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 Kapitel 113-114

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BeitragThema: Kapitel 113-114   Do Feb 09, 2012 3:15 am

113. Die Strafe


Severus Sicht

„HA, das weiß ich sogar ohne Fluch, komm ich „apperriere“ uns!“, ergriff ich seinen Arm und schon kamen wir vor ihrem Haus an, das für uns nicht mehr sichtbar, war dank des Blutschutzes.

„Nette Straße…schöne Stadthäuser, hier hat sie gewohnt?“, fragte Lucius mit bedacht und bevor ich antworten konnte, sahen wir sie um die Ecke kommen.

Ihr Gang war fest und sie trat bestimmt auf. Sie tupfte noch immer über ihr Gesicht und spielte ihre Rolle weiter, schlaues Mädchen, nicht, wenn sie dich weiter beobachten, dann bist du immer noch das Unschuldslamm, dumm war sie echt nicht.

Ich fühlte Lucius Hand fest und unnachgiebig auf meiner Schulter, als er vorwärts drängte, wie es schien wollte er unbedingt in das Haus, nun das sollte kein Problem sein und so sahen wir wie sie sich einem, für uns unsichtbaren, Haus nährte und mit einem Schüssel die Tür aufschloss und schon geriet Lucius in Aktion. Er ergriff meine Schulter noch bestimmter und komplimentierte mich nah an Hermione, die in dem Augenblick, als sie die Tür öffnete, unsere Nähe fühlen musste, den ihr erschrockener Blick zuckte über ihre Schulter und schon flog sie wieder durch die Tür. Nur hatte ich sie dieses mal nicht gesoßten, sondern ein aufgebrachter Lucius, der so stürmisch gedrängt hatte, das nicht nur sie flog, sondern er stolperte und fiel auch direkt auf sie, da wir uns ja alle berühren mussten um es durch den Schutz zu schaffen, wie ich nun sah, da ich ruhig und beherrscht die Tür geschlossen hatte. Ich zauberte mich in einer Bewegung wieder sichtbar, da ich nicht das Gleichgewicht verloren hatte, da war wohl Lucius einfach zu Ungestüm gewesen, sprach ich nun auch Lucius wieder sichtbar.

Sie stöhnte auf als sie auf den Boden aufschlug, abrollen konnte sie sich dieses mal nicht, da Lucius ihren Rücken als nette Matratze benützte und so lagen beide da. Sie versuchte sofort unter Lucius hervor zu krabbeln, als er sich mit den Händen leicht abstütze, konnte man gar nicht so schnell schauen, wie sie versuchte über den hellen Holzboden auf allen vieren unter ihm hervorzukommen und davon zu krabbeln. Als dies Lucius bemerkte, knurrte er wütend auf, was sich nicht wirklich gut für sie anhörte, was sie wohl ähnlich sah. Er richtete sich auf und grabschte mit seiner Hand grob nach ihren Fußknöchel. Als er ihn erwischte, zog er ihr mit Schwung die Hände unter den Füßen weg. Sie verlor den Halt und prallte wieder auf dem harten Boden auf. Er schleifte sie auf den Holzdielen zu sich, was sich jetzt netter anhört als es war, da sie um sich trat und versuchte Lucius Hand von ihrem Gelenk abzuschütteln und leicht aufschrie. Lucius verkniff nur wütend die Lippen zu einem schmalen Strich, ließ sich aber nicht beirren und ich lehnte an der innen weißen Eingangstür und verschränkte die Arme vor der Brust und betrachtete interessiert das Schauspiel zu meinen Füßen.

Das Biest trat wie wild um sich und Lucius musste aufpassen ihren Schuh nichts ins Gesicht zu bekommen, aber er war körperlich Herr der Lage, da sie sich umdrehen wollte, was er nicht zuließ und so zog er das sich wehrende Bündel immer näher über den Boden zu sich her. Als er sie soweit hatte, dass er sie packen konnte, ließ er sie plötzlich los und setzte sich auf den blanken Boden und zog sie sich über seinen Schoß. Zu meinem Erstaunen ergriff er ihren hochgerutschten Rock, den er mit einem einzigen Ruck aufriss. Das zerreißende Geräusch des zerfetzten Stoffes, das „Ratsch“, hallte von den hohen Wänden des Stadthauses wieder und Hermine quiekte leicht erschrocken auf, als nun die Luft über ihre befreiten Pobacken strich und ihren schwarzen Slip offenbarte. Ich hob verwundert meine Brauen, was hatte Lucius vor, als auch schon seine Hand unbarmherzig auf ihr Gesäß zuschoss und mit einem lauten „Klatsch“, einen knallroten Abdruck auf ihrem kleinen, aber so prallen und hellen Po hinterließ. Sie stöhnte schmerzhaft auf und erschlaffte, als sie der nächste Schlag traf.

Lucius saß hier im Flur auf dem Boden, sie lag äußerst unbequem quer über seinen Schoß und er lebte seine Wut ausgesprochen leidenschaftlich an dem Hinterteil von Hermione aus. Schlag für Schlag ging mit einer unglaublichen Präzision, begleitet von einem lauten Zischen, auf ihr Gesäß nieder.

Er legte eine unheimliche ruhige Präzision an den Tag, wartete mit jedem neuen Schlag genau so lange, dass der Schmerz nicht den des vorherigen überdecken konnte, platzierte die einzelnen Schläge so, dass nicht nur die gesamte Fläche ihrer Hinterbacken, sondern auch der Ansatz der Oberschenkel betroffen war und er schlug genau so fest zu wie er konnte.

Es klatschte immer wieder in einem stetigen Rhythmus auf ihr Fleisch, das immer röter erstrahlte und sie zuckte sehr wohl unter seinen Schlägen zusammen, aber ich sah auch interessiert, das sie sich anscheinend in einem Arm biss, um ihre schmerzhaften Laute zu dämpfen.

Ich tat nichts warum auch? Sie hatte Strafe verdient und es schien Lucius gut zu tun sich an ihr auszutoben, wo er sich doch so eschauffiert hatte, als sie abgehauen war, auch mir war kurzzeitig das Herz stehen geblieben. Ein Wimmern war nun von ihr permanent zu hören und selbst Lucius müsste es mittlerweile schwer werden die Hand aufs Neue zu heben. Nun beendete er die Strafe, ließ schweratmend seine Hand auf ihrem geschundenen Fleisch liegen und in der nun folgenden Stille verharrte, da nur noch sein Atem und ihr Wimmern zu hören war.

Einige Haare hatten sich aus seinem magischen Zopf gelöst und er sah sehr aufgebracht aus, als er sie nun umdrehte und als sie mitging und auf dem harten Holzboden zum Liegen kam, stöhnte sie leidend auf und blickte uns aus erstaunlicherweise trockenen Augen an auch wenn ihren Arm eine blutende Bisswunde zierte, auch war ihr Mund mit ihren Lippen herum ganz blutverschmiert. Sie blickte von ihrer liegenden Position auf uns mit hartem Blick, was Lucius dazu brachte wütend aufzuknurren und sich nun über sie zu beugen, sie grob am Reveres ihres Blazers zu packen und sie daran hochzuziehend so das auch hier noch ein Knopf absprang. Er begrub sie halbnackt, wie sie war, fast unter sich und brachte nun sein sehr grimmiges Gesicht nah an sie heran.

„Was fällt dir Mudblood überhaupt ein, das Manor ohne Erlaubnis zu verlassen!“, zog ein eisiger Hauch durch seine mühsam, von unterdrücktem Zorn bebende, Stimme.

Da schloss sie ergeben und erschöpft die Augen, wie es schien was das der Anlass, das Lucius sie unsanft losließ und sie wieder komplett mit dem Oberkörper auf dem Boden. Als nun auch ihr schmerzendes Hinterteil aufkam, entlockte ihr dies ein Wimmern. Sie lag jetzt flach auf den Rücken und er griff wütend in ihr Haar, zog daran brutal, was dazu führte, das sie aufschrie und ihre Hände automatisch nach oben fuhren, ihn an seinen Handgelenken umgriff und sie die Augen sofort wieder aufriss.

„AHAHARR….bitte….“, hauchte sie da nur, was ihn ein böses Grollen ausstoßen ließ und dann legte er seinen Mund auf ihren blutigen und küsste sie wild und unbarmherzig. Sie stemmte ihre Hände gegen seine Brust, versuchte den Unterkörper in der Luft schweben zu lassen um nicht den Boden zu berühren, es sah sehr erheiterungswürdig aus was da vor meine Augen passierte. Lucius so außer Rand und Band, sah man nicht alle Tage und dann musste man das genießen, dass er die Contenance verloren hatte, damit würde ich ihn Jahre lang aufziehen können. Aber was sagte ich immer, mir glaubte ja nur keiner, das Biest war eine Gefahr für jeden! Hörte er auf meine Wahrungen, nein, dann musste er es selbst lernen, zog ich mein süffisantes Resümee.

Als er immer zudringlicher, fordernder wurde, sie versuchte verzweifelt von ihm wegzukommen, was dazu führte das er ihren Kopf nur noch fester, wie in einem Schraubstock gleich, hielt und versuchte sie immer mehr unter seinem Körper zu begraben. Nun das würde Draco, wenn er hier wäre, gar nicht gefallen und mir gefiel es auch nicht mehr. Wo würde das Enden, frage ich mich da … und so entschloss ich mich aufseufzend nun doch zu helfen, trat neben das auf dem Boden ringende Paar und hob Lucius Gehstock auf, den er fallen gelassen hatte und wagte es nun, klopfte damit bestimmt auf seine Schultern.

Aber er ließ sich nicht beirren, eine seiner Hände griff nun zielsicher nach ihrer noch verpackten Brust, ach nein… und was hatte ich mir von dem selbstgerechten, selbstverliebten Gockel, für Vorwürfe anhören dürfen. So war ich kurzzeitig versucht ihm seinen heißgeliebten Stock mit Wucht über den Schädel zu ziehen, aber so ließ ich mich mit einem Seufzer, ich tat mir selbst gerade sehr leid, auf die Knie nieder und packte nun derb und ohne zu zögern in sein helles, weiches Haar, riss sein Haupt grob in die Höhe, zog ihn von ihrem Mund gewaltsam weg.

„Araggh….was Severus? Hast du sie noch alle, was fällt dir ein?“, brauste er bösartig auf und funkelte mich mörderisch aus, vor Verlangen, Begierde und Lust, fast schwarzen Augen an, als ich ihn so fest in meiner Faust hielt.

Ich ließ seine Haare nicht los und sah nur kalt auf die beiden nieder.

„Du hast gesagt, du willst sie nicht zwingen, wenn du deine Meinung geändert hast, auch gut dann sag aber vorher nicht du willst sie dir nicht einfach mit Gewalt nehmen und halte mir das dann vor!“, kam es höhnisch verachtend von mir. Ich ließ sein Haar abrupt los, richtete mich auf und sah in ihr Gesicht, das leicht panisch wirkte, da sie die Situation wohl wirklich an meine Schandtat, auf die ich immer noch nicht stolz war, zu erinnern schien. Er hatte sie gebissen und nun blutete sie auch an der Lippe. Das Blut lief in einem kleinen Rinnsal über ihre Wange, aber weinen tat sie, wie damals, nicht, nur ein leicht verschreckter Blick lag in ihren unnatürlich geweiteten Augen.

Langsam nahmen die Emotionen in Lucius Blick ab und er wandte sich nun gemächlich wieder auf die am Boden liegende Hermione zu. Er schien nicht glücklich, als er nun seine eine Hand erstaunlich vorsichtig und behutsam aus ihrem langen Haar löste und seinen Daumen über ihre arg geschundene Lippe wandern ließ und sie drehte den Kopf zur Seite und schloss ergeben die Augen, als Lucius sich zu fangen schien.

Ich sah, dass das Blut von ihren Lippen an seinen Fingern klebte und er es nun kurz betrachtete. Herrisch drehte er sich plötzlich halb zu mir um und hob mir seine Hand entgegen, während er kalt forderte: „Meinen Zauberstab Severus!“ Ich war etwas erstaunt, was hatte er vor, doch ich reichte ihm den Stab. Erneut griff er nach ihrem Gesicht und zwang sie beharrlich, aber nicht grob, ihr Gesicht ihm zu zu wenden, was sie ergeben tat. Sie hatte nun jedoch wieder die Augen geöffnet und sah ihm gebannt entgegen, schließlich richtete er den Stab auf ihr Gesicht. Was zum Teufel hatte er vor? Er zielte mit dem Stab auf ihre Lippen und sprach leise einen Zauber und dann nahm ich erstaunt wahr, wie der Biss an ihren Lippen verheilte, er noch mal sanft mit dem Daumen über ihre Lippen fuhr und so das Blut entfernte. In ihren Augen zeigte sich Verwirrung, nachdem die kurzzeitige Panik, die ich gesehen hatte als er seinen Stab auf sie gerichtete hatte, gewichen war.

Er sah mich nun beherrscht aus sehr kalten Augen an, nickte mir langsam zu, erhob sich schwerfällig, aber trotz allem mit unglaublicher Eleganz. Als er stand, blickte er auf sie nieder, der zerrissene, hochgeschobene Rock, der auf ihrer Hüfte saß und der gut sichtbare, freiliegende, schwarze Slip und der halbaufgerissene Blazer, ihr zerzaustes Haar, die Bisswunde am Arm und ihre geschundenen, roten Lippen und ihr schwerer Atem, das war das Bild das sie uns auf dem Boden liegend bot. Während er so auf sie hinabblickte, flackerte etwas in seinem Blick, was ich nicht deuten konnte und er stieg wortlos über sie und steuerte auf das Wohnzimmer zu und ließ sie auf dem Boden liegend zurück.

Ich blickte auf sie hinab und sie hatte wieder die Augen geschlossen, hatte sie nach mir auch so ausgesehen? Wagte ich mich zaghaft zu fragen, vor allem da hier ja gar nicht so viel passiert war….das waren meine Überlegungen, aus denen ich gerissen wurde als sie sich auf einmal schwungvoll auf die Seite warf um dann sich auf alle viere zu ziehen, dabei reckte sie ihr knallrotes Hinterteil in die Luft, das sehr erhitzt aussah. Das musste schmerzen, aber sie sagte immer noch nichts, stöhnte nur leise auf, um dann schwer aufzustehen und als sie sich umdrehte, zuckte sie kurz, da sie mich erblickte. Ich war wohl so leise gewesen, das sie mich vergessen hatte und so sah sie mich an und ich muss sagen, ich versuchte hinter diesen Blick zu sehen, aber es gelang mir zu meinem Leidwesen nicht. Ihr Blick war sogar eine Spur mit überheblicher Arroganz gewürzt, was mich immer wieder an ihr erstaunte, als ich sie nun so derangiert vor mir sah. Ich riss mich aus ihrer Betrachtung und unterdrückte ein Räuspern, da ich ihr sehr nah war, hätte ich nur meine Hand austrecken brauchen um ihre Wange zu berühren, dies nicht zu tun, erforderte gerade eine unglaubliche Selbstbeherrschung von mir.

„Du solltest dich umziehen, wir erwarten dich dann und beeil dich!“, wies ich sie gewohnt barsch an. Sie nickte sofort und setzte sich vorsichtig in Bewegung. Sie sah schrecklich aus. Mit dem zerrissenen Rock stieg sie nun die Treppenstufen hoch und entschwand meinen Blicken.

Ich schüttelte mich und streifte jedes aufkommende Mitgefühl ab. Sie hatte gewusst wie wir waren und folgte nun Lucius in den Raum, den er erstürmt hatte und sah ihn auf einem Stuhl sitzen. Er hatte sich wieder magisch hergerichtete niemand hätte erkennen oder erahnen können, dass dieser Mann vor ein paar Minuten noch völlig die Kontrolle verloren hatte. Er hatte die Augen geschlossen und es wirkte als meditierte er. Was hatte ihn nur dazu veranlasst sie am Ende zu heilen, das fragte ich mich wirklich, aber das würde warten müssen.

Ich wagte es nicht ihn anzusprechen, ich war ja nicht lebensmüde. Er würde am meisten mit sich hadern, das es so weit gekommen war und ich konnte das nur zu gut nachfühlen, wie man sich fühlte und wie einem zumute ist, wenn man nach so langer, beherrschter Zeit des Seins auf einmal so vollständig die Kontrolle verlor. Das ließ so disziplinierte Menschen, wie uns, geschockt zurück, da jede unsere nicht kühl kalkulierten Entscheidungen unser letztes Stündlein einleiten konnte, unser Balance Akt auf dem Seil über der Schlucht, war immer sehr schmal, umso mehr schockierte es einen wenn es passierte und es einen einholte und man die schwer aufrechterhaltene Beherrschung verlor.

Und gerade ein Malfoy verlor vieles nicht, nicht die Beherrschung, nicht die Kontrolle, nicht die Maske und nie und nimmer das Gesicht. Ich war ehrlich, gegen Lucius konnte ich im Unterricht geradezu aufbrausend sein. Er war immer sehr unterkühlt, noch viel mehr als ich, sich so gehen zu lassen, geschah immer nur sehr selten, oder eigentlich nie.

Plötzlich schlug er die Augen auf und fokussierte mich. Ich hatte mich in eine dunkle Ecke zurückgezogen und stand abwartend in der Nähe und scheute es nicht, seinem Blick ruhig zu begegnen.

Wir sahen uns nur an, Worte waren nicht nötig. Ich verzog nur einen Mundwinkel schrecklich höhnisch und er tat es mir einen Augenblick später gleich, dann grinsten wir uns verschwörerisch an, dies war einer der seltene Momente in denen Lucius und ich uns absolut und unumstößlich einig waren, das diese Episode wieder einmal unter das Prädikat Erfahrung sammeln fiel. Außerdem waren wir uns einig, dass dieses Intermezzo Draco nicht zu erfahren brauchte, ich zweifelte nicht daran, dass das Biest dem nicht zustimmen würde.

Snape Sicht Ende

Ich stand in meinem Zimmer und sah mich im Spiegel an und musste über mein Äußeres, das vollkommen durcheinander und schwer mitgenommen aussah, süffisant lächeln, man was hatte ich erwartet?

Das….ja so ähnlich nur das ich dank Sn…Severus noch gut weggekommen war, denn ich glaubte nicht, das Lucius eher aufgehört hätte, als bis er sich das geholt hätte, was er seit nun doch schon sehr langer Zeit für sich haben wollte. Ich konnte froh sein das er mir nur dies Angetan hatte was bisher passiert war. Aber es überraschte mich, dass er mich danach geheilt hatte, meine Lippen wieder hergestellt hatte, wirklich eigenartig. Strich ich mit meinen Fingerspitzen abwesend über meine Lippe.

Man hatte ich einen Schreck bekommen, als mich ein kalter Lufthauch im Nacken gestreift hatte und ins Nichts gesehen hatte. Ich aber sofort, in Sekundenschnelle, begriffen hatte das sie da waren und mir auflauerten, um ins Haus zu kommen und dann fiel ich schon, aus dem Gleichgewicht gebracht, auf den harten Parkettboden und ein, auf mir landender, männlicher, Körper hatte mir in diesen Sekunden die Luft aus den Lungen gepresst.

Ich konnte mir vorstellen wie gut die beiden Männer gelaunt waren und da es zwei gewesen waren, wie ich instinktiv gefühlt hatte, verdammt aber auch, hatte mich mein Gefühl in der Gasse doch nicht getrogen, sie waren da schon gestanden, das nannte man doch mal Glück! Nicht, da hätte ich ja auch gleich Farbe bekennen können, obwohl es hatte zufiel Spaß gemacht diese Banne zu brechen und da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. War ja klar, dieser Wasserfall war eine Signatur, wie hätten sie mir sonst, ohne mich zu berühren, in die Gasse folgen können, das war genial, ich hatte doch gesagt, das der Spruch exzellent war.

Als ich aus meinen Gedanken aufschreckte und wieder mein mitgenommen Spiegelbild betrachtete, Lucius schien leicht aus der Haut gefahren zu sein, so wie er sich auf mich gestürzt hatte. Ich fletschte nun die Zähne und fuhr dann langsam mit meiner Zunge über meine Lippe, dass dieser Mann immer so auf Blut stand? Aber seine Reaktion auf meine aufgebissene Lippe konnte ich mir auch jetzt noch nicht erklären. Ich schüttelte den Kopf und blickte auf meinem Arm, in den ich gebissen hatte und der einen perfekten Zahnabdruck meines Gebiss lieferte. Als ich hörte, wie der Stoff meines Rockes riss, der nun von meinen Hüften zu Boden glitt, da war mir kurzzeitig anders geworden und als dann seine Hand mit voller Wucht, lautklatschend auf meiner Backe landete, hatte ich mir den schmerzvollen Aufschrei schwer verkneife müssen, aber das ließ mein Stotz nicht zu, absolut nicht. So hatte ich, nachdem er mich durch Sonne und Mund prügelte, meine Zähne immer tiefer in mein eigenes Fleisch gerammt und mein eigenes warmes Blut geschmeckt.

Ich dachte, er würde mir die Haut vom Knochen schlagen als er nicht aufhörte seine Hand auf mich nieder zischen zu lassen, er hatte eindeutig Erfahrung darin wie er den größtmöglichen Schmerz erzeugen konnte. Wow, das tat echt weh, ich wollte bezweifeln, dass ich sitzen konnte und mir fiel partout kein Spruch ein, der mir da nun helfen konnte, zu ärgerlich aber auch. Der Clou war der gewesen, das er mich dann umdrehte und sich mehr oder weniger auf mich stürzte. Er hatte so an meinem Haar gezogen, das ich gedacht hatte er würde es mir in Bündeln ausreißen, als ich dann nicht auf seine Frage umgehend antwortete, schien bei ihm etwas in seinem Blick zu reißen, als wäre ein Knoten geplatzt. Er hatte sich mit einer beängstigenden Vehemenz über meinen Mund hergemacht, die es wohl verstand mir Furcht einzujagen, so stürmisch, er hatte mich hart geküsst und als ich mich dem nicht willig hingab, hatte er animalisch, roh in meine Unterlippe gebissen und als ich Schrein wollte, hatte er die Chance genützt und meinen Mund mit einer Gewalt erobert, die ihresgleichen suchte.

Ich presste abwehrend meine Hände gegen seine starke Brust und erreichte so viel, als wenn ich versuchte einen Felsbrocken zu bewegen, hätte ich mir schenken können, eine Hand hielt meinen Kopf im Haar schraubstockartig fest und ich versuchte meine pochende und schrecklich schmerzende Hüfte über dem Boden zu halten, da er immer mehr versuchte sich über mich zu schieben. Ich wusste, wo das enden würde, er würde dasselbe tun wie Snape. Ja das war klar, er hatte genauso die Kontrolle verloren, wie dieser damals als er das Mal entdeckt hatte, was hatte Lucius so wütend gemacht, das dieser so gefühlskalte Mann die Emotionslosigkeit so über Bord warf und mich bedrängte.

Auch wenn ich es nicht wollte, ich fiel kurzzeitig in einen Tunnelblick, als ich an die Schmerzen dachte, die mir Snape verursacht hatte, als er mich so gezwungen hatte und ich begann vor dem was Lucius tun würde Angst zu haben. Aber ich zwang mich ganz langsam wieder mein Gehirn zum Arbeiten anzuregen, wenn ich mich nicht wehren würde, wie damals, vielleicht wäre er dann nicht ganz so grob wie Severus und würde eher zu sich finden. Dachte ich da hoffnungsvoll. Ich wollte mich gerade in mein, mir wohl vorbestimmtes, Schicksal fügen, als ich urplötzlich von diesem harten, fordernden Mund getrennt wurde, der meine Lippen so brutal gequält hatte. Ich sah, wie Lucius Gesicht an seinem Haar zurückgezogen wurde und hörte, wie jemand zischende Laute ausstieß, die ich, durch das laut rauschende Blut in meinen Ohren, kaum hörte.

Als ich spürte wie er nun die Finger aus meine Haaren löste und fühlte wie er mit seinem Daumen über meine Lippe fuhr, da schloss ich ergeben meine Augen und dachte mir, eh schon egal, du wusstest es. Ich versuchte nur ganz und gar nicht an Draco zu denken!

Dann spürte ich wieder, wie sich eine Hand an mein Gesicht legte und mich zwang den Kopf zu drehen. Ich öffnete die Augen, die Neugier trieb mich und ich sah Lucius über mir, der sich gerade wieder mir zuwandte, nun seinen Zauberstab auf mich richtete. Leichte Panik überfiel mich, was würde er tun, doch er hatte wieder die emotionslose Maske auf, nur ganz leicht sah ich etwas in seinen Augen aufblitzten, doch ich wusste nicht was es war. Ich hörte, wie er einen Spruch murmelte und spürte das Prickeln in meinen Lippen, als wenn sie geheilt würden. Er hatte doch nicht wirklich gerade meine Lippen geheilt, ging mir da durch den Kopf. Ich hatte es wirklich nicht glauben können, nachdem er so grob gewesen war, heilte er mich, zum Teil. Der Mann war wirklich undurchschaubar.

Als ich auf einmal kühle Luft spürte die an meinen Körper kam da er sich aufgerafft hatte und nun stand, wie ich sah, wow ich blieb aber so liegen, schloss resignierend die Augen erneut und hoffte das ich mich wieder fing. Ich konnte es nicht glauben, S…Severus hatte mich gerettet, wohl aber nur aus Eigennutz, da er mit Sicherheit nicht zusehen wollte wie mich Lucius vor seinen Augen fickte.

Ich hielt die Augen geschlossen und danke gerade inbrünstig und aufrichtig meinen Glück, von mir aus dürfte Lucius mir nun auch den Hintern mit einem Gürtel oder einer Gerte oder was auch immer versohlen, wenn es dabei blieb, es war etwas aus dem Ruder gelaufen. Aber ich würde mich dem Stellen müssen, das musste man immer und hey was war passiert? Mhmh…dank Severus nichts…damit konnte ich nicht nur umgehen und leben, darüber konnte ich lachen und so rollte ich mich aufstöhnend auf den Bauch, um mich dann schwer auf die tauben Beine zu zeihen. Auwa schmerzte meine Rückfront er hatte wirklicher sehr fest und hart zugeschlagen, wow!!!

Als ich mich umwandte und Severus sah da zuckte ich erschrocken zurück, der mich mit großen, dunklen, aber nichtssagenden Augen anstarrte und ich schlucke schwer, da er mich so intensiv musterte und dann wirkte es als wollte er etwas tun, aber der Funke erlosch so schnell in seinen Augen, wie er aufgetaucht war und so zweifelte ich an meiner Beobachtung und da befahl auch schon er wie gewohnt fest:

„Du solltest dich umziehen wir erwarten dich dann und beeil dich!“, drehte ich mich wie aufs Stichwort kommentarlos um und eilte die Treppe schmerzhaft hinauf und hier stand ich nun und musste mir fast ein hysterisches Lachen verkneifen.

Nimm´s wie es kommt, freu dich über dein sprichwörtliches Glück, musste ja auch mal sein, dachte ich und knöpfte noch den Blazer auf und streifte ihn mir von den Schultern. Ich wandte nun einen „ratzepuntz“, und einen „episkey“, auf mich an und wirklich alle Bisswunden und sonstigen, unwichtigen Blessuren, verschwanden nur meinen Haut brannte noch wie Feuer, aber nun gut, da würde ich wohl durch müssen.

Als ich mich meinem Kleiderschrank zuwandte und mir ein weitgeschnittenes, alles verhüllendes Seidenkleid im Tunika Stil herausgriff, beeilte ich mich doch schon. Ich wählte das knielanges Kleid, lieben gerne hätte ich nach der Geschichte eine Hose getragen, aber ich war mir sicher, dass ich das auf meiner brennenden, heißglühenden Haut nicht würde ertragen können. Ich mich betrachtete, wie das grauweiß gemusterte Kleid leicht um mich fiel und leicht auf meiner geschundenen Rückfront lag, auch die Ärmel fielen halblang über meine Arme und umschmeichelten mich. Ich richtete nun meine Haare und kämmte sie durch, ließ sie offen in mein Gesicht fallen und schlüpfte noch in graue Ballerinas und straffte mich nun innerlich. Auf in den Kampf, ich war gespannt was mir für einen steife Brise entgegen schlagen würde.

Ich ging vorsichtig die Stufen hinab und trat, nun mit hocherhobenen Haupt, in das Wohnzimmer und sah das Lucius weiter hinten im Durchgang zum Esszimmer auf einem der Stühle saß und Severus ihm Gegenüber an der Wand im Schatten verborgen stand und beide ihren stechenden Blick mir zuwandten, als ich in den Raum trat.

Die Bedrohlichkeit dieser beiden Männer war beinah mit den Händen zu greifen und bescherte mir eine Gänsehaut, die ich krampfhaft versuchte niederzuringen. Als ich Lucius so ehrfurchtgebietend am Tisch sitzen sah und wie er seinen Gehstock in seiner linken Hand rollte und Severus der so dunkel wie er war in dem Schatten fast verschwand, wirklich beeindruckend die beiden.

Ich blieb in der Durchgangstüre stehen und blickt ihnen fest ins Gesicht, bei diesen DeathEatern wäre es tödlich nur eine Schwäche zu zeigen, das waren die Psycho-Spielchen, die sie so liebten, aber bitte, immer her damit, das konnte ich auch und so hob ich provozierend eine Braue und zuckte die Schultern und begann zu sprechen.

„Da ihr nun hier in meinem Heim seid, darf ich euch etwas anbieten?“, fragte ich höflich, ganz die perfekte Hausherrin und übersah das Lucius mich vor ein paar Minuten noch durch Himmel und Hölle geschlagen hatte.

Beide ließen es sich so was von nicht anmerken, was sie aufgrund meiner Kaltschnäuzigkeit dachten, aber gut, so waren wir eben schwer zu lesen. Ich setzte mich in Bewegung und ging auf die Bar zu, die sich in einer Ecke dieses Raums befand und die mein Vater immer geliebt hatte. Ich schenkte nun, da ich wusste das Severus diese durchaus trank, zum Beispiel als er an Weihnachten bei uns im Cottage gewesen war, Muggelwiskehy ein. Für mich tat es dieser auch, und so schenkte ich uns beiden einen ein. Ich sah nun auffordernd zu Lucius und da hob ich den Scotch hoch und er nickte und ich ging nun mit je einem Glas bewaffnet zu dem, mir an nächsten stehenden, Severus, der mir sein Glas aus der Hand nahm und mit seinem Daumen dabei wie zufällig über meinen Strich und mir ein leicht ironisches Lächeln schenkte, das ich kalt erwiderte und mich dann bestimmt zu Lucius umwandte.

Als ich bei Lucius das Glas vor ihm auf den Tisch abstellen wollte, umfasste er es schon und umfasste fast meine ganze Hand mit der seinen. Er versuchte mich aus der Fassung zu bringen, aber nein, den Gefallen würde ich ihm nicht tun und so ließ ich unter allen Umständen langsam und nicht hektisch los und ging zurück, um mir mein Glas zu holen als er seine Stimme erhob.

„Setz dich!“, befahl er.

„Ich denke, ich würde es bevorzugen zu stehen!“, bekannte ich bitterböse und zeigte ein zähnefletschendes Grinsen.

„Lucius, du vergisst, sie kann sich schlecht setzten!“, kam es süffisant aus der dunklen Ecke und ich hätte ihm am liebsten mein Glass an den Kopf geschmissen.

„Oh, ich vergaß wirklich, was tät ich nur ohne dich Severus, mein Freund!“, bekannte da Lucius mit einem sehr ausgeprägten, sarkastischen Unterton.

„Das frage ich mich auch manchmal!“, kam es gehässig daher und ich muss sagen, dass sie mich so völlig aus dieser Unterhaltung ausschlossen, war lustig und so nippte ich an meinem Whiskey. Ich hatte mir eine extra große Portion eingeschenkt, da mich nicht nur die beiden Häscher, die ich vor mir sah nervten, sondern auch dieser glatzköpfige Columbus, der dachte mir den Tod von Zombies anhängen zu müssen. Der sollte lieber aufpassen, dass ich ihn nicht eines Nacht in einen verwandelte, das ging ganz einfach, gab ich mich gerade meinen Gewaltfantasien hin ….als:

„Ich spreche mit der Hermione….was lächelst du so ….versonnen!“, wehte es mir klirrend kalt um die Ohren und ich blicke Lucius entschuldigend an.

„Verzeih Lucius ich wollte dich nicht brüskieren…ich war kurz gedanklich abwesend!“, bekannte ich ruhig und höflich.

„Lässt du uns daran teilhaben wo du gedanklich verweiltest?“, kam es lauernd von dem blonden Teufel.

„Wie du wünschst …ich weiß ja nicht ob ihr auch auf dem Friedhof wart…?“, stellte ich die Frage und als beiden nickten. Ich seufzte auf, war ja klar gewesen „…nun dann könnt ihr euch vorstellen, dass ich mich über den Glatzkopf geärgert habe. Ich bin eben in Gewaltfantasien zu ihm versunken!“, gab ich unumwunden ehrlich zu und erhielt erhobene Augenbrauen von diesen so unterschiedlichen Männer, was mir fast ein Kichern entlockte.

„Um dich zu revidieren, du hast mich oder uns nicht nur brüskiert, sondern einen schockierenden Affront uns gegenüber begangen!“, kam es hochtrabend von Lucius, aber bei seinem kühlen Ton und dem eisigen Blick aus den stahlgrauen Augen, konnte es einem schon anderes werden und so wurde es mir auch anders und ich trank schnell einen neuen, tiefen Schluck.

„Das wollte ich nicht…wirklich!“, zuckte ich die Schultern und hörte ein echt aufbauendes, abfälliges Schnauben aus einer dunklen Ecke, echt, der wollte mich nerven, hey versuchen konnte ich es.

„Hermione, du solltest dir gut überlegen zu lügen!“, zischte es so gefährlich leise von Lucius, das man meinen konnte er hätte nichts gesagt, aber ich nickte nur brav. „Noch einmal, warum hast du diesen Affront begannen?“

Ich begann auf und ab zu laufen, da ich mich ja dank dieses eingebildeten, blonden Pfaus nicht hinsetzten konnte und funkelte nun sehr aufgebracht zu ihnen hinüber.

„Warum? Warum, soll ich euch groß sagen, dass ich zur Beerdigung gehe. Ich wollte nicht, so schön ist das nicht und Draco wusste es, er konnte mich halt nur nicht begleiten was wohl auch besser war nicht das ein Ordensmitglied uns gemeinsam sieht!“, wehrte ich mich.

„Das du deine Eltern beerdigst ist nicht von Belang!?“, kam ein eisiger Hauch von Lucius und ich bremste abrupt.

„Was Lucius, willst du jetzt so tun als würdest du für mich trauen?“, fuhr ich ihn ungehalten an, ja ich war sauer.

„Nun, sagen wir es mal so, du wirkst nicht sehr traurig! Liegen sie da wirklich drin, wenn es so ist, können wir heute gerne noch nachschauen!“, mische sich Severus nun lauernd ein.

„Das sollte ja nicht dein Problem sein!“, entgegnete ich aufgebracht um mich dann gleich selbst zu maßregeln, sollte er doch schauen! „Aber bitte, schau in den Sarg…du wirst sie dann sehen, aber ich muss mir das dann hoffentlich nicht geben!“, warf ich einen schnellen Blick auf Severus und wusste nicht was das Glimmen in seinen Augen bedeutete. Er wäre schockiert und nicht glücklich, wenn meine Eltern in den Särgen lagen, denn dann würde er denken, ich hätte sie über die Klippe springen lassen. Aber etwas Besseres, als wenn alle dachten, dass sie wahrlich und wahrhaftig tot wären, konnte mir nicht passieren. Und dieses Schweigen schuldete ich meinen Eltern, nachdem ich ihnen schon ihre Vergangenheit genommen hatte.

„Es ist mein Problem, da du zu uns gehörst!“, brüllt Lucius nun so auf und schlug mit Wucht auf den Tisch, auwa, also langsam musste ihm doch mal die Hand wehtun verdammt!

„Dann freu dich, für mich gibt es somit nur noch eine Familie!“, meinte ich nun sehr unterkühlt und blicke ihn eindringlich und ohne Scheu an.

„Jaaaaa…..die Frage ist nur, was ist passiert!“, fragte er bedrohlich, schlug in die gleiche Kerbe wie Severus.

„Was soll passiert sein, Vater war zu blöd sein Auto richtig zu steuern und hat es geschafft die Klippen von Dover hinabzurasen…nun wäre ich alleine, hätte ich nicht euch!“, meinte ich nun süffisant.

„Die alles entscheidende Frage ist doch nur, was hast du damit zu schaffen?“, bohrte er drohend weiter nach, oh wie er nervte.

„Was wohl Lucius?.... Muss ich dazu wirklich noch etwas sagen!“, schenkte ich ihn einen entschiedenen Blick und wandte mich ab und blickte aus dem Fenster, in den Garten und sah auf das kleine Gartenhäuschen. Ich hoffte, das Severus und Lucius die nekromantische Magie nicht wahrnahmen. Ich wusste nicht wie lange und stark sie anhielt. Als ich mich resolut umwandte und sah wie Lucius gerade etwas sagen wollte, aber ich kam ihm zuvor. „Können wir das Thema „ELTERN“, nicht fallen lassen, sie sind nicht mehr….“, bat ich da flüsternd und sah, wie er mich aufmerksam musterte, er schwieg lange, nur um dann zu fragen:

„Du willst die Lebensversicherung?“, ging er auf meine Bitte ein, was mich erstaunte, aber erfreute, vielleicht akzeptierte er mein Schweigen.

„Natürlich, sie steht mir zu!“, meinte ich hochmütig.

„Warum, um eines wirst du dir in deinem Leben nie Sorgen machen müssen und das ist Geld!“, brachte er versnobt hervor und funkelte mich an, als er nun von dem scharfen, tiefdunklen Bernsteinfarbenen Scotch trank. Er beeindruckte mich durchweg. Er wirkte so völlig kalt und unnahbar, das er mir bis vor wenigen Minuten noch einen verteufelt aufbrausende und gefährliche, andere Seite von sich gezeigt hatte, ließ mich schlucken, aber ich wollte hier kein Jota nachgeben.

„Prinzipen!“, war dies meine prägnante Antwort und er zuckte dann die Schultern.

„Ich verstehe immer noch nicht woher du erstens den Geheimgang kanntest und wie du es geschafft hast alle Barrieren zu überwinden!“, kam er wohl nun auf den Punkt, der ihn am meisten ärgerte und an seinem aufgeblasenen Ego kratzte. Das Schlimme war nur, er konnte es sich erlauben so zu sein, den tat nicht nur so, er war auch so, wie er sich gab, einen machtvolle, beeindruckende Persönlichkeit und seit den Geschehnissen im Flur, hielt ich wohlweißlich Abstand zu ihm.

„Nun Hogwarts ist so alt wie das Manor und da wimmelt es von Geheimgängen und da bin ich ein bisschen im Manor gestreunert“, musste ihm ja nicht unter die Nase reiben das ich die Unterlagen in der Bibliothek entdeckt hatte. „Und nun, die Barrieren waren echt gut Lucius und der letzte Bann unglaublich, ein Meisterwerk. Ich gratuliere wohl euch beiden zu diesem brillanten Bann….ein bisschen länger und dieser blöder Wasserfall hätte seine anhaftende Spur verloren. Ich glaube, ich weiß schon was Severus da für eine ausgefuchste teuflische….“, verlor ich mich in meinen Gedanken und kaute nachdenklich auf meiner Lippe, ja so langsam kam ich dahinter was er alles eingebaut hatte, aber da war ein gedanklicher Fehler. Wie hatte ihm das passieren können, wen er die Arithmantische Formel an einem Beispiel, ich schätzte mal grob die Größen und Maße, die ich für den Aufbau des Bannes in dem Tunnel benötigen würde:

50 (Mu)= 1E (Za). Man rechnetet: 50= 36+14.36 dies wird dann gebündelt und als 1 in die nächste Stelle geschoben. Ich rechnete nun die Aufgabe von eben, die ich schon im Kopf gehabt hatte, 19691 (Mu)= F6Z im Zaubersystem. O+Z= 1N.N zu schreiben und 1 in den Übertrag. Der Rest wie gewohnt.Subtraktion und Multiplikation, die Subtraktion ist so und so dasselbe, wie die Addition, nur rückwärts.

Ja, genau, es nahm im meinen Geist Formen an, das war ein guter Ansatz, wenn man die ganze Gitterstruktur auf eine andere Ebene hob, wäre der Bann so gut wie wirklich unaufhebbar, da man ihn mit dem Ganzen bündeltet. Genau, er hatte diesen einen, entscheidenden Schritt, übersehen, da ich aber aus der Muggelwelt kam und die Verwendung andersherum betrachtete, da im Muggelsystem immer bei der 10 gebündelt wurde und ich dann erst alles in das Zauberersystem der Aritmantik übersetzte, ergab es für mich einen andern Sinn, spannend, so wäre es ein wünschenswerter Schutz für das Manor.

„Hermione….Hermione….verdammt wirst du wohl jetzt antworten!“, schreckte ich aus meinen geistigen Berechnungen auf, in die ich abgedriftet war und blicket wohl nun leicht glasig auf Lucius.

„OH….entschuldige, ich hab nur gerade den Fehler im Bann nachgerechnet….“, wedelte ich mit meiner Hand nun ab, sah aber aus den Augenwinkeln wie bei der Aussage sich Severus noch ein wenig mehr aufrichtete „…aber du wolltest etwas anderes….Nun was denkst du denn wie ich an viele meiner Informationen komme? Durch ein liebes Bitte? Ich hole es mir und wie es scheint werde ich von Mal zu Mal besser! Bitte, kein Bann oder Fluch ist nicht zu brechen!“, beschied ich ihm nun wieder voll auf ihn konzentriert.

„Und wie hast du dir das beigebracht?“, harkte er interessiert nach.

„Wie …oh du stellst fragen? Keine Ahnung, leise sein, Hogwarts als Übung benützen, Severus Vorratsraum war echt eine gute Übung. Die meisten andren Zauberer schützen ihre Wohnungen wie das letzte, da sind selbst die Muggel noch einfallsreicher! Und das Ministerium ist ein Witz, aber sei beruhigt, gegen all diese lächerlichen Schutzzauber, war das Manor eine Festung!“, erklärte ich Lucius nun ruhig und kalt.

„Du bist sehr Kaltschnäuzig!“, rieb mir Lucius nun unter die Nase und lehnte sich zurück und betrachtet mich interessiert.

„Freu dich doch, Severus sagt immer, das macht mich für euch perfekt, oder wäre es dir lieber ich spiele dir etwas vor und mime das heulende Häuflein Elend, das ich nicht bin?“, gab ich kalt und arrogant funkelnd zurück.

Da knurrte er auf:

„Treib es nicht zu weit, du hast dich wahrlich weit vorgewagt mit deinem eigenmächtigen Handeln!“, und funkelte mich wild an.

„Was willst du? Eine Entschuldigung? Entschuldige Lucius….es tut mir Leid, das ich mich so Eigenmächtig darüber hinweggesetzt habe, aber ich wollte alleine sein, sorry!“, brauste ich auf und drehte ihm meinen Rücken zu. Ich spielte die Rolle der Unschuldigen weiter, die ich nicht wahr, verachtete ich mich für mein Schauspiel? Nein, nicht wirklich ich war eigentlich sehr stolz auf mich.

„Also meine Liebe, ich weiß ja nicht wie ich dir das sagen soll, aber meine Scheuklappen was dich betrifft, sind seit Narcissa schon verrutscht. aber nach heute möchte ich sagen habe ich sie abgelegt, weiß mein Sohn was für ein eiskaltes Biest du bist?“, fragte er lauernd nach. Oh, machte er sich als Vater etwa Sorgen oder wollte er nur wissen ob sein Sohn mich eher durchschaut hatte als er!?

„Oh, Lucius das hoffe ich doch sehr!“, blitzte ich ihn aus meinen Augen an, das gefiel mir nun doch. „Er hat mich nie unterschätzt!“, bekannte ich stolz nun und wandte mich wieder um.

„Aber bitte, glaube mir, ich wollte weder dir noch der Familie schaden, ich wollte nur meine Vergangenheit hinter mich bringen. Ich wollte niemandem was sagen…Fragen hier Fragen da, aber wenn ich gewusst hätte was das nach sich zieht, hätte ich anderes gehandelt!“, ließ ich nun mein stolzes Haupt sinken.

„Das kaufst du ihr doch jetzt nicht ab!“, erklang zum ersten mal seit längerem die höhnisch und sehr zynische Stimme von Severus.

„Halt dich da raus!“, fuhr ich zu ihm herum und sah ihn böse an.

„Was, du willst mir erzählen, es macht dir nichts aus….“, spielte er auf Lucius Aussetzer an.

„…Nein das nicht, aber ich weiß, ich hatte es verdient, auch wenn meine Argumente nicht von der Hand zu weißen sind!“, schleuderte ich kalt in den Raum.

„Schluss jetzt, ihr zwei, das zieht an meinen Nerven!“, kam es eigebildet von Lucius und da hörte ich ein Schnauben von Severus.

„Du, junge Dame, wirst ab jetzt noch besser versuchen die Regeln einzuhalten. Ich will, dass du den Fluch mit Severus durcharbeitest. Ich habe deine Anspielung vorhin durchaus wahrgenommen, und ich erwarte, Wünsche und fordere von dir Ehrlichkeit, solltest du noch einmal gegen meine Auflagen verstoßen, hast du mit harten Konsequenzen zu rechnen, dann kannst du froh sein, wenn du noch in den Park darfst! Von der körperlichen Züchtigung ganz zu schweigen!“, hatte er ein sehr fieses Grinsen im Gesicht und so wirkte es sehr anzüglich, was er mir hier androhte, und so konnte ich nur schwer und geschlagen nicken.

„Hast du hier alles, wir sollten aufbrechen! Ich habe Termine und du hast Glück, das dieser leider nicht weiter aufzuschieben ist, aber wie sagt man so schön, aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, er erhob sich nun und schritt auf mich zu und ich zwang mich kein Stück vor ihm zurückzuweichen und ihn selbstsicher anzusehen.

„Komm!“, ergriff er meinen Oberarm wenig sanft und ich musste ein Erzittern unterdrücken, als er mich packte, seine Hand sich um meinen Arm schloss und sich unser Haut wieder berührte, aber ich konnte nichts in seinem Gesicht lesen; als er mich berührte, ob es ihm ähnlich ging, wagte ich mich zu fragen?

Als auch Severus zu uns trat.
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queenie
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BeitragThema: Re: Kapitel 113-114   Do Feb 09, 2012 3:32 am

114. Kapitel Immer wieder Narcissa


„Können wir von hier apparieren?“, fragte Lucius und strich mit seinem Daumen über die zarte und empfindliche Innenseite meines Arms, was mich dazu brachte leicht zu erbeben was Lucius mit einem gehässigen Lächeln quittierte, dem meine Reaktion auf seine Berührung sehr wohl nicht verborgen blieb.

„Ja, es liegt keine Sperre auf dem Haus, noch nicht!“, bekannte ich, erhielt ein Nicken und die beiden Männer zeigten sich verständig „apparierten“ daraufhin lautlos, beeindruckend sie so zu erleben, sie schienen sich blind zu verstehen.

Als wir in Lucius Lieblings Salon ankamen, zeigte ich mich verwundert, hob die Braue, wie konnten er und Severus direkt ins Manor „apparieren“?

„Das funktioniert nur bei uns beiden, meine Liebe!“, beugte er sich nun zu mir und hauchte mir wieder einen dieser Küsse sanften, fast gehauchten, auf die Wange. Dieses Mal konnte ich nicht verhindern, das mir, als er mir nun so nah war, eine Gänsehaut über den Körper lief und ich hörte wie er tief einatmete, als er seine Nase in meinem Haar vergrub.

„Lucius wenn du gestattest, würde ich Hermione gerne zu ihrer Suite geleiten. Ich glaube, dein nächster Termine erwartet dich schon!“, wandte nun Severus ein, wie es schien versuchte er mich und Lucius immer wieder zu trennen.

„Ist gut Severus, tu das und komme in spätestens einer halben Stunde zu mir, dann sollte ich diesen Ministeriumsangestellten los sein, wir sollten heute Abend noch wo hin!“, erklärte der sich aufrichtende Lucius geschäftig.

Als Lucius mich los ließ und zurücktrat, mir noch ein durchtriebenes lächeln schenkte, hatte ich ein leicht beklemmendes Gefühl.

Da hörte ich ein bestimmtes Räuspern und setzte mich in Bewegung, eilte an Snape vorbei, der mir die Tür offenhielt.

„Ich soll dich noch darüber informieren, das Lucius wünscht das dies alles unter uns bleibt, Draco muss das nicht wissen!“, sprach er mit mir, während wir die langen Gänge des Manors entlangeilten und ich konnte ihm nur einen verwunderten Blick zuwerfen, das war ja spannend, sie wollten nicht das Draco erfuhr was Lucius breit war zu tun, interessant!

„Bitte, du weißt ich habe keine Geheimnisse vor ihm!“, warf ich ein und beobachtete ihn dabei genau.

„Dann solltest du damit beginnen! Wie gesagte, er wünscht dies so und ich rate dir, höre auf mich und bring ihn nicht noch mehr gegen dich auf!“, beschied er mir kalt. Mir passte das so gar nicht, aber ich würde mich daran halten, vorerst, wer sagte denn, dass Draco es nicht trotzdem herausfinden würde, puh sein Tempo war mörderisch für meinen schon beim kleinsten Schritt schmerzenden Po.

Da erreichten wir die Suite, er öffnete die Tür und ich stöhnte auf, mir tat meine ganze Rückfront so weh und ich hoffte mich nur noch auf das Bett legen zu können, vorzugsweise auf den Bauch, da dies meine präferierte Lage wäre nach Lucius Aktion, wusste ja nicht wie sie sich das vorstellten, das ich dies vor Draco geheim halten sollte?

Und so streifte ich mir im Gehen die Schuhe ab, lief auf das Schlafzimmer zu und rief über die Schulter.

„Danke Severus, du hast die Gefangene sicher ans Ziel geleitet!“, meinte ich sarkastisch, wartet seine Antwort nicht ab und legte mich auf den Bauch ins Bett, stöhnte erleichtert auf als ich lag, da mein Fleisch beim jeder Bewegung schmerzhaft pochte. Severus letzte Wort Draco betreffend ging mir nicht aus dem Kopf. Ich sollte es ihm nicht erzählen, war wohl besser so, damit er in der Nacht schlafen konnte, nun hatte Lucius mich zum ersten mal geküsst und auch wenn er rabiat und brutal gewesen war, er küsste wieder ganz anders als Severus und Draco, aber wie sollte ich das beschreiben?

Severus Strafe damals hatte sich ganz anders angefühlt, eher strafend, bei Lucius ging währenddessen noch eine unterschwellige Gefahr dabei aus, er war der sehr viel skrupellosere und noch bösartigere Mann, als Severus, da dieser doch noch moralische Anwandlungen und Anfälle hatte, die Lucius wohl schon vor langer Zeit eingestellt hatte. Wobei ich mir immer noch nicht erklären konnte, warum er mich danach geheilt hatte, vielleicht wusste er es ja selber nicht.

Als ich zusammenzuckte, da die Matratze zusätzlich unter mir nachgab und ich fühlte wie sich einer neben mich setzte, der Kräuterduft, der zu mir wehte, ließ nur den Schluss zu, das dies Severus war. Ich wollt mich schwer stöhnend umdrehen, als mich eine Hand im Kreuz daran hinderte, was dazu führte das ich meine bisher geschlossenen Augen aufriss, WAS?????

Er sagte immer noch nichts und ich erstarrte und blieb nun krampfhaft ruhig liegen, so wie er es wollte, als ich spüren konnte wie er mein Kleid am Saum hochschob und zurückschlug mich freilegte. Es drohte mir gefährlich heiß zu werden, okay, was hatte er vor, fragte ich mich? Ich bettete dann mein Haupt in meinem Kissen, als ich fühlte wie er mich von dem Seidenstoff befreite und ihm nun meine, wohl leuchtend roten und schmerzenden, Pobacken entgegen leuchten mussten, die Gefahr, dass ich damit im Dunklen leuchtete, war sehr groß.

Und dann konnte ich schon seine Hände auf mir fühlen, ohohoh…. tat das gut. Ich stöhnte wohlig unter seine zärtlich streichenden Bewegungen auf, oh war das peinlich, aber auch zu gut, so wie er mich hier nun verwöhnte. Er rieb mich mit irgendeiner Salbe ein, die herrlich kühlte und desto mehr er sie einmassierte, desto weniger schmerzte die Region die er so intensiv bearbeitete, er sollte bloß nicht aufhören. Wie es schien, hatte er keinerlei Scheu mich so zu berühren.

Als er nach schier endlosen Minuten sein Tun beendete und seine Hände auf mir liegen ließ, hörte ich nur noch seinen schweren Atem. Es schien ihn nicht kalt gelassen zu haben, wie ich dalag und nervös wartete, was er sich wohl noch ausdachte um mich zu strafen, denn das Severus auch sauer war, stand wohl außer Frage.

Etwas Gutes hatte das cremen gehabt, ich hatte keine Schmerzen mehr, die Salbe hatte Wunder gewirkt. Ich konnte mich voll und ganz bewegen, so drehte ich mich nun langsam um wollte ihm ein Danke schenken, als ich schon vollständig auf das Bett gedrückt wurde, da sich etwas Schwarzes in einer rasanten Geschwindigkeit auf mich gelegt hatte.

Ich hatte so schnell nicht einmal blinzen können und nun begrub er mich unter sich. Ich hatte wieder mal nur meine Hände erhoben und drückt sie gegen die so fordernde männliche Brust und was sollte ich tun, als er nun begann sinnlich, langsam über meine Lippen mit seiner Zunge zu streichen. Er hatte mich vor Lucius gerettet und mich nun Linderung verschafft. Es war als würde er auch versuchen meinen Mund zu heilen, nachdem Lucius mich hier gebissen hatte, so glitten meine Lippen ganz von alleine auf. Ich ließ ihn ein und erwiderte zaghaft und vorsichtig den leidenschaftlichen Kuss, den Severus von mir forderte. Irgendwie setzte es kurz bei mir aus, ich ließ das einfach zu, ließ mich einfangen und etwas fallen.

Was ihn wohlig knurren ließ und er sich immer stärker an mich drängte, sodass es nicht meiner Fantasie überlassen blieb, zu spüren das die letzten Aktionen nicht wirklich spurlos an ihm vorbei gegangen waren. Unser Duell wurde immer stürmischer, als er sich so an mich presste und ich seine harte Erregung an meinem Bauch spürte, da kam mir zu Bewusstsein, das ich das doch gar nicht wollte. Ich lag hier in meinem und Dracos Bett, hatte heute mal wieder mehr als genug erlebt und ich wollte nicht mit Severus schlafen, auch wenn ich das kurzzeitig drohte zu vergessen, aber ich konnte nicht, das wurde alles zu viel…Draco, Lucius…Severus…nein, und ich war mir sicher, so wie ich Severus kannte, wollte er das auch nicht, zumindest nicht in Dracos und meinem Bett. So war er nicht, das würde er, wenn er nachdachte, nicht wollen, da war ich mir sicher und so zog ich mich aus dem Kuss zurück und legte mehr Druck auf seine Brust, stemmte mich dagegen.

Als ich es schaffte meinen Mund zu befreien flüsterte ich rau und heißer:

„Nicht Severus, nein….bitte!“ Ich wisperte leise, als er seinen Mund wieder verlangend auf meinen drückte und mir kleine Küsse auf meinen Mund aufhauchte. Er nahm sich Stück für Stück mehr zurück, so als würde er wieder langsam, aber sicher, seine Selbstbeherrschung aufbauen, um sich dann, nach einem letzten harten Druck auf meine Lippen, hochzuziehen und mir mit feurigem, dunklem Blick fest in meine Augen und mein erhitztes Gesicht zu sehen.

„Du solltest aufpassen, dass dir die Situation nicht entgleitet!“, kam seine Stimme dunkel und grollend aus seiner Brust und ich schluckte schwer, als er sich endgültig zurückzog. Dieser Mann war beeindrucken, seine Selbstbeherrschung und Disziplin in so vielen Dingen, war immer wieder erstaunlich und ich zitterte, als ich seines warmen Körpers beraubt war.

„Danke Severus!“, meinte ich nun, als ich mit hochging und mich aufsetzte.

„Du brauchst mir nicht danken, ich denke, du bist genug gestraft…morgen Nachmittag erwarte ich dich in der Bibliothek und da wirst du mir erklären was dir wegen dem Fluch eingefallen ist!“, befahl er nun und zog seine Roben wieder galt und ich stand nun auch von dem Bett auf und ging auf ihn zu.

„Wie du wünschst!“, gab ich ihm sofort meine Zustimmung.

„Wirst du mir sagen, ob in dem Sarg wirklich deine Eltern liegen? Du hast es wirklich getan?“, fragte er da nun leise und ich lief an ihm vorbei ins Wohnzimmer und schritt schnell zum Fenster, um nach draußen zu schauen und schlang die Arme um mich.

Ich wollte mich umdrehen, als ich mich emotional gefangen hatte, da er nicht aufgab, was klar gewesen war und als mir dies nicht gelang, da er sich an meinen Rücken gestellt hatte musste ich halt so sprechen. Ich hasste es, wenn er sich wie ein Panther anschlich, so blieb ich mit Blick nach draußen stehen.

Da spürte ich seine großen Hände auf meiner Schulter und lehnte mich gegen seine breite Brust, fühlte mich relativ geborgen als er mich so hielt und sprach.

„Ja da liegen meine Eltern drin!“, erklärte ich kalt und ruhig. Irgendwie konnte er mir Geborgenheit geben, die ich manchmal auch brauchte und gerne von ihm annahm, aber mehr wollte ich momentan wirklich nicht von ihm.

„Du lügst!“, entgegnete er entschieden.

„Wie kommst du darauf Severus?“, war ich erstaunt und wollte mich umdrehen, aber das ließ er nicht zu.

„Ich weiß es einfach, du wirst meist knapp und prägnant, wenn du die Wahrheit verschleiern willst!“, erklärte er mir da. Oh, was für ein guter Beobachter er doch war.

„Leben sie?“, hauchte er da an mein Ohr, nachdem er meine Haare zur Seite gestrichen hatte, was mir eine Gänsehaut verursacht hatte.

„Muss ich darauf antworten?“, frage ich hintergründig.

„Weiß es Draco?“, raunte er mir da zu.

„Nein, er fragte nicht und dafür bin ich ihm sehr dankbar, er vertraut mir!“, spukte ich bitter aus, das er und Lucius wollten das ich mich vor ihnen so rechtfertigte, hasste ich. Und ich machte deutlich, dass ich wusste, er vertraute mir nicht, offensichtlich zog das.

„Dann werde ich auch nicht weiterfragen, denn du wirst schon das richtige getan haben, aber wie es scheint, wie immer mit allen Konsequenzen und wohl durchdacht. Ich habe nichts anders erwartet!“, meinte er nun fest und küsste meinen Hals, als er geendet hatte und ich schloss die Augen, da ich nun seine heißen Lippen auf meiner Haut, an dieser empfindsamen Stelle fühlen konnte, die machten mich noch alle Wahnsinnig.

Dann löste er sich von mir und schritt mit leisen Schritten dem Ausgang entgegen. Ich blickte auf die herrliche Parkanlage und den dahinterliegenden Wald, lehnte meine Stirn erschöpft an das kühle Glas. Ich tat mir leid, das hier war ein Brand gefährliches Spiel und ich musste sehr aufpassen mich nicht zu verbrennen, wie ich klar erkannte.



Nachdem ich, der Göttin sei Dank, alleine war, sah ich zu, dass ich in das warme Nass der Badewanne kam. Ich wollte im wahrsten Sinne des Wortes abtauchen. Ich hasste nichts mehr, als wenn meine Pläne so spektakulär scheiterten, wie es heute passiert war, das war mehr als ärgerlich, das war einfach Scheiße!

Das ich nun auch Lucius so weit getrieben hatte, seine angeborene Kühle zu durchbrechen, machte mich nicht wirklich stolz, da es mir nur zeigte, wie nah ich am Abgrund balancierte, ob es mir wohl vergönnt sein würde eine normale Beziehung mit Draco zu führen?

Und auf diese Frage wusste ich auch schon gleich die Antwort und so tauchte ich meine Kopf in das Wasser und verschwand in den Fluten, der Schaum des Badewasser schlug über meinem Kopf zusammen und ich hielt die Luft an, versuchte zu verdrängen, das die Antwort so oder so NEIN heißen musste. Denn ich wollte, dass das mit Draco funktionierte, zu gut passten wir zusammen und zu gut tat er mir oft, ganz abgesehen von meinen Gefühlen für ihn.

Bald würden bestimmt die Feiern losgehen, spätestens in vier Wochen, wenn Draco sein Dark Mark erhielt, dann würde bestimmt einer der anderen eine Ehrenfeier für ihn abhalten. Dann würde er wohl oder übel auch einmal RAN müssen, bevor er abhauen konnte und so wie ich ihn, Draco, kannte, würde er sich hassen, da er sich so öffentlich produzieren musste. Also konnte ich wohl getrost sagen, dass wir mit Sicherheit keine normale Beziehung führten, aber wir waren ja auch keine normale Familie….hier war nichts normal!

Das Schlimme war nur, das auch ich nicht normal war, da mich weder Severus noch Lucius kalt ließen, verdammt aber auch, dachte ich bitter…tauchte ich nun wieder auf und prustete aus, als das Wasser an den Wannenrand klatschte, genoss ich es, wie mich das Wasser wärmte.

Als ich so im Wasser planschte, musste ich immer wieder kichern oder lachen, es war zu herrlich, wie sich alles entwickelte. Zu ernst sollte ich das nicht nehmen, sonst würde ich in Depressionen versinken und danach stand mir nun gar nicht der Sinn. Ich sah es von der schmeichelhaften Seite und gratulierte mir dazu, dass ich in der Lage war drei so unterschiedlich Männer so zu fesseln. Ich wollte dies als Kompliment für mich sehen, da ich mir sicher war, das sie alle etwas anderes in mir sahen.

Severus zog wohl mein Intellekt, mein Wissen an und mein Körper. Lucius mein Körper, ganz eindeutig und die Geheimnisse, die mich umgaben. Draco dagegen liebte einfach alles an mir.

Und ich, ja das war die Frage….an Draco liebte auch ich einfach alles, da er immer mehr in seine Rolle hineinwuchs und das Beste von den beiden anderen in sich vereinte, war er mir ein unglaublicher Partner.

Severus, zog mich aus demselben Gründen an, die mich für ihn interessant machten und er konnte Küssen verdammt, wenn er den wollte! Schlug ich mit der Hand auf das Wasser auf das es Spritze.

Und Lucius, wow….ich sage es ja nur ungern aber rein sexuell und auf der körperlichen Ebene betrachtet, musste ich mich beherrschen, um nicht über ihn herzufallen und das gestand ich mir nur ein, da ich es bekanntlich hasste mich selbst in meinen Gedanken zu belügen. Ja, Lucius sprach etwas in mir an, seine Bedrohlichkeit, seine gefährlich Präsenz von seinem reinen herrschaftlichen Erscheinungsbild, von seinem selbstsicheren Auftreten her, könnte ich ihm verfallen und diese Erkenntnis schmeckte mir gar nicht, aber wofür hatte ich einen kühlen Verstand, hoffentlich behielt ich ihn auch immer an!

Da öffnete sich die Tür, ein hellblonder Haarschopf schaute hierin und sah mich. Ich lächelte und sah in Dracos Gesicht, das mir fröhlich entgegensah und der schon:

„Hier steckst du, Potter lebt! Ich habe es geschafft ihn nicht zu killen, du kannst stolz auf mich sein, Liebling, aber dafür bist du mir echt was Schuldig!....Oh warte, da kommt eine Eule!“, war er auch schon wieder draußen und ich lachte auf, war ja klar, welche Schlange tat was für umsonst, schüttele ich den Kopf und wusch mich fertig. Außerdem hatte er mir damit ja wirklich einen großen Gefallen getan und eine Belohnung verdient, schließlich hatte er das nur für mich getan.

Ich wickelte mich in mein altrosafarbenes, seidiges Spitzennachtgewand mit Morgenrock, das meinen Leib spielerisch umfloss und ging ins Wohnzimmer. Draco saß an seinem kleinen Sekretär und schrieb eine Antwort und so ging ich zu seiner versteckten Bar und brachte ihm einen Drink, den würde er, nachdem er Harry wohl recht lange ertragen hatte, brauchen. Ich stellte mich nun hinter ihn, spielte mit dem Haaren in seinem Nacken, was ihn leise knurren ließ.

Er band der braunen Eule den Brief wieder um und ich neigte mich hinab, küsste seinen Nacken mit meinem Mal, presste meine Lippen auf mein „H“, das ich in seine Haut eingebrannt hatte und entschuldigte mich schon in Gedanken, dass ich dem Wunsch der beiden Patriarchen nachkommen würde und das große Schweigen über Lucius Ausrutscher heute Mittag breiten würde. Aber ich wusste, wenn er es irgendwann doch erfahren sollte, würde er es verstehen, denn auch er gehorchte den Anweisungen seines Vaters immer.

„Was ….!“, lachte er auf und stöhnte kehlig, als ich mich zurückzog und ihm sein Glas hinstellte.

„Hier, mein Lieber, ich bin so froh das du dein Versprechen gehalten hast, wie war´s?“, war ich sehr neugierig und lehnte mich mit meinem geheilten Hinterteil an die, hinter mir liegende, breite Fensterbank und deutet auf den Drink, den ich ihn auf den Tisch gestellt hatte.

„Anstrengend, da er so viel plappert, aber ansonsten annehmbar, also als erstes: es hat ewig gedauert! Er hat fast den ganzen Laden demoliert, da hab selbst ich Angst bekommen…“, kicherte ich auf bei Dracos ungläubige entsetztem Gesicht, das er zog.

„Ja, solche Probleme gab es auch bei seinem ersten Stab!“, lachte ich nun laut auf.

„Wie schön, dass dich meine Erfahrungen erheitern, hättest du mich nicht warnen können? Aber Gott sei Dank hat er dann einen gefunden. Eibe, richtig schön giftig, hätte ich Potter ja im Leben nicht zugetraut und mit einem Veelahaar, was wiederum ja sehr eigenwillig ist, was meinte der Alte... der Stab wäre sehr giftig, sehr eigenwillig, stabil und zugleich biegsam. Nur für sehr starke Personen geeignet!“, führte er aus und musterte mich fragend.

„Ich sage dir ja immer, dass du Harry fulminant unterschätzt, da kannst du deinem Vater sehr ähnlich sein!“, ups, war der Satz unbedacht heraus, vor Draco wirklich etwas zu verbergen was ich ihm eigentlich gerne sagten wollte, würde nicht so einfach werden.

„Was willst du damit sagen Hermione?“, fragte er skeptisch nach, während er mich musterte.

„Das ihr euch da echt ähnelt, er unterschätzt andauernd mich und du eben Harry!“, erklärte ich was Draco böse auf grummeln ließ, da er wusste, da hatte ich so unrecht nicht. „Aber nun erzähl doch bitte weiter!“, bat ich.

„Huch…ach was, nun er nahm dem Stab und schon setzte sich der total demolierte Laden wieder zusammen, sehr beeindruckend und das fällt mir echt nicht leicht das im Zusammenhang mit Potter auszusprechen, aber das war schon heftig, so ganz ohne Spruch, nur wie ich mal annehme, dank seines schlechten Gewissens. Das muss man erst mal können, aber nachdem was du uns über euch erzählt hast, da würde es mich wirklich interessieren was passiert ist als du deine Stäbe ausgesucht hast, war das ähnlich eindrucksvoll?“, nickte ich auf die letzte Frage, beantwortetet aber die erste.

„Tja, er kann so einiges….Eibe, sehr schön Harry entwickelt sich….Eibe, da hat er aber einen richtig schwarzen Stab…glaube mir Draco, wir werden noch große Taten von Harry erleben, denk an meine Worte!“, prophezeite ich mit einem hintergründigen Lächeln.

„Ich zweifele nicht dran, wenn er den bis dahin überlebt….“, kam es von ihm verärgert und ich hob nur auffordernd die Braue.

„Wie das Leben so spielt kam Bella des Weges…was erwartest du, schau nicht so erschrocken, was glaubst du wo mein Herz kurzzeitig hin verschwunden ist, denn Potter ist und bleibt der Idiot, der ich denke, dass er ist! …Ja genau, du hast es erfasst Hermione, er wollte sie echt angreifen, er, na gut, wir beide, allein in der schwarzmagischen Gasse und Bella im Pulk von so gut sechs DeathEatern! Aber ich habe es geschafft den Blödmann wegzuschaffen, echt, sein Temperament ist sein größter Feind. Wie hast du es geschafft ihn die Jahre über am Leben zu erhalten, das wirst du mir in den nächsten Tagen noch ausführlicher erzählen dürfen. Was für ein unbeherrschter Hitzkopf. Ich habe uns zu den Twins in Sicherheit gebracht und dann ins Cottage, das war´s! Aber nun erzähl Hermione, wie war dein Tag?“, schüttelte er bei den Erinnerungen an Harrys Unbeherrschtheit den Kopf und fragte dann einfühlsam nach meinem unschönen Tag.

„Ganz gut, ich konnte abhauen und dann war es wie zu erwarten, der Anwalt, den mir Rangok empfohlen hat, war gut, er hat alles zufriedenstellend erledigt, und nun liegt dieser Lebensabschnitt hinter mir, dies ist Vergangenheit!“, und damit meinte ich nun nicht nur meine sogenannten „Eltern“, sondern auch das geschehen in meinem Elternhaus, oder auch das mit Snape in unserem Bett. Ach, wie ich mich doch verachtete und so prostete ich Draco zu und er erwiderte es, über meine harschen, leicht verbitterten Worte, mit besorgtem Blick.

Aber ehrlich, wenn man so darüber nachdachte, hatte Severus doch dies mit Berechnung getan, er war ein eher zurückhaltender Manipulator, anders als Lucius, höchstwahrscheinlich hatte er sich nur in ein besseres Licht rücken wollen als Lucius, so wie ich die zwei inzwischen kannte, wäre das eh wieder ein Machtspielchen der Beiden. So fühlte ich mich auch wie ein Spielball der beiden Despoten, den sie sich beliebig zuwarfen, aber ich war eher wie ein schlüpfriger Gummiball. Ich musste es ihnen ja nicht einfach machen, dachte ich ärgerlich, als ich diesen Blickwinkel nun unter die Lupe nahm, dann erschien Severus so williger Rückzug unter einem anderen, einem berechnenden Licht, was mich verärgert auf schnauben ließ.

„Was machst du morgen!“, fragte ich nach und versuchte mich von meinen tristen Gedanken abzulenken.

„Morgen, da hab ich DAS Treffen, geht an sich den ganzen Tag und wird sehr spannend!“, meinte er geheimnisumwittert.

„OHOHo….dann kann ich ja nur viel Vergnügen wünschen, ….und nun ich müsste noch ein paar Berechnungen anstellen, was ist mit dir?“, gab ich mich zufrieden. Ich wusste was er plante war noch nicht spruchreif, er würde es mir Mitteilen, wenn es so weit war.

„Dank Potter, konnte ich meine Arbeiten nicht gleich erledigen, ich hätte einiges aufzuholen wenn es dir nichts ausmacht?“, bat er entschuldigend.

„Mhm…gar nicht, ich lass dich alleine und arbeite im Schlafzimmer, bin eh etwas müde!“, ich beugte mich hinab, auf das er mir einen liebevollen Kuss auf die Stirn hauchte und ich wuschelte ihn liebevoll durch seine weiche Haarpracht, was er in der Öffentlichkeit niemals zulassen würde, er mir hier aber gestattete.

Und so entschwand ich ins Bett, brütete darin über einem Buch und den Berechnungen für den Bann. Dass ich hier alleine arbeiten konnte mich wirklich konzentriert ablenken, war mir sehr recht, denn dann musste ich nicht nachdenken. Nachdenken war schlecht und als mir nach zwei Stunden fast die Augen zufielen, es war halt doch ein langer extrem anstrengender Tag gewesen, schlief ich einfach ein, legte das Buch gar nicht mehr weg.



Am nächsten Morgen wurde ich von Draco mit Frühstück im Bett überrascht, der mir erzählte, das als er am Abend zu mir kam, hätte ich zu süß ausgesehen und mein Buch als Kopfkissen missbraucht. Er erläuterte mir, dass es ihm immer noch schleierhaft war wie das Buch unter mein Haupt hatte kommen können, oder ob ich die Hoffnung gehabt hätte, das das Wissen vielleicht so auf mich übergehen würde, ohne das Buch zu lesen. So zog er mich gutgelaunt auf. Hahaha, sehr witzig, ich verstand warum er sich so gut mit den Twins verstand und grummelte in meinen Kaffee, als er energiegeladen verschwand, natürlich nicht ohne einen, Lust auf mehr machenden, Abschiedskuss!

Nachdem Draco gegangen war, nutzt ich erstmal ausgiebig das Bad, frisierte mich und trug ein leichtes Makeup auf, danach betrat ich den großen Kleiderschrank und suchte mir für diesen Tag ein leichtes, wow, so was legeres gab es hier, geblümtes Sommerkleid heraus. Ich hatte heute schließlich nichts Großes vor. Den Vormittag würde ich nutzten um meine Berechnungen zu Ende zu führen, sodass ich für Severus vorbereitet war und heute Nachmittag würde ich mich dann mit ihm treffen und ihm seine Fehler darlegen, was mich erwartungsfroh auf kichern ließ. Ich freute mich schon auf den intellektuellen Austausch mit ihm, dass musste ich ja zugeben. Doch noch während ich den Schuhschrank abschritt und nach den passenden Schuhen zu dem Kleid suchte, machte es leise „plopp“ und eine Elfe erschien vor mir. Ich musterte sie abwartend und sie trat langsam auf mich zu hielt mir eine Pergamentrolle entgegen und erklärte piepsig: „Miss, eine Nachricht für sie, Mrs. Malfoy erwartet, dass ich hier warte und ihre Antwort mitnehme!“

Verwunderte mich dies doch sehr, Narcissa was sollte die von mir wollen, dachte ich abfällig außer versuchen mich zu töten und so brach ich neugierig das Siegel auf und entrollte das Pergament, las die wenigen Worte, die dort in einer schön geschwungen, eleganten Schrift standen: „Ich erwarte sie in zwei Stunden in meinem Empfangssalon, lassen sie sich von der Elfe erklären wie sie dort hinkommen!“ Keine Anrede, kein Bitte, Danke oder sonstiges, ganz toll, aber was wollte sie von mir? Nun gut, das würde ich nur erfahren wenn ich hin gehen würde, also schrieb ich schnell eine Zusage auf ein Pergament, in einem ähnlichen Stil den sie mir hatte angedeihen lassen, ließ mir von der Elfe den Weg erklären und schon war sie wieder verschwunden. Ich wollte mich meinen Berechnungen zuwenden, doch das konnte ich jetzt vergessen, wie ich feststellen musste, denn immer wieder glitten meine Gedanken zu der ominösen Einladung von Narcissa, was wollte sie von mir, in mir machte sich ein unbestimmbares ungutes Gefühl breit.

So machte ich mich dann doch ziemlich früh auf den Weg und ließ mir Zeit, nutzte die Gelegenheit mir ihren Teil des Manors genauer an zu sehen, doch was ich hier sah, gefiel mir nicht. Ich hatte das Gefühl, dass es noch dunkler, fast schon erdrückend war, im Vergleich zu dem Teil, in dem ich mit Draco lebte. Ob sie in ihren Räumen wohl mit weiblicher Hand etwas gewirkt hatte und nur die Korridore so dunkel waren, nun, ich würde es gleich herausfinden.

Ich war noch immer zu früh dran und so schlich ich in der Nähe ihres Salons an den Portraits vorbei. Ich überlegte noch immer, ob ich nun zu ihr sollte oder nicht, da kam Lucius aristokratisch und edel wie eh und je, aus einer der kleinen Nebentüren und sah mich erstaunt an, die Frage was ich hier tat, und da ich wohl etwas verloren wirkte so vor Narcissas Flügelflucht stand, stand ihm ins Gesicht geschrieben.

Aber als ich ihn so sah, diesen blonden, großgewachsenen, bedrohliche Mann, der wieder stattlich in silbergrauer Seide gekleidet war, mit seinem langen Gehrock, kamen mir die Bilder von Gestern, als er mir den Hintern versohlte und seine körperliche Präsenz, wieder so allgegenwärtig zu Bewusstsein, wie er mich küsste und unwillkürlich glitt mein Blick zu seinen Lippen.

„Meine Liebe was tust du hier?“, eilte er auf mich zu, sein blondes Haar flog hinter ihm her und schon ergriff er meine Hand und hauchte mir, ganz der Gentleman, einen Handkuss auf und ich verbot mir jedwede Reaktion auf seine Nähe.

„Narcissa hat mir das hier zukommen lassen!“, wedelte ich mit dem Billet in meinen Händen rum.

„Was ist das?“, nahm er es mir interessiert ab und begutachtete es, lass die Nachricht, dass sie mich um 13 Uhr in ihre Räume bestellte und runzelte unwillig die Stirn.

„Es kommt mir komisch vor, dass sie mich in ihren Räumen empfangen möchte, das passt nicht!“, zeigte ich ihm deutlich, dass ich mich unwohl fühlte, aber auch das ich ihr nicht traute und sie durchschaute.

„Ich habe eine Idee, nun dann werden wir ihr den Gefallen doch tun, dürfte ich bitten meine Liebe?“, fragte er galant und reicht mir seinen Arm und ich fasste gefasst zu, auch wenn es mir einen kleinen Schauer über den Rücken jagte ihm so nah zu sein, aber er schenkte mir nur ein ironisches Lächeln.

Er führte mich nun zielsicher die lange Gangflucht entlang und schien zu überlegen, denn Gefallen tat es ihm eindeutig nicht und mir auch nicht, dieser Gang schmeckte mir ganz und gar nicht. Diese Frau war gefährlich und ich hätte alles verwettet was ich besaß, aber ich war mir sicher, sie wollte mir ans Leder oder auch ans Leben, kam auf dasselbe raus!

Als wir ankamen klopfte er und öffnete die Tür schwungvoll und wir traten gemeinsam, Arm in Arm eingeharkt, ein und sahen wie sich uns Narcissa zuwandte, diesmal in einem schmalgeschnittenen cremefarbenen Seidenkleid und als sie uns zusammen erblickte, erbleichte. Sie riss sich mit Mühe zusammen, auf das ihr nicht ihre Maske verrutschte.

„Lucius…du auch hier…!“, rang sie sichtlich ihr Erstaunen nieder, als sie sich fing und weiter sprach „Nun, es ist mir eine Freude Miss Granger, das sie meiner Aufforderung gefolgt sind!“, versuchte sie nun ganz die Hausdame zu geben und bedeutete uns Platz zunehmen.

„Narcissa, was willst du von Hermione?“, forschte nun Lucius kalt und sehr von oben herab. Er mochte diese, seine, Frau nicht wirklich. „Und folge uns, wenn bitte in den mittelgroßen Salon im Erdgeschoss!“, zog er mich auch schon wieder aus der Tür und schlug sie zu.

„Komm meine Liebe, ich denke den Salon kennst du noch nicht!“, meinte er bestimmt und so schritten wir zusammen in den Salon und erstaunlicherweise hatten wir noch nicht mal Platz genommen, da kam schon Narcissa herein und setzte sich zu uns, als ein Hauself erschien und nach unseren Wünschen fragte.

„Kaffee!“, meinte ich nur, Lucius lehnte ab und Narcissa sagte Tee und weg war der kleine Elf und ich sah immer noch zu ihr.

„Es geht um Draco, so viel ich mitbekommen habe, sind sie sein Spielzeug!“, maß sie mich mit einem verachtenden Blick von oben bis unten.

„Und?“, fragte ich nach, zeigte das mir diese Beleidigung gleichgültig war, da sich Lucius aus der Unterhaltung heraushielt, sich mit überschlagenen Beinen zurückgehlehnt hatte und uns bedrohlich mit Argusaugen beobachtete. Sie sprach hochmütig weiter, während unsere Getränke erschienen und ich nach meiner Kaffeetasse griff, sie nun einfach in der Hand hielt, aber noch nicht trank.

„Sie wissen dass ihm bald die höchste Ehre zuteilwird?“

„Natürlich und ich freue mich für ihn!“, bekannte ich und sie schenkte mir ein dünnes Lächeln, Lucius hingegen hatte bei meiner Ansage überlegt die elegant geschwungene Augenbraue erhoben. Als ich ansetzte und die Tasse an meine Lippen führte, nur vorsichtig nippte und dann sofort dachte, was ist das bitter und gleich mit einem unwohlen Gefühl die Tasse abstellte, fuhr Lucius Narcissa unvermittelt an: .

„WAS WAR DA DRIN!“ Er zische aufgebracht, seine magische Macht ballte sich abrupt um ihn, sodass sie fast sichtbar zutage trat, als er sich so eschauffierte und er hatte sich weit drohend vorgebeugt.

„GIFT!“, hauchte ich ihm in dem Moment zu und blickte zu einer, mich breit angrinsenden, Narcissa.

„inceraceus“, entfuhr es da Lucius frostig und Seile legten sich um Narcissa, die erschrocken auf quiekte und zu rufen begann „Lucius, was fällt dir ein, mach mich frei!“, und er rief ungeduldig den Elf.

„Bring SIE in ihr Zimmer und versiegele es! Sie hat keine Rechte mehr, sie kann befehlen was sie will, ihr werdet ihr nicht gehorchen! Verstanden“, fauchte er aufgebracht. Der Elf wollte die Befehle umgehend und sehr ängstlich, mit riesig geweiteten Augen ausführen. Lucius war nun auf seine Füße gesprungen und zu mir gestürzt, sein Gesicht hatte die blasierte Maske verloren. Ich erkannte deutlich Sorge in seinem Blick, interessant, konnte ich noch denken.

„Was machst du dir für Mühe Lucius, sie ist ein unwürdiges Mudblood, warum sorgst du dich so?“, kreischte Narcissa und wehrte sich verzweifelt gegen die Fesseln, die ihr in die Haut schnitten, als ich zurück sank, da mich leichter Schwindel erfasste, Sterne tanzten vor meinen Augen.

„Was war das für ein Gift?“, klirrte seine Stimme gefährlich leise durch den Raum.

„Eines was schnell ist, leider viel zu schnell für so einen Abschaum und das Gegengift braucht lange bis es gebraut ist …ohoho beraube ich dich auch deines Spielzeuges?“, kam es gehässig von der blonden und so schönen Frau, abgrundtief bösartig.

Er wandte sich nochmal zu ihr um und donnerte laut: „Welches Gift Narcissa, den Namen, sofort!“ Drohend hatte er sich vor ihr aufgebaut, da sie immer noch gefesselt in ihrem Sessel saß, schaute wütend auf sie herab. OH, wenn Blicke hätten töten können, wäre sie sofort gestorben, doch sie sah ihm erst trotzig entgegen, doch dann gab sie nach, blickte ängstlich auf seinen nun gezückten Zauberstab, den er drohend vor ihr Gesicht hielt, man sah wohl die Kompromisslosigkeit in seinem Blick, denn sie fing an zu reden:

„Das Gift aus den Samen des Ricinus Communis, Lectin, erst wird ihr übel werden, dann wird sie fiebern und schließlich wird ihr Herz, ihr unreines Blut nicht mehr durch ihren Körper pumpen können, passend, nicht, für so ein dreckiges Schlammblut. Sie wird sterben, euer kleines Spielzeug Lucius und du kannst nichts dagegen tun!“ Sie spuckte diese Sätze fast aus und Lucius wandte sich brüsk ab, befahl der Elfe brüllend erneut:

„Schafft sie mir aus den Augen!“, Er strich mir meine verschwitzten Haare sorgenvoll aus der Stirn, mein Mund war ganz trocken, ich konnte nur schwer schlucken und ich schenkte ihm ein verzagtes Lächeln als er mich schwungvoll, als würde ich nicht mehr als einen Feder wiegen, hoch in seine starken Arme riss und schnell auf den Ausgang zusteuerte. Ich sah als letztes noch die offene Sorge in seinem Blick, bevor ich endgültig das Bewusstsein verlor……
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Kapitel 113-114
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