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 Kapitel 296-297

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BeitragThema: Kapitel 296-297   Do Jul 19, 2012 4:22 am

296. Kapitel Magische Taufe

Alle hatten wirklich tolle Arbeit geleistet um den schon an sich herrlichen Garten zu schmücken. So konnte ich die sich im Wind bewegenden Stoffbahnen betrachten, die von der Laube bis zu den vielen Bäumen großzügig gespannt waren und leuchtend, farbenfroh, pastellig und bunt wie unter einem Regenbogen waren.

Zwischen den Stoffbändern leuchtete die Nachtmittagssonne verspielt hindurch und bis auf zwei aus unserer Runde waren wir alle Recht unwichtig, nur zwei Männer, der Vater und der hier zukünftige Patenonkel würden aktiv an der Zeremonie teilnehmen und natürlich das zu taufende Baby.

Diese „schwarzmagische“ Taufe erinnerte in ihrer Art an alte, keltische Rituale der Muggel und doch war es ganz anders sehr magisch, sehr archaisch und sehr vorsintflutlichen, wobei der Schwerpunkt auf der Segnung des Kindes zwischen den Eltern und dem Taufpaten lag.

Genau wie Harry hatte ich an dergleichen noch nie teilgenommen und war erstaunt, dass wenn die Magier so eine große Sache daraus machten, das Sirius von Dumbledore derart abserviert worden war, obwohl so viel dahinter stand, wenn man der Pate eines magischen Kindes wurde. Das war sehr erstaunlich aber auch etwas was mich noch skeptischer dem alten Mann gegenüber werden ließ.

Denn nichts geschah ohne Grund!

Die magische Rasse war sehr auf ihre Kinder fixiert, denn den zauberhaften Vorfahren waren die „Kinder“ sehr wichtig gewesen. Sie wussten, dass der Nachwuchs das Fortbestehen und die Zukunft der magischen Gesellschaft gewährleistete, somit waren sie das wichtigste und schützenwerteste was es gab.

So wie die Kinder erzogen wurden, so würde es auch später in deren Familien aussehen und sie würden dieselben Werte weitergegeben.

Warum war der Taufpate so wichtig für die Zauberer?

Ganz einfach, lange bevor es Hogwarts gab war es so gewesen, dass die Taufpaten einen extrem wichtigen Part in der Entwicklung und Erziehung des magischen Kindes übernahmen. In diesem Punkt waren eben gerade die Kelten mit ihren Druiden die ersten gewesen die diese Verbindung eingeführt hatten. Sie hatte praktiziert, dass die „Taufpaten“ die Erziehung der Kinder an Stelle der Eltern als Zieheltern ausführten und so wuchsen die Täuflinge nicht selten bei ihren Paten auf.

Die Kinder erhielten somit ihre magische Ausbildung nicht von den Eltern, sondern von den Paten, die sie ab dem geeigneten Alter zu sich nahmen und unterwiesen. Doch dann hatte sich alles geändert, denn dann waren die „vier Gründer“ gekommen und hatten in England Hogwarts gegründet, damit hatten sie die bisherige Ausbildung des magischen Nachwuchses revolutioniert!

Es wurde nur noch für die vorhergehende Zeit nötig für die Kinder zu sorgen, wenn sie noch nicht so magisch waren, da sich die Magie erst richtig mit 11 Jahren festigte, manifestierte und sie somit bereit zur endgültigen Ausbildung war.

Es gab zwar magischer begabte Kinder, so wie Harry und mich und solche wie Neville, aber mit dem Eintritt in die Schule waren wir alle fähig Magie zu wirken. Der andere Fall, in dem der Pate seit Gründung von Hogwarts noch verpflichtet wurde, war wenn die Eltern des Kindes vor der Zeit verstarben, denn es hatte genau wie bei den Muggeln auch in der magischen Welt genügend Kriege gegeben, die ihre Opfer forderten. Außerdem gab es auch in der Zauberwelt Krankheiten die nicht zu heilen waren und Unfälle, die tödlich endeten.

Wie man es an Severus sehen konnte, hatte er sich intensiv um Dracos Ausbildung vor Hogwarts gekümmert, etwas was man leider immer weniger vorfand. Das reinblütige Kinder noch vor der Schule vom Paten ausgebildet wurden, erklärte den reinblütigen Gedanken von früher, da in einem früheren, mittelalterlichen Hogwarts so die Diskrepanz von Muggelgebrürtigen wie mir und einem reinblütigen Schüler, noch größer ausgefallen sein musste und die Meinung der Minderwertigkeit noch besser vergegenwärtigte.

Die Vorurteile der Reinblüter gegenüber den Muggelgeborenen, begründeten sich ganz eindeutig in den Traditionen der reinblütigen Familien und der Geschichte der magischen Gesellschaft an sich, waren aber wenig verständlich, wenn man nicht die Gelegenheit bekam so tief in die reinblütige, alte, magische Gesellschaft einzutauchen, wie ich es aufgrund meiner neuen Familienzugehörigkeit tat.

Das Wissen um diese alte Traditionen und die wirkliche Geschichte der Zauberer stellte eine enorme Leistungs-und Wissenslücke dar. Es konnte wohl niemand leugnen das wir Muggelgeborenen trotz aller Veränderungen die auch die Zauberwelt in den letzten Jahrhunderten durchlebt hatten, noch immer ahnungslos in diese Welt hinein stolperten und zum Teil auch ihr Leben lang ahnungslos blieben, selbst nach ihrem Hogwartsabschluss.

Aber wie alles in der heutigen Zeit, gingen solche Rituale oder auch Werte immer mehr verloren. Wer die alten Traditionen, die wohlweißlich nichts mit dem Dark Lord zu tun hatten, da sie viel, viel älter waren als seine Herrschaft, heroisch aufrecht erhielt und eisern verfocht, waren an sich die schwarzmagischen, reinblütigen oder sehr alten Familien.

Also verwunderte es nicht, das es meist Slytherins waren die diese Tradition hochhielten.

Aber auch die Potters, die ja eine uralte, reinbülitge Familie waren hatten sie sicher gekannt, doch Harry hatte ja keinerlei Möglichkeit gehabt überhaupt einen der Potters noch kennen zu lernen. Die Eltern von James Potter waren Druella Black sowie Charlus Potter und somit ebenso reinblütig rein, wie man es sich nur wünschen konnte, aber schon vor Harrys Geburt verstorben.

Wenngleich James eine Muggelstämmige, nämlich Lily Evans geheiratet hatte, schienen selbst sie Wert auf diese Tradition in diesen unruhgien Zeiten gelegte zu haben, sonst hätte Harry nicht Sirius als Paten bekommen, aber natürlich kam hinzu, das James Potter ein bekennender Weißmagier war und nie ein solch enges Band zulassen hätte, wie es hier, jetzt bei einer „schwarzmagischen“ Taufe entstehen würde.

Somit hatte er die sanftere Taufform gewählt aber er und Lily hatten gewusst in welch gefährliche Zeit Harry hineingeboren werden würde und wollten anscheinend unbedingt eine Person mit Harrys Schutz beauftragen, der sie vertrauen konnten und die sich um Harry sorgen würde, sollte ihnen etwas passieren. Dass das so in die Hose gehen würde, hatte keiner ahnen oder voraussehen können.

So hatte, wie gesagt Draco Severus als Paten. Aber auch die Twins zum Beispiel hatten ihre 1981 von Antonin Dolohov ermordeten richtigen Onkel Fabian und Gideon Prewett als Paten gehabt. Diese waren als die Twins am 01.04.1978 geboren worden waren noch am Leben gewesen und daher, wenn auch nur für kurz Zeit, ihre Patenonkel geworden.

Das Thema Paten war während der Vorbereitungen für die Taufe immer mal wieder aufgekommen um Harry und mich zu informieren. Doch immer mal wieder Schlug die doch etwas bedrückte Grundstimmung durch, etwas was gefährlich auf die eigentlich schöne Atmosphäre drückte.

Doch schließlich durchbrach etwas meine Gedanken.

„Jetzt wird erst mal gegessen!“, schrien die Twins in ihrer gewohnten charmanten Art und zerrten alles was sich nicht zu schnell aus dem Staub machte, relativ grob an den Esstisch, der schnell von Dobby herbeigezaubert worden war.

Das Essen fand nun anfänglich in einer merklich angespannten, steifen Atmosphäre statt, die aber dadurch aufgelockert wurde, das man Harry und mich ein wenig über Dinge informierte, die wir so noch nicht gewusst hatten. So erfuhren wir auch von Rons, Charlies und Ginnys Paten, von den Tanten Muriel, Tessie und Lucretia und, und, und das Bill und Percy schon länger ohne lebende Paten waren, aber auch, das jeder einen Paten gehabt hatte.

Dies sorgte für einige Erheiterung gerade bei unseren Schlangen, da hier eigentlich darauf geachtet wurde, das bei Mädchen Patentanten zum Einsatz kamen und Jungs Männer bekamen, aber da zeigte sich die offene, liberalere und flexiblere Einstellung der Familie Weasley die das genommen hatte, was gerade zur Verfügung stand oder ihnen lieb war.

Blaise hatte während den Erzählungen von Ron und den Twins herzlich gelacht und begann nun mit einer großen Portion trockenem Humor, der so bezeichnend für ihn war, zu berichten:

„Die Zabinis hatten mir auch einen Paten zur Seite gestellt, der jedoch schon recht betagt war, daher stab er bereits als ich 8 Jahre alt war, aber er hat es immerhin geschafft meinen Vater, der deutlich jünger war als er, um fünf Jahre zu überleben, er hat echt lange durchgehalten. Eine Ehe mit meiner Mutter ist halt nicht ohne!“ Er grinste darüber breit und ich konnte nur denken, das man mit seinem Humor sicher leichter durchs Leben ging und daher jedem dieser zu wünschen war.

Auch Daphne und Astoria ließen sich von Blaises Ausführungen locken.

„Bei uns hat Großmutter die Patenschaft für uns übernommen, aber sie ist noch vor unserer Mutter gestorben, sodass ich an sie ähnlich wenige Erinnerungen habe, wie an Mutter!“, plapperte Astoria daher.

Es war leicht verwirrend und ich verstand nicht so richtig, warum offenbar die Familien dazu neigten auch deutlich ältere Paten zu wählen, sodass die Möglichkeit, das der Pate verstarb bevor das Kind groß war, doch relativ groß war. Ein Blick zu Harry sagte mir, das auch ihn diese ganzen Zusammenhänge etwas verwirrten und überraschten.

Ja, das war schon interessant und für uns Muggelkinder echt schwer nachzuvollziehen, somit schüttelte ich über diese Gedanken den Kopf. Kurz schweifte mein Blick hinüber zu der Laube und zu dem Altar, der dort aufgebaut worden war. Auch zur Taufzeremonie selber gab es viele Dinge, die Harry und mir ganz neu waren, aber auch Ron und den Twins war wohl einiges unbekannt gewesen, da ihre Traufen keine schwarzmagischen gewesen waren. Die Sonnenstrahlen, die durch die Stoffbahnen fielen, trafen auch auf den schönen, funkelnden Feueropal, der schon auf dem Altar bereit lag und durch diese „Beleuchtung“ durch die Sonne, bis hier zu uns hin sichtbar erstrahlte. Das war auch so etwas, war mir völlig neu war und für mich unter Humbug fiel, diese sogenannten Steinte, die sich „Geburtssteine“ schimpften!

Doch nachdem wir nun das Thema Paten abgehakt hatten, kehrte eine doch irgendwie wieder bedrückende Stille beim Essen ein und es wirkte als ob die schwere, vorher lastende Stimmung wieder durchzuschlagen schien.

„Was sind denn eure Geburtssteine. Den Opal für Lucien finde ich ja richtig toll erinnert an das feurige Temperament seines Vaters!“, kicherte George und klopfte belustigt auf den Tisch.

Unsere Gespräche über die Rituale und das was dazu gehörte, zeigte mir, das ich trotz der Bücher, die ich auch dazu gelesen hatte nicht wirklich alles darüber wusste und es war spannend zu hören was die anderen erlebt hatten und es lenkte effektiv von dem vorhergehenden, unschönen Erlebnissen ab.

„Lucien ist am 24.03. auf die Welt gekommen und damit ein Widder, was er mit uns als Sternzeichen gleich hat.“, plusterten sich die Twins sichtlich stolz auf „Aber, klein Lucien zählt noch zur 1. Dekade, anders als wir, somit hat er den Feueropal bekommen!“, kam es interessiert von Fred als er unterbrochen wurde.

„Mhm…damit steht dies dann für „Bewegung, Triebkraft, Lebendigkeit und Sexualität“!“, meinte Daphne überlegend während sie das Baby in ihren Armen hielt, als sie sanft erröten den Blick auf ihren Sohnemann warf.

„Oh jo, das ist geil!“, grinsten die Twins ob dieser Beschreibung die Eltern süffisant an

die armen Eltern, konnte ich nur denken, wenn diese Eigenschaften alle zutrafen würde er schon ein quirliges Kind werden, ganz zu schweigen vom Teenager und jungen Mann.

Doch das waren meine ganz persönlichen Gedanken, während ich mich außerdem fragte, woher die alle diesen Unfug hatten. Gut, das Morgen, die Scherzkekse Fred und George am 01.04 Geburtstag hatten, wussten wir, ich meine, sie waren ein Aprilscherz und zu herrlich, das sie dies sogar bei der Geburt getimet hatten. Es war bewunderungswürdig.

„Aber wir Widder sind halt alle heiß, feurig, unser Geburtsstein ist der Rubin und Mutter hat es sogar geschafft einen solchen zu unserer Taufe aufzutreiben!“, erklärten nun George und Fred einstimmig und stolz.

Und ich musste zu meinen Entsetzten erkennen, dass sie das ernst meinten mit diesem „Geburtsstein“, weil sie dies derart inbrünstig erzählten.

Noch mehr wurde ich in dieser Erkenntnis bestärkt als sie sich brüstend fortfuhren:

„Unser Stein steht für „Mut, Tapferkeit, Tugend, Leidenschaft und Vitalität““ Wow, ich war über diese Neuigkeit mehr als überrascht, das die magische Gesellschaft das anscheinend derart ernst nahm, aber es passte und ich dachte wieder nur, die arme Mutter!

Aber bei der Aufzählung traf alles zu, bis vielleicht auf die Tugend der Twins. Aber andererseits, sie schienen sehr treu und loyal zu sein. Für ihre Freunde und Familie standen sie ein und sie hielten sich in punkto Beziehung treu aneinander, war auch irgendwie eine Tugenden war, oder?

Aber vital waren sie, das möchte ich gesagt haben!

Somit genoss ich es, wie sie es beim Mittagessen schafften uns effektiv auf andere Gedanken zu bringen.

„Ähm, sag mal Ron, hast du auch so was?“, fragte schließlich da Harry leicht überfordert nach der Ausführung der Twins und Ron lief eigenartiger weise sogleich leuchtend rot an, während er sich ganz schnell eine große, heiße Kartoffel in den Mund stopfte, um nicht antworten zu müssen.

Er nickte nur peinlich und es wirkte als gefiele ihm diese Steingeschichte genau so gut wie Wahrsagen, nämlich gar nicht, somit klärte sich dann auch, warum Harry und ich nichts davon wussten, denn wenn Ron etwas nicht gefiel, ignorierte er es schlicht und sprach rigoros nicht darüber.

Schließlich rang er sich jedoch dazu durch doch zu antworten, da er sah, wie die Twins schon feixten und sicher gleich rausplärren würden was Ron nicht sagen wollte.

„Ich habe am 01.03. Geburtstag, wie ihr ja wisst und bin somit Fisch vom Sternzeichen!“, kam es wiederstrebend und zögerlich von Ron. Er verwandelte sich Zusehens in einen Feuermelder, was am schlimmsten wurde als ihn nun die Twins, denen es offenbar nicht schnell genug ging, laut unterbrachten und dazwischen plärrten:

„Moldavit, Moldavit, Moldavit. Er hat den Moldavit!“ Ron blickte grimmig aber immer noch hoch rot im Gesicht zu seinen Brüdern, die sich mal wieder so unverschämt in den Vordergrund spielten, während wir anderen eher irritiert waren, was daran nun so schlimm war.

„Was zur Hölle ist Mol…was, Moldavit?“, fragte Astoria dann wenig einfühlsam aber interessiert nach und ich musste zugeben, ich wusste es auch nicht und wohl auch nicht als einzige auch nicht, was daran so schlimm sein sollte, das Ron es so vehement verschwieg.

„Zu geil, oder das ist Rons Stein! Ein Moldavit ist ein braungrünes wenig hübsches Ding, verglichen mit so etwas herrlichem wie einem Rubin. Er hasst den Gedanken daran, aber bitte, gegen unsern Rubin kommt da ja auch nichts an!“, brüstete sich Fred fies und hatte ich schon mal gesagt, wie nett die Red Devils sein konnten, wenn sie wollten.

„Und wofür steht er?“, wollte dann Blaise interessiert wissen . Wie gesagt, die Purebloods waren ganz scharf auf diesen Unsinn, wie ich etwas ungläubig erkannte.

„Phantasie, Hellsichtigkeit, Weite!“, flüsterte Ron dann doch noch unwohl und ich hob sachte eine Braue, denn auch wenn der Stein nicht spektakulär sein sollte, stimmte auch dies hier.

Ron war tatsächlich als planender Stratege weitsichtig und hellsichtig, bevor er einen Zug tat und er hatte genug Phantasie um die nächsten Züge des Gegners zu bedenken, wenn er es schaffte sein cholerisches Temperament zu zügeln, etwas was ihm immer mehr gelang, je länger er unter dem wie ich fand positiven Einfluss der Cottage Connection stand.

„Ginny hat einen Topas, einen Imperial-Topas schön gelb, orange, leuchtend! Genau und Percy hat einen Citrin, passt zu diesem zitronigen Typen, voll und ganz!“, kam es gewohnt zynisch und gehässig von George.

Bei diesen Worten hob Daphne ihre Hand und warf ein: „Oh ja, ein Topas ist auch in meinem Verlobungsring!“ Sie hielt ihre Hand hoch und bewegte die Finger, zeigte uns allen noch mal den Goldring, in dem, in der einer Krone nachempfundenen Fassung ein großer, schöner goldbrauner Topas saß. Die Twins ließen sich davon jedoch nicht beirren, übergingen sie, und fuhren einfach fort: „Jupp, George, wohl wahr und Charlie, was war das nochmal? Mhm…blau…ja, genau ein Saphir!“

„Stimmt, steht ihm gut und Bill war ein Lapislazuli, ey, zu geil, aber sorry, bei den ganzen Steinchen kann Ronnilein einfach nicht mithalten, mit seinem Moldavit!“, prustete Fred böse los, wobei alle amüsiert und spöttisch über das Verhalten der Twins auflachten, da es schon stimmte, alle Edelsteine hatten mir etwas insoweit gesagt, dass ich sie zuordnen konnte, aber Moldavit, das zu war schon sehr….äh, unbekannt.

Es war zu herrlich und schön, dass es die Twins mit so einem läppischen Thema geschafft hatten, die bis dahin sehr trübe Stimmung aufzuheitern, auch wenn es auf die Kosten ihres Bruders gegangen war.

„Draco, was ist mit dir?“, wagte ich es nun vorzeitig nachzufragen, dabei erntete ich einen kalkulierenden Blick und warf selbst einen taxierenden auf meinen blonden, schlechtgelaunten Freund, was mir von seiner Seite, nur ein schiefgelegtes Haupt eingebrachte.

„Ich? Ein Chalcedon….“, war es lapidar von ihm gekommen, was Harry veranlasste ähnlich perplex und unwissend auszusehen wie bei Rons Stein, aber ich hatte amüsiert aufgelacht.

„Na, ein fast farbloser, weiß leuchtender Stein mit nur changierenden Tönen, das passt zu dir Draco! Und woher ich den kenne? Er wird für Kameen und Siegelsteine verwendet!“, sah ich mich gezwungen zu erklären, da Ron und Harry beide etwas überfordert gewirkten.

„Und was bedeutet er?“, wollte nun Harry interessiert erfahren.

„Ich bin, ja Zwilling und der Stein symbolisiert „Fortschritt, Redegewandtheit und Inspiration“!“, setzte sich Draco gewohnt selbstherrlich in Szene.

Es war zu herrlich zu erleben, wie alle wieder langsam normal wurden.

http://www.bestofspirits.at/geburtsstein.shtml

Auch sein Stein passte wirklich und als nächstes erklärte Blaise ungefragt:

„Mein Stein der Apophyllit. Er steht für „Befreiung, Intuition und Extravaganz“!“, kam es gewichtig von unserem Valentintagskind. Ich war wirklich verwundert, wie gut bisher die Eigenschaften die man den jeweiligen Steinen zuschrieb auf die Personen zutrafen, denn Blaise umschrieb es perfekt.

Astoria rief nun als nächstes ganz aufgeregt dazwischen: „Daphne hat den Aventurin als Stein und ist als Sternzeichen ein Stier. Herrlich wie gut ihr Patronus, der Auerochse passt, oder?“, kicherte sie belustigt.

„Ja, und der Stein bedeutet: „Großes Herz, Einfachheit und Mitgefühl!“, erklärte Daphne leise und auch das passte zu ihr, War ich dabei ein wenig sarkastisch?

„Mein Stein ist der Obsidian!“, grinste Astoria mich hinterlistig breit an und klar musste ich bei der Erwähnung dieses so schwarzen Steines an Severus tiefdunkle Augen denken.

„Ich bin Skorpion und der Stein schreibt den Personen „Hellsichtigkeit, Lösen von Blockaden und Traumatisierungen“ zu!“

Blaise ergriff nun Astorias Hand und nickte wissend, wohl weil sie es auch geschafft hatte seine Blockaden, die ihn vor einer Beziehung mit ihr hatten zurück schrecken lassen, zu lösen. „Wow, krass war mir nicht bewusst, dass das für die Zauberer derart wichtig ist!“, warf nun Harry mit leuchtenden Augen beeindruckt aber auch sehr ernüchtert in die Runde „Mir auch nicht Harry. Ich hielt das bei den Muggeln schon für Humbug!“, stimmte ich, Harry zu, denn ehrlich, wer glaubte so was, aber die hier anwesenden Reinblüter hatten gezeigt, dass es ihnen nicht gleich war und so kam es, wie es kommen musste.

„Harry, deine Eltern haben bei deiner Taufe bestimmt auch so was verwendet, warte mal….mhm!“, meinte Astoria daraufhin aufgeregt, dabei klemmte sie ihre kleine freche Zunge zwischen die Lippen, während sie ersichtlich angestrengt nachdachte.

„So, am 31.07 geboren, damit bist du ein Löwe! HIhihi, wie passend, war mir noch gar nicht so klar!“, meinte sie belustigt und es stimmte, das war mir bisher auch entgangen, das Harry den perfekten Gryffindorlöwen verkörperte.

„Was!“, „Tatsächlich!“, „Stimmt, wie geil!“, hatten die Twins laut auf gebrüllt, während Daphne hochkonzentriert die Stirn gerunzelt hatte.

„….erste Dekade…mhm…Chrysoberyll! Er steht für „Strenge, Konsequenz, Autorität“,… schaut nicht so, ich hatte mal eine Phase vor Jahren, da hab ich das etwas studiert…!“, meinte sie leicht beschämt und bei diesem ihrem Eingeständnis erstrahlten ihre Wangen in einem tiefen Rot, weil wir sie leicht fassungslos angesehen hatten, aber ich musste sagen, die Eigenschafften waren jene, die Harry langsam aber sicher versuchte zu erreichen, wenngleich ich Daphnes Interessengebiete fast schielend unkommentiert ließ.

Aber Daphne wirkte noch immer befangen, als ich mir dachte, ich war schuld, das die Stimmung vorhin gekippt war, warum sollte ich nicht helfend einspringe,n somit hatte ich gewohnt klug nachgelegt:

„Harry, du solltest dich geehrt fühlen, Chrysoberyll gehört zu den etwa 20 Edelsteinen, die schon von dem römischen Schriftsteller Plinus in seiner „Naturalis historia" beschrieben werden. Plinius sah Chrysoberyll fälschlicherweise als eine Unterart der Berylle, zu denen er nicht gehört und sich von ihnen in chemischer Zusammensetzung, Struktur und Härte unterscheidet…..“, führte ich geschäftig aus dabei verfiel wieder in meine schullehrmeisterliche Art, die schlimmer war als 10 Severus zusammen.

„HALT, Stopp! Das ist ja nicht zu ertragen, du Lexikon!“, kam es sofort aufjaulend von Fred und ich stoppte konsterniert mit offenem Mund.

„Ja, bitte, ist ja gut, du weißt alles Schönste!“, kam es daraufhin gemein von George, der böse kicherte.

„Na, wenn wir schon Lexikonwissen da haben, sollten wir es nützen, Daphne, dann sag uns mal was meine Freundin, die das Leid hatte unter Muggeln geboren zu werden, für einen Stein ihr eigenen nennen kann?“, ertönte die blasierte Stimmte von Draco, dabei hatte er sich weit über den Tisch gebeugt, etwas was ihn regelrecht neugierig wirkten ließ. In jener Zeit war Harry verstummt und ich dachte mir, er hatte bestimmt überlegt, wie gut diese ganzen Zuordnungen doch alle auf uns passten.

Und ich konnte nur denken, wie froh ich war, das Draco anscheinend seinen Groll überwunden hatte und sich mir nun wieder annäherte.

„Ähm, Hermione, 19.09 genau? Dann ist sie Jungfrau …!“, dies war eine Aussage, die zu einer sehr unangebrachten Erheiterung an diesem Tisch führte, wobei sich selbst Harry lächelnd auf die Unterlippe biss, dabei schenkte er mir ein entschuldigendes Lächeln, während ich einen selten sparsamen Blick in die erheiterte Runde warf.

„Sehr witzig!“, kam mein leise gemurrter Kommentar, den ich in mein Weinglas sprach, bevor ich pikiert nippte, wie gemein war das denn!

„Ähh…ja, also der Stein ist der wunderschöne lila, violett schimmernde Amethyst. Er sorgt für „Urteilsvermögen, Klarer Verstand, Gerechtigkeit“!“, zählte nun Daphne bemüht ernst auf.

„Mhm… Also, das passt alles, ABER „Gerecht“?“, war es recht keck von Blaise gekommen.

„Ja, sie ist schon gerecht…brutal gerecht!“, warfen sich die Twins unisono für mich in die Bresche und so endete das recht beschauliches Mittagsmahl wieder im lauten Gelächter.

Ich war noch immer in melancholischer Stimmung als wir dann in die Laube zurückkehrten und weiter die Taufe vorbereiteten. Ich war immer noch recht versunken in meinen Gedanken, obwohl das Essen eine gute Ablenkung gewesen war, merkte ich doch, das mich alles was heute passiert war, nicht so kalt ließ wie ich es gerne hätte. Diese ganze Taufzeremonie war mir recht unbekannt und vorwiegend von Draco und den Twins geplant worden, aber man erkannte, das Blaise, Astoria und Daphne nicht unwissend waren. Gut Ron wusste nicht viel, weil es ihm an sich egal war und Harry, weil er noch weniger wusste von den Traditionen als ich, aber ich hasste es, wenn ich zu wenig wusste, hierin war ich sehr pedantisch.

Ich richtete meine Aufmerksamkeit auf den „Altar“ der unter der Gartenlaube stand und darauf wartete zum Einsatz zukommen. Zu sehen war an sich ein einfacher Tisch, der mit einer blütenreinweißen Tischdecke geschmückt war. Auf diesem standen die Utensilien für die Zeremonie.

Versunken in Gedanken betrachtete ich den wirklich schön funkelnden Feueropal, der im Schein der Sonne glasartig, orangrot leuchtete. Ich hatte von solchen Humbug, ja absolut keinen Schimmer ähnlich dem Wahrsagen, aber unsere Reinblüter hier waren ganz versessen auf so was..

Gleich würde es losgehen und ich war gespannt wie so was ablief. Ich konnte neben dem schimmernden Feueropal auch einen Kelch sehen, in dem ein schwerer, dunkler Rotwein eingefüllt worden war, sowie einen rituellen Dolch und ja, ich hatte den schlangenartigen, prächtigen und protzigen Malfoydolch dafür hergeben, für die Taufe von Harrys Sohn.

Natürlich erst nachdem ich ihn sehr gründlich, magisch von meinem letzten Ritual gereinigt hatte, musste ja keiner wissen, was ich damit so tat wenn die Nacht lang war.

Dann stand noch eine Räucherschale auf dem Tisch mit Räucherkohle, die schon ihren intensiven bedeutungsschwangeren Duft im blumigen, frischen Garten verströmte.

Eine Taufkerze wartet darauf angezündet zu werden. Ich wusste, das Astoria und Daphne hatten sie selbst gemacht und gestaltet.

Dann standen auf dem Tisch noch flache Holzschalen, die zu ehrenden der Elemente gedacht waren. Eine Schale Wasser, für das Element Wasser und eine Schale mit in der Sonne glitzerndem weißen körnigen Salz, das die Erde symbolisieren sollte. Die Räucherschale stand für die Luft, da der Rauch sie darstellte und das Feuer wurde von einer kleinen Messingschale, in der wirklich eine magische, blaue Flamme brannte, vertreten.

Überall tanzten kleine, verzauberte Windlichter magisch schwebend in der Luft, die bestimmt ein sehr stimmungsvolles Bild abgeben würden, wenn es dunkler werden würde.

Wie gesagt, ich war gespannt als sich auch die anderen, nachdem alles vorbereitet war zu uns gesellten und sich in der Nähe der Laube versammelten, dann trat Blaise nahe an mich heran:

„Schönste?“, flüsterte er sehr leise und ich wandte ihm überrascht, weil er mich derart heimlich ansprach, mein Gesicht zu.

„Ja, Blaise?“, fragte ich zurück, während er sich vertraulich zu mir beugte, da ich doch um vieles kleiner war als er.

„Ich weiß nicht, ob sie dich informiert haben, aber am Samstag ist eine Hochzeit! Astoria, die Twins und Ich werden nicht hier im Cottage sein, nur Ron und die jungen Eltern und der Wolf. Ideen, Befehle oder dergleichen?“, bot er an.

„Warum kommst du damit zu mir und gehst nicht zu Draco?“, wollte ich irritiert wissen, worauf mir Blaise ein sehr breites, strahlendes, helles Lächeln schenkte.

„Weil Draco etwas sagen wird von… setz den Wolf unter Drogen, oder versetzt ihn in einen Tiefschlaf, fessele und knebele ihn! Nicht wirklich konstruktive Aussagen…du kennst seine Einstellung!“, erklärte Blaise erheitert, aber auch verschlagen und jeder wusste um Dracos Abneigung den Werwölfen gegenüber.

„Mphfff, du kennst ihn gut! Eine vollständige Sedierung sollte übertrieben sein, aber ein „leichtes“ Beruhigungsmittel über die Zeit eurer Abwesenheit sollte besser sein, sodass es für die drei leichter ist mit Remus umzugehen! Gib Harry und Daphne Zeit mit dem Kind, Ron soll sich als Remus Wärter hervortun! Sollte es auch nur das kleinste Problem geben, dann soll Dobby dich holen! Verstanden!“, gab ich klare Befehle und Blaise schien zufrieden.

„Glasklar! Das ist doch mal ein Plan!“, zwinkerte mir der schwarzhäutige, junge Mann verspeilt zu und strich mir verspeilt in einer raschen Geste eine im Wind fliegende Locke hinters Ohr, bevor er zu seiner Freundin eilte, die sich mit Ron unterhielt. Diese Geste von Blaise, so unerwartete aber auch so unbedarft und offen verwirrte mich etwas, aber ich nahm es hin und blickte wieder auf die Taufe.

Okay, wie beruhigend zu wissen, dass wir nächstes Wochenende in Irland sein würde, ein Umstand der Draco sehr zu freuen schien, denn dies war das Weihnachtsgeschenk der Twins gewesen und ich wusste, das die Twins zu dem Zeitpunkt ebenfalls in Irland wären, da sie Ginny zu Wood begleiteten. Erst da fiel mir auf, dass ich gar nicht wusste, auf welche Hochzeit Blaise eigentlich eingeladen war.

„Hermione, Liebling kommst du?“, rief mich nun Draco erstaunlich freundlich und streckte mir versöhnlich die Hand entgegen und so eilte ich doch rasch und erfreut auf ihn zu, während sich seine Finger um meine ausgestreckte Hand legten, wobei er mir ein hintersinniges Lächeln schenkte, bevor er mich mit einem Ruck an sich zog, auf das ich an seiner Brust zum liegen kam.

„Es geht gleich los…ich freue mich auf heute Abend!“, wisperte er rau, wobei meine Augenbrauen in die Höhe schossen. Das meinte er nicht ernst, oder?

Ich war mir nicht sicher wie er sich das vorstellte, aber gut, ich würde mich überraschen lassen, was er tun würde, wenn er tatsächlich Severus Ziechen vor Augen hätte, aber bitte, ich würde mich nicht drücken und so grinste ich verschlagen.

„Na dann, auf heute Nacht, mein Lieber!“, hauchte ich zuckersüß zurück, als endlich Harry mit Daphne kam, die ihren frischgewickelten Sohn stolz auf den Armen trug.

„Kommt jetzt alle zur Laube!“, brüllte George und riss mich aus der Betrachtung von Dracos sturmgrauen Augen, worauf mich Draco an der Hand galant hinweggeleitete.

Wir versammelten wir uns alle in einem lockeren Kreis vor der Laube unter offenem Himmel, während sich Draco und Harry rechts und links vor dem provisorischen Altratsich aufstellten. Nun nahm Harry Daphne vorsichtig seinen Sohnemann ab, dabei strich sie dem schlummernden Baby sachte über den Haarflaum, bevor sie sich etwas hinter Harry stellte.

Als nächstes Blaise trat vor und stellte sich in der Mitte auf, zückte seinen Zauberstab und beschwor einen rituellen Kreis herauf, dabei zog er den Kreis mit einer runden Bewegung über seinem Kopf, während wir zusahen, wie Harry mit dem Kind sowie Draco von dem golden leuchtenden Zauber umschlossen wurden.

Nun begann Blaise auch mit seinem Zauberstab die Elemente einzelnd anzurufen, indem er Feuer und Luft durch das entzünden der Räucherung aktivierte und sich der schwere Duft verteilte und die Umgebung mit dem Geruch schwängerte. Als nächstes ließ er dann das Wasser in der Schale wirbeln und die einzelnen Salzkörner begangen aufsteigend in der Luft zu tanzen, damit rief er Wasser und Erde an.

„Es ist Frühling. Die Natur hat sich verjüngt und bringt neues Leben hervor.
Ein Kind wurde zur Welt gebracht, das nun seinen Namen erhalten soll.
Lasst nun den Vater den Namen verkünden und dem Patenonkel seine Pflicht erfüllen.”

„Du, Harry James Potter, bist der Vater von ….?“

„Lucien Sirius Potter!“

„Dann rufe ich die Magie an, auf das sie bezeugt, das dieser junge Zauberer von nun a, Lucien Sirius Potter gerufen werden soll!“, sprach Blaise salbungsvoll, während die Magie wirbelte und sich der Kreis aufleuchtend Grün zeigte, bevor er wieder golden zu schimmern begann!

Blaise nahm nun ungerührt die Wasserschale und wandte sich zu Harry, um den Nacken des Kindes mit einer Hand zu umfangen und die Schale kippte, sodass er das reinigende Nass über Luciens Stirn gießen konnte, während er eine Formel wisperte. Seine Worte waren fast nicht zu verstehen, da Lucien sich enorm belästigt fühlte in seinem Schlaf als das kalte Wasser seine Stirn traf und ohrenbetäubend, laut zu brüllen begann und es Harry sehr schwer machte ihn weiter zu halten, weil er wild zu strampeln anfing.

Blaise zog sich wieder zurück und Harry widmete sich dem schreienden Baby, doch Blaise machte mit dem Ritual weiter, sprach nun laut und besser verständlich, über das abnehmende Protestgeschrei hinweg, da Harry Lucien nun sanft schaukelte.

„Wer, wir der Pate dieses Kindes sein?“

„Ich, Draco Lucius Malfoy werde der Pate von Lucien Sirius Potter!“

„Dann tritt vor!“, befahl Blaise sehr theatralisch, während er zu dem goldenen Schlagendolch der Malfoys griff und ihn anhob, um sich zu Draco zu wenden, der an Blaises rechter Seite stand. Draco hielt ihm schon seinen Zeigefinger hin, woraufhin Blaise die Hand nahm und über die Kuppe des gereckten Fingers von Draco fuhr, was diesen nicht mal zucken ließ.

Somit legte er den Dolch weg und entließ Dracos Hand und dieser begab sich schnell zu Harry und nährte sich dem Köpfchen des Babys. Seine nassen, dünnen Haare klebten am Kopf, aber er hatte sich nach der rituellen Reinigung wieder beruhigt.

Draco legte seinen blutigen Finger auf die Stirn von Lucien und zeichnete mit seinem Blut rasch und gekonnt eine „Triskele“, die etwas schepps wirkte, da Lucien nicht stillhielt.

Aber man konnte die geschwungene Dreierspirale durchaus erkennen. Dies war das Zeichen für „Das Werden – Das Sein – Das Vergehen“ unter dem Aspekt, dass immer alles nach außen floss, kehrt es schließlich immer zu dem zurück, wo er begann. Die „Triskele“ symbolisierten den Kreislauf des Lebens!

„Dich zu beschützen, Dich zu bewahren, Dir zu helfen, Dich zu behüten, Dich zu umhüllen, Dich zu retten, Dich mit Gnade zu erfüllen, Dich mit Gnade zu umspülen!“, rezitierte Draco in jener Zeit seines künstlerischen Schaffens die Formel und wisperte unter Harrys aufmerksamer Beobachtung seinen Zauberspruch.

Als Draco fertig war erglühte dieser, der bisher die drei Männer und das Kind umschließende, magische Kreis leuchtend rot, bevor er wieder flammend, golden, aufschimmerte.

„Nun denn, so mögen die zwei Männer die diese Verbindung aus Ehre und Plicht eingingen, drauf trinken, auf das sie sich an ihr Wort binden!“, fasste nun Blaise zu dem mit dunkelroten Wein gefüllten Pokal und reichte ihn erst Harry, der rasch einen Schluck davon nahm, während er gekonnt seinen Sohn auf seinem Arm balancierte, bevor Blaise den Kelch wieder nahm und ihn Draco reichte, der ebenfalls eine Schluck von dem geweihten, mit einem Zauberspruch belegten, Wein trank.

Ein letztes Mal erglühte der Kreis nochmal, diesmal in einem sehr kräftigen Lila, bevor er erlosch und die Gruppe wieder freigab. s war eine sehr stimmungsvolle Zeremonie und man spürte noch immer die Magie, die um uns herum im Garten lag!

Der Kreis der Zuschauer löste sich und Dobby teilte wuselig Champagnerflöten aus, damit wir gebührend anstoßen konnten und in der Zeit überlegte ich, wie ich das ganze Zeremoniell gefunden hatte.

Diese hier galt als „schwarzmagisch“ da Draco also der Pate sich magisch aufgrund seines Blutes gebunden hatte und irgendwie galt bei den Weißmagiern sobald Blut im Spiel war, alles als schwarzmagisch. An sich war es totaler Humbug, denn ich hoffe, man erkannte den signifikanten Unterschied zwischen diesem Tauf- und Patenritual hier und meinen Zeremonien, in denen ich Blut trank und andere eklige Dinge anstellte.

Einzig allein das die Bindung enger war als bei den Weißmagiern und somit wohl mehr Konsequenzen mit sich brachte als die ohne Blut, gab es in meinen Augen keinen Unterschied, die hier die Berechtigung gab, das ganz als schwarzmagisch und böse zu verteufeln.

Das hier war dagegen total harmlos aber halt böse, schwarz und was weiß ich. Ich war noch in Gedanken über diese schöne Taufe, als es in meinen Nacken kribbelte, aber nicht weil mich mein Lord rief, sondern weil ich mich beobachtet fühlte und da lenkte ich meine Aufmerksamkeit von dem Pulk, die sich alle gegenseitig beglückwünschten, zum Cottage und da sah ich im ersten Stock am ersten Fenster eine einsame Gestalt hinter einem Fenster, das mit magisch glühenden Gittern versehen war und wie dieser Gefangene mit leuchtenden glutvollen Augen zu uns rausspähte.

Ich konnte regelrecht erkennen, wie sehr es ihm gegen den Strich ging was er jetzt gerade gesehen hatte von der Zeremonie. Aber ich konnte nicht wiederstehen und hob spöttisch mein Glas und prostete ihm süffisant Grinsend zu, bevor ich einen kühlen Schluck von dem prickelnden Getränk nahm. Ich fand es zu erheiternd.

Und ich wagte mich vorsichtig zu fragen, ob ich mir einen Feind fürs Leben erschaffen hatte, oder ob ich ihn würde noch von mir überzeugen können!

Herminones Sicht ende

Dracos Sicht

Nach der schockieren Eröffnung, dass Hermione Severus Zeichen erhalten hatte und ich mir die absolut unverzeihliche Blöße gegeben hatte, mich wirklich von Potter beruhigen lassen zu müssen, war der Nachmittag dennoch recht entspannt geworden.

Ich hatte mir gesagt, dass es doch nichts brachte wenn ich mich jetzt weiter aufregte und außerdem erkannte ich jetzt, mit kühlem Kopf auch, welcher Gedanke hinter Hermiones Tat gesteckt hatte.

Ja, es war mal wieder ein sehr kühner und weitdenkender Schachzug von ihr gewesen, für den ich sie eigentlich bewundern musste und irgendwie auch tat, auch wenn mir immer noch nicht passte wie ich davon erfahren hatte. Ich ärgerte mich maßlos, das Lucius es mit seiner Taktik wirklich schaffte uns im Manor so weit auseinander zu bringen, das wir nicht mal mehr Zeit zum Reden hatten.

Dass sie den Wolf, Lupin gefoltert hatte und so weit gegangen war ihn zu befreien, beeindruckte mich, aber ich war schon sehr sauer, dass ich offenbar tatsächlich der Letzte war, der davon erfuhr. Ich war mir auch sicher, egal wie gut sie gewesen war, um Lupins Tot vorzutäuschen, Vater hatte sie sicher nicht getäuscht, beziehungsweise Severus, denn dieser kannte sie mittlerweile zu gut.

Und da begannen meine Sorgen.

Die einzige relevante Frage, die mir da jedoch unter den Nägeln brannte war, ob Severus Vaters sicher vorhandene Vermutungen bestärkte und wie Vater handeln würde, ob er sie für diesen Vertrauensbruch strafen würde. Egal was er tun würde, mir war bewusst, ich konnte dagegen nichts unternehmen. Fast war ich geneigt froh zu sein, dass sie Severus Mal trug, denn wenn er wollte, würde er in diesem Punkt mehr schützend eingreifen können als ich.

Und was geschehen war, war passiert und nicht mehr zu ändern, also akzeptierte ich es wohl oder übel!

Das Essen, das die Twins kurzentschlossen einberufen hatten, war eine schöne Ablenkung gewesen und hatte uns alle die unschönen Szenen mit dem Wolf etwas vergessen lassen. Offenbar hatten Potter und Hermione wenig Ahnung davon, wie wichtig Sternzeichen und Geburtssteine in der magischen Welt waren.

Ich musste mir selbst eingestehen, dass ich gespannt auf die kommende Taufe.

Die Taufzeremonie an sich hatte dann Blaise geleitet, denn auf ihn hatten Potter und ich uns ohne große Diskussionen einigen können. Ich hätte diese Aufgabe nicht Weasley übertragen wollen, noch den Twins, nicht weil ich ihnen dies nicht zutraute, sondern einfach weil Blaise meine rechte Hand war und ich daher dachte, das war eine Aufgabe und Ehre, die ihm Zustand, schließlich war er seit Jahren loyal zu mir. Außerdem kannte Blaise das Ritual, auch die schwarzmagische Variante, während es für die Twins Neuland war.

Ich hatte über das Taufversprechen lange nachgedacht, lange überlegt welche Worte ich wählen sollte, denn auch wenn ich aus freien Stücken zugestimmt hatte, der Pate von Potters Kind zu werden, so war die Verbindung doch anders geartet als zum Beispiel die von Severus als mein Patenonkel, denn Vater und Severus waren sich nicht so „feindlich“ gegenüber gestanden wie Potter und ich.

Gut, wir waren keine wirklichen Feinde mehr, wir konnten einander respektieren, aber mögen taten wir uns noch lange nicht. Ich wusste, das ich mich verpflichtete Potters Kind zu schützen und wollte das auch, aber nicht aus Familiengefühl zu Potter, sondern weil ich meine Vorteile darin sah derart eng an Potters Familie gebunden zu sein, beziehungsweise ihn am mich gebunden zu haben.

Mein Versprechen Lucien zu schützen, meinte ich absolut ernst und würde es auch tun, schließlich schützte ich meine VenTes auch.

Gut, ich würde diesen Schützling auf andere und besondere Weise noch mehr schützen müssen und meine Aufgabe war hier noch größer, bezog sie doch auch die Erziehung zu einem gewissen Teil mit ein, aber auch diesem Teil würde ich mich verantwortungsbewusst stellen. Ich würde sicher stellen, das die nächsten Potters wieder zu dem wurden was sie einst waren und wieder sein sollten, eine reinblütige, alte und traditionsbewusste Familie und da Potter, Daphne erwählt hatte, eine Reinblüterin standen die Chancen dafür sehr gut.

Es war also auch für mich ein großer Tag gewesen, der mich meinem Ziel wieder näher brachte. Mir hatten sich mittlerweile Möglichkeiten eröffnet, die ich, als ich begonnen hatte meine Pläne umzusetzen nicht in diesem Ausmaß erwartet hatte. Ich war nun derart nah an Potter dran, , hatte ich nicht angenommen und auch nicht zu hoffen gewagt, genau so wenig, wie ich geplant hatte, das wir in Hogwarts so viel aufbauen würden, doch als sich die Möglichkeiten dazu eröffnet hatten, war mir sofort klar gewesen, wie gut dies alles in mein Vorhaben passte.

Und ich war jemand, der jede Chance ergriff, wenn er sie sah. Der Pate von Potters Sohn zu werden war eine dieser Chancen, die ich nicht ausschlagen konnte.

Wenn ich an meinen Taufschwur dachte, stellte sich mir unweigerlich die Frage welche Worte wohl Severus gewählt hatte bei meiner Taufe, denn er war ja nun wirklich nicht sonderlich gesprächig. Ich konnte mir nicht wirklich vorstellen, dass er eine derart lange Schwurformel gewählt hatte oder mehr gesagt hatte als unbedingt nötig, doch erfahren würde ich das wohl nicht.

Dracos Sicht ende


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BeitragThema: 297. Kapitel Speechless Connection   So Jul 22, 2012 6:54 am

297. Kapitel Speechless Connection

Hermiones Sicht

Wie auch immer die Taufe war beendet und nach diesem Schluck der Freude und der Glücks kam der Moment auf den ich hätte verzichten können, denn Dobby hüpfte an und nahm Daphne Lucien gewichtig ab und reicht Harry die Urne. Sofort legte sich eine unheimliche Stille über die Gesellschaft und jeder sah besorgt zu Daphne und Harry, als eben jene zu ihrem Verlobten trat und ihn sachte am Arm faste, aber wie es schien waren sie sich einig.

Sie strahlten eine Zusammengehörigkeit und feste Verständigkeit aus, die mir fast den Atem raubte. Harry schenkte Daphne einen intensiven Blick, bei dem man bemerkte dass wir für sie gerade gar nicht existierten, sondern die zwei in ihrer ganz eigenen Welt verhaftet waren.

Er hielt also die Urne und dann hob Daphne plötzlich den Deckel entschlossen an, während Harry zu meiner Überraschung das Gefäß kippte, um die weißgraue Asche auszuschütten. Nun hatte Daphne übergangslos ihren Zauberstab gezückt und beschwor eine sachte Brise herauf, die die kleinen Partikel verspielt in der Luft tanzen ließ, was in dem von der untergehenden Sonne rotleuchtenden Himmel dramatisch aussah.

Es war eine Szene, die mich unheimlich berührte, weil sie die Asche ihres toten Babys verstreuten und ihm die „Freiheit“ gaben. Die Asche wurde von der Brise langsam aber stetig weiter nach oben in den Himmel getragen und verflüchtigte sich.

Ich blickte nicht weniger überrumpelt in den Himmel als die anderen und ihr hinterher bis sie nicht mehr zu sehen war. Wie es schien hatten Harry und Daphne die anderen nicht eingeweiht in ihren Plan. Die schwebende Asche war schon nicht mehr auszumachen, als Daphne mit einem Wisch die Urne und den Deckel verschwinden ließ, bevor sie sich in Harrys Arme kuschelte und ihn selbst eng umschlang, somit wirkten sie wie eine Einheit in dieser schwierigen Phase.

„Aber…aber, was…war das?“, wagte Astoria zu stottern, worauf Harry seinen Schopf anhob, den er bist jetzt in Daphnes Schulter vergraben gehabt hatte und blinzelte die Schwester seine zukünftigen Frau an, während er Daphne fest an sich gedrückt hielt, seine Hand lag beschützend an ihrem Hinterkopf.

„Was? Wir wollten keine Beerdigung oder so was! SIE hat keine Atemzug getan…niemals! So ist es gut! Nicht wahr Daphne, Schatz?“, fragte er besorgt, als wir ein leises Schniefen vernahm und dann er ließ von ihr etwas ab.

„Ja, ja das war genau richtig!“, wisperte Daphne leise und vergrub erneut gerührt ihr Gesicht an Harrys Brust.

Er streichelte ihr tröstend über ihre Haar, während wir uns umwandeten und als Lucien wieder zu Weinen anfing, riss es die jungen Eltern aus ihrer Umarmung und Ruhe. Harry eitle zu Dobby um ihm das Kind abzunehmen und zu Daphne zu tragen. Der kleine Junge befreite sie aus ihrer Lethargie was gut war. Die anderen begannen nun leise zu reden begannen und ich blickte wieder hoch zu unserem Gefangen und durfte erleben wie er geschockt, mit ungläubig erhobener Hand am Fenster stand und versuchte zu verstehen was da gerade passiert war.

Nun hörte ich Lärm hinter mir. Die Sonne ging nun rasch unter und tauchte alles in ein gepunktetes Lichtspektakel, als wir zu Feiern begannen, da es nicht nur galt die Taufe zu begehen, auch wenn die Urne uns kurz unterbrochen hatte, aber das Feiern des Lebens sollte im Vordergrund stehen und daher wollten wir auch unsere Twins hochleben lassen. Also begann die Party, denn am nächsten Tag hätten unsere Aprilscherze Geburtstag und in diesen Ehrentag wollten wir hineinfeiern.

Somit war die Unterhaltung zur Party im vollen Gang als die Twins erzählten:

„OH…man, Leute ich sag´s euch Mum und Dad haben sich fast auf den Kopf gestellt als wir zum zweiten Mal zum Essen kamen, an einem der letzten Wochenenden, so edel und gestelzt ging es bei uns noch nie zu!“, begann George.

„Joopp total krass, beim ersten Mal war es ja recht steif, von wegen Mum hat einen Maulkorb von Dad bekommen, das sie uns nicht zu nerven hat! Lief recht gut!“, fuhr Fred eifrig fort.

„Aber gezwungen, schon erstaunlich wie unsicher Mum und Dad waren. Sie waren sehr vorsichtig mit ihren Fragen mit ihren Antworten!“, erklärten sie nickend und fuhren dann hektisch fort:

„JAAAAAAAAA, so als wollten sie uns nicht verschrecken!“, erklärten sie beide einstimmig.

„Genau und dann ein paar Tage später kam ein Brief mit der nächsten, hochnotoffiziellen Einladung!“, wie immer wechselten sie sie beim Berichten ab und so ging es fleißig hin und her.

„Total geil, wir werden richtig vornehm und machen den Malfyos noch Konkurrenz!“, kicherte Fred wahrhaftig verschlagen und piekste Draco verspielt in die Seite, was diesen böse nach Freds Zeigefinger schlagen ließ.

„Da müsstet ihr euch um 180 Grad drehen und ich bezweifle, dass dies einem Weasley gelingen könnte!“, erklärte Draco dann arrogant.

„Oh, wie geschwollen! Ich liebe das Draco!“, klatschte Fred wahrlich wie ein böser Schelm in die Hände, als Dracos nasale, sehr hochnäsige Ansage verklungen war.

„Na ehrlich, wenn ich nochmal erlebe, das uns Dad an der Haustür mit ernstem Handschlag empfängt, werde ich bei Lucius vorstellig! Grausiger kann es nicht mehr werden!“, brummte George wenig erheitert daher und diese Vorstellung war etwas, das wiederrum mich und Draco herzlich lachen ließ. Draco erhielt ein knappes Nicken, des hoheitlichen Haupts, des Familienoberhauptes, mehr nicht!

Ein Handschlag war mehr als unwahrscheinlich, eine Umarmung sicher auszuschließen, aber es könnte noch schlimmer gehen, wenn er gar nicht begrüßt werden würde und gleich weggeschickt, wie es passiert war als wir spät im Manor zu den Osterferien angekommen waren.

„Warum willst du George, dass Mami dich wieder an ihrem Busen erdrückt?“, kam es erschreckend ironisch von Blaise und dabei grinste er die Twins echt gemein an, was beide lilarot anlaufen ließ vor gezeigter Empörung. Sie stießen sich ereifernder Schnauber aus, während sie lautstark ihrer Entrüstung Luft machten.

„Boah, werde hier mal nicht frech, Drillsergant!“, fuhren sie Blaise pikiert an.

„Aber echt, denkt gleich er kann sich über Mums ausladende Formen lustig machen!“, erklärten sie empört kopfschüttelnd und tadelnd.

„Ehy, ruhig Blut Jungs, nicht ihre Formen, ich mag Frauen, egal wie sie aussehen! Aber ihre Überschwenkgliche Art ihre Kinder an ihren Busen zu ziehen ist ein einmaliger Anblick!“, meinte nun Blaise abwehrend aber auch grinsend.

„Hat er Recht!“, „Oh ja, leider!“, „Mum, erdrückt schon gerne!“, „Nur jetzt nicht mehr!“

„Wollt ihr das denn wieder?“, fragte Harry dann leutselig nach und zog Daphne noch näher zu sich, da er seinen Arm um ihre Schulter liegen hatte, während sie den schlafenden Lucien im Arm hielt. Sie wirkten wie eine harmonische, junge Familie.

„Ich nicht, aber Georgyboy…?“, spottete Fred liebevoll und zog seinen errötenden Zwilling zu sich, um ihm einen sanften Kuss auf die schmollend verzogenen Lippen zu hauchen.

„Ey, das stimmt doch gar nicht!“, wehrte George verzweifelt ab.

„Hört nicht auf ihn, er war schon immer der Mamasohn!“, zog ihn Fred weiter unbarmherzig auf, wobei George nur geschlagen mit den Augen rollte, aber nichts sage, wissend oder auch ahnend, dass Fred sich nicht bremsen lassen würde.

„Genau, das sagt der Richtige, nicht wahr Fred? Aber wenn du es dir einredest!“, kam es erstaunlich trocken von Ron, der gerade einen Schluck auf seine Brüder trank. Wie es schien sah es Ron ähnlich wie George, der ihm gerade einen dankbaren Blick sandte, während Fred empört zu Ron herumfuhr.

„BITTE?“, keifte er affektiert.

„Erzählt lieber weiter, wie es nun mit euch …familiär aussieht?“, bat Astoria neugierig.

„Nun, besser! Mum und Dad haben sich von der Firma erzählen lassen und waren baff, wie erfolgreich wir sind. Wo wir wohnen haben sie sich nicht getraut zu fragen! Sie waren wirklich süß, da sie zeigten das sie stolz sind was wir aufgebaut haben!“, berichtete Fred rasch.

„Jupp, war ein schönes Gefühl und dann haben sie uns erzählt, das sie sich freuen wenn Ginny wieder da ist in den Ferien, weil es so schrecklich leise wäre und das Bill zwar häufig da sei, vor allem mit Fleur, die beiden aber beruflich und mit dem Orden und dem Bau ihres zukünftigen Hauses beschäftigt wären!“, fuhr George fort bis sein Bruder wieder übernahm.

„Sie meinte auch, dass es schade ist das Ron nicht mehr kommt! Aber darauf sind wir nicht eingegangen und da verstummten sie schnell, als dann Mum stöhnte und meinte, ihr Mädchen würde auch erwachsen werden!“

„Etwas was uns neugierig gemacht hat! Und da haben sie erzählt, das Ginny von Wood wieder zu einem Spiel eingeladen sei, diesmal aber für ein Wochenende in den Ferien nach Irland!“, George erzählte dies ausschweifend, während Fred zustimmend und dreckig grinsend mit Gesten unterstrich.

„Oh lala, die Kleine geht ran!“, grinste Blaise amüsiert und zwinkerte anzüglich frech, was ihm eine Kopfnuss von Astoria einbrachte.

„Hey was, da kann Wood sich doch freuen!“, echauffierte er sich über die rüde Behandlung.

„Genau, nur das Bill diesmal sie nicht hätte begleiten können und Mum sie nicht alleine zu einem älteren Jungen oder ähm, Mann, gehen lassen wollte und Dad meinte dann würde er mit fahren, da er klar sähe, wenn er es ihr verbieten würde, sie die Nächste wäre die sie aus dem Heim treiben würden!“, diesmal wirkten beide etwas ernster, aber sie schienen erfreut, das ihre Eltern jetzt zumindest bei Ginny mehr Einsicht zeigten und sie sich entwickeln ließen.

„Das war von Dad eine Aussage die Mum die Tränen in die Augen getrieben hat und sie hat herzerweichend geschluchzt!“, höhnte Fred bösartig und machte sie lautstark nach, was von George vollkommen übergangen wurde indem er strafend ernst fortfuhr.

„Das war traurig und so haben wir gesagt, dass wenn wir ihnen als Aufpasser gut genug sind, wir auf Ginny achtgeben würden!“, George wirkte sehr zufrieden damit das sie ihren Eltern dies angeboten hatten und ich wusste, sie mochten ihre kleine Schwester und das sie mit Wood ausging gefiel ihnen.

„Das wollten sie zuerst nicht, so in der Art, macht euch nicht die Arbeit! Eltern halt!“, schüttelte Fred gespielt entrüstet über dieses Schimpfwort am Schluss seinen Körper.

„Aber als wir ihnen gesagt haben, das wir unser einziges Schwesterlein auch vermissen, haben sie sich gefreut und Ginny gleich geschrieben, das wir ihre Begleiter sein werden!“, grinsten beide zusammen gemeingefährlich und schlugen sich ab.

„Und bitte, als wäre ein Quidditchspiel eine Strafe für uns!“, zeigte sich Fred mit rollenden Augen ungläubig, als wäre diese Annahme unter ihrer Würde, sie als ehemalige, sehr erfolgreiche Treiber.

„Vielleicht sehen wir uns dann ja in Irland!“, meinte ich leise, wobei ich es nicht hoffte, wegen Ginny, denn wenn diese Draco sehen würde, könnte sie der Schlag treffen, somit zückte ich nun eine Pergamentrolle, die ich vor mir auf den Tisch legte und damit schaffte, das alle interessiert verstummten und neugierig zu mir sahen, auch Draco.

„Ich weiß, ihr habt erst in gut drei Stunden Geburtstag aber ich weiß ja nicht ,wie lange Draco und ich bleiben und deshalb wollte ich euch mein Geschenk schon jetzt geben!“, erklärte ich mich recht ausschweifend, da ich nicht wusste, wie mein Geschenk ankommen wurde, weil es spezielle war. Somit hob ich mein Weinglas an, trank einen Schluck, während ich neugierig beäugt und gemustert wurde.

„Du musst uns doch nix schenken, Schönste! Du bist Geschenk genug!“, flötete George flirtend und ich lachte heiser auf, während ich das Papier über den Tisch auffordernd zu ihnen schob, worauf Fred ungeduldig nach dem Papier fischte und sich nah zu George beugte, während er es flott entrollte.

„Halt wartet, nicht lesen! Wenn solltest ihr zuerst unser aller Geschenk ansehen….Du hast mir gar nicht gesagt, dass du ihnen etwas Spezielles schenken willst!“, wisperte mir Draco vorwurfsvoll ins Ohr, als er sich nah zu mir beugte und sein heißer Atem strich mir über meine Haut. Das war etwas was es schaffte mir eine Gänsehaut über den Rücken zu jagen, somit wandte ich ihm mein Gesicht zu und studierte seine schönen, gemeißelten Züge.

„War spontan, wenn du so willst!“, rechtfertigte ich mich leise, was er mit einem sachten hebend er Mundwinkel kommentierte. Alle anderen um uns rum blickten gespannt zu den Twins, wobei Fred mit dem Papier in der Hand verharrte und es nicht weiter entrollte, während er irritiert in die Runde blickte.

„Na und was bekommen wir?“, wollte Fred da auch schon frech und ohne Scheu wissen.

„Moment!“, wandte Blaise ein, der gerade wie wild in seiner Tasche zu wühlen begann, bis er zwei kleine Päckchen fand, die er vergrößerte bevor er sie zu dem jeweiligen Twin schob, was beide mit aufgeregten Gesichtern verfolgten, wenngleich die Schachteln nicht wirklich groß waren.

„Okay…und von wem?“, wollte George wissen, während er seine goldene Box anhob und aufgeregt vor sich legte.

„Von uns allen! Nur Harry und Daphne haben Geld dafür gegeben, da es auch indirekt eine Überraschung für sie ist!“, kam es sehr aufgeregt von Astoria und sie rutschte unruhig auf ihrem Sitzplatz herum, während sie zu den Red Devils strahlte, woraufhin Blaise ihr beruhigend die Hand auflegte, damit sie nicht gleich vor Begeisterung alles ausplauderte.

Jetzt hob Fred auch schon den Deckel an und keuchte auf.

„Eine…eine Taschenuhr…?“, hauchten sie erstaunt und da holten beide Twins simultan ihre identischen, in einem matten Goldton schimmernden Taschenuhren aus ihrer samtigen Unterlage.

„Wow sind die schön aber… aber wir haben doch zu unserer Volljährigkeit unsere Planetenuhren bekommen?“, wandte ein irritiert blickender George ein.

„DAS da sind ja auch keine normalen Uhren!“, verdrehte Draco genervt die Augen als er abwertend antwortete und ich kicherte leise, während beide verdattert zu uns sahen, bevor sie das Gehäuse aufklappten.

„Was…wow, wie stark ist das denn!“, „Geil, die leg ich nie mehr ab!“, „Genialst, DANKE!“, „Wer hatte die IDEE?“, „Das ist brillant!“, „Ich bin total platt und die passen mit der Uhrenkette perfekt zu unseren Businessanzügen!“, kam es dann doch recht affektiert von Fred, was für großer Erheiterung sorgte, bis Harry diese flockige Unterhaltung der Twins unterbrach.

„Hey, was ist es denn nun? Eine Uhr, und???!“, schauten die jungen Eltern recht bedröppelt drein bei was für einer Gabe sie sich beteiligt hatten.

„Ja, Harry und was für eine Uhr, ich möchte ja echt gerne wissen, wer dafür die Idee hatte?“, fragte George sichtlich amüsiert und grinste zu seinem jüngeren Bruder, der gar nicht verdächtig rote Ohren bekam, aber ansonsten geistesgegenwärtig schnell ein Bonbon in seinem Mund schob um über seine Unsicherheit hinwegzuspielen, bevor er sich fing und loslegte.

„Es ist eine „Lucienuhr“….eine magische Abart von der Uhr von Mum die sie im Fuchsbau hat…sie vibriert sollte etwas mit Lucien sein!“, kommentierte Ron erstaunlich und ungewohnt ernst, während Freds Finger zärtlich mit der filigranen Uhr spielten.

„WOW, das ist das…ist toll…aber warum habt ihr uns nichts gesagt?“, beschwerte sich Harry und Daphne begann zu glühen.

„Ich…bekommen wir auch so eine, das wäre toll!!“, fragte Daphne da auch schon sofort aufgeregt und es legte sich eine recht ungemütliche Stille auf die Runde, bis Draco sich räusperte.

„Chrm…nein! Eben darum haben wir euch nicht eingeweiht, als wir die Uhren besorgt und gemacht haben!“

„Ich hab´s mir schon gedacht. Ich wüsste gern was Lucien macht, wenn wir nicht da sind!“, meinte Daphne erstaunlich einsichtig, aber auch deutlich traurig und betrübt. Der Gedanke, das sie ihr Kind hier würde alleine lassen müssen war jetzt, wo ihr Sohn auf der Welt war dann doch noch mal deutlich schwerer zu ertragen als vorher, in der Vorstellung.

„Wie ich es sage…ihr, du und Potter bekommt so was nicht, dabei bleibt es!“, fügte Draco noch mal bestimmt hinterher.

„Sehr schade, meint ihr nicht, wir könnten uns zusammen reißen? Wir sind ja keine Kleinkinder mehr, wir sind Eltern!“, zischte sie aggressiv, während Harry erstaunlich relaxt neben Daphne saß.

„Warum wohl? Damit du die ganze Zeit auf die Uhr schaust, oder wenn etwas ist in einer todesidiotischen Aktion dann doch aus Hogwarts ausbrichst?“, erklärte Blaise kühl und Daphne sackte in sich getroffen zusammen.

„Darum! Es ist egal wie klar und kopfgesteuert du sein kannst Daphne, du weißt, in einer Situation in der du denken würdest, mit deinem Sohn könnte etwas sein, schaltest du auf Mutter und wirst nicht mehr überlegt handeln!“, schenkte ihr nun auch Draco ein überhebliches Lächeln, während er Daphne vorhielt, das sie ihren Gefühlen nachgeben könnte.

„Aber…aber? Er wirft mir vor, dass ich mich um unseren Sohn sorge…Harry…sag….“, stotterte Daphne betroffen, während sie ihre Finger um Harrys Hand schlang was diesen aufsehen ließ und in die Runde blicken.

„Ich freue mich für euch Jungs, das ist ein schönes Geschenk! Und nicht, das ich Dobby nicht traue, aber es lässt mich noch ruhiger sein, wenn ihr mal nicht im Cottage seid, das Lucien magisch überwacht ist! Das ist…beruhigend! Danke, das ihr alle an uns denkt!“, schenkte er uns allen einem nach dem anderen ein liebes, aufrichtiges Lächeln bevor er zu Daphne kam, die ihn aus empörten hellgrünen Augen böse anfunkelte.

„Daphne Schatz, sie haben doch Recht! Das ist wie ich und der Spiegel Nehergeb von dem ich dir erzählt habe! Es ist wie eine Sucht, die dich gefangen nimmt und nicht mehr loslässt! Glaub mir, ich weiß, wie gerne du so eine Uhr hättest und ich auch, aber so ist es besser!“, rief Harry mir in Erinnerung, wie viel er doch schon erlebt hatte.

Es stimmte wohl, der Spiegel, der ihn versucht hatte zu verführen, sodass er nur noch in den Wünschen schwelgen wollte, die sich nicht erfüllen würden, dies war wohl auch so eine Art Sucht gewesen und ich hatte lange nicht mehr daran gedacht.

„Aber… Harry! Es ist schwer, auch wenn ich es verstehe!“, schniefte sie leise als Harry sie an sich zog.

„Das weiß ich doch, Schatz!“, erwiderte er sanft, während er sie an sich drückte, sie und Lucien, seine kleine Familie.

Wir hörten noch wie Daphne leise wisperte: „Ich verstehe das schon Harry, glaub nicht, das ich das nicht könnte. Es wäre halt einfach schön, auch zu wissen wie es ihm geht, immer!“ Dann vergrub sie ihr Gesicht tief an seiner Brust und die Twins übergingen gekonnt das kleine Drama von den jungen Eltern, indem sie nun zu meiner Pergamentrolle griffen und sie entrollte.

Dann war es sehr beeindruckend zu erleben wie ihre Hautfarben rasend schnell wechselten von weiß, zu rot und wieder zu weiß und rot, es war ungewohnt und deshalb umso erinnerungswürdiger, etwas was Dracos Aufmerksamkeit auf sich zog, weswegen er mir nur noch zu wisperte:

„Ich bin neugierig!“

„Dann lass dich überr….!“, durchbrach ein schriller Schrei meine Antwort, der es schaffte, selbst Lucien zu wecken, die traute Runde fuhr erschrocken zusammen und lenkte Daphne und Harry effektiv von ihren Sorgen, ihren Wünschen und ihren Leid ab, weil Fred und George, die Red Devils persönlich, wie vom Donner gerührt dasaßen. Sie wirkten wie erschlagen und blickten mich sehr vorwurfsvoll an.

„Das…das…nein!“, „Das geht nicht!“, „Genau! Das können wir nicht…!“, „Annehmen, das ist zu viel!“, „Viel zu viel!“, redeten die Twins wirr, stotternd und chaotisch daher, als auch die anderen loslegten:

„Warum?“, „Was ist es?“, „Sagt schon!“, „Ich sterbe vor Neugierde!“, „Will wissen, was bekommt ihr!“

Ich schmunzelte erheitert, denn das Chaos und Durcheinander war so klar gewesen. Als endlich Ruhe einkehrte, starrten die Twins nur mit glasigen Augen zu mir starrten und reagierten nicht sofort.

„Hermione, das ist zu viel!“, hauchte George gerade atemlos und war aufgrund der abnehmenden Geräusche gut zu verstehen.

„Wirklich!“, warf nun auch Fred bekräftigend ein, während er hektisch einen Schluck trank, um sich zu beruhigen, aber ich winkte lässig ab.

„Denkt ihr wirklich, ich hab mir das nicht gut überlegt? Ich habe so viel und werde immer genug haben! Aber ich möchte, dass das euch gehört, es ist nie richtig Meines gewesen! Nehmt es bitte an!“, erklärte ich wirklich ernst gemeint.

„Wow, du bist irre! Das können wir nicht!“, zeigte George einen überforderten Ausdruck und blickte überwältigt durch die Gegend, indessen wischte sich Fred ungläubig über die tellergroßen Augen.

„Doch ihr könnt und ihr werdet! Es ist schon geschehen und ihr werdet gerade davon informiert und in Kenntnis gesetzt!“, deutet ich wieder auf das Pergament, welches in Georges kraftlosen Finger lag.

„So Leute, könnte mir mal jetzt jemand sagen, über was ihr hier redet?“, begehrte Ron ungeduldig auf und Harry nickte zustimmend, während ich nur die Schultern hob und auffordernd zu den beiden erstaunlich wortkargen Twins wies.

„Sie schenkt uns das Rose Cottage!“, rief nun Fred laut aus und einige Müder gingen weit auf, nur Draco drehte seinen Kopf zu mir mit einem verhalten Leuchten in den so grauen Augen, bevor er zustimmend ganz leicht seinen Kopf neigte und mir zeigte das ihm das Geschenk gefiel.

„Wow, das ist großzügig!“, wisperte Astoria sprachlos.

„Ein wahrlich großes Geschenk!“, zog Blaise eine erstaunte Miene über meine Großzügigkeit, während Ron blöd aus der Wäsche guckte, indem sein Mund sich einem Fisch gleich stumm bewegte.

„WARUM?“, wollte dagegen Harry tonlos wissen.

„Weil ich es nicht brauche, Lucius wird mich nicht aus dem Manor lassen… und schließlich hab ich ja noch das andere Haus, was soll ich also mit dem Cottage?“, erklärte ich mich wobei ich mir fast auf die Zunge gebissen hätte, das ich mich ab jetzt ständig wie ein Verbrecher aus dem Haus schlich, musste die Connection wahrlich nicht wissen.

„Wie meinst du das?“, horchte Harry argwöhnisch auf als ich rasch abwinkte.

„Nichts weiter Harry, aber denkst du, das ich als Malfoy noch ein Cottage brauche?“, versuchte ich sein Misstrauen zu zerstreuen etwas was Draco veranlasste sein Amüsement hinter seinem Glas zu verstecken indem er trank und dabei den Twins zu ihrem Geschenk beglückwünschend zuprostete.

„Ich freu mich für euch Jungs! Das ist zu schön!“, quietschte indem Astoria freudig und klatschte in die Hände was Daphne veranlasste mit einen melancholischen Ausdruck auf das Haus zu sehen als sie leise meinte:

„Ihr könnt euch glücklich schätzen, hier ist es wunderschön!“, was die Twins veranlasste ganz rosarot anzulaufen.

„Nichts...!“, schnaubte Harry auf meine Antwort verächtlich auf und warf einen kalkulierenden Blick auf Draco, der nur sachte die Schultern anhob, eine interessante und ungewohnte stumme Kommunikation dieser beiden.

Wie schön, das Harry dachte, er müsste Draco fragen ob es mir unter Lucius gut ging, nach den Informationen heute Vormittag konnte ich mir denken, dass es Harry nicht gefiel wie das alles sich entwickelte, dafür waren unsere intimen Gespräche im Bett zu intensiv und Harry wusste, was ich über Lucius dachte und fühlte, zum Teil zumindest und es machte ihm augenscheinlich sorge.

„Aber Schönste! Wir können doch nicht das Haus deiner Oma annehmen, das ist viel zu wertvoll als Geburtstagsgeschenk!“, wehrten beide noch immer vehement die Gabe ab und ich wusste sie hassten Almosen, aber das hier war als solches nicht gesehen, denn die zwei verdienten mittlerweile sehr gut, trotz oder gerade wegen des Krieges.

Ich hatte das Cottage geliebt, ja liebte es noch immer, aber ich wusste, bei ihnen war es in den besten Händen. Sie hatten es nach seinem langen Schlaf zum Erblühen gebracht und wenn ich mir ansah, was sie aus dem Garten gemacht hatten, konnte ich nur beruhigt sein, das sie immer auf das Cottage achtgeben würden und so würde es mit Leben erfüllt sein.

Ich hingegen würde es nicht immer so oft besuchen können, denn meine Männer machten es mir schwer irgendwohin zu gehen und wer wusste schon, ob es ohne die Twins nach Beendigung unserer Schulzeit noch so belebt sein würde, wenn alle erstmal die Möglichkeit hätten ihr eigenes Heim aufzubauen.

„Jungs seht es als das was es ist! Ein Geschenk, das gern geben wird und solange ihr das Haus offen haltet und andere mit aufnehmt, tut ihr das in meinem Sinne! Freut euch! Ich möchte Leben in ihm sehen!“, meinte ich bestimmt und erhob mich um Abstand zwischen mich und die andere zu bringen.

Denn natürlich war es ein Schritt den ich nicht ohne Überlegungen ging, aber nachdem ich nun eindeutig als eine Malfoy gezeichnet war und jetzt auch Snape auf mir trug, sah ich absolut keine Verwendung mehr für das Cottage, ich hatte mehr als genug, mein Stadthaus nicht zu vergessen!

Ich war immer versorgt, darüber würde ich mir nicht den Kopf zerbrechen müssen.

Harry hatte Grimmauld Place!

Die Greengrassschwestern auch ihr Haus, das zwar ihrem Vater noch gehörte, aber da diese als Verbrecher gesucht wurde, gehörte es indirekt jetzt schon ihnen.

Blaise hatte sein Herrenhaus, das von seiner Mutter schmählich selten Besucht wurde und so viel ich wusste, der Familie Zabini gehörte, also Blaise wenn er volljährig war!

Draco hatte das Manor und bestimmt noch das ein oder andere verloren gegangene Haus, aber die Twins die hatten nichts, gut Ron war nun der einzige, der augenblicklich ohne eigene Residenz war, wobei ich mir sicher war, das seine Eltern ihm schon längst den Fuchsbau zugedacht hatten.

Denn Bill renovierte mit Fleur eine Unterkunft, um mit ihr dort nach der Hochzeit einzuziehen, das Charlie aus Rumänien zurückkommen würde, diese Chance tendierte gegen Null, bei seinem Job, den es in England nicht gab. Dann Percy, der schon längst ausgezogen war und nicht so wirkte als läge ihm am Fuchsbau etwas, die Twins die auch draußen waren und nicht zurückgehen würden, Ginny die eines Tages heiraten und weggehen würde, damit blieb nur Ron und ich wusste genauso wie seine Eltern, er hatte die Zeit im Fuchsbau geliebt, also wäre für ihn gesorgt, war dies eine logische Überlegung meinerseits.

Somit schieden nur die Twins aus, die kein zukünftiges Zuhause hätten und ehrlich, ich konnte mir das Cottage schon lange nicht mehr ohne diese Beiden vorstellen. Ja, natürlich war es eine Summe aus rationalen Entscheidungen, natürlich genoss ich es hier zu sein, ich hatte meine Oma und meine Tante gemocht aber ich war zu rational als nur um des Besitz willens an einem Objekt festzuhalten.

Somit spazierte ich gedankenverloren in dem herrlich angelegten Garten der an Schönheit von Tag zu Tag gewann, was auch ein Verdienst der Connection war, während ich den frühlingshaften Duft genoss, bis mich das Räuspern einer Person herumfahren ließ.

„Was willst du?“, blickte ich nur kurz zu ihm als ich den Blick abwandte und eine Hand zu einer Blume fahren ließ und einmal über ihre samtweichen hellgelben Blätter fuhr.

„Reden!“

„Dachte ich mich schon, dann frag?“, sprachen wir in einem leisen, verhaltenden Ton der in die Umgebung des dunklen fast dunklen Garten passte.

„Warum?“

„Weil sie mir wichtig sind!“, hauchte ich mehr als das ich laut sprach und erklärte mich ungewohnt offen.

„Was planst du wirklich?“, erntete ich sofort nur Misstrauen und Argwohn etwas was mich traurig, verträumt lächeln ließ.

„Was ich sage!“, wiegelte ich sofort ab und entließ die Blüte aus meinen Fingern um ein paar Schritte weiterzugehen.

„Warum glaube ich dir nicht?“, fragte er skeptisch.

„Das weiß ich auch nicht!“, antwortete ich flüsternd in die kühle aber angenehme Nachtluft.

„Planst du was?“, meinte er sichtlich besorgt indem er nun bestimmt nah auf mich zuhielt.

„Nein, ich sorge nur vor“, weigerte ich mich, mich zu ihm zu wenden.

„So schlechte Karten für die Zukunft, nachdem was wir vorhin erfahren durften?“, ertönte nun seine unglaublich ernüchterte Stimme und zeigte mir seine Resignation über das Schicksal.

„Nein, nur die Erkenntnis, dass mich nichts aus meinem Schicksal entlassen würde! Ich gehöre nun endgültig und absolut zu ihnen, Harry! Warum sollte ich Häuser horten, wenn andere sie mit Leben füllen können? Ich will nicht, das wenn das alles vorbei ist, das Haus wieder in seinem Dornröschen schlaf versinkt, wie damals als meine Verwandten starben!“, wollte ich versucht offen sein.

„Hermione, du bist mir zu depressiv, das ist sonst gar nicht deine Art!“, berührte er dabei nun meine Schulter und umfasste sie besorgt.

„Wirklich? So wollte ich nicht erscheinen!“, meinte ich abwehrend, aber seine Hand wehrte ich nicht ab.

„Nein, du verstehst mich falsch! Das ist besser als wenn du gleichgültig wirkten würdest, gerade nach heute!“, na, das war so klar gewesen, das er das so sehen würde, wenngleich ich sagen würde, ich zeigte zu viele Emotionen, konnten es ihm nicht zu viel sein! Er war zu herrlich.

„Oh Harry, mir geht es erschreckend gut, wenn man bedenkt was ich getan habe! Aber mir gefällt nicht, das Draco derart sauer ist! Das wollte ich ihm nicht antun! Aber was denkst du über mich…wegen Remus?“, wisperte ich zum Schluss unsicher und umfasste mit meiner Hand meine Kehle gespannt auf seine Meinung.

Da war er schon ganz nah bei mir und umfasste meine Schulter in einem kraftvollen Griff, worauf er mich nun bestimmt zu sich umdrehte, sodass ich ihn endlich ansah.

„Hermione, ICH werde dir wegen Remus nie einen Vorwurf machen, natürlich es gehört eine enorme….wie sag ich das jetzt, eine große Schauspielkunst dazu, das derart kalt und überzeugend zu Spielen wie du es getan hast in diesem Folterkeller! Aber wenn nicht, wäre er nun Tod und ich bin froh, dass er es nicht ist! Er ist…der letzte aus der Vergangenheit und verdient hat er es nicht, das Lucius ihn zu Tode foltert! Ich werde mit ihm reden, in langen Gesprächen. Hier werden wir vielleicht nun auch endlich mal die Zeit haben die dringend nötigen Diskussionen führen zu können, die viel zu langen auf sich haben warten lassen! Und wenn wir ein ehrliches, offenes und klärendes Gespräch geführt haben, denke ich, dass er die Sache über dich anders sehen wird, dass das alles ein bisschen viel und verworren und kompliziert auf einen Außenstehenden wirkt, steht wohl außer Frage!“, sprach er eindringlich zu mir und ich konnte nur nicken, während ich unter meiner Hand meine Sehnen am Hals fühlte und wie mein Kehlkopf sprang beim Schlucken, aber Harry hatte es erkannt, hier bot sich eine Chance die so nie vorhanden gewesen war, hier könnte er mit Remus endlich in Ruhe reden.

„Und wegen deinem Malfoy, male ihn nicht besser als er ist! Du vergisst, dass er ein eiskaltes Arschloch sein kann, wenn er will! Nur weil er es dir gegenüber nicht sein will heißt das nicht, dass er es nicht sein kann! Du vergisst das wirklich! Nur weil du vor Augen hast wie sein Vater und Snape sein können, vergisst du, das Malfoy junior durchaus auch „böse“ ist, nicht wirklich nett und jemand den man ebenfalls nicht unterschätzen sollte!“, kam es sehr nachdrücklich von Harry, während er mir aufrichtig in die Augen sah.

Es tat gut das zu hören und es stimmte was er sagte, Draco war auch nicht ohne, aber trotzdem hatte ich oft die Furcht schlimmer zu sein als alle drei zusammen.

„Oh Harry!“, meinte ich nur kurzzeitig überfordert, als er mich zu sich in eine enge Umarmung zog.

„Schönste und das mit Lucius Malofy! Ich weiß ja, wie schwer es dir mit ihm fällt! Dafür schlägst du dich fantastisch!...“, redete er bewegt weiter und ich schluckte den schweren Kloss in meinem Hals hinab als ich ihn harsch unterbrach.

„Eben nicht! Lucius hat es beendet, ich hätte es nicht getan!“, wisperte ich rau sowie beschämt und an Harrys plötzlich starrer Haltung erkannte ich, das er überrascht war.

„Nicht? Warum?“, wollte er erstaunt wissen.

„Ich weiß es nicht! Ich denke, weil ich bereit war alles zu tun um Remus als Geschenk zu erhalten?“, stellte ich es wie eine Frage, denn das war es was ich mir vehement als Grund einredete.

„Belügst du dich da nicht selbst?“, antwortete Harry mit einer geflüsterten sehr zweifelnden Gegenfrage.

„Das….ich weiß es nicht und das macht mir Sorge!“, stotterte ich fast furchtsam als Harry mich wieder fester in seine Umarmung zog.

„Hermione, ich fleh dich an, BITTE, hör einmal auf mich! Lucius Malfoy tut dir nicht gut! Draco Malfoy schon eher! Über Snape wollen wir mal gar nicht reden! Aber lass die Finger von Lucius Malfoy!“, flehte und bettelte Harry explizit, wobei er seine Frucht um mich betonte.

„Harry…?!“

„Nein, lass mich ausreden, ER könnte dein Verderben sein! Dieser Mann ist zu gefährlich…für dich! Lass es!“, kam es bedeutungsvoll von einem ernsten Harry, der sich nun zurückbeugte um mir intensiv und mit Nachdruck ins Antlitz zu sehen.

„Ja, aber ich will doch gar nicht!“, rief ich frustriert aus und riss mich aus Harrys festem Griff.

„Bist du dir da sicher?“, wagte er sehr zweifelnd zu fragen.

„Ich,…JA! Denn das weiß ich alles selbst! Aber trotzdem war es ein kalkuliertes Risiko!“, warf ich abwehrend ein.

„Das glaubst du doch selbst nicht, dass bei Lucius Malfoy etwas zu kalkulieren ist?“, zeigte Harry ungewohnt scharfen Spott in seiner Stimme. Aber seine Worte trafen und schmerzten sehr.

„Du hast Recht, verzeih Harry! Man sollte nicht denken, das man Lucius irgendwie steuern kann, aber es ist ja nichts passiert und weiter wird nichts passieren!“, betete ich es wie ein Mantra vor mich hin, denn es stimmte alles zu meinem unendlichen Leidwesen, dieser Mann wäre mein Untergang.

„Gut, ich will das auch gar nicht breittreten, ich wollte dir nur sagen, dass ich weiß, wie schwer es mit dem alten Malfoy ist und dich nur daran erinnern, da ich immer für dich da bin, was ihn betrifft! Wie gesagt, ich hörte immer zu … Aber, nun zu etwas anderen, ich sag mal so, sollte es keiner der Connection sein oder die Weasleys, solltest du vielleicht darauf verzichten bei Lucius aufs Ganze zu gehen!“, diese enorm kalte Aussage von Harry ließ mich fast hysterisch Kichern.

„Harry, bei wem ich aufs Ganze gehe und bei wem nicht, das überlass bitte meiner Einschätzung!“, zeigte ich dann doch einen fast spöttischen Trotz, aber wenn ich in Extremsituationen war, fielen meine Entscheidungen meist spontan.

„Natürlich, aber ich wollte dir nur sagen, dass du das mit Remus NICHT für mich hättest tun müssen!“, wiegelte er nun ab und sah mir ernst ins Augen, etwas was mich stutzen ließ.

„HARRY, du entsetzt mich! Was ist los, das du denkst, das Remus nicht Wichtig für dich wäre?“, war es ja gut das er mir Gefühllosigkeit attestierte und meine Emotionen wären gut, aber wo waren dann seine?

Das war nicht Harry und Harry würde nie so sein wie ich und das sagte ich ihm damit auch, was für ein Unsinn!

„Nichts…ich denk nur…arch…natürlich, ist Remus wichtig…aber, aber du ….bist wichtiger!“, stotterte Harry peinlich berührt mir zu zeigen was er unglücklich hatte versucht zu sagen, dass ich ihm weit wichtiger war als Remus.

Eine Aussage, die mich tief berührte und mir fast die Tränen in die Augen trieb, das er das noch zu mir sagen konnte, nachdem er heute erfahren hatte zu was ich fähig war, das ging mir nahe und so wandte ich mich wieder zu ihm und hatte ein trauriges Lächeln auf den Zügen, denn was auch immer Harry dachte, wie Hart er war, er war es nicht und sooo sollte er auch nie werden.

„Ohhh Harry, ich hätte das doch nicht NUR für dich getan, ich tue nie etwas ohne den Vorteil zu sehen und glaub mir, das mit Remus geht okay für mich! Und das mit Severus auch!“

„Das glaub ich dir sogar aufs Wort, das war abzusehen….!“, überging er die Sache mit Remus und bezog sich mit einem fast süffisanten Augenbrauen heben auf Severus.

„Wie meinen?“

„Wie ich es sage, es war abzusehen, dass du dich mehr auf Snape einlässt! Es wäre wohl so oder so passiert“, erklärte er sehr neutral und ich grinste ihn abrupt, diabolisch an, etwas was dazu führte das Harry sich unwohl wand, bevor er zu einer anderen Frage ansetzte.

„Aber ist das normal wie Malfoy und Du aufeinander losgehen?“, spielte sich ein gewisser Widerwille in seinen smaragdgrünen Augen als er zeigte, dass er das nicht gut fand.

„Nein, aber die Zeit im Manor zerrt an Draco Nerven!“, ergriff ich sofort Partei für Draco und verteidigte ihn energisch.

„Das will ich für ihn hoffen! Wenn er damit anfängt dich so zu behandeln, dann sag es mir und ich kauf ihn mir!“, drohte Harry böse und wie es schien meinte er es verdammt ernst, wobei ich ihm ein süffisantes Lächeln schenkte.

„Harry, der große Bruder?“, fragte ich ihn aufziehend.

„Ja!“, ging er nicht darauf ein, sondern wirkte durch und durch ernst.

„Als würde ich so was brauchen!“, tat ich sein Angebot lapidar ab.

„Das ist mir eigentlich relativ egal. Ich werde da sein!“, erwiderte er vehement.

„Oh Harry, zu süß…..“, wisperte ich ergriffen, somit schwiegen wir kurz bevor ich es wagte und etwas fragte was mir wichtig war zu wissen.

„Wie geht es euch? Daphne und dir? Wegen den Babys?“, da durchzuckte es Harry einem Stromschlag gleich und er versteinerte sichtlich, während er sich räusperte.

„chrm….Mir? Recht gut! Ich versuche mich auf Daphne und Lucien zu konzentrieren, das andere hab ich gar nicht richtig realisiert, es erscheint mir zu unwirklich! Aber Daphne? Sie schlägt sich gut, sie ist Lucien eine gute Mutter und liebevoll und alles aber ich weiß nicht, sie ist etwas verschlossen! Wobei ich glaube, es ist der Gedanke das sie monatelang etwas totes im Bauch hatte, das ihr schwer im Magen liegt!“, kam es betrübt von ihm, während er unglücklich durch die Gegend sah.

„Bring sie dazu mit dir darüber zu reden, sie muss darüber hinwegkommen!“, befahl ich recht unbeugsam.

„Natürlich!“, erwiderte er knapp.

„Harryyyy???“, knurrte ich ungeduldig.

„JA, mach ich noch, keine Sorge! Ich werde nicht den Kopf in den Sand stecken!“, wiegelte er etwas genervt ab, aber ich wusste er würde sich kümmern.

„Dann ist ja gut….“, meinte ich als ich abrupt stoppte.

„Da seid ihr ja!“, erklang plötzlich Dracos tiefe, melodische Stimme in meinem Rücken und ich fuhr herum.

„Potter, dein Balg schreit nach dir und will ins Bett!“, schnarrte er unfreundlich, was Harry veranlasste verächtlich die Augen zu rollen.

„Na wie gut, dass es einen Patenonkel hat der das doch gerne machen würde!“, stichelte Harry gemein, während er böse Grinste.

„Übertreib es nicht und nun schwirr ab!“, konterte Draco gewohnt nüchtern.

„Klar, Schönste….!“, beugte sich Harry zu mir und hauchte mir einen sanften Kuss auf die Wange, damit wandte er sich mit einem intensiven Blick zu Draco ab und ließ uns alleine.

Ich wartete gar nicht ab, sondern reagierte schnell und schmiss mich einfach haltsuchend an Draco Brust. Ich überrumpelte ihn, da er zwei Schritte überrascht rückwärts stolperte, bevor er sich fing und seine Arme sich fest im mich schlangen.

„Was…?“, meinte er perplex.

„Ich bin einfach froh einmal Zeit mit dir zu haben ohne die allsehenden Augen!“, wisperte ich ungewohnt gefühlvoll in sein Hemd, während ich seine starken Hände fühlte, dich mich noch fester drückte.

„Oh ja! Er versteht es besser als jeder andere Unfrieden zusähen!“, wisperte er frustriert in mein Haar, nachdem er sein Gesicht sanft in meinem Schopf vergraben hatte.

„Wegen Severus… es tut mi …!“, aber da zog er sich abrupt etwas zurück und hob aber trotz allen sanft mein Kinn an, das er nun zu sich hoch dirigierte, weil ich ihn nicht ansehen wollte.

„Sag das nicht, lüg bitte nicht, denn Leid tut es dir nicht!“, wisperte er leise, aber sehr ernst, während ich in seine gefassten Augen blickte, dabei schluckte ich schwer und schenkte ihm ein trauriges Lächeln.

„Doch Draco, es tut mir Leid, das ich es dir nicht umhegend gesagt habe! Das ich nicht eine Möglichkeit bei dem ganzen Stress gefunden habe es dir zu sagen und das als es möglich gewesen wäre, wie heute Morgen, ich nicht den Mut fand es offen zu erzählen!“, tadelte ich mich selbst in vorwurfsvollen Ton, hielt aber energisch seinem Blickkontakt stand.

„Na, wenn man meine Reaktion bedenkt, nicht ganz unverständlich dein Handeln. Aber ….Gut, das kann ich annehmen, deine Entschuldigung! Denn mir tut es auch unendlich leid, dass ich wieder derart ausgerastet bin! Wirklich, nach letztens sollte das nie mehr passieren, aber ohne Potter….!“, klang er dabei schrecklich resignierend traurig, so als würde ihn sein Versagen sich nicht unter Kontrolle gehabt zu haben dramatisch ärgern und auch verunsichern.

„Können wir das alles einfach nicht vergessen?“, fragte ich hoffend.

„Ja, das sollten wir! Das was uns keiner von den anderen beiden nehmen kann, ist das Vertrauen das wir zueinander haben und wir sollten auch nicht zulassen das sie es zerstören!“, bat Draco inbrünstig und fasste mich nun wieder beschwörend an den Schultern um seine Bitte zu unterstreichen.

„Das sollten wir wohl…!“, meinte ich leise, aber nicht wirklich fest und wandte dabei auch leicht den Blick ab und schielte über Dracos Schulter.

„Aber… trotzdem haben wir immer noch Geheimnisse voreinander, nicht wahr?“, hörte er sich regelrecht betrübt und an und ich antwortete nicht, sondern nickte nur zaghaft und wagte keinen Blick in seine bestimmt vorwurfsvollen, deprimierten Augen, dabei glitten seine Hände kraftlos von meinen Schultern.

Währenddessen legte sich eine bleierne Stille über uns in der die gespannte Atmosphäre fast mit Händen zu greifen war.

„Dann lass uns daran arbeiten…ich denke, Irland, wird dafür ein guter Weg sein! Ich hoffe, du freust dich auf den Urlaub mit mir!“, klang er nun von einer Sekunde zur nächsten sehr hoffungsvoll und wirkte auch ganz anders.

Es wirkte als hätte er eine spontane Entscheidung getroffen, die ihn zuversichtlich in die Zukunft sehen ließ, etwas was mich nun doch den Blick heben ließ und somit erkannte ich ein fast übermütiges Glitzern in seinen grauen Augen, das mich sofort neugierig machte.

„SEHR!“, meinte ich sehr überzeugend, aber jetzt mit dieser Aussage von Draco war ich tatsächlich sehr gespannt was mich wirklich dort erwarten würde, somit legte ich mein Haupt argwöhnisch schief und beobachtete Draco haargenau, während dieser mir nur verschmitzt zu zwinkerte.

Bevor ich ihn jedoch weiter ausfragen konnte, packte er entschlossen meine Hand und zog mich rasch zu den anderen zurück an den Tisch. Harry und Daphne saßen auch schon wieder da, nur Lucien fehlte, der friedlich oben in seinem Dschungel schlummerte, somit ging die Party weiter und die Twins schwelgten darüber nun die neuen Herren des Cottage zu sein und ich fragte mich zaghaft wie es aussehen würde wenn ich das nächste Mal wiederkommen würde.

Aber zum Glück intervenierten sie nicht mehr es anzunehmen, aber sie gingen auch nicht darauf ein, etwas was mich furchtsam auf ein Treffen mit den Twins schielen ließ, denn dass sie nichts mehr zu mir sagen würden, auch wenn sie es nun akzeptierten, glaubte wohl keiner.

Doch schließlich wurden wir überraschend unterbrochen. Es war mittlerweile 23 Uhr und als sich plötzlich eine große, silbrige Schlange in der Luft auf uns zu schlängelte, in dem von Wärmezaubern warmgehaltenen Garten, wobei ich nur gequält die Augen schloss. Das war genau das was ich nach dem Drama vorhin mit Draco brauchte, Severus der rief, als auch schon die Schlange geschmeidig vor mir hielt:

„Komm, da raus!“, schnarrte seine Stimme befehlend und ich stellte mein Glas hart ab.

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