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 Kapitel 13-15

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queenie
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BeitragThema: Kapitel 13-15   Do Feb 09, 2012 12:04 am

Üben und Trainieren

Diese Wochen des Trainings hatten angefangen Wirkung zu zeigen. Meine Kondition und Fitness hatten sich exorbitant erhöht. Die Runden im Park schaffte ich jetzt, ohne wie aus dem letzten Loch pfeifen zu müssen und auch mein Körper begann sich zu verändern. Des Öfteren hatte ich gedacht, mein Körper würde diese Belastung nicht mehr aushalten, aber der Geist war willig und stark, wo der Körper schwach war und so hatte ich mir öfters den Luxus von regenerativen Bädern gegönnt, denen ich viele magische Pflanzen und Öle zugefügt hatte. So hatte ich es geschafft meinen Körper auf ein gutes Level zu bringen.

Durch den Unterricht des Sensei entwickelte ich Muskeln an Stellen, die ich davor nicht mal im Ansatz gekannt hatte. Mein Körper veränderte sich sichtlich. Dort wo vorher eine weibliche Weichheit geherrscht hatte, stählte sich jetzt mein Körper in der Vorbereitung auf schwere Zeiten. Der Sensei zeigte sich über meinen Eifer und Ehrgeiz erfreut, aber auch überrascht. So hatte er mir in der letzten Stunde mitgeteilt was für unglaubliche Fortschritte ich in den letzten Wochen gemacht hatte. Ich bedankte mich sehr für das Kompliment, bat ihn aber auch immer weniger Rücksicht im Kampf auf mich zu nehmen und erst recht nicht darauf, dass ich eine Frau war. Mittlerweile würde ich sagen, dass er meine Spleenigkeit akzeptiert hatte und aufgrund meiner Opferbereitschaft sich in seiner Ehre gepackt sah, mir wirklich das Kämpfen beizubringen, ohne Wenn und Aber. Wenn man den Sensei um etwas bat und er der Bitte nachkam, tat er dies ohne Mitleid. Man hatte sich ja vorher mit der Bitte beschäftigt und wusste somit was auf einen zukam.

So steigerte er die peu à peu die Aggressivität in seinen Angriffen. In den folgenden Tagen wurde das Training mörderisch grausam. Als das erste Mal Blut floss, zeigte er sich besorgt, was ich ihm sofort ausreden konnte mit dem Hinweis, dass dies ja nur meine Nase war. Dass Blut floss, konnte schon mal bei so einer Sportart passieren und genau das war was ich wollte, die Realität. Jetzt schaute er mich genauso an wie Rita Skeeter, so, als hätte ich den Verstand verloren und als würde er an meiner Zurechnungsfähigkeit zweifeln. Ich konnte ihn dann aber doch davon überzeugen, dass andere Gegner auch keine Rücksicht auf eine blutende Nase nehmen würden und sagte ihm, dass ich im Spind genügend Mittelchen hatte, um die Nase schnell wieder zu heilen.

Was ich dann auch später in der Umkleide mit meinem Zauberstab tat, mit einem einfachen Episkey. Das Knirschen der Knorpel, als sie sich wieder richtig ausrichteten, tat nicht nur in den Ohren weh, aber der Schmerz war auszuhalten, wenngleich er mir die Tränen in die Augen trieb und ich tief Luft holen musste. Wie gesagt, ich erlangte eine gewisse Schmerzresistenz, was Besseres konnte mir doch gar nicht passieren, wenigstens versuchte ich mir dies immerwährend einzureden. Ein wenig Make-up gegen die blutunterlaufenen Stellen im Gesicht, denn die wollte ich meinen Eltern echt nicht erklären und ich war wieder vorzeigbar. Der Sensei blickte am nächsten Tag mehr als nur verwundert auf meine geheilte Nase. Ich schenkte ihm ein zuckersüßes Lächeln, das er vorsichtig
erwiderte. Da wir uns schon darauf geeinigt hatten, dass es einige Dinge gab, die bei mir merkwürdig ablaufen würden, ich sie ihm aber nicht würde erklären können, fragte er nicht, denn der Sensei hatte dies akzeptiert. Doch ich konnte mir vorstellen, dass ihn seine Neugier fast umbrachte, aber er war ein sehr beherrschter Mann.

Danach nahm er sich nicht mehr zurück. Es wurde schmutziger, gefährlicher und er schien seine Skrupel zu verlieren, nachdem er erkannte, dass er mich nicht dauerhaft verletzte, so kam es mir sogar vor, als würde er diesen Umstand genießen. Ich erhielt nicht mehr nur blaue Flecken, sondern richtige Verletzungen und Wunden im nun gnadenlosen Training. Mein Verstand durfte ab hier wirklich angezweifelt werden. Ich wurde langsam aber sicher zäh! Schmerzen durch die täglichen Schläge bereiteten mir immer weniger Probleme, wenngleich ich sie nicht mochte. Ich lernte einen permanenten, pochenden Schmerzpegel zu ignorieren und zu ertragen und trotzdem einwandfrei zu funktionieren. Die Stunden zwischen den Trainingseinheiten, bevor mir wieder neue Verletzungen zu gefügt werden konnten, war zur vollständigen Regeneration einfach zu kurz und somit war ich um meine Tränke und Salben doppelt so dankbar. Nur versuchte ich, sie nicht zu häufig oder exzessiv zu nehmen, da ich weder ihre Wirkung durch zu häufiges nehmen schwächen, noch von ihnen abhängig werden wollte.

So lernte ich mit dem täglichen Schmerz zu leben.

Es ist wohl klar, dass ich selbst manchmal an mir und dem was ich tat, zweifelte, aber trotzdem würde ich den einmal eingeschlagenen Weg gehen. Ob es mir gefiel, oder nicht. Es war zumindest besser, als gar nichts zu tun und zu großes Selbstmitleid verbot ich mir vehement. Es war eine gute Übung. Wie immer war ich gewillt, alle mir zur Verfügung stehenden Ressourcen zu nutzen aber es war auch sehr anstrengend, da mir die Zauber nicht so ohne weiteres von der Hand gingen, aber es wurde immer besser, obwohl ich sehr klar erkannte, dass ich keine geborene Heiler-Hexe war.
Dabei musste ich aber auch einsehen, dass mir die schwarzmagischen Flüche um Rita, sehr viel weniger Probleme bereitet hatten, als die zum Teil sehr komplizierten Heilzauber. Natürlich schaffte ich es wie gewohnt, diese Zauber zu sprechen, aber es lag mir nicht wirklich und es machte mir keinen Spaß! Alles in allem war es eine hervorragende Vorbereitung auf die doch sehr ungewisse und immer dunkler erscheinende Zukunft. Die Berichte im Propheten meldeten in den letzten Wochen immer wieder das Verschwinden von Zauberern, die Wenigsten tauchten wieder auf. Auch die
Muggelzeitungen schrieben über ungewöhnliche Geschehnisse, die für sie nicht zu erklären waren, mir aber durchaus Hinweise auf umtriebige Death Eater lieferten. All dies bestätigte mich in meinem Tun. Ich hatte keine Sekunde zu früh mit den Vorbereitungen begonnen. Gerade in solchen Situationen musste ich oft an Harry oder Ron denken und daran, dass sie sich mit Sicherheit nicht vorbereiteten und ihre Ferien in Rons Fall genossen und Harry, tja, er würde von seinen Verwandten auf die ein oder andere Wiese geärgert werden.

Ich hatte sowohl Ron als auch Harry Briefe geschrieben. Harry hatte ich zusammen mit Ron Schokolade als Geschenk für seinen fünfzehnten Geburtstag geschickt. In meinen Briefen versuchte ich Harry über den Horror, Cedrics Tod live miterlebt zu haben, zu trösten, aber dass dies half glaubte ich nicht wirklich, denn ich selbst war untröstlich. Ich war mir nicht sicher, wie ich die beiden motiviert bekommen sollte mehr zu machen, nicht nur zu lernen, mehr zu sehen, mehr zu hören. Ach, ich weiß nicht, das Ganze viel, viel ernster zu nehmen, denn alles konnte ich auch nicht tun. Mein Wunsch war, dass sie erwachsen wurden und zwar schnell! Ich wusste, Harry hatte es nicht einfach und er klammerte sich an eine scheinheilige Jugend, unter Anbetracht, dass er nie eine unbeschwerte Kindheit gehabt hatte. Ich hoffte nur, dass er nicht zu schlimme Albträume hatte und es schaffte sich davon zu distanzieren. Obwohl ich wusste, dass er sich noch immer die Schuld gab, dass Pettigrew damals im dritten Jahr entkommen war und somit die Möglichkeit gehabt hatte Cedric zu ermorden, als sie beide an dem Friedhof angekommen waren, aber das war nun mal Schicksal und leider kannte ich Harry nur zu gut. Er versank gerade sicher im Selbstmitleid.

Ich hoffte für Harry einfach mal das Beste und versuchte mich auf meine vor mir liegenden Aufgaben zu konzentrieren. Seit der dritten Woche der Ferien beschäftigte ich mich intensiv mit dem Thema der Okklumentik und Legilimentik. Dies war ein Thema, was mich schon früh interessiert hatte, aber als ich bemerkte was für ein Aufwand dahinter stand, hatte ich es erst mal von mir geschoben, aber nun erschien es mir elementar wichtig. Wenn ich bedachte, dass es ein Death Eater geschafft hatte, sich fast ein Jahr lang unerkannt in Hogwarts einzuschleichen, wurde mir übel!

Was hätte dieser alles für Informationen erschleichen können, wenn er dieser Magie fähig gewesen wäre, somit wollte ich mich nicht nur schützen, sondern auch für den eigenen Angriff rüsten. Ich besorgte alle Informationen, um dann die Okklumentik in Angriff nehmen zu können, da ich die Verteidigung hier erstmal in den Vordergrund stellte, was sich letztlich dann doch als sehr zeitaufwändig erwies. In meinem Buch stand dies:

Okklumentik (lat. occultare = verstecken und mens = Gedanke, Geist) ist die magische Kunst, mit deren Hilfe es einer Person möglich ist sich gegen Gedanken und Gefühle von anderen abzuschirmen. Wer diese Kunst beherrscht, kann seine wahren Einstellungen und Empfindungen selbst vor denen geheim halten, die ihn mit mächtigen, magischen Mitteln zu durchschauen und zu beeinflussen versuchen. Wie bei der Abwehr des Imperiusfluchs erfordert dies viel Willenskraft: Nur der eigene Wille kann verhindern, dass der andere die eigenen Empfindungen, die traurigen, glücklichen oder verletzenden Erfahrungen zu sehen bekommt. Okklumentik ist leicht aufzubrechen, wenn ein Möchte-gern-Okklumentiker sich nicht voll auf die Geheimhaltung seiner Gedanken und Gefühle konzentrieren kann. Er ist verletzlicher, wenn er wütend ist oder andere starke Emotionen ihn ablenken. Wenn er müde ist, hat sein Gegner leichtes Spiel, weil seinem Vordringen wenig Widerstand entgegengebracht wird. Um seine Gedankenwelt im Schlaf vor fremden Eindringlingen zu schützen, kann keine aktive Okklumentik betrieben werden. Es ist deshalb hilfreich, vor dem Einschlafen immer bewusst den eigenen Kopf leer zu machen.

Nun gut, der nötige Wille sollte vorhanden sein und ich glaubte auch genug Willenskraft zu besitzen, sonst würde ich schon längst meinen irren Tagesablauf aufgegeben haben. Ich war mir sicher, dass Snape und Dumbledore diese Kunst beherrschten und es würde mich auch nicht wundern wenn sie diese des Öfteren benutzten. Ich musste mich dagegen wappnen, denn es würde mir gar nicht in den Kram passen, sollten sie so einfach in meinen geheimsten Gedanken herum schnüffeln. Das könnte Konsequenzen mit sich bringen, die ich noch nicht bereit war zu tragen. Eine der wichtigsten Dinge, um diese Kunst seinen Geist zu verschließen zu erlangen, war das Meditieren zu erlernen. Für einen so unruhigen Geist wie meinen nicht die leichteste Übung, aber ich nahm auch diese

Herausforderung wieder an und nahm mir vor jeden Tag zu meditieren und dabei zu üben, wie es in dem Buch beschrieben wurde, den Geist zu leeren kurz vor dem Schlafen.


Zuletzt von queenie am Fr Mai 10, 2013 7:38 am bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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BeitragThema: Ankunft am Grimmauld Place   Do Feb 09, 2012 12:05 am

Ankunft am Grimmauld Place

Meine Eltern würden Ende der Woche in ihren fast vierwöchigen Urlaub nach Südfrankreich aufbrechen und erst kurz vor Schulbeginn wiederkommen. Um dem Ganzen zu entgehen, da ein Urlaub nicht wirklich in meinen Tagesplan passte, hatte ich auf Wunsch meiner Eltern Anfang der ersten Ferienwoche Kontakt mit den Weasleys und Dumbledore aufgenommen und ihnen meine Lage dargelegt, dass meine Eltern wegfahren würden, ich aber hierbleiben würde. Professor Dumbledore sagte, dass dies überhaupt kein Problem sei, er für mich eine Unterkunft hätte, da ich in diesen Zeiten unmöglich alleine bleiben könnte. Das hatte ich mir zwar anders vorgestellt, würde mich aber nicht aufhalten meine Pläne trotzdem umzusetzen, vielleicht etwas erschweren, aber ich würde das schon schaffen. Ich war da sehr optimistisch.

Machte ja sonst auch keinen Spaß, wenn’s zu einfach wäre! Da schlug dann immer wieder mein Zynismus durch. So saß ich nun Sonntagvormittag in unserem BMW und wurde von meinen Eltern zum Grimmauld Place gefahren. In dem Brief von Professor Dumbledore hatte gestanden, dass er mich um 10 Uhr im Park vor dem Grimmauld Place erwarten würde.
Mein Vater half mir mit meinem Gepäck.

„Sollen wir noch warten, Liebes?“, ließ sich Mum aus dem Fond des Wagens vernehmen.

„Nein, Mum, lasst mal. Nicht, dass ihr noch euer Flugzeug verpasst!“, rief ich aus.

„Wirklich Schatz, wir warten gern!“, beteuerte sie.

„Das weiß ich doch, Mum. Aber ich werde hier nicht lange warten müssen und ich weiß doch wie sehr ihr euch auf den Urlaub freut. Geht ruhig“, lächelte ich sie entspannt an.

Da zog mich Dad einfach wortlos in eine Umarmung und murmelte: „Pass auf dich auf, Kleines! Wir lieben dich!“ Er küsste mich auf meine Wange.

„Ich euch auch, bis bald und schöne Ferien!“, ich beugte mich zu Mums Autofenster.

„Lasst es euch gut gehen! Bis bald!“, winkte ich ihr noch zum Abschied, als sich auch schon das Auto in Bewegung setzte und damit entschwanden meine Eltern in ihren Urlaub und hatten keine Ahnung, dass sie ihre Tochter in einem beginnenden Krieg zurückließen. Ich richtete meinen Blick auf die Umgebung. Hinter mir war der eingezäunte, typisch englische Stadtpark, mit seinen alten Bäumen und der grünen Wiese. Auf der anderen Straßenseite waren die gängigen, englischen

Einfamilienhäuser aus roten Backsteinen zu sehen, groß und solide. Ein kaum wahrnehmbares, leise ploppendes Geräusch neben mir, das ich nur wahrnahm, da ich wie eine Verrückte übte so etwas auch hinzubekommen, riss mich aus meiner Betrachtung der Umgebung.

Ok, ich geb‘s zu. Hiervon war ich noch ein klitzekleines bisschen entfernt! Ja, ist ja gut, dagegen hörte ich mich wie eine Fehlzündung eines Motors an, zufrieden! Innerlich zog ich ein wehleidiges Gesicht, als würde ich auf etwas sehr Saures beißen. Ich drehte mich zum Geräusch und lächelte treuherzig, bloß nicht zu tief in die Augen schauen und blickte auf sein graublaues wallendes Gewand, wie er sie zuhauf trug. Ich glaubte zwar nicht, dass die Mauern zur Verteidigung meines Geistes schon stark genug waren, aber das würde mich nicht abhalten sie trotzdem zu erschaffen.

„Professor!“, stieß ich gespielt überrascht hervor. „Wo kommen Sie denn her?“, spiel noch ein bisschen verblödete Hermione. Aber gerade bei Dumbledore musste meine Tarnung perfekt stehen! Seine Einmischung zum jetzigen Zeitpunkt wäre fatal und bisher hatte ich es geschafft von ihm relativ unbeobachtet zu bleiben, als Harrys Freundin, die Streberin, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

„Miss Granger, erfreut Sie zu sehen. Bin ich zu spät?“, fragte er gewohnt freundlich und strahlend lächelnd, dabei blinkten und blitzten seine hellblauen Augen hinter seiner Halbmondbrille gut gelaunt, als er sich suchend umsah.

„Nein, Professor, wir waren zu früh, da aber der Flieger nicht auf meine Eltern wartet, habe ich sie schnell weiter geschickt, oder hätten Sie noch mit ihnen sprechen wollen?“, fragte ich betont höflich.

„Nein, nein, ist ja alles geschrieben worden. Aber nun weiter, Miss Granger. Sie wollen sicher so schnell als möglich zu Ihren Freunden, die Sie schon überaus ungeduldig erwarten“, dabei griff er in seine Robe und zückte ein Pergament, das er mir bei diesen Worten reichte. Ich nahm es entgegen und las es aufmerksam. Dort stand: „Das Hauptquartier des Orden des Phönix ist Grimmauld Place Nr. 12!“, und schon ruckelten die roten Backsteinhäuser, glitten zur Seite hin auseinander und ließen ein bisher nicht sichtbares Gebäude vor meinen erstaunten Augen entstehen, während das Papier in Flammen aufging und zu Asche zerfiel.

„Fidelius“, flüsterte ich beeindruckt.

Ein Kichern an meiner Seite ließ mich Professor Dumbledore anschauen. „Sie kennen den Zauber, Miss Granger?“, fragte er neugierig und klang dabei aber mehr als nur gut gelaunt.
Ich fing an zu rezitieren, während wir auf die Tür des Hauses zugingen.

„Mit dem alten und sehr komplexen Fidelius kann das Wissen über geheimzuhaltende Aufenthaltsorte oder Gebäude im Gedächtnis einer Person versteckt werden. Nur der sogenannte Geheimniswahrer weiß fortan wo dieser Ort ist und nur diese Person kann diesen Ort für andere auffindbar und begehbar machen. Wer die Information des Geheimniswahrers nicht hat, kann direkt vor dem Gebäude stehen, oder sogar seine Nase an die Fensterscheibe drücken und findet dennoch nicht was er sucht. Wie der Name Fidelius (lat. fidelis = sicher, treu, zuverlässig) andeutet, hat der Geheimniswahrer also eine absolute Vertrauensstellung“, beendete ich geflissentlich meine geschäftige Ausführung.

Ich hatte geklungen wie ein Schulbuch, was positiv war, denn jeder unterschätzte Streber, da sie annahmen, dass man das Wissen, welches man besaß, nur auswendig herunterleierte und es nicht anzuwenden wusste. Professor Snape war davon überzeugt und ich denke auch die anderen Professoren ließen sich von dieser vorgefassten Meinung einlullen und das sollte mir nur recht sein. Unterschätzt zu werden, war besser als überschätzt zu werden.

„Sehr beeindruckend, Miss Granger. Wie immer vollkommen korrekt, wenn wir in Hogwarts wären, wurde ich Ihnen für diese Leistung 10 Punkte verleihen!“, lobte er mich gutmütig und klang wie ein Kleinkind, das nun vergnügt vor sich hin summte.

„Professor, wem gehört dieses Haus?“, fragte ich neugierig und durchbrach seine gute Laune.

„Oh,… den Blacks, meine Liebe.“

Er öffnete nun die Türe. „Bitte, kommen Sie doch herein“, und wedelte mit seinem Zauberstab in Richtung meines Gepäcks, das sich daraufhin in die Lüfte erhob und uns schwebend ins Innere des Hauses folgte. Wow, Sirius‘ Haus, ein echtes, richtiges, schwarzmagisches Zaubererheim. Ich war total aufgeregt und nervös, nicht zu vergleichen mit dem schiefen, fröhlichen und lauten Fuchsbau. Ich verbarg meine aufkeimende Freude durch einen gespielt furchtsamen und nervösen Blick, denn meine Miene sollte meine Unsicherheit zeigen. Wir traten in einen düsteren, langen Flur. An den Wänden hingen Gemälde, welche die Portraits längst verstorbener Blacks zeigten, die uns mit bösen und missbilligenden Gesichtern kritisch beäugten und bewerteten, um uns dann leise wispernd zu beschimpfen, sie doch nicht zu stören.

Hier und dort stand widerwärtiger Nippes wie beispielsweise ein Trollbein, das als Schirmständer missbraucht wurde. Alles wirkte heruntergekommen und unbewohnt. Die Spinnweben an der Decke und der allgegenwärtige Staub, dies alles machte einen sehr unheimlichen Eindruck, aber der vergangene Glanz imposanter Zeiten war überall erkennbar. Was mir sehr gut gefiel waren die silbernen Türgriffe- und Klopfer, die filigrane, detailverliebte Schlangen darstellten. Der Professor bedeutete mir, mit einem auf den Mund gelegten Finger, leise zu sein und führte mich tiefer in das alte, schwarzmagische Haus.

Wir näherten uns einer Tür, hinter der Stimmen zu vernehmen waren. Dumbledore öffnete die Tür und hatte dann auch das staubige, aus tiefstem, dunkelbraunem Holz gefertigte Treppenhaus, das mit den geschmacklosen, verschrumpelten Köpfen der ehemaligen Blackhauselfen geschmückt war, hinter uns gelassen. Schön war das hier nicht, aber eine gewisse Atmosphäre konnte man dem Ganzen schon zugestehen und mir gefiel die Spannung hier. Da konnte der Fuchsbau echt nicht mithalten. Das Haus übte eine unglaubliche Ausstrahlung auf mich aus, der ich mich sofort hingegeben hätte, wenn ich nicht meine Rolle der braven Hermione hätte mimen müssen. Schon traten wir durch die Tür, die uns in eine alte, aber saubere und große, lange Küche führte, in deren Mitte ein langer Esstisch verlief, an dem mehrere Personen saßen, die meisten mit roten Haaren.

„Hermione!“, schallte es mir da auch schon laut schreiend entgegen. Ron und Ginny waren aufgesprungen und stürmten auf mich zu. Ich freute mich sie zu sehen, aber ich hasste so was, dafür war mein wahres Ich viel zu unterkühlt, um solche Zuneigungsbekundungen gutzuheißen, aber ich blieb der Rolle, die ich spielte, treu.

Ich setzte ein falsches Lächeln auf und erwiderte die Umarmungen.

„Ron, Ginny, schön euch zu sehen!“, rief auch ich aus. Sie setzten sich und begann die neuesten Quidditchergebnisse zu diskutieren, während ich die anderen Anwesenden begrüßte.

„Mrs. Weasley“, begrüßte ich die Mutter der beiden und nickte ihr zu. Sie lächelte mich freundlich
an. „Hermione, Liebes, wie geht es dir?“, und schon wieder eine Umarmung. Bähhhhh, so was brauchte ich nicht, aber nun gut.

„Danke, sehr gut und… Sirius!“, ging ich selbstsicher auf ihn zu, der leger auf seinem Stuhl am Kopfende des Tisches fläzte, um ihn zu begrüßen. Dabei erinnerte ich mich an ihn, wie er am Ende meines dritten Jahres, von mir und Harry auf Seidenschnabels Rücken, mit einem Bombarda aus seinem Gefängnis, in einem der Türme von Hogwarts, befreit wurde. „Ein Black im Hause Black. Was für eine Überraschung!“, sagte ich ironisch und reichte ihm meine Hand, dabei zierte ein verwegenes Lächeln meine Miene.

Er sah mich mit blitzenden, grauen Augen und einem fetten Grinsen im Gesicht an. Das letzte Jahr hatte ihm sichtlich gut getan. Er sah nicht mehr so verhungert, ausgezehrt und verlottert aus, auch fielen seine lockigen, schulterlangen, dunkelbraunen Haare nun gesund, sauber und weich schimmernd um seine Schultern. Seine Augen waren auch nicht mehr so trüb, sondern blickten interessiert umher. Es schien ihm sehr viel besser zu gehen. Gut sah er aus. Dabei zierte sein Gesicht auch noch ein Bart, den er sich feinsäuberlich gestutzt hatte. Man konnte sich gut vorstellen, wie er früher den Mädchen reihenweise den Kopf verdrehte.

„Meine Retterin. Die schlaueste, kleine Hexe, die ich kenne, Hermione! Schön, dass du da bist!“, meinte Sirius aufrichtig aber auch schmeichelnd und führte meine Hand an seinen Mund, was für ein Charmeur. Er wollte wohl ein bisschen flirten und in mir sah er offenbar eine ebenbürtige Gegnerin, anders als in Ginny. Seine Augen blitzen übermütig auf, als ich nicht zurückwich sondern ihm ein nüchternes Lächeln schenkte.

„Schlauer als du allemal, Sirius, du Casanova! Wie ich sehe geht es dir besser. Wie fühlst du dich im Hause der Blacks?“, brachte ich es auf den Punkt, dabei fasste ich ihn fest ins Visier. Grummelnd ließ er meine Hand los, auch das freche Grinsen verflog und machte einer schlechtgelaunten Miene platz und so setzte ich mich rasch neben ihn auf einen Stuhl und tätschelte begütigend seine Schulter, während Professor Dumbledore sich mit Mrs. Weasley leise unterhielt. Ron und Ginny blickten immer wieder zu uns, schienen unsere Unterhaltung über das Blackhaus jetzt nicht übermäßig spannend zu finden.

„Ach, weißt du Hermione, ich hasse dieses Haus, viel zu viele Erinnerungen, aber wenig Gute! … ah, aber was soll man machen?“, ich unterbrach ihn in seinem Selbstmitleid. „Sirius, ich bitte dich, immer noch besser als Askaban!“, zeigte ich kein wirkliches Feingefühl und dies ließ er mich spüren, indem er mir einen leicht empörten Blick schenkte.

„Jaja, ich will mich auch gar nicht beschweren, aber auch noch Kreacher... es ist nur nicht leicht und dann diese Langeweile!“, jammerte er weiter und wischte sich eine kesse Strähne aus der Stirn.
„Kreacher? Ich verspreche dir, ich werde versuchen dich zu unterhalten, bis Hogwarts wieder beginnt!“, flirtete ich nun mit einem eindeutigen Blick zu ihm. Was mich ritt? Keine Ahnung!

Aber wie er so vor mir saß, gefiel mir was ich sah und eine schwer arbeitende Frau wie ich, sollte auch ihren Spaß haben, nicht wahr?

Sirus verschluckte sich an der Luft und hustete kurz vollkommen überrumpelt und verlor einiges von seiner lässigen Haltung. „Her… Hermi… Hermione, danke… ach und Kreacher, das ist der bescheuerte Hauself meiner Mutter!“, stotterte er zuerst keuchend aber dann fing er sich erstaunlich galant und lenkte schnell ab, indem er zuletzt auf den Hauselfen giftete.

„Hier ist ein Hauself? Davon sieht man nichts, aber nicht so garstig Sirius, die armen Hauselfen. Und ich muss dir sagen, ich finde dein Heim spannend, aber nun, was möchtest du tun, um dich nicht zu langweilen?“, kokettierte ich absichtlich, um ihn zu reizen und lehnte mich ein wenig mehr zu ihm. Dabei fielen mir meine langen Haare aufmerksamkeitheischend über die Schulter. Warum ich flirten wollte, weiß der Teufel, aber ich hatte ihn schon immer gemocht und man konnte immer noch den gutaussehenden, lebensfrohen, lustigen, jungen Mann von früher in ihm erkennen, der zwar schwere Jahre hinter sich hatte, was ihn aber umso interessanter machte, wie ich fand und seine grauen Augen zogen mich unweigerlich in seinen Bann.

Ich glaube, er tat mir leid und durch ein bisschen flirten machte das Leben gleich doppelt so viel Spaß. Wir durften uns nur nicht erwischen lassen, wieder mal eine gute Übung für mich im Verborgenen zu agieren. Was wäre, wenn die anderen es rausfinden würden, Zeter und Mordio, man würde an unserem Alter herummäkeln und alle wären empört über meine Moral. Ron wäre sprachlos und Harry, tja Harry, ich wusste es nicht, denn er war in solchen Sachen echt schwer einzuschätzen und zusätzlich war Sirius noch sein Patenonkel.

Ich lächelte in die Runde und fragte in den Raum: „Wie lange sind die anderen schon hier?“

„Die Weasleys sind mit Sack und Pack seit Beginn der Ferien hier. Sie wollen helfen das Haus wohnlicher zu machen“, informierte mich Sirius durchweg ironisch, als sei dies ein unmögliches Unterfangen. „Warum bist du eigentlich schon da?“, lenkte er nun ab und warf mir einen durchdringenden Blick zu.

„Oh, meine Eltern fahren heute nach Südfrankreich und darauf hatte ich keine Lust. Und unter diesen Umständen freu ich mich sehr über diese Entscheidung, denn auch ich habe mich gelangweilt“, sah ich verschmitzt lächelnd Sirius in die grauen Augen. Er riss sie weit auf und blickte mich überrascht an, dabei verdunkelten sie sich ob der verdeckten Botschaft dahinter. „… ähm tja,… das ist... schön“, stotterte er sichtlich unsicher, wie er auf meine Avancen reagieren sollte. Ok, ich würde jetzt einen Gang rausnehmen, nicht dass er noch die Flucht vor mir ergriff, entschied ich, als es auch schon laut knallte und es unnötig machte etwas zu unternehmen, da alle zu dem Lärm schauten. Und schon standen in der Küche zwei frech grinsende und gleichaussehende Twins, mit roten Haaren und einem teuflischen Ausdruck im sommersprossigen Gesicht, der nur Unsinn bedeuten konnte.

„Huhuhuhuh, schönstes Hermiiiiincccchhhhen, du hier? Was sehen unsere trüben, müden Augen? Da erstrahlt dieses düstere, muffige Haus gleich in neuem Glanz!“, kam es gleichzeitig aus ihren identischen Mündern und sie grinsten mich sardonisch an.

„Oh Fred, George, hört auf hier im Haus immer zu apparieren, nur weil ihr es jetzt dürft!“, keifte Mrs. Weasley sofort los, aber die Twins übergingen sie mit einer entschuldigenden Verbeugung und sie wandte sich wieder an unseren Direktor, der mildtätig zu den Twins lächelte.

„Ist ja gut Mum!“, grummelten beide Jungs genervt aber nicht wirklich einsichtig.

Wir hatten uns schon immer gut verstanden, sehr gut sogar. Auch mochte ich diese Chaoten sehr, die gar nicht so chaotisch waren, wie viele dachten, eher waren sie brillant und genial, wenngleich auch teuflisch gefährlich. Zudem waren ihre Taten oder eher Untaten meist gar nicht so unsinnig. Ich würde mal so sagen, wer die Twins unterschätzte, konnte sich böse die Flossen verbrennen und das wusste ich seit meinem ersten Jahr. Sie versuchten auch, ihre vorhanden Brillanz unter ihrem spleenigen Verhalten zu verbergen und zu kaschieren, das hatte ich längst durchschaut, aber da wir uns in diesem Verhalten wohl ähnlich waren, hatten sie auch schon vor langer Zeit erkannt, dass ich auch nicht immer das war, was ich nach außen zeigte. Sie waren aufmerksamer als man denken mochte und immer für eine Überraschung gut. Seit Harrys drittem Jahr wusste ich auch, warum sie mir manchmal so komische Fragen gestellt hatten, in denen sie mir zu verstehen gegeben hatten, dass sie mich ein paar Mal zu nachtschlafenden Zeiten dort gesehen hatten, wo ich nicht hätte sein sollen. Ihr Geheimnis war die Karte der Rumtreiber.

Seit dieser Zeit halfen wir uns hier und dort, denn ihr glaubt doch selbst nicht, dass ihre ganzen Ideen und die Umsetzung ihrer sogenannten Scherze und Scherzartikel mit lieben, unschuldigen, weißen Sprüchen zu schaffen waren. Eins waren diese zwei Unholde ganz sicher nicht, unschuldig.
Neugierig war ich, was sie mit dem Turniergeld, das Harry ihnen gegeben hatte, vorhatten. Da war bald ein Gespräch fällig.

„Haha und bei so viel Rot werde ich gleich blind!“, gab ich bissig zurück. „Ich freu mich euch Chaoten zu sehen. Was für Unsinn habt ihr euch wieder ausgedacht?“, fragte ich die beiden anlächelnd, als sie sich an den Tisch plumpsen ließen.

„Gut schaust du aus und unsere Köpfe sind voll!“, gurrte einer übermütig und strahlte mich an, als ich Sirius beobachtende Augen bemerkte und wie er sich das Zusammensein von uns interessiert besah.

„So voll, die platzen gleich...“

„Und was wir Vorhaben...“

„Das können wir doch… nicht sagen, geheim!“

„Geheim!“ sagten Fred und George in ihrer nicht ernstzunehmenden Art, abwechselnd und verwirrend. Sie wollten wohl ihre Mutter in den Wahnsinn treiben, deshalb nickte ich nur milde, beugte mich vor und flüsterte schnell:

„Verarscht die anderen, aber mich bitte nicht. Heute nach dem Essen will ich hören, was ihr euch schon wieder Neues ausgedacht habt, verstanden!“, wisperte ich energisch und verengte meine Augen zu Schlitzen.

„Geht klar, Schönste!“, wurde mir verschwörerisch zugeflüstert und schon steckten sie die Köpfe zusammen und tuschelten über Gott und die Welt. Sirius hatte uns genau beobachtet und nun fragend eine Braue erhoben. Ich schaute ihn mit Schalk in den Augen an. Nun wollte ich aber erst einmal meine Umgebung in Augenschein nehmen.

„Wo werde ich schlafen?“, fragte ich niemand bestimmten, aber dies schien jetzt Ginny mitbekommen zu haben, denn sie hüpfte auf und rief: „Bei mir, komm ich zeig‘s dir!“

„Mum, ich zeig Hermione alles!“, sagte sie ihrer Mutter, welche die ganze Zeit mit dem Professor geredet hatte und lief los.


Zuletzt von queenie am Fr Mai 10, 2013 7:39 am bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
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BeitragThema: Die Twins   Do Feb 09, 2012 12:06 am

Die Twins

Schon packte mich das temperamentvolle, kleine Bündel an meiner Hand und zog mich in den zweiten Stock des Hauses zu unserem Zimmer, das schon recht heimelig mit zwei Betten ausgestattet war. An den Wänden hingen verblasste, grüne Tapeten. Es wirkte düster, aber nicht abweisend.
„Schön und welches ist meines?“, fragte ich und Ginny schmiss sich auf das Bett am Fenster.
„Oh gut, und wie ist es so im Hauptquartier?“, fragte ich betont lässig nach. Ich wollte mein Interesse an dem schwarzmagischen Haus schließlich nicht zu offen kundtun.

„Langweilig, das glaubst du nicht, Hermione. Die ganze Zeit nur putzen. Mutter scheucht uns durch die Gegend und wenn’s spannend wird, weil der Orden eine Versammlung hat, schicken sie uns in unsere Zimmer. Echt zum Kotzen und Fred und George sind auch so komisch, hängen nur immer zusammen und mir bleibt nur Ron“, beklagte sich Ginny und hob ihr langes, schönes, rotes Haar hoch, um Luft an ihren Nacken zu bekommen. Die Tür öffnete sich und Ron trat ein. Er war in den vergangenen Wochen gewachsen, auch ich hatte mich aufgrund meines Trainings stark verändert, was ich augenblicklich durch eine weitgeschnittene und weitfallende, lilafarbene Bluse zu kaschieren versuchte.

„Hallo noch mal, na wie gefällt es dir hier?“, fragte er neugierig. „Echt unheimlich, oder? Hast du schon das Bild mit der alten Black gesehen und gehört?“, meinte Ron mit Abscheu in der Stimme. Ich packte derweil meine Sachen, die ich hier brauchen würde, aus. Den Rest ließ ich im Koffer.
„Mir gefällt es gut, Ron, unheimlich nicht wirklich und nein, welches Bild? Und eigentlich wollte ich gerne daheim bleiben, da ich diese Ferien viel zu tun habe, aber der Professor war dagegen!“, grenzte ich gleich ab und drehte mich wieder zur Schublade. Ich wusste nicht warum ich so offen sprach, aber es ärgerte mich, dass ich nun so eingeschränkt würde agieren müssen und diese Stimmung ließ ich gerade an den beiden Geschwistern aus. Sein Gesicht verzog sich auch gleich missbilligend. „Dann willst du gar nicht bei uns sein?“, fragte er vorwurfsvoll. Er war immer so schnell eingeschnappt. Jetzt hätte ich wirklich gerne meine Augen verdreht, hielt mich aber zurück.
„Nein, natürlich nicht, Ron“, wollte ich einmal ehrlich sein, besann mich dann aber schnell eines Besseren, als ich in zwei betretene Gesichter schaute.

„Natürlich möchte ich das. Ich freue mich euch zu sehen, aber ich wollte euch nur sagen, dass ich wenig Zeit haben werde und da fällt mir ein, ich muss den Professor noch was fragen!“, und spurtete schon aus dem Zimmer. Ich gab nie gerne Rechenschafften ab. Schnell riss ich die Tür zur Küche auf und sah die drei Erwachsenen noch am Tisch sitzen beim Diskutieren, aber wegen meinem abrupten Auftauchen unterbrachen sie ihr Gespräch.

„Sorry… ich wollte Sie nicht so überfallen!“, begann ich höflich, wurde aber in meiner Entschuldigung unterbrochen, als auch, wie nicht anders zu erwarten, Ron und Ginny nachkamen.

„… aber ich müsste mit Ihnen, Professor, noch ein, zwei Dinge klären!“, ergänzte ich fordernd, innerlich mit den Augen rollend.

Alle Blicke lagen nun auf mir, von überrascht, verwundet bis neugierig interessiert.

„Ähm, es ist so, ich habe von Montag bis Samstag einen Termin, von 14 bis 20 Uhr, den ich wahrnehmen muss und nicht absagen kann!“, sprach ich schnell mein erstes Anliegen an. Ich hatte mir noch jeweils eine Stunde am Anfang und am Ende des Termins Freiraum eingeräumt, denn man wusste ja nie wozu es noch gut sein würde.

„Und was wäre das?“, ließ sich Mrs. Weasley vernehmen.

Ich kniff kurz meine Lippen zusammen, denn das ging niemanden etwas an und außerdem hatte ich Professor Dumbledore angesprochen. Ich war mir der Blicke aller nur zu deutlich bewusst. Sirius beobachtet mich mit verschränkten Armen und zusammengezogen Augenbrauen.

„Nichts aufregendes, nur habe ich diese Stunden seit Ferienbeginn, mit Genehmigung meiner Eltern und wünsche sie fortzusetzen, da meine Eltern es auch finanziert haben. Da wo ich hin muss... das ist nicht weit entfernt von hier“, wedelte ich zur Erklärung mit meiner Hand durch die Luft. Der Professor hatte noch immer nichts gesagt, sondern beobachtete mich nur aufmerksam. Ich wich seinem Blick aus, in dieser Zeit setzte ich mich auf einen Stuhl und schenkte mir ein Glas Wasser ein. Zum Glück hatte ich daran gedacht mir keines zu beschwören. Ich musste aufpassen nicht unüberlegt den Zauberstab zu zücken, denn das wäre in dieser Gesellschaft fatal.

„Was machen Sie denn da, Miss Granger?“, stellte nun Dumbledore seine erste Frage mit ruhigem Bedacht. Ich zierte mich ein bisschen, als ob es mir peinlich wäre.

„Muss ich das sagen, Professor? Reicht es nicht, wenn ich Ihnen sage, es ist nicht gefährlich, sonst hätten mich meine Eltern nicht hingehen lassen!“, insistierte ich und rutschte unruhig auf meinem Stuhl herum.

„Es tut mir leid, Miss Granger, aber in diesen Zeiten müssen wir alle vorsichtig sein!“, sagte er großväterlich, weise und seine Augen hinter der Brille blitzten amüsiert auf über mein Unwohlsein. Ich schloss gequält meine Augen und als ich sie öffnete begann ich zögernd:„… na gut, ich habe zwei Unterrichtsstunden Ballett und drei Stunden Standardtänze am Tag, als Ablenkung, Sie verstehen und für die Hin- und Rückfahrt, veranschlage ich eine Stunde!“, führte ich peinlich geschlagen aus.
Innerlich zerriss mich eine Lachsalve, als ich die Gesichter der anwesenden Personen so sah, denn es war wirklich zu komisch! Wenn man mal eine Kamera brauchte war keine zur Hand, schade.

Herrlich! Ron starrte mit ungläubig offenem Mund, auch Ginny sah auf einmal Ron erstaunlich ähnlich, Sirius hatte das dreckigste Grinsen im Gesicht, das ich bisher von ihm gesehen hatte und ich vermute er glaubte mir kein Wort, aber er sagte nichts und strich sich nur mit seiner Hand über seinen Bart. Und Professor Dumbledore hatte ein gutmütiges Lächeln im Gesicht und sich somit gut in der Gewalt.
„Na, wenn das so ist, Miss Granger, denke ich, sollte das kein Problem sein, wie Sie ja sagten, haben Sie bei Ihren Eltern dasselbe getan, das sollte dann auch hier nicht auffallen. Macht es Spaß?“, setze er noch mit einem Augenzwinkern hinterher und wirkte enorm kindisch.

Ich bekam rote Bäckchen. „Ja Professor, sehr. Danke der Nachfrage“, nuschelte ich und sah unverwandt auf den Tisch.

„Ist das nicht ein bisschen übertrieben, sechs Stunden, sechs Tage die Woche?!“, ließ sich Mrs. Weasley lautstark vernehmen.

„Nun, ich denke nicht, dass dies unsere Sache ist, Molly!“, stellte sich Sirius zu meiner Verwunderung auf meine Seite. Ich hob den Kopf und lächelte ihn dankbar an.

„Danke nochmal! Ich geh dann mal wieder!“, erhob mich und ging in den Flur.

Puh, erledigt. Mann, das war schon fast zu einfach gewesen. Tanz, ja genau, dass sie mir den Schwachsinn abnahmen, ich zuckte mit den Schultern, nicht mein Problem. Jetzt würde ich mal das Haus ein bisschen erkunden, da mir die beide Geschwister nicht sofort an den Fersen klebten, nahm ich mal stark an, dass in der Küche noch über meine „Tanzstunden“ diskutiert oder hergezogen werden würde. Als erstes machte ich mit dem mich laut beschimpfenden Gemälde von Mrs. Black Bekanntschaft, das ich aber schnell hinter mir ließ, da ich auch die Ehre hatte dem kauzigen Hauselfen zu begegnen, der versuchte die erregte, ehemalige „Hausdame“ zu beruhigen und die Vorhänge vor das Gemälde zu ziehen. Dabei murmelte er wüste Beschimpfungen vor sich hin und sah sehr alt, heruntergekommen und schmutzig aus, somit hastete ich die Stufen hinauf.

Ich hatte meinen Lieblingsraum im Hause Black sehr schnell gefunden. Erster Stock, linke Tür. Hier würde ich mich die meiste Zeit aufhalten, schließlich hatte ich nur noch vier Wochen, um diese herrlichen Bücher durchzugehen. Der meiste Teil behandelte die schwarze Magie, umso spannender, aber in diesem schwarzmagischen Haus war es auch nicht wirklich überraschend. Das erfreuliche war, die meisten Werke kannte ich noch nicht, da diese Bibliothek viele Exemplare besaß, die nicht in der Verbotenen Abteilung vertreten waren. Hier würde ich mein schwarzmagisches Wissen vertiefen können und neue Ideen und Anreize finden, um neue Flüche zu kreieren. Man bedenke wie wirkungsvoll dies bei Miss Skeeter gewesen war. Hier versteckten sich wahre Schätze.
Liebevoll strich ich über die Titel der Folianten und entschied mich für zwei Bücher, die ich herauszog. Ich trug sie zur Sitzecke vor dem Kamin und machte es mir in einem der grünen Ledersessel bequem. Innerhalb kürzester Zeit fesselten mich die Bücher so sehr, dass ich ganz und gar in ihnen versank.

„Hier bist du. Komm, es gibt Mittagessen! Eh schon verspätet, da Dumbledore erst vor kurzem gegangen ist!“ Ich schreckte hoch, als mir Ron dies aufgeregt erzählte. Ich wandte nur sehr langsam den Blick von meinem Buch und blickte ihn leicht fragend an.

„Aha, danke Ron, aber ich hab keinen Hunger, bitte entschuldige mich, ich würde gerne hierbleiben!“, erwiderte ich abgelenkt und senkte meinen Blick sofort wieder auf die Buchseiten. Kann nicht jeder so ein Vielfraß sein wie du Ronald, dachte ich mir gehässig.

„Das meinst du doch nicht ernst, Hermione, wir haben Ferien und du hockst hier wie in der Hogwartsbibliothek!“, rief er frustriert und erbost aus und ärgerte mich damit maßlos. Hallo!? War er am Ende unseres Schuljahres vielleicht auf einem anderen Planeten gelandet, wir standen vor einem verdammten Krieg und was wollte er? Essen!? Ich war kurz davor die Beherrschung zu verlieren, denn ich musste vorbereitet sein und das Wissen dieser Bücher konnte mir dabei helfen, also würde ich sie jetzt lesen, Punkt und Basta!

Ich schaute strafend zu Ron. „Ronald, ich habe keinen Hunger und ja, ich werde in meiner Freizeit lesen, du darfst dich gerne zu mir setzen“, bot ich an. „Ansonsten störe mich bitte nicht weiter“, legte ich bestimmt nach und sah demonstrativ auf mein Buch.

Ich hörte nur, wie sich die Tür fast laut schloss, als Ron beleidigt abzog. Genervt stieß ich einen tiefen Seufzer aus und ließ meinen Kopf in den Nacken fallen. Augenblicklich wünschte ich mich in unser Haus in Chelsea zurück, wenn das mit Ron so weiter ging würde ich ihn irgendwann umbringen. Ich fand ihn recht nett und schätzte ihn als oberflächlichen Freund, aber ich akzeptierte ihn seit Jahren nur Harry zuliebe, da ich wusste dieser brauchte die Leichtigkeit und Freundlichkeit von jemandem wie Ron, aber wie dieser sich im Turnier benommen hatte, hatte ich ihm noch nicht verziehen und vergeben, anders als Harry.

Harry war einfach zu gut, um wahr zu sein.

Nun, auf Rons Empfindlichkeiten konnte und würde ich keine Rücksicht nehmen, ich musste mich auf den Inhalt des Buches konzentrieren. Nach einiger Zeit hörte ich, wie sich wieder die Tür öffnete, diesmal aber sogleich wieder leise geschlossen wurde. Ich sah nicht gleich auf, denn auf Ron war ich immer noch nicht gut zu sprechen, doch dann vernahm ich Getuschel und das hörte sich doch nach einer Störung an, die ich willkommen hieß.

Ohne aufzusehen fragte ich: „Na, ihr zwei, habt ihr mich gesucht, oder seid ihr zufällig hier?“, fragte ich süffisant.

„Na was wohl, du wolltest uns doch ausquetschen!“, und schon schmissen sich beide lachend und rumalbernd, auf die grüne Ledercouch mir gegenüber. Sie lagen mehr aufeinander und übereinander, ein wirklich zu komischer Anblick.

„Ich quetsche nie, Fred“, antwortete ich gespielt empört und sah kichernd auf ihre verschlungenen Leiber.

„Wie machst du das immer? Keiner kann uns unterscheiden, das ist sooo frustrierend!“, sagte er ernsthaft verzweifelt.

„Träum schön weiter, das werde ich euch nicht verraten, wie habt ihr vorhin so schön gesungen: Geheim, Geheim!“, frotzelte ich. Ihre Reaktion hätte ich auch so vorhersehen können, aber sie ließ mich dann doch die Augen verdrehen. In dieser Zeit zückte ich meinen Zauberstab und sprach einige Abwehr- und Verschlusszauber auf die Bibliothek, denn ich wusste, würde ein anderer als ich Zeuge der Szene werden, die sich mir gerade bot, würde es die Familie Weasley mehr als nur erschüttern. Es würde sie zerreißen, dagegen war das kleine Drama um Percy lächerlich.

„Fred, George ihr teilt euch ein Zimmer, warum müsst ihr mir immer zeigen wie sehr ihr euch liebt?“, fragte ich zuckersüß und erreichte damit wenigstens, dass sie ihren leidenschaftlichen Zungenkuss beendeten, bei dem ich eindeutig zu viel Zunge gesehen hatte und mir ihre Gesichter zudrehten, aber sie lagen noch immer aufeinander.

„Wir mögen Zuschauer!“, grinste Fred wie ein kleiner, böser Teufel.

„Ha, wer‘s glaubt, ihr seid die größten Geheimniskrämer, die es gibt, aber warum muss immer ich zuschauen wie ihr euch die Zungen in den Rachen schiebt?“, mokierte ich und trank einen Schluck von meinem Wasser und hörte mich leidend an.

„Eben, weil wir keine anderen daran teilhaben lassen können, musst du es sehen. Wir wollen dich an unserem Glück teilhaben lassen!“, wurde mir erklärt und zwei rote Köpfe wippten zustimmend.

„Da kommt mir was anderes, wie seid ihr eigentlich Angelina und Alicia wieder losgeworden?“, wollte ich, fies wie ich war, die beiden ärgern. Fred löste sich nun abrupt von George und setzte sich seufzend auf und strubbelte durch sein rotes Haar.

„Das war gar nicht so einfach, echt. Weiber, die waren so was von nervig!“, jaulte der eine Twin genervt auf.

„Warum, ich fand sie ganz nett!“, meinte George und sah wimpernklimpernd zu Fred.

„George, ärgere deinen Bruder nicht so, du weißt wie eifersüchtig er ist!“, sagte ich tadelnd und beobachtete das Eifersuchtsdrama vor meinen Augen. Seit wann die beiden eine Beziehung hatten? Meiner Ansicht schon immer, aber in sexueller Hinsicht, wusste ich davon seit dem vierten Schuljahr. Ich hatte sie eines Nachts in den Gewächshäusern in flagranti erwischt, wie und in welcher Weise überlasse ich eurer Fantasie. Seitdem unterstütze ich sie in ihrer Beziehung und half ihnen wo ich konnte, da den beiden bewusst war, dass sie ihre Gefühle zueinander geheim halten mussten, weil die Gesellschaft und ihre Familie mit Ablehnung und Ekel reagieren würden. Wir vertrauten uns gegenseitig, da sie etwas von mir wussten und sie mir geholfen hatten und ich würde ihr Geheimnis auch bewahren. Wie stand ich zu ihrer Liebe? Ich fand es jetzt nicht wirklich schlimm. Sie waren schwul, ich hatte nichts gegen Schwule, bitte jedem das seine. Hier kam nur noch dazu, das sie Geschwister waren, aber gleichgeschlechtliche, also fand ich das jetzt zwar gewöhnungsbedürftig, aber da so keine inzestösen Kinder entstehen konnten, bitte, wenn sie es so wollten. Und wenn wir mal alle ehrlich zueinander waren, wer konnte sich schon Fred oder George mit einem anderen vorstellen? Diese beiden gehörten zusammen, da war kein Platz für andere Partner, so wie diese beiden interagierten. Also meinen Segen hatten sie und das wussten sie und deshalb durfte ich auch immer wieder Zeuge sein wie sie sich küssten.

„Raus mit der Sprache, was habt ihr mit dem Geld vor?“, fragte ich neugierig nach.

„Nun, wir wollen damit den Grundstein für unseren eigenen Laden legen“, kam es ernst von George, der sich in die Couch kuschelte.

„Genau, wir erfinden gerade ganz viele neue Scherzartikel. Wir wollen die dann in der Schule verkaufen und erstellen derweil Pläne für einen eigenen Laden in der Diagon Alley!“, erklärte Fred sehr enthusiastisch.

„Was ist mit dem Ministerium?“ wollte ich wissen.

„Ach, was Mum sich einbildet ist mir völlig egal, ich werde kein Percy!“, meinte Fred aufgebracht und wedelte erregt mit seinen Händen in der Luft rum.

„Genau, das war schon immer unser Traum und mit dem Geld können wir das nun angehen, wir sparen schon seit Jahren dafür“, erzählte mir George ruhiger aber nicht weniger von Vorfreude erfüllt.

„Gute Idee, hab euch eh nie hinter einem Bürotisch gesehen. Meine Unterstützung habt ihr, solltet ihr noch mehr Geld brauchen, oder Moment, wie viel habt ihr von Harry bekommen?“, fragte ich überlegt und biss mir auf die Unterlippe.

„1.000 Galleonen!“, meinten beide gleichzeitig strahlend.

„Gut, ich kauf mich in euer Geschäft mit ein, ich werde Rangok anweisen euch 2.000 Galleonen auszuhändigen, oder habt ihr ein eigenes Verlies?“, lächelte ich hintersinnig, lehnte mich in meinen Sessel und zog meine Beine unter mich.

„Wa… was… was, Hermione… das… wie?“, stotterten sie mir was vor, dabei wirkten sie sehr perplex.

„Beruhigt euch Jungs, freut euch, ich glaub an euch und möchte euch unterstützen und wenn ich das Geld nicht über hätte, würde ich es euch nicht geben. Bitte nehmt es!“ Ich streckte ihnen meine Hände auffordernd entgegen. Nun saßen mir zwei Twins gegenüber, wie man sie selten sah, sprachlos und mit offenem Mund, ein bisschen blass im Gesicht und mit kugelrunden Augen.

„Danke“, meinte George „ Ja, danke Hermione, du bist die Beste!“, kam es freudig erregt von Fred.
„Nein, du bist das Beste was uns passieren konnte, wir lieben dich!“ sagte George bestimmt und neigte leicht seinen Kopf. „Ach, wir haben ein Konto bei Gringotts eröffnet, so viel Geld gehört auf die Bank, da vertrauen wir den Kobolden“, kam es von Fred erklärend.

„Du bist ein Schmeichler George, aber gerne doch. Ich will, dass ihr glücklich seid. Und ich werde Gringotts anweisen das Geld eurem Verlies gutzuschreiben“, schaute ich sie intensiv an. Sie nahmen sich an der Hand und lächelten sich scheu an.

„Hoffentlich wissen dich Harry und Ron zu schätzen“, erwiderte Fred plötzlich, darauf sagte keiner erst mal was, denn so ganz sicher war ich mir da nicht und die anderen beiden wohl auch nicht, doch dann fiel mir was ein.

„Sagt mal, bekommt ihr eigentlich alles was ihr für eure neuen Ideen und Produkte braucht?“, fragte ich zweifelnd nach.

„Du bist zu schlau, Hermione. Nein, leider nicht. Einiges steht auf der schwarzen Liste, oder ist gleich ganz verboten. Wir wissen leider noch nicht, wie wir dies alles zu erschwinglichen Preisen bekommen können“, klang er leicht traurig. Ich überlegte angestrengt.

„Sagt mal, sind die Mitglieder des Ordens auch die Mitglieder, die schon im ersten Krieg dabei waren?“, fragte ich dann überlegend, da mir dank Ritas Buch eine Idee gekommen war.

„Mhm, was wir so beobachten konnten ja, für wen interessierst du dich?“, fragte Fred hinterhältig und da erkannte man das verschlagene Geschick der Twins.

„Mundungus Fletscher!“, tat ich kund.

„Du meinst Dung, komischer Kauz!“, Fred zog angeekelt die Mundwinkel nach unten.

Ja, so hatte ich ihn mir vorgestellt nach der Beschreibung von Miss Skeeter.

„Dann habt ihr die Lösung für euer Problem. Beauftragt ihn euch die Sachen zu besorgen, nach deiner Reaktion zu urteilen hat er beste Kontakte zur Knockturn Alley und wenn er so abgefuckt ist wie ich denke, könnt ihr gut handeln“, nickte ich bestimmt mit meinem Kopf und durfte ihre Reaktion miterleben.

„Mensch, Schönste. Du bist genial, das müssen wir genau besprechen, George, damit wir ihn dann in die Mangel nehmen können“, meinte er nun ganz aufgeregt und zappelte auf der Couch herum wie ein Kleinkind.

„Du bist wirklich unglaublich, danke dir für alles und bis später. Wir müssen jetzt viel planen“, kam es plötzlich auch ganz hektisch von George. Schon hörte ich einen Knall. Diese Spinner! Das Apparieren sollten sie echt noch üben, dagegen war ich leise wie ein Bienensummen.

„Bis später“, murmelte ich vor mich hin, während sie schon weg waren.
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