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 Kapitel 246-247

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BeitragThema: Kapitel 246-247   Do Feb 09, 2012 7:26 am

246. Kapitel Die Höhle der Kelten


Dracos Sicht

Eigentlich hatte ich, nachdem mir Marcus Anfang Januar geschrieben hatte, das in der neuen Höhle und der Burg alles nach Plan liefe, doch erst Ende Februar und nicht wie vorher geplant Ende Januar dort nach dem Rechten sehen wollen, doch dann hatte mich in der letzten Woche eine eilige Eule von Miles erreicht.

Er hatte mir berichtet, dass sie in einer der kleineren Höhlen etwas gefunden hätten, was ich mir unbedingt und das auch so schnell als möglich ansehen sollte und das sie wissen wollten, wie sie weiter zu verfahren hätten.

Er war erstaunlich kryptisch und zurückhaltend in seinen Erklärungen geblieben und so war ich heute, außerplanmäßig an einem Samstag, nach dem Quidditschtraining auf dem Weg nach Irland.

Wir hatten vereinbart uns vor dem Eingang zu den Höhlengewölben zu treffen und somit apparierte ich, nachdem ich Hogwarts durch den Geheimgang verlassen hatte, aus dem Verbotenen Wald direkt dorthin.

Miles, Davies und Montague erwarteten mich schon wie vereinbart vor dem Eingangsportal, das im Boden eingelassen war und in das unterirdische Gewölbe führte.

Wir begrüßten uns knapp, während Miles mich sofort ungeduldig weiter winkte und dabei angespannt erklärte:

„Folg mir am besten hinab in die Höhle, denn ich denke, das was wir gefunden haben, zeige ich dir lieber. Das ist sicher besser und effektiver, als es hier lang und breit zu erklären!“

Ich nickte genervt und bedeutete ihm leicht gereizt voran zu gehen. Er murmelte das altkeltische Passwort um die Luke zu öffnen „Doria“, dann stiegen wir flott nacheinander, Miles voran, gefolgt von mir, Davies und Montague hinab in die unterirdische Welt.

Hier hatte sich nichts verändert.

Die grünlich brennenden Fackeln entflammten sobald wir eintraten und wiesen uns den Weg durch die nun gereinigten, d.h. staubfreien, aber immer noch leeren Gewölbe, die früher als Bibliothek gedient hatten.

Wir gingen schweigend immer geradeaus den langen Gang in die große Höhle entlang und auch hier hatte sich nicht wirklich etwas verändert. Alles wirkte nur sauberer, freundlicher und aufgeräumter, aber noch lange nicht fertig.

Miles deutete nun auf den ersten Tunnel auf der linken Seite.

„Wir müssen in die kleinere der beiden Höhlen gehen. Den Weg frei zu räumen hat einige Zeit gedauert, da die Decke des Ganges eingebrochen war und auch die Höhle an sich vom Schutt und Geröll zu befreien, dazu sie neu zu stabilisieren, das hat Zeit gebraucht, doch…. du solltest dir das selbst ansehen!“, verteidigte er sich als er meinen unzufriedenen Gesichtsausdruck richtig gedeutet hatte, das meiner Ansicht nach noch reichlich wenig geschehen war, aber gut ,natürlich dauerte so was auch mit Magie.

Ich hatte die Hände ungeduldig auf meinem Rücken verschränkt und nickte erneut nur zustimmend und folgte ihm dann rasch, ohne große Worte, auch die beiden anderen folgten uns und so kamen wir durch einen unförmigen, aus dem Stein gehauenen, aber nicht ordentlich ausgebauten Gang. Er war etwa 2 Meter hoch, schätzte ich mal grob.

Die Arme konnte ich bequem ausstrecken, ohne rechts und links von mir die Wand zu berühren, aber die Wände des Ganges waren weder glatt, noch irgendwie ordentlich bearbeitet, nur grob, war der Gang aus dem Gestein gehauen worden, wirklich wohnlich hier, dachte ich ironisch.

Die Fackeln, die hier an den Wänden hingen, verströmten ein normales, gelblichrotes Licht. Ich musterte diese andere Lichtgebung mit gerunzelter Stirn und auch wenn Miles vor mir ging, schien er zu ahnen war mir im Kopf rum ging.

„Hier mussten wir die Fackeln aufhängen, denn der Gang war wohl nicht beleuchtet, beziehungsweise, wir haben Überreste von Fackelhaltern gefunden, aber offenbar sind viele davon von den Wänden gefallen. Der Einsturz hat, wie es scheint, in diesem Teil einige der Schutzbanne zur Erhaltung der Höhle weggerissen, aber wir konnte sie wieder aufbauen. Schon das zeigte uns, das hier irgendwas vorgefallen sein muss, denn kein anderer Teil der Höhle ist derart wenig erhalten wie dieser hier, aber das Beste kommt erst noch!“, erklärte Miles gewichtig und bewegt.

Je weiter wir vordrangen, desto kälter und ungemütlicher wurde es, jedenfalls fühlte es sich so an und auch als ob die Luft zunehmend feuchter wurde, fast hätte ich gesagt, eine salzige Meeresbrise hinge in der Luft, als wir schließlich die kleine Höhle erreichten, die sich am Ende des Ganges vor uns öffnete.

Ich erschauderte leicht ob der Kälte, die mir plötzlich tief in die die Glieder zu fahren schien und das obwohl ich warm angezogen war. Vor mir erkannte ich, das Miles offenbar auch ein Erschaudern unterdrückte.

Ihm schien es zu gehen wie mir, doch ich fragte mich, woher dieses eigentümliche Gefühl kam. Grübelnd richtet sich mein Blick auf seinen Nacken und ich erkannte, dass sich seine kleinen Härchen steil aufrichteten und selbst ich konnte ein nicht zu definierendes unwohles Gefühl in der Magengegend wahrnehmen, das mich die Höhle skeptisch mustern ließ.

Miles trat zur Seite und machte Platz, damit ich in die etwa 20 Quadratmeter große Höhle eintreten konnte. Offenbar waren wir in Richtung des Meeres gegangen, denn der hintere Teil der Höhle endete komplett im Wasser und wie ich jetzt noch deutlicher in der Luft schmecken und auch riechen konnte, war es wirklich salziges Meereswasser was hier in der Luft lag, die Höhle schien wirklich riesig und sehr groß zu sein.

Hier waren einige grünlich brennende Fackeln entflammt als wir eintraten, aber auch normale, orangegelb brennende und Miles erklärte ohne das ich fragen musste:

„Die Fackeln, die hier noch an den Wänden hingen waren zu wenige um die Höhle wirklich komplett zu erleuchten und wir haben auch hier unter dem Schutt, den wir weg geräumt haben, Fackelhalter gefunden und Überreste von Fackeln!“

Während ich ihm flüchtig zuhörte, sah ich mich genauer und sehr neugierig in der Höhle um.

Im hinteren Teil erkannte ich einen Steinquader, der erstaunlich glatt und wie von Menschenhand bearbeitet wirkte, doch genaueres konnte ich trotz des Lichtes noch nicht erkennen, dafür war der Fackelschein zu dämmrig.

Ich trat weiter hinein und merkte, dass ich auf ein mal auf weichem Boden stand. Erstaunt blickte ich nach unten und erkannte zu meinem erstaunten…. Erde??? Nicht Stein unter meinen Schuhen.

Mit fragendem Blick und gelüpfter Braue wandte ich mich zu Miles.

„Fast der ganze Höhlenboden ist mehrere 10er Zentimeter dick mit Erde bedeckt, keine Ahnung warum, vielleicht hat das mit dem Altar dort zu tun!“, antwortete er auf meine fragend hochgezogenen Brauen, worauf ich ob dieser ungewöhnlichen Erklärung verwundert mit den Augen blinzelte. Erde?

„AHA?!?“, ließ ich eloquent verlauten und ging weiter in die Höhle hinein, besah mir nun den eben genannten Altar, genauer. Erst als ich vor dem hüfthohen Steinpodest stand, hielt ich an und fuhr den glatt polierten und wie neu glänzenden Stein mit meinen Fingern nach, offensichtlich schien hier der Bann aufrechterhalten geblieben zu sein, da der Altar wie gerade erschaffen wirkte.

Es hatte eine quadratische Grundfläche von vielleicht 1,50 mal 1,50 Metern und nun, aus der Nähe betrachtet, erkannte ich auch, dass dieser Altar, denn das war es wohl wirklich, aus dem gleichen Stein war wie die Höhle und alles Drumherum, doch das dieser wirklich aufwendig bearbeitet und poliert worden war und in ihn nicht nur an den Seiten, sondern auch auf der Fläche oben akkurate und genau Runen eingeritzt waren.

Mitten im Altar befand sich eine runde, etwa einen halben Meter durchmessende Vertiefung, die für mich bei näherem hin sehen, aussah als hätte dort schon öfters ein Feuer gebrannt, jedenfalls zeigen sich an manchen Stellen schwarze Reste von Ruß.

Interessant, was für Rituale hier wohl abgehalten worden waren?

Die Seite gegenüber derer an der ich stand lag so weit hinten in der Höhle, dass das Wasser sie zu berühren schien und als ich den Altar umrundete, erkannte ich an den Spuren, die das Wasser am Altar hinterlassen hatte, das es bei stürmischer See wohl wirklich immer wieder gegen den Stein brandete und seine zerstörende Wirkung entfalten konnte, ich stellte mir die Frage, wie dabei die Erde nicht weggeschwemmt wurde?

Magie, konnte hier nur die einzige Erklärung sein, aber warum die Mühe?

Und auch der Altarsockel war zwar angegriffen vom Wasser, aber weit weniger als ich vermutet hätte, wahrscheinlich gab es auch hier einen Schutzbann, aber dieser schien wohl schwächer zu werden oder hatte erst vor kurzem versagt.

Die unbeschreibliche Kälte, die vor einigen Minuten im Gang in meine Glieder gefahren war, schien ich zu meinem Leidwesen irgendwie nicht wieder los zu werden und musste mich zusammenreißen mir nicht wärmend mit den Händen über die Oberarme zu fahren.

Es war als würde hier ein latenter, kalter Luftzug herrschen.

Ich trat wieder zurück an die Seite des Altars, die dem Wasser gegenüber lag und spürte plötzlich einen Luftzug, der mir abrupt in den Nacken fuhr und meine Haare hochwirbelte. Erstaunt und auch leicht erschrocken blickte ich nach oben, konnte jedoch an der dunklen, unbeleuchteten Decke nichts erkennen.

Also hob ich meinen Zauberstab und sprach einen nonverbalen „Lumos“ hielt ihn hoch ausgestreckt über mich und erkannte dann schemenhaft ein paar Spalten in der Decke, durch die dieser Lufthauch zu kommen schien.

Ich war über diese Höhle, die die Erde, das Wasser, auf dem Alter das Feuer und über diese Luftabzüge wohl auch die Luft vereinigte, mehr als erstaunt, denn das war bestimmt nicht normal, sondern wirkte mehr als geplant, was hatten die Kelten und Druiden hier bloß veranstaltet?

Jetzt traten meine drei Begleiter, die bisher zurückhalten geschwiegen hatten, zu mir.

„Dort oben gibt es Klüfte und Spalten im Stein, die offenbar bis an die Oberfläche gehen und durch die der Wind pfeift!“, erklärte Miles geschäftig.

„Okay!“, nickte ich verstehend, aber mir war irgendwie klar, die kalte Luft, die hier in die Höhle pfiff und die, wenn man genau hinhörte, sogar leise, leicht pfeifende Geräusche verursachte, konnte nicht der Grund sein für diese innere, anhaltende eisige Kälte, die mich überfallen hatte und noch immer tief in mir drin da war und die dazu führte, das ich mich hier unbehaglich fühlte.

„Du spürst sie auch, diese…innere Kälte, oder?“, wandte ich mich fragend an Miles.

„Ja, es ist eigenartig, egal wie warm ich mich anziehe oder wie viele Wärmezauber ich spreche, sie überfällt mich immer, wenn ich hier herkomme…und bleibt bis ich wieder gehe!“, antwortete er unglücklich und wuschelte durch sein Haar.

„Ach was, das ist doch Blödsinn! Du bist nur zu weich und nimmst dich zu wichtig Bletchley! Wir hätten Malfoy nicht deswegen her hohlen sollen, das ist doch alles nicht so wichtig hier. Wir haben das was wir gefunden haben Flint berichtet, das reicht doch!“, mischte sich jetzt Montague ein und meinte dies sehr abwertend.

Ich wandte mich brüsk zu Montague und maß ihn abschätzig, dann sagte ich schneidend:

„Hältst du mich etwa für weich, Montague?“ Er sah mich leicht geschockt an, schüttelte schnell den Kopf. „Nein, natürlich nicht, Malfoy, entschuldige! Das meinte ich nicht….“, hörte er sich regelrecht kleinlaut an.

Ich schickte ihm nur einen letzten, warnenden Blick, doch bevor ich mich Miles wieder zuwenden wollte, ihn fragen wollte, was sie noch gefunden hatten, zog Davies jedoch meine Aufmerksamkeit auf sich, da er sich nun zu Wort meldete.

„Ich fühle das auch, es ist als ob die Kälte bis in die Knochen vordringt, einen in Mark und Bein übergeht, ein widerliches Gefühle, da es einen latent begleitet und nicht weicht. Spürst du auch dieses, ich weiß es nicht, leichte prickeln und pulsieren der Magie hier. Es ist schwer, aber wenn man sich konzentriert, kann man es fühlen!“, kam es ruhig und besonnen von dem Ravenclaw.

Ganz klar war mir nicht wovon er sprach, doch ich versuchte mich zu konzentrieren auf das was hier war, ob ich hier eine ähnliche Präsenz der Magie fühlen konnte wie oben an der Pforte, doch es gelang mir nicht so leicht.

Ich fühlte nur, wie die Kälte noch weiter vordrang, dies lenkte enorm ab, da es einem vorkam als würde die Kälte immer größer werden und immer weiter in einen eindringen oder als würde es einen Übermannen, wie Davis es beschrieben hatte.

Sie fühlte sich an als ob sie bis in meine Eingeweide vordrang, was ich schon eigenartig fand, doch dann spürte ich es plötzlich und übergangslos, ganz schwach und ich konzentrierte mich noch stärker und da nahm ich es war wie ein flimmern.

Fast war es wie ein Echo, oder ein leichtes Wehen, das einen mal erfasste und mal nicht, wie dünne, hauchfeine Vorhänge oder auch Schleier, die in einer leichten Briese wehten und einen hin und wieder streiften, sodass man es nicht spürte, wenn man sich nicht darauf konzentrierte und der Magie nachspürte.

Es erinnerte es mich an eine Harfe und ihre Seiten, die ganz leicht angeschlagen wurden und hauchfeine Töne von sich gaben.

Es war Magie, aber es fühlte sich anders an als das was ich an der Pforte gefühlt hatte und auch wieder nicht, denn eins war mir bewusst, beides war anders als das womit wir in Hogwarts umgingen, anders als jede Magie, die ich bei alten Schutzbannen gespürt hatte, vielleicht ursprünglicher?

Am ehesten kam es dem nahe, was ich gespürt hatte als Vater Hermione und mich in den Apparierschutz des Manors aufgenommen hatte, aber es erinnerte nur vage daran.

Das alles hier schien viel älter zu sein, als das was wir so kannten. Etwas was in den letzten Jahrjahrhunderten, vielleicht länger als ein Jahrtausend, nicht verändert und angepasst wurde, sondern so erhalten geblieben war, wie die uralten Kelten es zu ihrer Zeit hinterlassen hatten.

Es war kaum zu beschreiben. Die Magie fühlte sich nicht greifbar an, doch bevor ich es wirklich lokalisieren konnte, oder genauer dem nach fühlen, war es wieder weg, nur um dann unvermutet woanders wieder aufzutauchen. Ich öffnete meine Augen und blickte Davies an, weiter darauf bedacht dem was um uns hier geschah, nachzufühlen:

„Ich kann es auch spüren, was ist das?“ fragte ich interessiert, aber nicht beunruhigt und Davis zuckte lässig mit der Schulter.

„Genau das wissen wir nicht Malfoy. Miles und ich haben schon einiges versucht, aber irgendwie gehen hier viele unserer Zauber schief, oder funktionieren weniger gut als sonst, oder auch gar nicht. Es ist frustrierend, fast, als zapfe irgendwas unsere Magie an, als würde uns etwas schwächen, es ist sonderbar. Die Höhle war teilweise verschüttet und eingestürzt. Es hat sehr lange gedauert sie frei zu räumen, weil wir in manchen Bereichen gar nicht mit Magie arbeiten konnten, sondern das Geröll heraus tragen mussten. Es war eigenartig, unsere Zauber wirkten einfach nicht. Außerdem haben wir neben dem Altar, der vollkommen von der Zeit unberührt war, unter dem Geröll ein Skelett gefunden, das in die zerfetzten und zersetzten Reste einer Kutte oder ähnlichem gehüllt war. Die Person ist wohl umgekommen als das Geröll unter dem er begraben war, von der Decke stürzte. Vielleicht war das der Grund warum man die Höhle aufgegeben hat. Wir haben danach alle Bereiche der Höhle noch mal zusätzlich mit Schutzzaubern gegen Einsturz ausgestattet, obwohl wir uns sicher sind, das solche Zauber schon auf der Höhle lagen! Nur hier, in diesem Bereich, scheinen die Banne gefallen zu sein!“, wedelte der junge Mann nervös und erwartungsvoll mit den Händen durch die Gegend.

„Hm, eigenartig, wirklich!“, überlegte ich und fragte mich ob es gefährlich werden würde und wandte mich an Miles:

„Habt ihr sonst noch etwas gefunden, versucht die Runen hier zu entschlüsseln?“

„Ja, wir haben jedoch nur raus gefunden, dass die oben auf der Platte wohl für die Himmelsrichtungen stehen und auch jeweils passend an der Ecke eingeritzt sind, die in die jeweilige Himmelsrichtung deutet. Die anderen konnten wir noch nicht entschlüsseln, da von denen die mit uns die Erlaubnis haben hier zu arbeiten, keiner ein Experte darin ist. Die Runen gehen weit über das hinaus, was wir in Hogwarts in alte Runen lernen! Es ist viel älter!“

Ich trat nachdenklich wieder an den Altar heran, sah noch mal nach unten, schob mit meinem Fuß etwas Erde auf, auf der ich stand. Ich war immer noch am Überlegen wie die Banne hatten brechen können, aber der Altar und der Erdboden noch immer geschützt waren, denn das mussten sie sein, sonst hätte das Wasser seinen Dienst über die Länge der Zeit gesehen, verrichten müssen.

„Erde, unter dem Altar, Luft, über uns, durch die Spalten, Feuer auf dem Altar und Wasser an der anderen Seite, alle vier Elemente, dann auch noch die Himmelsrichtungen eingeritzt, alles ist wie auch bei den Überschriften, die wir in der ehemaligen Bibliothek gefunden haben, ob das etwas bedeutet?“, ratterte es in meinem Kopf was hier für Rituale abgehalten worden waren?

Vor allem war merkwürdig, dass ein Verunglückter hier zurückgelassen worden war, als die Höhle aufgeben worden war, denn das hier waren Magier gewesen, da sollte es ein leichtes sein, den Verunglückten zu bergen? Oder?

Schnell drehte ich mich zu Miles um und wies herrisch an:

„Wenn ihr es nicht herausfinden könnt, dann sucht mit Marcus Hilfe jemanden der es kann, dem man vertrauen kann und stellt ihn ein. Ich will wissen was die Runen bedeuten und was das alles hier zu bedeuten hat. Das ihr hier unter dem Geröll ein Skelett gefunden habt, hat sicher nichts Gutes zu bedeuten und ich will, das ihr hier mit größter Vorsicht arbeitet, beziehungsweise, es sieht aus als ob ihr hier mit Aufräumen fertig wärt, betretet diesen Höhlenteil nicht wieder bis wir mehr wissen. Noch besser bringt eine Tür oder dergleichen an und sichert sie. Ich will nicht, dass andere hier her kommen, außer uns! Das muss erst geklärt werden! Im Rest der Höhle war alles normal? Oder?“, war ich nun ganz der geschäftige Despot und verteilte meine Anweisungen.

„Wird gemacht Draco und ja, im Rest haben wir nichts Außergewöhnliches gespürt oder gefunden! Die Höhle ist ansonsten sicher!“, beendete Miles seinen Rapport.

Ich hörte Montague hinter mir abfällig schnauben und wandte mich zu ihm um, fragte ihn kalt und schneidend: „Hast du noch was dazu zu sagen, Montague?“

Er schüttelte den Kopf, doch ich entließ ihn nicht so einfach.

„Wenn du dich schon so abfällig verhältst und schnaubst, hast du was, sag´s, denn wenn du nichts hättest sagen wollen, hättest du dich anders verhalten sollen, also, ich höre!“

Etwas betretenen sah er kurz zu Boden, doch dann hob er den Kopf und sah mich fast trotzig an, erklärte dann nahezu bockig:

„Hier gibt es doch nichts Außergewöhnliches. Es ist alles normal, ja die Decke ist zum Teil eingestürzt und hat jemanden unter sich begraben. Wahrscheinlich war er einfach dumm und hat beim Zaubern einen Fehler gemacht, mit dem er sich selber umgebracht hat, aber bitte, was ihr da fühlen wollt, das ist doch Einbildung. Hier ist es etwas kalt, ja, aber da vorne haben wir ja auch kaltes Meerwasser, was wir im Rest der Höhle nicht haben. Zieht euch einfach warm an, dann habt ihr das Problem gelöst!“

„Was soll das Montague? Wenn du es nicht fühlst, gut, es kann ja nicht jeder ein tiefes Gespür für Magie haben, nicht jeder so feinfühlig sein, aber darüber haben wir doch schon diskutiert, oder? Das was Davies hier noch fühlt an …Magie, spüre ich auch nicht vollständig, trotzdem glaube ich es ihm, warum stellst du dich so quer?! Und Draco fühlte es anscheinend auch!“, fragte Miles ihn nun genervt und ich beobachtete das Gespräch interessiert.

Sie hatten also schon darüber diskutiert das Montague offenbar so starrsinnig war nicht zu sehen oder zu glauben, dass hier etwas anders war, aber ich hatte das Gefühl, da steckte noch mehr dahinter und ich bekam in Form von Montagus patziger Antwort auch gleich die Bestätigung dafür. Er verschränkte abweisend die Arme vor der Brust, trat auf Miles bedrohlich zu und zischte böse:

„Pah, Davies will sich doch nur bei Malfoy einschmeicheln und bei dir, das er diesen Unsinn verzapft, den man hier angeblich spüren soll, auch spürt, sogar noch mehr. Er tut doch nur so um dir nach dem Mund zu reden und du hörst auch noch auf diesen Bücherwurm Davies. Der hat doch keine Ahnung und hängt immer über seinen Büchern, typisch Ravenclaw!“

Miles wollte gerade ansetzten Montague barsch zu Recht zu weisen, während Davies sich im Hintergrund hielt, aber ich kam Miles zuvor und wandte mich unwirsch an Montague:

„Wenn du mit deiner Position unzufrieden bist, dann mach das mit dir aus, streng dich an und dann kannst du aufsteigen, aber hör auf hier unzufrieden zu stiften. Davies gehört zu eurem Team genau wie du und es hat einen Grund, dass ich ihn ausgewählt habe. Du hältst mich für derart dumm, dass ich mich von Schmeicheleien blenden lassen würde? Davies hat mich auf etwas hingewiesen, das nicht zu verleugnen und eindeutig da ist. Wenn du nicht feinsinnig genug bist Montague, nimm es hin und glaub deinen Teammitgliedern. Ihr sollt zusammen arbeiten und euch bei der Arbeit vertrauen, wenn ihr Unstimmigkeiten im Team habt, klärt das bevor ihr mich ruft, denn ich habe keine Zeit und keine Lust eure Streitigkeiten zu klären. Ich will nicht erleben, das du mir gegenüber nochmal den Respekt vergisst Montague, haben wir uns verstanden?“

Er blickte mir noch einige Sekunden störrisch und wohl wütend entgegen, doch dann senkte er unterwürfig den Blick und meinte, wobei immer noch unterdrückte Wut in seiner Stimme mit klang:

„Ja Malfoy, ich werde das nicht wieder tun!“

„Und ich sage euch noch eines, es gibt einen Grund, warum ich dich nicht zum Chef gemacht habe, mein Guter!“, wusste ich nicht, ob mein feiner Sinn für Ironie nicht an den bulligen Montague verschwendet war, aber es stimmte, er war ein Mann fürs Grobe, aber das hier bedurfte anderer Leute!

Montague gab nach, doch ich würde aufmerksam bleiben wie er sich in Zukunft verhalten würde und ihn im Auge behalten. Fürs erste war damit in der Höhle alles geklärt, aber leider hatte die kurze Stippvisite in der Höhle zu lange gedauert, wie mir der schnell aufgerufene „tempus“ Zauber sagte und so blieb auch diesmal wieder keine Zeit die Burg zu besichtigen.

Marcus würde mir also erneut per Brief Bericht erstatten müssen und ich in den nächsten Wochen, ganz sicher noch vor den Osterferien, noch mal her kommen müssen. Aber vielleicht war es auch besser so, dann hätte Alica hoffentlich mit ihrem Team die Burg größtenteils hergerichtet und ich würde das Endergebnis besichtigen können, denn das Marcus die richtigen Entscheidungen traf, da vertraute ich ihm, schließlich war er nicht um sonst meine Vertretung.

Somit kehrte ich, als wir die Höhle diesmal durch das Gewölbe und nicht durch den „Notausgang“ verlassen hatten, wieder nach Hogwarts zurück.

Es war spät und im Gemeinschaftsraum nur noch wenig los.

Ich strebte direkt meine Räume an, hatte keine Lust mich hier noch an den Kamin zu setzten, sondern wollte die Ruhe meiner Räume genießen. Doch als ich die Tür öffnete, bot sich mir ein überraschendes Bild.

Schnell schloss ich die Tür hinter mir und sah in zwei verschüchterte, geschockte Gesichter und eines, das einen entschuldigenden Blick zeigte. Erzürnt, ob des Eindringens in meine Räume und Privatsphäre, fragte ich sehr gefühlsarm:

„Was geht ihr vor? Ich hoffe, ihr habt eine exzellente Erklärung hierfür!“

Ungeduldig wedelte ich in Richtung der Drei mit meiner Hand und maß sie kalt. Blaise kam mit erhobenen Händen auf mich um zu beschwichtigen.

„Werd nicht sauer Draco, das wir hier war meine Idee, denn Daphne und Astoria waren am Verzweifeln und mir fiel so schnell kein anderer Ort ein, der so spät noch zugänglich war und auch ungestört genug für das hier!“

Mein Blick wanderte zu Daphne, die mit halb geschnürtem langem, schwarzen Korsett auf meinen Schreibtisch gestützt mit dem Rücken zu mir stand und mir einen scheuen Blick über die Schuler zuwarf. Neben ihr stand ihre erhitzt wirkende Schwester, die weniger verschüchtert aussah, aber ich sah ihr an, ganz wohl war ihr auch nicht in ihrer Haut, da sie nicht wusste, wie ich reagieren würde.

Im ersten Moment war ich schon sauer gewesen, weil sie sich erdreisteten einfach in meine Räume einzudringen, Cottage Connection hin oder her, das ging zu weit, doch Blaise besänftigte mich nun weiter, oder versuchte es zumindest, indem er ausschweifend erklärte:

„Der Bauch von Daphne ist jetzt so groß, das Astoria es nicht mehr schafft sie alleine zu schnüren. Ich musste heute Morgen schon helfen, da es ihr an Kraft mangelt, was reichlich umständlich war und außerdem brauchen wir jetzt wohl das zweite Korsett und ehrlich, ich hab das noch nie gemacht und wollte ein mal üben. Nur bleibt das Problem, wo machen wir das Schnüren in Zukunft, denn ich kann wohl kaum jeden Morgen in Daphnes Schlafsaal auftauchen, dann gibt es nur noch mehr Gerede!“

Dem stimmte ich zu und auch wenn mich die Situation nervte, eine Lösung musste her und ich war mir ziemlich sicher, sie würde mir nicht gefallen.



Das zweite Korsett war vom Stil her dem ersten ähnlich, schlicht, funktional, aus Satin, aber diesmal in Schwarz gehalten und länger, sodass es ihr nicht nur über den Bauch, sondern ein gutes Stück weit über die Hüften, hinten bis weit runter auf den Po ging, sodass damit der wirklich schon sehr gerundete Bauch effektiv weggeschnürt werden konnte.

„Dann werdet ihr in der Früh nun jeden Morgen in mein Zimmer kommen und das hier machen, aber sorgt dafür, dass niemand deinen Zustand sieht Daphne, während du über den Flur gehst! Und ich will hier keinen Aufstand, nur Daphne und Blaise, wenn Astoria dir das Schnüren gezeigt hat, Blaise, brauchst du sie wohl nicht dabei. Kommt bloß nicht auf die Idee das ich das tun würde!“, wies ich resignierend an.

Mein letzter Satz klang sehr versnobt, aber bitte, ich würde das nicht tun.

Die drei nickten nur eifrig und machten sich wieder an die Arbeit. Astoria erklärte Blaise leise was er zu tun hatte und er schnürte sie nach und nach in das nun lange, schwarze Korsettkleid, das nun viel mehr ihren Körper verdeckte als das Alte.

Ich machte es mir unterdessen im Sessel bequem und wartete, dass sie fertig wurden. Eins musste man den Twins lassen, auch dieses Korsett sah toll aus und als Daphne sich aufrichtete und sich völlig eingeschnürt umdrehte, bot sie einen durchaus sehr ansprechenden Anblick. Sie lächelte dankbar zu Blaise.

„Ja, so sitzt es gut!“, meinte sie mit ruhiger, wohlklingender Stimme dann wandte sie ihren Blick zu mir:

„Danke Draco, das wir das hier tun dürfen!“

Ich nickte nur knapp und machte mich schon mal darauf gefasst, dass die beiden mich nun jeden Morgen beehren würden, man tat ich mir leid.

Dracos Sicht ende

Lucius Sicht

„My Lord!“, rauschte ich selbstsicher in den geradlinigen und schnörkellosen Salon und fand seine Lordschaft an seinem breiten, aber schmucklosen Schreibtisch vor, von wo er konsterniert aufblickte und mich mit seinen rotglühenden Augen zu durchbohren schien.

Morgen Abend würde die Einführung der Neuzugänge stattfinden und danach die übliche Feier im Gewölbe, doch zuvor hatte ich mit dem Lord noch etwas zu besprechen.

„Lucius, derart forsch…womit habe ich diesen Auftritt verdient!“, kam es eisig, aber auch gelangweilt vom Lord. Wie es wirkte war er noch bei gute Laune, wie gesagt, der Lord mochte viel sein, aber ein wahnwitziger Irrer, der seinen Launen unterlag, war er nicht.

Er war das beherrschteste und kälteste Wesen, das ich kannte.

Das einzige was ihn übermannen konnte, war eiskalte Wut, aber selbst darüber verlor er nie die Kontrolle, da ihm hierfür völlig die Gefühle fehlten, die dafür nötig wären.

„My Lord, ich würde es nie wagen euch der gartet zu belästigen, wäre mein Anliegen nicht elementar wichtig!“, versuchte ich mich wortgewandt und geschäftig zu geben, während ich mich sachte aber minimal verneigte, um dann wieder gewagt in die glühenden Augen des bleichen Manschens vor mir zu sehen.

„Interessant, Lucius! Aber ich erwarte von dir nichts anderes! So nimm Platz!“, hatte er seine große, geschwungene Schreibfeder aus der langen, weißen und spinnengleichen Hand gelegt und in seine Augen war ein trügerisch sanftes Funkeln getreten, als er mir mit einer einladenden Geste gebot Platz zu nehmen.

Er legte viel Wert auf gute Umgangsformen, solange es ihm genehm war, weswegen ich mich elegant auf den Stuhl gleiten ließ.

„My Lord, es gibt unerwartete Probleme, denn es gibt eindeutige Hinweise, die Severus und das Mudblood mir verlässlich vorgetragen haben, das Albus Dumbledore weiß, dass Hermione das Mudblood, eine Malfoy ist!“, gehörte durchaus Mut dazu jetzt unbewegt und mit gleichmütiger Miene vor dem Lord zu sitzen und zuzusehen wie sich seine blasse, schlangenähnliche Fratze verdüsterte und das schaffte es durchaus mich zu beeindrucken, denn seine blutroten Augen schienen gefährlich und drohend von innen zu glimmen.

„Wie…. konnte diesssss passssieren!“, zischte er, das man fast denken konnte er spräche in Parsel zu mir.

Ich zuckte betont ungerührt und gleichgültig die Schultern und zeigte mich von seiner drohenden Gefährlichkeit mit malfoyhafter Noblesse unbeeindruckt, da er sich sichtlich versteifte und drohend und aggressiv seinen kahlen Schädel hob.

„Wenn wir das wüssten! Wir konnten alles ausschließen, das Ministerium, Gringotts, Verräter! ….aber Severus, Draco und das Mudblood wollen es mit allen Mitteln herausfinden, aber trotzdem stehen wir vor dem Problem, das der Alte versuchen wird SIE von Potter hinwegzutreiben…Zwietracht zu säen!“, meinte ich ärgerlich und setzte mich etwas aufrechter hin als auch das Kinn des Lord bösartig in die Höhe zuckte.

„Was inakzeptabel ist, sie soll sich zwar nicht einmengen, den ich werde Potter zu gegebener Zeit selbst stellen, aber es ist immer gut einen mir Untergebenen an der Seite meines gefährlichsten Gegners zu haben!“, zischte er derart eisig, das mir richtig Kalt wurde und ich wurde Zeuge wie sich die schwarze Magie um den Dark Lord ballte, während er brütend vor sich hinstarrte und seine Finger einen unruhigen Takt auf der schwarzen marmornen Tischplatte wiedergaben.

„Das ist uns bewusst, My Lord! Wir planen Dumbledore zu beseitigen, wollten aber zuerst eure Erlaubnis einholen, bevor wir versuchen dieses Attentat anzugehen…den….!“, ich wusste selbst, ich durfte mir meiner unantastbaren Stellung nie allzu sicher sein, wenngleich ich noch nie von meinem Lord gemaßregelt worden war, so war ich doch immer vorsichtig und deshalb ging ich gleich in die Offensive und servierte unseren Plan.

„…Denn, Dumbledore ist nicht zu unterschätzen, es wäre mehr als ärgerlich und inakzeptabel wenn ihr versagt! Mehr als einen Versuch habt ihr nicht gegen den Alten!“, schien der Lord schon wieder abzukühlen bei der Aussicht Dumbledore los zu sein ohne sich selbst die Finger schmutzig machen zu müssen.

„Dessen sind wir uns bewusst und auch willens es nicht zu überstürzen!“, gab ich ihm ruhig Recht.

„Dann stimmt ihr vier in eurer Meinung überein?“, kam es ironisch zweifelnd von seinen Lippen und ich bemerkte wie er mich belauerte, worauf ich ihm ein spöttisches Lächeln schenkte.

„Es war IHRE Idee und ihr Vorschlag!“, erklärte ich deutlich, dass es die Idee des Biests war Dumbeldore zu beseitigen.

„Immer wieder eine Erleuchtung euer Mudblood!...vor allem würde Dumbledore nie damit rechnen von innen heraus angegriffen zu werden, ja, der Plan könnet gelingen!“, kicherte da der Lord auf einmal derart ungewohnt, das ich ein unwohles Kribbeln nicht unterdrücken konnte.

Ich mochte es nicht wenn der Lord zu viel Interesse an ihr bekundete, das gefiel mir gar nicht!

„My Lord, sind zu gütig!“, meinte ich übertrieben demütig während ich lässig mein langes Haar zurückwarf.

„Arch, Lucius lass das…..diese gespielt demütige Haltung steht dir absolut nicht im arroganten Antlitz! …. Ich wünsche aber das Draco diese Aufgabe ausführt, da er das Mudblood in eure Familie geholt hat!“, bestimmte er und ich wusste, dass eine Diskussion zu nichts führen würde und so neigte ich nur zustimmend mein Haupt.

„Arch…und Lucius, ich erwarte, dass ihr in Erfahrung bringt wie er es doch herausgefunden hat und wehe es war aufgrund einer Unzulänglichkeit ….dann könnte ich meine eiserne Geduld verlieren!“, drohte er lapidar.

„My Lord, sind zu gütig, wir haben uns das Limit bis vor den Sommerferien gesetzt, damit in der Zeit ein adäquater Ersatz für den Direktor gesucht werden kann!“, erklärte ich unsere zeitlichen Pläne und hoffte auf Zustimmung.

„Wie immer erfüllst du deine Aufgaben mit bedacht und Weitsicht, meine Rechte Hand, wir sind zufrieden!“, kam es relativ huldvoll vom Lord und ich war zufrieden, aber schließlich stimmte er meist meinen Plänen zu.

„My Lord, sind zu gütig!“, erwiderte ich fest, als mein Gehstock auf den Boden auftraf.

„Ich weiß…ahaha!“, kam es affektiert über die schmalen Lippen und ein fieses Lächeln zierte plötzlich das hässliche Gesicht.

„Ich erwarte euch vier bei mir, bevor das Gewölbe beginnt, in meinen Gemächern im Gewölbe! Ich möchte Draco seinen erfreulichen Auftrag persönlich nahebringen und dem Mudblood ins Gedächtnis rufen, das ihre Tarnung unter allen Umständen aufrecht zu erhalten ist!“, wies er kalt an und das gemeingefährliche Grinsen gefiel mir gar nicht.

„Welche Ehre My Lord, wir werden natürlich frühzeitig erscheinen!“, erklärte ich emotionslos und tippte wieder mit meinem Gehstock auf.

„Gut, und nun Lucius zum gemütlichen Teil, ein Drink und du könntest mir erzählen, wie sich der Minister die Zusammenarbeit mit den Muggeln vorstellt, um sie effektiver vor unseren Übergriffen zu schützen…..“, erschien auch schon das Glas vor mir und ich überschlug lässig die Beine, wissend dass nun der entspannter Teil dieser Zusammenkunft begann und so erzählte ich und gab mein Wissen bereitwillig preis.



So kam der langgeplante Abend und ich wartete ungeduldig in meinem weitläufigen und großen Foyer auf die Ankunft meiner Familie!

Dabei dachte ich immer wieder an Gestern und wie diese kleine Ratte dann angekrochen gekommen war und dem Lord gemeldet hatte, das Nagini wieder da sei, was den Lord irgendwie geärgert hatte, wobei er da sehr schwer zu lesen gewesen war.

Er hatte seinen Frust wie es schien an dem dicklichen, weinerlichen Mann ausgelassen, der sich am Schluss nur noch vor Schmerz auf den Boden gewunden hatte und ich hatte amüsiert in mein Glas gelächelt, denn ich mochte diese Ratte nicht wirklich.

Da wurden meine Erinnerungen unterbrochen, weil meine Familie endlich erschien und sofort saß meine nichtssagende Maske der Gleichgültigkeit perfekt.

„Lucius, warum müssen wir derart früh kommen!“, moserte Severus umgehend los und zeigte mir sein markantes Profil und blickte mich erzürnt mit seinen wie tiefschwarze, dunkle Edelsteine funkelnde Augen an.

„Oh, so Leid es mir tut Severus dich enttäuschen zu müssen, aber dieser Einfall beruht nicht auf meinem Begehr, sondern auf dem des Lords. Er erwartet uns in seiner Kammer!“, kam es samtig von mir und er verstummte sofort, zeigte mir nichts als er seine Haare entrüstet nach hinten warf.

Er wirkte missgelaunt wie eh und je, zu herrlich Severus Launen zu erleben.

„Verstehe, dann hast du ihm von Dumbledore erzählt!“, kam es wie immer erschreckend klarsichtig von IHR, dem Biest und ich nickte ihr nur knapp zu, versuchte nicht zu genau zu erspähen was sie unter dem weiten, schwarzen, rituellen DeathEatermantel trug.

Seit sie sich mir derart manipulativ in Mould-on-the-Wold in den Weg gestellt hatte und mir das Mädchen abspenstig gemacht hatte, war sie mir nach dem Bild wie sich ihre behandschuhte Hand an die nackte Brust des Mädchens gelegt hatte und mit dem quängelden Kleinkind auf ihrer Hüfte, zu meinem Missfallen, stetig sehr präsent, auch wenn sie ihre eiserne Maske trug, war es ein verführerisches Bild vor dem dunklen Nachthimmel gewesen.

Ich hatte ihren Wunsch erfüllt und die Tochter dieses Schreiberlings großzügig mit dem Leben verschont und ich wusste auch schon, was ich mit ihr machen würde. Bei dem Gedanken breitete sich auf meinem Gesicht ein bösartiges Lächeln auf.

Aber das Bild vom Biest wurde ich nicht mehr los.

Als sie dann mit Severus und Draco zu dem Abendessen erschienen war, in diesem atemberaubend züchtigen schwarz, weißen Kleid, das zwar keine Haut zeigte, dafür aber die Fantasie umso mehr spielen ließ, hatte sie das erreicht, was ich seit Weihnachten versucht hatte zu unterbinden, das sie mir wieder jederzeit gegenwärtig war.

Selbst meine Besuche bei der ein oder anderen Bekannten konnten keine Abhilfe schaffen. Ich war wieder am Anfang meines Begehrens angelangt, da sie mir immer mehr zu entgleiten schien, denn es wirkte als würde sie meine Person vollkommen unberührt lassen und das passte mir so was von absolut nicht!

Ich war niemand den man übersah oder überging!

Aber sie wagte es und tat es mit einer unglaublichen Kaltschnäuzigkeit, die mich nur noch mehr ärgerte!

So hatte ich sie bei dem Abendessen absichtlich vorgeführt und Unfrieden zwischen dem Trio geschürt, indem ich offenbarte, dass ich sie ins Bett verfrachtet hatte. Es machte unglaublichen Spaß zu beobachten wie Severus und Draco darum kämpfen nichts davon zu zeigen wie sehr es ihnen missfiel und nicht passte das sie nichts davon wussten!

„Korrekt, er ist informiert und im Bilde und wünscht unserer aller Anwesenheit vor der Feier, also kommt!“, und bedeutete ihnen bestimmt sich zu maskieren, bevor wir apparierten, denn man konnte nie wissen wer es nicht aushielt und schon im Gewölbe wäre und so erschienen wir in der Nähe des steinernen Baldachins und ich schritt herrschaftlich voran zu den abgetrennten Räumen des Lords, gefolgt von den Drein in das steinerne Domizil des Lords, in das er sich zurückzog bis die Initiation der neuen Rekruten stattfand.
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BeitragThema: Re: Kapitel 246-247   Do Feb 09, 2012 7:27 am

247. Kapitel Lucius "Geschenk", an Draco und Hermione!


Lucius Sicht

Der Lord saß in einem bequemen Stuhl, in der ansonsten kargen, zweckmäßigen und steinernen Umgebung dabei streichelte er geistesabwesend Nagini, die sich vor seinen Füßen zusammengerollt hatte und nur ihr Oberkörper lag auf seinem Knie, während er versonnen ins Feuer starrte.

Nagingi war eine abnorm große und als oberschenkeldick zu beschreibende, 4 Meter lange, weibliche Schlange.

Ein unsympathisches Tier, das im Dark Manor herrschte wie die Königin über alles was dort vor sich ging oder auch schlängelte, manchmal verhielt sie sich unheimlich menschlich, wenn ihre schwarzen Knopfaugen einem folgten und sie einen nicht aus den Augen ließ.

„My Lord!“, sprach ich ihn umgehend an und neigte leicht den Kopf, Severus sowie Draco taten es mir gleich, während das Biest in einen tiefen, respektvollen Knicks versank und abwartete.

„Oh, meine treuersten Getreuen….!“, wandte er absichtlich langsam sein Haupt zu uns und der Feuerschein strich über seine so blasse, blanke Glatze und zeichnete abstrakte Schattenmuster auf die weiße und glatte Haut.

„Draco….Mudblood! Was musste ich wegen Dumbledore vernehmen? ER weißßßß ESsssss?“, zischte es schon wieder von einer Sekunde zur nächsten aggressiv vom Lord, darauf stand Hermione sofort auf, wenngleich sie den Kopf gesenkt hielt, wagte aber nicht etwas zu sagen, ohne explizite Erlaubnis.

„My Lord, wir wissen es bis jetzt noch nicht, woher er es weiß! Aber wir werden dafür sorgen, dass der Schaden über dieses Wissen minimal bleibt!“, wagte sich Draco, worauf der Lord ein hohes, gemeingefährliches Lachen ausstieß und seine rotglühenden Augen auf meinem Sohn lagen.

„AHAH….Das will ich für euch hoffen!“.

Augenblicklich verspannten sich alle unsere Muskeln bei der offenen Drohung, mit der er Draco überging und einfach die Hand von Naginis Schlangenschädel nahm, was diese mit einem langen zischeln ihrer gespaltenen Zunge misslaunig kommentierte.

Der Lord zeigte mit einem gebieterischen Wink zu Hermione, das sie näher treten sollte.

Dem kam sie umgehend nach und näherte sich behutsam, zwar hielt sie zu der Schlange respektablen Abstand, denn das Vieh war launisch und schwer einzuschätzen, aber sie war bis zum Stuhl von der Seite kommend vorgetreten und stand nun abwartend da.

Plötzlich löste sich seine blasse Hand übergangslos von der Stuhllehne und schoss mit den langen, skelettartigen Fingern rasant vor, um sich im Stoff ihres Mantel zu verkrallen um das Biest mit erstaunlicher Kraft nach vorne zu ziehen, auf das sie sich seinem Gesicht mit dem ihrigen immer mehr nährte.

Sie schien mit einem Angriff gerechnet zu haben, denn ihr entkam kein Laut der Verwunderung über dieses überraschende Attentat und erschien absolut gefasst, derart mit dem Lord konfrontiert zu werden.

Wir drei standen bewegungslos da und reagierten in keinster Weise auf diese Offensive, zeigten uns beherrscht und unberührt.

„Mudblood….enttäusche mich besser nicht!“, hauchte er seidig drohend und das Biest erstaunte auch hier, indem sie dem Lord unerschrocken und intensiv in die unmenschlichen, roten Augen sah und in ihrer unbequemen, gebückten Haltung dastand und schwer schluckte:

„My Lord, ich gebe dafür mein Leben, nur für euch und um euch in allem zufrieden zu stellen!“ Darauf stieß er ein höhnisches und spöttisches Lächeln aus, während sie unbeeindruckt fortfuhr, über ihren bescheuerten Gryffindormut konnte man sagen was man wollte, aber er war da.

„My Lord, ich gehöre euch mit Haut und Haaren, stellt meine Loyalität und Zugehörigkeit nicht in Frage….und auch um Dumbledore werde ich mich kümmern….habe ich es je gewagt, euch zu enttäuscht? Oder zu versagen?“, spielten ihre Worte auf etwas an, was Severus, Draco und ich nur in Auszügen kannten, ihre Ausflüge mit dem Lord um etwas zu tun, was sonst niemand tat und ja, sie hatte augenscheinlich bisher nicht enttäuscht!

„Nein, das hast du nicht! Aber fang besser nicht damit an….denn ich weiß es zu strafen, dir Demut zu lehren und versagen, vergesse ich nicht….!“, zischte er gemein und entließ sie nicht aus seinem harten Griff.

„Ich würde mich nie über etwas erheben was ihr mir nicht zugesteht, my Lord!“, erwiderte sie sehr unterwürfig und demütig, während sie ihm ihr feingeschnittenes Gesicht entgegen hielt.

„Wie immer, weißt du es gefällig zu sein! Worte sind deine Freunde!“, entgegnete der Lord seidig freundlich klang aber dabei auch gefährlich.

„Ich gebe mein Bestes!“, hauchte sie und dann ließen die Krallen, die sich bisher in ihrem Stoff verkrallt hatten, nach und gaben sie frei somit versank sie gleich mal besser wieder in einen unterwürfigen Knicks.

Eins musste man ihr lassen, Stolz kannte sie nicht, jedenfalls vor ihm nicht, denn mir gegenüber erhob sie ja schon stolz ihr Haupt und versuchte sich zu behaupten. Aber dem Lord gegenüber tat sie alles um ihm zu gefallen.

Es ärgerte mich gerade maßlos, dass sie beim Lord derart umgänglich und anbiedernd war und bei mir dachte sie einen auf Freigeist machen zu müssen. Aber andererseits war mir auch durchaus bewusst, Stolz war etwas was sie sich dem Lord gegenüber nicht leisten konnte, zwar sollte sie es sich mir gegenüber auch nicht leisten können, aber sie tat es, weil die Konsequenz nie der Tod sein würde, die sie beim Lord durchaus erwarten könnte.

Mein Entschluss konnte also nur lauten, härtere Konsequenzen zuziehen wenn sie mir gegenüber wieder aufsässig werden würde. Sie musste lernen auch mir gegenüber ihren Stolz zu schlucken und das wollte ich mir fest vornehmen.

„Draco, mein junge Freund, es wird deine Aufgabe sein Dumbledore noch vor Schulende zu beseitigen!“, befahl er diktatorisch und Draco senkte in sofortiger Zustimmung sein Haupt, als der Lord seine Aufmerksamkeit Draco schenkte.

„Nun kommt! Meine Getreuen, es warten viele begierig unserem elitären Kreis beizutreten!“, erhob er sich geschmeidig und seine weite, schwarze Robe raschelte als sich sein langer Körper streckte und er an uns hoheitsvoll vorbeischritt mit einer schlängelnden und sich windenden Nagini zu seinen Füßen.

Wir folgten auch in geziemenden Abstand und gemessenem Schritten, zauberten uns wieder unsere Masken an, bevor wir dann den großen Gewölbesaal begleitet von einem laut, hallenden Gong betraten..

Die Höhle lag sehr tief und war immer wieder beeindruckend in ihrer Größe.

Das schwarze Gestein glitzerte unter dem Fackellicht, dabei zuckten die Schatten unruhig hin und her und warfen stimmungsvolle Bilder an die Wände. Von der Decke hingen in luftiger Höhe Tropfsteine, die die bedrohliche Atmosphäre untermalten.

Der magisch geebnete Boden war glatt, nur das erhöhte Podest für den Lord war direkt aus dem Stein gehauen worden und ging in einer geschwungenen Form wieder in die Wand aus Stein über und trat danach wieder heraus, um wie eine Art Baldachin melodramatisch den Platz für den Lord zu beschatten.

Eine durchaus beeindruckende Plattform für den Lord, hatte doch ich vor Jahrzehnten damals diesen gestaltet und hergerichtet für meinem Lord und es war mir gelungen, wie ich nicht wirklich bescheiden fand.

Ich kannte mich aufgrund dessen in dieser Höhle aus wie in meiner Westentasche, schließlich war ich ihr Entdecker und ihr Erschaffer.

Aber ich wusste, ich hatte hier großartiges vollbracht und war zu Recht stolz darauf!

Hier war es viel trockener und weniger Nass als im vorderen Teil, aber schließlich lebten hier ja auch die Frauen in einem abgetrennten Abteil und sie sollten es ja angenehm haben, dachte ich hämisch, an unsere Gegangenen.

So versammelten sich alle dem Lord Untergebenen in der Mitte des großen Platzes mit ihren wallenden, schwarzen Mäntel und ihren leuchtenden und strahlenden, silbrigen Masken, die sie als minderwertig kennzeichneten und dann warfen sich alle übergangslos und würdelos bei dem Gong auf den Höhlenboden, wie sehr ich ihr kriecherisches Verhalten zutiefst verachtete, keine Würde im Leib, diese Bande.

Selbst der Innere Zirkel suhlte sich erniedrigend im Dreck, was für verachtenswertes, degeneriertes Getier.

So neigte meine Familie nur huldvoll im Respekt vor dem Lord ihr Haupt und das Biest versank wieder in einem tiefen Knicks, aber sich dermaßen unwürdig auf den Boden werfen würde auch sie nie.

Damit bezog der Lord nun mit seinem langen Gewand und seiner blassen Erscheinung Aufstellung unter seinem Baldachin und dominierte die Versammlung.

Die Meisten waren sichtlich erregt und vorfreudig, da sie wussten, wie es nach der traditionellen Zeremonie weitergehen würde, waren wir doch eine „elitäre“ Gemeinschaft, wie ich zynisch an die vorhergehenden Worte des Lords dachte.

Die Fackeln loderten über die hier Versammelten und ich bezog nahe meinem Herren und neben meiner linken Hand zu Severus Stellung, während der Lord auch schon seine Hände erhob und den immer gleichen und ewiglich selben Satz sprach.

„Erhebt euch meine DeathEater, wir sind heute zusammengekommen, um würdige Anwärter in den elitären Kreis meiner Anhänger aufzunehmen, so tretet vor mit euren Fürsprechern!“, befahl er und das ewig gleich Prozedere wiederholte sich wie immerdar.

Und als die viel zu lange Aufnahmezeremonie endlich beendet war und der Lord sich langsam und dramatisch zu seinem Podest zurückzog, wartete er und genoss die angespannte, knisternde Spannung, damit er es voll auskosten konnte, wenn er die, für die DeathEater erlösenden Worte sprechen würde und ihnen den Startschuss dafür gab, wonach sie begierig gierten und selbst ich verspürte eine ungewohnte, erregende Vorfreude heute dem „Gewölbe“ beizuwohnen, da ich hoffte, die ein oder andere Überraschung zu erleben.

„Herzlich willkommen bei uns, Eure Führsprecher werden euch eure Mäntel und Masken überreichen, euer Platz wird euch zugewiesen, aber nun lasst uns feiern, auf das sich unsere Reihen wieder neu gefüllt haben!“, klatscht er herrisch in die Hände und damit kam Leben in die dunkele Masse zu seinen Füßen, aber so richtig.

Man konnte gar nicht so schnell schauen wie sie sich aus den Masken und Mänteln kämpften, um nur schnellstens ihrem zweifelhaften Vergnügen entgegen zu eilen.

So legte auch ich meinen Mantel ab, wenngleich ich noch meine Maske anbehielt wie viele, die nicht erkannt werden durften, da ihre Tarnung noch aktiv war und so würde ich meine Lilienmaske erst im Separee ablegen.

Severus, Draco und ich trugen schwarze Stoffhosen und schwarze Hemden, wohingegen das Biest, das gerade auch ihren Mantel verschwinden ließ, dafür sorgte, das sich sehr wohl einige in ihrem eilfertigen Eifer stoppen ließen, da sie wirklich fantastisch aussah, gerade auch wenn man die Handvoll Frauen unter den DeathEathern betrachtete, die nicht wirklich schön waren, oder wie Bellatrix, die zwar schön war, aber auch Irre.

Es war ein langes, ihre Figur umspielendes cremfarbenes Kleid. Ein enger, gerader Rockteil schmiegte sich um ihre schlanken Beine, reichte hinab bis zu ihren Knöcheln, doch von diesem Rock war nicht viel zu sehen, denn das lange Oberteil des Kleides umspielte ihren ganzen Körper. Es wirkte wie eine riesige Stola, die schräg über eine Schulter gelegt und um ihren ganzen Körper geschlungen war.

Die andere Schulter präsentierte sich so nackt und auch ihr Arm war unbedeckt, während der andere zum größten Teil unter dem stolaartigen Oberteil verschwand. Das Kleid umspielte herrlich ihre schmale Figur, verdeckte viel, regte aber mal wieder die Fantasie herrlich an.

In dieser Hinsicht schaffte sie es immer wieder hervorragend sich zu verhüllen und gleichzeitig unglaublich verführerisch zu sein. Ich erinnerte mich an dieses so verhüllende Kleid, das sie bei unserem letzten Abendessen getragen hatte, welches aber obwohl es derart verhüllend gewesen war, eine Sünde wert gewesen war.

Ich war in dem Moment meiner Betrachtung dankbar für meine Maske, da ich nichts gegen das erwartungsfrohe und fiese Grinsen tun konnte, das sich auf meinen Zügen ausbreitete, als ich den Anblick von dem Biest genoss und fantasierte was noch heute alles passieren könnte.

Lucius Sicht ende

Hermiones Sicht

Ich war erneut in dieser verdammten, unheimlichen Höhle und hatte wieder zu meinem Leidwesen sehen müssen, wie viel zu viele Idioten begeistert unserer Vereinigung beitraten.

Es war unglaublich frustrierend, wie viele sich nun sichtlich stolz DeathEater nannten, oder eher schimpften?

Nun war das Ritual der Zeichnung und der Aufnahme eben beendet und wir alle wurden huldvoll entlassen, also strömten sie alle wie die Lämmer zur Tränke und doch war es meiner Ansicht nach eher die verheißungsvolle Schlachtbank.

Sie konnten es wie die gierigen Tiere kaum erwarten ihrem Vergnügen zu frönen, gebärdeten sich wie animalisches, brünftiges Getier, dabei schallte das laute, unheimliche und vorfreudige Lachen von den steinernen Wänden wieder.

Ich sah wie Scabior, Fenrir und die anderen alle zum Gewölbe eilten und geschäftig die Masken abstreiften und ihre Mäntel verschwinden ließen, wie auch ich meinen.

Ich fühlte mich fast unwohl, als ich die Blicke vieler Augenpaare auf mir fühlte und ich zwang mich keine Gänsehaut an meinem nackten linken Arm zu bekommen, an dem ich offen zeigte, dass dieser unbefleckte und makellose Arm, den ich derart freizügig präsentierte, kein Dark Mark trug, zeigte ich diese fehlende Diskrepanz wohlkalkuliert.

Nie, war ich dankbarer für die Maske gewesen als gerade, da ich verächtlich die Miene verzog über dieses triebgesteuerte Verhalten und gab mir einen entschiedenen Ruck, folgte ich den Anderen, um dann meinem Gespür und meiner Erinnerung folgenden, scharf rechts abzubiegen und zu sehen, das ich es das letzte Mal wirklich übersehen hatte!

Eine versteckte, fast in der Wand verborgene Spalte, die zum Separee führte. Kurz warf ich nochmal einen angeekelten Blick ins Gewölbe, bevor ich in das Separee treten würde

Hier in dem natürlich gewachsenen Hallengewölbe, hatte sich leider nichts verändert. Ich blickte über den hier unebenen Boden und sah die großen, grünen Kerzen, die auf den Felsvorsprüngen standen. Sie tauchten wieder alles in ein sanftes Licht und erschufen die trügerische Illusion, dass Kissenlandschaften eine gemütliche und ungefährliche Angelegenheit wären.

Schon jetzt lagen die DeathEater großzügig verteilt auf den Kissen. Die Frauen, oder eher Sklavinnen bedienten bereits und sorgten für Speis und Trank in ihren flatternden Hängekleidchen, die ein lachhaftes Nichts darstellten.

Ich wollte zusehen, dass mir nicht das gleiche wie letztens passierte und so suchte ich mein Heil gleich hier am Eingang das Separee auf und glitt hinter die versteckte, leicht versetzte Steinwand, durch die ein relativ schmaler Gang führte, den ich entlang ging.

Der Gang stieg leicht an, endete in einer Art erhöhten Empore, die an eine halbrunde Lounge erinnerte und die weit erhöht über der Kissenlandschaft thronte und einen guten Blick über und auf alles bot.

Auch hier in diesem nicht einzusehenden Separee war es gewohnt diffus mit den rohen, dunklen Steinwänden und der spärlichen Beleuchtung durch die Kerzen. Hier gab es in der Mitte eine halbrunde Sitzbank, die magisch in das Gestein gehext worden und mit vielen Kissen in eine gemütliche Landschaft verwandelt worden war.

Davor war eine Steinplatte, wie ein niedriger Couchtisch mit einer weichen Matratze, dadurch erinnerte es eher an eine Art Altar.

Okay, ich sagte schon mal, ich hatte es eigentlich nie wissen wollen, aber es schlug den Fass den Boden aus, da man, wenn man in dem Halbkreis saß, einen sagenhaften, weitschweifigen Blick über das ganze Gewölbe, über die einzelnen Inseln des Grauens, hatte.

Ich wusste, von außen wirkte es als wäre alles aus Stein, aber das musste eine magische, optische Täuschung sein, denn man sah hier absolut alles wie durch eine Scheibe. Es erinnerte an einen Verhörraum der Polizei, nur das es halt von außen wie Stein aussah nicht wie verspiegeltes Glas.

Ich wollte das nicht sehen und ich wollte gar nicht daran denken was Lucius, Severus und Draco hier alles schon beobachtet hatten, denn die Kissenlandschaften füllten sich beständig mit den herbeiströmenden DeathEatern, die immer mehr Essen und Trinken von immer mehr halbnackten Sklavinnen serviert bekamen.

Als ich angeekelt einen Schritt zurückweichen wollte, prallte ich mit dem Rücken gegen eine harte, unnachgiebige, starke Männerbrust und schluckte schwer, weil ich auch noch Hände auf meiner Hüfte spürte, die mich nun umfassten und wieder bestimmt nach vorne schoben.

Das veranlasste mich die Augen nervös zu schließen und schluckte bestimmt den Kloss hinab, der sich sofort in meinen Hals bildete, während ich mich unruhig fragte was noch passieren würde.

Als mich die starken Hände unvermittelt losließen, ruckte ich augenblicklich herum und wandte dem verachtenswerten, tierischen Pöbel bestimmt den Rücken zu und sah, wie sich Lucius auf die Bank sinken ließ und Severus tat es ihm gleich und ich zuckte erschrocken zurück, als ich bemerkte, dass sie keine Masken mehr trugen.

„Du siehst richtig, nimm sie ab!“, befahl Lucius übergangslos und ich tat prompt wie befohlen, hatte die Frage aber noch immer im Blick.

„Hier kommt, wenn nur der Innere Kreis rein, also müssen wir nichts versteckten!“, meinte er lapidar.

„WAS!“, entschlüpfte mir ein unrühmliches Quieken, da ich umgehend an die Lestranges dachte und das was passieren könnte, wenn die hier auftauchten.

Ich wollte hier weg und das sofort!

„Keine Sorge Liebes, sie dürfen klopfen, aber hier kommen ohne Erlaubnis nur Wir, du und Draco rein!“, erklärte nun Lucius über mich sichtlich amüsiert, die Sachlage und ich stand immer noch leicht verloren vor ihnen, absichtlich mit dem Rücken vor dem Geschehen im Gewölbe.

Ich meine, ich musste das nicht sehen.

Außerdem hatte ich den Anpfiff vom Lord noch gut in den Ohren.

Ich musste aufpassen, denn offensichtliche Fehler durften mir nicht passieren, denn oh, ja er würde mich bestrafen, sollte ich versagen und das mit Dumbledore war wirklich ärgerlich und ich musste einfach wachsam sein, denn mit dem Lord war nicht zu spaßen und da ich mein wechselhaftes Glück kannte, musste ich vorsichtig sein.

Der Beginn des heutigen Abends war schon verdammt schlecht gelaufen, aber ich hatte das unbestimmte Gefühl, dass es gleich noch viel schlimmer werden würde.

Ich traute Lucius keine Sekunde.

„Wo ist Draco?“, fiel mir erst jetzt auf das Draco tatsächlich fehlte und ich konnte eine Spur Unruhe nicht aus meiner Stimme heraushalten.

Er war bei der Zeremonie an meiner Seite gewesen und ich hatte gedacht, das er war mir gefolgt war, als ich davoneilte so wie Lucius und Severus. Ich runzelte verwirrt und verwundert die Stirn, als ich das teuflisches Grinsen von Lucius bemerkte und er sich seine Haare lässig aus dem Gesicht strich und zu mir mit verschwörerischer Stimmte hauchend meinte:

„Bei den Lestrangesbrüdern!“

Er hatte noch gar nicht zu Ende Gesprochen, als ich schon wieder herumwirbelte und herumfuhr bauschte sich mein Kleid weit auf und hektisch in die dunkle Hölle zu meinem Füßen blickte.

Ich suchte die Kissenlandschaft, die den Brüdern zu gehören schien, ab und in die sie mich bei meinem ersten Besuch versucht hatten zu ziehen.

Auf Anhieb keuchte ich erstickt auf, als ich die Brüder ausmachte. Sie hatten ihre Masken abgelegt, aber da war eine Person mit Maske, die sich gerade von den Kissen erhob und plötzlich grob in das taillenlange, rotblonde Haar des jungen Mädchens griff das sie bisher bedient hatte.

Sie trug eine lindgrüne, flatternde Toga und ich kniff meine Lippen fest aufeinander, um nicht erschreckt laut zu schreien, weil ich das sehen und vor allem erleben musste.

Das war Draco, dort unten!

Draco, in der Horde dieser tollwütigen Tiere zu sehen…. tat weh.

Als ich zusah, wie das Mädchen gequält aufkreischte, da er sie unsanft an den Haaren mit einem schmerzhaften Ruck zu sich zog, war ich vor Schreck erstarrt und fühlte mein Herz schmerzharft und schnell gegen meine Rippen trommeln.

So hatte mich Draco in seinem Leben noch nie angefasst. Er war mir gegenüber nicht immer sanft, aber so grob und roh war er noch nie gewesen. Da sah man mal was er alles konnte….wenn er musste, schließlich war er unter genauer Beobachtung der Lestrangesbrüder, die alles begierig und begeistert in sich aufsogen, weswegen er sich absolut keine Schwäche leisten durfte!

Vor meinen ungläubigen und weit aufgerissenen Augen sah ich, wie er sie mit den Händen voran brutal auf die Kissen in der Mitte stieß.

Dank der Maske konnte ich nicht erkennen was er dachte über das was er tat oder gerade im Begriff war zu tun, aber vielleicht war er auch einfach nur froh, dass er nicht auf seine Gesichtszüge würde achten müssen.

Ich wünschte mir meine Maske gerade inbrünstig her, aber so versuchte ich unbeteiligt zu wirken, nur gegen meine schmalen, verkniffen Lippen, gegen die kam ich nicht an.

Ich „durfte“ beobachten wie Draco hinter dem nun knienden Mädchen aufragte und die Lestrangesbrüder gierig um sie herumstrichen, dann rissen, grabschten und zog sie alle an der Kleidung, bis der leichte, lindgrüne Seidenchiffon nachgab und in Fetzten an ihrem jugendlichen Leib hin.

Schließlich kniete das Mädchen noch immer zitternd und komplett nackt und ängstlich vor den drei sie umkreisenden DeathEatern. Sie versuchte ihre Blöße mit ihren Händen zu bedecken, während ihr die Tränen in Strömen über die blassen Wangen liefen.

Sie alle heizten sich wieder gegenseitig an, bis Draco sich gezwungen sah zu tun, wofür dieses Gewölbe erschaffen worden war.

Er war noch immer komplett bekleidet, auch seine Hose hatte er an, aber wie es schien hatte er den wichtigsten Teil befreit und sich hinter dem rotblonden Mädchen in Position gebracht. Als er sie grob nach vorne stieß, auf das sie auf allen vieren vor ihm kniete, da packte er sie fest an den Hüften, seine Finger gruben sich gut sichtbar in ihr weiches Fleisch und dann versenkte er sich auch schon übergangslos mit einem gewaltigen Ruck in ihr.

Ich durfte zusehen wie das blutjunge, zitternde Mädchen den Kopf gepeinigt in den Nacken warf und losbrüllte als sich in ihren furchtsam verzogenen, fast unmenschlichen Zügen der panische Schmerz zeigte, den Dracos brutales Eindringen ihr verursachte.

Mir war nur zu bewusste, dass die kleine Smudgley da gerade wenig nett und sehr roh entjungfert wurde.

Draco stieß schnell und hart zu, da er es wie es schien schnell erledigt haben wollte. Mir rauschte in meinen Ohren das But wie ein tosender Wasserfall.

Ich legte geschlagen meine Hand an die Scheibe und es war wie eine Aufgabe an die Bösartigkeit von Lucius, da dies hier sein „Geschenk“ an Draco gewesen sein musste und mein Preis, den ich zu zahlen hatte, weil ich Gnade für das Mädchen erbeten hatte!

Ich wusste, wie sehr Draco hasste was er gerade tun musste und das Mädchen war wenn überhaupt gerademal so alt wie er, eher noch 1-2 Jahre jünger. Aber darüber nachzudenken wie er sie fühlte, schaffte ich nicht wirklich, dazu tat es zu sehr weh zusehen was er tat, zumal es auch irgendwie meine Schuld war, das sie und er das erleiden mussten.

Eine große Welle der Übelkeit schwappte über mich hinweg, bei diesem depressiven Erkennen der Sachlage und ich kämpfte hart um meine Kontrolle, die ich zu verlieren drohte, da ich mich sehr verloren und hilflos fühlte.

Nachdem ich mich eingemischt hatte und die Kleine vor ihrem grausamen Schicksal langsam zu Tode gefoltert zu werden, errettet hatte, um nun gezwungen zu sein zuzusehen, wie sie von Lucius Sohn und meinem Freund vergewaltigt wurde.

Nun musste ich zusätzlich auch mit ungläubigen Augen erleben, wie Rabastan in ihren roten Schopf packte, diesen hatte sie aufgebend tief gesenkt und er schlackerte hin und her durch die Stöße, die von hinten kamen aber nun zerrte und zwang Rabastan ihren Kopf unerbittlich in die Höhe, auf das man ihr verweintes und schmerzverzehrtes Gesicht sehen konnte, das nur noch als Fratze zu erkennen war.

Er packte unsanft ihr Kinn und grinste ihr frech ins panische Antlitz.

Ich zuckte leicht schreckhaft zusammen, da ich zu perplex und paralysiert war von dem was sich vor meinen Augen abspielte, das mich seine nächste Tat überrumpelte, denn Rabastan rammte ihr nun übergangslos seinen voll erigierten Schwanz in den Mund, während Draco noch an ihrer Rückseite mit ihr beschäftigt war, somit nahm das flaue Gefühl in meinem Magen zu und ich unterdrückte das Wimmern, das mir in der Kehle hinaufstieg und biss mir auf die Zunge.

Die Kleine bäumte sich verzweifelt auf und kämpfte gegen den stahlharten Griff, in dem sie sich befand, denn nun stießen zwei Männer unbeherrscht, verroht und erbarmungslos von vorne und von hinten in sie.

Es war scheußlich und grausam das anzusehen, aber ich war so erstarrt, abwenden konnte ich mich nicht und ich war mir sicher, dieses Bild von Draco würde ich so schnell nicht wieder loswerden.

Sie wehrte sich nun ungestüm und bockte auf wie ein junges Fohlen,aber da war schon Rudolphus laut lachend zur Stelle und umschlang sie und hielt sie zusätzlich mit seinen Händen fest und machte die Demütigung endgültig.

Es war ein entwürdigendes Schauspiel, aber im Vergleich zu den anderen Kissenlandschaften, eher noch am harmlosesten, denn dort waren die Männer noch animalischer, zügelloser und aggressiver.

Das machte es jedoch keinesfalls besser.

Jetzt fielen die Hemmungen immer mehr, aber bei Draco und den Lestranges ging es weiterhin relativ harmlos und anständig zu, wenngleich auch demütigend indem das Kind von zwei Männern gleichzeitig hart genommen und bearbeitet wurde.

Ich presste meine saure Galle, die in mir hochbrodelte, zwanghaft hinab und schluckte schwer und verbot mir irgendetwas zu fühlen, oder zu empfinden, denn das war mein Leben und ich hatte es vor langer Zeit gewählt, wie könnte man so schön sagen, in guten wie in schlechten Tagen, stieg fast ein hysterisches Lachen in mir auf, das ich nicht rauslassen wollte.

Ich war gebannt in Schockstarre von der unvorstellbar grausige Darstellung.

„Gefällt dir mein „Geschenk“ für Draco!“, hörte ich die sanfte, seidige und samtig weiche, aber so kalte Stimme von Lucius und erst da fiel mir auf, dass ich immer noch gedankenverloren die Scheibe berührte in einer sehr verletzten Geste und schollt mich eine sentimentale Kuh, somit raffte ich mich auf, bis ich mich beherrscht umwandte, dabei versucht ich einen absolut gleichgültigen Ausdruck im Gesicht zu halten, um ihn nicht gewinnen zu lassen, in diesem schrecklich verletzenden Spiel der endlosen Grausamkeiten.

„Nun, es ist einzigartig, nehme ich an! Wobei deine Großzügigkeit erwähnt werden sollte, da das Mädchen lebt!“, kam es sanft aber giftig und sehr sarkastisch von mir, aber ich war wirklich froh, dass meine Stimme fest klang und nicht zu wackelig daherkam, obwohl ich innerlich fast starb, da ich das junge Mädchen dazu verdammt hatte und Draco auch, denn dieses großzügige „Geschenk“ war Lucius Rache an mir und damit war nur ICH, an der Situation und ihrem Schicksal schuld.

Natürlich verstörte es mich zutiefst dabei zu zusehen wie Draco eine andere fickte, das er es wirklich schaffte das zu tun, in dem Wissen, das ich es sehen musste, da er seinen Vater und dessen Bösartigkeit kannte!

Zu was hatte ich dieses Mädchen verdammt, aber der Tod war schlimmer, oder?

Ja, denn der Tod den Lucius für sie geplant hatte, war wirklich schlimmer als das hier!

Viel schlimmer, wenn nicht, hätte ich sie mit einem Avada erlöst. Doch der Tod wäre, wenn auch ihm viel Schmerz voraus gegangen wäre, ein endgültiges Ende für das Mädchen gewesen, ein Leiden mit einem Ende, und das hier?

Würde es je ein Ende für sie haben? Ich war nicht fähig zu entscheiden was grausamer war und ob ich richtig gehandelt hatte.

Und ich fragte mich unsicher wie ich Draco gegenüber stehen sollte?

Auf der anderen Seite war ich nicht unschuldig an der Situation, aber ich kam nicht dazu weiter zu hadern, an etwas was ich nicht wirklich ändern konnte, denn in dem Moment blickte ich überrascht auf, als eine wunderschöne, schwarze Frau eintrat.

Ihre Haut schimmerte wie Ebenholz und ihre dunklen Augen funkelten, ihr cremefarbenes Flatterkleidchen verstärkte diesen kontrastvollen Eindruck und nur ihre Augen sahen traurig, verloren und auch leicht ängstlich aus, als sie stumm, aber grazil für uns alle Getränke verteilte und nun noch ein zweites, ganz und gar helles und blondes Mädchen eine Platte mit Kleinigkeiten zum Essen brachte.

Unter Anbetracht wie speiübel mir war, eine schlechte Idee etwas zu essen, aber vielleicht würde ein Schluck helfen den bitteren Geschmack aus meinem Mund zu vertreiben?

Sie beide blieben dann abwartend und unsicher stehen, wie es schien wussten sie nicht, was sie tun sollten und ich stand ähnlich abwartend wie die Mädchen vor den zwei gefährlichen und nicht wirklich einzuschätzenden Männern und fühlte mich von einer Sekunde auf die nächste sehr unwohl und deplatziert und ja auch leider erstaunlich unsicher.

Ja, verdammt aber auch, wünschte ich mich mit einer unvorstellbaren Inbrunst hier weg, aber eine glorreiche Ausrede fiel mir nicht auf der Stelle ein, um einen guten Grund zu haben, zu verschwinden und ich….. ich stand somit immer noch hier, griff mir nun mein Glas von dem Tablett und suchte Trost im Alkohol, drehte mich um, blickte wieder über das sich mir bietende Bild der Orgie!

Noch hatte es nicht wirklich begonnen, noch nicht…..den es ging noch viel, viel schlimmer….

Ich wusste nicht was Lucius von mir erwartete.

Er genoss mein Unbehagen bestimmt weidlich, weidetet sich darin, das ich zusehen musste, wie Draco ein Mädchen brutal und schmerzhaft fickte und ich es tatenlos mit ansehen musste, nachdem ich Lucius damals anvertraut hatte wie sehr es mich getroffen hatte, das Draco mich fast mit der Nutte betrogen hätte, demütigte es mich doppelt und dreifach.

Aber das hier, das war etwas ganz anderes.

Ich musste eher zu Draco halten, da er für die Situation am wenigsten konnte in der er sich nun befand wie heiß es, im Guten wie im Schlechten, wobei ich das Gute hier fast schon suchen musste, verbat ich mir jedwede Regung dickköpfig.

Ich würde ihm nichts zeigen, nur um Lucius nicht die Genugtun zu geben mich hier zu brechen, das kam nicht in Frage, wobei ich gerade die Peitsche bevorzugen würde, denn körperlicher Schmerz sagte mir da wirklich mehr zu, als diese seelische Qual.

Es war erschreckend, wie sehr er es genoss uns alle gegeneinander auszuspielen.

„Hermione, willst du dich nicht zu uns setzen um das Schauspiel zu genießen?“, erklang die seidige Stimme von Lucius und ich hörte es hinter mir rascheln und wusste gerade nicht so ganz weiter.

Was wollten sie nun?

Die zwei Mädchen waren für sie, vielleicht störte ich. Ich fühlte mich durchwegs unwohl in meiner Haut, okay, bestimmt störte ich.

Ich wollte stören, da ich weg wollte, wenn das mein Freifahrtschein nach draußen war, würde ich alles nehmen und akzeptieren was sich mir bot!

„Ich glaub nicht, vielleicht sollte ich….gehen!“, zuckte ich unbestimmt die Schultern und hörte ein bösartiges aufknurren das verdächtig nach Severus klang, der sich bisher konstant raushielt und fast von der Dunkelheit verschluckt wurde.

„Glaubst du, wir haben keine Kontrolle und stürzen uns jetzt gleich auf die Frauen?“, wollte Lucius wohl amüsiert klingen, aber ich hörte einen harten Klang aus seinem höhnischen Ton.

Da wandte ich mich schnell um:

„Nein, nein ich wollte nicht….!“ Blickte ich auf die Mädchen, die sich furchtsam und nervös an die Wand drängten „…was passiert nun?“, stöhnte ich geschlagen.

„Was auch immer du willst!“, meinte Lucius lasziv und anrüchig, kam es als ein mehr als zweideutiges Angebot und ich bekam irgendwie gerade wenig Luft und daher nahm ich nun einen großen Schluck von meinem Drink, „was ich wollte?“, als ob es nach mir gehen würde!

Ich wollte gehen, aber nach Lucius teuflischem Grinsen zu urteilen, stand mir diese Option nicht offen.

Also ergab ich mich zum Teil und glitt tapfer zwischen Severus und Lucius, doch dann erschrak ich unvermittelt, was die beiden Männer sichtbar schmunzeln ließ, als die Mädchen ungefragt, wie auf ein Kommando das mir entgangen war, die Kleider wenig begeistert, aber ohne Scheu, ablegten und sich nun komplett nackt präsentierten.

Sie standen furchtsam da und warteten gehorsam auf Befehle.

Als ich zum ersten mal wieder einen zaghaften Blick aus dem Fenster warf, sah ich, dass das große Fressen in der Halle eingeleitet worden war, da nun alle Hemmungen fielen und ich bemerkte, das Bellatrix ihre Peitsche hervorholte und sich mit Fenrir zusammen und gemeinschaftlich an einer bemitleidenswerten Frau verging, deren Gesicht sich zu einer grausam entstellten Fratze des Leids verzogen hatte, da sie sie unvorstellbar grausam und pervers quälten.

Auch Scabior hatte sein zweifelhaftes Vergnügen, wenngleich er es eher wie Draco hielt und auch er komplett bekleidet blieb. Bei ihm fragte ich mich oft, was er wirklich mochte und das hier gehörte nicht zu seinen favorisierten Beschäftigungen, da war ich mir sicher, aber er hatte es auch nicht nötig sich mit Gewalt DAS DA zu holen.

Es hätte genügend willige Weiber gegeben, die die Beine für Scabior öffneten, denn schlecht sah er nicht aus, aber jetzt wirkte er eher gelangweilt und betont gleichgültig.

Ich sah, das Draco fertig war und nun Platz genommen hatte, während er Rudolpus zusah wie dieser sich an der kleinen, willenlosen Smudgley verging, welche mittlerweile wie erschlagen, verdreckt, beschmutzt, sowie blutig auf der Matte lag, während Rabastan Draco nicht gehen ließ und ihn zwang da zu bleiben und ihm einen Drink nach dem anderen aufdrängte.

Dann bemerkte ich in den Augenwinkeln, dass sich die Schwarzhäutige erstaunlich tapfer zu Severus bewegte, aber sofort ließ sie eine unwirsche Handbewegung von ihm mitten in der Bewegung stoppen, während sich die vollbusige und sehr weibliche Blonde extrem vorsichtig und demütig an Lucius Seite nieder sinken ließ und nun devot auf den steinigen Boden kniete.

Als sie dann sachte ihre Hand zaghaft und ängstlich auf seinen Oberschenkel wandern ließ und sie vorsichtig darauf ablegte, schenkte er ihr nur einen kalten, unbewegten Blick, der nicht wirklich einladend war, somit verharrte sie ängstlich und unsicher was sie tun sollte und tun durfte und was nicht.

Die atmosphärische Stimmung in unserem kleinen Separee war spannungsgeladen, um nicht zu sagen, es war fast nicht auszuhalten, bis Lucius eine herrische Geste mit seinem Gehstock zu der schwarzhäutige Frau vollführte, die noch immer verloren in ihrer nackten, knabenhaften Pracht neben Severus verharrte.

Sie wandte sich nun umgehend von Severs ab, folgte Lucius nonverbalem Befehl. Aber sie wandte sich wohl auch so schnell von Severus ab, da dieser sie nicht eines Blickes würdigte. Zu meinem Erstaunen kniete sie sich vor mich, offenbar hatte sie Lucius Aufforderung anders als ich sofort verstanden.

Ich riss einfach groß die Augen auf und war total perplex, als sie begann mir übergangslos und erstaunlich wacker den Träger auf der einen Seite meines Kleides langsam von der Schulter zu steifen.

Ich erstarrte unter ihrer intimen Berührungen, war einen Augenblick total benebelte was gerade passierte, bevor ich abwehrend die Hände hob um ihre Hände wegzuschieben, aber auch zu verhindern, dass der Stoff über meine Brust rutschen konnte.

„Nein, lass….!“, wollte ich bestimmt abwiegeln und sie hielt sofort, wie von mir gewünscht, inne, worauf ich einen sehr seidigen und verachtenswerten Befehl hörte und mir mein Mund empört aufklappte.

„Mach weiter!“, war dies ein unmissverständlicher Befehl von Lucius, der nun die Hand der Blonden bestimmt von seinem Schenkel schlug, um sie mit seinem Gehstock zu mir zu dirigieren und sie auf meiner nackten Schulter platzieren, was diese ihn mit großen, ungläubigen, babyblauen Augen ansehen ließ.

Aber die Mädchen rissen sich schnell zusammen. Ich konnte in ihren Augen eine unglaubliche, resignierte Entschlossenheit erkennen, die mir Angst machte und dazu führte das sich mein Magen unwohl verknotete.

Was plante Lucius bösartiger Geist nun?

Ich fand meine Sprache immer noch nicht. Die Worte steckten mir in meiner wie ausgedörrten Kehle.

Gerade kam mein Verstand gar nicht derart schnell mit, um diese unwirkliche und bizarre Situation zu erfassen.

Plötzlich wurde ich von vier Händen unerbittlich aus meinem Sitzt hochgezogen, da für die Frauen Lucius Worte Gesetzt waren. Ich wurde sofort auf die Matratze vor den Männern dirigiert, wo ich mich umgehend und etwas verwirrt und überrumpelt wiederfand.

Die unbekleideten Frauen stießen mich erstaunlich grob darauf, auf das ich kniend auf dem „Präsentierteller“ aufkam. Ich hatte noch gar nicht reagieren können, da waren diese kleinen, grabschenden Hände überall, fummelnd und tastend auf meinem Körper, so zeigten die Mädels ein erstaunliches und mich überfallendes Engagement!

Zuerst das mit dem missgestimmten Lord, dann das mit Draco, der das unvorstellbare diesem Mädchen antat, was mir schon einmal von Severus angetan worden war und jetzt das hier, was passierte hier!

Ich stand mal wieder vor einem totalen Blackout. Es war als ob mir meine ganze Souveränität und Kontrolle abhandenkam.

Ich war in dem Moment nicht mehr ich selbst.

Mir kamen die Bilder von meinem ersten Besuch im Gewölbe in den Sinn und was ich dort gesehen und erlebt hatte, diese primitive Orgie und die aufsteigende Panik von damals kam schlagartig wieder, meine erste Panikattacke war mir unvergessen!

Hilfe, was sollte das nun werden!

Oh nein, ich meine, das konnte nicht ihr ernst sein, ergriff mich eine unvorstellbare ängstliche Nervosität und Ungläubigkeit, denn ich wollte nicht berührt werden, von niemandem!

Nicht hier, nicht vor Lucius! Ich wollte hier weg und das sofort.

„Nein, ich meine NEIN….lasst mich los!“, konnte ich nicht verhindern, dass meine Stimme brüchig klang, denn es lagen meine Brüste nun schon frei, ungeschützt und unbedeckt vor den gierigen Blicken von Lucius und Severus.

Ich fühlte mich unvorstellbar nackt und gedemütigt, als ich auf dieser runden Matratze vor den beiden Männern kniete, gehalten von zwei nackten Sklavinnen, mit dem Rücken zu dem Grauen des Gewölbes.

Ich fühlte mich hilflos und alleingelassen und ich bemerkte wie pure und echte Panik in mir aufsteigen, was wollte Lucius mir antun?
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Kapitel 246-247
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