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 Kapitel 453-454

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queenie
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BeitragThema: Kapitel 453-454   Di März 18, 2014 10:32 am

Nur zur Info, am Freitag kommt ein OS der hier direkt anschließt und der von Riku mit inspiriert wurde


453. Kapitel Anderswelt


Ich stand auf meinen eigenen Beinen, auf sanften, saftigen Hügeln. Die Schlangen waren auch weg. Sie waren anscheinend das Tor zu dieser Welt gewesen, während meine Umgebung in kräftigen Farben, wie einem tiefen, dunklen Rot und einem satten, kräftigen Grün, erstrahlte. Ich sah mich interessiert um, bemerkte die seichten Hügel, aber auch die Wälder, die Sträucher und Bäume aus Gold, gehüllt in herbstliche Farben, erstrahlten mehr als sonst. Ich blinzelte, goldene Baumstämme? Und das Blattwerk der Sträucher in Gold?

Wo war ich? Es war auch irgendwie unwirklich lieblich und die Sonne blendete mich fast in gleißendem Weiß, doch das Erstaunlichste war, ich war nicht allein.

„Na endlich!“, empfing mich eine tiefe, durch und durch gehende Stimme, dir mir eine Gänsehaut verursachte, derart befehlsgewohnt wie sie klang.

„Da bist du ja endlich!“, murrte eine weibliche Tonlage, die nicht weniger beeindruckend klang als die davor.

„Mann, ich sag es dir, du beschäftigst uns schon viel zu lange!“, kam eine dritte Stimme salopp dazu und ich runzelte die Stirn. Das hörte sich sehr vorwurfsvoll an und bescherte mir sofort ein schlechtes Gewissen.

„Du hast auf dich warten lassen!“, raunte der Nächste und ich wirbelte herum, auf der Suche nach diesen Leuten, die urplötzlich hinter mir aufgetaucht waren und nun in der Gruppe zu mir sahen. Ich wagte nicht, mich zu bewegen.

„Ohhhh, sie sieht ja richtig interessant aus!“, entgegnete der Mann mit dem tiefdunklen, rotschimmernden Haar irgendwie abfällig, nachdem er mich taxiert hatte.

„Oh ja, wenn ich an einige der anderen denke, haben wir mit ihr richtig Glück!“, resümierte eine hellblonde Frau recht arrogant. Ihr Augenmerk lag auf mir, wie auf einem Vieh, dessen Schlachtwert man ermitteln wollte.

Ich blinzelte, um ein scharfes Bild bemüht, zu der Ansammlung, die großzügig verteilt war. Es waren menschenähnliche Wesen. Was sagte ich, sie waren wie wir, nur etwas größer, etwas filigraner und feingliedriger. Sie schienen in allem etwas besser zu sein als wir. Sie waren nicht durchwegs schön, aber sie waren ansehnlich und durchaus beeindruckend in ihrer Erscheinung.

Die Männer trugen lederne Hosen, aber ihre muskulösen Oberkörper waren frei. Der Mann mit dem tiefroten Haar, war oben rum blank und präsentierte darauf gut sichtbar Tätowierungen. Sie zeigten große Krähen und Raben auf seiner makellosen, weißen Haut. Schließlich dachte ich plötzlich etwas irritiert, wahrzunehmen, wie sich die Tätowierungen träge bewegten und ihr Gefieder putzten.

Die meisten Frauen der Gruppe waren in leichte, flatternde Gewänder gekleidet, die wie seidiges Wasser um ihre Leiber flossen und an sich alles erahnen ließen, was sie zu bieten hatten, während sie von Arm- und Handgelenksreifen sowie Ketten und Ringen geschmückt wurden.

„Ist sie stumm?“, fragte eine der Frauen weniger nett. Sie war die düsterste von ihnen und erinnerte mich an Schneewittchen, deren Haut so weiß wie Schnee, die Lippen so rot wie Blut und das Haar so schwarz waren wie Ebenholz, doch es passte nicht, dass der Rest ihres so reinen Körpers in einer dunkelblauen Farbe mit mystischen Symbolen überzogen war. Sie musterte mich mit einer gewissen Abneigung.

http://www.töchter-der-morrigan.de/index.php/morrigan/aussehen

„Wie schade, sie erscheint schüchtern!“, umrundete mich dieser große, dunkelrote Hüne, der bisher am meisten gesprochen hatte. Dabei taxierte er mich genau. Sein dunkelrotes, langes Haar schillerte wie eine rote Flamme in diesem seltsamen Licht der unnatürlichen, komisch anmutenden Sonne, die hier herrschte.

„Hallo, du?“, rief mir auf einmal ein langes, dürres Mädel eifrig zu und ich schenkte ihr einen durchdringenden Blick. Sie wirkte jünger und aufgeschlossener als die anderen, aber ihr ein Lächeln zu schenken, brachte ich nicht über mich, dafür fand ich das alles hier zu merkwürdig.

„SoulGatherer… gegrüßt seist du!“, sprach auf einmal der Rotschopf zu mir und ich machte große Augen, als sein heißer Atem über mein Ohr strich und ich eine Gänsehaut unterdrückte.

„Ich schätze, dass sie eher vorsichtig ist!“, trat ein bärtiger, braunhaariger Mann zwischen den Reihen hervor. Er musterte mich tiefgründig, dabei war an seinem Gebaren schon zu erkennen, dass er augenscheinlich der Ranghöchste war, wenn man bedachte, wie alle vor ihm zurückwichen.

Schon alleine seine Ausstrahlung sorgte dafür, dass ich dieser Vermutung anheimfiel, aber auch dass er sich auf dem Kristallthron niederließ, bestätigte meine Annahme. Mein Blick fiel auf die große goldene Harfe, aber auch auf die Keule, die malerisch zu seinen Füßen an dem Thron drapiert war.

„Wo bin ich hier?“, fragte ich nun vorsichtig an ihn gewandt, ich hatte mir meine ersten Worte in dieser Welt für ihn aufgespart.

„Gute Frage, wo denkst du zu sein?“, fragte er regelrecht milde zurück, aber ich wollte ihm seine großväterliche Gutmütigkeit nicht abnehmen, so wie er autoritär auf seinem kristallenen Thron saß.

„Mhm… im Jenseits?“, fragte ich vorsichtig und wollte am liebsten den Kopf darüber schütteln, wo ich nun gelandet war, denn das war zu schlecht. Sollte es wirklich noch Welten zwischen Himmel und Hölle geben?

„Süß… im Jenseits!“, „Find ich ja total nett.“, „Wir sind im Jenseits!“, plapperten die anderen gehässig, während mir der Alte fest ins Antlitz blickte.

„Das ist falsch“, meinte er ernst „Wir sind in der Anderswelt!“, belehrte er mich geflissentlich weiter und sofort pochte in mir die Wut, wie wenn man in der Schule eine falsche Antwort auf eine Frage gab. Im Jenseits war man eben tot, aber diese Anderswelt wurde als etwas ganz anderes bezeichnet, so gesehen eine Art Zwischenwelt, in der alles möglich war.

„Du kannst auch sagen, du bist hier hinter dem Schleier!“, schlich sich der rote Hüne wieder nah zu mir und grinste frech, wobei er strahlend schöne Zähne offenbarte.

„Die gibt es echt?“, hauchte ich fassungslos und erinnerte mich an die Mythen und Legenden über diese verlorengegangene Welt der heidnischen Götter.

„Ich bin Dagda und das sind meine Brüder Lugh und Ogma!“, meinte der beeindruckende Mann auf dem durchsichtigen Thron mit inbrünstigem Timbre, das in mir nachhallte.

Er deutete auf den bisher nicht in Erscheinung getretenen, dritten Mann, Ogma, der unter einem Baum auf einer Decke lag und mir offen seine Nichtbeachtung demonstrierte, während er aus einem goldenen Becher trank und sich die blonden Haare aus dem Gesicht strich.

Er war ganz anders als dieser Lugh, der um mich herumschlich wie ein zu großes Raubtier, während ich ihn genau im Blick behielt, da ich mir nicht sicher war, was er von mir wollte.

„Ihr… Ihr habt die Verbindung geschaffen, um mich hierherzubringen, oder?“, fragte ich plötzlich, einer Eingebung folgend, diesen dunkelrothaarigen Mann, der daraufhin stoppte und mich genau maß. Auf seinen Zügen breitete sich nun ein zögerliches Lächeln aus und so machte ich weiter „Lugh, der Wandlung und Verbindungen, der Weltenweber… das wart wirklich Ihr!“, stieß ich erleichtert, dass mich mein Wissen über keltische Sagen gerade nicht im Stich ließ, aus, wobei ich ehrlich gesagt schon fast am Ende meiner Weisheit war. „Lugh… Lughnasadh, das ist Euer Tag… der Übergang in diese Welt, wenn sich der Schleier hebt“, wisperte ich zum Ende hin ganz leise.

Nur ob dieses gezeigte Wissen bei diesen sehr selbstverliebt wirkenden Leuten gut ankam, da war ich mir gar nicht so sicher. Aber ich war schon immer eine Besserwisserin gewesen, wie Severus gerne verlauten ließ, die mit ihrem Wissen nicht hinterm Berg hielt.

„Jetzt überraschst du uns… junges Mädchen!“, meinte eine der Frauen mit einem verhaltenen Lächeln auf den vollen Lippen.

Sie war sehr dunkel in ihrer Erscheinung und ein Rabe umkreiste soeben ihr tiefschwarzes Haupt. Ich wusste leider nicht sofort, wer sie war und ich erlaubte mir kurz, die Luft auszustoßen, denn die wussten ja zum Glück alle nicht, dass das auch schon alles war was ich wusste und das würde ich auch bestimmt nicht zugeben.

„Was weißt du noch über uns?“, ertönte wieder die durchdringende Stimme von Dagda. „Wer sind wir?“, fragte er fordernd und ich verbot es mir, die Mundwinkel leidlich zu verziehen. Man sollte nicht jubeln, bevor es vorbei war, denn wieder schlug mein Glück mit brachialer Gewalt zu.

Aber natürlich stellte ich mich dieser Herausforderung. Ich versuchte, logisch an die Fakten heranzugehen und zu verschleiern, dass ich nicht wirklich firm auf dem Gebiet war.

„Wie heißt euer Stamm“, kaute ich auf meiner Unterlippe und fühlte mich, wie bei einem Test, den ich in die Länge ziehen musste. Ich erinnerte mich an Dracos Erzählungen, als er mir Dublin und Irland mit seinen Sagen nahegebracht hatte und schließlich machte es im hintersten Winkel meines Hirns klick. „Ahhh, genau, das habe ich mal gelesen… Ihr seid die Triade der Túatha Dé Danann“, meinte ich entschlossener und klarer als ich mich fühlte, denn sicher war ich mir nicht, obwohl ich mein Haupt selbstsicher in die Höhe reckte.

Ich sollte doch noch einen Oscar bekommen. Der Lord und meine Familie trimmten mich zu sehr, denn man glaubte mir anscheinend, dass ich sehr wissend war. Die Mienen einiger meiner Gegenüber sprachen davon, dass sie beeindruckt waren, während andere säuerliche Züge offenbarten, eindeutig weniger davon angetan, dass ich nicht total auf dem Schlauch stand.

„Was sind wir dann in deinen Augen?“, fragte der bärtige Anführer und griff zu einem Pokal, indes ich gegen eine Gänsehaut ankämpfte, da es hier trotz allem sehr unheimlich und unwirklich war und ich nur Dankbarkeit empfand, dass ich nicht so gehandicapt war wie in der Burg.

„Keine Götter, keine Gottheiten… nicht für mich… ihr seid ein magisches Volk… wie wir die magische Gesellschaft auf der Erde sind, aber ihr werdet wie Gottheiten verehrt… von den Muggeln“, tastete ich mich vorsichtig vorwärts und versuchte, nicht zu wanken, denn es war vermessen, sie mit uns gleichzusetzen, aber mich von vornherein kleinmachen wollte ich auch nicht.

„Geschichte scheint dir zu liegen“, schmunzelte Dagda gönnerhaft „Wenngleich wir doch mehr sind als ihr“, schränkte er auch sofort ziemlich harsch ein und ich hob die Hände in einer entschuldigenden Geste.

„Tja, aber was habt ihr mit dem Totenreich zu tun?“, fragte ich nun etwas forscher und erntete ein abfälliges Schnauben von allen, das bei einigen der Frauen zu einem Kichern führte. Sie lachten mich eindeutig aus.

„Nun, das hier ist kein wirkliches Totenreich, wir sind eher an einem Zwischenort. Ich denke, du meinst die „Unterirdischen“ mit dem Totenreich!“, mischte sich diese schwarzhaarige Dame jetzt resolut ein, worauf Dagda sie mit dem Heben seiner Hand unterbrach und sie sofort gehorsam verstummte.

„Wir woben die Schleier! Wir haben uns in dieses Reich zurückgezogen und wie du sagtest, gibt es viele Namen für diese „Anderswelt“, obgleich dies nur der Durchgang zum ewigen Jenseits ist… wenn du so willst… wir, die Túatha, sind die Hüter des Todes und der Unterwelt. Wir wachen darüber, dass sich die Ebenen nicht vermischen und die Trennung erhalten bleibt“, fasste er souverän zusammen und ich starrte ihn durchaus beeindruckt an.

„Damit kein Chaos ausbricht, wenn Welten aufeinander stoßen?“, warf nun ich meine wenig erbauliche Schlussfolgerung dazwischen. „Das bedeutet, die Sidhe-Hügel sind die Zugänge zum Totenreich?“, fragte ich etwas überfordert, wenngleich ich es schaffte, vollkommen ruhig vor diesem Volk zu erscheinen, denn hier vor Ort herrschte eine Ruhe und Gelassenheit in mir selbst, die mir früher auch immer in Extremsituation zu eigen gewesen waren und die mir gerade zugute kam. Wenn ich absolut emotionsarm dem Lord etwas vorlügen konnte, würde ich es schaffen, vor diesen übernatürlichen Wesen zu bestehen.

„Nein, die Schleier… die wir gewebt haben!“, raunte Lugh hinter mir mit einem gewissen amüsierten Klang in der Stimme.

„Aber? Sind die Schleier dann nicht überall? Und… und die Schleier haben bei uns Risse!“, hauchte ich entsetzt und wirbelte herum, um den rothaarigen Mann hinter mir ins Augen zu fassen, da mir Lunas verschwommene und jetzt so unheilvoll klingenden Worte noch im Ohr waren.

„Nun, sagen wir so, vielleicht war unsere Entscheidung, hierher zu gehen, doch nicht so freiwillig!“, hauchte mir plötzlich der Rothaarige ganz nah und vertraulich an mein Ohr, was mich die Augen aufreißen ließ.

„Uhuh…“, stieß ich wegen dieses Eingeständnisses überrascht und mit großem Unbehagen aus.

Ich überlegte angestrengt, was diese Offenbarung bedeutete. Bestimmt hatten diese magischen Wesen hier einen sicheren Hort angestrebt. Auf ihrer Flucht hatten sie sicherlich nicht vorgehabt, für immer hinter diesem Schleier sitzen zu müssen, sich lediglich an diesem Ort aufzuhalten war sehr wahrscheinlich nicht die Erfüllung ihres ewigen Lebens.

Handelte es sich hierbei wirklich um ihr Gefängnis, welchem sie zu entkommen versuchten? Und waren wir die Personen, welche die Schleier aufrechterhielten und sie davon abbrachten, frei durch die Ebenen gleiten zu können?

„Dann haben euch die „normalen“ Magier mit Hilfe der Schleier hier eingesperrt?“, wisperte ich bestürzt, dabei war ich sehr bedacht, dies sehr leise zu ihm zurück zu flüstern.

Sofort zierte ein fast schelmisches Grinsen seine markante Miene und das bestätigte meine Vermutung, dass mir hier niemand wohlgesonnen sein dürfte. Wie ärgerlich. Man zog einen Schleier zu seinem eigenen Schutz und dann wurde dieser Schutz zu einem Gefängnis, gar nicht nett! Es zeigte aber auch, dass die Túatha nicht fehlerlos, oder gar unantastbar waren!

„Moment“, meinte ich nun lauter, wieder zu allen, und ließ Lugh unbeachtet in meinem Rücken, „aber unsere Toten… beziehungsweise deren Seelen sind hier, oder? Wo?“, versuchte ich, dem Konstrukt, das unsere und ihre Welt voneinander trennte, auf die Schliche zu kommen.

Mir selbst waren schon Gott, Himmel und Hölle zu hoch und jetzt musste ich erkennen, dass es zwischen diesen Welten noch mehr gab, viel mehr um genau zu sein. Das war gar nicht schön.

„Was ist das Diesseits?“, „Was das Jenseits?“, murrten vereinzelte der vielen Frauen fragend und hörten sich hierbei fast wie Luna an. „Oder was sind Walhalla, Hades, Elysion, die Unterwelt, Himmel und Hölle?“, „Es hat gar viele Namen!“, orakelten die Frauen einheitlich und meine Lust, mich einer Diskussion des Seins hinzugeben, rauschte rapide in die Tiefe.

Ich war nicht für einen Philosophiekurs hierher gekommen.

„Wir sind hier schlicht in der Anderswelt!“, hauchte Lugh hinter mir. „Orbis Alia.“

Dagda räusperte sich vernehmlich. „Chrmmm… unsere Anderswelt ist auch den Menschen zugänglich, wie man an dir sehen kann… aufgrund der Schwellentore“, erklärte er mehr als knapp, klang aber irgendwie in meinen zarten Ohren mehr als verschnupft, da es ihm anscheinend nicht möglich war, derart ungehindert zwischen diesen Orten hin und her zu gleiten.

„Jedem Menschen?“

„Einigen… nicht allen“, entgegnete die schwarzhaarige Frau doppeldeutig und verursachte mir Magenschmerzen.

„Diese unsere Anderswelt ist durch die Schleier von der euren abgetrennt!“, warf Lugh geschmeidig ein und ich nickte langsam, als sie es mir noch mal mehr als verständig darlegten.

„Bin ich noch ein Mensch?“, wagte ich daher vorsichtig zu fragen, da ich mich an ihre explizite Begrüßung erinnerte, dass sie mich schon lange erwartet hätten und schlussendlich wusste ich immer noch nicht, was es in vollem Umfang bedeutete, ein SoulGatherer zu sein.

„Sieh es so, es geht eher um die Magier denn die Muggel. Es gibt nichts Ewiges. Es gibt Geister, es gibt Nekromanten, Inferi, oder auch Dementoren… und es gibt SoulGatherer, aber ja, trotz all dem bist du immer noch eine Hexe… immer noch“, schränkte Dagda entschlossen ein und ich verspürte eine große Welle der Erleichterung in mir aufbranden.

Mit aller Macht versuchte ich nur, mir diese enorme Entlastung, die diese Information für mich bedeutete, nicht allzu sehr anmerken zu lassen.

„Ich verstehe… ich danke Euch, dass Ihr es mir erklärt“, fasste ich mich. „Aber wie kommt es, dass ich hier bin?“, fragte ich und erntete nur eisige Mienen, die mich mehr oder minder aufforderten, meine Vermutungen kundzutun. „Ich nehme an, dass die Schleier zu bestimmten Zeiten, wie gerade jetzt, zu Lughnasadh, und anderen Festtagen, weniger stark sind und es dann eine Verbindung dieser beider Welten gibt, richtig?“, riss ich mich zusammen und setzte meine Fragestunde fort. „Und ich konnte deshalb herkommen, sonst würde es wohl gar nicht gehen.“

„Jaaaaa!“, meinte Dagda widerwillig, während einige der Frauen hässliche Fratzen offenbarten, in ihrer Abneigung dieses Eingeständnisses gegenüber. Ogma strafte mich weiter mit Nichtbeachtung. Er warf soeben eine goldene Traube in die Luft, um sie dann mit seinem Mund zu fangen.

„Gut, du bist gut, aber es bedeutet sowohl Chance als auch Gefahr!“, flüsterte wieder Lugh viel zu vertraulich in mein Ohr. „Einerseits bist du nun mehr oder weniger ungewollt in die Anderswelt geraten, andererseits wollen einige Bewohner der Anderswelt in der diesseitigen Welt hinter dem Schleier erscheinen und Schaden anrichten, oder Segen bringen“, kam es wenig erquickend von ihm und ich schnaubte auf. Wann bekam man mal etwas geschenkt?

Ich wollte hierher, um meinem Dasein auf den Grund zu gehen und sie wollten nichts anderes, als von hier wegzukommen, um bei uns ihre Freiheit zu genießen oder aber um nichts weiter als Chaos anzurichten, derart selbstherrlich und gottgleich wie sie sich verhielten.

„Das heißt also, ich kann nicht einfach kommen oder gar gehen wie ich will? Was wiederum bedeutet, dass ich hier bin, weil du mich als Weber hier haben wolltest, oder?“, sprang ich bei diesem dunkelroten Mann vom distanzierten Sie zum vertraulichen Du. Er war schwer einzuschätzen, aber er hatte mich mit seinen Schlangen durch das Portal geholt, soviel hatte ich jetzt verstanden.

„Ich mag sie!“, lachte er da plötzlich schallend auf und warf das Haupt in den Nacken.

„Das bekommt man gar nicht mit!“, rief eine weißhaarige, junge Frau kichernd und tänzelte, ihn spöttisch betrachtend, über einen der Hügel.

„Ich versteh das nur nicht, bin ich nun vollständig hier, oder bin ich dort? Ich fühle mich etwas…“, brach ich ab und strich mir mit meinen Händen über den Körper, der mir erstaunlich schwerelos erschien. Ich fragte mich wirklich, ob jetzt nur mein Geist hier war und mein Körper noch unter der Burg, als mir bei Dagda auffiel, wie er eine dunkelbraune Braue hob und mich mit einem fast schon sardonischen Lächeln maß.

„Das bemerkt nicht jeder, der uns besucht… aber ja, dein Körper ist in deiner Welt!“, räumte der Beherrscher dieser Gefilde ein, während er mit seinem Finger einen Takt auf seinem Thron klopfte.

„Wie geht das?“

„Du musst dich von deiner Vorstellung von dieser und jener Welt trennen… diese unsere Anderswelt durchdringt eure materielle Welt, in der ihr lebt, unser beider Welten sind eng miteinander verflochten“, setzte er weiter auseinander, bis Lugh kurz seinen Hand hob um Dagda zu unterbrechen.

„Beide Welten bilden eine Einheit und gehören unabdingbar zusammen“, erklärte er mir sehr inbrünstig einen Fakt und ich nickte sachte, legte aber bei meiner nächsten Frage mein Haupt schief.

„Warum hier in Irland?“, ging mir die Frage im Kopf rum, da unsere Welt doch so groß war. Was also machte diesen Ort zu einem Durchgangsort?

„Es gibt hier und dort verschiedene Orte, wo die Verbindungen stärker sind, man muss sie nur finden“, tat Dagda meine Einwände mit einer lässigen Geste ab. „Aber Irland ist sehr urtümlich, mystisch und magisch… einer der Gründe.“

„Und ihr seid die, die alles zusammenhalten?“, hakte ich dezent nach und unterdrückte das Bedürfnis, von einem Fuß auf den anderen treten zu wollen.

„Könnte man so sagen. Unsere Welt ist die Welt der Kräfte, Stärken und Mächte. Die Welt der Geister und der Beherrschten, die uns führen und helfen können, wenn wir ihre Existenz erkennen und ihre Realität akzeptieren. Die Gesetze von Raum und Zeit sind in der Anderswelt aufgehoben und gelten nicht mehr. Menschen, die auf der Suche nach sich selbst die Anderswelt betreten, kehren „wenn“ mit ungewöhnlichen Kräften und mit großer Weisheit ausgestattet zurück, sofern sie ihre Tugenden erkennen… sollten“, bekräftigte Dagda und machte mich hellhörig.

„Ich kann nicht zurück?“, hauchte ich entsetzt, aber auch unsicher, ob ich mich verhört hatte und das Gesagte falsch interpretierte.

Plötzlich erntete ich nur Stille, während ich wieder meinen Blick über die Schar der Anwesenden schweifen ließ, die Augen dabei misstrauisch zusammenkniff und mir noch mehr geblendet vorkam als bei meiner Ankunft.

„Was ist das für ein komisches Licht?“, fragte ich plötzlich irritiert und schirmte meine Augen ab.

„Die Unterweltsonne!“, servierte Lugh hinter mir, während mir sehr wohl auffiel, dass niemand auf meine wirklich wichtige Frage zuvor geantwortet hatte.

„Ganz grässlich, schädigt den Teint!“, verkündete die schwarzhaarige Frau abwertend und sehr arrogant, wobei sie ihr langes schwarzes Haar schüttelte.

„Morrigan, was denkst du über unseren Neuzugang?“, fragte Dagda die sehr düster und dunkel erscheinende Frau, bei der ein Rabe auf der Schulter saß und mit dem Schnabel klackerte.

Ich blinzelte, denn natürlich sagte mir der Name Morrigan sofort etwas und ich war gewillt, mir gegen die Stirn zu schlagen, da ich diese blau bemalte Frau nicht sofort hatte benennen können; die Göttin des Krieges, der Schlacht und des Todes!

Es war wohl bezeichnend, dass wir uns ein Tier teilten, denn die Elster war mein Patronus und gehörte derselben Gattung an, wenn man sich vor Augen hielt, dass die Kelten glaubten, dass Morrigan während einer Schlacht in Form eines Raben über diese hinweg flog und sie am Ende die Seelen der Toten einforderte und einsammelte. Ja, wir schienen einiges gemeinsam zu haben.

„Ich mag sie!“, ertönte es wieder plötzlich ernst von Morrigan und sofort sträubte sich alles in mir, dies als Kompliment anzusehen, denn dafür hörte es sich viel zu doppeldeutig an.

„Warum bin ich ein SoulGatherer?“, überging ich Morrigan und kam zum Wesentlichen. „Was hat mich dazu gemacht?“

„Weil du ein Nekromant wurdest!“, lachte Dagda freudlos auf.

„Ja, aber das werden viele!“, rief ich zu ihm und ballte kurz meine Hand zur Faust. „Was macht den Unterschied? Was sehe ich nicht?“

„Übertreibe nicht!“, murrte Ogma von seiner Decke aus und seine gletscherartigen blauen Augen fokussierten mich zum ersten Mal und drohten, mich zu durchbohren, weswegen mir kurz mein Mund offen stand, bevor ich mich schüttelte.

„Nun, ich kenne zwei weitere Nekromanten, mich dazu gezählt ergibt das prozentual gesehen viel! Was macht also den Unterschied?“, ließ ich mich nicht beirren.

„Du weißt es wirklich nicht, oder?“, wisperte Morrigan zu mir, während sich ihre fast schwarzen, Severus‘ sehr ähnlichen Augen in mich bohrten.

„Bedauerlich für dich… weil du selbst wirst herausfinden müssen, was der kleine, aber feine Unterschied ist, der euch voneinander unterscheidet!“, grinste Dagda plötzlich heimtückisch und strich sich über seinen braunen Vollbart, indes unterdrückte ich das abfällige Schnauben; was für eine glorreiche Antwort, die mir kein Stück weiterhalf.

„Kennst du die Siofra?“, wollte Lugh plötzlich aus heiterem Himmel erfahren und ich blickte über meine Schulter zu ihm und schüttelte meinen Kopf.

„Bedauerlich!“, raunte Ogma mit einem brandgefährlichen Grinsen, während er sich nun eine goldene Dattel zu Gemüte führte.

„Die Siofra sind die andere Seite der Túatha de Danann… von uns… und verkörpern eine fast unkontrollierbare Kraft des kosmischen Chaos. Sie sind die Gewalt, die das Tabula rasa lebt, damit das Neue, das Andere aus dem Schatten ins Licht treten kann. Sie zerstören, damit Neues entstehen kann“, erklärte mir Dagda nun sehr ausführlich, ein Umstand, der mich verwunderte, doch ließ sich nicht leugnen, dass meine Umgebung vor Spannung fast zu knistern schien, als er gewichtig fortfuhr:

„Die Siofra sind einäugig oder einarmig, doch immer unvollkommen, richten aber in der Masse unbeschreiblichen Schaden an, sie beherrschen die Unterirdischen und ihnen wirst du dich stellen müssen!“ Ab da versank meine Welt und mein Bewusstsein übergangslos in einem unglaublichen und unvorstellbar grausamen Schmerz, der mehr als abrupt über mich hereinbrach und mir die Luft zum Atmen raubte, auf dass kein Ton über meine Lippen kam.

Der brutale Schmerz überflutete mich aus dem Nichts. Ich wurde urplötzlich durch einen jäh auftretenden, düsteren Nebel in eine andere Welt gezogen.

Als ich hart auf dem Boden aufschlug, mich irritiert umsah und den Schmerz wegzublinzeln versuchte, fand ich mich an einem völlig anderen Ort wieder. Okay, diese Umgebung war eher so, wie ich mir das Ziel meiner Reise vorgestellt hatte. Es war unwirklich klamm, über, unter und neben mir war nichts als Gestein und Geröll. Kein Licht fiel herein oder wurde künstlich erzeugt und somit war es fast völlig düster. Von irgendwoher kam eigentümliches, wirklich schwaches Licht, das nicht wirklich viel erkennen ließ. Ich war in einer Höhle.

Nur was ich jetzt hier tat, lag für mich noch im tiefsten, finsteren Höhlenlabyrinth vergraben. Als ich mich schwer auf die Füße kämpfte, vernahm ich das Plätschern und Rauschen von fließendem Wasser. Meine Augen gewöhnten sich nur langsam an die Finsternis und ich erkannte nur Schemen, daher taumelte ich eher blind vorwärts.

Ich mochte es nicht, derart unerwartet die Umgebung zu wechseln, während mein Blick an die vermutlich hohe Decke, die ich nicht wirklich ausmachen konnte, wanderte. Ich befand mich hier in einer riesengroßen Höhle, die wahrlich monströse Ausmaße hatte. Ich rieb mir über die Arme und versuchte, Leben in meine tauben Glieder zu bekommen und genauer festzustellen, wo ich mich befand, was ich hier sollte und vor allem, wie ich hier wieder rauskam!

Schon hörte ich ein tiefes Grollen von sich nähernden Schritten und hielt mich an einer steinernen Wand fest, darauf bedacht, keinen Ton von mir zu geben. Was war passiert?

Über was hatten wir noch mal geredet? Siofra? Was hatte Dagda gesagt? „Und ihnen wirst du dich stellen müssen.“ Hatte er das so gemeint, wie er es gesagt hatte?

Dagda musste mich hierher geschickt haben, um… als mir der Gedanke, der mir gar nicht behagte, im Kopf stecken blieb. Mein Herz drohte zu versagen, da ich nun ein Wesen um die Ecke biegen sah und die Worte von Dagda über die Siofra kamen mir wieder in den Sinn. Sie waren wirklich unglaublich hässlich, auch so groß wie die Túatha, doch nicht übergroß. Mich glotzte dieser Typ aus einem einzelnen Auge an, das mittig zentriert auf seiner Stirn thronte und mich an einen Zyklopen aus Sindbad erinnerte.

Ich war erstarrt, weil ich ihm derart in die Arme gelaufen war. Dieses Ding überhaupt anzusehen, war wenig erbaulich. Widerlicher Sabber lief ihm aus dem schiefen Mund und er schwang seine Keule lässig hin und her und hier musste ich mir sehr widerwillig eingestehen, dass ich tatsächlich noch immer ohne jede Waffe war.

Hektisch schaute ich mich in der kargen Umgebung um, dabei drückte ich die Schmerzen vom Aufschlag und die leichte Übelkeit, die mich quälten, entschlossen zurück, denn wenn ich seiner Keule nicht entkam, könnte ich mich gleich einsargen lassen. Dieses Wesen wirkte nicht wirklich, als wäre es zu Späßen aufgelegt.

Ich robbte langsam an der Wand weiter, hoffend dass er mich nicht sofort bemerkte, bis ich mir eingestand, dass ich in ihrer Haupthöhle gelandet sein musste und sie hier zu schlafen schienen. Schließlich hielt ich inne und versuchte, noch mehr in den Schatten zu verschwinden, denn mein Glück schien auch in dieser Welt keine Grenzen zu kennen.

Gerade kam auch noch ein zweites Wesen von der anderen Seite zu uns. Es war nur einarmig, mit potthässlich verzerrten Zügen. Regelrecht abstoßend sah es aus und ich straffte mich, denn ich ahnte, dies sollte wohl ein ultimativer Test sein.

„Leben oder sterben!“

Ich vermutete mal ganz grob, dass dies meine zwei umwerfenden Optionen waren.

Der Einäugige schien mich tatsächlich nicht bemerkt zu haben, aber bei dem einzelnen Auge auch kein Wunder. Dann konnte ich an dem Einarmigen, auf der freien, der armlosen Seite, etwas aufblitzen sehen, worin sich das wenige Licht fing, welches hier herrschte. Ich tippte anhand der Form, die ich einigermaßen erkennen konnte, dass es ein sehr großes Messer an seinem Gürtel war. Sofort entschloss ich mich, zu handeln. Wie hieß es so schön? Auf in den Kampf. Rasch fand ich sonst nichts als Alternative. Hier war nichts, was mir als Waffe dienen könnte, diese Wahnwitzigkeit wäre wohl meine einzige Chance, um mich gegen diese Siofra zur Wehr zu setzen, denn mit einer Keule würde ich nichts ausrichten können, die war viel zu schwer. Hier zu warten, bis es noch mehr wurden, darauf hatte ich auch nicht wirklich Lust und die letzte Möglichkeit, auf Rettung zu harren, schien genauso aussichtslos.

Zwei gegen einen war schon schlecht und dazu hatte ich keine Magie! Ich wollte ehrlich zu mir sein, meine Chancen, hier auch nur im Ansatz heil und lebend rauszukommen, tendierten gegen Null, aber leicht wollte ich es ihnen nicht machen, wenn sie mich zerfetzen sollten.

Selbst war die Frau, oder auch die Hexe, und so stürmte ich einfach los, raste wie eine Irre, wie von Teufeln gehetzt weiter, sprang über die kleinen plätschernden Rinnsale, die ich einigermaßen erkennen konnte und vernahm das Brüllen des Einäugigen, der mich nun wahrgenommen hatte, da ich stur und ohne subtile Anschleichtaktik auf den Einarmigen zuhielt.

Dieser bemerkte nun auch, wie ich auf ihn zuhielt und stürzte nun selbst ohne zu zögern nach vorne. Er jagte wie ein Bulle auf mich zu und ich ließ mich in dieser Sekunde auf den Boden sinken, ungebremst auf die Knie, sodass dieses Wesen an mir vorbei stürzte, während ich mein Glück nicht fassen konnte und mich an dem Heft des Messers festhielt, mich regelrecht festklammerte und den Dolch ruckartig aus seiner Scheide zu ziehen versuchte.

Besonders intelligent schienen mir diese Siofra nicht zu sein und es gelang mir gerade noch, das Messer herauszureißen, als seine Hand ausholte um mit Wucht an seine Seite zu schlagen.

„Arrrrr“, brüllte es wütend auf, doch hielt ich mich nicht mit Freude darüber auf, nun eine Waffe zu besitzen, sondern rollte eilig zur Seite und trug schwer an meinem erbeuteten Gut. Meine Knie schmerzten von dem selbst gewählten, so derben Sturz, aber davon durfte ich mich nicht ablenken lassen. Dieses Messer war für mich doch fast so was wie ein Schwert, von der Größe her betrachtet, und lag ungewohnt in meiner Hand.

Der entwaffnete Siofra wirbelte herum, während der keulenschwingende Kollege noch immer auf uns zu rannte und die Erde zum Beben brachte, woraufhin er schließlich mit lautem Platschen durch das Wasser stürmte und sich davon nicht stoppen ließ. Ich wartete nicht weiter ab, sondern ging zum Angriff über.

Der Einarmige beugte sich vor, um mich mit bloßen Händen anzugreifen. Bei mir gab es kein Halten und kein Zögern, ich wich nicht zurück, sondern schwang das Messer und schlitzte ihm mit dem Messer seinen Hals auf. Das Blut spritzte sofort in hohem Bogen auf mich nieder, wie ein Geysir sprudelte es richtig, da ich mit purem Glück seine Schlagader durchtrennt hatte. Er schlug kraftlos mit seinem einzelnen Arm nach mir und ich trat ihm keuchend gegen ein Knie. Knochen knackten unter dem harten Tritt und er ging gurgelnd zu Boden.

Ich wischte mir gerade noch hektisch das warme, metallisch duftende Blut aus dem Gesicht, als mich der Einäugige erreichte und mich keulenschwingend angriff. Instinktiv duckte ich mich und rollte ab, während die Keule donnernd auf Stein schlug. In der Zeit, die der Angreifer für seinen nächsten Schlag brauchte, kam ich auf die Beine, wirbelte herum und entkam dem nächsten Keulenschlag nur um Haaresbreite, denn ein beherzter Sprung rettete mich noch gerade so.

Aber ich hielt nicht inne und rammte ihm oder ihr, das war nicht auszumachen, das Messer mit Wucht dorthin, wo bei jedem Menschen das Herz saß.

„Arrrrrr!“, kreischte die Kreatur auf und ich stieß weiter mit keuchender Wucht zu, sodass ich den Dolch immer tiefer und tiefer ins Fleisch des Wesens trieb. Vielleicht war es auch nur die Nähe des Herzens, denn das dumme Ding wollte nicht verrecken.

Da ich ihr somit sehr nahe kam, schnappte sie nach mir und ich ließ eilig von meiner Waffe ab.

„Fuck“, schrie ich auf, denn sie schaffte es doch noch, dass sich ihre Zähne in meinem rechten Arm verbissen. Gepeinigt wimmerte ich auf und zerrte und riss an meinem Arm. Hart gruben sich ihre Zähne in mein Fleisch, während das Messer noch immer in ihrer Brust steckte.



Túatha Dé Danann:

https://www.dropbox.com/s/gq8a1atbrdou1tu/T%C3%BAatha.pdf


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BeitragThema: 454. Hilflos   Di März 25, 2014 7:28 pm

454. Kapitel Hilflos

Das Wesen verbiss sich immer weiter und schien nicht mehr von mir ablassen zu wollen. Mir traten Tränen in die Augen, panisch versuchte ich auszumachen, wie ich aus dieser prekären Situation rauskommen könnte und blinzelte zu dem Wesen hinüber. Ich erkannte ein fies blickendes, irre böses Auge, das mich wütend anfunkelte und da kam mir ein Gedanke, über den ich gar nicht weiter nachdachte. Rücksichtslos bohrte ich zwei meiner Finger in die Augenhöhle des einzigen Auges, was das Wesen wieder in allen Tonlagen kreischen ließ. Es heulte auf und riss seinen Mund weit auf, während ich das matschige und weiche Innere des Auges erfühlte. Plötzlich bemerkte ich, wie auf einmal die Flüssigkeit des Auges auslief, als ich es mit Kraft vollständig zerdrückte. Zur selben Zeit riss ich meinen Arm zurück und es selbst versuchte vor meinen Fingern zurückzuweichen. Ich griff beherzt mit meiner anderen Hand zum Messer, zog es jedoch nicht raus, sondern warf mich dagegen, rammte es somit immer fester in die Kreatur hinein, bis sie sich nicht mehr rührte.

Jetzt lag ich mehr auf dem Ding als sonst was, bis ich keuchend davon herunter rollte und eilig von den zwei Wesen zurücktaumelte. Ich starrte auf meinen malträtierten, zerfleischten und blutigen Arm. Hektisch strich ich mir über das nasse, verschwitzte und blutige Gesicht, das von Schweiß, aber auch von Blut ganz verdreckt war. Langsam beruhigte ich mich wieder und unterdrückte den Schmerz. Schließlich bückte ich mich, um das Messer mit Schwung aus dem Leib des zweiten Wesens zu ziehen, bevor ich begann, aus dem Gewand der Siofra einen Fetzen zu schneiden, um mich damit grob zu verbinden, was mit einer Hand gar nicht so leicht war.

Danach stand ich da, lauschte, denn meine Sorge war berechtigt, dass da noch mehr von den Dingern meiner harrten. Schließlich stellte ich fest, dass sich nichts tat. Meine Prüfung war wohl noch nicht vorbei, sonst würde ich nicht mehr hier bleiben und ich versuchte, mein mehr als mageres und angestautes Wissen über Kelten zusammenzukratzen. Was machte ich falsch?

Ich hatte meine Gegner getötet. Was musste ich tun, damit ich wieder hier herauskam?

Als mein Blick herumschweifte und schlussendlich auf mein erstes Opfer fiel, machte es klick. Wie konnte man so blind sein?

So schleppte ich mich atemlos und steif zu dem Einarmigen, dessen Kehle ich aufgeschlitzt hatte und packte grob, untermalt von einem schmerzhaften Stöhnen von mir, mit meiner verletzten Hand in sein Haar und schnitt verbissen seinen Hals endgültig durch. Dabei kam ich aber nicht gegen die harten, knochigen Wirbel an. Ich schabte und schnitt erfolglos rum, ein Umstand, der mich entnervt stöhnen ließ und so trat ich wenig nett, aber auch schrecklich wütend gegen den Kopf, bis das Genick endlich laut knackend brach, dann rollte der Kopf über den nassen, vollgebluteten Boden.

„Na bravo, was für eine Sauerei“, hisste ich atemlos auf und bückte mich wenig enthusiastisch, um den Kopf aufzuheben. Meine Finger verkrallten sich in dem langen, verklebten Haar. Dann passierte es endlich und wieder kam der Nebel und verschluckte mich erneut im Schmerz.

Als ich mich auf meinen aufgeschlagenen Knien unter dieser künstlichen Sonne wiederfand, umklammerte meine verletzte Hand immer noch recht kraftlos das Schwert. Die gesunde Hand hielt den Kopf, während ich fast blind wegen des Schmerzes zähneknirschend zu den Túatha hinaufsah.

„Das ging ja viel zu schnell!“, motzte Morrigan auch schon verärgert los und schaute wenig begeistert auf den Schädel in meiner Hand, die Trophäe, die mein Schein zurück hierher gewesen war. Während ihr Rabe sich erhob, um vor dem Kopf zu landen, schaute ich überrascht zu dem Tier, rührte mich aber nicht, als es die offenen Augen des Toten zu attackieren begann.

„Bähh“, meinte ich verächtlich und schleuderte den Schädel von mir, in Richtung Dagdas Thron. Der Rabe schlug protestierend mit den Flügen und krähte empört auf, setzte seinem Leckerli aber hinterher.

„Du bringst mir also den Kopf eines Siofra.“

„War dies nicht die Aufgabe?“, keuchte ich atemlos und hievte mich verbissen auf die Füße.

Mir war urplötzlich eingefallen, dass mir Gellert letztens mal etwas von einem Kopfkult, einer Schädelmystik, einem severed heads, also von abgeschnittenen Köpfen, erzählt hatte und dass die Kelten darauf total standen und so hatte ich mir gedacht; warum nicht ausprobieren?

Dabei hatte Gellert erläutert, dass diese Schädelfaszination auf verschiedenen Gründen basierte. Zum einen verlor der Gegner seine Kraft als auch sein Wissen, das auf den Sieger überging, zum anderen wurde der Geist des Toten in der Anderen Welt unschädlich gemacht.

Diese magischen Leute sahen mich abwartend und widerwillig an, als ich mich meines unendlichen Geistes bediente und mich insgeheim freute, dass ich im Stress besser funktionierte, als wenn ich zu viel Zeit nachzudenken hatte.

„Pars pro toto!“, bot ich mit höflicher Geste zu dem Kopf hin an, denn hier sollte der Kopf als symbolische Vertretung für die gesamte materielle sowie spirituelle Persönlichkeit stehen und war die Unterstreichung meines Sieges über die Wächter der Unterirdischen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Pars_pro_toto

„Angenommen!“, verkündete Dagda grimmig, mit mürrischer Miene gesegnet.

„Wie wunderbar, du bist dem Totenreich entflohen, aber wirst du auch uns entkommen?“, hauchte wieder Lugh über mir in mein Ohr und ich machte große Augen, denn ich hatte angekommen, dass es das war, was ich getan hatte!

Wie sehr ich mich doch irrte!

„Wie?“

„Na, SoulGatherer, du nimmst doch nicht an, dass du uns nichts geben musst, um wieder einfach so gehen zu können, noch mit deiner Gabe gesegnet“, kicherte nun Ogma gehässig auf seiner Decke und wickelte eine seiner goldenen Locken verspielt um seinen Zeigefinger.

„Das Seelensammeln?“, fragte ich mehr als abwertend. Was daran toll sein sollte war mir noch schleierhaft.

„Undankbare Hexe!“, murrte eine blonde Frau, die ich bisher großzügig übersehen hatte, nur diesmal stand ich völlig auf dem Schlauch und sie fletschte wenig nett die Zähne.

„Was wollt ihr von mir?“, fragte ich mit einer leisen Verzweiflung im Ton.

„Was willst du von uns?“, konterte Dagda.

„Antworten, bezüglich meines Seins, wie ich es beherrschen kann.“

„Wenn du es schaffst, wieder von hier wegzukommen, wirst du deine Gabe vollständig beherrschen“, erklärte der Herrscher dieses Reiches wenig entgegenkommend und ich strich mir mein starres, von Blut getrocknetes Haar aus dem müden Antlitz.

„Nun, sagen wir es so, wenn du nicht weißt, was du tun musst… können wir dir auch nicht helfen, dann fühl dich hier ganz wie zu Hause!“, wisperte Lugh hinterhältig in mein Ohr und schien sich diebisch darüber zu freuen, dass das hier mein Gefängnis werden sollte.

„Du musst wissen, was du uns bieten kannst, oder musst“, verkündete Dagda tückisch, während er sich seinen braunen Bart kraulte.

„Wenn du versagst, wirst du nicht zurückkehren, sondern hier verbleiben, oder zu den Unterirdischen wechseln!“, erklärte Morrigan schadenfroh, als mich der erneute Schmerz wie ein Keulenschlag überfiel und ich stöhnend zusammensackte.

Hermiones Sicht Ende


Dracos Sicht

Wie paralysiert starrte ich auf sie. Urplötzlich wurde ihr sich windender Körper in dem leicht von den Flammen züngelnden Kreis in Nebel gehüllt und sie schrie aus keinem ersichtlichen Grund gepeinigt auf.

Das lange Warten war die Hölle auf Erden!

Aber vor allem das Warten auf die anderen war die reine Folter!

Ich war verdammt, hier untätig rumzustehen und ihr dabei tatenlos zuzusehen, wie sie mit sich kämpfte, wie sie verletzt wurde. Ich ballte meine Hände zu Fäusten und fühlte mich völlig nutzlos und gequält.

Sie wimmerte ab und an, stöhnte und keuchte, bis sie urplötzlich laut aufschrie. Ihr Körper ruckte gepeinigt in die Höhe und ihr Ärmel wurde vor unseren Augen, aus dem Nichts zerfetzt und ihr Arm übel zugerichtet, während sie verbissen kämpfte. Ihr Blut tränkte in dieser Zeit den Kreis, wobei ich selbst widerwillig erkannte, dass ich mit dem Wunsch, selbigen zu erstürmen wahrscheinlich ihr Ende unterzeichnet hätte.

„Wo bleiben die nur?“, raunte Weasley besorgt, während er aber gleichzeitig seine Hand auf meinen Arm legte, um mich von Dummheiten abzuhalten.

„Die kommen schon gleich! Sie beeilen sich“, wandte Rolf beruhigend ein, wenngleich er alles andere als ruhig aussah, da sein Augenmerk auf seiner angespannten Freundin lag, die weiterhin alles hochkonzertiert beobachtete.

„Warum dauert das so lange?“, murmelte ich bewegt vor mich hin. „Warum hat Gellert Potter mitgenommen und nicht mich?“

„Hättest du sie hier lassen wollen? Wirklich?“, fragte Weasley bestürzt und deutete auf seine beste Freundin, die auf dem Boden lag und leise wimmerte und die meine Partnerin war, der ich nicht beistehen konnte.

Jetzt fuhr ich herum und sah mich mit einer Meute zu neugieriger Gryffindors konfrontiert, die sich hier hereindrängten, Neville Longbottom, Dean Thomas und Seamus Finnigan. Was hatten die hier zu suchen?

„Adrian, macht den Zugang dicht, es sind zu viele Leute hier, verdammt!“

„Ich eile!“, rief er und hastete schon mit blassem Gesicht davon.

„Sorry, wir haben uns an den Mädels vorbeigedrängt“, murmelte Seamus zu Weasley, während sie gebannt auf Hermione starrten, die einfach furchtbar derangiert in dem leuchtenden Kreis aussah.

„Alles wird gut! Die Schleier sind nicht noch lichter geworden!“, gab Lovegood wie weit weg klingend, ganz konzentriert auf Hermione, von sich. Ich warf dieser Spinnerin von Lovegood einen eindringlichen Blick zu. Was laberte die hier eigentlich immer? Aber das Spannendste war, dass Gellert auf sie zu hören schien. „Es geht ihr besser… seht“, deutete sie auf Hermione, die nun bedeutend ruhiger wirkte, auch schien das Blut weniger stark aus ihrer Verletzung zu fließen als bisher und ich atmete erleichtert auf.

Wobei der zerfleischte Arm schrecklich aussah. Hautfetzen hingen hinab und an einigen Stellen dachte ich, den Knochen ausmachen zu können.

„Was redet SIE? Luna ist echt zu komisch!“, wisperte Dean Thomas sprachlos zu unserer Gruppe, denn wenn man sich Hermione ansah, musste man ehrlich sein und zugestehen, dass sie dringend Hilfe benötigte.

So zuckte ich nur hilflos mit den Schultern, aber ich musste darauf vertrauen, dass Gellert wusste was er tat, wenn er sie schon mit hierher nahm und so glaubte ich ihr mal großzügiger Weise. Ich musste es glauben, wenn ich mich zurück halten wollte, diesen blöden Kreis zu erstürmen, um zu ihr zu gelangen.

Dann passierte auf einmal mehreres gleichzeitig, denn Marcus, Potter und Gellert stürmten wieder in die Höhle herein und Hermione fing fürchterlich an zu kreischen.

„Endlich, warum hat das so lange gedauert?“, begrüßte ich die Gruppe ungeduldig.

„Was passiert hier? Was ist passiert?“, keuchte Potter atemlos, fast schon ängstlich, während Gellert ihr nur einen langen Blick sandte und das prächtige Buch, das sie soeben geklaut hatten, auf den Altar ablegte.

„Was ist bei euch los gewesen, dass es so lange gedauert hat?“, fragte Dean neugierig, während ich nur den Alten im Blick hatte.

Doch bevor er begann, sah er mich fordernd an: „Und Malfoy, was ist passiert?“ Ich wusste, ich würde niemandem mit Vorwürfen helfen, also riss ich mich zusammen und ratterte die Fakten herunter.

„Sie war ruhig, dann hat sie geschrien, so wie jetzt, nur dass ganz plötzlich Nebel aufgezogen ist und es war, als würde sie kämpfen, ihr Arm wurde verletzt, ach was… er wurde zerfleischt, sie hat geblutet, dann noch mal Nebel, der wieder verschwand und sie war ruhig… bis jetzt, plötzlich ging es los.“

„Mhm okay, Mondmädchen, was hast du beobachtet?“, wandte er sich nun an die eigenwillige Lovegood, welche ihn aber nicht ansah, sondern weiter Hermione im Blick behielt.

„Ohhhh, wenn sie schreit flackern die Schleier, aber bisher keine weiteren Risse, wenn Sie das meinen“, antwortete sie konzentriert.

„Und wie ist ihre Aura?“, drängelte Gellert weiter.

„Konstant bis flackernd, der Nebel tut ihr nicht gut!“, verkündete Lovegood ungewohnt ernst.

„Mhm… in Ordnung… jetzt seid ALLE ruhig!“, befahl Gellert und vertiefte sich in dem Buch.

„Potter, wie lief das ab?“, raunte ich der Nervensäge neben mir zu, die wie gebannt zu Hermione starrte, gefesselt von ihrem mehr als mitgenommenem Anblick.

„Schsch“, starrte Potter nur vollkommen konzentriert auf Hermione, die nun etwas leiser, da sie sich heiser geschrien hatte, vor sich hin wimmerte und da ergriff sein Freund, dieser Weasley, seine Hand und drückte sie beruhigend, eine Geste, die mich die Mundwinkel verziehen ließ.

„Gellert hat einiges abgezogen, war wahrlich spannend!“, ließ sich dann Marcus gnädiger Weise dazu herab, zu erzählen, und damit wandte ich meine Aufmerksamkeit diesem zu. „Es lief ohne Probleme ab, wenngleich er sagt, dass das Buch tötet… wir sollten es gut verstecken“, erklärte Marcus gewichtig weiter. Ich rollte mit den Augen, solange es Hermione half, durfte es töten wen es wollte, meiner bescheidenen Ansicht nach.

„Ach, zu ärgerlich, hätte ich dieses Buch doch nur zu meinen Großzeiten gehabt!“, murrte Gellert gerade über das Buch gebeugt. „Ach… halt du doch deinen vorlauten Mund!“, sprach er wieder mit sich selbst und kratzte sich am Kinn, während wir uns alle mehr als verwirrt wegen seines komischen Verhaltens ansahen.

„Also bei dem Buch war er recht klar, ich weiß nicht, was den Alten immer reitet!“, murmelte Marcus verzweifelt.

„Nie habe ich etwas von dir gefordert“, durchbrach Gellert die Stille und wir wirbelten sofort zu ihm herum. „Selbst in unserem Duell nicht… aber jetzt tue ich es, ich erbitte es sogar von dir“, sprach er neben sich ins Nichts, dabei wirkte er vollkommen ernst, während wir uns alle nacheinander ansahen und mit den Schultern zuckten. Plötzlich schüttelte er bestimmt den kahlen Kopf, als hätte er eine Antwort erhalten.

„Doch, das tue ich, geh zu ihr, nütze eure Verbindung und sag ihr, nur ein gleichwertiges Gut als Gegenleistung kann sie zurückbringen! Und wenn sie fragt, warum sie ein SoulGatherer wurde, sag ihr; sie unterscheidet sich von den anderen Nekromanten aufgrund ihrer Selbstlosigkeit!“, gab der alte Zausel geradezu befehlend von sich. Mir ging der Mund auf, was Gellert hier verkündete, derart offen, vor Lovegood, Scarmander, Marcus, Adrian, Thomas, Finnigan, Potter, Weasley und mir.

„Mit wem zur Hölle redet der Alte?“, „Spinnt er jetzt total?“, „Glaubt ihr, das Buch hat seinen Geist übernommen?“, wisperten die anderen zu uns, aber ich spitzte genau wie Potter nur die Ohren.

„Du irrst in deinem Hass auf sie! Sie muss selbstlos sein, sonst wäre sie nicht die, die sie heute ist!“, deutete Gellert mit dem Zeigefinger auf ihre Person im Kreis, dabei ignorierte er gekonnt die sprachlosen Blicke von uns.

„Leben gegen Tod! ... Tod gegen Leben!“, verkündete er so ernsthaft und sehr endgültig, dass mir fast schlecht wurde, auch Potter wankte, denn egal mit wem, oder was er da sprach, hier entschied sich, ob wir sie wieder bekommen würden, das erkannten sowohl ich als offenbar Potter sofort.

„Ich habe eine Lebensschuld“, resümierte er zum Schluss hin schlicht.

„Geh und sag ihr, was du und ich vermuten, was das bedeuteten könnte… für sie!“, bat er und dann schaute er zu ihr und schloss plötzlich erleichtert die Augen.

„Mit wem zum Geier redet der?“, „Das frage ich mich auch?“, „Ist noch jemand da?“, „Quatsch, jetzt ist er übergeschnappt.“, „Das hört sich eher gar nicht gut an!“

„Ohhhhh, was? Was machen sie denn da, Sir?“, hauchte Luna sichtbar erschrocken, die auf einmal ganz bleich im Gesicht wurde und schon schaute Gellert sie scharf an.

„Was siehst du, Mädchen?“, fragte Gellert scharf und auch ich war sofort misstrauisch. Anscheinend konnte Lovegood das sehen, was uns verborgen war.

„Er ist, nachdem er durch den Kreis und in sie ging, sichtbar geworden! Sie reden also immer mit ihm… ich verstehe jetzt“, murmelte sie vor sich hin, während sich Gellerts Züge verschlossen.

„Mit wem? Was meinst du, Luna?“, brauste Marcus genervt auf, daraufhin wandte sie sich zum ersten Mal, seitdem wir hier waren, und mit einem nachsichtigen Lächeln auf den Zügen zu uns und Gellert ergab sich in sein Schicksal, dass er sie würde nicht aufhalten können. Er blätterte in dem Buch und zeigte uns die kalte Schulter.

„Dumbledore! Er spricht mit Dumbledore! Und jetzt ist er weg… futsch“, wedelte sie aufgeregt mit ihren Händen und selbst ich war gewillt, meine Augen weit aufzureißen.

„Wie bitte?“, „Was?“, „Wie soll das gehen?“, riefen alle wild durcheinander. Die Erkenntnis, dass der Alte die ganze Zeit um uns rum gewesen sein könnte, bereitete mir auf der Stelle Magenschmerzen.

„Spinnst du ganz? Dumbledore ist tot!“, fauchte Weasley sie recht grob an.

„Warum solltest nur du ihn sehen?“, warf Thomas ein und wirkte mehr weiß denn dunkel im Gesicht.

„Hör auf, Ron, wenn Luna das sagt, glaub ich ihr!“, schaltete sich Blaise entschieden ein, wirkte aber auch erschüttert. „Er ist wirklich die ganze Zeit da?“, wisperte er leise.

„Blaise hat recht, oder? Gellert, Dumbledore ist die ganze Zeit über bei Ihnen?“, wandte sich nun Potter zu Gellert und dieser blickte mit einem genervten Stöhnen von seinem Buch auf, während ich mich dezent im Hintergrund hielt.

Das waren schockierende Neuigkeiten!

„Ja, Potter, das ist er“, gestand Gellert ruhig und starrte zu uns mit seinen so blauen Augen und ich seufzte tief.

„Warum? Wie?“, verlangte Potter nun sehr bestimmt zu erfahren, als Gellerts Blick von ihm zu Hermione zuckte und meine schlimmsten Befürchtungen sich damit bewahrheiten.

„Das meinen Sie wirklich ernst, er ist da? Und sie konnte ihn auch sehen?“, gab er erschüttert von sich und ich zog eilig meine ernüchternden Schlüsse. „Und er hat alles gesehen? Und bekommt alles mit?“

„Das kann ich dir nicht so sagen… da wirst du sie fragen müssen, Potter, und du sie auch Malfoy“, lehnte er es ab, unsere Fragen zu beantworten und ich biss die Zähne zusammen, da er mir indirekt schon bestätigte, dass Hermione von Albus Dumbledore gewusst hatte. Vielleicht hatte sie ihn sogar auch gesehen? „Sie müssen sich gedulden und hoffen.“

„Hoffen?“, fragte Potter zaghaft.

„Hoffen, dass sie wiederkehrt!“, lösten seine eindringlichen Worte eine große Leere in mir aus, die alles andere in den Hintergrund drängte und mir meine absolute Hilflosigkeit vergegenwärtigte.

„Aber Dumbledore hilft ihr?“, flüsterte ich leise, worauf mich die Augen von dem Alten durchbohrten.

„Wollen wir es hoffen“, nickte der Alte knapp.

Dracos Sicht Ende

Hermiones Sicht

Ich war in der Agonie des Schmerzes gefangen und schrie wie am Spieß, bis der Schmerz abrupt aussetzte und ich verwirrt aufblickte, aber auch atemlos zitternd zu diesen Wesen starrte, die vollkommen gleichgültig zu mir sahen.

„Die Abstände werden kürzer, irgendwann wirst du dich selbst erlösen und damit ist dein Schicksal besiegelt“, erklärten sie auf meine stumme, hilflose Frage, was hier mit mir passierte.

„Also habe… habe“, schluckte ich schwer gegen die Qual an, die in mir wütete, „also hatte ich nie eine Chance?“, resümierte ich trocken und wischte mir über die verdreckte Stirn.

„Doch, die hast du immer noch… wenn du weißt, was dich rettet“, kam es freundlich, fast mildtätig von Dagda. Jetzt verstand ich, warum höchstwahrscheinlich so wenige SoulGatherer auf Erden wandelten, wenn sie es mal geschafft hatten, warum auch immer, vom Nekromanten zum SoulGatherer zu werden, standen ihnen diese Prüfungen hier in der Anderswelt bevor und da sah es doch mal glatt mau aus, denn ich war einfallslos, was mich retten sollte und ich mochte wetten, dass das mehreren meiner Vorgängern ähnlich ergangen war.

Als ich wieder stärker aufwallende Schmerzen verspürte, war ich froh, schon auf meinen Knien zu liegen. Aufgebend ließ ich nun meinen Kopf in meine Hände gleiten, vergrub meine Finger in meinem Haar und versuchte, zu überlegen.

„Was ist das?“, hauchte Morrigan plötzlich mit einem widerwilligen, aber auch irgendwie überrumpelten Ton und weckte meine Neugierde, denn ehrlich, dass diese Personen noch etwas überraschen sollte, zweifelte ich groß an.

„Ein Geist… wie kommt denn der hierher?“, hauchte Lugh, als Wächter der Schleier, interessiert.

„Kein Geist, ein Wandelnder… gegrüßt seist du“, riss Dagda alles an sich und ich blinzelte schwer gegen diese flirrende Unterweltsonne an und hob nun schwer mein pochendes Haupt.

„Aha… gegrüßt seid ihr!“, erstarrte ich in meinem Schmerz, als mir die zu bekannte, saloppe und selbstsichere Stimme ans Ohr drang und ich versuchte, ihn hier auszumachen.

„Was hast du hier zu suchen?“, hisste Lugh bedeutend giftiger als bisher zu Albus, der sich mit wallendem Gewand zu uns drehte und mich mit schief gelegtem Haupt, aber unleserlichem Blick musterte.

„Aha, ja, das ist eine ausgezeichnete Frage… nicht dass ich besonders freiwillig hier wäre“, bekannte er freimütig und fasste sich theatralisch an die Brust, was mich geschlagen die Mundwinkel verziehen ließ. Was tat er dann hier? Wollte er sich daran ergötzen, wie sie mich in die sprichwörtliche Hölle stießen?

„Warum bist du dann hier?“, klirrte es eiskalt von Morrigan. „Verschwinde.“

„Tja, leichter gesagt als getan, wissen Sie, alles der Reihe nach. Ich kann hier sein, weil sie mich an sich band und das wohlgemerkt gegen meinen Willen“, setzte Albus genauso geschäftig an, wie er es auch sonst in unserer Welt getan hatte. Die Túatha starrten ihn wie die Erscheinung, die er war, an, aber das Beste war, Albus schien dies alles überhaupt nichts auszumachen. Meiner bescheidenen Ansicht nach freute er sich darüber, dass ihn endlich mal wieder jemand anderes als Gellert und ich sah.

Narzisst, dachte ich noch hämisch, bevor er sichtlich abgeneigt fortfuhr.

„Aber wie auch immer, ein ihr wohlgesonnener Verblendeter wünscht ihr Hilfestellung zu geben und so möget ihr mich entschuldigen“, wandte sich Albus mit aufbauschenden, durchscheinenden Gewändern von der Versammlung ab und starrte mit sichtbarem Widerwillen zu mir hinab.

„Was?“, „Helfen?“, „Ein Fremder?“, „Darf man das? Dagda?“, echauffierte sich im Hintergrund die Masse. „Dagda?“, fragte Morrigan sehr laut.

„Also mir gefällt eigentlich recht gut, wie du gerade im Dreck kniest“, wisperte Albus zu mir und konnte einen gehässigen Glanz in seinen Augen nicht verhehlen.

„Arrr“, würgte ich atemlos und hätte ihm liebend gerne seine Nettigkeit zurückgegeben, aber kein Wort kam über meine Lippen, da wieder der Schmerz durch mich rollte.

„Na, wie auch immer, streng dich nur nicht zu sehr an! Gellert lässt ausrichten: „Nur ein gleichwertiges Gut als Gegenleistung kann dich zurückbringen!“ Und er meint, dass du speziell ein SoulGatherer wurdest, hat den Grund, dass du dich von den anderen Nekromanten unterscheidest aufgrund deiner… pfff…“, unterbrach sich Albus kopfschüttelnd und wirkte durchwegs pikiert.

„Meiner was?“, stöhnte ich und blickte ihn fragend an, während sich die Túatha immer noch nicht einig waren, was erlaubt war und was nicht.

„Deiner Selbstlosigkeit!“, spuckte er mir vor die Füße. „Absoluter Schwachsinn, wenn man mich fragt! Denn wo bist du selbstlos? Du bist das egoistischste Miststück, das ich je kannte!“

„Darf er das?“, fauchte nun Lugh regelrecht ungehalten und ich schluckte meine Galle hinunter, als Dagda seine Stimme erhob.

„Er ist ihr Geschöpf!“

Er war augenscheinlich verärgert und sehr widerstrebend in seinem Zugeständnis, aber er unterstrich seine endgültig erscheinende Aussage mit einer herrischen Geste zu uns „Er gehört zu ihr. Er ist sie und sie ist er… also: JA!“, bekannte er hörbar unfreiwillig, aber auch bestimmend und Albus stöhnte wenig geschmeichelt auf. Als mein Geschöpf bezeichnet zu werden, das gefiel ihm gar nicht.

Ich blinzelte zu ihm hoch, wobei mich seine strafenden, kühlen, blauen Augen trafen und er sich straffte, da er seine Nachricht überbringen musste:

„Leben gegen Tod! ... Tod gegen Leben!“

„Was bedeutet das genau?“, fragte ich mit gepresstem Atem, während ich nicht glauben konnte, dass Gellert tatsächlich diesen Gefallen von Albus gefordert hatte. Freiwillig wäre Albus nie zu mir gekommen. Seine Abneigung war mir, war bestimmt allen, gegenwärtig.

„Keine Ahnung!“, kam es ganz salopp von dem Alten, da er nun etwas von mir wegging, er hatte seine Aufgabe erfüllt und damit hatte es sich für ihn.

Ich selbst glaubte ihm seine Ahnungslosigkeit mit keinem Wort, somit war ich nach diesen wenigen Informationen tatsächlich wieder auf mich alleine gestellt. Nur jetzt hatte ich nicht nur die abschätzigen Blicke der Túatha zu ertragen, sondern sah mich auch noch mit der schamlosen und gehässigen Beobachtung von Albus konfrontiert.

Selbstlosigkeit?

Wo war ich selbstlos? Ich verstand Albus‘ Ressentiments, aber das bedeutete wohl, dass dieses Attribut den entscheidenden Unterschied ausmachte, der mich vom Dark Lord, Gellert und anderen Nekromanten unterschied. Selbstlosigkeit! Wann war ich selbstlos gewesen, wenn diese egoistisch gehandelt hatten? Es ratterte rasant schnell in meinem rasch funktionierenden Hirn, das trotz der körperlichen Pein seine Funktion noch nicht eingestellt hatte.

Ich schloss die Augen, konzentrierte mich nur noch auf die Tatsachen, all diese Schwarzmagier hatten sich aus reiner Selbstsucht dieser Art der Magie zugewandt!

Sie hatten die Nekromantie betrieben, um mächtiger zu werden, um Angst und Schrecken auf Erden zu verbreiten. Ich hatte aus der Not heraus gehandelt, da ich es als beste Variante betrachtet hatte, meine Eltern für immer von dieser Erde zu tilgen und ihnen ein endgültiges Ende zu bescheren, so dass sie ein neues, ein freies Leben beginnen konnten.

Ich hatte die Lösung, die Intention war der Schlüssel!

Dies erklärte zum Teil, warum es derart wenige SoulGatherer unter den Nekromanten gab. Die Absicht hinter unserem Handeln unterschied uns. Ich hatte es aus dem tiefen Bedürfnis getan, meine Liebsten zu schützen, die anderen taten es aus purem, egoistischem Machtstreben.

Ein Soulgatherer kann nur werden, wer selbstlos ein Nekromant wird!

Wie blind wir doch alle gewesen waren, dabei lag die Erklärung fast greifbar vor uns.

Ich schüttelte betroffen mein Haupt, wegen dieser makaberen und kuriosen Entdeckung. Okay, jetzt verstand ich schon besser, wie das hier alles tickte und diese Aussicht ließ mich sehr viel ruhiger und souveräner werden. Aber mir lief die Zeit konstant davon, denn die Lösung, wie ich von hier wegkam, war noch immer ein Geheimnis.

Als ich die Augen aufschlug und mich mit dem selbstgefälligen Ausdruck auf Albus‘ Gesicht konfrontiert sah, gefiel mir dieser gar nicht, nur ahnte er nicht, dass ich unter Druck meine besten Ideen hatte.

„Du scheinst sie echt zu mögen!“, bestätigte auch schon Morrigan meine Vermutung, dass man unsere Abneigung gegeneinander fast mit Händen greifen konnte.

„Oh, ich hätte nichts dagegen, würde sie hierbleiben… sie wäre für euresgleichen bestimmt eine Bereicherung!“

„War das eine Beleidigung?“, hisste Lugh argwöhnisch auf.

„Oh nein, nicht doch, aber sie passt bestimmt besser hierher als in die Welt der Lebenden!“, schränkte Albus eilig ein.

Ich lauschte den Gemeinheiten gar nicht weiter, sondern konzentrierte mich nur darauf, was mir Albus überbracht hatte, denn darin musste der Schlüssel liegen, der mich rettet.

Seine Worte lauteten genau: „Nur ein gleichwertiges Gut als Gegenleistung kann dich zurückbringen! Leben gegen Tod! ... Tod gegen Leben!“ Unter meiner Pein wiegte ich mich schaukeln vor und zurück, während ich es mir immer und immer wieder in einem stummen Mantra vorsagte.

Und ganz plötzlich, von jetzt auf gleich, kam dann die Erleuchtung über mich, wie die Jungfrau zum Kind.

Wegen meiner Dummheit stöhnte ich auf. Es war derart logisch, dass es fast wehtat, weil ich so lange dafür gebraucht hatte. Aber ich verharrte noch auf den Knien und wartete die letzte Schmerzwelle ab, erst dann zog ich mich entschlossen wieder auf die Füße.

Gespanntes Schweigen schlug mir entgegen, denn dadurch brach der Disput zwischen Albus und den Túatha dé Danann ab.

„Ich biete euch…“, schluckte ich schwer und stöhnte atemlos, während ich meinen zerfetzten Arm an meine Brust presste, dabei blickte ich in die interessierten, gespannten, aber auch argwöhnischen Mienen der anderen, als plötzlich Lugh vortrat und sich zu mir beugte.

„Warte… bedenke, du hast nur einen Versuch!“, gab er hörbar involviert zu und ich runzelte die Stirn, blies mir eine lästige Strähne aus dem verdreckten Antlitz, kam jedoch gar nicht dazu, zu antworten, da sich jemand anders genötigt sah, etwas von sich zu geben.

„Oh, der nächste Verirrte, der sich in diesen verlogenen rehbraunen Augen verliert!“, ätzte Albus böse und ich erdolchte ihn mit Blicken. Wenn diese Nervensäge nicht schon tot gewesen wäre, ich schwöre, ich wäre in Versuchung gekommen, dies zu ändern, doch so bleckte ich nur die Zähne in seine Richtung.

„Ja, danke, aber ich habe entschieden!“, stieß ich zu Lugh hin aus und taumelte leicht, während ich nicht auf Albus einging, ebenso wie auch die anderen ihn übersahen, was ihm sichtbar nicht passte.

„Gut, dann erwarte ich dein Angebot!“, gebot Dagda Schweigen an die Runde und alles versank in atemlos stiller Erwartung, was ich gleich sagen würde.

„Ich biete euch, den Herrschern hinter dem Schleier“, keuchte ich schmerzhaft, um dann nach Luft zu schnappen, „ meine Möglichkeit, Leben zu schenken.“

„Aarmmm!“, „Mhm…“, „Schsch“, schnappten viele nach Atem, der Ärger war ihnen anzuhören. „Unfassbar!“, „Zu ärgerlich!“, „Nicht dumm, die Kleine“, bestätigten ihre hervorgestoßenen Aussagen meine Vermutung und ich straffte mich etwas, fuhr gleich bestimmter fort:

„Ich gebe meine Fruchtbarkeit, um selbst zu leben“, entschied ich mehr als entschlossen, bevor ich mein Haupt in den Nacken warf. „Ich gebe dieses Geschenk auf und entscheide mich über die Untoten zu herrschen… Leben gegen Tod und Tod gegen Leben!“, entgegnete ich immer fester, da der Schmerz in mir langsam, aber sicher abflaute.

Ich blickte nun bestimmt zu dem auf seinem Kristallthron sitzenden Dagda, der mehr als verdrießlich zu mir starrte.

Ich hatte die einzig logische Erklärung gefunden, weil es sich sonst nicht erklären ließ, warum wir eine derart ausgestorbene Rasse darstellten. Damit wurde klar, warum ein SoulGatherer keine Nachkommen hatte. Jeder SoulGatherer, der das hier überlebt hatte, bekam keine Nachkommen, weil er seine Fähigkeit der Zeugung gab, um in unsere Welt zurückzukehren. Es war so logisch, wenn man einmal darüber nachdachte.

Wobei Dagda mehr als unzufrieden darüber wirkte, dass ich dahinter gekommen war, weswegen er zu meinem Schreck zu seiner Keule griff.

„So sei es!“, verkündete er übergangslos, zum sichtbaren Missfallen aller.

Da deutete er mit der Keule auf mich, oder besser meinen Unterleib, und dann sauste auch schon rasant ein roter Blitz auf mich zu und meine Welt ging mal wieder in der Agonie der Pein unter.

Ich spürte, wie mir alles entglitt, mein gequälter Blick, als ich wieder auf dem Boden aufschlug, ging zu dem schwindenden Albus. Ich brüllte und schrie so laut, wie noch nie in meinem Leben. Es war, als würde ich mir die Seele aus dem Leib schreien. Ich hätte nie und nimmer gedacht, so laut kreischen zu können, bevor mein Bewusstsein endlich im Dunkel versank.

Hermiones Sicht Ende



Empfehlung zu einem Special, das hier anschließt:
Lughnasadh, Book of Kells
http://www.fanfiktion.de/s/4ef5b22a00014060067007d0/18/Specials-to-When-Hermione-Fights-

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Kapitel 453-454
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