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 Kapitel 276 - 277

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BeitragThema: Kapitel 276 - 277   Mo Apr 30, 2012 8:08 am

276. Kapitel Die Würfel sind gefallen

„Ja, es geht los! Nun, dann zieht Daphne die Mäntel aus und legt sie ins Bett und ganz ruhig! Jetzt ist es grad 11 Uhr, also 5 Stunden seitdem sie den Trank genommen hat, soooo schnell geht das nicht!“, versuchte ich ruhe in das beginnende Chaos zu bringen und konnte sehen wie mir Daphne einen leidend, aber auch dankbaren Blick zuwarf, während sie leicht zischend aus dem Mund atmete, denn die Jungs wirkten etwas neben sich stehend und brauchten eindeutig Anweisungen um zu funktionieren.

Harry und Ron hielten sie immer noch fürsorglich, als Astoria um sie herum lief und ihr die Schnalle des Umhangs sorgsam öffnete und nachdem dieser unbeachtet zu Boden gefallen war auch den Morgenmantel vorne aufband, erst dann ließ Ron endlich los somit bewegte sich Daphne erstaunlich schwerfällig vorwärts, schlüpfte aus den Schuhen, wobei Harry ihr gerade umständlich aus dem Mantel half.

Aber bevor sie irgendwie reagieren konnte packten die Männer wieder ihre Arme und sie wurde fremdbestimmt ans Bett geführt, als wäre sie kurz vor der Bewegungslosigkeit und nicht das da ein Baby käme. Aber es war süß zu sehen wie hilflos die Männer agierten, wobei man sagen musste Daphne ertrug diese übertriebene Fürsorglichkeit stoisch.

„Möchtest du etwas zu trinken?“, wollte Fred recht unsicher wissen, worauf Astoria nickte, dann huschte Fred sichtlich erleichtert von dannen, während sich Harry, nachdem er Daphne geholfen hatte sich in das Bett zu legen, auf den Stuhl an der rechten Seite des Bettes niederließ, während Ron mit roten Ohren sichtlich überfordert sowie sehr verloren dastand und unsicher meinte:

„Äh…also, ich bin dann mal weg!“ Sprachs und weg war er wirklich, unterdessen setzte ich mich von den Jungs gut unterhalten auf die andere Seite des Bettes nahe bei Daphnes Bauch.

„Na, seit wann kommen die Wehen denn?“, fragte ich, dabei hörte ich Astoria weiterhin unruhig auf und ablaufen in meinem Rücken, aber sie schwieg.

„Oh, jetzt kommen sie so alle 8 Minuten, würde ich sagen! Angefangen wehzutun hat es so um 10 aber seit ich den Trank genommen hab… hab ich fast sofort das Gefühl von Periodenkrämpfen ganz leicht, aber latent vorhanden, daher hatte ich noch das Bedürfnis mich zu bew….bewegen!“, stockte sie in ihrer Erklärung als sie gerade wieder das Gesicht leicht schmerzhaft verzog und ich blickte auf die Uhr, die sehr weitsichtig über dem Bett angebracht worden war.

Sie sprach von den „frühen“ Wehen, das bedeutete, dass sich der verschließende und schützende Pfropfen abgesenkt hatte und sich der Muttermund langsam aber sicher veränderte. Wenn alles nach Wunsch lief dürfte sich ihr Muttermund um bis zu 4 cm geöffnet haben in diesen 3 Stunden.

„Okay, dann schau ich mal nach!“, kam ich geschäftig auf die Füße, wobei ich gespielt gut gelaunt klang.

Erstmal wusch ich mir magisch die Hände, während sie mit Harry ihr Nachthemd hochzog während ich ihr nun resolut das Höschen runterschob und jenes zu Astoria schmiss, dabei überging ich das peinliche Schweigen. Denn wenn sie eines nicht mehr heute bräuchte, dann dies. Die Zeit für schamhaftes Verhalten lag hinter uns.

Auch wenn Daphne sichtbar peinlich berührt die Augen schloss und den Kopf in ihrem Kissen vergrub war es dafür jetzt wirklich zu spät und Harry beliebte es nur noch seiner Verlobten stoisch ins Gesicht zu sehen als wäre sie der Heilige Gral.

Dann kam die Krönung des Ganzen, da sie ihre Beine gut verschlossen hielt, verbag ich das belustigte und erheiterte Schmunzeln mir strikt, das in mir brodelnd aufstieg. Wie stellte sich Daphne das vor?

„Meine Liebe, stell bitte deine Beine auf und vergiss nicht, ich bin die Hebamme!“, versuchte ich ihr gegenüber sehr ernsthaft zu bleiben, wenngleich ich mir ein durchaus hysterisches Kichern verkneifen musste, denn so etwas hatte ich nie erleben oder sehen wollen, aber nun ich war die Hebamme und auf ging´s.

Wie immer ergab ich mich heroisch den sich mir stellenden, unangenehmen Aufgaben.

Somit tauchte ich ab, wenn man so wollte, in die Untiefen und befühlte nun wagemutig den Muttermund.

Okay, das sah wirklich spannend aus und wie gut, dass ich eine Frau war um zu wissen, dass es bei mir anders war, denn ja, der Muttermund war bei ihr geweitet wenn auch noch nicht viel. Man durfte halt nicht vergessen, das Daphne Erstgebärende war und dort noch alles unschuldig und unverbraucht war.

„So, ja du bist in der ersten Phase, aber das wird schon, Hunger…Durst? Oder, musst du deine Blase entleeren? In den Büchern steht du sollst oft aufs Klo, also sag es und wir bringen dich hin! Halt es bloß nicht auf, desto leerer die Blase desto besser!“, sprach ich freundlich zu ihr, als es an der Tür zaghaft klopfte und Astoria Dobby ein Tablett mit Essen und Trinken abnahm um es hereinzutragen, wobei ich schmunzelte das Fred dies anscheinend liebend gerne weiter delegiert hatte.

„Ich glaub es drückt gefährlich auf die Blase!“, stöhnte Daphne nun doch leidend und damit begann der Schrecken, denn das sagte sie ab sofort andauernd und bis sie sich mit dem prallen Bauch umständlich aus dem Bett gewuchtet hatte mit Hilfe von Harry oder Astoria, um zum Bad zu watschelten, und dann wieder schwerfällig stöhnend zurückzukommen um erneut sperrig in das Bett zu krabbeln, somit verging immer einige Zeit…nun tat ich mir doch schon leid, denn ihnen dabei zuzusehen war nicht wirklich spannend!

Sie hatte alle 5-8 Minuten diese leichten Wehen, die bis zu 30/40 Sekunden anhielten und ich fragte mich furchtsam wie lange das wohl dauern sollte.

Als die Uhr Mittagszeit schlug ging diese endlose Phase endlich vorbei und wir landeten in der aktiven Wehenphase. Ja, ich hatte die Literatur verschlungenen. Ich war mir sicher, in einem Test würde ich jederzeit ein Ohnegleichen bekommen, aber im Real Live?

Nun, wir würden sehen wie ich mich schlug, nur das Warten war so gar nicht meins und zerrte an meinen Nerven.

Daphne schlug sich bisher sehr gut und ertrug alles sehr gefasst was hier mit ihr geschah, auch wenn ich nun erkannte, dass sie wie ein Fisch mit geöffnetem Mund nach Luft schnappte um dann die Lippen fest aufeinander zu pressen, denn im Moment wurden die Wehen viel stärker und schmerzhafter von den Kontraktionen her, aber auch langanhaltender.

Doch auch hier hielt sie sich wacker und schenkte Harry ab und an ein liebes, aufmunterndes Lächeln.

Da ich diese ersichtliche Veränderung in ihrem Gebaren wahrnahm, schlug ich wieder ihr Nachthemd zurück und betastete sie nun wieder. Ich erkannte, dass sich erquickend viel da unten tat, denn ja, der Muttermund war noch weiter offen, wenngleich zu den erhofften 10 cm noch einiges fehlte.

Sie stöhnte leise wimmernd auf und drehte sich ab um dann unruhig auf dem Rücken hin und her zu wackeln, wenn sie wieder eine starke Schmerzwelle traf und überrollte. Aber sie hielt sich gut, das musste ich ihr zugestehen, denn ansonsten ertrug sie es relativ schweigend, tauschte nur zwischendrin innige Blicke mit Harry aus, der ganz deutlich versuchte ihr Halt zu geben, wenngleich er auch erstaunlich wenig sprach.

Harrys Haare waren zu dem Zeitpunkt schon ein einziges Chaos und er wirkte schon ganz verzagt, von Astoria ganz zu schweigen, während ich mich fragte, was die anderen unten taten?

Dennoch war sichtlich, dass Harry sich immer wieder zusammen riss. Er wollte ihr hier eine Hilfe sein, auch wenn er selbst sichtlich überfordert war.

Ich war mittlerweile froh über das Radio, das noch immer sanfte Töne im Raum entließ und somit Daphnes leises, einsetzendes Wimmern noch übertönte und wir nicht nur ihr schweres Stöhnen und Atmen wahrnehmen.

Wir erlebten nun eine intensive Zeit, die viel von uns forderte, gerade von Harry, der offensichtlich feinfühlig mit seiner Frau mitlitt, sowie auch Astoria mit ihrer Schwester, denn Astorias Lippe war schon ganz zerbissen.

Als wir mitverfolgten, wie immer wieder eine neue Wehe langsam, sowie allmählich begann und sich der Schmerz in dem zierlichen Körper von Daphne aufbaute, nur um dann seinen Höhepunkt zu finden der Daphne sichtlich immer mehr den Atem raubte, wurde die Stimmung noch mal deutlich angespannter.

Sprechen konnte sie in der Zeit schon lange nicht mehr. Die Schmerzen wurden immer wieder heftiger, nur um dann wieder zu entkrampfen und schwächer zu werden. Wenn sie es jetzt schaffte zu sprechen, beziehungsweise das Gefühl hatte das sie trotz allem etwas sagen musste, dann sprach sie immer schnell mit uns und klang dabei leicht gehetzt.

Daphne hielt sich tatsächlich weiterhin tapfer und versuchte den Schmerz weg zu atmen um sich somit zu kontrollieren, dabei war sie bestrebt ruhig zu bleiben und Souveränität zu vermitteln, während Harry ihr mit einem nassen Tuch fürsorglich den Schweiß aus dem Gesicht wischte und ihr nette, aber sehr unnütze Dinge zu murmelte, die sie zunehmend mehr zu nerven schienen, da sie ab und an versuchte dem Tuch auszuweichen, etwas was Harry nicht wirklich wahrnahm und mich belustigte.

Somit blickte ich nun wie gebannt zur Uhr und errechnete das Daphne alle 4 Minuten nun diese Art der Wehen, gut 90 Sekunden lang ertragen musste. Es war wirklich unangenehm, das glaubte ich gerne und anstrengend wenn man bedachte, dass sie um 6 Uhr den Trank genommen hatte und wir nun auf 14 Uhr zusteuerten.

Wobei ich aus der „Lektüre“ wusste, dass sie noch relativ flott unterwegs war und wir gut in der Zeit lagen, also wollte ich nichts beschreien. Ich sprach in dieser Zeit wenig bis fast gar nichts und konzentrierte mich auf meine undankbare Aufgabe. Ich wusste, es war gewagt die Wehen einzuleiten, aber wir hatten uns diesen Schritt gut überlegt und eine andere Möglichkeit gab es schließlich nicht.

Nach diesen Attacken schnaufte sie und erinnerte dabei wenig schmeichelhaft an ein Walross. Sie redete nun auch mit uns bis ihr der Schmerz wieder erfolgreich die Worte raubte. Ich blickte in dieser Zeit auch nach unten und erkannte, dass sich der Muttermund weiter öffnete, aber noch immer kam nichts, zu meinem Leidwesen, denn leider war noch immer nicht das Fruchtwasser abgegangen.

„Daphne, drück noch nicht! Auch wenn du das Gefühl hast pressen zu müssen, denn dein Fruchtwasser ist noch nicht abgehangen …musst du noch mal aufs Klo?“, befahl ich ihr bestimmt, aber zum Schluss fragte ich sanft nach und sie schenkte mir als Dank einen mörderischen Blick, bevor sie wie ein Hund hechelte und mich barsch anfuhr:

„Ich muss vom Gefühl her ständig!“ Somit sagte ich zu dem Ton harschen ausnahmsweise nichts und erhielt nur einen entschuldigenden Blick von Harry, während sie einen tiefen Laut ausstieß, der sehr tief aus ihr herauszukommen schien:

„AOOHH!“ Und in dem Moment geschah es endlich, das in dieser sogenannten Übergangsphase endlich ein Schwall aus Wasser, Blut und Schleim aus ihr geschossen kam und sich im Bett ausbreitete. Jetzt hatten die Kontraktionen im Inneren dafür gesorgt, dass die Fruchtblase geplatzt war und damit wurde der letzte Teil der Geburt eingeleitet.

Was für eine Erleichterung, es ging los!

Astoria legte sofort magisch ihre Schwester trocken und wie gut das ich Ekel nicht kannte, denn ich befühlte wieder Daphne und maß nach wie weit sie war.

Recht zufrieden erklärte ich dann, dass wir die 10 cm an sich erreicht hätten, so erkannten wir auch das Daphnes Wehen nicht mehr so häufig waren, aber dafür jetzt noch mal viel stärker in ihrem Bestehen, denn sie drohte sowohl Harrys als auch Astorias Hand zu zerquetschen. Vor Schmerzen kniff sie die Augen zusammen und hechelte wie ein Hund wenn der Schmerz am höchsten war wobei ihr Gesicht sich zu einer verkrampften Fratze verzog.

„Harry, setz dich hinter sie, eine aufrechte Position wäre besser, denn das erleichtert ihr dann auch das pressen!“, schaffte ich herrisch an somit kletterte Harry folgsam auf das Bett, während Astoria die schlaff wirkende Daphne mit mir hochhielt.

Als Daphne erschöpft auf Harrys Brust zum Liegen kam und er ihren Kopf an seiner Schulter bettete, strich er ihr die nassen Haare aus dem verschwitzten Gesicht. Mann musste zugeben es war ein schönes Bild das die Zwei abgaben, aber da ging es schon weiter und sie keuchte gequält in seinen Armen auf und verkrampfte.

Bald kam es mir so vor als würde man das Ende der einen und den Beginn der neuen Wehe gar nicht mehr feststellen können.

Es ging nun Schlag auf Schlag, war eher so als würden sich die Wehen überlagen. Für mich sah es so aus als wenn sie den Höhepunkt einer Wehe erreichte, die dann abzuebben begann, doch dann fing die Neue, die Nächste schon wieder an, nur um dann wieder mit neuer, stärkerer Intensität wieder zuzuschlagen, bevor die Wehe ganz verschwinden konnte und die nächste kam.

Um dieses Martyrium war sie wirklich nicht zu beneiden!

Daphne wurde in diesen Moment arg gebeutelt und wirkte in dieser Zeit wie beschränkt, vollkommen in ihrer eigenen Welt gefangen. Sie konzentrierte sich nur noch auf sich und ihre unsäglichen Schmerzen. Von ihrer unmittelbaren Umwelt bekam sie nicht wirklich etwas mit, während sie zwischendrin die Kraft fand atemlos kurze Wörter heißer und rau auszustoßen.

„HIL…FE!“, „Nie… wieder!“, „MHMH….“, sehr viel mehr war aus ihr nicht rauszubekommen, dafür wirkte Harry als würde er in Tränen ausbrechen wollen, weil er schuld war.

„Schhhh, nie mehr Daphne, versprochen!“, wisperte er, worauf sie erstaunlich kräftig seine Hand aus ihrem Gesicht wischte und sich noch fester als davor in seiner Hand verkrallte, auf das er eine Grimasse vor Schmerz zog, während Daphnes Gesicht eher an eine verzogene Fratze erinnerte, während sie sich sichtlich das laute Schreien verkniff.

Das Baby hatte den Geburtskanal hinter sich, Daphne spreizte nun ganz freiwillig ihre Beine weit und breit, so als wolle sie das Kind mit Gewalt hinauspressen, denn der stetige Druck den sie nun verspürte musste in ihr drinnen riesig sein.

„Wenn du pressen willst, tu es jetzt!“, befahl ich und sie reagierte gar nicht mit Worten oder einem Nicken, sondern bekam nur ein hochnotrotes Gesicht als sie loslegte und das tat, was ihr Körper forderte.

Es war ein Kampf! Ihr sich unter dem nassgeschwitzten Nachthemd verformende, krampfende Bauch war gut sichtbar, auch wie am Ende jeder Wehe der Krampf nur kurz nachließ.

Zwischendurch legte sie ihren Kopf erschöpft und verausgabt an Harrys Schulter ab und keuchte atemlos, weil es ein ständiges, aber nur langsames vorwärtsbewegen war.

Ich blickte auf das ganze hellblutige Wasser, das sich auf den Abdeckungen unter ihr sammelte und war froh, dass es Astoria immer wieder mit einem Wisch verschwinden ließ. Nun fasste ich zu ihrem Muttermund, fuhr sachte mit meinen Fingern tief hinein und da fühlte ich es schon, das Köpfchen des Babys was dazu führte, das ich ein sachtes Lächeln zeigte, dass meine Mundwinkel umspielte.

Wir nährten uns dem Ende.

Als sie nun doch einen hohen, schrillen Ton ausstieß, der uns überraschte, da sie bisher so ruhig gewesen war, dabei konnte ich mir vorstellen, dass das Kind fest durch die Scheide drückte und ihr Becken mit den Schultern des Kindes zu kämpfen hatte.

Sie hatte jetzt nicht mehr nur die krampfenden Wehen, sondern sicher auch ein stechendes Gefühl, weil das Baby als letzte Hürde durch ihre Scheide wollte, denn ich konnte jetzt sehen, wie ihre Scheide um den dunkelhaarigen Schädel des Babys spannte.

Es war ein Anblick zum Abgewöhnen!

„So!!! Harry, Daphne, ich sehe das Köpfchen, wir haben es gleich geschafft!“, feuerte ich die werdenden Eltern an, das wir auf der Zielgeraden waren und sie die letzten Kraftreserven mobilisieren sollten.

„Echt, wo!“, tauchte da auch Astorias Haupt direkt neben meinen auf, worauf sie sofort zu würgen begann, dann blickte ich sie konsterniert an und sie war auch ganz schnell wieder weg.

Nun ein wirklich schöner Anblick war es nicht, viel Blut, viel Schleim, viel Flüssigkeit und ein viel zu großer Schädel in lilablassblau, der durch eine viel zu kleine Öffnung mit Gewalt wollte, ja….

„Daphne, nicht mehr pressen! Hecheln es kommt von allein!“, rief ich da bestimmt, hierbei bezog sich mein Befehl auf eine sogenannte sanfte Geburt, bei der das Kind mehr oder weniger wie von selbst herausglitt. Sie hechelte zwar brav, schien aber dem Verlangen ihres Körpers nachgeben zu wollen, der das Baby heraushaben wollte und so rief ich nun:

„Pressen!“, wobei sie sofort dies tat und Harry schien schwer mit zu drücken und Daphne schrie nun schmerzhaft laut.

„AAAAAARRRRRRRRRR….!“, schrie sie gequält, während sie sichtlich schwer und atemlos presste.

Jetzt war der ganze Kopf draußen, dabei konnte ich die Wehe wirklich ebben sehen. Aber da der Kopf nun komplett draußen war, sah ich mich in dem Moment mit einem menschlichen Babykopf konfrontiert, wobei das ganze wie geköpft aussah, da der Körper des Kindes nun halb aus ihr draußen war aber auch noch zur Hälfte in ihr drinnen steckte.

Ich würde den kuriosen Anblick nie vergessen.

„Noch einmal Daphne! Mit Kraft, dann ist es draußen!“, rief ich befehlend wobei ich beherzt den Kopf des Neugeborenen hielt, als sie sich wieder von einer neuen Welle der Wehe ergriffen wurde und sich mit letzter, entschlossener Kraft aufrichtete und schwer presste und da passierte es, das Kind flutschte mir entgegen mit einem begleitenden Schwall an Flüssigkeiten. Somit hielt ich das blaue und mit dicker Käseschmiere beschmierte, blutige Kind in den blutroten Händen, als wir auch schon ein erstaunlich kräftiges:

„Mähhhh ….“, vernehmen konnten.

Also um die Atmung brauchte ich mir keine Sorgen zu machen, sehr gut, denn das war das Einzige was in der 34. Woche laut der Literatur noch als kritisch zu betrachten war. Die Lugen waren in dieser Woche meist nur fast fertig entwickelt und das zentrale Nervensystem entwickelte sich noch weiter, aber das war nicht als kritisch zu betrachten, da es dies auch außerhalb des Mutterleibes tat.

Das Baby wirkte nur sicher nicht so rundlich oder groß wie normale Babys, denn erst in den folgenden Wochen hätte es die Fettreserven gebildet, die ein Baby meist nach der Geburt brauchte. Auf den ersten, flüchtigen Blick war also alles so weit in Ordnung. Wie glitschig, konnte ich nur denken als ich auf den schmalen, zarten, winzigen Babykörper blickte, der nun protestierend in meinen Händen strampelnd lag.

„Oh Harry, Daphne schaut… euren Sohn!“, kreischte eine sichtlich berührte und den Tränen nahe Astoria als sie kam und mir gerührt das Kind abnahm.

Zum Glück nahm sie es ohne Angst davor sich dreckig zu machen, dabei entrollte sich die lange, knubbelige, durchsichtig schimmernde Nabelschnur, die ich mit dem Zauberstab magisch großzügig von der Mutter trennte. Das Abnabeln könnten sie später in Ruhe mit Harry machen. So konnte sie das Kind zur Kommode mit dem Wasser und der Waage tragen und versorgen.

Daphne sank verschwitzt, erschöpft und erschlagen zurück, während sie dabei ihren Mann fast unter sich begrub, dieser meinte nur immer noch total atemlos:

„Du hast es geschafft! Daphne, du hast es geschafft!“ Er schielte dabei zu der Schwester von Daphne und wie diese gerade routiniert die Nabelschnur abklemmte und die Schere fragend zu Harry hochhielt.

„Geh ruhig Harry…bade deinen Sohn!“, meinte ich zustimmend, dabei zauberte ich gerade wieder Daphne sauber, die recht ermattet dalag, aber ein seliges Grinsen im Gesicht hatte. So schälte Harry sich vorsichtig aus dem Bett und löse sich von ihr, dann legte er ihr fürsorglich das Kissen in den Rücken, bevor er ihr noch einen sachten Kuss auf den Mund hauchte und ich hörte ihn leise wispern:

„Ich liebe dich!“ Was sie veranlasste sachte und erschöpft zu lächeln, aber sie tat es, während ich mich nun wieder ihr zuwandte.

Ich erkannte nun das sie eine Analfissur hatte, oder auch einen sogenannten Dammriss, bestimmt schmerzhaft, aber den würde ich später heilen.

Wie gut, dass wir keine Muggel waren, sonst wäre das eine unangenehme Verletzung. Ich hätte sie auch vorbeugend schneiden können, aber ich zweifelte, das sie es gespürt hatte als ihre Haut beim herauspressen ihres Sohnes eingerissen war und wie gesagt, für uns Magier solle diese Verletzung leicht zu heilen sein.

„Ist alles gut?“, wisperte da Daphne hoffnungsvoll, leise, was mich durch ihre Beine zu ihr nach oben schielen ließ und somit lächelte ich ihr aufmunternd zu.

„Also, wenn man von der Lautstärke der Lunge deines Sohnes schließt, dann geht es ihm prächtig!“, erklärte ich. Somit legte sich ein seliges Grinsen auf ihre verschwitztes und gerötetes Gesicht, dabei klebten ihr ihre Haare nass und strähnig im Gesicht, aber sie wirkte rundum glücklich und zufrieden, obwohl sie wieder aber nur minimal das Gesicht leidend verzog.

Also blickte ich wieder zwischen ihre noch immer weit geöffneten Beine, denn es setzten nun ganz schwache Wehen ein und ich wartete auf die Plazenta, die Nachgeburt, die das Kind durch die Nabelschnur mit den Nährstoffen versorgt hatte und von der wirklich alles rauskommen musste, damit sich nichts im Bauch der Mutter entzündete.

Aus diesem Grund würde ich die Plazenta mit den Einhäuten gewissenhaft auf Vollständigkeit untersuchen müssen wenn sie sie ausschied.

In der Zwischenzeit stand Harry stolz wie ein frischgebackener Papa es nur sein konnte mit seinem nun sauberen und gewaschenen Sohn der nur in eine Decke gehüllt war da und präsentierte ihn der Mutter wie ein Weltwunder.

Während ich zugeben musste, das ich gar nicht wirklich auf das Kind achtete, da dieser jetzt nur noch leise krähte und außerdem hatte ich wichtigeres zu tun.

Astoria war flink wie ein Wiesel Daphne dabei behilflich die Knöpfe des Nachthemdes zu öffnen, damit das Kind auf ihrer nackten Brust liegen konnte und wenn es möchte, vielleicht auch schon säugen könnte. Es war ein unerwarteter Anblick und so ganz anders als alles was ich je erwartet hätte zu sehen.

Daphne schien glückselig als ihr Sohn auf ihr lag und Harry sich zur ihr auf das Bett setzte, um mit ihr das Zusammensein nach dieser anstrengenden Phase des Gebärens und das Gefühl endlich ihr Kind zu haben genießen zu können.

Ich freute mich für Harry, als ich sah wie die Last von seinen Schultern zu fallen schien, weil alles gut ausgegangen war und wie er seine Daphne und sein Kind anhimmelte war zuckersüß.

Astoria rannte nun aufgeregt runter um den anderen zu sagen, dass das Kind da war. In dieser Zeit legte sich eine selige, entspannt Atmosphäre über das Geburtszimmer.

Während ich nun selbst nach den Stunden der Wartens und dann des auf die Welt Helfens aufstand, mich intensiv reinigte um wieder vorzeigbar zu sein und ans Fenster trat um einmal tief Luft zu holen, dabei nippte ich immer wieder an einem Glas Wasser, da ich durstig war.

Ich wollte die junge Familie nicht stören und gleichzeitig das Geschehen verarbeiten das auf der einen Seite irre langsam vonstattengegangen war und auf der anderen Seite an Schnelligkeit nur wenig vergleichbares zu bieten hatte, denn auf einmal war es Schlag auf Schlag gegangen, das man gar nicht mehr hinterherkam die bleibenden Eindrücke zu verarbeiten.

Ich war selbst vollkommen überrumpelt wie eine Geburt denn dann in echt ablief.

Es verlangte viel von Mutter, Vater, Kind und Hebamme!

Ich war gut gefordert gewesen und fand ich hatte mich exzellent geschlagen, bisher!

Und es war etwas ganz anders als mit den Toten zu spielen, wenngleich auch dies hier eine blutige und eklige Angelegenheit war, so lagen doch die Geburt und der Tod wohl ähnlich nah beieinander und daher konnte ich sagen, dass ich nicht wirklich Wert darauf legte dergleichen tatsächlich noch einmal wieder erleben zu wollen oder gar selbst der Verdammung anheimfallen mir wie Daphne das da antun zu wollen.

Aber an sich war dies etwas völlig Normals und eine fast unspektakuläre Geburt und Daphne hatte mit fast 8 Stunden bis das Kind da war eine schnelle Leistung geliefert. Ich konnte froh sein. Als eine gute halbe Stunde seit der Geburt vergangen war, begab ich mich dann doch noch mal zum Bett und den jungen Eltern.

So blickte ich auf das noch nicht weiter von mir beachtete Baby und fand es selig schlummernd vor, während die Eltern die kleinen Hände anhimmelten. Ich gab der kleinen Familie weitere Zeit sich zu beschnuppern, während ich immer wieder sehr wohl bemerkte wie der Bauch von Daphne krampfte, was sie aber nicht wirklich als sonderlich schmerzhaft anzusehen schien, da sie sehr ruhig und ausgeglichen wirkte.

Als ich wieder meinen Platz am unteren Ende des Bettes einnahm und nachsah ob sich, oder was sich tat, erkannte ich es tat sich nichts und ihre untere Region war relativ sauber, etwas was mich unwohl die Lippen zusammenpressen ließ, obgleich ich versuchte die da oben nicht zu stören in ihrer Verliebtheit.

Das solle so nicht sein, wie ich nur zu gut wusste. Die Plazentaablösung ging relativ schnell und glatt nach einer problemlosen Geburt über die Bühne.

Man gab ihr in der Regel 1 Stunde Zeit, aber das war das absolute Maximum, danach sollte es erledigt sein, daher ging meine besorgter Blick zur Uhr und ich rechnete schnell. Wir hatten jetzt 45 Minuten nach der Geburt und es war nichts zu sehen…hinzukam das die krampfenden Wehen nachzulassen schienen und völlig abebbten.

Meine Sorge wuchs, da Probleme mit dem Mutterkuchen, wenn er sich nicht vollständig löste, zu lebensgefährlichen Blutungen führen konnten, etwas was mir ja durchaus Angst machte bei meinem mich ständig verlassenden Glück.

Das wäre ja so klar, oder? Das Kind kam gut auf die Welt und die Plazenta wollte mich ärgern?

War ja so klar, dass bei mir nichts reibungslos verlaufen konnte!

Mir fielen auf die Schnelle drei Möglichkeiten ein, die jetzt gerade mächtig schieflaufen könnten, trotzdem blieb ich in meiner Sorge gewohnt pragmatisch und gefühlskalt, während ich meine Optionen abwog:

Da gab es die Möglichkeit, dass die Gebärmutter aufhört hatte sich zusammenziehen, oder sich gar nicht genügend zusammenzog, damit sich die Plazenta von der Gebärmutterwand lösen konnte, oder zweiten, dass sich die Plazenta von der Gebärmutterwand gelöst hatte und sie kam nicht durch den inzwischen schon wieder verengten Muttermund und als letztes Möglichkeit, ein Teil der Plazenta hat sich nicht gelöst, weil er tief in die Gebärmutterwand eingebettet war, aber dann hätte wenigstens ein Teil austreten müssen, aber hier war Ebbe, nichts zu sehen.

Alle drei Varianten waren an sich kurios, da ich die zwar nachlassenden, aber durchaus noch vorhandenen Kontraktionen auf ihrem noch immer prallen Bauch sehen konnten, also schied für mich Nummer eins als Ursache aus, da ihr Körper arbeitete.

Jetzt blieben meiner Ansicht nach noch die anderen beiden Möglichkeiten, wobei ich Nummer drei auch verwarf, da dafür an sich die Angelegenheit zu trocken war.

Ich war noch am Überlegen, als plötzlich jetzt doch noch Blutungen einsetzten, aber ich bekam große, besorgte Augen als ich feststellte das es wirkliche Blutungen mit wenig Wasser waren. Das hieß, es war kein hellrotes Blut, sondern fast schwarzes, dunkles Blut, das träge in einem nur mäßigen Rinnsal aus ihr floss. Das gefiel mir so gar nicht. ich musste nachsehen was da auf uns zukam und so meinte ich relativ neutral:

„Harry, meinst du nicht, dass die anderen deinen Sprössling sehen möchten, zeig ihn ihnen! Ich mach derweil Daphne frisch!“ Überrascht ruckten die zwei Köpfe zu mir und ich konnte sehen wie sich Daphne mit dem Kind auf der Brust etwas aufrichtete.

„Sie hat wohl recht Harry. Die Twins werden sterben vor Neugierde!“, lächelte sie milde, wie es wohl nur eine gewordene Mutter konnte, worauf Harry reagierte, da der Wunsch seiner Liebsten ihm wohl Befehl war und er seinen Sohn vorsichtig und sanft aufnahm, ihn dabei hielt als wäre er aus Glas.

„Okay bis gleich!“, meinte er mit deutlich belegter Stimme, dann eilte er von dannen, sodass ich sofort begann und Daphnes Nachthemd sehr weit, sogar weit über ihren runden Bauch hoch zu schieben und anfing ihn abzutasten, wobei ich schnell und rasch arbeitete.

„Stimmt… etwas nicht Hermione?“, fragte sie sofort unsicher und sah mich mit großen Augen beunruhigt an.

„Mhm...ich weiß nicht, sag du mir was du fühlst!?“, wollte ich es ihr nichts ins Gesicht sagen und versuchte auszuweichen!

„Nun, keine Wehen mehr, vorhin hatte ich noch welche, aber seit 5 Minuten flaut es ab! Aber ich hab einen unsäglichen Druck auf mir, sodass ich pressen möchte!“, führte sie aus und ich spürte als ich auf ihren Brauch drückte irgendwas. Die Frage war nur: Was?

Mir blieb nichts anderes übrig und so entschloss ich mich pragmatisch, dass ich das tun musste und so meinte ich kompromisslos und hart zu ihr:

„Okay, das mag nun unangenehm sein, vor allem da dein Geburtskanal schon gereizt ist, aber ich werde nun hinein fahren mit meiner Hand. Ich muss fühlen ob sich dein Muttermund schon zu weit geschlossen hat um die Plazenta noch auszuscheiden!“ Ich informierte sie neutral und objektiv, wobei sie reagierte indem sie sichtbar schwer schluckte und auch wie es schien die Frage die ihr auf der Zunge lag warum ich das tat, die sie aber hinterschluckte. Somit blickte sie mir nur furchtsam ins Angesicht, als ich mit meiner Hand zu ihrem Eingang glitt und rasch durch ihn hindurch.

Er war noch immer geweitet und ich glitt ungehindert hinauf, während sie unwohl das Gesicht verzog. Ich konnte mir auch schöneres vorstellen als mit meinen Finger in ihrem Inneren zu tasten, aber ich schob und schob, sodass wirklich fast meine ganze Hand in Daphne verschwand, nur hatte dies hier so gar nichts sexuelles an sich, sondern nur einen medizinischen Aspekt.

Und dieser bereitete mir sogar eher Sorge als alles andere, weil ich etwas fühlte was meine schlimmsten Albträume bestätigte. Da war was in dem engen Kanal und blockierte alles. Es war als wäre es verstopft, somit versuchte ich die Konturen zu ertasten, aber ich fand nicht heraus was derart kompakt den Durchgang verstopfte und schloss dabei sogar meine Augen um mich vollständig auf meine Finger zu konzentrieren.

Währenddessen konnte ich hören wie Daphne versuchte ruhig ein und auszuatmen, aber ich bemerkte sehr wohl durch nun halbgeöffnete Lider das sie ihre Hände zu Fäusten im Bettlaken links und rechts neben sich ballte.

Mit verkniffener Miene glitt ich wieder aus Daphne zurück und zog meine mit zu viel dunklem Blut besudelte Hand aus ihr raus. Ich versuchte sie zu reinigen, bevor sie sie sah und sich noch mehr sorgen konnte als sie es jetzt schon tat, wie ich aus ihrem ängstlich geweiteten Augen entnehmen konnte.

Zusammengefasst, sie hatte einen Geburtsstillstand, denn ihr Bauch hatte in der Zeit komplett aufgehört zu arbeiten und die Plazenta kam nicht, dafür verstopfte etwas den Geburtskanal. Als ich meinen Zauberstab zückte und über ihrem Bauch schwang, kontrollierte ich was da sein könnte was ich übersehen haben könnte!

Es war zum Haare ausreißen, denn an sich war alles normal!

Aber ich bemerkte sehr wohl, jetzt da Harry und das Baby weg waren, baute Daphne erschreckend schnell von Minute zu Minute ab.

Ich tippte wagemutig auf innere Blutungen, denn eine andere Erklärung fand ich grad nicht, da sie wieder vermehrt schwitzte und begann sich unter dem Zauber unwohl hin und her zu bewegen. Sie kaute auf ihrer Unterlippe, offenbar schien sie sich schlecht zu fühlen.

Ich überlegte schwer was der Grund für dieses Fiasko sein könnte, was ES sein konnte das den Zugang verstopfte, aber ich hatte eine Idee, die ich absurd und skurril fand, somit wendete ich einen Diagnosezauber für ein weiteres Baby an, aber da war nichts, mir wurde nichts weiter angezeigt.

Das verwunderte mich noch nicht mal, da wir als wir nach Weihnachten zurück in Hogwarts gewesen waren und von der Schwangerschaft gewusst hatten, Zauber gesucht und gefunden hatten und diese angewandten Diagnosezauber hatten uns gezeigt, dass es dem Baby gut ging. Damals wie auch heute hatten die Zauber eiwandfrei gezeigt, das da in Daphne EIN gesundes Kind heranwuchs, wenngleich wir weder das Geschlecht gesehen hatten, noch einen dem Muggel vergleichbaren Ultraschall damit hatten, aber der Zauber war zuverlässig gewesen, sonst wäre Daphnes Sohn nun nicht unter uns.

Also was zum Geier war dann das was den Weg derart verstopfte, das ich es fast nicht bewegen konnte?

Ich hatte Angst es mit Gewalt zu bewegen, vielleicht würde es die Blutungen verschlimmern? Oder erst Recht dazu führen das alles noch gefährlicher werden würde?

Ich konnte es nicht riskieren. Bis jetzt war alles gut gelaufen, aber jetzt drohte alles dramatisch aus dem Ruder zu laufen. Ich schloss kurz die Augen und versuchte den beginnenden, stechenden Kopfschmerz aus mir zu verdrängen und vor allem musste ich weiterhin beherrscht, kalt bleiben.

Ich durfte auf keinen Fall zulassen, dass wieder meine Gefühle überhandnahmen und ich die Kontrolle über mich und meine „Kinder“ verlor. Das wäre für Daphne das Todesurteil und damit für mich keine Option und da spürte ich die absolute Kälte, die durch meine Adern lief und ich wusste, ich würde die Nerven behalten können.

Erneut fielen mir neue Schweißperlen auf Daphnes Stirn auf und ich sah, wie sie sich gequält in den erneut nassgeschwitzten Laken zu winden schien.

„Herm…Hermione, ich fühl mich nicht gut!“, wimmerte sie da auch schon und ich überlegte fieberhaft, was das nun sein könnte, aber trotz aller Vorbereitung fühlte ich mich hilflos, da ich auch nichts falsch machen wollte in dieser brenzligen Situation, schließlich ging es hier um Daphnes Leben und jede Entscheidung würde über ihr Überleben entscheiden.

Ich war mit mir am Ringen was ich tun sollte, als die Tür plötzlich aufging und Astoria freudestrahlend hereinkam:

„Harry strahlt und die Twins….!“ Dann unterbrach sie sich selbst, als sie uns am Bett sah, dabei erkannte sie rasant, dass es ihrer Schwester nicht gut ging. Sie war sofort bei ihrer Schwester und meinte panisch:

„Was passiert hier, Hermione?“ Ich wog schnell meine mir verbliebenen Optionen ab, die mir verschwindend gering schienen.

Es war zum Haare ausreißen!

Das mich mal wieder mein Glück so um den Erfolg betrog, es war zum Verzweifeln, denn an sich hatte alles geklappt, Harry hatte einen gesunden Sohn und Daphne hatte die Geburt desselbigen gut überstanden und nun dieses Fiasko!

Ich schloss die Augen und traf eine Entscheidung, worauf ich mein Gesicht entschlossen anhob und es Astoria nachdrücklich entgegen hielt.

Die Würfel waren gefallen!

Hermiones Sicht ende

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BeitragThema: 277. Hilfe, hat ihren Preis!   Do Mai 03, 2012 1:29 am

277. Kapitel Hilfe, hat ihren Preis!

Dracos Sicht

Wir saßen hier seit zähen Stunden und langweilten uns phänomenal, hinzukam eine latente Sorge da niemand etwas genaues wusste. Es war enervierend und grausam, aber auf der anderen Seite brächten mich keine zehn geflügelten Abraxaner Pferde da hinauf in das Zimmer, musste man auch offen zugeben.

Mir fiel plötzlich auf, dass die Twins ungewöhnlich erregt um nicht zu sagen unruhig wirkten, als sie meinen nachdenklichen Blick auf sich fühlten meinten sie recht lapidar, das sie mir was im Garten zeigen möchten. Keiner dachte sich dabei groß etwas, da sie immer recht heimlichtuerisch bei ihren neuen Erfindungen waren, als sie mich hinauskomplementierten.

Es wurde ein wahrlich erhellendes Gespräch.

Nott, die Red Devils hatten sich Nott gekrallt. Es war hammerhart. Sie waren giftiges Getier.

Schon zu ihrer Zeit in der Schule als sie diese noch unsicher gemacht hatten, waren sie so gewesen und ich hatte sie sträflich unterschätzt, so wie sie wohl jeder unterschätzte zu was die beiden tatsächlich Fähig waren, wenn man ihnen einen Grund lieferte aus zu ticken.

Ich erinnerte mich zurück wie sie spektakulär aus Hogwarts abgehauen waren und wie irre sie vorgegangen waren. Auch ihre Nasch- und Schwänzleckerein waren als die Blutungen nicht aufgehört hatten und kaum zu stoppen gewesen waren auch nicht ohne gewesen, aber damals war dies noch alles übertüncht worden durch „Spaß“, doch jetzt machten die Twins ernst.

Auf einmal verstand ich Vaters Ansage etwas besser, denn er musste schon Wissen das Nott vermisst wurde, nur wagte ich mich am Rande zu fragen, warum er mich gehen lassen wollte und sie nicht?

Vater!

Aber wie auch immer, Nott bedeutete mir nichts, außer dass wir nun wussten, das er für die einzelnen Anschläge verantwortlich gewesen war.

Ich hätte nichts vor dem Lord gegen Nott tun können, da dem Lord der Tod von Weasely sogar mehr als recht gewesen wäre, anders als Dumbledores Tod, den der Lord von langer Hand plante und wobei er sich nicht von einem Nott dazwischen funken lassen wollte.

Somit beglückwünschte ich die Twins, was sie mehr als nur diebisch zu freuen schien.

Wobei mir auffiel das George in der Euphorie zurückhaltender war als Fred, so ganz frei von „Schuldgefühlen“ waren sie wohl nicht, auch ihr Verhalten es nur Hermione und mir anzuvertrauen zeigte, dass sie sich nicht der Meinung der anderen stellen wollten, etwas was den Twins sonst recht gleichgültig war.

Aber sich zum Herrscher über Leben und Tod aufzuschwingen war halt doch etwas anders. Manchmal schlug das „Gewissen“ erst Tage, Wochen oder gar Monate danach zu und in dem Punkt wusste ich wovon ich sprach.

Wir würden sehen wie sie sich schlagen würden, wobei ich mir schon dachte, dass es Hermine nicht gefallen hatte das die Red Devils in ihrer Rachsucht derart weit gegangen waren, nur jetzt war es nicht mehr zu ändern.

Aber leider war das Gespräch nur von relativ kurzer Dauer, denn als wir zurückkamen begann die Tristes des Wartens von vorne.

Es war grausamst, weil jedes begonnene Gespräch im Sande verlief und nach ein paar Stunden hätte ich liebend gerne ein Glas gekippt. Außerdem war es nicht auszuhalten wie das Wiesel entnervt stöhnend sein Schachbrett aufbaute, aber lasst es mich so formulieren, es war die katastrophalste Partie die ich je gesehen hatten.

Jeder spielte mal und jeder verlor krass peinlich, anders konnte man es nicht sagen. Die Gedanken aller waren dort oben in dem Zimmer bei den vier Abwesenden und auch wenn ich Potter nicht mochte, so war ich doch auch gespannt, denn diese Nervosität aller übertrug sich auch auf mich und außerdem dachte ich auch an Hermione und ihre Aufgabe bei der Geburt und das ich ja auch irgendwie hoffte, dass der ganze Aufwand den wir betrieben hatten nicht umsonst gewesen war, das wäre zu ärgerlich sollte jetzt etwas schiefgehen.

Ich dachte gerade noch: BOHA, diese Ruhe ist schlimmer als jedes Geschrei, als wir einen hohen, spitzen Schrei von Daphne hörten und ich meine Meinung dramatisch schnell revidierte, das ich das doch nicht hören wollte, um nur kurz darauf endlich ein durchdringendes, lautes Krähen, das eindeutig von einem Baby stammte, hören zu können, doch dann ließen sie sich immer noch Zeit und uns im Ungewissen, was gar nicht nett war.

Nach einer gefühlten Ewigkeit kam endlich eine gelöst wirkende Astoria ins Zimmer gestürmt und warf sich Blaise in die Arme.

„Alles gut, alles gut!“, haspelte sie leicht gehetzt und so zog Blaise die sichtlich aufgekratzte junge Frau auf seinen Schoss, während sie nicht mit der Sprache rausrückte was es war und nur frech meinte, das würden die Red Devils, die sie enorm in der Mangel hatten, schon noch sehen und blieb eisern verschwiegen.

Und da kam er dann, POTTER!

Mit einem kleinen Bündel auf seinen Armen trat er stolz ein. Er strahlte regelrecht wie die Sonne und sein Gesicht zierte ein seliges, besonders doofes Lächeln. Seine Augen schauten sehr zahm durch die Gegend, während er uns das Kind in seinen Armen beschützerisch vorführte.

„Leute mein Sohn!“, hörte er sich bewegt rau an, als die Twins loslegten, regelrecht nicht mehr zu halten waren, in ihrer Begeisterung den neuen Erdenbürger begrüßen zu können und ein großes Hurra setzte ein.

Jeder schlug Potter gönnerisch auf die Schuler, selbst Blaise ließ es sich nicht nehmen, während ich ruhig sitzen blieb und mir das Schauspiel gebührend aus der Entfernung ansah.

Dann holte der kleine Weasley die Gläser und schenkte einen Drink für alle ein, auf das wir den neuen Magier in unserer Mitte gebührend willkommen hießen und selbst ich erhob mein Glas auf den keinen Mann und trank mit Potter auf das krakeelende Kleinkind, während Astoria wieder geschäftig entschwand und unsere Herrenrunde alleinließ.
Unterdessen erzählte Potter wie toll Daphne ihr Kind geboren hatte und dabei blickte er immer wieder leicht verzückt auf das kleine Bündel in seinen Armen.

Seine Erzählungen wurden unterbrochen als plötzlich eine sichtlich aufgewühlte und ganz blasse Astoria herein stürmte und fast in ihrer Hast über ihre eigenen Füße stolperte, wobei alle sofort verstummten wegen diesem überraschenden Auftritt.

„Was?“, wollte Potter sofort besorgt wissen, sprang dabei fast auf, nur der Protest seines Sohnes ließ ihn innehalten und er überlegte es sich, sah aber Astoria besorgniserregt hart an.

„Gleich…“, schniefte sie aufgelöst und sorgte damit nicht wirklich für Beruhigung, sodass fast jeder aufhörte zu atmen!

„Draco, ich soll dir von Hermione sagen, das was ihr gestern im Bad besprochen hättet….das würde sie nun fordern! Du sollst gehen! Jetzt! Sofort und du sollst dich beeilen!“, hörte ich mir perplex an wie mich Astoria mit weinerlicher Stimme beschwor mich zu beeilen und mir gingen fast die Augen über während ich mein Glas fast gehetzt abstellte!

Ich sollte jetzt zu Severus?

„Wirklich!?“, echote ich entsetzt, worauf sie mich aufgebraucht anfunkelte.

„Ja und jetzt geh! Sie hat gesagt, du sollst dich beeilen! Mehr weiß ich nicht!“ fauchte die Kleine panisch laut los und ich sprang auf, da ich mich an das Versprechen erinnerte, worauf ein Tumult in meinem Rücken folgte.

„Was!“, „Wohin!“, „Draco!“, „WAS??? Was ist mit Daphne!“, „Astoria!“, „Draco warte!“, aber ich hörte nicht mehr. Ich hatte es versprochen und irgendwas schien grad gewaltig schiefzulaufen, somit hetzte ich hinaus und apparierte noch im Lauf.

Hermione wusste bestimmt was sie forderte! Ich stellte sie nicht in Frage!

Dracos Sicht ende

Severus Sicht

Ich weilte gerade in Prince House, wollte mich endlich in Ruhe vorbereiten, weil es die kommenden Tage nach Transsilvanien gehen würde und ich mich weitsichtig für Lucius stärkte, da er sicher wieder meiner Aufmerksamkeit bedürfen würde, als plötzlich meine Zauber anschlugen, die ich auf Spinners End gelegt hatte und die mir anzeigten, dass jemand klopfte.

Irgendwer wagte mich zu belästigen, dabei war es mir ein unsägliches Gräuel, das alle dachten, ich müsste nach ihrer Pfeife tanzen, was für ein unguter Zustand. Griesgrämisch verzog ich die Mundwickel.

Ich nahm mir felsenfest vor den Störenfried scharf zurechtzuweisen und wenn es einer der Lestrangesidioten wäre ihn zu verhexen, auf dass sie nie mehr geradeaus sehen könnten. Der erste Tag ohne nervende Schüler, der Tag hatte so gut begonnen mit Stille und Geruhsamkeit, okay, fast. Mit zu viel Ruhe, aber darüber konnte man ja hinwegsehen, denn der Sinn nach Geselligkeit stand mir nicht wirklich.

Also apparierte ich und kam in meinem ungastlichen Geburtshaus an. Sogleich irrte mein verächtlicher Blick durch die Runde. Wie sehr ich dieses Haus hasste und damit zog ich enerviert meine schwarze Robe zurecht, bevor ich die Tür unsanft aufriss und mir zu meiner Verwunderung ein ohne Mantel oder Umgang bekleideter Draco fast entgegen fiel und vorwärtsstolperte, da er gerade wieder schwungvoll klopfen wollte. Er wirkte äußerst ungewohnt erregt.

„Du wünschst?“, fragte ich äußerst freundlich, wobei ich dies gerade ironisch meinte und blickte ihn kalt an, während er sich wieder aufrichtete, aber seine Augen zuckten recht unruhig hin und her und er ging auf meinen Spott nicht wirklich ein.

„Severus, komm schnell ins Cottage!“, hörte er sich regelrecht und sehr ungewöhnlich für ihn gehetzt an, dabei schenkte er mir einen sehr eindringlichen Blick, was mich die Stirn kraus ziehen ließ.

„Was ist passiert?“, fragte ich argwöhnisch, langsam und taxierend, denn das Cottage beutete, das Biest!

„Nicht jetzt und nicht hier, es eilt!“, drängte er ungewohnt forsch, fordernd er wirkte regelrecht menschlich gefühlsbetont, wobei er gar nicht derart emotionslos wie ein Malfoy sonst war.

Das war…besorgniserregend.

„Ist etwas mit ihr?“, wollte ich betont ruhig, gelassen und abwägend wissen, bevor ich bereit war zu reagieren, somit durfte ich erleben, wie der junge Malfoy seine grauen Augen entnervt bei meiner Frage rollte, also hoben sich meine beiden Augenbrauen skeptisch.

„NEIN, aber sie ist es die nach dir schickt!“, zischte er fast schon erbost über meine wenig kooperative Art und da wollte er mich ungeduldig an meinem Arm packen um mich mit sich zu ziehen, wobei er aber doch innehielt, sodass er im letzten Moment in seinem wackeren Vorhaben stoppte, weil ich ihn aus eisigen, dunkeln Augen maß.

„Nun denn ….komm! Aber ich erwarte Antworten!“, meinte ich bedeutungsschwanger, als ich mich rasch in Bewegung setzte um die Tür hinter mir zuzuknallen, dabei apparierte ich fast sofort mit Draco Seit an Seit.

Draco überraschte mich, da er mich zurückließ und einfach nur hineinstürmte, dann riss er die Tür auf und lotste mich sofort in den ersten Stock, delegierte mich weiter, somit konnte ich nur im vorbeihaschen wahrnehmen, dass das Wohnzimmer gut gefüllt war, bis ich vor einer anderen Tür von Draco aufgehalten wurde und er jetzt diese eilig aufriss.

„Hermione, ER ist hier!“, erläuterte Draco flott, aber er rührte sich keinen Zentimeter um das Zimmer zu betreten, etwas was mich spöttisch die Mundwinkel heben ließ, somit umrundetet ich ihn und trat an ihm vorbei in das Zimmer ein.

Mir bot sich ein mehr als abstraktes und ungewöhnliches Bild. Ich konnte sehen wie SIE sich uns zuwandte und kurz wie es schien erleichtert die Augen schloss als sie meiner beeindruckenden Person Ansichtig wurde, wohingegen sie etwas blass um die Nase wirkte und ihr zu einem Pferdeschwanz gebundenes Haar wirr und krauss in alle Richtungen abstand.

„Danke…Danke! Severus, komm schnell… sie stirbt!“, wisperte sie leise, dabei wurde nicht ersichtlich an wenn ihr Dank gerichtet war, ob an mich, weil ich herkam, oder an Draco weil er mich geholt hatte.

Wie auch immer, jetzt beachtete sie Draco gar nicht weiter und dieser schloss auch schon bestimmt die Tür und ließ uns allein.

Ich ließ meinen Blick neugierig weiter durch das Zimmer schweifen, dabei taxierte ich eine stöhnende Daphne Greengrass, die schweißüberströmt und vor Schmerzen krampfend in einem Bett lag, während Hermione zwischen ihren weit gespreizten Beinen saß.

Die Gebärende lief ersichtlich unten rum aus wie ein Weinfass, nur das dies ihr Blut war, dann nahm ich auch schon den intensiven, metallischen Geruch, der auf viel Blut hindeutete, welches das Mädchen konstant verlor, wahr.

Ich behielt meine betont gleichmütige Maske bei und auch sonst fühlte ich jetzt keine zu große Eile, obwohl ich sehr wohl sah, dass schnell gehandelt werden musste, wenn wir sie retten wollten, aber alles mit Ruhe und Bedacht!

„Hermione, du wirst viel zu erklären haben!“, nahm ich mir gewohnt gehässig die Zeit dies schnarrend und sehr akzentuiert zu verkünden!

„Ja, Severus, aber bitte nicht jetzt!“, fauchte sie aufgebracht und funkelte mich erbost an, dabei erhob sie eine blutige Hand, wie um mir zu signalisieren, dass sie jedes weitere Spielchen zum jetzigen Zeitpunkt unangemessen fand.

„Wie schön, dass wir hierbei einer Meinung sind!“, konnte ich mir einen letzten, bösartigen Stich nicht versagen, dabei neigte ich sachte, zustimmend mein Haupt und nährte mich dem Bett, währenddessen besah ich mir aber auch die Katastrophe.

„Also, das Kind ist gesund auf der Welt, alles ging glatt, aber die Nachgeburt kam nicht, selbst nach 45 Minuten warten nicht, also bin ich rein. Etwas verstopft den Geburtskanal, richtig fest! Okay, ich weiß nicht was es ist! Wir führen seit der 24/25 Woche Diagnosezauber aus und die haben immer EIN gesundes Kind gezeigt….wir haben nun die Wehen eingeleitet, in der Woche 34/35! Okay soweit, oder noch Fragen?“, haspelte sie die Fakten in einer enormen Geschwindigkeit hinunter und ich lauschte aufmerksam.

„Ja, alles klar!“, meinte ich sachte und nüchtern abwägend als ich nahe, an das junge Mädchen ran trat, das zu jung war um Mutter zu sein und befühlte ihre schweißige, warme Stirn, während mich ihre hellgrünen Augen furchtsam aber auch fiebrig glänzend ansahen.

Während ich dies tat, flog die Tür lautstark auf, wobei ein aufgebrauchter Potter einem Derwisch gleich hereinstürmte, mit wehenden Haar und einem fast irren Blick. Ich unterdrückte das abwertende Stöhnen, weil diese Potters immer derart heroisch in ihrem Gebaren sein mussten.

„Raus!“, fauchte Hermione sauer, als ich die Schwester in meinem Rücken hören konnte.

„Ich hab ihn die ganze Zeit zurückgehalten, aber als der Professor kam, da war er nicht mehr zu halten!“, entschuldigte sie sich kummervoll und klang ganz durch den Wind.

„Er soll sich ums Kind kümmern!“, rief das Biest böse, worauf Potter ungewohnt ruhig aber entschlossen die Tür laut vor der Nase der Schwester zuknallte und seelenruhig wie es schien auf uns zuhielt, wobei ich in den lodernden, grünen Augen sehen konnte das er sein gewohnt hitziges Temperament schwer unterdrückte.

„DU, wirst mich nicht von meiner FRAU fernhalten! Und jetzt macht!“, wies er das Biest ungewohnt harsch in ihre Schranken, um dann am Ende mir doch glatt eiskalt etwas zu befehlen, MIR!

Dabei behielt er eine unglaublich ruhige Stimme bei, was mich verwunderte, aber ich sah ihm den Befehl ungewohnt großmütig nach, vor allem da ich mir des Anblickes bewusst war den seine Verlobte in dem Bett lieferte. Es erinnerte an ein abgeschlachtetes Schwein, erstaunlich das er überhaupt derart überlegt handeln konnte und nicht Zeter und Mordio schrie.

Dafür hielt sich der Junge namens Potter, der ansonsten zu einem aufbrausenden Temperament neigte, erstaunlich gut und das konnte ich respektieren.

„Nun gut!“, überging ich dies alles lapidar und wandte ich mich entschlossen zu der jungen, verblutenden Frau in dem Bett zu, währenddessen zauberte ich meine Hände sauber, in dieser Zeit setzte sich Potter auf Kopfhöhe zu seiner Verlobten um ihr zärtlich aber auch sehr besorgt über das verschwitzte und glühende Gesicht zu streichen, dann wandte ich mich brüsk ab und an das Biest!

„So, du wirst nun wieder hineinfahren bis du bei dem Punkt bist der es verstopft, wie du so schön sagtest! Und dann wirst du ES hochschieben, beziehungsweise drücken …“, befahl ich ihr emotionslos, sachlich, wobei ich neben ihr stehen blieb, da ruckte ihr überrumpelter Blick zu mir und drohte mich zu durchbohren.

„Und was machst du?“, fauchte sie erbost, als ich mich zu der Liegenden auf Bauchhöhe beugte.

„Ich??? Ich werde ihren Bauch von draußen versuchen zu bewegen!“, erklärte ich ganz nüchtern.

Ich zog somit bei meinen Worten das nassgeschwitzte Nachthemd bis unter die Brust der Frau hoch, entblößte ihren Unterleib und den dicken Bauch und konnte sehr wohl die furchtsamen Blicke von Potter auf meinen Händen spüren. Es behagte ihm bestimmt nicht das ICH, gerade ich, den prallen Bauch seiner Frau anfasste, aber er gab keinen Mucks des Protestes von sich, nur die junge Mutter bewegte sich wimmernd, unwohl unruhig hin und her, aber ich bezweifelte stark das sie viel von ihrer Umgebung bewusst wahrnahm.

„Und was ist mit Magie?“, fragte das Biest aufgebracht und fast schon verzweifelnd hoffend auf eben jene.

Sie wirkte leicht nervös, sehr ungewohnt für mich sie derart involviert zu erleben, worauf ich ihr einen sparsamen Blick schenkte und gewohnt sachlich antwortete, dabei tastete ich sanft und feinfühlig den weißen, aufgedunsenen Bauch der Frau ab und fühlte konzentriert.

„Magie, mein Biest ist, nicht alles! Oder warum gerade meinst du, sterben so viele unserer Frauen bei der Geburt oder auch die Kinder? Warum denkst du ist die magische Population so gering oder warum sind solche gebärfreudigen Familien wie die der Weaselys derart krass selten in unserer Gesellschaft zu finden?“, redete ich leutselig über unsere medizinischen Möglichkeiten, da ich mitbekam, dass sie die Ablenkung wollte und brauchte von dem was sie tat, auch wenn Potter mich mit seinen intensiv funkelnden Augen am liebsten umzubringen suchte bei meinen wenig aufbauenden Worten.

„Magie kann viel, aber eben nicht alles und gerade hier, bei einer Geburt lässt sie uns schmählich im Stich!“, erzählte ich ihr betont neutral und offenbarte die Tatsachen wie sie waren ohne sie zu beschönigen.

Sie nickte entschlossen und dann verschwand ihre Hand in der Frau. Sie schien sich gefangen zu haben, also drückte ich von außen auf die Bauchdecke der Frau, die auch meine Schülerin und mein Mündel war, immer wieder erstaunlich in was für Situationen ich geriet, dabei tastete ich prüfend weiter über ihren geschwollenen Bauch.

Weil ich aber immer einen Blick auf die Vorgänge im unteren Bereich behielt, sah ich wie die Finger und dann fast die ganze Hand des Biestes verwand. Sie sprach weiter über das lauter gewordene Stöhnen der jungen Mutter hinweg, als ich aus den Augenwinkeln wahrnahm wie Potter nun seine Frau an den Schultern festhielt, da sie sich mehr bewegen wollte, weil ihr das Gefühl von den Fingern von Hermione bestimmt nicht angenehm war und auch wenn ich anfangen würde wirklich zu drücken würde es ihr wehtun.

„Potter halten sie sie wirklich fest, mit Kraft! Und du Hermione, egal wie schwer oder fest ES sitzt drück!“, wies ich kalt an. Ich fing ihren Blick auf als sie unsicher mit ihren intensiv schauenden, braunen Augen zu mir hinaufschielte und dann bestätigte sie mir insgeheim, das sie ahnte um welche Komplikation es sich handelte, trotz ihrer mangelnden Ausführung mir gegenüber zu Anfang. Ich wusste doch, dass sie nicht dumm war und schenkte ihr ein diabolisches Grinsen.

„Ja, egal, drück!“, befahl ich scharf und konnte sehen was für Schmerzen es der jungen Frau bereitete, die nun leise zu weinen begann, während Potter mehr als hilflos auf sie starrte, aber sie stark festhielt.

„Mhmm!“, gab sie schmerzerfüllt von sich als Hermione fest schob und drückte ich spürte es wie sich das was noch im Bauch war zu bewegen begann.

„Du hat es gleich geschafft!“, bescheinigte ich ihr dies anfeuernd und drückte leicht dagegen.

Meine Aussage bestätigte sich auch gleich, da es war als würde man einen Pfropfen aus einem Abguss ziehen und das dunkelrote, dicke Blut schoss nun schnell fließend mit viel Wasser aus dem Mädchen hinaus und über die Hände vom Biest, die aber nichts an ihrer gebückten Haltung zwischen den Beinen der Frau veränderte. Es war eine Sauerrei ohne gleichen.

„Nimm die Hand raus und beschwör dir eine Zange. Es muss schnell gehen! Ich versuchen nun den Fötus so zu drehen und zu drücken, sodass der Po oder der Kopf, was auch immer in den Kanal gedrückt wird und du siehst dann zu, das du mit der Zange den Fötus packen kannst und ziehst dann! Mit meiner Unterstützung hast du dann einen besseren Zug!“, dabei behielt meine Stimme einen monotonen, gleichbleibenden Klang, während ich ihr, ihr weiteres Vorgehen anschaffte und das Biest nickte nur entschlossen kalt und biss sich in Konzentration auf die Unterlippe.

„Forceps!?!“, flüstere das Biest leise vor sich hin und sollte ich mich wundern das sie wie ein Lehrbuch klang, da sie wusste, wie man die Geburtszange auch nannte. Unterdessen malträtierte sie gleich wieder ihre Lippe.

Das tat sie oft wenn sie nachdachte, wie ich schon beim Brauen von Dracos Trank hatte beobachten können, aber sie wirkte nun seitdem ich da war absolut wieder als ob sie Herrin der Lage war und vollkommen ausgeglichen und viel beherrschter seit unserem kleinen Schlagabtausch mit Potter und das sie mich hatte holen lassen, hatten gezeigt, dass sie Unterstützung gewollt und geraucht hatte.

Unterstützung, pah, das sie gerade das forderte, sie, die immer alles alleine machen wollte, was für ein Sinneswandel.

„Ein zweites Kind?“, hauchte Potter entsetzt und seine Verlobte gurgelte etwas atemloses, als sie das am Rande ihres Bewusstseins hört, während das Biest mich hart maß, denn ich schien ihre schlimmsten Befürchtungen zu bestätigen.

„Ja, aber ein Kind das schon lange tot sein muss, denn sonst hätten ihre Diagnosezauber anschlagen müssen!“, bescheinigte ich ihnen betont gleichgültig aber doch auch frostig, dabei drückte ich nun stärker von außen auf den Bauch und schob mit Gewalt das Kind hinaus in den Kanal hinein, was die Frau unter mir erstickt aufschreien ließ und sie wandt sich vor Schmerz unter mir.

„Okay, ich hab was…ich führe nun die Zange ein!“, informierte uns das Biest eilig.

Siebeschwor eine Zange aus Metall herauf, die für dergleichen geeignet war und aus zwei Zangenlöffeln bestand, um am besten damit den Kopf greifen zu können war die Zange gekrümmt. Diese führte sie nun schnell und zielsicher ein, während ich mit der einen Hand drückte, dabei zauberte ich nebenbei mit der rechten Hand und murmelte leise Heilsprüche, die die inneren Blutungen stoppen sollten. Es wunderte mich nicht, dass sie wusste wie so eine Zange aussah. Ich hatte damit gerechnet, dass sie sich schlau gemacht hatte würde, bevor sie sich auf ein solches Wagnis einließ.

Vor allem, da gerade eine Zangengeburt auch sehr viele Risiken bereithielt, weil es dabei zu zusätzlichen Verletzungen an Gebärmutterhals, Muttermund, Scheide und Damm kommen konnte und somit begann ich sofort sie zu heilen.

Somit verhinderte ich einen Riss der Gebärmutter oder des Gebärmutterhalses.

Aber die Gebärende bäumte sich verzweifelt auf. So eine Zange tat weh, vor allem das Einführen und gerade im engen Geburtsweg schabte das Gerät schmerzhaft und sie schrie nun gepeinigt laut auf, was aber sowohl das Biest als auch mich nicht in unserer Konzentration behinderte, da Potter seine Arbeit gut verrichtete und seine Frau erstaunlich eisern festhielt, wenngleich sie sich laut gegen die Behandlung wehrte.

„Gut, zu ärgerlich, dass sie einen Wehenstillstand hat. Hast du es umfasset, dann zieh es hier mit der Zange tiefer…zieh es raus!“, instruierte ich sie geschäftig, hielt den konstanten Druck aufrecht und presste meine flache Hand stark und kraftvoll zum Becken der Frau hinab, die immer lauter wimmerte und Potter wisperte ihr irgendetwas beschwichtigendes zu.

„Das müsste einfach gehen, da der tote Fötus viel kleiner sein müsste als das Baby!“, sprach ich gedrückt weiter, dabei drückte ich noch immer von oben auf den Bauch und das Kind nach unten, als sie dort nah am Geschehen ihr Gesicht noch tiefer gesenkt hielt und hochkonzentriert arbeitete.

Ohne Scheu, mit einem kräftigen Ruck und ohne falsche Scheu zog sie mit der Zange fast schon brutal fest an und der tote, abgestorbene, kleine Fötus glitt relativ leicht aus der erschöpften Mutter, die immer wieder gequält aufstöhnte..

Es war ein an sich normal entwickelter, weniger als 30 Zentimeter langer Babykörper, den ich auf Gut 6oo Gramm schätzte. An sich ein überlebensfähiger Fötus der 22 oder 23 Woche, bevor er noch im Mutterkörper verstorben war.

Dann kam auch schon mit einem erneuten Schwall Flüssigkeit die Plazenta hinterher, die sich doch von selbst abgelöst hatte und noch erstaunlich intakt aussah, so webte ich rasant meine Heilzauber, da das Biest nicht alles auf einmal tun konnte.

Man brauchte einen der zog und der andere der hexte, damit die Blutung auch wieder aufhörte, das war die Krux an der Geschichte. Es war wie bei einem laufenden Wasserschlauch. Die Gebärende Mutter war bei solchen Komplikationen permanent gefährdet auszubluten, das konnte das Biest nicht alleine schaffen und so fragte ich wie nebenbei:

„Hast du ihr Bluttränke geben!“

„Ja, zwei!“

„Schön, dann gib ihr nochmal zwei, wenn wir fertig sind!“, befahl ich sehr rational und zweckmäßig, währenddessen beobachtete ich wie der mitgenommene Potter die Augen furchtsam schloss um nicht mit ansehen zu müssen was da zwischen den Beinen lag, während das Biest erstaunlich routiniert die halbtote Mutter von unten heilte und einen durch die Zange verursachten Scheidenriss oder noch tieferen Einriss bei Damm heilte und ich oben am Bauch gerade fertig wurde.

Somit kümmerte ich mich um die wenig ansehnliche Totgeburt, wickelte diese übergangslos in eine Decke, die ich von der Kommode nahm und schlug das weiße Tuch über den toten, kleinen Körper. Ich zog den Fötus zwischen den Beinen weg und legte ES kommentarlos auf der Kommode ab.

Unterdessen schwang das Biest ihren Stab und auf einmal lag das erschöpfte, halbtot wirkende Mädchen in einem neuen Nachthemd da und auch das Bett war komplett neu bezogen.

Es war geschafft, das Mädchen würde wohl überleben, aber ein schaler, bitterer Nachgeschmack blieb trotzdem.

In dem Moment erhob sich das Biest und dabei wirkte sie wie eine alte Frau, als sie den Rücken stöhnend durchbog und zu den beiden Personen nach oben ging, die noch immer wie unter Schock standen und sie verabreichte meiner Schülerin, der jungen Mutter, 2 Blutbildende Tränke, flößte sie ihr einfühlsam ein.

Sie nützte die Nähe auch um kurz mit Potter wispernd etwas zu besprechen und Greengrass fiel fast sofort in einen unruhgien, erschöpften Schlaf, als sich das Biest zurückzog und so stellte ich mich nur nah zu ihr, baute mich drohend vor ihr auf, aber sie strich sich nur vollkommen seelenruhig die wirren Strähnen aus dem blassen Gesicht.

„Komm!“, befahl ich mürrisch und ich musste sie erstaunlicherweise nur sachte im Rücken berühren, daraufhin bewegte sie sich schon fast von allein, als mich eine Stimme abrupt herumfahren ließ.

„Was ist mit uns? Was ist mit Daphne?“, fragte Potter ängstlich und neugierig, währenddessen sah er mich dabei ungewohnt demütig an, um nicht zu sagen dankbar, dann ging mein Blick zu der erstaunlich klein wirkenden Greengrass, die schlafend, bleich und bewusstlos in den Kissen lag.

„Nichts! Sie wird genesen, sie braucht Ruhe, Schlaf und ihr müsst darauf achten, dass sie keine Infektion bekommt, aber an sich ist sie übern Berg! Achten sie auch darauf Potter, dass keine Blutungen mehr einsetzten, das ist das wichtigste! Sie darf nicht bluten!“, schaffte ich knapp an und instruierte den Jungen der mich insofern positiv überraschte, da er nur gehorsam nickte, während er fürsorglich die schlaffe Hand seiner Frau hielt und erstaunlicherweise jede Emotionalität wie Tränen tapfer unterdrückte.

Ich öffnete die Tür und führte SIE bestimmt hinaus, dabei folgte sie mehr als bereitwillig, wobei diese sanftmütige und folgsame Art sich zu geben mich bei dem Biest misstrauischer als alles andere werden ließ.

Ich schlug einfach den Weg links ein, weg von der Treppe, stieß die nächstbeste Tür barsch auf und trat in einen Raum mit einen großen, breiten Doppelbett, wobei einige Dinge wie zum Beispiel chaotisch herumliegende, grellbunte Anzüge darauf hinwiesen, das dies das Reich der Twins war.

Doch das tangierte mich nicht wirklich. Als die Tür zuging, flog sie schon recht ruppig an die selbige und es entwich ihr keuchend die Luft aus den Lungen, weil sie mit dem Holz schmerzhaft kollidierte, denn sanft war ich nicht wirklich, während ich mich drohend nah vor sie stellte und mich vor ihr hoch aufbaute.

„Warum? Warum hast du auf einmal nach mir geschickt!“, hisste ich leise, als ich mich bedrohlich nah zur ihr beugte um drohend in ihr Ohr zu wispern.

„Ich…ich dachte, ich wusste nicht…!“, stotterte sie und ich unterbrach sie unwirsch:

„Aber du hast es angenommen! Du hättest es auch ohne mich geschafft!“, bestätigte sie mir ihre Annahme, dass sie vermutet hatte, das da ein zweites, ein totes Kind in dem Bauch gewesen war und ich war froh, dass sie zügig auf den Punkt kam und es zugab.

„Ja, ich habe es recht schnell vermutet und nein, das sehe ich nicht so, keiner von den anderen kann die nötigen, schwierigen Heilzauber, nur Daphne, wenn überhaupt! Und die lag selbst fast bewusstlos da, also nein, ich bin mir nicht sicher ob ich es allein geschafft hätte!“, begehrte sie laut auf und legte mir in einer abwehrend Geste die Hände auf die Brust um mich von sich wegzurücken, aber ich rührte mich keinen Millimeter.

„Und dann lässt du mich holen? Wobei ihr euch so viel Mühe gegeben habt mich zum Deppen zu machen!“, hauchte ich in eisiger Wut, dabei konnte ich sehen wie an ihrem Hals eine Gänsehaut aufzog, als ich ihr sehr genau zeigte, das ich sauer war über den Gedanken das sie mich an der Nase herumgeführt hatten und das monatelang!

„Ich konnte nicht riskieren, dass sie stirbt! Harry….hätte es besser verkraftet, wenn das Baby stirbt als sie!“, hauchte sie eiskalt wie ein Gletscher und ich hob meinen Blick anmaßend um ihr in ihre wunderschönen, aber so kalten Augen zu blicken und es bestätigte sich mir wirklich, dass sie ihre Aussage todernst meinte.

Sie hätte lieber das Baby verloren als die Mutter und das alles nur wegen Potter!

So, dachte ich verächtlich und gehässig, immer dieser Name Potter hier und da!

„Oh, und dann wirfst du nur wegen ihm, mir nichts dir nichts deinen schönen Plan über den Haufen!“, wisperte ich maliziös und fletschte bösartig die Zähne.

„Ja!“, kam es fest aber unendlich hart von ihr und das war das Biest wie es leibte und lebte.

„Ich muss dich nicht verstehen!“, zog ich mein endgültiges Fazit, wenn ich mir dachte, was sie sich alles einfallen lassen hatten um ihr Geheimnis zu wahren.

„Nein, das musst du nicht Severus…aber ich bin dir dankbar, dass du so schnell kamst und ich….MOMENT! Du wirkst nicht erstaunt!“, stoppte sie sich selbst und wich noch weiter zurück, was fast nicht möglich war mit der Tür im Rücken, aber sie versuchte es und sah mir misstrauisch in die Augen als ich meinen Kopf provozierend schieflegte, dabei bemerkte, wie sie ihre Hände an meiner Brust zu wütenden Fäusten ballte.

„Du schalltest erstaunlich schnell mein kleines Biest!“, konnte ich den triefenden Sarkasmus nicht aus meinen Worten verbannen und neigte mich wieder provokant zu ihrem Ohr und atmete ihren Duft tief ein und versteckte damit mein spöttisches Lächeln über ihre Verblüffung.

„Aber woher?“, wisperte sie deutlich sprachlos und verstört über ihre Entdeckung, als ich ihr mit einem Lächeln sanft in das Ohrläppchen biss, was sie dazu brachte zusammenzuzucken.

„Woher?“, hauchte ich ihr an die empfindliche Haut hinter ihrem Ohr und meinte nur amüsiert:

„Nun, die Übungseinheiten waren gut, aber haben mich stutzig gemacht…ihr wart gut, die kleine Schwester und vor allem DU, ich denke, du hast nach meinem Schlag in deinen Bauch… sehr gelitten! Aber ich hoffe, du siehst ein, dass das die gerechte Strafe für eure Schmierenkomödie war!“, wisperte ich samtig, dabei gestand ich ihr aber nicht ein, das ich erst im Nachhinein die Zusammenhänge erkannte hatte und ich konnte mir denken, dass ich ihr, dem Biest eine „unechte“ Fehlgeburt beschert hatte, wobei sie selbst schuld war, denn später war es mir glasklar erscheinen, das sie den Vielsafttrank benützt hatten um die Schwangere zu schützen.

„Und seit wann ich es weiß? Vielleicht seit immer? Das werde ich dir nach dieser Aktion nicht auf die Nase binden!“ erklärte ich abwehrend, gedanklich jedoch gestand ich mir ein, das die Truppe um die Connection mehr als gut agiert hatte.

Ich hatte es erst eine Woche vor Ferienbeginn herausgefunden!

Und mich für meine Blindheit selbst gescholten!

Ja, die werdende Mutter hat ihre Tasche fallen lassen, wobei sich der gesamte Inhalt auf den Boden ergossen hatte und sie hatte ein sehr aussagekräftiges Buch dabei gehabt!

Draco war nicht schnell genug gewesen und ich habe gute Augen und seitdem war mir alles klar, aber ich hatte geschwiegen und mir aus der Ferne alles angesehen. Ich war ein Mensch der wenigen Worte.

„Aber, aber du hast nichts…!“, stotterte sie sprachlos, wie es schien maßlos erstaunt und ich lachte rau erheitert auf.

„Gesagt! Du wolltest nicht, das ich was weiß!“, hauchte ich nur seidig mit einer süffisanten Prise als würde dies mein gespeiltes Unwissen erklären.

„Du bist nicht sauer oder wütend?“, wollte sie ungläubig wissen und ich lachte nur noch spöttischer auf.

„Oh, doch sehr! ABER, ich erkenne es an, ihr hättet es fast geschafft mich zu täuschen und in der Schule habt ihr es geschafft, alles zu vertuschen, das ringt mir Respekt ab! Aber jetzt das…nun! Was willst du hören? Natürlich bin ich zornig über DEINE Fehleinschätzung!“, brauste ich nun beherrscht auf, als ich von ihr brüsk abließ, zurücktrat und sie freiließ, um sie finster anzusehen, dann strich sie sich müde über das Gesicht und atmete tief und schwer ein, eine ungewohnte Reaktion von ihr die sonst immer so stark erschien.

„Deinen Zorn, deine Wut, das habe ich erwartet, aber ich will dir danken, dass du uns so schnell geholfen hast! Ohne Wenn und Aber! Ich weiß das mehr als zu schätzen! Und ja, es war eine Fehleinschätzung!“, kam es nun pragmatisch eingestehend von ihr und sie klang dabei sehr geschäftig aber auch unendlich müde.

„Und du denkst damit ist es getan?“, flüsterte ich gefährlich, leise und sie schüttelte sofort den Kopf.

„Severus, ich weiß du hast bisher anders als Lucius nie etwas gefordert, wenn du mir geholfen hast, aber bevor du forderst möchte ich dir etwas anbieten! Wenn du annimmst sind wir Quitt! Wenn nicht, dann kannst du etwas anders fordern…und ich würde mich fügen!“, bot sie ungewohnt großzügig an, was mich aber kalkulierend eine Braue wölben ließ, denn was ging in dem Biest vor?

So ein Angebot von IHR?

Sie musste denken etwas sehr gutes bieten zu können, wenn sie mir derart forsch entgegentrat!

Somit reagierte ich nicht wirklich, sondern wartete mit überkreuzten Armen stoisch das Kommende ab. Ich stand nur inmitten des Zimmers, als sie sich nach einem Moment entschieden von der Tür abstieß und zu meinem Erstaunen sich die Schuhe von den Füßen strich und den Saum ihres grauen, wenig spektakulären Kleides hob…Sex???

Ich war perplex, sie wollte mir Sex bieten?

Ich konnte beobachten wie sie sich das Kleid lasziv über den Kopf zog und mit langsamen, sinnlichen Bewegungen auf das Bett zuhielt.

„Nein, Severus ich biete keinen Sex…den du so schon bekommst! Traust du mir zu, dass ich mir das dir gegenüber trauen würde? Ich bin wesentlich kreativer!“, hörte sie sich fast beleidigt an, als sie auf das Bett kletterte um sich dann darauf zu knien um sich mir zu präsentieren.

„Und was dann…in diesem Aufzug?“, wollte ich recht süffisant wissen, worauf sie den Kopf demütig senkte, während ich trotzdem ihren Anblick genoss.

Sie trug nur ein dezentes Ensemble aus schwarzem Satin, aber dies trat auf ihrer blassen Haut umso stärker hervor und wie es schien versuchte sie sich zu sammeln, um mir ihr Angebot zu unterbreiten.

Ich war gespannt, um nicht zu sagen interessiert!

Kurz bevor sie ihr Kinn hochreckte und mir erstaunlich kalt in die Augen sah, blieb ich abwartend still und sehr neugierig darüber was gleich kommen sollte.

Bestimmt legte sie da ihre Hand auf das sie markierende Zeichen der Familie Malfoy und fuhr dann die Ecken des geschwungenen Wappens nach, dann räusperte sie sich:

„Ich möchte …das… dass du mich zeichnest! Ich möchte dein Zeichen… auch hier auf mir haben!“, bot sie mir an, dabei sprach sie rau und ihre Stimme brach ab und an, wobei sie aber nun ihr Haupt provozierend schief legte, um mich dabei intensiv anzusehen, während ich mich bemühte unberührt und emotionslos zu erscheinen, wenngleich ich es nicht war, da mich ihr Angebot doch mehr als erstaunte:

„WIE bitte?“, fragte ich da akzentuiert und betonte jedes Wort bestimmt, doch noch einmal nach, auf die hin Gefahr mich doch verhört zu haben und sie antwortete nur indem sie schrecklich dreckig Grinste, dabei verspielt und lasziv mit den Fingerspitzen das Zeichen entlangstrich.

Sie, das manipulative und gerissene Biest, wusste genau was sie mir mit diesem Angebot antat!

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