Inhaltsangabe
 
StartseiteStartseite  FAQFAQ  SuchenSuchen  AnmeldenAnmelden  LoginLogin  

Teilen | 
 

 Kapitel 226-227

Nach unten 
AutorNachricht
queenie
Königin
Königin
avatar

Anzahl der Beiträge : 1510
Anmeldedatum : 08.02.12
Alter : 37
Ort : München

BeitragThema: Kapitel 226-227   Do Feb 09, 2012 7:05 am

226. Kapitel Bye Bye Rita!


Heute Abend war es soweit. Ich zog mir gerade meine Kapuze über den Kopf, aber ich würde heute weder zu Draco noch zu Severus gehen, denn ich hatte etwas vor, von dem niemand wusste, dass ich es plante.

Es war schon sehr spät und ich blickte auf die ruhigen, schlafenden Körper von Lavender und Parvati. Sie bestand seit Kingswear darauf ihre Bettvorhänge offen zu lassen, da sie hier irgendeine innere Furcht trieb und Lavender als treue Freundin machte mit, aber sie hatten es nicht gewagt mich mit diesem Unsinn zu belästigen, aber offensichtlich hinterließ alles seine bleibenden Spuren, für die anderen gut sichtbar als Narben auf unseren Körpern, bei anderen gut verborgen auf der Seele, aber niemand ging ohne Blessuren aus den Kämpfen hervor.

Es würde gleich Mitternacht sein und damit Zeit für mich das Schloss hinter mir zu lassen, also huschte ich dank meiner Zauber leise aus dem Raum und ließ meinen „geminio“ Zwilling friedlich schlummernd in meinem Bett zurück. Ich durchquerte einen verlassenen Gemeinschaftsraum und strebte das Portrait an, um es hinter mir zu lassen.

Ich schützte mich mit Zaubern vor dem erwischt werden und eilte die leeren und leisen Gänge des weitläufigen Schlosses entlang, um meinen Geheimgang in den Dunklen Wald zu nehmen. Als ich aus dem Geheimgang getreten war, ließ ich auch hier den Stein wieder an Ort und Stelle gleiten und verschwand zwischen den dichten Bäumen.

Ich fühlte mich sehr heimisch an diesem magischen, von Menschen verlassen Ort und verspürte trotz der nächtlichen Geräusche und Finsternis keine Angst oder Sorge vor den heimischen Bewohnern, eher packte mich fast wieder die Lust auf die Jagd zu gehen, schließlich wusste ich, dass mir das mehr Spaß bringen würde, als Menschen wie in Kingswear zu jagen. Ich lauschte den typischen Geräuschen des Waldes und achtete darauf leise zu sein, damit nicht die Zentauren auf mich aufmerksam wurden.

Aber ich schüttelte unwillig den Kopf, denn jetzt war nicht die Zeit dafür. Ich hatte keinen Ort mehr an den ich gehen konnte, das Cottage war besetzt, mein Stadthaus auch, die Höhle und dergleichen kam genauso wenig in Frage wie das Manor, also eilte ich suchend durch das Dickicht des Waldes weiter und strich durch den Verbotenen Wald, bis ich durch das dichte Geäst endlich eine kleine, gut versteckte Lichtung ausmachen konnte, die von Hogwarts weit genug entfernt war, dort hielt ich zufrieden an.

Das was ich plante konnte und wollte ich nicht in der Nähe von Dumbledore tun, denn das wäre töricht und wenn ich vieles war, unvorsichtig war ich nicht.

Ich stellte mich in die Mitte dieser kleinen von Mondschein erleuchteten Lichtung und sah wie mein Atem in Dampfwolken vor mir aufstieg. Es war im Januar hier im schottischen Hochland noch immer bitter kalt.

Ich vermutete instinktiv, dass ich Rita nicht so leicht an die Totenwelt abgeben würde können wie damals die Inferi meiner Eltern, schließlich hatte sich doch in dieser Beziehung sehr viel getan, hatte ich mich viel mehr mit der Totenwelt verbunden.

Ich war jetzt auch viel inniger mit meinen „Kindern“ verschmolzen, was von dem Ritual des Lords in dieser verlassenen Inferihöle herrührte, somit war mein geschmiedetes Band nun ein sehr viel Engeres als davor und ich war gespannt wie schwer es werden würde loszulassen.

Anders als beim ersten mal zeichnete ich vorsichtshalber ein rotleuchtendes Pentagramm in den gefrorenen, frostigen Boden, denn ich wollte mich nicht nur auf die magischen Worte verlassen. Jetzt konnte ich mitverfolgen wie sich die Zacken des Sterns heiß in den Erdboden brannten und rot aufleuchteten, während ich den gälischen Todesgesang anstimmte. Die beschwörenden Worte verließen noch perlend leicht meine Lippen, mit ihnen besang ich die Loslösung des geschmiedeten Bandes zwischen dem Inferi und mir, womit ich sie mir Untertan machte und am Leben erhielt.

Dabei konzentrierte ich mich auf Rita und ausschließlich auf sie und dann landete ich unmittelbar und plötzlich mit meinem Bewusstsein bei ihr. Es war wieder wie ein harter Schlag in den Magen und ich riss meine Augen schmerzhaft auf, die ich bisher zur Konzentration geschlossen hatte und ahnte instinktiv, dass ich wieder weiße Augen hatte, da mir meine Umgebung erstaunlich milchig und trüb erschien.

Aber meine Eindrücke waren überlappend, schließlich sah ich auch das was Rita gerade eben sah. Anders als beim ersten Mal, als ich die Inferi meiner Eltern an das Totenreich zurückgab, was so leicht gewesen war, da diese einfach willig nachgegeben hatten, war es diesmal geradezu schwer Rita wirkte nicht so leicht davon zu überzeugen freiwillig für immer zu gehen und sich von mir endgültig zu lösen.

Es war als verkrallte sich die Gute widerspenstig in meiner Seele und es schmerzte regelrecht diese Verbindung zu lösen, das Band zwischen uns zu zertrennen. So war es nicht wie beim ersten Mal, als es sich angefühlt hatte als würde ganz leicht eine schwere Last von meiner Brust fallen und ich wieder leichter, befreiter hatte Atmen können.

Hier und jetzt jedoch war es ein schmerzender Kampf und mein Atem stockte immer wieder gequält, während ich die magische Beschwörung nicht unterbrach und die Worte über meine Lippen flossen. Ich fühlte wie die nekromantische Magie stark und auch berauschend durch meine Adern floss, wie schwerfälliges, kochendes Teer und mir wahr als würde es meine Arterien verstopfen.

Das Blut rauschte laut in meinen Ohren, aber ich hielt mal wieder tapfer durch, trotz der zunehmenden Schmerzen, da ein Versagen das Letzte wäre was ich tat und so rezitierte ich weiter die Lösungsformel und ignorierte den quälenden Druck auf meiner Lunge, oder in meinem Magen.

Es war anders als ich Rita erschaffen hatte und mich das Gefühl ergriffen hatte als würde ein verlorener Teil von mir zu mir zurückkommen, als hätte ich etwas dazugewonnen, war es jetzt als würde ich einen Teil der zu mir gehörte gewaltsam aus mir reißen.

Am liebsten hätte ich vor unsäglichen Schmerzen laut aufgeschrien, denn mir brach mittlerweile sogar der kalte Schweiß aus und lief meinen Körper hinab, als ich spürte wie sich ihre spitzen Krallen unwillig von mir lösten. Es war als würde das Band porös werden und langsam aber sich nachgeben. Rita kämpfte verbissen darum bei mir zu bleiben und gebärdete sich wild und schien zu toben, dass ich sie nicht mehr wollte, aber ich ließ nicht locker und trennte das uns verbindende Band systematisch.

Sobald die letzten rituellen Laute verklungen waren, bemerkte ich, wie das Band endlich urplötzlich riss, somit der Inferi Ritas endgültig und übergangslos Tod, leblos zusammensackte und ich wurde rasant aus dem Bewusstsein des Inferis zurück geschleudert und hier her in meinen Körper hinein katapultiert.

Nun wimmerte ich dann doch auf, da mich die Wucht voll traf und der innere Schmerz mich fast verzehrte. Es fühlte sich an als hätte ich mir ein großes Stück Fleisch aus dem Leib geschnitten, weswegen ich meine Faust auf meine schnellpochende Brust drückte, während ich kraftlos auf die Knie fiel und unsanft auf dem steinharten, gefrorenen Boden aufkam.

Keuchend stieß ich den Atem aus und fühlte dem betäubenden Schmerz nach. Es war das ungewöhnlichste und für mich bisher schwerste, was ich jemals gefühlt hatte, derart problematisch hatte ich mir das nicht vorgestellt, vor allem war es bei den beiden anderen Inferis doch auch ganz leicht gegangen!?

Woran lag es, dass es mir nun solche ungewöhnlichen Probleme bereitete, es war als würde ich einen Teil von mir töten?

Das war nicht normal, da war ich mir sicher….als ich mir noch immer kniend schwer versuchte wieder zu mir zu finden, da der stetig in meinem Inneren widerhallende, stechende Schmerz blieb. Ich blinzelte meine Tränen weg und beschwor mir auch schon einen Spiegel und blickte gespannt hinein und da erkannte ich, dass meine Augen wieder vollständig weiß waren!

Ein wahrlich ungewöhnlicher und grauenhafter Anblick, trotz der strahlend weißen und irisierend hell leuchtenden Augen, sah ich meine Umgebung dennoch sehr gut. Obwohl ich keine Iris oder Pupille mehr hatte, konnte ich meine Umgebung gestochen scharf wahrnehmen.

Interessant, beim letzten Mal, bei Grindelwalds Befreiung hatte ich keine Zeit gehabt auf meine Augen zu achten und sie waren auch erstaunlich schnell verschwunden und beim Lord hatte ich ebenfalls nicht die Muse gehabt, mich auf meine Augen zu konzentrieren, aber nun hatte ich Zeit mich zu betrachten und das zu meinem Leidwesen wie es schien endlos, denn die Augen blieben weiterhin weiß!

Verdammt, konnte ich da nur leidend denken. Ich musste unbedingt zu Gellert, damit er mir dieses Mysterium und Phänomen offenbarte.

Noch einige Zeit saß ich auf dem kalten Boden in dem wispernden und rauschenden Wald und versuchte diese neue Erfahrung zu verdauen und das Gefühl der Leere zu verdrängen, das mich jetzt beherrschte.

Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich mich derart Tod und verloren fühlen würde, wenn ich Rita hergab und sie verlor….ich rechnete fest damit das im morgigen Propheten stand das Gellert verstorben war, fühlte ich mich mal wieder wie ausgekotzt…..



So kam es dann auch, dass ich in der Früh wie erschlagen, in der Großen Halle saß und dem lauten flügelschlagen der Vögel lauschte und glückselig war, da die weißen Augen, die mir in der Nacht noch Sorgen bereitet hatten, wieder verschwunden waren.

Als ich vor dem Stein gestanden hatte, der den Geheimgang zu Hogwarts bewachte, hatte ich wieder einen Spiegel beschworen und genervt erkannt, das die AUGEN immer noch nicht zurückgekehrt waren! Zu fassen? Nein, ich tat es auch nicht.

So ein Mist!

Als ich mich dann selbst mit diesen gespenstischen strahlend hellen Augen ins Schloss gewagt hatte, hatte ich einfach gehofft, dass ich nach dem Schlafen wieder normal aussehen würde. Einer makabren Idee verfallen hatte ich daran gedacht, dass sollten sie weiß blieben, ich mir Muggelkontaktlinsen anschaffen sollte.

Aber als ich morgens meine Augen aufgeschlagen hatte und ins Bad geeilt war, waren sie zu meiner absoluten Erleichterung wieder normal gewesen! Göttin sei Dank, es wurde Zeit zu Gellert zu gehen! Außerdem konnte ich gar nicht erwarten die Zeitung zu lesen. Nun blickte ich erwartungsvoll auf und nahm meine Zeitung ungeduldig entgegen, während ich schon das erste einsetzende, erstaunte Gewisper vernahm und dann glitt mein Blick als erstes neugierig zu Dumbledore, der ganz plötzlich eine gewisse, ungesunde Blässe zeigte und das bescheuerte Funkeln schien es auch aus seinen Augen vertrieben zu haben, als er las das es seine Jugendliebe nicht mehr gab.

So wurde das Thema Kingswear endlich abgelöst durch Gellerts tragisches verscheiden und man setzte sich nun intensiv mit Gellerts Vergangenheit auseinander und ließ Dumbledore in dem Artikel erneut hochleben, als der rettende Held vor der Dunkelheit!

Draco´s Blick schnellte unvermittelt zu mir, während mir auch Harry und Ron einen fragenden Blick schenkten, bemerkte ich, wie Severus Kopf ebenfalls in die Höhe ruckte und er mir einen scharfen, stechenden Blick sandte.

Offensichtlich war es für ihn schon komisch, dass nachdem ich in Asow gewesen war, nun auf einmal Gellert Grindelwald von uns gegangen war. Tja, Zufälle gab es, die gab‘s gar nicht!

Ja, sie fragten sich alle, wie ich das gemacht hatte, darum versuchte ich das beginnende Lächeln aus meinen Zügen zu verbannen, hob schnell meine Tasse und trank einen Schluck. Draco erkannte glasklar, warum ich nicht zu ihm gekommen war.

Harry und Ron, die bisher noch nichts von meiner Nekromantie erfahren hatten, schauten wie Blaise und die Mädchen überrascht aus, wie ich das von hier aus geschafft hatte und Severus sah aus als wollte er etwas umbringen, auch wenn er es hinter einer kühlen, unbeteiligten Maske für seine Umgebung sehr geschickt verbarg.

Zu meinem Erstaunen gelang es Dumbledore gar nicht zu kaschieren das er tatsächlich betroffen war, nun Gellert tot zu wissen, nachdem er, der Bezwinger Grindelwalds, doch immer hochgelobt wurde und die Presse seine vergangene Heldentaten frenetisch feierte, das er sich Gellert damals entgegen gestellt hatte. McGonagall und die Lehrer wirkten sehr erstaunt ihn derart konstatiert und bewegt zu sehen.

Nun erhob er sich behäbig und ging wie ich sagen würde gramgebeugt und wortlos von dannen. Nicht nur Severus blickte dem Alten verwirrt hinterher, da doch alle dachten, das man sich freuen sollte wenn der ehemalige Erzfeind verstarb, aber was sie ja alle nicht wussten, war dass es ein intimes und enges Verhältnis zwischen beiden gegeben hatte.

Wie schwer würde es Dumbledore treffen zu erfahren das Gellert quietschfidel unterwegs war und dank unserer Aufbautränke bald wieder vorzeigbar sein würde, auf das er nicht mehr das mitleiderregende Klappergestell darstellte, das er momentan noch war.

Ich weiß nicht, wie ich dieses Verhalten von Dumbeldore finden sollte?

War es verlogen? Oder nicht? Nachdem er über 50 Jahre in Ruhe und ungerührt zugesehen hatte wie Gellert hinter den Mauern Nurmengards vergammelte?

Mit dem Artikel war ich mehr als zufrieden, da der Kommandant von Nurmengard breit und lang erklärte, dass Gellert seit gut einem Jahr kränkelte und sich sein Gesundheitszustand im letzten Monat exorbitant und drastisch verschlechtert hatte. Ich war gewillt den selbstverliebten Mann zu knutschen, da er derart in meine Kerbe haute und damit Dumbledore noch mehr in Unwissenheit beließ, trotz des Artikels von Rita kurz vor Ende des letzten Jahres.

Nun zählte Abramojewitsch auf, dass Gellert heute um 10 Uhr dem Feuer übergeben werden würde, um dann nur seine Asche auf den Gefangenenfriedhof zu verscharren. Ich wollte mein Glück gar nicht fassen, Rita würde verbrannt werden, damit würde niemand darauf kommen das Gellert nicht Gellert war, sondern Rita, perfekt.

Ich liebte es wenn Pläne funktionierten!

Ich ließ alle und jeden sehr erfolgreich unbeachtet stehen, der von mir eine Rechtfertigung erwartete, da ich das Thema Rita für mich abgehackt hatte. Nun wollte ich nur noch den Tag schulisch hinter mich bringen, um dann auf schnellstem Wege zu Gellert zu eilen, denn es zog mich extrem zu ihm, aber gerade pfiff mich eine extrem angesäuerte Stimme zur Aufmerksamkeit.

„Miss Granger, sie bleiben noch!“, kam es von Severus ernst am Ende der letzten Stunde des Tages im Fach Verteidigung gegen die Dunklen Künste. Wie immer huschten alle sehr fix aus Severus Reichweite und somit waren wir schon kurze Zeit später vollkommen allein in dem Klassenraum, während er mich einem Habicht gleich ins Visier nahm und auf mich zuhielt, dann legte er auch schon los.

„Was du den anderen vorgaukelst ist mir egal, aber ich bin nicht die!“, zischte er wütend und funkelte mich eindrucksvoll aus dunkelschwarzen Augen an, so baute er sich auch wieder beeindruckend groß und dunkel vor mir auf und verstand es mit seiner ganzen mystischen Art einzuschüchtern.

„Was willst du?“, blieb ich die Ruhe selbst vor seiner drohenden Person.

„Wissen, ob der Tod von Grindelwald dein Ziel war! Warst du deshalb in Asow? Was wolltest du da?“, fragte er unnachgiebig nach und funkelte mich durchdringend an.

„Ich bade meine Hände in Unschuld!“, antwortete ich ruhig, denn ich ließ mich von ihm nicht einschüchtern.

„Ja, das kannst du….aber ich bin nicht doof! Der Zufall ist einfach zu groß, als das du nicht deine Finger mit im Spiel haben könntest! Ich bitte dich! Zuerst der Artikel von Skeeter, die du erpresst und dann zwei Wochen nachdem du aus Asow zurückbist, ist der alte Gellert Grindelwald tot, genau!“, blaffte er gefährlich kalt und ließ mich nicht aus dem Blick, doch nicht mit mir Severus, ich ließ mich nicht unter kriegen, denn für mich war das Thema Rita abgeschlossen.

„Ich weiß nicht, was du willst! Ja, ich gebe es vor dir zu, ich wollte mit Grindelwald sprechen und war mit Rita da….und warum? Wegen Dumbledore, aber leider ließen sie uns nicht zu ihm ohne Begleitung, es ging ihm schlecht! Tja, konnte ja keiner ahnen wie schlecht!“, klimperte ich unschuldig mit den Wimpern und erkannte an dem harten Blick aus seiner unnachgiebigen Miene, dass er mir kein Wort glaubte, aber sich auch nicht durchringen konnte mich noch genauer zu fragen und so packte er nur meine Hüfte und zog mich grob zu sich, um mich einmal kurz, hart, fordernd und verlangend zu küssen, was zu meinem Leidwesen viel zu kurz war, da wir uns schnell trennten, als die nächste Klasse schon an die Tür klopfte.

Severus Tagewerk war noch nicht vollendet, aber ich eilte mit einem hintersinnigen Lächeln hinaus, um zu den anderen in den Gemeinschaftsraum zu kommen, da ich noch etwas wichtiges heute zu erledigen hatte. Ich wusste, dass es Severus schrecklich reizte zu erfahren was ich getan hatte, aber er nicht wusste ob er es wissen wollte.

Ich setzte mich kurz zu Harry und Ron und legte meinen Kopf vertraut auf Harry´s Schulter und er umfasste meine Hüfte zog mich eng zu sich und dann wisperte ich:

„Ich muss raus aus Hogwarts, Gellert informieren das er Tod ist…ich werde das Abendessen verpassen und ich weiß nicht wann ich zurück bin! Deckt mich!“, befahl ich und Harry nickte nur und küsste meine Stirn zärtlich sowie Draco es sonst tat. Sofort erhob ich mich und streckte mich.

„Jungs, ich geh dann in die Bibliothek!“, verkündete ich laut und erntete von Ron einen verwunderten Ausdruck, als Harry schon zu ihm flüsterte, dass er es ihm gleich erzählen würde.

Okay und auf dem Weg aus dem Schloss raus in den Verbotenen Wald rein, tat ich mir unendlich leid, dass ich im Gryffindorturm lebte, der der höchste Turm war und da selbst die Raben näher am Kerker waren als wir, legte ich diesen lästigen, langen Wege zurück, selbst durch den Geheimgang wurde es wie ich fand nicht wirklich kürzer.

Als ich vor meinem Stadthaus ankam und sofort wieder die Erinnerung an meine Eltern aufsteigen fühlte, freute ich mich an dem Wissen das ihnen ihre neue Heimat gefiel und zusagte und so ließ ich dieses Gefühl zu und akzeptierte die leichte und latent anhaltende Wehmut, während ich die Tür öffnete und ein totenstilles, ruhiges und leises Haus zu meiner Verwunderung vorfand.

Ich war verwirrt und erstaunt und durchschritt leise das Wohnzimmer, ging von dort über das offene Esszimmer in die verwaiste Küche und blickte auch in den verlassenen Garten, der einsam vor mir lag und lauschte, aber ich hörte nichts, wobei ich sah, das kalter, abgestandener Kaffee in der ausgeschalteten Maschine war?

Wo zum Teufel war Gellert?

Verärgert verschränkte ich die Arme vor der Brust! Hatte er uns reingelegt?

War er abgehauen? Hatte er es ohne Zauberstab geschafft?

Als ich mich entschloss weiter zu suchen, erklomm ich die Treppe und stieg hoch, blickte den Flur entlang nach rechts ging es zu meinem Reich und dem Arbeitszimmern, links ging es zu den Räumen meiner Eltern und dem Gästezimmer.

Dann wandte ich mich nach links und öffnete das Zimmer das wir für Besuch hergerichtet hatten und fand auch diesen Raum unbewohnt vor. Es wirkte als hätte hier nie ein Mensch seit dem ich meine Eltern beseitigt hatte geschlafen, aber so ganz wunderte es mich nicht, dass sich Gellert höchstwahrscheinlich für den Masterroom meiner Eltern entschieden hatte!

So öffnete ich diese Tür und hier sah ich, dass das Zimmer bewohnt gewesen war, aber auch dieses war verlassen und ich runzelte wirklich verstimmt und ratlos die Stirn. Wo könnte er hin sein, sollte er uns derart hintergehen?

Plötzlich meinte ich ein leises Geräusch zu hören.

Ich trat auf den cremefarbenen, flauschigen und sehr weichen Teppich und durchschritt das Zimmer, um dann die Tür des Bades bedacht einen Spalt zu öffnen. Es war eine Schwingtür, die sofort zurück schwang und ich pralle auch fast sogleich zurück, denn da kletterte gerade im Bad ein splitternackter Gellert aus einer blubbernden und schaumigen Wanne und pfiff gutgelaunt, aber schrecklich falsch vor sich hin.

Er hatte mir seinen uralten und ausgemergelten Körper in seiner ganzen, nackten Pracht präsentiert und ich war unwiederbringlich blind, daher blinzelte ich wie irre mit meinen Lidern, um das Bild zu verdrängen, das mir seinen besten, ausgezehrten Freund gezeigt hatte!

Schockiert riss ich mich zusammen und verbot mir weitere Gedanken, als ich zurückwich und nun laut rief:

„Gellert, wo sind sie?“ Ich hörte ein keuchendes Husten aus dem Bad.

„Hier….Hermione? Warten sie, ich bin im Bad…..!“, meinte er sehr lapidar und überhaupt nicht hektisch, dabei musste er hören, das ich im Zimmer nebenan stand.

„Tja, wenn das so ist…Gellert! Ich warte in der Küche, es gibt Neuigkeiten!“, sagte ich versucht fest und versuchte immer noch sein kleines, knittriges Ding zu vergessen, dabei presste ich meine Hände an meine roten, von der Peinlichkeit geröteten Wangen.

„Natürlich…natürlich es dauert nur kurz!“, rief er zurück und ich verließ schnell und mit einem unvergesslichen Bild im Kopf das Zimmer um zu gehen. Ich hatte ihm sofort und vollumfänglich misstraut, was nicht nett war! Aber ich traute ihm halt nicht….

So blieb ich an der Treppe selbstvergessen stehen, um mich dann von der Treppe ab und dem Arbeitszimmer zuzuwenden, dabei ging mir ein Gedanke bestimmter durch den Kopf. Nun zückte ich meinem Stab und zauberte, auf das sich in der Küche die Dinge selbst herrichteten, während ich Sirius Bibliothek betrat.

Zielgerichtet sah ich mich um, bewegte mich in einer für mich recht ungewöhnlichen Abteilung dieser Bücheransammlung, aber ich zog das ein oder andere interessante Buch heraus, um dann noch schnell ins Arbeitszimmer meiner Eltern auf der gegenüberliegenden Seite des Flurs zu gehen und auch hier die Regale rasch zu durchsuchen.

So setzte ich gut bestückt meinen Fuß in die Küche in der schon Gellert saß und sich genüsslich an dem gedeckten Tisch mit kleinen Häppchen gütlich Tat, dazu hatte ich auch magisch einen schönen, trockenen Weißwein aus der Kammer gerufen, um mit ihm seinen Tod zu begießen.

Er hatte schon begonnen schnöde den Wein zu schlürfen und grinste mich nun zahnlos, zufrieden an, wobei ich die Augen zusammenkniff, während ich den Bücherstapel auf dem Tresen ablegte und mich zu ihm setzte und versuchte seine nackte Gestalt rigoros aus meiner Erinnerung zu tilgen, aber zu meiner furchtbaren Verlegenheit, gelang es mir leider nicht wirklich.

Als ich ihm zuprostete, rief ich aus meinem abgelegten Mantel den Tagespropheten zu mir und schmiss die Zeitung zu Gellert, damit er einen Blick auf die Titelseite wagen konnte und darüber informiert war, das „Gellert Grindelwald“ verstorben war.

Nun glatt sein spöttischer Blick dem Artikel und ich konnte sehen wie seine Augen einen etwas melancholischen Ausdruck annahm, als er sich als junger Mann mit langen, blonden und lockigen Haar und schelmischem Grinsen erblicken konnte und dann ein Bild, das Rita alias Gellert kurz vor seinem erbärmlichen Ende zeigte.

Ich konnte bei dem Anblick der beiden Bilder auch Dumbledores Traurigkeit nachvollziehen, da es zeigte was aus diesem hübschen, jungen Mann geworden war. Zu tragisch!

Da jedoch hatte sich Gellert von dem Anblick der sich bewegenden Bilder losgerissen und blickte mich erstaunlich belustigt und höhnisch an.

„Ich bin Tod!“, stellte er gleichmütig fest.

„Ja, deshalb bin ich da, wir sollten anstoßen!“, erhob ich mein Glas, hielt es ihm auffordernd entgegen und er kam dem nach und stieß mit mir lautklirrend an.

„Sie haben es geschafft, Gratulation! Hermione!“, klang wie ich fand seine Aussage zweideutig, als würde er wissen, dass es mir nicht leicht gefallen war von Rita zu lassen und umgekehrt.

„Freuen sie sich Gellert, dass sie nun nicht gesucht werden?“, fragte ich erst mal um abzulenken.

„Ich hatte nie mit etwas anderem gerechnet, schließlich hatten sie dies ja geplant. Ich halte viel von ihnen, Hermione!“, kam es bedächtig von ihm und seine hellblauen Augen funkelten wie irre.

„Oh, da wird mir schlecht von der beeindruckenden Schleimspur, Gellert!“, lachte ich auf, während er mich überheblich angrinste.

„Sehen sie nicht in allem nur das negative, denn ein Gutteil Wahrheit ist in meinem Worten!“, antwortete er auf meine abweisende Art schmeichelnd.

„Sie sehen mich sprachlos, aber auch erfreut!“, wandte ich ein und er knabberte jetzt lässig an einem Käsecracker.

„Nun…es ist ein befreiendes Gefühl zu wissen, dass ich frei bin!“, meinte er versonnen.

„Was man so frei nennt, das kann ich ihnen leider noch nicht bieten….“, versuchte ich gleich etwaigen Bestrebungen von ihm vor zu wirken, worauf er geradezu amüsiert loslachte und sich sein Gesicht bedenklich knallrot verfärbte.

„Das ist mir wohlan bewusst, aber das Wissen, dass mir keiner mehr nach meiner Freiheit trachtet…ist befreiend, auf eine andere Art als das Physische betreffend, da ich ja hier auch nur über begrenzten Auslauf verfüge…aber wie gesagt, das Gefühl ist eher die Psyche befreiend!“, versuchte er es mir zu erklären, denn obwohl er hier in meinem Haus körperlich festsaß, war sein Geist nun frei und ungebunden.

Ich verstand ihn schon, schließlich gab ihm mein Haus doch auch ein Gefühl der Sicherheit in einer Welt die ihm fremd geworden war. So schwiegen wir eine Zeitlang, während ich an einer reifen, rosafarbenen Traube knabberte und sie schluckte.

„Sie sind schwanger!“, warf er trocken in den Raum.

Ich verschluckte mich an der kleinen Kugel und keuchte erstickend auf und schlug mir selbst wenig elegant auf die Brust. Wie bitte, ging es mir durch den Kopf und dann sarkastisch, sagen sie mal allen, dass mich das Thema langsam nervt.

Warum wollten mir alle ein Baby andichten, sah ich, ICH, mütterlich aus?

„Wie kommen sie auf diese abstruse Idee!“, hüstelte ich noch immer und würgte leicht, um nicht doch noch an der Traubenkugel zu ersticken.

„Die Bücher…ich kann lesen….“, bot er an und ich warf einen düsteren Blick auf den Stapel.

„Oh, das…nein, nicht ich!“, wies ich hektisch von mir und machte eine unwillige Geste.

„Oh, das wäre ja auch zu schade…ich glaube nicht, dass die Welt eine zweite Brut ähnlich ihnen ertragen kann!“, grinste er fies, nach seinen zynischen Worten.

„Wie schmeichelhaft, wissen sie Gellert, das sie damit einem engen Freund von mir Konkurrenz machen könnten, denn er ist ähnlich gut darin Komplimente zu verteilen!“, dachte ich an Harry und seine aufbauenden Worte im Cottage, wenn er dachte, er sollte…was auch immer sein, aber schmeicheln taten diese Aussagen mir nicht!

Jetzt zwinkerte er mir nur bösartig zu und trank erneut.

„Vielleicht interessiert es sie, das ALBUS betroffen wirkte, als ihm die Zeitung verkündete das sie von dieser Erde verschieden sind!“, schlug ich nun zurück und wurde mit einem biestigen Ausdruck belohnt und ein schnauben ähnlich einem Stier ertönte und ließ mich kichern.

„Hihih…glauben sie mir Gellert, er war gramgebeugt und stieß auf Unverständnis bei seinen Kollegen mit seiner melancholischen Trauer! Wenn sie irgendwann vor ihm stehen sollten, dürfte ihm ein Herzinfarkt sicher sein!“, zeigte nun ich meine dämonische Seite, als ich in Gedanken an diese Szene rau auflachte.

„Albus!?!?!“, hörte ich die verächtliche, rachedurstige Tonlage von Gellert und wie er fest auf seinen Kiefer biss. Es schien in ihm zu brodeln und auf einmal begann er zu sprechen:

„Wissen sie, als ich damals nach Godric´s Hollow kam war ich jung und dumm, aber ich war ein Visionär! Durmstrang schaffte es schon lange nicht mehr mich zu fesseln und aufgrund eines unglücklichen Experimentes in dem ein Schüler fast getötet worden wäre, verwiesen sie mich der Schule…zu amüsant, denn der Schüler war nämlich ein Idiot! Also nicht schade darum!“

„Sie waren ein brillanter Schüler?“, warf ich ein.

„Brillant? Vielleicht, die Magie flog mir zu….aber als ich Albus kennenlernte, erkannte ich, dass auch er genial war, magisch mehr als mächtig! Er war der Erste, der mich verstand, der mir geistig folgen konnte, der eigenständige Ideen hatte, die er mir nahebringen konnte. Es war herrlich! Wir haben oft tage-nächtelang geredet. Das war eine himmlische Zeit, auch als ich dann zu ihm zog…ich habe es genossen! Ich erzählte ihm von den Heiligtümern…ich…“, jetzt zeigten seine Augen einen verschleierten Zug und ich sah, er war meilenweit in die Vergangenheit geeilt, aber das hier, das wollte ich wissen um meinen Direktor endlich besser verstehen zu können.

„Wie muss ich mir das vorstellen, Dumbledore zeigt sich uns immer als Lichtbringer, Verfechter der Regeln und der Weißen Magie? Wie war seine Einstellung ihren doch sehr schwarzen Ideen gegenüber!“, runzelte ich wirklich verwirrt die Stirn.

„Oh, ohoho…das ist Albus, er erinnerte mich oft an ein Chamäleon…zuerst meint er etwas anders und dann, wenn er längere Zeit über etwas nachdenken konnte, verwirft er es wieder und eilt zur anderen Seite, aber das erscheint den meisten nicht so. Oh ja, er ist in dem was er tut sehr gut und wenn es nur das ist jemanden zu verwirren! Sie möchten wissen wie er mir gegenüber war? Es existiert noch ein Brief, den mir Albus auch nach Ariannas Tod geschrieben hat, einer, bevor wir für kurze Zeit gemeinsam aufs Festland gingen…ja, er existiert noch! Meine Großtante Bathilda Bagshot besaß ein Jugendbild von Albus und mir und hinter dem Bild verwahrte ich den Brief bevor ich ging!“, erklärte er mir ruhig.

Ich sah das Bild bei den Worten vor mir und erinnerte mich, dass ich, als ich Mrs. Bagshot in Godric´s Hollow besuchte hatte, das Bild mitgenommen hatte und es mit den anderen Sachen Dumbledore und den Lord betreffend im Safe im Cottage sicher eingelagert hatte.

„Interessant!“, meinte ich nur, er erzählte nichts zu dem Brief, da ich diesen mir ja dann ansehen könnte.

„Sie haben das Bild schon in ihrem Besitz?“, wagte er da vorsichtig einzuwerfen, da ich nicht reagiert hatte und ich nickte zaghaft.

„Erstaunlich, wenn die Frage gestattet ist! Bathilda, lebte sie noch??? Auch noch nach ihrem Besucht?“, klang er leicht spöttisch und ich musste ein Grinsen unterdrücken, darüber was seine Frage assoziierte.

Der Mann traute mir echt alles zu.

„Schmeichelhaft, durchwegs schmeichelhaft, Gellert! Aber keine Sorge, sie war vorher wohlauf und danach auch noch, nur einiger kleiner Erinnerungsstücke beraubt!“, erklärte ich breit grinsend.

„Na, dann bin ich ja beruhigt! Sie haben aber das Bild wirklich?“, harkte er nochmal interessiert nach.

„Ja, habe ich, nur auseinandergenommen habe ich es noch nicht…deshalb werde ich dies noch nachholen. Gehe ich recht in der Annahme, dass sie mir über den Inhalt erstmal nichts sagen werden?“, fragte ich nach, obwohl ich die Antwort wusste.

„Korrekt, da der Brief selbsterklärend ist! Sollten sie danach noch Fragen haben…ich laufe ihnen hier nicht weg!“, zwinkerte er mir zynisch zu.

„Gut, also Brief hin oder her…wie ging es zwischen ihnen weiter, was war da mit Ariana?“, drang ich weiter in ihn.

„Von ihr wissen sie auch, Bathilda muss redseliger geworden sein als früher!“, hob er erstaunt eine Braue und sah mich leicht fragend an.

„Oh, die alte Dame ist nicht mehr ganz Herrin über ihren Geist!“, erklärte ich es ihm, da die Zeit nicht spurlos an der alten Frau vorbeigegangen war.

„So verstehe,….Nun, wir lebten zusammen in dem Haus, zusammen mit Ariana. Albus hat sich um sie gekümmert, aber er fühlte sich von ihr schon… belästigt! Leider waren die Dumbledores nach dem Tot des Vaters in Askaban jetzt nicht so reich das sie sich Hilfe für das Mädchen hätten holen können und der Stolz natürlich nicht zu vergessen….nun, Ariana war kompliziert und schwierig, mittlerweile eine junge Frau, gefangen im Geist eines Kindes! Als Aberforth auftauchte wurde alles noch schlimmer, denn er erkannte, dass wir planten ins Ausland zu gehen, um unsere Ziele umzusetzen. Ich plante zuerst das europäische Festland einzunehmen, bevor wir uns nach England wenden wollten. Es war schlimm, das Geschrei und Gebrüll! Aberforth stand der Schwester nicht nur vom Alter her immer näher. Albus hatte nie wirklich eine enge Bindung zu seiner Familie…Pflichtbewusstsein, das ja, aber Dazugehörigkeit, das nein! Dafür war er zu brillant, ein Genie, das sich schwer tat im Umgang mit anderen, ein Einzelgänger! Wie ich! Wir verstanden uns darin, dass uns unsere Umwelt nur Unverständnis entgegen brachte, sie unseren wissenschaftlichen Thesen nicht folgen konnten. Wie gesagt, all dies brachte uns zusammen. Das Verständnis über die Einsamkeit und das Unverständnis unserer Familie, oder das Nichtverständnis der Umgebung!“, sprach er nicht nur über ihre ausgrenzende Brillanz, sondern auch über ihre gleichgeschlechtliche Liebe.

„Ich verstehe!“, meinte ich, aber er schüttelte den Kopf.

„Nein, nicht richtig. Albus erzählte mir, dass er als er nach Hogwarts kam, es nicht einfach hatte, da bekannt war das sein Vater Muggel überfallen hatte und in Askaban saß, somit wurde er noch mehr in die Außenseiterrolle gedrängt! Aber er wäre nicht Albus gewesen, wenn er nicht innerhalb eines Jahres, ja, seines ersten Schuljahres, die negative Berühmtheit seines Vaters, danke seines eigenen, positiven Ruhmes in den Schatten gestellt hätte! Oh, ja er war ein Bücherwurm, wie ich! Er war stolz darauf was er in der Schule geleistet hatte, als er mir davon erzählte, dass er Vertrauensschüler und Schulsprecher war, außerdem gewann er jeden bedeutenden Preis den Hogwarts je vergeben hat, auch war er der Gewinner des Barnabus-Finkley-Preises für „Außergewöhnliche Zauberei“! Mehrere seiner Aufsätze fanden Eingang in wissenschaftliche Publikationen, wobei er hier sein schmales Budget aufbesserte! Außerdem war er der Gewinner der Goldmedaille für den bahnbrechenden Beitrag zur „Internationen Alchemisten Konferenz“ in Kairo und zu gute Letzt war er britischer Jugendvertreter beim Zaubergamot und stand in reger Korrespondenz mit den angesehensten, magischen Persönlichkeiten im In- und Ausland.“, während seiner Rede war ihm seine Begeisterung über meinen Professor anzuhören.

Ganz offensichtlich schien Gellert wirklich etwas für ihn damals empfunden zu haben, ja und Dumbledore war wirklich ein kleines Genie.

„Wow…das ist wirklich beeindruckend, wenn sie das alles aufzählen. Man möchte sagen, er hat großes für seine Zukunft geplant!“, meinte ich Schultern zuckend und zog meine Erkenntnis aus dem gesagten.

„Ja, Albus plant für sein Leben gerne nach, vor und zur Seite….alles sprach für eine kometenhafte Karriere. Das er eines Tages Zaubereiminister werden sollte, war absehbar und das war auch sein Bestreben! Seien sie sich dessen gewiss Hermione! Als er mit der Schule fertig war, wollte er auf seine Weltreise mit diesem …wie hieß er noch….El…keine Ahnung, ähm…Do…Doge gehen! Ja genau! Aber dann starb seine Mutter…danke, Ariana!“, konnte ich die Abneigung gegen die Schwester, die in seiner Stimme mit klang, fast mit Händen greifen.

„Sie mochten die Schwester, aber so richtig!“, warf ich ironisch ein, was ein tiefes Schnauben zur Folge hatte.

„Ich konnte mit ihr nichts anfangen und ihre magischen, gefährlichen Ausbrüche, die ja auch die Mutter töteten, waren….nun gefährlich. Sie hätte in ein Krankenhaus, in eine geschlossene magische Abteilung gehört, wenn sie es aus meiner Sicht hören wollen!“, erklärte er ruhig.

„Da stimme ich ihnen zu, aber die Familie hielt wohl der Stolz zurück?“, fragte ich wirklich interessiert und er nickte auf meine Frage, dann holte er tief Luft und sprach weiter:

„Dann kam ich…es war wunderschön, erhellend …arch, was… es war erhebend! Er verstand alles was ich sagte und konnte mir auch im Zaubern das Wasser reichen! Ich zeigte ihm die schwarze Magie aus Durmstrang, wobei auch hier Albus schon gut unterrichtet war, hatte er doch die Bibliothek in Hogwarts zu nützen verstanden!“ Er zwinkerte mir bedeutsam zu und bestätigte mir somit das was ich schon lange vermutet hatte, das Dumbledore nicht derart weiß war wie er tat!

„Nun, wir planten, da Albus ja hier in England gute Chancen hatte in ein paar Jahren Minister werden zu können, wir somit England ohne großen Kampf übernehmen könnten, zuerst das Festland für uns einzunehmen. Er hätte seine Studien und eine Korrespondenz und dergleichen von überall tätigen können. Wir kamen gut voran mit unseren Plänen, aber dann kam, wie gesagt Aberforth und sein Bruder beharrte darauf, dass wir Ariana nicht mitnehmen könnten um feurige Reden zu halten und zu versuchen eine Gefolgschaft um uns zu scharen! Wir drei gerieten darüber in Streit, es ging hoch her, es artete aus und Ariana, der Streitgrund, saß krakeelend auf dem Sofa als auch schon unsere Flüche durch den Raum zuckten. Es war aus dem Affekt geboren, alle gegen jeden, es war verwirrend und erschreckend und erst ein lauter, knallender Krach ließ uns innehalten, aber da erkannten wir schon, dass das Sofa nicht mehr existierte und Ariana …. jede Hilfe kam zu spät, sie war tot….getötet von einem verirrten Fluch von uns!“, wirkte der Alte nicht wirklich betroffen, als er dies erzählte!

„Erschreckend, ….aber ich nehme an, sie hat das Ableben dieser behinderten, jungen Frau nicht sonderlich tangiert…eher erleichtert?“, fragte ich kalt nach, nachdem ich seiner packenden Erzählung gelauscht hatte.

„Korrekt, mir war es gleich, ob ich den tödlichen Fluch sprach oder Albus oder auch Aberforth! Es ging alles nun ganz schnell, eigentlich wollte ich danach alleine abhauen, aber zu meiner Überraschung kam Albus dann doch mit, verwirklichte seinen Traum nach der Schule noch die Welt sehen zu wollen, jetzt da ihn nichts mehr hielt! Wir hatten eine herrliche, schöne Zeit, zumindest fand ich dies, so verfestigte ich Albus Idee „Für das größere Wohl“! Ja, das ist eine Erfindung von Albus, wir begann Nurmengard zu bauen, aber desto mehr Zeit verging, desto mehr grübelte Albus und das schlechte Gewissen drückte ihn. Er schaffte es nicht seine Entscheidungen zu tragen! Seit Arianas Tod hatte er auch nie mehr von seinen Bestrebungen gesprochen Minister zu werden und dann, eines Tages, war er sang und klanglos verschwunden, kein Brief, keine Erklärung… nichts! Er war weg…Puff…er hat mich einfach verlassen!“, erklärte er erstaunlich abgeklärt, aber ich sah, es hatte ihn damals sehr getroffen und verletzte ihn noch heute.

Erstaunt sah ich ihn an, dass Dumbledore derart wenig Eier hatte, hätte ich nicht gedacht, aber nun gut!

Er hatte seine Liebe verlassen, weil er mit der Schuld nicht leben konnte, Hallo, das musste ich nicht verstehen, das Mädchen war objektiv betrachtet gemeingefährlich gewesen, sie hatte doch auch schließlich die Mutter ermordet, oder hatte ich da was falsch verstanden?

Also das Verhalten von Dumbeldore ging über meinen Verstand! Arianas Tod war, ein kollateraler Schaden, für mich!

„Ich habe ihn erst wiedergesehen bei „unserem Duell“. Ich habe seine Entwicklung selbst auf die Entfernung verfolgt, denn er wurde ein anerkannter, mächtiger Zauberer. Er wurde ein Meister der Alchemie, sorgte bei der Forschung für Furore indem er die zwölf Anwendungen für Drachenblut entdeckte! Er stellte sogar Ableger, des Gubraith-Feuer her! Und er erbrachte zahllose Beiträge zum Reichtum des magischen Wissens….“, zählte er alles Können und Tun von Dumbledore fast schwärmerisch auf und ich erinnerte mich, dass uns Hagrid damals in der Fünften erzählt hatte, dass das Geschenk von Dumbledore an den Riesen, dieses Gubraith-Feuer gewesen war, das eine extreme Seltenheit war, da es immer und ewig brennt ohne zu verlöschen und dieses konnte nur durch einen enorm schwierigen Zauber geschaffen werden.

„Ja, all dies hat Albus geschafft, während ich meine Getreuen um mich scharte und meine Basis aufbaute. Er betrieb seine weißen, seine lichtbringenden Ideen und entsagte auf einmal seinen sonstigen Überzeugungen, es war, wie wenn er Buße tun wollte, er entsagte allem! Er hatte seit dem Tod der Schwester nie wieder über seine Familie gesprochen und auch keine Ambitionen mehr auf das Ministeramt gezeigt, sondern nur noch das er unterrichten wollte. So wurde er einer der jüngsten Lehrer für das Fach Verwandlung in Hogwarts!“, sinnierte er sichtlich gefangen in der Vergangenheit.

„Sechs Jahre haben sie ihn bekniet sich mir zu stellen, sechs Jahre lehnte er ab….warum? Ich denke er hatte Angst, da er nicht wusste wer den Fluch gegen Ariana geschleudert hat! Er hatte ein zu tiefgehendes Gewissen. Ich habe da Albus schon lange nicht mehr verstanden, was ihn leitete. Er hat sein Talent, seine Gaben, vergeudet! Er war schwach und nicht mehr stark! Wir hätten die Welt beherrschen können, aber so stellte er sich mir doch in den Weg und nun…ich verlor, weil ich als ich ihn sah, ihn nicht schlagen konnte! Ich konnte nicht mit allen Mitteln gegen ihn kämpfen…“, verhallte seine Stimme in der Küche und er griff gierig nach dem Weinglas und schüttete den Wein in einen runter und ich schenkte wortlos nach.

Das lange reden musste für ihn ungewohnt sein und er schien in Erinnerung an das Duell mehr als geschlagen und gebrochen.

„Sagen sie mir, warum für sie die Heiligtümer derart wichtig waren?“, wollte ich nun wissen, nach längerer Zeit des Schweigens.

„Warum? Der Stab ist Macht, der Umhang interessierte mich weniger und Albus interessierte sich nach der Geschichte mit Ariana nur noch für den Stein! Aber nicht aus dem Grund weshalb ich hinter den Sachen her war, dafür war Albus zu gut….“, erhielt ich meine Antwort, warum der Alte damals in der Baumstammhütte der Gaunts derart die Kontrolle verloren hatte und sich fast getötet hätte ohne meine Hilfe. Offenbar schien er mit Hilfe des Steins Kontakt zu seiner Schwester zu suchen, wie einfältig, konnte ich nur verächtlich denken.

„Also sagen sie trotz seiner zum Teil dunklen Gedanken, war Albus Dumbledore nicht böse…so wie sie, Gellert?“, versuchte ich aus dem gehörten ein Resümee zu ziehen.

„Nun, er ist kein Mörder, er hat zu viele Gewissensbisse! Anders als ich oder… sie, tut er sich schwer damit Leben zu nehmen…direkt! Aber hinten rum würde ich sagen, ist er durchaus bereit jemanden während seine Pläne laufen über die Klippe springen zu lassen!“, zeigte er mir das auf, was ich schon lange vermutet hatte, Dumbledore war ein Mensch der den Schein wahrte!

„Okay, das sehe ich ähnlich! Ich finde nur das macht sie mir sympathischer als ihn! Wenn Dumbledore über sich selbst weiß wie er ist…dann ist dies ein verachtenswerter Charakterzug sich hinter hehren Standpunkten zu verstecken, da er alle um sich herum belügt! Aber wenn er es nicht weiß, oder sich selbst nicht eingestehen will wie er ist, dann ist er ein blinder Heuchler und verachtenswert schwach!“, erklärte ich kalt und abwertend.

„Sie sind hart mein Kind… zu anderen in ihrem Urteil!“, warf Gellert überlegend ein.

„Oh, nein, ich bin auch hart zu mir! Aber vielleicht bin ich aus diesem Grunde heraus auch zu meiner Umgebung sehr unnachgiebig und hasse es, wenn man sich verleugnet, oder anderen etwas vorgaukelt. Jemand den gutmütigen Opa vorzuspielen, der man nachweislich nicht ist und nie war, weil man es vielleicht selbst nicht sehen will, wie verschlagen man doch selbst ist, das ist…ich finde verwerflich! Warum hat er sich gegen ihre Ziele gestellt? Wegen Ariana….aber ich denke, wenn er den Stein jetzt in unserer Zeit gefunden hätte und er versuchte hätte ihn eingesetzt, dann wäre er wortbrüchig geworden, von dem was er seit Jahrzehnten predigt!“, versuchte ich zu erfahren, wie Gellert das Geschehen in der Hütte sah, ich musste ihm ja nur nicht alles sagen, das meine Hypothese wirklich so passiert war.

„Wohl wahr, aber dies ist Albus, er war immer ein Widerspruch in sich und sehr verbohrt, daher verteufelt er ja auch nun die schwarze Magie derart übertrieben! Er ist jemand, der sich wie ich, nur durch sehr wenig die Kontrolle nehmen lässt. Es musste wenn etwas großes passieren damit er seine Meinung revidierte. Zuerst stand er für meine, unsere Ziele ein, da sein Vater sich gegen diese Muggelwandte, sodass er sagte, wir, die Zauberer, müssten über die Muggel herrschen! Dann geschah das mit Ariana, das ließ ihn zweifeln, aber seine Zugehörigkeit zu mir war zu groß, sodass er es eine Zeitlangunterdrückten konnte aber dann, als ich richtig loslegte, um mir die Welt untertan zu machen, brach er zusammen. Er war zu schwach und wandte dem dunklen vollkommen den Rücken zu! Und nun, ich glaube hätte er den Stein gefunden, könnte es sein, dass er ihn verwenden würde, ich wollte ja auch unbedingt den Stein der Auferstehung!“, erklärte er vollkommen ruhig was er von Dumbledores Entwicklung hielt.

„Warum? Sie sind doch ein Nekromant? Wieso?“, wollte ich gespannt wissen.

„Nekromantie ist nicht leicht, Hilfsmittel sind erwünscht….damit es leichter wird!“, sprach er kryptisch und ich runzelte unwillig die Stirn, hatte doch auch der Lord gewirkt als würde ihm diese Abteilung der Magie Probleme bereiten.

„Was soll das heißen, Nekromantie war nie leicht? Ich muss sagen, mir bereitete es weniger Probleme!“, wollte ich endlich antworten, andere als vom Lord, der meinte jeder hatte seine Fähigkeiten.

„Das glaube ich ihnen sogar, aber ich sage nur die Wahrheit…oder sagen sie mir, meine Kleine, wie leicht war es …den Inferi, meinen Inferi, an die Totenwelt zu übergeben!“, kam er zu einem der wichtigsten Punkte.

„Es war schrecklich… ich habe schon einmal zwei Inferi übergeben, aber da ging es total leicht, es war als würde eine Bürde von mir abfallen, aber jetzt, bei Rita, da war es als würde ich einen Teil von mir verlieren…es war schrecklich!“, wimmerte ich fast und sprach hektisch und Gellerts Lippen zierte ein wissendes Lächeln, als sich seine Mundwickel kräuselten und er sich entspannt zurücklehnte, wirkte er viel besser aussehend als beim letzten Mal.

Er war zwar immer noch mager und hager, aber nicht mehr so ausgezehrt. Man bemerkte, dass ihm seine Glieder noch schmerzten, wie seine leicht verbogenen und verzogenen Hände bezeugten, aber er war nicht mehr derart gramgebeugt. Die Tränke schlugen an. Aber ich rief mir auch ins Gedächtnis das dieser Mann in seiner Schreckensherrschaft den Großvater von Victor Krum ermordet hatte, ja, das hatte mir Victor in Asow erzählt.

Nun begann er erneut zu reden:

„Aber gehe ich recht in der Annahme, dass sie die weißen Augen erste danach ihr eigen nennen konnten? Sprich, als sie die zwei Inferi Heim schickten, waren sie als Person noch „NORMAL“!“, sprach er sehr interessiert mit mir und lehnte sich auf die Ellenbogen gestützt auf den Tisch.

„Diese Annahme ist korrekt!“, antwortete ich gespannt.

„Interessant….und nun kommen sie zu mir?“, harkte er nach.

„Sie waren der mächtigste Schwarzmagier ihrer Zeit! Aber was hat der Stein damit zu tun?“, warf ich verwirrt ein.

„Das mag stimmen, aber es braucht mehr um ihre Fragen zu beantworten, Hermione!“, konnte dieser alte Mann durchaus charmant sein, klang seine Stimme gerade fast rauchig.

„Sie wissen genau, warum sie keinen anderen Fragen können, oder? Sie wissen, dass ich eines der Heiligtümer, speziell den Steinwollte damit ich über eine Armee aus Inferi herrschen kann? Sie wissen ja auch von den …Relikten und deren Kräfte den Tot betreffend?“

„Natürlich und wir haben zwei dieser Heiligtümer! Das dritte ist im Besitzt von Dumbledore!“, stimmte ich zu.

„Nun, sie werden niemanden finden der sich derart mit der Nekromantie beschäftigt hat wie ich….daher auch mein Wille den Stein der Auferstehung für mich zu finden, um ihn dafür einzusetzen, natürlich hatte ich schon davor Inferi, aber dieser Stein….“, geriet er ins Schwärmen und so offenbarte er mir nun die Gesichte um die weißen Augen und noch vieles mehr!
Nach oben Nach unten
queenie
Königin
Königin
avatar

Anzahl der Beiträge : 1510
Anmeldedatum : 08.02.12
Alter : 37
Ort : München

BeitragThema: Re: Kapitel 226-227   Do Feb 09, 2012 7:06 am

227. Kapitel Brater Lugo!


Ich war, als ich Gellert verließ, man könnte sagen, am Boden zerstört, denn mit einer solchen Offenbarung hatte ich nicht gerechnet und er hatte mir auch offenbart, dass wohl der Dark Lord, nach allem was er über ihn gelesen hatte, der Einzige sein könnte, der auch noch über das Wissen verfügen könnte, was die „Weißen Augen“ oder wie Gellert sie bezeichnet, der „white-eye-effect“ bedeuteten, aber sonst niemand, also würde ich die Unwissende vor dem Lord mimen müssen, schockierend!

Gut, Gellert hatte gemeint niemand außer ihm hätte die Nekromantie derart intensiv studiert, das er sich dermaßen versiert auf dem Gebiet auskennen könnte oder das sich wirklich einer die Mühe gemacht hätte, die sehr seltenen und sehr raren Bücher darüber zu sammeln, aber ich wusste, das der Lord ihm in diesem Bestreben auf diesem Gebiet alles zu wissen sehr nah kam, auch wenn er über den Ring der Auferstehung keine Kenntnis gehabt hatte, sonst hätte er dieses magisch höchst wertvolle Artefakt nicht in einen Hocruxe verwandelt, so war ich mir sicher, dass der Lord mittlerweile wusste, was ich war, da ich seine Sammlung in Auszügen zu diesem Thema ja kannte!

Außerdem erklärte mir Gellert sehr detailliert und genau, warum er den Ring als unterstütztes Hilfsmittel gebraucht hätte, ich diesen aber nicht benötigte!

Somit war ich der größere Nekromant als Gellert Grindelwald oder der Dark Lord, sehr beruhigend, dachte ich zynisch, als er mir erklärte, das diese Anomalie, die ich darstellte, selbst unter den Nekromanten äußerst selten vorkam!

Anomalie, äußerst charmant, warum nicht gleich Abnormität oder Wiedernatürlichkeit?

Gut, aber er hatte Recht genau betrachtet fanden sich auch so fast keine Freiwilligen die Nekromanten werden wollten, zwecks der damit einhergehenden nicht wirklich zu kalkulierenden Risiken, aber unter den Wenigen die es doch wagten waren nur alle 500 Jahre, wenn überhaupt, ein einziger dabei der über den „white-eye-effect“ verfügte, so wie ich!

Ich hatte doch schon immer gewusst, das ich was ganz Besonders war!

Jetzt wusste ich auch, was ich mit der Information von der Ratte Pettigrew anzufangen hatte, als er mich an Sylvester darüber in Kenntnis gesetzt hatte, dass der Lord in mein Zimmer im Dark Manor gekommen war als mich Severus kurz alleine gelassen hatte, denn da hatte er wohl überprüft ob ich die „Weißen Augen“ verloren hatte und als er gesehen hatte, das alles wieder „normal“ an mir gewesen war, war er zufrieden von dannen gezogen, mit der Bestätigung das ich ab jetzt anders war.

Ja, ich wusste es nun, was sich an mir verändert hatte, unwiederbringlich verändert hatte, für immer und ewig!

Seit der Nacht in der Inferihöhle des Lords, es war ….etwas worüber ich jetzt nicht nachdenken wollte, verdammt!

Ich erinnerte mich, dass Gellert erstaunliches Einfühlungsvermögen gezeigt hatte, da er mich nach der schockierenden aber knallharten Eröffnung, dass hier eine nicht zu ändernde Veränderung an und in mir eingesetzt hatte, erst mal in Ruhe gelassen hatte!

Er hatte mir offenbart, dass ich nun war was ich war!

Aber das ich nicht mehr war wie Harry, Draco oder gar Severus und auch Lucius, das wollte ich dann doch noch nicht wahrhaben, den Namen den er mir gegeben hatte, die Bezeichnung die das umschrieb was ich nun war,….nein, darüber würde ich mir ein anders mal Gedanken machen, aber nicht jetzt!

Gellert hatte nach seiner Erklärung nicht versucht mich zu trösten. Einen Trost, den ich nicht gewollt und auch nicht verdient hätte und so hatte er zu einem anderen, interessanten Thema geschickt umgelenkt. Die Schwangerschaft.

Er nahm sich die Zeit mit mir die Bücher durchzuarbeiten, wobei mich die Geburt und das Einleiten derselben, sowie das Überleben von Frühchen besonders interessierte, so lenkte mich dies effektiv von meinem Schicksal ab.

Ich war über die Ablenkung sehr froh, fast dankbar. Gellert zeigte sich als genauso firm in diesen Gebieten was eine Geburt oder auch eine Schwangerschaft betraf wie ich und so fand er es doch reichlich spannend und schien sich zu amüsieren und es wurde später und später, aber wir redeten intensiv und es baute sich eine Art Verständnis auf, nicht das er mir oder ich ihm groß traute, dennoch empfand ich ihn als angenehmen Gesprächspartner.

Kurz bevor ich ihn verließ, bot er mir noch an mit mir zu üben und mich auf dem Gebiet der Nekromantie zu unterweißen und sein breitgefächertes Wissen mit mir großzügig zu teilen, was ich mit einem dankbaren Nicken zur Kenntnis nahm, zeigte er erstaunlichen Takt das er nicht weiter in mich drang und mir Zeit ließ, mich an die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen bevor ich sein Angebot annahm.

Mich hatte jedoch geschockt und ich fand es noch immer ein Zeichen für die Schwäche seines Charakters, wie Dumbledore seinen Geliebten so einfach, mir nichts dir nichts, hatte verlassen und hinter sich lassen hatte können, es sogar fertig gebracht hatte ihn in einem Duell zu besiegen und ihn über 50 Jahr in Nurmengard sitzen zu lassen.

Es war schockierend, das ihm offenbar Gellerts durchaus böse Pläne nichts ausgemacht hatten, er sie sogar mit geschmiedet hatte, aber das ungelöste Rätsel um den Tod seiner Schwester ihn hingegen so beschäftigt hatte, das er es geschafft hatte seine Liebe zu verraten. Einer Schwester die ernsthaft krank gewesen war und selbst die Mutter auf dem Gewissen gehabt hatte?

Wie konnte er nur, wenn ich eines nicht verstand, dann wie man die, die man Liebte oder die seine Familie waren, verraten konnte. Egal was Lucius, Severus oder Draco je tun würden, egal wie grausam oder bösartig sie sein würden oder wie gnadenlos, niemals würde ich sie verstoßen, genauso würde ich niemals Harry verstoßen oder die Twins.

Ich verstand einfach nicht, wie er derart kalt und erbarmungslos hatte sein können und das war in meinem Augen schwach, ja, ich empfand es als äußerst schwach, das er seine Liebe einfach so aufgegeben hatte, schließlich nahm man den, den man liebte doch wie er war, oder?

Außerdem hätte sich Gellert bestimmt läutern lassen, wenn Dumbledore darauf Wert gelegte hätte, dieser Mann hatte ihn geliebt, sonst hätte er in dem Duell nicht versagt! Ich verstand nicht das Dumbledore dies weggeworfen hatte!

Schließlich eilte ich nach Hogwarts zurück und war froh, jetzt meine Ruhe zu haben. Zwar war es schon Ultra spät, sodass ich es fast nicht lohnend fand ins Bett zu gehen um dann gleich wieder aufzustehen um zu laufen, aber nun die drei Stunden Schlaf wollte ich mir dann doch gönnen. Severus hatte uns auf nächste Woche mit unserem Training vertröstet und bei meinem Pensum war ich fast dankbar dafür.

Der Donnerstag und der Freitag vergingen wie gewohnt, eine Aneinanderreihung der Langweile. Harry, Ron und ich nützten die Zeit um die BraterLugo vorzubereiten und zu planen, da wir beabsichtigten sie immer am Freitag zusammenrufen, dafür hatte Harry mit Draco gesprochen und mit ihm entwirrt an welchen Tag in der Woche die BraterLugo trainieren sollten und könnten ohne das unsere straffen Zeitpläne dauernd kollidierten.

Sie hatten sich dazu entschlossen das „schwarzmagische Training“ am Freitag, das wir bisher im Raum der Wünsche abgehalten hatten, zugunsten der BraterLugo auf einen Tag zu begrenzen, beziehungsweise es in Severus Unterricht mit aufzunehmen.

Harry war diese Entscheidung sehr schwer gefallen, da er damit auf Daphne würde verzichten müssen und er bat, dass sie danach trotzdem zu ihm durfte, sodass sie zumindest die Nacht zusammen hätten, was Draco unter Protest und Sicherheitsbedenken gestattete. Aber ich war mir sicher, er hoffte, dass Daphnes Stimmungsschwankungen, die sich doch jetzt hin und wieder einstellten, so nicht zu arg werden würden, wenn sie ihre Zeit mit Harry hatte. Draco achtete sehr darauf, das Daphne nicht auffiel, aber im Stillen fragte ich mich, wann auffallen würde das Daphne nun fast immer an Dracos Seite war, sie klebten regelrecht zusammen.

Wir hatten beschlossen, dass das erste Training der BraterLugo ausnahmsweise am Samstag stattfinden zu lassen, da wir viel zu tun hatten und länger brauchen würden als für die weiteren Treffen. Wir ließen die DA ausfallen und Harry hatte das Qudditchtraining abgesagt, dieses würde erst am nächsten Samstag wieder wie gewohnt stattfinden, aber da wir den neuen Mitgliedern in Ruhe erklären wollten, was wir von ihnen genau erwarteten, brauchten wir diesmal viel Zeit.

So kam auch dieser Tag sehr schnell und wir waren noch gar nicht mit den Hausaufgaben fertig, als wir sehen durften wie sich die ersten BraterLugo hibbelig und nervös auf den Weg machten um zum Raum der Wünsche zu schleichen, also folgten wir ihnen gemessenen Schrittes aus dem Gemeinschaftsraum.

Als wir den Raum betraten wuselten schon alle eifrig darin rum und es surrte wie in einem Bienenstock, da alle wissen wollten wie es jetzt aussah und was sie erwartete:

„Wie stehlt ihr euch das jetzt vor!“, „Ja, genau, wie geht es jetzt weiter!“, „Was wollt ihr machen!“, wurden wir erregt empfangen und wir baten alle sich erst mal hinzusetzten und uns zuzuhören.

„Also als erstes, schön, dass dir alle da seid!“, freute sich Harry, als er wieder aufstand und sich vor allen wie ein Anführer aufstellte, beherrschte er die Gruppe durch seine ganze selbstsichere Haltung.

„Um eure Neugierde zu befriedigen, will ich euch gar nicht lang auf die Folter spannen! Wir müssen schnell in der BL vorankommen, schneller als in der DA, aber das Problem ist anders als in der DA, wir wollen nicht nur das ihr lernt euch zu verteidigen, sondern auch anzugreifen und noch vieles mehr, also stellt euch drauf ein, das es hoch hergehen wird!“, schaffte er es das er die Meute fesselte und das sie gebannt zu ihm aufsahen.

„So und nun….ihr seid drei Gruppen, wir werden wöchentlich im Turnus jeden Freitag rotieren. Wir haben uns gedacht, Hermione übernimmt die Theorie der schwarzmagischen Flüche und lehrt euch elementare Heilsprüche, da ihr ja nun auch in der DA die Verantwortung übernehmen sollte, müsst ihr verletzte Mitglieder heilen können, wir wollen schließlich nicht in Teufels Küche kommen! Wenn sich einer in euren Teams als besonders begabt in Heilmagie heraus kristallisiert, wird dieser darauf spezialisiert, aber das Grundwissen braucht ihr alle! Verstanden?!“, blickte er hart in die Rund bei dem Wort Theorie hatten alle entsetzt ausgesehen, klang es nicht nur so, sondern es war auch so langweilig, aber halt auch nötig.

Mit der Spezialisierung wollten wir es ähnlich halten wie im Cottage, wir alle konnten es, aber Daphne hatte eine Begabung dafür gezeigt und spezialisierte sich daher seitdem darauf.

„So und ich werde die Ehre haben euch die Praxis im Angriff und in eurer Verteidigung beizubringen!“, grinste Harry böse und das Glitzern in den Augen der Leute gab ihm Recht, das gefiel ihnen viel besser.

Wir hatten uns absichtlich für diese Verteilung entschieden, um Padma nicht noch misstrauischer zu machen, deren Augen bei dem Wort schwarzmagisch aufgeleuchtet hatten und sofort zu mir gewandert waren, seitdem lagen sie nur mit einigen kurzen Unterbrechungen ununterbrochen auf mir und beobachteten mich.

„Und Ron, nun dieser wird euch ein völlig neues Gebiet des Kampfes nahebringen, den körperlichen Kampf, ohne Magie!“, herrschte erschrockene Stille und betretene Gesichter sahen zu Harry auf, die sich dann sprachlos zu Ron weiter wandten.

„WAS?“, fragte Harry besorgt aufgrund der schockierten Mienen.

„Ähm, Harry…körperlicher Kampf?“, wollte Neville zaghaft wissen.

„Ja, du läufst doch schon…die Quidditschspieler hier sind auch gut fit und die anderen sollten auch überlegen zu laufen und ihr braucht keine Angst haben, denn Ron bringt euch alles von Anfang an bei!“, erklärte Harry geschäftig und versuchte ihnen wohl etwas von der Sorge zu nehmen. Sie würden nicht derart viele und ausgefeilte Techniken lernen wie wir, nur das Elementarte aber sie würden lernen auch zuzuschlagen.

„Ähm, was für Techniken!“, kam es interessiert von Terry.

„Alles passend für euch, lasst euch überraschen, es ist für jeden was dabei!“, grinste Ron nun teuflisch vorfreudig und schlug genüsslich mit seiner Faust in die Handfläche das es klatschte und erntete große Augen.

„So, niemand hält euch auf die Theorie untereinander auch zu vertiefen, also hier keine Scheu, ihr werdet genug zu lernen haben, helft euch gegenseitig!“, warf ich ein und so fragte nun Harry:

„Also welche Gruppe, will wo anfangen?“, konnte ich gar nicht so schnell schauen wie Neville neben mir stand, wie es schien hatte er sich für sein Team für die erste Etappe des heutigen Trainings für die trockene Theorie entschieden, darüber kicherten nicht nur die Mitglieder unserer Armee, sondern auch wir, während Neville scheu in die Gegend blickte und sich verlegend am Kopf kratzte.

Hannah stellte sich nun flott zu Harry, während Padma die Schultern zuckte und zu Ron ging und somit teilten sich die Gruppen auf. Der Raum änderte sich für die jeweiligen Bedürfnisse, so waren die Fünferteams doch noch recht übersichtlich.

Im veränderten Raum verschwanden Hannah, Terry, Katie, Seamus und Dennis zusammen mit Harry hinter einer massiven Steinwand, um uns vor den bösen, schwarzmagischen Sprüchen zu schützten, aber ich denke, beim ersten Training würde Harry sie noch nicht so sehr drannehmen, erst spielerische ranführen.

Dann winkte Ron Padma zusammen mit Luna, Dean, Colin und Ritchie zu sich in eine Ecke, die mit dicken Matten ausstaffiert war und an deren Wänden auch Hilfsmittel hingen, wie dieses verteufelte Bo, diesen Stecken würde ich nie lieben, so viel war klar.

Aber es gab auch Puppen, einen Sandsack und ein Makiwara, ein hölzerner Schlagpfosten an dem die Schläge und die Abfolge sowie die richtige Haltung trainiert werden konnten…..blickte sich die Gruppe zweifelnd um als Ron nun seinen Zauberstab auf seine Gruppe richtete und sich vor ihren erstaunten Augen ihre Kleidung in Trainingskleidung umwandelte. Es zeigte sich wie viel Ron unter unserer Führung gelernt hatte und alle starten ihn nur erstaunt an, auch meine Gruppe, als Ron lässig darüber hinwegsah und sprach:

„Bitte, bringt euch nächstes Mal richtige Trainings-Kleidung mit!“, legte er nun los und ich wandte mich an meine Gruppe.

„So, nun zu euch!“, sprach ich zu Neville, Jack, Ginny, Susan und Justin, als mich Ginny erregt unterbrach:

„Sag mal, das KANN RON! Mein Ron, mein Bruder, seit wann? DANK di….wem?“, riss sie sich in der letzten Sekunde zusammen, als sie mein kalter Blick traf.

„Ron und Harry, ebenso wie ich haben viel gelernt in den letzten Jahren und nun kommt, hier ist eine Bibliothek!“, ließen meine Gedanken in der anderen Ecke einen runden Tisch entstehen, der von Bücherregalen umstellt war und so setzten wir uns.

„Wenn euch der Krach von Ron´s Gruppe stört, sagt es und wir ziehen eine Wand, wenn nicht und ihr seid trotz eurer Neugierde aufmerksam, dürft ihr ab und an einen Blick riskieren!“, bemerkte ich wie Jack, Neville immer wieder böse Blicke zuwarf, da er sie hier her zu mir dem langweiligsten Gebiet geführt hatte, wobei ich die wohl schwierigste und undankbarste Aufgabe zu erledigen hatte, die Überzeugung zu vermitteln, das die schwarze Magie weder derart schwarz noch derart böse war wie allgemein Behauptet! Aber auch Harry würde dies zum Teil sicher tun müssen, denn bei ihm würden sie ja schwarzmagische Flüche anwenden, aber ich würde die Zeit haben sie mit Argumenten zu überzeugen.

„Also auf, ihr habt gehört einer wird auf das Heilen spezialisiert! Aber erst in Abstimmung wie ihr euch in den anderen Bereichen schlagt, wir wägen genau ab!“, fing ich an zu erklärten und mit einem Schwenker meines Stabes schwebten mehrere Bücher zu uns.

„So, nun lauscht meinen weißen Worten…wir reden über Magie! Nur Magie, verbannt den Gedanken an schwarz und weiß….denkt farblos oder seht eine Farbpalette und mixt die Farben weiß und schwarz, dann entsteht ein Grau! Und wenn ihr nicht unbedingt heilig oder dergleichen seid, müsst ihr wohl zugeben das sich jeder Mensch als Grau bezeichnen müsste, wer hat noch nicht gelogen, den ein oder anderen geschlagen, Unrecht getan ….auch gestohlen und wenn es nur ein Kaugummi war! Kein Mensch ist rein von Schuld und kann den ersten Stein werfen!“, sprach ich eindringlich und mit Überzeugung.

„Ich weiß, es ist nicht spannend was ich gerade erzähle, eher Philosophisch, aber trotzdem wichtig, da wir suchen zu ergründen wo ihr steht, was ihr empfindet! Ob ihr bereit seid, denn wir… Harry, Ron und ich, wir vertreten die Ansicht das es nur Magie gibt und der Zauberer der sie verwendet entscheidet ob sie gutes oder böses tut, nicht der Spruch, nur der Einsatz ist entscheidend! So sehen wir das!“, beendete ich meine Ausführung und wahrte das betroffene Schweigen, das daraufhin Einzug hielt, bis sich Neville einen Ruck gab und laut räusperte.

„Ja Neville!“, neigte ich meinen Kopf auf das er sprach.

„Ja, aber was meinst du zum… „Avada“?“, hauchte er unsicher.

„Ein äußerst gnädiger Spruch, wirklich, äußerst Gnädig!“, dachte ich an die Frau in Kingswear, die bestimmt lieber durch diesen Spruch als durch Fenrir gestorben wäre.

„Was!“, „Wie!“, „Das ist nicht dein ernst, oder?“, waren die geschockten Reaktionen, aber ich blieb ruhig bis sich der Sturm gelegt hatte um dann Neville ernst anzusehen.

„Neville, eine Frage und ich bitte dich, es mir nicht allzu krumm zu nehmen, das ich das vor allen anspreche…, aber was hättest du dir für deine Eltern gewünscht?“, gefror Neville auf seinem Stuhl sofort zu Eis und Ginny sah mich sprachlos an, das ich dies derart offen ansprach, unterdessen blinzelten die anderen Unverständlich.

„Ginny schau nicht so, Neville ist der Führer des Teams, seine Leute müssen ihm vertrauen, aber auch anders herum, sie sollten wissen was er empfindet wenn er Bellatrix oder den Lestrangesbrüdern gegenübersteht! Aber noch mehr bin ich gespannt was Neville denkt!“, blickten Jack, Susan und Justin unwissend zu Neville und warteten gespannt während dessen Kiefer mahlten.

Als ich ihn auffordernd anblickte, aber auch zeigte, ich würde es nicht ohne eine Antwort von ihm gut sein lassen, überwand er sich sichtlich schwer.

„Ich…ich, der Avada währe gnädiger….viel gnädiger!“, presste er durch schmale, verzogene Lippen und Ginny legte ihm schnell eine Hand auf seine zur Faust geballte Hand und streichelte beruhigend darüber, machte:

„Schschsch!“ Neville schüttelte sie unwirsch abe und die anderen blickten schockiert als er zugab, dass er seinen Eltern einen Avada eher gegönnt hätte, da sie nicht wussten, was das zu bedeuten hatte, aber ich wusste, es war das Leben als idiotische und schwachsinnige Wahnsinnige, das seine Eltern in einem unselbständiges Leben fristeten und das gönnte man niemanden.

„Ja, das wäre es Neville, deine Eltern können seit Jahren einen glücklichen Tod haben! Und somit erkennst du vielleicht die Wahrheit in meinen Worten, der Avada ist ein gnädiger Fluch! Es gibt andere Flüche und die sind sehr viel böser als dieser doch sehr endgültige!“, blieb ich entschlossen und emotionslos. Es wagte keine etwas zu sagen, außer Neville, dessen Brust sich schwer hob und sank, als er geräuschvoll rasselnd ausatmete.

„Und….und sollte mir Bellatrix Lestranges vor die Füße laufen, dann würde ich ihr den Crutio angedeihen lassen, bis sie STIRBT!“, brüllte nun Neville mit gerötetem Gesicht plötzlich los und ein Sprühregen seiner Spuke flog über den Tisch, als er aufsprang und mit Wucht seine Faust auf den Tisch schlug, was dazu führte, dass alle vom Tisch erschrocken zurückfuhren, bis auf mich, die ich Neville nur hintergründig anlächelte.

Ich beglückwünschte uns, dass wir ihn erwählt hatten, offenbar schien das Ministerium etwas bei dem tollpatschigen Jungen von einst ausgelöst zu haben und wie es aussah seinen Löwen entfesselt zu haben! Er wirkte aufgebracht, aber auch schrecklich entschlossen.

„Neville!“, „Das ist nicht dein Ernst!“, „Das kannst du sooo nicht meinen!“, riefen einige entsetzt aus, aber er schaute sie nur am ganzen Körper zornbebend aus sprühenden Augen an.

„Doch!“, donnerte seine Stimme.

„Neville, beruhige dich, so könntest du in keinem Moment einem Crutio wirkten, so sehr auch nun dein Wille vorhanden ist, so bist du zu Emotional! Der Zauber würde schwanken und damit sein Ziel verfehlen. Rache genießt man kalt… nie im Affekt, oder aus der Emotion heraus!“, erklärte ich ihm wie es ging und mein indirektes eingestehen, dass ich den Crutio beherrschte sorgte dazu das mich alle ansahen wie eine Erscheinung, eine böse Erscheinung!

Sie wirkten regelrecht erschüttert und Neville sank plumpsend auf den Stuhl zurück.

„Und du? Hermione, weist das? Woher?“, fragte Jack ernst und sah mich interessiert an, als er seine semmelblonden Haare aus dem Gesicht strich. Ich schmunzelte milde:

„Tja, ihr seid nun unsere Elite und werdet das ein oder andere erfahren das sonst keiner weiß…jeder von uns Drein wird euch informieren, das ihr am Ende einen kleinen Zauber über euch ergehen lassen müsst, aber der ist nur für unseren, aber auch für euren Schutz, also seid unbesorgt! Wir haben den selben Zauber auf uns liegen! Und woher….nun, selbst Harry hat den Crutio schon an Bellatrix vergeblich versucht und was war sein Fehler Neville?“, ging ich nicht wirklich auf ihre Fragen ein und flunkerte etwas, da der Zauber nicht auf mir lag, damit versuchte ich durch eine Frage von mir abzulenken.

„Emotion? Er war erregt und außer sich?“, antwortete Neville sofort.

„Korrekt, er hat aus einer verzweifelten Reaktion agiert und hat nichts erreicht außer, dass sie ihn ausgelacht hat! Willst du von BELLA ausgelacht werden?“, fragte ich ironisch.

„Sagt mir jetzt mal einer, warum Neville so hinter dieser Lestranges Schlampe her sein sollte?“, kam es recht ordinär und entnervt von Susan und ich lüpfe eine Braue und da sackte Neville recht ausgepowert auf seinen Stuhl zusammen und erzählte, wohl zum ersten mal in seinem Leben wirklich vor mehreren Zuhörern stockend von seinem Schicksal, von seinen Eltern, wie sie von den DeathEatern in den Wahnsinn gefoltert worden waren.

Er wirkte mehr als einer davon tief betroffen und schockiert und da brach es auch aus Susan hervor, die von ihrer Tante Amalia, aber auch ihrem Onkel Edgar, der Opfer des ersten Krieges geworden war, erzählte.

Nun gab Ginny unseren Ausflug ins Ministerium wieder und beschrieb wie Ron verletzt wurde, dies sah man seinen vernarbten Armen noch immer an, womit er für sein Leben gezeichnet sein würde.

Justin erzählte von seiner Muggelfamilie und das bei einem der ersten Angriffe in diesem Schuljahr sein Heim bei den Trollangriffen abgefackelt worden war und er seitdem einen gewissen Groll hegte!

Jack zeigte sich zurückhaltend und meinte dann nach diesen ganzen Eröffnungen, das er sehe, das diese Welt, die er liebte, immer dunkler wurde und er erkannte, dass er etwas tun müsste, gerade er als Muggelgeborener hatte er auch Sorge um seine Eltern. Er sah sich als Polizist im Einsatz und verachtete diese trotteligen Auroren und da bezog er die Erinnerung ein als Harry und ich nach Umbridges tragischem Ableben befragt wurden, eine Aktion, die er sehr lächerlich gefunden hatte, wenn der Gute wüsste.

Ich sah es schon kommen, dass die nächsten zwei Gruppenbesprechungen heute bei mir so enden würden und ich erfahren würde was alle antrieb, aber ich erweckte Interesse und lenkte es in die richtigen Bahnen. Somit konnte ich alle von unserer Meinung überzeugen, dass wir mit der grauen Magie den richtigen Weg gingen.

Nun reichte ich ihnen Bücher, die sich mit der trockenen aber nötigen Theorie auseinandersetzen. Als nach anderthalb Stunden eine beeindruckte Gruppe aus Harrys Tür kam und sich Rons Gruppe mehr schlecht als Recht auf den Beinen hielt und sie wie geprügelte und schwitzende Hund wegkrochen, fragte Susan erregt:

„Wollen wir noch eine Sitzung einlegen? Noch einmal einen Turnus, das wäre noch drin und vielleicht die letzte, könnten wir auch vor der Speere schaffen, morgen ist Sonntag….lasst uns weitermachen!“, sie war sehr aufgeregt, fast aufgekratzt und alle bis auf Rons Gruppe wirkten mehr als willig und so ließen sich bei mir nun die sehr erschöpfte Padma zusammen mit Luna, Dean, Colin und Ritchie nieder und waren wie es schien froh zu sitzen, während Neville mit seinem Team zu Harry in den Raum strebte und Harrys Gruppe angeführt von Hannah frohgemut zu Ron eilte, dabei wirkte sie wie elektrisiert.

So… nun wies ich sie mit mehr oder weniger dieselbe Rede ein wie bei Nevilles Team, nur das ich hier Luna vom Ministerium erzählen ließ und Padma von Kingswear und da erfuhr ich erst, was sie wirklich alles auf ihrer Flucht erlebt und gesehen hatte und erkannte, das sie das Pech gehabt hatte, Draco und den Lestranges über den Weg zu laufen, zogen diese doch sehr blutig mordend und ohne Skrupel ihren Auftrag durch, hatte sie viel grausames an diesem Abend erlebt und erzählte es in den schillerndsten und buntesten Farben.

Nur ihre ureigenste Flucht die schmückte sie etwas aus indem sie großzügig das ein oder andere unter den Tisch fallen ließ, zeigte ich nicht, das ich erkannte das in ihrer Erzählung große Lücken zu finden waren, aber ich konnte mich nicht des Eindrucks erwehren aber mir kam es vor als ließe mich Padma keine Sekunde aus den Augen, bei ihrer Erzählung. Sie erzählte nicht wie sie ihr langes Haar verloren hatte, was mich etwas schmunzeln ließ, wie es schien wollte sie nicht zugeben wie nah sie den „avada“ schon gekommen war, aber nun, sie hatte in dieser Gruppe eindeutig das grausamste erlebt.

Dann ließ Dean mir die Augen übergehen, indem er seine Familiengeschichte kundtat und erzählte, dass er vier nichtmagische Halbgeschwister hätte und er bis zu seinem 11 Lebensjahr dachte, er wäre ein Muggel, aber er hätte dann in Hogwarts, dank Recherche, herausgefunden das sein Vater ein Reinblütiger Zauberer war. Ein Zauberer, der ihn noch als Baby verlassen hatte, da er ihn und seine Mutter schützen wollte. Er wurde im ersten Krieg von DeathEatern ermordet, da er sich weigerte sich ihnen als Pureblood anzuschließen.

Dean hatte von seiner Mutter erfahren, dass sie den neuen Namen ihres Mannes angenommen hatte, aber ihm den Namen verraten, damit er etwas über seinen richtigen Vater herausfinden konnte nachdem sie dann wusste, dass Dean auch ein Zauberer war. Ich hatte damit nicht gerechnet, aber ich war erstaunt und erkannte nun, dass Dean sehr viel mehr antrieb in seinem Kampf gegen das Dunkel als gedacht, denn er wollte Rache an dem Mord für seinen wahren Vater und seine Muggelfamilie schützen.

Wie es schien hatten wir alle unsere Geheimnisse, die uns zu dem machten was wir waren!

Ritchie Coote war nur ein Halfblood, aber trotzdem hatte auch er jemanden verloren. Bei einem Angriff, der kleiner ausgefallen war, war seine Muggelgroßmutter umgekommen und er hatte sich geschworen zu kämpfen, ähnlich aufgeregt und bereit zeigte sich Colin, der schon in der DA mit Begeisterung dabei gewesen war.

Er zeigte weder Scheu noch Skrupel der schwarzen Magie gegenüber, denn wenn Harry sagte es war gut, dann galt dies für die Creeveybrüder wie ein hehres Gesetzt, zu erheiternd.

So zeigten sich diese Gruppe erstaunlich kämpferisch und sehr passend zu Padma, wir hatten gut gewählt, wie ich erkannte.

Alle weigerten sich zu gehen und wollten noch den letzten Turn machen, da sie meinten, morgen wäre eh Sontag und dank Harrys Karte würden sie das schon schaffen selbst zu später Stunde unentdeckt durch das Schloss zu schleichen und ehrlich, wenn sie Filch und Co. nicht entkommen konnten, sollten sie es mit DetahEatern gar nicht versuchen.

Wir kamen ihrer Bitte nach und machten weiter, also erhob sich Padmas Team und sie wirkte etwas erholt, als sie auf Harry zugingen, während Neville zaghaft den Weg zu Ron einschlug, der noch nicht wirklich gefordert aussah. Ja, Severus Unterricht stählte einen sehr!

Nun kam Hannahs Team zu mir und ja, nicht weniger erbärmlich als Padmas Team. Es war schlimm, aber gerade Zauberer neigten dazu sich gehen zu lassen und waren nicht wirklich körperlich in Form, aber in Hannah´s Gesicht spiegelte sich wilde Entschlossenheit und sie knurrte fast als sie Platz nahm. Sie hatte mit ihrem Team bisher den härtesten Tag gehabt, erst Harry, dann Ron und jetzt mich, jetzt durfte sie reden.

Und so taten wir es und es war spannend, schwang Hannah sofort bereitwillig die Fahne und nahm mir fast meine Überzeugungsarbeit ab, als sie ergreifend von dem Tod ihres Vaters erzählte und ich dachte daran zurück, wie ich ihn tötet und versuchte nicht schuldig auszusehen. Sie steigerte sich in eine wahre Hetzrede, schien auch ihre Mutter sehr verbittert und so musste ich Hannah nicht wirklich lange von unserer Magie überzeugen.

Bei dieser Gruppe erzählte nun ich vom Ministerium, da hier keiner war der etwas davon hätte berichten können, um unsere These der grauen Magie zu untermauern!

Terry schilderte nun von seinem Muggelelternhaus und seiner Angst vor dem aufziehenden Regime und das er bereit war sich zu wehren, dabei wirkte er von sich und uns sehr überzeugt. Katie sah verschüchtert, entgegen ihrer Art, zu uns und ich wusste, sie dachte an ihren Slytherinfreund und das sie ihn nicht erwähnen durfte, als sie die Geschichte mit der Kette erzählte und auch über ihre Abstammung als Halfblood und das sie mehr als bereit wäre zu kämpfen.

Seamus erzählte von seiner magischen Mutter und seinem Muggelvater und das sie Glück gehabt hatten, da sie in Kingswear wohnten, aber zu dem Zeitpunkt nicht da gewesen wären, weil sie die irischen Verwandten seines Vaters besucht gehabt hatten und am nächsten Tag direkt nach London gereist sein, trotzdem hätte er nun kein Heim mehr!

Wir waren alle erstaunt, da wir das nicht gewusst hatten, offenbar war der gute Seamus mal richtig verschwiegen gewesen, aber besser kein Heim als kein Leben.

Und tja, was soll ich sagen, Dennis blies in dasselbe enthusiastische Horn wie sein älterer Bruder, alles was Harry tat war richtig und unfehlbar, wenn doch immer alles so einfach wäre!

Alles in allem lief es besser als erhofft. Als wir fertig waren, wandelte sich der Raum wieder, die Mauern verschwanden, genauso wie die Bücher und die Sitzkissen. Jetzt erschienen ein strahlender Harry, der auf uns zukam und mit mir und Ron schnell sprach:

„Das war fantastisch, die ersten Sprüche gingen ihnen gut von der Hand, sie hatten keine Scheu!“

„Ja, und Neville hat mich erstaunt. Ich dachte, er würde einknicken, aber er hat sich erstaunlicherweise bei den Übungen mit am besten angestellt!“, schielte Ron zu der erschöpften Gruppe rund um Neville, die erschöpft auf die Kissen gefallen waren.

„Und ich habe sehr viel über die einzelnen Schicksale erfahren und ich muss sagen, ich bin erstaunt, wir haben wirklich gut gewählt. Ich erzähle euch alles noch im Bett, das ist einfach zu interessant!“, sah ich die Neugierde was ich zu dem Leben der BraterLugo erzählen könnte.

Sie würden sich später zum Teil erschüttert zeigen, dass sie solche Dinge wie den Tod von Deans Vater oder das von Seamus gar nicht gewusst hatten.

„Gut, wenn dann keiner von euch mehr etwas hat, war es das fürs erste Mal, ihr wart alle sehr gut!“, beendete Harry die erste Stunde und klatscht auffordernd in die Hände.

Alle begannen müde und kaputt nach den anstrengenden Stunden und aufgrund der nächtlichen Zeit ihre Sachen zusammen zu packen und sich die Umhänge wieder umzulegen, während Padma nach vorne trat und etwas überlegend, aber uns fest im Blick habend sagte:

„Ich hätte da noch was… naja…!“, glitt ihr leicht unsicherer Blick zu mir, als hätte sie Angst vor mir oder meiner Reaktion. Ich hätte zur gerne gewusst, was Greg zu ihr gesagt hatte, meine Person betreffend.

„Nur zu, was gibt’s noch Padma?“, sagte Harry und nickte freundlich.

„Ich… ich meine… ich hatte da eine Idee. Ich hab schon mit Hannah und Neville darüber geredet…. Irgendwie…ach, wir sind uns nicht so einig ob die Idee gut ist, aber ich finde sie richtig, denn es ist doch nicht fair….!“, sie fuhr sich unwirsch durch ihre nur noch schulterlangen Haare und wirkte leicht unsicher, wusste nicht wie sie es sagen konnte, was sie wollte und blickte kurz zu Neville und Hannah, die nicht ganz so glücklich aussahen, doch Neville nickte ihr aufmunternd zu und auch Harry schenkte ihr ein Lächeln und meinte jovial:

„Nun raus damit, so schlimm wird’s schon nicht sein!“

Sie holte tief Luft, wohl um sich zu sammeln, dann ratterte sie schnell herunter: „Ich habe überlegt, dass es doch unfair ist, wenn wir nur Gryffindors, Hufflepuffs und Ravenclaws aufnehmen in der DA, denn es gibt doch auch Slytherins, die es verdienen kämpfen zu lernen und sich auch verteidigen können sollten! Ich finde, wir sollten einigen von ihnen die Chance geben bei der DA mitzumachen!“

Alle hörten zu und blickten Padma mit den verschiedensten Emotionen an, nach dieser Offenbarung. Harry schien kurz zu überlegen, schließlich war es für uns weniger überraschend das so etwas von Padma kam, aber die anderen wirkten regelrecht erschüttert, dann wandte er sich an alle, sagte:

„Nun, ihr leitet jetzt die DA, also, was haltet ihr von dem Vorschlag und da frage ich besonders die Teamchefs!“

Schweigen breitete sich aus, bis Hannah mit vor der Brust verschränkten Armen sagte:

„Ich weiß nicht, ich finde die Idee noch immer nicht so gut Padma!“

Padama nickte traurig, doch bevor sie etwas sagen konnte, schaltete sich Neville überraschend selbstsicher ein:

„Ich denke, die Idee ist gut. Wir können die Slytherins doch nicht alle einfach so verteufeln, nur weil manche die Kinder von DeathEatern sind. Überlegt doch mal, auch in den anderen Häusern gibt es Leute, denen wir nicht vertrauen können und sollten. Letztes mal wurden wir schließlich von einer Ravenclaw verraten! Wir sollten vorsichtig sein und es sagt ja keiner, dass wir gleich Malfoy aufnehmen sollten, aber es gibt sicher Slytherins die es verdienen hier mit zu machen!“ Ein Grinsen glitt zeitgleich über die Gesichter von Harry, Ron und mir als er Draco erwähnte, den Ideengeber für die BraterLugo, es war zu amüsant.

Ich war beeindruckt, Neville hatte erstaunlich überzeugt, selbstbewusst und klar gesprochen, schien sich seiner Meinung sehr sicher zu sein und in gewissem Sinn hatte er auch recht, doch ich musste innerlich schon wieder schmunzeln.

Woher Padmas Einfall kam, konnte ich mir denken, sie wollte sicher das ihr Freund lernte sich zu verteidigen, was durchaus eine interessante Idee war, denn auch die Slytherins verdienten es sich schützten zu können, da stimmte ich zu und auch das nicht alle Slytherins DeathEater waren oder werden wollten, stimmte durchaus.

Mich amüsierte aber vor allem, das erwähnter „Malfoy“ es sein würde, der bestimmen würde, wer zu uns in die DA gehen dürfte, selbst wenn er selber sicher nicht zur DA stoßen würde, dafür war er von zu Hause viel zu gut ausgebildet worden durch seinen Vater und Severus, außerdem hatte er sicher nicht die Zeit dazu hier dabei zu sein.

Aber Neville kannte natürlich nicht die herrschaftlichen, starren Strukturen in Slytherin, niemals würden diese zu einer Organisation wie der DA stoßen, ohne ihren Chef zu fragen, aber nun gut, niemand der nicht ein Slyhterin war würde dieses Haus je ganz verstehen.

Katie warf nun ruhig, immer noch etwas verschüchtert, so kam es mir vor ein:

„Ich finde die Idee auch gar nicht so schlecht!“, dann verschränkte sie die Arme vor der Brust, schien auf ein mal sicherer zu werden, fasste sich wohl, reckte ihr Kinn in die Höhe und sagte dann:

„Und schließlich wird wohl kaum ein Schüler hier ein DeathEater sein, wir sind ja noch Schüler, auch die Volljährigen. Wenn wir ihnen nicht helfen, gehen sie vielleicht erst recht aus Angst zu den DeathEatern!“

Sie schien auf ein mal erstaunlich selbstsicher zu sein und etwas Wahres war an ihren Worten dran.

Auf Nevilles so bestimmte Rede und Katies Zustimmung, legte sich erstmal Schweigen über die Gruppe und wir drei sahen uns abwartend um, um zu sehen ob noch etwas kam, doch die Einzige, die sich eischaltete war Luna.

„Jaaaa…wir sollten auch den ungeliebten Stiefbruder aufnehmen. Vater sagt immer, wer andere ausschließt säht Missgunst, Neid und Hass und so werden die Slytherins zu unseren Feinden aus der Not geboren!“, kam es von ihr mit summender, leiernder Stimme.

Harry sah nochmal die Runde an, wartete ab ob noch wer was zu sage hatte, doch nur von Susan kam der Einwurf:

„Ich traue den Slytherins nicht!“ Worauf Dean auch schon nickte und auch…..sich unbehaglich zeigte.

„Ja, vertrauen muss man sich verdienen, aber ich denke, dafür haben wir den Slytherins bisher so gut wie keine Chance gegeben und Luna hat durchaus recht. Durch Misstrauen erntete man nur Misstrauen und auch du Padma hast recht, auch die Slytherins verdienen sich verteidigen zu können. Ich möchte mich kurz mit Hermione und Ron bereden, dann treffen wir die Entscheidung!“, kam es sehr bestimmt von Harry.

Wir traten von den anderen weg und Harry fragte leise: „Also, was sagt ihr? Hermione, meinst du Malfoy macht da mit?“, war es fast zum Lachen, wie und was Harry fragte, wir spielten wirklich ein doppeltes Spiel

Ich überlegte, während Ron die Arme vor der Brust verschränkte und leise sagte, auch wenn es ihm offensichtlich nicht ganz passte:

„Ich denke, Padma hat recht, nicht alle Slytherins sind böse, oder DeathEater, sie sollten sich auch verteidigen können, denkt nur an Daphne und Astoria, ohne unser Training wären sie wehrlos!“

Mein Blick ging immer wieder zu den anderen, die auf unsere Entscheidung unruhig warteten und ich behielt im Blick, dass uns keiner belauschte.

„Ich stimme Ron zu, das dürfte euch ja nicht überraschen… Draco? Nun, ich denke, er wird nicht abgeneigt sein, jedenfalls werde ich mit ihm darüber reden, aber ich darf dabei das die Slytherins zur DA stoßen nicht mitmischen, ich will nicht, das sich jemand fragt, welche Verbindung ich zu ihnen habe!“, wisperte ich leise.

Harry nickte und antwortete: „Ja, ich bin auch dafür, die Idee ist nicht schlecht, doch wir müssen sicher gehen das wir vertrauenswürdige Leute finden, also wird Malfoy aussuchen wer mit macht?“, grinste ich ihn offen an, da Harry wie selbstverständlich die Entscheidung in Dracos Hände legte, das wäre früher unvorstellbar gewesen.

„Ja, sicher, ohne ihn geht nichts bei den Slytherins, das weißt du doch!“, warf ich ein.

„OK, dann machen wir es so!“, dann wandte er sich um und wir auch und Harry sagte laut:

„ Also, wir finden, wir sollten es versuchen und da du Padma den Vorschlag gemacht hast, denke ich, solltest du das auch organisieren. Du wirst jemanden im Blick haben, den du aufnehmen willst, wenn du schon so fragst, also ist das deine Aufgabe und kannst so gleich zeigen, wie gut du deine Aufgabe ausfüllst. Du hast sicher schon einen Kontakt, den du ansprechen kannst, oder? Ich denke 10 bis maximal 15 Slyhterins, mehr auf gar keinen Fall, damit sie nicht in der Überzahl sind wenn wir aus den anderen Häusern auch noch Neue aufnehmen!“

„Wird gemacht Harry!“, glitt ein Strahlen über Padmas Gesicht und sie grinste glückselig als sie das aufgedreht ausrief.

„Bestell sie für nächstes Wochenende am Samstag, da fällt die DA dann aus, aber sie sollen um 15 Uhr da sein, damit wir alles abklären können! Ihr anderen, ihr überlegt wer aus euren Häusern noch dazu kommen sollte und wählt sorgfältig, genau wie du auch sorgfältig wählen solltest, Padma!“, warf ich schnell ein und drang eindringlich in sie, es war etwas warnend, obwohl ich natürlich wusste, dass nicht sie wählen würde, sondern Draco und vielleicht ich, aber das musste sie ja nicht wissen.

„Arch, eins noch, hier sind die Ergebnisse der Kampfsimulation in der Gasse….hier nehmt sie mit, lest es, überlegt euch wie ihr mit den Ergebnissen umgehet wenn ihr die DA leitet, ihr macht alle noch Fehler!“, kam es von Ron und er gab den Teamleitern seine Aufzeichnungen.

„Ja, einige von euch haben zum Teil auch schlechter Abgeschlossen als einige aus der DA…ihr wart nicht immer die Besten, aber eure Voraussetzungen haben euch qualifiziert hier mitzumachen! Also, erhebt euch nicht arrogant über die DA-Mitglieder, das wäre noch wichtig zu beachten!“, wandte ich ein und erntete zum Teil betretene Gesichter.

„Was heißt das….nach was für Kriterien habt ihr uns ausgewählt, wenn wir nicht die Besten waren?“, wollte Jack wissen.

„Nun, Jack, euer Blut, eure Erfahrungen, eure Einstellung, eure Entschlossenheit und euer Können…so in der Reihenfolge!“, kam es lakonisch von Harry.

„Wobei ich hinweisen möchte, dass die Teamleiter sehr wohl die Besten waren! Da hat alles gepasst!“, kam der letzte Einwurf von Ron.

Zum Schluss vollzog ich nun noch am Eingang zusammen mit Harry und Ron den „credere tacientiae“, was so viel bedeutete wie zur Verschwiegenheit verbunden. Das war mein Schweigezauber, der schon auf so vielen lag mittlerweile, aber er war effektiv und einfach und als wir damit fertig waren, sahen auch wir zu das wir nach diesem langen Tag und noch längeren Abend ins Bett kamen.

Diese Nacht verbrachte ich seit längerem mal wieder bei den Jungs, da ich ihnen noch viel zu erzählen hatte, kuschelten wir in Harrys Bett und heizten die Gerüchte mal wieder ordentlich an.
Nach oben Nach unten
 
Kapitel 226-227
Nach oben 
Seite 1 von 1
 Ähnliche Themen
-
» Ludwig Revolution: Kapitel 15 & 16
» Seelen: Kapitel 26 - 28
» Seelen: Kapitel 47 - 49
» Bis(s) zum Morgengrauen Kapitel 5 - 6 | Seite 92 - 136
» Chobits: Kapitel 01 - 02

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
When Hermione Fights :: When Hermione Fights :: Kapitel 226-250-
Gehe zu: