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 Kapitel 575-576

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BeitragThema: Kapitel 575-576   Di Nov 22, 2016 8:24 pm

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575. Kapitel The Lady is a vamp!

Sofort verzogen sich meine aristokratischen Züge. Ich war versucht, ihm seinen fetten Hals wenig vornehm, umzudrehen.

„Warum nicht?“, fragte ich blasiert, völlig Herr meiner Emotion und wandte mich ihm in meiner ganzen Selbstherrlichkeit zu. „Bisher leistet Hermione die beste Arbeit, an ihrer Loyalität gibt es keine Zweifel… sie leistet in letzter Zeit genau DAS, was wir von ihr erwarten und noch mehr!“, meinte ich hochtrabend in meinem distinguierten Auftreten und hoffte, dass Hermione verstand, was ich ihr mit meiner Antwort vermitteln wollte. Nämlich dass ich den Lord und sein Interesse an ihr auf ihre nekromantischen Fähigkeiten gelenkt und ihm von King und dem Kuss erzählt hatte. Seine Wut auf sie war verflogen, nachdem ihm in den Sinn gekommen war, wie wertvoll sie für ihn war, während Wormtail, aufgrund seiner geringen Körpergröße, mit leicht offenem Mund überfordert zu mir aufsah und ich in meiner Überlegenheit weitersprach und autoritär anordnete: „Auch jetzt bestätigen ihre Aussagen, was der Lord und ich uns dachten… gehe nun zu ihm und informiere ihn…Sollte er nach Hermione verlangen, genügt ein Ruf und sie wird umgehend erscheinen.“ Als ich seine wutverzerrte, wenig ansehnliche Miene ausmachte, fügte ich dies notgedrungen noch hinzu. Er schien zu kochen, aber leid tat es mir nicht, dass seine ausgefeilte Falle für Potter ein Desaster geworden war. Sollte der Lord ruhig erkennen, von was für Dilettanten er umgeben war.

Es war eine Schande, dass diese unsäglich fette und unwürdige Ratte es sich auf die Fahne schreiben konnte, dem Lord bei seiner Wiederauferstehung dienlich gewesen zu sein. Auch wenn viele denken mochten, der Lord wäre undankbar, traf dies leider nicht zu. Denn dieser vergaß nichts, im Guten wie im Schlechten!

Als sich mein Augenmerk wieder auf ihn richtete, da sich diese Zumutung eines Zauberers noch immer nicht vom Fleck weg bewegte, erhob ich erneut das Wort:

„Und nun verlass uns!“ Ich wurde deutlicher in meinem Wunsch, mich von seiner unerwünschten Gegenwart zu befreien. „Meine Verlobte und ich haben noch wichtige Details vor unserem Fest zu besprechen!“ So komplementierte ich Pettigrew mit einer wegwerfenden und beleidigenden Handgeste hinfort.

Sie selbst verharrte abwartend, als der persönliche Diener des Lords nah, mit einer gewissen Provokation an ihr vorbei ging. Dabei musterte er sie scheel. Ein Blick, dem sie mit der ihr innenwohnende Ruhe und Hochmut stoisch standhielt.

Lucius Sicht Ende

Hermiones Sicht

Nach dem Ruf war ich in hektische Betriebsamkeit verfallen. Harry war nach seiner nahen Verbindung zum Lord zu verletzt und geistig zu instabil, um allein bleiben zu können, also nützte ich Sirius‘ Heuler als den Notnagel, als der er mir ab nun erschien.

Sofort waren wir zu meinem Stadthaus aufgebrochen und ich war mir sicher, es würde Harry gut tun, nach all den Schrecken ein paar Tage in einem echten Bett, in einem echten Haus zu verbringen, auch wenn er sich Sirius‘ schlechter Laune stellen müsste.

Wohingegen ich wusste, dass es unklar war, wie meine Zukunft und meine Bestrafung aussehen würden!

Ein schmerzlicher Fakt, mit dem ich seit dem Sprung aus dem Fenster felsenfest rechnete. Mein Glück war beizeiten eine regelrechte Schlampe. Momentan grollte ich Ron sehr, dass er nicht bei uns war, um meinen nun leerwerdenden Platz einzunehmen. Wie sollte Harry das alles alleine tragen, meistern und aushalten?

Ich hatte Sorgen und ein ungutes Gefühl, aber ich hatte es geschafft, diese vor Harry zu verbergen. Er fügte sich vielleicht dank seines angeschlagenen Zustandes mehr oder minder willig meinem Vorschlag. Vielleicht trieb es ihn nach dem Heuler zum Haus? Wer wusste es zu sagen, während ich mit der Tatsache konfrontierte wurde, dass sich anscheinend Marcus durchgesetzt hatte und Sirius in mein Stadthaus gebracht worden war. Ich wusste nicht, ob ich sauer auf Draco sein sollte, oder nicht.

Sirius hätte nie etwas von Lucien erfahren, wenn sie ihn nicht zu Remus und Tonks gebracht hätten, aber nun war das Kind in den Brunnen gefallen und mir fehlte die Kraft, um mich aufzuregen. Oder aber gerade die Tatsache, dass ich irgendeinen Fehler begangen haben musste, zehrte an meinen Nerven.

Der Empfang war dann auch so fantastisch gewesen, wie erwartet und ich hatte mich auf der Stelle sehr weit weg gewünscht. Remus und Sirius waren sich einig in ihrer Erregung gewesen, während Tonks in allen Regenbogenfarben erstrahlt war und wie eine sehr schwangere Frau ausgesehen hatte. Dabei hatten wir erfahren, dass Draco Sirius zusammen mit den Twins hierhergebracht hatte, nachdem Marcus seine Drohung, Sirius aus Irland hinauszuwerfen, wahr gemacht hatte. Kurz war wieder Wut in mir aufgewallt, aber der Druck, mich dem Lord zu stellen, hatte schwerer an mir genagt, als mich länger als nötig in diesem Haus aufhalten zu wollen. Zum Glück war Harry flott zum Zentrum des Interesses avanciert, so dass ich relativ unbemerkt hatte fliehen können.

Ich war ohne große Gewissensbisse in einem unbeobachteten Moment abgehauen, denn ich war mir gewiss, nachdem ihnen Harrys Gesundheitszustand auffallen würde, würden sie mit ihrem gutmeinenden Generve aufhören. Dafür würde Tonks sorgen, indem sie beginnen würde, Harry zu bemuttern und gesund zu pflegen. Meine Hoffnung war, dass dieses Drama in meinem Haus auch Harry von dem Verlust seines Phönixzauberstabes ablenken würde. Seitdem hatte er sich sehr entmutigt und geschwächt gefühlte, was idiotisch war, da er noch immer einen gut passenden Stab besaß, aber trotzdem litt er unter dem Verlust.

Lucius‘ kühles Willkommen hatte nicht die Tatsache überspielen können, wie er taktiert hatte, um mich vor dem Lord zu retten. Ich hatte seine Anspielungen sehr wohl richtig übersetzt und mir hatte es die Sprache verschlagen, dass sich Lucius derart weit für mich aus dem Fenster gelehnt hatte. Nachdem sich Wormtail endlich davon gemacht hatte, starrte ich dieser elendigen Ratte noch lange nach und konnte es nicht fassen, dass dieser Ausflug für mich ohne Folgen bleiben würde.

Ohne weitreichende Folgen oder Strafen und das nur dank Lucius! Auf einem anderen Blatt stand natürlich was Lucius dafür für einen Preis aufrufen würde, denn das er etwas um sonst tat, der Illusion gab ich mich trotz unserer jetzigen Verbindung nicht hin.

Ich musste mir eingestehen, wie souverän Lucius gewesen war. Er trug die Befehlsgewalt wie einen Maßanzug, der extra für ihn gefertigt worden war, das war wirklich beeindruckend.

Als ich meinen Kopf drehte, um ihn wieder anzusehen, ließ mich der Ausdruck seiner Augen stocken. Inzwischen war er nah auf mich zugetreten. Sein Blick machte mir eine unheimliche Angst. Meine Verfassung als Angst zu identifizieren fiel mir nicht leicht, erst als er nach meiner Hand griff, sie nun unerwartet zärtlich in seiner hielt, konnte ich es zuordnen. Meine plötzliche Gegenwehr überwand er, indem er sie weiter bestimmt festhielt. Der Blick seiner Augen war sengend und langsam hob er meine Hand immer höher. Höher, bis hin zu seinem Mund und ich dachte schon an einen Handkuss, als er meine kalte Hand auf seine glatte, warme Wange legte.

Meine Göttin, was tat er da? Er schmiegte sich regelrecht in meine Hand!

Wo war der Mann, der mich soeben eiskalt empfangen und mir letztens ohne Regung einen Befehl erteilt hatte? Wo war der hin? Ich fühlte leichte Überforderung in mir aufsteigen. Lucius war ein schwer einzuschätzender Mann, aber wenn er ständig seine Gangart wechselte, wurde er unkalkulierbar.

Seine Hand lag auf meiner und hielt meine Hand an Ort und Stelle, während er auf einmal seine Augen schloss und ich mich besann und seine Haut unter meiner fühlte, ihre Wärme. Sein Atem beruhigte sich. Warum zeigte er sich verletzlich? Auf einmal löste er seine Hand von meiner, aber ich fühlte mich nicht im Stande, meine von ihm zu nehmen, sodass seine Hand tiefer wanderte. Noch immer lag meine Hand auf seiner Wange und diese schlichte Geste raubte mir den Atem.

„Lucius was tust du da?“, flüsterte ich gebrochen.

Jedoch reagierte er nicht, sondern ließ seine Augen geschlossen. Langsam wandte er unter meinen Fingern das Gesicht, so dass seine Lippen meine Handfläche berührten und ich dachte, sie müssten sofort in Flammen stehen. Mich durchschoss ein Blitz, der mir durch und durch ging. Eilig wollte ich ihm meine Hand entziehen. Ich entfernte sie ein Stück von seinem Gesicht und sofort öffneten sich seine Augen im Protest.

Dieses dunkle Grau seiner Augen sah mich vorwurfsvoll an, als er mich geschickt gefangennahm. Wieso war ich erstarrt? Eine super Frage, die ich so nicht beantworten konnte. Mir fiel nur ein, wie furchtbar ich im Spiegel ausgesehen hatte, aber ich hatte mir gedacht, bei der Verspätung, die ich hatte, wäre es angebracht, einfach zu ihm zu gehen, egal wie ich aussah, aber gerade gefiel es mir gar nicht.

In dem Moment lehnte er sich näher zu mir, und seine Wange berührte meine eigene und strich sanft darüber. Sofort schnappte ich nach Luft, da seine Lippen die empfindsame Stelle unter meinem Ohr fand.

Er küsste mich, mal wieder!

Er war so zärtlich und liebevoll und das kam völlig unerwartet! Ein einzigartiges Schwächegefühl breitete sich in meinen Beinen aus und wenn er mich nicht so fest an die Wand gepresst hätte, wäre ich ohne Halt zu Boden gegangen. Das passierte nicht, das durfte nich passieren! Nicht nach letztens, nachdem er mir den Auftrag erteilt hatte. Ich kam gerade nicht mit, jetzt war er wieder der Charmeur wie früher.

Jetzt war er wieder mein Verlobter, nicht die Rechte Hand des Dark Lords.

Er war wieder so völlig anders und verwirrte mich. Ich versuchte an etwas anderes zu denken, versuchte zu ergründen, weshalb ich ihn nicht von mir stieß, während sich mein Atem beschleunigte, da seine Lippen von meinem Ohrläppchen zu meiner Wange wanderten. Jetzt küsste er meine Wange, behutsam, fast federleicht. Ich erlebte, wie er seine Hände auf meine Hüften legte. Ich spürte seine Wärme durch den Stoff meiner Jeans. Mein ansonsten so stetiger Herzschlag brach meinen persönlichen Rekord. Ich fühlte seinen Atem gegen meinen, konnte das Kribbeln zwischen meinen Beinen nicht mehr verleugnen.

Ich realisierte erfüllt mit Grauen, wie alles gerade gefährlich aus dem Ruder lief!

„Das war ganz schön knapp“, flüsterte er eindringlich mit lasziver Stimme und schmunzelte dabei in der ihm eigenen Überheblichkeit.

„Ich weiß“, wisperte ich heiser und registrierte erstaunt, wie erleichtert er selbst war, es musste wirklich erschreckend und verdammt knapp gewesen sein. Gleichzeitig spürte ich meine verspannte Nackenmuskulatur, die ich seit der Auseinandersetzung mit Nagini und dem Lord verspürte und die selbst jetzt noch schmerzhaft verhärtet war.

„Du wirkst leicht desolat“, meinte er nun mit einer Spur Sorge in der Stimme, dabei klang es versnobt und ich wand mich unter seinem Griff, dabei fiel mir eine Millisekunde zu spät das gefährliche Glitzern in seinen Augen auf. „Dein Erscheinungsbild… absolut unangebracht…“, warf er mir hochnäsig vor.

Mit einem lässigen Schnippen seiner Finger verabschiedete sich dieses „furchtbare Muggelkleidungsstück, das die Jugend von heute immer und überall trug“. Diese bescheuerte Aussage von ihm hielt ich mir wissend in Gedanken vor, als ich die kühle Luft um meine nun nackten Beine wehen spürte.

„Lucius, was soll der Scheiß?“, wehrte ich mich, aber sofort ging mein Atem flacher, als seine Hand plötzlich tiefer glitt.

Ich wollte vehementer Gegenwehr leisten, doch gleichzeitig nahm mich ein intensiver, unglaublich stürmischer Blick aus seine grauen Augen gefangen. Er ließ so tief sehen und ich war so versunken, das ich im ersten Moment kaum mitbekam, das er mich nicht nur eindringlich ansah, sondern das da ein Sog war, der an meinem Geist zog und schon wurde ich einem Strudel gleich in seine Erinnerungen gezogen.

Mir stockte der Atem, meine Mauern dachte ich noch panisch, aber nach einem Moment erkannte ich, das er mich in Ruhe ließ. Er öffnete sich nicht umgekehrt. Mich überrannten ungeschönt schnell wechselnde Bilder seiner brenzlichen Situation mit dem Lord.. Keuchend stieß ich die Luft wieder aus, als ich seine ehrliche und aufrichtige Sorge, ja gradezu Angst um mich spüren konnte, die noch deutlicher machte wie knapp es grade gewesen war dem Zorn des Lords zu entkommen. Es schnürte mir die Luft weg und riss mir förmlich den Boden unter den Füßen weg.

„Ich hab dich, lass dich fallen….“, vernahm ich, wie durch einen Nebel Lucius Stimme und nahm nur am Rand wahr und ohne wirklich die Kraft zu haben dagegen etwas zu tun, wie Lucius Hände weiter über meinen Körper wanderten und seine Wärme auf meine Haut traf. Ein leises Seufzen musste mir dabei entkommen sein, als ich seine Hände und Finger an mir spürte, doch beschwören, das es von mir kam, konnte ich nicht.

Die Realität wirkte wie in Watte gepackt, als ich immer tiefer in Lucius Gedanken und Erinnerungen glitt und sich die Bilder nun änderten.

„Du genieß das doch, schau nur…“, meinte er mit verführerischer Tonlage, als nun eine Szene vor mir auftauchte, die ich so gar nicht sehen wollte. Fast hätte ich es geschafft mich zurückzureißen und von Lucius zulösen, als ich mit Schrecken die volle Peinlichkeit von damals in seinem Umfang wahrnahm und verloren war.

Ich lag dort, in Lucius Armen auf dem Sofa in seiner Suite, hing völlig desolat in Lucius Armen. Hatte ich damals geglaubt ein desaströses Bild abgegeben zu haben, sah ich nun, das ich verboten erregt gewirkt hatte. Eine bitter Erkenntnis und unentwegt hielt mich Lucius Blick gefangen, während ich gebannt war, ohne mich regen zu können. Ich wusste nicht mal ob ich blinzelte. Noch nie war ich so im Geist eines anderen gewesen, ohne Zutun und konnte jetzt besser verstehen, warum es Harry so schwer fiel sich aus dem Geist des Lords zu befreien, wenn er hineingezogen wurde, so wie ich jetzt in den von Lucius. Wobei sich Lucius als wahres Meister auf diesem Gebiet herausstellte. Er schein Severus in seinem Können nicht nachzustehen.

Gerade eben verfolgte ich, wie Lucius mir damals zugewispert hatte: „Lass dich fallen!“ und wenig später: „Komm für mich!“

Oh, meine Göttin, meine Scham darüber mitzuverfolgen, wie er mich gesehen hatte, wie er es erlebt hatte, als ich mich in seinen Armen hatte gehen lassen und wie sehr es mich erregt hatte, war grenzenlos. Die Erinnerung, fesselte mich in Scham, Abscheu und Lust gleichermaßen. Ich konnte spüren wie viel Kraft es Lucius damals gekostet hatte nicht weiter zugehen und wurde von einer Welle der Begierde überströmt. Sie mischten sich mit der Lust, die ihn ebenfalls bei dieser Erinnerung durchströmte. Aber vielleicht auch mit meiner gerade gefühlten?

Wer wusste das zu sagen, denn irgendwo, weit entfernt nahm ich wahr, das Lucius wissende Hände weiterhin gekonnt lasziv über meinen Körper glitten und mich verwöhnten und streichelten. Ich konnte nicht klar denken, oder identifizieren, was er tat, zu abgelenkt war ich von seiner Gedanken und dem demütig erotischen Bild, das er von mir aufrecht erhielt.

„So ist´s gut, Liebes… lass dich fallen….“, vernahm ich ihn, doch konnte nicht sagen ob er dies jetzt wisperte, oder es die Erinnerung war.

„Uhh“, stieß ich erschrocken aus, da ich den Boden unter den Füßen verloren hatte. Er trug mich, denn wir bewegten uns, doch bevor ich mich aus meiner Versunkenheit kämpften konnte, prasselten die nächsten Bilder auf mich ein. Nur am Rande registrierte ich, das meine nackte Haut auf etwas kühles traf und mir entfuhr wieder ein sonderbarer Laut.

Nackt, wann hatte ich meine Kleidung verloren?

Wow, es ging weiter, denn Lucius sengender Blick entließ mich nie.

Ich stöhnte leise auf, das bekam ich mit, aber warum, konnte ich nicht sofort zuordnen und noch bevor ich dazu kam mich so weit aus Lucius Gedanken zu kämpfen, dass ich endlich reagieren konnte, prasselten auf mich die nächsten Bilder ein, die mich kurz völlig zu lähmen schienen in ihrer Intensität.

„Severus, das…“, hörte ich mich selber Stöhnen und sah mich zwischen Lucius und Severus auf dem Diwan beim Fest zwischen den Kissen liegen auf Lucius orientalischem, verboten erotischem Geburtstag. Ich war völlig überwältigt diese Erinnerung so klar vor mir zu sehen, waren doch meine eigenen Erinnerungen an diese Nacht sehr nebulös. Ein Fakt der mich nicht stolz machte, verfluchter Kakteenchampagner.

Ich sah, wie prickelnd kühle Flüssigkeit über meinen Körper lief und im nächsten Moment glaubte ich wirklich zu spüren, das zarte Berührungen über meine nackte Haut strichen, während in der Erinnerung Lucius die Flüssigkeit mein Dekolletee hinab leckte.

Lucius Hände und Lippen berührten meine nackte Haut, die nicht von den Federn bedeckt gewesen war, überall und mich durchliefen auch jetzt wohlige Schauer. Fast hätte ich es geschafft aufzutauchen, weil ich seine kundigen, streichelnden Hände an meinen Schenkeln, auf meiner nackten Haut fühlen konnte, doch Lucius merkte es sofort.

„Schau weiter, du hast es genossen…“, hörte ich ihn knurren, während ich entfernt spürte, das seine Hände sich ihren Weg bahnten, ich aber wieder tiefer in die Erinnerung gezogen wurde.

Ich beobachtete jetzt, wie Lucius mich verlangend, tief und leidenschaftlich küsste, spürte sein großes genießendes Verlangen dabei und kam aber mit meinen eigenen Gefühlen nichtmal annähernd dort heran, als ich mich erinnerte, wie ich in Lucius Armen und während seines Kusses erneut durch Severus geschickte Finger, die mich unheimlich verboten stimuliert hatten, gekommen war.

Ab da wurde es dunkel was meine persönliche Erinnerung betraf, weshalb ich gar nicht mehr versuchte aus Lucius geist zu fliehen. Ich hoffte regelrecht gierig darauf zu erfahren, was ich vergessen hatte.

Somit nahm mich diese ganz spezielle Erinnerung völlig Gefangen und ich war neugierig zu sehen was passiert war. Immer neue Wellen der Erregung durchdrangen den mich einhüllenden Nebel aus Lucius Erinnerungen und ich ahnte, was er tat, doch weder konnte noch wollte ich mich dagegen wehren.

Ich verfolgte, wie ich einschlief, nachdem ich gekommen war. Dann, plötzlich wechselten die Bilder schnell, verschwammen und ich schaffte es mich so weit von Lucius sengendem Blick zu lösen, dass ich kurz aus diesem schon an eine Trance erinnernden Zustand, in den ich in seinem Geist abdriftete, herauszukommen.

Da erst bemerkte ich das ich lag, ich fühlte kühles Holz unter meinem Rücken, an meiner nackten Haut, während meine Hände flach und schlaff auf dem Holz lagen. Lucius hatte sich über mich gebeugt und seine Hände fuhren unablässig über meinen Körper, immer wieder schien er meine Mitte zu finden und strich mit seinen Fingern durch mein viel zu erregtes Zentrum.

Ohm Göttin nein, ich war nackt! Und ich lag auf einem Tisch, völlig ausgebreitet vor ihm! Erst jetzt realisierte ich dies wirklich, aber in diesem Moment umfasste er fast schon zärtlich, aber mit festem Griff mein Kinn. Ich wollte mich freikämpfen, meine Hände heben, doch Lucius hielt mich fest.

„Du musst das letzte noch sehen…!“, entgegnete er leicht angestrengt und atemlos aber nichts desto trotz befehlend und ja, ich selbst wollte wissen, was ich vergessen hatte. Aber er wartete nicht ab, sondern nahm mich wieder gefangen und zog mich erneut mit großer Macht in seinen Geist.

Was ich dann mit erleben durfte, riss mich sofort wieder mit voller Wucht mit, auch weil ich völlig eingenommen wurde von Lucius schwerem Ringen mit seinem eigenen Verlangen.

Ein stummes „Nein“, der Verzweiflung und des Schocks entkam mir, das ich von diesem Teil der Nacht so gar nichts mehr wusste und nicht sehen wollte, was nun kommen würde.

Wir waren im Garten, das Fest war beendet und ich war auf dem Diwan. Severus hatte mich gefesselt und mir die Augen verbunden. Ich wusste bis heute nicht, mit wem ich an diesem Abend geschlafen hatte und bisher hatte ich das auch ganz bravourös verdrängt und der Alkohol hatte sein übriges getan mich vergessen zu lassen.

Jetzt sah ich, das Lucius damals zurückgekommen war. Ich konnte ein Erschaudern nicht unterdrücken, das sich dann wohlig in mir ausbreitete und von dem ich nicht sagen konnte woher es rührte, denn grade beobachtete ich durch Lucius Augen wie Severus mich nach allen Regeln der Kunst verwöhnte und ich es sichtlich genoss. Lucius Verlangen an Severus Stelle zu gelangen stieg ins unermessliche.

Mir stockte der Atem, als Severus sich von mir löste, mich darbot und dann sich ganz eindeutig an Lucius wandte, teilzuhaben, wie er bereit war mich zu teilen!

Eigentlich wollte in mir eine heiße Wut auf Severus aufsteigen, doch Lucius überwältigender, innerer Kampf, seine Gedanken, das er mich so nicht wollte und es weder für mich noch für sich unter diesen Umständen für richtig hielt, prasselten hart auf mich ein. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, das Lucius in der realen Welt, grade jetzt, meine empfindlichsten Punkte traf. Ich war dabei vor unerfüllter Lust zu vergehen, konnte aber nicht trennen ob dies von mir, oder ihm kam.

Ein tiefes, und erleichtertes Seufzen, dass aber wohl eher als verzweifeltes Stöhnen aus meiner Kehle entkam, beendet diese vor Erotik berstende Szene, als Lucius sehnsüchtig ablehnte und mich damit aber auch unweigerlich und hart in die Realität zurückschleuderte und mein Kopf mit Wucht auf den Holz auftraf, was dazu führte, das mein Schädel dröhnte.

Noch immer lag ich auf dem Tisch, ausgebreitet wie eine Opfergabe vor Lucius und in dem Moment, in dem ich aus seinen Gedanken gedrängt wurde, lagen seine Lippen fordernd und voller fast schon verzweifelt anmutender Leidenschaft auf meinen. Eine Sekunde war ich wie erstarrt, doch mein Körper reagiert trotzdem, meine Lippen erwiderten seine Kuss heiß und innig und mich überrollte nun völlig, wie erregt ich war, so das ich der Erlösung beinah schon aufgelöst entgegenfieberte und Lucius mich sehr geschickt immer weiter trieb.

Ich konnte es nicht verhindern, stöhnte verlangend in den Kuss, auch wenn ich versuchte Lucius nun von mir zu schieben. Der Nachhall seiner Empfindungen und der, die, die Erinnerungen in mir auslösten, ließen mich jedoch taumeln und ziellos werden. Ich hatte seit einer gefühlten Ewigkeit keinen Sex mehr gehabt und ich wusste, ich sehnte mich danach, doch Sex mit Lucius wollte ich auch nicht. Oder doch?

Der Kuss war jedoch einfach nur fantastisch und ich musste mir eingestehen, dass ich es schrecklich vermisst hatte ihn einfach nur zu küssen. Dann war es mir plötzlich egal, mittlerweile war ich so ausgehungert, dass mich Begehren vergessen ließ, dass er… er… dass er, Lucius und der Falsche war. Denn ich konnte fühlen, wie sich die Spannung in mir immer mehr aufbaute, wie ich mich verlor, wie er immer wieder geduldig über mich streichelte, doch nie in mich stieß, ungeduldig, aber doch beherrscht.


Meine Hadern entglitt mir völlig, irgendwie war ich nach dieser Nacht nicht ich selbst, ich genoss es einfach, zu leben und unerwartet ungestraft davon gekommen zu sein. Seit Stunden rechnete ich mit schmerzhaften Strafen und dieser Kuss war zu schön, um eine Strafe zu sein. Ich seufzte und genoss es, in Sicherheit zu sein und all die Schrecken der Nacht hinter mir zu lassen. Als Lucius es schaffte mit seinen geschickten Fingern genau den richtigen Punkt und die Intensität zu treffen, dass ich gegen seine Lippen zu seufzen, die noch immer fordernd die meinen in Beschlag nahmen.

Ich ließ mich genießerisch treiben, ließ mich davon gefangen nehmen, wie schön es war, dass man mich hielt, ließ mich von seiner Lust überwältigen, seinem unverhohlenen Hunger, von seiner machtvollen Ausstrahlung und gab mich dem hin, nicht die Zügel in der Hand halten zu müssen. Meine Finger krallten sich verlangend in seinen Gehrock, zogen ihn näher an mich. Ihm schien meine langsame Kapitulation zu gefallen. Als ich mitbekam, wie seine Fingerspitzen auf die verräterische Nässe trafen, keuchte ich auf. Aber ich schaffte es nicht, das zu beenden, ich war zu zerrissen in meinem Wünschen, die in mir um die Vorherrschaft kämpften.

Jedoch tat Lucius alles um mir das Denken unmöglich zu machen, da er seinen gesamten Körper in voller Länge gegen mich presste und es fühlte sich verdammt gut an, ihn derart nah zu spüren. Seine Hände waren überall, sein Mund auch, er küsste mich immer und immer wieder, als mein Fokus woanders hingelenkt wurde, denn plötzlich rieb sein Daumen über die angespannten Nerven meiner empfindsamsten Stelle.

Ich konnte nicht anders, als diese Berührung zu genießen und so stöhnte ich leidenschaftlich in seinen Mund und als er seine Finger mich vollständig erkundeten, klammerte ich mich an ihn und ich war vollkommen willig in meiner triebgesteuerten Leidenschaft und den Sensationen ausgeliefert, die da folgten. Er hatte mich schon viel zu weit getrieben, als dass noch mein gesunder Menschenverstand hätte arbeiten können.

Plötzlich irritierte mich eine Tatsache, warum bei Merlin war er so zurückhaltend? Das war er damals in den Fluren Hogwarts auch nicht gewesen und ich vermisste es gerade schmerzlich. Es schmerzte, aber es war ein süßer, ein wollüstiger Schmerz, der sich mit den Wellen unserer Lust vermischte, als mir aufgrund meines in letzter Zeit so entbehrlichen Lebens schwindelig wurde. Dann war es mir plötzlich egal, denn ich konnte fühlen, wie sich die Spannung in mir immer mehr aufbaute, wie ich mich verlor, wie er immer wieder geduldig über mich streichelte, doch nie in mich stieß, ungeduldig, aber doch beherrscht. Mit einem Knurren biss er in meinen Hals wieder fester in meiner Schulter und ich stöhnte wimmernd und frustriert auf.

Der süsse, kurze Schmerz, trieb mich über die Klippe, sodass ich meinen Orgasmus völlig hemmungslos auslebte und nur noch die Befriedigung in mir fühlte.

Erst nach einiger Zeit blinzelte ich blind und registrierte, das Lucius leicht außer Atem war, als er unseren genießerischen Kuss nun löste. Einige Strähnen seiner weichen, langen Haare waren hinab gefallen und streiften sanft über meine Haut. Der Sturm, der mir aus dem Blick seiner grauen Augen entgegen schlug, glich einem Orkan.

Ich hingegen realisierte langsam, dass ich mal wieder hilflos von Lucius benutzt worden war, dass er mich bekomme hatte, wie in den Fluren Hogwarts, doch das er es diesmal zu Ende gebracht hatte. Doch bevor mich die grenzenlose Wut deswegen ereilen konnte, schlug die Scham so schwach ihm gegenüber zu sein, voll zu.

Er sah es und seine Augen wurden dunkel vor Wut und bevor mich meine Emotion völlig überrollte, lag Lucius Hand in Sekundenschnelle viel zu eng an meiner Kehle, nicht schmerzhaft, aber beängstigend genug.

„Nein…“, wollte ich panisch ausstoßen, denn seit dem mich Bole gewürgt hatte, war dies ein Trauma, das ich nie wirklich hatte überwinden können. Lucius würgte mich nicht wirklich, aber seine Hand lag fest dort und meine Reaktion war nur ein ärmliches krächzen, da ich körperlich und geistig erschöpft war.

„Du wirst nie wieder, hörst du…“, verstärkte er den Druck, den sein Körper auf meinen ausübte, wie um zu erzwingen, das ich ihm gehorchte und um seinen Worten Nachdruck zu verleihen. Anscheinend war er von unbefriedigter Lust angetrieben und aufgebracht.

„Nie wieder wirst du mich und oder dich in so eine Situation bringen. Hast du das verstanden?“, war seine Stimme nur ein gefährlich leises Flüstern und eine Gänsehaut überzog meinen ganzen, immer noch viel zu nackten Körper.

Und dann war Lucius plötzlich weg, innerhalb eines Augenblickes lag ich völlig perplex und alleine auf dem Tisch.

Mit der aufziehenden Kühle, da die Wärme von Lucius Körper fehlte und als ich erkennen konnte, das er mit dem Rücken zu mir wenige Meter vom Tisch entfernt stand, brach die Erkenntnis meine Kapitulation mit mächtiger Gewalt über mich herein.

Meine Lippen fühlten sich geschwollen an, genauso wie alles andere an meinem Körper schrecklich benützt war. Alles erinnerte mich daran, wie willig ich gewesen damals wie heute war. Die Stille, die nur durch unseren erregten und schnellen Atem unterbrochen wurde, lastete zunehmend schwer auf mir, sodass ich mich in Sarkasmus zu retten versuchte, um nicht vor ihm in Tränen auszubrechen.

„War das der Lohn für die getane Arbeit?“, warf ich ihm spitz entgegen, nachdem mein rationales Denken wieder einsetzte und ich mich selbst grenzenlos zu verachten anfing. Ich richtete mich ungelenk auf und saß nun auf dem Tisch, wollte grade heruntergleiten, doch Lucius Worte hielten mich auf.

„Du…“, begann er eindringlich, „… ich… wir…“, kam es entschieden von ihm und gerade wollte er weitermachen.

Ich musste nicht hören, wie er über mich triumphierte!

„Hier!“, griff er vor sich auf das Sofa und im nächsten Augenblick landete eine Decke auf meinem Schoß.

Sie glitt jedoch unbeachtet von meinen Beinen, als ich hinabsprang. Was sollte das denn Bitte? Jetzt wollte er also das ich mich bedeckte? Hatte er sie noch alle? Ich würde jetzt garantiert nicht einfach Kleinbeigeben und mich unter Decken verstecken.

Er würde wieder unvorstellbar dünkelhaft, arrogant und überheblich sein! Er würde nicht mal merken, dass er gerade etwas getan hatte, was mich an den Abgrund trieb! Er würde nicht verstehen, dass sich für mich alles geändert hatte! Aber ich wusste es, er würde nicht begreifen, dass ich mich in den letzten Minuten, in einem schwachen Moment, für IHN entschieden hatte!

Dass ich ihm erlaubt und gestattet hatte, so weit zu gehen! Ihm! Ausgerechnet ihm!

Ja, seine Erinnerungen hatten mir eine sehr spannende Seite an ihm gezeigt und einige verschütt gegangene Erinnerungen offenbart, aber es hatte auch gezeigt wie schwach ich war, und machten meine Demütigung nicht kleiner.

„Was soll das jetzt, Lucius, bin ich jetzt zu aufreizend? Du hast mich ausgezogen… dann lass es…!“, warf ich ihm die scheiß Decke bei meinen letzten Worten an den Rücken und fuhr ihn lautstark an.

„Hermione…“, kam es leise und vor unterdrückter Wut bebend. Langsam ging er ein paar Schritte auf mich zu, während deutlich seine Anspannung zu erkennen war, so wie er die Hände zu Fäusten ballte.

„…treib es nicht zu weit“, ging er bei jedem Wort einen Schritt auf mich zu „Bald wirst du dich mir völlig hingeben“, verkündete er selbstherrlich und schrecklich überzeugt.

„Was? Willst du mich jetzt wieder bedrängen, anders bekommst du mich nicht?“, giftete ich ihn lauthals an und ging auf Konfrontationskurs. Ich war eigentlich wütend auf mich selbst und beschämt, aber ich konnte grade nur damit umgehen, indem ich um mich schlug, denn Lucius zu zeigen, wie tief mich diese Episode zwischen uns erschüttert hatte und das meine Aufgabe ihm gegenüber gerade viel mehr bedeutete, als ein einmaliges Nachgeben.

„Bei Merlin, hör auf so kindisch zu sein..!“, donnerte Lucius nun entnervt und riss die Hände in die Luft.

„Kindisch? Geht’s noch?“, meine Stimme wurde laut und schrill, überschlug sich fast bei der Verzweiflung, die ich in mir spürte. Heiße Tränen rannen mir auf ein mal über die Wangen, ob vor Wut, oder Schmerz, weil das hier wieder aus dem Ruder lief, konnte ich nicht sagen.

„Fick dich Lucius, fick dick!“, brüllte ich ihm mit einer eindeutigen Geste entgegen und wirbelte herum. Nur schwer konnte ich den Impuls unterdrücken laut auf zu Schluchzen.

„Mäßige…!“, fing Lucius hinter mir tief grollend an und ich hörte seine Schritte hinter mir und drehte mich um.

Diese Gefühle ihm gegenüber wollte ich nicht und ich wimmerte erstickt auf, kämpfte gegen den aufsteigenden Heulkrampft, als er innehielt.

Er schien verwirrt zu sein und tatsächlich mit dieser Reaktion von mir überfordert, auf der anderen Seite  hatte er mich natürlich bisher sogar foltern können, ohne dass ich weinte, aber das gerade war viel intimer gewesen als alles, was wir bisher geteilt hatten und das machte mir zu schaffen, während es ihn zu verunsichern schien, dass ich so gefühlvoll in Tränen ausbrach, ganz anders als meine sonst so kalte Art.

Lucius Malfoy!

Ich konnte es nicht fassen und starrte ihn geschockt an. Lucius Malfoy, dieser Mann, der schon immer behauptete und zu mir gesagt hatte, dass er mich würde haben können, wann immer er wollte, nur um allen zu beweisen, wie wenig loyal ich war! Ich hatte gerade Draco verraten!

Aber noch schlimmer wog, ich hatte mich selber verraten! Mein Körper hatte sich gegen mich selbst gewendet! Mein eigener Körper, der Lucius all diese Dinge erlaubt hatte!

„Wehe… sag es nicht. Und gnade dir Merlin, wenn du mir folgst…“, drohte ich wenig überzeugend und sah zu meinem Erstsaunen kurz einen überraschten Blick über Lucius gesucht huschen.

Die Tür zog ich mit solcher Wucht zu, das sicher die Wände wackelten, aber vielleicht bildete ich mir das auch nur ein, denn sobald ich aus Lucius Sichtfeld war, brachen alle Dämme und alles über mir herein.

Ich zwang mich jedoch nicht hier nackt zusammenzubrechen, sondern rannte so schnell davon, wie mich meine Beine trugen. Meine Sicht wurde zunehmend verschleiertet und ich merkte, das ich immer mehr auf den Zusammenbruch zusteuerte.

Das heute war nicht das erste Mal, das ich Lucius so nahe gekommen war und es zugelassen hatte, sogar genossen hatte, aber verbunden mit dem was er mir heute gezeigt hatte, hatte ich völlig kapituliert. Mir dies ein zugestehen, war unglaublich schwer und hatte ich nie gewollt, aber Lucius hatte heute wirklich viel für mich getan, mich beeindruckt und überrascht.

Ich konnte ihn nicht mehr ertragen, ich hatte keine schlagfertige Antwort, denn er hatte heute Abend glorreich gewonnen!

Aber ich wusste es, er würde nicht begreifen, dass ich mich in den letzten Minuten, in einem schwachen Moment, für IHN entschieden hatte!

Dass ich ihm erlaubt und gestattet hatte, so weit zu gehen! Ihm! Ausgerechnet ihm!

Auch wenn es nicht das erste Mal gewesen war, dass er mich mit seinen geschickten Fingern, seinem heißen Mund und seiner von sich selbst überzeugten Art zum Höhepunkt gebracht hatte, war es diesmal anders, völlig anders und das erschütterte mich regelrecht. Auch wenn ich es mir nicht eingestehen wollte, so wusste ich doch, dass ich mich ihm, wenn er es darauf angelegt hätte, vollumfänglich hingegeben hätte. Unvorstellbare und lang geleugnete Emotionen brachen sich Bahn und die Tränen fielen plötzlich auf meine Wangen. Ich weinte wegen ihm!

Eilig versiegelte ich die Tür, während mich immer stärkere Schluchzer schüttelten, nichts hatte mich jemals so weinen lassen. Nicht der vorgetäuschte Tod meiner Eltern, oder Sirius‘ Ableben, oder alles andere, was ich erlebt hatte, aber ich erkannte, was mich derart die Fassung verlieren ließ.

Ich hatte keine Ausrede! Ich hatte keine Erklärung, ich hatte nur den Fakt das ich es zugelassen hatte, und so lief ich zu meinem Bett und fiel hinein. Ich vergrub den Kopf in den Kissen und verachtete mich mehr als jemals zuvor in meinem bisherigen so komplizierten Leben.

Hermiones Sicht Ende

Lucius Sicht

Ihre Verspätung, die mir eine weitere Stunde in der zweifelhaften Gesellschaft Pettigrews eingebracht hatte, hob meine Stimmung nicht wirklich und verärgerte mich noch zusätzlich, aber nachdem sich diese Ratte getrollt hatte, ließ mich ihr mitgenommenes Aussehen zögern. Sie sah schlicht und einfach fertig aus, weshalb ich aus einer rührseligen Emotion heraus sehr zärtlich zu ihr war und es selbst nicht fassen konnte, wie knapp es für uns alle diesmal gewesen war, unbeschadet aus der Katastrophe zu entwischen, weshalb ich sie in meine Gedanken holte um diese Schmierenkomödie endlich zu beenden. Es war mir ein tiefes Bedürfnis, sie zu fühlen, sie zu schmecken und ihr ganz nah zu sein und doch erschütterte und berührte mich nichts so sehr wie ihre Tränen zum Schluss, als sie vor mir floh.

Dabei lief sie nicht vor mir weg, sondern vor sich selbst, so dass ich sie, auch wenn ich es nicht mochte, laufen ließ, während ich gegen den Tisch gefallen war, nachdem sie fluchtartig das Zimmer verlassen hatte und versuchte, für mich zu ergründen, auf was wir alle gemeinsam zutrieben.

So hätte das nicht laufen sollen, nicht schon wieder, aber es war zu knapp gewesen, als dass ich gleichgültig hätte sein wollen. Ich hatte vor dem Lord und seinem kriecherischen Diener einen meiner unwürdigen Eiertanz sondergleichen aufgeführt und dann kam sie auch noch zu spät und sah aus wie eine Vogelscheuche und ließ mich mal wieder eiskalt, wie einen begossenen Königspudel stehen, während sie in meinen Armen ihre Erfüllung gefunden hatte.

„Eine Revanche, vielleicht irgendwann einmal in diesem Leben…Liebes… das wäre nett...“, murrte ich mit einer gewissen Süffisanz zu mir selbst, da niemand außer mir mehr im Zimmer war.

Wenn das noch länger so gehen sollte, würde ich wahnsinnig werden, weshalb für mich feststand, dass sie so bald als möglich fällig war!

Ich war mir meiner und ihrer mehr als sicher, aber die Blöße, ihr nun nachzueilen, die würde ich mir nicht geben, denn ich wusste mit absoluter Sicherheit, dass sie tausend Zauber auf ihre verdammte Tür gelegt hatte und ich würde nicht als Hausherr alle Regeln ignorieren und sie einfach aufbrechen, nicht nach diesen Tränen!

Biest!

Machte sie das mit Absicht?

Biest!

Heute Abend wäre der Ball und ich wollte ihr raten, sich bis dahin zu fangen, um daran teilzunehmen, sonst sähe ich mich doch noch gezwungen, die Türen aufzusprengen.

Ich seufzte schicksalsergeben und versuchte, gegen meine fabulöse Missstimmung anzugehen, denn mir hingegen würde, bis zum Beginn, nur noch die Möglichkeit bleiben, mich mit Arbeit abzulenken, als meine Gedanken abdrifteten und ich sinnierte, wie es wäre endlich bei ihr die Erfüllung zu finden, in ihr zu kommen, in ihrem Mund, oder wo auch immer, alles wäre besser als dieser unbefriedigende Zustand der permanenten unerfüllten Erregung. Ich musste die Augen schließen, so hart war ich jetzt bei dem bloßen Gedanken geworden und zu meinem Leidwesen kam ich mir wie ein pubertierender Teenager vor und nicht wie ein erwachsener und gestandener Mann.

Wann würde sie sich endlich eingestehen, dass es kein Entkommen gab? Nicht für sie, nicht für mich, nicht für uns. Und das, nachdem ich es ihr mal wieder verflucht fabulös besorgt hatte.

Ich schloss resigniert die Augen. Ich verzehrte mich nach ihr, ich wollte sie und nach dem Ball würde sie endlich mir gehören!

Lucius Sicht Ende

Hermiones Sicht

Kurzzeitige Verblödung und absoluter Kontrollverlust dank Hirnerweichung!

Ausgelöst durch die Legelmentik?

Ja, so in etwa lautete meine wunderbare Selbsteinschätzung nach einem langen Bad, um über diese Katastrophe hinwegzukommen. In der Zeit hatte ich mal wieder die Möglichkeit erwogen, mich im Badewasser zu ersaufen.

Wie hatte ich mich derart bescheuert verhalten können? Das war nicht nachvollziehbar und verzeihbar noch weniger, mein Wille, mir selbst wehzutun, war da und wuchs beständig an. Aber dann hatte doch meine erschreckend schnöde Rationalität eingesetzt, die mich bei Lucius‘ Attacke sträflich im Stich gelassen hatte und ich stellte mir die Frage, was Harry ohne mich machen sollte. Da kam die nächste These, die meine Schuld tilgen sollte, denn vielleicht war es ein Akt der Verzweiflung gewesen, da es diesmal so erschreckend knapp gewesen war, vor dem Dark Lord zu fliehen, der mich in Lucius‘ Arme trieb.

Ich war auch mal schwach und nahm die tröstende Schulter gerne an, vor allem nachdem er mich letztens so wenig beachtet hatte, tat dies meinem Stolz gut.

In Wahrheit fühlte ich mich hilflos bei dieser elendigen Furcht. Dass diese endlose Flucht eventuell nie enden würde und wie haarscharf es gewesen war, zu entkommen, war mir gerade vor Augen geführt worden.

Natürlich erkannte ich den Trieb in mir, mich in Ausreden zu flüchten, aber mein Gewissen sah sich genötigt, es zu tun, während ich mit Grauen auf das Kleid starrte, das Lucius für mich in meinem Schlafzimmer hatte bereitlegen lassen. Ich verstand nicht, warum er mich wie einen Pfau präsentieren wollte, aber ich würde mich nicht streiten, ganz ehrlich, dann würde ich es halt tragen. Es war scheußlich, aber die Kraft ihn zu ärgern fand ich im Moment nicht in mir.

Also schlüpfte ich in das Ungetüm mit der langen Schleppe und frisierte mir mit Magie mein Haar kunstvoll hoch, sodass nur einige Locken heraushingen und mein Nacken schön von Haar bedeckt war und verzichtete völlig auf Schmuck, da das Kleid genug Aufmerksamkeit erregen würde.

Schließlich drehte ich mich vor meinem Standspiegel im Kreis und bewunderte das Ausmaß dieser Kreation. Ich raffte mich dann nach einem Blick zur Uhr schlussendlich dazu auf, mich in dem schwer zu bändigenden Gewand auf den Weg zu machen. Dabei fiel mir auf, dass mich niemand abholte, weder Lucius noch Severus und erst recht kein Draco.

Wo auch immer er war, er müsste hier sein, aber eigentlich war ich froh, eine Konfrontation mit ihm etwas verschieben zu können. Mich empfingen die sanften Klänge der Party, als ich mit Schrecken Schneeflocken vor meinen Augen tanzen sah, die auf uns alle hinab rieselten. Sofort hob ich die Hand und fing mit einem Finger eine einzelne, glitzernde Flocke auf. Anders als Schnee zerliefen sie nur, hinterließen aber kein Wasser oder Kälte. Dies lenkte mein Augenmerk auf den Saal, der sich vor mir öffnete. Es war malerisch schön, die geschmückten Bäume glänzten in Gold, sehr überladen und ausladend, unterstrichen durch das weiße glitzernde Eis des Schnees, der sich in ihren Nadeln verfing. Die Menschen tummelten sich schon im Saal, der eher an eine Winterlandschaft erinnerte und ich erlebte sofort, wie mir die Blicke der Anwesenden folgten, als ich betont langsam den Saal betrat. In dem Gewand war es kein Wunder, dass ich auffiel wie ein bunter Hund. Ich kam mir vor, wie ein sehr farbenfroher Pfau.

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Zuletzt von queenie am Fr Jan 06, 2017 3:18 am bearbeitet; insgesamt 9-mal bearbeitet
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BeitragThema: 576. Les Enfants terribles I.    Di Nov 29, 2016 8:15 pm

Wie auch in den vergangenen Jahren gibt es auch 2016 wieder einen Adventskalender.
Als Einstimmung geht es schon heute los.

http://whfff.forumieren.net/t878-adent-advent-2016#6786


https://www.youtube.com/watch?v=zGudG16Xd4g&list=PLVuPCRwQLR-MEGrXMH62K97rfkxSzSfU7&index=9

und vergesst nicht unsere informative Seite:
http://www.whenhermionefights.de



576. Kapitel Les Enfants terribles I.

War ich zu spät erschienen?

Wo waren sie? Weder Severus´ Schwarz noch Lucius‘ alles vereinnahmende Präsenz waren auszumachen.  

Die Menschen musterten mich, was ich überging, indem ich weiterhin die Leute musterte. Ich konnte Marietta erkennen. Sie trug eine ziemlich eigenwillige Kreation, einen schwarzen durchsichtigen Stoff mit aufwendigen Stickereien, zu vielen Stickereien. Lediglich von den Brüsten bis oberhalb der Knie war der Stoff blickdicht. Goldene Verzierungen rankten sich wie Pflanzen mit vielen Trieben und vereinzelten Blüten den Körper hinauf. Viele kleine Edelsteine, vermutlich alle falsch, schnaubte ich innerlich, ergänzten die Ranken und kunstfertigen Muster. Obwohl das Kleid einen runden Ausschnitt und nur dünne Träger hatte, bot es aufgrund des durchscheinenden Stoffes einen guten Blick auf ihr Dekolleté und den Ansatz ihrer Brüste. Der bodenlange Stoff floss weich um ihre schlanke Gestalt, beinahe schien der Stoff eine kleine Schleppe zu bilden. Sie dachte wohl wirklich, dass diese Kreation ihr etwas Verführerisches verlieh und an einer anderen Frau wäre dieses Kleid möglicherweise trotz seiner Übertriebenheit tatsächlich reizvoll gewesen, an dem Bauerntrampel Marietta hingegen wirkte es eindeutig zu protzig und sie wie ein kleines verwöhntes Gör, das verkleiden spielte.

Sie unterhielt sich angeregt mit irgendeinem Mann, der mehr auf ihr Dekolleté starrte als dass er ihr Aufmerksamkeit schenkte. Als nächstes entdeckte ich Blaise und Astoria in einer Ecke des Raumes.

Gegen Marietta war Astoria eine Wohltat. Sie sah entzückend aus in einem dunkelgrünen Kleid, das ihr sehr schmeichelte. Über dem moosgrünen Unterkleid lag ein zarter gleichfarbiger und durchscheinender Stoff, der um ihren Oberkörper kunstvoll in sehr filigrane Falten gelegt war. Die Schultern wurden durch unzählige, kleine grüne Perlen betont. Ein schmaler, grüner Stoffgürtel akzentuierte ihre schlanke Taille und unterhalb dessen öffnete sich das Kleid in einen weit schwingenden Rock. Der leichte, zarte Oberstoff und die auf ihm angebrachten, grün schimmernden Blüten waren so leicht, dass sie wie schwebend aussahen. Der Farbton passte ausgezeichnet zu ihrem Teint und dem dezenten Make-Up, das sie aufgetragen hatte. Insgesamt war sie eine angenehm frische Erscheinung in diesem von Pomp und Prunk gefüllten Saal und erzielte damit genau das, was all die anderen Weiber mit ihren übertriebenen Kreationen vergeblich erreichen wollten. Sie stach eindeutig aus der Masse heraus. Zielstrebig eilte ich durch die Menge auf meine Freunde zu.

Doch mitten im Gehen stoppte ich, ihre Gesichter versprachen keinen Spaß, sodass ich abdrehte. Beide sahen schrecklich wütend aus, so als würden sie sich soeben streiten. Das würde mich auch nicht weiter bringen und so raschelte mein Kleid unter mir, als ich innehielt und mich nach einem anderen Ziel umsehen wollte, doch ich wurde daran gehindert.

„Miss Mal... Miss Granger, wann wird der Ball eröffnet?“, fragte Pius Tricknesse liebenswürdig und grinste mich mit blitzenden Augen an.

„Wie bitte?“, hauchte ich überrumpelt. Das passierte Lucius nie, dass die Menschen sich hier tummelten und er weg war.

War was mit den DeathEatern? Mit dem Lord? In mir breitete sich die Sorge aus, während Thicknesse meine geistige Abwesenheit nützte und ziemlich dreist meine Hand ergriff und sie an seinen Mund führte, um mir einen Kuss darauf zu drücken. Nur dank meiner beeindruckenden Selbstbeherrschung schaffte ich es, mein Gesicht nicht zu verziehen, oder meine jetzt wieder befreite Hand an den Federn meines Kleides abzuwischen. „Minister?“, zwang ich mich zur Höflichkeit und versuchte, den Gedanken an das Gewölbe zu verdrängen. Immer wenn ich ihn sah, sah ich ihn dort vor mir.

„Ihr Verlobter verschwand und war bisher nicht in der Lage, offiziell seine Gäste willkommen heißen zu können“, kam es gestelzt von Thicknesse, dessen Spitzbart sein Gesicht noch dünner und unsympathischer erscheinen ließ.

„Und Draco?“, fragte ich ungeniert, denn wenn gebührte es dem Sohn des Hauses, diese wenig von mir herbeigesehnte Aufgabe zu erfüllen.

„Ja, der ging auch verlustig, bis eben war er hier…“, kam es bedauernd von unserem augenblicklichen Minister, der sein Samtgewand um sich schlang und mich sonderbar anblinzelte.

„Wo?“, drängte ich fragend und sah mich wieder um, dabei blendeten mich die Juwelen der Frauen.

„Keine Ahnung“, hob er die edel verpackten Schultern an. „Der junge Malfoy entschwand in der Minute, als zwei umwerfende Frauen den Raum betraten…“, verkündete er übertrieben und rieb sich zwischen Daumen und Zeigefinger zwirbelnd seinen Spitzbart.

„Wohin?“, verlangte ich enerviert zu erfahren, um mir ausmalen zu können, ob er nicht wollte, dass sie auf den Ball gingen, oder ob er sie zu Lucius brachte, wo auch immer der abgeblieben war.

„Er nahm sie mit“, meinte Thicknesse nur wenig aussagekräftig und ich war gewillt, mit den Augen zu rollen, was für ein Idiot.

„Zwei…?“, meinte der soeben grenzdebil grinsende Thicknesse hintersinnig, zwinkerte aufdringlich und man sah wie er sich vorstellte, wie Draco sich mit den beiden Frauen in einem der Räume amüsierte. Ich holte wieder tief Luft und riss mich schwer zusammen.

„Sie entschuldigen mich… Minister!“, meinte ich knapp und bemüht höflich, raffte dieses unsägliche Kleid zusammen und zwängte mich durch die Menschenmenge zur kleinen Empore der Musiker, die, nachdem ich die drei Stufen erklommen hatte, erschrocken über die Unterbrechung innehielten, wodurch die sanften Klänge schief zu Ende gingen.

„Meine sehr verehrten Gäste“, rief ich magisch durch einen Sonorus verstärkt und überblickte die große Gesellschaft, die sich mir begierig zuwandte. „Es ist uns ein unheimliches Vergnügen, Sie heute Abend so zahlreich begrüßen zu dürfen, des Weiteren ist es eine unsägliche Ehre, dass Sie sich alle in unserem Hause eingefunden haben, um mit uns Weihnachten zu feiern…“, schaffte ich es irgendwie nicht, die Prise Sarkasmus aus meiner Stimme bei einigen Wörtern herauszuhalten und natürlich war es absolut unangebracht, aber ich war leicht säuerlich, dass sie mich hier alle so sträflich alleine ließen. Wo waren Lucius und Draco? Warum zwangen sie mich dazu, diese Aufgabe zu erfüllen, mich, das minderwertige Mudblood, in diesem beschissenen Zirkuskleid. Unter der Begutachtung dieser Menschen fühlte ich mich ganz und gar nicht wohl.

„Entschuldigen Sie die kurze Abwesenheit meines Verlobten, leider ist er gerade verhindert. Aber er wird Sie im Laufe des Abends noch willkommen heißen…“, versprach ich zähneknirschend und lächelte künstlich in die Runde und wenn ich ihn an seinen langen Haaren hier rauf schleifen müsste, aber darum würde er nicht herumkommen. Oh, wie sauer war ich gerade auf den selbstverliebten Pfau. „Somit sage ich: Der Ball ist eröffnet, feiern Sie schön und genießen Sie dieses Fest auf Malfoy Manor!“, erhob ich auffordernd mein Glas, nachdem ein eilfertiger Elf mir eines hingehalten hatte und plötzlich, wie durch Zauberei, hielten all unsere Gäste eines in Händen.

Ein sanfter Applaus setzte ein, während ich nach einem Schluck Kakteenchampagner, der mir sofort furchtbare Erinnerungen an ausschweifende Feste in diesem Haus bescherte, eilig das Glas zurückstellte, um zügig von der Empore hinabzusteigen, woraufhin die Musik wieder ihren Reigen zu spielen begann.

Wo waren die anderen?

Hermiones Sicht Ende

Lucius Sicht
Meine Stimme hob sich trotz, oder gerade wegen der unpassenden Unterbrechung, kurz bevor Hermione und ich den Ball eröffnen konnten, denn es trat Mrs. Edgecombe mit verschwörerischer Miene auf mich zu. Sie präsentierte sich in einem angemessenen Ensemble.

Lange Ärmel aus zarter, goldener Spitze und eine Schulterpartie aus eben dieser bildeten den Blickfang des Kleides. Über die Brust und um die Taille war feiner Satin kunstvoll und eng umschmeichelnd um ihren Körper drapiert und bildete über ihren Brüsten einen herzförmigen Ausschnitt. Der Rock bestand aus fließendem Taft und war im gleichen, schimmernden Goldton gehalten wie das Oberteil. Er reichte bis zum Boden und bildete hinten eine leichte Schleppe. Der Ansatz des Rockes schmiegte sich organisch wirkend unter das über ihre schmalen Hüften geschwungene Oberteil und schien förmlich aus den Raffungen des Oberteiles zu entspringen. Das Kleid umspielte ihre Figur im Meerjungfrauenstil und der Rock wurde betont durch eine offene Falte, an welcher der Stoff in Wellen hinab floss. Auch Narcissa hätte dieses Kleid gut gestanden in ihrer ätherischen unterkühlten Schönheit.

Ich lenkte sie mit gelebter Nonchalance in den Small Salon auf der gegenüberliegenden Seite des Flügels, der wie der Ballsaal auf der Westseite des Manors lag und deshalb sehr nah war, außerdem mochte ich seinen schlichten, mittelalterlichen Charme. Er war klein und mein Favorit.

„Hier ist die Akte“, meinte sie verschwörerisch und ich nahm das hochoffizielle Dokument entgegen, welches das Siegel des Ministeriums trug, und schlug die Akte auf.
Nach dem Lesen des hochbrisanten Inhaltes breitete sich ein breites Grinsen auf meinen Lippen aus, das ich vor Edgecombe zu verstecken wusste, indem ich ihr den Rücken zuwandte und das Dokument verkleinerte.

„Sie kennen den Inhalt?“, wandte ich mich in einer schwungvollen Drehung zu ihr um und steckte das kleine Viereck in die Vordertasche meiner Weste.

„Ich?“, fragte sie piepsig und deutete auf sich. „Nein“, schüttelte sie eilig den Kopf, auf dem eine kunstvolle Frisur thronte und drohte, durch die energische Bewegung in Mitleidenschaft gezogen zu werden.

„Wenn Sie mich anlügen“, drohte ich mit erhobenem Finger und sah sie durchdringend an.

„Nie, Mr. Malfoy, ich habe immer nur nach den Stichwörtern gesucht, aber niemals hineingesehen“, wehrte sie mit erhobenen Händen ab. „Ich habe nur alles zusammengetragen, was die betreffenden Personen angeht, aber ich habe nie kontrolliert, in welchem Zusammenhang die Namen genannt werden“, sprudelten Furcht, Angst und offen zur Schau getragene Sorge aus ihr heraus. Ich glaubte ihr. Sie hatte auch von Rufus niemals wertvolle Informationen erbeten noch erhalten. Das war das Gute an ihr als Mätresse, ihr absolutes Desinteresse, was die geschäftliche Ebene betraf.

„Gut, vergessen Sie das nicht Mrs. Edgecombe, zum Wohle ihrer Tochter“, drohte ich schonungslos, da wir doch alle wussten, wer die DeathEater führte und sie wurde blass.

„Na…“, wollte sie beginnen, als die Tür aufging und wir beide herumwirbelten.

„Ja“, donnerte ich alles andere als begeistert über diese Störung.

„Vater…“, kam mein Sohn durch die Tür und ich wusste, er ahnte, dass er sich meine Verärgerung zuzog, aber das schiefe Grinsen in seinem Gesicht deutete darauf hin, dass ihm das relativ gleich war. „Oh, störe ich?“, meinte er provokant und ich runzelte die Stirn.

„Draco?“, mahnte ich indoktrinierend und musterte den jungen Mann in seinem eleganten, schwarzen maßgeschneiderten Anzug.

„Störe ich… Vater?“, legte mein Sohn eher anklagend nach, sodass ich indigniert eine Braue anhob.

„Tritt ein“, forderte ich ihn daher nonchalant auf, nicht dass er mir nachsagen konnte, ich wäre an der Dame weiterhin interessiert. „Mrs. Edgecombe und ich waren fertig…“, bestätigte ich ihm, dass mein Interesse mehr als abgekühlt und verflogen war.

„Mr. Malfoy“, begehrte die Dame empört auf und trat einen Schritt auf mich zu. „Aber… aber Sie konnten mir noch keinen Kandidaten nennen, oder gar präsentieren!“, trat ein sturer Zug in ihr hübsches Antlitz, der nicht förderlich für ihre Schönheit war.

Ich presste verärgert die Lippen fest zusammen, denn nach dem Reinfall mit Weasley war mir kein anderer nicht DeathEater eingefallen, der willens sein könnte, mir nichts, dir nichts eine junge DeathEaterin mit fraglicher Moral zum Eheweib zu nehmen, als meine Überlegungen durch ein Räuspern unterbrochen wurden.

„Chrm…“, lenkte mein Sohn die Aufmerksamkeit auf sich und deutete mit einer Geste auf sich.

„Vielleicht könnte ich hier hilfreich zur Hilfe eilen?“, bot mein Sohn unmäßig galant an und ich hob taxierend eine Braue und musterte Draco aufmerksam. Man bekam nichts umsonst. Erst recht nicht von einem Malfoy!

„Mr. Malfoy“, trat Edgecombe sofort hoffnungsvoll einen Schritt auf ihn zu und auch ich sah Draco auffordernd an, denn ich war gespannt, was er vorschlagen wollte.

„Ich hätte da einen interessierten Kandidaten“, konkretisierte er mit einem selbstgefälligen Grinsen, das ich sofort dem zuordnete, was es in Wahrheit unterstreichen sollte; das absolute Wissen. Bei genauem Überlegen ging mir auf, dass mein Sohn keine weiteren Informationen über das Problem mehr benötigte. Percy Weasley schien ihn vollumfänglich unterrichtet zu haben. Die Drähte meines Sohnes reichten weit und es war eine köstliche Bestätigung meiner bisherigen Annahme, dass Percy Weasley für Draco spionierte.

„Wie könnten Sie hier so schnell helfen?“, wagte Edgecombe offen zu zweifeln und Sorge zeichnete sich in ihren Zügen, was oder besser wen Draco hier aus dem Hut zaubern würde. „Wer?“, forderte sie neugierig, als mein Sohn nicht sofort antwortete, sondern mich fest ansah.

„Was ist dein Preis, Draco?“, fragte ich mit einem kleinen Lächeln in den Mundwinkeln. Hier war er ein Malfoy vom perfekt gekämmten Scheitel bis in die Zehenspitzen, die in Maßschuhen steckten.

„Vater“, lag ein wölfisches Grinsen auf den schönen Zügen meines Sohnes. „Ich hätte eine Bitte…“, meinte er langgezogen und wir blickten einander in die Augen, in einem Moment des absoluten Verständnisses zwischen uns, denn nichts war umsonst.

„Die da wäre?“, fragte ich daher betont freundlich und nach den Akten, die ich dank Mrs. Edgecombe nun in Händen hielt, war ich es ihr schuldig, einen respektablen Ehemann für ihre Tochter auszuwählen, weshalb ich bereit war, über seine Bitte nachzudenken.

„Vater…“, begann er spannungssteigernd, weshalb ich ihm mit einer Geste bedeutete, schnell zu machen, denn die Gesellschaft erwartete uns. „Ich… ich möchte bitten, die Überraschung, die hinter der Tür auf dich wartet, schnellstens von hier weg zu schaffen“, überraschte er mich absolut und ich brauchte eine Sekunde, um zu realisieren, dass er nichts für oder wegen Hermione bat, womit ich gerechnet hatte, aber diese Aufforderung kam mehr als unerwartet.

„Besuch?“, fragte ich daher perplex und drückte meinen Rücken gerader durch. Wer war hier, der nicht geladen wäre und Draco ein derartiges Unbehagen bereiten könnte?

„Ja, und zwar einen, den ich nicht wirklich in seiner Gesamtheit zu schätzen weiß“, erklärte Draco gestelzt, da er sich vor Mrs. Edgecombe keine Blöße geben wollte, aber mich ließ es sehr hellhörig werden.

„Wenn dies dein Wunsch ist, dann werde ich es tun“, erschien mir dies eine geringe Bitte zu sein, so dass ich sofort zustimmte.

„Wer ist der Mann?“, brach es aus der Mutter hervor, die den Deal zwischen meinem Sohn und mir wie ein Qudditchspiel verfolgt hatte.

„Ein eher junger Mann, aber ich denke mir, es könnte den beiden zusagen“, versprach Draco ziemlich selbstsicher und lächelte zuversichtlich.

„Solange er ihr ein Kind macht und sie das von Dummheiten abhält, ist er gut genug“, erklärte Edgecombe schroff und unterstrich diese Aussage mit einer endgültigen Handgeste, die herrisch daherkam. Draco und ich tauschten einen vielsagenden Blick aus.

„Wie wahr“, pflichtete ich ihr amüsiert bei, als Draco den Namen verkündete, der ihm vorschwebte.

„Denken Sie dieser respektable, junge Mann würde meine Tochter wollen? Seine Familie ist durchaus angesehen“, zweifelte die Mutter umgehend und es war kein schmeichelhaftes Zeugnis, das sie hier ihrer Tochter ausstellte. Aber selbst ich war erstaunt gewesen, dass diese Verbindung willentlich und ohne Zwang vonstattengehen könnte.

„Ja, ich bin überzeugt. Ich habe ihn schon gefragt und er war bereit, er ist auch heute hier. Wenn Sie mit ihm reden möchten, dann führe ich sie zusammen“, bot Draco sehr höflich an und machte einen auf Diener.

„Dieses Treffen sollte dann im Billard Room stattfinden“, schlug ich vor und neigte bestimmend mein Haupt.

„Ich weiß, wo sich dieser befindet“, kam es eilfertig von ihr und ich nickte. „Draco, sag Miss Edgecombe und dem jungen Mann, dass sie sich dorthin begeben sollen. Sie übernehmen dann dieses Detail?“, wandte ich mich der hoffnungsfrohen Mutter zu, die ihre aufkeimende Begeisterung fast nicht verbergen konnte.

„Wenn Sie wissen möchten, ob ich unseren Deal als beendet sehe? Ja, Mr. Malfoy, wir sind quitt“, meinte sie eindringlich und bekam ganz rote Wangen, woraufhin ich mein Haupt schief legte und sie abwägend musterte.

„Solange Sie auf ewig zu schweigen verstehen, sind wir das wirklich“, mahnte ich leise und verabschiedete Edgecombe, um mich dem Besuch zu stellen, den Draco weit weg wünschte und so öffnete ich die Tür.

Edgecombe huschte eilig davon und beachtete den Besuch nicht, ich jedoch verstand es, meine Überraschung gekonnt zu überspielen, als mir eine alte Bekannte mit einem strahlenden Lächeln entgegenkam und die Arme überschwänglich ausbreitete.

„Lange nicht gesehen, schöner Mann“, gurrte sie verführerisch und senkte aufreizend ihre dichten Wimpern.

„Das kann ich nur zurückgeben, schöne Frau“, gab ich charmant zurück, dann ertönte ein glockenhelles Lachen, das einem durch und durch gehen konnte, während ich mich galant vor ihr verneigte, ihre beiden Hände ergriff und sie von oben bis unten musterte.

„Und bestehe ich vor deinem erlesenen Geschmack?“, fragte sie provozierend und ich schenkte ihr ein aufreizendes Lächeln, da ich um eine zu schmeichlerische Antwort herumkommen wollte.
Draco stand in ihrem Rücken und beobachtete unser tête-à-tête mit großer Skepsis, bis ich ihm zu verstehen gab, dass er sich um den anderen Gast zu kümmern hatte und als er langsam und sehr widerwillig nickte, schloss ich vorsorglich die Tür hinter uns und holte tief Luft. Das würde spannend werden und zu meinem Missfallen erkannte ich, dass mein Draco gegenüber voreilig gegebenes Versprechen gar nicht so leicht umzusetzen sein würde.

Lucius Sicht Ende

Hermiones Sicht

Während ich meiner bescheuerten Pflicht nachkam und mich durch die Menge pflügte und hier und dort zu Smalltalk gezwungen wurde, erblickte ich nach einer gefühlten Ewigkeit endlich Draco, wie er in Begleitung einer weißblonden Schönheit mit einer gewissen Arroganz durch die breite Doppelflügeltüre trat. Eine wahre Schönheit mit einer ätherischen Ausstrahlung, die durch ihr Kleid unterstrichen wurde, wie ich sezierend wahrnahm und daraufhin meinen Kopf in den Nacken warf.

Wer war diese Frau?

Dieses ungewöhnliche Kleid erinnerte an eine griechische oder römische Tunika, nichts was die Frauen hier bei uns trugen. Es war weiß, wallend und hatte unter der Brust eine Schnürung aus braunem Leder, die in mehreren Strängen über ihre Brust zur rechten Schulter hin lief und dort kunstvoll in kleinere und größere Kreise gelegt war. Die Frau in ihrer gesamten Erscheinung wirkte völlig deplatziert und fehl am Platz, aber die Männer strahlten zu ihr hin, wie verzaubert.
Nur Draco schien nicht verzaubert, seine Miene verkündete das zu erwartende Donnerwetter, als er mit großen Schritten den Saal durcheilte und zu meiner Verwunderung auf Marietta zuhielt und schon aus einiger Entfernung den untergeordneten DeathEater an ihrer Seite mit einer herrischen Geste hinfort schickte, während sich die jugendliche Schönheit an seine Fersen heftete und mit großen, blauen Augen die Umgebung betrachtete.

Ich verfolgte das Folgende interessiert. Draco sprach eindringlich auf Marietta ein und winkte jemand anderen ebenfalls dazu, weshalb ich meinen Hals reckte, um zu sehen, wer zu dieser eigenwilligen Gruppe hinzustoßen sollte. Ich blinzelte überrascht, als ich Cormac McLaggen ausmachte, der wie ein geprügelter Hund dazu geschlichen kam. Zuerst wirkte Marietta alles andere als begeistert, aber als Draco sichtbar harsch etwas befahl, sah sie zu, seiner Aufforderung brav Folge zu leisten, denn nun machten sich beide eilig auf den Weg, um Dracos ausgestrecktem Zeigefinger zu folgen und den Ballsaal zu verlassen.

Ich wandte mich nun in seine Richtung und kämpfte mich unfreundlich vorwärts, indem ich jeden der mich aufhalten wollte einfach ignorierte.

Dabei bemerkte ich, wie Blaise und Astoria dasselbe taten und ebenfalls auf Draco und seine Unbekannte zuhielten, während Dracos Begleiterin wild auf ihn einsprach und er ihr mehr Aufmerksamkeit schenkte als seiner Umgebung und immer wieder entschieden den Kopf schüttelte. Unterdessen dachte ich mir, dass die beiden ein einmaliges Bild abgaben, das von den Gästen nicht unbemerkt blieb.

„Draco“, meinte Blaise gerade und Dracos Blick zuckte zu mir, anstatt zu seinem Freund oder gar zu seiner Verlobten. Als er mich erblickte, riss er seine Augen wenig schmeichelhaft weit auf und musterte mich von oben bis unten.

„Her… mione…“, murmelte Draco leise und ich schenkte ihm ein leicht gequältes Lächeln, als er seine Hand auf meine Schulter legte. Es schien ihm ein Bedürfnis zu sein, mich zu berühren.
„Was trägst du da… Pfauisches?“, fragte er leutselig und ich lachte glockenhell auf und musterte nun meinerseits die junge Frau neben ihm, als seine Hand von mir fiel.

Von Nahem war sie noch beeindruckender. Sie wirkte gut definiert, nicht zu schlank und nicht zu dick, stand mit großer Selbstsicherheit, aber auch einem trotzigen Gesichtsausdruck, hochaufragend neben Draco. Sie war groß, größer als ich, athletisch, hatte lange, gerade, silberblonde Haare und graublaue Augen. Kein Schmuck, keine Schminke und zusätzlich trug das weiße Kleid dazu bei, zu unterstreichen, wie schlicht sie auftrat.

„Das war nicht meine Wahl“, meinte ich spitz, woraufhin Astoria zu kichern begann. Irgendwie wirkte sie wissender als wir anderen, was Lucius bewogen dazu haben könnte, dieses Kleid zu wählen. „Ist das komisch?“, fragte ich sie freundlich, da ich ihr nicht böse war und ihren Spott mir gegenüber durchaus verstehen konnte, fühlte ich mich doch selbst verkleidet. Sie schien sich jedoch an ihrem Lachen zu verschlucken und schlug eilig die Augen nieder, während mich die Frau neben Draco genau untersuchte und uns drei nacheinander musterte.

„Ja, das ist komisch“, fand Astoria dann doch ihren Schalk wieder und blickte mit einem Zwinkern zu mir, während das unbekannte Mädel lauernd wirkte.

„Das ist sie? Draco?“, wagte die Unbekannte zu fragen und deutete auf mich, weswegen ich ziemlich finster auf den aufdringlichen Finger des Mädchens starrte.

„Halt die Klappe“, fuhr er sie sehr unfreundlich an, woraufhin Blaise die Augen weit aufriss. Gerade Draco war Frauen gegenüber immer sehr zuvorkommend und dann noch bei einer uns Unbekannten derart grob zu sein, war eigentlich gar nicht seine Art.

„Hey“, meinte sie auch schon verletzt zu Draco.

„Wer ist die junge Frau?“, sprach ich über sie hinweg zu ihm und tat so, als wäre sie nicht anwesend. Ich weigerte mich, ihr Beachtung zu schenken, weswegen sie empört darüber wirkte, so übergangen zu werden.

„Ich bin…“, wollte sie begeistert beginnen, doch Draco schob sie tatsächlich handgreiflich zur Seite.

„Unwichtig“, meinte Draco auch schon vernichtend und da sah man, wie sehr er sie verletzte, wie ihr schönes Gesicht in sich zusammenfiel und sie sichtbar dagegen ankämpfte, nicht die Kontrolle zu verlieren und entweder in Tränen auszubrechen wie ein kleines Baby, oder wütend mit dem Fuß aufzustampfen wie ein Kleinkind. Auf mich wirkte sie wie ein verwöhntes, ungezogenes Kind, auch nicht im Ansatz zu vergleichen mit einer Astoria, die mit tief gefurchter Stirn das Geschehen verfolgte, aber niemals so sehr ihre Emotionen zeigen würde, wie das Mädel hier vor uns.

„Draco“, mahnte Blaise, ganz der Charmeur, der er nun einmal war, wandte sich der Unbekannten zu und verneigte sich leicht vor ihr, was dem jungen Ding ein sachtes Lächeln auf das schöne Antlitz zauberte, als sie Blaise genau musterte.

„Was?“, murrte Draco missgestimmt und sah scharf zu seinem Freund. Ihr Verhältnis schien sich seit dem Fiasko letztens noch nicht wieder völlig eingerenkt zu haben.

„Dürfen wir uns vorstellen?“, überging Blaise den schlecht gelaunten Draco und zeigte sich der Besucherin gegenüber ausgesucht höflich. Bestimmt gefiel sie ihm, wie den restlichen männlichen Anwesenden, ausnehmend gut. „Ich bin Blaise Zabini, ein Freund von dem Miesepeter hier“, zeigte Blaise sein Geschick, unterhaltsam zu sein.

„Du hast eine schöne Hautfarbe“, kam es völlig unpassend von dem Mädel und Blaises Miene zuckte amüsiert, als nun auch Astoria, der ebenfalls auffiel, dass Blaise begeistert zu sein schien, abwertend schnaubte und er seiner Freundin ein Zwinkern schenkte und sich ihr mit einer deutenden Geste zuwandte.

„Und das ist Astoria…“, fuhr er ihre Gestalt mit der Hand hinauf und hinab. „Astoria Greengrass, seine Verlobte“, ging sein Fingerzeig zu Draco und nun war jede Lässigkeit aus seiner Stimme verschwunden und hatte einen bitteren Ton angenommen.

„WAS?“, entfuhr der blonden Schönheit ein Schrei und sie wurde blass. „Die… die da ist deine Ver… Verlobte?“, wirbelte sie zu Draco und dieser verzog seine Mundwinkel wenig manierlich, aber Astoria fühlte sich nicht beleidigt, eher zog sie eine nicht minder leidende Miene, aufgrund der Tatsache, mit Draco verlobt zu sein. Unterdessen legte sich umgehend das Augenmerk der Unbekannten zurück auf Astoria, sie musterte sie aufdringlich von oben bis unten und schien sie zu sezieren, was Astoria mit einem giftigen Blick erwiderte.

„Was dagegen?“, fragte Astoria, der es nun reichte, patzig.

„Was? Ja…“, kam die prompte, wenig passende Antwort von der Frau und ich zuckte mit meinem Kopf hoch. „Wer ist dann sie?“, deutete sie wenig manierlich auf mich. „Weil, die Verlobte kann nicht die sein, die du wolltest, die war doch unpassend. Ist sie das Mudblood?“, fragte sie wenig feinfühlig und über derart offen gesprochene Worte ging den anwesenden Slytherins der Mund weit auf, während ich mich an Gryffindor erinnert fühlte. Ein Fettnäpfen nach dem Nächsten, in das sie mit Wucht reinsprang, auf dass es spritzte.

„Diese SIE“, übernahm ich daher mit überheblicher Stimme, „ist die Verlobte seines Vaters“, verzog ich die Miene, als hätte ich auf eine saure Zitrone gebissen und erhielt den Genuss, dass ihr ihre Gesichtszüge entgleisten und sie ziemlich doof zu mir starrte.

„Wir müssen reden“, unterbrach Draco ziemlich bestimmt unser Gespräch, dabei sah er mich nun eindringlich, beinah bittend an und ich hob eine Braue. „Allein“, mahnte er geschäftig und legte seine Hand vertraulich unter den neugierigen Augen der Unbekannten wieder auf meine Schulter und ich neigte mein Haupt. Wenn er es derart ansprach, musste es wichtig sein.

„Hey“, wollte diese Nervensäge protestieren.

„Was ist passiert?“, unterbrach ich diese penetrante Person und wandte mich ostentativ Draco zu.

„Viel… sehr viel…“, lag eine solche Trauer in seiner Tonlage, dass ich erstarrte, selbst Blaise und Astoria sahen mit einem Schlag angstvoll aus.

„Tut es das nicht immer“, meinte ich wegwerfend. Ich wusste nicht, ob ich hören wollte, was er schreckliches zu sagen haben könnte.

„Draco, ist alles… gut?“, presste Astoria heraus und Blaises Gesichtsausdruck fragte dasselbe, was ihnen einen gequälten Blick einbrachte, der mir sofort Bauchschmerzen bescherte, während die Nervensäge sichtbar überfordert zwischen uns allen hin und her sah und Draco mit sich zu ringen schien.

„Es… es geht um Ro… Weas… den Rothaarigen“, stieß Draco eilig hervor und schaute uns nicht in die Augen.

„Was?“, ging eine Woge durch mich und auch Blaise und Astoria wirkten starr vor Schreck.

„Ist was mit ihm?“, „Geht es ihm gut?“, „Wurde er gesnatcht?“, ging es wild daher von uns dreien und Draco schlug fast schon verzweifelt die Augen nieder.

„Nein, wurde er nicht“, kam es eilig von ihm. „Zumindest nicht dass ich wüsste, heute Morgen war er noch bei mir…“. gestand er widerwillig und ich atmete erstmal tief durch.

„Wo?“, kam von mir die konkrete Frage.

„In Irland und jetzt komm“, fasste er meine Hand und ich war versucht, zurückzuzucken, verbot es mir dann aber, als er einen Blick hinter sich warf. „DU… du da…“, deutete er auf das hübsche Mädchen. „Du bleibst bei ihnen, verstanden?“, befahl er schneidend scharf, woraufhin das Mädel widerstrebend nickte, aber mich verwunderte seine Fürsorglichkeit.

Zu meinem Erstaunen folgte das Mädchen, denn sie ging näher an Blaise und Astoria heran, wobei ihr Blick auf Blaise lag und sie ihn ansah, als hätte sie noch nie einen Mann mit seiner Hautfarbe gesehen.

Hermiones Sicht Ende

Dracos Sicht

Nach dieser mehr als unangenehmen Situation, in der alle Wena kennengelernt hatten, lotste ich Hermione in den Smoking Room auf der rechten Seite des Manors und schloss die Tür, woraufhin sie sich mir ungeduldig zuwandte.
„Was war das mit Marietta und McLaggen?“, fragte sie erstmal und da der Billard Room nur ein paar Zimmer weiter den Flur runter lag konnte ich das sogar verstehen und so erzählte ich ihr von Vater, Edgecombe, Marietta und McLaggen.

„Dann ist das eine Intrige von Lucius? Warum?“, umwogte ihr monströses Kleid die Möbel in dem kleinen Salon, an denen sie vorbei schritt, wie ein Schiff auf bewegter See.

„Keine Ahnung, ich weiß es wirklich nicht…“, gestand ich zögerlich und deutete auf die Couch.

„Bitte setz dich und höre zu“, meinte ich mit einem abgrundtief schlechten Gefühl. Wie sollte ich meine Aktion, in der Apolline gestorben war, schönreden?

Aber ich tat es, ich biss die Zähne zusammen und legte ein schonungsloses Geständnis vor ihr ab. Dass ich noch eines bezüglich des unerwarteten Besuches heute würde ablegen müssen schob ich erst mal weit von mir. Ich fühlte mich nicht in der Lage, mich mit allem auf einmal auseinanderzusetzen.

„Wassss?“, hielt sie nichts mehr und sie rauschte in ihrem voluminösen Gewand durch den Salon auf mich zu, dabei stieß sie einen Beistelltisch um und die Vase ging klirrend zu Boden, aber ihr als auch mir war das relativ egal. „Scheiß Kleid“, meinte sie nur wegwerfend, während sie drohend zu mir kam.

„Draco“, wrang sie die Hände. „Was hast du Ron angetan?“, hauchte sie empört und wirkte erschüttert, während sich Trauer in ihre Miene grub. Sie hatte ihre Maske vor mir abgelegt.

„Es hätte auch so, ohne meine Intervention, geschehen können, sie haben sich getrennt… sie wollte weg“, wehrte ich betroffen ab und barg mein Gesicht in meinen Händen.

„Draco! Getrennt…. nicht getrennt, deshalb ist sie auf einmal weniger wert?“, schrie sie laut auf. „Du hast die Freundin meines besten Freundes getötet“, kreischte sie fast schon haltlos auf und war versucht, sich die Federn wortwörtlich auszurupfen und ich nahm mir vor, darauf nicht zu antworten, als sie tief Luft holte. „Wie… wie nimmt er es auf?“, fragte sie plötzlich und hatte sich wieder völlig in der Gewalt.

Beeindruckend, wie sie diesen Schalter immer umlegen konnte.

„Erstaunlich unweasleyhaft“, versuchte ich es locker und kassierte einen Todesblick von ihr. „Er hat es akzeptiert… irgendwie und er hat mich nicht getötet… irgendwie… er hat resigniert. Er denkt, er und… Potter stehen das zusammen durch…“, gestand ich abgehackt, während ich mich an dieses zutiefst sonderbare und verstörende Gespräch in meinem Büro in Dublin erinnerte.

„Wow“, legte sie ihre Hände an die geschminkten Augen und holte sehr tief Luft. „Ich fass es nicht. Warum auch er noch? Er… er hat sie wirklich aufrichtig geliebt“, trauerte Hermione für die verlorene Liebes ihres Freundes, mehr als sie jemals für sich selbst getrauert hatte.

„Ich weiß, ich weiß das und ich fühl mich auch beschissen und das einem Weasley gegenüber“, brauste ich nun erregt auf, da sie Weasley ihre Trauer und ihr Mitgefühl schenkte und mir nicht. Mir ging es seitdem auch nicht gut, denn auch wenn ich mir einredete, dass es so besser war als wenn sie bei Rowle als Flüchtige gelandet wäre, half diese rationale Überlegung wenig dagegen, dass ich mich mies fühlte. Zu mir aber und zu meinem Befinden sagte Hermione nichts, bis ich aufsah und bemerkte, wie sie mich genau musterte und plötzlich fühlte ich mich nackt vor ihr.

„Es tut mir leid, Draco“, meinte sie plötzlich aufrichtig und trat einen Schritt auf mich zu. „Ich glaube dir, dass dir das nicht leicht fiel und dass du es tun musstest“, kam sie nun meiner benötigten Aufmerksamkeit nach. „Ich kenne diese Zwickmühle zu gut und weiß, wie das einen zerreißt“, gestand sie bewegt und drückte ihre Hände an ihre Brust. „Ja, da solltest du dir von mir keine Vorwürfe anhören müssen, aber das hat mich gerade unvorbereitet getroffen“, bat sie um Entschuldigung und leicht fiel es ihr nicht, doch ihre Augen waren nicht so trocken wie sonst und deshalb schluckte ich sehr schwer.

Auch sie hatte die letzten Tage über einige weniger schöne Sachen erlebt, die sie auch wieder an Grenzen getrieben hatten, die man niemandem wünschte, sie überschreiten zu müssen.

„Ja, ich weiß…“, gab ich widerwillig zu und sie rückte noch näher zu mir, als ich mein Gesicht anhob und sie genau ansah. „Ich habe gehört, dass du den Kuss befohlen hast“, erklärte ich und damit sagte ich nichts Neues, jeder DeathEater sprach darüber.

„Jaaaa…“, entgegnete sie langgezogen und wenig begeistert, wobei ich mir wünschte, dass sie mir sagen würde, was es für sie bedeutete. Wie es ihr danach ging. Wie sie damit zurechtkam. Ihre Gabe war für mich noch immer schwer zu fassen.

„Und wie…?“, versuchte ich ihr einen Anstoß zu geben, mir ihr Herz auszuschütten.

„Keine Ahnung“, zuckte sie mit den nackten Schultern. „Lucius, der Lord und Severus scheinen zufrieden zu sein. Was will ich mehr?“, kam es reichlich sparsam, aber auch gefühllos von ihr.

„Das meine ich nicht“, begehrte ich auf. „Wie geht es dir damit?“, trat ich auf sie zu und sie zuckte vor mir zurück, wogte mit dem breiten Rock davon.

„Ach, du bist zu lieb, Draco, weißt du das?“, erschien sie trotz allem aufrichtig gerührt und fasste mich an den Händen. „Mir geht es gut…“, log sie, wie ich erkannte, aber ich wusste nicht, ob in diesem Zusammenhang, oder in einem anderen, denn es ging ihr nicht gut, das sah ich, dafür kannte ich sie zu genau, auch wenn sie mir etwas anderes vorspielen wollte und so schüttelte ich betrübt mein Haupt.

„Du glaubst mir nicht“, meinte sie spitz. „Draco, King hat es verdient, er wollte Lucius hinterrücks ermorden“, offenbarte sie eine Kaltblütigkeit, die mir eine Gänsehaut bescherte.

„Aber gleich ein Kuss? Du hasst die Dementoren“, wagte ich zu widersprechen, was ihr Gesicht in eine steinerne Maske verwandelte.

„Was ist noch passiert?“, drang ich in sie und sie wandte sich um, präsentierte mir nun ihren freiliegenden Rücken.

„Nichts“, sprach sie in den Raum.

„Hermione, ich bin nicht doof… raus damit“, forderte ich nun vehementer.

„Der Lord…“, entfuhr es ihr leise. „Er… er hat uns fast erwischt…. Harry und mich… Wormtail und Nagini… sie haben uns eine Falle gestellt“, wisperte sie so leise, dass ich sie fast nicht verstand und deswegen immer näher kam.

„Wassssss?“, fasste ich sie erregt an den Schultern und drehte sie zu mir. „Wie konnte das passieren?“, fragte ich erhitzt und suchte ihre Gestalt nach Blessuren ab und jetzt erzählte sie mir alles ganz genau und ich fühlte, wie ich blass wurde und starke Übelkeit in mir aufstieg.

„Lucius… er hat gelogen um mich zu schützen“, stieß sie zum Ende hin atemlos aus und ich machte große Augen, denn das war ein großer Beweis dafür, wie sehr er sie schätzte!
So was tat er eigentlich für niemanden derart offensichtlich!

Dracos Sicht Ende

Hermiones Sicht

Mein Gespräch mit Draco war wie eine halbe Katharsis und nachdem wir uns auf den neuesten Stand gebracht hatten, fühlten wir, dass wir uns besser auf den Weg machen sollten. Wir waren lange weg gewesen und die Gäste warteten. Wir mussten unseren Pflichten nachkommen, ob wir wollten oder nicht, und als wir gerade den Salon hinter uns gelassen hatten, hallte uns in diesem eher privaten Bereich, in dem wir uns befanden, ein gellender Schrei entgegen, aufgrund dessen wir geschockt innehielten.
„Was war das?“, meinte Draco besorgt und ich zuckte mit den Schultern und lief los, hetzte den Gang trotz meines voluminösen Kleides eilig entlang, zum Trophy Room und die Geräusche führten mich, da das Geschimpfe und Geschrei immer lauter wurde.

„Astoria“, murmelte ich sorgenvoll und sah noch, wie ihr dunkelgrünes Kleid hinter ihr wehend im Trophy Room verschwand. Ich selbst war ihr auf den Fersen, jedoch stoppte auch ich wegen dem, was ich beim Betreten des Raums erblickte.

Auf der Couch saß eine Frau breitbeinig auf einem Mann!

Um genau zu sein saß diese Frau auf Blaise und es war die blonde Schönheit von vorhin. Sie hatte ihre Tunika bis zur Hüfte gerafft und ritt Blaise noch immer leidenschaftlich, während er mit einem selten seligen Blick über ihre nackte Schulter zu uns starrte und sich Astoria vor ihnen aufbaute und sie wie von Sinnen anschrie.

„Ihr stört“, schaffte es die kleine Schlampe atemlos zu verkünden und blickte über ihre Schulter zurück, ohne mit ihrem Tun einzuhalten, während Draco sich an mir und meinem breiten Kleid vorbei drängte.

„Ahhhhh, warum?“, weinte Astoria herzerweichend, während Blaise weiterhin von dem unmöglichen Weib geritten wurde und Astoria vor Schock, dass ihr Freund ihr das antat und es nicht beendete, einen hysterischen Anfall bekam. Draco eilte zu ihr, da sie gerade handgreiflich werden und die Schlampe von ihrem Freund herunter zerren wollte.

„Blaise, hör auf“, befahl Draco nun auch schroff, indes wand sich Astoria in seinem harten Griff.
„Wena!“, nannte er zum ersten Mal den Namen des Mädchens. „Ich warne dich, hör auf mit dem Scheiß, du benebelst und verzauberst ihn!“, sprach er sie eindringlich an und ich horchte auf. Es machte bei mir Klick, eine Veela. Sie blickte mit roten Bäckchen, aber kämpferischem Ausdruck hoch und senkte nun ihre Hüften zum letzten Mal hinab, während Blaise aufstöhnte, ob wollüstig oder gepeinigt ließ sich leider nicht sagen.

„Warum?“, meinte diese Wena stur und zog einen malerischen Schmollmund.

„Weil das absolut unmöglich ist, hier… hier… das zu tun“, brüllte Draco sie an und presste nun die weiterhin heulende und nach Mord schreiende Astoria an seine Brust und Schulter. „Du kannst das nicht tun und nicht mit Blaise! Er ist vergeben“, hielt er ihr vorwurfsvoll vor. Unterdessen schaffte es Blaise endlich, mit einem verstörten Gesichtsausdruck ihre Hüften zu packen und sie von sich zu pflücken. Er warf sie regelrecht in einem hohen Bogen von sich hinunter.

„Ufff“, landete Wena auf dem Boden und eilte sich, ihre peinliche Blöße zu bedecken, dabei sah Blaise völlig fertig aus und war blasser als jedes Gespenst, was eine Leistung war bei seiner Hautfarbe, weshalb ich zu ihm eilte und ihm half, sich herzurichten. Die Peinlichkeit war ihm deutlich anzusehen. Er wirkte aufgelöst und starrte mitgenommen auf Wena und seine Hände.

„Ich habe Spaß“, verkündete das Mädel aggressiv, das sich langsam wieder auf ihre Füße kämpfte.

„Spaß?“, riss sich Astoria von Draco los. „Du Schlampe“, holte sie aus und verpasste Wena eine Ohrfeige.

„Ahhh“, schrie Wena auf und hielt sich die leuchtend rote Wange. „Draco?“, meinte sie winselnd. „Ich verstehe das nicht… warum nicht, er ist frei und zu haben…“, jammerte sie kläglich und ich verzog angeekelt die Mundwinkel.

„Nein! Ist er nicht“, brauste Draco auf, der wieder nach Astoria griff, um sie von weiteren aggressiven Taten abzuhalten. „Vater hat mir Astoria aufs Auge gedrückt, uns verbindet nichts!“, meinte er erklärend. „Sie ist mit Blaise zusammen. Sie lieben sich sehr!“, trat bei seinen Worten ein entsetzter Ausdruck in Wenas Blick.

„Blaise, warum tust du so was?“, brüllte Astoria in Tränen aufgelöst. Sie sah fertig aus und schenkte ihrem Freund einen angeekelten Blick, dann machte sie auf dem Absatz kehrt und rannte mit wehenden Röcken an mir vorbei und davon.

„Astoria“, rief Blaise ihr gepeinigt hinterher, wirkte aber zu fertig, um ihr folgen zu können, weshalb ich zu ihm ging und ihn erstmal wieder vorzeigbar zauberte. Vor allem zog ich ihm magisch seine Hose wieder an, was er reglos über sich ergehen ließ.

„Draco… aber… ich… ich verstehe das nicht… diese Brünette ist doch deine Verlobte“, wagte Wena zaghaft einzuwenden. Diese ganzen, komplizierten Spielchen, die wir hier aufführten, schienen in das Spatzenhirn von diesem Veelamädchen nicht hinein zu gehen.

„Was geht hier vor?“, kam es drakonisch von Lucius.

Hermiones Sicht Ende

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