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 Kapitel 278 - 279

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queenie
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BeitragThema: Kapitel 278 - 279   Mo Mai 07, 2012 8:05 am

278. Kapitel Ungewissheit

„Du gehörst schon zu unserer Familie!“, bescheinigte ich ihr absichtlich betont unbeteiligt wirkend, wobei es mich übergangslos in den Fingern juckte sie mir zu unterwerfen und sie ebenso zu brandmarken wie Draco.

Hierbei sprach sie ganz bewusst und kalkulierend meine instinktive Besitzgier an.

Dieses Biest war noch gerissener als ich jemals gedacht oder gar vermutet hätte, fast skrupellos sich selbst gegenüber!

Man konnte nur zu einer Familie gehören, aber da die Malfoys auch meine Familie waren konnte sie mir dies derart großzügig anbieten, gelichzeitig sicherte sie sich damit auch meinen Schutz innerhalb dieser Familie.

Sie war gerissen. Ich könnte mir vorstellen, dass sie dieses Angebot nicht absolut selbstlos gab, sondern nach dem Gewölbe und dergleichen sollte dies wohl auch ihre Absicherung gegen Lucius sein, denn wenn er je dahinter kommen würde, würde er bestimmt unabwägbar reagieren, aber dagegen tun könnte er nichts.

„Ja, ich gehöre zur Familie und ich gehöre Draco und dank dem hier auch Lucius, aber ich will auch zu dir gehören…bitte!“, bat sie mit schmeichelnder, scheinheiliger Stimme, so erkannte ich sehr wohl ihre Kalkulation und ihr taktieren hinter ihrer „Bitte“ aber es war mehr als verführerisch!

Doch was hätte ich gefordert?

Genau, ich hätte gefordert zu erfahren was es mit diesen Augen auf sich hatte, aber da hatte ich die Vampire in der Hinterhand, somit würde ich in absehbarer Zeit auch hinter dieses Geheimnis kommen. Ich brauchte die Information nicht von ihr.

Also, warum sollte ich dieses großzügige Angebot nicht annehmen?!

Hierbei war ich mir selbst am nächsten und ich konnte gar nichts gegen den gierigen Blick tun, der unweigerlich in meinen Augen aufloderte, da ich mir gerade sehr lebhaft meine Initialen auf der andren Seite ihres Bauches vorstellte.

Mich übermannte das leibhaftige und selten gespürtes Gefühl des begehrlichen Verlangens und das drängende Gefühl der Habgier ihr mein Zeichen für immer einzubrennen.

Mit diesem Angebot überrumpelte sie mich wirklich eiskalt, wobei ich nicht überrascht sein sollte von diesem Biest und zu dem was sie fähig war.

Geschmeidig, rasch und fast lautlos glitt ich auf sie zu, hierbei zog ich übergangslos meinen Zauberstab.

Meine Miene zeigte keine besondere Emotion, aber meine Augen mussten dramatisch glühen, doch sie wich nicht ängstlich zurück, sondern grinste nun ein teuflisches sehr zufrieden wirkendes Lächeln, während sie langsam zurücksank und sich verheißungsvoll in das fremde Bett sinken ließ, dies tat sie fast synchron zu meiner Bewegung wie ich über sie kam.

Sie legte sich ergeben hin, während ich mir noch im Gehen rasch mit dem Zauberstab mit einem ungesagten Schnittfluch in die Hand geschnitten hatte und somit war ich bei ihr und schaffte es dann doch sie zu überraschen, denn ich wollte nicht diesen Überlegen wirkenden Ausdruck auf ihren Zügen.

Also hielt ich ein und ließ mich auf das Bett sinken, saß nun bei ihren Oberschenkeln und hielt meine blutende Hand noch in der Luft, während sie abwartend dalag, dann legte ich mit meiner anderen Hand meinen Zauberstab auf die Matratze und legte nun meine Hand auffordernd auf ihren Oberschekel und sie ruckte hoch, zog sich auf ihre Arme und blickte fragend zu meiner Hand.

„Was hast du vor Severus?“, fragte sie sehr skeptisch, also hatte ich das erreicht was ich wollte, ihre Aufmerksamkeit und sofort war ein argwöhnischer Ausdruck in ihren braunen Augen zu lesen, weil ich ihr ein sehr diabolisches Lächeln schenkte.

„Spreiz die Beine!“, befahl ich mit dunkel, seidig klingender Stimme und sie blinzelte zwar kurz verwirrt, aber dann war es als würde ihre Augenfarbe dunkler werden, während sie kurz innehielt und ich dachte schon ich müsste meine Aufforderung wiederholen, doch dann zog sie langsam fast gemächlich ihr linkes Bein weg und offenbarte die zarte, weiße Haut ihres inneren Oberschenkels.

Also legte ich ihr auf die nackte, rechte Seite, weit oben auf der Innenseite ihres Oberschenkels meine blutige Hand auf und war nahe an ihrer intimsten Stelle, die nur von dem dünnen, schwarzen Satinstoff bedeckt war.

Ich lachte rau auf als sie wieder in das Kissen sank, dabei akzeptierend erkannte wo ich ihr mein Ziechen einbrennen würde.

Sie sah verrucht verboten aus, wie sie derart ausgebreitet auf dem fremden Bett lag und ich mein rotes Blut auf ihrer makellosen, reinweißen Haut an dieser gut verborgenen Stelle verteilte, um dann meine Hand zurückzuziehen und zu heilen. Anschließend legte ich die Spitze meines Zauberstabes an ihre Haut.

„Ahhhh….“, stieß sie leise aus und ihr Mund ging kurz auf, als sich ein schleichender Schmerz in ihr ausbreiten musste, aber sie presste fast sofort die Lippen aufeinander und grub sich die Zähne in die Unterlippe.

Dies erkannte ich nach einen raschem Blick nach oben, da sie sichtbar keinen Ton von sich geben wollte. Aber die Stelle war auch bösartig gewählt, da sie extrem empfindlich war, doch wie zu erwarten schlug sie sich tapfer dabei kniff sie nun doch die Augen zu und ballte ihre Hände zu Fäusten. Sie versuchte nicht vor dem Schmerz zu fliehen sondern reglos zu verharren.

Als der Zauber seine Wirkung tat, konnte ich beobachten wie sich mein Zeichen schwarz und deutlich in ihre weiße Haut einbrannte. Es war wie eine Verbrennung und ich wusste, ich tat ihr weg, aber so abartig es sich anhören mochte, es erregte mich ungemein sie so unter mir liegen zu sehen.

Zum Schluss, als der Zauber fertig war und das Werk getan, fuhr ich ganz verzückt mit meinem Finger sachte über mein Zeichen und sie wandt sich leicht unter mir und zog sich wieder hoch, dabei konnte ich erkennen wie sehr sie ihre Unterlippe rücksichtslos malträtiert hatte, aber auch sie trieb die Neugierde.

„Wow, schöne Initialen mein Herr!“, schmunzelte sie fies dabei kicherte dann aufmüpfig, bevor sie mich plötzlich an meinem Revers packte und grob zu sich zog um mich stürmisch zu küssen.

Diese Frau war einfach irre, aber das Schönste war, sie war ungewöhnlich, sie war einzigartig und sie verspürte weder Angst noch Furcht und passte damit perfekt zu mir, aber auch zu meiner Familie und somit erwiderte ich den Kuss leidenschaftlich heiß.

Severus Sicht ende

Hermiones Sicht

Wow, ich schmolz in den Kuss, aber das dem körperlichen Schmerz manchmal auch sexuelle Entladung folgte, war mir ja nur zu bekannt und ich nur ein Mensch, wie ich mir immer verzweifelt seit dem „white-eye-Effect“ ins Gedächtnis rief.

Der Kuss war ungestüm und leidenschaftlich, genauso wie Severus und ich immer miteinander umgingen.

Was war geschehen als ich Astoria hinuntergeschickt hatte mit den Auftrag Draco zu instruieren und dafür zu sorgen, dass Harry mit dem Baby unten blieb, denn das hatte ich vorhin nicht wirklich gebrauchen können, als ich Daphne mit den Tränken, die ich ihr geben konnte versorgt hatte sowie Heilzauber gesprochen und gewoben hatte, die mir dringend nötig schienen.

Ich hatte geistig schon mit Daphne abschloss gehabt und abstruse Ideen gehabt und überlegt sie in der Schar meiner Kinder willkommen zu heißen als die Tür aufgegangen war und ich nur noch Augen für Severus gehabt hatte.

Ich war einfach sofort beruhigt gewesen, nachdem ich wirklich gedacht hatte, dass wir uns von Daphne verabschieden müssten. Ich war einfach froh gewesen einem Mann wie Severus die Fakten darlegen zu können, auf das er mir sagte, was ich tun sollte, denn vor dieser Verantwortung hatte ich mich keineswegs gescheut, aber ich war nicht mehr in der Lage gewesen alles allein zu entscheiden!

Als die Tür aufgerissen worden und Harry herein gestürmt war , war er aber derart bestimmt und beherrscht aufgetreten, dass ich mich mit seiner Anwesenheit als Zuschauer abgefunden hatte, während Severus und ich um Daphnes Leben gekämpft hatten, denn sie hatte zu dieser Zeit innerlich viel Blut verloren gehabt.

Und ja, ich hatte mittlerweile befürchtet das da in ihr noch ein zweites totes Kind war und Severus hatte meine Annahme sehr schnell bestätigt. Eine Tatsache, die wohl Harry als auch Daphne in Zukunft noch einige Magenschmerzen bereiten dürfte.

Ich versuchte nicht daran zu denken das beide mit dem Gedanken leben lernen mussten, das Daphne ein lebendes und ein totes Kind monatelang in sich getragen hatte.

Aber sie würden es schaffen, mussten es schaffen mit dieser Tatsache zu leben lernen, da sie einen lebenden Sohn hatten, der sie brauchte und so dachte ich an das tote Kind gar nicht, das von Severus zugedeckt worden und weggelegt worden war, nachdem wir Daphne soweit gehabt hatten, dass sie wohl wenn alles gutging gute Chancen hatte zu überleben und das war das wichtigste.

Dabei war Ich von Severus folgendem Verhalten mir gegenüber überhaupt nicht überrascht gewesen als er mich unmissverständlich aufgefordert hatte mit ihm zu kommen und er mich in irgend ein Zimmer geführt hatte, wobei ich froh gewesen war das es das der Twins war, während ich schon brutal an die Tür geflogen war!

Ja, ich hätte mich gewundert wenn es in ihm nicht gebrodelt hätte. Dennoch hatte er seine Laune bis dahin aber perfekt hinter seiner kalten, unüberwindlichen, gleichgültigen Maske versteckt gehabt.

Nur einige Fragen hatte er gestellt und es war nur natürlich, das er erbost gewesen war, weil wir es vor ihm verheimlicht hatten und er hatte Sachen gefragt wie: Warum ich die Tarnung aufgegeben hatte? Wobei er nicht hatte verstehen wollte, warum ich ihn gerufen hatte!

Der Grund schien ihm nicht schlüssig genug, wobei er vielleicht sogar Recht hatte, aber jetzt, im Nachhinein betrachtet, weil Daphne wohl überleben würde, konnte man dies so leicht sagen!

Doch ich musste alles getan haben um Daphne zu retten, für Harry, wenn er noch jemanden verlor, denn er liebte nach Sirius wüsste ich nicht wo er geistig landen würde.

Vielleicht bei Lockhart, im St. Mungos?

Es war ein unkalkulierbares Risiko gewesen und ich hatte eine andere Meinung haben wollen, ob das da drin wirklich ein weiteres Baby sein könnte. Ich war unsicher gewesen! So oft hatte ich mich noch nicht in einer so prekären Situation befunden, denn bisher war wenn immer nur ich die Leidtragende gewesen und ich konnte immer mit meinen Entscheidungen leben.

In dem Moment für das Wohl und Heil eines Menschen verantwortlich gewesen zu sein, der nicht sterben sollte, das hatte mich an meine Grenzen getrieben und somit war die Wahl zugunsten von Severus gefallen.

Ich bereute diese Entscheidung nicht, denn ich wusste, er war exzellent im verarzten. Er war mächtig, begabt und ein Könner auf dem Gebiet der Kunst es Heilens, daher war ich unsäglich dankbar als seine schwarzgewandete Person vor mir aufgetaucht war.

Ich hatte in der ganzen Hektik und unter dem Stress aber das Offensichtliche lange übersehen, nämlich das Severus so gar nicht erstaunt oder überrascht ausgesehen hatte als er eine gerade entbundene Daphne vorgefunden hatte, doch als wir dann alleine im Zimmer der Twins angekommen waren und ich die Möglichkeit gehabt hatte durchzuatmen, war es mir wie Schuppen von den Augen gefallen, das er es gewusst haben musste, derart beherrschte und gleichgültig wie er gewirkt hatte

Ich war mir ab da absolut sicher, dass er es gewusst haben musste und er hatte mir diesen Verdacht dann ja auch fulminant bestätigt und gewohnt süffisant erklärt, das er bereits als wir ihn mit Vielsafttrank versucht hatten zu täuschen etwas gemerkt hätte und er hatte mir gewohnt herzerwärmend nachträglich sein Mitgefühl für die schmerzhafte „falsche“ Fehgeburt ausgedrückt, die er natürlich mit seinem harten Tritt in den Bauch verursacht hatte.

Dennoch blieb er hart und hatte sich geweigert mir zu sagen seit wann er es genau wusste, dass wir eine Schwangerschaft verbargen und wenn Severus sich ein mal entschlossen hatte zu schweigen dann tat er das sehr stoisch, zu meinem Leidwesen.

Meine Überraschung und mein Erstaunen darüber, dass er es gewusst hatte und meine gestotterten Fragen hatte er lapidar beendet und nur mal wieder gezeigt, wie gut er mich kannte oder aber auch durchschaute.

Eine bittere Erkenntnis die mir gar nicht behagte, weil das zu gefährlich werden könnte, denn wo Severus wirklich positioniert war in diesem Krieg, da fragte ich mich manchmal ob er es selbst wusste und selbst wenn nicht beim Lord oder Dumbledore, so stand Severus eindeutig zu nah bei Lucius als das ich mich darüber freuen könnte, das er es verstand mich zu durchschauen oder gar zu lesen.

Ich wollte wirklich nicht, dass er es herausfand und musste mir schmerzlich eingestehen, dass ich versagt hatte, auf langer Strecke eine Offenbarung die schmerzte, vor allem mein Selbstwertgefühl war angekratzt, als er mich nun arrogant wissen ließ, das er es schon lange gewusst hatte, aber so getan hatte, als wisse er wirklich nichts was sich vor seiner Nase abspielte, dies war demütigend.

Aber das war Severus, er kannte das Geheimnis und er war bereit sein Wissen so lange zurückzuhalten bis es ihm irgendwann nützen würde, gegebenenfalls würde er es auch nie offenbaren.

Er besaß in gewissen Momenten, Geduld in rauen, unendlichen Mengen, etwas was die wenigsten besaßen und er wusste dies effektiv als Waffe einzusetzen.

Als er mir betont gleichmütig erzählt hatte, dass er sehr wütend auf uns gewesen war, aber er unsere Aktion respektierte, da wir es geschafft hatten Dumbledore und alle anderen zu täuschen, war ich schon etwas stolz ob seines Lobes gewesen, aber das es uns bei ihm nicht gelungen war, hätte mich jetzt weniger erstaunten sollen, wie ich selbst fand, schließlich war er doch näher an der Connection dran als sonst ein Außenstehender aber ärgern tat es mich trotzdem sehr.

Mit meinem Angebot mich zu zeichnen wollte ich Severus zuvor kommen etwas für seine Hilfe zu fordern, denn das Recht dazu hatte er, aber ich wollte etwas was mich nicht zu viel kosten würde anbieten.

Außerdem war ich mir der Ehre die er mir erwies, das er sofort zur Hilfe geeilt war durchaus bewusst und sah es nicht als Selbstverständlichkeit an. Ich war jedoch nicht bereit, das zu geben was ich mir denken konnte das er fordern würde, nämlich Informationen über den „Effect“.

Ich wollte weder ihm noch sonst wem alles darüber erzählen und so hatte ich abgeklärt und kalkulierend ihm angeboten, mir auch sein Zeichen einzubrennen und hatte dabei auch die weiteren Vorteile im Auge behalten.

Nur weil ich dankbar für seine Hilfe war, heiß dass nicht das ich blind wurde oder gar meinen Vorteil aus den Augen verlor.

Ich hatte mich aufrichtig bei Severus bedankt und in derselben Sekunde wurde mir bewusst, dass es nicht reichen würde, diesmal würde er sich nicht damit zufrieden geben, also hatte ich ihm die Zeichnung angeboten, auch wenn ich das vorher nicht so geplant gehabt hatte, war mir diese Idee sofort als eine gute, wenn nicht gar geniale erschienen, denn ich gehörte zwar schon zur Familie Malfoy, aber da Severus irgendwie ja auch zu uns gehörte, war es mir somit möglich auch sein Zeichen zu empfangen, was unmöglich gewesen wäre, würde er einer anderen Familie angehört hätte, denn man konnte nur einer gehören.

Aber trotzdem würde ich damit zeigen, dass ich auch zu ihm explizit gehörte und was auch immer Severus dachte, er war im tiefsten seines Herzens auch ein Snob ähnlich Lucius!

Ich fand die Idee sehr passend, denn nachdem ich mich mal wieder mit Lucius am vorherigen Tag überworfen hatte, als er mir mehr oder weniger verbot das Manor zu verlassen, würde mir weiterer zukünftiger Schutz von Severus gelegen kommen.

Wenn er mich als SEIN kennzeichnen würde, würde er nicht so leicht wieder zulassen, das Lucius mich demütigte oder verletzte und sicher eher beschützend eingreifen.

Ich wusste durchaus, dass es ein Wagnis war dies Severus anzubieten, denn an sich gewann er dadurch gar nichts!

Ich würde anders als bei Draco nicht automatisch seinen Namen bekommen. Ich war und blieb eine Malfoy, dieser Zauber konnte nicht beliebig oft angewendet werden, somit war Severus Mal an sich nur ein schmückendes Beiwerk, das aber Offenbarte zu wem ich auch noch gehörte!

Lediglich auf Lucius Reaktion wenn er es je entdecken würde, war ich gespannt, denn würde Severus mein Angebot annehmen, lehnte er sich damit effektiv gegen Lucius Autorität auf, aber ich war mir auch sicher, das tangierte Severus in seiner Entscheidung relativ wenig.

Jedenfalls wollte ich keinesfalls meine Geheimnisse offenbaren und ganz ehrlich, eine Tätowierung auf meinem Körper mehr oder weniger war jetzt auch schon egal.

Aber ich wusste, was ihn gefallen könnte, nur ihm, so gut dachte ich Severus mittlerweile einschätzen zu können.

Denn dieses Angebot wäre auch etwas was meine Dankbarkeit offenbarte, da es an sich, wenn er es denn annehmen würde nur seiner Eitelkeit zugutekam, sonst nichts, aber so war es trotzdem ein riesen Schritt von mir gewesen ihm dies mehr oder weniger freiwillig anzubieten.

Dann ging es los und ich hatte den seltenen Genuss erleben dürfen, dass ich Severus überrascht hatte, ihn unvorbereitet getroffen hatte und er hatte doch wirklich die Frechheit besessen meinen Einfallsreichtum zu beleidigen, indem er andeutete und dachte das ich jetzt Sex wollen würde oder gar so profan wäre nur dies zu bieten!

Das konnten echt nur Männer denken! Eine Frechheit!

Ich hatte mich also auf dem Bett der Twins sehr lasziv nieder gelassen, mich entkleidet und mich ihm nur in Unterwäsche präsentiert, worauf er dann doch neugierig auf mich zugekommen war.

Während meiner Offenbarung, dass er mich zeichnen sollte, hatte ich ihn sehr genau beobachtet und deutlich gesehen, das ihm die aufsteigende Gier in seinen tiefschwarzen, unergründlichen Augen gestanden hatte.

Seinen Einwänden war ich vorausschauend zuvor gekommen.

Ich gehörte zur Familie und zu Draco und dank des Mals ja auch zu Lucius, aber ich wollte auch zu ihm gehören und ich wollte auch seinen Schutz, weil er eher Lucius die Stirn bieten konnte und durfte als Draco.

Die Beziehung zwischen Lucius und Severus war für mich zwar schwer zu verstehen, aber mir war durchaus gegenwärtig, das Lucius Severus viel durchgehen ließ und sie sich nahe standen, Lucius Severus Meinung respektierte wie keine andere.

Desto länger ich darüber nachdachte desto glorreicher fand ich meine Idee, denn nachdem ich mit Lucius gestern Abend meiner Ansicht nach gebrochen hatte, denn was er von mir forderte war mir einerlei. Er konnte sich wünschen was er wollte, denn ich fragte mich ernsthaft ob er dachte, dass ich ein Hauself war!

Nur war mir aber leider dabei bewusst geworden, das ich ihn nicht lesen konnte und seine Beweggründe nicht verstand ich sogar wusste, wie gefährlich er mir werden könnte, wenn ich ihn die Stirn bieten würde und ich war mir sicher, dass es eine gute Absicherung war Severus an mich zu binden, denn er nahm seine Aufgaben, die er annahm, ernst und ich wusste Lucius würde es sich zukünftig dreimal überlegen mich zu brüskieren, zu demütigen oder zu verletzen und Severus würde ab jetzt eher einschreiten wenn Lucius zu weit ging.

Ja, ich mochte die Idee!

Und Draco?

Ich hoffte, er fand diese Tat von mir ähnlich brillant wie ich es gerade auch tat und die Zeit Rücksicht zu nehmen fand ich nicht, vor allem da ich nicht gewillt war meine schützenswerten Geheimnisse zu offenbaren und wenn Servus mein Angebot annehmen würde, dann musste ich nicht zu viel von mir hergeben und nicht das was ich nicht bereit war zu geben.

Ich hatte deutlich erkennen können das Severus seine Entscheidung erstaunlich schnell getroffen hatte, als er auf mich zu gerauscht war, sich dabei rasch mit einem Zauber in die Hand geschnitten hatte und neben mir auf das Bett gesunken war. Ich war also zurück aufs Bett gesunken, da ich noch deutlich in Erinnerung hatte wie es gewesen war als Draco mich gezeichnet hatte und ich war mir sicher, liegend würde ich den Schmerz besser ertragen können.

Doch dann hatte er es geschafft mich nicht nur zu überraschen, sondern mich auch aus dem Konzept gebracht, indem er seine blutende Hand nicht auf meinen flachen, gut trainierten Bauch neben dem Wappen der Malfoys gelegt hatte, sondern auf meinen Oberschenkel hatte sinken lassen.

Ich hatte nicht anders gekonnt als mich abrupt aufzurichten und ihn zu fragen was das sollte, worauf er ein brandgefährliches Lächeln gezeigt hatte, was mir übergangslos eine Gänsehaut beschert hatte, da es offenbarte was für ein gefährlicher Mann er war und da war ein besorgniserregendes böses Glitzern in seine tiefschwarzen Augen getreten, während er lasziv mir befohlen hatte die Beine zu spreizen.

Diese Forderung von ihm hatte mich dann doch schwer schlucken lassen und ich hatte versucht zu ergründen wie ernst er diese Ansage meinte, doch an seiner Ernsthaftigkeit war nicht zu zweifeln, das hatte ich in seinen pechschwarzen, mich taxierenden Augen lesen können und so hatte ich mich ergeben, ganz langsam die Beine geöffnet und war zurück in die Kissen gesunken.

Ich hatte nicht das Risiko eingehen wollen zu diskutieren, denn was hätte es mir gebracht, am Ende noch das er ablehnte und ich ihm doch Informationen hätte geben müssen, zumal ich ja inzwischen durchaus die Vorteile dieses Mals von Severus erkannt hatte und es auch wollte.

Somit hatte ich wenige Sekunden später seine Hand und das klebrige Blut an meiner dort jungfräulichen Haut am Oberschenkel gespürt und kaum war diese verschwunden gewesen, hatte ich seinen Zauberstab an meiner Haut gespürt und wie sich das Holz in die Haut bohrte. Sogleich kam er auch dann, der intensive Schmerz, der mich gleich darauf durchzogen hatte, wobei ihr mir auf die Lippe biss um einen Schrei zu unterdrücken.

Ich hatte regelrecht nachfühlen können wie sich die Linien und Buchstaben einzeln tief und rankend in meine Haut gebrannt hatten und hatte mir heroisch verbissen, mehr als ein atemloses „Ahh…“ vor Qual auszustoßen.

Letztendlich hatte ich doch die Augen zugekniffen und meine Hände zu Fäusten geballt um den latenten Schmerz zu ertragen.

Unter zittriger Atmung hatte ich mich gefragt, wie groß sein Zeichen werden würde?

Als er fertig gewesen war und er mit seinem langen kühlen Finger die Konturen verzückt nachgezeichnet hatte, hatte ich schwer ausgeatmet und den Schmerz entschieden zurückdrängt, da ich doch neugierig gewesen war was nun als nächstes meinen Körper zierte.

Ich hatte mich hochgezogen um auf meinen Oberschenkel zu blinzeln. Kurz unterhalb meiner intimsten Stelle auf dem rechten Oberschenkel zierte mich nun ein wappenähnliches Zeichen, das zwei Schlangenköpfe zeigte, außerdem waren im Inneren zwei überlagernde und versetzte „SS“ zu erkennen und ein geschwungener Bannerzug prangte darunter.

Sein Motto war es war ganz anders als das aufwendige und verspielet Banner der Malfoys.

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„Wow, schöne Initialen, mein Herr!“, hatte ich amüsiert geschmunzelt und übermütig gekichert.

Als ich nicht mehr hatte an mich halten konnte und ich meine aufgestauten Gefühle hatte ausleben müssen.

Hermiones Sicht ende

Draco Sicht

Sogleich schloss ich sachte die Tür, suchte schnell das Weite.

Ja, es war feige, aber ich hatte Daphne da liegen sehen und wie Hermione blutbesudelt zu ihrem Füßen saß und das war wahrlich ein Anblick den ich mir ersparen wollte und so eilte ich in das Wohnzimmer zu einem besonders starken Drink, wo ich aber leider schon von der Nervensäge Persönlich belästigt wurde.

„Malfoy, was geht hier ab?“, dränge Potter mich übergangslos und ließ mir gar keine Zeit wirklich das Wohnzimmer zu betreten, mein schöner in weite Ferne rückender Drink.

„Harry, so beruhige dich doch!“, schrie Astoria schon fast hysterisch als sie versuchte Potter zu beruhigen, der das strampelnde Bündel in seinen Armen erstaunlich unsanft durch die Gegend wuchtete.

„Ich will wissen, was hier abgeht, DU lässt mich ja nicht hoch zu Daphne und hälst mich hier unten fest, aber jetzt muss ich sehen, das Malfoy, Snape geholt hat! Warum? Was passiert da gerade?“, fauchte und wütete der sichtlich erregte Potter durch die Gegend, während ich zusah, das ich mich in meinen Sessel fallen ließ und die Augen schloss, denn ein beginnender Kopfschmerz zog in meinen Schläfen unheilverkündend auf.

Nur so konnte es passieren, dass ich plötzlich, zu meinem absoluten Entsetzten, etwas in den Armen hielt, was ich gar nicht wollte und mir ziemlich unsanft von Potter in den Arme gedrückt wurde, denn sonst hätte er es nie geschafft mich so zu überrumpeln.

Hey, was sollte das?

Dabei funkelte ich Potter wütend an, da er gewillt war jeglichen Protest von mir zu übergehen.

„Harry, beruhig dich!“, warf nun Blaise erstaunlich ruhig ein, aber er erkannte wohl kühl, pragmatisch und beherrscht wie er immer war, dass es keinen weiter brachte wenn Potter jetzt durchdrehte.

„Ja, damit hilfst du niemandem wenn du durchdrehst!“, kam es von allen Mitglieder in dieser Runde besonders schlau.

„Potter, vergiss es, dein Balg darfst du selbst halten!“, presste ich erzwungen beherrscht raus als dieser mich partout nicht beachten wollte, selbst seinen zappelnden Nachwuchs ignorierte, den ich ihm demonstrativ wieder entgegen hielt.

Aber er reagierte gar nicht, polterte nur rasend aus dem Raum und die Treppe hoch wie ein Elefant, worauf eine in Tränen aufgelöste Astoria ihm hinterher setzte und alle anderen wie belämmert hinterher sahen, mich mit eingeschlossen.

„Ja, was soll das jetzt?“, fragte ich entgeistert und hielt das sabbernde Bündel hoch wie einen Fremdkörper und erhielt nur schulterzucken allen Orts.

Sehr hilfreich, offenbar wollte mir keiner Potters Sohne abnehmen. Wir warteten schweigen, bis schon nach kurzer Zeit eine leichenblasse und tränenüberströmte Astoria ins Zimmer zurücktaumelte und das ohne Potter, klasse ganz klasse!

„Darf man Fragen, wo Potter ist?“, grummelte ich missmutig und sie blickte mich tränenblind an.

„Ah…ja, er hat mir die Tür vor der Nase zugehauen und sich geweigert zu gehen! Sonst weiß ich nix, nur das Hermione sehr aufgebracht über die Störung war!“, wisperte sie hauchend und Blaise war sofort bei ihr, zog das sichtlich aufgelöste Nervenbündel auf seinen Schoss und dort weinte sie versucht leise vor sich hin.

Ich blickte genervt zu ihr und fragte mich, womit ich das verdient hatte?

Außerdem überlegte ich bei wem meine Last abladen konnte und verstand nicht, warum mir Potter das antat. Hasste er mich so sehr?

Das Bündel einfach in die Wiege neben meinem Sessel zu legen, kam mir nicht in den Sinn, warum auch immer. Irgendwie zerrte diese Situation wohl auch an meinen Nerven.

Was hatte ihn geritten mir seinen Sohn in die Arme zu drücken?

Als ich meine taxierenden und abwägenden Blicke durch den Raum schickte und bemerkte, dass Blaise und Astoria wegfielen ,da Astoria gerade erfolgreich bei Blaise das Baby spielte, das geschaukelt werden musste, traurig aber wahr!

Dann landete ein langer Blick auf dem Wiesel, aber der marschierte wie ein Donnergott im Wohnzimmer auf und ab und hatte seine Arme im Rücken verknotet.

Die Frage war ob er sie entwirren konnte?

Die Twins?

Okay, vergesst es, die wirkten hibbelig und erregt für 10 Leute.

Saß der eine, sprang der andere auf und umgekehrt, nur um sich dann wieder fallen zu lassen. Sie wirkten absolut neben der Spur und zu Dobby, nun der rannte nur von der Küche ins Wohnzimmer, die halbe Treppe ins oberste Stockwerk hinauf und wieder hinunter. Kurz um, alle waren nur noch die reinsten nicht zu gebrauchenden Nervenbündel, bis auf Blaise und mich und leider war Blaise ja anderweitig beschäftigt.

Ich musste mir leider die Frage stellen, ob Potter doch nicht so dumm war wie er tat, denn wie es schien war ich wirklich die einzige Person die Ruhig war, zwar auch nicht wirklich unbesorgt, aber ich war bereit geduldig zu warten was weiter passierte!

Also hatte er das wirklich überlegt getan mir seinen Sohn aufzuoktroyieren oder unbewusst?

Potter, war verachtenswert clever!

Eine gute Überlegung, denn es zeigte mir, das Potter gar nicht wirklich doof war, wenn er auch oft einen anderen Eindruck bei mir hinterließ, er war es nicht, sonst hätte er jemand anderem sein Kind geben, denn mich liebte er bestimmt nicht, er mochte mich nicht einmal!

Ich blickte auf das Baby, das glückselig sabbernd in seiner Decke schlummerte und von dem ganzen Chaos erschreckend wenig Notiz nahm. Er hatte ein paar dunkel Haare auf dem ansonsten kahlen Schädel und wirkte relativ wohlgenährt für eine Frühgeburt.

Die Tränke, die Astoria ihm nach der Geburt verarbeitet hatte, schienen schon anzuschlagen umdie eingeleitete Frühgeburt auszugleichen, was erfreulich war. Ich lauschte unterdessen den anderen, die nun zu spekulieren begannen und selbst ich war wirklich interessiert was jetzt noch schief laufen konnte, nachdem doch die Geburt erfolgreich vonstattengegangen war.

„Was meint ihr passiert gerade?“, „Ich weiß es nicht!“, „Astoria, erzähl halt was du gesehen hast!“,

„Lasst sie in Ruhe!“, „Wartet halt ab!“, „Hoffentlich geht alles gut!“

So in etwa lautete das wispernde Gespräch an dem ich mich nicht beteiligte, da ich mich fragte, was für Auswirkungen Severus Gegenwart nun für uns bedeutete. Nach einer schier unendlich anmutenden Zeit wankte Potter wie ein Wrack die Treppe hinab und ich hob skeptisch eine Braue.

Was würde er uns jetzt sagen?

Sobald sie ihn sahen, verstummte jeder Ton im Wohnzimmer und wir blickten alle zu dem blassen, übernächtigten und erschöpften jungen Vater mit den tiefen Augenringen hinter der Brille, der mich oder auch das Kind keine Sekunde eines Blickes würdigte, während er wie verloren dastand und sich dann immer wieder räusperte und abbrach.

Keiner wagte es von den anderen eine Frage zu stellen, auch ich nicht und zeigte mich damit ungewöhnlich zurückhaltend.

„Chrmm…ich, ich bräuchte eure Hilfe!“, brachte er schließlich stockend und rau hervor und in seiner Stimme lag eine unglaubliche Müdigkeit.

„Leb…lebt sie?“, hauchte da Astoria ängstlich und klammerte sich an den armen Blaise. Sie schien ihn fast zu erwürgen. Potters Augen zuckten hoch und da schien er erst zu erkennen mit was für Sorgen und Nötigen sich auch die anderen von uns herumschlugen und er zeigte eine beschämte Miene, während er sich verlorenen am Kopf kratzte und sofort loslegte.

„Natürlich!!! Entschuldige Astoria, natürlich lebte Daphne!... und sie wird leben!“, meinte er und es klang zum Schluss eher so als würde er das so wollen und befehlen, als das es aber weniger den Tatsachen entsprach.

„Was ist dann passiert Harry?“, traute sich wieder Astoria mit tränenerstickter Stimme zu wispern, da von den Männern keiner den Mund aufbrauchte, selbst sein Sohn nicht, der schmatzte mir nur gerade etwas vor.

„Erstmal könntet ihr mir helfen. Daphne schläft. Ich will sie nicht zu lange alleine lassen, aber ich möchte sie ins andere Zimmer bringen, raus aus dem…..einfach wo anders hin halt! Okay! Aber wir müssen vorsichtig sein, erstens soll sie nicht aufwachen und zweitens darf sie nicht wieder zu bluten anfangen, also magisch und ganz vorsichtig transportieren!“, zählte er auf dabei wirkte er leicht neben der Spur, wie sein unsteter, umhergeisternder Blick zeigte.

„Klar, das machen wir! Ron, du, Harry und ich!“, bot sofort Blaise an und nickte ihm zu, was dieser zur Kenntnis nahm und sich seine wie es schien feuchten Hände an seiner Jeans abwischte.

„Äh, schön! Dann wäre da noch was…da ist, da liegt! Da wir, also wir haben da noch einen Fötus….!“, wurde seine heißere, kraftlose Stimme zum Ende hin immer leiser, sodass ich gefährlich mein Gehör anstrengte um ihn überhaupt zu verstehen und bekam wie alle anderen zusammen auch große Augen als die Bombe platze?

„Wie Fötus?“, „Hä, das heißt ein zweites Baby!“, „Himmel, Zwillinge?“, „Verstehe ich das richtig?“, „Wie geht das?“, „Wo ist es?“, plapperte auf einmal alles durcheinander und ich lehne mich nur wirklich erstaunt zurück und setzte die Puzzleteile schnell zusammen.

Das andere Kind konnte nicht leben, das stand für mich fest, schon aufgrund der Diagnosezauber in der Schule.

Oh Morgana, das war so deutlich klar gewesen, das mit Potter nichts normal laufen konnte!

Dieser Mann war eine wandelnde Katastrophe, aber wirklich!

„Seid doch still! Er kann ja gar nichts sagen!“, begehrte ich laut auf und fuhr den anderen schroff über den Mund, was dazu führte das alle mitten in ihren jeweiligen Sätzen abbrachen, aber auch dazu, das Potter mir kurz einen unleserlichen Blick zuwarf, um dann sofort wegzusehen.

Sein Kind hatte er gar nicht angesehen, etwas was mich dir Stirn runzeln ließ.

„Ähm, ja also, das Baby war schon tot, Snape meinte so um Woche 20-23, keine Ahnung, deshalb hätten die Zauber auch immer nur ein gesundes Baby angezeigt, da der andere ja schon Tod war! Genau! Und nun, Daphne hatte halt Probleme da der Fötus falsch lag und dann die Wehen aufgehört haben und sie hatte eine Plazentaablösung und viel Blut verloren…deshalb hat Hermione Snape geholt!“, erklärte er hastig plappernd und wirkte immer noch konfus als müsse er seine wirren Gedanken ordnen, dabei erschien er von Minute zu Minute erschlagener.

„Ohaaa und er hat…sie beide konnten Daphne dann retten?“, fragte das Wiesel besorgt nach

„Jaaaa!“, hauchte Potter selbst noch ganz ungläubig wie schnell alles schieflaufen konnte.

„Arme Daphne, ein totes Baby war die ganze Zeit in ihr?“, verzog George leidend das Gesicht und schien damit so einige auf ungute Gedanken zu bringen, selbst mich und wenn ich mir vorstellte, das Daphne die ganze Zeit damit schwanger rumgelaufen war, tat sie mir zum ersten mal wirklich aufrichtig leid!

Gut, das wir das nicht gewusst hatten, ging es mir einerseits sarkastisch, andererseits erleichtert durch den Kopf, denn wenn sie Wochenlang damit hätte leben müssen das sie auch ein Totes Kind in sich rum trägt, das wäre wirklich unschön gewesen und ihrer Laune sicher sehr abträglich gewesen. Ich würde es zwar nie offen zugeben, aber ich konnte mir vorstellen, dass so was auch nachträglich belasten könnte und es erklärte vielleicht einige ihrer Aussetzer in den letzten Monaten!

Selbst Potter schien erst jetzt zu verstehen was der eine Twin gesagt hatte, da er noch eine Nuance blasser wurde und sichtlich schwer schluckte, weswegen sein Adamsapfel unruhig auf und ab hüpfte.

„Aber sag, was war es?“, hob nun Astoria ihr verheultes Gesicht, worauf Potter aufsah und sie wie eine Eule anblinzelte

„Bitte!“, fragte er konsterniert.

„Was…das tote Baby ist? Junge…Mädchen?“, harkte Astoria noch mal nach.

„Keine Ahnung!“, zeigte Potter eine unwissende Miene und zuckte die Schultern.

„Aber Harry!“, warf Astoria sprachlos empört ein.

„Glaub mir, ich wollte das nicht sehen und Snape hat ES gleich mit einer Decke zugedeckt und weggelegt!“, erklärte Potter aufgeregt, fuhr sich unwirsch durch seine sowieso wirren Haare.

„Es liegt da noch rum?“, kreischte nun Astoria fast und sprang von Blaises Schoß.

„Deshalb komme ich doch her, warum denkt ihr will ich Daphne ins andere Zimmer verlegen?“, fragte Potter mit leicht verwirrter Miene.

„Oh…arch, so?“, beruhige sich Astoria und stand unschlüssig im Raum.

„Dann kümmern wir uns um das….das Baby!“, wisperte Fred leise, fasste grabschend nach Georges Hand und erhob sich leise mit diesem als George meinte:

„Genau und Ron, Blaise und du ihr transpirierte Daphne!“

„Und Dobby, du lässt alles verschwinden und verwandelst das Zimmer wieder in eine normales Schlafzimmer!“, ergriff Blaise befehlend das Wort und verteilte die letzten Aufgaben, während Potter schon wieder auf die Treppen zusteuerte gefolgt von den entschlossenen Männern und einer händeringenden und wenig zu gebrauchenden Astoria.

Ich dachte noch wie gut, dass Blaise hier im Cottage den Drillsergant gab und alles auf sein Wort hörte. Das war schon etwas Wert.

Aber ich erkannte auch das mich keiner beachtete, auch nicht, als ich das schlafende Kind in meinen Armen vorsichtig anhob und auf uns aufmerksam machen wollte um endlich meine Last abgenommen zu bekommen, aber mal wieder fand das keine Beachtung, also blieben Potters Balg und ich allein und verlassen in Wohnzimmer zurück, was mir ein leidendes Stöhnen entlockte.

In der Ruhe kam ich endlich wieder dazu einigermaßen klar zu denken und so fiel mir etwas Eigenartiges auf.

Wo zur Hölle trieben sich Severus und Hermione rum?

Was taten die beiden?

Draco Sicht ende

Hermiones Sicht

Mittlerweile lag ich eingeklemmt unter einem fordernden Severus, da ich ihn zuvor übermütig zu mir in einen heißen Kuss gezogen hatte jetzt quetschte er meine Brust begehrlich, als uns Geräusche von draußen aus unserer Gedankenlosigkeit holten.

Sofort löste er sich keuchend von mir, indes blickte ich entschuldigend zu ihm auf, ahnend dass wir gerade dabei waren hier und jetzt zu weit zu gehen, während eines völlig unpassenden Moments.

Und so stand er geschmeidig auf und strich sich glättend über seine verknitterten wie immer schwarzen Roben als wäre nie etwas vorgefallen, worauf auch ich zusah das fremde Bett zu verlassen und mich rasch erhob, dabei fuhr ich noch kurz und sachte über dieses neue Zeichen auf meiner Haut.

Als ich aufblickte, konnte ich noch das zufriedene, doppeldeutige sowie durchtriebene Grinsen erkennen das Severus meinem Oberschenkel schenkte.

Ich ging darauf nicht weiter ein, sondern suchte mein Kleid und zog es mir wieder flott an, sowie meine Schuhe und dachte darüber nach wie bösartig doch jeder in meiner Familie war, denn wenn Draco mit mir intim werden würde, hätte er nun immer Severus Zeichen vor der Nase.

Ich war gespannt wie er die Neuigkeit aufnehmen würde.

„Komm!“, hörte ich da nur gewohnt neutral und begab mich zu Severus, der abwartend an der Tür lehnte und sie nun gespielt galant öffnete, als wir gerade an dem Urwald-Kinderzimmer vorbeigingen konnten wir zusehen wie sie Daphne umbetteten und wir hörten.

„Harry, du gehst jetzt runter, ich kümmere mich um Daphne. Sie schläft. Du kannst hier gerade nichts tun!“, kam es sehr bestimmt von einer verheulten Astoria mit belegter Stimme und so griff ich beherzt nach Harrys Hand und zog ihn mit uns runter. Er ließ es geschehen und als wir das Wohnzimmer betraten bekamen wir ein ungewöhnliches Bild geboten.

Ein leeres Wohnzimmer, nur das Draco mit dem kleinen Bündel von Harrys Sohn in den Armen dasaß dabei wirke er leicht genervt.

„Draco, wo sind die anderen?“, fragte ich und er zuckte nur mit seinem hellen Kopf zur offenen Wohnzimmertür.

Ich dirigierte einen willenlosen Harry zur Couch und Severus nahm zu meiner Verwunderung ganz selbstverständlich gegenüber von Draco in dem anderen Sessel platz und machte keine Anstalten sofort gehen zu wollen, ganz entgegen seiner sonstigen Art.

Auf einmal sprang Dobby herbei und stellte jedem von uns einen Whiskey vor die Nase und selbst Severus nahm ihn wortlos und trank, wie auch die anderen beiden Männer, während ich zum Fenster ging und zusah was die anderen in der Laube taten, daraufhin trank ich einen großen Schluck, denn ich bitter nötig hatte.

Ich konnte nämlich beobachten wie sie das eingewickelte Bündel in der weißen Decke von vorhin in eine kleine Holzkiste legten und dieses unter dem Dach der Laube auf dem Tisch stehen ließen, bevor sie sich abwandten und da kamen dann Blaise, Ron und die Twins mit ernsten Mienen auf mich zu, dabei schenkten sie mir alle ein knappes Nicken, nachdem sie das Innere des Hauses betreten hatten. Sie setzten sich verteilt im ganzen Zimmer hin, dabei legte sich eine gespenstische Stille über das Haus.

Keiner sagte etwas, keiner fragte etwas, selbst Draco nicht, der immer mürrischer Blickte, weil sich keiner Anbot ihm seine Last abzunehmen. Dieses Bild wäre göttlich und zum Lachen, wenn es nicht so traurig gewesen wäre, aber auf die Idee das Baby in die Wiege neben sich zu legen kam er wohl nicht.

Plötzlich wurde ich aus meiner gedankenverlorenen Betrachtungen gerissen, da Severus auf die breite Polsterarmlehne seines Sessels klopfte und bis ich kapiert hatte was er forderte, schauten schon alle blöd auf.

Also sah ich zu seinen Wünschen nachzukommen und ließ mich fließend auf der kleinen Fläche nieder. Er sah aber davon ab mir ostentativ den Arm um die Hüfte zu legen. Ja, es wirkte für mich so als gefiele es ihm das ich sein Zeichen trug, auch wenn er nach außen hin total wie immer wirkte. Gewohnt einfühlsam kalt legte er dann los:

„Potter, selten jemanden so idiotisches wie sie erlebt! Sie sind blöder als ihr Vater….nein, oder doch nicht, da müssten selbst sie sich noch ein gutes Stück anstrengen!“, schnarrte es gewohnt ölig aus Severus und ich versteifte mich sichtlich, weil er auf Harry verbal so sehr einprügelte wobei Harry eh schon sehr fertig aussah.

Jeder zuckte hoch und blickte empört und verärgert zu ihm, bis auf Draco, der lächelte hintersinnig und irgendwie amüsiert über Severus und ich…nun, ich blickte nur auf Harry, der ganz langsam seinen Kopf hob und dann hauchte:

„Ich weiß, Sir!“

„Nein, Harry, sag so was nicht du bist nicht blöd!“, „Oder, Idiotisch!“, „Hör nicht auf das Gift!“, hisste Fred bösartig und funkelte einen ungerührt wirkenden Severus bösartig an.

„Aber noch was Potter, ein Kind…Ein Kind zu machen! Wie begrenzt in ihrer Intelligenz können sie sein?“, wütete Severus einfach weiter und Harry zog den Kopf ein wie ein Kleinkind und da legte ich Severus meine Hand bittend auf seine Schulter, das er auf den armen Jungen nicht noch mehr eindrosch.

„Er weiß, dass das unglücklich war und Daphne auch!“, bat ich ihn um Contenance, während Harry aufsah und harte, grüne Augen zu mir glitzerten und ich hören musste:

„Aber er hat doch absolut und total recht Hermione! Ich bin total blöd! Ich setzte nicht nur in einer total unmöglichen Zeit ein Kind, nein, Kinder in die Welt und bring dabei meine Frau noch fast um! Gibt es was Blöderes als mich?“, jetzt verlor er zum ersten mal heute die Kontrolle über sich und mit einem frustrierten Aufschrei riss er sein halbvolles Glas hoch und schmiss es mit Wut durch die Luft, sodass es an der Wand zerschellte.

„AAAHHHHHRRRR“, schrie er laut und frustriert aus.

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BeitragThema: 279. Kapitel „Say My Name“   Do Mai 10, 2012 7:53 am

279. Kapitel „Say My Name“

„Gut gemacht Potter!“, kam es erstaunlich zufrieden von Severus, während er sich mit verschränkten Armen zurücklehnte und er nun etwas freundlicher auf Harry schaute, der schwer schnaufte.

„Ich hoffe, sie erkennen das sie an der Situation an sich nichts ändern können und das Beste daraus machen sollten! Also schlucken sie ihr Selbstmitleid, denn es ist unerträglich!“, gingen wohl nun allen bei Severus Taktik Harry zu beruhigen die Münder auf, auch weil es wirklich auch noch zu wirken schien, denn Harry nickte nur brav und beruhigte sich sofort wieder.

Nur Draco versuchte das aufsteigende Glucksen zu unterdrücken und gewohnt wie ein Malfoy hochmütig sowie überlegen durch die Gegend zu sehen.

„Ja, ja! Ich …wir müssen nach vorne sehen!“, brachte Harry stockend und noch nicht ganz überzeugt hervor.

„Ja, du hast einen Sohn …der lebt und bis vor ein paar Stunden wussten wir auch gar nichts anders!“, warf ich kalkulierend und kalt ein.

„Schade, das Daphne das mitbekommen hat!“, wisperte Harry leise und ja, es wäre leichter wenn sie es nicht wüsste.

„Ich sollte mich wohl um das …was auch immer kümmern, es ansehen und wegbringen!“, machte er eine wegfegende, wiederwillig erscheinende Geste.

„Ich weiß nicht, ob du das sehen willst?“, kam es nun von Blaise, der nicht wirklich gut aussah, eher äschern, trotz seiner dunklen Hautfarbe.

„Nicht?“, fragte Harry zweifelnd und hörte sich sehr müde dabei an.

„Es war eine Sie?“, warf nun Ron sehr hilfreich ein und Harry spießte ihn regelrecht auf mit seinem traurigen Blick und selbst ich war erstaunt.

Ein Mädchen, das hatte ich gar nicht mitbekommen.

„AHA!“, kam es auch sehr intelligent aber auch zu einem gewissen Grad desinteressiert von Harry.

„Tja und nun? Ich weiß nicht, ich glaub nicht das ich es hier beerdigt haben möchte!“, zeigte Harry so ganz neue Seiten und ich stimmte ihm dabei schon zu. Es wäre sehr makaber hier zu wohnen und hier würde sein Sohn aufwachsen und draußen lag im Garten die tote Schwester.

„Sie könnten sie verbrennen! Viele Magier tun dies mit Totgeburten!“, warf Severus urplötzlich in die lastende Stille ein und die Twins sowie Blaise und Draco nickten synchron, während ich und Harry uns perplex ansahen, dabei verhakte sich sein Blick mit meinem und ich lächelte sachte, aufmunternd als ich verstand, Harry wollte meine Meinung:

„Oh, nun, ich wollte immer verbrannt werden! Ich finde den Gedanken nicht so angenehm zu verrotten!“, umschrieb ich meine Gedanken an Maden und Würmer die an einen knabberten, aber es stimmte, ich wollte nie in einem Holzsarg vor mich hin modern, bis ich „Erde zu Erde, Asche zu Asche und Staub zu Staub wurde“, da würde ich immer die Methode, macht aus ihr nur „Asche“ vorziehen.

„Dann wird ES verbrannt!“, bestimmte Harry spontan wie es schien und blickte bestimmt durch die Runde.

„Glaubt ihr Daphne will dabei sein?“, wagte sich todesmutig Ron vorsichtig fast verzagt einzuwerfen.

„Keine Ahnung?“, erwiderte Harry schulterzuckend, während einige anderen laut aufstöhnten.

„Miss Greengrass, sollte noch mindestens die nächsten 2 bis 3 Tage liegen!“, warf Severus ungefragt ein.

„Dann nein, so lange werde ich das da nicht liegen lassen!“, beschloss Harry spontan und verzog wehleidig das Gesicht.

„Und wenn es ihr nicht recht ist?“, fragte George besorgt leise nach.

„Dann…arch, was weiß ich. Ich würde sagen dann wird sie lernen damit zu leben, dass ich das entschieden habe. Ich will nicht das mein…Baby da rumliegt!“, erklärte Harry dabei fuchtelte er mit den Händen herum und deutete damit in Richtung der Laube im Garten.

„Außerdem weiß ich nicht wie gut es ist wenn wir uns zu sehr da hineinsteigern! Dafür haben wir keine Zeit und leisten können wir uns das emotional auch nicht!“, führte Harry weiterhin erschreckend nüchtern aus und ich fragte mich, ob er bisher Tränen vergossen hatte so wie damals bei Sirius oder nicht.

Ich verengte die Augen zu Schlitzen und beobachtete Harry genau, der leicht blass wirkte, tiefe Augenränder hatte und schrecklich müde aussah. Der junge Mann schien mit den Nerven am Ende zu sein, was nur zu verständlich war.

Aber ich war positiv überrascht und fand es gut wie es sich entwickelte, wobei ich nicht wusste, wie Daphne damit umgehen würde.

Jeder trauerte anders, der eine suchte das Vergessen, der andere das Ignorieren, der nächste wiederum die Akzeptanz aber jeder ging damit anders um.

Harry bevorzugt wie es schien das Ignorieren.

Aus dem Augen aus dem Sinn, ähnlich wie ich die Sache mit meinen Eltern anging, wobei ich die Tatsache auch noch akzeptiert hatte das ich sie für immer verloren hatte. Wie Daphne damit umgehen würde, vor allem da sie ja die Kinder in sich getragen hatte war die Frage, aber wer konnte sich heutzutage schon den Luxus erlauben im Selbstmitleid zu versinken.

Harry aber auch Daphne würden ihren Weg finden müssen das hier schnell zu verarbeiten, so wie ich auch immer alles in rasender Geschwindigkeit hinter mir lassen musste, um nicht von den Anforderungen der Zeit aufgefressen zu werden.

Nur ich musste sagen, wie Harry augenblicklich damit umging imponierte mir. Ich hoffte nur, dass er es durchziehen würde.

„Nun Mr. Potter, ich finde es erstaunlich positiv wie sie der Entwicklung gegenüber stehen. Ich biete ihnen an mich um die …Sache zu kümmern! Wünschen sie eine Urne?“, erstaunte und überrumpelte mich Severus als Harry bestechend scharf zu Severus blickte, ihn regelrecht durchbohrte, dabei schien er abzuwägen wie ernst es Severus mit diesem Angebot war, als er dann seinen Kopf sachte neigte und leise meinte:

„Sir, ich stehe so oder so in ihrer Schuld! Aber ja, es wäre mir lieb….wenn das nicht noch einer von uns tun müsste!“, kam es sehr bestimmt aber doch auch heiser von dem gebeutelten, jungen Mann, der auf einmal schrecklich alt wirkte.

„Nun, dann sollten wir keine Zeit verlieren…Hermione?“, erhob Severus sich geschmeidig und drehte sich in dem Moment auffordernd zu mir, die ich noch immer auf der Lehne saß und sofort sprang ich auf die Füße, wenngleich ich nicht verstand warum das ich die Ausnahme von der Regel war, aber ich würde mich nicht beklagen.

„Klar, ich begleite dich! Ihr entschuldigt uns?“, war dies eigentlich eine rhetorische Frage, da es mir begehr war seinem Wunsch zu entsprechen und ganz ehrlich, ich hatte das Mädchen auf die Welt gebracht, dann konnte ich sie jetzt auch der Ewigkeit übergeben.

Es war ja nicht so als wäre mir der Tod fremd.

Somit eilte ich den wehenden Roben von Severus hinterher, der zielsicher und ohne zu zögern zur Laube schritt um die kleine, schlichte Holzkiste hochzunehmen und weiter hinten im Garten verschwand, sodass man das Haus gar nicht mehr sehen konnte.

Wie es schein hatte er erwartet das ich ihm brav folgte, denn er war nicht erstaunt als er sich umwandte und ich direkt hinter ihm stand. Auffordernd sah er mich an und mit einem zögerlichen Lächeln legte ich einen Tarnzauber auf unsere unmittelbare Umgebung, damit jetzt wirklich niemand etwas sehen konnte.

Daraufhin legte Severus wortlos die Kiste auf dem Grasboden ab und sah mich fragend an. Ich rollte nur von einem Schnauben begleitet mit den Augen, bevor ich meinen Zauberstab auf die Kiste richtet und einen „incendio maxima“ sprach.

Ein großes, heißes Feuer bemächtigte sich der Kiste und verschlang sie. Gierig beißend loderten die Flammen hoch, während mich Severus keine Sekunde aus den tiefschwarzen Augen ließ. Es war jetzt nicht so, dass ich groß etwas empfand, außer einer seichten Trauer, weil das hatte passieren müssen, denn es war absolut unnötig und eher ärgerlich, denn sonst was!

Um das kleine Mädchen tat es mir durchaus leid, wenngleich es etwas war, was ich aufgrund seines frühen Todes nur als Ärgernis ansehen konnte, das uns fast Daphne gekostet hätte, nicht nett, nicht wirklich rational, aber es war da dieses Gefühl und es war besser als wenn ich gar nichts fühlen würde.

Im Endeffekt war es aber wie immer, jede Entscheidung hatte ihre Konsequenzen, so auch die, das wir Daphnes Schwangerschaft verstecken und verheimlichen mussten und daher das Korsett angelegt hatten, denn ich vermutete mal, das Korsett war der Grund für den Tod des kleinen Mädchens.

Aber ich machte mir deswegen keine Vorwürfe, denn bitte, das hatte keiner ahnen können, das es Zwillinge waren und hätten wir gar nichts getan, Daphne so in die Schule gehen lassen, wer weiß ob Harry dann heute überhaupt noch eine Verlobte oder gar einen Sohn hätte.

Nein, wir hatten alles richtig gemacht!

Die Hitze nahm zu und vor unseren Augen zerfiel das Holz knackend und knisternd laut und sein kleines Innenleben zu Asche und erlosch langsam.

Severus beschwor aus dem Nichts eine kleine, schlichte Urne herauf und ließ gekonnt die graue staubige Asche in dem Gefäß verschwinden, bevor er mir dieses in die Hand drückte und wieder schweigsam mit wehenden Roben zurückging.

Seine Magie, wenn er sie denn mal zeigte, war immer beeindruckend in ihrer Stärke und Kraft. Kein Wort war über seine Lippen gekommen als er gezaubert hatte und seine Stabbewegungen waren knapp und akkurat gewesen, bewundernswert!

Ich stand noch mit gesenktem Haupt vor der Feuerstelle und betrachtete sinnend das verbrannte Gras zu meinen Füßen, dann senkte ich den Zauberstab und ließ alle Spuren verschwinden die auf den Ort des Geschehens hingedeutet hätte, wo wir getan hatten was getan werden musste.

Danach richtete ich mich wieder ganz auf und gab mir einen Ruck, somit trug ich die Urne in meinen Händen über den ganzen Weg ins Haus. Als ich eintrat war Severus weg, wie es schien hatte er das Haus verlassen und so blickte ich mich suchend im Wohnzimmer um.

„Er ist gegangen! Er hat nichts gesagt!“, informierte mich Draco wie nebenbei, da er noch immer missmutig mit dem Kind dasaß, während Harry leicht hypnotisiert auf meine Hände blickte und so stellte ich das Gefäß vorsichtig vor uns auf den Couchtisch, die angespannte Atmosphäre im Raum war fast mit Händen zu greifen.

Es war makaber, aber was sollte ich damit tun.

Harry sah das Gefäß wie eine Erscheinung an und streckte dann zaghaft die Hand danach aus aber ohne es zu berühren:

„Und jetzt? Was macht man damit?“

„ÄH…du kannst es begraben oder irgendwo hinstellen!“, kam es enorm schlau von Fred und den entsprechend sparsamen Blick schenkte ihm auch Harry.

„Warte halt auf Daphne!“, meinte ich neutral und Harry nickte dabei wobei er mich dabei zum erste mal wirklich ansah.

„Ja und wohin soll das hier dann so lange?“, zeigte er wiederwillig auf die Urne und Ron stand schnell auf, nahm den schlichten, schmucklosen Gegenstand erstaunlich selbstsicher in die Hand.

„Was hältst du von dem Safe?“, drehte er sich mit dem Gefäß in der Hand um, worauf Harry das Gesicht verzog.

„Ron, da sind die Horcurxe und Seelenteile des Lords drin, da werde ich nicht das was von…von meinem Kind übrig ist, da reintun!“, fauchte er erbost und funkelte einen dunkelrot anlaufenden peinlich berührten Ron böse an.

„Ja, sorry Kumpel aber in euer Zimmer willst du es auch nicht mitnehmen?“, zeigte Ron sich erstaunlich tapfer, während George sich räusperte:

„Was haltet ihr davon, wenn wir es in die kleine Vitrine tun?“, war unter dem Fenster zur Straße eine kleine Vitrine mit Tand.

„Ja, bin dafür, da ist es sicher!“, brummte Fred und als alle, selbst Harry, nickten langsam, dann schickte sich Ron an das Gefäß in die Vitrine zu räumen. Es war wie eine aus den Augen aus dem Sinn Taktik, die wirkte, aber trotzdem das Schweigen im Raum nicht beseitigte.

Als Dobby plötzlich auftauchte und uns wieder mit Speis und Trank versorgte, wobei Ron fast fürsorglich begann Harry zu füttern weil dieser so lethargisch und abwesend wirkte, verbarg ich mein Grinsen und griff selbst bei den Sandwiches zu, da sich durchaus so etwas wie eine leichte Schwäche in mir breitmachte, was nach dem Drama auch kein Wunder war, der Tag war anstrengend gewesen.

Ich bemerkte sehr wohl Dracos taxierende Blicke auf mir und ich wusste, er fragte sich was ich Severus als Danke geboten hatte und ganz ehrlich, ich wusste nicht wie er es finden würde, weswegen ich ganz unbewusst meine Schenkel zusammendrückte und an die immer noch leicht brennende und gereizte Stelle auf der Innenseite des Oberschenkels dachte, an das schwarze Wappen, das dort nun prangte und fühlte ein leichtes, unwohles Magengrummeln wie Draco auf diese Offenbarung von mir reagieren würde.

Aber wenn ich mich jetzt wieder meinen Gedanken darüber hingab wie mein Körper am Ende dieses ganzen Kampfes aussehen würde, wollte ich gar nicht wirklich darüber nachdenken!

Mittlerweile erzählte meine gezeichnete Haut eine ganz eigene Geschichte über mein abwechslungsreiches Leben.

Ich wollte mir gerade nicht wirklich Dracos Reaktion vorstellen wenn er es sah, beziehungsweise ich versuchte mich in der Verdrängung um ja nicht daran zu denken.

Er war auch klug genug nicht vor den anderen darauf hinzuweisen, das mich das holen von Severus etwas gekostet hatte, denn das brauchte Harry erst Recht und die anderen nicht auch noch zu wissen, doch dann wurden meine Überlegungen unterbrochen.

„Ähm, es wäre mal schön, wenn mir jemand das Ding da abnehmen könnte!“, perlte es recht nasal und snobistisch von Draco, während er das erwachende Baby wenig sanft hochhob und zeigte, das sich eine Nässe auf der Decke ausbreitete und Dobby eilte sofort geschäftig herbei und nahm nun das kleine Wesen vorsichtig auf von einem sichtlich schlechtgelaunten Draco.

Er kümmerte sich rasch darum indem er mit dem Baby verschwand, wobei Draco Reaktion seine Last endlich los zu sein ihm deutlich anzusehen war.

„Und Draco, froh das Baby los zu sein?“, fragte Blaise da auch schon mit einem zurückhaltenden Lächeln, als hätte der Tag gefährlich auf seine Laune geschlagen.

„Geht so, wenigstens wusste er sich zu benehmen und hat nicht geschrien!“, somit war dies wohl das netteste was Draco über seine Lippen bekommen konnte über Harrys Sohn.

„Ähm, das läuft ja grad nicht so wie es sollte….schon einen Namen für das Kind überlegt?“, wollte Fred vorsichtig in die gespannte Stimmung wissen.

„ÄH, ich mein, wir können ja nicht immer ES oder ER sagen!“, meinte Fred ziemlich bedröppelt, da er recht perplexe Blicke von uns allen kassierte, als Dobby grad mit dem Kind auf den Armen hereinkam. Es trug nun einen Strampelanzug und schien recht zufrieden zu sein, während es trotzdem krähte und gluckste.

Dann drückte Dobby erstaunlich bestimmt das Kind Harry in die Arme, der keine großen Anstalten gemacht hatte seinen Sohn nehmen zu wollen aber dann ergab er sich mit einem leidenden Schnaufer und schaute leicht überfordert auf das kleine, hilflose Wesen hinab.

Astoria kam auf einmal total erschöpft und kaputt vom ersten Stock hinab dabei standen ihr die Haare ungewohnt wirr ab, während sie inbrünstig verkündete:

„Ich bekomme nie ein Baby, ganz sicher!", schwor sie regelrecht und baute sich vor uns auf, woraufhin Draco seinen Kopf in den Nacken legte und rau auflachte.

„Na, dann wird´s wohl keinen Erben für dich geben!", kam es da auch schon mit viel trockenem Humor von ihm und er grinste Blaise frech an.

Und da gackerten die Twins zum ersten mal nach diesem desaströsen Tag befreit darüber los, was die Stimmung enorm lockerte, während Astoria weiter rum zickte, aber sie sah auch schrecklich schlecht aus.

„Was soll das, warum lacht ihr darüber so? Ich mein das ernst!", drohte sie aber frustriert, da zog Blaise seine erschöpft, überforderte Freundin auf seinen Schoß und meint dazu nur vollkommen über dem Ganzen stehend:

„Noch ein Baby ist auch das letzte was wir jetzt brauchen können!" woraufhin die Twins sie spöttisch Grinsend ansahen aber im Herzen gaben Blaise alle aus tiefster Seele recht.

„Werde erst mal älter Astoria, dann denkst du sicher anders darüber! Mum wollte in deinem Alter auch keine Kinder....und jetzt schau sie dir an, gestraft mit 7 Stück!", kam es erheitert von den Twins, die es langsam aber sicher schafften über den Schock zu kommen und wieder zu ihrem normalen vorlauten selbst fanden.

„Na, wie auch immer, wenn jemand von euch auch nur in der nächsten Zeit auf die verblödete Idee kommt nochmal schwanger zu werden, rumpelt er mit mir persönlich zusammen! Ich bin froh, das die Schererei jetzt vorbei ist, das war nicht auszuhalten!“, jammerte Draco erbost los und keiner wagte auch nur einen Mucks zu sagen.

„Ich hoffe es bleibt jetzt ruhig!“, schoss Draco bestimmt und es wirkte als sähe dies das Baby als Startschuss zu quengeln und zu strampeln, wobei sich dies rasant zu einem ausgewachsenen Wutgebrüll steigerte, das in den Ohren fast weh tat und dazu führte das wir uns geschockt ansahen.

Die einzigen die so was von ihren Geschwistern kannten waren die Twins, die dann abgeklärt gaben und sich fies angrinsten als beide lapidar verkündeten:

„Fragt sich nur wie lange, Draco! Das hier ist ein Baby, das hört nicht auf dich! Ginny hat als Baby dauernd geschrien, das war nicht zum aus halten!"

Bei diesen Worten bekam Dracos große Augen. Ich konnte mir vorstellen das er sich gerade zurück zu den Veelas wünschte, oder auch ins Lager der Wölfe, aber hier wollte er nicht wirklich sein, aber ich auch nicht.

Dieses heulen wie bei einer Boje machte mich ganz fertig, da zog ich den Schlachtlärm von Kingswear vor. Grauslich aber wahr.

„Was machen wir jetzt?“, rief Harry über den Lärm hinweg und ich zuckte die Schultern.

„Ähm, ich glaub der Kleine hat Hunger!“, kam es von George weise und Fred nickte zustimmend „Glaub ich auch!“

„Dann ist es ja gut, das Daphne wach ist!“, grinste nun Astoria erleichtert „Sie will euch sehen, deshalb hat sie mich herunter geschickt…Dobby kümmert sich grad um sie!“

„Mhm…Perfekt, dann können wir sie fragen wie der Kleine heißen soll, oder habt ihr euch schon einen Namen überlegt?“, fragte Blaise interssiert.

„Ähm, nein wir wollten zu Anfang nicht, da noch so viel hätte passieren können und danach konnten und durften sie uns nicht mehr sehen…also nein, wir haben noch keinen Namen!“

„Na dann lasst mal hören was die Mama für Ideen hat!“, rief Fred nun sehr übermütig und alle erhoben sich brav, gesammelt gingen wir gesittet die Treppe hinauf, wobei ich und Harry die letzten waren.

Alle stürmten ungeduldig in das Urwaldzimmer und beglückwünschten Daphne überschwänglich, somit rückte das Unglück etwas in den Hintergrund. Ich legte Harry aufmunternd die Hand auf die Schulter, wobei er mir ein nüchternes Lächeln schenkte und mir das krähende und schreiende und damit auch hochnotrote Gesicht seines noch namenlosen Sohnes präsentierte.

Harry bette schließlich Daphne das schreiende Kind auf die Brust und half ihr ihn zum Stillen anzulegen. Die Jungs schauten etwas beschämt zur Seite, Daphne hingegen wirkte so als ob sie gar nicht wahrnahmen das da die Jungs waren und gerade ihre Brust sehen konnten, aber sie schien sowieso sehr blass, wenngleich auch nicht mehr wie tot, wie gut das wir Magier waren.

„Daphne Schatz, wie soll unser Sohn heißen?“, fragte Harry sanft nach, nachdem sie wieder entspannt dalag und das Baby glückselig an einer Brust nuckelte.

„Mhm…ich weiß nicht?“, zeigte sich Daphne unentschlossen.

„James!“, warf George ein.

„Nein!“, schoss es aus Harry wie aus dem Zauberstab, aber das war das Zeichen das alle loslegten, während das Kind selig säugte und sich nicht stören ließ in seinen schmatzenden Saugen.

„Cayden?“, rief George gleich hinterher, um seinen Schnitzer auszugleichen.

„Ich fand schon immer Brenton, cool! So heißt ein irischer Sucher!“, kam es wenig erhellend von Ron.

„Was haltet ihr von Kain?“, warf Blaise ein.

„Ich mag Angus!“, krähte Fred.

„Fynn oder Dylan, ich glaub, das würde zu ihm passen!“, kam es von Astoria.

„Mir hatte mal Lennox gefallen!“, kam es schwach aus dem Hintergrund von Daphne.

„Ähh, ihr bedenkt schon, das mein Sohn Potter mit Nachnamen heißen wird?“, warf Harry weniger sanft ein und klang dabei recht zynisch, somit zeigte er deutlich, das ihm nichts gefiel was hier vorgeschlagen wurde.

„Harry, was ist mit Tristan?“, fragte Daphne leise aber sehr ernst.

„Bitte, das ist nicht dein ernst Daphne!“, schüttelte es Ron erbärmlich und Harry nickte inbrünstig.

„Dann bring halt du Vorschläge, Harry!“, kam es ungeduldig von Fred und Harry schenkte ihm einen bösen Blick, aber er zeigte sich noch immer sprachlos.

„Merlin, Potter! Manchmal bist du so hohl, das es schon wieder weh tut!“, keifte Draco nun los.

„Merlin Potter? Also Malfoy ich denke, das das etwas Größenwahnsinnig klingt! Merlin!“, hauchte Harry fassungslos über so einen Vorschlag und sorgte bei den Reinblütern der Runde für eine große Lachorgie, wenngleich ich wusste, das Harry und mir der Name „Merlin“ für das ein oder andere arme Muggelkind geläufig war, aber unter den Magiern schien das mehr als verpönt zu sein, als Draco Harry mehr als nur spöttisch ansah.

„Jetzt mach schon einen Vorschlag Potter, entscheide dich, das ist ja nicht auszuhalten!“, wetterte Draco genervt weiter und überging großzügig Harrys recht schwachsinniges Missverständnis.

„Ich…nun Brain? Oder Connor?... Nein…Cedric?“, zierte sich Harry sichtlich als er sprach.

„Bäh, das ist ja wohl nicht dein ernst?“, erhielt nun Harry einen ungläubigen Blick von Ron und selbst ich schielte unverständig zu Harry, wie kam er denn auf Cedric?

„Wenn nicht James, wie wäre es mit Harry Jr.!“, warf Astoria ein, was ihr einen abwehrenden Blick von Daphne einbrachte, sodass Astoria schnell wieder verstummte.

Ich hielt mich raus, da grauste es mich ja, ein Junior? Hilfe!

So ging es noch einige Zeit. Die Twins, Astoria, Blaise und Ron warfen wild die abstrusesten Namen in den Raum, während die frisch gebackenen Eltern erstaunlich still blieben und langsam eher leidend wirkten, aber Harry schien auch keine wirkliche Entscheidung treffen zu können, denn er griff weder auf noch ein oder ergriff gar die Initiative.

Draco beobachtete unterdessen fasziniert und offensichtlich abgelenkt die Tiere, die leise trötend, kreischend, schnaubend oder auch brüllend die Wände des Zimmers bevölkerten.

Er zeigte offen seinen Unwillen und das es ihn nervte wie wenig entscheidungsfreudig Harry war.

Außerdem konnte er es wie es schien gar nicht glauben, das die Twins da jetzt wirklich auch noch Sound darauf gelegt hatten, doch schließlich schien ihm das rumgerate endgültig zu viel zu werden, weswegen er sich sichtlich unwirsch umwandte und die Hände entschlossen im Rücken verschränkte.

„Da die gewordenen Eltern nicht fähig scheinen sich zu einigen und dieses ewige lamentieren nervt, entscheide ich gleich den Namen!“, fauchte er plötzlich bestimmt somit sorgte er dafür, dass die laute Diskussion abrupt stoppte und ihn alle mit großen Augen irritiert ansahen.

Ich hatte es mir in der Nähe der Tür bequem gemacht um nur nicht aufzufallen.

„Potter, hat keine tollen Vorschläge und Daphne ihre, gefallen ihm nicht!“, schloss er aggressiv und funkelte alle beteiligen wütend an, während alle Draco ob seines barschen Auftretens verärgert ansahen bis auf Harry, der den Blonden wie mir schien mit einer gefährlichen Intensität maß. Was ging in Harrys Kopf vor, dachte ich noch als er langsam überlegt zu sprechen begann:

„Okay, Malfoy! Du suchst den Namen aus, egal was du sagst, der wird es!“ Damit schockte Harry alle, auch mich und Daphne. Ihr entfleuchte ein krächzender Ton, als sie etwas blass wieder in die Kissen sank, da Harry sie derart in dieser wichtigen Entscheidung überging.

„Harry…!“, hauchte sie da leise entsetzt und strich schützend über das Köpfchen ihres Sohnes, der seine Saugtätigkeit eingestellt hatte, aber Harry schenkte ihr nicht seine Aufmerksamkeit, da er viel zu fokussiert auf Draco war.

„Wenn du den Namen selbstherrlich aussuchst, Malfoy, übernimmst du auch Verantwortung, dann wirst du Pate! Soll mir Recht sein!", forderte Harry nüchtern und sehr leidenschaftslos, somit klappte selbst Draco der Mund über so viel gezeigte Kaltschnäuzigkeit auf.

Draco schüttelte das aristokratische Haupt, denn wie es schien kam er nicht darüber hinweg das Harry bei so einem Thema mit derart fordernder, total gleichgültiger Dreistigkeit auftrat die absolut „liebenswürdig“ vorgetragen wurde, mit ganz viel „bitte“ und so.

Aber das erstaunlichste war, das Harry Draco als Paten forderte, eine unglaubliche Vorstellung.

Wow, Harry schien es wirklich viel zu bedeuten den Namen seines Sohnes festzulegen, dachte ich sarkastisch.

Was würde bei Dracos Entscheidung für ein Name rauskommen? Würde ich dies Draco allein entscheiden lassen? Gewagt, sehr gewagt!

Ich bemerkte das listige Funkeln sehr wohl, das augenblicklich in Dracos Augen trat.

„Haaa, Harry….!“, quietschte Daphne noch immer erschöpft klingend auf, aber Harry drehte nur seinen Kopf und meinte scharf:

„Daphne, lass mich!“ Er forderte das hart und wandte sich sofort ab. Ich konnte sehen wie sehr es Daphne traf das er sie so behandelte, aber Harry wirkte als würde er sich ausschließlich auf Draco konzentrieren.

Ich bemerkte sehr wohl wie es in Draco ratterte, er schnell nachdachte und Harry selbst ein tückisches, taxierendes Glimmen in seinen derart grünen Augen nicht verbergen konnte. Ich konnte auch beobachten, dass die anwesenden Weasleys nur vollkommen baff und bar erstaunt waren, während Blaise mehr als nur dreckig Draco angrinste und Astoria im Schwang der Gefühle in die Hände klatschte und rief:

„Das ist ja soooo cool, ein Malfoy als Pate!“ Offensichtlich schien die Gute nicht den Sinn hinter dem Ganzen zu sehen, etwas das sich mir sofort erschlossen hatte.

Wie intelligent Harry in dieser Ausnahmesituation handelte war bewundernswert, die Frage war nur wie Draco die Sache beurteilte und wie er handeln würde. Die Spannung von meiner Seite war mit Händen zu greifen und ich biss mir auf die Lippe, während ich alles gespannt beobachtete.

Alles und jeder wartet auf Dracos Entscheidung, bis er mit einem zustimmendes Nicken erlösend meinte:

„Dann soll dieses Kind einen Namen bekommen dessen er würdig ist „Träger des Lichts“ oder auch „der Leuchtende“ aus dem keltischen!“, machte er es besonders spannend, aber ich konnte ein erregtes Kribbeln in mir nicht unterdrücken.

Er würde es tun, er würde, er würde der Pate von Harrys Kind werden!

„Lucien!“, kam es bedeutungsschwer von Draco und alles harrte gespannt in gespenstischer Stille auf dieses bedeutungsschwere Worte.

Wow, Lucien, das erinnerte krass an Lucius und war ein typischer Malfoyname, wie ich fand, während ich beobachten konnte wie Daphnes Augen bei dem Namen groß wurden, Harry hingegen nahm es erstaunlich honorig auf und neigte nur in stiller Zustimmung sein Haupt, bevor er seine Stimme wiederfand:

„So sei es Malfoy! Dann soll mein Sohn nun Lucien heißen!“ Ich war platt, an sich spielte sich vor meinen erstaunten Augen eine bedeutungsschwere, richtungsweisende Szene ab, die Verschmelzung der Familien Potter und Malfoy!

Harry forderte indirekt den größtmöglichen Schutz den Draco bieten konnte und sicherte sich dessen Wort mehr als nur mit einem laschen Versprechen, denn die Patenschaft bedeutet in der Welt der Magier viel, mit durchaus weitgreifenden Folgen und in einer traditionellen und sogar schwarzmagischen Familie sogar noch mehr.

Und das Draco wirklich darauf einging, war erstaunlich, wenngleich es mich nicht wunderte. Er liebte es überall seine Finger im Spiel zu haben und wie würde ihm Harry besser gehören als über dessen Sohn.

Auf der anderen Seite bot Harry seinem Sohn die besten Chancen den Krieg zu überleben und danach ein gutes Leben zu haben, denn welche Familie saß derart sicher über die Grenzen aller Parteien hinweg, wenn nicht die der Malfoys?

Harry konnte sich sicher sein, die „gute“ Seite, die Weasley, würden sich kümmern, auch wenn er sie nicht so in die Pflicht nahm, doch jemanden wie Draco oder mich band man lieber durch Schwüre oder magische Versprechen, das hatte er mittlerweile gelernt und so würde Draco Harrys Sohn ein Leben lang schützen müssen. Harry sicherte sich offenbar sehr weitsichtig in alle Richtungen ab. Er hatte viel gelernt und verstand das Spiel immer besser.

Aber es zeigte auch, dass Harry nicht damit rechnete diesen Krieg zu überleben, sonst würde er nicht derart für seine Familie vorsorgen, wie er es mit seinem Testament auch schon getan hatte. Es machte deutlich was für ein Taktiker und Stratege Harry inzwischen geworden war.

Heftig, ich hatte mir wegen einer Patenschaft nicht wirklich Gedanken gemacht, da ich für mich eine Patenschaft kategorisch ausschloss und Harry es anscheinend zum Glück ähnlich sah!

Aber das er nicht seinen besten Freund, nämlich Ron wählte, wie auch James damals Sirius erwählt hatte Harrys Pate zu werden, oder aber die Twins, die die Erziehung des Kindes übernehmen und ständig mit ihm leben seine „Onkels“ sein würden, erstaunte mich dann schon sehr..

Astoria schied als einflusslose Schwester aus und nun Blaise wirkte nicht wie der geschaffene Pate, Draco vielleicht auch nicht, aber Harry hatte bestimmt erkannt, dass ich von der Familie geschützt wurde und sie es durchaus ernst nahmen, somit würde Draco eine der geartete Verantwortung, wenn er sie denn übernahm, auch ernst nehmen. Das war auch wichtig, denn dies war kein Amt mit dem man spaßte!

Dann ging Harrys Blick zu seinem schlafenden Sohn, der auf der Mutter lag. Ich erkannte, es war Harry absolut gleich war wie er heißen sollte, aber das hatte nichts damit zu tun, das er seinen Sohn nicht „liebte“, sondern das er erkannte der Name war zweitrangig, wenn es dafür sorgte, das Draco das tat was Harry wollte!

Es zeigte nur, dass es ihm aber nicht wichtig war ihm den Namen zu geben, wenn er dafür mehr Schutz für seinen Sohn „erkaufen“ konnte und für die Zukunft vorsorgen konnte!

„Dann sollte er vielleicht den zweiten Namen Sirius bekommen?“, warf ich aus meiner dunklen Ecke ein und Draco wirbelte rasch zu mir herum.

„Das war so klar!“, schnarrte er verächtlich und es stimmte schon, ich dachte mir, das Harry bestimmt dieser Name mehr bedeutete als alle die bisher genannt worden waren und wenn er schon derart großmütig darauf verzichtete seinen Sohn zu benennen, sollte wenigstens etwas was Harry mal etwas bedeutete hatte seinen Sohn auszeichnen!

Und damit konnte ich Dracos Giftigkeit überspielen, da er dachte ich mochte den Namen Sirius, weil Sirius und ich mal eine Affäre gehabt hatten, aber da sage jemand, die Malfoys seinen eifersüchtig! Nie und nimmer!

„Nein, Draco, das war es nicht, es war nicht klar, dass ich das vorschlage! Aber wenn Harrys Sohn schon einen solch aussagekräftigen Namen bekommt, könnte der zweite sich nach seinem Geschmack richten ….aber vielleicht will er das ja gar nicht? Harry?“, wandte ich fragend ein und blickte Harry an.

„Oh doch, Sirius ist schön! Eine schöne Erinnerung!“, erklärte er überlegend und sah weiter hinab auf seinen schlafenden, gesättigten Sohn.

„Dann ist das beschlossen!“, kam es salbungsvoll von Draco und Daphne stieß ein verächtliches Schnauben aus.

„Toll, das ich dafür, das ich mit dem Kleinen 9 Monate die Mühe hatte und jetzt das….keine Mitsprache beim Namen, aber da möchte ich allen zuvorkommen, sollte ich einmal eine Tochter bekommen…dann soll sie Queenie, nach meiner Mutter heißen!“, meinte nun Daphne resolut und zeigte noch immer dunkle Ringe um die Augen und einen neuen leicht verbitterten Zug um die Mundwinkel, der davor noch nicht dagewesen war.

Sie hatte sich nach Harrys Anweisung das er entschied zurückgehalten und war ruhig geblieben, wie bei Reinblütern erwartet, aber zufrieden war sie trotzdem nicht, ob es nun die Wahl des Namens an sich war, oder nur das sie nicht hatte mitsprechen dürfen, war mir nicht klar, aber auch egal.

„Toll, damit steht dann schon der Name für das nächste Kind fest!“, flötete Fred.

„Glaub mir, ich denke damit sollten wir uns Zeit lassen!“, warf Harry melancholisch klingend ein und jedem war etwas unbehaglich, da das tote Baby, ja ein Mädchen gewesen war….aber es war an Harry Daphne dies zu erzählen.

„So Draco, dann spiel mal den Patenonkel….Daphne braucht Ruhe! Geht!“, hatte Astoria auf einmal das Regiment übernommen und Daphne das Kind von der Brust genommen und einem überrumpelten und entsetzten Draco wieder in die Arme gedrückt!

„Patenonkel...steht dir Malfoy!“, kam es spöttisch von Harry, während er gemein grinste.

„Genau, Onkel sieh dir dein Patenkind an!“, zeigten sich die Twins gewohnt überschwänglich, während sie Draco bedrängten und mit ihm das Zimmer verließen, dabei musste dieser den freundlichen Spott über sich ergehen lassen.

Sie wollten gerade gehen um Harry die Möglichkeit zu geben Daphne das Drama zu erzählen, aber so leicht ließ sich Ron nicht hinauskomplimentieren.

„Hilfe Harry nein, LUCIEN,…Malfoy, das kann nur schlechtes bedeuten für die Zukunft deines Sohnes! Hilfe!", lamentierte er erregt dabei warf er die Arme in die Luft, erst jetzt fiel mir auf das er während der Diskussion immer ruhiger geworden war und als Harry Draco als Paten gefordert hatte, hatte Ron seine Arme fest im Rücken verschränkt und sich zusammen gerissen, aber es musste ihn treffen das nicht er als bester Freund oder gar seine Brüder von Harry in Betracht gezogen wurden.

„Du kannst doch nicht wirklich wollen das Malfoy der Pate wird!? Harry!“, schimpfte und jammerte Ron empört dabei wurde er ganz fleckig im Gesicht, während die Twins schon die Augen über ihren temperamentvollen Bruder verdrehten.

„Doch Ron, das ist mein voller Ernst, akzeptiere das!", kam es erschreckend kalt von Harry, als er sich zu Draco und seinem Sohn beugte und meinte:

„Es bleibt bei Lucien. Willkommen!“ Er gab sich eiskalt, doch nun meinte Draco erstaunlich eisig, aber auch verstehend grinsend.

„Falsch Potter, Willkommen Lucien Sirius Potter!“ Er schenkte mir ein verschwörerisches Zwinkern, da er meinen Wunsch berücksichtigt hatte und damit auch Harry einen Gefallen tat.

„Gratulation Draco!“, schlug Blaise sachte auf Dracos Schuler um das Kind nicht zu wecken, als sich Daphne zu Wort meldete:

„Wartet, bevor ihr geht! Harry, ich wollte eigentlich Astoria!“ Darauf zogen sich einige Augenbrauen hoch.

„Ich wollte sie zur Patin!“, rollte Daphne ihre Augen, weil nicht jeder sofort kapierte was sie wollte, worauf Harry laut aufstöhnte.

„Schatz, das wäre Unfug. Ich würde ja noch Hermione als Patin bevorzugen, aber Astoria kommt so was von nicht in Frage! Sie kann unserem Sohn nichts bieten außerdem ist sie eh die Tante als deine Schwester…sorry Astoria, soll jetzt nicht abwertend sein, aber Draco bietet Schutz und Sicherheit!“

Seine Worte bestätigten meine Vermutungen was Harrys Beweggründe waren und jetzt zuckt Daphnes mehr als skeptischer Blick zu mir und ich wusste auch wenn sie nichts sagen konnte, das ihr die „weißen Augen“ in den Sinn kamen und ich hob schnell abwehrend die Hände:

„Ganz ruhig, ich und KINDER??? NEIN, danke, Harry, du schockst mich, lass das mal ruhig Draco machen und Astoria!“ So wehrte ich schnell ab und sah wie Daphne durchaus beruhigt über meine Worte zurücksank.

„Kommt, lassen wir das Paar allein!“, rief Blaise und bugsierte endgültig alle aus dem Raum, aber als ich als letzte die Tür schließen wollte, fasste Harry nach meiner Hand da er auf einmal vor mit Stand und mich wieder bestimmt mit sich in den Raum zog um einem perplexen Ron die Tür vor der Nase zuschlug.

„Harry…was?“, fragte ich überrumpelt.

„Warte bitte!“, bat er leise und sah mich bittend an und ich nickte, als ich an das Bett trat, wobei sich Harry nun auf Kopfhöhe von Daphne niederließ.

„Daphne…ich hoffe es stört dich nicht, dass ich Hermione dabeihaben will…aber es wäre mir wichtig!“, begann er sehr ernst und blickte unwohl zu Daphne.

„Gut, ich selbst wollte Hermione danken, das sie mir so geholfen hat…ich bin zwar sehr müde, aber es wird grad besser!“, blinzelte sie erschöpft und man sah, dass es sie anstrengte.

„Aber ich gebe es gerne zu, was dann passierte ist und warum auf einmal Snape da war, hab ich nicht richtig mitbekommen! Ich war fast wie im Delirium…ein zweites Kind? Unmöglich!“, offenbarte Daphne, das ihr das Drama um das zweite Kind zum Großteil entgangen war oder sie hatte es verdrängt, wie auch immer.

„Das ist dann wohl das warum mich Harry hier behalten hat! Daphne, ich habe Snape hohlen lassen. Du weißt höchstwahrscheinlich selbst wie knapp es war! Ohne die Tränke….die Magie und Severus würdest du nicht mehr unter uns weilen!“, erklärte ich relativ sachlich, denn ich wollte nicht mehr Drama darum machen als es eh schon war und schließlich würde und hatte Daphne überlebt.

„So knapp?“, wisperte sie schockiert und Harry drückte feste ihre Hand, während die Blässe noch mehr an Daphne zunahm.

„Knapper….!“, wisperte er leise.

„Oh, ich,…. ich hab nicht mehr wirklich was mitbekommen, es ist fast schwarz wie im dichten Nebel….“, hauchte sie entsetzt.

„Nun, ich möchte dir erklären was schief ging….die Plazenta von dir kam nicht und tja, der Grund war das da noch ein Baby war!“, führte ich immer noch ruhig und wenige emotional aus, beschränkte mich auf die Fakten.

„WAS?“, quiekte sie und Harry schlang die Arme um sie.

„Psst…beruhige dich Daphne!“, wisperte er leise und hielt sie schützend in seinen Armen.

„Ja…aber… aber wo ist es dann?“, fragte sie leicht erstickt in Harrys Umarmung, wobei er dann wieder etwas los ließ und mir einen hilflosen Blick zuwarf.

„Daphne, du musst stark sein, du hast schließlich einen Sohn! Nun, dieser Fötus war schon tot, schon lange, so um die Woche 22-24 hat das Herz aufgehört zu schlagen!“, erklärte ich geschäftig, worauf ihr bei meinen Worten die Augen groß wurden.

„Es…es ist tot? Es war tot, die ganze Zeit?“, ratterte sie ungläubig runter und fuhr sich panisch mit einer hektischen Geste über ihren Bauch, weswegen ich mich von einer Sekunde zur nächsten Böse zu ihr beugte.

„DAPHNE, ich mag dich, aber wenn du aus der Geschichte zu dem Zeitpunkt ein Psychoding, machst….dann…!“, zischte ich leise und böse drohend.

„Hermione bitte!“, bat Harry flehentlich und ich richtete mich ruckartig auf somit legte sich ein Schweigen über unsere kleine Gruppe, während sie sich zu fangen schien ihr aber die Tränen über die bleichen Wangen rannen.

„Was…was war es?“, frage sie zaghaft.

„An sich ist das doch völlig gleich!“, erwiderte ich kalt und verschränkte nun die Arme vor der Brust.

Ja, vielleicht sollte ich mitfühlender sein und ihr zumindest diesen einen Tag lassen das alles zu verdauen und alles zu erfahren, schließlich würde ich auch wissen wollen wenn etwas mich betraf, aber ich sah gefährlich die Möglichkeit das sie in Trauer versank und das konnten wir uns nicht leisten. Kurz fragte ich mich, ob ich sie zu weinerlich und schwach sah, denn sie hatte ja durchaus gezeigt, dass sie stark war.

„Ich möchte es gerne wissen!“, fauchte Daphne nun gerade erstaunlich kräftig und funkelte mich wütend an. Und da war sie schon wieder, die starke Daphne, die auch einfordern konnte.

„Es wäre ein Mädchen geworden!“, erzählte ihr nun Harry, sah sie dabei aber nicht an.

„Oh….!“, war das einzige was sie dazu sagte.

„Möchtest du noch was wissen Daphne?“, fragte ich ungeduldig nach, denn ich war genervt und wollte gehen, doch sie sah mich nicht an, ignorierte sogar meine Frage, sondern sah Harry intensiv an als sie stockend fragte:

„Äh…was, was habt ihr mit ihr gemacht? Ich meine, …wo ist SIE?“

„Hermione und Snape haben sich um ES…äh…SIE gekümmert! Eine Urne steht gerade in der Vitrine, wir wussten nicht was du willst!“, erklärte er und fühlte sich sichtlich unwohl dabei, wich sogar kurz ihrem Blick aus.

„Oh, das ist schwer! Keine Ahnung, ich hatte noch da drin ein Baby? Warum, wissen wir warum es tot ist?“, stellte sie fest und zeigte sich verwirrt, aber Harry flehentlich anblickend die Frage die ich befürchtete hatte, denn wie würde sie reagieren wenn wir erklärten, das es vermutlich das Korsett war, das ihre Tochter getötet hatte.

„Nein, nicht genau! Möchtest du es wissen?“, fragte ich nüchtern und sie sah mich lange, überlegend an bevor sie sachte den Kopf schüttelte und dann verträumt meinte:

„Außer, wenn Harry es unbedingt wissen will!“

„Nein, möchte ich nicht! Ich wäre froh wenn wir das Vergessen könnten!“, harte Worte aber wahre Worte, denn es würde schwer genug sein ohne dieses Belastung.

„Okay, dann überlegt euch was ihr wollt! Soll sie einen Namen bekommen?“, fragte ich noch schnell, bevor ich mich schon zur Tür wandte, um den beiden die Ruhe zu geben die sie brauchen würden. Ich hoffte, dass diese 2 Wochen ihnen helfen würden das sie zusammen mit ihrem Kind zu sich finden würden.

„Nein, keinen Namen….sie war ja noch so wenig…kein Name!“, verlangte Harry bittend und ich blickte fragend zu Daphne.

„Kein Name!“, hörte ich sie fast hauchend, leise zustimmen, worauf ich auch schon die Tür schloss.

Gut, das war gut, oder einfach auch alles Scheiße, aber alles konnte und wollte ich dann doch nicht abfangen, gerade jetzt erlebten auch die anderen was es hieß leidgeprüft zu sein.

Als ich überlegend die Treppe hinabstieg war ich mir sicher, das Harry Daphne jetzt nicht erzählen würde was Draco in den Tagebüchern von ihrer Stiefmutter entdeckt hatte und ich hoffte, das die beiden diese Phase als Paar gestärkt hinter sich lassen würden.

Irgendwann würde er es ihr sicher erzählen oder erzählen müssen, denn die Wahrheit über ihre Vergangenheit verdiente sie, aber mal wieder gab es dringenderes und das Schicksal war uns mal wieder fulminant dazwischen gekommen.

Hoffentlich schafften die beiden das zusammen. Eins war klar, die Zeit von den Osterferien bis zu den Sommerferien würde schwer werden, ganz zu schweigen vom 7. Schuljahr, während dem Daphne und Harry weiterhin nicht bei ihrem Sohn würden sein können, bei Lucien.

Was für ein Name. Was für eine Entwicklung. Was für ein Pate. Was für ein Tag!

Hermiones Sicht ende


Anmerkung zu dem Namen "Queenie":
http://de.harry-potter.wikia.com/wiki/Daphne_Greengrass

JKR. plante in einem Entwurf Daphne,Queenie zu nennen

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