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 Kapitel 236-237

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queenie
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BeitragThema: Kapitel 236-237   Do Feb 09, 2012 7:16 am

236. Kapitel Mould-on-the-Wold


Harry gab mein Anliegen aufzubrechen effektiv und schnell an Ron weiter und wir drei eilten rasch aus der Halle, gingen sofort zum Gryffindorturm, der aufgrund der heutigen DA spärlich besetzt war. Harry und Ron hatten bisher kein Wort verloren, denn seit einiger Zeit, oder genauer seit Kingswear waren sie immer unruhig wenn ich gerufen wurde, aber sie wussten, das passte mir nicht!

Ich arbeitete immer allein, da ich das nicht ertragen konnte, diese Sorge….nein, das mochte ich nicht!

Ich fand das schrecklich und da ich sie letztens böse angeblafft hatte, sagten sie gar nichts mehr und so entschwand ich im Schlafsaal, um mich in meine Montur zu schmeißen, nicht wissend ob mich der Lord rief oder ein hochrangiger DeathEater und ob ein Auftrag anstand, oder nur ein netter Plausch!

Dies ging mir zynisch durch den Kopf, während ich mir meine Haare hochband, damit mir nichts im Gesicht hing und mich behinderte, dann zog ich meine Kapuze über und verschwand mit Hilfe des Unsichtbarkeitszaubers und konnte noch Harry und Ron einvernehmlich, stumm und schwermütig vor dem Kamin sitzen und in die Flammen starren sehen, somit ahnte ich, dass sie so warten würden bis ich wieder kam.

Dieses trübsinnige Bild sagte schon sehr viel aus, wie viel sich alles verändert hatte!

Als ich mich maskierte um den Ruf zu folgen, apparierte ich umgehend und als ich am Eingang der Höhle ankam, wusste ich, das nicht der Lord meiner harrte, aber ich konnte mich nicht entscheiden, was ich besser gefunden hätte, während ich meine Leute wie Scabior, die zwei neuen Wölfe John und Kendrick schon warten sah, aber ohne meine anderen beiden Männer.

Denn icherkannte das Gibbon und Pyrites, vehlten meine Truppe also nur sehr dezimiert an der Aktion teilnehmen würde und so erkannte ich noch Avery trotz seiner Maske.

Da ihn genauso seine Maske von den schmucklosen, silbernen Masken der gewöhnlichen DeathEater abhob wie uns. Ich blickte auf die relativ kleine Gruppe von vier Männern, mit mir fünf, wobei ich mich wunderte, dass mich Scabior nicht mit einem kessen und blöden Spruch begrüßte, bis ich einen kleinen Gegenstand spürte, der auf meine Schulter gelegt wurde.

Gedanklich schlug ich mir die Hand vor die Stirn, hätte ich mir ja denken können, dass dies der Grund war, das Scabior sein freches Mundwerk verlor und ich ging wie von selbst aufrecht in einen Knicks, während ich trocken meinte:

„Wie immer eine Freude….meine, Rechte Hand!“ War ja so klar, das Lucius gerufen hatte und mir seinen schlangenköpfigen Gehstock auf die Schulter klopfte, unterdessen versuchte ich durch Eiseskälte meine Überraschung zu überspielen.

„Du kommst spät!“, wies er mich kalt zurecht, dann erhob ich mich und drehte mich nun um, damit ich ihm in seine goldene Lilienmaske blicken konnte, wo mich sein kühler, dunkelgrauer Blick empfing.

„Mein Weg ist lang, verzeiht! Ich hoffe, die Wünsche wurden letztens ausgerichtet….?“, spielte ich auf Draco´s Grüße an, schade das man Dank, der Maske gar nichts sah. Lucius war sonst schon ultra schwer zu lesen, aber nun war es unmöglich, schließlich gaben seine kalten, unnahbaren, grauen Augen nicht das kleinste bisschen an leserlichen Emotionen preis.

„Wurden sie…. und nun komm, wir haben viel vor!“, klirrte seine Stimme eisig und mir war bewusst, ein Auftrag stand an, aber einer unter Lucius Ägide, was nie gut war, denn was könnte der Anlass sein das sich die Rechte Hand die Hände schmutzig machte?

Ich gesellte mich zu Scabior, der nur leise wisperte:

„Hey Püppchen, wie geht’s, der große Blonde schient richtig gut drauf zu sein!“ Ich stöhnte leicht gequält, bevorzugte aber in Lucius Umgebung nicht zu antworten, sondern zuckte nur lakonisch die Schultern, während uns Lucius grob umriss um was für einen Auftrag es sich handelte und was er von uns erwartete.

„Junior, du nimmst die Truppe! Ich nehme das Mudblood! Wir warten dann auf euch!“, befahl Lucius, Avery Junior und dieser nickte nur knapp und befahl den Aufbruch, während Lucius bestimmt seinen Arm erhob und ihn mir auffordernd entgegen reckte und als ich seinen Ärmel berührte, spürte ich durchaus, das dies ihn nicht unberührt ließ, da er kurz unter meinem Handschuhe verkrampfte und die Muskeln in seinen Arm anspannte.

Ich schluckte auch schwer, denn es war das erste mal seid, ja, wann, seit Weihnachten, dass ich ihm wieder dermaßen nahekam, wenn auch nur zum apparieren.

Bevor er apparierte blickte ich mich in der kargen, winterlichen Landschaft um, denn der Frühling ließ noch immer auf sich warten und so war es wohl ähnlich kalt hier und ungemütlich wie Lucius Art und Ausdruck mir gegenüber momentan..

Er hatte uns gesagt, dass unser Ziel „Mould-on-the-Wold“ war, ein in der Grafschaft Gloucestershire gelegenes Dorf im Südwesten Englands. Die Grafschaft lag teilweise im Gebiet der saftigen und hügeligen Cotswolds. Zu ihr gehörte auch das Tal mit dem Fluss Severn und dem riesige Forest of Dean..

Ich kannte das Dorf „Mould-on-the-Wold“ noch aus den Erzählungen von Bathild Bagshot, die mir bei meinem Besuch in Godric´s Hollow berichtet hatte, das die Familie Dumbeledore damals, Anfang des 20. Jahrhunderts, aus „Mould-on-the-Wold“ wegezogen war, um in einem neuen Dorf ohne Vater neu anzufangen, in dem sie unbekannt sein.

„Mould-on-the-Wold“ war eine gemischt magische Stadt, aber an den Rändern des Dorfes waren die größeren Heime der magischen Bevölkerung, die schon länger hier lebten, oder die aber nur innerhalb der magischen Gemeinschaft ab und an die Besitzer wechselten.

Eines dieser Anwesen war unser Ziel!

Lucius hatte durch seine gefasste, kalte und ruhige Art wie gewohnt beherrscht gewirkt, aber ich, die ich das Glück hatte mehrere seiner Masken zu kennen, erkannte durchaus, dass er erstens mehr als sauer wirkte, zweitens mehr als unausgeglichen war, was entweder daran lag das ich Mrs. Edgcombe abgeschossen hatte, wobei ich daran zweifelte das es an Nachschub mangelte, oder das ihn die Einsamkeit im Manor bedrückte.

Ich nahm an, dass es etwas sehr wichtiges sein musste, das weshalb er sich herabließ an einem Auftrag persönlich teilzunehmen, denn das war ein absolutes Novum und es machte mich sehr neugierig, aber es hinterließ auch einen nervösen Nachgeschmack in meinem Mund!

Den Lucius war sehr schwer einzuschätzen!

Unser Ziel war eine zu bedauernde Familie und wenn ich gewusst hätte, was mal wieder geschehen würde, hätte ich mich krank gemeldet, aber so was von! Ich wusste nur nicht, ob das auch bei den DeathEatern als Ausrede galt, aber auf einen wackeren Versuch hätte ich es ja mal ankommen lassen können.

Aber zurück zu unserem zu bemitleidende Ziel.

Es war Barnabas Cuffe, der Chefredakteur, des Tagespropheten, dazu musste man wissen, dass diese in der Zauberwelt berühmt berüchtigte Tageszeitung, wirklich von allen Publikationen am meisten gelesen wurde, warum auch immer, möchte ich hier betonen, denn an ihrer objektiven und korrekten Berichterstattung konnte es nicht liegen, dachte man nur an die Artikel aus Harrys und meinem vierten und fünften Jahr zurück.

Cuffe führte eine, wie ich fand, sehr opportunistische Redaktionspolitik, mal hetzerisch gegen Dumbledore und Harry, dabei wurden sie als unglaubwürdige Spinner dargestellt, mal euphorisch, schließlich wurden die beiden nun im sechsten Jahr als öffentliche Helden verehrt, da dies das Ministerium gut hieß.

Aber wie auch immer, wenn man erfuhr das er in seiner Hogwartszeit zum Slug-Club gehört hatte, sagte das alles über den Charakter von Cuffe, zumindest mehr als genug aus, wie ich fand.

Die alles entscheidende Frage war nur, was hatte er verbrochen außer Schund zu schreiben beziehungsweise zu drucken, das ihm einen Besuch vom Oberoberboss persönlich einbrachte?

Wie gesagt, eine zweifelhafte, aber auch seltene Ehre!

Er hatte, wie es schien einen Artikel abgesegnet, der heute im abendlichen Tagespropheten als Sonderausgabe erschienen war und der Lucius zur Weißglut getrieben hatte. Ich brannte darauf den Artikel zu lesen.

Nun erschienen auch schon Avery und meine Leute, aber sie hatten noch den Auftrag gehabt wo anders hinzugehen und kamen jetzt mit einer kleinen Familie, bestehend aus dem Journalisten Andy Smudgley, einem Muggelstämmigen Zauberer und seiner Frau, einer Muggel und ihrem Squibkind, einem kleinen, 14 oder 15 jährigen Mädchen, wieder.

Die verschüchterte Kleine hatte leider nicht das Glück nach Hogwarts zu gehen, denn dann wäre sie in Sicherheit gewesen. Die Frauen hingen schwer in den Armen von John und Kendrick. Meine Wölfe vergruben begehrlich ihre Nasen in den Haaren der vor Angst zitternden und bebenden Frauen, während sich Lucius zufrieden zeigte, das sie derart flott ihren Auftrag ausgeführt und die Familie entführt hatten.

Als die gefesselten und geknebelten drei Menschen zu Boden glitten mit furchtsam weit aufgerissenen und ungläubigen Augen, schienen sie gar nicht nachvollziehen zu können was hier gerade mit ihnen geschah.

Sogleich befahl Lucius unendlich kalt:

„Geht ins Haus und holt mir Cuffe….!“ Ich wandte mich sofort mit Scabior und meinen Wölfen der Aufgabe zu, da Lucius und Avery die Gefangenen bewachten.

Ich wusste noch nicht genau was Lucius da plante und so nährten wir uns dem Gehöft mit der kleinen, steinernen Mauer, die das mittelgroße Grundstück umgab. Darauf stand ein typisches, englisches, aus groben Steinquadern erbautes Haus mit Reetdach.

Es wirkte urgemütlich und war zu meinem Erstaunen relativ gut geschützt. Ich übernahm die Rolle von Severus, als wir damals die Abbots angegriffen hatten, hatte er die Banne gebrochen, selbstredend begann nun ich die Schutzbanne einen nach dem anderen gekonnt zu lösen. Ich war gut, den es fiel mir leicht der Struktur der relativ ideenlosen, aber zahlreichen Banne auf die Schliche zu kommen, ihrer Magie nachzuspüren und sie dann Schritt für Schritt zu lösen.

Zum Teil waren es die Standardsicherungsbanne, die der Prophet in ihren Anleitungen als „Für Schutz und Sicherheit für das traute Heim“ unter anderem vor den DeathEatern seit einiger Zeit in ihrer Rubrik „Wie schütze ich mich“ veröffentlichte, natürlich in Absprache und mit dem Segen des Ministerium.

Auch Alarmzauber, die einen Eindringling ankündigen würden, fand ich, aber diese waren genauso leicht auszuschalten wie die anderen Banne und so wurde unser Eindringen nicht vorzeitig bemerkt!

Aber ich fand auch ein paar selbstgewebte, recht dilettantische Banne, in nichts zu vergleichen mit den Bannen und Zaubern, die auf dem Manor lagen, als ich unter dem Tunnel das Gelände der Mafloys verlassen hatte. Es war witzlos wie leicht mir das Brechen der Zauber fiel, unterdessen war ich mir der Blicke alle sicher und Lucius war ja zum ersten Mal wirklich live dabei wenn ich aktiv wurde.

Als die letzten Flüche unspektakulär in sich zusammenbrachen, bedeutete ich den Drein mit einer Handgeste mir leise zu folgen, als ich mich fragend, wispernd zu Scabior wandte:

„Wissen wir wie viele Leute anwesend sind?“ Geräuschlos eilte ich unterdessen auf die Eingangstür zu und ließ sie magisch mit einem „alohomora“ aufschwingen und dann hörte ich, wie er John sachte ansprach und bevor dieser antwortete, die Nase in die Luft reckte und einen tiefen Atemzug durch seine Sinnesorgan nahm, kurz verharrte und dann Scabior flüsternd berichtete, sodass dieser sich wieder zu mir zuwandte.

„Er meint, er riecht drei Personen in dem Haushalt! Das passt zusammen, denn er hat Weib und ein Kleinkind!“, informierte er mich und ich teilte schnell die Leute ein und meinte:

„Okay, du und die Wölfe ihr geht in das Schlafzimmer und holt euch Cuffe und seine Frau! Ich kümmere mich um das Balg!“ Nichts auf der Welt hätte mich dazu gebraucht die Wölfe damit zu beauftragen, bestimmt schmeckten Babys noch besser als erwachsene Menschen!

Nein, das wollte ich weder sehen noch erleben und damit stand für mich fest, das ich das Kind holte. Ich sah den Männern nach wie sie schnüffelnd sehr schnell ihr Ziel anstrebten und so ging ich zu der gegenüberliegenden Tür und stand in einem liebevoll eingerichteten Kinderzimmer, blickte aufrichtig mitfühlend in das Gitterbett eines gut zweijährigen Kindes, während die Eltern schon mitleidlos schreiend und jammernd aus den Betten gezogen und gezerrt wurden.

Meine Leute machten sich lautstark einen derben Spaß und weideten sich an der lauten Panik und Furcht des Mannes und der Frau, die in ihrem ehemals sicheren Heim rücksichtslos aus dem Schlaf gerissen wurden. Ich legte in weißer Voraussicht einen „silencium“ auf das Kind, denn ich glaubte nicht, das Lucius mit einem plärrenden Kleinkind Geduld hätte und hob es dann unter den Armen aus seinem Bett. Es strampelte nun unwillig, da die langsam verstummenden Rufe auch seinen Schlaf gestört hatten. Ich warf einen genervten Blick auf das tretende Bündel.

Das Kind verzog mittlerweile bei meinem maskierten Anblick wehleidig das Gesicht zu einer weinerlichen Fratze und brach lauthals in Tränen aus. Ich bewunderte immer meine Weitsicht, das Kind stumm gehext zu haben, während ich den erstaunlich schweren Wonneproppen die Treppe hinabbrachte und nichts von ihm hörte, was für eine Erleichterung und ich wagte mich zu fragen, ob ich es wirklich nur Lucius zuliebe stumm gehext hatte.

Ich trat in die klare und kalte Sternennacht und konnte schon die Versammlung im Garten sehen.

Die Cuffe´s hatten die am Boden kauernde und in ihren Schlafanzügen frierende Familie Smudgley erkannt und blickten sich im gegenseitigen Grauen der Erkenntnis an, den DeathEatern in die Hände gefallen zu sein.

Als ich dazu trat und Mrs. Cuffe ihres Sohnes ansichtig wurde, kreischte sie hysterisch auf und ruckte plötzlich von Boden hoch und wollte mit weit ausgestreckten Armen zu mir laufen, doch Scaboir verpasste ihr einen harten Nackenschlag, der sie zu Boden gehen ließ, dann brüllte Cuffe entsetzt auf, weil sie der Länge nach und ungebremst auf der Erde aufschlug.

Ich behielt den sich wehrenden Jungen auf meiner Hüfte, der seine Arme zu seinen Eltern reckte und von mir weg wollte, während ich die belustigten Augen sah, die mir aus Lucius Maske entgegenleuchteten, dann kam er auf mich zu und lehnte sich weit zu mir hinunter, um nah an mein Ohr zu kommen:

„Steht dir ….wirklich!“ So kommentierte er sarkastisch und süffisant meine ärgerliche Situation mit diesem sich windenden Aal in meinen Händen. Ich nahm mir vor auf seine Ironie nicht einzugehen und warf ihm nur einen spärlichen Blick zu, der ihn schrecklich zu erheitern schien. War die Kakophonie nun schrecklich laut, da die Frau von dem Schlag stöhnte und Cuffe erbärmlich um Hilfe bettelte.

„Ruhe, stellt diese Irren endlich ruhig!“, herrschte er aufgebracht in die Runde und Avery sorgte für Ruhe, worauf sich Lucius genießend laut einatmend umwandte. Er genoss affektiert die Stille, die sich abrupt auf uns alle gelegt hatte, nachdem nun alle Gefangen stumm gehext worden waren.

„Endlich….RUHE, STILLE! Das ist gut! Viel besser!“, hauchte er samtig und offenbarte sich als Irrer oder auch Wahnsinniger, der sich zu seinen im Gras sitzenden Gefangenen bückte und sie verspielt ins Visier nahm.

„Was mussten wir lesen, Mr. Cuffe, sie haben einen verleumderischen Artikel von diesem Schmierfink namens Smudgley gedruckt, obwohl sie über dessen bösartige LÜGEN die darin verbreitet werden, Bescheid wissen müssen!“ Jetzt kreischte Cuffe genauso wie der Journalist empört, aber unhörbar für uns auf, sein Gesicht rötete sich gefährlich, aber Lucius ließ nur Cuffe mit einem Wink seiner Hand sprechen.

„Das sind keine LÜGEN!“, schrie er erregte und seine Spuke flog durch die Gegend, bevor ich ihn schnell wieder stumm zauberte.

Sogleich warf mir Lucius einen belustigten Seitenblick zu und ich zuckte die Schultern und zeigte auf das Kind, das bei der lauten Stimme des Vaters sofort wieder unruhiger geworden war und sich vehement gegen mich stemmte um von mir weg zu kommen.

„Papperlapapp, ob es Lügen sind oder nicht, das hat nichts in der Presse zu suchen! Aber damit sie lernen, was wir wollen, wollten wir, das sie Zeugen werden wie es Menschen ergehen kann die dies nicht erkennen und sich mit UNS oder auch, mit mir anlegen!“, war Lucius erschreckend kalt, aber auch derart gebieterisch, herrisch und arrogant, es war zum Bewundern, wirklich.

Blitzte nur die Maske im Mondlicht auf, da ansonsten alles von dem dunklen Mantel und der Kapuze bedeckt war, es war ein wahrlich furchtsamer Anblick den er bot in seiner schrecklich geraden Haltung wirkte er gespenstisch selbstsicher.

„Nun, alle die sich mit UNS anlegen, werden erkennen, dass sie das besser nicht tun sollten….Ihr zwei, Junior ….nehmt die Frau und habt Spaß!“, kam es total gleichgültig von Lucius, womit er den Wölfen die Ehefrau von Smudgley mit einer lapidaren Geste überließ, die, als sie das hörte, schrill aufzukreischen schien und versuchte mit ihren auf den Rücken gefesselten Händen weg zu krabbeln. Unterdessen weinte ihre Tochter nur starr und glasig vor sich hin. Die Kleinen wirkte wie hypnotisiert, ihre Unterlippe zitterte erbärmlich während sie ihren Oberkörper wie in einer Schaukel hin und her bewegte, sie hatte eindeutig eine Schock.

Ich rührte mich nicht und konnte an den entsetzten und ungläubigen Gesichtern der Gefangengen erkennen, das sie das Grauen und den Horror in dem sie nun gefangen waren, gar nicht erfassen konnten.

Die Frau wandte sich verängstig in ihren Fesseln, als sich die Wölfe, die anscheinend satt waren, laut lachend und Späße machend daran machten sie grob und derb ihrer Kleider zu berauben!

Mrs. Smudley wehrte sich aus Leibeskräften und trat und schlug mit ihren Füßen aus, aber sie hatte keine Chance. Ihr Nachthemd hing schon kurze Zeit später nur noch in Fetzten von ihrem Körper und ihr Mann versuchte kämpferisch auf die Beine zu kommen, aber Avery hielt ihm magisch am kalten, steinharten Boden gefangen. Auf das er tatenlos mit zusehen musste, was wir gleich seiner Frau antun würden und bei der Erkenntnis liefen ihm die Tränen in Strömen über seine fahlen Wangen.

Als sie mit ihrem Zähnen nach der Hand von John schnappte, schlug der ihr dermaßen hart ins Gesicht, das ihre Lippe sofort aufplatzte und sie hustend einen Zahn mit viel Blut vermischt ausspuckte und leicht benebelt die Augen verdrehte.

Es war roh, brutal und ging erschreckend hart zur Sache.

Die Frau von Cuffe schloss gepeinigt die Augen und begann zu würgen, als die Männer begannen die Frau vor unser aller Augen barbarisch grausam zu vergewaltigten. Ihr Mann schrie sich stumm heißer, dabei liefen weiterhin Sturzbäche von Tränen über sein Gesicht, während er dies alles sah, wie sich John, der als erster die Ehre hatte, verroht und grobschlächtig zwischen den auseinandergezwängten Schenkeln der Frau bewegte.

Scabior stand reglos neben Avery und hielt seinen Zauberstab bereit, schien sich aber wieder mal nicht an der Aktion beteiligen zu wollen und da fiel mir zu meiner Verwunderung ein, das Lucius ihn sogar auch gar nicht aufgefordert hatte?

Den von der Hackordnung wäre Scabior vor den Wölfen dran gewesen?

Ich hielt den Wölfen zugute, dass sie die Frau relativ harmlos vergewaltigten, die mittlerweile schon apathisch und stumpfsinnig dalag und das für sie grausame Geschehen nur noch ohne Gegenwehr über sich ergehen ließ.

Nun zerrte Lucius auch schon das von magischen Fesseln ruhiggestellte und immer noch glasige um nicht zu sagen apathisch blickende Mädchen zu sich. Sie stolperte unbeholfen auf die nackten Füße, schien aber den Blick dabei nicht von ihrer Mutter lösen zu können, dabei wirkte sie gebannt von dem ekelhaften Tun. Jetzt lag ihre Mutter nur noch wie tot unter dem Mann, der sich immer wieder in sie stieß.

Lucius hob bei der Tochter den „silencio“ auf, denn ihre Schreie sollten ruhig von allen gehört werden, was verständlich war. Schließlich kannten wir die Schreie von vergewaltigten Frauen zur Genüge, nicht wahr, konnte ich nur verächtlich denken, während ich stumm der Dinge harrte, die ich noch sehen sollte.

Armes, unschuldiges Mädchen!

Mit einem Wink bedeutete er Scabior irgendetwas zu tun was mir zuerst entgangen war, da das Kind in meinem Armen kurzzeitig an einen Zementsack erinnert hatte und ich nachgreifen musste um es nicht zu verlieren.

Ich rückte es auf meiner Hüfte zurecht und sinnierte darüber ob ein Kleinkind schon Diät halten sollte?

Als ich dann aber wieder aufsah, bemerkte ich, das Scabior vor dem zitternden und verweinten Mädchen stand, dessen Schluchzen in der unnatürlichen Stille gut, hallend zu hören war, dann packte er den Stoff ihres Nachthemds am Saum und riss ihn mit einem bestimmten Ruck auf, was sie erstickt aufkreischen ließ und sie schrecklich verängstigte..

Sie wollte ihre Arme hektisch hochreißen, aber da auch ihre Hände gefesselt waren, war dies ein unmögliches Unterfangen. So stand sie nur noch in ihrem Höschen vor uns, Ihr Blick ging wieder panisch zu ihrer auf dem Boden liegenden Mutter, die jetzt schon fast bewusstlos schien, dank der erfolgreichen Arbeit des ersten Wolfes, war sie überall grün und blau und auch Blut war zu sehen.

Der Zweite harrte noch ihrer. Unterdessen quollen dem Vater fast die Augen vor Horror als dem Kopf, als er irgendetwas brüllte. Mittlerweile schien die Ehefrau von Cuffe nur noch weinen zu können und Cuffe selbst schloss gepeinigt und geschlagen die Augen ob der Grausamkeiten die Geschahen.

Das Mädchen stand verängstigt, frösteln nur noch mit einem unschuldigen, weißen Baumwollhöschen verloren vor uns. Sie hatte offenes, hüftlanges, helles, rotblondes Haar und sah sehr unschuldig aus und hübsch und schrecklich jung. Es war ein schönes Mädchen und sie tat mir Leid.

Ihr Vater hatte seine Arbeit getan und einen Artikel geschrieben und jetzt drohte ihr was?

Lucius, der schrecklich wütend und unbarmherzig entschlossen wirkte, zeigte das er ein Meister in dem war was er tat. Er ließ seine Opfer geistig noch mehr leiden in dem er ihnen den Horror vor Augen führte und nun das Folterinstrument in der Luft beschwor.

Ich schluckte schwer, denn seit Lucius Aktion meine Strafe betreffend, hatte ich versucht auf dem Gebiet der Folter versiert zu werden und somit erkannte ich sofort was er vorhatte.

Dieser Mann war doch immer für eine Überraschung gut, konnte ich nur verzweifelt denken!

Wie gemein, das sollte dem unschuldigen Mädchen blühen, das gar nichts für die ganze Situation konnte?

War Lucius verrückt? Nein, das war nicht sein ernst, oder?

Das war mehr als grausam, das war unmenschlich!

Es war ein Geißelungs-Gürtel, nein, das konnte nicht sein bösartiger Ernst sein.

Das Mädchen war ein kleines Kind, das mit diesem Gürtel grausamst zu Grunde gehen würde, aber Lucius wirkte derart kalt, gleichgültig und schrecklich grausam, das ich wusste, sie war tot nur nicht schnell und schmerzlos, sondern langsam quälend und brutal.

Als ich mir nicht vorstellen wollte, das er das wirklich tat, war mir so was von klar, ich wollte nicht das er das tat, denn ich wusste, er konnte es und es war ihm gleich und mir sollte es auch gleich sein, aber so gleich war es mir dann aber doch noch nicht!

Nicht nur um des Mädchens willen, sondern auch seinetwegen und ja auch meinetwegen, schließlich konnte ich doch nicht alles kommentarlos akzeptieren, oder?

Ich meine, der Vater, okay klar, die Mutter mh…war halt so, aber das kleine Mädchen?

Der Vater und Cuffe brüllten sich die Kehlen in ihrer Stummheit heißer und ihnen traten schon fast die Augen aus den Höhlen, unfähig in ihrer Ohnmacht, als sich der Gürtel im Mondlicht drehte und die silbernen glänzenden Spitzen gefährlich und verheißungsvoll aufblitzten.

Weder nahm ich es bewusst wahr, noch war mir klar, das sich meine Füße in Bewegung setzten, bis ich auch schon vor dem Mädchen stehen blieb und sie reglos ansah, wie sie bebend und noch immer gefesselt vor uns stand,

Das Nachthemd hing weit geöffnet noch an ihrem Schultern, da es aufgrund der auf den Rücken gebundenen Arme nicht hinabrutschen konnte. Ihre blauen, glasigen Augen schauten mich schreckstarr an, als ich schwarzgewandete Gestalt mit meiner Maske und mit dem Baby auf der Hüfte, meine andere freie Hand erhob, dann hörte ich Lucius kalt:

„Was denkst du, was du da tust?“ Ich wandte mich nicht um, sondern hielt weiterhin meinen Blick auf sie gerichtet.

„Sie wäre für das Gewölbe gut….für Greyback, oder meinen Freund hier neben mir!“, spielte ich auf Scabior an, während ich ihre noch nicht wirklich vollständig entwickelte, nackte Brust sanft berührte und langsam darüber strich, zuckte sie ängstlich und furchtsam mit einem wimmern vor meiner Hand zurück.

„Ich habe mit ihr anderes vor!“, kam es bestimmt und kühl von ihm, wollte er nicht auf mich eingehen, aber so schnell gab ich nicht auf.

„Arch….sie jetzt zu Tode Foltern ist doch langweilig, schau, sie ist Jungfrau, so oder so und mehr als jung und sie sieht jetzt nicht hässlich aus!“, legte ich ihr nun doch meine Hand fest auf die Brust und fuhr ihr über ihren Busen, über die von der Kälte steifen Knospen hinauf.

Sie bebte unter meinen Händen, als ich über ihren Hals fuhr, zu ihrem langen, wirren, rotblonden Haar und strich es ihr zärtlich aus dem Gesicht. Ich war mir der Blicke aller sicher, denn den DeathEatern schienen meine Berührungen an dem Mädchen wirklich zu gefallen.

„Oh, bist du jetzt mildtätig!“, hörte ich die gemeine Verachtung von Lucius und das ärgerte mich und daher wandte ich mich angesäuert zu ihm um, sah ihn böse an, da ich sehr wohl einen gewissen Timbre in seiner Stimme wahrgenommen hatte, das meine Aktion an ihm nicht, wie von mir eiskalt kalkuliert, spurlos vorbei gegangen war.

„Mach doch was du willst!“, zischte ich böse und entfernte mich von Scabior und dem Mädchen. Ich hatte Scabiors Blick unter der silbernen Maske die ganze Zeit intensiv gespürt, aber ich wusste nicht was er dachte.

Klar war, das Gewölbe war kein Mildtätigkeit Ort, eher die Hölle auf Erden, aber man lebte, wie war egal, denn der Tod mit dem Gürtel, nein, den gönnte ich niemandem….nun, da hätte ich sogar die Schläge von Lucius wieder vorgezogen.

„Dann hoffe ich,… das du meine Güte zu schätzen weißt, bring sie ins die Höhle und informiere den Wächter des Gewölbes, das er sie zu den anderen Frauen stecken soll! Geh!“, schaffte er zu meiner Überraschung Scabior an und er hatte diesem auch gerade aufgetragen Mulciber zu informieren.

Ich hatte erreicht was ich wollte! Warum, ich es getan hatte?

Weil ich ein weichherziges und bescheuertes Mädchen war.

Aber die nächste Frage war, warum mir Lucius nachgegeben hatte?

Es ging nun weiter, da Scabior sofort mit dem nackten Mädchen apparierte und uns zurückließ, dann löste Lucius den „silencio“ vom Vater des zur Sklaverei verurteilten Mädchens, der sofort losbrüllte:

„WAS HABT IHR MIT IHR VOR?“ Ich konnte das Augenrollen von Lucius fast vor mir sehen das er unter seiner Maske bestimmt gerade tat. Die Ehefrau hatte nun die Ehre, Kendrick näher kennenzulernen, der sich nicht stören ließ und barbarisch brutal in sie stieß.

„Etwas was dich nicht zu interessieren hat, dank, dieser Dame hier, wird sie leben…aber das WIE, sei deiner Fantasie überlassen!“, konnte ich das kalte Grinsen, das seine schönen Lippen zieren würde, vor mir im Geiste sehen.

„WASSSS!“, begehrte der Mann in seinem blauen Pyjama auf, während Lucius auf dem Platz wo der Mann stand mit seinem Zauberstab in einem großen runden Kreis, den er auf den gefrorenen Boden einzeichnete, zuerst schwarze Kohlen beschwor und derweil der Journalist noch panisch hinabstarrte, diese übergangslos zum Glühen brachte.

Die Kohlen erstrahlten rotgolden und heiß. Sogleich sprang Smudgley wie von der Tarantel gestochen in die Luft und hüpfte schmerzhaft hin und her, aber den Kreis zu verlassen schaffte er dank einer unsichtbaren, magischen Barriere nicht. Die Wölfe lachten sich schlapp über den lustigen Anblick, den Smudgley bot, als er versuchte seine Fußsohlen in Sicherheit zu bringen. Seine ängstlichen und panischen Schreie hallten in der verlassenen Nacht laut wieder.

Aber man sollte Lucius nicht unterschätzten. Er ließ nun den bisher unbeachteten, vorher beschworenen Ledergürtel übergangslos, schnell sich um den Bauch des Mannes winden.

Dieser brüllt wie irre auf und fiel übergangslos auf die Knie in die glühend heißen Kohlen, als sich die langen Eisennadeln stechend, unbarmherzig in sein Fleisch bohrten und sich der Gürtel bösartig und unvermeidlich um seine Taille legte.

Er konnte nicht stillhalten, da ihm die Kohlen die Knie verbrannten und sprang trotz der Pein der sich in ihn bohrenden Nadeln wieder gemartert hoch auf die angesengten Füße. Schon jetzt lief das Blut in Rinnsalen von seinem Bauch über seine angeschwärzten Knie hinunter bis zu seinen Füßen.

Es war nicht leicht für ihn, da sich seine Hände noch immer auf seinem Rücken zusammengebunden befanden. Lucius zauberte noch einmal und seine gefesselten Arme hoben sich, verrenkt nach hinten in die Höhe, auf das sich der Gürtel wirklich um seine Hüfte legen konnte, schmiegte sich nun das Metall vollständig in ihm und das Leder lag eng um seinen Mitte.

Jetzt kreischte der Mann erst recht schmerzhaft ohrenbetäubend laut auf.

„Gnade, Gnade, Hilfe helft mir doch! BITTEEEEEEEEEE, ARGHGHGGGGGGGGGGGGGG!“, er kreischte schrill, als sich die langen spitzten Nadeln immer tiefer in sein Fleisch bohrten und sich endgültig der Gürtel um ihn schnallte und sich hinten unweigerlich schloss.

Ich war unendlich froh, dass mir die Maske auch einen Teil an Privatsphäre ließ, auf das ich nicht auch noch auf meinen Gesichtsausdruck achten musste, denn trotz allem fühlte ich Lucius stetigen, beobachtenden, oder auch lauernden Blick auf mir, während wir zusahen wie er den Mann vor uns gnadenlos, unbarmherzig und bestialisch folterte, an sich langsam aber sicher, tot folterte.

An meiner Seite wackelte und strampelte der kleine Junge unruhig und unwohl, da die Töne, die der röchelnde Mann ausstieß, nicht wirklich beruhigend waren. Das Kleinkind heulte Rotz und Wasser, während seine Mutter bewegungslos auf dem Boden lag.

Die ganze Zeit war ihr horrorgepeinigter Blick, der ängstlich und furchtsam auf ihrem Kind lag, wie festgetackert. Sie achtete schon lange nicht mehr auf die andere Frau, die noch immer grob vergewaltigt wurde, oder den Mann, der um sein verlorenes Leben kämpfte.

Jetzt hatte sich auch noch Avery entschlossen seinen Spaß mit Mrs. Smudgley zu haben, vielleicht hatte ihn meine Aktion mit dem Mädchen derart angemacht das er sich nicht zurückhalten konnte, verachtete ich ihn zutiefst.

Mrs. Cuffe biss sich dermaßen auf die Lippen, dass das Blut über ihr Kinn lief und auf den Boden tropfte, während der Journalist, der nun mit dem Geißelungsgürtel gestraft war, gerade erschöpft umgefallen war und mit seinem Körper ausgestreckt auf den heißen Kohlen lag.

Dank seiner hüpfenden Bewegungen trieb er die Dornen nur noch tiefer in sein Fleisch und verschlimmerte so bei jeder Bewegung seine inneren Verletzungen, die, da der Gürtel breit war, seine Nieren, seine Leber, seine Milz, seinen Magen und seinen Darm betrafen und in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Schließlich lag er nur noch leicht schmorend und kokelnd in den Kohlen bewegte sich so gut wie nicht mehr, nur noch ab und an zuckten seine angesengten Gliedmaßen, er konnte noch kaum seinen Kopf heben.

Er würgte Blut und ich atmetet nur noch ganz flach ein, nicht wegen des Blutgeruchs, sondern vor allem zwecks des angesengten, stinkenden Haares und der Geruch von Haut und Fleisch dessen Gestank schrecklich verbannt in der Luft hing.

Es war ein blutiger, ein langsamer, ein schmutziger Tod. Der Mann konnte nur noch erstickt keuchen. Es war unglaublich schrecklich, aber Lucius schien die Folter, die Pein, all dies mehr als zu genießen, als er zu meiner unendlichen Pein auch noch begann leicht zu kichern und da schluckte ich wirklich schwer die saure Galle die in meine Speiseröhre hinaufkroch wieder hinab.

Dabei kroch mir eine Gänsehaut über den Rücken und ich unterdrückte die natürliche Regung, das ich mich unwohl schütteln wollte.

Gut, der Artikel musste gewagt sein, aber warum machte er Lucius derart sauer?

Und vor allem, wie wollte er dieses Massaker kaschieren, sodass niemand auf die Idee kam, dass er es gewesen war?

So starb der Mann vor uns einen langsamen, erbärmlichen und inhumanen Tod, während sich Lucius mit einem kalten Augenausdruck an den Chefredakteur des Tagesprophet wandte und dessen Schweigefluch aufhob, damit dieser antworten konnte.

Wir hörten nun sein schweres, ungläubiges Keuchen, als er nur bettelnd und flehend meinte:

„Bitte, nicht mein Kind!“ Dabei zuckten Cuffe´s Augen immer wieder zu dem verheulten und zitternden Bündel in meinen Armen.

„Das wirst alleine DU entscheiden, Cuffe! WIR, die DeathEater mögen es nicht, wenn man verbreitet wir hätten einen Mord nicht begangen, der auf solch geschickte weise ausgeführt wurde, geradezu einem Kunststreich gleich kommt! Wir haben Narcissa Malfoy ermordet und dieser Schundartikel lässt die Aussage unserer glorreichen Tat verblassen, dass sich niemand, nicht mal Lucius Malfoy gegen uns stellen sollte, denn wir kriegen jeden! Des Weiteren werden nun auch sie, für den Dark Lord in ihrer Zeitung votieren…..außer sie wollen, dass es ihrer Familie ähnlich ergeht wie diesem Schmierfinken Smudgley! Und zum Letzten, Lucius Malfoy ist kein DeathEater, aber auch seine Familie ist vor uns nicht sicher....! Das werden sie verbreiten! Ich hoffe, sie haben ihre Lektion gelernt!“, kam es gefährlich leiset von Lucius, worauf Cuffe mit ängstlichem Wimmern zu uns aufsah, dann nickte er wie ferngesteuert und wie es schien schlich sich Hoffnung in seine Miene heil und lebend aus der Sache zu kommen, anders als sein Angestellter, der noch immer gegrillt in den hießen Kohlen lag oder dessen Familie!

„Natürlich….natürlich! Alles wie sie wünschen!“, krakelte der Mann unterwürfig und auch seine verweinte Frau nickte wie wild mit ihrem Kopf.

„Und damit ihr es nicht vergesst und ihr euch nicht gegen unsere Forderungen zu Wehr setzt, werde ich euch etwas zurücklassen, auf das ihr euch immer daran erinnert!“, erklärte Lucius schrecklich kalt und bedeutete mir, dass ich das Kind Schultern sollte, was ich sofort tat und seinem Befehl nachkam.

Ich hob ihn von meiner Hüfte und lehnte es mit dem Bauch zu mir an meine Brust, schob meinen Arm unter seinen Hintern, worauf Lucius zu mir trat und magisch seinen Po freilegte. Ich schmunzelte zuerst noch als ich einen nackten Baby Popo hielt und wartete ruhig auf das was er plant, während ein lauter, pansicher Schrei ertönte:

„NEINENIENINEN, BITTE, WAS habt ihr vor! Nicht! ER!“ Cuffe jammerte panisch, als Lucius seinen Stab erhob und seine Zauberstabspitze in das saftige und pralle Fleisch des rosigen Hinters des Babys presste.

Sofort erstarrte im ersten Schmerz der kleine Körper unter meinen Händen, dann fing er an zu zittern und zu beben, auf das ich mir fast schwer tat das zappelnde Kind zu halten. Nun nahm ich den verbrannten Geruch von Fleisch wahr, der mir angekokelt in die Nase stieg und mein Schmunzeln war mir auch vergangen.

Ich war dankbar, das der „silencio“ auf dem Baby lag, denn ich wusste nicht, was Lucius da machte, aber der Vater brüllet wie irre und die Mutter weinte wie verrückt, bis Lucius zurücktrat und zufrieden auf sein Werk sah!

Jetzt warf auch ich einen Blick auf das große Meisterwerk. Er hatte ihm ein großes schwarzes Pentagramm eingebrannt, diesen fünfzackigen Stern, der im Laufe der Zeit, während er wachsen würde, sich hässlich verziehen und verzehren würde. Er war somit für das Leben gezeichnet, schließlich nahm dieses große Mal fast eine ganze Pobacke ein.

Das Kind schüttelte ein vehementer Weinkrampf nach dem nächsten. Die Schmerzen mussten höllisch sein, wenn ich an den Schmerz dachte, als Draco oder der Lord mir mein Mal eingebrannt hatten, dann musste dies für den Hintern eines Kleinkindes schrecklich sein.

„Junior, hast du es jetzt bald!“, fauchte da Lucius ungeduldig zu dem Mann, der gerade wieder sein Gewand richtete und einen verächtlichen Blick auf die geschändete Frau zu seinen Füßen warf, die wie weggetreten wirkte und auf nichts mehr reagierte, dann kam Avery duckmäuserisch auf Lucius zu und zückte den Zauberstab und sagte demütig:

„Entschuldigt! „Imperio!” Sein Zauber traf den schockierten Cuffe und wir konnten sehen wie sich der Fluch auf den armen Chefredakteur legte, dessen Augen nun einen eigentümlichen Glanz annahmen bis sich der Zauber festigte und dann ging es weiter denn nun wurde auch noch seine Frau diesem Zauber unterworfen.

Avery war doch derjenige, der oft die Menschen lenkte und übernahm, wenn sie unter dem Imperius standen. Lucius zeigte sich zufrieden. Jetzt würde Avery die Familie ins Haus bringen und noch aufräumen und ich drückte erleichtert das zappelnde und misshandelte Kind der tranceartigen Frau in die nun befreiten Arme, während Lucius vor der missbrauchten Frau anhielt und mir bedeutete neben ihm zum Stehen zum Kommen und meinte grollend:

„Mach, ich will hier weg!“ Jetzt durfte ich nicht zaudern, denn ich hatte mich mit der Tochter schon mehr als zu weich gezeigt und so zielte ich auf die Frau mit dem gebrochenen Blick. Sie schien nicht nur körperlich halb tot zu sein, sondern auch ihr Geist schien gebrochen, da sie sich gar nicht rührte, als ich den Zauberstab auf sie richtete und wisperte:

„Avada Kedavra!“ Wie gesagt, der Fluch konnte ein gnädiger Segen des schnellen Todes sein, dann traf sie der giftgrüne Stahl in die Brust und sie keuchte endgültig ihren letzten Atemzug.

„Ihr zwei, schafft die Leichen weg und seht zu das niemand die Überreste findet!“, befahl er geschäftig den Wölfen, als ich meinen Blick zu dem Fleischhaufen gleiten ließ, der aufgehört hatte zu zappeln.

Andy Smudgley war auch aus dem Leben geschieden wie es schien, offenbar hatten sich die Stacheln tief genug in ihn hineingegraben, auf das er endlich gestorben war. Ich konnte den Blick aus Lucius eisgrauen Augen nicht vergessen, während er genüsslich dabei zugesehen hatte, wie sich der Gürtel um die Taille des Mannes gelegt hatte.

Er hatte das wirklich genossen!

„Wir apperieren!“, befahl er nur und als wir an der Höhle ankamen, stand Scabior schon am Eingang und wartete lässig an den Stein gelehnt auf uns.

„Lucius, findest du nicht, es sollte so aussehen als wäre Smudgley abgehauen, als hätte er Angst vor seiner eignen Courage bekommen, einen solchen Artikel zu schreiben? Man wird ja, keine sterblichen Überreste finden! Sollte ich die Wohnung nicht derart präparieren?“, wollte ich wissen und bot mich an aber vor allem da ich weg wollte.

„Du denkst wie immer mit!“, gab er mir Recht.

Ich versuchte mein Bestes zu geben und an nichts anders zu denken als an das was zu tun war. Ich war so in Gedanken bei dem was jetzt zu tun war, wollte nicht an das Geschehene denken, als er mit einer einzigen Handbewegung einen Schutzraum errichtete und auf einmal ganz nah bei mir war und mir in mein Ohr hauchte, das sich mir meine Nackenhaare aufstellten.

„Schockiert?“, wisperte er höhnisch ganz nahe an meiner Haut, sofort zuckte ich zurück und entfernte mich leicht, dabei viel mir meine Kapuze hinab.

„Nein, nie!“, kam es ironisch von mir und ich hörte ihn sanft lachen. Das ging mir durch und durch.

„Lügnerin!... Dann bist du angewidert?“, hauchte er samtig, wobei es mir kalt den Rücken hinablief, nicht nur, weil er wieder so nahe gekommen war, das sein Atem meine Haut streifte.

„Aber immer doch!“, gab ich es offen zu und wandte mich brüsk ab, worauf ich fühlte wie er so nah an mich heran trat, dass kein Blatt mehr zwischen uns passte und ich einen kalten Schauer unterdrücken musste, als er sich wieder zu meinem Ohr beugte.

„Sag mir Hermione, brauchst du jetzt wieder einen Kakao…zur Beruhigung, wie nach Kingswear?“, wisperte er vertraulich, Maske an Maske, während mich von Oben bis Unten eine Gänsehaut überzog, da er mir fast in den Nacken sprach, sein heißer Atem über meine Haut strich. Ich zuckte zurück, fuhr herum und sah ihn mit großen, runden Augen an.

„Du…das warst, DU? Du hast mich ins Bett gebracht!“ Erntete ich nichts, dank der scheiß Maske, die jede seiner Regungen schluckte, außer einem durchwegs selbstgefälligen Glitzern dieser eisgrauen, unmenschlichen Augen.

Ich schollt mich, dass ich Lucius damals kategorisch ausgeschlossen hatte. Klar verstand ich seinen Vorwurf durchaus und fragte mich doch, warum er mich ins Bett gebracht und auch noch zugedeckt hatte?

„ICH BIN NICHT WIECH!“, fauchte ich nun empört.

„Habe ich das gesagt?“, kam es gespielt unschuldig sanft und er legte gleich nach.

„Du weißt selbst, zu was du sie verdammt hast und ich weiß schon, wem ich sie schenken werde!“, kam es gefährlich von Lucius und ich ruckte hoch, da es sich in meinen Ohren wie eine Drohung anhörte und sah ihm gefasst in die Augen, dachte mir, das er wollte das ich eine Regung zeigte, die ich mir jedoch strikt verbot.

„Ich werde nun gehen und die Wohnung präparieren, denn wir wollen ja nicht das die Gesellschaft den Schock ihres Lebens bekommt und erkennt wie DU wirklich bist, nicht wahr? Hast du überhaupt ein Alibi heute Abend?“, harkte ich kühl nach und versuchte weiter vom Thema ab zu kommen das er angeschnitten hatte.

„Dein Gehirn ist erstaunlich! Weißt du das? An was du alles denkst, trotz der Situation! Bewundernswert, aber keine Sorge! Lucius Malfoy sitzt, mehr als gut sichtbar und präsent, in seiner Privatloge im Theater ….und ich denke, der gute Rudolphus langweilt sich gerade geziemend zu Tode, wenn das deine nächste Frage gewesen sein sollte!“, dann löste er die Banne und winkte meinen Mann zu sich, meinte:

„Du weißt, wo die Wohnung des Schmierfinken ist Scabior, begleite das Mudblood! Das war´s dann für heute!“, verschwand Lucius rasant und ließ mich mit einem spitzbübisch schmunzelnden Scabior allein, der mir mit einer übertriebenen Verbeugung seinen Arm reichte.

„Wenn ich bitten dürfte, Püppchen!“

Sogleich legte ich meine Hand an seinen Arm und er legte zu meiner Verwunderung noch seine andere Hand auf meine, um diese festzuhalten, was völlig unnötig war.

Ich war kurz irritiert, aber dann sprangen wir schon und als wir in der Gasse ankamen, wollte ich meine Hand zurück, aber er ließ sie nur ganz langsam los, was mich die Stirn runzeln ließ, dann ließ auch ich meine Maske verschwinden und blickte nun zu Scabior und versuchte aus seiner Miene schlau zu werden.

„Wo müssen wir hin?“, fragte ich kalt und geschäftig. Ich wollte das hier erledigen und dann schleunigst in mein Bett und hoffentlich das alles hier vergessen.

„Was, keine Frage, wie es der süßen Kleinen geht?“, kam es süffisant von dem lockeren Scabior. Ich reagierte gar nicht auf seine Anspielung, aber wer sagte, dass er nicht nerven konnte.

„Komm hier entlang! Ich hab mir richtig schwer getan die Süße an den anderen vorbei zu schmuggeln und sie an Mulciber zu übergeben….“, erklärte Scabior im Gehen lapidar.

„Musst du mich damit belästigen?“, fragte ich unwirsch.

„Hey, immer cool Püppchen! Ich dachte, du wärst interessiert!“, verteidigte er seine Mitteilsamkeit, unterdessen traten wir in den ungeschützten Flur des Hausgangs, der unbeleuchtet war.

„Bitte, ich fand es nur Verschwendung und Vergeudung an Ressourcen!“, tat ich cool und als er mir intensiv ins unmaskierte Gesicht sah, nickte er zaghaft.

„Gefällt sie dir, dann sei schnell und schnapp sie dir zur nächsten Feier!“, kicherte ich wirklich belustigt, worauf er abrupt mein Handgelenk packte und mich im Hausflur des Mehrfamilienhauses, das wir nun schon betreten hatten, grob herumriss und mich aus leuchtenden Augen erstaunlich hart musterte.

Ich erwiderte seinen wilden Blick ruhig und wartete gespannt, versuchte mich nicht aus seinem festen, schmerzhaften Griff zu befreien und gab ihm die Zeit, die er brauchte um sich zu beruhigen. Als er sich zu fangen schien, zeigte sich dann ganz sachte ein gewinnendes Lächeln, das sich auf seinen Zügen ausbreite, während er eindringlich wisperte:

„Ich steh auf Frauen nicht auf Kinder!“ Dann hob er plötzlich seine andere Hand und strich mir hauchzart mit der Außenseite seines Zeigefingers über die Wange und ließ eine feurig heiße Spur zurück wo er mich berührte und dann fügte er hinzu:

„Irgendwas an deinem Parfüm mag ich immer noch nicht so ganz!“

„Gut zu wissen!“, meinte ich verächtlich und bezog es durchaus auf beide Aussagen von ihm, doch es reichte mir, daher drehte ich meine Hand aus seinem Griff.

Seine Nähe löste so gar nichts erotisches oder verführerisches bei mir aus, anders als Lucius, der mir eine Gänsehaut beschert hatte, ließ mich Scabior kalt und ich wollte nur den Auftrag zuende bringen. „Und nun komm, wo müssen wir hin!“, überging ich den hungrigen Blick aus seinen intensiven Augen.

Als ich die Treppe in den dritten Stock hochstieg, fühlte ich seine beobachtenden Blicke auf meinem langen Mantel kleben und ich fragte mich was ich davon halten sollte, das ein Mann nach der Geschichte so etwas wie Lust empfinden konnte?

Erstaunlich, ich war weit weg davon etwas anderes als Ekel zu fühlen und den elementaren Wunsch unter die Dusche zu kommen, um den Geruch, oder eher den Gestank aus meiner Nase zu bekommen den Mould-on-the-Wold an mir hinterlassen hatte.

Auf der anderen Seite hatten Avery, John und Kendrick sogar einen hoch bekommen und für sich genüsslich eine Frau vergewaltigt, eine Sache die ich noch immer nicht nachvollziehen konnte, wie das ging, aber es ging, selbst Draco hatte es ja schon im Gewölbe geschafft, also ging es wohl tatsächlich!

Wie es schien fiel es Männern leichter…oder dem Schlag, dem diese Männer angehörten?

Arch, deprimierende Gedanken. Dann öffnete Scabior die Tür und ließ mich mit einer spielerischen, völlig übertriebenen Verbeugung ein, zeigte mir ein schelmisches Grinsen, er schien heute seinen spaßigen Tag zu haben.
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BeitragThema: Re: Kapitel 236-237   Do Feb 09, 2012 7:17 am

237. Kapitel Der öffentliche Lucius Malfoy


Danach war ich umgehend nach Howarts geeilt. Wir hatten das Domizil der Familie Smudgley auf den Kopf gestellt und einige Dokumente gefunden, die Scabior Lucius bringen sollte, da ich zurück musste, schließlich war doch die Nacht mehr als weit fortgeschritten um nicht zu sagen, fast um!

Wir hatten gemeinsam alles so aussehen lassen als wäre die Familie des Journalisten Hals über Kopf geflohen, um unterzutauchen. Ich errichte den Turm und öffnete das Porträt und fand wie erwartet Harry und Ron zusammen auf der Couch vor. Sie warteten wirklich immer noch.

Wie sie da saßen mit rotgeäderten Augen und auf das Schachspiel stumpf vor sich hin starrten, fast konnte ich da nicht sauer sein, aber ich war es, weswegen ich sauer mit dem Fuß aufstampfte, was ihre übermüdeten Gesichter zu mir schnellen ließ.

„Leute! Ihr sollte nicht auf mich warten! Warum tut ihr das?“, regte ich mich gerade richtig auf, aber darauf standen sie nur nacheinander müde auf und schlossen mich stumm in die Arme und erstickten meinen wütenden Protest an ihren breiten Schultern.

Ich wusste nicht, was sie zu dieser intimen Geste veranlasste, aber ich krallte mich in dem nächstbesten Hemd fest wie an einem Strohhalm. Es tat gut einfach den stummen Zuspruch und Trost zu bekommen nach dieser grausigen Nacht.

Ich ließ nicht los und dann fühlte ich, wie ich abrupt als viel zu leichte Last kurzerhand hochgehoben wurde und Ron mich mit seinen starken Armen in den Jungenschlafsaal trug.

Er legte mich fürsorglich in Harrys Bett ab und als ich ihn zaghaft losließ, schenkte er mir ein leichtes aber auch sehr trauriges Lächeln und dann löste er noch meine Schließe des schwarzen Mantels, während auch Harry dazukam und gekonnt die Schutzzauber aufbaute.

Danach fing Harry an mich magisch gekonnt zu entkleiden. Wirklich erstaunlich, was er dank Daphne mittlerweile alles konnte, denn es ging ihm leicht von der Hand und wirkliche scheu hatte er auch nicht, als er mir eines seiner weiten, schlabbernden T-Shirts anhexte.

Ron hatte auch keine Probleme mehr gehabt mich derart unbekleidet zu sehen. Wenn ich da ans Cottage zurückdachte, als er mich und Draco beim Sex beobachtet hatte, aber seit einiger Zeit konnte er stolz von sich behaupten das er mehr Bettgespielinnen in seinem Bett gehabt hatte als ich, ich mit meinem 5 Partner, schließlich konnte ich jetzt in dieser Hinsicht auf keine allzu wechselhafte Vergangenheit zurückblicken, zogen Cedric, Victor, Sirius und Severus sowie Draco vor meinen inneren Augen vorbei.

Selbst Draco hatte schon mehrere Frauen gehabt als ich Männer und ja Blaise, der gute Blaise, der war nicht einzuholen.

Ja, wir hatten uns wahrlich alle gemausert. Ich grinste müde und erschöpft, aber was mich wirklich ermattete, das waren die Bilder, die Bilder des heutigen Abend, auch wenn ich immer dachte weiter ging es nicht, es ging immer weiter, es war anders, nicht weniger grausam als Fenrir in Kingswear, aber deshalb nicht weniger schauerlich.

Das Lucius seine komplett böse Seite zeigte war bedenklich, denn ehrlich, er hatte für das Mädchen den Gürtel geplant, was hatte er eigentlich für den Vater vorgesehen gehabt?

Welche Folter hatte sich sein krankes Hirn überlegt?

Auf der anderen Seite war ich mir sicher, dass ich es gar nicht wissen wollte.

Eigentlich sollte ich auch darüber stehen. Ich meine, eine Vergewaltigung mehr oder weniger oder ein Avada hier und da, pah…oder auch der gefolterte Mann oder das Baby, das von Lucius gebrandmarkt worden war, oder diese Todesandrohung für das Mädchen!

Das Schlimme war nur irgendwie, das dies alles von Lucius ausging und das Schrecklichste war, es hatte ihn unterhalten, ihm Spaß gemacht, ihn amüsiert und erheitert.

Nur die Maske hatte das Ausmaß seiner totalen Belustigung verdeckt und geheim gehalten.

Und das es ihm wirklich abartiges Vergnügen bereitete machte mich fertig. Er hatte es auch genossen mich auszupeitschen, aber das Ausmaß von dem was er heute empfunden hatte, war exorbitant amüsierter zu dem, was er bei mir gefühlt hatte. Ja, das hatten mir seine vor sadistischer Freude glänzenden Augen erzählt, aber auch seine rauchige Stimme, als er mich aufgezogen hatte!

Und er hätte mir nie das Mädchen gegeben, wenn er nicht gut unterhalten gewesen wäre, wobei ich einen Teil bei dem kleinen Mädchen darauf schob, das ich mich ihr dermaßen anzüglich genährt hatte und das Baby dabei auf dem Arm gehabt hatte. Das Bild hinter dieser Kulisse musste traumhaft bizarr gewesen sein, besonders für einen Feingeist wie Lucius.

Und Lucius Eingeständnis das er mich nach Kingswear ins Bett verfrachtet hatte, er mich sogar zugedeckt hatte, das haute mich um!

Nicht Draco, auch nicht Severus! Nein, der von mir vollkommen ausgeschlossene Lucius hatte mich dermaßen schutzlos vorgefunden als ich auf der Couch eingeschlafen war. Er hatte mich ins Bett gebracht?

Nach der ganzen unseligen Gesichte, die seit meinem Ausflug nach Asow zwischen uns stand, was hatte er noch getan?

Mich angestarrt? Mich berührt?

Mit Sicherheit, wenn er sogar mein Trinken inspiziert hatte und daher wusste, dass ich Kakao getrunken hatte.

Wie peinlich, er musste mich für ein Kleinkind halten, da half der Rum darin auch nicht wirklich.

Ich war tief in meinen Gedanken, als ich spürte wie sich ein Arm um meinen Bauch schlang und ich mit dem Rücken an eine kräftige Brust gezogen wurde, offenbar hatte sich nun Harry mit Ron geeinigt, sodass jeder in sein Bett ging.

Ich ließ die Wärme, die mir Harrys Körper bot nur zu gerne zu und kuschelte mich noch enger an ihn, während ich sein leises flüstern hörte:

„Was für Gräueltaten hast du nun wieder gesehen?“

„Nichts was ich nicht sonst auch sehe!“, meinte ich nur lakonisch, aber ich wandte mich nicht um, blieb mit dem Rücken an seiner Brust geschmiegt liegen.

„Aber etwas hat dich verstört!“, harkte er leise, aber beharrlich nach.

„Kam eine Sonderausgabe des Propheten heute Abend?“, versuchte ich etwas abzulenken und zu erfahren was in dem Artikel wohl gestanden hatte.

„Ja, ich hab sie hier, wir haben sie gelesen, es ist ein sehr unschöner Artikel über Malfoy drinnen, heftiger Tobak aber leider auch die Wahrheit!“, erklärte er mir leise.

„Den muss ich lesen!“, erwiderte ich eifrig und wollte fast schon aufstehen und ihn jetzt, sofort lesen.

„Klar, aber nicht jetzt! Heute um sechs Uhr ist noch genügend Zeit!“, bestimmte Harry und hielt mich zu fest als das ich mich dagegen wehren wollte, oder konnte. „Du ruhst jetzt noch die zwei Stunden!“, bestimmte er bevor er gleich weiterfortfuhr.

„Du weißt, dass ich mehr wissen will! Aber nicht jetzt Schönste, nicht jetzt!“, küsste er von hinten mein Haar und ich schloss müde die bleischweren Augen und schlief wirklich in Harrys schützenden Armen ein.

Als ich später entsetzt im Bett hochfuhr, dachte ich im ersten Moment, das ich verschlafen hätte, denn ich sah wie schon die ersten Sonnenstrahlen ins Fenster fielen und blickte mich panisch in dem ansonsten leeren Bett um, bis ich Harry bemerkte, der mit verschränkten Armen auf seinem Schreibtischstuhl saß und mich unberührt ansah.

„Was wir…laufen?“, stotterte ich und fasste mir in mein wirr abstehendes Haar, obwohl es noch in einem Pferdeschwanz zusammengebunden war und Harry lächelte leicht.

„Alle anderen ja, wir nicht, denn du hast den Schlaf gebraucht. Es ist gerade sieben Uhr! Ich dachte drei Stunden sind besser!“, grinste er mich schwach an und ich fiel wieder einfach ins Bett, worauf er mir die Zeitung ins Gesicht warf und ich mich knisternd befreite um zu lesen:



Geachtetes Mitglied der Gesellschaft, trauernder Wittwer oder doch gemeingefährlicher DeathEater?

Über ein halbes Jahr ist es nun her, dass die allseits beliebte und verehrte Mrs. Narcissa Malfoy (geb. Black) durch einen heimtückischen Anschlag mitten am helllichten Tag unter den Augen vieler Passanten und Auroren zu Tode kam.

Vielen unter unseren werten Lesern war sie sicher gut bekannt, da sie sich karitativ engagierte, jedes Jahr Spendenveranstaltungen organisierte, selbst aus ihrem enormen Vermögen großzügig spendete und sich hierbei auch nicht auf eine Hilfsorganisation beschränkte, sondern gleich für mehrere tätig war.

Außerdem kennen sie sicher viele als große Kunstkenner- und –Liebhaberin.

Das Attentat auf die so allseits geschätzt Mrs. Narzissa Malfoy verursachte einen aufsehenerregenden Kampf in der Diagon und Knockturn Alley, doch der Angreifer, beziehungsweise, wie Zeugen behaupten, die Angreiferin, konnte nicht gefasst werden.

Lucius Malfoy präsentierte wenig später auf Malfoy Manor und auch bei der folgenden Trauerfeier und Beerdigung sich als tief trauernder Wittwer und sein Sohn, Draco Malfoy, 16, derzeit Schüler in Hogwarts, machte vor vielen Zeugen deutlich das man erwartet, dass das Ministerium den Schuldigen an dieser grausamen Tat unter allen Umständen fassen müsse und seiner gerechten Strafe zuführen.

Dem aufmerksamen Beobachter ist jedoch nicht entgangen, dass man bis jetzt keine Schuldige oder einen Schuldigen gefunden hat und es wirkt nicht, als würde das Ministerium sehr angestrengt daran arbeiten den Tod eines dermaßen hoch geschätzten und wertvollen Mitgliedes unserer Gesellschaft aufzuklären.

Da stellt sich mir die Frage, warum Lucius Malfoy, der bewiesenermaßen großen Einfluss, sogar auf höchster Ebene hat und der allgemein nicht als zimperlich in der Durchsetzung seiner Ziele und Wahrung seiner Rechte gilt, hier nicht mehr Druck auf die höheren Stellten aufbaut.

Da drängt sich einem auf zu fragen, was treibt Mr. Malfoy an, das er derart gelassen darüber hinweg sieht wie langsam die Ermittlungen voran gehen, denn bisher ließ man nur verlauten, dass der Anschlag den DeathEatern zugeschrieben wird. Doch es ist fraglich, ob dies der Wahrheit entspricht, schließlich ist doch erwiesen, das Mr. Malfoy schon im ersten Kriegt zu den Reihen von Du-weißt-schon-Wem gehörte, auch wenn man ihn nach Ende des Krieges von jeglicher Schuld freisprach, weil er angab unter dem „Imperius“ gestanden zu haben, bleibt der Fakt, dass er das dunkle Mal trägt.

Den aufmerksamen Beobachter drängt sich fast der Verdacht auf, das es Mr. Malfoy gerade recht kam, das seine Frau derart tragisch und öffentlich verstorben ist, schließlich hat dieses Opfer, das als ein Opfer des Krieges dargestellt wird, doch seiner öffentlichen Position deutlich genutzt, denn nun hat auch die alt ehrwürdige Familie der Malfoys ein tragisches Kriegsopfer zu beklagen und kann doch somit nie und nimmer den Anhängern von Du-weißt-schon-wem angehören.

Es stellen sich jedoch weitere Fragen, warum hält Mr. Malfoy dermaßen still und besteht nicht auf weiteren Ermittlungen?

Weiß er am Ende wer der Täter war, oder will es nicht wissen, weil ihm die Tat gerade recht kam?

Doch was ist schlimmer, denn sollte er wissen, wer seiner Frau ein so plötzliches Ende beschert hat, drängt sich einem eine weitere Frage geradezu auf und zwar ob Lucius Malfoy eventuell sogar direkt seine Finger im Spiel hatte, nicht nur weiß wer seine Frau tötete, sondern dies billigte oder gar in Auftrag gab?

Es ist allseits bekannt, das die Ehe der Malfoys wie in Reinblüterkreisen üblich arrangiert war und auch wenn Mr. Malfoy und Mrs. Malfoy immer als gemeinsames, strahlendes und harmonisches Paar aufgetreten sind, hielten sich die Gerüchte um Affären seitens Lucius Malfoy erstaunlich beharrlich, auch wenn nie etwas handfestes an die Öffentlichkeit kam.

Außerdem stellt sich die Frage wie ernst und tief die Trauer von Mr. Malfoy wirklich ist, wenn er, wie uns durch einen Gast des Weihnachtsballes der Familie Malfoy bestätigt, sich bereits weniger als 6 Monate nach dem tragischen Ableben seiner Frau mit einer neuen Frau an seiner Seite präsentiert, der er offensichtlich deutlich zugetan ist.

Leider war es weder uns noch unseren Informanten möglich die Identität dieser Frau herauszufinden, da es ein Maskenball war und sie sich äußerst bedeckt hielt, doch sei gesagt, dass sie allseits mit „Miss Malfoy“ angesprochen wurde.

Warum macht die Familie Malfoy ein solchermaßen großes Geheimnis um ihr neues Familienmitglied?

Gehört sie wirklich zur Familie, oder nutzte man diesen Namen auf dem Ball nur um ihren richtigen Namen zu verschleiern?

Fest steht, auch wenn Mr. Malfoy sich als unbescholtener, angesehener und gesetzestreuer Bürger gibt, bleiben er und seine Motive sehr undurchsichtig und was hinter den hohen und undurchdringlichen Mauern von Malfoy Manor vorgeht rätselhaft.

Die jüngsten, schrecklichen Ereignisse in der Ortschaft Kingswear, über die unsere Zeitung ausführlich berichtete, ließen in der Bevölkerung eigentlich nur eine Reaktion zu, dass man unsere geschätzten Auroren besser schützten muss. Sie beschützen uns und unsere Familien, sind jedoch den tödlichen Flüchen der DeathEater nahezu schutzlos ausgeliefert.

Für die Meisten war es daher eine klare und verständliche Forderung nach diesem Massaker, das unsere Auroren und Beschützer des Friedens mit gleicher Macht zurückschlagen sollten und es ihnen gestattet sein sollte den „Avada Kedavra“ gegen die DeathEater im Kampf einzusetzen!

Erstaunlicherweise entschied sich der Garmot, dem Lucius Malfoy ebenfalls als Mitglied angehört, jedoch dagegen und auch hier drängt sich dem aufmerksamen Beobachter die Frage auf, ob Mr. Malfoy, der bei seinem Freund dem Zaubereiminister ein und aus geht, hier seine Hand im Spiel hatte und eventuell seine alten Kollegen, die DeathEater, schützten will, selbst wenn er selber vielleicht nicht mehr zu ihnen gehört?

Außerdem kommt man nicht umhin sich zu fragen, wie groß sein Einfluss auf seine geschätzten Kollegen beim Garmot ist, denn das muss klar gesagt sein, wir wissen weder ob Mr. Malfoy ein DeathEater war oder ist oder eben nicht, doch sein Handeln und die Ereignisse um ihn herum werfen viele Fragen auf, die gestellt werden sollten und auf die man versuchen sollte eine Antwort zu finden.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Mr. Malfoy seit Jahren großen Einfluss in den verschiedensten Bereichen unserer Gesellschaft hat.

Viele Jahre war er als Schulbeirat und somit Teil des 12-köpfigen Gremiums der Hogwarts Schule für Zauberei und Hexerei tätig. Dort war er maßgeblich an vielen wichtigen Entscheidungen beteiligt, unter anderem auch daran im Jahr 1993 den allseits verehrten und größten Zauberer unserer Zeit, Albus Dumbledore als Direktor von Hogwarts für kurze Zeit seines Amtes zu suspendieren.

Auch hier stellt sich die Frage, warum er dies tat, denn es kann doch wirklich kein Zweifel daran bestehen das Albus Dumbledore, als mächtigster Zauberer unserer Zeit, wohl am besten geeignet ist unsere Kinder zu schützten. Warum also bestand, wie gut informierte Kreise uns zugetragen haben, Mr. Malfoy darauf Dumbledore seines Amtes zu entheben?

Damals kam ans Tageslicht, dass Mr. Malfoy die anderen Schulräte bedroht und bestochen hatte, damit sie gegen Albus Dumbledore votieren, daraufhin wurde Mr. Malfoy der Posten des Schulbeirates aberkannt. Dies ist deutlich ein weiteres Indiz, das uns zeigt, was für ein intriganter Charakter hinter Mr. Malfoys kühler, aristokratischer Fassade steckt.

Wohltätigkeit schön und gut, das St. Mungos genießt die immer noch fließenden Spenden der Familie Malfoy sicher sehr, aber genießt Mr. Malfoy nicht viel mehr die Vorteile, die sich aus seiner angeblichen Mildtätigkeit ergeben?

Das Ansehen in Gesellschaft und Politik?

Schon dem ehemaligen Zaubereiminister stand Mr. Malfoy nahe. Mit Cornelius Fudge verband ihn, wie aus Ministeriumskreisen verlautet wird, eine tiefe Freundschaft und Mr. Fudge hatte jederzeit ein offenes Ohr für die Anliegen der Familie Malfoy.

So stellt sich die Frage, hat Mr. Malfoy Minister Fudge nur zu gerne unterstützt, da auch dieser Stimmung gegen Albus Dumbledore machte?

Auch in späteren Jahren unterstützte Mr. Malfoy den Zaubereiminister Fudge sogar offen, indem er unserer Zeitung ein Interview gab, bei dem er die Einmischung des Ministeriums in die Belange von Hogwarts eindeutig begrüßte. Erneut war dies ein verbaler Angriff auf Albus Dumbledore, dessen Führungskompetenz als Direktor er in Frage stellte und es gleichzeitig begrüßte, dass das Ministerium Dolores Umbridge als Großinquisitorin und Professorin nach Hogwarts schickte und sie später sogar kurzzeitig zur Direktorin ernannte.

Letztendlich war es nur eine Frage der Zeit, wann Lucius Malfoy wieder in den Schulrat berufen werden würde und so kam es dann auch 1996, das er im gleichen Jahr erneut als Schulrat ernannt wurde, als das Ministerium die Führung in Hogwarts übernahm. Kurz gesagt, betrachtet man sich Mr. Malfoy Biographie und Handeln, kommt man nicht umhin sich zu fragen welche Art Charakter und Gesinnung wirklich hinter diesen Taten steckt.

In den heutigen Zeiten ist vieles nicht so wie es scheint und wir sollten uns die Mühe machen hinter die weiße, anstrengend aufrecht erhaltende Fassade zu blicken. Diesen Rat kann ich auch unserem Herrn Zauberreiminister, Mr. Rufus Scrimgeour, nur wärmstens an Herz legen und ihm außerdem raten zu überdenken wem er sein uneingeschränktes Vertrauen schenkt.

Andy Smudgley

WoW….alles klar, der Artikel war….ja, bissig und gewagt und der Autor hatte sich weit aus dem Fenster gelehnt mit seinen Ansichten und Denkweisen und er war mutig, tapfer und sehr, sehr dumm gewesen, das er einen dermaßen gefährlichen, blasphemischen und verleumderischen Zeitungsbericht verfasst hatte. Wie konnte er dermaßen Hohl gewesen sein?

Er konnte doch nicht Lucius öffentlich als gemeinen, niederen DeathEater brandmarken!

Ich meine, das beleidigte ihn, die Rechte Hand, ja gar nicht!?

Ja, bei so einer Anmaßung konnte ein selbstverliebter, arroganter Mann schon aufdrehen und dann noch die Anspielungen auf mich, das würde Dumbledore nur noch wieder noch neugieriger werden lassen!

Ich brütete mit verärgerter Miene über diesem schwarz auf weiß festgehaltenen Anschuldigungen und ließ sie nun mit einem lauten seufzen sinken, um Harry in die forschenden, grünen Augen zu blicken, die gerade durch die runden Brille besonders betont wurden.

„Was hat der Senior angestellt?“, fragte er nur ruhig mit einem gewissen geschlagenen Unterton, während er sich langsam erhob und auf das Bett zukam, um sich auf die Matratze zu setzten und mir nah zu sein. Sein intensiver Blick ließ mich unruhig auf meiner Lippe kauen, was sollte ich denn dazu sagen?

„Oh, mhm…der Prophet gehört nun UNS, Cuffe steht unter dem Imperius und ist geistig nach dem was er gesehen hat wohl so matschig im Hirn, das er sich nicht gegen den Zauber wehren wird. Tja, und Smudgley den gibt es nicht mehr!“, versuchte ich ihm gleichgültig zu verkaufen, aber er zog die schwarzen Augenbrauen zweifelnd zusammen und blickte mich skeptisch an. Warum sollte ICH, gerade ich, wegen so einer Kleinigkeit derart unruhig sein, wo er recht hatte, verdammt!

Harry ließ nicht erkennen ob er schockiert war das es den Artikelverursacher nicht mehr gab, aber wie es schien hatte er damit schon gerechnet, dermaßen beherrscht wie er sich gab.

Ich sollte mehr coolness gegenüber Harry lernen, denn ich wollte nicht ewig von ihm gelesen werden. Ich hasste es über Lucius und seine Gräueltaten nachdenken zu müssen. Sie zu sehen, dabei zu sein und es zu erleben reichte, darüber nachdenken wollte ich nicht wirklich, da es Lucius nicht nur egal war was er tat, nein, er zeigte durchaus das er Spaß daran hatte!

„Du wirst es mir nicht sagen?“, harkte Harry ernst nach.

„Nein, ich werde es dir nicht sagen!“, gab ich es offen zu und er nickte dann zaghaft.

„Aber falls du doch willst, ich bin da!“, grinste er mich nun frech an und das konnte ich sogar erwidern. Als wir kurz schwiegen und ich gerade aus dem Bett klettern wollte, schoss seine Hand plötzlich vor und drückte mich wieder zurück aufs Bett.

„Aber über eins lass ich nicht zu das du schweigst! Sag mir Schönste, warum lehnst du das Baby, mein Kind, derart ab?“, tatata und bitte Trommelwirbel, denn da war es. Endlich, die Konfrontation der ich schon so lange aus dem Weg ging und hier wusste ich wirklich, das er mich nicht wortlos davonkommen lassen würde.

„Wow, du hast ein Timing, Harry! Ich weiß es nicht, okay! Ich fand es nicht spannend, dass dein Kind tritt! Ich weiß, dass es da drinnen ist! Reicht das nicht?“, fragte ich kühl und verschränkte die Arme vor der Brust, meine Haltung war abwehrend, ganz eindeutig.

„Das war nicht die Frage!“, blieb Harry hartnäckig.

„MHm…ich…ich bin nicht so kinderlieb? Ich hab mit Babys nichts am Hut!“, warf ich ein und hoffte, er würde nachgeben, doch das tat er natürlich nicht.

„Ja und ich auch nicht! Ich hab auch noch nie wirklich ein Baby gehabt, geschweige denn auf den Armen getragen!“, kam es lapidar von Harry.

„Ja, du hast ja auch kaum eine Wahl, oder? Schließlich ist es deines!“, kicherte ich sogar belustigt.

„Das schon, aber selbst dein Eisprinz aus Slytherin konnte Daphne verstehen, das ist mehr als man sich erhoffen oder erwarten konnte!“, warf er ein und musterte mich ganz genau. Ja, war ja klar, dass er jetzt Draco ins Spiel brachte, der sich sicher hatte überrumpeln lassen, denn bitte, er hatte sich erstaunlich zugänglich gezeigt.

„Arch….du vergisst, das er sehr genau weiß, dass er einen Erben braucht!“, erwiderte ich kühl und noch abwehrender als zuvor.

„Und mit wem soll er diesen Erben bekommen, wenn nicht mit DIR!“, brachte Harry es sehr scharfsinnig und wenig feinfühlig auf den Punkt, doch das erstaunte mich sehr und ein misstrauischer Zug legte sich über mich, während ich mir Harry argwöhnisch betrachtete! Was sollte das?

„HARRY, was geht hier vor? Du sprichst für DRACO, du magst ihn nicht mal und willst mir nun ein Kind mit ihm schmackhaft reden?“, hob er bei meinem aggressiven Ton abwehrend die Hände.

„Okay, Schönste komm runter, was für eine Auswahl habe ich? Snape oder auch noch Malfoy Senior?“, warf er wohl richtig ein, denn andere kamen wohl nicht mehr in Frage, trotzdem verzog ich bei dem letzten Namen missmutig die Mundwinkel auf das sie herab hingen.

„Also, willst du mir was sagen!“, fragte er und wartetet, aber ich schwieg, selbst überfragt und auch überfordert!

„Wie du dir das vorstellst, Schönste? Malfoy wird zwar später, aber irgendwann, ein Kind vielleicht nicht wollen, aber brauchen! Einen Erben!“, brachte Harry Dracos Lage sehr genau und ruhig auf den Punkt.

„Du sprichst darüber wie eine Ware!“, kam es belustigt von mir während ich zu ihm schielte.

„Ich weiß nicht, aber ich denke, für DEINE Familie ist es das? Oder?“, meinte Harry weitsichtig.

„Ja, wo du recht hast! Ich weiß es auch nicht, wirklich! Ein Kind ….vielleicht ist es deswegen weil ich da nichts sehe, keine ….nichts!“, griff ich in mein noch zurückgebundenes Haar und schabte mit meinen Nägeln über meine Kopfhaut.

„Warum?“, wollte Harry wissen, aber wie sollte ich ihm das sagen können ohne auf die Inferi, die Nekromantie und den „white-eye-effect“ zu sprechen zukommen? Und das war was, worüber ich nicht mit Harry sprechen würde, da konnte er sich auf den Kopf stellen.

„Ich glaub nicht, dass ich eine gute Mutter wäre!“, warf ich ein und flüchtete mich in dieses Argument.

„Bitte, du kümmerst dich um alle mehr als umsichtig, vielleicht findest du ein Kleinkind nicht spannend, aber das muss dich doch nicht abhalten!“, lehnte Harry meine Ausflüchte resolut ab.

„Harry, was wird das? Ein Beratungsgespräch für den nächsten Malfoyerben?“, war ich mehr als sarkastisch abwertend ein.

„HAHAHA, nein und ich will auch nicht, das ihr jetzt oder in den nächsten fünf Jahren Kinder bekommt. Ich frag mich nur, wie ihr zusammenbleiben könntet, wenn du ein Kind kategorisch ausschließt!“, sprach er hier nicht mal Unsinn und ich sinnierte kurz, schloss die Augen und sah mich mit einem Baby im Arm, wie am Abend mit dem kleinen Jungen, dem wir ein Pentagramm ins saftige Fleisch gebrannt hatten und verzog schon wieder das Gesicht, als eine Masse von halb zerfallenen, eklig anzusehenden Inferi sich in das Bild mit hineinschob, aber ich verbannte diese Bilder und überlegte angestrengt.

„Ich würde tun, was ich tun muss!“, würgte ich fast an dem Eingeständnis und ließ geschlagen den Kopf hängen, den es stimmte, ich würde tun was immer ich tun musste.

„Deine Freude daran ist fast mit Händen zu greifen! Pass auf Hermione, das DU noch DU bleibst, dass du dich nicht verlierst in dem ganzen unmöglichen Krieg, in dem wir uns befinden!“, konnte ich nach diesem schicksalsschweren Worten gar nicht so schnell schauen wie Harry die letzten Zentimeter Abstand zwischen uns überwand und mich stürmisch in die Arme zog und fest umarmte.

Ich barg ich mein Gesicht verzweifelt an seiner Brust und ich gab ihm recht… so recht!

„Weißt du, es fällt mir ja auch schwer mich zum jetzigen Zeitpunkt wirklich zu freuen, aber es wäre schön wenn du es nicht zu sehr ablehnst, da es doch ein Teil von mir ist! Und ich habe mir ja immer eine Familie gewünscht….“, sprach er in mein Haar und ich nickte, nahm mir seinen Wunsch zu Herzen. Aber so war ich auch froh, dass wir diese Themen abschlossen und uns den beginnenden Tag widmeten.



Dermaßen aufgeheitert oder auch nicht, auf jeden Fall war ich unausgeschlafen, stellten wir uns dem Tag und einem Tagespropheten, der sich in einer öffentlichen Stellungnahme offiziell und hochtrabend entschuldigte, derartige nicht zu beweisende, bösartige Anschuldigungen ohne Grundlage von vorliegende, eindeutigen Beweisen und Fakten veröffentlich zu haben!

So lag auch eine empörte Stellungnahme des Ministeriums vor, die Lucius Malfoy und seine Integrität in Schutz nahm und sich ebenfalls über diese bösartige Verleumdung tief getroffen zeigte.

Der Journalist Andy Smudgley hatte eine Vorladung erhalten, um seine Behauptungen durch Beweise oder Fakten zu untermauern, aber er hatte nicht gefunden werden können. Seine Wohnung sei verlassen und wirkte wie nach einem überstürzten Aufbruch.

Offenbar hatten sich die Familie Smudgley überlegt zu verschwinden, denn auch Frau und Tochter waren nicht aufzufinden, was ein zusätzliches, zwielichtiges Licht auf den Autor des verleumderischen Artikels warf, da er sich den Vorwürfen nicht stellte, sondern lieber untertauchte. Es wusste ja keiner, dass der Gute gar nichts mehr machte, außer die Radieschen von untern zu bewundern.

Ich wich den fragenden Blicken von Draco genauso aus, wie den misstrauischen von Severus. Es konnte nerven, wenn man derart vielen Rechenschafft schuldig war. Ich hasste es!

Ja, ich hasste es wirklich und ließ mich doch glatt die Zeit herbeiwünschen in der ich niemandem etwas sagen oder erklären musste, was ich tat.

Und genau in diese tristen Stimmung von mir kam die Aufforderungen von Professor McGonagall nach der letzten Schulstunde, die wir bei ihr hatten, zu warten, da heute Professor Dumbledore uns Erwarten würde und wir ihr bitte folgen sollten, um unser Gespräch wegen der DA mit ihm zu führen.

Das tollste war, immer wenn ich unausgeschlafen, übernächtigt, geistig angeschlagen und auch noch hungrig war, dann musste ich mich irgendwem stellen, denn über den Tag verteilt war mir, oh Wunder… der Hunger immer wieder vergangen.

Als wir vor dem steinernen Wasserspeier hielten, der dem Zugang zum Büro bewachte, wisperte McGonagall das süße Passwort..

Dieser steinerne Klotz von Wasserspeier drehte sich und gab den Blick auf die langsam hochfahrende hölzerner Wendeltreppe frei. Dann standen wir auch schon wenige Sekunden später vor der schweren Holztür mit dem Türklopfer der das Gesicht eines Greifens zeigte. Die Tür öffnete sich umgehend und wir betraten den großen, runden Raum, sahen die zwei Ebenen.

Die Gemälde der alt ehrwürdigen Schulleiter von Hogwarts verstummten und maßen uns interessiert. Natürlich war in unserem Rücken noch ein großer, breiter Kamin, der zum Raum hin durch ein Feuer eine angenehme Wärme verbreitete.

Ja, Dumbledore hatte nach Harrys wütendem Ausbruch nach Sirius Tod wieder aufgeräumt. Die silbernen und glitzernden Gegenstände waren wieder zusammengesetzt und standen in den Regalen und auf den Tischen, auch die Bücher, die über die zwei Etagen verteilt waren, waren wieder ganz.

Der Direktor saß hinter seinem gewaltigen Schreibtisch in der Mitte des runden Raums und neben ihm, auf einer Sitzstange, saß wie immer der beeindruckende, rotleuchtende Fawkes, der als er mich sah, anfing unmelodisch auf zu krächzen und mich an zu stieren.

Er stieß nicht den gewohnten, lieblichen Singsang aus, wie von Phönixen gewohnt. Mit einem lauten Krakelen, das schrecklich schrill in den Ohren wiederhallte, verschwand der Vogel mit weit gespreizten, roten Flügeln wild um sich schlagend im Nichts. Göttin sei Dank! Ich wusste ja, das der Vogel mich nicht mochte, aber lasst es mich so sagen, es beruhte auf Gegenseitigkeit.

Nun wirkten Dumbledore, McGonagall und Harry, sowie Ron mehr als konsterniert, überrascht und skeptisch und ich piekste Harry unauffällig in den Rücken, da ich wusste, das der feinsinnige Vogel mein verseuchtes, nekromantisches Blut riechen konnte.

Ich war verdorben für ihn, also für Fawkes und das in mehrfacher Hinsicht!

Diese rein weißen Viecher waren so ekelerregend brav, rechtschaffend und ehrlich diese Phönixe sie fühlten sich von mir abgestoßen und ja, auch bedroht! Somit hatte der Phönix gerade überganslos die Flucht vor mir, dem schwarzmagischen Bösen ergriffen!

„Merkwürdig, sonderbar…. das macht Fawkes sonst nicht!“, wisperte der Alte in einem weiten, weinroten Zaubermantel gewandetet und strich sich versonnen über seinen Bart, somit war auch das Funkeln aus seinen hellblauen Augen gewichen, als er über seine Halbmondbrille hinweg zu uns drein starrte und zu ergründen suchte, was dieses sonderbare und komische Reaktion von Fawkes ausgelöst haben könnte und was sie bedeutete.

Ich dachte sofort an eine Betonwand, denn das erschein mir sicherer, da es hier keine Undurchlässigkeiten gab, wie bei einer Steinmauer, deren Mörtel in den Fugen, was dachte ich nur für einen Unsinn! Eben, Unsinn war gut……..denn seine Stirn runzelte sich und er nahm nur noch mich mit in seinem misstrauischen Blick gefangen.

„ÄHH, Professor, sie wollten uns empfangen!?“, hatte sich Harry gefangen und auf meinem Hinweis hin reagierte er endlich und das führte dazu, dass die hellblauen Augen mich entließen und zu Harry zuckten.

Wie es schien wachte Dumbledore aus seiner Trance auf.

„Chrmm… ja, Mr. Potter, Mr. Weasley…..Miss….Granger?”, ruckte mein Haupt hoch, als ich die geschickt gesprochenen und sehr zweifelnden Wort mit der versteckten Frage verstand und blickte in sehr blau, sehr helle und sehr argwöhnisch blickende Augen, die mich zu durchbohren schienen und da wusste ich es ganz sicher, dass er wusste, dass ich Miss Malfoy war!

So sicher wie, dass das Amen am Schluss in der Kirche kam!

Das hieß, heute Abend würde ich zu Severus gehen! Die Würfel waren gefallen!

Wie ein Stein auf den Grund eines Sees sackte diese Erkenntnis in mir, während ich den stahlharten Blick des Direktors eisern erwiderte und ihn kalt maß!

Ich fragte mich gar nicht mehr, woher er es wusste, denn diese Begrüßung sagte mehr aus als alles! Er wusste es wirklich!

„Was haben SIE mir zu sagen?“, klang es schon wieder mehr als zweideutig, als er lässig drei Stühle vor seinem Schreibtisch mit dem schwenken seines Elderstabes beschwor und mit einer Geste anzeigte, dass wir uns setzten sollten, was wir brav taten. Ich hatte mich gut unter Kontrolle und auch Harry und Ron zeigten keine großen Unsicherheiten.

„Sie können gehen, Minerva!“, wollte er die Gute rausschmeißen, aber die Alte zeigte, dass sie durchaus Krallen haben konnte.

„OH, ich denke es ist besser ich bleibe, Albus!“, erwiderte sie unmissverständlich hart, dann ruckte Dumbledores Kopf hoch, bei der versteckten Weigerung ihm zu gehorchen, aber er sagte nichts, sondern wies ihr ihren Platz an der Seite und sah nun wieder zu uns.

„So also, wie mir die Professorin sagte, wünschen sie Drei mich zu sprechen!“, legte er seine Hände bedächtig wie im Gebet aneinander und maß uns überlegend. Er schaffte es, dass man dachte, er würde mehr sehen als andere.

„Das ist Korrekt, Sir! Es ist so, die Professorin meinte, sie würden gerne wissen, dass wir die DA wieder belebt haben!“, kam es resolut von Harry, der die Anführerrolle wie besprochen einnahm.

„Haben sie das?“, wollte Dumbledore in zweifelnden Ton wissen.

„Ja, das haben wir, viele wollten sich nach Kingswear noch selbstständig weiterbilden! Sie haben Angst!“, zeigte sich Harry erstaunlich sicher und ließ sich nicht von Dumbledores intensivem und eindringlichem Blick aus der Ruhe bringen.

„Ist das so? Und sie Drei leiten diese DA?“, seufzte der Direktor eher unglücklich und lehnte sich schwer zurück und legte seine Hände an die Lehnen seines Sessel, während er wenig glücklich durch die Gegend sah.

Er sprach die ganze Zeit sehr leise, sehr bedacht und überlegt!

Wie es schien wog er jedes Wort, jede Geste genauestens bis ins kleinste Detail ab und so saßen auch wir fast reglos auf unseren Besucherstühlen und trugen sehr bewusst nichtssagende Masken.

Es war wie ein Duell der Emotion.

Wer zuerst zuckte verlor auch zuerst. Aus den Augenwinkeln konnte ich wahrnehmen, wie McGonagall unser aller seltsames Verhalten verständnislos beobachtete und die Augenbrauen überlegend zusammenzog.

„Ja, so ist es!“, antwortete für uns Harry, wobei Ron und ich sachte nickten. Ich war stolz wie beherrscht Ron wirkte, denn er ließ nichts an Gefühlen sehen, hatte sich vollständig unter Kontrolle und Harry schlug sich wie in letzter Zeit immer mehr als gut.

„Warum sind sie nicht schon eher zu mir gekommen, Mr. Potter?“, nagelten nun die hellblauen Augen Harry fest, indem er ihn hart ins Visier nahm und durchaus etwas harsch nachfragte.

„Wir sind zu Professor McGonagall gegangen!“, kam es prompt von Harry, was dazu führte, das der Alte konsterniert zu seiner Kollegin blickte.

„Ist das SO?“, kam es wieder mehr als zweifelnd vom Direktor.„Ich habe sie nicht sofort eingeweiht Professor, da die Kinder mich baten, dass sie es ihnen selbst mitteilen wollten!“, ging die Lüge der alten Dame erstaunlich leicht über die schmalen Lippen und er neigte nach dieser Erklärung sachte sein Haupt und schien diese Aussage zu akzeptieren.

„Ist ja auch egal! Wir hoffen, sie haben nichts dagegen, Sir?“, wollte nun Harry lakonisch wissen und winkte wegwerfend ab.

„Warum sind sie aber nicht gleich zu mir gekommen? Das verstehe ich nicht!“, schien diese Ablehnung den Direktor wirklich ernsthaft zu beschäftigen und vielleicht auch zu verletzten, dachte ich, als ich den offen, traurigen Blick sah, den er Harry zuwarf und ich fragte mich, was man darauf antworten sollte.

„Warum? Zuerst fing es als Lerngruppe ganz klein an, da hielt ich es für unwichtig…. und jetzt, nach Kingswear, wollten es mehr und mehr, also dachte ich erst jetzt darüber nach es ihnen zu sagen! Ich hielt es für unwichtig!“, flüchtete sich Harry in seine unüberlegte Art, wie er früher Dinge angegangen war, ohne langes abwägen, Hals über Kopf sich in eine Sache zu stürzen!

„Jetzt verstehe ich endlich wohin die ganzen Schüler am Wochenende verschwinden! Wie viele sind sie?“, nickte er und harkte weiter nach, während er Harry im Blick behielt um keine Regung von ihm zu verpassen.

„Oh, das ist wechselnd, circa 30 Leute!“, kam die Lüge glaubhaft über Harrys Lippen.

„Ist dies so?“, war der Alte innerhalb von Tagen senil geworden, wagte ich mich zu fragen, indem immer wieder diese sehr misstrauische Nachfrage über seine Lippen kam.

„Nur so wenige?“, legte er nun den Kopf zweifelnd schief und klar waren wir über 70, aber hey, das würden wir ihm nicht auf die lange Nase binden, worauf Harry die Schultern zuckte und nichts darauf sagte, bevor er doch antwortete.„An sich haben wir die Größe, die die alte DA aus der Fünften hatte, Sir!“, gab er nun bereitwillig preis.

„AHA, ich verstehe! Nun ich wüsste nicht, warum ich dagegen sein sollte, solange sie nichts verbotenes lehren?“, schoss sein Blick übergangslos zu mir und er übertünchte seine Zweifel mir gegenüber noch nicht einmal, was McGonagall genauso geschockt zur Kenntnis nahm wie Ron und Harry, aber ich blieb ruhig und erwiderte den sezierenden Blick stoisch!

Seit dem ich das Büro betreten hatte, wusste ich von seinen Zweifeln und Misstrauen mir gegenüber, das war in Ordnung, denn es würde Spaß machen die Schwerter zu kreuzen.

Aber bitte, dieser Mann konnte mir gar nichts, wenn er weder seine Glaubwürdigkeit, noch seine Reputation, noch sein Ansehen einbüßen wollte und so wagte ich mal doch ganz frech die Stimme zu erheben:

„Aber Professor, wir doch nicht! Wir halten uns strikt an die erlaubten Vorgaben. Wir versuchen nur die praktischen Inhalte zu vertiefen, indem wir uns gemeinschaftlich zum Üben treffen! Außerdem habe ich ihnen als das mit Katie passierte, doch versprochen das ich keine schwarzmagischen Sprüche weiter geben würde und sie mir gesagt, dass sie es nicht dulden würden, sollte ich den Schülern schwarzmagisches Heilwissen vermitteln!“ Darauf schenkte ich ihm ein strahlendes, unechtes Lächeln und ich log noch nicht mal, denn in der DA würden wir nichts dergleichen lehren, aber bei den BL würde es keine Einschränkungen geben, doch von diesen wusste er ja nichts.

„Ah, MISS GRNANGER das ist korrekt. Es wäre inakzeptabel und welche Rolle übernehmen SIE!“, wandte er sich mir nun noch extra mehr zu und beugte sich leicht über den Schreibtisch zu mir wobei er mich auffordernd ansah..

„Ich…oh, ich bin nur ein unwichtiges Rädchen im großen Zahlenrad, denn der, der alles in Bewegung hält, ist Harry! Er ist der Boss!“, kam es spöttisch von mir. Ich schmunzelte amüsiert und war mir der unnatürlichen Stille bewusst, da es so war, das nur noch Dumbledore und ich uns einen Kampf lieferten, denn er sah nur noch mich an und sprach damit auch nur noch mit mir.

„Sind sie das… unwichtig? Auch für Mr. Potter, Miss Granger?“, fragte er lauernd.

„Für Harry? Keine Ahnung, ich weiß nur, Harry ist MIR wichtig!“, erwiderte ich fest.

„Das wäre zu wünschen, Miss Granger!“, sagte er gedehnt mit einem Seitenblick zu Harry.

„Zweifeln sie an mir, oder der DA? Aufgrund von was?“, wagte ich mich vor, denn meine öffentlichen Taten in der Schule konnten keinen Zweifel oder Misstrauen an meiner Person zulassen. Bisher war das Gespräch herrlich, denn er warf mir indirekt Verrat und Manipulation vor und ich wiegelte mit versteckten Erklärungen, dass ich immer zu Harry hielt, ab.

„Schließlich habe ich ihnen damals meinen Zauberstab zur Überprüfung überlassen, wie ich es auch jetzt tun würde! Außerdem, durften sie auch mein Geburtstagsgeschenk überprüfen, wofür sie eigentlich kein Recht hatten!“, zückte ich meinen Stab wie ein Messer und stürzte das Holz auf meinem Unterarm ab.

Ich hielt ihm den Zauberstab mit dem Griff vorweg hin und konnte nun sehen wie Harry und Ron es mir in einer dramatischen Geste gleichtaten und ebenso ihre reinen Schulzauberstäbe zückten und sie dem Direktor zur Kontrolle anboten.

„Das sollte wohl unnötig sein, Professor Dumbleodre!“, zeigte sich McGonagall entrüstet, als wir derart entblößt vor dem nicht abgeneigt scheinenden Direktor saßen.

„Jaaaa…natürlich unnötig! Und zu ihrer Frage, Miss Granger….Ich zweifeln…nein, NIE! Mir fiel nur ganz plötzlich ein, dass ja angeblich im fünften Schuljahr die DA ihre Idee war!“, strich er sich nun wieder in einer beruhigenden Geste über den langen, weißen Bart, als er zugab, dass er dachte, dass ich die Initiatorin und Rädelsführerin innerhalb der DA war. Und wir drei zuckten daraufhin die Schultern und steckten unsere Stäbe unisono wieder weg.

„Korrekt Sir, es war meine Idee! Aber ich, war nie der Anführer der DA!“, wies ich dieser versteckte Behauptung strikt von mir.

„SICHER!“, klang seine Tonlage fast zynisch, als er dies derart zweifelnd sagte, wussten wir alle, dass er es nicht glaubte und da wurde es Harry zu bunt. Er unterbrach unseren Dialog und meldete sich lautstark zu Wort:

„Professor, ich muss doch sehr bitten, ich bin wirklich der Anführer! Einstimmig von meinem Schulkameraden gewählt!“ Er plusterte sich sehr Malfoyhaft auf, zu köstlich das Ganze.

„Außerdem, warum fragen sie nicht auch Ron nach seiner Aufgabenstellung und seiner Einstellung?“, wies er den Direktor auf sein Vergessen hin.

„Natürlich, Mr. Weasley was ist mit ihnen!“, kam er der Aufforderung sofort nach und fragte nach, aber mir kam es so vor als ließ er mich nicht aus den Augen, wobei sich sein Körper Ron zuwandte.

„Ich bin ebenso unwichtig wie Hermione, Harry ist der Anführer!“, kam es fast süßlich von Ron und ich bemerkte aus dem Augenwinkel wie McGonagall uns ungläubig betrachtete.

Ich gab ihr recht in ihrem Unverständnis, denn wir Drei hatten mit den Verhalten und Benehmen wie wir vor langer Zeit gewesen waren, nicht mehr viel gemein, vor allem bei Harry und bei Ron fiel es besonders auf wie sehr sie sich verändert hatten. Sie waren nun erwachsen. Besonders Ron war weder cholerisch, noch erregt oder verunsichert!

„Was sagen sie, Professor McGonagall?“, wandte sich der Alte auf einmal abrupt unserer Hauslehrerin zu.

„Ich halte es für eine ausgezeichnete Idee, vor allem da es den Zusammenhalt zwischen den Häusern stärkt und ich bisher nur positives von der Entwicklung der Schüler beobachten kann!“, gab sie bereitwillig auskunft.

„Finden sie, wir sollten es öffentlich machen?“, fasste er da interessiert nach.

„Um Himmels willen, auf keine Fall, Sir! Ich denke, dass dies einige Schüler verschrecken könnte! Und zu großem Unfrieden innerhalb von Hogwarts führt!“, kam es von McGongall entrüstet.

„Das sehe ich wie Professor McGonagall! Vor allem möchte ich es vermeiden die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, was wir tun, Sir! Auch würde es die DA nicht positiv aufnehmen, die Slytherins aufzunehmen und dann bricht alles auseinander! Und es kommt noch zu mehr Unfrieden! Ich glaube Aufmerksamkeit wäre der falsche Weg!“, kam es nun erstaunlich bestimmt von Harry und erreichte damit, das ihn Dumbledore stumm fixierte und erst mal nichts mehr sagte.

„Um was bitten sie mich dann, Mr. Potter?“, fragte Dumbledore interessiert aber auch fest nach und behielt Harry im Blick.

„Um ihre Akzeptanz, ihre Unterstützung und ihre Nichteinmischung!“, schenkte er ihm ein vertrauliches, nettes Lächeln, das den Direktor verwundert die buschigen, weißen Brauen heben ließ.

„Darum bitten sie mich!.... Professor…..?“, kam es erstaunt und am Ende war die Frage an unsere Lehrerin wie sie die Sache einschätzte.

„Ich sehe kein Hindernis, Professor Dumbledore, dass die anderen Häuser sich von Slytherin distanzieren ist ja gewohnt und ich denke auch, dass eine offizielle Bekanntgabe der DA, nur Gerüchte und Mutmaßungen ins Kraut schießen lässt auch außerhalb von Hogwarts! Das wäre nicht gut und wenn sich die Schüler sicherer fühlen, weil sie etwas tun und wenn es nur lernen und üben ist ohne uns Lehrer, dann sollte es unsere verdeckte Unterstützung erhalten! Außerdem habe ich mich als Vertrauensperson angeboten, sollte es Probleme geben!“, erzählte sie geschäftig.

„Derart durchdacht und strukturiert…. erstaunlich…wahrlich, erstaunlich! Aber bitte, wenn sie dermaßen höflich um meine Zustimmung und Unterstützung, Bitten, sollte ich sie ihnen gewähren!“, hauchte er schon fast seidig und nickte uns entlassend zu und schenkte uns ein mildes Lächeln, nur in seine Augen kehrte nicht das funkelnde, gutmütige Glitzern zurück.

Als wir schon an der Türe waren, hielt uns ein „Ah…“, vom Alten auf und wir wandten uns zu ihm um. Er sah uns intensiv an.

„Sollte MIR irgendjemand, irgendwann etwas anvertrauen wollen, ich hätte immer ein offenes Ohr!“, wollte ich am liebsten bei diesen salbungsvollen Worten abwertend aufschnaufen.

Das war so typisch ER, aber es zeigte auch, Er wusste ES wirklich!
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