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 Kapitel 16-18

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queenie
Königin
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BeitragThema: Kapitel 16-18   Do Feb 09, 2012 12:09 am

Der erste Abend

Zum Glück kam es die nächsten Stunden zu keiner weiteren Störung durch irgendwen. Ich war begeistert, denn die Bücher waren unglaublich. Ich hatte viele neue Ansätze für neue Zauber gefunden, dafür waren alte Runen und Arithmantik Grundvoraussetzung und unabdingbar, um neue Zauber kreieren zu können, daher auch eine absolute Spezialität von mir. Über die vergangenen Jahre hatte ich auch ein großes Wissen über schwarze Runen und dunkle Arithmantik erlangt. Noch einmal herzlichen Dank an die verbotene Abteilung.

Aber ich musste sagen, mit diesen Büchern hier eröffneten sich mir ganz andere Perspektiven. Ich stand auf und ging zu dem filigranen Sekretär am anderen Ende des Zimmers und zog ein Pergament hervor, um auf ihm einen Plan zu erstellen, wie ich die black'sche Bibliothek am schnellsten und systematischsten durchkämmen konnte, in der mir doch sehr begrenzten Zeit. Sie war relativ gut gepflegt, nur etwas verstaubt und dreckig. Als ich meinen Plan ausgearbeitete hatte, schaute ich auf den Tempus, der mir sagte, dass ich noch fast eine Stunde Zeit zum Lesen hatte, also begab ich mich wieder zu meinem Sessel und machte es mir bequem. Ich kam in dem Buch gut voran, aber jetzt musste ich leider bedauernd abbrechen.

Das Wegräumen der Bücher war Pflicht, man stelle sich vor Molly Weasley würde über eines der Bücher stolpern, die würde wieder einen ihrer Schreianfälle bekommen, und ich Kopfschmerzen. Das Zimmer war leer, der Göttin sei Dank, keine Ginny, kein Ron und so zog ich mir schnell meine Laufkleidung an und band meine Haare hoch, da ja heute Sonntag war, hatte ich leider kein Kampftraining, dafür joggte ich auch abends eine Stunde, als Ersatz.

Ich schlich auf leisen Sohlen die Treppen hinunter und den dunklen Flur entlang, wie immer umsichtig und leise, öffnete vorsichtig die Haustüre und trat schon über die Schwelle. Die mich aus der Dunkelheit aufmerksam beobachtenden Augen bemerkte ich nicht. Routiniert drehte ich meine Runden und genoss es, dass die Hitze des Tages langsam aber stetig abnahm. Meine Gedanken kreisten um die kommenden Tage und Wochen, das würde nicht einfach werden. Die Weasleys auf Abstand zu halten würde eine große Aufgabe sein. Die waren aber auch zu neugierig, schade, dass Harry nicht da war, er schaffte es immer Rons und Ginnys Aufmerksamkeit zu fesseln. Aber an sich konnte ich es nicht bereuen im Blackhaus gelandet zu sein, denn diese Bücher wogen alle negativen Aspekte wieder auf. So eine große Auswahl schwer zugänglicher Bücher war einfach zu unglaublich, um es in Worte fassen zu können, da nahm ich jede Widrigkeit in Kauf. Kein Wesen egal ob magisch, menschlich oder was auch immer, würde es schaffen mich davon abzuhalten mir dieses Wissen anzueignen.

Der Schweiß lief mir in Strömen hinunter, als ich mich zum Eingang begab, um das Haus zu betreten, aber ich fühlte mich gut. Zwar nicht annähernd so ausgepowert, wie ich es mittlerweile dank meines Senseis gewöhnt war, aber gut genug, um meinen Körper zu spüren. Ich bemühte mich, die Haustür so leise wie irgend möglich zu öffnen und verharrte noch eine Minute im Flur, um zu lauschen. Ich wusste, höchstwahrscheinlich würde ich meine Lauftätigkeit am Morgen auf lange Zeit nicht verheimlichen können, nur mich zu rechtfertigen ging mir echt gegen den Strich.

Das heimliche ins Zimmer schleichen, betrachtete ich jetzt einfach mal als Spaßübung. Nur durch stetige Übung konnte ich es zu wahrer Meisterschaft bringen.

Ich konnte keine Geräusche vernehmen, also setzte ich mich in Bewegung und stieg zügig die Treppen nach oben, schnell schnappte ich mir meine Waschsachen, sowie ein Sommerkleid aus einem dünnen, leichten Stoff mit luftigen langen Ärmeln. Es musste ja niemand die blauen Flecken sehen, die meine Arme zierten, denn selbst Magie half nicht gegen die gelb und bläulich verfärbten Flecken auf meiner Haut. Im Bad hüpfte ich schnell unter die Dusche, genoss das lauwarme Wasser, das meinen Körper hinab lief und meine Lebensgeister wieder weckte. Schnell schrubbte ich mich trocken, zog das Kleid über und fasste meine noch leicht handtuchnassen Haare zu einem Pferdeschwanz zusammen.

Ich stürmte schon aus dem Raum, um noch rechtzeitig zum Abendessen zu erscheinen, denn jetzt hatte ich wirklich Hunger, aber immer noch, trotz aller Eile, achtete ich darauf mich leise zu bewegen und riss die Tür zur Küche auf. Ok, das hatte ich nicht erwartet, so viele Leute. Ich blieb verdattert stehen. Sirius saß im hinteren Teil, am Kopfende. Alle Weasleys hatten auf der anderen Seite Platz genommen, also Arthur, Molly, Ron und Ginny, die Twins, dann ein unrasierter, gedrungener Mann neben einer jungen Frau mit lilafarbenen Haaren. An ihrer Seite saß Remus Lupin und sah aus wie immer, Mad-Eye Moody hatte ihm gegenüber Platz genommen und noch eine Frau, die ich nicht kannte. In der Nähe von Sirius, am dunklen Ende des Raums, saß Professor Snape, was mich dann doch sehr erstaunte, denn diese beiden schienen ein bisschen Abstand zu der lauten Kakophonie der versammelten Masse zu suchen und das konnte ihnen bei der Göttin niemand verdenken.

Alle hatten aufgeschaut, als ich so abrupt eingetreten war und nun setzte ich mich geschwind in Bewegung, um so nah wie möglich zu Sirius und dem Professor zu kommen. Zu Sirius rechter Hand, war noch Platz, somit würde ich neben Lupin sitzen, gegenüber von Snape, bevor die Weasleys Besitzansprüche auf mich erheben konnten.

Als ich schon saß, rief Ron: „Aber Hermione, wir hätten dir doch Platz gemacht“, und fuchtelte aufgeregt mit seinen Hände in der Luft rum.

Ich verdrehte für Ron nicht sichtbar meine Augen. „Das ist lieb von dir Ron, aber lass mal, ist nicht schlimm“, sagte ich gespielt locker. Neben mir kicherte Sirius, der das Ganze mit Argusaugen verfolgt hatte, amüsiert. Ich warf ihm einen giftigen Blick zu. Was bildete er sich ein zu wissen? Er mochte vielleicht beobachten, aber er wusste nicht mal die Hälfte, doch ich glaube er hatte mitbekommen, dass ich bei ihrer Männerrunde Zuflucht gesucht hatte, was er augenscheinlich irre lustig fand. Mir war nicht nach lustig, denn ich musste so viel bedenken und überdenken, da konnte ich mir das Getratsche echt schenken.

Mit Sicherheit fragte sich schon der eine oder andere wieso ich meine Neugierde so gut unterdrücken konnte und noch nichts über Gott und die Welt gefragt hatte. Nur was sollte ich fragen, die sogenannten Erwachsenen würden nicht antworten und Ron und Ginny würden auf meine Fragen auch keine Antworten haben, im höchsten Fall nur Vermutungen. Und wofür hatte ich Ritas Buch, in ihm standen viele Informationen, über den Orden, den ersten Krieg. Ich wusste jetzt schon mehr als die beiden Weasleys, die in der nächsten Zeit an keine relevanten Informationen würden rankommen können. Ich hoffte immer noch, dass die Infos Dumbledore betreffend nicht so zutrafen, aber ich hatte Zweifel. Also nahm ich meinen Teller und gab mir eine Portion Braten auf und versuchte so gut es ging unterzutauchen, nur nicht aufzufallen und Fragen auf sich ziehen war die Devise.

Unterdessen riskierte ich einen vorsichtigen Blick in die laute Runde, dabei sah ich mindestens drei Augenpaare, die mich interessiert und neugierig musterten. Was die wohl dachten? Selbst Snape sah mich mit erhobener Braue aufmerksam an, da wandte ich rasch meinen Blick meinem erstaunlich interessanten Teller zu.
Hermiones Sicht ende

Snapes Sicht
Miss Granger flüchtete vor den Wieseln? Interessant. Anscheinend sagen ihr Menschenansammlungen nicht mehr zu, dachte ich hämisch. Bisher hatte sie nie etwas dagegen gehabt andere an ihrer absolut lästigen Klugheit teilhaben zu lassen. Ein absolut entgeisterter Gesichtsausdruck war über ihr Gesicht geglitten als sie in die Küche gekommen war. Ihr sofortiges stehenbleiben und auf dem Absatz abdrehen, um in die ruhige Ecke von mir, Black und Lupin zu entkommen, war zu amüsant gewesen.

Ein Gedanke beschäftige mich schon während ich sie versteckt unter gesenkten Lidern beobachtete. Warum flüchtete sie vor einem ihrer besten Freunde? Denn dass dies eine Flucht gewesen war, stand für mich außer Frage. Was hatte sich verändert? Ich war ein guter Beobachter, das musste ich aufgrund meiner Tätigkeit schon alleine sein, so dass mir solche Dinge nicht wirklich verborgen blieben. Ganz eindeutig, sie hatte sich verändert.

Ganz enorm sogar, wenn ich es recht betrachtete. Und das nicht nur äußerlich, auch wenn ich zu meinem Leidwesen nicht den Daumen darauf legen konnte, wie. Ein taxierender Blick zu den Weasley-Abkömmlingen, nein, diese hatten sich beileibe nicht gewandelt! Kindisch und verblödet wie eh und je! Also lag mein interessiertes Augenmerk wieder auf ihr, dem „Kopf“ des „goldigen Trios“, das mit seiner dramatischen Art, sich immerwährend in die Nesseln zu setzten, mich seit Jahren in Atem hielt. Gerade in so derart lauschigen Zeiten, wie diesen, ging meine Gehässigkeit mit mir durch und ich verzog die Mundwinkel missmutig.

Ich nahm mir vor, diese ungewohnte Distanz weiter zu beobachten. Es konnte für mich noch unterhaltsam werden. Hier, neben Black und Lupin, fühlte ich mich nicht wirklich wohl, schließlich erinnerte mich ihre enervierende Anwesenheit daran, dass sie mir in meiner Jugend gefährlich auf meine zarten Nerven gegangen waren, aber wenigstens wussten sie zu schweigen, was ein Vorteil zu diesem schnatternden Hühnerhaufen war. Ich unterdrückte ein genervtes Seufzen, warum mir von Dumbleore befohlen worden war jetzt schon hier zu erscheinen hatte sich mir noch nicht erschlossen, vor allem da er es bevorzugte selbst nicht anwesend zu sein und mit Abwesenheit zu glänzen. Ich hatte ja sonst nichts zu tun, trieften meine Gedanken vor Sarkasmus!
Snapes Sicht Ende

Hermiones Sicht
Oh Mann, hatte ich mich innerhalb der letzten eineinhalb Monate so verändert, dass ich mit diesem lärmenden, lachenden Haufen nichts mehr anzufangen wusste? Gut, schon vorher hatte ich in den letzten Jahren nur so getan als wäre das, das non plus ultra, aber seit heute fiel es mir doppelt und dreifach schwer die Fassade aufrecht zu erhalten. Wie würde das in Hogwarts werden? Nicken und lächeln, nicken und lächeln du schaffst das, eine hervorragende Übung in der Täuschung.

Seit Cedrics Tod war mir nicht wirklich nach lachen. Ich würde seine so liebe, zuvorkommende Art vermissen. Gut, dieses Jahr wäre er eh nicht nach Hogwarts zurückgekehrt, aber zu wissen, dass er für immer von der Bildfläche verschwunden war, hatte so etwas Endgültiges, es war deprimierend. Also nun lächle wie die anderen, sprach ich mir Mut zu.

„Hermione,… Hermione,… hallo… hallo!“ Ich schreckte aus meinen Gedanken und blickte irritiert durch die Gegend.

„Uh, entschuldige, Sirius. Bitte was?“, brachte ich höflich hervor, dabei wandte ich ihm mein Gesicht zu.

„Ich habe dich gefragt, wie es dir in meinem bescheidenen Heim gefällt!“, meinte er sarkastisch und machte eine abfällige Handgeste in die Umgebung. Darauf antwortete ich so leise wie ich konnte, ich wollte Sirius nicht belügen, aber die anderen mussten meine Antwort nicht hören.

„Es wird dir nicht gefallen, aber das gar vornehme und edle black‘sche Haus hat etwas.“ Ich schaute ihn intensiv an. „Vor allem deine Bibliothek ist, ich weiß gar nicht wie ich es beschreiben soll, Sirius. Die ist der Hammer!“, erklärte ich ihm enthusiastisch, aber auch verschwörerisch, da diese Aussage bei so einigen hier Anwesenden gar nicht gut ankommen würde. Snape lauschte uns aufmerksam, wie ich seiner Haltung entnehmen konnte, obwohl er den Kopf gesenkt hielt und ihm seine pechschwarzen, kinnlangen Haare ins Gesicht fielen und er keine Regung zeigte, glaubte ich doch, dass er sehr interessiert war an dem, was Sirius und ich sprachen.

„Ich habe schon mit einer solchen Antwort von dir gerechnet. Du wirkst sehr begeistert, nur sag mir eines Minchen, was ist der Grund weshalb du vor Ron flüchtest?“, wisperte Sirius konspirativ zu mir. Jetzt drehte sich Lupin zu mir, der uns anscheinend mit einem Ohr gelauscht hatte, sich aber bis jetzt mit der Frau mit den lilafarbenen Haaren an seiner anderen Seite unterhalten hatte.

„Das würde mich auch interessieren“, verkündete er da auch schon und sah mich fordernd an, dabei fielen ihm seine hellbraunen Haare, mit den ergrauten Strähnen an den Seiten, tief in sein vernarbtes und von Erschöpfung gezeichnetes Gesicht mit dem Schnauz- und dem Dreitagebart. Wann war das letzte Mal Vollmond gewesen? Ich warf einen wenig erfreuten Blick in die zu neugierige Herrenrunde, aus der mich Snapes Augen spöttisch anfunkelten, obwohl er bis jetzt als einziger wohlgemerkt keinen Ton von sich gegeben hatte. Meiner Ansicht nach versuchtet er Schatten zu spielen, in seiner ganz und gar schwarzen Erscheinung. Kompliment an ihn, das konnte er, wenn er sich so zurück hielt, konnte man glatt vergessen, dass er da war.

„Was wollt ihr hören?“, fragte ich leise. „Ron kann sehr,… ach ich weiß nicht, ihr wollt die Wahrheit, oder? Sonst werdet ihr keine Ruhe geben, oder?“, fragte ich resigniert, während ich Sirius‘ ungeduldig auf den Tisch klopfenden Finger verfolgen konnte und jetzt sah, wie sich die beiden Rumtreiber bestimmt und einig zunickten.

Ich stöhnte. „Er nervt! Er ist blind und er ist ein Kind! Ok?“, zischte ich böse, wenngleich auch leise. Jetzt hatte ich es gesagt und offen bekannt, was mich störte. Die Reaktionen waren unterschiedlich. Lupin schaute entsetzt, Sirius spöttisch und der werte Herr Professor hatte wie immer eine undurchdringliche Maske auf, aber ich glaubte es kurz in seinen Augen aufblitzen zu sehen. Mit Sicherheit dachte er sich seinen Teil.

„Hermione“, tönte es strafend von Lupin. Black kicherte affektiert. Und ich war gerade nicht wirklich gut auf ihn zu sprechen.

„Was denn? Ihr wolltet doch die Wahrheit. Fragt halt nicht so neugierig nach, wenn ihr nicht damit leben könnt, dass euch die Antwort womöglich nicht gefällt“, zischte ich patzig und war bereit zu denken, dass diese Männer ebenso unreif waren wie Ron.

„Miss Granger, was für Töne, so kennen wir Sie gar nicht! Auch so schweigsam und nun so kurz angebunden und noch solche Aussagen!“, ließ sich nun die langsame, spöttische und hämische Stimme von Snape vernehmen. Jetzt kam der auch noch daher. Geduld, Geduld, das war das Motto. Ich legte mit betonter Geduld mein Besteck ab.

„Professor! Hab Sie noch gar nicht wahrgenommen! Wie schön Sie zu sehen!“, verkündete ich ihm mit sehr viel Ironie in der Stimme. Sirius war kurz davor vor unterdrücktem Lachen von seinem Stuhl zu fallen. Ich sah böse zu ihm und Snape tat es mir gleich, aber der Gute ließ sich nicht beeindrucken und biss sich amüsiert auf die Lippe.

„Ron ist so unreif. Wir haben uns in der Bibliothek gestritten und es ist so laut, hier geht’s zu wie auf dem Bahnhof. Ich hab die Stille schon immer gemocht!“, sprach ich zu den dreien erklärend, da ich erkannte, ohne Rechtfertigung ließe mich der stets um Harmonie bemühte, ehemalige Professor nicht gehen.

„Aber Hermione, das ist doch kein Grund so… so, ach ich weiß nicht, so ablehnend zu klingen“, ließ sich Lupin da auch schon entrüstet vernehmen und schüttelte missbilligend das Haupt.

„Ich habe die Wahrheit gesagt, die Sie hören wollten und ich wäre Ihnen sehr verbunden nicht so zu brüllen. Ich kann Ihnen versichern, mein Gehör funktioniert ausgezeichnet, Professor Lupin. Sie müssen die anderen ja nicht darauf stoßen. Ich fühle mich halt gerade minimal gestört, wird sich im Laufe der Zeit schon wieder geben“, wies ich ihn in bestimmtem Ton zurecht und zeigte mich kratzbürstig, also, das war mein Resümee, die Wahrheit sollte ich besser nicht mehr zu oft von mir geben, wenn es der geartete, unnötige Diskussionen nach sich ziehen sollte.

„Ich,… natürlich, entschuldige, ich wollte dir nicht zu nahe treten,… aber was hält du davon, wenn du mich Remus nennst, denn ich bin ja nicht länger euer Lehrer!“, bot er mir nach meinem Ausbruch reumütig an und dabei erinnerte er mit dem Augenaufschlag erschreckend an einen unschuldigen Hund. Da versuchte wohl jemand abzulenken, das machte er gut, kannte sich mit Frauen aus, die gerade schlechter Stimmung waren.

„Gerne, Remus, danke“, sagte ich schon sanfter, versöhnlicher und schenkte im ein nettes Lächeln.
Ein abfälliges „Mmmpfffff“, war von Snape zu vernehmen, der dies alles mit aufmerksamen Augen verfolgt hatte. Remus wandte sich nun wieder nach links, da die junge Frau seine Aufmerksamkeit forderte, die nach dem Rüffel von mir ihm gerade recht kam, wie mir schien.

„Hermione, Hermione… du bist seitdem ich dich das letzte Mal gesehen habe wahrhaftig erwachsen geworden, nicht dass du seitdem ich dich kenne nicht schon mehr als reif für dein Alter warst, aber nun…! Erstaunlich wie die Zeit vergeht!“, verkündete Sirius träumerisch und sah mir sinnierend tief in die Augen. Dieser Casanova. Aufmerksam sah Snape ihn mit fragend erhobener Augenbraue und gerunzelter Stirn an.

„Flirtest du mit mir, Sirius?“, fragte ich ihn intensiv betrachtend, was er stoisch und wenig scheu erwiderte. Snape schnaubte schon wieder abfällig, als er meine Frage vernahm.
„Aber wo denkst du hin, Kleines? Ich doch nicht…“, sagte er verspielt, aber seine Augen leuchteten erwartungsfroh und warf sein gewelltes Haar zurück.

„Sicher, na wenn du meinst…“, ließ ich es fragend stehen. „….schon jemanden zum Spielen gefunden, ist doch ganz schön Langweilig hier oder, ach nein, ich vergaß, Ginny und Molly werden dich ganz schön auf Trab halten, oder?“, ich glaube ich klang leicht boshaft, als ich ihm seine begrenzten Lebensumstände aufzeigte.

Er knurrte leicht. „Ich glaube nicht, dass dir der Spieleinsatz gefallen würde“, sagte er provozierend in seiner ganz eigenen Art, als er mir einen inbrünstigen und mehr als zweideutigen Blick schenkte und dies alles unter den Augen meines gemeinhin gefürchteten Professors, aber das störte augenblicklich weder Sirius noch mich.

Ich kicherte verschmitzt. „Bist du dir da so sicher, du böser, böser Hund… pfui an was du nur denkst“, sagte ich kokett und genoss es, dass Sirius sich auf das Spiel einließ, denn sagen wir es so, der Einsatz konnte mich nicht schrecken. Ein leichter Unglaube war von Professor Snapes Gesicht abzulesen. Seine sonst so perfekte Gleichgültigkeit bröselte etwas, während er diesen flirtenden Schlagabtausch verfolgte. Oh ja Professor, vor ihnen flirteten gerade zwei Menschen, einmal ich, ihre Schülerin und auf der anderen Seite ihr gehasster, ehemaliger Mitschüler, flüchtiger Strafgefangener und noch dazu in ihrem Alter. Würde es sie alle schockieren, dass ich Männer reiferen Alters attraktiver und für mich ansprechender fand als gleichaltrige, die mir in keiner Beziehung das Wasser reichen konnten? Nun ja, bis auf vielleicht einen, aber nein, nicht jetzt, später mehr.

„Vielleicht hab ich schon gespielt, vielleicht bin ich gut im Spiele spielen, vielleicht, vielleicht. Man weiß es nie, nicht war, Sirius?“, sprach ich kryptisch und dabei sah ich ihm offen lachend ins geschockte, aber auch langsam verstehende Antlitz. Bei diesen Worten ruckten sowohl der Kopf von Sirius als auch der von Snape in die Höhe und sie sahen sich beide mit großen Augen an. Sirius ließ viele Regungen über sein ausdrucksstarkes Gesicht laufen. Es war leicht zu lesen, was die Information, dass ich nicht halb so brav war, wie er gedacht hatte, bei ihm auslöste. Aber wie heißt es so schön, gerade die stillen Wasser waren sehr, sehr tief.

Anders verhielt es sich mit Snape. Er ließ wenig blicken. Nur ganz kurz blitzte Unglaube und leises Entsetzen in seinen Augen, aufgrund des gerade Gehörten, auf. Sonst war nichts in ihm zu lesen. Was hätte ich dafür gegeben Legilimentik zu beherrschen und es jetzt auch benutzen zu können. Was die beiden wohl gerade dachten? Ich würde mein ganzes Geld darauf verwetten, dass ihre Gedanken in diesem Moment nicht jugendfrei waren. Und damit der gute Professor gar nicht erst auf dumme Gedanken kam und versuchen würde bei mir Legilimentik anzuwenden, versuchte ich ihm nie direkt in die Augen zu sehen und baute die stärksten Mauern um meinen Geist, so gut es ging und hoffte sie würden halten, sollte er es doch versuchen. Man wusste ja nie. Und ich war gerne auf alle Eventualitäten vorbereitet.

Ich richtete mich entschlossen auf und erhob meine Stimme, was die beiden Herren aus ihren abgedrifteten Gedanken aufschrecken ließ. „Mrs. Weasley, ich hätte eine Bitte! Die richtet sich auch an dich!“, sah ich zu Sirius. Der Geräuschpegel ging merklich zurück, als ich so durch die Küche rief, da Molly nun mal am anderen Ende des Tisches saß.

Sie nickte mir zu. „Ich wollte euch fragen, ob ich die Bibliothek aufräumen und wieder herrichten kann, da mich das wirklich mehr interessieren würde als nur zu putzen und allein könnte ich das bis zum Ende der Ferien schaffen“, formulierte ich meinen Wunsch. Ich konnte schon an ihrem

Gesichtsausdruck erkennen, dass ihr diese Bitte nicht gefiel, aber bevor sie ihr durchdringendes Organ erheben konnte, begann Sirius:

„Aber natürlich Hermione, ich könnte mir niemand besseren für diese Aufgabe vorstellen, wenn ich mir das so durch den Kopf gehen lasse, muss ich dich sogar darum bitten es zu tun und in der Bibliothek sind schließlich keine schwarzmagischen Artefakte!“, sprang er mir rasant zu Hilfe, etwas was ihm ein kleines Lächeln von mir einbrachte.

„Aber Sirius, das ist doch viel zu gefährlich, gerade deine Bibliothek, dort wimmelt es doch nur so von schwarzmagischen Büchern“, zeterte das Weasley-Oberhaupt auch schon los.

„Aber Molly, hab doch ein bisschen Vertrauen in Hermione“, sagte Sirius und schüttelte traurig den Kopf, so als würde er es nicht verstehen, dass man mir nicht trauen könnte.

„Mrs. Weasley, dessen bin ich mir doch bewusst. Ich werde sie schon nicht lesen, aber gut behandeln. Ich kann das, machen Sie sich bitte kein Sorgen!“, bot ich an und log dabei wie gedruckt und ein sehr vertrauensseliger Ausdruck zierte dabei meine Züge. Ich sah sie bettelnd an, mein Gesicht erhoben sah ich sie direkt an, machte große Augen, legte meine Hand auf mein Herz. „Bitte Mrs. Weasley, ich verspreche, ich schwöre Ihnen, Sie können mir vertrauen, bitte!“, bettelte ich mit überzeugender Stimme und blinzelte sie treuherzig an und schon wieder konnte ich das leise, abfällige Schnauben von Snape vernehmen, etwas was mich die Zähne etwas fester zusammenbeißen ließ.

Ein Schwung mit meinem Zauberstab und das Zimmer plus Bücher wären blitzeblank sauber und lesen würde ich mit Sicherheit und zwar jedes schwarzmagische, mir unbekannte Buch in dieser Bibliothek. Ich gab währenddessen das Bild eines Unschuldsengels, wie er im Buche stand. Mein Schauspiel war wirklich gelungen. Ich glaubte zu merken wie schockiert Snape und Sirius waren, auch wenn sie alles taten, dass man ihnen dies nicht ansah, über das Theater was ich ihnen hier bot. Dass dies ein Schauspiel war, war ihnen aufgrund unserer vorhergehenden Diskussion sehr bewusst.

„Aber Liebes, ich weiß doch, dass wir dir vertrauen können! Ich mache mir doch nur Sorgen, vielleicht sollte du nicht alleine…“, weiter kam sie nicht, da ich ihr ins Wort fiel. „Oh ja, was für eine gute Idee. Ron, ich habe da eine ganz bestimmte Vorgehensweise, an die man sich unbedingt halten muss, damit die Bücher vor jeglichen Umwelteinflüssen geschützt werden können, auf Muggelart natürlich, langwierig aber unglaublich effektiv, eine sehr spannende…“, und schon wurde ich durch einen von mir eiskalt kalkulierten Aufschrei unterbrochen. Die Twins, die das Schauspiel auch interessiert beobachteten, schließlich hatten sie mich schon lesend angetroffen, schmissen sich beinahe weg und zwinkerten mir immer wieder zu.

„Mum, bitte nicht, das kannst du mir nicht antun. Ich meine, ich mag Hermione und ich helfe ihr echt gerne, bei… bei… vielem, aber bitte nicht dabei und außerdem sind Ferien, da muss ich nicht wirklich mit Büchern in einem Zimmer sein, Mum echt!“, quengelte Ron auf seine Mutter ein und trug dabei einen fast panischen Gesichtsausdruck zur Schau.

Augenblicklich tat ich mich echt schwer ein unschuldiges Gesicht zu machen und nicht lauthals zu lachen. Ich biss mir in meine Wange, denn es war immer etwas Schönes, wenn Menschen so berechenbar waren. Wäre ich Molly mit einer ablehnenden Antwort gekommen, hätte ich es schwer gehabt Ron oder Ginny loszuwerden, aber so. Ein Geniestreich. Meine Ruhe würde mir Ron beschaffen, indem er seine Mutter bearbeitete von den Büchern Abstand halten zu können und Ginny würde in die gleiche Kerbe hauen. Es war zu lustig dem Schauspiel zuzuschauen. Ich spürte Blicke auf mir ruhen und nahm den Blick von den Weasleys und sah zu Snape und Sirius. Beide hatten je eine Augenbraue erhoben und beobachteten mich fragend. Sie konnten meine Intentionen nicht so ganz einschätzen, glaube ich, aber ich hob leicht meine Mundwinkel und lächelte ihnen versteckt zu.

„Ok, ok, Ron. Ist ja gut und du auch, Ginny, ihr müsst ja nicht, wenn ihr nicht wollt, auch wenn ich nicht gut finde wie ihr Hermione alleine lasst“, sagte Molly streng zu ihren aufatmenden Kindern.

„Ach lassen Sie mal, ich kenne ja Ron und Ginny und weiß, dass sie es nicht so meinen und ich nehm es ihnen nicht übel, wirklich nicht Leute, aber ihr versteht, dass ich das tun muss, denn solch eine Chance bekommt man nicht alle Tage“, sagte ich zu den erleichtert aussehenden Geschwistern. Dank der anstrengenden Runde mit Molly waren sie sehr rot im Gesicht, was sich unglaublich mit ihrem roten Haupthaar biss. Sie schienen völlig aus der Puste zu sein.

„Ist das jetzt knapp ausgegangen, oder war das so geplant?“, flüsterte Sirius leise zu mir.

„Soll ich darauf jetzt wieder ehrlich antworten oder lieber gar nicht“, fragte ich spielend und sah auch Snapes verhaltenen Blick, der dies alles aufmerksam verfolgte.

„Die Wahrheit“, stellte Sirius bestimmt fest.

„Nun gut, weil du es bist. Das war so geplant, Molly, Ron und Ginny sind in ihrem Verhalten leicht vorherzusagen und ich will meine Ruhe, da kann ich die beiden nicht gebrauchen, hätte ich aber gezetert hätte Molly auf stur gemacht, ein kalkuliertes Risiko und ich hab meinen Willen bekommen, Ron und Ginny auch und Molly hat auch kein schlechtes Gewissen, alle sind zufrieden, passt doch, oder? Oh und danke für deine Unterstützung, das war wirklich lieb von dir!“, meinte ich dankbar zu ihm und tätschelte seinen Arm, der auf dem Tisch lag.

„Heute sind Sie wirklich erstaunlich, Miss Granger. Sicher, dass nicht ich Ihr Hauslehrer sein sollte, so wie Sie sich uns heute präsentieren, könnten viele meiner Slytherins noch etwas bei Ihnen lernen. Ich bin sehr verwundert!“, ließ Snape monoton verlauten. Ich legte meinen Kopf schief und blicke ihn flüchtig an, ging aber nicht darauf ein, da ich als Muggelgebürtige niemals eine Slytherin hätte werden können.

„Ich hoffe auf ihre Verschwiegenheit, meine Herren!“, ließ ich trocken verlauten, als ich mich erhob. „Ihnen einen schönen Abend noch und viel Vergnügen bei ihrer geheimen Sitzung“, zwinkerte ich ihnen süffisant zu.

„Warte Hermione, wir kommen mit“, und schon waren mir Ron und Ginny auf den Fersen.
Im ersten Stock bremste ich und schritt Richtung Bibliothek. „Hey, was hast du vor? Komm, lass uns in unser Zimmer gehen!“, kam es perplex von Ginny.

„Ich komm gleich nach, ach Ron, darf ich mir Pig ausleihen? Ich hätte Post zu verschicken“, versprach und bat ich in einem Satz.

„Ähm, ja klar, aber warum kommst du nicht gleich mit, wir könnten ‚Snape explodiert‘ spielen“, schlug Ron irritiert vor.

„Danke Ron und morgen vielleicht. Ich muss noch den Brief schreiben, sorry, aber ich komme bald“, und schlüpfte schon durch die Tür. Puh, die konnten lange warten war mein erster Gedanke. Ich war es gewohnt bis ein Uhr wachzubleiben, um zu lesen und zu arbeiten und das würde ich auch hier weiterführen. Nun musste noch ein Plan her, wie ich Ginny und vielleicht auch Ron, ähnlich wie meine Eltern mit ihrem Rotwein, in das Land der Träume schicken konnte, denn in den kommenden Wochen würde ich in der ein oder anderen Nacht noch einen kleinen, nächtlichen Ausflug unternehmen müssen. Ich eilte zum Sekretär und setzte mich. Mein erster Brief ging an Rangok mit der Aufforderung 2.000 Galleonen an die Twins zu buchen.

Mein zweiter Brief würde an Victor gehen, mit lauter kleinen Nichtigkeiten, aber ich wollte versuchen den Kontakt aufrecht zu erhalten, wie ich immer sagte, man wusste nie wozu. Als ich fertig war holte ich mir die Bücher, die ich vorher noch nicht beendet hatte. Ein kleiner Zauber, dass jeder der reinkam dachte ich würde eine stinklangweilige Lektüre über Zauberkunst studieren und nicht „Schwarzmagische Zauber zu allen Anlässen“, und “Schwarzdunkle Ritualzauber“, die mich durchweg begeisterten, schützte mich vor Entdeckung. Wie ich feststellte begann die Versammlung kurz nachdem wir, die Kinder, die Küche verlassen hatten, so um zweiundzwanzig Uhr und jetzt, um Mitternacht, vernahm ich Geräusche, die auf einen Aufbruch der Gesellschaft hindeuteten, auch gut zu wissen.

Ich war gut vorangekommen. In einer Stunde müsste ich mit den beiden Büchern fertig sein. Gewohnt vorsichtig schlich ich umher, schließlich musste keiner mitbekommen, dass ich noch gar nicht im Bett gewesen war. Das Glück war mir hold. Ginny schlief tief und fest und wachte auch nicht auf, als ich mich fast geräuschlos bettfertig machte. Im Bett lächelte ich in Gedanken an das Gespräch mit Sirius, das flirten war belebend und dass Professor Snape alles so aufmerksam verfolgte war sehr spannend, wir würden sehen wie dieses Spiel ausging, aber ich spielte auch zu gerne.

Ich versuchte mich in meiner Meditation, um meinen Geist zu leeren, denn ein Spiel mit Snape ohne diese Kunst zu beherrschen, wäre selten dämlich und das war ich eigentlich nie.


Zuletzt von queenie am Fr Mai 10, 2013 7:42 am bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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queenie
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BeitragThema: Das Leben am Grimmauld Place   Do Feb 09, 2012 12:10 am

Das Leben am Grimmauld Place

Das Gute an mir war, ich konnte mich an viele Dinge gewöhnen, so benötigte ich seit einiger Zeit keinen Wecker mehr, um nach meinen fünf Stunden Schlaf aufzustehen. Mittlerweile öffnete ich meine Augen und war sofort wach, ohne langsames dahindämmern, auch dies hatte ich geübt, aber noch nicht genug, denn wach war ich zwar, aber einsatzbereit war ich noch nicht. Vor dem Zubettgehen hatte ich noch schnell einen Silentium über Ginny gelegt. Er war vergleichbar mit dem Silencio, nur machte er nicht stumm, sondern schützte eine Person vor äußeren Geräuschen, sorgte für Stille.

So konnte ich mich entspannt fürs Joggen herrichten und musste nur kurz ins Bad, um mir die Zähne zu putzen. Als auch dies erledigt war, ging ich fix und fertig und frohgemut hinunter. Es war kurz vor sechs. Ich erwartet nicht schon jetzt jemandem zu begegnen, denn gestern war es spät geworden. Die Sitzung war ja mindestens bis Mitternacht gegangen also würde keiner wach sein, außer vielleicht Molly und Arthur, aber die würden in der Küche sein und nichts mitbekommen. Es war befriedigend zu sehen, dass ich immer schneller wurde, aber auch, dass es immer mehr Runden wurden, das motivierte ungemein. Nach meiner Stunde lief ich ins Haus und begab mich zügig ins Bad. Als ich mit Bademantel bekleidet mein Zimmer betrat, schaute ich ob Ginny um halb acht schon wach war oder noch im Land der Träume weilte.

Sie hob den Kopf und blinzelte mich aus verschlafenen, braunen Augen an.

„Morgen“, flüsterte ich leise zu ihr hin und wühlte in meinen Sachen. Ich entschied mich für ein schwarzweißes Kleid mit kleinen Ärmchen und gerafftem Oberteil, das unterhalb der Brust weit auslief und bis zu meinen Oberschenkeln reichte. Es war leicht und locker, würde ein bisschen mehr von meinem Körper zeigen als gestern. Ginny gähnte herzhaft, reckte und streckte sich genüsslich. Ich stand fertig angezogen da und bürstete mein langes, braunes Haar, das ich offen lassen wollte. Irgendetwas reizte mich nicht daran, als graue Maus dazustehen.

„Morgen, Hermione! Wo warst du gestern? Wir haben auf dich gewartet. Was hast du gemacht? Warum bist du“, sie schielte zum Wecker, „… um kurz vor acht schon fertig angezogen? Mann, wir haben Ferien, Hermione!“, setzt die Litanei ein und das Mädel war noch nicht mal wach,
erschreckend. Blablabla, am liebsten hätte ich einen frustrierten Schrei ausgestoßen. Hallo? Gerade aufgewacht und nichts als Fragen und Vorwürfe, mit solchen Freunden brauchte man keine Feinde mehr, das war meine feste Überzeugung.

„Ginny, schön, du bist schon wach. Dass ich schon immer eine Frühaufsteherin war, weißt du doch aus Hogwarts und aus den Ferien bei euch. Ich brauche nicht viel Schlaf und stehe halt gerne früh auf. Entschuldigung, sollte ich dich gestört haben“, merkte ich leicht säuerlich an. „Außerdem hast du gestern Abend schon geschlafen als ich kam, da wollte ich dich nicht wecken! Wo ist eigentlich Pig, du weißt doch, ich will die Briefe, die ich gestern Abend geschrieben habe, verschicken“, fragte ich nun geschäftig und sie hörte sich nun meine Vorwürfe eulenhaft schauend irritiert an.

„Mann, was ist denn nur mit dir los, du bist so schlecht drauf. Ich wollte doch nur wissen was du so machst, also was hast du denn nun so lange gemacht? Ron ging erst nach 23 Uhr. Ich meine du kannst doch keine solchen Romane geschrieben haben, oder?“, fragte sie nun deutlich neugieriger.

„Nichts Ginny, nur auch noch ein bisschen gelesen!“, meinte ich abwehrend. „Und ich bin nicht schlecht drauf, mich nervt nur, dass ich mich andauernd rechtfertigen muss vor euch!“, sagte ich ihr dann doch ehrlich. Sie stand auf und sah in ihrem rosafarbenen, kurzen Nachthemd zum Schießen komisch aus. Es war ein Geschenk von Ron zum Geburtstag. Er war echt farbenblind, oder er wollte sich an Ginny rächen, warum auch immer!

„Nerven Ron und ich dich sooo?“, fragt sie verschnupft und sah mich mit einem Kuhblick aus großen, braunen Augen verärgert an.

„Ehrlich, ja das tut ihr, seit gestern schon ein bisschen. Ich meins ja gar nicht böse, aber ich lese nun mal, daran ist doch nichts Schlimmes, warum dann immer diese Fragen?“, fragte ich frustriert und wedelte mit meiner Hand in der Luft, dann ließ ich mich mit einem plumps auf mein Bett fallen.

„Sorry, echt so schlimm? War mir gar nicht bewusst. Ich glaube weil wir´s nicht so ganz nachvollziehen können, aber wir sollten deine Wünsche echt respektieren, sorry nochmal! Aber du musst verstehen, wir hören du tanzt auf einmal und hast seit du hier bist uns nichts über deine Ferien erzählt, das musst du auch verstehen. Und dann setzt du dich auch noch zu Snape“, meinte Ginny vorwurfsvoll. Leicht verdrehte ich die Augen, denn dort war es halt nun mal interessanter als bei euch, dachte ich mir. „Hm, ist ja gut, verstehe ich und heute werde ich mir die Zeit mit euch nehmen, versprochen, jetzt gleich beim Frühstück, bevor wir alle mit der Arbeit beginnen ok? Aber ich habe mich gestern nicht zu Professor Snape gesetzt, sondern zu Sirius!“, erklärte ich heftig und stellte die Sachlage rasch klar.

„Ich geh schon mal runter, in Ordnung, Ginny?“, nahm noch meine zwei Briefe mit und ging.

„Klar, ich beeile mich, bis gleich. Ich weck noch kurz Ron, damit er mitkommt und bring dir Pig mit runter!“, bot sie mir dann doch sehr hilfsbereit an.

„Ja, danke, tu das. Bis dann!“, murmelte ich, aber ich brauchte jetzt Kaffee, Aus, Ende, Amen.
Jetzt, kurz vor acht, waren Sirius, Lupin, halt nun ja Remus und Mrs. Weasley in der Küche. Molly werkelte am Herd herum und ließ alle möglichen Küchenutensilien um sich herum schweben. Remus und Sirius saßen auf ihren Plätzen und hatten die Köpfe zusammengesteckt und tratschten.

„Guten Morgen alle zusammen!“, ließ ich höflich vernehmen und setzte mich auf meinen Stammplatz, wie es inzwischen schien.

„Guten Morgen“, schallte es von allen dreien.

„Schöne Träume gehabt?“, hauchte mir Sirius seidig entgegen.

„Sollte ich dich nach deinen Fragen, Sirius?“, stellte ich eine doppeldeutige Gegenfrage, während ich seine taxierenden Blicke auf meinem Dekolleté spüren konnte. Augenscheinlich gefiel ihm mein Kleid heute sehr gut, es stand mir auch, wie ich zugeben musste und seitdem ich so exzessiv trainierte, hatte sich mein Körper zu meinem Vorteil gestrafft. Remus warf Sirius einen strafenden Blick zu, konzentrierte sich dann aber auf Mollys Frage was er essen wollte.

„Bist du nicht ein bisschen früh auf, Hermione? Was möchtest du?“, wandte sie sich nun auch fürsorglich an mich.

„Nein, Mrs. Weasley ich bin Frühaufsteherin und eigentlich spät dran, einen schwarzen Kaffee, bitte!“, erklärte ich ihr freundlich und bat um meinen Kaffee, den ich so dringend brauchte. Ich wusste nicht wirklich was ich falsch gemacht hatte, aber wieder einmal stand ich im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

„Bitte was?“, fragte ich irritiert und zog meine Augenbrauen bis zum Haaransatz hoch. Molly wandte sich mit einem missbilligenden Ausdruck ab und ließ eine Tasse vor mich hin schweben.

„Könnte es sein, dass du dich ein bisschen verändert hast in letzter Zeit?“, meinte Remus sehr vorsichtig und beugte sich zu mir. Ich zog den Kaffeeduft genüsslich ein und sah lächelnd auf.

„Danke, Mrs. Weasley!“, bedankte ich mich lieb und artig.

„Was möchtest du noch, Liebes?“, erklang es in missbilligendem Ton von Mrs. Weasley, aber ich hatte immer noch keinen wirklichen Schimmer warum.

„Ähm… danke nichts, Mrs. Weasley!“, gab ich noch sehr freundlich lächelnd zurück.

„Und Professor… ähm ich meine Remus, jeder wird erwachsen“, tat ich lapidar ab und nahm noch einen tiefen Schluck.

„Du willst nicht essen, das ist nicht gut, du musst was essen, Liebes. Ich mache dir einen Teller mit Eiern und Speck!“, beschloss Molly resolut für sich. Ich kniff meine Lippen fest aufeinander. Glaubte sie wirklich ich würde sagen ich möchte nichts, um dann einen Teller voll Fett und Cholesterin in mich zu stopfen? Der beginnende Kopfschmerz pochte hinter meiner Stirn. Ich verkniff mir jede weitere Diskussion. Wäre eh sinnlos, bestimmt wollte sie, dass wir alle die Umfänge von ihr annahmen!

Halt stopp! So viel Bösartigkeit sollte ich mir selbst in Gedanken verbieten. Das war nicht nett! Sie meinte es bestimmt nicht böse, aber nerven tat es trotzdem.

„Jetzt wünsche ich mich in mein Bett zurück“, zischte ich leise, durch meine geschlossenen Zähne.

„Würde dir da nicht langweilig werden?“, grinste mich Sirius, der dem Gespräch gelauscht hatte, über seine Tasse hinweg an.

„Wer sagt denn, dass ich mich in ein leeres Bett wünschen würde, Sirius und dann wär´s darin bestimmt nicht langweilig, oder willst du mir etwa unterstellen ich könnte langweilig sein?“, flüsterte ich so leise, das dies Remus nicht hörte, der sich gerade überschwänglich bei Molly für seinen Frühstücksteller bedankte. Sirius prustete, als Reaktion auf meine Provokation, seinen heißen Kaffee, an dem er sich gerade verschluckt hatte, wieder in die Tasse. Tränen traten in seine grauen Augen, aber in diesem Moment erschienen Ron, Ginny mit Pig auf ihrer Schulter und die Twins und somit kam Sirius zu keiner adäquaten Antwort mehr. Vielleicht auch besser so, denn er schien leicht aus dem Konzept und sah mich sprachlos an.

Wieder erschallte ein großes „Guten Morgen“ im Raum.

Ginny setzte sich neben mich und Ron mir schräg gegenüber, neben Remus. Mein Verhör würde jetzt beginnen, wie freute ich mich doch.

„Wo warst du?“, legte Ron auch schon los.

„Wo wohl, wo du nie sein wirst, Ron!“, gab ich eloquent zurück.

„Ich versteh dich nicht, Hermione! Man braucht auch mal Spaß und Abwechslung und was soll das mit dem Unsinn, dass du dich sechs Stunden am Tag draußen rumtreibst“, erklärte er anklagend. Ich ließ mir keinen Missmut über diese kleine Rede von Ron anmerken, nur atmete ich mehrmals tief durch, während auch schon ein überhäufter Teller vor mir landete. Ich beachtete ihn gar nicht, sondern krallte mich an meine Tasse, wie an einen Anker, um nicht zu aufbrausend zu werden.

„Mein lieber Ron, auch wenn du es dir nicht vorstellen kannst, ich mag es, es macht mir Spaß. Warum muss ich mich vor dir und allen hier rechtfertigen weil ich meine Zeit gerne mit Büchern verbringe? Lerne es zu akzeptieren. Ich akzeptiere auch eure Fliegerei oder nicht!? Und mein Training steht hier ja mal so was von nicht zur Debatte. Hast du mich verstanden? Du wüsstest noch nicht einmal davon, wenn Professor Dumbledore nicht darauf bestanden hätte es zu erfahren. Und nun guten Appetit“, da auch sein Frühstück vor ihm landete, brachte ich meinen Standpunkt zu Ende.

Ron starrte mich an „Wasss?“, knurrte ich nur noch schlechtgelaunt, nachdem ich mir aus der Kanne vom Tisch meinen Kaffee nachgefüllt hatte.

„… ich… ich, warum bist du so zickig, Hermione?“, stotterte er verstört vor sich hin.

„Ron, ich glaub das reicht jetzt, du machst es mit der Aussage nicht besser“, antwortete Ginny nun ruhig. Ich stieß Luft durch die Nase aus und schnaubte wie ein Pferd.

„Hier Hermione, da ist Pig!“, wandte sich das rothaarige Mädchen um Frieden bemüht an mich und reichte mir die kleine, aufgescheuchte Eule, die wild flügelschlagend auf und ab hüpfte.

„Danke, Ginny“, lächelte ich sie freundlich und dankbar an. Ich nahm ihn und befestigte die beiden Briefe und flüsterte ihm zu: „Der eine geht nach Gringotts zu Rangok, und der andere ist leider ein weiter Weg, aber du schaffst das, zu Victor Krum“ Dann entließ ich ihn in die Luft. Er flog auch sofort durch das offene Küchenfenster.

Zu Sirius gewandt sagte ich flüsternd: „Kleinkinder, das hier ist langweilig, du verstehst?“, stellte ich fest und machte eine kurze Geste zu den gerade mit dem Essen beschäftigten Geschwistern, wobei die Twins einen solchen Lärm machten, dass niemanden auffiel, was Sirius und ich sprachen. Nach dieser Aussage lachte Sirius schallend, was auch mich zum Lachen brachte. Die Twins bekamen das alles nur am Rande mit, da sie wie so oft ihre Köpfe zusammengesteckt hatten und wie wild miteinander planten, aber ich fing einen kurzen Blick auf und Fred zeigte mir, dass sie dann noch kurz mit mir reden wollten, so nickte ich dann auch kurz und unauffällig zu ihnen. Danach lauschte ich den Gesprächen am Tisch und plante meinen Tag. Nach der dritten Tasse Kaffee, schob ich meinen fast unberührten Teller von mir, was mir einen komischen Blick von Ron, Remus und Sirius einbrachte, aber ich zuckte daraufhin nur mit den Schultern.

„Wo willst du hin, Liebes?“, ließ sich da Mrs. Weasley vernehmen.

„Ich wollte anfangen zu arbeiten“, antwortete ich.

„Aber doch nicht jetzt schon, es ist noch nicht mal neun Uhr, so früh musst du nicht arbeiten“, tat sie meine Aussage ab und sah mich mit einem gutmütigen Ausdruck an.

„Das ist sehr lieb von Ihnen Mrs. Weasley, aber ich habe einen straffen Zeitplan ausgearbeitet und an den möchte ich mich halten, da wir leider keine Magie verwenden können, dauert es halt länger. Es macht mir nichts aus. Ach, bevor ich es vergesse, mittags benötige ich kein Essen, denn ich werde auf dem Weg ins Zentrum eine Kleinigkeit beim Bäcker oder dergleichen kaufen. Wenn ihr mich nun entschuldigen würdet.“ Und so kehrte ich einer verblüffend leisen Küche den Rücken. Ich hatte mich erfolgreich in die Bibliothek geflüchtet, nachdem ich gestern die zwei Bücher durchgearbeitet hatte, suchte ich jetzt die erste Stunde alle Bücher zum Thema Okklumentik heraus. Es waren nur drei Stück, aber diese würde ich jetzt durcharbeiten. Ich konnte ein treppauf und treppab und anderen Lärm hören, den die anderen erzeugten, während sie sich immer alle zusammen ein Zimmer nach dem anderen vornahmen, um es zu reinigen. Dass das in ein solch lautes Rufen und Schreien ausufern musste, begann an meinen Nerven zu zerren, darum sprach ich einen Silentium auf den Raum, um Ruhe zu haben.

Der Eindruck, den ich mit meiner Aussage, dass ich kein Mittagessen brauchte, gemacht hatte war mir ja so was von gleichgültig. Seit Stille herrschte kam ich wunderbar gut voran. Ich hatte begründete Hoffnung durch die neu gewonnenen Informationen die Okklumentik bis zum Ende der Ferien mehr oder weniger zu schaffen und mich dann nach den Ferien an den praktischen Teil wagen zu können. Ich war in die Lektüre also sehr vertieft, als sich später vorsichtig die Tür öffnete und zwei identische Haarschöpfe hereinschauten.

„Ist es erlaubt einzutreten, My Lady, oder wünscht Ihr keine Störung, oh holde Maid!“, ärgerten mich die Twins bitterböse, aber ich winkte sie wortlos rein.

„Ihr stört doch fast nie, also was wolltet ihr mir sagen“, fragte ich gespannt und beugte mich mit meinem Buch auf dem Schoß vor.

„Als erstes, meine Teuerste, hast du nicht hoch und heilig geschworen nicht in den bösen, bösen und gefährlichen, schwarzmagischen Büchern zu lesen?“, grinste Fred mich fies an und wackelte tadelnd mit seinem Zeigefinger provokant vor meinem Auge rum.

„Haha, sehr witzig“, antwortete ich augenrollend.

„War uns schon klar, dass du Mum anschwindelst, aber wir sind immer wieder von deinem Talent angetan, wie du das immer schaffst, bewunderungswürdig. Wir versuchen es auch andauernd, aber so wie du… du bist halt unsere Meisterin“, verbeugte George sich scherzhaft vor mir.

„Ihr könnt solche Kindsköpfe sein!“, bescheinigte ich ihnen und schüttelte den Kopf.

„Aber doch nur zu deiner Erheiterung, doch was Wichtiges, dein Tipp gestern mit Dung war Gold wert, das war der Mann gestern neben uns, der mit den blutunterlaufenen Augen und dem ungewaschenen, rötlichbraunen Haar. Wir haben ihn uns kurz nach dem Ende der Versammlung geschnappt und konnten mit ihm gut verhandeln. In zwei Wochen wird er liefern!“, erzählten sie freudig und mit strahlenden Gesichtern.

„Das war Fletscher,… mhm nun gut, aber bezahlen werdet ihr ihn doch erst nach Erhalt der Ware. Was habt ihr eigentlich bestellt?“, schaute ich beide fragend an.

„Denkst du wir sind blöd, der kriegt erst sein Geld wenn er liefert. Es dauert nur so lange, da er es auf dem Schwarzmarkt besorgen muss. Wir brauchen giftige Tentakelsamen und Knarlkiele!“, erklärte Fred lässig an der Couch lehnend und ich nickte, als mir die Bestellung noch als relativ harmlos erschien, aber in den Händen dieses Pärchens war nichts ungefährlich.

„Das freut mich und was treibt ihr jetzt? Müsst ihr nicht putzen?“

„Äh, wir haben besseres zu tun, was ist eigentlich mit Ginny und Ron? Hast du gerade mit ihnen Probleme?“, wollte Fred wissen.

„Ja, leider schon. Da Harry nicht hier ist kleben sie mir wie Kaugummi an der Schuhsohle, echt und das ist etwas was ich zum jetzigen Zeitpunkt echt nicht brauchen kann“, erklärte ich leidend und rieb mir mit meiner Hand über mein Gesicht.

„Warum nicht? Du musst doch nur üben deine Pirouetten zum richtigen Takt zu drehen“, frotzelte George. Mein Blick hätte töten können. Ich zog meine Lippen zurück und zeigte meine Zähne.

„Ihr werdet nochmal mein Grab sein, aber ihr wisst selbst, dass ich mit Sicherheit nicht tanzen lerne“, zischte ich frustriert.

„Logo, das war uns schon klar, nur was tust du wirklich?“ Neugierig beäugten mich beide.

„Ich lerne kämpfen, schaut nicht so, ja, so richtiges kämpfen. Ich könnte euch ohne große Probleme auf die Matte schicken“, gab ich mit einem geschlagenen Seufzer von mir und schaffte das was man selten schaffte, sprachlose Twins, bevor sie sich fingen und loslegten.

„Oh cool, du und deine Ideen immer. Ich kann mir zwar nicht vorstellen wie du kämpfst aber auf uns kannst du zählen, geht klar, wir helfen dir und halten dir die anderen so gut es geht vom Leib, wie sonst auch“, sagte Fred und nickte bestätigend.

Ich grinste verschworen zu ihnen rauf. „Was sollte ich bloß ohne euch anfangen? Das wäre wirklich nett!“

„Immer doch! Bis später! Wir müssen, bevor uns Mum sucht“, sie gaben mir affige Luftküsschen und winkten mir zum Abschied. Die gute Laune der beiden müsste man mal haben. Nachdem ich wieder alleine war, machte ich mir Gedanken wie ich die Geschwister abends ausschalten konnte und da hatte ich auch schon eine Idee, aber dazu später mehr, wenn ich unterwegs sein würde. Ich bekam gar nicht mit wie die Zeit verging, als mich mein Tempus darauf aufmerksam machte, dass ich in einer halben Stunde aufbrechen musste, dann wäre es 14 Uhr.

So begab ich mich in mein Zimmer. Auf dem Weg dahin begegnete mir keiner, offenbar waren wohl alle noch in der Küche zu Mittag. Ich packte meine Sporttasche und ging nach unten, abmelden tat ich mich nicht, warum auch, wussten ja alle wo ich sein würde, beim Tanzen… bähhh! Aus dem Haus raus huschte ich geschwind in eine kleine, unauffällige Seitenstraße in einen schwer einzusehenden Hintereingang und schon apparierte ich. So sparte man wahnsinnig viel Zeit. Als erstes reiste ich in mein Zimmer bei uns zuhause, schließlich brauten sich meine Tränke nicht von alleine und ich hatte ja schließlich fast noch eine ganze Stunde Zeit, bevor ich zum Sensei musste.

Ich füllte die letzte Phiole von dem Blutbildungstrank um und reinigte mit einem schnellen Evanesco den dreckigen Kessel. Um den mittelstarken Heiltrank aufzusetzen war die Zeit heute zu knapp, das würde ich morgen machen, aber vorbereiten konnte ich die Zutaten schon zum Teil. Ein Blick noch auf den Vielsafttrank, der in der Badewanne stand. Dieser würde morgen fertig sein und könnte dann abgefüllt werden, wunderbar. Wenn das Brauen so schön verlief, hatte es etwas sehr Beruhigendes an sich.


Zuletzt von queenie am Fr Mai 10, 2013 7:43 am bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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BeitragThema: Schmerzen und Diagon Alley   Do Feb 09, 2012 12:11 am

Schmerzen und Diagon Alley

Jetzt aber los. Ich apparierte in den Hinterhof der Kampfschule und ging schnell hinein, da ich mich noch umziehen musste. Unser Training verlief wie immer für den Sensei zufriedenstellend, wie mir sein Gesichtsausdruck vermittelte, für mich schmerzhaft, wie mir mein Körper mir mitteilte. Mann, taten mir die Rippen weh. Ich war zu langsam in der Drehung gewesen und hatte einen harten Side-kick abbekommen. Dies war ein gerader Fußstoß, der das Ziel auf einer horizontalen Bahn, im rechten Winkel, im Rumpfbereich treffen sollte, sehr schmerzhaft. Da ich mich aber in diesen Moment gedreht hatte und ich so nicht abgeblockt hatte, hatte mich der Side-kick voll in meine untere Rippe, etwas unterhalb der Brust getroffen. Ich flog mit Schwung von der Matte und landete unsanft am Boden, wobei es mir die Luft aus den Lungen drückte. Scheiße, tat das weh! Ich glaubte im ersten Moment, sie waren gebrochen oder angebrochen. Als erstes blieb mir die Luft komplett weg, als ich hektisch versuchte nach Atem zu schnappen. Puh, was für ein schrecklicher Schmerz.

Ich blinzelte, da ich vor Schmerzen fast nichts mehr sah und versuchte nun langsamer tief Luft zu holen, um mich danach behutsam auf meine Beine zu ziehen. Der Schweiß brach mir aus und ich keuchte leidend auf, aber da war nichts gebrochen, wie ich nun erkannte, nur gestaucht. Das bemerkte ich, als ich meine Hand vorsichtig an meine verletzte Seite presste. Was tat man in so einem Fall im wirklichen Kampf um Leben und Tod? Auf die Zähne beißen und in Angriffsstellung gehen, sonst wäre man tot, ging es mir schlagartig durch den Kopf und ich hatte nun mal einen sturen Schädel.

Dann mal los. Ich ignorierte den pochenden, konstanten Schmerz und trat entschlossen auf die Matte und nahm meine Ausgangsstellung ein, fühlte, wie das Adrenalin wild durch meine Venen rauschte, dem ich es verdankte, dass ich es schaffte, die protestierenden Rippen zu ignorieren und den Schmerz zu akzeptieren. Ich versuchte meine Gedanken zu fokussieren, ruhig zu atmen, denn wo der Körper schwach ist, kann der Wille Berge versetzen, das betete ich mir in einem vor. Der Sensei nickte mir wohlwollend zu. „Ich schätze Ihren Kampfgeist, Miss Granger! Ausgezeichnet, wie eine wahre Kriegerin, soll es weiter gehen? Oder wollen wir das heutige Training beenden?“, fragte er besorgt nach.

„Weiter“, stieß ich knurrend aus und schluckte den Schmerz, mit fest zusammengebissenen Zähnen, hinunter. Gesagt, getan und schon griffen wir an. Hatte ich nicht schon mal gesagt, dass ich echt blöde Ideen in meiner Sturheit hatte? Wenn nicht dann gebe ich es euch jetzt schriftlich, ich hab sie nicht alle beieinander!

Scheiße! Das waren die schlimmsten Schmerzen, die ich bisher jemals gehabt hatte und in letzter Zeit hatte ich so viele Verletzungen erhalten, wie noch nie. Hey, ich meine, ich ließ mich so gut wie täglich zu Brei verarbeiten und das blieb nicht ohne Spuren. Aber das waren die schrecklichsten Schmerzen in meinem ganzen Leben. Wo die Rippen davor nur gestaucht waren, waren sie jetzt definitiv angebrochen, da war ich mir sicher. Nicht ganz gebrochen, aber einen Knacks hatte ich nach einem weiteren Fußschlag, leider. Ich hatte es tief in meinem Inneren knirschen gehört und auch gespürt. Wie, wenn man auf einen morschen Ast trat und er durchbrach, ein widerwärtiges Geräusch, das mich kurz fast in die Ohnmacht geführt hätte.

Ein grausames Geräusch! Und der stechende Schmerz, der durch meinen Körper geschossen war, war nichts gegen den davor. Ich hatte gedacht nie mehr aufstehen zu können! Aber hatte ich es anders gewollt? Nein! Wenigstens hatte ich mich nicht kampflos geschlagen gegeben. Ich war selbst von mir beeindruckt, wie gut ich mich, trotz einer solchen Verletzung, mittlerweile wehren konnte. Ich hätte die Brust vor Stolz herausgestreckt, wenn es mir denn möglich gewesen wäre. Jetzt war ich froh, dass ich wenigstens in gebückter Haltung gerade so noch stehen konnte. Als ich dies so überlegte und mich in die Umkleide schleppen wollte, hielt mich der Sensei auf. „Miss Granger, Sie sind in Ihrem Willen beeindruckend, auch wenn ich finde, dass Sie es übertreiben, wenn ich es so sagen darf. Ich möchte Sie nicht so verletzen, wir hätten das Training beenden sollen. Wollen Sie mir nicht sagen, was Sie dazu treibt sich so zu… wie soll ich sagen… sich so zu… finden Sie nicht, dass Sie übertreiben, Miss Granger?“ Er fuhr sich dabei verzweifelt mit den Fingern durch die kurzen Haare, wenn er längere gehabt hätte, hätte er sie sich gerauft.

„Sensei, ich bin nicht paranoid. Hier geht es um Leben und Tod. Ich bilde es mir nicht ein, dass es einige Personen gibt, die es auf mich abgesehen haben und ich bin nicht bereit, ihnen leichtes Spiel zu bieten. Bitte, machen Sie sich keine Vorwürfe. Die Rippen sind nur geprellt, das ist morgen wieder weg. Wenn Sie möchten, fertigen Sie bis morgen ein Schreiben an, in dem ich Sie der Verantwortung enthebe, sollte mir im Training etwas passieren und ich eine schwere Verletzung erleide. Des Weiteren spreche ich Sie darin von jedweder Schuld frei, da ich Sie damit beauftragt hatte so vorzugehen, würden Sie sich dann besser fühlen?“, fragte ich einfühlsam und mit bewundernswert fester Stimme, wenn man bedachte, dass mich meine Rippen gerade umbrachten. Ich war gut, aber erstaunter war ich, dass ich noch so viel denken konnte, obwohl mir derweil Sternchen vor den Augen tanzten, dank des stetig pochenden Schmerzes meiner angebrochenen und nicht geprellten Rippen.

„Nun gut, Miss Granger, wenn Sie das so sehen, werde ich Ihnen das Schreiben morgen zur Unterschrift vorlegen. Ich glaube, wir sollten morgen mit dem Waffenkampf beginnen. Sie sind so weit, vorausgesetzt Sie werden bis dahin genesen sein. Da wir uns erst einmal intensiv mit der Waffe beschäftigen, mit der sie sich verteidigen wollen, wird das alles etwas Ruhiger ablaufen“ Er sah mich immer noch besorgt an, schien aber von meinem Angebot beruhigt, denn auch ihm ging es nur darum sich zu schützen und um das liebe Geld. Die Menschen waren an sich zu berechenbar. Sollte mir recht sein. Ich war erfreut und zeigte dies auch, trotz meiner Schmerzen. „Das ist wunderbar, Sensei. Ich freue mich. Ich werde morgen meine Dolche mitbringen und machen Sie sich keine Sorgen, das….“, ich deutete mit meinen Händen lässig über meinen Körper, „… das wird morgen schon so gut wie weg sein, Sie werden sehen, Sensei!“ Ich verbeugte mich mehr als steif und knapp und humpelte dann unter die Duschen.

Zum Glück hatte ich gerade die Umkleide für mich allein, um mich schnell zu heilen. Ich sprach einen Ferula, um die angebrochenen Gliedmaßen magisch zu schienen. Das Knirschen, als sich die Kochen rücksichtslos wieder in die richtige Position brachten und einrenkten, ließ mich vor Schmerz fast schreien, aber ich biss mir auf die Lippen, bis ich Blut schmeckte, atmete zitternd aus und sank, fast bewusstlos vor Schmerz, auf den Boden der Umkleidekabine. Warum tat ich mir das nochmal an? Ja, genau, der Dark Lord war wieder gekehrt. Genau, das war’s! Puh, jetzt zog ich mich auf die Bank und kümmerte mich weiter um meinen geschundenen Leib, noch einen Episkey, um auch die kleinen Verletzungen zu heilen. Ich lag immer noch mehr auf der Bank, als dass ich saß.

Ich konnte zwar fühlen, wie meine Rippen sich richteten, aber ganz heile waren sie zu meinem Leidwesen noch nicht. So humpelte ich, mit einer gequälten Grimasse, zu meinem Spind und wühlte nach einem stärkeren Heiltrank, sowie einem Stärkungstrank und schluckte gierig, die nicht so gut schmeckenden Tränke. Danach ließ ich mich erschöpft und ausgelaugt wieder auf die Bank sinken, um zu beobachten, wie die Magie der Tränke und Zauber zu wirken begann. Ich konnte spüren, wie die geschienten Rippen heilten, zwar immer noch nicht vollständig, aber genug, um den Schmerz leichter aushalten zu können und das Zittern meiner Gliedmaßen hörte auf. Somit begann ich zaghaft, mich auf das morgige Waffentraining zu freuen. Eine Stunde hatte ich noch, um zu regenerieren, bevor ich wieder im Grimmauld Place sein musste. Ich musste noch in die Diagon Alley, so war der Plan, zwar hatte ich nicht damit gerechnet so gehandikapt zu sein, aber na gut, ich würde es trotzdem wagen.

Nach meiner Behandlung, konnte ich wieder einigermaßen aufrecht gehen, trug mein weißschwarzes Kleid und verwandelte mich in einer Seitengasse wieder in Minna Cale und apparierte in die Diagon Alley. Mein erstes Ziel war Ollivanders. Ich wusste, eigentlich hätte ich noch ein Robe benötigt, aber wo hernehmen, wenn nicht stehlen? Also musste es so gehen.
Schon stand ich vor dem Ladenschild, auf dem in abblätternden, goldenen Buchstaben stolz verkündet wurde, dass hier seit dem Jahre 382 v.Ch. Zauberstäbe aus eigener Herstellung verkauft wurden. In dem staubigen Schaufenster lag auf einem roten Kissen, schon wie damals, als ich meinen Stab hier gekauft hatte, ein dunkler Zauberstab. Es hatte sich nichts verändert zu damals, als ich mit elf Jahren, dank Mr. Ollivanders Zauberstab, eine richtige Hexe geworden war. Ich trat ein und wurde durch ein helles Glockenläuten begrüßt. Der ziemlich dunkle Innenraum wirkte alt, eng und karg. Die einzige Einrichtung, des leer wirkenden Ladens, waren ein storchenbeiniger Stuhl, ein Tresen und dutzende von Regalen an den Wänden, die vom Boden bis zur Decke mit länglichen Schachteln gefüllt waren. Ich wusste, in jeder dieser Schachteln befand sich ein, auf einem bunten Stoffbett ruhender, Zauberstab. Die Atmosphäre war spannungsgeladen, da man hier sein erstes magisches Werkzeug erhielt.

„Was kann ich für Sie tun, Miss?“, tönte es mit sanfter Stimme aus dem hinteren Teil, in dem sich die Werkstatt befand.

„Mr. Ollivander, ich brauche einen Stabhalter, wie ihn Auroren haben“, rief ich offen und ehrlich.
Schon trat ein beschwingter, älterer Zauberer, mit großen, blass silbernen Augen zu mir, die einen eher starr und forschend ansahen, wobei er nicht zu blinzeln schien.

„Mhh, jajaja. Natürlich, einen Moment bitte. Ich wundere mich, denn ich kann mich an jeden Zauberstab
erinnern, den ich verkauft habe, aber Sie, Sie hab ich noch nie gesehen, wie ich glaube“, fabulierte er sanft murmelnd und tippte sich überlegend mit den Zeigefinger an die Lippe.

„Das ist richtig, ich komme nicht von hier.“ Mehr würde ich nicht sagen, denn das ging ihn gar nichts an.

„Ach so ist das, hatte also recht. Ich sage ja, ich kenne zu jedem Zauberer den Zauberstab“, und tauchte wieder hinter einem Regal hervor. „Aus was für einem Material wünschen Sie den Halter?“
„Nun, den Besten, den Sie haben… Leder, Drachenleder, keine Ahnung, was empfehlen Sie denn, Mr. Ollivander?“, legte ich dies in seine wissenden Hände.

„Die Standardausrüstung der Auroren ist ein Halter aus Echsenleder, ohne größere Ausstattungen, aber ein Unsichtbarkeitszauber liegt auf ihnen allen. Sie können ihn am Arm oder am Oberschenkel tragen, ist selbstanpassend,… aber… es gibt auch noch die Besseren… doch die Kosten entsprechend mehr. Diese sind aus leichtem Drachenleder und sie haben einen automatischen Accio integriert. Sollten Sie Ihren Zauberstab mal unbeabsichtigt fallen lassen, wird er automatisch zurückgerufen, ist eine Erfindung der Familie Ollivander, Familiengeheimnis. Der Unsichtbarkeitszauber ist Standard, genau, das wäre es!“, führte er geschäftig und verträumt zugleich aus und wirkte ganz in seinem Element.

„Dann die teure Variante. Wie viel schulde ich Ihnen?“, erwiderte ich knapp, da mich meine Rippen noch immer peinigten und ich nichts lieber wollte, als mich in mein Bett zu verkrümeln.
„Moment, hab‘s gleich“, klang es gedämpft, da der ältere Mann hinter seinem Verkaufstresen untergetaucht war und darin wühlte. „Hier haben wir das gute Stück!“ nun hielt er vorsichtig den aus dunkelgrünem Drachenleder gefertigten Zauberstabhalter in der Hand und mir entgegen.
„Ein schönes Stück“, lobte ich das erlesene Teil.

„Wohl wahr, ein Meisterstück, aber auch nicht günstig. Das macht dann 80 Galleonen!“, erklärte er gerade heraus, dann sah er mich erwartungsvoll an.

Ich zückte mal wieder meinen Blutbeutel und fischte 80 goldene Galleonen heraus. „Bitte und vielen
Dank!“, sagte ich und langte nach dem Halter, drehte Ollivander den Rücken zu und hob wenig scheu mein Kleid an. Ich legte noch vor Ort den Stabhalter um meinen Oberschenkel und siehe da, als ich fertig war, wirkte der Unsichtbarkeitszauber. Ich ließ mein Kleid sinken und blickte über meine Schulter zu Ollivander, der mich gespannt und auch ein wenig sprachlos beobachtete.

„Sitzt wie angegossen und hält was Sie versprachen, nochmals danke“, lächelte ich ihn zynisch, ob seines perplexen Blickes an und lief aus dem Laden. Ich musste noch in den Tropfenden Kessel eine Kiste Butterbier kaufen, denn das würde meine Möglichkeit sein, die Weasley-Geschwister schlafen zu schicken. Ich verkleinerte noch die Kiste, steckte sie in meine Sporttasche und apparierte. Somit würde ich es pünktlich zum Essen, um 20 Uhr, schaffen. Als ich in der der parallelen Seitengasse vom Grimmauld Place ankam, atmete ich erleichtert auf. Alles war mal wieder zu meiner vollen Zufriedenheit verlaufen, auch wenn mir augenblicklich das Atmen etwas schwerer fiel, da ich mir meiner Rippen wieder schmerzhafter bewusst wurde und ich wankte leicht, doch ich biss mir auf die Zunge und zwang mich weiterzugehen und weiterzumachen. Die Wirkung der Tränke ließ nach, aber ich wollte mir die nächste Dosis erst verabreichen, wenn ich ins Bett ging.

So steckte ich meinen nicht legalen Weißdornbirkenzauberstab in mein soeben erworbenes Halfter am Oberschenkel. Es war ein gutes Gefühl. Daran hätte ich schon eher denken sollen einen Halfter zu kaufen. Auch die Zauber, die auf diesem Halfter lagen, waren genial, eine wirklich gute Anschaffung. Und so schritt ich zügig und im Großen und Ganzen zufrieden ins Haus und gleich in die Küche.
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