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 Kapitel 527-528

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queenie
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Ort : München

BeitragThema: Kapitel 527-528   Di Okt 20, 2015 7:27 pm

Hallo liebe WHF-Leserschaft,

alle Jahre wieder kommt der WHF-Wettbewerb!

Das diesjährige Thema lautet wie folgt:

Hermione und ihre Gabe/Thestral/Dementor/Túatha Dé Danann

Wie immer freuen wir uns über eure Einsendungen in Form von:

-selbstgemalten Bildern
-selbstgebastelten Gegenständen
-einem Quiz zur Story
-einem Trailer zu WHF mit diesem Thema
-einem Gedicht dazu
-einem OneShot zum Thema
-verrückten Rezeptideen

Einsendeschluss: 27.12.2015

Natürlich winken den Gewinnern wieder tolle Preise.

Sendet eure Beiträge bitte hier im Forum an mich, oder in Facebook an mich, Queenie Granger, oder an when_hermione_fights@web.de


http://whfff.forumieren.net/f56-jahrlicher-wettbewerb-2015

alles liebe eure
queenie



527. Kapitel Somebody to lean on

Während sich der Daumen von Sirius auf meiner geöffneten Lippe verirrte, um sachte darüber zu streichen, erstarrte ich. Mir war diese Berührung irgendwie aufgrund ihrer Intimität sehr unangenehm und sie brachte mich schlussendlich dazu, meine Kraft zu finden um ihn recht grob von mir zu stoßen, sodass Sirius ziemlich unsanft auf seinem Hintern landete, während ich selbst leichtfüßig auf die Füße sprang. Er sah mit einem völlig unverständigen Blick zu mir.

„Lass es gut sein“, fauchte Harry jetzt wieder so temperamentvoll wie früher.

„Harr…“, wollte Sirius beginnen und richtete sich zur vollen Größe auf.

„Für mich!“, schnitt Harry ihm das Wort ab und Sirius brach ab, rappelte sich vollständig auf seine Füße hoch, bis er dann vor uns stand, während ich die Arme vor der Brust verschränkte.

„Hermione“, streckte mir Sirius seine Hand entgegen. Eine Geste, die ich nicht erwiderte, woraufhin er ärgerlich seufzte. „Harry hat mir gesagt, dass du die Frau mit den weißen Augen bist. Er hat mir grob umrissen, wie das geht… wie es sein kann, dass du diese Macht hast. Ich bin völlig verwirrt und verunsichert aufgrund dieser Offenbarung, was du wohl alles getan hast… Nekromantie… ich habe Fragen!“, zeigte er sich nun sehr erwachsen, da er so ruhig blieb und eine meiner Brauen wanderte widerwillig in die Höhe, da er seinen nun doch gelebten Widerwillen gegenüber der schwarzen Magie nicht ganz unterdrücken konnte. „Willst du es mir genau erzählen?“, knurrte er so tief, dass ich den Hund vor mir sah und ihn mit großen Augen anstarrte, da er zutiefst bewegt schien.

Alles an ihm deutete darauf hin, dass er auf Krawall gebürstet war, weil ich das geworden war, was ich nun war. So ein Stimmungsumschwung war typisch für Sirius.

„Nein“, kam es unumwunden entschlossen von mir, daraufhin verdunkelte sich sein Blick. „Sirius, da gibt es nichts für mich zu erklären, oder gar zu rechtfertigen. Ich habe alles was ich getan habe wohl überlegt gemacht und nicht wegen dir, sei dir dessen bewusst“, zeigte ich mich verbissen. Von meinen Eltern würde ich nie beginnen zu sprechen, das war ein riesen Tabu, das ich nicht brechen würde.

„Hört doch auf, ihr fangt an euch zu streiten“, wisperte Harry betroffen, als uns ein Schrei unterbrach.

„Herhören“, brüllte Ron. „Wir werden jetzt alle reingehen, ich habe gebacken“, schaltete er sich schlichtend ein und kurz zuckte mir ein verstörendes Bild durch den Geist, wie Ron einen auf Gellert machte oder auf Molly, die auch liebend gern mit ihren Kochkünsten Situationen zu entschärfen versuchte. Eine Vorstellung gruseliger als die andere. „Schaut nicht so, ich bring euch schon nicht um, wir trinken Tee und oder Kaffee und reden, alle zusammen…“, verlangte Ron so entschieden, dass er mich jetzt wirklich an Molly erinnerte, aber er schaffte es damit, uns zum Schweigen zu bringen.

„Aber…“, wollte ich zaghaft einwenden.

„Kein aber, Hermione!“, zeigte Ron kein Erbarmen. „Wenn Sirius nicht wenigstens einen Gutteil weiß, rennt er wieder in den Tod, darauf habe ich keinen Bock mehr. Wir haben so viel zu erzählen, egal über was, es ist viel… sehr viel passiert, das fängt bei Dumbledore, Gellert, Tonks und Remus an und hört bei Moody auf!“, zählte er mit einer gewissen unbarmherzigen Ehrlichkeit auf, die wirklich wehtat.

„Remus? Was ist mit meinem Freund?“, begehrte er sofort auf und ich konnte nur ach neeee denken. Womit hatte ich das verdient? Dass er noch nicht mal was vom Tod von Dumbledore wusste, war auch etwas Dramatisches. Wie wir ihm schonend beibringen sollten, dass der alte Mistkerl von Severus umgebracht worden war, erschloss sich mir noch nicht so ganz.

„Ganz ruhig, du wirst der Reihe nach alles erfahren, was nach deinem vermeintlichen Tod geschehen ist“, meinte Harry sehr einfühlsam.

„Okay“, stimmte Sirius leicht misstrauisch und sehr zögerlich zu.

„Gut, dann könntest du bitte vorgehen, Sirius?“, deutete Harry auf das Zelt.

„Warum?“, fragte dieser bockig.

„Weil ich die beiden hier was fragen muss… geh bitte“, schubste Harry den sichtlich widerwilligen Sirius ins Zelt und legte einen Muffliato auf uns drei. Dieses Handeln verwunderte mich jetzt doch.

„Was willst du?“, fragte ich deshalb schonungslos und reckte mein Kinn in die Luft.

„Vielleicht sagen, dass wir nichts von der DeathEater-Sache erzählen sollten?“, meinte Ron gutmütig und mit einem zynischen Lächeln, woraufhin ich jedoch den Kopf schüttelte. Das fand ich nicht schlimm.

„Wenn wir ihm von meiner Zugehörigkeit zu meiner Familie erzählen, geht das andere damit einher“, wandte ich ergeben ein, denn diese Tatsache war verschmerzbar. Zwar würde Sirius toben wenn er es hörte, aber das gehörte zu mir dazu und damit konnte ich leben. Dabei war es sogar wichtig, dass einige Verbündete wussten, dass ich auch zum anderen Haufen gehörte, damit sie nicht unabsichtlich gegen mich arbeiteten.

„Er wird bei der Verlobung austicken“, meinte Ron schlicht und jeder von uns stieß einen tiefen Seufzer aus.

„Ich hab was Besseres, es wird ein Vergnügen, ihm von Albus und Severus auf dem Turm zu erzählen“, murmelte ich mit Kopfschmerzen vor mich hin und rieb über meine pochenden Schläfen.

„Das wird ein Spaß“, kam es selbst schmerzlich von Harry. „Wir sollten aber bei Remus und Tonks bei der offiziellen Version bleiben“, machte mich diese Aussage von ihm regelrecht konfus.

„Du willst ihm sagen, dass er tot ist?“, fragte ich kurz sprachlos.

„Ist es besser, ihm zu sagen, dass du ihn gefoltert hast?“, provozierte er und schenkte mir ein schiefes Lächeln, das mich schnauben ließ.

„Nimm doch bloß keine Rücksicht auf mich“, meinte ich abwertend. „Ich dachte, du wolltest ihm gegenüber die Wahrheit?“, kam nun auch Harry an seine Grenzen und sah unglücklich und auch ein wenig überfordert zu mir. „Und damit kommen wir zum Wichtigsten, ich will wissen, ob du so offen sein willst, dass du von Lucien erzählst?“

„Ja“, schoss es entschlossen aus ihm raus, denn dass er das sagen wollte, aber das von Remus nicht, war verwirrend, aber ich dachte, ihn zu verstehen. Auf der einen Seite wollte er Ehrlichkeit, auf der anderen wollte er mich vor Sirius‘ Meinung mir gegenüber schützen. Harry war wirklich ein guter Freund.

„Stopp“, erhob Ron seine Hand. „Ich bin dagegen.“ Hierbei stimmte ich unserem Freund aus tiefster Seele zu.

„Warum das denn?“, fragte Harry sichtlich überrumpelt.

„Mehrere Gründe, erstens wissen wir nicht, ob wirklich noch alles bei ihm normal ist, nach der Zeit da in diesem Schleier“, zählte Ron mit erhobener Hand seine Finger ab. „Und zweitens wissen wir nicht, wie er auf all diese Neuigkeiten reagieren wird… das ist harte Kost und drittens ist nichts wichtiger als Luciens Identität geheim zu halten.“

„Dann kann ich ihm auch nichts von Daphne sagen? Meiner Frau?“, offenbarte Harry Gefühl und knabberte auf seiner Unterlippe.

„Doch erzähl alles von ihr, nur nicht von eurem Sohn“, bot ich an und legte ihm eine Hand auf seinen Arm.

„Ich…“, sackte sein Haupt hinab. „Okay, ihr habt ja leider Recht“, stöhnte er leise und rieb sich die Augen hinter seiner Brille.

„Wir sollten in unserer Freude und dem Überschwang nicht zu vertrauensselig sein“, wagte sich Ron wieder als Schlichter vor, woraufhin Harrys Kopf hoch ruckte.

„Das bedeutet, wir sollten ihm doch nicht so viel sagen?“, hauchte er jetzt regelrecht entsetzt.

„Harry, ich muss euch was sagen…“, unterbrach ich ihre Überlegungen, denn diese Neuigkeiten spielten mit hinein, inwieweit er eingeweiht werden musste.

„Was?“, fuhren die Jungs einheitlich zu mir herum.

„Draco will, dass Sirius nach Irland kommt“, klärte ich sie mit monotoner Stimme auf und versuchte, sie nicht anzusehen.

„Was?“, rief Harry sofort bestürzt, während sich Ron zurückhielt und eine überlegende Miene zeigte. „Das Frettchen kann sich wünschen was er will“, spuckte Harry aus und ich rang die Hände, da ich wusste, dass meine Männer, alle zusammen, mir das Leben zur Hölle machen würden, wenn Sirius dort nicht landete.

„Harry“, erklang es tadelnd.

„Was, Ron?“, fauchte Harry aggressiv zu ihm und durchbohrte ihn regelrecht böse mit Blicken.

„Es geht hier nicht nur um dich“, mahnte Ron souverän, ohne auch nur einen Deut zurückzuweichen, während ich versuchte, mich in Luft aufzulösen.

„Was? Wie meinen?“, fuhr Harry irritiert zu seinem Freund herum, dabei fand ich den Waldboden zu meinen Füßen erstaunlich interessant.

„Siehst du es nicht? Sie hat es ihnen gesagt, sie musste es ihnen sagen und wenn ich tippen müsste wie die Schönste schaut, dann waren Snape und Malfoy wenig begeistert von den Neuigkeiten“, traf Ron die wenig schönen Umstände auf den Punkt.

„Warum, warum sollte sie das tun?“, hauchte Harry sichtbar entsetzt. „Freiwillig“, schob er irritiert nach.

„Ich bin anwesend, Harry“, meinte ich verärgert und funkelte zu ihm hin. „Und warum? Weil ich aus Fehlern gelernt habe“, verkündete ich arrogant und setzte dann noch nach: „Lucius war auch anwesend.“ Wenn wir schon bei der Wahrheit waren, konnte ich gleich dabei bleiben.

„Nein, ehrlich? Du hast es ihnen allen gesagt?“, krächzte Harry rau und blinzelte mich wie ein Uhu an.

„Ja, das habe ich, so wie du Sirius alles sagen willst, so habe ich dasselbe getan“, erklärte ich hochmütig und reckte mein Kinn in die Höhe.

„Warum der Typ, warum?“, regte er sich tatsächlich mal wieder jammernd nur über Lucius auf.

„Ich hätte es ihnen nicht gesagt, wenn Sirius nicht lebend aufgetaucht wäre“, stieß ich wütend aus und verschränkte mal wieder die Arme vor der Brust.

„Ohhh, genau, weil du Snape verschwiegen hättest, dass sein Schulfeind wieder da ist“, begehrte er hitzig auf und ich presste jetzt meinen Mund fest aufeinander. „Du hättest es ihnen nicht so auf die Nase binden müssen, echt nicht.“

„Hey, hör auf mich anzumachen“, schnitt ich ihm nun drohend leise das Wort ab.

„Sie hat recht, Harry, hör auf“, schaltete sich nun auch Ron sehr vehement ein, woraufhin Harry seinen Mund aufriss. „Du wirst unfair, du verdankst ihr alles, vor allem aber dass er überhaupt da ist“, hisste er jetzt in ungewohnt vorwurfsvollem Ton und deutete anklagend auf das Zelt. „Die Aktion an sich war mehr als gewagt. Wir können von Glück reden, dass wir alle da heil rausgekommen sind… und jetzt kommt mein Einwand… wir sagen Sirius wirklich nicht alles…“, nahm er mit seiner Rede bestimmt Haltung an.

„RO-“, wollte Harry sofort einwenden, aber eine erhobene Hand stoppte ihn.

„Lass mich bitte ausreden, Harry… noch nicht sofort, das könnte vielleicht etwas viel für den armen Mann sein. Wenn er sich in Irland zurecht findet und die ersten Zusammentreffen mit Grindelwald und Malfoy junior übersteht“, zählte Ron auf, woraufhin ich ihn unterbrach, indem ich die Stimme erhob.

„Vergiss nicht Moody“, knurrte ich düster, woraufhin er generös nickte.

„Ja, genau. Wenn er die alle gut überstanden hat, dann sagen wir ihm vielleicht dein größtes Geheimnis… das ist immer noch früh genug“, legte Ron dar, ließ uns aber eine Hintertür, wenn sich Harrys erste Wiedersehensfreude gelegt hatte. Nach Rons Ansage wirkte Harry ziemlich fertig.

„Ich fass es nicht“, fand Harry nun seine Sprache wieder und wedelte erregt mit seinen Händen durch die Luft. „Jetzt hast du auch bestimmt, dass er weg soll… nach Irland, weil sich das Malfoy so wünscht“, zeigte er sich frustriert und raufte sich die wirren Haare.

„Weil es logisch ist und Malfoy nicht unrecht hat. Sirius ist geschwächt, er hat viel zu viel zu verarbeiten. Er sollte nicht in einem Zelt auf der Flucht sein. Die Jagd nach den Horcruxen ist unsere Aufgabe und wenn es bedeutet, dass Hermione keinen Ärger bekommt, dann ja, dann kann ich damit erst recht leben, dass er weg von uns ist. Willst du ihn hier der ständigen Gefahr aussetzen? Wirklich?“, ließ ich Ron reden, denn mir selbst fehlten die Worte. Schließlich senkte sich nach Rons Worten eine unangenehme Stille über uns, die nur durch die Geräusche des Waldes unterbrochen wurde und schlussendlich von einem langen Seufzen getränkt wurde.

„Komm ich undankbar rüber?“, meinte Harry plötzlich ziemlich fertig wirkend und ließ seinen Kopf unglücklich sinken, woraufhin ich langsam den meinigen schüttelte.

„Nein, nur überschäumend vor Emotionen“, zeigte ich mich zuvorkommend, bis Ron dazwischen ging.

„Unfug, natürlich bist du gerade undankbar!“, bescheinigte er seinem Freund, der unter dieser Rüge zusammenzuckte, sehr scharf.

„Okay, ist ja gut“, gab er in mehrfacher Hinsicht auf und hob die Hände. „Wir erzählen ihm nicht alles und erst recht nichts von Lucien…“, nickten wir drei uns zu und Harry wandte sich ab, sichtbar darauf brennend, endlich ausführlich mit Sirius zu sprechen.

„Ähm, Harry… da wäre noch was… es wäre noch nett, wenn du deine Behauptung, dass ich in Lucius verliebt wäre… weglassen könntest“, bat ich mit einer gewissen Prise Ironie in meiner Stimme und er stockte.

„Ohhh, ich gebe es auf“, murrte er finster, aber es war eindeutig ein Zugeständnis, denn er sah es anders.

„Dann mal auf“, kam ich deutlich zufriedener in die Gänge und hob die Plane an. „Ich hör aber nur zu“, meinte ich noch zögerlich, als wir ins Zelt gingen und die Umwelt ausschlossen.

„Haha, bis wir was Falsches erzählen, genau“, kicherte Ron gehässig und selbst auf Harrys Zügen lag ein zurückhaltendes Schmunzeln. Die Stimmung zwischen uns war wieder eindeutig besser und das war eine Erleichterung für mich.

Hermiones Sicht Ende

Lucius Sicht

„Du glaubst nicht, was sie sich wieder geleistet hat!“, begann er resignierend, sich in sein schwerwiegendes Schicksal zu fügen, dabei wehte er wie ein schwarzer Schatten eindrucksvoll in mein Büro im Manor. Müde, um nicht zu sagen fast schon schläfrig, blickte ich zu ihm auf. „Ist es zu fassen?“, wütete er weiter und überging meine so unglaublich nicht passable Konstitution, während ich mir kurz an meine Schläfen fasste um sie zu massieren.

Doch bevor ich gehässig werden konnte, rief ich mich zur Ordnung. Ich sollte froh über die Abwechslung sein, denn die letzte Zeit war anstrengend gewesen und eine zusätzliche Aufgabe zu der, mein Unternehmen zu führen, das sich sowohl in der Welt der Muggel tummelte als auch in der magischen. Dazu kam auch das Ministerium, dann galt es auch noch meiner Aufgabe als ranghöchstem DeathEater gerecht zu werden und seit Neuestem durfte ich auch noch zusätzlich den Dark Lord persönlich vertreten, der irgendwelchen Hirngespinsten hinterher jagte und hoffte, dass so ein blöder, angeblich übermächtiger Stab ihm half!

Die Sage dazu stand in Kinderbüchern, verdammt nochmal! Ein mitleidiges Seufzen entkam mir. Kurz überlegte ich, einen schmerzstillenden Kopfschmerztrank zu mir zu nehmen, da das Pochen immer stärker wurde. Diese ständigen Anforderungen von allen Seiten zehrten nun doch an meinen so vornehmen Nerven. Nicht dass ich es nicht gewöhnt war, von vielen Seiten gefordert zu werden, aber ich durfte augenblicklich nie und zu keiner Zeit Fehler machen und das war kräftezehrend.

„Was hat sie getan, das dich derart erzürnt?“, fragte ich sachte nach und riss mich selbst aus meinen tristen und so nutzlosen Gedanken, da ich bemerkte, wie Severus abrupt stoppte und sich weit über meinen Schreibtisch zu mir beugte um mir tief in die Augen zu blicken, was dazu führte, dass meine Braue in die Höhe zuckte.

„Brauchst du einen Trank?“, fragte er plötzlich leise und musterte mich durchdringend mit diesen stechend schwarzen Augen, die so unendlich viel sehen konnten.

„Hör auf mit dem Unsinn“, wedelte ich eilig mit einer gewissen Noblesse ab. „Ich brauche kein Kindermädchen“, erklärte ich arrogant, vor allem da es mir nicht behagte, dass er mich derart leicht durchschaute.

„Das nicht, aber vielleicht jemanden, der darauf schaut, dass du genügend Ruhe bekommst?“, fragte er mit einem gewissen gehässigen Hohn in seiner schnarrenden Stimme, während sich dabei meine Augen zu Schlitzen verengten, als er sich auf meinem Tisch abstützte und sich zu mir vorbeugte.

„Denkst du, dass ich mir meiner Ressourcen nicht bewusst bin?“, schoss es versnobt aus mir heraus und ich saß jetzt gerade wie eine Eins in meinem Sessel, was Severus ein zynisches Grinsen auf die dünnen Lippen zauberte und er sich mit leichter Eleganz von meinem Schreibtisch abstieß.

„Ich kenne dich. Du würdest dich nicht überschätzen, aber du bist wie immer bereit, sehr weit zu gehen und wir wollen doch nicht, dass du Fehler machst, gerade jetzt nicht“, kam es mit einer Überheblichkeit von ihm, die ihm nicht zustand und die einen kalten Glanz in meine grauen Augen zauberte.

„Severus!“, mahnte ich daher mit Nachdruck. „Spiel dich nicht derart unerträglich auf. Deine Theatralik ist unnötig… zumindest mir gegenüber“, wollte ich keine Zweifel meiner Person gegenüber von ihm vernehmen, denn ich war mir meiner Grenzen stets nur zu bewusst. Er wagte es, bei meinen Worten ostentativ mit den Augen zu rollen. War das zu fassen? Wo blieb die mir zu gebietende Achtung?

Außerdem wirkte er aufgekratzter und irgendwie unsteter und weniger in sich ruhend als sonst. Was war mit Severus los?

„Hier, ich lass dir trotzdem mal eine Phiole da“, zeigte er sich unglaublich herablassend, sodass ich nun über seine ungebremste Überheblichkeit die Augen verdrehte.

Ich fing das auf mich zu rollende Kleinod auf, denn vielleicht, aber nur vielleicht würde ich den Trank, wenn ich alleine war, nehmen. Schaden könnte es nicht, denn Severus würde mir nie etwas verabreichen, das mich in meinen Entscheidungen beeinflussen würde, jedoch würde mir die Arbeit bedeutend leichter von der Hand gehen.

„Um auf dein unerwartetes Auftauchen anzuspielen, darf ich erfahren, was dich hertreibt?“, setzte ich nach und wollte nun meiner Beobachtung nachgehen, dass Severus augenscheinlich etwas beschäftigte.

„Na, ist ja nicht so, als würdest du dich anmelden, wenn du dich entschließt, mich zu beehren“, konterte er wenig auskunftsbereit und ich schnaubte abfällig.

„Ah, ist das also eine Retourkutsche?“, servierte ich zynisch, während ich mich in meinem Sessel zurücklehnte und seinen Marsch durch mein Büro verfolgte.

„Pffff, ich weiß ja nicht, wie das dir gefallen hat, als wir diese wunderbaren Nachrichten der Wiederauferstehung eines Toten erhalten haben“, ätzte er gemein und man musste Angst haben, dass er alles wie Säure wegätzen könnte, das in seine Nähe kam, während meine Augenbrauen langsam in die Höhe gingen.

Doch so ganz erschloss sich mir seine abgrundartig schlechte Laune nicht. Natürlich, dass Black wieder da war, war ärgerlich und für ihn nicht schön, aber dieser Typ war doch kein Gegner für Severus. Also was war so tragisch an der Angelegenheit? Oder aber lag es an dem Biest? Schließlich hatte er am Anfang, als er hereingestürmt war, irgendwas gesagt, dass sie sich mal wieder etwas Einmaliges geleistet hatte!

„Anscheinend wollen einige so tot bleiben wie der Lord. Ist das nicht schrecklich?“, giftete er weiter rum und sein weiter Mantel bauschte sich dramatisch um seine düstere Gestalt, als er Kreise drehte.

„Diese ständigen Wiederauferstehungen meinst du?“, fragte ich sezierend nach und kurz zuckten meine Mundwinkel spöttisch, da er nickte. Indes holte ich tief Luft um zu antworten: „Ja… der Gedanke, dass Narcissa, oder mein Vater wieder so mir nichts dir nichts hier auftauchten könnten, lässt mir das Blut in den Adern gefrieren.“ Ich gestattete ihm einen tiefen Blick in meine Gedankenwelt und wie gesagt, ich verstand seine Beweggründe zu gut. „Was tot ist sollte tot bleiben. Wir haben oft genug darüber geredet. Du kennst meine differenzierte Meinung, sowohl zur Unsterblichkeit, als auch zum ewigen Leben“, strich ich mit Bedacht über meine lederne Schreibtischunterlage und sah dann eindringlich zu ihm auf.

„Ja“, meinte er sofort nüchtern, denn unsere Meinungen hierzu hatten wir zusammen nach unseren Studien verfestigt und es war gut, von diesem Kurs nicht abzuweichen, selbst wenn wir gerade durch Hermione erlebten, was sich uns alles für beinah unerforschte Gebiete in der Nekromantie eröffneten, so war es nicht erstrebenswert, diese Macht anzuvisieren. „Und ehrlich, Lucius… irgendwie kommt nur das unbrauchbare Material wieder… ist das nicht tragisch?“, blieb er stehen und wirbelt mit einer Grimasse zu mir herum, die dünnen Lippen missbilligend verzogen.

„Lass das mal nicht den Lord vernehmen“, meinte ich süffisant und gestattete mir ein despektierliches Lachen hinter einer erhobenen Hand.

„Pfff“, servierte er verächtlich und strich sich seine langen, dunklen Strähnen zurück.

„Da wir dies nun geklärt haben, wenden wir uns anderen Themen zu. Dass dich Blacks Wiederkehr aufregt, ist wahrlich keine Überraschung…“, zählte ich mit erhobenem Zeigefinger zynisch sein vorhersehbares Verhalten auf. „Was hingegen besonders hervorzuheben ist, ist dass sie kam um es dir zu sagen…“, verdüsterte sich seine Miene zusehends bei meiner Feststellung. „Ja, Severus, so stellt sich mir eine gewichtige Frage. Habt ihr euch wieder vertragen, nachdem du sie so rüde angegriffen hast?“, bohrte sich nun mein Finger fordernd in seine Richtung.

„Geht dich nichts an“, knurrte er daraufhin knapp und ich schenkte ihm ein honoriges Lächeln, das ihn wahnsinnig zu machen schien, derart düster wie sein Blick wurde.

Und jetzt war ich hellhörig. Da gab es ein Geheimnis. Es war eine Intuition, die mir dies flüsterte und so was hinterfragte ich nie.

„Ohh, das macht es interessant“, murmelte ich sehr leise vor mich hin, denn alles an seiner Haltung erzählte mir, dass noch mehr vorgefallen war als ich miterlebt hatte. Augenscheinlich waren sie sich im Laufe dieser kurzen Zeit wieder über den Weg gelaufen, mit einem erneut unschönen Ausgang, zumindest vermutete ich dies wagemutig. Dabei legte ich mein Haupt schief und musterte den Mann vor mir, während er seine Hände hochriss.

„Denk doch was du willst“, grantelte er vor sich hin und bestätigte mir mit seiner echauffierten Reaktion, dass ich dem unbedingt auf den Grund gehen wollte, was sich da noch abgespielt hatte. „Eigentlich bin ich gekommen, weil ich aus dem Irrenstall rauswollte“, legte er eine eindrucksvolle Drehung hin und nahm auf dem Stuhl gegenüber meines Schreibtisches Platz.

„Das behauptest du andauernd“, winkte ich nonchalant ab und versteckte das wiederkehrende Lächeln, das an meinen Mundwinkeln zuckte, hinter meiner Hand, da es fast schon zu offensichtlich war, wie er ablenken wollte.

„Es ist so“, erklärte er vehement, „vor allem wenn SIE. auftaucht erst recht!“, erging er sich in seiner unversöhnlichen Wut.

„Was hat deinen Zorn auf sie noch mehr entfacht, als ihr unglaubliches Vergehen, den lästigen Black zu uns zurückzubringen?“, wagte ich mich vor, den verhassten Namen auszusprechen, und erntete sofort einen schneidend scharfen Blick.

„Ohhhh, ich schwöre dir, auch du wirst in deiner Arroganz nur zu spät erkennen, dass der Typ nichts als Ärger bedeutet“, vertrieb seine ölig schnarrende Stimme mein Lächeln, denn ich nahm, anders als früher, seine Warnungen die das Biest betrafen sehr ernst, nur würde ich ihm das nicht unbedingt unter die zu große Nase reiben.

„Aber da dich dies nicht zu interessieren scheint, vielleicht dann das… im Lehrerzimmer geht der wilde Doxy um“, umschrieb er so blumig, dass eine meiner so hellen Brauen abrupt in die Höhe schoss. So lehnte ich mich gespannt in meinem Sessel zurück, während Severus seine Wanderung durch mein Büro, zu meiner Verwunderung, wieder aufnahm.

Aber eines war sicher, er hatte meine Aufmerksamkeit und so kam es, dass er mir mit seinen ganz eigenen, so unendlich charmanten und aussagekräftigen Worten beschrieb, was sich in der Stunde zur Pflege der Magischen Geschöpfe der Siebtklässler abgespielt hatte. Was sollte ich sagen, mittlerweile saß ich nun mit einem Whiskeyglas bewaffnet im Speisesaal, da Severus etwas weitschweifiger ausgeholt hatte und nahm meinen Digestif nach unserem vorzüglichen gemeinsamen Mahl mir.

„Dass dieses epochale Geschehen die Lehrer beschäftigt glaube ich gerne. Wie tragisch, dass ich nicht persönlich anwesend war. Und was erst die Schüler alles plappern werden…“, erging ich mich in meinem Snobismus, bis ich ernst wurde. „Was denkst du?“, wollte ich mit schief gelegtem Haupt erfahren, worauf Severus sehr überlegt seine Hand auf seine Brust legte.

„Dass es ein erhabenes Bild gewesen sein muss“, schwelgte er sofort los. „Ja, dieses zutiefst weiße Geschöpf, gegen dieses tiefschwarze. Diese beiden Arten, die sich gegenüberstehen, so ähnlich in ihrer pferdeähnlichen Grundform und doch so verschieden… von der Symbolik als auch von der Theatralik des Momentes gesehen… erhebend!“, setzte er diese Inbrunst absolut ungewöhnlich für ihn fort.

„Du wirst poetisch“, erhob ich spöttisch das Glas und prostete ihm in der Luft zu.

„Du mich auch, Lucius“, fletschte er wenig schön anzusehen die Zähne und ich trank einen guten Schluck der brennenden Flüssigkeit.

„Wie, wo und wann?“, zog ich ihn gönnerhaft auf und erntete tief gerunzelte Augenbrauen. Seine Anmaßung brachte mich wahrlich nicht aus der Ruhe, sodass ich eher mit einer Provokation aufwartete, die ihm sichtlich nicht zu schmecken schien.

„Die Signifikanz auf die ich dich hinzuweisen versuche, ist die, dass das nicht normal ist“, durchbohrte mich seine tiefe Stimme bei jeder Silbe und er schlug entnervt mit der Hand auf den Tisch, sodass das edle Porzellan klirrte.

„Aha, was du nicht sagst. Dass Hermione nicht mehr normal ist, weiß ich spätestens seit den Dementoren beim Lord… und nach diesem absonderlichen Ritual, das ihre Hysterektomie zur Folge hatte“, zählte ich betont beherrscht auf und legte jetzt pedantisch meine Stoffservierte auf den Tisch.

„Sie ist immer wieder für Überraschungen gut“, knurrte er jetzt wenig begeistert, dabei arbeitete es in ihm sichtbar und das war es, was ich seit heute extrem ungewöhnlich an Severus fand.

„Sonst wäre es doch langweilig und wer will Langeweile?“, zuckte ich die aristokratisch verpackten Schultern.

„Ich…“, bot Severus lakonisch an und ich schnaubte abfällig aufgrund der Verdrehung der Tatsachen, da er sich gerne anders sah als er wirklich war.

„Genau, lüge dir ruhig selbst in die Tasche, Severus. Über wenn könntest du dann so vorzüglich lästern?“, kam ich ihm jetzt schonungslos mit der Wahrheit und erntete eine starre Maske.

„Das ist unter meiner Würde“, presste er verstockt heraus.

„Pfff, das wird wirklich immer besser, süperb! Sag mir lieber, was wir wegen Black unternehmen werden“, brach ich das Thema ab, da er anscheinend wirklich allergisch darauf reagierte, wobei ich immer noch nicht den Ansatz fand, was zu diesem Verhalten führte. Vielleicht sollte ich Hermione das nächste Mal fragen?

„Warten“, zog sich Severus tiefer in seinen Stuhl zurück.

„Das was wir am besten können“, resümierte ich mit einer Überheblichkeit, die mir am besten stand.

„Prost“, erhob nun Severus sein Glas.

„Dir auch ein Wohlsein“, stießen wir über die Entfernung hinweg an.

„Wann kehrt der Lord wieder?“, offenbarte Severus nun seine Zähne, da der Drink gefährlich brannte.

„Eine mehr als gute Frage“, murrte ich düster, gefangen in den Gedanken an die Arbeit, die meiner harrte, weil der Lord Luftschlössern hinterher jagte.

Lucius Sicht Ende

Severus Sicht

Jetzt nach meinem Treffen mit Lucius, bei dem ich ihm von dem Vorfall im Unterricht mit dem Einhorn und dem Biest und vor allem von dem Thestral bis ins kleinste Detail berichtet hatte, saß ich hier im Geköpften Henker und brauchte sehr dringend einen Drink. Ganz kurz kam ich mir wie ein verachtenswerter Säufer vor und schüttelte den Gedanken an das Subjekt, was man einmal meinen Vater geschimpft hatte, ab. Aber bitte, diese Schuld lag bei anderen, nicht bei mir, denn anstatt dass es Lucius besser machte, machte er es schlimmer und sogar schlechter.

Ich wusste selbst nicht so genau, was ich mir von meinem Besuch bei ihm versprochen hatte, aber nicht das. Er hatte noch von seinem großen, wunderbaren, einzigartigen Verlobungsball an Halloween gequasselt, den er in Malfoy Manor zu geben gedachte und der in meiner Fantasie mit Sicherheit zu dramamäßigen Auftritten der werten Personen führen würde, da ihre Teilnahme erzwungen werden würde. Aber anders als ich, der ich mit Widerwillen dem zu erwartenden Gezeter entgegensah, freute sich Lucius aufrichtig auf diese Festivität. Er ließ sich diese Schnapsidee partout nicht ausreden, auch von mir nicht und so saß ich in dieser schäbigen Absteige und schüttete dieses minderwertige Zeug meine Kehle hinab, um irgendwie alles vergessen zu können. So ganz gelang es mir noch nicht, aber der Abend war noch jung, wobei meine Gedanken immer trister wurden, denn gerade holte mich meine Vergangenheit ein.

„Der Köter“, murmelte ich fassungslos leise vor mich hin und schmerzlich verzog sich meine Miene, weil dieser Typ wieder da sein sollte. Es wollte mir nichts ins Hirn. Ganz ehrlich, um den Typen war es nicht schade gewesen, zu keiner Zeit, niemals.

Ab und an blitzten Erinnerungsfetzen vom Grimmauld Place in meinem Geiste auf. Das war der Ort, an dem sich alles verändert hatte. Black zusammen mit dem Biest vereint in der Bibliothek, dieses Bild heftete sich besonders bösartig in meiner Erinnerung fest, weswegen ich ein Glas nach dem nächsten bestellte, als ob das Gesöff diese hartnäckigen Bilder wegspülen könnte.

Ich verstand mich selbst nicht mehr so recht. Warum spielte ich, der ich immer die Kontrolle über mich behielt, bei dem Gedanken, dass Black wieder da war, verrückt?

Vielleicht, weil ich nicht unbegründeter Weise gedacht hatte, fast alle, bis auf Wormtail und den Wolf, aus dieser unschönen Zeit meines Lebens los zu sein? Dass eben alle, die über meine bedrückende Jugend Bescheid wussten, weg waren? Das Schicksal konnte eine verfickte Hure sein, wenn man sich in Sicherheit wog, dann kam sie doppelt hinterhältig aus dem Nichts daher.

Das Leben konnte eine einzige Zumutung sein, denn von meinem ungeliebten Job in Hogwarts gar nicht zu reden. Ich wollte nicht zurück. Abartiger Weise spielte ich sogar mit dem absurden Gedanken, nach Spinners End zu gehen. Das musste so was wie masochistisches Verhalten sein. Mit einem angeekelten Gesichtsausdruck hasste ich meine eigene Wehleidigkeit.

Doch schließlich wurden meine so tristen Gedanken unterbrochen und dabei mochte ich behaupten, dass alles an mir wenig einladend aussah und doch ließen sich ganz plötzlich zwei Typen mir gegenüber nieder. Wacker unter Anbetracht, dass sie nicht von mir aufgeforderten worden waren, dies zu tun, woraufhin ich diese mit finsterer Miene maß, während sie mich mit unbewegten Gesichtern musterten. Das war eindeutig ganz schön mutig. Ich kannte diese Personen nicht, war ihnen noch nie begegnet, aber sie kannten mich, denn ich hatte darauf verzichtet, mir eine bescheuerte Kapuze ins Gesicht zu ziehen. Ich war vor dem Krieg und der Wiederkehr des Dark Lords hier Gast gewesen und ich würde es weiterhin sein, Basta.

Wenn sich diese so wackeren Idioten einredeten, dass ich zuerst etwas sagen würde, dann hatten sie sich geschnitten.

„So einsam hier?“, rang sich der brünette Typ dazu durch, was zu sagen. „Brauchen Sie Unterhaltung?“, kam es vom zweiten und da wurde eine Vermutung zur absoluten Gewissheit, da mich das Ganze einfach zu sehr an Gryffindor Schwachmaten erinnerte, die mir dann leider doch zu bekannt waren.

„Sie beide waren auch schon mal witziger“, knurrte ich schlussendlich gemein und offenbarte ihnen, dass ich wusste, wer sie waren.

„Verdammt.“, „Wie bekommen Sie das so schnell hin?“, „Ich dachte, wir wären so gut.“, „Ich dachte, wir wären besser geworden“, erregten sich die beiden Gemüter zu meinem geheimen Amüsement.

„Glauben sie mir, um mich zu täuschen müssen sie bedeutend älter als ich werden und da ich ihnen hier immer einen Vorsprung haben werde, trösten sie sich damit…“, zeigte ich mich gönnerhaft und schüttete den letzten Rest meines Drinks in mich und stellte das leere Glas auf den Tisch.

„Uhhh, was ist denn mit ihnen los?“, „Sie sind komisch.“, „Sehr seltsam“, fassten diese nervigen Twins mein Verhalten exzellent zusammen. Eines musste man ihnen lassen, sie beide waren schon immer eine besondere Spezies gewesen und das zeigte sich ab und an. Es juckte mich in den Fingern, es laut zu gestehen, denn erst dann würde es echt und wirklich werden und anders als andere konnten sie es nachvollziehen.

„Der Köter ist wieder da“, schnarrte ich ölig und wünschte mir inbrünstig das nächste Glas herbei, nur so tief wollte ich nicht vor meinem Publikum sinken, während ich entsetzte Sprachlosigkeit erntete. Meine Herren, wenn diese beiden Teufel doch mal in meinem Unterricht so effektiv mundtot zu machen gewesen wären, fing ich gleich zu schwärmen an.

„Der Köter?“, „Der Köter, wie Sirius?“, kam es erstaunlich flott von ihnen. „Wie wieder da?“, „Der ist doch tot…“, ging es wild her und ich war so frei, mich um unsere Privatsphäre zu kümmern und zauberte ein wenig.

„Sie sind wirklich wahre Blitzdenker“, entschlüpfte es mir gehässig, dabei fletschte ich die Zähne und bedeutete der an uns vorbeieilenden Bedienung, dass ich dringlichst Nachschub wünschte.

„YES.“, „Wie geil.“, „Das ist wunderbar für Harry.“, „Er ist wirklich wieder da?“, „Ich fass es nicht“, war die Freude der beiden von Aufrichtigkeit gekennzeichnet und brannte mir wie Magensäure in meiner Speiseröhre, wobei es auch an dem Fusel liegen mochte, den es hier gab und der gerade von der verlebten Kellnerin zu mir hinübergeschoben wurde.

„Ja, ganz wunderbar“, spie ich böse aus und nahm einen weiteren Schluck und schloss kurz meine Augen um zu verdrängen, wie scheiße mein Leben gerade ablief. Als ich sie jedoch wieder öffnete fielen mir zu viele mitleidige Augenpaare auf, die mich kritisch beobachteten, was dazu führte, dass sich meine Haltung deutlich straffte, da es mir unangenehm wurde, was diese beiden Wirrköpfe zu sehen denken könnten, was eindeutig nicht da war. Ich verfluchte nur mein Glück, dass ich diese nervige Made einfach nicht loswurde.

„Und Hermione ist schuld daran, oder?“, fragte der eine unerwartet scharfsinnig mit schief gelegtem Haupt, was fast dazu führte, dass ich mich an der brennenden Flüssigkeit verschluckte.

„Wer sonst?“, stieß ich schnaubend aus und wischte mir mit dem Handrücken über den Mund.

„Und das macht Sie gar nicht froh“, kam es vom anderen als Feststellung, die mir jedoch nur ein Heben meiner Oberlippe entlockte.

„Sie verdienen echt einen Preis, als besonders helle Kerzen auf der Torte“, goss ich bitterböse meinen Zynismus über ihnen aus und rollte mit den Augen.

„Sie sind charmant, wie eh und je, Professor“, wagte sich der eine Typ zu sagen, ein Umstand, der mir ein schiefes Grinsen entlockte, während mir meine Haare ins Gesicht fielen.

„Schulleiter… ich bin nun Schulleiter“, mahnte ich mit einem gewissen obsessiven Sadismus.

„Oh ja, und was für einer“, grinste mich dieser Möchtegern-Spaßvogel anzüglich an.




Hallo liebe WHF-Leserschaft,

alle Jahre wieder kommt der WHF-Wettbewerb!

Das diesjährige Thema lautet wie folgt:

Hermione und ihre Gabe/Thestral/Dementor/Túatha Dé Danann

Wie immer freuen wir uns über eure Einsendungen in Form von:

-selbstgemalten Bildern
-selbstgebastelten Gegenständen
-einem Quiz zur Story
-einem Trailer zu WHF mit diesem Thema
-einem Gedicht dazu
-einem OneShot zum Thema
-verrückten Rezeptideen

Einsendeschluss: 27.12.2015

Natürlich winken den Gewinnern wieder tolle Preise.

Sendet eure Beiträge bitte hier im Forum an mich, oder in Facebook an mich, Queenie Granger, oder an when_hermione_fights@web.de


http://whfff.forumieren.net/f56-jahrlicher-wettbewerb-2015

alles liebe eure
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BeitragThema: 528. Retrospektive   Di Okt 27, 2015 10:10 am

Heute ein Trailer von Ingwill Li:

T[link href="https://www.youtube.com/watch?v=95RL9rYS_uE&feature=youtu.be"]T https://www.youtube.com/watch?v=95RL9rYS_uE&feature=youtu.be

wünsche Euch viel Spaß beim schauen
queenie




528. Kapitel Retrospektive

„Wollen sie mir was sagen?“, fragte ich jetzt unduldsam, störten sie doch meine zauberhafte Ruhe, dabei unterließ ich es jedoch, ihre Namen in dieser obskuren Umgebung des Gasthauses offen zu nennen.

„Nie… Sir.“, „Ehrlich nicht.“, „Würden wie nie wagen.“, „Nö, auf gar keinen Fall.“, „Sie sind der Beste“, grinsten sie mich teuflisch an, während ich ein mitleidiges Seufzen heldenhaft unterdrückte.

„Ist auch besser so für sie“, gab ich großzügiger Weise nach. Es mochte auch daran liegen, dass der andere Twin soeben gewissenhaft für Nachschub sorgte und man mir ein neues, ganz volles Glas zuschob.

„Gedenken Sie was zu tun?“, wollte jetzt der Ruhigere der beiden roten Teufel erfahren und erhob sein eigenes Glas in die Luft, was mich mit einem geschlagenen Stöhnen zu einer Antwort verleitete.

„Draco will den Köter in der Burg haben“, meinte ich recht knapp und erinnerte mich an den brisanten Abend und diese schicksalhafte Nacht, als ich von dem Köter erfahren hatte.

„Will er das?“, „Interessant zu wissen.“, „Wow.“, „Denken Sie, sie werden es tun?“, „Könnte mir vorstellen, dass Harry ihn bei sich haben will“, plapperten sie gewohnt ineinander, während ich schluckte und den Kopf schüttelte.

„Es wäre besser für sie“, stieß ich hart aus, dabei verzogen sich meine Züge, natürlich nur aufgrund des scharfen Alkohols.

„Uhhh, das klingt ungut in meinem einen Ohr“, erscholl es vorwurfsvoll als Anspielung, dass ich ihm eines gekostet hatte. „Nicht nur in deinem, mein Bruder, auch in meinen beiden.“

„Pff“, entfuhr es mir abfällig.

„Ja, wenn man mal außer Acht lässt, dass ich es Ihnen zu verdanken habe, dass ich eines weniger mein eigen nennen kann“, wurde mir jetzt mal wieder offen vorgeworfen und der Blick aus einem unechten blauen Augenpaar bohrte sich in meinen.

„Wir alle wissen es“, presste sein Bruder sichtbar genervt hervor, der sich das anscheinend öfters anhören durfte und ich verzog die Mundwinkel. Es war schließlich nicht so, dass ich absichtlich auf das bescheuerte Ohr gezielt hatte.

„Trauern Sie immer noch?“, kam es daraufhin zynisch von mir, während ich mitverfolgte, wie seine Hand zu den langen schwarzen Haaren glitt, die höchstwahrscheinlich ein Loch verdeckten. „Und zurück zum Thema, da es alle von uns wissen… dass ER zurück ist…“, setzte ich an, doch sie fielen mir ungehörigerweise ins Wort.

„Was?“, „Auch der ungeliebte Verlobte?“, „Autsch…“, „Weniger schön.“, „Nicht Ihr ernst“, strafte sie mein missbilligender Blick wegen ihrer temperamentvollen Aussagen. „Was gedenken Sie zu tun, Sir?“, rang sich der Mutigere der beiden Verrückten noch ab.

„Mhm“, ließ ich mich nicht zu mehr hinreißen, sondern trank einen großen, beruhigenden Schluck, wobei sich eine gewisse angespannte Stille über uns senkte.

„Wie lang hat sie?“, rang sich dann schlussendlich der eine Twin ab, besorgt nachzufragen.

„Sie beide sind eindeutig zu neugierig… ob ihnen das immer bekommt?“, erwiderte ich mangels einer Antwort ausweichend, da ich weder das eine noch das andere beziffern könnte. Die Frage nach der Zeit als auch das, was die anderen beiden oder sogar ich zu tun bereit waren, wenn es um Black ging!

„Dann hoffen wir mal für Sie, dass Sie wissen, was Sie tun“, wagte es einer dieser leider im Doppelpack auftauchenden Anmaßungen von sich zu geben und mein Blick musste Bände sprechen, denn der andere zuckte entschieden davor zurück.

„Zweifeln sie daran?“, entgegnete ich reichlich spitz.

„Wollen Sie ein Geheimnis von uns wissen?“, kam es sehr verschwörerisch von einem der beiden Teufel und sie beugten sich weit über den Tisch zu mir.

„Will ich?“, provozierte ich absichtlich und schenkte ihnen ein hässliches Grinsen.

„Wir sind nicht so leicht einzuschüchtern“, erwiderte der eine von ihnen bedeutungsvoll und ernsthaft.

„Ach, was sie nicht sagen“, spottete ich entnervt und schüttelte mein Haupt.

„Sie nehmen uns nicht ernst, aber das ist ernst“, moserte nun der gewöhnlich Ruhigere der beiden wieder eingeschnappt.

„Sie haben meine Aufmerksamkeit“, tat ich also mit einem wegwerfenden Handwedeln ihre Empörung ab.

„Harrys erstes Jahr, erinnern Sie sich an unseren hochverehrten und unerreichten Professor Quirrell?“, beugte sich der verwandelte Twin geheimnisvoll vor und ich seufzte innerlich ob ihrer Theatralik.

„Wie könnte man den je vergessen?“, murmelte ich abwesend und sah dieses erste Jahr wieder sehr lebhaft vor mir.

Man hatte schon vom ersten Abend an erahnen können, dass das ein schreckliches Ende nehmen würde. Unterdessen fiel mir der brandgefährliche Ausdruck auf diesen verzauberten Gesichtern auf und meine Braue strebte in unbekannte Höhen.

„Damals hat uns McGonagall einen Einlauf verpasst, weil wir es gewagt haben, ihn, den Professor, mit verhexten Schneebällen zu bewerfen.“, „Ohhhh ja, da machen Sie Augen, was Sir?“, grinste der eine teuflisch, während der andere gemeingefährlich kicherte und ich blickte aufrichtig starr zu ihnen. „Und wissen Sie was?“, „Sein Hinterkopf hat es ganz besonders schlimm abbekommen.“, „Hahaha, wir haben den dunkelsten Magier aller Zeiten mit Schneebällen beworfen“, klopften sie sich zufrieden auf die Oberschenkel und amüsierten sich königlich darüber, den Dark Lord attackiert zu haben.

Diese beiden Red Devils schreckten tatsächlich vor nichts zurück und das Schlimme war, ich ahnte, dass sie es selbst dann getan hätten, wenn sie damals gewusst hätten, was sich in dem Hinterkopf von Quirrell verbarg. Sie hätten es trotzdem gewagt und hätten sich nicht davon abhalten lassen und dieser verrückte, wenig intelligente Löwenmut rang mir dann doch Hochachtung ab.

„Arme Mrs. Weasley, womit hat sie es verdient, sie zu bekommen?“, wollte ich aufrichtig mitleidig wissen und ich hob zu ihren Gedenken das Glas an und prostete der Luft zu.

„Hey, mal nicht verletzend werden.“, „Auf uns kann sie besonders stolz sein!“, echauffierten sich beide umgehend.

„Zwei gleiche, um nicht zu sagen identische Verrückte?“, schnarrte ich ölig und erntete empörte Blicke.

„Sirrrrrrr, ich bin das Original, Fred ist die Kopie“, wurde mir nun endgültig das Wissen zuteil, dass linker Hand der ältere der beiden, George Weasley, saß.

„Jetzt bilde dir mal nichts auf deine 5 Minuten Vorsprung ein“, fuchtelte der degradierte Twin erregt vor dem Gesicht seines Bruders rum.

„Sie sind beide eine wandelnde Katastrophe“, konnte ich mir das unfassbar auftretende Grinsen gar nicht mehr verkneifen und flüchtete über dieses Versagen in einen erneuten tiefen Schluck.

Diese beiden Red Devils waren einmalig und schafften es tatsächlich, meine Gedanken vom Köter weg zu lotsen. Ich konnte nichts dagegen tun, aber die Bilder nahmen vor meinem inneren Auge Gestalt an und ich sah die Szenerie malerisch vor mir, wie sie den Dark Lord mit Schneebällen bewarfen. Das war unglaublich erheiternd, wenn man darüber nachdachte, und ich wusste, Lucius würde diese Geschichte sehr zu schätzen wissen, wenn ich sie vor ihm zum Besten geben würde. Natürlich bemerkten die beiden, was sie geschafft hatten und wirkten absolut zufrieden und als ich absetzte, deutete der Ernstere der beiden auf mein schon wieder leeres Glas.

„Oh, was für ein Kompliment, Sie können trotzdem diese Geschichte honorieren“, erfreute sich der eine, während der andere anscheinend schon das nächste im Auge hatte, was ihn bewegte. „Wollen Sie noch länger hier bleiben? Müssen Sie nicht gehen?“

„Ja.“, „Warum sitzen Sie hier in dieser unschönen und ungemütlichen Umgebung und schütten das minderwertige Zeug da…“, zeigte einer von ihnen anklagend auf das Gesöff, „… in sich hinein?“, beendete der andere.

„Weil Hogwarts ungemütlich ist“, bekannte ich aufrichtig und bedeutete der Bedienung, endlich den Krug neben uns stehen zu lassen, diese kleinen Gläser fassten einfach zu wenig.

„Verständlich… so ganz ohne SIE“, vernahm ich den wenig versteckten Tadel, dass die Schüler ohne meine Anwesenheit ohne Schutz vor den Carrows waren.

„Sie nehmen sich schon wieder zu viel heraus“, zeigte ich ihnen umgehend ihre Grenzen. Meine Entscheidungen waren über jedweden Tadel erhaben. „Sie beide… müssten sie nicht an etwas basteln, brüten oder austüfteln um ihren Mitmenschen das Leben schwer zu machen?“, schob ich ihnen den schwarzen Salazar zu.

„Oh, bis jetzt hoffen wir, dass wir das Leben unserer Mitmenschen leichter machen“, „Oder aber nur den bösen Leuten einige schwere Momente bescheren“, prallte meine feine Ironie natürlich an ihnen ab. Wen sollte es wundern? Mich nicht, die hatten schon immer ein dickes Fell.

„Keine Sorge, das tun sie beide bestimmt“, servierte ich reichlich zynisch, als ihre Mienen in sich zusammenfielen, woraufhin ich verstummte.

„Wobei, bald werden wir das Geschäft aufgeben…“, kam es nun gepresst von dem gewöhnlich übermütigen Twin und er zeigte sich sehr betroffen.

„Warum das denn?“, fragte ich reichlich irritiert nach.

„Es wird zu heiß… egal in welcher Alley und egal wem das Gebäude gehört...“, murmelte der andere betreten und nahm nun selbst einen ziemlich großen Schluck von seinem Drink.

„Was planen sie dann?“, stellte ich nach reichlicher Überlegung eine berechtigte Frage, denn dass diese beiden die Füße stillhalten würden in diesem Krieg, war sehr zu bezweifeln.

„Versandhandel“, schoss es aus beiden, wie aus dem gezückten Zauberstab, heraus und ich nickte nach kurzer Zeit in Zustimmung mit meinem Haupt.

„Schlaue Idee, die Menschen werden sich eh immer mehr in ihre Refugien zurückziehen, desto mehr der Krieg voranschreitet“, sponn ich den Gedanken weiter. „Man verlässt nur ungerne die sicheren Mauern“, verkündete ich mies gelaunt.

„So destruktiv und langwierig und ziehend…“, „Und öde und anstrengend habe ich mir das alles nicht vorgestellt.“, „Zehrt ganz schön an den Nerven.“, „Man sehnt sich Action herbei“, jammerten die beiden ungeniert los.

„Es tut mir wahrlich leid, dass sie mit der schroffen und kantigen Realität gestraft sind, hierbei lernen sie noch was fürs Leben. Warten und Geduld sind wahrlich Tugenden“, erklärte ich lehrmeisterlich und mit erhobenem Zeigefinger und erntete doch nur wenig begeisterte Mienen.

„Sind Sie gerade zynisch, Sir?“, feixte der eine und ich schüttelte mein Haupt über so viel Unfug und trank wieder einen guten Schluck. Dass man meinen gut gemeinten Rat nicht honorierte und verkannte, war ich gewohnt.

„Wir haben ein Problem im Orden“, leckte sich nun der rechts sitzende Twin nervös über die Lippe.

„Nachwuchs?“, fragte ich mit einem abfälligen Schnauben.

„Nicht nur, wobei es durchaus den ein oder anderen Neuankömmling gibt, aber vor allem der Informationsfluss an Uninformierte ist enorm schwierig…“, gestand der ältere Twin widerwillig.

„Was wollen sie damit fragen?“, lehnte ich mich weiter vor und musterte die beiden vor mir abwägend.

„Der Tagesprophet lügt wie gedruckt.“, „Der Klitterer kommt nur einmal die Woche.“, „Und selbst dann kann er nur Themen anschneiden, aber nicht in die Tiefe gehen.“, „Viel zu gefährlich.“, „Es ist sehr, sehr schwierig…“, „Ja, leider fast unmöglich, die wichtigen Dinge und vor allem die Wahrheit an die Mehrheit der Hexen und Zauberer zu bringen“, wechselten sie sich beinah schon hektisch ab und man bemerkte, wie involviert sie waren, während ich mir Zeit ließ und meinen Blick auf den Tisch richtete.

Ich sinnierte und sah dabei zu, wie ich das fast leere Glas über den klebrigen und vernarbten Holztisch hin und her schob und überlegte. Die Fakten und Punkte, die sie aufführten, waren alle korrekt und besorgniserregend.

„Schon mal was von den „Feindsendern“ zur Nazizeit in Deutschland gehört?“, murmelte ich nach einiger Zeit leise, als ich versuchte, den Beginn einer Lösung für dieses delikate Problem zu finden. „Vielleicht wäre das ja eine Alternative für sie?“

„Radio?“, sprang einer von beiden gleich an und ich honorierte ihre rasche Auffassungsgabe, wobei ich mir kurz die Frage innerlich gestattete, wo diese in meinem Unterricht die vergangenen Jahre verborgen geblieben war.

„Zum Beispiel, aber etwas ausgefeilter dürfte es schon sein“, wiegelte ich knapp ab und nahm den letzten Schluck.

„Mann, Sir, Sie sind eine Erleuchtung.“, „Wow, die Idee ist genial.“, „Die könnte von uns sein.“, „Sir, Sie sind eine Offenbarung!“, ereiferten sich diese beiden aufgeregt. Zu begeistern waren sie gar sehr leicht.

„Beruhigen sie sich“, fuhr ich sie schneidend scharf an. „Ich habe nur ein Wort hingeworfen, was sie daraus machen, ist ihre Sache“, erklärte ich schnöde und donnerte das nun leere Glas vor mir auf den Tisch.

„Danke“, sprudelte es undeutlich aus ihnen und sie sprangen gehetzt auf und hasteten erfüllt mit abstrusen Ideen von dannen.

Irgendwie schaffte es ihr Enthusiasmus, mir ebenfalls wieder einen Teil meines Elans zurückzubringen, sodass ich die Kaschemme hinter mir ließ und mich zu meinem Wirkungskreis aufmachte, um eben für Zucht und Ordnung unter meinem Dach zu sorgen.

Severus Sicht Ende

Hermiones Sicht

Es war vollbracht! Jetzt wusste Sirius alles, mehr oder weniger!

Gut, vielleicht eher weniger als mehr, aber besser als nichts!

Im Zelt hatte sich eine lastende Stille ausgebreitet, die mich regelrecht zu erdrücken drohte und die absolut nicht weichen wollte. Wie sehr ich solche Offenbarungen doch hasste. Immer wieder saßen die Leute mit offenem Mund vor einem und starrten einen mit ungläubigen Blicken an, dabei zeigten sich ihre geschockten Meinungen zu unseren Missetaten in ihren Augen und alles an ihrer Haltung zeugte von ihrer Ablehnung.

Ich hasste es wirklich abgrundtief!

„Wartet, wartet, das ist zu viel… viel zu viel!“, durchbrach Sirius panisch klingend die spannungsgeladene Stille und bestätigte meine Meinung, dass das eben zu viele Informationen auf einmal waren. Er raufte sich seine langen Haare, fuhr sich mit seinen Händen über das Gesicht und atmete heftig ein und aus, sodass sein Körper darunter erzittere. Sofort sauste mein vorwurfsvoller Blick zu Harry, der meine Musterung sichtlich widerwillig über sich ergehen ließ, was zeigte, dass ihm sein Fehler sehr wohl bewusst war.

Wahrheit hin oder her, wenn einen die Informationen überschwemmten, regelrecht überforderten, war niemandem geholfen!

„So lange?“, hauchte er soeben ziemlich ungläubig. „Ich war sooo unendlich lange weg? Das ist… wow, das ist unfassbar, ich bin echt schockiert“, sprach er mehr zu sich selbst als zu uns. „Mein Merlin, was ich alles verpasst habe… du verheiratet?“, und stöhnte jetzt frustriert auf.

„Mit Daphne, ja“, murmelte Harry bewegt und rau, während er sichtbar mit sich rang, nicht die Beherrschung zu verlieren.

„Und du hast sie schon verloren?“, fragte Sirius total verstört, woraufhin Harry nur mit verkniffenen Lippen nickte. „Ohhhh, deine armen Eltern“, kullerten jetzt Sirius die Tränen die blassen Wangen hinab.

Er war kein Mann, der sich seiner Tränen schämte, denn sofort verglich ich ihn unbewusst mit meinen drei Männern und ahnte, dass sie sich alle mit dieser Gefühlsregung enorm schwer tun würden.

„Was haben die denn damit am Hut?“, fragte Ron wenig einfühlsam und Sirius‘ unsteter und aufgewühlter Blick zuckte verärgert zu ihm. Alles in allem machte Sirius gerade einen zutiefst verstörten Eindruck und ich war froh, dass wir uns abgesprochen hatten, ihm nicht gleich alles zu erzählen, dann wäre er nämlich mit einem Schock zusammengebrochen.

„Wie kannst du es wagen, das zu fragen? Dieser Junge hier…“, deutete Sirius völlig losgelöst auf Harry.

„Hey…“, begehrte Harry auf, da es ihm gar nicht gefiel, so bezeichnet zu werden.

Er wollte einwenden, dass er kein Junge mehr war, schließlich und endlich war er Vater, doch so weit kam er nicht, da sich Sirius immer mehr reinsteigerte, bis es mir reichte, da dies hier gerade zu einem Zusammenbruch der besonderen Art ausartete, der uns schlussendlich dazu veranlasste, Sirius mit einem Schlafzauber zu belegen, damit er erstmal alles verarbeiten konnte, was er soeben erfahren hatte.

„Puhhh, ist der schwer“, beschwerte sich Ron, dessen einer Arm nutzlos in der Schlinge hing, während er mit dem anderen versuchte, den zu Boden gesunkenen Sirius zu stützen und Harry an ihm zog, um ihn auf die Pritsche zu hieven, damit er dort seinen Schlummer ungestört ausschlafen durfte. Ich war tief in den Sessel gesunken und versuchte, meine Kopfschmerzen auszublenden.

„Sorry“, sackte Harry neben mir in den anderen Sessel und schaute unglücklich durch seine Brillengläser zu mir.

„Für was?“, fragte ich müde und rieb mir über die pochenden Schläfen.

„Dass ich mit allem raus musste. Dass ihr recht hattet und ich ihm zu viel zumuten will, nur damit es mir gut geht… es ging um mich… nicht um ihn“, ereilte Harry so etwas wie Selbsterkenntnis und ich gratulierte ihm im Stillen dazu, während ich langsam meinen Kopf schüttelte.

„Ach… Harry, geißle dich doch nicht selbst, du freust dich halt, dass er wieder da ist“, winkte ich daher großzügig ab und unterdrückte das Seufzen, das auf meinen Lippen lag.

Denn wo war meine Freude darüber? Das war gemein, denn augenblicklich sah ich nur die ganzen komplizierten Momente, die sich aus dieser Gegebenheit ergaben.

„Ich schieb mal die erste Wache, Leute“, informierte uns Ron, der augenscheinlich der angespannten Stimmung, die hier herrschte, entfliehen wollte, während mir Harry alle Zeit der Welt ließ, bis ich mich aufraffte, ihm gegenüber ehrlich zu sein.

„Harry…“, fing ich unsicher an, dabei sah ich ihn nur unter gesenkten Lidern an.

„Mhm…“, schenkte er mir ein aufmunterndes Lächeln.

„Ich habe Angst, mich zu verlieren… dich, uns, euch… alles irgendwie…“, gestand ich leise und leckte über meine trockenen Lippen.

„Das ist nur natürlich, Schönste… ich habe ständig Angst, vor allem wieder jemanden zu verlieren, der mir etwas bedeutet! In so was habe ich Erfahrung!“, kam es regelrecht masochistisch von Harry, mit dem der Zynismus durchging. Unterdessen lag sein steter Blick auf dem von uns zum Schlaf verdonnerten Sirius.

„Verzeih mir mein Versagen bei Daphne…“, entwich es mir unglücklich, denn darüber kam ich irgendwie gar nicht hinweg, so vollkommen versagt zu haben. Sie mochte nicht meine beste Freundin gewesen sein, aber ich hatte sie als Person und Harrys Frau durchaus akzeptieren können.

„Hör auf. Du machst dir zu viele Gedanken. Ich kann das nicht mehr hören. Man kann nicht alles und jeden retten. Ich kann das akzeptieren! Du auch?“, entfuhr es Harry sehr aufgebracht, dabei funkelte er mich mit aufgebrachtem Blick an.

„Ach Harry, ich hätte dich nur echt gerne glücklich“, gestand ich widerwillig, wenngleich ich mich über seine Aussage sehr freute.

„Ich habe Lucien, der sicher und daheim ist. Ich bin glücklich, aber bist du es… ich meine, glücklich?“, setzte Harry extrem tiefsinnig hinterher und ich runzelte die Stirn.

„Da passt eher die Frage, ob ich das je war?“, meinte ich aufrichtig emotional und erinnerte an mein bisheriges Leben, von meiner Kindheit, über meine Jugend, bis hin zu jetzt.

„Du machst dir zu viele Gedanken“, kam es sehr eindringlich erneut von Harry, wobei ich mit einer wegwerfenden Handgeste unterstrich, dass ich das anders sah.

„Wenn nicht ich, wer dann?“, fragte ich ironisch schnaubend. „Ich war immer das Hirn von uns“, deutete ich auf meine Stirn und grinste ihn übertrieben an, was ihn selbst zu einem Grinsen reizte.

„Okay“, riss Harry die Hände hoch. „Da kann ich nicht mal widersprechen“, erwiderte er sehr widerstrebend. „Aber auch wenn du es nicht glaubst, ich glaube schon, dass du oft glücklich warst… mit uns in Hogwarts, im Cottage und ja, auch im Manor“, zählte er schonungslos offen auf und natürlich stimmte es, ab und an hatte ich unglaublich schöne Momente erlebt.

„Manchmal kommt es mir so vor, als wollen mich einige nicht verstehen… ich weiß, ich bin schwierig…“, wisperte ich langsam, denn leicht fiel mir dieses Eingeständnis wahrlich nicht.

„Frauen sind allgemein schwierig, das war Daphne auch“, kam es ziemlich kritisch von Harry und ich riss meine Augen groß auf.

„Wow, das war voll unnötig“, meinte ich jetzt wenig begeistert und er zuckte mit den Schultern.

„Was denn? Es stimmt…“, offenbarte der neue Harry durchaus, dass Ehrlichkeit nicht schön sein musste.

„Und ich finde es echt nett, dass du für mich Entschuldigungen finden willst, aber ich will weder dir noch anderen mit meinen Launen etwas Böses und ich weiß, dass mich das zum Teil mehr von euch wegtreibt, deshalb bin ich auch wegen Pansy so ausgetickt. Mir kommt es vor, als würdet ihr mir entgleiten… und es tut weh, zu sehen, dass ihr euch auch mit anderen versteht, dann vermisse ich uns erst recht!“, gestand ich kleinlaut untypisch für mich, aber irgendwann musste wohl alles raus.

„Wow, Schönste, jetzt hast du mir das größte Kompliment gemacht, das du hättest machen können! Es bedeutet, dass du mich… uns vermisst?“, fragte Harry hörbar überwältigt.

„Ja“, meinte ich nur schlicht und legte meine Hände übereinander.

„Was hältst du dann davon, wenn ich heute Nacht nicht zu Ron ins Stockbett gehe, sondern mit dir ins Bett?“, bot Harry so gar nicht zweideutig an, aber ich wusste ja, was er meinte.

„Das hört sich gerade schrecklich falsch an, Harry“, stieg ein fast schon hysterisches Lachen in mir auf.

„Das wissen du und ich, aber das Schöne ist, wir müssen es keinem verraten, denn nun sage ich dir auch was sehr Wichtiges: Ich vermisse dich auch“, und damit meinte er nicht nur die Möglichkeit, uns nah zu sein, sondern die Einigkeit, die sonst immer zwischen uns geherrscht hatte und es war schön, zu sehen, dass trotz aller erlittenen Unbill, sich die Freundschaft zwischen uns nie ändern würde.

„Dann darf ich die Dame entführen?“, fragte er und stand auf und hielt mir auffordernd seine Hand hin. „Wir sind alle fertig, wir brauchen Schlaf und du wirst nur so rührselig, wenn du einiges mitgemacht hast und nein, ich will gar nicht wissen, was deine Familie zu deiner Offenbarung gesagt hat. Ich kann mir vorstellen, dass es unerfreulich war… also komm…“, bot mir Harry schlicht sein Vertrauen, seine Akzeptanz und sein Verständnis. Das machte mich ganz schwach und so kam es, dass wir kurze Zeit danach zusammen in einem Bett lagen. Hier bettete ich meinen Kopf auf seiner Schulter und unglaublich, aber wahr, ich schlummerte selig und tief an Harrys Seite.

Sonnenlicht kitzelte mich auf meiner Haut, als ich widerwillig aus diesem so unglaublich erholsamen und tiefen Schlaf erwachte. Ich hielt noch kurz die Augen geschlossen. Es war gerade so schön warm im Bett und zu meinem Leidwesen konnte ich sehr wohl fast umgehend die etwas lauteren und durchaus erregten Stimmen vernehmen, während ich feststellte, dass ich alleine im Bett lag.

„Ich fass es nicht“, brauste Sirius laut auf.

„Was? Was passiert ist, ist passiert“, murmelte Harry resigniert und ich konnte hören, wie jemand mit Wasser herumhantierte.

„Boah, Junge, sag so was nicht, glaube mir, deine armen Eltern hätten nie gewollt, dass das Schicksal von ihrem Sohn so wird!“, versuchte Sirius zu Harry durchzudringen, dabei klang er sehr bewegt, traurig und mitgenommen, alles Attribute, die meine Familie immer gekonnt versteckte.

„Ja, denkst du denn, ich nicht auch?“, fauchte Harry ihn plötzlich sehr scharf an, während ich mich weiterhin schlafend stellte, um zu lauschen.

„Ich verstehe nicht, wie du so ruhig sein kannst“, zeigte Sirius kein Verständnis über die kühle Selbstbeherrschung seines Patenkindes, das sich gerade älter und weiser gab als Sirius. „Hallo, deine Frau? Wie Scheiße ist das denn?“, begehrte Sirius bewegt gegen das Schicksal auf und ich erinnerte mich mit einem Anflug von Gänsehaut an Harrys Racheaktion und daran, wie er Warrington sprichwörtlich filetiert hatte.

Nur davon hatte Sirius keine Ahnung und dieses Erlebnis gehörte nicht wirklich zu denen, die man weitererzählte. Ron, Harry und ich, wir waren die einzigen, die davon wussten, wie Harry seine Rache ausgelebt hatte und so würde es bleiben. In dieser Zeit erwiderte Harry wohlweislich nichts auf den Ausbruch seines Paten, aber das hielt Sirius nicht davon ab, weiter zu machen.

„Und… und dann holt ihr mich alten Sack mit dem vergeudeten Leben zurück und nicht sie?“, bohrte er in der Wunde, die mir die größte Pein bereitete.

Was nützte mir meine Gabe, wenn es mir schlicht unmöglich war Daphnes Seele ihrem alten Körper wiederzugeben und sie war eine zu gute Seele, als dass sie aus dem Totenreich auferstehen wollen würde. Ich versuchte, keinen Laut von mir zu geben, während Harry irgendetwas Unverständliches vor sich hin nuschelte. Erst später fiel mir auf, dass sich Sirius selbst herabwürdigte und da keimte die Sorge wieder in mir auf, ob er noch normal war.

„Wie… nicht möglich…“, hauchte Sirius zum Ende hin mitgenommen, aber Harrys gemurmelte Antwort war wieder nicht zu vernehmen und langsam schlug ich die Lider auf.

„Ihr macht mich echt sprachlos… das habt ihr drei schon immer geschafft!“, gestand Sirius jetzt wieder bedeutend lauter als sein Gesprächspartner.

„Und… und SIE…. also sie… ist wahrhaftig ein DeathEater?“, fragte er jetzt mit belegter Stimmlage und ich presste wieder die Augen zu.

Augenscheinlich war das Gespräch weiter gediehen als gestern und jetzt war ich im Fokus, na bravo, das wünschte man sich nach dem Aufwachen und ohne dass man sich frischmachen konnte, um dem Auge des Orkans ins Antlitz zu sehen.

„Und ihr beiden habt sie das wirklich tun lassen? Diese aussichtslose Sache? Ihr wisst, wie gefährlich das ist!“, empörte sich Sirius immer mehr.

„Naja, wir waren ungefähr so voll eingeweiht, wie damals über eure Affäre, also waren uns die Hände gebunden…“, gestand Harry mürrisch, mit einem hörbaren Vorwurf im Ton, was mich stöhnen ließ und so setzte ich mich mit einem Ruck auf.

Es war besser, sich dem Drama zu stellen, als die Schlafende zu mimen. Es passte nicht zu mir, mich zu verstecken, also wandte ich mich jetzt Sirius voll zu und ich versuchte, den Ausdruck zu deuten, den seine Miene zeigte, aber er war schwer zu lesen, während er mich musterte.

„Du bist wach?“, fragte Harry unwohl nach und ich warf ihm nur einen schellen Blick zu, in dieser Zeit musterte mich Sirius genau, aber verzichtete darauf, etwas zu mir zu sagen.

„Ja“, meinte ich nur knapp und sah nun Sirius starr an. „Und ja, Sirius, das bin ich, ich bin ein DeathEater und ich kann dir noch was verraten… es war leichter als erwartet, in den erlauchten Kreis aufgenommen zu werden“, zeigte ich mich giftig und wünschte mir inbrünstig meinen Kaffee herbei und meine patzige Art rief Harry auf den Plan, der augenblicklich versuchte, Kreacher zu imitieren und mir einen riesigen Becher mit dem schwarzen, dampfenden Getränk brachte.

„Hier“, reichte er es mir hoffnungsvoll, dass mir der erste Schluck bessere Laune bescheren würde, meinen genuschelten Dank nahm er lächelnd zur Kenntnis.

„Du bist verrückt, wenn du denkst, da lebend rauszukommen“, schien in der Zeit bei Sirius der Geduldsfaden zu reißen.

„Sirius“, mahnte ihn Harry umgehend zur Ruhe, während ich ruhig blieb und erstmal einen großen Schluck zu mir nahm und meine Füße unter dem dünnen Laken bewegte, um mir selbst Geduld zuzusprechen.

„Glaub mir“, nahm ich mich dann zusammen und sah ihm fest ins schon zur morgendlichen Stunde erhitzte Antlitz, „wenn mir meine Gabe eines offenbart hat, dann das Leben und Tod unweigerlich miteinander verbunden sind. Das Sterben von uns allen ist Schicksal und es wird uns alle ereilen… früher, oder später…“, servierte ich eiskalt, dabei hatte Sirius die Güte, unter meiner Musterung zusammenzuzucken.

„Warum bin dann ich hier?“, kam es recht schlicht von Sirius, wobei ich den Vorwurf heraushörte.

„Ich werde nicht anfangen, mit dir über Nekromantie zu philosophieren“, wehrte ich entschieden ab und hob wieder meine Tasse an.

„Wann lief alles nur soooo schrecklich schief?“, meinte er jetzt sehr bewegt und schüttelte seinen schwarzen Kopf sichtbar traurig.

„Sei doch froh, dank dessen bist du hier. Ich hätte dich nicht zurückgeholt, das würde ich nie tun! Das war nicht der Plan. Dass es hinter diesem Schleier so komisch war, konnte niemand erwarten, an sich bleibt tot, was tot ist, daher ja unsere Sorge, ob du noch der Alte bist“, ließ ich mich dazu herab, genauer auf die Umstände einzugehen, doch bevor Sirius antworten konnte, meldete sich Harry zu Wort.

„Nur einer nicht“, murrte er sehr unzufrieden über mein -Tot bleibt, was tot ist-, da der Lord aufgrund seiner Horkruxe einfach nicht von uns gehen wollte.

„Wenn wir unsere Aufgabe erfüllen, dann schon“, schränkte Ron ein, der gerade von draußen zurückkam, dabei offenbarte er, dass er das ein oder andere von dem Gespräch mitbekommen hatte.

„Was für eine Aufgabe?“, wollte Sirius sofort neugierig erfahren, dabei reckte er sich, als hätte er eine Fährte aufgenommen.

„Geheimsache!“, grinsten wir drei verschwörerisch untereinander und seine Augen verengten sich zu misstrauischen Schlitzen.

„Das ist echt schlimm“, fing er an sich zu beschweren, da wir keine Anstalten machten, ihm mehr zu offenbaren.

„Leute“, stand ich entschlossen von meinem Nachtlager auf. „Wir rollen das hier nicht auf, um uns Vorwürfe zu machen! Das haben wir hinter uns“, erklärte ich entschieden, wobei mir Harry sofort zunickte, denn zwischen uns dreien war alles mehr als gut, so gut wie schon lange nicht mehr. „Sorry, Sirius, aber nur weil du plötzlich wieder da bist, brauchst du nicht denken, an all diesen Geschehnissen, oder wie sich alles entwickelt hat die letzten Jahre, könnte man etwas ändern“, unterstrich ich meine Aussage mit einer endgültigen Geste.

„Meine Kleine…“, wollte er überheblich beginnen, aber ich hob eilig meine Hand und brachte ihn fast zum sofortigen Schweigen, denn es fiel mir plötzlich enorm schwer, wenn er so mit mir sprach.

Er hatte es geschafft, die meiste Zeit seines Lebens in einer Schule zu verbringen, oder aber im Knast zu sitzen und da wollte ich nicht so einen Schwachsinn von ihm hören. Dazu gehörte meine Zugehörigkeit zu den DeathEatern, als auch zu meiner Familie, während ich fast schon widerwillig meinen Verlobungsring anstarrte und tief Luft holte.

„Es gibt Dinge, die du zu akzeptieren hast“, beschied ich ihm arrogant. „Das ist, dass ich schwarze Magie aktiv betreibe, dass ich ein Diener des Dark Lords bin, was schwer genug in Einklang zu bringen ist, aber auch meine Zugehörigkeit zur Familie Malfoy“, unterbrach ein abgrundtief verächtliches Schnauben von ihm meine Aufzählung. Er schien während seiner erzwungenen Nachtruhe die Tatsache, dass ich nun zu den Malfoys gehörte, mehr oder weniger verdaut zu haben. Aber etwas wusste er noch nicht und ich ahnte, dass meine kommende Aussage ihn wohl noch viel mehr aufbringen würde. „Und meine Zugehörigkeit zur Familie Snape“, schloss ich mit entschlossener Miene, während Ron und Harry versuchten, sich in Luft aufzulösen.

„Was?“, schrie Sirius jetzt regelrecht außer Rand und Band. „Was hat Schniefelus damit zu tun?“, wollte er aus seinem Stuhl aufspringen, aber Harry hielt ihn eilig an der Schulter zurück.

„Sehr viel und wenn du ihn noch einmal so nennst, verhexe ich dich!“, drohte ich ohne mit der Wimper zu zucken und spielte bedächtig mit meinem Zauberstab und trotz meiner zurückliegenden Erlebnisse mit Severus stand es für mich außer Frage, dass ihm meine Loyalität gebührte.

„Ich dich auch“, kam von Harry die sanfte Warnung und er stieß seinen sprachlosen Paten zurück auf seinen Stuhl, denn Harry würde Severus nie vergessen, was er alles für uns tat und seine Haltung sowie seine Miene erzählten, dass er es ernst meinte. Ein Umstand, den Sirius fast nicht fassen konnte.

Schlussendlich besaß Sirius nur das Wissen, dass er und Harry Severus inbrünstig hassten.

„Tja, und ich dich dann wohl auch“, zeigte sich Ron gutmütig, als absolutes Grauen in Sirius‘ Züge Einzug hielt, da er ausmachte, was für einen Stellenwert Severus mittlerweile bei uns hatte.

„Was? Wie?“, erschien Sirius erschüttert wie selten, so konfus hatte ich ihn noch nie erlebt und so fasste er sich auch an seinen Kopf, als würde sein Weltbild zertrümmert.





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Hallo liebe WHF-Leserschaft,


alle Jahre wieder kommt der WHF-Wettbewerb!

Das diesjährige Thema lautet wie folgt:


Hermione und ihre Gabe/Thestral/Dementor/Inferi/Túatha Dé Danann


Wie immer freuen wir uns über eure Einsendungen in Form von:

-selbstgemalten Bildern

-selbstgebastelten Gegenständen

-einem Quiz zur Story

-einem Trailer zu WHF mit diesem Thema

-einem Gedicht dazu

-einem OneShot zum Thema

-verrückten Rezeptideen


Einsendeschluss: 27.12.2015


Natürlich winken den Gewinnern wieder tolle Preise.

Sendet eure Beiträge bitte hier im Forum an mich, oder in Facebook an mich, Queenie Granger, oder an when_hermione_fights@web.de


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