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 Kapitel 115-116

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BeitragThema: Kapitel 115-116   Do Feb 09, 2012 3:33 am

115. Das Gift

Lucius Sicht

Mein verrücktes mir aufgezwungenes Eheweib, hatte wohl nun endgültig den Verstand verloren. Ich hatte ihr verzücktes und zufriedenes Lächeln gesehen, als Hermione an dem Kaffee genippt hatte und als sie dann ihr Gesicht angewidert verzog, hatte ich gleich gewusst was passierte war. Wenn sie mir doch eher von der Einladung erzählt hätte und ich somit Zeit zum Nachdenken gehabt hätte, wäre das hier zu verhindern gewesen. Sie musste noch lernen mit so etwas zu mir zu kommen, das war klar, aber ich war wohl auch etwas angetan wie gut ihr Instinkt war, da sie so was ja befürchtet hatte. Ich würde später die Elfen zur Rede stellen wie das Gift in die Tasse kam. Oh, Narcissa, dafür würdest du büßen. Niemand verging sich an meinem Besitz und auch nicht an dem von meinem Sohn! Ob sie es wusste oder nicht, aber sie spielte gerade mit ihrem Leben, aber wie ich sie in ihrer Ignoranz kannte wollte sie dies nicht wahrhaben.

Hermione war auf einen Schlag blass geworden, sie hatte gewankt, ihre Hände waren an ihre Kehle gefahren und dann war sie zurückgesunken als hätte sie keine Kraft mehr sich aufrechtzuhalten. Sie hatte die Hände auf ihrem Bauch platziert, als ob ihr übel wäre. Als ich vor ihr auf die Knie ging, strich ich ihr über ihr schweißnasses Gesicht und machte mir schlagartig große Sorgen, keine Frage, ich musste schnell, aber auch überlegt handeln. Ich versuchte alle Gefühle zu unterdrücken, die völlig ungewohnt für mich mit Macht an die Oberfläche drängten. Diese unerwünschten Gefühle, die da aufkamen, verbot ich mir entschieden und riss sie schwungvoll auf meine Arme. Erst da merkte ich und war bereite es zum ersten mal wahrzunehmen, was für eine zierliche, leichte Person sie war. Sie strahlte immer solche Macht und Präsenz aus, das man sie viel kräftiger einschätzte, als sie war, selbst gestern, als ich sie unter mir begraben hatte, war sie so unbesiegbar und wehrhaft erscheinen und nun war es als würde sie in meinen Armen schrumpfen? Ich blickte äußerst besorgt auf sie nieder.

Sie lag nun wie tot in meinen Armen, hatte das Bewusstsein verloren sobald ich sie hoch gehoben hatte, wohl wissend, dass ich ihr helfen würde, mich um sie kümmern, sie hatte mich aus ihren goldbraunen Augen intensiv und vertrauensvoll angesehen, das ich tief einatmete und mich noch mehr beeilte. Ich sah, wie sich ihr Brustkorb schwer auf und ab senkte, als hätte sie Probleme genügend Luft in ihre Lungen zu bekommen. Ihr Kopf ruhte kraftlos an meiner Schulter und ich flog regelrecht in die Kerker, auf Severus Labor zu, nur wir drei Männer konnten diese Räume betreten, das war mir immer wichtig gewesen und so schwang die schwere, dunkel Holztüre vor meiner Person auf, ließ mich ein, auch flackerten die Fackeln von selbst auf und erhellten den Raum. Als ich in dem Raum stand und auf Severus, mit pedantischer Ordnung geführtes, Labor sah, das von der Ausstattung her seinesgleichen suchte, überfiel mich doch fast Panik, aber auch die unterdrückte ich, denn ich muss jetzt einen klaren Kopf behalten, sonst würde sie sterben.

Ich eilte hinein und wischte mit einer bestimmten, ungeduldigen Geste alle Gegenstände vom Tisch. Ein Kessel flog um, die Phiolen gingen klirrend zu Bruch und einige Zutaten folgen dem ganzen hinterher, nichts hätte mich in diesen Sekunden weniger tangieren können als diese Dinge, da ich meine zu leichte und zu leblose Fracht vorsichtig, aber rasch auf dem nun nackten Holztisch ablegte und mich hektisch umsah, denn ich wusste, die Zeit drängte.

So blickte ich mich in dem großen Kreuzgewölbe um und suchte alles mit meinen Augen systematisch ab. Ich wusste was ich suchte. Ich mochte kein Meister der Tränke sein sowie Severus, aber ich kannte mich aus und so raste ich nun auf eine der Schranktüren zu, der einige Vorrate enthielt. Aber sofort warf ich sie schon wieder ärgerlich zu, hier war es nicht und so knurrte ich ungeduldig auf.

„Bei der Ordnung sollte man doch gleich finden was man sucht!“, wandte mich energisch ab, dem nächsten Schrank zu und murrte.

„Severus… wo versteckst du es!“, und da endlich unter B, was sage ich, er war in dieser Hinsicht wirklich sehr pedantisch und ein Formalist und ich fischte, das was ich so verzweifelt gesucht hatte, aus dem Glass. Ich lief auf Hermione zu, die bleich und immer wieder zuckend auf dem dunklen Tisch lag und nun, als ich ihr übers heiße, schwitzige Gesicht strich, schlug sie die Augen langsam auf und sah mich trübe an, gar nicht mehr so feurig wie sonst. Offensichtlich fieberte sie, gar nicht gut, schon das zweite Zeichen der Vergiftung. Erst die Übelkeit, die sie wohl neben den Schmerzen das Bewusstsein hatte verlieren lassen und nun das. Die Zeit drängte immer mehr.

„Du glaubst doch nicht, dass ich dich so einfach sterben lasse, komm, mach den Mund auf!“, befahl ich ihr, aber sehr sanft und besorgt und sie tat gehorsam wie befohlen. Sie öffnete schwer ihren Mund und ich verabreichte ihr den wertvollen Bezoar, der für alles als Gegengift verabreicht werden konnte, wenn man schnell genug war und wie sie, nur eine minimale Menge an Gift eingenommen hatte. Hoffentlich war ich schnell genug gewesen, war mein einziger Gedanke als ich ihr den Bezoar in den Mund schob, ihre Lippen dazu weit auseinander zwang.

Dann presste ich ihren Mund zu, auf das sie den Stein drin behielt. Sie strampelte, wehrte sich vehement und dann erschlaffte sie plötzlich als das Gegengift zu wirken begann und ich fühlte, wie sich ihre Haut abkühlte, als ich prüfend über ihre Stirn strich.

Puh, das hatten wir wohl geschafft atmete ich erleichtert auf, knapp sehr knapp, einfach viel zu knapp, aber ich hieß nicht umsonst Lucius Malfoy, das würde mir Narcissa büßen, sie würde sich wünschen nicht geboren worden zu sein, Morgen in der Früh würde ich sie antreten lassen.

Ich blickte nun das das blasse, wunderschöne, bewusstlose Mädchen, welches nun ein Mitglied meiner Familie war und dies viel mehr war, als es Narcissa jemals gewesen war. Ich besah mir das Chaos, das ich hier in meiner Panik, veranstaltet hatte, sah die offenen Schranktüren, eine hatte ich fast aus der Verankerung gerissen, aus einem anderen der Schränke hatte ich in einem klitzekleinen Wutanfall einiges vom Inhalt einfach herausgeschmissen und wo ich stand knirschte das Glas unter meinen Schuhen. Ich schmunzelte, denn Severus würde einen Tobsucht Anfall bekommen, wenn er sah was ich mit seinem Heiligtum angestellt hatte und ab da würde es interessant werden. Er würde toben und wenn ich ihm die Geschichte erzählte, ja was dann? Dann, würde ich auch gespannt sein und das sehr, würde er unbewusst da doch tiefer blicken lassen als sonst und so war ich hier wirklich und wahrhaftig neugierig, denn vorerst war sie aus der akuten Gefahr und ich konnte nicht mehr tun als abwarten und es ihr bequem machen.

So nun wollte ich sie nur noch wegbringen, so wie sie dalag auf dem harten Tisch das war nicht das Richtige. Ich schob meine Arme sachte unter ihren bewusstlosen Körper und hob sie hoch, hörte wie sie stöhnte, als ich sie anhob. Sie schien schmerzen zu haben. Ich blickte beunruhigt auf sie nieder, aber ich wusste sie würde genesen, auch wenn es schmerzhaft werden würde. Als ich sie wieder fest an mich presste, da ich es nun auch genießen konnte sie so nah an meinem Körper zu spüren. Ich trug sie nun bestimmt aus dem Kerker und hinauf ins Bett, in meine Räume, den sie musste aus den nassgeschwitzten Sachen und es wäre mir doch eine Ehre und ein Vergnügen dabei behilflich zu sein. So zeigte ich nun zum ersten Mal seit dem Fiasko ein vorfreudiges Lächeln, nun gehörte sie mir, bis Draco zurückkam.

Aber sie war in keinem Zustand in dem man sie allein lassen konnte und so steuerte ich zielsicher meine Räume an, betrat meine großzügige Suite, die wirklich riesig war. Ich mochte die räumliche Weite, die mir das Manor bot. Meine Gemächer waren vorwiegend in Gold mit Grün gehalten und ich betrat direkt mein Schlafgemach, legte meine süße Last auf dem Lacken ab und betrachtete sie genau. Ihr lockiges, langes, dunkles Haar, das sich wie ein Fächer auf dem seidigen, goldenen Lacken ausbreitete, sie passte so gut hier her, dachte ich. Mir entwich ein fast andächtiger Seufzer.

Ich strich ihr ihr widerspenstiges Haar wieder zurück und betrachtete sie besorgt, da sie immer wieder schmerzhaft aufwimmerte und das Gesicht leidend verzog. Es schien ein sehr schmerzhaftes Gift gewesen zu sein was ihr Narcissa verabreicht hatte, dies war der letzte Akt gewesen. Narcissa würde morgen ihre gerechte Strafe erhalten, sie hatte gegen einen direkten Befehl von mir verstohlen, das war inakzeptabel. Ich war gespannt was sie sagen würde, wenn sie ihre so bequemen Räumlichkeiten mit dem Kerker tauschen musste?

Ich war Severus sehr dankbar, dass er so bedacht gehandelt hatte und diesen Zauber angewandt hatte, den er mir genau erklärt hatte, der genial und brillant war und so wenigstens Narcissas Mund im Zaum hielt.

Ich fuhr nun mit meiner Hand über ihre Wange zu ihrem Dekolleté und fühlte den kalten Schweiß, den das Gift verursacht hatte und reinigte sie. Ich zauberte ihr ein weites weißes Hemd von mir an, dies hatte ich getan ohne etwas zu sehen, so betrachtete ich nun ihre Gestalt, sah ihren schlanken Leib, wie ihr mein Hemd bis knapp über die Oberschenkeln reichte und ihre Hände von den zu langen Ärmeln verdeckt waren, sie wirkte dadurch noch kleiner und fragiler, so verletzlich zart. Aber es erschien mir falsch in so einem Moment, in dem sie sich nicht wehren konnte, oder sonst wie irgendetwas sagen konnte, sie nackt zu sehen, so gerne ich es gewollt hätte. So was ließ mein Ehrgefühl ihr gegenüber nicht zu. Das wäre für sie entwürdigend, demütigend und auch für mich, da ich es so nötig auch nicht hatte eine bewusstlose und wehrlose Frau zu zwingen, nein das wollte ich nicht und schon gar nicht bei ihr. Ich schüttelte bedächtig den Kopf.

Ich deckte sie nun fürsorglich zu, zog mir meinen bequemen Sessel heran und ließ mich seufzend hinein sinken, dann rief ich meine Elf und verlangte einen Scotch, den ich dringend benötigte, einen doppelten und eine Schale mit Wasser und ein Tuch. Als ich alleine war, entledigte ich mich unwirsch meines mich beengenden Gehrocks und ließ danach sehr untypisch für mich mein Gesicht in die Hände sinken und blickte auf ihre unruhig schlafende Gestalt. Sie warf sich unbeständig hin und her, das war echt knapp gewesen und wäre noch knapper geworden, wäre ich nicht auf den Bezoar gekommen. Auch wenn mich selten etwas aus der Ruhe bracht, das hier hatte mir doch gehörig das Adrenalin in die Adern gepumpt und so langsam begriff ich, das mir das viel Kraft geraubt hatte, ich war doch irgendwie erschöpft, aber ich würde über sie wachen, zumindest bis Severus Entwarnung geben konnte.

Ich trank den Drink und ließ ihn langsam meine Kehle hinablaufen und genoss den scharfen Geschmack, während ich ihr zusah, wie sie die Bettdecke von sich strampelte und sich freikämpfte, als wäre ihr zu heiß. So sah ich ihre geröteten Pobäckchen, denen ich gestern meine werte Aufmerksamkeit geschenkt hatte und beobachtete, wie sie sich unwohl hin und her warf, nun ihren Po weit rausreckte, als sie die Bettdecke zwischen ihre Beine klemmte und sich schwer auf die Seite warf.

Ich schluckte hart, als ich ihren nackten Hintern sah, der nur von dem kleinen Fetzen Stoff bedeckt wurde, der sich Slip schimpfte und musste wieder daran danken, wie ich das knackige und pralle Fleisch in Händen gehalten hatte. Wie meine Hand auf sie niedergegangen war, als ich sie versohlt hatte und das war erst gestern gewesen, dass sie mich so wütend gemacht hatte. Ich hatte mich genötigt gesehen sie zu bestrafen, aber dies war im reinen Affekt geschehen, was sehr untypisch für mich war. Bestrafungen ersonn ich sonst immer sehr rational und wohlüberlegt, nie so ….aber nun hätte ich ihn als Entschuldigung am leibesten geküsst, wie mir die rosigen Backen so entgegenleuchtete, nun nachdem ich sie beinah verloren hätte.

Ich war selbst über mich Erstaunt und das schon seit gestern, ich hatte noch nie in meinem Leben, irgendwem den Hintern versohlt, selbst Draco nicht, aber bei ihr war ich so tief gesunken, normalerweise war ich für körperliche Züchtigungen viel zu distinguiert.

Ich bevorzugte die Folter, die physische wie die psychische, aber dabei kam ich keinem körperlich so nah, dass ich mich soweit herabließ, diesen so zu berühren wie sie. Bei der physischen Folter, hatte ich immer ein Messer, eine Peitsch oder meinen Stab hilfreiche zur Hand, oder sonstige einfallsreiche und hilfreiche Werkzeuge und bei der psychischen Folter, nun die hatte ich schon öfters als Strafe innerhalb der Familie angewandt, wie zum Beispiel Draco als Kleinkind bewegungslos, kniend in der Ecke stundenlang verharren lassen. Und erfüllte er die Erwartungen nicht, bekam er einen Schlag mit der Gerte und man sieht, die Methoden hatten gewirkt und ich hatte einen perfekten und wünschenswerten Erben, der in allem meine Erwartungen erfüllte und zum Teil auch übertraf.

Die Folter war etwas, das ich genoss und selbst die DeathEater brachten mir den größten Respekt entgegen, da sie wussten, ich hatte diese Form der Züchtigung zu einer Kunstform erhoben, der ich ab und an leidenschaftlich frönte.

Die Stimmung, die mich gerade erfasste war wirklich ungewöhnlich, besonders für mich, so leutselige und mir wurde mal wieder klar, dass man am deutlichsten sah was man hatte, wenn man es fast verlor.

Und ich sah mich mit einer erstaunlichen Tatsache konfrontiert, das diese junge Frau es in kürzester Zeit geschafft hatte sich ihren festen, unumstößlichen Platz in meiner Familie zu sichern.

Und so sehr ich mich auch gestern über viele Dinge geärgert hatte, angefangen das sie abgehauen war, sich meinem direkten Wunsch wiedersetzt hatte, dass sie die Banne brach, das sie so viel verschwieg, das ich sie so unterschätzt hatte, ja das ärgerte mich wohl am meisten, auch die kurze Angst das sie für immer versuchen könnte abzuhauen, dies waren alles Gründe die dazu geführt hatten das ich mich so vergaß. Aber genauso erkannte ich was für eine Bereicherung sie für mich, für uns, die Malfoys war, wenn ich sie würde vollkommen steuern können,….unterbrach ihr lauter werdendes wimmern meine Gedanken und ich blickte zu ihr.

Sie drehte sich wieder unwohl, so erhob ich mich, beugte mich besorgt über sie und wischte ihr mit dem kühlenden, nassen Tuch über die erhitzte Stirn und sie seufzte wohlig auf, schnurrte dann leicht. Sie machte es mir wahrlich nicht einfach, nicht doch die Lage zu nützen, auch wenn ich mich dann wohl verachtet hätte, wie leicht ich es mir machen wollte und wie sehr ich dann in meiner eigenen Achtung mir selbst gegenüber, gesunken sein würde.

Sie begann zu zittern und zu beben, es schien doch ein sehr schmerzhaftes Gift gewesen zu sein, obwohl Narcissa das nicht erwähnt hatte. Sie bäumte sich auf und machte ein Hohlkreuz, schrie laut, der Bezoar schien nun das Gift schmerzhaft zu absorbieren und das quälte sie ganz offensichtlich, oder erlitt sie noch mehr Wirkungen des Giftes, wie hatte Narcissa noch gesagt, ihr Herz würde beginnen unregelmäßig zu schlagen, als letztes Zeichen der Vergiftung? Hatte ich den Bezoar nicht rechtzeitig verabreicht? Ich wusste nicht, woher ihre Schmerzen jetzt kamen, oder was sie wirklich hatte, aber es hörte nicht auf.

Sie bockte immer mehr auf und fing auch an wie von Sinnen ihre Kehle mit ihren Fingernägeln zu bearbeiten und kratzte sie sich rücksichtslos, sodass sich blutunterlaufene Striemen bildeten. Sie verletzte sich selbst und in meinem Kampf dies zu verhindern, dass sie auch noch aus dem Bett fiel, da sie sich so wild gebärdete, packte ich ihre Schultern und drückt diese auf das Bett was dazu führte, das sie wie wild mit ihrem Unterkörper strampelte und so legte ich mich kurzentschlossen auf sie. Ich führt zielstrebig meine Hand zu ihrer Brust, suchte ihr Herz und wollte den rhythmischen Schlag spüren, ausschließen, dass es unruhig schlug und dies weitere Folgen des Giftes waren, dabei wusste ich nicht mal ob ich es überhaupt würde fühlen können, aber ich musste mich wenigstens versichern so gut es ging.

Ich fand ihr heftig pochendes Herz, das zwar stark, und schnell, aber wohl regelmäßig gegen ihren Brustkorb schlug und ihr Blut weiter pumpte. Zum Glück, das erleichterte mich etwas, aber sie wurde noch immer nicht ruhiger. Ich hielt sie nun mit meinem Körper gefangen, stellte sie so ruhig, denn einen Zauber wollte ich nicht verwenden, was sagte Severus immer, Zauberstab gefuchtel und magische Heilmittel vertrugen sich meist nicht und das wollte ich nicht riskieren. Erst es zu schaffen sie zu retten und dann alles so zu zerstören, das wäre wirklich nicht gut. Ich packte rabiat ihre Arme und zog sie ihr über den Kopf, mein Gewicht drückte sie tief in die Matratze, ihr Körper schien sich langsam zu beruhigen und nun spürte ich ihr Herz auch heftig gegen meine Brust schlagen. Während sie nun immer lauter schmerzhafter stöhnte und ich überlegte fieberhaft das ich sie Fesseln könnte, da es mir zu gefährlich war, das sie aus dem Bett fiel und sich weiter selbst verletzte.

Da sie nun immer ruhiger wurde, stützte ich mich nun auf meine Arme und blickte sie wirklich fürsorglich an und hoffte, dass der Anfall aufgehört hatte und sie nun auf dem Wege der Besserung wäre. Wann würde denn endlich Severus zurückkommen um ihr zu helfen, langsam fand ich das nicht mehr lustig, Narcissa….dachte ich bösartig.

Da hörte ich wie die Tür zu meiner Suite laut an der Wand aufprallen, als sie mit Wucht aufgestoßen wurde und Draco und Severus stürmten laut polternd ins Zimmer. Sie sahen, wie ich auf jemandem lag, als sie nun wieder wie wild anfing zu bocken, der Lärm, den die beiden Hornochsen verursachten, hatte sie anscheinend wieder näher an die Wachheit gebracht und damit an den Schmerz und so verzog ich verärgert mein Gesicht über so wenig Takt, obwohl ich froh war, das sie zurück waren.

„Lucius jemand hat mein Labor verwüstest, es ist zerstört…..und das Biest ist auch nicht erschienen“, brauste Severus auf und hielt dann inne, als er wohl das Bild vor seine Augen sah und dann rutschte es ihm raus „…der Ausrutscher gestern sollte doch wohl genug gewesen sein, musst du sie nun wirklich in dein Bett zwingen!“, hörte ich leise Verachtung aus seinen harschen Worten.

„WAS…was heißt das Vater was war letztens? Ist das Hermione“, hörte ich Draco gefährlich ruhig und bedrohlich kalt fragen, das war mein Sohn.

„Severus du …ach halt den Mund! Helft mir lieber, ….und ob ihr es glaubt oder nicht ich bin froh das ihr wieder da seid!“, zeigte ich mich erleichtert.

„Was ist geschehen!“, kam es kühl von Severus, der nun nahe an uns heran trat, offensichtlich sofort die Ernsthaftigkeit der Situation begriff als er sie sah.

„Narcissa ist passiert!“, grollte ich tief, während ich mich weiter um Hermione kümmerte, nun ihre verschwitzten Haare aus ihrem Gesicht strich und mich langsam, erschöpft, aber wachsam sofort wieder zu handeln, zurück in den Sessel sinken ließ, doch sie schien sich jetzt wirklich beruhigt zu haben.

Draco polterte in meinem Rücken, während er um das Bett herumlief: „Was soll das Vater, was macht sie hier in deinen Gemächern?!“, zischte er aufgebracht.

„Ruhe Sohn….!“, fuhr ich ihn leise an, doch er unterbrach mich, denn mittlerweile war er an mir vorbei getreten, hatten einen freien Blick auf sie und entsetzt entwich ihm:

„Was ist passiert, Hermione….!“ Ich konnte gar nicht so schnell handeln, wie er neben ihr auf dem Bett kniete und seine Hand an ihre Wange legte. Wenn man sie so betrachtete, sie sah wirklich schlimm aus. Ihre sonst so verführerisch, leicht gebräunte Haut, war ungesund blass, fast kalkweiß, dagegen wirkte Dracos Hand, die nun auf ihrer Wange lag, geradezu gut gebräunt, dabei war seine Haut eigentlich sehr hell. Ihr Gesicht war bedeckt von kaltem Schweiß und auch jetzt, obwohl sie ruhig lag, waren ihre Züge noch schmerzlich verzogen und ihr zerkratzter, blutender Hals, vervollständigten das kränkliche Bild.

Die Haare lagen wild durcheinander um ihren Kopf und einzelne Locken klebten ihr verschwitzt im Gesicht. Wirklich kein gesunder Anblick. Mein Blick fiel auf meinen Sohn, der sie zärtlich streichelte und ich sah die offene Sorge, die unverkennbar in seinen Augen flackerte und wohl auch leichte Panik.

Ich wandte mich an Severus, der diesen kurzen Moment schweigend beobachtete hatte, nun aber mich ansprach, da ich mich ihm zuwandte und ruhig fragte und erklärte:

„Narzissa hat ihr Gift gegeben Lectin. Ich bin mit ihr in dein Labor und habe ihr einen Bezoar gegeben, aber ich weiß nicht ob das reicht. Sie hatte immer wieder kurze Schmerzanfälle, so wie gerade, als ihr rein kamt, sie verletzt sich selbst. Kannst du noch mehr für sie tun Severus? Ich bin mir nicht sicher ob der Bezoar gewirkt hat, ob es reicht! Sie hat es gleich bemerkt und nur kurz an dem Getränk genippt, Narcissa meinte, es wäre ein schnellwirkendes Gift!“

Ich machte mir wirklich Sorgen um sie, nicht aus zu denken, was ich mir von Draco würde anhören müssen, wenn seine Freundin in meiner Obhut einen bleibenden Schaden erlitten hatte. Severus, dessen Gesicht vollkommen verschlossen wirkte, nickte nur knapp und erklärte: „Ich sehe, was ich tun kann!“

Mit wehender Robe verließ er den Raum und ich hoffe, er würde ihr weiter helfen können oder feststellen, dass sie über den Berg war. Severus Labor würde ich wieder richten lassen, das Beste vom Besten konnte er haben, wenn sie aufgrund seines Bezoars überleben würde. Jeder bekam bei mir was er verdient, Narcissa ihre gerechte Strafe, aber dafür würde Severus auch belohnt werden.

Draco hatte sich nun von ihr abgewandt, saß aber immer noch auf dem Bett neben ihr, hielt nun ihre Hand in seiner.

„Erzähl´s mir Vater, was ist heute passiert, wieso war sie bei Mutter?“, forderte er mit Nachdruck, bei dem Wort Mutter verzog er angeekelt und abfällig das Gesicht, was ihm wohl niemand unter diesen Umständen verdenken konnte und schließlich dachte ich ähnlich über sie, meine Frau. Ich überlegte kurz, wie tief wohl die Gefühle meines Sohnes für sie waren und mir kam der Satz wieder in den Sinn, dass er sie angeblich nie unterschätzt hatte… was sah er wohl noch alles in ihr, was wusste er noch alles, was ich noch nicht mal erahnte? Fakt war, sie hatte mich mittlerweile mehrfach mehr als überrascht und wegen ihr hatte ich so die Kontrolle verloren, wie schon seit Ewigkeiten nicht mehr und das machte mir dann doch Sorgen. Ich musste Severus Warnung ernst nehmen, dessen war ich mir mittlerweile bewusst und auch, dass wir aufpassen mussten ihr wirklich nicht so zu verfallen wie Draco es war, dachte ich missgestimmt.

Er musterte mich immer noch auffordernd und ruhig, um sie nicht zu wecken, auch leise, begann ich zu erklären:

„Sie hatte eine Einladung von Narcissa in ihre Räume bekommen. Auf dem Weg dorthin traf sie auf mich, wobei ich annehme, dass sie darauf gewartet hat auf mich zu treffen, denn ihr kam die Einladung nicht geheuer vor. Sie vermutete schon, dass Narcissa etwas plante, also habe ich das in die Hand genommen und Narcissa einen Strich durch die Rechnung machen wollen. Ich habe sie in meinen Salon geladen und Hermione mit mir genommen. Die Elfe brachte uns Tee und Kaffee und dann, als Hermione den ersten Schluck getrunken hatte, sah ich wie sie das Gesicht verzog. Sie hatte etwas Eigenartiges geschmeckt und als ich das freudige Aufblitzten in Narcissas Augen sah, da hab ich gehandelt. Ich hab Hermione, hoch gehoben, Narcissa in ihre Räume verbannt, sie zuvor jedoch noch nach dem Gift befragt und bin dann in Severus Labor geeilt, wo ich, wie ich zugeben muss, eine ziemliche Verwüstung angerichtet habe um den Bezoar zu finden. Ich habe ihn ihr dann gewaltsam verabreicht und gehofft, dass es hilft, dass sie überlebt und dass Severus bald zurückkommt. Ich war schon lange nicht mehr so froh dass er zurückgekommen ist. Schließlich habe ich sie her gebracht. Ich hab ihr ein Hemd von mir angehext und sie dann lediglich zugedeckt. Als ihr kamt…nun sie bäumte sich gerade unter Schmerzen auf und ich habe versucht sie ruhig zu halten. Severus ist auf diesem Gebiet versierter als ich“, zuckte ich kühl die Schultern und hob das Glas an.

Mein Sohn hatte mich aufmerksam im Blick behalten, während ich ihm das Geschehen schilderte und ich sah, dass er seine Kiefer fest aufeinander presste, seine Zähne knirschten und als ich jetzt fertig war, mit unterdrückter Wut leise zischte: „Dafür wird Mutter büßen, dafür hat sie die Kerker verdient!“

Ich nickte zustimmend, denn auch ich wollte, dass sie dafür ihre Strafe bekam. Aufmerksam und immer noch in Sorge um sie, beobachtete ich wie Draco sich ihr wieder zuwandte, zuvor nach dem Tuch in der Schale griff, es ausdrückte und damit zärtlich über ihr Gesicht fuhr, dann, ihre, sicher kalte und schweißnasse, Hand an seine Lippen hob und küsste, und dabei wisperte er so leise, dass ich es kaum verstand: „Komm, mein kleines Mudblood, das schaffst du, du bist doch so stark, halt durch, kämpfe!“ Ich lauschte gebannt, wollte kein Wort verpassen, denn das mein Sohn seine Gefühle so offen zeigte, war eine große Ausnahme.

Wir hatten ihm beigebracht genauso beherrscht zu sein wie wir, und auch wenn er es noch nicht so meisterlich beherrschte wie Severus und ich, so war er doch auf dem besten Weg dorthin. Ich wusste, dass sie ihm viel bedeutete, doch was er in ihr wirklich sah, begann ich nur langsam zu verstehen. Ob sie wohl eines Tages DIE Frau sein würde, seine Frau? Würde ich das zulassen?

Meine Gedanken wurden unterbrochen als sich die Tür hinter uns diesmal leise öffnete und Severus hereineilte. Er trat neben mir ans Bett und ich erhob mich von meiner Position, machte ihm Platz, sodass er ihr helfen konnte, an sie heran kam. Noch während er einige Phiolen auf den Nachttisch stellte und seinen Zauberstab zog, fragte er ruhig aber offensichtlich in Eile nach: „Wie lange ist es her Lucius, dass du ihr den Bezoar gegeben hast und was ist danach genau alles passiert? Wie viel hat Narzissa über das Gift gesagt?“, kam er wie immer explizit auf den Punkt.

Ich gab ihm schnell so präzise Antworten, wie mir möglich war: „Sie hat nur sehr wenig von dem Gift zu sich genommen, das augenscheinlich einen bitteren Geschmack hatte, hat nur einen kleinen Schluck von dem Kaffee getrunken. Narcissa sagte das Gift würde schnell wirken und ca. 5 Minuten später, wohl eher etwas früher, hat sie den Bezoar bekommen. Ich war schnell, aber danach ist sie noch mehr in die Bewusstlosigkeit geglitten und seit dem nicht wieder erwacht. Sie hat mehrmals gekrampft, offensichtlich hat sie Schmerzen, sie fing an sich zu kratzen. Narcissa sagte ihr würde übel werden, was auch im Salon noch passiert ist, sie würde fiebern, was sie auch getan hat, als ich ihr den Bezoar gab und das ihr Herz Rythmusstörungen bekommen würde, bevor es aufhört zu schlagen. Ich denke, dass sie den Bezoar bekommen hat, dürfte gut zwei Stunden her sein, vielleicht auch drei, ich weiß es nicht. Wie spät ist es überhaupt?“, runzelte ich unwillig die Stirn. Ich hörte, wie Draco scharf die Luft einsog, als er so genau erfuhr wie das Gift gewirkt hatte und was es für Folgen hatte.

Ich erkannte erst jetzt, dass ich über das Geschehen total die Zeit und alles was ich noch erledigen wollte, vergessen hatte. Severus nickte knapp und wies Draco an: „Lass sie los, ich werde einen Diagnosezauber sprechen, hoffentlich kriege ich so mehr heraus!“

Draco wich nur wiederwillig von ihr zurück, doch er tat es und Severus schwang seinen Zauberstab, beobachtete genau was sich nun zeigte und ließ den Stab dann wieder in seiner Robe verschwinden um gleichzeitig nach zwei Phiolen zu greifen. Er beugte sich über sie, öffnete schon fast zärtlich und liebevoll ihre Lippen, indem er ihren Kiefer auseinander drückte, dann tröpfelte er ihr stumm abzählend einen Trank in den Mund, öffnete dann die zweite Phiole, flößte ihr diese ganze ein. Es war deutlich sichtbar, dass er eine gewisse Übung darin hatte Bewusstlosen etwas ein zu flößen und ich musste zugeben, so gut wäre mir das sicher nicht gelungen. Ich war so froh, dass Severus wieder da war, das war gar nicht meine Welt, sollte ich jemanden, auf ungewöhnliche, einfallsreiche und langsam Art und dann noch mit Geschick, zu Tode Foltern war ich der richtige Mann, aber jemanden aufopfernd und zärtlich zu heilen…nein das gehörte nicht zu meinem Fertigkeiten, da war ich mir ziemlich sicher, auch wenn ich doch wohl in den letzten Stunden das Richtige getan hatte.

Severus holte jetzt noch eine Tube hervor und strich ihr die weiße Paste sehr sanft auf die Kratzer am Hals, die sich fast augenblicklich auflösten und nur noch leichte rote Striemen blieben zurück.

Nun richtete er sich wieder auf und fasste Draco scharf ins Auge, dann erklärte er ruhig: „Sie ist über den Berg, eindeutig, der Bezoar kam früh genug. Dein Vater hat ihr das Leben gerettet Draco! Und offensichtlich zwei Mal, denn wäre sie zu Narcissa gegangen und hätte so mehr von dem Gift zu sich genommen, hätte auch der Bezoar, so schnell er ihn auch hätte verwenden können, nicht mehr helfen können.“ Ich sah, wie Dracos angespannte Haltung von ihm abfiel, er leicht in sich zusammen sackte und erleichtert aufseufzte.

Severus wandte sich währenddessen mir zu und sah mich mit seinen dunklen Augen intensiv an und ich erwiderte seinen Blick standhaft.

„Der Bezoar hatte das Gift schon so weit aufgesogen, dass ich ihr jetzt einen Schlaftrank geben konnte, das war der zweite und ich habe ihr einen Schmerztrank geben, denn die Arbeit des Bezoars und die letzten Reste des Giftes verursachen die Schmerzen, die dazu führten, das sie sich auch selbst verletzte hat! Sie wird jetzt lange schlafen und sie braucht diese Ruhe auch. Wir können und sollten sie alleine lassen, sollten aber während der Nacht noch hin und wieder nach ihr sehen!“, meinte Severus prägnant und hatte die Arme verschränkt.

Ich nickte zustimmend und wollte schon den Raum verlassen, es mir im Nebenzimmer vor dem Kamin mit einem ordentlichen Glas Scotch bequem machen, denn das sie es schaffen würde, erleichterte mich ungemein und ließ mich jetzt spüren, wie sehr es an mir gezehrt hatte, mehr noch als ich vor Severus und Dracos Ankunft gedacht hatte, solche Gefühle waren mir so was von Fremd, als Draco mich leise ansprach: „Vater, warte!“

Fragend wandte ich mich zu ihm und sah in seine großen, immer noch sorgenvoll geweiteten Augen, wie er vom Bett zu mir hochblickte und noch immer neben ihr kniete, jetzt wieder ihre Hand hielt. „Was gibt es Draco?“, fragte ich bedacht.

Seine Miene wurde ruhiger, fast schon sanft, würde ich sagen, ein Ausdruck, den ich von ihm nicht kannte und der mich erstaunte, doch noch mehr überraschte mich die Inbrünstigkeit und die tiefe Bewegtheit, mit der er die nächsten Worte sprach.

„Danke Vater, dass du sie gerettet hast. Ich bin dir so unsagbar dankbar Vater!“ Er hielt mich fest im Blick und ich war wirklich kurz gebannt davon, so ernsthaft dankbar hatte ich ihn noch nie gesehen. Jetzt, wo mich seine grauen Augen, die den meinen so ähnlich waren, warm anfunkelten.

Severus wartete auf halbem Weg in Richtung des kleinen Salons, der neben meinem Schlafzimmer lag und beobachtete uns aufmerksam und wie gewohnt still. Ich nickte Draco nur knapp zu und antwortete jedoch nicht, was hätte ich auch sagen sollen, dass ich erleichtert war, dass sie noch lebte? Dass ich zwischenzeitlich wirklich Panik gehabt hatte? Was ich nie und nimmer offen eingestehen würde, das wäre unter der Würde eines Malfoys und so würde dies nie einer erfahren!

Dass ich es auch für mich getan hatte? Da auch ich sie nicht verlieren wollte, dass warum schob ich mal weit von mir weg! Dass es nicht der Rede wert war? Das wäre wirklich eine große Lüge, denn das sie gerettet war, war uns allen sehr wichtig. Und Panik, nein, die würde ich nicht zugeben. Sie hatte es zum zweiten mal in kurzer Zeit geschafft, das meine Gefühle überkochten, auch wenn die Auslöser und Ergebnisse Grund verschieden gewesen waren, hatte nicht viel gefehlt und ich wäre wirklich kopflos durch Severus Labor gefegt, aber ich wusste in dieser Situation einfach, dass ich nicht den Kopf verlieren durfte, sonst wäre sie gestorben, und verdammt Malfoys verloren nie den Kopf.

Nun wandte ich mich endgültig ab und folgte Severus, der mittlerweile bereits den Raum verlassen hatte und ich spürte, dass Draco ebenfalls folgte, zwar sicher wiederwillig, aber er tat es. Wir betraten den Salon und Severus schenkte gerade drei Gläser ein, reichte mir eins und dann eines an Draco. Sie ließen sich auf dem Sofa und ich in dem Sessel vor dem Kamin nieder, schwiegen und genossen auf die Aufregung und den Schock erst mal unsere Drinks und hingen unseren eigenen Gedanken nach. Den brauchte ich jetzt wirklich. Ich warf einen Blick auf Draco, dessen Blick immer noch immer wieder kurz zur offen Tür zum Schlafzimmer ging. Offensichtlich war er sehr besorgt und ich wunderte mich etwas, dass Draco dies so offen zeigte, denn selbst vor uns, seiner Familie, tat er das normalerweise nicht. Seine Gefühle für sie mussten sehr tief sein.

Schließlich war Severus es, der die Stille brach.

„Was zum Teufel noch mal hat dich dazu veranlasst erneut so die Kontrolle zu verlieren Lucius und MEIN Labor derart zu verwüsten? Hast du sie noch alle?!“ Er sprach bedrohlich und grollte tief. Ja, er war wirklich sauer und nur seine Beherrschung und die prekäre Situation, hatten sicher dafür gesorgt, dass er bisher so ruhig geblieben war.

Aber ich war ihm eine Erklärung schuldig, beschwichtigend hob ich die Hände und versuchte es zu erklären, ein so schlecht gelaunter Severus war immer eine Bedrohung für meine Nerven.

„Beruhige dich bitte Severus. Ich geriet etwas außer Kontrolle, als ich den Bezoar nicht gleich fand, deine Ordnung soll auch einer verstehen…. aber hätte ich sie sterben lassen sollen? Severus, sei dir sicher, ich werde dir alles ersetzten, du darfst dir auf meine Kosten dein Labor gerne komplett neu einrichten, das Beste vom Besten, denn wäre dein Labor nicht gewesen, hätte ich sie nicht retten können!“, kam es blasiert von mir und ich wedelte hochmütig mit meiner Hand. Severus grummelte mürrisch, über meine abwiegelnde, lapidare Art, aber ich sah, er war etwas beruhigt, doch wohl noch nicht ganz, denn sein nächster Satz zeugte von seiner Neugierde und Häme, er wollte mich eindeutig reizen:

„Gut, ich kriege ein neues Labor, das wird dir teuer zu stehen kommen, aber trotzdem, warum bist du so außer Kontrolle geraten Lucius. Was macht sie mit dir? Denk über meine Warnung nach, das bist nicht du Lucius. Sie hat es zum zweiten Mal geschafft, das du den Kopf fast verloren hättest!“ Severus funkelte mich gefährlich an, während ich aus den Augenwinkeln sah, dass Draco interessiert zwischen uns hin und her blickte, wenn Severus noch mehr sagte, würde Draco ganz sicher nachharken. Und ich wusste, dass mir Severus so versteckt vorwarf was ich ganz am Anfang ihm Vorgeworfen hatte, als ich den Streit zwischen Draco und ihm provoziert hatte. Da ich es ihm vorgehalten hatte, das er sich an ihr vergriffen hatte, ja ja, du rachsüchtiger Prince, halt mir mein eigenes Versagen nur weiter unter die Nase, dachte ich wütend, aber eine gewisse Ironie erschloss sich auch mir.

Ich ergab mich und erklärte Severus: „Sie ist ein Mitglied meiner Familie, du weißt was das heißt und wie ich für meine Familie kämpfe. Ich kann doch nicht zulassen, dass in meinem Haus jemand stirbt. Außerdem kann ich wohl kaum Dracos Freundin in meiner Obhut sterben lassen!“, versuchte ich ihm mit meinem Entgegenkommen zu besänftigen.

Severus schnaubte abfällig und schenkte mir einen missbilligenden Blick aus seinen Dunkeln Tiefen, die so bösartig glitzerten.

„Als ob es nur das wäre Lucius. Du beißt sie, fällst über sie her, dann heilst du sie und jetzt, jetzt kämpft du um ihr Leben und sitzt stundenlang an ihrem Bett, das ist nicht normal für dich!“, zischte er verächtlich.

Ich hatte meine Haare schwungvoll in den Nacken geworfen und wollte gerade scharf antworten, als Draco sich herrisch einschaltete und sich vor mir aufbaute und mich anfunkelte.

„Vater, was deutet er da dauernd an, was meinte er vorhin? Hast du Hand an Hermione gelegt? Du weißt doch, was du mir versprochen hast und ich weiß, auf ein Versprechen von dir, kann zumindest ich mich immer verlassen, oder konnte ich zumindest, also, erklär es mir!“, hauchte er sehr kalt und es war so als würde er mich leicht enttäuscht ansehen.

Er forderte dies sehr hart ein so wie er verlangend vor mir stand und auf mich hinabsah und ich überlegte kurz, doch jetzt war es eh zu spät, er würde es nicht mehr auf dich beruhen lassen, daher konnte ich es auch erklären, auch wenn ich das Schweigen bevorzugt hätte.

„Nagut Draco, dann erfährst du es halt. Wir sind Hermione gefolgt, als sie das Manor ohne Begleitung verlassen hat. Kannst du dir das vorstellen, sie hat fast alle Banne vollständig gebrochen!“, konnte ich das Erstaunen nicht ganz aus meiner Stimme heraushalten, denn darüber war ich immer noch überrascht und etwas kratze es an meinem Ego, dass sie meine Banne brechen konnte, doch ich sah Stolz und ein kurzes, böses Grinsen in Dracos Gesicht, als er einfiel:

„Ja, so ist sie, aber wohin seit ihr ihr gefolgt?“

Offensichtlich kannte er sie wirklich besser als wir, war ja klar, aber ob er sie wirklich nicht unterschätzte? Ich sprach ruhig weiter und versuchte meine Dominanz zu zeigen, indem ich nun meine Beine überschlug und eine gerade Sitzhaltung einnahm.

„Sie ist zur Beerdigung ihrer Eltern gegangen, wusstest du davon Draco, weißt du, ob sie ihre Eltern wirklich beerdigt hat?“ Draco zuckte nur gleichgültig mit den Schultern und erklärte: „Ich weiß es nicht, aber ich werde sie auch nicht fragen, denn genauso wie sie respektiert das ich meine Dinge habe, die ich nicht erzähle, respektiere ich das umgekehrt genauso. Wenn sie es mir erzählen will, wird sie es tun!“

Seine Haltung beeindruckte mich, aber genauso ihre, das hätte ich ihr nicht zugetraut, aber es überraschte mich auch, dass er so ruhig blieb. Es hatte mich auch überrascht, als sie vor Narcissa bekannt hatte, das sie sich freute das Draco bald in den inneren Kreis aufgenommen werden würde, aber offensichtlich würde sie mich wohl noch öfters überraschen, das war nicht gut. Also, dann würden wir mal zum Geständnis kommen, denn Draco musterte mich schon wieder misstrauisch und es länger hinaus zu zögen brauchte auch nichts.

„Wir haben sie verfolgt, sind ihr letztendlich zu ihrem Haus gefolgt und haben sie dort abgepasst. Ich war so wütend auf sie, denn sie hat gegen meine ausdrückliche Anweisung verstoßen und somit hatte sie eine Strafe verdient. Ich habe sie mir gekrallt und ihr im Affekt kräftig den Hintern versohlt!“, erklärte ich kalt und direkt, war es mir doch unangenehm zu zugeben das ich Handgreiflich geworden war.

Nun sprang Draco aufgebracht auf und fuhr mich an: „Du hast was???“ Ich starte ihn hart an und forderte: „Setz dich Draco, oder ich erzähle dir gar nichts mehr!“, blickte ich ihn auch sehr fest an, um meine Aussage zu unterstreichen.

Ich sah, dass er schwankte, mich weiter anfahren wollte, aber er wollte auch mehr wissen, also riss er sich zusammen und sank zurück auf das Sofa und ich erklärte weiter, sah aus den Augenwinkeln das Severus süffisant grinste, war ja klar, das ihm das hier gefiel, wahrscheinlich hatte er genau das geplant. So eine Schlange, was mir fast wiederum ein diabolisches Lächeln hätte entwischen lassen, aber ich konnte es mir verbeißen, denn meine Selbstbeherrschung war doch noch besser als Severus dachte ich hämisch.

„Ich habe etwas die Kontrolle verloren und wollte sie, habe sie grob geküsst, sie gebissen, doch bevor mehr passieren konnte, hat Severus eingegriffen. Ich verliere sonst nie die Kontrolle, das weißt du Draco. Sei vorsichtig bei ihr, du darfst sie nicht unterschätzten!“, schob ich ganz Malfoylike den schwarzen Peter ihr zu.

Draco lachte kalt auf und erklärte: „Ich und sie unterschätzten? Das tut doch nur ihr. Ich habe sie nie unterschätzt und im Gegensatz zu euch, habe ich auch begriffen, dass es nichts bringt ihr etwas vor zu schreiben oder sie ein zu engen. Außerdem wusste ich wo sie hingeht und war damit einverstanden!“

Ich sah, dass er nicht nur mich herausfordernd und von oben herab ansah, sondern auch Severus, aha, auch er hatte sie also unterschätzt.

Nun lehnte sich Draco arrogant zurück im Sofa, überschlug die Beine und musterte uns weiter, bevor er sprach, er schien sich gut unter Kontrolle zu haben, oder es gut zu verbergen das er kurz vor der Explosion stand und so wirkte es als wollte er uns nun zeigen, dass wir die waren, die Unbeherrscht waren, was mich doch sehr ärgerlich in mein Glas blicken ließ. Er schien über meiner Offenbarung was ich getan hatte zu stehen, was ich löblich fand, eines Malfoys würdig!

„Unterschätzt sie nie. Überleg mal Vater, sie hat dir schon geholfen bevor du ihr irgendwas androhen konntest. Wenn du ihr ihre Freiheit lässt, ihre Pläne durchführen lässt, dann wirst du erfahren, dass ihre Loyalität und ihr Kampfgeist für die Familie noch größer sein wird. Sie ist keine normale Frau Vater, die meisten andern Zauberer sollten sich vor ihr in Acht nehmen und nicht andersherum, sie kann wahrlich auf sich selbst achten. Ich habe sie nicht so einfach in unsere Familie aufgenommen, ich habe mir schon etwas dabei gedacht und ich denke, ihr solltet anfangen sie nicht mehr als Gefangene zu behandeln, sondern als gleichwertiges Mitglied der Familie. Auch du Severus, denn du weißt noch viel besser als Vater wozu sie fähig ist! Und wenn du ehrlich bist Vater, weißt du das nur nicht, weil sie sich bei dir immer zurückhält und sich nicht wehrt, weil sie weiß das du das Oberhaupt bist, sie kennt die Regeln sehr gut! Gib ihr Freiheit, wenn du das tust Vater, wirst du viel mehr davon haben als wenn du sie einengst. Ihr freie Hand zu lassen, wird ungeahnte, positive Effekte für dich haben, vertrau meinem Urteil!“, trank er nun lässig eine Schluck und hob seine Augenbraue.

Die Worte seines Sohnes überraschten mich sehr und brachten mich zum Nachdenken, ob ich wohl wirklich erst an der Oberfläche gekratzt hatte mit dem was ich alles von ihr gesehen und erfahren hatte? Sie war talentiert und mächtig, das wusste ich schon und dass sie außerordentlich intelligent war, sogar auf die Schnelle Fehler in Severus Bannen fand, hatte mich schwer beeindruckt, ja, das musste ich mir still eingestehen.

Vielleicht hatte Draco ja Recht, denn sie hatte sich wirklich schon für die Familie eingesetzt, als ich es noch nicht mal wusste, ihr nicht gedroht hatte. Sie hatte mir im Ministerium die Flucht ermöglicht, dafür sogar ein Ordensmitglied angegriffen, offensichtlich war Zuckerbrot bei ihr deutlich wirkungsvoller als Peitsche und vielleicht, um noch mehr über sie zu erfahren, sollte ich es ihr überlassen Narcissa zu strafen, schließlich war sie die Geschädigte. Wenn mir die Strafe nicht hart genug erschien, konnte ich immer noch mein Veto einlegen, kam mir dieser brillante Einfall.

Ich wandte sich an Draco: „Wir werden es sehen Sohn, aber deine Einwände sind zur Kenntnis genommen. Ich werde ihr die Ehre gewähren Narcissa zu bestrafen, was hältst du davon?“, hoffte ich auch ihn zu beschwichtigen.

Meinen Sohn nach seiner Meinung zu fragen war eine eindeutige Respektsbezeugung ihm gegenüber, aber ich wusste, meinen Sohn hatte ich so geformt, wie ich ihn mir vorgestellt hatte und wie er sich entwickelt hatte, machte mich schlicht stolz.

Draco schien offensichtlich kurz überrascht über diese Frage, doch dann antwortete er zufrieden: „Ich denke, das ist eine gute Idee!“ Ich sah, dass sich ein kurzes, diabolisches Grinsen auf sein Gesicht stahl und ich nahm an, dass Hermiones Strafe sicher nicht klein ausfallen würde, sie würde auch meine Rachegelüste befriedigen. Oh ja, das Spiel gefiel mir wieder.

Ja, er war wirklich mein Sohn und ich konnte stolz auf ihn sein, denn er beherrschte das Spiel genau so gut wie wir….wie ich!

Draco schien sich entschlossen zu haben, das ganze Geschehen mit Hermione und mir mit kühler Gelassenheit zu ertragen, was mich Draco schlagartig mit anderen Augen sehen ließ. Er war erwachsen geworden, mehr als das, er war vor meinen Augen, zu einem beeindruckenden Mann herangereift, der genau den Vorstellungen unserer Familie entsprach. Es erfüllte mich mit Zufriedenheit, wie er es schaffte sich selbst in diesen Momenten im Griff zu haben, so überlegt, so beherrscht…..das einzige was mich mit Unruhe erfüllte war, dass er nun in der Position war und mir zu zeigen wie es ging, da ich meinen gestrigen Aussetzer als eine Demütigung meinerseits empfand.Das einzige, was mich da aufheiterte, war der Gedanke an Severus und das er ebenfalls einen Ausrutscher hingelegt hatte, aber diese Frau in meinem Bett war auch ein gefährlich, verführerisches Biest……

Lucius Sicht ende


Zuletzt von queenie am Do Feb 09, 2012 3:35 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Kapitel 115-116   Do Feb 09, 2012 3:34 am

116. Das Erwachen


Ich erwachte aus einer tiefen Bewusstlosigkeit schlagartig. Ich schlug die Augen auf und war wach, mein Herz raste in einem unnatürlichen Tempo, das mich unwillkürlich auf keuchen ließ, dann wurde mir der nächste Schrecken eingejagt, als ich zuerst das etwas entfernte, blasse Gesicht mit dem langen dunklen Haar von Severus vor Augen hatte. Im Augenwinkel sah ich langes blondes Haar und dann, mir am allernächsten, Dracos graue Augen, die mich besorgt musterten.

Wow, das war ein Schock, alle drei die mich versuchten in den Wahnsinn zu treiben, auf einen Haufen, dachte ich noch traumumnebelt, doch dann setzte mein Hirn an zu arbeiten und ich fragte mich und das tat ich auch laut:

„Warum sind wir zu viert in meinem…Bett!“, kam es von mir besorgt und auch wenn ihre Masken immer gut saßen, konnte ich doch ihr Amüsement über meine Frage in ihren Augen ablesen.

„Nun meine Liebe, das muss ich dir leider absprechen, dies ist mein Bett!“, meinte nun Lucius sehr trocken und ich blickte überrascht in den finstern Raum, der nur durch ein kleines Licht erhellt wurde. So erkannte ich nicht viel, außer, dass das Bett sehr groß war, viel größer als Dracos Bett und ich ließ meinen Kopf, der sich seltsam schwer anfühlte, wieder in das Kissen plumpsen.

„Und wie komme ich zu der Ehre Lucius, in deinem Bett zu liegen?“, fragte ich mit seltsam schweren Gliedern nach.

„Eine lange und weniger schöne Geschichte Hermione!“, mischte sich nun Severus ein.

„Draco?“, hauchte ich dann nur, da mir die Erinnerung dazu fehlte, aber komplett und da spürte ich wie er meine Hand anhob und ihr einen sanften Kuss aufdrückte. Ja, das waren seine Lippen, die ich spürte und so schloss ich ergeben die Augen und nickte, nun war ich bereit für alles, was da kommen sollte, denn er war da, würde mich stützen, wenn nötig, was ich aber eigentlich nicht zeigen wollte.

Und so erzählten sie mir von dem Mordanschlag, den Narcissa so skrupellos auf mich verübt hatte und desto mehr Lucius ins Detail ging, desto mehr kam meine Erinnerung zurück. Da blitzten Bilder vor mir auf, die Lucius zeigten, wie er seinen Kopf in den Händen barg und sich auf mich legte, wie er mich trug…ja einiges fiel mir ein, was mir einen Mann zeigte, einen Lucius, den ich noch nicht kennengelernt hatte und bei dem ich mich unweigerlich fragen musste, ob er mir gefiel. Irgendwie erinnerte er mich bei diesen Bildern, die vor meinen Augen aufblitzten, sehr an Draco und das, wo er ihm doch schon äußerlich so ähnelte. Ob das gut war? Denn wie mir ja nur zu bewusst war, Lucius ließ mich nicht kalt, aber egal, gerade gab es drängenderes als meine Fragen wie ich zu Lucius stand, außerdem war mein Kopf noch immer leicht benebelt.

Und so maß ich ihn im schwachen Schein des Lichts aufmerksam, als er mich mit seinen dunkelgrauen Augen undurchdringlich maß, während mir Severus erzählte wie knapp es gewesen war. Das Gift des Wunderbaums (Ricinus communis), dessen Samen sehr giftig waren und das Gift Rizin (Lectin) enthielten, hatte sie mir verabreicht. Severus erklärte, dass dieses Gift Übelkeit, Fieber und Herzrhythmusstörungen auslöste, die dann zum Tod führten, wenn man nicht schnell handelte, was Lucius in seiner alles bedenkenden Art getan hatte. Er hatte einen kalten Kopf und somit den Überblick behalten, mich mit dem Bezoar gerettet. Ich konnte ihn nur mit großen und dankbaren Augen ansehen und ich muss sagen ich hätte in diesen rauchgrauen Tiefen versinken können, die mich gerade erstaunlich sanft musterten und gefangen hielten. Er schien genau erfassen zu wollen, wie ich das Geschehen aufnahm und ich gewährte ihm diesen kurzen Einblick, dass er meine Dankbarkeit sehen konnte.

„Das war dann wohl knapp!“, zog ich mein Resümee und musste das mal kurz verdauen, das es Narcissa fast geschafft hätte mich ins Jenseits zu schicken. Mir passte das gar nicht, wenn würde ich spektakulär in einem Kampf draufgehen, aber gewiss nicht so schleichend und gewöhnlich an Gift verrecken. OH, Narcissa, das würde sie mir büßen, Auge um Auge und Zahn um Zahn, jetzt war ich sauer, aber wie! Was die Gute wohl nicht wusste, war wie Rachsüchtig ich sein konnte, ich vergaß meine Rache nie und ich bekam sie immer!

Über diesen Gedanken glitten mir die Augen zu und ich driftete wieder in die finstere Nacht des heilsamen Schlafes ab.

Als ich im hellen Licht der Morgensonne die Augen wieder blinzelnd öffnete, war ich alleine in dem herrschaftlichen, goldgrünen Raum und ich zog mich vorsichtig hoch um zu sitzen und war dankbar alleine zu sein. Nachdem es so war als hätte ich nie geschlafen und alles sofort wusste was passierte war, nutzte ich die Verschnaufpause um meine Gedanken und Gefühle zu ordnen. Das Narcissa mich vergiften wollte weckte tiefe Rachegelüste in mir, aber Lucius so besorgtes, tatkräftiges und fürsorgliches Handeln, ließ mich leicht verwirrt über ihn nachdenken.

Ich wäre dank Narcissa fast verreckt, wenn Lucius mich nicht so beherzt versucht hätte zu retten und so gut wie es mir ging, würde es mir ohne Severus Hilfe nicht gehen, das war doch toll. Seine Leistung sollte man nicht vergessen, auch wenn ich darüber ganz sicher nicht aus den Augen verlor, dass Lucius der war, der mit das Leben gerettet hatte und nicht Severus. Trotzdem stand ich tief in der Schuld der Männer, die mich permanent körperlich Unterdruck setzten, toll, ich hatte aber auch immer ein ausgesprochenes Glück unglaublich, aber leider wahr.

So kam es, das ich als ich meine Beine schwungvoll aus dem Bett hievte und aufstand, dass ich feststellte, das ich in ein edles, weißes Baumwollhemd gehüllt war, welches an mir fast lächerlich wirkte so wie es an mir herabhing. Es wirkte, als würde ein Kleinkind das Hemd des Vaters tragen, man, kam ich mir gerade winzig vor.

Aber ich fühlte mich gut, was erstaunlich war, aber dank der Magie anscheinend möglich. Ich fühlte mich so wohl, das ich dachte ich könnte Bäume ausreißen, aber wie und das war gut, schenkte ich doch sofort Narcissa meine rachsüchtigen Gedanken.

Niemand, aber so was von niemand, versuchte auch nur einmal mich ungestraft in den Hades zu schicken. Erst letztens, der noch nicht gesühnte Avada nun das Gift, es reichte und wenn Lucius mich nicht ließ, würde ich mir meine Rache auch ohne seine Zustimmung zu holen verstehen. Ich biss wütend die Zähne aufeinander und ballte die Hände zu Fäusten an meinen Seiten, als ich meine Wut über das Geschehe zu bündeln versuchte um kalt und berechnende an meiner Vorgehensweise zu arbeiten.

Da öffnete sich die Tür und alle drei drängten herein, was mich leicht überrumpelte und ich sah sie überrascht an, sie mich aber auch, da ich hier so rumhüpfte und das Hemd bestimmt lustig an mir aussah.

„Du bist auf, Hermione ist das eine gute Idee?“, eilte da Draco offen besorgt auf mich zu und ich lehnte mich an ihn, dankbar, dass ich das noch tun konnte. Währenddessen fasste ich Lucius ins Auge und nickte ihm zu, denn ich sah, wie er uns aufmerksam beäugte und die Dankbarkeit, die mich gerade überflutete, galt ja auch ihm. Severus stand ein paar Schritte hinter Lucius und blickte griesgrämig drein, gut, dann eben nicht, aber eigentlich gebührt auch ihm meine Dankbarkeit.

„Draco ich bin nicht TOT, und ich weiß ja nicht was mir Severus gegeben hat, aber ich könnte Bäume ausreißen!“, grinste ich nun alle drei der Reihe nach an.

Severus wirkte weiterhin dunkel und übelgelaunt wie eh und je und Lucius nun wieder unnahbar, hochmütig wie immer, es war doch immer wieder schön, wenn alle zu ihren Masken zurückfanden, dachte ich erheitert.

„Das ist erfreulich meine Liebe, dann dürfte es dir gefallen zu erfahren, das ich euch alle punkt zehn Uhr zum Brunch im Speisesalon erwarte, du wirst die Ehre erhalten Narcissa zu bestrafen! Und zieh dir etwas Passendes an, meine Liebe!““, bekannte er nun hochmütig und warf sein langes Haar zurück und ich war verblüfft, hatte ich doch bis vor einer Minute an einem Plan gearbeitet wie ich mich rächen könnte und nun lieferte Lucius sie mir auf einem Silbertablett! Es gab doch immer wieder Überraschungen in dieser Familie, da wurde es einem wirklich nicht langweilig und ich freute mich diebisch, dass ich meine Pläne nun frei entwickeln konnte, meine Rache würde grausam sein.



Dracos Sicht

Mich überraschte Vaters Erlaubnis und Anordnung das Hermione Narcissa wirklich strafen durfte immer noch, obwohl er es mir am Abend zuvor schon gesagt hatte. Ob es wohl wirklich dran lang, dass er meine Worte ernst nahm. Auf jeden Fall war ich gespannt was noch passieren würde und sorgte mich etwas, da Vater normalerweise nicht so ausrastete, aber ich hielt mich bewusst emotionslos und blickte kalt auf Hermione.

Ich war so froh, dass es Hermione wieder gut zu gehen schien und mit Vaters Wunsch, dass wir uns zum Frühstück ein zu finden hätten, blieb uns jetzt nicht mehr viel Zeit. Sie lehnte immer noch an meiner Seite, ich legte nun den Arm schützend um sie und erklärte dann sanft und fürsorglich:

„Komm, Lieblings, wir gehen in unsere Räume, dort kannst du duschen und dich fertig machen, damit wir pünktlich unten sind“ Während ich ihr dies anbot, verließen Vater und Severus gerade leise tuschelnd, schon die Räumlichkeiten und wir folgten ihnen nun.

Meine kleine Hermione ließ sich von mir durch die Korridore führen, hielt sich brav an mir fest, sie war wohl noch nicht ganz sicher auf den Beinen, aber nach der Nacht war das auch kein Wunder, oder so wie ich sie kannte war sie einfach nur glücklich doch noch auf den Beinen zu sein. Es war knapp gewesen, für meine Geschmack viel zu knapp, das ich dieses blonde Gift sich Mutter nannte, stieß mir ärgerlich auf. Ich ließ meinen Blick über sie schweifen, sie sah schon verführerisch aus in diesem, ihr viel zu großen, Hemd, dass ihr bis weit auf die nackten Oberschenkel fiel und mit dem vom schlaf wirren Haar. Ich hatte die Blicke von Severus und Lucius sehr wohl im Schlafgemach von Vater gesehen und ich konnte sie ja so gut verstehen, sie sah reizend aus, aber der Punkt war nun mal, die gehörte zu mir, da gab es keine Diskussion drüber und das würde Vater auch noch begreifen müssen und, so wie ich Severus Blicke deutete, er wohl auch noch.

Ich öffnete ihr galant die Tür zu unseren Räumen und wir betraten sie schweigend. Ich wollte sie nicht drängen zu reden, ahnte, dass sie gerade noch verarbeitete was gestern geschehen war oder schon plante, wie sie ihre Rache an meiner verhassten Mutter nehmen konnte. Denn, dass sie sich das von Narcissa einfach so gefallen lassen würde, konnte ich mir nicht vorstellen, so rachsüchtig wie ich Hermione kennengelernt hatte. Sie löste sich von meinem Arm und lächelte mich noch mal an, dann verschwand sie wortlos ins Bad. Ich folgte ihr und erklärte kurz:

„Während du duschst, suche ich dir das passende Outfit heraus, damit wir pünktlich unten sind. Du kommst doch alleine klar, oder?“, Ich war etwas besorgt, denn die gestrigen Ereignisse hatten mir gezeigt, dass ich sie unter keinen Umständen verlieren wollte.

Sie antwortete, während sie sich Vaters Hemd, dessen obere Knöpfe offen standen, bedenkenlos über den Kopf zog, sich leicht des Slips entledigte und unter die dampfende Dusche stieg.

„Ja, ist ok, aber bitte etwas leichtes, sehr sommerliches. Ich glaube, heute wird es wirklich warm.“

Es schien ihr gut zu gehen, wenn sie mir schon wieder Anweisungen geben konnte, schmunzelte ich erheitert.

„Ist ok!“, antwortete ich, leicht abgelenkt, weil ich gar nicht verhindern konnte, dass mein Blick, ihren Bewegungen beim ausziehen des Hemdes, wie gebannt folgte. Wie ihre, dank des körperlich harten Trainings gut definierten Muskeln, sich im Rücken bewegten, als sie die Arme über den Kopf strecket und das Hemd auszog, dann gleichgültig wegwarf und genauso das Spiel ihrer Muskeln in dem süßen, kleinen, knackigen Po, während sie sich mit schwingender Hüfte des Slips entledigte. Urg… zu gut, ich musste schnell hier raus, bevor ich mich zu etwas hinreißen ließ und sie jetzt zu besitzen wäre genau das was mir im Sinn stand, für das wir aber jetzt wirklich keine Zeit hatten, was ich mit großen Bedauern einräumte. Nach der panischen Angst, die ich gestern um sie gehabt hatte, wollte ich sie jetzt am liebsten ganz nahe spüren, hören wie ihr Herz heftig pochte und das sie das Leben und die Lust nur so aus sich raus schrie, aber dafür war später noch genug Zeit, das musste leider warten.

Erstmal gab es andere Dinge zu bedenken. Ich fragte mich immer noch, was sie für einen Einfluss auf Vater hatte, das er so ausrastete und wie ich die Schuld, in der ich jetzt bei ihm stand, da er Hermione gerettet hatte, begleichen könnte. Ich empfand es als wirklich unangenehm in der Schuld einer Person zu stehen und Vater war jemand, der seine Schulden beständig eintrieb, auch wenn man vielleicht selber gar nicht mehr dran dachte, daher wollte ich sie möglichst schnell begleichen, doch nur wie?

Es reichte ja meiner Ansicht schon das ich generös über seinen Ausrutsch hinweg sah, das er sich über meine Bitte so hinweggesetzt hatte und auch über mein Vertrauen, was ich in sein Wort gehabt hatte, da es ja nicht auf freiwilliger Basis passierte war….das könnte ich vielleicht zu meinem Vorteil nützen und ich ihm genüsslich unter die Nase reiben, das wir quitt wären, das wäre gut….Ihm war es mit Sicherheit eh viel zu unangenehm mit seiner Selbstvergessenheit Hermione gegenüber, von mir konfrontierte zu werden.

Während ich darüber nachgrübelte ging ich ihre Seite des Kleiderschrankes ab. Ich hatte schon ein Kleid im Kopf, das genau passen würde. Sie wollte etwas sehr sommerliches, luftiges und ich wollte etwas elegantes, chices, etwas, das sie zumindest zum Teil wie eine Lady wirken ließ. Ah, da hing es. Ich zog den Kleiderbügel von der Stange und besah es mir. Ja, das war genau das richtige. Ein fast knielanges, cremefarbenes Kleid, das sicher sehr schön eng an ihrem so weiblichen Körper liegen würde und die dünnen Träger entsprachen genau dem was sie haben wollte, es war luftig, sommerlich. Durch den edlen Spitzenstoff und die dünne Seide, die darunter gelegt war und dann in schmalen Volant die Spitze ablöste, war es sehr Ladylike. Mehrfach wechselten sich die Spitzenpartie und die Volant Partie ab, bis es schließlich mit der feinen Spitze endete. Über der Brust hatte das Kleid zwei kleine Abnäher in der Spitze, sodass es auch dort schön eng sitzen würde. So, jetzt fehlten nur noch die passenden Schuhe, denn das Kleid war genau das richtige, das wollte ich an ihr sehen, Vater und Severus würden die Augen rausfallen wenn sie sie so sahen. Ich hängte es quer vor die anderen Kleider an die Kleiderstange und ging zum Schuhschrank, wo ich mich sehr schnell für elegante, schlichte, cremefarbenen, spitze Satinpumps mit Pfennigabsatz entschied. Genau so edel wie das Kleid, sehr schön, mein Geschmack in Sachen Mode war schon immer Exzellent gewesen.

http://www.zalando.de/comma-kleid-herb-co121i002-606.html

Hinter mit betrat Hermione den Raum, nur mit einem Handtuch bekleidet, dass sie sich umgewickelt hatte. Ihre Haare hatte sie schon getrocknet und die braune Lockenpracht fiel ihr in sanften Wellen über ihre Schultern. Auch wenn man ihr die Erschöpfung noch leicht ansah, wirkte sie auf mich wie das strahlende Leben, wenn man es mit dem Bild verglich, dass sie gestern geboten hatte, als ich den Schlafraum von Vater betreten hatte und sie auf den goldenen Seidenlacken wie eine blasse Leiche ausgesehen hatte, eine erschreckende Erinnerung.

Sie trat lächelnd auf mich zu und ich zeigte auf das Kleid und erklärte ruhig, aber bestimmt meine Willen, ich wollte sie nun wirklich darin sehen.

„Das solltest du anziehen, es passt perfekt zu dem Anlass und ist außerdem schön luftig, Schuhe hab ich auch schon rausgesucht.“ Sie nickte nur und öffnete eine der großen Schubladen um sich die passende Unterwäsche raus zu suchen. Sie entschied sich für einen cremefarbenen Spitzenslip, was für eine Sünde und… jetzt den ganzen Tag zu wissen, dass sie dies unter dem Kleid trug….

Sie legte das Handtuch ab, ganz ohne Scheu und zog den Slip an. Ich konnte meine Zeichnung an ihr sehen, das verschnörkelte „M“ auf ihrem Unterleib und es erfüllte mich mit Stolz, dann nahm sie das Kleid vom Bügel und stieg hinein, kam lächelnd auf mich zu, während sie die Träger über ihre Schultern schob.

„Bist du gar nicht sauer Draco, dass dein Vater so ausgerastet ist und mir so nahe war?“, fragte sie gespannt, wirkte dabei aber sehr entspannt, als sie mich dies so nebenbei fragte, während sie mich nun aufmerksam musterte und nur noch eine Armlänge von mir entfernt stand. Ich wollte ihr aber nah sein und so zog ich sie in meine Arme und erklärte ihr ruhig.

„Ich bin nicht sauer deswegen, aber es macht mir sogen, denn normalerweise rastet Vater nie so aus. Ich bin froh, dass Severus dabei war und schlimmeres verhindert hat. An sich würde ich es hassen, dass ich jetzt so tief in Vaters Schuld stehe, auch wenn ich wahnsinnig dankbar bin, dass er dich gerettet hat! Aber ich weiß schon wie ich mich da wohl rauswinden kann, in dieser Hinsicht bin ich sogar richtig froh, dass er dich gezwungen hat, den damit hat er unsere Vereinbarung gebrochen und es wird mir eine Ehre und Freude sein, ihm dies unter seine Nase zu reiben….das einzige was mich noch beunruhigt ist, dass ich hoffe, er fordert nicht auch von dir bald die Schulden ein, denn so sehr ich dir da auch vertraue, ihm vertraue ich nicht so ganz, dass er sein Versprechen wirklich hält, nun da er es schon einmal gebrochen hat, beziehungsweise er nicht doch einen Weg findet es zu umgehen!“, erklärte ich ihr meine Sorgen.

Sie entfernte sich ein Stück von mir, löste sich aus der Umarmung und ich sah den Stolz in ihren Augen als sie sagte:

„Wenn ich das richtig verstanden habe, hast du gestern Ruhe bewahrt und vor allem deinem Vater gezeigt, dass du mich nicht unterschätzt. Ich bin stolz auf dich, dass du es genauso sehen kannst wie ich! Es war Pech! Und ich vertraue weiterhin halt auf mein Glück!“ Sie klang sehr abgeklärt und mit einer Spur Ironie in der Stimme und ich zuckte als Antwort mit den Schultern.

„Naja, es war ziemliches Pech, dass du die Banne nicht alle lösten konntest und das es eine Strafe geben würde, wenn dein Ausbrechen entdeckt werden würde, war uns beiden klar. Das ist nicht schön, aber bisher war es nicht vermeidbar, vielleicht jedoch in Zukunft. Ich denke, Vater wird dir bald mehr Freiheiten einräumen, jedenfalls sollte er das tun! Und nun, dreh dich um und lass mich den Reisverschluss schließen, wir müssen gleich los!“

Sie wandte sich um und präsentierte mir ihre schönen Schultern und den Rücken. Sie trug keinen BH unter dem Kleid,… wirklich schade, dass wir gerade keine Zeit hatten, musste ich arg mit meiner Lust ringen… aber mit dem Gedanken im Kopf, wie sie heute rumlief, würde es heute Abend sicher heiß werden.

Sie antwortete mir, während ich ihre Haare langsam, lasziv und sanft über ihre Schultern nach vorne strich.

„Du hast ihm also etwas zu denken gegeben, was er nicht unbeachtet lassen kann, sehr schön. Ich bin froh, dass du nicht sauer bist weil ich dir nicht gesagt habe was dein Vater getan hat!“, erkannte sie wie so oft das wesentliche und ich fand ihre kühle, abgebrühte Art einfach nur erregend.

Ich zuckte mit den Schultern, beugte mich währenddessen langsam vor, legte ihr die Hände bestsitzergreifend auf die schmalen Hüften, als ich ihr Ohr mit meinen Lippen erreichte wisperte ich sehr rau: „Warum sollte ich sauer sein? Es war seine Anweisung mir nichts zu sagen, nehme ich an und daran hast du dich zu halten, genauso wie ich!“

Sie seufzte zufrieden, als ich begann kleine, zärtliche Küsse in ihrem Nacken und auf ihren Schultern zu verteilen, dabei genießend ihren herrlichen Duft einatmete, der eine Mischung aus ihrem Duschgel, ihrem Parfum und ihrem herrlichen Eigenduft war. Wirklich zu schade, dass wir keine Zeit hatten. Ich genoss es, dass sie sich schwelgend an mich lehnen wollte, doch ich ließ meine Hände nach unten zum Reisverschluss gleiten und zog ihn langsam zu, während ich die Zeit nutzte sie noch weiter zu küssen und mit meiner Zunge ihre Haut entlang zu lecken. Sie hatte inzwischen ihren Kopf weit nach vorne geneigt um es mir zu erleichtern ihren Nacken zu küssen, ich wusste es war eine sehr erogene Zone bei ihr, sie liebte es dort von mir verwöhnt zu werden, was ich jetzt auch noch mal liebevoll tat und ihr so ein wohliges stöhnen entlockte. Doch leider war der Reisverschluss nun geschlossen und die Zeit drängte, aber ich zweifelte nicht daran, dass sie nun bereit und feucht für mich wäre, wenn wir denn Zeit hätten und dieser Gedanke erregte mich noch mehr.

Mir kam eine leicht teuflische Idee, aber wir liebten es ja kleine Dominanzspiele zu spielen und Severus und meinen Vater noch etwas zu reizen, ihnen zu zeigen wie wenig sie sich unter Kontrolle hatten, würde mir auch gefallen. Ich legte meine Hände auf ihre Schultern, grinste vorfreudig, während ich ihr nun gestattet sich an mich zu lehnen. Besitzergreifend ließ ich meine Hände von ihren Schultern nach vorne wandern, über ihre Brüste gleiten, was sie, als ich sie leicht, kurz knetete, mit einem leisten Stöhnen belohnte und sich mit dem Kopf an meine Brust lehnte.

Meine Hände glitten weiter, über ihre Taille, ihren flachen Bauch, ihre Hüfte, bis auf ihre Oberschenkel, soweit runter wie ich gelangen konnte, ohne mich wirklich zu bücken. Langsam, ganz langsam begann ich den Stoff des Kleides zusammen zu raffen und hoch zu ziehen, was sie dazu veranlasste flüsternd rau zu fragen:

„Was wird das, wir haben keine Zeit!“ Mit tiefem, lustvollem Grollen in der Stimme erklärte ich an ihrem Ohr: „Nicht so ungeduldig, warte es ab!“

Sie lehnte sich ergeben an mich und wartete ab, was passieren würde. Ich ließ, in tiefer Vorfreude auf das Spiel, meine andere Hand über ihren Schoß gleißen, zielstrebig auf den dünnen Spitzenslip zu, den ich mittlerweile freigelegt hatte und nun geschickt zur Seite schob. Ich spürte, dass sie unruhig wurde und hörte ein leichtes stöhnen, als ich mit einem Finger nun die äußeren Regionen ihres Lustzentrums umfuhr. Schnell und plötzlich, mit einem teuflischen Grinsen auf den Lippen und während ich ihr ins Ohr hauchte: „Stöhn für mich, mein Mudblood!“, ließ ich einen Finger durch ihre feuchte Spalte gleiten, oh ja, sie war so bereit für mich, aber das würde ich später auskosten. Und ja, sie erfüllte mir meinen Wunsch, sie stöhnte so wunderschön, während sie sich genießend an mich lehnte, dabei die Augen schloss und dann murre sie kurz, als ich meine Hand schnell wieder entfernte. Ich hielt immer noch ihr hochgerafftes Kleid in der einen Hand und erhob die andere nun, sah die Feuchtigkeit an meinem Finger und flüsterte ihr grinsend ins Ohr, in dessen Ohrläppchen ich immer wieder zärtlich biss: „Öffne den Mund aber behalte deine Augen geschlossen!“

Sie tat wie ich sie anwies und ich führte langsam meinen feuchten Finger an ihre Lippen und sie bewies vertrauen, schloss fast augenblicklich ihre Lippen um meinen Finger, begann dann genüsslich an ihm zu sagen. Oh, wie mir das gefiel und ich hauchte ihr rau ins Ohr: „Schmeckst du dich? Gefällt es dir?“ Ich entzog ihr meinen Finger und sie seufzte leise, doch auch wenn wir keine Zeit hatten, dafür war Zeit. Schnell und bestimmt fasste ich sie wieder an den Schultern und drehte sie zu mir um.

Sie sah mich lustverhangen an und seufzte heiser: „Wir haben keine Zeit!“, und leckte sich verlangend über die Lippen.

Ich zog sie schnell und fordernd an mich und vertiefte sie in einen heftigen, verlangenden Kuss, den sie ziemlich leidenschaftlich erwiderte. Unsere Zungen kämpften und spielten heftig miteinander und wenigstens ein kleines bisschen befriedigte dies meinen Drang zu spüren, dass sie lebte, daher knurrte ich wollüstig auf. Ich schmeckte noch ganz leicht ihren süßen Geschmack, denn sie von meinem Finger geleckt hatte, was mich noch mehr anspornte, aber sie war einfach zu heiß.

Hektisch suchend glitten meine Hände zu ihrer Brust. Ich umfasste ihre kleinen, festen Brüste, die ich durch das dünne Kleid und da sie keinen BH trug, nur zu gut spüren konnte. Ich fühlte ihren schnellen Herzschlag, was mich sehr befriedigte. Aber ihre Brüste, der Kuss und ihre kleinen, süßen vor Lust harten Knospen, die sich unter den Berührungen immer steiler aufrichteten, spornten eindeutig meine unbändige Lust an, was gerade gar nicht gut war, sie stöhnte wollig in meinen Mund. Ich löste mich langsam, schwer atmend von ihr, obwohl ich es nicht wollte, aber als ich wahrnahm, dass man ihre kleinen, harten, spitzen Knospen durch den Stoff des Kleides gut erkennen konnte, musste ich einfach grinsen, zu gut, mal sehen, wie lange das anhielt…ob sie sich wieder beruhigt hatte, bis wir im Salon ankommen würden, wenn nicht, oh, die beiden würden noch größere Augen bekommen, dachte ich schadenfroh.

Ich schob ihre Haare zärtlich wieder über ihre Schultern auf ihren Rücken, beugte mich dabei nochmal vor und flüsterte tief, während meine Hände zu ihren Knospen glitten.

„Ich finde, die sollten so bleiben!“, kam es rau von mir und sie erwiderte nur mit einen kurzen Aufschrei, als ich ihr sanft, aber plötzlich in die festen Knospen kniff, was mich zufrieden grinsen ließ und dann den letzten Rest meines so teuflischen Planes umsetzten. Meine Hände glitten langsam an den Seiten ihres Körpers hinab, über ihre Hüfte und Taille, und sie nahm wohl an, dass ich nur ihr Kleid wieder in Ordnung bringen wollte, umso geschockter war ihr Blick, als meine Hände ihren Spitzenslip fanden, und er mit einem lauten bestimmten „Ratscher“ zerrissen. Ich grinste anzüglich, als ich mich nun ein kleines Stück von ihr weg bewegte und vor ihren Augen den zerrissenen, von ihrem erregten Saft feuchten, Spitzenslip hielt. In ihren Augen blitzte es fragend und ich erklärte, weiter breit grinsend: „Den brauchst du heute nicht!“

„Aber…!“, sie wollte protestieren, doch ich legte ihr sanft den erhobenen Zeigefinger auf die Lippen, beugte mich erneut vor und flüsterte, während ich meine andere Hand auf ihrem Bauch, auf dem „M“, meinem Zeichen palzierte: „Du vergisst da etwas! Und vertrau mir… überleg mal an was ich dann den ganzen Tag denken muss!“, und hier musste ich mich selbst arg zurücknehmen, denn ich würde wissen, dass sie die ganze Zeit komplett nackt war, wenn wir gleich in den Salon kommen würden.

Ich trat nun endgültig von ihr zurück, den Spitzenslip noch immer in der einen Hand und sah, dass sie mich jetzt genau so freudig angrinste, wie ich sie und dass es gefährlich in ihren Augen blitzte, oh ja, sie hatte auch Spaß an diesem Spiel. Während sie ihr Kleid nun endgültig richtete, zog ich meinen Zauberstab, reparierte ihren Spitzenslip und ließ ihn in meinem Umhang verschwinden, was sie dann doch irritierte.

Grinsend erklärte ich: „Wer weiß, vielleicht kriegst du ihn doch noch vor heute Abend zurück…!“ Ich war in aller besten Stimmung nach diesem kleinen so erregenden Intermezzo, dass uns beiden gezeigt hatte, wir lebten und wir verstanden uns noch immer wortlos. Ja, der Tag hatte wahrlich gut begonnen, dafür dass der letzte so schrecklich geendet hatte.

Sie schüttelte sich kurz, so als müsste sie die Erregung abschütteln und ich hielt ihr auffordernd meinen Arm hin, während sie in die Pumps stieg, sich wirklich an meinem Arm festhielt und dann richtig einharkte, sodass wir gemeinsam unsere Räume verlassen konnten und pünktlich zum Frühstück in den Salon kommen würden wo Severus und Vater sicher schon ungeduldig warteten. Auf ihre Gesichtern, wenn sie Hermione in diesem Aufzug sehen würden, war ich schon gespannt und auch wenn es draußen mittlerweile sicher schön warm war, so war es in den steinernen Korridoren des Manors immer noch kalt, wodurch ich darauf hoffen konnte, dass mein kleines Spielchen zu einem vollen Erfolg werden würde… schließlich sah man ihre Erregung immer noch deutlich, was ich bei einem kurzen Seitenblick an ihren immer noch geröteten Wangen und einem tieferen Blick, auf ihre Brüste erkennen konnte. Das würde ein Spaß werden.

Außerdem hatte mein Plan mittlerweile größere Formen angenommen. Ich würde Vater und Severus deutlich in ihre Schranken verweisen, ihnen zeigen, dass sie Hermione nicht haben konnten und durften. Und letztendlich würde ich so vielleicht auch noch meine Schulden bei Vater los werden, wenn ich ihm nur deutlich genug unter die Nase reiben konnte, dass er sein Versprechen gebrochen hatte.

Dracos Sicht ende
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Kapitel 115-116
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