltete er ihn und band ihn der Eule um, schickte sie auf ihren langen Weg.

„Erfahren wir nun was du geschrieben hast, das wirkte eher wie ein Roman?“, grinste mich Ron vertraut an und ich beugte mich vor, wisperte:

„Nun, das ich mich freuen würde am 27.12 zu ihm zu kommen für zwei, drei Tage, das ich die Abwechslung dringend nötig hätte, da es bei mir privat nicht richtig läuft, ich habe den Tod meiner Eltern vage erwähnt, das wird doppelt helfen…!“ Unterbrach mich Ron:

„Du schreckst vor nichts zurück, oder?“

„Äh,…nein, wenn es hilft!“, war ich mal wieder liebreizend kalt und grinste nur.

„Also wo war ich?....ich hab ihm geschrieben das ich gerne die düstern Seiten seines Landes kennenlernen würde, vor allem als Ablenkung, nicht nur von Mum und Dad, sondern auch davon das mich mein Freund verlassen hat und das mich das wovon der damals immer geschwärmt hat, das mir der Flair gefallen würde, ich das gerne in Anspruch nehmen würde. Ober ob er mir Vorschläge machen könnte, was mich interessiert, kleiner Hinweis am Rand, da ich ja weiß wie gut er mich doch kennt!“, grinste ich teuflisch „….und dann habe ich noch erwähnt, das ich bei Rita Skeeter eine Praktikumsstelle in Aussicht hätte….einfach so!“, sahen mich beide wohl sprachlos an!

Lasst mich vorwegnehmen wie die Kommunikation der nächsten Wochen mit Victor lief, der nächste Brief kam bedeutend schneller als der erste und Victors Begeisterung in Aussicht zu haben, das ich wirklich kommen könnte, war beängstigend, redete er in seinem Brief doch unentwegt davon wie schön unsere gemeinsame Zeit gewesen wäre und das er es immer noch bedauerte das ich damals im Ministerium so fluchtartig hatte aufbrechen müssen. Aber er sehe es als Herausforderung mir Russland schmackhaft zu machen.

Victor spielte zwar für die bulgarische Nationalmannschaft und ansonsten für die bulgarische Quidditchmannschaft „Vrasta Vultures“ als Sucher, aber es war ähnlich wie mit Britannien und Irland, daher war das magische Bulgarien nicht mit dem Bulgarien und Russland der Muggel zu vergleichen. Die Grenzen in der Zaubererwelt verliefen einfach anders , so umfasste Bulgarien einen großen Teil Russlands, da die Magier zuerst in Bulgarien ansässig waren und sich dann erst langsam ausbreiteten. Außerdem waren diese nordischen Regionen noch immer sehr dünn besiedelt, daher war die Gemeinschaft der Zauberer gegen die Population der Muggel doch verschwindend gering. Aufgrund dessen ging die Zuständigkeit des bulgarischen Ministerium bis nach Russland und darüber hinaus!

So lag Durmstrang, wie ich wusste, am nördlichsten Punkt des Schwarzen Meeres und noch weiter, man musste durch die Meerenge, die sogenannte Straße von Kertsch, um in das Asowsche Nebenmeer zu gelangen, an dem die Schule dann lag, deshalb damals auch das Schiff!

Die uralte Stadt „Asow“ hatte schon viele Namen gehabt, wie Tanais, Tana oder Azak, weil ihre Wurzeln bis auf die antiken Griechen zurück gingen. Sie war eine kleine, geschichtsträchtige, magische Stadt an der Mündung des Dons, der in das Asowsche Meer mündete. Die nächste, große Stadt war die Hauptstadt Rostov-on-Don.

Durmstrang lag aber im Hinterland von „Asow“, im Sommer war es gemäßigt warm und im Winter, wie für Russland üblich, kalt, zum Teil bitterkalt. Außerdem war es ärmlicher als bei uns, da die Länder noch nie so reich gewesen waren, wie die westlichen Länder. Victors Heimat war aufgrund seiner unendlichen Weiten schon unheimlich und dank der entbehrungsreichen Vegetation karg, dabei zeigte sie einen ganz eigentümlichen Charme.

Das dunkle Gefängnis Nurmengrad lag hingegen in Sibirien, somit wirklich hoch oben in größter Einsamkeit und Ödnis. Oft hatte ich damals mit Victor über sein eigenwilliges, weit verstreues Volk gesprochen und hatte es spannend gefunden wie anders die magische Bevölkerung lebte, daher war ich wirklich gespannt dies nun live und in Farbe zu erleben. Bei so viel Begeisterung wie er mir alles schilderte, stand meinem Besuch wohl nichts im Wege und da kam Victors nächster Brief wie gerufen. Mein Antwortbrief wurde nun genauer.

In diesem Brief ging es jetzt darum, das ich ihm bestätigte, dass ich bei der Zeitung angestellt war und die Stelle hätte und das ich mit meinen exzellenten Beziehungen angegeben hatte, da ich beeindrucken wollte. Ich schrieb ihm, dass ich in einem riesengroßen Schlamassel stecken würde, da ich Rita angeboten hätte mit ihr Nurmengrad zu besichtigen und ein Gespräch mit dem Kommandanten in Aussicht gestellt hatte und nun musste ich fragen ob das möglich wäre? Das es mir sooo leid täte, so was zu fragen, ich selbst wüsste wie unmöglich das von mir gewesen wäre, aber es mir halt so rausgerutscht sei, da ich unbedingt den Job bräuchte, weil ich zusehen musste wo ich blieb, nachdem mich meine Eltern verlassen hatten, drückte ich ekelerregend weinerlich auf die Tränendrüse.

Dann erklärte ich noch, dass ich, als Hermione Granger, aber nicht in das Gefängnis gehen könnte, da ich als Harry Potters Freundin zu sehr auffallen würde und ich mich verwandeln müsse. Ich fragte was er davon halten würde, oder ob ich wieder kündigen sollte, wenn es ihm zu umständlich wäre, denn wenn ich eines nicht wollte, dann ihm, Victor, Umstände bereiten. Ich fügte jedoch hinzu, dass ich mich immer freuen würde ihn zu sehen und das dies Harrys Idee gewesen war, um mich auf andere Gedanken zu bringen, nachdem bei mir augenblicklich so viel schief lief. Ich erwähnte, dass ich mich sonst nie getraut hätte ihn anzuschreiben, aber so war ich noch viel erfreuter das er mich sehen wollte und ich unterstich wie sehr ich mich schon auf ihn freuen würde, so oder so!

Ich war mit meiner Leistung zufrieden und erhielt Victors Zusage, für alle meine Probleme, ich sollte kommen, der Termin stand, da der Kommandant sein entfernter Vetter mütterlicherseits war. So hatte ich mich wirklich richtig entsonnen und ich musste Skeeter informieren, das sie am 28.12 vor den Toren Nurmengrads warten sollte, denn für diesen Tag war mein Besichtigungstermin vereinbart. An dem Termin konnte Victor leider nicht teilnehmen, da er dort ein Benefizspiel haben würde und sich eh schon gesorgt hätte was ich in der Zeit tun sollte, da die Karten streng limitiert waren und er wusste, es würde mich mehr ins Gefängnis ziehen als in ein Station, zeigte er mit etwas Sarkasmus wie gut er mich doch kannte.

Aber soweit waren wir noch nicht, würde ich nun erst noch meinen kleinen Käfer über seinen Ausflug informieren müssen.

So verging der Schulalltag absolut unspektakulär, auf das mich der Abend doch zu sehr involvierte, war es zum Haare ausreißen, echt wahr. Jetzt saß ich da und machte wie es sich für eine brave, strebsame Prefects gehörte meine Hausarbeiten im Gemeinschaftsraum von Gryffindor und da ich alleine war, kam ich mehr als schnell voran, bis es soweit war und einige, darunter solch nervende Insekten wie Vane, den Mut fanden und auf mich zukamen, vor mir Stellung bezogen, woraufhin ich genervt meinen Kopf schieflegte und nur ein Wort fragte:

„WAS?“

„Warum, machst du nicht mehr mit ….bei der DA?“, fragte sie unbekümmert laut, wusste doch das ganze Haus, dass es die DA wieder gab und waren doch die Gryffindors an ihr Schweigen dank der Zauber gebunden.

„Auch wenn es dich absolut nichts angeht…!“

„Entschuldige Hermione, da bin auch ich anderer Ansicht!“, erhob zum ersten mal Neville seine Stimme und zum ersten mal überhaupt gegen mich, was mich kurzzeitig sprachlos machte. Erst jetzt bemerkte ich, während ich mir eine Locke hinters Ohr strich, wie sehr ich es mittlerweile doch gewöhnt war nicht mehr von nichts und niemandem hinterfragt zu werden, denn dies würden die wenigsten noch wagen, war meine Position einfach eine zu hohe und zu unantastbare. So glitt mir bei diesen Gedanken wohl ein leicht gezwungenes Lächeln über die Lippen.

„Okay, wie ihr wollt, obgleich euch Harry sehr wohl klar gemacht hat das wir uns nicht vor euch rechtfertigen müssen…..“, hatte ich mir die Spitze echt nicht verkneifen können.

„Da, das was ihr da lernt, für mich Kinderkram ist, habe ich mich entschlossen in dieser Zeit mich wichtigeren Aufgaben hinzugeben“, verpackte ich meine Boshaftigkeit noch nicht mal.

„Ach und welchen, hat es mit den Patronie zu tun, die hier mal unseren Raum erstürmt haben?“, wollte nun McLaggen lässig aus einer Ecke wissen und seine Augen funkelten mich intensiv an.

War es so klar gewesen, das sie früher oder später auf dieses Thema zu sprechen kommen würden, sah ich nun Ginny mit Lav und Pav die Ohren spitzen, aber auch alle anderen. Dean, der sich immer in großer Entfernung zu Ginny hielt, linste mit Seamus neugierig zu mir und ich rollte entnervt mit den Augen.

„Jetzt mal ehrlich Leute, was wollt ihr von mir hören, das ich täglich im Slytheringemeinschaftsraum ein und aus gehe? Was wollt ihr mir hier unterstellen?“, fragte ich relativ nett nach.

„Nichts, wir sind bloß neugierig! Aber bleib bitte ernst!“, kicherte Kirsch aus der Siebten und lachte über meinen kessen und nicht ernstzunehmenden Spruch, wenn der Gute wüsste, musste ich mir meine Erheiterung verbeißen.

„Ich kann es euch echt nicht sagen!“, wehrte ich ab, doch wir wurden auch unterbrochen als sich das Portrait öffnete und ein zornbebender Harry hinein rauschte und seine Wut sich fast sichtbar um ihn ballte. Bei seinem Eintreten erstarb unser Gespräch sofort, da die DA mittlerweile akzeptierte das man Harry besser nicht ärgerte, regierte er seine Truppe doch mit eisenharter Faust, daher war ich dankbar das er kam, aber auch besorgt da er sich so aufgebracht zeigte.

„Harry?“, fragte ich da auch schon nach, aber er hob nur die Hand und ich schwieg brav während er einmal tief durchatmete.

„Frag nicht, er hatte keine Zeit und nur vergessen mir mitzuteilen das heute die Sitzung ausfällt! Ich bin stinksauer, was denkt ER, wer ER ist? Der Allmächtige Dumbledore? Und was denkt ER wer ich bin? Sein Handlanger?“, keifte er aufgebracht und schaffte es das sich die Löwen sichtlich unwohl fühlten, weil Harry unseren hochwohlgeschätzten Dumbledore so fertig machte.

„Beruhige dich!“, meinte ich nur und packte meine Sachen, erhob mich und ging auf Harry zu und strich ihm beherzt eine seiner wirren Strähnen aus dem Gesicht.

„Ich bin doch ganz ruhig!“, gab er bockig zurück, aber ganz beruhigt hatte er sich noch nicht.

„Ja, klar ….was hast du vor?“, harkte ich ruhig nach und sah ihn intensiv an.

„Ich…ich geh ins Bett, schlaf gut!“, drückte er mir einen kurzen Kuss auf den Mund und wandte sich brüsk ab, wollte sich wohl so beruhigen und ich strebte auch schnell in den Mädchenschlafsaal. So machte ich mich heute Abend trotzdem auf in den Slytheringemeinschaftsraum auch in dem Wissen, das Draco nicht da sein würde, da der Montag seiner geheimen Sache gehörte und er dort sehr eingebunden schien oder war, oder was auch immer! Stieß ich ein Seufzen aus.

Aber der wirkliche Grund war der, dass ich es in Gryffindor nicht mehr ausgehalten hatte, da ich mir so beobachtete vorkam. Ron war nicht auffindbar, so wunderte es vielleicht , das ich, eine Gryffindor den Gemeinschaftsraum der Schlangen echt bevorzugte, lag mir das hier unten mehr, fühlte ich mich wohler als im Raum der Gryffindors, warum auch immer.

Doch als ich den Raum betrat, sah ich mich mit einem Konflikt konfrontiert, was mich überraschte, hatte ich diesen Raum selten so laut erlebt wie er gerade war. Wenn Draco da war traute sich keiner auch nur laut zu Atmen und auch bei Blaise hielten sie sich zurück, aber von Blaise und Astoria war weit und breit nichts zu sehen, dafür sah ich eine in die Enge getriebene Daphne, die mit ungewohnt hochrotem Gesicht nicht ruhig und besonnen, wie sonst, sprach, sondern eschauffiert und erregt schrie:

„WAS GEHT ES EUCH AN, WO ICH BIN! Lasst mich doch einfach in Ruhe!“ Sie keifte und sah sich von zwei Siebtklässlerinnen, einer Horde Fünftklässlerinnen und Bulstorde als einzige ihres Jahrgangs umzingelt, da ich Pansy sehen konnte, die sich arg zurückhielt und sich zu einigen Erstklässlerinnen geflüchtet hatte. Sie hielt diese davon ab zu neugierig zu dem Geschehen zu drängen. Nun wurde sie meiner Ansichtig und sofort presste sie fast panisch die Augen zusammen, schien Pansy echt eine Haiden Angst vor mir zu haben.

„Was uns das angeht, seit diesem Jahr denken du und deine bescheuerte Schwester ihr könnt auf dicke Hose machen!“, „Ja, unerträglich, was seid ihr schon?“, „Genau, Greengrass! Das ist kein großer Name!“, „Eben, und dann wie ihr euch aufführt, niemand darf zwei Tag die Woche außerhalb schlafen!“, „Aber Miss Greengrass schon!“, „Und deine eingebildete, kleine Schwester hat sich Blaise unter den Nagel gerissen!“, „Genau, der hat bis jetzt allen gehört und dann kommt die blöde Kuh daher!“, keiften sie in einer Tour.

„Ja, habt ihr SIE noch alle, das ist doch Sache von Blaise und meiner Schwester, ob sie zusammen sind oder nicht!“, wehrte sich Daphne vehement.

„Ach, weil du glaubst, Blaise hätte Astoria auch nur mit dem Hintern angesehen wenn nicht Draco auf einmal sein Interesse an euch entdeckt hätte?“, blökte eine dumme Kuh so viel war mir klar, alles eifersüchtige Schrappnellen.

Daphne schlug sich gut, gab nicht nach, wirkte auch nicht zu unsicher, auch wenn ihr Blick leicht gehetzt wirkte.

„Und selbst wenn, ihr seid doch nur Eifersüchtig, weil ER SIE LIEBT!“, gab Daphne kalt zurück, sie schien sich etwas zu fangen, aber ich sah das sie noch schwer mit sich rang so kalt zu reagieren. Solche Situationen war die Gute halt wahrlich nicht gewohnt.

„Lenk doch nicht ab, wo versteckst du dich immer?“, wollte ein recht kleinwüchsiges Mädchen neugierig wissen.

„Das geht euch auch nichts an….solange Draco es gestattet!“, blockte sie ab.

„ARch….aber deine Stimmungsschwankungen, die sollen wir uns ungesagt gefallen lassen!?“, spuckte eine fast auf den Boden vor Wut und Daphne sah sie mit erstaunten, großen Augen an.

„Bitte?“, stand sie wohl auf dem Schlauch.

„Dein Rumgeheule wo du gehst und stehst, oder das du dir, weil es DIR JA Tag ein Tag aus, soooooo schlecht geht, sogar von den 5ern. deine Tasche tragen lässt, wie unsere Königin, die, DU NICHT BIST!“, zischte die älteste der Runde erregt. Nun reichte es, da Daphne die Kinnlade runterfiel und sie augenblicklich nicht besonders intelligent wirkte, kam ich jetzt gelassen die Stufen runter, räusperte mich leicht:

„Chrmmm….wer kommt dann eurer Königin am nächsten!“, erlaubte ich mir einen Spaß! Zu sehen wie sie erstarrten als sie meine Stimme vernahmen war ein Genuss, da konnte ich den Lord und meine drei Männer verstehen, das sie es liebten sich so zu geben, weil es zu erfüllend war zu sehen wenn Menschen auf das Erscheinen von jemandem so unterwürfig reagierten. Das hier war zu komisch, wenn die restlichen Schüler wüssten, dass die Slytherins vor mir, Hermione dem Mudblood, kuschten, war es zu amüsant.

Ich blickte kalt grinsend in die Runde und sah wie einige geschockt langsam zurück wichen. Zu herrlich zu sehen wie sie reagierten, aber ich maß sie allesamt mit kaltem Blick, zeigte ihnen, dass ich mir merkte wer dabei war. Aus den Augenwinkeln erkannte ich, dass Daphne sich leicht entspannte, aber nicht völlig, war sie wohl nicht sicher wie ich denn reagieren würde und ob sie nicht auch etwas ab bekommen würde. Doch offensichtlich hatten die Schlangen hier sich Daphnes Abwesenheit wenn sie Harry traf, zum Aufhänger genommen ihren Unmut und ihre Eifersucht los zu werden. Harry würde es ganz sicher nicht gutheißen wenn ich seine Freundin hier ohne Unterstützung ließ und den Schlangen zum Fraße vorwarf und außerdem gehörte sie zu uns, wie diese eifersüchtigen Hühner schon so treffend festgestellt hatten.

Ich schritt langsam die Treppe herab, trat auf die Gruppe zu, die sich vor mir teilte und fasste eine der Siebtklässlerinnen fest ins Auge, fragte nochmal nach:

„Also, ich höre, wer kommt denn dann eurer Königin am nächsten?“ Darauf bewegte sie wie ein Fisch seinen Mund, ohne einen Ton von sich zu geben. „Nein, keine Worte, wie schade….tsetse!“, spielte ich sehr mit ihren Ängsten, während sie Daphne aus ihrem Kreis entließen.

Ich zog langsam und mit Bedacht meinen weißen Stab, hielt ihn gut sichtbar provokant bereit um ihn sofort und gleich einzusetzen sollten sie mich wütend machen und so wollte ich ihnen ihr Gedächtnis mal auffrischen:

„Ihr erinnert euch noch an Parkinson? Nicht wahr?“, fragte ich samtig, oh ja, erinnerten sie sich, da einige zurückzuckten als sich eine Siebtklässlerin mit rotblondem Haar reckte und dann wacker sprach, was mich verwunderte, aber so hörte ich doch zu.

„Du bist hier die Chefin, ganz klar, das macht dir auch keiner streitig, aber SIE hier kann sich nicht so aufführen, andauernd heult sie rum und nervt und dann muss man ständig Rücksicht nehmen, da sie hier ein Zipperlein hat und dort….!“

„Was, das stimmt doch gar nicht, mir war nur Schwindlig….ich hatte mich verkühlt! Und da haben sie mir tragen geholfen, ihr spinnt doch!“, warf sie ein und unterbrach die Siebtklässlerin vehement und da gab ich ihr Recht, die letzten Tage hatte sie eine rote Nase gehabt wie ungefähr halb Hogwarts immer wenn es zum Winter ging und der zugige Wind durch die Flure pfiff, wehte es den ein oder anderen um.

„Wisst ihr was, ihr seid giftige, eifersüchtige, kleine Keifzangen, sonst nichts! Fast so schlimm wie die Gryffindors bei mir oben, nur anders als da, kann ich euch hier benehmen beibringen. Egal ob Blaise da ist, wobei wir schon beim Thema sind, ich will nie wieder hören egal von wem, dass jemand seine Beziehung zu Astoria in Frage stellt, verstanden! Desweitern, sollte euch klar sein, das auch Daphnes Stellung egal ob Draco da ist oder nicht unantastbar ist, seid ihr sooooo blöd oder was? Sie hat mich an der Halloweenparty imitiert? Denkt ihr, das lasse ich jeden machen?“, zischte ich nun zum Ende hin giftig und wurde darüber echt wütend, was dachten sich diese Schnepfen?

Die restlichen Schüler, vor allem die Jungen, hielten sich zurück und sahen aus der Entfernung zu, wie es schien wollte sie sich da gar nicht einmengen. Ich konnte Crabbe und Goyle sehen, die ihr dreckiges Lachen über das Unglück der Mädchen, die in meinen Fokus geraten waren, gar nicht mehr unterdrücken konnten.

Jetzt war ich kurz davor einen kleinen Fluch zu sprechen, wirklich einen ganz zahmen, während sich meine Macht um mich ballte, umfassten jedoch auf einmal zärtlich für mich, überraschend Hände von hinten, griffen meine Oberarme aber ganz sanft und ich musste mich nicht mal umdrehen um zu wissen wer das war. Als ich einen heißen Atem über meine Ohrmuschel streichen fühlte und wie seine amüsiert klingende Stimme gar nicht so leise erklang, kam mir ein böses Spiel in den Sinn.

„Liebling, bring sie nicht um!“, brummte er tief, daraufhin konnte ich sehen wie sich die Augen der Damen des Hauses Slytherin furchtsam weiteten.

„Warum nicht?“, fragte ich eiskalt.

„Slytherins solltest du nicht umbringen!“, schnurrte Draco fast.

„Warum, hab ich doch schon!“, schockte ich mit bedacht und Draco spielte wunderbar mit.

„Oh, hatte ich vergessen, aber das liegt ja schon lange zurück!“, tat er dies lapidar ab und richtete sich auf, trat von mir zurück.

„Bitte Draco, nur weil ich augenblicklich nur Muggel töte, heißt das ja wohl nicht ich hätte Skrupel die DA alle zu machen!“, spielten wir ein böses Spiel mit den Schlangen, war es herrlich, das Draco und ich uns so wortlos verstanden, das er wusste, ich wollte sie bis ins Mark einschüchtern, denn Harry würde mir die Hölle heiß machen würde ich nicht auf Daphne achten.

„Was haben DIE DA, wie du so schön sagst getan?“, fragte er unbeteiligt nach.

„Arch, Daphne blöd angemacht, sie sind auf ihre neue Stellung neidisch!“, fasste ich zusammen und wandte mich nun um und blickte in Dracos so eiskalte, eisgraue Augen, die verdammt bösartig schauten.

„Wo ist Blaise!“, fragte er niemand bestimmten und da erhob Crabbe die Stimme.

„Keine Ahnung, er ist mit der kleinen Greengrass abgehauen!“

„Verstehe, ….also dann einmal von mir! Ihr zwei passt auf das Daphne nicht blöd angemacht wird, sie ist eine Freundin von Hermione und die weiß es gar nicht zu schätzen wenn Daphne was passiert!“, klang Draco sehr von oben herab und Daphne schaute beschämt auf ihre Hände.

„Das ist nicht nöt…!“, wisperte Daphne unwohl.

„Schweig Daphne, wenn Hermione es so wünscht, werde ich nicht nachfragen, dann ist es nötig, das tu ich nicht für dich!“, ließ mein Draco wieder den Oberboss raushängen, zu köstlich wie ich fand, aber dachte er wirklich ich brauche ihn um die Schlangen unter Kontrolle zu halten?

„Zuckersüß Draco, aber ich brauch dich nicht, willst du wieder die Werwölfe!“, ließ ich mir von meinem allerliebsten Freund gar nichts gefallen, worauf kurz ein angeekelter Ausdruck über seine Züge huschte.

„Neee, Danke, ich habe eh mitbekommen das du dich exzellent mit dem Gesinde verstehst….wie du das nur immer machst! Hast du den Trupp gewählt?“, lachte ich auf einmal schallend los und mir traten die Tränen in die Augen und alle sahen mich an als hätte ich sie nicht mehr alle.

„Hihihi…oh…entschuldige, ich musste nur …hih….gerade daran denken als ich meine Leute ausgewählt habe, da dachte auch eine kleine Zicke sie müsste mir blöd kommen….“, wischte ich mir atemlos die Lachtränen von den Wangen.

„Und?“, war er neugierig und ging nun langsam zu seinem Sessel „Was hast du Böses getan?“

„Sie geschoren…..aber schwarzmagisch, das wächst wenn nur langsam! War das herrlich, als ihr hüftlanges, schwarzes Haar zu Boden segelte und wie geschockt sie geschaut hat, geschrien wie am Spieß hat die Gute… keine Nerven, die Zicke!“, sprach das Grauen aus den Gesichtern der Mädchen, als sie sich das vorstellten.Ich sah ein erkennendes Funkeln in Daphnes Augen als ich die Frau so gut beschrieb und sie wusste, dass es nur wenige Frauen unter den DeathEatern gab und wie sie mich dann mit großen Augen ansah, als ihr klar wurde, ich hatte ihrer verhassten Stiefmutter die Haare geschoren und das diese jetzt zu meinem Trupp gehörte. Ein leicht verwirrter Ausdruck trat dann in ihr Gesicht, da sie zu überlegen schien warum ich das wohl getan haben könnte, doch ich grinste sie nur breit, aber nicht kalt an und nickte ihr zu, dann wurde meine Aufmerksamkeit wieder auf Draco gelenkt, der sich herrlich amüsierte.„Wie bösartig, du weißt echt wo es weh tut!“, lachte nun auch Draco rau auf.

„Ich find den Crutio so langweilig….!“, zog ich verspielt meine Unterlippe durch meine Zähne, sollten die Schlangen ruhig vor mir erzittern.

„Du bösartiges Biest!“, erklang eine dunkle, tiefe Stimme, wurden wir unterbrochen als etwas Schwarzes in den Raum schoss, das sich majestätisch vor uns aufbaute, wirkte seine schwarze Robe wie Fledermausflügel und sein dunkler Blick huschte scannend durch den Gemeinschaftsraum.

„Arch….weißt du es noch nicht?....sie hat sich Scabior ausgesucht…unglaublich aber wahr!“, war es immer eine Freude Severus in Aktion in seinem Haus zu erleben, verschränkte er wie gehabt die Arme und sah bedrohlich auf alles und jeden, war wohl heute eine seiner monatlichen Kontrollen, die er immer mal wieder abhielt. Jetzt wünschten sich die Slyhterins sichtlich gerade wo anders zu sein.

„Echt…Hermione, bitte warum, den Schönling? Oh nöö!“, rollte Draco leidend mit den Augen.

„Was, er hat sich freiwillig gemeldet!“, meinte ich profan.

„Sie hat gesagt, er sieht gut aus!“, hisste Severus unbeteiligt und nun rollte ich die Augen.

„Tut er das, …..?“, glitzerten Dracos Augen für mich unleserlich.

„Ist schon gut, schauen wir mal wie er sich macht! Was machst du schon hier, Draco?“, lenkte ich ganz schnell ab.

„OH, ging schneller!“, war er genauso gesprächig.

„Und was machen SIE hier, Professor!“, fragte ich nun Severus, während sich Daphne vorsichtig auch setzte.

„Das ist mein Haus, also darf ich hier immer rein, was man von dir nicht behaupten kann!“, kam es gewohnt gehässig von Severus.

„Wo sie recht haben Professor, aber hier ist alles in Ordnung!“, sprach Draco nun respektvoll.

„Wunderbar, so erwarte ich das Mr. Malfoy, ich werde nun zu Lehrerkonferenz gehen!“, wandte er sich ab und rauschte einer Gewitterwolke gleich aus dem Raum.

„OH, da fällt mir ein warum ich überhaupt gekommen bin, …Daphne komm her!“, stand sie auf und versuchte selbstbewusst zu unserer Sitzgruppe zu kommen und ich wühlte in den Falten meines Mantels und holte ein kleines Büchlein hervor, hielt es ihr auffordernd hin und sie nahm es vorsichtig in die Hand.

„Das wirst du lernen und niemandem zeigen!“, sah ich sie ernst an. Ich hatte alles was für die schwarze Heilmagie nötig war aus Severus Buch kopiert und dann zusammengestellt und nun gab ich es in Daphnes Hände, auf das sie vielleicht ein besseres Händchen für diese Art der Magie hatte als ich.

„Danke!“, hauchte sie nur und strich sanft über das Buch und schlug es auf um darin zu blättern. Da schmunzelte ich zu ihrem geneigten Kopf, während die anderen Weiber, die sie angekeift, sich zurück zogen und nicht wirklich glücklich aussahen.

Dann verbrachten wir noch einen vergnüglichen Abend und als Blaise und Astoria kamen, erzählten wir über das Geschehen und als Crabbe und Goyle auch noch ein paar lustige Anekdoten einwarfen, wie die ein oder andere unwichtiger Auseinandersetzung ausging wenn sie dazwischen gingen, schmissen wir uns vor Lachen weg.



Als wir später in Dracos Räumen waren und ich mich begann auszuziehen, hielt ich inne da er nur ein Wort in einem bedrohlichen Tonfall sagte:

„SCABIOR?“ Das klang gar nicht gut! Und so gar nicht eifersüchtig, blitzte der Malfoy in ihm durch.

„Soll ich mir lieber von einem Vollidioten den Rücken decken lassen? Er ist ehrgeizig und nicht dumm, mit so jemandem kann ich arbeiten!", verteidigte ich kalt meine „Wahl“.

„Freiwillig, das macht mir sorge, er ist ein Ehrgeizling, hat keine große Familie hinter sich, arbeitet sich hoch, pass auf das er sich nicht gegen dich wendet nach dem Motto: „Schaff deinen Boss aus dem Weg und nimm seine Stellung ein!", sah er mich nun an und warnte mich eindringlich, war wohl wirklich in Sorge.

„Draco ich bitte dich, ich vertraue NIE jemandem, am allerwenigsten einen DeathEater, echt nicht! Aber ich schätze ihn als intelligent genug ein zu wissen, dass ich unter dem Schutz der Linken und der Rechten Hand stehe, er würde mir nicht in den Rücken fallen, eher wird er versuchen über mich wahrgenommen zu werden, das er nicht aus reiner Lust an der Freude meinem Trupp beigetreten ist, sollte klar sein! Er hat schließlich gesehen wie Lucius und ich miteinander umgehen!“, sah ich meinen taktischen Fehler eine Minute zu spät und durfte zusehen wie sich Dracos Augen in Sekundenschnelle verdüsterten und er bissig fragte:

„Was wollte Vater in der Höhle?“, verschränkte er seine Arme.

„Mich kontrollieren?.... frag ihn, ich hab keine Ahnung was ihn antreibt, echt nicht!", zuckte ich die Schultern was wusste denn ich? „Aber er schien zufrieden, ist mit ein paar aus dem Inneren Kreis abgehauen, also es war nichts!“, erklärte ich weiter.

Draco seufz und sagt: „Du hast echt ein Händchen dafür dir immer die Besten aus zu suchen! Mir gefällt es nicht, aber du hast wohl Recht, bei den Wölfen brauchst du jemanden mit Grips! Scabior hat sich seinen Ruf erarbeitet, er ist gut, aber er verspricht sich bestimmt Vorteile bei dir zu sein, der tut nichts ohne Grund, aber er hat Potential!“, kam er auf das anfängliche Thema und beerdigte Lucius, was wohl auch besser war.

„Na, dann passt es doch, mit so was kann ich umgehen, bin ich doch ähnlich gestrickt!“, zeigte ich mal wieder was für ein Miststück ich doch sein konnte und Draco grinste mich an.

So machte ich mir meine Gedanken während wir uns bettfertig machten. Scabior…ja, er sah mich bestimmt als einen Weg nach oben und anders als die anderen des Inneren Zirkels hatte ich mit denen nichts zu schaffen, waren die doch eine Gruppe, die zusammenhielt.

Unglaublich aber wahr, Avery, Macnair, Nott, Crabbe, Goyle und die drei Lestranges waren eingeschworen, nur Severus, Lucius und Draco hielten sich dort galant heraus, waren sie doch die Anführer dieser elitären Gruppe und ließen Nähe nie zu. Hatte Scabior wohl erkannt das ich das Verbindungsglied war wo andere nicht hinkamen, zeigte es das er wahrlich verschlagen war. Darüber machte ich mir keine Illusionen, warum ich für Scabior interessant war, aber ich war froh darum, würde ich ihm doch Befehle erteilen können in dem Wissen das er sie ausführte, auch ohne das ich ihn dabei an der Hand führen musste.

Draco und ich hatten eine schöne Nacht und an nächsten Morgen war ich früh auf den Beinen um den Brief an meine allerbester Freundin zu schreiben. Ich bat sie regelrecht unterwürfig, das ich sie am Montag in drei Wochen an unserem üblichen Treffpunkt treffen würde und ich ihr dann mitteilen würde was ich von ihr erwartete. Machte es mir schon eine irre Freude diesen Brief zu schreiben, wusste ich doch, dass es Rita hassen würde, dass sie meinen Befehlen würde einfach gehorchen müssen.

Als dann auch Harry und Ron auftauchten und wir uns auf den Weg machten zu unserem Lauf, bog ich auf halben Wege in die Eulerei und sie folgten mir. Wir hielten und sie wussten, dass ich zu Orange musste damit meine treue, kleine Eule den Brief schnellstens zu dem Mistkäfer brachte. So gingen wir hinein und wir glaubten fast nicht unseren Augen zu trauen als ein Mädchen panisch herumfuhr, da wir den Raum betraten. Wir waren wirklich erstaunt Katie zu sehen, die uns nervös betrachtete und einen Brief in Händen hielt, den sie gerade an eine Eule hatte binden wollen.

Aber bei dem Blick war mir alles klar, sie wollte Adrian einen Brief schicken und auch Ron und Harry sahen sie verständig an, da wir drei doch dank der Liste von Halloween wussten wer der ominöse Freund von ihr war.

„Hi Katie!“, riefen wir im Chor und ich lockte „Orange, komm, du kannst raus!“, flatterte meine kleine, niedliche Eule auf meinem Arm und ich wisperte ihr ihren Auftrag ins Ohr und sie sah mich bei meinem Hinweis, das sie es nur dem Käfer geben dürfte, an als wollte sie sagen „das ist nicht der erste Brief den ich wegbringe!“, alles klar, Eulen waren so empfindsame und nachtragende Tiere, das glaubte man gar nicht…schmunzelte ich über mein selbstbewusstes Tier. Und sah wie Katie auch ihr Tier abschickte.

„Ähm…also ihr drei….also, Hermione, ich… Danke! Ich wollte dir sagen, wie froh ich bin das ihr da wart, das ihr mich gerettet habt! Vor allem dir, Hermione!“, war die ansonsten aufgeweckte Jägerin, die ihr langes, dunkelblondes Haar meist in einem Pferdeschwanz trug, sehr schüchtern auf uns zugetreten!

„Ach, war doch selbstverständlich, wenn ich helfen kann!“, winkte ich ab wie auch die Jungs.

„Ja, das schon, aber auch wenn die anderen wohl keinen Schimmer haben mit was du mich gerettet hast, ich weiß es und bin verteufelt dankbar, dass du es getan hast!“, erklärte sie leicht atemlos und sah mich dankend an.

„Wer….?“, wollte Ron besorgt wissen, aber nun winkte sie ab.

„Mein Freund hat mir erklärt wie so was geht!“, sie lächelte etwas scheu, als sie das sagte, war unsicher wie sie sich gerade geben sollte.

„Ah, dein Freund!“, ließen wir uns nicht anmerken das wir wussten wer ihr „Freund“ war.

„Also ich wollte nur sagen, Danke!“, fügte sie nochmal schnell hinzu, als sie losging.

„Klar, kein Problem und Katie …nächstes Wochenende wollen wir dich wieder auf dem Übungsplatz sehen und zwar voll und ganz und ohne Pausen, oder?“, rief ihr Harry hinterher, als sie Stoff gab und wir ihr hinterher sahen.

„Lustig, dass sie mit dem Slytherin zusammen ist, man möchte meinen das sei ansteckend!“, verzog Ron abfällig das Gesicht.

„Das sagt der, der mit Parkinson im Bett war!“, kam es schrecklich trocken von Harry, ich prustete los und Ron zog sofort den hochroten Kopf ein.

„Musst du mich daran erinnern?“, wollte er leidend wissen und verzog sein Gesicht zu einer göttlichen Grimasse.
Nach oben Nach unten
queenie
Königin
Königin
avatar

Anzahl der Beiträge : 1515
Anmeldedatum : 08.02.12
Alter : 37
Ort : München

BeitragThema: Re: Kapitel 180-181   Do Feb 09, 2012 6:19 am

181. Kapitel Das Rudel


So verging die Woche, als das Wochenende kam, rüstete ich mich diesmal mit einem mulmigen Gefühl im Bauch und doch war alles Kommende unausweichlich. Es würde heute in den „Sherwood Forest“ gehen, dabei kam ich mir immer noch verarscht vor, aber bitte, ich glaube Greyback hatte das sehr ernst gemeint. Ich hatte mich von niemandem verabschiedet, es vermieden Draco, Severus oder die Jungs zu sehen, da ich so was hasste, schließlich war ich früher solche Dinge alleine angegangen und so würde es auch weiterhin sein, wollte ich nun keine Nähe.

Jetzt ließ ich Hogwarts hinter mir und holte vor der Höhle in Wales meine Truppe ab. Vor dem Eingang, im Licht der untergehenden Sonne konnte ich Scabior lässig mit angezogenem Bein auf einem Felsen sitzen sehen. Er war in braunes Leder gekleidet und der Schein der Sonne ließ seine roten Strähnen im dunklen, braunen Haar keck aufleuchten, unterdessen blickte er mir und meiner Maske mit einem verruchten Lächeln entgegen. Während an den Stein gelehnt Pyrites und Gibbon mir gleichgültig entgegen sahen, konnte ich etwas verdeckt das hassverzerrte Gesicht von Greengrass sehen, die ihre Glatze unter der Kapuze verbarg. So trat ich lächelnd, was niemand sehen konnte, auf meine mich liebende Crew zu und begann.

„Wie schön, dass ihr schon da seid! Ich hoffe, ihr freut euch auf eine kleine Waldwanderung im Mondschein!“, meinte ich beschwingt.

„Warum muss es einen Tag vor Vollmond sein?“, wagte es Gibbons vorsichtig zu fragen und hey, das war eine berechtigte Frage.

„Frag das Greyback, wenn wir bei ihm sind? Vielleicht sein makabrer Geschmack, ich bin kein Wolf!“, bot ich an. Nun sprang Scabior leichtfüßig von seinem Felsen und landete neben mir, währenddessen gingen einige DeathEater an meiner Truppe vorbei und warfen uns taxierende Blicke zu. Unter ihnen sah ich eine silbergoldene Maske, die ich grad gar nicht sehen wollte und schon rief diese zu unserm Abschied.

„Mudblood, pass auf dich auf, nicht das du Wolffutter bist, wäre doch zu schade! Würde mir was Besseres einfallen was man mit dir machen könnte, als was zum Essen!“ Während er sprach, bewegte er provozierend seine Hüfte und dann klatschte sich der eine Lestrangesbruder mit dem anderen ab, waren sie nicht zu komisch. Jetzt war ich versucht ihnen wenig Ladylike den Mittelfinger zu zeigen.

„Appariert!“, entschied ich mich dafür sie nicht zu beachten!

Sekunden später kamen wir an und waren in der Mitte Englands gelandet, in Nottinghamshire und sahen uns in dem schon sehr finsteren Wald um. Dank seiner großen Anzahl von uralten, mächtigen Eichen und schlanken, weißen Birken kamen die verschwindenden Lichtstrahlen des Sonnenuntergangs gar nicht mehr durch und tauchten alles in ein unwirkliches, unheimliches, schummriges Licht.

Zusätzlich standen wir, um dem Ganzen die kitschige Krone aufzusetzen, direkt unter dem „Major Oak“, der bedeutendsten und größten Eiche, die gut an die 1000 Jahre alt war. Über die Eiche ging aus den lokalen Chroniken hervor, dass Robin Hood hier in dem Baum sein Hauptquartier gehabt hätte.

Der dichte, noch gerade so herbstliche, eher schon winterliche Wald verströmte einen gewissen, unheimlichen Flair. Als wir den knackenden, knirschenden und knisternden Lauten, die durch die Stille hallten, lauschten, wow, da musste der Verbotene Wald ja glatt noch üben, konnte ich meinen beißenden Zynismus nicht unterdrücken.

Ich löste ich mich als erste und ging den unwegsamen Weg entlang, hoffte das Greyback uns einen Kundschafter schickte, der uns zum Rudel brachte, denn der Wald war riesig. So brachen wir durch das dichte Geäst und die Büsche, die auf dem Waldboden dicht wucherten. Auf einmal erklang in der Entfernung das laute, langanhaltende heulen eines Wolfes, was meine Truppe erstarren ließ, aber ich ging relativ gelassen weiter, schließlich war ich wegen dem Heulen da, also warum erstarren? Ich fragte mich eher pragmatisch welche Richtung das gewesen war und stapfte voran, trug heute meinen engen Kampfmantel, der mit dem Gürtel an meiner schlanken Taille fixiert war, um mich im Kampf nicht zu behindern und der keine Ärmel hatte, schließlich war ich heute bereit alles zu tun!

Jetzt knackte gerade wieder ein Ast unter meiner Schuhsohle wiederhallend laut in der Stille, in der nur das rasselnde Atmen meiner Leute zu hören war,

als ich einem Instinkt folgend meinen Stab übergangslos hob und ihn drohend in das Gesicht von Greyback hielt, der in einiger Entfernung an einem Baum mit lässig verschränkten Armen lehnte, hatte ich plötzlich intuitiv gefühlt das er da war und einfach nur reagiert.

„Gut, Mudblood, die anderen haben nicht mal im Ansatz gespürt wo ich bin!“, blitzen seine Zähne in dem diffusen Licht des Mondes auf.

„Du hast mich warten lassen, ich hasse so was!“, grollte ich los, zeigte keine Emotion oder Überraschung das er uns aufgelauert hatte, während sich die anderen in meinem Rücken hielten, knurrte er nur auf und winkte uns ihm zu folgen, was wir flott taten, da er einen Stechschritt an den Tag legte, der es in sich hatte. Wie gut, dass ich täglich lief, konnte ich mir nur zu meinem Training gratulieren.

Er führte uns selbstsicher durch den dichten Wald, bis wir uns einer überraschend großen Senke nährten, die sich vor uns auftat, in der sich ein Rudel tummelte. Einige Feuer loderten hoch und in der Mitte war eine dieser alten Eichen mit ihrem wuchtigen, extrem dicken und sehr, sehr breiten Stamm, der hohl wahr und Platz für einen kleinen Wohnraum bot, wie es schien der begehrte Mittelpunkt des Lagers war!

Jetzt hörte ich wie die Leute hinter mir erschrocken luftholten, was ich mir heldenhaft verbiss, als wir uns dem Gestank nährten der uns entgegenwehte, erinnerte er mich an nassen Hund, dieser typische, strenge Geruch, der in der Masse der Meute regelrecht einem in der Kehle kitzelte und man versucht war zu würgen. Nun verstand ich nur zu gut warum Draco immer so seine aristokratische Nase verächtlich rümpfte, wenn das Thema Werwölfe aufkam.

Wie ekelhaft, sahen wir als wir langsam an den zusammengerotteten, verwahrlosten Werwölfen vorbeigingen, die knurrige, brummende und hechelnde Töne ähnlich Hunden ausstießen, halb angenagte Knochen, an denen noch rohes oder gebratenes Fleisch in Fetzen hing, verstreut auf dem vor Unrat starrenden Boden liegen. Ein Oberschenkelknochen da hinten erinnerte mich doch stark an den eines Menschen, verzog ich unter der Maske angeekelt das Gesicht, man war das Grauenhaft. Andere nagten gerade lautstark an blanken Knochen, wetzten knackend daran ihre Zähne und ihre Nüstern blähten sich, sie witterten uns, worauf sie ihre Köpfe in den Nacken legten und leise winselten.

Unsere Mäntel raschelten als wir vorbei gingen, dabei dufte ich nun mal wieder etwas sehen was ich nicht sehen wollte, war es so, das ja morgen Vollmond wäre und deshalb die Werwölfe sich ihren tierischen Instinkten schon sehr hingaben und so hatten wir das Glück, den Spaß und die Freude, das die „animalische Seite“ bei unseren Werwesen hervortrat und wie sagte man so schön, „der MANN zum TIER wurde“ ganz ohne den Mond. Da tat ich mir gerade schrecklich leid dabei zusehen zu müssen, wie einige gerade jetzt ihre Tier entdeckten und ihre Sexualität ausleben musste. Durfte ich sehen wie es einige miteinander trieben, hey, es gab nicht nur männliche Wölfe, hier waren auch Frauen, spannend aber wahr auch, dass es das erste mal war das ich einen weiblichen Werwolf sah. Die Frauen kamen dem ganzen knurrig und hechelnd nach, ließen sich auf allen vieren von hinten nehmen, die Männer gaben sich ihren niederen Instinkten soweit hin, dass sie die Frauen fest ins Genick bissen, sich regelrecht verbissen und wenn sie kamen, laut aufjaulten, nur auf das dann das nächste Männchen die Ehre hatte, also was sagte ich, so genau hatte ich das nie sehen wollen. Aber ich kam rum, das musste ich mir eingestehen, war ich mittlerweile echt gegen viel Gewappnet.

War das Gebaren von den Menschen hier schon sehr tierisch und profan und ich konnte Greengrass hören, wie sie in meinem Rücken ein „igitt“ ausstieß, war sie als Warrington ein geborenes Pureblood, das sich ja über allem wähnte, sollte mir Recht sein, so dachte ich auch im Gewölbe über sie, war ich in Gedanken sehr giftig, hatte ich doch gesehen wie sie bei den Vergewaltigungen abging, aber wenigsten wirkte das hier als würden die Weibchen das freiwillig machen und hätten ihren hündischen Spaß an der Sache.

Dank meines Wissens um meinen Auftrag hatte ich mich intensiv mit der „Therianthropie“ auseinandergesetzt, die die Verwandlung eines Menschen in ein beliebiges Tier umschrieb und die der Überbegriff war, unter anderem für die „Lykanthropie“. Die bekannteste Form menschliche als auch tierische Eigenschaft zu besitzen, und bei der „Lykanthropie“ war dies also die Wandlung in einen Wolf.

Erlebte ich hier alles so intensiv wie ich es mir nie gewünscht hätte zu erleben, hatte ich nicht immer ein unglaubliches Glück? Ja, sah ich auch so, unterdessen hatte sich Greyback bei dem Baum vor dem Lagerfeuer niedergelassen. Kurz hinter mir ging Scabior, in der Mitte Greengrass und das Schlusslicht bildeten Pyrites und Gibbon.

„Willkommen in meinem Lager!“, breitete Greyback seine Arme weit aus und grinste teuflisch und ich erwiderte das Willkommen mit dem Neigen meines Hauptes.

„Nimm die Maske ab!“, forderte er plötzlich und hart, darauf ruckte mein Kopf in die Höhe, hatte er sie noch alle, war ich von seiner harschen Forderung überrascht.

„Nimm die Maske ab, hatte ich doch schon einmal das Vergnügen dein hübsches Gesicht zu sehen und es ist so viel attraktiver als dieses Eisending, was dich verdeckt, oder hast du ANGST! Vor allem, da deine Leute auch ohne Maske da sind!“, hauchte er und ich konnte einige raue Lacher vernehmen von den räudigen Kötern, die uns rumschwänzelten. Zögerte ich sichtlich als auch Greyback zu lachen begann.

„Deine Leute kennen dein Gesicht nicht, oder?“, hatte er den Nagel auf den Kopf getroffen und schien sich köstlich zu amüsieren!

Worauf ich mit einem Wisch meines Stabes unter meiner Kapuze meine Maske abnahm und dann meinen Kopf hob, wusste meine Augen würden nun besser unter der Kapuze hervorleuchten, aber zu sehen war immer noch nicht viel.

„So schüchtern? Hätte ich jetzt nicht gedacht!“, klang er verächtlich, schlug ich nun meine Kapuze zurück, man war Greyback eine Nervensäge, bemerkte ich sehr wohl wie Scabior sich vorbeugte um einen Blick auf mich zu erhaschen, was er auch tat, nur um dann schmunzelnd die Braue zu heben, wie es schien kannte er Hermione Granger.

„Zufrieden, du Nervensäge!“, konnte ich es mir nicht verkneifen.

„JA und es ist schön, das ihr meiner Einladung gefolgt seid!“

„Greyback, eben du sagst es ….wir sind da! Was kommt nun, ich habe nicht ewig Zeit!“, stand ich vor ihm, wippte ungeduldig mit dem Fuß und auch wenn er zu meinen Füßen saß, wirkte es nicht so als würde ich stehen, hörte ich immer wieder ein Knurren und Fauchen oder ekstatische Laute, die Keuchend ausgestoßen wurden, ging es sehr lautstark im Rudel zu.

„Immer dieser Hetze, nie kann man seinen Genuss ausleben!“, jammerte er und reckte sich geräuschvoll knackend.

„Ich denke, ich bin die Falsche, wenn du mit mir deinen Genuss ausleben willst!“, schmunzelte ich dann recht abfällig und dann kicherte ich etwas „…und außerdem glaube ich, SIE würde versuchen mich noch mehr umzubringen als bisher schon!“, sprach mir der Schalk aus den Augen als ich an Bellatrix denken musste, er verstand meine Andeutung mehr als gut.

„Das hat dir gefallen, oder?“, zog er es gierig in die Länge und seine gelben Augen leuchteten in der Dunkelheit, ging ich nicht darauf ein, was er mitbekam, das ich hier nicht antworten würde, denn gefallen hatte es mir auf gar keinen Fall, eher abgestoßen. Ihm das aber zu sagen wäre wohl taktisch unklug, verstanden meine Leute wohl gerade nur Bahnhof, was aber egal war.

So drehte ich nun ganz bewusst Greyback meinen Rücken zu und Greengrass hisste bösartig auf als sie mich ansah und ich bevorzugte es sie nicht zu beachten, während ich meinen Blick über das Lager schweifen ließ.

„Lass uns beginnen was muss ich tun!“, war ich noch nie geduldig gewesen wenn die Aufgabe direkt vor mir lag.

„So ungeduldig?“, fragte er spöttisch.

„Nein, aber warum etwas so unnötig in die Länge ziehen!“, gab ich kalt zurück, mich nervte das echt, jetzt.

„Du bist echt ein kaltblütiges Biest!“

„Schenk dir deine Schmeichelein für den Lord, Greyback!“, wandte ich mich kurz um und zeigte ihm aggressiv bleckend die Zähne.

„Wie du wünscht, bleibst du aber doch ein schönes, wenn auch kaltes Biest!“, antworte Greyback rau und ich schmunzelte nun Scabior ins Gesicht, da ich Greyback wieder meinen Rücken präsentierte und so maß mich mein DeathEater mit einem fragenden Blick.

„Dann nehme ich es als Kompliment, und danke dir, großer böser WOLF!“, drehte ich mich bei meinem Worte wieder um und sah ihn furchtlos an, als ich das Kompliment ironisch erwiderte.

„Geh in die Mitte der Senke…..“, meinte er dann nur und ich ging, bat nicht darum das mich einer meiner Leute begleiten sollte, warum auch, ich brauchte sie nicht und sollte es mal so kommen das ich sie brauchen würde, konnte ich den Avada selbst auf mich sprechen, gab ich mich keiner Illusion hin, das die DA mir bestimmt nicht helfen würden. So machte ich mich sofort auf den Weg, spürte wie alles in mir mal wieder zu Eis gefror, wusste ich um die Tatsache, dass ich einen Biss um jeden Fall vermeiden musste, das war das Wichtigste.

Ich wusste nicht ob Greyback meine Leute oder die Wölfe über mich erstaunt waren, keine Ahnung, weil ich selbstsicher und regelrecht begierig auf das Terrain zustrebte, tangierte es mich gerade auch nur peripher, da ich hochkonzentriert war meine Sinne sich anspannten. Ich bemerkte auf einmal wie alle Geräusche und Gerüche für mich total in den Hintergrund traten und ich nur noch alles wie in Zeitlupe wahrnahm, höchst angespannt und auf alles vorbereitete, um im Notfall sofort reagieren und agieren zu können, hexte ich mir meinen „sonus ex“ an um geräuschlos zu sein, wusste ich doch um die Vorteile, die ein Werwesen durch seine bessere Sinneswahrnehmung hatte.

Dann ging wieder alles Schlag auf Schlag und in einer beängstigenden Geschwindigkeit. Schon schoss das Adrenalin unaufhörlich durch meine Adern, hörte ich hinter mir ein minimales Rascheln von dem ausgetrockneten, gefallenen Herbstlaub. Als sich mir bedächtige, vorsichte Schritte nährten, wirbelte ich herum und sah den Angreifer vor mir. Der wuchtige, breite Mann war relativ nah, was für mich, die leichte zierliche Frau, verehrend war, also griff ich übergangslos an und machte meinen Fußtritt, den Gastrizein, wie letztens bei Severus aus unserer letzten Übung. Ich ging in die Pankration und zog mein linkes Knie hoch an meine Oberkörper, legt mich etwas mit meinem Oberkörper zurück und trat dem überraschten Werwesen mit Wucht und meinem ganzen Körpergewicht in den Magen. Damit stieß ich ihn weit von mir, traf ihn voll, rammte meinen schwarzen Stiefel mit Schwung in seinen Magen. Sein ganzer Körper klappte gepeinigt zusammen und er taumelte geschlagen rückwärts, keuchte überrascht, da es ihm die Luft aus den Lungen drückte, strauchelte und aufgrund des unebenen Bodens fiel er unglücklich und landete auf seinem Hintern.

Er knurrte ungehalten tierisch auf und ich wirbelte dann gleich wieder mit gezücktem Stab herum, da ich aus den Augenwinkel bemerkt hatte, das sich mir ein weiterer Mann in meinem Rücken flott nährte. Ich hüllte mich blitzschnell mit einem nonverbalen Spruch und einem Wisch in einen allesverschluckenden Nebel, ähnlich dem Finsternisspulver der Twins. So umhüllte uns absolute Schwärze, versuchte ich seine Sinne nun damit etwas zu verwirren, tauchte flink unter den grabschenden Händen des Mannes weg, auch wenn ich sehr wohl hörte wie er schnüffelte und auf seine natürlichen Gaben zurückgriff und ihn diese mir im Nahkampf weit überlegen machten, konnte ich ihm entkommen.

Ich drehte mich wieder wirbelnd um als die alles verschluckende, dichte des Nebels etwas nachließ und ich sah plötzlich und für mich überraschend in die hellgrünen Augen eines dritten Mannes, der mir viel zu nah war. Da schluckte ich erschrocken, lauschte dem pochen meines Herzens und sprach nun laut und deutlich, sehr mitleidlos „sectrumsepra“, darauf folgend konnte ich ein ersticktes aufjaulen hören, während der Fluch sein Ziel traf und er sofort aufgeschnitten und blutend in die Knie ging, sich verzweifelt die weit aufklaffenden Wunden hielt. Er winselte nur noch, war Severus Spruch eine fiese Waffe, daher sickerte das dunkelrote Blut beständig aus seinen Wunden und verteilte sich auf dem festgetretenen Waldboden.

Dies passierte alles in einer atemberaubenden Geschwindigkeit, in nur wenigen Sekunden, da mir bewusst war, spielen, oder den Kampf unnötig in die Länge ziehen, das konnte ich mir bei den Wölfen nicht leisten, weil ich körperlich weit unterlegen wäre. Jetzt bekam ich in dem dichten, schwarz wabernden Nebel, der sich langsam lichtete, eine schallende Ohrfeige, so würde ich es umschrieben. Wankte ich unter dem Schlag und taumelte tränenblind nach hinter.

Da es die Dreck starrenden Krallen eines Werwolfes waren, die verroht über meine Wange fuhren, hisste ich schmerzhaft auf, weil meine linke Backe nun höllisch brannte. Ich hatte mehrere tiefe Kratzer abbekommen, die mich verschandelten, hatte er mir brutal die Haut abgeschabt. Ich zog nun blitzschnelle meinen Dolch aus meinem Halfter am Oberschenkel und zog ihm diesen in einer gekonnten Abwehrbewegung von unten nach oben mit dem haarscharfen Heft über den Unterarm. So wie er aufbrüllte, hatte ich ihm wohl fast den Arm abgeschnitten, spürte ich wie meine Scheide über den unnachgiebigen Knochen schrammte und er brüllte unmenschlich auf, als sein Blut spritzte und zog seinen Arm schnell zurück, umfasste die Wunde und fletschte aggressiv die Zähne, knurrte er gefährlich.

Ich nutzte die Sekunde und sprang behände zurück um einen Abstand zwischen uns zu bekommen, war ich jetzt arg in Bedrängnis, hatte ich ihn mit meinem Magenschlag und dem Schnitt nun sehr wütend gemacht, wie es schien. Er kam mir beständig näher, mit einem Siegesgewissen lächeln, vergaß er seinen blutenden Arm, wie es schien. Plötzlich hörte ich das wütende Knurren des Dritten in meinem Rücken. Jetzt wurde es zu eng, daher duckte ich mich und wisperte aus meiner gebückten Haltung „Avada Kedavra“, sofort löste sich ein giftgrüner Strahl aus meinem Stab und es erstaunte mich regelrecht wie leicht mir dieser Spruch mittlerweile fiel, da ja der Wille bei diesem unverzeihlichen Fluch dahinter stehen musste. So stand mein Wille wohl nicht zu Diskussion als der riesige Mann wie ein gefällter Baum umfiel, weil ihn mein Zauber auf die Brust traf und ihn sein Lebenslicht auslöschte.

Doch leider konnte ich mich nicht so behände, schnell mehr drehen, bevor ich schon den stinkenden Atem des dritten Mannes in meinem Nacken spürte. Ich überlegte schon wie ich ihn würde töten können und das es mich aber so oder so erwischen würde, ich hoffentlich noch würde kämpfen können und er mir nicht seine verseuchten Zähne in mein Fleisch rammen könnte, so nah am Vollmond wäre das Fatal, als ich einen Schock bekam, da ich eine tiefe Stimme hörte die:

„expuslo!“, rief und wie etwas in meinem Rücken laut donnernd auf den Boden einschlug. Dann sah ich, wie der große, bullige Mann nun beständig fiel und wie verrückt aus Leibeskräften brüllte, mich fast mit seinen Pranken zu fassen bekam und mich beinahe umriss, wovor ich mich flott in Sicherheit von seinem Umfeld brachte und nun sah, das es ihm den Unterschenkel abgerissen hatte. Er hatte unterhalb des Knies keine Extremität mehr, das Weiß des Knochens war zu sehen und wie die zerfetzte, zerrissene und ausgefranste Haut des Beines herabhing, wie das warme, pulsierende Blut aus seiner Wunde lief. So schwebte sein Knie makaber über dem Erdboden in der Luft und er jaulte und winselte nur noch erbärmlich. Da zitterten doch leicht meine Knie, wow…das war knapp gewesen, für meinen Geschmack viel zu eng! Konnte ich über die Hilfe nicht wütend sein!

Er stieß animalische, tierische Schmerzlaute aus und gebärdete sich wie Irre, rollte auf dem dreckigen Waldboden wild hin und her. Also blickte ich auf und sah nun in das grinsende Gesicht von Scabior, während ich unter seinem schelmischen Blick geschmeidig zu Boden sank und meinen Dolch aufhob, den ich verloren gehabt hatte. Als ich hochkam, nickte ich Scabior dankbar zu, um dann zu ihm zu gehen und die Senke zu verlassen. Ich sah wie mir Greyback entgegen blickte als ich an dem Zweiten vorbeikam, der mit dem „sectrumsempra“ mehr Tod als lebendig wirkte, zeigte ich mich mitleidlos, während ich die Möchtegern Arena verließ. Ich schluckte schwer, hatte ich heute wieder getötet und gekämpft, was empfand ich? So schrecklich es klang, nichts, absolut nichts!

Unter der Eiche empfing mich ein verächtlich klatschender Greyback, bemerkte ich als ich mich auf den Platz setzte, den er mir generös zuwies, wie der Tote und die zwei Verletzten von Rudelmitgliedern wenig sanft geborgen wurden. Ich wusste nicht, ob man sie sterben ließ, tötete oder ihnen half, war es mir gleich und musste es dies sogar sein.

„Gratulation, Mudblood!“, blitzen seine langen Reißzähne im Mondlicht hell auf.

„Warum drei?“, wagte es Gibbon zu fragen, der zusammen mit den anderen noch dastand und versuchte lässig zu wirken, berührte ich meine schmerzende Wange nicht, versuchte zu verdrängen wie ich wohl aussah, versuchte den Schmerz gekonnt zu ignorieren, spürte mein klebriges Blut über meinen Hals in den Ausschnitt laufen.

„Weil der frühere Beauftragte drei Wölfe getötet hat“, antworte ich anstelle von Greyback monoton und dieser nickte mir selbstgefällig zu.

„Du hast wirklich eine Ahnung! Ja, er hat drei Wölfe vernichtet, sein Nachfolger kann nicht mit weniger Vorlieb nehmen!“, gab mir Greyback recht.

„Ja, aber SIE hat doch nur zwei erlegt!“, zischte Greengrass bösartig und ich fletschte die Zähne und zeigte sie ihr aggressiv in meinem blutverschmierten Gesicht, blöde Kuh, du wärst noch nicht mal mit einem klargekommen, dachte ich hämisch.

„Dass schon, aber das war wohl mehr als du geschafft hättest, Schätzchen!“, zeigte Greyback ein gemeingefährliches Grinsen und stellte sich auf meine Seite, war ich regelrecht sprachlos.

„Außerdem, seid ihr ja ein Team das sich schützen soll, also gut gemacht, Strähnchen!“, sprach er Scabior geringschätzig an, der sich aber anscheinend nicht in seiner Ehre angegriffen sah das man auf seine roten Haarsträhnen anspielte. Er zeigte viel Selbstbewusstsein und auch ich war erstaunt, das Scabior mir ohne Anweisung und ganz von sich aus, mir zu Hilfe geeilt war, zeigte es mir das ich mit dem Guten irgendwann mal ein Gespräch führen sollte, ohne die Idioten, die ich noch bei der Truppe hatte.

Auch wenn er mir geholfen hatte, glaubte ich nicht, dass er sich als Gutmensch sah, ehrlich nicht, vielleicht versprach er sich Vorteile davon wenn ich in seiner Schuld stand, würde es sich zeigen was er für eine Intention hatte. Mein Problem war nur, ich konnte gar nicht richtig sauer sein, da ich wirklich nur knapp entkommen war, es wäre sehr eng geworden, wahrscheinlich hätte ich sonst wohl wie Draco nach dem Kampf alleine mit drei Werwölfen ausgesehen.

„Sehr schön Greyback, bedeutet das ich bin deinen Anforderungen gerecht geworden?“, wollte ich wissen und musste es mir verkneifen meinen Rücken zu Strecken, tat mir doch alles schon sehr weh. Nun schnüffelte er und legte sich leicht vor, kam mir für meine Geschmack viel zu nahe und sog den Duft meines Blutes ein, währenddessen leckte er sich mit seiner rauen Zunge über seine spröden Lippen, schien mit sich zu ringen mir nicht das Blut abzulecken und hauchte mir seinen abgestandenen Atem direkt ins Gesicht, dabei kämpfte ich mit mir nichts zu zeigen als eine emotionslose Maske.

„Klar, beeindruckend unter Anbetracht das es gute Männer waren! Hier, ….Ric und Stefen werden deine ersten Wölfe, werde mit ihnen glücklich!“, zeigte er auf zwei Kerle, die am Rande des Scheins standen, die es in sich hatten. Einer war rothaarig, aber so ein sattes dunkles Rot, das man nicht sicher war ob es nicht doch Dreck von getrocknetem, rostbraunem Rot war und ein semmelblonder Mann. Jetzt grinste Greyback und hob seinen Humpen an, trank ekelerregend, sodass ihm die Flüssigkeit über den Bart in das Brusthaar rann und ich sprach nun nonverbal einen Reinigungsspruch auf mein Gesicht, aber fürs verarzten würde ich mir erst die Zeit nehmen wenn wir diesen lauschigen Ort hinter uns ließen, was ich am liebsten sofort getan hätte, waren meine Nerven zum Zerreißen gespannt, wollte ich ihn aber nicht mehr mit meinem für ihn ansprechenden Blut reizen und hexte mich lieber sauber.

Ich war erstaunt, denn er hatte einen Mann ganz verloren, einer sein Bein und der dritte lag aufgeschlitzt in der Gegend rum und es kümmerte ihn so viel wie den Lord wenn er einen umbrachte. Nun, was für nette Gesprächspartner, war ich immer ganz ergriffen und hob nun ebenfalls dankend meinen Humpen an, den er mir gerade zugeschoben hatte und trank todesmutig das abgestandene Bier, beziehungsweise ich nippe leicht daran, wagte ich es nicht es abzulehnen.

„Ric, Steffen, erfreut…..Scabior ist der Boss wenn ich nicht da bin! Findet euch die nächsten Tage in der Hölle ein, ihr sechs werdet in der nächsten Zeit dort mit den andern Truppen trainiert, ich komme in einer Woche wieder und werde mir eure Fortschritte ansehen!“, führte ich befehlend aus und sah wie alle brav nickten, auch bei Greengrass schien meine Showeinlage ihren Zweck einzuschüchtern nicht verfehlt zu haben, hatte ich endlich mal wieder gezeigt, wie gut ich im Kampf doch war!

Schockierte es mich nur minimal, dass ich einen Mann heute getötet hatte, wurde es wohl wirklich zur Routine über Leben und Tod zu bestimmen und ließ mich seltsam unbeteiligt zurück. Wagte ich es mal wieder nicht mir darüber Gedanken zu machen, wer ich war, sondern zu was ich wurde!

Jetzt wollten wir uns nun schnell zurückziehen, da die Nacht weit fortgeschritten war und man die erwartungsvolle, gespannte Unruhe im Rudel regelrecht mit den Händen greifen konnte, weil der Vollmond so nah war. Wir erhoben uns, um die traute Runde zügig zu verlassen und gingen mit einem Gruß davon, hatten schon die Senke hinter uns gelassen als mich dann auf einmal Greyback noch kurz überraschend aufhielt und rief!

„Mublood!“, blieb ich erstaunt stehen, sah ihn lässig an einem Baum lehnen und bedeutete meinen Männer weiter zur Major Oak zu gehen, wäre ich gerne mitgegangen, da meine Wange schrecklich pochte, während ich jedoch auf Greyback vertrauensvoll zuging.

„Ja, Greyback!“, wollte ich leise wissen.

„Es war wirklich beeindruckend wie so ein kleines, zierliches Mädchen meine gestandenen Männer eiskalt und gekonnt alle macht, …..das hätte ich so nicht erwartet, die zwei hatten keine Chance! Bellatrix unterschätzt dich!“, gab er kalt wieder und maß mich abschätzig.

„Tja, bin immer für eine Überraschung gut!“, antwortete ich genauso kalt.

„Du hattest keine Angst davor gebissen zu werden, das hätte ich sonst gerochen, dieses Weib in deinem Team hat regelrecht davon gestunken, so ängstlich war sie!“, spukte er verächtlich auf den Boden aus und ich dachte mir also eine Diskussion über Gestank sollten wir lieber nicht führen, fragte mich aber auch warum es für ihn so wichtig war ob ich Angst und Furcht hatte, oder nicht.

„Hatte ich auch nicht! Ich habe gewusst das ich es ohne gebissen zu werden schaffe!“

„Selbstüberschätzung?“, wollte er überlegend wissen.

„Göttin bewahre, nein! Selbsteinschätzung ja, wenn ich nicht von mir überzeugt bin es zu schaffen, sollte ich besser gar nicht in den Ring steigen! Vor allem, da ich rein körperlich betrachtete gegen euch Riesen keine Chance hätte, aber wie du siehst habe ich es doch geschafft!“, gab ich eisig und selbstsicher zurück.

„Ja und das war das beeindruckende, so skrupellos, kaltblütig und vollständig überlegt! Ich gebe dir meine Männer gerne in die Hand, sei dir gewiss, das ich das nicht zu jedem sage!“, konnte ich die Drohung heraushören das ich auf seine Männer achten sollte.

„Alles was in meiner Obhut liegt wird von mir mit Sorgfalt behandelt!“, lachte er bei meinen Worten spöttisch auf und bellte dann fast zum Schluss und ich sah ihn indigniert an.

„Gilt das auch für das glatzköpfige Weib?“, wollte er abwägend wissen.

„Oh…na, für die wohl nicht!“, zeigte ich ihm ein böses, fieses Grinsen.

„So wie ich dich kennengelernt habe, verwundert es mich, dass du sie dir in dein Team erwählt hast, so würde ich nun sagen, schlecht gewählt und du hast eine Fehlentscheidung getroffen, bist nicht so gut wie ich dachte! Aber aufgrund dessen wie ich dich kenne und erlebt habe, wolltest du sie, so schlecht sie auch sein mag, die Frage, die mich nun brennend interessiert wäre nun…Warum?“, hatte ich schon vor langer Zeit gesagt war der Wolf gar nicht dumm.

„Selbst wenn es so wäre ginge es dich nichts an! Danke für den schönen Abend!“, meinte ich seidig und winkte ihm, wandte mich ab, raschelte mein Mantel über die dürren Büsche des Waldes, als ich ihn hinter mir lachen hörte und er wisperte laut, verständlich, während ich mich entfernte:

„Ich glaube wirklich, das es dir gefallen hat hier in meinem Wald, du fandest den Abend schön, da tun sich Abgründe auf, Mudblood!“, klang er schrecklich gehässig und hämisch als ich einfach weiterging in dem finsteren Wald und über seine Worte nachdachte, während ich die Rufe der nachtaktiven Tiere hörte, die gurrend und raschelnd ihr Dasein verkündeten.

Ja, er hatte recht ich hatte den Kampf genossen, hatte mich lebendig gefühlt! Unglaublich aber wahr und anders als Draco hatte ich den Ausflug in den Wald und das Lager als einziges, großes Abenteuer gesehen, das mich reizte und mir Vergnügen bereitete, unbegreiflich aber wahr, versuchte ich mir selbst gegenüber mal wieder schonungslos offen zu sein. Und es zeigte mir einen Menschen… nun der wohl nicht einfach war und um auch weiterhin ehrlich zu sein, mitnichten ein „Guter“ Mensch war.

So erreichte ich meine Leute unter der beeindruckenden, knorrigen, alten Eiche, die ihre dicken Äste hoch in den nachtschwarzen Himmel reckte und befahl nur schroff:

„Apparieren!“ Wir lösten uns auf, kamen am verlassenen Eingang der Höhle an und ich zog mir meine Kapuze über und blickte in die Gesichter meiner Leute, hob nun den Stab und sah sie an, bemerkte wie sie alle große Augen bekamen und erschrocken erstarrten.

„Ich darf doch?“, wisperte ich und erhielt zaghafte, verhaltende Kopfnicken von allen und so sprach ich leise „„credere tacientiae“, plus meines Namens sicherte ich mir ihre Verschwiegenheit über mein Aussehen, traute ich hier niemandem!

„Hat doch gar nicht wehgetan!“, entließ ich sie zynisch und alle drei huschten flott in die Höhle, dann wurden sie von der Dunkelheit verschluckt und schienen froh dem Lager der Werwölfe entkommen zu sein, nur Scabior blieb und sah mich mit schiefgelegten Kopf abwartend an, unterdessen glänzten seine Augen im Licht des Mondes.

Als er auf einmal die Stille durchbrach, die sich zwischen uns aufgebaut hatte:

„Potters Mudblood Freundin, eine Malfoy! Im Inneren Kreis! Soll ich entsetzt sein!“

„Was immer du willst, Scabior!“, bot ich süffisant an. „Stellt sich mir nur die Frage, warum du unter mir Unwürdiger dienen willst? Warum du mir geholfen hast?“, brachte ich es auf den Punkt, musste ich lernen diesen Mann vor mir zu verstehen, um ihn einschätzen zu können.

„Warum dir oder den anderen zu Diensten sein, macht doch keinen Unterschied!“, zuckte er missbilligend die in einer braunen, langen Lederjacke verpackten Schultern.

„Ah…wer es glaubt! Das kannst du den Purebloods des Inneren Kreises erzählen, aber nicht mir, ich denke mal ganz grob du versprichst dir davon etwas…aber hey, das ist in Ordnung solange du weißt wenn wir einen Auftrag haben wem deine Loyalität gehört, ist das mir egal!...und du mir nie im Weg bist!“, drohte ich ihm seidig.

„So kalt?“, hob er spöttisch seine Augenbraue.

„Noch kälter, also steht die Abmachung?“, blieb ich hart.

„Habe ich schon meinen Preis gesagt?“, meinte er provokant grinsend.

„Ja, die Nähe zu mir, meiner Familie und den Wölfen!“, kam ich zum Punkt und konnte sehen wie sich seine Augenbraue anerkennend hob.

„Dem gibt es dann wohl nichts hinzuzufügen! Sind wir diesmal Quitt!“, bot er emotionslos an, war ich mit der Aussage zufrieden, aber da sah man mal wieder, man bekam in dieser Welt nichts geschenkt, zog ich meine Oberlippe aggressiv hoch und nickte dann.

„Sehe ich auch so, viel Glück beim Training mit den Idioten, bis nächste Woche und…. DANKE!“, apperierte ich umgehend und aktivierte noch im Verbotenen Wald meine Galleone um Draco zu informieren das es mir gut ging, doch ich wollte heute nicht zu ihm, danach war mir heute nicht und jetzt auch nicht nach Nähe, sondern eher nach Stille und dem Alleinsein, fühlte ich mich wie durch den Fleischwolf gedreht, war ich in Gedanken wieder zu gehässig.

Und als ich das erledigt hatte, sah ich zu, das ich in den dunklen Geheimgang kam, wo ich mich leicht atemlos an die kühle Wand lehnte und erschöpft die Augen schloss, schließlich schmerzte mich meine Verletzung sehr, hatte ich Glück gehabt, das mich nur seine Pranke erwischt hatte, hätte er richtig getroffen hätte mich die Wucht von den Füßen gerissen und die Frage blieb ob mein Kopf noch an Ort und Stelle geblieben wäre, hatten die Viecher einen Schlag.

Die ganze Zeit auf der Lauer zu sein, die ganze Zeit mit allem zu rechnen, zehrte an den Nerven, war nicht einfach, so zeigte sich auch bei mir die Anstrengungen und Erschöpfung der Nacht. Als ich die Augen aufschlug, hatte ich sofort meinen Stab angriffsbereit in der Hand, da ich in zwei starre Augen blickte, die mich fest ansahen. So sagte er mir alleine mit seinem eiskalten Blick, dass ich den Stab besser wegstecken sollte, was ich dann auch brav tat, denn meine Akkus waren für heute Abend sehr leer, wollte ich mit ihm wirklich keine Konfrontation.

So konnte ich sehen, während ich noch immer an der Wand lehnte, wie sich seine dunklen Augen noch mehr verfinsterten als er meine Wange in Augenschein nahm und diese fixierte, dann war ich zu perplex um zu reagieren, sanken meine Verteidigungsschilde bei meinen Männern doch immer extrem und ich fand mich einem Sack Kartoffeln gleich über seiner Schulter wieder. Wir hatte bis jetzt kein Wort gewechselt, war ich regelrecht sprachlos über seine Anmaßung, was fiel diesem Menschen überhaupt ein?

Er trug er mich kopfüber, wie eine zu leichte Last und hielt mich an meinen Oberschenkeln schraubstockartig fest, während ich meine Hände in seinen Rücken stemmte, mich aufrichtete und wütend knurrte.

„Severus, was soll der Scheiß!“, hasste ich es wenn er mich so überrumpelte, nahm er meine Proteste wie gewohnt absolut nicht zur Kenntnis, hatte er mich übertrumpft, da er wusste, ich würde nach letztens nicht mit ihm in seine Gemächer kommen, wo er recht hatte. Aber so trug er mich wie ein Höhlenmensch geschwind in seine Räume und ließ mich wenig galant in das Sofa plumpsen, dabei hatte er bis jetzt keinen Ton von sich gegeben, also verschränkte ich wütend meine Arme vor der Brust.

Empört landete ich und blickte ihn wütend an, bemerkte seinen suchenden Blick ob ich wohl gebissen worden war, aber bitte, dann wäre ich längst nicht so ruhig wie ich es jetzt war und so blickte ich ihn nur herausfordernd an. Er ließ sich mir gegenüber auf dem hölzernen, stabilen Couchtisch nieder, fasste mein Kinn, hielt es unnachgiebig in seiner Hand, legte meinen Kopf schief und besah sich die tiefen und langen Kratzer auf meiner linken Wange. Er reinigte sie dann routiniert mit dem „tergeo“ und sprach einen „episky“, nur um mir dann, wie ich erstaunt feststellte, einige Tropfen aus einer Phiole, die er sich herbeigezaubert haben musste, aufzuträufeln, was mich gequält zusammenzucken ließ, da ich auf den höllischen Schmerz nicht gefasst gewesen war, der mich nun kribbelnd durchzog. Ich stöhnte leicht auf, fühlte es sich an als würde mir jemand mit dem glühendheißen Schürharken etwas ins Gesicht brennen, gut, der „epsikey“ hatte auch geziept, aber das tat echt weh. Glaubte ich aus den Augenwinkeln zu sehen wie eine kleine Rauchfahne von meinem Fleisch aufstieg, toll, wunderbar, er brannte die Wunde wirklich aus, roch es leicht nach angesengtem Fleisch als ich angewidert schnüffelte!

Hermiones Sicht ende

Severus Sicht
Nach oben Nach unten
 
Kapitel 180-181
Nach oben 
Seite 1 von 1
 Ähnliche Themen
-
» Ludwig Revolution: Kapitel 15 & 16
» Seelen: Kapitel 26 - 28
» Seelen: Kapitel 47 - 49
» Bis(s) zum Morgengrauen Kapitel 5 - 6 | Seite 92 - 136
» Chobits: Kapitel 01 - 02

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
When Hermione Fights :: When Hermione Fights :: Kapitel 176-200-
Gehe zu: