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 Kapitel 19-20

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queenie
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BeitragThema: Kapitel 19-20   Do Feb 09, 2012 12:15 am

Sirius und Snape

Die Küche war schon wieder gerammelt voll und ich meine nicht nur durch die Anwesenheit des gesamten Weasley-Clans, sondern wieder waren fast alle Personen da, die auch gestern da gewesen waren.

Als ich vorsichtig hineinkam, blickten alle interessiert auf und Molly rief: „Da bist du ja Hermione, wir haben uns schon Sorgen gemacht. Was fällt dir ein einfach so zu gehen. Wir haben das ganze Haus auf den Kopf gestellt und dich gesucht. Du kannst doch nicht einfach so gehen, setz dich, setz dich, Kind“, wurde ich mit einem vorwurfsvollen Schwall von der resoluten Hausmutter Molly Weasley begrüßt.

Somit schlug ich automatisch die Richtung zum Platz neben Sirius ein. Auch Professor Snape schien sich in dessen Nähe erstaunlicherweise wohler zu fühlen, aber was machte der schon wieder hier, fragte ich mich irritiert und übersah großzügig wie Ron rücksichtsvoll rutschte, um Platz zu machen. Ich setzte mich rasch, ließ dann die Tasche von meiner Schulter gleiten, was mich aufgrund meiner Rippen leicht zusammenzucken ließ. Das war eine unbedachte Bewegung gewesen, autsch! Selbst mit heilenden, nur angebrochenen Rippen war nicht zu spaßen, wie überlebten dies Muggel ohne Magie? Eine Reaktion, die von meiner Herrenrunde mal wieder unter Argusaugen registriert wurde. Warum wollte ich noch mal hier sitzen, fragte ich mich selbst gehässig. Selbst schuld, wer sich seine Grube gräbt…

Nur weil ich nicht von Ron belästigt werden wollte, begab ich mich in die genaue Beobachtung der Raubtiere, denn so wirkten die zwei Männer durch und durch.

„Mrs. Weasley, das wusste ich nicht und wollte ich nicht, Entschuldigung. Aber ich dachte, Sie wüssten, dass ich ab 14 Uhr das Haus verlasse und dachte nicht, dass es nötig wäre mich abzumelden, aber wenn Sie es zukünftig wünschen?“, bot ich ausgesucht höflich an.

„Ach, eigentlich nicht wirklich, aber Kind auf einmal warst du weg und seit dem Frühstück hat dich keiner gesehen, da macht man sich dann Sorgen, in diesen Zeiten“, stöhnte sie schwer auf und ihr großer Busen wogte unter ihrer geblümten Bluse, als sie mir einen traurigen Blick zuwarf, über die Köpfe der Anwesenden.

„Nochmal, es tut mir leid, aber Sie wussten wo ich sein würde!“, ließ ich mich müde vernehmen, da der heutige Tag aufgrund der Verletzung anstrengender gewesen war, aber mehr wurde zum Glück nicht von mir erwartet. Sie dirigierte schwebend einen gefüllten Teller auf mich zu und nickte nur noch auffordernd, weil man mir die Müdigkeit wohl auch ansah.

„Du hast Schmerzen?“, ließ sich Sirius plötzlich leise vernehmen, als er sich zu mir beugte, nachdem ich zu essen begonnen hatte. Ich schmunzelte leidend und sah in meine geschätzte

Herrenrunde. „Hast du dir auch Sorgen um mich gemacht?“ Ich schob provozierend, schmollend meine Unterlippe hervor. Da vergaß man doch glatt den Schmerz. „…und nein, ich bin nur müde!“, log ich ohne rot zu werden, denn das Pochen nahm gerade wirklich dramatische Ausmaße an und sorgte dafür, dass ich fühlte, wie ich leicht an meinem Haaransatz zu schwitzen begann.

„Sie lügen!“, bescheinigte mir da auch schon Snape nüchtern, ebenfalls leise, was ein erstaunliches Entgegenkommen seinerseits war und mich überraschte, als ich ihn von unten herauf taxierte.

„Vielleicht? Mir tun die Füße weh“, erwiderte ich süffisant und begann zu essen, da ich mit den ganzen Tränken im Bauch etwas Nahrung zu mir nehmen sollte. Meine Haltung war wirklich leicht verkrampft und sah tatsächlich nicht entspannt aus. Shit, die Wirkung der Tränke ließ immer mehr nach, damit hatte ich nicht in dem Umfang gerechnet. Ich wünsche keinem angebrochene Rippen, da fühlt man sich so verletzlich, als ich versuchte, das Zittern meine Hände zu unterdrücken, während ich die Gabel zu meinem Mund führte. Das nächste Mal würde ich besser aufpassen, dieser Fehler in der Verteidigung würde mir nicht nochmal passieren, ging ich im Geiste meine Unachtsamkeit beim Kampf nach.

„Hermione, wollen wir alle zusammen dann ein Kartenspiel spielen?“, rief Ginny und strahlte mich lieb an. Nee echt nicht, ich wollte in die Bibliothek, ich wollte alleine sein und es schaffen den Schmerz zu vergessen. Außerdem würde ich doch jetzt schon die nächste Runde an Tränken einläuten und mir eine leichtere, aber nicht weniger interessante Lektüre suchen. Vielleicht wie man Knochen noch schneller mit Magie heilen konnte? Ja, das war eine gute Idee und dann würde ich heute vielleicht eine Stunde eher ins Bett kriechen, weil ich mich ja morgen auf einen Messerkampf einlassen würde und dabei musste ich aufnahmefähig und entspannt sein.

„Sorry, Leute. Heute echt nicht mehr. Vielleicht morgen. Ist das ok?“, entschuldigte ich mich und fuhr mir erschöpft mit einer Hand über die Stirn. Die Twins schauten bei dieser müden Geste besorgt zu mir, aber ich schüttelte nur leicht abwehrend den Kopf, was so viel heißen sollte wie: alles okay.

„Ok, dann halt morgen, versprochen?“, kam es hoffnungsvoll von Ginny und ich nickte ihr nichtssagend zu. „Versprochen, Ginny“, hauchte ich leise, da es mir nicht wirklich möglich war tief Atem zu holen, da dann sofort die geschädigten Rippen schmerzhaft protestierten. Sirius warf mir einen leicht besorgten und nachdenklichen Blick zu, bei meinen schleppend gesprochenen Worten.

„Vielen Dank fürs Essen, ich geh dann mal“, sagte ich und stand mit Bedacht auf und hob vorsichtig und extrem langsam meine Tasche vom Boden auf, darauf achtend mir die enormen Schmerzen nicht anmerken zu lassen. Das funktionierte auch, nur bei den beiden Männern war ich mir nicht so sicher, dass es geklappt hatte, denn ihre unleserlichen Mienen lagen beobachtend auf mir. Von Ron wurde ich glücklicherweise noch nicht verfolgt, da ich vor dem Dessert gegangen war. Ich legte meine Tasche auf den Couchtisch und suchte mir rasch ein Buch „Schwarzmagische Sprüche zum Heilen“. Somit nahm ich vorsichtig in meinem Sessel Platz, denn der Riss in den Rippen protestierte mittlerweile gegen jede Bewegung und pochte lautstark in meinen Ohren. Als nächstes zog die Tasche wie eine alte Frau heran und wühlte darin, um an meine Tränke zu kommen, aber gegen den Schweiß und das Zittern meiner Hände konnte ich nichts tun und so schloss ich leidend die Augen und versuchte die Qual weg zu atmen.

Ich zog gerade die zwei Phiolen hervor, als ich sie vor Schreck beinahe fallen ließ und meine Augen aufriss, weil sich die Bibliothekstür schwungvoll öffnete und zwei Personen offenbarte, die ich jetzt nicht erwartet hätte. Sie dann noch beide einträchtig und gemeinsam dieses Zimmer erstürmen zu sehen, das ließ meinen Mund überrumpelt aufklappen. Wie hieß es so schön, sag niemals nie.

Professor Snape und Sirius, einer dunkler in seiner Erscheinung als der Andere und beide fixierten mich fordernd. Unter einem dieser Blicke würde man schon klein werden, unter zweien drohte ich zu verschwinden. Was zum Teufel wollten die hier?

Ich saß, beziehungsweise lag, wie ertappt in meinem Sessel, mit den beiden Tränken in der Hand und biss mir auf meine Lippen. Das war doch nicht zum Aushalten, schließlich hatten sie mich gerade erwischt. Dass der Professor die Tränke aufgrund ihrer Farbe und Konsistenz erkennen würde, war mir so klar wie dass die Sonne morgen aufgehen würde. Schon sein sengender Blick sagte alles, der sich von den Tränken nun langsam auf mich richtete und mich drohte zu durchbohren. Ich schluckte einmal schwer und rührte mich ansonsten nicht vom Fleck, während sich Snape wie ein schwarzer Panter in Bewegung setzte, um sich nun anzuschleichen und auch Sirius begab sich langsam, fast fließend auf die Sitzecke vor dem Kamin zu, auf der ich mich befand.

Scheiße, ich saß ja so was von in der... Ka…! Grrrhrhrhrrhh, das war doch zum Haare ausreißen. Warum waren die sich gerade so einig? So sollte das nicht sein! Können sie nicht wieder streiten, so wie damals in der Heulenden Hütte? Ja, das wäre schön. Ich begann gerade fantasievoll zu träumen und hoffte auf ein Wunder. Das natürlich nicht kam und mich errettete, ich war so was von am Arsch!
Ich sah schon an ihren ernsten Gesichtern, mit dem bohrenden Ausdruck in ihren Augen, dass ich nicht so leicht aus dieser Situation kommen würde. Shit, Shit, Shit! Bis jetzt war noch kein Wort gefallen und die gespannte Stille lastete schwer auf dem mit Büchern gefüllten Raum. Sirius warf sich mit Schwung auf das Sofa mir gegenüber und betrachtete mich fast tadelnd, mit schiefgelegtem Kopf.

Snape bezog drohend neben meinem Sessel Aufstellung und besah sich die Phiolen in meiner Hand.
Jetzt hieß es handeln, schnell runter mit dem Zeug, erstens wäre ich dieser Situation ohne zu starke, den Geist benebelnde Schmerzen besser gewachsen und zweitens, sie könnten mir nicht meine Tränke abnehmen. So versuchte ich in einer schnellen Bewegung beide Phiolen zu entkorken und rasch hinunter zu kippen. Wohlgemerkt, beim Versuch blieb‘s zu meinem Leidwesen, was mich nun nicht wirklich verwunderte, denn so schnell hatte ich gar nicht schauen können, wie mein werter und hochgeschätzter Professor sie mir auch schon aus den Händen gerissen hatte. Er war ein wenig grob, um nicht zu sagen brutal, denn freiwillig hergeben wollte ich sie nicht. Nur dank dieser unsäglich schmerzenden Rippen ließ ich dann doch Luft schnappend los und sank blass in meinen Sessel, diese unbedachte Bewegung hatte mich durchzuckt wie ein Messer.

„Snape, was ist es?“, wollte Sirius auch schon neugierig wissen. Danke für deinen Beistand Sirius, kam es mir da gehässig in den Sinn, während ich schwer nach Luft rang. Machten die hier auf Freunde, oder was? Ich war eindeutig verwirrt oder war mein Gehirn dank der durch den Schmerz in Massen ausgestoßenen, selbstproduzierten Endogene Morphine schon so benebelt, dass ich halluzinierte?

„Black, du Flohtöhle, dass du das nicht erkennen kannst ist mir sehr deutlich bewusst, aber vielleicht ist ja Miss Granger so freundlich und erklärt uns, wofür sie einen mittelstarken Heiltrank und einen Stärkungstrank benötigt?“, dröppelte es ölig aus Snape heraus, während er mich eindringlich mit seinen schwarzen, echt nervigen, alles sehenden Augen ansah. Puh, doch noch keine Halluzinationen. Er war so bissig und bösartig wie immer, was aber leider auch hieß das sich meine Situation nicht zum Besseren gewandelt hatte. Wie ich mein Leben doch augenblicklich hasste! Rechtfertigungen waren eben nicht mein Ding, also blieb ich erst mal verbohrt stumm und presste meine Lippen zu einem festen Strich zusammen. Ist doch auch mal eine Taktik.

„Hermione, sag uns was los ist. Was hast du? Wir können sehen, dass du Schmerzen hast. Warum sagst du nichts? Du musst doch keine Verletzungen verbergen, bitte sag was“, bettelte mich Sirius nun drängend an und beugte sich etwas zu mir. Ich blickte hilflos blinzelnd zur Decke. Mann, das war so was von nervig, als müsste er mich retten.

„Black, ich glaube nicht, dass Miss Granger etwas sagen will. Du kannst dir dein peinliches und lächerliches Gebettele schenken. Hmm, es ist anscheinend leichter ihr ihren vorlauten Mund zu stopfen, als ich bisher angenommen hatte. Interessant“, setzte er boshaft hinterher und seine Augen funkelten leider nichtssagend in dem Schein des Kaminfeuers. Sirius war empört verstummt, als Snape weitersprach:

„Wenn sie uns nichts sagen will, müssen wir wohl selbst nachschauen“, drohte nun Snape samtig und weiter boshaft und packte mich auch schon übergangslos grob an meinen Oberarmen und zog mich mit Gewalt aus meinem Sessel, dabei keuchte ich auf.

„Oah“, entfuhr mir ein stöhnender Schrei, als ich stand. Das war nicht gut, gar nicht, auwa! Ich fühlte, wie meine Augen feucht wurden, aber die Blöße würde ich mir nicht geben. Mein Blick war scharf. Was fiel dieser impertinenten Fledermaus ein? Aber Sirius sah jetzt auch nicht so aus, als würde er zu meiner Rettung eilen. Ich sag’s ja, wenn ich nicht selbst für mich kämpfen würde, wäre ich verloren. Snape blickte mich aus seinen kalten Augen forschend an und hielt mich immer noch umklammert, seine Finger lagen fest an meinem Oberarm.

„Ah, tut das weh?“, fragte er boshaft flüsternd. „ Arme austrecken, oder ich werde Sie verhexen, Miss Granger“, wisperte er fast mit einem vorfreudigen Unterton, sollte ich seiner Aufforderung nicht Folge leisten. Was sollte ich tun? Ihn zu offensiv attackieren wollte ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, also was sollte ich anderes tun als mich geschlagen zu geben? Das war doch echt ein solcher Mist. So hob ich denn ergeben meine Arme an und er ließ mich zufrieden über meine Kapitulation los, also stand ich jetzt mit erhobenen Armen vor den beiden da. Ein Traum, ja genau. Und dann geschah etwas was mich glauben ließ, dass ich träumte. Ich fühlte unglaublicherweise, wie Snapes Hände mit gekonnten Griffen über meinen Körper wanderten und dabei tastend über meine Seiten strichen.

Ich beäugte ihn sprachlos, was er ohne Gefühlsausdruck im Gesicht erwiderte. Ich biss mir mittlerweile auf meine Lippen und kniff die Augen zu, um diese Demütigung nicht auch noch sehenden Auges ertragen zu müssen, da mich mein Professor betatschte. Als zielgerichtet er am unteren, rechten Rippenbogen ankam, zuckte mein Körper automatisch leicht vor der zu erwartenden Berührung zurück. Wie es aussah, war dies für Snape Bestätigung genug. Ich fühlte wie er einen Schritt zurück trat und atmete erleichtert auf, denn seine Nähe war… beengend. Er war einfach zu nah gewesen.

„Und Snape, was ist?“, hörte ich sogleich neugierig von Sirius. Ich öffnete die Augen und sah, wie er seine Arme auf seine Knie gestützt aufgeregt am äußersten Rand der Couch saß. „Was hat sie?“, kam es wissbegierig von ihm.

„Immer so ungeduldig Black“, kam es verächtlich von Snape, als dieser über seine Schulter sah, um einen Blick mit Sirius zu tauschen, den ich leider nicht sehen konnte.

„Ich vermute, Miss Granger hat Probleme mit ihren Rippen“, erklärte er leicht höhnisch. Er sah mich mit erhobener Augenbraue intensiv an. „Ich denke gestaucht, wenn nicht sogar angebrochen, aber nun heilen sie, was sehr schmerzhaft ist, nicht wahr? Oder ist es nicht so, Miss Granger?“, raunte er leise in den Raum, in dem das Feuer des Kamins knackte und knisterte.

Sirius zog scharf die Luft ein. „Was, wie das?“, rief er geschockt über diese Offenbarung aus. „Verletzte Rippen? Wie ist das passiert, Hermione?“, fragte er bockig und dabei warf er aufgebrachte Blicke umher. Ich sagte immer noch nichts. Mann, war das peinlich, wenn ich aber gewusst hätte wie das weiter gehen würde, wäre ich vor Scham höchst wahrscheinlich gestorben, so aber stand ich jetzt mit herabhängenden Armen vor Snape, wie eine ertappte Straffällige und wartete treudoof ab.

„Anscheinend ist Miss Granger heute wirklich nicht sonderlich gesprächig“, kam es gehässig von meinem Professor daher. Ja, ja, du Giftzahn, etwas so gehässiges wie ihn musste man schon suchen und er weidete sich sichtlich an meinem Unglück, da sich seine Mundwinkel zu einem hinterhältigen Lächeln verzogen hatten.

„Nun denn, Miss Granger, ziehen Sie bitte ihr Kleid aus!“, verlangte da der Professor rauchig und mir blieb, ob seiner unverfrorenen Aufforderung, die Spucke weg. Ich riss meine Augen ungläubig weit auf, mir verschlug es die Sprache und ich zuckte erschrocken zurück und wäre unsanft im Sessel gelandet, hätte Snape nicht helfend nach meinen Oberarmen gegriffen und mich so davor bewahrt. Er war auf einmal erstaunlich sanft, so wie er mich hielt.

„Ruhig Blut, Miss Granger“, hauchte er mir da schon seidig und viel zu nah ins Ohr.

„Snape!“, rief nun auch Sirius empört. „…das, das du kannst doch nicht fordern!“, brauste er auf und war dabei sich von der Couch zu erheben, während ich noch immer in den Armen meines Lehrers gefangen war.

„Bemüh dich nicht und mach Sitz! Und warum nicht Black? Du darfst dem Schauspiel auch beiwohnen, aber erkläre mir, wie ich eine Verletzung, die ich nicht sehen kann, behandeln soll?“, fragte er nun sehr bissig und warf Sirius einen eindeutigen Blick zu, was er von seinen geistigen Fähigkeiten hielt und Sirius plumpste wirklich wieder in die Kissen zurück, während ich noch immer bewegungslos verharrte.

„Sie tragen doch Unterwäsche, Miss Granger?“, wandte sich Snape an mich. Ich nickte auf die intime Frage sprachlos. Das meinte der doch nicht gerade wirklich ernst? Ich ….ich meine….Hilfe, war ich versucht, mich zaghaft gegen seinen unnachgiebigen Griff zu wehren.

„Na also! Black, dann ist es so als würde sie einen Bikini tragen, oder willst du mir sagen du hast noch kein Mädchen so gesehen, Black“, zog Snape ihn mehr als verächtlich und gehässig auf. Aber da schaffte ich es meine eigene Empörung abzuwerfen und fand meinen Kampfgeist und somit auch meine kurzzeitig verschwundene Sprache wieder.

„Was bringt Sie zu der Annahme, dass ich mich vor Ihnen Professor und vor Sirius ausziehe?“, entgegnete ich mit erstaunlich fester Stimme und zog diese Frage süffisant in die Länge. Snape stieß einen höhnischen Laut aus. „Was bringt Sie zu der Annahme, dass Sie eine Wahl haben, Miss Granger?“

Meine Augen quollen gerade über. Sagte mir mein Professor für Zaubertränke gerade, dass er mich in Unterwäsche sehen wollte? Ich meine, oh Göttin, ich, … das war im ersten Moment doch unerwartet. Vielleicht produzierte mein Hirn ja doch zu viele chemische Stoffe, die mich benebelten, zumindest hoffte ich das für mich. Und Sirius war wirklich keine große Hilfe, denn sein Protest schien schon verstummt zu sein. Mit Sicherheit dachte er nur noch hechelnd an das was er erhoffte gleich zu sehen, so wie seine grauen Augen gerade glänzten, als ich hilfesuchend zu ihm schaute.

So ein…, so eine große Hilfe. Ich hätte ihn doch damals im Turm lassen sollen, dachte ich bitterböse.
Der Verräter sagte da auch schon: „Er hat recht, Hermione. Anschauen muss man sich das unbedingt, oder soll ich Molly holen?“, bot er heuchelnd höflich an. Wenn er sein Interesse noch besser überspielte, würde ich ihn für einen Oscar vorschlagen, dachte ich ironisch und schnaubte.
Aber seine Drohung mit Molly war echt fies.

Oh, ich würde mich rächen, das würde ich Sirius nicht vergessen. Das Problem war nur, meine Tränke verloren immer mehr die Wirkung und ich war todmüde und der Schmerz wurde sekündlich schlimmer, was sollte ich also tun? Ich nahm all meinen Mut zusammen, nur keine Blöße geben, Augen zu und durch. Die Augen schloss ich tatsächlich, griff mit der rechten Hand an den Saum meines Kleides und zog es in einem Schwung über meinen Kopf, so dass es auf meinem linken Arm zum Liegen kam. Nun stand ich dann vor meinem Lehrer und Harrys Paten, wie Gott mich schuf und in weißer Unterwäsche, die mit schwarzer Spitze überzogen war. Na und, ich mochte es halt zur Kleidung abgestimmt, auch darunter, aber trotz allem war die Demütigung allgegenwärtig. Meine schnelle Reaktion, ohne weiter zu diskutieren, hatte ihnen anscheinend die Sprache verschlagen. Sie hatten wohl nicht mit so wenig verbaler Gegenwehr gerechnet, aber ich wusste was für Kämpfe zu gewinnen waren und dieser fiel zu meinem großen Leidwesen nicht darunter.

Ich öffnete vorsichtig blinzelnd meine Augen, da sich gerade nichts tat und bis auf das Feuer im Kamin hörte ich auch nicht wirklich was, etwas was mich unruhig werden ließ. Ich wurde zweier starrender Männer ansichtig. Der eine ließ mehr von seinem Gefühlsleben lesen als der Andere, was aber auch nicht anders zu erwarten gewesen war. Sie schienen meinen Anblick genauestens zu begutachten und bei Sirius konnte ich eindeutig sagen, ihm gefiel was er sah und auch Snapes kühle Maske ließ ein bisschen durchblicken, dass der Anblick, den ich bot ihn nicht ekelte. Doch die Münder von Snape und Sirius verschlossen sich bei der Begutachtung meines Körpers zu schmalen Strichen, da dieser in einer ganzen Farbpalette erstrahlte. Am Oberkörper, Bauch und den Oberschenkeln schillerten die Schattierungen der Flecken von blau, violett, grün und gelb.

Ok, ich sah aus wie verprügelt, wurde es ja auch täglich. Es sah schlimmer aus als es war, aber Sirius sah jetzt aufgebracht und wütend aus und Snapes Augen glitzerten gefährlich in einem nicht zu bestimmenden Glanz. Ich zog den Kopf leicht ein, denn mich derart offen zu präsentieren war ungewohnt. Jetzt fühlte ich mich nackt. Moment, ich war fast nackt. Oh Mann, wenn das die Jungs wüssten! Diese Episode fiel mal wieder unter geheim, geheimer, geheimer geht’s nicht mehr. Snape sagte immer noch nichts, sah mir aber nun stechend scharf in die Augen und hob nun betont langsam seine linke Hand, um an meiner rechten Seite die Rippen unerwartet sanft hinab zufahren. Als mich sein Finger sanft und zart an meiner Haut berührte, hielt ich sofort die Luft an.

Oh Mann, ich glaube so sanft ging er sonst nur mit seinen Trankzutaten um, wie ich im Unterricht schon ein paarmal hatte beobachten dürfen. Ich sah über Snapes Schulter zu Sirius, der in starrer Haltung und geradem Rücken regungslos, aber mit sehr aufmerksamem Blick zu uns stierte und die Bewegungen von Snapes Hand verfolgte. Kurz dachte ich, eine gewisse glimmende Lust in Sirius‘ Augen ausmachen zu können, doch dann schloss ich meine Augen wieder und fühlte nur noch diese streichelnde Bewegung des Professors. Ich träumte, zumindest sagte ich mir dies in einem Mantra immer wieder.

Hätte man mir mal gesagt, dass Professor Snape mich einmal dermaßen intim berühren würde, hatte ich ihn ins St. Mungos eingewiesen. Er nährte sich den letzten drei Rippen und strich vorsichtig tastend über die Knochen.

Ein scharfes Zischen entwich zwischen meinen Zähnen. Er wusste was er tat, so viel konnte ich sagen. Unter meinen zusammengekniffenen Lidern hindurch, linste ich hoch zu Snape und sah ein kleines, sadistisches Lächeln um seine Mundwinkel. Mochte er Schmerz oder sah er ihn gerne bei anderen und ließ mich absichtlich leiden?

„Ja, da haben wir‘s. Genau ab hier beginnt die Fraktur. Tut es da weh, Miss Granger?“, fragte er gespielt sanft und drückte dabei gleichzeitig gezielt auf die Fraktur. Ich jaulte auf und kniff die Augen fester zusammen.

„Ja“, kurz und knapp. Eindeutig ein Sadist, dabei schnappte ich nach Luft.

„Gut, das haben wir gleich“, meinte er zufrieden und griff nun in seine Robe und holte die zwei Tränke, die er mir vorhin geklaut und eingesteckt hatte, wieder raus. Er entkorkte sie, aber er gab sie mir nicht, sondern um meine Demütigung perfekt zu machen, bedeutete er mir auffordernd meinen Kopf in den Nacken zu legen und zu trinken. Schnell führte er nun die Phiolen nacheinander an meinen Mund und ließ den Inhalt meine Kehle hinab laufen. Ich musste einen absolut entblößten, ausgelieferten, aber sexuell unglaublich erotischen Anblick abgeben, wie ich so nur in schwarzweißer Spitzenunterwäsche und mit vertrauensvoll zurückgelegtem Kopf dastand und meine Kehle offenbarte. Als ich fertig getrunken hatte, konnte ich Sirius mit entrücktem Ausdruck im Gesicht und verkrampfter Haltung auf der Couch sitzen sehen. Ich glaube er hatte ein eindeutiges Problem und zwar in der Hose.

Snape griff aber noch einmal in seinen tiefschwarzen Robenmantel und beförderte einen kleinen Topf hervor, schraubte den Deckel geschäftig ab und tauchte seine langen, schlanken Finger in die Salbe. Als nächstes strich er in einer unglaublich sanften, leichten Berührung die Salbe auf, verteilte sie über meinen nun immer weniger schmerzenden Rippen. Ich hörte, wie Sirius scharf die Luft einsog. Es knistere in diesem Moment nicht nur im Kamin. Als er damit fertig war, verschraubte er seelenruhig den Tiegel und legte ihn auf den Tisch.

Seine Selbstbeherrschung und Disziplin waren erstaunlich und unglaublich, da konnte man noch was lernen. In ihm konnte man nichts lesen, keine Scham, keine Erregung, keine Wut oder sonst etwas, obwohl er hier war und jetzt seine fast nackte Schülerin medizinisch versorgt hatte. Er war kalt und gleichgültig wie immer und seine Maske saß perfekt.

„Da dies nun erledigt ist, Miss Granger, was zum Teufel ist das?“, brauste er nun doch auf und deutete unterdessen vorwurfsvoll auf mich, dabei war er von Wort zu Wort lauter geworden. Okay, er war doch sauer, nicht so kalt wie gedacht, aber ob das für mich gut war, mochte ich in diesem Moment bezweifeln.

„Er hat recht Hermione, was zum Teufel ist dir passiert?“, klang Sirius erschüttert in mehr als einer Hinsicht. Ich stand immer noch halb nackt vor ihnen und fühlte ihre fordernden Blicke auf mir. Gerade wollte ich mir wieder mein Kleid überstreifen, als Snape den Kopf schüttelte und mich mit einer seiner Hände aufhielt, dann zog er seinen Zauberstab aus seiner Weste und zeigte damit auf mich, nun begann er leise, mir nicht verständliche Formeln aufzusagen. Er fuhr mit seinem Stab meine verfärbte Haut entlang und auf ihr bildete sich eine Gänsehaut bei dieser unerwarteten Behandlung.

„Drehen Sie sich nun um“, flüsterte er leise aber erkennbar befehlend. Ich stockte. Umdrehen? Oh Göttin, peinlicher ging’s ja kaum, aber ich tat langsam wie mir von ihm befohlen und drehte ihnen meine Rückseite zu.

Von Sirius war ein leicht knurriger Laut zu vernehmen, entweder weil ihm mein String gefiel, was bestimmt auch zutraf, oder was ich mehr vermute, wegen der Farbenpracht, die sich hier zeigte, da ich beim Training häufig auf meinen werten Popo fiel. Oh Mann, ich glaube jetzt glühte gerade mein Gesicht in Tiefstem Weasley-Rot. Ich spürte die Bewegung des Professors in meinem Rücken und schon zog er sich etwas zurück und ich drehte mich wieder um und sah in fragend an: „Chrmmm, darf ich mich wieder anziehen, Professor?“, fragte ich mit belegter Stimme vorsichtig nach. Er nickte nur knapp und ich zog mir mein Kleid schnell über und sank sofort in den Sessel hinter mir, denn meine Beine drohten unter mir nachzugeben. War das gerade wirklich passiert? Oh, ich konnte es nicht fassen, aber Demütigung hin oder her, ich war schmerzfrei. Ich wusste ja nicht was Snape da alles mit mir getan hatte, aber es hatte mehr als nur geholfen.

Dieser Mann hatte eindeutig Ahnung von dem was er tat, das war bewunderungswürdig, aber ich hütete mich ihm einen Blick zu schenken, sondern betrachtete den Tisch vor mir mit gebührender Spannung.

„Hermione, du denkst doch nicht, dass die Sache schon ausgestanden ist?“, kam es auch schon von Sirius und Snape setzte sich gerade geschmeidig in den Sessel neben meinem und sah mich interessiert an.

„Ich verlange auch eine Erklärung, genau wie Black, Miss Granger! Solche Verletzungen müssen einem vorsätzlich zugefügt werden, ich warte!“, forderte er barsch und schlug dabei seine Beine lässig übereinander. Seine Roben bauschten sich wie schwarze Flügel um ihn, ein imposantes Bild, er wusste wie man sich in Szene setzte, leider.

„Tja nun, was soll ich sagen, ich geriet in eine Schlägerei!?“, einen Versuch war’s wert.

„Also Hermione, verscheißern kann ich mich selbst!“, schmollte Sirius und blickte mich tadelnd an. Snape schaute nur böse und seine Augenbraue wanderte skeptisch in die Höhe, ich strapazierte gerade gefährlich seine Geduld.

„Ok, was wollt ihr hören? Es ist nicht schlimm, es ist nichts!“, wehrte ich vehement ab, dabei zuckte ich mit den Schultern.

„Als erstes könnten Sie mir sagen wie Sie an die Tränke kommen!“, forderte Snape betont zurückhaltend, während er sich mir zugewandt hatte.

„Selbstgemacht“, kam es von mir selbstsicher.

„Sie lügen!“, meinte Snape eiskalt und warf mir einen brandgefährlichen Blick zu.

„Wie kommen Sie darauf?“, kam es sogleich verwegen von mir.

„Die Phiolen sind die, die ich für die Krankenstation in Hogwarts verwende. Ein kleines Zeichen ist ins Glas gepresst. Wie kommen Sie an die Tränke, Miss Granger!“, zeigte er die Ungeduld in seiner Stimmlage, während er mit seinem Finger auf die Sessellehne trommelte. Ok, wie ihr wollt. Ich legte die bisher aufrechterhaltene Scham und Zurückhaltung ab und ruckte etwas in die Höhe, sah mit erhobenem Haupt in die Runde und antworte mit emotionsloser Miene.

„Wenn Sie das schon wissen Professor, wieso fragen Sie dann? Ich scheine eine kleptomanische Veranlagung zu haben“, troff Ironie aus meiner Stimme und da zeigte ich mich zum ersten Mal ehrlicher in meinem Auftreten als die ganze vorhergehende Zeit.

„Ich wusste, dass einer des golden Trios eine diebische Elster ist!“, hisste Snape ölig auf, dabei klang er sehr befriedigt. „Auch wenn ich nicht unbedingt auf Sie getippt hätte, Miss Granger. Sind Sie damals im zweiten Jahr auch in meinen Vorratsraum eingebrochen?“, fragte er zielgerichtet aber auch erstaunlich ruhig und ich nickte knapp. „Sie überraschen mich die Tage wirklich, sehr“, Von Sirius war nur ein Luftschnappen zu hören gewesen bei unserer Unterhaltung, während Snape abgelenkt wirkte, als würde er nachdenken.

„Hermione, du beklaust Poppy?“, rief dann Sirius doch noch empört und seine Augen drohten aus den Höhlen zu springen. Ich nickte nur, denn was sollte ich dazu sagen, ich hatte die Tränke ohne Gewissensbisse gestohlen.

„Da wir das geklärt hätten, wenn wir wieder in Hogwarts sind, werden Sie bei mir Nachsitzen und die Tränke, die Sie gestohlen haben, brauen. Haben wir uns verstanden, Miss Granger?“, kam es sehr endgültig von Snape, aber immer noch erstaunlich leutselig. Ich verzog genervt mein Gesicht, nickte aber wieder nur. So etwas passierte, wenn man nicht gut genug achtgab und aufflog, aber ich lernte aus Fehlern, das würde nicht nochmal passieren. Auf der anderen Seite konnte ich froh sein, dass der Professor so beherrscht reagierte, was das auslöste, sollte mir vielleicht mehr Sorgen machen? Ich überlegte kurz, als Sirius etwas sagte und meine Aufmerksamkeit forderte.

„Aber Hermione, was mich viel mehr interessiert ist wer dich so verletzt hat, sag es bitte! Dir passiert nichts, kein Nachsitzen, versprochen, du musst es nur sagen“, bat Sirius besorgt und sah aufgebracht zu Snape, da er fürchtete seine Strafe könnte mir meine Lippen versiegeln.

„Das ist sehr lieb von dir Sirius, aber was soll ich sagen, … das war ich selbst!“, wedelte ich mit der Hand rum und schenkte ihm ein entschuldigendes Lächeln.

„Ja genau, du hast dir selbst deine Rippen gebrochen und deinen Körper in ein abstraktes Gemälde verwandelt, dass du dich überhaupt bewegen kannst mit den ganzen Verletzungen! Das müssen schreckliche Schmerzen sein!“, rief Sirius sehr aufgebracht und wirkte sehr entgeistert.

„Auch, wenn ich mit Black nie einer Meinung bin, hier muss ich ihm zustimmen, leider. Ich frage mich auch, wie Sie so gleichgültig bleiben konnten, trotz der Verletzungen, denn Schmerzen hatten Sie, das steht außer Frage“, fragte auch Snape konsterniert und zeigte mir eine harte Miene, während ich verzweifelt nachdachte, wie ich mich aus der prekären Situation winden könnte.

„Ich werde es Ihnen nicht sagen, auch wenn ich Ihnen für Ihre Hilfe dankbar bin, auch wenn ich Sie nicht gebraucht hätte und nicht darum gebeten habe“, ätzte ich verbohrt, dabei verwünschte ich in Gedanken Himmel und Hölle.

„Miss Granger, Sie werden reden und wenn ich Veritaserum holen muss, haben wir uns verstanden?“, drohte mir Snape mit der allersüßlichsten Stimme und ich glaubte ihm, nach einem raschen Blick in seine harten Augen glaubte ich ihm, dass er es mit allem was er hatte aus mir rausholen würde.

„Scheiße, was wollen Sie hören? Ich habe trainiert verdammt, das ist beim Üben passiert, mit meinem Se… Meister…“, brach ich schnell ab und da rettete mich Sirius.

„Was ist das für ein Lehrer, der seine Schüler so verletzt? Das ist Misshandlung, so etwas macht nicht mal Snape!“ machte Sirius dem Professor ein unerwartetes Kompliment, aber dieser warf Sirius einen mörderischen Blick zu.

„Das macht ein guter Lehrer. Ich lass in dieser Beziehung nichts über meinen Meister kommen, ist das klar? Er macht nur das mit mir was ich will!“, stellte ich kalt klar und blickte eisig zu den beiden Männern.

„Und Sie wollen das?“, fragte Snape dann doch ungläubig und warf mir einen schiefen Blick zu.

„Ja genau, das will ich!“, erklärte ich mit hartem Blick.

„Und das passiert beim Tanzen? Weißt du Hermione, erkläre mich nicht für blöd“, meinte Sirius verächtlich und schenkte mir einen traurigen Blick, als wäre er enttäuscht, dass ich ihn für nicht ganz richtig im Kopf hielt. Da stöhnte ich auf und ruckte noch ein Stückchen höher.

„Nein, nicht beim Tanzen, denn ich tanze nicht, hab eh nie geglaubt das mir jemand den Blödsinn abnimmt. Ich bin bei einem Sensei in der Lehre und nehme Kampfunterricht, Selbstverteidigung“, so jetzt war’s raus. Sirius‘ Gesicht war zum Schießen. Snape hatte mit so was wohl gerechnet, oder er hatte aufgrund der Verletzungen das vermutet, wie auch immer, aber er blieb wie gewohnt emotions- und regungslos.

„… das… das warum hast du gelogen… so kenn ich dich gar nicht“, echote Sirius sprachlos und schaute mich fassungslos an.

„Warum? Na schau dich doch an, darum. Molly hätte den Aufstand geprobt, Dumbledore hätte nein gesagt. Echt, meine Eltern haben es erlaubt! Ich wollte keine Diskussion, warum auch?“, tat ich es lapidar ab.

„Das haben deine Eltern bestimmt nicht erlaubt, Hermione“, meinte Sirius überzeugt und sah mich sehr ernst an.

„Ich habe dieses Training seit Ferien beginn, glaubst du wenn’s so schlimm wäre hätten sie es nicht irgendwann unterbunden“, fragte ich seidig und hielt seinen Blick, den auch er nicht von mir
abwendete. Snape strich mit seiner Hand sein Kinn entlang und überlegte, bevor er das Wort ergriff.

„Ich denke, Sie haben es genauso wenig bemerkt, dass Sie verletzt sind, wie die Weasleys und die anderen. Sie sind richtig gut im Verbergen, erstaunlich“, meinte er leise und überlegt. Ich glaub das
war ein verstecktes Kompliment, sollte ich mich jetzt freuen?

„Genau!“, gab Sirius Snape ungewohnt rasch recht.

Das war zu komisch, dass die beiden einer Meinung waren und das kam den zweien auch gerade, so wie sie angewidert schauten. Sie verzogen gleichzeitig verächtlich ihren Mund, als hätten sie auf etwas Saures gebissen.

„Sie werden nicht aufhören und auf uns hören oder, Miss Granger?“

„Wie gut Sie mich doch kennen Professor, außerdem wissen Sie, dass es gut ist sich verteidigen zu können“, rechtfertiget ich mich lächelnd.

„Aber Snape…“, warf Sirius entrüstet ein.

„Was Flohbeutel, wir können es ihr nicht verbieten und sie hat recht, Selbstverteidigung zu lernen ist nie schlecht. Aber ich bestehe darauf, dass Sie es mir oder Black sagen wenn Sie verletzt sind, das heißt immer wenn ich hier bin, werde ich Sie untersuchen“, sagte Snape bestimmt aber auch unerwartet einfühlsam. Ich kam mir vor als würde ich mit blauem Auge davonkommen, aber ich würde mich nur zu meinen Bedingungen darauf einlassen, aber dass er sich so gab verwunderte mich, aber ich würde es an sich nicht in Frage stellen.

„Gut, wie Sie wünschen, aber ich muss Sie beide bitten Verschwiegenheit zu versprechen und es wirklich keinem zu sagen“, bat ich eindringlich. Beide sahen sich kurz an und nickten schließlich zögerlich. Nun fasste ich unter mein Kleid und strich meinen Oberschenkel hinauf und durfte dabei beobachten, wie die Augen von Sirius und Snape größer und größer wurden. Ich weiß ja nicht was sie erwarteten oder erhofften, aber ich zog meinen Zauberstab aus meinem Halfter.

„… wa… was…?“, hörte ich von Sirius verblüfft und auch Snape staunte.
„Ihr habt doch zugesagt, dass das alles unter uns bleibt oder?“, hakte ich nach. Von beiden bekam ich erneut ein vorsichtiges Nicken. „Nun, und da wollte ich halt einen kleinen Zauber auf euch werfen. Vertraut mir, ist echt nichts Schlimmes“, kam es lasziv von mir.

„Du kannst nicht zaubern, das Ministerium, Hermione“, flüsterte Sirius sprachlos vor Schock.
„Ist Ihr Zauberstab in der Schule nicht dunkel?“, fragte Snape überlegt und zeigte was für ein guter Beobachter er doch immer war, beeindruckend.

Ich kicherte leise. „Professor, Sie sind erstaunlich, aber ja, mein Schulzauberstab ist dunkel und um auf deine Frage zu antworten Sirius, doch, ich kann Zaubern, dieser Stab hier ist nicht registriert“, dies begleitete ein verruchtes Lächeln von mir. Jetzt hatten beide offene Münder. Den Professor mal so zu sehen war unerwartet, bereitete mir aber große Freude. Nach meinem demütigenden Strip und der Aussicht auf noch folgende Peinlichkeiten war dies doch eine kleine nette Entschädigung.

„Aber woher? Wie?“, fragte Sirius vollkommen geschockt.

„Das wollt ihr nicht wissen, ist doch auch egal. Ich hab ihn und geb ihn bestimmt nicht mehr her.“

„Und was haben Sie jetzt vor, wenn mir die Frage erlaubt ist?“, fragte Snape in neutralem, unbeteiligt wirkendem Ton, während mich aber seine Augen keine Sekunde außer Acht ließen.

„Ich wollte mich nur Ihrer Verschwiegenheit auf mich bezogen versichern, indem ich einen kleinen, aber feinen Zauber auf Sie und Sirius spreche. Vertrauen Sie mir, er ist nicht gefährlich!“, erklärte ich beschwichtigend und hoffte der Professor würde auch zustimmen, denn bei Sirius war ich mir recht sicher.

„Wie heißt er?“, wollte Snape weniger abweisend, sondern viel mehr interessiert wissen.

„Cedere tacientiae“, antwortete ich sofort, erwartend was auch dann kam.

„So etwas gibt es nicht, spaßen Sie nicht, Miss Granger“, brauste der Professor ungehalten auf.

„Ist mir bewusst, dass Sie ihn nicht kennen können, Sir. Das liegt daran, dass ich ihn entwickelt habe. Bitte lassen Sie es mich zeigen, denn er bewirkt nur, dass Sie mich, also meine Person und die Informationen dazu vertraulich behandeln“, führte ich geschäftig aus.

„Du… du… entwickelst Zauber? Wie das? Das ist unglaublich!“, kam es perplex von einem aufgekratzten Sirius.

„Du schmeichelst mir, aber das ist ein Hobby von mir“, bekannte ich doch leicht stolz und lächelte selig.

„Ich mach’s, tu es, ich vertrau dir, der klügsten Hexe, die ich kenne“, mit dieser Aussage rührte Sirius an meinen Herzen.

„Danke!“, wisperte ich gerührt, hielt auch schon meinen Stab auf ihn und sprach „Cedere tacientiae ‚Hermione‘“. Ich strahlte ihn an. „So das war’s auch schon!“

„Nichts! Alles ok!“, bilanzierte er ernst. Ich blickte daraufhin den Professor bittend an.

„Wenn es Ihnen so viel bedeutet bitte, da Sie ja anscheinend die Erlaubnis der Person benötigen, um den Zauber sprechen zu können! Hab ich recht, Miss Granger?“, fragte er und ich konnte doch bemerkten das er neugierig war. Ich nickte zustimmend. „Aha, ich wusste es, aber nun gut, eine Bedingung habe ich aber…“, ich bedeutete ihm mit meiner Hand weiter zu sprechen, „ich möchte Ihre Aufzeichnungen zu diesem Verschwiegenheitszauber“, stellte er seine Bedingung und ich sah Snape taxierend an.

„Natürlich, wie Slytherin! Sollen Sie erhalten, aber auch dies sollte vertraulich sein!“, und schon richtete ich auch den Stab auf den Professor, Cedere tacientiae, ‚Hermione und die Aufzeichnungen des Verschwiegenheitszaubers‘“, führte ich aus.

„Ich danke euch!“, sagte ich und erhob mich. „Ich denke, ich werde nun zu Bett gehen. Es ist fast Mitternacht und der Tag war lang, gute Nacht Sir, Sirius“, verabschiedete ich mich und huschte nun sehr schmerzfrei, dank der Behandlung, zur Tür raus. Hinter der geschlossenen Tür harrte ich noch kurz aus, um zu lauschen.

„Na Schniefelus, darauf hast du dich doch nur eingelassen, damit du Hermione fast jeden Abend so sehen kannst, gib‘s zu, du schmieriger Kerl“, setzte auch schon Sirius wenig freundlich an.

„Ja, das musst du Töhle gerade sagen, dir hing ja fast der Sabber aus dem Mund und wie du sie angestarrt hast!“, schnarrte es von Snape süffisant. „Ich musste ja Angst haben, dass du sie vor meinen Augen bespringst.“

„Ich geb‘s wenigstens zu. Sie sah toll aus, wären nicht diese schockierenden Verletzungen gewesen. Warum macht sie so was? Aber die Unterwäsche hätte ich echt nicht erwartet!“, sprach der Übermut aus seiner Stimme.

„Dann hast du ja jetzt was zum Träumen“, kam es böse von Snape. „Aber was Miss Grangers Intentionen sind so etwas mit sich machen zu lassen, das ist auch mir ein Rätsel. Ich habe sie bisher immer anders eingeschätzt, ehrlich, offen, regelgetreu in Maßen, wenn dein ach so toller Patensohn und sein roter Freund sie nicht gerade wieder zu Unsinn verführen. Aber nicht so!“

„Mhm, wo du Recht hast“, resümierte Sirius.

„Ich muss los, gute Nacht und ‚schöne Träume‘, Black“, hisste er spöttisch.

„Snape“, verabschiedeten Sirius ihn noch wortkarger, aber sie waren sich nicht gegenseitig an die Kehle gegangen, was wohl ein Wunder war. Ich sah zu, dass ich Land gewann und verschwand in meinem Zimmer.
Hermiones Sicht ende

Snapes Sicht
Als ich endlich in meinen privaten Gemächern in Hogwarts ankam, waren meine Gedanken noch immer im Grimmauld Place. Was zur Hölle war da heute passiert?

Ich schenkte mir ein großzügiges Glas Feuerwiskey ein und sank gedankenverloren auf die Couch vor dem Kamin. Während ich in die Flammen schaute, dachte ich über den vergangenen Abend noch mal genau nach. Auch wenn ich mir niemals die Blöße geben würde es zuzugeben, so war ich doch schockiert und sehr erstaunt über Miss Granger. Ich hätte sie niemals so eingeschätzt. Gut, sie war ungewöhnlich, anders als die anderen Jugendlichen und sehr viel intelligenter und auch mächtiger als die normalen Schüler, egal ob Reinblut oder Muggelgeboren, das musste man schon sagen, aber das heute hatte ich trotzdem nicht erwartet. Ich würde diese Gedanken natürlich niemals offen zugeben, eine intelligente Gryffindor, denn dann würden diese lästigen Löwen nur noch aufmüpfiger werden als sie eh schon waren.

Schon lange hatte ich bemerkt, dass sie ihr Wissen nicht nur aus Büchern auswendig herunter betete, sondern, dass sie es auch variiert einzusetzen wusste, auch wenn sie sich immer so anhörte wie eine Schallplatte, die das Lehrbuch wiedergab. Warum war mir immer ein bisschen schleierhaft, aber mir war’s egal. Ich hatte immer vermutet, dass das goldene Trio mich damals bestohlen hatte, obwohl ich es mir nie hatte erklären können, wie solche Zweitklässler und dann noch Nullen wie Potter und vor allem Weasley meine ganzen Schutzzauber hatten brechen können. Was mir heute aber offenbart worden war, dass die kleine Gryffindor es mit zwölf Jahren alleine gewagt hatte, war ganz einfach unfassbar. Der Mut es allein zu wagen und dass sie dann auch noch die nötigen Kenntnisse gehabt hatte, um es mit zwölf Jahren schon zu schaffen erstaunte und verblüffte mich, vor allem da ich bezweifelte, dass die mehr als mittelmäßigen Siebtklässler meine Tür damals aufbekommen hätten.

Was für ein Geheimnis hatte die Kleine? Das war nicht normal, schon gar nicht für eine Schülerin. Und nun das jetzt! Wie sie sich die letzten Tage präsentiert hatte und der Clou heute Abend, als sie sich zu unserer beider Überraschung mit erstaunlich wenig Gegenwehr das Kleid einfach so vom Körper gezogen hatte und sich dann mir und Black so stolz, aber verletzlich gezeigt hatte. Der Höhepunkt war aber gewesen, als sie dann auch noch so langsam, um nicht zu sagen lasziv den Kopf in den Nacken gelegt hatte und ich die langsame Schluckbewegung ihrer Kehle aus nächster Nähe hatte beobachten können. Ich hatte mich zu meinem Leidwesen sehr zusammennehmen müssen, um nicht über sie herzufallen. Zum Glück hatte ich mich besser unter Kontrolle als der Hund, aber ich hatte sie nun einmal demütigen wollen, da kam dann wohl doch noch immer der Death Eater durch.

Ihr jugendlicher Körper grün und blau verfärbt durch Prügel, die sie so bereitwillig forderte und ertrug, war ein erbarmungswürdiger Anblick gewesen und hatten mich mehr als erschüttert und auch jetzt erzitterte ich in Gedanken daran. Sie hatte sich verändert, von Grund auf und enorm. Sie sah sehr attraktiv aus und ihr Geist war vielleicht sogar noch schöner. Sie erfand Zauber, etwas das auch ich immer gerne tat und auch ich hatte in der Schule schon angefangen eigene Flüche zu kreieren.
Dass die kleine Streberin den Mut und auch die Begabung hatte solch komplexe Zauber zu erfinden, wie den welchen sie heute angewandt hatte, erstaunten mich, weckten aber auch meinen Argwohn, weil hierfür ein enormes Wissen beider Seiten von Nöten war. Wann hatte die kleine, brave und strebsame Miss Granger angefangen die schwarze Magie zu studieren? Fragen über Fragen, da bekam man glatt Kopfschmerzen und nichts hasste ich mehr.

Dass das dem minderbemittelten Black nicht klar war, war wiederum mir klar, aber ich wusste was man benötigte. Ich musste ihr leider eine gewisse Brillanz zugestehen, denn so ein Zauber war was, ja, er war Gold wert! Gerade als Spion, so wie ich einer war, konnte so ein Fluch lebensrettend sein. Ich war sehr gespannt auf ihre Aufzeichnungen. Es beschäftigte mich sehr. Warum?
Und dann noch der Zauberstab, auch noch ein weißer, die waren so selten, da man dafür wirkliche Macht brauchte, damit sie sich einen Zauberer erwählten und das Schockierendste war, sie suchten sich meist keine Weißmagier, was wiederum meine Gedanken in Richtung schwarzer Magie bestätigten.

Seit wann zum Teufel konnte eine tugendhafte Miss Granger, dunkle Magie? Sie hatte sich zwar geweigert es zu sagen, aber ich hatte schon eine genaue Vorstellung wo sie ihn herhatte.
Dieses Mädchen war wirklich verrückt. Sie musste sich dafür wirklich in die Knockturn Alley gewagt haben. Hatte sie eine Ahnung was da hätte passieren können? Nun, da der Dark Lord wieder präsent war, war es noch unsicherer und gefährlicher auf den Gassen geworden, so dass sich wirklich jeder dreimal überlegte ob er dort hinwollte. Oh Mann, jetzt dachte ich über diese nervige Miss-now-it-all nach und war sogar leicht besorgt. Ich verstand nicht was sie bezweckte, was sie mit all dem erreichen wollte, eigentlich sollte ich mich zufrieden zurücklegen und das Drama genießen, das sich anbahnte. Ich würde weiter beobachten und sehen,… Granger… Granger, irgendetwas zog mich an gespannt alles zu beobachten.
Snapes Sicht ende


Zuletzt von queenie am Fr Mai 10, 2013 7:45 am bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
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BeitragThema: Ganz einfach Sirius   Do Feb 09, 2012 12:16 am

Ganz einfach Sirius

Oh Göttin, seit 5 Uhr lag ich wach im Bett und mit erschreckender Klarheit kamen mir die peinlichen Bilder von gestern Abend in den Sinn. Ich hatte nackt, fast nackt vor Professor Snape und Sirius gestanden und er, er hatte mich verarztet und das auch noch so zärtlich und aufmerksam, wie ich nicht mal zu mir selbst war. Unglaublich, ich konnte es wirklich nicht glauben und es raubte mir tatsächlich den Schlaf. Ok, wie würde ich mich heute Sirius gegenüber verhalten?

Snape konnte ich gedanklich mal kurz vernachlässigen, da ich stark vermutete, dass er heute Abend nicht hier sein würde, das hatte ich so im Gefühl. Tja, auch mir musste mal das Glück hold sein. Ich wälzte mich unruhig hin und her, dann ließ ich meine Hände ganz sachte über meine gestern noch verletzten Rippen gleiten und fühlte nichts. Alles war wieder ganz. Ich war wieder vollständig gesund, dank Snape.

Also so unruhig wie ich war, konnte ich echt nicht mehr schlafen. Ich wollte mein Lauftraining vorverlegen, aber auch in der ganzen Zeit dachte ich beständig über Sirius nach. In Snape hatte man fast gar nicht lesen können, wie gewohnt. Er war nach außen unbedingt gefühlskalt- und arm gewesen, wie immer, was es wirklich schwer gemacht hatte ihn einzuschätzen, aber Sirius war das genaue Gegenteil gewesen und in seinem Gesicht hatte ich gestern jedwede Regung oder Emotion lesen können. Die Frage war jetzt nur, wie ging ich damit um?

Um Sieben stand ich fix und fertig, in einem gelb-weißen Sommerkleid, vor der geschlossenen Küchentür und sprach mir selbst Mut zu, stieß sie dann doch entschlossen auf und rauschte selbstsicher mit einem lauten „Hallo“ in die Küche und hielt schnurgerade auf meinen „Stammplatz“ zu. Sirius konnte sein Erstaunen mich derart forsch auftreten zu sehen nicht ganz verbergen. Er glotzte mich an, wie ein Fisch auf dem Trockenen.

Erst jetzt bemerkte ich, dass Molly gar nicht in der Küche war, wir waren allein. Nun, schön, so hatte ich mir das erste Wiedersehen nicht ausgemalt, aber so was ging ja meist in die Hose. Bis jetzt hatte er noch nichts gesagt, sondern mir nur unleserliche Blicke aus seinen grauen Augen geschenkt. Da keine Molly da war, wollte ich den Guten mal ärgern, nachdem er mir gestern dermaßen unkollegial in den Rücken gefallen war und immer nur Snape zugestimmt hatte, ich meine, das war gar nicht nett von ihm gewesen, somit hatte ich noch eine kleine Rechnung mit ihm offen. Gerade zwinkerte ich Sirius kokett zu und zeigte ihm ein verschmitztes, fast verruchtes Grinsen im Gesicht, rutschte auf meinem Stuhl etwas zurück und zog verführerisch langsam meinen Kleidersaum am Oberschenkel hoch und fischte schließlich lasziv nach meinem Zauberstab, den ich aus dem Halfter am Oberschenkel zog.

Sirius Augen klebten an meinen Händen und starrten mich mit offenem Mund perplex an, als ich meinen Stab schwang und eine Tasse lässig zu mir schweben ließ, dann legte ich mir den linken Zeigefinger gespielt verführerisch an die grinsenden Lippen, um ihm zu bedeuten, dass dies unser Geheimnis war und ließ den Zauberstab ins Halfter zurück gleiten.

„...du… du bist echt unglaublich, Hermione“, stotterte Sirius heiser, während ich mir gerade in aller Seelenruhe Kaffee einschüttete.

„Wie meinen, mein Lieber?“, ich sah unschuldig auf und klimperte unbedarft mit den Wimpern.

„Ich meine, du kleines Biest, dass du sehr genau weißt, was du hier abziehst! Ich… diesen Auftritt hab ich heute echt nicht erwartet…machst du mich an?“, fragte er stotternd und rau und strich sich unsicher das gewellte, lange Haar hinter seine Ohren.

„Würdest du das wollen? Ich überrasche dich mit meinem Auftritt? Ist doch gut, oder ist dir gerade langweilig?“, nahm ich unser vorhergehendes Flirtthema wieder auf, und lächelte ihn sanft an, währenddessen hob ich die Tasse, um zu trinken und leckte mir anschließend extra langsam über die feuchten Lippen.

„Du… ach, ich weiß nicht, nein natürlich ist mir nicht langweilig, aber wie soll ich dich einschätzen, du… wenn ich Ginny gestern in der Aufmachung gesehen hätte, würde sie vor Scham sterben, sie würde jetzt rot wie eine Tomate dasitzen und mir kein einziges Mal in die Augen sehen, du… du bist so anders“, resümierte er immer noch deutlich verwirrt und hin und her gerissen.

„Dass ich anders bin, dachte ich, wüsstest du schon länger, Sirius!“, sagte ich pikiert, er unterbrach: „Ja, aber doch nicht soooooo!?“, er klang grad leicht verzweifelt und ob ich es als Kompliment verstehen sollte, oder nicht, war mir auch nicht so klar in dem Moment.

„Was hast du gedacht? Ich bin brav und naiv? Bitte, dann hätte ich dich nie aus dem Nordturm rausholen können, das hättest sogar du mitkriegen müssen“, erklärte ich ruhig und bitte, soweit hatte er doch wirklich denken müssen, dass ich alles andere als brav war, wenn ich einem Straftäter zur Flucht verhalf.

„Ja, aber Harry…?“, fragte Sirius perplex.

„Ja was, aber Harry? Er war dabei und hat dich und sich selbst vor den Dementoren mit seinem Patronus gerettet, das ist richtig! Das war's auch schon, dann würdest du heute nicht hier sitzen, ohne mich hätten wir keinen Zeitumkehrer gehabt!“, kam es sehr bestimmt von mir und ich hob spöttisch grinsend die Tasse an.

„Warum erzählst du das erst jetzt, nicht schon vorher?“, wollte Sirius irritiert wissen.

„Mhm, weil ich weder Lob, noch Anerkennung brauche. Ich war und bin froh, das Harry glücklich ist und du frei“, zuckte ich abwehrend die Schultern, denn das stimmte vollkommen.

„Du bist wirklich erstaunlich, aber warum zeigst du dich den Ereignissen von gestern Abend gegenüber so kalt, oder ist es dir wirklich egal?“, fragte er wirklich neugierig und schaute mit großen Augen zu mir.

Ich zuckte mit den Schultern. „Etwas von beidem, denke ich!“

„Dir ist es egal, dass Schniefelus dich so gesehen hat, er, er… dich betatscht hat, also bitte echt, das kann dir nicht egal sein?“, echauffierte er sich nun sichtlich und ich fand das reichlich spät, somit hob ich sarkastisch eine Augenbraue.

„Ach, komm Sirius, das ist jetzt echt schlecht, sag lieber nichts mehr und nein, ich finde es nicht schlimm, dass mich der Professor so gesehen hat, denn er hat mir geholfen, das war von ihm sehr freundlich, das hätte er nicht tun müssen“, sagte ich ihm bestimmt. „Außerdem, was ist wenn ich dir sage, dass es mir nicht unangenehm war, dass du mich so gesehen hast? Hat dir nicht gefallen was du gesehen hast? Ich meine, willst du es nicht nochmal sehen?“, hauchte ich nun verrucht und hielt seinem bohrenden Blick stand.

„Du… du bist wirklich unglaublich, ich… wir müssen…“, verstummte Sirius abrupt, da in diesem Moment Molly in die Küche fegte, die Twins auf den Fersen.

„Hermione, schon wach, was willst du zu essen?“, kam auch schon ihre Frage.

„Morgen!“, erschallte es gutgelaunt von den Zwillingen, Sirius und ich erwiderten den Gruß.

„Toast, bitte!“, und an Sirius gewandt: „Heute Abend, nach dem Essen, wieder in der Bibliothek?“, blickte ich ihn fragend an.

„Unbedingt!“, nickte er ernst „Wir sind noch nicht fertig!“, raunte er dunkel, dabei schenkte er mir einen stechenden Blick, erhob sich und ging aus der Küche. Fred und George, die sich neben mich gesetzt hatten, sahen mich provokant an und lächelten echt dreckig.

„Waaasss?“, zischte ich genervt.

„Nichts, was soll sein, ein neuer Verehrer?“, flüsterten sie. „Sein Blick sagt alles, der ist so was von scharf auf dich, kein Wunder so wie du aussiehst, du bist echt ein heißes Teil“, wechselten sie sich ab und warfen mir gespielt eindringliche Blicke zu und wackelten mit ihren roten Augenbrauen.

„Oh bitte, da wird mir ja schlecht, was wollt ihr? Wenn ihr mir so kommt, braucht ihr mich oder was von mir, also raus mit der Sprache!“, forderte ich und durchschaute sie, diese zwei Spaßköpfe.
Fred fasste sich theatralisch an sein Herz „Hilfe, Hilfe, wie kann jemand nur so grob sein, der gerade ein ernst gemeintes Kompliment bekommen hat?“, jammerte Fred affektiert. Ich verdrehte meine Augen und sah zu Molly, die summend in ihrer Pfanne Speck und Eier vermischte und mal wieder nichts mitbekam.

„Wenn jetzt George gesagt hätte, dass ich scharf bin, dann hätte ich es geglaubt“, erwiderte ich nur trocken.

„Musst du immer darauf rumreiten?“, echauffierte sich nun Fred.

„Ja, bitte nicht, du weißt, dass Fred darauf allergisch ist!“, sagte George verschnupft.
„Allergisch, wohl eher eifersüchtig. Was braucht ihr denn jetzt?“, ich klopfte mit den Fingerspitzen ungeduldig auf den Tisch.

„Da will man helfen und wird auch noch dumm angemacht, ist das der Dank dafür?“, meinte George nun muffig, aber schon lag ein teuflisches Grinsen auf Freds Zügen.

„Ich weiß, dass ihr mich eh wieder nur verarscht, aber gut, tut mir leid. Ich wollte Freds empfindsames Gemüt nicht schädigen!“, neigte ich das Haupt und gab mich geschlagen.

„Ah, ich liebe es, wenn ich weiß, wie ich dich rumkriege“, lachte George nun dreckig auf.

„Aber du brauchst dich gar nicht aufzuregen, wir haben unsere erschreckend genialen Gehirne eingeschaltet und uns ein paar Gedanken gemacht, wie wir dir helfen können und da sind ein, zwei gute Ideen bei herausgekommen.“

Fred winkte ab, als wäre es nichts „Frag nicht, wenn erhältst du das fertige Produkt, gib uns noch Zeit!“

„Was wollt ihr dann jetzt von mir?“, nahm ich seine Worte hin.

„Wir wissen doch, wie gern du die Menschen in den Schlaf schickst“, zwinkerten mich zwei Augenpaare schelmisch an.

„Also wissen wir, dass du die richtige Quelle bist, um uns ein paar Phiolen, Schlaftrank zu geben?!“, kam der liebenswürdige Einwurf von Fred „Drei oder fünf?“, meinte er noch mit einer Geste.

„Ach, einfach so?“, ich lehnte mich mit verschränkten Armen zurück, während das Lied, das aus dem Radio schallte, von Molly laut und falsch mitgeschmettert wurde, wodurch dieses Gespräch möglich war.

„Bitte, bitte ist doch für dich…“, bettelten beide herzerweichend und zwei identische Gesichter sahen mich heischend an.

„Und dann ärgert ihr mich so… aber ich bin es ja nicht anders gewöhnt… ich nehme mal an, ihr wollt die ein oder andere Phiole für euren eigenen Bedarf, armer Lee?“, sagte ich mitfühlend.

„Eh, jetzt wirst du beleidigend, wir haben Lee bisher nur einmal schlafen gelegt, dank dir!“, wehrten die Twins sofort ab und da sahen wir uns verschworen an und kicherten alle drei böse los.

„Kommt später kurz in der Bibliothek vorbei, dann liefere ich“, bot ich dann nachgebend an, darauf blödelten beide mit übertriebenen Verbeugungen und sonstigem Kram rum. Ich erhob mich lachend und verabschiedete mich von Molly und nahm meinen Toast mit, bevor noch Ron und Ginny kamen und die Gelegenheit bekamen mich mit Beschlag zu belegen. So verlief der Tag, wie die vorhergehenden, nur das Training mit Waffen war neu, aber noch nicht der Rede wert.

Die Tränke brodelten vor sich hin und ich war in meinem Zeitplan. Das Abendessen hatte ich in der lautstarken Küche hinter mich gebracht und blätterte nun in einem dicken, alten Wälzer, als auch schon um kurz vor 23 Uhr, Sirius in dem großen Raum vor mir stand. Er trug schwarze, eng geschnittene Lederhosen und ein großes, weit geschnittenes, weißes Baumwollhemd, das nachlässig zugeknöpft war und, wie so häufig, die Tätowierungen auf seiner Brust sehen ließ. Er kam langsam auf mich zu und blieb hinter dem Sessel stehen.

„Hatte Remus viel zu erzählen?“, begrüßte ich ihn gleichmütig. „Was willst du nun, warum bist du hier?“ Sirius schwieg lange, es baute sich eine gewisse Spannung in der Stille auf, in der nur das Knistern und Knacksen der brennenden Holzscheite im Kamin zu hören war. Auf einmal fühlte ich, wie er mit seinem Finger sanft über meinen Arm zum Träger meines Kleides entlang strich.

„Sorry, ja hatte er“, raunte er mit tiefer, heiserer Stimme und strich den Träger meines Kleides hinab „… und warum ich hier bin…?“, verklang seine Stimme leise und ließ einen doppeldeutigen Sinn verbunden mit seiner Tat stehen. Ich erschauerte, das hatte ich so nicht erwartet. Ich wusste, ich hatte ihn gereizt, aber das er jetzt derart an die Sache rangehen würde, das kam unerwartet, aber auf der anderen Seite, er war ein erwachsener Mann, was hatte ich erwartet? Ich wusste wo das hinführen könnte, ich könnte ihn noch stoppen, aber wollte ich das? Wann war das Spiel gekippt vom Flirten, zu mehr? Aber wie gesagt, im Spielen war ich immer gut gewesen.

Wenn das so weiterging, würden wir den Raum nicht verlassen, ohne intim geworden zu sein, so viel konnte ich aus seiner Geste lesen und um ehrlich zu sein, war es schon lange ein schmutziges Geheimnis von mir, dass ich nicht mehr unberührt war. Ja, auch solche Geheimnisse hatte ich. Ich mochte ihn als Freund und genoss seine Gesellschaft und seinen Witz und sein Flirten brachte mir gerade Freude. Warum sollte ich mir diesen Spaß versagen? Ein schelmisches Lächeln breitete sich auf meinen Lippen aus, als mir eine sehr verruchte Idee kam, die meine inneren Muskeln pulsieren ließ. Die ganze Situation war nur so von erotischer Spannung aufgeladen und er wartete noch immer ab.

Ich schüttelte den Kopf und stand entschlossen auf, entzog mich ihm leicht, nahm ihn aber an der Hand und setzte ihn in meinen Sessel, schaute nun auf ihn und begann leise, verführerisch zu lachen. So stand ich vor ihm, in meinem weißgelben Blümchenkleid, der rechte Träger hing verführerisch von meiner Schulter und ich blickte lasziv auf einen gespannt blickenden Sirius hinab.
„Ich dachte, du wolltest reden. Wir kennen uns jetzt seit über zwei Jahren?“, hauchte Sirius rau und blickte zwiegespalten zu mir auf. Ich legte den Kopf provokant schief und betrachtete ihn
stirnrunzelnd.

„Ich habe dich schon gut kennen gelernt und ich glaube dich recht gut zu kennen“, ich beugte mich verführerisch zu ihm und flüsterte in sein Ohr: „Ich bin kein dummes Mädchen, mit einer dummen Schwärmerei, Sirius, du weißt das, spätestens seit gestern!“

Sirius senkte den Kopf. „Du hast recht, es tut mir leid. Es war dumm, ich weiß gar nicht, was ich mit dieser Geste bezwecken wollte, was mich da geritten hat, zu denken, nach gestern… und heute Morgen, ich weiß, ich bin viel zu alt, nur wegen dem bisschen Flirten. Ich… du bist zu jung, zu... unschuldig!“, stotterte er unsicher und schaute mich nicht an. Ich begann spöttisch zu lachen und noch mehr, als ich sein schockiertes Gesicht sah, das nun doch zu mir herumfuhr.

„Oh Mann, dass du so was sagst, ich dachte, du wüsstest spätestens seit gestern, dass ich nicht das naive, unschuldige, unerfahrene Mädchen bin, wie die anderen denken. Ich kann dich beruhigen, Jungfrau bin ich schon länger nicht mehr, falls du davor Angst hast!“, klärte ich ihn abgeklärt auf und erntete nur einen überraschten Blick. Und mit diesen Worten griff ich beherzt nach seinen Schultern und setzt mich schwungvoll mit gespreizten Beinen, mit dem Gesicht zu ihm, auf seinen Schoß. Sirius erstarrte überrumpelt und hielt die Luft erschrocken an und ich genoss das Gefühl, diejenige zu sein, die die Zügel in der Hand hatte. Langsam lehnte mich an ihn, so dass ich wieder meinen Mund an Sirius' Ohr brachte und flüsterte mit dunkler, tiefer Stimme: „Wie wär's damit. Du sagst: „Ich brauche jetzt guten, harten Sex, Hermione!“ und dann lässt du mich machen?“, bot ich reichlich dreist an und presste mein bebendes Zentrum gegen die herrlich harte Beule in seiner ledernen Hose und rotierte langsam mit den Hüften. Ich war so versaut, woher ich in diesem Moment den Mut nahm, keine Ahnung, aber es musste was passieren, sonst würde ich platzen und ich hoffte sehr, dass Sirius sehr bald seine Scheu ablegen würde.

„Hermione… was, was… ich glaub's nicht!“, stotterte er keuchend und sein rauer Atem ließ mich vor Lust erzittern und mein bereits feuchtes Geschlecht verkrampfte sich vor Verlangen, von ihm gefüllt zu werden. Ich wollte Sex und Sirius war das einzig adäquate Exemplar in diesem Haus und ganz sicher wollte ich jetzt nicht reden!

„Schsch… genießen, nicht reden!“, bat ich wispernd. Anscheinend fand nun auch Sirius seinen Gryffindormut wieder, denn seine Hände begannen fahrig meine Schenkel hinauf zu streichen, strichen langsam daran aufwärts und schoben mein knielanges Kleid höher und höher, bis er mein weißgelbes Spitzenhöschen fand.

Als nächstes hörte ich sein kehliges Stöhnen, als er merkte wie heiß, feucht und vollkommen bereit ich für ihn schon war, da seine Fingerspitzen sich vorwitzig vorgewagt hatten und ich begann an seinem Hals und Ohrläppchen zu knabbern und ebenfalls lustvoll zu stöhnen, als er mich so sanft, erfahren und gekonnt streichelte.

„Hermione, ich…“, fing er da nochmal an, doch ich ließ ihn nicht weiter reden, presste nun auch meinen Mund heiß und fordernd auf seinen und stieß mit meiner Zunge tief hinein, um ihn zu schmecken und mir gefiel was wir hier taten, es war wie eine Belohnung für die Mühen der letzten Wochen. Dann lehnte ich mich wieder zurück und grinste verrucht in seine glasigen, verlangenden Augen.

„Du sagst jetzt kein Wort mit deinem ungezogenen Mund, Sirius! Du öffnest jetzt diese lächerlich enge Hose und dann,…“, beugte ich mich vielversprechend wieder vor und leckte gierig über sein Ohrläppchen und blies sanft darüber, „….kannst du mir sagen, wie unglaublich es sich anfühlt in meiner heißen, engen…“, weiter kam ich nicht, da er aktiv wurde, meine Worte mussten ihn schwer in seiner Selbstbeherrschung getroffen haben. Mit einer lauten Mischung aus Stöhnen, Knurren und Wimmern hatte er abrupt in meine Haare gegriffen und zerrte mich leidenschaftlich zurück an seinem Mund, während seine andere mit raschen Handgriffen seine Hose öffnete und er dann mein Höschen mit seinen Händen ungeduldig zerriss. Wie geschickt er doch war, dachte ich lächelnd in den stürmischen Zungenkuss. Ich fühlte die Spitze seines großen, harten Schaftes schon fordernd an meiner Öffnung und übernahm die Führung, begann ihn sofort und ohne Scheu langsam in mich aufzunehmen, ließ ihn kurz spüren wie heiß und feucht ich schon für ihn war, zog mich aber gleich wieder zurück, worauf er seine Hüfte hob. Ich neckte ihn. Denken tat ich schon lange nicht mehr, nur noch fühlen.

„Oh, Sirius…“, stöhnte ich verlangend, bevor ich mich fallen ließ und mich hart und schnell auf seiner Härte aufspießte. Ich schrie erstickt auf. Er knurrte tief. Ich fühlte mich so ausgefüllt, dass es fast schmerzhaft war und noch während ich mein Gesicht verzog, pulsierte mein Körper um seiner steinharten Erregung. Sein lautes, ersticktes Stöhnen war das Einzige was ich noch brauchte. Langsam erhob ich mich, spannte die Muskeln in meinem Inneren an und genoss, wie sich seine Finger schmerzhaft in meine Hüften gruben, als er versuchte sich zu beherrschen. Wir bewegten uns in einem harten, schnellen Rhythmus. Verdammt, das war fantastisch, der beste Sex, den ich bisher gehabt hatte.

Sirius heißer, unregelmäßiger Atem, der immer wieder über meine Haut strich, wie er mich ausfüllte, so viel mehr als ich es je für möglich gehalten hätte, die Blitze, die mich durchzuckten, wenn sein kratziges Haar über meinen sensiblen Hügel kitzelte und sein Keuchen und animalisches Knurren, so tief und männlich und mir damit zeigte, wie sehr er das mochte, was ich tat.

„Hermione,… Hermione… verdammt, du bist so heiß,… so verdammt eng…“, stieß er keuchend aus. Ich beobachtete ihn, sein vor Lust verzerrtes Gesicht, während ich mich auf und ab bewegte. Seine Finger hinterließen auf meinem Körper blaue Flecken, als er mich immer härter und schneller auf sich senkte. Er rief dabei ekstatisch meinen Namen und stieß unartikulierte Laute aus, während ich mich über ihm bewegte. Ich ritt ihn heftig und wild. Wir hatten einen harten und zügellosen Kampf und mit jedem Stoß flog ich höher. Seine Bewegungen wurden ungleichmäßig und zuckend und ich konnte fühlen, wie sich seine Finger immer tiefer in meine Haut gruben. Auch mein Körper begann sich zusammenzuziehen und auch ich würde bald kommen. Mein Leib erbebte und ich wusste, gleich. Sirius' knurrendes Stöhnen, seine starken, großen Hände und sein großer, stoßender Schwanz schleuderten uns über die Grenze und meine Muskeln verkrampften und massierten ihn.

In diesem Moment packte eine Faust von ihm mein Haar und zog mich zu seinem Mund, gerade rechtzeitig, um meinen lauten Ausruf und sein Aufheulen zu dämpfen, als mein Geschlecht um ihn herum krampfte und schluckte. Er ritt unseren Orgasmus aus. Puh,… sehr anstrengend aber auch sehr befriedigend, oh Göttin, war das geil gewesen. Wir lösten uns lächelnd voneinander und richteten schweigend unsere Kleidung. Ich sprach einen Reinigungszauber und strich mir meine wirren Haare aus dem verschwitzten Gesicht. In dieser Zeit versuchten wir beide zu Atem zu kommen. Ich blickte auf Sirius, der mit geschlossenen Augen im Sessel lehnte und keuchend atmete. Er sah sehr befriedigt aus und wunderschön. Das lange, schwarze, seidig glänzende Haar fiel ihm über die Schultern und ein Lächeln lag auf seinen vollen Lippen.

„Ich kann bestätigen, dass du nicht mehr jungfräulich warst“, grinste er jetzt echt fies, mit noch immer geschlossenen Augen.

„Ach komm, das ist doch jetzt echt nicht schockierend, außerdem weißt du, dass ich immer auch die Extraaufgaben mache, Fleißarbeit!“ grinste ich ebenso böse und lümmelte mich mit angezogenen Beinen auf dem Nachbarsessel.

„Verdammt Hermione, was ist aus der lieben, kleinen Hexe geworden, die ich mal kannte?“, fragte er schockiert und riss nun doch seine Augen empört auf.

„Vielleicht gab es sie nie oder aber sie ist erwachsen geworden. Oh und als du mich kennen gelernt hast, war ich auch schon nicht mehr unschuldig!“, klärte ich ihn gemein grinsend auf. „So, wir haben jetzt gevögelt und es war fantastisch, wenn du mich fragst!“, ich leckte mir über meine Lippen.

„So wie du jetzt redest, bist du eine richtig verruchte, wilde Schlampe, voll Slytherin,… ach, ich kann mir nichts Geileres vorstellen, du machst mich wahnsinnig, aber warte… das würde heißen,… das heißt, dass du damals, ich fass' es nicht… du machst mich sprachlos… aber damals warst du doch erst 13, oder?“, haspelte er bei seiner Erkenntnis stotternd, er wirkte leicht verwirrt und griff sich dabei in seine Haare und zog einmal verzweifelt daran.

„Tja, das Kompliment kann ich zurückgeben. Danke für den Ritt, Casanova und zu deinem letzten Einwurf, ich war fast 15, wenn's dich glücklich macht, aber mehr wirst du nie erfahren!“, meinte ich geheimnisvoll lächelnd. Jetzt barg er sein Gesicht erschüttert in seinen Händen. „Was glaubst du, würden die anderen sagen wenn sie von uns wüssten? Harry, die Weasleys?“, nuschelte Sirius. Ich ließ meine Unterlippe durch meine Zähne gleiten. „Sie würden sagen, ich wäre zu jung, aber wir beide wissen, dass das nicht stimmt, höchstwahrscheinlich habe ich schon mehr erlebt als Molly in ihrem ganzen Leben, bis auf das Kinderkriegen!“, bei dieser Aussage verzog ich mein Gesicht zu einer abweisenden Grimasse.

„… du willst keine,… du magst keine Kinder,… aber will nicht jedes junges Mädchen welche?“, fragte Sirius da auch schon reichlich verwirrt nach.

„Sag niemals nie, das weiß ich trotz meiner jungen Jahre, aber wenn du so fragst. Ja, ich bräuchte keine Kinder und wollen? Tja, in den nächsten Jahrzehnten definitiv nein, und sollte es niemals sein, könnte ich jetzt nicht behaupten, dass ich traurig wäre. Dass ich damit wieder aus dem Schema falle ist mir bewusst, aber ich bin keine Ginny oder Lavender, ich bin nicht wie diese Mädchen, Sirius. Ich stehe an vorderster Front im Kampf, nicht in der Reserve oder warte im trauten Heim. Ich bin ich! Eine egoistische, selbstsüchtige Schlampe, wenn du so willst. Kannst du mit diesem Wissen umgehen?“, ich sah ihn ernst an und konnte sehen, wie er mir aufmerksam zuhörte und mich nicht unterbrach.

„Ich bin jetzt auch nicht in dich verliebt. Ich mag dich Sirius, aber wir beide wissen, dass du mich auch nicht liebst, das hier ist Ficken, geiles Ficken, aber nicht mehr, und die Göttin bewahre, kein Blümchensex. Mir wäre egal was die anderen sagen, aber ich möchte, dass es unter uns bleibt, ist besser für das Seelenheil aller, da gibst du mir doch recht?“, fragte ich offen. Er nickte sprachlos mit großen Augen. „Und wir könnten weiter vögeln!“, sagte ich frech und fuhr mit einem Finger seinen Arm lasziv entlang, so wie er am Anfang bei mir.

„Du wirst mein Grab sein, oh Merlin, was ist das für eine Frage, natürlich ficken wir weiter. Ich denke nicht, dass ich die Selbstbeherrschung hätte auf dich zu verzichten!“, sprach er erschüttert und ließ seinen Kopf in den Nacken fallen und starrte an die Decke. „Du fällst zwar aus dem Schema, bist aber was ganz Besonderes, Hermione, einzigartig! Auch wenn mich deine Einstellung und deine Aussagen schockieren“, sagte er überzeugt. „Aber damit werde ich wohl leben müssen, wenn ich dich weiter haben will, oder?“

Ich erhob mich und beugte mich wieder zu ihm, um ihn verlangend auf seinen Mund zu küssen. Wir versanken in einem kurzen Duell.

„Wo du recht hast, hast du recht, es ist spät. Schlaf gut mein Casanova, ich freu mich auf morgen und auf das, was wir dann alles ausprobieren können!“, schnurrte ich an seinem Mund, dann richtete ich mich auf und verließ mit wiegenden Hüften die Bibliothek.
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Kapitel 19-20
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