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 Kapitel 230-231

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queenie
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BeitragThema: Kapitel 230-231   Do Feb 09, 2012 7:09 am

229. Kapitel Alles entwickelt sich


„My Lord!“, mehr wagte ich nicht als zu wispern, denn er schien es zu genießen, dass ich sichtbar wusste, dass ich auf dünnem Boden wandelte. Als mir schließlich das Schweigen schon Sorge bereite, wechselte er auf einmal abrupt das Thema und meinte:

„Hast du Veränderungen an dir gespürt?“ Er schien interessiert und ich schüttelte den Kopf.

„Nein… My Lord, wäre es euch den Recht, sollte es etwas an mir…geben, das sich verändert, wenn ich euch dann mit meiner…. Veränderung belästige?“, wollte ich sehr vorsichtig wissen und ich versuchte sehr überzeugend in meiner Verneinung zu sein, was dazu führte das er höhnisch und grausam kalt auflachte, erinnerte es an eine zischende Schlange und jagte mir Angstschauer über den Rücken.

„Wissen my Lord, was diese bedeuten?“, ging ich forsch vor aber da maß er mich mit einem derart brutalen Blick und der Finger seiner rechten Hand zuckte nervös, das ich schon große Angst bekam mich zu weit vorgewagt zu haben, das Thema schien sehr heikel für ihn zu sein und ich verstand, dank Gellert auch warum!

Doch ich verbot mir sie zu zeigen, wie verunsichert ich war indem ich mir rücksichtslos in die innere Backe biss und mich nicht rührte, so hielt mich der Schmerz im Hier und Jetzt, den ich mir selbst verursachte, dabei gruben sich meine Zähne fest in das Fleisch meiner Wange, sodass ich Angst hatte sie zu durchbeißen, dann schluckte ich schwer mein Blut hinunter.

Er antwortete nicht auf meine Frage, sondern maß mich nur mit diesen unmenschlichen Augen, was mich verzagt wieder schlucken ließ, denn er war wirklich furchteinflößend, wenn man sich seiner gesamten und totalen Aufmerksamkeit sicher sein konnte, musste man schon sehr auf der Hut vor diesem gefährlichen, sehr schwer einzuschätzenden Mann sein.

Er sagte nichts zu meiner Frage, was wohl bedeutete, er erwartete eine Information, sollten sich die „weißen Augen“ wieder einstellen, aber da würde der gute lange darauf warten können, diese Waffe würde ich ihm nicht liefern!

„Die Anderen warten auf uns!“, erhob er sich schon wieder und rauschte vor mir herrschaftlich in seiner langen, schwarzen Robe ab, aus dem Raum und ich stand etwas wackelig auf, wissend, dass ich nur knapp einer Strafe entkommen war.

Ein falsches Wort, eine falsche Bewegung, eine falsche Interpretation, wie ich mich gab und er hätte sich von seiner grausamen Seite gezeigt, aber noch schien mir das Glück hold zu sein…noch!

Aber es war knapp gewesen an sich zu knapp!

Als ich mich derart gefangen hatte, dass ich wieder sicher stand, lief ich eilfertig hinterher und durfte den Lord schon feudal sitzend auf seinen Thron vorfinden. Severus und Lucius waren mittlerweile auch eingetroffen und sahen den Lord ausdruckslos an, da er gerade die Türen der Halle öffnete, damit die andren Eintreten konnte, somit war mein Auftauchen aus dem hinteren Raum wieder das Ereignis, denn selbst Severus und Lucius schauten konsterniert zu mir.

Es war schließlich ein Novum, denn diese Räume zu betreten war ein Privileg das bisher nur die „Hände“ des Lords zugestanden bekommen hatten.

Funkelten mich Severus dunkel Augen fragend an während Lucius mit seinem Gehstock in seinen Händen spielte ansonsten aber unbewegt blieb, waren die beiden nicht wirklich amüsiert, ob dieser Entdeckung!

Ich beachtete die fragenden und empörten Blicke nicht, sondern ging um den Thron herum und stellte mich absichtlich abseits in einer sehr devoten und unterwürfigen Haltung hin, worauf ich die kalten rotglitzernden Augen auf mir fühlte, denn es schien den Lord zu amüsieren, da er wusste, dass ich mich der Gefahr, die er darstellte, durchaus bewusst zeigte.

Er sonnte sich in meiner versteckten Furcht vor seiner nicht kalkulierbaren Laune. Auch den Anderen blieb unsre Interaktion nicht verborgen, aber hinter meiner Familie verstecken wollte ich mich auch nicht!

Nun bedeute er mir mit einem lässigen Wink, seiner langen, feingliederigen, fast spinnenartigen Hand die anderen in Kenntnis zu setzten und ich gehorchte wieder umgehend.

„Lestranges….ihr erhaltet Stefen! Und Crabbe und Goyle ihr bekommen Ric! Kommt nach dieser Versammlung zur Höhle, dann übergebe ich euch eure neuen Truppenmitglieder!“, verbot ich mir ein Räuspern, wenngleich es in meiner Kehle schrecklich unangenehm kitzelte.

„Ihr habt es gehört…Mudblood, du bist entlassen!“, kam es harsch und sehr kühl vom Lord und ich versank in einem tiefem, huldvollen Knicks und sah zu, dass ich demütigst den Raum verließ. Es wagte keiner den Befehl des Lords infrage zu stellen und so war ich froh dem Ganzen zu entkommen. Lucius und Severus Fragen konnte ich mir lebhaft ausmalen, zu ärgerlich!

Ich eilte an den aufflackernden Fackeln vorbei und ließ das zischelnde Getier in seinen Ecken zurück und stand schließlich im diffusen Licht des Innenhofes und wollte schon weg, als en Blitz in dem nachtschwarzen Himmel, die Gestalt der Ratte hell blitzend offenbarte, die mich aus dem Schatten einer Säule heraus beobachtete.

Kurz trafen sich unsere Blicke und verhakten sich, aber ich wusste wirklich nicht was ich von seinem verschlagenen Blick halten sollte, bevor ich apperierte.

Ich erschien vor der unbeleuchteten Höhle und setzte meine Maske wieder auf und steuerte dann das Innere an. Da sich der Innere Kreis gesammelt beim Lord befand, durfte ich den Sauhaufen der niederen DeathEater erleben die sich ohne Aufsicht sich ordinär, pöbelnd und vulgär in der Höhle fläzten.

Sie genossen es sichtlich nicht von den Lestranges und Co. geritzt zu werden, dann erlitten einige bei meinem plötzlichen Anblick fast einen Schock, da ich sah, was sie hier taten und ich freute mich nur das die Mädchen sicher weg gesperrt im Gewölbe von Mulciber bewacht wurden, sonst wäre dieser Pöbel schon längst über die armen, wehrlosen Geschöpfe hergefallen.

Meine Augen glitten suchend, nur zu sehen durch die engen Schlitze meiner Maske, über die verachtenswerte Meute, bis ich in einer abgelegenen, verlassenen Ecke Scabior entdeckte, der gerade zu meiner Verwunderung ein Buch studierte und sich von dem Krach und dem Lärm, den seine Kollegen veranstalteten nicht ablenken ließ.

Er beteiligte sich an der Abartigkeit auch nicht, ließ sich auch nicht stören und kaute genüsslich auf einem Zahnstocher herum. Er blickte auf, als er wohl instinktiv spürte, dass ihn jemand intensiv beobachtete. Sein gestochen scharfer Blick ruhte auf mir, er erkannte mich sofort und kam dann sogleich auf die Beine, legte sein Buch weg und eilte auf ich zu.

„Püppchen, was verschafft mir die Ehre!“, gurrte er vertraut, während er sich lässig sein langes, gesträhntes Haar zurückstrich und mir ein sehr schiefes, aber auch freches Grinsen schenkte.

„Komm!“, war alles was ich forderte und drehte den anderen angeekelt den Rücken zu, da sie sich zwei Muggelmädchen gefangen hatten, mit denen sie sich auf sehr derbe und rüde Art verlustierten.

Ich konnte und durfte diesen armen, verdammten Seelen nicht helfen!

„Kommen Gibbon und Pyrites nicht mit?“, fragte mich Scabior auf dem Weg zum Ausgang der Höhle.

„Nein!“, war ich wahrlich knapp angebunden und er zuckte lakonisch mit den Schultern, schob sich wieder lässig seinen Zahnstocher zwischen die Zähne und folgte mir.

Bevor wir apparieren konnten teilte ich ihm kurz mit:

„Sherwood Forest!“, wies ich an, dann trat ein wissender Ausdruck in seine Augen und sogleich apparierten wir, kamen wieder an der Major Oak an. Wir standen unter dem breiten, alten Baum, der seine kahlen Äste in den klaren, eiskalten Nachthimmel des Januars erhob.

„Erfahre ich, warum wir unser Rudel aufsuchen?“, fragte er leise an meinem Ohr, dabei legte ich den Kopf in den Nacken und sah mir die Sterne an, versuchte zu verdrängen, dass ich Gefahr lief, sollte Remus vor Ort sein, etwas tun zu müssen, was ich nicht wollte….Puh…als ich Scabiors Hand vertraulich an meiner Schulter fühlte, wollte ich sie sofort abschütteln, aber sein Griff verstärkte sich dann nur noch mehr.

„Ihr alle wart beim Lord?“, wisperte er fast nur noch und ich nickte, wodurch er seinen Griff lockerte aber noch immer nicht losließ.

„Du wirst es gleich erfahren, komm, lass uns zu Fenrir gehen!“, antwortete ich nur ausweichend, aber nicht bösartig und wusste, dass ich mit Rick und Steffen wieder zwei gefährliche Waffen auf die Menschheit losließ. Sie waren sie gut trainiert worden und sie würden den Lestranges und Goyle und Crabbe gute Dienste leisten.

So strich seine Hand nun aufbauend über meinen Arm, sonst sagte er nichts und so glitten wir leise und still weiter in dem verlassenen, stockdunklen Wald vorwärts, mittlerweile kannten wir den Weg ins Lager und achteten nur darauf nicht zu viele Geräusche zu machen, wobei uns bewusst war, die Wölfe würden uns schon längst durch ihre Spähern gesehen und gehört haben.

Wir durchbrachen das morsche Astwerk und kamen in der Senke an und ich bemerkte, dass sich das Werwolfs Volk ebenfalls gut amüsierte. Es flackerten die Lagerfeuer hoch in den Nachthimmel. Ich blickte leicht gehetzt über die Meute und suchte Remus!

Ich hoffte, dass er nicht da war, als wir auf den Baum zustrebten, den Fenrir bewohnte. Wir gingen über den hartgefrorenen Boden, dabei wagte es keiner der Wölfe sich uns zu nähren. Mein Mantel wirbelte und flatterte um meine Beine, als ich von Fenrir freudestrahlend begrüßt wurde, indem er auf einen Platz neben sich wies, offenbar waren wir wie es schien schon angekündigt worden, da er nicht wirklich erstaunt wirkte uns zu sehen.

„Püppchen, was willst du hier? Mir einen Vortrag halten?“, fragte Fenrir brummig und spielte auf unsere Auseinandersetzung an wegen seinem Snacks in Kingswear, aber ich schüttelte nur den Kopf, während mir eine Werwolffrau eine Tasse mit dampfendem Bier reichte, warmes Bier…ihhh, aber bitte, während ich zusah wie Scabior fröhlich sein Glas hinabstürzte, schnupperte ich nur daran.

„Nimm die Maske ab!“, forderte Fenrir wieder und ich blickte mich unwohl um, aber wie sollte ich das erklären und so tat ich es und dann nippte ich an dem warmen Bier, als ich sprach:

„NEIN, Ric und Steffen werden übergeben, an den Lestranges Trupp und an Crabbe und Goyle! Ich brauchte zwei neue Wölfe!“ Bei meinen Worten sah ich wie Scabior interessiert aufhorchte.

„Der Lord?“, wollte da Fenrir wissen nur lapidar erfahren.

„Ja, also gibst du mir zwei neue?“, fragte ich süßlich mit schiefgelegtem Kopf!

„John, Kendrick!“, brüllte er erstaunlich laut und dann trollten sich zwei bullige, mit braunem, unspektakulärem Haar gesegnet Typen in gebückter Haltung zu ihrem Alpha.

„Ihr zwei, das ist eure Anführerin. Sie wird euch ausbilden und das Strähnchen hier neben mir, ist ihr Vertreter! Also redet mit Ric und Steffen was euch erwartet!“, grollte Fenrir tief und die zwei Wölfe nickten unterwürfig und warfen uns taxierende Blicke zu, um dann schnell zu ihren Kollegen zu eilen und ihnen die Neuigkeiten zu offenbaren.

Als nun dies erledigt war, lehnte ich mich seufzend zurück und fühlte die raue Rinde des Holzstammes in meinem Rücken und lehnte mich noch mehr dagegen, seufzte leise in mein Bier das ich gerade anhob.

Doch natürlich war es für das Gehör von einem Werwolf viel zu laut.

Ich bemerkte, dass es sich die beiden Männer neben mir ebenfalls gemütlich machten und sich entspannt zurücklegten. Scabior streckte lässig seine Füße von sich und überkreuzte sie keck, als er sich herrisch ein neues Bier bringen ließ, schien sich Scabior rund um wohl hier zu fühlen.

Es hatte sich eine leicht melancholische Stimmung über uns gelegt, während wir unseren Blick auf das offene Lager lenkten und ich zusah wie sich einige Leute spielerisch jagten, oder auch Sex hatten, aber hier sei gesagt einvernehmlichen, wenn auch nicht wirklich schönen.

Kurz fragte ich mich, ob Remus dabei mitmachte?

Das würde Tonks bestimmt freuen, ging es mir leicht bösartig durch den Kopf, aber nun gut, ich sah auch andere mal wieder an Knochen nagen, an deren Ursprungsort ich nicht denken wollte. Unterdessen zerriss ein ums andere mal ein lautes Jaulen oder Heulen die Stille, als ich fragte was mir schon die ganze Zeit durch den Kopf spukte.

„Tut dir das Mädel nicht leid?... Das du gefressen hast!“, fragte ich leise, aber mit fester Stimme.

„Nein, warum sie war Futter!“, kam es hart von Fenrir, der seine Arme erhoben hatte und seinen Kopf auf seine verschränkten Hände gelegt hatte, dabei strahlte er totale Ruhe und Entspannung aus.

„Was bin dann ich für dich?“, wagte ich es zu fragen, da dies ja bedeutete er betrachtet alle Menschen als „Futter“. Es dauerte etwas bis er antwortete, denn er schien seine Worte zu überlegen und abzuwägen.

„Kein Futter!“, lachte er rau auf und ich sah ihn mit einem skeptischen Blick aus den Augenwinkeln an, als auch Scabior erheitert laut auflachte und dann amüsiert meinte:

„Aber die andere Möglichkeit, gefällt dir bestimmt auch nicht!“

Ihm brachte diese vorwitzige Aussage einen harten, aber doch noch spielerischen Hieb mit Fenrirs Pranke ein und er jaulte schmerzhaft auf, während er über seinen Kopf strich.

„Ey, stimmt doch!“, brummte Scabior wütend auf und ich kicherte, da es erstaunlich war das diese beiden Männer einen Weg gefunden hatten sich die meiste Zeit zu respektieren und zu akzeptieren. So schaffte das Fenrir bei den Lestranges sonst nur bei Bellatrix, mit Rudolphus und Rabastan hingegen bekam er sich nach einem langen, gemeinsamen Abend meist gefährlich in die Wolle.

„Was sind die Menschen für dich, die du tötest Püppchen?“, überging er Scabior gekonnt und fragte nun mich weiter aus.

„Entbehrlich!“, kam es ohne zu zögern von mir.

„Tja, bei mir sind sie zum Fressen gedacht! Aber nicht jeder Mensch ist ein Fressen oder Entbehrlich? Einige werden zu meinen Kindern….andere sind gut, als das was sie sind!“, fasste er zusammen.

„Du unterscheidest? Du meinst so ähnlich, wie nicht jeder Anhänger des Dark Lord, ein DeathEater ist?“, warf ich ein.

„Genauso in der Art!“, antwortete Fenrir bestätigend nickend.

„Verstehe, aber ich hoffe, es schockiert dich nicht, wenn ich ehrlich bin und dir sage, dass es ein widerlicher Anblick war!...WAS??? Noch nie was von Tischmanieren gehört?“, blickten mich nun beide Männer mit großen Augen an.

„Das ist es was dich stört?“, fragte nun Scabior, als wäre ich nicht ganz dicht.

„Ja schon, es war kein wiederholungswürdiger Anblick! Bitte!“, schüttelte ich mich als ich wieder mein Bier anhob und trank.

„Na, wenn das alles ist, Püppchen, werde ich versuchen dir den Anblick zu ersparen, dann darf ich dir nun ein Essen reichen, einige der Rippchen sind gerade auf dem Grill fertig geworden! Nicht, dass dies mit frisch gerissenem Fleisch mithalten kann, aber die Röstaromen haben auch was!“, bot er mir mit einem verschlagenen Grinsen an und ich verkniff mir die Mundwinkel zu verziehen, als er derart gut unterhalten vom Essen sprach.

Er zog mich sichtlich auf, aber ich nickte und hielt mein Hand hoch, als Geste dass ich sein Angebot annahm, nur um zu zeigen, dass ich noch härter war als er dachte und wir Drei ließen es uns schmecken.

Danach verabschiedete ich mich rasch und nahm Ric und Steffen zum Letzten mal mit mir,

um sie an der Höhle den wartenden Lestranges, Goyle und Crabbe zu übergegen. Scabior hatte ich im Lager gelassen, damit er die Neuen einwies. Er schien sich bei Fenrir mehr als wohl zu fühlen und ich eilte weiter nach Hogwarts.

Es war tiefste Nacht und die Frage nach Schlaf peripher, da ich als erstes überlegte im verbotenen Wald das warme Bier und das Essen, das ich nicht hatte identifizieren können, wieder herzugeben und zu erbrechen, aber dann entschied ich mich dagegen, denn was auch immer ich gegessen hatte, es war schon tot gewesen und wenigstens gut durchgegrillt.

Also, es sollte schlimmeres gegeben, es hatte besser geschmeckt als wenn ich Blut zu meinen Zeremonien trinken musste, somit ging ich desillusioniert ins Bett.



Severus schien arg beschäftigt und als wir am Dienstag bei ihm eintrudelten um zu trainieren. Er wirkte gestresst und ich fragte mich zusammen mit Draco was oder wer ihn derart einspannte!

Auch wenn ich wusste, dass Severus beim Lord gewesen war. Draco hatte kein Ruf ereilt, da er unterwegs gewesen war und einen Auftrag erledigt hatte, nichts wichtiges, aber es sollte getan werden und ja, es war immer dasselbe Grauen das es zu verbreiten galt und das konnte wir doch alle mehr als Gut!

Aber das erstaunlichste war, Severus wollte nicht wissen was der Lord und ich in dem Raum zu besprechen gehabt hatten, aber ich vermutete stark, das würde schon noch kommen.

„Hört zu…ihr alle! Ich werde euch ab dem nächsten Training beginnen zu testen, jeden von euch! Ich beginne bei Weasley und Potter, danach kommen auch immer zwei! Wollen wir doch mal sehen, ob ihr was gelernt habt!“, brummte er sehr missgestimmt und mit einem Blick zu Draco.

Es war abgesprochen, dass ich nach dem Training bleiben würde, um zu hinterfragen was Severus beschäftigte.

Das erste Training im neunen Jahr verlief wie wir es uns wünschten. Wir alle schafften es Daphne im Hintergrund zu halten und jeder übte mit dem mulmigen Gefühl im Magen durch Severus Hand zu gehen. Es war jedem von uns klar, dass das schmerzhaft enden würde.

Als alle gingen, verzog sich Severus ins Schlafzimmer um sich umzuziehen und frisch zu machen, währenddessen schenkte ich uns einen Drink ein, doch als er energisch die Tür zum Wohnzimmer aufriss und leger gekleidet dieses betrat, schien er überrascht zu sein das ich noch da war.

„Was??? Musst du nicht zu Draco!“, klang er leicht pieksig und ich hielt ihm nur wortlos sein Glas schwenkend entgegen.

„Lass das mal meine Sorge sein, was wenn ich dir sage, dass ich genau da bin, wo ich sein will?“, fragte ich süffisant lächelnd, darüber gingen seine Augenbraue skeptisch hoch, verdammt, der Mann war das geborene Misstrauen. Er ergriff aber sein Glas und hob es an die Lippen und trank, während ich ihn beobachtete und mich nun auf meinen Platz setzte, dann glitt er in seinen Sessel.

„Wenn du meinst!“, brummte er nur unwillig und sah mich misslaunig an.

„Was beschäftigt dich so? Der Lord, Lucius?“, harkte ich nach und versuchte die Gründe seiner Laune zu ergründen.

„Was wollte der Lord von dir?“, fragte er da auch schon, als hätte ich es gewusst, dass er noch bald darauf zu sprechen kommen würde.

„Nichts….unwichtig!“, wiegelte ich ab.

„Das sagst du! Pass nur auf, Bellatrix war gar nicht erfreut zu erfahren, dass du auch den Thronsaal betreten darfst und als ihr noch aus einem seiner privat Gemächer gekommen seid….unterschätz sie nicht!“, sagten mir auch seine Augen, das ich Lucius nicht vergessen sollte und ich nickte.

„Ich verspreche es. Sagst du mir nun was dich dann derart beschäftigt? Ist es nur Lucius? Oder doch der Lord wegen etwas anderem?“, bohrte ich weiter.

„Mhm…schön wäre es, das könnte spannend oder erheiternd sein! In der Reihenfolge, aber nein, es ist Dumbledore!“, gab er grummelnd zu und trank einen Schluck.

Das war wirklich interessant und so forschte ich nach: „Wirklich…wirst du mich einweihen?“

„Vielleicht?“, verstummte er und blickte in den Kamin und ich nippte an meinem schweren Kristallglas und wartete geduldig, wenn Severus etwas hasste, dann zu etwas gedrängt zu werden.

„Er braucht viele Tränke….seine Hand, du weißt?“

„Oh, ist es schlimmer geworden?“, fragte ich nach.

„Nun, du weißt ja, das der Fluch in der Hand eingeschlossen ist, aber die Schmerzen werden schlimmer, außerdem scheint ihn etwas zu beschäftigen…ich mache mir Gedanken! Er ist misstrauisch und launischer, das könnten die Schmerzen oder das Alter machen…aber er beobachtet dich sehr intensiv bei den Mahlzeiten, hinzukommt, dass er immer nach dem Malfoymädchen fragt…ich frage mich…!“, erklärte er seine Bedenken, dann unterbrach ich ihn:

„Ob er weiß, dass ich, Miss Malfoy bin?“ Zur Antwort zuckte er nur mit den Schultern.

„Und was wäre wenn?“, fragte ich nach.

„Dann, wäre es fraglich, wie es weitergeht, denn es würde deine Position Potter gegenüber gefährden. Ich denke nicht, dass der Alte jemanden aus unserer Familie in der Nähe seines Auserwählten haben möchte…und ich denke, wenn Lucius das erfährt, würde er es so sehen, dass Dumbledore von der Erdfläche verschwinden sollte!“, führte Severus kalt und sachlich präzise aus, und ich sah es im Prinzip genauso.

„Oh, ist das so? Nun, was denkst du Severus?“, bohrte ich weiter nach und hoffte, er blieb so für seine Verhältnisse gesprächig.

„Die Familie geht vor und Dumbledore ist alt und hat viele Fehler in der letzten Zeit gemacht…er ist entbehrlich!“, erklärte er kühl und ich stimmte ihm auch da zu, denn wenn, ging die Familie und für mich auch Harry vor.

„Tja, und wer sollte die Ehre haben? Ich, Draco, Du,… Harry?“

„So rasant unterwegs, ich sagte eventuell!“, antwortete Severus, wobei er sich ein leichtes Schmunzeln nicht verkneifen konnte oder wollte.

„Mhm…okay, dann sag uns nur, wenn die Zeit reif ist, denn ich hätte da noch eine Rechnung offen, die vor seinem Ableben beglichen werden müsste!“, bat ich ihn und Severus Augenbrauen zuckten fragend in die Höhe, aber ich schüttelte nur den Kopf, denn ich würde es nicht sagen, da ich ihm nicht von Gellert erzählen wollte, aber ich versprach mir, das Gellert Albus noch vor dessen verscheiden sehen musste, schließlich wollte ich Gellert nicht um sein Vergnügen bringen und mich nicht um mein Amüsement, wenn Dumbledore sah wer da vor ihm stand.

Ich sah es bildlich vor mir und kicherte erheitert.

„Du bist blutrünstig junge Dame!“

„Das gefällt dir doch!“, grinste ich ihn lasziv an und er lachte rau auf, als er abrupt verstummte und mit ernster Miene hochruckte, mich dabei emotionslos ansah. Er zauberte sogleich und sein Mantel flog auf ihn zu und ich erhob mich wissend, trat wortlos auf ihn zu und küsste ihn kurz verabschiedend auf den Mund und verließ mit ihm seine Räume, wissend, dass er nun eine Audienz beim Lord hatte, schließlich rief dieser wann immer es ihm beliebte und wir hatten zu folgen……



Der nächste Tag begann früh mit dem Laufen und ich machte mir währenddessen wirklich Gedanken, was ich davon halten sollte, dass Severus begann sich darüber Gedanken zu machen, das Dumbledore misstrauisch werden könnte und damit ja auch indirekt an ihm zu zweifeln begann?

Ich zermarterte mir das Hirn, woher er wissen könnte, wer ich war? Und ob er es überhaupt wusste?

Ich war mir nur seiner taxierenden, skeptischen Blicke mehr als bewusst, wann immer er mich sah!

Stand Harrys Okklumentik vielleicht nicht? Oder die von Ron? Aber als ich sie einmal testete, ohne dass sie es wussten, standen ihre Mauern eins A. Es war als hätte nicht nur Harry dieses schwierige Gebiet der Magie gemeistert, sondern auch Ron, wobei bei Harry wohl der Ansporn größer gewesen war, wenn man bedachte, dass der Lord ständig hätte in seinem Geist eindringen und verweilen können, konnte dies schon eine großer Grund sein ein meisterlicher Okklumentiker zu werden, vor allem bei den Geheimnissen, die Harry derzeit hütete, also schieden er und die anderen aus.

Auch wurden alle anderen noch zusätzlich mit meinem Zauber geschützt, Gringotts schweig auch, also woher verdammt sollte er es wissen!

Ich nahm mir vor weiter daran zu denken und den Alten genau zu beobachten.

Ich muss gestehen, dass mich der Unterricht in seiner Trivialität nur noch nervte und schrecklich an meinen Nerven zerrte, schließlich beschäftigten uns doch viel wichtigere Dinge, wie zum Beispiel unser schwarzmagisches Training im Raum der Wüsche mit unseren Schlangen.

Somit waren wir froh, dass es Mittwoch war und Blaise, Astoria, Daphne, Harry, Ron und ich zusammen mit Draco versammelt reden konnten. Wir unterhielten uns über die ersten anderthalb Wochen und Draco sagte, er habe die Liste für die DA leider noch nicht zusammen und da erst erzählten wir Harry und Ron von Padma und Goyle.

Es war zu komisch und unser Lachen hallte von den Wänden wieder, während wir uns den wichtigsten Themen zuwandten. Es war nicht so, dass wir schon perfekt in der schwarzmagischen Kunst waren, aber wir waren gut!

Das Problem war nur, mich, Harry und Daphne beschäftigte doch schon sehr die Geburt, denn wie gesagt, ich war auf dem Gebiet des Todes bewandert, aber das des Lebens war mir an sich doch ein Buch mit sieben Siegeln, die es für mich zu durchbrechen galt und ich war ich, das heißt es wäre inakzeptabel für mich nicht alles über dieses Thema zu wissen.

Die anderen sahen es aber auch so und wir entschieden bis wir uns gewappnet fühlten diese neue Hürde zu nehmen, würde das Training eher kurz und prägnant ausfallen und der Rest der Zeit würde jetzt erst mal für die Recherche und Vorbereitung draufgehen, wie mit einem Frühchen in der 34. Woche umzugehen sein würde.

Wir würden Tränke für Mutter und Kind brauchen und für mich auch einen, der mich wiederherstellte. Ich hatte nie gesehen, dass ich mal ein Kind zur Welt bringen würde, quasi die Hebamme spielen.

Jetzt wurde ich makaber und dachte, eher unter die Erde, aber nicht auf die selbige. Somit war meine Freude unbeschreiblich, als ich mir versuchte das Wissen um ein entstehendes Kind anzueignen, bemerkte man das es Daphne sichtlich unangenehm war was sie uns für eine Heidenarbeit bescherte mit ihrem Missgeschick.

Auf der anderen Seite erkannte ich schnell, dass mir die Bücher über Geburten im Haus meiner Eltern mehr geholfen hatten, schließlich gingen die Muggel das Ganze nicht derart Theoretisch an wie die Zauberer, die nicht versuchten dem Vorgang auf den Grund zu gehen, sondern eher von der Magie faselten, der ich hier nicht ganz folgen konnte und so war ich gewiss ,dass mich Gellert nochmal sehen würde, da das bildliche Material mir hier viel lieber war, damit ich mir das vorstellen konnte.

Und ich überlegte, auch Daphne, sowie Astoria und Harry auf zu tragen die Muggelbücher zu studieren, sodass wir besser vorbereitet sein würden, da so nicht nur ich mehr über eine Geburt wissen würde.

„So wir müssen alles zusammenstellen und den Twins als Liste schicken, damit sie alles besorgen was wir benötigen! Auch das sie uns die Zutaten für die Tränke schicken, die wir Brauen müssen!“, zählte Astoria auf, während wir eine Weile schweigend geplant und gelesen hatten.

„Ja macht ihr das mal, Hermione, Astoria kommt ihr mal mit Daphne und mir mit in diese Ecke?“, fragte und bat Harry und in dem Moment veränderte sich schon der Raum und wir verschwanden vor den Augen der anderen.

„WAS?“, wollte Astoria wissen.

„Also, als ich das letzte und das erste mal mit Daphne hier alleine übernachtet hab, sollte ich dieses Ding am Morgen schnüren und was soll ich sagen…bringt es mir bei!“, grinste Harry derart spitzbübisch, das wir nur lachen konnten und so machten wir uns frohgemut an die Geschichte und was soll ich sagen, es war besser das die anderen es nicht sahen.

Daphne zog ihre Bluse aus und Astoria half ihr aus dem Korsett, löste die Schnüre und als sie dann nur noch mit dem Seidenleibchen bekleidet vor uns stand, war ihr sich leicht wölbender Bauch unübersehbar und auf einmal quiekte sie erstickt auf und ihre Hände fuhren zu ihrem Bauch und legten sich überrascht auf diesen, während sie mit glänzenden, liebenden Augen zu Harry sah und atemlos hauchte:

„Harry schnell, jetzt tritt es wieder!“ Harry war so schnell konnte man gar nicht schauen bei seiner Verlobten und strich begierig über den Bauch und verharrte, ging vor ihr auf die Knie, hob den Stoff hoch und lehnte mit seinem Ohr zusätzlich zu seiner Hand an dem nackten, gespannten Bauch als ich ein räuspern von Draco vernahm.

„Chr…ich dachte, er hätte ihr schon den Antrag gemacht, was macht Potter da auf den Füßen!“, kam es trocken von ihm.

„Ja, was sollte der Schrei? Ist was?“, wollte auch Blaise wissen.

„Arch, Blaise, das Baby tritt zum ersten mal wirklich richtig, fühlbar…komm!“, stürmte Astoria zu einem überrumpelten Blaise, dann wandte sie sich wieder um und sah ihre Schwester mit großen, freudigen, neugierigen Augen an.

„Dürfen wir!“, quietschte Astoria und Daphne nickte, während Harry sein Ohr von ihr nahm, aber Daphne lächelte und nickte als Harry nun aufstand und zu mir sah und in dem Moment verschränkte ich genervt die Arme vor der Brust.

Ich dachte, er wollte lernen sie zu schnüren?

Blaise und Astoria fühlten den Bewegungen gemeinsam nach und Astoria sah ihre Schwester zufrieden lächelnd an, war ganz aufgekratzt und auch wenn Blaise es geschickt verbarg und so tat als berühre es ihn nicht, schien auch er neugierig.

Wie nervig!

Auch Ron trat nun etwas zurückhaltend an Daphne heran und sah sie fragend an, legte seine große Hand jedoch erst auf ihren Bauch als sie zustimmend, lächelnd nickte. Fast sah es aus als müsse er sich konzentrieren, doch dann löste er breit grinsend die Hand von ihrem Bauch und ging zu Harry.

Ich verstand den Aufstand gerade nicht wirklich, was sollte an einem derart dicken Bauch so faszinierendes sein?

Okay, bitte, das Baby trat, das würde noch öfters passieren, versprochen!

Ich weiß, ich war unfair und nicht wirklich einfühlsam, aber ich war gedanklich eher dabei das Balg auf die Welt zu bringen und nicht sinnlos verzückt eine sich bewegende Bauchdecke zu begutachten.

Jetzt ging sie auf Draco zu und sprach diesen an, während Ron und Blaise rumalberten, das der oder die Kleine sicher ein toller Kämpfer würde, wenn er jetzt schon so treten würde und Ron klopft Harry anerkennend auf die Schulter und sagte breit grinsend mal wieder:„Mann, du wirst echt Vater!“ Es schien so, als könne Ron es manchmal noch nicht so recht glauben. Harry hingegen beobachtete alles mit einem versonnenen Lächeln auf den Lippen und ich hörte ihn leise sagen:

„Ich war noch nie dabei wenn es getreten hat, es fühlt sich toll an das zu spüren!“

Ich blickte Harry ruhig, etwas genervt an und hob fragend eine Braue, bevor ich mich dem Schauspiel zuwandte, das Draco und Daphne nun boten, bitte, das war ja wohl,…. jetzt ließ sogar ER sich auch noch einwickeln.

Ich verstand nicht was daran so toll sein sollte!

Hermiones Sicht ende

Dracos Sicht

Ich konnte deutlich in ihrem Blick sehen, das sie sich nicht ganz sicher war bei dem was sie tat, aber sie kam zielstrebig auf mich zu, steckte nun ihre Hand aus, war erstaunlich selbstsicher, angesichts dessen, das sie nur ein dünnes Hemdchen über ihrem Rock gerade trug, viel nackte Haut zeigte, was so gar nicht zu ihrer sonstigen Zurückhaltung passte und sagte:

„Komm, du musst es auch fühlen Draco!"

Bevor ich reagieren konnte, hatte sie meine Hand ergriffen und auf ihren nur von dem sehr dünnen Stoff bedeckten Bauch gelegt. Ihre derart offene, direkte Art auf mich zu zugehen, überraschte mich und auch das sie keine Scheu zeigte uns allen sich so zu präsentieren, denn sonst war sie immer darauf bedacht sich bedeckt zu geben, wie man es von einer Reinblüterin erwartete.

Offenbar machte auch sie das alles hier stärker, sie fand langsam ihre Position in unserer Gruppe, ja fast schon Familie, denn irgendwie wurden wir nach und nach zu so etwas mit allen Facetten, den guten wie den schlechten.

Da gab es, wie in jeder Familie, die Mitglieder die man weniger mochte, die man in Kauf nahm, weil sie halt Familie waren und die, die man selber in die Familie erwählt hatte durch Heirat und die, die man einfach mochte, doch letztendlich standen wir füreinander ein, schon eigenartig, wie diese Schwangerschaft uns noch mehr zu einer verschworenen Gemeinschaft machte als wir es vorher schon gewesen waren.

Daphne hatte meine Hand langsam auf ihren gewölbten Bauch gelegt und sah mich nun aus großen, gespannten Augen an. Ich blickte ihr direkt in die hellgrünen Augen, sah die große Freude, die sich in ihren grünen Seelenspiegeln zeigte und war erstaunt, aber auch erfreut dass sie endlich frei auf mich zuging.

Ich fühlte, wie sich leicht etwas unter meiner Hand bewegte, wie etwas dagegen stupste und Daphne sagte leise, lächelnd, während sie noch immer ihre schmale, weibliche Hand auf meiner hatte:

„Fühlst du es Draco?"

Ich nickte nur leicht. Irgendwie war es beeindruckend das hier zu fühlen, zu spüren, das dort wirklich ein keines Leben heran wuchs und um sich trat. Mich irritierte Hermiones dermaßen extrem abwehrende Haltung, denn sie stand noch immer am Rand der Gruppe mit verschränkten Armen und kaltem Blick.

Ich sah kurz auf meine Hand, auf unsere Hände hinab und dann noch mal zu Daphne, sah die strahlende Freude in ihrem Blick und wie sie mir nun ein überglückliches und fast gerührtes Lächeln schenkte, fehlte nur noch, das sie zu weinen begann vor Freude und ich musst mir leider eingestehen, dass ich kurz davor war, mich von ihrer Freude wirklich mitreißen zu lassen und von der Einzigartigkeit dieses Augenblicks, doch ich wollte das nicht, jedenfalls nicht so, dass alle es sahen.

Weder war das hier mein Kind, noch war sie meine Freundin oder Frau, noch wollte ich zeigen, das mich das hier berührte, so verkniff ich mir eisern das Schmunzeln, oder Lächeln, mit dem ich Daphnes Blick erwidern wollte, zog meine Hand statt dessen unter ihrer weg und grinste Potter fies und breit an.

„Na, wenn dein Balg schon derart hart treten kann Potter, hast du wohl endlich mal was mit Hand und Fuß hin bekommen!"

Potter ließ sich von meinem Spruch nicht aus der Ruhe bringen, sagte nur breit, glücklich grinsend:

„Tja, Malfoy, da hab ich dir was voraus!“

Daphne stand noch immer mir gegenüber und ich sah nun, wie Harry bestimmt zu Hermione trat, ihre wiederstrebende Hand fest ergriff, sie aus ihrer verschränkten, abweisenden Haltung löste und sagte:

„Komm Hermione, nur du hast noch nicht gefühlt, lass dir das nicht entgehen!“

Ihre Lippen waren zu einem festen, schmalen Strich zusammen gepresst und ich fragte mich, warum sie immer noch derart abweisend reagierte, denn auch wenn ich es nicht so offen zeigte, war das doch gerade mal einfach ein schöner Moment und selbst ich hatte mich nicht so angestellt.

Schöne Momente gab es für uns alle doch viel zu selten, also warum verschloss sie sich davor, so vehement?

Da war es völlig egal das dieses Baby uns Ärger und Probleme brachte, das es mehr als ungünstig kam, denn das hatte nichts damit zu tun, das der Moment irgendwie beeindruckend war, denn zum ersten Mal hatten wir alle wirklich wahrhaftig gespürt, das dort Leben entstand, was es so viel wirklicher und realer machte, jedenfalls für mich.

Potter ließ sich nicht beirren und zog Hermione unbeirrt mit sich zu uns, was sie leicht wiederstrebend zuließ, dann sagte er kompromisslos:

„Jetzt hab dich nicht so Hermione, das hier ist etwas Schönes, egal wie widrig die Umstände sind, fühl es doch einfach!“

Ich trat einen Schritt zurück und Potter legte Hermiones Hand auf Daphnes Bauch. Gespannt und glücklich aber auch furchtsam sah Daphne sie an, doch ich sah noch immer keine Regung in Hermiones Blick. Ihr Ausdruck veränderte sich nicht, dann hob sie nur kurz eine Braue, als sie wohl eine Bewegung gefühlt hatte, doch mehr Regung offenbarte sie nicht. Potter sah sie unterdessen gespannt an, behielt sie genau im Blick.

„Und, das ist doch aufregend oder?“ Nun Hermione entzog ihm ihre Hand.

„Und??? Es hat sich bewegt, das wird es noch oft tun, hat es sicher schon oft getan, bitte Harry!“, erwiderte sie wenig beeindruckt und wandte sich unwohl von der werdenden Mutter ab.

Potter schüttelte leicht den Kopf, nahm beide Hände von Hermione in seine, sah sie eindringlich an und sagte nun wohl etwas traurig:

„Hermione, lässt es dich wirklich kalt? Das ist mein Kind das sich da bewegt!“ Sie entzog ihm ihre Hände.

„Ja, genau, es ist DEINS, nicht meins. Du weißt, ich freue mich für dich, für euch, aber ich hab mit Kindern nichts am Hut! Sorry, ist nicht meine Welt!“ , erklärte sie ruhig, zeigte noch immer nicht mehr Emotionen oder überhaupt die Freude oder Ergriffenheit, die wir anderen empfanden, dann trat ein bedauernder Ausdruck in Potters Augen, aber selbst ich musste mir eingestehen, das mir ihre abweisende Haltung Sorge bereitete, wie auch die anderen die aussahen als würde sieben Tage regen Wetter herrschen, traute sich doch von ihnen niemand sich in das ernste Gespräch einzumischen.„Hermione, was soll das? Wir alle wissen, was dir Harry bedeutet, klar war das hier nicht geplant, aber warum kannst du dich nicht freuen, nicht mal mit ihm, denn lüg mich nicht an, du sagst du freust dich, aber ich kenne dich doch, kenne diesen Ausdruck auf deinem Gesicht. Du freust dich nicht, du gehst das alles genau so systematisch und geplant an wie das meiste was du tust, warum stößt es dich ab?“, fragte ich nach unbeugsam nach.

Gespannt behielt ich sie im Blick, wollte eine Antwort, denn mir war zwar klar, das sie selber keine Kinder wollte zumindest jetzt während des Krieges, da strikt und ganz klar in ihrer Entscheidung war, aber warum zeigte sie gar keine Regung wenn Potter, für den sie derart viel tat, Vater wurde und sich offenbar jetzt sogar freuen konnte das hier alles zu erleben und bitte, nicht mal ich konnte mich dem entziehen das es spannend war zu erleben das dort ein kleines Leben in Daphnes Bauch heranwuchs, warum ließ es sie also so kalt?

Hermione verschränkte wieder die Arme abwehrend vor der Brust, maß mich kalt und meinte: „Es ist halt nicht jeder ein Kindernarr! Ich tue alles für Harry und seine Familie, das sie sicher sind, das er heiraten kann, das er sein Baby behalten kann, also wirf mir nicht vor, ich würde mich nicht freuen. Ich habe keine Lust dieses Thema jetzt zu diskutieren! Und bitte, das ist ein Baby, das es in ihrem Bauch ist und sich irgendwann bewegt ist doch normal, reine Biologie, warum also einen Aufstand darum machen?“

Ihr Blick war wirklich kühl und zeigte mir deutlich, sie wollte vor den anderen nicht darüber reden, warum sie sich so gar nicht darauf einlassen konnte.

Ich gab nach, fragte nicht weiter, aber ich würde da daran bleiben, denn ich fragte mich, was der Grund war, dass sie dermaßen abgeneigt war.

Warum, war sie den Toten so nahe und den Lebenden so fern?

Aber das Thema war noch nicht beendet und wohl für Potter auch noch nicht, denn ich sah seinen Abwägenden Blick, den er Hermione zuwarf, bevor Daphne sagte:

„Lasst uns weiter machen!“

Ich nickte nur und wir verzogen uns wieder, während Hermione Potter zeigte, wie er das Korsett zu schnüren hätte.

Dracos Sicht Ende
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BeitragThema: Re: Kapitel 230-231   Do Feb 09, 2012 7:09 am

231. Kapitel Vereinte Häuser!



Und so kam der Samstag und damit die Heerschar der Neuen aus dem Hause Hufflepuff und Ravenclaw, die wieder von uns und der Brater Lugo empfangen wurden.

Die restlichen DA Mitglieder waren nicht anwesend, da wir mit den neuen ein ähnliches Einführungsprogramm wie mit den Slyhterins durchführen wollten, sodass wir am Sonntag alle würden in Gruppen einteilen können. Wir wollten die Einführung der Neuen etwas entzerren und stressfreier machen, denn uns war klar, das mit dem morgigen Auftauchen der Slyhterins ein großes Gekreische und Gezeter einhergehen würde.

Die Neuen wurden in den Raum der Wünsche geführt und bis auf Cho kannte ja noch keiner diese Prozedur, somit lächelte sie scheu und schüchtern wie ein Reh mit ihren dunklen Augen zu Harry als sie eintrat und ich, ach was wir alle rollten theatralisch mit den Augen.

Vor allem, da sich Blaise weigerte es Daphne zu erzählen und meinte, er würde sich auf den Schrei freuen wenn Astoria es erfahren würde, spätestens also morgen und was dann los wäre, das wollte er sich nicht entgehen lassen, hatte er gesagt und dabei teuflisch gegrinst.

Ja, das war ein geborener Slyterhin!

Wir wurden immer mehr und immer umfangreicher, so kamen nun noch aus Ravenclaw aus unserem dem sechsten Jahrgang mit Morag MacDougal, eine Reinblüterin und Lisa Turpin, eine Muggelgeborene, sowie Mandy Brocklehurst, genauso wie Su Li ebenso ein Halbblut. Wobei Su Li eine von Rons on off Freundinnen war, was ihr von Lavender sicher mordlüsterne Blick einbringen würde, trug doch auch sie das Kettchen…bitte, dazu keine weiteren Fragen.

Nun kamen die Jungs unseres Jahrgangs: Stephen Cornfoot, der ein Reinblut war und Kevin Entwistle, ein Muggelgeborener.

Dazu gesellten sich Marcus Belby aus der der Siebten, der Junge, der im Zug von Slughorn in seinen Slugclub eingeladen worden war, aber weil die Kontakte zu seinem berühmten Onkel schlecht waren und die Familie zerstritten, schnell wieder fallengelassen worden war, somit fehlte nur noch die Siebtklässlerin Cho Chang, als achtes und auch reinblütiges Mitglied aus dem Hause Ravenclaw.

Als nächstes besahen wir uns die Hufflepuffs, die auch den Rest unseres Jahrgangs mitgebracht hatten, sodass wieder eine Flamme von Ron vertreten war und Harry und ich noch mehr die Augen rollten, da auch dieses Mädel das Kettchen trug. Megan Jones und war wie Wayne Hopkins nicht nur in unserem Jahrgang, sondern auch jeweils Halfbloods.

Ihnen folgten nun Chris Cadwallader, Antony Rickett und Tamsin Applebee, die alle drei Reinblüter und Siebtklässler waren, aber Rickett und Applebee waren ein Paar, wobei die Gute sowohl mal mit Zacharias Smith genauso wie mit Cormac McLaggen was am Laufen gehabt hatte. Also war auch hier Explosionsgefahr, aber sie war auch mal mit Boyle zusammen gewesen. Ja der, bei dem ich die Ehre hatte, ihn zu ermorden, mein erster wohlgemerkt. Er war er älter als sie gewesen aber nun gut, wen sollte das stören, mich sicher nicht. Wir würden sehen wo das hinführte, aber nun gut, weiter im Text.

Elisa Branstone war auch noch in der Siebten, aber eine Muggelgebürtige und dann kam noch der aus der Fünften kommende John Whitby, dieser war ein Halbblut und somit hatten wir sieben neue Mitglieder aus dem Hause Hufflepuff.

Dieses Treffen verlief ruhiger als das mit den Slytherins, aber das war ja auch zu erwarten gewesen, mussten sich unsere Teamleiter doch an die Schüler aus Hufflepuff und Ravenclaw weniger gewöhnen als an die Slytherins, schließlich pflegten die drei anderen Häuser auch sonst einen normalen regen Umgang miteinander.

Auch aus Hufflepuff und Ravenclaw unterschrieben alle, nur Cho sah mich lange und sehr intensiv an, dann sah sich Harry in ihrem Fokus, bevor sie mit einem tiefen Seufzer die Blutfeder ergriff und erstaunlich wackelig ihren Namen auf das Dokument setzte, offenbar war sie unsicher, aber so viel ich wusste war sie auch die einzige, die die Boshaftigkeit der zwei Flüche am meisten und am intimsten hatte mitverfolgen können.

Sie schien genau zu wissen auf was sie sich einließ und ihr skeptischer Blick zu Harry und mir, sagte mir auch, dass sie eher vermutete, dass ich den Fluch bei ihrer Freundin gelöst haben könnte, anders als Marietta es dachte. Es sagte ja keiner, dass Cho total dumm war! Sie war nur eine gefühlsbetonte Heulsuse, damit würden wir leben müssen, dass sie uns beiden sehr taxierende und unsichere Blicke zuwarf.

So gaben wir ihnen als Letztes die Münzen, legten den Zauber auf alle und verabschiedeten sie nach einer gelungenen Stunde in der wir das nötige herausgefunden hatten um alle in Teams einzuteilen.

Wir würden sie alle am nächsten Tag bereits wieder sehen, doch was bisher nur die BL wusste, dann würde es eine weitere Überraschung geben, wenn die Slytherins zu uns stoßen würden und ich war wirklich gespannt wie es ablaufen würde, wie man sie aufnehmen würde und wer, was zu erwarten war von den Löwen, Raben und Dachsen sich daneben benehmen würde gegenüber den Slytherins, denn das sie sich benehmen würden, dafür hatte Draco gesorgt und vor mir hatten sie zu viel Respekt um sich mir in den Weg zu stellen.

Der Sonntagnachmittag kam schnell und wir warteten gespannt. Jetzt war es soweit das die alte DA den Raum neugierig erstürmte und sehen durfte, wie sich der Raum exorbitant erweitertet hatte, da wir nun eine stolze Ansammlung von bald 72 Mitgliedern sein würden und diese sich selbst erstaunt zeigten, wie viele wir nun waren.

Sie waren wirklich ahnungslos und wussten nicht, dass gleich die Slytherins noch kommen würden. Das würde was geben, auf die Konfrontation freute ich mich schon.

Es gab ein großes und aufgeregtes Hallo, weil sich alle als Mit-und Gleichgesinnte sahen und aufgeregt schnatternd tratschten, somit sahen wir erst recht, es musste wirklich eine eisenharte Hand herrschen, damit hier Ordnung und Disziplin Einzug hielt!

So versuchten wir mühsam Struktur in dieses Chaos zu bekommen, indem wir einen harten Ton anschlugen!

„So, alle herhören!“, hatte Harry seine Stimme magisch verstärkt. Und obwohl alle derart aufgekratzt und nervös waren, verstummten sie umgehend und blickten neugierig zu Harry, der sich ein Podest gewünscht hatte und unter unseren Füßen war etwas erwachsen was uns sachte in die Höhe erhoben hatte und so sahen wir nun auf diese ansehnliche Ansammlung von Mitgliedern hinab.

„Wir weißen euch nun ein, in Teams, eure Teamleiter und ihre Assistenten werden euch Anstecker geben, die die Farbe des Hauses von eurem Teamleiter haben, also wundert euch nicht, stellt euch zu eurer Gruppe,….VERSTANDEN?“, brüllte Harry laut als das Wispern nicht komplett innehielt und viele zuckten erschrocken zusammen und sahen mit geweiteten Augen zu, wie Harry drohte die Geduld zu verlieren, denn die Vene an seiner Schläfe pochte bedenklich, als er so aufbrauste.

Nun trat Ron nach einer auffordernden Geste von Harry mit dem entrollten Pergament vor und rief ebenfalls magisch verstärkt:

„Gruppe Hufflepuff, Leiterin Hannah Abbott! Assistenten Terry Bott, Ginny Weasley, Seamus Finnigan und…noch einer… aber später!“ Dann grinste Ron in die Runde und die Brater Lugo erwiderten das verschwörerische Blinzeln, da wir wussten, Gregory Goyle würde diese Gruppe als fünftes Mitglieder der BL mitführen.

„Die Mitglieder aus Ravenclaw: Micheal Corner, Anthony Goldstein, Marcus Belby, Cho Chang! Aus Gryffindor: Cormac McLaggen, Justin Kirsch, Leanne! Aus Hufflepuff: Antony Rickett, Chris Cadwallader, Elisa Branstone, Tamsin Applebee und Zacharias Smith!” Hier fehlten nun noch drei Slytehrins, nämlich Terence Higgs, Ella Wilkins und Mel Baddack. S

ofort eilten die laut Aufgerufenen zu ihrem Team und erhielten ihre gelben Anstecker und strahlten sich zufrieden an. In diesem Team hatten wir alle Siebtklässler untergebracht und einige Sechstklässler.

Ron fuhr umgehend fort als er sah, dass alles glatt lief:

„Gruppe Ravenclaw, Leiterin Padma Patil! Assistenten sind Luna Lovegood, Dean Thomas und…ebenfalls noch einer, aber später mehr!”, verschwieg Ron, Theodore Nott.

„Aus Gryffindor: Andrew Kirke, Geoffrey Hooper, Sage Kelleen, Alexender William, Lavender Brown, Pavati Patil, Demelza Robbins, sowie aus Hufflepuf:f der neue John Whitby …..“, unterschlugen wir die Slyherins Loyle Pritchard, Jake Farley und Kris Harper.

Die Aufgerufenen begaben sich zu ihrer Gruppe und nahmen ihre blauen Anstecker entgegen. In dieser Gruppe kamen alle bis auf Parvati und Lavender aus der Fünften Jahrgangstufe.

„Somit kommen wir zur Gruppe Gryffindor, Leiter Neville Longbottom! Assistenten sind hier Jack Sloper, Justin Finch-Fletchley...und auch hier wird es eine Überraschung geben!”, denn hier würde Astoria Greengrass noch mit dazu kommen.

„Nun bitte ich aus Gryffindor: Romilda Vane, Vicky Frobisher, Nigel Wespurt, Laura Stimpson, Jennifer Dawn, Remy Olivier, Tanner van Burm, Trinity Lynn, Riley Frazer, Euan Abercrombie dazu!“, unterschlugen wir aus Slytherin: Jim Blishwick. Sie waren alle aus dem vierten Jahrgang, der verlassene, einzelne Slyhterin tat mir jetzt schon leid aber Astoria würde sich schon um ihn kümmern.

„So, Neville wird auch noch einen Blick auf Ritchie Cotte und Dennis Creevey haben, die eine eigene Gruppe leiten und zwar die drei Drittklässler aus Gryffindor mit Jimmy Peakes, Natalie MacDonald und Haley Dakota!“, hallte die Stimme von Ron bestimmt durch den Raum und wir sahen wie sich die Reihen lichteten und alles übersichtlicher wurde, erhielten sie einfache weiße Anstecker.

„Damit kommen wir nun zur letzten, der vierte Gruppe….hier läuft es kurz anders! Ich bitte die Assistenten Susan Bones, Katie Bell und Colin Creevy nach vorne und somit dann auch die übrigen Mitglieder. Aus Ravenclaw: Mandy Brocklehurst, Su Li, Lisa Turpin, Stefen Cornfoot, Kevin Entwhistle, Morag MacDougal. Aus Hufflepuff: Megan Jones, Wayne Hopkins!“ Blaise würde diese Gruppe anführen, mit Vasiey als zusätzlichen, vierten Assistenten. Es würden auch noch die Slyhterins: Tracy Davis, Pansy Parkinson und Vincent Crabbe dazukommen und damit die in dieser Gruppe versammelten Sechstklässler komplettieren.

Jetzt konnten wir den Kompletten sechsten Jahrgang von Hogwarts mehr oder weniger ganz zu unserer Organisation gehörig zählen, bis auf Draco, Daphne, Millicent Bulstrode und Sally-Ann Perks. Aber das Daphne zu uns stoßen würde, war ja nur eine Frage der Zeit und Millicent und Sally-Ann, nun gut, wir würden sehen was Draco da später mal entschied und er selber, er würde wohl nie offen zu uns kommen, aber im Hintergrund hielt er genug Fäden und wenn einer auf dieses Training wohl verzichten konnte, dann er.

Da noch aus Gryffindor zwei Mädchen unseres Jahrgangs fehlten nämlich Quirella Mayer und Sally Smith, zwei Mädchen die ich selbst in unserem Schlafsaal übersah, sie waren nie dort wo ich war, sie hatten sich auch nie für Lav oder Pav interessiert und schotteten sich von uns systematisch ab wobei Sally eine Reinblütige war und Mayer ein Halbblut aber sie schienen sich gesucht und gefunden zu haben.

Des Weiteren fehlten noch zwei Mädchen aus Hufflepuff die reinblütige Lily Moon und die Halbblütige Sophie Roper, die sich nicht für uns hatten entscheiden können, so war nur das Haus Ravenclaw wirklich und wahrhaftig komplett im sechsten Jahrgang vertreten. Die letzte Gruppe blickte bei unserer Anweisung ohne Anführer etwas verloren durch die Gegend, da sie sich als einzige noch Führerlos sahen. Nun kamen Padma, Hannah und Neville zu uns, da wir sie riefen und stiegen aufs Podest.

Gleich würde es um die Einführung der insgesamt 15 Slytherins gehen, die soeben laut pochend an die Tür klopften. Sie waren pünktlich und das Geräusch sorgte für sofortige nervöse Unruhe unter den DA-Mitgliedern, sicher erinnerte es einige dran wie wir im Schuljahr zuvor von Umbridge und ihrem Inquisitions kommando gestört worden waren.

Wir hatten mit Blaise vereinbart, dass jemand die Tür nach dem Zeichen öffnen würde, wenn wir soweit wären, aber es war besser wenn wir uns nun beeilten, da 15 Syltherins im siebten Stock schon auffällig wären.

„Bitte RUHE!“, rief Ron herrisch.

„SO, ist es besser, wir haben noch eine Überraschung! Wie ihr vielleicht erkennen könnt fehlt etwas Elementares und NEIN, es wird nicht zur Diskussion stehen ob oder ob nicht! Da es von uns sechs einstimmig Entschieden wurde. Wem es überhaupt nicht passt, der kann es runterschlucken! Gehen und aufhören steht nun nicht mehr zur Diskussion!“, drohte Harry unübersehbar aggressiv und sorgte dafür das sich eine erregte, gespannt und neugierige Stille über die besorgte Masse legte.

Bedeutete er nun Susan, die an der Tür stand, diese zu Öffnen und in dem Moment sprach Harry weiter:

„Das vierte Haus von Hogwarts fehlt….und somit heißen wir eine ausgewählte, vertrauenswürdige Gruppe von Slytherins herzlich in unserer Mitte willkommen!“

Jetzt dröhnte Harrys Stimme durch die schockstarre Stille, die sich über die Leute gelegt hatte und da zeigte sich erstens, was für ein Guter Führer Blaise war, da seine Leute sofort und relativ unauffällig zu ihren, ihnen schon gestern zugewiesenen, Gruppen gingen und von den wissenden Assistenten ihre Anstecker bekamen.

Es zeigte sich auch erneut, dass wir für die BL gut gewählt hatten, weil die BL Mitglieder die Slyherins nett begrüßten. Blaise hingegen ging zielsicher und selbstsicher, aller Blicke gewiss, auf die Empore zu und erklomm sie elegant und begrüßte Harry höflich mit der Hand und neigte vor dem Rest von uns respektvoll das Haupt. Ja so waren sie erzogen, dabei wirkte Blaise extrem souverän.

Nun brach der zu erwartende, tosende Sturm laut los und gerade unsere Lieblinge wie Zacharias Smith, Cormac McLaggen, Antony Goldstein und Co. brüllten affektiert durch die Gegend, was das sollte, die „Verbrüderung mit dem Feind“!

„Das geht ja mal gar nicht!“, „Habt, ihr sie noch alle!“, „Die Verraten uns!“, „Spinnt ihr?“, „Mit denen übe ich nicht!“, „Kommt ja gar nicht in Frage!“, „Ich weigere mich!“, „Unverschämtheit!“, „Da mach ich nicht mit! NIEMALS!“, „DEATHEATER!“, „Ja genau alles Anhänger von ihr-wisst-schon-wem!“

….und so ging das Gekeife fröhlich weiter, während sich die BL in den einzelnen Gruppen fast beschützend zu den Slytherins stellten und ihnen ihre stumme Unterstützung gewährten.

Unterdessen wirkten die Schlangen ob dieses bösartigen Angehens nicht überrascht, aber über die freundliche Stütze unserer BL schon und da erkannte man, dass wir eine weise Wahl getroffen hatten und unsere Soldaten ihre Befehle befolgten, ob sie wollten oder nicht.

Jack sah zwar aus als hätte er auf Säuredrops gebissen, als er seine Slyhterins beschützte, aber er hielt seine Gruppe um Romilda Vane mit eiskaltem fast mörderischen Blicken davon ab mehr zu tun als lautstrak zu schimpfen. Auch die andern BL-Mitglieder verhielten sich gleich und ähnlich, was uns in unserer Wahl mehr als bestätigte!

Wir rührten uns nicht und wollten den Sturm der Entrüstung erst über uns hinwegfegen lassen, ohne groß zu reagieren. Starr sahen wir von unserem erhöhten Stellplatz die geröteten und aufgebrachten Gesichter der Jungen und Mädchen, die sich schrecklich eschauffierten.

Die Slyhterins hatten total auf Durchzug geschaltet und reagierten auf nichts. Sie standen nur reglos verharrend da und ließen sich beschimpfen, eine Frechheit, wie ich fand und langsam riss mir mein berühmter Geduldsfaden.

Es wirkte zwar so als würden die Slyhterins nichts machen, aber wer sie kannte, sah das sie ihren wohl verborgenen Stab im Anschlag bereit hatten, jederzeit bereit sich zu verteidigen, gegen Ihresgleichen, Mitschüler, Jugendliche, Kollegen, Gleichgesinnte, Mitstreiter!

Ich wurde wütend, aber das richtig, was fiel diesen versnobten, kleinen Kindern ein unsere Entscheidung in Frage zu stellen?

Ich suhlte mich im Dreck mit Viechern, weil es mein Lord wünschte, hatte ich ein Mitspracherecht?

Nein!!! und sie ebenso wenig, hörte ich neben mir Ron besorgt zu Harry wispern:

„Sie wird SAUER!“ Harry warf mir aufgrund von Rons gewisperten Worten einen scheelen taxierenden Seitenblick zu, da sich sehr wohl meine Magie ballte und das meine Magie nicht mal mehr als Grau zu bezeichnen war, stand wohl außer Frage.

Mit einem Schritt stand ich ganz vorne am Podest, denn mich hielt nichts mehr, als ich mir das mit dem Verdächtigungen und Anschuldigungen im Bezug auf die DeathEater anhörte, reichte es mir, denn das ging zu weit!

Diese armen Schlangen zu diffamieren, wobei gerade diese versuchten ihrem Schicksal zu entkommen!

Einem Schicksal, dem ich mich gestellt hatte und das ich keinem gönnte! Das ging zu weit, niemand der es nicht war, sollte als DeathEater beschimpft werden, denn diese KINDER wussten nicht, wie schrecklich diese Behauptung belastete, wenn man keiner war!

Also hielt ich mir den Zauberstab kurz an die Kehle, damit meine Stimmt hart dröhnend durch den Raum magisch verstärkt donnerte.

„Wenn ihr nicht auf der Stelle still seid, werden die Ersten von EUCH, in zwei Monaten wieder reden können, Versprochen!“, zischte ich wütend und da zuckten einige erschrocken zurück, musste wir oben auf der Empore einen tollen Anblick bieten, oder ich einen so wilden?

Ich weiß es nicht, auf jeden Fall wurde es leiser.

„Wer jetzt noch ein Wort sagt, BEREUT ES …SEHR!“, drohte ich nicht weiter, da ich jedes Wort ernst meinte und ich nun mit meinem Zauberstab drohend auf die Meute deutete.

„Die Slytherins verhalten sich vollkommen untadelig, die einzigen die sich nicht angemessen Gebärenden seid ihr! Habt ihr kein Benehmen? KEINER, ich wiederhole KEINER, von ihnen ist ein DeathEater, noch hat er eure Verachtung nur weil er ein Slytherin ist verdient!“, zischte ich kalt und mühsam beherrscht, dabei durfte ich sehen, das mir gerade die Schlangen erstaunte Blicke zuwarfen, das ich mich derart involvierte um ihre Ehre zu beschützten, ich das Mudblood! Aber ich war doch ihr Mudblood, ging mir ein zynischer Gedanken durch den Sinn.

„Arch und du willst das wissen, woher?“, rief eine Stimme verächtlich über die Menge hinweg.

„Weil ich immer mehr wissen werde als ihr!“, entgegnete ich trocken und absolut arrogant.

„Hermione!“, „Schönste, beruhige dich!“, wisperten Harry und Ron eindringlich und beschwichtigend, während die Führungsgruppe auf der Empore besorgt, oder sehr skeptisch, wie Padma, zu mir blickte.

„Harry, Ron, RUHE!“, befahl ich und beide verstummten sofort, was viele da unten erstaunte und komisch schauen ließ, das die beiden auf meinen Befehl hin umgehend schwiegen.

Darüber zeigten sich nur die Slytherins nicht überrascht, da sie mich schon kannten wenn es mir reichte. Ich bemerkte einige von den Schlangen, die gar nicht die Furcht in ihren Augen vor mir zu verbergen suchten, wie es schien stand mein Ansehen in Slyherin nicht zur Diskussion.

Aber ich konnte das hier von diesen Querulanten nicht unkommentiert lassen, denn für mich stand fest, diese Aufrührer benötigten eine Strafe, das würde ich ihnen nicht durchgegen lassen.

„Ist hier einer dumm genug meine Aussage, vor mir laut, in Zweifel zu ziehen?....Nein, sicher! Und nun für die ganz Schlauen unter euch, der LORD nimmt keine Schüler, oder Minderjährigen auf! Zufrieden mit dieser Information!“, lächelte ich künstlich süßlich durch die Gegend, wussten die Schlangen, dass das Stimmte, denn nur Draco und ich, als Malfoys waren die glorreiche und immerwährende Ausnahme von der Regel, somit legte ich nur Fakten da.

Aber als ich den Dark Lord, „Lord“ nannte und nicht eine der Verhunzungen verwendete, erreichte die unheimliche Stille im Raum der Wünsche eine neue Qualität.

„Und bevor noch einer jetzt auf die abstruse Idee kommt weiter aufzumucken! Die Zeit für eine Umkehr ist zu spät! Wer nicht hören will, muss und wird fühlen und glaubt ihr nur nicht, ich wäre mir dafür zu schade…..“, war mein Blick schon eine gefährliche Drohung, fasst ich die laut pöbelnden Jungen hart ins Visier!

Ich wünschte mir wirklich einer wäre so doof und würde es wagen weiter zu insistieren, auf das ich ihm zeigen könnte, was es hieß mich zu ärgern! Alle Slytherins senkten sofort betreten und unterwürfig die Häupter, weil ich noch immer sichtlich kochte.

Ich spürte meine Magie um mich wirbeln, als ich eine Hand vertraulich auf meiner Schulter fühlte, die mich sanft streichelte, wusste ich nicht, wer dies in diesem brisanten Moment wagte, da ich kurz vor einer kalten Explosion stand.

In diesem Moment wagten weder die BL, noch die neuen DA-Mitglieder etwas zu sagen, nur die Alten DA-ler zeigten sich aufmüpfig und es waren dieselben, die immer aufmuckten und eine große Klappe hatten, offenbar hatten diese Minderbemittelten es noch nicht gelernt zu schweigen.

„Ganz ruhig, Schönste, wir Schlangen sind nichts anders gewöhnt als mit Vorurteilen leben zu müssen! Wobei die meisten sogar richtig sind, nicht alle, aber viele!“, lachte nun Blaise rau auf und ich erkannte das er mal wieder Dracos Stelle einnahm und mich erdete, so wie damals in der Großen Halle als er mich auch angefahren hatte, wandte ich ihm abrupt mein Gesicht zu und grinste ihn böse an.

Er traute es sich mich in einer derart aufgebrachten Stimmung anzugehen, aber wohl auch, weil er genau wusste, er konnte es, mich runter bringen und er ließ sich nicht aus der Ruhe bringen.

„Nimm das nicht zu locker! Diese Kretins müssen lernen aufzuhören solange sie noch können!“, blieb ich trotz Blaise netter Art kalt und heftig, sodass ich kurz spürte wie sich seine Hand an meiner Schulter verkrampfte, da auch er nicht wusste, wie weit er mir gegenüber gehen durfte, wenn ich nicht einlenkte oder ruhig wurde, aber Blaise blieb trotzdem standhaft.

„Eben, aber sie müssen noch lernen und Fehler gehören dazu!“, meinte er nun sanft zu mir und blickte mich mit ernsten Augen an.

„Ich hasse Fehler!“, meinte ich bestimmt.

„Wer weiß das nicht! Aber nicht jeder ist derart Perfekt wie du?“, antwortete Blaise fest, aber sachte und behielt mich intensiv im Blick.

„Ja, Hermione und nicht jeder ist bereit immer alle Konsequenzen derart bereitwillig zu tragen wie du!“, wandte Harry vorsichtig ein und ergriff meine Stabhand sanft, trotzdem wagte es Harry nicht ihn hinabzudrücken und so zielte nun wir beide mit meinem Stab noch immer auf die zu uns sprachlos und überfordert aufsehende Gruppe von Menschen, die nicht verstanden was gerade abging, dass sie gerade von Harry und Blaise in Gemeinschaftsarbeit vor mir gerettet wurden.

Wie es schien hatte mich der Umgang mit den Wölfen und den DeathEatern mehr abgehärtet und hart gemacht, als mir klar war.

Ron trat nun zu uns und schockierte viele indem er lapidar meinte:

„Das stimmt Harry, aber sie werden es lernen, das alles Konsequenzen hat! Denn alles hat seinen Preis!“ Sofort löste seine harschen Worte ein Keuchen aus, das vielen jetzt entfleuchte.

„Genau das ist richtig, es war keine Frage, ob euch die Slytherins passen! Sie haben euch zu passen! Schluss, Aus! Wir die Anführer sind uns einig! Und ich wünsche, dass ihr sie mit Freundlichkeit, Respekt und Achtung behandelt und Hermione hat Recht, wenn sie sagt, solltet ihr das nicht tun, scheuen weder sie, noch ich, noch Ron, euch zu strafen!“, verkündetet Harry nun knallhart und sah mit eiskalten, grünschimmernden Augen auf die Meute.

„Arch, Potter, das du immer so ein Großmaul sein musst…pah…!“, „Ja, große Klappe nix dahinter!“, kam es arrogant von Zacharias Smith und Cormac McLaggen aus der ersten Reihe.

Nach diesen Sprüchen eskalierte die Situation umgehend, da mich nichts mehr hielt und ich die mich haltenden Hände bestimmt abschüttelte und mit einem beherzten Sprung von der Empore sprang und auf diese beiden arroganten Hohlköpfe aus der ersten Reihe zuhielt.

McLaggen hatte schon lange den Bogen überspannt als er mich so permanent plump angemacht hatte und nun sprintete ich auf ihn zu, er musste nicht lange warten bis ich bei ihm und seinem hirnlosen Freund war und als sich meine Hände zu Fäusten ballten, holte ich mit Schwung aus, rammte den überrumpelten Jungen meine Führhand in einem abrupten geraden Faustschlag ins Gesicht.

Ich erwischte ihn frontal an seinem Kinn und konnte seinen harten unnachgiebigen Knochen unter meinen Fingerknöcheln fühlen, worauf er laut aufstöhnte und schmerzhaft auf die Knie ging, hallte das klatschende Geräusch des harten Schlages in dem Raum wieder, auch mich schmerzten meine Knöchel als sie hart aufkamen aber ich hieß den Schmerz willkommen als Abkühlung für meinen erregten Geist.

Sofort und rasant wirbelte ich herum und kaufte mir den neben ihm stehenden uns sprachlos anstarrenden Zacharias Smith, indem ich noch in der Drehung meine Faust zu meinem Nabel zog um dann in einer Aufwärtsbewegung einem Harken gleich, nun von unten das Kinn meines Gegners mit meinem Uppercut wuchtig traf.

Smith´s Kopf schleuderte laut schreiend getroffen dank, des Schwungs kraftvoll zurück als meine harte Faust seine untere Gesichtspartie traf, platzte seine Lippe sofort auf und das Blut lief schnell über sein Kinn und er landete auf seinem Hintern, um dann doch umzufallen und komplett ausgeknockt auf dem Rücken liegen zu bleiben.

Ich hatte McLaggen mit dem sanfteren Jab nur in die Knie gehen lassen und jetzt muckte er wieder empört auf, als er sich schmerzhaft sein Kinn hielt.

„Bist du verrückt? Spinnst du? Was soll das?“, keifte er los und rappelte sich schwer auf seine Beine und hielt sich das blauangelaufene Kinn, aber ich schaffte es gar nicht herumzufahren, während alle anderen vor mir, McLaggen und dem am Boden liegenden Smith wie etwas hochgefährlichem zurückwichen, denn Harry kam mir zuvor.

Er erschien wütend neben mir, dabei blickte McLaggen immer noch selbstgerecht grinsend zu Harry auf, während er sich langsam aufbaute und dann auf Harry hinabsah.

Aber dieser Tat nicht das was McLaggen erwartete, nämlich das er führ ihn eingreifen, mich maßregeln würde, sondern er holte nur schwungvoll mit seiner geballten Faust aus und zog eine Gerade mit seiner Schlaghand und krachte mit diesem Powerpunch, der mit der Führhand im Gegensatz zu meinem Jab geschlagen wurde, mit Schmackes auf Cormacs Nase und Harrys Kraft schaffte es sogar ihm umgehend die Füße unter den Beinen wegzureißen.

Laut krachend und stöhnend unter seiner brechenden Nase spritzte das Blut weit durch die Gegend und verdreckte Harry und auch zu einem Teil mich und so fiel dieser arrogante Schnösel wie ein gefällter Baum um und ich konnte die ungläubigen Mienen unserer Mitglieder aus nächster Nähe betrachten, als Harry mich nun frech angrinste und sich mit mir mit High Five abschlug und dann lachend meinte:

„Du glaubst doch nicht, das ich dir den ganzen Spaß lasse, meine Schönste?“

Man bemerkte die erschütterten Leute, die nicht fassen konnte, dass das ihr Auserwählter war, der auch nicht vor brutaler körperlicher Gewalt zurückschreckte. So hatten wir effektiv unsere Bereitschaft zur körperlichen Gewalt unter Beweis gestellt, zeigte sich, das Harry und ich sehr hart zuhauen konnten und es uns wenig tangierte, was hier fast noch mehr beeindruckte als die magische Demonstration unseres Könnens.

Zu guter Letzt blickten wir verächtlich auf die beiden ausgeknockten und blutenden Aufwiegler, öffnete ich meine gefallente Hände und betrachtete sie genauso wie Harry seine, hatten wir uns die Knöcheln aufgeschürft aber nun wir waren das gewöhnt und sahen nur wie die anderen sprachlos und auch ängstlich zu uns sahen.

Nun hörten wir Rons Worte:

„Harry, also den Cross von dir, an dem müssen wir nochmal üben….deine Schlaghand kommt ungenau, du musst die Gerade stärker durchziehen um mehr Kraft zu bekommen und die Hüfte mehr drehen um mehr Schlagkraft aus ihr im Schwung zu holen! Schönste, du machst immer alles richtig….hast du Smith den Kiefer gebrochen?“, sorgte Rons lapidare Art mit dem leichten, schadenfrohen Unterton, um mit dem Geschehen umzugehen, das alle geschockt und mit offenen, erstaunten Mündern zu Ron´s Stimme herumfuhren, da wir derart Gleichgültig wirkten.

„Und wenn schon…er hat es verdient!“, war ich versucht mit meinem Fuß nach den beiden Bewusstlosen zu treten, also verschränkte ich die Arme aggressiv vor der Brust und funkelte die neugierige Masse um uns herum wütend an, als Harry kalt meinte:

„War´s das oder hat noch einer was Dummes von sich zu geben?“ Dabei schritten nun Harry und ich wieder auf die Empore zu und ganz ehrlich, diese Leute gehörten mir, die Zauber banden sie, warum, sollte ich immer die Brave, oder die Heilige spielen?

Außerdem, war das Verhalten dieser beiden Inakzeptabel gewesen. Nun rissen Blaise, Hannah, Padma und Neville das Ruder an sich, auf dass sich die Gruppen mit leichten Zaubern einübten und diese nicht zu ertragenden Ressentiments fielen, die es zwischen den Häusern gab.

Unterdessen bemerket ich Padmas mehr als überlegenden, verdächtigenden und skeptischen Blick, als ich aber schon Zeuge würde wie ein leicht ängstlich schauender Greg zu ihr eilte, sie an der Hand packte und in eine ungestörte Ecke zog.

Was er sagte, wusste ich nicht!

Aber danach blickte Padma nicht ein einziges Mal mehr in meine Richtung und wenn sie meinem Blick ungewollt begegnete, war nichts in ihren Zügen zu lesen, es war als hätte sie keine Meinung mehr. Die nackte Angst trieb Greg eindeutig zu Padma, da, wenn Padma etwas falsches Tun würde, hätte sie Draco aber auch mich an ihren Fersen und das wollte der verliebte Junge natürlich unter allen Umständen unterbinden und verhindern, schließlich dürfte ihm Dracos Drohung noch gut im Gedächtnis haften.

Es legte sich langsam aber sicher die Aufregung und man gewöhnte sich an die Slytherins, die sich erstaunlich anders als im Unterricht gaben und friedfertig und umgänglich erschienen. So konnten die Teamleiter mit ihren Assistenten für eine sich langsam lösende Stimmung sorgen, derweil blieben Zacharias Smith und Cormac McLaggen unbeachtet auf dem Boden liegen. Meine Beobachtungen wurden unterbrochen, als mich einer antippte und begann mir etwas Interessantes ins Ohr zu flüstern.

„Schönste, unser Teddybär Greg ist wirklich schwerst verliebt! Er wird aufpassen müssen!....du schaust so, du hast doch gesehen, das er Padma weggezogen hat. Nun, ich war so frei zu lauschen, schließlich hat sie mehr als misstrauisch aus der Wäsche geschaut nach deiner Demonstration der Stärke! Also Greg hat ihr, sehr untypisch für einen Slytherin, seine Liebe gestanden. Ich würde ja sagen, wir Schlangen sind zu manipulativ, da die Gute regelrecht hinweggeschmolzen ist! Ich zitiere jetzt: „Padma, für mich, BITTE! Wenn du mich so liebst wie ich dich, lass bitte deine Zweifel fahren! Vergiss sie! Damit bringst du nicht nur mich, uns …sondern auch Potter, Granger und Co. in Gefahr! Vergiss dein Misstrauen, das bringt nur Schwierigkeiten und überlege Padma, das Trio traut dir, sonst hätten sie dich doch nie zu einer Teamleiterin gemacht! Wenn sie dir Vertrauen, tu es auch und traue ihnen! Stell einfach keine Fragen bitte, es ist besser so und gut so!“, was sie veranlasste mit belegter Stimme zu sagen…ich lass aber ihr stottern weg! : „Du meinst das Ernst, oder? Das würde bedeuten es könnte etwas dran sein…“, was ihn veranlasste ihren Mund mit seinem zu verschließen, zu einem schmalzigen Kuss…. als sie sich lösten sprach sie weiter: „Greg, natürlich schwiege ich und denke nicht weiter nach, auch wenn es mich beschäftigt und nein, ich vertraue Harry voll und ganz! Hermione, ich weiß nicht, sie ist unheimlich und wie gesagt, deine Bitte….dies alles, ist verdächtig! Aber du bist mir wichtiger als meine Vermutungen! Vergiss es, ich werde Hermione nicht einmal mehr ansehen…gar nicht mal mehr an SIE denken! Versprochen! Ich schwöre es dir sogar!“, dann hat Greg nur noch sanft gelächelt und ist wieder gegangen, aber ich denke, sein Überzeugungsversuch fruchtet, hoffe ich jedenfalls für ihn!“, schenkte mir der verschlagene Blaise ein durchtriebenes Lächeln.

Nach Blaises Erläuterungen schenkten wir uns ein verstehendes, spöttisches Heben der Brauen und fingen an zu kichern, da das Gesülze überhaupt nicht zu dem korpulenten Gregory passte, aber wie es schein täuschte das Äußere doch und so amüsierte uns diese Erkenntnis sehr.

Greg schien seine Liebste noch im Griff zu haben, daher war ich umso mehr gespannt, wie lange Padma ihre Neugierde beherrschen konnte.

Langsam rappelten sich nun auch die beiden Verletzen, die von Harry und mir ausgeknockten Smith und McLaggen, wieder auf die Beine und machten jetzt sehr kleinlaut, zurückhaltend und peinlich berührt mit nachdem sie routiniert geheilt wurden, da die Aktion, das wir sie derart leicht mit Kinnhaken ausgeschaltet hatten, wohl an ihrem Ego gewaltig kratze!

Bevor die DA-Stunde wirklich zu Ende war, verließen wir, das Trio den Raum der Wünsche und überließen den vier Teamleitern und der BL komplett das Feld. Das war ihre Feuertaufe ob sie die größere, nur um Slytherin erweitere DA leiten konnten und so würden sie für den Anfang nicht gleich eine ganze Stunde abhalten müssen. Als wir gingen herrschte eine fast schon euphorische Stimmung, ich sah den Slytherins an, das sie froh waren dabei zu sein, aber auch die anderen neuen Mitglieder schienen mit Feuereifer dabei jetzt aktiv zu lernen sich zu verteidigen. Wir würden am nächsten Wochenende nicht zum Training der DA erscheinen, da wir dies vertrauensvoll in die Hände von Padma, Hannah, Blaise und Neville legen würden, die mit der BL die DA leiten würden und wir waren uns sicher, sie würden das hin bekommen.

Vielleicht würde es sogar besser laufen ohne uns, das polarisierende Trio. Sollte es doch wieder erwarten Probleme geben, wären wir im Gemeinschaftsraum mit einem Patroni zu erreichen und würden zu Hilfe eilen….

So kamen wir in eine doch recht leer wirkende große Halle zum Abendessen, in die später nach und nach die DA Mitglieder tröpfelten. Allesamt wirkten die neuen Mitglieder erschöpft, aber wohl auch glücklich und guter Dinge.

Wir, aber wohl auch die Lehrer durften eine spürbar andere Stimmung unter den Häusern erleben, mir kam es fast vor wie nach der Halloweenparty, nur das sich die Leute diesmal nicht verhärmt oder peinlich berührt umsahen, sondern eher neugierig, schließlich hatten alle die neu dazugekommen Slytherins erstaunlich umgänglich erlebt.

Die Lehrer fingen an bei fast 50 Schülern, die sich anders als sonst verhielten aufzublicken, aber sie konnten den Grund für dieses nicht zu benennenden Gefühl der unterschwelligen Akzeptanz nicht nachvollziehen.

Die Schlagen waren während des Trainings, wohl auch weil sie nur 15 Leute waren und in den Gruppen teilweise alleine unter gingen, eher zurückhaltend und unauffällig gewesen, aber andererseits waren sie Zeit Lebens darauf getrimmt worden nach außen hin ihre Masken zu tragen und die saßen wie immer.

So waren mal wieder Dumbledores umherhuschende blitzende Augen herrlich, oder der misstrauische Blick von McGonagall, aber auch Sprout und Flitwick waren wie es schien vor Rätsel gestellt.

Am Montagabend war die Verwirrung der Lehrer dann noch größer geworden, da die Professoren nun einen Tag gefüllt mit Schulstunden hinter sich hatten und die Schüler der einzelnen Häuser sich wohl wirklich anders in ihrem Umgang verhielten. Schließlich konnte ja nicht jeder ein so geborener Schauspieler sein, aber auch die Slytherins waren ruhiger, jedenfalls die, die in der DA waren, weniger aufmüpfig, eher in sich ruhend und nicht mehr derart vorlaut und arrogant, sondern zurückhaltend.

Schon eigentümlich, was ein einzelner Nachmittag bewirken konnte und das es in den anderen Häusern Schüler gab, die sie Schlangen bei der DA wirklich dabei haben wollten und über die Vorurteile hinweg sahen schien auch nicht an den Slytherins spurlos vorbei zu gehen.

Ja, dieses veränderte Verhalten fiel auf, so oder so, das lustige war nur, dass sich niemand außer Severus darauf wirklich einen Reim machen konnte, aber Severus ließ sich eh nichts anmerken und schaute nur angesäuert wie eh und je durch die Gegend. Er hatte diesen Blick perfektioniert und warf mir ab und an ungeduldige Blicke zu, die mir sagten, dass er mich wohl in den nächsten Tagen erwartete, manchmal fragte ich mich ob alle dachten das ich mich vierteilen konnte?

Auch eine Idee, dann würde jeder einen Teil von mir bekommen und wäre glücklich!

Ich verzog angeekelt bei diesem makabren Gedanken das Gesicht und sah zu, dass ich mein Abendmahl beendetet, denn diese Nacht würde lang werden und sich weit weg von den schützenden Mauern von Hogwarts abspielen.

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Soviel ließ sich sagen, ich hatte keine Lust heute uninspiriert dort hinzugehen, wo ich hinwollte und so entschied ich mich für einen Einteiler und entgegen Lucius Kredo immer nur ein Kleid zu tragen, aber Lucius Meinung ging mir momentan ja sowieso so was von am Arsch vorbei.

Der Overall war schwarz von oben bis unten, am Bein weit geschnitten, umschmeichelte aber meine schmale Taille und Hüfte. Er hatte lange Ärmel, einen hohen Stehkragen, war also hochgeschlossen, aber am Rücken zog sich ein langer, schmaler, schlitzartiger Ausschnitt bis tief auf meinen Rücken hinab. Meine Figur kam so gut zur Geltung und zum Schluss steckte ich meine Haare noch hoch, auf das mich nichts behinderte.

Wie gewohnt legte ich meinen „geminio“ ins Bett und sah zu das ich wegkam, aber dank, der DA war Gryffindor so gut wie ausgestorben, wirklich. Nur die Erst- und Zweitklässler tummelten sich gemeinschaftlich und die meisten Drittklässler und einige Viert- und Fünftklässler, aber ansonsten waren alle entflogen, um zu lernen, was es für mich einfacher gestaltete zu verschwinden.

Harry und Ron wussten von meinen Ausflug und waren wenig glücklich damit, aber es musste sein!

Somit zog ich mir meinen Mantel über und die Kapuze tief ins Gesicht, bevor ich verschwand und unsichtbar wurde und auf lautlosen Sohlen durch den Gemeinschaftsraum eilte und Hogwarts hinter mir ließ. Ich war so frei mir etwas Auslauf zu gönnen, bevor ich mich der Meute stellen wollte und setzte mich daher auf eine Parkbank in dem kleinen Park vor Gimmauld Place und verharrte unter meinem Schutzzaubern.

Ich sprach noch den einen oder anderen Wärmezauber auf mich, um die kalte Nachtluft von mir fern zu halten und genoss es hier zu sitzen, denn es tat gut einfach mal ALLEINE, sein zu können.

Nein, ich wollte ja nicht jammern, aber Severus Charakter färbte wohl auf mich ab, denn ich tat mir Leid, nie wirklich Zeit für mich zu haben!

Ich genoss also den Moment, wenngleich dann eher unangenehme Gedanken aufkamen, wie zum Beispiel, dass mein Geduldsfaden anderen Menschen und ihren Fehlern gegenüber immer kürzer wurde und vor allem, wenn mir diese Menschen und ihr Wohlbefinden gleich waren!

Siehe Cormac und Zarcharias am Samstag im Raum der Wünsche. Ich war es gewöhnt das selbst die Wölfe kuschten, wenn ich rief, woher sollte ich dann noch für solche Idioten die Geduld finden und doch maßregelte ich mich, dass ich es musste, da Smith und McLaggen normale Menschen waren, die es verdienten anderes Behandelt zu werden…..auch wenn sie Idioten waren, darüber stieß ich verächtlich die Luft aus meiner Nase aus.

Oder, das ich für Daphnes und Harrys Kind außer Gestresstheit und Genervtheit keine wirklich netten Gefühle hegte, woher kam das? Oder was machte das aus mir? Und da kamen mir Harrys Worte über das Monster, das man werden konnte und das ich schon war in den Sinn!

Oder, das man das nicht sein wollte….führte das in eine derart deprimierende Richtung, das ich mir fast schon wünschte nicht mehr allein zu sein!

Zum Glück tat sich nun etwas und als ich sah wie auf einmal die Tür aufging und Dumbledore dicht gefolgt von Severus flott Grimmauld Place zu erstaunlich früher Stunde verließ, war mein Warten zu ende.

Sie gingen zusammen und ich wartete und beobachtete wie die einzelnen Mitglieder einer nach dem anderen das Haus verließen und dann wartete ich immer noch gut 10 Minuten. Nun war es nach einem „tempus“ Zauber von mir kurz nach 23 Uhr, erfreulich, wie es schien hatte es nicht viel zu besprechen gegeben, offenbar waren seit Kingswear wenn nur sehr, sehr kleine spielerische Scharmützel geführt worden, aber nichts Großes mehr.

Ich gestattetet mir ein letztes, tiefes, leidendes Einatmen, bevor ich mich auf den Weg machte und die Tür sachte öffnete, den dunklen Flur lautlos hinabschritt und mich der Küchentür nährte, denn dahinter hörte ich aufgeregte Stimmen.

„Ich kann das nicht glauben!“, „Das ist unmöglich!“, „Keiner kann aus Hogwarts raus!“, „Sie wird nicht kommen!“, „Sie kommt wirklich nicht mehr!“, „Ich versichere es euch sogar, dass keiner und vor allem KEIN SCHÜLER Hogwarts verlassen kann!“, erklang eine schnorrige und trockene Stimme, die ich zu gut kannte und ich schmunzelte, während ich überlegend innehielt.

Die Frage war gehen oder bleiben, dann fällte ich schnell eine Entscheidung!

Eine, die ich hoffentlich nicht bereuen würde. Na ja, das würde lustig werden, wenn die Stimme wirklich zu der Person gehörte von der ich dachte das sie es war, aber ich war mutig und das Wissen darum hielt mich nicht davon ab in die Küche treten zu wollen.

Ich wollte die Türe gerade leise öffnen, als Moody mir zu vor kam und sagte::

„Ihr könnt mit euren Vermutungen einhalten, sie ist da!“

Also stieß ich die Tür auf und glitt als schwarzer Schatten in die hell erleuchtete Küche und erntete eine ungläubige Stille, die nur von zwei kichernden, rothaarigen Chaoten unterbrochen wurde, die auch gerne als die Red Devils bekannt oder eher berüchtigt waren.

Dann schlug ich meine Kapuze zurück und löste in aller Seelenruhe die Schließe an meinem Hals und entledigte mich meines langen, schwarzen Mantels. Ich ließ mich in meinem schicken Overall bewundern und konnte die Blicke der Twins sehr wohl als das Kompliment deuten, die sie waren, denn sie standen kurz davor zu pfeifen, als ich mich setzte und nun einen ruhigen, wenig erstaunten Blick zu einer Frau sandte, die mit offenem Mund und auf das Herz gepresster Faust absolut steif dasaß und mich konsterniert anstarrte.
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