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 Kapitel 144-145

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BeitragThema: Kapitel 144-145   Do Feb 09, 2012 5:31 am

144. Kapitel Das Geschenk



Ich fand meine Idee gut und auch wenn sie nicht einmalig war, so war es das einzige was mir einfiel mir Lucius vom Hals zu halten und meine Schulden angemessen zu begleichen. Ich wollte und konnte seinen Nachstellungen nicht nachgeben, auch wenn sie durchaus manchmal schmeichelhaft waren. Also mit Lucius ins Bett zu gehen wäre ….mhm, ich weiß nicht, zu unverfroren? Ja und auch zu intim, das hörte sich schwachsinnig an, aber es fühlte sich so an! Es wäre nicht richtig! Zu verwerflich? Nicht weil er nicht gut aussah, für mich nicht attraktiv war oder ähnliches, nein, er war der Vater meines Freundes, einfach deswegen wohl.

Ich hatte mich wie vereinbart aufgemacht um pünktlich beim Trafalger Square anzukommen und hatte den Käfer getroffen.

Als sie mich sah, hatte sich ein verzerrtes Lächeln auf ihrem Gesicht ausgebreitet und ich hatte ihr kühl zugenickt, heute war der Platz sehr gut besucht, da er dank der Ferien extrem stark von Touristen frequentiert war und so schlängelte mich zielstrebig auf die blonde Dame zu, die in ihrem grellgelben Kostüm versuchte die Menschen in ihrer Umgebung zu blenden.

„Miss Skeeter, wie erfreulich sie zu sehen!“, strahlte ich sie falsch an.

„Miss Granger, die Freude ist ganz auf meiner Seite!“, meinte sie zuckersüß und zeigte mir ihre perlenweißen Zähne, die missbilligend blickenden Augen hinter der voluminösen Brille funkelten mir böse entgegen.

„Viel zu selten, wie ich finde!“, zog ich sie schamlos auf und sie antwortete schmallippig.

„Miss Granger, sie beehren mich mit ihren Wünschen ja des Öfteren per Post!“, klang sie pikiert.

„Wo sie recht haben, meine liebe Miss Skeeter! Und sie setzen alle Wünsche von mir immer so prompt und vorbildlich um! Ihr Artikel zum Ableben der armen Mrs. Malfoy war wirklich ein Lesegenuss!“, schmierte ich ihr ihre Kapitulation vor meinen Befehlen lieblich auf das Butterbrot.

„Das freut mich doch außerordentlich, dass sie dies so sehen!“, giftete sie freundlich zurück und umklammerte nun die Tragegurte ihrer großen, ledernen Handtasche, sodass ihre Fingerknöchel weiß hervortraten.

„Ach, da kommt sie schon ja…endlich, brauchen sie mich dann noch, es ist nicht das Schönste und Erfüllteste für mich für ihre abartigen, sexuellen Spielchen die Puffmutter spielen zu müssen, Miss Granger!“, kam es empört von ihr.

„Aber auch darin, zeigen sie eine erstaunliche Begabung, Miss Skeeter!“, stichelte ich zurück, es war sehr erheitert wie sie böse zu mir sah.

„Alice, meine Gute, schön sie zu sehen, sie erinnern sich nicht an mich, aber ich freue mich sie wieder zu sehen!“, begrüßte ich Alice herzlich, sie hatte sich nicht verändert und sah mich nur offen an und war leicht erstaunt, dass ich sie so willkommen hieß.

„Sie können gehen Miss Skeeter, ich melde mich, wenn etwas sein sollte!“, wedelte ich sie mit meiner Hand weg und behandelte sie damit wie als das lästige Insekt, das sie war und der Käfer ließ es sich nicht zweimal sagen, schnaubte empört auf, wandte sich geschwind auf ihrem hohen Absätzen um und rauschte von dannen.

Alice beobachtete dies alles mit fragendem Gesichtsausdruck und ich nahm sie sanft an der Hand, führte sie Richtung Gasse.

„So Alice, es geht darum, ich möchte, dass du Vielsafttrank zu dir nimmst und in meiner körperlichen Hülle einem Mann zur Verfügung stehst, wäre das für dich in Ordnung?“, fragte ich nach und ich sah wie sie überlegend den Kopf schieflegte, nachdachte.

„Kein Problem wenn der Preis stimmt!“, kam es berechnend von ihr und lasst uns ehrlich sein, mit der Einstellung konnte ich umgehen, ich mochte dieses Mädchen.

„Das sollte nicht das Problem sein, ich will das du dein bestes gibst, sagen wir 500 jetzt, 500 wenn alles vorbei ist?“, bot ich ihr an und sah wie sich bei dieser Summe die Habsucht in ihren Augen spiegelte.

Ich hatte sie ins Manor und in unsere Suite gebracht und sie war mir staunend gefolgt, hatte ihren Mund gar nicht mehr geschlossen bekommen, so sehr beeindruckte sie die Pracht des Herrenhauses. Ich hatte ihr erklärt, dass sie Lucius mit seinem Vornamen anzusprechen hätte und ihr eines meiner seiden Negligés rausgesucht. Sie wirkte nervös, aufgeregt und überwältigt und meinte, mit einem unsicheren Blick, ob ich den Lucius Malfoy meinte und ich nickte dabei nur lakonisch, sah, dabei den unverhohlenen Respekt, den sie vor ihm hatte und fragte mich ob alle Frauen so unterwürfig auf ihn reagierten? Wohl schon, schlimm dass sich immer alle so vor seine Füße warfen, ärgerte ich mich darüber, dass ihn alle in seiner tyrannischen Art bestärkten. Auch ich war ihm gegenüber respektvoll, aber ich wahrte meinen Stolz.

Dann gab ich ihr die Phiole und sagte ihr, wenn er heimkäme würde ein Elf erscheinen und ihr sagen das sie nun den Trank einnehmen müsste, sie nickte brav und hörte sich alles an als dann Draco kam, hatte ich ihm Alice und meinem Plan vorgestellt und Draco hatte ihn gutgeheißen und dann Alice in Lucius Gemächer gebracht. Alles war bereit, nun musste Lucius nur noch kommen, war ich gespannt

Lucius Sicht

Ich kam genervt von meinen heutigen Terminen zurück ins Manor, hoffte, Hermiones Überraschung, die ja noch immer ausstand und die sie mir für heute versprochen hatte, die Begleichung ihrer Schuld mir gegenüber, würde mir gefallen. Ungehalten betrat ich die Eingangshalle des Manors, wo auch schon eine der ehrerbietig Hauselfen auf mich wartet, so gehörte sich das, wenn der Hausherr heim kam, hatten sie parat zu stehen. Ohne sie weiter zu beachten warf ich ihr meinen Mantel zu und wollte schon in meinen Salon rauschen, mir erstmals einen Drink gönnen, als die Elfe mich mit piepsiger, unterwürfiger Stimmte ansprach:

„Mr. Malfoy, Sir, ich soll ihnen dies von Miss Malfoy geben!“ Überrascht blieb ich stehen, wandte mich herrisch an die Elfe und riss ihr geradezu das Pergament, das sie mir entgegen hielt, aus den kleinen Händen, wedelte kurz mit der Hand, das sie verschwinden sollte und entrollte das Schriftstück.

In ihrer klaren, schönen Schrift waren nur wenige Zeilen darauf geschrieben, die ich begierig las:

„Mein lieber Lucius,

hiermit begleiche ich meine Schuld, begib dich bitte in deine Suite und genieße was dich dort erwartet, denn ich weiß, dies willst du schon lange einmal besitzen! Mein Körper gehört dir, für diese eine Nacht!“

Hab Spaß,

Hermione“

Überrascht über diese zweideutigen aber doch eindeutigen Zeilen, die ich nicht ganz glauben konnte, denn sie schufen in meinem Kopf das Bild, dass mich oben Hermione empfangen würde, vielleicht in freudiger Erwartung meiner Person, sich in einem schönen Negligee, oder sogar nackt, auf meinem Bett räkeln würde, in das sie so gut passte, wie ich wusste, setzte ich mich in Bewegung. Diese Gedanken beflügelten mich ungemein, ließen meine Laune deutlich steigen, sodass ich flotten Schrittes die Treppen hinauf eilte, so schnell wie mir angemessen erschien und in meine Suite stürmte. Mir war zwar nicht ganz klar, ehrlich gesagt war ich überrascht, dass sie nun so einfach nachgab, sich mir offenbar hingeben wollte, aber nun gut, über ihren Sinneswandel konnte ich später noch genug nachdenken und ihn erfragen, aber jetzt würde ich erst mal diese sinnlichen Freuden genießen.

Schwungvoll stieß ich die Tür zu meiner Suite auf, schloss sie schnell wieder hinter mir und durchschritt mein Wohnzimmer um ins Schlafgemach zu gelangen. Kaum hatte ich die Tür geöffnet, blieb ich stehen, war gebannt von dem Anblick, der sich mir bot. Da stand sie vor mir, mit dem Rücken zu mir, in einem kurzen, ihr bis zu den Waden gehenden, seidenen, schwarzen, glänzenden Morgenmantel, der mir einen schönen Blick auf ihre schlanken, trainierten und langen Beine gab.

Sie schien mein Eintreten nun zu bemerkten, drehte sich um und sah mich an, doch irgendwas an ihrem Blick stimmte nicht. Zwar lächelte sie verführerisch, aber da stimmte etwas nicht, war nicht das was ich erwartet hatte, doch nun lenkte sie mich von diesen Gedanken ab, sprach leise, verheißungsvoll:

„Ich habe schon gewartet!“, gleichzeitig kam sie mit wiegenden Hüften auf mich zu, öffnete dabei bedächtig, lasziv den Morgenmantel und gewährte mir einen wunderschönen Einblick. Langsam, während sie weiter auf mich zu schritt, ließ sie die dünne Seide sinnlich von ihren Schultern auf den Boden gleiten und eröffnete mir einen atemberaubenden Ausblick.

Sie trug ein kurzes, schwarzes Negligee, das mehr freigab als es verbarg. Dünne Träger hielten zarte Spitze an ihrem Körper. Sie schmiegte sich an ihre schönen Kurven, zeigte mir aber viel. Ihre geröteten, kleinen Knospen zeichneten sich deutlich gegen die Spitzte ab, genauso ihre perfekt gerundeten, schönen Brüste. Mein Blick glitt bewundernd weiter nach unten, während sie ein paar Schritte entfernt vor mir stehen bleib. Ich fasste ihren flachen schönen Bauch ins Auge, ließ meinen Blick zu ihren Hüften wandern, die sie so aufreizend geschwungen hatte und heftete meinen Blick schließlich auf den Spitzentanga, der mit dem Spitztenstoff des Negligees in Kombination dann doch einiges verbarg, aber mein Verlangen nur noch steigerte. Schon allein dieser Anblick machte mich wahnsinnig an, erhöhte meine Lust auf sie ungemein, ihr Körper war ein Genuss den ich zu lange entbehrt hatte.

Beherzt trat ich auf sie zu, legte besitzergreifend meinen Arm um ihre Taille und zog sie bestimmt an mich, knurrte dabei tief und vergrub meine Gesicht begehrlich in ihrer Halsbeuge, küsste sie dort erst sanft, dann immer leidenschaftlicher und zog ihren herrlichen, weiblichen Duft ein, doch es irritierte mich, dass sie bei meiner Initiative überrascht auf quiekte. Hatte sie sich überschätzt, war sich wohl doch nicht so sicher was sie hier tat, oder warum gab sie sich auf ein mal so eingeschüchtert scheu, oder nein, eher unsicher, als würde sie mich fürchten, fragte ich mich, sie wusste doch übermäßig zärtlich waren wir alle nicht. Ich ließ nicht von ihr ab, während ich mich meines Gehrockes entledigte und auch die Weste, die ich darunter trug unwirsch abstreifte. Während ich meine Hände gierig über ihren zarten, weiblichen Körper wandern ließ, ihren kleinen Po umfasste und sie leicht hochhob, gleichzeitig meine Küsse hoch zu ihrem Mund wandern ließ und sie energisch küssen wollte, schritt ich langsam auf mein Bett zu. Doch so sehr ich es auch genoss ihren Körper endlich in meinen Armen zu halten, mir schon ausmalte wie ich diese Nacht nutzten würde, irgendwie fühlte es sich nicht richtig an und da meine ich nun nicht den Gedanken an Draco, meinen Sohn, dies tangierte mich gerade nicht wirklich, es ging hier um die Erfüllung meiner Lust.

Ich hatte sie beim Sex mit Draco gesehen und belauscht, wusste, sie hatte keine Scheu war unbefangen wenn es hoch her ging, turnte auch sie dies an, sie gab sich ihrer Lust vollständig hin, so hätte sie, bei meinen wohl gesetzten, gezielten Küssen auf ihrer weichen Haut anders reagieren müssen. Ja, sie war nicht steif oder so, aber ich hatte das Gefühl irgendwas hielt sie zurück, ließ sie zögern und sie ließ sich eindeutig nicht leidenschaftlich auf mich ein, sie war sehr devot und unterwürfig.

Diese Gedanken verdrängend, das was sie mir anbot genießend, eroberte ich schließlich ihren Mund, würde sie schon noch dazu bringen sich mir mit genau so viel vorbehaltlosem Elan und wilder Leidenschaft hin zu geben wie sie es bei Draco tat, obwohl ich mir nicht vorstellen konnte, was sie gerade so hinderte, denn ich war zwar hingebungsvoll, lustvoll, aber nicht grob oder derb bisher vorgegangen. Zielstrebig erreichte ich mit ihr mein großes, breites Bett und warf sie schon fast darauf, folgte ihr sogleich und war über ihr. Ich kniete über ihr und öffnete mir ungeduldig das Hemd, zog es aus der Hose, während ich meinen begehrenden Blick über ihren sinnlichen Körper wandern ließ, dem Blick schließlich meine Hände folgen ließ und mich auf sie legte. Auch, dass sie so gar keine Anstalten machte mich zu entkleiden, überraschte mich, ihre ungewohnte Zurückhaltung.

Begehrlich begann ich sie weiter zu küssen, ließ meine Zunge in ihren Mund schlängeln, was sie zuließ, aber bei weitem nicht so stürmisch erwiderte, wie ich es erwartet hätte, da war sie mir mehr entgegengekommen als ich sie schlug. Noch immer wirkte sie, ich konnte es nicht ganz in Worte fassen, vielleicht war verschüchtert das richtige Wort.

Es frustrierte mich, dass, obwohl ich gerade für meine Begriffe einfach nur leidenschaftlich und schon fast sanft vor ging, sie sich so zurück hielt, obschon es ihr sicher gefiel. Ich unterbrach den Kuss, so hatte ich mir das hier nicht vorgestellt. Sie war sonst temperamentvoll, ganz und gar nicht ängstlich oder furchtsam und sicher hingebungsvoll und sehr temperamentvoll im Bett, aber jetzt war sie zwar sehr willig aber auch sehr zurückhaltend, das konnte nicht sein, das passte nicht.

Selbst Severus hatte sich ja erstaunt gezeigt, dass sie es in ihrer Verkleidung geschafft hatte bei ihm Lust zu empfinden und unter ihm eindeutig gekommen war, nichts von sich beim Sex zurückgehalten hatte, warum also bei mir?

Ich fasste sie fest, verärgert ins Auge und fragte barsch:

„Was soll das, du schenkst mir diese Nacht und verwehrst dich mir trotzdem? Ich weiß, du magst es leidenschaftlich, meine Küsse lassen dich sicher nicht kalt, warum also lässt du dich nicht darauf ein, lässt dich nicht fallen? Wenn du das hier eigentlich gar nicht willst, dann geh, so will ich das nicht!“ Sie sah mich leicht verwirrt an, was ich nicht verstand, denn ich hatte mich doch deutlich ausgedrückt und eine Frau, die sich mir nur aus Schuldgefühl halbherzig hin gab, wollte ich nicht, schon gar nicht bei ihr, denn dies nahm ihr all das begehrenswerte, hingebungsvolle, furiose Sein, das ich von ihr sehen wollte. Leise, fast stotternd, ihre vom küssen geröteten Lippen nur wenig öffnend, antwortete sie: „Aber…Mr….. Lucius… ich!“ doch da dämmerte mir etwas. Sie hatte geschrieben ich dürfe ihren Körper besitzen, das hatte sie doch nicht wirklich getan. NEIN!

Schnell erhob ich mich von ihr, dieses Stottern, das reichte mir als Indiz zusammen mit alle dem anderen was mir aufgefallen war. Sie hatte gerade gezögert mich Lucius zu nennen, damit hatte sie sonst nie ein Problem, das hier konnte nicht sie sein, war nicht Hermione, machte es bei mir Klick. Still, kurz, einen Moment lang bewunderte ich ihre geniale Idee, sie hatte mir eine Nutte geschickt, die ihren Körper trug. Ein brillanter Plan von ihr, sich mich vom Hals zu schaffen und ihre Schuld zu begleichen, das hier sollte ausreichen, da hatte sie recht, aber das hier reichte mir nicht. Sie war ein Biest! Ein berechnendes Biest!

Wut stieg in mir auf, sie hatte mich verarscht, das ließ ich mir nicht bieten. Die falsche Hermione lag noch immer vor mit in meinem Bett, auf den goldenen, seidigen Laken, hatte sich nun auf ihren Ellbogen abgestützt und dies war eindeutig der Körper den ich begehrte, aber der Blick, sie sah mich verwirrt fragend an, doch mir reichte es. Wenn, dann wollte ich Hermione, die richtige Hermione, ihre Leidenschaft, ihren Körper und alles was dazu gehörte. Ich wollte SIE, ganz und gar, nur SIE! Wütend wandte ich mich um, ergriff das Kleid, das die Kleine auf einem Sessel in meinem Schlafzimmer abgelegt hatte und warf sie ihr zu, dann donnerte ich laut, deutete dabei auf die Tür:

„RAUS HIER, verschwinde, aber flott, bevor ich mich vergesse!“ Sie reagierte panisch, aber prompt, so schnell sie konnte floh sie, hielt sich ihre Kleidung an den Leib gedrückt, hob im Laufen noch den Morgenmantel auf, den sie auf den Boden hatte fallen lassen und rannte aus meiner Suite. Sie floh, genau das hatte ich gewollt. Klar würde sie nun zu Hermione laufen, sollte sie doch, dann hätte ich wenigstens gleich die echte Hermione in meinen Räumen. Ich knurrte verärgert auf und steuerte meine Bar an, warum, fragte ich mich nun, warum, reichte mir nicht was sie mir bot? Warum, reichte mir ihr Körper nicht? Ich war außer mir, meine Gedanken rasten nur so.......

Lucius Sicht Ende

Hermiones Sicht

Ich saß gerade mit Draco zusammen in unserer Suite und er gratulierte mir zu dem genialen Einfall, der uns das Begehren seines Vaters vom Hals schaffen würde und ihm ein bisschen die Angst nehmen würde, dass Lucius zu heftig um mich werben könnte, sodass ich ihm erlag. Er hatte uns beiden einen Drink eingeschenkt und wir prosteten uns zu, waren bester Stimmung, während Draco grinsend ausmalte was sein Vater wohl mit Alice anstellen würde und wie sein Dank für dieses Geschenk ausfallen würde, denn er fand, damit beglich ich meine Schuld wirklich ausreichend und gut. Ich hatte ihn erst als ich mit Alice das Manor und unsere Suite betrat eingeweiht was ich tun wollte und Draco war sofort begeistert davon gewesen.

Ich hatte mich aus meinem Sessel erhoben und wollte mich gerade auf Dracos Schoss setzten, den letzten Abend und die letzte Nacht hier im Manor, wo ich mich nicht zu ihm schleichen musste um in seinen Armen zu liegen und mit ihm zu schlafen, genießen, als die Tür hinter mir plötzlich laut aufflog.

Erstaunt blickte ich mich um und sah in mein panisches Gesicht. Vor uns stand Alice in einem schwarzen, durchsichtigen Spitzennegligee und hielt ganz außer Atem ihre Kleidung an sich gedrückt. Überrascht und fragend musterte ich sie, da versuchte sie schon schwer atmend etwas zu sagen:

„Hat mich … erkannt… raus geschmissen…sehr sauer!“, stotterte sie.

Ich trat seufzend auf sie zu, legte meine Hände auf ihre oder auch meine Schultern, konnte man sehen wie man wollte und sah sie eindringlich an, während Draco sich auch erhob und zu uns trat. Freundlich, aber ungeduldig sagte ich:

„Atme durch und dann noch mal von vorne. Also hat Lucius dich erkannt und warum bist du hier, platzt hier so rein?“

Sie sah mich leicht ängstlich an und antwortete:

„Bitte verzeiht, ich wollte hier nicht so rein platzten!“ Noch immer klang sie gehetzt und atemlos, aber sie beruhigte sich langsam, erklärte nun weiter, nachdem ich kurz genickt und gelächelt hatte, ihre Entschuldigung annahm:

„Mr. Malfoy hat mich rausgeschmissen, irgendwas muss ich falsch gemacht haben, jedenfalls denke ich, er hat erkannt, dass ich nicht Sie bin und ist deshalb sauer geworden!“, meinte sie unsicher und ich glaubte mich verhört zu haben.

Wut stieg in mir auf, er hatte mich, meinen Körper abgelehnt, mein Geschenk zurück gewiesen, das ging ganz und gar nicht. Ich löste mich von ihr, wies sie an:

„Zieh dich an und warte bis ich zurück komme!“, deutete ich befehlend auf die Sitzecke.

Ich verließ in Aufruhr die Suite, merkte, hörte, das Draco mir folgte, doch er sagte nichts.

Ich stürmte äußerst ungehalten die Korridore entlang, auf Lucius Räume zu. Eigentlich durfte ich nicht so aufbrausen und es mir heraus nehmen in solch einer Stimmung gleich bei ihm ein zu fallen, aber das er mein Geschenk und somit ja eigentlich auch mit ablehnte, machte mich wütend und wohl auch das es hieß, mein schöner Plan war schief gegangen. Ich verstand nicht ganz wieso ich darauf so empört reagiert, aber ich fühlte mich beleidigt und brüskiert, vielleicht färbten meine Männer auch einfach viel zu sehr auf mich ab, denn ich war mir sicher, Lucius würde ähnlich reagieren wenn man sein Dankesgeschenk ablehnen würde.

Ohne an zu klopfen stieß ich heftig die Tür zu seinen Gemächern auf, wo ich ihn vorfand wie er vor seinem großen Kamin auf und ab ging. Er sah überraschend derangiert aus. Seinen Gehrock und die Weste, sowie das Plastron schien er schon abgelegt zu haben, war jetzt nur noch mit einer schwarzen Hose und einem hellgrauen, langärmligen Hemd bekleidet, das locker und komplett geöffnet über seine Hose hing. Aus seinem strengen Nackenzopf hatten sich einige Strähnen gelöst, die unordentlich herunter hingen. Irgendwie gefiel er mir in diesem Aufzug, zum ersten Mal sah ich seinen gut definierten nackten Oberkörper, die glatte Brust, die Dracos wirklich ähnelte und musste zugeben, er sah sehr gut aus, auch wenn sich einige blasse Narben über seinen Körper zogen, ganz kleine weiße Striche, erzählten sie wohl eine spannende Geschichte.

Doch ich war viel zu aufgebracht um mich dem weiter hin zu geben, stürmte auf ihn zu, während er mich überrascht und auch leicht verärgert musterte, los polterte:

„Was fällt dir ein so….!“ doch auch ich war wütend, fuchtelte, als ich ihn schließlich erreichte herrisch mit einer Hand vor seinem Gesicht herum und fuhr ihn ebenso an wie er mich. Ich unterbrach ihn mit meiner Wut, noch bevor er seinen Satz beenden konnte, war mir gerade egal, dass dieses respektlose Verhalten wohl eine Strafe nach sich ziehen würde:

„Was fällt dir ein mein Geschenk ab zu lehnen, mich ab zu lehnen? LUCIUS!“ Ich ließ meine Hände bei diesen Worten anklagend über meinen Körper gleiten, sein Blick folgte meinen Händen, kehrte aber schließlich zu meinen Augen zurück. Meine Hände kamen letztendlich auf meinen Hüften zum liegen. Ich baute mich regelrecht vor ihm auf, störrisch die Hände in die Hüften gestemmt.

Draco war mir gefolgt, beobachtete uns und atmete zischend aus, als ich seinen Vater so respektlos anfuhr, doch ich hob nur abwehrend, die Hand, hielt meinen Blick starr und standhaft auf Lucius gerichtet, der mich wütend aber auch irgendwie, wenn ich es nicht besser wüsste, nachdenklich, verwirrt, anfunkelte. Kalt fuhr ich Draco an ihn nicht ansehend:

„Halt dich da raus Draco!“ Er sagte nichts, schien wohl zu spüren, dass er sich wirklich besser nicht einmischte, während Lucius und ich noch immer einen stummen Kampf ausfochten.

Keiner von uns war bereit auf zu geben. In Lucius Blick zeigten sich mir erstaunlich viele, widersprüchliche und schnell wechselnde Emotionen, was mich ehrlich überraschte, aber meine Wut verrauchte nicht. Auch seine Emotionen schienen sich nicht zu beruhigen, der Sturm, der in ihm tobte war sehr ungewöhnlich und für ihn, der sonst so kalt und beherrscht war, wirklich außergewöhnlich. Draco wurde offensichtlich unruhig, trat auf uns zu, fast hatte ich vergessen das er noch immer da war, als Lucius auf einmal unvermittelt donnerte, ohne das er den Blick von mir abwandte:

„Raus Draco, SOFORT!“

Ich hörte, wie er wohl einen weiteren Schritt auf uns zu machte, aber Lucius und ich lieferten uns weiter unseren stummen Kampf. Draco wollte wohl nicht gehen, setzte nun, mit deutlicher Verwirrung in der Stimme an: „Aber…!“, doch Lucius unterbrach ihn sofort. Ich sah, dass er seinen Arm hob, wohl auf die Tür deutete und brüllte geradezu:

„RAUS, SOFORT! DRACO!“

Dieser schien immer noch nicht gehen zu wollen, worauf Lucius auf ein mal leise, gefährlich zischte:

„Ich warne dich Sohn!“

Draco reagierte auf die einzige Möglichkeit wie er reagieren konnte und verließ mit schnellen Schritten Lucius Suite, aber ich hörte ihn noch etwas zischen, was ich aber nicht verstand. Die Tür fiel laut knallend und endgültig ins Schloss, offensichtlich war Draco wütend, war irgendwie verständlich, aber das hier wollte Lucius wohl mit mir alleine klären. Kaum hatte Draco die Tür geräuschvoll hinter sich geschlossen, kam Leben in Lucius zuvor erstarrte Miene. Nun zeigten nicht nur seine Augen seine wechselnden Emotionen, sondern auch seine Züge.

Irgendwie schien die Spannung von ihm ab zu fallen, ungehalten fuhr er sich mit der Hand über und durch die langen hellen Haare, was für ihn eine erstaunlich ungehaltene Geste war. Befehlend, aber für ihn vergleichsweise mit wenig Nachdruck sagte er:

„Setzt dich, wir müssen reden, so geht das nicht!“

Ich war überrascht, was ging hier ab, verstand das alles nicht und als er sich abwandte, auf seine Bar zuging, trat ich ein paar Schritte zurück und ließ mich seufzend auf das Sofa sinken. Lucius wandte sich mit einem Glas in der Hand halb um und fragte damit wedelnd:

„Du auch?“ Ich nickte und er schenkte ein zweites Glas Whiskey ein, kam zu mir herüber, reichte es mir höflich. Ich nickte zum Dank und nahm einen Schluck der brennenden Flüssigkeit, doch das tat gut. Das alles hier war nicht normal, Lucius verhielt sich nicht normal, viel zu gefühlsbetont und das er Draco so vehement raus geschmissen hatte, überraschte mich maßlos, was also ging hier vor? Ich war verunsichert und sah zu ihm hinauf, denn noch immer hatte er sich nicht hingesetzt, tigerte jetzt mit seinem Glas in der Hand vor dem Kamin wieder auf und ab. Mit einem herrischen, beherrschten Lucius konnte ich umgehen, der war einigermaßen berechenbar für mich, aber das hier, das bereitete mir Kopfzerbrechen und machte mir Sorgen. Ich wollte wissen was hier los war, meine Wut war Verwirrung gewichen, denn irgendwas musste passiert sein, das Lucius sich so anders gab und das interessierte mich gerade mehr, zumal ich mir sicher war, wenn ich heraus finden würde was es war, würde ich auch wissen warum er mein Geschenk so unfreundlich abgelehnt hatte.

Ruhig fragte ich:

„Lucius, was….!“, oder eher ich versuchte zu fragen, doch er maß mich kurz, eindringlich, bedeutete mir mit einem herrischen Wink zu schweigen, was ich dann auch tat, hoffte er würde von sich aus jetzt zu sprechen beginnen. Immer noch in einer eigenartigen Verfassung lief er einer gefangenen Raubkatze gleich auf und ab, doch ich versuchte nicht mehr nach zu fragen. Nicht nur seine ganze Haltung und sein Ausdruck waren ungewöhnlich für ihn, nein auch seine Bewegungen. Sie wirkten unruhig, wie er sich immer wieder mit den Händen in die Haare fuhr, fahrig aus seinem Glas trank und grübelte. Schließlich begann er, während er weiter ging, zu sprechen:

„Was hast du dir dabei gedacht?“ Ich erkannte, seine Frage war rhetorisch gemeint, antwortete nicht.

„Du schickst mir eine Nutte, die meine Lust auf dich befriedigen soll? Ich bitte dich Hermione, das ist unter deiner Würde. Du meinst sie, eine Professionelle, kann mir echte Leidenschaft zeigen, ich spüre doch, wenn mir jemand das nur vorspielt. Sie hat es nicht mal geschafft meinen Vornamen aus zu sprechen ohne sich zu ängstigen. Die haben schon immer Angst vor mir gehabt, sind immer viel zu furchtsam, keiner begegnet mir so wie du, selbst die eingebildete und auch so stolze Narcissa ist im Bett immer vor ängstlichen Hemmungen fast eingegangenen. Meinst du ich merke nicht, dass nicht du es bist, oder hast du gedacht dein zweideutiger Brief sei eindeutig genug, dass ich weiß, mich erwartet nur eine Kopie und habe dann einfach meinen Spaß. Pah…. Guter Ansatz, aber nicht zu Ende gedacht, meine Liebe, nicht mit mir!“, sprach er drohend und mir wurde klar, sie war wohl, als er ihr gegenüber gestanden hatte, in der Ehrfurcht erstarrt, die ich schon in unserer Suite bei ihr gesehen hatte, als ich erklärte wer sie erwarteten würde, zu dumm aber auch, das jeder Idiot Lucius Malfoy kannte.

Er hatte sich mit verschränkten Armen vor mir auf gebaut und sah auf mich herab, maß mich hart und dennoch spürte ich, er war immer noch aufgewühlt, hatte sich nicht so gefangen wie er tat.

Erneut wollte ich antworten doch er verbot es mir, wandte sich ab und lief wieder unruhig vor dem Kamin auf und ab: „Meinst du nicht, du hättest mich vorwarnen können das nicht du selbst mich erwartest? Ich bezahlte meine Rechnungen schließlich auch nicht mit falschen Galleonen!“

Auf ein mal gab er sein hin und her Gewandere auf, mittlerweile versuchte ich gar nicht mehr zu antworten, wusste, er wollte keine Antworten, sondern nur seiner Wut Luft machen. So wirklich verstand ich nicht was ihn umtrieb, denn er hatte doch immer betont, er wollte meinen Körper und dies wahrscheinlich sogar nur ein mal, also warum brauste er so auf, was warf ihn so aus der Bahn.

Mit schnellen Schritten kam er auf das Sofa, auf dem auch ich saß, zu, stellte sein Glas auf dem Tisch vor mir ab und ließ sich dann neben mich in die Kissen sinken, viel zu nahe, was mich veranlasste ein Stück weg zu rücken, das konnte ich einfach nicht unterdrücken. Er sprühte nur so vor Wut, Frustration und war so gefühlsgeladen, das er mir wirklich unheimlich wurde. Mit dem kalten, berechnenden, beherrschten Lucius konnte ich, wie gesagt, umgehen, dieser spielte zwar immer seine Spielchen, aber auf die fiel ich normalerweise nicht rein, aber den, den er mir jetzt präsentierte, den wusste ich nicht ein zu schätzten, war vorsichtiger als sonst, denn ich konnte mir noch immer keinen Reim darauf machen was er jetzt tun würde.

Hermiones Sicht Ende



Lucius Sicht

Ich rücke näher an sie, doch sie wich schon wieder zurück. Kurz, fast resignierend schloss ich meine Augen, atmete flüchtig durch. So von meinen Gefühlen gesteuert zu werden, war wirklich nicht gut und sehr ungewohnt für mich, aber ich konnte es gerade nicht ändern, hatte es versucht seit dem diese Nutte aus meinen Räumen geflüchtet war, aber wie wenig es mir gelang, wurde mir bewusst als ich Draco brüllend, am Ende meiner Geduld, hinaus geworfen hatte. Ihn so an zu fahren war nicht meine Art. Ich war meine Vorwürfe, die mir die ganze Zeit durch den Kopf ginge, los geworden, hatte versucht zu ergründen warum ich so heftig reagierte und die Schlüsse, die ich gezogen hatte, gefielen mir nicht, aber ich musste ihr deutlich machen warum ich ihr Handeln missbilligte. Sie musste wissen, was sie erwartete, denn ich würde sie nicht mehr gehen lassen. Langsam öffnete ich meine Augen wieder, sah sie ruhig an und erkannte, sie musterte mich neugierig, abwägend. Ich legte ein sanftes Lächeln auf meine Lippen, für mich ungewöhnlich und flüsterte rau:

„Ich werde keine Grenze überschreiten, versprochen!“ Sie nickte zögerlich, wich nun jedoch nicht mehr zurück als ich eine Hand auf ihre Hüfte legte, die noch immer das schicke, knielange, schwarze Kleid von heute in der Diagon Alley trug und dann eindringlich zu erklären begann:

„Ich will nicht nur das hier!“ Meine Hand wanderte über ihre schmalen Hüften, blieb dort kurz liegen, während ich ihr tief in die braunen, ausdrucksstarken Augen sah, nicht diese leeren, ängstlichen braunen, die mir die kleine Nutte gezeigt hatte. Ich genoss es kurz sie jetzt so berühren zu dürfen, sie, die wirkliche Hermione, die nachdem sie sich sicher sein konnte, das ich sie nicht würde versuchen zu verführen oder noch schlimmer sie mir einfach zu nehmen, mir so sicher und selbstbewusst entgegen sah, wie ich es von ihr erwartete. Und ich atmete tief ein und erzwang meine Beherrschung mit Gewalt, es wäre fatal nun die Kontenance zu verlieren, konnte aber die Bilder die mir eine halbnackte Hermione zeigten, nur schwer und mit größter Anstrengung unterdrücken.

„Und nicht das hier!“ Meine Hand glitt höher, streifte kurz ihre feste, runde, kleine Brust woraufhin sie sich wieder zurück ziehen wollte, das sah ich deutlich in ihren Augen und ich fühlte wie sie schneller atmete, doch ich ließ meine Hand schnell weiter wander, bevor sie reagiert und flüsterte: „Bitte wartet ab!“ Sie nickte zögernd, musterte mich fragend und gespannt, währenddessen ließ ich meine Fingerspitzten am Rand ihres V-Ausschnittes, der ihr schönes Dekolleté zeigte, entlanggleiten und fühlte wie sie die Luft anhielt. Sie gab sich nicht ängstlich, aber sie war aufmerksam und gespannt.

„All dies, die schöne, weiche, aber ohne deinen Geist unvollständige, fleischliche Hülle, sie reicht mir nicht!“, kam es inbrünstig von mir und ich hauchte diese Erkenntnis fast.

Meine Hand glitt weiter nach oben, verweilte kurz an ihrem Hals, wo ich meinen Daumen auf ihren Kieferknochen legte, darüber strich und währenddessen mit den Fingern unter ihre Haare in ihren Nacken fuhr und sie dort kraulte, dann ließ ich meine Hand an ihre Wange gleiten und zu meiner Verwunderung schmiegte sie ihr Gesicht wohl unbewusst an und in meine Hand. Sanft erklärte ich, total überrascht von meinen eigenen Gefühlen, immer noch nicht fähig mich zu fangen:

„Ich will alles, will deinen Geist, deinen Intellekt, alles was dich ausmacht, denn du bist einzigartig!“

Langsam, ihren Blick einfangend beute ich mich vor, hielt noch immer ihr Gesicht in meiner Hand und ließ sie stetig wieder in ihren Nacken gleiten unter ihre Haare, versuchte sie nun langsam zu mir zu ziehen und auch das ließ sie zu. Sanft, sehr zärtlich, legte ich schließlich meine Lippen auf ihre Stirn, hauchte ihr einen Kuss auf, wie Draco es immer bei ihr tat und musste feststellen, es war überraschend befriedigend dies zu tun. Ich wollte sie besitzen ganz und gar, nicht nur ihren Körper, sondern auch ihren Geist, ihre Gefühle, das wurde mir mehr und mehr klar und das sie sich mir freiwillig hingab, so wie sie es für Draco tat. Nur ihren Körper zu besitzen, würde nicht ausreichen um mein Verlangen nach ihr zu stillen. Sie sollte mir gehören.

„Nur dich und das ganz und gar!“, wisperte ich rau und mein heißer Atem wehte über ihre glatte, reine Haut und hinterließ bei ihr eine leichte Gänsehaut und sie gleichzeitig unregelmäßig atmen.

Sie wich nicht zurück, aber ich löste mich von ihr, beugte mich jedoch weiter vor, strich ihre Haare hinter ihr Ohr, sodass ich es mit den Lippen erreichen konnte, ihr etwas zuflüstern. Ich würde sie besitzen, über kurz oder lang und ich wusste auch schon, wie ich das erreichen konnte. Leise, aber bestimmt wisperte ich in ihr Ohr:

„Du wirst, wenn du Weihnachten zurückkehrst, dir nicht zusammen mit Draco eine Suite bewohnen!“

Nun wich sie zurück. Ich konnte gar nicht so schnell reagieren wie sie vor mir zurück schreckte, mich mit geweiteten Augen anstarrte und schließlich tonlos sagte:

„Was hast du vor Lucius?“ Ich merkte, langsam erlangte ich meine Kontrolle zurück, wurde wieder mehr und mehr ich selber und so verkündete ich ihr grinsend:

„Nun, meine Liebe, du bist jetzt die Dame des Hauses, also stehen dir auch deine eigenen Räume zu. Du wirst Narcissas ehemalige Räume beziehen, natürlich werde ich sie dir zuvor komplett renovieren und umgestalten lassen, falls du noch Wünsche hast, solltest du mir die bald mitteilen und ich werde sie nur zu gerne für dich umsetzten! Du musst schließlich deiner Stellung angemessen wohnen.“ Ich war wieder zurück, hatte mich gefangen, es war als hätte ich alles wieder im Griff, seit dem ich ihr offenbart hatte was mich bewegte.

Sie schien sprachlos, jedenfalls erwiderte sie nichts.

Ich hatte schon lange geplant gehabt, ihr ihre Räume zu geben, eigentlich seit dem ich sie und Draco erwischt hatte, wie er sie an die Tür nagelte, aber nach heute, wollte ich ihr Narcissas Räume geben, die, war ich nicht gemein, meinen Räumen näher waren als Dracos.

Sie ihrer Überraschung überlassend nahm ich ihr und mein Glas an mich, erhob mich geschmeidig und ging, noch immer so locker gekleidet zur Bar, füllte uns nach.

Schließlich fragte sie ruhig: „Warum Lucius, warum dieser Wandel?“

Nachdenkend wie viel ich ihr sagen sollte, sie etwas schmoren lassend, ging ich zurück zu ihr, reichte ihr ihr Glas, was sie annahm und ließ mich ihr gegenüber auf dem Couchtisch nieder. Wie gut, das ich immer stabile Möbel bevorzugte, dachte ich kurz, denn der schmale Tisch trug mein Gewicht ohne Probleme.

Ich fing ihren fragenden Blick ein, wich ihm nicht auf, ließ mich selber auch ein Stück weit gefangen nehmen, denn jetzt, wo ich mich langsam wieder unter Kontrolle hatte, begann ich ihre Wirkung auf mich doch tatsächlich zu genießen. Ich nahm einen Schluck von der goldgelben, scharfen Flüssigkeit und antwortete dann abwägend:

„Du verdienst deine eigenen Räume, das war mir schon lange klar, nun, ich wollte noch warten, sie dir Weihnachten als Überraschung präsentieren, aber so kannst du dich darauf vorbereiten, freu dich drüber. Und wenn du meinst, warum ich dich ganz und gar will, nun, ich gebe mich nie mit halben Dingen zufrieden, das müsstest du doch mittlerweile wissen!“

Ich wollte ihr nicht sagen, dass mir selber erst heute klar geworden war wie sehr ich sie wollte und dass ich sie besitzen musste. Diesen drang eine Frau nur für mich alleine zu beanspruchen, sie voll und ganz für mich ein zu nehmen, hatte ich zuvor noch nie gespürt, selbst Narcissa hatte ich nie so haben wollen, keine ….bisher!

Sie schien darüber nach denken zu müssen, jedenfalls antwortete sie nicht. Ich stellte währenddessen mein Glas neben mir auf dem Tisch ab, hob die Hänge in meinen Nacken, strich mir über die Haare und richtete meinen Zopf, ganz so derangiert musste ich ja nicht herum laufen, fand ich, das passte nicht zu mir und ich war mir durchaus bewusst, dass Hermione schon bei ihrem Eintreten in meine Räume mich aufmerksam gemustert hatte.

Sie hatte mich noch nie so nackt, so wenig bekleidet gesehen und mir entging auch jetzt nicht, dass ihre Blicke durchaus meinen Bewegungen folgten, an meiner Brust hängen blieben. Ja, ich hatte mich wirklich wieder gefangen, denn schon begann ich wieder zu spielen. Süffisant lächelnd fragte ich, ihren Blick, der sich wieder auf mein Gesicht richtete erwiedernd:

„Na, gefällt dir was du siehst, willst deinen so vollmundigen Wunsch, den du mir geschrieben hast noch wahr machen und dafür sorgen das ich heute Nacht Spaß habe!“

Währenddessen hatte ich mich leicht vorgebeugt, eine Hand ausgestreckt und sanft eine Locke ergriff, die ihre vorwitzig ins Gesicht hing. Sie zuckte zwar nicht zurück, aber sie schien ab zu wägen was ich nun wollte und ich wollte, das sie wirklich begriff, ich würde ihr nicht zu nahe treten und so ließ ich die Strähne aus meiner Hand gleiten, blieb in der leicht vorgebeugten Haltung, stütze mich mit einem Ellbogen auf meinem Knie ab und sagte sanft: „Hermione, hab keine Scheu vor mir, bitte!“ Ok, so ganz war ich noch nicht wieder auf der Höhe, denn sowas sagte ich sonst nicht, mir was es normalerweise egal und selbst wenn nicht, hätte ich nichts gesagt.

Sie sah mich mit großen Augen an und ich fand, dass es für heute reichte. Mich hatte das alles sehr angestrengt, mehr als ich es zugeben würde, denn so von meinen Gefühlen überrannt und beherrscht zu werden, war nicht normal für mich. Ich erhob mich und hielt Hermione auffordernd die Hand hin, die sie, nach kurzem Zögern auch sicher und fest ergriff, mich aber verwirrt ansah.

Irgendwie lächelte ich heute zu viel, aber ich tat es schon wieder, zog sie hinter mir her, zwischen der Sitzgruppe weg, während sie erstaunt fragte: „Lucius, was wird das?“

Ich war mir sicher, sie hatte meine offenen Worte noch immer nicht verdaut, war verwirrt weil ich ihr Gefühle entgegen brachte, vielleicht auch schockiert, weil ich sie mehr besitzen wollte als sie wohl gedacht hatte und sie war sicher auch sauer, weil ihr Plan schief gelaufen war.

Galant wandte ich mich zu ihr um und sah ihr kurz tief in die Augen, dann trat ich einen halben Schritt zurück und machte eine elegante Verbeugung, hielt weiter ihre Hand und hauchte ihr auf die zarten Finger einen sanften Kuss, wobei ich ihr Gesicht unentwegt im Blick behielt und ganz deutlich sah, dass mein Verhalten sie verwirrte. Ich richtete mich langsam wieder auf, sah ihr in die Augen, fing ihren Blick ein, hielt ihn gefangen und ließ sie keine Sekunden aus den Augen. Der Dame des Hauses gebührte der Respekt eines Handkusses, ob sie das wohl verstand, aber da sie Benimmregeln ja wohl in sich aufgesogen hatte wie ein Schwamm das Wasser, war ihr sehr wohl klar was mein Handkuss bedeutete und vor allem die Verbeugung.

Ich glaube, wir beide waren überrascht von dem was heute alles geschehen war, schließlich ließ ich ihre Hand los und sagte sanft:

„Gute Nacht Hermione!“, entließ sie so und das verstand sie auch. Langsam trat sie einen Schritt zurück, wandte sich dann um, sagte währenddessen: „Guten Nacht Lucius!“ Sie wirkte erstaunlich abwesend, offensichtlich gab ihr mein Verhalten sehr viel zu denken! Als sie dann doch noch in einen leichten, angedeuteten Knicks fiel und mich zutiefst erstaunte, das sie es schaffte in ihrem aufgewühlten Zustand noch daran zu denken mir ihren Respekt zu erweisen, nachdem ich so aufmerksam war, war rundum erfreut, was für eine außergewöhnliche junge Frau.

Sie wollte gerade die Suite verlassen, als mir noch ein teuflischer Gedanke kam und ich sie aufhielt, ein wissendes Lächeln auf meinen Lippen, diese Frau war einfach so passend für mich:

„Hermione, warte!“ Sie wandte sich zu mir um und musterte mich fragend. Mit einigen schnellen Schritten war ich bei ihr und setzte sie zwischen mir und der Tür fest, fing ihren Blick ein und legte erneut sanft meine Hand an ihre Wange, denn das schien ihr ja zu gefallen. Lächelnd, aber gefährlich leise erklärte ich ihr:

„Bedenke Hermione, du begehrst an Draco seinen Hang zur Macht, sein Auftreten, seine Stärke, du kannst nicht leugnen, wenn du mich ansiehst, siehst du eine ältere, bereits erfolgreichere Version von ihm, die, wenn du ehrlich zu dir bist, noch viel mehr all das verkörpert nach dem du dich verzehrst. Bei mir könntest du all das haben was auch Draco dir gibt und noch viel mehr, stell dir die Möglichkeiten vor, die sich dir an meiner Seite eröffnen! Ich kann dir Dinge bieten, die Draco sich nicht mal vorstellen kann. Warum willst du warten, bis er sich etwas erarbeitet hat, was du bei mir sofort haben kannst? Denk darüber nach, meine Liebe! Denk daran, wie du von meinen Erfahrungen profitieren könntest. Er will Macht, ich habe sie schon, erinnere dich daran was ich geschaffen habe!“

Ich sah, wie sie nervös schluckte, als ich ihr diesmal näher kam, schließlich den Blickkontakt löste und währenddessen meine andere Hand von der Tür löste und an ihre Wange legte, ihren Kopf hielt und ihr erneut einen Kuss auf die Stirn hauchte. Ich löste mich langsam von ihr und erklärte noch mal leise ihren Blick fest einfangend und ihr schönes Gesicht sanft zwischen meinen Händen haltend:

„Ich bin das, was du willst und mehr, als du dir erträumen kannst!“

Lucius Sicht ende

Hermiones Sicht

Ich verließ verwirrt, etwas neben der Spur und wütend Lucius Suite. Er hatte mich total aus dem Konzept gebracht und so rauschte ich davon, versuchte mich wieder zu fangen, denn das Lucius nun offensichtlich noch viel mehr an mir interessiert war als zuvor, war gar nicht gut.

Nein, das waren keine romantischen Gefühle, die er mir entgegen brachte, das hätte nicht zu ihm gepasst, aber ich war mir sicher, seine Besitzgier war nun geweckt und ging weit über ein einmaliges, sexuelles Verlangen hinaus.

Mein Glück hatte mich mal wieder verlassen, mein Plan war nach hinten los gegangen, aber egal, das Ende musste ich noch hinter mich bringen, Alice dem „obliviate“ unterziehen und sie zurück bringen, dann könnte ich diesen verkorksten Abend vergessen und morgen würde es zurück in die Schule gehen und aus Lucius Fängen für einige Monate entfliehen, doch leider würde ich ihm Weihnachten noch viel näher sein. Damit konnte ich mich jedoch dann befassen, wenn es akut wurde, jetzt drängte anderes.

Schnell lief ich die Treppen hinauf, eilte den Flur entlang, der mich in unsere Suite bringen würde, die wohl heute die letzte Nacht unsere gemeinsame Suite war, denn wie ich gerade gehört hatte, würde ich Weihnachten dann ja wohl in meinen eigenen Räumen wohnen, was mir gar nicht passte.

Ich hatte es genossen die Räume mit Draco zu teilen und nun sollte ich dies nicht mehr dürfen, das nahm ich Lucius übel, dass er so seine Machtposition ausspielte, auch wenn ich zugeben musste, sein Auftreten und seine Erscheinung heute, hatten mich aus dem Konzept gebracht und mir aber auch irgendwie gefallen.

Leidlich musste ich zugeben, dass mir diese Seite von ihm gefallen hatte und ich sie durchaus anziehend fand. Ja, Lucius hatte Seiten, die mich anmachten, die mich anzogen und seinen nahezu nackten Oberkörper zu sehen, ihm so nahe zu sein, seine Wärme, seinen Duft zu spüren, als er mir auf dem Sofa so nahe war und später an der Tür erneut seine Hände an meiner Haut, während er so drängend bei mir war, das hatte mich nicht kalt gelassen, wie ich eingestehen musste, aber jetzt, jetzt wollte ich nur noch zu Draco.

Ich wollte zurück in seine Arme, das weiter führen was wir hatten beginnen wollen, als Alice uns störte und mich ihm hingeben und Lucius Wünsche vergessen.

Schwungvoll öffnete ich die Tür zu unserer Suite und stürmte hinein, blieb jedoch wie angewurzelt stehen bevor ich die Tür wieder geschlossen hatte, hatte noch die Klinke in der Hand, die ich nun schmerzhaft umklammerte und dann atmete ich erst einmal tief ein.

Was ich da sah riss mir in meiner sowieso schon verwirrten, etwas desolaten Verfassung den Boden unter den Füßen weg, das durfte, das konnte einfach nicht sein, nein… nicht Draco, nicht nachdem was wir in letzter Zeit alles gemeinsam durchgestanden hatten, biss ich mir schmerzhaft auf die Lippen.

Er saß in seinem Sessel, in dem er immer saß wenn wir hier unsere gemeinsamen Abende vor dem Kamin verbracht hatten, sein Blick war auf Alice gerichtet, die noch immer aussah wie ICH, die noch immer ICH war und zwischen seinen Beinen kniete, gerade dabei war seine Hose zu öffnen und ihn dabei verführerisch, begehrlich angrinste. In seinem Blick konnte ich Vorfreude auf das Kommende sehen. Da hörte ich ihn laut nuscheln „Mei…ne Herm…ione!“, BITTE??? Ohne groß zu überlegen zog ich meinen Zauberstab und in diesem Augenblick sah Draco auf. Das Entsetzen spiegelte sich in seinen Augen als er rau hauchte:

„Oh Gott,…. Hermione. Nein, ….ich….DU???... wollte nicht…!“ , lallte er nun, er sprang auf, da hatte ich schon Rot gesehen, einen „Stupor“ auf die Kleine abgefeuert, die nun schmerzhaft getroffen aufkreischte, hart gegen Draco geschleudert wurde und dann bewusstlos zusammen sackte, er mit ihr zu Boden ging, da er sich bei dem plötzlichen Gewicht, das gegen ihn prallte, nicht mehr halten konnte.

Er rappelte sich langsam hoch, während ich noch immer wütend das Bild betrachtet, sah die leere Whiskyflasche auf dem Tisch neben seinem Sessel, die, als wir die Suite verließen, noch voll gewesen war. Seine scheiß Eifersucht auf Lucius, das konnte doch nicht wahr sein, hatte der Idiot etwa die Flasche wohl noch auf Ex gelehrt…. Er erhob sich und ich sah ihn doch tatsächlich wanken, japp, offensichtlich, so ein Vollidiot, das musste er echt unter Kontrolle bringen, dachte ich erschreckend kalt. Erneut hob ich meinen Zauberstab, zielte und Draco hob abwehrend die Hände, lallte: „Nicht…Hermi…one!“

Ich beachtete ihn nicht, sprach den „obliviate“ auf Alice und rief dann wütend einen Hauselfen, dem ich befahl sie mir aus den Augen zu schaffen und ihr Zeug mit zu nehmen, dann ging ich auf Draco zu, der mich immer noch mit großen Augen ansah und nun erneut zu sprechen ansetzte:

„Du bist nicht bei Vater???? Hat er nicht???… Hermione, das…! Ach Scheiße! Sie sah aus wie DU, war so verführerisch und du bei Vater….ich dachte….“ Dann wurde seine Stimme kalt: „Ich habe nichts verbotenes getan, du kannst mir gar nichts!“ Arrogant blickte er mich an, ja, er hatte sich wieder gefangen, wie toll. Ich baute mich vor ihm auf, stemmte die Hände in die Hüften und funkelte böse, dann zischte ich:

„Du glaubst ich würde dich verfluchen wenn du wehrlos bist? Wenn du ein betrunkener, lallender Idiot bist? Kennst du mich so wenig? Immer nimmst du das Schlimmste von mir an, wenn es um deinen Vater geht, Draco, das nervt, das muss aufhören, verstanden! Du kannst dir gar nicht vorstellen wie enttäuscht und wütend ich auf dich bin!“

Ich ließ ihn nicht mehr zu Wort kommen, sondern rauschte ab, bevor ich, bevor wir Dinge sagten, die nicht mehr zurückgenommen werden konnten, verließ mit einem lauten, endgültigen Knallen der Tür, ließ unsere Räume rasch hinter mir zurück und auch wenn ich mir zuerst darüber nicht bewusst war, so kehrte ich doch zielstrebig zu ihm zurück, stand Minuten später vor seiner Tür! Ich klopfte an, ganz höflich und da öffnete er auch schon. Nur noch in einer grauen Seidenpyjamahose und sonst nichts, nun war sein beeindruckender Oberkörper ganz nackt und sein seidiges, langes, hellblondes Haar fiel ihm offen über die breiten, alabasterfarbenen Schultern, so stand er vor mir und musterte mich überrascht!
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BeitragThema: Re: Kapitel 144-145   Do Feb 09, 2012 5:32 am

145. Kapitel Die letzte Nacht


Lucius Sicht

Als es an meiner Tür klopfte war ich sehr überrascht, doch schnell öffnete ich sie und sah eine ziemlich wütend drein blickende Hermione vor mir, die ohne ein Wort zu verlieren, oder mir die Möglichkeit zu lassen sie herein zu bitten, an mir vorbei stürmte und in meinem Wohnzimmer begann wild auf und ab zu laufen, was für ein herrliches Bild. „Lucius, ich beziehe heute schon Narcissas Räume, ich bin nicht bereit heute Nacht mit Draco ein Zimmer, geschweige denn das Bett zu teilen!“, erklärte sie aufgebracht und bestimmt, stemmte die Hände in die Hüften, unterbrach ihr hin und her Gelaufe und sah mich unbeugsam an.

Ich war wirklich überrascht, was hatte mein Sohn getan, dass sie sich so echauffierte, war ich konstatiert? Aber das sie jetzt schon Naricssas Räume bezog, das kam ganz und gar nicht in Frage und so antwortete ist ihr ruhig aber sehr bestimmt, ich duldete da keinen Wiederspruch:

"Wenn überhaupt, logierst du diese Nacht in einem der Gästezimmer in meinem Flügel. Du wirst nicht die Zimmer nutzten, die diese Frau, die dich töten wollte, bewohnt hat, solange auch nur ein bisschen darin an sie erinnert, verstanden!" Sie sah mich mit großen Augen an, schien über meine eindringliche Antwort sehr perplex und nickte schließlich nur zaghaft, was mir als Antwort aber reichte.

Sehr gespannt, aber ruhig und besänftigend fragte ich: „Was hat mein Sohn getan, das du so aus der Fassung gerätst Hermione?“ Sie war darin ihre Gefühle zu verbergen ähnlich gut wie Draco, Severus und meine Wenigkeit, also wenn sie so in die Luft ging, musste er sich einen großen Fauxpas geleistet haben.

Noch immer stand ich in der leicht geöffneten Tür, die ich nun endlich hinter mir schloss und musste schmunzeln, als sie unvermittelt wieder begann ruhelos hin und her zu tiegern und plötzlich zu schimpfen begann.

„Seht ihr eigentlich alle nur das eine in mir? Seht ihr mich alle drei nur als Sexobjekt, mich kotzt das sowas von an Lucius! Bin ich nur für das EINE gut???“ Sie sah mich kurz an und ich hob fragend eine Augenbraue an, war noch immer amüsiert über ihr Verhalten, aber auch gespannt was sie mir erzählen wollte. Das was sie erzählte klang für mich nicht wie eine Antwort auf meine Frage, aber wie es schien musste sie diesmal ihrer Wut Luft machen, wie schön, da hatten wir den Spieß jetzt also umgedreht und ich würde den ruhigen Zuhörer geben. Sehr interessant wie sich das hier alles zwischen uns entwickelte.

Ich war mir sicher, noch vor einigen Stunden wäre es nicht möglich gewesen, dass sie zu mir kam um mit mir über ihren Ärger mit Draco zu reden, oder war sie einfach so aufgebracht das es ihr egal war, das ich es war der ihr zuhörte?

Und schon machte sie weiter:

„Erst Severus, der meint er könnte mich einfach haben, wenn ihm danach ist, nur gut, dass du ihn hast zu dir rufen lassen, muss ich mich dafür bedanken, wenn ja, dann Danke Lucius.“ Der Sarkasmus floss nur so aus ihren Worten, da war sie Severus echt ähnlich, musste ich schmunzelnd feststellen, auch wenn mir nicht klar wann ich sie vor ihm „gerettet“ haben sollte, so hatte ich es dennoch gern getan und nickte nur freundlich. Für Severus war sie sicher einfach ein Sexobjekt, schließlich gab er immer noch nicht zu, dass er Gefühle für sie hatte und so wie ich ihn einschätzte, würde es noch lange dauern bis er dies tun würde. Aber während ich nachdachte lamentierte sie schon weiter, warf nun die Hände in die Luft und schimpfe weiter:

„Was du in mir siehst Lucius, keine Ahnung, bis vor ein paar Stunden hätte ich gesagt, das auch du mich nur im Bett willst, mir an die Wäsche gehen, mich ficken und sonst nichts, aber jetzt…. Ich bin mir da nicht mehr so sicher, du bist so durchsichtig wie ein trüber Teich, dein Verhalten ist wirklich ungewöhnlich, würde ich sagen. Und dann Draco, dieser eifersüchtige Idiot!“

Fragend sah ich sie an und trat auf sie zu, harkte schmunzelnd erneut nach: „Was hat mein werter Sohn denn angestellt, Teuerste?“ Ja, was ich von ihr wollte, gute Frage, das würde sich zeigen, aber sie hatte schon recht, der Abend hatte viel verändert, aber das sie mich nicht durchschauen konnte, gefiel mir sehr. Ich war mir sicher, nur das Verhalten meines Sohnes konnte erklären das sie gerad so aufbrauste und außer sich war, was hatte er also getan?

Sie blieb stehen und sah mich an, blieb kurz ruhig, doch dann begann sie mir in verächtlichem Ton zu erklären: „Dein Sohn führt mich vor als wäre ich seine Trophäe, was dir ja nicht entgangen sein dürfte, schließlich durftest du es ja schon mit erleben und gerade….!“ Sie holte tief Luft, zitterte vor unterdrückter Wut, musste sich wohl beruhigen, ballte ihr Hände zu Fäusten und öffnete sie wieder, atmete erst erneut tief ein und aus. Sie musste wirklich sehr aufgebracht sein. Ich streckte einen Arm nach ihr aus, legte ihre eine Hand auf die Schulter und sagte ruhig:

„Komm erst mal runter, kann ich dir was anbieten? Du kannst mir gerne alles erzählen!“

Mich interessierte brennend was mein Sohn gerade angestellt hatte, das sie so in Rage war was für sie ungewöhnlich war und sie gab meinem Angebot nach, ging zum Sofa und ließ sich darauf sinken, während ich an diesem Abend zum dritten mal zur Bar ging um uns beiden einen Drink zu holen.

Ich gab ihr ihr Glas, nickte ihr sogar lächelnd zu und ließ mich dann auf dem Sofa ihr gegenüber nieder, machte es mir in meinem spärlich bekleideten Zustand bequem. Ich breitete die Arme auf der Rückenlehne aus, lehnte mich weit zurück und überschlug die Beine, dann forderte ich sie lakonisch ruhig auf:

„Also, was hat Draco getan, Liebes?“, bewegte ich mich trotz meiner leichten Bekleidung ungezwungen.

In der Zwischenzeit hatte sie einen tiefen Schluck aus ihrem Glas genommen und antwortete nun, mich fest ansehend, aber anklagend:

„Ich komme in unsere Suite zurück und dieser Idiot hat doch wirklich eine ganze Flasche Whiskey auf Ex getrunken und wollte es sich gerade von der kleinen Nutte besorgen lassen….! Und alles nur wegen seiner scheiß Eifersucht, weil er denkt ich würde, sobald sich eine Gelegenheit ergibt, in deinem Bett landen und nicht nur das, würde Gefühle für dich entwickeln. Es kotzt mich so an, nicht mal jetzt hat er´s kapiert, nicht mal nach….!“

Nach was? Sie brach mitten im Satz ab und trank stattdessen erneut einen großen Schluck, ja, mein Sohn war bisweilen Echt ein Idiot, wenn er sich so verhielt wie sie gerade erzählt hatte. Er trieb sie mit seinem Verhalten doch förmlich zu mir. Eigentlich sollte ich mich darüber freuen, aber nachdem sich meine Ziele, ja irgendwie sogar Gefühle, so geändert hatten, wollte ich es nicht mehr so. Ich wollte nicht, dass sie mit mir ins Bett stieg um sich vielleicht zu rächen, zuvor wäre es mir egal gewesen, aber ich wollte nicht ihre Rache sein. Nein, ich wollte, dass sie es tat weil sie mich wollte.

Ich nahm die Arme von der Lehne beute mich vor und fragte neugierig, begierig, aber ruhig: „Hermione, wonach, was ist passiert?“

Sie maß mich kurz abschätzig, dann, auf ein mal zeigte sich ein diabolisches Grinsen auf ihrem Gesicht, was mir, weil es so unvermittelt kam, einen kalten Schauer über den Rücken laufen ließ, denn so hatte ich sie selten bis nie gesehen und schon gar nicht jetzt hatte ich einen solchen Blick von ihr erwartet. Grinsend erklärte sie:

„Ich habe ihn für sein impertinentes Verhalten bestraft, während wir Unterwegs waren. Glaub mir Lucius, eigentlich müsste er seine Lektion gelernt habe und jetzt, er hat zumindest noch immer nicht kapiert, dass ich einen eigenen Willen habe und nicht einfach so mit dir ins Bett steige, sorry, aber das weißt du ja sowieso!“

Sie schien sich beruhig zu haben und es interessierte mich brennend, was sie mit Draco getan hatte. Ich antwortete, jetzt auch breit grinsend:

„Ja, ist mir bewusst, aber wenn du es mir so einfach machen würdest, wäre es auch langweilig, nicht wahr!“ Das war wieder der alte Lucius, der spielte, stellte ich zufrieden fest, denn auch wenn ich jetzt andere Ziele hatte, musste ich die ja dennoch nicht dauern offen zeigen. Ich war schon ehrlich genug heute zu ihr gewesen.

Ich fragt sehr gespannt weiter: „Was hast du denn schönes mit meinem Sohn angestellt?“ Mittlerweile hatte auch sie sich entspannt in den Sofakissen zurück gelehnt, kuschelte sich richtig hinein.

„Tut mir leid Lucius, das bleibt mein Geheimnis, frag ihn, wenn du´s wissen willst, aber ich behandel da euch alle gleich, eure Geheimnisse bleiben auch meine.“, meinte sie fest.

Ich nickte, das war fair und so fragte ich nicht weiter, wandte mich einem anderen Thema zu und tat uninteressiert: „Nun, Hermione und was gedenkst du jetzt zu tun?“

Sie schien kurz zu überlegen und ich kam ihr zuvor, erhob mich und stellte mein leeres Glas ab: „Also, meine Liebe, wie du siehst, war ich gerade dabei mich zurück zu ziehen, eigentlich wollte ich noch etwas lesen und dann zu Bett gehen. Wenn du möchtest, kannst du mir bei einem Gespräch und einem weiteren Drink Gesellschaft leisten, oder ich könnte dir auch ein Buch anbieten und wir lesen noch etwas.. Ich würde inzwischen ein Gästezimmer für dich herrichten lassen!“

Ich war selber von mir überrascht, dass ich dies sagte, aber ich hatte heute wohl meinen sanften, oder so, jedenfalls erkannte ich mich bisweilen selber nicht wieder. Aber andererseits, ihr zu zeigen, dass sie mit mir auch Zeit verbringen konnte ohne, dass ich sie ins Bett drängen wollte, konnte sie mir auch näher bringen. Ihren Geist würde ich nur erobern können, wenn sie mich kennen lernte, meinen Intellekt kennen lernte, denn ich wusste, Männer wie Severus, mit einem scharfen Verstand, zogen sie an. Ich musste ihr zeigen, dass auch ich diese Qualitäten im Überfluss besaß.

Sie schien kurz zu überlegen und ich ging währenddessen, kurz in mein Schlafzimmer und warf mir meinen roten Brokatmorgenmantel über, band ihn zu, rief eine Hauselfe und wies sie an das große, wirklich schönste Gästezimmer gegenüber meiner Suite her zu richten und kehrte dann zurück ins Wohnzimmer. Erstaunt sah sie mich an, sagte aber dazu nichts, sondern antwortete endlich. „Was hast du denn an zu bieten… zum lesen, meine ich?!“, fragte sie und wirkte wirklich leicht nervös. Ich schaffte es also sie aus der Reserve zu locken, sie zu verunsichern, sehr schön.

„Komm!“, bot ich ihr meine Hand, die sie vertrauensvoll ergriff und sich von mir auf die Füße ziehen ließ, wodurch sie mir auf ein mal wieder sehr nahe war. Ich sah wie sich ihr Blick an meinem Gesicht festsaugte, ihre Augen von meinen, zu meinen Lippen und zurück zu meinen Augen wanderte, wie sie sich, wie es schien unbewusst, mit der Zungenspitzte über die Lippen lecke, die so wunderschön weich und rosa waren.

Es kostet mich viel Beherrschung sie nicht zu küssen, sondern stattdessen einen Schritt weg zu treten und sie folgte mir. Ich hatte die Magie des Augenblickes gebrochen, auch wenn ich mir nicht sicher war warum ich das hier alles tat, so war mir doch eines klar, ich musste sie besitzen, voll und ganz, ohne Einschränkungen, nicht nur ihren Körper, sondern auch ihren Geist.

Ich zog sie zielstrebig auf die zweite Tür zu, die aus meinem Wohnzimmer in ein anders Zimmer führte und sie folgte mir bereitwillig, beließ ihre Hand in meiner, währenddessen erklärte ich: „Eine Hauselfe bereitet das Gästezimmer gegenüber meiner Suite für dich vor!“ Sie nickte wohl und ich hörte, wie sie in meinem Rücken ein leises „Danke!“ von sich gab. Schwungvoll öffnete ich die Tür, auf die ich sie zu gezogen hatte und präsentierte ihr voller Stolz:

„Meine private Bibliothek! Such dir raus was immer dich interessiert. Ich bin mir sicher, hier findest du etwas!“ Ich ließ ihre Hand los und sah ihren staunenden Blick, ging dann an den Regalen entlang und erklärte: „Hier, schwarze Magie, dort Arithmantik, alte Runen und hinten findest du noch Geschichtliches, sowie eher wirtschaftliche und juristische Abhandlungen. Soweit ein grober Überblick, was könnte dich davon interessieren?“ Sie zuckte nur mit den Schultern, ich beschloss ihr meine besonders seltenen und wertvollen Exemplare zu zeigen, sie noch ein bisschen zu beeindrucken und vielleicht fand sie ja dort etwas Interessantes. Der Raum war recht hell gestaltet, mit viel Gold waren die einzelnen Regale aus weißem, hellem Holz verziert. Die breiten Fenster ließ unter Tage viel Licht ein und die weißgoldene Sitzecke lud zum Verweilen ein, nur der dunkelgrüne Teppich bildete einen schönen Kontrast zu dem ganzen Gold und Weiß. Freundlich sagte ich zu ihr, während sie gerade das Regal für Arithmantik abschritt:

„Komm, ich zeige dir ein paar Bücher, die dich sicher interessieren!“ Sie nickte und folgte mir, dann blieben wir vor einem Regal stehen, in dem meine selteneren, alten Werke standen. Sie ließ ihren Blick gespannt darüber gleiten, wobei ich sie beobachtete, dann wandte sie sich um und sah mich an.

Erstaunt und freudig erklärte sie: „Deine Sammlung ist wirklich beeindruckend und so viele Themen, die mich interessieren würden, ich glaube, ich könnte Stunden hier zu bringen!“

Ich nickte zufrieden, hatte mal wieder genau das getroffen was ihr gefiel, doch da merkte ich, sie sah mich gar nicht an, sondern gebannt auf das Regal hinter mir. Fragend hob ich eine Braue, drehte mich um und harkte nach: „Siehst du etwas, das dich interessieren könnte?“

Mein Blick fiel auf die Bücher, die sie anstarrte, aha, Unsterblichkeit, ja, damit hatte ich mich mal beschäftigt, aber das war wahrlich kein gutes Thema. Ich wandte mich ihr wieder zu und erklärte, während sie auf das Regal zutrat und einige Bücher ansah.

„Kein gutes Thema, das sollte dich wirklich nicht interessieren, so jung wie du bist und wer lebt schon gerne ewig?“, meinte ich abfällig.

Plötzlich drehte sie sich schnell um, sah mich überrascht an und fragte dann: „Aber du hast dich damit beschäftigt, oder? Woher kommt die ablehnende Einstellung?“

Langsam trat ich auf sie zu, stand nun wieder sehr nahe vor ihr, sodass sie deutlich zu mir herauf sehen musste, da sie so klein war, zu süß wie ich fand. Ich nickte und antwortete: „Ja, das habe ich, sehr ausführlich sogar, aber ich finde, der Preis den man für diese Magie zahlt, ist zu hoch, mal abgesehen von dem Stein der Weisen, außerdem, warum sollte man ewig leben wollen. Du verlierst nach und nach jeden der dir etwas bedeutet und das immer wieder. Ich bin da eher der Ansicht, dass Zauberer ja sowieso schon eine hohe Lebenserwartung haben, das man in dieser Zeit einfach etwas schaffen sollte, damit sich die Nachwelt an einen erinnert und wie du weißt, bin ich da auf einem sehr erfolgreichen Weg!“ Ein bisschen arrogant blickte ich sie an, war schließlich stolz auf mein bisheriges Werk.

Sie nickte langsam, schien über das nach zu denken was ich gesagt hatte und schenkte mir dann ein überraschend schönes und offenes Lächeln, als sie antwortete: „Eine Einstellung, die ich nicht von dir erwartet hatte und mir wirklich imponiert. Du überraschst mich heute immer wieder!“

Na das war doch mal schön, sie immer wieder überraschen zu können, blieb nur noch die Frage ob gut oder schlecht, aber nun sollte sie sich etwas aussuchen.

„Hoffentlich überrasche ich dich heute positiv. Such dir einfach was aus, wenn du Hilfe brauchst, ich bin drüben!“

Erstaunt musterte sie mich, als ich sie angrinste, sie nickte leicht, woraufhin ich zurück ins Wohnzimmer wollte.

Sie war schon ganz eingenommen von den Büchern, lief staunend zwischen den Regalen entlang und schien nichts bestimmtes zu suchen, als ich schmunzelnd meine eigentlich kleine, aber doch ansehnliche Privatsammlung verließ, die ein Nichts gegen die große Bibliothek war. Hier lagerten nur die Bücher, die ich oft zu Rate zog, die ich ganz persönlich brauchte, oder mich einfach besonders interessierten. Sprich alles, was ich griffbereit haben wollte. Und natürlich meine wertvollen Unikate, Raritäten, Ersterscheinungen und Sammlerstücke.

Ich machte es mir auf dem Sofa wieder bequem und nahm mein Buch zur Hand, begann zu lesen, auch wenn meine Gedanken immer wieder abschweiften. Wenig später nahm ich wahr, dass auch sie mit einem Buch zurück kam und sich aufs das Sofa mir gegenüber setzte und zu lesen begann. Ich sprach sie nicht an, ließ sie einfach lesen, so dumme Fragen wie, hast du was gefunden was dich interessiert, würde ich nie stellen, das nervte doch nur.

Schweigend lasen wir, erstaunlich einträchtig und es gefiel mir, wie ich feststellte, sehr sogar. Irgendwann linste ich kurz über mein Buch, wollte sie beobachten und sehen was sie las. Schmunzelnd erkannte ich, dass sie die nackten Füße aufs Sofa gezogen hatte und im Schneidersitz dasaß, total vertieft war, das Buch auf ihren Oberschenkeln liegen hatte und begierig die Informationen in sich aufsog. Offensicht hatte sie etwas gefunden das sie fesselte. Ich sah sie eine ganze Weile an, mir gefiel wirklich gut was ich dort sah.

Schließlich widmete ich mich jedoch wieder meiner Lektüre. Als mir schließlich bewusst wurde, das ich schon länger nicht mehr das leise Rascheln vom umblättern der Seiten gehört hatte, es außerdem schon recht spät war und es sicher nicht gut wäre, wenn sie morgen unausgeschlafen im HogwartsExpress sitzen würde, schloss ich mein Buch.

Ich legte es beiseite und sah, dass sie auf dem Sofa zur Seite gesunken war, es irgendwie geschafft hatte ihren Kopf auf das offene Buch zu betten und ein zu schlafen, die Haltung sah nicht sonderlich bequem aus. Schmunzelnd trat ich neben sie, ließ mich in die Hocke sinken und zog vorsichtig das Buch unter ihren Händen und ihrem Kopf weg. So ruhig und sanft wie sie hier schlief, als ob sie kein Wässerchen trüben könnte, dieses kleine Biest. Erstaunt blickte ich auf das Buch, das sie ausgewählt hatte, wirklich tief schwarze und hohe Magie, aber bei ihr sollte es mich eigentlich nicht wundern, vielleicht sollte ich mich eher fragen, ob sie vor hatte einige dieser tödlichen Sprüche an meinem Sohn zu versuchen, dachte ich gehässig.

Vorsichtig, ganz behutsam schob ich meine Arme unter ihren nachgiebigen, schlafenden Körper, hob sie leicht hoch, sie zu wecken gefiel mir irgendwie nicht und sie weg zu schicken eigentlich auch nicht. Ich wollte sie nicht alleine in der großen Suite lassen, selbst wenn sie ganz nahe bei meinen Räumen war. So trug ich sie auf meinen Armen hinüber in mein Schlafzimmer, ihre lockigen Haare kitzelten mein Gesicht, ihr schwarzes, kurzes Kleid hing nach unten und diesmal genoss ich es mehr sie auf Händen zu tragen, denn beim letzten Mal war es um ihr Leben gegangen. Da hatte es schnell gehen müssen, heute nicht, legte sie nun sanft in meinem großen Bett mit den goldenen Seidenlaken ab, kniete mich dabei mit einem Knie auf das Bett, dann zog ich langsam, darauf bedacht sie nicht zu wecken, die Decke unter ihr weg, während ich sie noch mal anhob und deckte sie dann zu. Andächtig betrachtete ich ihr Gesicht. Hatte sie es heute doch noch in mein Bett geschafft, schmunzelte ich amüsiert, danke Draco!

Langsam, fast liebevoll beugte ich mich vor und strich ihr ein paar wirre Strähnen aus dem so entspannten, schönen Gesicht, sah ihre langen, dunkelbraunen, dichten Wimpern, ihre schön geschwungenen Wangenknochen und ihre rosigen, wohlgeformten Lippen. Sie würde hier in meinem Bett schlafen, ich später sicher auch, aber ich verbot mir rigoros ihr irgendwie zu nahe zu kommen, nein, sie sollte auf mich zu kommen. Sexuelle Avancen untersagte ich mir hier eindeutig.

Ich wollte mich gerade vom Bett erheben, noch eine Weile lesen und erst dann schlafen gehen, doch in diesem Moment, da sich die Matratze bei meinem Aufstehen etwas bewegte, erwachte sie. Ich dachte sie wäre noch halb im Schlaf, als sie nach meiner Hand griff und mich müde anblinzelte, war mir sicher, sie hielt mich für Draco, doch dann murmelte, so leise dass ich es kaum hörte: „Bleib Lucius, bitte!“

Zuerst dachte ich, ich hätte mich verhört, hatte sie mich wirklich gebeten zu bleiben, wusste mit wem sie sprach, doch dann wiederholte sie es: „Bleib Lucius!“ Sie unterstrich ihre Bitte noch, indem sie im Bett weiter rüber rückt, bis in die Mitte und die Decke zurück schlug, sie lud mich doch tatsächlich in mein Bett ein. Schmunzelnd schüttelte ich den Kopf, konnte das hier gerade weder glauben noch verstehen, aber nun gut, wenn sie es wollte, warum nicht.

Ich zögerte wohl in ihren Augen, denn sie sah mich jetzt verschlafen aber auffordernd an, seufzte: „Mir wird kalt, komm!“, befahl sie forsch und ich war von ihrer unbekümmerten Art, erheitert. Aber das war die Frau, die ich wollte, nicht furchtsam oder ängstlich vor mir, sonder die, die mich frech aufforderte in mein eigenes Bett zu kommen, das würden die wenigsten wagen!

Ich nickte, entledigte mich meines Morgenmantels und schmiss ihn über die am Fußende des Bettes stehende kleine Bank, dann stieg ich, nun doch zögernd, neben ihr ins Bett. Ich ließ deutlich Platz zwischen uns und hörte sie neben mir wohlig seufzen, als sie sich in die Decke und Kissen kuschelte, dann murmelte sie: „Gute Nacht, Lucius!“ „Gute Nacht Hermione, schlaf gut!“, erwiderte ich, löschte noch mit meinem Wischen meiner Hand magisch das Licht.

Ich drehte mich auf die Seite, ihr zu, und versuchte aber nicht daran zu denken, dass sie mit mir freiwillig in meinem Bett lag und nicht nur das, sogar mit mir unter der großen Bettdecke, nur weniger als eine Armlänge entfernt. Würde ich die Hand ausstrecken, nur ein wenig, könnte ich sie berühren. Ihre lockigen Haare, die sich auf dem Kissen fächerförmig verteilten kitzelten schon fast an meinem Gesicht, so nahe war ich ihr, aber nein, ich durfte und wollte sie nicht bedrängen, ihr nicht näher kommen.

Mir wurde schlagartig klar, dies würde eine lange Nacht werden, denn neben ihr ein zu schlafen war mir so gut wie unmöglich, aber jetzt gab es kein Zurück mehr. Ich war ein gefürchteter DeathEater, da würde ich mich doch nicht von einer Frau in meinem Bett um den Schlaf bringen lassen, dachte ich sarkastisch und versuchte ein zu schlafen.

Ich versuchte mich an ihrem ruhigem, gleichmäßigem Atem zu orientieren, zu beruhigen und so auch ein zu schlafen, schaffte es fast, als sie begann sich neben mir windend zu bewegen, mit ihrem, unter dem schwarzen Stoff verborgenem, Rücken immer näher an mich heran zu rückte.

Augenblicklich spannte ich mich innerlich an, als ich erst den Stoff ihres Kleides an meinem nackten Oberkörper spürte, dann ihre nackten Schulterblätter an meiner Brust und schließlich, als ich meinen Arm hoben, ihren Kopf unter meinem Kinn. Ich war mir sehr sicher, sie hielt mich im Schlaf wahrscheinlich für Draco. So erkannte ich mich selbst nicht wieder, da ich mich nicht traute den Arm um sie zu legen. Stock steif, mit unbequem erhobenem Arm lag ich nun da, während sie sich immer enger an mich kuschelte, ihr Po berührte mittlerweile mein Becken, was meine Selbstbeherrschung schwer auf die Probe stellte, trennten uns doch nur ein paar dünne Lagen Stoff und ich musste sehr tief Luftholen und biss mit den Zähnen fest aufeinander.

Meine Zurückhaltung sie nicht in meine Arme zu schließen, fiel jedoch von mir ab als sie leise säuselte: „Halt mich Lucius!“ Sie war sich bewusst, dass ich neben ihr lag und wollte dies und so legte ich einen am um ihre Taille, zog sie eng an mich, presste mich gegen sie und hielt sie, als sie leise seufzte und ich mir jeglichen Ton meinerseits verbot. Ich genoss es ihren warmen, schönen, jugendlichen, trainierten Körper an meinem so anschmiegsam zu spüren und sie im Arm zu halten. Deutlich spürte ich, sie war eingeschlafen, ihr Atem ging ruhig und gleichmäßig. Langsam, ganz vorsichtig löste ich schließlich meinen Arm von ihrer Taille und begann liebevoll ihre weichen Locken zusammen zu nehmen, sie über die Schulter nach vorne zu legen, da sie mich im Gesicht kitzelten.

Tastend besah ich mir etwas, was mich schon seit Tagen interessierte, ihr Mal, wie groß war es wirklich, oder eher wie klein. Ich fuhr sanft mit den Fingern über die überraschend kleine, deutlich unter den Haaren verborgene, Erhebung. Fast schon liebevoll hauchte ich ihr einen Kuss aufs Haupt. Mir entkam, sehr untypisch, ein leises Seufzen, als ich meinen Arm wieder um ihre Taille legte, sie besitzergreifend an mich zog, mir vorstellte wie ich ihren Nacken am liebsten liebkosen würde und flüsterte:

„Das ist meine Schuld. Du hast mir die Freiheit geschenkt und ich konnte nicht mal verhindern das du deine verlierst!“

Ja, sie stand unter meinem Schutz und auch wenn sie sich meinen Anweisungen wiedersetzt hatte, hätte ich sie schützen müssen, hatte ich doch selber auch nicht gewollt das sie so tief mit hinein gezogen wurde, aber nun gut, damit mussten wir nun alle leben. Sie hatte mich von Narcissa befreit und als Lohn dafür hatte sie eine Deatheaterin werden müssen, wirklich einzigartig, ganz fantastisch, dachte ich sarkastisch. Mein letzter Gedanke, bevor ich einschlief war, das das hier doch schon ein guter Schritt in die richtige Richtung war und ich sie mit eindeutigen, sexuellen Avancen sicher nicht gewinnen würde, was mir ihr Ausbruch heute gezeigt hatte, aber mit Respekt, Verständnis und etwas Zurückhaltung, aber nur etwas, würde ich sie sicher kriegen.

Ich ließ meine Hand noch etwas höher gleiten, streifte kurze ihre kleinen, schönen Brüste, bevor ich meine Hand direkt unter ihnen platzierte und ein leises knurren nicht mehr unterdrücken konnte, oh ja, sie würde mir gehören, sogar wenn ich dafür gegen meinen Sohn kämpfen würde. Dann glitt ich ihn einen tiefen und erholsamen Schlaf.

Lucius Sicht Ende



Hermiones Sicht

Ich erwachte wirklich erholt und ausgeschlafen, brauchte nur Sekunden um die Erinnerungen klar vor Augen zu haben. Das weiche Bett, in dem ich lag, war Lucius riesiges Prunkbett und die Arme, die mich so sicher und wohltuend umschlossen, waren Lucius, sowie die breite, warme Brust, die ich an meinem Rücken spürte.

Ich wusste nicht, ob er wach war, denn sein Atem ging ruhig und gleichmäßig, so begann ich mich langsam zu strecken, wollte mich vorsichtig auf seinen Armen winden, als ich ein wispern an meinem Ohr hörte, was mich sofort steif wie ein Brett werden ließ:

„Sollest du nicht wollen, dass meine Selbstbeherrschung gleich flöten geht, solltest du dich nicht so an mir verführerisch räkeln!“ Seine raue, aber erneut überraschend sanfte Stimme jagte mir Schauer über den Rücken und ich versuchte sicher zu antworten: „Würdest du mich dann bitte los lassen Lucius.“, fühlte ich das diese Drohung, wohl nicht umsonst war, ohja… er hatte da ein kleines, oder eher mächtiges, Problem in den unteren Regionen.

Ich vernahm ein leises Grummeln, doch dann löste er den Arm von mir, mit dem er mich fest umschlungen hatte und ich rückte ein Stück von ihm weg, drehte mich zu ihm um und sah in seine klaren, dunkelgrauen Augen und schon wieder überraschte er mich mit seinem sanften Blick, was war nur los mit ihm? Seit gestern verstand ich ihn überhaupt nicht mehr.

Erst ließ er ohne Kommentar zwei mal zu, dass ich wie eine wild gewordene Furie seine Suite stürmte, einmal rum meckerte, dann schimpfte. Ich fragte mich wirklich, warum er das zugelassen hatte, schließlich war ich einfach so in seine Privatsphäre eingedrungen. Er, der sonst immer so viel Wert auf Formen und Regeln legte, ließ zu das ich sämtlichen Anstand vergaß, hoffentlich zog das nicht doch noch eine Strafe nach sich.

Noch immer hielt er meinen Blick, bewegte sich nicht und ich mich auch nicht. Wir musterten uns weiter und in Gedanken lief vor mir weiter der gestrige Abend ab. Er hatte ohne irgendwelche Einwände sich mir als Kummerkasten schon fast angeboten, hatte, wohl auch weil er neugierig war, mir zugehört was mich so ärgerte und sogar dafür gesorgt, dass ich runter kam.

Mich hatte die Stimmung sehr irritiert, denn zum ersten mal seit dem ich im Manor war und mit ihm alleine, hatte es keine permanente, von ihm angeregte, sexuelle Spannung geben, nein, er hatte es geschafft eine sehr angenehme, entspannte Atmosphäre zu schaffen.

Diesmal musste ich meine Neugierde nachgeben und fragte:

„Warum Lucius? Warum das hier alles und deine Zurückhaltung, die mir zwar gefällt, aber es überrascht mich sehr!“ Auf sein Gesicht stahl sich ein breites Grinsen, dann schüttelte er den Kopf und erklärte: „Du musst nicht alle wissen, Liebes, aber dir hat der Abend, nachdem mein idiotischer Sohn ihn fast versaut hätte, doch gefallen oder? Aber jetzt, solltest du mein Bett verlassen, es sei denn, du willst erfahren was ich mit Frauen zu tun pflege, die in meinem Bett aufwachen!“

Das war eine eindeutige Ansage und veranlasste mich dazu mich aus der Decke zu schälen, unter die ich verstohlen schielte um zu sehen ob ich ohne Bedenken aufstehen konnte, oder erst meine Kleidung richten musste, denn ich wollte ihn ja nicht noch reizen. Mit ihm zu schlafen war auch nach diesem Abend und dieser Nacht keine Option für mich, auch wenn ich mich erstaunlich wohl bei ihm gefühlt hatte.

Mir war nicht so recht klar woher ich die Sicherheit genommen hatte, dass er nichts versuchen würde was ich nicht wollte, vielleicht weil er in dem einzigen Augenblick als es an diesem Abend extrem geprickelt hatte, bewusst zurück getreten war und es nicht ausgenutzt hatte. Ich hatte Wärme, Zuneigung und Geborgenheit gebraucht, war aber nicht bereit gewesen zu Draco zurück zu gehen, sein Verhalten hatte mich verletzt. Wollte ich mich hiermit an ihm rächen, nein, nicht wirklich.

Ich kletterte umständlich aus dem hohen Bett, es war doch zu ärgerlich, das ich so klein war und da spürte ich deutlich Lucius Blick, der sicher verlangend war in meinem Rücken und hörte dann, dass auch er aufstand und das Bett verließ.

Mein Blick ging zu ihm, ich konnte ihn nicht abwenden, seinen Rücken hatte ich zuvor noch nicht gesehen. Auch hier hatte er viele, kleine, weiße Striche, Narben, aber das Muskelspiel, das sich mir in seinen breiten Schultern und den Armen zeigte, als er jetzt seinen Morgenmantel überzog, fing mich einfach ein und hielt mich gefangen, gefiel mir sehr. Ja, irgendwie hatte er gestern recht gehabt, er war in mancher Hinsicht wirklich eine gereifte, verführerische Version von Draco, doch auch Dracos Worte waren mir ihm Ohr, das Lucius ein grausamer, berechnender Mann war und genau das musste ich im Hinterkopf behalten, vor allem nach diesem Abend und dieser Nacht, in der er sich so untypisch präsentiert hatte.

Ich erhob mich, mein Blick fiel auf den großen Ankleidespiegel, in dem sich mein Spiegelbild zeigte. Das Kleid war heillos zerknittert, was mir aber egal war, aber meine Haare, sie standen wirr, wie ein Mop in alle Richtungen ab, war ja klar. Verärgert begann ich sie zumindest etwas zu richten, mir gefiel es nicht, das Lucius mich so sah, keine Ahnung warum. Plötzlich hörte ich etwas hinter mir, was ich so noch nie gehört hatte und mir kalte Schauer über den Rücken jagte, ein herzliches, einfach nur erheitertes Lachen von Lucius.

Er stand hinter mir, wie ich, als ich im Spiel aufsah, erkannte und lachte. Ja toll, er lachte mich aus, oder? Zu dumm, mein Zauberstab lag im Wohnzimmer, damit hätte ich meine Haare schnell richten können. Da sah ich ihn genau an, das sollte er öfters tun, so von Herzen zu lachen, das stand ihn ungemein gut! Schluckte ich schwer, musste er mir so gefallen?

Bestimmt ergriff er eine meiner erhobenen Hände, mit denen ich versuchte meine Haare zu richten, am Handgelenkt und drehte mich zu sich, wies dabei grinsend an: „Lass dir helfen!“

Noch immer schmunzelte er, während ich total überrumpelt von seinem Handeln war. Er stand wieder sehr nahe vor mir, hatte seinen Zauberstab erhoben und fuhr mir nun murmelnd durch die Haare, was an meiner Kopfhaut kribbelte. Schließlich sah ich noch, wie er den Stab weg steckte und spürte dann, wie er mit beiden Händen sanft in meine Lockenmähe fuhr.

Gespannt wartete ich, versuchte nicht auf das Stück nackte Brust zu starren, das vor meinem Gesicht war, dort wo der Morgenmantel aufklaffte, da er ihn nicht sehr fest zugebunden hatte und nicht daran zu denken wie wohl ich mich in seinen starken Armen gefühlt hatte.

Schließlich, noch immer seine Hände in meinen Haaren, sie aber langsam zurück ziehend, bis sie auf meinen Wangen lagen, trat er zurück und hob meinen Kopf leicht an, sodass ich ihn Anblicken musste.

„Viel besser!“, erklärte er schmunzelnd und kurz sah ich etwas, was ich von ihm gar nicht kannte, aber auch nicht definieren konnte in seinen Augen aufblitzten, bevor sich sein erheitertes Amüsement in ein listiges Grinsen verwandelte und er sich mir langsam näherte.

Ich hatte eine Ahnung was er wollte, aber ich konnte mich einfach nicht wehren, er hatte es geschafft, mich gefangen genommen, zu sehr hatte ich mich entspannt, zu sehr alle Schilde gesenkt, gedankenlos von mir, aber das hier war einfach zu anders, zu ungewöhnlich. Ich verstand es noch immer nicht, er war undurchsichtig, wirklich ein Rätsel für mich geworden, was mir gar nicht passte und mir gefiel es auch nicht, dass ich mit immer weniger Abwehr auf ihn reagierte. Verdammt, das wollte ich nicht.

Er spürte wohl, dass ich mich anspannte, stoppte in seiner langsamen Bewegung und sah mich wissend aber freundlich an, dann sagte er leise:

„Du bezahlst jetzt deine Schuld Hermione. Das gestern war eine nette Idee, aber deine Schuld hast du damit nicht beglichen, das ist dir sicher bewusst. Du hattest deine Chance, jetzt bestimme ich was ich für angemessen halte als Bezahlung!“

Ich schluckte nervös, nein ich wollte nicht mit ihm ins Bett, war mir sicher, das wollte er haben, aber dazu war ich nicht bereit. Langsam, noch immer seine Hände sanft auf meinen Wangen spürend schüttelte ich den Kopf, doch er nickte nur süffisant grinsend und antwortet:

„Keine Angst, das verlangte ich nicht, ich will nur einen Kuss, einen einzigen, richtigen Kuss, der von dir kommt. Du sollst ihn genießen, ihn mir gerne geben und ich will ihn heute, zum Abschied!“

Ok, einen einzigen Kuss, das konnte ich tun, oder? Wenn dafür meine Schuld beglichen sein würde, ja, das konnte ich. Langsam stellte ich mich auf die Zehenspitzen und wollte ihm entgegen kommen, ihn küssen, als er sich auf ein mal kopfschüttelnd und abwehrend löste, mir einen Finger auf die Lippen legte und antwortete: „Nein, nicht jetzt, zum Abschied, wenn ihr geht, vor Dracos Augen!“ Da war er, der große Harken, wäre ja zu schön gewesen, wenn er mich so einfach raus ließ.

Verdammt aber auch, ich sollte ihn freiwillig, genießend küssen und das vor Dracos Augen, noch Öl ins Feuer gießen, das konnte ich nicht. Ich wollte gleich ablehnen, doch er hielt noch immer den Finger auf meinen Lippen und fuhr schmunzelnd fort:

„Überleg´s dir, gib jetzt keine Antwort. Es ist deine Entscheidung. Ein einziger Kuss und deine Schuld ist beglichen. Ich finde, das ist ein kleiner Preis dafür, dass ich dir das Leben gerettet habe! Und nun, geh, Draco wartet sicher schon auf dich!“

Ich nickte, wirbelte herum, während er mich aus seinem sanften Griff entließ. Schnell lief ich ins Wohnzimmer, schlüpfte in meine Schuhe und nahm meinen Zauberstab an mich, wie leichtsinnig ihn hier liegen zu lassen, oder hatte Lucius ihn mir abgenommen und dort hin gelegt, ich wusste es nicht mehr. Mein Blick ging noch mal kurz, bedauernd zu dem Buch das ich gestern ausgesucht hatte, welches ich wohl hier lassen musste, mich aber brennend interessiert hätte.

Ich wollte auf die Tür zueilen, die Suite verlassen als Lucius das Wohnzimmer betrat. Er sah wieder ernst aus, trug seine normale Maske und sprach ruhig, fest:

„Eine einzige Bedingung habe ich noch!“

Erschrocken blieb ich stehen, was kam jetzt noch, das es Draco sehen musste, reichte doch schon, oder? Ein teuflisches Grinsen zeigte sich auf seinem Gesicht, als ich ergeben nickte und er fuhr fort:

„Du wirst Draco nicht erzählen warum du mich küsst, dass du damit deine Schuld bezahlst, wird er nicht erfahren und auch nicht, dass du es nicht wirklich freiwillig tust, auch wenn es sich so anfühlen und aussehen soll!“

Die Bedingung gefiel mir noch weniger, hatte ich doch gerade schon darüber begonnen nach zu denken es wirklich zu tun, aber Draco vorher zu sagen was ich warum vor hatte, doch so, so würde es seine Eifersucht nur anstacheln, ganz toll, jetzt bekam ich die Quittung dafür, dass ich so dumm vertrauensselig gewesen war und mich bei Lucius „ausgeheult“ hatte. Er hatte neue, intime Details über unsere Beziehung erfahren und nutzte sie auch sofort, da war er wieder, der gefährliche Lucius, der immer spielte, die Kontrolle in jeder Situation behielt. Eine dunkle, neblige Erinnerung blitzt kurz in meinem Kopf auf, aber ich schüttelte sie innerlich ab, denn das konnte nicht stimmen, an das was ich mich da erinnerte.

Ich hatte das dumpfe Gefühl, dass er mein Dark Mark entlang gefahren war und geseufzt hatte, etwas gemurmelt hatte, das klang als würde er sagen das es seine Schuld war, aber das war sicher nur Einbildung gewesen, genauso wie das er irgendwas davon gemurmelt hatte, ich hätte ihm die Freiheit zurück gegeben. Sowas sagte Lucius nicht.

Ich musterte ihn kurz, wusste nicht was ich auf seine Forderung antworten sollte, doch er erwartete wohl auch keine Antwort, denn nun wies er mich an, da ich immer noch unbewegt da stand:

„Geh, Draco wartet. Ich erwarte euch zur üblichen Zeit zum Frühstück!“

Ich schenkte ihm den ihm gebührenden Knicks und schnell verließ ich seine Suite, stürmte die Flure entlang zu unseren Räumen, auch wenn mir ganz und gar nicht behagte gleich Draco gegenüber zu treten. Wir hatten uns beide am letzten Abend nicht mit Ruhm bekleckert, doch würde ich gleich einen reumütigen oder einen wütenden, eifersüchtigen Draco vorfinden, der mir vorwarf wo ich gewesen war. Wie sollte ich ihm erklären was letzte Nacht gelaufen und nicht gelaufen war?

Ich konnte es mir ja selber nicht erklären warum ich dies getan hatte. Die Seite von Lucius, die ich gestern kennen gelernt hatte, hatte mich, zu dumm, vergessen lassen wie er war, er hatte es wirklich geschafft mich in Sicherheit zu wiegen und ich war mir sicher, er hatte gespielt, spätestens als ich das zweite mal seine Suite gestürmt hatte, hatte er nur gespielt. Beim ersten mal waren auch seine Gefühle aufgewühlt gewesen, ich glaube, da hatte er mir wirklich einen Einblick in sein Innerstes gegeben, seine Maske total gesenkt, aber als ich wieder zu ihm kam, war er wieder so gefasst gewesen, da war er wieder der Alte gewesen, aber irgendwie auch nicht, es sei denn, er hatte sogar den freundlichen, ruhigen gespielt.

Die Atmosphäre, die er geschaffen hatte, war so gemütlich und anheimelnd für mich gewesen, dass ich ja sogar in seiner Gegenwart auf dem Sofa eingenickt war, nachdem ich total in dem wirklich interessanten Buch, das ich zu gerne mit genommen hätte, versunken war.

Ich öffnete vorsichtig, langsam die Tür zu unseren Räumen, atmete noch mal tief durch und war erleichtert, das Wohnzimmer war leer. Vor dem Kamin sah ich viele kleine Scherben, wohl von einer Glasflasche, liegen, offensichtlich neigte auch Draco dazu in Wut Dinge zu schmeißen. Zusätzlich sah in nun noch auf dem Tisch eine weitere, halbleere Flasche Hochprozentigen stehen.

Auf leisen Sohlen, meine Pumps an der Tür stehen lassend, schlich ich mich ins Schlafzimmer, denn da ich aus dem Bad keine Geräusche hörte, hoffte ich, er schlief noch und so war es dann auch.

Ich blieb kurz stehen und besah mir das Bild. Er schien, nachdem ich gegangen war nicht mehr wirklich in der Verfassung gewesen zu sein sich um zu ziehen, denn er trug noch sein Hemd, hatte dieses jedoch geöffnet, auch seine Hose trug er noch. Schmunzelnd betrachtete ich, wie er quer übers Bett auf dem Bauch lag, die Arme, als ob er etwas zum Halten gesucht hatte, um ein Kissen geschlungen, das er an sich presste und die Beine weit übers Bett ausgestreckt.

Er nahm quasi das ganze Bett für sich ein, hatte die Decken zwar zerwühlt, lag aber auf ihnen und ich war mir sicher, würde er aufwachen, hätte er einen schlimmen Kater, nach dem was er alles getrunken hatte.

Fürsorglich ging ich leise zu meinem Koffer und holte einen Katertrank und einen Kopfwehtrank heraus, dann kletterte ich vorsichtig zu ihm aufs Bett. Die letzte Nacht war absolut nicht so gelaufen wie wir es beide uns erhofft hatten. Unsere letzte gemeinsame Nacht im Manor hätte deutlich anders ablaufen sollen. Ab heute Abend würde ich mich wieder als Abraxina zu ihm schleichen müssen und nicht mehr so wie die letzten Wochen einfach bei ihm, mit ihm ins Bett gehen können. Das würde ich wirklich vermissen. Dieser Idiot, stieg der Ärger wieder in mir auf. Ich war innerlich dann doch noch wütend auf ihn und verletzt, auch wenn mich die Nacht bei Lucius und das ich mich bei ihm „ausgeheult“ hatte, meiner Wut Luft gemacht hatte, mich besänftigt hatte, war da immer noch, dass mich sein verhalten verletzt hatte. Ich würde ihm das nicht so schnell vergeben können, auch wenn die Pragmatikerin in mir sagte, dass ich ähnliches ja auch getan hatte und tat, wenn Severus es drauf anlegte. Aber trotzdem verletzte es mich das er mich fast mit der Nutte betrogen hatte, andererseits hatte er ja sogar sein Einverständnis gegeben, dass ich mit Severus ins Bett stieg, aber das entsprang damals wohl auch eher seinem Pragmatismus, als das er es wirklich wollte. Es sollte mich freuen, dass ich noch immer zu solchen Gefühlen fähig war, oder, aber sie taten weh und das wollte ich nicht und auch nicht, dass er wusste wie sehr ich ihm das vorwarf was er getan hatte.

Dies alles war schwer genug und ich fand, Lucius sollte sich nicht zwischen uns drängen können und so würde ich ihm jetzt zeigen, dass ich nicht mehr wütend auf ihn war. Ich würde meinen Schmerz und die Enttäuschung in mir verschließen und hoffen, dass sich das alles hier gut entwickeln würde. Ich wollte weder das Severus noch das sich Lucius zwischen uns drängte.

Sanft legte ich ihm eine Hand auf die Schulter, rüttelte ihn kurz, beugte mich dann zu ihm hinunter, strich ihm eine widerspenstige Strähne aus dem eher bleichen Gesicht und begann sanft sein Gesicht zu küssen, wobei ich immer wieder wisperte: „Wach auf Draco!“ Ja, dies hier war der, den ich wollte, mein Draco und ich würde mir das nicht von Lucius oder Severus nehmen lassen, Draco hatte mir weh getan, aber das würden wir untereinander regeln, das war unsere Angelegenheit und ging keinen von den beiden etwas an. Ich konnte schrecklich stur sein wenn ich den wollte.

Langsam erwachte er, grummelte verschlafen und schlug schließlich die Augen auf, sah mich verschlafen an. Ich erkannte, meine Vermutung, dass er einen Kater haben würde, war richtig gewesen, ohne etwas zu sagen entkorkte ich die erste Phiole und reichte sie ihm. Die er, nachdem er seinen Arm unter dem Kissen befreit hatte, sich auf diesem abstützte, mit der anderen Hand ergriff und gierig, aber mit verzogenem Gesicht, weil der Geschmack echt nicht gut war, runterstürzte. Während er das tat, öffnete ich auch die zweite Phiole und auch diese Trank er ohne zu fragen leer, dann drehte er sich auf den Rücken, sank zurück in die Kissen und legte einen Arm über seine Augen, während er suchend mit der anderen Hand meine ergriff.

Sanft drückte er meinte Hand und ich hörte ihn leise seufzend murmeln: „Komm zu mir!“

Er musste wirklich fertig sein, so wie er sich gab und so ließ ich mich langsam neben ihn sinken, bettet meinen Kopf auf seine Schulter und er legte den Arm um mich. Schweigend lagen wir da, ich an ihn gekuschelt und er hielt mich. Meine Gedanken gingen zu der vorherigen Nacht und ja, auch wenn ich mich bei Lucius sehr wohl gefühlt hatte, er mir genau das gegeben hatte was ich letzten Abend brauchte, war das Gefühl hier neben Draco doch anders, vertrauter und es fühlte sich richtig an, sinnierte ich, während wir schwiegen, doch schließlich begann er leise, rau, leicht heiser, zu sprechen:

„Ich will gar nicht wissen wo du warst oder was du getan hast. Ich kann´s mir denken, das reicht schon! Ich hab mal wieder überreagiert, mich scheiße verhalten, unverzeihlich und dafür die Quittung bekommen, damit kann ich leben, aber nicht damit, wenn du mir nicht verzeihen würdest, bitte vergib mir!“, meinte er bitter.

Ich erhob mich etwas, legte ihm sanft den Zeigefinger auf die Lippen und machte leise:

„Psscht, sag nichts. Wir haben gestern Abend viel erlebt und ja, ich war bei ihm, die ganze Nacht, aber Draco, es ist nichts passiert, glaub mir!“ Ich konnte ihm nicht verzeihen, noch nicht aber ich konnte ihm die Sorge nehmen, dass ich mit Lucius geschlafen hatte und deshalb tat ich es auch. Er war gestraft genug, auch wenn er es noch nicht wusste, durch das was diese Nacht vielleicht für Folgen mit sich brachte, denn das sich das Verhältnis zwischen Lucius und mir geändert hatte, das war mir klar. Aber was Dracos Verhalten und auch meine Reaktion, dass ich zu Lucius gegangen und bei ihm geblieben war, wirklich für Folgen haben würden, würden wir erst noch heraus finden müssen. Irgendwann würde ich ihm sicher verzeihen können, hoffte ich, aber darüber wollte ich jetzt nicht reden.

Überrascht, schnell, nahm der den Arm von seinen Augen, sah mich erstaunt an und musterte mich forschend, erkannte wohl den ehrlichen, offenen Blick und das freundliche Lächeln, das ich ihm schenkte. Er musste nicht wissen, dass ich in Lucius Armen geschlafen hatte und es mir gefallen hatte, aber es war die Wahrheit, wir hatten nicht miteinander geschlafen, nur zusammen und das war das einzige, worauf es gerade ankam.

Ich konnte gar nicht reagieren, da war er über mir und küsste mich stürmisch, nahm mein Gesicht zwischen seine Hände und sah mich eindringlich an. Die Freude und Erleichterung brannte nur so in seinen Augen, genau wie seine tiefen Gefühle für mich, als er wisperte:

„Du glaubst gar nicht, wie erleichtert ich bin! Ich habe dich gar nicht verdient!“, kam es mit vorwurfsvoller und reuiger Stimme von ihm.

Lächeln erwiderte ich seinen Kuss, war froh, dass sich unser Wiedersehen so entwickelte und schob erstmal den Gedanken weg was Lucius von mir erwartet, womit ich Draco gleich wieder verletzten würde, wenn ich es tat. Die Versuchung, so leicht meine Schuld zu begleichen war groß, aber würde ich Draco das antun wollen auch wenn er mich so verletzt hatte? Ich wollte mich nicht rächen, ganz sicher nicht, das wollte ich ihm nicht antun und es wäre unter meiner Würde!

Zu gerne hätte ich jetzt meinem Verlangen nach ihm nachgegeben, aber wir hatten dafür keine Zeit, Lucius erwartet uns und wir mussten heute zurück zur Schule. Ich löste mich daher aus unserem stürmischen Kuss und drückte ihn etwas weg, was er geschehen ließ und seufze:

„Ja, ich weiß, wir haben keine Zeit, das ist es oder?“

Ich nickte und ergänzte: „Lucius erwartet uns zum Frühstück und wir müssen die anderen noch abholen!“

Er nickte, gab mir einen letzten, unglaublich sanften Kuss erhob sich dann, reichte mir seine Hand und zog mich zu sich hoch, wir mussten uns noch herrichten.

Ich entschied mit für ein chices, braunbeiges Sommerkleid, das breite Träger hatte und einen tiefen V-Ausschnitt. Unter der Brust war es abgesetzt durch einen Bund und dieser war mit drei ovalen, großen, beigen Perlmuttsteinen verziert. Es war knielang und die abstrakten Muster in Brauntönen ließen es sehr edel wirken, so konnte ich mich sehen lassen.

Hermiones Sicht ende
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