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 Kapitel 445-446

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queenie
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BeitragThema: Kapitel 445-446   So Feb 09, 2014 8:26 pm

445. Kapitel Happy Birthday


„Du bist für deine 54 Jahre echt noch gut in Schuss“, kommentierte ich dieses rohe Vorgehen absolut gleichmütig und tat nichts weiter, um ihn zu bremsen, weil ich mir schon dachte, dass das Thema Vergangenheit ein sehr heikles war.

„Verfluch mich!“, drohte er zähnefletschend und bei ihm hatte diese Gebärde einen irgendwie ganz anderen Effekt als bei anderen, mit seinen großen, spitzen und langen Reißzähnen, dabei funkelte er mich wild an. Das Tier in sich konnte er nicht verleugnen „Was willst du?“

„Ganz ruhig, mein böser, großer Wolf, ganz ruhig. Ich will nichts. Erstes will ich dir für meine Rettung danken und zeigen, dass ich mich für dich interessiere und dass ich durchaus weiß, dass ich in der Schuld des Rudels stehe“, lag ich weiterhin besonnen unter seinem unheilvollen Griff, spürte das Kratzen der Krallen an meiner Haut und schluckte schwer.

„Und warum sollte ich zu schätzen wissen, dass du in meiner Vergangenheit herumwühlst?“, fragte er äußerst anklagend und wirkte sehr gefährlich.

„Ahhh, gute Frage, aber sagen wir mal so, sonst hätte ich nicht erfahren, dass du Remus ähnlich bist“, gab ich betont geflissentlich Auskunft, woraufhin sich seine Augen verengten.

„Wie meinst du das?“, strichen seine Fingernägel fast zärtlich über die empfindliche Haut meines Halses, um mich zu reizen. Er schien es zu genießen, während ich mich zur absoluten Ruhe rief.

„Ich meine, du hättest nach Hogwarts gehen können, so wie er“, gab ich nun rasch zu bedenken und versuchte langsam, aber sicher, ihn von mir zu drücken, was nur gar nicht so leicht war.

„Pfff… hätte, hätte… war unmöglich!“, ätzte er verächtlich und ein feiner Sprühregen Spucke rieselte auf mich nieder.

„Wegen dem Ministerium“, stellte ich sachlich fest. „Du kannst zaubern.“

„Wer braucht das? Ich habe meine Kraft und Stärke!“, knurrte er aggressiv und rührte sich kein Stück weg, während er diese Ansicht mürrisch verkündete.

„Mhm… ich glaub dir kein Wort. Warum bevorzugst du es sonst, Zauberer zu beißen?“, kam es reichlich giftig von mir, da er sich keinen Millimeter bewegte. Dabei spielte ich auf seine fragwürdige Vorliebe an, sich zu Vollmond so zu positionieren, dass er garantiert ein magisches Opfer fand. „Und jetzt geht runter von mir!“

„Ohhh, Grundsatzdiskussionen!“, höhnte er und kippte zurück auf seine Hacken, ließ aber seine Hände an meiner Kehle, was nun mir einen knurrigen Ton entlockte. „Ich sehe es als meine Mission an, so viele wie möglich zu beißen und dadurch zu Werwölfen zu machen, um irgendwann die Zauberer zu übermannen“, erzählte er und mir entschlüpfte ein gehässiges Lachen, wegen dieses tollkühnen Planes. Ich war mir nicht sicher, wie ernst er das wirklich meinte.

„Ohhh, du planst die Machtübernahme? Gewagt, gewagt!“, umfasste meine Hand nun sein Handgelenk, unterdessen zog er mich in eine sitzende Position hoch.

„Tja, aus diesem schlichten Grund habe ich mich auf Kinder spezialisiert, die ich dann von ihren magischen Eltern weglocke und mitnehme, um sie schon von Anfang an gegen die Zaubererschaft aufzustacheln.“

„Aha und diese hochtrabenden Pläne verkündest du mir nun so ohne Weiteres?“, zweifelte ich offen. „Oder machst du es nicht eher so wie es bei dir auch gewesen ist, so wie du es eben von deinem Schöpfer gelernt hast?“, erinnerte ich mich an unsere vorhergehenden Gespräche und an das, was ich erfahren hatte, während wir uns nun beklemmend nahe gegenübersaßen. Er hatte seine Hand an meiner Kehle, ich eine Hand um ihn geschlungen, die andere hielt noch immer meinen Zauberstab fest.

„Nein, er hatte keinen Plan. Es war Willkür! Ich bin immer überlegt und bin der Meinung, dass die Werwölfe das Blut der Zauberer verdienen und dass es ihr Recht ist, sich auf diese Weise an ihnen zu rächen!“, knurrte er verbittert, wobei meine Mundwinkel zuckten.

„Oh neee, wie schlecht das klingt, wie Wahlkampf. Ist mir an sich scheißegal, warum du Leute frisst, denn ich finde es unappetitlich genug!“, grinste ich ihn nun provokant an. Langsam lösten sich endlich seine Krallen von mir und er schüttelte gespielt betrübt das kräftige Haupt.

„Hahaha, du bist echt einmalig, lass dir das gesagt sein. Niemand würde das so hinnehmen, gerade nicht die Zauberer!“

„Na, glücklich macht es mich nicht, was du da als Delikatesse empfindest, aber es geht mich nichts an“, erwiderte ich abwehrend, denn schlussendlich schickte auch ich Menschen ins Verderben.

Das war die Sache mit dem ersten Stein, nur dass ich nicht ohne Schuld war und mich nicht zum Richter aufschwingen würde. Das stand mir schon lange nicht mehr zu. Ich war nicht sein Richter, sowenig wie er der meine sein könnte.

„Was willst du? Wirklich!“, kam es weiter lauernd von ihm und das Misstrauen war ihm ins tierische Antlitz geschrieben, was mich leise Seufzen ließ.

„Meine Schulden begleichen, quid pro quo. Ich werde dafür sorgen, dass du einen Zauberstab bekommst und lernst zu zaubern, denn du kannst es. Du bist magisch, daher solltest du lernen, es mehr zu sein als ein Werwolf und damit habe ich dir und auch dem Rudel gegenüber meine Lebensschuld abgegolten“, legte ich die Karten auf den Tisch und sprach mein Angebot aus, während er mich nun sichtlich sprachlos anstarrte. Es war selten, dass man Fenrir derart aus der Fassung bringen konnte. Anscheinend hatte er nicht mit diesem Angebot von meiner Seite gerechnet.

„Nicht dein Ernst“, hauchte er plötzlich in die lastende Stille, die nur durch das Knacken des Feuers unterbrochen wurde, da das Rudel schon lange keinen Ton mehr von sich gab.

„Doch und schlage nicht zu schnell aus, in deinem Stolz, denn vergiss das Eine nicht, ohne Biss wärest du ein Zauberer gewesen. Es ist auch ein Teil deiner Natur, ein Teil, den Remus in sich akzeptieren konnte, da Dumbledore ihn gefördert hat. Was hindert dich daran? Du könntest nur überraschen, sowohl deine Verbündeten als auch deine Feinde“, legte sich bedeutungsvolles Schweigen über uns, nachdem ich ihm klar vor Auge geführt hatte, was ihm damit für Möglichkeiten offenstehen könnten.

„Und vergiss nicht, deine Taktik bisher hat dir nur unausgebildete Magier eingebracht, Remus war der Einzige, der in Magie geschult worden ist und die Kinder, die du beißt, haben eine Schule nie von innen gesehen!“, zeigte ich den feinen Makel in seinem Konstrukt auf und erntete einen mörderischen Blick.

„Warum machst du mir so ein Angebot? Nur wegen des Willens, deine Schulden zu begleichen? Ich denke, es ist etwas anderes“, genoss er es, mir Kontra zu geben und schoss eiskalt zurück. „Eher Angst… Sorge“, zog er es genüsslich in die Länge, „vor der Abhängigkeit mir gegenüber?“

Fuck, dass dieser verdammte Typ aber auch zu schlau sein musste.

„Wie geht es Patrick?“, ging ich gar nicht auf seine Provokation ein.

„Gut, etwas angesengt. Er hat keinen Tränkemeister“, gab Fenrir zähneknirschend zu bedenken, während ich mich erhob.

„Ich sollte gehen und überleg dir mein Angebot, es gilt!“, rief ich über die Schulter und verließ endgültig das Lager.

Hermiones Sicht Ende

Lucius Sicht

Ich saß in meinem riesigen Büro und starrte mit einer gewissen Verachtung auf die Sonderausgabe des Tagespropheten in meinen Händen. Nicht nur unterschlugen sie jegliche Aktivitäten von unserer Seite, sondern verbreiteten auch noch Lügen, denn bei ihnen war der Stromausfall schlicht ein Stromausfall gewesen!

Und sie betrieben eine Hetze ohnegleichen. Sie riefen noch dazu auf, den minderjährigen Harry Potter zu suchen und zu finden, da dieser sein Haus unvernünftiger Weise verlassen hätte und nun von der Bildfläche verschwunden wäre, da seine Heimat von Auroren leer aufgefunden worden sei.

Ich unterdrückte heldenhaft ein Stöhnen. Das tat weh!

So stand ich langsam auf, zog meinen Mantel über, um mich zu meinem so wichtigen Termin zu begeben. Ich stieg in meinen runden Kamin, verschwand in den grünen Flammen des Flohpulvers und wirbelte durch die Schornsteine hindurch.

Als ich ankam entfernte ich mit einem lässigen Schwenk den Ruß und eilte dann mit langen Schritten die düsteren Gänge entlang, schenkte dem ein oder anderen ein huldvolles Neigen meines aristokratischen Hauptes und betrat schließlich gewohnt selbstverständlich das Vorzimmer.

„Mr. Malfoy, Sie werden schon erwartet. Darf ich?“, sprang die Sekretärin bei meinem herrschaftlichen Anblick geschäftig auf und eilte auf die Tür zu, um mir diese diensteifrig zu öffnen. Ich beachtete sie nicht weiter, sondern trat mit einer selbstherrlichen Darstellung ein.

„Lucius, wie schön, dass Sie diesen kurzfristigen Termin ermöglichen konnten!“, begrüßte man mich erfreut, während ich meinem Gegenüber zuvorkommend zunickte.

„Rufus, für Sie doch immer. Nur, wo drückt der Schuh?“, fragte ich den Minister jovial, höflich im Ton, und schüttelte gönnerhaft seine Hand, nachdem er aufgestanden und mir entgegengekommen war. „Geht es um Potter?“, forschte ich aufgrund seiner unglücklichen Miene nach.

„Sie haben den Propheten gelesen?“, wollte der Minister hörbar besorgt erfahren, wobei er mir einen Sitzplatz nahe an seinem Kamin, im gemütlichen Teil seines Büros, anbot.

„Natürlich. Ich frage mich nur, ob es ratsam ist, Potter dermaßen aggressiv über die Öffentlichkeit zu suchen“, gab ich offen zu, während ich meine Beine lässig überschlug und meinen Gehstock zwischen den Fingern hin und her rollte.

„Ich weiß, ich weiß, ich bin auch nicht glücklich darüber, aber was soll ich tun? Mir sind die Hände gebunden. Mir läuft die Zeit davon. Ich muss Potter das geprüfte Erbe von Dumbledore übergeben, denn die Frist läuft für mich ab und dieser Bengel ist mal wieder auf Nimmerwiedersehen verschwunden“, grollte Rufus wie ein gefangener Löwe.

„Nun, Potter ist ein gesuchter Mann, was erwarten Sie?“, tat ich lapidar kund.

„Ich habe diesem Dickkopf die Unterstützung und Hilfe des Ministeriums angeboten und was tut er? Was tut er?“, brüllte der löwenmähnige Mann aufgebracht und ich dachte nur, wenn Potter schlau wäre, würde er dieses dubiose Angebot ablehnen. Sogleich bestätigte Rufus meine unerwartet positive Meinung, indem er genau dies lautstark verkündete und ich nickte ihm gespielt betroffen zu.

„Undank ist der Welten Lohn, Rufus, das wissen wir doch alle, aber keine Sorge, Potter wird schon noch von seinem kleinen Pony runterkommen!“, veränderte ich ein wenig das Sprichwort des hohen Rosses und schaffte es somit, dass der Minister abrupt verstummte und nur noch seine Mundwinkel zuckten.

„Hahaha, Ihr Humor, Lucius, ist wie immer dramatisch trocken und böse… eine Wohltat“, lachte der Mann herzlich, bevor er sich wieder fing und mich eindringlich ansah. „Aber das löst leider mein Problem nicht, denn zudem sind auch diese Granger und Weasley nicht zu greifen.“

„Wieso? Diese Weasleys gibt es doch in Scharen?“, spielte ich den Unwissenden.

„Trotz allem ist der Jüngste, dieser Potterfreund, irgendwie echt schwer zu fassen und leider genauso wie diese Granger schon volljährig und ebenfalls verschwunden“, klagte mir Rufus inbrünstig sein Leid und nach außen hin spiegelte sich größtes Verständnis in meiner Mimik, innerlich verachtete ich diesen Mann jedoch, der ebenfalls, wie Cornelius, nicht wahrhaben wollte, dass seine Macht nicht mehr nur am Schwinden, sondern schon längst nicht mehr existent war.

„Mhm… haben Sie schon an Arthur Weasley gedacht?“, versuchte ich den helfenden Freund zu mimen.

„Wie meinen?“, fragte der Minister perplex und in meinen Augen selten dämlich.

„So viel ich weiß, findet morgen eine Hochzeit bei denen statt. Einer der zu vielen Söhne heiratet. Ich könnte mir vorstellen, dass dann die gesamte Familie versammelt sein wird!“, sprach ich gedehnt und ließ ihn großzügig an meinem Wissen teilhaben, vor allem, da ich mich noch an die Begebenheit rund um Severus‘ Einführung zum Schulleiter erinnern konnte und wie wichtig es ihm gewesen war, dass das unsägliche Trio ihr Erbe von Dumbledore erhielt.

„Woher wissen Sie dergleichen immer nur? Dieser andere Weasley, der hier arbeitet, der hat das nicht verlauten lassen!“, murrte der Minister mürrisch und ich schmunzelte ob dieses Lobes gönnerhaft.

Er griff aufgeregt zu einer altertümlich wirkenden Sprechanlage.

„Miss Edgecombe… holen Sie mir Arthur Weasley!“, befahl er gewichtig und bei der Nennung dieses Namens wanderte meine Augenbraue in unbekannte Höhen. Das musste die Tochter meiner ehemaligen Geliebten sein.

Kurz erinnerte ich mich an den Spaß, den ich mit der sich sträubenden Mutter gehabt hatte. Jahrelang hatte ich mich gefragt, warum sie mich derart vehement immer wieder hatte auflaufen lassen und nachdem mir Hermione offenbart hatte, dass Rufus Scrimgeour der Grund gewesen war, weil er jahrelang als ihr Geliebter fungiert hatte, war es mir gelungen, es zu verstehen, aber es war kein Grund gewesen, gnädig zu sein.

Edgecombe war schon immer eine Schönheit gewesen, die sich aber auch immer sehr bedeckt gehalten hatte. Sie hatte den alten, reinblütigen Edgecombe sehr früh geehelicht und eine Tochter bekommen. Während sich ihr Mann rasch aus der Öffentlichkeit zurückzog, hatte sie die Gesellschaftsbühne betreten. Alle Bewerber für ihr Amüsement hatte sie rigoros zurückgewiesen, auch mich!

Als sie sehr abrupt eine hohe Stelle als Flohnetzwerkaufsichtsdame erhalten hatte, fragte man sich im Allgemeinen schon, was für Kontakte sie pflegte, aber sie war weiterhin abweisend geblieben, dabei war es unter uns Männern ein regelrechter Sport geworden, wer von uns sie doch noch rum bekommen würde!

Nur keinem war dieses Kunststück gelungen!

Dann lieferte mir Hermione, damals als sie neu in der Familie war, die Möglichkeit, Edgecombe endlich mit ihren Informationen sprichwörtlich zu knacken und so war ich mehr als zufrieden gewesen, auch hier, das zu bekommen, was ich so lange schon hatte besitzen wollen.

Unsere Affäre war nett gewesen, aber nicht berauschend, eher das Wissen, zu siegen und es geschafft zu haben, hatte mich und meine Eitelkeit befriedigt. Wenngleich ich immer noch erstaunt war, dass Rufus der langjährige, gut versteckte Auserwählte gewesen war. Anscheinend war diese fortwährende Beziehung nach unserem geheimen Intermezzo ebenfalls beendet worden.

So war ich nun sehr irritiert, aber auch erstaunt, dass jetzt gerade die Tochter derart nah beim ehemaligen Geliebten ihrer Mutter arbeitete, das war sehr interessant! Er wandte sich mir nun wieder mit Smalltalk zu:

„Das Gesetz, den Avada betreffend, wird auch noch verhandelt, es zieht sich, zu meinem Leidwesen! Der Boykott des Gamots ist dramatisch!“

„Sie haben mein volles Mitleid, Minister!“, kam es geflissentlich von mir und er neigte betroffen sein Haupt, in dem Genuss, umfassendes Verständnis von meiner Seite zu erhalten.

„Ich danke“, begann er, wurde jedoch durch das sachte Klopfen an seiner Tür unterbrochen. „Ja, bitte!“ Die Tür ging auf und herein schaute die Minikopie von Edgecombe.

„Minister, Arthur Weasley ist hier“, kündigte sie beflissen an und Rufus winkte generös mit seiner Hand.

„Dann lassen Sie ihn rein!“, richtete er sich auf und musterte den eintretenden, etwas in die Jahre gekommenen Mann mit rotem, schütterem Haar. Er war groß und hager, trug einen alten Anzug mit Weste und Schlips, die ihre besten Tage seit Jahren hinter sich hatten.

Er wirkte über den Empfang beim Minister verunsichert und strahlte eine freundliche, besonnene Art aus, die mir wie immer gefährlich auf den Geist ging.

„Arthur Weasley, wie schön, dass Sie so flott erscheinen konnten“, dröhnte Rufus gewohnt forsch, während ihn Weasley misstrauisch beäugte, dabei flackerte sein Blick ständig zu mir und seine Stirn runzelte sich. Er konnte sich auf diese Konstellation sichtbar keinen Reim machen.

„Sir? Sie wünschen?“, fragte er da auch schon vorsichtig, denn für einen einfachen Angestellten der Muggelabteilung war ein Besuch beim Minister mehr als ungewöhnlich, kein Wunder, dass er skeptisch war.

„Ohhh, naja, wissen Sie, Mr. Weasley, ich habe erfahren, dass morgen ein großer Tag für Sie ist? Ist das korrekt?“

„Wie meinen Sie, Minister?“, kratzte er sich offensichtlich völlig verwirrt am Kopf und wirkte total unschlüssig, warum der Minister etwas Persönliches von ihm zu erfahren wünschte.

„Die Hochzeit!“, wurde dieser deutlicher und ein verstehender Ausdruck stand plötzlich im Gesicht des anderen Mannes geschrieben, wenngleich er nicht wirklich schlauer wirkte.

„Oh ja, die… stimmt! Morgen wird bei uns geheiratet!“, warf er mir einen erstaunlich taxierenden Blick zu, kurz fragte ich mich, was dieser Mann alles wusste. Er wirkte dann doch zu gefasst darüber, mich hier zu sehen und sprach ungewohnt frei, obwohl ich anwesend war und sein Gesichtsausdruck erschien mir gegenüber zu wissend.

„Gut, sagen Sie mir, Arthur, wird Ihr jüngster Sohn anwesend sein?“ Sofort zuckten die Augen des Vaters von mir weg, zum Minister und wieder zurück, dabei legte ich mein Haupt mit Bedacht schief und ein leichtes Schmunzeln lag auf meinen Zügen.

„Warum?“, hauchte Weasley lauernd.

„Warum?“, plusterte sich Rufus auf und deutete auf sich selbst. „Sie stellen Fragen, Mr. Weasley, bitte, Ihr Sohn heiratet!“

„Ja und kennen Sie Bill?“

„Bill, wer? Nein, ich suche Ronald Weasley, ich denke mir einfach, er wird zur Hochzeit seines Bruders wohl anwesend sein? Oder?“, fixierten Rufus‘ Augen den Mann vor sich, der sich sichtlich unwohl zu fühlen begann.

„Oh, jaja… naja, ich denke schon!“, versuchte er ausweichend kundzutun, da er nicht wirklich erkannte, worauf das alles hinauslaufen sollte.

„Was ist mit Mr. Potter und Miss Granger?“, bohrte Rufus nach und bei der Nennung des Biestes schnellte die Augen des Rothaarigen sofort wieder verräterisch zu mir.

Sofort war ich mir, meinem Instinkt folgend, sicher, dass er wusste, dass Hermione keine Granger mehr war!

Woher ich diese Sicherheit nahm, konnte ich nicht sagen, aber diese Eingebungen leiteten mich auch oft in meinen geschäftlichen Tätigkeiten und ich hinterfragte mein Gespür nicht, ich fragte mich nur, ob sie es war, die ihn eingeweiht hatte, oder andere?

Jetzt leckte er sich augenscheinlich nervös über seine Lippen, er war sichtbar auf der Hut und schien nur noch mich anzusehen und den Minister zu vergessen. Dadurch war es auch, als würde er nur noch zu mir sprechen und ich signalisierte mein Zuhören, indem ich sachte, fast unmerklich nickte.

„Nun, wir, meine Familie und ich, würden uns sehr freuen, wenn alle drei zusammen kommen würden. Noch immer hoffen wir, dass auch Hermione kommt!“, sprach er so eindeutig in seinem ganzen Gebaren nur zu mir, dass ich bloß noch ein knappes Nicken zustande brachte, das meine Einwilligung suggerierte und dass es nicht an mir liegen sollte, falls sie nicht käme. Aufgrund von Severus‘ Wunsch, wollte ich dem Erhalt ihres Erbes nicht im Wege stehen.

Sie sollte ruhigen Gewissens mit meinem Segen dort hingehen, ich würde es ihr nicht verbieten, wobei ich annahm, dass sie vorgehabt hatte, dort zu erscheinen, da der junge Rotschopf sich die Hochzeit sicherlich nicht entgehen lassen wollte, bitte, sollte sie!

Erheiternd war, dass Weasley sich anscheinend unsicher war, ob ich es gestattete, zu amüsant!

„Gut, das wäre sehr gut und besser als nichts, denn es ist sehr wichtig! Ich muss mit allen dreien reden!“, murmelte Rufus und sprach dabei mehr zu sich selbst als zu uns.

„Wie bitte, Minister?“, fing sich Weasley, fuhr nun zu Rufus herum, der ihn konsterniert musterte.

„Ja, ja, es ist wichtig! Kommen Sie morgen zu mir und holen Sie mich ab, ich begleite Sie, ganz früh, bevor die Festgesellschaft sich versammelt! Das dürft bestimmt kein Problem für Sie sein.“

„Ich… äh… Sie wollen in mein Heim kommen?“, stotterte er erschrocken wegen dieser nun doch ungewöhnlichen Ankündigung.

„Ja, wäre das denn ein Problem?“, kam es umgehend leicht pikiert vom Minister.

„Nein, nein, natürlich nicht, es ist nur nicht sehr repräsentativ“, wand sich der Angestellte peinlich berührt, aber Rufus wedelte abwertend mit der Hand, als würde er alle leidigen Aspekte davon wischen wollen.

„Das kümmert mich nicht!“

„Nun gut, ja, wie Sie wünschen, Sir!“, zwang sich Weasley höflich und zuvorkommend zu erscheinen, auch wenn ihm anzusehen war, dass er sich nicht wirklich darüber freute, diesen Gast empfangen zu müssen.

„Nun gut, das ist zu schön und nun, das wäre es dann auch schon“, zeigte Rufus sich wieder geschäftig und ich selbst wollt die Gunst der Stunde nützen, weswegen ich geschwind auf die Beine kam.

„Ich begleite Sie, Mr. Weasley… Rufus, Ihnen noch einen schönen und produktiven Tag!“, parlierte ich jovial, dabei erhob sich auch der Minister, um mir eine gebührende Verabschiedung zukommen zu lassen.

Weasley schien es absolut nicht zu gefallen, dass ich neben ihm herging, aber als wir im Vorzimmer waren, konnte ich zu meiner Verwunderung den jüngsten Warrington an Edgecombs Schreibtisch wahrnehmen. Sie redeten tuschelnd.

„Wie geht es Cassius?“, fragte gerade das rotbraun gelockte Mädchen, das durchaus die schönen Züge ihrer Mutter geerbt hatte, Warrington neugierig.

Diesen Jungspund hatten wir bisher, auf Hermiones und Dracos Bitten, noch nicht in den erlesenen Kreis der DeathEater aufgenommen und nach einer Musterung meinerseits stimmte ich den beiden zu, er wirkte unstet, nervös und absolut nicht belastbar.

Er wäre ein Risiko, das ich nicht einzugehen bereit war!

Sein Blick huschte unruhig durch die Gegend, alles in allem machte er einen sehr unausgeglichenen Eindruck.

„Ich verstehe nicht, warum der Minister mich zur Hochzeit begleiten will?“, fragte da Arthur Weasley mehr sich selbst denn mich.

„Er wird seine Gründe haben. Für Sie ist es ebenfalls ein großer Tag!“, kommentierte ich somit ganz ungefragt, woraufhin der Mann neben mir kurz stoppte.

„Oh? Ja, natürlich, nicht jeden Tag feiern wir eine Hochzeit und dann noch meine erste!“, erklärte mir Weasley, offen wie noch nie, und erregte damit vollständig mein Misstrauen, denn selbst dieser unbedarfte Mann war mir gegenüber noch nie leutselig gewesen.

„Nun, es ist ja nicht so, als würden Ihrer Familie nicht gar noch viele bevorstehen… Arthur!“, spottete ich dann auch gewohnt gehässig, aber sagte an sich lediglich die Wahrheit, nur prallte es vollständig an ihm ab.

„Wohl wahr!“

„Wer heiratet, Mr. Weasley?“, fragte Edgecombe neugierig und schien bei dem Thema regelrecht zu glühen, wie viele junge Mädchen in ihrem Alter, wobei mir eine einfiel, die sich jetzt bestimmt schütteln würde.

„Oh, mein ältester Sohn!“, verkündete der stolze Vater.

„Das ist ja fantastisch, ich LIEBE Hochzeiten… wen heiratet er denn, kenne ich sie?“ Ich schloss kurz in Mitleid für mich selbst die Augen, da ich mich nun gefangen in nichtigem Tratsch wiederfand.

„Fleur… Fleur Delacour!“

„Ohhhhhh“, quietschte das Mädchen ohrenbetäubend. „Das ist… wow, ich kenne sie noch vom Turnier! Sie ist wunderschön!“ Sowohl Arthur als auch ich zuckten davor zurück, wie tollwütig sich doch eine Frau bei einer Hochzeit gebärden konnte, wenn sie auch noch die Frau kannte, die sich verehelichte, es war erschütternd. Sie plapperte jetzt wirr, bis sie der Junge an ihrer Seite unterbrach.

„Ist die gesamte Familie da?“, fragte Warrington lauernd.

„Natürlich!“, bekannte Arthur vollständig gutmütig und vertrauensselig, doch dies ging unter, da Edgecombe sofort weiter über Brautkleider und Torten und sonstigen enervierenden Unfug sprach, der mich gedanklich mehr als ablenkte.

Als wir eiligst zusahen, dieser Folter zu entkommen, blieb in mir ein schaler Nachgeschmack, nur die letzte Eingebung, was gerade falsch lief, die kam mir zu meinem Leidwesen nicht wirklich.

Lucius Sicht Ende

Hermiones Sicht

Ich schlug die Augen auf, in dem Wissen, dass mal wieder, nach einer viel zu kurzen Nacht, ein mehr als langer Tag angefangen hatte. Tragisch, aber wahr!

Das Frühstück verlief unter uns vieren regelrecht harmonisch und nichtssagend, was an sich schon ein Wunder war, bevor sich Draco und ich gemeinsam zum Cottage aufmachten.

Als wir reinkamen, schlug uns schon die bekannt heitere, chaotische Betriebsamkeit des Cottages entgegen.

„Hey, Lucien rase nicht so durch die Gegend!“, rief die lachende Daphne, die ihrem auf allen vieren kriechenden, rasant dahineilenden Sohn hinterher rannte.

Erstaunlich, dass kleine Kinder mehr Dampf aufnahmen, sobald sie Bodenkontakt hatten. Ich hüpfte Lucien geschickt aus dem Weg, damit er ungehindert den Flur unsicher machen konnte, während uns Daphne ein begrüßendes Lächeln zuwarf und weiter eilte, da Lucien nur Apsis folgte und mit dieser zusammen fröhlich rumzischelte.

Ein sehr erheiterndes Bild!

Kurz dachte ich mir, dass dies der beste Parselsprecher aller Tage werden würde, so viel wie, dank Apsis, mit ihm trainiert wurde. Draco selbst blickte den beiden schmunzelnd hinterher, bevor er sich zu dem strahlenden Harry wandte, der gerade andächtig über ein Buch strich, das er aus Geschenkpapier befreit hatte.

„Wow, Ron, danke“, hauchte Harry gerührt, während Blaise über seine Schulter stierte.

„Häää… danke? Du heiratest in ein paar Tagen, warum also sooo ein Buch?“, kam es auch schon wenig schmeichelhaft von dem schwarzen Casanova, der, seitdem er mir das mit Pansy anvertraut hatte, sichtbar misstrauisch war.

„Wie heißt es?“, rief Draco von der Tür aus, während wir auf die Couch zugingen.

„Zwölf narrensichere Methoden, Hexen zu bezaubern! Unfassbar, warum?“, legte Blaise nach.

„Na, Harry, nur weil du heiratest, heißt das ja nichts!“, kommentierte ich nun trocken, woraufhin Harrys Blick zu mir zuckte und er umgehend argwöhnisch über seine Schulter zu Blaise linste. Harry wusste offenbar doch, von wem ich das mit Pansy erfahren hatte, denn er war nicht dumm genug, um den einzigen, der hierfür in Frage kam, als Spion zu enttarnen.

„Wie meinen?“, empörte sich Harry zurückhaltend und wurde verdächtig rot, dabei warfen Blaise und ich uns durchdringende Blicke zu.

„Ruhig, Harry, ich meine gar nichts… naja… du musst doch Daphne bei Laune halten, da dachte ich, dass es passt“, murmelte Ron unschuldig, der wirklich nichts von alldem ahnte, was uns beschäftigte.

„Ohhhh… nein, nein, natürlich! Ich freu mich total, ich liebe es, Ron, und ganz ehrlich, wo hab ich Ahnung von Frauen?“, meinte Harry gutmütig und der abfällige Ton, den Draco ausstieß, unterstrich, dass mein Freund es ähnlich sah, dass Harry wirklich ahnungslos auf diesem Gebiet war.

Ich trat entschlossen auf ihn zu.

„Hier, von mir, wenn du schon meinst, dich durch die Gegend schleichen zu müssen!“, flüsterte ich so leise, dass es Daphne auf keinen Fall bemerkte.

Auch die anderen ließen sich ablenken, als ich ihm mein verpacktes Geschenk vor die Nase hielt, welches er sofort ungeduldig aufzureißen anfing. Dabei erinnerte er eher an ein Kleinkind, aber es war schön, seine aufrichtige und ehrliche Freude zu erleben, als er das Geschenkpapier zerstörte.

„Wow, ein Spickoskop“, kam es ehrfürchtig von Astoria und ich blickte auf den kleinen Kreisel, der in einer Halterung steckte und war mit meiner Wahl zufrieden. Dieser magische Gegenstand funktionierte so, dass wenn jemand in Reichweite des Gerätes falsch und nicht vertrauenswürdig war, es einen schrillen Pfeifton von sich geben, sich wild drehen und wie verrückt in bunten Farben leuchten würde.

„Aber ich hab doch schon eines zu meinem dreizehnten Geburtstag geschenkt bekommen“, kam es irgendwie leicht pikiert von ihm, als wäre er enttäuscht, dass ich mich nicht erinnern konnte, dass dem so war und ich rollte mit den Augen.

„Eben und nun hast du ein Neues von mir bekommen!“, warf ich lakonisch ein und blinzelte ihm zu, da das andere eine Kinderspielerei gegen das hier war. „Eines, was auch noch funktioniert, das andere hat versagt, siehe Sirius, Krätze und Moody, beziehungsweise Barty, das hier… meines wird dir gute Dienst leisten, versprochen.“ Man konnte das Alte und das Neue nicht miteinander vergleichen.

„Ich hoffe, du erwartest nichts von mir!“, schaltete sich nun jemand anderes aufmerksamkeitsheischend ein.

„Nie, Malfoy, nie“, winkte Harry lässig ab, als er sich zu mir beugte. „Danke dir, Hermione, dass du an mich gedacht hast“, grinste Harry jetzt spitzbübisch und zog mich zu einem Kuss zu sich heran.

„Oh lala, Harry, knutsch sie nieder!“, „Und das immer wieder!“, trällerten die Twins gehässig aus dem Hintergrund, während sie ihm einen großen Karton überreichten. Daphne gesellte sich nun mit ihrem Sohn auf der Hüfte zu uns, da sie ihn endlich geschnappt hatte.

„Was hab ich verpasst?“, fragte sie leicht atemlos und lächelte nachsichtig zu ihrem Sohn.

„Nichts, nur ein Buch darüber, wie ich dir gerecht werde und ein Spickoskop… und jetzt das… Na, das dürfte keine große Überraschung sein, oder?“, meinte Harry augenzwinkernd und öffnete die Box, die ein Arsenal der Artikel von Weasleys Zauberhafte Zauberscherze enthielt und fast schon bedrohlich in seinem bunten und unübersichtlichen, aber vielversprechenden Sortiment anmutete.

„Das ist unsere neueste Erfindung, eine Box, in der Platz für alles ist, zum Nachbestellen!“, trällerte Fred sichtlich stolz. „Und ja, du bist unser Erster!“, bekräftigte George freudestrahlend. „Das enthält alles, was wir zu bieten haben und was es wert ist, unter die Menschen gebracht zu werden.“

„Ich fühle mich geehrt!“, kam es etwas zynisch von Harry, der zweifelnd auf die riesige Auswahl blickte, die sich exponentiell zu vervielfältigen schien, je länger man hinsah.

„Ja, das solltest du auch!“, „Auf alle Fälle!“, „Das ist sauteuer!“, „Das kann sich nicht jeder leisten!“

„Ich fühle mich wie ein Versuchskaninchen!“, gab er zögerlich zu. Es war immer gefährlich, der erste bei den Twins zu sein, im übertragenen als auch wahrlich im wörtlichen Sinne.

„Hihihi“, „Hahaha“, kam es wenig aufbauend von den Twins. „Nicht doch!“, „Du bist ja ulkig, Harry!“

„Hier, Harry, das ist nicht viel aber ein wenig!“, schob sich Daphne vor Harry und reichte ihrem Verlobten gespannt ein Album. „Aber gib einen Tropfen Blut, sonst kannst du es nicht öffnen. Ich habe es verzaubert, damit es nicht jeder öffnen kann, das ist zu gefährlich!“, führte Daphne noch aus und hielt ihm einen sehr kleinen, spitzen Dolch hin, mit dem sich Harry auch sogleich in die Fingerspitze stach.

Er verzog dabei keine Miene, denn wir alle waren dies schon gewöhnt. Als Harrys Blut auf das dicke Leder des Buches traf, leuchtete es kurz hell auf. Andächtig strich Harry über den Einband, dann klappte er es auf, während Daphne ihn gespannt und abwartend musterte. Eins musste ich Daphne lassen, sie hatte mitgedacht.

„Wow, Schatz, aber das wäre doch nicht nötig gewesen!“, gab Harry dann ganz begeistert von sich und ließ seinen Blick über die dicken, großen Seiten des Buches vor sich und zu Daphne gleiten.

„Für dich doch immer, Harry!“, hauchte sie sanft, nachdem Harry das Album, das mit dunkelrotem Leder bezogen war und auf dem sich vorne ein bewegter Löwe mit einer Schlange kabbelte, aufschlug und sich unter großer Freude den Inhalt besah.

Ich blickte auch hinein und erkannte, dass es ein magisches Fotoalbum war, aus dem Daphne und Lucien sowie Apsis aufgeregt in die magische Kamera winkten. Danach war das Album erfüllt von Erlebnissen mit den gesamten Bewohnern des Cottages. Es war ein stimmungsvolles und sehr liebevoll gestaltetes Album, mit Daten und kleinen handgeschriebenen Anekdoten sowie ausführlichen Anmerkungen und selbstgemalten Bildern aus den vergangenen Jahren. Ich machte gerade magische, wie auch nichtmagische Bilder aus, die sie zusammengestellt hatte. Nachdem ich dies gesehen hatte, musste ich noch mehr eingestehen, dass Daphne mit ihrer Schutzvorkehrung recht hatte. Zumindest lernte auch sie dazu.

„Mein Schatz, ich bin so gerührt, ich danke dir, unser erstes Familienalbum, so schön!“, blickte er wehmütig darauf, ihm stand ins Gesicht geschrieben, dass er sich fragte, wie viele es für ihn davon noch geben würde, angesichts dessen, welch tragende Aufgabe er in diesem Krieg hatte.

„Es freut mich, wenn es dir gefällt!“, küsste ihn Daphne zärtlich, sichtlich erfreut, dass ihre Gabe anklang fand und er erwiderte es inbrünstig, bis sich Astoria vordrängte.

„Soooo, wir haben eine Überraschung, husch mal bitte los, Blaise und hole es!“, befahl sie gewichtig und während Harry Daphne im Arm hielt, gemeinsam mit ihrem gemeinsamen Sohn, machte er große Augen.

„Jetzt bin ich gespannt!“

„Oh ja, das darfst du sein… ich bin nämlich die Künstlerin!“, verkündete die Kleine gewichtig.

„Die Künstlerin?“, hauchte Harry ehrfürchtig und war genauso wie wir gespannt.

Soeben kam Blaise schwerbeladen die Treppe hinab, vor ihm schwebte etwas, das mit einer großen Decke zugedeckt war und er grinste schelmisch.

„Bin echt gespannt, was der werte Herr dazu sagt!“, freute er sich, während alle fragend schauten.

In dieser Zeit stand Astoria wie auf heißen Kohlen da und trippelte nervös herum. Als Blaise mit großem Trara den Stoff entfernte, enthüllte er ein lebensgroßes Gemälde, das Daphne auf einem Stuhl zeigte, mit Lucien auf dem Schoß, wobei sich Apsis durch das Bild schlängelte und Harry, ganz der stolze Familienmensch, stand hinter dem Sessel und blickte huldvoll zu uns.

Es war ein gemaltes Bild, aber die Personen bewegten sich, wie die Gemälde, die man in den magischen Haushalten kannte, das war unerwartet und alle waren über dieses originelle Geschenk schlicht sprachlos.

„Wow, wer hat das gemacht?“, hauchte Ron ehrfürchtig, der gar nicht mehr seinen Blick davon abwenden konnte.

„Naja, sagte ich doch… ich!“, bekannte Astoria leise, aber sichtlich hoffnungsvoll.

„Du hast das gemalt?“, flüsterte Daphne ergriffen. „Ganz alleine, du?“, war es, als würde ihre Schwester ihr ebenfalls ein Geschenk machen und nicht nur Harry.

„Ja, Daphne, nur ich und ich dachte mir, da Harry doch ein Haus hat und alles, dass dieses herrschaftliche Bild gut zu euch passt! Ich meine, Potter, das ist ein Name, warum also nicht auch auf den Putz hauen?“, lächelte Astoria ungewohnt verschämt, während selbst Draco anerkennend seine Mundwinkel hob.

„Und was hast du getan?“, fragte Draco Blaise.

„Ich? Ich hab den Prunkrahmen besorgt und ich habe die Zauber gefunden, die ein Bild zum Leben erwecken, das war ein Akt!“, stöhnte er voller Selbstmitleid. „Also sieh es als Gemeinschaftsgeschenk von uns, bitte“, lag ein gewisses Jammern in seinem Ton, der offenbarte, dass der Zauber, der das Gemälde zum Leben erweckte, wirklich nicht ohne war.

„Klar, Blaise, ich bin total gerührt und würde dich jetzt liebend gerne küssen!“, kam es schelmisch von Harry, woraufhin Blaise schnell die Hände hob.

„Weiche von mir, dein Dank soll mir genug Lohn sein!“, meinte er hochtrabend, als sich Harry an die Schwester seiner Frau wandte.

„Du kannst wirklich malen, Astoria? Seit wann?“, wollte Harry von seiner zukünftigen, sehr jungen Schwägerin wissen und sie grinste übermütig über ihr ganzes junges Antlitz.

„Oh ja… ich mag es sehr, es hat mich in dem Jahr, bis ich nach Hogwarts durfte, gut abgelenkt“, bekannte sie strahlend und ich selbst musste ihr Talent zusprechen, denn das Gemälde zeigte eine perfekte Kopie der Personen, es war mehr als gelungen und sehr beeindruckend.

„Meine Liebe, das musst du mir genauer erzählen, was du mir alles verschweigst!“, eilte Daphne auf ihre Schwester zu und bestürmte sie mit ihren Fragen, bis Ron in die Hände klatschte.

„So, Leute, auf geht´s, wir müssen los!“, verkündete er sichtlich nervös und ich konnte es verstehen, denn heute war für ihn ein besonderer Tag, nicht nur Harrys Geburtstag.

„Und ihr geht jetzt schon?“, wollte Blaise mehr als unwillig erfahren.

„Ja, wir müssen, sie warten auf uns und wo geht ihr hin?“, wollte George zu diesem gewandt wissen.

„Nach Irland!“, erklärte Draco sofort sehr geschäftig, während Daphne aufstöhnte.

„Und ich bleibe hier“, sprach sie leise und ich erinnerte mich an mein Gespräch mit Harry, konnte bei dem Blick zu Lucien allerdings kein Mitleid für sie aufbringen, es ging einfach nicht, sie war selbst schuld, zumindest in meinen Augen.

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BeitragThema: 446. The Will of Albus Dumbledore 
   Fr Feb 14, 2014 6:03 am

446. Kapitel Das Testament von Albus Dumbledore, The Will of Albus Dumbledore


„Schönste, willst du so gehen?“, fragte Fred eifrig, als wir uns anschickten, das Cottage zu verlassen, da ich heute eine Jeans trug und mehr als leger daherkam, gleichzeitig deutete er eilig auf meine Wange, die nach meiner selten genützten Salbe nur noch rot war, sodass ich stöhnend zum Make-up würde greifen müssen, um meine Strafe vollständig zu verbergen.

„Oh, ich hab mein Kleid in meiner Tasche und ihr anderen scheint euch auch erst später für die Hochzeit umziehen zu wollen, oder?“, zeigte ich mich wenig davon beeindruckt, denn jetzt, um kurz vor neun Uhr, galt es zunächst, Harry bei den Weasleys zu feiern. Nachdem ich kurz das Badezimmer aufgesucht und das rötliche Überbleibsel meiner Wangenverletzung überschminkt hatte, sodass man es gar nicht mehr wahrnehmen konnte, brachen wir schlussendlich auf.

Als wir appariert waren gingen wir schweigsam den Weg zu dem schiefen Fuchsbau hinauf, wobei wir schon im Garten eine große, für die Weasleys eigentlich eher kleine, Festtafel ausmachen konnten.

Trotz allem schien auch hier das gewohnte und geliebte Chaos zelebriert zu werden und während Fleur, Gabrielle, Ginny und Molly herumwuselten bemerkten sie uns gar nicht.

Gerade ließ Molly eine mehr als schiefe Schnatztorte hinaus schweben, als sie uns entdeckten und herumwirbelten.

„Da seid ihr ja endlich alle!“, „Harry!“, „Fred, George!“, „RON!“, kreischten die Damen der Schöpfung in unterschiedlich hohen Tonlagen und eilten freudig auf uns zu.

Wenn wir nicht Nerven aus Stahl hätten, könnte man wahrlich Angst vor dieser geballten Weiblichkeit bekommen.

Ginny hielt auf Harry zu und warf sich diesem mit Schwung in die Arme, sodass er sich übermütig mit ihr im Kreis drehte und laut lachte. Irland schien auch ihrer Beziehung zueinander gut zu tun.

„Happy Birthday, mein süßer Held!“, kicherte sie beschwingt und Harry selbst lachte losgelöst, während Molly Ron stolz tätschelte, was er mitleidig über sich ergehen ließ. Man sah ihm jedoch an, dass er nichts lieber wollte, als zu Apolline zu eilen, die jetzt erst mit Kaffeekannen bewaffnet aus dem Haus trat und ihm ein wunderbar strahlendes Grinsen schenkte.

„Harry, mein lieber Junge, dir alles Gute“, löste nun Molly ihre Tochter ab und zog Harry übergangslos an ihren großen, sehr mütterlichen Busen und man konnte denken was man wollte, sie wirkte aufrichtig.

„Dank… danke, Mrs. Weasley!“, presste Harry recht atemlos hervor, aber auch er schien sich über ihre überschwängliche Art zu freuen. „Ist die Torte da für mich?“, fragte er dann schüchtern.

„Aber natürlich!“

„Aber Sie haben doch heute schon ein Fest… die Hochzeit… das ist zu viel!“, grinste er selten dümmlich und es war gut, dass Draco nicht hier war, aber Mollys Miene war perfekt, da sie so viele Emotionen zeigte, von Freude, über Tadel, bis hin zu Stolz.

„Oh nein, nein, das ist eine Selbstverständlichkeit, dass das Geburtstagskind eine Torte bekommt, außerdem, das Zelt steht schon im Garten. Hagrid, Andromeda, Ted, Fleur und meine Söhne haben geholfen… es ist alles bereit, lass es uns genießen, dass zwei Feste aufeinander fallen!“, zog sie Harry resolut mit sich, während Ron an seiner Freundin hing, die mir ein sanftes Lächeln schenkte, das ich erwiderte.

Ginny hing nun an den Twins, die sie auch in Irland selten sah, während ich Fleur und Bill beäugte, die mir seit Kurzem wohl lieber den Hals umdrehen wollten als mir um selbigen zu fallen.

Ich kam am Tisch an und konnte einen frechen jungen Mann ausmachen, den ich schon lange nicht mehr gesehen hatte, seit meinem vierten Schuljahr um genau zu sein, woraufhin Ron an mir vorbei schoss und diesem stürmisch um den Hals fiel.

„Charlie!“, rief er überschwänglich, während Fred und George grinsend näher kamen und ihrem Bruder sachte zuwinkten.

„Hey, altes Haus, wie geht’s?“, „Schön, zu sehen, dass du noch nicht angeknabbert wurdest!“, zogen sie ihren Bruder für ihre Verhältnisse fast schon zahm auf, vor allem, da sie um seinen Auftrag, die Vampire betreffend, wussten. „Warum bist du hier?“, wollte dann George ernst erfahren.

„Sagen wir so, das war bis zur letzten Sekunde nicht sicher, aber mein Auftrag lässt sich mit der Hochzeit meines Bruders verbinden!“, strahlte der muskulöse Mann vor mir eine große innere Ruhe aus.

„Sag bloß… sie kommen in die Hufe!“, rief Fred fast schon ungläubig.

„Psst!“, mahnte Bill sofort sehr geschäftig und ich durfte seinen mich streifenden Blick auf mir fühlen, was mich innerlich die Augen verdrehen ließ. Als ob ich nicht wüsste, dass es um die Vampire ging.

„Harry Schatz, das ist von Arthur und mir, er musste noch kurz ins Ministerium! Er kommt später!“, schallte Mollys volltönende Stimme zu uns und sie überreichte Harry stolz ein buntes Päckchen.

„Aber, Mrs. Weasley, das wäre doch nicht nötig gewesen, diese Feier reicht völlig!“, kam es sehr bescheiden von Harry, worauf die Dame des Hauses resolut abwinkte.

„Mach schon auf, Harry!“, rief nun Ron aufgeregt, der gewohnt neugierig und sofort Feuer und Flamme war. Er zeigte weniger Scheu als sein bester Freund, das war das Schöne an den beiden Jungs und das würde sich wohl nie ändern.

„Boahhhh, krass… Mum, die ist aber schön!“, hauchte Ron von Ehrfurcht ergriffen und ich konnte es verstehen, denn das war ein unerwartet wertvolles Geschenk.

„Das ist wirklich viel zu wertvoll, Mrs. Weasley. Das kann ich gar nicht annehmen!“, stieß Harry betrübt aus.

„Unsinn, Harry, jeder junge Mann in unserer Welt bekommt dies zur Volljährigkeit, meine Eltern haben sich das schon genau überlegt!“, sprach Bill bestimmt, während Harry die goldene Kette anhob und die Planetenuhr vor seinen Augen baumeln ließ.

Molly schniefte und drückte sich bewegt ein Taschentuch an die tränenden Augen.

„Weiß du, Harry, diese Uhr gehörte einst… meinem Bruder Fabian“, erklärte sie stockend.

„Wow, das“, brach Harry unsicher ab.

„Ich weiß, mein Junge, ich weiß“, schniefte die gerührte Frau. „Außerdem hast du uns unsere Tochter wieder gebracht, das vergessen wir dir nie… nimm sie, bitte!“, rief sie Harry die Geschehnisse während seines zweiten Jahres in Erinnerung.

„Nun gut… ich… ich werde sie in Ehren halten!“, meinte er dann sehr ernst.

„Nä, wie auch immär, hier, mäche unsere Gäbe auf!“, nuschelte Fleur in dieser brutalen Vergewaltigung unserer Sprache. Vielleicht könnten wir doch noch den Übersetzungszauber auf sie legen, jeder wäre uns dankbar dafür.

Zutage kam ein magischer Rasierapparat. Von Ginny erhielt er Quidditch-Fanartikel, sie war dank Oliver nun an der Quelle und sehr großzügig.

„Das sollen wir dir von Hagrid geben!“, meinte Bill noch gewichtig und schob ein Päckchen rüber, aus dem Harry einen Brustbeutel aus Mokeleder befreite.

„Wow, da hat sich Hagrid echt in Unkosten gestürzt!“, flüsterte Ron beeindruckt und erntete von Harry einen Ausdruck, der eindeutig besagte, dass er keinen Schimmer hatte, was genau wir meinten, weswegen ich leise stöhnte.

„Okay, Harry“, meinte ich süßlich, denn auch wenn er sich gewandelt hatte, elementares Wissen ging ihm immer noch ab. „Der Moke ist eine hellgrün schimmernde, magische Echse. Er ist in unseren Breitengraden heimisch, es schrumpft, sobald sich ihm Fremde nähern und wird so klein, dass man ihn nicht mehr wahrnimmt. Bei uns ist es beliebt, weil Mokeleder ein sehr begehrtes, aber halt auch seltenes Material zur Herstellung diebstahlsicherer Geldbörsen, oder Handtaschen ist. Und jetzt rate dreimal, warum das so ist?“

„Weil sich das Fell zusammenzieht?“, fragte Harry vorsichtig.

„100 Punkte, Harry!“, kicherte ich zurück.

„Wow, sie härt sischhhh an, wie än Lessssikon“

„Tja, das ist unsere Schönste, ein wandelndes Wissen!“, klopfte mir George gutmütig auf die Schulter. „Wandelndes Lexikon, Bruderherz!“, „Na, wie auch immer… komisch, dass ihr Kopf nicht anschwillt!“, „Wir könnten ihr Haupt einmal im Jahr messen und ein Diagramm erstellen?“

„Wagt es, mir zu nahe zu kommen!“, flüsterte ich und dämpfte ihren Übermut.

„Cool, da freu ich mich, kommt Hagrid auch?“, lenkte Harry geschickt ab.

„Natürlich!“, rief Molly und gab den Kuchen großzügig auf. „Später zur Hochzeit!“

Es ging fröhlich zu und niemand schien es zu wagen, heikle Themen anzusprechen, ein Umstand, der sehr angenehm war, bis plötzlich etwas Silbernes meine Aufmerksamkeit erregte. Ein Patronus näherte sich uns und alle starrten nun zu dem aufgeregten, nebeligen Wiesel, das sich vor uns manifestierte.

„Ich komme gleich mit dem Zaubereiminister!“, stieß der Patronus eine gehetzte Warnung aus, was uns alle erstarren ließ, denn jeder kannte den Tagespropheten, der uns jeden Tag aufs Neue berichtete, dass das Ministerium Harry suchte und zu finden wünschte.

Wir fingen uns gerade, als auch schon in einiger Entfernung die zwei Männer auszumachen waren. Der Minister mit gewohnt buschiger Löwenmähne und wehendem, dunkelblauem Mantel sowie einer gewichtig erscheinenden Aktentasche in der Hand und Arthur an seiner Seite, aber zu unserer Verwunderung hatten sie auch Percy im Schlepptau, den man auf den ersten Blick nicht hatte erblicken können.

„Oh Mann, ich hab das echt nicht verdient!“, stöhnte Harry leidend, versuchte jedoch, Haltung zu bewahren.

„Harry!“, mahnte ich eilig, dabei bedeutete ich ihm, dass er lässig erscheinen sollte, auch wenn er durchaus zeigen durfte, dass er nicht erfreut darüber war, dass wir hier derart vorgeführt wurden, schließlich war Harry nicht zum Spaß untergetaucht.

„Ist ja schon gut, keine Sorge, ich werde nett sein, ich spiel den Diplomaten!“ Die anderen beobachteten unsere Kommunikation sehr genau, als ich eilig nickte und mir selbst eine kleine Locke hinters Ohr strich.

„Mr. Potter!“, dröhnte es gerade von dem rasch herbeieilenden Politiker, der sein Glück, uns alle auf einem Haufen zu finden, gar nicht fassen konnte, derart selbstzufrieden wie seine Miene gerade aussah.

„Was für eine unerwartete Freude, Minister!“, klang Harry selbst in meinen Ohren sarkastisch, aber es prallte am Minister ab, nur weil er die Lippen zusammenpresste, bemerkte man, dass er die Begrüßung als das erkannte, was sie war.

„Sie sind mir einer, halten sich versteckt, obwohl wir Sie so dringlich suchen“, versuchte er, es jovial zu überspielen und wedelte übertrieben tadelnd mit seinem erhobenen Zeigefinger durch die Gegend.

„Naja, Sie werden verstehen, dass ich es bevorzuge, mich bedeckt zu halten“, schnaubte Harry und fuhr sich durch sein wirres Haar. Die versammelte Mannschaft war verstummt und Arthur blickte entschuldigend auf seine Familie aber auch zu Harry, da er uns dies eingebrockt hatte, während sich Percy auffällig zurückhielt.

Gerade hielt ein betrübter Zug auf Scrimgeours Zügen Einzug und er schüttelte ostentativ wegen Harrys Worten sein Haupt.

„Oh, Mr. Potter, darüber könnte man nun streiten, denn mir und dem Ministerium können Sie vertrauen!“ Ich rollte bei dergleichen Idiotie die Augen, denn das Ministerium war schon längst infiltriert.

Sowohl von den DeathEatern als auch dem Orden sowie Dracos Organisation, denn schließlich war Percy auf dessen Gehaltsliste, aber wer blind sein wollte, bitte! Sollte er in seliger Ungewissheit verbleiben, man konnte nicht alle retten.

„Aha!“, war dann auch Harrys eloquenter Kommentar, dabei schien auch Rufus zu bemerkten, dass es sinnlos war und so raffte er sich auf.

„Percy!“, hauchte Molly gerührt dazwischen, weil sie nach langer Zeit endlich mal wieder ihren Sohn sah, der ihr knapp zunickte.

„Wie es auch sei, ich muss Sie zu einem dringenden Gespräch bitten, ebenso Mr. Ronald Weasley“, ruckten daraufhin die Augen aller zu dem mehr als perplex aussehenden Ron, während Scrimgeour etwas abgelenkt wirkte, „oh, und Miss Hermione Granger!“, nun schnellte mein Blick hoch und ich fasste den Mann ins Visier; sollte das ein Witz sein?

Was sollte der Minister von uns dreien wollen?

„Ähm, dürften wir erfahren, um was es geht?“, fasste ich mich am schnellsten und fragte betont eindringlich nach.

„Nicht vor anderen… das geht nur sie drei etwas an und da sie alle volljährig sind… dürfte ich um ein ungestörtes Zimmer bitten?“, fragte er in die perplexe Runde, da jedoch alle still blieben, selbst die Twins, richtete sich der Minister an Arthur, der gerade auch einfach nur überfahren wirkte.

„Dann mal auf!“, ergriff Ron die Initiative und erhob sich, während Arthur bereits auf sein Haus zueilte.

„Hier, Minister, Sie können ins Wohnzimmer, wir warten draußen!“, kam es eilfertig von Arthur, dabei fiel mir auf, dass der Minister niemanden außer uns „begrüßt“ hatte, wenn man das so bezeichnen wollte, aber nun gut, so gingen wir hinein und der Minister zückte seinen Stab, um einen Zauber zum Schutz unserer Privatsphäre aufzubauen.

Wir drei nahmen derweil auf dem alten Sofa Platz. Ron saß in der Mitte und der Couchtisch trennte uns vom Minister, der sich auf einen unbequem wirkenden, sehr geraden Holzstuhl setzte und uns mit undurchdringlicher Miene maß.

„Ähm, und nun?“, wagte sich Harry vor, nachdem sich das Schweigen unangenehm ausgedehnt hatte.

„Oh ja… ja… warten sie… nun, sie sind Erben“, begann der leicht widerwillig erscheinende Minister und hantierte an seiner Aktentasche herum.

„Bitte?“, hauchte ich perplex. Wer war gestorben und wer sollte mir etwas hinterlassen?

„Von wem erben wir was?“, stieß auch Ron sichtlich überfordert aus.

Ich verstummte und fühlte mich etwas wegen der Aussicht, erneut mit einem Erbe konfrontiert zu sein, gestresst. Zuerst meine Eltern, dann Sirius, von mir aus konnte es damit aufhören!

Aber vor allem beschäftigte mich, wer mir und den Jungs etwas hinterlassen sollte?

„Wir alle drei? Was und insbesondere warum?“, rief Harry ebenfalls, wobei er den Mann vor uns unwillig musterte.

„Natürlich, ich bin hier, um den letzten Willen von Albus Dumbledore zu verlesen“, trug Rufus gewichtig vor und ihn schien es zu befriedigen, dass wir drei ahnungslos zu sein schienen.

Jetzt machte ich Augen, denn Albus hatte diesen mehr als ungewöhnlichen Umstand bisher mit keinem Wort erwähnt, wenn ich ihn und Gellert getroffen hatte.

„BITTE?“, „WOW!“, „Also, das kommt unerwartet“, kam es von Ron und Harry, indes Harry mir bei seinem letzten Satz einen sehr langen Blick schenkte, denn dass der Alte mich bedachte, war fast schon als wahnwitzig zu bezeichnen. Ich hielt mich mit Reaktionen allerdings bewusst zurück.

„Sie können sich vorstellen, was wir uns dachten, denn ja, dass drei Schüler die einzigen Erben dieses großen Magiers sind hat auch uns mehr als überrascht. Aber er hinterließ explizit nur ihnen dreien etwas… er war sehr genau in seinen Anweisungen!“, verklangen seine irgendwie misstrauischen Worte und ließen uns wahrlich gespannt zurück, während er nun in seine Aktentasche griff und diese auf den Tisch vor uns legte, um in ihr zu wühlen.

http://harrypotter.wikia.com/wiki/The_Last_Will_and_Testament_of_Albus_Percival_Wulfric_Brian_Dumbledore

Danach zog er ein gefaltetes Pergament hervor, das ein rotes Siegel trug. Sofort nachdem er es aus seinen Händen entließ, blieb es in der Luft schwebend vor ihm und entfaltete sich selbstständig vor dem Minister; es erinnerte an einen Heuler, doch das Pergament blieb stumm. Rufus räusperte sich zunächst, bevor er vorzulesen begann:

„Dies hier ist der letzte Wille von Albus Percival Wulfric Brian Dumbledore!“, kam es mit dramatisch aufgeblasener Stimme von ihm, als er wieder in der Tasche wühlte und wir uns gegenseitig genau im Blick behielten.

Er zog nun eine kleine Mappe hervor, welche er langsam entfaltete, und entnahm einen kleinen, silbernen Gegenstand, den er gewichtig in seiner Hand wog.

„Zuerst zu Ronald Bilius Weasley, ich hinterlasse ihm meinen Deluminator!“ Er hob ihn hoch und lenkte damit unsere Aufmerksamkeit darauf. „In der Hoffnung, dass dieser ihm hilft, wenn die Umstände am ausweglosesten erscheinen, auf dass ihm das Licht den Weg weist!“, überreichte er schließlich Ron mit einer gewissen Skepsis den silbernen Gegenstand, den dieser ehrfurchtsvoll entgegennahm und ihn eingehend musterte.

„Mr. Weasley, das ist ein sehr wertvolles Objekt. Es ist einzigartig, um genau zu sein! Zweifelsohne ist dies ein von Dumbledore selbstentworfener Gegenstand. Warum sollte er so ein seltenes Stück Ihnen hinterlassen?“, schoss auch schon der ehemalige Leiter der Aurorenzentrale lauernd ab und sprach so schnell weiter, dass niemand antworten konnte. „Dumbledore hatte Tausende von Studenten und er bedachte keinen einzigen in seinem letzten Willen, außer ihnen dreien? Warum? Was dachte er, für was Sie diesen Deluminator benötigen könnten, Mr. Weasley?“, drang er weiter in Ron und dieser zeigte sich von einer neuen, sehr lässigen Seite, indem er den Minister mit großen blauen Augen musterte.

„Um Lichter auszumachen, denke ich?”, brachte Ron in seiner einzigartigen Weise extrem nüchtern hervor. „Was sonst sollte ich damit tun?”, antwortete er Scrimgeour leicht provokant, was diesen pikiert auf uns sehen ließ.

„Mir stellt sich die Frage, warum erst jetzt!“, wollte ich daher vorwurfsvoll wissen, den schlussendlich war Albus seit Monaten tot, oder eher nervig untot, mir erschien das alles gerade sehr verdächtig.

„Bitte?“, wandte er sich mir wenig begeistert zu und sein unsteter Blick war mir Aussage genug und so schlug ich zu.

„Ich kann mir schon denken, dass Sie untersuchen wollten, was er uns hinterlässt. Aber Sie hatten kein Recht, das zu tun und uns dies so lange vorzuenthalten!“, klagte ich an, während die Jungs höchst interessiert lauschten.

„Das ist nicht korrekt, es steht dem Ministerium nach dem Gesetz zu, Erbschaften 31 Tage zu beschlagnahmen!“, legte er eine Hand an seine Krawatte und reckte sich sehr gerade auf seinem Stuhl, da er sich persönlich angegriffen fühlte und ich verengte meine Augen zu Schlitzen.

Ich hatte gelernt, in Menschen zu lesen und ein wenig kannte ich mich mit magischen Gesetzen aus und so wollte ich mein Wissen kundtun und ihn noch ein wenig verunsichern, deshalb stahl sich ein überlegenes Lächeln auf meinen Lippen.

„Ohhh, mit diesem Gesetz wollen Sie sich rausreden?“, begehrte ich verächtlich auf und ich konnte die Wut in seinem Blick ausmachen, es kristallisierte sich heraus, dass er mich nicht mochte.

„Was meinst du?“, fragte mich Harry und ich schnaubte.

„Dieses Gesetz wurden geschaffen, um Erben vor der Weitergabe verfluchter, dunkler Artefakte zu schützen… aber dies hier war eine illegale Beschlagnahmung von Ihnen! Denn Sie haben was weiß der Himmel auch immer gesucht! Wollen Sie mir erzählen, dass Sie dachten, Dumbledore hätte versucht, uns etwas zu hinterlassen, was uns verfluchen soll? Das ist lächerlich!“, konfrontierte ich ihn harsch. „Und das wissen Sie, Minister!“

Er musterte mich nach meiner Anklage mit kaltem Blick, wobei er die Hände vor seiner Brust verschränkte.

„Planen Sie eine Karriere im magischen Recht, Miss Granger?“, ging er gar nicht auf meine Vorwürfe ein, sondern höhnte ein wenig über mein Wissen und ich schnaubte schon wieder auf.

Lucius würde sich im Grab umdrehen oder auch ein Rad schlagen, wenn ich sagte, ich wolle im Ministerium arbeiten gehen. Auf der anderen Seite brachte mich dieser platte Erpressungsversuch nur milde zum Lächeln. Somit wollte ich seine Hoffnungen, mich einzuschüchtern, mit wenigen Worten zunichte machen.

„Nein, das habe ich nicht vor… mit Sicherheit nicht, denn noch habe ich die Hoffnung, etwas Sinnvolles auf der Welt zu tun!“.

Ganz ehrlich, für mich war das Ministerium doch bloß eine Ansammlung von Dummköpfen, nicht ohne Grund mied Lucius einen Posten in eben dieser Institution, darüber funkelten die Augen von Scrimgeour wütend auf und er überging mich nun seinerseits mit einem abfälligen Schnauben.

„Wir sollten weiter machen!“, verkündete er gewichtig und wir erhoben alle keinen Einspruch.

„Harry James Potter hinterlasse ich den Schnatz, den er in seinem ersten Quidditchspiel auf Hogwarts fing! Als Erinnerung an seine ausgezeichneten Fähigkeiten, wie Ausdauer und Geschick“, las Rufus eindringlich und ich könnte wegen Albus‘ heimlichtuerischen Art die Augen verdrehen.

In dieser Zeit wickelte Rufus mit einer gewissen Melodramatik den goldglänzenden Schnatz aus einem dunkelgrauen, dabei war er sehr geschickt, denn er berührte das Artefakt nicht, während er sich über den Tisch zu Harry reckte und dieser vorsichtig danach griff. Man konnte regelrecht mitverfolgen, wie gespannt der Minister darauf wartete und hoffte, dass der Schnatz bei Harrys Berührung reagieren würde.

Ich selbst versteifte mich kurz, unsicher ob es so gut war, wie unbedarft er das Kleinod ergriff, aber zu Rufus‘ Verärgerung passierte rein gar nichts. Sofort sackten seine Schultern enttäuscht herab, während Harry das goldene, runde Ding nur verwundert anstarrte und darüber nachdachte, was ihm Albus selbst im Tode zu sagen versuchte.

„Ähm, also Mr. Potter, was denken Sie? Warum hinterlässt er Ihnen diesen Schnatz? Wenn ich richtig gesehen habe, war auch Ihre Geburtstagstorte ein Schnatz! Warum ist das so?“, fragte der Minister ungebrochen hartnäckig und unser aller Augenbrauen gingen in die Höhe, wobei mir dezent die Hutschnur riss.

„Das ist doch offensichtlich! Harry ist ein hervorragender Sucher, das ist ein Fakt, der allgemein bekannt ist!“, traf mich ein giftiger Blick, der mich nur noch mehr reizte. „Aber vielleicht muss hier eine versteckte Nachricht von Dumbledore im Zuckerguss versteckt sein!“, sprach ich offen meine Verachtung aus, eine Reaktion, die Scrimgeour wütend machte, aber er ersparte sich eine Antwort, sondern richtete seine Augen wieder auf das schwebende Testament.

„Desweiteren“, glitten Rufus‘ vorwurfsvolle Augen nun zu mir, „ hinterlasse ich Hermione Jean Granger eine Kopie von The Tales of Beedle the Bard, in der Hoffnung, dass sie dieses Buch unterhaltsam und lehrreich finden mag!“, überreicht er nun mir mehr als widerwillig das alte, gebrauchte Buch.

Dabei musterte er nun mich sehr durchdringend und ich selbst blickte mehr als erstaunt auf meine Gabe, das blau-weiße, leicht vergilbte Buch machte einen zerlesenen Eindruck und ich fuhr gedankenverloren mit einer Fingerspitze über die Prägebuchstaben, die hervorstanden.

http://harrypotter.wikia.com/wiki/File:DH1_Scrimgeour_passing_The_Tales_of_Beedle_the_Bard_book_to_Hermione_Granger.jpg
„Was denken Sie, warum Dumbledore Ihnen dieses Buch hinterlässt, Miss Granger?“ Das musste man dem Minister lassen, er war hartnäckig.

„Nun, mhm… wenn ich das wüsste, wäre ich wirklich schlauer!“, begann ich aufrichtig, denn ich fand es unerklärlich, nach allem was zwischen uns in den letzten Jahren vorgefallen war, dass mir Albus etwas hinterließ. Das war verdächtig, das war ungewöhnlich und vielleicht auch gefährlich, wenngleich mir der Mann gegenüber kein Wort glaubte, deshalb fuhr ich fort.

„Sir, Sie können mir so was von glauben, dass es mich umhaut, von dem alten Herren bedacht worden zu sein“, erzählte ich ernsthaft überwältigt, da ich mir gerade lebhaft Gellert und Albus vorstellte, wie sie sich ankeiften auf dass Albus dann mich angriff.

Dass er mir etwas geben würde, war so wahrscheinlich, wie dass ich mit Bella im Bett landen würde, ja, Albus konnte immer wieder überraschen, im Leben wie im Tod, oder auch im Fast- Tod.

„Aber um auf Ihre Frage zurückzukommen, ich… denke, er wusste, dass ich Bücher mag?“, startete ich eine mehr als schlechte Rechtfertigung, was in Albus‘ wirrem Kopf vorging und sie war anscheinend so schlecht, dass Harry als auch Ron affektiert husten mussten, was ihnen von mir einen bösen Blick einhandelte. Rons „der Deluminator macht Licht“-Aussage war auch nicht besser, noch kreativer.

„Ja, das mag sein, aber warum gerade dieses bestimmte Buch? Vor allem auch noch die Erstausgabe, sehr selten!“, forschte er weiter und als er erwähnte, dass es die Erstausgabe war, konnte ich eine gewisse Ehrfurcht vor dem Gebinde in meinen Händen nicht unterdrücken.

„Miss Granger?“, versuchte er mich aus meinen Gedanken zu reißen „Haben Sie mit ihm jemals über Codes, oder die Möglichkeit der Weitergabe von geheimen Nachrichten gesprochen?“ Ichblinzelte konsterniert, mit dem guten Mann vor mir ging eindeutig die Fantasie durch, wobei, gut, diese Ausgabe trug eine alte Runenschrift, die nicht jeder lesen konnte, aber Albus hatte genügend andere Möglichkeiten, mit mir zu reden, als dass er mich mit Codes bewerfen müsste.

„Ähhh, nein!“ Bitte, ich meine, das hier war ein Kinderbuch und so legte ich es auf den Tisch vor mir.

„Sind wir fertig?“, fragte Harry nach, da Rufus die Lippen fest zusammenpresste und mehr als nur unzufrieden aussah, wegen der Tatsache, dass wir absolut keine Ahnung hatten, was uns der Verstorbene mit seinen Erbschaften sagen wollte.

„Nein, noch nicht, jetzt kommt der letzten Punkt!“ Er schüttelte betrübt sein löwiges Haupt, als würde ihn das Kommende noch mehr belasten. „Er wollte Ihnen, Mr. Potter, Gryffindors Schwert vermachen… aber nach eingehender Prüfung all unserer historischen Quellen ergab es sich, dass jeder, der würdig ist, Gryffindor zu präsentieren, das Schwert besitzen kann, weshalb es nicht ausschließlich das Eigentum von Ihnen, Mr. Potter, ist! Sie verstehen, das kann Dumbledore nicht entscheiden, es steht ihm nicht zu, da es nicht sein Besitz ist. Das ist Hogwartsbesitz!“, entgegnete Rufus resolut und diese Tatsache schlug wie eine Bombe ein, das war ja spannend, das er Harry das Schwert hatte zukommen lassen wollen.

„Aber was denken Sie, Harry, warum hat er es getan?“, drang der Minister ungebrochen wacker, viel zu vertraulich in Harry, aber dieser blieb sehr locker.

„Tja, vielleicht dachte er, das Schwert würde sich an meiner Wand schön machen?“, konterte er genauso kreativ wie zuvor Ron und ich, dieser Umstand trieb dem Minister die Zornesröte ins Antlitz.

„Mr. Potter, etwas mehr Ernsthaftigkeit, bitte, es zieht ein Krieg auf und dem können Sie sich nicht alleine stellen, Sie brauchen uns! Sehen Sie das endlich ein!“, begehrte er entschieden auf und ballte die Hände zu Fäusten.

Da wir auf seinen brodelnden Ausbruch nicht reagierten, sondern immer noch wie die Hühner auf der Stange ausharrten, beruhigte er sich nach einem tiefen Atemzug und fing von vorne an.

„Ich erkenne, dass sie wirklich unwissend sind, aber alle diese Dinge hat Dumbledore nicht ohne Grund veranlasst, das wissen sie! Ich vermute, da er Ihnen als einzigem etwas Persönliches vermachte, dass er Ihnen eine geheime Mitteilung machen wollte“, stockte er kurz, wirkte jedoch unzufrieden und das nützte Harry aus.

„Aber?“, fragte er und Rufus nickte bedächtig.

„Aber… leider haben unsere Prüfer nichts ausfindig machen können!“, gestand er widerwillig, was mich ihn weiter ärgern lassen wollte, deshalb räusperte ich mich.

„Chrm… Tja, da wären wir wieder beim Punkt, dass Sie das Gesetz sehr gebeugt haben, denn dass diese Gegenstände nicht schwarzmagisch sind, sieht wohl jedes Kind… Sie wollten nur herausfinden, ob Sie mit der Annahme richtig liegen, dass er uns etwas hätte mitteilen wollen!“, ätzte ich wenig freundlich, dabei zog ein mehr als empörter Ausdruck in sein Gesicht ein.

„Das ist eine bodenlose Unterstellung, Miss Granger!“, fauchte er los, doch bevor er weitermachen konnte hob Harry seine Hand, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

„Ich bin auch perplex, dass Sie sich nicht lieber mit den tödlichen Angriffen des Dark Lords beschäftigen als hiermit, das ist sehr verwirrend!“, kam es rechtschaffend von Harry. Rufus blinzelte daraufhin konsterniert..

„Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun!“, begann er dann doch, sich sträubend zu rechtfertigen „Dumbledore war ein Mann der Geheimnisse, aber das verstehen sie nicht, sie sind Kinder!“

„Das wird es sein!“

„Mehr Respekt, Mr. Potter! Sie sprechen hier noch immer mit dem Zaubereiminister!“, begehrte Scrimgeour wie ein brüllender Löwe auf und erntete von uns dreien doch nur abschätzige Blicke.

„Mhm… wissen Sie was… das ist nur ein Posten, der von meiner Sicht aus willkürlich vergeben wird und ganz ehrlich, man muss sich meinen Respekt erst verdienen!“, konterte Harry mehr als gereift in seinem Auftreten und Rufus erblasste auf diese Worte hin. „Und das hat bisher irgendwie kein Minister geschafft, den ich bisher kennenlernen durfte!“, holte er zum alles vernichtenden Schlag aus, da der Mann vor uns nun aschgrau anlief.

„Das… das ist eine Frechheit!“, empörte sich der Politiker stockend.

„Und das was sie getan haben nicht?“, hielt ihm Harry nachtragend vor, dabei deutete er auf die Gegenstände, die vor uns auf dem Tisch lagen.

„Sie sollten nicht derart mit Ihren Verbündeten umgehen!“, rügte der sichtlich verschnupfte Mann, der ungehalten reagierte.

„Ja, das würde ich nie tun, aber bisher war das Ministerium noch nie mit mir verbündet… bisher kam es mir immer so vor, als würden es in mir einen zweiten Lord sehen, denn wenn es so Verbündete behandelt, muss ich Ihnen mitteilen, dass ich ernsthaft an Ihren Absichten zweifele!“, warf ihm Harry brutal offen vor und sowohl Ron als auch ich waren schlicht sprachlos, dass Harry dies endlich einmal aussprach.

Selbst der Minister war schlicht überwältigt von dieser Anklage, die er anscheinend so wirklich nicht erwartet hatte, während er betroffen dasaß und verloren wirkte, bevor er sich dann doch entschlossen fing und sich straffte.

„Dem ist dann wohl nichts mehr hinzuzufügen!“, ruckte der zutiefst in seiner Eitelkeit gekränkte Minister auf und rauschte in dramatischer Geschwindigkeit davon. Wir konnten noch vernehmen, wie er draußen rief:

„Weasley, kommen Sie, wir sind hier fertig!“

„Mutter, Vater… Bill!“, sprach Percy gestelzt und eilte seinem Boss hinterher, während wir drei uns recht konfus ansahen und noch immer recht erschlagen auf der Couch rumsaßen.

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Kapitel 445-446
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