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 Kapitel 238-239

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queenie
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BeitragThema: Kapitel 238-239   Do Feb 09, 2012 7:19 am

238. Kapitel Zukünftige Aufträge


Wir hatten geschwiegen und als wir den Gemeinschaftsraum betraten, rief Harry erregt los, bevor Ron die Schutzzauber gelegte hatte:

„Hermione, Dumbledore, er weiß es! Er weiß über dich Bescheid!“ Er schrie mehr als erregte und alle sahen uns perplex an, bis die Zauber endlich standen und ich meine Hände beruhigend auf Harrys legte, würden die Löwen wer weiß was jetzt über mich denken und vermuten bei dieser eindeutigen Aussage.

Aber das war auch egal, Severus und ich hatten doch schon über die Eventualitäten gesprochen, somit kam es für mich nicht wirklich überraschend, nur es war ärgerlich das wir etwas übersehen hatten, nur was das war die Frage.

„Ruhig Harry!“, bat ich ihn und bemerkte, wie wir von allen Menschen in dem Raum angestarrt wurden, da sich auch Ron immer wieder unruhig durch die roten Haare raufte und gefährlich schmerzhaft an ihnen zog, während ich Harry und Ron ins Gesicht schaute und die Sorge um mich in ihrem Blick geschrieben sehen konnte.

„Ganz ruhig ihr Zwei! Wir haben alles im Griff! Severus, zu dem ich gleich gehe, hat schon länger den Verdacht das der Alte weiß und vermutet, dass ich eine Malfoy bin!“, klärte ich sie abgeklärt über unser Wissen auf.

„WASSSSSSSSSSS! und das sagst du uns nicht!“, brüllte nun Ron aufgebraucht los und funkelte mich wütend an, dabei sorgte dieses Gebaren nicht dafür die Augen der anderen von uns zu lenken.

Sie hörten zwar nichts, aber waren auch noch nicht blind und somit kapierten sie durchaus, dass etwas nicht stimmte.

„Tja, warum hätte ich es euch sagen sollen? Es war hypothetisch und der Alte macht ja noch nichts! Wir haben genügend um ihn mundtot zu machen! Das wisst ihr selbst, denn er ist schließlich kein weißes, unbeschriebenes Blatt und zweitens hätte ich euch sagen sollen, dass ich Severus gefragte habe, wer ihn von uns umbringen soll? DU Harry, ich, Draco oder Severus?“, erklärte ich gewohnt strukturiert und kalt, darüber wurde Ron schlagartig über und über rot im Gesicht, während Harry aussah wie ein weißes Bettlaken und beide atemlos zurückfielen in die Couch, als ich ihnen die einzige Möglichkeit genannt hatte, die mir damals schon mit Severus eingefallen war und ihnen den Spiegel sehr deutlich vor Augen hielt.

„Ja, du musst nur wählen Harry! Aber es war und ist eine Option, die aber durchaus zur Diskussion steht!“, brach hier das Gespräch ab, da ich mich unverzüglich erhob und den Raum wieder verließ, um die Kerker anzusteuern.

Heute war mein Ziel nicht Draco, sondern Severus. Während ich ging, sahen alle im Raum auf uns und versuchten sich einen Reim auf unser merkwürdiges Verhalten zu machen.

Ich ließ zwei zutiefst geschockte Gryffindors zurück, die gerade wieder eine neue Ebene des Seins ansteuerten. Ich wusste, sehr viel würde heute nicht mehr aus Harry und Ron raus zu bekommen sein, schließlich mussten sie sich an den Gedanken gewöhnen, den ich ihnen gerade offenbart hatte.

Wir mussten aufpassen, Albus Dumbledore, hatte mir soeben mehr oder weniger verdeckt, den Krieg erklärt!

Harry Ostern rauszuschaffen ging nur, dank seines magischen Eides den er Harry gegenüber abgelegt hatte, aber auch nur deswegen, denn eins war klar, auch mit dem Eid würde er wohl alle Hebel in Bewegung setzten, das Harry nicht mit mir ging, der bösen Malfoy.

Und selbst das war mir gerade nur periphere Wichtig, da ich wusste, Daphne Ostern aus Hogwarts zu schaffen war elementar wichtiger!

Scheiße, verdammt! Woher zum Teufel, wusste Dumbledore von MIR!

Ich hatte doch jeden Weg bedacht, hatte ich zumindest angenommen, Himmel war das ärgerlich!

Ich musste mich innerlich beruhigen, denn in Wirklichkeit war ich schrecklich wütend und es brodelte gefährlich in mir, also nützte ich den langen Weg die Treppen hinab in die Kerker, um mich abzukühlen und zu meinem rationalen Denken zu finden!

Die wichtigste Frage war, wie würde Dumbledore agieren?

Wie ging der Mann vor, wenn er etwas erreichen wollte!

Er war bisher immer sehr einfach einzuschätzen gewesen, da relativ vorhersehbar!

Also versuchte ich mich in den Geist von Dumbledore zu versetzten, zu ergründen, wie er tickte und kam zu dem Ergebnis, dass er vermuten musste, das Harry ahnungslos war ein Schaf war, das ich versuchte zu leiten und zu verleiten und das Harry mir wie ein treudoofes Schaf eben auch folgte, direkt in sein Verderben!

Er würde taktisch versuchen Harry in seinem gezeigten, unerschütterlichen Vertrauen zu mir zu erschüttern und es zu zerrütten!

Das würde er bei den Treffen passieren, wenn sie sich die Erinnerungen anschauen würden. Hierbei wollte ich die Hand ins Feuer legen, das er ihn beim nächsten Mal versuchen würde gegen mich zu manipulieren, zu verunsichern und aufzubringen!

Er würde Harry nicht ausdrücklich verbieten Ostern zu gehen, da er wusste, das Harry stur war und er so seinen Stand wieder nur schwerer machen würde, deshalb würde er es nicht offen Harry gegenüber ansprechen, sondern wieder nur kryptische, verschleierte Andeutungen fallen lassen und dabei mildtätig und generös lächeln.

Noch immer in tiefen Gedanken ließ ich Severus Türen hinter mir und glitt auch durch die Bücherwand in seine privaten Gemächer.

Ohne Begrüßung oder irgendein Wort an Severus ging in den mollig warmen Raum und sah ihn im Vorbeigehen in seinem Sessel tief über einem riesigen Wälzer gebeugt sitzen, bis sein Kopf bei dem unhöflichen Eindringen von mir verärgert hochruckte.

Ich beachtete ihn zu seiner sichtlichen Verärgerung nicht weiter und eilte gleich wie gezogen zur Bar, denn ich brauchte nach den Erkenntnissen einen großen Schluck.

Arch… was Schluck, ich nah gleich die Karaffe mit dem Whiskey mit und setzte mich bewaffnet mit meinem besten Freund, dem Alkohol, auf die Couch.

Unterdessen war ich mir des skeptischen Blicks durchaus bewusst, dennoch hatte er bisher großzügig auf jedes weitere Wort verzichtet, das Buch nur zugeschlagen und sich mit überschlagenen Beinen zurückgelehnt um mich fragend und interessiert zu mustern.

Ich saß nun da und trank mein erstes, volles Glas und wandte mich dann dem zweiten zu, alles unter den Argusaugen von Severus, aber immer noch glitten meine Gedanken zurück.

Ja, Dumbledore würde anders…. defensiv vorgehen, er würde nicht mit Harry die Konfrontation suchen, oder gar mit mir!

Er würde über verschlungene Wege versuchen sein Ziel zu erreichen, Zwietracht zwischen uns, dem Trio, zusähen, doch dabei wünschte ich ihm viel Vergnügen und eins war klar, um ihm etwas vorzugaukeln würden wir vor Ostern ein Schauspiel aufführen, um den Direktor auf eine falsche Fährte zu locken.

Wir würden uns streiten in einer Beziehung konnte nicht immer alles glatt laufen und so würden wir Dumbledore in Sicherheit wiegen das Harry in Hogwarts bleiben würde, aber dann, am Tag der Abfahrt würde er trotzdem mit mir abfahren. Das war eine Option, die mir gerade durch den Kopf ging und ich grinste fies bei meinen intriganten Gedanken und prostete mir imaginär zu, nahm zufrieden einen großen Schluck.

Ich sollte darüber mit Gellert reden, beschloss ich gerade, als ich die Geduld eines gewissen, ungeduldigen Mannes mir gegenüber über Gebühr strapaziert hatte.

„Würdest du dich jetzt endlich bequemen zu reden, warum du derart geistig abwesend und unhöflich meine Gemächer erstürmst und dann auch noch säufst wie ein Schluckspecht und dabei ein bescheuertes Grinsen zur Schau trägst!“, fasste Severus in seiner einzigartigen Giftigkeit zusammen.

Hermiones Sicht ende

Severus Sicht

Ich betrachtete sie missmutig, was fiel dem Biest ein dermaßen anmaßend meine Gemächer zu erstürmen?

Was es euch immer war, es schien sie zu fesseln und es lenkte mich ab, weshalb ich mildtätig nachgab und gespannt wartete. In dieser Zeit rief ich mir ins Gedächtnis was ich alles in letzter Zeit erlebt hatte.

Erst gestern Abend war ich beim Lord angetanzt zusammen mit Draco.

Verächtlich verzog ich den Mund, was das immer für ein Aufstand war.

Wir hatten die unsägliche Ehre gehabt zusammen mit Lucius die einzigen Anwesenden zu sein und hatten erleben können wie er uns verschwörerisch eingeweiht hatte, wie die kommende Zeit für uns aussehen würde und er hatte uns an seinen genialen und brillanten Plänen teilhaben lassen, wie enervierend nervend, denn das bedeutete immer Arbeit und gerade für mich.

Ich hatte seine kalte, entmenschlichte Stimme in meinen Ohren wiederhallen gehört:

„Severus mein Guter, ich habe einen Spezialauftrag für dich, etwas ganz besonderes, was deine besonderen Fähigkeiten fordert! Du hast die Ehre die Vampire zu besuchen, versuche sie zu unseren Verbündeten zu machen!“ Diese Anweisung war sehr salbungsvoll vom Lord gekommen, während er mir einen kühlen Blick zugeworfen hatte.

„My Lord!“, hatte ich geschnarrt und die Ehre gar nicht fassen können, da hätte ich doch glatt drauf verzichten können vor Freude, behielt aber meine nichtssagende Miene bei.

„Keine Sorge, ich weiß, dass die Kontaktaufnahme und dergleichen einem langwierigen und schwierigen Prozess unterliegt, aber ich nehme an, wenn du in Transsylvanien beginnst, ist es am besten! Pass auf, dass du ihre starren und strikten Regen befolgst, auch wenn diese Vampire kaum etwas mit den Entscheidungen ihrer Inselgenossen zu tun haben werden, sollten wir die Hierarchien und Vorschriften dieser Rasse beachten!“, hatte er befehlend und gebieterisch gesprochen und ich hatte geschlagen mein Haupt geneigt, worauf er eine haarlose, weiße Braue gehoben hatte und mich leicht amüsiert beobachtet hatte, aber ich hatte mir keine Emotionen anmerken lassen, wobei ich wusste, das er vermutete das ich mir leidtat.

Vampire, toll ganz toll, warum ich?

Gab es etwas Schlimmeres als diese arroganten, von sich total überzeugten und überbewerteten Untoten, die nicht mal das richtig hinbekamen und tot liegenbleiben?

Diese Spezies strotzte nur derart vor Gesetzten, die kein Mensch verstand.

Alle Vampyre waren an die „Haupt“-Vampire in Transsylvanien gebunden, wenngleich die einzelnen Nester durchaus als Kolonien ihre eigenen Entscheidungen trafen, sollte man aber nicht die Transsylvanier vergessen, die ihre untoten Nasen wirklich in alles reinsteckten, was sie nichts anging.

Transsylvanien war bei uns in der magischen Welt auch heute noch eine unabhängige, politische Verwaltung, während Transsilvanien in der Muggelwelt unter dem Namen „Siebenbürgen“ seit 1920 zu Rumänien gehörte.

Aber bei uns, in der magischen Welt, war Rumänien ebenso eigenständig wie Transsylvanien, dies dürfte den Weasleys mehr als geläufig sein, da in Rumänien das größte Drachenreservat der Welt untergebracht war und einer der Söhne ja dort seit Jahren diente.

Toll, ich sollte nach Siebenbürgen in die Südkarparten, ein schöneres Ziel konnte ich mir gar nicht vorstellen!

Ich war Feuer und Flamme!

Da ging mein Zynismus gefährlich mit mir durch und ich fragte mich, wie ich dieses Schicksal verdient hatte!

In ein Hochgebirge, um nach Hunedoara in Rumänien nach „Castelul Corvinilor“ zu gelangen, was so viel wie Burg Eisenmarkt oder Schwarze Burg bedeutete, dabei bezog sich dieser wohlklingende Name auf ihren Standort, oder ihre fabulösen Eigentümer.

Es war „DAS Heim“ der Vampire und des Stammesvaters „Graf Vlad III. Drăculea“ Fürst der Walachei!

http://www.romanianmonasteries.org/rom/images/castelul-corvinilor.jpg

Welche Freude, warum ich?

Ich hatte nichts mit Vampiren am Hut, okay abgesehen von meinen Reisen dorthin in der Jugend, als mich die Neugierde getrieben hatte und ich meine Studien nachgegangen war, aber Vampire waren derart steif und leicht cholerisch wenn man das Falsche sagte.

Sie waren wirklich sehr empfindliche Wesen. Andauernd fletschten sie ihre beeindruckenden langen Beisserchen und waren so schrecklich ausschweifend in ihren Erzählungen, aufgrund ihres untoten, ewigen Daseins dachten sie, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen und quatschten einen zu Tode, wortwörtlich, die mussten nicht mal beißen, das bekamen die ganz von alleine hin!

Aber sie hatten ja einen unendlichen Erfahrungsschatz und genossen es uns vergänglichen Wesen ein Ohr abzukauen, wie viel glorreicher doch ihr Leben war.

Es war ermüdend und versetzte mich schon jetzt in einen halbkomatösen Schockzustand was für eloquente, immerwährenden Gespräch da auf mich zukamen. Ich hasste reden! Ich hasste zuhören! Ich hasste es, wenn meine begrenzte Zeit derart nutzlos vergeudet wurde, denn ich war schließlich nicht unsterblich!

Wie gesagt, die Vampirfamilie war weitverzweigt und wollte nicht wirklich sterben, oder sich gar freiwillig dezimieren und die transsilvanischen Vampire waren die Herrscher aller Vampire auf der Welt.

Man musste im Umgang mit ihnen höllisch aufpassen ihnen nicht auf den Schlips zu treten, schließlich waren dies doch äußert sensible aber auch nachtragende Wesen.

Auch wenn „Vlad III. Tepes“ sich zum Herrscher dieser Vampirsippschaft aufgeschwungen hatte, lungerten da noch diese ewig entmachteten Untoten herum, so sein Großvater Mircea cel Bătrân, sein Vater Vlad II., oder auch seine Brüder Mircea und Radu, sowie der Sohn vom großen Obervampir, Vlad!

Von den beißwütigen, verwandten Weibern dieser Herrn gar nicht zu reden, ein herrschsüchtiges Pack, alle miteinander.

Eindeutig zu viele unsterbliche Egomanen, die sich die Schädel ein kloppen konnten und so hatten sie die glorreiche Idee gehabt, Kolonien zu bilden und hatten sich zerstreut, so dass die Vampire weit verbreitet waren, wenngleich sie auch nicht wirklich zahlreich waren, schließlich achteten sie schon selbst darauf die Population gering zu halten, zwecks hoher „Nicht Sterblichkeit“!

Ein narzisstischeres Volk als dieses gab es wohl kaum. Arrogante, blasierte Schnösel, alle miteinander, da könnte Lucius sogar noch etwas lernen.

Das hieß also, bevor ich mich an die Kolonie hier in London heranwagen konnte, wobei ich den Vorstand auf dem Weihnachtsfest bei Slughorn kennengelernt hatte, Sanguini, musste ich bei den hohen Herrschaften in der tiefsten Walachei den buckligen Diener spielen.

Mir hatten die belustigten Augen des Lords glimmend rot entgegen geleuchtet, als hätte er gewusst, was mir durch den Kopf ging, was wohl sogar stimmte, aber er wusste auch, ich würde wie immer die Aufgabe erfüllen.

„Ich denke, dass du es bis Ostern geschafft haben dürftest eine Audienz in Transsylvanien zu erhalten, dank deiner vorzüglichen Kontakte aus der Vergangenheit!“, dann hatte ich bei den süffisant gesprochenen Worten des Lords meine Hand ans Herz gelegt und mein Haupt um meine Zustimmung kund zu tun geneigt.

„Bedenkt aber mein Lord, das würde bedeuten, dass ich höchstwahrscheinlich nicht vor dem Sommer mit der Ansiedlung hier in England reden kann!“, hatte ich eingewandt und das ewige hin und her schon als gespenstische Fata Morgana vor mir gesehen.

„Solltest du diesen Zeitplan einhalten, Severus, sollte dies in Ordnung gehen!“, so hatte er sich großzügig und mildherzig gezeigt wie eh und je und ich hatte schon angefangen zu überlegen, wie ich alles umsetzten sollte, während er sich an Draco gewandt hatte, um diesem seinen Auftrag zu verkünden!

An diesem Tag hatte er wie es schien seinen geschäftigen gehabt. Ich hatte mich gefragt, ob der Lord dachte, das ich nicht schon genug ausgelastet war, schließlich musste ich kleine, völlig unbegabte, nervende Kinder unterrichten, aber das halt nur nebenbei, somit stand ich zur Verfügung und Draco ja, der war halt auch nur ein Schüler und hatte massig Zeit.

„Draco, mein junger Freund, du hast die Ehre etwas ganz einmaliges zu wagen, denn du wirst meine Abordnung bei den Veelas sein!“ Ich hatte darauf geachtet das mir genau so wenig die Kinnlade runter fiel wie Lucius und Draco. Der Lord war an diesem Tag mehr als überraschend gewesen, indem er von uns so etwas forderte.

Es war bösartig einen Mann zu den Biestern zu schicken und dann auch noch in die Slowakei, die Heimat dieser magischen Geschöpfe. Armer Draco, bis er einen Zauber fand der ihn wirksam vor den Veelas und ihrem Charme schützte, wünschte ich ihm viel Glück.

Es war ein Unterschied gegen Fleur Delacour zu bestehen, die nur eine Viertel Veela war, denn gegen die reinrassigen Wesen anzukommen war etwas ganz anders. Aber auch Draco hatte gezeigt, dass er absolut die Kontrolle über sich behalten konnte, als er die demütige Geste gegenüber den Lord ausgeführt hatte, die zuvor auch ich benutzt hatte.

„Ich bin geehrt, My Lord, das ihr mich derart einbindet! Darf ich auf dieselbe Zeitvorgabe hoffen, wie Severus, da ich erst versuchen muss in Erfahrung zu bringen wo genau der Hauptstamm siedelt, denn sie sind ja durchaus recht scheu diese Veelas!“, offenbar hatte sein Verstand erstaunlich schnell geschaltet und er hatte gezeigt, er wusste wirklich viel über diese Geschöpfe.

„Das darfst du! Lucius, hast du etwas von Macnair und seinen Riesen vernommen?“, hatte der Lord lapidar das Thema gewechselt und Draco seine Einverständnis für den Zeitplan gegeben.

„Nur Positives, es läuft, denn sie sind immer noch unser!“, war es gepflegt und beflissentlich von Lucius gekommen, der mit seinem Gehstock gespielt hatte.

„Gut und die Kobolde, wie geht es bei dir, mit ihnen weiter?“, hatte der Lord den Schädel schräg gelegt und abgewägt.

„Sehr gut, sie lieben das Geld, die kleinen, geschäftigen Männlein!“, hatte Lucius kalt gelacht und der Lord hatte mit eingestimmt.

Genau das Lachen war das letzte woran ich dachte, als ich wieder über das zugeschlagene Buch vor mir strich, hatte ich doch bis zu dieser unmöglichen Störung darüber gebrütet, wie man die Vampire NICHT gewinnen könnte, denn das sie alleine Dank des Ministeriums schon auf der Seite des Lords stehen mussten, war leider nicht von der Hand zu weisen.

Den Zaubereigesetzlich galten Vampire als „nichtmagische Teilmenschen“, die möglicherweise im Rahmen der festgelten Richtlinien sogar gejagt werden durften, was keine Rasse gerne schwarz auf weiß las.

Hinzu kam, dass sie aber selbst unter den magischen Geschöpfen aufgrund ihres Untotseins keinen besonders guten Ruf genossen, schließlich war die „Nekromantie“ in unserer Welt wahrlich verpönt und so hatte das Zaubereiministerium sie, die Vampire, zwar als menschenähnlich eingestuft und beteiligte sie deshalb auch an den Diskussionen um die politischen Fragen der magischen Welt betreffend, aber völlig anerkannt waren sie nicht!

Wenn man mich fragte, lag es an dem jahrhundertelang gescheffelten Gold dieser ewig Lebenden, was das Ministerium so denken ließ.

Aber gut, die Zentauren und die Wassermenschen weigerten sich aufgrund dessen jedoch mit solch üblen Kreaturen wie Vampiren gleichgestellt zu werden und verzichteten somit dankend auf den „Status als Zauberwesen“, eine vertrackte Situation!

Es gab sogar in der „Abteilung zur Führung und Aufsicht magischer Geschöpfe“ so genannte Vampire-Hunter, die gefährliche Exemplare der Gattung unschädlich machen sollten. Das Problem war nur, dass das Vampire nicht immer so sahen, also das ihresgleichen ein gefährliches Wesen darstellten. Natürlich gab es unter ihnen genau solche Spinner wie bei uns, aber es war ein unguter Nebeneffekt.

Und damit wurde die Wahrscheinlichkeit das mir auf meiner Mission wirklich Erfolg beschieden sein würde nicht geringer, ein Ärgernis sondergleichen.

Doch ich schob das erstmal von mir, denn nun legte ich meinen Blick auf das zweite Ärgernis der letzten Tage, Hermione, die mich einfach stehen hatte lassen, nachdem ich es ihr besorgt hatte und mich seit dem nicht aufgesucht hatte, aber jetzt hier saß und meine Whiskeykaraffe umklammert hielt wie einen heiligen Gral und ein Glas nach dem nächsten kippte.

Ich fragte mich ungeduldig, was sie veranlasste mich mit ihrer Anwesenheit zu beehren, als ich sie unwirsch anfuhr:

„Würdest du dich jetzt endlich bequemen zu reden, warum du derart geistig abwesend und unhöflich meine Gemächer erstürmst und dann auch noch säufst wie ein Schluckspecht und dabei ein bescheuertes Grinsen zur Schau trägst!“

Da riss es sie aus ihren Gedanken und sie blickte mich wie eine Erscheinung an, wobei sie sichtlich ernst wurde und sich gleich noch einmal nachschenkte.

„Severus…es tut mir leid! Ich war nur geistig derart abgelenkt, entschuldige! Es war keine Missachtung deiner Person!“, versuchte sie mich geschickt milder zu stimmen.

Das Biest war immer verteufelt gut, wie sie mit mir oder auch Lucius umging; es war herrlich wie geflissentlich sie war: ich fragte mich nur was sie wirklich wollte, aber lange musste ich nicht warten.

„Severus, wir müssen handeln! ER weiß es….schau es dir an!“, war ich total überrumpelt, denn sie sprang überganslos auf und eilte stürmisch auf mich zu, warf sich auf meinen Schoss, auf dass ich sie fast nicht mehr um die Hüfte fassen konnte, derart ungestüm zeigte sie sich und ich hatte sie selten dermaßen unbeherrscht gesehen.

Sie lehnte ihre Stirn an meine und da verstand ich, was sie mit „schau es dir an“, meinte. Ich sollte „legilimens“ bei ihr anwenden, was ich auch unverzüglich tat, nach dem sie es wünschte und sofort zog es mich in ihren Geist, als ich ihr inbrünstig in die braunen Augen sah und diesmal hielt sie nichts zurück und leitete mich fast sanft dahin wo sie mich haben wollte.

Es war ein Vergnügen einen dermaßen strukturierten Geist zu erleben!

Somit erlebte ich ihr Gespräch mit Dumbledore und das was sich im Gemeinschaftsraum abgespielt hatten und als das Ende kam und sie mich nichts mehr sehen ließ, schloss ich die Augen um die Verbindung zu unterbrechen und dann lehnte ich meinen Kopf schwer an die Lehne meines Sessels und schwieg erst mal.

Ich musste verdauen was ich gerade in ihrer Erinnerung gesehen hatte und mir meine eigene Meinung bilden, aber dabei ließ ich sie nicht los und hielt sie weiterhin auf meinem Schoss, legte ihr nun eine Hand in ihren Nacken und glitt unter ihr Haar, streichelte das sehr kleine Dark Mark und konnte fühlen wie sie bei der leichten Berührung erzitterte. Als sie auf mir unruhig rumzurutschen begann, packte ich mit der anderen Hand noch fester an ihrer Hüfte zu und zog sie bestimmt zu mir, was sie sich gefallen ließ.

Dann begann ich meine Finger über ihren nackten, weichen Oberschenkel tanzen zu lassen, dabei stöhnte sie leicht auf und hob mir ihr Gesicht entgegen, unterdessen lag meine andere Hand noch immer schwer in ihrem Nacken als ich nun meine schweren Lieder hob.

„Das ist jetzt nicht dein ernst,… willst du nicht reden?“, schenkte ich ihr einen intensiven Blick und sah sie reglos an, wie sie mich fragend und erstaunt ansah und als ich langsam verneinend den Kopf schüttelte, da mir wirklich etwas anderes im Sinn herumging als reden, überraschte mich das Biest mal wieder.

Sie warf nur ihr Haupt zurück und schüttelte ihre Haare, auf das meine Hand aus ihrem Genick glitt und da zog sie sich bestimmt von mir zurück, aber nur soweit, das sie mit ihren Händen an meiner Hose herumnesteln konnte, was mich erfreut die Braue heben ließ, das sie immer derart zur Sache ging war befriedigend.

Sie zögerte nie etwas unnötig in die Länge so e befreite sie mich schnell und gekonnt von dem störenden Stoff um übergangslos ihre Hand auf mich zu legen und ich hatte nichts dagegen. Endlich, nachdem uns beim letzten Mal der alte Drache gestört hatte.

Ich lehnte mich zurück und genoss einfach ihre geschickte Handarbeit, während sie mich verwunderte, als sie losließ nur um mit der Hand eine verschlungene Bewegung auszuführen. Sie sprach einen Verschwindezauber und ich wusste auch gleich was sie gezauberte hatte, als sie sich flott und übergangslos auf meine aufrechte Männlichkeit setzte, keuchten wir beide auf, weil ich plötzlich von ihrer heißen, pochenden Enge umschlossen wurde.

Sie sah mich mit leuchtenden, goldschimmernden Augen an, die im Feuer des Kamins aufleuchteten, dann krallten sich ihre Nägel in meine bekleideten Schultern, als sie begann sich auf mir sachte und dann immer stürmischer zu bewegen.

Ich hielt sie mittlerweile an ihrem Po fest und ließ sie zuerst machen, aber dann zog ich sie immer fester auf mich nieder und ergab mich unserem raschen, hektischen und getriebenen Zusammensein, wobei mir ihr leicht gehetzter Blick nicht entging, der der immer mehr einer größeren Erregung und Ekstase wich, die sie und ich verspürten.

Das erstaunlichste war, dass bisher nur sie ihr Höschen verloren hatte, aber ansonsten jeder von uns noch seine Kleidung trug. Ich unterdrückte ein Stöhnen, als ich beobachtete wie ihr heiß wurde und sich kleine, glitzernde Schweißperlen an ihrem Haaransatz bildeten und sich auf einmal ihr Mund im Rausch öffnete und sie einen erlösenden Schrei von sich gab und ihre Muskeln sich um mich verkrampften, dann folgte ich ihr mit einem befriedigten Lächeln auf den Lippen.

Da sie erschöpft und erlöst auf meiner Brust lag, hob ich sie danach auf meine Arme und trug sie in mein Schlafzimmer. Sie wirkte zwar erstaunt, dass ich nicht wollte das sie ging, aber als ich uns magisch entkleidet im Bett ablegte und sie an meine Brust zog, wollte ich das begonnen Gespräch noch zu Ende führen, also passte es und ich war ein Mann, der gerne alles verband um Zeit zu sparen.

Ich spürte ihren warmen Körper an meiner Seite und wickelte spielerisch eine ihrer lockigen, langen Strähnen um meinen Finger.

„Zuerst möchte ich wissen, ob du gestern ein Treffen mit Lucius hattest?“, wollte ich wissen, da ich den Artikel im Propheten kannte und hatte den überstürzten, aber auf Außenstehende ruhigen und geordnet wirkenden Rückzug des Trios durchaus wahrgenommen und hatte ihn auch einschätzen können.

„Klar, du kennst IHN, der Artikel war zu viel!“, kam es kalt von ihr, während sie ihre Hand über meinen Bauch fahren ließ und ihre Nägel leicht kratzend über meine Haut schrammten.

„Und hat er sich selbst übertroffen?“

„Keine Ahnung, er war erfinderisch und bösartig, genauso wie man es sich vorstellt!“, drehte sie ihr Gesicht in meiner Armbeuge so, dass ich ihr ins Antlitz sehen konnte, aber ich stellte fest, dass sie nicht merken ließ was sie über Lucius und seine Aktionen dachte.

„Das war alles?“, zog ich leicht an der Strähne was das Biest mit einem verziehen des Gesichts kommentierte, aber ansonsten gewohnt stur blieb.

„Ja!“, kam es leise vom Biest und ich glaubte ihr keine Sekunde, aber sie war gut darin sich nicht lesen zu lassen, also kam ich auf das andere Thema zu sprechen. Außerdem wusste ich, wie sehr Lucius dieser Artikel geärgert haben musste, denn er war dreist gewesen und Lucius war ein rachsüchtiger Mann.

„Das was du mir gezeigt hast war alles bei Dumbledore?“, glaubte ich dem Biest freiwillig nichts.

„Das war wirklich alles! Was meinst du?“, wollte sie sich aufrichten, aber meine Hand in ihrem Rücken und in ihrem Haar verhinderte dies.

„Deine Schlussfolgerung ist wohl richtig! Wir werden uns am nächsten Wochenende am Sonntag bei Lucius im Manor zum Abendessen treffen und dort die weiteren Schritte absprechen“, bestimmt ich und sie sah mich mit großen Augen an, nickte aber zustimmend und dann rollte ich mich auf sie, begrub sie fordernd unter mir.

Es sagte ja keiner, dass ich schon zum alten Eisen gehörte, oder die Nacht nicht jung war, was sie mit einem rauen Kichern kommentierte.

Severus Sicht ende

Herminones Sicht

Alles klar, mit Lucius zusammen am Sonntag essen?

Sonst noch was? Ich kuschelte mich nach unserem zweiten, etwas genüsslicheren und weniger stürmischen Fick in die Armbeuge von Severus und legte meine erhitzte Wange auf seine von Narben gezeichnete Brust und versuchte nicht zu viel an Lucius zu denken!

Lucius?!

Der schöne Lucius, der grausame Lucius, der böse Lucius, der charmante Lucius, der gefährliche Lucius, der genießende Lebemann, der diplomatische Politiker und der gerissene Geschäftsmann, ja all dies war Lucius und noch vieles mehr!

Ich fühlte mich von ihm seit gestern Nacht abgestoßen wie noch nie, von diesem monströsen Mann. Diesen Mann, der es genoss unschuldige Menschen, wehrlose kleine Wesen, zu quälen, leiden und foltern zu lassen und dies nicht einfach tat, weil es getan werden musste, sondern dabei noch widerwärtige Freude empfand.

Wie verachtenswert!

Ich mordete auch, hatte mich dafür entschieden, dass ich das tun musste und sah mich ab und an gezwungen es zu tun, aber ich mochte es schnell und schmerzlos auf beiden Seiten. Ich konnte nicht nachvollziehen wie jemand dabei Freude, Glückseligkeit oder gar Gefallen darüber empfinden konnte Menschen lustvoll, langsam zu Tode zu quälen und zu foltern.

Was sollte daran toll sein?

Die Macht, die berauschende Macht das Opfer mit panischer Furcht vor den Schmerzen zu quälen?

Die sadistische Freude der Überlegende zu sein?

Der seine Opfer demütigte, beherrschte und unterdrückte?

Ein Sadist, der sich am Leid der anderen erfreute?

Ein Peiniger, dem es gleich war, wie Schuldig oder Unschuldig seine Opfer waren, der keinen Unterschied in ihnen sah und dem Mitleid und Mitgefühl fremd war!

Und diesem grausamen Mann war ich zum Teil verfallen, wie ich nur zu gut erkannte, aber das musste aufhören, das durfte keine Sekunde weitergehen.

Ich hatte Draco und Severus und das alles was seit Weihnachten passiert war zeigte mehr als deutlich das Lucius Malfoy ein gefährlicher Mann war, der nichts empfinden konnte, der nichts fühlte, der innerlich tot war, der schon lange aufgehört hatte zu leben!

Alles was er mir vorgespielt hatte, das ihn an mir reizte, war nur sein Wunsch alles und jeden zu dominieren, zu besitzen und zu beherrschen, aber es gab niemanden den er wirklich und ernsthaft achtete und ein Gefühl oder gar Respekt entgegen brachte!

Was sah er in mir?

Höchstwahrscheinlich ein Mudblood, mit dem er seinen Spaß haben konnte und dabei noch Draco und Severus eins so nebenbei hereinwürgen könnte.

Er war ein verachtenswerter Mann in seiner Grausamkeit.

Da lobte ich mir Fenrir, der sagte mir wenigstens offen und ehrlich, das die Menschheit im Großen und Ganzen seine Futterstube war, während Lucius so tat als wäre er noch Mensch und würde nicht in jedem anderen Menschen sein ganz persönliches Spielzeug sehen mit dem er nach Lust und Laune „spielen“ konnte, um es dann zu zerstören und zu vernichten, wie es ihm passte, denn das tat er!

Er ließ nichts ganz, wenn er ging und auch bei mir nicht, nicht nur das mein Herz nicht mehr ganz war, so war auch mein Geist nicht mehr eins, denn Lucius zerbrach alles und jeden und ich musste aufpassen, dass er nicht auch mich vollständig zerbrach!

Und jetzt wollte Severus am Sonntag ein Familienessen, beim besten Willen, mein Hunger in letzter war eh gestört, denn schmecken tat mir in letzter Zeit nicht wirklich was, aber zu wissen, dass ich Lucius beim Essen würde ins herrlich schöne, aber kalte Antlitz blicken zu müssen, das bereitete mir sorge, nicht das ich auch nur ein bissen würde hinunterwürgen können.

Ich wollte IHN, Lucius so schnell nicht wiedersehen.

Als ich leicht aufstöhnte um in einen erschöpften Schlaf zu versinken, geborgen an der Seite des dunklen und düsteren Mannes, der ebenfalls alles andere als einfach war, versuchte ich zumindest keine Gedanken mehr an Lucius zu verschwenden.



Lasst es mich so formulieren, Severus weckte mich noch einmal, um mich an meine Pflichten ihm gegenüber zu erinnern und ich erfüllte sie zu seiner Zufriedenheit.

Er war dann aber so freundlich mich noch etwas an seiner Seite schlafen zu lassen, also sein Alter konnte man ihm nicht vorwerfen, dachte ich zynisch. Doch ich fand es schön, dass er es verstand mich derart auf andere Gedanken zu bringen und das schönste war, dass er nicht vieler Worte bedurfte damit er verstand was zu tun war und was ich darüber dachte.
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BeitragThema: Re: Kapitel 238-239   Do Feb 09, 2012 7:20 am

239. Kapitel Starrummel


Somit war heute der große Tag um den nächsten fulminanten Akt aufzuführen und alle die sich für das Appariertraining angemeldet hatten, versammelten sich nach dem Frühstück in der großen Halle um unserem vom Ministerium gesandten Wilkie Twycross zu lauschen.

Am Rande sei vielleicht noch erwähnt, dass keiner der Sechstklässler fehlte. Es versammelte sich an sich, die komplette DA, bis auf unsere zwei Mädchen aus Gryffindor, die ich selbst in unserem Schafsaal immer übersah.

Meistens vergaß ich, dass es sie gab, da es ganz verschüchterte, junge Mädchen waren, bei denen ich mich tagtäglich fragte, wie die nach Gryffindor hatten kommen können.

Sally Smith und Quirella Mayer hießen diese beiden Mädchen, die immer unsichtbar waren. Sie waren nie im Gemeinschaftsraum, wenn ich da war und irgendwie auch nie in unsrem Schlafsaal wenn Lav, Pav und ich da waren.

Quirella war ein Halfblood und Sally ein Pureblood, aber wie gesagt, sie lebten sehr separiert in unserem Haus.

Dann waren da noch Millicent Bulstrode, die zwar ein Halfblood war, aber mit ihrem ganzen auftreten rassistischer wirkte als ein Malfoy, außerdem versuchte sie auch Goyle und Crabbe an körperlicher Breite zu übertrumpfen.

Sie war keine schöne Frau, eher ein bulliges Mannweib und Sally-Ann Perks, die einfach zu sehr zu der perfekten, reinblütigen Ehefrau erzogen worden war, fast mehr noch als Daphne, diese hatte im Cottage mehr und mehr ihre Überzeugungen über Bord geworfen, auch wenn sie das so offen nicht zugab, hinzu kam sie hatte sich unsterblich in Harry verliebt.

Daphne war wohl deutlich pragmatischer als Sally-Ann und so sah sie, dass wir auf einen Krieg zusteuerten und sie sich antiquierte Vorstellungen vom Weibe am Herd nicht leisten konnte oder wollte. Außerdem hatte es ihr wohl gut getan, dass sie innerlich schon seit Jahren gegen die verhasste Stiefmutter rebelliert hatte, die ihr die reinblüter Werte auch diktatorisch aufoktroyieren wollte.

Aber Sally-Ann schien nichts anders zu wollen als sich zu pflegen und zu hegen. Dann war da nur noch Daphne, die ja aus bekannten Gründen kein Mitglied der DA war, sowie Draco.

Ebenso hatten sich Lilly Moon, eine reinblütige und Sophie Roper, ein Halfblood, aus Hufflepuff nicht für uns entscheiden können. Auch sie waren zwei Freundinnen, die sehr eng zusammenhingen und wenig mit uns aus den anderen Häusern zu tun hatten, aber auch die Nähe zu ihren Kameraden aus ihrem eigenen Haus scheuten.

Nur die Ravenclaws der sechsten Klasse waren wirklich vollständig, komplett in der DA vertreten!

Und so war letztendlich der Apparierkurs eher ein großes Familientreffen, musste ich wirklich zynisch denken, während Twycross wieder nervte mit seiner Theorie über seine „Goldene Dreierregel“ und sich eine fast greifbare Unruhe unter den Schülern breitmachte, die verständlich war, dachten doch alle, dass sie die DA genügend auf dergleichen vorbereitete.

Da gab ich ihnen nur zu einem Teil recht, da die totale Konzentration, die man doch benötigte um nicht zu kotzen oder gar sich zu verlieren und zu zersplintern, war schon von Nöten und verlangte einen viel Kontrolle ab, denn durch diesen Schlauch gepresst zu werden war beim ersten Mal brutal ungewohnt gewesen und das zu erwartende, laute Knallen verursachte bei mir jetzt schon Unbehagen, vor allem da ich mich fragte, wie ich einen Knall erzeugen sollte, nachdem ich derart viel Zeit investiert hatte, das lautlose Apperieren zu meistern und zu perfektionieren?

Aber nun, ich sah in die vor Begeisterung leuchtenden Augen der meisten und in die betont gelangweilten der Slytherins, sowie in die unwohlen wie zum Beispiel von Harry und Ron, als endlich dieser weißhaarige Schwätzer und Wichtigtuer von Ministeriumsnervensäge übertrieben eifrig in die Hände klatschte und damit die Hauslehrer aus ihrem apathischen Schlaf riss, da diese den Vortrag wohl jährlich zu hören bekamen, fand ich es durchaus nachzuvollziehen das sie geistig abdrifteten und Severus schien von ganz weit her wieder aufzutauchen und warf dem Tester einen mörderischen Todesblick zu.

Als wir endlich nach einer gefühlten Ewigkeit zur Tat schreiten durften, bildeten sie zehn Vierergruppen, somit kamen wir mit Hannah zusammen, was diese stoisch hinnahm. Wir wurden alle durcheinandergewürfelt nur, das Trio hatten sie nicht wirklich zerrissen.

Er erklärte nun die Kreistechnik.

Da die Halle von den Tischen und Bänken befreit worden war, hatten wir einen riesigen Raum zur Verfügung, die verschiedene, weit entfernte Kreise zeigte und es war Ziel soweit wie möglich vom Podest der Lehrer im letzten, dem 10.ten Kreis, kurz vor der Eingangstüre zu landen.

Es gab fünf Kreis am Start, somit war die Hälfte des Kurses beschäftigt mit springen und die anderen mit zuschauen und dem lernen durch das zusehen, wie sich unser schlauer Lehrer ausdrückte.

Es wurde tragisch, lustig und komödiantisch was sich hier abspielte.

Erneut hatten hier die Schlangen mal wieder den Vorteil das Severus alles tat damit niemand allzu groß bemerkte das erstaunlich wenige aus seinem Haus ein Problem mit dem Apparieren hatten, was Draco doch tatsächlich eine schrecklich aufgeblasene und herrlich arrogante Maske aufsetzten ließ, für die er wirklich Prügel verdient hätte.

So verzogen Harry und Ron die Gesichter zu Fratzen als wir sein überhebliches und spöttisches Grinsen sahen, darüber wie wir uns mühten als Idioten zu erscheinen vor McGonagall und Twycross.

Wir hielten uns bewusst im Hintergrund und ließen so fast jeden vor und beobachteten das Grauen. Die Hauslehrer konnten einem leidtun, denn die Schreie waren fast betäubend, wenn einer sich wieder erfolgreich zersplintert hatte und geheilt werden musste.

Wir erlebten und sahen die lustigsten Missgeschicke. Ein paar, die es wirklich schafften, kleine Teile ihres Körpers bei ihrem ersten Sprung zurückzulassen. Einige erbrachen sich erbärmlich und waren dem boshaften Spott so einiger ihrer Kameraden ausgeliefert, andere fielen in Ohnmacht und ich fragte mich wirklich, ob ich mich damals nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt hatte, als ich von der Diagon Alley in den Garten meiner Eltern apperiert war, aber nun gut, ich hatte es geschafft, vielleicht hemmte die zu detaillierte Vorbereitung?

Schließlich war es Harry, der als Erster aus unserer Gruppe vortrat. Wir gehörten eh zur zweiten Gruppe. Er schauspielerte gut, kniff seine Augen konzentriert hinter der Bille zusammen und kaute nervös an seiner Lippe, somit wirkte er alles andere als sicher und steuerte den ersten Kreis direkt vor sich an und krach war er weg und bumm in dem Kreis gelandet und ließ sich filmreif auf die Knie sinken und würgte erbärmlich sein Essen wieder hoch.

Keiner hätte bei dem Anblick geglaubt das Harry schon apparieren konnte, aber es hatte auch keiner gesehen, dass er vor dem Sprung heimlich ein Würgetoffe in den Mund geschoben hatte, man konnte die Twins für ihre Erfindungen lieben.

Unterdessen machte sich Draco fingerzeigend, lautstark über den „starken Potter“ lustig und Harry warf ihm zwischen dem Würgen zornfunkelnde Blicke zu, alles sehr glaubwürdig und sehr überzeugend unter den Augen aller vorgetragen.

Nun war Hannah dran und sie überraschte. Dieses Mädchen, das mit ihrem kurzen Bob derart anders aussah als früher, verzog vor angestrengter Konzentration ihr Gesicht zu einer hässlichen Grimasse und sprang gleich in den dritten Kreis und blieb überraschend ganz.

Sie konnte es selbst fast nicht glauben und sprang ganz erfüllt durch die Gegend, aber sie hatte es als einzige derart weit beim ersten Sprung geschafft und war dabei heile geblieben. Die Slyhterins hielten sich zurück bei ihren Probesprüngen und sprangen alle nur wenn in den ersten oder zweiten Kreis, aber nie weiter.

Neville sprang als nächstes und er ließ wirklich nur seine Haare zurück, die gerade auf den Boden rieselten, als er schwindelig und kahlköpfig im ersten Kreis zu Boden ging. Doch noch mehr erschreckte uns alle Padma, da sie es als erste gleich schaffte in den vierten Kreis zu springen, dabei machte sie einen Höllenlärm, als es wieder donnerte und wir alle herumfuhren.

Da knallte es wieder peitschend laut durch die Halle, worauf ein Aufschrei von Professor Sprout über die krachenden Geräusche hallte. Da Susan Bones eines ihrer Beine am Ausgangspunkt gelassen hatte, kreischte nun selbst Susan gepeinigt und erschrocken laut auf, als das Blut ungehindert floss und alle Lehrer sichtlich panisch und hektisch, bis auf Snape, zu der Zersplinterten eilten.

Susan war brüllend vor Schmerzen und Panik zusammengesunken und verkrallte sich mit ihren Händen in ihrer Hüfte, da ja das eine Bein fehlte. Die Professoren versuchten unterdessen das fontänenhaft ausschießen des Blutes stoppten, während Twycross relativ gefasst das zurückgelassene Bein aufnahm und es zu der Verletzten trug, dann behandelten sie Susan schnell und routiniert.

Einigen unserer Mitschüler war nun derart schlecht, dass sie kreidebleich aussahen und nun schon alleine dank des metallischen Blutgeruchs würgten. Professor Flitwick beseitigte gerade die Sauerei, dass Blut, als ihr Severus nach einer harschen Aufforderung von McGonagall eine Phiole mit Blutbildungstrank ausdruckslos in die Finger drückte und Susan diesen gierig trank.

Aber man musste sagen, die DA Mitglieder schlugen sich nicht nur hervorragend, sondern auch ihre Neven waren gestärkt, denn sie waren durch die simulierten Kämpfe und die dabei auftretenden Verletzungen, Schmerzen und das Blut gewöhnt so was zu sehen und zu ertragen.

Sie zeigten Nervenstärke, zwar waren einige von ihnen bei dem grausigen Anblick blass geworden, aber nicht so zusammengebrochen wie Bullstode, Perks, Smith, Mayer, Roper und Moon.

Na gut, ich gebe es zu, selbst Daphne fühlte sich irgendwann berufen sich wenig damenhaft zu erbrechen, aber ich schob es auf ihren schwangeren Zustand, da doch Schwangere derart gerne ihr Gegessenes hergaben, das es uns fast nicht auffiel das sie sich aufgrund der Würgegeräsche inspiriert sah mitzumachen.

Ich war ja versucht zu lachen und selbst Severus und Draco konnten ihre Belustigung zumindest in ihren Augen nicht vor mir verstecken, denn es war ein entwürdigendes Schauspielt, urkomisch an sich, kam ich mir wie in einem chaotischen Theater vor.

Als ich an der Reihen war und mir der Blicke von Ron, Harry, Draco, Blaise und Severus mehr als überdeutlich bewusst, aber auch der Blick von McGonagall lag intensiv auf mir, versuchte ich nicht zu zeigen was ich wirklich konnte.

Leider war klar, dass ich Ehrgeiz zeigen musste, wie in allem was ich tat und versagen mir wohl keiner wirklich abkaufen würde, aber das wichtigste war, dass ich darauf achtete Krach zu machen.

Verdammt, ich hätte nicht derart beharrlich an einem stummen Abgang arbeiten sollen, denn wie erzeugte man Krach?

Gute Frage!

Während ich gespielt unsicher am Start stand, war ich fast zum ersten Mal in meinem Leben wirklich sehr unsicher und das nicht nur gespielt, da ich verzweifelt nicht über den Sprung nachdachte, sondern nur daran erstens Krach zu machen und zweitens nicht zu weit zu springen.

Als ich neben mir Ernie wahrnahm, versuchte ich zu ergründen wann er springen würde, denn ich hatte eine Idee, ich würde seinen Lärm nutzen. Ich sah wie er seine Augen zusammenkniff und da schloss auch ich meine Augen und hoffe, dass ich richtig lag und apparierte einfach drauflos, um durch den Schlauch, den ich schon lange nicht mehr als unangenehm empfand, gezogen zu werde, als ich dann schon fast zu leise nur von einem sehr seichten „popp“ Geräusch begleitet auftauchte, war mir doch mal endlich das Glück hold, da Ernie, der wirklich kurz nach mir Gesprungen war, viel Krach machte. Er erschien fast synchron zu mir im ersten Kreis und machte dabei einen Heidenlärm und übertönte so lautstark meinen viel zu leisen Plopp.

Ich war, wie ich nun erkannte, im vierten Kreis erschienen und leget mir nun in einer gespielten überraschten und erstaunten Geste die Hand auf den Magen um meine Übelkeit zu simulieren und eilte zu meinem Ausgangspunkt und hoffte, dass mein Schauspiel gut genug gewesen war.

Nun war Ron an der Reihe und ich weiß nicht, wie er es schaffte, denn er verriet es uns nicht, aber ihm gelang es eine halbe Augenbraue zurückzulassen. Es sah komisch aus, war aber sehr lustig. Er grinste uns schelmisch zu und war sichtlich stolz mit sich etwas zurückgelassen zu haben, etwas was weder mir noch Harry gelungen war.

Lasst es mich zusammenfassen es war ein Trauerspiel, die ganzen 12 Wochen des Kurses, leider, aber wir schafften es, unglaublich aber wahr.

Ich arbeitete daran schlechter zu werden in dem ich laut war und ich machte drei Kreuzzeichen als diese Tortur vorbei war und ich meinen Test machen und ablegen konnte um die Apparierlizenz zu erhalten.

Das einzige was sich von den ausgenommen begabten Slytherins sagen ließ war, dass sowohl Padma als auch Hannah und Neville mit die ersten waren, die den zehnten Kreis erreichten, neben uns und damit zeigten das an ihrer Konzentration, ihrem Willen und ihrem Bedacht kein Zweifel bestehen konnte.

Ja, unsere Wahl war gut und als Draco dies sah, akzeptierte er sogar langsam aber sicher Neville. Man konnte nicht behaupten, dass das Wochenende nicht seine wahrlich spannenden Aspekte hatte, denn am Sonntagvormittag war es so weit, es war Hogsmeade Tag und somit Ginnys lang ersehntes Date mit Oliver Wood, der sich gleich für die erstbeste Möglichkeit angeboten hatte zu kommen.

Ginny freut sich darauf ohne einen wachsamen Bruder einen schönen Tag mit ihrem Angebeteten verbringen zu können, daher lief sie mir hinterher und war ganz aufgeregt, regelrecht aufgekratzt.

„Hermione, ich hab ein großes Problem. Ich bin kein Kind mehr und will auch nicht so aussehen! Ich gehöre zur DA und nun zur anderen Gruppe. Ich bin bereit für einen MANN, wie Oliver und das will ich ihm zeigen, aber ich hab Angst… mein Äußeres! Du hast dich seit dem Ball in der Vierten derart verändert! HILF MIR…BITTE, BITTE! Ich bin verzweifelt! Ich meine, Mum rüscht sich nicht auf, hat sie nie getan und meine Brüder, die spielen Quidditsch, aber die können mir nicht zeigen was Männer wollen, weil sie Brüder sind! Ich hab keinen Geschmack und Stil, woher verdammt! Als ich versucht habe Harry zu gefallen, sind mir die verächtlichen Blicke sehr wohl aufgefallen, bin ja nicht blind… noch blöd, bestimmt sah ich da mehr wie eine Nutte aus! Aber ich will erwachsen aussehen, für Oliver!“, haspelte sie in einer unglaublichen Geschwindigkeit hervor, während sie aufgeregt auf sich zeigte und meinte:

„So, das hab ich mit Mum an Weihnachten gekauft, es ist das Beste und erwachsenste was ich habe, alles andere ist zu kurz und ZU bunt! Aber ich bin mir echt nicht sicher!“ Zeigte ihr Blick große Sorge und nachdem ich mit gerunzelter Stirn zurücktrat, musste ich sagen, dass ich blinzelte.

Was bitte war das?

Okay, ich wusste, das Molly keinen Geschmack hatte was Farbe und Formen anging, aber das war einfach grausam. Es war ein schwarzes Strickkleid, relativ schlicht, es hatte eine ausgestellten Rock und kindische, rosarote Blumenornamente zerstörten die Schlichtheit und ließen es schrecklich kitschig und zuckersüß erscheinen.

Es war einem 12 jährigen Mädchen angemessen, aber keiner jungen Frau, die einem älteren, jungen Mann gefallen wollte.

Sie hatte ihr Haar zu einem Pferdeschwanz gebunden und wirkte wie süße, unschuldige 10! Grausam!

Wood würde Angst haben ein kleines Mädchen zu vergewaltigen, wenn er ihr einen Kuss rauben wollte. Ich musste ein ersticktes Kichern durch ein Hüsteln tarnen, das war ihr Date Outfit, oh Hilfe!

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„Okay, ich helfe dir, dann kommt aber schnell mit!“, wenigstens war sie nicht so arrogant um nicht um Hilfe zu bitten, denn zu erkennen, dass man Rat dringend nötig hatte, war doch auch schon was und so rannten wir die Treppen hoch und als wir den Gemeinschaftsraum betraten, sah ich mit einem zielgerichteten Blick schon meine Unterstützung und rief:

„Hey Lavender…Parvati, wir bräuchten eure Hilfe, kommt ihr mit hoch?“ Die beiden waren vollkommen überrumpelt, dass ich sie ansprach und sie staunten nicht schlecht, als ich sie mit einer rot glühenden Ginny im Gepäck bat zu helfen.

Vor allem seit meinem Aussetzer und meiner körperlichen Gewalt vor der DA genossen mich viele, wenn nicht gar alle, mit großer Vorsicht, aber sie erhoben sich wortlos und folgten uns und auf dem Weg erklärte ich was ich wollte.

„Ihr müsst uns helfen, Ginny in eine erwachsene, junge Dame zu verwandeln!“, konnte ich das beginnende leuchten in den Augen der Mädels sehen, denn die Aussicht, sich in Sachen Mode und Schminken austoben zu können, schien sie zu beflügeln.

Es war beängstigend, wenn sie doch nur dieses begeisterte Feuer in der DA zeigen könnten, dann wären sie fantastische Kämpfer, aber so lag ihre Faszination in der Verschönerung und dem Schnick Schnack.

Ich gab es zu, ich wusste selbst wie wichtig es sein konnte mit seinen Reizen zu spielen, denn gerade Männern wie den meinen Gegenüber war es elementar das die Frau auf alle ihre Waffen zurückgriff und sie einzusetzen verstand, aber ich ging da strategisch ran.

Ich wusste was mir stand und setzte es um, aber begeistern oder lange fesseln konnte es mich nicht, eher war es eine notwendiges und wirksames Werkzeug, dem ich mich bediente wie meinen Dolchen!

Meistens gingen meine schönsten Kleider eh kaputt und ich wurde geschlagen und lief mit blauen Flecken rum! Konnte man sagen, dass ich desillusioniert und pragmatisch war!

„Wenn, welcher Mann ist es?“, „Ja, das würde ich auch gerne, wissen!“, „Ich komme UM, vor Neugierde?“, „Harry, ist es ja nicht mehr?“, „Ja, und Dean und Michael hast du ja auch abgesägt, also wer ist es?“, „Ich hab noch keine Gerüchte gehört, das du einen neuen Freund hättest?“, schnatternde Lav und Pav in einer Tour und ich rollte entnervt die Augen, während Ginny ein geheimnisvolles, verliebtes Lächeln zur Schau trug und das Geschnattere erstaunlich langmütig über sich ergehen ließ, doch mir reichte es langsam, da sie davor standen wohl jeden Jungen den Hogwarts zu bieten hatte aufzuzählen.

Dem kam ich dann aber zuvor, indem ich einen intensiven Blickwechsel mit der krebsroten Ginny führte, ob wir es sagen konnten, da es wirklich jeder sehen würde, wenn sie sich heute trafen und als sie sachte nickte mit einem verschämten aber glücklichen Lächeln, begann ich zu reden:

„WOOD, es ist WOOD! Ihr neugierigen Nervensägen!“ Sofort hielten sie in ihrem lauten Geplapper inne, als ich es laut schrie und sahen mich fast ängstlich an. Aber Lavender schien sich erstaunlich schnell zu fangen und kicherte dann nach einem Blick auf Ginny affektiert und bekam vor Nervosität ganz gerötete Wangen bei dieser Erkenntnis.

„OH…oh…darauf wäre ich NIEEE gekommen! Das ist unglaublich!“, „Ein Star!“, „Ein Quidditschspieler, der ersten Liga!“, „Wow, ich beneide dich!“, kreischten die Mädels nur noch lauter und steigerten sich total rein und ich wünschte sofort ich hätte geschwiegen.

„Aber sorry Ginny, das wird in dem Fetzten nix! Nicht, dass es nicht schön ist, aber Wood ist ja älter und derart erfolgreich! Zieh das schnell aus!“, wirkte Lavender von einer Sekunde zur nächsten erwachsen und nicht mehr kindisch, da es hier um einem Mann ging? Oder warum?

Diese Frau verwirrte mich! Und sie war noch nett, indem sie das Kleid nicht total zerredete, wobei ich es für Ginny einfach grausam fand.

Ginny wurde genötigt sich komplett zu entkleiden. Jetzt stand sie zitternd und nackt bis auf ihre Dessous im unschuldigen baumwollweiß im Schlafsaal vor unseren kritischen Blicken und zeigte sich mehr als beschämt, während wir sie spektisch betrachteten, denn wir drei zeigen uns einig, dass das keine Frage war das diese Unterwäsche, selbst wenn Wood ihr nicht an die Wäsche gehen sollte, ja mal so was von gar nicht ging, das war eine Omaunterhose der fiesesten Art. Ich bettete meinen Po seit Jahren nur noch in einen Hauch von nichts!

Es war lustig zu erleben, dass ich einmal in meinem Leben mit Lav und Pav vollkommen einer Meinung war, als die zwei Mädchen beschämt kicherten und mit den Augen rollten.

„Oh Ginny, das ist grausam….ich geh mit dir ins Bad, komm!“, kicherte Lavender noch immer und zog eine mich verzweifelt ansehende Ginny ins Badezimmer und knallte die Tür zu, als sich Pav vorfreudig in die Hände klatschte.

„OH, das wird total lustig, ich glaub, ich hab für Ginny genau das richtig an Unterwäsche. Sie war mir etwas zu groß, aber ihr könnte es passen….aber Kleidung…!“, knabberte die Inderin an ihrer Lippe und ich sprang ein.

„Also, Kleider hab ich genug, ich schau mal!“, bot ich an und verschwand halb in meinem Koffer.

Dank, Lucius und Draco hatte ich Kleider jeder Couleur in meiner Auswahl, etwas lockerer und luftiger und jugendlicher von Draco und die erwachsene, elegante, sehr damenhafte Variante von Lucius und gespart hatten sie bei beide nicht, hinzu kam noch meine Garderobe, die ich mir selbst ausgewählt hatte vor meiner Zeit als Malfoy, um es einfach zu sagen, die Auswahl die mir zur Verfügung stand war riesig.

Gut, das was ich besaß war nicht billig, aber wenn ich etwas hatte, dank, meiner richtigen Familie, wie dank meiner Neuen, dann Geld und das mehr als genug, somit konnte ich ihr ohne wirklich darüber nachdenken zu müssen auch gleich eines schenken und dann fand ich, was ich suchte und rief zu Parvati:

„Braun, ich finde zu ihrem Rot passt ein dezentes Braun!“

„Jupp, das ist toll, dann färben wir meine Unterwäsche in ein beige oder braun, das bekommst du bestimmt hin, oder Hermione?“, stimmte Pavati zu und fragte vorsichtig nach.

„Das sollte die leichteste Übung sein!“, meinte ich als ich das Kleid rauszog und mich auf die Suche nach passenden Schuhen machte, zwar wusste ich, das ich mit 36 kleinere Füße hatte als Ginny, aber ein kleiner Zauber und das Problem sollte ebenfalls behoben sein, wobei ich gerade die Schuhe fand.

Es waren hochhackiger Stiefel mit leichtem Plateau, die für das Kleid wie gemacht waren. Ich hielt die Stiefel hoch und warf dem Kleid, das auf dem Bett lag, einen taxierenden Blick zu und überlegte, bei mir wäre es perfekt, aber Ginny war nicht ich, als Parvati neben mich trat und auch von meiner erhobenen Hand mit den Stiefeln zweifelnd zu dem Kleid schaute.

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„Mhm…das Kleid ist perfekt….aber, die Stiefel! Nicht, das sie kein Traum sind, sie sind herrlich, aber sehr edel und fast zu elegant, du hast eh fantastische Kleidung und Accessoires, aber ob das zu Ginny passt?“, fasste sie meine Zweifel gekonnt in Worte und ich nickte nur.

Ginny kam gerade in ein großes Handtuch gewickelt rotwangig mit tropfnassen Haaren aus dem dampfenden Bad und wirkte dabei leicht überfordert, während die begeisterte Lavender in ihrem Element schien und in einer Tour auf das arme Mädchen einquatschte.

Dann hielt mir Parvati die Wäsche vor die Nase, einen schlichten Satinstring und einen BH aus glattem Satin in rot und ich wandelte sie in ein glänzendes, sattes dunkelbraun um. Mir fiel das Zaubern mehr als leicht.

Ich reichte die Sachen Ginny, die sich uns dann präsentiere und ehrlich, auf ihrer blassen Haut und mit den jetzt von der Nässe dunklen, roten Haaren, die bis zu dem BH reichten, harmonierte die Farbe hervorragend und so bekam sie noch eine hautfarben Strumpfhose, da wir ja leider immer noch Januar hatten und dann kam mein Kleid, das ihr Lavender einfach über den Kopf zog, ohne das Ginny groß einen Blick hatte darauf werfen können, aber Lav hatte es abgesegnet nach einem extrem kritischen und taxierenden Blick auf mein Bett.

Als Ginny vor uns stand mit dem braunen Satinkleid, das eine spitzen Borte am Saum hatte und dazu den integrierten Cardigan trug, der mit Satinbändern vorne unterhalb der Brust geschlossen wurde, sah sie gleich deutlich besser aus als mit ihrem, naja, Kinderkleidchen.

Das Kleid hatte einen schönen, dekorativen, aber dezenten Ausschnitt und war damit für ein Date unter Tage nicht zu viel und nicht zu wenig und es war ganz anders als was Ginny sonst trug, sehr elegant.

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Aber wir ließen sie nicht in den Spiegel schauen. Wir beobachteten wie sich das edle, sanfte Material des Kleides an ihre Formen schmiegte, derweil zog Lavender den Cardigan zurecht und schloss in vorne mit einer schönen, akkuraten Schleife.

Ich sah nur zu als Ginny gezwungen wurde auf einem Stuhl Platz zu nehmen und die beiden erregten Mädels mehr als gekonnt magische Schönheitszauber wirkten, die ich zwar auch kannte und auch zum Beispiel auf mein Haar anwandte, aber diese Meisterschaft konnte ich in diesem Gebiet, dank Interessenmangels gar nicht erreichen. Die Zwei zauberten wie verzückte Hexen auf Ginny ein und verwandelten das Entlein in einen Schwan.

Sie glätteten ihr langes, dichtes, rotes Haar bis es glänzte und wie eine volle Pracht über dem schönen Rücken lag. Sie frisierten es so, dass die vorderen Haare nicht störend in ihr Gesicht fielen. Danach machten sie sich ans Schminken und blieben dezent und betonten ihre Augen passend zur Kleidung mit einem leichten Braun, etwas Wimperntusche, aber wie gesagt, sie blieben sehr dezent, um ihr dann etwas Rouge und einem glitzernden Lippenstift in einem leichten braun aufzutragen, der aber auch sehr zurückhalten daherkam.

Ginny sah gepflegt und wunderschön aus und mit Sicherheit nicht wie ein Kind, sondern eine junge, attraktive Frau. Als wir das fast fertige Werk betrachteten, rutschte sie nervös und ungeduldig auf dem Stuhl herum.

Parvati griff schließlich zu den hohen, braunen Stiefeln und Ginny bekam große Augen.

„Das ist nicht euer ernst? Da fall ich bestimmt auf die Nase!“, ereiferte sich Ginny recht aufgeregt.

„Ja, und sie sind zu elegant, Ginny versprüht eine gewisse freche, sportliche Ausstrahlung!“, meinte Lavender nachdenklich.

„Sie ist burschikos!“, fasste ich es wenig schmeichelhaft zusammen, in einem etwas veralteten Ausdruck, aber da hier nur Reinblüterinen waren verstanden sie mich sehr wohl.

„Ich ….ich hab braune Stiefel! Soll ich sie holen?“, kam es zaghaft von Ginny.

„Nein, Parvati macht das, du sollst dich erst fertig sehen! Wo sind sie?“, schaffte Lavender das Regiment führend bestimmt an und die Gute erstaunte mich, auch wenn es in einem für mich unbedeutenden Resort geschah, so zeigte sie doch das sie das Zeug hatte zu führen, erstaunlich!

Ich war schon fast amüsiert als Pav brav und folgsam davonhetzte um die Stiefel wie befohlen zu holen.

Unterdessen besah ich mir Ginny und mir gefiel was ich sah, aber eine Kette oder dergleichen wollte ich ihr nicht geben, nicht weil ich geizig war, aber das könnte zu viel werden, weniger war mehr dachte ich noch, als die Tür aufflog:

„Ich hab sie gefunden, sag mal, warum bist du derart ordentlich? Ich musste gar nicht suchen!“

„Bei so vielen Brüdern lernt man das wenn du deine Sachen finden willst! Und wenn du Fred und George als Brüder hast, lernst du sogar deine Sachen nie aus den Augen zu lassen!“, meinte Ginny und kicherte als sie sich die Schuhe einzog.

Es waren flache, schlicht, graubraune Lederstiefel, die bis über die Waden gingen und perfekt zu Ginny und ihrem Kleid passten und erst da ließen die Mädchen sie vor den Spiegel.

„WAOH, bin das ich!“, rief sie ungläubig aus und drehte sich verzückt vor dem Spiegel und ihre echte, ehrliche Freude war schön zu erleben, dass es so was auch noch gab, ging es mir wehmütig durch den Sinn!

„Also wenn du jetzt nicht Wood überzeugen kannst das du reif für ihn bist, dann nie, Ginny!“, warf ich lakonisch ein und grinste.

Selbst die Stiefel passten zu dem Outfit. Es wirkte gewagt sportiv, aber das war genau Ginnys Stil, wie gesagt, mir hätten ja meine Stiefel mehr zugesagt, aber bitte!

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„Ich weiß gar nicht, wie ich euch danken soll, die Sachen….ich geb sie auch natürlich zurück!“, erklärte Ginny ehrlich begeistert und eifrig, doch da winkten sowohl Parvati wie auch ich schnell ab.

„Werde glücklich damit!“, sagte ich und sie starrte uns nur an und so warf sie sich noch einen dicken, schwarzen Wintermantel über das Ensemble und brach mit mir und den Jungs auf das Schulgelände zu verlassen und da…………

DA stand er schon, Oliver Wood!

Der Traumprinz von Ginny Weasley. Er lehnte lässig am schmiedeeisernen Eingangstor von Hogwarts und strahlte schon von weitem, als er uns zu viert kommen sah bis über beide Ohren.

Ich fand es immer noch herrlich zu wissen, dass Wood zu Draco gehörte, auch wenn ich immer noch nichts Näheres wusste und das wurmte mich schrecklich. Auf der anderen Seite war es auch mal gut zu wissen, wie es sich anfühlte nicht alles zu wissen, ich war schon arrogant genug!

Somit machten wir uns auf den Weg nach Hogsmeade, wenn ich heute Abend schon dem Schrecken namens Lucius ins verrucht schöne Antlitz blicken durfte, würde ich den Vormittag genießen und mir würde es eine Freude sein, zu sehen wie Ginny und Wood sich umschwänzelten.

Wir waren extra langsam geworden, um zu beobachten wie Ginny erstaunlich forsch und relativ wenig schüchtern zu Wood trat und ihm die Hand reichte. Er führte ihre Hand, ganz der reinblütige Gentlemen der er war, zum Mund und tat als hauche er ihr einen Kuss auf den Rücken, was Harry und Ron verächtlich schnauben ließ und ich rollte die Augen, das war nicht, weil sie die Umgangsformen nicht kannten, dank ihrer Zeit im Cottage unter Blaise Ägide waren ihnen diese Regeln nicht mehr fremd, aber sie fanden es der kleinen Ginny gegenüber lachhaft, was mich zum Schnauben brauchte, Jungs!

Ginny wirkte erstaunlich wenig unsicher oder sie überspielte diese erstaunlich gekonnt, als sie den Weg vor uns nach Hogsmeade einschlugen. Wir gingen hinter ihnen her. Ron hatte sich schon lange damit abgefunden das ich und auch Harry Oliver Wood für durchaus würdig als Freund seiner Schwester sahen und er ertrug es. Er versucht ruhig zu bleiben, als er sah, wie sich Woods Hand vorsichtig mit Ginnys verhakte und sie nun Händchenhalten den Weg entlanggingen.

Zu putzig das Ganze, dies war eine Liebelei, die mal öffentlich gezeigt wurde, denn Wood schien zu seinen Gefühlen stehen zu wollen, wenn er sie derart vor allen berührte.

Er war wacker!

Aber er war auch ein geborener Gryffindor!

Bei Slytherins war dieses Verhalten undenkbar, da sich in der Öffentlichkeit zum Beispiel auch Blaise und Astoria sehr zurückhielten. Dies war das vornehme, oder eher affektierte Gebaren der Reinblüter, Zuneigung eher hinter den verschlossenen Türen zu zeigen, an sich eine verlogene Gesellschaft.

Oder aber bei Paaren wie Padma und Greg, Katie und Adrian oder Harry und Daphne, hier musste der Schein aufrechterhalten werden und sie durften und konnten nicht zeigen wem ihr Herz gehörte.

Aber das zu sehen war auch einfach mal schön, dachte ich zuerst, aber wann lief jemals alles glatt?

Eben irgendwie nie, kam es wie zu erwarten! Wood war ein Quidditchstar, der seit dem er von der Ersatzbank der Puddlemere United zum ersten Hüter aufgestiegen war, eine Attraktion war, vor allem in Hogsmeade und bei den Schülern die auf das Dorf losgelassen wurden.

Er war noch nicht so lange von der Schule herunter das ihn keiner mehr als ehemaligen Kameraden erkannte. Die Quidditschverrückten Jungs fingen an ungläubig auf das Paar zu zeigen, genauso wie die verzückten Mädchen, die dem gutaussehenden Wood anbetungswürdige Blicke sandten.

So wurden sie noch vor dem Eingang des Dorfes von einer Horde Fans umlagert und ich sah nicht genau wie es passierte, aber der gutmütige Trottel von Wood kam den ersten lautstarken Forderungen von den fordernden Fans nach und signierte einige Autogramme, die sie ihm frech und unverfroren entgegen reckten, dadurch hatte er Ginny losgelassen und ich musste beobachten wie sie abgedrängt wurde.

Sie blickte recht panisch und verloren drein, als sich vor allem immer mehr Mädels an Wood drängten und sie in den Hintergrund geschoben wurde.

Wobei sich Wood selbst schon unwohl umsah und sein unruhiger umherirrender Blick Ginny suchte, die er, wie er selbst bemerkte verloren hatte. So rückten ihn die „Fans“ immer mehr auf die Pelle, man sah, dass er sich unwohl fühlte, bei dem Ansturm.

Er wirkte gequält.

Als wir uns ihr nährten und ich auf sie zuging und gerade sah wie Draco mit Daphne galant am Arm aristokratisch erhaben daher schritt, hörten wir, wie er laut über die unruhige Masse rief.

„Da scheint einem aber der Starrummel zu Kopf zu steigen, wenn er sein Date vergisst! Vielleicht kommt der Hochmut vor dem Fall vom Besen!“, schnarrte Dracos fiese Stimme über die Masse und Woods Kopf ruckte hoch, als er Draco identifizierte und eine verdächtige Röte stieg in seine Wangen bei der Rüge, denn das war es und da ich wusste, das Wood Draco´s Mann war, verstand ich zum ersten Mal, warum Draco Macht über den Jungen hatte und ich fragte mich, wie ich derart blind hatte sein können!

Ich wusste, dass Adrian Pucey der Geschäftsführer von Puddlemere United war und somit Woods Vorgesetzter und das Pucey zu Draco gehörte, wusste ich seit Katie und der Kette auch, also war klar das Draco der Besitzer des Quidditschvereins sein musste, sonst hätte er keine derartige Macht über Wood!

So ein ausgefuchster Schlawiner, warf ich einen taxierenden Blick zu dem entschwindenden, blonden Schönling, der mehr Fäden in den Händen hielt, als ich manchmal vermutete, denn seit wann war er der Besitzer von dem Verein?

Dass er das Quidditschteam gekauft hatte, wussten weder sein Vater, noch Severus, noch ICH!

Er war ein Geheimnistuer, verdammt, aber ich musste nur rausbekommen wer den Verein offiziell gekauft hatte, denn das ihn Draco nicht in Persona gekauft hatte, war auch logisch, also würde ich da nachforschen, wenn er nicht mit der Sprache rausrücken würde, würde ich selbst forschen und wenn ich etwas konnte dann das!

Und dies war eindeutig eine Drohung an Wood gewesen von Draco, dass er sich um Ginny kümmern sollte. Ich fragte mich wirklich was Draco bezweckte.

„Ginny, auf in den Kampf! Schau ihn dir an, er will Hilfe! Woodyboy ist wohl zu wohlerzogen um auf den Putz zu hauen seinen nervigen FANS gegenüber!“, meinte ich zynisch und überging Dracos Aktion einfach.

„Bitte, geht doch etwas zurück, ich bin Privat hier!“, versuchte Wood es nun bestimmt, aber doch noch zu sanft für die verrückte Masse.

„Hermione, er nennt mich Ginevra!“, kam es zusammenhanglos und aufgeregt von Ginny, während sie mich mit freudig glänzenden Augen ansah.

„Perfekt, schon immer oder jetzt erst?“, harkte ich gespannt nach.

„Nein, er hat mir beim Empfang einen langen Blick zugeworfen und dann meinte er, Ginevra! Mit ganz tiefer Stimme, da ist es mir eiskalt den Rücken runter gelaufen!“, jetzt sah sie mich leicht verschämt an, aber die Freude über diese Entwicklung war ihr deutlich an zu sehen.

„Perfekt, wie es scheint wirkt dein dezent geschminktes Gesicht schon und die Haare, ich bin gespannt wie er reagiert wenn er sieht was du unter diesem Mantel trägst! Aber er zeigt, dass wenn er nicht mehr Ginny sagt, er sieht das du anders bist als früher, schau das es so bleibt, sieh zu, das er nicht wieder einen Grund findest und Ginny sagt, das ist eh zu kindlich! Du hast einen schönen Namen, ich würde jeden verhexen der es wagt mich Herm oder Mione zu nennen!“, ermutigte ich sie sich weiter so zu verhalten und ihn sich zu sichern.

Wir Sprachen intensiv miteinander und so bemerkte Ginny gar nicht, das Wood es schaffte sich mit seiner Autorität doch noch durchzusetzten und wie er nun herrisch dafür sorgte, das sich seine Fans trollten und so machte Ginny das genau richtig, indem sie ihm nicht zu sehr nachlief und eher gleichgültig erschien.

Dies stachelte doch den guten Wood erst recht an, wobei Ginny es eher unabsichtlich tat, da sie aufgeregt mit mir sprach und verarbeite, dass ich es gut fand das Oliver sie mit ihrem vollem Namen ansprach.

„Die Damen, Granger, erfreut! Es tut mir leid Ginevra, diese impertinenten Fans gibt es überall, aber besonders hier, das wollte ich nicht, verzeih mir!“, sprach er derart sanft wie es nicht mal Harry Daphne gegenüber zustande brachte, jedenfalls nicht wenn ich oder wohl einer von uns anderen anwesend war!

Oh, wie es schien war er der einzige von uns, der nicht gestört war, was ich Ginny gönnte und zwar mit meinem ganzen, erkalteten Herzen.

„Oh Wood, du konntest dich erwehren, du hast deine Mann gestanden!“, sagte ich sehr süffisant und mit belustigt zuckenden Augenbrauen. Meine sarkastische Art sorgte dafür, dass sich seine Ohren sichtbar rot färbten, aber er sah mir weiterhin aufrecht ins Gesicht, ein sympathischer und wirklich gut aussehender, junger Mann.

„Du gestattest, wir haben ein Date!“, wies er mich geschickt, aber nicht unhöflich zurecht, aber das ließ ich ihm durchgehen.

„Natürlich, schon überlegt der Dame ein gutes Essen in „Der Idyllischen Einkehr“ zu spendieren!?“, empfahl ich ein Restaurant, das nicht derart überfüllt war wie das Gasthaus zum Drei Besen.

Es war ein kleines, aber gepflegtes und etwas teures Lokal, das genauso gut versteckt wie Madame Puddifoot´s war und es war zwischen der hellen, als auch der dunklen Welt eingebettet und deshalb selten besucht von Schülern, aber auch weil es eben nicht derart kitschig war und relativ ruhig und abgeschieden. Aber ich dachte, das war genau das was die beiden brauchten.

Sofort hoben sich Woods Augen bei dem Vorschlag, aber Ginny nickte bestimmt.

„Da war ich noch nie!“

„Na, dann wird es Zeit!“, grinste Wood ehrlich erfreut und nahm Ginnys Hand bestimmt und hakte sie sich gut sichtbar unter, auf dass es jeder sah, das er mit Ginny und nur mit ihr da war und ging mit einem Nicken zu mir davon, als auch schon Harry und Ron neugierig auftauchten und mich ausfragten.

Das Getuschel und Getratsche im Drei Besen, das Ginny Weasley eindeutig ein Date mit dem fünf Jahre älteren jungen Quidditschstar Oliver Wood hatte, war das beherrschende Thema und Ron wurde oft angestarrt, da man auf Informationen hoffte und er starrte bedrohlich zurück.

Als wir am Nachmittag im Gemeinschaftsraum ankamen, kurz bevor ich aufbrechen würde müssen, fanden wir eine in ihrem schicken Outfit verträumt auf der Couch sitzende Ginny vor, die sich verzückt die Hand auf das Brustbein gedrückt hielt und als wir drei uns vorsichtig nährten, erkannte ich, dass sie eine Kette trug und den Anhänger ungläubig umklammert hielt.

Wie es schien war dies ein Geschenk von Wood.

„Leute, ich bin nicht verliebt, ich liebe Oliver, den und kein anderer! Sorry Harry, aber du warst nichts als eine jugendliche Schwärmerei….. aber Oliver, er ist ein Traummann… arch, mein Traummann! Schade, dass ich in der Schule festsitze! Ich hoffe, er kann auf mich warten, denn ich werde es für ihn tun!“, sah sie uns nun scharf an und wir drei konnten bei ihren ernsten Worten nur schockiert nicken, wie es schien hatte das Mädchen ihren Entschluss gefällt! Und typisch rotköpfige Weasley in einer sturen Konsequenz.

„Ähm, Süße du weißt aber schon das für Oliver der Aufstand in Hogsmeade die Regel und nicht die Ausnahme war, oder? Er wird umschwärmt und er sieht dich nicht oft!“, kam es besorgt von Harry, der auf das offensichtliche Hinwies, das räumliche, langwierige Trennung schwer war, gerade am Anfang einer Beziehung.

„JAAAA leider, das ist das einzige was mir Angst macht, wirklich! Aber er war beim Essen zu süß, das war wunderschön. Er hat mich Ostern nach Irland wieder eingeladen, ein Spiel mit Übernachtung, für ein Wochenende und diesmal drei Karten. Ich überlege ob ich die Twins mitnehmen soll, denn ich vermisse sie und sie haben mir den Minimuff geschenkt und waren so lieb zu mir als ich sie endlich in ihrem Laden besuchen durfte!“, überlegte sie mit gerunzelter Stirn und ich dachte nur, das die Twins immer gut waren.

„Schreib Arthur einen Brief, das du die Twins nach Irland einlädst, wenn er ja sagt, wird Molly nichts mehr sagen!“, war ich mir aufgrund des Besuchs beim Orden sicher, dass er seiner Tochter das nicht abschlagen würde.

„Sicher, meinst du wirklich?“, fragte Ginny skeptisch.

„Ja sicher! Vertrau mir!“, nahm sie nun die Hand von ihrem Hals und da gurgelte Ron fast vor Schreck.

„WAS… was ist das?“, zeigte er mit ausgestrecktem Finger auf die Kette.

„Oh, die hat mir Oliver am Schluss geschenkt und mir umgelegt, ist sie nicht wunderschön und danach hat er mir noch einen sanften …..beruhig dich Ron, ganz unschuldigen Kuss auf den geschlossenen Mund gegeben!“, starrte sie Ron mit Todesblick nieder und er verschluckte sich fast am runterschlucken seines Protestes.

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Die Kette war nicht überkandidelt, passte sehr gut zu Ginny, eine Kette, die wohl von meinen Männern nie einer verschenken würde, eher die Nase rümpfen aber sie war genau richtig für Ginny, auf das sie sie jeden Tag tragen konnte und das hatte Oliver sicher auch im Sinn gehabt.

Es war ein silbernes Herz, das wirkte wie geschnitzt oder gehämmert. Die Form war leicht asymmetrisch und auf der größeren Seite war das Herz oben in der Rundung durchbohrt und ein dunkelbraunes Lederband hindurch gefädelt. Wie gemacht für Ginny, sehr süß, leicht sportlich und etwas schlicht, aber es sagte was er sagen wollte.

Mit verträumtem Blick verabschiedete Ginny sich schließlich von uns, doch nicht ohne sich noch mal an mich zu wenden, mich, was mich überraschte kurz zu drücken und mir dabei zu zu wispern:

„Danke für die Hilfe, das Kleid und alles!“ Sie entschwand fröhlich in Richtung ihrer Freundinnen. Kaum war sie verschwunden hörten wir Ron wieder unwirsch schnauben, man sah ihm deutlich an was er von dem ganzen hielt. „Ich billige diese Verbindung genauso wie Draco, daher wirst du das akzeptieren Ron!“, erklärte ich kompromisslos, da grummelte er in seinen nicht vorhandenen Bart, als ihn ein unsanfter Schlag von Harry in der Seite traf und ein befehlender und stahlharter Ausdruck in dessen derart grünen Augen trat und Ron schluckte schwer und sah mich dann geschlagen an.

„Klar!!! Es ist Ginnys Entscheidung und Wahl! Aber versprich mir nur, das ER nicht mit ihr spielt…keiner von beiden, weder Wood noch dein Freund, denn sie soll kein Spielball in einem Spiel sein dessen Regeln sie nicht kennt!“, zeigte mal Ron wieder das er ein durchaus vorrausschauender Stratege war, der erkannte, dass Draco nachdem er ihn beim ersten mal auf der Toilette im Drei Besen zusammenstaucht hatte anscheinend mehr Interesse an Ginny und Wood hatte, als es der erste Anschein erkennen ließ und die heutige Aktion hatte Ron ja auch mit mitbekommen.

Ja, Ron wurde weitsichtig und das war etwas was ich respektieren konnte.

„Sehr weitsichtig Ron und glaub mir, auch wenn wir Probleme mit Ginny haben und hatten, so ist sie eine BL nicht ohne Grund und sie gehört wie du zu den Twins! Ich verspreche dir und werde nicht zulassen, dass mein Freund….ihr übel mitspielen will! Und Wood, nun für den kann ich nicht die Hand ins Feuer legen, aber ich könnte dir anbieten ihn zu verhexen, wenn er es nicht ernst mit ihr meint, wobei ich das von seinem Verhalten her nicht glaube! Der Junge hat sich wirklich verliebt!“, erklärte ich Ron wie ich das sah und versuchte ihn etwas zu beruhigen.

„Danke, Schönste, das reicht mir und danke für deine Hilfe, aber vermöbeln kann ich Wood schon noch selbst, aber ich will nur nicht, das nach Harry und Co. es nicht schon wieder eine Nullnummer für Ginny wird!“, glitten unsere Blicke zu der verträumten Ginny und wir durften ihr dabei zusehen wie sie mehr oder weniger durch den Gemeinschafsraum tanzte, aber die neugieren Fragen der Mädels ignorierte, nur Lav und Pav durften ihre Kette näher begutachten und nach der Hilfe war dies auch legitim.

Aber somit kam der Abend leider viel zu schnell und ich war nervös, deshalb wählte ich meine Kleidung mit großem Bedacht, bevor ich mir den schwarzen, langen Mantel überwarf und zusah, dass ich Gryffindor unbemerkt von den anderen hinter mir ließ, da ich um 20 Uhr ging, begleiteten mich Harry und Ron in den Geheimgang in die Kerker und verabschiedeten sich wortarm von mir.

Zwischen uns war kein Wort mehr über das Thema Dumbledore gefallen.

Sie hatten mich nur am nächsten Morgen gefragt was Snape gesagt hatte und ich hatte ihnen erzählt, dass er mit mir übereinstimmte und heute dieses Familienessen einberufen hatte, um die weiteren Schritte zu planen.

Seitdem hatten sie nichts mehr zu dem Thema gesagt, nur ihre Blicke hatten gezeigt, dass sie sich bewusst waren was wir hier besprachen.

Die „Zukunft Albus Dumbledores“!

Aber sie schienen sich mehr als klar zu sein auf was es hinauslaufen könnte und schwiegen lieber. Ich war auf ihre Reaktion gespannt, wenn ich ihnen mitteilen würde was wir heute Abend absprechen und entscheiden würden.

Ich eilte in den düsteren Fluren der Kerker entlang und verschwand um die Ecke, um auch schon auf Severus und Draco zu treffen, die vor der Statue warteten, die uns in den Verbotenen Wald entlassen würde.

Draco küsste sachte meine Stirn zur Begrüßung, während Severus den Ausgang öffnete, dabei fiel zwischen uns allen kein Wort, denn das war wahrlich nicht nötig und so eilten wir aus dem schmalen Gang in den dunklen Verbotenen Wald.

Als wir auch schon Augenblicke später im strahlend und hellerleuchteten Foyer des Manors standen, erlaubte ich mir keine Regung und versuchte kälter als kalt zu erscheinen, da ich bemerkte das Lucius uns schon erwartete und wie eine Schlange alles genauestens beäugte.

Er stand in einem dunkelgrauen Samtanzug vor uns, der ihm gekonnt schmeichelte, dabei spielte er betont gelangweilt mit seinem Gehstock herum, während mir Draco galant anbot den Mantel abzunehmen, dabei konnte ich mir der Blicke aller drei mehr als sicher sein.
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Kapitel 238-239
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