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 Kapitel 240-241

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queenie
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BeitragThema: Kapitel 240-241   Do Feb 09, 2012 7:21 am

240. Kapitel Mörderische Entscheidungen im Manor!


Mein Ensemble war gut gewählt.

Es war ein langes Kleid mit halblangen, schwarzen Ärmeln und einem rundem, hoch geschlossenen Ausschnitt. Die Brust war durch gefalteten, weißen Crepe de Chine betont, sodass es aussah als würde ich eine Bluse unter dem Kleid tragen.

Dann jedoch ging das Oberteil in einen schwarzen Rock über, der weit fiel. Mit einem unauffälligen Gürtel wurde die schlanke Taille betont und dann kam der nächste Clou, denn das Kleid hatte einen Beinschlitz, der bis zu meinem Oberschenkel reichte und mein linkes Bein frei ließ, das ich in eine blickdichte, weiße Strumpfhose gezwängt hatte. Dazu passend hatte ich zu hohen, weißen Lederstiefel gegriffen, die mörderische Absätze hatten.

Insgesamt war das Kleid mehr als verhüllend aber auch ein sündiges Versprechen.

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So trug ich auch meine Haare dezent hochgesteckt, um nicht von dem Kleid abzulenken. Als ich sah wie Severus verhalten belustigt eine dunkle Augenbraue hob, während Draco mir deutlich mit dem Leuchten in seinen Augen zu verstehen gab wie sehr ihm mein Aufzug gefiel, zeigte Lucius gar nichts außer, dass er sich brüsk nach einem langen Blick zu mir umwandte und auf den Speisesaal zueilte.

Ich hatte mich wieder geweigert im privaten ihm den Respekt zu erweisen, den ich ihm vor den DeathEatern sehr wohl zugestanden hatte. Aber hier, unter uns, könnte er sich den Knicks sonst wo hin schmieren.

Ein bösartiges Lächeln legte sich auf meine Züge, denn jetzt zog ich mich derart verschlossen und hochgeschlossen an wie gewünscht, aber blieb edel und elegant sowie Lucius das außerhalb des Manors wünschte, nun hatte er das Haar in der Suppe, denn jetzt trug ich es auch hier.

Mir war nach letztens nicht danach auch nur ein Stückchen Haut zu zeigen, das hätte mir ein Gefühl der Verletzbarkeit und Nacktheit vermittelt und ich musste heute stark sein.

Nachdem ich erkannt hatte, ich kannte diesen komplizierten und komplexen Mann überhaupt nicht im Ansatz, würde ich kein Bisschen mehr von mir preisgeben ihm gegenüber.

Es erschien mir unglaublich, dass ich schon einmal zusammen mit ihm in einem Bett geschlafen hatte, diesem Eisklotz, der einen Stecken verschluckt zu haben schien. Momentan wirkte die Erinnerung beinah wie ein Traum. Gleichzeitig zeigte es mir, ich kannte ihn eben nicht und ich wollte mich nicht noch angreifbarer machen als ich für ihn eh schon war und somit suchte ich Schutz hinter Kleiderschichten, wobei ich es jetzt großzügig auf das kalte Wetter schieben könnte?

Er saß schon wie immer gebieterisch thronend auf seinem Stammplatz an der Stirnseite des prächtigen Tisches und blickte uns bemüht beherrscht entgegen und ich ging an Dracos Arm galant und sicher geführt zu Tisch, während ich es schon schön fand wieder im Manor zu sein, denn eines erkannte ich ganz klar, dies war nun mein Heim, ich hatte es vermisst!

Als die Stuhlbeine über den Marmor schrammten und Draco mir den Stuhl zurechtrückte und wir vier uns höflich zunickten, erhob Lucius das Glas und prostete in die Rund, was wir erwiderten:

„Severus, du hast um das Treffen gebeten!“ Mir rann gerade noch der kühle Champagner die Kehle hinunter, während er auch schon die kalte Stimme erhob und ich wusste, das war´s mit meinem Appetit.

Dieser war mir dank der wie immer wunderschönen, aber so kühlen und unberührten Erscheinung von Lucius vergangen. Das einzig gute war, das die Eisenmaske sein Gesicht in Mould-on-the-Wold verhüllt hatte, so konnte ich mir vielleicht irgendwann einreden, er war es gar nicht gewesen?

Wobei das utopisch war, da seine Augen unvergesslich für mich in diesem arktischen Grau geglänzt hatten, ohne jedes Gefühl außer dem der Belustigung oder Freude.

„Lucius, würde ich denn deine wertgeschätzte Zeit in Anspruch nehmen ohne Grund?“, hauchte Severus sehr seidig und grinste verschlagen, während seine kinnlangen, schwarzen Haare sein Gesicht malerisch umrahmten.

„Das wäre dir auch zu empfehlen, Severus!“, gab Lucius nicht minder samtig zurück und lächelte süßlich, während er sich eine Strähne seines langen, weißblonden Haares hinter ein Ohr schob.

Es erschien es als hätten die beiden trotz ihrer Drohungen einen Witz gerissen den nur sie verstanden, da Draco nicht mal aufsah als er sein Buttermesser zur Hand nahm und danach ungerührt auf einem Stück Brot kaute.

„Hermione, machte dieses kurzfristige Treffen nötig!“, sorgte Severus trockener Kommentar dafür, dass sich mir die Blicke sowohl von Draco als auch von Lucius ruckartig zuwandten.

Seit ich gestern Abend mit Severus….gesprochen hatte…ja, so konnte man das auch nennen, war es mir noch nicht gelungen Draco von Dumbledore´s Wissen, in Kenntnis zu setzten und damit würde er erst jetzt von den Geschehnissen erfahren und somit zuckte ich entschuldigend die Schultern, was dazu führte, das er gut verborgen unter dem Tisch seine Hand auf mein Bein legte und einmal beruhigend drückte.

Ich wusste ich musste mit Draco reden, der bestimmt nicht verstand warum ich derart verkrampfte wenn ich seinen Vater ansah, da ich bisher keine Zeit gehabt hatte ihm von Mould-on-the-Wold zu erzählen und gleichzeitig war dann dies mit Dumbledore passiert und dann das mit Severus. Draco kam wahrlich zu kurz, selbst Harry wusste mehr von Lucius Tat, aber ich nahm an, da Draco den Artikel aus dem Propheten kannte, das er eine Ahnung hatte, das sich etwas abgespielt haben dürfte, hatte doch auch er meinen Aufbruch aus der Halle mit den Jungs gesehen, leider geschah zu viel als das ich noch hinterher kam alle zu informieren.

„Sprich!“, kam es nun kalt und fordernd von Lucius, wobei mich seine gefühllosen Augen ausdrucklos musterten, unterdessen verkrampfte sich meine Hand um die Stoffserviette in meinem Schoss, als ich meine Augen zu ihm wandern ließ und versuchte ihm gelichgültig einen Blick zuzuwerfen. Ich war für Dracos feste Berührung dankbar, schließlich vermittelte sie mir eine gewisse Sicherheit.

„Dumbledore weiß, das ich, MISS Mafloy bin!“, merkte man mir meine innerliche Nervosität nicht an, da ich wie immer beherrscht war und schockierte somit die beiden anderen sichtlich, während sich mein schwarzhaariger Geheimnisträger belustigt zurücklehnte, die Arme verschränkte und das Schauspiel, das er es zuerst wusste, zu genießen schien, als Draco sich fing und überrascht meinte:

„Warum weiß ich davon nichts?“ Ich wollte ihm antworten, aber leider war ich zu langsam.

„Weil sie gestern Abend umgehend mit dieser Erkenntnis zu mir kam und ich sie nicht mehr gehen ließ!“, kam es enorm zweideutig von Severus.

Das ganze begleitete ein verrucht dreckiges Grinsen, das Draco nonchalant aber erstaunlich gefasst zur Kenntnis nahm, fortwährend streichelte er nur weiter mein Bein und war unter den Schlitz geschlüpft, was meine Haut gefährlich kribbeln ließ, aber auch dazu führte, dass Lucius seine elegant geschwungene Braue skeptisch verzog.

„Düfte ich erfahren, wie du zu dieser Annahme kommst?“, fragte er Severus Einwurf übergehend, da auch schon sachte nach und ich lenkte bewusst meinen stählernen Blick zu ihm und ignorierte Dracos gemeingefährliche Hand und überschlug demonstrativ die Beine, was dazu führte, das ich seine Hand einklemmte, ihm schien dies aber wiederum egal zu sein.

„Er hat es mir versteckt durch die Blume gesagt, mit Hinweisen und Andeutungen. Severus hat meine Gedanken gesehenen und er kommt zu demselben Ergebnis, das Dumbledore es ohne Zweifel weiß!“, erklärte ich ruhig und kalt.

„Severus?“, legte Lucius nur den Kopf überlegend schief als er eine Antwort forsch und befehlend forderte.

„Sie hat Recht, ich kenne Dumbledore jetzt schon seit Jahrzehnten und er weiß es! Er ist nur noch unsicher wie und warum sie das ist, was sie ist! Das erkennt man an seinem zweigeleisigen Verhalten. Desweitern ist er unsicher, wie er Potter über den „Vertrauensbruch“ von Hermione unterrichten kann ohne, dass der Junge aufgrund dieser Erkenntnis zu Grunde geht oder ihm im schlimmsten Fall nicht glaubt! Das einzige ist nur, ich habe keine Ahnung wie er es wissen kann! Das Ministerium verzeichnet nichts, Gringotts schweigt wie ein Grab, alle anderen die es wissen stehen unter Zaubern! Potter weiß es und akzeptiert es schon längst, also woher weiß der Alte es!“, zeigte Severus einmal in seinem Leben, das ihn sein Nichtwissen wirklich ärgerte, als er zornig falten auf seiner Stirn zog.

„Das ist eine gute Frage, aber an sich zweitrangig, wenn er es denn weiß und ich vertraue auf eure Einschätzung der Sachlage, was habt ihr vor?“, überging Lucius generös Severus verbale Erregung und zielte auf das Wesentliche und wischte dies alles mit einer wegwerfenden Geste hinweg.

„Beseitigen!“, „Eliminieren!“, kam es von Severus und mir gleichzeitig und führte dazu, dass uns die beiden Blonden in unserer Runde ob unserer absoluten und totalen Einigkeit erstaunt ansahen.

„AHAH…ihr seid euch einige und dann auch noch in der Radikalität und Endgültigkeit des Ganzen!“, zeigte sich Lucius belustigt, indem er die Mundwickel sachte leicht spöttisch anhob um sein mildes Amüsement zu unterstreichen, was dazu führte, das Severus die Mundwinkel genau in die andere Richtung verzog und Draco sich aus meiner Beinklammer befreite und seine Finger wieder über meinem Oberschenkel spielerisch tanzen ließ.

„Wirklich??? Ihr wollt Dumbledore, nach dem Lord einer der mächtigsten Magier unserer Generation, ermorden?“, fragte Draco interessiert.

„Von wollen kann keine Rede sein! Eher von müssen!“, kam es von Severus punktuiert und er schnarrte schon fast aggressiv zu Draco und sein Braue lüpfte sich abwägend und sein Blick zuckte zu uns.

Wie es schien konnte der allsehende Severus erahnen was Dracos Hand unter dem Tisch tat.

„Was sagt dein Mr. Potter, zu deiner Entscheidung!“, kam es schon fast süffisant von einem gut unterhalten aussenden Lucius. Das ihm ein Menschenleben keinen Sickel wert war, wusste ich ja schon und das Verhalten von Severus und Draco schien ihn zu amüsieren.

„Harry und Ron beratschlagen noch, wurden aber über die begrenzten Möglichkeiten von mir in Kenntnis gesetzt und zeigten sich nicht….abgeneigt!“, riss ich mich am Riemen und sah Lucius nicht direkt an als ich ihm erzählte was die Jungs dachten.

„In der Tat?....Severus?“, lag ein großer Zweifel in Lucius Worten, als er wieder Severus Einschätzung befehlend einforderte.

„Sie spricht die Wahrheit, Lucius…sie würde es nicht wagen dich zu belügen! Potter weiß es wirklich!“, sprang Severus zu meiner Verwunderung für mich ein, da er ja das Gespräch noch im Gemeinschaftsraum in meinen Erinnerungen gesehen hatte, wie Harry und Ron reagiert hatten und er wusste wie ich, dass ihre Zurückhalten, wenngleich sie geschockt gewesen waren, einem Zugeständnis im Großen und Ganzen gleichkam.

Jetzt hörten wir alle wie Lucius einen ungläubigen, lauten Ton ausstieß, bevor er weitersprach:

„Ich soll glauben, dass der Goldjunge bereit ist seinem Mentor ermorden zu lassen?“ Bei den Worten sprach absoluter Unglaube aus Lucius und er blickte mehr als zweifelnd drein, während er erneut ein verächtliches Schnauben ausstieß.

„Glaub es oder halt auch nicht Lucius. Harry ist so anders als du denkst! Er weiß, dass Dumbledore alles versuchen würde uns zu trennen, etwas was aber nicht mehr möglich ist! Harry wird mich nie aufgeben! ….“, warf ich ihm einen verachtenden Blick zu, da mir bewusst war, das Lucius so etwas niemals verstehen würde.

Harry und mich verband keine Magie, kein Zwang, nichts…außer unserem Gefühl und dem Willen das wir für uns Familie waren, etwas was ein herrschsüchtiger und gefühlloser Mann wie Lucius niemals nachvollziehen würde.

„Pass auf was du sagst, denn du gehörst zu uns und bestimmt nicht zu Potter!“, fauchte da auf einmal Lucius überraschend bösartig los und sorgte dafür das es erstaunlich still im Saal wurde, da wir sahen wie in seinen Augen ein gefährliches Gewitter aufzog.

Wenn ich es nicht besser wüsste, dass er NIE etwas empfand, hätte ich gesagt, er wäre auf Harry eifersüchtig!

Wie utopisch!

„Das weiß ich wohl und Harry auch, aber ich werde immer die Schwester sein, die er nie hatte und er mein Bruder, daran ändert die Familie Malfoy nichts!“, war ich stur und schob mein Kinn aggressiv vor, dafür würde ich wieder runter in die Verließe gehen! Aber so war meine Stimme ruhig und ich versuchte ihm zu erklären was uns verband.

„Lass es gut sein, Vater!“, sprang Draco flott ein als er sah wie Lucius etwas entgegnen wollte, aber da klappte er den Mund zu und blickte Draco von oben herab sehr arrogant an, was dieser stoisch erwiderte, wäre dieser Konflikt sonst wohl endlos weitergegangen und ich war zutiefst dankbar das Draco verstand das Harry zu mir gehörte.

„Herminone, ist dies wirklich die einzige Alternative?“, fragte Draco überlegt, wandte sich mir zu, um weiter vom Thema abzulenken, worauf Severus so freundlich antwortete. Er hatte sich das Theater bisher schweigend, aber wie es mir schien gut unterhalten, angesehen.

„Nun, für den Alten sind alle entbehrlich bis auf Potter, sein Konstrukt ist auf der Wichtigkeit dieser einen Person aufgebaut und nur ihm! Er würde alles und jeden Opfern um sich Potter zu sichern! Dessen muss man sich bewusst sein, hier ist Dumbledore skrupellos!“

„Eben, da stimme ich Severus zu und außerdem denk ich, dass der Lord eine Enttarnung gar nicht gut aufnehmen würde!“, warf ich unwohl ein. Es passte mir gar nicht, schließlich hatte ich erst Dumbledores Leben gerettet, nur um jetzt sein endgültiges Verscheiden zu planen.

„Das wäre zu erwarten. Er will, dass du offiziell an der Seite von Potter bist, mehr als nah dran und er will das niemand weiß, wer du bist!“, sinnierte Lucius laut und hatte sein langstieliges Weinglas andächtig in der Hand und betrachtete den glänzenden Rotwein darin während er nachdachte. „Wer hat nur Schuld, das das herausgekommen ist?“, war die Kälte in seinen Augen beängstigend und ich schluckte schwer, erinnerte mich des Blickes als er es genossen hatte den jungen, hoffnungsvollen Journalisten zu Tode zu foltern, als mich dieser Ausdruck traf und er mich festnagelte, als würde er mein Versagen voraussetzen, dass ich die Schuld trug und schlampig gewesen war.

„Ich habe keine Schuld! Ich weiß es nicht woher, aber ich werde weiter suchen, es ärgert mich sehr!“, erwiderte ich gleichgültig eisig und schaffte es nichts von meinen Gefühlen durch klingenzulassen.

„Es ist elementar zu erfahren wie es dem Alten Zausel gelingen konnte hinter das Geheimnis zu kommen, enttäuscht mich nicht, auch du Severus. Ich will wissen welche Lücke wir übersehen haben, verstanden!“, kehrte er gerade den Despoten raus, leider wie immer sehr überzeugend in seiner ganzen selbstherrlichen und gebieterischen Pracht, denn er strahlte totale Autorität aus, als er seine Befehle an uns aussprach.

Dann krachte zur Unterstreichung seiner guten Stimmung der Schlangenkopf seines Gehstocks auf die herrlich eingedeckte Tafel nieder und der laute Schlag hallte noch nach während ich schluckte und nickte, dabei ließ Severus sich zu gar keiner Entgegnung hinreißen und schnitt nur demonstrativ ungerührt sein Fleisch in absoluter Ruhe weiter und aß gemächlich.

„Wie wollt ihr ihn beseitigen?“, ging es auch schon weiter und Severus und ich warfen uns einen kurzen Blick über den Tisch zu und ich dachte wirklich schwer nach, denn so einfach war das gar nicht.

Nicht nur, dass der Alte wirklich ein mächtiger Zauberer war, es ging ja auch noch um seinen Stab, wie Draco und ich wussten. Also wandte ich mich nun Draco zu und in seinem hellgrauen Blick sah ich genau diese Frage, der Zauberstab von dem Lucius und Severus nichts wussten, dem Elderstab.

Für mich stand fest wie damals von mir angewiesen, das Harry, Herr dieses Stabes wenn werden musste, sonst keiner und ich wusste, wie sehr Draco diesen haben wollte. Die Gier darüber stand fast offen geschrieben in seinen grauen Augen, aber offen sagen, dass ich dies Harry zudachte, wäre auch zu vermessen, denn wer sagte mir, das er das wirklich konnte.

Harry hatte sich verändert, war gereift und skrupelloser geworden, aber er war weit entfernt zu sein wie ich!

Ob er in der Lage wäre einen „avada“ zu wirken?

Ich mochte es bezweifeln! Den Harry war viel aber ein Mörder?

Derart kalt und rücksichtslos war Harry nicht…oder noch nicht!

Aber skrupellos ein Menschleben nehmen, das sah ich noch nicht, noch lange nicht, aber er musste der Herr dieses bescheuerten Stabes werden und nachdem Dumbledore von mir wusste, würde er den Stab Harry nicht freiwillig geben!

„Draco tut es oder ich! Ist doch gleich!“, sagte ich ausweichend als das Schweigen zu lange wurde, auch wenn ich wusste, das Harry noch in diese Gleichung gehörte, aber das würde ich Draco schon noch sagen, der mich gerade zweifelnd ansah, aber ich musste Severus zwecks des Elderstabes heraushalten.

Lucius ließ einen seiner unleserlichen Blicke über die versammelte kleine Runde schweifen.

„Gut, ich vertraue auf euren Erfolg, Severus du wirst sie unterstützen und überwachen und sollte etwas aus dem Ruder laufen helfend eingreifen!“, wies er an, als Draco bei diesen verletzenden und zweifelnden Worten seines Vaters aufbrausen wollte, erhob Lucius die feingliedrige, lange, schlanke Hand und erstickte Dracos Wiederstand im Keim.

„Das tue ich nicht, weil ich an deinen oder auch euren Fähigkeiten zweifele, aber ich es so einschätzte, dass Dumbeldore kein alttäglicher Gegner ist, der derart leicht zu beseitigen ist! Selbst der Lord sieht den Alten als gleichwertigen Gegner, also unterschätzt ihn nicht!“, kam es bestimmt aber auch verständig von ihm und er hatte leider Recht, Dumbledore war ein ernstzunehmender Kontrahent.

„Natürlich, hätte ich sonst Severus gleich ins Vertrauen gezogen?“, fragte ich zynisch und warf dem Patriarchen vor mir einen biestigen Blick zu, während dieser ein Stück Fleisch zwischen seine Lippen schob und kaute. Ich hatte schon mein Essen die ganze Zeit auf meinem Teller von einer Seite auf die andere geschoben, da ich wahrlich keinen Hunger hatte.

„Dann ist es schön, dass wir uns einig sind! Ich wünsche auch eine regelmäßige Berichterstattung!“, bestimmte er.

„Vater, was ist mit dem Lord?“, harkte Draco nach.

„Eine gute Frage…..ihm ist Hermiones Tarnung wichtig…ich werde ihn kurz vor der Gewölbefeier informieren, das wir die Befürchtung haben das Hermiones Zugehörigkeit zur Familie aufgeflogen ist. Aber nur diese, denn das ist von der Enttarnung ihrer Zugehörigkeit zu den DeathEatern ja noch weit entfernt, das heißt, wartet mit irgendwelchen Aktionen bis wir sein Einverständnis haben! Natürlich werde ich Potters Standpunkt und Wissen außen vor lassen!“, kam er meinem Einwurf zuvor und ich entspannt indem ich mein Weinglas auf einmal leerte.

„Wird Dumbledore mit dergleichen von unserer Seite rechnen, Severus?“, wandte sich Draco gespannt an Severus.

„Wie? Oh, nein das denke ich nicht! Er glaubt an das Gute im Menschen und wenn Potter mit von der Partie ist wird er stocksteif sein, also nein, ich denke das wir gute Chancen hätten, aber warten wir noch ab!“, stimmte Severus also Lucius zu, das wir warten sollten.

„Und die Zeitleiste, Vater?“, harkte Draco kurz und knapp einen weiteren Punkt ab.

„Er sollte spätestens Ende des Schuljahres von uns gehen, damit wir genügend Zeit haben Ersatz für ihn als Direktor zu finden!“, wies Lucius kalt und unberührt an, aß dabei seelenruhig weiter.

„Das ist realistisch!“, wandte Severus ein, der sein Besteck manierlich auf den Teller ablegte und sich die Mundwinkel seelenruhig mit der Serviette tupfte und zum Abschluss seinen Wein genüsslich leerte.

„Gut, dann ist es von unserer Seite beschlossen, Dumbledores Tage sind gezählt!“, erhob Lucius sein Weinglas und prostete uns zu und wir hatten als Familie einstimmig Albus Dumbledores Schicksal besiegelt!

Und das war mir recht und gleich. Ich war lediglich gespannt was Gellert sagen würde, denn die Chance zur Revanche, die wollte ich dem Guten geben, wie auch immer.

Ich war in der Hinsicht zufrieden, dass dies so lief wie ich es wollte. Die Unterstützung der Familie und die zu erwartende des Lords, war mir sicher. So bekam ich gar nicht mit wie der Nachttisch von den Hauselfen aufgetragen wurde, bis mich eine eisige Stimme aus meiner Gedankenwelt holte:

„Keinen Appetit? Oder schmeckt es dir nicht?“ Aufgeschreckt zuckte mein Blick hoch und ich sah in das markante Antlitz von Lucius.

„Doch, danke!“, warf ich einen taxierenden Blick auf mein schmelzendes Vanilleeis in der Kristallschale und hob den Löffel lustlos an.

„Aber …du isst nicht?“, meinte er verschlagen versnobt wie eine Schlange.

„Beobachtest du mich, Lucius?“, fragte ich süßlich und legte meine frei Hand auf Dracos Hand, die noch immer oder auch wieder beruhigend auf meinem Oberschenkel lag.

„Kann ich dir einen Kakao anbieten?“, verhöhnte er mich öffentlich und ich ließ meinen Löffel klirrend fallen und schloss ganz kurz die Augen, verkniff sie regelrecht um mich zurückzuhalten, denn andres als bei McLaggen und Smith konnte ich bei meinem Despoten nicht so aus der Haut fahren ohne ernsthafte Konsequenzen in Kauf zu nehmen.

Ich fühlte richtig wie Dracos Finger an meinem Fleisch verharrten und Severus dunklen Blick fing ich gleich ein, als ich die Augen öffnete und mir ein Seufzen verbot. Einmal im Leben eine Schwäche gezeigt und schon hing dies einem auf ewig nach.

Es ploppte und ein Hauself stellte schon einen dampfenden Becher vor mir ab, der sein starkes, kräftiges Aroma entfaltete.

Ich fühlte mich gedemütigt als ich den davoneilenden Elf aufhielt indem ich meinte:

„Mein Rum fehlt!“ Der Kleine eilte dienstfertig zu mir und verschwand um Sekunden danach wieder aufzutauchen!

„Verzeiht, Miss!“, nickte ich nur und blickte nun eisigst in die Runde, als ich die Tasse anhob und trank. Es war morbid wie faszinierend es für meine Männer sein konnte mir dabei zuzusehen, aber sie taten es und ich fühlte mich trotz meins hochgeschossenen extravaganten Kleides nackt.

„Du weißt, das sie gerne das DA trinkt?“, sprach Severus verachtend und da verzog sich sein Gesicht ungläubig und angeekelt, ja er war wahrlich nicht der Typ, der dieses Getränk mochte und selbst Draco warf mir ein verschmitztes Lächeln von der Seite her zu und ich hätte Lucius am liebsten gewürgt.

Als Lucius nur bösartig grinste, reichte es mir:

„Nein, er hat es einmal nur gesehen, dass ich mir nach einem Auftrag das gegönnt habe, als mir kalt war, seitdem bin ich wohl seinem Hohn und Spott ausgesetzt!“ Und dann lachte er wirklich tief und bösartig und mir lief es schlagartig kalt über den Rücken wissend, dass er mich in mein Bett getragen hatte, als ich erschöpft geschlafen hatte.

War er wirklich tief in seinem Herzen derart bösartig, oder spielte er das? War das eine Maske?

Verdammt, würde ich doch nur nicht so hoffen, dass das eine Maske war. Ich fühlte wie sich der schwere, dickflüssige Kakao in meinem Magen drehte und wendetet und am liebsten hätte ich ihn wieder von mir gegeben, aber leider konnte ich mir keine Blöße leisten und so biss ich die Zähne aufeinander.

„Zu schade, dass du heute nicht hier nächtigst, da muss dich wohl Draco ins Bett bringen…..!“, grinste er fies und sowohl Dracos als auch Severus Augenbraue zuckte hoch, denn die Anspielungen gefielen ihnen gar nicht, schließlich war seit dem Ball klar, dass ich zu Draco und Severus gehörte!

Aber Lucius schaffte es immer wieder mit seiner Art Unfrieden und Zwist zusähen, denn jetzt fragten sie sich, wann mich Lucius ins Bett gebracht hatte und er sprach schon sehr und vollkommen absichtlich zweideutig!

Er zog mich erbarmungslos auf über einen Abend an dem ich melancholisch, traurig, aber auch stolz auf mich selbst gewesen war, dass ich Kingswear überlebt hatte und das in mehr als körperlicher Hinsicht.

Seine Abschiedsworte sorgten dafür, dass mir die saure Galle in die Speiseröhre hinaufstieg und ich musste die aufsteigenden Bilder zurückdrängen als er meinte:

„…..oh und Hermione, ich freue mich, wenn ich dich mit Draco und Severus zur großen Feier willkommen heißen kann! Es wird aufregend für dich werden! Und auch für dich Draco!“, grinste er derart teuflisch und diabolisch, das es nichts Gutes verheißen konnte.

So entließ er uns auch schon mit dem wunderbaren Hinweis auf die Feier im Gewölbe und so eilten wir drei zurück ins Schloss und ich fröstelte als ich mir vorstellte, dass dies nun vielleicht der echte Lucius war.

Herminoes Sicht ende

Dracos Sicht

Derart missgelaunt erreichten wir Severus Räume in den Kerkern von Hogwarts und waren uns gewiss das Vater es mal wieder geschafft hatte Unfrieden zusähen wie es kein zweiter konnte.

Wir begannen unser Gespräch, indem Hermione zuerst mir erzählte was sich genau mit Dumbledore abgespielt hatte, wobei sie mir nicht ihre Gedanken anbot, desweitern fragte ich nach was Lucius von ihr gewollt hatte vor zwei Tagen, als der blasphemische Artikel erschein war und selbst Severus schien erstaunt und unwissend.

So sah sich Hermione vor uns beiden gezwungen einen knappen, bündig umrissen Bericht zu liefern was Cuffe und Smudgley wiederfahren war und ich muss sagen, ich musste kein Malfoy sein um zu erkenn, dass sie 90 Prozent der Geschehnisse unterschlug, oder verdreht erzählte.

Über das Mädchen sagte sie gar nichts, was mir sehr wohl auffiel! Über die Ehefrau, da gab sie gleichmütig zu, das sie sie erlöste mit dem „avada“, aber ansonsten blieb sie in ihrem Bericht ungenau.

Severus sah diese Aussagen von ihr ähnlich zynisch und sparsam, wie seine tiefschwarzen Augen glänzten, als er sie zweifelnd betrachtete, aber sie wirkte eher genervt und wütend, denn traurig oder überfordert.

Und somit kam Severus zu dem Teil der uns am meisten interessierte.

Warum zog Vater sie mit dieser Kakao Geschichte auf?

Gut dies war etwas was mir und Severus wirklich komisch erschien, denn Hermione wirkte nie so als würde sie Trost suchen müssen.

„Erzählst du uns wie Lucius dich zu Bett gebracht hat?“, klang Severus zwar völlig beherrscht als er mit lässig überschlagenen Beinen in seinem Sessel saß, aber irgendwie schien es in ihm zu brodeln und ich konnte es ihm mal gar nicht verdenken.

Warum musste Hermione immer derart viele Geheimnisse über meinen Vater hüten?

Ich hatte mit den VenTes und Contion auch Geheimnisse, aber doch nur da ich wollte, das es perfekt war wenn ich es ihr zeigte, sie hingegen war einfach ein Geheimniskrämer und machte es einen manchmal sehr schwer ihr folgen zu können.

Sie blickte doch bei Severus Worten verbockt hoch und wirkte in ihrem edlen Kleid verdammt unantastbar, dabei verhieß auch ihr Blick keine wirkliche Kooperation, schließlich hasste sie es doch, eine wie sie es fand Schwäche einzugestehen.

„Nach Kingswear, er spricht von der Nacht nach Kingswear…..“, kam es fast hauchend leise von ihr und ich konnte schon sehen, mehr würde sie nicht mehr sagen, dieses sture DING.

„Ah, der Abend…..und was ist sonst noch da passiert!“, zeigte sich Severus unerbittlich und bohrte weiter, was ihm einen mehr als kühlen Blick einbrachte.

„Passiert ist nichts….zumindest nichts das ich weiß, denn ich hab geschlafen!“, kam es nun lapidar von ihr.

„Solange es nicht mit ihm war!“, warf ich sehr sarkastisch ein, was sie regelrecht gefrieren ließ.

Sie ruckte hoch und blickte uns beide erbost und kalt an als ich es mir nicht verkneifen konnte und nachharkte:

„Und, ich versteh das nicht, was schockt dich bei Kingswear oder Mould-on-the-Wold noch! Du kennst doch Vater, wir haben dich oft genug gewarnt wie er ist!“

Darauf warf sie mir einen bitterbösen Blick zu und meinte dann bösartig:

„Wenn ihr mich entschuldigt, Harry möchte bestimmt erfahren was wir beschlossen haben!“, und dann rauschte sie auch schon wütend von dannen und Severus lachte rau auf, als seine Bürotür lautstrak ins Schloss fiel und sah mich amüsiert an, denn ich hatte es gerade geschafft, das Hermione so richtig sauer über meine Aussage war, das ich ihr unterstellte das sie erstens mit Vater ins Bett gehen würde und zweitens das ich ihr vorhielt noch immer nicht zu erkennen wie er war, da ich sie als zu weich ihm gegenüber darstellte.

„Draco, das war doch jetzt nicht gerade dein ernst, oder? Sie reagiert auf Lucius empfindlich, es hat sie wohl hart getroffen, das sie nicht wusste, dass es Lucius war der sie im Schlaf überrascht hat!“, schüttelte er amüsiert den Kopf, da er wie auch ich sehr wohl bemerkt hatte, das sie sauer war und das vorwiegend auf mich, wie auch immer ich das hinbekommen hatte.

„Ja, schon gut, aber warum muss ich immer rücksichtsvoll sein? Ja, Vater benimmt sich grausam und herrschsüchtig! Wie ein Arschloch halt und ich muss rücksichtsvoll sein? Denn egal was er sich einredet, oder wie er sich gerade gebärdet, es hat sich nichts! Ich betone, absolut NICHTS an dem Zustand von vor Weihnachten geändert!“, erklärte ich unmissverständlich, das ich sah, das Lucius noch immer Hermione wollte, vielleicht mehr noch als vor Weihnachten, nur er war zu stur um es sich einzugestehen, da er mit ihrer Zurückweißung absolut nicht zurechtkam, mit der Erkenntnis, das sie andere ihm Vorzug!

Dieses Verhalten schien ihn zu überfordern was er war nun jedoch offenbar nicht mehr gewillt sich charmant zu zeigen, was dabei sein Plan war, erschloss sich mir nicht ganz, aber er wollte sie, da war ich mir sicher.

„Wie kommst du darauf?“, trommelten Severus Finger auf der Armlehne.

„Wie? Bitte, du weißt es auch! Sie hat ihn abgewiesen, mehr als einmal, jetzt mag sie ihn nicht mal mehr und schaut ihn nicht an! Sie ist die erste und einzige Frau, die sich das traut, sie bietet ihm in allem die Stirn und auch wenn er es sich einredet, dass er nichts von ihr will, Er einfach nur akzeptiert, dass sie in die Familie gehört! Pah… ich versprech dir schon bald sieht er das wieder anders, dafür reizt sie ihn zu sehr! Sie ist für ihn eine Herausforderung! Und sie….sie ist ihm gegenüber blind!“, konnte ich mir eine abfällige Geste nicht verkneifen.

„Du hast im allen Recht was du sagst, es erfreut mich zu sehen, dass du deinen Vater siehst wie er ist und ihn einzuschätzen weißt!“, erwiderte Severus seelenruhig.

„Ich hatte einen guten Lehrer!“, gab ich zurück und zeigte ihm die Zähne, auch wenn mir gerade nicht danach war zu grinsen.

„OH, den hattest du in der Tat!“, schmeichelte Severus sich selbst als wir kurz schwiegen.

„Aber so war dein Vater noch nie!“, verfielen wir bei der Erkenntnis, dass das leider stimmte in erstarrtes, düsteres Schweigen.

„Weiß sie schon von deinem Auftrag?“, fragte da Severus auf einmal.

„Nein, von dir und den Vampiren?“, schüttelte er nur sachte den Kopf und antwortete nicht.

Dies war das Letzte was wir sagten und so hing jeder von uns seinen eigenen, tristen und trüben Gedanken nach, schließlich bot mir Severus nur noch mit einem Wink ein Glas zu trinken an, da uns beiden bewusst war, das keiner von uns Hermione sehen würde, somit mussten wir uns Gesellschaft genug sein.

Dracos Sicht ende
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BeitragThema: Re: Kapitel 240-241   Do Feb 09, 2012 7:21 am

241. Kapitel Mörderische Entschlossenheit!


Hermiones Sicht

Ich brodelte was bildete Draco sich ein?

Mich derart anzugehen, nur weil Lucius mich derart bloßstellte!

Ich hatte nicht geahnt, dass er mich ins Bett gebracht hatte und bei der Göttin, ich würde es mir anders wünschen, denn er nützte alles um mich augenblicklich zu demütigen und zu verletzten, wenn es ihm möglich war.

Das war seine wenig subtile Rache, weil ich ihn erstens permanent zurückwies und zweitens gegen seine Regeln verstoßen hatte, als ich nach Asow abgehauen war.

Der Mann konnte mit Zurückweisung absolut nicht umgehen! Leider!

Aber bei mir würde er sich dran gewöhnen müssen, dachte ich verbissen!

Ich rauschte schwungvoll und mit flatterndem Mantel in den doch noch gut besetzten Gemeinschaftsraum, als ich erstaunt erkannte, dass es erst elf Uhr war, also kein Wunder, wow….wir hatten gar nicht so lange gegessen.

Nur bis um zehn waren wir im Manor gewesen und das Gespräch mit Severus und Draco war von meiner Seite schnell beendet gewesen, also sahen mich halt jetzt alle wie ich wiederkehrte und ich durfte erleben wie Harry und Ron von ihren Stammplätzen vor dem Kamin überrumpelt aufsahen, aber das war mir jetzt auch schon egal.

Sie unterhielten sich mit Neville und Jack, aber als sie mich erkannten und den Ausdruck meines Gesichtes bemerkten, winkte Harry die beiden Jungs mit einer herrischen Geste von sich und ich fragte mich, was er dachte in meiner Miene zu lesen, da mich die anderen Hauskameraden nicht anders ansahen als sonst, aber vor allem war ich mir sicher das meine Maske mehr als perfekt saß.

Aber wohl für Harry nicht perfekt genug, was mich minimal ärgerte. Schon klopfte er unglaublich bestimmt neben sich auf die Couch und ich löste gedankenlos die Schließe meines Mantels und enthüllte mein für den Gryffindorraum extrem gewagtes und ungewöhnliches Outfit, mit dem langen weißen Bein das frei lag.

Jetzt pfiffen einige der Jungs plötzlich und überrascht auf und Lav, Pav und Ginny schienen die Augen aus dem Kopf zu quellen, da sich wohl jeder fragte, wofür ich so etwas in Hogwarts trug.

Was durchaus berechtigt war, schließlich war ein derartige prächtiger Aufzug ja noch nicht ein mal zu besonderen Anlässen normal.

Aber trotzdem ließ ich mich nicht beirren und als ich mich elegant hinsetzte, ging mein gewagter Schlitz noch weiter auf und offenbarte meinen Oberschenkel. Die Augen so einiger schienen wie gebannt an meinem Bein zu hängen, aber das war mir gleich, denn ich würde jetzt Harry und Ron vom Beschluss der Familie in Kenntnis setzten müssen und meinen Ärger über Lucius, wie über Draco hinunterschlucken müssen. Es war zum Haare raufen.

Ich war derart sauer, da alle drei, auch Severus mit seiner bescheuerten Frage nur ignorante, nie eifersüchtige Idioten waren!

Wobei die zwei blonden Pfauen, wie Severus sie nannte, diesen um Längen schlugen, da Severus eh nur an einem Interessiert war was ich zu bieten hatte und solange er das bekam, gab er ruhe und war zufrieden.

Bei den Gedanken knirschten meine Zähne als ich sie zusammenbiss und ich bemerkte den abwägenden Blicke von meinen Jungs und zwang mich fast gewaltsam dazu nicht über meine herzallerliebste Familie nachzudenken, sonst wäre mir eine Migräne gewiss.

Die Gryffindors waren zu ihrem Leidwesen mittlerweile daran gewöhnt das ich schreckliche Dinge tat, die sie nicht wussten und ihre Mienen zeigten deutlich, dass sie es hassten nichts zu wissen. Sie blickten uns mit misstrauischen Augen an, als Ron wieder routiniert begann uns zu schützten und die Zauber auf uns legte.

„Erzählst du uns wie dein Essen war?“, kam es da auch schon von Harry und er wandte sich mir zu.

„Mhm… es war ein Essen, sonst nix!“, war ich miserabel gelaunt und schürzte die Lippen als ich versuchte nicht an Lucius zu denken, wie er wie ein affiger Pfau alles mit seinem Charisma beherrschte.

„Klar, und es war bestimmt besser als das was wir bekommen!“, warf Ron ein und ich fragte mich, wie man immer nur an Nahrung denken konnte, aber bei der Gesellschaft wohl auch kein Wunder das mir der Appetit verging.

„Mpf….“, kommentierte ich, da ich keinen Bissen runter bekommen hab, konnte ich dazu nichts sagen, wobei das Essen sonst immer delikat war.

„Willst du uns absichtlich auf die Folter spannen, Schönste!“, fragte Harry ruhig, darüber stöhnte ich genervt auf, weil die Nacht noch nicht zu Ende war und Harry legte mir fürsorglich seine warme Hand auf meinen offenliegenden Oberschenkel so wie Draco während des Essen und ich wusste, aller Augen lagen auf dieser intimen Geste, die ich gestattete.

In diesem Moment beneideten ihn wohl die Jungs im Raum und die Mädchen wie Romilda zeigten ein eifersüchtiges Blitzen in den Augen.

„Nein, ihr habt ja Recht, sorry Jungs! Also Lucius geht zum Lord und fragt ihn, ob es ihm genehm ist wenn einer von uns den Alten tötet!“, kam es kalt von mir und ich strich mir eine lose Locke aus der Stirn.

„Aha!“

„Artikulation ist nicht deine Stärke, oder Harry!“, warf ich nur wenig Sarkastisch ein, während ich ihm ein zynisches Lächeln zuwarf.

„Lucius war sehr aufgebracht und sauer wie es rauskommen konnte, dass mein Geheimnis keines mehr für den Alten ist. Wir müssen die Lücke stopfen! Wir sind uns einig das der Lord es nicht gut aufnehmen würde, wäre meine Tarnung dahin! Und da wir alle glauben das Dumbledore alles daransetzten wird uns zu trennen, zuerst weniger öffentlich. Er wird zuerst versuchen dich zu manipulieren in deiner Meinung zu mir und dann immer mehr!“, sprach ich weiter und konnte sehen wie sich Harrys Lippen zu einem dünne Strich verkniffen, aber seine Finger kleine Kreise auf meine weiße, undurchsichtige Seidenstumpfhose malten, während Ron´s Blick leicht gehetzt wirkte und er seine Finger nervös knacken ließ.

„Das ist anzunehmen!“, nickte mir Ron kurz und bündig zu als er sich gefangen hatte.

„Ja, leider!“, stöhnte Harry und fuhr sich mir der freien Hand in sein Haar und verwirrte es noch mehr.

„Wir haben beschlossen ihn zu beseitigen!“, hallten meine Worte wieder, da es absolut totenstill aufgenommen wurde, wobei ich dies ja vor einiger Zeit schon festgestellt hatte, nur war der Unterschied, den auch die Jungs erkannten, jetzt stand es fest und war beschlossen und somit würde es auch geschehen!

Nun verkrampften sich Harrys Finger in meinem Fleisch, aber ich zuckte nicht zurück, sondern hatte es erwartet.

„AHA und wer?“, sah ich Harry bei der Frage schwer schlucken, denn die Angst trieb ihn, aber auch eine gewisse Resignation lag in seinem gehetzt wirkenden Blick lag, das dieses Schicksal nicht mehr abzuwenden war und da lösten sich auch seine verkrampften Finger und nahmen ihre Bewegung, die ihn auch zu beruhigen schien, wieder auf.

„Draco oder ich…oder Severus!“

„Aber…aber, der Elderstab?“, kam es sofort stotternd von Ron.

„Ja, das ist etwas was ich aber wohl schlecht vor Lucius besprochen kann, oder?“, fragte ich leicht spöttisch und lächelte minimal.

„Wo du recht hast, Schönste!“, sah Ron mich nur mit großen hektischen blickenden Augen an, während Harry dies sagte, aber da sprach er schon gleich weiter:

„Ich mach mir nur Sorgen, dass ihn dein Schönling zu sehr wollen könnte!“ Ja, das war eine durchaus berechtigte Angst, denn schon damals im Cottage, als wir hinter das Geheimnis des Stabes kamen, war mir Dracos Interesse nicht verborgen geblieben und deshalb wollte ich nicht das Draco es tat.

„OH, nicht nur du! Draco ist ein Malfoy und er sieht in dem Stab Macht, grenzenlose Macht! Aber die Frage des Abends ist es, würdest du es können? Könntest du ein Leben nehmen? Wirklich von Angesicht zu Angesicht! Würdest du nicht zusammenbrechen, könntest du den Fluch wirklich wirken? Du weißt es ist wie beim Crutio, der dir bei Bellatrix misslang. Der Wille ist alles beim Zaubern!“, sprach ich eindringlich und überzeugend, um ihn das Ausmaß des Ganzen nahe zu bringen.

„Ja, muss Harry ihn denn töten?“, schluckte Ron hektisch und sein Adamsapfel hüpfte nervös auf und ab, während seine Stimme gerade sehr dünn klang.

„Keine Ahnung, wirklich nicht! Alles was wir aus den Mythen und Legenden wissen, ist das der Stab immer vom Verlierer zum Sieger überging, siehe Gellert und Albus. Albus hat Gellert nicht töten müssen!“, verfiel ich gleich wieder in diese lehrmeisterliche Rolle.

„Aber gehe ich recht in der Annahme, dass Dumbledore trotz allem dann noch ein verdammt mächtiger Gegner wäre, auch ohne diesen ganz besonderen Zauberstab?“, kam es vom bisher stummen Harry leise aber trotzdem fest in seiner Frage.

„Hätte ich auch gesagt! ….“, sinnierte ich und biss mir überlegend auf die Unterlippe. Ja ein lebender Dumbledore bedeutete Ärger ohne Ende und das auf mehrere Arten. An sich war es ein Ding der Unmöglichkeit Milde oder Güte walten zu lassen.

„Und das heißt ein sehr gefährlicher Gegner mehr, der wüsste, dass wir den Elderstab haben, das wir alle Heiligtümer vereinen, der weiß, dass du eine Malfoy bist, vielleicht auch eine DeathEaterin und dann bammmm, er würde alles versuchen um meiner habhaft zu werden!“, schlug Harry hart seine Faust in seine Hand das es laut klatschte und seine Worte sinnbildlich unterstrich.

„MHm“, stimmte ich Schultern zuckend zu, das wusste ich schon und deshalb hatten wir so entschieden.

„Arch….“, stöhnte Ron und zog mal wieder schmerzhaft an seinen roten Haaren. Ein köstliches Bild, wenn es nicht derart tragisch wäre, unterdessen starrten uns die anderen an wie als wenn wir verrückt wären, da wir ein undefinierbares Pantomimenspiel aufführten, was allen wohl mehr als seltsam erschien.

„Das heißt, Dumbledore muss wirklich sterben?!“, zog Harry dieses Resümee ganz für sich allein, das ihnen schon länger Bauchweh bescherte, etwas was mir und meinen Männer keine Sorge bereitet hatte, aber es war wichtig das nicht ich den Jungs diese Entscheidung in den Mund legte, sondern das sie sie bewusst von sich aus trafen.

Ich sagte und kommentierte gar nichts, zuckte nur mit den Schultern und Ron sah Harry nur mit riesengroßen, verzweifelten Augen an.

„Nee… Harry…. Oder? Ich mein, das kann nicht dein Ernst sein, DAS IST DUMBLEDORE!!! Du spielst nicht mit dem Gedanken, ES WIRKLICH ZU TUN, oder? DAS IST DUMBLEDORE!“, krächzte der rothaarige Junge ängstlich und seine blauen Augen traten wie Glubschaugen ungläubig weit hervor.

Es schien Ron absolut zu schockieren, das Harry es nicht nur akzeptierte und billigte, sondern auch mit dem Gedanken an Dumbledore spielte es selbst zu tun und genau das ließ auch mich vorrücken und mich mit meinem Körper näher zu Harry drehen, denn das war neu!

Das hätte ich nicht erwartet, wie gesagt zwischen der Zustimmung es zuzulassen und der Überlegung es selbst zu tun, lagen Welten!

„Mann, Ron ….ich weiß es nicht, okay…von wollen kann ja mal so was von keine Rede sein. Ich mein, klar… ich bin sauer auf den Alten, aber ihn dafür töten, eigentlich weniger! Aber was soll ich denn tun? Wenn der Alte was von meiner Familie erfährt, hätte er ein Druckmittel gegen mich in der Hand und so wie er hinter Hermiones Geheimnis gekommen ist… wie auch immer er das geschafft hat, könnte er auch hinter das Kommen! Das kann ich nicht zulassen! Ich muss meine Frau und mein Kind schützen….und Hermione ist meine Schwester, die lasse ich mir von dem trotteligen Alten nicht nehmen!“, meinte Harry total resigniert.

Er klang traurig und wirkte geschlagen, da er etwas zusammengesackt war, aber seine Augen strahlten in einer ungebrochenen und vor allem ungewohnten Härte. „Aber es fällt mir nicht leicht! Und ich weiß, das dies Albus Dumbledore ist!“, sprach er bitter weiter, als ich ihm meine Hand auf die Schulter legte und beruhigend drückte.

„Es fällt mir auch nicht leicht Harry, denn ich weiß, dass der Direktor durchaus eine Hilfe und ein Gegner gegen den Lord ist! Aber das sollte das Ministerium auch sein und das sind sie nicht. Sie behindern uns wo sie können und helfen ab- oder unabsichtlich seit Jahren dem Lord! Und das ist halt meine Sorge, das auch Dumbledore uns zukünftig immer mehr, immer umständlicher die Knüppel zwischen die Beine wirft und seine eigenen Pläne verfolgt, die unseren entgegen laufen, das sehe ich in einer grausamen Zukunft schon richtig beängstigend vor mir! Das können wir uns nicht leisten! Weder jemanden gestatten sich derart einzumengen… noch zulassen, denn vieles was wir tun, wird er nicht gutheißen! Das beginnt schon mit der Magie, die wir wirkten und verzettelt sich in vielem! Das wir mit den Slytherins so zusammen arbeiten, sowohl privat als auch in der DA, dass du eine Familie gründest, das ich eine Malfoy bin und, und, und…“, fasste ich noch mehr bedenken zusammen und erhielt ein entschlossenen Nicken von Harry, hingegen Ron eine leidende Grimasse zog als hätte er starke Bauchweh.

„Das meint ihr wirklich ernst, oder?“, quietschte Ron als wäre er noch im Stimmbruch und die anderen noch wachen Gryffindors beobachteten unser trautes Trio ganz genau wie wir anscheinend schwer diskutierten.

Es war seit meinem Erscheinen kein einziger ins Bett gegangen, wie ich sehr wohl registrierte.

„Ja, Ron!“, kam es von mir ernst und kalt, aber auch sehr bestimmt, denn eine andere Option gab es nicht.

„Ja, Ron!“, kam es nun auch von einem tief und ergeben seufzenden Harry.

„Oh, Mann!“, schlug Ron unvermittelt die Hände vors Gesicht und barg es tief darin.

Wir konnten und durften währenddessen sehen wie sich Furcht und Sorge in die Gesichter unserer Hausgenossen malte über das was Harry und Ron derart beunruhigte, was ich ihnen in dieser seltsamen Aufmachung erzählte.

Ich wollte gar nicht wissen was für Gerüchte umgingen was ich tat, oder was wir gerade hier redeten, denn wenn die wüssten was wir planten, beratschlagten und entschieden, würden sie tot umfallen.

„Also ist es beschlossen!“

„Ja“, „…mhm, Jo!“, ein hartes und ein genuscheltes Ja, mussten Zustimmung für das Ableben unseres Direktors genug sein.

Es erstaunte mich, dass sich Ron wie es schien doch noch für ein Okay entschieden hatte, denn leicht hatte er es sich nicht gemacht, aber da er noch immer den Blick gesenkt hielt, konnte ich nicht sagen was er dachte.

„Und jetzt hört auf euch zu sorgen, denn vor Ostern steht gar nichts fest, da der Lord erst in einer Woche informiert wird und bis dann endgültig Pläne stehen und Entscheidungen gefällt sind, dann ist Ostern! Da passiert gar nichts, da kommt erstmal Harrys Kind und Lucius hat nur gefordert kurz vor den Sommerferien muss es erledigt sein, damit der Nachfolger gefunden werden kann und das sollte wohl lösbar und drin sein!“, zeigte ich wie gleich mir das Ganze war, da ich geschäftig plante und für mich Harrys Kind vor ging.

Kurze Zeit herrschte bedrückte Stille, bis sich Ron auf einmal ruckartig aufrichtete und dabei einen knallharten Blick hatte und diesen fest auf Harry richtete, der sich unter der Musterung unruhig wandt.

„Dann hab ich jetzt mal eine ganz dumme Frage! Schaffst du das ab jetzt mein lieber Harry, Dumbledore bei euren Pläuschen gegenüber zu stehen und zu wissen, dass wir PLANEN ihn zu Töten und es ihm nicht zu zeigen!“, stellte Ron mal gar nicht so dumme Fragen und selbst Harry biss sich unwohl auf der Unterlippe, als es sogar recht ironisch bösartig über Rons dünne Lippen kam.

„Mhm…berechtigt Ron, ganz ehrlich, ich weiß es nicht ob ich es kann! Ich weiß nur eines, ich muss es können!“, Harry schaffte es mich zu erstaunen, als er zeigte, das er zweifelte sich aber den Luxus nicht gönnte darauf einzugehen, dabei klang er ernst, bestimmt und überzeugt.

„Das sagst du so leicht, Harry!“, kam es sehr zweifelnd von Ron und der Seufzer hallte laut wieder als er endete. Ich hörte nur zu und saß beobachtend da, denn ich wollte erleben wie die beiden interagierten um das Problem anzugehen. Ich konnte nicht immer für sie alles entscheiden, machen und tun.

„Nein, Ron leicht ist daran nichts! Aber ich nehme mir immer das leuchtende Beispiel von Hermione und dann weiß ich, ich muss das alles schon alleine können und schaffen um sie nicht zu enttäuschen! Denn sie schafft das auch alles…und noch mehr! Und seit dem ich sogar mein Kind fühlen kann, steht es für mich außer Frage, dass ich irgendetwas nicht kann, da ich es können muss!“, reckte er nun sein Kinn stur vor und zeigte einen unbändigen Glanz in seine Augen, der unheilvoll verkündetet das Harry ein Mann war und kein Kind mehr.

„Wow, Harry, wow….jetzt wird es echt langsam ernst, oder? Jetzt kommt das wovor ich seit der ganzen Zeit Angst habe, oder?“, kam es furchtsam und leicht resignierend von Ron, worauf ich argwöhnisch die Braue hob, da das der Moment war, wo sich zeigen würde ob ich richtig gehandelt hatte als ich Ron damals mit ins Cottage holte oder nicht.

Er sprach sich offen und ehrlich aus und ich fand das gut wie die Jungs sich halfen ihre Entscheidungen zu treffen.

„Ja, Ron, der Zeitpunkt rückt immer näher, wo alles bitterer Ernst und furchtbare Realität wird!“, zog Harry ein furchtbares Resümee, denn darauf bereiteten wir ihn jetzt die ganze Zeit vor, bereit zu sein wenn die Zeit es war.

„Scheiße, mir geht die Düse, ich plane einen Mord an einem Menschen! Ich helfe einen Mensch zu ermorden…zu töten! Ich glaube mir wird schlecht!“, keuchte Ron und es wirkte als drehte sich gerade sein Magen um, aber er schaffte es gerade noch nicht zu kotzten. Er wirkte sehr blass um die Nase und seine Sommersprossen hoben sich stark und ungesund von seinem aschfahlen Gesicht ab.

„Nicht du Ron!“, warf ich lakonisch ein und sein schockierter Blick zuckte zur mir hoch und ich erkannte in ihnen den blanken Horror der Erkenntnis das das stimmte, ja er plante es, aber er musste es nicht tun, das stand gar nicht zur Debatte, aber machte es das besser?

Das war die Frage.

„Schau nicht so böse Schönste, BITTE! Ich erkenne nur grad glasklar, dass es nicht mit Dumbledore getan ist, das ist der erste auf einer langen, viel zu langen, Liste und die Massen an Namen machen mir Angst!“, gab Ron nun offen zu und klar, das musste ich ihm zugestehen, seine Furcht war legitim, denn sie war menschlich!

Als Harry der bisher stumm zugesehen hatte, wie Ron um seine Selbstbeherrschung rang, sich unmittelbar bestimmt aufsetzte und meine Hände sanft in die seinen nahm, war ich dann doch überrascht. Er warf mir einen intensiven Blick zu, der mir bis tief in mein innerstes ging und ich erwiderte ihn nicht weniger inbrünstig.

„Hermione, ich finde die Zeitleiste gut und beruhigend!....ich hätte da eine große BITTE! Bringst du es mir bei?“, grollte seine ernst Stimme in einem dunklen Bariton, wie ich es noch nie von Harry gehört hatte und meine Stirn runzelte sich fragend.

„Was?“, fragte ich sehr erstaunt.

„Wie man tötet!“, kam es schrecklich kalt und entschlossen von Harry und es machte ich unglaublich stolz das ich gegen das strahlende Lächeln das sich auf meine Züge legte fast nichts machen konnte.

Ich weiß, da sollte man nicht stolz sein, aber ich war es und wie!

Ron keuchte erschrocken auf.

„Beruhig dich Ron, ich will es erst klein versuchen! Nicht wie in den Ferien unter Blaise mit Ratten und Spinnen, schon was Größeres, aber wie tasten man sich da ran? Aber mit was…..und wann?“, erklärte Harry beschwichtigend, trotzdem sackte Ron blass und halb Ohnmächtig in die Couch über die Entwicklung die auch ich nicht erwartet hätte, während Harry die Aura der Entschlossenheit umgab.

Er hatte sich wirklich entschieden. Er wollte es lernen, wie unerwartet, aber auch wie erwachsen von ihm sich dem zu stellen!

Ich hatte zwar Blaise im Sommer auftraten die Unverzeihlichen mit ihnen zu üben, auf das sich ihre Hemmschwellen senkten, aber wie gesagt von Ratten, Mäusen und Spinnen war es ein weiter Weg zu einem Menschen a la Albus Dumbledore.

Ich erinnerte mich an Blaise Bericht, den ich von ihm über die Leistung der Connection erhalten hatte:

Alle schafften den Imperio zu wirken, wohingegen Harry es sogar zustande brachte diesen abzuwerfen. Beim Crutio hatte Astoria keine Scheu gezeigt und Harry hatte seine Ratte erbarmungslos und wütend zu Tode gefoltert, auch eine beachtliche Leistung, aber es gelang erst bei der Ratte, auch sehr aussagekräftig. Daphne mochte keine Folter, hatte aber eine minimale Wirkung erzielt! Dafür hat sie den Avada wirken können und auch Harry hatte es wieder geschafft eine Ratte erneut zu töten, wobei er sich schwer getan hatte den Willen zu finden wirklich zu töten! Und auch Ron hatte es schon geschafft zu töten und zwar eine Spinne. Er hatte damals geweint, also es würde eine Herausforderung werden wenn sie ein wirkliches Tier würden töten müssen und kein Ungeziefer.

„Ostern, wenn wir Kreacher in irgendeinem Wald treffen, gehen wir danach auf die Jagd! So wie ich und Draco damals an meinem Geburtstag, das war schön! Ein richtiges Tier sollte ein guter Beginn sein um den Willen zu üben der dafür Nötig ist um den Todesfluch an einem Menschen ausüben zu können!“, beschloss ich, dabei konnte Harry sich trotz seiner entschlossenen Verbissenheit nicht verkneifen erleichtert zu wirken das ich die Sache so anging und er nickte.

„Gut, dann machen wir das so, du und ich, wir gehen auf die Jagd!“, stimmte er zu, dann löste er sich von meinen Händen und sackte auch leicht zurück als würde er jetzt unter der Last zusammensacken. Ron lag noch immer mehr tot als lebendig auf der Couch, bis er plötzlich ein Lebenszeichen gab, indem er mit einer Hand winkte.

„Kumpel nicht ohne mich!“, hauchte ein sichtlich geschwächter Ron und Harry sah ihn mehr als zweifelnd an.

„Ron…wirklich, ich mein die Tränen….“, wurde Harry unwirsch von einem wütenden Knurren unterbrochen.

„Halt die Klappe….. Mannnn, ich komm mit!“, brummte er böse weiter und schien verbockt und da nickte Harry nur und versuchte seine Freude gekonnt zu verbergen, das Ron ihn nicht alleine lassen wollte, wobei es ihm sichtlich schwerfiel.

„Dumbledore wird kein leichter Gegner sein!“, warf ich erinnernd ein, war er doch ein mächtiger Magier.

„Mhm, das denk ich nicht, Schönste….schau nicht so zweifelnd, ich mein das Ernst! Wenn Harry sich auf deine Seite schlägt in dem Moment die Maske fallen lässt und zeigt das er alles weiß, wird er dermaßen geschockt sein, dass ihr fast keinen Zauber mehr braucht um ihn zu erledigen!“, na da musste man Ron fast recht geben und wenn eventuelle noch Gellert dazu kam, dann wäre wohl wirklich ein Avada gar nicht mehr nötig.

Also beendeten wir die Diskussion, denn der grobe Zeitplan stand, jetzt musste nur alles auf uns zukommen und ich würde nun in mein Bett gehen und nur in meines, denn ich wollte Harrys bohrendem Blick genauso entgehen wie meinen Gedanken und ich spielte wirklich mit dem Gedanken das ein Traumlosschlaftrank so seine durchaus interessanten Aspekte hatte.



Wir saßen am nächsten Morgen, Montagmorgen beim Frühstück. Ich war relativ vertieft in meine Gedanken nach diesem so ereignisreichen Wochenende. Erst der Hogsmeadebesuch, bei dem Ginny ein Date mit ihrem Oliver gehabt hatte, dann der Besuch bei Lucius, der im Desaster und Streit zwischen Draco und mir geendet hatte.

Mein Blick schweifte leicht abwesend den Tisch entlang. Ich sah Neville, der bester Laune zu sein schien, das war mir auch schon beim Lauf heute Morgen aufgefallen und ich fragte mich woher seine gute Laune kam, folgte seinem Blick und sah, dass er auf Hannah lag, interessant.

Ich sah wie Lavander und Parvati tuschelnd die Köpfe zusammen steckten und Ginny, die eigenartigerweise neben ihnen saß, leidend wirkte, ob sie wohl bereute, dass sie den beiden offen gesagt hatte, dass sie sich mit Oliver traf?

Andererseits hatten sie viele zusammen gesehen und ich hatte schon hier und da Getuschel gehört, das der Starquidditschspieler Oliver Wood in Hogsmeade gewesen war und wohl ein Date mit Ginny Weasley gehabt hatte. Auf der anderen Seite schien Ginny recht erwachsen mit all dem umzugehen, sie schwieg weiter beharrlich und ließ sich nicht erweichen, war erstaunlich verschwiegen und schwelgte nicht in der öffentlichen Aufmerksamkeit.

Das gefiel mir, sehr sogar.

Ich bemerkte jedoch, dass Harry neben mir mürrisch wirkte und stieß ihn vorsichtig an.

„Was gibt’s?“, wisperte ich leise.

„Nichts!“, er grummelte mehr als das er antwortete.

Doch ich kannte ihn gut genug, irgendwas ging ihm gehörig gegen den Strich.

Ich sah ihn nur an, sagte nichts, schließlich, nach einigen Sekunden seufze er und beugte sich zu mir, dann wisperte er:

„Die tratschen alle darüber, dass dein toller Freund mit meiner Daphne zusammen wäre, weil sie gestern so offen zusammen in Hogsmeade waren und weil sie dauernd zusammen hängen!!“

Erst sah ich Harry überrascht an, hob eine Braue, dann musste ich mir ein kichern verkneifen, denn wie es schien war Harry ähnlich nie und nimmer eifersüchtig wie meine Männer, waren halt doch alle gleich, zu amüsant!

„Das regt dich auf Harry? Ist doch Blödsinn, wir wissen doch warum Daphne jetzt immer in Dracos Schatten ist, sei doch froh, dass er seine Aufgabe ernst nimmt und überleg mal, alle denken, dass wir ein Paar sind und dazu sagt Daphne auch nichts…oder Draco!“

„Du hast ja Recht, aber irgendwie fühlt es sich nicht gut an, das alle sagen sie wäre mit IHM zusammen, sie ist meine Freundin,… Verlobte. Aber wenn ich so darüber nachdenke ist es ja irgendwie lustig, alle denken wir sind ein Paar und von unseren Partnern denken jetzt auch alle sie wären ein Paar!“

Nun schmunzelte Harry dann doch und ich grinste ihn verschwörerisch an, es war eine verzwickte Situation die durchaus komische Momente enthielt.

„Finde ich auch lustig!“

„Aber Hermione, jetzt sag mir mal, warum schenkst du deinem Liebsten nicht mal einen Blick und er versucht dich mit seinen zu erdolchen, was ist los? Seit gestern?“, harkte Harry nach und kam mal wieder treffsicher auf den Punkt.

Ich stöhnte leise, ich wollte nicht darüber reden, über was sie sich meine Familie ereiferte und wurde aber um eine Antwort erlöst als sich Seamus uns gegenüber nieder ließ und Harry ansprach.

Glück gehabt, denn ich wollte mit niemandem darüber reden, auch mit Harry nicht.

Yes, ich hatte es geschafft.

Ich war allen konsequent aus dem Weg gegangen, den zu neugierigen, den zu beobachtenden, oder denen auf die ich zu sauer war, darunter fielen Severus und sein wissender Blick und Draco mit seiner besserwisserischen Art, die er sich schmieren konnte wohin er wollte und dem ich nicht mal einen Augenaufschlag schenkte.

Und so kam es das heute der perfekt Tag war um missgelaunt auf Draco zu sein, da wir in Severus Räumen standen und darauf warteten das er Draco und mich wie letztens angekündigt aufrief, damit wir gegeneinander antreten könnten und wie gesagt, heute hatte ich richtig Lust und genügend Aggressivität in mir um das Kommende zu genießen, wenn ich Draco meine Faust egal wo auch immer hin rammen könnte, damit ihn seine Überheblichkeit verging.

Denn mal ehrlich, Lucius war für mich ein Reizthema ohne Ende, seit dem er sich derart skrupellos und kalt präsentierte, da musste nicht auch noch Draco damit beginnen zu versuchen ihm ernsthaft Konkurrenz in seiner Arroganz zu machen, Himmel!

Ich ließ meinen Blick über die Matten gleiten und sah wie die einzelnen Personen miteinander trainierten. Da stand Daphne und übte mit Blaise, der gut mit ihr überspielte das er nicht wirklich mit ihr arbeitete. Man musste eines den Schlangen zugutehalten, die Schauspielerei war ihnen in die Wiege gelegt worden.

Wie gesagt, Draco und ich waren an der Reihe, eventuell hätte Severus danach für Astoria noch Zeit, aber Daphne würde er nicht schaffen, somit hätten wir wieder eine kleine aber feine Schonfrist für Daphne bis zur nächsten Stunde herausgeholt und das war das einzige was zählte. Also würden wir uns Zeit lassen, was wir abgemacht hatten.

Außerdem lamentierte unser werter Professor die ganze Zeit darüber das Astoria aufpassen sollte wie es richtig ging, da sie ja letztens gefehlt hatte und es Daphne mit gewohnt unsensiblen, unfreundlichen Worten empfahl ebenfalls gut hinzusehen, da ihre Taten letzten unterirdisch schlecht gewesen wären.

So legte er Astoria ans Herz sich zu wappnen, denn sie würde er, wenn es passte, auch noch testen!

Grandios!

„So, genug gespielt….Draco, Hermione legt los! Ich will sehen wie ihr euch schlagt! Ich werde euch danach nicht einzeln testen, dafür kenne ich dich, Draco zu gut und auch dich, Hermione! Deshalb bevorzuge ich es auch zu beobachten, zeigt was ihr zwei könnt!“, wies er kalt an und ich schnaubte nur verächtlich, denn das war typisch Severus, flutschig wie eine Flunder, oder auch ein Aal oder eine Seeschlange, das passte noch besser….genau, er wandt sich aus allem wie eine nasse Schlange.

Er wusste, ich war sauer also umging er mich und lieferte mir Draco, sollte ich das jetzt bewundern oder nicht?

Ich wärmte mich gerade noch auf und drehte meinen Oberkörper federnd hin und her, als ich meine Arme hob und überprüfte noch einmal, dass meine Haare gut hochgebunden waren. Ich nahm in meinem engen, schwarzen T-Shirt und meiner Trainingshose Aufstellung vor Draco und blickte ihm zum ersten mal seit Sonntagabend wieder in die eisgrauen Augen.

Er wirkte gefasst und noch immer glomm ein leicht wütender Ausdruck in seinen Augen über mich, der dazu führte, dass ich fast mit den Zähnen knirschte.

„Los, auf was wartet ihr!“, kam der ungeduldige Befehl von Severus und ich schaltete umgehend jedwedes Gefühl aus und wurde kälter als ein Gletscher.

Draco war nun ein Gegner den es auszuschalten galt, so oder so würden mich meine Emotionen nicht beeinträchtigen oder behindern, denn ungezügelte und unüberlegte Wut war im Kampf genauso hinderlich zu gewinnen wie Ressentiments, die einen Zurückhielten, weil man seinem Gegenüber nicht wehtun wollte.

Wut hatte Draco schon damals die Niederlage im Kampf gegen Severus gebracht, als Lucius ihn provoziert hatte, im Sommer beim Training und ihm angeboten hatte an Ort und Stelle seine Wut auf Severus, aufgrund dessen was er mir angetan hatte und seinen Rachedurst stillen zu können.

Damals hatte Severus Draco gnadenlos fertig gemacht, weil Draco sich von seiner Wut hatte übermannen lassen und nicht mehr klar gedacht hatte. Es war eine fulminante Niederlage für ihn gewesen und ich hatte durchaus daraus gelernt.

Keine Empfindungen, kein Gefühl …nichts!

Hier half nur absolute Gleichgültigkeit und ich fühlte wie sich sowohl mein Herz also auch mein Blut total abkühlte und mein Gehirn sich nur noch der Aufgabe widmete und dasselbe konnte ich auch in Dracos Verhalten erkennen.

Auch er ließ sich von einer Welle der Kälte überschwemmen, als wir begannen uns abwartenden zu umschleichen. Wie waren in eine leicht gebückte Haltung verfallen, bereit blitzschnell reagieren zu können,

wobei ich doch in meinem Magen eine leichte Vorfreude verspürte, als ich Draco vor mir sah, denn heute würde wir uns in einer äußerst interessanten Kampfsportart zum ersten mal testen, dem sogenannten „Khmer Bokator“, einer kambodschanischen Kunst des Kampfes.
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