Inhaltsangabe
 
StartseiteStartseite  FAQFAQ  SuchenSuchen  AnmeldenAnmelden  LoginLogin  

Teilen | 
 

 Kapitel 198-200

Nach unten 
AutorNachricht
queenie
Königin
Königin
avatar

Anzahl der Beiträge : 1515
Anmeldedatum : 08.02.12
Alter : 37
Ort : München

BeitragThema: Kapitel 198-200   Do Feb 09, 2012 6:30 am

198. Kapitel Merry Christmas II


Wow, wie eine Bombe schlug ihre Aussage ein, dann schnaubten alle hörbar nach Luft, sodass ich fast überhörte das sie noch leise, aber fester sagte:

„Wie kannst du nur denken, dass ich dich nicht will! Ich dich nicht liebe Harry?“, dabei quollen die Tränen aus Daphnes Augen und liefen ihre blassen Wangen hinab, als sie uns endlich ihr Geheimnis beichtete, das ein gewisses Konfliktpotenzial hatte, wie ich ihr großzügig zugestand, schien sie nun aber erleichtert das es raus war.

Harry hatte sich von mir ruckartig abgewandt und sah seine Daphne mit großen, geschockten Augen an, dabei wirkte er als hätte er einen Magenschwinger bekommen, war komplett in seiner Bewegung erstarrt und auch wir anderen blickten geschockt und entsetzt aus der Wäsche.

EIN BABY!

Ich sah nun, wie Daphne sich langsam auf die Knie sinken ließ, offensichtlich erschöpfte es sie, das es jetzt raus war und die Spannung aus ihr wich, dann fischte sie das Schmuckästchen vom Boden und mir kam der Gedanke das sie es mir wohl am Tag des Ferienbeginns hatte sagen wollen, aber meine etwas harsche Art sie verschreckt hatte, sollte ich das nächste Mal vielleicht etwas einfühlender sein, nahm ich mir vor.

Neben mir blickte Draco sehr wütend drein, dabei bildetet sich auf seiner Stirn eine gefährliche, steile Falte und mir war klar, er würde irgendwen hier gleich zusammen falten, aber das wäre gerade gar nicht gut, selbst wenn ich nachfühlen konnte das er wütend war, über so viel Nachlässigkeit und Dummheit ein Kind zu zeugen, schließlich war ein Kind das letzte was wir gebrauchen konnten, wäre das aber wirklich nicht gerade nützlich in unserer Situation eine weitere sinnlose Diskussion zu führen. So wandte ich mich ihm zu, bedeutete ihm ruhig zu sein, was er sehr verkniffen und nach seinem Blick auch erst nach einem schweren, innerlichen Kampf dann auch tat und meinen Wunsch nachkam.

Die Twins blickten unterdessen Daphne einfach nur mit großen, glänzenden Augen an, während Astoria ein sehr ungläubiges Gesicht machen wollte, als würde sie sagen wollen, dass das ja wohl nicht ihr ernst war. Sie blinzelte ihre Schwester eher wie eine Erscheinung an, da sie es nicht fassen konnte.

Blaise hingegen schien sich relativ schnell wieder gefangen zu haben und musterte Daphne eher abwägend, lag sein Augenmerk immer wieder auf ihrem unter viel Stoff gut versteckten, aber ein noch relativ flachen Bauch, wenn man es wusste konnte man erahnen das unter dem nicht so eng geschnittenen Pulli und der Bluse darunter sich eine kleine Wölbung befand, aber man musste es schon wissen um es zu sehen.

Sie hatte wohl Glück im Unglück und bisher nur wenig Bauch bekommen und diesen gut unter den vielen Stofflagen der Schuluniform und der Umhänge verbergen können, oder ihre Schwangerschaft war noch so am Anfang, das man einfach noch nichts sah, gut, das würden wir gleich klären, entschied ich, denn das Gespräch wollte ich nicht aufschieben. Im Zweifelsfalle hatten wir nur die Weihnachtsferien um alles generalstabsmäßig durch zu planen, da würde ich keine Zeit ungenützt verstreichen lassen. Währenddessen lag Rons besorgter Blick eindeutig auf Harry, er schien zu überlegen ob Harry seine körperliche Hilfe brauchte, eine Stütze um nicht zu fallen, denn er wirkte sehr blass und schwankte doch nun bedenklich.

Draco riss sich schwer zusammen, mir war klar, er wollte eigentlich am liebsten den beiden kräftig den Marsch blasen, aber dafür war später noch Zeit wie ich fand. Jetzt musste Harry erst mal die überraschende Nachricht verdauen das er Vater wurde.

Ich stellte mir nur am Rande die Frage, was ich dachte? Nichts, wie sagte man so schön lakonisch, das Kind war in den Brunnen gefallen! In dem Fall hier in Daphnes Schoss, wie immer würde ich es wie alle Probleme, die sich mir in den Weg stellten, Stück für Stück angehen und etwas dagegen tun, das alles in den geregelten Bahnen lief wie ich es wünschte und für uns am sichersten war.

Unterdessen hörte ich wie Daphne das Kästchen vorsichtig öffnete und sich den Ring schluchzend ansah, während Harry sich fing und dann auf sie zu trat, tonlos fragte:

„Ist das wirklich wahr?“ Ich sah ihn schwer schlucken.

Das drücke wohl ziemlich gut aus was wir uns alle gerade fragten. Ich richtete meine Aufmerksamkeit wieder auf die beiden und durfte zusehen wie Daphne vorsichtig nickte, während sie weiter auf dem Boden vor Harry kniete, das Kästchen mit dem Ring in Händen hielt und schüchtern aussah, das passte so gar nicht zu ihr.

Wäre die Situation nicht so ernst gewesen, hätte ich aufgelacht, denn das Bild das sie boten war herrlich und eigentlich verkehrt herum, sollte doch Harry auf den Knien am Boden herum rutschen und nicht Daphne mit dem Ring in der Hand, zu Harry aufsehen.

Sie schien wirklich traurig und ängstlich zu sein, wohl verständlich, sie war ja nicht dumm und sich sicher klar was für Probleme und Unannehmlichkeiten ihre Neuigkeit bedeutete und das nicht nur für sie auch für Harry und für uns, verkomplizierte es eine eh schon vertrackte Situation zusätzlich. Ich konnte ihr das Schweigen zu einem Teil sogar verzeihen, die Nachricht hatte Schockpotential.

Auf ihre stumme Antwort, indem sie nickte, fragte Harry weiter tonlos: „Aber wie?“ Das war der Punkt an dem ihr nun endgültig die Tränen kamen und als das passierte, konnte ich gar nicht so schnell schauen wie auch Harry auf den Knien war und sie tröstend und beschützend in seine Arme zog.

Während Harry die Untröstliche versuchte zu beruhigen fiel sein fragender, Hilfe suchender Blick auf mich, doch bevor ich etwas sagen konnte hörte ich Dracos unglaublich kalte Stimme neben mir:

„Wie konnte das passieren… Daphne?“

Er beugte sich nun gefährlich funkelnd zu ihr runter, da hob sie ihm den Kopf entgegen und löste sich von Harrys Schulter, ich bemerkte deutlich die Unsicherheit, die sich jetzt zu ihrer Trauer und ihrem Schmerz gesellte. Hart und kalt drang er weiter vor:

„Du bist eine Slytherin, so was passiert einer Slyhterin nicht! Was denkst du dir dabei? Das wird hier alles noch schwieriger machen!“

Ich sah wie sie nervös schluckte, Dracos Blick musste sie erwidern, daher hatte sie aufgesehen sobald er sie angesprochen hatte, dabei wurde sie jetzt aber immer kleiner und auch das Harry, der bedrohlich wütend aussah einschreiten wollte sah ich, doch ich beeilte mich, kam ihm zuvor, schließlich wollten wir doch keine Eskalation.

Ich legte Draco eine Hand auf seinen Oberschenkel, drückte zu und sagte fest:

„Lass sie Draco, das geht zu weit! Vor allem ist es eh nicht mehr zu ändern!“

Hier kam mal wieder mein Pragmatismus durch. Harry zog währenddessen Daphne noch enger an sich, in seine Arme, barg ihr Gesicht an seiner Brust, denn sie war sichtlich aufgelöst, aber auch Harry sah nicht zu glücklich über diese neue Nachricht aus, er wirkte absolut nicht wie ein glücklicher Daddy.

„Warum hast du dich denn nicht um die Verhütung gekümmert, Potter....!", hisste da Draco noch böse auf als würde ihm das gerade siedend heiß einfallen, aber Harry funkelt ihn nur böse an, sagt aber nichts, kam nicht dazu, weil ich kalt zu Draco meinte:

„Als ob du das tun würdest....!", schnaubte ich verächtlich, wies ich ihn zurecht, schließlich hatte er auch nie gefragt wie ich verhütete oder ob und sich somit auch nicht darum gekümmert.

Sofort verstummte Draco als würde ihm das jedes Argument nehmen und wandte sich zu mir um, sichtlich erregt und aufgebracht, was selten bei ihm vorkam und natürlich war auch ich nicht hell erfreut über die Situation, aber sie war nun mal da und wir würden planen und damit umgehen, anders ging es nicht.

„Lass mich das regeln. Ich weiß, sie ist eine Slyhterin, aber du übertreibst gerade mit deiner Reaktion!“, wisperte ich ihm so leise zu, das sie die anderen nichts verstehen konnten und er sah mich zwar kurz wütend an, nickte dann jedoch resignierend und knurrte:

„Meinetwegen…!“

Ich lächelte ihm kurz dankend zu und trat dann zu Daphne und Harry.

Noch immer barg er ihren Kopf an seiner Brust, streichelte ihr beruhigen über den Rücken, konnte man erfühlen das ihm seine harschen Worte nun wohl leid taten und ich konnte mir vorstellen, das Daphnes irrationales Verhalten durchaus auf die Hormone und ihre Angst zurückzuführen waren, daher verzieh ich ihr ihre Blödheit zu stottern und keine Worte zu finden und sah dabei aber immer wieder zu Draco, der funkelte die beiden böse an. Harry erwiderte den Blick, sagte aber nichts, er gab ihm wohl in einem tiefen Winkel seines Verstandes recht, das das gerade nicht optimal war.

Beruhigend trat ich an sie heran, ging in die Hocke, legte Daphne eine Hand auf den Rücken, bevor ich Harry noch mal kurz musterte, dann frage ich ruhig:

„Geht’s wieder besser Daphne?“

Sie nickte und ich sprach weiter, während sie sich nun langsam aus Harrys Umarmung löste:

„Wir müssen darüber reden, das weißt du, ich würde das gerne jetzt tun!“

Sie nickte erneut und sah mich entschuldigend an. Mir kam zu Bewusstsein das ich wirklich gerade die Verständige und Verständnisvolle schauspielerte und den Gedanken an ein schreiendes Kleinkind verabscheute.

Und um nun wirklich die richtige Stimmung für das Gespräch zu schaffen, sagte ich lächelnd:

„So, schon besser und jetzt planen wir. Komm Daphne, du musst mir ein paar Fragen beantworten, wir kriegen das Kind schon irgendwie geschaukelt, auch wenn ich nicht begeistert bin, ändern lässt sich das sowieso nicht mehr!“

Währenddessen hatte Draco mit verdrießlichem Blick hinter mir gesessen, die Arme vor der Brust verschränkt und alles beobachtet. Ihm gefiel es nicht und er war noch immer sauer, aber er ließ mich machen, hatte wirklich gelernt, dass das manchmal besser so war.

Nun kehrte langsam Ruhe ein, unterdessen hatten Astoria und Blaise neue, heiße Getränke gebracht für Daphne gab es beruhigenden, heißen Kakao, da Punsch wohl wegfiel, kam mir erst jetzt in den Sinn das sie auch während des Essens sich an Wasser gehalten hatte, war mir dies nur vorher gar nicht bewusst aufgefallen, schließlich sprachen vor allem die Männer gierig dem Alkohol zu, um wohl alles in eine annehmbare Watte zu packen, denn unsere Realität war gerade nicht so prickelnd.

So riss ich nachdem wieder Ruhe eingekehrt war das Ruder an mich und fragte die Schwangere:

„Also wie konnte das passieren? Ich meine deine Schwester ist nicht schwanger!“

Sie druckste sichtlich peinlich berührt herum und tötet das Stofftaschentuch in ihren Fingern, als sie den hochroten Kopf senkte.

„Ich…also ich, wollte den Trank brauen, hab es auch, denn ich dachte das gehört dazu wenn man Heilerin wird, oder werden will. Ich hab ihn auch Astoria angeboten, aber Blaise hatte ihr schon einen gekauft und geschenkt! Wie es scheint ist mit beim Brauen ein Fehler unterlaufen…ich …ich hab den Kessel vielleicht 2 Minuten zu lange auf dem Feuer gehabt. Ich dachte…., ich dachte das wäre nicht soooo schlimm, war es aber wohl doch!“, wisperte sie zum Ende hin und ich rollte zusammen mit Draco die Augen bis das Weiße kam.

Es war klar, das wenn Severus so eine Antwort im Unterricht bekommen hätte, könnte sie wohl nun den Rest des Schuljahres Nachsitzen, Himmel, gerade ein Verhütungstrank war sehr Zeitkomplex, eine Sekunde zu spät oder zu lang auf dem Feuer, hatte eine minimale Auswirkung auf den Verhütungstrank, zwei Minuten hatten eine verehrende Auswirkung auf dessen Wirksamkeit.

„Bitte sagt nichts, ich weiß selbst nun wie doof ich war…bitte…!“, wimmerte sie fast vor Scham und wir schwiegen denn Daphne war gestraft genug.

Die anderen schwiegen und ich forderte freundlich:„Sprich weiter Daphne, wir müssen alles wissen, wie weit bist du, wann hast du es heraus gefunden alles und ich möchte nicht für jedes Detail nachfragen müssen!“ Sie nickte und begann weiter zu erzählen.

„Ich…weiß, dass ich schwanger bin erst seit kurzem, wirklich richtig, erst seit dem Abend vor der Abreise im Express, am 21.ten. Hermione, ich wollte es dir sagen, aber ich hab mich sooo geschämt! Das MIR so was passieren konnte!“, biss sie sich unwohl auf den Lippen, dann legte ihr nun Harry die Hand auf die Schulter und hielt sie während er aufmerksam zuhörte.

„Das heißt in der wievielten Woche bist du denn?“, wollte ich neugierig wissen, da sie nicht von sich auch weiter sprach, aber schließlich war dies doch für die weiter Planung nicht unwichtig!

„Oh….oh, ja ihr wisst es ja noch gar nicht! Ich bin in der 19 oder 20 Woche, also schon relativ weit, es muss kurz nach Harrys Geburtstag passiert sein!“, erklärte sie ruhig, dabei gingen mir die Augen über, wusste ich das man mit 40 Wochen rechnete.

Himmel, schon so weit, dachten alle wohl das gleiche und besahen sich Daphne wie eine Zootier, dabei bekam Harry verdächtig große Glubschaugen, legte ihm nun Ron doch eine Hand auf die Schulter als wollte er dem selbst im Sitzen schwankenden Harry Halt geben, da es wirkte als würde die Information das er nun sooo schnell Vater werden würde, ihn leicht überfordern!

OK, dann hatte sie wirklich Glück, das man wohl noch so gut wie gar nichts sah, denn ob sich unter dem dicken Pulli und der Bluse nun wirklich ein kleines Bäuchlein befand, darüber war ich mir noch nicht so sicher, wenn ich sie mir jetzt recht besah. Mir kamen auf ein mal ihre Brüste wieder in den Sinn, die mir an Halloween so riesig erschienen waren, waren sie größer geworden weil sie schwanger war, damals schon größer gewesen?

Ich schob die Gedanken von mir, denn wir mussten weiter planen und das man jetzt noch wenig sah, bedeutete ja nicht das es so bleiben würde, aber es durfte auf keinen Fall jemand etwas sehen oder ahnen…. Langsam reifte in meinem Kopf ein Plan heran, denn ich schnell ausspann, alle Details würden die anderen dann ausarbeiten müssen.

„Es kommt SCHON Ende April, Anfang Mai!“, quietschte Fred mit einem hohen Kastratenton hervor, unterdessen schwankte Harry nun noch mehr!

„Wie konntest du das so lange Ignorieren?“, wollte ich tonlos wissen, als mir ins Bewusstsein drang, das das mal fast nur noch dreieinhalb bis vier Monate waren, somit würde es wirklich schnell gehen müssen, was meine Befürchtungen bestätigte, das wir nur die Weihnachtferien für die Planung hatten.

„Arch, ich weiß auch nicht, zu Anfang hab ich gar nichts gemerkt, dann war so viel das es mir gar nicht aufgefallen ist, das ich meine …na ihr wisst schon ES nicht kam, denn ich war noch nie sehr pünktlich in diesen Dingen, das SIE gar nicht mehr kam hab ich gar nicht mehr bemerkt! Mir ist es dank unserem Lern- und Kampfpensum gar nicht aufgefallen! Dann wurde ich, wie ich dachte, Krank! Es ging mir schlecht, offenbar waren dies die ersten Anzeichen, aber ich bin sogar zur Schulkrankenschwester und die meinte das das normal sei, das es sein könnte das ich wegen dem Stress und der Grippe auch mal die Blutungen ausbleiben könnten. Es wurde Dezember und ich immer unruhiger, denn das nachdem ich wieder gesund war, es mir gut ging, SIE immer noch nicht kamen, machte es mich nervös und dann habe ich es seit Beginn des Dezembers vermutet, aber ich hatte nicht den Mut den Test zu machen, erst an dem Abend hab ich ihn gefunden …also den Mut und nun, er zeigt halt auch im Blut an wie weit man ist…sorry!“

„Wo hast du den Test herbekommen?“, wollte Ron wissen.

„Oh, aus Hogesmeade am letzten Wochenende!“, erzählte Daphne weiter.

„Warum hast du nicht eher was gesagt!“, wollte nun Harry noch neben sich stehend wirken wissen.

„Nun, so lange weiß ich es ja selbst noch nicht…was sind schon vier Tage der Gewissheit?! Ich musste mit der Erkenntnis nun schon Mutter zu werden klar kommen, schließlich werde ich nicht mal volljährig sein wenn das Kind kommt! Das hat mich schon sehr umgehauen! …und dann hatte ich die Sorge Harry, ob du mich noch willst, nachdem ich so dumm war!“, glitzerten wieder Tränen in ihren hellgrünen Augen.

„Daphne, das geht so nicht, du kannst und musst immer wegen allem zu mir kommen, du musst mir vertrauen! Das ist das wichtigste für mich!“, hatte Harry ernst ihre Hände ergriffen und sprach sehr fest zu ihr und sie erwiderte diesen inbrünstigen Blick, wisperte darauf leise:

„Bitte verzeih mir, …das wird nie wieder passieren, aber ich war selbst so entsetzt!“, nickte er daraufhin meinte aber noch:

„Aber versprich mir, das du mir nie wieder was verschweigst, du hättest gleich zu mir kommen sollen!“

„Versprochen Harry!“, hatten wir endlich das Stadion der Vergebung erreicht wie ich zynisch in Gedanken einwarf.

„Wissen wir was es wird?“, wollte George wissen.

„Ja, Junge oder Mädchen?“, warf dies Ron schlau ein, als gäbe es noch eine dritte Möglichkeit.

„Ähm, nein, sorry ich hab keine Spruch gefunden!“, meinte Daphne verschüchtert und ich warf barsch ein:

„Das werden wir erwarten können, wir werden es ja dann sehen, wenn es da ist!“ Somit war diese Frage für mich erledigt, wenn interessierte das, plärrendes Kleinkind blieb plärrendes Kleinkind!

„Ich werde Tante!...du wirst Mutter!“, plärrte Astoria auf einmal zusammenhangslos in den Raum und dieser Geistesblitz, der ihr gerade durch den Kopf geschossen sein musste, löste die angespannte Stimmung und alles plapperte durcheinander und gratulierte sogar das Harry und Daphne nun Eltern werden würden, bis Fred rief:

„Das drin wächst der…oder die nächste Potter!“ Er grinste teuflisch, offensichtlich schienen die Twins die ersten zu sein, die sich wahrlich freuten.

„Da wird sich Snape aber freuen!“, kam der absolut trockene Kommentar von Blaise, der uns alle, selbst Draco und mich kichern ließ, als wir uns das Gesicht von Severus vorstellten wenn er erfahren würde, das Harry sich fortpflanzte….okay, würde er es nicht erfahren dürfen, verständigten sich Draco und ich uns durch einen einzigen Blick, denn wir hatten ein und denselben Gedanken. Wir bemerkten beide sehr wohl, dass Harry sich mit dem Lächeln extrem schwer tat.

Aber das führte meine Gedanken wieder zu ernsteren Gebieten des Themas und nun was ich jetzt sagen würde, würde Harry und Daphne nicht gefallen gar nicht! Aber es würde nicht anders gehen, gar nicht anderes, das waren die Dinge, die mir in der Schnelle durch den Kopf schossen, während mein Plan Formen angenommen hatte.

Aber mal wieder musste das Motto in dieser vertrackten Situation sein, alles hört auf mein Kommando!

„Harry, ich sehe du bist auch nicht sonderlich glücklich?“

„Das ist richtig Hermione, ich wollte keine Kinder, eine Frau ja, aber eine Familie? Nein wohl eher nicht! Da ich weiß was mir noch bevorsteht und ….ich mein wir sind so jung,… obwohl mir das nun gleich ist, ES IST MEIN KIND! Aber Daphne…!“, diese sah Harry reichlich dämlich an als er das sagte, so als wäre er ihr Heiland und Draco schnaubte nur abfällig, während alle anderen versuchten sich unsichtbar zu machen. Harry klang aber nun schon wieder erstaunlich gefasst und überlegt, offensichtlich schien er seine Gefühle wieder voll im Griff zu haben. Daphne hatte inzwischen wohl verstanden was er andeuten wollte, schließlich wusste sie ja von der Prophezeiung und hatte sich wieder an ihren Harry gelehnt.

„Das freut mich zu hören, gut ich hab noch kein Kind bekommen, aber ich durfte mir immer sehr ausführlich die Storys von meiner Mum anhören, bis ins kleinste Detail….und da ich alles wie ein Schwamm aufsauge!!! Nun so wird es laufen, Daphne, du hast gesagt du bist so rund um die 20 Woche! Das ist gut, man sieht noch nichts oder?“ Mein Blick ging auf ihren Bauch, der so verhüllt war das man wirklich nichts erkannte und sie schüttelte leicht den Kopf, erklärte ruhig: „Naja, fast nichts, eine kleine Wölbung aber….!“ Ich nickte und unterbrach sie: „Ok, du hast die Hälfte der Schwangerschaft schon rum, hast du zugenommen???....Daphne reiß dich zusammen, hast du zugenommen?“, wollte ich ungeduldig wissen.

„Ja, ich glaub so gut zwei Kilo? Warum?“, wollte sie fragend erfahren.

„Das ist für die erste Hälfte ok! Du wirst dich jetzt aber weiter zusammen reißen, nicht mehr als insgesamt 10 Kilo zunehmen, nur 8 Kilo wären besser, verstanden! Mehr braucht dein Körper nicht! Alle anderen, die Fett werden, geben nur ihren Gelüsten nach, das musst du aber nicht und so wirst du darauf achten nicht mehr als noch 8 Kilo drauf zupacken, aller höchstens 10, achte penibel darauf, informier dich was dein Körper jetzt braucht und halte dich daran. Ich erwarte, dass du diese Anweisungen genauestens erfüllst. Du darfst nicht zu viel zunehmen, sonst würde es in der Schule auffallen, wenn du unerklärlich viel zunimmst! Ich weiß, das wird wohl wahrlich nicht leicht, aber da wirst du durchmüssen, du wist das schaffen, du hast dich sonst so stark präsentiert, dann sei es auch jetzt, sorry! Falls du es nicht alleine schaffst, ich bin mir sicher Astoria ist jeder Zeit bereit dich zu unterstützen!“ Ich war einen Blick auf Astoria, die eifrig nickte und so sprach ich weiter: „Ich oder besser ihr, während wir im Manor sind, werden mit den Twins an einem Korsett, Mieder was auch immer arbeiten….“, fasste ich meine Gedanken in Worte und bemerkte sehr wohl die perplexen Blicke der Männer, an was ich dachte, selbst Draco blickte mich an als wäre ich eine Fata Morgana, doch er fasste sich als erstes, auf seine Züge trat eindeutig ein zufriedener Ausdruck denn er Begriff was ich vor hatte. Was? Ich war im planen schon immer schnell gewesen und Draco konnte da mit mir mithalten.

„Hermione spinnst du! Du wirst nicht mein Kind zerquetschen….“, keifte Harry los und ich ließ ihn keifen, reagierte gar nicht auf ihn, sah Draco an auf das dieser still blieb und blickte nur Harry stumm an und harrte der Dinge, bis es Harry zu doof wurde und er nach Luft schnappte.

„Hast du es Harry? …Ja, wunderbar, was glaubst du ist die letzten Jahrhunderte passiert? Und von der Mode der Muggel abgesehen, haben es die Babys überlebt und da sind wir beim ernsten Thema! Euer Baby soll überleben und das kann es nur wenn es ein Geheimnis bleibt, also wird Daphne für Hogwarts und die ganze Welt nie schwanger sein, nie ein Kind bekommen. Die Twins werden mir und uns helfen, ein Korsett, ein Mieder, einen Body oder ähnliches zu entwickeln das mit einem leichten oder auch starken, mal sehen wie es uns gelingt, Verwirrzauber oder was auch immer belegt sein wird! Dann wird Astoria Daphne regelmäßig in das Ding quetschen….verstanden! Es wird nur so gehen und für das Ende der Schwangerschaft und die Trainingsstunden bei Severus, müssen wir uns auch noch eine Lösung einfallen lassen, denn du kannst nicht gegen ihn antreten wenn du hoch schwanger bist, ich wage zu bezweifeln das du dann überhaupt wirst an den Kampfstunden teil nehmen können!“, klang ich kalt und gleichgültig und achtete nicht auf das blasse Gesicht von der Schwangeren, die nun hektische, rote Flecken bekam als sie sich anhören durfte wie ich mir ihre restliche Schwangerschaft vorstellte.

„Okay, dass die Twins da eine Erfindung hinbekommen sehe ich, und was passiert wenn die Wehen im Unterricht kommen?“, wollte nun Blaise ruhig wissen, da Draco nur verbockt mit verschränkten Armen a la Severus dasaß, zeigte Blaise das er mir zustimmte, dafür war ich ihm dankbar das er nicht wie Harry reagierte, sondern mit einem gewissen Bewusstsein für die prekäre Situation.

„Also das könnte schon passieren, wenn ihr alle rechnen könntet, dann wüsstet ihr, das Baby kommt genau nach Ostern! Da haben wir wieder Schule“, warf Astoria leise ein.

„Nein!“, kam es bestimmt, hart und kalt von mir.

„Wie… Nein!?!“, echoten Harry und Daphne zusammen wie aus einem Mund.

„Kapiert´s doch, das Kind kommt Ostern, basta!“, zischte Draco nun kalt und klatschte endgültig in die Hände, es war zu amüsant zu sehen, das Draco´s Hirn ähnlich meinem arbeitete.

„Genau, und schaut mich alle nicht so an! Das Kind kommt an Ostern, hier im Cottage! Wir werden es so oder so holen, den zu einem anderen Zeitpunkt geht es nicht!“, schockte ich alle, worauf sie alle weiß im Gesicht wurden, selbst Draco, der die Geburt wohl gerade live vor seinen Augen sah, aber nicht wegen der Erkenntnis geschockt war, denn das sah er ja wie ich, das Kind würde Ostern kommen müssen. Leider wurde mir bei Dracos gequältem Anblick auch klar wer die Drecksarbeit würde wieder machen dürfen, fantastisch!

„WIE?“, quiekte Ron, der bisher gar nichts gesagt hatte.

„Wie? Es gibt Möglichkeiten vorzeigte Wehen auszulösen, das Kind müsste dann…mhmhm, ja die 34. Woche oder so haben, also 6 Wochen zu früh, das dürfte nicht zu schlimm sein, wir werden Tränke brauen und Zauber lernen, die die Frühgeburt auffangen, aber es muss zu Ostern kommen!“, kam es von mir Kompromisslos, ich sah wie Harry schwer schluckte als er fest antwortete:

„Hermione hat recht, ….so schwer es mir fällt, das ist unsere einzige Chance, und wir, ich muss verhindern das Voldemort erfährt das ich eine Familie hab….Daphne?“, hatte er zuerst hart gesprochen und dann war er gebrochen, stimmte er mir zu meinen Erstaunen zu, obsiegte doch die Vernunft bei Harry.

„Nein….nein….“, schluchzte Daphne „….nein, du hast Recht! So werden wir es machen, für das Kind!“, kuschelte sie sich in seine Arme und da fiel mir ein Stein vom Herzen, das sich selbst Daphne vernünftig zeigte und meine Entscheidung trug, da zeigte sich sie war halt doch eine Schlange und wusste was sich für eine solche gehörte.

„Ja, aber dann, was ist dann?“, kam es erregt von Astoria, ich lächelte kalt bei ihrer Frage.

„Nun, es freut mich, euch die zwei besten Babyonkel vorstellen zu können, die man sich wünschen kann, Fred, George bereit für ein Baby on Board?“, schenkte ich ihnen ein sehr zynisches und spöttisches Grinsen.

„WWWWWWWWWWWWWWWWAAAAAAAAAAAAASSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSS??????????????“, erschallte es im gesamten Haus von ihrem Kreischen.

„Ja, habt ihr eine andere Idee?“, wollte ich ganz ruhig wissen und sah wie mich alle mit offenem Mund anstarrten.

„Außerdem sind dann Mutter, Vater und Kind nur 3 Monate getrennt bis die Ferien beginnen! Andere Vorschläge werden gerne angenommen!“, die Twins schienen einem Herzinfarkt zu erliegen, so wie sie aussahen als sich Harry reckte.

„Können wir das von ihnen verlangen?“, kam es vorsichtig von ihm und ich sah wie sich George streckte, sich wohl erholte.

„Ja, das kannst du, es ist nur schockierend, aber ansonsten, klar….immer gerne!“, klopfte sich der Rotschopf auf die Brust und hustete leicht, blickte nun auch Ron zwischen Harry und seinen Brüdern hin und her murmelte dann leise:

„Echt Harry, du willst den Devils dein Baby anvertrauen?“, sah Ron nicht begeistert aus und Fred blickte seinen Bruder an als wollte er ihn grillen.

„Ja, Ron! JA, immer!“, sagte Harry das Richtige, denn wir bemerkten doch wie die Brust der Twins um das doppelte anwuchs.

„Wir bekommen ein Baby! FRED! Das wird aufregend!“, wirkte George ganz hibbelig und mir wurde es ja ganz anders über meiner Idee, aber nun gut, Harry sah es ja ähnlich. Fred erklärte nun blöde grinsend:

„OH, ich hoffe das Baby…mag mich!“, dann schien er meilenweit gedanklich weg zu sein.

Harry nickte langsam und bedächtig, schien noch nachzudenken, währenddessen harkte ich das Thema ab und sagte: „Also, dann hätten wir das jetzt, ihr plant während wir im Manor sind, ich will Lösungen wenn wir wieder kommen. Dieses Kind wird auf die Welt kommen und leben!“

Inzwischen schien Daphne ihre Stärke wieder gefunden zu haben, sie lächelte mir bei meinen letzten Worten dankbar zu.

„Danke Hermione!“, meinte sie fest und ich nickte ihr zu, ich war nicht begeistert, aber gut, wir würden auch diese Situation meistern, was tat ich nicht alles für Harry und nun auch seine Familie.

Währenddessen sah Daphne Harry nun fest an, da ihre Tränen getrocknet waren und reckte sogar selbstsicher den Kopf in die Höhe, erklärte dann in die Runde: „Und Harry, lass dir eins gesagt sein! ICH BIN STARK! Ich werde es dir beweisen und ich wusste von Anfang an, das du nicht irgendwer bist, das es nicht leicht mir dir wird und nie war, aber bei Merlin, natürlich will ich dich und dein Kind, denk nie wieder, das ich dich verlassen will oder es nicht schaffe, denn ich liebe dich über alles, Harry Potter!“

Das war schon viel besser, so brauchten wir Daphne´s Stärke in den nächsten Monaten und noch viel mehr davon, denn es würde nicht einfach werden für sie. Sie wirkte regelrecht kämpferisch und war jetzt wieder die starke, selbstsichere Frau, die Harry brauchte, offensichtlich hatte sie die Angst uns von der Schwangerschaft erzählen zu müssen und die Sorge um unsere Reaktion wirklich etwas gelähmt, denn jetzt zeigte sich endlich wieder wie sie wirklich war.

Als Harry sie daraufhin lächelnd sanft küsste und mit ihr wieder aufstand, löste sich endlich die angespannte Stimmung, vor allem als die Twins grinsend verkündeten:

„Na darauf brauchen wir erst mal einen Drink, nur für dich Daphne gibt’s Kürbissaft!“

Sie erhoben sich und wenig später hatten wir alle ein Glas in der Hand. Draco hatte sich auch beruhigt, äußerlich zu mindestens, aber mir war klar, er war noch immer sauer und sehr ungehalten über Daphnes Dummheit und auch ich dachte ähnlich, aber was sollte ich denn jetzt noch ändern und noch mehr Vorwürfe machen würde auch nichts mehr bringen.

Als erstes ergriff nun Blaise das Wort und sagte grinsend:

„Jetzt lasst uns endlich die Bescherung machen, ich komme um vor Neugierde!“ Die Twins nickten fleißig und stimmten ihm zu, während ich sah, dass Ron breit grinsend zu Harry getreten war, ihm auf die Schulter klopfte und seinen neu entdeckten Galgenhumor zeigte, offensichtlich war das Thema Baby doch noch nicht abgeharkt und Blaises Forderung wurde vorerst überhört.

„Gratuliere Harry, du wirst also Vater!“, sagte Ron so typisch.

Harry schenkte ihm nur ein scheues Lächeln, das auch als gequält gedeutet werden konnte und nahm einen großen Schluck seines Drinks, dann erklärte Astoria: „Ich glaub, das immer noch nicht…!“

„Du wirst Mama, Daphne!“, meinte Fred wenig intelligent und Blaise verdrehte die Augen und Daphne nickte verstehend, denn sie hatte sich ja an den Gedanken schon gewöhnen können, während Ron weiter breit grinste. Er schien zu versuchen mit den Twins zusammen die Stimmung zu lockern, schließlich war Heiligabend und wir wollten Feiern.

Die Twins, die mittlerweile wieder breit grinsend vor dem Kamin saßen erklärten flapsig:

„Da habt ihr euch…UNS ganz schön in die Scheiße geritten!“

Ich sah den leicht tadelnden Blick von Harry, den er den Twins schenkt nachdem er Daphnes leicht verletzten Blick gesehen hatte, doch er schwieg, wohl auch weil Draco sich nun aus seinem Sessel erhob, in die Hände klatsche und befehlend anwies: „So, jetzt kommt die Bescherung wir haben genug Zeit verplempert, ihr wisst, meine Zeit und auch die von Hermione ist begrenzt, verschwendet sie nicht! Also los!“

Es war fast als hätte er den Befehl gegeben jetzt gute Laune zu haben, denn augenblicklich wandten sich alle wieder der Feier, den Geschenken und dem weihnachtlichen Fest zu, die die Szene zwischen Harry und Daphne zuvor so zerstört hatte und das Thema Baby wurde fallen gelassen.

Es ging wüst zu, denn unter dem viel zu großen Baum hatten alle ihre Gaben abgelegt, das eine Geschenk kunstvoller als das nächste verpackt, dabei waren es gar nicht so viele, dafür waren die Geschenke mit viele Hirn ausgewählt worden. So schenkte Blaise seiner Liebsten Astoria einen länglichen Kettenanhänger mit Kette. In dem Anhänger befand sich eine Haarlocke von Blaise. Das Behältnis war sehr filigran mit silbernen Verzierungen geschmückt, war selber auch aus Silber und einem von einem großen Granaten gekrönt, der von einer Silberfassung umgeben war die das Ganze wie eine Blüte mit roter Mitte wirken ließ. Sie freute sich sehr als sie es auspackte und das Papier im hohen Bogen durch die Gegend flog.

http://www.samakishop.de/epages/61220405.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/61220405/Products/AH511

Astoria schenkte ihm hingegen ein Bild von sich in einem selbstgezauberten, wunderschönen Rahmen, auf das er sie immer ansehen konnte, da war Astoria schon sehr herrlich in ihrer Eitelkeit, aber so war die Kleine, an Selbstbewusstsein mangelte es ihr nicht und das zusammen mit ihrer so aufgeweckten Art gefiel mir an ihr.

Ron wurde von den andern mit Quidditch Equipment ausgestattet, jeder hatte ihm dazu was geschenkt nur ich und Draco nicht, aber alle anderen hatten ihn komplett neu ausgerüstet, sprich mit Besen und allen drum herum. Er sah aus als würde er es nicht glauben, der verdächtige Glanz in seinen Augen kam eindeutig nicht vom Alkoholgenuss, daher zog er sich schnell in die Küche zurück um dann mit Gebäck aufzukreuzen und schrecklich cool zu tun, dabei übersahen wir alle großzügig die geröteten Augen.

Da es Ron sichtlich peinlich war, weil er wie er immer wieder betonte das er nichts schenken konnte, da er kein Geld besaß mit dem er was hätte kaufen können und nun etwas basteln oder verwandeln? Na, da würde ich glauben, dass die meisten sich eher freuen würden wenn er beim Training mit seiner Faust nicht einfach zu fest zuschlug, schließlich hatte sein Schlag mittlerweile eine enorme Wucht, außerdem nahm es ihm keiner Übel, hatte er doch den Baum besorgt und die Materialien aus dem Wald geholt, damit sie das Haus so opulent schmücken konnten. Er tat viel um, wie er fand, seine Schuld abzubauen, was Schwachsinn war, aber so war Ron eben.

Die Twins waren zu süß als beide plötzlich zu kreischen begannen.

„Das konntest du nicht wissen, verdammt George!“, keifte Fred los und Angesprochener grinste nur verteufelt böse.

„Ich habe meine Kontakte!“, lächelte er nun diabolisch und zwinkerte frech in die Gegend und wir sahen uns nur alle perplex an als Fred aus einer Schmuckschatulle einen silberfarbenen, schmalen, schlichten Armreifen mit einer Gold Einlage in der Mitte hoch hob und es gebannt ansah.

http://www.cana-schmuck.de/arm/75139.htm

„WoW, Respekt George!“, kam es von Blaise und George zog nur eine Schachtel vom Boden und öffnete sie spielerisch und tat dann überrascht.

„Oh, Fred, was für ein schöner Reif….DANKE!“, kicherte er los und wir hatten große Augen als er einen absolut identischen Reifen in der Hand hielt.

„Was soll das?“, wollte Ron wissen und schob sich einen Spekulatiuskeks in den Mund.

„Ich hab dank meiner hervorragenden, vernetzten Kontakte vom Juwelier in der Winkelgasse erfahren das mein Lieber hier neben mir, mir einen Armreifen mit seinem eingravierten Namen schenken wollte und ich dachte mir, eine gute Idee das selbe ihm angedeihen zu lassen!“, spiegelten sich in Freds Augen Tränen der Rührung als er sich nun jauchzend in Georges Armee warf, was uns alle erstaunt die Brauen heben ließ. Wir verstanden nur Bahnhof.

„Das check ich nicht!“, kam es helle von Ron und Blaise rollte genauso mit den Augen wie Draco.

„Ron, stell dich nicht sooo dumm an, das ist was wie es sonst Eheringe sind, nur halt als Armreifen! Es ist ein versprechen!“, klopfte er Ron auf die Stirn und der schlug die Hand von sich weg.

Zuckten nur die Schultern und meinte dann cool:

„Echt cool, ihr wollt euch ein Versprechen geben? Gratulation, feiert ihr zwei das jetzt auch noch…ähm, Moment…PROST!“, hielt ein doof grinsender Ron seinen Punsch in die Höhe und nun blickten die Twins genauso trottelig drein wie wir und Ron zog nun fragend die Brauen hoch und meinte: „…Ähm, Hallo was ist warum schaut ihr so?“

„Wegen DIR? Ist das deine Reaktion?“, wollte George wissen und sah seinen jüngeren Bruder überrascht an.

„Jupp, also das ihr zusammengehört, daran Zweifel ich need und ehrlich, das ihr zusammen seid das raubt mir schon lange nicht mehr den Schlaf!“, lachte er nun verhalten auf und meinte dann schelmisch „…und da ich leider kein Geld für Geschenke habe, schenke ich euch meinen Segen, wenn ihr einen Trauzeugen braucht, kommt zu mir!“, haute Ron uns alle um, denn es bedeutete seinen Brüdern doch sichtlich viel wie er zu ihnen und ihrer doch andersartigen Beziehung stand.

„Ja, Fred, ich fand es ist der richtige Zeitpunkt und damit du endlich aufhörst jedes Mädchen eifersüchtig anzusehen, dir etwas wie ein sichtbares Zeichen unserer Zusammengehörigkeit zu geben und damit meine ich nun nicht das du aussiehst wie ich!“, erklärte sich George und Fred wirkte mehr als nur gerührt, er wirkte überglücklich.

Nun zog Fred George an sich und küsste ihn unter unseren grollenden Rufen leidenschaftlich, wild, dann wurde der Zungenkuss immer stürmischer und sie gingen immer weiter waren ihre Hände gefährlich auf Wanderschaft, bis Daphne rot anlief und Harry lachend auf den Rücken von George klopfte, der Fred gerade unter sich begrub. Er blickte mit verträumtem, lustverhangenem Blick auf und wurde uns erst so richtig gewahr, zeigte sich aber überhaupt nicht peinlich berührt, sondern zog Fred hoch und streifte ihm seinen Armreif über und Fred tat es feierlich bei ihm. Es war zu schön, selbst Draco entwich ein ehrliches, ein erfreutes Grinsen und er zwinkerte den Devils verschwörerisch zu.

Jetzt war es an Harry heute zum zweiten Mal Daphne zu Tränen zu rühren als er ihr eine transportable, sehr kostbare Reise-Apotheke schenkte, die sich sehen lassen konnte. Es war eine Box, die sich nach allen Richtungen hin öffnen ließ, dabei waren die Türen mit aufwendigen, silbernen Verzierungen geschmückt und mit Phiolen und Fläschchen gefühlt.

Die Twins wisperten mir zu, das sie diese nach genauesten Anweisungen von Harry besorgt hatten, dabei war es ein sehr exquisites Stück, das verdammt teuer gewesen sein musste, aber wenn Harry eines mittlerweile auch noch durch Sirius Erbe hatte, dann Geld.

Bild Nr. 20:
http://www.deutsches-apotheken-museum.de/services/besuch1.php?WEBYEP_DI=8

Als sich Daphne glückselig von ihm löste und ihn anstrahlte, gab sie ihm ihr Geschenk und sagte dazu nur:

„Das haben die Twins besorgt, aber ich hatte noch Geld, da ich immer sehr sparsam bin, wollte ich dir etwas ganz besonders schenken, mein HARRY! Weil du etwas ganz besonders bist und ich will, das du dir dessen immer bewusst bist und ich hoffe, dass du immer alle Gaben nutzen wirst die dir gegeben wurden!“ Sprach Daphne feierlich und überreichte ihm die Schachtel und meinte dann noch:

„Vorsichtig, nicht schütteln!“ Jetzt blickte Harry sie gespannt an und als er sich daran machte den Karton zu öffnen, kreischte Astoria mädchenhaft auf, als sich eine kleine, giftgrüne Schlange von vielleicht 60 cm Länge aus der Pappschachtel schlängelte und sich versuchte in Sicherheit zu bringen. Alle lachten, selbst Ron, da es zu komisch war das eine Schlange vor einer Schlange reißausnahm.

Zuerst blinzelte Harry verständnislos zu Daphne, aber ihr Blick war so liebevoll und durchtränkt von Zuversicht, das Harry verstand und der Schlange endlich was auf Parsel zu zischte, was sich wirklich komisch anhörte. So erlebten wir nun mal in Ruhe wie das ging und ich muss sagen, die Schlange war putzig als sie in ihrer raschen gleitenden Bewegung abrupt inne hielt und Harry doof ansah, möchte ich sagen, um dann nicht wirklich für unsere Ohren hörbar zurück zu zischeln.

„Das ist eine Grasnatter, ich mochte schon immer ihre grüne Schuppenfarbe und sie bleibt klein, nicht mehr als 90 cm wird sie!“, erklärte Daphne gerade als ein Lächeln über Harrys Gesicht glitt, offensichtlich schien er mit der Schlange gut klar zu kommen, da die sich gerade daran machte Harrys Arm zu erobern und sich hochschlängelte, als sie mit ihrer kleinen, gespaltenen Zunge zu uns sah, war ich sehr amüsiert, denn sie war ein putziges Haustier.

„Leute darf ich euch Apsis vorstellen?“, nickten wir alle zur Begrüßung und Harry strahlte Daphne an.

„Du bist echt einzigartig, das du willst das ich Parsel spreche….?!“, schüttete er ungläubig den Kopf.

„Aber Harry, es gehört zu dir!“, zeigte sich halt doch das wir uns nicht in Daphne getäuscht hatten, denn sie machte das einzig richtige, da Harry lernen musste sich so zu akzeptieren wie er war, darin gab ich ihr unumwunden meine Zustimmung.

„Du hast recht Daphne, DANKE! Ich muss endlich lernen, das ich nicht „normal“ bin, es nie war und nie sein werde, egal was ich tue, wie sehr ich versuche mich anzupassen!“, erlangte Harry eine neue Stufe der Weisheit.

„OH, man Potter, was für eine einschneidende Erkenntnis! Das du noch NIE normal warst, dafür brauche ich keine kleine Schlange um das zu wissen!“, tropfte es ölig von meinem blonden, giftigen Slytherinsprinzen und er zerstörte den pathetischen Harrymoment mit voller Absicht und alle lachten danach auf, selbst Harry, als er sich Dracos giftig gesprochene Worte durch den Sinn gehen ließ.

„So nun sind wir dran, ihr bekommt von Draco und mir alle etwas!“, verkündete ich und rieb mir vorfreudig die Hände.

Von uns bekam jeder ein überschaubar großes Packet in die Hand gedrückt und das dunkelgrüne Papier wurde raschelnd herab gerissen.

Um unsere Idee zu offenbaren, erhielten alle einen Satz Tetsubishi, dies waren massive, magische Metalldornen, die man auf den Boden warf sollte man verfolgt werden, denn diese Dinger gingen auch durch harte Sohlen und behinderten den anderen schon sehr. Gerade gegen Werwölfe war es exzellent geeignet. Das brillante an dieser Waffe war, dass egal wie man sie warf, immer ein Dorn nach oben ragte.

http://4.bp.blogspot.com/_lrLRYh1stKM/TGAJtDT5ZJI/AAAAAAAABp0/jURRBCkCLqg/s320/tetsubishi.jpg
Des weiteren waren Shuriken beigelegt. Das waren Wurfklingen, die sowohl als Sternenform, als auch in Dolchform in unserem Set vertreten waren. Jede dieser Waffen erforderte ihre eigene Wurftechnik. Die Wurfklingen konnten vergiftet werden und auch im Nahkampf eingesetzt werden, waren sehr handlich und etwas mit dem die DeathEater nicht rechneten. Der typische Wurfstern hatte vier Spitzen und sah wie ein Diamant aus. In der Mitte befand sich ein Loch. Die Seiten waren scharf geschliffen. Der Wurfstern war sehr dünn und leicht, so dass immer neun zusammen in der Innentasche getragen werden konnten. Dagegen wurden die Dolchklingen an der Weste getragen, dabei dachten wir, dass sie so gut gerüstet wären.

http://image.hotdog.hu/_data/members0/372/487372/images/shuriken-5-ramion_636.jpg
Für unsere Geschenke ernteten wir, wie es schien viel Zustimmung und alle freuten sich sehr darüber. Jetzt blitzten die Waffen auf ihren schwarzen Samtpolstern verführerisch auf und ich persönlich hätte ja große Lust gehabt die Dinger bei einer kleine Jagd einzuweihen, aber dies war meine persönliche Meinung, die, Draco wie es schien von meinem Gesicht ablas, da er sich zu mir beugte und mir in meinen Nacken biss, was mir einen sanften Schauer über den Rücken sandte um mir dann zuzuflüstern:

„Dafür um deine grausamen Gelüste zu befriedigen, werden wir heute leider keine Zeit haben!“ Ich murrte nur zustimmend und gab mich der weihnachtlichen, nun Himmel sei Dank, wieder ausgelassenen Stimmung hin, würde ich schon noch dazu kommen die Waffen einzuweihen.

Die Stimmung war ausgelassen und gut, als uns ein Klopfen aus der Trance riss und dank eines magischen Wedelns eine Eule.. nein besser zu sagen, um Erol kommen zu sehen, darüber verzog Ron leidend den Mund und murrte.

„Versteh ich nicht, Mum müsste erst was Morgen in der Früh was schicken!“, meinte er als sich die altersschwache Eule aber bei mir niederließ und mir seinen Fuß hinstreckte und sich genüsslich aus meinem Eierpunsch bediente. Ich wollte gar nicht wissen wie windschief das Ding wieder heimflog, aber er wartete ab bis ich meinte:

„Oh, du willst Antwort? Nein ich schick Orange! Aber du darfst dich gerne Ausruhen!“ Er schuhte fröhlich, schnappte sich einen Keks und verzog sich in eine warme Ecke, hatte dieses schlaue Vieh alles verstanden und entschieden sich nicht um den Job bei den Wetter zu reißen.

Ich hatte schon überprüft und erstaunt fest gestellt das der Brief nicht mit einem Aufspürzauber belegt war, also öffnete ich unter neugierigen Blicken den Brief und lachte nach kurzer Zeit auf. Ich bemerkte, das Draco, der hinter mir mitlas, meiner bescheidenen Ansicht nach wirkte, als kannte er das schon was Ginny mir hier schrieb, und da ich ja wusste, beziehungsweise vermutete, das Wood zu Draco wie auch immer gehörte, ergab das sogar einen erschreckend logischen Sinn für mich.

„Erzählst du uns was da steht?“, wollte George neugierig wissen.

„Ähm, klar, der ist von Ginny, erstmal alles liebe an dich Ron! Und …du bist jetzt gleich ganz still, verstanden Ron!“, drohte ich und er zog den Kopf ein, nickte aber brav „…wunderbar, also Ginny schreibt, das DER Oliver Wood sie zu einem Benefizspiel seines Teams am 28. Dezember nach Irland eingeladen hat und…schweig still Ron! Also und schreibt das sie zwei Karten zu dem Spiel bekommen hat und er ihr anbietet das sie danach von ihm noch eine Führung erhält!“

„Dieser …dieser…denkt er kann meine Schwester!“, stotterte Ron erregt.

„Ron, was hast du an meiner Drohung nicht verstanden!“, wollte ich eiskalt wissen und er zog seinen Kopf wieder ein.

„Er lädt als zweite Person einen ihrer Eltern, oder ihrer Brüder ein!“, fauchte ich böse und er wurde über und über rot.

„OHlala, unser alter Woodyboy kommt in die Puschen, bei unserer Schwester!“, kam es sarkastisch von George, der Fred im Arm hielt.

„HOT, very Hot! Endlich, könnte man auch sagen!“, meinte Fred böse.

„Und warum schreibt dir unser unbedarftes Schwesterlein?“, harkte George interessiert nach.

„Sie will wissen wen sie mitnehmen soll, sie ist sich unsicher und will nix falsch machen, außerdem scheint sie wieder Vertrauen zu mir gefasst zu haben!“, zuckte ich die Schultern, als Ron seine Hände vors Gesicht schlug und sich damit unserer aller Aufmerksamkeit eintrug.

„WAS?“, zischte ich und er wusste, ich wollte eine Antwort also rang er sie sich sichtlich schwer ab:

„Dann ist sie verloren, so viel steht fest!“ Er klang hoffnungslos und ich wusste nicht ob ich es als Kompliment nehmen sollte, oder nicht als er ausführte „…denn das du was falsch machst um einen MANN klar zu machen, sollte ausgeschlossen sein!“, dabei wirkte er sehr gequält, worauf die Twins Tränen lachten.

„Wo unser Ronnilien sogar Recht hat, verdammt, wenn du ihr rätst, wird sie alles richtig machen, dann bekommt unser Schwesterlein Woodyboy wow…. und Ron, nur eins, wir mögen Oliver, er war zwar ein schrecklicher Quiddich-Verrückter, der eine ausgeprägte, nervende Ader hat, aber er ist OKAY!“, stauchte George Ron zusammen.

„Genau, es gibt keinen größeren Moralisten als den Guten Oliver, Ginny ist schon gut bei ihm aufgehoben!“, kicherte Fred verspielt.

„Ein hübsches Paar, wirklich!“, kam es verträumt von Daphne, die in Harrys Armen lag und dieser streichelte sie bedächtig über den Rücken und wirkte leicht neben sich stehend, aber nach den Infos absolut verständlich. Er schien in Gedanken zu sein und ich fragte mich, was für ein Vater er wohl werden würde, hoffte dass er an diesen Neuigkeiten wachsen würde.

„Ja, find ich auch, Ron reiß dich zusammen und freu dich, das ist ein schönes Geschenk!“, kam es herrisch von Astoria und ich hatte mir schon Feder und Papier besorgt und schrieb als Ron dann doch fragte:

„Ähm, was rätst du ihr?“„Als erstes, danke ich ihr für das Vertrauen und da auf dem Brief kein Zauber mehr liegt, kein Aufspürzauber nichts, nicht so wie im Sommer, scheint Ginny echt dazuzulernen, das ist doch schon was, oder?...und nun Bill, ich rate ihr zu Bill, der ist zwar auch ein wachender großer Bruder! Aber ich denke, Ginny kann zeigen ob sie mit so was zurecht kommt, aber ich glaub Bill ist eine gute Wahl, weil er nicht ganz so streng ist wie Arthur oder gar Molly!“, schrieb ich eifrig und wünschte ihr alles Gute als mich Ron erstaunte.

„Ähm, Hermione darf ich ein PS. zufügen, bitte?“, fragte er nun und ich nickte, was ihn veranlasste zu mir zu rutschen und ich blickte ihm über die Schulter, doch er machte mich stolz auf sich, da er sich überwand, ihr schöne Weihnachten wünschte und viel Spaß beim den Spiel.

So hatten unsere aller Worte wohl doch mal wieder seinen Sturschädel durchbrochen.

Mir war das nur Recht, denn was gleich kommen würde, wäre für ihn eine große Ehre, hatte er sich gerade erneut als würdig erwiesen. Ich erhob mich in meinem schicken Pullover und hielt dem staunenden Ron meine Hand auffordernd hin, als Orange gerade flügelschlagend um unseren Köpfen kreiste, ließ Ron sich brav hochziehen.

„Was ist denn?“, klang er als wäre er auf der Hut vor dem was ich mit ihm vorhätte.

„Komm mit mir Ron, das ist mein Geschenk!“, lachte ich auf und bemerkte sehr wohl die neugierigen Blicke der anderen.

„Aber Schönste, ich hab doch schon die Kampfausrüstung…..!“, strich er sich unwohl durch sein rotes Haar und ich zog ihn einfach weiter.

„Stell dich nicht so an Wiesel! Ich dachte du bist so mutig wie ein Löwe!“, konnte Draco sich es nicht verkneifen, wie es schien konnte er es sich schon denken.

Nun führte ich ihn in den Flur und loste ihn vor die Haustür, bedeutete ihm eine Hand an die Tür zu legen, was er mit großen, blauen Augen tat, die mich fragend ansahen und da begann ich eine kleine Beschwörung zu intonieren, die Ron mit in den Schutz des Hauses aufnahm.

„Willkommen im Blutschutz!“, reichte ich ihm auch nun noch ein Stück Pergament auf dem „Rose Cottage“ stand, auf das er nun ein vollwertiges Mitglied der Cottage Connection war. Ron ließ das Papier nonverbal zu Asche verglühen und schlang unvermittelt die Arme um mich, zog mich an seine breite Brust, dabei verlor ich den Bodenkontakt.

Als sich die Tür öffnete, beäugten uns alle mehr oder weniger neugierig bis Ron mich etwas zerzaust wieder abstellte. Es war sehr frisch draußen, da wir späten Nachmittag hatten und die Sonne schon hinter den schweren, schneebringenden Wolken verschwunden war, also gingen wir wieder hinein, wo Ron nacheinander alle gratulierten und ihn willkommen hießen, das schien ihn recht sprachlos zu machen und er war einfach glücklich jetzt wirklich dazu zu gehören!

Aber er hatte ja auch im wahrsten Sinne des Wortes in letzter Minute die Kurve bekommen um bei uns dazuzugehören, das Cottage war voll, alle die wichtig waren gehörten dazu und bald, mit dem Baby würde es noch enger werden, aber das war ein Problem um das wir uns später kümmern konnten. Jetzt redete Ron beständig mit leuchtenden Wangen auf Harry ein und dieser schien sich echt zu freuen, auch wenn er etwas abgelenkt wirkte.

Ich bemerkte wie die Twins mit Draco in der Ecke etwas tuschelten und ein schwarzes Packet den Besitzer wechselte und magisch verkleinert den Weg in Dracos Tasche fand. Neugierig ging ich zu der kleine Gruppe:

„Na was für Schmuggelgut wechselt den da den Besitzer?“, wollte ich neugierig wissen.

„Hey, was soll das heißen, Schönste! Wir und Kriminell? Nie und nimmer!“

„Genau eine Frechheit der besonderen Art!“, wehrten die Twins breit grinsend ab.

„Genau Liebling, das ist eine Beleidigung für die Beiden!“, biss er sich amüsiert auf die Lippen und war so gelöst wie selten und das freute mich doch sehr.

„Klar, ich verpass euch dreien gleich einen Heiligenschein!“, kicherte ich als Fred sich herabließ mir zu antworten.

„Das ist ein Geschenk, für einen griesgrämigen, alten Mann! Ich glaube du wirst es heute Abend bestimmt noch sehen, Draco ist der Bote!“, wow, wollten die Twins wirklich Severus ein Geschenk offerieren, tapfer! Aber das passte zu ihnen, hatten sie vor nichts wirklich Angst, daher war ich gespannt was es war, doch es schien auch Draco nicht zu wissen.

„Na, da siehst du es zu was ich von diesen Red Devils degradiert werde, unmöglich!“, wetterte Draco affektiert und wandte sich zu Blaise, holte sich mit diesem noch einen Eierpunsch. Draco schien auf das Zeug zu stehen, hingegen ich bevorzugte meinen dunkelroten, schweren Gewürzwein, den mir George gerade in die Hand drückte, die Chancen das ich heute in der Nacht stockbesoffen ins Bett fallen würde, standen nicht mal im Ansatz schlecht.

Ich war immer wieder erstaunt wie gut mir der Aufenthalt im Cottage tat, hatte ich bisher kein einziges Mal Langeweile verspürt, oder meinen Inferi nachgefühlt, außerdem tat es mir einfach gut unter den Lebenden zu sein und die Toten zu vergessen.

In dieser Umgebung wollte ich wirklich nicht an meine Untaten vor ein paar Tagen denken, schien auch Draco niemandem erzählt zu haben wie schlecht es mir vor einem Tag gegangen war, mal wieder konnte ich mich auf meine schweigsame Schlange verlassen. Es war herrlich an zu sehen das Ron nun versuchte sich in der zungenbrechenden Parselsprache zu verständen und dafür gerade Schlangenküsschen auf die Wange bekam, das nicht nur ihn würgen ließ, zu komisch, das zu beobachten.

„So und nun kommt noch das Wichtigste, das Geschenk von Uns und Harry an dich!“, blinzelte mich Fred mit seinen hellroten Wimpern an und ich blinzelte automatisch zurück.

„Na immer raus damit!“, war Draco sofort wieder da, mochte er es doch sehr gerne Geschenke zu bekommen, wie ich hatte beobachten dürfen, machte ihm das auspacken extremen Spaß und auch wenn er nur ein Beobachter dabei war.

„Ihr Fahrt für ein langes, luxuriöses Wochenende in den Osterferien nach Irland!“, verkündete George und ich war perplex auf was für Ideen die kamen, dabei war Draco erstaunlicherweise erst verstummt, um dann zu fragen:

„Warum Irland?“

„Was, das ist alles was du fragst, Malfoy? Warum Irland?“, wollte Ron wissen.

„Ja, wie kommt ihr darauf?“, beharrte Draco auf seiner Frage.

„Weiß nicht, es war Harrys Idee, er meinte Hermione war noch nie da und das ihr das gefallen könnte, da sie die magische Zaubereigeschichte doch so liebt!“, erzählte George brav.

„Ja, hast du was gegen Irland, Draco!“, wollte Blaise wissen, da riss es Draco regelrecht.

„Nöö wieso, ich wollte ja nur wissen warum sie Hermione nicht Paris schenken!“, konnte mich mein Liebhaber nicht täuschen, da steckte mehr dahinter, war es mir als würde ich Lunte riechen, aber bitte, in Irland war ich noch nie gewesen, Paris hatte ich mit meinen Eltern schon als Kind gesehen, also ich freute mich und das zeigte ich auch nun, indem ich die Twins und Harry umarmte und küsste.

„Draco, möchtest du dich nicht bedanken, soweit ich das verstanden habe, kommst du mit!“, schreckte Draco erneut aus irgendwelchen Gedanken auf, sehr verdächtig, sah mich mit überlegendem Blick an, war das zu herrlich, schenkte Harry Draco versteckt etwas ….Jungs, echt wahr.

„Danke, Red´s…Potter!“, verstockter ging´s ja wohl nicht, aber besser als gar nichts.

„Also, wir haben für euch ein Luxushotel gebucht und dann werdet ihr es einfach mal genießen allein zu sein, ohne Manor…ohne Vater und Snape!“, sprach George bestimmt.

„Ihr habt endlich mal ein „DATE“!“, zeigte Harry ein bedeutsames Gesicht und zeigte damit Draco unbewusst das er wusste, das ich ein „Date“ mit Lucius gehabt hatte, welches vom Orden beobachtet worden war, doch Ron fragte perplex:

„Wie ein Date!“

„Ein Date!“, echote Draco ebenfalls erstaunt.

„Ja, genau Draco, es reicht nicht immer nur eine Frau gekonnt flachzulegen!“, schlug ihm Fred gutgelaunt auf die Schulter und Draco´s Blick hätte ihn zu Eis erstarren lassen können, erkannte er die Anspielung auf das Essengehen mit seinem Vater nur zu gut.

„Toll, so was haben wir noch nie gemacht, wobei ich die Jagd im Wald schon als Date sehe, war das toll!“, sprang ich Draco zu Hilfe, wobei ich bemerkte das ich vielleicht besser geschwiegen hätte, so wie ich gerade von durchwegs allen gemustert wurde! Ich fühlte mich leicht unwohl und verzog die Mundwinkel, Himmel, mir hatte das im Wald damals echt super gut gefallen!? War das so schlimm, als ich meine Antwort erhielt, indem ein Brausen einsetzte und ich hörte wie sie wisperten:

„War ja so was von klar!“, „Bei ihr ist Romantik echt vergebens!“, „Armer Draco!“, „Habt ihr ihren Blick bei den Waffen gesehen, …ja, da musstest du echt Angst haben, dass sie die Dinger gleich hier ausprobiert!“, „Wie es einer Frau gefallen sich mit Dreck und Blut zu besudeln?“, sprachen alle durcheinander.

„Sie ist was ganz Besonders!“, echote Draco ganz verträumt und sah mich glückselig an.

„Der spinnt genauso wie sie!“, „Gesucht und Gefunden, wenn du mich fragst!“, „Oh, die passen echt zusammen!“, erklang nun die Meinung über Draco, nachdem er sich geäußert hatte.

So verbrachten wir noch eine vergnügliche Zeit, bis es an den Abschied ging. Wir würden die meisten erst nach Sylvester wieder sehen, so war es geplant und mir den überraschenden Neuigkeiten hatten sie im Cottage jetzt wahrlich auch genug zu tun. Nur von Blaise und Daphne verabschiedeten wir uns nur bis zum nächsten Abend, denn Blaise hatte von seiner Mutter den Auftrag bekommen zum Ball der Malfoys zu erscheinen, genauso hatte Daphne eine kurze, unpersönliche Notiz ihrer Stiefmutter erhalten, das sie erwartete das sie, auch wenn sie die Ferien bei den Zabinis verbrachte, zu diesem äußerst wichtigen, gesellschaftlichen Ereignis zu erscheinen und ihre Anwesenheit erwartet würde.

Somit würden wir die zwei am nächsten Abend wieder sehen und Harry war zwar besorgt das Daphne den Ball besuchen musste, aber dann auch erleichtert gewesen als er gehört hatte das Blaise ebenfalls hin gegen würde, der sich galant angeboten hatte Daphne zur Seite zu stehen.

Wir verließen also in bester Stimmung das Cottage, bereit für die nächste Feier.
Nach oben Nach unten
queenie
Königin
Königin
avatar

Anzahl der Beiträge : 1515
Anmeldedatum : 08.02.12
Alter : 37
Ort : München

BeitragThema: Re: Kapitel 198-200   Do Feb 09, 2012 6:30 am

199. Kapitel Joyeux Noël I


Wir ließen das Cottages und das kleine Drama hinter uns, war es bis auf jenes doch wunderschön gewesen und nun …würden wir ein Kind bekommen war das zu fassen, ungemütlich kämpften sich Draco und ich durch den weißen, glitzernden Schnee, um unter der Eiche direkt ins Manor zu apparieren. Dann eilten wir wortlos und beide unseren Gedanken nachhängend in meine Räume, da diese näher waren und ich ging gleich weiter ins Schlafzimmer, holte aus einer Truhe zwei Magentränke, schließlich würden wir doch heute noch einmal groß Essen müssen.

Ich hatte zwar extra wenig gegessen, aber trotzdem hätte ich schwören können keinen Bissen mehr hinab würgen zu können, dann hielt ich Draco seine Phiole auffordernd hin, diese trank er auch brav gesichtsverziehend aus, während ich mich seufzend in meinen Sessel fallen ließ und meine schon nackten Füße ausstreckte, sie mir genüsslich von dem prasselnden Feuer wärmen ließ, bisher hatten wir noch nichts gesagt seit dem wir das Cottage verlassen hatten.

„So was kann auch nur Potter passieren, oder?“, durchbrach Draco die Stille.

„Hihi….mhm, du bist zu lustig, aber ja, so was kann nur Harry passieren!“, schmunzelte ich amüsiert.

„Das ist nicht lustig!“, erklärte Draco leicht verschnupft.

„Aha, ich weiß, eher zum Heulen!“, gab ich ihm recht, die Situation war auf ein mal sowas von kompliziert, so viel das zu Bedenken war kam auf uns zu.

„Ja, wohl war! Aber wie konnte SIE so dumm sein?“, murte er wütend.

„Also, Draco zum Baby machen gehören immer zwei dazu!“, wies ich ihn zurecht.

„Oh ja, genau das musst du mir sagen, wo ist dann bitte dein Bauch….ich möchte sagen und darauf hinweisen du hüpfst öfters durch die Betten als Daphne und bist eindeutig nicht schwanger! Und wie du so treffend erwähnt hast vor allen, hab ich nie über die Verhütung nachgedacht!“, schien er so erregt das er gemein wurde, aber bitte über dieser Anmache stand ich so was von, das ich ihn nur mit skeptisch erhobener Braue maß.

„Draco bitte, reiß dich zusammen! …roll nicht mit den Augen! Ich will keine Kinder! Deshalb sorge ich doppelt vor, nehme den Trank und ich nehme die Pille, ich dachte mir, ich nehme aus beiden Welten das effektivste!“, lächelte ich ihn kalt grinsend an, dabei sah er mich abwägend an.

„Kalt wie eh und je, das ist erregend Hermione…aber wirklich NIE?“, fragte er zweifelnd nach.

„Das hab ich nicht gesagt, wenn es nötig wäre, vielleicht, aber mal im Ernst, siehst du mich mit einem KIND?“, klang ich leicht abwertend und Draco legte seinen Kopf überlegend schief.

„Mäßig… wobei du könntest deinem Sohn dann die Jagd beibringen, das glaube ich wäre dein Steckenpferd!“, grinste er breit und meinte es weniger ernst.

„Sehr witzig und was mache ich mit ihm, die ersten 10 Jahre?“, fragte ich spöttisch nach.

„Ein Argument!“, erwiderte er kalt und leicht einsilbig.

„Weißt du Draco, ich möchte wenn keine Mutter wie Narcissa sein, wenn es denn sein müsste, aber ich weiß nicht ob ich so…mütterlich fühlen könnte wie es sich gehört!“, legte ich nun auch wieder emotionslos und sachlich dar.

„Das sehe ich auch noch nicht, also ist es nur gut, dass nicht du es bist die schwanger geht!“, war er mal wieder schrecklich pragmatisch und genau so nüchtern wie ich.

„Ich würde es wegmachen lassen, täusch dich nicht in mir und ich würde nicht so ewig nichts merken!“, meinte ich was ich sagte felsenfest.

„In dir… NIE! Das denke ich mir schon und ich würde dich darin immer unterstützen, aber das das für Daphne nicht in Frage kommt, war auch klar! Außerdem ist sie ja auch schon ziemlich weit, die Hälfte ist schon rum, wenn ich nicht irre. Aber das du es eher merken würdest, glaube ich dir auch sofort!“, meinte er Schultern zuckend und wir verfielen wieder in ein Schweigen.

„Ich freu mich eigentlich für Harry, weißt du Draco!“, sprach ich plötzlich.

„Wirklich warum?“, harkte er nach und hob fragend eine Braue, während er mich ansah.

„So halt!“, zuckte ich mit den Schultern, weil ich es nicht richtig erklären konnte, aber wenn ich darüber nachdachte, ja ich freute mich für ihn. Auch wenn die Situation alles andere als einfach war, entwickelte sich sein Leben doch im Vergleich zu vorher gerade sehr zum Guten, aber bitte, schlechter als er es bei den Dursleys gehabt hatte konnte es ja kaum noch werden.

„Er selbst und auch Daphne scheinen weniger glücklich!“, wandte Draco sehr richtig ein, aber bitte, die zwei standen noch unter Schock und ich war mir sicher, in nächster Zeit würden sie es nicht als Glück sehen können.

„Das mag sein, aber so bleibt immer was von Harry übrig, auch wenn er sterben sollte!“, war ich mal wieder zuckersüß.

„Wenn du es so siehst? Ich sehe es eher positiv, dass er noch mehr tun wird um seiner Aufgabe gerecht zu werden.“, warf Draco schrecklich herzlos ein.

„Du taktierende Schlange, alle im Cottages denken, du bist stinksauer!“, lachte ich auf.

„Sollen sie es doch denken, aber ich bin bereit die Vor- wie die Nachteile in Betracht zu ziehen, Potter hat schon immer einen Antriebsmotor gebraucht und was ist ein größerer als Familie, schließlich gerät da auch mein Vater in Wallungen wo ihm doch sonst alles nicht gleichgültiger sein könnte! Außerdem, sollen sie und vor allem Daphne und Potter ruhig etwas zappeln, Strafe muss sein. Denkst du wirklich ich würde Daphne nicht schützen, sie gehört zu UNS!“, legte er dar und klang zum Schluss schrecklich versnobt, aber ich gab ihm recht, er schützt die Slytherins immer und das er am Ende auch Daphne trotz all dem oder gerade deswegen schützten würde, war mir eigentlich klar.

„Der geborene Slytherin hat besprochen!“, erklärte ich anerkennend, dann neigte Draco geschmeichelt sein Haupt.

„Weißt du, dass Potter herrlich war, als er die Beherrschung verloren hat und den Ring mit Wucht in den Boden gerammt hat. Ich hätte mich vor Lachen wegschmeißen können!“, kicherte er nun los. „…so…sooo viel Drama!“

„Hihihih, das ist echt Harry, aber ja… es hatte etwas dramaturgisches als er so aufgedreht hat!“, stimmte ich zu, Harry hatte die Beherrschung verloren als er sich alles auflösen sah, das es dann doch ganz anders gekommen war, freute mich für ihn und ich war mir sicher, über das Thema Verlobung war jetzt erst recht das letzte Wort noch nicht gesprochen.

„Das sag ich dir, sind Gryffindors….arme Daphne, da kann sie einem fast leidtun, aber sie hat ihn sich ja ausgesucht!“, schüttelte er amüsiert den Kopf.

„Und du denkst sie schafft das alles, die Anforderungen die sich nun an sie stellen werden, sind nicht ohne, höchstwahrscheinlich bin ich nun noch strenger zu ihr, da viel davon abhängt das sie sich keine Schwäche und auch keine Fehler leistet!“, zweifelte ich und Draco nickte.

„Ja, das schafft Daphne, sie wurde so erzogen, die Reinblutfrauen sollen Kinder, Nachkommen auf die Welt bringen, das ist ihre Aufgabe, die Einzige, die sie wirklich haben! Die Schwangerschaft wird nicht als Krankheit angesehen, sondern als das natürlichste von der Welt, ich glaube das sie sich in den letzten Wochen gehen ließ hatte damit zu tun, das sie es nicht wusste und weil sie wohl Angst vor unserer, deiner, meiner und Potters Reaktion hatte, schließlich weiß sie spätestens seit Nott sehr deutlich wie ich mit Dummheit umgehe und wie ich diese hasse! Jetzt da sie es nun weiß, dürfte kein Wort des Unfriedens oder Unwohlseins über ihre Lippen kommen! Sie wird stark sein, kämpfen und alles tun was du oder ich verlangen um uns, das Baby, sich und Potter zu schützen, schließlich sieht sie auch selber die Notwendigkeit dafür, aber auch ich werde sie noch mehr im Auge behalten und nicht zulassen das sie versagt, Potter ist zu wichtig!“, fasste er zusammen was er dachte und plante und auch wie klar er alles sah, doch ich hoffe, seine Einschätzung von Daphne war richtig, dann das würde mich leichter schlafen lassen.

„Ich vertraue auf deiner Einschätzung!“, sagte ich deshalb mit Skepsis.

„Tu das!“, grinste er mich nun verschmitzt an und erhob sich galant.

„Und nun meine werte Lady, erwartet sie die Feier im Manor! Mehr Kontrastprogramm geht gar nicht! Ich bin gespannt was dir mehr zusagen wird mein Liebling!“, griff er sanft nach meiner Hand und hauchte mir einen liebevollen Handkuss darauf.

„Ich hole dich in einer halben Stunde ab und geleite dich in den Weihnachtssalon!“, dann war er schon an der Tür als ich hochzuckte.

„MOMENT, ihr….wir haben hier einen Weihnachtssalon, was soll das sein?“, war ich perplex und Draco lachte.

„Ja, es gibt einen Salon in dem wir jedes Jahr Weihnachten feiern und nur in ihm, bitte, hier sind sooo viele Zimmer….!“, zeigte er seinen Snobismus von der dekadenten Seite und entschwand herrlich belustigt über mein Erstaunen.

Ich saß noch kurz versonnen da um das alles zu fassen, wir feierten nun in einem extra Raum, ich musste mich beeilen um mich herzurichten und juhjuhjuhju Harry wurde ein Dad, irgendwie freute mich das wirklich für ihn, über kurz oder lang würde es sein Leben bereichern, selbst wenn das noch in ferner Zukunft lag das er sich freuen konnte, war ich mir darüber doch sicher!

Ich war gespannt was das mit sich bringen würde, das ihn das wieder verändern würde war nur logisch und ich fragte mich, ob mir die Veränderung gefallen würde, aber vielleicht, hoffentlich, hatte Draco recht und es würde für ihn noch mehr zur Antriebsfeder werden, sodass er noch stärker, selbstsicherer und kämpferischer wurde und vielleicht auch noch beherrschter.

Ich musste echt kichern, ja es hatte wirklich etwas sehr dramatisches gehabt wie sein Temperament mal wieder mit ihm durchging, so wie beim alten unbeherrschten Harry öfters und er es aber jetzt auch noch manchmal konnte und Daphne den Ring vor die Füße gedonnert hatte. Aber das Draco so taktierte und die Situation auch schnell so pragmatisch gesehen hatte wie ich, gefiel mir, er war halt ein gerissener Slytherin, alle anderen im Glauben zu lassen er wäre stink sauer, reine Taktik.

Jetzt legte ich meinen Kopf verzweifelt in meine Hände und stöhnte auf, Himmel da bekam man echt Migräne!

Aber zu meinem Leidwesen wurde ich das Gefühl nicht los, das die Twins alles andere als traurig gewesen waren mit der Aussicht auf ein Kind im Haus, konnte ich es mir lebhaft vorstellen das ihnen, wenn sie nur alleine waren durchaus die Decke auf den Kopf fiel und sie waren es gewohnt von Kindern umgeben zu sein und die Aussicht selbst einmal Kinder zu haben war erschreckend gering, wenn wir ehrlich waren, war mir klar, dass sie es lieben würden die Onkels und Ersatz-Papas zu spielen. Armes Kind und wir armen anderen, die den Irrsinn würden aushalten müssen.

Unglaublich aber wahr, wir würden in wenigen Monaten ein Kind in unserer Mitte haben, Himmel, ich und ein Kind, ein Gedanke, der mir so fern wie der Mond war, schnitt ich eine verärgerte Grimasse. Ich hinterfragte aber nicht die Gründe, denn bei Harry war noch nie was rund gelaufen, letztendlich würde man bei seinem Leben nur graue Haare bekommen, wenn man sich zu sehr grämte, also ließ ich das resolut bleiben und eilte ins Bad um schnell unter die Dusche zu springen.

http://blog.giglio.com/de/milano-moda-uomo-roberto-cavalli-autunno-inverno-201112/
(linkes bild ganz unten)

Ich hatte aus meinem neuen, riesigen Schrank also dieses lange, silberne Kleid ausgewählt, das sehr schön zu der edlen, silbernen Weihnachtsdekoration des Manors passte. Es war sehr festlich, edel, schick, genau das Richtige für ein Weihnachtsdinner im Manor und da wir unter uns sein würden, durfte es ja auch sexy sein.

Das ganze Kleid war aus einem leichten, dünnen Stoff der silbern schillerte, was aber noch durch zusätzliche Silber-Applikationen an der Taille und am tiefen V-Ausschnitt betont wurde. Um die Taille wurde das Kleid durch einen schmalen, silbernen paillettenbesetzten Gürtel unterteilt und ging darunter in einen weiten Rock über, der durch die den zarten Stoff sehr leicht wirkte. Meine Schultern wurden nur von den breiten Trägern bedeckt, ansonsten hatte das Kleid keine Ärmel.

Der fast schon verboten tiefe Ausschnitt vorne endete erst deutlich unterhalb meines Brustansatzes, schuf ein sehr tiefes Dekolleté, sodass ich nichts darunter tragen konnte, was noch durch den eben so tiefen v-förmigen Rückenausschnitt weiter erschwert wurde. Alles in allem sehr sexy und ich war mir sicher, meinen Männern würde es sehr gefallen.

Steckte ich mir meine Haare locker hoch, damit der gewagte Ausschnitt vorne und hinten erst richtig zur Geltung kam, musste ich gestehen als ich brav fertig war und ungeduldig Draco entgegenharrte das ich gespannt war, da das Fest hier bestimmt ganz anders ablaufen würde als das chaotische, gemütliche im Cottage. Legte ich mir abschließend noch eine kleine herrlich, weiche silbrige, schwarze Chinchilla Pelzstola um als es auch schon klopfte und Draco sein Haupt hinsteckte und als er mich sah blinzelte:

„Du bist wunderschön Hermione, da werden Severus und Vater aber staunen, komm!“, hauchte er mir galant einen Handkuss auf, da musste ich aber auch gestehen das Draco fantastisch aussah in seinem klassischen, schwarzen Maßanzug, dem dunkelgrünen Hemd, das er dazu trug und der genauso dunkelgrünen Krawatte.

Er legte sich meine Hand fürsorglich auf den Arm und geleitete mich durch das nun vollkommen geschmückte Manor, zu guter Letzt hatten die Hauselfen wirklich überall ausschweifend dekoriert und stilistisch, üppige, schöne Girlanden aufgehängt. Alles war genau abgestimmt, es gefiel mir sehr, hier ein paar rote und grüne Schleifen, da Stechpalmen und Efeu, insgesamt wirkte alles sehr stilsicher, dann war über alles noch magischer Schnee gestäupt und glitzerte im Schein der abertausenden von Kerzen. Fast war es wie ein himmlisches Wintermärchen, ähnlich romantisch und idyllisch wie der Anblick des verschneiten Cottage den Draco und ich hatten genießen dürfen, nur prächtiger, pompöser und steifer in seiner geplanten Pracht.

Das gesamte Manor war auch schon für den morgigen, großen Ball herausgeputzt, daher glitzerten silbrige Sterne oder klarsichtige, kristallene Sterne in unterschiedlichen Formen und Größen überall. In jeder Ecke war eine Tanne aufgestellt, die sehr schlicht geschmückt waren mit durchsichtigen, weißen Kugeln und immer war alles in einem glitzernden Weiß oder mit Schmuck aus durchsichtigem Bleikristall bestückt, so wirkte das Manor gerade wie ein Eispalast, daher wickelte ich mir fast instinktiv, obwohl ich nicht fror, meine Stola enger um die Schultern.

Es wirkte wirklich wie eine Winterlandschaft mit feinen Akzenten, durch die mich Draco im Parterre führte. In einer Ecke, die ich wirklich noch nicht betreten hatte öffnete sich eine breite Tür und ich stockte kurz, denn der Raum war doch wirklich nicht als klein zu bezeichnen. In ihm waren doch wirklich fünf Tannen, vier Kleine die auf Tischen lieblich angerichtet waren und eine große in der Mitte, aufgestellt.

Die große Tanne war ein prachtvoller Baum und seine weitausladenden Zweige reichten weit in den Raum. Er war der einzige, der über und über mit Gold geschmückt war, strahlte er aus der weiß, silbrigen dekadenten Pracht heraus, die mich hier empfing. Im mannshohen Kamin prasselte ein großes, gemütliches Feuer, das alles wirklich abrundete und den Salon gemütlich machte für ein schönes Weihnachtsfest im Kreise meiner Familie, mein erstes Weihnachtsfest hier.

Ich blinzelte ungläubig als sich uns Severus und Lucius zuwandten. Severus gewohnt in einem dunklen, schwarzen, samtenen eng geschnittenen Gehrock, der aber perfekt saß und ihm schmeichelte, tja und Lucius hatte einen brokatenen Gehrock in grün mit silbernen Mustern an, der wunderbar sein herrschaftliches Auftreten unterstich.

„Endlich, Hermione Liebes, Draco! Frohe Weihnachten!“, schallte es von Lucius jovial.

„MHM…!“, erklang es wie gewohnt grummelnd von Severus, aber die taxierenden Blicke der Beiden nahm ich durchaus war.

„Wow, Lucius ist das hier jedes Weihnachten so?“, fragte ich überwältigt und drehte mich im Kreis.

„Ja, Hermione, Vater stattet das Manor jedes Jahr so aus, nur die Farben können je nach seiner Stimmung variieren!“, belehrte mich Draco, während sein Vater nickend näher kam und mir ebenso wie Draco vorhin charmant die Hand küsste, um mich dann zu dem abseits gelegenen Erkerzimmer zu gleiten das in einer weiteren Ecke des großen Zimmers abseits hinausging, von dem aber weiterhin einen guten Blick auf den Salon hatte. Dort war der runde Esstisch aufgestellt, der groß aber noch gemütlich zu nennen war, auch wenn er eindrucksvoll und elegant eingedeckt war.





Die silbernen Platzteller waren sehr schön anzusehen und der Blumenschmuck aus weißen Christrosen war himmlisch, nur das Gedeck machte mir sorgen. Ich wusste dank meiner Eltern die ein Sternegericht wohl zu schätzen gewusst hatten, was es bedeutet wenn sich die Gabeln und Messer zu beiden Seiten der Platzteller aufreihten, offensichtlich stand mir wohl ein mehrgängiges Menü bevor, das meine schlimmsten Befürchtungen wahr werden lassen könnte.

Da wurde mir schon der Stuhl zuvorkommend zurechtgerückt von Draco und wir nahmen Platz. Severus saß mir gegenüber und die blonden Schönlinge je rechts und links von mir, derweil strahlte über uns der riesige, 16 armige, silberne Lüster in der Mitte des Tisches mit einem gemütlichen Licht auf uns nieder.

Nun zum Einstand ein Champagner Rosé in Kristallflöten gereicht und als uns die Hauselfen die Gläser reichten, prosteten wir uns alle zu. Es wirkte so aus wollte Severus ob der Lächerlichkeit das er ein rosafarbenes Getränk trank seine Mundwinkel gar nicht mehr heben, dafür hatte ich damit zu kämpfen das die meinigen mir dank seines leidenden Anblicks nicht entglitten, wollte ich gar nicht wissen was er dachte.

Unterdessen schien Lucius völlig in seinem Element, parlierte er nun darüber, dass WIR, die Mafloys eher den französisch angehauchten weihnachtlichen Traditionen folgten, nicht den Englischen, deshalb feierten wir auch am 24. Abends und nicht wie die Engländer am 25. Morgens. Wir hatten die Bescherung ja im Cottages nur deshalb vorgezogen damit wir zusammen hatten feiern können, daher war ich jetzt positiv überrascht, da es mir sehr zusagte von nun an jedes Jahr am 24. zu feiern, weil ich es gemütlicher und anheimelnder fand die Geschenke in der stimmungsvollen, abendlichen Atmosphäre zu erhalten, statt sie am Morgen aufzureißen, damit konnte ich gut leben, dachte ich und gönnte ich mir noch einen Schluck des exzellenten Champagners.

Als er sich weiter erging in der Erklärung, dass wir Malfoys ja von den Franzosen abstammten und daher die Traditionen kamen und seit Jahrhunderten hochgehalten wurden, kam der erste Gang.

Wie ich zum Glück erkannte, war der blütenweiße Teller auf dem das Gericht serviert wurde, nur minimal befüllt, somit war es eher als ein Happen zu bezeichnen und da atmete ich doch erleichtert auf. Ich durfte eine Coquilles Saint-Jacques à la bretonne, genießen.

http://www.meilleurduchef.com/cgi/mdc/l/fr/recettes/coquille_saint_jacques_bretonne_ill.html

„Ich hoffe du magst gratinierte Jakobsmuscheln?“, hauchte mir Lucius zu und ich grinste gezwungen, nickte aber brav, auch wenn es mich innerlich schüttelte, wenn ich an die gubbelige Muschel dachte, schien es aber Severus und Draco durchaus zu schmecken.

Das Fleisch der Muschel war schön unter einer gelben, gratinierten Masse versteckt, dazu war es ansprechend in einer halben Muschel angerichtet und wir griffen zu der Gabel und aßen den kleinen Happen. Dann legte ich mir danach noch ganz flott ein Baguette auf meinen Brotteller und stich mir mit dem Buttermesser etwas gesalzene Butter auf, um den Geschmack der Muschel zu übertünchen.

„Der trockene Weißwein dürfte dir auch munden!“, wies mich Lucius an und die Versuchung war groß die Augen zu rollen, nippte ich nun an ihm und musste ihm zugestehen, er passte hervorragend zu dem Gericht, da es mir erfolgreich gelang es zu behalten, ging es weiter und Draco warf mir einen wissenden Blick zu, wissend das ich mir das Menü von heute Mittag wünschte.

Jetzt kamen Escargots en cassolette, oh man, zum Glück mochte ich überbackene Schenken in Kräutersauce, aber Schenken in einem dreifachen Champignoneintopf, nein nicht wirklich…nun, ich ergriff die kleine, zackige Gabel und führte die kleinen Tierchen an meinen Mund und ließ damit das nächste Gericht über mich ergehen, zum Glück war es nur ein kleiner Gang, wobei er mir mehr zusagte als die Muscheln, spülte ich reichlich mit dem trockenen Wein nach.

http://www.meilleurduchef.com/cgi/mdc/l/fr/recettes/escargot_champignon_ill.html

Als nächstes kam der absolute Clou Huîtres gratinées au sabayon de champagne, ich hasste Austern, daher schluckte ich schwer, als ich auf die halbe Muschelschale blickte, die mit der überbackenen Sabayon einladend aussah, aber in Gedanken an den Schleim darunter wurde mir anders. Ich hatte mit 9 meine erste und letzte Auster zu mir genommen, danach war es wie in einem Aufzug rauf und runter in mir gegangen bis sie nach einem kräftigen Schluck Cola zum Glück unten geblieben war, daher blinzelte ich nun leicht und trank todesmutig mein Glas Wein leer.

Ich dachte, dass ich gerade sah wie Draco versuchte sein Grinsen hinter der Serviette zu verbergen, als er sich den Mund kultiviert abtupfte, doch das war gar nicht witzig. Somit schlang ich die Auster todesmutig hinunter und versuchte das in mir aufsteigende Würgen mit einem Baguette zu bekämpfen. Ich meine ,es sah göttlich aus, aber schlecht vom Geschmack wurde mir trotzdem, armer Champanger in der Sabayon, würgte ich es hinunter….nahm Lucius meinem Kampf großzügig nicht zur Kenntnis und fabulierte über was weiß ich, während nun selbst Severus amüsiert schien als er genüsslich seine Auster schlürfte und mir einen tiefen, wissenden Blick aus diesen viel zu schwarzen Augen schenkte.

http://www.meilleurduchef.com/cgi/mdc/l/fr/recettes/huitre_gratinee_sabayon_champagne_ill.html

Ich hoffte wirklich das das bald vorbei war, zwar mochte ich französische Küche, aber die Gourmetküche verlangte mir schon manchmal was ab, wer aß den schon gerne Kalbsbäcken-Nieren-Leber-Hirn und so was? Eben, keiner, ich auch nicht….waren es zum Glück bisher, trotz der schnell wechselnden Gerichte immer nur Gaumenhappen gewesen. Nun hätte ich doch glatt, die Bäckchen bevorzugt, denn es kam der Brüller, der mir nun endgültig die Tränen der Verzweiflung in die Augen trieb.

Crème brûlée au foie gras, ja war das zu fassen, als ich vor dem kleinen, heißen Töpfchen saß, war ich schier am Verzweifeln als ich unter meinem langen Wimpern hervor einen verzagten Blick auf Lucius warf, der heute sein langes Haar in einem Zopf trug und genießend diese abartige Zubereitung von einer Gänseleber aß….Himmel und Hölle, blickte ich nun wieder auf mein mit braunem Zucker gratiniertes Essen hinab. Ich langte todesmutig zu dem Löffel und kostete, wo waren die Muscheln und die Schenken, alles war besser als das da….okay, foie gras, kalt ging ja noch, wenn es denn sein musste, aber warm?

http://www.meilleurduchef.com/cgi/mdc/l/fr/recettes/cb_foie_gras_ill.html

Sollte jemand eine Methode suchen um mich zu foltern, bitte….ich hatte eine sichere Idee mit was es ihm gelingen konnte mich zum Betteln zu bringen, schaffte ich es nicht…das da aufzuessen, beendete ich nach der Hälfte des Gerichts meinen Schmaus und trank schon wieder, wenn das so weit ging würde ich besoffen sein bevor die Bescherung begann, denn ich hatte bestimmt schon gut eine Flasche alleine gelehrt um den Geschmack von meinen Knospen zu vertreiben.

„Was ist mein Liebes?“, wollte Lucius sofort wissen und ich schenkte ihm ein künstliches Lächeln, als ich mein Besteck ablegte.

„Nichts, nur reichlich….wenn ich die anderen Dinge noch genießen soll, muss ich auf hören…!“, klimperte ich ihn entschuldigend an, während Draco schnell einen Schluck trank um sein Amüsement zu verbergen, stand mir mein Genuss doch ins Gesicht geschrieben.

„Dies ist der letzte Gang vor dem Hauptgericht! Bisher waren dies alles Spezialitäten wie sie typisch an diesem Festtag gereicht werden, schließlich lieben es die Franzosen lange zu schlemmen!“, klärte er mich auf, ja…schlemmen…alles klar, schenkte ich ihm ein extrem gekünsteltes lächeln.

„Zwar bevorzugen die Franzosen zum Festessen den „Dinde aux marons" als Hauptgang, aber wir reichen hier den „Chapon aux marons“, da ich den Kapaun, der Pute vorziehe!“, setzte er es mir auseinander, aber ehrlich, das hatte ich schon gewusst und mich nach den Vorspeisen schon darauf gefreut, denn ehrlich, mit Fleisch konnte ich was anfangen.

Ich brauchte nach dem ganzen Alkohol mit dem ich die vorzüglichen Häppchen hinab gekippt hatte, endlich was Gescheites im Magen, damit ich nicht umkippte, taten der Gewürzwein, der Eierpunsch mit Eierlikör, Rum und Weißwein und und und ihr übriges von heute Mittag, bis jetzt zum reichlich genossenen Champagner und Wein, verspürte ich einen leichten Schwindel!

Hier ging es ganz anders zu als im Cottages, sehr gesittet und manierlich, unterdessen erklangen von nirgendwo und überall sanfte Harfenklänge und umhüllten uns, während wir ein gemütliches und unterhaltsames Gespräch führten, dabei ging es um nichts spezielles, nur um die Arbeit, Severus leiden als Lehrer im Besonderen, darüber war er erstaunlich gesprächig, Dracos und meine Schulerfolge, eben nichts überragend spannendes, somit war es angenehm bis dann der Hauptgang herrlich angerichtet auf einem Teller serviert wurde.

Nun wurde ein Apfelwein zum mit Esskastanien und Pflaumen gefüllten, knuspriger Kapaun gereicht, dazu war als Beilage ein mit Maronen, Butter und Zucker gefüllter und gebackener Apfel gereicht worden. Ich musste dem Ganzen zugestehen das endlich etwas wirklich Deliziöses dabei war, schließlich schmeckte es mir endlich wirklich, richtig gut, sogar noch besser als der riesen Truthahn im Cottages, hier trafen die Franzosen meinen Geschmack, daher war dies einfach ein Genuss. Jetzt hätte die Portion etwas größer sein dürfen, musste ich wohl oder übel erkennen und der Tatsache ins Gesicht sehen, das ich wohl kein Feinschmecker und nicht feingeistig genug für die wirklichen Delikatessen war.

Unterdessen erntete ich ein Schmunzeln, das bei Lucius begann, über Draco weiterging und bei Severus erstaunlicherweise endete, da schienen sie sich auf meine Kosten herrlich zu amüsieren, als ich nun mit Genuss und Lust zulangte.

Nun kamen wir dann endlich zum Ende der Völlerei dieses Tages, der eher an ein großes Fressen erinnerte als an Heiligabend. Die „Buche de noël“ wurde aufgetragen, dies war der traditionelle Weihnachtsholzscheitkuchen, der ging auf die Kelten zurück, die die Wintersonnenwende mit brennenden Holzscheiten begrüßten, daraus entwickelte sich das Dessert, das wir heute auch schlicht als Baumkuchen kannten.

Hier wurde der Kuchen als schokoladener, in Rum getränkten Biskuit-Kuchen in Form eines Holzscheits aufgetragen. Dazu wurden Trüffel und Orangettes gereicht und zum besonderen Genuss tranken wir wieder ein Glas eisgekühlten Champagner, somit konnte ich mich mit dem Abschluss wirklich anfreunden, aber die Angst vor nächstem Jahr blieb danach leider bestehen, würde ich Draco danach unbedingt fragen müssen, ob die Speisenfolge festlag oder variierte?

http://www.meilleurduchef.com/cgi/mdc/l/fr/recettes/buche_noel_ill.html

Ich brannte nun regelrecht darauf, dass die Bescherung kam und wir verließen gut gesättigt…oder auch eher nicht den Tisch und gesellten uns zu der Sitzgelegenheit vor dem prasselnden Kamin unter der sehr beeindruckenden Tanne, als die Herrn sich wie selbstverständlich auf den Sesseln verteilten, blieb mir nur die Couch, die ich dank meines weiten und breiten Kleides gut füllte.

Es entstand eine gewisse, gespannte Stille mit der Frage wie es nun weiterging, dabei wirkten meine Männer ganz untypisch unentschlossen und gehemmt, also entscheid ich, das das nichts mehr in dem Leben werden würde wenn ich nicht anfing und daher ließ ich mit einem schwenk je ein prächtig verpacktes Geschenk zu meinen Männern schweben.

Ich hatte Severus seines in ein glänzendes schwarzes Papier verpackt, mit einer mattschimmernden, silbrigen Schleife versehen, dies erschien mir irgendwie stimmig, schillerten doch er und sein Geschenk in dem weißen Schnee bestäubten und durch die Kristalle schimmernden Raum heraus wie eine Fehlbesetzung!

Dracos war in den Slytherinfarben gehalten und mit einer voluminösen, silbernen Schleife gekrönt, nur Lucius Geschenk hatte ich in Gold verpackt. Jetzt blickten alle drei mit dem absolut gleichen Ausdruck des nichtssagens auf die sich nun in ihrem Schoss befindlichen Päckchen.

Also klatschte ich verärgert in die Hände:

„Merlin Jungs…echt, jetzt etwas mehr Begeisterung, um das da zu besorgen, dafür bin ich extra aus Hogwarts raus und jetzt zeigt etwas Leben das in euch steckt!“, funkelte ich sie aggressiv an, hey, also da wollte ich schon mehr Begeisterung sehen, als sich bemerkte wie Draco kicherte um dann den Kopf in den Nacken zu legen und laut zu lachen, blickte zuerst Lucius ihn indigniert an, um dann auch die Contenance fahren zu lassen und tief zu lachen zu beginnen, weil er seinen Sohn betrachtete, der sich gut zu amüsieren schien.

Nur Severus blieb ruhig, da er mit erhobener, dunkler Braue alles betrachtete, wie immer lockte man aus dem Mann aber auch keine Reaktion raus, unterdessen begann er einfach die mattsilbrige Schleife zu lösen und packte sein Geschenk unprätentiös aus.

Ich knabberte nervös auf meiner Lippe, wie Severus darauf reagieren würde das ich ihm etwas schenkte, denn wie schon zu meinem Geburtstag, erwartete ich von ihm nichts, wusste ich doch das das verspätet geschenkte Buch nur aus einer Laune heraus kam, durfte man NIE in Severus verhalten etwas voraussetzten, eher wäre man dann der Dumme oder im schlimmsten Fall verletzt, daher hoffte ich das mein Idee seine Zustimmung fand.

Severus war ein schwer einzuschätzender Charakter und ich hätte viel für seine Gedanken gegeben. Er zeigte sich jedoch völlig ungerührt darüber, dass sich die beiden blonden Malfoys lachend amüsierten etwas was sie sonst nie taten, während sie nun bemerkten, dass er sich schon daran machte sein Geschenk zu öffnen.

Jetzt zeigte es sich mal wieder das er der sogenannte, lachende Dritte war, daher war es zu komisch als Lucius nun mit interessiertem Blick beobachtet wie sich das Papier verabschiedete und ein kleines, schlichtes Buch zum vorschien kam. Doch weiterhin konnte man Severus Gesicht nicht das Geringste ansehen was er dachte.

http://pirckheimer.blogspot.com/2009/09/prachteinbande-eines-jahrtausends.html

Damals in der DiagonAlley hatte ich extra einen alten Lederschnittband erstanden, diesen zierten zwei verschnörkelte Schließen und in der Mitte auf dem Deckel war eine kleine Platte angebracht in die ich seinen Namen „Severus“ eingraviert hatte. Ich war so frei gewesen eine komplette Sammlung aller meiner Erfindungen und ausgearbeiteter Errungenschaften für Severus zusammenzustellen und ihm nun zu offerieren, dazu gehörten meine drei auf Rita angewendeten Flüche, genauso wie die Münzen für unsere Kommunikation, sowie so einige andere Ideen, die ich hatte.

Ich hatte ich mir viel Mühe damit gemacht und wollte mich revanchieren, dafür er mir sein Buch zum Geburtstag geschenkt hatte, daher hoffte ich wirklich hier seinen Geschmack zu treffen. Ich vermutete stark das ich Severus Herz mit Schmuck nicht hätte erweichen können und so strichen seine Fingerspitzen sanft über die Gravur, um dann zu den Schließen zu fahren, als er versuchte sie zu lösen gaben sie nicht nach, worauf seine dunklen Obsidianen rasch zu mir schweiften und ich ihm ein verhaltenes Grinsen zeigte, dann blitzte das verstehen in den seinigen auf und er riss sich leicht an dem Metall die Haut auf und gab einen Tropfen, denn ich hatte die Idee gehabt, das er jedes mal wenn er es ansehen wollte er einen kleinen Zoll abgeben musste, knuffig gefunden.

Er hatte nicht wirklich lange gebraucht um darauf zu kommen, dann klackten die Schließen nun magisch auf und offenbarten die beschriebenen Seiten, somit hatte sich Severus abgemeldet, da er sich augenblicklich durch die Seiten arbeitete, ihm dabei seine Haare wie ein schwarzer Vorhang vor das Gesicht gefallen waren, existierten wir nicht länger.

Jetzt fasste sich Draco, schmunzelte aber immer noch und da Severus erledigt schien und dieser keinerlei Interesse mehr an seiner Umgebung zeigte, riss er nun doch ungeduldig sein Geschenk auf, ging wenig sanft vor, wirkte gespannt was ich ihm schenken könnte und so kamen sie zum Vorschein. Ich hatte für Draco ein edles Ensemble bestehend aus Manschettenknöpfen, einer Krawattennadel und einem Ring aus Gold ausgesucht, die alle eine Schlange darstellten.

Der Ring war glänzend, aus Gold und zeigte zwei sich umwindende Schlangen, deren Köpfe den Ringkopf bildeten. Ihre Augen bestanden aus insgesamt vier kleinen Diamanten. Mir hatte das Stück sofort gefallen da es so edel ausgesehen hatte, so filigran gearbeitet war, da jede Schuppe der Schlangen zu erkennen war und die Schlangen sehr gut zu Draco passten, außerdem hatte ich es als richtig empfunden ihm einen Ring zu schenken, den egal was mich mit den anderen beiden, vor allem mit Severus auch verband, mein Freund war Draco und seine Stellung in meinem Herzen war ganz besonders.

Dazu kam dann noch die Geschichte, die mir der Verkäufer zu dem Ring erzählt hatte und in den Tiefen meines Kopfes war ein Bild aus der „Geschichte Hogwarts“ aufgetaucht, das zu der Geschichte und den Namen passte und mir schnell gezeigt hatte, das dieses ein sehr besonderes Stück war, das ich um keinen Preis der Welt in dem Laden hatte lassen können. Ich hatte völlig unerwartet einen wahren Schatz entdeckt aber darüber würde ich mit Draco wohl eher später sprechen.



http://www.antiquejewelrymall.com/r897.html Draco besah sich zufrieden lächelnd den Ring und streifte ihn sich sofort über, währenddessen erklärte ich:

„Wenn ich mich nicht irre, war der Goldschmied, der deine Stücke hergestellt hat ein Zauberer, auch wenn der Händler…ein Muggel, das nicht wusste und ich bin mir sicher, auf den Stücken liegt ein Zauber, doch nichts gefährliches, das habe ich natürlich sicher gestellt, aber vielleicht sollten wir es mal prüfen!“, spielte ich gedanklich auf Harry und sein Parsel an, aber das konnte ich hier vor Lucius nicht offen sagen.

Draco öffnete währenddessen auch die zweite Schatulle und betrachtete dann offensichtlich freudig die edle Krawattennadel die eine große, sich rund ineinander schlängelnde, goldene Schlange zeigt und die opulenten Manschettenknöpfe, die ebenfalls kleine Schlangen waren, jedoch mit kleinen Rubinen und Diamanten verziert waren. Auf jeden Fall waren alle drei Stücke Hingucker, einzigartig und für Draco sehr passend, schmückte er sich doch so gerne, selbst wenn nur der Ring wirklich richtig besonders war.

http://www.barneys.com/Deakin%20%26%20Francis%20Snake%20Cufflink/00505012562626,default,pd.html?utm_source=GAN&utm_medium=TheFind%2C%20Inc.&utm_campaign=Primary

(Manschetten)http://www.rubylane.com/item/240349-CJBSD907-1028/Victorian-14-Karat-Gold-Figural

Er schenkte mir ein breites Lächeln, erhob sich und ging zu mir herüber küsste mich sanft, bevor er sagte:

„Danke, du hast meinen Geschmack wirklich getroffen!“

„Das freut mich!“, strahlte ich ihn lächelnd an.

Dann zog er sich wieder gesittet zurück, doch ich beugte mich nochmal vor, zog ihn zu mir zurück, umarmte ihn lieb und wisperte in sein Ohr:

„Der Ring ist von Salazar!“

Danach sank ich zurück und zwinkerte ihm zu und er hauchte leise: „Aber wie?“ ich schüttelte fast unmerklich den Kopf, formte mit den Lippen ein lautloses „Später“, das er verstand, er zeigte sein Erstaunen nur ganz kurz, dann fing er sich wieder und nickte nur, begab sich zurück zu seinem Sessel wandte sich Lucius und Severus wieder zu, weil

Lucius nun lapidar meinte:

„Hier mein Sohn mach weiter, dein Geschenk wie jedes Jahr!“ Sie hatten unsere kleine Unterhaltung nicht mitbekommen, Severus war noch immer gefangen in seinem Geschenk von mir und Lucius hatte inzwischen Dracos Geschenk zu sich gerufen, außerdem hatte Draco mit dem Rücken zu ihm gestanden. Das Packet von Lucius war an sich schon eine Aussage, denn seine Form war eindeutig, dazu kamen die Worten von Lucius und so lächelte Draco auch spöttisch und entfernte das Papier von dem neuersten Rennbesen Modell, das er wie gesagt jedes Jahr erhielt.

„Danke Vater!“, wirkte es wie ein altes Ritual zwischen den beiden.

Ich sah auffordernd zu Lucius, der alles genau beobachtet zu haben schien, dem aber trotzdem das kleine, umwerfende Geheimnis entgangen war, das ich Draco offenbart hatte, dann bemerkte ich das Severus wie es schien noch immer las und uns nicht ansah, zweifelte ich aber daran und dachte mir er tat nur so und nichts entging seiner werten Aufmerksamkeit.

Nun warfen wir drei uns sehr aussagekräftige Blicke über Severus Verhalten zu, dabei freute ich mich sehr das meine milde Gabe vor Severus Augen zu bestehen schien, sodass er uns weiterhin gekonnt ignorierte, außerdem gestand ich ihm zu, das er sich höchstwahrscheinlich eh leid tat, an SOOOO etwas schrecklichem wie einer Bescherung teilnehmen zu müssen! Dazu sagten Draco und Lucius Blicke alles, erheiterte uns Severus verhalten sehr, aber mehr als ihre stumme Belustigung würden sie nicht zeigen und so löste Lucius die große Schleife um die kleine Schatulle, zog das Geschenkpapier herunter und öffnete diese dann sofort. Erstaunt hob er eine elegant geschwungene Braue und sah mich an, während er einen der Manschettenknöpfe, die ich ihm ausgesucht hatte, heraus nahm.

„Sie kommen genau wie die Krawattennadel aus Frankreich, sollen angeblich aus der Königsfamilie stammen, der Familie, die heute die Comte de Paris sind!“, erklärte ich meine Wahl.

http://www.antiques.com/classified/1090570/Antique-Antique-18K-Gold-French-Fleur-de-Lis-Stickpin-

http://www.efsterling.com/newsite/txcapitol/wildflr/fleurdelis/fleur_docs/fd8cl.html

Lucius hörte gespannt zu, zeigte seine Verwunderung, dass auch die Stücke, die ich ihm schenkte nicht einfach irgendwelcher Schmuck waren, sondern eine Geschichte hatten. Ich führte weiter aus:

„Ich weiß ja, das die Malfoys mit Wilhelm dem Eroberer um 1066 nach England gekommen und eure Familienline in Frankreich auf einen Zweig der Karpetinger zurückgeht. Ich habe auch gelesen, dass der französische, ursprüngliche Name der Familie Malroi war und sich erst hier in Britannien in Malfoy umgewandelt hat, außerdem das ihr auch schon in Frankreich magisch wart, aber der magische Teil komplett abwanderte. Nun, der nicht magische Teil eurer Linie hat sich ja auch weiter entwickelt, bis schließlich über die Capets und die aussterbenden Valois, die Bourbonen daraus hervor gingen und von einem von diesen stammen diese Stücke. Zur zeit der französischen Revolution floh einer dieser Leute nach England, man könnte sagen er verarmte hier und da er Geld brauchte verkaufte er die Stücke. So gelangten sie schließlich über mehrere Umwege, aber mit Geschichte zu dem Händler bei dem ich sie erstanden habe, der sehr stolz war solche Schmuckstücke die die Bourbon Lilie zieren vorrätig zu haben! Hinten ist der Name eingraviert, deshalb und ja…seit ich bei dir die Fleur-de-lis sah, habe ich mich mit der Gesichte der Familie beschafft, da ich mir schon dachte du hast dir das Ziechen nicht umsonst ausgesucht!“

Lucius aber auch Draco hörten mir gespannt zu, während Lucius auch die Krawattennadel betrachtete und erhoben vor seinem Gesicht herum drehte, diese genau betrachtete.

Die Manschettenknöpfe waren aus massivem Gold, zeigten jeweils eine Fleur-de-Lis, die mich sofort an ihn erinnert hatte als ich sie gesehen hatte, außerdem befand sich in der Mitte jedes Knopfes ein runder, dunkelgrüner Smaragd, der wunderbar zu dem passen würde was Lucius oft trug, denn ich wusste, er trug oft ein dunkelgrünes Plastron, für dieses hatte ich dann auch die Nadel ausgesucht, die ebenfalls eine Fleur-de-Lis zeigte und genauso einen dunkelgrünen Smaragd in der Mitte trug wie die Manschettenknöpfe.

Ich war fertig und er blickten mich aus dunkelgrauen Augen abwartend an, schien das Gesagte noch sacken zu lassen oder seine Reaktion zu bedenken, dann beugte ich mich vor und neigte leicht mein Haupt, wünschte ihm ohne Worte noch mal ein schönes Fest, was ihn sanft lächeln ließ, als er mir das gleiche Neigen zukommen ließ, zerstörte Draco ganz absichtlich diesen Moment indem er rief:

„Hey Onkel Severus, …fang!“, flog ein kleines Päckchen durch die Luft und Severus, dessen zu große Nase immer noch nicht aufgesehen hatte, fischte das Geschoss gekonnt aus der Luft, beeindruckend wirklich!

„Und Vater für dich!“, lenkte er ein rundes Geschoss auf seinen Vater, dieser griff es ebenfalls gekonnt aus der Luft. Nun machten sich die beiden Männer daran die Geschenke zu öffnen, wobei Severus sehr skeptisch blickte und da kicherte Draco verhalten auf meinte:

„Weist du Severus, ich weiß ich schenke dir sonst nichts zu Weihnachten und du mir auch nicht, aber das hier wollte ich dir unbedingt geben, siehe es als Dankschön!“, meinte Draco kryptisch und dann als Severus es hochhob verstand ich zuerst nicht was das war, als er eine silberfarbene, getriebene, gezogene und aufwendig floral durchbrochene, gravierte, silberne Kugel in die Höhe hielt.

http://www.hampel-auctions.com/de/archive/g18/91324/

Nun klappte Severus die zwei durch ein Scharnier verbunden, getriebenen Halbkugeln auseinander und es kam eine Bezoarkugel zum Vorschein. Severus hob bei dem schönen Stück nur seine Mundwinkel zustimmend, klappte das Silber wieder zu und ließ es in seinen Gehrock gleiten, überschlug lässig die Beine, lehnte sich zurück und verschwand wieder hinter dem Buch.

Ich biss mir vor Lachen auf die Lippen und erstickte jeden Ton, war das köstlich, Severus und wie er mit Geschenken umging…einmalig, trank ich schnell einen Schluck von dem Feuerwhiskey, der mittlerweile vor uns stand und von dem ich immer wieder getrunken hatte, dann genoss ich die scharfe, bernsteinfarbige Flüssigkeit nach dem ganzen süßen Zeug wirklich sehr.

Währenddessen sah Lucius zwischen Severus und seinem Sohn hin und her, als er salopp meinte:

„Ein sehr schönes Stück Draco, na dann bin ich ja mal gespannt….!“, öffnete er sein ebenfalls rundes Geschenk und es kam ein silbernerer, wunderschöner, barocke gestalteter „Bisamapfel“ zum Vorschein, wie ich erstaunt erkannte. Die einzelnen Segmente waren in Form von Apfelspalten gehalten, die seitlich aufwändig mit Früchten und Blättern graviert waren.

An den Spalte klappten Schiebedeckel auf, um dann Duftstoffe in die Spalten zu geben, zusätzlich waren oben Gewürzbeschreibungen angegeben, so z.b. „Ein Scanneel, zwei Muskat, drei Rosmarin, fünf Nelken und sechs Rosen“, die man einfüllen sollte. Es war ein würdiges Geschenk für Lucius, aber halt an sich nur schöner Tand.

http://www.hampel-auctions.com/de/archive/g18/42009/

„Ich hoffe es sagt dir zu Vater, aber ich dachte du magst Düfte so gern, da konnte ich nicht wiederstehen!“, sprach Draco und auch Lucius steckte es in seine Weste.

„Oh, da hast du richtig gedacht, danke dir Draco!“, unterbrach ich die beiden unwirsch.

„Und was bekommen nun Severus und Lucius voneinander?“, wollte ich stirnrunzelnd wissend und wagte es zu fragen als mir Lucius lachend antwortete:

„Severus ist da!“

„Genau, das ist genug!“, murrte Severus ohne aufzublicken, was wohl so viel hieß das Er, Severus, Lucius schenkte das er an diesem Festtage kam, zu herrlich die beiden.

„Arch, lass die beiden, die schenken sich nie was zu Weihnachten…Moment, sie schenken sich auch sonst nichts!“, fand es Draco zu komisch und schien sich zu freuen, dass seine Gaben ankamen, aber wirklich, sie waren auch sehr schön und überlegt.

Nun erhob sich Draco geschmeidig und kam erneut mir nahe, setzte sich zu mir und schob dabei mein Kleid etwas zur Seite und zückte sein erstaunlich kleines Geschenk für mich, hielt mir die Schachtel auffordernd entgegen.

Ich entwirrte es aus der silbrigen Verpackung und es kam eine quadratische Holzschatulle zum Vorschein, die ich gespannt öffnete um eine wundervolle Phiole herauszuholen, die herrlich aussah.

http://www.auctions-fischer.de/kataloge/online-kataloge/195-ii-kunst-antiquitaeten.html?kategorie=5&artikel=8258&cHash=fa7e792e5f

Sie bestand aus einem gläsernen, tropfenförmigen Fläschchen, das von einem goldenen Aufsatz gekrönt wurde, der die Spitze des Tropfes, der den Flaschenhals bildete geschmeidig um schloss und mit feinen Blumenmotiven verziert war. Auch der Fuß auf dem das tropfenförmige Fläschchen stand, war aus Gold und sah fast aus wie ein Blütekelch, der jedoch auch mit Blütenmotiven verziert war.

Der aufgesetzte Scharnierdeckel aus Gold war kugelig und die floralen Verzierungen setzten sich auch fort. In dieser so edlen Phiole befand sich eine goldene, durchsichtige Flüssigkeit. Vorsichtig öffnete ich die Phiole, wusste was es war und war baff was mir Draco schenkte, das er auf so eine Idee kam…

Hermiones Sicht ende
Nach oben Nach unten
queenie
Königin
Königin
avatar

Anzahl der Beiträge : 1515
Anmeldedatum : 08.02.12
Alter : 37
Ort : München

BeitragThema: Re: Kapitel 198-200   Do Feb 09, 2012 6:31 am

200. Kapitel Joyeux Noël II


Dracos Sicht

War es ein Vergnügen Hermione im Kreise von uns an Weihnachten zu erleben, herrlich, wie ihr das Essen nicht geschmeckt hatte. Ich war damit aufgewachsen und konnte dem ein oder anderen durchaus etwas abgewinnen, aber meine Liebe schlug sich tapfer, ich wusste, sie kannte solches Essen aber wirklich schmecken tat es ihr anscheinend nicht.

Sie hatte das Tischgespräch aber untadelig bestanden und den Hauptgang und das Dessert sichtlich genossen und auch wohl dem Alkohol zugesprochen, wie ich mitbekam, schließlich waren ihre Wangen mittlerweile von einem sanften Roséton angehaucht, damit sah sie reizend aus auf dem weißen Sofa in ihrem Traum von einem silberfarbenen Kleid.

Mich hatte ihr Geschenk sehr gefreut, denn ich mochte doch meine Schlangen sehr, schließlich war nicht um sonst sogar eine mein Patronus und auch Vaters Schmuck mit der Lilie war für ihn perfekt, über das was sie da Severus geschenkt hatte konnte sich wohl nur dieser freuen, da es nach einer verdammt trockenen Angelegenheit aussah, die genau seinen Geschmack zu treffen schien. Das durften nicht viele Geschenke von sich sagen, die man meinen hochgeschätzten, stets schlechtgelaunten Onkel offerieren könnte.

Ausnahmsweise fand aber sogar wie es schien dieses Jahr, meine Gabe an ihn vor seinen sezierenden Augen Gnade, wobei es auch eine Ausnahme war, das ich ihm überhaupt etwas schenkte, aber nachdem durch sein gute sortiertes Labor Hermione gerettet worden war, fand ich das angemessen.

Nun wollte ich ihr mein Präsent überreichen, das ich extra so ausgewählt hatte, das Vater mir nicht wieder ins Gehege kommen würde, daher war ich auf sein Gesicht gespannt, wenn er sehen würde was ich mir ausgefallenes hatte einfallen lassen. Es war ein selbst erstellter Duft, der extra für Hermione kreiert worden war, den ich ihr in einem wunderschönen, Gold verzierten Flacon präsentierte.

Bei den Komponenten hatte ich lange überlegt, bis ich dieses, wie ich fand sehr intime Geschenk, erstellt hatte. Ich entschied mich nach reiflicher Überlegung gegen ein „Eau de Parfum“ sondern für ein „Extrait Parfum“, da diese seltenere, Intense-Variante, bis zu 40% mehr ätherische Öle enthielt als die anderen Arten, wie „Eau de Solide, de Cologne, de Toilette oder auch das… de Parfum“, schließlich war das teuerste für Hermione gerade nur gut genug.

Außerdem waren mir die Duftintensität und die Duftwirkung für Hermiones Parfüm extrem wichtig gewesen, da wollte die Riechstoffauswahl und deren Konsistenz mit Bedacht gewählt werden, denn sie beeinflussten die Wirkungen doch sehr. Ein Parfüm konnte sehr viele unterschiedliche Duftnoten annahmen, dabei setzte sich das Parfüm aus Kopf-, Herz-, und Basisnote zusammen.

So war die Kopfnote unmittelbar in den ersten Minuten nach dem Auftragen des Parfüms auf der Haut wahrnehmbar, da sie für den ersten Eindruck enorm wichtig ist, ist die Kopfnote meist intensiver als die anderen und wird von leicht flüchtigen Duftstoffen geprägt. Für gewöhnlich setzt sie sich aus leichten Duftnoten zusammen, aber es können auch schon Teile von Herz- und Basisnote anklingen.

Die Herznote ist in den Stunden, nachdem sich die Kopfnote verflüchtigt hat, zu riechen und bildet den eigentlichen Duftcharakter, das sogenannte Herzstück. In der Herznote finden sich meistens Blütennuancen, die mit anderen Aromen kombiniert werden. Sie wird häufig auch als Mittelnote bezeichnet.

Die Basisnote ist der letzte Teil des Duftablaufes und enthält langhaftende und schwere Bestandteile. Es war wirklich faszinierend gewesen für Hermione den perfekten Duft zu kreieren und ich war nun gespannt wie er sich an ihr entfalten würde und wie er ihr gefallen würde.

Für die Kopfnote verwendete ich:

Orange, Blutorange, Neroli (und Mistelöl

Ich hatte mir viele Gedanken zu dieser Kreation gemacht, da die magische Mistel bekanntermaßen ein effektiver Schutz war, der dafür sorgte, dass sich böse gesinnte Zauberer abwendeten! Aber die Kopfnote war ja nur der erste, flüchtige Eindruck, den der Duft hinterließ, trotzdem sollte sie Hermiones Gegner gegebenenfalls auf Distanz halten, während alle anderen, ihr wohl Gesonnenen, nur die normalen Duftstoffe wahrnahmen.

So sorgte das magische Parfüm, aber nur für ein kurzes, nicht zu benennendes Unwohlsein beim Gegner, eine flüchtige, unerklärliche Irritation. Mir machte es viel Spaß auch die Magie mit einzubeziehen und nicht nur die normalen Duftstoffe miteinander zu kombinieren. Die fruchtige Frische der Orangenöle hatte ich einfach sehr passend für Hermione gefunden und daher für die Kopfnote verwendet, genauso wie das Neroli das ein aromatisches Öl war, das aus Bitterorangen gewonnen wurde.

Die Herznote beinhaltete:

Orangenblüten, Jasmin, Lavendel und Kornblume

Hier schützte der Lavendel vor unerwünschter Einflussnahme und das gewaltsame Eindringen in den Geist, dann verhalf noch Jasmin zu geistiger Klarheit, während die Kornblume als Bodyguard unter den magischen Pflanzen galt und damit für ihren Schutz sorgen sollte. Griff die Orangenblüte nur den Duft der Kopfnote auf und rundete das Ganze gelungen ab.

Für die Basisnote hatte ich mit für vier weitere Bestandteile entschiede:

Vanille, Honig, Lilienöl und Belladonna

Da das Lilienöl aus der Wurzelknolle, Schutz gegen Verwundungen bot und dass Belladonna krampflösend wirkte, fand ich es sehr passend für Hermione. Und da die Basis eines Geruchs am längsten bestand, wählte ich die einzelnen Ingredienzien mit besonderem Bedacht. Die süßliche Vanille, sowie das Honig gefielen mir einfach sehr und ich war mir sicher, sie würden auf Hermiones Haut wunderbar zur Geltung kommen.

Jetzt kam nun noch meine besonderer Clou, die 13. Komponente, um mein Werk zu perfektionieren und es auf sie vollkommen abzustimmen, wählte ich zusätzlich das Drachenblut! Da ich wusste es harmonierte zu ihrem Stabkern und war zudem eine teurere, verbotene und gefährliche Substanz, hielt ich es für genau das richtige für meine Hermione. Auch mein Stabkern war eine Drachenherzfaser, diese stand für absolute Stärke und somit rundete diese Zutat das Gesamtwerk ab und auch das Dufterlebnis.

http://de.wikipedia.org/wiki/Parf%C3%BCm

Dieses magische personifizierte Parfüm unterstich ihre Einzigartigkeit, dabei verführte und schützte es dank der Magie gleichermaßen. Durch die magischen Zutaten roch der Duft für jeden Menschen anders, hier kam es auf die Absichten und unter anderem auf die Wahrnehmungs-Schwelle, die Aura an, daher gab es welche die darauf so reagierten, das sie den Geruch nicht zuordnen konnten bis hin zu denen, die die Erkennbarkeits-Schwelle erreichten und für die der Duft benennbar wurde.

So konnte sich die Duft-Intensität steigern und sogar wandeln von „angenehm“, über „aufdringlich“, bis hin zur Flucht-Schwelle, die unbewusst eine Fluchtreaktion auslösen würde. Im Endeffekt hatte mich das Ganze nicht nur viel an Galleonen gekostet, sondern auch eine Menge Zeit, da ich mir viele Gedanken gemacht hatte um es zu perfektionieren. Schließlich hoffte ich diesmal Vater auszustechen.

Ich erzählte gerade was ich getan hatte, führte die Inhaltstoffe aus und erklärte den Anwesenden alles, was sogar Severus veranlasste aus dem Buch sein Riechorgan zu erheben und mir zu lauschen, derweil trat in Vaters Augen ein verräterisches, leicht, ärgerliches Funkeln, das zeigte das er missgestimmt war, nicht selbst auf diese verteufelt gute Idee gekommen zu sein.

Ich sah wie Hermione mich mit glänzenden Augen bewundernd anblickte, nur um sich dann je einen Tropfen auf ihre Handgelenk und hinter ihre Ohren aufzutragen und als mich daraufhin der Duft, der sich erst vollständig auf ihrer Haut entfaltete, traf und ich ihn tief einatmete, musste ich sie wohl selten dämlich ansehen, wenn ich zu den anderen beiden blickte, die einen ebenso intelligenten Ausdruck zeigten, da die Duftnote auf sie wohl die selbe Wirkung hatte wie auf mich, machte sie Hermione für uns nur noch anziehender und verführerischer regelrecht unwiderstehlich, denn schließlich wollten wir ihr ja alle drei nichts Böses.

Nun schnupperte sie gerade selbst begeistert an ihrem Handgelenk und wirkte dabei verboten sinnlich wie sie sich selbst beschnupperte und dann sich mir aus einem Impuls heraus an den Hals warf und mich überschwänglich vor allen Küsste. Ich hielt sie mit meinen Armen umfangen, während sie mich fast auf dem Sofa umwarf, kam ihr Temperament wieder zu Rage, dann kuschelte sie mich regelrecht zu Tode.

„Draco, das ist wunderbar, einfach herrlich, so viele Ideen, so viele Gedanken, da bin ich ja gespannt ob mich Greyback noch riechen kann!“, kicherte sie erheitert und etwas beschwipst los, war der Whiskey zum Schluss wohl etwas viel für Hermine, wie es wirkte bekam ihr das viele Durcheinandertrinken nicht so sehr.

„Hermione!“, rief Vater sie wieder resolut zur Ordnung und es war als hätte er einen Schalter umgelegt und sie gehorchte sofort, ließ mich los, küsste mich nur noch schnell abschließend sanft auf die Wange und sank wieder sittsam auf die Polster, lächelte aber noch immer versonnen, wusste ich das ich mehr als nur gepunktet hatte, außerdem freute ich mich sehr darüber das Hermione zeigte das es ihr gefiel.

Dracos Sicht ende

Severus Sicht

Bei allen Geistern, tat ich mir Leid, denn das Biest lag in ihrem sündigen Kleid mehr auf Draco als sonst was, sie begrub ihn regelrecht unter sich und präsentierte Lucius und mir ihre wenig bedeckte Rückansicht, da seit dem ihr der Alkohol zu Kopf gestiegen war, sie ihrer Stola verlustig gegangen war, unterdessen kicherte sie vergnügt und albern.

Sie zeigte ihre unverfälschte und reine Freude über das wirklich sehr bedachte und wohlüberlegte Geschenk, welches Draco uns gerade ausführlich erklärt hatte. Ich war ich stolz auf meinen Patensohn, das er doch mal aufgepasst hatte wenn ich versuchte ihm die verschiedenen Ingredienzien nahe zu bringen, schließlich war ich zwar ein Tränkemeister, aber auch ich kannte mich mit der Kunst des Parfümierens aus, denn es war ein wirklich spannendes und weitreichendes Gebiet, was sich mit den feinen Sinnen der Menschen auseinandersetzte, damit konnte man viele Erfolge erzielen, deswegen fesselte und faszinierte mich dieses Thema durchaus, weswegen ich meine spannende Lektüre unterbrach und Draco aufmerksam lauschte.

Hatte es das Biest geschafft mich zu erstaunen, das sie mich mit einem Geschenk bedacht hatte, erwartete ich doch nie etwas, war es doch schon genug Gnade von mir überhaupt zu erscheinen, da musste ich mich dieser unsinnigen Gegebenheit nicht anpassen, lachhaften Tand zu verschenken.

Doch sie hatte zum Glück recht erkannt, dass sie mir nicht mit dem Schnickschnack kommen brauchte den sie den beiden blonden Gockeln, von denen einer versnobter und eingebildeter war als der andere, offeriert hatte.

Aber ihre Gabe für mich war etwas durchaus akzeptables, führte sie hier doch sehr genau ihre Gedanken aus und nicht nur das Ergebnis, sondern auch den genauen Weg, somit war dies etwas was ich honorieren konnte, musste ich diesem verteufelten Biest zu gestehen, dass sie zu meinem Leidwesen verstand was sie tat. So verzog sich mein Gesicht zu einer Grimasse die durchaus gefallen ausdrückte, die ich aber gekonnt hinter meinem Haar verbarg, denn ihr Buch erregte mein ganzes Interesse.

Dann überraschte mich auch Draco, da er mir zu meinen Erstaunen auch etwas schenkte, zum ersten mal und auch noch etwas brauchbares, erkannte ich seinen Dank an, das ich immer alles in meinem Labor vorrätig hatte, auch wenn ich dankbar war, das ich den Tand, den Lucius bekam, nicht ertragen musste, sondern Draco mir etwas sinnvolles gab.

Jetzt bemerkte ich Lucius Verstimmung über das exklusive Geschenk seines Sohnes sehr wohl und schmunzelte gut verborgen über diesen eingebildeten, langhaarigen Mann oder doch Pfau? Als mich der Duft umwehte den Hermione mit dem exquisiten Parfüm erzielte, zollte ich Draco meine Hochachtung für ein durchwegs gelungenes Präsent.

Doch dann legte sich nach Lucius Zurechtweisung eine gewisse Spannung über dem Raum, bis Draco es nicht mehr aushielt und betont lässig versuchte zu fragen:

„Vater hast du nichts für Hermione?“

„Oh, aber natürlich, es ist nur nicht hier, dafür müssen sie und ich in ihre Suite gehen!“, zierte ein kleines Lächeln das arrogante Gesicht von Lucius, als er es seinem Sohn unter die Nase rieb, das er Hermoine in ihr Zimmer geleiten würde, darauf hin verdüsterte sich Dracos Blick sofort und das Biest legte ihre Hand begütend auf Dracos Oberschenkel und streichelte ihn sachte.

Währenddessen reichte sie Draco mit der anderen sein Glas und stieß nochmal selbst mit ihm an, offensichtlich riss sich Draco zusammen und sagte nichts mehr, trank nur noch und so steckte ich das verkleinerte Buch vom Biest ein und erhob mich, denn es wurde Zeit zu gehen. Wir hatten es geschafft, sodass es nach Mitternacht war, spät genug, also erhob ich mich und blieb neben Hermione stehen, legte geschwind eine kleine, schwarze Schatulle in ihren Schoss.

Daraufhin stockte alles in dem so hellen, weißen Raum und ich tat ganz unwissend, war ich die Unschuld in Person und ging zu dem Kamin, sicher mir folgten die ungläubigen Blicke von Draco und Lucius, wussten doch beide das ich es verabscheute Geschenke zu geben. Mir war selbst nicht so genau klar was mich trieb bei IHR eine Ausnahme zu machen und ihr schon wieder etwas zu schenken!

Es war zu einfach gewesen, denn ich hatte sofort gewusst was ich ihr schenken könnte und hatte es getan, einfach aus dem Gefühl heraus. Als ich eines Tages beim durchwühlen einer alten, fast von mir vergessenen Schubblade auf dieses altes Prince-Erbstück gestoßen war und sofort gewusst hatte, das das Biest dieses Präsent zu schätzen und auch einzusetzen wissen würde, hatte die Entscheidung fest gestanden. Hatte ich darauf verzichtet es mit lächerlichen Tand, wie Papier und Schleifchen ein zu packen.

Auch SIE war erstarrt und als sie begriff das es von mir kam, trat ein ganz kurzes, zufriedenes Grinsen in ihre Züge, das fast sofort wieder verschwand und sie versuchte nichts mehr aus ihren Zügen lesen zu lassen, dann öffnete sie die Schachtel und holte einmal zischend Luft als sie den Inhalt sehen konnte. Dracos Kopf ruckte prompt zu mir und er sah mich scharf an.

Lucius hatte leider keinen so exponiert guten Platz wie sein Sohn, deshalb verstand er Draco Reaktion, die er genau beobachtetet, noch nicht und ich sah nur stoisch und unschuldig, fast unbeteiligt vor mich hin als auch ihr Haupt hochging und sie mir ein kaltes Grinsen schenkte und sie zeigte das sie wieder mehr sah als man dachte, dafür waren ihre ersten Worte bezeichnend.

„Enthält er schon etwas?“, war sie so frei und holte nun den alten Damenring, der in meiner Familie immer weitergereicht worden war, heraus und steckte ihn sich unumwunden und ohne Scheu an, dabei war sie immer wieder eine berauschende Frau.

Der Ring war Antik mit einer leichten Patina, hatte auf der Ringschiene verschnörkelte Verzierungen und einem runden Kopf aus einem lilanen Amethysten. Cabochon wölbte sich der Stein raus und war rundherum eingefasst von intensiv, leuchtenden, vollen Opalen. Ich blickte hinab, er sah an ihrem Finger genau richtig aus, als ich einen zufrieden Blick auf ihre schlanke, zierliche Hand warf.

http://www.goettgen-schmuck.de/journal/schmuckstueck-des-monats/November2007.html

Jetzt war ich mir der Aufmerksamkeit der beiden Blondlinge sicher, mochten sie so einiges denken, da ich ihr einen Ring schenkte, unterdessen hob ich nun gespielt eine Braue, meinte gewohnt kalt zu ihr:

„Daphnetoxin!“ Nun gingen ihre Augenbrauen in die Höhe.

„IN fester Form! Wie originell und wie wirksam, Severus! Ich habe mit nichts gerechnet, umso gerührter bin ich, das ich dir einen Giftring wert bin….danke!“, hing nun an mir ein Affe, ja, so schnell hatte ich leider nicht reagieren können wie ein silberrauschender Pfeil auf mich zuschoss und sich mir an den Hals warf.

„Hermione!“, warnte ich sie, aber sie schien mich nicht hören zu wollen, hatte weiterhin ihre Arme um meinen Nacken geschlungen und presste sich an mich, mochte ich sowas ja gar nicht.

„Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich nicht….!“, grollte ich leise als sie mich abrupt losließ und mich mit einem brennenden Blick bedachte.

„Danke Severus!“, ging sie auf die Zehenspitzten und hauchte mir nur kurz einen Schmatzer auf die Lippen, den ich nicht erwiderte, dabei roch ich nun sehr intensiv den Duft des Parfüms und er war wahrlich als köstlich zu bezeichnen, dann nickte ich ihr knapp, etwas brüsk zu.

Nun erhob sich auch Draco und besah sich den Ring an ihrer Hand, während Lucius mit einem spöttischen Lächeln zu mir ging. Ich sah mich insgeheim bestätigt das ich ihr dies überreicht hatte, würde sie es zu schätzen und anzuwenden wissen, auch das sie das Gift gleich erkannte, da ging einem doch das Herz auf, freute sie sich sehr über mein ausgefallenes Präsent.

„Du brichst Traditionen, mein Guter!“, schien er sich köstlich zu amüsieren, dann hob er nun fragend eine Braue „Der Giftring kommt mir bekannt vor, trug den nicht immer Honoria?“

Ich nickte nur auf seine Anmaßung, aber ja es war der Ring meiner Großmutter mütterlicherseits der von Honoria Malfoy, war mir das gar keine Antwort wert als Lucius sich schwungvoll dem Biest zuwandte und nun jovial meinte:

„Es wird Zeit dir mein Geschenk zu überreichen, mein Liebes!“, ging er auf sie zu und Draco wich zurück, kam zu mir und zog dabei etwas Kleines aus einer Tasche und vergrößerte es, reichte mir wortlos ein Päckchen, dabei hatte er mir doch schon heute etwas geschenkt, deswegen war ich missgestimmt, was sollte das?

Lucius führte Hermione galant zum Ausgang, doch er stoppte als sie sich umwandten und meinte:

„Danke für das schöne Fest, schlaft gut!“

„Ja schlaft gut!“, kam es idiotisch von Lucius, da schnaubten Draco und ich nur wie auf ein Stichwort hin, während Lucius wie ein Gockel mit ihr am Arm aus dem Raum schritt, rollte Draco verächtlich mit seinen Augen, was mich veranlasste ihn interessiert anzusehen. Ich hob das Packet fragend hoch und er zuckte die Schultern meinte nur:

„Mach es auf, keine Ahnung was drin ist, ist nicht von mir. Ich bin nur der Bote!“, zog er einen Flunsch, als wäre es eine Frechheit ihn, einen Malfoy, zu solch niederen Diensten zu verdonnern, gingen meine Gedanken eine andere Richtung, wer sollte mir etwas schenken?

Also öffnete ich das Papier und hielt eine Kampfweste in Händen und Draco sah bewundernd auf das wirklich schöne Stück murmelte:

„Da haben sich die zwei aber richtig Mühe gegeben!“ Ich sah ihn auffordernd an und da riss es ihn.

„OH, die RedDevils wollten, dass ich dir das gebe!“

http://jennyaddams.tumblr.com/post/5817542269/garethpughfw11mens

Vor mir, in meinen Händen lag eine schwarze Glattlederjacke mit hohem Stehkragen, langem Reißverschluss. Die Vorderseite der Jacke lief spitz unten über dem Schritt zu. Die Brustpartie war abgesetzt, da die Ärmel zwar an den Schultern angesetzt waren, es dann aber noch eine Naht gab als ob sie im Raglanstil angenäht wären. Zusätzlich wurde die Brustpartie durch eine breite, waagerechte Naht betont, die ein mal komplett über die ganze Vorderseite lief und sich auf dem Rücken auch fortsetzte. Alles in allem wirkte das ganze sehr maskulin und fast einschüchternd und ich fragte mich was ich damit sollte.

Als ich Draco neben mir lachen hörte, sah ich ihn auffordernd an und er verstand meinen fragenden Blick.

„OH, das dürfte eine ihre Schutzwesten sein, drin weben sie auch Schutzzauber usw. ein, damit man besser im Kampf geschützt ist. Warum sie dir eine schenken wollten? Vielleicht, weil du dich für ihr Geschäft stark gemacht hast? Keine Ahnung, du kennst die zwei, in dem Hirn blickt keiner durch!“, gab ich meinem Patensohn auch wieder recht bei den Chaoten blickte man nicht durch, während Draco weiter sprach:

„Nimm´s an und lass es gut sein!“ Ich hatte nicht vor es abzulehnen, es sah gut aus und wenn es zusätzlichen Schutz bot, bitte so verbohrt war ich auch wieder nicht, daher nahm ich die Gabe der Twins großmütig an und entschwand mit Draco zusammen zu unseren Zimmern.

Severus Sicht ende

Hermiones Sicht

Da lenkte mich Lucius zu meinen Räumen und ehrlich, ich war regelrecht benebelt und obwohl zwar ein Gutteil auf den Alkohol zurückzuführen war, den ich heute einfach zu wechselhaft getrunken hatte, würde es mir bedeutend klarer im Geiste sein wenn ich nur bei einem Getränk geblieben wäre als wüst hin und her zu hüpfen. All diese Punsch- und Glühwein-Sachen, plus Champagner und der Wein, um dann beim Whiskey zu landen, das war etwas viel gewesen, daher war ich dann doch für den festen Arm von Lucius dankbar, der mir sicher den Weg bahnte.

Ich war nicht wirklich betrunken, aber ich war beschwipst und fühlte mich locker, flockig, leicht, angeheitert und rundum wohl, dazu hatte Severus Geschenk zusätzlich beigetragen, sodass ich mir vorkam als würde auf Wolken gehen.

Immer wieder blickte ich bar entsetzt auf den alten, schönen Ring, von dem ich Instinktiv wusste das er mir noch gute Dienste leisten würde, liebte ich doch solche Spielereien und das mir Severus auch noch so ein ausgefuchstes, hochwirksames Gift mit dem ulkigen Namen dazu präsentierte, war einfach wunderbar, hatte ich von ihm nichts absolut nichts erwartet, schon gar nicht ein Erbstück seiner Familie, daher freute ich mich das …ja, das er mich vielleicht doch anfing zu respektieren… und dann Draco und sein überwältigendes Präsent. Ich liebte einfach dieses Parfüm und wusste, ich würde nie wieder einen anderen Duft wollen als diesen, unterdessen umnebelte auch dieses Aroma zusätzlich meine fast schon überreizten Sinne.

Immer während raschelte mein weiter Rock und umspielte meine Beine, während wir meinen Salon erreichten, der nun von Lucius schummrig erleuchtet wurde, bevor er mich vor der bisher verschlossenen Tür abstellte und lasziv hinter mich trat. Ich konnte es nicht unterdrücken das ich mir vor gespannter Erwartung auf die Unterlippe biss, so würde ich doch nun endlich erfahren was er dort vor mir verbarg, hatte ich eine grobe Vermutung, aber ich wollte mich überraschen lassen und da bemerkte ich, das er auf einmal ganz nah hinter mir stand und mir verspielt seine Hände über die Schultern gleiten ließ, mit den Fingerspitzten über meine Schlüsselbeine strich, nur um mir dann die Hände auf die Augen zu legte und mir somit die Sicht nahm, jetzt lachte ich heißer auf, denn es prickelte gerade gewaltig.

„Schsch….!“, wisperte er in meinem Nacken, dabei strich sein heißer Atem über meine empfindliche Haut, weil er sich herab gebeugt hatte und mir ganz nahe war und so jagte er mir damit eine Gänsehaut über die Arme, als ich hörte wie sich die Tür magisch vor uns mit einem Klicken öffnete und er mir noch immer die Augen zu hielt.

http://www.hampel-auctions.com/de/archive/g7/80346/

http://www.hampel-auctions.com/de/archive/g7/87223/

Jetzt löste er seine Hände von meinen Augen und gaben mir die Sicht frei, darauf quiekte ich sehr undamenhaft auf, denn es kam wie erwartete, aber doch ganz anders. Ich war schier überwältigt von der unsäglichen Pracht, würde ich dazu doch immer Zutritt haben. Hier bekam ich gerade das schönste Geschenk seit Sirius Tod, wobei es von Sirius einen sehr schalen Beigeschmack hatte, weil damit sein Tod verbunden gewesen war. Ich bekam von Lucius doch wirklich eine Bibliothek, fein aber ohoh….sofort wirbelte ich einem Pfeil gleich ins Zimmer und zu den Regalen, besah ich mir die Bände vom Oktav bis zum Folio in herrlichem Glanzleder gebunden und auch viele mit reicher Rückenvergoldung und allem Drumherum. Ich war überwältigt! Dies überstieg bei weiten meine Erwartungen.

Es war nicht nur eine Bücherinsel, sondern auch mit Schreibtisch und allen dazugehörigen Detail ein Arbeitszimmer, perfekt für mich war der Raum in Grüntönen, Cremetönen und Gold gehalten, somit ganz anders gestaltet als der Rest, schwerer da dunkles Holz, hier wa nicht die Leichtigkeit, die in meinen anderen Räumen herrschte. Staunend drehte ich mich im Kreis, bis mir schwindelte, gefiel es mir extrem gut.

War das Geschenk, nicht gar sooo persönlich wie von Draco, der mir etwas herrlich persönliches offeriert hatte oder auch von Severus, von dem ich etwas so intimes wie einen Familienring erhalten hatte, Gift hin oder her, hatte ich doch gar nichts erhofft.

Trotzdem machte Lucius mich mit seiner manipulativen Art wieder sprachlos, denn es war ein protziges und prunkvolles Geschenk, für das er mit Geld wohl um sich geworfen hatte, typisch Lucius, aber trotzdem ließ sich nicht verleugnen das er damit auch wieder zeigte das er mich kannte, denn die Auswahl der Bücher sagte mir auf den ersten Blick doch sehr zu.

„Wie….woher!“, hauchte ich nur sprachlos was Lucius leise, beherrscht lachen ließ.

„Eine Versteigerung von Gringotts in Frankreich, ich dachte mir da greife ich zu, daher sind auch einige der Werke auf Französisch….! Außerdem habe ich einige persönlich ausgesucht und ich denke, dabei deinen Geschmack auch getroffen zu haben!“

„Wow, …das das macht gar nichts, ich kann französisch!“, wandte ich nur ein und bemerkte gar nicht wie er mir gekonnt immer näher kam, aber ich war auch ergriffen, er hatte auch noch einzelne Werke selbst aus gewählt, dafür musste er viel Zeit gebraucht haben, oder?

Als er auf einmal vor mir stand, während ich mich gerade wieder drehte, blickte ich plötzlich auf seine wunderschön verzierte Weste und war leicht überrumpelt. Ich hob ihm mein Gesicht entgegen, was er unterstützte, denn auf ein mal spürte ich heiß seinen Zeigefinger an meinem Kinn und er zog es weiter beständig nach oben zu sich. Es war wohl eine Mischung aus allem, das mir jetzt so heiß werden ließ, aber ich versuchte trotzdem einen klaren Kopf zu behalten.

„Und…bekomme ich keine Kuss, als Dank?“, wisperte er mir verführerisch blasiert zu und ich schluckte schwer, sah seinen eindringlichen, intensiven Blick, konnte dem nicht entweichen da bemerkte wie mir mein Mund trocken wurde. Ich löste mich und wirbelte urplötzlich wieder herum, was ihn wie mich überraschte, dabei lachte ich rau auf.

„Wow….ich bin überwältigt Lucius?“, meinte ich unsicher und spürte wie er erneut nah an mich herantrat, sich seine Hände auf meine Hüften senkten und er mich nun festhielt Es geschah einfach, ich brannte lichterloh und versuchte meinen Atem gleichbleibend zu halten, während mein Blick über die fantastische Auswahl an Büchern glitt, schließlich waren sie edler, aufwendiger Gestaltet als die von Sirius…. Dennoch, damit konnte ich mich gerade nicht von Lucius ablenken, denn schon wieder rieselte mir eine Gänsehaut über den Rücken und ich war erfreut und dankbar und und…. Und, so drehte ich mich wieder fix um, wissend wie nah er war und ging leicht schwankend auf die Zehenspitzen. Ich hauchte ihn einen überschäumenden Kuss auf den Mundwinkel, traute mich nicht ihn vollständig auf den verlockenden Mund zu küssen, wäre das zu intim…zu …gefährlich, gerade verdammt gefährlich!

Er schien kurz von meinem Temperament überrascht, hielt mich nur noch an einem Arm, bis er sich fing und seine verbliebene Hand von meiner Hüfte auf meinen Rücken wandern ließ und versuchte mich näher an sich zu ziehen, begann hier mehr von mir zu fordern….., darauf wich ich erschrocken, aber doch auch lächelnd, zurück.

Ich spürte dann doch auf einmal erneut den vielen Alkohol und schwankte durch den Schwung leicht, strauchelte unglücklich, was er natürlich sofort bemerkte, daher reagierte er sofort und seine Arme umfingen mich. Er zog mich in einer geschmeidigen, gekonnten Bewegung auf die straken Arme, hob er mich hoch, dabei zierte ein ehrliches Lächeln seine sonst kalten Züge. Ich schluckte, das Lächeln stand ihm gut und selbst ich hatte es bisher nur ein mal, sehr kurz gesehen, aber jetzt lächelte er mir offen und lange entgegen, währe ich nicht schon sprachlos gewesen, weil mir schummrig war, währe ich es jetzt geworden.

Er stand mit mir in dem prachtvollen Raum und hielt mich auf den Armen, ähnlich Severus letztens, als wäre ich zu leicht für sie, dabei erwiderte ich seinen Blick, bis ich auf einmal blinzelte und eine gewisse Schläfrigkeit fühlte, war es als wäre jedes Stückchen Adrenalin aus meinen Venen geflossen und mein Kopf kam an seiner Schulter zum liegen. Ich wollte das gar nicht, nicht wirklich und hatte wirkliche Sorge wie ich mich hier rauswinden sollte.

Also schlug er schwungvoll den Weg in mein Boudoir ein, dabei waren wir viel zu schnell für meinen Geschmack angekommen, als er mich auch schon wie selbstverständlich, fürsorglich, sanft in mein breites Bett legte und ich zu meiner abgrundtiefen Schande mitbekam, das als mein Haupt das Kissen berührte, ich es nicht mehr heben konnte, dachte ich doch mein Kopf würde eine Tonne wiegen. Ich schenkte Lucius einen treuherzigen Blick und bemerkte wie sich mein Kleid um mich bauschte, während er hochaufragend, selbstsicher auf mich hinabsah, kam ich mir in dem Moment erschreckend klein vor.

Ich durfte nun in dem diffusen Licht miterleben wie ein gewisses, schwer einzuschätzendes Funkeln in seinen Augen tanzte, als er sich zu mir beugte und mir zuraunte:

„Ich könnte auch bleiben?!“ Mir stockte der Atem, als ich ohne nachzudenken nuschelte:

„…lieber…nicht….!!!“, lachte er rau auf und strich mit seinem Zeigefinger meine Gesichtskonturen nach, dabei brannte es wie Feuer für mich wo er mich berührte, mir verschlug es noch mehr den Atem als er sich hinab beugte, seine Lippen dann sanft meine Stirn berühren, was ich wirklich wieder genoss, doch dann richtete er sich übergangslos auf und wandte sich abgehackt um.

„Dann Wünsche ich einsame Träume!“, meinte er rau und klang dabei reichlich verschnupft, wobei er mir noch einen betrachtenden Blick schenkte und dann auch schon verschwunden war.

Er war weg, ich stieß den gespannt angehaltenen Atem aus, denn ich fand meine Taktik brillant, mal ehrlich, sooo beschwipst war ich nicht, aber es war der einfachste Weg mir Lucius effektiv vom Hals zu schaffen und er schien es akzeptiert zu haben, das ich heute ….indisponiert war, also setzte ich mich in meinem prächtigen Himmelbett auf und lachte schallend los, war das einfach alles herrlich!

Ich wusste das es ein gefährliches Unterfangen gewesen war, es darauf ankommen zu lassen, das er mich trug und mich auch noch in mein Bett brachte, aber auch nötig um ihm zu zeigen das ich nicht auf der Höhe war um ihm seine, mit Sicherheit anspruchsvollen, Phantasien zu befriedigen. So hatte ich es mal wieder geschafft und mich gekonnt aus der Affäre gezogen, daher war ich sehr stolz auf mich…..

Hermiones Sicht ende

Lucius Sicht

Musste ich dank der neuen Wohnverhältnisse nur aus der Tür treten und mich umwenden um auf meine Zimmertür zuzutreten und hineinzugehen. Als erstes flog mein Stock auf einen kleinen Tisch und ich entledigte mich schnell meiner Weste und entknotete den Plastron, dann löste ich den Zopf der mein Haar hielt magisch und atmete tief durch, schließlich war der Abend mehr als anders verlaufen, als die vergangener Zeiten…..

So vollkommen anders, offensichtlich hatte SIE etwas an sich das dazu führte das wir anders agierten. Ich hatte ihre leicht verkrampfte Haltung beim Menü durchaus bemerkte, mir aber verboten etwas dazu zu sagen, denn sie schlug sich wacker, auch wenn es ihr nicht schmeckte, dann dachte ich mit einem verschmitzten Lächeln an unseren gemeinsamen Ausflug in die chinesische Küche zurück und erinnerte mich da an die Töne die sie von sich gegeben hatte als ihr diese Delikatessen über die Lippen gekommen waren, so war sie wirklich sehenswert.

Wenigstens hatte ihr die zwei letzten Gänge zugesagt, freute ich mich darüber, wobei ich ihren wechselnden Alkoholkonsum bemerkte, zwar wusste ich das sie viel vertrug, schüttetet sie sonst doch auch regelmäßig den Whiskey in sich rein ohne erkennbares Zeichen des Schwächelns, aber das schien doch etwas viel gewesen zu sein.

Außerdem wusste ich ja nicht wo sie den Mittag verbracht hatte, schließlich wollte mir mein Sohn nur sagen, dass sie bei „Freunden“ sein, da fiel ich stark der Vermutung anheim, das sie bei POTTER waren und ich somit mit Sicherheit nichts Genaues wissen wollte, aber sie schienen auch dort dem Genuss zugesprochen zu haben! So wirkte sie gelöster wie seit langem, machte es mir Freude ihren geröteten Wange zu sehen und das glänzen ihrer Augen als die Geschenke kamen.

Ihre Gaben waren mehr als angemessen und ich freute mich, das sie erkannt hatte das ich die Fleur-de-Lis nicht ohne Grund gewählt hatte, zudem waren auch Dracos und Severus Geschenke durchaus wohl gewählt, bekam doch Severus seinen Zinken gar nicht mehr aus ihrem Buch, vielleicht sollte ich ihn fragen ob er es mir mal lieh..????

Dann was ihr die anderen schenkten…ja, nun, also das Draco auf trumpfte damit hatte ich gerechnet, das er dabei so kreativ vorging, weniger, ein auf sie magisch abgestimmtes Parfüm als Eigenkreation, war verdammt einfallsreich und gelungen, drängte sich mir beständig der Stolz auf meinen Sohn auf, das dieser den Charme der Malfoys mehr als nur einzusetzen und umzusetzen wusste.

Der Duft war himmlisch als er mir in die Nase stieg und sich das Aroma verbreitete, musste ich zugeben. Dann schockte mich Severus sehr, indem er ihr etwas in den Schoss legte?

Ich hatte damit sehr zu kämpfen gehabt nichts, absolut keine Emotion zu zeigen, hatte ICH, Lucius Malfoy, doch noch nie etwas von diesem alten Griesgram erhalten und nun….kam SIE daher und ER wurde weich? War das zu fassen?

Er schenkte IHR was! Okay, das hatte mich überrascht…war wohl unter trieben, es hatte mich regelrecht ausgehebelt, er schenkte ihr einen Familienring, gut okay, der Giftring mit dem schon enthaltenen Gift passte zu ihr wirklich wie die Faust aufs Auge und alle der Familie Prince angehörenden Mitglieder hatten schon immer eine hohe Affinität zu Pflanzen und zu Tränken vorzugsweise gehabt.

Ganz besonders zu den giftigen Abarten und Varianten, somit war diese Familie schon immer ein Hort für Giftmischer gewesen. Es passte wirklich hervorragend zu Hermione, die Frage war nur warum es Severus auch so sah? Hatte es ihn nur an Hermiones Attentat auf Narcissa erinnert oder gab es andere Gründe?

War ihre Beziehung schon weiter gewachsen als ich es sehen wollte? Wie sah Draco dies?

Ich konnte nichts lesen, offensichtlich machte mein Sohn es mir gerade schwer um ehrlich zu sein, hatte eine Veränderung in ihm eingesetzt und er verstand es nun schon fast meisterlich nichts mehr zu zeigen was auf seine Gemütsverfassung hinwies. Er hatte das was ich ihm seit Jahren versuchte beizubringen angenommen und trug seine Masken gekonnt.

Zum Schluss war die Gute mit mir gegangen und die Freude über mein Präsent war ihr anzusehen gewesen, schließlich war mir ihr Wunsch nach Ruhe und Alleinsein durchaus in den Ohren hängen geblieben und bei dieser Frau erreichte man mehr über den Intellekt als über Schmuck.

Offensichtlich war ihr Interesse an selbigem, wie es schien eher zweitrangig, hatte sie sich über das Ankleidezimmer mit seinem Inhalt weniger erfreut gezeigt als das hier gerade und ich kannte viele Frauen und wusste, keine würde so reagiert haben wie sie, alle die mir einfielen hätten sich eher auf den Schmuck, die Schuhe und die Kleider gestürzt, während dieses außergewöhnliche Exemplar vor mir gerade in der schönen Bücherei auf zu gehen schien, die ich ihr offerierte. Ungewöhnlich, das Mädchen war ungewöhnlich und wenn man beachtete woher sie kam, aus welchem Umfeld sie kam, war es erstaunlich wie gut sie es schaffte sich in die starren Regeln des Zeremoniells eines reinblütigen Haushalts, wie wir einer waren, hineinzufinden.

Zwar dehnte und wendete sie dessen Regeln extrem, aber sie wusste wie und das konnte man nicht von vielen sagen, außerdem gehörte ein tiefes Verständnis der Regeln dazu um sie so wie sie gekonnt aus zu dehnen ohne sie zu verletzten.

Das Spiel während ich mich ihr nährte war äußerst erotisch und ich wusste, sie fühlte die Spannung genauso wie ich, schien sie sich in ihre Beschwipstheit zu flüchten, was sie einfach zu süß erscheinen ließ, aber ich trug sie kurzerhand in ihr Bett, in dem sie herrlich aussah, so klein und einladend mit dem wallenden silbrigen Kleid, das sie noch zierlicher erscheinen ließ, da kämpfte ich schon sehr mit mir, mich ihr nicht aufzudrängen.

Aber als ich sie sah mit den geröteten Wangen und den glänzenden Augen, war es an mir schwer zu schlucken, denn sie wirkte zu verführerisch und als ich ihr anbot zu bleiben und sie unverständlich nuschelte „…lieber…nicht…“, eilte ich davon, denn viel hätte nicht gefehlt und es wäre mir gleich gewesen was sie wollte!

Ich dachte über morgen nach, den Ball der stattfinden würde, denn ich war gespannt wie sie sich als Dame des Hauses machen würde, was für ein Kleid sie anhaben würde, ob sie sich an meine Direktricen hielt, oder ob sie sich in einem Kleid ähnlich dem heute darüber hinwegsetzen würde? So stand ich nun hier mit meinem Gals in der Hand und genehmigte mir etwas scharfes, kippte den Brandwodka einfach hinunter, blickte danach lustlos auf mein leeres Bett und brummte missgestimmt auf,… sie sollte darin liegen…….

Lucius Sicht ende

Hermiones Sicht

Himmel, stöhnte ich gequält auf, hatte ich Schädelweh, das war ja zum Davonlaufen und heute würde mich nichts in der Welt darum bringen… zu laufen, egal wann, egal wohin, konnte mir die Disziplin gestohlen bleiben. Ich blinzelte aus meinen verklebten Augen und hielt mir die pochenden Schläfen, oh….schmatzte ich und spürte meine trockene, wie ausgedörrte Kehle, war es eindeutig, ich hatte einen Kater….ich, Hermione, hatte gestern eindeutig zu viel getrunken.

Das passierte mir sonst nie, niemals, denn ich achtetet doch immer darauf meine Sinne beieinander zu halten, trotzdem hatte ich aber gestern eindeutig zu wechselhaft und zu schnell getrunken, daher schälte ich mich jetzt leidend aus meinem großen Bett und stellte verwundert fest, dass ich noch immer mein Festtagskleid trug.

Himmel tat mein Kopf weh….raschelte es gewaltig laut in meinen empfindlichen Ohren, als ich zu meinem Tischchen eilte und die Kiste öffnete, in der ich die lebensrettenden Phiolen aufbewahrte und schnell einen Katertrank hinab kippte und umgehend erleichtert aufstöhnte als die erlösende Wirkung sofort einsetzte, mich von den akuten Schmerzen befreite. Das war eindeutig viel besser, denn nun konnte ich wieder scharf sehen und schielte nicht mehr durch die Gegend.

Ich ging es langsam an und auch der Rest des Tages verlief mehr als gemütlich, da meine Männer wieder entschwunden waren, schließlich hatten sie viel zu erledigen. So hatte Draco wieder ein geheimnisumwittertes Treffen und entschuldigte sich für Stunden, nachdem er mir ein Augenzwinkern und einen Kuss auf die Stirn zum Abschied schenkte, mit dem Hinweis ich sollte schlafen, damit ich heute Abend strahlend würde wie der Diamant des Hauses!

Er meinte noch lachend Vater hätte am Frühstückstisch erzählt das ich indisponiert war gestern Abend und er mich ins Bett getragen hätte, daher habe er, Draco, ihnen erzählt was ich über den Tag verteilt getrunken hätte, was Severus veranlasst hätte abfällig zu schnauben, informierte mich Draco auch noch genüsslich das er spät Nachts doch noch nach mir geschaut hätte, ich aber in meinem Traum aus Silber so herrlich ausgesehen hätte, das er dachte er ließe mich lieber schlafen.

Also sah ich ihn erst am späten Nachmittag wieder, als er mir dies zu wisperte, war es kein Wunder das ich ausgeschlafen hatte, da ich einem komatösen Schlaf gleich darniedergelegen hatte. Ich zeigte mich in den folgenden Stunden wirklich etwas nervös und ruhelos, sodass ich erstmal meine neue Bibliothek durchstöberte und fand sie rundherum spannend, da sie sich eher mit der kontinentalen Magie beschäftigte, fand ich es aufregend viel neues zu erfahren und war meinen Eltern zum ersten mal aus tiefstem Herzen dankbar das sie auf die Pre-school bestanden hatten und ich dort mit Französisch genervt worden war.

Ich hatte doch aber auch dies wie jedes schulische Problem schnell gelöst gehabt und mich dieser Herausforderung schon in jungen Jahren gestellt, also erging ich mich nun problemlos in den Texten und fand es spannend das auch hier öfters Beauxbaton erwähnt wurde, auch wenn jene Schule noch lange nicht so alt war wie das tausendjährige Hogwarts oder das sechshundertjährige Durmstrang und somit auf eine relative junge, nur vierhundertjährige Geschichte zurückblickte.

Ich konnte wirklich, wie es schien, Stunden hier zubringen, ohne das mir nur im Ansatz langweilig wurde, daher nahm ich ein einsames Mittagsmahl zu mir, als plötzlich die Tür aufging und eine Person mein Zimmer erstürmte und mich eindringlich ansah.

Er hielt mir barsch ein Buch unter die Augen und zeigte dabei auf einen Zauber und motzte aufgeregt. Ich zog das Buch zu mir und besah mir die Aufregung, worauf ich ein schmunzeln echt nicht unterdrücken konnte, da baute er sich vor mir drohend mit verschränkten Armen auf und sah wild auf mich herab.

„Was eschauffiert dich so Severus?“, wollte ich neugierig wissen, als ich mir noch eine Gabel voll mit Nudeln in den Mund schob.

„Das da „impetus impedive“, wann hast du denn entwickelt?“, schnarrte er kalt, während ich meinen samtenen Morgenrock enger um mich zog.

„Mhmh….lass mich überlegen, im Sommer letztes Jahr war er fertig, aber gearbeitet habe ich über zwei Jahre an ihm!“, tupfte ich mir mit der Serviette den Mund ab und sah in seine lodernden Augen.

Dies war der Spruch, der so viel bedeutete wie den Angriff verhindern und Loyalität sichern, dabei war der Fluch von mir so konzipiert, sollte der Verfluchte versuchen in irgendeiner Art und Weise dem Zauberer zu schaden oder ihn direkt angreifen, würde der Fluch den Verfluchten schon in den Anfängen stoppen und in ein Koma schicken. Man benötigte Blut von beiden Partien, um den Bann zu legen, aber was das geniale war, nicht die Zustimmung der zu verfluchenden Person zu benötigen, anders als zum Beispiel beim Unberechbaren Schwur.

„Als du vierzehn warst?“, drohten seine Augenbrauen zusammen zuwachsen so eng zogen sie sich zusammen und ich versuchte immer noch den Grund seiner miesen Laune zu erforschen, was bei Severus manchmal enorm schwierig sein konnte, da ihm alles sauer aufstieß.

„Ähm, ja…so ungefähr, aber was ist denn nun…?“, ging er nicht darauf ein und grummelte nur etwas vor sich hin wie „ärgerlich…zu dumm, das Biest!“, sagte ich besser gar nichts, aber ich dachte zu erkennen und zu hören, dass es ihm nicht passte das ich den Fluch schon so früh und zum Schluss auch noch erfolgreich hatte entwickeln können. Ja stimmte ich ihm zu, das war echt kompliziert gewesen und im Ansatz auch echt schwer, schließlich hatte die Arithmanik hier eine große Rolle gespielt und ich war öfters versucht gewesen die Berechnungen zu verbrennen. Was auch immer ihn mal wieder ärgerte, bestimmt dass ich es doch geschafft hatte, aber ich fragte einfach mal unverblümt nach.

„Gefällt er dir nicht!“, blinzelte ich ihn leicht unverständig an, das hier war bisher das komplizierteste was ich erschaffen hatte. Als er mich nur mit wilden Blick niederstarrte, bemerkte ich, dass er noch nie wirklich in meinen Räumen gewesen war, nur als er mich hier absetzte, aber er war ja sofort wieder abgerauscht und ich dachte mir nun Ablenkung könnte gut tun und so erhob ich mich und meinte vorsichtig fragend, da ich ihn gerade gar nicht einzuschätzen wusste.

„Du warst noch nie hier, wie gefällt es dir?“, wollte ich sanft wissen, aber er ließ mein Gesicht nicht aus den Augen, bis er mich überrumpelte, indem er an mich herantrat und grob in mein wüst aufgestecktes Haar packte und ich aufhisste:

„AHAH….Seve…!“, kam ich nicht weiter, denn er begrub meinen Protest unter seinen fordernden Lippen. Ich konnte dem wütenden Ansturm fast nicht folgen, war er immer so schwer einzuschätzen, aber da riss er mich mit seiner Leidenschaft mit und ich küsste ihn verlangend zurück, legte ihm brav die Hände in den Nacken, was ihm zuzusagen schien, da ich ein wolliges Knurren hörte.

Er zog mich an sich und seine Finger schlüpften geschickt unter meinen weiten Samtmantel, den ich als Hausmantel trug. Es schien klar zu sein wo das enden sollte, ich hatte mich schon gefragt, ob Severus hier auf meine Aufmerksamkeiten verzichten würde, oder ob er sie genauso vehement einfordern würde wie in Hogwarts, doch offensichtlich schien es so als dachte er das er lange genug gewartet hätte.

Er war wie immer leidenschaftlich, drückte mich begehrlich gegen den Tisch und ich kam gedanklich gar nicht wirklich weit, außer dass er mich seit dem Desaster rund um das Yulefest nicht mehr wirklich angefasst hatte, gab ich es zwar ungerne zu, aber ich hatte mir schon Sorgen gemacht, ob ich ihm zuwider war nach unserem lautstarken Disput, in dem er mir zeigte was er von meinen Taten hielt.

Aber dieser Kuss eben zeigte mir eindeutig das Severus vielleicht nicht mit meinem Handeln einverstanden war, dies aber nichts an unserem Zusammensein änderte und das machte mich froh, wollte ich doch, wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst war, nicht auf Severus Aufmerksamkeiten verzichten und als ich an ihm hing, wurde mir auch klar das ich ihn vermisst hatte.

Ich war regelrecht ausgehungert nach körperlicher Nähe, die eine Nacht mit Draco war auch so flüchtig gewesen, er mir nicht mehr nahe gewesen und seit dem ich selbst Lucius erfolgreich von mir fern hielt, gierte ich regelrecht nach Severus, suchte seine Nähe und presste mich gierig an ihn und er suchte sie nicht weniger stürmisch.

So erwiderte er meine Bemühungen genauso, dabei strichen unsere fahrigen Hände ungezähmt über Stoff und Haut, als ich verlangend aufstöhnte, da er über meinen Hals leckte und ich den Kopf weit in den Nacken legte und er sich an mich drückte, konnte und durfte ich seine harte Erregung an meinen Oberschenkel fühlen, wollte ich nicht mehr warten, war es wie immer zwischen uns stürmisch und wild, bis es ploppte…..

Als ich aufgrund des Geräusches zurückzuckte, sah ich mich einem wütend dreinblickenden Severus gegenüber, der rasend wirkte, mit seinen geröteten Lippen, dem wüsten Haar und den gefährlich funkelnden Augen, während er sich unwirsch zu dem kleinen Wesen in seinem Rücken umwandte, richtete ich mit fahrigen Händen meinen Rock, der weit aufklaffte und mein freizügiges Negligee offenbarte, denn Severus hatte sich in der kurzen Zeit doch schon gekonnt zu meiner Haut vorgekämpft, als ich es piepsig hörte:

„Der Master wünscht sie umgehend zu sehen, Sir!“, stieg nur ein wütendes Brummen aus seiner Kehle, was den kleinen Hauself veranlasste schnell das Weite zu suchen. Ich fasste mir ein Herz und trat seufzend um Severus herum und besah mir mein Werk! Als ich begann dann seine geöffnete Weste und das Hemd zu zuknöpfen und zu richtigen, als wäre er ein kleines Kind und er es grummelig geschehen ließ das ich mich um ihn kümmerte, schien er noch mit seiner Erregung zu kämpfen, aber er tat nichts und ließ mich machen.

„Ich lauf schon nicht weg, aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben!“, sprach ich ihn an und schenkte ihm ein verführerisches lächeln, bis ich fertig war und auf seine Brust klopfte.

„Das würde ich dir auch nicht raten!“, kam es tief von ihm, bevor er mir noch einen festen Kuss aufdrückte und ich mich ihm lachend entzog, dann strebte ich zum Bad, während Severus schlechtgelaunt zu Lucius ging, wobei ich mich wirklich fragte ob Lucius auf diese Räume einen Zauber gelegt hatte, der verhinderte das ich zu lange männlichen Besuch hatte, schließlich traute ich diesem manipulativen Mann alles zu.

Schade wie ich mir eingestand, denn ich musste auf Severus verzichten ….aber nun, das ließ sich jetzt auch nicht mehr ändern und als ich in das parfümierte und schaumige Wasser der Wanne glitt, genoss ich einfach das warme Wasser, musste ich doch heute eine aufwändige Schönheitsintensivpflege meinen Haaren und meiner Haut angedeihen lassen, schließlich wollte ich meinen Männer die Sinne verdrehen und auf dem Ball glänzen...
Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Kapitel 198-200   

Nach oben Nach unten
 
Kapitel 198-200
Nach oben 
Seite 1 von 1
 Ähnliche Themen
-
» Ludwig Revolution: Kapitel 15 & 16
» Seelen: Kapitel 26 - 28
» Seelen: Kapitel 47 - 49
» Bis(s) zum Morgengrauen Kapitel 5 - 6 | Seite 92 - 136
» Chobits: Kapitel 01 - 02

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
When Hermione Fights :: When Hermione Fights :: Kapitel 176-200-
Gehe zu: