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 Kapitel 71-72

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queenie
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BeitragThema: Kapitel 71-72   Do Feb 09, 2012 2:04 am

Harry


„Da seid ihr ja, ihr wart ja ganz schön lange mit der ollen Tante beschäftigt!“, wurden wir lautstark von einem gelangweilten Ron begrüßt.

„Hat gedauert, irgendwie waren das ganz schön viele Details!“, meinte Harry entschuldigend und zuckte zusammen, denn sich das alles so lebhaft in Erinnerung zu rufen war wohl nicht so schön.

„Ich begleite dich hoch, Harry!“, kam ich seiner Frage nach einem Gespräch zuvor und wir durften Zeuge werden, wie Ginnys Kopf geschockt hochfuhr.

„Bleibt doch hier, was wollt ihr oben? Es ist doch noch lange nicht Schlafenszeit! Wie war´s mit Cho?“, wollte sie uns von unserer Zweisamkeit abhalten und ging sehr subtil vor, um zu erfahren wie Harrys Date verlaufen war.

„Nee, hier ist es mir zu laut, ich bin müde!“, lehnte ich ab, das war ich wirklich und wollte rasch von der eifersüchtigen Ginny weg.

„Und ich will mich auch hinlegen, dürfen wir das, Ginny?“, fragte Harry zynisch, mit einem genervten Unterton und überging ihre Frage nach Cho, wenn man bedachte, wie blöd er sich verbal sonst bei Cho anstellte, zeigte er sich gerade erstaunlich eloquent.

„Mann Ginny, das ist ja voll peinlich, du bist nicht Mum!“, rief Fred tadelnd zu Ginny und diese lief tiefrot an.

So gingen wir, ansonsten unbehelligt, in den Schlafraum und legten unsere dicken Winterumhänge und Schuhe ab und setzten uns auf sein Bett.

„Was willst du wissen, Harry?“, fragte ich sofort, dabei setzte ich mich ihm im Schneidersitz gegenüber.

„Was war das vorhin mit Skeeter? Wie du mit ihr geredet hast, das war eine Drohung, so hab ich dich noch nie… nein, halt! Das stimmt nicht, so hab ich dich selten erlebt!“, das ließ mich doch auflachen.

„Entschuldige, Harry, was waren das denn für Einschränkungen?“, war ich wirklich neugierig.

„Na, das letztens im Gemeinschaftsraum… aber das, was mir wirklich eingefallen ist, war als du Remus damals angefaucht hast, dass du weißt, dass er ein Werwolf ist!“, ja, da hatte Harry recht, damals in der Hütte war ich Remus ähnlich angegangen, als ich dachte, er würde mit Sirius kollaborieren um Harry in die Finger zu bekommen.

„Oh, ja, ich erinnere mich und ja, ich gebe es offen zu, ich erpresse Skeeter! Ach, bitte Harry, jetzt schau mich nicht so an. Ich habe es euch damals mehr oder weniger gesagt, aber gut, du kannst dich daran vielleicht aufgrund deiner geistigen Verfassung nicht mehr erinnern, nach dem Turnier, als wir bei dir im Krankenflügel waren, erinnerst du dich als ich das Glas beschworen habe und mich so gefreut hab? Ihr zwei habt mich angesehen, als wäre ich nicht ganz dicht!“, versuchte ich ihm das Geschehen von damals ins Gedächtnis zu rufen und ich konnte erleben, wie er gerade die Brille abnahm, weglegte und sich müde über die Augen rieb und nachdachte. „… es fällt dir schon wieder ein, es ging dir nicht gut, verständlich und deshalb hab ich auch nichts weiter gesagt, du warst nicht aufnahmefähig“, verteidigte ich mich vor ihm.

Er blickte müde auf und fokussierte mich unscharf, mit seinen so viel markanter hervortretenden grünen Augen und dabei hingen ihm seine Strähnen wirr in die Stirn, er sah süß aus und so völlig überfahren.

Ich rutschte an das Kopfteil des Bettes, zog Harrys Kopf in meinen Schoß und strich ihm gleichmäßig und beruhigend über das Haar, es war selten, dass er wirklich körperliche Nähe zuließ. Er hatte sich zuerst bei so viel Nähe leicht versteift, war es nicht wirklich gewöhnt, da die Einzigen, die ihm häufiger nahe kamen und ihn berührten, nur Ron, ich und Sirius waren, aber so intensiv hatten wir alle selten Körperkontakt.

Aber es schien ihm zu gefallen und gut zu tun, er schien sich nach und nach vollkommen zu entspannen.

„Nun, du weißt, was sie alles getan hat… was für bösartige Lügen sie geschrieben hat und ich habe geforscht und hatte recht schnell einen Verdacht!“, sprach ich in die Luft, es war schon eine Überwindung für mich, ihm in so entspannter Umgebung und auf diese intime Art und Weise die Geschichte zu erzählen und sein Urteil zu erwarten. Anscheinend hielten auch die Twins die anderen Jungs davon ab, uns zu stören, das würde Ginny gar nicht passen.

„Und an dem Abend sah ich meinen Verdacht bestätigt und hab sie mir geschnappt!“, da war ich doch immer selbst ganz von mir ergriffen, blickte in auf meinen Schoß und auf Harrys gerunzelte Stirn.

„Was meinst du?“, fragte er verwirrt nach.

„Warte ab, also die einzige Erklärung, wie sie an viele intime, zum Teil brisante Details gekommen sein konnte, war, dass sie einen Weg hatte zu spionieren, ohne erkannt zu werden und da kam mir nur eine plausible Erklärung in den Sinn, sie muss ein Animagus sein, die Frage war nur, welche Form?“, lächelte ich ihn milde an, als ich ihm von meinen Gedankengängen erzählte.

Harry ruckte bei dieser Offenbarung auf und wollte hochfahren, aber ich hielt ihn unten und beruhigte ihn, indem ich ihn weiter streichelte.

„Schsch…, Harry, bleib entspannt, … ja, wo war ich? Genau, im Krankensaal sah ich an der Wand einen grün schillernden Käfer, mit einem hässlichen Muster um die Augen und in dem Moment machte es klick, Skeeters Animagusform und da hab ich sie mir geschnappt!“, erklärte ich ergriffen, ein bisschen Stolz auf mich.

„Was… sie ist ein Käfer? Das ist so krass, warum erzählst du das erst jetzt?“, blieb er zwar liegen, ereiferte sich aber empört und rief das richtig laut aus.

„Wann hätte ich es dir denn erzählen sollen? In der Zeit, bis wir im Zug saßen und du vor Traurigkeit beinahe nicht mehr existent warst? Reicht es nicht, wenn ich es jetzt tue?“, schaute ich ihn auffordernd an und bei meinem gesenkten Kopf, fielen meine Haare wie ein Vorhang in mein Gesicht.

„Ein bisschen eher hättest du es mir schon sagen können, ich möchte, glaube ich, gar nicht wissen, was ich noch alles nicht weiß!“ Autsch, ja, ja, lange würde ich ihm nicht mehr alles verschweigen können, wurde mir schlagartig bewusst. Und er strich mir in einer netten Geste, auf einer Seite mein Haar hinter eines meiner Ohren, auf dass er mein Gesicht wieder besser sehen konnte.

„Ach, Harry… wo war ich? … ja, ich hab sie fast einen Monat lang in dem Glas, als Strafe, schmoren lassen“, bekannte ich mein Vergehen, sah ihn entschuldigend an und wartete auf seine Reaktion.

„Was…? Du hast sie gefangen gehalten?“, schrie er erregt, da richtete er sich dann doch abrupt auf.

„Jetzt komm mir nicht mit dem Moralischen, sie hatte es verdient“, meinte ich vehement. Ich kniff meine Lippen zusammen und verschränkte ablehnend meine Arme vor der Brust.

„Mhm… ich sag ja gar nichts!“, bearbeitete er nun seine Unterlippe wenig zärtlich, „… aber heftig ist es doch, was du so alles machst!“, und auf einmal legte sich ein leichtes, feines Lächeln auf seine Züge.

„Ja, aber nur dank dem wird jetzt ein gut gelungener Artikel geschrieben, der in unserem Sinne für uns arbeitet, es fällt mir schwer, darüber Schuldgefühle zu entwickeln“, erwidert ich zaghaft sein Grinsen.

„Sag ich was? Wenn ich mich daran zurück erinnere… wie schwer sie mir alles mit ihren schwachsinnigen Behauptungen gemacht hat, da würde ich sie dir freiwillig in einem Glas liefern und wenn ich mir das überlege, finde ich es sehr komisch, mir diese Schnepfe eingesperrt vorzustellen. Sag es niemandem aber meinen Segen hast du!“, erstaunte er mich, wie er mir auch noch zunickte und seine Augen sich dunkler färbten, Harry überraschte mich gerade sehr.

„Harry, du schockierst mich, du gibst mir für so etwas, wie sagt man so schön… ehrlich, für so etwas wie „Freiheitsberaubung“ deinen Segen?“, fragte ich mehr als entsetzt. Harry zeigte sich zum ersten Mal, seit ich ihn kannte, von einer völlig anderen Seite, einer, die ich nicht an ihm erwartet hätte! Aber die mich umso mehr freute, ich sag ja immer, wir waren der perfekte Familienersatz, er war mein Bruder, wir passten in dieser Hinsicht wie die Faust aufs Auge zusammen. „Was ist mit Harry passiert, wo bist du? Dich kenne ich nicht!“, zog ich ihn auf.

Er lachte laut auf und strubbelte durch sein Haar. „Hermione, du bist lustig, wenn du so große Augen machst. Was soll ich dir denn sagen? Ich bin so enttäuscht von allem hier und damit meine ich jetzt nicht mal Cho! Nein, zuerst hab ich dieses scheiß Leben bei den Dursleys und jetzt das hier. Alle glotzen immer blöd und glauben mir eh nichts… rein gar nichts! Ich bin es so leid, ihre Blicke, wie sie mich verfolgen. Ihre Lügen, wie die von Skeeter, glaub mir, da bin ich mal echt froh und dir dankbar, dass du auch in meinen Namen Rache genommen und ihr einen Denkzettel verpasst hast!“, sprach Harry da sehr ernst, sehr desillusioniert. „… und jetzt auch noch das sonderbare Verhalten von Dumbledore und dem Ministerium, wenn du es genau wissen willst… mir reicht’s! Bis hier hin!“, schlug er nun mit der geballten Faust auf sein Kissen ein, war vielleicht doch alles ein bisschen viel heute gewesen.

Oh ja, er wäre bald bereit für die Wahrheit, sehr schön, dass Harry schon so bald, so früh die Einstellung gegenüber seiner Umgebung ändern würde hatte ich nicht gedacht aber es freute mich, dass ich ihn unterschätzt hatte. Ich musste schauen, dass ich meine Beweise zusammenbekam.

Für eine vollkommene Offenbarung meinerseits wäre jetzt kein guter Zeitpunkt, aber ich nahm mir vor, es ernsthaft in Erwägung zu ziehen, so wie sich Harry gerade erklärt hatte, war die Chance, dass er mich verstand, gar nicht mal so schlecht. Ich nahm mir vor, ihn zum Sommer hin aufzuklären…

„Weißt du was, mich nervt selbst Sirius, da sagt er ich kann bei ihm wohnen und wo wohne ich? Man kann sich hier auf keinen verlassen, außer auf dich, Hermione, sonst kannst du hier alle in der Pfeife rauchen!“, kam es harsch von Harry und er sah unglücklich aus der Wäsche.

„Harry! Sag so was nicht, was ist mit den Weasleys und…?“, versuchte ich ihn aufzubauen.

„Ja… da siehst du`s, Ron ist mein bester Freund, aber er ist immer sehr impulsiv… dir würde ich mein Leben anvertrauen, aber Ron? Wohl eher nicht… ja, die Twins, die mag ich sehr, die sind aber auch bald weg, wen gibt’s sonst?“, machte er mit der Hand eine wegwerfende Geste.

„Ginny, das vorhin da unten… sie ist eifersüchtig auf Cho, auf mich, sie ist sehr an dir interessiert!“, versuchte ich weiter aufzuzählen.

„Ob du es glaubst, Hermione, oder nicht… ich bin kein Volldepp, wer weiß denn nicht, dass Ginny seit sie 10 ist an mir Interesse hat und das macht es mir so schwer. Ich glaube nicht, dass ich mit 11 Jahren so attraktiv war, dass ich einem Mädchen schlaflose Nächte beschert habe!“, kam es sehr trocken, sehr sarkastisch rüber und ich verkniff mir ein Auflachen. Was Harry den wenigsten Menschen zeigte, er besaß durchaus bissigen Humor, er versuchte nur meistens, die ihm vorgeschriebene Rolle des heiligen, lieben und braven Retters der Zauberwelt zu mimen. Aber so wie es aussah, reichte es ihm wirklich, da es ihm eh nichts brachte, keiner mochte ihn mehr oder weniger wegen seines Schauspiels. „Und auch jetzt, sie mag eifersüchtig sein, aber sie hat einen Freund, das ist nicht die feine Art, ich mag so was nicht!“, ereiferte er sich.

„Ich weiß, was du meinst… mag sie dich oder den Helden?“, nickte ich verstehend.

„Nicht nur das, Hermione, solche Gefühle kommen doch nicht auf Bestellung! Sie ist für mich Rons kleine Schwester, ein bisschen nervig! Cho? Da hatte ich Gefühle, auch wenn ich zugebe, dass sie seit Cedrics Tod abgeflaut sind und nach dem Streit vorhin… nein, das war kein verliebt sein, das war eine Schwärmerei, nicht mehr! Glaubst du, ich werde mich irgendwann verlieben?“, sah er mich nun sehr traurig und unglücklich an und ich stieß mich vom Kopfende ab und kuschelte mich in eine innige Umarmung, die wir uns gaben.

„Ja, Harry, ich denke, jeder Topf findet seinen Deckel!“, erklärte ich aufbauend und hieb zum Spaß auf seinen Kopf und da riss er mich mit sich, da wir uns noch immer umarmten und so landete ich auf seiner Brust. Nun lagen wir wirklich zusammen im Bett und lachten.

„Das mit Skeeter war eine gute Idee, wie alle deine Ideen, aber so wie sie dich angesehen hat… nimm dich vor ihr in Acht, sie hasst dich!“, warnte er mich besorgt und ich machte es mir in seinem Arm bequem und kuschelte mich an seine Seite.

„Ich weiß, Harry, ich werde nie den Fehler machen, den Käfer zu unterschätzen, aber ich habe sie in der Hand, sie ist nicht registriert und nun ja, ich weiß mich zu schützen, mach dir keine Sorgen“, bat ich ihn inständig und er begann zu Gähnen. „Du bist müde, kein Wunder, tut mir leid, dass du alles noch einmal erlebt hast“, sagte ich mitfühlend und da zog er mich fest in seinen Arm und stöhnte leidend auf.

„Ja, ich bin müde, aber du hörst dich auch erschöpft an“, ich hatte die Augen geschlossen, mein Kopf ruhte auf seiner Schulter.

„War ja auch anstrengend“, was mir gleich wieder gestern Nacht in Erinnerung rief und mich ein unangenehmes Drücken im Magen fühlen ließ.

„Wollen wir die anderen schocken? Ich biete dir mein Bett an!“, schlug er aus heiterem Himmel vor. Ich schlug die Augen auf und sah in die mir zugewandten, moosgrünen Augen, aus denen der Schalk leuchtete.

„Klar, deck uns zu!“, meinte ich schelmisch und nahm die Einladung dankbar an, da ich fühlte, dass er nicht nur die anderen ärgern wollte, er wollte Nähe, menschliche Wärme nach seinen Erinnerungen und so bot ich ihm Trost und auch wenn er es nicht wusste, ich hatte Angst, heute alleine in meinem Bett schlafen zu müssen!

Da mir, sobald ich die Augen schloss, immer wieder Pansy in meinem Geist ihren schrecklichen und makabren Tanz aufführte, ich ihre Schreie immer noch in meinen Ohren hallen hörte und zu wissen, dass ich es war, die sie zu diesen Tönen veranlasst hatte, würden mich um den Schlaf bringen. Ich wusste, es war unverzeihlich, zu foltern. Auch rebellierte mein Gewissen, da ich wusste, dieses mopsige Mädchen war keine Gegnerin für mich, ich hätte es auch geschafft, sie mit Worten zum Weinen zu bringen, da brauchte ich keinen Fluch und so nahm ich Harrys Angebot, in seinen Armen das Vergessen zu finden, gerne an.

Als er uns unsere Kleidung in bequeme Pyjamas hexte, zeigte ich mich erstaunt, sagte aber nichts und so breitete er die Decke über uns aus, zog mich wieder in seine Arme und wir kuschelten uns eng aneinander. Ich konnte seinen gleichmäßigen Herzschlag hören und spüren, wie sich seine Brust auf und ab senkte, kurz bevor ich wegdämmerte, wisperte er in den Raum: „Ich liebe dich, Hermione.“ Er war der einzige Mensch, der mir das bisher jemals gesagt hatte.

„Ich dich auch, Harry“, und das war wirklich so, ich liebte diesen Jungen wie einen Bruder und so kuschelten wir aneinander und fielen in einen erholsamen Schlaf.


Am Morgen sah ich, als ich die Augen öffnete, die Staubkörner im Schein des hereinfallenden, noch schummrigen Lichts der aufgehenden Sonne, in der Luft tanzen.

Ich konnte immer noch Harrys Arm fühlen, der mich hielt, die schnarchenden Geräusche seiner Kameraden waren erbärmlich, was mir aber auch zeigte, dass sie irgendwann in der Nacht gekommen sein mussten und uns derart innig schlafen gesehen, aber uns auch in Ruhe gelassen hatten. Wem hatten wir das zu verdanken? Ron? Ich war neugierig.

Auf der anderen Seite hatte wir eine erholsame Nacht gehabt und dafür war ich dankbar, da ich wusste, ich musste Snape mit einem klaren, messerscharfen Verstand heute entgegentreten, immerhin spielte ich hier mit dem Feuer. Wenn er etwas von meinen Plänen sah, Dumbledore oder unsere gemeinsamen Erlebnisse als ich Minna war, oh… ich durfte darüber nicht nachdenken, da bekam man ja Bauchschmerzen.

Ich richtete mich nun entschlossen auf, es war kurz vor sechs und ich hatte schon ein schlechtes Gewissen, da ich erst gestern das Laufen hatte ausfallen lassen. Trotz meiner vorsichtigen Bewegungen wachte auch Harry auf, seine Augen öffneten sich langsam und als sie mich als Hermione erkannten strahlten sie und er grinste mich lieb und sehr verschlafen an.

„Morgen“, wisperte er da auch schon rau. „Wie spät ist es?“, flüsterte er leise.

„Noch früh, kurz vor sechs!“

„Was, warum willst du dann schon aufstehen? Es ist Sonntag?“, fragte er verwirrt.

„Warum nicht?“, gab ich zurück.

„Nun, die hier haben uns eh alle schon schlafen gesehen, wenn du jetzt gehst, kann ich nicht mehr schlafen! Daran könnte ich mich gewöhnen!“, grummelte er da unzufrieden und rieb sich den Sand aus den Augen.

„Harry, ich fand es auch schön. Ich habe sehr gut geschlafen, aber ich gehe jetzt laufen, so wie jeden Morgen, hast du das nicht gewusst?“, flüsterten wir weiter, um die anderen nicht zu wecken und er schüttelte seinen Kopf und sah mich verblüfft an.

„Was muss ich alles entdecken, du läufst? Seit wann lebe ich denn hinterm Mond?“, fuhr er durch sein wild abstehendes, wirres Haar.

„Ah, Harry, ich denke, da oben bei dir geht so viel vor, da ist es nicht schlimm!“, entschuldigte ich ihn.

„Hermione, ich schimpfe dich meine beste Freundin und weiß nicht wirklich was du treibst. Wir sind seit fast einem halben Jahr in Hogwarts und ich bin erstaunt, dass du mir sagst, dass du jeden Morgen läufst, das geht so nicht!“, erklärte er fest und resolut. Ich schaute ihn perplex bei dieser Aussage an.

„Wie meinen…? Du willst nicht, dass ich laufe?“, wollte ich widerwillig wissen und runzelte die Stirn.

„Nein, so meinte ich das nicht, das geht so nicht, dass ich deinen Aktivitäten gegenüber derart gleichgültig bin, wir treffen uns in fünf Minuten im Gemeinschaftsraum und laufen gemeinsam und das ab jetzt jeden Morgen. Zusammen macht so was doch viel mehr Spaß und ich würde mich freuen, etwas nur mit dir zu tun, denn seien wir ehrlich, ich denke nicht, dass Ron um diese Uhrzeit aufstehen würde!“, grinste er mich verschwörerisch an und ich nickte erfreut, flitzte beschwingt aus dem Raum um mich fertig zu machen, diese Zusage von Harry freute mich wirklich sehr.

Seit gestern bemühte sich Harry nach Kräften, mich in unbändiges Staunen zu versetzen, was ging hier ab? Ich freute mich, dass ich nun Begleitung hatte. Ich erinnerte mich an die Zeit als Sirius und ich uns noch verstanden hatten und er mit mir im Park die Runden gedreht hatte, ich hatte es genossen und ich wusste, mit Harry würde es mir noch mehr Spaß machen.

So drehten Harry und ich unsere gemeinschaftlichen Runden am Quidditchfeld und er hielt erstaunlich gut mit mir mit.

„Wow, Hermione, ich wusste nicht, dass du so gut in Form bist, du könntest es mit der Kondition ins Quidditchteam schaffen!“, sprach er ein riesiges Kompliment aus, stand mit den Händen auf seinen Knien gestützt da und schnaufte wie ein Walross.

„Danke für die Blumen, Harry, aber ich denke, diesen Sport überlasse ich getrost euch!“, klopfte ich aufmunternd auf seinen Rücken, da ich noch keine Schwäche zeigte.

„Das hat total Spaß gemacht, wenn du mich lässt würde ich das wirklich und ernst gemeint jetzt jeden Tag mit dir machen wollen! Ich kann doch nicht zulassen, dass du noch wie eine eins dastehst und ich aus dem letzten Loch pfeife!“, witzelte er.

„Da musst du doch nicht extra fragen, ich freue mich wenn du dabei bist!“, rief ich amüsiert aus und wir eilten zügig nach dem einstündigen Lauf wieder in den Turm zurück und saßen danach gemütlich zusammen. Ich las weiter in meinen Studien und übte die schwarze Magie, während Harry erstaunlich strebsam seine Hausaufgaben machte und für die Schule lernte, obwohl heute Sonntag war, sollte ich Angst vor Harry bekommen? Es war sehr einträchtig und dank der frühen Stunde waren die meisten Löwen noch im Bett, das Haus würde erst in einer Stunde zu vollem Leben erwachen.

„Das machst du also jeden Morgen, wenn Ron und ich runterkommen!“, meinte da auch Harry, der von seinem Pergament aufblickte und ich lachte ihn spöttisch an.

„Was meinst du, lernen?“, echote ich sehr ungläubig und schlug mein Buch lautstark zu.

„Mhm, zuerst das Laufen, dann das Lernen und es flutscht wirklich. Ich weiß es nicht, liegt es an der Ruhe, da alle noch schlafen, oder weil man den Tag mit Bewegung und frischer Luft begonnen hat?“, sinnierte er und ich blickte ihn fragend an.

„Ach, Hermione, ich denke, ich mag das, daran könnte ich mich gewöhnen!“, hörte er sich in meinen Ohren tatsächlich aufrichtig an.

„Wenn dir so etwas gefallen könnte, freue ich mich!“, erwiderte ich, da ich es auch so meinte und daraufhin wandten wir uns wieder den Büchern zu.

Auch während wir an der frischen Luft gewesen waren hatte ich mir so meine Gedanken gemacht, anscheinend fand Harry, dass er mir in letzter Zeit zu wenig Aufmerksamkeit hatte zukommen lassen und da hatte er nicht Unrecht. Ich fand es gut, dass er mit mir mehr Zeit verbringen wollte und doch wusste ich, dass das Ron nicht passen würde, da mein Zeitplan und Rons nicht konform gingen, das begann beim Aufstehen und endete mit dem zu Bett gehen.

„Morgen, Harry, Hermione“, erklang der Gruß und Ginny setzte sich zu uns. „Schon so früh auf, Harry, von Hermione kennt man das ja, aber du?“, meinte Ginny aufdringlich, sie schien ein unglaubliches Repertoire an Selbstvertrauen zu besitzen.

„Guten Morgen, Ginny!“, grüßten wir einheitlich.

„Warum, es ist gleich acht? Ron müsste auch gleich kommen!“, meinte ich zu Ginny und sie schenkte mir einen abwägenden, nicht sehr netten Blick.

„Ist es gestern noch spät bei euch geworden, da ich, als ich ins Bett bin, dich nicht mehr gesehen habe, Hermione?“, fragte sie das, was sie wirklich interessierte, wo ich geschlafen hatte, das musste innerlich an ihr nagen.

„Hmm, so spät nicht, ich habe relativ zeitig geschlafen!“, formulierte ich es um, dass ich an Harrys Seite geschlummert hatte und Harrys Schultern bebten verdächtig, als ich die Frage derart freizügig umschiffte. Sein Gesicht hielt er eisern auf seine Schularbeit geheftet.

Als diese Unterhaltung, Göttin sei Dank, unterbrochen wurde, da eine lärmende Gruppe bestehend aus vier Schülern die Treppe herunter, in den inzwischen gut gefüllten Raum, polterte. Als ich bemerkte, dass auch Ron darunter war, packte ich meine Sachen und Harry tat es auch. Das Schlimme war nur, dass die Jungs ihre Klappen nicht halten konnten, ich tat mir schon leid, da das bestimmt im Schloss rumgehen und so den Zugang zu dem ein oder anderen Schlangenohr finden würde, wo es absolut nichts verloren hatte.

„Wow, wo ist das süßeste Knuddelpärchen, das ich jemals gesehen habe? Und dann stehen wir auf und denken, wir dürfen das nochmal sehen und finden ein verwaistes Bett, nicht nett Leute!“, plärrte Dean in einer ohrenbetäubenden Lautstärke durch den Raum.

„Was? Verstehe ich das richtig, Dean, dass Hermione, unsere Hermione, bei euch im Jungenschlafsaal übernachtet hat?“, fragte da Lavender laut nach. „Wir haben uns schon gewundert, dass ihr Bett unberührt ist!“, wenn die jetzt dachten, dass ich rot werden würde, da nun die Löwen wussten, dass ich bei den Jungs geschlafen hatte, würde ich ihnen diese Illusion nehmen, es gab fast nichts mehr, aufgrund dessen ich noch erröten könnte.

Und so saß ich immer noch entspannt im Sessel und blickte cool in die uns betrachtenden Gesichter. Ginny sah wie von einem Zug überfahren aus. Sie blickte ungläubig zwischen Harry und mir hin und her und die Jungs plauderten weiter aus dem Nähkästchen.

„Schade, dass wir keine Kamera hatten, sie sahen so süß aus und haben so fest geschlafen, ganz eng aneinander gekuschelt!“, erzählte nun auch Seamus, wenn man solche Freunde hatte, brauchte man keine Feinde mehr, stellte ich doch immer wieder fest. Wenn Draco das erfuhr würde er, ob begründet oder nicht, ausflippen. Ich sollte mir schnell etwas überlegen, wie ich ihn besänftigen konnte.

„Was… ihr habt zusammen… geschlafen…?“, stotterte eine sehr blasse Ginny und Harry verdrehte hilflos die Augen, auch ich tat mir leid, sagte ich das nicht schon? Bis jetzt hatten wir zwei nichts gesagt, wir bevorzugten das Schweigen.

„Mann, Leute. Hört doch auf, die zwei haben geredet und sind dann eingeschlafen. Hört auf, ihnen Sachen anzudichten, sie hatten Schlafanzüge an und haben gepennt!“, mischte sich nun Ron resolut ein und zum ersten Mal sehr aufbrausend und stauchte die schnatternden Löwen gefährlich zusammen.

Mann, Ron konnte, wenn er wollte, ganz schön überzeugend sein und dass er sich auf unsere Seite schlug, vor allem da er ja recht hatte, freute mich und wie ich sehen konnte auch Harry, da etwas in seinen Augen aufblitzte und er recht zufrieden aussah.

„Ja, das sehe ich auch so, lasst Harry und Hermione in Ruhe, da war nichts, bauscht das nicht dramatisch auf!“, sagte der stets zurückhaltende Neville auch genervt und ging Richtung Ausgang und auch wir erhoben uns, um ihm zu folgen.

Ich konnte hinter uns nur ein erregtes Flüstern hören, von Lav und Pav und noch vielen anderen, was wäre Hogwarts ohne seine Tratschtanten?

„Dann ist da nichts?“, „Das glaub ich nicht?“, „Wir wissen doch, dass sie schon immer auf ihn scharf war…?“, ging es lustig mit den Theorien weiter.

„Danke, Ron. Kumpel, das war echt anständig von dir!“, meinte da Harry zu Ron.

„Klar, aber da läuft doch wirklich nichts zwischen euch?“, fragte er nun doch zweifelnd und blickte uns mit seinen blauen Augen sehr neugierig an.

„Nein, Ron, gar nichts, es war nur schön, seine Schwester im Arm zu halten, es hat mich beruhigt und getröstet!“, bekannte Harry und ich freute mich, zu hören, dass es ihm ähnlich ging wie mir und auch Ron sah ihn verständig an, das Schöne war nur, dass er sich gleich auf unsere Seite geschlagen hatte und erst dann nachfragte.

„Dann war das Gespräch mit der Alten von gestern wohl recht anstrengend?“, so viel Einfühlungsvermögen hätte ich Ron nie zugetraut.

„Leider, Ron, leider… aber nötig!“, und so begannen wir den Schultag.

Je später der Tag, desto größer der Tratsch!

Die Gerüchteküche in Hogwarts erstrahlte in vollem Glanz, noch schlimmer als nach den Artikeln von Rita in der Vierten.

Es war nicht zu glauben, wie gut der Buschfunk funktionierte und das häuserübergreifend, so giftig wie Draco immer wieder zu mir starrte und Blaise auf ihn, wie mit Engelszungen, einzureden schien, was er sich schenken konnte, da dieser schaute wie ein Berserker.

Da wir ja alle heute Abend zu Snape mussten, wollte ich diese Differenzen zwischen Draco und mir schnell bereinigen und so stellte ich die Galleone ein, dass ich ihn um kurz nach eins, wenn alle beim Mittagessen waren, im Astronomie Turm treffen wollte.

Und da ja heute keine Schule war stand ich in einem dunkelroten Winterkleid auf dem Turm, eingepackt in meinen dicken Umhang und hatte soeben einen Wärmezauber auf mich gesprochen, als ich ihn auch schon nahen hörte.

„Mudblood“, schnarrte er finster, oh oh, er war bester Laune.

„Draco!“, konnte ich mich gar nicht so schnell umdrehen, wie er sich von hinten an mich presste und mich grob an die steinerne Brüstung drückte.

„Draco, du weißt genau, dass da nichts mit Harry läuft, ich schwöre es dir!“, ratterte ich los, um mich zu rechtfertigen.

„Aber du wirst nicht abstreiten, dass du in seinem Bett warst und mit ihm geschlafen hast!“, zischte er aggressiv an meinem Ohr und drückte sich noch fester gegen mich.

„Falsche Formulierung, nicht mit ihm, neben ihm“, verteidigte ich mich und erstarrte unter der rüden Behandlung.

„Macht es das besser?“, fragte er ätzend.

„Ja, ich brauchte Nähe und er auch!“

„Dann komm zu mir!“, brauste er ungehalten auf, als ich mich umdrehen wollte, er es aber wieder mit purer Gewalt verhinderte.

„Immer geht es nicht und das weißt du! Lass mich, mich umdrehen, bitte!“, schnurrte ich ihm versucht sanft zu.

„Vergiss nie, dass dich Potter nicht berühren darf“, forderte er eindringlich und strich über meine Schultern.

„Wann glaubst du mir endlich, dass Harry für mich ein Bruder ist? Er hat mich heute selbst Ron gegenüber als seine Schwester bezeichnet!“, erklärte ich sehr energisch. Er vergrub daraufhin seinen Kopf in meinem Nacken und nach kurzer Zeit fing er an, mir kleine Küsse aufzuhauchen, da ich mein Haar zu einem Knoten gebunden hatte. Seine Hände begannen, fiebrig über meinen Oberkörper zu streicheln und meine Brüste durch mein Kleid zu kneten. Ich konnte ein lustvolles Stöhnen nicht unterdrücken, ich liebte es, wenn er meinen Nacken liebkoste und gerade war er sichtlich sehr ungeduldig.

„Weißt du was, Hermione? Ich glaube dir sogar in Bezug auf Potter, auch wenn es mich ärgert, ich sehe dich in keinem Bett gerne, außer in meinem!“, wisperte er rau und nah an meinem Ohr, dabei fuhr er nun mit seinen Händen über meine Hüften, an meinen Beinen entlang und zog das Kleid ruckartig hoch. Er leckte gerade verlangend über mein von Snape geschundenes, nun wieder verheiltes Ohr und legte begierig seine Hände auf meinen entblößten Po, fuhr zielstrebig zwischen meine Beine und knurrte zufrieden auf.

„Weißt du, dass du schon ganz feucht für mich bist, Hermione?“, flüsterte er heiser, dabei verteilte er nun zärtliche kleine Bisse auf meiner empfindlichen Haut im Nacken, wo er mich vorher geküsst hatte und steigerte damit meine Erregtheit. Ich konnte spüren, wie seine Finger über die nasse Seide meines Höschens strichen und ich wimmerte sehnsüchtig, drückte meinen Körper stärker seinem entgegen, wollte ihn dazu bewegen schneller zu machen.

„Immer so ungeduldig, wie?“, schmunzelte er schnurrend.

„Draco… hör auf mich… zu ärgern, … du weißt wir haben nicht… viel Zeit!“, kam es abgehackt stockend von mir, als ich ihn drängte.

„Immer diese gestohlenen Minuten“, ärgerte er sich und zog nun grob mit einem Finger meinen Slip hinab und er fiel zu meinen Füßen auf den Boden.

„Du willst es schnell, dann sollst du es bekommen“, knurrte er mehr ungezügelt als dass er sprach und ich konnte erahnen, dass er sich befreite und dann machte er so schnell, dass ich den kleinen Schrei nicht unterdrücken konnte, der mir gerade entschlüpfte. Ich hoffte, niemand würde an diesem kalten, tristen Tag so hoch hinaufblicken und unser auf dem Turm ansichtig werden, aber gerade diese Möglichkeit machte es nur noch erotischer und steigerte meine Lust. Auch wenn ich wusste, dass ich das genießende Liebesspiel, das mir Draco sonst bot, vermisste, war ich froh, einfach dieses zu bekommen.

Und so zog sich mein Innerstes genüsslich um diese stahlharte, große Erektion, die er in mir versenkte, zusammen und ich gab mich dem wunderbaren Gefühl hin, von ihm ausgefüllt zu werden. Er bearbeitete mich in einem schnellen, leidenschaftlichen Tempo. Er trieb sich Stoß um Stoß schneller und immer tiefer in mich und ich reckte mich ihm und seinen Stößen verlangend entgegen.

Seine Hände hielten meine Hüften umklammert, damit er sich in einem guten Winkel in mich treiben konnte. Er stieß auch immer wieder ein verzweifeltes, schwer unterdrücktes Stöhnen aus und fuhr nun mit einem Knurren mit einer Hand nach vorne, umfasste mich und begann, mich an dem Punkt zu berühren, wo sich meine ganze verzweifelte Erregung sammelte und rieb immer wieder mal sanft, mal etwas härter über diesen Punkt, was mich dazu brachte, meine Finger derb in den porösen Stein zu vergraben, die Lider verzweifelt fest zusammen zukneifen und vor noch nicht gestillter Lust verhaltene, verzweifelte Geräusche auszustoßen.

Er bearbeitete mich unbarmherzig, da er es schaffte, sein Tempo noch ein wenig zu steigen und ich spürte, wie er seine Hüfte rücksichtslos gegen meinen Po klatschte und dann erreichte ich plötzlich meinen Höhepunkt und warf den Kopf vor Erleichterung in den Nacken und erinnerte mich gerade noch daran, nicht zu laut meinen Orgasmus kundzutun, unter freiem Himmel. Er schaffte es immer wieder, unseren Trieb auf unglaubliche Art zu befriedigen, als ich atemlos leise keuchte.

Dank meiner sich um ihn herum zusammenziehenden Muskeln schien es nicht so, als könnte sich Draco noch länger beherrschen und da zog er seine Hand zurück und nagelte mich wieder mit seinen beiden Händen fest und stieß nun regelrecht roh in mich, um sich dann mit einem animalischen, unterdrückten Schrei in mir zu entladen. Er schoss seinen Samen in mich, ich konnte sein Glied tief in mir pulsieren fühlen und genoss es, ihn derart um den sonst so kühlen Verstand zu bringen. Ich schnurrte regelrecht, als wir verharrten und uns wieder schwer nach Luft schnappend fingen.

Wir waren noch immer verbunden und er klopfte mir nun spielerisch lobend auf den Po.

„Immer wieder ein Vergnügen, dich zu genießen, meine Liebe“, zog er sich nun zurück und reinigte uns. Ich wollte von der Brüstung zurücktreten, als mich seine Hand in meinem Rücken hinderte.

„Warte“ und ich konnte erahnen, wie er vor mir in die Knie ging, bevor er mir wieder mein Höschen fürsorglich hochzog und es an Ort und Stelle zurechtzupfte.

„Danke“, kicherte ich leicht und er zog mich von der Brüstung weg, in einen verlangenden, wunderschönen Kuss.

„Ich habe zu danken, ich habe schon gedacht, ich müsste verrückt werden, wenn ich dich nicht bald wieder gehabt hätte und als ich dann das heute mit Potter gehört habe…“

„Draco, ich war seit Weihnachten nur mit dir zusammen, was willst du?“, wehrte ich entschieden ab.

„Nichts, nur nicht, dass du es vergisst!“, hielt er mich immer noch im Arm.

„Wie sollte ich? Das hier erinnert mich immer daran“, fuhr ich mit der Hand in seinen Nacken, schlüpfte unter die blonde Haarpracht und streichelt mein „H“, das dort seine Haut zierte.

Er knurrte leicht auf und erfasste mich mit einem gierigen Blick. „Euer Gespräch mit dieser Reporterin war interessant!“, ließ er mich nicht los.

„Hat es dir gefallen?“, lächelte ich bösartig zu ihm rauf.

„Ja, kämpft ihr zwei immer so um die Führung?“, fragte er hämisch grinsend.

„Das nennst du Kampf? Die hat doch keine Chance!“, tat ich arrogant.

„Wer hat gesagt, dass sie dir das Wasser reichen kann? Aber es passt ihr nicht. Es war herrlich, dich so in Aktion zu sehen. War Potter neugierig?“, streichelte er noch immer meinen Rücken.

„Ja, aber er ist auf Spur, er joggt jetzt jeden Morgen mit mir!“, erzählte ich ihm bereitwillig.

„Endlich hast du einen Dummen gefunden!“, lachte er trocken auf.

„Ey, du bist gemein!“, schmollte ich ein wenig und verzog meinen Mund.

„Nein, nur dankbar, dass Potter so ein weiches Herz hat und sich deiner erbarmt! Dann muss ich mir das nie mehr anhören!“, grinste er verschlagen und ließ mich los.

„Draco, das ist nicht nett!“, er ergriff meine Hand und küsste sie mal wieder.

„Leider müssen wir los, sonst suchen uns unsere Freunde, aber ich muss sagen, ich freu mich auf heute Abend, auf Severus, bist du auch gespannt?“, machten wir uns gemeinsam auf, die Wendeltreppe hinabzusteigen.

„Sehr, die Jungs freuen sich auch schon darauf! Bis später!“, löste ich meine Hand bedauernd aus seiner. Diese gestohlenen, sexuellen Begegnungen waren einfach zu kurz um sie voll auszukosten, da wünschte ich mir doch unsere leidenschaftlichen, aber zärtlichen Nächte vom Cottage zurück.

„Bis später, Liebling!“, meinte er ebenfalls bedauernd, bevor er auf den Geheimgang zuhuschte, der ihn näher an sein Ziel bringen würde.


Zuletzt von queenie am Fr Mai 10, 2013 9:01 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Okklumentik   Do Feb 09, 2012 2:04 am

Okklumentik


Schluck, Harry und Ron wussten, dass ich Nachsitzen hatte, für unendlich lange Zeit, als Strafe und fragten zum Glück nicht weiter nach. Die Twins waren mit mir den Geheimgang schnell herabgeeilt, denn keiner wollte von uns bei Professor Snape zu spät erscheinen. In weiser Voraussicht trug ich meine Trainingsklamotten schon unter meinem Schulumhang, denn ich bezweifelte, dass ich diesmal sein Schlafzimmer würde benützen dürfen und auch die Twins hatten dies so gehalten und so schnell konnte ich gar nicht gucken, wie Fred die Hand erhoben hatte und entschlossen klopfte. Dabei fühlte ich eine minimale, leichte Beklemmung, ihm gleich wieder nahezukommen.

Er hatte uns zwar nicht hereingebeten, aber da er uns erwartete traten wir wacker ein. Wir fanden ein leeres Zimmer vor, aber ich bemerkte, dass das Bücherregal leicht offen stand und fasste dies als Einladung auf und übernahm die Führung. Die Twins schienen jede Kleinigkeit neugierig in sich aufzusaugen und folgten mir gespannt über die Schwelle in das private Reich unseres Giftmischers.

Ich streifte mir selbstsicher den Umhang von den Schultern, warf ihn über die Lehne der Couch und ging auf die hintere, offene Tür zu. Ich winkte den mit riesigen Augen starrenden Twins mir zu folgen, sie waren erstaunlich ruhig und ernst. Professor Snape schien selbst ihnen Respekt einzuflößen. Wir hatten alle Türen, durch die wir gekommen waren, gewissenhaft geschlossen und sahen nun auch schon Draco und Blaise nahe bei Snape stehen und sich mit diesem vertraulich unterhalten.

Das Lustigste waren die Gesichter von Fred und George, als sie Snape in seiner legeren Kleidung ausmachten. Er trug dasselbe wie letztens bei mir und präsentierte auch jetzt selbstbewusst sein Dark Mark. Was die uneingeschränkte Aufmerksamkeit der Twins forderte. Sie waren kurz davor, ihn mit offenen Mündern anzustieren, selten dass sie derart belämmert aussahen, hier wurde nun doch die Ähnlichkeit zu Ron offensichtlich. Auch Snapes zurückgebundenes Haar, das ihm ein so viel verwegeneres, markanteres und total ungewohntes Aussehen verlieh, fesselte sie sichtbar, so wie ihre Augen alles intensiv, aber auch nervös scannten und jede Kleinigkeit in sich aufzusaugen schienen.

Auch Draco und Blaise trugen Sportkleidung und so konnten wir ihre durchtrainierten, wohlgeformten Muskeln ausmachen und ich musste sagen, sie derart geballt beieinander zu sehen, da kam unwillkürlich der Gedanke an Vollmilch- und weiße Schokolade auf. Ich glaube, auch den Twins gefiel was sie sahen, da ja auch Snape einen durchaus ansprechenden Anblick bot.

Aber was soll ich sonst noch beschreiben, musste wohl mit den Slytherins zu tun haben und so sahen wir unterm Strich doch alle recht ähnlich aus. Alle trugen wir, fast wie abgesprochen, schwarz, sehr einfallsreich, ich weiß.

Ich war wahrlich gespannt, was mir dieser Abend bringen würde, das schelmische Zwinkern aus Dracos grauen Augen ließ mich sachte lächeln, auch Blaise nickte uns dreien grüßend zu und nun richtete der Professor das Wort an uns.

Hermiones Sicht ende

Snapes Sicht

Draco und Zabini waren überpünktlich, aber das war ich von Draco gewöhnt, er schätzte es, bei mir zu sein und wenn er durfte, kam er immer früher zu mir und so auch heute. Ich führte die beiden schon in den Übungsraum und ließ die Türen offen. Ich setzte auf Grangers angeblich vorhandene Intelligenz, die Türen zu schließen, nachdem sie diese passiert hatte.

Was soll ich sagen? Ich würde es nie offen zugeben, aber wie erwartet enttäuschte sie mich nicht, was sie selten tat!

Wir konnten mitverfolgen, wie sie mit den roten Plagegeistern, deren es zu viele gab, ganz eindeutig - wie konnte man sich nur so vermehren? - selbstbewusst eintrat und entschlossen auf uns zuhielt.

Sie schien es nicht zu bemerken oder nicht bemerken zu wollen, was für eine Ausstrahlung sie hatte, aber sie sah fantastisch aus in ihrem kurzärmligen, enganliegenden, schwarzen Shirt und der engsitzenden Trainingshose. Sie zeigte einen stahlharten und gut trainierten Leib, der alles hatte was sich ein Mann wünschen konnte und so blickten wir alle interessiert zu den Ankömmlingen, während sie uns wahrlich nett zulächelte. Manchmal fragte ich mich, ob sie das spielte und nicht bemerkte oder registrierte, was sie für Begehrlichkeiten weckte oder ob sie in dieser Beziehung wirklich noch so naiv war? Selbst die zwei Roten, die, wie ich schon lange vermutete, erwiesenermaßen Schwul waren, starrten auf ihren kleinen Hintern.

„Fred, George wie geht’s?“, riefen Draco und Zabini gleichzeitig und sie winkten sich freundlich zu, der geartete Freundschaft unter diesen verfeindeten Häusern erweckte das Gefühl des Widerwillens in mir als sich meine Mundwinkel verächtlich verzog.

„Nun, meine Herren, sie sind heute hier, um zu lernen wie man kämpft!“, schnarrte ich affektiert und blickte überheblich in die Runde und suggerierte, dass es ein schier unmögliches Unterfangen wäre, sie dies zu lehren.

„Was Draco kann weiß ich! Was Miss Granger kann durfte ich erst letztens prüfen! Nun zeigen sie drei, was sie schon können!“, forderte ich nüchtern. Zabini wirkte etwas sicherer in seinem Auftreten was ich als eine meiner Schlangen auch von ihm forderte, ich wollte gespannt sein, wie er sich im Kampf entwickelt hatte, die sonst immer vorlauten Zwillinge hielten sich jedoch erstaunlich und ungewohnt unsicher zurück. Muffensausen, dachte ich hämisch bei mir und wünschte mir fast, dass sie öfters verunsichert wären, das wäre ein Leben gewesen.

„Wie wollen Sie sie testen?“, fragte mich da Granger neugierig und ich blickte sie mit hochgezogener Braue konsterniert an, über diese unerwünschte Störung. Ihre Silhouette erschien so schmal und feingliedrig, da sie auch noch, wie letztes Mal, ihr Haar straff hochgebunden trug, wenigsten war sie so schlau und lernte aus Fehlern.

„Wenn Sie so fragen, dürfen Sie Ihre Hauskameraden testen!“, bot ich sofort an, aber ich konnte beobachten, wie sie verneinend den Kopf schüttelte.

„Das brauche ich nicht, Sir. Die zwei haben eine gestörte Schmerzwahrnehmung, die zucken schon wenn sie dabei zusehen, wenn ich mich mit einem Messer schneide und wenn sie Blut geben müssen… unglaublich“, erklärte sie mir und riss dabei ihre ausdruckstarken Augen weit auf und verdrehte diese theatralisch und da sprang Draco ein.

„Wo sie recht hat, Severus, ich musste den Raum verlassen, da sie so geschrien haben, es war ein Trauerspiel“, tadelte er süffisant. Die zwei, um deren Ehre es hier ging, standen ganz ruhig da und sagten betont nichts, was wohl auch schon eine Aussage war, wie ich bei mir dachte. Na, das würde doch lustig werden, dachte ich schicksalsergeben leidend, weinerliche Männer, auf was hatte ich mich da eingelassen? Und vor allem, wem hatte ich dies zu verdanken? Eben, ihr!

„Miss Granger, wenn ich etwas sage, machen Sie das auch, verstanden?“, grollte ich mit leiser Stimme und verschaffte mir Autorität, verschränkte die Arme ablehnend vor meiner Brust.

„Wie Sie wünschen, Sir, auch wenn Sie sich danach wünschen werden, Sie hätten es nicht befohlen“, warnte sie mich milde, trat in die Mitte der Matte und winkte beide gleichzeitig zu sich, was ich so gar nicht vorgehabt hatte. Sie sollte doch nicht gegen beide zur selben Zeit antreten. Nun gut, ihre Entscheidung.

Aber so bezogen sie in der Mitte der schwarzen Matte Stellung und die zwei Jungen standen etwas verloren da, da würde ich eine Menge Arbeit haben, stöhnte ich leidend bei dem Anblick, der sich mir bot. Bei denen musste man bei null beginnen, so viel erkannte ich jetzt schon und unterdrückte ein gequältes Stöhnen.

Miss Granger ging leicht in die Knie und blickte mit einer völlig ausdruckslosen Maske, die auch einem Malfoy alle Ehre gemacht hätte, zu ihren Gegnern, die unsicher und unwissend rumstanden.

Und dann ging es los, oder auch… das Leid begann! Meine Ängste und Befürchtungen wurden doppelt und dreifach erfüllt.

Ich konnte schon aufgrund ihrer laschen Haltung ausmachen, dass sie anscheinend heute etwas ganz anderes anwenden wollte als beim Kampf mit mir. Sie formte in Sekundenschnelle mit ihrer rechten Hand eine Klaue, dabei waren ihre Finger gespreizt und gebogen, sodass sich eine richtige Kralle bildete und die Handinnenfläche frei lag und als Waffe eingesetzt werden konnte.

Miss Granger schien uns heute ihr können im Taijutsu vorführen zu wollen, musste ich spöttisch schmunzeln, die armen Weasleys, sollten sie mir leid tun? Nein, ich würde die Show genießen, die mir geboten wurde.

Und schon schoss diese Kralle rasant auf das Gesicht eines der Zwillinge zu und sie rammte dessen Kinn mit ihrer Handfläche, setzte nicht nur die pure Muskelkraft ein. Nein, ihr Leib agierte in einer wunderbaren Harmonie und einem Zusammenspiel, in dem sie ihre Körperenergie, die Ausgeglichenheit ihres Körpers und ihre perfekt ausgewogene Atemkontrolle einsetzte, um einen niederstreckenden, starken Schlag zu erzeugen.

Der Schlag war vernichtend, als er sein Ziel mit Wucht traf flog der Kopf des Zwillings nach hinten und ihm entwich lautstark die Luft und man konnte richtig beobachten, wie ihm in genau dieser Sekunde die Lichter ausgingen und sein Körper alle Spannung verlor. Er sackte wenig sanft in sich zusammen und kam leicht verrenkt auf der Matte auf, dort blieb er ausgeknockt liegen. In einem Sekundenbruchteil war für ihn auch schon alles vorbei.

Als sie nach ihrem Angriff nicht stoppte, sondern sich in der kraftvollen Drehung des Schwunges, den sie aus dem Krallenschlag hatte, zu ihrem im Rücken stehenden, nächsten roten Gegner umwandte, der so geschockt war von ihrer Geschwindigkeit, dass er ihr keine Gegenwehr entgegen setzte und sie so noch in der Drehung einen Fingerring formte, dachte ich noch süffisant, autsch, Miss Granger, autsch. Nun lagen ihre Finger halb zusammengefaltet übereinander und der Knöchel des mittleren Fingers würde dabei als Waffe eingesetzt werden und sie nützte diesen Schwung weiter aus und hielt auch hier auf das Gesicht ihres Gegners zu. Wir konnten zusehen, wie sie ihren ganzen Körper in diesen Schlag legte, die verformte Hand hob und die Knöchel geradeaus und mitleidlos in ihr Ziel schickte.

Das leise Knirschen, das den Raum erfüllte, als ihr harter Knöchel dieses Ziel fand, war auch für uns Zuhörer schmerzhaft. Zabini und Draco zuckten sichtlich mitfühlend zusammen, da es schon beim Zusehen weh tat und wenn ich so etwas nicht vor langer, langer Zeit abgelegt hätte, hätte ich auch das Gesicht schmerzhaft verzogen. So sah ich nur unbeteiligt zu, wie auch dieser Rothaarige wenig elegant auf der Matte landete, erstaunlich, die Zwillinge fielen sogar gleich. Granger verharrte ruhig in der Ausgangsposition, ohne auch nur zu schnaufen, woher auch?

Ein schmerzhaftes Wimmern hallte von den Wänden des Kampfraums wider, da dieser Rote nicht ohnmächtig geschlagen worden war wie sein Bruder. Er hatte sich die Hand auf seine blutende und gebrochene Nase gepresst und stieß winselnde, erbärmliche Laute aus. Tränen rannen über seine blassen Wangen, das Blut war verschmiert in seinem wachsbleichen Gesicht, er bot einen sehr verprügelten Eindruck, unter Anbetracht dessen, dass ihn nur ein Schlag getroffen hatte, erstaunlich.

Und ja, Granger hatte recht gehabt, ich bereute es, sie aufgefordert zu haben, die zwei zu testen, die hatten jetzt den Schock ihres Lebens. Der Bewusstlose begann sich nun auch wieder zu rühren und stöhnte leidend.

Miss Granger war schon auf den Knien und reparierte gekonnt die Blessuren der zwei mit einem Ferula, renkte magisch die Nase wieder ein, was ein lautes, um nicht zu sagen ohrenbetäubendes Kreischen zur Folge hatte. Ich verzog angeekelt meinen Mund, ich mochte es nicht, wenn man seine Schmerzen nicht kontrollieren konnte, aber das würde ich den beiden schon noch austreiben. Ein Episkey heilte die Nase schließlich vollständig und so kehrte, dem Himmel sei Dank, wieder Ruhe ein. Zabini war schon helfend bei dem anderen Verlierer und heilte dessen Verletzung. Dabei gebärdeten sie sich wie die größten Schwächlinge, erbärmlich!

„Hey, Fred, wach auf“, bat Zabini, ach… dann war er also der Ohnmächtige, auch gut und so klopfte er ihm auffordernd auf die Wange, als dieser die Augen aufschlug und langsam versuchte, wimmernd hochzukommen.

„Boah, brummt mein Schädel, was hat sie gemacht, ich hab gar nichts mitbekommen? George? Warum ist George auch am Boden?“, fragte er perplex und ich verdrehte verzweifelt meine Augen und beobachtete, wie Draco, der bei der knienden Granger stand, mir ein dreckiges Grinsen zuwarf.

„Wie ich sehe, haben Sie nicht übertrieben, Miss Granger, da kommt harte Arbeit auf uns zu! Aber nun stehen sie doch endlich wieder auf. Das war ein Tätscheln, was ihnen Miss Granger, hat zukommen lassen! Erbärmlich, aber ich habe fast nichts anderes erwartet! Also, wenn ich mit ihnen fertig bin, werden sie Schmerz neu definieren, meine Herren, das verspreche ich ihnen!“, drohte ich seidig und genoss es, als meine Drohung bei den soeben Verprügelten sackte, diese ängstliche Panik in den zwei Paar braunen Augen entschädigte mich für viele Streiche, die ich hatte erdulden müssen.

Währenddessen schauten mich zwei Personen sehr gleichgültig an, während Zabini etwas unbehaglich wirkte aber versuchte, dies zu kaschieren. Ich glaubte schlussendlich, das könnte mir doch noch Spaß bereiten, da trat dann meine sadistische Ader zutage.

„Draco, du schnappst dir Zabini und prüfst ihn“, ordnete ich an und wandte mich ab. „Sie beide werden die Bewegungsabläufe, die ich ihnen nun zeige, so lange ausführen bis sie diese instinktiv und automatisch ausführen. Bis das so weit ist, dies kann ich ihnen jetzt schon sagen, müssen sie diese Abläufe jeden Tag mindestens eine halbe Stunde trainieren“, erklärte ich den Weasleys und ich zeigte den beiden, die sich sichtlich zusammenrissen und wieder gefangen hatten, die Formationen, die sie erlernen sollten. Sie strengten sich an und versuchten, sich selbst zu überwinden, sie bemühten sich sichtlich und anscheinend wollten sie wirklich alles geben um die ersten grundlegenden Abläufe zu meistern. „So, sie beginnen mit langsamen Bewegungen und steigern stetig die Geschwindigkeit nach und nach, bis sie die Technik blitzschnell anwenden können, damit dürften sie gut beschäftigt sein!“, lehrte ich sie ungewohnt geduldig, in dieser Zeit sah Granger gespannt Zabini und Draco zu.

Zabini schlug sich nicht mal so schlecht. Und Draco, nun da ging mir doch glatt das Herz auf! Lucius und ich hatten bei dem Jungen wunderbare Arbeit geleistet. Er spielte mit Zabini, wollte den Kampf nicht sofort beenden, obwohl er ihn eindrucksvoll und souverän beherrschte.

Ich trat neben Granger, die aufmerksam die sich umkreisenden und wie in einem Tanz bewegenden Leiber der beiden Jungen betrachtete und welche die einzelnen Stile wundervoll zur Geltung brachten. Die Schläge, Tritte und Würfe waren schön und exakt ausgeführt und nicht annähernd mit dem dreckigen Kampf zwischen mir und ihr von letztens zu vergleichen, den sie und ich uns unerbittlich geliefert hatten, auch blutete bis jetzt keiner. Es war ein zivilisierter Kampf.

Was sollte mir das sagen? Dass Granger wahrlich nicht zart besaitet war, schmunzelte ich innerlich über meine abweichenden Gedanken.

„Nun, Miss Granger, was sehen Sie?“, fragte ich sie da auch und stellte sie auf die Probe, dabei nährte ich mich ihr weiter und stellte mich neben sie während sie die Arme verschränkte.

„Wundervolle Kämpfer, perfekte Körper, aber Sir, ich frage mich, warum Sie Draco so unterrichtet haben? Ich meine, es hat Stil, ist schön anzusehen, aber mal ehrlich, in einer dunklen, dreckigen Gasse wird es ihm nichts bringen. Nicht dass er sich nicht wehren könnte, aber er denkt zu viel, nicht dass ich mir eine Meinung erlauben könnte, war nur ein Gedanke!“, bekannte sie ihre Zweifel, aber sie hatte wohl Angst vor der eigenen Courage bekommen, mich zu kritisieren und wollte ablenken.

„Nein, nein, Miss Granger, denken Sie nur, das verbiete selbst ich Ihnen nicht! Sie haben recht, bisher hat Lucius immer viel Wert auf den schöngeistigen Teil des Kampfsports gelegt, aber dafür sind wir doch hier, dass auch Draco lernt, so schön zuzuschlagen wie Sie, nicht wahr?“, gab ich mich beißend ironisch und blickte abwägend auf ihre kleine Gestalt runter, um sie prüfend anzusehen.

„Hat er eigentlich auch den Waffenkampf gelernt?“

„Ja, Fechten“, spuckte ich verachtend, ich hatte es immer lächerlich gefunden, mit diesem dünnen Stahl herumzufuchteln aber Lucius war ganz fasziniert von dem Sport und wollte von nichts anderem wissen, wobei Lucius sehr wohl das Andere auch konnte.

Ich konnte hören und sehen, wie Granger sich gerade einem Lachanfall hingab und sich Tränen in ihren braunen Augen bildeten.

„Haha… ich sehe Lucius vor mir, wie er mit Draco über die Matte hüpft!“, kicherte sie wild.

„Ich hoffe, Sie sehen nicht mich vor Ihrem geistigen Auge!“, schnarrte ich giftig, da ich die Bilder, die sie in ihrer Fantasie sah, noch lebhaft vor Augen hatte, denn ich hatte es tatsächlich mit eigenen Augen sehen müssen.

„Nie, Sir. Ehrlich nicht. Ich denke, Sie würden sich weigern und eher etwas ganz Ekeliges tun, als freiwillig mit einem Rapier durch die Luft zu fuchteln. Aber Sir... Entschuldigung! Jetzt haben Sie mir das Bild von sich doch in den Kopf gepflanzt…“, stockte sie kichernd, sie konnte sich nicht mehr kontrollieren und brach in schallendes Gelächter aus, was die Kämpfe beendete und uns in den Mittelpunkt des Interesses brachte.

Ich sah indigniert zu der nun zu meinen Füßen sitzenden Granger. Die sich die stechende Seite hielt und herzzerreißend lachte, dabei verzog ich leidend mein Gesicht, da ich wusste, was der Grund für ihre unangebrachte Heiterkeit war und ich war noch selbst schuld, das ärgerte mich dann schon maßlos.

„Schönste, was ist denn, warum lachst du so, sind wir so schlecht?“, fragte einer der Roten konsterniert , der schon ziemlich aus der Puste war und fertig aussah, mit dem verschwitzten, wirren Haar.

„Nein, nein, George, der Professor war nur so freundlich, mir etwas sehr Lustiges zu erzählen!“, traute sie sich anscheinend nicht, den wahren Grund ihrer Belustigung preiszugeben und rappelte sich wieder schwer auf die Beine.

„Und Severus, bist du zufrieden?“, wollte Draco wissen, während Zabini abgehackt nach Atem rang und nach einem Hebelwurf flach auf der Matte lag und sich die schmerzende Seite rieb.

„Relativ!“, beschied ich ihm überheblich.

„Was relativ!?“, rief er aufgebracht.

„Draco, schrei mich nicht an! Wie ich gerade mit Miss Granger besprochen habe, kämpfst du wunderbar und auch Sie, Mr. Zanini, sind nicht schlecht… ausbaufähig! Aber du kämpfst zu schön. In einem Showkampf würde es perfekt passen, aber da draußen auf einem Schlachtfeld oder bei einem Hinterhalt hättest du mit deiner sauberen, schönen Art keine Chance und das müssen wir dir, euch abgewöhnen!“, entgegnete ich erklärend. Draco blickte bei meinen Worten eingeschnappt auf und ich konnte das bekannte, wütende Funkeln in seinen, nun sturmgrauen, Augen lesen. Malfoys, wie die kleinen Kinder, die Kritik nicht vertragen konnten.

„Miss Granger, wollen wir den Herren hier mal zeigen, wie wir uns das vorstellen?“, fragte ich samtig und durfte erleben, wie sie augenscheinlich schwer schluckte und ich wusste, sie erinnerte sich an unser letztes Mal, wie das klang, als ich sie so gefangen gesetzt hatte unter mir.

Aber dann trat sie entschlossen, hocherhobenen Hauptes in die Mitte, wir beide nahmen Aufstellung und unsere Zuschauer zogen sich gespannt ans äußere Ende zurück. Miss Granger schenkte mir noch ein nettes Lächeln und stellte sich mir ohne Furcht erneut, und das musste ich ihr lassen, sie wirkte heute sogar noch selbstsicherer, zeigte noch weniger Scheu oder gar Angst. Sie war bereit, sich wieder in den Kampf zu werfen, auch wenn ich den letzten gewonnen hatte, das konnte ich respektieren.

Und so begannen wir, uns lauernd zu umkreisen, keiner wollte dem anderen zu nahe kommen und ihm so den Vorteil liefern, diesem in die Hände zu fallen. Ich konnte an ihren Augen ablesen, dass sie höchst konzentriert war und ich würde nicht den Fehler begehen, diese zierliche Frau zu unterschätzen, denn sie war gut, wie ich aus Erfahrung wusste.

Plötzlich griff sie diesmal an, mit einer rasanten Geschwindigkeit und Wendigkeit und versuchte, mir einen Schlag mit ihrer gespannten Handkante auf die Schulter zu verpassen. Ich konterte blitzschnell mit einer harten Abwehr und blockte ihren Angriff mit dem Unterarm, von außen nach innen ab. Ihr Schlag ging daneben und donnerte hart auf meine Abwehr nieder, hinter ihren Schlägen steckte Kraft. Wir sprangen beide voneinander weg, da wir hier keine schönen Künste betrieben und in unseren Stellungen verharrten, sondern immer in Bewegung blieben.

Und sie blieb weiter in der Offensive und lief auf mich zu, hob ihr Bein und wollte mir einen festen Tritt auf den Oberschenkel geben, aber ich ließ mich ganz plötzlich in einer Drehung auf den Boden fallen, stützte mich mit meinen Händen ab und zog ihr, in einer einzigen, fließenden Drehbewegung im Schwung mit einem Fußfeger ihr Standbein weg.

Sie fiel unsanft auf ihren Hintern und eigentlich hätte ich mich nun ohne Rücksicht auf sie stürzen und in einem Grappling oder dergleichen auf den Boden nageln und sie verprügeln sollen, aber irgendwie wollte ich das nicht vor den Zuschauern, nicht dass ich Skrupel hätte eine Frau zu bekämpfen und zu schlagen, aber irgendwie wollte ich nicht, dass die anderen sahen zu was sie und ich fähig waren. Ich weiß nicht genau, was mich davon abhielt, sie wie das letzte Mal zuzurichten und auch zu verhindern, dass sie dasselbe mit mir tat, da auch sie sich nicht zurückhielt.

So entschied ich mich dagegen und sie sprang in einer raschen Bewegung auf.

„Boah, das ist ja so krass, wie könnt ihr so schnell sein?“, plärrte eines der roten Ungeheuer begeistert in unser Kampfgeschehen.

„Ja und ihr habt euch noch nicht mal geprügelt“, rief da der Nächste übermütig und strapazierte dabei meine Nerven gefährlich.

„Onkel Severus, auch wenn ich weiß, dass der Kampf eigentlich noch lange nicht vorbei ist…“, warf Draco ein und schenkte den Twins einen strafenden Blick, wegen ihrer Unterbrechung. „So habe ich aber glaube ich schon verstanden, was du mir zu sagen versucht hast! Ihr habt in und über drei verschiedene Stile hinweg gekämpft und seid nie in einer Stellung verharrt, wart immer in Bewegung und ich glaube ich hab´s kapiert. Man muss flexibel sein, rasch und skrupellos!“, erlebte ich ein Wunder und mein Patenkind gab mal zu, dass ich recht hatte.

„Es ist wie immer ein Vergnügen, einen Malfoy zu unterrichten und genau das war’s, was ich erreichen wollte, Draco! Nun denn, Miss Granger, wie es aussieht beziehen Sie heute keine Prügel!“, wisperte ich zum Schluss samtig und sie schenkte mir einen zynischen Blick. „Freuen Sie sich!“, konnte ich mir daraufhin nicht verkneifen zu sagen.

„Natürlich, Sir!“, meinte sie sarkastisch und schon bereute ich, ihr nicht doch ihren Mund gestopft zu haben und mahlte leicht mit meinem Kiefer, diese Frau schaffte es jedes Mal aufs Neue, mich zu reizen.

„Meine Herren, sie trainieren nun weiter. Draco, du schaust auch auf diese zwei, dass sie es richtig machen. Miss Granger und ich sind im Wohnzimmer, wir müssen noch etwas bearbeiten um sie glücklich zu machen!“, entgegnete ich zweideutig süßlich, da wenn ich an Potter dachte, mir schon wieder die Galle hochkam.

„Ähm, klar Onkel…“, ertönte es irritiert von Draco und dieser fuhr sich gerade durch sein Haar und ich musste beobachten, wie sie auf ihn zuging und ihm etwas ins Ohr flüsterte. Er legte seine Hand auf ihren Rücken, zog sie näher zu sich und drückte ihr einen Kuss auf, um sie anschließend zu umarmen, danach hob er den Kopf und zwinkerte mir frech zu. Ich runzelte unwillig die Stirn, Malfoys, immer so arrogant in ihrem selbstherrlichen Sein.

Die Twins alberten herum und zogen Granger und Draco erbarmungslos auf, mit affigen Kommentaren und Schmatzgeräuschen und dann konnte ich hören, wie Granger sagte: „Ach und Draco, ich denke, du solltest einmal gegen die Twins antreten und sie gefährlich treten, auf dass sie was lernen“, bat sie lieblich, was zum sofortigen Schweigen führte, sie war wahrlich gemein zu ihren Freunden.

„Ich denke, du hast recht, Liebling, ich sollte mich intensiv mit ihnen beschäftigen“, drohte Draco belustigt.

„Kommen Sie, Miss Granger, oder haben Sie Angst?“, schnarrte ich ihr ölig entgegen.

„Wie sagten Sie das letztens, ich wäre dumm, hätte ich keine Angst vor ihnen?“, gab sie mir sofort kontra und ich dachte nur, schlaues Mädchen und ich konnte wirklich erkennen, dass sie es als unangenehmer empfand, mich bald in ihrem Geist zu wissen, als sich in meinen Armen auf der Matte.

Ich hielt ihr höflich die Tür auf und warf, als sie die Schwelle übertreten hatte, einen taxierenden, aber auch drohenden Blick zurück in den Raum und durfte erfahren, wie mich alle anstarrten, als würde ich Granger fressen wollen und somit wandte ich mich resolut ab.

Granger hatte es sich schon auf der Couch bequem gemacht und sah mir gefasst entgegen, ich setzte mich fließend neben sie und kam ihr dabei absichtlich sehr nah. Ich wollte sie noch mehr aus dem Konzept bringen und ihre mentale Verteidigung erschüttern und da wäre mir jedes Mittel recht, aber so einfach ließ sie sich dann doch nicht einschüchtern und sah mir mit einem leichten Heben der Mundwinkel entgegen. Wie gesagt, sie war ein schlaues Mädchen und schien damit gerechnet zu haben.

„Sir? Was erwarten Sie jetzt von mir?“, fragte sie treuherzig und dabei erkannte ich, dass sie anscheinend etwas fror und das machte ich an einem eindeutig körperlichen Merkmal fest, da sie nur das enge, kurzärmlige Shirt trug und da wir hier in den zugigen Kerkern waren, kein Wunder, so versuchte ich, sie mit einer unverschämten Bemerkung zu verunsichern.

„Erst mal… ist Ihnen kalt, Miss Granger?“, fragte ich anzüglich samten, was dazu führte, dass sie mich perplex ansah, dann blitzte es verstehend und wissend in ihren Augen auf und sie blickte an sich hinab, dann sah sie wieder auf und mir sehr abgeklärt ins Antlitz und zuckte gleichgültig die Schultern. Der Schuss war wohl danebengegangen, dachte ich verstimmt.

„Etwas“, sagte sie neutral und ich hob die Hand, schnipste lässig einmal zum Kamin und das Feuer entzündete sich flackernd.

„Danke, Sir!“, kam es trocken von ihr. Mehr entlockte ich ihr nicht, dafür dass ich ihr sehr nahe getreten war und dass ich das Feuer auch noch ohne Zauberstab entzündet hatte, aber wie es schien konnte gerade kein Gefühl ihre kalte Mauer durchdringen, sie wollte es wohl für mich spannend machen, denn das war ich tatsächlich, ich war gespannt, was sie mir in der Geistesmagie entgegenzusetzen hatte.

Ich kannte nicht viele, die in der Kunst den Geist zu beherrschen und zu lenken mit mir mithalten oder mir widerstehen konnten. Ich war ein versierter Meister auf diesem Gebiet und selbst Lucius musste sich mir hier geschlagen geben und so was verkrafteten Malfoyseelen sehr schlecht.

Auch Dumbledore war mir hier nicht gewachsen, was auch gut war. Der Alte musste nicht alles wissen und der Dark Lord, nun, ihm konnte man nicht viel vormachen. Aber ich konnte ihn immerhin ausgrenzen und ihm nur das zeigen, was ich wollte, dass er sah, aber so an der Nase rumführen wie alle anderen konnte ich ihn, zu meinem Leidwesen, leider nicht. Der Dark Lord war wahrhaftig mächtig.

„Bereit, Miss Granger, unsere Vereinbarung zu erfüllen und zu testen ob Sie es schaffen, Potter auch nur ansatzweise helfen zu können?“, forderte ich sie heraus und wenn sie denn nervös war, ließ sie sich nichts anmerken, ihre Maske saß wie eine eins, und sie nickte mir entschlossen zu.

„Dann drehen Sie sich zu mir, sehen Sie mir tief in die Augen und versuchen Sie die Willenskraft aufzubringen, mich komplett auszusperren. Es willentlich zu steuern und mir nur das zu zeigen was Sie wollen, oder sogar falsches zu beschwören. Ich werde gespannt sein, was Sie mir bieten werden, Miss Granger“, drang ich weiter vor, aber sie nickte nur wieder, wandte sich mir aber wie gefordert zu.

„Bereit, Professor!“, bestätigte sie mir mit monotoner Stimme. Ich fragte mich kurz, ob sie nur so abgebrüht tat und ob es vor Nervosität in ihrem Inneren brodelte und sie nur eine begabte Schauspielerin war, da sie so völlig unbeteiligt schien oder ob dies ihre Abwehr war, um nichts an sich heranzulassen.

Ich erhob meinen Stab und blickte ihr tief in ihre rehbraunen, schönen Augen und sie erwiderte fest und mit Stärke meinen Blick und so sprach ich „Legilimens“ und wurde sogleich mit Wucht einem Strudel gleich in ihren Geist gesogen.

Das Erste was ich bewusst wahrnahm und sah war, dass ich einer stabilen und wehrhaften Mauer gegenüber stand, die mich stark an die Mauern von Hogwarts erinnerten, es war mehr als ich erwartet hatte und mehr als die meisten in ihrem Leben zu Stande bringen würden. Es war eine massive Abwehr, die sie da aufgebaut hatte und zeugte von einem unbändigen Willen, den diese junge Frau in sich trug, umso erstaunlicher, da sie sich dies selbstständig beigebracht hatte.

„Miss Granger, eine Mauer kann mich nicht aufhalten!“, hauchte ich ihr seidig ins Gesicht, da wir uns immer näher gekommen waren, während dieser stete Blickkontakt bestand und ich erhöhte meine Bemühungen, in ihrer Verteidigungslinie eine Schwachstelle zu finden um diese zu durchbrechen. Aber diese Mauer stand wirklich wie eine Eins, nur Meister der Legilimentik, wie ich einer war, wussten, wo ihre Schwachstelle hier lag, eine Mauer konnte einstürzen, bröckeln oder in sich zusammenfallen.

Daher bevorzugte ich es, mir eine glatte, ebene Fläche eines Sees vorzustellen und versenkte meine größten Geheimnisse auf dem Grund, dabei wurde die glatte Oberfläche des Sees zu meiner Mauer und sollte selbst der Lord in das Wasser schlüpfen oder eintauchen, um darin zu wildern, so konnte ich meine abgelegten Gedanken beliebig treiben lassen und weit weg schieben, ohne dass er ihrer habhaft werden konnte. Dies war die Meisterschaft auf diesem Gebiet. Eine uneinnehmbare Umgebung zu erschaffen und zu erhalten! Natürlich war diese Mauer schon eine unglaubliche Leistung, aber noch nicht das Ultimo in diesem Gebiet.

Und so überlegte ich mir, dass ein Lord es nicht beim Durchwühlen belassen würde, wenn er spürte, dass man sich ihm widersetzte, so setzte er gerne die Folter ein, um das Opfer mental zu schwächen und es dann geistig zu vernichten. Ich musste ihre Konzentration durchbrechen und so griff ich zu unlauteren Methoden, um sie ins Wanken zu bringen, ich brach nur nie den intensiven Augenkontakt ab.

Ich hob meine linke Hand, in der rechten befand sich mein Stab und fuhr absichtlich zärtlich die Konturen ihres Mundes nach, was sie zuerst zusammenzucken ließ, um dies dann mit einem erstaunten Ausatmen zu kommentieren. Ihr heißer Atem strich über meine Finger und zum ersten Mal stahl sich ein minimales Lächeln auf meine Lippen, als ich sah, dass die Mauer in ihrem Geist leicht bröselte, dies hatte begonnen als ich sie so berührt hatte. Aber ich musste zugeben, auch mich hatte es kurz abgelenkt, ihre weichen und warmen Lippen zu berühren, die sich so zart und nachgiebig unter meiner Fingerspitze angefühlt hatten. So war sie langsam und unbewusst, aber sicher immer weiter auf die Couch zurückgewichen, um mir auszuweichen aber ich folgte, bedrängte sie physisch wie psychisch, in meinem Bestreben sie zu bezwingen.

Ich rief mich resolut zur Ordnung und bestürmte jetzt die Mauer mit meinem Geist, bearbeitete die Stelle mit meinem starken Willen, sie zu durchbrechen, aber so wurde das nichts, sie war nicht mehr abgelenkt und baute gerade wieder konzentriert ihre Verteidigung auf, sie war stark und da kam mir ein böser Gedanke.

Ich setzte wieder meine Hand ein, um sie zu reizen einen Fehler zu machen. Ich fuhr nun zu ihrer Brust und strich hauchzart über die noch immer hervortretenden Knospen, auf die ich schon vorher doppeldeutig hingewiesen hatte. Ob sie immer noch aufgrund der Kälte aufgerichtet waren oder etwas anderes diese Auswirkung auf ihren Körper hatte, das konnte ich nicht sagen, aber ihre Reaktion war Gold wert. Ich durfte erleben, wie sie ihre Lippe malträtierte und auf diese wenig sanft biss und sich unter meiner Hand sofort versteifte.

Auch sahen mich ihre Augen böse an, aber sie sagte nichts und ich wusste zwar, dass es falsch war, ich meine, sie ist meine minderjährige Schülerin, die mit meinem Patensohn, der mir fast ein eigener Sohn war, zusammen ist, aber ich rechtfertigte mich vor mir selbst, dass ich sehen musste ob ihre Verteidigung unter allen Bedingungen stand, während ich ihre Brust berührte. Ich war ihr körperlich noch nie so nahe getreten, selbst nicht letztens bei unserem Kampf. Natürlich, ich hatte sie verarztet und fast gänzlich nackt dabei gesehen aber so aufdringlich hatte ich es noch nie gewagt, sie zu berühren oder gar zu bedrängen.

Und so zog ich meine Hand nicht von ihrer straffen, gut gerundeten Brust, ah, nun endlich, als ich mit meinem Daumen fester über die steife Knospe durch den dünnen Baumwollstoff strich, keuchte sie erschrocken auf und da konnte ich eine kleine Lücke wahrnehmen, nützte diese Unachtsamkeit sofort rücksichtslos aus und stürzte mich wie ein Berserker darauf.

Sie war gut, aber ich war besser!

Es zogen rasch eine Reihe von bedeutungslosen Bildern und Gefühlen vor meinem inneren Geiste ab, sie als Kleinkind, Kindergartenkind, Schulkind, Zuhause, im Urlaub, dann der Hogwartsexpress, Hogwarts… doch plötzlich versiegte langsam der Strom und ich wurde wirklich wütend und ärgerlich, dass ihr dies gelang, sich mir zu widersetzen.

Dieses Mädchen setzte mir eine unglaubliche Willenskraft entgegen, die mehr als ungewöhnlich war und ich mochte es nicht, dass es schon wieder Granger sein musste, die sich als derart außergewöhnlich begabt präsentierte.

Wobei es nicht wundern sollte, sie war ein Mensch, der stark mit dem Kopf und dem Geist arbeitete, ähnlich wie ich!

Dass ihr dies gelang, dass sie sich wieder aus der einmal aufgegebenen Wachsamkeit kämpfte und der Versuch sich wieder hinter die Mauern zurückzuziehen, das war enorm schwer und das schafften die wenigsten. Sie kämpfte schwer, das war deutlich an den Schweißperlen auf ihrer Stirn aber auch an ihrem angespannten Kiefer zu erkennen. Es war anstrengend für sie, mich zurückzudrängen und wieder vor die Mauern zu verbannen. Es kostete sie enorme Kraft und noch mehr Willen, sich wieder darauf zu fokussieren mich auszuschließen.

Mit einem wütenden Knurren nahm ich ihre Bemühungen zur Kenntnis, das konnte ich nicht zulassen und so setzte ich meine unfaire Erkundung fort und legte ihr nun meine Hand auf ihr Knie und strich fordernd ihren Oberschenkel hinauf, was, wie ich sah, ihr auch den Schweiß auf die Oberlippe treten ließ, sie wand sich wie ein Aal unter meinem Leib. Als ich meine Hand immer höher schob und sie mehr bedrängte, was sie sehr leise wimmern ließ. Ich wusste es selbst nicht, ob ich es mit der Unsittlichkeit bis zum Äußersten treiben würde und noch weiter vordringen sollte, als ich spürte, wie sie mir doch glatt Erinnerungen anbot und sie mir sprichwörtlich zuwarf und vor die Füße schmiss.

Sie überrumpelte mich mit dieser unerwarteten Offerte, offenbar hatten meine Versuche Erfolg dabei, sie zu bezwingen, dies war nun ihr letzter verzweifelter Versuch, mich zu schlagen und damit hätte ich nicht gerechnet als ich sie immer weiter zurückdrängte, bis es nicht mehr weiter ging, anscheinend sah sie ihre Rettung darin, mich abzulenken, da sie mich mit den Dingen, die sie mir zeigte, gefangen hielt und zu meinem Missvergnügen gelang es ihr tatsächlich, mich abzulenken.

Halt, so ging das nicht! Sie versuchte, mich zu lenken! Wie? Ich sah sie mit Draco auf dem Astronomieturm beim Sex, in einer schnellen Abfolge der Geschehnisse, wie er sie von hinten nahm. Wie sie in der Dusche mit Draco Sex hatte, aber halt, was war das? Ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen, nackt lag sie in den Armen von Cedric Diggory, im Vertrauensschülerbad! Wann hatte sie mit dem was gehabt? Das war aber an mir vorbeigegangen, die Kleine war doch immer für eine Überraschung gut.

Oh und Krum, Viktor Krum, aber wo war das? Auf dem Schiff, was hatte Miss Granger auf dem Schiff zu suchen gehabt? Es war verboten gewesen, ach ja, genau, sie hielt sich ja an so was nicht, stieß es mir sauer auf. Wenn sie Igor in die Hände gefallen wäre, dummes Mädchen!

Dann sah ich zu meinem Missvergnügen Black und ich erlebte wieder, was ich von Black nie wieder hatte sehen wollen und ich knurrte unwillig auf, als dann aber die Szene wechselte und ich sie in der dunklen Küche des Grimmauld Place ausmachte und wie Black auf sie zusprang und sie unvermittelt schlug, immer wieder, wie sie sich vehement wehrte und ihn dann mit dem Messer bedrohte! Black… ich verachtete diesen Mann!

Dann wechselte wieder alles rasant und ich sah sie wieder in einem Bett und da fühlte ich doch fast, wie ich einen Magenschwinger erhielt und musste mit großen Augen miterleben, wie Potter sie im Fallen mit sich zog und sie sich an seine Seite kuschelte und beide lachten. Die Wörter hallten noch in meinen Ohren nach. „Ich liebe dich, Hermione“, „Ich dich auch, Harry“, als ich trotz meines aufsteigenden Ekels weiter graben wollte, fühlte ich, dass ich nicht weiter kam, das hier noch ihre Mauern standen.
Was bedeutete, ich hatte sie noch nicht bezwungen, augenblicklich lenkte sie das was ich sehen konnte.

Ich kämpfte nun verbissen dagegen an, das zu sehen was sie mir zeigte, eine selektive Auswahl hätte sie mir nicht anbieten können dürfen, dieses Mädchen war gut, verdammt. Woher nahm sie diese Kraft, einen solch starken, unbändigen Willen zu besitzen? Ich wurde ungehalten, das wurde in keinem Buch beschrieben, das hatte ich auch erst nach langer Übung erlernt und sie zog mich, wie ich jetzt mitbekam, von Erinnerung zu Erinnerung und nun hielt ich in meinem Bemühen, ihr meinen Willen aufzudrücken, inne und beobachtete interessiert die Szenen von Lucius und ihr auf dem Ball des Ministeriums.

Eins musste man sagen, dass sie Lucius aufgefallen war, war kein Wunder, so wie sie an diesem Abend aussah, das Kleid ein wunderschöner Traum von nichts und ihre Erscheinung war unglaublich begehrenswert. Sie erweckte Begehrlichkeiten, sie sah bezaubernd aus, auch umgab sie dieser gewisse exquisite Hauch des Besonderen, dass da noch mehr war, als nur ihr prächtiges Aussehen, das sie zu bieten hatte.

Ich erlebte, wie Lucius sie bedrängte und ich konnte fühlen und sehen, wie er sie genüsslich biss, autsch, das musste wehgetan haben, so wie sich seine Zähne rücksichtslos durch diese weiche, makellose Haut bohrten und in ihr Fleisch eindrangen. Heftig auch, dass sie den Schneid besaß, nicht zu schreien, aber auch Draco, als dieser seinen Vater so nah bei Granger stellte, spielte den Teilnahmslosen sehr überzeugend. Was mir wieder eindrucksvoll vor Augen führte, dass man keinen von ihnen, trotz ihrer Jungend, unterschätzen sollte!

Ich riss mich zusammen und rief mich zur Ordnung, ich würde mich nicht von dieser kleinen Miss-now-it-all vorführen lassen. Aber ich schaffte es zu meiner Schande nicht, ihr ihre Geheimnisse aus dem Geist zu ziehen, so sehr ich mich auch bemühte, wir führten ein wahrlich beeindruckendes Duell auf geistiger Ebene.

Wobei mir bewusst war, wenn ich sie verletzen wollen würde, dann könnte ich es schaffen, denn nicht Finesse, Können oder Wissen hielten mich hier auf, sondern nur unbändiger Wille, ungebrochene Konzentration und tödliche Entschlossenheit, nicht zu verlieren.

Unsere Umgebung war für sie, wie für mich, augenblicklich gar nicht mehr existent, auch dass ich sie mittlerweile unter mir vollständig begraben hatte und nun komplett auf ihr lag und unsere Gesichter nur noch wenige Zentimeter voneinander trennten, realisierten wir nicht. Den Augenkontakt inbrünstig aufrechterhaltend… es war als hätten wir uns ineinander verhakt. Meine Hand ruhte inzwischen in ihrem Schritt und war auch dort unbeweglich von mir begraben, da ich mich auf sie geschoben hatte. Tja, sie und ich waren über den Punkt hinaus, um es auch nur noch mitzubekommen, zu gefangen waren wir in dem unerbittlichen Ringen in unserem Geist, wer den Sieg davon tragen würde.

Was für ein stures, zänkisches Weib, sie musste Schmerzen haben, das was ich tat musste ihr große Schmerzen und Qualen im Geist verursachen, auch verzog sie mittlerweile ihr Gesicht zu einer Grimasse, ich knurrte unwillig und sie antwortete mit einem tiefen Grollen, keiner von uns gab auf.

„Severus!“, konnte ich aus weiter Entfernung leise rufen hören. „Was machst du da?“, drang der empörte Schrei immer näher in mein Bewusstsein, ich schüttelte benommen den Kopf und auch Granger unter mir schien wieder unsere Umwelt wahrzunehmen, als der Augenkontakt durch meine Kopfbewegung brach.

„Was geht hier ab?“, erkannte ich nun Dracos schneidende Stimme.

Ich schloss erschöpft die Augen, löste damit endgültig den Blickkontakt und brach damit auch den Fluch, als ich die Augen wieder öffnete, sah ich in erstaunlicherweise nicht erschrocken blickende, braune Augen sondern welche, die mich unheimlich zufrieden anfunkelten, da sie bis zum Schluss standhaft Gegenwehr gezeigt hatte.

Aber auf einmal schien sie sich bewusst zu werden, wo meine Hand lag, wie intim und vollkommen unangebracht ich sie berührte, mir wurde das auch gerade sehr gegenwärtig, als ich ihre Wärme an dieser Stelle fühlen konnte und dass ich vollkommen auf ihr lag. Die Lage war sehr kompromittierend und sie musste doch glatt lachen, dieses Mädchen war unglaublich. Ich lag immer noch auf ihr, als sie sich unter mir schüttelte und so blickte ich bitterböse zu der kleinen Gruppe, die uns zum Teil schockiert und erstaunt ansah, aber die meinen Zorn auf sie sehen konnte da sie uns unterbrochen hatte, denn ich hätte sie schon noch geknackt.

Ich, ihrer aller Professor, begrub eine Schülerin unter mir, das ging so nicht, ich war ihr Lehrer und sie meine Schülerin. Ich wusste selbst nicht, was mich meine Prinzipien derart hatte vergessen lassen, außer dass ich Granger ihre Grenzen wohl mit allen Mitteln hatte aufzeigen wollen, dass mir dies missglückt war, trug nicht dazu bei meine Laune zu heben.

Zum Glück war es meine linke Hand, die ich auf ihre Mitte gelegt hatte und so sahen Draco und die anderen wenigstens das nicht sofort und so erhob ich mich geschmeidig und stand dann sehr aufrecht vor den vier Jungs.

„Severus, ich dachte, du wolltest Hermione in Okklumentik prüfen und nicht in ihren anderen Qualitäten“, spottete der Junge, der sich meinen Patensohn schimpfte und da lachte er doch nun auch glatt und Miss Granger lag noch immer wie hingegossen auf der Couch. Sie hatte zwar aufgehört zu lachen, rieb sich dafür aber nun über ihre Stirn, alles in allem sah sie erschöpft, blass und verschwitzt aus.

„Sehr amüsant, Draco!“, kam es kalt von mir.

„Hermione, geht es dir gut?“, fragten die Twins besorgt, die mich gerade mit misstrauischen Blicken maßen.

„Mhmh, ja, oh ja, sogar richtig gut, nur leichtes Kopfweh, aber ihr dürft mir gratulieren, ich habe es geschafft, den Professor außen vor zu lassen! Er hat es nicht geschafft, einzudringen“, erzählte sie erfreut der Runde und ich musste meine gleichgültige Maske zwingen, nicht zu verrutschen. Schon allein die Zweideutigkeit ihrer Worte , dass sie sich meiner körperlichen Attacke und Aufdringlichkeit derart gleichgültig gab aber auch dass es mir nicht gelungen war, ihren Willen zu brechen, nagte sehr an mir , verunsicherte mich und ich fragte mich, was diese Frau für Geheimnisse hatte.

Warum war es ihr so egal, wenn ich ihr nahe trat? Diese Frage würde mich noch beschäftigen.

„Dafür ist er woanders vor- und eingedrungen!“, entgegnete Zabini leise, aber erschreckend trocken.

Ich warf ihm einen mörderischen Blick aus tiefdunklen Augen zu, den dieser doch glatt auffing und entschuldigend mit den Schultern zuckte.

„Was? Ich bin so stolz auf dich, Liebling, darauf kannst du dir was einbilden, das schafft nicht jeder. Aber Severus, warum musstest du dafür auf Hermione liegen? Nicht dass ich was sage, aber der Sinn erschließt sich mir noch nicht ganz?“, lobte er sie, wenn man mal davon absah, dass Draco dies alles so nicht schaffte, war seine snobistische Art gerade fehl am Platz als er mich gerade mit schiefgelegtem Kopf überlegend maß.

„Draco, lass den Professor in Ruhe! Wir hatten ein mentales Duell und es ging um viel… ich denke, ich habe nun die Erlaubnis, Harry jeden Dienstag Okklumentik Stunden zu geben und das mit Ihren Stunden abzustimmen, Sir?“, wiegelte sie rasch ab und es war erstaunlich, wie sie Draco zu lenken verstand und dass dieser es ihr auch gestattete.

Ich durfte beobachten, wie er zu dem auf den Boden gerutschten Mantel von Granger ging und anfing etwas zu suchen, er zog eine Phiole heraus und brachte sie ihr.

„Hier, Liebling, dann hast du keine Kopfschmerzen mehr!“, zeigte er sich fürsorglich, ein Malfoy, der um andere besorgt war und sie umsorgte? Das musste man sich im Kalender rot anstreichen, was hatte diese Frau mit meinem Patensohn gemacht? Das war er nicht, so kannte ich ihn nicht, es war erstaunlich. Aber dies brachte auch meine Gefühle zum Brodeln, was spielte sie Draco vor wenn sie doch Potter erst ihre „Liebe“ gestand, dieses Biest sollte gar nicht erst versuchen, ein doppelt und dreifaches Spiel zu spielen, ich würde nicht zulassen, dass sie mit Draco spielte.

„Natürlich, Miss Granger, Sie haben sich wacker geschlagen, tun Sie mit Potter was Sie wollen, ich hoffe, es gefällt Ihnen in seinem Bett!“, zischte ich gefährlich und wollte da mal unsere Turteltäubchen reizen.

„Professor, es weiß doch seit heute jeder, dass ich bei Harry übernachtet habe!“, lachte sie mich provozierend an und Draco verdrehte die Augen.

„Was hast du bei Hermione gesehen, dass du so giftig bist?“ Ach, Draco kannte mich wohl auch ein bisschen.

„Sie haben sich gegenseitig ihre Liebe gestanden!“, spukte ich angewidert aus, setzte mich etwas ausgelaugt in meinen Stuhl und überkreuzte meine Beine lässig und wollte die Show genießen, die ich erwartete zu sehen.

„Endlich, juhujuhujuhu…!“, jubelten die Twins zu meinem Erstaunen los und ich richtete mich zu meiner vollen Größe im Sitzen auf und sie verstummten schnell. Draco kniff fest die Lippen aufeinander, denn diese Information gefiel ihm eindeutig nicht.

„Hermione, endlich das freut mich… uns, dass Harry endlich mal sagt, dass er jemanden liebt und dies dann auch vor dir zugibt“, erklärte ein Roter, das nervte, dass ich nie wusste welcher, das nächste Mal würde ich sie magisch zeichnen, damit ich wusste wer sprach.

Granger schaute nicht zu Draco aber lächelte versonnen, dann sprach sie leise.

„Ich weiß, ich habe mich sehr gefreut, dass er mir endlich gesagt hat, dass ich für ihn Familie bin und er meinte, Sirius und ich, wir sind die, die er liebt. Und ja, auch ich habe ihm gesagt, dass ich es tue, da er mir ein Bruder ist… zufrieden Professor?“, zischte sie nun doch gereizt zu mir und schaute mich kalt an. Als sich Draco rührte und ihr die Hand auf die Schulter legte und sie so dazu brachte, nun auch ihn anzusehen.

„Nein, Hermione, ich bin froh, dass er es mir gesagt hat, denn du hättest es mir nie erzählt!“, bekannte da Draco leise und sah sie eindringlich an.

„Ich denke, wir gehen dann, schönen Abend noch, Professor, bis Sonntag!“, erhoben die Zwillinge ihre Stimmen und zogen alle anderen mit raus. Das hatte ich so nicht erwartet, Draco betont ruhig, schade!

Ich rieb mir erschöpft über mein Gesicht, ich fühlte mich körperlich, aber auch geistig müde. Endlich allein, warum hatte ich in Dracos Beisein Potter erwähnt? Weil es mich auf die Palme gebracht hatte, das in ihren Gedanken zu erleben und sie hatte mir diese Szene absichtlich gezeigt, da war ich mir sicher und sie hatte es nur getan, da sie wusste, ich würde mich darüber aufregen und ärgern. Sie war ein Biest, ein gemeines Biest und so hatte ich zurückgeschlagen.

Ich hob mein Glas an die Lippen und trank gierig, das war vielleicht was gewesen. Dass ihr Wille und Geist so stark und unbeugsam waren, beeindruckte mich ungemein. Ich würde das nur nie zugeben, lieber verreckte ich langsam als ihr diese Genugtuung zu geben, ihr zu zeigen, wie sehr es mich überwältigte, zu erleben, zu was sie schon alles in der Lage war, es zu meistern und zu bewältigen, in Anbetracht ihres jungen Alters. Was für eine Hexe!

Diese Frau würde noch unser aller Untergang sein Potter, Draco, Lucius, selbst Black und ich, ja auch ich, wir waren alle irgendwie in ihrem Spinnennetz gefangen, wo das noch enden würde?

Ich musste Trost suchen und fand ihn in dem Glas in meiner Hand. Am Montag würde sie mir wieder für ein paar Stunden gehören, ob ich da mehr aus ihr rausbekommen würde?

Snapes Sicht ende
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