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 Kapitel 579-580

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queenie
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BeitragThema: Kapitel 579-580   Di Jan 10, 2017 11:51 pm

So die Pause ist vorbei, ab jetzt gibt es wieder jeden Mittwoch ein Kapitel!

Vielen Dank für die vielen, lieben Glückwünsche zum 6 Geburtstag von WHF, das Team bedankt sich herzlich, hier auch einmal für mich die Möglichkeit mich bei meinen Helfen zu bedanken:

Nira, Lilo, Z, Cedric und all den andren fleißigen Helfern, euch ein großes DANKESCHÖN, das ihr uns derart unterstütz!
Auf das wir WHF würdig zu Ende bringen
Eure
queenie


WICHTIG: Kapitel 575 lest es nochmal, es ist völlig neu geschrieben!



579. Kapitel Fluchbrecher

„Auaaa!“, vertrieb Lucius‘ unangekündigtes Eindringen in mich den Nebel, der bisher mein Hirn in Watte gepackt hatte.

Dieser unerwartete Schmerz riss mich aus meiner benebelnden Trance, aus der Befriedigung, die mir Lucius beschert hatte. Es war ein Reißen, das durch mich hindurch ging. Ein Zerreißen in mir, das mich aus meiner Leidenschaft riss. Unterdessen verzog auch Lucius seine Gesichtszüge zu einer Grimasse und auch er musste sich sichtbar zusammenreißen, als er seinen Körper auf meinen Oberkörper legte und mich unter sich begrub, während ein Teil von mir im Wasser war. Lucius war so schnell vorgegangen, dass ich gar nicht hatte reagieren können, sondern mich nur instinktiv an seinen Schultern festhielt, als er schnell und in einer einzigen, fließenden Bewegung in mich, tief bis zum Anschlag, eingedrungen war. Ich sah Sterne und stöhnte gepresst. Ja gut, ich kannte und mochte diese rohen und direkten Vereinigungen. Doch mit dem, was mich gerade durchfuhr, hatte ich nicht gerechnet. Es war, als würde mich Lucius spalten und auf einen viel zu großen, viel zu langen und viel zu harten Schwanz aufspießen und so übermenschlich bombastisch war selbst er nicht ausgestattet. Mit großen und vor Schock aufgerissenen Augen blickte ich ihn an und versuchte, mich von ihm weg zu drücken, denn es tat so oder so auch noch immer weh, ihn in mir zu spüren, auch wenn er sich gerade nicht bewegte.

„Shit…!? Lucius!“, fluchte ich laut los, grub meine Fingernägel tief in seine Haut, was ihm ebenfalls einen schmerzhaften Ton entlockte.

Lucius hielt mich jetzt unter deutlicher Anstrengung weiter unter sich und knurrte: „Jetzt halt still, zappel nicht so rum, verdammt!“ Ich blinzelte ihn irritiert an, als sich der Ausdruck seiner Augen änderte und ich so etwas Ungewöhnliches wie Reue in ihren wahrnahm. „Du machst es nur noch schlimmer für dich! Gib dir Zeit. Gewöhne dich daran!“, bat er plötzlich sanfter und fing mit seinen Händen meinen Kopf ein.

„Was hast du getan?“, fauchte ich aufgebracht und wollte ihn schlagen, aber er hielt mich wie mit einem Schraubstock umfangen.

„Es tut mir leid“, bekannte er plötzlich ernsthaft und ich erschlaffte. Eine schreckliche Erkenntnis kam in mir auf, als ich den, trotz der Anstrengung, selbstzufriedenen Ausdruck in seinen Augen ausmachen konnte.

„Du… du… hast… und Severus… er hat… dir…“, stieß ich atemlos hervor und er neigte leicht sein Haupt, dabei war nicht auszumachen, ob er es wirklich bereute, mich derart verflucht zu haben, oder ob er versuchte, seine Zufriedenheit zu verbergen.

„Ja“, bekannte er leise und zitterte nun beinah, da er sich bis jetzt beherrschte und sich nicht in mir bewegte. „Ich bin immer der Erste bei meiner Frau!“, grollte er unter Anstrengung rau und mir fiel es wie Schuppen von den Augen, was das für ein Fluch gewesen sein musste. Was für eine kitschige Vorstellung, niemals hätte ich damit gerechnet!

Dieser Bastard, nein, diese Bastarde!

Severus hatte es gewusst, deshalb hatte er mich nicht mehr wirklich angerührt. Außerdem kam aus dem Dunkel in meinem Hirn das Wissen über so einen Fluch zu Tage, der aber aus mehreren Komponenten bestand, aus einem Trank und einem Fluch. Jetzt wusste ich auch, was mir Severus für ein komisches Zeug an dem Halloweenabend zu trinken gegeben hatte. Lucius hätte das niemals ohne Severus ausführen können. Ein Schrei, ein Wutschrei wollte sich meiner Kehle entringen.

Das würde er büßen! Das schwor ich mir!

Doch ich verlor den Gedanken, schließlich steckte Lucius in mir und dieser hatte unterdessen keine Sekunde den Blick von mir genommen, während ich nun gerade zwischen schrecklicher Resignation, weil ich erkannte, dass ich gegen diese Beiden zusammen wirklich nicht ankam, und bodenloser Wut auf Lucius schwankte. Andererseits verteufelte ich mich selber, dass ich mich von meiner Sehnsucht nach all dem hier hatte hinreißen und Lucius überhaupt so weit hatte kommen lassen.

Die letzte Bastion war gefallen!

Ich war gefallen, indem ich mich ihm hingab, aber ich hatte den Sex einfach zu sehr vermisst, wie ich erschrocken feststellte. Draco ging ich seit Halloween aus dem Weg und auch Severus hatte mir nur wenig gegeben und jetzt durchschaute ich auch, warum. Es war eine Schande, dass ich nicht eher bemerkt hatte, dass diese beiden furchtbaren Männer unter einer Decke steckten.

„Severus hat mir gestanden, dass er meinen Wunsch berücksichtigt, daher weiß ich, warum du so unausgewogen warst…“, spielt er auf den Fluch an und offenbarte mir seine Vertrautheit mit Severus und ich fühlte mich schrecklich verraten, wenngleich er mir letztens gezeigt hatte, wie sehr er sich zurückgehalten hatte. „Ich bin schuld, dass du krank geworden bist, aber das wurde uns erst zu spät klar… ich bin nicht stolz darauf…“, startete der sonst so verbohrte Mann einen Versuch, sich zu erklären, während ich die Augen schloss und darüber nachdachte, wie sehr es mich aus dem Gleichgewicht gebracht hatte, kein Ventil mehr zu haben. Irgendwohin mussten meine Emotionen, wenn ich die Macht über mein anderes Sein behalten wollte und bisher hatte ich meine Bedürfnisse gut ausleben können und als er mir dies genommen hatte, war ich plötzlich instabil geworden, was sich sofort auf meine körperliche Verfassung ausgewirkt hatte.

Lucius erkannte wohl meinen inneren Kampf und senkte gerade den Kopf und begann wieder, meine Haut an meinem Hals zu liebkosen. Auch seinen festen Griff um meine Taille hatte er gelockert, presste er mich doch jetzt mit seinem Körper fester gegen den Boden und drang so noch tiefer in mich und trieb mir die Luft aus den Lungen. Ich zischte schmerzvoll auf, denn durch meinen Ärger und den Schmerz hatte ich mich auch noch weiter verkrampft und war gerade gar nicht gewillt, zu tun, was Lucius fortführen wollte.

„Lass mich, Lucius, geh runter von mir“, forderte ich erbost. „Ich hasse dich! Das ist nicht schön…“, brauste ich nun ungehalten auf, drückte mich mit den Händen an seinen Schultern ab und wollte nur noch weg. Ich schaffte es sogar, ihm zu entkommen und errang die Genugtuung, dass er aus mir glitt und zurück ins Wasser fiel.

„Hey“, beschwerte er sich und ich zog mich auf den Rand des Beckens und holte mit meinen Füßen aus, um Lucius von mir zu treten.

„Du Bastard, du hast mich wirklich verflucht. Wie kommt man auf so einen Scheiß? Das wirst du mir büßen!“, schimpfte ich wutentbrannt drauf los und versuchte zu verdrängen was ich seit Neuersten alles wusste, wenngleich es anscheinend nicht mal im Ansatz alles war.

Dabei achtete ich darauf, besonders forsch zu sein und mich wie eine Furie zu gebärden und fuhr Lucius ziemlich böse an, aber das war mir gerade so was von egal, das hatte er verdient. Das hier ging zu weit, eindeutig. Meine ersten beiden Tritte trafen Lucius gegen Schulter und Brust, woraufhin er einen Schritt im Wasser zurücktaumelte. Von der Heftigkeit meiner Wut war er nicht ausgegangen und nur so hatte ich ihn überrumpeln können, doch dann hatte er sich gefangen.

„Reiß dich zusammen, Hermione. Ich bin nicht nett, das weißt du und ich… ich…“, stockte der ansonsten von sich stets überzeugte Mann plötzlich und ich sah ihn aufmerksam an.

Er griff im nächsten Augenblick nach meinen beiden Fußgelenken und da sah ich den Beweis und fühlte mich schrecklich machtlos. Mein Blick lag auf dem dünnen Rinnsal Blut, das meine Oberschenkel entlang floss! Es machte diese Tat zu einer deutlichen Tatsache, wie auch das immer noch vorhandene ziehende Pochen in meiner Mitte besagte, was Lucius unglaublich Niederträchtiges getan hatte.

Damit rechnete doch keine Sau, dass er auf so einen Schwachsinn kommen würde!

„Sieh mich an, Hermione…“, hauchte er mir mit so ungewohnt sanfter Stimme bittend zu, dass ich nach Luft schnappte, als er mich wieder zu sich zog und ich schon dachte er wollte mich wieder in seine Gedanken holen.

Jetzt hielt er mich wieder eisern fest und zog mich zurück zu sich ins Wasser und nahm mich wieder zwischen seinem Körper und der Wand gefangen. Er spielte seine körperliche Überlegenheit in diesem Element völlig aus.

„NEIN, lass mich!“, fauchte ich verletzt und funkelte ihn wütend an. Erneut flackerte so etwas wie Bedauern über sein aristokratisches, sehr männliches Antlitz.

Er schien sich davon jedoch nicht beeindrucken zu lassen, sondern beugte sich einfach hinab und presste seine Lippen wieder auf meine, doch nicht mit mir. Ich würde mich jetzt nicht wieder gehen lassen, nicht mehr. Mich wehrend biss ich heftig in seine Lippe, woraufhin er seinen Kopf schnell und abrupt zurückzog, nur um sich dann mit dem Handrücken über die Lippen zu fahren und das Blut zu betrachten.

„Nana, nicht so bissig, kleines Biest!“, grinste er auf einmal spitzbübisch und dies raubte mir doch glatt den Atem.

Ein selten bei ihm zu sehender Ausdruck lag auf seinem Gesicht. Irgendwie nahm er mich gerade wenig ernst, was mich noch mehr auf die Palme brachte, doch im nächsten Augenblick wurde seine Miene ernst.

„Hermione, versteh doch…“, begann er sehr geduldig und ich musterte ihn abwartend. „Draco kann dich nicht bekommen! Außerdem, willst du ihn noch, nachdem was du heute alles erfahren hast? Willst du ihn wirklich?“, stieß er hörbar gepresst aus und zeigte sich sehr verschlossen, als sein Mund schmal wurde. „Er hätte eine Frau… Astoria…“, zählte er auf. „Dich als seine Geliebte und, wie du heute erkannt hast, wohl noch andere neben dir. Ist es das, was du wirklich willst? Eine unter vielen zu sein?“, fragte er ganz ernst, dann griff er schon wieder zu meiner Hand, doch diesmal lagen im nächsten Moment seine Lippen auf meinem Ringfinger.

„Bei mir wärst du die Einzige!“, verkündete er leise. Mein Magen verknotete sich, als er langsam zu mir aufsah und es verschlug mir die Sprache. „Die Einzige, die ich will“, funkelten seine Augen eindringlich bei seinem Versprechen, das mir das Herz flattern ließ. „Und das für immer…“, versprach er geradezu inbrünstig, woraufhin ich erschauderte, aber auch erstarrte.

Konnte ich ihm trauen? Ich bezweifelte es zutiefst und doch blitzten immer wieder seine Erinnerungen und Gefühle die er mir letztens offenbarte hatte, vor meinem inneren Auge auf, konnte ich ihm trauen? Manipulierte er schon wieder? Ich konnte keine Lüge, keine Täuschung in seinem Blick entdecken, doch hieß das auch, dass er ehrlich war?

Hermiones Sicht Ende

Lucius Sicht

Ich bemerkte deutlich, wie sie abwog ob sie mir glauben konnte, doch ich wollte nicht abwarten, wofür sie sich entscheiden würde. Ihre Haut wieder an meiner zu spüren, ihren Körper zu fühlen, während ich sie an die Wand drängte, hatte meine Erregung nur weiter angefacht und der kurze Moment, in dem ich ihr warmes, enges Innerstes hatte besitzen können, war viel zu kurz gewesen, als dass es genug hätte sein können. Ich konnte nicht mehr warten. Ich wollte sie so sehr wieder spüren, dass es wehtat.

Ich war schon am Ziel gewesen, nur um wieder aus ihr verbannt zu werden!

Ich hielt das nicht mehr aus, suchte die Erlösung, die sie mir versprach und wuchs regelrecht über mich hinaus, da ich nicht einfach über sie herfiel.

„Ist es so schlimm, dass ich dein Erster sein wollte?“, fragte ich mit tief bewegter Stimme nach und hierbei ging es nicht einmal um Severus, oder ihre anderen Liebhaber, wie Black oder Krum, die ich von ihr bannen wollte, sondern nur um Draco, meinen Sohn.

Ab nun gehörte sie in meinen Augen mir und das mit Draco gehörte der Vergangenheit an und das war der Punkt, an dem unsere Zukunft einsetzte. Als ich diesen Zauber in der Bibliothek entdeckt hatte, war er mir wie ein Geschenk Merlins erschienen und ich war Mann genug, um meine magischen Mittel voll für meine Zwecke auszunützen.

Wie sollte ich erklären, warum ich den Fluch hatte nutzen müssen? Ich musste, ich wollte ihr Erster sein!

Es war mir wichtig, ihr ihre neugegebene Unschuld zu nehmen und auch wenn ich akzeptieren konnte, dass sie schon einige Männer vor mir gehabt hatte, so konnte ich nicht akzeptieren, dass ich sonst einer unter vielen war. Es war kleinlich und absolut kindisch, aber mir unendlich wichtig gewesen, so etwas mit ihr zu erleben!

„Ich werde vorsichtig sein…“, warnte ich sie sanft, aber wenig kompromissbereit, denn ich würde dies hier jetzt und heute zu einem Ende führen. Indes betrachtete sie mich noch abwägend und ich zog sie immer näher zu mir und strich ihr eine nasse Haarsträhne ganz zärtlich aus dem glühenden Gesicht, küsste ihre Stirn und hob sie wieder an. Sie wusste, was endgültig passieren würde und überraschte mich, indem sie sich plötzlich an meinen Schultern festhielt, als ich sie an den Rand presste und mich zwischen ihre Beine drängte. „Ich musste es tun, versteh doch!“, keuchte ich zitternd. Es war mir, als würde ich kurz vorm Platzen stehen, wenn ich nicht endlich in ihr kommen würde.

Mit einem leidenschaftlichen Kuss drängte ich mich wieder an ihren schönen Körper und fühlte die Sensation, als sie ihre Beine um mich schlang und ihr Becken vorschob, auf dass ich leichter in sie eindringen konnte.

„Ah“, entfuhr mir ein leidenschaftlicher Ton, der so gar nicht zu mir passte, aber die Ekstase, als ich tief in ihr versank und bis zum Anschlag in ihr steckte, entlockte mir ein lustvolles Keuchen. Wohlige Schauer liefen über meinen Körper, während sie ihr Gesicht an meinen Hals presste und keinen Ton von sich gab und mich überraschte, da keine Gegenwehr von ihr kam. Als ich wieder in sie eindrang, wurde dies von einem gereizten Zischen von Hermione begleitet, doch ich nahm nicht an, dass sie wirkliche Schmerzen hatte, eher noch sehr empfindlich war.

„Sieh mich an“, murmelte ich heiser. „Bitte“, presste ich schwer heraus, während ich fühlte, wie sie sich dehnte und weitete, sich mir anpasste.

Ich wurde fast wahnsinnig und musste mich selbst daran erinnern, dass ich ihr nicht wehtun wollte, deswegen verharrte ich aber völlig bewegungslos in ihr. Das war eine Leistung, die fast unmenschlich schwer für mich war. Sie war perfekt und das war besser und passender als alles, was ich mir je hätte erträumen können und ich hoffte, sie fühlte ähnlich. Ich hörte sie leise an meinem Hals seufzen und ihr heißer Atem strich über meine nasse Haut. Als sie bereit schien, zog ich mich sehr gemächlich aus ihr zurück, nur um dann wieder sanft in sie zu gleiten. Dann überraschte sie mich jedoch, denn plötzlich reckte sie mir ihr Becken gierig entgegen, während uns das warme Wasser umschloss.

Ich sah ihr begehrlich entgegen, bis sie sich aufraffte und ihren Kopf anhob, um mir tief in die Augen zu sehen. Dabei blitzten plötzlich ihre weißen Augen auf und ich hielt mich in der Sekunde ganz still. Das war es, was Severus meinte. Das Besondere, das Magische in diesem Moment und beinah bedauernd musste ich feststellen, dass das Weiß fast sofort wieder verschwand. Allmählich begann ich, mich langsam zu bewegen. Sie war bereit, sie war eng und so warm und noch immer nicht entspannt, bestimmt tat ich ihr weh, denn sie war zierlich gebaut und ich nicht. Jedoch war ich bestimmt, aber vorsichtig in meinen Bewegungen und vernahm ihr angestrengtes Keuchen, als ich mich behutsam in ihr bewegte. Ich spürte deutlich, wie Hermione unter meinen Berührungen nachgab, wie sie dem nachgab, was ihr Körper wollte und endlich ihren Verstand ausschaltete, um zu genießen, was sie schon so lange wollte. Dabei beobachtete ich verzückt, wie sie auf einmal die Augen genüsslich verdrehte.

Jetzt endlich nahm ich sie zum ersten Mal richtig in Besitz! Nun gehörte sie mir! Endlich und endgültig! Ich hatte sie tatsächlich vorhin entjungfert!

Ich war jetzt wieder der Erste, der von ihrem Köper vollständig Besitz ergriff und genoss dieses Privileg mit Wonne. Ich wusste, es war etwas Besonderes, dieser Augenblick, in dem sie wieder zur Frau wurde, zu meiner Frau, und es akzeptierte. Offenbar hatten sie meine Taten und vielleicht auch meine Worte in Bezug auf Draco überzeugt. Ich küsste sie immer wieder, was ihr süße, seufzende Töne entlockte. Schließlich grub sie ihre Finger in meine Haare und stöhnte laut auf und schob sich fordernd auf mich und jetzt konnte ich mich nicht mehr halten, auch mir entschlüpfte ein wohliger Laut. Die ganze Zeit über hatte ich sie angesehen und auf jede ihrer Regungen geachtet, war völlig auf sie fokussiert und konzentriert.

Endlich hatte ich mein Ziel erreicht, ich war dort, wo ich hingehörte.

Lucius Sicht Ende

Hermiones Sicht

Ich ärgerte mich schwarz, dass mich Lucius‘ Worte in Bezug auf Draco so trafen, aber ich fürchtete, dass er sogar recht haben könnte und meine innere Schlampe verlangte geradezu nach dem, was Lucius mir gerade anbot und womit wir begonnen hatten, das musste beendet werden.

Irgendwie war ich es leid, ihn mir zu verbieten und zu versagen. Ich musste mir eingestehen, dass ich ihn wollte, dass ich ihn genau so sehr wollte und begehrte wie er mich. Anscheinend war ich doch zu schwach, um Lucius Malfoy zu widerstehen. Ich wollte ihn und wenn ich ehrlich war, hatte ich mich so lange gesträubt, weil ich wütend gewesen war, weil er mich überrumpelt hatte mit der Verlobung, weil er vorausgesetzt hatte, dass es passieren würde und weil ich es Draco nicht hatte antun wollen. Aber war Draco diese Rücksichtnahme wirklich wert?

Seine Aussagen verhallten in mir nicht ungehört und seine Blicke gingen mir durch und durch, während mir langsam dämmerte, dass dieser Fluch zwar böse und gemein war, aber gefährlich war er nicht. Eigentlich ging es hier nur um seine grenzenlose Eitelkeit. Noch während ich haderte und mit mir rang, hob Lucius mich wieder an und ich ahnte, dass er dort weiter machen würde, wo ich ihn unterbrochen hatte. Meine Gegenwehr, die vor einigen Minuten noch größer gewesen war, war diesmal trotz seines ungeheuerlichen Handelns bezüglich des Fluches non-existent geworden und im Prinzip war es, nach allem was gerade passiert war, schon fast egal. Ich wollte endlich wieder Befriedigung erlangen und diesmal zusammen mit Lucius!

Ich würde meine Wut auf Lucius nicht verrauchen lassen, aber warum sollte ich das, was er anbot, nicht nutzen, um das zu bekommen, was ich seit Monaten verwehrt bekam. Wenn ich ehrlich war, war es beinah ein Kompliment an mich, wie verzweifelt wichtig Lucius seine Eitelkeit war, der Erste bei mir zu sein. Dieser beinah kindische Gedanke trieb mir ein gehässiges Grinsen auf die Lippen. Eine Regung, die ich ihn nicht sehen ließ, da ich meinen Kopf an seinem Hals vergrub und genüsslich seinen Duft inhalierte. Ich würde mir nehmen, was ich wollte und genießen und danach konnte ich immer noch sauer auf Lucius sein. Das hier war meinem Eigennutz und der Rache an Draco geschuldet. Ihm geschah es nur zu recht, dass ich mich anderweitig vergnügte, das redete ich mir zumindest relativ gekonnt ein und verdrängte, dass mein Körper mir unverhohlen vorführte, dass ich nachgab, weil ich Lucius einfach sehnlichst wollte. Und ja, mein Körper, mein Blut, meine Haut, alles an mir schrie vor Verlangen förmlich auf, als ich Lucius an und vor allem in mir spürte. Er hatte eine enorm berauschende Wirkung auf mich und ich konnte mich dem nicht entziehen. Ich fühlte mich gefangen wie in einem Strudel, der mich schwindelig machte. Fast fühlte es sich an, als wäre ich endlich, wo ich seit Monaten hin wollte, wo ich hin gehörte. Ich fühlte wieder das gleiche, innerliche Erbeben, das ich auch gefühlt hatte, als er mich so hingebungsvoll verwöhnt hatte und so ließ ich ihn gewähren, als er diesmal sanfter in mich drang, aber ich verzog doch die Mundwinkel. Ich versuchte, nicht daran zu denken, was das bedeutete.

Nach dieser Kapitulation wurde es ein fast schon inniges, genießendes Liebesspiel im warmen Wasser. Wir ließen uns Zeit, genossen uns gegenseitig. Ich wurde entspannter, meine Muskeln weicher, bis ich mich so wohl fühlte, dass ich aktiv mitzumachen und Lucius anzutreiben begann.

Denn jetzt wollte ich einen Höhepunkt. Ich wollte diese Ekstase spüren. Ich wollte meine Erregung ohne Zurückhaltung ausleben. Ich brauchte diesen Kick, diese Art der Entspannung und für ruhiges Genießen war ich in der Beziehung selten zu haben, so auch heute nicht, nachdem ich mich nun wohl fühlte. Es überwältigte mich regelrecht, Lucius zu spüren. Er ließ mich Sterne sehen. Zwar dämpfte das Wasser unsere ungestümen Bewegungen, aber wir trieben einander immer mehr an, ließen gierig unsere Hände über die Haut des jeweils anderen gleiten, küssten und bissen uns immer wieder stürmisch und steuerten beide unausweichlich einem großartigen Höhepunkt entgegen.

Ich genoss es endlich wieder, dieses pulsierende Leben in mir zu spüren, völlig und ganz darin gefangen zu sein und zu wissen, dass ich mich diesmal nicht mit halber Befriedigung würde zufrieden geben müssen, wie ich sie von Severus in den letzten Wochen bekommen hatte. Es war frustrierend und nervig gewesen und ich lechzte jetzt nur so nach Erlösung. Als Lucius sich immer härter und fordernder in mich stieß und geradezu an mich klammernd und stöhnend kam, hörte ich, wie er meinen Namen rau und verzweifelt stöhnte, während er sich weiter unnachgiebig in mich trieb. Ich genoss, wie ich ihn nun spürte, bis auch ich Sekunden nach ihm kam und mich gehen ließ.

„Lllluuuu…“, versuchte ich vehement dagegen anzukommen, seinen Namen zu nennen, aber ich schaffte es nicht ganz, als alles in mir überkochte und mich eine Welle der Zufriedenheit überschwemmte. Doch ein Blick in seine silbrig grauen Augen, die zu selbstgefällig blickten, verhinderte, dass ich mich vollkommen gehen ließ und so verschluckte ich die letzten Silben und warf meinen Kopf in die andere Richtung und vergrub meine Zähne rücksichtslos in seiner Schulter, um mich selbst zum Schweigen zu verdonnern.

Ich war wenig sanft und biss zu, bis er selbst aufgrund des Schmerzes keuchte, aber so schaffte ich es wenigstens und verschloss meine Lippen, ließ jetzt nur ein leises Aufstöhnen vernehmen und verbiss mir, auch nur noch eine weitere Silbe seines Namens von mir zu geben.

Diese Genugtuung wollte ich ihm weder geben noch gönnte ich sie ihm.

Hermiones Sicht Ende

Severus Sicht

„Endlich Frieden“, meinte ich ironisch, da ich mit einem gewissen Widerwillen auf die beiden Zurückgebliebenen blickte, die mir keinen wirklichen Frieden versprachen, nachdem sich endlich auch der letzte Gast von dem rauschenden Fest verabschiedet hatte.

Was für ein beschissenes Fest und wer drückte sich gekonnt davor? Genau, der Initiator, dafür würde er mir büßen, das schwor ich mir!

„Sie sind nicht der gesellige Typ“, kam es reichlich wacker von der Anführerin der Veela, die beständig versuchte, mich mit ihrem Charme einzuwickeln, nur dass sie da bei mir falsch gewickelt war und so traf sie mein schneidend scharfer Blick.

„Wie kommen Sie denn darauf?“, entfuhr es mir schnarrend und ich lenkte meine Aufmerksamkeit auf die andere Person im Raum und starrte auf das junge Veelading, das neben der gestandenen Frau ausharrte. Sie wagte es nicht, aufzusehen, anders als ihre Verwandte.

„Es wirkt irgendwie so“, säuselte Zorica vertraulich und ihre Hände glitten durch die Luft, um ihre Aussage beinah tänzerisch zu unterstreichen. „Denken Sie, Lucius wird uns bald wieder mit seiner werten Gesellschaft beehren?“, fragte sie melodisch und ich zog die Stirn kraus.

„Nein“, erwiderte ich schnöde und stellte mir bildlich vor, was die beiden Entschwundenen trieben und wünschte mir, dieses Glück wäre mir beschieden und nicht die Aufgabe, ihre Eskapade zu bereinigen. Ich verschränkte meine Hände hinter meinem Rücken und richtete mich hoch auf.

„Ah… warten wir?“, fragte sie geschäftig in einem eher rhetorischen Tonfall und ich rollte mit den Augen.

„Natürlich, ich werde für sie beide Zimmer bereiten lassen“, bot ich zähneknirschend an und rief herrisch einen Elf, dem ich meine Wünsche auftrug.

„Wollen Sie uns loswerden?“, kam es reichlich provokant, mit einem lasziven Timbre von ihr und ich schürzte die Lippen.

„Ja.“

„Sie sind sehr charmant“, entgegnete sie pikiert und legte ihre Hand auf ihr durchaus ansehnliches Dekolleté, was mir ein spöttisches Lächeln entlockte.

„Dafür bezahlt man mich nicht“, hielt ich ihr absolut unbeeindruckt entgegen und wünschte mich meilenweit weg. Da lobte ich mir meine Vampire. Wie Lucius es derart lange bei den Veela ausgehalten hatte war für mich ein Rätsel, ein Buch mit sieben Siegeln. Bestimmt nur, weil er sich das Hirn dort rausgevögelt hatte, eine andere Erklärung zu seiner Ehrenrettung fand ich nicht.

„Nein, im Ernst, was ist Ihnen über die Leber gelaufen?“, flötete Zorica süßlich daher und ich schüttelte ergeben mein Haupt. Ich würde diese Pest nicht einfach so loswerden. Es war besser, wenn ich mich mit diesem Umstand abfand.

„Dieser Doxystall hier?“, bot ich sarkastisch an und da zuckten ihre Mundwinkel und verliehen der Frau eine fast überirdische Schönheit.

„Sie tun sich leid“, erkannte sie rasiermesserscharf und ich schnaubte auf.

„Ein wenig… ja…“, gab ich unumwunden zu und sah wieder zu dem Veelamädchen, das den Kopf hängen ließ und sich mit einem Taschentuch behalf.

„Lucius hat Sie nicht ohne Grund zu seinem Stellvertreter erwählt“, meinte Zorica hochtrabend und ich zog die Schultern hoch.

„Jaaaa, trotzdem maße ich mir an, zu sagen, dass es Lucius‘ Butterbier ist, was hier vorgefallen ist und deshalb würde ich vorschlagen, wir warten, bis er wieder auftaucht“, schob ich die Verantwortung meilenweit von mir, als sie in ein melodisches Lachen ausbrach, das mir kleine Schockwellen bescherte und mich jede Anstrengung kostete, meine Okklumentikschilde aufrecht zu erhalten. Aber ich wäre nicht der Mann, der ich war, wenn ich dem nicht standhalten würde.

„Sie sind ein interessanter Mann…“, meinte sie daraufhin leicht ärgerlich und schien auf etwas zu warten, als sie seufzte. „Wie darf ich Sie ansprechen, mein Guter?“, wurde sie deutlicher und ich zog eine dunkle Braue hoch.

„Oh, Snape“, entgegnete ich erkennend, dass sie unsicher war, wie sie mich ansprechen sollte, nur dass es mir sauer aufstieß, dass sie mich als Guter bezeichnete, das war schon beleidigend an sich.

„Und weiter?“, erschien sie mehr als unzufrieden mit meiner ruppigen Antwort und ich zog die Stirn kraus.

„Snape reicht völlig“, erklärte ich kühl. „Mister Snape“, schob ich distanziert hinterher, dabei fand ich ihre flirtend anmutenden Versuche lachhaft und hoffte, sie so zu unterbinden. Damit konnte sich meine radschlagende pfauische Nervensäge herumplagen, aber ich nicht, ich hielt von diesem Geplänkel herzlich wenig.

„So wenig zuvorkommend?“, begehrte die Herrin der Veela verärgert auf, ich jedoch wich keinen Deut zurück.

„So wenig interessiert“, hielt ich schnarrend entgegen und kurz flackerten die geierhaften Züge über das ansonsten ätherisch schöne Antlitz und sie wirbelte in ihrem festlichen Gewand übertrieben herum.

„Wena, komm, wir folgen dem Elf“, befahl sie eingeschnappt und das arg zugerichtete Mädchen, dem ich bisher keine Heilmagie angeboten hatte, da sie es nicht verdiente, humpelte weinend und blutend hinter ihrer Tante her.

„Zorrrr… Zorica… ähm, Blaise…“, fragte das Mädchen stockend in ihrer Unsicherheit, aber da war ihre Tante schon aus dem Zimmer.

„Um den sollten Sie einen Bogen machen“, verkündete ich gehässig, woraufhin die junge Veela zusammenzuckte und mit beschämtem Blick zu mir eilig hinter Zorica her rannte und ich seufzte vernehmlich.

Kinder!

Vor ihnen war man nicht mal außerhalb der Schule sicher, was für eine Pein!

Aber man konnte nur hoffen, dass sie, wenn sie älter wurden, eventuell aus ihren Fehlern lernten, wobei ich daran jedoch große Zweifel hegte. Aber nun, dieses Melodram war gerade aktuell und so ließ ich diesen Salon hinter mir und schritt mit so etwas Ähnlichem wie Todesmut beseelt zum Billard-Room, von dem ich wusste, dass es das Versteck eines anderen Protagonisten dieses Dramas war.

„Nun… Zabini“, begrüßte ich das Opfer in dieser Schmierenkomödie beinah schon vertraulich. „Da haben Sie sich ja wunderbar in die Scheiße geritten“, öffnete ich die Tür und schloss sie hinter mir, als der trotz seiner dunklen Hautfarbe sehr blasse, junge Mann unter meiner triefenden Offenheit zusammenzuckte.

„So kann man das wohl sagen, Sir. Was soll ich nun tun?“, würgte er herum, nachdem er sich gefangen hatte und mich mit eulengleichen Augen hoffnungsvoll musterte, als wäre ich der Hüter des heiligen Grals. Währenddessen trat ich an das tiefe Fenster und starrte in den mondbeschienenen Garten hinaus.

„Entweder Sie bleiben hier, oder Sie gehen ins Cottage. Mir soll es gleich sein“, bot ich ihm mit gewissem Mitleid an.

Das, was sich dieses unreife Veelamädchen herausgenommen hatte, diesem jungen Mann anzutun, war frech, selbst ich gestand mir das ein, als er sich räusperte.

„Ähm, nein… ich meine wegen der Veela?“, lag Verzweiflung in seiner Frage und ich wollte in dem Moment nicht derjenige sein, der ihn seiner Hoffnung beraubte, doch noch mit einem blauen Auge aus diesem Schlamassel herauszukommen.

„Ich bin kein Experte auf diesem Gebiet, da müssten Sie eher mit Lucius vorlieb nehmen als mit mir“, verkündete ich daher knapp und es war wahrlich so, dass ich keine fundierte Aussage treffen konnte, dabei vernahm ich das Schlucken des jungen Mannes überlaut und ich konnte es nachvollziehen. Das Verhältnis von Zabini zu Lucius konnte man bestenfalls als mies bezeichnen.

„Tolle Aussicht“, murrte er gebrochen und fuhr sich mit seinen Händen über das Gesicht. „Aber was soll ich tun Sir, wegen Astoria?“, kämpfte er sichtbar mit sich und ich dachte kurz, Tränen in seinen Augen ausmachen zu können. Das bitte nicht auch noch. War ich nicht schon genug gebeutelt?

„Diese junge Dame legt im Moment wohl weniger Wert darauf, Sie zu sehen!“, rang ich mir ab und war heilfroh, nicht mehr so jung und so schrecklich dumm zu sein.

„Wissen Sie… wo sie ist?“, wollte er vorsichtig erfahren, so als hätte er selbst Angst, ihr irgendwann wieder unter die Augen treten zu müssen.

„Nein“, verkündete ich aufrichtig und drehte mich nun vollständig zu ihm. „Aber Ihre Affäre… diese Wena, sie ist mit ihrer Tante Gast im Manor“, setzte ich ihn ins Bild, woraufhin Zabini der Mund wie bei einem Fisch auf- und zuging.

„Ein Grund mehr, zu verschwinden“, traf er eine in meinen Augen weise Entscheidung und erhob sich wie ein alter Mann aus dem Sessel und ich kam nicht umhin, ihn zu beneiden, als er davon schlurfte.

Wie gerne würde ich nun auch gehen und alle sich selbst überlassen, aber da ich wie gewöhnlich auf diesen Kinderstall aufpassen musste, machte ich mich auf, mein eigenes kleines Reich im Manor mal wieder mit meiner widerwilligen Anwesenheit zu beehren. Mein Merlin, war ich müde!

Severus Sicht Ende

Lucius Sicht

Mir war zu meinem Leidwesen bewusst, mit unserem Zusammensein war es nicht getan!

Wir würden uns nicht in Friede und Freude um den Hals fallen und alles vergessen, aber noch lag sie zitternd unter mir und das alleine war mir Bestätigung genug, die mir zeigte, dass ich richtig gehandelt hatte.

Sie hätte sich nie dazu durchringen können, aber ich war Manns genug, ihr zu zeigen, was sie wollte. Was meinen Fluch rechtfertigte? Sehr wenig, aber es war mir ein tiefes Bedürfnis gewesen. Sie würde meine Frau werden, war es jetzt in meinen Augen schon und da konnte ich nicht zulassen, nicht ihr Erster zu sein, wenn mir doch die Möglichkeit offen stand, es zu verändern.

Ihre Vergangenheit mit den anderen konnte ich damit zwar nicht ungeschehen machen, aber ich hatte effektiv dafür gesorgt, dass sie dieses Ereignis mit mir nie vergessen würde.

Unser erstes Mal!

Auf dass dieses nie in den vielen Malen unterging, die sie zuvor mit anderen gehabt hatte. Ich hatte mich in ihr Gedächtnis eingebrannt und das war es, was ich hatte erreichen wollen.

Nachdem wir gemeinsam zum Höhepunkt gekommen waren, hatte ich mich nur langsam und widerwillig von ihr gelöst, wobei ich auf den Biss an meiner Schulter blickte, wo sie mir einen blutigen Zahnabdruck verpasst hatte, um sich davon abzuhalten, meinen Namen in ihrer Ekstase zu schreien. Aber das war in Ordnung. Ich grinste innerlich sehr zufrieden darüber, dass ich in der Lage gewesen war, sie so weit zu treiben, aber dass sie schrecklich stur war, das wusste ich auch, weshalb ich damit leben konnte.

Das Wasser plätscherte um uns herum, als ich sie an der Hand packte und durch das warme Wasser des Pools mit mir mit zog, mit ihr zur römischen Treppe schwamm, um aus dem Pool zu steigen, während sie mir willig folgte.

Ich ergriff einen der bereitliegenden, dunkelgrünen Bademäntel und legte ihn ihr fürsorglich um. Ich selbst warf mir auch einen über, da die kalte Luft die Wärme des Wassers schnell vertrieb.

„Komm!“, winkte ich sie zu der weichen und bequemen, in den Boden eingelassenen Sitzecke vor dem prasselnden Kamin, der als letzte Dekadenz diesem prunkvollen Schwimmbad die Krone aufsetzte. So ergriff ich ihre Hand und zog sie zu mir auf die flauschig weiche Unterlage.

Unwillkürlich zog sie den Bademantel noch enger um sich, als könne dieses dünne Stück Stoff sie vor dem Kommenden schützen. Der Tatsache, dass sie nun zu mir gehörte. Doch ich zeigte keine Regung mehr. Nur mein begehrlicher Blick sprach Bände und lag weiterhin unverwandt auf ihr. Das war auch für mich neu. Ich war immer noch unleugbar fasziniert, wenn nicht sogar noch mehr. Meine Leidenschaft für sie war, nachdem ich sie endlich besessen hatte, nicht erloschen, sondern eher zu einer lodernden Flamme entfacht.

Ich fischte nach meinem Gehstock, zog unter ihrem skeptischen Blick meinen Zauberstab und holte mit meiner anderen Hand die Flasche Champagner zu mir. Sie musterte mich mehr als lauernd, misstrauisch und mit einem stillen Vorwurf in den braunen Augen, die mir nun auswichen, um zu dem großen, flackernden Feuer zu blicken. Ich kannte sie zu gut und schoss nach vorne.

„Wo willst du hin?“, fragte ich rau, als ich mich halb auf sie legte, um ihrer Flucht zuvorzukommen.

„Kurz alleine sein?“, meinte sie brüsk.

„Jetzt? Das ist nicht dein Ernst“, begehrte ich entrüstet auf.

„Was soll ich noch hier? Dir dabei zusehen, wie du eine Flasche köpfst? Das ist nicht dein Ernst“, spottete sie und grinste mich gehässig an. „Was willst du denn jetzt schon wieder?“, schrie sie dann plötzlich genervt auf, weil ich mich keinen Millimeter gerührt hatte, und ich verbot mir ein Schmunzeln, denn schließlich hatte ich zu lange auf sie gewartet, als dass ich jetzt schon mit ihr auch nur im Ansatz fertig wäre.

Ohne darauf eine Antwort zu geben entschied ich mich, dass wir noch nicht fertig waren. Ich war selbst überrascht, wie dringend ich sie wieder spüren wollte, während ich auf ihr lag und nun etwas Abstand zwischen uns brachte, mit nur einem Ziel.

„Ja, geh weg“, meinte sie noch und da riss ich ihr, für sie überraschend, den Bademantel auf und zog ihn ihr über die Schultern. „Hey… Lucius, das ist nicht lustig!“, tadelte sie mich absolut ernst und ich schnaubte nur und genoss, wie sie unter mir lag, als sie sich unter mir aufbäumte. Doch mein Körper hielt sie unter mir gefangen, aber wie zu erwarten war sie hier eine größere Gegnerin als im Wasser und sie wehrte sich.

„Genieße es…“, bat ich noch, als mir abrupt die Luft wegblieb.

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BeitragThema: 580. Politik der „vollendeten Tatsachen“   Di Jan 17, 2017 8:37 pm


Hallo zusammen, die Reviews kann ich leider noch nicht beantworten, habe im Moment sehr viel um die Ohren. Ich freue mich aber über jedes einzelne und werde sie definitiv noch beantworten.

Meiner ersten Beta, der mein ganzer Dank gilt, Nira26 ! Vielen Dank für deine Mühen, deine Kreativität und deine Hilfe!

Und unserer über alles geliebten Liselotte, die ab nun jedes Kapitel gegenliest, bevor es gepostet wird, so wollen wir ihr ewig dankbar sein!

So, mittlerweile haben wir unglaubliche 580 Kapitel, unfassbare 3.694.301 Wörter, unglaubliche 7.181 Reviews, 254 Sterne und über 1.309.269 Klicks. Außerdem möchte ich noch allen 1.959 Favoriten danken, welche die Geschichte mitverfolgen sowie ein besonders großes Danke an alle, die jemals ein Review geschrieben haben:



580. Kapitel Politik der „vollendeten Tatsachen“

Sie schaffte es mit ihrer vehementen Gegenwehr, mir einen Schlag auf den Hals zu verpassen, der mich kurz atemlos zurückließ. Dieser kurze Augenblick reichte ihr, um sich mit aller Macht zu befreien. Sie verpasste mir einen harten Stoß gegen die Schulter, um mich ohne Rücksicht von sich zu schieben. Gerade wollte sie gänzlich von der Liegewiese rollen, aber nicht mit mir, denn da hatte ich mich bereits wieder gefangen und griff nach dem einzigen, das noch in meiner Reichweite war. Meine Finger vergruben sich schmerzhaft in ihrer Haarmähne und ich riss sie zu mir.

„Auuuaaa“, kreischte sie gepeinigt auf, aber ich zog hart daran.

„Du warst schon immer wilder als einem lieb sein kann, du kleines Biest, aber du bist nun mein Biest!", hauchte ich lasziv in ihr Ohr, während ich sie mit Gewalt zu mir zurückzog.

Das war weniger schön und natürlich fragte ich mich, warum unser Zusammensein nicht romantisch sein konnte? Selbst aus dieser Kulisse schaffte sie es daraus, eine Kampfarena zu machen, unfassbar, dieses Biest! Aber ich war ehrlich genug, um mir einzugestehen, dass es mich erregte und sie provozierte es regelrecht mit diesem Verhalten.

Wimmernd vor Schmerz ließ Hermione dann doch, schlau wie sie war, von ihrer Flucht ab und musste hilflos zulassen, wie ich sie rückwärts an meine Brust zog. Ich wollte ihr wahrlich nicht wehtun, aber wenn ich sie jetzt nicht aufgehalten hätte, wäre die Hatz von vorne losgegangen. Ich schloss die Augen und genoss ihre Nähe. Ich holte tief Luft und fühlte, wie sie eng an mich gepresst war, spürte jede Kontur und ohne das Wasser machte mich ihr Hintern fast verrückt, weswegen meine freie Hand eine ihrer Brüste hart packte.

„Lass mich los, du hast doch schon alles bekommen was du wolltest!“, brach es vorwurfsvoll aus ihr hervor und ohne den Griff meiner anderen Hand in ihren Haaren zu lockern, schüttelte ich meinen Kopf.

„Noch lange nicht!“, versprach ich ihr bedeutungsvoll und sie seufzte leise, wehrte sich aber nicht mehr länger gegen mich.

Mein leiser Atem hinter ihr strich über ihren Nacken, dabei kringelte sich ihre aufgelöste Haarpracht und ich machte das sich windende und bewegende Mal in ihrem Nacken aus. Als ich mich hinabbeugte und genüsslich und ausgiebig ihren Nacken verwöhnte, verpasste ich ihr das ein oder andere Andenken auf ihrer Haut.

Ich markierte sie gerne mit kleinen Bissen über den ganzen Körper verteilt. Selten gab es keine blaue Stelle, die sie zierte, aber diese hier würden von einem ganz anderen Kampf stammen. Sie war ganz und gar mein!

Lucius Sicht Ende

Hermiones Sicht

„Arrrr….“, keuchte ich atemlos. Dieser Mann war unerträglich und es war so, als wollte er mir zeigen, wie sehr er mich begehrte, mich brauchte und dass das vorhin nicht genug gewesen war.

Ich hatte Zeit für mich gebraucht, um zu ergründen, wie ich dem gegenüberstand, dass ich kapituliert hatte, dass ich hingenommen hatte, was er für einen Fluch auf mich abgefeuert hatte, dass ich akzeptierte, dass ich nun mit ihm schlief.

Natürlich wollte er nicht, dass ich nachdachte, nicht er. Und er verstand es, mich abzulenken, denn er erregte mich außerordentlich, dort der beinahe nicht aushaltbare Schmerz des übermäßigen Zugs in meinem Haar, hier die fordernde Hand, die meine Brust knetete und besonders der schon wieder so harte Schwanz, der sich begehrlich an meine Hüfte und meinen Po presste. Dies alles ließ mich aufstöhnen und die kleinen, festen Bisse in meinen Nacken trieben mich an. Als wäre mein Stöhnen ein Zeichen für ihn gewesen, zog Lucius meinen Kopf noch ein Stück weiter zur Seite, um meinen Hals zu entblößen. Die Stelle an der Sanguini zugebissen und sein Mal hinterlassen hatte, lag nun gut sichtbar vor ihm. Heiße, so hungrige Lippen pressten sich auf jeden Zentimeter meines Halses. Zähne bissen schmerzhaft in meine Haut und markierten mich. Langsam aber sicher wanderte die zweite Hand zwischen meine Schenkel.

Abermals an diesem Abend wurden meine Beine auseinander geschoben und diesmal folgte ich ohne weitere Aufforderung mehr als willig. Kniend, nur durch den festen Griff in meinen Haaren aufrecht gehalten, die Arme um seine Hand geschlungen, um den Zug auf mein Haar zu lockern, bot ich mich ihm dar. So begann Lucius erst einen, dann zwei Finger in mich zu schieben und tief einzudringen. Mit jedem Stoß in mich, schien er mir mehr die Luft aus der Lunge zu pressen, dabei entwich mir ein heiseres, atemloses Keuchen.

„So hatte ich mir das erträumt, du gibst so wunderbare Geräusche von dir, Liebes!“, wisperte er erregt und man hörte in jeder Silbe seines Tones die Leidenschaft vibrieren. „Macht dich das hier an?“, fragte er rau und ich schluckte trocken, denn zu meiner Schande gefiel mir wirklich, was er mit mir tat.

„Bitte", wisperte ich in der Hoffnung, dass er mich nicht völlig vorführen wollte, nur um seinen Sieg und seine Überlegenheit zu demonstrieren. „Bitte, Lucius, tu das nicht… bitte!“, bat ich verzweifelt, dass ich sonst nie mehr davon loskommen würde und schloss gepeinigt vor Lust die Augen.

„Nein, tu du das nicht, Hermione“, mahnte er heiser. „Bitte mich darum, weiterzumachen!“, flüsterte er lasziv, bevor er wieder über mein Ohr leckte und mir daraufhin ein Zittern durch den Körper lief.

Schließlich löste er den Griff aus meinen Haaren, stieß mich abrupt vorwärts auf die Liegewiese und packte dann mit beiden Händen, die erstaunlich kalt waren, bestimmt nach meinen Hüften. Ich vergrub daraufhin mein Gesicht in dem weichen Pelz, während ich spürte, wie Lucius hinter mir allen störenden Stoff des Bademantels beseitige, um dann seinen Schwanz begehrlich an meinen nackten Pobacken zu reiben. Halt suchend griff ich in die Kissen, die hier zuhauf lagen und krallte mich in sie, in Erwartung dessen, was gleich kommen wurde. Kurz war mir, als würde Lucius zögern, doch die flüchtig aufflackernde Hoffnung erstarb sofort und machte nur noch der aufsteigenden Lust Platz. Seine Eichel strich zweimal durch meine Mitte, bevor sie langsam meinen Eingang durchstieß. Er weitete mich und ich stöhnte tief, während er sich weiter in mich schob. Ihm entlockte dies ein unerwartet animalisches Stöhnen und er hielt inne. Ich war dankbar für die Atempause, da mein Körper nicht auf diesen unerwünschten Eindringling gefasst war. Deshalb hielt ich es nicht mehr aus und versuchte, etwas wegzurutschen, aber das ließ er nicht zu, sondern stieß nun in mich, da er das sich langsame Vortasten nicht mehr durchhielt und ich schrie auf, ob vor Wollust oder Schmerz, ließ sich so genau nicht sagen. Denn er gab mir keine Zeit, mich zu entspannen, um mich von dem wiederholten Schmerz des Eindringens zu erholen. Von hinten kam er viel tiefer in mich und ich erfühlte ihn vollständig in mir. Alle Gedanken verschwanden aus meinem Kopf, nur noch der unendliche Schmerz in meinem Unterleib und zwischen meinen Beinen dominierte meine Welt und vertrieb meine eigene Erregung. Das war nicht zu fassen. Was hatte dieser Idiot an mir verbrochen?

Hatte der Fluch doch noch andere Auswirkungen?

Mir kam es vor, als würde es wieder von vorne beginnen und so biss ich die Zähne fest zusammen, aber ich erkannte auch, dass es nicht stimmte. Es war nicht so wie vorhin, wie beim ersten Mal, aber ich fragte mich, wohin sich meine Erregung verzogen hatte. Denn bevor er in mich eingedrungen war, hatte ich es glatt vergessen gehabt, dass ich es nicht mehr gewöhnt war, einen Schwanz in mir zu haben, ganz toll!

Hinter mir hielt Lucius eisern meine Hüften fest. Er krallte seine Finger in mein Fleisch und schien in seiner Ekstase gefangen. Dabei zog er mit jedem Stoß meinen Hintern hart an sich heran. Natürlich hätte ich mich eher gevierteilt, als ihm zu zeigen, wie weh er mir tat. Schließlich wusste ich, was echte Schmerzen bedeuteten, aber ab und an entwich mir doch ein leicht atemloses Keuchen, das ich, je länger es dauerte, mit jedem Stoß von mir gab und ich versuchte, das Unvermeidliche zu akzeptieren: Ich schlief mit Lucius.

Irgendwann nach einiger Zeit, in der Reibung, Spannung und wieder aufsteigende Lust den Schmerz durch ein Kribbeln verdrängten und ich beinah schon erleichtert meine Erregung neu erwachen fühlte, erkannte ich, dass es Lucius‘ hemmungslose Leidenschaft war, die mir dies bescherte, da ich immer wieder hören konnte, wie sehr es ihm gefiel, sich in mir zu verlieren. Von ihm kam tiefes, erregtes Stöhnen. Wieder und wieder stieß er begehrlich in mich, doch plötzlich endete alles und er hielt still, strich über meinen Rücken.

„Was?“, meinte ich noch überrumpelt, als er mich in einer schwindlig machenden Bewegung umdrehte, nur um sich rasant der Länge nach auf mich zu legen.

„Ich will dich sehen“, keuchte er atemlos und seine langen, hellblonden Strähnen hingen ihm ins Gesicht, als er seinen Mund hungrig auf meinen legte und mich küsste, einen Kuss, den ich erwiderte und nun meine Hände in seinem langen Haar vergrub.

Von vorne, er wollte mich von vorne. Wie gut, dass er mein Lächeln nicht sehen konnte, als er sich minimal von mir löste, um sich wieder in mich zu bringen. Dabei beobachtete ich ihn ganz genau, wie er genüsslich die Augen schloss, nur um Sekunden danach erneut seinen Rhythmus wieder aufzunehmen. Er zog sich auf seine Arme und war sehr sanft zu mir. Das alles war so schnell gegangen, dass ich noch immer staunte, denn jetzt lag ich also ganz unter ihm, auch viel näher und inniger als im Wasser, während er über mir aufragte und ich blinzelte. Denn ich konnte es immer noch gar nicht fassen, dass es nun soweit war, dass es so zwischen uns passierte, dass ich tatsächlich mit Lucius schlief, verbunden durch Genuss und Lust.

Da schlug er auf einmal seine Augen auf und sah mich an und mir entwich ein kleines Wimmern. Jetzt war es kein Fick mehr, so bedacht, vorsichtig und langsam wie er sich nun bewegte. Lucius lag auf mir und schlief mit mir, denn er schien sich wieder mehr gefangen zu haben, begann regelrecht zu schwelgen, da er viel zärtlicher vorging, was auch nicht spurlos an mir vorbeiging und meine Erregung steigerte. Er ragte über mir auf und seine langen, silbrigen Haare streiften mich und bescherten mir immer wieder eine Gänsehaut. Ich hatte meinen Mund leicht geöffnet und stöhnte und seufzte zu meiner eigenen Pein verzückt auf.

Wenn ich ihn derart langsam spüren konnte, konnte ich es einfach nur genießen, ihn in mir zu haben. Meine Beine legten sich um seine Hüften und meine Hände krallten sich jetzt in die Seiten der Liegewiese, doch meinen Blick konnte ich nicht von Lucius‘ schönem Gesicht lösen. Er starrte mich ungeniert, undurchdringlich und irgendwie innig an, dabei zeugten der Schweiß, der sich überall auf seinem Körper bildete, und das lustverschleierte Stöhnen von seinem Genuss. Ich wollte den Kopf zur Seite drehen, um seinem doch irgendwie lüsternen Blick auszuweichen, doch sofort war eine Hand da, packte mein Kinn und drehte ihn gewaltsam zurück. Es schien ihm wichtig zu sein, dass wir uns ansahen. Ich spürte, wie seine Bewegungen schneller wurden, sein Stöhnen kam abgehackter, die Augen fielen zu und ich selbst bockte ihm mit meiner Hüfte entgegen und erwiderte leidenschaftlich seinen Rhythmus, spiegelte sein Stöhnen wider. Es ist gleich vorbei, dachte ich noch bei mir und starrte erstaunt zu ihm, da er sich derart vor mir gehen lassen wollte, das war ungewohnt, aber auch ich hielt meine Hingabe nicht zurück.

„Hermione…", entfuhr es Lucius schon wieder inbrünstig, aber nun noch gefühlvoller und eindringlicher als jemals zuvor und mir ging es auf jeden Fall durch und durch.

Als wäre er selbst schockiert über den Laut, den er von sich gegeben hatte, hielt er inne, schloss die Augen und schüttelte seinen Kopf, als könnte er es nicht glauben, nur um mich dann erneut direkt anzusehen, dabei erinnerte mich das sofort an das Erlebnis als er mir seine Erinnerungen gezeigt hatte.

Entkräftet, da zu viele Emotionen auf mich einströmten, erwiderte ich den gefühlvollen Blick und plötzlich waren seine Lippen gierig auf meinen. Mit einer glühenden Leidenschaft, die ich mir nicht erklären konnte, küsste Lucius mich, als würde sein Leben davon abhängen und mit einer erschreckenden Selbstverständlichkeit erwiderte ich es mit einer vehementen Innigkeit, die mich selbst überraschte. Seine Lippen hatten schon vor viel zu langer Zeit begonnen, mir den Verstand zu rauben, als dass ich mich ihrem süßen Versprechen hätte entziehen können, als er, während wir uns küssten, wieder seinen Rhythmus aufnahm. Seine Hand griff abermals in meine Locken, um mich noch näher zu sich zu ziehen. Es war, als wollte er in mir ertrinken und ich schlang die Arme um seine Schultern und gab mich ihm hin. Zwischen Küssen und Stöhnen wurden seine Bewegungen plötzlich unkontrolliert und dann spürte ich, wie er sich kurz verkrampfte, ehe er vollkommen erschöpft über mir zusammensank, schwer atmend und mit geschlossenen Augen, während ich dem Pochen in mir nachfühlte, aber kein Bedauern aufkam, dass ich ihm nicht in die höchsten Höhen gefolgt war, da mich sein Höhenflug viel zu sehr gefesselt hatte und mir diese Tatsache eine viel größere und langanhaltendere Befriedigung bescherte, als der verpasste Orgasmus.

Lucius selbst wirkte völlig entspannt und erlöst, während er auf mir lag und ich langsam durch seine langen Haare streichelte, die uns wie ein Schleier einhüllten. Er war schwer, aber ich genoss das Gefühl seines Gewichts auf mir, während ich sein Herz rasen fühlen konnte und seinen Atem an meinem Ohr. Doch viel zu schnell spürte ich, wie diese nie weichende, endlos erscheinende Kraft wieder in Lucius zurückkehrte und er sich von mir herunter rollte. Unfähig, mich selbst irgendwie zu bewegen, sah ich ihm reglos dabei zu, wie er sich den Bademantel überwarf und mich, die ich mich weigerte, auch nur einen Muskel zu rühren, federleicht auf seine Arme hob und aus dem Schwimmsaal hinaus trug.

Hermiones Sicht Ende

Dracos Sicht

Ich stand in meiner Suite am Fenster und blickte auf die verschneite Landschaft des Parks hinab. Während ich einen großen Schluck von dem scharfen Whisky nahm, den ich nach diesem Abend wirklich brauchte, und meine Nasenwurzel massierte, da langsam ein stechender Kopfscherz aufzog, versuchte ich zu ordnen, was an diesem Abend mal wieder alles passiert und schief gelaufen war.

Der Abend an sich war schon ein Desaster unvorstellbaren Ausmaßes gewesen, bevor überhaupt etwas passiert war, schließlich wollten weder Astoria noch ich dieses Fest feiern, oder die Verlobung, die der Grund für selbiges gewesen war.

Nach Hermiones und Vaters Aufsehen erregendem Verschwinden hatte ich zuerst die Gäste beruhigt und animiert, weiter zu feiern und erst dann hatte ich mich unseren ungeladenen Gästen zugewandt, wobei hierbei Severus helfend eingesprungen war und sich Zorica kurzerhand angenommen hatte. Wena war zum Glück so geschockt und verwirrt gewesen, dass ich sie einfach in einem der Salons hatte parken können und ihr eingeschärft hatte, dort zu bleiben, bis man sie abholte, was sie erstaunlich apathisch über sich ergehen lassen hatte. Ich hatte den Salon daraufhin verlassen, verschlossen und sie so sicher verwahrt, eingesperrt belassen. Sie hatte an diesem Abend genug Ärger verursacht und ich hatte nicht wenig Lust gehabt, sie in eine der Zellen im Kerker zu schmeißen und dort verrotten zu lassen, aber da kam mir mal wieder mein Verantwortungsgefühl dazwischen.

Als nächstes hatte ich mich um wichtigere Dinge gekümmert, nämlich um Blaise und Astoria.

Blaise zu finden war schwer, da er gar nicht mehr da war. Er hatte sich wohlweislich ins Cottage verdrückt, wo er vielleicht Frieden finden würde. Ich hoffte sehr, dass er für sich einen Weg finden würde, wie er mit diesem neuen Drama umgehen würde.

Der letzte Gang war dann der Schwerste gewesen und deswegen hatte ich ihn auch aufgeschoben. Astoria hatte ich im Garten aufgesucht. Eine der Hauselfen hatte mir, nachdem ich Wena weggeschlossen hatte, mitgeteilt, dass die junge Miss im Garten säße und sehr aufgelöst sei. Ich hatte den Elf angewiesen, dafür zu sorgen, dass ihr nicht kalt wurde und sie keine Dummheiten machte. Ich hatte sie später noch genau auf der Bank gefunden, die der Elf mir genannt hatte, eingewickelt in eine dicke Decke, apathisch, wenn auch erschöpft und ruhiger, aber dass sie heftig geweint hatte, hatte ich noch immer erkennen können.

„Draco“, hatte sie mich recht tonlos begrüßt, als ich mich selbst sehr müde neben sie gesetzt hatte. Mehr hatte sie nicht von sich gegeben, auch nicht als ich sie in die ihr mittlerweile zugewiesenen Räume, den Egyptian Bedroom, gebracht hatte. Erst als ich die Suite hatte verlassen wollen, hatte sie sich noch mal an mich gewandt.

„Ich will ins Cottage, Draco, lass mich gehen!“, hatte sie erstaunlich gefasst und fest gefordert, nachdem sie zitternd in dem opulenten Raum stand, der an vergangene ägyptische Ausschweifungen erinnerte.

„Morgen, schlaf jetzt etwas und dann sehen wir weiter, außerdem denke ich, dass Blaise dort ist und den willst du bestimmt nicht sehen, außerdem ist er eh mittlerweile sicher zu besoffen, um zu einem klaren Gedanken fähig zu sein, wir brauchen alle Ruhe. Gute Nacht“, hatte ich ihr erklärt und gehen wollen.

Ihre Suite lag auf meinem Stockwerk am gegenüberliegenden Ende meines Flügels. Als wir sie damals in ihrer Animagusform hergebracht hatten, hatte sie auch dort gelegen und Vater hatte ihr diese Räumlichkeiten als meine Verlobte zugewiesen.

„Ich will hier nicht bleiben", hatte Astoria aufbegehrt, während sie klein und verloren in dieser fremdartigen Pracht wirkte.

„Doch das wirst du, dies hier ist jetzt dein Zuhause. Du bleibst hier, gewöhn dich dran!“, hatte ich entschieden verkündet, damit sie wusste, wo sie hin gehörte. Meine Aussage hatte Astoria sprachlos gemacht. Ich war danach gegangen, da ich allein sein und nachdenken wollte und mit Freude schloss ich diese Welt aus meinem Zimmer aus.

Mit einem letzten großen Schluck leerte ich seufzend mein Glas und ging zur Bar, um mir nachzuschenken und streifte dann verloren durch mein Reich.

Ich hatte wirklich keine Idee, wie wir dieses Desaster klären konnten. Dass Wena hier aufgetaucht war, hatte alles nur noch viel komplizierter gemacht. Diese Mistkröte. Ich hatte mich vorhin wirklich zusammenreißen müssen, ihr nicht den Hals umzudrehen und der Wunsch war von Minute zu Minute ihrer Anwesenheit größer geworden und hatte sich bis jetzt nicht gelegt. Dieser Wunsch überdeckte grade sogar meine Bauchschmerzen wegen Hermiones Verschwinden mit Vater. Nachdem der Vogel über unseren One-Night-Stand gesprochen hatte, nahm ich schwer an, dass Hermione meinen Betrug an ihr nicht so schnell verzeihen würde, da war sie rigoros. Weshalb die Frage, was die beide gerade trieben, keine Schöne war, darum wollte ich es mir gar nicht vorstellen, aber ich hatte dem Gespenst, dass Hermione Vater verfallen war, nun lange genug ins Antlitz geblickt, dass es mich nicht mehr schrecken konnte, auch wenn es mich sehr traurig machte. Mittlerweile war die Wut darüber wirklich nur noch Traurigkeit gewichen, die ich aber meist weit von mir zu schieben versuchte und schließlich hatte ich genug Aufgaben, die mich ablenkten.

Als ich einen Blick ins Ankleidezimmer warf, sah ich, dass alle, wirklich alle ihre Kleider weg waren!

Ich schüttelte meinen Kopf und konnte es nicht fassen. Er war gründlich, schmerzhaft gründlich dabei, sie endgültig aus meinem Leben zu streichen. Meine Finger verkrampften um das Glas, aber eher in Wut aufgrund Vaters Kontrollwahn, als darüber, dass Hermione nun weg war. Ich hastete wieder zur Bar und gerade als ich mir neu einschenken wollte, vernahm ich ein zaghaftes, sehr leises Klopfen an meiner Tür.

„Herein!“, rief ich irritiert und wenig begeistert darüber, dass noch jemand was von mir wollen könnte. Langsam ging die Tür auf und dann huschte eine kleine, in einen langen Morgenmantel gehüllte Person herein und schloss die Tür wieder schnell hinter sich.

„Was machst du hier, Astoria?“, fragte ich überrascht und noch weniger erfreut darüber, sie zu sehen.

„Ähm, Draco… darf ich…“, begann sie stockend, doch dann räusperte sie sich und straffte sich sichtbar, bevor sie wieder zu sprechen begann und das diesmal sehr selbstsicher: „Das Zimmer, das ist gruselig, diese ägyptischen Götter glotzen von den Wänden und schauen so aus als würden sie sich, wenn man gerade nicht hinsieht, bewegen und die Plätze tauschen…“, meinte sie gehetzt und rieb sich über die Arme, während ihr ihre Haare wirr abstanden.

„Mach dich nicht lächerlich, natürlich bewegen sie sich, das ist ein magischer Haushalt“, erwiderte ich ungerührt und sah sie taxierend an.

„Okayyyyy, dann was anderes, ich sehe dauernd deinen Vater über mir, wie damals, also…“, stockte sie unsicher und sah mich bittend an.

„Das ist besser", prostete ich ihr mit meinem neu aufgefüllten Glas erheitert zu.

„Was ist nun? Darf ich hier bleiben?“, fragte sie verärgert und ungeduldig trotz ihrer Haltung, die ihre Nervosität verriet, die ich deutlich daran erkannte, wie sie mit dem Gürtel ihres Morgenmantels spielte und die Hände nicht still halten konnte.

Mit großen, erwartungsvollen Augen sah sie mich an.

„Wie stellst du dir das vor?“, hob ich fragend eine Braue und umfasste mein Reich mit einer Geste. Offenbar hatten sich die Ereignisse von damals, als sie bewusstlos gewesen und Vater in ihrem Kopf herumgewühlt hatte, doch tiefer in ihr Unterbewusstsein gegraben als bisher gedacht, wenn sie Angst hatte, allein in dem Raum zu sein.

„Soll ich dir ein anderes Zimmer suchen?“, presste ich genervt hervor. War ich im Kindergarten gelandet? Dabei knallte ich mein Glas auf einen Beistelltisch.

„Ich will nicht allein sein“, beharrte sie und wirkte ziemlich verloren, wie sie da vor mir stand.

„Aha“, meinte ich wenig einfallsreich und zog die Schultern hoch.

„Naja, du hast ein großes Bett, groß genug für zwei…“, wirkte sie nun doch etwas unsicher und wurde immer leiser, während sie ihre eigenwillige Idee aussprach.

„Du willst in meinem Bett schlafen? Ich hab auch eine Couch!“, echote ich sprachlos mit einer Spur Ironie. „Bist du dir da sicher? Du bist meine Verlobte und kommst in mein Bett. Du weißt, was das bedeutet?“, fragte ich sie völlig fassungslos, während ich auf sie zu ging und sie eindringlich musterte.

„Nein, weiß ich nicht. Was sollte es bedeuten?", fragte sie scharf zurück und ich schüttelte den Kopf und sah sie von oben bis unten an. Ich war zwar nicht wirklich begeistert davon, dass Vater uns verlobt hatte, aber sie war eine schöne, junge Frau, würde meine Frau werden und ich war seit Monaten nicht mehr mit Hermione zusammen gewesen. Wer wollte mir da verdenken, wenn ich auf nicht jugendfreie Gedanken kam, wenn sie sich hier so anbot.

„Du bist gemein, Draco“, interpretierte sie meinen Blick richtig und brauste auf. „Du kannst mich doch einfach hier schlafen lassen. Was ist denn dabei?“, fuhr sie mich zum Ende hin jammernd an.

„Was dabei ist? Frag Blaise!“, brüllte nun ich am Ende meiner Geduld zurück.

„Rede nicht so mit mir, das lasse ich mir nicht bieten!“, fauchte sie mich an, aber das ging zu weit, so trat ich schnell auf sie zu und packte sie hart an beiden Oberarmen.

„Lass das…!“, wand sie sich energisch unter meinem Griff. „Du tust mir weh", beschwerte sie sich aufgebracht, aber ich schüttelte sie.

„Nein, du hörst mir jetzt zu." Dabei trat all der Frust zutage, den ich die ganze Zeit verspürte. „Ich spiele keine Spielchen mit dir, oder mache dir irgendwas vor... glaub mir, das reicht mir für´s Leben“, erklärte ich ihr eindringlich, als sie verschreckt über meinen Ausbruch zu mir aufsah. „Ich will nur, dass du klar weißt, auf was du dich einstellen musst. Sieh der Wahrheit in die Augen. Vorerst sind wir alle mehr oder minder gebunden, dein Platz ist jetzt hier und wir können das Beste daraus machen. Sei froh, dass ich dir die Wahl lasse, zu tun was du möchtest und dir sage, was dich erwartet, aber wenn du in mein Bett kommst, dann bedenke, was wir nun sind!“, redete ich eindringlich auf sie ein. „Es ist deine Entscheidung“, murrte ich düster, es war nicht so, dass ich mich aufdrängen würde, aber sie sollte nicht annehmen, dass mein Bett ein kuscheliger Ort war, den sie nach Lust und Laune aufsuchen konnte und ich blieb auf der Strecke. Ich war schlecht drauf und da kam Astoria gerade recht. „Und auch wenn du heute gehst, vergiss nicht, spätestens in unserer Hochzeitsnacht wird es passieren“, mahnte ich noch mal entschieden mit einem bitteren Beigeschmack, der mich würgen lassen wollte, sodass ich sie abrupt losließ und ihr den Rücken zuwandte. Ich trat an den Tisch, erhob mein Glas, trank es mit einem Schluck leer und ging dann zu meinem Bett.

Langsam zog ich mich aus, um ins Bett zu gehen, wobei es mich kein Stück kümmerte, was sie tat. Ich drehte mich um, um die Decke zurückzuwerfen und mit einem Fingerzeig dimmte ich das Licht. Astoria stand noch immer da, wo ich sie hatte stehen lassen. Sie beobachtete mich ungeniert und schien dabei schwer mit sich zu ringen, was sie tun sollte. Zwischendurch machte sie sogar Anstalten, sich umzudrehen und zu gehen, doch dann riss sie sich zusammen. Sie seufzte und ging mit schnellen Schritten auf das Bett zu, während ich gerade unter die Decke schlüpfte.

„Ich kenne dich besser, das machst du nicht!“, warf sie mir provozierend entgegen.

„Pah, meinst du, wenn du dich da nicht mal täuschst“, entgegnete ich kalt und wandte ihr weiter den Rücken zu. „Was soll´s, Blaise war heute ein riesen Arsch!“, grummelte sie verstimmt, als sie den Morgenmantel rasant ablegte. Darunter kam ein seidener Pyjama zum Vorschein.

Sie trug eine lange Hose und ein spitzenbesetztes Top. Weniger damenhaft als Hermiones Negligés, jugendlicher, aber durchaus sehr schön anzusehen. Schnell krabbelte sie ins Bett und unter die Decke, wo sie fast schon stocksteif zum Liegen kam. Sie hatte die Bettdecke bis zum Kinn hoch gezogen, als wir beide nun da lagen und auf die Decke starrten.

„Ehrlich? Wo ist der kleine Teufel geblieben? Weder an Halloween noch damals in den Duschen warst du so verschämt und zurückhaltend, oder hättest Angst vor einem Zimmer gehabt“, spottete ich schweren Herzens und schüttelte milde amüsiert den Kopf, während ich mich neben ihr auf die Seite drehte, meinen Kopf mit einer Hand stützte und auf sie hinab blickte.

„Da waren wir nicht alleine und Halloween war ich besoffen!“, giftete sie zurück und ich musste trotz dieser surrealen Situation über ihre Antwort lachen. „Und das Zimmer ist gruselig, das hat dein Vater absichtlich gemacht", stieß sie energisch hervor.

„Nicht sehr schmeichelhaft für mich oder für meinen Vater“, gab ich amüsiert zurück und rückte näher an sie heran, meine Hand glitt unter die Decke.

„Na und? Ist doch wahr“, gab sie bockig zurück und zuckte zusammen, als meine Hand auf ihren Bauch glitt und auf dem weichen Stoff verharrte.

Ich wusste nicht, warum ich mich überhaupt darauf einließ, dass sie hier bleiben durfte, denn eigentlich hatte ich bis vor ein paar Minuten nur einfach alleine sein und meine Gedanken ordnen wollen, doch jetzt, wo sie da war und zu ihrem typischen, störrischen Temperament zurückgefunden hatte, war es irgendwie amüsant und lenkte mich ab. Warum außerdem nicht auch noch etwas Spaß haben, wenn er sich einem bot? Nach dem Abend hatte ich mir das doch wohl mehr als verdient.

Sie zog ihr Top energisch nach unten und schob meine Hand weg, nur um dann doch wieder ihre Gegenwehr aufzugeben. Irgendwie wirkte sie unentschlossen.

„Ich hab dir gesagt was in meinem Bett passieren kann, genieß es doch einfach und hab Spaß. Ich weiß, dass du das kannst“, wisperte ich versprechend und senkte den Kopf, strich mit meiner Nasenspitze an ihrem Kinn entlang, ihren Hals hinab, bis hoch zu ihrem Ohr. Meine Fingerspitzen strichen ihre Haare bei Seite, als sie fauchte.

„Nana, nicht so kratzbürstig“, raunte ich und rollte kurzerhand unter Astorias Decke, begrub ihren schlanken Körper unter meinem und verwöhnte ihren Hals.

„Ich weiß, was dir gefällt", spielte ich auf unsere durchaus doppeldeutige Vergangenheit an.

Zischend zog sie die Luft ein, als ich so plötzlich auf ihr lag, doch sie schob mich nicht von sich. Einerseits hatte ich nicht schlecht Lust, sie schnell und heftig zu nehmen, andererseits machte ich mir bewusst, sie würde wohl meine Frau werden, daran gab es nach heute kaum noch etwas zu rütteln und ich wollte sicher nicht, dass sie unser erstes Mal als eine schnelle Nummer in Erinnerung behielt. Ich war kein Romantiker, aber ich würde sie verführen. Meine Lippen glitten nun küssend und meine Zähe leicht knabbernd über ihre weiche Haut unterhalb ihres Ohres, bis hinab zu ihrem Hals und mit einem kurzen Seitenblick erkannte ich, dass sich Astoria auf die Lippen biss, darum bemüht, jeden Ton zu unterbinden. Ich schmunzelte gegen ihre Haut und machte weiter, nahm nun noch meine Hände dazu und begann, ihren Körper intensiv zu erkunden, was sie durchaus willig geschehen ließ und ab und an erwiderte.

Nachdem trotz all meinen Bemühungen kein Ton von ihr kam, glitt mein Blick zu ihrem Gesicht und das, was ich ausmachte, ließ mich erstaunt innehalten. Astoria presste die Lippen fest aufeinander. Jetzt hätte ich erwartet, Widerwillen, Resignation, Scham oder vielleicht sogar Lust und Begehren in ihrem Blick zu entdecken, stattdessen blickte sie mir irritiert, traurig und irgendwie betroffen entgegen.

„Was ist los?“, fragte ich ratlos und stemmte mich hoch, brachte mein Gesicht nah an ihres und sah sie direkt an.

„Nichts…!“, presste sie einsilbig hervor.

„Entscheid dich mal!“, grollte ich und als hätte nur das gefehlt zog sie ihre Hände unter der Decke hervor, griff mir in den Nacken und zog mich plötzlich begierig zu sich herab.

Sie ergriff richtig die Initiative, umschlang mich unter der Decke mit ihren Beinen und zog mich innig an sich, während unsere Lippen aufeinander trafen. Überrascht von ihrer plötzlichen Aktion und davon, wie ihre Hände nun durch meine Haare und über meinen Rücken glitten erkundete ich ihren Körper weiter mit meinen Händen und ließ sie nun auch unter ihr Shirt auf ihre weiche Haut gleiten. Gleichzeitig zog sie mich noch tiefer in den Kuss und ihre Zunge glitt über meine Lippen. Sie konnte gut küssen, Blaise war ein exzellenter Lehrmeister gewesen und doch fehlte etwas. Wir begannen einen Zungenkuss, den ich schon nach wenigen Sekunden nur noch als verzweifelt beschreiben konnte, denn mit jedem weiteren Augenblick verstärkte sich bei mir das Gefühl, dass dies hier absolut falsch war.

„Scheiße“, fluchte ich, unterbrach den Kuss und rollte von Astoria herunter. Sie atmete prustend neben mir aus und als ich sie ansah, erwiderte sie trocken: „Das kannst du wohl sagen!“



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