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 Kapitel 539-540

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BeitragThema: Kapitel 539-540   Di Feb 02, 2016 9:32 pm

WHF Kurzbeschreibungs-Wettbewerb 2016:

Dezember 2010, die Idee stand, die Story hatte gerade erst begonnen. Euch hat die damalige Kurzbeschreibung neugierig gemacht, aber was ist heute, in 2016? Wie denkt ihr, sollte die Kurzbeschreibung heute aussehen?

Wollt Ihr es schaffen andere für diese Story zu begeistern, mit nur wenigen Sätzen? Seid Ihr bereit für diese Herausforderung?

Schreibt eure eigene Kurzbeschreibung zu WHF.

Vorgaben:

Ihr habt 915 Zeichen zur Verfügung.

der Beschreibungsteil bleibt am Schluss immer erhalten:
-"HG mit SB/DM/LM/SS! HP wird im Verlauf eine große Rolle spielen! ♛ Mit Trailern ♛ Hörbuch 1-100 ♛ e-book 1-500"-
trotz diesen Textzusatz, habt Ihr immer noch 915 Zeichen zur Verfügung


Der Gewinner wird durch die Abstimmung auf FB und im Forum ermittelt. Wer die meisten -likes- erhält gewinnt. Der Gewinnertext wird anschließend die neue Kurzbeschreibung zu WHF. Zusätzlich erhält der Verfasser eine unserer allseits bekannten Überraschung.

Bitte schickt eure Ideen bis zum 01.04.2016, ein Aprilscherz, an mich im Chat über FB, im Forum an mich, in ff.de per Post, oder an when_hermione_fights@web.de



539. Kapitel The Never Ending Story I.

Hermiones Sicht

Nach einer unendlich erscheinenden Zeit im Zelt, in dem die Stimmung immer schlechter geworden war, rief das Halloweenfest. Zu meinem Leidwesen bildete sich Lucius ein, dass ich am Abend vorher im Manor zu erscheinen hatte. Eigentlich hatte ich keine Lust auf diesen Mann. Aber Harry machte es mir leicht, denn er war sowieso an diesem besonderen Tag, dem Todestag seiner Eltern, meist schlecht drauf, aber seit den Horkruxen in seiner Nähe schien diese negative Stimmung ein Dauerzustand bei ihm zu werden, sodass ich fast froh war, dem Zelt zu entkommen.

Beinah schon mitleidlos überließ ich Ron dieser Laune, aber mir kam es dort im Zelt in letzter Zeit so unfreundlich, feucht, nass und kalt vor, sodass ich mich dem Luxus des Manors fast schon provokant hingab. Daher versank ich nun genüsslich seufzend in den Fluten und wärmte mich auf. Meine Suite war himmlisch und ich genoss es in vollen Zügen, von jedem erdenklichen Luxus umgeben zu sein, aber vor allem gefiel mir die absolute Ruhe, die ich hier hatte.

Der Tee mit dem Schuss hatte gut getan, aber besser machte es meine Stimmung nicht, wegen Lucius‘ und Dracos Auftritt in meinen Räumen. Langsam tauchte ich wieder aus den Fluten auf, da mir einfiel, was ich für ein paar Minuten hatte verdrängen können, nämlich was morgen für ein Tag war.

Der Tag meines Verlobungsballs!

Der Ball, der mich in die hoch edle Gesellschaft einführen sollte, am liebsten würde ich a la Severus brechen, aber plötzlich war ich zu müde, um mich darüber aufzuregen und nachdem ich mich fürs Bett zurechtgemacht hatte, war ich einfach froh, mein riesengroßes Bett ganz für mich alleine zu haben.

Doch leider kam der Schlaf nicht sofort über mich, denn selbst bis dorthin verfolgte mich Lucius‘ lästig überheblicher Blick, der sich mir offenbar eingebrannt hatte. Aber das Schlimmste war seine Berührung, als er mein Gesicht gehalten hatte, weil er dachte, ich sorgte mich um ihn. Was für ein Unsinn, das war keine Sorge, das war wohl durchdachtes Kalkül, schließlich hatte ich die Macht des Elderstabes wie eine liebliche Verheißung durch meine Venen vibrieren fühlen können und da war es absolut dämlich, den Lord nicht ernst zu nehmen.

Leider sah mein Unterbewusstsein das ein wenig anders und so wollte ich niemandem den Traum schenken, den ich dann hatte. Es war ein Mischmasch aus meinem ersten Ball hier und dem orientalischen Fest und der Soiree. Die Bilder wechselten schnell und hektisch und so erwachte ich mit leichten Kopfschmerzen.

„Uff“, plumpste ich wieder in mein weiches Kissen und blinzelte träge in die Sonne.

Es war Mittag, wie ich mit Schrecken feststellte, aber ich hatte Großteils auch nicht erholsam und tief geschlafen.

„Shit“, murmelte ich mit schalem Geschmack im Mund.

Lucius wieder zu sehen war verwirrend. Er war so lässig und souverän gewesen, fast schon salopp in seinem Verhalten und beherrscht in seinem Auftreten, dass es mich selbst im Traum verfolgte und ich war so durchgefroren und müde gewesen, dass ich Draco gar nicht richtig wahrgenommen hatte. Anders als Harry, Ron und ich sah er gut aus, das hatte ich noch bemerkt. Natürlich war die unterschwellige, schlechte Stimmung nicht zu überspielen gewesen, Dracos Wut, dass Lucius mir so nah war, und meine Resignation, dass die zwei sich streiten würden.

Schließlich ballte ich meine Hände zu Fäusten und strampelte in meinem Bett wie ein Kleinkind. Ich wollte das hier nicht, bisher unbekannter, da völlig überflüssiger Jähzorn stieg in mir auf. Eigentlich sollte ich Lucius die Stirn bieten und nicht auf seinem bescheuerten Ball erscheinen. In einer geschmeidigen Bewegung sprang ich aus dem Bett und eilte zur Tür. Ich legte Zauber um Zauber darauf, da ich plötzlich das Bedürfnis verspürte, niemanden zu sehen, nicht Draco, nicht Severus und erst recht nicht Lucius und während ich ein spätes Mittagessen zu mir nahm, registrierte ich natürlich den ein oder anderen Versuch, meine Tür zu öffnen. Zu meiner Erleichterung erschien kein Elf, der mir einen Befehl von Lucius gab. Anscheinend schien er meinen Wunsch, alleine zu sein, zu akzeptieren, wobei ich schlicht annahm, dass Lucius voraussetzte, dass ich wie erwartet an seiner Seite erscheinen würde, um mich der gaffenden Menge zu präsentieren und so lange er die Hoffnung hatte, dass ich mich daran hielt, so lange würde er mich nicht belästigen und meinen Wunsch nach Einsamkeit erfüllen.

Es war zum Kotzen.

In dieser Wartezeit vor dem Ball schossen zig tausende Gedanken in rasanter Geschwindigkeit durch meinen Kopf.

Gehen, bleiben, abhauen, dableiben, rennen, stehenbleiben!

Verdammt, sollte ich einfach gehen, das Manor durch den Geheimgang verlassen und sang- und klanglos verschwinden, oder sollte ich es auf die Spitze treiben und mich öffentlich verweigern, sodass ich schlussendlich wieder im Kerker landete? Schon wieder wollte ich schreien, da es mir widerstrebte, Lucius gewinnen zu lassen, aber in Zeiten wie diesen so einen Skandal zu forcieren wäre auch nicht klug. Hier ging es nicht nur um mich, es ging um so viel mehr.

Dabei starrte ich auf Dracos Geburtstagsgeschenk, das heute Mittag wie ein Mahnmal in meinem Schlafzimmer aufgetaucht war. Ich vermutete, dass es ein Elf gebracht hatte, aber so schlau gewesen war, sofort wieder zu verschwinden, um sich nicht meinen Zorn zuzuziehen. Anscheinend war es damals tatsächlich Dracos Ernst gewesen. Er wollte, dass ich das hier annahm.

Immer wieder starrte ich zu dieser gelebten Provokation und zu Anfang konnte ich mich nicht durchringen und meine Verstimmung, dass Draco mir damals so ein Geschenk gemacht hatte, kam wieder hoch, da wäre es besser gewesen, mir gar nichts zu schenken.

Doch meine Entscheidung fiel abrupt, als Punkt 17 Uhr ein anderer Elf erschien und mir Lucius‘ „Geschenk“ offerierte.

Er wollte mich wahrlich in allem bevormunden, aber nicht mit mir. Diese Scheußlichkeit würde ich nicht anziehen, das war bodenlos hässlich. Ein silberfarbener, hochgeschlossener Albtraum mit goldener Stickerei an der Taille, mit hohem Kragen im Nacken und halblangen Ärmeln, sowie einem weiten Rock. Es sah beinah wie ein sehr braves Hochzeitskleid aus, das in meinen Augen sogar für Lucius‘ Geschmack zu hochgeschlossen sein musste. Keine Frage, er wollte mich provozieren.

http://4.bp.blogspot.com/-4_d9ABKcZnk/UnNnBIQf9AI/AAAAAAAAAZI/BrjnLpLThb8/s640/Abendrobe_Abendkleid_fuer_den_Winter.jpg

Das würde ich nicht tragen, das kam nicht in Frage und so geschah es, dass ich zur späten Stunde, als es Zeit wurde sich fertig zu machen, mit Grauen auf Dracos Geburtstagsgeschenk starrte und mich mit Todesverachtung hineinzwängte.

Das wäre es also, ich würde als Schwarze Witwe zu meiner Verlobung erscheinen. Wenn das keine Provokation durch Draco, aber auch meinerseits war, was dann?

Es wäre ein stiller Protest, dass man mir hier meinen freien Willen genommen hatte und gleichzeitig war es verlogen, wenn man daran dachte, was ich Lavender antun wollte.

Nach einem letzten Blick in den Spiegel musste ich mir eingestehen, dass ich schön aussah. Meine Haare hatte ich hochgesteckt, nur einige Locken lösten sich aus der Frisur. Um den Hals trug ich ein schwarzes, breites Kropfband mit einem schwarzen Edelstein, das nur dazu diente, mein Dark Mark zu verstecken. Gleichzeitig streckte es mich, mein Hals wirkte so filigran und lang, dass ich mir richtig gut gefiel.

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Das Kleid hingegen war voluminös und gigantisch in seinen ausladenden Stofflagen. Es war ein tief sitzendes Corsagenkleid mit ausladendem Reifrock in einem tiefen, dunklen Schwarz. Sowohl über den unteren Teil des weiten Reifrockes als auch über die ganze tiefsitzende und sehr freizügige Corsage zogen sich goldene, mit Perlen verzierte Rankenstickereien, die äußerst kunstvoll gearbeitet waren. Es war ein prächtiges Kleid mit Schleppe und doch unpassend für die Verlobte auf ihrem Verlobungsball. Es würde Lucius zusätzlich zu dem Umstand, dass ich sein Kleid verschmäht hatte, zur Weißglut treiben.

Ich sah toll aus, wie eine düstere Braut und das war auch Dracos Wunsch und Absicht gewesen!

Ich selbst wollte es nicht, aber nach Lucius‘ Gabe war ich mal wieder so wütend, dass ich das hier eiskalt durchziehen wollte. So trat ich raschelnd auf meine Tür zu und plötzlich fühlte ich gar nichts mehr. Mein Gesicht war regelrecht taub, als ich meine Hand auf die Klinke legte und tief Luft holte, um mich zu beruhigen. Nach einem unsteten Blick auf die Uhr wusste ich, dass es kurz vor 20 Uhr und meine Schonfrist somit abgelaufen war. Lucius würde das Fest um 20 Uhr eröffnen und er wollte mich dabei an seiner Seite haben. Als mir der Schweiß auf der Stirn ausbrechen wollte, raffte ich mich auf. Ich hatte mich schon ganz anderen Situationen gestellt und so riss ich kurzentschlossen die Tür auf.

„Severus“, kam es überrumpelt von mir, da ich fast in diesen hineinlief.

„Mein Biest“, begrüßte er mich mit rauchiger Stimme, dabei lag sein Augenmerk auf meiner Person, die er ausgiebig begutachtete.

Kurz legte sich eine gespannte Stille über uns. Es war unser erstes Zusammentreffen und ich versuchte, zu ergründen, was ich nach unserer Eskapade im Schulleiterbüro fühlte. In dieser Situation hatte Severus gefährlich weit über die Stränge geschlagen, aber ich fühlte nichts Negatives, wenn ich ihn ansah, eher als hätte ich mich damit abgefunden, dass er kein netter Mann war und ich eben auch keine nette Frau.

„Was tust du hier?“, fragte ich daher knapp, doch sobald mir diese Worte entschlüpft waren, hob ich die Hand um seine Antwort zu stoppen. „Lass es. Du hast den Auftrag, mich hier mit allen Mitteln rauszuholen, wenn ich nicht freiwillig komme“, beantwortete ich mir meine Frage selbst und er zuckte zur Bestätigung nur mit einem Mundwinkel.

„Ach“, stöhnte ich auf, „ihr seid schlimm“, schüttelte ich betroffen mein Haupt und musterte auch ihn. Er trug wie üblich schwarz, wenngleich sein Gehrock etwas mit Silber bestickt war.

„Und du bist wunderbar subtil böse“, umschloss er in einer eindeutigen Geste meine finstere Aufmachung.

„Gefällt es dir nicht?“, fragte ich süffisant und warf den Kopf zurück, sodass eine lange Locke mein Dekolleté kitzelte.

„Komm“, reichte er mir nur galant seinen Arm zum Einhaken und ich raffte mit meiner freien Hand den Stoff, um ihm trotz der Massen zügig folgen zu können.

In der Entfernung vernahm man schon die leise Musik, das Murmeln von vielen Menschen und kurz zuckte ich überrascht, als ein winkender Geist aus einer Wand hervorschoss, unseren Weg kreuzte und in der anderen Wand verschwand. Es war eine schöne Frau in einem mittelalterlichen Kleid gewesen, die mächtig erheitert ausgesehen hatte.

„Was?“, entfuhr es mir erstaunt, da ich im Manor noch nie einen Geist gesehen hatte.

„Es ist Halloween“, kam es schnarrend von Severus, als würde es alles erklären. „Lucius hat es sich nicht nehmen lassen, Geister aufzutreiben, die seinem Fest den rechten Flair geben“, schritten wir herrschaftlich den langen Gang entlang.

„Sag mir nicht, mich erwarten schwebende Kürbisse“, bat ich abfällig.

„Schlimmer… viel schlimmer“, schonte er mich nicht und schenkte mir sogar ein hintersinniges Grinsen, als wir uns der Treppe näherten und auf einmal ein Schwarm Fledermäuse unseren Weg kreuzte und Severus als auch ich uns wie eine Einheit duckten, damit sich diese Viecher nicht in unseren Haaren verfingen.

„Nicht dein Ernst… das ist… Hogwarts ist ein Dreck dagegen“, blickte ich den Dingern fassungslos hinterher.

„Du wirst im Sprachgebrauch minimal gewöhnlich“, tadelte er steif.

„Och, machst du mir nun den Lucius?“, konterte ich mehr als verächtlich.

„Deine Laune ist ja noch besser als von mir erwartet“, spottete er sarkastisch, dabei blickten wir beide nach vorne.

„Was erwartest du bei dem Theater?“, spuckte ich aus und passierte einen spinnenartigen, zerrissenen Vorhang, in dem winzige Acromantulas herumspazierten. Ron wäre ausgerastet.

„Wann wirst du wieder mal nach Hogwarts kommen?“, presste er leise heraus und ich konnte mir denken, wie schwer es ihm fiel, konkret nachzufragen.

„Warum? Damit du mich wieder vor den alten Spannern nehmen kannst? Oder willst du gleich das Kollegium zum Zuschauen einladen?“, stichelte ich mürrisch zurück.

„Hermione“, murrte er düster.

„Nicht, nenn mich nicht so“, brauste ich ihm gegenüber nun so ähnlich auf und betrachtete sein starr nach vorne gerichtetes Profil.

„Ich habe mich entschuldigt“, presste er zwischen beinah verschlossenen Lippen hervor.

„Und ob du es glaubst oder nicht, ich habe es akzeptiert und angenommen“, stoppte ihn meine Aussage und er sah mich durchdringend aus so tiefschwarzen Augen an, dass mir eine Gänsehaut über den Rücken lief. Sein Blick drang so tief in mich, dass ich mich fast fragte, ob er Okklumentik an mir ausübte, was aber nicht der Fall war und nach einiger Zeit nickte er einfach nur knapp und zog mich weiter.

So traten wir in das satte Licht der großen Halle. Rechts und links ging die gewundene Treppe hinab in den riesigen Festsaal und ich versuchte, es mir nicht anmerken zu lassen, aber es war interessant, wie Magie die Räume im Manor verändern konnte.

Noch bemerkte uns niemand, da alle unten im Saal versammelt waren und zur Empore hinaufsahen. Nur Lucius stand auch hier oben direkt in der Mitte der Balustrade. Ich betrachtete seinen geraden Rücken. Er trug einen dunkelblauen Gehrock mit goldenen Stickereien, die meinen auf dem silbernen Kleid ähnlich gewesen wären und hielt eine Rede an die versammelte Menge.

„… wie so oft ein herzliches Willkommen in Malfoy Manor, zu unserem diesjährigen Halloweenball“, lächelte er honorig in die Runde, „auch wenn er diesmal für mich etwas Besonderes ist, da ich ihnen heute offiziell meine Verlobte und zukünftige Braut vorstellen möchte…“, überlief mich bei seiner inbrünstig tragenden Stimme ein unwohles Gefühl, das die feinen Härchen auf meinen Armen aufstellte. Unterdessen legte er eine Kunstpause ein und drehte sich nun in einer dramatischen Geste um.

Ich setzte aufgrund seiner Begutachtung eine extra unschuldige Miene auf, während mich seine dunkelgrauen Augen durchbohrten. Dann sank ich in einen spöttisch anmutenden Knicks, während er verstummte. In dieser Zeit sah ich die ganze Zeit zu ihm, aber nichts schien seine eiserne Maske durchdringen zu können, noch nicht einmal sein Unmut darüber, dass ich in Schwarz erschien und mit Sicherheit in meinem Aufzug besser zu Severus‘ dunkler Erscheinung passte als zu ihm. Schließlich überwand er den Abstand zwischen uns und streckte seine Hand nach mir aus. Severus kam Lucius entgegen, indem er mich hochzog. Dies war ein Fingerzeig, dem ich folgte und mit wogendem Rock schritt ich zu Lucius. Es war ein sehr sonderbares Erlebnis, als Severus meine Hand von seinem Arm nahm und sie in Lucius wartende legte.

Ein Stromschlag zuckte durch mich, als ich seine Wärme spürte, denn er führte seine Lippen zu meinem Handrücken, den er anhob um einen formvollendeten, nur angedeuteten Kuss aufzudrücken. Dabei war mir bewusst, dass die Menge unsere Oberkörper schon sehen konnte und begierig dem Schauspiel, das wir boten, folgte. Man konnte so gut wie alles von ihm sehen, da er sich seine langen Haare mit einem dunkelblauen Samtband zurückgebunden hatte.

Danach ging es schnell, Lucius legte meine Hand so auf dem dunkelblauen Brokat auf seinem Arm ab, dass man vorzüglich den unübersehbaren Verlobungsring an meinem Finger strahlen sehen konnte.

„Hermione Granger, meine verehrten Freunde“, standen wir nun direkt an der Balustrade und ich nahm nichts wahr, da es in meinen Ohren rauschte wie unter einem Wasserfall.

Das hier machte es so entsetzlich wirklich und wahrhaftig, dass mir übel wurde, als tosender Applaus aufbrandete, der mir wie Hohn entgegenschlug.

„Einen Toast auf das zukünftige, so glückliche Brautpaar“, trat Severus neben uns und erhob ein Glas, während ich dachte, so etwas wie feinen Zynismus in seiner Stimme wahrzunehmen und die Rufe weitergingen. Als mein Blick zum Ende der Treppe fiel fing ich Dracos Blick ein.

Er schaffte es, eine sehr gleichgültige Maske zu halten, aber sein Blick war düster vor Wut, während ich zu meiner Verwunderung ebenso Blaise und auch Astoria neben ihm ausmachen konnte, die fasziniert zu mir hoch starrten, während ich von den beiden Männern eingekesselt war.

Was gab das wohl für ein Bild, dass auch Severus an meiner Seite stand?

Wie kam es überhaupt dazu und warum stand nicht Draco hier, sondern dort unten?

Fragen über Fragen!

Doch auch ich behielt eine straffe, ausdruckslose Maske auf und versuchte, das hektische Klopfen meines Herzens zu beruhigen, während Lucius fast schon die Huldigungen mit der anderen Hand winkend entgegennahm.

„Komm, wir eröffnen den Ball mit einem Walzer“, sprach er mich an und riss mich aus meiner panischen Isoliertheit.

Ohne weitere Worte zog er mich davon, sodass ich mit schwingenden Röcken die Treppe hinabging, während ich einen Blick riskierte und ausmachte, dass Severus verharrte und uns mit unleserlicher Miene hinterher sah.

Der Saal erstrahlte in einem satten Orange. Von der Decke hingen Spinnweben und zerrissene, schwarze Stoffbahnen, Spinnen, Fledermäuse, Skelette, Kürbisse, Geister und vieles mehr komplettierte dieses Halloweenfest, das an Opulenz fast nicht zu überbieten war.

Die Gäste selbst trugen herrliche Roben und interessierte Mienen, als ich an ihnen vorüberlief. Lucius führte mich in die Mitte des Parketts, drehte mich schwungvoll, so dass ich ihm nun gegenüberstand, als er in Stellung ging und die Musik erklang. Jedoch nahm ich alles um mich herum wie durch Watte gedämpft wahr, als wir uns zu bewegen anfingen.

Er drehte mich bestimmend und führte eindeutig mit autoritärer Macht, der selbst ich mich nicht entziehen konnte. Im eleganten auf und ab des Dreivierteltaktes des Walzers führte er uns in halben Drehungen über die Tanzfläche.

„Du trägst etwas anderes“, fing er kühl an.

„Das andere war Bitteschön nicht dein Ernst“, entgegnete ich spitz, verzog dabei aber keine Miene.

„Doch“, verkündete er schneidend.

„Vergiss es, Lucius, so was trage ich nicht“, zeigte ich mich entschlossen, warf meinen Kopf in den Nacken und schenkte unserer Umgebung keine Beachtung, obwohl sich ein großer Kreis um uns gebildet hatte. Aber bitte, dies war meine Verlobungsfeier, sollten sie doch denken, ich hinge in Seligkeit an den Lippen meines Verlobten.

„Es war mein Wunsch“, meinte er schrecklich versnobt.

„Wie gut, dass nicht alle Wünsche in Erfüllung gehen“, wisperte ich, was dazu führte, dass meine Hand schmerzhaft durch seine gequetscht wurde. „Ich bin kein altes Weib, das so ein Kleid tragen würde.“

„Warum dieses Kleid?“, fragte er gepresst. „Schwarz… wie unpassend…“, stieß er anklagend aus.

„Es war Dracos Geburtstagsgeschenk an mich“, verkündete ich süßlich, woraufhin er seine Lippen zu einem sehr dünnen Strich zusammenpresste, während er mich gekonnt herumwirbelte.

„Es steht dir ausgezeichnet“, murrte er plötzlich, als er mich wieder zu sich zog.

„Danke, darf ich das andere verbrennen?“, fragte ich aufbrausend.

„Treib es nicht zu weit“, drohte er seidig und drückte seine Finger in mein Schulterblatt.

„Du solltest lächeln, mein Lieber, sonst denken noch die Leute, die Scharade wird nicht gut aufgeführt“, warnte ich seidig und blinzelte affektiert.

„Hermione, du reizt mich endlos, lass es“, zischte er wie eine Schlange und mir entwich doch tatsächlich ein herzhaft ehrliches Lachen. Es machte wirklich Spaß, ihn in den Wahnsinn zu treiben.

„Aber Lucius, du tust bei mir nichts anderes“, rief ich ihm leise mit gelebter Doppeldeutigkeit ins Gedächtnis.

„Ich habe dir deine Ruhe gelassen, wie es anscheinend dein Wunsch war“, trennte uns eine Drehung und als er mich wieder an sich zog, hatte ich eine Antwort gefunden.

„Und im nächsten Atemzug denkst du, ich bin zu blöd, mir ein Kleid auszusuchen?“, warf ich ihm vor, was ihm wiederum ein generöses Lächeln entlockte.

„Du bist ein Biest“, klang das nicht mal böse, sondern eher resigniert.

„Als wenn das was Neues wäre?“, grinste ich auf einmal übermütig und drehte mich erneut schwungvoll, das und du bist ein Tyrann dachte ich nur.

Dracos Sicht

Ich stand in einer Ecke und besah mir dieses völlig übertriebene Fest! Damals das Orientalische, um das ich zum Glück herumgekommen war, heute dieses Halloweenfest, wenn ich eines hasste wie wenig auf der Welt, dann waren es diese Veranstaltungen. Ich hatte in meinem jungen Leben schon eindeutig genug davon gehabt.

Dieser Auftritt, Hermione in meinem Kleid neben Lucius und Severus, war beeindruckend gewesen, wenngleich mir missfiel, dass ich unten stehen musste, genoss ich ihren Anblick. Ich freute mich unglaublich, dass sie doch mein Kleid trug. Nachdem sie heute niemanden in ihre Suite gelassen hatte, war ich mir unsicher gewesen, wie das alles ausgehen würde, denn ich traute ihr alles zu. Aber anscheinend hatte sie sich dazu entschieden, gute Miene zum bösen Spiel zu machen.

Sie sah fantastisch aus. Die kunstvolle Hochsteckfrisur, die Locken, die ihr schmales Gesicht umspielten, das schöne Band um den Hals, das ihn noch schlanker erscheinen ließ, dann das tief sitzende, sehr ihre Brust betonende Kleid, das ihre Taille noch dünner erscheinen ließ, alles in allem war ich überwältigt, sie so zu sehen. Sie war wunderschön und als sie mich am Fuße der Treppe wahrnahm, dachte ich in ihren braunen Augen etwas flackern sehen zu können, aber dann zog Lucius sie die andere Seite der gewundenen Treppe hinab und sie hob ihr langes Kleid an, um nicht zu fallen. Sie bewegte sich mit großer Anmut und Grazie an der Seite meines Vaters.

Der Tanz, den sie zusammen aufführten, trieb mich regelrecht an die Grenze des Erträglichen. Sie schienen miteinander zu reden und dabei lächelten sie sich sogar ab und an zu! Sie wirkten einträchtig, so dass mir die Galle hinaufstieg.

Als sich die Menge auf das Parkett schmiss und ich einen Drink von vielen in mich hineinschüttete, sah ich sie hin und wieder aufblitzen, immer an der Seite von Vater, immer mit anderen redend oder wieder mit ihm tanzend. Ich konnte beobachten, wie er ihr gelegentlich ein Glas, oder ein Canapé reichte, während sie mit, wie es mir schien, weichem Gesichtsausdruck zu ihm aufsah. Letztendlich reichte es mir jedoch, diese Scharade weiter zu verfolgen und ich kehrte entnervt dem Treiben den Rücken.

Mehr oder weniger zielstrebig hielt ich auf einen der kleinen Salons zu. Mir genügte es vorerst, aber so was von. Ich brauchte zumindest kurz mal Ruhe und musste das Bild los werden, dass Hermione ununterbrochen an Vaters Arm hing. Der Abend war beschissen, aber das war ja abzusehen gewesen, doch schon die letzten Wochen waren echt mies gewesen. Hermione war nicht mehr in Hogwarts, weswegen uns sogar diese wenigen, kostbaren Stunden, die wir so noch miteinander gehabt hatten, selbst nach Vaters Schritt, sie in eine Verlobung zu zwingen, fehlten. Nun gab es keine Absprachen und Zusammenarbeit mehr zwischen uns und ein „Wir“ fand gar nicht mehr statt. Ein Team waren wir mittlerweile nicht mehr. Ich hatte viele der Leute, die sie in unsere Reihen gebracht hatte, um mich geschaart und sie, sie war mit Potter und Weasley auf der Flucht. Die sahen sie öfter als ich. Toll, wirklich toll.

Auf meinem Weg zerriss ich ein bescheuertes Spinnennetz mit leuchtenden, phosphoreszierenden Spinnen und ließ die feuchtfröhliche Menge hinter mir. Vater hatte das ganze Haus in ein beschissenes Spukhaus verwandelt. Zum Glück war das Manor groß genug um sich vor all diesen Leuten verstecken zu können. Ich öffnete wahllos die Tür zu einem Salon und verharrte dann, da ich im angrenzenden Raum Geräusche vernehmen konnte und kurz bevor ich umdrehte, um in ein anderes der gefühlt zigtausend Zimmer zu gehen, stoppte mich ein Name.

„Blaise“, kam es rau von einer Frau, woraufhin ich erkennend blinzelte.

Stimmt, irgendwann im Laufe des Abends hatte ich Blaise und Astoria verloren. Schlussendlich konnten nicht alle Menschen von solchen Veranstaltungen fernbleiben und so tummelten sich einige Slytherins unter den Gästen.

Aufgrund der Nennung meines besten Freundes verwarf ich den Gedanken, zu verschwinden. Leise pirschte ich mich näher und lehnte mich im Türrahmen nur an und besah mir weiter, was zwischen den zwei sehr ineinander vertieften Personen vor sich ging.

Ein fesselndes Szenario tat sich vor meinen Augen auf und ehrlich, es war wesentlich erheiternder als das Drama im Tanzsaal.

Sie hing gierig an seinen Lippen und fuhr mit ihren kleinen, zierlichen Händen geradezu hektisch getrieben über sein Jackett, dann unter dieses und ich konnte erahnen, dass sie dabei war, die Knöpfe seines Hemdes zu öffnen. Ihr schönes, petrolfarbenes, luftiges Corsagenkleid war ihr im Sturm des Gefechts unter die Brust gerutscht und offenbarte ihre kleinen, knackigen Apfelbrüste.

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Blaise küsste sie eindringlich zurück, doch dann begann er, sich zurückzuziehen. Jetzt hielt er eher zärtlich hingebungsvoll ihr Gesicht in seinen Händen und küsste sie zwar, aber mit Zurückhaltung. Er gab sich nicht ihrem drängenden Begehren hin. Schließlich schob er sie, als sie an seinem Kummerbund zu nesteln begann, bestimmt, aber sanft von sich.

„Nicht, nicht hier… zu Hause, später!“, gab er unsicher wieder, klang aber generell nicht abgeneigt. Sein Blick huschte suchend über ihre Züge, während er ihr Gesicht noch immer in seinen Händen barg.

„Aber warum…?“, schob sie schmollend die Unterlippe vor. „Hier sieht uns doch keiner und es ist so langweilig, dem alten Malfoy und Hermione dabei zuzusehen, wie sie sich feiern lassen. Draco tut mir leid in seiner Ecke. Ich brauche Ablenkung!“, gab sie fast schon bockig von sich.

„Nein, es ist gefährlich hier, bitte, Liebling!“, klang seine Stimme nun ernst und einen Hauch flehend.

„Du hast noch immer Angst vor ihm?“, warf sie ihm vor und wenn ich das Drama um ihre Animagusverwandlung und Lucius‘ Drohungen gegen Blaise Revue passieren ließ, konnte ich das sogar nachvollziehen.

„Aber ich habe mich extra für dich schön gemacht!“, betonte sie nun deutlich enttäuscht und kam mit schlagenden Argumenten, die mir ein spöttisches Grinsen ins Gesicht zauberten.

„Verdammt, Astoria, lass das. Warum bist du so betrunken, du hast doch gar nicht so viel getrunken!“, versuchte sich Blaise vehement seiner Freundin zu entziehen, doch sie hing weiter an seinem Hals.

„Ja, hihi, hab ich nicht, aber ich war so nervös, ich hatte vorher schon einen Drink und... ich hatte keinen großen Hunger!“, gab sie nun kleinlaut zu, löste sich dann von ihm und trat einen kleinen Schritt zurück.

Ich war erstaunt, dass sie mich noch immer nicht bemerkt hatten. Eigentlich waren sie beide nicht so unvorsichtig, oder störte ich sie etwa einfach nicht?

„Ich will dich, hier und jetzt…“, hauchte sie versucht verführerisch.

„Mit Sicherheit nicht, nicht in diesem Haus“, wehrte er ihre emsigen Finger geschickt ab, woraufhin sie wütend wie ein kleines Kind mit ihrem Fuß auf stapfte. Es wirkte geradezu komisch.

„Jetzt hab dich nicht so, reicht dir der kleine Colin Creevey nicht mehr?“, kam es gespielt leger von Blaise, der ihr Gebaren gerade wohl auch eher vergnüglich fand.

„Bei Merlin, ich hab dir doch gesagt, da war nichts und der nervt mich“, warf sie aufgebend die Arme in die Höhe und seufzte hörbar genervt.

„Aber es schmeichelt dir, dass er dir so am Rockzipfel hängt, gib‘s zu. Ich habe gesehen, wie du es genießt!“, hielt ihr Blaise nun mit verschränkten Armen vor. „In der DA und der BL“, wurde er genauer.

„Ja… und?“, giftete sie zurück und kopierte nun seine Haltung, was mit ihrem heruntergezogenen Kleid amüsant anmutete.

„Sei ehrlich, hat er dich geküsst, hat er irgendwas versucht?“, wollte Blaise nun übertrieben unbeteiligt wirkend erfahren und ich war ähnlich gespannt. Dass der ältere der Creevey-Brüder hinter Astoria her war, war mir bisher entgangen und spannend. War das unter anderem ein Grund, dass er in Hogwarts hatte bleiben wollen?

„Und wenn? Was machst du dann, ihn verfluchen? Ich bitte dich, du machst dich lächerlich. Er ist ein Nichts gegen dich und das weißt du“, ging sie in die Verteidigung über, während sie hintersinnig grinste. „Aber selbst wenn, bist du etwa eifersüchtig?“, war sie bei der Vorstellung am Ende wieder gut gelaunt.

„Ich warnen dich, Astoria, spiel nicht mit mir. Also, hat er?“, forderte er nun deutlich drohender.

„Och, Blaise, jetzt mach doch kein Drama daraus“, trat sie auf ihn zu und legte ihm die Hände auf die noch verschränkten Arme. „Ja, er hat versucht, mich zu küssen, aber ich habe ihn sofort zurückgewiesen“, verkündete sie, aber ich glaubte ihr kein Wort. Es war eindeutig etwas passiert, was auch immer sie jetzt behauptete. „Also, jetzt lass uns das vergessen, ja? Ich mag daran nicht denken und auch nicht an das Trauerspiel da draußen, ich will doch nur ein bisschen Spaß mit dir, komm, die Vorstellung ist lustig, dass der alte Malfoy hier im Manor bestimmt keinen Sex haben wird, aber alle anderen schon“, brach hier eindeutig der Einfluss der Twins bei Astoria durch.

Zum Schluss versuchte sie wieder ihren Freund zu küssen und presste sich eng an ihn. Ich seufzte, schön dass nicht nur ich das Schauspiel da draußen zum Kotzen fand. Ich rang mir durchaus einen Funken Bewunderung für sie ab, denn ihre Anmerkung zum Schluss war sehr unterhaltsam.

„Bestimmt nicht, sei dir sicher, ich werde nicht tatenlos zusehen, wenn sich dieses Kind dir noch mal nähert. Und jetzt zieh dich an, du bist betrunken, Liebling!“, bat er nun inständig, während er versuchte, sie zurückzuschieben, so dass sie das Kleid wieder hochziehen konnte.

„Seit wann bist du ein Kostverächter, Blaise?!“, trat ich nun vor.

„Draco!“, fuhr Blaise zu mir herum und Astoria schien im ersten Augenblick so geschockt, dass sie mich nur mit großen Augen ansah, aber keinerlei Anstalten machte, sich zu bedecken, während ich mich mit einem belustigten Grinsen im Gesicht bemerkbar machte. Es war mal schön, andere Beziehungsdramen zu erleben und nicht die eigenen verarbeiten zu müssen. War das böse? Vielleicht, aber es lenkte ab.

„Ihr hättet die Tür sichern sollen“, gab ich nun lapidar von mir, während ich mit den Augenbrauen wackelnd auf die beiden zu schlenderte.

„Hätte ich gewusst, was Astoria vor hat…“, ließ Blaise den Rest seiner Antwort vage in der Luft hängen, indes mein Blick kurz zu ihm glitt und ich verfolgte, wie er sich resigniert durch sein kurzes Haar fuhr.

Nun schien Astoria endlich aus ihrer Starre aufzuwachen. Dass sie angeheitert war, war deutlich sichtbar, aber als betrunken hätte ich sie nicht bezeichnet. Sie war erhitzt, ihre Wangen waren gerötet und ihre Augen fixierten mich langsam, aber sie wirkte sicher auf den Beinen und schien klar im Kopf zu sein. Erschrocken und hektisch wich sie vor mir zurück, anscheinend war ihr peinlich, dass ich ihren privaten Streit mit Blaise mit verfolgt hatte, jedoch kam ich ihr zuvor und blickte aufreizend grinsend zu ihr, legte den Kopf schief, während Blaise uns skeptisch abwartend beobachtete, da ich meine Hände nach ihr ausstreckte. Was mich zu dem trieb, was ich dann tat, war mir nicht ganz klar, mir aber auch egal. Ich war quasi ungebunden, schließlich feierte meine eigentliche Freundin dort draußen gerade ihre Verlobung mit meinem Vater. Ich konnte also tun und lassen, was ich wollte. Ich brauchte Abstand, jedenfalls für den Moment und mich gefühlsmäßig weniger einzubringen, das war schlicht Selbstschutz. Ich würde weiter um sie kämpfen, meine Pläne mussten langfristiger sein, denn wie konnte mein Bemühen um sie funktionieren, wenn sie mit Potter und Weasley in der Weltgeschichte unterwegs war. Ich selbst saß in Hogwarts fest und sah sie für meinen Geschmack viel zu selten. Zumal Hermione heute recht deutlich gemacht hatte, dass sie keinen von uns zu sehen wünschte.

„Uhhhh“, kam es erstickt von ihr, während ich unter dem stoischen Blick ihres Freundes Astoria an mich zog und ihren Mund rasant mit meinem verschloss. Er hielt sich zurück, denn er wusste, Astoria konnte ihre Dinge alleine ausfechten und ich war ihr nicht böse gesinnt, also hielt er sich zurück.

„Wow“, entwich es ihr atemlos, vorsichtig glitt mein Daumen über ihre vom Küssen geröteten Lippen, woraufhin sie ihre Lippen zusammen presste und auf einmal kicherte. „Was soll das, Draco?“, forderte Astoria nun erstaunlich ruppig und selbstsicher. So kannte ich sie, das gefiel mir.

„Hm…! Oh, deine Visualisierung, alle hier im Haus hätten Sex, nur Lucius nicht“, legte ich langsam meine Hand an ihre Wange, dorthin, wo vor Kurzem noch die von Blaise gelegen hatte, „die ist göttlich“, ließ ich meinen Daumen über ihre geschwollene Lippe gleiten.

„Das kitzelt, Draco“, gab sie weiter kichernd und wenig scheu von sich. Ich kannte keine, außer Hermione, die so unbefangen mit mir sprach. Langsam löste sie sich aus meinem Griff, ging auf meine Bemerkung gar nicht erst ein und wenn ich ehrlich war, ich wollte auch keinen Sex mit Astoria, aber foppen wollte ich sie, was mir wohl misslang, wie ihre Reaktion zeigte.

„Muss das sein“, murrte Blaise nun eher genervt, wobei ich einen feinen Unterton vernehmen konnte, der mir sagte, wie angespannt Blaise war. Ich wusste, aufgrund seiner Geschichte mit Lucius fühlte er sich im Manor nie richtig wohl. Er wollte keinesfalls auffallen, oder mehr in Lucius‘ Fokus geraten als nötig.

„Lass mir doch den Spaß und Astoria hat auch Spaß, nicht wahr?“, fragte ich neckend, während ich Blaise einen spöttischen Blick schenkte, um ihm zu zeigen, dass er sich doch entspannen sollte, als Astoria ihr Kleid zu richten versuchte, ich jedoch ihre Hände packte und festhielt.

„Draco ist witzig und nicht so ängstlich wie du“, gab sie nun geradezu euphorisch von sich und grinste ihren Freund, dem das Ganze nicht gefiel, provokant an. Ganz offensichtlich trat in Astoria mal wieder der Einfluss der Twins zu Tage, aber auch ihr an sich rebellisches und bisweilen überschäumendes Wesen. Ich mochte das.

„Aber jetzt lass mich wieder mein Kleid hochziehen, mir ist kalt“, verlangte sie erneut und versuchte noch mal, danach zu greifen, woraufhin ich ihre Handgelenke noch fester hielt.

„Was kriege ich dafür?“, fragte ich schließlich überlegen und ließ meine Hand von ihrem Handgelenk über ihren Arm, auf ihre nackte Schulter zu ihrer Brust gleiten, die ich nicht wirklich packte.

„Du hattest schon einen Kuss, das muss reichen. Lass los!“, reckte sie fordernd ihr Kinn in die Höhe.

„Das denke ich nicht“, stellte ich schließlich nachdenklich fest, da ich nur leicht eine Braue anhob, aber ansonsten nicht reagierte.

„Mann, jetzt geh, Draco, das ist doch bescheuert und es ist ehrlich unsere Sache, so geht das nicht“, wetterte Blaise nun müde und verschränkte seine Arme vor der Brust.

„Hm, nicht meine Sache? Soweit ich weiß ist das mein Zuhause... und nur weil dir der kleine Creevey ans Bein pinkelt wirst du jetzt zum Spielverderber? Wir hatten doch schon ganz anderen Spaß zusammen, an dem Astoria sogar gern teilgenommen hat“, rief ich ihnen unser Duschszenario in Erinnerung. „Und du machst auf eifersüchtig, weil ihr ein kleiner Gryffindor nachschleicht, an dem sie kein Interesse hat? Mach dich doch nicht lächerlich!“, hielt ich Blaise abwertend vor, denn ich fand sein Verhalten wirklich närrisch.

„Und ich biete euch gerne meine Räume an, wenn ihr Sorgen wegen Lucius habt“, offerierte ich, denn mir war durchaus danach, mich hemmungslos zu besaufen. Mich vermisste auf dem grässlichen Ball dort draußen sowieso niemand und die beiden konnten in meiner Suite treiben was sie wollten, ich hatte schlussendlich ein Wohnzimmer, mein Schlafzimmer, ein Ankleidezimmer und ein Bad, größer als der Fuchsbau. „Und da können wir drei uns dann amüsieren“, grinste ich unverhohlen und grabschte weiter nach Astorias Brust. Blaise seufzte ergeben.

„Uuhhh“, kommentierte sie meinen Griff, bevor sie sich fing. „Och, das gefällt wohl Blaise nicht so gut, das war sicher was anderes, da konnte er an Hermiones Lippen hängen“, ätzte Astoria hörbar böse in der Manier der Twins, woraufhin Blaise übertrieben mit den Augen rollte.

„In den Duschen hatten wir Spaß, ich hatte Spaß, er hatte Spaß, du hattest Spaß, alles ganz harmlos und du könntest auch Spaß daran haben und das jetzt nicht so hindrehen!“, wollte ich auf sie eingehen und sandte Blaise einen wissenden Blick, woraufhin er kurz mit sich zu ringen schien, dann jedoch resignierend die Hände sinken und mich machen ließ.

„Du hast ja recht!“, seufzte er, doch dann stahl sich ein breites Grinsen auf sein schönes Gesicht. So kannte ich Blaise, immer bereit für ein kleines Abenteuer oder ein Spiel und bitte, wir waren alle mehr oder weniger gefrustet von der Situation, da kam uns eine kleine Blödelei gerade recht.

„Also?“, wandte ich mich Astoria wieder zu, legte erneut den Kopf leicht schief und zog fragend eine Braue hoch.

„Hm…“, überlegte sie gespielt und gab sich sogar so frei, eine Hand von ihren Brüsten zu nehmen und ihren Finger nachdenklich an ihre Lippen zu legen. „Nein, mehr gibt es nicht!“, entschied sie nun rigoros und stand sehr selbstsicher vor mir.

„Das werden wir sehen, wir verlegen die kleine Party in meine Räume und begießen den Abend mit noch mehr von dem, wovon du eh schon zu viel hattest. Und ich wäre ja sehr interessiert, noch mehr von deinem kleinen Gryffindor zu hören und darüber, wie böse unser Casanova hier war“, grinste ich böse zu Blaise, der nur pfeifend die Luft ausstieß und lapidar antwortete:

„Unser großer Chef hier braucht anscheinend Aufmunterung, nachdem ihm diese Posse da draußen auf den Magen schlägt“, stieß Blaise zwischen Mitleid und Dreistigkeit schwankend hervor.

„Oh, ich weiß nicht“, kam es nun unsicher von unserer Schönen.

„Astoria, er will nicht alleine sein“, warf sich nun Blaise für mich in die Bresche.

„Gut“, nickte Astoria nur und überging Blaises Kommentar mit verdrehten Augen. „Dann lass meine Hände los!“, forderte sie nun und ich warf einen kritischen Blick auf ihre Blöße.

„Warum so ungeduldig?“, fragte ich süffisant, ließ langsam meinen Blick über sie und ihre nackte Gestalt gleiten.

„Das kennst du doch schon alles, jetzt mach, mir wird kalt!“, zeterte Astoria weiter, während ich breit grinste.

„Draco...“, schaltete sich nun Blaise von hinten ein.

„Was bekomme ich dafür, euch hoch zu schleusen?“, bot ich an.

„Das ist nicht dein Ernst“, seufzte Blaise, der noch immer mit dem Stoff kämpfte um das Kleid zu ordnen.

„Ach komm, tu nicht so tugendhaft, du bist ein kleiner Teufel“, gab ich aufreizend zurück, während eine meiner Hände nun auf Astorias Rücken und zwischen ihre Schulterblätter glitt und meine nächsten Worte an sie richtete. „Es hat dir gefallen, mich zu küssen… genauso wie es Blaise gefallen hat, Hermione zu küssen und er hat es genossen, mit ihr noch ganze andere Sachen unter der Dusche zu machen“, erklärte ich rau. „Wir tun doch nichts, was wir nicht schon zusammen getan hätten!"

Dracos Sicht Ende

Lucius Sicht

„Was ist hier los?“, fragte ich akzentuiert und ließ meinen Blick eindringlich von einem zum anderen gleiten.

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Zuletzt von queenie am Mi Feb 17, 2016 1:50 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: 540. The Never Ending Story II.   Di Feb 09, 2016 8:13 pm

https://www.youtube.com/watch?v=zGudG16Xd4g


Lyrics von 'Wake The Dead':


How many more will cross my path
How many more must die
I never wonder where they come from
I never wonder why
You don't know what's going on inside of me
You don't wanna know what's running through my mind, yeah yeah yeah
(Sick.... Sick...)

You wake up every morning thinking everything's okay
But if by chance you walk my way you just may seal your fate
Give me a redhead, give me a brunette, send a blonde to me
When I unwind I'm colour blind, they're all the same to me
(Sick.... Sick...)

Shake my head, wake the dead
Shake my head, wake the dead
Run for your life, you better run for your life
Run for your life, you gotta run for your life

I just do the things I do, it's natural to me
There's no rhyme or reason for my odd insanity
You don't know what's going on inside of me
You don't wanna know what's going through my mind, yeah yeah yeah

Shake my head, wake the dead
Shake my head, wake the dead
Shake my head, wake the dead
Shake my head, wake the dead
Run for your life you better run for your life
Run for your life you gotta run for your life
(you gotta.... you gotta.... you gotta.... you gotta....
you gotta.... wake up wake up, you gotta.... wake up wake up,
wake up wake up, wake up wake up, wake up wake up,
wake up wake up, wake up wake up, wake up wake up,
wake up wake up)


von unserer lieben Z

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Meiner ersten Beta, der mein ganzer Dank gilt, Nira26 ! Vielen Dank für deine Mühen, deine Kreativität und deine Hilfe!

Und unserer über alles geliebten Liselotte, die ab nun jedes Kapitel gegenliest, bevor es gepostet wird, so wollen wir ihr ewig dankbar sein!

So, mittlerweile haben wir unglaubliche 540 Kapitel, unfassbare Wörter, unglaubliche Reviews, Sterne und über Klicks. Außerdem möchte ich noch allen Favoriten danken, welche die Geschichte mitverfolgen sowie ein besonders großes Danke an alle, die jemals ein Review geschrieben haben:



540. Kapitel The Never Ending Story II.

Ich hatte die Tür schwungvoll aufgestoßen und war hochherrschaftlich eingetreten. Dabei war es ein Genuss, zu erleben, wie sie alle zusammenzuckten.

Ich hatte bemerkt, wie mein Sohn den Ballsaal verließ und nachdem ich Hermione in Severus‘ sichere Hände gegeben hatte, folgte ich ihm suchend und dank meiner magischen Verbindung zu diesem Haus war es mir ein Leichtes, ihn rasch zu finden.

Dies war Hermiones und mein Festtag, da hatte mein Sohn auf dem Fest zu bleiben und seiner Rolle als Sohn des Hauses gerecht zu werden und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass es wichtig war, ihm zu folgen. Sein Fehlen war indiskutabel. Es reichte schon, dass er verantwortlich für dieses schwarze Grauen, ihr schwarzes Kleid, das mehr einem Trauerkleid denn einem Ballkleid glich, welches sie heute trug, war. Es war ein Schlag ins Gesicht und eine reine Provokation.

So erreichte ich den Salon, in dem sich mein werter Sohn versteckt hatte und als ich meine Hand auflegte, war ich in die Zauber des Hauses eingedrungen und hatte schlicht und ergreifend gelauscht. Ja, jetzt lauschte ich in meinem eigenen Haus schon an Türen, so weit war es schon gekommen. Doch was ich dann vernommen hatte, bestätigte mich in meinem Handeln.

„Ach komm, tu nicht so tugendhaft, du bist ein kleiner Teufel“, hatte ich die Stimme meines Sohnes erkannt. „Es hat dir gefallen, mich zu küssen.“ Ich frohlockte bei diesen Worten. Endlich, endlich löste sich mein Sohn von Hermione. Es war gut, wenn er ein Techtelmechtel mit anderen Frauen begann. Eventuell hatte Draco ja sogar während Hermiones Abwesenheit seine Wahl getroffen. „Genauso, wie es Blaise gefallen hat, Hermione zu küssen und er hat es genossen, mit ihr noch ganze andere Sachen unter der Dusche zu machen… Wir tun doch nichts, was wir nicht schon zusammen getan hätten…“, war ich über diesen Worten erstarrt.

Was ich da zu hören bekommen hatte, war unfassbar. Wenn mein Sohn damit wirklich hatte implizieren wollen, dass jemand Hermione angefasst hatte, war das unvorstellbar und somit war ich übergangslos in den Raum gestürmt.

Für mich war gegenwärtig, nach dieser Aussage meines Sohnes hatte sich Zabini gerade unwiderruflich meinen unheiligen, ewigen Zorn zugezogen und würde die Folgen zu tragen haben, doch vorher wollte ich noch Details. Schon zu lange bekam ich nur vage Informationen darüber, wie diese Gruppe interagierte. Eine Gruppe, zu der meines Wissens auch noch Potter und sein Weasleyfreund, sowie diese unsäglichen Weasleyzwillinge gehörten. Außerdem bot sich hier vielleicht auch eine Gelegenheit, um herauszubekommen, ob meine Drohung der kleinen Greengrass gegenüber, dass sie kein Wort über meine Animagusgestalt zu verlieren hatte, Wirkung gezeigt hatte und sie weiterhin, wie versprochen, schwieg.

Greengrass wirkte nach meinem unerwarteten Eintreten geschockt, versuchte dies jedoch schnell zu verbergen. Zabini hingegen zeigte sich erstaunlich unbewegt, während Draco der Widerwille, dass ich sie störte, ins Gesicht geschrieben stand.

„Was ist hier los?“, fragte ich nochmals akzentuiert und ließ meinen Blick eindringlich von einem zum anderen gleiten, während ich kalkulierend Schrecken verbreitend den Raum einnahm.

Draco und auch Zabini blickten mir gleichermaßen stoisch entgegen, wobei mir nicht entging, dass Zabini bei weitem nicht so ruhig und gelassen war, wie er vorzugeben versuchte. Die kleine Greengrass schaffte es hingegen nicht mal eine Sekunde lang, mich zu täuschen. Ihre Angst und Überraschung standen ihr deutlich ins junge, hübsche Gesicht geschrieben, bevor sie es hinbekam, eine einigermaßen ausdruckslose Miene mehr schlecht als recht aufzusetzen.

„Nichts, Lucius, ich wollte nur Astoria und Blaise zurück in den Ballsaal begleiten. Wir sollten zurück gehen“, wollte mein Sohn mich beschwichtigen und ablenken, während die Tür in meinem Rücken nach einem Wischen meiner Hand zuknallte.

„Nicht so schnell. Also, was ist hier los? Redet ihr freiwillig, oder muss ich andere Maßnahmen ergreifen?“, drohte ich seidig, dabei ruhte mein Blick nun wieder auf Greengrass und ich konnte sehr wohl erkennen, wie sie unwohl schluckte. Bis zu meinem Eindringen in ihr Tête-à-Tête waren sie als Gruppe beieinander gestanden, jetzt waren sie alle aufgescheucht auseinander gesprungen, so dass jeder von ihnen an sich alleine stand.

„Es ist wirklich nichts, Vater. Ich brauchte nur eine kleine Pause von dem Fest“, probierte es Draco noch mal schmeichelnd und zuckte wegwerfend mit den Schultern. Es war herrlich, zu erleben, wie sie alle mich hier ablenken wollten, nur zu schade für sie, dass ich zu stringent dafür war.

„Und wir haben Draco begleitet, Sir!“, pflichtete ihm Zabini nickend bei, doch meine Aufmerksamkeit galt immer noch mehr Miss Greengrass, die anders als die Jungs ins Zimmer ausgewichen war. Die jungen Männer waren nach hinten zu den Fenstern hin ausgewichen.

„Ist das so, Miss Greengrass?“ Mein Blick wurde bei diesen sehr betont gesprochenen Worten noch forschender und schärfer. Ich konnte deutlich erkennen, wie sie mit sich kämpfte um nicht zu offensichtlich vor mir zurückzuweichen.

„Vater, wir sollten wirklich zurück zum Fest gehen, man wird uns vermissen“, versuchte es Draco erneut mit einer ungewohnten Feinfühligkeit in der Stimme. „Du kannst gerne gehen, mein Sohn, wenn es dich so sehr danach verlangt“, bot ich ihm zynisch an und ließ die kleine Greengrass keinen Augenblick aus dem Blick.

Jedoch nahm ich trotzdem wahr, dass sich Draco und Zabini verstohlene, unwohle Blicke zuwarfen. Ich wusste, das, was ich gehört hatte, hätte ich ganz und gar nicht hören sollen und wenn ich die ganze Tragweite erfassen würde, würde es nicht gut für einige im Raum ausgehen, dessen war ich mir absolut sicher und das wussten sie auch. Nur sie wussten nicht, was genau ich gehört hatte und das machte sie unsicher.

Die Frage war nur, was sie für delikate Details vor mir zu verbergen versuchten. Es beschäftigte mich, zu erfahren, wie weit Zabini gegangen war und wie viel Draco zugelassen hatte, ein Umstand, den ich fast nicht fassen konnte, dabei verdrängte ich sehr gut, dass auch Hermione anscheinend nichts gegen diese Zuwendungen gehabt hatte. Beides wäre nicht gut für sie und es würde schwerwiegende Folgen für sie alle haben. Wie sehr, würde ich entscheiden, wenn ich mehr wusste.

„Also, Miss Greengrass, ich warte!“, hakte ich beharrlich erneut nach und näherte mich ihr mit langsamen Schritten.

„Ja, Sir… nun… es war so…“, antwortete sie hektisch und stotternd, was ihr schlechtes Gewissen nur noch offensichtlicher werden ließ, während sie meinen Blicken unstet auswich und so unsicher wirkte, wie ihre gestotterten Worte klangen.

„Vater, jetzt lass doch Astoria in Ruhe“, begehrte Draco auf. „Sie hat doch nichts getan. Hier ist nichts passiert. Ich habe mich nur… mit meinen Freunden… etwas ablenken wollen, das ist alles. Also, wir sollten jetzt alle wieder zurück zum Fest gehen“, versuchte mein Sohn ziemlich hilflos, mich aus dem Raum zu bekommen, doch so leicht würde ich nicht nachgeben.

Welch eine schlechte Scharade sie hier aufführten. Ich war auf die pikanten Details, die ich sicher noch aufdecken würde, gespannt, auch wenn mir die Tatsache, dass Zabini Hermione so nahe gewesen war, schon reichte um seinen Tod herbeizusehnen.

„Ihr meint wohl, mich für dumm verkaufen zu können!“, flüsterte ich absolut eisig, richtete mich zu voller Größe auf und stieß meinen Stock hart auf den Boden.

Zumindest Draco kannte das nur zu gut. Je leiser ich wurde, desto gefährlicher wurde es und Greengrass schien dies zumindest zu spüren, so klein wie sie sich nun machte. Ich genoss das Spiel, welches ich hier voran trieb, in vollen Zügen. Ich spielte meine Macht aus und ich genoss es, sie diese spüren zu lassen. Denn in zwei Mienen der drei Anwesenden konnte ich lesen wie in einem Buch und die Angst vor den Kerkern im Manor schien ihnen ins Antlitz gemeißelt zu sein.

„Und wenn hier keiner reden will, werde ich auf anderem Wege an die Informationen kommen!“, verkündete ich absolut doppeldeutig und griff an.

Schnell und gezielt schnappte ich zu, packte mir grob das Kinn der kleinen Greengrass, die quietschte, während ich mit der einen Hand meinen Zauberstab zog und sie zwang, mich anzusehen.

„Ahhh“, begehrte sie auf und umklammerte mein Handgelenk, während ich ihr in ihre hellgrünen, vor Panik geweiteten Augen blickte.

Ich vernahm das deutliche Rascheln von Stoff, nahm durchaus die flinken Bewegungen von Zabini und meinem Sohn im Hintergrund wahr und wusste, dass die beiden Jungs ihre Stäbe gezogen hatten. Ich war gespannt, ob sie mich wirklich angreifen würden und überlegte schon, wie ich jeden von ihnen dafür bestrafen würde.

„Nanana, wir werden doch nicht überreagieren“, tadelte ich sie und ließ meinen Blick über die beiden sichtbar angespannten Jungs schweifen, während ich die kleine Greengrass weiter fest im Griff hatte und sie nicht unterdrücken konnte, vor Angst aber auch vor Schmerz zu wimmern.

Tosend flog jedoch in diesem heiklen Moment die Tür hinter mir auf und in der nächsten Sekunde wirbelten zwei Stäbe durch die Luft, welche geschickt gefangen wurden.

„Benötigst du meine Hilfe, Lucius?“, war durchaus Spott und Zynismus in seiner Stimme zu vernehmen.

„Hey, was soll das?“, „Bist du bescheuert?“, wetterten Draco und Zabini sichtbar erschrocken, da nun wehrlos, aber das, was sie tatsächlich zu verstören schien, war, dass sie von Severus entwaffnet worden waren. So schnell konnte sich der Status Quo ändern, lag ein gemeines Lächeln auf meinen aristokratischen Zügen.

„Was hat das hier zu bedeuten?“, hatte nun Hermione ihren Auftritt in Severus‘ Rücken, die mit ihrem breiten, alles vereinnahmenden Kleid wie eine Königin der Nacht in den Salon rauschte.

„Nein, sicher nicht, ich schaffe das alleine, Severus“, wies ich ihn zurecht. „Du verdirbst mir nur den ganzen Spaß. Ich habe gerade überlegt, wer von den beiden wohl so dumm sein wird, mich tatsächlich anzugreifen, in meinem eigenen HEIM“, erwiderte ich äußerst kalt und hätte ihnen gerne vorgeführt, was mir für Möglichkeiten in meinem Haus zur Verfügung standen, von denen sie nicht einmal träumen konnten, um mich zu wehren.

„Was?“, wirbelte Hermione herum. „Warum solltest ihr das tun wollen?“, begehrte sie zu erfahren, worum sich dieser Disput hier drehte. „Und lass Astoria los, du tust ihr weh“, befahl sie zu mir hin und ich verbot mir das amüsierte Schmunzeln, das mir auf den Lippen lag, da es göttlich war, wie sie die Szenerie bis zu einem gewissen Grad beherrschte, nachdem sie erschienen war und wenn es nur ihr bescheuertes Kleid wäre, was unweigerlich die Aufmerksamkeit aller einfing.

In dieser Zeit verschloss Severus nonchalant die Tür, um unsere Gäste nicht mit unseren gewichtigen, doch sehr privaten Problemen zu tangieren. Unterdessen vernahm ich von Hermione leises Stoffrascheln, auch wenn sie keine sichtbare Regung zeigte. Im nächsten Augenblick jedoch schoss Severus‘ Hand vor, ergriff Hermione am Handgelenk und dann konnte ich nur noch hören, wie es dumpf klackerte, als er ihr grob die Hand auf den Rücken verdrehte.

„Ahhh“, rief sie wütend aus, was weniger auf den Schmerz, als vielmehr auf ihren Zorn, dass er sie entwaffnet hatte, zurückzuführen war.

„Das lassen wir mal lieber“, tadelte Severus schrecklich von oben herab, während das Biest gerade versuchte, ihn und mich mit Blicken zu erdolchen. Denn Severus hatte ihr gerade ihren Zauberstab entrungen, ihn eingesteckt und hielt weiterhin ihren Arm gefangen.

„Bitte, Severus…“, wandte sie sich nun scheinheilig an ihn, sah ihn geradezu flehend an, doch Severus hielt ihrem Blick nur unbewegt stand, als er sich insoweit von ihr bezirzen ließ, dass er doch tatsächlich fragend zu mir sah.

Es war mehr als jeder andere bei ihm auslösen konnte. Sein Blick sagte mir, dass er wissen wollte, was ich von ihm erwartete, aber es war schön, zu sehen, dass, egal wie eng ihre Bindung mittlerweile war, er immer noch wusste, zu wem er wirklich gehörte, wer die letzte Instanz trotz aller Zugehörigkeit war, nämlich ich! Sich von ihm Hilfe zu erwarten, war ein netter Versuch, aber egal was sie hatten, am Ende war die Vergangenheit, die Severus und ich teilten, einfach schwerwiegender und er würde immer ohne zu Fragen hinter meinen Entscheidungen stehen, so wie ich hinter seinen.

„Lucius ist verrückt, warum tut er das… das kannst du doch nicht einfach so widerspruchslos hinnehmen“, begehrte sie herrisch auf, während Severus nicht nur das Biest bändigte, sondern auch seinen Zauberstab auf die beiden Jungen gerichtet hielt.

„Er wird seine Gründe haben“, kam es vertrauensvoll ergeben von Severus, was mir eine unglaubliche Zufriedenheit bescherte und vor allem war ich mir sicher, dass Severus von dieser Eskapade nichts wusste und, wenn es rauskam, ich mit seiner vollen Unterstützung rechnen konnte. Da verstand auch er keinen Spaß.

„Darüber reden wir später“, verkündete ich kalt und maß sowohl Hermione als auch Draco mit stechend scharfem Blick. Hermione wirkte bockig, während Dracos Miene so gar nicht verriet, was in ihm vorging.

„Nun, Miss Greengrass, kommen wir zu Ihnen!“, wandte ich mich jetzt ausschließlich der jungen Frau zu, die noch immer in meinem Griff zappelte. Dank Severus konnte ich viel leichter agieren, da er die Meute in meinem Rücken und an der Seite in Schach halten würde. Mein Griff um ihr Kinn war noch immer fest und wurde immer fester, sie wimmerte erneut.

„Bitte… nicht…“, bat sie leise, doch ich schüttelte nur langsam den Kopf.

„Dafür ist es zu spät“, beschied ich ihr mit unglaublicher Kühle. „Legilimens“, sprach ich daher leise und begann in rasender Geschwindigkeit, zu ergründen, wonach ich suchte. Dabei drang ich so brutal in ihren Geist ein, dass ihr die Beine wegknickten.

„NEIN!“, vernahm ich Zabini noch leidlich laut in meinem Rücken ausrufen, doch Draco hielt ihn zu meinem Erstaunen zurück, indem er ihm fest die Hand auf den Arm legte und mit einem Blick zu Severus deutete. Zabini fiel es sichtlich schwer, sich zu beherrschen. Mit bebend zu Fäusten geballten Händen stand er da.

Die Abwehr der kleinen Greengrass zu durchbrechen war diesmal sogar noch leichter als beim letzten Mal. Damals war sie zwar geschwächt und ohne Bewusstsein gewesen, aber diesmal war Alkohol im Spiel und die tätliche Auseinandersetzung hatte sie verunsichert, wie auch immer, durch den Schmerz schaffte ich es fast schon zu leicht. Sie keuchte unter meinem Bombardement auf, als die ersten noch unscharfen Bilder an mir vorbeizogen.

„Vater, hör auf“, „Lucius, verdammt, du hast nicht das Recht, das zu tun“, „Severus“, „Verflucht, was geht hier vor? Draco, Blaise?“, tobte es in meinem Rücken, während ich endlich diesen Salon erkennen konnte und das, was hier passiert war, bevor wir alle dazu gestoßen waren. Die Bilder wurden klarer und Dracos kleines Amüsement mit dem Gör war zwar erheiternd, aber nicht das, was ich wissen wollte.

Es war gleich, wie sehr sie an ihrer Okklumentik gearbeitet hatte, gerade war sie fast schon gelähmt in ihrer Panik, die jedoch offenbar nicht vorrangig sie selbst betraf, sondern die Gefahr, dass ich etwas entdecken und aufdecken könnte, was ihren Freunden schaden würde. Dies spornte mich natürlich noch mehr an, endlich besagte Duschszene zu finden. Schnell fand ich heraus, dass sie das Geheimnis um meine Animagusgestalt wirklich gewahrt hatte. Gut für sie. Aber ich würde nicht nachgeben, bevor ich gesehen hatte, was sie damals unter dieser ominösen Dusche getrieben hatten.

Ich konnte erneut ihre Schwester sehen, spürte ihre tiefe Trauer aufgrund des Verlustes, aber ich hielt mich damit nicht lange auf. Schließlich wusste ich von ihrer Schwester, dem Baby Lucien und Potter schon lange.

Endlich fand ich den Zugang, konnte die ersten Blicke auf Erinnerungsbilder erhaschen, die vielversprechend waren.

Ich blickte jetzt in einen großen Duschraum, zu meiner Verwunderung einer aus den Quidditch Umkleidekabinen in Hogwarts, wie ich aus meiner eigenen Vergangenheit wusste, Dampfschwaden von Wasser hingen in der Luft und ich spürte die Zurückhaltung und den Zwiespalt von Greengrass, als sie nun gerade von Hermione sehr aufreizend berührt wurde.

Okay, damit hatte ich jetzt nicht wirklich gerechnet, aber gut. Sie mit einer anderen Frau, das hatte ich mit ihr schon im Gewölbe erlebt, wobei es sehr viel schöner zu beobachten war, wenn es von beiden Frauen freiwillig ausging. Aber jetzt ging es weiter, ich erkannte nun vier nackte Körper, Greengrass, das Biest, Draco und Zabini.

Ich presste meinen Mund zu einem wütenden Strich zusammen und packte das Kinn der Kleinen noch fester. Ich konnte es nicht fassen, dass sie ein anderer, ein fremder Mann so sehen konnte. Was dann zwischen den Vieren abging, war gewagt und irgendwie rechnete ich von Sekunde zu Sekunde mit dem Schlimmsten. Mir wurde bei den erotischen Szenen heiß und kalt vor Wut, aber als sie dann doch nicht so weit gingen, dass ich alle umbringen musste, waren sie in meinen Augen trotz allem weit, weit über die Grenzen des Tolerierbaren hinausgeschossen.

Was ich sah trieb meinen Zorn in rasende Höhen und ich war gespannt, wie Severus auf diese Enthüllungen reagieren würde. Kurz bevor ich schon abbrechen wollte, bekam ich noch als Letztes den Höhepunkt serviert, der allem die Krone aufsetzte. Ich konnte vernehmen, dass Zabini Hermione schon mal geküsst hatte und dies nicht das erste Mal gewesen sei, dass er mehr oder minder ein verliebtes Auge auf Hermione geworfen hatte.

„Zabini“, murmelte ich leise, mit vor angestauter Wut tiefer Stimme.

Dieser Junge war mir schon lange ein Dorn im Auge. Mir gefiel nicht, zu was er Draco verleitete. Er hatte meinem Sohn schon in Kindestagen unerträgliche Flausen in den Kopf gesetzt und war ein schlechter Umgang. Dass er sich aber nun noch an meine zukünftige Frau, der ich auch damals, als wir noch nicht verlobt gewesen waren, derlei außerhalb der Familie bereits verboten hatte, herangewagt und Draco dies zugelassen hatte, machte mich sprachlos vor Wut. Solange Zabini mir nicht unter die Augen getreten war, konnte ich über ihn hinwegsehen, aber in den letzten Jahren war er für meinen Geschmack zu präsent gewesen, Dracos Rechte Hand hin oder her. Ich gestand Draco durchaus zu, jemanden an seiner Seite stehen zu haben, wie ich Severus an meiner hatte, aber seine Wahl gefiel mir nicht, ganz und gar nicht.

Selten war ich so mordlüstern wie in diesem Moment im meinem Leben gewesen. Meine Taten beging ich sonst immer kalkuliert, eiskalt und emotionslos, aber gerade überschwemmte mich eine regelrechte Welle des Hasses.

Zabini würde jetzt und hier für seine Frechheit bezahlen. Mit einem Ruck zog ich mich aus den Gedanken der kleinen Greengrass zurück. Als ich den Druck an ihrem Kinn lockerte, brach sie übergangslos auf ihren Knien zusammen und hielt sich den Schädel. Sie musste schreckliche Schmerzen nach meiner geistigen „Vergewaltigung“ haben. Sie schluchzte erbärmlich, während ich die Rufe und Schreie der anderen ausblendete.

„Avada…“, hob ich übergangslos den Stab und zielte auf Zabini

„NEIN“, „Vater“, „Lucius“, gingen die Schreie los. Selbst von Severus kam ein überrumpeltes „Lucius“.

„Kedavra“, löste sich der giftgrüne Strahl aus meinem Zauberstab und schoss durch das Zimmer

Lucius Sicht Ende

Dracos Sicht

Wie konnte ein Abend beschissener werden als dieser? Das war fast unmöglich! Es war schrecklich, wie hilflos wir trotz unserer Ausbildung und Schulung alle waren. Vater spielte deutlich seine Überlegenheit aus und dass Severus, auch wenn er nicht genau wusste worum es ging, auf seiner Seite stand, war klar gewesen. Wenn es hart auf hart kam, wählte er immer Lucius‘ Seite. Das würde sich wohl nie ändern. Bestenfalls konnte man hoffen, dass er sich raushielt, was das höchste der Gefühle war.

Das was hier gerade vor sich ging überstieg jede Vorstellungskraft von mir. Das passierte gerade nicht wirklich. Wir alle waren vor Angst, Schrecken und Furcht wie erstarrt, als sich der Strahl nach dem Avada Kedavra aus dem Stab meines Vaters gelöst hatte.

Ich fasste es nicht. Er wollte Blaise ernsthaft killen. Alles wirkte im Schock wie in Zeitlupe, bis ich auf einmal völlig die Kontrolle über mich selbst verlor und nur noch wie ferngesteuert und mit einer unglaublichen Schnelligkeit reagierte, die man an sich sonst nur einem Vampir zuschreiben konnte.

„DRACO“, schallte es wie aus weiter Ferne zu mir, denn ich wusste nicht, was genau passierte, aber nicht mal Sekunden später stand ich mit ungläubigem Blick zwischen Vater und Blaise und beobachtete, wie sein giftgrüner Strahl auf uns zuflog und stieß uns beide aus der Schusslinie, noch bevor uns der Fluch traf. Nur meine Strähnen erwischte es und es kribbelte heiß in meinem Körper.

„Ahhh“, brüllte ich auf und wurde mit Wucht von den Füßen gerissen und zusammen mit Blaise mit einem Knall an die Wand gegenüber geschleudert. Im Nachhinein konnte ich nicht mal sagen, wann ich reagiert hatte, denn schneller als der Fluch zu sein, der den Zauberstab bereits verlassen hatte, war eigentlich unmöglich. Was ging hier vor? Ich fühlte, wie alles um mich herum glühend heiß wurde, ein gleißendes Licht durch den Raum flutete, während ich zu verbrennen dachte und die Schmerzschreie nicht mehr unterdrücken konnte, weil mich Hitze durchströmte, und auch Blaise stöhnte leidend.

„Draco“, hauchte Hermione blass und war ein wenig in Severus‘ Armen zusammengesackt, wurde von ihm aber immer noch nicht losgelassen.

Mit großen Augen, sichtlich irritiert und geradezu versteinert blickten mich Hermione und Astoria an, wobei die Blicke letzterer auch Blaise neben mir galten. Severus‘ Miene zeigte minimale Regungen der Verwunderung, aber auch ein Schatten der Sorge flackerte in seinen dunklen Augen auf, jedoch verschloss er sich auch sofort wieder, während Vater mich eisig musterte und ich nicht zuordnen konnte, was er dachte, denn eigentlich hätte ich tot sein müssen… niemals hätte ich so schnell reagieren können dürfen, davon abgesehen, beinah ermordet vom eigenen Vater.

Das passte überhaupt nicht zu ihm. Er gestand eigentlich niemandem den schnellen Tod zu, erst recht nicht, wenn sein Hass, den ich deutlich gesehen hatte, so groß war!

„Bist du irre?“, fauchte Hermione, die sich noch immer in Severus‘ Armen wand, der uns unverändert mit seinem Zauberstab bedrohte. „Du hättest deinen Sohn töten können! Spinnst du?“, kam wieder Leben in meine Freundin, die nun regelrecht zu toben begann, aber Severus war ein Meister darin, sie zu bändigen, wenngleich kein einziger Schmerzlaut über ihre Lippen drang, sie schimpfte und wütete nur wie ein Rohrspatz.

Leise vernahm ich Blaise zischend hinter mir ein- und ausatmen. Er schien eine Panikattacke zu erleben, was verständlich war, wenn Lucius Malfoy einem ans Leder wollte.

„Sie dürfen ihm nichts tun, bitte!“, flehte Astoria mit tränenüberströmtem Gesicht, wie in einem Mantra.

„Was war das?“, fragte mich mein Vater kalt und ich zuckte nur mit den Schultern, was mich gepeinigt Stöhnen ließ und so versuchte ich, auf dem Boden eine bequemere Haltung zu finden und lehnte meinen Rücken an die Wand. Auch Blaise riss sich zusammen, schaffte es aber noch nicht, wieder auf die Beine zu kommen.

Währenddessen verfolgte ich, wie Vater überlegend eine seiner Brauen in die Höhe zog, bevor er dann zu Severus blickte und mit diesem auf ihre unvergleichliche, stumme Art zu kommunizieren schien. Severus nickte knapp und ich fragte mich, was das bedeutete. Nur langsam realisierte ich, was hier gerade passiert war und dass ich einen auf Potter gemacht hatte. Ein fast irrwitziger Gedanke!

„Wir sprechen uns noch!“, kam es auf einmal unglaublich eisig von Lucius.

Er sandte mir einen so eindringlichen und kalten Blick, wie ich ihn lange nicht mehr bei ihm erlebt hatte. Zum letzten Mal hatte er mich vor Jahren, als ich noch ein Kind gewesen war, so angesehen, aber anders als damals hatte dieser Blick keine Wirkung mehr auf mich, denn jetzt war es passiert, mein Vater hatte, gewollt oder nicht, den Todesfluch in meine Richtung geschossen, ich war paralysiert, aber viel mehr beschäftigte mich gerade, was gerade passiert war und Blaise gerettet hatte.

„Bitte, bitte, tun Sie Blaise nichts“, flehte die am Boden liegende Astoria, doch Vater antwortete nicht, blickte nur hart auf sie hinab. Sie kannte ihn insofern, dass sie wusste, ihr Freund war noch nicht vor seiner Rache gerettet. Seine Rachsucht verlangte nach Genugtuung, wenngleich ihn ebenfalls der sonderbare Ablauf des Geschehens zu beschäftigen schien.

„Lucius, du hörst sofort auf, jemanden umbringen zu wollen“, brauste nun Hermione eindrucksvoll auf und ein schneidend scharfer Blick aus sturmgrauen Augen traf sie. Ich wischte mir eine verschwitzte Strähne aus der Stirn und versuchte, den Kopfschmerz zu unterdrücken. „Bitte nicht, Lucius!“, warf sie jetzt ihren Stolz über Board und bat ihn tatsächlich hinter mir und ich hörte den Stoff ihres Kleides rascheln, aber er schüttelte nur beständig sein Haupt.

Wenn selbst Hermiones Bitte nichts bei ihm erreichen konnte, dann machte ich mir keine Illusionen darüber, dass mein Wort bei ihm mehr bedeuten könnte als das von ihr. Wenn sie ihn schon anflehte, konnte ich dabei nicht mithalten.

„Lucius…!“, wollte es Hermione noch mal versuchen, während Blaise genau so versteinert zu sein schien wie ich. Vater jedoch sah sie nur mit einer wenig schmeichelhaften Musterung an und Hermione unterbrach sich, da dieser Blick wirklich durch und durch ging. Als Vater sicher war, ihren Protest erstickt zu haben, wandte er sich an Severus, doch er wurde unterbrochen, bevor er etwas sagen konnte.

„Sir“, kam die raue Stimme von Blaise zu uns geweht. „Was auch immer ich in Ihren Augen verbrochen haben mag, halten Sie bitte alle raus und lassen Sie uns beide rausgehen“, rang sich nun zum ersten Mal an diesem Abend Blaise gegenüber meinem Vater eine Stellungnahme ab.

Er war trotz seiner schwarzen Hautfarbe weiß und seine Augen waren unnatürlich geweitet, aber er stand ohne groß die Miene zu verziehen seinen Mann, davor konnte ich Respekt haben, während ich noch immer stöhnte, da der Sturz böse gewesen und mein gesamter Körper gestaucht war.

„Mr. Malfoy, Sir, bitte nicht“, zuckte Vaters Augenmerk wieder zu der jungen Frau vor seinen Füßen. „Ich… ich… tue alles…!“, bat sie gedankenlos, woraufhin kalkulierend ein diabolisches Grinsen auf seine Lippen glitt, was ihre Furcht noch vergrößerte. „Verschonen Sie Blaise, bitte“, kam es herzerweichend von Astoria und mein Herz stockte, als ich Vaters Blick wahrnahm.

„Du kümmerst dich um meine zukünftige Frau. Du weißt, was ich erwarte!“, gab er Severus bedeutungsvoll zu verstehen, wobei wir anderen gar nicht verstanden, woher Severus irgendetwas wissen sollte.

„Natürlich!“, nickte Severus jedoch knapp. Was sollte das und was wollte er mit Astoria? Was war hier passiert, dass Vater einfach abzog?

Im nächsten Augenblick wirbelte Vater herum und glitt unvermittelt nach vorne, fasste hinab zu der mir gleich am Boden sitzenden Astoria, die vor Schreck zurück krabbeln wollte, aber Vater packte sie grob an ihrem nackten Arm und riss sie spielend leicht hoch.

„Ahhh“, schrie sie auf, als Vater sie grob herum wirbelte. „Sie kommen mit mir, Miss Greengrass!“, befahl er hart und zog sie rücksichtslos mit sich Richtung Tür.

„Nein“, rief nun Blaise und als er vorstürmen wollte um sie aufzuhalten, traf ein Schuss aus Severus‘ Zauberstab direkt den Boden vor Blaises Füßen, weswegen dieser abrupt stoppte.

„Severus“, kam es empört von Hermione, die unter seinem ihren Arm verrenkenden Griff nun stark zappelte und versuchte, mit ihrer anderen Hand nach seiner Zauberstabshand zu greifen, so dass Severus mit ihr rang.

„NEIN, nein… bitte nicht!“, wimmerte Astoria erbarmungswürdig, kurz bevor die Tür hinter ihr und Vater zuschlug.

„Was… was wird was? Severus, spinnst du?“, schrie nun Hermione erregt und riss sich entschlossen von Severus los. Dies gelang ihr nur, da dieser sie auch loslassen wollte. Sie eilte kommentarlos zur Tür. Offenbar war ihr wichtiger, Vater hinterher zu rennen, als heraus zu finden, was los war.

„Was denkst du, was du tust?“, hielt sie Severus‘ schneidend scharf vorgebrachte Frage auf, während sie ihren Arm und ihre Schulter massierte, die lange verdreht gewesen waren.

„Ich will wissen, was er mit Astoria macht“, gab sie gereizt mit selten gezeigtem, sichtbarem Schock in den Augen zurück.

„Du bleibst“, forderte Severus unnachgiebig.

„Er wollte Draco töten“, deutete Hermione anklagend auf mich in der Ecke.

„Nein, er wollte Zabini töten“, konterte Severus absolut trocken. „Und er will es mit Sicherheit noch immer!“

„Sag das nicht so als…“ verlangte sie und wollte nun endgültig hinaus eilen, woraufhin Severus ihren Arm wieder ergriff. Er wandte sich kurz um und warf mir und Blaise unsere Stäbe zu, welchen Blaise geschickt fing, während meiner klackernd vor mir auf dem Boden landete.

„Doch und du… du kommst mit mir“, erklärte er seidig, dann wanderte sein Blick zu mir.

Dieser besagte, ich hatte ihm nicht zu folgen.

Dracos Sicht Ende

Hermiones Sicht

„Severus, das ist Irrsinn, das kannst selbst du zu keiner Sekunde unterstützen“, stolzierte ich auf meinen hohen Absätzen neben ihm her, während er weiterhin meinen Arm hielt. Anscheinend hatte er Angst, dass ich weglaufen könnte um weiterhin nach Lucius zu suchen.

„So habe ich ihn noch nie gesehen…“, überlegte Severus zu meiner Überraschung leise und ließ das Erlebte Revue passieren, ein Ereignis, das ich noch nicht verdaut hatte. „Du?“, wollte er zum Ende hin noch involviert erfahren und mein Kopf sauste zu ihm herum.

Natürlich nicht, ich hatte schon viel mit ihnen erlebt, aber das hier übertrumpfte alles. Ich konnte noch nicht ganz glauben, was gerade passiert war. Mal wieder war alles gründlich aus dem Ruder gelaufen. Ich konnte mir keinen Reim darauf machen, was mit Draco passiert war als Lucius den Fluch abgefeuert hatte oder was Lucius so auf die Palme getrieben hatte. Ich hatte Lucius‘ Blick gesehen und die eisige Kälte, die er ausgestrahlt hatte. Er hatte etwas mit ihr vor, was nichts Gutes für uns bedeuten konnte. Wir steuerten auf eine Katastrophe zu, das sagten mir meine Instinkte.

„Was? Dass er Draco fast umgebracht hätte?“, kam es ätzend von mir und ich schnaubte, als mein Blick zu meinem anderen Arm ging, den Severus gerade nicht umklammerte, den er aber die ganze Zeit über im Polizeigriff verdreht gehalten hatte. Dabei fiel mir auf, dass sich blaue Stellen an den Gelenken bildeten, na super.

„Dass er bereit war, Zabini sofort umzubringen, das passt nicht zu unserem Sadisten… du kennst seine Hingabe an den langsamen Tod, genauso wie ich…“, ließ Severus bedeutungsschwer sacken und das Drama, das mir die Dramaqueens der Malfoys heute geliefert hatten, war episch und nicht zu fassen. Man schrie im Manor Mord und Totschlag. Ich fühlte mich an meine Anfänge zurückversetzt, als noch Narcissa hier unter uns gewesen war. Ich wollte das nicht, dass sich Vater und Sohn wegen mir umbrachten und genauso wirkte es gerade auf mich, wobei mich Blaises Rolle in dem Ganzen irritierte und ich mir keinen Reim darauf machen konnte.

Doch weit kam ich nicht, da ich plötzlich aus heiterem Himmel herumgerissen und in eine beliebige Nische geschubst wurde. Severus hatte wohl noch Nachholbedarf, bevor wir uns wieder unter die leutselige Masse der Unwissenden mischen würden, die das Fest in ihrer stupiden Naivität genoss und keine Ahnung hatte, was sich hinter den Kulissen abspielte.

„Hast du mir etwas zu gestehen, Hermione?“, fragte er mit eindringlich schnarrender Stimme, während mein Oberkörper mit der Wand Bekanntschaft schloss. So sah ich in sein blasses Antlitz, das mir sehr nah war, während ich überlegte. Es gab mehrere Möglichkeiten, entweder wusste Lucius von den Küssen zwischen mir und Blaise, was seine Reaktion etwas übertrieben erscheinen ließ, oder aber er wusste von dem Duscherlebnis, was dramatisch wäre.

Sollte ich also einfach alles raushauen, oder lieber selektiv vorgehen und dann doch danebenliegen? So entschied ich mich spontan.

„Nein“, meinte ich daher nur finster und er glaubte mir natürlich kein Wort, wie mir seine Miene verriet.

Natürlich erkannte ich die Chance, die er mir geben wollte, aber einfach raus damit wäre bei einem jähzornigen Mann wie Severus nicht das Beste. Das hatte ich erst mit Sirius bei ihm erlebt, weshalb ich vorsichtig war.

„Severus, bitte, du musst uns helfen“, appellierte ich inbrünstig, woraufhin es gefährlich in seinen dunklen Augen aufblitzte.

„Warum sollte ich? Lucius wird seine Gründe haben und er wird die Kleine nicht umbringen“, antwortete er derart überlegend und hielt mich weiterhin an der Wand gefangen, dass ich erkannte, dass er durch ihre stumme Kommunikation mehr erfahren haben musste als ich angenommen hatte. Jetzt bereute ich schon mein spartanisches Nein.

„Was hat er dir gesagt?“, fragte ich jetzt gepresst und versuchte, meine hektischer werdende Atmung zu zähmen.

„Was meinst du?“, wisperte er arrogant, wobei sich seine Züge süffisant verzogen.

„Eure Kommunikation… dieses stumme Gespräch“, konkretisierte ich, während er mich mit undurchdringlicher Miene musterte, als mir klar wurde, er würde mir nicht sagen, wie sie das machten, was sie sich da übermitteln konnten, denn er antwortete nicht.

„War ja klar, du hältst zu ihm“, erklärte ich gekränkt, während ich seine Loyalität bewunderte, nur zugeben würde ich das nie.

„Oh, meinst du? Sei froh, dass ich mich derart zurückgehalten habe, wenn er durchdreht!“, servierte er mir unglaublich seidig und ich musste eine aufziehende Gänsehaut unterdrücken.

„Ich weiß doch selbst nicht genau, um was es geht…“, gestand ich aufrichtig, wenn auch widerwillig, und verzog mein Antlitz.

„Was vermutest du?“, fragte er verhalten, woraufhin mir noch unwohler wurde.

„Ich… wenn ich es weiß, sage ich es dir ganz genau, wenn du uns dafür hilfst“, bot ich aufgrund einer gewissen Hilflosigkeit durchtrieben an, woraufhin er seine dünnen Lippen zu einer hässlichen Grimasse verzog.

„Komm“, packte er mich wieder grob bei der Hand und zog mich rasant in den fast schon übervollen Ballsaal. Ich wusste nicht, was ihn ritt, als ich jedoch den Kopf hob, stockte ich. Dort auf der Empore stand Lucius und thronte wie ein Racheengel über dem Saal.

„Was macht Lucius da?“, wisperte ich überrumpelt, doch erst im nächsten Moment machte ich Astoria neben ihm aus, die wie ein Häuflein Elend und neben sich stehend wirkte.

„Gute Frage“, warf er mir zynisch entgegen.

Unterdessen teilte sich die Menge vor uns und dann bemerkte ich, dass Lucius schon wieder mit Severus kommunizierte, denn soeben teilten sie einen sehr langen Blick aus unnachgiebig erscheinenden Augen. Schließlich hob er seine Hand und bedeutete uns, zu ihm zu kommen.

„Er will uns dort oben“, stieß ich gepresst aus. Sofort überrollte mich Widerwille, ihm seinen Willen zu lassen.

Eine Sekunde stoppte ich daher an der ersten Stufe. Natürlich war ich erleichtert, dass Astoria unversehrt erschien, wenngleich sie erschüttert wirkte, so dass ich dann mein Kleid raffte und mit Severus eilig die Treppe erklomm, während ein nerviger Walzer in vollem Gang war.

„Meine sehr verehrten Gäste…“, erhob Lucius in dem Moment seine Stimme und hatte nun wirklich die Aufmerksamkeit aller auf seiner Seite, da die Musik sofort unterbrochen wurde und alle Augen zu ihm flogen. „Meine bezaubernde Verlobte… ah…“, meinte er huldvoll, aber ich konnte durchaus die Order aus seiner Stimme heraushören. Er war wirklich mehr als verstimmt, so dass ich ihm einen scharfen Blick sandte, aber ansonsten meine Gefühle versteckte, während Severus heute Abend schon zum zweiten Mal den Überbringer mimte und ihm wieder meine Hand reichte, die sich Lucius sofort geschickt unterhakte, dabei war nicht zu übersehen, dass ich erstarrte.

Ich verstand nicht, wie er über das Drama so einfach hinweggehen und seine eigenen Pläne verfolgen konnte, dass er aufgrund der Auseinandersetzung überhaupt nicht berührt oder tangiert erschien.

„Oh, und da sehe ich meinen Sohn“, schlugen seine Worte in mich ein und mein Blick sauste zu Draco. Unterdessen bemerkte ich, wie Severus abseits hinter uns glitt, an den Platz, der ihm am liebsten war, dem des Beobachters.

Indes musterte ich Draco und Blaise mit großer Besorgnis, da sie sich noch immer nicht von ihrem Schock erholt hatten, verständlich, wie ich fand, selbst ich fühlte mich ein wenig überfahren von den Ereignissen.

„Draco, würdest du auch zu uns kommen“, war diese Ansage von Lucius an Draco bestimmt keine Bitte und bescherte mir ein unwohles Herzflattern. Was könnte Lucius in seinem fiesen, sadistischen Hirn ausgebrütet haben, um uns alle gebührend, für was auch immer, zu bestrafen.

Diese Aufforderung zog den Blick der Jungs zu uns, so dass nun Blaise Astoria erkannte, woraufhin er erschrocken Halt am Türstock suchte, während sich Draco besser hielt, da er nur die Schultern zuckte und dann seinen Weg durch die Menge bahnte, die sich schon wie zuvor bei Severus und mir, wie von alleine für ihn teilte.

Dracos Blick lag in dieser Zeit auf mir, doch in seinen Augen konnte ich genau so viel Unverständnis lesen, wie in unser aller Augen lag, bis auf Lucius, der dieses Drama hier in vollen Zügen zu genießen schien. Astoria hingegen wirkte so apathisch, selbst wenn sie wusste, was uns erwartete, war aus ihrem leeren Blick nichts herauszulesen und sie erwiderte meinen auch nicht, während Draco sehr langsam und bedächtig die Treppen hinaufkam.

Kurz erinnerte es mich an den Gang zu einem Schafott, da wir alle im Dunklen tappten, was jetzt gleich passieren würde, klar war irgendwie nur, dass es unschön werden würde.

„Entschuldigt, liebe Freunde, diese Unterbrechung, aber ich kann ihnen verraten, dass sie alle begeistert darüber sein werden…“, versprach er gerade gewichtig, während Lucius Astoria delegierend bedeutete, endlich direkt neben ihm zu stehen. Sie sollte direkt auf der anderen Seite neben ihm den Platz einnehmen und dem kam sie sichtbar widerstrebend nach.

„Nun, da wir alle hier zusammen gekommen sind, um meine Verlobung mit der bezaubernden Frau neben mir heute Abend gebührend zu feiern“, deutete er huldvoll zu mir und ich konnte nur denken, was für ein exzellenter Lügnern er doch war, so legte er eine Kunstpause ein, da Draco endlich die Empore erklommen hatte.

„Es freut mich umso mehr, ihnen ein weiteres, nicht minder freudiges Ereignis der Familie Malfoy verkünden zu können“, meinte er weiter, woraufhin sofort ein erregtes Gemurmel einsetzte, während ich hören musste, wie er sich mal wieder unnachahmlich großkotzig gebärdete. Ich warf ihm einen scharfen Blick zu.

„Meine Freude selbst ist daher endlos. Ich möchte sie hiermit alle über die Verlobung Draco Malfoys mit Astoria Greengrass in Kenntnis setzen!“



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WHF Kurzbeschreibungs-Wettbewerb 2016:

Dezember 2010, die Idee stand, die Story hatte gerade erst begonnen. Euch hat die damalige Kurzbeschreibung neugierig gemacht, aber was ist heute, in 2016? Wie denkt ihr, sollte die Kurzbeschreibung heute aussehen?

Wollt Ihr es schaffen andere für diese Story zu begeistern, mit nur wenigen Sätzen? Seid Ihr bereit für diese Herausforderung?

Schreibt eure eigene Kurzbeschreibung zu WHF.

Vorgaben:

Ihr habt 915 Zeichen zur Verfügung.

der Beschreibungsteil bleibt am Schluss immer erhalten:
-"HG mit SB/DM/LM/SS! HP wird im Verlauf eine große Rolle spielen! ♛ Mit Trailern ♛ Hörbuch 1-100 ♛ e-book 1-500"-
trotz diesen Textzusatz, habt Ihr immer noch 915 Zeichen zur Verfügung


Der Gewinner wird durch die Abstimmung auf FB und im Forum ermittelt. Wer die meisten -likes- erhält gewinnt. Der Gewinnertext wird anschließend die neue Kurzbeschreibung zu WHF. Zusätzlich erhält der Verfasser eine unserer allseits bekannten Überraschung.

Bitte schickt eure Ideen bis zum 01.04.2016, ein Aprilscherz, an mich im Chat über FB, im Forum an mich, in ff.de per Post, oder an when_hermione_fights@web.de

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