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 Kapitel 563-564

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queenie
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BeitragThema: Kapitel 563-564   Mi Aug 31, 2016 1:31 am

Im Zuge des Treffens kam die Idee die eBooks auf der Website einzubauen. Dafür müssen diese komplett neu gemacht werden.

Das eBook zu Buch 1 ist nun fertig und hier verfügbar:

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Zum lesen einfach auf das Cover von Buch 1 klicken. Neben dem Cover ist dann auch noch der Download um das Buch als e-pub Datei herunter zu laden. Das Buch sollte theoretisch am PC und auch am Handy oder Tablet Online lesbar sein, für e-pub wird ein ganz normaler eBook Reader benötigt. Egal ob via App am Handy oder auf einem richtigen eBook Reader.


563. Kapitel Ringelreihen

Sie schaffte es tatsächlich, mich zu überrumpeln, denn plötzlich saugte sie mich fest in sich, wand ihre Zunge aufreizend um meinen Finger, jedoch fiel mir ihr provokanter und irgendwie verächtlicher Blick auf den sie dabei hatte und ich rechnete felsenfest damit, dass sie zubeißen würde.

Kurz schüttelte ich erstaunt meinen Kopf, als sie es dann doch nicht tat. Tat sie das gerade nur, um den Spieß umzudrehen und mich an den Rand des Wahnsinns zu treiben?

Ihr, dem Biest, war alles zuzutrauen und ich kämpfte hart um die Kontrolle und ich fand sie, dieses Spiel würde sie nicht gewinnen, ich war der Spielmacher, nicht sie. Sie vergaß mal wieder ihre Stellung, dachte, nur weil ich ihr insoweit verfallen war, dass ich sie wollte, könnte sie sich über mich lustig machen.

Ein abwegiger Gedanke kam mir und ich erinnerte mich an die Feder und wie sie mit weit gespreizten Beinen vor mir auf meinem Bett gelegen und sich selbst befriedigt hatte. Dabei hatte sie nur an mich gedacht, während ihre Finger in sie gefahren waren und verzweifelt nach Erlösung gesucht hatten, während sie sich selbst immer weiter gerieben hatte, um zu kommen. So zog ich meinen Finger aus ihr zurück und senkte meinen Mund träge zu ihr. Ich küsste sie langsam, strich genüsslich mit meiner Zunge über ihre und fühlte ihrem ganz eigenen Geschmack nach. Dieser Geschmack, der nur ihr gehörte, dem ich schon an meinen Fingerspitzen damals in meiner Suite hatte nachspüren dürfen.

„Ich will alles!“, gestand ich leise und löste mich langsam von ihr.

„Niemals…“, entrang sich ihr entschlossen, während ich sie arrogant musterte.

„Oh, doch… hier, jetzt, sofort!“, versprach ich ihr drohend, als ich mich wieder vorlehnte. „Heb deinen Rock…“, verlangte ich nachdrücklich, als sie ihren Augen weit aufriss.

„Bist du irre Lucius? Das werde ich nicht tun…“, kam es erstaunlich fest von ihr und ich runzelte unwillig die Stirn darüber, dass sie es schaffte, sich derart leicht aus der leidenschaftlichen Begierde zu lösen und nun derart entschlossen Aufzutreten.

„Und wenn ich dir verspreche, dass ich dich nicht berühren werde? Ich will nur zusehen, wie du kommst… ich finde das erbaulich“, bot ich generös, mit einem provokanten Ausdruck im Blick, an. Ich forderte sie schamlos heraus. „Oder traust du dich nicht? Bist du ängstlich, das jemand kommen könnte, oder traust du mir nicht? Ich werde mich an mein Wort halten. Ich werde dich nicht berühren, noch gegen deinen Willen nehmen… und dann bist du mich los, dann werde ich gehen einfach so!“, schnippte ich am Schluss mit meinen Fingern, mit dem Finger der zuvor in ihr gewesen war.

In meiner Miene stand eine unausgesprochene Herausforderung. Ob sie diese annehmen würde? Ich wusste, welche Knöpfe man bei ihr drücken musste, um die Rebellin in ihr zu stimulieren, aber da sie noch immer schwieg und nur ihre Lippen malträtierte sprach ich weiter:

„Schade, du bist doch feige… du traust dich nicht…“, meinte ich kalkulierend Mitleidig und maß sie enttäuscht.

Als sie mich wirklich enttäuschte, da ihre Hand von meinem Revers glitt, sie von mir abließ, als
mein Atem stockte.

Machte sie das wirklich? Hatte ich die Gryffindor in ihr erweckt?

Denn sie legte ihre Hand auf ihre Hüfte, senkte ihre Hand zögerlich, um unsicher an ihrem züchtigen Rocksaum zu spielen und ich kämpfte darum, nicht Triumph, oder gar Befriedigung in meinem Blick widerspiegeln zu lassen. Aber wir wussten beide, ich hatte sie, ich hatte die Entscheidenden Knöpfe gedrückt und es geschafft sie zu manipulieren. Sie war höchst erregt und hoch sensibilisiert, hinzukam sie war wahrlich eine Gryffindor, wagemutig bis dorthinaus und dieser öffentliche Ort hier steigerte nur noch die Erregung der Entdeckung.

Schließlich schloss sie die Augen, entweder um mich auszublenden oder um völlig zu genießen. Ich wusste, sie wollte das nicht, aber seit diesem Sommer passierte es ihr in meiner Gegenwart, dass sie verbotene Dinge, oder verheißungsvolle Sachen tat, die sie sonst nicht tun würde, nur weil ich sie dazu trieb. Diese Tatsache genoss ich in vollen Zügen. In diesem Punkt war ich ein Genießer und auch jetzt bemerkte ich ihr aufrichtiges Hadern.

Typisch Gryffindor, kam es mir verächtlich in den Sinn und ich resignierte. Sie würde es nicht tun. Sie konnte es nicht, war gehemmt und deswegen griff ich stöhnend zu ihrer Hand, die den Saum hielt, zog ruckartig den Rock hoch und presste ihre Hand auf ihren Bauch.

„Luc… nein…“, stöhnte sie gepeinigt auf, als ihr hektischer Atem stockte.

Da war sie nun, sie stand völlig entblößt vor mir im Gang, mit dem auf dem Boden liegenden Slip zu ihren Füßen. Ich starrte auf sie und schluckte schwer.

„Bitte, darfst du später zu mir sagen!“, betonte ich jede einzelne Silbe in unnachahmlicher Noblesse und sie schloss irgendwie gedemütigt die Augen, während ich fast völlig verging vor Sehnsucht nach ihr. Ihr Haar lag noch immer in meiner Faust und meine Hand auf ihrer Hand, die ihren Rock oben hielt, als ich ihr hart ins erregte, erhitzte Antlitz blickte.

„Berühr dich… jetzt…“, kommandierte ich wispernd, woraufhin sie unter meinen Händen erstarrte.

„Lucius, du spinnst…“, fauchte sie umgehend mit Härte im Ton, dabei war jede Lust aus ihr gewichen, daraufhin zog ich fest an ihrem Haar und sie wimmerte leise. Sie sollte sich nicht aus dieser lustvollen Trance kämpfen können.

„Ich sage: Berühre dich selbst…“, forderte ich nachdrücklich und hielt sie weiterhin gefangen, lehnte mich neben sie und brachte meinen Mund wieder an ihr Ohr, dabei hauchte ich ihr absichtlich über ihre feucht glänzende Haut. Dies schien sie zu verunsichern, aber da ich es versprochen hatte, würde ich sie nicht sofort wieder „unsittlich“ berühren.

„Berühr dich… du brauchst das… jetzt!“, sprach ich ihr salbungsvoll gut zu und blies immer wieder aufreizend über ihre erhitzte, gerötete Haut.

Ich wusste nicht, was in ihr vorging, aber sie starrte wie hypnotisiert auf die gegenüberliegende Wand. Sie lief nicht weg, noch stieß sie mich weg, sie wirkte abwesend.

„Ich mein das doch nicht böse… wirklich nicht, Hermione! Tu, was ich dir sage. Es wird dir nicht wehtun. Berühr dich!“, sang ich ihr beruhigend das Mantra vor und ich bemerkte sehr wohl ihr erregtes Hadern, das ihr abgehackter Atem offenbarte. Sie war willig, zu gehorchen, aber noch nicht bereit es in die Tat umzusetzen.

„Nein…“, meinte sie nicht so sicher, wie sie es sich bestimmt wünschte und schüttelte ihren Kopf zusammen mit meiner in ihren Locken vergrabenen Hand. Dabei verbot ich mir das Seufzen, das mir auf der Zunge lag.

„Gib dich dem hin, lass diese falsche Moral fahren“, entwich es mir minimal verärgert. Wie konnte man so stur sein?

„Spinnst du? Ich hasse dich“, schossen nun ihre Augen mit einem vorwurfsvollen Blick zu mir.

Leider konnte sie den Blick nicht sehen, den sie mir schenkte. Ihre Augen, ihr Gesicht, die glühenden Wangen, die geröteten Lippen, alles an ihr sprach von Lüge. Aber wenn sie sich mit diesem Trugschluss wohler fühlte, bitte. Wer wäre ich anders zu behaupten!

„Natürlich tust du das… Liebes“, entgegnete ich daher nachsichtig. Ich konnte einfach ihre Aussage beim besten Willen nicht ernst nehmen, weshalb ich mich auch nicht aufhalten ließ, in meinem Bestreben, ihr zu helfen. „Weißt du… Hass ist eine große, mächtige Emotion… und wenn du meinst das das nötig ist…Bitte und jetzt sei so gut und komm für mich. Du bist schon mehrmals für mich gekommen…“, erinnerte ich sie mit einem sardonischen Lächeln an unsere gemeinsame Vergangenheit. „So auch jetzt, nur will ich dir diesmal dabei ins Gesicht sehen!“, flüsterte ich sinnlich und bemerkte, wie sie erschauderte, als ich die Erinnerung von damals beschwor, wie sie auf meinem Schoß gekommen war, oder durch meine Feder, während ich sie durch meinen magischen Spiegel bei ihrem lustvollen Spiel beobachtete hatte.

Und ich wollte weiter insistieren, als ich stockte, denn da vernahm ich weit entfernte, aber sich nähernde Stimmen! Mein Kopf fuhr lauschend herum. Sie waren weit genug weg, entschied ich. Als ich sie wieder ansah, bemerkte ich, dass auch sie es vernommen hatte, jedoch ließ ich nicht zu, dass sie den Rock wieder fallen ließ.

„Lass mich los, das ist nicht lustig“, hisste sie mich vorwurfsvoll an und wehrte sich nun eindringlicher und energischer, als bisher. „Wir werden gleich entdeckt“, sprach sie das offensichtliche aus.

„Du könntest es noch schaffen, für mich zu kommen!“, erklärte ich lapidar und rührte mich kein Stück, dabei verzog sie schmerzlich ihre Miene, da sie an meiner Faust riss, die noch immer ihre Locken gefangen hielt.

„Du bist verrückt… wahrlich verrückt!“, wisperte sie mit riesigen Augen zu mir hin. „Du kannst nicht wollen, dass uns so hier jemand sieht, egal wer… der Skandal, die Gerüchte… das ist verrückt…“, hielt sie mir vor und zerrte mit ihrer anderen Hand an meiner Faust.

So lehnte ich mich nah zu ihr und ließ ihre Hand auf dem Bauch los. Rasch glitt meine Hand hinab auf ihre entblößte Scham, wenngleich sie sofort den Rock fahren ließ und ihre Finger sich um mein Handgelenk legten um mich aufzuhalten.

„Verrückt?“, fragte ich aufreizend. „Nach dir… vielleicht“, gestand ich relativ frei für meine Verhältnisse, dabei tat sie mir den Gefallen und offenbarte eine völlig entgleiste Miene, denn ich bezog, ohne den gewohnten Widerwillen, vor anderen Stellung, was ihr kurzzeitig die Sprache raubte. „Aber du weißt, dass du mir nicht entkommen kannst!“, drohte ich seidig, während sie noch immer mit der Offenbarung kämpfte, das ich verrückt nach ihr war.

„Draco…“, kämpfte sie rau hervor und sofort grinste ich sie höhnisch an.

„Ahhh, Draco?“, wiederholte ich sanft den Namen meines Sohnes. „Warum hast du damals Edgecombe aus dem Séparée geführt?“, fragte ich völlig aus dem Zusammen gerissen, wie es für sie scheinen musste und derart überfordert sah sie mich auch gerade an.

„Was?“, stieß sie atemlos aus.

„Ja, du vernimmst richtig, du weißt, wie es im Gewölbe ist und dir war es egal, ob du sie den Wölfen zum Fraß vorwirfst…“, hielt ich ihr den unschönen Spiegel der Wahrheit unbeugsam vors hässliche Antlitz, woraufhin sie scharf die Luft anhielt. „Du bist nicht gut, oder nett, du bist wie ich…“, beschied ich mit einer wissenden Endgültigkeit. „Draco hätte das nie getan und das weißt du nur zu gut. Sieh es ein, wir sind füreinander bestimmt“, meine Feststellung schien ihr die Sprache zu verschlagen, da sie wie ein Fisch den Mund öffnete und wieder schloss, ohne etwas zu erwidern.

Jetzt war es soweit, nichts hielt mich nun mehr auf, sodass ich wie vorhin, nur ohne störenden Stoff ihre samtigen Falten entlang strich und sie sich erfolglos gegen mich aufbäumte, aber dafür hielt ich sie zu sehr gefangen. So riss ich fest an ihrem Haar und rieb hart über ihren Kitzler.

„Ah“, entfuhr ihr in diesem Moment ein Ton des Unglaubens, der Lust und des Widerwillens. All dies vermengt, war schwer zu definieren, was schwerer wog aber sie war noch immer erregt.

„Bitte“, wisperte sie plötzlich zitternd, während ich immer wieder mit meinem Finger über sie fuhr.

„Ja…“, bestimmte ich unnachgiebig, doch sie bäumte sich auf, denn wieder war meine Berührung an ihrer intimsten Stelle mehr eine Ahnung denn eine Tatsache. Ich war da und wieder weg. Es sollte sie wahnsinnig werden lassen, wobei ich mir eingestand, dass, mit dem Wissen um meinen Fluch, eher ich davor stand, den Verstand zu verlieren.

„Dann merk dir endlich, dass du nie wieder vor mir davonläufst und mich stehen lässt, HERMIONE!“, drohte ich seidig wispernd und sie erbebte übergangslos bei dem tiefen Timbre meiner Stimme.

Plötzlich wurde der Ausdruck ihrer Augen glasig durch meine streichelnden und tastenden Finger, wobei ich es mir versagte, in sie zu stoßen. Dies war eine enorme Kraftanstrengung, während ich nun gezielt über ihr Zentrum rieb. Die sich nähernden Schritte und Stimmen waren nun besser zu vernehmen, während ihre Augen immer größer und ihre Atmung immer unsteter wurden.

Meine eigene Erregung trat in den Hintergrund, auf einmal war meine Wahrnehmung für meine Umwelt extrem scharf eingestellt und kalkulierend drückte ich auf ihre empfindsame Stelle und sie wie auch ich, wir keuchten gemeinsam stöhnend auf. Sie zog ihre Lippe zwischen die Zähne, wodurch sie den Schrei nur mit Mühe unterdrücken konnte, als sie beinahe kam.

Wohlgemerkt beinah, jedoch spürte ich diese delikate Tatsache und wich sofort von ihr zurück, als hätte ich mich verbrannt.

Ich zog meine Finger aus ihrem Haar, während sich meine andere Hand von ihrer Scham löste und nun musterte ich sie zufrieden, wie sie überrumpelt an der Wand lehnte, mit dem verrutschten Rock, der ihr unregelmäßig über die Oberschenkel fiel und zu ihren Füßen der vergessene Slip. Dazu das total wirre und gelockte Haar, das sich um ihr gerötetes Gesicht rankte. Ich ließ sie unbefriedigt, obgleich es mir ein leichtes gewesen wäre, sie über die Klippe zu bringen, aber da mir auch nur die schale Erregung ohne Erlösung bleiben würde, wie auch schon im Gewölbe, sollte es ihr nicht besser ergehen als mir.

„Ich hoffe, wir verstehen uns!“, beschied ich ihr sehr arrogant von oben herab, drehte mein Handgelenk, sodass mein Gehstock wieder in meinen Händen lag und angelte damit geschickt nach ihrem Höschen, das ich im Anschluss aus der Luft auffing.

Das alles verfolgte sie ohne Regung. Sie starrte mich nur mit großen Augen an.

„Und das gehört mir“, meinte ich noch überheblich und drehte auf dem Absatz um, zu meinem Leidwesen wurde mein perfekter Abgang minimal eingeschränkt, da ich mich auf meinen Gehstock stützen musste, während ich mich ohne Hast entfernte.

„Uhh…“, „Hilfe!“, „Was…?“, „Was macht der denn hier?“, stoben die drei Ravenclaws, die soeben um die Ecke bogen, vor mir auseinander und sprangen eilig beiseite, um nicht mit mir zu kollidieren.

Im nächsten Moment verstummte diese anmaßende Brut eilig, als sie meiner strafenden Miene ansichtig wurde und da sie mich erkannten, stand ihnen die nackte Angst ins Gesicht geschrieben.

Lucius Sicht Ende

Severus Sicht

„Du wirst sie noch in den Wahnsinn treiben, wenn du das nicht bald beendest“, stellte ich dezent fest, nachdem ich das kleine Intermezzo in meinen Fluren beobachtet hatte und nun neben Lucius glitt, der hier bei mir zum Halten kam.

„Wie meinen?“, fuhr sein aristokratisches Antlitz zu mir herum und er sah mich mit bewegtem Blick an. Was auch immer er nun sagen würde, oder wollte, er wirkte alles andere als unberührt.

Eines musste man dem Biest lassen, sie ging dem Mann unter die Haut! Eine Leistung, für die sie eigentlich ein Ohnegleichen verdient hätte, wenn man das denn bewerten könnte.

„Manchmal, nur manchmal muss man sich bei ihr einfach nehmen, was man begehrt“, schenkte ich ihm mit schnarrender Stimme meine Weisheit und erinnerte mich an den Abend zurück, als wir eine Mission erledigt und uns danach die Kleider vom Leib gerissen hatten und ich endlich mein leidiges Vergehen an ihr hinter mir lassen konnte.

„Was habe ich soeben getan?“, wollte er eingeschnappt erfahren und ich stöhnte. Man wusste meine gut gemeinten Ratschläge einfach nicht zu schätzen, erschreckend, aber wahr. Ob sich dieser delikate Zustand in den kommenden Jahren nochmal ändern würde? Ich bezweifelte es sehr.

„Du hast sie gereizt, mehr nicht“, kam es bestimmt von mir und ich grinste ihn süffisant an, dabei war seine eingeschnappte Miene beinah schon Lohn genug. „Und ich möchte darauf hinweisen, dass euer Tummelplatz nicht wirklich gut gewählt war…“, mahnte ich noch mit erhobenem Zeigefinger, den er anstarrte, als würde er ihn mir abbeißen wollen.

„Es kam doch keiner“, verkündete er auch umgehend mit der ihm eigenen, sehr gockelhaften Bestimmtheit und warf sein langes, seidiges Haar selbstsicher über die in Samt verpackte Schulter.

„Aha, und wem denkst du, hast du das zu verdanken?“, entgegnete ich sofort bissig und hob eine meiner dunklen Brauen an, dabei kräuselte sich meine Oberlippe.

„Dann hast du dich ja weit aus dem Fenster gelehnt, oder wirst du zum Voyeur?“, erwiderte er wie ein Geck, was ich mit einem zynischen Augenrollen kommentierte.

„Sehr witzig. Wann gedenkst du diesen Zustand zu ändern?“, kam ich entnervt aufgrund seines überheblichen Gebarens zum Punkt und schritt weiter aus, während er trotz seiner Einschränkung mit Hilfe seines Gehstocks wie ein König daher schritt.

„Plagt dich die Enthaltsamkeit, mein guter Severus?“, rissen mich seine mit Ironie durchtränkten Worte aus meinen Gedanken und mein Haupt fuhr empört zu ihm herum.

Was bildete sich Mr. „ich bin der größte Pfau von allen“ nur ein?

Natürlich war es nicht leicht, mit diesem Fluch zu leben, das wusste er zu gut, was mir diese gespielt generöse Miene suggerierte. Schlussendlich stand er hier unbefriedigt, mit einer zu engen Hose vor mir in der Gegend rum und nicht ich. Daraufhin fletschte ich die Zähne.

„Heb dir das lieber für andere Idioten auf, sonst geh ich zu ihr und lass dir nicht den Vortritt“, warnte ich mit seidiger Stimme und das Timbre meines Tons vibrierte unheilvoll, während sich seine Augen zu Schlitzen verengten und seine Mundwinkel zuckten.

„Uh, eine Drohung…“, freute er sich regelrecht diebisch aufgrund meiner rüden Entgegnung, weswegen er meinen Arm packte. „Wir haben eine Vereinbarung“, beugte er sich vertraulich nah zu mir und raunte diese unglückselige Tatsache in mein Ohr.

„Zu ärgerlich, dass dir das passiert ist“, entfuhr es mir bissig, als er den Kopf in den Nacken warf und lachte, während ich meinen trübselig schüttelte.

„Glück, ein Malfoy hat häufig Glück“, kam es unnachahmlich von ihm auf meine Reaktion und am liebsten wollte ich würgen wegen seines Hochmutes, oder ihm die Gurgel umdrehen. „Und Hermione ist halt in allem perfekt, was sie angeht“, meinte er volltönend und ich wusste nicht, ob er es ahnte, doch er hörte sich furchtbar verliebt an. Er gebärdete sich wie ein verliebter Gockel, jetzt wollte ich brechen.

Was auch immer er sagte, er wusste genauso wie ich, dass ich mich über das hinwegsetzen könnte. Es wäre vielleicht nicht schön und ein schmerzhaftes, einprägsames Gefecht, aber am Ende wäre sie mir vielleicht sogar dankbar, dass ich den Fluch gebrochen hätte. Wenn ich dies jedoch tat, wäre Lucius nicht nur stinksauer, sondern auch noch eingeschnappt und wohl auf ewig verprellt. Es gab Dinge, die er vergeben konnte und über denen er stand und es gab Grenzen, die nur einmalig überschritten werden durften und ich hatte eine Ahnung, dass sich unser Biest zu eben einer dieser Grenzen entwickelte.

„Sag das nicht zu laut, sonst ereilt noch Draco sein Glück, als Malfoy“, hielt ich mit meinem Zynismus nicht hinterm Berg. Es war schlimm genug, dass er mich mit seinen Spielchen ihr gegenüber drangsalierte.

„Du bist unmöglich, Severus“, erklärte er auch umgehen verstimmt und ließ meinen Arm fahren.

„Antworte lieber auf meine vorherige Frage. Wann gedenkst du, diesen latent unbefriedigenden Zustand zu beenden?“, forschte ich vehement nach, denn ich wünschte eine Antwort. Irgendwann war auch meine Geduld zu Ende. Er sandte mir einen sehr langen Blick, da er zu ergründen suchte, wie ernst es mir war, bis er langsam nickte.

„Weihnachten“, stieß er plötzlich sehr entschlossen aus. „Sie hat bis Weihnachten Zeit, sich mit den Gegebenheiten zu arrangieren“, unterstrich er mit einem endgültig wirkenden Stoß seines Gehstocks auf den Boden und wirkte sehr beherzt.

„Ohhh, so großzügig… unterschätze sie bloß nicht“, höhnte ich offen über seinen mehr als knapp bemessenen Zeitplan, wenn man bedachte, dass wir Mitte Dezember hatten. „Denn diese Schöne ist ein Biest“, gab ich mal wieder eine besondere Weisheit von mir, die anscheinend auf fruchtlosen Boden fiel, da er diese besondere Gutmütigkeit meiner Wenigkeit mit einer flatternden Geste seiner Hand hinwegfegte.

„Mhmmm, ich weiß, sie ist stur, aber vor allem ist sie noch nicht wieder gesund“, meinte er auf einmal mit einem anderen Thema beginnend und nun stoppte ich abrupt.

„Ich dachte… Potter sagte, die Tränke schlagen an?“, echauffierte ich mich umgehend. Schlussendlich hatte mich Lucius darüber informiert, dass sich Potter an ihn gewandt hatte, dass Hermione ernsthaft im Zelt erkrankt war und seitdem versorgte ich sie über Orange, einen sehr streitsüchtigen Vogel, mit auf sie abgestimmten Tränken.

„Das tun sie, aber sie ist geschwächt“, gestand Lucius mit einer steilen Furche auf seiner Stirn, die nicht zu seiner blasierten, oft maskenhaften Miene passen wollte. „Wir müssen aufpassen, dass sie wieder zu Kräften kommt. Schick Potter weitere Tränke. Er wird dafür sorgen, dass sie diese zu sich nimmt!“

„Natürlich, ich werde es umgehend veranlassen…“, stimmte ich ihm unverzüglich zu.

Es gab bestimmte Aufgaben, die ich gewissenhaft übernahm. Ich schwieg jedoch, da ich natürlich darüber nachdachte, was es bedeutete, dass selbst Lucius ihre Schwäche auffiel und sie diese nicht mehr vor ihm verbergen konnte. Es musste ernst sein. Aber eigentlich müsste ihre Genesung aufgrund der Tränke zügig voranschreiten. Wir übersahen etwas. Es musste mehr hinter ihrer Krankheit stecken als es auf einen ersten Blick hindeutete.

„Was? Severus, was fällt dir ein?“, bemerkte Lucius natürlich sofort meine geistige Abwesenheit und blieb auf den Stufen stehen und überblickte den Innenhof.

„Ich denke… ich hätte eine Idee, was ihre Heilung verzögern könnte“, erklärte ich nachdenklich und er lüpfte auf meine Aussage hin eine seiner so hellen Brauen und bedeutete mir, weiterzusprechen. „Ich denke, sie vernachlässigt bestimmt ihre Gaben und ihr Sein. Sie verdrängt es und vergisst, dass auch dies gepflegt und beachtet werden will“, verkündete ich meine Überlegungen.

„Denkst du, sie ist derart nachlässig?“, echote er ungläubig aufgrund dieser Eventualität und schaffte es, eine absolut glatte Maske der Ausdruckslosigkeit seiner Umgebung zu präsentieren, da sich einige Schüler im Hof tummelten, die uns nicht aus den Augen ließen.

„Sie hat bestimmt Samhain ausfallen lassen, nach dem was du da abgezogen hast…“, warf ich ihm mitleidlos sein Verhalten an Halloween vor und seine grauen Augen, die meinen Blick gefangen nahmen, gaben zu bedenken, dass ich da eben freiwillig mitgemacht hatte.

Er ahnte, dass ich es bereute, meinem Rachedurst derart schnell nachgegeben zu haben, aber der Ausdruck seiner Augen erzählte, wie herzlich egal ihm diese Tatsache war.

„Dann sieh zu, dass sie das nachholt und wieder Herrin ihrer Sinne ist“, befahl Lucius zu mir hin, dabei blickte er nicht mal in meine Richtung.

„Ich!?“, entschlüpfte es mir empört, während ich es schaffte, nur meinem Tonfall diese Gefühlsregung zu verpassen und zugleich die Maske für meine Umgebung geschickt aufrecht erhielt.

„Ja, du…“, servierte er wegwerfend und stützte sich auf seinen Stock, dabei sackte in mir die Bedeutung. Wollte er mich mit dieser delikaten Aufgabe, mit der er mich zu ihr sandte, beschwichtigen?

„Ich habe anderes zu tun“, erklärte er auch schon mit der ihm innewohnenden Arroganz, als mein Antlitz anklagend zu ihm herumfuhr.

„Nach was sieht das hier für dich aus? Langeweile?“, hisste ich schnarrend und breitete weit meine Hände aus und umfasste Hogwarts und seine Ländereien.
Dabei wollte ich gar nicht wissen, was für ein Bild ich abgab, da die ängstlich und eingeschüchtert wirkenden Schüler vor uns zurückwichen, nachdem sich mein schwarzer Mantel weit geöffnet hatte und ich mit Sicherheit das Bild einer großen Fledermaus, oder eines bösen Vampirs abgab.

„Du weißt selbst genau, dass sie nach gerade eben nicht auf mich hören würde“, meinte er mit einer Spur gut verstecktem Ärgernis in seiner Stimme, aber ich konnte es herausfiltern und daraus meine Genugtuung ziehen und senkte langsam meine Arme.

„Dein Wort, Lucius, du verstehst es, die Arbeit zu delegieren“, ging mein Spott mit mir durch und ich hoffte, dass mein Sarkasmus einmal Anklang finden würde.

„Aber darin war ich schon immer gut…“, bescheinigte er mir, dass an ihm alles abprallte, was ich von mir gab, furchtbar. „Gehab dich wohl“, wünschte er mir zum Schluss Glück und ich rollte mit den Augen. Was für ein Geck.

Während ich ihm widerwillig fasziniert hinterher sah, entschwand er trotz minimaler Hilfe seines Gehstocks, aber mit großer Eleganz auf Nimmerwiedersehen über den Hof. Tatsächlich war es einfach nicht zu glauben, wie er mir den schwarzen Gnom zuschob. Er sagte mir, wie ich mich um sie kümmern sollte, nachdem er mal wieder mit ihr Mist gebaut hatte. Wer, oder was war ich?

Tja, ich hatte mir meine eigenen Gedanken gemacht wie ich das Kind schaukeln wollte, nachdem Mr. unnachahmlich Lucius Malfoy, ich komme und verbreite Unruhe, verschwunden war. So wandte ich mich erst am Abend dieses Tages dem Geheimgang zum oberen Stockwerk zu und trat vor die bisher von mir nicht genützte Geheimtür, die in Hermiones privates Schlafgemach führte.

Lautlos glitt ich durch den Raum, hin zum großen Himmelbett und blickte auf ihre tief und fest schlafende Gestalt. Das war nicht normal, normalerweise wäre sie längst aufgewacht und so musterte ich lange ihre Erscheinung, die vom strahlend hellen Mond beleuchtet wurde. Ihre Gesichtszüge traten stärker hervor als sonst und zeichneten sich wesentlich schärfer ab. Die Krankheit hatte eindeutig an ihr gezehrt. Ich notierte mir im Geiste, ihr ebenfalls einige Aufpäppeltränke zuzusenden. Ein wenig Protein konnte nicht schaden. Sie wurde zu dünn. Dass sie aber auch immer so unvernünftig sein musste. Mein Augenmerk war gerade bei ihren Füßen angelangt.

„Genug gestarrt?“, riss mich plötzlich ihre Stimme aus der Betrachtung ihres Körpers und mein Blick sauste hoch zu ihrem Kopf, zu ihren Augen, die mich fokussierten.

„Erwacht“, stellte ich nüchtern fest und löste meine bisher verschränkten Hände.

„Wie lange bist du schon da?“, zog sie sich auf ihre Arme und musterte mich mit schief gelegtem Haupt, als ich nichts erwiderte schnaubte sie auf. „Was überlegst du?“, schien sie die Stille nicht ertragen zu können.

„Was ich mit dir machen soll“, entgegnete ich rau und schüttelte einmal meinen Kopf, auf dass ich die Spitzen meiner Haare über mein Kinn streichen fühlen konnte.

„Uhhh…“, stieß sie amüsiert aus und verzog ihre Lippen zu einem Lachen, bei dem man in der Düsternis gut ihre weißen Zähne ausmachen konnte. „Dann überleg nicht zu lange, zieh dich aus und komm zu mir…“, zog sie bei ihrem Angebot ein wenig ihre Beine an, woraufhin ich abfällig schnaubte.

„Pfff… um die lächerlichen Reste von Lucius zu pflücken?“, stieß ich zynisch aus und es klang zu meinem eigenen Erstaunen in meinen Ohren etwas bitter und ich durfte erleben, wie sie erstarrte und ihre Augen groß wurden.

„Du hast es gesehen“, stellte sie fest und schloss kurz gepeinigt die Augen, als wäre ihr schon allein die Vorstellung peinlich. Eine interessante Tatsache, da ich noch nie erlebt hatte, dass sie diese Regung noch in sich trug.

Kurz flackerte in mir die Erinnerung auf, sie zusammen mit Lucius in einem Flur, ihr Höschen zu ihren Füßen, den Rock erhoben und er vollständig bekleidet vor ihr, während er sie bedrängte. Nur, das Interessante an dieser delikaten Situation war gewesen, dass sie sich nicht gewehrt, sondern abgewartet hatte.

„Das ist Hogwarts und mir gehört es“, verkündete ich mit gelebter Arroganz.

Kurz bemerkte ich ein spöttisches Grinsen in ihren Mundwinkeln. Wir wussten doch alle, wie begeistert ich zu meiner neuen Stellung stand und wie gepeinigt ich mich fühlte, dass ich Hogwarts hatte übernehmen müssen, aber wenn ich es schon tat, dann richtig!

„Tja, ich frage mich immer, wie Dumbledore es hinbekommen hat, so viel nicht zu sehen“, murmelte sie leise, schlug wieder ihre Augen auf und sah mich direkt an.

„Lenkst du ab?“, fragte ich aufreizend und starrte zu ihr nieder, während sie sich über die Lippen leckte.

„Mhm… vielleicht“, meinte sie langsam und zog sich in eine sitzende Position. „Fickst du mich jetzt, oder nicht?“, erklärte sie mit diesem aufreizenden Blick, der ihr eigen war, und ich rollte mit den Augen.

„Deine Ausdrucksweise kann zu vulgär sein“, verkündete ich schnarrend und starrte auf die sündige Hexe hinab.

Eine verbotene Frucht! Eine stetige Versuchung, so köstlich wie der Apfel, der am besten nicht gepflückt wurde und wer hatte an diesem verfluchten Umstand mit schuld? Genau, ich, selten bereute ich Taten von mir, aber gerade fing ich an, mich selbst zu verfluchen.

„Das sagt der Richtige“, kicherte sie auf meine strafenden Worte hin übermütig. „Was willst du, wenn du nicht zu mir kommst, um mit mir zu schlafen?“, fragte sie leise und auf einmal fühlte ich mich degradiert, als würde ich nicht mit ihr stundenlang in meinen Räumen sitzen und lesen.

Oder aber drehte sich alles in ihren Gedanken nur noch um den Fluch und seine Auswirkungen, die sie nicht kannte? Und auch wenn ihre Körperhaltung Entschlossenheit suggerierte, sah sie für mich in dem zu groß anmutenden Bett verloren aus. So sank ich mit meinen Knien auf der Höhe ihrer Hüften auf die Matratze, die unter mir nachgab.

„Ich denke, es gibt Gründe für deine labile Gesundheit“, begann ich ernst und sofort zog eine gewisse Vorsicht in ihre Züge ein, die ich als beleidigend hätte empfinden können, wenn ich denn empfindsam wäre.

„Ah, macht ihr euch Sorgen?“, wägte sie ab, bevor ihr Sarkasmus gewann und sie offen zweifelte. „Ich bin bald wieder ganz gesund“, knurrte sie verärgert und schüttelte ihre wirren Haare. Es war, als würde sie es ständig hören und sie gefährlich nerven.

„Ja, das wirst du sein, wenn du aufpasst, aber auch du solltest dich sorgen, wenn deine Krankheit so lange währt…“, gab ich mit jahrzehntelang geschulter Lehrstimme zum Besten und sie besaß die Reife eines Kleinkindes, da sie es wagte und mir die Zunge rausstreckte.

„Es ist nicht schlimm“, hisste sie eingeschnappt und raffte ihre Decke in ihren Händen.

„Doch, das ist es, gerade jetzt ist es unabdingbar, dass wir fit sind. Wir müssen als Familie stark sein“, insistierte ich gebetsmühlenartig und plötzlich ruckte sie hoch. Eines musste man dem Biest lassen, sie verstand es, hinter den Zeilen zu lesen, wie nur wenige es konnten.

„Was ist passiert?“, fragte sie auch sofort und maß mich mit abschätzigem Blick.

„Ist dir Lucius‘ Verletzung nicht aufgefallen?“, wollte ich konsterniert erfahren und fragte mich, wie sie so uninformiert sein konnte. Das mussten die Nachwehen ihrer Hinfälligkeit sein. Solche Liederlichkeit war ihr sonst fremd.

„Doch… aber…“, stotterte sie wenig intelligent und ich schnaubte abwertend.

„Alles andere hat dies verdrängt, ja…“, ging mein Hohn und Spott mit mir durch, was sie mit Sicherheit erröten ließ, dabei kam ihr die Finsternis der Nacht zugute, die dies verbarg, aber ihre Grimasse, die sie , konnte ich durchaus wahrnehmen. „Er war mit mir in einen Kampf gegen die Irländer verwickelt.“

„Dracos Leute?“, wisperte sie mitgenommen und versuchte, wieder eine Fratze zu ziehen.

„Ja!“

„Um der Göttin willen, gab es Gefangene?“, hauchte sie entsetzt und ich erinnerte mich an den Abend, als ich sie betrunken in Spinners End gefunden hatte.

„Nein“, erklärte ich kurz, daraufhin war ihr die Erleichterung ohne Wenn und Aber anzusehen und sie holte zischend Luft, während ich ihr alle Details darlegte und sie ließ mich reden, hörte mir aufmerksam zu, als ich am Ende der Erzählung angelangte. „Und aus unseren Reihen feuerte jemand einen Todesfluch…“

„Auf… Lucius“, vollendete sie leise und ballte ihre Fäuste um die Decke und ich nickte. „Wer?“, forderte sie mit leiser Vehemenz.

„Wir vermuten mittlerweile Rowle, danach King und oder Crockett“, zählte ich emotionslos die Fakten auf.

„Mhm, der zweite Angriff, nachdem diese Scharade im Gewölbe nicht geklappt hat?“, kam es von ihr reichlich sparsam und meine Lippen schürzten sich aufgrund ihrer trefflichen Genauigkeit.

„Du bist zu gut“, rang ich mir zufrieden ab. Denn auch wenn sie es nicht gezeigt, oder es hatte erkennen lassen, hatte sie durchaus bemerkt, was sich dort abgespielt hatte, nämlich ein Machtkampf allererster Güte.

„Ich mag krank gewesen sein, aber ich bin nicht doof. Wer waren damals die Strippenzieher?“, wischte sie mein Lob fahrlässig beiseite und kam auf das Wesentliche und wirklich Wichtige zu sprechen.

„Bellatrix und Antonin“, sprach ich mit Grabesstimme und war sehr ernst, dabei sah ich ihr unverwandt in die Augen.

„Ach, wie süß, und sie denken, mit solch Möchtegernanschlägen können sie einen Lucius Malfoy ausschalten“, spottete sie mit absoluter Bosheit über Bellatrix und Co. und offenbarte weder Angst noch Sorge, sondern nur absolutes Vertrauen in Lucius‘ Fähig- und Fertigkeiten, sich diese Attentate mehr, oder weniger unbeschadet vom Hals halten zu können. Unterdessen schüttelte sie ihr Haupt empört und ihre Locken sprangen wild hin und her.

„Anscheinend, was denkst du?“, wich ich eilig aus, denn ihre Reaktion verwirrte mich. Dies war ein Umstand, den ich mir niemals anmerken lassen würde und so saß meine Maske perfekt, aber interessant fand ich es allemal, wie sie zu ihm stand.

„Bitte? Es ist wagemutig, so dämlich zu sein, ich denke, dass sie ihn wütend machen, aber gefährden? Eher weniger…“, erklärte sie mir mit einem schmallippigen Lächeln, während ich ihr ohne eine Miene zu verziehen applaudierte. Lucius anzugreifen und keinen Erfolg zu haben, war brandgefährlich und die beiden Verschwörer würden sich noch wünschen, es nicht getan zu haben. Seine Rache wäre, wenn sie kam, bösartig und schwerwiegend.

„Das war immer das Erfreuliche an dir“, gab ich widerwillig kund, woraufhin sie mich auffordernd anblinzelte. „Dein Verstand“, kam ich ihrer stummen Aufforderung nach, es zu konkretisieren. Und noch immer war ich an ihrer Seite auf dem Bett und blickte auf sie hinab.

„Überwirf dich bloß nicht mit Lob“, war ihre Antwort eine einzige aufreizende Gehässigkeit und ihr hintersinniges Grinsen nicht weniger doppeldeutig. „Ehrlich, es ist gefährlich, wenn sich Dolohov und Bellatrix derart weit vorwagen und sie sind nicht zu unterschätzen, aber jetzt ist der Überraschungseffekt weg, selbst der größte Idiot würde nun Vorkehrungen treffen und Lucius mag zu meinem Leidwesen vieles sein, aber blöd war er noch nie“, murrte sie düster vor sich hin und biss sich auf ihre Unterlippe.

„Gut erkannt…“, zuckte ein kleines Lächeln an meinen Mundwinkeln, als sie Lucius derart trefflich beschrieb.

„Wie ging es weiter? Der Kampf?“, holte mich ihre Frage aus meiner Betrachtung ihrer verlockenden Person.

Wie sie vor mir ausgebreitet auf dem Bett drapiert war, war sie stetig eine einzige Sünde wert.

„Dracos Leute haben sich gut geschlagen, aber der Todesfluch, der Lucius verfehlte… er traf…“, erzählte ich ihr von den Vorkommnissen und sah nun in ihren Augen, dass sie noch keine Ahnung hatte, wen es getroffen hatte und seufzte leise, als sie erstarrte.

„Jemand anderen…“, wisperte sie und blickte mich eindringlich an. Meine plötzlich so abweisende Haltung schien sie richtig zu deuten und auf das Schlimmste gefasst zu machen.

„Würdest du die Güte haben und mich ausreden lassen, ich hasse das“, schimpfte ich über ihr anmaßendes Benehmen los, dabei wollte ich nur Zeit gewinnen, während sich eine steile Falte auf ihrer Stirn bildete.

„Natürlich, Schulleiter…“, servierte sie demütig, so gut gespielt, wie sie dem Lord gewöhnlich gegenübertrat, als ich mich dazu entschied, dass kurz und schmerzlos der einfachste Weg wäre.

„Moody ist tot.“

„Wasss…“, fuhr sie hoch. „Mad-Eye… wieso… weshalb?“, strömten Fragen über Fragen aus ihr heraus und sie packte meine Oberarme, brachte ihr Gesicht nah an meines.

„Das wissen wir nicht“, entrang sich mir entrüstet. War ich ein Alleswisser? „Er war derjenige, der Lucius verletzte und den der Todesfluch an Lucius statt traf. Warum er ein Mitglied von Dracos Trupp ist weiß ich doch nicht… frag Draco!“, beschwerte ich mich über ihr Verhalten und gerade hasste ich es mal wieder abgrundtief, der Überbringer von Nachrichten sein.

Egal ob gut oder schlecht, es war immer scheiße. Das nächste Mal dürfte einer der anderen Herren ran.

„Küss mich“, bat sie plötzlich heftig von jetzt auf gleich und das überraschte mich.

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Zuletzt von queenie am Mi Jan 04, 2017 4:22 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Don't touch it!   Di Sep 06, 2016 6:21 pm

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564. Kapitel Don't touch it!

Ich erzählte ihr von Moody und was wollte sie?

Einen Kuss. Ich musterte ihr Gesicht, das mir gegenüber war. Ihre Augen ließen mich keine Sekunde aus dem Blick und auf einmal brauchte es nicht mehr als diese Bitte.

So legten sich meine Lippen übergangslos auf ihre und sie zögerte keine Sekunde, schlang ihre Arme um meinen Hals und küsste mich wie eine Ertrinkende. Wir versanken in einem stürmischen, nicht enden wollenden Kuss, während meine Hände ihre Seiten hinab und hinauffuhren und ich genüsslich ihren Körper fühlte und sie langsam, aber sicher zurückdrängte, bis sie sich hinlegte.

Schließlich lag ihr Kopf wieder im Kissen und ich löste langsam meine Lippen von ihrem verführerischen Mund, was ihr zu meiner Genugtuung einen kleinen Protestlaut entlockte.
„Lass mich deine anderen Augen sehen“, bat ich heiser und sah auf sie hinab, als sie ihre Augen weit aufriss und mir tief in die meinen blickte.

„Hast du gesehen, wie sie mich ansehen?“, wisperte sie daraufhin und ich hob eine Braue.

„Die Schüler… es wird mir jetzt sehr deutlich bewusst, seit ich so selten da bin“, erklärte sie atemlos und ich seufzte leise auf. Ich bat sie aus mehreren Gründen, denn um gesund zu werden musste sie auch ihrem anderen Sein eine Daseinsberechtigung zugestehen und dazu gehörte es, es anzunehmen und nicht konsequent wegzusperren.

„Finde Trost darin, zu sehen, wie ich dich ansehe“, entfuhr es mir erregt. Ich konnte es kaum erwarten, ihre strahlend weißen Augen wieder zu sehen, wieder ein Teil von etwas Besonderem zu sein. „Tu es“, forderte ich nochmal, doch sie schien noch mit sich zu ringen.

„Hermione, du vernachlässigst dein anderes Sein. Es gehört zu dir und darf nicht immer verschlossen sein, hol es raus, lass es raus“, drängte ich sie weiter und sie erstarrte unter mir.

„Du meinst, das ist der Grund, warum ich so geschwächt bin?“, verband sie die Informationen zu einer Erklärung und nickte langsam. Und dann waren sie da, ihre blendend weißen Augen, die mich wie strahlenden Perlen in der Finsternis anstarrten.

„Du magst diese Augen?“, wisperte sie, während mein Blick ihrem ungebrochen standhielt.

„Ja“, zog ich sie wieder in einen genießenden Kuss.

Severus Sicht Ende

Hermiones Sicht

Ich sank mit einem leisen Seufzen auf meinen Rücken und schloss meine weißen Augen, die meine Sicht auf vielerlei Weise veränderten.

Meine Umgebung war schlagartig immer eine ganz andere, auch meine Empfindungen. Ich nahm meine Gefühle ganz anders wahr, wenn er mich berührte. Ich konnte seine Lippen sofort wieder fühlen, bevor er mich überhaupt wieder berührte, erst dann legte sich sein Mund bestimmend erneut auf meinen. Seine Lippen waren warm und weich, der Kuss langsam und intensiv. Er zog meine Unterlippe unendlich zärtlich zwischen seine und stöhnte selbst heiser und lustvoll auf. Ich fühlte die leidenschaftliche Woge über mich schwappen, die Beine hinunter und wieder nach oben brausen, als er meinen Mund erneut eroberte. Und wieder. Und wieder. Ich öffnete meinen Mund jedes Mal ein bisschen mehr und seine Zunge tauchte ein, bis ich nichts zurückhielt. Schließlich öffnete ich meine Augen wieder und stellte fest, dass er mir starr ins Antlitz blickte. Er meinte das ernst, dass er meine Augen mochte. Seine Zunge führte immer noch mit meiner ein Gefecht. Er schmeckte mich, kostete mich, glitt mit seiner samtigen Zunge über meine. Langsam, so verdammt langsam. Es war dekadent und ließ mich Lucius und seine Attacke im Flur verdrängen.

Ich hielt den Blickkontakt und schob meine Zunge aufreizend in seinen Mund, um an seiner entlang zu gleiten und zwirbelte meine Zunge um seine. Meine Hände wanderten von seinen Oberarmen zu seiner Brust und sie glitten im Gleichklang mit meinen Lippen über sie hinweg, langsam nach oben, zu seinen Schultern und dann zu seinem Nacken. Meine Finger fuhren in seine Haare und ich vergrub sie in ihnen. Unterdessen drängte er sich tiefer in die feuchte Hitze meines Mundes. Mehr und mehr tauchte er ein. Schneller, härter, erobernd, plündernd, besitzergreifend.

Mir entfloh ein kleines Geräusch hinten aus meiner Kehle und ganz plötzlich zog mich die Hand, die meinen Hinterkopf umschloss, noch enger an ihn. Mein Lockengewirr verfing sich mit seinen Fingern. Sein Tempo wurde hektisch, mein Atem wurde schneller, als seine andere Hand meine Brüste traktierte und über meine empfindsamen Brustwarzen fuhr. Er brachte meine Brustwarzen dazu, sich zu festen Spitzen zu verhärten. Sie waren unglaublich empfindlich und während er seine Handfläche darüber rieb, stöhnte ich verlangend auf und genoss das Gefühl, nichts zurückzuhalten, während ich ihn anstarrte.

Severus riss sich von mir los, zog mir mein kurzes Top aus, legte meine Brust frei und leckte dann meine rechte Brust hinab, um meine Brustwarzen herum und neckte sie. Es war erfüllend, als sein heißer, feuchter Mund sie umgab und so an meiner Brust zog, dass es minimal schmerzte. Ich beobachtete seine Augen, die sich allmählich im Genuss schlossen, während er die Distanz verkürzte und meine Augen sich ebenfalls schlossen.

„Ahhh“, stieß ich einen heiseren Schrei aus, als seine Zähne sachte zubissen und meine Hüften wanden sich fiebrig unter ihm. Seine Zunge hinterließ nasse Spuren auf meiner erhitzten Haut und schon flogen meine Augen wieder auf, da er sich übergangslos von mir löste und hinab rutschte. Ich hatte gar nicht mitbekommen, wie ich mein Hose verloren hatte. Nun drückten seine Hände meine Oberschenkel auseinander und ich konnte innerlich nur befreit endlich denken! Endlich würde Lucius‘ Attacke auf mich ihre Wirkung verlieren, doch Severus kam nicht wieder zu mir hoch, sondern blieb unten, wie ich nach einem weiteren Blick hinab feststellte.

Er legte den Mund komplett über mein Zentrum der Lust und küsste mich nun dort, erforschte mich, öffnete mich für sich, woraufhin ich meinen Rücken durchbog und meinen Kopf ins Kissen presste. Er leckte in breiten Streifen an den weichen Falten entlang und verteilte saugende Küsse darauf, um mich langsam aber sicher in den Wahnsinn zu treiben. Plötzlich ließ er von meinen Lippen ab, nur um sie sogleich zusammen in seinen Mund einzusaugen. Er zog fest an ihnen und biss sogar sachte hinein, bis sie vor schier unerträglicher Hitze pochten und mein Stöhnen in eine fließende Litanei zusammenhangslosen Murmelns überging. Er spreizte meine schmerzenden und missbrauchten Lippen noch einmal und leckte langsam hinauf, tauchte für eine Sekunde ein, leckte über die weiche Haut unter meinem Kitzler weiter hinauf und schließlich hoch über meine empfindsamste Stelle. Immer wieder stieß ich lustvolle Schreie aus, bockte mit meinen Hüften und meine Hände legten sich auf Severus‘ Kopf, verhedderten sich brutal in seinen kinnlangen Haaren, um seinen Mund dort zu halten, wo ich ihn brauchte.

Er leckte weiterhin um den Kitzler herum, und drüber, bis sich mein Rücken vom Bett hob. Mein Körper war überzogen mit glänzendem Schweiß und ich wimmerte. Ich stand an der Klippe und hoffte auf Erlösung, als er urplötzlich von mir abließ.

Er stemmte sich hoch, um sich zwischen meine gespreizten Knie zu begeben. Er legte seine Hände auf meine Schenkel und drückte sie weiter auf. Ich selbst war atemlos, hatte aber nichts dagegen, wenn er diese süße Qual beendete und endlich zu mir kam. Ich wollte ihn spüren, mich mit ihm vereinen und streckte meine Arme nach ihm aus, während er für einen langen Moment auf mich blickte, wie ich so geöffnet vor ihm lag, dabei war sein Blick sonderbar entrückt.

„Severus, was…?“, wisperte ich unsicher, als er sich nicht sofort auf mich legte, während mir nun zum ersten Mal auffiel, dass er bisher noch kein Stück Stoff verloren hatte.

„Schsch“, beschied er mir herrisch und ich biss mir auf die Unterlippe, da ich ihn nicht unterbrechen wollte. Hinter ihm schien der Mond durchs Fenster und ich konnte seine Gestalt ausmachen, beobachtete wie nun seine Finger zärtlich über den Spalt meines feuchten Geschlechts streichelten, bis er wieder auf Tauchstation ging. Es war die Spitze seiner Zunge dort, die mich mit meinen Hüften rollen ließ und ich stöhnte bei dem neckenden Schlag. Ich verfolgte alles mit weit geöffneten, weißen Augen und plötzlich starrte er zu mir. Er sah mit einem hungrig starrenden Blick zu mir, allmählich vorwärts stoßend mit seiner Zunge, die vollständig in meiner Hitze versank.

Oh, meine Göttin, war das intensiv!

Meine Hüften zuckten unkontrolliert, weil er mit seinem Daumen kurz über meinen Kitzler strich. Seine saugenden Küsse auf den Innenseiten meines Schenkel, auf meinen geschwollen Lippen waren sinnbetäubend. Severus saugte an meiner Öffnung und seine Zunge durchbohrte mich so tief, dass ich wimmerte. Sie strich sanft über meinen Kitzler und ich wollte ihn antreiben, während ich mir vorstellte, wie er mich endlich vögelte.

„Komm“, beschwerte ich mich nun auch rau, dabei bemerkte ich, dass meine Stimme gar nicht mehr wie meine eigene klang. Warum kam er nicht endlich zu mir? Ich wollte mehr, so viel mehr!

Aber er ließ nicht von mir ab. Er rieb mich fester und ich bog mich durch, presste mich mühsam gegen Severus‘ Hand. Ich brauchte mehr von ihm!

„Auf… was… wartest… du…?“, stieß ich abgehakt hervor, aber er verstand es, meine Gegenwehr im Keim zu ersticken, indem er seine Bemühungen noch verstärkte.

Auf einmal änderte er seine Position, richtete sich nun zwischen meinen Beinen etwas auf, umfasste mein Knie, neigte sich wieder tief hinab und blies über die Feuchtigkeit, während sein Finger der anderen Hand nachdrücklich über meinen Kitzler glitt. Als mich seine Haarspitzen kitzelten, da er den Kopf zischen meinen Beinen neigte, biss er mir plötzlich schmerzhaft fest in den Oberschenkel.

„Ahhh“, schrie ich auf und wurde im nächsten Augenblick still und steif, da die Nervenenden in meinem Inneren zum Bersten angespannt waren und mich mein Orgasmus wie eine erdrückende Welle überschwemmte.

Erst danach, als die Nachwehen abflauten, bemerkte ich, dass es sein Zeichen, sein eingebranntes Mal war, in das er gebissen hatte und das er auch jetzt noch, während ich noch unter den letzten Zügen meines Orgasmus krampfte, mit seiner Zunge und seinen Lippen liebkoste. Es war, als wollte er mir zeigen, dass ich trotz, oder wegen allem noch immer auch sein Eigentum war.

Es war unerwartet besitzergreifend, erregend, eine wunderbare Bestätigung und es gab mir Sicherheit in der Unsicherheit Lucius gegenüber.

Meine Locken waren ein verheddertes Durcheinander, klebten wirr in meinem verschwitzten Gesicht und mein Körper zitterte. Ich seufzte zufrieden und streckte meinen Kopf als Einladung ein wenig nach oben, denn meiner Ansicht nach waren wir noch nicht fertig und er folgte meiner Aufforderung. Er legte sich auf mich und platzierte seine Lippen wieder auf meinen, fing meine Unterlippe mit seiner Zunge ein und leckte mir aufreizend darüber. Ich öffnete meinen Mund für ihn, doch es waren kurz gehaltene Küsse und erst da registrierte ich, dass er keine Anstalten unternahm, zu mir zu kommen, um mit mir zu schlafen.

Zu müde, zu befriedigt, um mich aus der wohligen Schläfrigkeit zu kämpfen, summte mein Körper aufgrund der Nachwirkungen, sodass ich mühelos einschlief, dabei dachte ich noch voller Ironie, dass Vergessen sich phänomenal anfühlte.

Hermiones Sicht Ende

Dracos Sicht

„Seit wann tummelst du dich wieder in Hogwarts?“, sprach ich Hermione nach dem Ende des Frühstücks ungeduldig an und sie fuhr zu mir herum und ließ ihr Gespräch mit Brown sausen.

Seitdem ich erkannt hatte, dass es die echte, eben meine Hermione war, die bei Tisch saß, hatte ich wie auf heißen Kohlen auf der Bank gehockt. Ich musste endlich zu ihr, endlich mit ihr sprechen.

„Seit gestern Abend“, schenkte sie mir ein gespielt freundliches Lächeln, während ich nach ihren Händen griff und Brown zusah, dass sie Land gewann und mein Lächeln zu Eis gefror.

„Warum bist du nicht zu mir gekommen?“, fragte ich eindringlich, nachdem ich diesen Schock überwunden hatte und zog sie näher zu mir.

Warum kam sie nicht zu mir? Vermisste sie mich nicht? Meinte sie nicht, dass es angebracht wäre, über alles und jeden zu reden?

„Ähm…“, wich mir ihr Blick unstet aus und ich runzelte misstrauisch die Stirn. „Es… es war zu spät, ich wollte dich nicht mehr stören“, redete sie sich ungeschickt heraus und ich hob skeptisch meine Braue.

Sie musste ahnen, wie sehr ich mir wünschte, mit ihr zu sprechen, sie zu sehen, ihr nah zu sein und da war es mir herzlich egal, wie spät es war. Seit wann war Hermione derart flüchtig und unfassbar für mich?

„Du kannst immer kommen“, meinte ich daher tadelnd und strich ihr eine ihrer langen Locken aus dem Gesicht hinter ihr Ohr.

„Ich weiß, aber ich war müde“, gestand sie mit düsterem Blick und zog ihre Unterlippe ein. Was auch immer ihr sonderbares Verhalten erklären könnte, irgendwie glaubte ich ihr das mit der Müdigkeit.

„Müde? Bist du krank?“, drang ich sofort besorgt in sie und sie ruckte mit dem Haupt hoch und sah mich herausfordernd, mit blitzenden Augen an.

„Der Götter, nein“, brauste sie genervt auf. „Ich bin gesund, aber nach der Kälte da draußen war es schön, eine Dusche zu genießen und mich in ein sehr weiches Bett zu kuscheln“, rechtfertigte sie sich genervt und ich legte misstrauisch meinen Kopf schief und musterte sie. Was nervte sie derart, um nach dieser einen Frage so aufzubrausen?

„Ohne mich?“, meinte ich dann langgezogen und behielt sie unter Beobachtung, registrierte jede Regung von ihr.

„Draco…“, kanzelte mich ihr Ton schon ab. „Ich wollte niemanden sehen, keine Schüler… sie starren immer so… schau“, deutete sie mit einer harschen Geste um sich herum und ja, ich gab ihr Recht, die Blicke, die sie kassierte waren alles andere als liebreizend.

„Das kann dir doch egal sein, du bist du“, fuhr ich sie hitzig an und sie zuckte minimal zusammen, fast nicht wahrnehmbar, aber ich hatte es bemerkt und es machte mich stutzig, sodass ich sie in eine Nische zog, damit wir ungestörter waren.

„Ich bin geblieben, weil ich dich sehen wollte“, erklärte sie plötzlich und da zog ich sie zu mir und legte meine Lippen federleicht auf ihre und wollte gerade den Kuss intensivieren, als sie ihren Kopf wegdrehte, sodass meine Lippen an ihrer Schläfe zum Liegen kamen und sie langsam ausatmete.

„Ich muss auch gleich wieder weg…“, wisperte sie auf einmal und löste sich meiner Meinung nach viel zu schnell von mir.

„Wohin?“, wollte ich verständnislos erfahren.

„Moody“, kam es sehr leise von ihr und ich presste meine Lippen zu einem Strich zusammen.

„Er ist tot“, entfuhr es mir ungehalten, weil es Hermione sehr in Bedrängnis hätte bringen können, hätte ein anderer als Vater oder Severus ihn demaskiert. Nicht auszudenken, wie der Lord auf diesen Verrat reagiert hätte.

„Ich… ich weiß, Severus hat es mir gesagt“, gab sie unumwunden zu. Es wunderte mich, dass sie diese Information frei Haus lieferte, da ich mich gar nicht erkundigt hatte, wie sie an diese delikate Information gekommen war.

Sprach da das schlechte Gewissen aus ihr? Irgendwie fühlte ich mich übergangen und nicht gewürdigt!

„Den hast du also gesehen?“, konnte ich mich nicht gegen meine geifernde Wut, wegen der Tatsache, dass sie zu ihm ging, aber zu mir nicht, wehren.

„Wer hat es dir gesagt?“, lenkte sie ab und ich starrte zornig auf sie hinab, überwand dann aber diese kindische Gefühlsregung.

„Mir? Marcus, Vater“, stieß ich knapp aus, blieb vage und durfte erleben, wie ihre Lider flatterten, bevor sie diese senkte.

„Oh“, hauchte sie und sah mich nicht an.

„Ja, stell dir vor, er war wirklich da!“, erwiderte ich erregt, denn die Selbstherrlichkeit, wie er Besitz von Slytherin ergriffen hatte, war mir immer noch gegenwärtig.

„Wo?“, meinte sie verständnislos und blickte mich endlich an.

„Hier im Gemeinschaftsraum“, rang ich mir mit Ironie ab. Sein Auftritt war gar nicht zu fassen. Welches Elternteil traute sich, hier aufzuschlagen? Meiner!

„Was du nicht sagst…“, meinte sie erschreckend tonlos. „Das war bestimmt sonderbar“, murmelte sie und wirkte alles in allem mehr als sonderbar in ihrem Verhalten.

„Auf jeden Fall, er thronte sehr selbstherrlich in meinem Sessel“, grollte ich ihm, dass er mich vor den Slytherins hinstellte, als wäre ich ein kleiner Junge.

„Er kam nur, um dir zu sagen, dass Moody an seiner statt tot ist?“, würgte sie an dem Satz herum, denn egal wie gut ihre Maske saß, sie wirkte gehetzt, seitdem es um Vater ging.

„Nein…“, legte ich eine bedeutungsschwere Pause ein und holte tief Luft. „Er war auch da, weil er enttäuscht war, dass ich nicht zu ihm gekommen bin, wegen der Auseinandersetzung an Halloween. Er meinte, wenn ich nicht komme, dann kommt halt er zu mir“, stieß ich schweren Herzens aus.

Es ärgerte mich im Nachhinein, nicht die Größe besessen zu haben, aus freien Stücken zu ihm gegangen zu sein, sondern ihm die Genugtuung geliefert zu haben, mich vorzuführen, indem er zu mir gekommen war.

„Konntet ihr es klären?“, wollte sie zurückhaltend erfahren und biss sich wieder auf die Lippe.

„Du meinst, ob er alles rückgängig macht?“, entgegnete ich höhnisch. „Nein, aber er hat dargelegt, dass ihm wichtig ist, zu sagen, dass er mich schätzt, als seinen Sohn“, erklärte ich das wenig befriedigende Lob, das er mir hatte zukommen lassen, das mir am Ende aber auch nichts brachte. Sie schien es doch sehr zu überraschen. Sie legte ihre nichtssagende Miene ab und starrte mich mit offenem Mund und weit geöffneten Augen an.

Sie sah so aus, wie ich mich seit gestern Abend gefühlt hatte, erschlagen und überfordert, was er mit solch einem einmaligen Auftritt bezweckte. Ich traute Vater kein Stück, erst recht nicht, wenn er sich widersprüchlich seiner eigentlichen Natur verhielt.

„Draco, das ist doch toll, oder nicht?“, rang sie sich nach einiger Zeit ab und zog ihre Schultern an. Auch sie war sichtbar überfragt, was das alles bedeutete.

„Weißt du, was er sagte? Du bist eindeutig das Beste, was uns, deiner Mutter und mir, zusammen gelungen ist“, wiederholte ich seinen Satz, der mir nicht aus dem Sinn ging, der mich um meinen wohlverdienten Schlaf gebracht hatte.

„Er ist mit dir zufrieden… das ist doch schön…“, versuchte sie mich mit leicht gequält wirkender Miene aufzumuntern.

„Als sein Nachfolger? Als sein Erbe? Allemal… meinte er…“, kam ich einfach nicht dagegen an, dass mich beschäftigte, was er von sich gegeben hatte. Das war so wenig mein strenger, ständig fordernder und nie zufriedener Vater gewesen.

Sollte ich ihm wirklich abkaufen, dass ihn der Todesfluch so bewegte?

„Das hat er gesagt?“, konnte anscheinend selbst Hermione nicht glauben, was er von sich gegeben hatte. „Nein“, rief sie dann jedoch plötzlich erregt und schüttelte vehement den Kopf und ich schloss eilig den Mund. „Sag nichts, nimm es so wie es von ihm kommt. Versuche nicht, es zu ergründen. Es würde dir, uns nicht gelingen, das ist Lucius. Freu dich einfach, ich freue mich einfach für dich Draco. Es zeigt doch, dass er deine Leistungen anerkennt. Das wolltest du immer!“, sprudelte es aus ihr hervor wie aus einer Quelle und ich musterte sie etwas irritiert.

„Was?“, frage ich nach. Was meinte sie, auf was ich immer gewartet hatte?

„Dass er dich lobt“, servierte sie auch umgehend und strahlte mich an, während ich schwer schluckte.

Das stimmte nicht, oder? Nein, das war mir vielleicht als Erstklässler wichtig gewesen, aber heute nicht mehr, zumindest versuchte ich mir dies einzureden.

„Was auch immer“, meinte ich wegwerfend. „Er wollte auch eine verlässliche Front. Die Familie geeint hinter sich, denn sie greifen ihn an“, kam ich auf den meiner Ansicht nach eher zutreffenden Punkt, aber sie schüttelte ihren Lockenkopf.

„Er braucht uns nicht“, meinte sie entschieden und ihre Augen funkelten mich an und ich wusste nicht, ob mir gefallen sollte, wie sie ihn sah.

„Aber er kam“, hielt ich somit vehement dagegen. Denn war dies nicht ein Zeichen, dass er Stärke in unserer Einigkeit suchte? Ich bemerkte ihren Blick, der meiner Ansicht nach eine Spur von Mitleid enthielt, weswegen ich meine Stirn ärgerlich runzelte.

„Er will uns an seiner Seite, das scheint ihm wichtig zu sein“, erklärte sie nachsichtig mit sanfter Tonlage. „Aber brauchen tut er uns nicht“, zeigte sie sich entschieden, dass das ihre Meinung war und ich gab mir die Zeit, über ihre Worte nachzudenken.

Zu meinem unendlichen Leidwesen gab ich ihr Recht, auch wenn ich es nicht wollte. Vater schien wirklich einen Schritt auf mich zugetan zu haben, nicht nur aus der Not heraus.

„Er wird zurückschlagen“, murmelte sie leise und unterbrach die Stille, woraufhin ich eindringlich nickte.

„Das wird er, wir müssen auf alles gefasst sein“, flüsterte ich leise, dabei war uns beiden bewusst, dass damit alles noch gefährlicher werden würde.

„Ich weiß“, entgegnete sie, dann leckte sie sich über die Lippen. „Aber was ich nicht weiß ist, wie das mit Moody passieren konnte“, schien sie sein Ableben zu beschäftigen, auch wenn sie versuchte, es zu überspielen.

„Keine Ahnung“, erwiderte ich wenig involviert. Nach Vaters Bestätigung, wer da gestorben war, war mein Interesse abgeflaut, weil somit klar war, dass niemand von außen sich eingeschlichen hatte und auch wirklich keiner meiner Leute tot war. Um alles andere würde sich Marcus kümmern, der mir auch berichtet hatte, dass Moody offenbar während der Trainingseinheiten, bei denen er in den letzten Wochen ein paar Stunden gegeben hatte, alles soweit ausspioniert hatte, dass er sich hatte einschleusen können. Offenbar hatte er sich bewusst Wood ausgesucht, der seit einiger Zeit aufgrund einer Qudditchverletzung manchmal leicht humpelte. Außerdem hatte ich andere Sachen, die mich in Bezug auf Vaters Besuch mehr beschäftigten als dieser Tod. Jedoch erkannte ich, dass sie mehr wissen wollte und überlegte kurz, bevor ich weitersprach: „Moody, er hat sich raus geschlichen und Oliver Wood, dessen Stelle er eingenommen hat, betäubt und in einen Schrank gelegt.“

„Nicht dein Ernst. Er hat Oliver betäubt?“, stieß sie empört aus. „Warum hat er das getan?“, fragte sie weiter.

„Sieht so aus und keine Ahnung“, zuckte ich mit den Schultern, aber es interessierte mich auch nicht, was den Alten angetrieben hatte. Wir waren ihn los und im Prinzip war ich sogar froh darüber. Das war ein Risikofaktor weniger.

„Ich werde nach Irland müssen, um das herauszufinden. Was weißt du noch?“, drang sie mit Elan in mich und ich seufzte leise auf. Schon wieder trieb es sie hinaus, weg von uns allen.

„Ich weiß nur, dass Vater Moody hat verschwinden lassen, damit bist du vor dem Lord sicher“, kam es dumpf von mir, dabei überging sie meinen Gemütsumschwung vollständig mit ihrem Bombardement an Fragen.

„Was hat er mit ihm getan?“, fragte sie fröhlich weiter.

„Verbrannt, von ihm ist nichts mehr übrig“, gab ich brav Antwort.

„Das erleichtert mich ungemein“, zeigt sie mir offen, wie eine Last von ihren Schultern fiel und mir ging es ähnlich. Es wäre sehr unangenehm ausgegangen, wenn Vater nicht derart weitsichtig gewesen wäre. Wie toll mein Vater doch war!

„Ich habe dich vermisst“, neigte ich mein Haupt hinunter zu ihr, packte ihre Schultern und zog sie in einen verlangenden Kuss, den sie zurückhaltend erwiderte. Ihre Hände landeten auf meiner Brust und sie küsste mich zurück, bis sie den Kuss löste.

„Ich dich auch, aber ich konnte nicht kommen…“, meinte sie wieder entschuldigend und legte ihren Kopf an meine Brust. „Es tut mir so leid…“, wisperte sie sehr leise und ich legte mein Kinn auf ihrem Haar ab, inhalierte ihren Duft nach Ambra und Orangen, den ich so vermisst hatte.

„Warum? Du kannst immer kommen. Überallhin… wohin du willst…“, hielt ich verständnislos entgegen. Ihr war es möglichen wie keinem von uns, durch die Reihen aller Parteien zu schleichen.

„Hey, Hermione“, stoppte Blaise am Eingang der Nische und unterbrach uns, da sie sofort wie ertappt von mir zurückfuhr und sich von mir löste.

„Was?“, entfuhr es mir genervt. Warum musste man mich immer unterbrechen und stören? Die Zeit mit Hermione war so kostbar. Gerade knirschten meine Zähne vor unterdrückter Wut.

„Ruhig Blut“, kam es lax von Blaise, der uns mit wissenden Augen musterte. „Hier, Ianus kam gerade mit einem Brief“, meinte er jovial und hielt das Papier in die Nische, dabei zwinkerte er Hermione zu.

Anscheinend war die Zeit der Trübsal vorbei. Vielleicht hatte ihm Vaters Erscheinen vor Augen geführt, dass wir zusammenhalten mussten, wenn wir gegen ihn bestehen wollten.

„Gib her“, riss ich Blaise das Schriftstück aus der Hand, doch bevor ich las trat Hermione aus der Nische zu Blaise hin, fasste seine Hände und hielt sie behutsam in ihren.

„Wie geht es dir?“, fragte sie auf einmal einfühlsam wie selten, das überraschte auch Blaise und er machte große Augen, weil er damit sicher nicht gerechnet hatte.

„Ähm… danke, den Umständen entsprechend“, stammelte er dämlich lächelnd daher und bekam Grübchen in seinen Wangen.

„Ich hoffe, du sprichst mit Draco darüber und mit Astoria. Wir werden für alles eine Lösung finden, wenn es soweit ist…“, sprach sie eindringlich und beinah hätte ich mit den Zähnen geknirscht, denn schlussendlich hatte mir die Suche in der Hogwartsbibliothek geholfen.

Aber fragte mich jemand, ob ich eine Lösung hatte? Nein, war ich eine Witzfigur?

Dank meiner Auseinandersetzung mit Astoria hatte ich den richtigen Riecher gehabt, denn es gab für uns alle ein Lichtlein am Horizont, nur wollte ich nicht jetzt schon Hoffnung sähen, wo ich noch nicht absolut sicher war, sodass ich mir jedes Wort heroisch verbiss.

„Müssten wir nicht auch mit dir darüber reden?“, kam es nun eher mit einem sehr charmanten Lächeln, das sie erwiderte, besorgt von Blaise.

„Vielleicht?“, meinte sie flirtend. „Wenn ich Zeit hätte, gerne, aber ich kann nicht lange bleiben, aber es ist wichtig, dass du dich mit Draco verstehst…“, drückte sie eindringlich seine Hände. Es entging mir nicht, wie wichtig ihr war, dass zwischen uns allen keine Verstimmung aufkam und zu meinem Leidwesen hatte sie absolut Recht. Gegen die Front, gegen die wir bestehen mussten, hatten wir nur als Einheit eine Chance.

„Zwischen Draco und mir ist alles gut“, kam es inbrünstig von Blaise und ich hob eine Braue, denn da wusste Blaise mehr als ich. „Und zwischen Astoria und mir… ich musste bis eben meine Wunden lecken“, meinte er abwägend und Hermione nickte zustimmend.

„Ja, du machst das schon, Blaise, immer den Kopf hoch. Das Leben stellt uns vor Aufgaben, die uns alle zeichnen, aber nur wer sich entschlossen dem Schicksal stellt, kann es bezwingen“, meinte sie schwermütig und es hörte sich an, als würde sie sich selbst Mut zusprechen wollen und darauf gab es nichts zu sagen, sodass ich meinen Blick zu dem Pergament in meinen Händen senkte und beim Lesen der Botschaft tief einatmete.

„Ich muss los“, verkündete ich dann fluchend in die lastende Stille und Hermione entzog Blaise ihre Hände.

„Wohin musst du, Draco?“, fragte sie und auch Blaise sah fragend zu mir.

„Nach Irland“, murrte ich düster. Nach den letzten Katastrophen zog es mich eher weniger dahin. Die Stimmung war mit Sicherheit mies, aber ob es hier besser war, bezweifelte ich gar sehr.

„Dann begleite ich dich“, meinte sie nur und wandte sich sofort ab und ich folgte ihr mit einem Nicken zu Blaise, das er zustimmend erwiderte.

Dracos Sicht Ende

Hermiones Sicht

Meine Göttin, hatte ich ein schlechtes Gewissen. Mir war regelrecht übel.

Nachdem ich gestern die Ehre gehabt hatte, sowohl Lucius als auch Severus mehr als intim über den Weg zu laufen, fragte ich mich, was die beiden vorhatten. Wollten sie mich in den Wahnsinn treiben?

Diese beiden okkupierten mich immer mehr und mit ihrer fordernden Persönlichkeit und ihrem eisernen Willen nahmen sie einfach zu viel Platz ein. Es war verwirrend, aber es war auch eine Herausforderung und zudem immer wieder eine Bereicherung, anders als die Schüler, die mich kalkulierend ansahen, als wüssten sie, was ich Böses tat. Wie ich Marietta ausgeliefert, aus der Sicherheit des Séparées geholt und sie den Wölfen zum Fraß vorgeworfen, oder viele andere schlimme Taten begangen hatte. Aber Severus zeigte mir, dass er es genoss, mein anderes Sein, mein verkommenes Sein zu sehen.

Ich würde nie seinen gierigen Blick vergessen, als ich seiner Bitte nachgekommen war und meine weißen Augen in der Dunkelheit der Nacht hatte aufleuchten lassen. Und er hatte Recht, seitdem ich dem nachgegeben hatte, ging es mir bedeutend besser. Wenn ich mein Ritual abhielt, würde mich dies zu alter Stärke führen.

Auch das Ausleben meiner sexuellen Gelüste nach Lucius‘ Attacke auf meine Libido hatte geholfen, mich in ein Gleichgewicht zu bringen. Severus hatte viel mit mir angestellt, aber er hatte mich nicht vollständig berührt, dafür gab es einen Grund und ich nahm an, es war der Fluch, folglich war meine Angst, mich Draco zu nähern noch immer vorhanden. Als ich Draco gegenüberstand war es erschreckend schwer, die Episode mit Lucius zu verdrängen. Ich verbot es mir zwar, an sie zu denken, aber sie war in mir sehr präsent, jedoch würde ich so tun, als wäre es nicht passiert. Trotz meiner Übung darin, andere hinters Licht zu führen, fiel es mir verdammt schwer, das Schauspiel aufrecht zu erhalten. Ich wollte Draco nicht anlügen. Aber was sollte ich tun?

Ob es mir gelang? Ich zweifelte und war mir sicher, er war misstrauisch. Ich sah es in seinem schönen Gesicht, in seinen intensiv blickenden Augen, in seiner skeptischen Haltung, in seinem ganzen Auftreten, einfach in allem, er war nicht dumm.

Er war Draco, ein Malfoy, wie er im Buche stand!

Zum Glück wurde unsere einsame Zweisamkeit von Blaise unterbrochen und nachdem Draco eine Nachricht ereilt hatte, verließen wir beide eilig das Schloss, um nach Irland zu verschwinden, dabei gingen wir Hand in Hand. Eine Geste, die mir unheimlich viel bedeutete.

„Da ist sie ja…“, dröhnte es quer über den Hof und der Ton war nicht freundlich, als ich irritiert aufsah und feststellte, dass das mir galt.

„Flint?!“, murmelte ich leise, da er plötzlich wie ein wildgewordener Büffel auf mich zuhielt.

„Ich sag es dir, mir reicht es“, brüllte er los und ich entzog Draco meine Hand, als Flint ganz knapp vor mir stoppte, dabei bohrte sich sein Zeigefinger oberhalb meiner Brust in mein Fleisch „Du kommst immer nur, um deinen Schrott hier bei uns abzuladen und bringst nichts als Unruhe rein“, hielt er mir laut schreiend vor und stand kurz davor, Dampf aus seinen Ohren abzulassen, während seine Alicia hinter ihm her hetzte und die Hände gegen ihre Brust drückte, da sie nicht fassen konnte, wie er mich anging, während ich versuchte, die freundliche Maske aufrecht zu erhalten und diese Attacke gegen mich nicht persönlich zu nehmen.

„Wow“, meinte ich nach seinem Ausbruch dann auch reichlich gutmütig und umfasste seinen spitzen Finger, der sich in mich bohrte und zog ihn von meiner Brust.

„Marcus“, kam es nun ernst von Draco, der sich bisher zurückgehalten hatte.

„Nein, Draco“, fuhr ich ihm über den Mund. Draco sollte sich nicht wegen mir mit seinem Stellvertreter in Irland streiten, so wie ich ihn seine Kämpfe austragen ließ, so sollte er mich meine ausfechten lassen. „Lass ihn ruhig“, erklärte ich daher bestimmt und war mir bewusst, dass sich die Bewohner der Burg um uns versammelten.

Aber ich war bereit dazu, mir die Vorwürfe anzuhören, die nicht mal so weit hergeholt waren, wenn ich die letzte Zeit Revue passieren ließ. Ich lud alle meine Leute hier ab, die mir zu viel Zeit abverlangen könnten.

„Gut, denn dieser nervige Moody ist weg, hat sich einfach ins Team geschmuggelt. Was da alles hätte passieren können, meine Leute hätten verletzt oder getötet werden können“, beschwerte er sich vehement und fuchtelte wie wild geworden mit seinen Händen herum. „Und Black… dieser Schürzenjäger verdreht den Mädels reihenweise die Köpfe, selten so eine Eifersucht in dem Hühnerstall erlebt“, echauffierte er sich wutschnaubend und teilte dem gesamten Hof sein Leid mit, dabei entgingen ihm die beleidigten Blicke des weiblichen Geschlechtes. „Und Grindelwald ist eine eigene Nummer, der tut rum als gehöre ihm die Burg“, beschwerte er sich eindringlich, dabei war seine Gesichtsfarbe bedenklich, sodass Alicia nun wirklich seinen Arm umfasste, um ihn zu beruhigen, aber er schüttelte sie rüde ab.

„Ent… Entschuldige“, fiel mir dieses eine Wort extrem schwer und ich dachte, daran ersticken zu müssen, aber ich entschied, das Konfrontation eher hinderlich wäre und meine Aussage schien ihm auch die Worte zu rauben, da er abrupt verstummte, sodass ich eilig weitersprach: „Ja, du magst Recht haben, ich habe mich dieses Hafens bedient und wenn ich mehr Zeit hätte, hätte ich mich auch mehr gekümmert. Wir leben in schweren Zeiten…“ Ich würgte an meiner Rechtfertigung herum und hasste es abgrundtief.

Aber Flint besaß meinen Respekt. Er leistete hier Großes und wenn man Severus‘ Gejammer vernahm, seitdem er Schulleiter war, konnte man Marcus Flints Aufgabe, seitdem die Burg ein Flüchtlingslager war, damit vergleichen.

„Was gedenkst du, zu tun?“, fragte er scharf und schoss mir wutfunkelnde Blicke zu. Anscheinend traute er meinen Worten keinen Meter.

„I… ich?“, stieß ich aus und bevor ich oder Flint weiter fabulieren konnten, schaltete sich Draco ein.

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Kapitel 563-564
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