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 Kapitel 126-127

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BeitragThema: Kapitel 126-127   Do Feb 09, 2012 4:07 am

126. Kapitel Kondolenzen

Lucius Sicht

Ich saß immer noch in meinem Salon nachdem Severus so hinausgestürmt war und sinnierte über den Tag und die vorhergehende Nacht nach, erinnerte mich nun daran zurück, was passierte war nachdem uns der Lord in seine Gemächer befohlen hatte und Draco beschwingt verschwunden war.

Es war noch lange geworden, der Lord, Severus und ich hatten uns in den hinteren Salon zurückgezogen, der in den selben, dunklen, kühlen Farben gehalten war, wie der Rest des Herrenhauses. Hier beherrschten schwarzgrüne Töne den Raum, aber hier prasselte ein warmes, großes Feuer, in dem wirklich breiten, großen, marmornen Kamin, das laut knisterte und eine wohlige Wärme verbreitete, auch lagen hier über den kalten Bodenplatten, extrem riesige und sehr dicke, weiche Teppiche in denen man tief versank. Sie zeigten meist allegorische Schlangengeschichten, auch zierten hier die kalten Steinwände, Tappessiere und Gobelins, was dem ganzen doch einen gemütlicheren Touch gab, als den sonst zugänglichen Teilen des Manors, aber ansonsten war der Raum wie alles minimalistisch, schlicht und sehr schnörkellos.

Severus war in seinem gewöhnlichen Brüten versunken und man bekam, wenn überhaupt, mal ein nettes Grunzen aus seiner Richtung, ansonsten saß er mit düsterer Miene auf seinem breiten Sessel und überließ es mir den Dark Lord zu unterhalten. Es waren die ewig gleichen Absprachen, wie die DeathEater zu führen sein, was meist mir Oblag, da ER sich nicht zu oft mit dem gewöhnlichen Volk abzugeben wünschte und wenn ich an die Idioten dachte, verstand ich seine Einstellung nur zu besonderen Anlässen zu erscheinen und sich zu zeigen, nur zu gut. Der Effekt war so immer viel eindrucksvoller, wenn er seine Macht demonstrierte, als wenn er die ganze Zeit auftauchte und ständig präsent wäre, das hatte er auch gar nicht nötig, wofür gab es uns, mich und den Inneren Zirkel?

Auch ich gab mich ja nicht wirklich mit den rangniederen DeathEatern ab, wahrlich nicht, für was hatte ich den Zirkel, die Lestranges, Bella ließ ich da außen vor, und Nott und wie sie alle hießen? Ich setzte sie ein die Ordnung in den Reihen aufrecht zu erhalten. Ich hatte das ganze wie eine militärische Organisation angelegt, sonst würde hier jeder tun und lassen was er wollte, was unter den Verrückten hier mal gar nicht ging und alles hörte auf mein Kommando und ich… nun leider, ich hörte auf den Befehl des Lords, aber nun gut, das war der einzige Wermuttropfen.

Wir sprachen über den Orden und seine vermehrte, suchende Aktivität, den Grund hatten wir noch nicht in Erfahrung bringen können und Severus sagte auch nichts, hielt sich bedeckt, also fragten wir nicht, hätte keinen Sinn, das wusste der Lord genauso wie ich. Wenn er etwas wichtiges hatte, was er erzählen wollte, würde er es sagen, so würde er uns nur sagen, das der Alte höchstwahrscheinlich selbst nicht wusste was er suchte. Aber nun gut, ich wusste was ihnen, dem Orden, abhanden gekommen war und hoffte, das sie bald dieses dilettantische, aufsehend erregende Rumgesuche nach Potter sein lassen würden, sonst würde ich mein Geheimnis preisgeben müssen, was ich aber nicht wollte, rollte ich innerlich die Augen. Alles Anfänger, dachten, das der Lord und seine Anhänger Blinde waren und taube Minderbemittelte?

Diesmal ging der harsche Befehl an Severus den Grund für die ungewöhnliche Aktivität herauszubekommen, was dieser mürrisch hinnahm und verkündete, das er es auf dem nächsten Ordenstreffen in Angriff nehmen würde. Zu herrlich wie geschickt er sein Wissen verbarg, aber das tat ich auch und so durften wir uns bald zurückziehen, verließen mit wehenden Mäntel und den wieder sitzenden Masken das finstere und so kalte Anwesen. Wir apparierten nun direkt zurück in mein Manor, gingen zielgerichtet in meinen Salon und dort legte Severus los, aber so richtig.

Das er aber auch immer mit meinen teuren Kristallgläsern nach mir werfen musste, verzog ich verärgert den Mund, er traf nie, na gut er wollte wohl auch nicht treffen, oder er fand den Effekt des splitternden Kristalls aufsehenerregender, wenn es laut klirrend an der Wand zerschellte. Ich verstand das nicht, sonst brachte ihn nichts aus der Ruhe, da tobte ein Kampf, da eine Schlacht, aber hier bei mir flogen immer die Gegenstände durch die Gegend, so unausstehlich war ich auch nicht, kam es mir beleidigt in den Sinn, als er wie der Rachegott persönlich abrauschte und ich nur schwarz sah. Und da erzählt er mir, wir Malfoys wären dramatisch, was war dann er? Anscheinend konnte auch er nicht seine Verwandtschaft zu uns abstreiten, erheiterte dieser Gedanke mich doch sehr.

Und warum machte er mir so ein Theater? Nur weil es ihm nicht passte, das wohl Hermione, kein Geheimnis bleiben würde, aber mal ernsthaft, wie lange hätten wir sie vor dem Dark Lord verstecken können? So präsent wie sie war? Und wollte ich das überhaupt? Sie verstecken meine ich! Nein, dafür war ich viel zu stolz auf meine neue Zierde, ich wollte dass sie Aufgaben übernahm, sich zeigte, nicht das sie hinter den dicken Mauern des Manors verschwand.

Also wie lange hätten wir sie vor den alles sehenden Augen des Lords verbergen können? Eigenartig, dass Severus, der sonst so prägnant analysierend war, das nicht selber sah, oder sehen wollte. Nicht lange hätten wir sie verbergen können, ohne Ärger zu bekommen und ich konnte kein Misstrauen von dieser äußerst gefährlichen Seite gebrauchen, nein, sie würde da durch müssen, ob sie wollte oder nicht und wir auch! Verdammt!

Aber wofür hatte sie uns? Ich würde viel tun, das ihr nichts passierte, sie sollte ja nicht in unsere Reihen aufgenommen werden, nein, das wollte ich nicht, hatte ich nie vorgehabt, es gab nur wenige Frauen, die aktiv in den Reihen des Dark Lords zu finden waren, meist waren es fanatische Spinnerinnen, aber die meisten Ehefrauen, der Männer der Anhänger des Lords waren Sympathisantinnen, wie Narcissa. Und so eine Rolle würde auch Hermione spielen können und müssen, das war es was ich verlangte und erwartete. Ich wollte sie nicht ganz vorne, das war zu gefährlich und auch wenn ich erstaunt war zu erkennen wie gut und erfahren sie im Kampf war, um es genau zu sagen, wie eiskalt, berechnend und verschlagen die Gute war, so wollte ich sie doch schützen. Nicht nur vor dem Dark Lord, auch vor den Verrückten Anhänger von diesem, die es auf ein so gutaussehendes, junges Mudblood abgesehen haben würden, aber wenn sie wüssten zu wem sie gehörte, mich sehen würden, wer würde es wagen sie zu berühren.

Ich hatte aber auch im selben Augenblick erkannt wie gut sie in unsere Reihen passen würde, nicht nur in die der DeathEater nein, auch in meine eigen Pläne passte sie sich sehr gut ein, denn eins war klar, sie arbeitet wohl mittlerweile willentlich im Sinne der Familie und desto mehr Leute ich hatte, auf die ich mich 100 prozentig würde verlassen können, desto besser. Ich wäre dumm, wenn ich sie nicht beliebig einsetzen würde. Und eines musste ich Draco zugutehalten, er hatte sich eine brillante und sehr einmalige Frau gesucht, die er gewagt hatte in die Familie zu bringen und unwiderruflich zu einer von uns zu machen, aber dafür konnte und wollte ich ihm nicht böse sein, wohl eher dankbar. Vielleicht auch leicht neidvoll, da ich zu langsam gewesen war. Starrte ich nun ärgerlich in die lodernden Flammen und zog meine Augenbrauen überlegend zusammen, während ich an Severus dachte.

Severus hatte gewütet und gezetert, das ich nun auch noch SIE in die gierigen Hände des Lords treiben würde, hatte er mir verbittert entgegen gezischt, was ich erstaunlich gleichgültig über mich hatte ergehen lassen, den auch mir passte es noch nicht so ganz, das dies nun so schnell gehen sollte. Wenn überhaupt hatte ich, als mir der Gedankenblitz durch den Kopf schoss, in Betracht gezogen sie irgendwann einmal, in weiter Zukunft, zu präsentieren, als kleiner Trumpf so zu sagen! Da es viele Gründe gab, die für sie sprachen, denn niemand würde annehmen das Hermione Granger, mir Lucius Malfoy, so nahe stand und noch auf mich hörte….na gut hören musste, zeigte sich ein fieses Grinsen auf meinen Zügen. Aber nun würde ihre Vorstellung schnell gehen, leider, aber wie gesagt nicht zu ändern, zuckte ich ergeben die Schultern.

Das Gute war nur, das anderes als viele andere dachten, der Lord kein wahnsinniger, sinnlos wütender, Irrer war, was er sein konnte, wenn ihn die Wut packte, aber selbst dort behielt er bis zu einem gewissen Grad eine erstaunliche unberührte, kalte Beherrschung und dies war mein, oder eher Hermiones, Glück. Auch wenn es ihm vielleicht nicht passen würde, für die Vernünftigen und nicht von der Hand zu weisenden, positiven Gründe und Aspekte, die für Hermione sprachen, wäre er immer und jederzeit zugänglich, was ich bereit war schamlos auszunützen um ihm Hermione schmackhaft zu machen. Aber das erheiternde war, ich wusste, und nahm zu einem Gutteil an, das ich das würde gar nicht müssen. In seiner nicht von der Hand zu weisenden, vorhandenen Genialität, würde er ihr Potenzial selbst erkennen. Ich erhob mein Glas und prostete den Flammen zu und trank, ließ die brennende, scharfe, goldgelbe Flüssigkeit meine Kehle hinab rinnen und genoss ihren schweren, torfigen Geschmack, legte mein Haupt in den Nacken und schloss schwelgend die Augen, während ich sie vor meinem geistigen Auge sah, sie heraufbeschwor.

Nun, war es spät und morgen würden die ersten auftauchen, die mir ihr geheucheltes Mitleid aussprechen würden, die aber nur zum platzen neugierig wären und ich würde genauso heucheln, das ich abgrundtief traurig über den Verlust war, das würde ein denkwürdiges Schauspiel werden.

Am nächsten Morgen war ich edel gewandet, natürlich dem Anlass angemessen, ganz und gar in Schwarz. Die Hose, die Weste, der Gehrock, das Hemd, nur der graue Plastron der sich kunstvoll um meinen Hals legte, gab einen Tupfer Farbe und die Anstecknadel, die das seidige Tuch hielt, war in dezentem Silber und zeigte das Siegel, das „M“ der Familie. Abgerundet wurde das Trauerensemble von einem weichfallenden, seidenen, schwarzschillernden Mantel. Ich wirkte unnahbar, aristokratisch und sehr herrschaftlich.

Auch für das Manor hatte ich Trauerflor befohlen. Die Spiegel waren großzügig mit schwarzen Seidentüchern verhangen, aufgrund des Sommers waren auch schwarze Vorhänge an den großen Fensterfronten von den eifrigen Hauselfen angebracht worden, um die strahlend, helle Sommersonne auszusperren, schließlich war dies ein Ort der Trauer. Ja ich bekenne mich Schuldig, ich liebe das Schauspiel, das Theater, das Inszenieren eines Momentes. Sanfte Harfenklänge, die leise durch das Manor zogen, eine schwelgende, schwere, melancholische Melodie, die die gedrückte Stimmung, stimmungsvoll untermahlte und die Fackeln und Kerzen, die ein stimmungsvolles Licht verbreiteten, rundeten das Bild ab.

Alle die sich bemüßigt sahen mir nach dem Erscheinen des heuteigen Artikels im Tagespropheten ihre Anteilnahme persönlich zu überbringen, hatte ich in den schwarzweißen Salon, der eine mittlere Größe hatte, führen lassen. Der Salon war extra dafür herrichtet worden. Punkt zehn betrat ich mit Draco zusammen den Saal. Wir konnten sehen, das er schon gut gefüllt war mit allem was Rang und Namen hatte, die Stimmung wirkte edel und war gedämpft, alle unterheilten sich, wenn überhaupt, flüsternd, ein Wispern hallte von der mit einer weißen Seidentapete überzogenen Wand wieder.

Als wir als düstere, geschlossene, hochherrschaftliche Front zu zweit eintraten, verstummten die Gespräche abrupt und alle wandten sich uns mit besorgten und trauerden Mienen zu und auch in unseren Masken spielte sich eine unübersehbare Erschütterung über das völlig unerwartete geschehen. Ich sah Skeeter in einer Ecke herumstehen, auch sie trug schwarz wie alle heute hier, nur ihre Kostüm-Kreation war wohl als abstrakt zu bezeichnen, es war asymmetrisch und wirkte eher wie ein Sack an ihr, aber schreiben konnte sie, der Artikel heute Morgen war exzellent und genau das was die Öffentlichkeit für mich einnehmen würde.

Hermione hatte nicht zu viel versprochen und Draco hatte mich noch heute, während des lesen des Artikels informiert wie, was und warum diese grelle Dame Hermione mehr oder weniger mit Haut und Haaren gehörte und ich muss sagen, ich war wieder rundherum erfreut und ich mochte und wertschätzte es sehr wenn Menschen in so kurzer Zeit zu solch durchdachten Leistungen fähig waren. Ich war mehr als zufrieden und so würde ich diese Journalisten nicht hochkant hinauswerfen lassen, sondern sie in meinem Heim dulden, obwohl ich die Presse verabscheute, aber nun war sie mir von Nutzen und damit akzeptabel. Und ich überlegte, ob sie Hermione am Ende für diesen riesen Coup, den sie für mich gelandet hatte, ohne dass ich es befohlen oder angeregt hatte, eine Belohnung verdient hatte.

Nun schweifte mein Blick über die Menge. Ich sah sie alle, die Schlangen, die nicht gesuchten und nicht bekannten DeathEater, die mich fast furchtsam anblickten und mir ihre Aufwartung machten, die Kinder von ihnen, die Draco ebensolche, vorsichtige Blicke zuwarfen wie deren Eltern mir, was machte Draco mit diesen Kindern, wagte ich mich belustigt zu fragen.

Dann viele Ministeriumsbeamte und Geschäftspartner, die mit mir Kontakt pflegten, natürlich hatten es sich auch Fudge und sein Eheweib nicht nehmen lassen mich mit ihrer Anwesenheit zu beehren.

Das erstaunlichste waren aber die drei Personen in der äußersten Ecke, im hinteren Teil des Salons, zwei davon in dunkelstem schwarz gewandet und damit dem Anlass angemessen hätte man gesagt, wenn man nicht wusste, das die beiden immer diese Ausstattung bevorzugten, oder zumindest fast immer und somit nicht wirklich über ihren Schatten hatten springen müssen. Der einzige Farbklecks, in diesem ansonsten so abgestimmten, weißschwarzen Raum, mit den schwarzgekleideten Personen, war die dritte Person. Dumbeldore, wie er leibt und lebte. In, seiner Meinung wohl angepasst, in seinem unifarbenen, taubengrauen Zauberergewand, stach stark hervor, flankiert von Severus und MacGonagall.

Ich trat nun vollständig und sehr staatsmännisch ein, fühlte Draco in meinem Rücken und sah in die erwartungsvollen Gesichter, als ich zum Sprechen ansetzte:

„Meine Lieben Freunde, Bekannten, Verwandte und Geschäftspartner! Minister! Wie sie wissen hat uns Gestern ein grausames Schicksal ereilt und so haben nun auch wir, die Familie Malfoy, das erste Todesopfer einer beginnenden, unruhigen Zeit zu beklagen….“, hatte ich meine beiden Arme erhoben und schloss sie nun wie im Gebet, sah wie Skeeters Flotte Feder auf ihrem in der Luft schwebenden Pergament aufgeregt kritzelte und ließ dann wieder meine volltönende Stimme über die andächtig schweigende Menge erschallen „…Nicht nur ich….habe meine geliebte Gemahlin verloren, sondern auch unser Sohn Draco, seine liebende Mutter, sie sehen der Verlust für die Familie Malfoy ist enorm! Ich bitte sie zu respektieren, da dieser so grausame Akt so plötzlich kam, das wir noch immer ganz neben uns stehen und uns des Ausmaßes des so plötzlichen Verlustes gar nicht in seinem vollen Umfang gewahr sind!“, legte ich eine dramatische Pause ein und legte meine Hand an mein Herz, auf meinem Gehstock hatte ich mit kalten Kalkül verzichtet. Heute, in dieser Ausnahme Situation, musste ich anderes auftreten als sonst und legte meine andere Hand auf Dracos Schulter, gab ihn sichtlich Halt, dieser hatte leicht das Haupt gesenkt und blickte auf den Boden, wir gaben, wie ich fand, ein gutes, feierliches Bild ab.

„…Aber ich danke ihnen im Namen meiner Familie für ihrer aller Anteilnahme…zutiefst! Diesen Zusammenhalt, diesen Rückhalt, in dieser für uns so schweren Zeit zu sehen….DANKE!“, meinte ich theatralisch, blickte ergriffen in die Runde und sah aus den Augenwinkeln wie Severus über mein dramatisches Schauspiel, das einige der anwesenden Damen dazu brachte ihre Spitzentaschentücher zu zücken und sich die tränenden Augen zu tupfen, die Mundwinkel verachtend herabzog, als hätte er auf etwas gebissen, was sauer war! Aber bitte, ich spielte doch meine Rolle und ich war, wie immer sehr gut, aber nun erstaunte mich mein Sohn, als er einen Schritt vortrat und somit meine Hand von seiner Schulter glitt, wie er sich straffte und nun sein Haupt hob und wie ein Aristokrat in die Runde blickte und das Wort ergriff:

„Wie mein Vater sagte, sind wir….ich zutiefst dankbar über ihr Erscheinen um uns ihr Beileid auszusprechen….auch ich möchte ihnen Danken! Aber ich möchte auch hier ganz öffentlich sagen, das dieser feige Anschlag NICHT ungesühnt bleibt…“, meinte er hart und ich hörte wie die Menge erschrocken Luftholte und auch ich hob meine Augenbraue fragend in die Höhe „…denn das Ministerium wird die Verantwortlichen ihrer gerechten Strafe überführen….“, brach nun die Stimme meines Sohnes bewegt ab und ich hatte, wie ich überrascht bemerkte, unbeabsichtigt gut mitgespielt, da ich mein Erstaunen über den emotionalen Ausbrauch von Draco mit meiner Mimik untermalt hatte und überrascht reagiert hatte und sah aber nun, wie gut Dracos Aktion ankam.

Dass er seine Gefühle so intensiv gezeigt hatte, rührte die Menge und man sah ihm sein, wie ich wusste gespieltes, jugendliches ungestüm nach, auf der andern Seite hatte er sich offen auf die Seite des Ministeriums gestellt und das war, dank der Emotionen, viel glaubwürdiger als wenn ich dies verkündet hätte und so trat ich vor, legte meinem Sohn wieder hilfsbereit und stützend die Hand auf die Schulter und meinte:

„Verzeihen sie bitte, aber mein Sohn steht immer noch neben sich….!“, bat ich höflich, bewegt um Verständnis und zog ihn nun zurück, damit wir uns dem Strom der Anwesenden stellen konnten, die uns persönlich noch ihre Worte des Trostes übermitteln wollten.

Das zog sich ja ewig hin, ich hatte am Anfang gar nicht gedacht das es so viele sein könnten, aber das hörte ja gar nicht mehr auf…..oh….tat ich mir Leid! Hätte ich doch nur meinen Stock zum Spielen, das hier war zu langweilig.

Fudge hatte mich totgequatscht über das was das Ministerium tat, das das so nicht ging die Menschen mussten sicher sein, egal wo, aber vor allem in der Alley,… bla bla bla dann redete er in einer Tour von dem Gerichten und sein Weib, hatte ich schon immer als unerträglich empfunden wie sie mir von meiner Frau vorheulte und was für ein guter Mensch doch da auf so grausame Art und Weise von uns gegangen sei….

Draco nahm am anderen Ende die Kondolenzen der jungen Generation entgegen, alles ehemalige Mitschüler und aktuelle Schüler von Hogwarts die Draco kannten, und was mich erstaunte, häuserübergreifend, nicht nur Slyterhins, auch einige reinblütige Ravenclaws und Hufflepuffs waren gekommen um direkt Draco ihre Beileid auszusprechen. Und auch hier machte mich mein Sohn stolz, nicht nur das sein Auftritt vorhin brillant gewesen war, auch jetzt schlug er sich exzellent. Er hielt genau die Richtige Mischung zwischen Distanz, Kühle, Trauer, er machte sich sehr gut.

Rufus Scrimgeour, der Leiter des Aurorenbüros, der mit seinem verlebten, von harten Erfahrungen gezeichneten, Gesicht und dem mittlerweile graublonden Backenbart vor mir stand sich wichtigmachte und mir mit viel Aktionismus erzählte wie man so etwas künftig würde verhindern müssen und können sollte, nervte mich gewaltig.

So war es nicht verwunderlich, dass meine Aufmerksamkeit von den so langweiligen Fakten über den Kampf nach dem Angriff auf Narcissa arg strapaziert wurde, den sich die Auroren in der Knockten Ally geliefert hatten, denn davon hatte ich dank Hermione ja ein viel besseres Bild und das schmähliche Versagen der Auroren klar vor Augen, dachte ich sarkastisch, als er mir so energiegeladen seine Sicht der Dinge darlegte.

Da vernahm ich etwas, was mich doch viel mehr fesselte und interessierte und so spitzte ich die Ohren, ich hatte hinter mir Severus tiefen Bariton vernommen, wie er brummte:

„Miss Granger, wird schon auf sich achten können!“, klang er schrecklich genervt.

Dass Hermione erwähnt wurde, ließ mich aufhorchen und so spitzte ich meine Ohren noch mehr und lauschte. Mir kam zugute, dass sich nun offensichtlich McGonagall, die alte Hauslehrerin von Griffindor auf zu regen schien und lauter wurde, als wie es wohl wollte, so konnte ich das folgende zumindest zum Teil vernehmen, während ich Scrimgeour Aufmerksamkeit heuchelte, ihn aber in Wirklichkeit gar nicht mehr hörte.

„…armes Mädchen, ihre Eltern sind tot, sie ist alleine…WEG…. Wir sollten ihr helfen, wie können sie da so gleichgültig bleiben Severus…!“, klang sie sehr erregt.

Bei diesen Worten musste ich grinsen, wussten wir doch ziemlich genau wo sie war und dass sie hier, bei uns, sicher sicherer war als alleine dort draußen. Severus blieb natürlich ruhig, wusste er doch noch besser wo sie war als ich, aber ich lauschte gespannt weiter als die alte Schachtel nun versucht leise, aber schrill weiter zeterte:

„…Weasleys haben uns informiert, dass sie…. Potters Freundin, Miss Granger und Mr. Potter sie sind ein Paar und Potter ist auch verschwunden!“ Bei diesen Worten hätte ich mich fast an meinem morgendlichen Tee verschluckt der mit einem Schluck Cognac versetzt war damit ich diese Scharade überstand. Sie und Potter ein Paar, das konnte doch nicht wahr sein.

Was spielte sie jetzt wieder für ein Spiel und wussten Severus und Draco davon, doch ich musste mich weiter auf das Gespräch konzentrieren, während Scrimgeour vor mir immer noch mit weit ausladenden Gesten und nach Anerkennung für seine Auroren heischend, erklärte wie groß die Überzahl gewesen war, die sie in der Gasse angetroffen hatten, dabei hatten sich seine so unfähigen Auroren von einer Schülerin linken lassen, kam es mir nur verachtend in den Sinn, er donnerte nun los:

„Das das Zauberreiministerium sich unermüdlich für den Schutz, die Sicherheit und die Bekämpfung gegen die schwarz-magische Bedrohung einsetzten wird, das verspreche ich ihnen Mr. Malfoy!“, und ich war kurz davor ihn sein lautes Organ zu stopfen, nickte so aber nur.

Das Gespräch hinter mir war wichtiger, jetzt hörte ich die leise, ruhige Stimme von Dumbledore.

„Severus, sie müssen uns doch helfen woll…. Sie sind ihre Schüler. Miss Granger könnte in Gefahr sein…!“

Ich vernahm Severus tiefes Grummeln und konnte mir bildlich vorstellen, wie er die Arme vor der Brust abwehrend verschränkt mürrisch die beiden ansah und ihnen nichts sagen würde, doch ich hörte ihn auch grummeln: „Sie können nicht immer alles steuern Professor!“ er wiedersprach Dumbledore, wie überraschend. Aber das mit Potter wollte mir nicht aus dem Kopf gehen. Mir war klar, dass sie wusste wo Potter war, aber das sie und er ein Paar sein sollten, irgendwie passt das nicht und es passte mir nicht, sie gehörte in meine Familie und nicht zu Potter, verkrampfte ich eine Hand unbewusst zu einer schmerzhaften Faust.

Ich wandte mich kurz, möglichst schnell Scrimgeour los werden wollend an meinen Gesprächspartner und unterbrach ihn entschuldigend.

„Sie entschuldigen mich bitte, ich muss mich kurz um den werten Direktor kümmern!“, stellte ich meine Tasse auf das Tischen an meiner Seite, er schien ganz verwirrt aufgrund meines so schnellen Rückzuges, aber das war mir herzlich egal. Ich wandte mich um und trat direkt zu der kleinen Runde, die in meinem Rücken ein so interessantes Gespräch geführt hatten.

Höflich schaltete ich mich ein, als ich ihnen freundlich zunickte.

„Ich hoffe, sie verzeihen mir meine Neugierde, aber ihr Gespräch gerade konnte ich einfach nicht überhören. Ist das wahr, eine Schülerin ist verschwunden, Miss Granger? Wenn ich nicht irre ist sie doch eine Mitschülerin von Draco.“, säuselte ich und sah wie die alte MacGonagall verkrampfte, ja schon doof wenn ich belauschte das sie auch Potter verloren hatten, ich konnte richtig sehen wie sie die Sorge hatte das ich dies auch gehört haben konnte und so lächelte ich aber nur jovial um davon abzulenken, den ich wollte ja nicht das der Lord davon erfuhr.

Severus nickte, sah mich dabei an als würde er gerade auf eine Zitrone beißen, so wie er das Gesicht verzog, er schien mein Spielchen gar nicht zu mögen, doch ich ließ mich nicht beirren, nahm nur sein Nicken auf und wandte mich dem Direktor und McGonagall wieder zu.

„Sie sagten gerade, Direktor, dass ihre Eltern verstorben sind und sie nun alleine ist, wie schrecklich. Wie kamen sie um?“, zeigte ich mich wissbegierig und die Alte schien aufzuatmen, da ich Potter außen vor ließ.

McGonagall wohl auch über mein plötzliches Interesse verwirrt, runzelte unwillig die Stirn.

„Seit wann interessieren sie sich für die Muggelgeborenen, Mr. Malfoy! Aber da sie fragen, sie stürzten mit ihrem Auto von einer Klippe, waren sofort tot!“, antwortete sie spitz.

Ich spielte ich den geschockten, riss meine Augen auf sah sie bedauernd an und fuhr leise fort:

„Die arme, gerade jetzt, wo mein eigener Sohn seine geliebte Mutter verloren hat, kann ich gut nachfühlen wie sich dieses arme Mädchen fühlen muss und dann gleich solch eine Tragödie, beide Eltern auf einmal zu verlieren. Ich hoffe, sie finden sie schnell und können ihr beistehen, sie kann wirklich froh sein, dass sie sich so um sie sorgen Professor! Wenn ich helfen kann, haben sie keine Scheu sich an mich zu wenden!“ Sah ich die beiden Professoren nacheinander an und mein Blick blieb als letztes auf Dumbledore hängen, der mich mit seinen hellen Augen misstrauisch musterte. Oh ja, er wusste wer ich war, die rechte Hand des Lords und nahm mir mein Schauspiel nicht ab, aber das war mir herzlich egal.

Die Hauslehrerin von Gryffindor antwortete kühl und sehr spitz:

„Danke Mr. Malfoy, aber wir werden sie schon finden. Dies ist meine Aufgabe, schließlich ist sie meine Schülerin!“ Ich nickte galant und wandte mich wieder dem Direktor zu, der sich räusperte.

„Der Anschlag auf ihre Frau, waren es DeahEater?“, fragte er zweifelnd. Ich nickte bedächtig, ließ ihn nicht aus den Augen und antwortete genau so ruhig:

„Wer denn sonst?“, legte ich den Kopf schief und mein langes offenes helles Haar fiel über meine Schulter. Er maß mich weiter misstrauisch, den auch ihm war klar, warum sollte es einer meiner eigenen Leute wagen meine Frau zu töten, doch nun mischte sich Severus ein, indem er mit der Hand in den Raum wedelte.

„Du solltest dich auch um deine anderen Gäste kümmern Lucius….“, wollte er mich loswerden und ich wusste, ich sollte nachgeben, ich durfte nicht zu viel Interesse an ihr bekunden.

Und so nickte ich ihnen zu und wandte mich ab und rannte den nächsten Nervensägen in die Arme. Und so ärgerte ich mich maßlos, das andere dachten unsere Hermione wäre mit einem anderen zusammen, das kam ja so was von nicht in Frage!

Sie hatte keine andern Männer anzusehen, verdammt, lächelte ich den wichtigtuerischen Scirmgeour an der sich mir wieder aufgedrängt hatte und dachte doch etwas ganz anderes, aber wenn Draco so ruhig blieb und auch Severus dann würde da nichts laufen, sollte sie es wagen….auch nur mal auf den Gedanken zu kommen, sich anderswo vergnügen zu wollen, würde sie mich kennenlernen.

Ich konnte mir zwar in meinen kühnsten Träumen nicht ausmalen das Draco so etwas zulassen oder akzeptieren würde, aber ich sage ja nur… wenn, dann würde sie mich von einer Seite kennenlernen, die sie nie kennenlernen wollen würde…, beherrschte mich währenddessen nur mühsam, als ich dem sinnlosen Geplapper lauschte. Ich hatte mir, nachdem ich alle anwesenden Trauernden angehört hatte und sie sich endlich verabschiedeten, mit dem Hinweis das sie verstanden das wir nun viel vorzubereiten hätten und sie uns die Zeit für unsere Trauer geben wollte, zu gütig, zu gütig, konnte ich da nur gehässig denken, Hatte ich mir Severus geschnappt. Ich dirigierte ihn in mein kleines Kaminzimmer um ihn auszuquetschen, was er, wie ich nur zu gut wusste, nicht leiden konnte und so flogen, die vorhin erwähnten Geschosse auf mich zu, die laut klirrend zu Bruch gingen, während ich ihn wegen Potter löcherte.

Er mochte es gar nicht über Potter zu reden, aber im Zusammenhang mit Hermione schien er es regelrecht zu verabscheuen, aber so erfuhr ich wenigstens mal was sich da so alles in Hogwarts abspielte und das Potter und sie allen vorgaukelten eine Beziehung zu führen um Ruhe zu haben, da aber nichts lief, da die beiden sich „innig“ zugetan waren als Geschwister, nicht meine Worte, die hatte Severus verachtend ausgespuckt.

Interessant, sehr brisant und sehr gefährlich, aber gut zu wissen. Ich würde dieses Geheimnis hüten das sie sich von ihren Gefühlen her so nahe standen, wenn der Lord dies wüsste, nein das wäre nicht gut!

Eine Beziehung konnte in die Brüche gehen, gespielt hin oder her, aber diese innigen Gefühle, nein das nicht. Nun war ich mir sicher, das ihr Grund, das Manor zu verlassen nicht nur mit den guten Gründen zu tun hatte, die sie genannt hatte, sondern das sie auch Potter aufsuchte, der sich irgendwo, wie es schien erfolgreich und sehr gut, versteckte, aber mit Hermiones Hilfe war es wohl kein Wunder, das ihn niemand finden konnte. das war gut, gut zu wissen, dass man ihn wirklich nicht finden konnte. Ich hatte schon Sorge gehabt, aber so würde wohl alles so laufen wie ich es wollte und Potter würde am 01. September wohlbehalten im HogwartsExpress sitzen.

Ich bitte euch, natürlich war mir klar, dass wenn Draco die Nächte bei dem Biest verbrachte, er auch Potter sehen musste, was mich überraschte, das Draco da so über seinen Schatten sprang, da er immer erzählte wie sehr er Potter mochte, aber wenn er es tat, dann nicht ohne Grund und ich vertraute meinem Sohn, das er wusste was er tat. Aber es war zu amüsant zu sehen, dass sie alle dachten, ich wüsste nicht was sie so zum Teil alles verbargen.

Ich wusste auch nicht alles, ganz klar, aber ich sah viel hinter den Kulissen und hatte schon immer ein gutes Gespür besessen, aber auf Grund dessen wirkte ich selten überrascht oder überrumpelt, da ich dies auch wirklich selten war, aber darum fragte ich auch nicht nach. Erst wenn ich sah, dass es in die Flasche, nicht von mir gewünschte, Richtung lief, griff ich ein. Ich liebte es immer hier in diesem uralten, kleinen Raum kamen mir bei meinem nachdenklichen Sinnen und repetieren der Geschehnisse oft die besten Ideen und Gedanken und ich sah nachträglich so viel mehr.

Und so schaffte ich es Severus endgültig in die Flucht zu schlagen, als ich ihm auftrug dafür zu sorgen, das Hermione die Finger von anderen Männern ließ, das war der Moment als er davonstürmte und die Tür laut hinter sich zuschlug und ich mit einem Schmunzeln meinen Überlegungen hingab……es lief….alles lief….wie und in welche Richtung….wir würden sehen!

Lucius Sicht ende
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BeitragThema: Re: Kapitel 126-127   Do Feb 09, 2012 4:09 am

127. Kapitel Der Orden


Heute war es so weit, es war 20 Uhr, Draco war auf einer Trauerfreier des Ministeriums, die Fudge extra für die hochangesehene Familie Malfoy geben wollte und würde erst spät wiederkommen. Es würde ein feierliches Dinner stattfinden für eine der ältesten und angesehensten Familien der magischen Gesellschaft, da heute einer hochangesehenen Mutter und Ehefrau gedacht werden sollte und es sollte dem Mitgefühl und Beileid der Öffentlichkeit Ausdruck verleihen werden für einen standhaften Mann und seinen Sohn die diese so vielgeliebte Frau verloren hatten. Und denen dies nur passiert war, da sie so fest hinter dem Ministerium, dem Recht und dem Gesetz standen. Als ich diesen Artikel von Rita las, war ich kurz davor zu brechen, aber an sich war er das was ich wollte, aber diese schleimische pathetische Spur, war einfach ekelerregende und ich schüttelte mich.

Es war wohl eher so, dass Fudge das Versagen der Auroren durch diesen Akt die Öffentlichkeit vergessen lassen wollte, verschleiern wollte wie sehr das Ministerium die Sache nicht im Griff hatte und er wollte sich Lucius Wohlwollen dadurch sichern, damit dieser nicht anfing in der Zeitung auf das Ministerium zu schimpfen, also kuschte Fudge schon sehr. Ich konnte mir die Befriedigung, die Lucius dabei empfand, sehr gut vorstellen, er würde es bis zum Letzen aus kosten das Fudge ihm nun so aus der Hand fraß.

Lucius war in seinem Element, dachte ich sehr zynisch bei mir, wenn ich an Narcissa dachte und wie irre sie mich immer angesehen hatte, dann kam mir das kalte Grausen und ich wusste, ich hatte richtig gehandelt. Aber wie sie nun in der Presse und gerade von meinem Käfer verehrt und in den Himmel gelobt wurde, es war einfache zu abstrus!

Aber na gut, sollte mir Recht sein, der Aufschrei und das Aufsehen, das Narcissas Ermordung für Lucius bedeutet hatte, zeigte sich genau von der Seite wie ich es geplant hatte. Die Öffentlichkeit und das Ministerium präsentierten sich maßlos erstaunt und entsetzt, das ein Mitglied der Familie Malfoy ermordet wurde, vor allem da ja allgemein bekannt war, das Bellatrix, die Schwester der Ermordeten, eine gebrandmarkte und verurteilte DeathEater war.

Aber dadurch wurde unterstrichen, dass die Familie Malfoy unmöglich zu den DeathEater gehören konnte, was für Lucius doch exzellent war um seine Position zu festigen, was sie sich auch täglich nach den herzerweichenden Berichten und den bewegenden Fotos, die im Propheten erschienen auch tat. Diese Bilder waren regelrecht zum Brüllen, wie die beiden die Kondolenzen der gesamten Zaubererwelt entgegennahmen, selbst Dumbledore und MacGonagall waren im Manor gewesen um ihr Mitgefühl zu bekunden und Lucius hatte diese Beileidsbezeugungen wie ein König huldvoll entgegengenommen.

Nach Dracos Aussage war der Lord über die Entwicklungen, die sich abzeichneten, sehr zufrieden und zeigte großes Interesse an dem, der für diese Taten verantwortlich war und freute sich schon sehr auf die anstehende Feier in ein paar Wochen und die Offenbarung. Er hatte es auch auf verschiedenen Wegen versucht herauszufinden und fand das Geheimnis ungemein spannend, vor allem da es sonst niemand wagte ihm eine Information nicht sofort auszuhändigen und so fand er dies erheiternd und würde wohl auch eine Überraschung erleben.

Nur, ich versuchte nicht so oft daran zu denken, das verursachte Magenschmerzen, da ich dann immer wieder daran denken musste, wie ich mit Legillimens in Harrys Gedanken eingedrungen war und wie das Gespräch, das ich in Harry Gedanken mit verfolgt hatte, mit dem Lord und wie es…….abgelaufen war, kein erfreulicher Gedanke für mich, aber nun gut. Ich würde dem nicht entkommen, wie hieß es so schön, Augen zu und durch, Glück musste der Mensch haben und dieses hatte ich unbestreitbar in Hülle und Fülle.

Nicht schön, aber nicht zu ändern, das passierte wenn man sich auf Familie einließ, grübelte ich leicht säuerlich nach, aber ich würde es für Lucius, Severus und Draco tun, tun müssen, damit sie ihr Gesicht wahren konnten und mit meinem Schwur war Harry sicher. Seitdem überlegte Draco angestrengt, ob dies auch eine Option für ihn sei, da er sich so galant aus der Affäre ziehen könnte, sollte mal so ein Befehl erfolgen, in dieser Hinsicht war er zum Schreien komisch, aber er wusste ich würde ihm das Töten von Harry nie verzeihen, weswegen er dies ernsthaft in Erwägung zog und dies rechnete ich ihm hoch an. Er spekulierte das er es so deichseln konnte das Dumbledore ihn zwang, oder so, alles sehr unausgegoren aber umso lustiger, aber andererseits auch sehr rührend, dass er sich da wegen mir so viele Gedanken machte, denn für Harry tat er das eindeutig nicht.

Leider hinkten die anderen ausstehenden Punkte hinterher. Die Twins hatten die Lovegoods nicht angetroffen, da diese verreist waren und erst eine Woche vor Ende der Ferien wieder kommen würden und so lange blieb das Zeichen und was es bedeutete ein Geheimnis und auch unsere einzige Hoffnung durch sie hinter jenes zu kommen unerfüllt.

Auch hatte die Suche nach dem Namen Peverell bis jetzt nichts gebracht. Ich hoffte also auf die Black Bibliothek und bisher waren wir nicht mal dazu gekommen das Medaillon anzusehen, leider! Nur das ich dank Harry, der mir bestätigte, dass mich meine Erinnerung an unser zweites Jahr mich nicht trog und der Dark Lord mit Geburtsnamen Tom Marvolo Riddle hieß und so hatte ich wenigstens hier etwas herausbekommen. Dank den Erinnerungen Harrys im vierten Jahr, das sein Muggelvater auch Tom hieß, Tom Riddle und die Familie in Little Hangleton ansässig gewesen war in einem großen Herrenhaus, hatte ich noch mehr und das waren doch Informationen mit denen ich würde arbeiten können. Mit der Black und der Malfoy Bibliothek in meinem Rücken, sollte die Vergangenheit des Lords aufzudecken möglich sein und die Informationen bald vor mir ausgebreitet liegen.

Draco hatte uns auch mitgeteilt, dass der Orden immer aggressiver und verzweifelter nach Harry suchte, was die Twins bestätigten und das dieses …ach…so unauffällige Suchen nach Harry, mittlerweile für Aufmerksamkeit bei den DeathEater sorgte und diese sich zu fragen begannen was der Orden so verzweifelt suchte, was wiederum dazu führte, das ich heute Abend in Aktion treten würde.

Das ging so nicht, sie waren auch zu beschränkt!!! Wollte Dumbledore, den Dark Lord mit Gewalt darauf stoßen, das ihm Harry abhandengekommen war? Fragte ich mich ironisch, sarkastisch und zynisch zugleich, denn wenn er weiterhin so wild und kopflos drauflos suchte, konnte er gleich eine Annonce in der Zeitung aufgeben.

„Wer hat Harry Potter gesehen?“

Und so ließ ich die Behaglichkeit und die „heile Welt“ des Cottages hinter mir, die mir unbeschreiblich gut getan hatte, um mich dem rauen Wind zu stellen und nach drei Tagen in dem so idyllischen Cottage freute ich mich darauf. Ich wollte ja nicht sagen, dass ich mich langweilte, denn die Ruhe hatte mir gutgetan, aber ich freute mich darauf wieder die Schwerter zu kreuzen. Draco war immer nur spätnachts zu mir in mein Bett gekrochen, erschöpft von den Planungen, die nun ihm Oblagen, da Narcissa in zwei Tagen groß im Familien Mausoleum, mit großem Pomp bestattet werden würde und alles was Rang und Namen hatte würde erscheinen, es zog sich endlos in die Länge, wie er fand.

Was dazu führte das ich nur mit den verliebten Zusammen rumhing, da die Twins, dank ihres florierenden Geschäftes und ihrer Arbeit beim Orden, sehr eingespannt waren und so blieben mir nur die Pärchen und seien wir ehrlich, ich war nicht so! Mit Sicherheit nicht wie Harry und Daphne, die so sanft und liebevoll waren und auch nicht wie Astoria und Blaise, die sich noch umschlichen, was amüsant war zu sehen, aber nach einiger Zeit dazu führte das ich Blaise einen Tritt in den Allerwertesten geben wollte, da Astoria sehr wohl zeigte das sie ihn wollte. Aber auf einmal zeigte er eine nicht gekannte Scheu, die alle Mädchen in Hogwarts in Erstaunen versetzt hätte, eigentlich sollte Astoria stolz sein, ihm so zuzusetzen, denn das er sich so ehrenwert zeigte, war nicht normal für ihn!

Als er mir im Garten gegenüber zugab, das Astoria zwar schon aufgrund ihres Wunsches in seinem Bett geschlafen hatte, aber er sich nicht Freiheiten herausgenommen hatte, dank seines Respektes und meiner Warnung, er aber nun ganz durcheinander sei, da er bei Astoria anders fühlte als bei all seinen Frauen bisher. Er hatte sie im Arm gehalten und geküsst aber schon allein dieses hatte ihm ein gutes Gefühl vermittelt, wie er mir eine Nacht später gestand. Er begehrte sie, aber er wollte dieses Mal nicht übereilen, da er wusste hier, innerhalb unseres intimen Kreises, wäre eine gescheiterte Beziehung fatal. Auch wenn sich Astoria taff gab und sehr viel selbstbewusster als in der Schule, würde es sie trotzdem verletzten und ihn sicher auch. Und ich sah, dass er nach unserem Gespräch im Garten ernsthaft in Erwägung zog es mit Astoria zu versuchen.

Die Blicke der beiden waren jedenfalls mehr als heiß, die sie sich zuwarfen wenn der andere mal nicht hinsah. Es war zu amüsant sich dies anzusehen, da die zwei mit Sicherheit nicht solch langmütige, zärtlich Verliebte a la Harry und Daphne waren, sondern eher die leidenschaftliche Variante darstellten, auf den Knall war ich schon gespannt.

Und Blaise hatte mir im Garten versichert, dass er sich die Entscheidung nicht leicht machte und sich meine Warnung zu Herzen genommen hatte, aber aufgrund seiner neuen Prioritäten, seine Loyalität und Treue eh uns gehörte, da ihm die Zugehörigkeit zu unserer Gruppe viel bedeutete. Und so stand, so unglaublich es auch klang, einer Beziehung zwischen Blaise und Astoria so gut wie nichts im Wege, außer sich die beiden selbst.

So trat ich kopfschüttelnd und erheitert, gut verhüllt in meinem schwarzen Mantel aus der Gasse und stieg die Stufen zur Tür des Blackhauses hinauf, unterdrückte das kurze, sehnsüchtige Ziehen in meiner Herzgegend, als ich an Sirius dachte, während ich die Hand auf die Schlange legte, die den Griff darstellte und die Tür leise aber bestimmt öffnete.

Ich sah den dunklen und tristen Flur mit den wispernden Gemälden, der sich nicht verändert hatte und ging rein, schloss die Tür leise und atmete tief die muffige Luft des Hauses ein.

Ich trug ein enges, schlichtes, kurzes schwarzes Kleid, meinem Status gerecht, ich traute mich schon gar nicht mehr Hosen auch nur anzusehen, dachte ich schicksalsergeben, und sarkastisch, wie schnell ich mich doch an veränderte Umstände gewöhnte. Darüber trug ich meinem langen Mantel, die Kapuze weit in das Gesicht gezogen, seit der Lord zurück war, zeigten die wenigsten noch offen ihr Gesicht, was verständlich war, man huschte von Schatten zu Schatten und versuchte die Aufmerksamkeit zu umgehen und was liebte ich mehr als die Dunkelheit der Schatten?

Mein Haar hatte ich in leichte, sanft fallende Locken gelegt. Ich wollte beherrscht und überlegt wirken und nicht wie eine aufgescheuchte Furie erscheinen und so hatte ich viel Wert auf mein Aussehen gelegt und mich ansprechend, dezent geschminkt und war wie immer von oben bis unten bewaffnet, wenn man wollte war dies die Feuertaufe! Die Probe, vor meinem Treffen mit dem Lord, wenn ich es schaffte hier meinen Mann…äh…also meine Frau zu stehen, dann würde ich dies auch bei dem Lord schaffen und so huschte ich nun lautlos den Flur entlang der Küchentür entgegen. Ich unterschätzte Dumbledore nicht, aber mich ihm und seinen Fähigkeiten zu stellen, war durchaus als eine Probe an zu sehen.

Ich wusste, der Orden tagte heute, da Fred und George einen überraschenden Ruf erhalten hatten, dass heute wieder eine außerordentliche Sitzung stattfinden würde. Ich hoffte auf mein Glück, öffnete nun bestimmt die Tür, hinter der ich laute, aufgebrachte Stimmen vernehmen konnte und blickte in die vollbesetzte Küche und sah so, dass das Glück, wie so oft, nicht auf meiner Seite war, den an seinem Stammplatz, in der finsteren, hintern Ecke saß, wie fast nicht anders zu erwarten, Severus, der anscheinend auch diesem Ruf gefolgt war. Das war ja so klar gewesen!

Ich hatte die minimale Hoffnung gehabt, das er vielleicht nicht immer an jedem bescheuerten Treffen teilnahm, es hätte es mir leichter gemacht zu agieren, aber nun gut, Glück hin oder her, auch damit würde ich umzugehen wissen. So gewahrte ich dem schweigen, das mein Erscheinen in der offenen Tür ausgelöst hatte und blickte in die schwarzschimmernden, nichtssagenden Augen von Severus und wandte nun mein, im Schatten liegendes, Gesicht von ihm ab und mein Blick schweifte über die große, unruhig wirkende Versammlung.

Ich sah Dung, Shacklebold, MacGonagall, alle Weasleys, die schon erwachsen waren, nur das die Twins es sich neben Severus bequem gemacht hatten und alle drei mit diesem Arrangement zufrieden erscheinen. Sie hatten sich somit genau an das andere Ende des Tisches geflüchtet, während ihre Eltern und Bill ganz vorne saßen bei Moody, was die Zerrissenheit deutlich zeigte, die zwischen ihnen herrschte. Remus und Tonks dazwischen, Vance, Mrs. Figg und noch viele, viele andere, wäre der Raum nicht magisch vergrößert, hätten alle Mitglieder gar keinen Platz gefunden und alle sahen zu mir, der Schwarzgewandeten, die misstrauischen, argwöhnischen Blicke schienen mich ausziehen zu wollen.

„Wer sind sie?“, ertönte nun Dumbledores Stimme sehr bestimmt und ungewohnt befehlend tief, als ich ihn nun anblickte und sah, dass das schelmische Funkeln aus seinen aussagekräftigen, blauen Augen verschwunden war. Das würde lustig werden, war der letzte Gedanke den ich mir erlaubte, als ich nur noch an eine starke, massive Mauer dachte, die wie ein MANN stand und mir die Kapuze vom Haupt wischte und somit mein Gesicht offenbarte.

„AH….“, kamen einige erleichterte Rufe und ein besonders lautes „Liebes!“, von Molly, selbst die Twins taten sich schwer ihr erstaunen nicht zu zeigen. Ich hatte ihnen von meinem heutigen Erscheinen nichts gesagt und so waren sie wirklich erstaunt mich hier zu sehen.

„Merlin, sei Dank, Miss Granger, wir haben sie verzweifelt gesucht!“, wandte nun MacGonagall laut ein und übertönte alle. Ich wagte einen Blick in die finstere Ecke, in der mein Familienmitglied saß, der sich nun weit in seinen Stuhl zurückgelehnt hatte, so lag sein Gesicht im Dunklen, die Arme wohlweislich verschränkt und wie es mir schien betrachteten mich seine strak schimmernden Augen aus der Dunkelheit abwartend. Was mich kurz hart schlucken ließ, das hieß dann wohl er würde mich erst mal machen lassen, bis er eingreifen würde, gut, das war gut. Und so wandte ich mein Augenmerk wieder auf die aufgeregte Runde und sah wie mich Dumbledore überlegend maß und begegnete mit Beherrschtheit der emotionalen Runde.

„Sie haben mich gesucht!“, forschte ich ungerührt nach, als die Tür laut aufgerissen wurde und zwei rothaarige Menschen auf mich zu flitzten. Es waren Ginny und Ron, die mich je an einer Hand packten und ich sah leicht überrascht aus und hob sehr geprägt von meiner neuen Familie, indigniert die Augenbraue und war mir der wissenden Blicke der Twins und Severus bewusst.

„Hermione, endlich!“, „Hermione, schön dass du da bist!“, „Ja, wir haben uns schon Sorgen gemacht!“, „Auch…wenn ich immer noch nicht glücklich bin wegen Sirius…..so ist es gut das du da bist!“, sprudelte es schnell aus ihnen hervor und so brachte es Ron auf den Punkt und wenn ich ehrlich war, freuten mich seine Worte, zeigten sie doch, das wir auf jeden Fall eine Basis für die Freundschaft hatten, die wir seit Jahren führten, auch wenn wir uns unterschiedlich entwickelt hatten. Ich sah in sein ehrliches Gesicht, das sich in der kurzen Zeit verändert hatte, er schien nun etwas kantiger geworden zu sein.

„Hermione, ich will alles wegen Sirius wissen….ich fasse es immer noch nicht…du Geheimniskrämerin!“, kam es aufgeregt von Ginny und sie schenkte mir ein anzügliches Zwinkern.

Ich kam gar nicht dazu was zu sagen, schaffte nur ein dankbares Lächeln zu Ron, als MacGonagall zu reden begann.

„Kinder, wir haben Fragen! Miss Granger, wir erfuhren von dem Tod ihrer Eltern und haben versuchte sie zu finden, ihr Heim ist verschwunden und so hat sich der Orden auf die Suche nach ihnen begeben….“, fuhr sie fort und ich sah wie Molly mit ergriffener Miene zustimmend nickte, auch wenn sie nicht das was ich mit Sirius gehabt hatte guthieß, hatte sie sich um mich gesorgt, diese Menschen waren zu gut für mich, war dies meine Einsicht, den ich würde sie heute wieder enttäuschen, was mich schmerzte, aber nicht zu ändern war.

„Danke für ihre Sorge um mich, aber wohl unnötig!“, beschied ich kalt und löste mich bestimmt, aber entschuldigend von Ron und Ginny, ging zu der Ecke, in der ich mich am wohlsten fühlen würde und sank nun gegenüber Severus auf einen Stuhl, da der Platz von Sirius unbesetzt blieb. Neben mir saß ein mir unbekanntes, männliches, älteres Mitglied was mich interessiert musterte.

„Was wollen sie damit sagen, Miss Granger!“, kam nun die, wie ich fand bemüht höfliche, Stimme von Dumbledore, der bisher auch ohne Blickkontakt versuchte angestrengt in meine Gedanken einzudringen, was ihm bisher nicht gelang und mich schwer ein Lächeln unterdrücken ließ und ihn verborgen unter seinem vollen, weißen Bart die Lippen verärgert zusammenpressen ließ.

„Das was ich sage! Das Haus von mir ist nicht grundlos verschwunden und ich ebenso nicht, also zeigt es mir eher, dass ich es richtig gemacht habe, wenn sie mich trotz großer Bemühungen nicht finden können!“, brachte ich sehr ruhig und überlegt zur Sprache, da meine Aussage sofort zu einem kleinen Tumult führte. Ron und Ginny ließen sich nun mit großen Augen und recht sprachlos auf ihre Plätze bei ihren Eltern plumpsen und schauten leicht entsetzt zu mir und ich legte meine Hände wie im Gebet verschränkt auf den blanken, alten Holztisch und wartete bis Ruhe einkehrte. Ich war die Ruhe selbst.

„Oder denken SIE ich bin grundlos verschwunden?“, fragte ich indigniert nach, verdammt aber auch Draco und Lucius färbten eindeutig ab, kam es wohl sehr kühl von mir, als ich mein Haupt wandern ließ, während ich dies doch recht arrogant sagte.

„Miss Granger, das können sie nicht so einfach sagen, sie sind minderjährig, sie brauchen gerade in dieser so gefährlichen Zeit den Schutz und die Aufsicht von Erwachsenen. Das sollten sie alles uns überlassen!“, herrschte mich MacGonagall mit, zu einem dünnen Strich vor Missbilligung verkniffenen Lippen an.

Die arme Frau tat mir ja leid, sie sorgte sich wirklich immer um uns Kinder und auch wenn alle dachten, ich wäre der Liebling dieser Frau, was ich in ihren Augen wohl auch war, so wussten doch die, die mich kannten, dass wenn sie mich so kennen würde wie ich war, sie mich verteufeln würde. Nun würde ich zum ersten mal auch vor ihr mehr Stellung beziehen, würde auch hier die Maske, die ich bisher getragen hatte, ein klein wenig lüften müssen, zu meinem Missfallen, aber ich erkannte die absolute Notwendigkeit dessen.

Und so rollte ich bei ihrer Aussage abwertend mit meinen Augen, als auch der Professor seine Stimme erhob und sah wie mich viele Ordensmitglieder skeptisch begutachteten.

„Miss Granger, auch wenn sie mich immer und in der letzten Zeit immer häufiger, überraschen, so muss ich mich doch sehr erstaunt zeigen, ihre Eltern sind gestorben. Wie kommen sie damit zurecht, sie sind nicht allein! Wir sind für sie da!“, erschallte nun Dumbledores besorgte, eindringliche Stimme durch die alte Küche und ließ wirklich jedes Geräusch verstummen, als er den Tod meiner Eltern ansprach und so theatralisch wie seine Tonlage dabei war, rollte ich innerlich wie wild mit meinen Augäpfel, man was oder wie würde er reagieren, wenn er wüsste, dass das alles so von mir geplant war?

Aber den Fehler diesen so sanftmütig erscheinenden Opa zu unterschätzen, nein, den würde ich nicht tun, das wäre Fatal, nicht umsonst sahen ihn der Dark Lord und Gellert Grindelwald als ebenbürtigen Gegner an, alles nur Fassade, alles nur Schein, was Dumbeldore uns hier vorspielte, wie ich mir sicher war, nachdem ich seine Historie kannte.

Und auch wenn ich mehr wusste und konnte als alle dachten, so würde ich sehr aufpassen müssen, wenn ich nun dieses Spielfeld eröffnete und Dumbledore brüskierte vor seinem Orden.

So wagte ich einen schnellen Blick zu Severus und sah wie sich bei Dumbledores Worten seine Mundwinkel minimal gehoben hatten, da er wusste das ich gut aufgehoben war, trotz der Gefahr, die über meinem Haupt in Form des Dark Lords kreiste, da meine drei Schlangen nie und nimmer zulassen würden das mir etwas passierte. Sie hatten, der Göttin sei Dank wirklich und wahrhaftig die Macht dafür zu sorgen, dass dies so war, ohne Wenn und Aber.

Aber ich wusste, dass meine nächsten Worte auch Severus das beginnende Lächeln vom Gesicht wischen würden, denn er wusste, wie alle eigentlich, nicht alles von mir.

„Danke Professor Dumbledore für ihre Sorge, aber wie gesagt unnötig, natürlich bin ich über den Verlust meiner Eltern traurig, aber es ist nicht zu ändern! Um mich brauchen sie sich aber nicht zu Sorgen oder zu denken sie müssten über mich die Aufsicht übernehmen!“, sagte ich bestimmt und wischte mit einer ablehnenden Geste über die Tischplatte was mir viele böse Blicke eintrug und die Weasleys mit aufgeregtem Getuschel reagieren ließ, über meine unfreundliche, kalte Ablehnung.

„Miss Granger, was reden sie da, sie sind alleine, sie sind ein KIND!“, kam es von MacGonagall und ich stieß ein zutiefst zynisches Lachen aus, was alle zum Verstummen brachte, aber ehrlich, wenn ich eins seit langer Zeit nicht mehr war, dann ein KIND! Wann war ich kein Kind mehr? Als ich den ersten Einbruch begangen hatte? Als ich das erste mal tief in die schwarze Magie abgetaucht war? Als ich das erste mal Sex gehabt hatte oder ich mich das erste mal von Severus kaufen ließ? Als ich das erste mal gemordet hatte? Oder ich so schwer verletzt worden war das ich fast starb? Oder als Severus mich ….nun, ab da war ich wohl schon lange kein Kind mehr gewesen und so schüttelte ich über diese so naive Aussage den Kopf.

„Professor MacGonagall, alles ist in total in Ordnung! Ich habe Schutz, besseren als sie mir bieten könnten und ich brauchte keinen Vormund, ich besitze einen!“, verkündete ich großspurig und sah richtig wie Severus in Unglauben eine Augenbraue hob.

„WEN?“, rief da Ron fragend und ich konnte ein Schmunzeln echt nicht unterdrücken, als er mich mit seinen großen, interessierten, blauen Augen ansah.

„Gringotts!“, wusste ich, das Severus mit dieser Antwort nicht gerechnet hatte. Er saß zwar da wie eine unbewegliche Marmorstatue, aber seine stechenden Augen erzählten mir, das er vielleicht sogar damit gerechnet hätte, das ich die Malfoys mit ins Gespräch brachte, aber nie und nimmer angenommen hatte, das ich noch eine Hintertür hätte, hinter der ich mich verstecken konnte. Das wäre wieder etwas mit dem er nicht gerechnet haben würde, freute ich mich diebisch.

„WIE bitte!“, „WAS???“, echote es nun von mehr als einer Person im Raum und ich sah und fühlte Dumbledores auf einmal so kalten und eindringlichen Blick auf mir. Der Alte schien besorgt über die Wendungen, er zeigte dies deutlich, indem er sich nun vorbeugte.

„So etwas macht Gringotts nicht!“, erhob nun Bill seine Stimme und der verwegen Aussehende Bill, mit seinem langen, roten Haar, das er zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden trug und einem Drachenzahn als Ohrring, denn er, wie ich mal vermutete, von sein Bruder Charlie haben musste, denn dieser saß ja schließlich an der Quelle, verkündete nun sein Wissen über die Kobolde sehr überzeugt und erntete von der großen Runde ein zustimmendes Nicken. Ich schüttelte über ihre Begrenztheit nur den Kopf, die Kobolde mochten mich, schon bevor ich eine Malfoy wurde, man musste halt nur verstehen wie sie tickten und sich die Mühe machen nach ihren Regeln zu spielen und schon bekam man für den richtigen Preis alles von ihnen.

„Doch Bill, das macht Gringotts sehr wohl, man muss es nur verstehen mit den Kobolden zu verhandeln, mit Geld schafft man viel, aber auch indem man ihnen Respekt entgegen bringt, die nötigen Dokumente sind alle besiegelt und hoch offiziell vom Ministerium anerkannt, frage Rangok wenn du mir nicht glaubst, er ist mein Berater!“, meinte ich süffisant, führte meine Hand in die Brust, neigte mein Haupt und sprach die Kobokdgack Laute aus, die ich schwerlich erlernt hatte und sah wie er mich mehr als erstaunt musterte.

„Das ist der inoffizielle Gruß!“, hauchte er da nur erschüttert und ich sah ihm nun verächtlich und nicht nett lachend ins geschockte Gesicht, alle andern trugen ein verständnisloses Gesicht zur Schau.

„Ich habe dir doch gesagt, das Rangok mich mag, auch Grophock ist ein ganz netter, glaub mir, Gringotts hat mir den Gefallen getan, um den ich sie ehrerbietig bat!“, kam es kalt von mir und ich sah und fühlte die ungläubigen Augen aller auf mir und hörte das entsetzte Wispern.

„Das war dann aber nicht billig!“, beschied Bill mir und sah mich missbilligend an.

„Bitte, ich war schon vor Sirius Erbschaft nicht arm und ich wäre auch ohne seine Hinterlassenschaft nicht am Hungerstab gegangen, meine Familie hat mich gut versorgt hinterlassen! Und ich habe einen guten Preis bezahlt!“, beendete ich von meiner Sicht aus die Diskussion.

„Erstaunlich, erstaunlich!“, ließ sich nun Dumbledore leise vernehmen und strich bedächtig über seinen weißen, sehr langen Bart und studierte mich während ich intensiv an eine graue sehr, sehr dicke Mauer dachte.

„Sie haben dies geplant Miss Granger?“, fragte er nun nach und bedeutete mir mit einer Geste zu antworten, das Spannendste war, wenn er sprach verstummten alle und ich ließ mir mit der Beantwortung seiner Frage Zeit und wiegte meinen Kopf abwägend hin und her.

„Ja und Nein, Sir! Den Tod meiner Eltern,… nein… wie auch“, log ich wie gedruckt, aber ich möchte hinzufügen sehr überzeugend, wie ich nun einen tiefen, traurigen Seufzer ausstieß und schicksalsergeben über den Verlust die Augen schloss„…aber, die Sorge verfolgte mich schon länger, das dies passieren könnte, nur mit einem Unfall habe ich nicht gerechnet! Und sind wir ehrlich Sir, ich stand sehr alleine….!“, wurde ich wüst unterbrochen von Remus, wie auch den Weasleys „Du bist nicht alleine, du hast uns!!!“, riefen sie da im Chor und ich fasste Professor Dumbledore hart ins Visier, brachte sie mit einer harschen Handbewegung zum Schweigen.

„Oh, doch war ich und bin ich….denn Professor Dumbledore hat keine Sekunde daran gedacht, auch nur einen Gedanken an die Sicherheit von so unwichtigen Schachfiguren, wie es meine Muggel Eltern waren, zu denken, ….leugnen sie es nicht Professor Dumbledore und auch ihr sagt lieber nichts. Es ist die Wahrheit, keiner von euch hat an sie einen Gedanken verschwendet und…. nun ist es eh egal….Und die Idee mit Gringotts, sollte so etwas passieren, doch, die hatte ich schon länger, aber dies hat nur mit mir zu tun und das ich gerne alles plane und auch versuche auf alle Eventualitäten vorbereitete zu sein“, verteidigte ich mich und mein Tun und stellte wohl auch den ein oder anderen sehr bloß, so wie alle ertappt guckten und verschämt zur Seit blickten selbst Dumbledore räusperte sich schuldbewusst als er sich wieder fing.

„Sehr weitsichtig!“, klang sein Lob, eher wie ein Vorwurf. Aber ich neigte doch mein Haupt dankbar, aber er überging meinen Vorwürfe aber gekonnt.

„Sie werden verstehen, dass wir dies überprüfen müssen? Bill, das würden sie doch in die Wege leiten!“, verpackte er seinen Befehl, in eine Bitte und ging auf meinen versteckten Vorwurf nicht ein und ich sah wie Bill bereitwillig nickte.

„Natürlich Professor, aber sie werden verstehen, dass ich diese Überprüfung nicht hier werde abwarten können, aber dazu später mehr!“, erklärte ich bestimmt, mir war gleich, das er sich nicht um mich und meine Familie gekümmert hatte, das konnte ich sehr gut alleine, wie ich oft bewiesen hatte!

Aber andere wären verloren und verlassen würden sie ihr Leben in seine Hände legen. Er war weniger wichtigen Akteuren recht gleichgültig gegenüber und Dumbledore erntete nicht nur böse Blicke, nachdem ich ihn so bloßstellte und den anderen die Wahrheit so schonungslos vors Gesicht hielt, sondern auch einiges auf knurren und einen mehr als erstaunten Blick von den beiden Professoren und den Weasleys, der Einzige, der bisher wie erstarrt und ohne eine sichtbare Regung dasaß, nein dies war nicht Severus, sondern Remus der mich nur starr taxierte.

„Werden sie nicht?“, fragte Dumbledore da nur indigniert nach und ignorierte alle anderen im Raum und ich erhob mich nun, ging mit festen Schritten Richtung Tür und sprach währenddessen, mein Mantel hatte sich weit aufgebauscht.

„Ganz genau, ich bin nur hier um ihnen zu sagen: stellen sie ihre Suche nach Harry ein! So stümperhaft wie sie das machen, bekommen sie es noch hin, das dem Dark Lord auffällt das ihnen Harry abhandengekommen ist! Oder hat S…Professor Snape sie noch nicht darüber informiert, das ihre Suchaktionen immer mehr Aufsehen erregen?“, frage ich nun kalt nach.

„Miss Granger, was wollen sie damit sagen????“, schrie mich nun MacGonagall und die hagere Frau sprang vor Entsetzten fast von ihrem Sitz hoch, während mich Dumbledore nur überlegend maß und ich seinem eisblauen Blick starr erwiderte, es war mir, als würden alle Geräusche in den Hintergrund treten.

„Hermione, willst du Harry….dem Ungeheuer überlassen…spinnst du!“, rief Ron aufgebracht und klatschte eine Hand auf den Tisch, die wogende Unruhe in der Küche nahm von Minute zu Minute zu.

„Der Arme, wir müssen ihn finden, warum ist er nur weggelaufen?“, jammerte Mrs. Weasley los.

„Fragen sie unseren über allem stehenden und alles wissenden Professor Dumbledore!“, regte ich mich auf, da ich es noch immer schrecklich fand, das er Harry immer und immer wieder zu den Dursleys geschickt hatte, das war für mich kein Kümmern, das war ein quälen. Aber ich würde Harrys Privatsphäre wahren und nichts über seine demütigende Kindheit oder seine schlimmen Ferien erzählen in diesen doch sehr großen Kreis.

Dies waren die ganzen erregten und lauten Einwürfe der aufgebrachten Menge, als Dumbledore wie ein Prediger seine Arme erhob und sich die erbetene Stille über den Raum senkte.

„Sie haben ihn? Harry ist bei ihnen?“, fragte er nun sehr beherrscht und überging wieder meinen Vorwurf, was mich nicht verwunderte und das erstaunte und überraschte Luftschnappen, der anderen Anwesenden, war sehr laut zu hören, als ich seinen Blick ungerührt erwiderte, ich nun verächtlich meine Zähne zeigte.

„Gut, Sir, sie sind gut, obwohl ich dachte sie würden es eher herausfinden! Er da…“, zeigte ich nun anklagend mit meinem Finger auf Severus, der dies Ungerührt hinnahm“…ER vermutete es von der ersten Sekunde an!“, lachte ich nun, während ich wusste, Severus fand die Show gut, als Dumbledore seinen stechenden Blick zu Severus wandte.

„Ist dies so?“, fragte er nun hart und Severus bestimmt, aber knapp in seine Richtung nickte und alle wie in einem Match unseren Blicken folgten.

„Ist er sicher?“, erging wieder die beschwörende Frage zu Severus, der Alte wollte wohl wissen was die DeathEather wussten und ich sah und hörte sein mitleidiges Stöhnen, lag ich also richtig.

„Wenn sie meinen Albus, ob er vor dem Dark Lord sicher ist! Dann JA! Wenn sie von seiner allgemeinen Sicherheit sprechen, dann JA, die DeathEater haben noch keine Ahnung, dass ihnen Potter entwischt ist! Aber wenn sie davon sprechen das er vor ihr in Sicherheit ist, dann NEIN!“, kam es hämisch von ihm und er sprach wohl in Rätseln für viele und ich brach in ein kaltes, aber wahrlich erheitertes Lachen aus. Severus war zu witzig, sein ernster Blick noch dazu, ja sehr erheiternd, viele blickten mich nun an als wäre ich geisteskrank.

„Und ich gebe ihr Recht, der Lord und Lucius werden langsam aber sicher auf die vermehrte Aktivität des Ordens aufmerksam!“, erklang seine gehässige Stimme und so war dies das Letzte was er sagte, bevor er sich wieder zurücklehnte, noch weiter im Schatten verschwand. Seine Laune schien unterirdisch mies zu sein, aber das was Draco erzählte, klang auch so als hätte ihm die Entwicklung nicht gefallen und das was mir nun bevorstand und was mich erwarten würde, das wärmte sehr mein Herz. Wirklich, das er sich so darüber aufregen konnte, dass seine sowieso schon schlechte Laune noch schlechter werden konnte, war echt nett, ging mir nahe und bedeutete mir viel.

Ich hatte damit alles gesagt, wollte mich abwenden und gehen….als ich hörte….wie ein Stuhl laut knarzte als er schwungvoll über den Boden geschoben wurde.

„Hermione, ich erkenne dich nicht wieder!“, erklang die einfühlsame aber entsetzte Stimme von Remus, der sich erhoben hatte und sich nun schwer auf dem Küchentisch mit beiden Armen abstützte und mich intensiv musterte. Ich wandte mich ihm wieder langsam zu und sah ihn erstaunt an, blickte in sein vor Sorge gezeichnetes Gesicht, das ausgemergelt wirkte.

„Kannten wir uns jemals Remus?“, fragte ich nach, denn so gesehen kannte mich fast niemand und ich schenkte ihm einen zynischen Blick und das wieder sofortige Verstummen aller war mir auch nur zu bewusst.

„Hermione, du warst die …so schwer es mir fällt dies zu akzeptieren, die letzte Freundin meines besten Freundes! Und du hast etwas zuwege gebracht was nie, aber wirklich niemals, eine Frau geschafft hat, er hat bekannt das er dich liebte!“, kam es sichtlich bewegt von Remus und ich schloss gequält die Augen und hatte schon jetzt Angst, das nächste mal Severus in die Hände zu fallen, er würde dies vor all den Menschen hier gar nicht zu schätzen wissen, er der Sirius so gehasst hatte, auch wenn ich immer noch nicht wusste warum.

Remus war dabei mir unbewusst die Hölle auf Erden zu bereiten, denn Severus war jedes Mal ausgetickt, wenn man darauf zu sprechen kam, aber hier saß Dumbledore und ihn galt es zu täuschen. Er der durfte von mir keine Schwachstelle kennen, also würde ich mal wieder mein Schicksal ergeben annehmen und mich meiner Bestimmung stellen und meinem Glück, das Remus gerade jetzt reden wollte, mal wieder auf den Knien danken!

„Remus, Remus….was willst du von mir hören, er war ein guter Fick!“, verachtete ich mich selbst für meine harten, so harsch gesprochenen, Worte und sah das Entsetzen und das selbst die schon sehr erkaltete Miene von Professor Dumbledore verrutschte und er über die gefühllose Kälte in meinen Worten erschrak, als ich so ordinär und vulgär wurde. Aber wie sollte ich sonst meine Position klar machen, hatte ich auch noch meine Hand in die Hüfte gestemmt und sah ihn unbewegt an. Es ging nicht anders und auf eine lange Diskussion oder ausschweifende Erklärungen was, warum und wie zwischen mir und Sirius passiert war, würde ich mich garantiert nicht einlassen, das würde ich hier niemanden erklären.

Die Damen am Tisch wie Molly, MacGonagall, Tonks und zwei, drei weiter Frauen, die ich nicht namentlich kannte, die Männer, darunter auch Dung und Moody, zogen empört die Luft ein oder holten zischend Luft. Ich sah wie Ron und Ginny weiß wurden. Severus verzog nicht einen Muskel, was so was von klar war und ich strich mir lässig eine vorwitzige Strähne aus dem Gesicht als ich so begutachtet wurde.

„Hermione, spiel mir…uns nichts vor! Du bist nicht so hart wie du tust! Sirius hätte dir sonst niemals solche Gefühle entgegen gebracht, das weiß ich und noch was, er hätte niemals eine Frau geschlagen, die er geliebt hat, da muss mehr passiert sein! Hermione!“, insistierte er vehement und ich biss meine Zähne fest zusammen vor Wut. Was bildete er sich ein den Psychologen spielen zu müssen!

„Remus, ich sage es dir einmal! Nur einmal! Das war Sirius Fehler, ich habe ihm immer gesagt von meiner Seite wird nie mehr kommen und ich würde ihm nie mehr geben können, als ein paar schöne Stunden! Und das andere ist Privat, es war nicht schlimm, hab ich jemals was gesagt? Er war aufgebracht, zu recht, wie ich betonen möchte, behalte ihn gut in Erinnerung Remus, verurteile ihn nicht, nur weil wir uns geprügelt haben….“, verteidigte ich wie immer Sirius, wie ich ihn auch immer vor Harry verteidigt hatte, da ich wirklich fand das ich Sirius sehr gereizt hatte und es mir leid tat, das er sich in mich verliebt hatte, wurde ich barsch unterbrochen.

„Hermione, was soll das, du verteidigst meinen Cousin, obgleich er dich geschlagen hat, man schlägt keine Frau!“, zischte Tonks aufgebracht und wechselte ihre Haarfarbe in aufsehend erregender Geschwindigkeit.

„Ach….Tonks, ich bitte dich, er ist Tod und auch wenn nicht, es war zwischen uns geklärt und tut hier nichts zur Sache! Ich konnte und ich habe mich gewehrt!“, kam es endgültig von mir und ich blickte einen bleichen Remus an, der mich entsetzt anstarrte und vor sich hinmurmelte:

„Nein so war er nicht, das hätte er nicht getan!“, und da tat er mir Leid, der Letzte der großen Marauder, vom Verräter mal abgesehen, der noch lebte und ich wurde weich, ließ ein bisschen meine gemeißelte, emotionslose Maske fallen und sah Remus mitleidig an.

„Remus, Sirius war ein lieber, netter Mann….“, wurde ich durch ein wütendes Knurren unterbrochen und musste nicht den Blick abwenden um zu wissen wer diesen so zuckersüßen Kommentar abgab und unterdrückte die Gänsehaut, die mich überziehen wollte, als ich daran dachte was meine Worte für Konsequenzen nach sich ziehen könnten und so antwortet ich fest und hart„…das war er! Und ich werde dies nur einmal sagen, ich war an der Eskalation nicht unschuldig, absolut nicht! Und sei versichert, wir haben uns vertragen, Sirius starb in dem Wissen, das ich ihm vergeben hatte. Ich habe ihm nie etwas nachgetragen, nie und dann solltest du das auch nicht, auch war nicht er es, der die …Affäre begann, sondern ich!“, schenkte ich ihm einen ehrlichen Blick und wollte mich nun abwenden.

„Miss Granger, ich kann sie nicht so gehen lassen!“, lag meine erhobene Hand schon an der Tür, als ich mich nicht umwandte, zu zornig war ich über die selbstgerechte Stimme, die gerade gesprochen hatte.

„Drohen sie mir nicht, Sir!“, kam es nun leise drohend von mir, es war so ruhig in dem Raum, das man das kleinste Geräusch hören könnte.

„Miss Granger….“, ertönte es von ihm in einem Ton als wäre ich minderbemittelt und so wirbelte ich auf den Absatz herum.

„Nichts da, mit Miss Granger, ich werde da durch diese Tür marschieren und sie werden es sich dreimal überlegen, ob sie mich aufhalten wollen, SIR. Wollen sie vor all diesen Leuten, die vor Wochen begonnen Diskussion, die in ihrem zerstörten Büro begann und noch nicht beendet wurde, wirklich hier fortsetzen, Sir, wirklich!??? Ich gebe einem immer die Möglichkeit, zu wählen, denn ich habe nie und ich betone, NIE, nicht noch ein Blatt in der Hinterhand, bedenken sie das immer Professor Dumbledore, Sir! Wäre ich sonst hier? Ohne das Wissen, dass sie viel dafür geben würden, das ich hier raus gehe ohne zu reden, und ich denke, dass sie dankbar sein werden, wenn ich gegangen bin ohne ein Wort zu sagen! Glauben sie mir Professor Dumbleodre, ich drohe nicht ohne Grund….wollen sie es wagen….?“, zischte ich leise, da ich wusste mit der Tonlage der Stimme konnte man viel erreichen und so war es viel eindringlicher und bedrohlicher, als wenn ich keifend aufbrauste. Ich hätte noch so viele Dinge anführen können die Dumbledore mit Sicherheit nicht wollte das sie irgendwer wusste, aber ich versuchte meine Erpressung mal mit der unwichtigsten Sache, mein anderes Wissen würde ich später noch brauchen und so wollte ich nicht meine Trümpfe vorzeitig ausspielen. Ich wollte sehen wie leicht oder schwer ich Dumbledore anpacken musste um zu bekommen was ich wollte, das wäre spannend.

Selbst Severus hatte sich vorgebeugt und auch die Twins sahen fragend zu mir, den niemand außer Harry und mir wusste von dem Gespräch und den schockierenden Offenbarungen in Dumbledores Büro, als er, Harry, es zu Kleinholz verarbeitet hatte in seiner Wut und Verzweiflung. Und ich sah wie viele fragende, absolut entsetzte und schockierte Menschen, die Braue hoben und abwartend zu einem erstarrten Dumbledore wandern ließen. Alles wartete gespannt wie er reagieren würde. Ich hoffte, Dumbledore verstand meine Anspielungen in mehrfacher Hinsicht, Harry war damals ohne Worte von ihm gegangen, es hatte seit dem kein Gespräch mehr zwischen den beiden stattgefunden. Es gab noch viele offene Fragen und Antworten, auch warum er Harry bei den Dursleys gelassen hatte ohne jemals nachzusehen oder diese zu überwachen, ach….ich hoffte für ihn, das er sich geschlagen geben würde, sonst müsste ich Geheimnisse von Harry offenbaren, von denen er nie und nimmer wollte, dass sie Öffentlichkeit erfuhr und so raffte er sich nach einem tiefen schweren Seufzer nun auf und antwortete.

„Schwören sie mir, dass sie ihn mir am 01. September wohlbehalten zum HogwartsExpress bringen!“, forderte er da kalt und ich nickte nur, aber innerlich jubelte ich über meinen Sieg, schon fast zu leicht, wie ich fand.

„Soll ich es magisch schwören, oder reicht mein Wort?“, hob ich meine rechte Hand und Dumbledore schien ernsthaft zu überlegen.

„Ihr Wort reicht mir Miss Granger!“, bot er langsam, generös an und ich schnaubte auf, so ein Idiot und Severus tat in dem Moment dasselbe, was zu komisch war und so wollte ich mich wieder abwenden, als die ersten sich fingen und lautstark protestierten. Ich hörte einen lauten Schrei und das knallen eines auf dem Boden aufschlagenden Stuhls, der mich innehalten ließ.

„Ich komm mit!“, fuhr ich geschockt herum und sah wie Ron aufgesprungen war. Ich war sprachlos.
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Kapitel 126-127
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