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 Kapitel 121-122

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queenie
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BeitragThema: Kapitel 121-122   Do Feb 09, 2012 4:00 am

121. Kapitel Die Connection


Ich war noch in der Nacht aufgebrochen. Ich brauchte und ich wollte abstand, ich hatte Angst nicht nur mich sondern auch meine Ziele aus den Augen verloren zu haben. Ich hatte vor langer Zeit entschieden, das ich alles tun würde um den Lord zu stürzen, das ich Harry in allem unterstützen würde, aber auch darauf achten und schauen würde wo ich blieb, da ich nicht auf Dumbledore setzte.

Das ich mit Draco eine Beziehung eingehen würde, war nicht geplant gewesen, das ich mit allen mir zu Verfügung stehenden Mitteln hatte kämpfen wollen schon, dass dies aber nun bedeute vollkommen in dieser zutiefst schwarzmagischen Familie aufzugehen war so nie geplant gewesen. Aber eines war klar, ich gehörte dazu und ich würde das Beste daraus machen müssen was die Zukunft für mich bereithielt und musste versuchen einen kleinen Teil meiner selbst zu erhalten. Meine Welt wurde immer finsterer und dunkler, bald würde es wohl keinen Funken weißer Magie noch in mir geben, denn sind wir ehrlich, meine Toten ging auch an mir nicht spurlos vorüber, aber eine Erkenntnis hatte ich gewonnen, das Töten wurde von mal zu mal leichter.

Aber so seufzte ich nur auf, was blieb mir anderes übrig, die Zukunft pragmatisch zu sehen und alles so zu nehmen wie es kam, aber um sich selbst wieder zu finden und mir auch einzutrichtern nur nie den richtigen, den guten Weg aus den Augen zu verlieren, musste ich gehen, wenn auch nur kurz.

Draco hatte sich von mir in unserer Suite mit heißen Küssen verabschiedet, die es mir umso schwerer machten zugehen, aber ich musste, ich konnte mich nicht hier verstecken. Ich hatte wichtige Dinge zu erledigen, die ich nicht vernachlässigen konnte und so küsste ich ihn leidenschaftlich zurück, um mich dann aber bestimmt zu lösen.

„Du gehst nicht wegen heute Morgen, oder?“, wollte Draco nun wissen und hielt mein Gesicht in seinen Händen gefangen und ich schmunzelte hinauf.

„Vielleicht, ein wenig. Ich will nicht euer internes Sex Objekt sein, Draco! Aber nein, nicht nur, du weißt ich muss mich um Harry kümmern, die Ausbildung in die Richtigen Bahnen lenken und ich muss einige Dinge noch erledigen, die ich von hier aus und unter Lucius sezierenden Blicken nicht machen kann!“, fasste ich nun auch sein Gesicht an und barg es in meinen Händen.

„Ich verstehe dich und es tut mir ….nein, es tut mir nicht leid, was ich heute Morgen getan habe!“, grinste er schelmisch und zwinkerte mir zu und ich kicherte auf. „Aber ich komme morgen Abend zu euch! Ich hoffe, es wird nicht zu spät und ich bin froh, dass du gehst, hier wird es zu gefährlich, wenn Bella wüten wird! Vater, Severus und ich werden mit dir aufbrechen, wir begeben uns noch heute und sofort zum Lord um ihn zu informieren und die nächsten Schritte zu besprechen. Das wird eine kurze Nacht!“, legte er nun seine Stirn an meine und seufzte auf.

„Draco, tut es dir leid, dass ich Narcissa….!“, da zuckte er zurück und sah mich feurig an.

„Sprich das nicht aus, Hermione! Nein, das tut es nicht, wenn du sie nicht getötet hättest, hätte ich sie wohl im Kerker zu Tode gefoltert. Niemand versucht dich zu töten ohne, dass ich es ihm mit selber Münze heimzahle, Niemand! Verstehst du, wenn du das nicht gefordert hättest, wäre sie über kurz oder lang eh geschehen! Ich war nur schockiert heute, das du das auch so siehst, selbst mir scheint der Fehler zu unterlaufen und ich unterschätze deine Rachsucht!“, erklärte er mir seine Gefühle und Ansichten und ich war recht froh darüber, wie er es sah, das tat meinem Gewissen unheimlich gut.

„Ach Draco, es war gar nicht so die Rachsucht, wie du sagst, sondern eisiges Kalkül, wenn ich sie hätte weiter hier leben lassen, hätte sie immer Probleme gemacht und hätte bedeutet, das wäre für uns Vier viel zu gefährlich gewesen. Höchstwahrscheinlich hätte sie versucht ihre Schwester hier einzuquartieren oder dergleichen, auf das diese mich findet und häutet!“, meinte ich da ruhig und Draco warf den Kopf in den Nacken und lachte laut auf.

„Wo du Recht hast! Nun muss ich den trauernden Sohn spielen, bähhh…aber nun gut, das werde ich schon schaukeln! Grüß alle von mir, selbst Potter, dafür bin ich viel zu gut drauf! Hast du alles?!“, nahm er meine Hand und sah mich fragend an. Wir sprachen Lucius Anspielung, dass ich zu IHNEN passte, nicht an, mir schien es so als wollte Draco erst mit Severus darüber reden, was mir Recht war, da ich mir hierzu erst in aller Ruhe Gedanken machen wollte, da sich dabei eine eisige Kälte um mein Herz zu schließen drohte, wenn ich daran dachte.

„Ähm, ja, ich hab die Tasche hier bei mir!“, und so zog er mich zur Tür und im Entree warteten schon zwei Männer in langen, schweren, pechschwarzen DeathEater Mäntel und hielten ihre Masken in der Hand. Es sah, beeindruckend und schauerlich zugleich aus, wie sie in der steinernen, mittelalterlichen Eingangshalle warteten und uns entgegensahen während wir die Treppen herabgingen.

„Hier Draco….dein Mantel!“, legte er seinem Sohn genauso einen Mantel um und ich stand in meinem grauen Kleid daneben und besah mir meine drei Männer stolz und so bekannte ich:

„Ihr seht sehr gut aus, alle drei! Imposant, Beeindruckend, Ehrfurcht gebietend!“ Ich schenkte ihnen, zu meinem Leidwesen, verlangende Blicke, hey ich war auch nur eine Frau und so viel geballtes Testosteron auf einmal wirkte auch auf mich!

„Wie schön, dass dir unser Anblick zusagt, Hermione. Ich kenne viele, die nun schreiend davon rennen würden!“, ließ sich Severus zynisch vernehmen.

„Wer sagt, dass ich normal bin, wenn ich es wäre, dann wäre ich schon vor langer Zeit davongelaufen!“, gab ich locker zu bedenken.

„Ist es das jetzt nicht was du tust?“, ging unser Schlagabtausch weiter.

„MHMH…guter Einwand, aber nein, gerade du müsstest das doch sehen das mein taktischer Rückzug das sinnvollste ist, außerdem muss ich in die Blackbibliotehek und die ist nun mal in meinem Haus….also nein, nicht wirklich!“, wiegelte ich ab, sah aber seine wissenden Blicke, das er dies richtig sah, da ich ihn zu viel gereizt hatte. Ich glaub, es gefiel ihm und er sonnte sich in seinem Sieg, aber so leicht würde ich ihn nicht über mich gewinnen lassen und ich wusste, wie ich ihn treffen konnte.

„Draco, ich freue mich, wenn du morgen Nacht kommst, wirst du versuchen jede Nacht bei mir zu verbringen?“, fragte ich lächelnd nach und konnte richtig sehen, wie sich die Pupillen in Zeitlupe bei Severus weiteten und es ihm gar nicht passte, das Draco mir so nun wieder noch näher kam, während er weiter weg war.

„Ja, Liebling, das werde ich!“, gab er ruhig als Antwort.

„Nun gut, wir müssen los, kommt ihr! Und Hermione, eine Woche, dann sind die Feierlichkeiten, die Beerdigung und die Kondolenzen so weit abgeschlossen, das ich dich wieder hier erwarte, lass mich dich nicht suchen oder holen müssen!“, drohte er sehr liebenswürdige. Ich schenkte Lucius ein offenes Lächeln und knickste leicht vor ihm:

„Wie du wünscht, danke für die Woche, Lucius!“, hauchte ich ihm dankbar entgegen.

Wir schritten in der kühlen Abendluft die Auffahrt entlang, da ich nicht vom Haus aus apparieren konnte, was für eine Diskriminierung.

Draco küsste liebevoll meine Stirn, Lucius zärtlich meine Wange, diese beiden Berührungen waren nicht ohne und ich hörte wie Lucius tief einatmete, als er sich zu mir beugte und Severus schenkte mir ein zynisches Lächeln. Dann setzten er und Lucius ihre unheimlichen Masken auf und Draco zog seinen Kapuze weit ins Gesicht und so verschwanden wir alle und ich materialisierte mich unter der alten Eiche, sah auf das in tiefe Dunkelheit getauchte, malerische Cottage. Ich konnte gar nicht fassen, das dies das selbe Leben war, nach dem ich wieder schreckliches getan hatte, sollte ich nun diese Idyll mit meiner beschmutzenden Anwesenheit zerstören, zog mir eine Gänsehaut auf.

Aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht gehen würde, mich abschrecken ließe, denn ich wusste sie, diese Menschen da drinnen würden mir guttun, sehr gut sogar. So schritt ich zügig auf das Cottage zu und sah den Schein der Kerzen aus den Fenstern einladend leuchten und betrat das kleine Haus schnell. Heute hatte sich, passend zu meiner Stimmung, das schöne Wetter zum Abend hin verzogen und eine frische, sehr steife Brise war aufgezogen, die mir kalt um die Nase wehte. So beeilte ich mich in das warme, freundlich Cottage zu kommen, hörte schon an der Tür, die ich geräuschlos öffnete und schloss, das laute und fröhlich Zusammensein der Anderen.

Ihr gutgelauntes Lachen schallte durch das kleine Haus und ich stand kurz mit geschlossenen Augen in der Diele und ließ diese gemütliche Stimmung über mich hinweg spülen, versuchte zu verdrängen, da ich mich wirklich von allem immer mehr wegbewegte und auch die Furcht zu vertreiben, mich am Ende ganz zu verlieren, den ich spielte ein sehr waghalsiges Spiel. Nach der grausamen Erkenntnis des Nachmittags, war ich mir gar nicht sicher, absolut nicht mehr, ob ich danach noch „ich“ sein würde, oder etwas ganz anderes!

Und diese Erkenntnis, die ich in ihrer Konsequenz schon immer geahnt hatte, sie dann aber auch direkt zu ersehen, das war dann schon heftig. Aber gut, das war ich ja gewöhnt, schnaubte ich a la Severus!

Ich ging nun in das Wohnzimmer und sank erschlagen auf meinen Sessel, hörte die anderen lustig aus der Küche und als ich so da saß und den anderen mit geschlossenen Ohren lauschte, überkam mich eine tiefe, innere Ruhe und der Frieden, den ich nach zwei Mordanschlägen, einem Mord, einer körperlichen Züchtigung und einem…gut lassen wir das …nach all diesen Dingen, war ich einfach nur froh, nicht immer die Unnahbare, die Taffe sein zu müssen, den Spielen tat ich das nicht, ich war es! Aber immer konnte man es halt leider nicht sein!

So fand ich in den paar Minuten schneller meine Mitte, meine Kraft und meine Stärke, als erwartet wieder. Schön, dass ich mich zu gut kannte und wusste und erkannt hatte, dass ich abstand brauchte, wenn auch nur kurz, um mich wiederzufinden. Ich konnte regelrecht spüren wie sich meine leeren Akkus in Sekundenschnelle wieder aufbauten, fühle wie ich wieder erstarkte, auch und vor allem, Mental. Ein zufriedenes Lächeln legte sich auf meine zuvor so verspannten Gesichtszüge, ich durfte mein Ziel nicht aus den Augen verlieren, nur die Methoden dieses zu erreichen, würden wohl noch mehr Engagement meinerseits erfordern. Ich merkte, wie sich meine Gedanken klärten und das an sich doch alles Gewünscht verlief, es gab keinen Grund sich rein zu steigern, ich sollte dankbar sein und zum Teufel endlich versuchen, die Abhängigkeit der Männer für mich zu nützen und nicht mich benützen zu lassen. Wenn ich es geschickt anstellte, könnte ich die sein, die sie in der Hand hatte und nicht ich wäre länger ihre Spielpuppe. Ich war mir sicher, sogar Lucius würde ich um den Finger wickeln können, sein Verhalten mir gegenüber entsprach ganz sicher nicht seinen normalen Gepflogenheiten. Genau diesen Gedanken sollte ich versuchen zu verfolgen, freute ich mich das, es die richtige Entscheidung gewesen war hierher zu kommen.

Doch plötzlich überrollte mich wie ein Tornado ein lauter Schrei.

„WWWWAÄÄÄÄHHHH….was …Hermione!“, hörte ich den spitzen Schrei, der mich zusammenzucken ließ, mir klappten die Augen auf und ich blickte in Freds blasses Gesicht, der sich ähnlich erschrocken hatte über mich, wie ich mich über sein Gekreische und so fasste ich mir beruhigend an mein pochendes Herz.

„Fred, willst du, dass ich einen Schock erleide?“, fragte ich atemlos.

„Um Gottes willen, du einen Schock?“, kam es belämmert von Fred. „Was hab dann ich?“, kratzte er sich am rot leuchtenden Kopf.

„Dein Brüllen hätte mich umbringen können!“, sah ich wie nun alle durch den Durchgang drängten, um zu uns zu kommen und da sah ich sie alle, die ganze bunte Meute und ich spürte wie sich mein erkaltetes Herz erwärmte und hätte wohlig aufstöhnen können, es tat gut sie zu sehen.

Harry, der wirklich gut aussah, Blaise, gutaussehend wie immer und mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen und dank seiner dunklen Haut sehr frisch aussehend, Daphne, noch hübscher, mit funkelnden Augen und Astoria, sehr aufgeweckt durch die Gegend schauend.

Und die Twins…meine Twins, die sahen mich nur gespannt an und man erkannte sie kannten diese Hermione hier am besten, besser als alle anderen. Denn, dass ich hier nur Ruhe gesucht hatte, fanden sie wohl ungewöhnlich, wo sie wiederrum Recht hatten.

„Hermione!?!“, hörte ich da Harry besorgt sagen und er sah mich aufmerksam an, worauf ich nett lächelte.

„Wo ist Draco?“, fragte da George besorgt nach und ging auf mich zu. „Und warum sitzt du hier so allein, was ist passiert!“, zeigte sich auch Fred sehr einfühlsam und ging auch näher und das Lachen verschwand aus den Gesichtern der anderen.

„Nichts…nichts schlimmes, nur der normale Wahnsinn! Ich habe eine Woche Freiheit, mehr oder weniger!“, sog ich tief die Luft ein.

„Wo ist Draco?“, bohrte nun Blaise unnachgiebig nach und ich sah seine Sorge im Blick und nickte nur. Alle setzten sich nun, nur Daphne machte kehrt und flitzte in die Küche, ich sah ihr nach, aber da kam Harry zu mir und setzte sich neben mich, sah mich fragend an und schenkte mir ein zurückhaltendes Lächeln.

„Das tut nichts zur Sache….später! Erzählt mir lieber was ihr so macht!“, bat ich nun und war froh als sie es taten, auch wenn ihre Blicke eine andere Sprache erzählten, wollten sie mir anscheinend, die von mir erbetene Schonfrist zugestehen, denn es fiel mir nicht leicht vor ihnen allen zuzugeben, dass ich Narcissa ermordet hatte, also jetzt mal im ernst….das erzählte man niemandem gerne, sind wir realistisch!

„Es läuft toll, unser Geschäft floriert! Es ist der Wahnsinn, vergiss Zonko! Pah…..wir werden ihn wohl bald schlucken können, oder wir eröffnen eine eigene Filiale in Hogesmeade!“, prahlte nun Fred mit stolzgeschwellter Brust und haucht nun George einen dicken, fetten und sehr überschwänglichen Schmatz auf die Wange, der gerade Astoria zum Kichern brachte.

„So gut läuft es?“, zeigte ich mein erstaunen. „Das wird Draco sehr freuen und interessieren!“

„Oh Schönste, es läuft noch besser, wir haben viele Erfindungen und Ideen, die wir Euch vorstellen müssen!“, kam es aufgeregt weiter von Fred und ich konnte nur huldvoll nicken und ihnen ein gehobenen Mundwinkel zeigen, da ich mich gerade fragte, wie ich das alles erzählen sollte.

„Das ist schön, dann warten wir damit auf Draco!“, blieb ich beherrscht, hatte ich mir wohl doch schon echt zu viel von den Schlangen abgeschaut, da sich alle untereinander komische Blicke zuwarfen, aber das war verständlich. Daphne kam mit einem Teller Sandwiches und trinken durch die Tür. Mir fiel es jetzt erst auf, sie trug Jeans und ein Tunikatop, sie sah… wow, toll aus, da war wohl jemand einkaufen gewesen und sie benahm sich wie die MAMA, was ich zu süß fand. So dankte ich ihr mit einem Nicken und nahm einen Schluck von dem Eistee, den sie mir hingestellt hatte. Ein leichtes Schmunzeln entkam mir, ich saß in meinem, einer Reinblütigen angemessenen, verhüllenden, einem Sack gleichenden Kleid sittsam da und sie hatte endlich diese walle, walle Kleider abgelegt, das Schicksal ging manchmal zu seltsame Wege.

„Sag mal Schönste, was hast du da für einen Kartoffelsack an?“, kam es von Fred irre charmant und einige riss es bei dieser Aussage und ich legte den Kopf in den Nacken und lacht laut und befreit auf, wo er recht hatte. Mir kamen fast die Tränen, so lachte ich und alle sahen mir dabei stumm zu, es war auch zu komisch, das er dieselben Gedankengänge hatte wie ich, fand ich es irre lustig.

„….mhmh…puhhh…es ist immer wieder schön hier zu sein, warum? Ist viel passiert, dachte es wäre mal Zeit, mit den reizen zu geizen!“, machte ich daraus einen Witz.

„Sicher, dass es dir gut geht?“, forschte Blaise besorgt nach und Harry ließ mich nicht einmal aus dem Auge.

„Ja, sicher, aber nun erzählt mir bitte, wie läuft das Training, oder macht ihr keines?“, wollte ich nun ganz bewusst ablenken und wischte mir die Lachtränen aus dem Auge.

„Hey, natürlich machen wir das Training, dank unserem Drill-Sergeant Blaise! Der lässt uns jetzt nun mit Harry zusammen jeden Morgen zum Joggen antreten, echt zum kotzen ist das! Dann, wenn wir von der Arbeit kommen, jagt er uns über die Matten im Nahkampf!“, eschauffierte sich Fred und zeigte sehr traurige, braune Hundeaugen, was mich auf kichern ließ.

„Sehr schön Blaise, das höre ich gerne! Was tust du noch?“, holte ich mir nun einen Rapport von ihm.

„Ja, nun ich dachte wenn ich leiden muss, sollen es alle und ich gebe es ja zu, es hilft die Kondition zu verbessern. Die drei hier, unterrichte ich im Zaubern, wenn die red devils weg sind! Dafür waren wir alle, bis auf Harry, noch einmal in der Knockturn Alley und ich hab den Damen, zweit Stäbe besorgt! Wie uns jetzt erst klar wurde, sieht es so aus, das nur die Jungs standardmäßig von der Familie aus die zweiten Stäbe bekommen, aber nun gut, sie haben nun welche, mit denen sie zaubern können und alle hier sind sehr begabt! Gerade Harry hier scheint eine Begabung in der schwarzen Magie zu haben!“, zeigte er Zähne wie bei einem Haifischgrinsen, das er nun trug und ihn gefährlich wirken ließ und seine Brust reckte sich stolz herauf und ich blickte betont stolz zu Harry.

„Ist das wahr, wunderbar, wie findest du diesen Zweig der Magie?“, fragte ich nun direkt Harry, der etwas rot geworden war, mir aber fest aus seinen Brillengläsern entgegen sah.

„Nun… bis vor kurzem hätte ich wohl noch gesagt, zu meiner Schande, zu gut!!! Nun sage ich, es gefällt mir wirklich gut! Und ich bin stolz, diese Magie zu beherrschen! Danke, dass du es ermöglicht hast mir auch diesen Zweig nahe zu bringen. Es erweitert, wie ich eingestehen muss, unheimlich den Horizont und es ist dumm alles von vornherein zu verteufeln. Man sollte sich erst damit auseinandergesetzten und sich eine Meinung bilden, aufgrund von Fakten und Tatsachen einen Entscheidung treffen, nicht vom Hörensagen, das habe ich dabei erkannt!“, erklärte er ruhig und ich musste aufpassen das mir bei Harrys so offensichtlich erwachsenen, ruhigen und sehr überlegten Worten nicht die Kinnlade aufklappte.

Ich war sprachlos und baff, erstaunt. „Ich …oder auch viele andere, sind in unseren vorgefassten Meinungen sehr arrogant und selbstherrlich. Ich habe erkannt, dass ich dies an Petunia immer so verachtet habe, aber seit dem ich in dieser Welt bin, wie von selbst, es auf die schwarze Magie angewandt habe, keine schöne Erkenntnis, aber eine die mich wohl wieder einen Teil hat erwachsen werden lassen!“, hatte er dann ernst weitergesprochen und ich konnte mich so wieder fangen!

„Harry….das…das ist….!“, wedelte ich aufgeregt mit meiner Hand durch die Luft, das er das so sah war einfach großartig.

„Warte mal bis du seinen Patronus siehst!“, krähte da Astoria dazwischen und ich sah wie die Twins sich mühsam am Riemen reißen mussten um sich nicht auf dem Boden zu kullern. Sie liefen gerade puterrot an und auch Blaise biss sich fest auf die Lippen und selbst Daphne schein sich schwer zu tun nicht erheitert zu wirkten und presste ihre Lippen fest aufeinander. Ich musste bei dem verkrampften Anblick echt schmunzeln und so wandte ich mich begehrlich zu Harry, um dieses Geheimnis zu erfahren! Und ich sah, wie er seinen Kopf verzweifelt in den Händen barg und leidend stöhnte, was mich auflachen ließ, die schienen in den Ferien ihren Spaß zu haben!

„Was ist es, jetzt bin ich sehr Neugierig!“, brachte ich es auf den Punkt und Harry macht mich wider stolz, er sog seinen Stab aus seinem unsichtbaren Holster, das er auch am Arm trug, er lernte, aber wie, und zielte in den Raum, wisperte nun:

„expecto patronum“, und schon schoss ein grauer Strahl aus seinem Eibenholzstab, aus dem grauweißen Nebel begann sich eine Gestalt herauszubildenden, die auch ich nur mit großen, runden, sehr überraschten Augen anstarren konnte. Unter Anbetracht, das sein anderes Tier, der Hirsch, ein Beutetier, ein Fluchttier war, war das hier und dann auch noch dieses, eine wahrliche Überraschung und alle kicherten verhalten, mühsam unterdrückt und auch ich konnte nun nicht mehr und lachte schallend los, was Harry gequält das Gesicht verziehen ließ, es war aber auch zu herrlich. Die Twins waren raffgierige, kleine Nager, die sehr bösartig werden konnten, wie uns ihre zwei Eichhörnchen vor Augen geführt hatten, aber das hier war einfach köstlich. Draco würde Harry damit bis zum Sankt Nimmerleinstag aufziehen, genau das sollte ich vielleicht besser verschweigen.

Um es auf den Punkt zu bringen, es war eine Tüpfelhyäne, die uns da an hechelte mit dem schiefgelegen Kopf und der langen Zunge, die zur Seite hing, die großen Ohren neugierig gespitzt und da fiel es einem doch schwer, ernst zu bleiben.

Die Hyäne hatte lange und kräftige Vorderbeine, anders als die stämmigeren, kürzeren Hinterbeine, wodurch der Rücken nach hinten abfiel. Die Tüpfelhyäne von Harry war sehr groß und beeindruckend, da dies die größte der drei Hyänenarten war und sie wirkte wahrlich nicht klein, sondern auch sehr gut gewaschen und recht schwer, so gut 80 Kilogramm, schätzte ich sie. Die Deckhaare wirkten rau, und die Fellfarbe war stark gefleckt und der kurze, buschige Schwanz schlug durch die Gegend.

Als ich mich beruhigte sah ich Harrys unglückliches Gesicht und spielte mal gleich wieder die Besserwisserin, um ihm die Scheu vor seinem Tier zu nehmen.

„Harry, das mag überraschend sein, aber die Tüpfelhyäne ist jetzt nichts wofür man sich schämen muss, schau an wie lieb sie guckt….“, zeigte ich mit dem Zeigefinger auf das aufgeweckte Tier.

„Lieb gucken, die schaut aus als hätte sie Hunger!“, rief er aus, was die Twins laut aufjaulen ließ vor Erheiterung und auch mich erheiterte.

„Also, jetzt hört mal zu und lauscht meiner Weisheit, das da ist ein aktiver Jäger, der die Beute selbst erlegt, kein reiner Aasfresser, so wie die Streifen- oder Schabrackenhyäne! Er ist ein extrem ausdauernder Jäger! Oder auch sehr verschlagen, da sie Kleptoparasitismus betreiben….“, wollte ich weitermachen als mich Astoria unterbrach:

„Äh…bitte…was ist das!“, was ihr wieder ein böses Funkeln ihrer Schwester einbracht und ich warf ihr einen strafenden Blick zu.

„Astoria, wenn Draco hier wäre….tsetse, …was Kleptoparasitismus ist? Das heißt sie sind so dreist und jagen anderen Fleischfressern auch noch deren Beute ab….wackrere, tapfere Viecher, diese Hyänen! Sie haben keine Angst! Im Rudel, stellen sie sich auch Elefanten, auch wenn sie Huftiere bevorzugen, sorry Harry, aber dein Hirsch hätte wohl keine Chance. Selbst vor Menschen würden sie nicht haltmachen, wenn es nötig ist! Ihr seht, ernstzunehmende, nur sehr oft unterschätzte, Tiere. Und Harry, hier kommt doch noch Gryffindor durch, auch wenn sie ein hundeähnliches Äußeres haben, werden sie den Katzenarten eingegliedert“, beendete ich meine Wissensstunde und schenkte ihm ein stolzes Lächeln.

„Wow…woher du so was immer weißt, aber der Ruf von den Viechern ist echt schlecht, wir haben uns alle weggeschmissen als Harry dies da produziert hat!“, erklärte George.

„Verständlich, in der Mythologie genießen sie keinen guten Ruf, werden als grausame, gefährliche Tiere dargestellt, aber nun Harry… wir haben wohl einiges von dir zu erwarten, unter Anbetracht das ich ja die Krähe habe, eine Todesbotin, was ich mal als durchwegs passend bezeichnen würde!“, meinte ich da sehr ehrlich aber doch leicht ironisch, als ich an Narcissa dachte.

„Nein, du hast Recht, Hermione ich sollte mich nicht schämen, für das was ich anscheinend bin! Und das ist wohl auch ein Raubtier. Ich will mich ja nicht mehr von so was beeinflussen lassen! Ich glaub, ich kann sie mögen, zeigt sie mir doch was wohl alles in mir stecken kann!“, kam es erwachsenen von Harry, er schockte mich gerade sehr und so sagt ich:

„Okay, was habt ihr mit dem Jungen gemacht?“, fasste ich die Jungs taxierend ins Auge.

„Mann, Hermione ich würde wohl eher jungen Mann sagen!“, beschied mir Blaise mit einem hintersinnigen Lächeln und ich versuchte zu sehen, ob ich das richtig verstand, ob er mit dieser Anspielung das meinte was ich dahinter verstand. So runzelte ich die Stirn und sah wie zwei Personen knallrot anliefen und meine Vermutung damit bestätigten, ich war überwältigt!

„Nein, das ist jetzt nicht euer ernst, oder!“, fragte ich schockiert nach!

„Doch!“, rief Fred aufgedreht und klatschte in die Hände, während sich Daphne an Harrys Schulter kuschelte und ihr knallrotes Gesicht in seiner Halsbeuge versteckte! Er legte nun schützend seinen Arm über ihre Schulter, ganz der Gentleman.

„Aber wie?!“, nahm ich auf Harrys und Daphnes Peinlichkeit und Scham keine Rücksicht, würde hier in der Runde eh keiner tun, die alle nur ein dreckiges verschmitztes Grinsen zeigten. Als George ohne Rücksicht begann mich einzuweihen:

„Nun das war so, die zwei waren in ihrer Unentschlossenheit echt nicht auszuhalten, so gehemmt und prüde, da haben wir uns entschieden einzugreifen. Wir haben beiden ihre Stäbe abgenommen….seitdem trägt Harry, hier seine beiden Stäbe immer bei sich, er meint er sei lernfähig und bei solchen Freunden …..lassen wir das! Wir haben uns etwas ausgedacht, nachdem es echt nicht mehr auszuhalten war, die Zwei sind uns gefährlich auf die Nerven gegangen, mit ihrer rum Tanzerei und Tändelei, echt… das wurde nicht von Tag zu Tag, nein von Sekunde zu Sekunde schlimmer! Aber den Mut, den letzten Schritt zu tun…ach… also Astoria hat Daphnes Zimmer sehr stimmungsvoll gestaltet…Schampus, Kerzen, Musik, blablabla….dann hat Blaise Harry hochgelockt, Astoria Daphne und wir haben sie ins das Zimmer gesperrt….!“, grinsten alle sehr fies. „Und nicht mehr rausgelassen!“, zeigte George ein sehr diabolisches Grinsen.

„Nun, lass es mich mal so sagen: Astoria schläft nun bei mir und Harry und Daphne teilen sich seitdem ein Zimmer und ein …Bett!“, kicherte Blaise und Daphne stöhnte verschämt auf. Harry wisperte etwas lächelnd in ihr Haar, zu süß die beiden, die hatten eine Liebesromanze und auch wenn ich Draco liebte, aber für Romantik und wie hatte George so schön gesagt, für blabla war ich nicht zu haben, wie langweilig, aber den beiden gönnte ich ihr Glück, von ganzem Herzen!

„Nun Harry, Gratulation zu deiner reizenden Freundin, ich freue mich….aber nun zu dir Blaise. Ich bin erstaunt, das Daphne es zulässt das Astoria bei dir schläft oder sollte ich eher Fragen mit dir?“, schaffte ich es nun Astoria mit meiner Offenheit die Schamesröte ins Gesicht zu treiben, aber nicht bei Blaise, der lehnte sich nur entspannt zurück und schenkte mir einen glühenden Blick.

„Ein Gentleman genießt und schweigt!“, hüllte er sich in Schweigen, und ich wäre die Letzte, die mehr fordern würde und so nickte ich nur. Das würde ich Draco überlassen, der würde Blaise nicht so schnell entkommen lassen, sollte er sich doch in Sicherheit wiegen, in der er sich nicht befand. Wie es schien hatte hier eher der Frühling Einzug gehalten, den der Sommer, dachte ich sarkastisch und da wandte ich mich wahrlich erfreut an Harry, das waren tolle Neuigkeiten, diese „Tat“, schien ihn noch erwachsener gemacht zu haben.

„Harry, ich bin baff, aber ich freu mich so!“, freute ich mich sehr, das zeigte ich auch gerade und da erhob er sich, löste sich sanft von Daphne, kam zu mir und umarmte mich, beugte sich hinab und nahm mich fest in dem Arm. Ich genoss es ihn so nah zu spüren und ich roch diesen frischen Zitronengeruch, den er immer verströmte und den ich so gerne roch, so ließ ich mich voll und ganz in seiner Umarmung fallen!

„Danke Hermione, ohne dich hätte ich das alles nicht, nur dank dir, ich….du bist die Beste!“, küsste er nun meine Schläfe, als wir ein ängstliches Keuchen hörten, und das scharfe Luftholen der anderen.

Da ließ Harry schnell von mir ab und wich erschrocken zurück, um zu sehen was die anderen hatten, als wir in dem Türrahmen einen großen, finsteren Vermummten sahen, der den pechschwarzen, schweren Mantel der DeathEater trug. Der sich nun auch blitzschnell bewegte, auf mich zukam und mich packte, aus dem Sitz zog, sich selbst dabei in einer fließenden Bewegung in den Sessel fallen ließ und mich mit sich zog. Ich landete auf seinem Schoß und seine starken Arme umfingen mich besitzergreifend.

Ich hatte sofort gewusst, dass dies Draco war, es war nun Mitternacht wie es schien war er eher entlassen worden als erwartet, auf der anderen Seite war er noch nicht initiiert und somit nicht vertrauenswürdig und so zog ich die Beine an und kuschelte mich in seine Arme barg mein Gesicht in dem weichen Stoff, des ihn verhüllenden Mantels.

„Wer ist das, …Draco?“, fasste sich Blaise und ich strich Draco bei diesem Worten wortlos die Kapuze vom Kopf und enthüllte weißblondes, leuchtendes Haar.

„Bist du jetzt doch ein DeathEater?“, zischte Harry aufgeregt und funkelte Draco misstrauisch an.

Draco stöhnte nur auf, während er sein Gesicht in meinem Haar vergrub und ich atmete tief ein, was war geschehen das es Draco so sehr beschäftigte, was hatte ich nicht bedacht was kam nun? Was setzte Draco so zu, das er heute schon zu mir kam und so sprachlos erschien?

Spielte ich Gedankenverloren mit seinem weißblonden Haar, fragte ich mich und dann kam der Gedankenblitz und ich wünschte, ich hätte ihn nicht gehabt. So schluckte ich schwer, wedelte nur beruhigend zu Harry mit meiner Hand und legte sie dann sanft an die Wange von Draco und strich mit meinen Daumen darüber, wissend meine nächsten Worte würden für ein Beben in dem kleinen Cottage führen, aber die Zeit für neue Wahrheiten war gekommen.
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BeitragThema: Re: Kapitel 121-122   Do Feb 09, 2012 4:02 am

122. Kapitel Letzte Wahrheiten


„Wie ich sehe, war der Dark Lord erfreut!“, kam es kalt von mir, es zischte laut als alle erschrocken Luft holten, da ich so bestätigte wo Draco gewesen war, aber auch wie ich gleichmütig damit umging. Draco lachte trocken auf, sagte aber nichts. „Oh, wie es scheint war er zufrieden? Aber so wie du wirkst, ist etwas schiefgegangen,… er will mich?“, fragte ich nun und klang ernst, aber gefasst, als ich Daphne einen leisen, ängstlichen Ruf ausstoßen hörte, ansonsten herrschte Grabesstille in dem ansonsten so fröhlichen Raum.

„Scheiße! Ja Hermione, er fand, nachdem er erkannte was Narcissas Tod für ihn…“, wurde er unterbrochen, als er den Tod seiner Mutter so lapidar erwähnte. Er erstickte diese Störung nur durch einen Blick aus seinen stahlgrauen, kalten, unbeugsamen Augen noch im Keim und sprach weiter:

„… und für Vater positives bedeutet, war ihm Bellas Gekeife recht egal,…das einzig lustige… sie hat so lange weiter genörgelt, bis er sie mit einigen Flüchen, sehr schmerzhaften Flüchen, aus dem Saal gejagt hat, das war herrlich… einer der schönen Momente….aber dann, nun Hemrione, er weiß das er keinen solchen Auftrag gegeben hat. Also wünscht er zu wissen, wer Mutter umgebracht hat….Vater ist da kurz fast die Maske verrutscht. Ich hätte nie gedacht, dass er dich so schützen können möchte, aber, er hat sich Zeit erbeten, bis zu der Intonierungsfeier, wenn ich das Mal erhalte!“, erzählte er leicht erregt, alle blickten nun erschrocken und schockiert und hatten die Münder zu schmalen Strichen zusammengepresst.

„War ja klar! Aber ich bin mir sicher, das Lucius schon davor mit dem Gedanken gespielt hat, erinnere dich an den Satz im Salon….er will mich in den Reihen der DeathEater!“, gab ich eiskalt zu bedenken, innerlich erfasste mich eisige Kälte und ich unterdrückte den Impuls mich ängstlich zu schütteln, aber ich erkannte auch die Möglichkeiten genauso wie die Gefahr für mich. Das würde ein höchst gefährlicher Akt werden. Lucius war ein, wahrlich alles in Betracht ziehender, gefühlloser Stratege, ich ein Mudblood in den Reihen der DeathEater, eigentlich unmöglich, eine vollkommen nicht in Betracht zu ziehende Möglichkeit, aber gerade deshalb wohl so genial und brillant in ihrer Konsequenz!

Wer würde so etwas vermuten? Wer damit rechnen?

Dies war die perfekte Tarnung und ich die bestmögliche, versteckte Waffe, die die besten Jobs machen könnte. Ja Lucius war in dieser Beziehung brandgefährlich. Er ließ sich in seinen Gedankengängen von nichts einschränken, da gab es solche Wörter wie: „Das geht nicht!“ wohl nicht, er würde antworten: „Nichts, ist unmöglich, es gibt immer einen Weg, das Unmögliche, möglich zu machen!“, und genau das schien er mit mir nun vorzuhaben, nachdem er im Salon erkannte, was ich alles konnte. Und er wusste immer noch nicht alles und doch hatte er mich als Mehrwert gesehen und wenn er dies tat, würde der Lord dies auch tun und sich von seiner Sichtweise der Dinge überzeugen lassen, falls das überhaupt nötig war.

Selbst ich wusste wie ich den Lord von mir würde überzeugen können, sodass er mich weder töten würde noch gefangen nehmen, sondern sich hocherfreut zeigen würde mir sein Zeichen einzubrennen. Nicht nur das ich kämpfen konnte, nein ich bot ihm etwas was sonst nur Severus bot, das Können des Brauens, ja aber auch das Entwickeln und Entwerfern von Flüchen….und noch in etwas anderem wäre ich für ihn sehr wertvoll, hatte nie jemand gesagt, das ich nicht unter den DeathEatern Karriere machen konnte, dachte ich sehr pragmatisch, aber auch sehr zynisch.

Wenn es an der Zeit wäre, würde ich mich dem Stellen, das Kind würden wir schon geschaukelt bekommen und auch das Harry vor mir sicher war, da würde mir schon was einfallen, und da kam mir auch schon ein Gedanke….Ja, wenn sich die Anzeichen verdichten würden, dass mir dieses Schicksal drohte, wusste ich wie ich Harry vor mir schützen könnte und auch müsste!

„Lucius…. Dark Lord???“, echote Harry entsetzt und ich warf ihn nur einen kurzen Blick zu, da mich das schrille Klingeln darin, aus meinen hochinteressanten Gedanken geholt hatte.

„Harry, ich habe dir versprochen ehrlich zu sein und das bin ich nun, also bleib ruhig, …ich glaube ich muss dir was sagen.… Draco war so freundlich mich an Weihnachten in die Familie Malfoy aufzunehmen. Ich gehöre nun zu ihnen, wenn du so willst heiße ich jetzt auch so!“, versuchte ich ein verunglücktes Lächeln und sah in ein erschüttertes Gesicht, das gerade gar nichts verstand, hingegen die Schwestern sahen nur überrumpelt aus.

„HÄÄÄÄÄ???“, kam es wahrlich intelligenten von Harry und Draco lachte rau auf, drückt mich fest an sich und schien Harrys Unwissenheit zu genießen.

„Das heißt Potter, ich habe sie gezeichnet, sie wird sich aber nicht vor dir ausziehen!“, versuchte es nun Draco versnobt zu erklären und die Mädels schlugen sich im Verstehen die Hand vor den Mund und hauchten „Heftig….echt….nein! Oh, Merlin! So was gibt es noch?“.

Die Twins und Blaise waren bei dieser Offenbarung, die für sie keine war, regelrecht gleichgültig, aber Narcissa und der Lord schien sie zu beschäftigen, so wie sie ihre Stirn in Falten legten.

„Harry, wie du sehr wohl weißt, habe ich dir noch nicht alles gesagt, nun dies ist eins davon, ich trage hier…“, legte hier meine Hand auf meinen Bauch „…eine Tätowierung, die mir Draco mit seinem Blut eingebrannt hat. Sie zeigt ein „M“, daher bin ich seit dem eine Malfoy. Ich lebe im Manor….Lucius, ist mein Familienoberhaupt…..“, wollte ich weitererzählen, als Harry spontan aufsprang und an den Couchtisch stieß, die Gläser klirrten und wackelten gefährlich, als er auffuhr:

„BITTTEEEE… WWASSSS, du bist…..WAS…..heißt DAS??? ……WAS…soll das!!!!!!!!!! Ich dachte es könnte nicht mehr schlimmer kommen!“, wütete er mit blitzenden Augen als ich noch immer entspannt auf Dracos Schoss saß, der beständig ruhig meinen Rücken streichelte und sich so von Harrys Wutausbruch wahrlich unbeeindruckt zeigte.

„Tja Harry, so schlimm ist das gar nicht, zumindest nicht für dich und auch nicht für mich! Du musst wissen, das bedeutet für mich auch Schutz, wie du weißt wollte mich Lucius für einige weniger schöne Spielchen, Draco sah keinen anderen Ausweg…und wollte wohl auch, dass ich den Schutz und auch das Ansehen der Familie Malfoy erhielt! Es gibt viele Gründe dafür und du solltest dich damit ganz schnell abfinden, denn es ist unabänderlich, dies ist ein magisches, untrennbares Band…sorry!“, zuckte ich die Schultern und hatte mich bei der Ansprache immer weiter aufgerichtet, meine Stimme hatte sehr bestimmt geklungen. Dies war eine der Sachen, die indiskutabel waren, da wirklich nicht zu ändern, sich darüber aufzuregen würde so was von nichts bringen.

„Und ihr wisst es?“, ging Harry gar nicht auf mich ein sondern wandte sich aufgebracht an die Twins und Blaise, die nur nicken.

„Ja, von Anfang an Harry, aber wir haben den beiden Recht gegeben, bei dir noch zu warten, da du ein unglaublich aufbrausendes Temperament besitzt, und ehrlich Harry, für Hermione hätte Draco es nicht besser machen können. Denn Malfoy sen. hätte nie Ruhe gegeben, das muss dir doch klar sein?“, erklärte George erstaunlich ruhig und hielt dabei Freds Hand, dieser sah Harry ebenfalls sehr ernst an und nickte. Es war erstaunlich, wie sehr sich die Twins geändert hatten, sie konnten immer noch Unfug, Schalk und Spaß in rauen Mengen versprühen, aber in Situationen wie diesen, waren sie ernsthafte und erstaunlich überlegte, junge Männer geworden, die ihre Verantwortung und Aufgaben sehr ernst nahmen. Sie waren damit gefährliche und nicht zu unterschätzende Gegner oder auch Verbündete, da sie niemand außer uns so kannte und alle anderen dachten, sie nicht vollständig ernstnehmen zu müssen, ein Fehler, wie einige wohl in der Zukunft erkennen würden müssen.

Harry stand da und verstummte aufgrund des Gesagten und dann überraschte er mich mal wieder in dem er es auf den Punkt brachte, den einige wohl bereit waren zu übersehen, aber Harry sah halt leider doch viel und das immer öfter, immer schneller auch er war gereifter und erwachsener als früher.

„AHA…Schutz? Vor Malfoy? Ihr glaubt doch selbst nicht das DER aufgibt!“, kam es zynisch von ihm, wow….er konnte echt überraschen und so überraschte er auch Draco und gerade der, tat was er sonst nie tun würde er stöhnte gequält auf. Und so musste ich leicht Schmunzeln. Draco schien heute seinen menschlichen Tag zu haben, nachdem ihn das Treffen mit dem Dark Lord etwas aus dem Konzept gebracht zu haben schien und so spielte ich beruhigend mit seinem glatten, seidigen Haar im Nacken und strich dabei auch immer wieder über mein Zeichen in Dracos Nacken.

„Wo du recht hast Potter, mein Vater kann echt stur sein!“, bekannte nun Draco mit resignierter Stimme.

„Draco, sag so was nicht, das mit Lucius läuft doch gut!“, wandte ich meinen Blick nun zu Draco und sah ihn eindringlich an, während er sich etwas Freiraum verschaffte und sich mit einer Hand in einer verzweifelten Geste, durch die Haare fuhr.

„Gut….gut, er schlägt dich und dann versuchte er…..wenn Severus nicht gewesen wäre!“, zischte er nun aufgebracht, seine Augen zu Schlitzen verengt.

„WASSS!“, hisste Fred aggressiv auf und ich rollte mit den Augen, hey, das war ein leichtes Klatschen gewesen, man konnte übertreiben.

„Das waren die Gefühle, vergiss nicht er hat mich gerettet und wie! Ohne ihn wäre ich tot! “, gab ich zu bedenken und beachtete die Reaktionen der andern nur am Rand.

„Ich weiß, aber er fordert dafür auch die Schuld bei dir ein….was ist, wenn er dich will?“, flüsterte Draco leise und blickte mich hart und unbeugsam an. Er zeigte mir deutlich, wie sehr ihm dieser Gedanke missfiel und ich schluckte schwer, ich wollte nicht so sehr zwischen Vater und Sohn stehen, wirklich nicht.

„Bitte Draco, denkst du ich bin so einfallslos….aber ich hab schon eine Idee, eine brillante Idee, die das Problem ein für alle Mal lösen sollte, Severus hat mal so eine Andeutung gemacht, das Lucius mich nur einmal will, warum nicht ausnützen und danach endlich seinen Nachtstellungen entgehen!“, meinte ich zweideutig und sehr verschlagen und zeigte ihn ein sehr böses Grinsen.

„Nein, das ….du gehst nicht mit Vater ins Bett, verdammt!“, fuhr er nun laut auf, war wütend und erzürnt, schlug mit der flachen Hand auf die Armlehne des Sessels. Ah …das war doch mal interessant, ich hatte nicht gesagt, das ich das tun wollte, aber nun gut, Draco ließ mal wieder tief blicken. Ich würde schon noch herausfinden was dahinter steckte, dass er bei seinem Vater so vehement dagegen war, sich mit Severus aber abfinden konnte. Meine Vermutung ging ja stark in die Richtung, das er Angst hatte, von seinem Vater ersetzt zu werden, da dieser ihm in vielem so ähnlich war, Severus aber so verschieden zu ihnen. Pah, als wäre ich so wankelmütig, berechnend vielleicht, aber nicht so unbeständig in meinem Tun.

„Selbst wenn, wäre es schlimm?“, harkte ich nach, da ich wissen wollte ob meine Gedanken vorhin richtig waren, ob ich Draco richtig einschätzte. „Würdest du mich danach verbannen und nicht mehr wollen?“, wollte ich begierig wissen.

„Schlimm….! Dich abservieren! Gott bewahre, unter keinen Umständen, außerdem weiß ich das Vater dir nicht das geben kann was du suchst….außer vielleicht Spaß im Bett und… Ansehen, aber du weißt nur im Ansatz wie grausam er sein kann….oder nein, du weißt es höchstwahrscheinlich…hatte deine Flucht aus dem Manor damit zu tun oder auch wegen Severus? Oder wegen dem heute Morgen?“, kannte er mich wohl doch schon zu gut und so forschte er nach.

„Ach, nicht jetzt…..“, wollte ich ablenken, als ich seine Hand an meinem Kinn fühlte, das mich bestimmt wieder zu seinem Gesicht drehte. Dass die Anderen unsere Auseinandersetzung stumm verfolgten, war uns augenscheinlich egal.

„Hat Severus wieder die Kontrolle verloren?“, klirrte seine kalte Stimme nun durch das leise Cottage, selbst Harry fand unsere Diskussion sehr interessant, denn er hatte sich wieder unauffällig gesetzt und ich sprang fast aus Dracos Schoss. Er konnte sich doch nicht denken, dass ich vor der versammelten Mannschaft zugab, das ich mit Severus schon das Bett geteilt hatte, das das…. Hilfe, warum immer ich?

„Draco halt den Mund, du sprichst jetzt nicht weiter, Severus ist meine Angelegenheit, schweig still!“, wandte ich resolut ein und lief nun zur Bar und goss mir einen Feuerwhiskey ein, den brauchte ich jetzt, Severus hatte mich etwas aus dem Geleichgewicht gebracht, dieser Mann machte mich echt fertig und dies nun vor allen zuzugeben, behagte mir gar nicht.

„Also Hermione, wenn du so reagierst, ist er dir wieder zu nahe getreten….ich bring ihn noch eines Tages um!“, zischte er böse und ballte eine Hand reflexartig zur Faust.

„Draco, das wirst du nicht tun! Severus tut nichts was ich nicht will!“, log ich wie gedruckt, was aber Draco nur verärgert die Lippen aufeinanderpressen ließ.

„Das ist ja wohl jetzt nicht dein ernst, nach dem was er sich geleistet hat! Ich durfte dich wieder zusammenflicken! Weißt du was ich mir für Sorgen gemacht habe, er hätte es beinah geschafft dich zu brechen, nachdem er dich….“, unterbrach ich ihn mit einem wütenden Aufschrei.

„Nein!!!! SAG DAS NICHT!“, funkelte ich ihn nun aufgebracht an, die Anderen sahen nur sprachlos zwischen uns hin und her als würden wir ein Tennisballmatch spielen, keiner von ihnen wagte es uns zu unterbrechen, diese neuen Informationen fanden sie wohl zu spannend. Aber meine Stunde der Demütigung und der Schwäche würde ich zu gerne aus meinen Gedanken und aus meiner Erinnerung verbannen, ich hasste es wenn ich so die Kontrolle verlor.

„Draco hör auf! Ich will nicht darüber reden! Respektiere DAS!“, bat ich nun erzwungen ruhig.

„Aber ich dachte, du hättest es überwunden was er dir angetan hat!?!“, fragte er lauernd, ließ seine Blicke aufmerksam über mich wandern und ich hob mein Glas und trank gierig.

„Das habe ich auch! Ich war ja selbst schuld und wusste das es passieren konnte, mit dieser Sache habe ich auch abgeschlossen …..“, aber wie sollte ich den Rest Draco sagen oder auch nur erklären, biss ich mir doch nervös auf die Lippe.

„Pah, daran ist keine Frau selbst schuld und auch du nicht…das hätte nicht passieren dürfen. Aber gut, dann sag mir wenigstens, was er gemacht hat, das du das Manor verlassen wolltest, auch wenn deine Argumente gut waren, so kannst du mich nicht täuschen, Vater vielleicht, aber ich habe Severus Blick gesehen. Was ist vorgefallen während Vater und ich in St.Mungos waren?“, würde der quengelnde Malfoy nicht aufgeben, stöhnte ich auf und stürzte mein nächstes Glas hinunter.

„…ach, Draco! Ich versteh nicht, warum du immer so neugierig sein musst!“, zeigte ich mich betrübt und ließ den Kopf hängen, aber wie gesagt, ich würde ihn nicht anlügen, es war etwas anderes wenn er nicht fragte, aber so….

„…er hat mich wegen Nacissa ausgequetscht, wollte meine Beweggründe, warum ich sie heute ermordet hatte verstehen. Er meinte, ihren ersten Anschlag hätte ich doch eindrucksvoll für mich entschied, gut die Vergiftung von ihr hätte ins Auge gehen können, aber warum ich dann ihren Tod gefordert hatte wollte er unbedingt wissen. Ich nannte ihm die logischen, offensichtlichen Gründe. Ich hätte niemals vor ihr Ruhe gehabt und das kann ich, können wir, nicht gebrauchen in unsere Plänen!...das war ihm nicht genau genug und so bekannte ich, dass ich es auch wegen Sirius….schau nicht so, tat, da sie der mit der Grund war, das es überhaupt so weit kam….nun Severus mag es, wenn ich Sirius erwähne, immer noch nicht….da ist er etwas aufgebraust…nun…wir haben uns gegenseitig hochgeschaukelt. Du weißt doch wie das bei uns läuft, dann hat er das Gespräch auf heute Morgen gebracht und mir gedroht, gemeint er sei auch nur ein Mann…und ich hatte ihm ein Versprechen gegeben, das ich vergessen hatte….daran hat er mich weniger sanft erinnert….!“, gestand ich nun ein ließ mein Haupt wieder sinken und mir fielen die Haare schützend ins Gesicht und malträtierte meine Lippen sehr unsanft.

„WAS…!“, knurrte nun ein schlechtgelaunter Draco.

„Das er nie mehr sehen wird als wenn du mir die Stirn küsst, ich ihm nicht unsere Beziehung unter die Nase reibe, er will das nicht!“, biss ich mir unwohl auf die geschundenen Lippen, denn ich verstand sofort wonach er gefragt hatte.

„Tja, da sind wir dann beim Frühstück wohl über dein Versprechen hinausgeschossen, hat er dir was getan! Hat er dich zu etwas gezwungen?“, kam es kalt aber beherrscht von Draco.

„Nein, und selbst wenn, ich könnte mich ja wehren! Das schlimme ist auch, er versteht es immer so in den Schatten zu tauchen und unauffällig zu erscheinen, dass man ihn manchmal übersieht! Was fatal ist“, wie ich ärgerlich bekannte.

„Hermione, ich weiß ja nicht wie ich dir sagen soll, bisher hast du dich nie gegen Lucius oder Severus gewehrt!“, sprach er genau das an, was ich auch erkannt hatte und was mich zutiefst ärgerte und so knurrte ich böse auf:

„Das ist mir auch bewusst geworden und deshalb wollte ich Abstand! Ich muss mich finden um ihnen mehr die Stirn zu bieten. Ich bin nicht ihr, und auch nicht dein Sexspielzeug, verdammt!!!“, hisste ich wütend auf und schlug mit der Hand auf den Tisch. Als Draco schallend zu lachen begann.

„Verdammt Hermione, es hat dir gefallen, was auch immer Severus getan hat, es hat dir gefallen, bitte sag mir nur, dass es nicht in unserem Bett war!“, kam es amüsierte, aber auch schicksalsergeben von ihm. Ah, da war es wieder, es schien ihn nicht zu stören was Severus tat, solange ich nicht gezwungen wurde, wirklich interessant. Draco schaffte es immer mich zu erstaunen, aber bei seinen letzten Worten musste ich laut auflachen, wir waren so was von nicht ganz dicht im Kopf. Die andern holten entsetzt Luft und sahen mit absolut entsetzten Mienen zu uns, immerhin sprachen wir hier von unserem Professor und Dracos Onkel.

„Ach…du bist unmöglich….nein, nichts dergleichen, es war im Wohnzimmer und ich habe ihm den beschämenden Genuss gegönnt, zu erleben wie ich ins Schlafzimmer geflohen bin, kannst du dir das vorstellen? Ich bin vor ihm weggelaufen!...schau nicht so, das ist mir echt peinlich….aber seit jener Nacht, habe ich Probleme wenn er mir näher kommt,…aber nicht immer, das ist es nicht, er kann mich umarmen…“, versuchte ich mein Gefühlsleben zu erklären.

„Und dich küssen, nicht wahr,… das tut er doch, sagst du nicht immer er küsst gut!“, stichelte er fast amüsiert weiter. Ich wäre bei Dracos Worten wohl rot geworden, wenn ich denn Moral besäße, so aber nickte ich nur. Die anderen schlugen sich zum Teil vollkommen entsetzt die Hände auf den Mund und starrten mich erschrocken an, dass ich es mochte dass unser Professor mich küsste.

„…aber wenn er zudringlich wird, passiert etwas was ich entsetzlich finde, ich bekomme Panik und wirkliche Angst!“, bekannte ich, während ich seinen Blick fest einfing und ihn ansah. Ich sah wie er die Hand hob, mich zu sich winkte und ich dem widerstrebend nachkam, da ich in seinem gemeißelten Gesicht nicht lesen konnte. So setzte ich mich vorsichtig in Bewegung und er grabschte nach meiner Hand, zog mich wieder auf sich und meinte dann, ohne den anderen auch nur einen Blick zu schenken, die dies alles mit Unverständnis in den Augen beobachteten:

„Das ist doch nur verständlich Liebling, das du davor Angst hast…auch wenn ich es nicht gut finde, dass es überhaupt so weit kommt, das er sich nicht zurück hält, aber wie gesagt, du scheinst ihn echt anzuziehen, sieht man auch nicht alle Tage und heute…schätze ich das falsch ein, oder sieht das nur so aus, ist nicht allzu viel passiert?“, fragte er sanft nach und ich nickte ihn ernst zu.

„Nein, er hat mich gewarnt und geärgert, aber dann hat er sich gefangen und wollte gehen, du musst ihn nicht umbringen! Aber ich dachte, ich hätte gerade nach heute mit dir gezeigt das das andere Vergangenheit ist, das mich nichts mehr hemmt, da versteh ich meine Reaktion nicht?“, ärgerte ich mich darüber sehr, denn es hatte mir echt nichts ausgemacht so verrucht vor den Augen von Lucius und Severus zu agieren, nur halt wenn Severus mehr wollte erstarrte ich zu Eis und gerade ich konnte mir das nicht erlauben, vor irgendwas hemmende Angst zu haben!

„Ich weiß nicht was ich dir sagen soll, Hermione, das wird schon, ist nicht das Richtige! Meine Empfehlung, dass Trauma loszuwerden, ist eine die mir nicht gefällt und ich mir nicht wünsche. Aber wie immer, hier mein Rat! Wenn du dich überwinden willst, wird es nur einen Weg geben! Aber an sich denke ich, ist das unnötig! Denn so grob und bösartig wäre er nie wieder zu dir!“, spielte er darauf an, das ich mit Severus noch einmal das Bett teilen müsste, um darüber hinwegzukommen und er bestätigt meine Vermutung, dass ich das geistig schlimmer sah, als es wäre, aber der Geist war so ein bösartiges Ding. Und er zeigte mir auch, so gelassen wie er tat, würde er es nicht nehmen, selbst wenn ich freiwillig mit Severus ins Bett stieg.

„Nur bedenke, wir haben ab jetzt nicht mehr den Luxus groß zu hadern oder Gefühle zuzulassen, so schwer es mir fällt es zu akzeptieren und zuzugeben, aber es könnte uns nichts Besseres passieren, als das Severus dir so verfallen ist! Ich brauche ihn nun mehr als jemals zuvor, denn sein Wort gilt viel beim Lord, eben da er so wenig sagt und sich oft im dunklen Hintergrund hält! Und alles was dich vor dem Lord schützt ist gut und Severus würde viel für deinen Schutz tun! Wir müssen das ganz pragmatisch sehen!“, führte Draco emotionslos wie der eisige, unberührt, kalkulierende Stratege aus, der er war und ich stimmte ihm hier voll und ganz zu.

„Weißt du Draco, das du die verschlungenste und hinterlistigste Viper bist, die mir jemals untergekommen ist? Ich bin so verdammt stolz auf dich!“, kicherte ich nun, mit Draco offen und ehrlich zu sein hatte mir schon immer gut getan und kuschelte mich in seine Arme, die er besitzergreifend um mich schlang.

„Kommt es mir nur so vor, oder sind die nicht mehr ganz richtig im Kopf!“, wisperte Harry leise, fast unhörbar zu den Twins und Blaise und zeigte mit einer Geste seiner Hand uns einen Vogel.

„Nu…Harry, eiskalt passt wohl eher!“, wandte Fred genauso leise ein, als Astoria wisperte:

„Hab ich das richtig verstanden Hermione war mit Snape im Bett?“, klang sie sehr ungläubig.

„Schsch, Astoria!“, hörte man Daphne sie wieder maßregeln.

„Also mich wundert es nicht, könnt ihr euch an unsere Trainingstunde erinnern, als er sie in Okklumentik getestet hat, da lag er doch auch auf ihr….was wäre gewesen wenn wir nicht reingekommen wären?“, wagte Blaise zu flüstern und ich spürte wie Draco, der mich immer noch hielt, leicht amüsiert war als Harry wisperte:

„Echt jetzt, das will ich genauer wissen! ….und als Snape verletzt war, hat sie in seinem Bett übernachtet, hat mich noch gewundert, dass sie das getan hat, so ohne Scheu! Ich fasse es nicht, jetzt reicht nicht nur Sirius oder Malfoy, nein mit der schmierigen Fledermaus auch….!“, war Harrys Stimme vor ekel verzerrt.

„Nun Harry, so schlecht sieht Snape nicht aus!“, entgegnete nun Astoria.

„Ja, da hat sie recht Harry, wenn du ihn in engen Klamotten und mit zurückgebunden Haaren siehst, sieht er echt nicht schlecht aus, was für ein geheimnisvoller Mann!“, kam es rauchig von Fred und dann hörte ich ein zischendes einatmen, George schien ihm eine verpasst zu haben.

„BAÄÄHHH…das ist doch ekelhaft, Fred halt dich an George!“, kam es von Harry und das brachte sowohl mich als auch Draco dazu laut zu lachen, Harry war herrlich und es war schön das man hier auch lachen konnte.

„WAS?“, fragte er da auch schon nach.

„Nichts Potter, nichts!“, winkte Draco erheitert ab und ich schmunzelte noch immer.

„Nun stellt eure Fragen, bevor ihr platzt!“, stellte ich mich nun unseren Freunden.

„Du hast mit Snape geschlafen?“, wollte Astoria ganz aufgeregt mit geröteten Bäckchen wissen und bückte sich gerade unter dem Schlag ihrer Schwester gekonnt weg und ich pustete mir eine Strähne meines Haares aus dem Gesicht. Die Frage war so leicht nicht zu beantworten, aber Draco schien beschlossen zu haben Harry & Co einweihen zu wollen, sonst hätte er es nie so weit kommen lassen und nun den, dann sollten sie es halt erfahren.

„Nein und ja, so einfach ist das nicht! Ihr dürft von ihm nicht zu schlecht denken!“, warnte ich und konnte Harrys abfälliges Schnauben hören, obgleich er mit Severus seit dem Desaster ein besseres Verhältnis hatte, schien ihn diese Nachricht nun doch zu erschüttern, aber dies war verständlich.

„Nein wirklich, er hat nicht mit mir geschlafen sondern mit Minna!“, brachte ich ein und durfte in sehr schlau und intelligent aussehende Gesichter schauen.

„Dies ist eine Tarnidentität von mir, wartet ich zeige es euch…“, wirkte ich die Zauber und wurde nun kurz und blondhaarig, blauäugig und trug ein strak geschminktes Gesicht zur Schau, als mich alles mit großen Augen begutachteten löste ich die Zauber.

„Er hielt mich für eine Nutte und nun, so wurde ich seine Hure!“, blickte ich verschämt zu Draco, der mich mit erheitertem Blick ansah und ich wusste, er dachte an dem Tag als er mich mit Severus im Hog´s Head gesehen hatte und ich war versucht ihm die Zunge rauszustrecken. „Leider hat er es rausgefunden, das ich ICH bin, und nun, unser so beherrschter Herr Professor…hat die Kontrolle verloren, war nicht schön, aber nun Draco hat mir geholfen…“, wurde ich in meinem Gestotter unterbrochen.

„Es war dir egal das deine Freundin mit deinem Onkel ins Bett geht?“, wollte nun George mit großen Augen wissen.

„Hat er dir sehr wehgetan, als er es entdeckt hat!“, fragte nun Daphne vorsichtig und ich blieb erstaunlich locker als Draco antwortete.

„Es ging….sie spricht nicht gerne darüber….Und zu deiner Frage Devil, nun egal…, wer sagt das, aber es war ja Minna, nicht Hermione, da muss man dann pragmatisch sein…“, zuckte Draco lapidar die Schultern und zeigte jedem mit bösem Blick, das wenn einer das Wort was damals passiert war aussprechen sollte, der bekäme Ärger.

„Ich fasse es nicht, auch wenn du anderes ausgesehen hast, du kannst doch nicht einfach mit Snape ins Bett gehen? Ich meine, das ist unglaublich, Snape!“, kam es von Harry, der seinen Kopf ungläubig schüttelte, aber erstaunlich ruhig blieb er schein schwer an sich zu arbeiten und ich war unglaublich stolz auf ihn das er versuchte sein Temperament zu zügeln.

„Seit dem er es weiß ist ja nichts mehr passiert!“, wandte ich ein.

„Snape, so krass….wow, was unsere Hermione alles so macht, du böses Mädchen!“, raufte sich Fred die Haare und wirkte sehr durch den Wind, wie auch die anderen über die Nachricht, dass ich das getan hatte. Sie schienen sehr entsetzt, war wohl noch milde ausgedrückt wie ich mir sarkastisch eingestand.

„Na, das hört sich für mich anderes an!“, kam es abfällig von Harry und er verschränkte die Arme vor der Brust und funkelte mich an und ich hatte schon wieder Sorge, dass er ausflippen würde. „Aber weißt du was, solange du damit klar kommst und meine Hilfe nicht willst, die du immer hättest, wenn du etwas sagst, interessiert es mich nicht, denn wenn das so weiter geht, sehe ich Dumbledore in Sachen grauen Haaren zu schnell ähnlich! Ich vertraue dir und wenn Malfoy ruhig bleiben kann, kann ich das auch!“, sagte er bestimmt und machte uns alle kurz sprachlos, als er kraftlos aber mit entschlossener Miene in die Couch zurücksank.

„Harry, du ekelst dich nicht vor mir?“, wagte ich die Frage und auch die anderen sahen ihn alle konfus an.

„Nein, warum, du wirst deine Gründe gehabt haben, solange ich das nicht tun muss!…und sind wir mal ehrlich, wir kennen Snape, er kommt mir nicht wie einer vor der zweimal fragt! Wenn er überhaupt das tut!“, hob er skeptisch die Augenbraue und zuckte er die Schultern und ich sah aus den Augenwickeln wie Draco ihm ein respektvolles Kopfneigen schenkte, er schien, wie sich Harry mir gerade gegenüber verhielt, als durchaus akzeptabel zu sehen.

„Was mich aber nun riesig interessiert, was ist das mit Narcissa!“, sprang Blaise in die Bresche.

„Nun, darauf antworte mal ich, Mutter hat mitbekommen, das Hermione bei uns lebt und hat sie angegriffen, aber den Kampf hat sie verloren, dann hat sie es mit Gift versucht, das fand Vater gar nicht lustig, hat ihr in letzter Minute das Leben gerettet. Ihr müsst wissen, wir mögen alle Narcissa nicht und nun heute fand das ganze sein Ende! Unsere Hermione hier hat Mutter vergiftet, es ihr heimgezahlt, Narcissa ist heute Nacht verstorben….“, wurde er unterbrochen.

„Und dein Vater findet das gut?“, blickte ihn Fred mit großen Augen an.

„Nun, dazu musst du wissen, Mutter und Vater haben sich noch nie gemocht, es war eine arrangierte Ehe, als sie es endlich geschafft hatten und ich unterwegs war und dann gesund zur Welt kam, hat Vater die Räumlichkeiten von Narcissa nie mehr betreten. Sie hatte ihre Pflicht erfüllt das war’s, erzogen haben mich er und Severus! Und Hermione hat sehr gut aufgezeigt was für Vorteile ein so öffentlicher Tod für Vater bedeutet….“, erzählte Draco vollkommen emotionslos und klang sehr gleichgültig.

„Öffentlich, wie das?“, wandte nun Daphne neugierige ein.

„Ich war so frei meinen Anschlag in der Diagon Alley zu begehen….“, ließ ich mich nun vernehmen.

„Bist du irre, du warst der Grund, der zu dem Aufruhr heute geführt hat?“, echote Fred entsetzt, aber ich sah das bewundernde Funkeln in seinen Augen aufleuchten, das sprach seinen Sinn für das Dramatische sehr an.

„Es ging das Gerücht, das was mit den Malfoys sei, aber keiner wusste etwas genaues, und das größte Thema war die blutige Schlacht in der Knockturn Alley, da sahen die Auroren nicht so glücklich aus.“, erklärte George.

„Das war das was ihr uns vorhin erzählt habt?“, hauchte Daphne interessiert nach und die beiden Roten nickten.

„Das ich das nochmal zusammenfasse, dir Draco macht es nichts aus das Hermione, deine Mutter vergiftet hat?“, fasste Astoria ungläubig nach und Draco nickte nur sehr ernsthaft.

„Auch wenn ihr es nicht glaubt, aber ich denke Potter kann es nachvollziehen, sie ist vielleicht nicht ganz so durchgeknallt wie Bella, aber auch nicht ohne. Ja, ich bin froh, denn Hermione ist viel wichtiger als sie es je gewesen ist!“, erwärmte Draco mit solchen inbrünstigen Worten mein Herz.

„Okay, eine Verrückte weniger, wobei ich noch nicht verstehe, was Gutes dabei für deinen Vater bei drum rum kommt!“, wollte Harry wissen und zeigte sich recht gefühlsarm.

„Harry, ist doch klar, er wird als armer Witwer dastehen und jeder wird denken, die DeathEater hätten Narcissa auf dem Gewissen, sie hatte kein Dark Mark und somit ist für die Öffentlichkeit klar, dass er auf Seiten der „Guten“, des Ministeriums, steht. Was sollte für Lucius, der nach der Aktion in der Mysteriumsabteilung, nachdem es dann ja Getuschel und Gerüchte über seine Zugehörigkeit zum Lord gab, bessere Publicity sein als die öffentliche Ermordung Narcissas. Von der er sich distanzieren kann, da jeder sah, das eine unbekannte, kleine Hexe seine Frau ermordet hat. Was denkst du warum ich es nicht im Manor tat?...Dies hätte die breite Masse nur verunsichert und Lucius Ansehen hätte weiter gelitten, denn viele hätten sich gefragt, was in diesen undurchdringlichen Mauern alles so unheimliches passiert, aber so in der Diagon Alley, nun….da zeigt es sich eher so, dass es jedem passieren kann und er, Lucius erntet Mitleid und auch dem Lord wird diese Festigung von Lucius Position in der Gesellschaft freuen. Er steht auf allen Seiten gut dar, das macht es für Lucius so perfekt!“, erklärte ich und sah wie Harry nun die Zähne fletschte.

„Könntest du damit aufhören immer „Lucius“ zu sagen!“, zischte da Harry böse und ich zuckte entschuldigend die Schultern.

„Denn Hermione, egal was du die Öffentlichkeit denken lassen willst, ich… nein wir alle wissen, dass er die „Rechte Hand“ von Voldemort ist!“, spie er wütend aus.

„Klar Harry, seine Position steht hier bei uns ja auch nicht zur Diskussion!“, gab ich ihm sofort Recht um sein Gemüt zu beruhigen.

„Ja, klar aber warum macht´s du dann das?“, wirkten seine Augen hinter den runden Brillengläsern riesig.

„Warum, warum, weil ich das Beste für meine Familie will, Harry und zum Teufel, auch für mich. Ich brauchte Lucius Genehmigung, wenn ich die nicht gehabt hätte, hätte ich Narcissa nicht das Licht ausblassen dürfen und das andere, das ist ein schöner Nebeneffekt! Aber mal ehrlich, dafür das ich in Ruhe LEBEN kann, ist es mir das Wert, echt jetzt!“, brauste ich auf, hatte ich schon mal gesagt, das s ich es hasste mich zu rechtfertigen.

„Da muss ich Hermione recht geben, Potter, Mutter hätte keine Ruhe gegeben. Nur was nun passiert….das kann ich noch nicht absehen. Wir gingen vorhin zum Lord um ihn von den neuen Gegebenheiten in Kenntnis zu setzen…er war erfreut, das Vater den Tod von Mutter so weitsichtig Nützen kann, nur …nun der Lord ist nicht umsonst der der er ist! Nicht wahr…er will den Mörder und nachdem Vater und Severus wohl zu sehr dagegen intervenierten, lachte er schallend los, Leute das ist manchmal furchteinflößender als wenn er wütend ist. Er hatte ein irres Funkeln in den Augen und meinte schmunzelnd zu Vater, das er das gut gemacht hätte, wenn er dies so gedeichselt hätte und er seinen Segen hätte, er aber denjenigen, der es tat, sehen will. Das hat uns drei etwas aus dem Konzept gebracht, was ihn hat aufhorchen lassen. Der Lord ist sehr misstrauisch, aber Vater und schließlich Severus Votum haben den Ausschlag gegeben, als Vater darum bat, das ihm der Lord bis zu meiner Aufnahme Zeit geben sollte, er bräuchte diese um den Lord auf die Überraschung vorzubereiten, dann wurde ich entlassen und bin hierher. Die anderen beiden planen noch mit ihm….“, schüttelte er resigniert den Kopf.

„Du meinst das jetzt nicht ernst, dein Vater und Snape wollen Hermione, ….den….ja also den …Unnennbaren geben?“, echote George absolut ungläubig und Draco antwortete nicht er nickte nur unglücklich, aber wie gesagt, mein Hirn lief schon auf Hochtouren wie das zu bewerkstelligen wäre. Ich leckte mir über die trockenen Lippen und beugte mich nun über den Tisch um den Mitternachtssnack, den Daphne vorhin gebracht hatte, zu genießen. Ich weiß nicht warum, aber diese neue Entwicklung, die ich bis vor kurzem nicht gewagt hätte in Betracht zu ziehen, die machte mir Appetit. Verrückt, ich weiß, aber nun gut und so schwiegen wir alle.

Das alles war ein bisschen viel für den einen in der Runde mehr, als für den anderen, aber ich war die einzige die aß, was mir einige musternde Blick eintrug, aber es schmeckte.

Als ich den letzten Bissen tat, stand der Plan und ich zeigte nun ein zufriedenes Lächeln. Ich liebte es, wenn ich so schnell so wohldurchdachte Pläne schmieden konnte und dieser hier war gelungen, so wandte ich mich an die Runde, die mich merkwürdig musternd ansah. Ich rutschte behaglich in Draco Schoß und machte es mir bequem.

„Also Leute, schaut nicht so wie sieben Tage regen, von verschiedenen Standpunkten aus betrachtet, könnte das nicht mal so schlecht sein!“, begann ich als sich George mit der Hand schmerzhaft auf die Stirn schlug, Fred aufstöhne, Blaise den Kopf schüttelte, die Augen der beiden Schwestern ungläubig groß wurden und Draco einen tiefen Seufzer hören ließ und Harry sprach:

„Wir sollten sie nach St.Mungos auf die geschlossene Station bringen!“, klang er unglaublich trocken und sarkastisch, das Cottage tat seinem Humor nicht gut, verzog ich verärgert mein Gesicht, sahen die den nicht die Möglichkeiten?

„Potter meinen Segen hast du!“, machte mich Draco sprachlos, aber Harry auch, sie waren sich einig! Na dann passte das ja, dachte ich gehässig.

„Also jetzt werd mal nicht unverschämt, dein Vater sieht das richtig! Ich bin für den Lord wertvoll, wer würde denken, ein Mudblood ist in seinen Reihen und wer würde denken, ich, die beste Freundin des Helden der Zaubererwelt? An sich genial und brillant! Ich bin wichtig!!! Und ich habe noch mehr zu bieten, ich kann kämpfen, bin eine begnadete Einbrecherin und ich kann brauen, zwar nicht so gut wie Severus, aber fast so gut wie er, dann meine Leidenschaft, das Erfinden und Erschaffen von Flüchen und Zaubern, das können die wenigsten und dafür hab ich echt eine Begabung,….und…“, zeigte ich ein diabolisches Lächeln, meinen letzten Trumpf konnte ich nicht nennen, aber ich wusste, dafür würde mich der Lord als sehr wertvoll erachten „…und ich glaube, das könnte gut gehen!“, erwiderte ich lahm.

„Schönste, ich weiß nicht wie ich es dir sagen soll, aber ich glaub Harry wäre dann in großer Gefahr!“, wandte Blaise vorsichtig ein.

„Hermione, das erste was der Lord fordern würde, wäre Potter von dir und was denkst du tut er mit dir wenn du ihn nicht lieferst?“, zischte Draco aufgebracht und funkelte mich an als hätte ich den Verstand verloren und ich konnte nur kichern, dachten die, ich wäre dumm? Und so hüpfte ich von Dracos Schoss, ging zur Bar und schenkte für uns alle ein, schickte per Magie die Gläser zu allen, während sie sich die Köpfe heißredeten und sehr aufgebracht wirkten. Ich war seht erheitert, als ich sie so hörte:

„Du bist an allen Schuld Malfoy, Hermione, war früher nie so,….so…?“, wedelten seine Hände aufgeregt durch die Luft.

„So, was Potter??? Früher, hat sie noch viel dämlichere Sachen gemacht, weil sie alleine war und keine eventuelle Rückendeckung von mir, Severus, oder, wie ich zugeben muss, jetzt auch von meinem Vater, hatte! Ich hab keine Schuld, das schafft sie ganz alleine, sag mir lieber was wir tun solle? Du hast doch immer so bescheuertes Glück?“, zischte Draco.

„Also, ich wäre dafür sie zu einem Psychodoktor zu bringen, der könnte ihr helfen!“, kam es hilfreich von George.

„Vielleicht hat ihr das mit Snape ein bisschen was im Stübchen verschoben!“, wandte Fred ein und ich war kurz davor zu kichern.

„Also ich glaub, wenn Hermione denkt das es hinhaut, hat sie sich dabei was gedacht!“, erstaunte mich Astoria und ich sah wie Daphne mit Bedacht nickte, wow ich war bar erstaunt, die Mädchen stellten sich auf meine Seite, obgleich sie noch nicht alles wussten. Hut ab, hätte ich nicht erwartete, vor allem verstand ich mich mit meinem eigenen Geschlecht sonst um Welten nicht so gut wie mit den Männern und so schritt ich nun ein, bevor sich Harry und Draco noch an die Gurgel gehen würden, wer schuld hätte, das ich so war wie ich war.

Und so ging ich nun mit meinem Glas in der Hand in die Mitte des Zimmers und baute mich deutlich sichtbar auf und wartete bis eine Stimme nach der anderen verstummte und dann alle, nachdem Daphne, Harry einen Stoß verpasste. Da Harry sich immer weiter zu Draco gebeugt hatte und es wirkte als würde er gleich wirklich versuchen Draco zu würgen, aber nach dem Stoß blickt er überrascht auf und sah verwirrt zu mir, wie ich so unbeweglich dastand und Draco wandte auch abrupt seinen Blick über die Schulter als alles nun so still und ruhig war, lächelte ich freundlich, prostete in die Runde, trank, stellte das Glass weg und sprach dann.

„Harry, wärst du so freundlich und kommst zu mir her? Ich hoffe, dein Vertrauen habe ich doch noch!“, reckte ich ihm meine Hand auffordernd entgegen und es tat mit, gut zu sehen das er sich sofort bedenkenlos erhob und auf mich zukam meine Hand ergriff. Ich erwiderte seinen Griff und entließ seine Hand nicht aus meinem festen Griff, begann nun monoton zu sprechen.

„Harry, wie von Dumbledore angeregt und vorgeschlagen….nachdem du aus der Krankenstation entlassen wurdest, als der Dark Lord wieder auferstand, gingen du und ich in den Turm von Gryffindor, nun folgten wir seinem, Dumbledores Rat und gingen dem nach….“, sprach ich ernst und blickte ihm fest in die Augen, konnte aber nur absolutes Unverständnis darin lesen und die anderen aufgeregt tuscheln hören und so sprach ich ungestört weiter.

„Und so gingen wir nun auf die Knie…“, sank ich auf die meinigen geschmeidig nieder, mein langes Kleid bauschte sich um meine kniende Gestalt und zog Harry bestimmt mit mir, bis er vor mir dieselbe Position einnahmen, wir uns von Angesicht zu Angesicht gegenüberknieten und die zum Schwur verschlungenen Hände zwischen uns erhoben, jetzt hörte ich entsetztes Luftholen, da Draco und Co. erkennen konnten was ich tun würde.

„…“RON“ kam nun zu uns….“, befahl ich und winkte George mit der freien Hand herrisch zu uns, ich hörte wie er sich erhob und wortlos einfach meinem Befehl folgte. Die andern schienen es zwar zu erstaunen was ich da tat, aber sie schienen sich nicht einmengen zu wollen. „…und er zückte seinen Stab!“, was George auch nun tat, auf uns hielt und Harry sah mich mit großen, fragenden Augen an. „Und berührte unsere Hände mit seinem Stab!“, forderte ich und George kam dem nach.

„Und so schwöre ich, Hermione Jean Granger, dich Harry James Potter,….“, vollzog ich den rituellen Schwur, indem sich nun aus Georges Stab, eine rotgoldene Flamme schlängelte und sich um unsere, in einem Handschlag verschiedenen Hände umrankte und uns farbig umschlang „…nicht an deine Feinde zu verraten, deine Geheimnisse zu bewahren und dich nie an diese auszuliefern!“, als ich die feierlichen schwörenden Schlussworte pathetisch aussprach, erstrahlten unsere umwickelten Hände und leuchteten in statten, goldroten Farben, besiegelten damit endgültig den „Unbrechbaren Schwur“, den ich soeben abgelegt und geleistet hatte wissend wenn ich mein Wort nicht halten würde, war ich des Todes, wie mir nur zu bewusst war.

Es war brillant, ich würde Harry nie gefährlich werden können und so löste sich die Flamme ins Nichts auf und Draco sprang sofort wütend auf, herrschte mich an:

„Bist du irre, den Unbrechbaren Schwur gibt doch niemand freiwillig, der ist doch viel zu gefährlich! Damit bist du für den Lord nichts mehr wert! Er wird dich nicht mehr wollen! Er wird dich umbringen! Das ist viel zu endgültig! Wie stellst du dir das vor?...“, wütete er und ich lachte zufrieden auf, denn das sah ich anderes. Harry starrte seine Hand entsetzt an und schaute nun mit offenem Mund zu mir.

„Draco, beruhige dich, vertrau mir, der Dark Lord wird mich wollen und mich sehr wertschätzen, glaub mir, auch ohne dass ich der Schlüssel zu Harry bin! Und du Harry, schau nicht so, diese Idee ist mir zwar spontan gekommen sie ist wohl überlegt, ich kann dir damit nicht mehr gefährlich werden!“, sah ich ihn zufrieden an.

„Ja, aber Hermione, wie willst du das Problem mit Voldemort nur lösen, ich weiß nicht ob das so schlau war!“, knieten wir uns noch immer gegenüber und sahen uns nun an.

„Harry, vorher wäre ich schlechter dran gewesen, denn da wäre ich so oder so tot gewesen, da ich dich nicht verpfiffen hätte, so aber kann ich es nicht, selbst wenn ich es wollte. Das wird er erkennen, er mag abgrundtief böse sein, aber er ist kein Idiot. Ich kann dich ihm nicht geben, selbst wenn ich nun wollte! Und das ist das Geniale, ich habe diese komische Erzählung mit Dumbledore mit eingebaut und mir die Szenen lebhaft in meinen Gedanken ausgemalt, damit, wenn ich meinen Okklumenitk Mauern senke, ich ihm meine erfundene Illusion der Geschehnisse zeigen kann. Wir waren Kinder, Dumbledore hat uns auf den Gedanken gebracht und Ron hat uns den Schwur abgenommen, er kann mich für diese unbedachte Aktion bestrafen, das JA! Aber er wird mich dafür nicht töten, vor allem unter dem Aspekt und dem Hintergrund, das ich eine Malfoy bin und Severus und Lucius sowie Draco mich lebend wollen.“, lächelte ich nun doch leicht arrogant durch die Gegend. aber ich fand es wirklich brillant!

„Das ist…Hammer, krass…aber ich sehe es, du hast recht!“, rief Fred aufgedreht und wurschtelte sich durch sein rotes Haar. „Draco, sie hat es wirklich geblickt, ihr kann nicht´s großes mehr passieren und von dir erwartet ja keiner, das du Harry so nah wärst das du ihn ausliefern könntest!“, zeigte er sein scharfes Gespür für die Fakten und die Umstände und ich sah auch Daphne verhalten nicken.

Da war Draco auch schon bei mir und zog mich aus meiner knienden Position hoch und heilt mich auf Armeslänge von sich und sah mir skeptisch ins Gesicht, meinte dann:

„Ich kann nur hoffen, du verrechnest dich nicht Liebling, sonst gehen wir beide drauf, den ich werde nicht zulassen das er dich umbringt, dann drück uns mal die Daumen!“, schüttelte er sein weißblondes Haar und sah mich eindringlich an. Ich versuchte ihm das Gefühl zu geben das er mir da ruhig vertrauen konnte, schließlich hatte ich noch etwas in der Hinterhand was mir den Lord gewogen machen würde, sollten alle Sticke reißen.

„Hermione, du bist echt nicht ganz dicht, warst du schon immer so?“, kniete Harry immer noch völlig konstatiert am Boden „Ich lass dich doch nicht zu dem Verrückten!“, rappelte er sich nun schnell hoch und riss mich an der Schulter herum und zog mich von Draco weg.

„Du kannst dich nicht in solche Gefahr begeben!“, rief er nun aus.

„Harry, auch wenn ich mich jetzt in meiner Opferbereitschaft sonnen könnte, ich tue dies nicht nur für dich, die Malfoys sind meine Familie, wie lange glaubst du, realistisch betrachtet, hätten sie mich, das neue Familienmitglied, vor dem Lord verstecken können?....eben nicht lange, und das ist Lucius schnell klargeworden, was gut ist, er ist einer, der meist den Überblick behält, das ist GUT! Ich vertraue darauf, das er mit Severus den Dark Lord, auf eine Überraschung vorbereitet und sich absichert…auch wenn er ihm wohl nichts vorher sagen wird, dafür liebt er als Malfoy zu sehr, die großen, spektakulären Auftritte und glaub mir, mein Erscheinen während Dracos Feier wird zu einem großen, aufsehenerregenden Auftritt. Ich wäre früher oder später, immer mehr in den Dunstkreis dieser Menschen gekommen, oder nicht Draco, sei ehrlich?“, blickte ich ihn über meine Schulter an und er kniff zwar die Lippen sauer aufeinander aber antwortete dann doch wiederstrebend:

„Ja, höchstwahrscheinlich, ist dies die logischste Erklärung!“, verschränkte er die Arme.

„Oh, man Hermione, sag so was doch nicht immer so kalt und gleichgültig, das wird für dich heftig….!“, ereiferte sich Harry, er spielte auf seine Visionen an und ich wusste was er meinte, diese Gesellschaft war keine Angenehme.

„Da gebe ich Potter doch schon wieder mal Recht, den Tag muss ich mir rot anstreichen! DU, als Mudblood, wirst in unseren Reihen kein leichtes Leben haben, …aber ich bin mir sicher, dessen bist du dir bewusst!“, stieß Draco resigniert aus und ich konnte darüber nur lachen, oh ja ich würde mich vor allen behaupten müssen, aber anderes als der sexuelle Aspekt, der mich heute etwas hatte zurückschrecken lassen, bescherte mir diese Aussicht auf Bestätigung einen wahrlichen Energieschub und in mir begann es vor Aufregung zu kribbeln. Ich würde mich die drei Wochen bis zu Dracos Feier noch intensiver vorbereiten und Trainieren müssen, oh ja, meine Lebensgeister erwachen wieder vollständig.

Und so breite sich ein teuflisches Lächeln auf meine Züge aus als ich mit funkelnden Augen sagte:

„Dann sollte ich wohl am besten meine Dolche wetzen, das wird toll, ein bisschen Spaß braucht der Mensch!“, klatschte ich in die Hände und empfand es gerade als sehr aufbauend, ich liebte den Wettkampf und die Momente in denen ich mich und mein Können beweisen konnte und sah nur wie Draco die Augen verdrehte, da er verstand, ich meinte das Todernst, das ich mich auf die Kämpfe freuen würde, die ich ausfechten müsste, die anderen sahen nur so aus als hielten sie die Idee mit St.Mungos wieder für sehr aktuell.

Als dann auf einmal alle den Kopf schüttelten, sich erhoben und Draco mich an der Hüfte packte.

„WAS?“, fragte ich

„Wir gehen jetzt alle ins Bett. Ich muss morgen früh raus, da die ersten die ihre Kondolenzen überbringen sehr zeitig erscheinen werden, aber davor reden wir alle nochmal kurz!“, bestimmt Draco ganz der Anführer in die Runde und alle sahen zu, in ihre Zimmer zu kommen, selbst Harry ging ganz ungewohnt still und brav als ihn Daphne an der Hand nahm.

„Komm, Liebling!“, zog mich auch Draco bestimmt mit sich und so gingen wir alle sehr erschöpft schlafen, in mir ratterte es wie in einem Computer, bis ich in Dracos, mich besitzergreifend, umfangenden Armen in einen tiefen erholsamen Schlaf fiel.
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