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 Kapitel 192-193

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BeitragThema: Kapitel 192-193   Do Feb 09, 2012 6:26 am

192. Kapitel Weihnachtsferien


Ich war auf dem Weg zu meinem letzten morgendlichen Lauf, in Hogwarts in diesem Jahr und freute mich wirklich darauf, schließlich mochte ich die verschneite Landschaft im schottischen Hochland doch zu gerne. Es war der letzte Lauf, denn heute am späten Vormittag würde es nach Hause gehen, die Ferien begannen und so eigenartig es auch klingen mochte, ja, ich sah den Ort an den ich zurückkehrte, das Manor, als mein zu Hause, als mein neues Heim an. Flink lief ich die Stufen zum Gemeinschaftsraum der Slytherins hinab und wollte durch den Raum eilen, doch dann sah ich aus den Augenwinkeln jemanden in Dracos Sessel am Kamin vor dem herunter gebrannten Feuer sitzen.

Ich wandte meinen Blick dort hin und erkannte zu meinem Erstaunen, dass es Daphne war. Was machte sie denn zu dieser so frühen Stunde hier? Neugierig geworden ging ich auf sie zu, sie schien mich noch nicht bemerkt zu haben und ich nahm mir die Zeit sie zu betrachten. Sie hatte die Füße auf den Sessel genommen, die Beine eng an sich gezogen, sie mit den Armen umschlungen, ihr Kinn auf ihre Knie gebettet und schien tief in Gedanken versunken in die Glut zu starren.

Sie wirkte sehr abwesend und als ich sie so genauer betrachtete, erkannte ich wie zerknittert ihre Uniform war, als ob es noch die gleiche wie gestern wäre. Langsam trat ich vor sie, in ihr Blickfeld, erst jetzt bemerkte sie mich und sah langsam auf.

„Hermione…!“, sagte sie dies mit belegter, leiser und müder Stimme.

Ich lächelte, aber fragte mich auch gleichzeitig was denn mit ihr wieder los war, denn um es auf den Punkt zu bringen, sie sah scheiße und sehr mitgenommen aus. Nicht nur, dass ihre Haare unordentlich waren, weil sie offenbar öfters mit den Händen hinein gefahren war, nein, sie hatte außerdem dunkle Ringe unter den Augen, die jedoch davon überlagert wurden das ihre Wangen gerötet waren und ebenso glänzende ihre Augen verdächtig, sie hatte wieder geweint, da war ich mir sicher. Ihr Zustand wirkte absolut desolat.

Ruhig sagte ich, verschränkte dabei die Arme vor der Brust:

„Guten Morgen, was machst du schon hier? Hast du gar nicht geschlafen?“

Ich fragte sie direkt, maß sie dabei abwägend und legte den Kopf schief, sie senkte den Blick, wich mir aus und antwortete dann matt:

„Ich habe nicht geschlafen, ja!“

Das ging nicht, sie durfte sich nicht so hängen lassen wie sie es gerade tat, hatte sie denn nichts aus dem kleinen Zusammenstoß vor einigen Wochen gelernt?

„Und warum?“, klirrte meine Stimme ungeduldig kalt.

War ja nicht so dass ich mich, wenn sie ein ernsthaftes Problem hätte, dessen nicht annehmen würde, aber dazu musste sie reden, doch sie begann nur stotternd:

„Ich…Hermione…gestern, ich….!“ Das nervte und ich hatte nicht ewig Zeit, fand sie ihre Sprache zu meinem Leidwesen nicht.

„Komm schon auf den Punkt, ich muss los, Ron und Harry warten oder wir reden später!“, wies ich sie harsch zurecht. Ich wollte zwar auch gerne wissen was am Tag zuvor so wichtiges oder sie so bewegendes passiert war, aber wirklich Zeit für ein langes Gespräch hatte ich jetzt nicht. Entweder sie sprach jetzt, oder es musste bis später warten. Mir gefiel es nicht das sie sich gehen ließ, darum war ich gerade so hart und harsch zu ihr, aber sie kannte diesen Ton ja, wusste das dies nicht hieß, das ich ihr nicht helfen würde, aber sein wir doch mal ehrlich, ich war oft nicht freundlich und wenn mich etwas nervte sowieso nicht. Und wie sie sich gerade gab, das nervte mich gewaltig.

Sie seufzte leise und sah nun endlich wieder zu mir auf und ich glaubte Tränen in ihren Augen schimmern zu sehen, das konnte ich ja sowas von nicht leiden, sie musste sich zusammen reißen.

„Es ist so kompliziert, es ist alles so schwer!“, wisperte sie dann leise mit zitternder Stimme.

Mein Gott, was sollte das denn, badete sie etwa in Selbstmitleid und das heute, wo ihr dochl Wochen ihn Harrys Armen bevor standen, sie musste sich wirklich zusammen reißen und so fuhr ich sie kalt an:

„Hab dich nicht so Daphne, die Ferien fangen an, du hast IHN heute wieder und ihr seid doch glücklich und die Slytherins habe ich dir auch vom Hals geschafft, was willst du eigentlich?"

Ich musterte sie herausfordernd, nahm mir vor Harry davon in den Ferien zu berichten, er musste ein ernstes Wort mit ihr reden, denn sie durfte nicht riskieren das wir aufflogen. Sie nickte nur langsam.

„Ja,…. aber… ich!“, wirkte sie nun noch unsicherer als sie weiter stotternd antworte.

„Drück dich klar aus Daphne, was ist los? Du hast doch ein leichtes Leben hier, stehst unter unserem Schutz, hast einen Freund der dich liebt, musst dich nicht mit deiner nervigen Familie rum schlagen und kannst im großen und ganzen tun was du willst? Meinst du nicht mit deiner Jammerei neulich und deinem Zipperlein hier, hast du schon genug Aufmerksamkeit erregt? Wenn wir eins nicht gebrauchen können, dann jemand der schwächelt und uns alle in Gefahr bringt, indem er zu viel Aufmerksamkeit auf sich zieht!", war ich sehr kalt und gefühllos.

War doch aber wahr, sie war sonst doch auch eine so starke Frau, wenn ich daran dachte wie meisterlich sie die Situation im Griff gehabt hatte als Harry erfahren hatte das er ein Horcurx war, warum ließ sie sich also wegen ein bisschen Liebeskummer und das die Umstände nicht ideal waren so hängen, das wollte mir nicht in den Kopf. Aber wer weiß, vielleicht hatte ich mich doch etwas in ihr geirrt und sie war nicht so stark wie ich dachte, doch eigentlich konnte ich das nicht glauben. Vor allem fragte ich mich wie verheult ich dann in der Ecke sitzen sollte, wenn ich darüber nachdachte wie mich Severus, Draco und Lucius behandelten! Nicht zu vergessen wenn die drei ihre manchmal nicht nachzuvollziehenden Launen hatten und sie ungehemmt an mir ausließen und was tat ich? Eben mit Sicherheit nicht heulen!

Nun gut, wenn sie sich in Zukunft zusammen riss, also wies ich kalt an, da sie noch immer nicht antwortete: „Reiß dich einfach zusammen und wir vergessen das ganze hier! Du weißt, du musst stark sein, du hast IHN dir ausgesucht, jetzt leb damit! Dass es mit IHM nie leicht sein wird, das hättest du auch vorher wissen müssen!"

Daphne nickt ergeben und ich fügte zufrieden hinzu:

"Gut, dann haben wir uns ja verstanden, bis später!"

Erneut nickte sie und bevor ich ganz weg war wandte ich mich noch mal um und befahl ihr:

„Geh jetzt in deinen Schlafsaal und sorg dafür, das nachher keiner merkt wie deine Nacht war, wahre die Fassade und richte dein Gesicht, momentan siehst du scheiße aus, oder willst du etwa, das ER sich sorgen um dich macht? Oder noch schlimmer, Draco das sieht?“, wollte ich nicht wissen was Draco tun würde wenn er Daphne in diesen absolut nicht tragbaren Zustand vorfinden würde, sie gehörte zu seinem engsten Kreis verdammt, sie sollte Haltung bewahren und sich würdig erweisen.

Sie schüttelte schweigend den Kopf und erhob sich, flitzte geradezu in Richtung ihres Schlafsaales. Ein zufriedenes Lächeln glitt kurz über meine Züge, sie würde sich zusammen reißen, da war ich mir sicher und ich fragte mich kurz, warum sie sich überhaupt so hängen gelassen hatte, eigentlich hatte ich sie so nicht eingeschätzt das sie dafür der Typ war, aber offensichtlich war sie es doch.

Ich grummelte leise auf dem Weg zum Gryffindorturm, ich irrte mich doch sonst nicht bei meiner Einschätzung meiner Mitmenschen, sollte ich mich bei ihr geirrt haben und sie war dem ganzen nicht gewachsen? Wenn ich so darüber nachdachte hatte es in den letzten Wochen und Monaten immer wieder Momente gegeben in denen sie nicht die Starke zu sein schien, die ich eigentlich in ihr gesehen hatte. Ich beschloss nach Weihnachten mit Harry darüber zu reden und schob das Thema dann von mir, freute mich erst mal nur auf unseren Lauf.

So nahm ich mir auch vor im Cottage nochmal in Ruhe und ernsthaft mit ihr zu reden, schien es ja so dass sie es mir erklären wollte auch wenn wir dafür augenblicklich leider keine Zeit hatten, interessierte es mich doch, aber heute war der große Tag, die Ferien begannen. Ich hatte noch viel zu tun gehabt, letztendlich würden für mich diese „FERIEN“ wohl eher an den Begriff der harten Arbeit heranreichen! Aber nun gut, ich war wie immer gewappnet und vorbereitet, so hatte ich gestern Abend die Truhen von Severus geholt und damit alle drei Bücher bei mir, musste ich Severus mehr als Dankbar sein, das er mir sein Reich so weitreichend zur Verfügung gestellt hatte.

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Ich hatte für unsere Fahrt in die Ferien ein sehr kleidsames, aber leicht aggressiv wirkendes Outfit gewählt, mir war zwar klar, dass wir auf den Orden treffen würden, aber bei denen war ich eh schon unten durch. Das Kleid war schwarz, eng geschnitten, endete weit oberhalb des Knies, hatte einen hohen, hinten spitz zulaufenden Stehkragen und war über dem Po rechts und links mit Reißverschlüssen verziert, die über die Hüfte nach vorne liefen und dann nach oben über die Brust an den Schultern hoch und hinten am Kragen aufeinander trafen.

Ein besonderer Hingucker waren auch die langen Ärmel, die aus glattem, schwarzem Leder waren. Dazu trug ich eine nahezu blickdichte, glänzende, schwarze Strumpfhose und schwarze, glatte, kniehohe Lederstiefel mit dickem Absatz, die über die gesamte Höhe des Schaftes mit Riemen verziert waren. Abgerundet wurde das Outfit momentan noch von meinem Umhang, den ich aber wohl im Zug ablegen würde. Alles in allem passte es mehr zu Hermione der Kämpferin als zu der Schülerin, aber das war mir egal, mir war heute danach gewesen, selbst wenn ich in dem Outfit einige blöde Blicke geerntet hatte.

Wir traten in die Große Halle und sogen die eigentümliche Stimmung auf, die immer in Hogwarts herrschte wenn Weihnachten war und das Schloss üppig geschmückt war und über und über mit Tand verziert, dabei war es wunderbar gemütlich und schön, schade das wir es nicht mehr so sehen würden. Es war als würde man einen summenden Bienenstock betreten, schließlich waren die Kinder alle sehr nervös und aufgeregt zu ihren Familien zu kommen, gerade unter Anbetracht der unruhigen Zeit, die gerade herrschte.

Als ich mir viele Blicke einhandelte, waren die der Slytherins am erstaunlichsten, da sie weder gehässig noch spöttisch waren, denn das trauten sie sich schon lange nicht mehr, sondern eher zustimmend, das Outfit schien nach ihrem Geschmack zu sein, dagegen waren die Blicke der anderen Schüler und der Professoren eher verstört, das traf es wohl recht gut. Waren aber auch Harry und Ron tadellos edel gekleidet und standen mir im Style in nichts nach.

Viele wisperten und wir sahen wie Pavati gerade inbrünstig auf Padma ein quatschte, da uns Severus erzählt hatte was Flitwick beobachtet hatte, das Padma und Goyle sich näher gekommen waren, ging ich ein stückweit davon aus das dies das Thema zwischen den Zwillingen war. Momentan hatte Padma einen verbohrten Blick und drehte ihrer Schwester nun endgültig und brüsk den Rücken zu und Pavati zog sich eingeschnappt zurück, während ich sehen durfte wie Goyle seiner Angebeteten einen scheuen Blick aus seinen kleinen Augen schenkte, die diesen scheu zur Kenntnis nahm und dann errötend den Blick abwandte, war es spanend was unsere Party angerichtete hatte.

Außerdem war Severus noch so freundlich gewesen uns davon zu unterrichten das Dumbledore nach Weihnachten wieder in der Schule wäre und Harry mehr Aufmerksamkeit schenken wollte, was dazu führte das ich wirklich Angst bekam das Harry sich einige Zähne abbrechen könnte so sehr knirschte es in seinem Mund.

Wir durften aber nun beobachten wie der Blick der meisten Lehrer mit einem undefinierbaren Ausdruck auf uns, dem Trio, ruhte und man musste jetzt nicht sehr intelligent sein um zu wissen, dass es ihnen gar nicht zusagte, das Harry das Schloss verlassen würde und dann auch noch mit mir, der „persona non grata“, wie ich es nun wohl endlich geschafft hatte im Kollegium zu heißen, wie ebenfalls Severus mit einer großen Portion Sarkasmus verkündet hatte.

Nach dem Frühstück erhoben wir uns dann unter den zweifelnden und misstrauischen Blicken der meisten und steuerten mit erschreckend wenig Mitschülern zu den Ausgängen um in die Kutschen zu steigen, offensichtlich ließen viele Eltern ihre Kinder in dieser kriegerischen Zeit doch in Hogwarts in Sicherheit, nur die Reinblütigen strömten wie gewohnt aus der Schule und als wir schweigend im Zug saßen, dachte ich an die zurückgebliebenen, die in einer Seifenblase lebten, keine Ahnung hatten wie gut es ihnen ging.

Wir sprachen nicht viel, da Ginny mit dabei war und sie zu ihren Eltern fuhr, sich aber nicht traute uns zu fragen wo wir hingehen würden, da sie wusste ihr Bruder würde nicht mit seiner Familie gehen, sondern mit mir und sie versuchte ihren Neid zu verbergen und darüber zu stehen. Hatte sie wie von mir empfohlen Wood einen Brief geschrieben aber noch keine Antwort erhalten, saß sie wie auf heißen Kohlen aber ich beruhigte sie und meinte sie sollte Weihnachten abwarten, er hatte sich bestimmt gefreut das sie den Mut gehabt hatte auf seine Karte zu antworten, tat es ihr gut mit mir ein kurzes Gespräch zu führen, verfielen wir wieder in Schweigen.

So ließ mir diese Zugfahrt Zeit darüber zu grübeln wie viel sich seit meiner Entscheidung mein Leben in die eigene Hand zu nehmen getan hatte, was für Entscheidungen gefallen und von mir getroffen worden waren die nicht wieder zurückzunehmen waren. Waren wir alle schweigend in einer melancholischen, überlegenden Stimmung und hingen unseren Gedanken nach.

Ich sinnierte darüber was ich nun schon alles erlebt hatte, aber auch was ich alles getan hatte! Darunter viele unverzeihliche Dinge, die mich in beiden Welten der magischen, wie der der Muggel ins Gefängnis bringen würden, zählte doch Mord hier wie dort als Straftat, die man nicht begehen durfte.

Lebte ich ein barbarisches Leben, aber ich fühlte mich diesem Leben gewachsen und konnte keine meiner weitreichenden Entscheidungen bereuen!

Das sich alles so entwickeln würde war weder geplant noch vorauszusehen gewesen, das ich eine Malfoy sein würde, eine DeathEaterin das war unvorhersehbar, aber nichts desto trotz mein Leben, das ich nun leben würde!

Letztendlich hatte mir mein Gespräch mit Draco bestätigt das ich es wahrlich geschafft hatte auch in den Augen meines Partners dazuzugehören, da ich ihn damit konfrontiert hatte, das ich Remus in der Nähe des Rudels gesehen hatte und mir die Twins anvertraut hatten, das sie Draco informiert hätten, das dies Remus Aufgabe vom Orden neben Lucius Beschattung war einen Weg ins Rudel von Greyback zu finden, dann hatte er mir nur frech angegrinst und lapidar gemeint:

„Na, ich bin stolz auf dich, das du es auch ohne meine Hilfe herausbekommen hast, Gratulation mein Mudblood!“ Nun, was sollte man darauf antworten? Eben, ich hatte gegrinst und hatte mich gefreut, da es mir zeigte, er schätzte mich und unterschätze mich erst recht nicht. Liebte ich dieses neue Leben und freut mich das meine Einschätzung nach dieser Entdeckung richtig gewesen war und ich es wirklich verstand wie diese Familie tickte.

Ich warf einen taxierenden Blick auf die Menschen in meinem Abteil und blickte sie an, erkannte das auch sie sich erschreckend verändert hatten, wirkten Harry, Ron und Ginny relativ verhärmt für sie junge Menschen die wir waren, hätte man uns älter schätzen können.

Ron hatte einen scharfen Zug um den Mund bekommen und Harry runzelte eindeutig zu oft seine Stirn und Ginny, nun in ihren Augen schien sich immer mehr etwas trauriges zu spiegeln, was ihr eine gewisse Reife verlieh und selbst ich machte mir nichts vor, brachte mich jeder Auftrag, jeder Mord, alles was an der Grenze des Vertretbaren war dazu eine nicht hinweg zu diskutieren Einkerbung in mein Gesicht.

Wie hatte ich mal gesagt, letztendlich waren unsere Gesichter Leinwände des Lebens und die Lienen wie wir unser Leben lebten gruben sich unwiederbringlich in unsere Haut und ja das taten sie, waren es aber wohl auch meine Augen, die wenn am meisten über mich hätten erzählen können, schließlich hatte sich das was sie gesehen hatten in sie hinein gebrannt.

So erhoben wir auf einmal einstimmig unsere Blicke und Blau traf auf Grün und Braun, dabei blickten wir uns verschwörerisch an und es tat gut, dass wir uns nun so eng vertrauten, wir würden durch dick und dünn gehen, gemeinsam den Weg beschreiten für den es kein Zurück mehr gab. Wir verstanden uns ohne Worte als dann der Zug auch schon hielt.

Von Ron war alles generalstabsmäßig durchgeplant worden, sodass Ginny auf Rons entschuldigenden Wink wie vereinbart das Abteil verließ und Harry mit einem letzten entschuldigenden Blick zu uns unter seinem Tarnumhang verschwand, dann glitt er durch die offene Tür und machte sich wie vereinbart auf zu den Slytherins, in deren Windschatten er noch beim Aussteigen auf den Treppen des Zuges apparieren und bei der alten Eiche landen sollte um unverzüglich das Cottages zu betreten.

Wir wollten ausschließen, dass der Orden auf die Idee kam auch sie mit einem Aufspürzauber zu belegen. Außerdem war abgesprochen das Draco, Blaise und die beiden Mädchen auch vom Bahnsteig apparieren würden.

So machten sich Ron und ich auf den Weg und an uns würde es liegen, kamen wir nicht so leicht weg als wir ausstiegen, spürte ich regelrecht die Blicke vieler auf uns kleben, Molly stürzte auf uns zu nachdem sie augenscheinlich Ginny überschwänglich begrüßt hatte.

„Hi Mum!“, hörte ich Ron versöhnlich in meinem Rücken sagen.

„Ron…endlich, wie geht es dir mein Junge?“, wollte Molly Ron an sich reißen, aber da Ron es schaffte irgendwie permanent zu wachsen, war er nun so ein großer Schrank das das nicht mehr so leicht war vor allem wenn er einen Schritt zurücktrat und anzeigte das er das nicht wünschte, darauf huschte ein sehr trauriger Ausdruck über das Gesicht der Mutter. Als ihr taxierender Blick mich bedachte, verengte sie die Augen als sie meiner Kleidung ansichtig wurde.

„Wir haben dich vermisst, mein Junge!“, kam es im tiefen Timbre von Arthur, aber er hielt sich zurück, als wüsste er sein Sohn würde es nicht gutheißen.

„Wo ist Harry?“, wollte Bill interessiert wissen und seine Augen huschten über den Bahnsteig. Auch wenn sein Blick meinen Aufzug sehr wohl streifte und er sich dann explizite abwandte, sagte er trotzdem nichts dazu.

„Ja, wo ist er…Ginny hast du nicht gesagt Harry wäre bei euch gewesen?“, wow, ging es hin und her und ich war irgendwie nicht da, auch gut! Zierte meine Lippen ein verächtliches Lächeln.

„Na, Mudblood, zu blöd eure Leute beisammen zu halten?“, hörte ich die schnarrende, leicht nasale Stimme meines Dracos und ich musste gar nichts tun als:

„Malfoy, du und dein Schandmaul solltet mal lieber schauen das ihr weiterkommt, sonst wasch ich es aus!“, keifte Ron in bester Manier los, drückte die breite Brust drohend raus und schlug mit seiner Faust drohend in seine Hand, es wirkte durchaus aussagekräftig das musste man ihm lassen, aber die Slyhterins lachten nur abfällig.

„WOAAA, Wiesel jetzt mach ich mir ins Hemd, echt wahr, lassen deine linguistischen Fähigkeiten nicht zu, das du mir verbal antworten kannst ohne drohen zu müssen!“, fletschte Draco bösartig die Zähne und winkte seine Meute nur zu sich und rief: „Lasst uns abhauen!“, und schon ploppte es und alle Slyterhins apparierten.

Ein herrliches Schauspiel und so harmonisch aufgeführt, rührte es mein Herz, das ich ihnen einen Oscar geben hätte, blickte der Orden wie ein angefahrenes Auto aus der Wäsche und wirkte als wollten sie Draco die Gurgel umdrehen.

„Ginny, ich wünsche dir schöne Ferien!“, drehte ich mich lächelnd zu ihr und sie nickte und stöhnte nur als sie auf Ron blickte, da sie nicht verstand warum er sich provozieren ließ, schließlich wusste sie ja nicht das das eine Schmierenkomödie erster Güte war.

„Wiedersehen!“, sagte ich in die Runde, die mich nicht wirklich beachtete, als Ron neben mich trat und meine Hand erfasste, kreischte etwas auf.

„Ron, geh nicht…das kann nicht dein ernst sein, komm mit zu uns!“, rief Molly ergriffen aus und plärrte den Bahnsteig tot, auf dass uns alle ansahen und das passte mir gar nicht!

„Ja, Ron, bleib ein paar Tage im Fuchsbau! BITTE!“, meinte Bill eindringlich.

„Geh nicht mit… IHR!“, zischte Molly nun und projizierte ihre ganze Angst und Abneigung auf mich, was in Ordnung war, wie ich fand.

„Wo ist denn jetzt überhaupt Harry?“, wollte Tonks beharrlich wissen, was bedeutete das Remus wohl an Lucius Fersen hing. Wollte ich den Mund öffnen, sprach ich nicht weiter, weil mir in einer überraschend intimen Geste Ron einen Zeigefinger auf die Lippen legte und mich damit schweigen ließ, was auch alle um uns herum verstummen ließ, kannten sie ihn so sinnlich doch nicht, dabei war seine Veränderung seitdem er ein ausgeprägtes Sexleben führte dramatisch.

Er spielte gerne mit seiner neuendeckten Selbstsicherheit und sie zeigte auch Wirkung, schließlich waren alle wie auf Knopfdruck verstummt, wirkte es doch sehr vertraut und ich wusste was in den Köpfen der skeptischen Menschen vor uns vorging….glitten die Gedanken der meisten doch in die Gosse, wo sie nicht hingehörten, trotzdem kam ich Rons bitte nach und schwieg.

„Denkt ihr wir sind so doof und lassen Harry hier rumlaufen, wie euch Hermione gesagt hat, ist er SICHER! Wo auch immer ER ist! Und sorry MUM, ich gehe immer mit Hermione, akzeptiere das bitte! Ich wünsche euch wunderschöne Weihnachten, ich denke an euch und wir sehen uns bestimmt…tschau!“, löste er sich mit mir auf bevor jemand etwas sagen konnte und landete mit mir auf dem Waldweg der Quidditchweltmeisterschaft im vierten Jahr.

„Sorry… mir ist nichts Besseres eingefallen und haben sie uns diesen Ortungszauber angehext?“, wollte neugierig wissen und ich löste die Zauber die die Ordensmitglieder wie erwartete auf uns gelegt hatten und danach fasste ich seine Hand und hüpfte zur Sicherheit noch zweimal in England wild hin und her um dann vor meinem Cottages zu landen, deshalb waren wir dank der Nervensägen die letzten die ankamen, da war ich mir sicher und eilte mit Ron auf das Haus zu.

Im inneren gab es ein großes Hallo, auch da heute Sonntag war und alle Geschäfte zu hatten und somit die Twins zu Hause waren. Alles schnatterte durcheinander, nur Draco saß im Sessel und harrte mir entgegen.

„Endlich, das hat gedauert!“, empfing er uns, doch wir zuckten nur die Schultern was sollten wir sagen, die anderen waren hartnäckig.

Wir begrüßten uns noch, als auch schon ein Schlangenpatronus erschien und dieser Draco und mich zum Aufbruch mahnte.

„Leute, Draco und ich kommen an Weihnachten für ein paar Stunden, bis dahin ….wir sehen uns!“, verabschiedete ich mich und küsste alle zum Abschied, konnte aber sehen, das sich die Twins freuten das Haus wieder voll zu haben und Harry und Daphne nur glücklich schienen das Versteckspiel aufgeben zu können, also machten Draco und ich das wir weiterkamenm schritten auf Severus zu, der unter der Eiche auf uns wartete. Es war so abgesprochen, das er uns direkt ins Manor apparieren würde, damit die Überwacher nicht sahen, dass ich mit von der Partie war.

Jetzt schenkte uns Severus einen geheimnisumwitterten Blick aus seinen schwarzen Augen als wir uns ihm nährten und ihn in die Mitte nahmen, da apparierte er uns auch schon und wir standen in der wunderschönen und prächtigen geschmückten Halle des Manors, die mit Girlanden behängt war aber von Lucius war weit und breit nichts zu sehen, während Severus seine Stimmer erhob:

„Du gehst zuerst mit Draco in sein Zimmer, Lucius wünscht das ihr euch für das Ritual kleidet, die Kleidung liegt bereit, dann hole ich euch in einer Stunde ab …er möchte dir danach deine neuen Räumlichkeiten zeigen, also richte dich nicht häuslich bei Draco ein!“, kam es emotionslos von Severus als er auch schon wieder disapparierte und Draco und mich leicht perplex zurückließ.

„Na, das ist ja mal eine Ansage, dann komm, wir sollten die Stunde genießen!“, grinste er mich schelmisch an und ich stimmte ihm zu und rannte mit ihm die Stufen in Draco Gemächer hoch. Er zeiget mir gekonnt was man in einer halben Stunde alles erfindungsreiches anstellen konnte, daher ergab ich mich dem Gefühl und genoss diese geschenkte Stunde in vollen Zügen.

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Das Kleid das Lucius für mich heraus gesucht hatte, zeigte mal wieder seinen erlesenen und außergewöhnlichen Geschmack. Es war schwarz, bodenlang ziemlich figurnah geschnitten, wobei es trotzdem am Körper entlang hier und dort Falten warf, die sehr ansprechend verteilt waren, aber an sich war es alles in allem verhüllend vom Hals bis zum Boden.

Beim Anblick des Kleides konnte ich immer noch seine Wahrung in meinem Ohren hören wie ich mich zu kleiden hätte. Es erinnerte mich stark an das graue Seidenkleid das ich hier im Manor mal getragen hatte und mir war klar, auch hierrunter konnte ich nichts tragen. Der Clou war im Rücken hatte es einen sehr tiefen, sehr verruchten, V-Ausschnitt, der meine Rückenpartie sündig enthüllte. Der Ausschnitt endete es in einem langen Reißverschluss welcher über meinen Po bis weit auf die Oberschenkel herab reichte. Dafür war das Kleid Vorne umso höher geschnitten, hatte einen Stehkragen, es war ein extravagantes Kleid das eindeutig Lucius Handschrift trug.

Es würde meinen schlanken Körper wunderschön betonen. Draco hatte einen heiden Spaß dabei gehabt mir diesen Reißverschluss lustvoll, langsam zu schließen und dabei meine nackte Haut begehrlich und verspielt zu küssen. Ich kicherte noch immer ausgelassen über seine verspielte Art und so gingen wir wenig später wirklich gut gelaunt herunter. Als letztes auffälliges i-Tüpfelchen hatte Lucius mir noch lange, schwarze Handschuhe bereit gelegt, die ich über die Ärmel ziehen konnte, da sie oben weit endeten, aber sie ließen die Fingerspitzten frei, war auch dies eine verspielte Extravaganz. In dem Outfit kam ich mir vor wie die böse Hexe aus einem Märchen der Gebrüder Grimm, aber eine die verdammt sexy war.

Draco der sich in eine schwarze, bodenlange Seidenrobe, die bei rituellen Zaubern üblich war, gehüllt hatte, sah sehr ungewohnt aus, hingegen Severus, der uns im Parterre schon als Statuen Imitation erwartete, trug dieselbe, alles verhüllende Robe, aber an ihm sah es fast gewöhnt aus, zu seinem sonstigen Ensemble war es kein extrem großer Unterschied, nur das es halt wie ein Kleid geschnitten war.

Ich konnte in seinen dunklen Obsidianen eine zustimmendes Funken aufblitzen sehen, als er mein hautenges Kleid bewertet. Die Haare hatte ich straff und streng in einer Hochsteckfrisur hochgebunden, so konnte man nun in meinem freigelegten Nacken das Zeichen des Lords sehen, aber von der Rückansicht wirkte eh alles sehr sündig, so passte dies dann durchaus und als Severus sich nun aus seiner Starre löste, die Tür öffnete und uns wortlos anwies vorzugehen, konnte ich mir seinen Blick als er mich von Hinten sah lebhaft vorstellen, dazu nahm ich noch Dracos amüsiertes Schnauben wahr.

Bei all der Aufmerksamkeit war ich versuchte noch extra mit meinem Popo zu wackeln, während ich die ausgetretenen Stufen hinabstieg, aber ich verbiss es mir heldenhaft und schritt voran bis uns Severus unten überholte und die Führung übernahm. Er lief voran durch die frischen, zugigen Gänge des unendlich verzweigt wirkenden Kerker-Labyrinths des Manors, wären wir ohne sein Wissen in diesem Irrgarten verloren gewesen, da selbst in den Aufzeichnungen in der Bibliothek keine Pläne über den Keller verzeichnet gewesen waren und wir kamen nur dank Severus wirklich vorwärts, der immer mal wieder die Hand hob und einen nonverbalen Zauber tätigte, so drangen wir immer tiefer in die Erde vor.

Wir ließen die gelblichen Sandsteine hinter uns und kamen zu meiner Verwunderung in einen relativ breiten, mit Kleinstein ausgelegten, Gang an dessen weißgetünchten Wänden sich halbrunde Nischen befanden in denen Weinflaschen und andere Alkoholische Getränke gelagert wurden, dann ging es in die Kurve und ich sah eine schiere Masse an gestapelten Flaschen, die sich aufeinander türmten.

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Aber wir ließen auch dieses Abteil hinter uns und glitten weiter in die Tiefe, dabei wurden die Wände nun zu grauen, unverputztem Kalkstein , die es schafften, das ich mir wie im tiefsten Spätmittelalter vorkam, deshalb fröstelte ich leicht, schließlich war es hier eiskalt, aber echt riesig, letztendlich erreichten wir eine Sackgasse und kamen vor einer wuchtigen, dicken Eisentür an, die vorne das Zeichen der Malfoys zierte, war dies unser Ziel auf das unser Führer zuhielt.

Als wir ankamen ging die schwere Tür langsam von selbst auf und Severus winkte uns herrisch durch, trat erst nach uns ein, nur um dann die Tür schwungvoll hinter sich zuzuziehen. Er schloss sie bestimmt und laut, dann sahen wir in einem relativ kleinen, kreisrunden Raum um.

Lucius stand in einer ähnlich rituellen Robe gekleidet vor einem dicken, schwarzen, schlichten ledergebundenen Buch das auf einem schlichten, schwarzen Buchständer ruhte, hinter dem Lucius stand und uns erwarten anblickte. Er schien konzentriert und schenkte uns nur einen flüchtigen Blick. Ich sah mich um in dem düsteren Raum in dem nur wenige Kerzen flackerten, registrierte den rohen, behauenen, grauen Stein an den Wänden der von oben bis unten mit Runen beschriftet war.

In der Mitte stand eine kleine, mannshohe, freistehende, durchsichtige, kristallgläserne Stele einem spitzen Pfeiler gleich und an deren Ende leuchtete ein herrlicher, schillernder, recht großer Diamant. Er war wunderbar rein, klar und perfekt geschliffen, dabei schwebte er alles beherrschend in der Luft.

Richtig freischwebend, nur von der Magie gehalten, über der spitz zulaufenden Glasstele, die rundherum geschliffen war. Es schien als sei sie mit alten Runen beschrieben, die in das Glas geritzt worden waren. Ich war von dem herrlichen Anblick ergriffen so alte Magie hautnah erleben zu dürfen, Familienmagie in Reinkultur, dabei bemerkte ich Lucius mehr als zufriedenen Blick über meinen Aufzug fast nicht, da ich mich der spürbaren Magie an dem Ort hingab und der magischen Bewandtnis nachfühlte und kurz erfühlt die Augen schloss.

„Schön, dass ihr hergefunden habt, nehmt bitte Aufstellung!“, befahl der Hausherr mit seinem tiefen Timbre, dessen platinblondes Haar offen und wunderschön über seine breiten Schultern fiel und einen starken, beeindruckenden Kontrast zu seinem schwarzen Gewand schufen wie ich nun sah. Er wirkte schon beeindruckend, doch er lenkte mich von dem Gedanken ab, als er seine Hand unverzüglich auf die goldene Metallplatte des Buchdeckels legte der einen Handumriss zeigte, damit die Familien Chronik entriegelte und sich daraufhin das Buch magisch selbst aufschlug.

Bis jetzt hatte niemand gesprochen, daher wirkte alles wie unter einem okkulten Schleier. Draco und ich nahmen je rechts und links von Lucius Aufstellung, während Severus gegenüber von Lucius Stellung bezog und die Stele zwischen uns allen in der Mitte stand, sodass ich mir deren eingemeißelte Linien nun genau besah. Es waren wunderbar gleichmäßige Einkerbungen in das alte Glas, unterdessen sprach er weiter:

„Ihr seid nun reif und bereit, die Ehre zu haben vollkommen in den Schutzzauber der Familie Malfoy aufgenommen zu werden!“ So dröhnte es hallend tief von ihm und mir rann eine wohlige Gänsehaut über den Rücken, als ich ihn unter den Schatten meiner Wimpern versteckt beobachtete, wirkte er wie ein herrschender Monarch, der gerade zu Gericht sprach. Es war das erste Mal seit unserem spontanen Essengehen das ich ihn wiedersah, außerdem war ich richtig angespannt vor Erwartung was nun geschehen würde. Er sprach weiter, während er seine Hand erhob und etwas murmelte und sich vier Nadeln aus dem Obelisken lösten und je auf einen von uns drohend zeigten.

„Wir brauchen einen Tropfen eures Blutes!“, forderte er uns auf, tat es aber wie Severus auch selbst, als Opfergabe, verstand ich nun den Gag warum meine Handschuhe vorne an den Kuppen keinen Stoff hatten, hob die Hand die erstaunlich schmal und filigran in dem schwarzen Stoff wirkte und war erstaunt als ich meinen Zeigefinger ohne Zögern, an die Nadel drückte, spürte wie sich das spitze Metall durch meine Haut drückte und weiter in mein Fleisch eindrang, dabei verspürte ich nicht mal einen Schmerz, es erschein mir nur makaber das nur ein mickriger Tropfen von mir gefordert wurde, war es doch zu lustig, das ich bereit gewesen wäre sehr viel mehr von meinem lebenswichtigen Saft zu geben und kam seiner Forderung genauso wie Draco unumwunden nach.

Ich pikste mich und spürte wie die Nadel meinen Tropfen Blut regelrecht abzapfte und mein Blut sichtbar als kleiner, roter Tropfen innerhalb der gläsernen Stele nach oben gezogen wurde, bis es an der gerillten Spitzte austrat und der sich nun drehende Diamant die rote Flüssigkeit gierig aufnahm und er dank der vierfachen Tropfen in einem leichten rosa Ton erstrahlte, regelrecht zu leuchten begann. Da erkannte ich meinen Irrtum, dies waren keine Runen auf der gläsernen Stele, dies waren andere Zeichen, war ich erstaunt, ich erkannte es, das war ein vorchristliches Schutz und Bannritual, es zeigte dieselben verschlugen dargestellten Wörter immer und immer wieder, die im Quadrat aufgezeichnet waren!

Es war ein seltenes, vierfaches Palindrom und war hochmagisch. Solche Palindrome trugen die Säule der Palästra in Pompeji, eine in Cirencester, Manchester und sogar eine im Petersdom, aber so war doch die Malfoystele die erste, die ich kannte, die magisch wirkungsvoll und hochaktiv war. Ich wusste es war nicht leicht diesen Zauber zu weben, aber vor allem zu erhalten, also erlebte ich hier etwas außergewöhnliches, da wie gesagt mir nur noch die Reste dieses Rituales bekannt gewesen waren, galt es als ausgestorben, erlebte ich nun gelebte Geschichte.

Das Palindrom hier war das sogenannte SATOR-Quadrat, eine Zeichenkette, die auch Rückwärtslaufend sinnhaltig war und von vorne und hinten gelesen gleich bleibend. Aber das Sator war auch noch von oben, sowie von unten und von links und rechts gleich zu lesen und damit verteufelt kraftvoll, aber auch nicht leicht zu erstellen und zu kontrollieren, bedurfte es hierzu großer Macht. Außerdem war das Palindrom an sich auch noch eine spezielle Form des Anagramms und des Abigramms.

So leuchtete nun die Zauberformel rot auf in dem ansonsten dunklen Raum:

S A T O RA R E P OT E N E TO P E R AR O T A S, während Lucius den Ritus gekonnt rezitierte und wir schweigend zusahen wie der Diamant das Blut absorbierte und langsam wieder rein weiß und klar erstrahlte.

http://de.wikipedia.org/wiki/Sator-Quadrat

Langsam ließ das pulsieren der starken Macht nach und tauchte den kreisrunden Raum wieder in ein gemäßigtes, sanftes Licht, da die Kerzen aufflackerte, als Lucius das Buch lautstark zuschlug und uns ein kaltes Grinsen zeigte, sahen sich Draco und ich uns fragend an und hoben wie abgesprochen eine Braue.

Es sagte so viel aus, wie: „War´s das schon?“, hatte ich mehr erwartet und Lucius und Severus sahen sich schmunzelnd an, da es wirklich und wahrhaftig fertig war.

„Das war es wirklich!“, ließ nun Lucius erklingen und ich wusste nicht ob ich mal froh sein sollte das es auch einfach ging? War ich wohl zu verwöhnt und erwartete regelrecht Schmerz und Erschöpfung die zu einem Ritual meiner Ansicht nach gehörte.

Da ich wusste, beim Lord und bei dessen Ritual würde es anders aussehen, war ich doch dank seiner Lehrstunden ausgezeichnet darauf vorbereitet ihm alles auf dem Gebiet der Nekromantie liefern zu können, hatte er mir nie gesagt was er erwartete und somit hatte ich alles gelernt was es auf den Gebiet der Hexerei gab und war vorbereitet alles zu können.

Ich wollte es mir gar nicht eingestehen, da ich wusste wie verwerflich es war, aber ich war heiß darauf endlich zu erfahren worauf mich My Dark Lord vorbereitete was er von mir erwartete und was er fordern würde. Daher brannte es mir unter den Nägeln mein Können zu zeigen, mich zu messen, ich weiß es war verrückt und abgehoben, aber ich konnte es nicht verleugnen, das mich so ein lapidares Ritual erschreckend langweilte, auch wenn es weitreichende Folgen hatte und nicht ohne war, war das Manor genauso gut geschützt und sicher wie Hogwarts! War ich nur anderes gewöhnt und erwartete immer großes, weltbewegendes!

Aber ich war mir durchaus bewusst wie besonders auch das Ritual an sich gewesen war und das es etwas sehr altes und seltenes gewesen war, mal ganz abgesehen von der Ehre, die mir damit zuteil geworden war, obwohl mir klar war das Lucius auch vor allem praktische Überlegungen dazu bewogen hatten auch mich auf zu nehmen, war es trotzdem eine Ehre.

„Kommst du Liebes?“, schrak ich aus meinen Gedanken als ich gewahr wurde, das ich die letzte in dem kargen Raum war und eilte auf Lucius zu, der nun die Tür zuzog, die sich geräuschvoll verschloss, dann durfte ich erleben wie die Metalltüre in den Hintergrund trat, sich die Mauersteine ähnlich der Winkelgasse, vor die Türe schoben, sie verbargen und begruben.

Ich hob anerkennend die Mundwinkel, waren die Schutzvorkehrungen hervorragend, wurde das Herz des Hauses mehr als ausreichend verwahrt, da ja selbst die Kerker nur von Lucius und Severus ohne Einschränkungen betreten werden konnten, hatte ich das sehr wohl wahrgenommen. Außerdem war mir bewusst das Lucius uns nur das „apparieren“ und das „disapparieren“ hier her erlaubt hatte, also stand uns der Kerker und seine Geheimnisse immer noch nicht vollkommen offen, aber gut, desto weniger, desto sicherer, da verstand ich ihn und so eilte ich Draco und Severus hinterher.

Mir war sehr wohl bewusst, das mir Lucius mit sengenden Blick in meinem Rücken folgte, schließlich fühlte ich regelrecht wie sich der Reißverschluss verselbständigen könnte, als es mir war als wäre mein Rücken zu nackt, kam unsere Prozession wieder im Entree an und ich blinzelte in der erschreckenden Helligkeit der gleisenden Lichter fast blind durch die Gegend.

Nun drehte sich Draco grinsend zu mir um und ich erwiderte es gutgelaunt, schließlich waren wir nun vollwertige Malfoys, war doch auch mal was, erleichterte es uns das Leben sehr und brachte uns viele Annehmlichkeiten.

„Erfreulich, das euch das Ritual so erfreut hat…..Severus, Draco, ich erwarte euch um 20 Uhr zum Dinner, davor werde ich nun das Vergnügen haben Hermione ihre neuen Gemächer zu zeigen!“, kam es hochherrschaftlich von einem eitel in die Gegend blickenden Lucius, der ungewohnt in seiner Robe erschien, die weit wallend auf den Boden auflag und Draco erstaunte mehr als positiv, da er keinen Muskel in seinen Zügen rührte, nur den Kopf leicht neigte als er den Befehl von seinem Vater vernommen hatte und schweigend die Treppe erklomm, während Severus wieder in die Kerker huschte, hörte ich von ihm noch was wie „Labor ansehen!“, ah…musste es wohl nun wieder komplett hergerichtet sein.

Seit dem Sommer, also seitdem es Lucius für meine Rettung kurzentschlossen zerstört hatte, hatte ich oft am Rande mitbekommen, dass es zum Teil Engpässe mit der Besorgung der extravaganten Wünsche gab, da sich Severus als Entschädigung für die Verwüstung so einige Extras Ausgedungen hatte, die nur sehr schwer zu beschaffen waren. Da musste Lucius wohl ein kleines , oder auch größeres Vermögen springen lassen um Severus zu begüten, was ihm zu gelingen schien, aber mich überkam so gar kein schlechtes Gewissen das er das alles wegen mir hatte tun müssen, was bedeutete Lucius Malfoy schon das bisschen Geld. Jedenfalls schien Lucius das Labor gut bestückt zu haben, dachte ich als ich sah wie Severus als schwarzes Etwas wieder hinab eilte, dabei erstaunte es wie wichtig es Lucius schien Severus zufrieden zu stellen, erzählte es wie ich fand viel über ihre komplexe Beziehung und ihr Verhältnis zueinander
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BeitragThema: Re: Kapitel 192-193   Do Feb 09, 2012 6:26 am

192. Kapitel Weihnachtsferien


Ich war auf dem Weg zu meinem letzten morgendlichen Lauf, in Hogwarts in diesem Jahr und freute mich wirklich darauf, schließlich mochte ich die verschneite Landschaft im schottischen Hochland doch zu gerne. Es war der letzte Lauf, denn heute am späten Vormittag würde es nach Hause gehen, die Ferien begannen und so eigenartig es auch klingen mochte, ja, ich sah den Ort an den ich zurückkehrte, das Manor, als mein zu Hause, als mein neues Heim an. Flink lief ich die Stufen zum Gemeinschaftsraum der Slytherins hinab und wollte durch den Raum eilen, doch dann sah ich aus den Augenwinkeln jemanden in Dracos Sessel am Kamin vor dem herunter gebrannten Feuer sitzen.

Ich wandte meinen Blick dort hin und erkannte zu meinem Erstaunen, dass es Daphne war. Was machte sie denn zu dieser so frühen Stunde hier? Neugierig geworden ging ich auf sie zu, sie schien mich noch nicht bemerkt zu haben und ich nahm mir die Zeit sie zu betrachten. Sie hatte die Füße auf den Sessel genommen, die Beine eng an sich gezogen, sie mit den Armen umschlungen, ihr Kinn auf ihre Knie gebettet und schien tief in Gedanken versunken in die Glut zu starren.

Sie wirkte sehr abwesend und als ich sie so genauer betrachtete, erkannte ich wie zerknittert ihre Uniform war, als ob es noch die gleiche wie gestern wäre. Langsam trat ich vor sie, in ihr Blickfeld, erst jetzt bemerkte sie mich und sah langsam auf.

„Hermione…!“, sagte sie dies mit belegter, leiser und müder Stimme.

Ich lächelte, aber fragte mich auch gleichzeitig was denn mit ihr wieder los war, denn um es auf den Punkt zu bringen, sie sah scheiße und sehr mitgenommen aus. Nicht nur, dass ihre Haare unordentlich waren, weil sie offenbar öfters mit den Händen hinein gefahren war, nein, sie hatte außerdem dunkle Ringe unter den Augen, die jedoch davon überlagert wurden das ihre Wangen gerötet waren und ebenso glänzende ihre Augen verdächtig, sie hatte wieder geweint, da war ich mir sicher. Ihr Zustand wirkte absolut desolat.

Ruhig sagte ich, verschränkte dabei die Arme vor der Brust:

„Guten Morgen, was machst du schon hier? Hast du gar nicht geschlafen?“

Ich fragte sie direkt, maß sie dabei abwägend und legte den Kopf schief, sie senkte den Blick, wich mir aus und antwortete dann matt:

„Ich habe nicht geschlafen, ja!“

Das ging nicht, sie durfte sich nicht so hängen lassen wie sie es gerade tat, hatte sie denn nichts aus dem kleinen Zusammenstoß vor einigen Wochen gelernt?

„Und warum?“, klirrte meine Stimme ungeduldig kalt.

War ja nicht so dass ich mich, wenn sie ein ernsthaftes Problem hätte, dessen nicht annehmen würde, aber dazu musste sie reden, doch sie begann nur stotternd:

„Ich…Hermione…gestern, ich….!“ Das nervte und ich hatte nicht ewig Zeit, fand sie ihre Sprache zu meinem Leidwesen nicht.

„Komm schon auf den Punkt, ich muss los, Ron und Harry warten oder wir reden später!“, wies ich sie harsch zurecht. Ich wollte zwar auch gerne wissen was am Tag zuvor so wichtiges oder sie so bewegendes passiert war, aber wirklich Zeit für ein langes Gespräch hatte ich jetzt nicht. Entweder sie sprach jetzt, oder es musste bis später warten. Mir gefiel es nicht das sie sich gehen ließ, darum war ich gerade so hart und harsch zu ihr, aber sie kannte diesen Ton ja, wusste das dies nicht hieß, das ich ihr nicht helfen würde, aber sein wir doch mal ehrlich, ich war oft nicht freundlich und wenn mich etwas nervte sowieso nicht. Und wie sie sich gerade gab, das nervte mich gewaltig.

Sie seufzte leise und sah nun endlich wieder zu mir auf und ich glaubte Tränen in ihren Augen schimmern zu sehen, das konnte ich ja sowas von nicht leiden, sie musste sich zusammen reißen.

„Es ist so kompliziert, es ist alles so schwer!“, wisperte sie dann leise mit zitternder Stimme.

Mein Gott, was sollte das denn, badete sie etwa in Selbstmitleid und das heute, wo ihr dochl Wochen ihn Harrys Armen bevor standen, sie musste sich wirklich zusammen reißen und so fuhr ich sie kalt an:

„Hab dich nicht so Daphne, die Ferien fangen an, du hast IHN heute wieder und ihr seid doch glücklich und die Slytherins habe ich dir auch vom Hals geschafft, was willst du eigentlich?"

Ich musterte sie herausfordernd, nahm mir vor Harry davon in den Ferien zu berichten, er musste ein ernstes Wort mit ihr reden, denn sie durfte nicht riskieren das wir aufflogen. Sie nickte nur langsam.

„Ja,…. aber… ich!“, wirkte sie nun noch unsicherer als sie weiter stotternd antworte.

„Drück dich klar aus Daphne, was ist los? Du hast doch ein leichtes Leben hier, stehst unter unserem Schutz, hast einen Freund der dich liebt, musst dich nicht mit deiner nervigen Familie rum schlagen und kannst im großen und ganzen tun was du willst? Meinst du nicht mit deiner Jammerei neulich und deinem Zipperlein hier, hast du schon genug Aufmerksamkeit erregt? Wenn wir eins nicht gebrauchen können, dann jemand der schwächelt und uns alle in Gefahr bringt, indem er zu viel Aufmerksamkeit auf sich zieht!", war ich sehr kalt und gefühllos.

War doch aber wahr, sie war sonst doch auch eine so starke Frau, wenn ich daran dachte wie meisterlich sie die Situation im Griff gehabt hatte als Harry erfahren hatte das er ein Horcurx war, warum ließ sie sich also wegen ein bisschen Liebeskummer und das die Umstände nicht ideal waren so hängen, das wollte mir nicht in den Kopf. Aber wer weiß, vielleicht hatte ich mich doch etwas in ihr geirrt und sie war nicht so stark wie ich dachte, doch eigentlich konnte ich das nicht glauben. Vor allem fragte ich mich wie verheult ich dann in der Ecke sitzen sollte, wenn ich darüber nachdachte wie mich Severus, Draco und Lucius behandelten! Nicht zu vergessen wenn die drei ihre manchmal nicht nachzuvollziehenden Launen hatten und sie ungehemmt an mir ausließen und was tat ich? Eben mit Sicherheit nicht heulen!

Nun gut, wenn sie sich in Zukunft zusammen riss, also wies ich kalt an, da sie noch immer nicht antwortete: „Reiß dich einfach zusammen und wir vergessen das ganze hier! Du weißt, du musst stark sein, du hast IHN dir ausgesucht, jetzt leb damit! Dass es mit IHM nie leicht sein wird, das hättest du auch vorher wissen müssen!"

Daphne nickt ergeben und ich fügte zufrieden hinzu:

"Gut, dann haben wir uns ja verstanden, bis später!"

Erneut nickte sie und bevor ich ganz weg war wandte ich mich noch mal um und befahl ihr:

„Geh jetzt in deinen Schlafsaal und sorg dafür, das nachher keiner merkt wie deine Nacht war, wahre die Fassade und richte dein Gesicht, momentan siehst du scheiße aus, oder willst du etwa, das ER sich sorgen um dich macht? Oder noch schlimmer, Draco das sieht?“, wollte ich nicht wissen was Draco tun würde wenn er Daphne in diesen absolut nicht tragbaren Zustand vorfinden würde, sie gehörte zu seinem engsten Kreis verdammt, sie sollte Haltung bewahren und sich würdig erweisen.

Sie schüttelte schweigend den Kopf und erhob sich, flitzte geradezu in Richtung ihres Schlafsaales. Ein zufriedenes Lächeln glitt kurz über meine Züge, sie würde sich zusammen reißen, da war ich mir sicher und ich fragte mich kurz, warum sie sich überhaupt so hängen gelassen hatte, eigentlich hatte ich sie so nicht eingeschätzt das sie dafür der Typ war, aber offensichtlich war sie es doch.

Ich grummelte leise auf dem Weg zum Gryffindorturm, ich irrte mich doch sonst nicht bei meiner Einschätzung meiner Mitmenschen, sollte ich mich bei ihr geirrt haben und sie war dem ganzen nicht gewachsen? Wenn ich so darüber nachdachte hatte es in den letzten Wochen und Monaten immer wieder Momente gegeben in denen sie nicht die Starke zu sein schien, die ich eigentlich in ihr gesehen hatte. Ich beschloss nach Weihnachten mit Harry darüber zu reden und schob das Thema dann von mir, freute mich erst mal nur auf unseren Lauf.

So nahm ich mir auch vor im Cottage nochmal in Ruhe und ernsthaft mit ihr zu reden, schien es ja so dass sie es mir erklären wollte auch wenn wir dafür augenblicklich leider keine Zeit hatten, interessierte es mich doch, aber heute war der große Tag, die Ferien begannen. Ich hatte noch viel zu tun gehabt, letztendlich würden für mich diese „FERIEN“ wohl eher an den Begriff der harten Arbeit heranreichen! Aber nun gut, ich war wie immer gewappnet und vorbereitet, so hatte ich gestern Abend die Truhen von Severus geholt und damit alle drei Bücher bei mir, musste ich Severus mehr als Dankbar sein, das er mir sein Reich so weitreichend zur Verfügung gestellt hatte.

http://www.luisaviaroma.com/index.aspx?#getData.aspx|CallType=Product&prodId=L5G1&des=&cat=4&gender=women&group=clothing&vendorColor=MDk=&season=actual&seasProdID=54I

Ich hatte für unsere Fahrt in die Ferien ein sehr kleidsames, aber leicht aggressiv wirkendes Outfit gewählt, mir war zwar klar, dass wir auf den Orden treffen würden, aber bei denen war ich eh schon unten durch. Das Kleid war schwarz, eng geschnitten, endete weit oberhalb des Knies, hatte einen hohen, hinten spitz zulaufenden Stehkragen und war über dem Po rechts und links mit Reißverschlüssen verziert, die über die Hüfte nach vorne liefen und dann nach oben über die Brust an den Schultern hoch und hinten am Kragen aufeinander trafen.

Ein besonderer Hingucker waren auch die langen Ärmel, die aus glattem, schwarzem Leder waren. Dazu trug ich eine nahezu blickdichte, glänzende, schwarze Strumpfhose und schwarze, glatte, kniehohe Lederstiefel mit dickem Absatz, die über die gesamte Höhe des Schaftes mit Riemen verziert waren. Abgerundet wurde das Outfit momentan noch von meinem Umhang, den ich aber wohl im Zug ablegen würde. Alles in allem passte es mehr zu Hermione der Kämpferin als zu der Schülerin, aber das war mir egal, mir war heute danach gewesen, selbst wenn ich in dem Outfit einige blöde Blicke geerntet hatte.

Wir traten in die Große Halle und sogen die eigentümliche Stimmung auf, die immer in Hogwarts herrschte wenn Weihnachten war und das Schloss üppig geschmückt war und über und über mit Tand verziert, dabei war es wunderbar gemütlich und schön, schade das wir es nicht mehr so sehen würden. Es war als würde man einen summenden Bienenstock betreten, schließlich waren die Kinder alle sehr nervös und aufgeregt zu ihren Familien zu kommen, gerade unter Anbetracht der unruhigen Zeit, die gerade herrschte.

Als ich mir viele Blicke einhandelte, waren die der Slytherins am erstaunlichsten, da sie weder gehässig noch spöttisch waren, denn das trauten sie sich schon lange nicht mehr, sondern eher zustimmend, das Outfit schien nach ihrem Geschmack zu sein, dagegen waren die Blicke der anderen Schüler und der Professoren eher verstört, das traf es wohl recht gut. Waren aber auch Harry und Ron tadellos edel gekleidet und standen mir im Style in nichts nach.

Viele wisperten und wir sahen wie Pavati gerade inbrünstig auf Padma ein quatschte, da uns Severus erzählt hatte was Flitwick beobachtet hatte, das Padma und Goyle sich näher gekommen waren, ging ich ein stückweit davon aus das dies das Thema zwischen den Zwillingen war. Momentan hatte Padma einen verbohrten Blick und drehte ihrer Schwester nun endgültig und brüsk den Rücken zu und Pavati zog sich eingeschnappt zurück, während ich sehen durfte wie Goyle seiner Angebeteten einen scheuen Blick aus seinen kleinen Augen schenkte, die diesen scheu zur Kenntnis nahm und dann errötend den Blick abwandte, war es spanend was unsere Party angerichtete hatte.

Außerdem war Severus noch so freundlich gewesen uns davon zu unterrichten das Dumbledore nach Weihnachten wieder in der Schule wäre und Harry mehr Aufmerksamkeit schenken wollte, was dazu führte das ich wirklich Angst bekam das Harry sich einige Zähne abbrechen könnte so sehr knirschte es in seinem Mund.

Wir durften aber nun beobachten wie der Blick der meisten Lehrer mit einem undefinierbaren Ausdruck auf uns, dem Trio, ruhte und man musste jetzt nicht sehr intelligent sein um zu wissen, dass es ihnen gar nicht zusagte, das Harry das Schloss verlassen würde und dann auch noch mit mir, der „persona non grata“, wie ich es nun wohl endlich geschafft hatte im Kollegium zu heißen, wie ebenfalls Severus mit einer großen Portion Sarkasmus verkündet hatte.

Nach dem Frühstück erhoben wir uns dann unter den zweifelnden und misstrauischen Blicken der meisten und steuerten mit erschreckend wenig Mitschülern zu den Ausgängen um in die Kutschen zu steigen, offensichtlich ließen viele Eltern ihre Kinder in dieser kriegerischen Zeit doch in Hogwarts in Sicherheit, nur die Reinblütigen strömten wie gewohnt aus der Schule und als wir schweigend im Zug saßen, dachte ich an die zurückgebliebenen, die in einer Seifenblase lebten, keine Ahnung hatten wie gut es ihnen ging.

Wir sprachen nicht viel, da Ginny mit dabei war und sie zu ihren Eltern fuhr, sich aber nicht traute uns zu fragen wo wir hingehen würden, da sie wusste ihr Bruder würde nicht mit seiner Familie gehen, sondern mit mir und sie versuchte ihren Neid zu verbergen und darüber zu stehen. Hatte sie wie von mir empfohlen Wood einen Brief geschrieben aber noch keine Antwort erhalten, saß sie wie auf heißen Kohlen aber ich beruhigte sie und meinte sie sollte Weihnachten abwarten, er hatte sich bestimmt gefreut das sie den Mut gehabt hatte auf seine Karte zu antworten, tat es ihr gut mit mir ein kurzes Gespräch zu führen, verfielen wir wieder in Schweigen.

So ließ mir diese Zugfahrt Zeit darüber zu grübeln wie viel sich seit meiner Entscheidung mein Leben in die eigene Hand zu nehmen getan hatte, was für Entscheidungen gefallen und von mir getroffen worden waren die nicht wieder zurückzunehmen waren. Waren wir alle schweigend in einer melancholischen, überlegenden Stimmung und hingen unseren Gedanken nach.

Ich sinnierte darüber was ich nun schon alles erlebt hatte, aber auch was ich alles getan hatte! Darunter viele unverzeihliche Dinge, die mich in beiden Welten der magischen, wie der der Muggel ins Gefängnis bringen würden, zählte doch Mord hier wie dort als Straftat, die man nicht begehen durfte.

Lebte ich ein barbarisches Leben, aber ich fühlte mich diesem Leben gewachsen und konnte keine meiner weitreichenden Entscheidungen bereuen!

Das sich alles so entwickeln würde war weder geplant noch vorauszusehen gewesen, das ich eine Malfoy sein würde, eine DeathEaterin das war unvorhersehbar, aber nichts desto trotz mein Leben, das ich nun leben würde!

Letztendlich hatte mir mein Gespräch mit Draco bestätigt das ich es wahrlich geschafft hatte auch in den Augen meines Partners dazuzugehören, da ich ihn damit konfrontiert hatte, das ich Remus in der Nähe des Rudels gesehen hatte und mir die Twins anvertraut hatten, das sie Draco informiert hätten, das dies Remus Aufgabe vom Orden neben Lucius Beschattung war einen Weg ins Rudel von Greyback zu finden, dann hatte er mir nur frech angegrinst und lapidar gemeint:

„Na, ich bin stolz auf dich, das du es auch ohne meine Hilfe herausbekommen hast, Gratulation mein Mudblood!“ Nun, was sollte man darauf antworten? Eben, ich hatte gegrinst und hatte mich gefreut, da es mir zeigte, er schätzte mich und unterschätze mich erst recht nicht. Liebte ich dieses neue Leben und freut mich das meine Einschätzung nach dieser Entdeckung richtig gewesen war und ich es wirklich verstand wie diese Familie tickte.

Ich warf einen taxierenden Blick auf die Menschen in meinem Abteil und blickte sie an, erkannte das auch sie sich erschreckend verändert hatten, wirkten Harry, Ron und Ginny relativ verhärmt für sie junge Menschen die wir waren, hätte man uns älter schätzen können.

Ron hatte einen scharfen Zug um den Mund bekommen und Harry runzelte eindeutig zu oft seine Stirn und Ginny, nun in ihren Augen schien sich immer mehr etwas trauriges zu spiegeln, was ihr eine gewisse Reife verlieh und selbst ich machte mir nichts vor, brachte mich jeder Auftrag, jeder Mord, alles was an der Grenze des Vertretbaren war dazu eine nicht hinweg zu diskutieren Einkerbung in mein Gesicht.

Wie hatte ich mal gesagt, letztendlich waren unsere Gesichter Leinwände des Lebens und die Lienen wie wir unser Leben lebten gruben sich unwiederbringlich in unsere Haut und ja das taten sie, waren es aber wohl auch meine Augen, die wenn am meisten über mich hätten erzählen können, schließlich hatte sich das was sie gesehen hatten in sie hinein gebrannt.

So erhoben wir auf einmal einstimmig unsere Blicke und Blau traf auf Grün und Braun, dabei blickten wir uns verschwörerisch an und es tat gut, dass wir uns nun so eng vertrauten, wir würden durch dick und dünn gehen, gemeinsam den Weg beschreiten für den es kein Zurück mehr gab. Wir verstanden uns ohne Worte als dann der Zug auch schon hielt.

Von Ron war alles generalstabsmäßig durchgeplant worden, sodass Ginny auf Rons entschuldigenden Wink wie vereinbart das Abteil verließ und Harry mit einem letzten entschuldigenden Blick zu uns unter seinem Tarnumhang verschwand, dann glitt er durch die offene Tür und machte sich wie vereinbart auf zu den Slytherins, in deren Windschatten er noch beim Aussteigen auf den Treppen des Zuges apparieren und bei der alten Eiche landen sollte um unverzüglich das Cottages zu betreten.

Wir wollten ausschließen, dass der Orden auf die Idee kam auch sie mit einem Aufspürzauber zu belegen. Außerdem war abgesprochen das Draco, Blaise und die beiden Mädchen auch vom Bahnsteig apparieren würden.

So machten sich Ron und ich auf den Weg und an uns würde es liegen, kamen wir nicht so leicht weg als wir ausstiegen, spürte ich regelrecht die Blicke vieler auf uns kleben, Molly stürzte auf uns zu nachdem sie augenscheinlich Ginny überschwänglich begrüßt hatte.

„Hi Mum!“, hörte ich Ron versöhnlich in meinem Rücken sagen.

„Ron…endlich, wie geht es dir mein Junge?“, wollte Molly Ron an sich reißen, aber da Ron es schaffte irgendwie permanent zu wachsen, war er nun so ein großer Schrank das das nicht mehr so leicht war vor allem wenn er einen Schritt zurücktrat und anzeigte das er das nicht wünschte, darauf huschte ein sehr trauriger Ausdruck über das Gesicht der Mutter. Als ihr taxierender Blick mich bedachte, verengte sie die Augen als sie meiner Kleidung ansichtig wurde.

„Wir haben dich vermisst, mein Junge!“, kam es im tiefen Timbre von Arthur, aber er hielt sich zurück, als wüsste er sein Sohn würde es nicht gutheißen.

„Wo ist Harry?“, wollte Bill interessiert wissen und seine Augen huschten über den Bahnsteig. Auch wenn sein Blick meinen Aufzug sehr wohl streifte und er sich dann explizite abwandte, sagte er trotzdem nichts dazu.

„Ja, wo ist er…Ginny hast du nicht gesagt Harry wäre bei euch gewesen?“, wow, ging es hin und her und ich war irgendwie nicht da, auch gut! Zierte meine Lippen ein verächtliches Lächeln.

„Na, Mudblood, zu blöd eure Leute beisammen zu halten?“, hörte ich die schnarrende, leicht nasale Stimme meines Dracos und ich musste gar nichts tun als:

„Malfoy, du und dein Schandmaul solltet mal lieber schauen das ihr weiterkommt, sonst wasch ich es aus!“, keifte Ron in bester Manier los, drückte die breite Brust drohend raus und schlug mit seiner Faust drohend in seine Hand, es wirkte durchaus aussagekräftig das musste man ihm lassen, aber die Slyhterins lachten nur abfällig.

„WOAAA, Wiesel jetzt mach ich mir ins Hemd, echt wahr, lassen deine linguistischen Fähigkeiten nicht zu, das du mir verbal antworten kannst ohne drohen zu müssen!“, fletschte Draco bösartig die Zähne und winkte seine Meute nur zu sich und rief: „Lasst uns abhauen!“, und schon ploppte es und alle Slyterhins apparierten.

Ein herrliches Schauspiel und so harmonisch aufgeführt, rührte es mein Herz, das ich ihnen einen Oscar geben hätte, blickte der Orden wie ein angefahrenes Auto aus der Wäsche und wirkte als wollten sie Draco die Gurgel umdrehen.

„Ginny, ich wünsche dir schöne Ferien!“, drehte ich mich lächelnd zu ihr und sie nickte und stöhnte nur als sie auf Ron blickte, da sie nicht verstand warum er sich provozieren ließ, schließlich wusste sie ja nicht das das eine Schmierenkomödie erster Güte war.

„Wiedersehen!“, sagte ich in die Runde, die mich nicht wirklich beachtete, als Ron neben mich trat und meine Hand erfasste, kreischte etwas auf.

„Ron, geh nicht…das kann nicht dein ernst sein, komm mit zu uns!“, rief Molly ergriffen aus und plärrte den Bahnsteig tot, auf dass uns alle ansahen und das passte mir gar nicht!

„Ja, Ron, bleib ein paar Tage im Fuchsbau! BITTE!“, meinte Bill eindringlich.

„Geh nicht mit… IHR!“, zischte Molly nun und projizierte ihre ganze Angst und Abneigung auf mich, was in Ordnung war, wie ich fand.

„Wo ist denn jetzt überhaupt Harry?“, wollte Tonks beharrlich wissen, was bedeutete das Remus wohl an Lucius Fersen hing. Wollte ich den Mund öffnen, sprach ich nicht weiter, weil mir in einer überraschend intimen Geste Ron einen Zeigefinger auf die Lippen legte und mich damit schweigen ließ, was auch alle um uns herum verstummen ließ, kannten sie ihn so sinnlich doch nicht, dabei war seine Veränderung seitdem er ein ausgeprägtes Sexleben führte dramatisch.

Er spielte gerne mit seiner neuendeckten Selbstsicherheit und sie zeigte auch Wirkung, schließlich waren alle wie auf Knopfdruck verstummt, wirkte es doch sehr vertraut und ich wusste was in den Köpfen der skeptischen Menschen vor uns vorging….glitten die Gedanken der meisten doch in die Gosse, wo sie nicht hingehörten, trotzdem kam ich Rons bitte nach und schwieg.

„Denkt ihr wir sind so doof und lassen Harry hier rumlaufen, wie euch Hermione gesagt hat, ist er SICHER! Wo auch immer ER ist! Und sorry MUM, ich gehe immer mit Hermione, akzeptiere das bitte! Ich wünsche euch wunderschöne Weihnachten, ich denke an euch und wir sehen uns bestimmt…tschau!“, löste er sich mit mir auf bevor jemand etwas sagen konnte und landete mit mir auf dem Waldweg der Quidditchweltmeisterschaft im vierten Jahr.

„Sorry… mir ist nichts Besseres eingefallen und haben sie uns diesen Ortungszauber angehext?“, wollte neugierig wissen und ich löste die Zauber die die Ordensmitglieder wie erwartete auf uns gelegt hatten und danach fasste ich seine Hand und hüpfte zur Sicherheit noch zweimal in England wild hin und her um dann vor meinem Cottages zu landen, deshalb waren wir dank der Nervensägen die letzten die ankamen, da war ich mir sicher und eilte mit Ron auf das Haus zu.

Im inneren gab es ein großes Hallo, auch da heute Sonntag war und alle Geschäfte zu hatten und somit die Twins zu Hause waren. Alles schnatterte durcheinander, nur Draco saß im Sessel und harrte mir entgegen.

„Endlich, das hat gedauert!“, empfing er uns, doch wir zuckten nur die Schultern was sollten wir sagen, die anderen waren hartnäckig.

Wir begrüßten uns noch, als auch schon ein Schlangenpatronus erschien und dieser Draco und mich zum Aufbruch mahnte.

„Leute, Draco und ich kommen an Weihnachten für ein paar Stunden, bis dahin ….wir sehen uns!“, verabschiedete ich mich und küsste alle zum Abschied, konnte aber sehen, das sich die Twins freuten das Haus wieder voll zu haben und Harry und Daphne nur glücklich schienen das Versteckspiel aufgeben zu können, also machten Draco und ich das wir weiterkamenm schritten auf Severus zu, der unter der Eiche auf uns wartete. Es war so abgesprochen, das er uns direkt ins Manor apparieren würde, damit die Überwacher nicht sahen, dass ich mit von der Partie war.

Jetzt schenkte uns Severus einen geheimnisumwitterten Blick aus seinen schwarzen Augen als wir uns ihm nährten und ihn in die Mitte nahmen, da apparierte er uns auch schon und wir standen in der wunderschönen und prächtigen geschmückten Halle des Manors, die mit Girlanden behängt war aber von Lucius war weit und breit nichts zu sehen, während Severus seine Stimmer erhob:

„Du gehst zuerst mit Draco in sein Zimmer, Lucius wünscht das ihr euch für das Ritual kleidet, die Kleidung liegt bereit, dann hole ich euch in einer Stunde ab …er möchte dir danach deine neuen Räumlichkeiten zeigen, also richte dich nicht häuslich bei Draco ein!“, kam es emotionslos von Severus als er auch schon wieder disapparierte und Draco und mich leicht perplex zurückließ.

„Na, das ist ja mal eine Ansage, dann komm, wir sollten die Stunde genießen!“, grinste er mich schelmisch an und ich stimmte ihm zu und rannte mit ihm die Stufen in Draco Gemächer hoch. Er zeiget mir gekonnt was man in einer halben Stunde alles erfindungsreiches anstellen konnte, daher ergab ich mich dem Gefühl und genoss diese geschenkte Stunde in vollen Zügen.

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Das Kleid das Lucius für mich heraus gesucht hatte, zeigte mal wieder seinen erlesenen und außergewöhnlichen Geschmack. Es war schwarz, bodenlang ziemlich figurnah geschnitten, wobei es trotzdem am Körper entlang hier und dort Falten warf, die sehr ansprechend verteilt waren, aber an sich war es alles in allem verhüllend vom Hals bis zum Boden.

Beim Anblick des Kleides konnte ich immer noch seine Wahrung in meinem Ohren hören wie ich mich zu kleiden hätte. Es erinnerte mich stark an das graue Seidenkleid das ich hier im Manor mal getragen hatte und mir war klar, auch hierrunter konnte ich nichts tragen. Der Clou war im Rücken hatte es einen sehr tiefen, sehr verruchten, V-Ausschnitt, der meine Rückenpartie sündig enthüllte. Der Ausschnitt endete es in einem langen Reißverschluss welcher über meinen Po bis weit auf die Oberschenkel herab reichte. Dafür war das Kleid Vorne umso höher geschnitten, hatte einen Stehkragen, es war ein extravagantes Kleid das eindeutig Lucius Handschrift trug.

Es würde meinen schlanken Körper wunderschön betonen. Draco hatte einen heiden Spaß dabei gehabt mir diesen Reißverschluss lustvoll, langsam zu schließen und dabei meine nackte Haut begehrlich und verspielt zu küssen. Ich kicherte noch immer ausgelassen über seine verspielte Art und so gingen wir wenig später wirklich gut gelaunt herunter. Als letztes auffälliges i-Tüpfelchen hatte Lucius mir noch lange, schwarze Handschuhe bereit gelegt, die ich über die Ärmel ziehen konnte, da sie oben weit endeten, aber sie ließen die Fingerspitzten frei, war auch dies eine verspielte Extravaganz. In dem Outfit kam ich mir vor wie die böse Hexe aus einem Märchen der Gebrüder Grimm, aber eine die verdammt sexy war.

Draco der sich in eine schwarze, bodenlange Seidenrobe, die bei rituellen Zaubern üblich war, gehüllt hatte, sah sehr ungewohnt aus, hingegen Severus, der uns im Parterre schon als Statuen Imitation erwartete, trug dieselbe, alles verhüllende Robe, aber an ihm sah es fast gewöhnt aus, zu seinem sonstigen Ensemble war es kein extrem großer Unterschied, nur das es halt wie ein Kleid geschnitten war.

Ich konnte in seinen dunklen Obsidianen eine zustimmendes Funken aufblitzen sehen, als er mein hautenges Kleid bewertet. Die Haare hatte ich straff und streng in einer Hochsteckfrisur hochgebunden, so konnte man nun in meinem freigelegten Nacken das Zeichen des Lords sehen, aber von der Rückansicht wirkte eh alles sehr sündig, so passte dies dann durchaus und als Severus sich nun aus seiner Starre löste, die Tür öffnete und uns wortlos anwies vorzugehen, konnte ich mir seinen Blick als er mich von Hinten sah lebhaft vorstellen, dazu nahm ich noch Dracos amüsiertes Schnauben wahr.

Bei all der Aufmerksamkeit war ich versuchte noch extra mit meinem Popo zu wackeln, während ich die ausgetretenen Stufen hinabstieg, aber ich verbiss es mir heldenhaft und schritt voran bis uns Severus unten überholte und die Führung übernahm. Er lief voran durch die frischen, zugigen Gänge des unendlich verzweigt wirkenden Kerker-Labyrinths des Manors, wären wir ohne sein Wissen in diesem Irrgarten verloren gewesen, da selbst in den Aufzeichnungen in der Bibliothek keine Pläne über den Keller verzeichnet gewesen waren und wir kamen nur dank Severus wirklich vorwärts, der immer mal wieder die Hand hob und einen nonverbalen Zauber tätigte, so drangen wir immer tiefer in die Erde vor.

Wir ließen die gelblichen Sandsteine hinter uns und kamen zu meiner Verwunderung in einen relativ breiten, mit Kleinstein ausgelegten, Gang an dessen weißgetünchten Wänden sich halbrunde Nischen befanden in denen Weinflaschen und andere Alkoholische Getränke gelagert wurden, dann ging es in die Kurve und ich sah eine schiere Masse an gestapelten Flaschen, die sich aufeinander türmten.

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Aber wir ließen auch dieses Abteil hinter uns und glitten weiter in die Tiefe, dabei wurden die Wände nun zu grauen, unverputztem Kalkstein , die es schafften, das ich mir wie im tiefsten Spätmittelalter vorkam, deshalb fröstelte ich leicht, schließlich war es hier eiskalt, aber echt riesig, letztendlich erreichten wir eine Sackgasse und kamen vor einer wuchtigen, dicken Eisentür an, die vorne das Zeichen der Malfoys zierte, war dies unser Ziel auf das unser Führer zuhielt.

Als wir ankamen ging die schwere Tür langsam von selbst auf und Severus winkte uns herrisch durch, trat erst nach uns ein, nur um dann die Tür schwungvoll hinter sich zuzuziehen. Er schloss sie bestimmt und laut, dann sahen wir in einem relativ kleinen, kreisrunden Raum um.

Lucius stand in einer ähnlich rituellen Robe gekleidet vor einem dicken, schwarzen, schlichten ledergebundenen Buch das auf einem schlichten, schwarzen Buchständer ruhte, hinter dem Lucius stand und uns erwarten anblickte. Er schien konzentriert und schenkte uns nur einen flüchtigen Blick. Ich sah mich um in dem düsteren Raum in dem nur wenige Kerzen flackerten, registrierte den rohen, behauenen, grauen Stein an den Wänden der von oben bis unten mit Runen beschriftet war.

In der Mitte stand eine kleine, mannshohe, freistehende, durchsichtige, kristallgläserne Stele einem spitzen Pfeiler gleich und an deren Ende leuchtete ein herrlicher, schillernder, recht großer Diamant. Er war wunderbar rein, klar und perfekt geschliffen, dabei schwebte er alles beherrschend in der Luft.

Richtig freischwebend, nur von der Magie gehalten, über der spitz zulaufenden Glasstele, die rundherum geschliffen war. Es schien als sei sie mit alten Runen beschrieben, die in das Glas geritzt worden waren. Ich war von dem herrlichen Anblick ergriffen so alte Magie hautnah erleben zu dürfen, Familienmagie in Reinkultur, dabei bemerkte ich Lucius mehr als zufriedenen Blick über meinen Aufzug fast nicht, da ich mich der spürbaren Magie an dem Ort hingab und der magischen Bewandtnis nachfühlte und kurz erfühlt die Augen schloss.

„Schön, dass ihr hergefunden habt, nehmt bitte Aufstellung!“, befahl der Hausherr mit seinem tiefen Timbre, dessen platinblondes Haar offen und wunderschön über seine breiten Schultern fiel und einen starken, beeindruckenden Kontrast zu seinem schwarzen Gewand schufen wie ich nun sah. Er wirkte schon beeindruckend, doch er lenkte mich von dem Gedanken ab, als er seine Hand unverzüglich auf die goldene Metallplatte des Buchdeckels legte der einen Handumriss zeigte, damit die Familien Chronik entriegelte und sich daraufhin das Buch magisch selbst aufschlug.

Bis jetzt hatte niemand gesprochen, daher wirkte alles wie unter einem okkulten Schleier. Draco und ich nahmen je rechts und links von Lucius Aufstellung, während Severus gegenüber von Lucius Stellung bezog und die Stele zwischen uns allen in der Mitte stand, sodass ich mir deren eingemeißelte Linien nun genau besah. Es waren wunderbar gleichmäßige Einkerbungen in das alte Glas, unterdessen sprach er weiter:

„Ihr seid nun reif und bereit, die Ehre zu haben vollkommen in den Schutzzauber der Familie Malfoy aufgenommen zu werden!“ So dröhnte es hallend tief von ihm und mir rann eine wohlige Gänsehaut über den Rücken, als ich ihn unter den Schatten meiner Wimpern versteckt beobachtete, wirkte er wie ein herrschender Monarch, der gerade zu Gericht sprach. Es war das erste Mal seit unserem spontanen Essengehen das ich ihn wiedersah, außerdem war ich richtig angespannt vor Erwartung was nun geschehen würde. Er sprach weiter, während er seine Hand erhob und etwas murmelte und sich vier Nadeln aus dem Obelisken lösten und je auf einen von uns drohend zeigten.

„Wir brauchen einen Tropfen eures Blutes!“, forderte er uns auf, tat es aber wie Severus auch selbst, als Opfergabe, verstand ich nun den Gag warum meine Handschuhe vorne an den Kuppen keinen Stoff hatten, hob die Hand die erstaunlich schmal und filigran in dem schwarzen Stoff wirkte und war erstaunt als ich meinen Zeigefinger ohne Zögern, an die Nadel drückte, spürte wie sich das spitze Metall durch meine Haut drückte und weiter in mein Fleisch eindrang, dabei verspürte ich nicht mal einen Schmerz, es erschein mir nur makaber das nur ein mickriger Tropfen von mir gefordert wurde, war es doch zu lustig, das ich bereit gewesen wäre sehr viel mehr von meinem lebenswichtigen Saft zu geben und kam seiner Forderung genauso wie Draco unumwunden nach.

Ich pikste mich und spürte wie die Nadel meinen Tropfen Blut regelrecht abzapfte und mein Blut sichtbar als kleiner, roter Tropfen innerhalb der gläsernen Stele nach oben gezogen wurde, bis es an der gerillten Spitzte austrat und der sich nun drehende Diamant die rote Flüssigkeit gierig aufnahm und er dank der vierfachen Tropfen in einem leichten rosa Ton erstrahlte, regelrecht zu leuchten begann. Da erkannte ich meinen Irrtum, dies waren keine Runen auf der gläsernen Stele, dies waren andere Zeichen, war ich erstaunt, ich erkannte es, das war ein vorchristliches Schutz und Bannritual, es zeigte dieselben verschlugen dargestellten Wörter immer und immer wieder, die im Quadrat aufgezeichnet waren!

Es war ein seltenes, vierfaches Palindrom und war hochmagisch. Solche Palindrome trugen die Säule der Palästra in Pompeji, eine in Cirencester, Manchester und sogar eine im Petersdom, aber so war doch die Malfoystele die erste, die ich kannte, die magisch wirkungsvoll und hochaktiv war. Ich wusste es war nicht leicht diesen Zauber zu weben, aber vor allem zu erhalten, also erlebte ich hier etwas außergewöhnliches, da wie gesagt mir nur noch die Reste dieses Rituales bekannt gewesen waren, galt es als ausgestorben, erlebte ich nun gelebte Geschichte.

Das Palindrom hier war das sogenannte SATOR-Quadrat, eine Zeichenkette, die auch Rückwärtslaufend sinnhaltig war und von vorne und hinten gelesen gleich bleibend. Aber das Sator war auch noch von oben, sowie von unten und von links und rechts gleich zu lesen und damit verteufelt kraftvoll, aber auch nicht leicht zu erstellen und zu kontrollieren, bedurfte es hierzu großer Macht. Außerdem war das Palindrom an sich auch noch eine spezielle Form des Anagramms und des Abigramms.

So leuchtete nun die Zauberformel rot auf in dem ansonsten dunklen Raum:

S A T O RA R E P OT E N E TO P E R AR O T A S, während Lucius den Ritus gekonnt rezitierte und wir schweigend zusahen wie der Diamant das Blut absorbierte und langsam wieder rein weiß und klar erstrahlte.

http://de.wikipedia.org/wiki/Sator-Quadrat

Langsam ließ das pulsieren der starken Macht nach und tauchte den kreisrunden Raum wieder in ein gemäßigtes, sanftes Licht, da die Kerzen aufflackerte, als Lucius das Buch lautstark zuschlug und uns ein kaltes Grinsen zeigte, sahen sich Draco und ich uns fragend an und hoben wie abgesprochen eine Braue.

Es sagte so viel aus, wie: „War´s das schon?“, hatte ich mehr erwartet und Lucius und Severus sahen sich schmunzelnd an, da es wirklich und wahrhaftig fertig war.

„Das war es wirklich!“, ließ nun Lucius erklingen und ich wusste nicht ob ich mal froh sein sollte das es auch einfach ging? War ich wohl zu verwöhnt und erwartete regelrecht Schmerz und Erschöpfung die zu einem Ritual meiner Ansicht nach gehörte.

Da ich wusste, beim Lord und bei dessen Ritual würde es anders aussehen, war ich doch dank seiner Lehrstunden ausgezeichnet darauf vorbereitet ihm alles auf dem Gebiet der Nekromantie liefern zu können, hatte er mir nie gesagt was er erwartete und somit hatte ich alles gelernt was es auf den Gebiet der Hexerei gab und war vorbereitet alles zu können.

Ich wollte es mir gar nicht eingestehen, da ich wusste wie verwerflich es war, aber ich war heiß darauf endlich zu erfahren worauf mich My Dark Lord vorbereitete was er von mir erwartete und was er fordern würde. Daher brannte es mir unter den Nägeln mein Können zu zeigen, mich zu messen, ich weiß es war verrückt und abgehoben, aber ich konnte es nicht verleugnen, das mich so ein lapidares Ritual erschreckend langweilte, auch wenn es weitreichende Folgen hatte und nicht ohne war, war das Manor genauso gut geschützt und sicher wie Hogwarts! War ich nur anderes gewöhnt und erwartete immer großes, weltbewegendes!

Aber ich war mir durchaus bewusst wie besonders auch das Ritual an sich gewesen war und das es etwas sehr altes und seltenes gewesen war, mal ganz abgesehen von der Ehre, die mir damit zuteil geworden war, obwohl mir klar war das Lucius auch vor allem praktische Überlegungen dazu bewogen hatten auch mich auf zu nehmen, war es trotzdem eine Ehre.

„Kommst du Liebes?“, schrak ich aus meinen Gedanken als ich gewahr wurde, das ich die letzte in dem kargen Raum war und eilte auf Lucius zu, der nun die Tür zuzog, die sich geräuschvoll verschloss, dann durfte ich erleben wie die Metalltüre in den Hintergrund trat, sich die Mauersteine ähnlich der Winkelgasse, vor die Türe schoben, sie verbargen und begruben.

Ich hob anerkennend die Mundwinkel, waren die Schutzvorkehrungen hervorragend, wurde das Herz des Hauses mehr als ausreichend verwahrt, da ja selbst die Kerker nur von Lucius und Severus ohne Einschränkungen betreten werden konnten, hatte ich das sehr wohl wahrgenommen. Außerdem war mir bewusst das Lucius uns nur das „apparieren“ und das „disapparieren“ hier her erlaubt hatte, also stand uns der Kerker und seine Geheimnisse immer noch nicht vollkommen offen, aber gut, desto weniger, desto sicherer, da verstand ich ihn und so eilte ich Draco und Severus hinterher.

Mir war sehr wohl bewusst, das mir Lucius mit sengenden Blick in meinem Rücken folgte, schließlich fühlte ich regelrecht wie sich der Reißverschluss verselbständigen könnte, als es mir war als wäre mein Rücken zu nackt, kam unsere Prozession wieder im Entree an und ich blinzelte in der erschreckenden Helligkeit der gleisenden Lichter fast blind durch die Gegend.

Nun drehte sich Draco grinsend zu mir um und ich erwiderte es gutgelaunt, schließlich waren wir nun vollwertige Malfoys, war doch auch mal was, erleichterte es uns das Leben sehr und brachte uns viele Annehmlichkeiten.

„Erfreulich, das euch das Ritual so erfreut hat…..Severus, Draco, ich erwarte euch um 20 Uhr zum Dinner, davor werde ich nun das Vergnügen haben Hermione ihre neuen Gemächer zu zeigen!“, kam es hochherrschaftlich von einem eitel in die Gegend blickenden Lucius, der ungewohnt in seiner Robe erschien, die weit wallend auf den Boden auflag und Draco erstaunte mehr als positiv, da er keinen Muskel in seinen Zügen rührte, nur den Kopf leicht neigte als er den Befehl von seinem Vater vernommen hatte und schweigend die Treppe erklomm, während Severus wieder in die Kerker huschte, hörte ich von ihm noch was wie „Labor ansehen!“, ah…musste es wohl nun wieder komplett hergerichtet sein.

Seit dem Sommer, also seitdem es Lucius für meine Rettung kurzentschlossen zerstört hatte, hatte ich oft am Rande mitbekommen, dass es zum Teil Engpässe mit der Besorgung der extravaganten Wünsche gab, da sich Severus als Entschädigung für die Verwüstung so einige Extras Ausgedungen hatte, die nur sehr schwer zu beschaffen waren. Da musste Lucius wohl ein kleines , oder auch größeres Vermögen springen lassen um Severus zu begüten, was ihm zu gelingen schien, aber mich überkam so gar kein schlechtes Gewissen das er das alles wegen mir hatte tun müssen, was bedeutete Lucius Malfoy schon das bisschen Geld. Jedenfalls schien Lucius das Labor gut bestückt zu haben, dachte ich als ich sah wie Severus als schwarzes Etwas wieder hinab eilte, dabei erstaunte es wie wichtig es Lucius schien Severus zufrieden zu stellen, erzählte es wie ich fand viel über ihre komplexe Beziehung und ihr Verhältnis zueinander
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