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 Kapitel 529-530

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queenie
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BeitragThema: Kapitel 529-530   Di Nov 03, 2015 7:44 pm

Wie immer eine neue Fan-Art, heute ein Trailer von ULO:

https://www.youtube.com/watch?v=Vk8KZQqFw30&feature=youtu.be

wünsche Euch viel Spaß beim schauen

queenie




529. Kapitel Abgeschoben

„Ja, Sirius, stellt dir vor, Severus Snape hat bei uns allen einen guten Stand“, wirkte es als würden meine Worte gar nicht bei ihm ankommen, derart konfus gebärdete er sich eben.

„Er hilft uns immer, wenn es sein muss, bei allem…“, fasste ich weiter zusammen und beobachtete den gedankenverlorenen Harry, der wohl an die Geburt dachte und auch wenn ich dafür gezahlt hatte, war es eine große Gunst von Severus gewesen, gerade Harry Potter zur Hilfe zu eilen. Niemand konnte sagen, dass wir nicht viel zusammen erlebt hatten. Währenddessen war Widerwille in Sirius‘ Gesicht auszumachen. „Bisher hat er uns noch nie im Stich gelassen“, erinnerte ich eindringlich, dabei stand mir seine Hilfe nach meinem Ritual klar vor Augen. Sirius wurde kalkbleich, da er bemerkte, wie ernst uns die Tatsache war, dass Severus eine wichtige Rolle in unser aller Leben spielte.

„Prost.“, „Cheers.“, „Santé“, sahen wir drei uns einig an und erhoben, wie auf eine stillschweigende Abmachung hin, unsere Teetassen und prosteten uns gebührend, wenn auch unpassend, mit unserem Getränk zu.

„Ihr verarscht mich?“, sprach Hoffnung aus Sirius‘ Tonlage, die soeben mehr an ein Mädchen denn an einen Mann erinnerte, während er mit einem gewissen Horror auf unsere Aktion sah.

„Nein“, kam es nun sehr eindringlich von Harry, der sich völlig zu seinem Paten drehte, was dazu führte, dass Sirius ein Stückchen von ihm wegrückte. „Alles was wir dir gesagt haben war ernst gemeint“, blickte er Sirius sehr ernsthaft an und versuchte, ihm zu vermitteln, dass das gegebene Tatsachen waren und keine Dinge, über die man diskutierte. „Es hat sich viel getan. Es ist so schrecklich viel passiert und… es tut mir leid, aber ich kann dir und meinem Vater in eurer Abneigung Snape gegenüber nicht mehr folgen…“

„Harr… Harry“, stieß Sirius schwer getroffen aus.

„Nein, Sirius, dafür ist zu viel passiert. Dieser Mann verdient meinen Respekt und meine Achtung und nichts anderes wird er von mir bekommen und ich bitte dich, das zu respektieren!“, kam es so aufgeräumt und überzeugt von Harry, dass ich mir ein leichtes Lächeln nicht verkneifen konnte. Es war zu schön, seine Meinung über Severus zu hören.

„Das… das… Gehirnwäsche? Ein …Imperio?“, stotterte der fassungslose Sirius sichtbar mitgenommen. „Snape war immer böse… und egal was er tut, er wird es immer bleiben“, begehrte Sirius inbrünstig auf und ich konnte nur denken, ja, natürlich, da hatte er absolut Recht und jede andere Wahrnehmung wäre Verblendung, aber es war schade, dass uns Sirius zutraute, dass wir die Welt und vor allem Severus durch eine rosarote Brille betrachteten.

„Das kommt auf die Definition an… und vor allem was ist gut?“, fragte Harry provokant und als ihn der sprachlose Blick seines Paten traf, griff Ron ein.

„Gegen solche Flüche könnten wir uns getrost wehren“, zeigte Ron eine gewisse Hochnäsigkeit, die ihm herrlich stand. „Es ist einfach so, dass wir an diesem Punkt stehen und auch wenn es dir nicht gefallen mag, hast du unsere Einstellung zu akzeptieren.“

„Jetzt hör mal“, begehrte Sirius sofort auf und ich wandte meinen Blick ab, hinein ins Zelt.

„Nein!“, fuhr ihm Ron entschieden über den Mund. „Hör zu. Ab nun hast du Zeit dich mit den neuen Umständen anzufreunden, lass dir Zeit… das gestern und jetzt schon wieder diese Masse an Informationen heute, ist ein wenig viel…“, offenbarte er Einfühlungsvermögen und Verständnis, gleichzeitig sagte aber auch seine Körperhaltung, dass er jeden andersartigen Einwand hinweg wischen würde.

„Etwas zu viel“, hauchte Sirius, dabei blickte er Ron wie eine Erscheinung an, was durchaus verständlich war, erinnerte doch nichts mehr an den cholerischen Jungen von damals, sondern an einen beeindruckenden, jungen Mann, der es verstand, sich durchzusetzen.

„Sirius, wir müssen dir noch etwas sehr Wichtiges sagen“, stieg ich schnell in die einsetzende Stille ein und durfte erleben, wie Sirius sichtlich mitgenommen zu mir herumfuhr. „Du kannst nicht hierbleiben“, sprang ich sprichwörtlich ins kalte Wasser und versuchte, ein weites heikleres Thema anzusprechen, woraufhin er sofort aufsprang.

„Was?“, schoss es aus ihm raus. „Nein, nein“, gebärdete er sich wütend und raufte sich die Haare. „Ich will hier bleiben… bei euch… hier ist es doch schön“, fuchtelte er mit den Armen herum und auch die Jungs waren nun auf den Beinen, um seinen wilden Lauf durch das Zelt zu begleiten. An sich mutete es wie eine Tanzvorstellung an. „Hört auf mit dem Scheiß“, fuhr er nun die Jungs an.

„Das hier ist nichts für dich“, erklärte ich entschieden und unterstrich diese Einstellung mit einer sehr eindeutigen Handgeste, dass es darüber keine Diskussion geben würde. Rein magisch konnte er nicht mithalten und auch körperlich nicht, nach seiner Zeit hinter dem Schleier. Er würde uns langsam machen und dadurch gefährden.

„Hä? Da habe ich auf meiner Flucht ganz anders gehaust“, wehrte er sofort ab, dabei zeigte er mir eine grimmige, verbissene Miene. „Ich kann das“, beharrte er, als sich sein Ausdruck in einen bittenden und bettelnden veränderte und eines musste man ihm lassen, er verstand es, Gefühl in seinen Blick zu legen.

„Das mag sein, aber du wirst gehen“, zeigte ich mich hart, weshalb er wie getroffen zurück zuckte.

Aber Draco hatte Recht, Sirius würde uns langsam machen und aufhalten, in Momenten, wo wir es nicht gebrauchen konnten, schon alleine all diese Diskussionen waren ermüdend und zehrten an meinen Nerven.

„Hermione, ich bitte dich… das könnt ihr nicht tun“, beschloss Sirius sich aufs Jammern zu verlegen. Jedoch zuckte mein Augenmerk sofort zu Harry, da Sirius auf diesen zuhielt.

„Harry.“, „Harry.“, „Harry“, schallte es von mir, Sirius als auch von Ron, bittend, bettelnd und mahnend durch das Zelt.

Jede Nennung dieses Namens wurde mit einer anderen Intention ausgesprochen, während in Harrys Miene zu lesen war wie selten, zuerst die kurze Hoffnung, es doch irgendwie hinbiegen zu können, aber diese schwand und machte totaler Resignation Platz.

Doch bei Sirius stand der Glaube an seinen Patensohn in seine Züge gemeißelt, sodass sich Harry nun ein Herz nahm und langsam zu sprechen begann: „Sirius, du wirst müssen und glaub mir, da wird es dir gefallen, viele lustige Menschen, das wird wie in deiner Jugend auf Hogwarts und im Grunde viel schöner sein als hier bei uns.“

Er sprach mit Bedacht, wobei seine Worte ein wenig gekünstelt wirkten, aber er tat mir den großen Gefallen und stellte sich auf meine Seite und das rechnete ich ihm hoch an. Sirius war so leichenblass geworden, dass ich mir Sorgen machte, da er leicht wankte, während er seinen Patensohn anstarrte. Seinen Patensohn, der ihm so fremd vorkommen musste, weil er sich so sehr verändert hatte. Sirius maß ihn lange Zeit, bis er schlussendlich aufgab und die Schultern hängen ließ.

„Ihr wollt mich nicht“, hauchte Sirius zutiefst getroffen, weil er seinen Willen nicht bekam.

„Nein, hör auf damit, wir haben unseren Kopf riskiert, damit wir dich wiederbekommen, egal wie“, brauste Ron auf und verschränkte ablehnenden seine Arme vor der Brust.

„Du wirst unfair“, flüsterte ich, da Harry zu getroffen schien um eine angemessene Antwort geben zu können. Sirius schüttelte sein lockiges, kinnlanges Haar und schenkte uns ein knappes Lächeln.

„Vergesst es“, bat er leise. „Wo bringt ihr mich hin?“, rang er sich das Eingeständnis ab, verloren zu haben.

„Da wirst du Augen machen, lass dich überraschen, sie werden dich dort willkommen heißen… ich bin gespannt, was sie mir erzählen, wie es dir dort gefällt…“, erklärte Harry monoton und schenkte uns allen ein künstliches Lächeln und setzte sich in den Sessel.

„Was ist mit dir, Harry?“, wollte Sirius sichtbar untröstlich erfahren, da er registrierte, dass der Abschied von Harry schneller kommen wurde als erwartet.

„Ich werde nicht mitkommen“, kam es jetzt recht unwirsch von Harry, der mit einer wüsten Geste seine Brille abnahm und sich über die Augen rieb.

„Wie, du wirst nicht?“, unterbrach Sirius ihn überrascht und machte sehr große Augen.

„Ron und Hermione bringen dich… ich bin ein Risiko, egal wo ich auftauche… ich bleibe im Zelt“, erklärte er rundherum ernst und damit endete diese unerfreuliche Diskussion, aber ein fader Geschmack blieb bei uns allen zurück.

Hermiones Sicht Ende

Dracos Sicht

„Draco! Draco Lucius Malfoy, beweg deinen Arsch hierher zu mir“, brüllte mich der Büffel-Patronus von Marcus ziemlich forsch an. „Aber flott und zwar Schnurstracks ins Gemäuer“, befahl er derart unverschämt, dass eine meiner Brauen besorgt hochging. Es wirkte derart dringlich, dass mich nichts mehr in Hogwarts hielt und als ich nach nur kurzer Zeit meine Burg betrat, konnte ich ihn schon wie ein Monument in der Tür zu Halle aufragen sehen und eilte auf ihn zu.

„Was soll der Ton, Marcus?“, murrte ich missgestimmt, während ich betont ruhig auf ihn zutrat.

„Endlich… ging es noch langsamer?“, fauchte er mich mehr als unangebracht an.

„Ich bin schon hier“, erklärte ich streng, dabei blickte ich einem zutiefst wütenden jungen Mann entgegen. „Was ist passiert?“, fragte ich eindringlich, denn alles an seiner Haltung erzählte mir, dass etwas sehr Unerfreuliches vorgefallen sein musste.

„Hahahahaha.“, „Nein, wie geil.“, „Jooooo Bro, das ist eine Hammer Idee, das müssen wir umsetzen.“, „Mein Merlin, wie habe ich das vermisst.“, „Du hast vielleicht Ideen?“, „Wir müssen dir sooo viel zeigen und erzählen und machen und tun“, plärrten zwei sehr verdächtige Stimmen in einer irren, alles übertönenden Tonlage durch das sachte Gemurmel der Halle und ich runzelte die Stirn.

„Die Twins sind da?“, fragte ich perplex und wollte an dem breiten Körper von Marcus vorbeispähen, ein Umstand, den er mir schwer machte, da er sich mit mir mit bewegte.

„Ja“, kam die unfreundlich, sehr knurrige Antwort zurück und ich war über seine ablehnende Art gerade wirklich irritiert.

„Und was ist daran so schrecklich?“, wollte ich aufreizend erfahren, da das alles hier seltsam anmutete.

„Dass sie mit dem Typen nur Unfug machen… das ist schwer zu ertragen“, sprudelte es regelrecht aus meinem Stellvertreter hervor und er deutete anklagend hinter sich.

„Waren die Twins je anders?“, entgegnete ich selbstredend, ich meine, wir sprachen hier von den Red Devils, da bedurfte es keiner weiteren Erklärungen.

„Nein, und ich habe es in Hogwarts gehasst und beim Quidditch und ich hasse es jetzt“, knurrte Marcus dunkel und starrte mich vorwurfsvoll mit seinen Augen nieder.

„Aha, du hörst dich wirklich schlecht gelaunt an.“

„Du verstehst es nicht, Draco, es geht nicht um diese unlustigen Twins, es geht um den Typen mit dem sie sich amüsieren“, hielt er mir vor und da fiel die Galleone und ich untersagte es mir, mir mit der flachen Hand gegen die Stirn zu schlagen.

„Was, er ist schon da?“, hauchte ich mehr zu mir selbst und legte nun meine Hand an Marcus‘ Seite um ihn ein wenig wegzuschieben und an ihm vorbei zu linsen.

„Du wusstest davon? Dass wir den da her bekommen?“, kam es empört von ihm, während ich mit gemischten Gefühlen auf das Bild vor mir starrte.

„Äh… ja…“, gestand ich widerwillig, aber damit gerechnet, dass Hermione so schnell handeln und ihn derart flott hier abliefern würde, hätte ich nie und nimmer.

„Und dann hältst du nichts davon, mir etwas davon zu sagen?“, fauchte er mich jetzt regelrecht böse an. „Mich vorzuwarnen?“, knirschte er laut mit seinen Zähnen und ich verzog meine Züge bei dem unschönen Geräusch.

„Ich wusste nicht, dass er so früh aufschlägt“, ruckten meine Schultern hoch, als ich beobachtete, wie Black seinen Kopf in den Nacken warf und aus vollem Halse über die Twins lachte.

Das war er also, der berühmt berüchtigte Sirius Black. Ich hatte ihn nie kennengelernt. Er war mein Verwandter und er sah gut aus. Mit blitzenden Augen verfolgte er aufmerksam die Blicke der versammelten Jungen und Mädchen um ihn herum, dabei erkannte ich, dass ihm die eine oder andere Musterung einiger Mädchen durchaus schmeichelte. So wie er seinen Kopf hielt, sein kinnlanges lockiges Haar mit seinen Fingern durchkämmte und ganz ehrlich, es machte ihn mir nicht sympathischer, wie er sich aufspielte. Er war sich mit seinem Erscheinen der Beachtung aller als Neuankömmling bewusst und sonnte sich darin, vor allem nachdem ihn die Twins derart freudig als etwas Besonderes in den Mittelpunkt rückten.

„Und das macht es besser? Du musst mich informieren, Draco… das hier zu leiten ist nicht leicht und wenn jeder denkt, dass er alles und jeden hier abladen kann, das geht nicht. Ihr macht aus der Burg einen Eulenturm“, echauffierte sich Marcus inbrünstig und ich hätte ihm gerne Rede und Antwort gestanden, aber soeben erblickte man mich.

„Hey, Draco.“, „Hey, super schön dich zu sehen, altes Haus.“, „Hier, kommt her zu uns.“, „Na, wie geht‘s, wie steht´s?“, unterbrach das laute Rufen der Twins uns beide und Marcus gestattete es sich, leidend mit den Augen zu rollen, während ich mich langsam in Bewegung setzte.

„Wunderbar… alles ganz wunderbar“, sprach aus mir der Zynismus, während ich auf die Dreiergruppe zutrat, dabei sah mir Sirius Black mit unleserlichem, düsterem Blick entgegen.

Es war wie das Abmessen in einem Duell und ich war wahrlich niemand, der den Schwanz einkniff und so sah ich ihn direkt mit großer Eindringlichkeit an.

„Hier, ist das nicht episch?“, deutete Fred enthusiastisch auf dem Mann neben sich.

„Das hat unsere Schönste verbrochen.“, „So was schafft nur sie.“, „Dafür liebe ich sie.“, „Ist sie nicht einmalig?“, ereiferten sich beide und ja, verbrochen war wohl ein fantastisches Wort. Da hatte sie uns eine ziemlich unerwünschte Überraschung beschert. Doch die Twins wollten meine Leidensmiene nicht zur Kenntnis nehmen, während Black und ich uns weiterhin stumm musterten.

„Ist das nicht toll?“, „Harry muss total aus dem Häuschen sein“, plappern die Twins in bester Manier weiterhin begeistert durcheinander und ich behielt eisern meine Musterung des Mannes vor mir bei, eine Tatsache, die er zurückgab und dabei genauso wie ich gar nicht wirklich den Twins zuhörte. Erst als Marcus neben mir mit noch immer abweisender Haltung Stellung bezog, schaffte ich es, mir ein Wort abzuringen.

„Black“, rang ich mir schlussendlich schwerlich ab, woraufhin er mich auf einmal erstaunlich offen ansah, während die Twins überrascht ihr Gerede unterbrachen.

„Malfoy…“, erwiderte er ungerührt. „Du schaust genauso arrogant aus wie dein Vater“, erklärte er verächtlich und es war eine ganz liebreizende Begrüßung, die mir ein unechtes Lächeln aufs Antlitz zauberte.

Sofort fragte ich mich, was Hermione an diesem Typen hatte finden können. Das grenzte an einer großen Geschmacksverirrung.

„Sirius“, kam es jetzt rasant von George, der einen großen Tadel in seiner Stimme führte, als Black ihm sein bärtiges Gesicht zuwandte und ihn frech angrinste.

„Wasssss? Ich sage nur die Wahrheit“, beharrte er auf seiner Unverschämtheit.

„Halt den Mund, du bist hier unter seinem Dach“, fauchte Marcus ihn an und erntete einen langen, wenig eingeschüchterten Blick von dem älteren Mann.

„Uhhh… jetzt habe ich Angst“, frotzelte dieser unerträgliche Typ und machte sich über uns lustig, sodass ich Marcus nächsten Ausbruch stoppte, indem ich meine Hand hob und ihm effektiv Einhalt gebot.

„Dann ist es ja gut, dass ich dir sagen kann, dass du die Zugehörigkeit zur Familie Black auch nicht wirklich leugnen kannst…“, unterstrich ich meine abfälligen Worte mit einer Handgeste, indem ich ihm einen Vogel zeigte, dabei brannte mir das abfällige Wort Köter von Severus auf den Lippen, aber um des lieben Friedens willen verbiss ich es mir heroisch.

„Charmant“, kommentierte Black knurrig, wobei niemand die Spannung leugnen konnte, die in der Luft lag, auch die Twins nicht, die sich unbehaglich ansahen.

„Das kann ich nur zurückgeben…“, servierte ich sofort. „Sag mir lieber, wie es kommt, dass du schon da bist, Black? Ich hätte nicht gedacht, dass Hermione und Potter meinem Befehl so schnell Folge leisten würden…“, ätzte ich gemein, aber ich konnte nicht widerstehen, ihm unter die Nase zu reiben, dass sie mir gehorcht hatten, auch wenn ich hierbei schlicht und ergreifend log. Es war kein direkter Befehl gewesen, sondern ein Wunsch, jedoch freute ich mich innerlich total, dass Hermione die Weitsicht besaß, auf Black zu verzichten und dass Potter auch über seinen sehr langen Schatten gesprungen war und klein beigegeben hatte.

Wobei ich ahnte, dass er dies nur für Hermione und des lieben Friedens willen tat.

„Befehl?“, echote Black ungläubig, während mich die Twins sonderbar musterten. Sie glaubten mir kein Wort und waren anscheinend nicht zufrieden, wie ich mich gerade Black gegenüber gab und ja natürlich hatten sie recht, dafür kannten sie mich zu gut. Aber der Typ kratzte an meinem Nervenkostüm. Doch noch bevor Black etwas entgegen konnte schalteten sie sich ein.

„Harry freut sich sehr“, funkelte mich George vorwurfsvoll an und sprach es so aus, als müsste er es mir eindringlich ins Gedächtnis rufen. „Und wir freuen uns auch… lass deine miese Laune nicht an uns aus“, schloss Fred mal gleich alles und jeden in seinen Tadel mir gegenüber mit ein.

„Seit wann seid ihr so eng?“, huschte ein fast schon hektischer Blick von Black zu den Twins und Fred winkte ab.

„Ja und Sirius hier muss noch viel erfahren und verstehen, aber dafür sind ja wir da“, schalteten sich eilig die Twins ein und nickten wie ein Mann.

„Hat euer Bruder euch informiert?“, überging ich alles und kam zu einer Frage, die mich mehr interessierte.

„Ron?“, „Nö… wie kommst du denn darauf?“, wollten sie irritiert erfahren und erhoben in gespielter Unschuld ihre Hände.

„Woher wusstet ihr dann, dass er hier sein wird?“, fragte ich genauer nach und deutete anklagend auf diese Zumutung von Mann, der soeben seine Mundwinkel verzog.

„Ohhhh, wir haben unsere Quellen.“, „Wir sind vernetzt, das glaubst du gar nicht.“, „Stell dir vor, wir wissen Dinge… uhhhh“, ließen sie sich mal wieder zu keiner korrekten Aussage herab.

„Jetzt bin ich neugierig“, drang ich weiter in sie.

„Tja, Pech gehabt, wie gut dass wir so ein Geheimnis sind.“, „Du musst nicht alles wissen“, gebärdeten sie sich gerade nur so, weil sie unzufrieden waren, wie ich mit Black umging. Manchmal, aber wirklich nur manchmal wollte ich die Twins würgen.

„Ihr zwei seid schlimm“, stieß ich zornig aus und ballte meine Hände zu Fäusten, dabei war ich mir zu meinem Leidwesen bewusst, dass wir durchaus ein interessantes Beobachtungsobjekt der gesamten Halle waren.

„Moment, Jungs, hört mal auf“, erhob nun Black seine Stimme, die ihm kurzzeitig abhandengekommen zu sein schien. „Ich finde das alles sehr befremdlich… seit wann sind alle hier so dicke mit dem da?“, deutete dieser Köter mit ausgestrecktem Zeigefinger auf mich, gedanklich konnte ich mich schlussendlich doch auf Severus‘ Niveau herablassen.

„Seitdem…“, „Boah, gute Frage.“, „Ähm… tja, seitdem er so gut aussieht?“, „Oder ja, seitdem er so gut ist…“, ergriffen die Twins ohne irgendwelche Scheu das Wort. „Himmel, Sirius, so was sollten wir nicht vor Draco besprechen, sonst wird er noch eingebildeter als er sonst schon ist.“, „Ja, das sehe ich ähnlich, Draco halt dir die Ohren zu“, alberten die beiden rum und zogen dabei Grimassen, die einige Lacher in unserem Umfeld zur Folge hatten.

„Marcus“, brüllte ich jetzt, wobei ich großzügig übersah, dass er direkt neben mir stand. „Warum bin ich hier, wenn diese Red Devils doch alles wunderbar managen?“, wollte ich aggressiv erfahren, während Black anscheinend mit der ganzen Situation sichtbar überfordert war.

„Weil ich mich genervt fühle“, kam es umgehend ziemlich trocken von meinem wichtigsten Mann daher.

„Ohhhhh.“, „Der Arme“, grölten die Twins los.

„Marcus… ich muss mich für den Scheiß davonstehlen“, hielt ich ihm wütend vor.

„Pfff“, kam es absolut indiskutabel von ihm.

„Lässt dich Alicia gerade nicht ran?“, fauchte ich ohne Scheu über die Masse an Zuhörern hinweg.

„Red nicht so über meine Frau“, brüllte Marcus mit geballten Fäusten zurück, während ich mich vor ihm mit hoch gestrecktem Kinn aufbaute und immer noch kleiner als er war, aber das schüchterte mich zu keiner Zeit ein.

„Dann nerv mich nicht mit Black!“, hielt ich ihm nun leise vor und verschränkte die Arme vor meiner Brust.

„Du drückst ihn mir auf die Backe…“, brauste er auf. „Ich dachte, der Typ ist tot!“, ging es mit den Vorwürfen weiter, aber ehrlich, ich würde mich freuen, wäre er noch tot. „Und dann kommt SIE mit ihm hereinspaziert… zu fassen? Was soll der Scheiß?“, fragte er aufgebracht und ich blickte betreten zur Seite. Denn er hatte Recht, ich hatte ihn nicht nach Hermiones Abgang umgehend informiert, aber ich hatte nicht erwartet, dass Black so schnell hier auftauchen würde, noch dass Hermione, oder Potter so rasch meiner Forderung nachkommen würden, aber das wollte ich so nicht zugeben. „Draco, du wusstest das schon vorher! Und sagst mir nichts!“, hielt mir Marcus nun sehr aufgebracht vor, während ich ihn mit stahlhartem Blick visierte.

„Es war mein Wunsch“, bekannte ich ernst. „Ja, mein Wunsch, dass er hierher kommt“, gab ich widerwillig zu, als Black zur Bestätigung in die Hände klatschte und seinen Unwillen damit offen zeigte.

„Ich fass es nicht, dass mein Harry und Hermione tun was du willst… das ist sooo… sooo“, würgte Black und die Twins klopften ihm tröstend auf die Schulter.

„Beruhig dich, sie haben das nicht nur wegen Draco getan, das können wir dir sagen“, machte mich die Aussage von George hellhörig, da er so absolut überzeugt klang. Mir kam es so vor, als hätten sie noch mit jemand anderem gesprochen, dabei schien Fred mich zu beobachten und zwinkerte mir dann übermütig zu und ich formte mit den Lippen ein Severus und er nickte nur grinsend.

„Was soll ich mit dem hier?“, fragte nun wieder Marcus und deutete anklagend auf Black.

Tja, was sollte ich da sagen? So ganz ausgereift war mein Gedanke damals gar nicht gewesen, nur mein Wunsch hatte bestanden, eine größtmögliche Entfernung von Hermione zu Black zu schaffen, sodass ich es versäumt hatte, Marcus vorzuwarnen. Dieses Versäumnis lastete auf mir, aber meine Kompetenz um meine Entscheidungen stand nicht zur Debatte.

„Ich fass es nicht und dann kommt keine Info?“, fragte er ungläubig und ich warf ihm einen scharfen Blick zu, als er mich derart vor allen kritisieren wollte.

„Jetzt bekomm dich mal ein, Flint!“, kam es recht freundlich von Fred und das war immer gefährlich, gerade so wie er meinen Stellvertreter aus seiner unteren, sitzenden Position maß.

„Waaaa…?“, kam noch Marcus dazu zu fragen, als er schon von George unterbrochen wurde.

„Genau, sonst holen wir unsere Klatscher und zeigen dir wie früher, was ein Schwinger ist“, zeigte George Zähne, dabei war ich froh, dass sie mich vor einer Antwort retteten und so zwang ich sie nicht zum Schweigen.

„Ihr wollt mir drohen?“, polterte Marcus sofort los und baute sich drohend vor ihnen auf.

„Wir?“, „Ich? Er?“, „Wir doch nicht.“, „Pfff… was denkt der, Forge?“, „Wenn ich das wüsste, Gred? Ich würde sagen, wenn wir drohen sieht das anders aus“, klangen die beiden ab nun gemeingefährlich und ich wagte zu bezweifeln, dass Marcus eine Chance gegen diese beiden teuflischen Eichhörnchen hätte. „Ja, Flint, das war nur ein liebevoller Vorschlag, dich über Sirius‘ Wiederauferstehung zu freuen“, schaffte es der letzte Satz irgendwie nicht, die Stimmung aufzuhellen, denn man spürte förmlich, dass die Twins gleich zum Schlag ausholen würden und Marcus verspannte sich schon, während Black absolut überfordert hin und her blickte.

„Was höre ich da?“, verkündete eine neugierig klingende Stimme. „Wiederauferstehung?“, kam eine mönchsartige Gestalt sichtbar gut gelaunt hereinspaziert und hielt fröhlich auf uns zu, bei dem Anblick klappte Blacks Mund weit auf, ja, der Totenkopf konnte einen schon überraschen, meist auf weniger gute Art und Weise.

„Ach, neeee, nicht der jetzt auch noch“, stieß ich genervt aus und pustete mir eine blonde Strähne aus dem blassen Gesicht, was Gellert nur ein gütiges und sehr zahnlückiges Grinsen entlockte.

„Hallihallo, Jüngelchen“, wagte er es mich vor allen derart zu verniedlichen, aber ich verbiss mir eine Reaktion. „Wer ist denn das Schönes?“, fragte Gellert interessiert, zu interessiert in meinen Ohren und trat nun gänzlich zu uns.

„Das da?“, meinte ich zu Black hin. „Niemand Wichtiges“, unterstrich ich meine Meinung mit einer ziemlich verächtlichen Geste, die Black sofort mit einem feurigen Blick aus funkensprühenden Augen kommentierte, als ihm George seine Hand auf die Schulter legte, um ihn zur Ruhe zu mahnen. Zu meiner milden Überraschung hielt sich Black an diese stumme Aufforderung

„Oh, ich finde er sieht nett aus, sehr interessant, eine wahre Persönlichkeit… darf ich mich vorstellen, nennen Sie mich Gellert… wer sind Sie denn?“, flötete der alte Sturschädel fast schon süßlich, wobei ich solche Töne noch nie von ihm vernommen hatte.

„Ich?“, kam es recht verstört von dem erstaunlich irritierten Black. „Sirius, Sirius Black“, murmelte er dann wenig begeistert.

„Uhhhh, die Familie Black hat schon immer schöne Menschen hervorgebracht. Darf ich mich setzen?“, überstieg dieses Theater meine Vorstellung und ich unterdrückte heldenhaft das Würgen. „Sagen Sie mir, sollten Sie nicht tot sein? Ich habe in letzter Zeit sehr viel von Ihnen gehört“, plapperte der alte Querkopf daher und kurz schrillten alle Alarmglocken bei mir. Von wem sollte er diese Informationen erhalten haben?

„Nein“, rief ich empört aus. Das hier sollte kein Kaffeekränzchen werden, während sich Gellert seelenruhig setzte.

„Wiederauferstandene Menschen finde ich aber sehr spannend“, grinste mich Gellert sehr provokant mit seinen Zahnlücken an.

„Das tust du mir an“, presste Marcus bleich hervor und er tat mir gerade wirklich leid.

„Okay, Leute, ich geh jetzt brechen“, würgte ich wenig schmeichelhaft hervor, dabei half mir das hämische Grinsen der Twins absolut nicht.

„Moment, wer sind Sie denn?“, wollte Black jetzt erschreckend charmant grinsend erfahren und das machte ihn um gut ein Jahrzehnt jünger. Jedoch bemerkte ich, dass er das nur tat, weil er mich reizen wollte, da er an meiner Reaktion erkannt hatte, dass ich diesen Kontakt eigentlich unterbinden wollte.

„Unwichtig, erstmal unwichtig… wichtig ist, dass wir uns hier treffen“, legte Gellert seinen Ellenbogen auf dem Tisch ab und stützte sein Kinn in seiner Hand ab, dabei funkelten seine hellblauen Augen besorgniserregend. „Junger Malfoy bleib, bleib, mit dir macht das alles viel mehr Spaß, erzähl mir mal, wo steckte dieser fesche junge Mann bisher?“, bedrängte er mich, dabei ließ er Black keine Sekunde aus den Augen.

„Zuerst im Knast und dann im Bogen“, bekannte Black relativ offenherzig und ich fletschte die Zähne. Was konnte Frau an dem Mann finden?

„Gefängnis?“, muckte Gellert sofort hoch und musterte sein Gegenüber noch gebannter, sodass sich sogar selbst die Twins zurückhielten und nur noch lauschten. „Wie interessant. Wo bist du eingesessen?“, meinte er so vertraulich wie nie, selbst gegenüber Hermione war er nicht so zugänglich, während die Twins mir sofort eindringliche Blicke schenkten, die mir irgendetwas sagen sollten, aber ich zuckte mit den Schultern. Ihre Mitteilung an mich blieb mir schleierhaft.

„Askaban“, murmelte Black sehr leise, dabei ging seine Überheblichkeit, die ihm zu Eigen war, flöten. „12 Jahre“, gönnte ich ihm jedes einzelne Jahr, das er abgesessen hatte, aus tiefster Seele.

„Ohhh, ein Leidensgenosse, wie sympathisch“, freute sich Gellert unverschämter Weise offen und ehrlich und schob sich fast schon ostentativ nahe neben Black heran und betatschte ihm freundschaftlich die Schulter, was Black mit einem freundlichen aber nachsagenden Lächeln kommentierte.

„Sie waren auch im Knast?“, erwachte schlagartig Blacks Interesse an Gellert, sodass er sich nun doch vertraulich nah zu unserem Alten lehnte.

„Ja, das war ich und bedeutend länger als du“, zierte ein breites Grinsen das alte und faltige Gesicht von dem Tattergreis, der gerade auf unschuldig tat. Wer´s glaubte. „Und ich wo anders“, gab Gellert nur sehr zäh Informationen von sich Preis, aber er tat es freiwillig und das war umso erstaunlicher. „Aber jetzt erzähl mir lieber, wie du herkommst“, gurrte er fast und ich riss meine Augen beinah schmerzhaft auf.

„Hermione… sie, sie brachte mich…“, fing er undeutlich stotternd an, schloss seine Augen und rieb sich über seine Schläfen, als wäre alles augenblicklich ein wenig zu viel für ihn.

„Der Sonnenschein?“, wurde er jedoch sofort von dem Alten scharf unterbrochen.

„Wer Hermione?“, wollte Black perplex erfahren und wirkte nun gestraffter.

„Ja“, kam es kurz und knapp von Gellert.

„Sie… Sie kennen sie?“, fasste Black ziemlich überfordert nach. „Und… und Sie nennen sie nicht Schönste? Sondern Sonnenschein? Warum?“, fragte er immer drängender.

„Ganz ruhig, Sirius, wie gesagt, es ist viel passiert“, schaltete sich nun wieder George ein, mit einer ungewohnten Geduld.

„Sie hat mich befreit“, bekannte Gellert sichtbar stolz und überging die Störung. „Und dabei war sie mein Licht in dunkler Nacht, mein Sonnenschein eben“, führte er aus und hatte damit natürlich die Aufmerksamkeit aller sicher.

„Sie auch?“, hauchte Black sprachlos und sackte etwas in sich zusammen „Sie… sie hat Sie auch befreit… mich auch!“, glomm Unglaube, aber auch Hoffnung in den Augen von Black auf.

„Sie hat dich aus Askaban befreit?“, wollte Gellert recht wirr erfahren, aber ich konnte nachvollziehen, wie er auf diese falsche Annahme kam.

„Nein, nein“, ereiferte sich Black mit wedelnden Händen „Da bin ich selbst abgehauen, nein, sie hat mich aus dem Bogen befreit… aber Moment, sie hat Sie aus dem Gefängnis rausgeholt… wann?“, fragte Black so fassungslos, dass Gellert sein Lachen nicht mehr zurückhalten konnte, ab nun ging es hin und her, wer, wie, was mit ihr erlebt hatte und ich entfernte mich ein wenig.

„Da haben sich zwei gefunden“, raunte mir jetzt ein Twin vertraulich zu, der lässig zu mir geschlendert kam, während Marcus fast schon verzweifelt auf das neue Pärchen starrte, das sich angeregt unterhielt.

„Schrecklich, ich weiß ja nicht, was Gellert an dem Typen findet“, murrte ich ziemlich düster und starrte zu dem seltsam anmutenden Paar, das sich augenscheinlich zu gut verstand.

„Ohhh, ich wüsste da was…“, schnurrte es neben mir aufreizend und einer von ihnen legte mir seine Hand tröstend auf die Schulter.

„Und das wäre?“, fragte ich provokant, während sich nun Fred vertraulich nah an mein Ohr beugte.

„Er ist gutaussehend und er war schon immer ein Schwarm.“, „Seine schönen Löckchen.“, „Und der gestutzte Bart.“, „Rrrrr… wie dein Vater ist er eine Sahneschnitte“, beugte sich George zu meinem anderen Ohr und machte mit seinem Bruder mit, indem er mir warme Luft ins Ohr blies. Sie waren schlimm zusammen, aber wenigstens durfte ich erleben, wie Black der Mund offen stehen blieb, als er mich derart vertraut mit den Twins ausmachte, wie sie mich in ihrer Mitte einkeilten und mehr als anzüglich mit ihren Köpfen bei mir waren. „So dunkel, wie der andere hell.“

„Was wollt ihr mir sagen?“, hauchte ich entsetzt, als die ersten meiner Synapsen auf ihre Anspielung reagierten.

So ruckte ich etwas aus ihrer klammernden Aufdringlichkeit und wollte nochmal zu dem Paar blicken, dem ältlichen glatzköpfigen Alten in seinem Mönchsgewand, der zahnlückig breit lächelte, und Black, der mit einem schiefen Grinsen antwortete und sich die kinnlangen gelockten Haare mit einer lässigen Geste zurückstrich.

„Ihr wollt mich verarschen… Black ist nicht schwul“, hielt ich entschieden dagegen, als die Red Devils loslachten, als hätte ich einen großen Witz gerissen.

„Er vielleicht nicht“, stimmte George mich gutmütig tätschelnd zu. „Aber Gellert schon“, vollendete Fred und mir tat Marcus ab nun schrecklich leid.

Ich hätte Black irgendwo einsperren und den Schlüssel wegschmeißen sollen. Severus hatte so Recht, dieser Typ bedeutete nichts als großen Ärger.

Dracos Sicht Ende


———————————-



Hallo liebe WHF-Leserschaft,

alle Jahre wieder kommt der WHF-Wettbewerb!


Das diesjährige Thema lautet wie folgt:


Hermione und ihre Gabe/Thestral/Dementor/Inferi/Túatha Dé Danann



Wie immer freuen wir uns über eure Einsendungen in Form von:


-selbstgemalten Bildern

-selbstgebastelten Gegenständen

-einem Quiz zur Story

-einem Trailer zu WHF mit diesem Thema

-einem Gedicht dazu

-einem OneShot zum Thema

-verrückten Rezeptideen



Einsendeschluss: 27.12.2015


Natürlich winken den Gewinnern wieder tolle Preise.


Sendet eure Beiträge bitte hier im Forum an mich, oder in Facebook an mich, Queenie Granger, oder an when_hermione_fights@web.de

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BeitragThema: 530. Der Dieb   Di Nov 10, 2015 10:20 am

Heute zwei wunderbare Trailer, die die liebe Severus87 für WHF gebastelt hat Smile Ein danke nochmal und ich hoffe, ihr habt Spaß beim sehen:


1. Trailer
https://www.youtube.com/watch?v=z5-qW7liytI&index=4&list=PLVuPCRwQLR-MEGrXMH62K97rfkxSzSfU7

2. Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=TkTGMPX4kkg&index=3&list=PLVuPCRwQLR-MEGrXMH62K97rfkxSzSfU7




530. Kapitel Der Dieb

Hermiones Sicht

Wir hatten Sirius sichtlich überwältigt in der Burg zurückgelassen.

Es war schon immer wieder beeindruckend, zu sehen, was Draco sich dort für ein heimliches Imperium erschaffen hatte und ich nützte diese Möglichkeiten, die sich mir hier boten, schamlos aus. Aber was blieb mir anderes übrig?

Man konnte unseren Empfang wahrlich nicht als begeistert beschreiben, da Alicia umgehend einen Hilferuf an ihren Mann gesandt hatte, der fast umgehend wütend wie ein Bulle auf mich zugeschossen war und mich erregt zusammengestaucht hatte. Er hatte wissen wollen, wer dieser Neuankömmling schon wieder war und was mir einfiele, ihm diesen ebenfalls noch aufzubürden.

Flints Ausraster hatte mir jedoch deutlich gezeigt, dass er langsam, aber sicher an seine Grenzen stieß, dabei wusste er noch nicht mal was von Moody, der sich bisher nur in Gellerts Wohnung tummelte. Aber diese unerfreulichen Gedanken schob ich rasant von mir, denn Ron und ich hatten selten dämlich geschaut, als plötzlich die Twins im Burghof aufgetaucht waren und Sirius mit großer, aufrichtiger und ehrlicher Freude empfangen hatten. Sie hatten überhaupt nicht überrascht gewirkt und das hatte mich misstrauisch gemacht, aber auf der anderen Seite war es zu meinem absoluten und unerwarteten Erstaunen schön gewesen, zu erleben, dass sie seine Wiederkehr einfach als gegeben hingenommen und auf weitere Fragen verzichtet hatten. Mit ihrem Verhalten hatten sie Flints Wut aufgrund ihrer lauten Präsenz von mir abgelenkt, sodass ich mich ein wenig hatte zurückziehen können. Während die Twins Sirius durch die Burg geführt hatten, hatte Ron mit seiner heiß vermissten Apolline geflirtet.

Immer wieder war mir dabei aufgefallen, wie Sirius meine Nähe gesucht hatte, während ich Flint damit hatte beruhigen können, dass ich auf Dracos Wunsch hin handelte. Als jedoch Sirius immer aufdringlicher geworden war, hatte ich Ron wenig mitleidlos von seiner Freundin weg gelotst, da wir so oder so schon verspätet zu dem bestimmt schon sehr ungeduldigen Harry zurückkehren würden.

„Harry, altes Haus! Es lief alles wunderbar“, rief Ron fröhlich, als wir mit einem leisen Lufthauch in der Einsamkeit des Waldes ankamen, und pfiff gut aufgelegt vor sich hin, während er die mitgenommene Banane aus der Burg schälte.

Nachdem er Apolline wiedergesehen hatte, strahlte er nur noch und durchbrach die Banne fast schon stürmisch und stopfte sich ein Stück seines Mitbringsels heißhungrig in den Mund. Anscheinend hatte er ziemlichen Hunger, was aber nach seiner langanhaltenden Schmuseattacke mit Apolline verständlich war, sodass ich ihm schmunzelnd auf dem Fuße folgte.

„Harry?“, ließ mich sein ausgerufener Schrei stocken.

Ron hörte sich erschrocken an und stoppte im Zelteingang, weswegen ich beinah in ihn hineinrannte. Er blieb einfach stehen. Augenblicklich fiel die angegessene Banane zu Boden und ich versuchte an seinem Rücken vorbei zu linsen, um auszumachen, was da im Zelt los war.

„Harry!“, kam es von uns beiden aufgeregt, denn das Bild, das sich uns bot, war weniger schön und sehr besorgniserregend.

Sofort eilten wir hinein und gingen neben Harry auf die Knie nieder. Dieser lag neben dem alten Sessel und hielt sich jammernd und wimmernd seinen Kopf. Er wand sich unwohl auf dem harten Boden hin und her, dabei schien er die Realität aus den Augen verloren zu haben, da er irgendwas auf Parsel rumzischte.

„Verdammt, Harry, du sollst doch nicht immer dem Lord zusehen“, knurrte ich verzweifelt wegen seiner Sturheit, dieser Verbindung nachzugeben, während er augenscheinlich derart die Kontrolle über sich verloren hatte.

Gleichzeitig konnte ich ihm und seiner Neugierde nicht wirklich böse sein. Er wollte endlich weiter kommen und dem Schrecken ein Ende setzen. In unserer derzeitigen Situation zog sich die Zeit noch zäher dahin als vorher und offenbarte uns, dass dieser Krieg viel zu lange ging und die Sorge blieb, dass er nie enden könnte, deshalb streichelte ich beruhigend über seine Schulter. Unterdessen kam Ron, ohne ein Wort zu verlieren, wieder auf die Füße um loszulaufen, woraufhin ich ihm ein wenig ratlos hinterher sah, als er jedoch mit einem feuchten Waschlappen wiederkam, entwischte mir ein sachtes Lächeln aufgrund seines Weitblickes. Er reichte mir das tropfnasse Tuch, das ich erstmal auswrang um es dann Harry auf die glühend heiße Stirn zu pressen, woraufhin dieser erleichtert, aber immer noch in seiner Vision gefangen, aufstöhnte.

„Denkst du echt, er ist wieder bei ihm?“, wollte Ron widerwillig erfahren, während er uns mit unglücklichem Blick zusah und auf seiner Unterlippe rum kaute.

„Ja“, murrte ich recht unfreundlich als Antwort, während sich der Körper von Harry langsam unter meinen Händen beruhigte, wenngleich er uns gar nicht wahrzunehmen schien, sondern nur mit den Augen rollte. Dabei fiel mir auf, dass ihm seine Brille von der Nase gerutscht war und beinah von ihm zerquetscht worden war, weswegen Ron geistesgegenwärtig reagierte und sie mit einem Accio zu sich zu zauberte.

„Hab sie“, meinte er zufrieden und angelte sie gekonnt aus der Luft.

„Gut gemacht“, murmelte ich leise, dabei starrten wir noch immer auf den sich windenden Harry, der gar nicht mehr in sich selbst zu finden schien, sodass mir sein Gestöhne nach einiger Zeit reichlich auf den Geist ging, wodurch ich kurzentschlossen ausholte.

„Schönste…“, rief Ron erschrocken, der erkannte, was ich vorhatte, jedoch klatschte es schon laut, weil ich Harry die Ohrfeige verpasste.

„Auuuu“, kam sofort eine Reaktion von dem Geschlagenen, der erschrocken seine Augen aufriss.

Diese Attacke zog ihn regelrecht aus seiner Agonie, befand ich zufrieden, während Harry sich jetzt die glühend rote Wange hielt, aber wenigstens uns erkennend aus tiefgrünen Augen zu uns blinzelte.

„Mann… ehrlich, Schönste, musst du immer so brutal sein?“, wollte Ron mitleidig erfahren, dabei war ich umgehend versucht, ihm die Zunge rauszustrecken, da er sich im brüderlich geteilten Phantomschmerz ebenfalls seine eigene Wange mit rieb. Man konnte aber auch übertreiben.

War das zu fassen? Von was für Weicheiern war ich umgeben? Ich erhob mich leidlich seufzend und erst jetzt blickte ich wieder auf den keuchenden Harry, der noch immer am Boden lag.

„Hier“, warf ich ihm den Lappen recht lieblos aufs Gesicht.

„Ufff“, kam es gedämpft von ihm. Sofort wischte er den Stoff beiseite und versuchte sich auf seine Ellenbogen zu ziehen. „Du bist sauer?“, stöhnte Harry leidend und raffte sich mit Rons Hilfe schließlich völlig in eine sitzende Position hoch, dabei war er ganz blass.

„Naja, ich finde es total spitze, dass du ständig in den Geist des Lords gehst und dann das da dabei herauskommt!“, warf ich ihm schonungslos offen vor. Dabei wusste ich, wie wenig er auf meine Meinung und meine Verärgerung gab, denn er tat es immer wieder. Ich hingegen fand es immer noch gefährlich was er da trieb.

Während meines Vorwurfs sorgte sich Ron um Harry und hob den Lappen wieder auf und reichte ihn Harry.

„Tja“, keuchte er schmerzhaft auf, während er sich nun den Waschlappen gegen die Wange anstatt auf die Stirn, oder den Nacken, drückte. „Dann wird es dich auch nicht… interessieren…“, fuhr er nun doch noch mit dem kühlenden Lappen zu der rot geschwollenen und wulstigen Narbe, „dass… dass ich dabei war, als…“, würgte er kurz und leckte sich über seine rissigen und trockenen Lippen, sodass ich mich aufraffte und ihm eine Flasche Kürbissaft herbeirief, die ich ihm unprätentiös hinhielt, auf dass er gierig aus der Flasche trinken konnte.

„Besser?“, wollte Ron jetzt hoffnungsvoll wissen und setzte sich mit Harrys Brille bewaffnet neben selbigen auf den Boden.

„Ja, danke“, schenkte Harry ihm ein inniges Lächeln, dabei wirkte er ziemlich aufgewühlt und schien das Bedürfnis, uns an seiner Erkenntnis teilhaben lassen zu wollen, kaum unterdrücken zu können. „Also, ich war dabei… mitten drinnen um genau zu sein, wie er foltert…“, setzte Harry erneut involviert an und wurde umgehend unterbrochen.

„Na, was ganz Neues“, spottete Ron ergeben und ich hob entschuldigend die Schultern, ersparte mir aber eine ähnliche Entgegnung, denn ich hatte auch schon unter dem folternden Zauberer gelegen. Es war wahrlich nichts Neues, was uns Harry hier offenbarte.

„Er… er hat ihn gefunden…“, stieß Harry atemlos aus und ging nicht näher auf die Unterbrechung ein.

„Das war zu erwarten gewesen“, resümierte ich nüchtern und lief langsam in dem zu engen Zelt auf und ab.

„Ja… ja, das war es wohl… Gregorowitsch… Mykew Gregorowitsch…“, wisperte Harry selbstvergessen mit anderer Tonlage als sonst und ich blieb stehen, schaute ihn intensiv an. „Er… er sagt die Namen immer soooo… sooo eindringlich… da bekommt man voll Gänsehaut“, versuchte er sein Erlebnis mit dem Lord zu beschreiben und zu meinem Leidwesen verstand ich nur zu gut, was er meinte. Nur durch seine leblose, gefühllose Stimme schaffte es der Lord, große Angst und unglaublichen Schrecken zu verbreiten. Anders als ich und Harry hatte Ron dem Lord noch nie persönlich gegenübergestanden und live erlebt, wie schrecklich diese Stimme sein konnte. Er wusste gar nicht, wie froh er darüber sein konnte, bisher dem Lord nicht begegnet zu sein, aber so kam es, dass er uns verständnislos betrachtete, das hielt Harry aber nicht auf, weiter zu erzählen: „Der Mann beteuerte ständig, dass er DAS nicht mehr habe, was er von ihm wolle! DAS sei ihm vor Jahren… Jahrzehnten gestohlen worden.“ Harry knabberte unsicher an seiner Lippe und seufzte leise.

„Hat seine Stimmung bestimmt nicht gehoben“, resümierte Ron schnöde und hatte eben noch nie erlebt, was es hieß, wenn der Lord unzufrieden war.

„Kann man so sagen“, erklärte auch schon Harry mit einem Schnauben. „Daraufhin ist der Lord mit Legilimentik in Gregorowitschs Gedanken eingedrungen und ich wusste gar nicht, dass ich das kann, aber ich blieb mit dabei an seiner Seite und konnte alles mit ansehen…“, bekundete er mit einer gewissen Fassungslosigkeit, während mich diese Aussage in meiner Wanderung stoppte.

„Wunderbar“, versuchte ich die Ungemach zu verdrängen, die es mir bereitete, wenn ich daran dachte, wie eng Harry und der Lord verbunden waren.

Was für eine unglaubliche Vorstellung. War das schon die ganze Zeit so gewesen, oder hatte es sich verändert, nachdem Harrys Narbe aufgebrochen war, als er den Todesfluch zum ersten Mal angewandt hatte?

Oder, vielleicht begann es früher. Eventuell als der erste Horkrux des Lords, das Tagebuch, zerstört worden war? Ach… dass er ihm sogar in die Legilimentik folgen konnte war unerwartet, aber vor allem unerwünscht und tragisch und ich war versucht, meine Hände zu ringen, was Harry aber nicht davon abhielt, weiter zu berichten und meine Verzweiflung zu übersehen.

„Und… also… ich habe verfolgt, wie Gregorowitsch damals vor Jahrzehnten einen wirklich hübschen, blondgelockten jungen Typen am Fenster sitzen sah und wie dieser ihm frech zugewinkt hat. Gregorowitsch hat ihn nicht mehr aufhalten können. Ich habe in seiner Erinnerung verfolgt, wie sehr er sich aufgeregt hat, weil dieser Einbrecher ihm etwas aus seiner Werkstatt geklaut hat. Dieser junge Mann, dieser Dieb hatte ihm das Wertvollste gestohlen, was man sich vorstellen kann…“, gab er selbstvergessen von sich, während er in seinem Erlebten gefangen war und ziemlich abwesend wirkte.

„Den Elderstab“, wisperte Ron bewegt aus dem Hintergrund und ich stimmte ihm im Stillen zu, so musste es sich damals abgespielt haben.

„Gregorowitsch hatte vor Wut laut zu schreien begonnen und dann waren wir wieder im Hier und Jetzt. Er hat dem Lord geschworen, dass er den Mann nicht kannte und immer noch nicht kennt, der ihn bestohlen hat, worauf der Lord ihn schlicht mit einem Avada getötet hat“, murmelte er kurz und knetete unwohl seine Hände, als würde ihn etwas Großes belasten.

„Gregorowitsch ist tot“, wisperte ich und Olivander war gefangen, eine Gilde war dank des Lords so gut wie am Aussterben.

„Tja, ein Zauberstabmacher weniger, bald haben wir keinen mehr“, grollte Ron leise, dabei schien er dieselben Gedanken wie ich zu haben und so nickte ich schon wieder, als Harry wieder zu uns hochsah und fortfuhr:

„Er war stinksauer, dass Gregorowitsch nicht den Namen des Diebes kannte“, murmelte er leise und rieb sich den steifen Nacken.

„Tja, aber er wird rausfinden, dass es Gellert war“, resümierte ich nüchtern. „Schließlich ist in Ritas Buch über Albus das Jugendbild von Albus und Gellert abgebildet. Er wird ihn sofort erkennen!“, stieß ich wütend aus und ärgerte mich maßlos über mich selbst, weil ich das Buch schon rausgebracht und mich an mein Wort Rita gegenüber, meinem ersten Inferi, gehalten hatte, aber vor allem weil ich Albus hatte eins auswischen wollen. Ich würde so den Erfolg des Lords beschleunigen, da er rasch rausfinden würde, dass Gellert der Besitzer des Elderstabes geworden war.

„Er ist ein Dieb“, wisperten sowohl Ron als auch Harry bewegt über die Tatsache, wie Gellert an den Stab gekommen war.

Soeben konnte ich mit den Jungs nicht mitreden, da ich noch immer in den Gedanken gefangen war, dass ich das Buch veröffentlich hatte um Albus schlicht zu ärgern und in den Wahnsinn zu treiben. Wie hatte ich mich gefreut, als er nach der Veröffentlichung in die Luft gegangen war, aber jetzt kam es wie ein Bumerang zu mir zurück. Denn wenn ich es nicht getan hätte, wäre Gellerts Identität für den Lord wesentlich schwerer zu entdecken als es jetzt sein würde. Hier schlug mal wieder mein phänomenales Glück zu.

„Du machst dir Sorgen?“, unterbrach Ron meine tristen Gedankengänge und ich nickte nur schlicht.

„Offiziell ist Gellert tot! Danke dir, gestorben in Nurmengard“, antwortete Harry grinsend und schien sich herrlich über die Tatsache zu amüsieren, dass der Lord, selbst wenn er rausfand, wer den Stab damals gestohlen hatte, diesen nicht mehr befragen konnte, da jeder annahm, dass er das Zeitliche gesegnet hätte.

Meine Göttin, ich würde in Teufels Küche kommen, wenn herauskam, dass Gellert noch lebte und dass ich ihn befreit hatte, ab nun galt es dieses Geheimnis zu schützen, wie einen sehr großen Schatz, weshalb meine Freude etwas weniger groß ausfiel als die der Jungs.

„Das hast du damals echt geschickt gemacht“, lobte mich Harry und seine Worte erinnerten mich an damals, dort in diesem fremden Land.

An Viktor, an Rita, an Gellert, das Gefängnis, an Lucius und seinen Kerker und plötzlich erschien mir dieses Erlebte, als wäre es jetzt Jahrzehnte später. Es war in zu kurzer Zeit zu viel geschehen und noch Unglaublicheres passiert, als dass man es so einfach verarbeiten könnte. Gerade fühlte ich mich schrecklich alt, jedoch dämmerte mir eine Erkenntnis, woraufhin ich meine Stirn kraus zog.

„Gellert redet viel, wenn er mit dir alleine ist, oder?“, sprach ich direkt die Frage aus, die mir plötzlich gekommen war.

Dabei konnte ich ein Grummeln nicht unterdrücken, denn dass sie derart innig quatschen mussten, war mir unangenehm. Das bemerkten die Jungs, aber anstatt beschämt zu sein lachte Harry herzhaft auf, während er nun den Lappen in seinen Nacken legte und die Augen schloss. Ich wusste nicht, ob ich darüber erfreut sein sollte, dass Gellert augenscheinlich Harry sehr wohl von unserer ersten Begegnung in Nurmengard erzählt hatte, oder ob ich ihn irgendwann für diese Indiskretion erwürgen sollte.

„Gellert ist echt ein Dieb“, schüttelte Ron weiterhin irritiert wirkend seinen Kopf. „Was für ein Karrierebeginn“, meinte er verächtlich.

„Ein erfolgreicher Dieb“, gab ich zu bedenken. „Wie du… oder ich…“, schränkte ich rasch zu Ron hin ein, sodass er peinlich berührt rot anlief.

„Aber doch nur ein Dieb“, streckte mir Harry die Zunge raus.

„Sagt der Junge, der Moodys Auge und die Akte hat mitgehen lassen… genau“, meinte ich jetzt und wir rühmten uns alle unserer verbotenen Aktionen.

„Moment, Leute, wir können davon ausgehen, dass der Lord früher oder später rausfindet… wer der Dieb war… denkt ihr, er weiß dann auch gleich, wer der neue Herr des Elderstabes geworden ist?“, kam es mittlerweile gewohnt weitsichtig von Ron, während ich wegen seines Gedankenganges die Lippen fest aufeinander presste.

„Dass sich Albus und Gellert duelliert haben und Albus gewann ist schließlich kein Geheimnis“, meinte ich überlegend. „Und der Lord ist alles andere als dumm, also ja, er wird recht flott so oder so darauf kommen, dass Albus der Besitzer des Stabes war“, resümierte ich schicksalsergeben.

„Noch weiß er gar nichts“, murrte Harry, als er mir einen langen Blick zuwarf. „Ist es gut, dass der Stab im Grab liegt?“, fragte er zweifelnd zu mir.

„Ja“, meinte ich schlicht, in Erinnerung an Dracos Gier nach diesem Stab war dies bis jetzt der beste und sicherste Platz auf der ganzen Welt und das Wichtigste war, er war weit, sehr weit weg von mir. Zu meiner Schande vertraute ich mir und den Heiligtümern immer noch nicht.

„Gut, ich vertraue deiner Einschätzung und mit meiner Hilfe“, deutete er bedeutungsschwer an seine Schläfe, „wissen wir, ab wann der Stab nicht mehr sicher ist.“ Ron stockte regelrecht der Atem.

„Och, erinnere mich doch nicht ständig daran“, konterte ich wenig begeistert, während Harry intensiv seinen Kopf schüttelte. Er schien hier absolut nicht meine Sorgen, Ängste und Nöte zu teilen.

„Er bemerkt mich nicht, wirklich, so glaubt mir doch“, versuchte er uns zu überzeugen, aber er konnte nichts gegen die zweifelnden Blicke von Ron und mir machen, die wir austauschten. „Ihr seid echt schlimm“, beschwerte er sich weiter. „Ich bin gut und außerdem will er den Zugang zu mir gar nicht mehr nützen. Es scheint ihm im Ministerium damals echt gereicht zu haben…“, verkündete er inbrünstig und strich sich über seine gezeichnete Stirn.

„Sei dir bloß nicht zu sicher“, mahnte ich eindringlich und strich mir fahrig eine Locke aus dem Gesicht.

„Da hat sie recht, Harry, unterschätze den Lord niemals“, kam es jetzt sorgenvoll von Ron.

„Okay, okay, ihr habt ja recht, Leute!“, versuchte Harry uns zu beruhigen. „Ich nehme das ernst, versprochen! Aber ich habe das Seelenteil von ihm in mir, aufgrund dessen erkennt mich seine Seele als zu ihm gehörig…“, gab er nicht so schnell auf und deutete auf sich selbst, während ich misstrauisch die Augen zu Schlitzen verengte.

„Moment, das Argument geht aber auch anders rum, wenn der Lord dich ausspioniert, würde dein Seelenteil ihn auch als bekannt anerkennen und deine Sinne würden nicht Alarm schlagen“, sprang Ron bei und übernahm das Sprechen, das mir gerade mal wieder enorm schwer fiel, wenn dieses heikle Thema zur Sprache kam.

„Nein“, wehrte Harry sofort sehr entschieden ab. „Von mir ist nichts in ihm, deshalb hatte er damals im Ministerium auch so starke Schmerzen. Er ist selbst schuld, er hat sich an mich gebunden, ich mich nicht an ihn…“, erklärte er nun ziemlich gereizt wegen unserer Zweifel.

„Ja schaut mich nicht so an“, faucht er jetzt. „Glaubt mir, ich mache mir durchaus Gedanken zu den Sachen, die unseren Erfolg ihm gegenüber betreffen und ich habe oft und lange darüber nachgedacht… ich kann oft nicht schlafen“, servierte er giftig zum Schluss, woraufhin er abrupt aufstand und anfing uns den Rücken zuzukehren und das Zelt zusammenzubauen.

„Ähm, was tust du da?“, fragte ich vorsichtig nach.

„Das Lager abbrechen, wir sollten weiter ziehen, allzu lange sollten wir nie an einem Ort bleiben“, fasste er zusammen und kämpfte mit dem Gegenstand, während Ron mir bedeutungsschwere Blicke zuwarf.

„Was denkst du?“, wisperte er mir daraufhin betont unauffällig zu, als ich Harry umständlich rum werkeln ließ, um mich Ron zuzuwenden.

„Pfff, dass wir vorsichtig sein müssen“, zeigte ich einen gewissen schwarzen Humor, der bei meinem Gegenüber gerade nicht ankam, während wir hinausgingen und die Zeltplane hinter uns zufiel.

„Denkst du nicht, er macht es sich zu leicht?“, schielte Ron vorsichtig zu Harry und löschte alle Lichter des Zeltes mit dem Deluminator und danach vor dem Zelt mit einem Aguamenti das Lagerfeuer.

„Nein, aber wir müssen auf ihn achtgeben“, flüsterte ich unsicher, wie sich das in Zukunft entwickeln würde, zurück. Ich hatte Sorge, dass Harry zu übermütig werden könnte, wie schon so oft in seinem Leben.

„Kommt ihr jetzt“, kam die Frage gereizt zu uns, „und helft, anstatt dass ihr über meinen Geisteszustand tuschelt?“, fauchte Harry gereizt zu uns. „Mann, das ist fast so schlimm wie bei den Tratschtanten in Hogwarts“, erregte er sich murrend weiter über uns, sodass wir nun gemeinsam unser Lager abbrachen und uns ein anderes neues Versteck in den unendlichen Weiten der britischen Ländereien suchten.

Wir schlugen in der Nähe eines Flusses unser Zelt auf, gut versteckt im Schilf und sorgfältig mit unseren Zaubern geschützt. Als Harry uns einen Eintopf servierte, den er hatte alleine zubereiten wollen, wirkte er die ganze Zeit über sehr in sich gekehrt, aber keiner von uns wollte sofort das relativ harmonische Schweigen brechen. So kam es, dass wir unser Mahl still einnahmen. Ich tunkte gerade ein Stück Brot in die Soße, als mir die ersten Worte von Harry nach langer Zeit das Stückchen entgleiten ließen.

„Ich will die Horkruxe“, verkündete er sprichwörtlich aus dem Nichts und mein Brot plumpste spritzend auf den Teller nieder. Er verstand es immer wieder, mir einen Magenschwinger nach dem Nächsten zu bescheren.

„Die suchen wir doch“, wandte ich irritiert ein und versuchte das schlechte Gefühl in meinem Magen zu vertreiben, dabei räusperte ich mich und selbst Ron schien diese Aussage von Harry wenig aufschlussreich zu sein, da auch er recht sprachlos zu seinem Freund starrte.

„Nein“, schüttelte Harry das wirre Haupt und legte seinen Löffel neben seinen unberührten Teller. „Das meine ich nicht. Ich will die Horkruxe aus dem Safe. Die sollen nicht länger in der Nähe meines Sohnes sein. Ich will alles um mich versammeln und griffbereit haben…“, formulierte er seine Überlegungen aus und jetzt konnte ich ihm folgen, wenngleich ein wenig überfordert und vor allem sehr widerwillig.

„Jetzt?“, meinte ich aufrichtig entsetzt und blinzelte ihn wie eine Eule an, während sich Ron den dampfenden Eintopf schmecken ließ und nichts seinen Appetit eingrenzte.

„Ja, jetzt… sofort… am besten sofort… der Ring… und das Medaillon“, erklärte Harry rundherum mit einer gewissen Hetze in der Stimme, als hätte er Angst vor jedweder Verzögerung.

„Sofort“, holte diese Mitteilung Ron raus aus seinem seligen Hunger und er ließ seinen Löffel unglücklich sinken. „Warum das denn? Hat das nicht Zeit?“, wagte er missmutig einzuwerfen, aber er wurde von einem blitzenden Paar grüner Augen zum Schweigen gebracht, das hier war gerade Harrys Wille und er hatte umgehend zu geschehen. So einige Leute taten ihm augenscheinlich nicht gut.

„Und wer soll es holen? Harry?“, fragte ich mit schief gelegtem Haupt, während ich ihn maß um dahinter zu kommen, was ihn gerade so beunruhigte.

„Nein, ich will nicht hin“, kam es sehr bockig von Harry. „Aber es muss jetzt zu mir“, beharrte er auf seinen Willen.

„Wovor hast du Angst?“, wollte ich unnachgiebig erfahren und ich konnte sehen, wie er mit sich rang.

„Das weißt du“, meinte er nur recht doppeldeutig mit eindringlichem Blick und ja, ich konnte mir denken, was ihn hier bewegte, aber auch sein hochgerecktes, stures Kinn zeigte, dass er sich wohl schwerlich von seinem Sohn loseisen könnte, wenn er ihn denn mal sah und das konnte ich akzeptieren. Nur hatten wir damit dann ein anderes Problem, denn mich zog auch nichts zu den Horkruxen, beziehungsweise, es zog mich gewiss nicht zu dem Ring, dessen Stein ein Heiligtum war, das ich nicht wirklich berühren wollte.

„Ich denke, die Twins sind ganz scharf auf dich und wollen dich viel lieber sehen als mich“, kam es jetzt ziemlich platt von Harry, der recht zufrieden wirkte, nachdem er mit der Sprache rausgerückt war und ich pustete mir eine Locke aus der Stirn.

„Stell dein Licht nur nicht unter den Scheffel… aber wenn ich gehe kommt Ron mit“, entgegnete ich eilig und vor allem fordernd, dabei deutete ich auf Ron, der sich wieder seinem Teller widmete.

„Wwwwwusss?“, mampfte Ron, dessen Appetit ihn doch wieder eingeholt hatte, trotz des Gesprächsthemas. „Warum?“, schluckte er runter und fragte mit einer gewissen Empörung im Ton nach. Nichts zog ihn raus in die Nacht.

„Weil du danach Harry die Gegenstände gleich bringen kannst, denn ich muss noch nach Hogwarts“, wollte ich mich geschickt aus der unangenehmen Situation herauswinden.

„Schon wieder?“, echote es ungläubig von dem unwilligen Ron.

„Ja, wobei ich eher sagen sollte, in den Verbotenen Wald bei Hogwarts. Ich werde nicht in die Schule gehen“, gestand ich dann langsam und konnte eine schwelende Unruhe nicht verhehlen, wenn ich an Lavender und Fenrir dachte.

„Ohhh, gut zu wissen, dann werden wir auf dich warten… und nicht sofort weiterziehen…“, zeigte Harry großes Verständnis, nachdem ich mich willig zeigte, ihm seine Gegenstände umgehend zu beschaffen.

„Abgemacht, ich werde mich beeilen“, erhob ich mich entschlossen. „Ron, komm“, befahl ich und nahm vor dem Tisch Stellung.

„Was?“, fuhr der Kopf des Angesprochenen hoch. „Nein, wieso?“, jammerte er. „Harry hat vorzüglich gekocht, lass mich doch erst essen“, bettelte er aufrichtig und starrte sehnsüchtig auf sein Essen.

„Ich hebe es dir auf“, bot Harry an, der zwischen Stolz, dass sein Freund sein Essen so lobte, aber auch seinen Willen durchsetzen zu wollen, schwankte.

Während das alles hier wenig auf mein Verständnis stieß, da ich es gewöhnt war, meine Bedürfnisse zurückzustellen und stattdessen meine Aufgaben zu erledigen, so wie sie zeitlich fielen. Deshalb ging ich nicht darauf ein und winkte Ron ungeduldig zu mir, der sich murrend mit einem sehr wehmütigen Blick auf seinen tiefen Teller erhob und zu mir kam, sodass ich ihn am Shirt packte um mit ihm zum Zelt hinaus zu verschwinden und kurze Zeit danach vor dem Cottage zu erscheinen.

„Servus, Schönste.“, „Was für ein seltener, aber auch gar erfreulicher Anblick.“, „Gut schaust du aus.“, „Und Ronnilein.“, „Ronnispatz.“, „Ja, was für ein Glanz in unserer bescheidenen Hütte…“, „Wobei sie ist ja deine.“, „Und so bescheiden auch gleich wieder nicht, aber bei dir passt halt alles, aussehen und…“, empfingen die Twins uns stürmisch im Wohnzimmer und ich rollte mit den Augen.

„Ach, spart euch das bitte“, wusste ich doch, dass ich seit meinem Besuch im Ministerium und Hogwarts nicht wirklich viel Schlaf bekommen hatte, bis auf die Nacht in Harrys Armen, die viel zu kurz ausgefallen war, um sich wirklich vollständig zu erholen, also musste ich schlussfolgern, dass ich schrecklich aussah.

„Oh, das Wörtchen Bitte klingt so gar unpassend aus deinem Mund.“, „Ja, Fred, ich bin ganz sprachlos…“, alberten sie rum. „Als könnte dir so ein bisschen zu wenig Schaf die Schönheit rauben.“, „Die dir geschenkt wurde, kommt auch zum Teil aus dem Inneren.“

„Warum musste ich nochmal mit?“, provozierte Ron schamlos, was ihm einen scharfen Blick der Twins einhandelte, der durchaus gefährlich anmutete, wenn sie jemanden so ins Visier nahmen.

„Was? Freut sich unser Brüderlein gar nicht uns zu sehen?“, „So, jetzt bin ich beleidigt.“, „Ich hingegen bin tief getroffen“, kamen die Twins mit ihrem bitterbösen Zynismus daher. „Fred, ich denke, unser Bruder fühlt sich nicht genug begrüßt.“, „OH ja, augenscheinlich fühlt er sich zurückgesetzt.“, „Das können wir doch nicht zulassen“, wich Ron in Furcht und Sorge vor seinen teuflischen Brüdern an die Wand zurück als sie sich anpirschten.

„Oh, lasst das doch… das hat nichts mit euch zu tun… ich will nur schnell zurück zu Harry“, versuchte Ron die Twins zu besänftigen und wandte sich hilfesuchend mir zu. Als sich Fred auch schon mit einem Satz mehr oder minder an seinen Bruder heranschmiss und ihn zwischen sich und der Wand gefangen nahm, legte er beide Hände auf die Höhe von Rons Kopf.

„Will mein Brüderchen kein Willkommensküsschen?“, schürzte Fred die Lippen und kam Ron bedenklich näher, der sich nun wehrte und verzweifelt versuchte, aus dem Gefängnis zu entkommen.

„Hör mit dem Scheiß auf, du kannst George ablecken so viel du willst, aber mich nicht“, brüllte er jetzt fast schon hysterisch klingend los, woraufhin sich George ebenfalls an die Wand schmiss, direkt neben Ron und ihn damit noch mehr einkeilte.

„Geh weg“, schrie er weiter, als sich nun George an seinem Hals zu schaffen machte.

„Jungs, der gute Junge bekommt einen Schock“, wandte ich mit erhobener Stimme ein.

„Ach, jetzt mach nicht auf Mum“, beschwerte sich Fred jämmerlich, während Ron versuchte, sich mit Händen und Füßen zu wehren, wobei es ein noch immer geschwisterliches Spiel war, da keiner von ihnen ernst machte und ihre Kampfausbildung nützte um sich einen Vorteil zu verschaffen. Es war schön, den Unterschied zu erleben, während Fred beständig die Luft küsste und versuchte, den Mund seines Bruders zu erwischen.

„Bähhhhh“, schrie Ron, aber die Red Devils gaben nicht auf und kicherten, lachten, kitzelten und zwickten ihn unerbittlich.

„Himmel! Ron gib Fred seinen bescheuerten Kuss, dann gibt er Ruhe“, schrie ich am Ende über den Lärm, den die Drei veranstalteten, hinweg.

„Das ist… das ist…“, begehrte der Kämpfende auf.

„Sag nur nichts Falsches, oder ich leg dich flach“, drohte sein anderer Bruder böse, dass das George war hätte man gar nicht denken mögen und ich fasste mir an die Schläfe. Es war unfassbar und gerade als ich wieder etwas sagen wollte, nahm Ron augenscheinlich all seinen Mut zusammen, spitzte seine Lippen, stürzte nach vorne und küsste Fred schmatzend auf den Mund. Dieser war von der Aktion so überrascht, dass er erstarrte.

„Bäh“, schrie Fred und ließ von Ron ab, während sich George vor unterdrücktem Gelächter in die Hose zu machen schien.

„Was? Das wolltest du doch!“, rief Ron sichtbar überfordert und stotternd, dabei deutete er wild auf seinen Bruder, der gespielt empört rum tat.

„Von dir? Geküsst werden? Spinnst du?“, rief Fred gemein zurück und wischte sich ostentativ mit dem Handrücken über den Mund, wobei Ron über und über rot wurde. Es war gemein, wie sie ihren jüngeren Bruder aufziehen konnten.

„Aber Hermione… meinte…“, warf Ron hilflos ein und es war herrlich, zu erleben, wie er noch immer auf seine teuflischen Brüder reinfallen konnte.

„Lass gut sein, Ron… das war ein Spaß“, schlug ihm nun George auf die Schulter und grinste gefährlich, während Ron seine Augen zuschlug und seine Peinlichkeit zu verdrängen versuchte.

„Also, warum? Warum musste ich mit?“, wisperte Ron anklagend zu mir und da schaffte er es, dass er mir ein klitzekleines Bisschen leid tat. „Ich lass Harry echt ungern ganz alleine“, erklärte er jetzt ernst und schaffte es, mir ein schlechtes Gewissen zu machen. Denn nachdem, wie wir ihn zuletzt vorgefunden hatten, verstand ich seinen Widerwillen, seinen Freund allein zu lassen. Aber wenn ich ehrlich zu mir war, dann fühlte ich mich nicht in der Lage, oder gar in der Verfassung, mich nun einer neuen Ebene des Todes, in Form der Heiligtümer, zu stellen und nur deshalb musste Ron mit, aber darauf eingehen wollte ich soeben nicht, das wäre zu weitschweifig.

„Weil du da hingehst“, antwortete ich somit aus Ermangelung einer Antwort und deutete auf das große Landschaftsbild über dem Kamin, hinter dem sich der Safe verbarg. „Du holst die Sachen dort raus und dann kannst du auch schon wieder zurück zu deinem Essen… und zu Harry“, versuchte ich es ein wenig ins Lächerliche zu ziehen, als die Twins aufgrund meines Fingerzeigs verstummten und alle Fröhlichkeit fahren ließen.

„Ihr wollt die Horkruxe holen?“, wisperte George bewegt und es war beeindruckend, wie schnell die Twins ernst werden konnten, aber niemand von uns beachtete seinen Einwurf.

„Gibt es einen guten Grund, weshalb du das nicht machen kannst… konntest? Allein?“, drängte mich Ron weiter in eine Ecke, in die ich nicht wollte, vor allem weil ich dabei große Bedenken hatte, nur um diese Auszuführen war nicht der rechte Moment.

„RON“, mahnte ich knurrend und das schien ihn zur Besinnung zu bringen.

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Hallo liebe WHF-Leserschaft,

alle Jahre wieder kommt der WHF-Wettbewerb!


Das diesjährige Thema lautet wie folgt:


Hermione und ihre Gabe/Thestral/Dementor/Inferi/Túatha Dé Danann



Wie immer freuen wir uns über eure Einsendungen in Form von:

-selbstgemalten Bildern

-selbstgebastelten Gegenständen

-einem Quiz zur Story

-einem Trailer zu WHF mit diesem Thema

-einem Gedicht dazu

-einem OneShot zum Thema

-verrückten Rezeptideen


Einsendeschluss: 27.12.2015


Natürlich winken den Gewinnern wieder tolle Preise.


Sendet eure Beiträge bitte hier im Forum an mich, oder in Facebook an mich, Queenie Granger, oder an when_hermione_fights@web.de

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alles liebe eure
queenie

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