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 Kapitel 493-494

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BeitragThema: Kapitel 493-494   Di Dez 30, 2014 9:28 pm

Kapitel. 493 Harte Entscheidungen

Mich nahm die nächste Szene gefangen, denn die Atmosphäre war für mich schlagartig eine andere, so bedrückend wie es nur ging und den beiden Opfern schien es nicht anders zu gehen, derart geduckt wie die beiden vorwärts schlichen.

„Denkt ihr, sie werden sich ähnlich gut anstellen?“, fragte Harry hoffnungsvoll und kaute unruhig auf seiner Lippe herum. Da ich aber aufgrund meines Seins schon erspürte, was diese beiden erwarten würde, bezweifelte ich, dass das leicht werden würde.

„Mal sehen“, wisperte ich wenig überzeugt, denn in dieser Sekunde erfolgte der schattengleiche Angriff aus dem Nichts.

Eine düstere Gestalt tauchte hinter dem Jungen auf, packte dessen Schultern. Die Gestalt legte eine Hand auf den Mund seines Opfers, um jeden verräterischen Ton zu ersticken. Bevor das Opfer überhaupt ahnte was passierte, warf der Angreifer sein Haupt schon in den Nacken, riss sein Maul weit auf und entblößte seine langen und spitzen Zähne, um sie dann auch schon tief im Hals seines Opfers zu versenken. All dies passierte innerhalb von Millisekunden und während der Vampir saugte, bemerkte der Zweite aus dem Team gar nicht, was in seinem Rücken fast lautlos geschah.

„Justin? Komm weiter“, wisperte der Vordermann leise und in dem Moment riss sich der Vampir rücksichtslos von Justins Hals los, sodass die offene Wunde, die er dabei schlug, weit aufklaffte. Sofort sprudelte im hohen Bogen das tiefrote Blut, während der Vampir den zappelnden Justin fast schon spielerisch leicht festhielt.

„Fuck, woher kam denn der so plötzlich?“, wollte Ron erschrocken keuchend erfahren.

Während wir alle regelrecht gebannt auf das Blutbad vor uns starrten, richtete der Vampir dies mit Leichtigkeit an. Selbst ich hatte noch nie einen Vampir im Angriff erlebt. Das was Sanguini damals mit mir getan hatte, war eher eine zärtliche Annäherung und ein manierliches Trinken gewesen, aber nichts im Vergleich mit dem hier. Dies hier war brutal und fast schon unterbewusst ging meine Hand zu den beiden Malen an meinem Hals. Was empfand ich bei dem abartigen Anblick? Auf der einen Seite war es schön, zu beobachten, wie leise, elegant und anmutig sie agierten. Sie waren so erhaben und graziös, eben so ganz anders als die Werwölfe, wenn sie in Aktion waren.

Das funkelnde, helle Schillern ihrer Augen war faszinierend. Die markanten Gesichtszüge, die scharf hervortraten, muteten edel an und die langen, spitzen Zähne wirkten zwar bedrohlich, aber nicht abstoßend, zumindest auf mich nicht.

http://magickalgraphics.com/Graphics/Dark/Vampires/vamp1.jpg^ Vampir

„Ich habe ihn gar nicht bemerkt“, griff nun auch Harry Rons Frage auf, woher der Vampir gekommen war und ich verzog leidlich die Züge, während ich mich an das Sliden zusammen mit Sanguini erinnerte.

„Tja, so bewegen sie sich“, erklärte ich leise und nahm mir vor, trotz meiner weißen Augen, den Fokus mehr auf diese Seite der Welt zu konzentrieren als auf die andere.

„So was weißt du wieder… wirklich spannend!“, lagen Harrys Augen wie festgeklebt auf mir und ich überlegte, ob er gerade unverhüllt mit Sarkasmus auf meine Bisse anspielte, die ich mit meinen Fingerspitzen berührte.

Hatte ich den Jungs davon erzählt? Ich war mir wirklich unsicher. Ich glaubte irgendwie nicht. Hatten sie die Male schon gesehen und sich ihre eigenen Gedanken dazu gemacht?

„Sag mal, denkst du wir sind blind?“, „Oder doof?“, „Oder dass dein Malfoy wirklich immer schweigt, wenn man ihn konkret fragt?“, warfen sie mir auf einmal regelrecht gehässig vor und mir ging mein Mund auf, wobei meine Hand herab sackte.

„Was hat Draco gesagt?“, fragte ich daher rau, nachdem ich mich etwas gefangen hatte.

„Dass du dich beißen hast lassen!“, „Ja, er war total durch den Wind“, „Schon seltsam, warum sollte jemand so was freiwillig tun?“, schossen sie wieder gemeinschaftlich auf mich zurück.

„Er kam zu euch?“, echote ich ungläubig, denn das passte nicht zu Draco.

„Quatsch!“, wiegelte Harry mit der Hand ab und es beruhigte mich, dass Draco nicht mit dergleichen hausieren ging.

„Er ging zu Blaise“, meinte Ron trocken und zerstörte damit meine aufkommende Erleichterung und so blinzelte ich konsterniert.

„Und der kam zu uns“, vollendete Harry und ich konnte nicht dagegen an, dass mir empört ein Laut des Unwillens über die verkniffenen Lippen kam.

Leidlich verzogen sich meine Züge. Das war tragisch, was für eine Sippschaft, die sich alles zutragen musste. Ich bemerkte, dass sie warteten. Harry legte schon seinen Kopf schief und Ron knabberte an seiner Oberlippe, als ich mit den Schultern zuckte.

„Es war ein… ein Unfall?“, umschrieb ich unsicher meinen unerfreulichen Zusammenstoß mit Sanguini, der meine Bestrafung beim Lord nach sich gezogen hatte.

„Und das soll ich glauben?“, vollführte Harry eine Handbewegung, mit der er sich einen Vogel zeigte und ich versuchte, betont unschuldig aus der Wäsche zu sehen. „Vor allem wurden wir nach dem Ganzen strikt angewiesen, dass WIR, die Connection, Irland und der Orden nie mit dir in Verbindung gebracht werden dürfen, das war der Dinge ein wenig zu viel!“, kam es recht verschnupft von Harry, der mir schonungslos offenbarte, dass mehr hinter meinem Rücken geredet wurde als ich manchmal wahrhaben wollte.

„Und Charlie hat im Orden verkündet, dass du sein Treffen beim Vampirclan sabotiert hast“, erzählte Ron und ich schüttelte betrübt, aufgrund so viel Dummheit, mein Haupt.

„Hat er das?“, dieser Idiot, anscheinend erkannte er Siege nicht, selbst wenn er sie auf dem Silbertablett serviert bekam. Erst mein Auftritt hatte eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Orden möglich gemacht.

„Oh ja, die Red Devils waren gar nicht glücklich über das, was er dem Orden erzählt hat“, erklärte Ron weiter und mir entkam ein Schnauben, denn konnte der Orden noch schlechter von mir denken, als er es eh schon tat?

„Sagst du uns also endlich, warum du gebissen wurdest?“, gab Harry wie immer keine Ruhe und ich warf ihm einen durchdringenden Blick zu, der ihn sogar etwas zurückweichen ließ, höchstwahrscheinlich aber nur, weil meine Augen so leuchteten, nicht weil er eingeschüchtert war. Das verkündete schon der störrische Zug um seinen Mund.

„Sie mögen mich halt nicht und ich sie auch nicht“, murrte ich verbockt und verschränkte abwehrend die Arme vor der Brust.

„Du magst viele nicht und sie dich nicht“, deutete Harry auf sich und die Welt, was mich mein Haar schütteln ließ.

„Charmant“, antwortete ich in Ermangelung einer besseren Entgegnung.

„Daher dein durchwegs freundlicher Blick“, flüsterte Ron und unterbrach Harry und mich, während ich nun wieder finster auf den zuckenden Justin und den fressenden Vampir starrte, der soeben provokant über die wirklich sehr, sehr große Reißwunde leckte, die er gerissen hatte, die sich aber daraufhin auch sofort schloss.

„Es ist nicht schön“, wagte ich zu bemerken und meine Fingerspitzen zuckten schon wieder zu meinen Bisswunden. Futter für jemanden oder etwas zu sein, war nie leicht zu akzeptieren.

„Ich finde es nicht schön, dass du uns so was nicht sagst“, klagte mich Harry nachtragend an und ich senkte meinen Blick, wissend dass er recht hatte, aber so etwas Unfassbares zu erzählen war halt eben auch nicht leicht, was hätte ich sagen sollen?

Hey, Jungs, wie geht es euch, danke der Nachfrage, mir geht es auch wieder gut, nachdem ich ein wenig Naschen mit einem Vampir gespielt habe?

„Was soll ich denn da bitteschön sagen? Sangu… ein Vampir hatte Hunger?“, brauste ich auf und verhaspelte mich, was Harry sofort aufhorchen ließ.

„Der Typ, der damals auf Slughorns Party war?“, hakte er sofort nach. Damit machte er mich rasend. Manchmal, aber nur manchmal konnte Harry einen weniger schön mit seiner Beobachtungsgabe überraschen.

„Ist doch gleich, wir haben einen Deal!“, überging ich rasant dieses heikle Thema und winkte lässig ab.

„Und der Deal war, er durfte knabbern und du? Was hast du davon?“, ließ er einfach nicht locker und ich stöhnte leise auf und fasste mir in meinen Nacken, um mir diesen verspannten Körperteil zu massieren, manchmal konnte ich Severus in seiner Antipathie gegenüber Harry verstehen, er blieb und war eine Nervensäge.

„Ich? Ich habe so einiges erfahren“, gab ich mehr als widerwillig zu. Über mein neues Sein redete ich immer noch nicht gerne. Wie sollte das auch jemand verstehen, der nicht auch mal auf der anderen Seite gewesen war? Selbst Gellert war auf diesem Gebiet vollkommen überfordert.

„Und was?“, drängte er weiter und mein zorniger Blick traf nun ihn vollständig, dabei funkelte ich ihn intensiv an.

„Zum Beispiel wie sie sich fortbewegen, total spannend“, ätzte ich böse.

„Wie machen sie das?“, schaltete sich jetzt zum ersten Mal Ron wieder ein.

„Schwer zu erklären, ist ihre Art der Apparition“, versuchte ich es, aber ich wollte nicht offenbarten, dass sie andere Reiche betraten.

„Absolut überraschend, so lautlos, so leise und ganz plötzlich sind sie da“, fasste Ron fasziniert zusammen und klatschte wenig begeistert in die Hände. „Das ist total gefährlich.“

„Umso besser, dass sie nicht auf der Seite des Lords sind“, resümierte Harry schlicht. „Können wir das lernen?“, wandte er sich mir zu und ein fast schon traurig anmutendes Lächeln zuckte um meine Mundwinkel.

„Ich denke auch, dass es gut ist, dass sie nicht zum Lord halten und nein, Harry, das kann man nicht lernen“, erklärte ich sehr leise und sah noch immer ihn fest an, als Ron mehr als laut auf sich aufmerksam machte.

„Scheiße Fuck, was passiert da?“

Ron schien außer sich vor Entsetzen, weil wir nun Zeuge wurden, wie sich Justin verwandelte. Es geschah von jetzt auf gleich, nachdem sich der Vampir in den Finger geritzt hatte und somit Justin in den Genuss seines Blutes kommen ließ, indem er ihm den blutenden Finger einfach in den Mund schob. Ab nun ging alles total schnell.

Unter Nevilles verständnislosem Blick, der die Szene sichtlich erstarrt besah, verwandelte sich Justin in Sekundenschnelle in ein seelenloses Wesen, das sich nun unter Schmerzen auf den Boden wand.

Es war spannend, aber auch durchaus beängstigend, zu beobachten, wie rasant diese Wandlung vonstattenging. Von dem ehemals lieben, netten Justin war nichts mehr übrig, als er sich wie ferngesteuert erhob und mit glutvollem Blick, aber sichtbar ausgemergeltem Äußeren zu Neville starrte. Die Verwandlung nahm einem nicht nur seine Seele und ließ einen sterben, sondern saugte einen regelrecht aus. Er war vollkommen bleich und blutleer, womit sich der unstillbare Blutdurst recht gut erklären ließ. Er sah einfach furchtbar aus.

„Wow, wow, wow, was macht Neville denn da?“, lebte Ron sichtbar mit, denn ganz plötzlich sprintete Justin mit weit geöffnetem Maul und ganz frischen und neuen, sehr spitzen Eckzähnen fauchend auf Neville los und dieser wirkte noch immer völlig überfahren, was sich in seinem Rücken abgespielt hatte. Er haderte noch immer, was er tun sollte, weswegen er nur mit erhobenem Stab bodenlos entsetzt auf den neu erwachten Vampir glotzte, der sein ehemaliger Teamkollege gewesen war.

„Neville! Jetzt mach doch was!“, schaltete sich nun auch Harry aufgebracht ein, aber unser Teamleiter aus Gryffindor schien wie festgefroren zu sein. Er wirkte, als könnte er nicht vergessen, dass das vor ihm mal Justin gewesen war.

„Justin, Justin… Jus…“, bestätigte sich gerade meine Vermutung, da er immer wieder mit Verzweiflung in der Stimme dessen Namen rief, bis es zu spät war.

Justin sprang ihn mit einem beherzten Sprung an, der Neville von den Füßen riss. Der Zauberstab flog im hohen Bogen nach hinten, als Neville hart mit dem Hinterkopf auf dem Stein aufschlug und schon haute der schrecklich hungrige Neuvampir seine Reißzähne in den strampelnden Neville und saugte, bis dieser mit zerfetztem Hals und aufgerissener Kehle tot liegenblieb. Diese ganze Aktion hatte nur Sekunden gedauert, was wahrlich beeindruckend anmutete. Die Vampire waren sehr ernstzunehmende Gegner und noch schlimmere Feinde, wie gut, dass ich sie getrost zu meinen Feinden zählen konnte, es hätte sonst langweilig für mich werden können, ging mein Sarkasmus mit mir durch.

„Sie… sie… also, du? Du, du bekommst das doch wieder hin, oder?“, rang Ron nach Worten und würgte ein wenig.

„Ja, Hermione, mir ist ganz mulmig, gehen wir nicht zu weit, denkst du wirklich, sie kommen wieder normal zurück… was geht hier überhaupt vor, wie funktioniert das hier?“, stürmten ihre Fragen rücksichtslos auf mich ein.

„Ja, ja und ja… vertraut mir“, bat ich entschlossen und ballte meine Hände zu Fäusten.

„Chancenlos, sie waren so gut wie chancenlos“, schluckte Ron sichtlich bewegt und sehr bleich, er wirkte sehr mitgenommen und fasste sich an sein Herz, als würde es schmerzen, aber er schien mir eine Chance geben zu wollen.

„Warum hat Justin Neville nicht gewandelt? Warum liegt er noch immer da?“, deutete Harry sichtbar mitgenommen auf den ausgesaugten und nun reglosen Körper von Neville, über dem noch immer der Neuvampir hing.

„Weil er das nicht kann!“, erklärte ich recht nüchtern.

„Hö?“, runzelte Ron die Stirn. „Das stand aber in keinem Buch, ich dachte, das kann jeder.“

Tja, einige gute Bücher gab es halt nur bei Severus, da konnte selbst die Hogwartsbibliothek nicht mithalten.

„Pfff… Nein, nur geborene Vampire können immer und überall neue Vampire erschaffen. Die „gewandelten“ Vampire können das eventuell irgendwann auch mal, wenn sie sehr alt und mächtig geworden sind und einen „geborenen“ Vampir als Mentor haben, der ihnen mal im Laufe der Jahr-Jahrhunderte genügend zu trinken gegeben hat, sodass sie in der Hierarchie aufsteigen können. Aber die Vampire reglementieren sich selbst stark in ihrem Wachstum“, gab ich mein Wissen wie ein Lexikon preis.

Wissen, das mir Severus verabreicht hatte, nachdem er mir immer wieder die Leviten wegen meiner von ihm aussagekräftig gerügten Blödheit, mich von einem Vampir beißen zu lassen, gelesen hatte.

Und dann hatte ich mich auch noch nur von einem Gewandelten beißen lassen, denn Sanguini war nicht gebürtig. Sage einer, dass es, egal in welcher Welt, nicht doch nur um Standesdünkel ging, wohin man blickte, einfach schrecklich.

„Abartig, das ist abartig! Hier müssen wir mehr arbeiten… wir können nicht davon ausgehen, dass die Vampire immer auf unserer Seite bleiben“, war Harry schon mit dem Planen beschäftigt und ich gab ihm im Bezug auf diese komischen Wesen absolut Recht. Sie waren sich selbst die Nächsten und standen sonst niemandem besonders nah.

„Tja, das Team ist weg“, kam es berührt von Ron, der noch immer ganz bleich war.

„Hat total versagt“, murrte ich nachtragend und fragte mich, wie Neville nur derart hatte enttäuschen können. Was hatte ihn derart verunsichert, dass er keinen einzigen Schlag der Abwehr, der Verteidigung oder gar des Angriffs ausgeführt hatte?

„Neville, er… er konnte es nicht über sich bringen, Justin zu töten!“, versuchte Ron mir zu verdeutlichen, wie die Gefühlslage von Neville war, denn mir leuchtete es gerade wirklich nicht ein.

„Das ist doch Schwachsinn, das war nicht länger Justin, das konnte sogar ein Blinder erkennen“, wehrte ich mit Unverständnis ab.

„Er konnte es anscheinend nicht glauben“, gab Ron vehement zurück.

„Neville ist so… sooo, so…“, versuchte ich meine Empörung über so viel Naivität in Worte zu fassen.

„Menschlich?“, provozierte Harry absichtlich.

„Pff.“

„Ich bitte dich, Hermione, er konnte es nicht vergessen, dass das da Justin war, ein Freund, und er hatte Hoffnung, dass eben doch noch ein Teil von Justin übrig war… und das ist es doch noch, oder? Es geht allen gut, oder?“, schwenkte er um und trat sogar einen Schritt auf mich zu, ein Umstand, der mich eilig die Hand heben ließ.

„Justin war nicht mehr länger Justin!“, überging ich seine Frage mit Vehemenz.

„Das ist halt nicht leicht zu akzeptieren, solange Justin nachher wieder Justin sein wird… oder?“, überging er meine Ablenkung noch entschiedener.

„Es mag nicht leicht gewesen sein, zu akzeptieren, aber damit war es Nevilles Ende“, konterte ich noch sturer als Harry und wir ernteten von Ron ein hörbares Schnaufen.

„Wie viele noch?“, blickte ich ungerührt auf das Schlachtfeld, das die Vampire angerichtet hatten und nach einem langen Blick zu den Jungs wandten wir uns dem letzten Dreierteam zu.

„Na, jetzt bin ich gespannt“, entschlüpfte es mir gerade, während ich auf diese neue Umgebung blickte.

„Uhhh… wirklich sehr eigenwillige Kombi“, kommentierte Ron zustimmend das Team um Dean, Ritchie und Luna.

„Luna, komm schneller“, hetzte Ritchie besorgt klingend, atemlos durch das Gewirr der Höhle.

„Ich eile, es passiert gleich was, die Atmosphäre verändert sich“, erklärte sie eilig und wirkte nicht ganz so ätherisch wie sonst, während sie sich eine lange Strähne hektisch aus dem angespannten Gesicht strich. Gerade schlitterte Dean um die Ecke und ging bei ihnen in Deckung.

„Luna hat recht, ich fühle es auch“, zeigte Dean aufmerksam Gefühl und blieb kurz hinter dem Felsen geduckt stehen.

„Wartet, da leuchtet was, da hinten“, deutete Ritchie in die Ferne und hielt darauf zu.

„Halt, nein, warte“, brüllte Dean noch, aber dieser schien wie ferngesteuert und hielt tranceartig auf das sanfte Licht zu.

„Dean, vorsichtig, pass auf Ritchie und dich auf, mach was! Das sind Veela“, schrie Luna auf einmal ganz aufgeregt und ich überlegte noch, wie sie sich jetzt schon so sicher sein konnte, da man noch gar nichts sah, aber Dean reagierte auf von mir unerwartete Weise, denn er zauberte sich mehr als dicke Ohrenschützer und eine ganz schwarze Brille herbei und um dies alles zu krönen kam noch ein Astronautenhelm darauf.

Hier schlug eindeutig seine Muggelseite durch, aber ob ihn das vor dem Sirenengesang schützen würde? Ich mochte es bezweifeln, denn Dracos totale Immunität mit dem Trank war irre aufwendig gewesen, wobei, anscheinend half es tatsächlich ein wenig, auch wenn er zögerlicher in seinen Entscheidungen wirkte, zauberte er munter weiter und schuf nun regelrechte Blasen um sich, die ihn einhüllten. Dies wäre mit Sicherheit kein adäquater Schutz für längere Zeit, aber für den Anfang konnte es helfen, noch agieren zu können.

„Woher wusste Luna das jetzt schon?“, runzelte Ron seine Stirn und besah sich alles ganz genau.

„Luna sieht die Welt anders“, erklärte Harry und ich erinnerte mich an meine letzte so seltsam anmutende Begegnung mit ihr in der Burg. Ich wusste, dass Harry einen ganz besonderen Draht zu Luna hatte, ich nicht und so lauschte ich gespannt, was er zu sagen hatte. „Sie sieht eher die Realität hinter dem Offensichtlichen und durchschaut sehr viel mit ihrer eigenwilligen Wahrnehmung und Beobachtungsgabe. Sie ist sehr sensibel, eine wertvolle Gabe!“

Unterdessen hing Luna an Ritchie und versuchte, ihn zu stoppen, da dieser vertrauensvoll und mit benebeltem Blick auf die Wesen zuhielt, die gierig auf ihre Beute warteten.

„Hilf mir, Dean“, schrie sie panisch, bevor sie abrupt losließ und eine große Ziegelsteinwand direkt vor Ritchie erschuf, woraufhin dieser mit blinder Wucht dagegen lief.

„Was ist mit Luna, ihr als Frau machen die Veela nichts aus“, lag eine Frage in Harrys Aussage, die sich an mich richtete.

„Ja, Fleur und die Veela in Irland hatten auf mich auch keine Wirkung, auf der anderen Seite, wenn es stimmt was du sagst, kann Luna bestimmt durch den Glamour der Veela sehen und sieht sie immer als Geier“, gab ich zu bedenken und schüttelte mich innerlich, denn trotzdem war die Begegnung mit den Veela bei der Weltmeisterschaft sehr eigenwillig gewesen.

„Ohhh, du magst die Veela gar sehr“, meinte Ron munter und ich unterdrückte ein Knurren, wenn ich daran dachte, wie Draco zurückgekehrt war und ich immer zu verdrängen suchte, dass er so lange Zeit bei ihnen verbracht hatte.

In dieser Zeit wehrte sich Dean hartnäckig gegen den Charme der Veela und setzte sich vehement zur Wehr. Er versuchte nun, zusammen mit Luna, Ritchie aus der Reichweite dieser Wesen zu bringen, die noch ganz schön anzusehen waren und lasziv versuchten, das Team in ihre Falle zu locken.

„Dean hat sich verändert“, kam es präzise von Harry, der sichtlich beeindruckt war.

„Ich bin ebenfalls beeindruckt und ich sehe es. Wie kommt es?“, fragte ich nach, da ich akzeptierte, dass ich aufgrund meiner Abwesenheit in Irland viel verpasst hatte.

„Seit der Attacke auf seine Familie und deine Aktion mit dem Messer“, deutete Harry auf sein Kinn und rammte es hoch. Kurz runzelte ich die Stirn, während ich mich an East End zurückerinnerte und wie ich dem DeathEater das Messer von unten durch das Kinn ins Hirn gejagt hatte.

„Ohh, das?“, meinte ich dann leise und gestand mir ein, dass das bestimmt Eindruck auf Dean gemacht hatte.

„Ja, das… diese Sache, das hat ihn sehr tief und nachhaltig beeinflusst“, schaltete sich jetzt Ron ein und schenkte mir ein extrem schiefes Grinsen.

Gerade trat eine der Veela an die Mauer und klopfte sachte dagegen, drehte sich kichernd zu ihren Kameradinnen und sie alle lachten schallend.

„Veela, muss man die mögen?“, murrte ich düster und deutete auf Ritchie, den Luna ebenfalls mit Zaubern bearbeitete, nur schien sie seinen Geist nicht klären zu können und auch Dean wirkte immer abwesender.

„Hast du was gegen Fleur?“, fragte urplötzlich Ron und ich hob eine Braue, bevor ich mich zu ihm wandte.

„Mmpf… nein, sie ist eigentlich recht nett“, räumte ich ein und dachte an sie und Bill, wie sie sich aufrichtig liebten, was durchaus schön zu beobachten war. „Aber Fleur ist ja auch nichts Halbes und nichts Ganzes.“

„Ja, ich erinnere mich an die Weltmeisterschaft, da bin ich voll über die Veela erschrocken. Ich meine, sie erscheinen mir augenblicklich noch die netteste Variante, wenn man sich erinnert, was die anderen für Gegner hatten“, deutete Harry auf die kleine Gruppe, die sich noch immer die Wand besah.

„Ich weiß nicht, ich mag es nicht, dass sie sich nur auf ihren Zauber verlassen“, gab ich überlegend zu und beobachtete gespannt, wie die Veela sich weiterhin amüsierten.

„Antipathie von Beginn an?“, zog mich Harry auf.

„Was sollten die Veela sonst an sich haben was toll ist?“, ätzte ich und blickte mit Todesverachtung auf diese wahrlich schönen Frauen.

„Keine Ahnung“, hoben sich die Schultern von Harry.

„Das da zum Beispiel?“, meinte in dem Moment Ron und unterbrach Harry und mich, da sich die Veela vor Wut schnaubend verwandelten.

Ein wahrlich beeindruckendes Erlebnis, da sie soeben ihre schönen Gestalten wie eine zweite Haut ablegten und sich nun als die hässlichen Geier gebärdeten, die sie feuerspuckend und werfend waren und somit ihren Unmut an der Ziegelmauer auslebten.

http://fc03.deviantart.net/fs41/i/2009/010/3/3/Veela_by_Light_Schizophrenia.jpg Veela

„Hässliche Viecher“, „Wirklich abartig hässlich“, „Waren die in Irland auch so abgrundtief hässlich?“, „Ich möchte nicht in Bills Haut stecken, wenn Fleur mies drauf ist und Feuer spuckt“, gab Ron sachte von sich, dabei schüttelte er sich inbrünstig.

„Hahaha, ich glaub, das kann sie nicht“, entschied ich mich dann doch zugunsten von Fleur und erntete scheele Blicke. „Was? Warum schaut ihr mich so an? Ich meine, sie hätte im Labyrinth wohl sonst anders gehandelt, wenn sie sich verwandeln könnte“, gab ich zu bedenken und deutete auf die sehr zornigen Wesen.

„Okay“, „Ja, das ist ein Argument“, „Diese Fähigkeit werden sie wohl zuerst verlieren, wenn sie sich mischen“, „Auf der anderen Seite, wärst du gerne ein Geier, Harry?“, ging es bei den Jungs begeistert hin und her, während Ron geschickt verdrängte, wie benebelt er damals im vierten Schuljahr Fleur schöne Augen gemacht hatte.

„Schaut, sie schaffen es, die Veela zerstören die Wand“, kommentierte Ron das was wir sahen und wir beobachteten, wie Luna besorgt durch ein Loch schielte, nur um dann den wütenden Vögeln zuzuwinken, was diese noch mehr aufbrachte und ein lautes Kreischen nach sich zog.

„Luna! Was soll der Scheiß? Renn!“, befahl Dean brüllend, der sorgenvoll die wankende und bröckelnde Mauer betrachtete und selbst immer wieder seinen Kopf durch Blase, Helm und was weiß ich noch alles, was er um sich rum gezaubert hatte, schüttelte. „Finde einen Weg hier raus.“

„Was ist mit Ritchie?“, wandte sie mitfühlend ein und deutete auf den völlig neben sich stehenden Jungen.

„Um den kümmere ich mich, lauf“, rief er wieder, woraufhin sie sofort gehorsam nickte. Sie sprang hinter der schwankenden Wand hervor und hüpfte summend davon, während die tobenden Wesen sie gar nicht richtig wahrzunehmen schienen.

Dean kämpfte damit, zu Ritchies gesundem Menschenverstand durchzudringen, aber dieser strebte immer vehementer zu den Veela, trotz Mauer.

„Verfluchte Scheiße, Ritchie, nein, bleib hier“, schrie Dean verzweifelt, klammerte sich an diesen aber gleichzeitig versuchte er selbst, nicht dem Charme der Veela zu verfallen, bis ihn ein lauter Ruf auf der anderen Seite ablenkte.

„Dean!“, schrie Luna laut. „Dean, hier, hier schau, dort ist ein Licht, hier können wir raus“, deutete Luna in eine absolut finstere Ecke und man konnte aufgrund Deans absolut entgeisterten Gesichtsausdrucks seine Skepsis erkennen. „Komm, da geht es raus, glaub mir!“

„Luna, da ist NICHTS“, betonte er über den einschlagenden Lärm der Funken regnenden Feuerbälle laut, während diese die Ziegelmauer immer mehr dezimierten.

„Doch, Dean, da ist was, glaub mir doch“, schrie sie ihn aufgebracht an und nichts wirkte mehr verträumt an Luna, eher verärgert.

„Ritchie, komm endlich“, brüllte Dean wütend und sprang in letzter Sekunde zur Seite, als auch schon ein kleines Stück der Mauer einbrach. Noch im letzten Moment suchte er Schutz hinter einem übrig gebliebenen Teil und schielte hinter der Steinwand hervor, während Ritchie sofort durch das Loch hindurch krabbelte und mit seligem Lächeln auf diese Geier zuhielt, doch dann schlug wieder etwas ein.

„Wir verlieren ihn, lass ihn und komm“, überraschte uns Luna in ihrer bestimmenden Art, jemanden seinem Schicksal zu übergeben, ohne groß zu zögern. Das hatte ich von ihr nicht erwartet, zu keiner Zeit.

„LUNA“, sprach Dean offen das aus, was ich dachte, denn in ihrem Namen lag ein deutlicher Vorwurf, so wie er ihn aussprach.

„Was?“, fauchte sie ungewohnt giftig zurück. „Vertraust du mir, oder nicht?“

„Ich… ich…“, stockte er kurz unsicher und wandte für eine Sekunde seine Aufmerksamkeit, trotz des Kampfes auf Leben und Tod, wirklich nur Luna zu.

Ich wusste nicht, was er dachte, vielleicht daran, wie Luna in der Höhle zusammen mit Gellert mir geholfen hatte zu überleben? Keine Ahnung, aber es schien in ihm zu arbeiten und ganz plötzlich sackten seine Schultern aufgebend herab.

„Auch wenn ich da nichts sehe, aber ja, das tue ich… ich glaube dir“, kam er widerwillig auf Luna zu und sie lächelte ihn milde an.

„Dann solltest du mir glauben und kommen… wir müssen hier weg, die Mauer bricht gleich ein und dein Schutz ist fast nicht mehr vorhanden“, deutete sie besorgt auf das wackelige Konstrukt.

„Aber Ritchie, wir… wir…“, stockte Dean sichtbar zerrissen.

„Was hat du vor? Durch die Feuerbälle rennen? Er ist verloren, er hat sich ihrer Macht ergeben!“, kam es sichtlich überzeugt, aber auch weitsichtig von Luna.

„Du meinst, es ist sinnlos?“, hauchte er entsetzt und verzog sein Gesicht hinter seinen Schutzgegenständen zu einer Grimasse.

„Ja! Und nun komm“, sagte sie dann sehr sanft, bevor sie sich entschlossen erhob, um dann beherzt in die Dunkelheit hinabzuspringen, dem Licht entgegen, das nur sie sah.

Dean zögerte nur kurz, aber mit einem entschuldigenden Blick zurück, in die aufblitzenden Feuerbälle, die soeben die Wand pulverisierten, spurtete er plötzlich Luna beherzt hinterher, sprang ebenfalls hinab und überließ Ritchie seinem Schicksal.

Dabei wusste ich nicht, ob er es noch mitbekam, dass dieser gerade rücksichtslos ein Opfer der Feuerbälle wurde. Die Entscheidung, die sie getroffen hatten, war brutal, aber realistisch. So unschön sich das anhörte, somit entkam Luna hüpfend und vor sich hinsummend und dank ihr, ein weiteres Mitglied des Teams.

„Das ist verdammt unheimlich!“, „Das kannst du laut sagen.“, „Woher wusste sie, dass es da rausgeht?“, „Warum war sie so ruhig?“ „Das ist Luna“, warfen wir hin und her und murrte ich zum Schluss böse.

„Dean war beeindruckend, dass er seinen Kollegen zurückließ und einfach ging, wenig Gryffindor, wenn du so willst.“, „An sich war es das einzig Richtige.“, „Das stimmt.“, „War Luna so sicher, weil sie ihnen äußerlich so ähnlich sieht?“, „Aber Luna ist keine Veela.“, „Aber irgendwas anderes ist sie auf alle Fälle.“, kam es sehr überzeugt von Ron. „Und normal war sie noch nie!“

„Dean war gut, er hat ihr vertraut“, flüsterte Harry. „Das war eindrucksvoll.“

„Das hätte er früher nicht getan“, gab ich unumwunden zu und dachte daran zurück, als Luna noch ihren verächtlichen Namen Loony getragen hatte, damals war dies auch keine leichte Zeit für sie gewesen und wir alle nickten und blickten auf die nächste Szenerie.

„Was für bescheuerte Ideen“, murrte der nächste Kandidat, der im Spiegel auftauchte und vor sich hin schimpfte. Er stapfte mürrisch durch die Gänge, dabei wirkte er nicht ängstlich, nur durchwegs verärgert.

„Das muss gerade er sagen“, grollte Harry.

„Vor was soll ich hier Angst bekommen? Vor der Unendlichkeit, bis mal etwas passiert? Wie dunkel… bäh und wie… Fuck“, schimpfte er unglückselig vor sich hin, als er bemerkte, dass nur ein schmaler Steinweg durch Wasser führte und er gerade unabsichtlich seinen Fuß daneben gesetzt und bis zum Wadenbein eingetaucht hatte. „Widerlich“, schüttelte er seinen Fuß mit Todesverachtung. „Wirklich widerlich.“

„Hey, was wird das? Das ist langweilig, ich irre hier durch das Gewirr und nichts, absolut nichts passiert“, beschwerte er sich nun laut und erhob seinen hell leuchtenden Zauberstab bis über sein Gesicht.

„Wird er übermütig?“, wollte Ron recht fies grinsend erfahren. „Was hast du für ihn, Schönste?“, drehte er sich halb zu mir.

„Ich kann ihn verstehen“, bekannte ich aufrichtig, denn bis jetzt nur herumzuirren, ohne in Action geraten zu können, war enorm langweilig und erinnerte mich gefährlich an den ein oder anderen Moment in meinem Leben, in dem ich nichts anderes getan hatte als zu warten. „Und lass dich überraschen.“

„Du bist auch nicht ganz normal“, konterte Ron nachtragend, weil ich für unseren Kandidaten Verständnis hatte.

„Immer wieder sehr schmeichelhaft“, hisste ich übellaunig und blickte auf das Bild.

„Warte, lass mich raten, mit der Sensibilität eines Teelöffels?“, fragte er aufreizend.

„Ha, den Spruch nimmst du mir immer noch übel?“, spottete ich zurück.

„Naja, Apolline meinte, du verkennst mich!“, verkündete Ron und kratzte sich unsicher am Kopf.

„Das wird es sein, vielleicht ist dein Spektrum ja mittlerweile auf die Größe eines Esslöffels angewachsen?“, wollte ich provokant erfahren und Ron lief im Gesicht rot an.

„Hört auf und seht hin“, brachte Harry unsere Aufmerksamkeit kopfschüttelnd auf das Geschehen zurück und tatsächlich, es schien Bewegung in das Ganze zu kommen.

Gerade fuhr Blaise mit gezücktem Stab misstrauisch herum, da er Geräusche bemerkte. Alles an seinem Körper wirkte gespannt und zum Sprung bereit.

Bemerkenswert, er schien wie geschaffen für den Kampf, als die Wesen, die ich für Blaise erwählt hatte, ihren Zeitpunkt zum spektakulären Auftritt wählten. Zu Beginn waren es schlurfende, ziehende Geräusche und ein leises Plätschern, das von ihnen erzeugt wurde.

„Was zur Hölle“, wisperte Blaise, der nichts in der Düsternis seiner Umgebung ausmachen konnte.

Als er nun einen nonverbalen Lumos Maxima sprach, erstrahlte plötzlich seine Umgebung in hellem Licht. Bei dem Anblick, der sich ihm dann bot, zuckte er sichtlich zurück. Vielleicht war es manchmal besser, nichts zu sehen, da selbst unser abgebrühter Blaise erschüttert wirkte, als er erkannte, mit was für Wesen er sich konfrontiert sah. Er wurde aschfahl und kurz huschte ein mir bisher von ihm unbekannter Ausdruck der nackten und puren Angst über sein sonst so unbewegtes, slytherinhaftes Antlitz.

Na gut, wahrlich schön anzusehen waren meine Kinder nicht. Es waren verwesende Leichen, das konnte man sich leider nicht schönreden und dass sie nicht mehr ganz frisch waren, das sah man ihnen halt auch an.

„Uhhhh“, „Ihhhh“, kreischten sie sofort los, bei dem zu hellen Licht für ihre verrottenden Augen und sie rissen ihre Münder weit auf und sofort verloren sie ihre bisherige Langsamkeit und es kam beängstigende Schnelligkeit in ihre toten Glieder.

http://img2.wikia.nocookie.net/__cb20091018024901/harrypotter/images/8/8d/Inferi_(Concept_Artwork).jpg

„Fuck“, hauchte Blaise aufgewühlt und stolperte im ersten Schock über die Unebenheit des steinigen Bodens. „Verfluchte Scheiße“, brüllte er noch wütend, denn da geschah es nun rasant, dass sie ihn einholten und aufgrund ihrer grabschenden Hände seinen Sturz herbeiführten und ihn zu Boden brachten.

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BeitragThema: 494. Lost   Di Jan 06, 2015 8:22 pm

494. Kapitel Lost


„Mist, das geht zu schnell.“, „Mann, Blaise, du warst mein Mann.“, „Soll es das schon gewesen sein?“, „Warum hat er sich nicht gewehrt?“, „Da habe ja selbst ich besser auf die Inferi in der Hölle mit Dumbledore reagiert.“, „Jetzt wird der auch noch Futter für diese Biester“, gaben sich Ron und Harry wahrlich die verbale Klinke in die Hand, öffneten Hohn und Spott Tür und Tor, während ich nur fassungslos zusah, wie augenscheinlich spielend leicht meine Kinder in der Lage waren, einen derart durchtrainierten und erfahrenen jungen Kämpfer zu überrollen. Auf der einen Seite war ich innerlich zerrissen und doch konnte ich nicht glauben, dass Blaise derart einfach zu überwältigen war.

„Moment! Was passiert da?“, wisperte ich leise und beugte mich tiefer zu dem Bild, gefesselt von dem Anblick, der sich über Blaise auftürmenden und ihn unter sich begrabenden Inferi.

„Wow, das passiert echt was…“, „Er ist noch nicht geschlagen?“, fragten die Jungs.

Denn soeben wichen die Inferi kreischend und mit großer Hektik vor Blaise zurück und gaben uns in diesem Moment einen Anblick frei, der uns schallend loslachen ließ. Obwohl die Situation brandgefährlich war, konnte auch ich nicht dagegen an und prustete los.

„Hahaha“, „Ich fasse es nicht.“, „Ich kann es nicht glauben.“, „Das ist unser Drillsergeant“, kam es von den Jungs, die sich auf ihre Schenkel schlugen, während ich immer noch haltlos kicherte und mich fast vor Hysterie verschluckte. „Wie kann man auf so eine Scheiße kommen?“, „Das sieht total lächerlich aus.“

„Das… das ist nicht sein Ernst? Oder?“, presste ich zum Ende hin heiser hervor und konnte es nicht fassen, was wir hier erlebten. Das war einmalig. Ich fragte mich wirklich interessiert, wie er auf diese Idee gekommen war.

Als nächstes schleuderte Blaise ab und an einen Feuerball zu den kaum zu bändigenden Kreaturen, die trotz der Helligkeit immer wieder versuchten, vorwärts zu drängen, aber da sie weder Schmerzen, blutende Wunden noch ein zweites Mal ermordet werden konnten, hielt sie das nur minimal auf und sie kämpften sich mit Leidenschaft wieder zu ihm hin.

Und doch schaffte es Blaise noch immer stolpernd, auf die Beine zu kommen und stürmte durchaus zerkratzt, zerschunden und mit Wunden übersät mit letzter Kraft durch den Ausgang, den er mit einem Expulso aufsprengte und landete direkt vor unseren Füßen.

Als wir so auf ihn herabblickten, wie er verschwitzt, blutend und keuchend vor uns auf dem Boden lag, mussten wir drei noch immer über seinen Anblick kichern, wobei es noch gemeiner für ihn wurde, denn sein Erscheinungsbild war so urkomisch, dass wir nun nach Sekunden in dröhnendes Gelächter ausbrachen, was gar nicht nett war.

„Hahaha, was war das?“, „Was bist du?“, „Was sollte das?“, „Was soll das für ein Zauber sein?“, „Das ist sehr kreativ, aber ich hab noch nie davon gehört“, sprudelte es aus uns hervor und sein Blick wurde von Sekunde zu Sekunde wütender, während er sich in eine sitzende Position zog.

„Fickt euch selbst“, knurrte er wütend, nachdem er wieder zu Atem gekommen war.

„Oh, ich glaube, da tu ich mich schwer.“, „Neee danke, das ich überlasse ich anderen.“, „Wie nett du doch sein kannst, Blaise.“, spotteten wir weiter. „Du bist eine Erleuchtung.“, „Ach was, ein leuchtendes Vorbild.“, „Du bist immer noch so hell und strahlend wie ein Glühwürmchen“, kicherten wir wieder los und so war es tatsächlich.

Blaise glühte und blinkte immer wieder wie ein Leuchtkäfer. Er strahlte regelrecht von innen heraus und seine Haut schimmerte warm und hell zugleich, wobei es kein konstantes Licht war, das ihn erstrahlen ließ, sondern halt ein Blinken, daher auch seine Verletzungen durch die Inferi. Seine Kleidung war zerfetzt und hing von seinem geschundenen, zerkratzten und blutenden Leib. Aber durch das blinkende Leuchten wirkte das alles eher lächerlich. Der sonst so kühle, beherrschte und abgeklärte junge Mann schien absolut überfordert zu sein aufgrund unseres Spotts.

„Fuck, Fuck, Fuck spinnt ihr?“, fauchte Blaise uns ungehalten an, während wir uns vor Lachen ausschütteten. Dabei wurde offensichtlich, dass er damit nicht zurechtkam, mal nicht in der Position zu sein, auf andere herabzublicken.

„Arrr… ihr hättet mich beinah zu Leichenfutter verarbeitet, das ist nicht lustig, das ist nicht komisch, das ist…“, gingen ihm die empörten Worte aus und er wischte sich den Speichel von seinem Mund, wobei Blut von seinen Fingern tropfte.

„Wo blieb dein Feuerring?“, fragte Harry plötzlich atemlos und versuchte, sich wieder zu fangen.

„WAS? Was?“, leuchtete erst langsam die Erinnerung in Blaises Augen auf, was Harry ihnen im Cottage mal von seinem Abenteuer mit den Inferi erzählt hatte. „Ja, spinnst du? Weißt du, wie schwer diese Magie ist?“, fauchte er uns nochmal an und ich erinnerte mich an Albus in der Höhle meiner Inferi, als er kämpfte und wie viel Kraft es ihn gekostet hatte, sich und Harry, mit ein wenig Hilfe von mir und Gellert, von dort zu befreien.

„Warum hast du kein Dämonenfeuer entfacht?“, fragte ich daher leise.

„Habt ihr sie noch alle? Das ist gefährlich! Davon lasse ich die Finger, das hat man nicht unter Kontrolle!“, rief er schon wieder immens wütend und ich verbiss mir mein Lächeln, denn Blaise verlor selbst in heiklen Situation nicht den Überblick, oder handelte zu voreilig. An seiner Stelle hätte ich auch meine Finger von diesem Zauber gelassen, denn auch ich kannte die Gefahren von eben dieser Beschwörung.

„Gute Antwort“, meinte Ron schrecklich trocken, worauf der bleiche Blaise sichtbar aufgeregt zu ihm herumfuhr.

„Was wäre mit mir passiert, wenn ich versagt hätte?“, lagen seine durchdringenden Augen auf uns und da brach unsere Lustigkeit schlagartig in sich zusammen, denn Ron als auch Harry blickten sich unwohl an, was dazu führte, dass sich Blaises Musterung nur noch auf mich fokussierte und ich ihn mit meinen weißen Augen durchdringend anstarrte, was ihn sichtbar schwer schlucken ließ.

„Was ist mit Astoria?“, hauchte er auf einmal blechern und kam rasant auf die Beine, stürzte eilig auf mich zu und umfasste mich grob an den Schultern. Noch bevor ich etwas sagen konnte, schüttelte er mich rabiat und brüllte in einer Tour: „Was hast du ihr angetan?“

Meine Zähne schlugen aufeinander und weder ich noch die Jungs kamen groß dazu, irgendwie zu reagieren, denn zusätzlich zu dieser körperlichen Attacke gingen jetzt noch nacheinander die Türen auf und die anderen, die mehr oder weniger „unversehrt“ durch unseren Test gekommen waren, kamen nun durch diese hindurch.

„Wo ist sie?“, brüllte Blaise mich gerade wieder inbrünstig an, nachdem er bemerkt hatte, dass Astoria eben nicht unter den Eintretenden war und die Angst und Sorge um seine Freundin stand ihm ins Antlitz geschrieben, während er mich durchrüttelte.

„Hey, lass sie los“, drohte Harry leise, aber sehr bestimmt. „Blaise!“

„Nicht bevor sie mir sagt, was hier passiert!“, entgegnete der sonst so beherrschte Slytherin absolut aufgebracht. Die Inferi schienen ihn bis ins Mark erschüttert zu haben. Augenscheinlich waren meine Kinder doch schlimmer als von mir wahrgenommen. Vielleicht hatte ich hier auch ein wenig die Realität aus den Augen verloren?

„Was willst du, Blaise? Was willst du wissen? Was denkst du, hätten die Inferi mit dir getan, wenn sie dich bekommen hätten?“, fragte ich gepresst, aber durchwegs ernsthaft, durch das Geschüttel und Gerüttel hindurch.

Plötzlich ließ er abrupt von mir ab, als hätte er sich verbrannt, dabei war ich froh, dass ich mit dem Rücken zur Meute stand und sie damit meiner weißen Augen nicht ansichtig wurden.

„WASSS?“, „Inferi?“, „Wähhh?“, „Du hattest echt diese Zombies?“, „Wie absolut widerlich“, kreischten die Überlebenden unserer Challenges. „Geht es dir gut?“, „Nicht schlimmer als meines…“, „Ja, meins war auch brutal eklig.“

„Was ist mit Theo?“, kreischte Pansy schniefend mit hoher Stimme und musterte die Versammlung ebenfalls auf der Suche nach ihrer besseren Hälfte.

„Ich… Pansy, ich… sorry, ich…“, stotterte Padma sichtlich mitgenommen und sofort fuhr Pansy wie eine Furie zu ihr herum, da Theo und Padma ein Team gebildet hatten.

„Was, Padma, was ist mit meinem Freund passiert, rede! WAS?“, brüllte sie wie von Sinnen, als Harry zu meiner Verwunderung auf Pansy zuhielt und sie in eine Umarmung schloss, die durchaus als innig zu bezeichnen war.

„Was ist mit dir, Padma?“, knurrte Greg bedrohlicher als jeder Werwolf und er fuhr wie ein tobender Stier zu ihr herum und riss Padma schützend in seine starken Arme, da sie nun vollends die Beherrschung zu verlieren schien. „Lass sie in Ruhe, Pansy“, befahl er knurrig.

„Was ist Astoria passiert?“, forderte Blaise mir gegenüber vehement und ich hatte schon die Sorge, dass alle gleich über mich herfallen würden, während ich ihnen weiterhin stur den Rücken bot.

„Wie kommt ihr darauf, dass etwas mit ihnen ist?“, wagte sich Harry fast schon todesmutig in die Mitte der tobenden Masse, während ich mir die Zeit nahm und einen Handspiegel zückte, der mir ihre zwölf Gesichter zeigte, die ich nun aufmerksam musterte. Man sah ihnen die Qual und das Trauma an, das sie heute erlitten hatten. Wir oder besser ich hatte unseren Mitgliedern die Monster ihrer Albträume serviert und ich hatte die schlimmsten Varianten ausgewählt, die ich hätte wählen können. Nämlich die bösartigsten Wesen. Wenn eben diese Kreaturen ihre „guten“ oder „besseren“ Seiten abstreiften und nur noch ihren Instinkten folgten und das Monster in sich herausholten.

War das meine Rache an ihnen, dass sie mich mit ihrem Misstrauen derart fertig machten? Oder wollte ich ihnen einfach nur brutal ihre Naivität nehmen?

„Weil wir euch kennen“, servierte uns Hannah nicht wirklich freundlich und ich ballte die Hände zu Fäusten und versuchte, gegen die Augen anzukämpfen, mein anderes Sein in den Hintergrund zu drängen, um normal zu erscheinen.

„Ja, und diesmal habt ihr uns gefährlich auflaufen lassen! Wie unsere Freunde, unsere Kameraden gestorben sind, ist… war… nicht lustig“, „Wo sind sie?“, „Wann kommen sie?“, hauten sie mir um die Ohren und ich atmete ruhig ein und aus.

„Lustig ist so was nie!“, kommentierte Harry reichlich sparsam und ein verbitterter Zug huschte über seine Züge, wie ich aus dem Augenwinkel bemerkte und was Blaise ein Schnauben entlockte. Aber diese Aussage von Harry war auch wie eine Erinnerung, die Blaise von jetzt auf gleich unsanft landen ließ, da auch er an Daphne dachte und urplötzlich wieder ruhiger wurde.

„Also!“, ergriff ich damit das Wort und löste mich endgültig von dem Schutz meines Rückens, weil ich es eben doch noch geschafft hatte, wieder die Herrschaft über meine Gabe zu erlangen. „So, ihr habt zum Großteil versagt, wir haben sieben Leute verloren“, verteidigte ich mich nicht, sondern fing gleich damit an, sie zu tadeln.

„Ach, was du nicht sagst“, ätzte Greg böse und Ron trat eilig vor und legte ihm begütigend die Hand auf, was ihn tatsächlich verstummen ließ.

„Ja, wir haben viele „Verluste“! Das, was ihr erlebt habt, war grausam und nicht schön, das wissen wir, aber das kann euch da draußen ebenfalls passieren! Das alles waren reelle Situationen, die so jederzeit passieren können, vergesst das nicht! Anders als es uns von den Lehrern gelehrt wird, sind das da die Wesen, denen wir in diesem Krieg begegnen können, erinnert euch immer daran!“, versuchte Ron vehement zu erklären.

„Und immerhin sind zwölf von euch durchgekommen“, endete ich mit einem Zuspruch.

„Wie soll man gegen so was eine Chance haben?“, fragte Padma verschämt, verzweifelt und wirkte noch immer völlig fassungslos.

„Tja, anscheinend wart ihr erst mal erstarrt vor Angst, so was vor euch zu haben, was aber nicht schlimm ist! Ihr wurdet von uns bisher trainiert, gegen DeathEater zu kämpfen, gegen Euresgleichen! Von Magier zu Magier! Aber heute habt ihr gelernt, was es bedeutet, mit anderen Wesen und finsteren Kreaturen auf Leben und Tod zu kämpfen und das ist halt nochmals was ganz anderes“, schaltete sich nun Harry wieder ein und erreichte, dass ihn alle wegen seiner desillusionierten Art sich zu geben sprachlos anstarrten, während ich bemüht war, zu keiner Sekunde meine Konzentration zu verlieren.

„Bitte? Wir waren überhaupt nicht vorbereitet! Sie waren uns haushoch überlegen, wie sollen wir gegen solche… solche abartigen Wesen gewinnen?“, ätzte die zutiefst wütende Hannah.

„Ja, denkst du, ich war jemals auf diese Monster vorbereitet? Und ich war wesentlich jünger als ihr“, giftete Harry unerwartet involviert zurück und machte einige mundtot, da ihnen ihr Mund weit aufging.

„Man muss nicht immer gewinnen, man muss überleben“, fasste Ron schlichtend zusammen und ich neigte leicht mein Haupt.

„Und auch diese Kreaturen haben Vorteile, aber auch Nachteile! Setzt euch damit auseinander und lernt. Nichts ist unsterblich oder gar unverwundbar, findet die Schwachstelle und schlagt unerbittlich zu!“, forderte ich hart und erntete betretene Gesichter wegen meiner wenig schmeichelhaften Weisheit.

„Das sagst du sooo leicht“, kam es nach kurzer Pause von meiner besten Freundin, dabei meinte ich das mit der Freundin absolut sarkastisch und ich rollte kurz verzweifelt mit den Augen. Was war schon leicht? „Wie soll man gegen die MONSTER, diese Werwölfe bestehen können?“, fragte sie provokant und sofort fühlte ich mich an das Gespräch von vorhin erinnert, das ich und die Jungs geführt hatten.

„Hmmm, Hermione?“, fragte Luna dezent und drängte nach vorne, schob die sichtbar betretene Hannah in den Hintergrund, die es gar nicht gut fand, dass Luna sich vordrängte.

„Als du den Werwolf zerlegt hast, der Lavender anfiel, wie hast du das getan? Lernen wir das auch?“, traf sie einen wunden Punkt bei mir, nicht nur dass der Zauber schwer war, wie ich zuvor den Jungs schon gesagt hatte, es fiel mir auch nicht leicht, Fenrir und sein Rudel einfach so einer schlachtungswütigen BL auszuliefern, wie ich plötzlich, zu meiner eigenen Verwunderung, feststellte. Deshalb musste ich ein unwohles Ziehen in meiner Magengegend unterbinden, indem ich nur kurz nickte. Was die Jungs und ich vereinbart hatten, ging niemanden etwas an.

„Cool, so was wollte ich schon immer mal können“, meinte dann dieses sonderbare Mädchen versonnen und sah mir tief in die Augen. „Du weißt, es ist richtig, wenn wir es können, wir müssen es ja nicht anwenden“, kam sie mir auf vielerlei Arten entgegen und entblößte meine gut versteckte Sorge, was mir die Falten auf die Stirn trieb.

„Was meint Luna?“, fragte Seamus interessiert und sah gespannt zwischen uns hin und her.

„Ist doch egal“, warf Harry eilig ein, der uns nicht aus den Augen ließ und der anscheinend sehr wohl verstand, dass da mehr in mir vorging als ich zugeben wollte und ebenso dass Luna mal wieder mehr sah als sie sollte.

„Was ist nun mit den anderen?“, „Ja, wo sind sie?“, „Ihnen ist doch wohl nichts passiert?“, lenkten nun die Unkenrufe alle ab. „Wann kommen sie wieder?“

„Das war voll fies.“, „Das war schrecklich.“, „Ich bekomme davon bestimmt Albträume“, wisperte Pansy zum Schluss und schloss sich selbst in die Arme. Alle unsere Mitglieder wirkten gezeichnet von ihren Erlebnissen, eben andere vor ihren Augen verloren zu haben. Aber es nahm sie auch mit, diesem fast unbezwingbar erscheinenden Gegner in die Augen gesehen zu haben.

„Das ist die Realität“, konterte ich schrecklich zynisch und wandte mich entschlossen ab.

Hermiones Sicht Ende

Dracos Sicht

Nach einem für mich ereignisreichen Tag, den ich außerhalb Hogwarts verbracht hatte, musste ich mir eingestehen, dass es angenehm war, Severus als Schulleiter zu haben. Er ließ mich meinen Verpflichtungen nachkommen, ohne großes Wenn und Aber.

Wobei ich jetzt gespannt die verlassenen Korridore entlang zum BL-Treffen eilte, da ich zu neugierig war, wie sich die anderen geschlagen hatten. Als ich die Tür öffnete, nahm ich sofort eine sehr gereizte Stimmung im Raum der Wünsche wahr.

„Das ist die Realität“, donnerte gerade Hermiones Stimme nüchtern durch den Raum und ich hielt kurz in der Tür inne und besah mir mit Überraschung die derangierten Mitglieder der BL. Augenscheinlich hatten sie nicht besonders gut bei dieser Prüfung abgeschnitten, wobei mich wunderte, dass nicht alle anwesend waren.

„Und in der ihr beschissen abgeschnitten zu haben scheint“, schaltete ich mich geschmeidig in die Kontroverse ein.

„Draco“, hauchte Pansy bewegt und brach augenblicklich in nicht endende Tränen aus. Meine Augen verengten sich lauernd.

„Was hast du, Pansy?“, fragte ich total perplex, denn eine derart aufgelöste Pansy hatte selbst ich noch nie gesehen.

„Dementoren“, servierte Potter geschwind und ich verstand nun ihre aufgelöste Gemütslage ein wenig besser.

„Dann gebe ihr doch irgendjemand ein Stück Schokolade, das ist ja unerträglich“, beschied ich genervt, während die kleine Weasley brav zu Pansy eilte und sie fürsorglich versorgte.

„Ist doch egal. Wo sind die anderen?“, forderte nun Hannah eindringlich und Hermione wandte sich auf einmal sehr entschieden ab und ging mit für meine Augen sichtbar schweren Schritten auf eine Tür zu. „Hey, wo willst du hin? Rede, bleib stehen!“

„Lass sie“, brauste Potter unduldsam auf und trat Hannah in den Weg. „Sie wird es schon machen, gedulde dich halt.“

„Warum verschwindet sie?“, wollte nun auch Dean Thomas erfahren und jeder bemerkte den Blick, den Potter und sein bester Freund tauschten.

„Sie holt die anderen“, übersetzte ich geschwind diese nonverbale Kommunikation und offenbarte ein sarkastisches Grinsen. Wobei ich in Wahrheit gar keine Ahnung hatte, worum es überhaupt ging. Es war nicht so, als würden diese drei groß mit mir absprechen, was geplant war, was mir durchaus sauer aufstieß.

„Und erfahre ich nun, was ihr erlebt habt?“, forderte ich daher in die Runde und erhielt was ich mir wünschte. Sie schütteten mir regelrecht empört ihr Herz aus und Potter als auch Weasley lauschten mit zynisch verzogenen Grimassen den Anschuldigungen, hielten sich aber vollständig zurück.

Die Mitglieder der BL waren für ihre Verhältnisse wahrlich durch einen regelrechten Albtraum gegangen und wirkten verschüchtert, verstört als auch desillusioniert. Wenn das Trio es sich zur Aufgabe gemacht hatte, nach diesen für die meisten besonders ruhigen Ferien, da sie in der Burg in relativer Sicherheit gelebt hatten, die BL wieder in die Realität des tobenden Krieges zu stoßen, so war ihnen das fulminant gelungen. Sie fühlten sich nun nicht überlegen, oder gar arrogant, sondern eher verzweifelt und restlos überfordert und vielleicht war das gar nicht mal schlecht.

Plötzlich ging die Tür wieder auf und die „verlorenen“ Mitglieder tauchten auf. Jedoch wirkten sie alle mehr wie Zombies, einer blasser und gezeichneter von dem Erlebten als der Nächste. Natürlich verstummten alle sofort.

Es war offensichtlich, dass sie die Aufgabe nicht bestanden hatten und Schreckliches erlebt haben mussten, derart wie sie auftraten. Selbst ich wollte zu dem ein oder anderen eilen, ihn stützen oder einfach in den Arm nehmen, so verloren wie sie gerade alle wirkten.

„Neville“, stieß Hannah als erste inbrünstig aus und warf sich ihrem blässlichen Freund in die Arme.

„As… Astoria“, meinte Blaise zaghaft und sie reagierte zuerst nicht, doch dann warf sie sich auf einmal spontan wie eine Ertrinkende an seinen Hals. Sie schluchzte unkontrolliert und meine Braue wanderte erstaunt in die Höhe. Was zur Hölle hatte Hermione ihnen angetan?

„Was… was habt ihr ihnen angetan?“, wollte Pansy aufgebracht erfahren und sprach aus, was ich dachte, während sich Greg und Padma ebenfalls wie Ertrinkende umklammerten.

Mein Augenmerk lag in dieser Zeit auf der Person, die in der Tür stand und selbst nicht gesund aussah. Sie blinzelte mir ein wenig zu oft mit den Augen, als hätte sie Probleme, im Hier und Jetzt zu bleiben, deshalb eilte ich geschwind auf sie zu.

„Was hast du mit denen getan, die das Unglück hatten, zu versagen?“, umschrieb ich dezent ihre in meinen Augen verwerfliche Tat, weil alle aussahen wie der Tod. Ich fasste sie vorsichtig am Arm, um ihr Halt zu geben, da sie leicht schwankte und dabei fielen mir ihre Schnittverletzungen an den Handgelenken sehr wohl auf.

Nun zuckte ihr unsteter Blick zu mir und ein fast schon wehmütiges Lächeln zog über ihre erschöpft wirkenden Züge.

„Sterben lassen“, murmelte sie wie eine Betrunkene und mir fielen fast die Augen raus.

„Hermione, mach keine Späße mit so was, Unfug!“, beschied ich ihr kalt und wollte sie unwillig schütteln, wie gut, dass ich einen kleinen Muffliato um uns gelegt hatte, damit niemand mitbekam, was wir hier sprachen. Aber die anderen waren so damit beschäftigt, ihre Kollegen und Freunde willkommen zu heißen, dass sie nicht auf uns achteten.

„Wer sagt, dass ich spaße?“, fragte sie mich leise und legte ihren Kopf schief, als in mir das Herz stockte und ich kurz die Luft anhielt.

„Hermine, bist du irre?“, brauste ich dann doch auf und schüttelte benebelt meinen Kopf.

„Nein, ich habe geübt… üben“, riss sie sich störrisch klingend von mir los, hielt sich dann aber selbst wieder am Türpfosten fest.

„Das… das ist nicht dein Ernst, wenn wir jemanden verloren hätten!“, fuhr ich sie besorgt und ungehalten an.

„Hast du kein Vertrauen in mich?“, fragte sie plötzlich ganz ernst und blickte mich intensiv an. Ich schloss kurz die Augen, bevor ich sie wieder starr fokussieren konnte.

„Doch, aber diese Gabe, dieser Fluch von dir, ist doch noch völlig unerforscht. Wie kannst du damit spielen? Ich meine, sterben lassen? Hermione, das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?“, ging ich sie reichlich aufgebracht an und überfordert mit diesen Informationen um, derweil drehten sich meine Gedanken immer wieder im Geiste. Wie sollte das gehen? Das ging nicht!

„Ich wusste, ich kann es schaffen“, meinte sie unendlich versnobt, denn ihre Aussage implizierte, dass sie keine Ahnung gehabt hatte, wie es aussehen würde und meine Hände ballten sich zu Fäusten.

„WAS? Sie sterben lassen und dann wiederholen?“, fauchte ich sie nun, so wütend wie noch nie in meinem Leben, an. Das waren unsere Kameraden, mit deren Leben spielte man nicht, Punktum!

„Draco, du verstehst mich falsch, du nimmst das zu ernst“, setzte sie an und leckte sich über die Lippen.

„Und du eindeutig zu leicht“, schnauzte ich sie sichtbar erregt an.

„Mich, diese Gabe, oder diesen Fluch, wie du es nennst? Nein… nein, das war kein echter Tod! Wir sind hier im Raum der Wünsche und er ist fantastischer als du es dir vorstellen kannst. Er ist unglaublich, ganz Hogwarts ist…“, wirkte sie mit einmal beseelt von Energie und umschloss alles mit ihren Armen.

„Magisch“, kam ihr rasch zuvor und sie stockte kurz, bevor sie knapp nickte.

„Jaaaa, aber ganz anders als du denkst“, gestand sie plötzlich wieder geknickt ein. Ihre Stimmungsschwankungen waren bedenklich und ich musterte sie skeptisch.

„Weih mich ein“, bot ich eilig an.

„Das kann ich nicht“, gestand sie daraufhin widerwillig und blickte auf den Boden und ich schnaubte nur abfällig auf. Das war so klar gewesen.

„Warum nicht?“, hakte ich irritiert nach.

„Weil… puh… ich das nur einem anderen erzählen kann, der ist wie ich…“, räumte sie mehr als widerstrebend ein und wirkte alles andere als glücklich, dabei dachte ich, ein verstecktes Aber zu vernehmen und wollte nachbohren.

„Und was ist mit Potter und Weasley?“, wollte ich dann doch eifersüchtig erfahren.

„Auch ihnen kann ich das nicht sagen“, wollte sie sich abwenden und eilig legte ich ihr meine Hand auf die Schulter.

„Sieh mich an“, forderte ich hart, weil ich die Wahrheit in ihrem Blick sehen wollte und als sie meiner Aufforderung zögerlich folgte, erkannte ich, dass sie es ernst meinte. Sie würde auch ihren besten Freunden dieses Geheimnis nicht verraten.

„Also wieder Geheimnisse“, stieß ich diese Feststellung ernüchtert aus und sie hob unglücklich wirkend die Schultern.

„Dann die anderen, das sind auch meine Leute. Darüber muss und will ich mehr wissen. Was ist mit ihnen genau passiert? Wie willst du eine Vampirverwandlung rückgängig machen? Weasley hat erzählt, dass das Longbottom und Finch-Fletchley passiert ist“, verlangte ich in diesem Fall wenigstens mit Vehemenz Aufklärung.

„Gar nicht, wäre es ein echter Vampir gewesen könnte man nichts machen, aber im Raum der Wünsche schon… wie gesagt, Magie!“, versuchte sie sich zu entschuldigen, aber ihr künstliches Lächeln erreichte nicht wirklich ihre Augen.

„Das ist nicht dein Ernst! Das dürft ihr den Leuten doch nicht antun!“, fasste ich mir an den Kopf. Meine einsetzenden Kopfschmerzen ließen sich nicht mehr wegdiskutieren.

„Draco, es hat ihnen gut getan, denn ihnen haben sich neue Welten eröffnet“, rechtfertigte sie sich in meinen Augen schon fast esoterisch und reckte bockig ihr Kinn in die Höhe.

„Das ist irre! Das war zu gefährlich! Gut getan? Sieh sie dir an“, deutete ich aufgebracht auf die am Boden sitzenden Menschen, die nur schwer mit dem Erlebten zurechtkamen. „Für dich mögen sich neue Welten eröffnet haben, aber nicht jeder kann wie du sein“, hielt ich ihr vor.

„Du verstehst mich nicht“, meinte sie betroffen und sah mich aufrichtig traurig an.

„Ja, wie denn? Du redest ja nicht mit mir“, brauste ich schon wieder auf und fuhr mir mehrmals durch mein blondes Haar.

„Das tue ich doch gerade! Ich glaube, sie mussten das sehen, was sie gesehen haben“, trieb sie mich mit ihren kryptischen Aussagen regelrecht in den Wahnsinn, aber vielleicht konnte sie das alles auch einfach nur nicht in Worte fassen.

„Was haben sie gesehen?“, fragte ich fast schon verzweifelt und sie schien vor meinen Augen um Worte zu ringen.

„Autsch… Fuck, das fasse ich nicht, ich muss gehen“, fasste sie sich in ihrer sichtbaren Abwesenheit an ihren Nacken und ich ließ frustriert von ihr ab. „Er hat ein scheiß Timing“, beschwerte sie sich über den Lord, der sie offenkundig zu sich rief.

„Wohl an“, löste sie sich und ging auf den Ausgang zu, dabei beachtete sie die Protestrufe der anderen, die nachdrücklich mehr Informationen forderten, nicht.

„Die geht.“, „Die geht echt, nicht wahr?“, „Hammer.“, „Und was ist mit unseren Antworten?“, begehrten die anderen durchaus zurecht auf, während ich sie ziehen ließ, da ich wusste, dass es nicht zur Debatte stand, sie vom Lord fernzuhalten.

„Jetzt regt euch mal ab“, brauste Weasley auf. „Alle sind da, seid doch zufrieden.“

„Ja, das sagst du so leicht. Warum reagieren die anderen nicht? Die sind… wie… wie…“, echauffierte sich Greg und ich konnte dem nur zustimmen.

„Paralysiert“, fasste Blaise recht gut zusammen und hielt die willenlos erscheinende Astoria im Arm und ich gesellte mich langsam zu den anderen.

„Wie tot…“, hauchte Astoria plötzlich mit zittriger Stimme und ich spürte den pochenden Schmerz immer stärker in meinen Schläfen einziehen.

„Was ist nach… nach… danach passiert?“, stotterte Hannah auf einmal ganz kleinlaut und streichelte Longbottom.

„Ich… dunkel, so kalt“, rieb sich Theo an Pansy, wie um sich zu wärmen. „Und plötzlich so warm und sonnig, rote Sonne“, stotterte er zusammenhangslos.

„Ergibt das Sinn?“, fragte ich pikiert.

„Nein.“, „Nicht wirklich“, kam es recht leger von Potter und Weasley. „Aber was ist schon normal?“

„Und sonst? Wie war es sonst noch dort?“, meinte der gryffindorische Ire wenig einfühlsam.

„Einsam“, „Beängstigend hell“, „Ich fand es dunkel“, „Ich fand es ruhig“, „Ich fand es viel zu leise… wo immer ich war“, kam es wild durcheinander von den langsam wieder zu sich findenden Opfern.

„Ich fand es schrecklich, keine Luft mehr zu bekommen“, hauchte Astoria entsetzt und fasste sich an ihren sichtbar geschundenen Hals.

„Nichts dagegen, von Justin zerfleischt zu werden“, murmelte der zutiefst blasse Longbottom, der von seiner Freundin nicht mehr losgelassen wurde.

„Sorry, Mann, ich erinnere mich an nichts mehr“, kratzte sich Finch-Fletchley betreten aussehend verlegen am Kopf, während Longbottom ihn anstarrte wie eine Erscheinung.

Theo rieb sich noch immer seinen Brustkorb und versuchte tränenumflort, Haltung in den Armen von Pansy zu bewahren, unterdessen flüsterte diese ihm immer wieder aufmunternde Worte zu.

„Boah, diese scheiß Veela ist noch immer in meinem Kopf“, beschwerte sich Ritchie soeben inbrünstig und ich wurde noch ein Stück gerader. Veela? Okay, das war jetzt nicht unbedingt mein Lieblingsthema.

„Hey Colin, geht es dir gut?“, fragte plötzlich lauter sein jüngerer Bruder Dennis und schüttelte den sehr abwesend wirkenden Jungen, der neben der sonst so kämpferisch auftretenden Susan Bones am Boden saß.

„Wie… oh, was?“, kam es recht abgelenkt von dem Jungen. „Was ist los?“

„Mir ist immer noch sooo kalt.“, „Mir auch.“, „Ich fühle mich so fremd in meinem Körper“, erklärten die Leute um uns rum blechern und ich sah eilig zu Potter und Weasley, die gerade zu Pansy blickten, da sie aufgelöst immer lauter wurde.

„Entschuldigt, dass ich abgehauen bin, die Dementoren… ich musste weg“, versuchte sie sich schluchzend zu verteidigen.

Mich holte unterdessen die Erinnerung an die Dementoren ein. Damals, die Aktion im Manor, nachdem wir rausgeschmissen worden waren und Barty plötzlich seine Seele wieder erhalten hatte. Ich wusste gar nicht, ob ich wissen wollte, was Hermione hier an den Menschen verbrochen hatte. Es war nur offensichtlich, dass sie alle zutiefst geschädigt, gezeichnet und geschockt waren.

„Seid ihr irre? Was habt ihr getan?“, schlenderte ich durch das Chaos zu Potter und Weasley, während sie mit verschlossenen Mienen zu mir blickten und schon bei mir waren, um uns mit einem Zauber zu umgeben, der bewirkte, dass ich richtiggehend offen sprechen konnte. „Warum habt ihr es zugelassen, dass sie das getan hat?“, wollte ich nun sehr involviert erfahren, denn ich wusste nicht, ob mir Hermione vorhin gefallen hatte. Diesmal ging es um mehr als die anderen, denn es ging darum, dass Hermione nicht das Hier und Jetzt vergessen durfte.

„Das, was nötig war. Sie werden es überwinden“, meinte Potter zögerlich, blickte mich aber fast schon provokant an.

„Sicher? Sie wirken nicht so, als könnten sie das verarbeiten“, deutete ich in einer weit ausholenden Geste in den Raum hinein.

„Wenn ich alles verarbeiten und hinter mich bringen kann, werden sie es auch schaffen. Und ich vertraue Hermione. Sie hatte alles unter Kontrolle und sie hat sie bestimmt nicht wirklich sterben lassen“, wiegelte Potter erstaunlich energisch ab.

„Du bist sehr überzeugt, Potter! Warum ist Weasley dann so still?“, wollte ich gereizt erfahren.

„Oh, lass mich da raus, Malfoy, echt wahr. Und ich vertraue Hermione auch“, wehrte sein Freund sofort ab und ich rollte mit den Augen. Die drei waren unerträglich.

„Vielleicht sollten wir sie alleine lassen? Sie sollten über alles reden, sich aussprechen und dann daran wachsen“, versuchte Potter, den neuen Merlin zu geben.

„Und dann? Ihr wollt auch Blaise und Astoria sich selbst überlassen? Sie wirken alle ziemlich überfordert“, wandte ich ein.

„Sie hatten ungewöhnliche Erfahrungen, vielleicht sollten wir ihnen Zeit geben? Und ja, auch Blaise und Astoria!“, gab Potter energisch zurück.

Dracos Sicht Ende

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Kapitel 493-494
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