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 Kapitel 553-554

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BeitragThema: Kapitel 553-554   Di Mai 10, 2016 6:57 pm

553. Kapitel Zu hoch gepokert?

Lucius kam immer näher und fasste nun den Kopf der Schlange mit der ganzen Hand zwischen Daumen und Zeigefinger, um die sich nun langsam vorwärts bewegende Schlange über Graham zu halten. Er steuerte dessen Mund an und legte sie dann auf seiner Unterlippe ab, hielt sie aber noch fest. Es wirkte, als wäre es ihre Entscheidung, was nun kommen würde. Taxierend sah sie sich um, bevor sie dann mit einem gewissen Enthusiasmus hinabstieß, in das schwarze Loch vor ihr.

„AHHHHHHH!“ Der gurgelnde, erstickte Schrei, der Graham entkam, war markerschütternd.

Aber die Schlange hielt das nicht davon ab, weiter hinab zu gleiten. Zielstrebig wand sich Schuppe um Schuppe in den Mund von Graham, der seinen Kopf verzweifelt hin und her warf, gegen Severus‘ harten Griff ankämpfte, um sich gegen das vordringende Tier zu wehren, das in seinen Körper eindrang. Sie schlängelte sich mit geschmeidiger Eleganz seinen Schlund hinunter. Eventuell glitt sie durch seine Speiseröhre, um irgendwann in seinem Mangen anzukommen oder aber in seine Luftröhre.

Bilder zuckten vor meinen Augen auf, wie ein Röntgenbild wohl aussehen würde, als Grahams Körper immer mehr zuckte und er laut grunzende Laute ausstieß, die bar jeder menschlichen Töne waren.

Das war grausam und furchtbar mit zu verfolgen. Jetzt war schon die halbe Schlange in ihm verschwunden und nur noch ihr hinterer Teil schwankte aus seinem Mund hin und her. Während seine Augen aus den Höhlen traten und er immer mehr würgte, begann sein Körper wie wild zu zucken und ihm entkamen abartige Töne der Verzweiflung, während Severus als auch Lucius ohne sichtbare Regung ihre Tat begingen.

Es herrschte gespenstische Stille in den Reihen der Anhänger des Dark Lords, bis sich einer der Anwärter herzhaft zu übergeben begann.

Wie kam man auf so was? Das war abartig und absolut einmalig, makaber, das war so Lucius, dass es schon wehtat.

Graham stieß noch erbärmlich röchelnde Laute aus und sein Körper bäumte sich wild auf, in dem Bemühen, den Eindringling loszuwerden. Es drückte seinen Brustkorb weit nach oben und ihm entkam noch ein schrecklich hoher piepsender Laut, der einem durch Mark und Bein ging, während jetzt die Schwanzspitze der Schlange vollständig im Mund des Mannes verschwand.

Dann legte Lucius seine Hand an das Kinn von Graham, löste damit den Zauber und drückte ihn entschlossen zu, strich fast schon anzüglich sanft mit einem schwarzgewandeten Finger über Grahams Lippen und trat schließlich in einer geschmeidigen Bewegung zurück. Auch Severus ließ in dieser Sekunde los und hatte einige dicke Büschel braunen Haares zwischen seinen Finger, die sich Graham durch seine Zuckungen ausgerissen hatte. Graham kippte ohne Reaktion seinerseits wild zuckend nach vorne, doch sehr viel mehr passierte nicht mehr.

Jetzt lagen zwei Tote vor uns, der eine weit dahin gestreckt, gesegnet mit einem sehr gnädigen Tod. Der andere noch immer kniend, nur mit nach vorne gefallenem Oberkörper und irgendwie mit morbider Faszination fragte ich mich, ob die Schlange noch lebte und wie sie da wieder rauskommen sollte. Würde sie sich einen Weg bahnen können? Die Übelkeit kratzte an meinem Inneren. Ich schloss meine Augen um diesen Anblick aussperren zu können.

„Mein Dank an meine Hände“, durchschnitt die gefühllose Stimme des Dark Lords unser aller Trauma. „Wir haben uns gut unterhalten gefühlt.“ Diese Aussage riss mich wieder ins Hier und Jetzt und ich schlug die Augen auf, um zu verflogen, wie Severus und Lucius zu mir und Draco zurückkamen, dabei achtete ich sorgsam darauf, keinen von beiden anzusehen.

„Ich hoffe, ihr alle lasst euch dies eine Warnung sein. Wir vergeben kein Versagen, niemals“, hisste der Lord gemeinhin auf und erntete doch nichts als betretene Stille.

„Und nun, Aspiranten, tretet vor. Ihr sollt euer Dark Mark empfangen, um es mit Würde in die Welt zu tragen“, forderte der Lord, der sich mit unfassbaren Bewegungen erhob und zum ersten Mal für heute sichtbar zufrieden seiner Aufgabe nachkam, die Neuen zu kennzeichnen.

Die Neuen waren nach dem Erlebten nicht mehr als zitternde, mit der Welt fertige Marionetten und ganz ehrlich, ich konnte es voll verstehen, was sie so fertig machte. Wie die anderen nach dieser Vorführung noch im Gewölbe feiern konnten, war für mich fraglich, oder vielleicht gerade deswegen?

Man suchte das Vergessen in der abartigen Vergnügung, um das Grauen zu verdrängen, welches man gerade live miterlebt hatte?

Die Zeremonie rauschte an mir vorbei, da ich mir nicht mehr die Mühe gab, darauf zu achten, bis der Gong ertönte und die Mehrzahl sichtbar erleichtert den Feierlichkeiten entgegen strömte. Gerade als ich mich abwenden wollte, um meinen Männern zu folgen, legte sich eine silbrig glänzende Hand auf meinen rechten Arm und hielt mich auf.

„Was?“, fuhr ich wenig erfreut zu Wormtail herum und entriss ihm meinen Arm. Dieser Kretin hatte mich nicht zu berühren.

„Ruhig“, meinte er anmaßend zu mir und grinste mich schmeichelnd an. „Der Lord wünscht dich bei sich zu sehen“, genoss er seinen Auftrag zu sehr, während mein Blick über die leere Empore schoss, zu dem Eingang in die privaten Räume des Lords.

„Mhmpf“, entkam es mir knapp und ohne zu den Männern zu sehen machte ich kehrt und ging weiter, um mich dem Lord zu stellen.

Hermiones Sicht Ende

Lucius Sicht

Meine Lippen lagen an einem kühlen Glas, meine Zunge wurde von einer kräftigen, scharfen Flüssigkeit benetzt, die brennend meine Kehle hinab lief und ich versuchte, mich zu zwingen, das hier zu genießen.

Ich hatte gerade meine Stellung fulminant vor allen gefestigt, vor dem Lord, den DeathEatern, meinem Sohn und auch vor Severus.

Es war ein Komplott gewesen und ich war gewohnt geschickt der Intrige entgangen, die sich vor mir aufgetan hatte. Diese Intrige war wahrlich dilettantisch vorbereitet worden und sollte noch plumper ausgeführt werden. Wenn Antonin und Bellatrix dachten, mich derart leicht hinters Licht führen zu können, dann täuschten sie sich aber gewaltig. Als ob ich derart tumb war, in eine so wenig ausgefeilte Falle zu laufen.

Was dachten diese Kretins, was ich den lieben langen Tag tat? Faul auf der Haut liegen und dem Gras beim Wachsen zusehen?

Natürlich überprüfte ich jeden Anwärter genau, bevor er Zutritt zum Lord erhielt, um in den erlesenen Kreis der Diener aufgenommen zu werden und fast beleidigten sie mich, indem sie dachten, ich würde einen Spitzel nicht als solchen enttarnen. Wenn es mir nicht gelungen wäre, dann hätte sich Antonin großspurig hingestellt und den Spion aufmerksamkeitsheischend selbst enttarnt und mich als Versager hingestellt.

Als unwürdig, die Rechte Hand unseres Dark Lords zu sein.

Pfff, als hätte ich Vertrauen in andere. Abfällig schnaubte ich in mein Glas und legte meine Lippen gleich erneut an, um einen kräftigen Schluck zu mir zu nehmen.

Warum ich danach Graham in die Mangel genommen hatte und nicht Antonin?

Antonin Dolohow war ein Mitglied des Inneren Kreises, der so oder so die Verantwortung auf Graham abgewälzt hätte. Es spielte keine Rolle, denn ich war so oder so nachtragend. Das war ich schon immer gewesen und meine Rache würde kommen, aber ich war auch geduldig und würde warten, bis der perfekte Zeitpunkt käme.

Während ich über diese so eigenwillige Initiation sinnierte, kam es, dass ich plötzlich einen schalen Beigeschmack auf meiner Zunge wahrnahm. Trotz des exquisiten Getränks, das ich trank, ließ er sich nicht vertreiben. Irgendwie hatte es mich nicht im Ansatz befriedigt, diese zwei Männer von der Bildfläche zu tilgen. Vielleicht, weil ich der diffizilen Kunst der feinen Folter nicht hatte nachgehen können?

Dass der Lord dem enttarnten Spion des Ordens einen derart gnädigen Tod gewährt hatte, war selbst für mich überraschend, aber nicht unwillkommen und dass Graham als Bauernopfer hatte herhalten müssen, weil er auf den Spion hereingefallen war, war schlicht Pech. Jedoch hatte ich aufgrund dessen meiner Raffinesse auf dem Gebiet nicht frönen können. Schlussendlich hatte der Lord nicht ewig Zeit und das Gros der DeathEater fieberte dem Gewölbe entgegen.

Somit hatte ich eine Aufsehen erregende Show abziehen müssen, sodass sich ihnen das Ganze einbrannte und selten war ich vor Publikum aktiv, wenn ich folterte. Das war ein Genuss, den ich wenn privat hielt. Oft war es so, dass die unspektakulären Methoden beim Foltern den größten Schmerz auslösten und die Leute ganz langsam und sachte an ihre Grenzen führte, aber sie waren nicht wirklich abschreckend, oder gar spannend für die Zuschauer.

Wir brauchten einen effektvollen Moment und die Idee mit der Schlange war mir relativ spontan gekommen und dank Severus hatte ich sie umsetzen können. Dabei zeigte die Reaktion des Lords, wie zufrieden er mit diesem kleinen Gimmick war.

Meine Finger umklammerten das Glas fester. Antonin ahnte es vielleicht noch nicht, aber er hatte einen neuen Feind in mir. Ich hatte immer gewusst, wie gierig er darauf war, innerhalb unserer Organisation aufzusteigen und wie begehrlich er darauf hingearbeitet hatte, in den Inneren Kreis aufgenommen zu werden, wobei ihm Notts Tod sehr gelegen gekommen war. Nun schien er noch auf höhere Ehren anzustreben und hatte es auf meinen Posten abgesehen, aber zu versuchen, mich in Misskredit zu bringen, war eine selten dämliche Entscheidung.

Natürlich war mir gegenwärtig, dass Typen wie Bellatrix, Rabastan und Antonin neidisch auf meine Position waren und nichts lieber sähen, als wenn ich scheitern würde, aber sie vergaßen, dass dies seit meinen Zeiten in Hogwarts der Fall war. Ich kannte das nicht anders und hinzu kam, dass ich nicht nur durch den Lord großen Rückhalt genoss, sondern mich auch auf Severus, Draco und Hermione, die Familie eben, verlassen konnte.

Die Frage, die mir kurz durch den Kopf schoss, war, ob ich das wirklich konnte, mich in allen Lebenslagen auf die Familie zu verlassen. Was dachte Hermione über die Aktionen von mir? Oder war es ihr egal?

Ich war regelrecht gefangen in meiner eigenen Gedankenwelt, sodass ich meine Umgebung komplett ausblendete.

„Störe ich?“, fragte jemand spitz und mein aristokratisches Antlitz ruckte hoch, zu ihr hin, dabei registrierte ich ihre eisige Miene, selbst ohne Maske wirkte ihr Gesicht maskenhaft.

„Hermione“, murmelte ich leise.

Ich konnte ihren Ausdruck sehen, da wir hier unter uns waren, wobei nicht ganz unter uns, wie mir die kleinen, aufdringlichen Hände auf meiner Brust vergegenwärtigten.

Bisher war es mir aufgrund meiner eigenen Gedanken gar nicht aufgefallen, dass sich dieses kleine, nervige Ding an mich herangemacht und sich auf dem Platz neben mir niedergelassen hatte. Jedoch verbot mir schon meine Distinguiertheit ob der kompromittierenden Situation peinlich berührt zu sein, da meine Person über jeden Zweifel erhaben war.

Als ich zu meiner ärgerlichen Verwunderung miterleben musste, wie dieses vorwitzige Wesen ein sehr entwürdigendes Unterfangen in Angriff nahm, nämlich sich mit obszön gespreizten Beinen auf meinen Schoß zu setzen, kam ich ihr keinen Deut entgegen.

Kurz erlaubte ich mir die Arroganz, ob Hermiones schlechter Laune geschmeichelt zu sein. Anscheinend gefiel es ihr nicht, dass ich von der Frau neben mir angemacht wurde, wenngleich ich mich ebenfalls von diesen unerwünschten Avancen eher gestört und enerviert fühlte.

„Hätten Sie die Güte?“, fragte ich da gerade süßlich und hielt schon seit geraumer Zeit meinen Ellenbogen in die Höhe um mich ihrer zu erwehren, aber jetzt ging sie zu weit, indem sie versuchte, auf mich zu klettern.

„Granger“, quiekte die kleine Edgecombe ertappt, nachdem sie meine gemurmelten Worte vernommen hatte und ihren Versuch einstellte, sich vollends lächerlich zu machen, da ich kurz davor stand, sie mit Wucht von mir zu schubsen.

Schließlich zuckte sie minimal vor meiner Person zurück. Wer wusste schlussendlich nicht, dass ich verlobt war und meine zukünftige Braut gerade das Séparée betreten hatte.

„Marietta“, kam es süßlich von dem Biest, das dabei keine Miene verzog.

„Du… du… hier?“, stotterte die Kleine peinlich berührt und erstrahlte in einem satten Rotton im Gesicht. „Du… du bist eine von ihnen?“, fragte sie perplex weiter und offenbarte, dass sie, obgleich eine Ravenclaw, nicht die hellste Kerze auf der Torte war.

„Warum sollte ich nicht?“, entgegnete das Biest betont neutral und mit fragend schief gelegtem Haupt.

„Du bist ein Mud…“, schoss es aus ihr heraus, bis sie stockte und von selbst verstummte, woraufhin Hermione sehr spöttisch auflachte.

„Sprich dich ruhig aus“, meinte sie daraufhin süffisant, während ich meinen Blick schneidend scharf auf das Biest richtete.

„Was wollte der Lord?“, schnitt ich ihnen das Wort ab. Es gab Wichtigeres und so wollte ich distinguiert erfahren, wie ihr Gespräch gelaufen war.

Gleichzeitig lehnte ich mich vor und stellte mein Glas auf den Tisch ab.

Edgecombes Kopf fuhr bei der Nennung des Lords rasant zwischen uns hin und her.

„Nichts…“, kam es kühl vom Biest und sie zog die von ihrem Mantel noch immer verborgenen Schultern hoch. „Nichts… von Belang“, entgegnete sie auf einmal viel zu süß, als dass es ernst gemeint sein konnte, dabei warf sie mir einen scharfen Blick zu. Anscheinend war sie nicht begeistert von den Gästen in unserer privaten Lounge, die uns gerade gespannt lauschten.

„Du… du sprichst mit dem Lord? Persönlich“, quiekte das vorwitzige Vorstandsmädchen von Pius und erntete von uns allen ein abfälliges Lachen, das ihr sichtbar unangenehm war.

„Das mit dem Kotzen, das warst du? Oder?“, erwiderte Hermione mit einer gehässigen Gegenfrage das Interesse und richtete sich an das junge Mädchen, das über und über rot anlief, ob dieser Bloßstellung, was ein fieses Mundzucken bei dem Biest auslöste und ich applaudierte ihrem gemeinen Seitenhieb, der saß. Sie war fabulös, wenn sie austeilte.

„Ich… ich… das…“, stotterte sie mehr als bloßgestellt, woraufhin das Biest höhnisch schnaubte.

Die ganze Szenerie erinnerte mich daran, wie sich die kleine Edgecombe bei meinem letzten Besuch im Ministerium angebiedert hatte. Ich war unangemeldet bei Pius erschienen und es hatte etwas gedauert, bis dieser von einem anderweitigen Termin zurückgekommen war, nachdem man nach ihm geschickt hatte. Edgecombe hatte mich mit Tee bewirtet und sich gleichzeitig schrecklich billig und erschreckend einfallslos an mich herangemacht.

Ich erinnerte mich, dass ihr Rock verboten kurz gewesen war, als sie mit dem Tee das Büro betreten hatte und ihre Bluse hatte Einblicke bis hinab auf die Spitze ihres BH´s gewährt. Sie war vor mir herum scharwenzelt und hatte ihrer Meinung nach verführerisch mit ihrem Po gewackelt und die Hüften geschwungen, bis sie sich schließlich unpassender Weise auf der Lehne meines Sessels niedergelassen hatte.

„Mr. Malfoy, kann ich noch etwas tun für Sie?“, hatte sie mit gespielt rauchiger Stimme begonnen und ihr Rock war noch höher gerutscht, während ich versucht gewesen war, über diesen Kindergarten zu lachen.

Ich hatte sie nur ausdruckslos von oben herab angesehen, als sie begonnen hatte, langsam ihre Fingerspitzen über meinen Oberschenkel wandern zu lassen.

„Wissen Sie, Sir, ich möchte gerne auf der richtigen Seite stehen und Sie sind ein so mächtiger Mann, Sie kennen die richtigen Leute... ich wäre sehr dankbar...“, hatte sie dann gehaucht und sich vorgebeugt, während ihre Hände nun über meinen Oberschenkel nach oben geglitten waren.

„Ich gebe Ihnen einen guten Rat“, hatte ich eiskalt und gefährlich leise begonnen, während sie mich mit großen Kulleraugen gemustert hatte, „halten Sie sich an Ihren Chef und seien Sie vorsichtig, was Sie sich wünschen!“, hatte ich ihr leise verkündet und sie hatte sich vorgebeugt um mich zu verstehen, weswegen mein gedonnertes „Und jetzt raus hier!“ sie so unvorbereitet getroffen hatte, dass sie rücklings von der Sessellehne gefallen war.

Dieses naive, dumme Ding bei den DeathEatern? Wusste sie, was sie da würde tun müssen? Ich tat ihr einen Gefallen, darauf nicht einzugehen, sie würde von den Haien gefressen werden und das noch in der ersten Woche. Aber bitte, wenn sie so dumm war, sollte sie sich doch von Pius einführen lassen, wie er es heute tatsächlich getan hatte. Dass die kleine Edgecombe machtgierig war, wie ihre Mutter, hatte ich schnell erkannt, aber leider fehlte ihr dabei das Hirn, an dem es der Mutter nie gemangelt hatte. Kurz fragte ich mich, ob sie wohl nur nach Ravenclaw gekommen war, weil sie es wegen ihrer Mutter, die auch diesem Haus angehört hatte, gewollt hatte.

„Schon verständlich…ich frage mich nur, was du hier tust?“, fragte Hermione und bedeutete mit einer allumfassenden Geste das Séparée.

Sofort widmete ich mich wieder dem Hier und Jetzt und nicht weiter meinen Gedanken. Wobei ich dachte, mit meinem vornehmen Gehör herauszufiltern, dass sie eher ihre neuerworbene Mitgliedschaft zu den DeathEatern meinte, aber Edgecombe kam nicht dazu, zu antworten.

„Oh, Sie Schönheit… Sie! Sie habe ich vermisst!“, schaltete sich völlig aus dem Zusammenhang gerissen Pius lallend ein. „Sie amüsieren mich immer so wundervoll“, schleimte er weiter, während er ihr zuprostete. „Wollen Sie mitmachen?“, fragte er bittend und deutete auf das Podest vor sich. „Ich liebe Orgien“, nuschelte Pius undeutlich und ich war gewillt, verächtlich mit den Augen zu rollen. „Ich würde mich so darüber freuen“, sabberte er vorfreudig zu ihr hin und sie kämpfte sichtlich, auf dass ihr die Gesichtszüge nicht entglitten.

„Sie schmeicheln mir“, kam es irgendwie zynisch von Hermione, die nun eine ihrer Hände auf ihr Herz legte. „Sehr gerne… Sie können sich gar nicht vorstellen, wie gerne…“, setzte sie an und ich hob aufgrund ihrer Worte eine meiner aristokratischen Brauen, bis sie fortfuhr: „Nur leider wird das nicht in vollem Umfang möglich sein, aber dazu sollten Sie besser Lucius befragen…“, hauchte sie verführerisch und ihre Ironie ging mit dem Biest durch.

Sie spielte bösartig und geistig zückte ich meinen Hut vor ihr, wie sie geschickt auf meinen Fluch anspielte und mir einen verstecken Vorwurf daraus machte, dabei war es nicht so, als würde sie Pius‘ Angebot auch nur im entferntesten in Betracht ziehen, dafür kannte ich sie dann doch zu gut. Unterdessen glitt mein Augenmerk zu dem Sitz neben mir, da sich die kleine Edgecombe sichtlich unwohl fühlte, nicht mehr die einzige andere Frau im Raum zu sein, die das Dark Mark trug.

„Bitte?“, kam es reichlich verwirrt von unserem werten Herrn Minister, der trotz seines benebelten Zustandes durchaus mitbekam, dass er gerade abserviert worden war.

„Es ist einerlei“, winkte das Biest eilig ab.

Sofort bedeutete sie mit einer unheimlich herrischen, aber auch grazil anmutenden Geste zu der Ecke hin, in der sich die Sklavinnen versammelt hatten, jenen, hervorzutreten. Sie konnte nicht verhehlen, dass sie sich hier bestens auskannte und wusste, dass die Gazelle immer anwesend war um uns sofort mit allem erdenklichen zu versorgen und alle Wünsche umgehend zu erfüllen.

„Ich habe eine Überraschung für sie vorbereitet, Pius, als unser aller Minister“, lag ein aufgesetzter Zug um ihre Mundwinkel, der ihre Worte Lügen strafte.

Sie war wahrlich ein Miststück. Sie zog sich aus der Misere, indem sie ihm eine andere zum Fraß vorwarf. Soeben schnippste sie mit den Fingern, woraufhin sofort die schwarze Gazelle aus dem Schatten trat. Jedoch schien zu meiner Überraschung das Biest gar nicht gelogen zu haben, denn die Gazelle zog eine neue, mir unbekannte Frau hinter sich her. War dies eine Errungenschaft der Snatcher?

Es sah ganz so aus, aber wie auch immer, sie hatte Pius mehr als recht eingeschätzt, denn das selige Leuchten in Pius‘ Augen, als er das junge, unschuldige Ding erblickte, sprach Bände.

„Damit hättet ihr beide dann ja Beschäftigung genug“, schaffte sie es mit anmutiger Bosheit, mir einen Schwinger zu bescheren, denn indirekt bot sie mir eine der beiden Frauen an. Sie war so ein furchtbar böses Biest. „Ich hoffe, es macht euch nichts aus, aber ich muss euch leider Marietta hier entführen… aber ihr werdet sie bestimmt nicht vermissen…“, versprach sie hintersinnig und warf mir ein laszives Zwinkern zu, während ich keine Miene verzog.

„Was?“, hisste das Mädchen neben mir besorgt auf.

Dass gerade sie sich besonders in diesem Séparée der Wichtigen geschmeichelt und wohl fühlte, wusste ich, aber noch mehr genoss ich es, dass es Hermione nicht zu passen schien, dass die Kleine hier war und so schenkte ich ihr ein kühles Lächeln. Wenn ich ehrlich war, verspürte ich fast Dankbarkeit, dass ich das aufdringliche Mädchen gleich los sein würde, das sich durch diese Geste, hier Zutritt erhalten zu haben, eindeutig zu wichtig nahm.

„Außer natürlich… Lucius besteht explizit auf deiner Anwesenheit…“, erklang diese offene Frage.

Ihre Stimme hatte einen selten gehörten, rauen Klang und ich legte mein Haupt schief. Ahnte sie, dass ich nicht begeistert von dem Versuch war, von dieser Frau belästigt zu werden, oder aber war sie einfach ein bösartiges Wesen, das Hoffnung in ihrem Opfer schüren wollte? Hoffnung, die es doch nicht gab, für niemanden von uns.

Während mich die braunen Augen von Edgecombe bettelnd trafen, hoffte sie eindeutig, dass ich Hermione in ihre Schranken verwies. Sie wollte nicht mit Hermione gehen und bat stumm um einen Fingerzeig von mir, dass ich sie hier bei uns, bei mir behalten wollte. Wie lächerlich, angesichts des Vorfalles im Ministerium.

Aber ganz ehrlich, ich wüsste nicht, wieso ich das tun sollte.

Das Mädchen hatte sich sehr schlau, seitdem sie das Gewölbe betreten hatte, an Pius‘ Seite gehalten und da mir gerade noch der Brief ihrer Mutter eingefallen war, hatte ich bis zum Eintreffen des Biestes keinen Grund gesehen, sie sofort des Séparées zu verweisen. Dass sie jedoch wieder so aufdringlich werden würde, wie damals im Ministerium, war mir entfallen. An diesem treudoofen und machtgeilen Ding reizte mich absolut nichts, aber ich war äußerst zufrieden, so gehandelt zu haben, sonst wäre mir das Schauspiel des Biestes wohl entgangen. Ihr Missfallen aufgrund Edgecombes Anwesenheit erheiterte und bestätigte mich sehr. Edgecombe war wie die vielen x-beliebigen Weiber, die mir seit Jahr und Tag hinterherliefen und darauf hofften, von mir beachtet zu werden. Hinzu kam, ich hatte schon ihre Mutter besessen und diese war wesentlich reizvoller und attraktiver gewesen als ihre Tochter. Sie war jung, das war in meinen Augen schon alles, was sie an interessanten Attributen besaß.

„Mr. Malfoy?“, rissen mich diese jämmerlich bettelnden Worte aus meinen Gedanken.

„Keine Namen, er ist die Rechte Hand“, fuhr Hermione sie ungehalten an und ich selbst verbot mir nicht meinen Gesichtsausdruck, der verdeutlichte, dass ich meiner Verlobten recht gab und die Gescholtene zog die Schultern hoch.

„Kommst du jetzt, ich habe nicht ewig Zeit“, forderte Hermione unfreundlich, aber das Mädel wirkte, wie mit einem Klebefluch an ihrem Sitz festgenagelt.

„Was… warum?“, offenbarte Edgecombe, dass sie nicht kooperativ sein wollte und krallte sich regelrecht in ihrem Sitz fest. „Pi… der Minister braucht mich in seiner Nähe“, verkündete sie vehement, als mein Biest rau auflachte, da Pius schon lange aus dem Gespräch ausgestiegen war und sich nur noch intensiv mit der neuen Sklavin vergnügte.

„Ein neues Mitglied sollte nicht so frech sein“, entgegnete Hermione tadelnd, dabei waren die Gesichtszüge des Biestes unbewegt, aber ihre Augen funkelten gefährlich.

Ich zog erstaunt die Stirn kraus, das hier war etwas Persönliches. Sie mochte das Mädchen nicht. Sie mochte sie nicht nur nicht wegen den Versuchen mir nahe zu kommen, da musste mehr vorgefallen sein.

„Außerdem, jemand Neues sollte sich nicht hier verstecken, sondern die lieben neuen Kollegen kennenlernen. Du wirst mit uns allen zusammenarbeiten müssen und da sollten sie dich alle zumindest kennen…“, lag in dem letzten Wort, das sie extrem betonte, fast schon eine Drohung, die mir ein süffisantes Schmunzeln bescherte.

Was plante sie?

„Da hat sie nicht unrecht…“, stimmte ihr Pius plötzlich begeistert zu und tauchte zwischen den großen Brüsten auf, die er begutachtete.

„Marietta“, erklang es süßlich, „du sollst in unserer Runde gebührend willkommen geheißen werden“, erklärte das Biest gespielt freundlich und ich verstand sehr wohl ihre Anspielung, was das für die Kleine bedeuten würde und einer meiner Mundwinkel zuckte amüsiert. „Angst? Angst vor deinen neuen Mitstreitern? Lucius…“, webte sie geschickt einen Kokon um die Widerspenstige, aus dem sie sich nicht mehr würde befreien können.

„Was? Nein, nein, ich habe keine Angst, Sir… ich… ich…“, wehrte der Neuzugang ängstlich ab, um keinen schlechten Eindruck zu machen. „Wohin willst du mich bringen?“, verlangte sie nun wieder unsicher von Hermione.

„Nur runter, zu den anderen…“, kam es mit Schärfe. Hermione kam die Geduld abhanden. „Bellatrix freut sich immer, eine neue Frau willkommen heißen zu können, das passiert nicht allzu oft“, servierte sie eisig.

Langsam aber sicher wurde es lächerlich. Hermione war ein Mitglied des Inneren Kreises und Edgecombe weit davon entfernt, ein wertvolles Mitglied der DeathEater zu sein. Weshalb ich es langsam als notwendig ansah, mich einzumischen, deshalb räusperte ich mich mit Distinguiertheit.

„Chrm…“, ertönte es laut, selbst über die schmatzenden Geräusche von Pius hinweg, was mir die geballte Aufmerksamkeit der beiden Frauen einbrachte.

Von Edgecombe kam hoffnungsvolles Starren, dass ich ein Machtwort sprechen würde, auf dass sie zu bleiben hatte und ich fragte mich, wie sie darauf kam, dass ich ihre Anwesenheit wertschätzte, während Hermione mich mit unleserlicher Miene musterte. Sie schien sich nicht sicher zu sein, ob ich ihre Position stärken würde, oder nicht.

„Sie tut recht daran, außerdem kann ich meiner lieber Verlobten wohl erst recht nicht diesen Wunsch abstreiten“, bedeutete ich dem Mädchen, endlich aufzustehen und ihren Hintern aus meinem Séparée zu bewegen.

Als sie ihre Niederlage erkannte, zuckten mehrere enttäuschte und wütende Emotionen über ihr Antlitz, die sie nicht verbergen konnte, während sie sich sehr langsam und sehr widerstrebend erhob und ihren Rock glatt strich. Sie hatte sich wohl erhofft, durch ihren in ihren Augen gewichtigen Fürsprecher, den Minister, gleich so wichtig zu sein wie sie sich selbst hielt, aber sie war ein Nichts, erst recht in unseren Reihen. Hochmut kam vor dem Fall und ihrer stand unmittelbar bevor.

„Komm“, knurrte meine Verlobte so richtig schön ungeduldig und ich wollte ihr helfen und schon landete meine Hand klatschend laut auf dem Hintern, der mir zugewandt war.

„Ahhh“, entfuhr es ihr abrupt und ich war versucht, ein arrogantes Lächeln zu offenbaren, denn wenn sie das schon als schmerzhaft empfand, wollte ich mir nicht vorstellen, wie sie sich als DeathEater machen würde.

„Der Zusammenhalt unter unseren Anhängern untereinander ist das Wichtigste!“, besiegelte ich mit wenigen Worten ihr Schicksal.

Sie war nur in unsere Reihen gekommen aufgrund von Pius‘ und Antonins Wunsch. Eigentlich mussten sich Rekruten mit herausragenden Taten hervortun, denn es ging hart und rau in unserem Verein zu, das war ein Fakt. Hier reichte es nicht, den Männern schöne Augen und die Beine breit zu machen.

„Komm“, meinte das Biest zu ihr hin und trat Richtung Ausgang, dabei zog sie in einer geschmeidigen Bewegung ihre Kapuze wieder auf den Kopf.

Mir entging ihr verächtlicher Blick zu Pius nicht, der es sich schon auf dem runden Mittelteil gemütlich gemacht hatte und über dem weinenden und sich windenden Neuzugang hing und versuchte, sich grob in sie zu zwängen.

Lucius Sicht Ende

Hermiones Sicht

„Mudblood, lange nicht gesehen“, wisperte mein Gegenüber, dessen Gesicht ich nicht sah, da ich in einen sehr tiefen Knicks versunken war und mein Haupt tief vor ihm neigte, seidig und kühl.

„My Lord berauben uns seiner Anwesenheit. Ich wäre gerne öfters in eurer Nähe“, log ich ohne rot zu werden und nach einem Atemzug von ihm, wagte ich es langsam, meinen Kopf zu erheben, verharrte aber brav in meinem unbequemen und schmerzhaften Knicks, der mir vor Augen führte, dass ich diese Verrenkung auf diese Dauer schon lange nicht mehr ausgeführt hatte.

„Geschmeidig, wie eh und je… doch das sind nur Worte. Was sprechen denn die Taten?“, servierte er mit maskenhafter und regloser Miene.

„My Lord wollen sich mit den langweiligen Erfolgen der Snatcher auseinandersetzen?“, fragte ich vorsichtig und legte eine kurze Pause ein. „Aber wenn Ihr wünscht kann ich Eure Neugierde aus dem Stegreif befriedigen“, bot ich eilfertig an und lebte stumm einen Krampf in meiner Wade aus.

„Du denkst… du weißt, was mich befriedigt“, wehte seine kalte Stimme lasziv zu mir und bescherte mir eine Gänsehaut, die meinem zitternden Fuß abträglich war.

„Du antwortest nicht?“, kam es umgehend von ihm mit einem matriarchalischen Lächeln.

„Fällt mir schwer. Ich habe das Gefühl, dass alles was ich sage falsch sein könnte“, servierte ich mutiger als ich mich gerade fühlte und biss mir auf die Zunge, um mein Stöhnen zu unterdrücken, das der Lord in seiner sonderbaren Stimmung auch noch hundertprozentig falsch deuten würde.

„Hahaha“, ertönte dieses so unfassbar hohle Lachen, das ein großes Unbehagen in mir auslöste, selbst Nagini fühlte sich unwohl und kringelte sich zusammen. „Ich würde nicht sagen, dass ich das vermisst habe, aber es ist unterhaltsamer, als Wortmail im Dark Manor um mich zu haben, wo er mir klein kund tut, wie er Nagini betreut hat“, offenbarte mir der Lord eine Information, die mich hellhörig werden ließ. Nagini war also ständig bei Wormtail und nicht beim Lord, interessant.

„My Lord sind zu…“, wollte ich ihm schmeicheln, brach jedoch durch seine drohend erhobene Hand abrupt ab.

„Genug!“, verkündete er scharf, „des mühseligen Geplänkels, sage mir, mein Mudblood, hast du neue Erkenntnisse über dein Sein erworben?“, fragte er zielgerichtet und bedeutete mir mit einer lapidaren Geste, aus dem scheiß Knicks hochkommen zu dürfen. Gar nicht so leicht mit Krampf, den ich weder zeigen durfte noch konnte. Mein Fuß kribbelte wie verrückt und war total eingeschlafen, aber ich stand vor ihm wie eine Eins und betete, dass mir kein jämmerlicher Ton über die Lippen kam.

„Ich…“, fing ich unsicher an, um kurz zu stocken, als mir der rot glühende Blick des Lords bis ins tiefste Innere ging und ich schwer schluckte. Wie sollte ich aus diesem Dilemma herauskommen? Er wollte Antworten und Fakten, keine Floskeln.

„Schon mal von den Heiligtümern des Todes gehört?“, nahm mir der Lord diese Entscheidung erst mal ab.

„Nein.“

„Das verwundert mich nicht, aufgrund deiner minderen Herkunft“, gab er absolut emotionslos zu bedenken.

„Das wird es sein, My Lord“, nickte ich zustimmend und versuchte, unter meinem Umhang verborgen, durch Bewegen der Zehen meinen Krampf und das Aufwachen des Beines erträglich zu machen.

„Also, was sagt dein neues Sein?“, kam der Lord von dem einen heiklen Thema wieder auf das andere zurück.

„Dementoren sind Seelenräuber der Lebenden, ich bin ein Seelensammler der Toten!“, fasste ich wohl bedacht zusammen, dabei betete ich, dass er nicht auf das Ministerium und den Bogen zu sprechen kommen würde. Während ich weiter unter genauer Beobachtung stand, versuchte ich mein Bein zu entlasten, balancierte nun auf einem Fuß rum, während er sich mit dem Zeigefinger überlegend über seine Lippen fuhr und über meine Worte sehr genau nachzudenken schien.

„Seelen…“, murmelte der Lord daraufhin selbstvergessen und ich ermahnte mich, ihm nicht zu zeigen, dass ich wusste, was er getan hatte, dass er eben seine Seele gespalten hatte und Seelenfragmente von ihm überall verteilt worden waren. Somit versuchte ich wieder, beide Füße gleich zu belasten, sodass ich etwas erschrak als er mich wieder ansprach.

„Wenn eine Seele verloren ist, was tust du dann?“, fragte er sehr leise und ich spitzte die Ohren. Das aufkommende Unwohlsein bei dem Thema, gelang mir nur schwerlich zu unterdrücken.

„Wie sollten Seelen verloren gehen?“, entgegnete ich vorsichtig.

Sofort traf mich ein durchbohrender Blick dieser unmenschlichen Augen, die meinen strahlend weißen doch so ähnlich sein konnten, aber es war mehr als unangenehm, im Fokus dieser zu stehen. Als der Lord nicht weiter reagierte, kam ich in Zugzwang, da sein Blick bohrend war und mich bloßzustellen drohte. Wie er das schaffte, mir nur durch seinen Blick das Gefühl zu geben, dumm zu sein, als würde ich nicht gut spielen, als nähme er an, dass ich wissen müsste, dass seine Seele nicht mehr ganz war, warf mich leicht aus der Bahn. Verdammt, ich war unsicher und ich war in einer Zwickmühle.

Wahrheit, oder Lüge? Was wäre richtig, was wäre nötig?

Wenn er mich überführte, was würde passieren? Verdammt, ich war nervös und war versucht, an meiner Unterlippe zu knabbern und konnte dies gerade noch unterdrücken, da mich diese Tat sofort enttarnen würde.

„Ich… ich…“, setzte ich stotternd an, „… also, wenn jemand stirbt geht sie… also die Seele hinüber ins Totenreich“, erklärte ich mit sichererer Stimme als ich mich fühlte. „Oder aber man entscheidet sich, als magischer Mensch ein Geist zu werden… sonst nichts… Seelen gehen nicht verloren“, klärte ich ihn wagemutig auf und über seine Züge huschte Verärgerung.

„Tun sie nicht?“, setzte er interessiert hinterher.

„My Lord, ich will Euch alles recht machen, aber gerade kann ich Euch nicht in vollem Umfang folgen und fürchte, dass ich Euch verärgere“, meinte ich respektvoll und drohte, auf meiner Schleimspur auszurutschen.

„Was passiert bei einem Mord mit einer Seele?“, forderte er präzise zu erfahren und gerade kam ich mir wie im Unterricht vor, nur mit dem Hindernis, dass ich mein Wissen nicht so plakativ zeigen konnte und durfte wie ich eigentlich könnte.

„Von welcher Seele reden wir überhaupt?“, hielt ich nun inne und wartete gespannt, während er mich aufmerksam musterte.

„Schlau… du bist schlau, nicht von der Seele des Opfers!“, servierte er höhnisch und grinste fies.

„Uhh… vom Täter?“, spielte ich die Überraschte und spitzte die Lippen, gleichzeitig versuchte ich in mich zu gehen und zu überlegen, wie ich mich bei meinen ersten Morden gefühlt hatte, an Bole und an Umbridge. War damals etwas mit meiner Seele passiert?

„Puhh… an sich nichts, natürlich bleibt ein Mord nicht ohne Folgen, man verändert sich und wird kühler, kälter, moralische Hürden sinken… ich würde sagen, es zeichnet die Seele… verletzt sie vielleicht sogar… vernarbt… und es geht viel Moral verloren… aber sonst…“, fabulierte ich fröhlich vor mich hin und erlebte, wie sein Ausdruck ungeduldiger und seine Augen flackernder wurden. Er war nicht zufrieden mit meiner Aussage und ich schluckte. Das hier könnte richtig schlecht für mich ausgehen.

„Was passiert, wenn Magie ins Spiel kommt?“, fauchte er mich ungeduldig an und ich erlaubte mir ein Zusammenzucken, das ihn zu befriedigen schien.

„Ihr meint ein Ritual, während des Mordes? Was das mit der Seele des Mörders macht?“, spielte ich gekonnt die doofe Nuss. „Ähm, welches Ritual genau?“, setzte ich noch eine Krone auf meine Unwissenheit.

„Wir nähern uns langsam dem Kern. Du enttäuschst mich, mein Mudblood“, tadelte er so leise, dass er beinah nur noch zischelte und mir stieg unverzüglich Säure die Speiseröhre hinauf. Trieb ich es zu weit?

„Ich kann und will nicht glauben, dass dir diese Magie unbekannt ist“, nagelten mich seine harten Worte fest und sein Blick zuckte wieder durchdringend zu mir und meine Hände ballten sich unbewusst zu Fäusten.

„Unsterblichkeit meint ihr?“, sprach ich schnell los um irgendetwas zu tun. „Unsterblichkeit zu erlangen durch den Mord an einem anderen?“, konkretisierte ich wacker und runzelte überlegend die Stirn.

„Ja“, neigte er sein kahles Haupt und plötzlich übernahm wieder der überschäumende Mut der Gryffindors in mir und ich begann langsam meinen Kopf zu schütteln.

„Da muss ich My Lord enttäuschen…“, verzogen sich seine Züge zu einer hässlichen Fratze, so das denn möglich war, aber ich sprach mutig weiter: „Ich habe nur kurz reingelesen, es hat mich nur marginal interessiert“, bekannte ich freimütig.

„Weshalb?“, kam es ungläubig von ihm, aber wenigstens ließ er seinen Zauberstab stecken.

„Ich bin nicht an der Unsterblichkeit interessiert“, erklärte ich rundherum aufrichtig und ehrlich und die rot glühenden Augen meines Lords wurden groß.

„Ach… du bist genauso vernagelt wie Lucius“, stieß er verächtlich aus und rückte mit einer ungestümen Geste sein bodenlanges Gewand zurecht.

„Bitte?“, fragte ich perplex. Wie kam er drauf, mich in dieser Situation mit Lucius zu vergleichen?

„Ja“, sinnierte der Lord sichtlich gefangen in seiner Erinnerung. „Er wagte es, mich auch mit seinen Ansichten über die Vergänglichkeit und die Unsterblichkeit zu tangieren, dass dies eine Art der Magie ist, die gefährlich ist, dass gerade eben die Vergänglichkeit auch ihren Reiz hat, der uns das Leben umso intensiver leben lässt…“, gab er mit perlendem Sarkasmus wieder und ich war verwundert, dass Lucius wirklich solche Worte fand. „Pffff…“, stieß er zum Abschluss noch verächtlich aus.

„Was erwarten My Lord von mir?“, lenkte ich ihn von seiner Verstimmung Lucius betreffend ab und wollte in Erfahrung bringen, was er von mir erwartete.

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queenie
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BeitragThema: 554. Kollision mit der Realität   Mi Mai 18, 2016 12:26 am

554. Kapitel Kollision mit der Realität

„Ich will wissen, ob du in der Lage bist, Seelenfragmente wieder zusammenzufügen“, haute er mir unnachahmlich um die Ohren und ich schnappte nach Luft.

Natürlich war mir sofort bewusst, dass ich endlich mit Gewissheit wusste, was er sich die ganze Zeit von mir als SoulGatherer erhofft hatte. Was es war, das mich so sicher machte? Es war nicht die Inferiarmee, nicht die Dementoren, es war seine Hoffnung, dass ich dazu in der Lage war, seinen verlorenen Horkrux aus dem Tagebuch wieder aus der Totenwelt zu holen, um ihn ihm wieder einzuverleiben, oder ihn wieder in einen Gegenstand zu verbannen.

Schlau, es war schlau, dass er diese Hoffnung in mir sah und wenn er wüsste, dass zwar bisher nur das Tagebuch vernichtet war, aber dass wir den Ring und das Medaillon schon hatten und von Nagini und Harry wussten und nur noch den Standort von zwei weiteren herausfinden mussten, nahm ich wagemutig an, dass er nicht im Ansatz so ruhig wäre wie gerade.

„Eine gespaltene, zerrissene und geschädigte Seele wieder ganz zu machen?“, forschte ich weiter nach und erlaubte mir nun auf meiner Unterlippe zu kauen, dabei überlegte ich, wie er auf diese absurde Idee kam.

War seine Angst vor dem Tod so groß, dass er nach jedem Strohhalm griff, der sich ihm bot? Wie wir alle wussten und an mir sahen, war Magie gefährlich und die Entscheidungen, die man traf, weitreichend und nur selten umzukehren.

„Ja“, meinte er ungeduldig, da ich ihm zu lange nachdachte und nicht sofort drauflos plapperte.

„Keine Ahnung… beziehungsweise“, gestand ich vorsichtig, „ich glaube eher nicht, dass man das reparieren kann…“, wartete ich furchtsam auf das Donnerwetter.

„Das ist nicht das, was ich zu hören erwarte“, entgegnete er schneidend.

„Ich… my Lord, so ein Vorfall liegt nicht auf der Straße. Über SoulGatherer gibt es so gut wie keine Informationen…“, rechtfertigte ich mich schweren Herzens.

„Dann sieh zu, dass du es in Erfahrung bringst“, befahl er hart und mit zornfunkelnden Augen, die Strafe versprachen.

„Ich werde mein Bestes geben. Wo soll ich aber hierfür ein Exemplar zur Probe finden?“, fragte ich gehetzt.

„Du wirst mich zufrieden stellen, außerdem erwarte ich nicht die Reparatur der Seele…“, fing er an und stoppte.

„Sondern?“, wagte ich wacker nachzufragen, während ich mich nur durch seinen Blick aufgespießt fühlte.

„Wenn man mordet und das Ritual anwendet, kann man einen Teil seiner Seele bannen, wenn nun dieser Gegenstand aufgrund mannigfaltiger Gründe verloren geht und zerstört wird, das heißt die Seele freigesetzt wird, wie kann man das wieder umkehren und die Seele zurückholen?“, versuchte er betont uninteressiert zu klingen und es wäre gelungen, hätte ich nicht dank Harry alles von den Horkruxen gewusst.

„Ahhh, das meint Ihr…“, murmelte ich und verstand nun. Er wollte die Seelenfragmente versichern, aber das Tagebuch war unwiderruflich verloren. Vielleicht könnte ich es wirklich, wenn ich direkt bei der Vernichtung anwesend war, aber selbst dann würde ich es nicht tun. „Ich weiß es nicht“, gestand ich gespielt unschuldig und er zog seine Oberlippe zurück und fletschte aggressiv seine Zähne.

„Hau ab und sieh zu, dass du fortkommst. Ich bin sehr unzufrieden mit dir“, brüllte er mir hinterher, während ich meine Roben raffte und so schnell lief wie ich konnte, mir seines Unmutes nur zu bewusst.

Jetzt stand ich hier, im Séparée, und sah mich mit Marietta konfrontiert, nachdem mich der Lord eher hinausgeworfen denn entlassen hatte und zur Hölle nochmal, ich war erschöpft. Erschöpft in jeder Hinsicht. Er war noch schwerer einzuschätzen als früher. Seine Stimmungsschwankungen könnte man als legendär bezeichnen.

Wobei auch meine Stimmung gerade als legendär schlecht bezeichnet werden konnte. Was bildete sich diese dumme Pute ein? Ein DeathEater werden? Freiwillig? Und sich dann auch noch im Séparée breitmachen als wäre es ihr angestammter Platz?

Was mich ritt?

Keine Ahnung, ich war einfach nur sauer, als ich reinkam und mitverfolgte, wie sie sich an Lucius ranschmiss und wie dieser sie auch noch ließ. Nach den Anstrengungen, dem Lord und seinen Bemühungen mich in eine Falle laufen zu lassen zu widerstehen, setzte das rationale Denken in mir aus.

„Was hast du vor?“, fragte mich Marietta gerade misstrauisch, mit einer Spur unverkennbarer Furcht in der Stimme, während ich wieder meine Maske anlegte und die Kapuze tief in mein eisenbewährtes Gesicht zog.

Sie kannte mich zu gut, was nach unserem Intermezzo in der Schule, als sie meine Flüche wegen ihres Verrates getroffen hatten, kein Wunder war. Ich reagiere nachsichtig, bis sie endlich nach der vorhergehenden, sehr langen Diskussion neben mir stand und mir mehr als widerwillig folgte, um das Séparée zu verlassen.

Und sie ahnte noch nicht mal, was sie dort im Gewölbe erwarten würde.

„Nichts“, entgegnete ich daher wegwerfend. Anders als den armen, gefangenen, jungen Frauen, war es ihr gegeben, später, am Ende der Feier, nachhause gehen zu können, was den Sklavinnen verwehrt sein würde.

„Ich kenn dich, Granger“, knurrte sie böse und voll der unguten Vorahnungen beseelt. Sie warf mir einen bitterbösen Blick zu, der kurz meine Kehle kitzelte und mir ein abfälliges Schnauben entlockte. Ich bezweifelte doch sehr, dass sie mich kannte.

„Keine Namen“, mahnte ich überheblich und stoppte, woraufhin sie fast von hinten in mich hineinrannte.

„Ohhh, meine Rowena, was ist das hier?“, flüsterte die ehemalige Ravenclaw fassungslos, nachdem wir am Eingang angekommen waren und sich vor uns das riesige Gewölbe auftat, wie das Sodom und Gomorrha der Hölle.

„Das was du wolltest“, bescheinigte ich mit bissiger Bosheit und starrte selbst blicklos auf das Treiben.

„HÄ?“, entfuhr es ihr wenig damenhaft, sondern recht derb.

„Du bist doch nicht im Glauben daran, dass hier Kinderspielchen gespielt werden beigetreten“, zierte bei diesen bösartigen Worten unter meiner Maske ein gehässiges Grinsen mein Antlitz, das sich eventuell sogar in meinen Augen widerspiegeln mochte.

„Was?“, stieß sie gehetzt aus und irgendwie war es berauschend, den Druck, den der Lord vorhin in mir erzeugt hatte, an ihr auszulassen.

„Nicht, was… du wolltest Macht, Ansehen, Gemeinschaft… nun, hier hast du sie“, deutete ich mit einer weit ausholenden Geste in das Getümmel, das sich zu unseren Füßen abspielte.

„Aber das?“, rutschte es ihr hörbar wenig begeistert heraus, als sie zu mir herumfuhr und mich von oben bis unten in Augenschein nahm. „Das musst du auch alles gewollt haben, wenn du hier bist…“, hielt sie mir giftig vor und wohl unter der Maske verborgen ging eine meiner Brauen hoch.

„Bei mir lief es anders ab, keine Sorge und jetzt geh die Stufen runter“, servierte ich süßlich und würde ihr bestimmt nicht erzählen, dass ich gleich im Inneren Kreis aufgenommen worden war, ohne Umwege.

„Was? Da rein… nicht dein Ernst…“, blickte sie abwägend über die Masse, die sich nach der Schelte gebührlich verhielt und nach der Rüge und Erinnerung, die sie bei Lucius‘ und Severus‘ Aktion, einen der ihren zu töten, erhalten hatten. Sie benahmen sich viel gesitteter als sonst. Heute suchte man eine unterhaltsame Fickwand vergeblich.

„Du bist nicht anders als sie! Ich verstehe dich nicht, was du mir schlimmes unterstellst, das ich dir zumute. Du bist nun hier ein Mitglied von uns…“, konterte ich weiter ohne Gnade in meinem gespielten Versuch freundlich zu erscheinen.

„Hallo, wer bist du? Du… du solltest nicht hier sein, du bist Potters Freundin“, hielt sie mir auf einmal vorwurfsvoll vor und ich stoppte kurz.

„Tja, ich sollte auch nicht Lucius‘ Verlobte sein“, entgegnete ich schnöde.

Dabei bescherte sie mir die Genugtuung, dass sie erbleichte, als ihr in den Sinn kam, wie sie vorhin versucht hatte, auf seinen Schoß zu klettern und es war beinah schon schade, dass sie im Gegenzug nicht mein Gesicht sehen konnte, aber ich verbiss es mir heroisch, drauf einzugehen. Zu meinem Leidwesen ärgerte es mich abartig, was sie sich anmaßte.

Ich nahm nicht an, dass Lucius, seitdem er mich erfolglos verfolgte, als Eunuch lebte. Ich malte mir nicht aus, dass er enthaltsam geworden war, nur weil er mich wollte, aber dass es eine Schnepfe wie Marietta sein könnte, der er seine Aufmerksamkeit schenkte, wollte mich brechen lassen.

„Und du solltest Harrys Namen nicht in den Mund nehmen, schließlich hast du ihn und uns damals verraten. Tja, man weiß eben nie, woran man ist“, zeigte ich mich unversöhnlich und ärgerte mich, dass ich die Flüche von ihr genommen hatte. Ich war damals zu gut zu dieser Schnepfe gewesen, so viel stand fest, nachdem sie nun freiwillig ein DeathEater geworden war.

„Arggghhh“, stieß sie erschrocken aus, als sie nicht ging und ich ihr einen leichten Stoß verpasste und sie somit die Treppen hinab stolperte. „Was… was ist das hier?“, stockte sie erschrocken, als wir direkt ins Gewölbe gingen und uns die Kakophonie des Irrsinns entgegenschlug, der hier unten gang und gäbe war.

„Vergnügen“, meinte ich verächtlich und hielt zielsicher auf die so gemütliche Insel von Bellatrix, Rabastan, Rodolphus, Dolohow und Avery zu.

Doch man musste wirklich erwähnen, dass es heute viel gesitteter und weniger derb als sonst zuging. Augenscheinlich schien allen die Zeremonie mit den zwei Toten gehörig auf den Magen, oder auf die Libido geschlagen zu haben. Verständlich irgendwie, vor allem Grahams Ende lag wie ein Schatten auf den Feiernden, weshalb heute nichts an die hemmungslosen und ausgelassenen Orgien erinnerte, die hier sonst stattfanden.

„Trüben mich meine Augen?“, „Zwick mich mal“, „Püppchen?“, „Du hier unten?“, „Das fasse ich nicht“, „Das glaub ich nicht“, begrüßten sie mich alle abwechselnd mit mehr, oder weniger großer Ironie.

„ENDLICH…“, kam ein begeisterter Ruf. „Komm auf meinen Schoß“, klopfte Rodolphus einladend darauf, während Rabastan hinter den Brüsten einer blonden Schönheit auftauchte und einen verächtlichen Blick für mich parat hatte.

„Das hättest du gerne“, meinte ich nur neutral, während Bellatrix versuchte, ihre Wut über mein Erscheinen zu kompensieren, indem sie die Blonde schmerzlich in die Brustwarzen kniff. Wobei das nichts zu ihren sonstigen Abarten war, während ihr Augenmerk nun zu meiner Begleitung huschte.

„Was willst du hier, Mudblood? Du verdirbst mir mit deinem schlammblütigen Anblick den Spaß“, knurrte meine beste Freundin in diesen Reihen auch schon sehr lieblich und bleckte aggressiv die Zähne und ich hob versöhnlich meine Hand.

„Ich will gar nicht lange bleiben, aber ich führe euch einen wichtigen Neuzugang zu, eine Seltenheit in unseren Reihen“, schob ich die sichtbar Widerstrebende vor.

„Ohhh?“, ertönte es von Avery interessiert. „Wie erfreulich, wir hatten schon das Vergnügen, im Ministerium“, meinte er doppeldeutig mit einem Zwinkern und ich runzelte die wohl verborgene Stirn. Das war interessant. War Marietta die Vorstandshure?

„Uhhh, ist dies das kleine Luder, von dem du so geschwärmt hast, Avery?“, schaffte es Mariettas Ankunft, dass Rabastan sich von seiner blonden Sklavin abwandte und das Nicken als Antwort ausmachen konnte. „Endlich mal wieder schlaue Frauen, die erkennen, wo sie Aufstiegschancen haben“, meinte er beeindruckt und schenkte ihr ein Lächeln, das wirklich charmant war.

„Hahaha, willst du auf mir aufsteigen? Komm…“, bot Dolohow sofort eilfertig an und klopfte einladend auf seine Oberschenkel, aber anders als bei Lucius schien sie weniger willig zu sein.

„Ja, komm Marietta“, meinte ich daraufhin bissig und kassierte von ihr einen mäßig glücklichen Gesichtsausdruck.

Aber sie fasste sich ein Herz und trat vor, nur ein leichtes Zittern zeigte, dass sie Angst hatte und sie hielt ihre Robe eng um sich geschlungen.

„Sie ist vorhin gerade aufgenommen worden und sie ist noch nicht in die Gebräuche und Gepflogenheiten eines Festes wie diesem unterwiesen und… eingeführt worden… ich dachte, euch allen könnte es Freude bereiten, ihr zu zeigen, was Spaß ist…“, erklärte ich bewusst ohne zu großer Gehässigkeit in meiner Betonung, da ich keinen Zwist haben wollte, sonder nur das Bestreben hatte, Marietta abzuliefern.

„Wow…“, „Das hätte ich jetzt nicht erwartet“, kam es von Rodolphus als auch von Rabastan, als die Kakophonie unserer Umgebung etwas lauter wurde.

„AUUUUUU.“, „GNADE.“, „NEINNNNNN.“, „Auuuuwww.“, „Aufhören.“, „Das ist genug“, kamen die bettelnden Schreie der Frauen in gemäßigten Tönen, denn auch sie waren mittlerweile gänzlich andere Dinge gewöhnt. Dies alles wurde untermalt vom wilden Keuchen und lustvollem Stöhnen der DeathEater, die trotz allem mit einer gewissen Triebhaftigkeit ihrer Lust frönten, dabei konnte Marietta nicht mehr ihr Zittern verbergen.

Plötzlich hielt es Rodolphus nicht mehr auf der bequemen Liegewiese. Er stand abrupt auf und trat nah auf mich zu und scheuchte meine ehemalige Schulkameradin mit einem unnachahmlich uninteressierten Schubs weg.

„Ahhhh“, fiel sie rudernd hinunter in die gemütliche Loungelandschaft und landete sehr zur Freude von Dolohow mehr, oder weniger auf diesem.

„Püppchen?“, raunte mir Rodolphus, der mir auf den Leib rückte, zu. „Hast du dir das gut überlegt? Du willst wirklich… dass wir sie einführen?“, fragte er etwas sprachlos, da er die Zweideutigkeit meiner Worte durchaus wahrgenommen hatte.

„Jaaaaa, einführen“, betonte ich hier jede Silbe, die dieses Wort zu bieten hatte. „Überall“, wisperte ich und ich kam nicht gegen meine eigene Bösartigkeit an, aber ich hasste Marietta dafür, dass sie diesem Verein freiwillig beigetreten war. Wie konnte man derart machtgeil sein und dumm?

„Her…“, wurden wir unterbrochen, da sich Marietta plötzlich an meinem Arm festkrallte.

„Nicht…“, fiel ich ihr scharf ins Wort. „Keine Namen“, warnte ich seidig und sie blinzelte mich überrumpelt an, während ich versuchte, sie abzuschütteln.

„Was?“, entwich es ihr perplex und sie drückte mir fast die Blutzufuhr zu meinem Handgelenk ab.

„Ich bin das Mudblood“, entgegnete ich mit höhnischer Bösartigkeit, die sie für Sekunden sprachlos zu machen schien, aber ihren Griff nicht lockerte.

„Was?“, stieß sie gehetzt aus, als sie sich schüttelte. „Kann ich zurück… bitte“, bat sie flehentlich und schob meinen Spitznamen weit von sich, als ich nun eine helfende Hand wahrnahm, die versuchte, die klammernden Finger um mein Handgelenk zu lösen.

„Willst du uns beleidigen?“, fragte Rodolphus verschnupft, dem es endlich gelang, meine Hand zu befreien.

„Warum?“, „Wieso willst du uns verlassen?“, „Ja, was soll das?“, „Du wolltest doch eine von uns werden, oder hab ich was verpasst?“, kam es beleidigt von den Männern, die Mariettas Ablehnung nicht ganz nachvollziehen konnten oder wollten.

„Naja… ja… aber…“, stotterte sie wenig einfallsreich. „So hier, so öffentlich, das ist kein Spaß…“, erklärte die Kleine wagemutig und wenig klug, erstaunlich dass sie es in das Haus der Raben geschafft hatte.

„Ach, keine Sorge, daran wirst du dich gewöhnen“, servierte ich bissig. Ich fragte mich, ob sie dem Haufen hier beigetreten wäre, wenn sie das geahnt hätte und ob sie hier wäre, wenn sie wüsste, was ich mit ihrer angeblich besten Freundin Cho Chang veranstaltet hatte, nachdem dies der Lord von mir verlangt hatte.

„Wasss? Nein, ich meine… das ist nicht schön…“, stotterte sie unsicher und wollte wieder nach meiner Hand greifen, die ich eilig zurückzog. „Ich muss zu Pius“, murmelte sie und warf einen Blick zurück zum Séparée.

„Du bist keine dieser Frauen dort“, deutete ich anklagend auf die Blonde. „Du bist eine von uns, wir tun uns untereinander nichts an“, log ich wie gedruckt und erntete zum ersten Mal von Bellatrix ein gackerndes Lachen, das mir auch ein zustimmendes Zucken meiner Mundwinkel, gut verborgen unter meiner Maske, bescherte.

„Du denkst, du gehörst ins Séparée?“, kam es spöttisch von Rodolphus, der mir ein Zwinkern schenkte und den Eindruck machte, als würde er erahnen, was mich störte.

„Wo sich die wichtigen Hände tummeln?“, fragte Bellatrix bissig und manchmal konnte man es genießen, dass sie das Miststück war, das sie war. „Hahaha, denkst du wirklich, du bist schon soooo wichtig?“, kicherte sie darauf los und schaffte es, dass Marietta über und über rot anlief.

„Du bist doch nicht mal im Inneren Kreis“, schüttelte Rodolphus sichtbar verärgert das Haupt und rollte mit den Augen zu mir hin.

„Deshalb will ich ja, dass ihr der Schnepfe beibringt, was Demut bedeutet“, wisperte ich nur für seine Ohren bestimmt zurück.

„Ach, ich denke, wir sollten der Kleinen wirklich mal zeigen, wo jedes Mitglied anfängt“, versprach er mit einem Timbre, das einem das Rückgrat hinab lief und kurz überlegte ich, ob es zu gewagt war, aber dann beruhigte ich mich selbst. Sie war keine der Gefangenen, sie würden sie als Mitglied von uns schon nicht zu sehr leiden lassen.

Bitte, sie hatte die Konsequenzen zu tragen. Sie war ab nun ein DeathEater, ein DeathEater ohne hohen Rang, sie würde der Tatsache ins hässliche Antlitz sehen müssen, dass für sie das Séparée tabu war.

„Warum zierst du dich so, meine Hübsche?“, mischte sich nun Yaxley leicht beleidigt klingend ein und zog sie zurück auf die Lounge. „Du hast es doch gerne mit mir getrieben“, kam es gehässig von ihm und er grinste breit in die Runde. „Mit mir und Pius… zusammen und gleichzeitig“, grinste er gemein und die Augen der Männer leuchteten auf. „Du stehst doch auf sowas“, verkündete er aufklärend und fuhr mit gierigen Händen über ihren jungen Leib.

„Hör auf, Yaxley“, versuchte sich Marietta aus seinen Händen zu winden.

„Wieso?“, tönte er irritiert. „Sonst warst du auch total schwanzgeil“, grinste er gemein und die Augen der anderen Männer begannen gierig zu funkeln, bei der Aussicht auf eine Frau, die ihnen zugehörig war.

„So ein Luder, das könnte mir gefallen“, meinte Dolohow begeistert und zog sich in eine eher sitzende Position hoch.

„Ich sag doch, dir wird das hier schon gefallen“, umgarnte Avery sie weiter und sie schloss gepeinigt die Augen, als sie vor der Tatsache kapitulierte, dass es für sie kein Entkommen mehr gab, nicht mehr nachdem sie das Dark Mark auf ihrem Arm trug.

„Püppchen?“, fragte Rodolphus neben mir. „Willst du das wirklich?“ Ich zuckte mit den Schultern.

Marietta bedeutete mir nichts. Also nickte ich nur bestimmend, bevor ich die nächsten schicksalhaften Worte sprach.

„Hier ist dein Platz“, besiegelte ich endgültig ihr Schicksal und wusste und akzeptierte, dass ich kein guter Mensch war.

„Ganz wie du wünschst“, raunte Rodolphus böse und löste sich von mir, kniete neben Marietta auf dem weichen Untergrund nieder und legte ihre seine Hände auf beide Schultern. „Komm her, Kleine“, meinte er jovial und sie zuckte unter den fordernden Händen von Yaxley und Rodolphus.

„Was?“, fuhr ihr Haupt zu mir herum. „Nein, nein, ich meine… ich denke…“, begann sie hektisch, aber schon zog Yaxley sie in einen Kuss um ihren Protest zu ersticken.

„Leute, das wird ein Spaß, schick die Blonde weg, Rabastan!“, meinte Rodolphus scharf zu seinem Bruder, der von seinem nackten, mit Blutergüssen übersäten Spielzeug abließ, während Rodolphus sich an Mariettas Kleidung zu schaffen machte und versuchte, ihr den Mantel auszuziehen. Dabei lenkte Yaxley sie weiter ab, indem er ihr die Luftzufuhr durch seine wenig appetitlich aussehenden Küsse abschnitt.

Aber wenn es stimmte und sie schon mit ihm geschlafen hatte, dürften ihr diese schon zu bekannt sein und somit hielt sich auch hier mein Mitleid in Grenzen. Wer für so einen Typen oder einen wie Thicknesse freiwillig die Beine öffnete litt an einer Geschmacksverirrung.

„Wir werden dich glücklich machen“, meinte Dolohow gutmütig, nachdem er sein Glas auf Ex geleert hatte.

„Das wird ein Spaß“, grölte Rodolphus, auf den Verlass war.

Die Meute stürzte sich mit Begeisterung auf ihre neue Aufgabe, so dass ich mich etwas von der Lounge zurückzog, in eine Nische hinein und blicklos auf das Treiben starrte und damit war mein Rachefeldzug beendet. Erst nach einer Weile wandte ich mich eilig ab und versuchte, gemessenen Schrittes die Hölle auf Erden zu verlassen und die Schandtaten, die dort stattfanden, zu vergessen.

Hermiones Sicht Ende

Lucius Sicht

Von meinem exponierten Platz aus beobachtete ich das gar muntere Treiben im Gewölbe.

Wobei mein exquisites Augenmerk auf das gerichtet war, was Hermione so sadistisches trieb. Sie hatte ein Opfer erkoren und verfolgte nun ihr Ziel, ohne Ressentiment, eine Tatsache, die mich dies alles mit einer Prise Aufregung mitverfolgen ließ. Ihre Bösartigkeit war eine Inspiration!

Während der Anwesenheit von Edgecombe war die Glasscheibe des Fensters noch verhüllt gewesen, so dass für sie die Geschehnisse und das Treiben dort im Gewölbe eine Überraschung waren und auch wenn ich nicht eingegriffen hatte, als Hermione sie wegführt hatte, war sie nicht ohne Grund hier gewesen. Es war nicht so, als wenn sie meine Aufmerksamkeit erregt hätte, aber sie war meiner Aufforderung gefolgt, hierher mit zu kommen und sie hatte meine Einladung augenscheinlich in den falschen Hals bekommen.

Sonst hätte sie nicht versucht, auf meinen Schoß zu klettern. Aber ich hatte es nur getan, weil mich ihre Mutter per Brief gebeten hatte, auf ihr Kind aufzupassen und da ich von Pius‘ Affinität zu ihr wusste, war es mir relativ gleich gewesen, bis sie angefangen hatte, mich wie im Ministerium zu belästigen. Jedoch erst nach Hermiones Erscheinen hatte ich verstanden, dass zwischen den beiden Frauen eine Abneigung herrschte, die ich zwar noch nicht verstand, die es aber sehr delikat machte, dass ich die Kleine mit hierher genommen hatte.

Wenn man bedachte, dass ich Hermione das letzte Mal gesehen hatte, als ich sie in ihr Bett gebracht hatte, nachdem sie mein Fluch in den Rücken getroffen hatte, war das Ganze eine besonders delikate Angelegenheit.

Ich wollte sie nicht allzu sehr verprellen, nicht nachdem meine letzten Worte an sie eine Drohung gewesen waren und erst recht nicht, nachdem mir Potter mehr oder minder seinen widerwilligen Segen ausgesprochen hatte. Indes hatte ich mit einer verheißungsvollen Bestätigung wahrgenommen, dass es Hermione nicht gepasst hatte, dass sich Edgecombe mir an den Hals geworfen hatte. Egal was sie behaupten würde, aber es war so gewesen. Ich hatte es aus ihrer Haltung, ihrem Blick und ihrer starren Miene herauslesen können und das war eine unerwartet große Befriedigung gewesen.

Für diese Emotionen, die sie hatte und die sie nicht wollte, musste nun Edgecombe herhalten. Hermione war ein zu großes Biest und das lebte sie gerade aus, nachdem ich ihr Ventil geraubt hatte. Sie zeigte dem eingebildeten Mädchen wo ihr Platz war und zwar bei den anderen im Gewölbe.

Ein kurzes Lächeln breitete sich auf meinen Zügen aus. Was auch immer das Biest sagen würde, sie wollte niemand anderen neben sich. Sie war an sich genauso von Standesdünkel geprägt wie wir alle. Jedoch brauchte sie sich bei der kleinen Schlampe keine Sorgen machen. Ich hatte es nur aus einem gleichgültigen Moment heraus getan, dass mir diese Entscheidung derart schmeicheln könnte, hätte ich mir nicht im Traum denken können, aber ich nahm es hin.

Gerade eben beobachtete ich fasziniert, wie Hermione das Mädchen den anderen ohne große Regung überließ. Erstaunlich, unter Anbetracht, dass sie eigentlich das Gewölbe aus tiefster Seele hasste und alles was damit zusammenhing verteufelte, aber heute schien ihr das gleich zu sein.

Es war für mich etwas Besonderes, dass sie eine andere dem auslieferte!

Das war an sich sehr sonderbar, aber ich war mir gewiss, sie hatte ihre Beweggründe, die sie zu dieser Tat trieben. Sie musste dieses Mädchen abgrundtief verabscheuen, nur warum, das war mir zu diesem Zeitpunkt noch schleierhaft. Aber wenn es so war, stand für mich außer Frage, dass ich diese Haltung akzeptieren würde.

Marietta Edgecombe würde nicht mehr in die Nähe des Séparées, oder des Inneren Kreises kommen!

Die Gruppe, bestehend aus meinem ab jetzt besten Freund Antonin, den Lestranges und Yaxley, begrüßte das neue Mitglied gar nicht abgeneigt, während Hermione sich etwas zurückzog, aber weiterhin bei der Nische verharrte. Sie wandte sich erst ab, nachdem das Mädchen all ihre Kleidung verloren hatte und wie ein scheues Reh im Scheinwerferlicht verharrte. Doch Rodolphus wusste, wie er das Eis brechen konnte, da er erst mal etwas in die Runde zu rufen schien und prompt seinen Wunsch von einer der diensteifrigen Sklaven erfüllt bekam. Es kamen Krüge und Becher mit Trinken und dann wurde ausgiebig mit der nackten Edgecombe auf ihren Einstieg angestoßen, was das Mädchen nach kurzer Zeit dann doch lachend mitmachte. Vielleicht kam ihr der Gedanke, dass sie immerhin mit Mitgliedern des Inneren Kreises zusammen war und Yaxley selbst als Leiter der Abteilung für Magische Strafverfolgung einen hohen Posten im Ministerium innehatte. Wie auch immer, sie war an sich bei der Crème de la Crème gelandet und das schien ihr nach und nach einzuleuchten und zu gefallen. Sie war anscheinend eine sehr oberflächliche Frau mit einer sehr begrenzten Sichtweise.

Anders als sie bemerkte ich sehr wohl die sich absprechenden Blicke der sie Umgebenden. Während ununterbrochen nachgeschenkt wurde, redeten sie ständig auf sie ein und die Hände der Männer standen auch nie still, sondern berührten sie ziemlich unzüchtig an allen erdenklichen Stellen. Sie ließen sich Zeit, aber es gab kein Entkommen mehr und wenn ich das zuvor Gesehene richtig deutete, hatte sie nicht wirklich bleiben wollen und es die anderen durchaus spüren lassen.

Eine ganz schlechte Idee. Sie würden sich rächen und ihr ihren Platz sehr wohl aufzeigen. Bisher waren auf der runden Lounge nur sie, Yaxley und Rodolphus gesessen, aber von Glas zu Glas kam ein weiterer hinzu, so dass sie sehr bald von einem Haufen Männern umgeben war, die sie mit unverhohlener Gier in den Augen musterten.

Yaxley knetet ihre Brüste, Rodolphus hatte es übernommen, ihr das Glas immer wieder an die Lippen zu setzen. Antonins Hände waren zwischen ihren schamhaft geschlossenen Schenkel verschwunden. Rabastan hielt sich auch nicht zurück und war überall und nirgendwo, als sich nun auch Bellatrix neben der Entblößten niederließ und ihr etwas ins Ohr flüsterte, woraufhin sie sofort heftig zu zittern begann.

Jetzt kam ein kleiner, aber feiner Aktionismus in die Sache, der die Stimmung kippen ließ, da die bisher streichelnden und stimulierenden Hände zupackten und nicht mehr zuließen, dass Edgecombe noch große Bewegungsfreiheit hatte. In dem kleinen Gerangel kam es dazu, dass es der Gruppe irgendwann gelang, die Kleine auf´s Kreuz zu legen, was sie strampelnd über sich ergehen ließ, indes hexte sich Bellatrix eine zu ihr schwebende Kerze herbei.

Als sich Bellatrix über der Liegenden aufbaute, starrte diese mit blankem Horror auf die flackernde Kerze, die über ihr schwebte. Sie sprach etwas Hektisches und sorgte doch nur für grölendes Gelächter um sich herum, während Rabastan den einen Fuß und Antonin den anderen packte und sie ihre Hände auf ihre Knie legten, um sie festzunageln. So kam es, dass Edgecombe die Augen schloss, in denen man die Feuchtigkeit der Tränen bereits erkennen konnte, die sich aufgrund der Demütigung und der Gewissheit, was sie alles erwarten würde, dort sammelten.

Ganz langsam und mit einem sadistischen Grinsen im ehemals so wunderschönen Antlitz kippte Bellatrix die Kerze nach vorne und das glühende Wachs begann unablässig und in zähen, heißen Tropfen auf den schmalen Streifen Schamhaar zu träufeln, der sich zwischen ihren Beinen befand. Sie stöhnte, bäumte sich auf, Tränen liefen ihre Wangen hinab und sie zerrte an den sie umklammernden Händen, was das Zeug hielt, aber ohne Erfolg.

Yaxley hielt zusammen mit Rodolphus ihre Arme fest, während Bellatrix mit schallendem Lachen weiter das Wachs auf den Leib zu ihren Füßen träufelte. Durch die Bewegung traf sie nicht immer die Scham, sondern auch andere empfindsame Stellen und sie alle machten sich einen Spaß daraus, bis das komplette Schamhaar mit blutrotem Wachs bedeckt war.

Danach flog die Kerze im hohen Bogen nach hinten und Bellatrix legte sich neben das Mädchen, das nicht fassen konnte, dass sie derart hilflos und entblößt vor allen lag. Als Bellatrix ihre werte Aufmerksamkeit auf den malträtierten Unterarm des Neuzugangs legte und aufreizend lasziv über das Dark Mark leckte, riss Edgecombe die Augen ungläubig auf und starrte mit einer gewissen Panik auf die leckende Zunge.

Doch Rodolphus drehte den Kopf der Malträtierten zu sich, um ihr einen Schluck eines kräftigen Gebräus zu gönnen. Ihr war aber keine lange Pause vergönnt und es ging schon weiter. Denn meine ehemalige Schwägerin kam auf die Füße und schnipste sich selbst ihre Kleider vom Leib und stieg über den sich wehrenden Leib hinweg, ragte mit weit gespreizten Beinen über Edgecombe auf, nur um sich dann mit einer einzigen geschmeidigen Bewegung unterhalb der Brüste des Mädchens zu platzieren, dabei nahmen ihre Unterschenkel auch Edgecombes Oberarme gefangen. Sie lehnte sich lasziv nach vorne und flüsterte ihr etwas in Ohr, was dem Mädchen ein unkontrolliertes Zittern bescherte. Sie war reichlich überfordert.

Wie untereinander ohne große Worte abgesprochen ließen nun die Männer ihre Hosen fallen und krochen ganz nah zu den beiden Frauen, während Bellatrix ihre Hände auf den Brüsten von Edgecombe positioniert hatte und diese mit Kraft knetete. Somit war Edgecombe die Sicht auf ihren Unterköper genommen. Daher stieß sie auch sichtbar einen lauten Schrei aus, als Rodolphus als auch Rabastan die Beine von ihr langsam auseinander zogen, um Platz für Antonin zu schaffen, der sich nicht lange bitten ließ, sondern eilig hin kroch um sich dann tief und ohne besondere Rücksicht in die Pforte zu bohren, die sich ihm nicht ganz willig öffnete.

In diesem Moment bockte Edgecombe auf, warf Bellatrix beinah ab, die sich aber umgehend fester im Busen des Mädchens festkrallte. Zuerst Antonins Überfall, als er in sie fuhr, jetzt Bellatrix‘ harter Griff führten zu noch mehr Gegenwehr bei Edgecombe. Dieser verständliche Reflex von dem Mädchen war ein Fehler, ein großer Fehler um explizit zu sein, denn Yaxley nutzte ihren Schrei um seinen Schwanz tief in ihre Mundhöhle zu bringen. Sie erstarrte, was ihn aber nicht daran hinderte, ebenfalls ein rasches Tempo vorzulegen, das sie würgen ließ.

Ich selbst bedeckte kurz mit meinem Zeigefinger und meinem Daumen meine Augenlider, um nicht mehr auf dieses abstrakte Spektakel sehen zu müssen, da ich es brüllend komisch fand, zu verfolgen, wie Yaxleys Eier immer wieder auf den Schädel des Mädchens einschlugen.

Es ging hoch her. Zu sagen, dass die kleine Edgecombe glücklich über die Aufmerksamkeit so vieler gleichzeitig aussah, konnte man nicht behaupten, aber anders als den Gefangenen taten sie ihr nicht wirklich weh. Sie demütigten sie, nachdem sie ihnen vorhin so vor den Kopf gestoßen hatte. Fast entging mir dabei, dass sich Rodolphus‘ Mund auf den Nacken seiner weniger geliebten Frau legte und er ihren Hals küsste, während Rabastan Bellatrix` Brüste mit Aufmerksamkeit überschüttete und sie sich selbst an dem Körper unter sich rieb.

Der Vergleich zwischen dem jungen, festen und so straffen Busen zu Bellatrix´ reifen, trotz aller Magie ein bisschen hängenden Brüsten, zauberte mir ein gehässiges Grinsen aufs vornehme Antlitz, ebenso wie die weißen sich hin und her bewegenden Pobacken der Akteure, die mich exquisit belustigten.

Edgecombe war gut beschäftigt mit Antonin zwischen ihren Beinen, Yaxley in ihrem Mund, mit Bellatrix über sich. Sie schien dazu überzugehen, es nur noch über sich ergehen zu lassen und hoffte, dass es dann schnell vorbei war, aber da kannte sie die Bande da unten schlecht.

Kurz lüpfte ich eine aristokratische Braue, da Bellatrix zwei Schwänze packte, den von ihrem Mann und ihrem Schwager, seinem Bruder. Vielleicht war dies bei ihnen daheim üblich. Wer wusste das schon? Jetzt bearbeitete sie gekonnt beide gleichzeitig. Es war ein Bild für die Götter und ich lobte mir meinen exponierten Platz, um das ganze Geschehen derart ungestört verfolgen zu können. Als nun auch Crabbe Senior zu der Gruppe stoßen wollte und mit leuchtenden Augen auf den jugendlichen Körper starrte, der so viel Aufmerksamkeit erhielt, schickte ihn Rabastan mit einer eindeutigen Geste fort. Anscheinend wollten sie Edgecombe wirklich nicht bis an die Belastungsgrenze treiben.

Jetzt ging es wirklich Schlag auf Schlag, indem Yaxley und dann auch Rodolphus beinah zeitgleich mit Rabastan die Beherrschung verloren und seine Frau, beziehungsweise Schwägerin ihre Arbeit an ihren prallen Schwänzen beendete und zielte.

Ihr ach so hübsches Gesicht war jetzt von oben bis unten mit Sperma verschmiert, nachdem Bellatrix beide Männer auf sie hatte abspritzen lassen. Edgecombes Haare klebten wenig vorteilhaft an ihrem Kopf. Mühsam keuchte sie, ihre Augen fest geschlossen, als könnte sie so das Grauen ausblenden, dass sich Antonin noch immer zwischen ihren Schenkeln abmühte. Die kleine Schlampe war vollkommen erledigt. Das hatte man davon, wenn man sich freiwillig zu den DeathEatern begab, ohne mit einer gewissen Intelligenz gesegnet zu sein, oder eine großen Stärke sein Eigen nannte, oder aber man musste völlig verrückt wie Bellatrix sein, sonst ging man gnadenlos unter.

Soeben ergoss sich auch Antonin aufbäumend in Edgecombe und löste sich schwer atmend von ihr und ließ sich ebenfalls zurück in die weichen Kissen sinken. Sie hatten mit ihr nur einen kleinen, sehr züchtigen Gangbang veranstaltet!

Als sie von ihr abließen, rollte sich das geschundene Neumitglied plötzlich auf die Seite und zog sich zu einer erbärmlichen Kugel zusammen, um sich dann herzhaft in einem Schwall zu übergeben. Dieses Erlebnis in dieser außergewöhnlichen Umgebung schien ein wenig viel für sie gewesen zu sein. Aber was hatte sie gedacht, wie es bei uns zuging? Ekel huschte über die versammelte Gemeinde, als sie sich mit einheitlich verzogenen Gesichtern abwandten und anderen Lounges zuwandten, um sodann genüsslich zusammen anzustoßen.

Erst jetzt nahm ich wieder Pius‘ rhythmisches Stöhnen über dem Neuzugang wahr, den er unermüdlich bearbeitete und bemerkte meinen eigenen, schweren Atem, der nun durch ein tiefes Grollen von mir abgelöst wurde. Ich holte tief Luft und im selben Atemzug zog ich den lockigen, dunkelhaarigen Schopf der schwarzen Gazelle aus meinem steinharten Schritt.

Meine Laune war brutal mies, ich hatte ihre Bemühungen bisher lustlos über mich ergehen lassen und noch vor dem Ende erkannte ich die Tatsache an, dass ich nicht in ihrem Mund kommen würde. Es war wie ein Omen, dass auch ich keusch blieb!

Vielleicht war es die verdiente Strafe für meinen Fluch an ihr? Wer wusste das genau zu sagen?

Lucius Sicht Ende

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Kapitel 553-554
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