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 Kapitel 4-6

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queenie
Königin
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BeitragThema: Kapitel 4-6   Mi Feb 08, 2012 11:47 pm

Wieder Knockturn Alley

Ein enervierender, nerviger Piepton erweckte mich aus meinem wohlverdienten aber viel zu kurzen Schlaf. Reflexartig schnellte meine Hand in die Höhe und schlug auf das lärmende, blöde Ding ein, welches sofort verstummte. Manchmal hasste ich mich selbst. Stöhnend rieb ich mir die Sandkörner aus meinen müden, verklebten Augen. War ja selbst schuld, wenn ich mir anzutrainieren versuchte, mit fünf Stunden Schlaf auszukommen. Ich hatte dies recherchiert und das konnte man!

Oh ja, war mir zwar noch schleierhaft wie, aber mit Disziplin und Kontinuität hoffte ich dies mit der Zeit zu erreichen. Napoleon und der Alte Fritz von Preußen, hatten das ja auch geschafft! Ich sollte nicht so viel lesen, dann kam ich nur auf so einen Blödsinn! Gut, ich hatte nie lang geschlafen, nur immer ca. acht Stunden, aber die drei Stunden, die ich mir seit drei Wochen versagte, spürte ich leider immer noch in den Knochen, aber ich war stur und starrköpfig und ließ mir selbst leider keine Schwäche durchgehen. Also genug im Selbstmitleid gebadet, hopp hopp raus aus den Federn, ein langer Tag mit neuen Aufgaben erwartete mich. Nach einer entspannenden Dusche, unter der sich meine Verkrampfungen in den Muskeln, nach dem harten Appariertraining in der Nacht, lösten, machte ich mich auf in die Küche, wo ich von meinen Eltern mit einem freundlichen „Hallo“ willkommen geheißen wurde. Dann wurde mir von Mum schon ein dampfender Becher mit herrlich schwarzem Kaffee gereicht, während ich auf den Stuhl sank. Ich inhalierte den wohlriechenden, würzigen Duft und nahm vorsichtig den ersten Schluck. Meine Lebensgeister gerieten danach so langsam in Fahrt.

Lächelnd sah ich auf „Danke”, hauchte ich dabei mehr in die Tasse.

„Aber immer doch, meine Kleine. Was hast du denn so vor heute?”, fragte Mum gut gelaunt und anscheinend gut ausgeschlafen, was nach der Dosis Schlafmittel auch kein Wunder war. Mich überkam ein klitzekleines bisschen Neid. Auch Dad senkte nun die Tageszeitung und schaute zu mir rüber. Ich sah nach den fünf Stunden Schlaf wohl nicht wirklich wie das blühende Leben aus, dachte ich sarkastisch, als er seine Augenbrauen fragend hob, während er meine Erscheinung musterte und sich Sorge in seinen gütigen, braunen Augen zeigte. Bevor er etwas sagen oder fragen konnte, antwortete ich schnell auf die Frage meiner Mutter.

„Nun, ich dachte mir ich fahre heute nach London und geh ein bisschen shoppen”, sagte ich betont fröhlich und trank noch einen Schluck von meinem Kaffee.

„Oh, wenn ich das gewusst hätte, hätte ich meine Termine anders gelegt und dich begleitet Kind, denn so etwas haben wir schon lange nicht mehr gemacht, aber warte, vielleicht. Ich müsste kurz…”, meinte Mum in einem traurigen Tonfall und wühlte aufgeregt in ihrer Tasche, die sie zu sich zog und nach ihrem Terminplaner griff. Ich sah sie schnell Entschuldigung heischend an, denn das würde mir so gar nicht in den Kram passen, wenn meine Mum sich mir heute aufdrängen würde.

„Sorry Mum, ein andermal gerne, aber ich wollte noch in die Portrait National Gallery schauen. Du weißt wie ich das liebe und wie ich die Bilder vermisst habe!”, säuselte ich vor mich hin, weil es stimmte, ich mochte die Portraits der alten Monarchen und wichtigen Persönlichkeiten Englands gerne. Sie hatten es mir früher wirklich angetan und bei jedem Ausflug nach London hatte ein Stopp in dem Museum sein müssen. Aber heutzutage, wo ich die sich bewegenden und sprechenden Portraits der dahingeschiedenen Personen in der magischen Welt kannte, konnte die Gallery nicht mehr mithalten! Aber dies wussten meine Eltern ja nicht, weil ich ihnen so gut wie keine relevanten Informationen aus der Welt der Zauberer hatte zukommen lassen. Das machte es mir leichter, wie auch jetzt, da ich wusste wie Mum auf so eine Aussage von mir reagieren würde und sie enttäuschte mich nicht.
Sie bekam große Augen.

„Ah ja, aber natürlich, mein Liebes. Tja, wie schade, dass meine Patienten mich heute schon so ausgebucht haben, aber wie gesagt, dass nächste Mal würde ich mich freuen dich auf einen Stadtbummel zu begleiten.”

Sie stand auf und flüchtete sich hinter die Küchentheke, als könnte sie sich nichts Schlimmeres vorstellen als stundenlang vor Gemälden zu stehen, denn dies war überhaupt nicht die Welt meiner Mutter. Als ich aufsah, grinste mich mein Vater schelmisch an, ich grinste zurück. Es war doch zu herrlich wenn jemand so berechenbar war. Eine halbe Stunde später saß ich noch immer in der Küche mit meiner vierten Tasse Kaffee und fühlte mich wieder voll einsatzfähig, als meine Eltern fertig angezogen und hergerichtet für den Arbeitstag erschienen, um sich von mir zu verabschieden. Nachdem die Tür ins Schloss gefallen war, wartete ich noch fünf Minuten, ob sie auch wirklich nicht
zurückkommen würden.

Schnell erhob ich mich und lief in mein Zimmer im ersten Stock, dort öffnete ich meine Schranktür und nahm meine nachtschwarze Robe heraus, legte sie mir um und trat vor meinen Spiegel. Ich nahm meinen weißen Zauberstab aus der Innentasche und richtete ihn auf mein Haar und sprach einen Verwandlungszauber. Jetzt brauchte ich das blöde Haarteil nicht mehr. Meine Lockenmähne war aufgrund der Magie nun glatt und auf Kinnlänge gestutzt und einen weiteren Spruch später waren sie auch dunkelblond. Oh ja, ich blickte zufrieden in den Spiegel, denn das war schon eine Veränderung, aber auch das satte Braun meiner Augen wollte ich anpassen und sagte den Spruch um die Augenfarbe zu ändern. Nun schauten mir zwei wässrig blaue Augen entgegen, perfekt!

Meine Gesichtsformen wollte ich nicht ändern denn, da ich kein Metamorphmagus war, würde es höhere Magie voraussetzen. Nicht, dass ich das nicht könnte, aber das war mir zu kompliziert. Es sollte ja immer schnell gehen mich in meine Tarnpersönlichkeit zu verwandeln und wofür gab es Make-up. Dies ein bisschen dicker aufgetragen und keiner, wirklich keiner, würde mich erkennen.
Als ich fertig war, blickte mir eine andere Frau entgegen, denn wie eine 15jährige Schülerin sah ich nun wirklich nicht mehr aus. Ich muss sagen, ich gefiel mir. Ja, das konnte ich so lassen. Ich schoss mit der Digicam ein Foto, das ich schnell ausdruckte und in mein Strategiebuch klebte, daneben notierte ich die Sprüche, die ich für diese Erscheinung verwendet hatte und meinen Namen, den ich für diese Identität ausgesucht hatte: „Minna Cale”. Wenn, dann musste auch alles perfekt sein!
Ich begab mich ins Wohnzimmer, stellte mich in die Mitte und dachte an alles was ich mir gestern im Garten beigebracht hatte. Konzentration und ein Appare später stand ich vor der Wand hinter dem Tropfenden Kessel, die mich in die Diagon Alley entlassen würde.

Tiefe Befriedigung ergriff mich. Ich war ein klein wenig stolz auf mich, weil ich auch diese Entfernung geschafft hatte und alles wunderbar funktioniert hatte. Kein Schwindel und keine Übelkeit überfielen mich mehr. Wie es aussah hatte ich die Apparition gemeistert, ein Problem weniger. Zwar würde ich noch die weiten Strecken ein bisschen üben müssen, aber dazu erst später.

Schnell hob ich den Zauberstab und ließ ihn in der richtigen Reihenfolge die Steine berühren und schon öffnete sich das Tor. Zügig schritt ich in die so mittelalterlich angehauchte Gasse und ging im Fluss der Menge unter. Ich hatte noch so einige Besorgungen zu machen, während um mich herum das normale, bunte, fröhliche Chaos in der Diagon Alley herrschte, was ein Teil ihres Charmes war.
Niemand nahm die Warnungen ernst, dass er zurückgekehrt war.

Niemand wollte sehen, dass es wieder von vorne begann. Alle wollten dem Ministerium und Minister Fudge glauben, dass diese Behauptung eine Lüge von Harry und Dumbledore war, um sich wichtig zu machen. Damit spielten wir ihm in die Hände, aber die breite Masse war schon immer blind gewesen. Da hier alle so lustig und fröhlich waren, nahmen sie die Warnungen wirklich nicht ernst, wie ich jetzt live miterleben konnte.

Umso mehr, da die Eltern ihre Kinder dabei hatten, die aus Hogwarts zu Hause waren. Sie mussten in den Ferien schließlich beschäftigt werden. Vor dem Quidditchgeschäft drängten sie sich und drückten sich ihre Nasen platt, oder bevölkerten Fortunes Eissalon. Ich zog mir meine Kapuze ins Gesicht, da ich in wenigen Augenblicken zur Abzweigung in die Knockturn Alley kommen würde und niemand, na gut fast niemand, der so jung war wie ich und eine Frau noch dazu, würde freiwillig und ohne Begleitung hineingehen und dabei auch noch sein Gesicht zeigen.

Heute war auch in der Knockturn Alley mehr los als um Mitternacht, selbst in so einer schmuddeligen, heruntergekommenen Straße. Ich war erstaunt, hatte ich doch gedacht es sind alles Geschöpfe der Nacht! Aber in der Gasse war es so als würde schon die Nacht beginnen, denn diffuses, dämmriges Licht herrschte hier vor. Auch hier huschte ich in meiner dunkel verhüllten Gestalt zügig dahin, darauf bedacht vorsichtig zu sein und sah im Vorbeigehen die Auslagen der Geschäfte an. Ich ignorierte die Gestalten, die sich an den Wänden der Gebäude entlang drückten.

Ah, hier war der Zauberstabsladen. Nee, der sah kein bisschen sympathischer aus als in der Nacht. Gleich gegenüber lag mein erstes Ziel. Die schwarzmagische Apotheke für Zaubertrankzutaten. Als ich eintrat wehte mir ein rauchiger, leicht berauschender Geruch unterschiedlichster Gewürze entgegen. Es war sehr schummrig im Laden und mit der großen Anzahl von Regalen, die in mehreren Reihen aufgestellt waren, war der Laden zwar voll, aber auch von innen größer als man draußen vermutet hätte.

Die Regale waren gefüllt mit den unterschiedlichsten und ungewöhnlichsten Dingen, die man sich vorstellen konnte: Herzen, egal ob von Schlangen, Hühnern oder Drachen, vielleicht auch von Menschen. Igitt, wie ekelig! Ich wandte den Blick ab und er fiel auf Augen der verschiedensten Gattungen, ob eingelegt, getrocknet oder pur.

Florfliegen, Alraunen, Affodilwurzel, Dipdam,Flubberwurmschleim, Rattenmilz, aber auch solche Sachen wie ein gut sichtbar platziertes, verschlossenes Glas Einhornblut! Mir blieb die Spucke weg. Oder es gab solche Abscheulichkeiten wie Bestandteile aus dem Kadaver eines Thestrals, eben Dinge, die man nie und nimmer in der Diagon Alley erhalten würde.

Am liebsten hätte ich vor Freude über diese ganzen Schätze gejubelt. Es war hier wie im Paradies.
Und so war ich auch nicht erstaunt, als ich am Tresen den Inhaber des Ladens mit einem mir wohlbekannten Mann feilschen sah. Ich behielt ruhig Blut, da ich nicht aussah wie Miss-now-it-all, noch würde er, noch sonst wer, mich, Miss Granger, hier an diesem Ort erwarten.
Also nahm ich mir zielsicher und ziemlich kaltschnäuzig einen Korb und schritt seelenruhig die einzeln Regale ab, nahm mir hier und da ein Stück für die Tränke, die ich im Laufe dieser Ferien brauen würde und da einige von ihnen recht lange brauchen würden um fertig zu werden, musste ich so schnell wie möglich beginnen.

Im Hintergrund verfolgte ich das Gespräch der beiden Männer aufmerksam, leider immer wieder unterbrochen, so dass ich keinen zusammenhängenden Satz hätte verstehen können. Aus dem was ich so mitbekam, hatte ich heraus hören können, dass Snape die ehrenvolle Aufgabe erhalten hatte Tränke für ihn-dessen-Name-nicht-genannt-werden-durfte zu brauen. Das verwunderte mich jetzt nicht wirklich, also zuckte ich innerlich mit meinen Schultern.

Tja, auch der Dark Lord war schnell, das musste man ihm lassen. Als ich damals den Professor aus dem Krankensaal zum Dark Lord hatte stürmen sehen, war mir klar gewesen, dass es jetzt losging, der Krieg. Erst mal so geführt wie der kalte Krieg der Muggel, Amerika gegen Russland, Ost gegen West.

Noch keine sofortigen, offenen Kämpfe, aber dafür das Taktieren im Hintergrund! Für alles andere war der Dark Lord zu schlau und er musste schließlich erst einmal wieder erstarken, aber die ersten Tendenzen einer Kaltfront waren zu spüren und wenn auch nur, dass ich hier Snape sah, der wie ein Wahnsinniger Zutaten kaufte, zu einem Spottpreis, wohlgemerkt! Hier waren halt das Dark Mark und der Name des Dunklen was wert, half anscheinend bei Drohungen immer. Kein Ladenbesitzer der Knockturn Alley vertraute dem Ministerium, aber den Death Eatern, ja an deren Rache glaubten sie sofort!

Fudge war ein solcher Idiot! Aber das war ja erst mal nicht mein Problem. Während dieser Gedanken zählte ich meine Florfliegen für den Vielsafttrank ab. Ich spürte plötzlich ein Kribbeln in meinem Nacken, dann fiel mir auf, ah ja, ich hörte keine Stimmen mehr. Das Gespräch war offenbar beendet und Snape schien sich umgedreht zu haben, um meine schwarze Gestalt über dem durchsichtigen Behältnis der Fliegen gebeugt stehen zu sehen. Sicher kannte er sich in dem Laden aus wie in seiner Westentasche, ging es mir gehässig durch den Kopf. Ich ließ mich nicht aus der Ruhe bringen und zählte einfach weiter. Geh, du miesepetriger, schmieriger Kerl, sagte ich zu mir in Gedanken.

So, fertig! Ich setzte den Deckel wieder auf, tat die Fliegen in die durchsichtige Tüte, legte sie in meinen Tragekorb und wandte mich um und sah mich bestätigt, denn zwei tiefdunkle Obsidiane saugten sich an mir fest. Sehen konnte er nicht viel, weil ich meine Kapuze nicht abgenommen hatte, aber sie zeigte gut die Hälfte meines Gesichts. Ich versuchte mich so anmutig und normal wie möglich weiter fortzubewegen. Mir und ihm mit Sicherheit war bewusst, dass es nicht viele Tränke gab, in denen man diese Zutat benötigte. Die Frage war, würde er sich aufdrängen und neugierig sein, oder ging es im am Allerwertesten vorbei, wie auch das was die Schüler in der Schule taten.

Ich schritt auf das nächste Regal zu und sah mir die Auslagen genauestens in allergrößter Ruhe an.
Nur nicht aus dem Konzept bringen lassen, denn das würde ihn auf den Plan rufen wie einen Jäger, der seine nervöse Beute wittern würde.

„Mr. Snape, wünschen Sie noch etwas? Es ist doch hoffentlich noch immer alles zu Ihrer Zufriedenheit?”, vernahm ich die schleimige, unterwürfige Stimme des Apothekers.

Ich blickte zu Snape, wie er im Gang stand in seiner ganzen, schwarzen Pracht, was ich gerade zynisch meinte, aber so wie er da stand, machte er keine schlechte Figur, imposant ja, das war das richtige Wort. Snape wandte sein Gesicht Richtung Stimme. „Nein, Mr. Sals alles in Ordnung!“, drehte sich so, dass sich seine Robe bei seinem dramatischen Abgang aufbauschte und entschwand.

Puh, Göttin sei Dank war er weg! Aber jetzt weiter im Text, ich suchte die Regale noch weitere zehn Minuten akribisch ab, bevor ich mich an den Apotheker wandte. Dieser hatte jede meiner Bewegungen ebenfalls mit Argusaugen verfolgt, aber seine Angst vor Dieben hätte ich auch nicht haben wollen.

„Na, was kann ich denn für Sie tun?”, sprach er mich auch schon an. Ich hievte gerade meinen Korb auf den Tresen. Aufgrund der Menge an Zutaten hatte er einen gewissen, gierigen Glanz in den Augen, musste wohl den Verlust ausgleichen, den ihm Snapes Einkauf eingebracht hatte.

„Dies… und wenn wir uns über den Preis einigen, vielleicht noch etwas mehr...”, sagte ich mit kühler, etwas tieferer Stimme als gewöhnlich.

Ich ließ meine Augen durch den Laden schweifen, während er die Zutaten abmaß, wog und verpackte. Nachdem er dies alles zu seiner Zufriedenheit erledigt hatte, sah er von seinem Block auf und maß mich mit einem durchdringenden Blick seiner schlammig braunen Augen, deren weiß eher gelb war, als hätte er schon über einen längeren Zeitraum mehrfach dem Feuerwhiskey zugesprochen.

„Das wären dann 250 Galleonen, meine Dame!“, meinte er mit einem schleimigen Grinsen.
Ich ließ meine Kapuze leicht zurück gleiten, zog eine Augenbraue hoch und sah ihn skeptisch an. Dachte der ich war blöd? „Ja dieser Preis hört sich fair an…!”, sagte ich langsam und mit Stahl in meiner Stimme. Meine Mimik drückte dieselbe Unnachgiebigkeit aus, „… wenn Sie mir noch Baumschlangenhaut und das Horn eines Zweihorns, sowie eine Phiole Einhornblut drauf legen!” Man konnte richtig sehen wie sein Grinsen aus dem Gesicht wich, aber leid tat er mir nicht.

„Meine Dame, das… das geht nicht, das Horn und Baumschlangenhaut sind auf der schwarzen Liste, und außerdem wissen Sie wie teuer und selten dieses Blut ist, es ist mehr wert viel…”, ich unterbrach dieses wehleidige Gestotter, mit einer harschen Geste meiner Hand.

„Hören Sie guter Mann, ich weiß, dass Sie die beiden Zutaten haben, vielleicht sollte ich mal auf meinem Weg zurück ins Ministerium…”, ich machte eine Kunstpause und sah ihm direkt in die Augen, um ihm klar zu verstehen zu geben, dass ich meine unausgesprochen Drohung ernst meinte… „Entweder Sie gehen auf mein Angebot ein, oder Sie dürfen ihre Zutaten wieder einräumen…”, sagte ich mit gleichgültiger Stimme und trat einen Schritt zurück.

„Nee, nee, so warteten Sie doch, für 300 Galleonen wärs immer noch viel zu günstig, aber damit könnt ich leben”, klang er geknickt.

„275, mein letztes Wort!”, zischte ich mit wütender Stimme. Er wand sich sichtlich unwohl hin und her, doch ich verzog keine Miene und sah ihn kalt und abwartend an.
Nach Sekunden des Nachdenkens nickte er und begann widerwillig die Phiole zu füllen, ging in den Lagerraum und kam nach kurzer Zeit mit den nicht legalen Zutaten zurück.

Ich zückte meinen Beutel und begann das Geld zu zählen. Tja, da würde mein Gang nach Gringotts heute noch fällig werden. Mit gierigen Augen beäugte Mr. Sals die Münzen. Er reichte mir fast widerwillig die Tüte mit allen Zutaten und die äußerst wertvolle Phiole mit der silbrigen Flüssigkeit extra, diese steckte ich dann in meine Robeninnentasche, denn da war sie sicherer. Ich nickte ihm betont dankend zu und wand mich entschlossen ab.

„Einen schönen Tag noch, Madam!“, rief er mir zynisch hinterher, doch da war ich schon aus der Tür und ging zügig auf das Büchergeschäft zu. Hier hätte ich mich einquartieren können, alles in allem ließ ich mir viel Zeit all diese grauen und dunklen Bücher durchzugehen. Mein Stapel wurde auch schnell
größer.

Oh ja, ich kannte mich in der Materie der schwarzen Magie ziemlich gut aus! Ach, was sage ich, ich konnte sie genauso gut wie die helle Magie. Nun fragen sich sicher einige woher, denn meine Freunde würden die Hände über dem Kopf zusammen schlagen, wenn sie es wüssten, aber in meinem dritten Jahr auf Hogwarts, als ich den Zeitumkehrer hatte, hatte ich wahrlich nicht auf der faulen Haut gelegen. Ich nutzte dieses Jahr und das wertvolle Artefakt, wo es nur ging.

Ich wusste wenn sich mir eine einmalige Gelegenheit bot und dieses Jahr mit dem Zeitumkehrer, war einen einmalige Chance gewesen, die sich mir nie wieder so bieten würde. Da ich Strategin war, hatte ich damals schnell die allgemeine Bibliothek hinter mir gelassen, da sie mir immer offen stehen würde, aber die verbotene Abteilung, das war eine andere Geschichte. Also hatte ich die geborgte Zeit genutzt um die ganze, ja ich meine die ganze, Abteilung zu studieren. Alle in ihr befindlichen Bücher hatte ich gelesen und studiert. Dies hatte ich nach ca. einem halben Jahr erfolgreich erledigt und mich dann in intensiveren Studien den interessantesten Büchern dieser Abteilung gewidmet.

Seitdem würde ich mich als Schwarzmagiern bezeichnen! Nein, ich mochte immer noch nicht die Unverzeihlichen, aber anders als Dumbledore sah ich den Nutzen in Blut- oder Ritualmagie, und auch die Kraft und Stärke, die hinter diesen Zaubern steckte, so dass fast kein weißer Spruch an Kraft daran kam. Des Weiteren lag es meiner Ansicht nach immer noch am Zauberer selbst, für was er seine Sprüche nutzte. Selbst weiße Sprüche konnten verehrend in ihrer Wirkung sein und nein, niemand wusste von meiner Einstellung, wär ja noch schöner. Das war ein wohl behütetes Geheimnis von mir.

Ich lächelte versonnen, als ich an die Gesichter dachte, die McGonagall, Dumbledore, die Weasleys oder Harry machen würden, selbst Snape würde höchstwahrscheinlich seine Maske vertuschen und die Malfoys, ach welch lustiger Gedanke. Ich war jetzt seit fast zwei Stunden in dem Buchladen und hatte gut 20 Bücher gefunden, die ich noch nicht kannte und befand, dass dies jetzt erst mal reichte und trug sie zur Kasse. Die Bücher ließ ich mir von der buckligen Hexe verkleinern, um sie in einer Robentasche verschwinden zu lassen. Die Trankzutaten konnte ich so leider nicht behandeln, denn das würde ihnen nicht bekommen und dafür waren sie dann doch zu teuer gewesen.

Mein nächster Halt führte mich zu Burgin & Burkes. Von diesem Laden hatte mir Harry ausführlich in seinem zweiten Jahr erzählt, als er hier bei seiner ersten Kaminbenutzung unabsichtlich gelandet war und aus seiner Erzählung schloss ich, dass ich hier fündig werden würde.

„Was kann ich für Sie tun?”, fragte ein weißhaariger Mann forsch, nachdem sich die Tür hinter mir geschlossen hatte. Ich ließ die Kapuze wieder etwas zurückfallen, so dass er mir ins Gesicht sehen konnte. „Ich suche Messer”, meinte ich kurz und bündig. Ich wurde durchleuchtet, denn Vertrauen gab es hier nicht, tat ich ja auch nicht, also wars nicht schlimm.

„Ja, natürlich hab ich sowas, aber was suchen Sie genau?”, fragte er gedehnt und zog dabei eine Augenbraue taxierend hoch.

„Aus Silber, vielleicht zwei Stück, leicht in der Hand… zeigen Sie mir was!”, befahl ich bestimmt, um nicht zu sagen arrogant.

„Natürlich, natürlich, Madam, wie Sie wünschen!”, sagte er diensteifrig und zog unter dem Verkaufstresen ein Stück Stoff hervor, das er mit Schwung der Länge nach ausrollte. Auf dem dunkelgrünen Samt lag so aufgereiht eine Reihe mit silbrigen, scharfen, spitzen Messern, manche breiter, manche länger, einige verziert, andere ganz schlicht. Ein bösartiges Lächeln zeigte sich auf den Zügen des Mannes. „Hübsch, die kleinen, nicht wahr… diese könnte ich empfehlen! Für wen wärs denn? Ein Geschenk?”, fragte er neugierig, kam dabei allerdings sehr schleimig rüber. Ich antwortete nicht sofort und ignorierte ihn absichtlich, ließ mir Zeit und betrachtete jedes Exemplar genau, denn ich hatte meine Vorstellungen. Die Ersten verwarf ich gleich, viel zu klobige Messer. Ich hatte kleine Hände und so wanderte meine Hand zielsicher zu einem hübschen paar Dolche. Ich strich über den goldfarbenen Griff.

„Oh ja, eine gute Wahl der Horusdolch 37 cm lang. Eine leichte Klinge. Sie ist aus Silber mit Glyphen verziert, ein wunderschönes Stück. Die Klinge ist so verzaubert, das sie nie stumpf wird, der goldene Griff zeigt den Kopf eines Horus. Er liegt wunderbar in einer kleinen Hand, denn er ist ein leichter, handlicher Dolch!”, sprach's vor Verzückung, dabei wurde er richtig überschwänglich in seiner Art.
Wenn ich es mir gestattet hätte, würde ich jetzt schmunzeln. Nach dieser Ausführung griff ich beherzt nach einem der Dolche. Oh ja, ich spürte es wenn einem Gegenstand Magie innewohnte, denn man spürte so intuitiv, ob etwas zu einem passte oder nicht. Der Horusgriff, passte sich perfekt meiner Hand an. Er erwärmte sich leicht in ihr. Ich griff noch zum zweiten Horusdolch und hatte nun beide in der Hand. Ja, es fühlte sich sehr richtig an und sie erfüllten alle Voraussetzungen. Ich nickte und legte beide Dolche wieder auf den Tresen.

„Wie viel?”, fragte ich schlicht.

„50 Galleonen für jeden, aber Moment...”, er bückte sich runter „… mit der jeweils dazugehörigen Lederscheide, die hier werden unsichtbar, wenn Sie sie anlegen, sehr wertvoll!”, sagte er und steckte die zwei Dolche in die Scheiden.

Ich nickte. „Ja gut!“, zückte wieder meinen merklich leichter gewordenen Beutel und begann die 100 Galleonen zu zählen. Ich konnte mein Glück nicht fassen, an die unsichtbaren Halter hatte ich nicht gedacht. Die abgezählten Galleonen schob ich zu Mr. Borgin, dann schlug ich meinen Mantel auf und legte mir beide Lederriemenscheiden mit den Dolchen um meine Oberschenkel und ließ meine Robe wieder darüber gleiten.

Ich sah kurz auf, nickte Mr. Borgin zu und verschwand geschwind aus seinem gewöhnungsbedürftigen Laden.


Zuletzt von queenie am Fr Mai 10, 2013 7:26 am bearbeitet; insgesamt 6-mal bearbeitet
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BeitragThema: Gringotts   Mi Feb 08, 2012 11:48 pm

Gringotts

Nun war ich in der Knockturn Alley fertig. Ich ließ mit meinem neuen Zauberstab die Uhrzeit vor mir erscheinen, fast 15 Uhr, das war spät. Ja, aber ich hatte schon viel geschafft, das musste man sagen. Jetzt führten mich meine Schritte um die Ecke in die Diagon Alley, ein Blick links und rechts, etwas im Schatten der Häuser und ich zog die Kapuze wieder zurück.

Hier in der hellen Diagon Alley würde ich mit der Bedeckung meines Kopfes nur unnötige Aufmerksamkeit erregen, die ich nicht gebrauchen konnte und wollte. Alles war so hektisch wie als ich hier angekommen war. Schon erblickte ich das große, weiße, leicht schräge Gebäude von Gringotts. Ich schritt die blanken und in der Sonne glänzenden, weißen Treppen zum Eingang hoch. Durch das blankpolierte Bronzetor ging ich an den beiden Wachkobolds vorbei, die jeden Kunden, sich verbeugend in einer scharlachroten, goldbestickten Uniform begrüßten und trat in die beindruckende, marmorne Vorhalle der Bank.

Ich begab mich zu einem Schalter, hinter dem ein wenig attraktiver Kobold auf seinem Schemel saß und Unterlagen stempelte. Als er aufsah, trat ich näher an das Pult. „Guten Tag“, sagte ich und führte dabei meine Hand an meine Brust und neigte leicht meinen Kopf und Oberkörper in einer angedeuteten Verbeugung.

Erstaunt und mit misstrauisch geweiteten Augen, musterte mich der Kobold, als ich meinen Kopf wieder hob und meinen fordernden Blick auf ihn richtete. Im Allgemeinen waren Kobolde nicht gut auf uns Zauberer zu sprechen und dafür hatten sie, wie ich fand, gute Gründe. Ihr Misstrauen der Zaubererwelt gegenüber führte weit zurück, bis ins 14. Jahrhundert, als der Magische Rat versucht hatte, mit allen menschähnlichen und magischen Wesen eine politische Ordnung zu vereinbaren.
Newt Scamander hatte in „Geschichte der Zauberei“ geschrieben: Die Kobolde wollten sich den Zauberern nicht unterordnen, denn sie empfanden es als unwürdig, als fremdbestimmte Zauberwesen bezeichnet und behandelt zu werden. Trotz des Boykotts der Kobolde gelang es dem Magischen Rat letztendlich recht erfolgreich eine hierarchische Rangordnung aller magischen Wesen durchzusetzen. Selbst die Koboldaufstände im 16. Jahrhundert halfen den Kobolden nicht, sich von der Entmündigung durch die Zauberer zu befreien, außerdem hatte der Magische Rat damals beschlossen, dass Zauberstäbe nur rein magischen Menschen zustehen sollten.

Zwar brauchte ein Kobold keinen Zauberstab, um Magie zu vollführen, da sie diese über ihre langen Finger wirksam werden lassen konnten, aber trotzdem empfanden sie diesen Beschluss als Herabsetzung ihrer Art, was ja auch zu verständlich war. Sie waren auch Heute noch darauf angewiesen Zauberer als Fluchbrecher bei sich zu beschäftigen, weil sie trotz ihrer magischen Fähigkeiten nicht in der Lage waren an Schätze heranzukommen, die mit mächtigen Zaubern geschützt waren.

Dass ich nun dieses über Jahrhunderte lange Misstrauen zu spüren bekam, wunderte mich nicht wirklich. Kobolde waren es nun mal nicht gewohnt von Zauberern mit dem nötigen Respekt, den meine Verbeugung darstellte, behandelt zu werden.

„Jaaaa…”, meinte er hämisch und schenkte mir nun einen verschlagenen Blick. Er schien sich aber doch recht schnell wieder gefangen zu haben.

„Ich bin in einer vertraulichen Angelegenheit hier und würde diese gern mit jemandem unter vier Augen besprechen!“, sagte ich bestimmt.

Der Kobold nickte und meinte: „Wie Sie wünschen Madam, dann folgen Sie mir bitte!” Er wuchtete sich von seinem hohen Schemel und ging mir vorweg zu einer Tür auf der linken Seite. Er hielt sie mir auf, wir gingen hindurch, dann befanden wir uns in einem schmucklosen Flur, von dem viele Türen wegführten. Er winkte mir ungeduldig mit seiner Hand ihm zu folgen und öffnete weiter hinten eine Tür. Ich hörte nur wie er etwas auf Koboldogack sagte und sich so wie ich vorhin verbeugte.
Ihr dürft dreimal raten woher ich die Begrüßung unter Kobolden her hatte. Richtig, ich hatte es in einem Buch gelesen.

Ich trat neben ihn und er sagte zu mir: „Bitte, Mr. Rangok für Sie, Madam.”

Nun stand ich in der Tür. „Danke für Ihre Hilfe“, wandte ich mich an den Kobold, der mich hergeführt hatte, deutete wieder meine höfliche Verbeugung an und trat, ohne einen Blick zurück, durch die offene Tür, die sich von selbst schloss, wie von Zauberhand.

Hinter einem aufwändig verzierten, barocken Schreibtisch saß ein Kobold, der etwas größer in seinem Wuchs, als jener der mich hergeführt hatte, war. Er trug ebenfalls eine rotgoldene Uniform, nur hatte er mehr Streifen auf der Schulter. Ich wiederholte die Begrüßung. Ja genau, wie schon gesagt, diese hatte ich aus einem Buch über magische Wesen und ihre Gepflogenheiten. Auch wenn ich mich nun Schwarzmagierin schimpfte, fand ich immer noch, dass alle Geschöpfe gleich zu behandeln wären, egal ob Kobold, Hauself oder Zentaure.

„Erfreut, Mrs…?”, ließ sich Rangok mit einem gewissen, tiefen Timbre in der Stimme vernehmen und war anscheinend, ob der respektvollen Begrüßung meinerseits, sehr erstaunt, aber auch sichtlich erfreut. Da sich gemeinhin die Zauberer für die höhere, bessere Rasse hielten, galten Kobolde als durchtriebene und hämische Zeitgenossen, was sie zu einem gewissen Grad auch waren. Ich hoffte aber durch Respekt und Höflichkeit eine gute Geschäftsbasis zu ihnen aufbauen zu können, weil sie für meine Pläne essentiell wichtig war.

„Oh entschuldigen Sie, Mr. Rangok, aber mein Name ist Granger, Miss Hermione Granger!”, ließ ich ehrlich vernehmen.

„Oh… aber… bitte nehmen Sie doch Platz! Sie sehen mich etwas verwirrte, denn ich hatte Sie vom Aussehen her anders in Erinnerung... Sie verstehen... der Prophet!”, entschuldigte er sich misstrauisch und argwöhnisch. Ich hatte mich währenddessen gesetzt und legte meine Hände in den Schoss und sah Rangok in die Augen.

„Nun, Mr. Rangok, dies ist so, ich trage einige Tarnzauber… Moment...”, sprach ich und holte meinen Stab aus meinem Mantel und schwang ihn über meinen Kopf. Alle Tarnzauber lösten sich. „So, ich hoffe jetzt erkennen Sie aufgrund der Fotos, dass ich, ich bin!”, ergänzte ich und zeigte ihm ein leichtes, sarkastisches Heben meiner Mundwinkel. Jetzt hob ich wieder den Stab und murmelte die Sprüche auf mein Haar und die Augen und erlangte somit wieder das Aussehen von „Minna Cale“.
„Alles Sicherheitsmaßnahmen. Ich hoffe auf Ihre Verschwiegenheit!”, sprach ich jetzt sehr leise, aber bestimmt.

Rangok betrachtete dies alles mit großen, hinterlistig glänzenden Augen und leicht vor Erstaunen geöffnetem Mund.

„Ähm, nein, nein. Natürlich, meine ich. Wir nehmen die Wünsche unserer Kunden sehr ernst. Ich verspreche Ihnen, dass niemand erfährt dass Sie,... Sie sind! Aber ich bin verwundert, Sie sind doch erst 15, so alt wie… der… der-Junge-der-lebt, soweit ich mich recht erinnere. Wie kommt es das Sie zaubern dürfen?“ Unglaube sprach aus der Stimme des Kobolds, der immer noch leicht schockiert und verwirrt vor mir saß.

„Korrekt, eigentlich dürfte ich auch nicht zaubern. Wie ich es doch kann, braucht Sie nicht zu interessieren!”, sagte ich barsch und schob etwas besänftigend hinterher:

„Bitte verstehen Sie, ich habe Geheimnisse, die niemand erfahren muss!” Ich zuckte entschuldigend die Schultern.

„Sie haben Recht, geht mich gar nichts an! Aber ich bin erfreut Sie zu sehen, Miss Granger. Womit kann ich Ihnen behilflich sein, denn schließlich ist Zeit Geld!”, zeigte er sich nun geschäftig und ein gieriger, hinterhältiger Glanz trat in seine Augen.

„Wie recht Sie doch haben. Nun meine Anliegen sind vielfältig.

Erstens: Vor vier Jahren starben meine Großmutter und meine Tante bei einem Flugzeugabsturz. Ich war die Begünstigte der Lebensversicherungen und die Erbin des Vermögens der beiden Frauen. Meine Eltern haben das Geld auf Muggelbanken in meinem Namen geparkt, jetzt meine Frage und Bitte, könnten Sie dieses Geld nach Gringotts holen, so dass ich immer darauf Zugriff habe?”, fragte ich und sah ihn gespannt an.

„Nun, Miss Granger, wir arbeiten sehr eng mit den Muggeln und auch deren Banken zusammen, geben Sie mir bitte ein paar Minuten”, antwortete er und öffnete eine der Schubladen seines Schreibtisches. Er entnahm ein Pergament „Miss Hermione“ „Jean“, warf ich noch ein „Ah ja, Miss Hermione Jean Granger also, geboren am?” „19.09.1979 in Chelsea, London “, antwortete ich, worauf Rangok wie wild drauflos schrieb. Ich lehnte mich auf meinem Sitz etwas zurück und betrachtete sein tun. Er schob das Pergament in einen Metallschlitz an seinem Tisch und das Papier verschwand. In dieser Zeit suchte er auch schon woanders rum und sogleich flog von irgendwoher ein Papier und landete vor ihm, faszinierend!

Ein teuflisches Grinsen, was die Kobolde nicht wirklich nett aussehen ließ, lag nun auf seinem scharf geschnittenen Gesicht.

„So wie sich das mir darlegt, dürfte das kein Problem sein, Miss Granger. Sie sind überall als die Begünstigte eingetragen und unsere Gesetze was Vermögen betrifft sind ein bisschen anders als die der Muggel, also wenn Sie uns beauftragen…?”, versuchte er seriös zu wirken, aber alles in allem wirkte er nur verschlagen.

„Ja, das tue ich, holen Sie das Geld! In ein Neues oder ist mein derzeitiges Verlies sicher genug?”, legte ich fragend das Haupt schief und musterte mein Gegenüber kalkulierend.

„Das haben wir gleich Miss. Ah hier, nein. Ich würde Ihnen ein Hochsicherheitsverlies mit Blutzoll empfehlen. Das was Sie haben ist ein Standardverlies, in dem sich derzeit 10.000 Galleonen befinden!”, zeigte sich der kleine, wuselnde Kobold geschäftig.

„Wie bitte? Hochsicherheitsverlies, ist es denn so viel?“, zeigte ich mich erstaunt und verblüfft.
Das sprengte dann doch meine Maske der Gleichgültigkeit, da mir meine Eltern bisher nur zu verstehen gegeben hatten, dass meine Zukunft gesichert sei und ich mir keine finanziellen Sorgen würde machen müssen.

„Gedulden Sie sich bitte noch einen Moment, Miss Granger. So, bitte die Dokumente sind vorbereitet, lesen Sie sie, bitte!“, er reichte mir einen Stapel Dokumente, dann sprach er weiter: „In diesem erteilen Sie uns den Auftrag Ihr Geld bei den Muggeln einzutreiben, wenn Sie damit einverstanden sind, müssten Sie nur noch mit dieser Blutfeder unterschreiben”, erhielt ich von dem magischen Wesen vor mir keine andere Reaktion als kühle Regsamkeit.

Ich tat wie mir geheißen, las das Dokument sorgfältig, konnte aber nichts Negatives entdecken, außer der 1,5 % Aufwandsentschädigung an die Kobolde.

Ich griff schwungvoll zur Feder und unterschrieb. Aufgrund meines Wissens um den kurzen Schmerz, einer Spritze ähnlich, der das Schreiben mit der Blutfeder begleitete, konnte ich jegliche Gefühle unterdrücken, wissend, dass Rangok mich bis auf die Haarspitzen genau dabei beobachten und alles registrieren würde.

Der letzte Strich war getan und schon erhob sich das Dokument und verschwand geschwind!

„Sehr schön, diesen Punkt betreffend können wir gleich weiter machen, in ca. 10 bis 20 Minuten“, sagte er. Ich nickte ihm nur zu, denn ich wollte ihm partout nicht zeigen, dass mich diese Schnelligkeit dann doch sehr erstaunte.

„Der zweite Punkt wäre mein ererbtes Haus in Wiltshire, „Rose Cottage”. Ich weiß nicht, ob Sie so etwas anbieten, aber ich würde es gerne professionell schützen lassen?”, fragte ich taxierend.

„Korrekt! So etwas bieten wir durchaus an. Dinge von Wert müssen nicht immer Galleonen sein. Gringotts schützt alles was von Wert ist, dafür haben wir eine bewegliche Schutztruppe, Moment bitte!”, erklärte er beflissen und wirkte wie in seinem Element.

Er drehte sich um, um an ein Regal hinter sich an der Wand zu kommen und einer Schublade eine Akte zu entnehmen. Er schlug sie auf und sah mich eifrig wieder an, die Aussicht auf Geschäft schien einen Kobold zu beflügeln.

„Ich könnte Ihnen morgen einen Vor-Ort-Termin anbieten, ca. 17 Uhr“, ich kürzte das Ganze durch einen schnellen Einwurf ab „Das geht in Ordnung, morgen 17 Uhr werde ich am Rose Cottage anwesend sein, da ich auch mein Blut für einen Blutschutz geben möchte!”, sagte ich bestimmt.
Die Mundwinkel Rangoks zogen sich leicht hämisch nach oben.

„Sie wissen trotz Ihrer jungen Jahre sehr genau was Sie wollen, Miss Granger. Erfreulich, spart mir Zeit!”, fletschte er die Zähne zu einem bedrohlichen Grinsen, das sehr gehässig auf mich wirkte.

Aufgrund des versteckten Kompliments des Kobolds neigte ich leicht mein Haupt, um meinen Dank auszudrücken.

„Gut, damit wäre auch dieser Punkt erledigt!" Ein Rascheln war zu hören und ein Dokument schoss aus einem Schlitz in der hinteren Wand. Es landete vor ihm auf dem Tisch. „Und hiermit wären wir wieder bei Punkt eins!”, warf er ein und überflog emsig die Dokumente.

„So, ich freue mich Ihnen mitteilen zu können, dass wir für Sie ein Blutschutzverlies im Hochsicherheitstrakt eröffnet haben. An Barschaften aus den beiden Erbschaften haben Sie rund 6 Millionen Pfund bzw. 3,5 Millionen. Galleonen. Ihre Tante hinterließ Ihnen noch ein Aktienpaket mit einem augenblicklichen Wert von 500 tausend Pfund, dies alles wurde soeben in Ihr neues Verlies transferiert“, setzte er mich sehr lapidar und lässig davon in Kenntnis, wie es um meine finanziellen Habseligkeiten bestellt war. Mein Herzschlag hatte sich merklich erhöht, dass ich reich war, war mir nie bewusst gewesen.

Wow, unglaublich, das musste ich heute Abend erstmal verdauen. Auf die Schnelle betrachtet würde es meine zukünftigen Pläne und Aktionen erleichtern, eine Sorge weniger, auch schön. Ich war mittlerweile sehr pragmatisch und nahm’s wie´s kam.

So sagte ich hochtrabend: „Erfreulich, Mr. Rangok, dass dies alles so reibungslos verläuft. Ich bitte darum die 6 Millionen. Pfund in Galleonen umzuwandeln und das Aktienpaket zum bestmöglichsten, aber auch schnellstmöglichen Zeitpunkt zu veräußern, es aber in Pfund, sprich Muggelgeld zu belassen, da ich auch über solche Geldmittel verfügen möchte. Desweitern möchte ich, dass Gringotts das Geld mehrt und Gewinne einfährt, nicht auf das dieses Gold verstaubt.”

Der Kopf des Kobolds hatte sich in ein beständiges Nicken gewandelt, ähnlich eines Wackeldackels, wie es mir gehässig durch den Kopf schoss.

„Gut, gut wie Sie wünschen. Habe alles notiert und es wird so ausgeführt. Bitte unterzeichnen Sie hier diese beiden Dokumente wieder mit der Blutfeder. Bitte zu beachten, dass 0,15 Prozent des Verliesinhaltes als Provision an uns gehen, wenn wir mit dem Geld arbeiten”, erklärte er geschäftig.
Ich las, sah auf, nickte und unterschrieb wieder und sah wie hypnotisiert auf die Tinte, die ja mein Blut war. Ich betrachtete wie sich das tiefe, dunkelrot von dem blütenweisen Pergament abhob. Das hatte was, etwas sehr Endgültiges.

„Im Zuge dessen erhalten Sie einen Blutgeldbeutel, der direkt an ihr Verlies gekoppelt ist und so dass Sie diesen nicht mehr auffüllen müssen”, er hielt mir einen dunkelbraunen Beutel entgegen und in der anderen einen feinen Stilettodolch, oder anders gesagt, ein hauchdünnes Messer. „Sie müssten Blut in den Beutel tropfen lassen, zehn Tropfen dürften genügen.”

Ich nahm beide Gegenstände, öffnete den Beutel und legte ihn auf dem Schreibtisch ab, nahm das Stiletto in die rechte Hand und hob meine andere über den Geldbeutel. Mit einem beherzten Strich fuhr ich über meine Handinnenfläche, schnitt ich mich. Wieder wusste ich um die Beobachtung durch Rangok und wieder würde ich ihm kein Zeichen einer Gefühlsbewegung gewähren. Ohne die Miene zu verziehen schloss ich meine Linke zur Faust und ließ mein Blut in den Beutel tropfen. Nach zehn Tropfen zog ich meinen Zauberstab über die Wunde und sprach einen Episkey auf den Schnitt, der sich in Sekundenschnelle schloss.

„So, nun ist er für niemanden mehr von Nutzen außer für Sie, Miss Granger. Des Weiteren habe ich hier eine Karte, wie Sie sie von den Muggeln her kennen. Mit ihr können Sie an jedem Automaten oder Schalter einer Muggelbank Geld abheben, hierfür müssten Sie hinten wieder mit der Blutfeder unterschreiben und eine vierstellige Zahlenkombination darauf schreiben!”

Ich nahm die Karte, die einer Kreditkarte der Muggel gleich kam und tat, wie mir geheißen, als es plötzlich laut zischte und die Zahlen verschwanden und unsichtbar wurden.

„Nun bitte ich Sie mir zu folgen. Sie müssen noch den Blutzoll für Ihr Verließ zahlen.“ Und schon erhob er sich eifrig und eilfertig aus seinem großen Bürostuhl und schritt auf die Tür zu seiner linken Seite zu. Ich hatte mich sofort erhoben um ihm zu folgen.

Hier war die Umgebung nicht mehr beeindruckend, sondern eher unheimlich anmutend mit dem blanken, dunklen Stein und dem nur von Fackeln beleuchteten Gang. Ich folgte ihm den schmalen Stollen entlang, bis wir zu einem Wagen kamen, der uns auf Bahngleisen in die Tiefe fahren würde. Wir setzten uns in den Wagen und schon begann die holprige und rasante Fahrt in das Labyrinth von Gringotts. Es dauerte bis der Wagen abrupt zum Stillstand kam.

Nun blieb Rangok vor einer riesigen, silbrig mattglänzenden Doppeltür stehen und zeigte mir eine Stelle auf der Mitte der Tür, auf die ich meine Hand pressen sollte.

„Bitte, legen Sie Ihre Hand hier auf!“, wies er schnarrend an und ich folgte seiner Anweisung und war mir zu Hundertprozent sicher, dass mir gleich in die Hand gestochen werden würde. Tja, ich hatte gewonnen, denn ein kurzer Schmerz folgte und schon leuchtete das Tor kurz golden auf.

„Wunderbar, möchten Sie den Inhalt auch gleich besichtigen?“, fragte er geschäftig.

Ein Blick auf die Uhr und ich schüttelte verneinend den Kopf. „Ein andermal.“ Und schon begaben wir uns auf den Rückweg in sein Büro. Nachdem dies erledigt war und ich auch wirklich alle Sachen eingesteckt hatte, sah ich mit einem Zauber auf meine Uhr. Es war mittlerweile 18 Uhr und an sich war ich immer noch nicht fertig.

„Sehr erfreulich, wie kommt’s, dass Sie die Fahrt so gut überstanden haben? Viele unserer Kunden nehmen diese Fahrt lieber nicht zu häufig in Kauf. Kann ich noch was für Sie tun Miss Granger?”, hörte er sich in meinen Ohren fast enttäuscht an, dass ich nicht würgend über dem Wagen gehangen hatte, diese Kobolde waren einfach ein zu gemeines Völkchen.

„Ich liebe Achterbahnfahren, eine Erfindung der Muggel und da geht es ganz schön zur Sache, zu vergleichen mit ihrer Fahrt in die Tiefe, um ehrlich zu sein habe ich es genossen und ja, es würde noch so einiges geben, aber ich denke, das würde den jetzigen, zeitlichen Rahmen sprengen, da ich selbst langsam unter Zeitdruck gerate!“, meinte ich.

„Gar kein Problem, dann gebe ich Ihnen einen Termin, um die letzten Punkte zu klären, wäre Ihnen Übermorgen recht, sagen wir 13 Uhr?”, bot Mr. Rangok sofort pflichteifrig an.

Ich nickte „Sehr gerne und danke für alles, bis dann!”

Ich erhob mich, genau wie der Kobold, führte meine Hand ans Herz, verbeugte mich dann und verließ zügig die Diagon Alley, um noch rechtzeitig das Abendessen für meine Eltern herzurichten.


Zuletzt von queenie am Fr Mai 10, 2013 7:27 am bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
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BeitragThema: Einblicke in mein früheres Leben   Mi Feb 08, 2012 11:49 pm

Einblicke in mein früheres Leben

Tja, das wars dann wohl mit meinem Vorhaben das Apparieren auf weiten Strecken üben zu wollen. Ich hatte keine Zeit mehr, aber um die Konzentration aufzubringen und dieses Mal direkt in meinem Zimmer, im Haus meiner Eltern zu erscheinen, die Zeit nahm ich mir dann schon und so stand ich dann auch Sekunden später mit einem lauten Knall in der Mitte meines Zimmers.

Schnell sprach ich einen Tempus, aha, 18:20 Uhr, also bis 19 Uhr, wenn meine Eltern von der Arbeit wiederkamen, hatte ich nicht mehr wirklich viel Zeit. Doch wofür war ich eine Hexe, noch dazu mit einem nicht registrierten Zauberstab, nicht wahr? Da konnte das gute Stück doch gleich mal zeigen was in ihm steckte.

So zauberte ich mir als erstes meine richtige Identität wieder, legte die Tüte mit den Trankzutaten vorsichtig auf meinem Schreibtisch ab, denn wegräumen würde ich sie später, griff noch in meine Innentasche zu der Einhornblutphiole und legte diese in eine gepolsterte Schatulle auf meinem Tisch. Irgendwann würde sie mir bestimmt gute Dienste leisten. Als nächstes zog ich die verkleinerten Bücher aus der Innentasche schmiss sie auf mein Bett, vergrößerte sie mit einem Wischen meines Stabes, auch ihrer würde ich mich erst später annehmen.

Jetzt legte ich meine tiefschwarze Robe ab und versteckte sie in meinem Kleiderschrank. Ich wollte schon aus dem Raum stürzen, als ich noch an die Horusdolche dachte und innehielt. Oh Göttin, das wäre gar nicht gut gewesen, wenn mich meine Eltern mit diesen Waffen gesehen hätten, was wäre das für ein Theater gewesen, aber eigentlich waren sie ja unsichtbar. Trotzdem schnallte ich die Dolche schnell ab und versteckte sie in meinem Nachttisch. Ich würde mich später damit
beschäftigten wann und wie sie unsichtbar waren, denn das wollte ich selbst testen. Ich würde mich nicht auf die Aussage von Burgin verlassen, dann wäre ich vielleicht einmal verlassen. Das war die Sache mit dem Vertrauen, es ist gut, aber Kontrolle ist besser.

Lektion mal wieder gelernt, Schnelligkeit ist gut, aber einmal durchatmen, alles nochmal durchdenken und dann drauf los ist immer besser. So konnte ich mich präsentieren, die brave, unschuldige Hermione, die kein Wässerchen trüben konnte. Und nun auf! Ich flitzte in die Küche und schwang meinen Weißdornbirkenstab wie verrückt. Die Türen der Schränke klapperten und die Teller flogen nur so durch die Luft der modernen Küche und so ließ ich sich den Tisch in der Küche von alleine decken, während ich alle Zutaten für unsere Piccata Milanese aus dem Kühlschrank und dem Vorratsraum entnahm.

Als nächstes verhexte ich die Küchenutensilien, worauf sich die Schnitzel selbst panierten. Ich holte derweil den Topf, um die Spagetti zu kochen. So werkelte ich die verbliebene Zeit vor mich hin. Als ich die sich öffnende Eingangstür hörte, blickte ich zur Wanduhr, die mir zeigte, dass meine lieben Eltern sogar 5 Minuten zu früh dran waren. Ich beendete meine Zauber und steckte meinen Stab schnell weg und bückte mich gerade nach der Pfanne, um sie mit Fett zu füllen, als sie die Küche betraten.

„Hallo Kind! Oh, wie schön, du bist fast fertig, brauchst du noch Hilfe?”, erkundigte sich mein Vater nett und fürsorglich, aber auch nichtssagend.

„Nein, nein, setzt euch nur. Oder halt, würdet ihr bitte etwas zu trinken runter stellen?“, fragte ich. Vater nickte nur und ging zum Kühlschrank. Manchmal fand ich die Kälte und Distanz zwischen meinen Eltern und mir traurig, aber ich wusste auch, ändern würde ich daran nichts mehr können.
Als alles fertig war, saßen wir drei am Tisch und hatten unser Essen vor uns stehen. Heute beim Zubereiten kam ich mir zum ersten Mal in meinem Leben vor wie Molly Weasley und eins war mir mit aller Deutlichkeit bewusst geworden, das war nichts für mich, aber so was von nicht. Innerlich verzog ich angeekelt das Gesicht, als hätte ich auf eine Zitrone gebissen.

Klar, ich konnte es, war echt keine hohe Magie, aber Spaß war was anderes in meinen Augen. Da wünschte ich mich doch glatt inbrünstig in die Knockturn Alley zurück.

„Guten Appetit”, wünschten wir uns und begannen zu essen.

„Wie war dein Tag?“, wurde ich auch schon gefragt.

„Danke, fantastisch! Die Gallery hat wieder einige Exponate restauriert, womit sie uns wenige bisher gezeigte Meisterwerke zugänglich gemacht haben”, begann ich meinen hochtrabenden Monolog über die hiesige Kunstszene. Ich klang so schrecklich altklug und besserwisserisch, hörte mir selbst kaum zu, spielte aber meine Rolle gut, wie ich an meinen Eltern erkannte!

Perfekt! Auch konnte ich an ihren Augen ablesen, dass sie geistig schon längst abgeschaltet hatten. Ich meine, wer konnte es ihnen bei diesem lehrmeisterlichen Vortrag schon verdenken. Es zeigte aber auch deutlich, dass die vergangen vier Jahre nicht spurlos an der Familie Granger vorüber gegangen waren. Fast war es, als wäre ich damals mit elf volljährig geworden und von Daheim für immer ausgezogen, dazu noch in eine unvorstellbare Fantasiewelt, die meinen Eltern zeitlebens verwehrt bleiben würde. Ich denke rückblickend, war dies der Zeitpunkt unserer totalen, absoluten und endgültigen Entfremdung gewesen. Harry mochte durch Voldemort seine Eltern verloren haben, ich hatte meine aber auch auf die eine oder andere Art verloren, beziehungsweise nie wirklich gehabt.

Warum fragt man sich? Nun, für Muggelgeborene ist das Leben echt nicht leicht, und erst recht nicht für ihr Umfeld, bestehend aus Eltern, Bekannten, Verwandten, Freunden, Mitschülern und Lehrern. Ich war nie ein normales Kind gewesen und dies nicht nur aufgrund meiner hohen Intelligenz. Für ein in einer Zaubererfamilie geborenes Kind, wäre ich immer noch intelligenter als der Durchschnitt gewesen, aber ansonsten wäre ich nicht besonders aufgefallen, alles wäre normal gewesen. Aber in der Muggelwelt erklärten sich spontane Ausbrüche der Magie und deren Auswirkungen halt erst mit elf, wenn der Hogwartsbrief eintrudelte und da ist das Kind sprichwörtlich längst in den Brunnen gefallen.

Ich muss sagen, in dieser Beziehung war ich auf die Zaubererwelt im Allgemeinen und auf das Ministerium und Hogwarts im Besonderen nicht gut zu sprechen, da man die Muggelgeborenen, zehn Jahre lang auf weiter Flur sich selbst und ihrer unwissenden Umwelt überließ. Ich hatte schon sehr früh lesen, schreiben und rechnen können, mit vier Jahren hatte ich diese Hürde vollständig gemeistert. In dieser Zeit hatte ich aber schon einige, temperamentvolle Ausbrüche der Magie hinter mir gehabt. Ein recht aufgewecktes Kind war ich gewesen und wenn nicht alles so gelaufen war, wie ich es mir einbildete, war schon mal Spielzeug in der Luft durch die Gegend geflogen oder vor sich hin geschwebt. Vasen und Gläser waren aus heiterem Himmel zerplatzt.

Meine Eltern wären vor stolz auf ihr hochbegabtes Kind geplatzt, wenn diese nicht zu erklärenden Merkwürdigkeiten nicht gewesen wären, die ihnen durchaus Angst eingejagt hatten. Aufgrund dessen waren sie vorsichtig und ängstlich, aber auch innerlich zerrissen gewesen, da sie mich, ihr einziges Kind, über alles liebten und nur mein bestes wollten, aber durchaus in mir das Außergewöhnliche gesehen hatten, mit dem sie nichts anzufangen wussten. Es war eine Zeit der Ungewissheit, der Unsicherheit und Sorge! Dies war weder für meine Eltern noch für mich, ein durch und durch aufgewecktes Kind, leicht gewesen. Mit wem hätten sie sich austauschen können, ohne fürchten zu müssen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen zu werden oder ihre kleine Tochter zu verlieren, da die Behörden sie ihnen vielleicht wegnehmen würden. Sie waren in vielerlei Hinsicht unsicher, ängstlich und furchtsam.

Ich wuchs somit sehr isoliert auf. Und mit wem hätte ich reden sollen? So fand ich schon früh meinen Trost in den Büchern. Als ich dann in die Schule kam, wurde meine Andersartigkeit den anderen Kindern gegenüber nur noch offensichtlicher. Ich glaube, das war auch der Grund, dass ich ein Einzelkind blieb. Meine Eltern hatten die Angst und die Sorge, dass ein anderes Kind von ihnen sich ähnlich entwickeln könnte und da sie keine Gründe für diese Andersartigkeit hatten, konnte ich ihre Beweggründe durchaus nachvollziehen. Ich war zu diesem Zeitpunkt eine Abnormität. Natürlich war ich auch eine Einzelgängerin. Ich tat mich schwer Ansprechpartner oder gar Freunde zu finden und verschlang jedes Buch, dessen ich habhaft werden konnte. So übersprang ich auch insgesamt drei Klassen, was die Eingliederung nicht einfacher gestaltete. Aber solche Umstände führten immer zu einem Teufelskreis, an den sich der nächste anschloss und man nie mehr daraus ausbrechen konnte.
Hinter meinem Rücken, wurde ich Freak und Monster geschimpft.

Die, die meine Freunde in diesen Jahren hätten werden sollen, wurden meine gefürchtetsten Feinde! Kinder können wirklich böse, gemein und verletzend sein und die Welt der Bücher und des Wissens wurde immer mehr zu meinem Freund. Ein Freund, der mich verstand und zu mir hielt. Ich galt als Streberin und komisch, skurril, denn in meiner unmittelbaren Umgebung waren halt manchmal unerklärliche Dinge geschehen, alle hatten mehr oder weniger Angst vor mir. Eine Lehrerin trieb mich mal zur Weißglut. Nun, was soll ich sagen, ich hatte Temperament. Von einer Sekunde zur nächsten stand sie mit türkisfarbenen Haaren vor der ganzen Klasse und danach schaute mich diese Frau nicht einmal mehr an. Von den anderen, sichtlich schockierten Schülern, gar nicht zu sprechen. Auf dem Schulhof war ich einmal von Mitschülern gejagt worden. Ich war gelaufen und gelaufen und stand auf einmal in unserem Garten. Ihr seht schon, für normale, gewöhnliche, nicht-magische Menschen etwas äußerst Mysteriöses. Etwas, vor dem man Angst haben sollte. Menschen neigten nun einmal dazu, Dinge zu fürchten, die sie nicht verstehen.

Tja, ich war schon wirklich sonderbar und mit den Jahren und dem Alter erkannte ich, mit meinem brillanten Verstand, dass ich das Anderssein besser verstecken musste. Ich musste lernen meine Gefühle, mein Temperament zu kontrollieren und meine erschreckende Brillanz hinter Strebertum zu verstecken, denn mittlerweile glaubte ich zu sehen, dass auch meine Eltern begonnen hatten sich immer mehr vor mir zu fürchten. Nicht nur wegen meiner Magieausbrüche, sondern auch wegen meines enormes Wissens, das ich auch anzuwenden wusste. Wenn ich so darüber nachdenke, begann ich im Alter von acht Jahren, die zu werden, die ich heute bin, verbannte die echte, die wahre Hermione ganz tief in mir.

Danach wurde es besser. Ich ließ keine tieferen, emotionaleren Gefühle mehr zu, wurde distanziert und unnahbar, vergrub mich noch mehr in den Büchern und zügelte mein Temperament in ausschweifenden, besserwisserischen und altklugen Erklärungen. Was mich vielleicht nicht unbedingt sympathischer machte, aber ich verbreitete nicht mehr Angst und Schrecken, da ich mich nicht mehr geärgert, oder in Situationen hineinsteigerte, die ich eh nicht ändern konnte. Der alten Hermione war das egal. Sie mochte es, wenn sich die blöden, anderen Kinder fürchteten, aber sie und ich, wir wussten, bei meinen Eltern durften wir dies nicht riskieren, deshalb passten wir uns an.
Mir selbst fiel ein Stein vom Herzen, als eines Morgens eine eigenwillig, um nicht zu sagen seltsam gekleidete Frau vor unserem Haus stand und Einlass begehrte. Mum erlag vor Schreck fast einer Ohnmacht, als sich diese Frau vorstellte und darauf bestand, dass sowohl ich als auch mein Vater anwesend sein sollten. So ging ich aber ohne Scheu zu der ungewöhnlichen Frau, die sich als Charity Burbage, eine Professorin meiner zukünftigen Schule vorstellte, dabei reichte ich ihr selbstbewusst meine Hand, aber sie überreichte mir gewichtig, mit einem zurückhaltenden, aber freundlichen Lächeln einen offiziell aussehenden Brief. Meine Eltern sahen sehr skeptisch auf, als sie mich aufforderte, erst mit meinen Eltern den Brief zu lesen.

Mit Erstaunen las ich meinen korrekten Namen und zu meiner Verwunderung die Lage des Schlafzimmers, das ich bewohnte, wie ungewöhnlich. Ich setzte mich, mit offenem Mund, gespannt an den Tisch zu meinen perplexen Eltern und begann das aufwändige, rote Wachssiegel zu lösen. Wir waren am Ende des Briefes mehr als geplättet. Ich, Hermione Jean Granger, sollte, nein, war eine Hexe und sollte ab dem folgenden Schuljahr auf eine Schule für Hexerei und Zauberei gehen.
Mum und Dad sahen sich und mich mit riesigen, ungläubigen Augen an. Das erklärte so viel, einfach alles, wofür sie und ich bisher keine sinnvollen Erklärungen hatten finden können! Es gab Magie, ich zauberte. Ich war eine Hexe! Wir waren alle baff, sprachlos und schockiert! Mein Hirn lief auf Hochtouren, nach diesen für mich weltbewegenden Informationen. Ich war eine Hexe. Ich konnte zaubern. Ich war an sich normal, denn das hatte mich echt beschäftigt, es eben nicht zu sein, aber seitdem hatte ich endlich, nach zehn langen Jahren, eine Erklärung.

Die Lehrerin, Charity Burbage, meinte sie lehre, seit einem Jahr, das Fach „Muggelkunde“ in Hogwarts und erzählte nun mir und meinen Eltern genau, was diese vollkommen "neue Welt", die sie uns Offenbarte, für uns bedeutete.

Ihre Ausführungen waren spannend, nur glaubte ich nicht, dass es das Verhältnis zu meinen Eltern wieder so herstellen konnte wie es normalerweise zwischen Kindern und ihren Eltern sein sollte. Dafür war in dieser Zeit der Zweifel und des Misstrauens zu viel Porzellan auf beiden Seiten zerstört worden. Nicht, dass sie mich nicht liebten oder ich sie nicht, aber Nähe basierte auf Vertrauen und das war in den letzten Jahren ja nun wirklich nicht aufgebaut worden. Wir waren in den letzten elf Jahren keine normale Familie gewesen. Alles war auf Heimlichkeiten, dem Verstecken und Vertuschen meiner Andersartigkeit aufgebaut gewesen, dadurch bin ich darin auch so exzellent geschult, die perfekte Maske zu tragen, wie eine Schauspielerin.

Nach meinem anfänglichen Schock kehrte eine erstaunliche Ruhe in meine Gedanken ein. Mir blieben nur knapp drei Monate, bis ich eine neue Welt betreten würde und ich wollte alles was es über Hexen und Zauberer zu wissen gab, so schnell als möglich erfahren. Ich hatte elf Jahre verlorenes Wissen aufzuholen.

Das teilte ich auch meinen Eltern und der Lehrerin sofort mit, mit der Bitte schon an dem Tag die Diagon Alley aufzusuchen, um meine Schulsachen, aber auch noch andere Bücher für mich zu kaufen, um mich auf diese neue, zauberhafte Welt vorbereiten zu können. Mum und Dad waren erstaunlich willig und kooperativ und auch die Lehrerin bot an, uns den Weg zu zeigen, damit wir uns zurechtfinden konnten. Meine Eltern erschienen mir fast froh, da sie endlich eine adäquate Erklärung erhalten hatten warum ich so war, wie ich war, oder auch von der Aussicht beflügelt, mich weit weg zu wissen und mich nur noch in den Ferien wiederzusehen. Ich weiß es nicht, war mir auch egal und gleichgültig, solange ich schnellstmöglich die Bücher bekam.

Meinem ersten Aufbruch in die Diagon Alley stand so nichts mehr im Weg. Wir gingen, bis Hogwarts begann, noch vier Mal in die Diagon Alley, da mir immer die Bücher ausgingen. Ich las, als wäre der Teufel hinter mir her. Ich verschlang die dicken Wälzer regelrecht, eignete mir ein umfangreiches Wissen über die Zaubererwelt an und versuchte so viel wie möglich nachzuholen. Den Schulstoff der ersten beiden Jahre, hatte ich in einem Monat erlernt. Natürlich nur theoretisch, da ich praktisch nicht mit meinem nigelnagelneuen Zauberstab zaubern durfte. Wir durften erst in der Schule zaubern, aber spätestens da zeigte sich, dass mir keiner der Sprüche Schwierigkeiten bereitete und sie alle beim ersten Anlauf gelangen. Wenn ich heute so darüber nachdenke und mich mit den ebenfalls muggelgeborenen Creeveybrüdern vergleiche, fällt auf, dass sie weder so begabt, noch mächtig oder intelligent sind wie ich, aber sie haben ein sonniges, liebenswürdiges Gemüt, wodurch sie wohl in jeder Gesellschaft eine Nische für sich finden konnten. Sie haben sich bei den Gryffindors integriert wie ich es nie geschafft habe, da mir nur wirklich zwei Personen nahe stehen und dies sind Harry und Ron.

Ich habe zu viele Fassetten in meiner Persönlichkeit, erscheine zwar brav, nett und regelgetreu, eine Streberin wie sie im Buche steht, die bei den Professoren sehr beliebt ist, wirke dabei aber distanziert, besserwisserisch und schwermütig. Somit hatte ich auch in Hogwarts bei den Schülern nicht den erhofften Neuanfang, da ich mit meiner Wissbegier und meinem Können auch die magischen Kinder verschreckte, trotz, oder gerade deswegen, weil ich eine Muggelgeborene war. So führte ich auch hier ein recht einsames, isoliertes Leben, was nur ungewohnt für mich war, weil ich keine Privatsphäre mehr hatte. Meinen Schlafsaal mit Lavender, Parvati und zwei weiteren Gryffindors teilen zu müssen, war für mich eine riesige Bewährungsprobe, was für mich im Umkehrschluss hieß, dass ich meine Maske nie mehr abnahm.

Diese Situation änderte sich erst wieder an unserem ersten Halloweenball in Hogwarts, als Harry und Ron in mein Leben traten, mich vor dem Troll retteten und meine ersten, richtigen Freunde wurden, die ich bis dahin jemals gehabt hatte. Wir wurden wirklich Freunde. So stand ich loyal und aufrichtig an ihrer Seite, auch wenn ich manchmal über ihre jugendliche Unbedarftheit und Naivität und so leid es mir tut dies sagen zu müssen, bisweilen grenzenlose Dummheit, graue Haare bekam, empfand ich für die beiden mehr als für irgendwen davor. Sie wurden in den vergangenen Jahren meine Ersatzfamilie und das mehr als es mir meine Eltern daheim jemals gewesen waren. Bei ihnen fand ich, zum ersten Mal in meinem Leben, Wärme und Zuneigung. Meine Eltern waren gegenwärtig total abwesend und ich hielt während meiner Gedanken an früher weiter meinen Monolog über die Gemälde: „Aber abschließend muss ich festhalten, dass mir das Krönungsportrait Elisabeth I am besten gefällt!“ So beendete ich meinen Vortrag und erlöste meine Eltern davon. Da wir unser Mahl beendet hatten war dies der richtige Zeitpunkt, denn es war als würden meine Eltern aus einer Art Dämmerzustand aufschrecken, als ich zu sprechen aufgehört hatte. Beide lächelten mich milde an.

„Das ist sehr schön Hermione und was planst du dann morgen so?”, sah mich Mum fragend an.

„Ich wollte in meine alte Sportschule gehen und mich für einen Kurs in den Ferien anmelden”, verkündete ich lächelnd.

„Oh, das kommt überraschend, wie kommst du auf so was?”, fragte Dad interessiert nach.

„Nun, in der Schule wird ja keine sportliche Betätigung angeboten. Nur Quidditch, und das ist wirklich nichts für mich, aber irgendwie wollte ich ein bisschen fitter werden, immer wenn ich die Stufen zum Gryffindorturm erklimme, bin ich ganz außer Puste, deswegen habe ich mir auch vorgenommen, ab morgen früh jeden Tag von 7 bis 8 Uhr zu joggen, um meine Kondition zu verbessern”, sagte ich mit einem bestimmten Nicken zu ihnen.

Ich sah Erstaunen in den Blicken, die sie mir zuwarfen.

„Das… ist schön, hört sich gut an, ich bin nur ein bisschen erstaunt und wie ich sehe dein Vater auch, denn du hast dich damals mit Händen und Füßen gewehrt, als wir dich dort angemeldet haben“, meinte Mum mit einem Schulterzucken. Ich lächelte in die Runde. „Ja, ich kann mich erinnern, aber trotzdem bin ich fast drei Jahre hingegangen und auch wenn ich es nicht zugeben wollte, damals hat es begonnen mir Spaß zu machen. Ich hätte auch weiter gemacht, wäre ich nicht nach Hogwarts gegangen“, führte ich aus.

Meine Dad hatte zwei Gläser aus dem Küchenschrank entnommen und entkorkte gerade ein neue Flasche Rotwein, sah auf und ergriff das Wort: „Du, in dieser Hinsicht hast du meine volle Unterstützung, Hermione. Man sollte seinen Körper nie vernachlässigen. Wann wolltest du ins Zentrum morgen?”

„Mh, so um 10 Uhr, warum?”, ich schaute fragend, während wir drei ins Wohnzimmer wechselten. Mum hantierte mit der Fernbedienung.

„Oh, nur so, wir oder ich könnten dich hinbringen.”, bot Dad ungewohnt fürsorglich an.

„Ach, nee lass mal, ich will euch nicht euren Terminkalender durcheinanderbringen.”, lehnte ich dankend ab, denn ich plante davor noch ein bisschen zu brauen und da konnte ich die beiden nicht wirklich im Haus gebrauchen.

Wir sahen uns gerade das Ende der Abendnachrichten an, als sie zu gähnen begannen.

„Ich bin vielleicht müde Schatz, du auch?”, meinte meine Mum zu meinem Dad.

„Ja, mir fallen gleich die Augen zu. Der Tag war wohl doch anstrengender als zuerst gedacht”, sagte Dad gedämpft und versteckte sein Gähnen hinter seiner Hand.

„Dann sollte ihr vielleicht ins Bett!”, warf ich schelmisch ein, denn ich hatte bisher 5 Weinflaschen mit meinem Schlaftrank präpariert, da ich dann in der Nacht freier agieren konnte, ohne Angst haben zu müssen über sie zu stolpern.

„Ich bin selbst vom vielen Laufen müde, auch solche Menschenmassen sind für mich mittlerweile echt ungewohnt“, meinte ich erklärend und streckte mich demonstrativ.
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