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 Kapitel 607-608

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queenie
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BeitragThema: Kapitel 607-608   Di Aug 22, 2017 7:30 pm

Sorry, nochmal aber ich hatte 15`jährigen Hochzeitstag und wurde „entführt“

Und sonst, schaut doch einfach mal auf unserer Seite vorbei

http://www.whenhermionefights.de/inside-whf-2/


607. Kapitel Next level

Dracos Sicht

Ich kam als Letzter an.

Ich schlug auf und sah mich sofort um, dabei riss ich mir die Pelerine vom Kopf, um wieder besser Luft zu bekommen.

Was für ein Fiasko!

Mein Herz schlug einem Trommelwirbel gleich und auf dem Burghof lagen alle verstreut herum, was zeigte, wie arg man uns zugesetzt hatte. Mrs. Parkinson schwebte noch immer bewusstlos und nicht beachtet in der Luft. Clearwater war schon bei George, ja, eindeutig bei George und auch ich war nach einem Satz bei ihm. Seine Robe hing in Fetzen an ihm hinab, darunter zeigten sich klaffende, blutende Wunden, die alles andere als harmlos waren.

„Was hat ihn getroffen?“, kam ich schlitternd an seiner Seite zum Halten, als auch schon Alicia mit einem Koffer aus der Burg gerannt kam.

„Schsch… Georgieboy, komm wieder zu dir“, bat Fred sichtbar blässlich, aber mit bemüht ruhiger Stimme.

„Okay, okay… sieht aus wie ein Sectumsempra… ist aber keiner“, stieß Clearwater zu Alicia hin aus und wedelte erregt mit ihrem Stab durch die Gegend.

„Er wird doch wieder… oder?“, rief Fred mit zittriger Stimme dazwischen und hielt die Hand seines Twins eisern umklammert, dabei erkannte ich ihn beinah nicht wieder.

„Das ist gut… das ist gut…“, meinte Alicia daraufhin leise, ohne Fred zu beachten und begann sofort, mit ihrem Zauberstab Georges Körper hinauf und hinab zu fahren und stimmte einen heilenden Singsang an, der sofort anschlug, wenngleich die Wundränder nur langsam, sehr langsam kleiner wurden.

„Wo ist Pansy?“, vernahmen wir plötzlich über die Bemühungen der beiden Frauen hinweg den panischen Schrei und ich schloss stöhnend die Augen, woraufhin ich auf Marcus und Theo zutrat.

„Draco… Draco… wo ist sie…?“, bestürmte mich Theo, völlig ohne Feingefühl für die Situation, weiter.

„Theo, du bist total verbrannt. Du musst dich behandeln lassen“, mahnte Marcus genervt und plötzlich, wie aus dem Nichts, war auch schon Gellert da und betrachtete interessiert den Verletzten.

„Nein, nein!“, begehrte er gegen das Verarzten auf. „Ich muss wissen, was mit Pansy ist“, meinte Theo panisch und ich sah ihn kühl an.

Wir waren dort gewesen, weil er uns darum gebeten hatte, sie zu retten, aber Pansys widerstrebendes und wenig kooperatives Verhalten, mit uns zu kommen, kam mir spanisch vor. Gleichzeitig erinnerte ich mich daran, den hilflosen Blaise gesehen zu haben, wie er versucht hatte, vor den Geschossen in Deckung zu gehen, was ihm nicht leicht gefallen war, da er gefesselt gewesen war, wenn ihm etwas passiert war, wäre das auch Theos Schuld. Ich bemerkte, wie ich langsam, aber sicher rot sah.

„Pen…“, unterbrach Alicia ihren Gesang kurz und damit meine sorgenvollen Gedanken. „Gib George einen Blutbildungstrank“, forderte sie scharf und fuhr sofort weiter mit der Heilung fort und ich stockte.

Es galt, Prioritäten zu setzen, weshalb ich mich abrupt abwandte und zurück zu meinen Freunden ging, um Theo alleine rumjammern zu lassen. Ich legte meine Hand auf Freds Schulter, der sichtbar bemüht die Fassung zu wahren darum kämpfte, von seinem Bruder zu lassen, um die Frauen nicht zu stören. Unterdessen hatten Marcus und Gellert Theo mundtot gemacht, indem sie rigoros eine dicke fette Verbrennungspaste auf sein Gesicht auftrugen, weswegen er erbärmlich wimmerte. Magische Heilung verlief schneller als es normal heilen zu lassen, das hieß aber noch lange nicht, dass sie schmerzfrei war.

„Komm weg, Fred… du störst… wir stören…“, mahnte ich bewegt und blickte beklommen auf das wächserne Gesicht von George und hatte einen Kloß im Hals, als mein Blick auf sein halbes Ohr fiel, das ihn ebenfalls zeichnete.

Ja, dieser verdammte Krieg, ging an niemandem spurlos vorüber. Jeder trug irgendwelche Narben davon!

„Ich…“, wollte er aufbrausen, aber dann sah er George nachdenklich ins Antlitz und nickte kurz. „Ich werde alle DeathEater leiden lassen“, versprach er inbrünstig, während er mit mir zur Seite ging.

„Das wirst du, wobei ich glaube, dass Marcus den Schuldigen mit einem Avada dahingerafft hat“, gab ich leise zu bedenken und dachte bedrückt an diesen missglückten Einsatz.

„Wir müssen mehr tun“, beharrte Fred stur und ich schüttelte den Kopf.

„Deine Rachsucht in Ehren… lass George erst mal wieder gesund werden“, ersuchte ich ihn überlegt, woraufhin er ein lautes Schnauben ausstieß.

„Ich habe schon Ideen…“, lag ein beunruhigend fieses Grinsen in Freds blassem Antlitz.

„Na, was haben wir denn hier?“, kam Gellert reichlich zu begeistert dreinblickend auf uns zu und besah sich mit heimlicher Freude das Chaos im Burghof.

„Wir haben keine Zeit für Sie“, meinte ich nur kurz, weswegen er tadelnd den kahlen Kopf schüttelte.

„Meine Herren, wenn ihr nicht in Schwierigkeiten geraten könnt, seid ihr nicht froh. Wer schwebt denn da so fröhlich in der Gegend rum?“, deutete er gut unterhalten auf die vergessene Mutter von Pansy.

„Grindelwald“, wisperte Fred mit einer beunruhigenden Inbrunst, die mich sofort aufhorchen ließ.

„Der bin ich“, grinste der Alte zahnlückig und strich sich zufrieden über seine hagere Brust.

„Ich muss mit Ihnen reden“, machte sich Fred mit einem Ruck von mir frei und trat auf den Greis zu.

„Gerne… der… junge Mann… ein Weasley wie ich vermute…“, kicherte Grindelwald leise, als hätte er einen Witz gemacht.

„Fred“, stellte sich dieser Red Devil nun höflich vor und ich runzelte die Stirn. Was hatte Fred vor? Und was sollte der Blödsinn? Die Twins und Gellert kannten sich schließlich.

„Natürlich sind Sie ein Fred“, servierte Gellert trügerisch sanft und ich konnte nur mit zunehmender Besorgnis denken: ganz schlechte Kombi. „Was kann ich für Sie tun?“, fragte er nun mit einem beängstigenden Funkeln in den so blauen Augen nach.

„Ich brauche Ideen… ich habe Ideen, aber ich brauche Magie…“, sprach Fred mit einer Dringlichkeit, die mir Magenschmerzen verursachte.

„Hör auf, Fred, das verbiete ich!“, mischte ich mich nun entschieden ein, bevor Grindelwald breit grinsend zu mir herumfuhr.

„Ahhh, der junge Malfoy… zu gewissenhaft“, klang es wie ein Tadel. „Was ist Ihrer besseren Hälfte passiert, Fred?“, meinte er zwinkernd, woraufhin sich all der Schmerz und die Pein um seinen Twin auf Freds Gesicht abzeichneten.

„Irgendein Fluch ähnlich des Sectumsempra“, kam es atemlos von ihm, dabei blickte er selbstvergessen auf den noch immer am Boden liegenden George.

„Der Fluch von unserem finsteren Freund…“, offenbarte Grindelwald ein umfassendes Wissen, das mir das Blut in den Adern gefrieren ließ.

Er wusste es und er konnte es eigentlich nur von ihr wissen. Warum sprach sie so viel, so offen mit ihm? Das gefiel mir gar nicht!

„Okayyyy… wird George wieder?“, rief Fred laut mit echter Panik in der Stimme.

„Ja“, meinte ich zu dem bösen Twin. „Mich hat der echte Sectumsempra erwischt und ich bin noch da!“, breitete ich meine Arme um Dramatik bemüht aus.

„Das war aber auch Snape, der dich geheilt hat“, beschwerte sich dieser Red Devil bissig und ich hob eine Braue an.

„Tja, aber glaub mir, ein echter Sectumsempra reißt tiefere Wunden… lass sie arbeiten…“, erklärte ich mit einem schalen Beigeschmack, als ich an die Schmerzen dachte, die mir Potter damals verpasst hatte.

„Sollte diese Dame so verloren in der Luft rumhängen?“, murmelte Gellert fragend und lenkte gekonnt ab, dabei war er inzwischen nah an Parkinson herangetreten und beäugte die schlafende Frau belustigt.

Sie lag mit dem Gesicht nach oben da, ihre Haare hingen unansehnlich hinab, ihr mit Pailletten gespicktes Kleid fiel schlaff nach unten, alles in allem ein lustiges Bild, wenn es mich nur nicht zu sehr an Burbage erinnern würde, kurz bevor Nagini ein leckeres Mahl zu sich genommen hatte.

„Ich… ich muss wissen, was mit Pansy ist“, kämpfte sich nun Theo wieder panisch zu mir vor. „Wo ist sie?“, forderte er involviert zu erfahren und funkelte mich mit wild blitzenden Augen an.

„Ich habe sie nicht mitnehmen können“, gab ich unumwunden, aber auch schonungslos ehrlich zu.

„Wasss?“, kreischte er zu laut auf. „Sie… sie ist noch dort?“, wurde seine Stimme regelrecht schrill. „Wie das?“, wich die Panik tiefer Bestürzung und einem unüberhörbaren Vorwurf an mich.

„Es war ihre Entscheidung!“, erklärte ich rüde. „Sie lief zu ihrem Vater, damit weg von mir und es wurde zu brenzlig, als dass ich hätte bleiben können.“ Außerdem war mir die Entscheidung leicht gefallen, denn Pansy würde nichts passieren.

„Wasssss…? Wie konntest du… und jetzt?“, meinte er tonlos und ich betrachtete besorgt seine verschorfte, geschädigte Haut.

Das lenkte mich definitiv ab, da mir auf einmal bewusst wurde, was für Komplikationen diese sichtbare Verletzung in Hogwarts nach sich ziehen würde. Sofort plante ich drauf los, dass Gryffindor und Slytherin eine Auseinandersetzung inszenieren mussten, an dessen Ende Theo zu Madame Pomfrey gehen würde.

„Beruhige dich“, verlangte ich genervt, da er noch immer jammerte und kam seinem Protestruf zuvor. „Jetzt werden Hermione und Blaise dafür sorgen, dass wir sie wieder in der Schule sehen“, entfuhr es mir rigoros entnervt. Schlussendlich gab es einen triftigen Grund, weshalb ich ohne Kampf abgehauen war.

„Sie war auch da?“, meinte Gellert als Erster mit der ihm innewohnenden forschen Gehässigkeit und wandte sich wieder zu mir. „Interessant“, wisperte er mir für meinen Geschmack zu begeistert.

„Dann war das Granger?“, mischte sich Marcus mit seiner tiefen Stimme ein.

„Ja“, erwiderte ich schlicht.

„Woran hast du sie erkannt?“, wollte Clearwater neugierig erfahren, die sich nun zu uns gesellte, da Alicia sie bei Georges Heilung nicht mehr benötigte.

„Für Gezeichnete sehen die Masken individuell aus, nur alle anderen sehen dieselben“, gestand ich widerwillig ein, da dies ein Geheimnis war, das nur internen Leuten geläufig war und offenbarte für nicht DeathEater erstaunlich Neues.

„Ihr habt euch als Gegner gegenüber gestanden!“, stellte Gellert etwas völlig anderes und vollkommen fasziniert fest, was ich wenig angebracht fand, woraufhin ich mit den Zähnen knirschte. Dieser alte Knacker konnte in seiner Besessenheit gefährlich nerven.

„Ich… wir haben das ebenfalls gleich gewusst“, warf Fred lustlos, aber auch arrogant ein und schielte mit wringenden Händen zu seinem Twin. „Er wacht auf“, hielt Fred nichts mehr bei uns, aber ich wusste, dass es stimmte, was Fred da behauptete, da die beiden ebenfalls sofort ihre Verteidigung aufgegeben hatten.

„Dann sind wir ihr im Kampf gegenübergestanden…“, wiederholte Marcus Gellerts Worte mit hörbar fassungslosem Unbehagen. „Was empfindest du dabei, Draco?“, fragte er mich unerwartet und ich musste überlegen.

Was hatte ich gedacht, was gefühlt, als ich bemerkte, wie sie in ihrer Kampfmontur um die Ecke blickte?

Unwillen und eine kurze Sorge und die Furcht, wie weit wir beide wohl würden gehen müssen.

Und damit landete ich wieder bei der ärgerlichen Frage, warum sie diesen Trottel Scabior vor meinem Fluch gerettet hatte!

Ich war bereit gewesen, aufs Ganze zu gehen!

„Haha, gerade ärgere ich mich, dass das so ein Fiasko war…“, gab ich verdrossen zu, ging aber auf die konkrete Frage nach Hermione nicht ein, da es niemanden etwas anging, was ich dachte, oder empfand. Dabei bemerkte ich genau, wie mich Grindelwald zu keiner Sekunde aus den Augen ließ.

„George!“, brüllte Fred plötzlich irre laut durch die Gegend. „Fuck, wenn du so weitermachst, sind wir nicht mehr gleich!“, legte er mit seiner lächerlich anmutenden Beschwerde nach, die meine Mundwinkel zucken ließ. Das konnte nur ein irrer Red Devil von sich geben.

„Lassen Sie mich doch helfen, junger Freund, es wäre doch eine Schande, wenn wir das nicht wieder hinbekommen“, mischte sich der alte Knacker wieder gewichtig ein und ich wusste nicht, ob es mir gefallen oder ob ich lieber Todesangst haben sollte, dass Gellert Grindelwald plötzlich Interesse an den Twins zeigte.

„Marcus, ich denke, du hast hier genügend Hilfe. Wir überlassen dann euch…“, wollte ich mich verabschieden, doch sofort ging Marcus, ob meines Willens abzuhauen, in Empörung der Mund weit auf. „Theo und ich müssen zurück und schauen, ob alle wohlbehalten in der Schule sind“, bezeugte Marcus‘ Miene, dass er dachte, ich würde mich drücken, aber er schloss dann doch wortlos den Mund, woraufhin ich Theos Hand packte und apparierte.

Und ja, ich drückte mich auf der einen Seite wirklich, aber auf der anderen brannte ich darauf, in die Schule zu gehen. Hoffentlich war auch Hermione mit ihnen in die Schule zurückgekehrt, dann könnten wir reden!

Ich konnte es kaum erwarten, sie zu sehen, sie zu umarmen und dann zu schütteln!

So kam es, dass wir uns zurück in die Schule schlichen und zum Glück ungesehen in unserem Gemeinschaftsraum ankamen.

„Endlich“, wurden wir auch umgehend empfangen. „Draco!“, rief Astoria, die neben Blaise zusammen auf der Couch gesessen hatte, erleichtert. „Ihr seid wieder da!“

„Blaise“, wisperte ich beruhigt wegen der Tatsache, dass er der Hölle im Anwesen der Parkinsons augenscheinlich unbeschadet entkommen war.

„Wo ist Pansy?“, kam es leise und gebrochen von Theo, der noch so mitgenommen von seinen Verbrennungen war, dass er an seinem Stuhl zusammensackte.

Er hatte sich verzweifelt in dem ziemlich leeren Gemeinschaftsraum umgesehen und festgestellt, dass seine Freundin nicht da war, doch dies berührte mich erstmal nicht. Es gab Dringenderes. Ich war seitdem ich das Schlachtfeld verlassen hatte in Sorge gewesen, wie es meinem besten Freund ging, da er absolut wehrlos von uns zurückgelassen worden war. Ihn nun unbeschadet vor mir zu sehen, zauberte ein vorsichtiges Lächeln in mein blasses Gesicht.

„Hey, Draco“, hob Blaise zur Begrüßung seine Hand.

„Hat sie auf dich aufgepasst?“, wollte ich umgehend erfahren.

„Ja, auf Hermione ist Verlass…“, legte sich ein sanftes Lächeln auf seine Züge, woraufhin Astoria verkniffen die Miene verzog. „Aber voll abartig, was danach passiert ist. Das war knapp, stell dir vor, wer tatsächlich persönlich aufgekreuzt ist“, sprach er aufreizend und wackelte mit seinen Brauen, woraufhin ich die Schultern hob.

„Dein Vater“, erhob wieder Blaise das Wort und genoss es sichtlich, mich davon in Kenntnis zu setzen. In meinen Ohren war es wie ein Donnerschlag, der mir erstmal die Sprache raubte. „Mein Merlin, ich sag es dir… auf den hätte ich getrost verzichten können“, legte Blaise erregt weiter nach und schüttelte sich.

„Vater? Dein Ernst… wieso…?“, meinte ich nun überschäumend und begann, unruhig in dem großen Raum auf und ab zu laufen.

„Wieso? Das haben sie mir nicht erzählt und ich hätte auch niemals zu fragen gewagt“, meinte Blaise mitgenommen. „Aber ehrlich, der Mann geht mir durch und durch und er hat mir kein Wort geglaubt“, schüttelte es ihn schon wieder und nach Vaters Avada gegen Blaise glaubte ich meinem Freund, dass er Vater lieber nicht begegnete.

„Aber er hat uns nicht auffliegen lassen?“, stellte ich knurrig fest und stopfte meine Fäuste in die Hosentaschen.

„Jaaa, wobei das vielleicht auch nur an ihr lag“, meinte er nun langgezogen und ich verstand die Anspielung auf Hermione.

„Mhmpf“, erwiderte Astoria abwertend. Ihr passte es gar nicht, dass gerade Hermione das Hauptthema zwischen mir und Blaise war, als die Tür plötzlich aufging und Pansy aus den Mädchenschlafsälen herauskam. Sie sah uns und stockte.

„Pansy“, wisperte Theo inbrünstig und dies war wie ein Startschuss der besonderen Art, da sie wie vom Teufel gestochen losschoss, auf Theo zu und dann klatschte es laut.

Pansy hatte ihm mit voller Wucht eine Ohrfeige verpasst, so dass sein Kopf so heftig herum geschleudert wurde, dass ihm seine Brille von der Nase rutschte und er jaulte auf, da dies seine verbrannte Wange war.

„Autsch.“, „Wow“, kommentierten wir schon beeindruckt, aber wenig aufgeschreckt und Theo war noch gar nicht dazu gekommen, zu reagieren, als es weiterging und Pansy ihr Knie hochriss und es ihm zielsicher zwischen die Beine rammte.

„Ufff“, trieb es ihm die Luft aus den Lungen, während er aufjaulte. Er klappte sich krümmend zusammen und sackte zu Pansy Füßen zu Boden, während ich und Blaise einheitlich die Luft einsogen. Das tat weh!

„Was fällt dir ein, du riesiger Idiot? Spinnst du? Du machst alles kaputt, du… du…“, erregte sich Pansy in ihrer Wut und stand bebend mit zitternden Fäusten hoch aufragend über ihrem Freund.

„Bitte… Pansy…“, wimmerte Theo erstickt nach Worten und kämpfte gegen seine Schmerzen an.

„Nichts „Bitte Pansy“! Ich habe dir gesagt, ich will und brauche keine Hilfe. Du wusstest genau, ich will niemandem etwas schuldig sein, schon gar nicht Draco… vor allem wenn es unnötig ist!“, stieß sie mit Wut hervor und wurde dabei immer energischer.

Meine Stirn legte sich in Falten. Wie bitte? Astoria und Blaise blickten indes genauso irritiert wie ich auf die Szene vor uns, denn das hatten wir nicht erwartet. Pansy hatte nicht gerettet werden wollen? Ich horchte auf, da wir nur aufgrund von Theos Drängen diese Rettungsaktion angeleiert hatte. Eine Aktion, die anscheinend weder gewünscht noch gebraucht worden war. Das war eine Überraschung, eine ziemlich unangenehme noch dazu!

„Aber…“, wollte Theo erneut beginnen, doch Pansy schnitt ihm harsch das Wort ab, indem sie erneut nach ihm trat.

„Was?“, wisperte ich leise und ich konnte beobachten, wie Astoria auf diese Eröffnung hin sprach- und lautlos ihre Lippen bewegte und auch Blaise sah absolut geschockt aus.

„Pansyyyy! Bitte, ich brauchte dich“, bettelte Theo, dem auffiel, wie unversöhnlich seine Freundin gerade war.

„Es ist aus, wir haben nichts mehr zu bereden. Lass mich in Ruhe, Nott!“, brauste sie auf und betonte am Ende besonders seinen Nachnamen, worunter Theo erneut wie geschlagen zusammenzuckte. Der Schmerz aufgrund dieser Zurückweisung war deutlich in seinem Blick zu lesen.

„Moment mal!“, mischte ich mich nun ein und hielt Pansy zurück, die gerade wieder in ihr Zimmer hatte rauschen wollen. „Was soll das hier? Du hast Theo nicht um Hilfe gebeten? Du wolltest nicht, dass wir dich rausholen?“, fragte ich involviert nach.

Das hier musste geklärt werden. Sie blieb sichtbar bebend stehen und als unsere Blicke sich kreuzten, erkannte ich in ihrem immer noch riesige Wut.

„Genau, Draco, ich hatte alles im Griff!“, meinte sie höhnend zu Theo hin.

„Du warst mit der Wahl deines Vater einverstanden?“, entkam es mir entsetzt. Ich meine, ich kannte diesen Mann und bei der Vorstellung, ihn an Pansys Seite zu wissen, wurde mir übel. „Dass du Rowle versprochen werden willst, das kann ich dir nicht abkaufen. Ich kenn den Typen. Mit dem mag man nicht mal zusammen in einem Zimmer sein, geschweige denn in einem Bett!“, meinte ich zum Ende hin richtiggehend verächtlich, aber von Thorfinn konnte man nichts Großes halten.

„Bitte, Draco, mit Sicherheit will ich so einen alten Widerling nicht ehelichen!“, spie Pansy verächtlich aus.

„Du hättest nie darum bitten brauchen, du weißt, dass wir… dass ich nicht zulassen würde, dass du solch einen Abschaum heiraten musst. Ich weiß echt nicht, was deinen Vater da reitet…“, hob ich zum Ende hin fragend die Schultern.

„Ich weiß, aber ich hatte einen Plan… “, stöhnte sie und schloss gepeinigt die Augen. „Er hat rausbekommen, dass ich mich mit Jungs treffe, dass ich mich unwürdig verhalte. Ich sage dir, was ich mir alles anhören durfte… ufff… Vater geriet aufgrund dessen gerade in Panik, dass es die Falschen sein könnten, dass ich keine gute Partie abbekomme und sein Vermögen und sein Ansehen in Gefahr gerät, bla… bla… bla, du kennst das ja… “, strich sie sich betont echauffiert eine Strähne aus dem Gesicht und verschränkte dann abwehrend die Arme vor der Brust.

„Wie konnte das passieren?“, fragte ich aufrichtig entsetzt, dass Pansys zuvorkommendes Verhalten unter den männlichen Schülern aufgeflogen war.


Gut, es war ein Risiko, als Reinblütige Affären zu unterhalten, aber durchaus gang und gäbe. Wobei Pansy es mit ihrer Freizügigkeit auf die Spitze getrieben hatte, aber sie war hineingewachsen, zu einer durchwegs anständigen Person, der man vertrauen konnte.

Dass sie sich als Frau ausprobiert hatte, konnte und wollte ich ihr nicht vorwerfen!

„Ja, wenn ich das wüsste“, erwiderte sie hitzig. „Und jetzt will er mich verschachern und denkt, ein gleichaltriger Partner hätte für mich nach der Schule eine „zu lasche Hand“ und würde nach meiner Pfeife tanzen. Draco, sei froh, dass du ein Junge bist!“, seufzte sie traurig. „Aber… er ist mein Vater… ich kann ihn doch nicht in Flammen aufgehen lassen“, erhob sie erregten Einspruch und wedelte eindrucksvoll mit ihren Händen in der Luft herum. „Und meine Mutter will Rowle nicht als Schwiegersohn. Sie hätte Vater schon noch weichgekocht. Ich hätte mich durchgesetzt. Wir hatten Pläne, Mutter und ich. Ich wusste vielleicht nicht immer genau, was ich wollte, aber ich habe mir immer genommen, was ich wollte. Ich bekomme schon das, was ich will und wenn es meine Freiheit ist, dann auch die!“, verkündete sie sichtbar selbstbewusst und von sich überzeugt.

Tja, was sollte ich sagen? Ich war überrascht, wie sich die unsichere, ängstliche Pansy wandeln konnte, wenn sie richtig wütend war. Aber offenbar hatte sie insgesamt an sich gearbeitet und diese Zeiten machten uns entweder härter oder man ging unter. Ihr Selbstbewusstsein war jedenfalls deutlich stärker als früher, als sie sich mir und so vielen anderen willig an den Hals geworfen hatte.

„Aber Pansy, du warst doch unglücklich und wie hättest du das alleine schaffen wollen?“, raffte sich Theo nun doch auf.

„Wenn ich Hilfe brauche, schreie ich schon danach! Aber der Idiot da drüben ist ja zu dumm, zu kapieren, wann man ihn nicht braucht. Ich bin dir… ich bin niemandem etwas schuldig, Draco, gar nichts. Ich wollte keine Rettung und ich brauchte keine, das ist alles Notts Schuld“, erklärte sie erstaunlich kalt und fest, sah ihn nicht mal an, als sie antwortete, sondern blickte zu mir.

Theo jedoch zuckte wieder zusammen, als Pansy ihn so abfällig titulierte. Theo war deutlich anzusehen, wie ihn ihr Verhalten quälte.

Wenn ich jedoch bis jetzt auch noch nichts erkennen ließ, brodelte es nach dieser Offenbarung in mir!

Was zur Hölle fiel Theodore Nott ein, mich zu hintergehen? Mich zu belügen und mein Vertrauen zu missbrauchen? Ich fühlte mich zu Recht hintergangen und betrogen, aber auf einer gänzlich anderen Ebene als Pansy. Er hatte mich, uns, die VenTes instrumentalisiert und in unnötige Gefahr gebracht.

„Es tut mir Leid, Pansy“, raffte ich mich auf und trat auf sie zu, beachtete Theo nicht weiter.

„Ihr meintet es ja gut“, schniefte sie plötzlich traurig. „W… was passiert nun mit meiner Mutter?“, fragte sie sichtlich besorgt und ihr Blick glitt furchtsam zu mir.

„Sie bleibt in der Burg. Es gibt dort genügend Slytherins, um die sie sich kümmern kann“, erklärte ich ihr umgehend den Sachverhalt und sie schluckte schwer.

„Ich weiß nicht, ob Vater damit klarkommt, ohne Mutter…“, wandte sie leise ein, aber sie wusste, sie gehen zu lassen war keine Alternative.

„Vielleicht wird ihm bewusst, wie wertvoll ihre Anwesenheit für ihn ist? Wir werden sehen…“, ging ich geduldig auf sie ein, denn eigentlich hatte ich gerade nicht schlecht Lust, Theo windelweich zu prügeln.

„Was für ein Scheiß Chaos“, meinte sie bewegt, bevor sie sichtbar enttäuscht und müde den Gemeinschaftsraum verließ. Theo wollte ihr hinterher eilen.

„Wo denkst du… gehst du hin, Theodore?“, fragte ich bedrohlich betonend und er stoppte in seiner Bewegung.

Ich befand mich in einer Zwickmühle. War ich ein zweiter Lord, der seine Leute bei Ungehorsam folterte? Bestrafte ich rigoros jedes Zuwiderhandeln mit harter Hand? Oder ließ ich mir auf der Nase herumtanzen?

Super Fragen, die aber offenbarten, wie schwer es war, zu führen. Was war der richtige Weg, was war falsch?

Theo hatte mich und die VenTes benutzt, ja, hintergangen und in ernste Gefahr gebracht, das durfte und konnte nicht ohne Folgen bleiben, doch wie hart sollten die ausfallen? Strafen hatte es in Slytherin schon oft gegeben, aber wenn ich überlegte, dann war die Strafe, die Hermione damals Pansy hatte zuteilwerden lassen, eine der härtesten gewesen, jedenfalls unter meiner Herrschaft. Was meine Vorgänger getan hatten interessierte mich wenig, außerdem lagen die Dinge hier auch noch anders, da es um die VenTes ging und nicht nur schlicht um Slytherin. Es betraf mein persönliches Projekt und die Leute, die sich nicht aufgrund einer Zuteilung durch einen alten Hut mir fügen mussten, sondern Personen, die mir aus freiem Willen folgten. Dass diese durch Theos Verrat hintergangen und unnötig Gefahren ausgesetzt worden waren, wog für mich noch schwerer.

„Verdammt… Theo“, entfuhr es mir nachtragend, als ich unterbrochen wurde.

„Warum, warum hast du das getan? Ich habe für dich votiert!“, beschwerte sich nun Astoria lautstark und hitzig, nachdem sich eine lastende Stille über uns gelegt hatte und Blaise musterte uns alle interessiert, setzte sich aber wieder, als würde er es vorziehen, die Show zu genießen, die er geboten zu bekommen erwartete.

„Ich… ich… ich hatte Angst… Angst um Pansy… es… es tut mir leid…“, begann Theo unsicher und mehr fragend als entschieden.

„Es tut dir leid? Ja? Es tut dir leid? Du hast Blaise…“, erregte sich Astoria, „und Draco und all die anderen in Gefahr gebracht und du siehst, wie sie es dir… uns dankt…“, erregte sich der kleine Wildfang, während mir als auch Blaise natürlich auffiel, in welcher Reihenfolge sie uns genannt hatte.

Warum musste alles so furchtbar kompliziert sein?

„Das wollte ich doch nicht, ich dachte, das sind Hilferufe, die sie aussendet“, ereiferte sich Theo in seiner Verteidigung.

„Boah, Theo, halt den Mund“, brauste nun ich genervt auf und fuhr regelrecht aus der Haut. Drohend, Schritt für Schritt, ging ich auf ihn zu und er begann, zurückzuweichen. „Hast du ernsthaft gedacht, du könntest uns belügen und benutzen, Theo? Bist du so dumm… oder gar so dreist?“, verlangte ich schneidend zu erfahren und als er stumm blieb, legte ich weiter los. „Du hast uns sinnlos gefährdet. Nein, nicht nur das. Du warst so dumm und hast dich enttarnt. Du bringst uns alle in Gefahr. Niemand hier, verstehst du, NIEMAND war je so doof wie du!“, stieß ich anklagend hervor und nun stand ich direkt vor ihm.

Mein Atem blies ihm ins Gesicht und er war bis an die Wand zurückgewichen, gefangen zwischen mir und eben dieser. Theo war so groß wie ich. Ich konnte direkt in seine panisch hin und her huschenden Augen hinter der Brille sehen. Die Haut seiner linken Gesichtshälfte war faltig und rot, man sah die Verbrennung sehr gut, auch der Schorf an seinem angebrannten Ohr war auszumachen. Aber auch Pansys Handabdruck konnte man gut sehen.

„Draco“, hauchte er kraftlos, während meine Hand nun langsam an seine Kehle glitt und ich mich schwer beherrschen musste, nicht einfach schlicht und ergreifend zuzudrücken, bis er keine Luft mehr bekam. Seine Hände schnellten reflexartig in die Höhe und umfassten meine Hand.

Zum ersten Mal konnte ich Vater und Hermione verstehen, wenn sie nur schwer den Wunsch, Schmerz willentlich zu bereiten, unterdrücken konnten. Ich wollte ihm wehtun. Ich wollte seinen Schmerz, sein Leid, seinen Tod?

„Was „Draco?“, äffte ich ihn verächtlich nach. „Was meinst du? Soll ich zudrücken? Wäre das eine gerechte Strafe?“, fragte ich seidig, leise und gefährlich.

„Draco.“, „Draco“, mischten sich jetzt einheitlich Astoria als auch Blaise aus dem Hintergrund ein.

„Was?“, wandte ich den Blick zu ihnen über meine Schulter, ließ aber von meinem Opfer nicht ab, dabei erkannte ich an ihrer angespannten, sprungbereiten Körperhaltung, dass sie beide erkannt hatten, wie gefährlich und zweigespalten ich innerlich war, denn ich traute mir selbst gerade nicht und sie mir anscheinend auch nicht.

„Was macht den Unterschied zu uns… zu ihnen… wenn wir… das…?“, hauchte Astoria blässlich und sprach laut aus, was auch mich vorhin beschäftigt hatte.

Meine rasende Wut wich langsam kalter, kalkulierender Wut. Nur leichten Druck übte ich auf seine Kehle aus, aber seine Hände kämpften immer noch darum, dass ich von ihm abließ.

„Ein Twin wurde schwer verletzt“, wisperte ich leise zu ihnen und war gespannt, wie sie auf diese Neuigkeit reagieren würden.

„Wer?“, wollte sofort Blaise besorgt erfahren.

„Tu ihm weh“, kam es im gleichen Atemzug von Astoria und ich verzog meine Mundwinkel zu einem grimassenhaften Lächeln.

„Das ist mein Mädchen“, meinte ich vergnügt, denn nichts ging über ihre besten Kumpel, und wandte mich wieder Theo zu, der für mich fühlbar schwer unter meiner Hand schluckte.

„Krrr…“, krächzte Theo panisch, nachdem er Astorias Rachsucht live erlebte, wenn es um Personen ging, die ihr nahestanden.

„Hm, was soll ich mit dir machen?“, fragte ich aufreizend.

„Ich hätte einen Vorschlag“, kam es von hinten und wieder drehte ich mich und sah Blaise ins verschlagene Antlitz. „Übergib ihn den Twins. Sie werden mit Sicherheit kreativere Ideen haben als wir!“

„Uhh, das ist eine Idee“, lobte ich seidig. „Wie war nochmal diese tolle, neue Erfindung – wie haben sie diese nochmal genannt?“, blickte ich über die Schulter wie beiläufig zu Blaise.

„War das nicht Fucking Hell, oder so was Ähnliches?“, zog Blaise die Schultern hoch, während Astoria ihn aufmerksam musterte und sichtbar ihre Neugierde darüber, was das war, unterdrücken musste.

„Ah, das Höllenfeuer, wie poetisch. Was meinst du, Theo, ist das die gerechte Strafe für deine Lügen? Dafür dass du uns alle benutzt hast?“, fragte ich gefährlich leise und Theo begann, vor Angst wie Espenlaub zu zittern.

„Bbbitte niiicht..“, stotterte er furchtsam und angstgelähmt, aber die Aussicht, sich den Twins stellen zu müssen, würde wohl niemanden begeistern oder demjenigen gar behagen.

Dracos Sicht Ende

Hermiones Sicht

Was war das gewesen?

So eine Auseinandersetzung mit Lucius zu erleben hatte ich nicht erwartet, oder besser; erwartet hatte ich gar nichts, aber mit Sicherheit erst recht nicht das, was dann passiert war!

Zuerst die Katastrophe mit meinem Trupp, dann dieses Drama im Haus der Parkinsons, was an sich der Gipfel der Unsäglichkeit gewesen war und dann zur Krönung Lucius‘ selbstherrlicher Auftritt.

Ich war fast vom Glauben abgefallen, als er plötzlich im Salon gestanden hatte und wie eine Fata Morgana selbstgefällig zur Begutachtung des Desasters gekommen war. Ich glaubte nicht, dass man mir angesehen hatte, wie überrascht ich gewesen war, dass sie ihn tatsächlich geholt hatten.

Blaise und Pansy hatten mir nämlich dank dieser Nervensäge Scabior keinen Ton sagen können, was diese Aktion von Draco sollte, weshalb ich mich ziemlich unwohl gefühlt hatte. Dabei beschäftigte mich latent die Frage, weshalb zur Hölle ich Scabior vor Dracos Avada gerettet hatte!

In dem Moment war ich eigentlich selbst gewillt gewesen, ihm einen Avada auf den Hals zu hetzen, da er mit seiner Dankbarkeit so unsäglich nervte.

Ich hatte insofern verstanden, dass Pansy Rowle heiraten sollte und ärgerte mich über die Rückständigkeit der Magier!

Konnten die nur an Ehe und das Zeugen von Kindern denken? Was für eine Welt!

Dabei ging mir die Auseinandersetzung mit Lucius nicht aus dem Kopf. Dieser Mann war ein Problem, ein personifiziertes Problem, für mich!

Ich meine, was fiel ihm ein, sich verständnisvoll zu geben, mir zu zeigen und zuzugeben, mich so gut zu kennen, um mir zu helfen und mir das zu geben, was ich brauchte, auch wenn ich gar nicht gewusst hatte, dass ich es brauchte!

Bis ich es getan hatte, hatte ich nämlich gar nicht gewusst, dass ich es haben musste, aber es hatte gut getan. Er hatte mir die Führung überlassen!

Lucius, ich bin der größte, Malfoy!

Er hatte sich soweit zurückgenommen und das war unerwartet gekommen und irgendwie kam es mir vor, als hätte uns dieses einschneidende Erlebnis auf ein neues Level gehoben und als hätten wir nun wirklich eine gemeinsame Ebene gefunden. So wie er mich die ganze Zeit danach angesehen hatte, als gäbe es ein tieferes Verständnis zwischen uns und das verunsicherte mich ein wenig, da ich mir weiterhin stur vor Augen hielt, dass ich mich bei ihm nie, niemals in Sicherheit wiegen sollte!

Dann nannte ich mich paranoid und dachte mir, dass diese Regung bei meinem ereignisreichen Leben doch selbstverständlich sein sollte. Es ging eben an einem nicht spurlos vorbei.

Wie auch immer, nach diesem Zusammenprall hatte es gut getan, zu entspannend und die Zeit mit Lucius zu verbringen, aber diese kurzen Pausen wurden kürzer und kürzer und soeben verließ mich Lucius mit wehendem Mantel.

Er hatte sich mit einem Kuss von mir verabschiedet. Laut seiner Aussage würde er den Lord in Asow, einer Stadt in „Bulgarien“ treffen.

Mit dieser Eröffnung ließ er mich zurück und sofort musste ich an unsere Zeit denken, als es nicht so gut zwischen uns gelaufen war, als ich nach Asow zu Viktor aufgebrochen war. Ich schüttelte über die magische Geographie noch immer den Kopf. Für sie war Bulgarien viel größer als für die Welt der Muggel.

Seitdem Lucius mir sein Reiseziel offenbart hatte, ratterte es in mir. Dank Harrys von mir verhassten Visionen wussten wir, wo sich der Lord rumtrieb, aber erst jetzt verstand ich, dass er nicht nur nach dem Elderstab suchte, sondern seinen nächsten Schachzug plante.

Die Eroberung des Festlandes!

Ich fragte mich zähneknirschend, wie ich derart blöde hatte sein können, das nicht zu sehen und anzunehmen, dass er nur monatelang einem doofen Stab und seiner Legende hinterherrannte. Er wusste Großbritannien in sicheren Händen, das Ministerium war erobert und Lucius zog im Hintergrund die Fäden und Hogwarts wurde von Severus geführt.

Der Lord konnte getrost zu neuen Ufern aufbrechen und von einem kleinen Störenfried wie Harry ließ er sich seinen großen Plan, die Welt zu unterwerfen, nicht unterminieren, oder sich gar aufhalten. Er würde wiederkommen, wenn er bereit war, Harry zu stellen, um ihn zu vernichten.

Und in dieser Zeit arbeitete er daran, seinen Eroberungsfeldzug voranzutreiben.

Wir… ich war zu kurzsichtig gewesen, denn das hatte ich nicht in Betracht gezogen und dass Lucius mir das so lapidar unter die Nase rieb war auch nicht üblich. Er hatte es mir sagen wollen, sonst hätte er es mir nicht derart plakativ gesagt… wollte er darauf anspielen, dass wir keine Zeit mehr hatten? Dass wir schneller vorankommen mussten, bevor sich der Krieg noch weiter ausbreitete?

Lucius sagte, tat oder machte nie etwas ohne Hintergedanken. Zu meinem Leidwesen wusste ich bis heute nicht, wo er wirklich stand.

Auf der Seite des Lords?

Nein, wohl eher nicht, wohl nur auf seiner eigenen!

Wie auch immer, er ging seiner Wege, die ihn diesmal weit, weit weg und ins Ausland führten.

Damit hatte er mich aus seinen Fängen entlassen. Die Leichtigkeit, die dahinter stand, erfüllte mich mit Befriedigung und Zufriedenheit. Früher hätte er mir nie gesagt, wohin er gehen würde, aber jetzt tat er es. Wir hatten eindeutig eine neue Ebene erreicht.

Wir… wir… wir, stopp!

„Lucius“, schrie ich laut los und sprang wie von der Tarantel gestochen auf, hetzte aus dem Salon, ihm hinterher und verteufelte die Größe und Weite des Manors, weshalb ich weiterhin laut seinen Namen brüllte.

Er stand süffisant von oben herab lächelnd an dem großen Kamin, der eine direkte Verbindung zum Flohnetzwerk hatte, wie ich seit der Feier der 28 wusste. Er schien darauf zu warten, dass ich ihn endlich erreichte.

Er war einfach unglaublich selbstgefällig.

„Dein Eifer, mich nicht gehen zu lassen, schmeichelt mir gar sehr, mein Liebes“, meinte er unnachahmlich spöttisch.

„Ahhh, deine gestelzte Sprechweise geht mir gehörig auf den Senkel“, versuchte ich den letzten Rest meiner Würde zusammenzukratzen und ging nun wesentlich bedachter auf ihn zu.

„Musst du Severus immer ähnlicher werden?“, entgegnete er augenrollend und ich lüpfte daraufhin eine Braue, woraufhin er amüsiert schmunzelte, weshalb ich kurz stöhnend die Augen schloss.

„Witzlos!“, tat ich das ab und sah ihn nun scharf an. „Ich will wissen, ob du alleine zum Lord gehst“, nagelte ich ihn mit einem Fingerzeig meines Zeigefingers fest, sodass er sein Haupt leicht neigte.

„Du bist gut, Hermione, und warst es schon immer“, resümierte er leise und schlug den Schlangenknauf seines Gehstocks in seine Hand. „Ich treffe Antonin später im Ministerium. Wir reisen gemeinsam“, erklärte er zuvorkommend mit nichtssagender Maske.

„Dann soll er also sein Mann auf dem Festland werden?“, fragte ich eindringlich und runzelte die Stirn, um der Bedeutung auf den Grund zu gehen.

„Möglich“, kam es von ihm sichtbar gereizt und er warf sein langes Haar über die Schulter.

„Du möchtest es verhindern?“, entgegnete ich schneidend.

„Irgendwann… vielleicht… Antonin kenne ich besser als jeden anderen dort in Bulgarien. Jetzt zu handeln wäre unklug…“, gab er überlegt zu bedenken, während ich ihn eindringlich musterte.

„Aber du planst Dolohows Ableben ein?“, zog ich mein Resümee und knabberte an meiner Unterlippe.

„Natürlich“, nickte er knapp.

„Selbstverständlich…“, äffte ich ihn nach, was mir wiederum eine tadelnd erhobene hellblonde Braue einbrachte. „Der Lord wäre nicht erfreut“, wandte ich leise ein.

„Natürlich, aber ich bin die einzige Alternative, um Europa zu überwachen. Ich werde keinen anderen neben mir dulden…“, meinte er derart arrogant und distinguiert, dass mir die Augen übergingen. Seine ganze Haltung drückte seine gefühlte Souveränität aus.

„Wolltest du deswegen nie das Ministerium… hier? War immer Europa das Ziel?“, sprach ich leise aus und musterte ihn misstrauisch, während er einen Schritt zurücktrat und kurz seinen Kopf schüttelte.

„Ich weiß nicht… wovon du sprichst…“, erwiderte er in meinen Augen zu lahm, als dass es sich hierbei um die Wahrheit hätte handeln können.

„Natürlich nicht…“, seufzte ich daraufhin schicksalsergeben auf und strich mir eine Locke aus der Stirn, da ich nicht wusste, wohin mit meinen Händen. „Pass auf dich auf… bei deinen hochtrabenden Plänen“, bat ich dann doch noch beunruhigt, beugte mich aber zu ihm, um ihm einen Kuss auf den Mund zu hauchen, den er unerwartet fest erwiderte, da er mich plötzlich mit einem entschlossenen Ruck zu sich zog.

„Pass du lieber auf dich“, lösten wir uns atemlos voneinander, „und auf deine Freunde auf“, mahnte er eindringlich und wie immer musste er das letzte Wort haben, als er mich losließ, in den Kamin trat und in den grün auflodernden Flammen auf Nimmerwiedersehen verschwand.

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BeitragThema: 608. Exploding Troll   Di Aug 29, 2017 10:19 pm

hier die englische Übersetzung von Cate und Aivy:

http://whfff.forumieren.net/f1-whf-english-version


608. Kapitel Exploding Troll

Severus Sicht

„Findest du es wirklich so schlau, Dolohov mit dir mitzunehmen?“, wollte ich dann doch sorgenvoll erfahren und sah mich mit einem Seufzen im heruntergekommenen Eberkopf um.

Erinnerungen an längst vergangene Tage stiegen in mir auf, als Lucius mich für den Lord begeistert hatte als ich noch ein kleiner, dummer Junge gewesen war. An das Biest, als sie noch ihre Scharade abgezogen hatte und so wie damals stand Aberforth Dumbledore auch heute noch hinter seinem Tresen.

So groß und dürr, etwas schmuddelig mit seinem mürrischen Gesichtsausdruck und seinem ungepflegt aussehenden langen, grauen Haar und Bartmähne. Er warf uns beiden in unserer Nische ab und an skeptische Blicke zu. Wenn man in Betracht zog, dass ich seinen Bruder ermordet hatte, waren ihm diese Blicke gegönnt. Argwöhnisch warf ich einen Blick in meinen Feuerwhiskey und überlegte, ob Gift darin sein könnte.

„Tja, mir fällt beim besten Willen nichts Dümmeres ein…“, unterbrach Lucius meine tristen Gedanken. „Aber falls dir die Erleuchtung kommt, Severus, dann nur raus damit…“, lag eine gewisse süffisante, aber auch schneidende Schärfe in seiner Stimme, weswegen ich ihm einen nachdenklichen Blick aus sehr dunklen Augen zuwarf.

„Soll ich mitkommen?“, bot ich eher rhetorisch denn willig an, da es nicht wirklich ernstgemeint von mir war, Hogwarts in Zeiten wie diesen unter diesem hirnamputierten Geschwisterpaar unbeaufsichtigt zu lassen.

„Als bräuchte ich Begleitschutz“, lehnte er auch umgehend mit der ihm innewohnenden Überheblichkeit ab und wedelte mit seiner behandschuhten Hand über den Tisch.

Er verzog seine edlen Züge zu einer missbilligenden Grimasse, als wäre es verpönt, in einer feindlichen Umgebung nicht alleine aufzutauchen. Aber da zeigte sich wieder, dass er wie das Biest und ich agierte. Denn auch wir waren gerne alleine, an sich Einzelkämpfer, jeder für sich, die mit am besten funktionierten, wenn sie sich nur auf sich und ihre Sache konzentrieren mussten.

„Nimm SIE mit!“, bot ich überlegend an, woraufhin er konsterniert blinzelte.

„Das Biest?“, hauchte er versnobt und er belohnte mich insofern, als dass er nicht sofort ablehnte.

„Der Lord wäre begeistert“, wandte ich süffisant ein und seine Lippen verzogen sich zu einem schmalen Strich.

„Ich werde sie nicht mitnehmen“, resümierte er schlicht und lehnte sich zurück.

„Wirst du ihm berichten? Denkst du, er hat Interesse an dem Vorgefallenen?“, lenkte ich das Thema auf ein anderes Terrain, weswegen seine Brauen taxierend in die Höhe wanderten.

„Wenn er von Parkinson hört, wird er hin und weg vor Begeisterung sein, aber ich bin nicht dort, um Rapport wegen dieser Lappalie abzuliefern!“, setzte er mich mit dieser geschäftigen Stimme in Kenntnis, die er immer anschlug, wenn er ganz wichtig war.

„Du denkst, du kannst ihm das als Lappalie verkaufen?“, fragte ich aufreizend in meinem Zynismus.

„Hast du je an mir gezweifelt, Severus?“, erwiderte er snobistisch, in unnachahmlicher Manier.

„Wenn ich dich nicht begleiten soll… soll ich dann mit Draco sprechen, was diese unselige Aktion sollte?“, bot ich deshalb genervt an. Weshalb belästigte er mich, wenn er in Wahrheit gar nichts von mir wollte?

Meine Zeit war kostbar. Oder tat er dies nur, um mich zu enervieren?

„Bloß nicht… je weniger wir wissen, desto besser…“, meinte er auf einmal sehr eindringlich und drängend, dabei blickten seine sturmgrauen Augen besorgt im Eberkopf umher.

„Soll ich ihm wenigstens neue Aktionen verbieten?“, drang ich beunruhigt weiter vor, nachdem er zum ersten Mal seit langer, langer Zeit etwas tiefer blicken ließ.

„Nein“, wischte er rigoros hinweg, sowohl mit Gesten als auch mit dem einen, sehr endgültigen Wort, dabei strahlte er souveräne, da gewohnte Macht aus und ich sprach augenblicklich nicht mit Lucius, meinem Freund, sondern mit meinem Chef, der Rechten Hand.

„Wie du wünschst“, beugte ich mich umgehend seinem Willen. Wenn Mr. Pfau in dieser Stimmung war, konnte ich mir meinen kostbaren Atem sparen. „Wie auch immer, ich bin an dem Abend interessiert… ich habe vernommen, dass es bei den Parkinsons hoch her ging“, offenbarte ich schamlos mein Interesse am Geschehen, aber wenn man normalerweise mit den banalen Wehwehchen in der Schule weichgekocht wurde, gierte man regelrecht nach spannenden Informationen.

„Du bist wie meist gar trefflich informiert“, formulierte er distinguiert und für unsere Umgebung absolut unpassend, aber ich stand darüber.

„Man tut sein Bestes“, erwiderte ich daher schlicht mit schnarrender Stimme und verbot mir gerade noch, ihn wegen seiner gesetzten Sprechweise aufzuziehen.

„Hast du dein Nifflerproblem gelöst?“, parierte er seelenruhig mit einer Gegenfrage und zeigte, wie gut er mich kannte und wohin meine Gedanken gewandert waren, weshalb ich meine Lippen schürzte.

„Natürlich“, legte ich eine Pause ein, um zu überlegen, ob ich ihm diesen wenig eleganten Themenwechsel durchgehen lassen sollte, eine Zeit, die er uns ließ, da er gerade einen todesmutigen Schluck von seinem Glas nahm. „Ja… dieses unsägliche Treiben hier ist nur so schrecklich trist und öde und seitdem das Biest die Schule meidet ist es noch langweiliger geworden“, ging ich mit ölig schnarrender Stimme auf ihn ein, als eine seiner Brauen immer Höher wanderte.

„Du willst doch angeblich gar nicht mitkommen“, servierte er ungerührt mit maliziösem Lächeln.

„Du willst mich nicht dabei haben“, hielt ich schneidig dagegen. „Vor dem Lord auf dem Boden rumzukriechen, wirklich nicht, das überlasse ich getrost dir!“, erklärte ich gehässig und zeigte Zähne.

„Wie generös von dir“, spöttelte er erheitert und warf seine langen, weißblonden Haare lässig zurück.

„Was willst du hier wirklich, Lucius?“, wurde ich sehr ernst. „Es ist ja nicht so, als würdest du zum ersten Mal ins Ausland verreisen.“

„Ich will, dass du auf alles ein Auge hast!“, lag keine Bitte in seinem Ton. Es war ein Befehl, der mir nicht behagte und meine Augen wurden groß.

„Alles? Wie alles?“, stieß ich wenig begeistert aus. „Auf Draco? Auf das Biest? Auf die DeathEater?… Als würde Hogwarts nicht reichen“, zählte ich kleinlich auf und erntete nichts als Spott aus graublauen Augen.

„Du hast es gar trefflich aufgezählt“, entgegnete er überheblich und ich rollte mit den Augen.

„Witzlos, das ist witzlos“, meinte ich und zu meinem Unverständnis lachte Lucius bei meinen Worten laut auf.

Severus Sicht Ende

Hermiones Sicht

Jetzt war ich wirklich allein. Ich starrte gedankenverloren in den nun leeren Kamin, doch dann hielt mich nichts mehr hier in diesem riesigen Manor, sodass ich eilig hochlief, um mich umzuziehen. Das weichfallende, schwere Seidenkleid war für meine anstehenden Aktionen ungeeignet, aber wenigstens wusste ich nun, was zu tun war. Ich war zu der Überzeugung gelangt, dass mich die Sache mit Parkinson nichts anging, weshalb ich nicht nach Hogwarts gehen würde, oder gar nach Irland in die Burg. Das war Dracos Bier und solange Harry davon keinen Dunst hatte, konnte ich so tun, als wüsste ich von nichts. Es war feige, aber die Kraft und der Wille, mir dieses Drama auch noch aufzubürden, tendierte gegen Null.

Außerdem galt es in meinen Augen, dafür zu sorgen, dass mein Trupp verstand, dass ich das Sagen hatte und nur ich!

Anscheinend hatte ihnen King nicht gereicht und der Neue, dieser Runcorn, schien schlechtes Blut in meinen Trupp zu bringen und das konnte ich nicht erlauben. Zudem stand mir deutlich vor Augen, was Fenrir bei seinem Rudel getan hatte, als Patrick nicht so gespurt hatte wie er sich das vorstellte. Ja, ich hatte ein Vorbild, dem es nachzueifern galt. Somit sann ich auf Rache. Ich musste diesem aufkeimenden Ungehorsam mir gegenüber eindrucksvoll entgegenwirken. Nur wie genau?

Als vor meinem inneren Auge eine Gestalt auftauchte, die wusste, wie man führte, die wusste, was ich tun könnte, machte ich mich ohne zu zögern auf den Weg.

„Gellert…“, grüßte ich freundlich, als man mir die Tür öffnete und mir ein Schwall köstlich duftender Schwaden entgegen waberte. „Was zaubern Sie wieder Schönes?“

„Komm rein, Sonnenschein, und sag du es mir…“, grinste er mich an und bat mich mit einer einladenden, weit ausholenden, übertrieben anmutenden Geste herein.

„Ohh, das habe ich zum letzten Mal bei meiner Oma gesehen, ein Battenberg-Kuchen und noch so gelungen“, lobte ich das rosa-vanillefarbene Schachbrett Kunstwerk, das von einem weißen Marzipanboden umwickelt war.

„Ich wusste, dass du das kennst“, kam es honorig von ihm, als er wieder hinter seinem Kunstwerk platznahm und noch eines zu fertigen begann.

„Was bedrückt dich?“, fragte er mich auf einmal und riss mich sofort ins Hier und Jetzt.

„Sieht man mir das so an?“, entgegnete ich aufrichtig und ohne seine Behauptung von mir zu weisen.

„Ich kenne dich“, meinte er schlicht, woraufhin ich die Schultern unbehaglich hochzog.

„Wie besorgniserregend“, schmunzelte ich verhalten, da ich nicht wusste, ob ich es gut oder eher schlecht finden sollte, von einem Menschen wie Gellert so leicht durchschaut zu werden.

„Haha, amüsant!“, lachte er daraufhin laut auf, da er meinen Zwiespalt durchaus bemerkte. „Sprich dich ruhig aus, Sonnenschein. Dafür bin ich da…“, und so sehr ich auch haderte, ich tat es und erzählte ihm vor allem von meinem Trupp und meinen Überlegungen, wie ich ihrer Herr werden könnte.

„Du brauchst etwas Ausgefallenes…“, setzte er nach reiflicher Überlegung, als ich geendet hatte, an.

„King und die Dementoren… ich verstehe einfach nicht, dass das nicht ausreicht…“, beschwerte ich mich händeringend, während er mir ein Stück des Kuchens abschnitt und mir mit dem Wort Tea-Time tatsächlich auch noch Tee einschenkte. Mich machten seine gezeigte und gelebte Ruhe und Langsamkeit total hibbelig, augenscheinlich wirkte sich ein halbes Jahrhundert im Knast durchaus auf die Geduld aus.

„Sie haben keine Ahnung und ich denke, diejenigen, die damals dabei anwesend gewesen sind, sprechen derart verschämt darüber, dass es andere nicht ernst nehmen. Dieses Strähnchen hat es ja nicht gewagt, mitzumachen“, kommentierte er überlegend.

„Er hat sie aber auch nicht aufgehalten“, beschwerte ich mich inbrünstig und ballte die Hand um die Kuchengabel zur Faust. Warum hatte ich ihn gerettet?

Eben, weil er nicht mitgemacht hatte, Patricia Gewalt anzutun, nur deshalb!

„Tja, dieser Neue könnte ihnen Ungehorsam einbläuen…“, wandte Gellert amüsiert grinsend ein und ich blinzelte ihn empört an.

„Runcorn“, grollte ich unverhohlen wütend, da mir beständig sein sich bewegender Hintern vor Augen stand, dabei drohte ich vor Wut zu ersticken und würgte an dem Kuchenstück, dessen Krümel mich im Hals kitzelten.

„Du musst endlich vollumfänglich wissen, was du kannst“, erklärte Gellert nun über meinen Hustenanfall hinweg und schob mir selbstgemachte Limonade, in der die Zitronenscheibe zusammen mit der Minze schwammen, zu und ich nahm eilig einen Schluck.

„Wollen Sie mich verführen?“, fragte ich noch immer hustend.

„Allerweil…“, grinste er selbstgefällig und blinzelte fröhlich. „Ich bin überzeugter Schwarzmagier und Nekromant, warum sollte ich mein Sein, mein Dasein verleugnen?“, hielt er mir mit einer Frage vor und wickelte die bunten, geschichteten Böden geschickt in den Marzipanmantel ein. „Deshalb verstehe ich nicht, dass du nicht noch mehr nützt, was dir von der Magie gegeben wurde…“, lag der Tadel unüberhörbar in seiner Aussage und ich rollte mit den Augen.

„Sie meinen als Strafe für meinen Trupp?“, fragte ich gezielt und er hob seinen kahlen Kopf und sah mich verheißungsvoll schmunzelnd an.

„Was hindert dich?“, fragte er aufreizend und leckte sich über die Lippen.

„Die Sorge, dass ich nicht weiß, was ich anrichten kann“, bot ich einfach mal schlicht als unbedeutende Möglichkeit an. Ich meine, es war doch gefährlich, mit dem zu experimentieren, was man nicht kannte.

„Der Lord wird dir nicht in die Suppe spucken, sollten diese Flachpfeifen draufgehen. Vielleicht erwartet er es sogar von dir, im Zuge deiner Studien“, gab er schonungslos zu bedenken und ich dachte mit Grausen daran, einen zweiten Trupp zu verlieren.

„Sie denken…“, stockte ich sprachlos.

„Ich weiß…“, bestätigte er mit undurchdringlichem Blick.

„Woher?“, wandte ich hörbar zweifelnd ein, weswegen er ein amüsiertes Schnauben ausstieß.

„Weil ich diese Art der Initiative als Dark Lord von meinen Untergebenen erwarten würde“, gab er sichtbar amüsiert zu und kicherte zum Schluss hin losgelöst, da er bemerkte, dass ich es verdrängt hatte, dass er sich derart gut in den Dark Lord einfühlen konnte.

„Wie beruhigend“, knirschte ich mit den Zähnen, denn es war nicht von der Hand zu weisen, dass Gellert die Wahrheit sprach, aber gefallen musste sie mir noch lange nicht.

„Wirf deine Zurückhaltung über Bord. Du wirst niemals lernen, es zu beherrschen, wenn du dich ständig zurückhältst“, zeigte er sich enttäuscht von mir und ich schluckte schwer.

Innerlich versuchte ich, seine Versuche als lächerlich abzutun, doch er bearbeitete mich weiter, aber ich rang mit mir. Nachdem ich beinah Fenrir auf dem Gewissen hatte, da ich ihn einfach mit in den Slide genommen hatte, war die Entscheidung erst recht keine leichte und das offenbarte ich nun auch Gellert, der mit leuchtenden Augen lauschte.

„Das mit dem Wolf, dein Slide mit ihm… das klingt interessant… sehr interessant“, murmelte er leise vor sich hin, nachdem ich mit meinem Bericht geendet hatte und nun von meinem inzwischen kalten Jasmintee trank.

„Mach es mit mir“, kam es übergangslos und sehr entschlossen von ihm, woraufhin ich hochfuhr, um ihn entgeistert anzustarren, ich hatte die Tasse so abrupt abgestellt, dass sie überschwappend klirrte.

War er verrückt? Klar, ich meine, der wie verrückt backende, ehemalige Dark Lord hatte einen zu ausgeprägten Todeswunsch!

„Was ist, wenn Sie es nicht verkraften? Gellert, Sie sind nur ein Nekromant… und Fenrir ist ein topfitter Werwolf…“, zählte ich hektisch auf. „Das ist Irrsinn“, schlug ich mit der flachen Hand auf den Tresen und sprang auf.

„Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“, kam es gutgelaunt von ihm und er grinste noch immer mit funkelnder Vorfreude gesegnet.

„Ich werde es nicht tun, dass das klar ist!“, erklärte ich bestimmt mit erhobenem Zeigefinger und atmete tief durch.

„Du hast zu viel Gewissen, zu viel Gefühl“, beschwerte er sich doch tatsächlich über meine Weigerung, ihn vorsätzlich umzubringen.

„Die meisten würden behaupten gar zu wenig“, schnitt ich ihm beleidigt das Wort ab. „Wie man es macht, macht man es falsch!“, verkündete ich freudlos und setzte mich wieder hin.

„Ich nicht…“, kicherte er dreckig.

„Sie sind ein Dark Lord“, erwiderte ich ohne Umschweife und schenkte ihm ein humorloses Lächeln.

„Ich war einer“, gab er mit hintersinnigem Blick zu bedenken, weswegen sich meine Stirn krauste.

„Kann man so was ablegen?“, fragte ich total perplex, da riss er seinen Kopf zurück und begann, lauthals zu lachen.

„Hahaha, du bist nicht so dumm wie die anderen Kinder“, beruhigte er sich nur langsam, während ich das Kompliment nahm als das es gedacht war.

„Tja, das war ich nie…“, meinte ich daher nur wegwerfend, bevor er abrupt zu mir aufsah und mich musterte.

„Und du solltest in die Burg gehen“, meinte er plötzlich für mich völlig aus dem Zusammenhang gerissen.

„Warum?“, fragte ich irritiert und hob eine Braue.

„Erstens mault dieser Troll rum und wird immer selbstgefälliger, wäre durchaus angebracht, wenn du ihm mal vorführst… wo sein Platz ist“, zeigte Gellert seine Hinterlistigkeit. Er wollte mich für seine Gelüste instrumentalisieren, weshalb ich abwertend schnaubte.

„Flint? Der ist mir egal“, erklärte ich daher. „Außerdem können Sie das wohl selbst gut genug“, meinte ich verächtlich, als er losgluckste.

„Er weiß, dass er dir egal ist, deshalb mault er noch mehr rum!“, zog er seine Schlüsse, dabei zeigte er eine wenig ansehnliche Grimasse.

„Er nervt Sie“, deutete ich auf ihn und bohrte in seinem Problemchen herum.

Ich konnte es verstehen. Flint führte die Burg und Gellert sollte auf ihn hören, nur war es für einen Dark Lord gar nicht so leicht, sich unterzuordnen.

„Dezent“, bestätigte er knapp. „Und noch sind diese teuflischen Zwillinge da“, warf er plötzlich ein, woraufhin ich die Augen aufriss.

„Weshalb?“, hakte ich alarmiert nach.

„Einer wurde verletzt“, meinte er lapidar und ich erstarrte, sah die Person am Fenster der Bibliothek der Parkinsons zusammenbrechen, während eine andere ihn hielt.

Es hatte einen Twin erwischt und mir sagte es keiner!

„Wassss?“, rief ich bodenlos entsetzt und sprang auf. „Und das sagen Sie erst jetzt?“, stieß ich vorwurfsvoll aus und eilte ohne einen Blick zurück davon, jedoch verfolgte mich sein spöttisches Kichern bis zur Burg, denn ich musste in Erfahrung bringen, wer von den beiden verletzt worden war und ob er wieder ganz gesund werden würde.

Ich kam in die Burg, dabei bemerkte ich den ein oder anderen scheelen Blick, der mir von allen Seiten zugeworfen wurde, als ich die Tür zur zentralen Halle aufriss und eintrat.

„Ach, wer beehrt uns denn heute mal wieder?“, kam es reichlich anmaßend von Flint. Anscheinend dachte er, nun, da Draco nicht mehr mein Freund war, weniger höflich mit mir umgehen zu müssen, wenngleich mich seine Bissigkeit verwunderte und doch legte sich sofort eine lastende Stille über die lustige Ansammlung, während ich kurz stumm blieb. „Kein Anhängsel im Schlepptau, das du hier abladen kannst?“, hielt er mir bösartig vor und fletschte aggressiv die Zähne.

„Flint“, entwich es mir amüsiert, denn ich konnte nur denken, wenn Fenrir seine Beißerchen fletschte, sah das ganz anders aus. Selbst Sanguini und Radu waren da eine ganz andere Nummer, sodass es mich bei Flint eher abfällig lächeln ließ, was die Situation nicht verbesserte.

„Sprich nicht in dem Ton mit mir“, meinte er umgehend verärgert, woraufhin ich eine Hand in die Hüfte legte und ihn wenig beeindruckt maß.

„Weshalb bist du hier und störst unsere Ruhe?“, wollte er jetzt gespielt gleichgültig erfahren, aber sein Kiefer trat stark hervor. Anscheinend biss er die Zähne fest zusammen.

„Hör mal, du magst mich nicht“, meinte ich gutmütig, dabei ging ich einen versöhnlichen Schritt auf ihn zu. „Ich kann das von dir gar nicht behaupten, da ich dich nicht kenne“, bot ich an, als seine Augen bedrohlich zu funkeln begannen.

„Hey, jetzt werde mal nicht beleidigend“, hisste er schneidend scharf auf, da er meine gleichgültig klingenden Worte zu seiner Person nicht gut aufnahm.

„Ich zähle Fakten auf…“, legte ich eisig nach, dabei wich ich keinen Deut zurück, „… und sei dir bewusst, dass mir Draco sehr wohl mehr Mitsprache in der Burg geben wollte, aber ich habe abgelehnt…“

„Dann soll ich dankbar sein? Pah…“, ätzte er. „Jetzt immer noch?!“, höhnte er schonungslos und ich hob sachte eine Braue an. Jetzt verstand ich, was Gellert gemeint hatte.

Anscheinend legte es Flint darauf an, mit mir aneinanderzugeraten!

Und er dachte, dies tun zu können, weil Draco und ich kein Paar mehr waren. War er von allen guten Geistern verlassen?

„Draco hat mir angeboten, Leute herbringen zu können. Warum sollte ich es dann nicht mehr nützen?“, fragte ich bemüht ruhig, da ich mich nicht auf sein Niveau herablassen wollte.

„Er hat es sich anders überlegt“, schoss er stur zurück.

„Ach, und das weißt du… weil?“, gab ich zweifelnd hinterher.

„Er gibt mir recht, dass du seine Burg zur Müllhalde gescheiterter Existenzen machst“, kam es reichlich bösartig von dem guten Flint, weswegen ich den Kopf schüttelte.

„Tut er das? Schade dass er so was nicht zu mir sagt. Naja, nett für Grindelwald, Krum und Black, zu wissen, was du von ihnen hältst…“, gab ich zynisch zurück.

„Alle drei haben sich Sachen geleistet, die für eine Gemeinschaft nicht tragbar sind und du vergisst dieses hysterische Weib… oder den verrückten Auror“, führte er sehr sicher in seiner Position aus.

„Hey, ich bin hier, oder?“, knurrte Viktor aggressiv.

„Er fügt sich wirklich gut ein, das ist unfair, Marcus“, kam die hitzige Beschwerde von Penelope.

„Siehst du, was du mir eingebrockt hast?“, jammerte er zu mir hin, aber ich konnte ihm beim besten Willen geistig nicht folgen.

„Hör mal, wenn du eine Midlife-Crisis schieben willst, halt mich dabei raus“, kam es reichlich gemein von mir, aber ich hatte andere Prioritäten.

„Wenn du nicht mehr kommst“, meinte er eifrig.

„Das liegt nicht an dir, sondern an Draco… soll ich ihn fragen? Bist du dir sicher?“, fragte ich nach. „Ich bin Familie…“, entgegnete ich fest und auch wenn ich nicht wusste, wie Draco entscheiden würde, tat ich so, als wäre ich völlig überzeugt davon, dass er immer zu mir hielt.

Aber ich wusste durchaus, dass auch er nicht begeistert darüber war, wen ich alles nach Irland schleppte. Die Frage war nur, zu wem hielt er, wenn es hart auf hart kam?

Nach dem Kredo der Familie Malfoy müsste er zu mir halten! Ob er es dann wirklich tat, war eine gänzlich andere Frage, wenn es um DeathEater, die DA oder die BL gehen würde, wäre ich mir sicher, aber bei seinem Irland? Niemals!

„Das würde er nicht wagen“, kam es zu überzeugt von Flint und er erhob sich leicht von seinem Stuhl.

„Wer nicht wagt, der nicht gewinnt…“, meinte ich aufreizend und lächelte keck. „Aber ehrlich, ich brauche Draco nicht, um meine Probleme zu lösen und Flint… ich will dir gar nicht in die Suppe spucken…“, startete ich einen erneuten Versuch, die Wogen zu glätten, sofern dies möglich war.

„Das tust du ständig“, murrte er verkniffen, dabei pulsierte seine Aggression richtiggehend in Wellen von ihm.

„Wie?“, war ich irritiert.

„Indem du hier aufkreuzt… pfff…“, meinte er nachtragend und ich schloss um Geduld betend die Augen. Das war doch nicht zu fassen.

Marcus Flint war gekränkt und fühlte sich zu sehr gefordert, sorry Junge, aber dann solltest du mal in meiner Haut stecken. Ich fragte mich, was er dachte, was ich für einen Eiertanz vor Gott und der Welt aufführte.

„Okay, okay…“, hob ich die Hände, da ich das nicht eskalieren lassen wollte, schon alleine um Dracos Willen. Das war ich ihm schuldig. „Ich bin gleich wieder weg. Ich will wissen, wer bei dem Einsatz verletzt worden ist“, forderte ich zu erfahren und er schenkte mir nun ein hämisches Grinsen, eines Trolls würdig.

„Einer der Weasley Zwillinge“, meinte er nun gemein.

„Welcher?“, entfuhr es mir entnervt.

„Die sehen gleich aus. Woher soll ich das wissen?“, entgegnete er absichtlich ausweichend und ich betete erneut um Geduld.

„Wo sind sie? Ich will sie sehen…“, rang ich mir schweren Herzens ab.

„Ich will, ich will… ich will… Auf nimmer Wiedersehen“, winkte er mir hoffnungsvoll zu, das war so kindisch, dass ich die Fäuste ballte.

„Warte, sie sind hier oben! Er war nicht transportfähig“, kam es von Lee, der gerade in die Halle spurtete.

„Was? Beide?“, rief ich bestürzt und fragte mich, wer Lucien betreute.

„Verschwinde endlich, Granger!“, murrte Flint missmutig, woraufhin ich wieder zu ihm herumfuhr.

„Warum? Warum lässt du deine schlechte Laune an mir aus, Flint?“, brauste ich kalt auf.

„Das hier ist mein Reich. Ich trage die Verantwortung und du kommst immer nur um Unruhe hereinzubringen“, erklärte er grimmig und richtete sich hoch auf, erhob sich langsam und drohend von seinem Stuhl.

„Wenn du deine Tage hast, oder dich Alicia nicht ranlässt, reagier dich woanders ab“, riet ich ihm gehässig, aber ohne auch nur einen Millimeter vor seiner breiten Statur zurückzuweichen.

„Hör mal zu, du wirst hier nicht so mit mir reden“, hisste er böse, dabei durchbohrte er mich nun mit seinem erhobenen Zeigefinger. „Wenn du das mit dem Abschaum machst, mit dem du dich gewöhnlich umgibst, wunderbar, aber nicht hier“, verkündete er abfällig, während ich nicht den Fehler machen würde, ihn zu unterschätzen, aber ganz ernst nehmen konnte ich ihn einfach nicht.

„Sagt der Junge, der aus dem Trollhaushalt kommt“, ätzte ich abfällig, denn ich mühte mich um meine Kontrolle.

„Sagt das Mudblood“, entgegnete er aufbrausend und wir schaukelten uns regelrecht hoch.

„MARCUS“, brüllte Alicia empört, als sie diese abwertenden Worte aus seinem Mund vernahm, die alle hier anwesenden Muggelgeborenen herabwürdigten, woraufhin er schuldbewusst zusammenzuckte.

Er musste gerade blind vor Wut sein, wenn er sich soweit vergas, um sich einen gewaltigen Ehekrach mit seiner Holden, die ihn mit zornblitzenden Augen maß, einzuhandeln, die er gerade gewillt war, zu übersehen.

„Oh, ich wusste, dass es in dir steckt…“, gab ich unumwunden mit großer Schadenfreude zurück. „Der Sohn seines Vaters… nicht wahr, Flint?“, blieb ich ungerührt, da ich mich nun bestätigt fühlte, dass er sich wirklich mit mir anlegen wollte. Anscheinend hoffte er auf einen Kampf, aber damit konnte ich umgehen, weshalb ich mit einem Schlag ruhiger wurde.

„Was weißt du bitteschön von meinem Vater?!“, grollte er bissig und schüttelte die Hand seiner Frau ab.

„Zu viel… du weißt genau, bei welchem -Abschaum- ich mich rumtreibe…“, nahm ich seelenruhig seine vorhergehende Aussage über meinen Umgang auf.

Und sofort raunten einige auf, interessiert worauf ich anspielte, während mein Gegenüber blässlich wurde, was mir ein schiefes Grinsen entlockte. „Ich werde nicht vor dir kuschen, Flint… träum weiter…“, erklärte ich ihm plötzlich völlig neutral.

„Du bist hier nicht mehr erwünscht, wir wollten Frieden hier haben und du bringst dauernd nichts als Ärger…“, war er nun auch um Kontrolle bemüht.

„Nicht deine Entscheidung“, hieb ich zurück.

„Doch, all das hier unterliegt meiner Verantwortung“, begehrte er auf. „Hör du mal zu, ich würde dir sogar den Zutritt verbieten… und…“, sprach er bitter das wenn er könnte nicht aus, da ich ihn sofort unterbrach und innerlich lachte. Uns war beiden klar, dass ihm dies alles nur dank Darcos Gnaden gehörte. Es lag nicht an ihm, mich hinauszuwerfen.

„Oh, versuch es“, meinte ich daher süßlich und grinste ihn herablassend an, woraufhin er regelrecht zu kochen begann.

„Willst du mir drohen?“, flüsterte er schon beinah und viele Zuhörer flüchteten wohlweislich aus der Halle.

„Marcus“, versuchte es wieder Alicia, aber weder er noch ich beachteten sie.

„Wenn ich ja sage, rennst du dann zu Draco?“, reizte ich ihn unendlich, ja, so was konnte ich perfekt und es gab einige leidgeplagte Menschen, die davon ein Lied singen konnten.

„Ich habe keine Angst vor dir“, brüllte er nun laut und einige wackere Bewohner, die noch da waren, zogen die Schultern hoch.

„Das ist bedauerlich…“, erwiderte ich schlicht und erinnerte mich an den vor mir liegenden Alpha der Werwölfe, der auch mal so was zu mir gesagt hatte, heute würde er das so nicht mehr sagen.

„Du… du…“, fehlten ihm ob meiner Dreistigkeit schlicht die Worte.

„Rennst du jetzt zu Draco?“, zog ich ihn schadenfroh auf und konnte beobachten, wie er bedenklich rot anlief.

„Du wagst es nicht, mich hier herauszufordern!“, donnerte er mit tiefer Stimme, die die Mauern zum Beben hätte bringen können, aber nicht mich.

„Bist du dir da sooo sicher, Flint?“, hielt ich ihm entgegen und reizte ihn absichtlich, aber ich kam nicht dagegen an, ihn nicht weiter aufzuregen, das war meine Natur, ich gab nie klein bei.

„Wollen wir nicht alle ruhig Blut bewahren?“, mischte sich Adrian Pucey überlegt ein. Er war von Haus aus der eher friedfertige und weniger risikobereite Slytherin.

„Misch dich nicht ein, Adrian“, knurrte auch Flint, der mich nicht aus den Augen ließ.

„Du solltest auf deinen Freund hören, Flint. Ich habe keine Angst vor einem Kampf, auch nicht gegen dich…“, entgegnete ich frech, aber tödlich ernst. Jemand, der sich mit Vampiren, Werwölfen, den Túatha Dé Danann und dem Lord anlegte, der lachte über einen Halbtroll wie Flint.

„Du bist zu selbstgefällig“, schoss Marcus zurück.

„Jaaa, aber nicht ohne Grund, ich bin nicht wehrlos… sag mir wo und wann, wenn du dich abreagieren musst, ich bin da… und ich gehe soweit… wie du willst“, bot ich generös an.

„So, jetzt hört der Spaß auf“, schoss aus Puceys Zauberstabspitze ein Funkenregen. „Jordan, bring Granger zu den Zwillingen“, befahl er geschäftig und Lee reagierte sofort.

„Komm, Granger“, raffte sich Lee auf, mich an der Hand zu packen und entschlossen aus der Halle zu ziehen.

„Du bist total irre“, rief mir Flint hinterher, der gerade von Alicia und Angelina zurückgehalten wurde.

„Du legst dich ganz schön mit ihm an!“, raunte Lee vorwurfsvoll.

„Wem? Flint?“

„Ja… er leistet hier wirklich viel und er macht echt gute Arbeit… all das zu leiten ist nicht leicht, so viele Leute und Typen, die sich in Hogwarts nicht ausstehen können, leben hier zusammen unter einem Dach… und das bisher relativ friedlich. Er hat ein schweres Amt gewählt“, verteidigte er Flint recht inbrünstig und überzeugt, weshalb ich mir mit meiner Antwort Zeit ließ.

„Ja, Lee, das gestehe ich ihm ja zu… aber sprich mir meine Last nicht ab“, versuchte ich auf ihn einzugehen, als ich mich schüttelte und geistig das Problem Flint weit von mir schob. „Wo sind sie jetzt?“, kam ich zu dem Grund, weshalb ich hier war und der mir wirklich am Herzen lag.

„Da drin…“, stoppte Lee abrupt und deutete auf die mittelalterliche Holztür. „Ich geh runter… schau und halt die Ohren offen“, entgegnete er eifrig und plötzlich grinste er genauso frech wie seine Kumpel, die Twins, als ich ihm winkte und mich kurz sammelte, bevor ich die Tür aufstieß.

„Ohhh, was sehen meine Äuglein da?“, „Hey, Schönste.“, „Was führt dich hierher?“, wurde ich mit euphorischen Ausrufen begrüßt, die mich sofort beruhigten.

„Ihr… ich wollte wissen, wen es von euch beiden erwischt hat“, meinte ich daher perplex, da sie im ersten Moment beide ziemlich erholt aussahen.

„Irgendwie den Unglücksraben von uns“, kam es jedoch zu ernst von Fred, als dass ich nicht bemerken würde, wie sehr ihn das Geschehen mitgenommen hatte und sofort sah ich neben ihn und eilte einen Schritt auf den Genannten zu.

„George?“, fragte ich besorgt und nahm seine Hand in meine. „Der Götter Willen, was hat ihn erwischt? Wie schlimm ist es?“, wollte ich erregt erfahren und bemerkte die kleinen, feinen Narben in seinem Gesicht.

„Nicht schlimm, die tun hier alle viel mehr rum als sein müsste. Ich will längst heim zu … naja, du weißt schon…“, beschwerte sich George und löste seine Hand aus meiner, während ich Fred intensiv ansah, der meinen Blick eindringlich erwiderte. Nur weil George seine Verletzung herunterspielte, bedeutete es nicht, dass es auch so war.

„Dobby kümmert sich…“, formten Freds Lippen lautlos und ich nickte eilig, da meine drängendste Frage damit beantwortet war. „Hör auf, George“, kam es jetzt laut von seinem Twin. „Du hast viel Blut verloren und wir waren unsicher, ob die Wunden nicht wieder aufreißen“, zeigte Fred durchaus seine gluckenhafte Veranlagung, die er von Molly zu haben schien.

„Willst du meine Narben sehen? Echt schmückend!“, „Ja, sie stehen ihm echt gut, wirkt ein wenig wie ein Pirat… heiß…“, blödelten die beiden wieder rum und ich stöhnte ob ihrer Art alles herunter zu spielen auf, denn man sah George durchaus an, dass er krank gewesen war

„Verflucht, warum habt ihr bei diesem Himmelfahrtskommando mitgemacht?“, fuhr ich die Red Devils nun haltlos an, während ich in dem zu engen, zu kleinen Raum nicht wirklich umhergehen konnte.

„Wir haben Testpersonen gebraucht.“, „Ja, Freiwillige sind echt rar gesät.“, „Extrem unwillig, die Leute“, klagten die Twins los und ich machte große Augen, das war einfach unfassbar.

„Tja, ich fand die Kinder in Hogwarts schon immer sehr tapfer, die sich euch freiwillig hingegeben haben“, erwiderte ich schonungslos, gedanklich in der Zeit zu Umbridge gefangen, als die Schüler wacker alles testeten, was die Twins feilboten, ohne Rücksicht auf Verluste.

„Hahaha“, „Ja, ach, das waren Zeiten.“, „Erinnerst du dich…“, „Ach, war das schön“, schwelgten die beiden auch sofort in ihren Erinnerungen.

„Dank euch und meiner Sorge durfte ich mir nun Flint antun“, holte ich sie auf den Boden der Tatsachen zurück, was beide sofort ernst werden ließ, sodass sie mich aufmerksam musterten.

„Wir sind ganz Ohr“, meinte Fred interessiert und ich kam ihrer Bitte nach und erzählte es ihnen ausführlich und ließ meinen Frust ab.

„Flint versteht es, den Schnatz abzuschießen“, „Geil, was wohl jetzt Alicia mit ihm macht?“, „Hahaha, er hat dich Mudblood genannt, das mag sie gar nicht.“, „Oh ja, er wird leiden.“, „Könnte einem beinah… oder fast…“, „Leidtun…“, meinten sie zuerst abwechselnd und das letzte Wort krähten die Teufel zusammen, was zeigte, wie böse sie sein konnten.

„Weißt du schon das Neueste?“, gluckste nun Fred, während ich leichthin lächelte, da ich mir den Ärger von der Seele geredet hatte.

„Woher? Ich weiß doch nie was“, schnaubte ich abfällig.

„Schönste, du hast Defizite.“, „Aber hallo!“, „Aber irgendwie hatten wir die alle.“, „Ja, das hat er wirklich verflucht geschickt eingefädelt.“, „Wobei ich nie gedacht hätte, dass er einfädeln kann“, ulkten die zwei rum und wirkten gut unterhalten und ich stand dezent auf dem Schlauch.

„Um was oder wen geht es?“, fragte ich irritiert. Um ihre Eltern, Charlie, den Orden? Ich war ganz Ohr.

„Percy.“, „Unser korrekter Bruder.“, „Mr. ich bin so was von steif.“, „Steif passt irgendwie Forge… hahaha“, „Gred, hahaha, ja, stell dir vor, Schönste, er hat geheiratet“, rissen mir ihre an Ping-Pong erinnernden Sätze wahrlich vor Überraschung den Boden unter den Füßen weg.

„Was? Er?“, stieß ich daher auch sprachlos aus. „Wen?“, meinte auch ich aufrichtig überrascht.

„Geilo.“, „Geile Reaktion“, schlugen sich die Twins ab, da die Frage nach dem Wen in meinen Augen ziemlich berechtigt war. Ich würde Percy nicht geschenkt haben wollen. „Was hab ich gesagt, das denkt sich jeder.“, „Wer will den ollen Streber an der Backe haben?“, „Du hast ihn ja auf dieser Zumutung erlebt.“, „Diesen 28-Quatsch.“, „So eine Show kann nur Percy abziehen.“, „Und der meint den Scheiß auch noch ernst“, zeigten die Twins, dass sie diesen kleinen Zwischenfall, bei dem einer von ihnen verletzt worden war, völlig schadlos überstanden hatten. „Unfassbar, aber wahr. Wer will so einen?“, legten sie eine Kunstpause ein, die ich gebührend mit schief gelegtem Kopf brav abwartete und würdigte.

„Audrey“, schrien beide wie auf ein unsichtbares Kommando hin los.

„Dracos Sekretärin?“, hauchte ich tatsächlich völlig überrascht. „Die kleine Französin? Wow…“, meinte ich beeindruckt, und immer wieder erstaunt darüber, wo die Liebe hinfiel.

„Ja, echt hübsch.“, „Echt nett…“, „Und fällt dir noch was anderes auf?“, „Unsere Brüder stehen auf Französinnen!“, „Oh lala“, „Französisch?“, „Vielleicht sollte ich mich nach einem knackigen Franzosen umsehen“, drohte nach der Aussage die Stimmung bei mir zu kippen, da ich an Ron und Apolline dachte und wie er sie verloren hatte. Auch er hätte sich hier einreihen können, ein Bruder, der eine Französin liebte, geliebt und verloren hatte, weshalb ich schnell weitersprach.

„Wie kam es raus, wenn Percy seine Beziehung so lange geheim gehalten hat?“, fragte ich ehrlich neugierig nach.

„Sie hat gestern geschmissen!“, servierte Fred unnachahmlich derb und ich bekam kugelrunde Augen.

„Sie hat was?“, quiekte ich beinah und die beiden verzogen ihre Gesichter zu ähnlich erfreuten Grimassen, weil sie es schafften, mich zu schockieren.

„Sie haben ein Baby bekommen“, kam es zuvorkommend von George und ich schüttelte den Kopf.

Wie kam es, dass die Leute selbst in Zeiten wie diesen sich vermehrten und wehrlose kleine Wesen in die Welt setzten? Ich musste ihren Mut bewundern. Ich fand es schon bedrückend, dass wir Lucien hatten, aber das war nun mal Harrys Kind, aber seine Existenz machte vieles kompliziert und nicht leichter.

„Wartet… braucht ein Baby nicht neun Monate?“, bewunderte ich Percys Geschick, seine Vaterschaft so lange geheim gehalten zu haben. Das bekam wahrlich nicht jeder hin, während die Twins vor sich hin kicherten.

„Sie heißt Molly“, meinte George auf einmal lachend und wischte sich eine Lachträne aus den Augen.

„Nicht wahr…“, entfuhr es mir ebenfalls mit einem Lachen. „Ich… ich bin sprachlos.“

„Was glaubst du, was ihre Namenspatronin sagen wird?“, wisperte Fred begierig und das bösartige Glitzern seiner Augen war beunruhigend.

„Dasselbe?“, gab ich daher lässig zurück und grinste ebenfalls ein wenig fies, da ich Molly in ihrer beeindruckenden Persönlichkeit vor mir sah, wie sie die Information, alles verpasst zu haben, erhielt.

„Eher schreien und kreischen.“, „Ihr erstes Enkelkind und sie hat keinen Dunst!“, „Und er hat sie auch in einer geheimen Zeremonie geehelicht. Was sagt man dazu?“

„Das auch noch? Percy ist flott unterwegs“, kicherte ich vergnügt, wie war das noch?

Stille Wasser waren tief und immer für eine Überraschung gut!

„Mum wird es hassen, keine Feier ausrichten zu können.“, „Hahaha… Percy und flott und schnell, das hätte ich niemals geglaubt.“, „Aber nix schlägt Harry.“, „Hahaha, ja, der hat den Schnatz abgeschossen“, „Bekommt nur ein Potter hin“, ergingen sich die Red Devils in ihrem bösartigen Spott.

„Ihr seid echt fies“, bedankten sich die beiden mit übertriebenen Gesten, als hätte ich ihnen das größtmögliche Kompliment ausgesprochen, das es gab.

„Schönste, ich glaub, er hat das Mädel Molly genannt, auf dass wenn Mum es erfährt, sie vielleicht milde gestimmt ist.“, „Weil sie sooo ergriffen ist.“, „Ein durchwegs schlauer Schachzug.“, „Wer hat behauptet, dass Percy je blöd war oder ist?“

„Ich verstehe eines nicht“, unterbrach ich etwas ernster ihre ulkigen, da bitterbösen Kommentare. „Denken die alle nur an Ehe und Kinderkriegen?“, lag mein grausiges Augenmerk auch noch auf Tonks, die uns bald mit ihrem Kind beehren würde.

„Können ja nicht alle so stringent dagegen veranlagt sein… wie wir…“, bot Fred an, während George sich seine Zunge in die Wange schob.

„Sehr witzig, Fred“, schnaubte ich auf.

„Ich fand mich genial… naja, Charlie wird sich auch nicht so flott vermehren… fallen wir vier schon mal aus…“, zählte er frohgemut auf.

„Apropos Charlie… er treibt sich noch immer mit Scabior rum und auf der Party hat er sich regelrecht fasziniert von den Vampiren gezeigt. Denkt ihr, er macht es?“, wollte ich ihre Einschätzung von ihrem Bruder erfahren.

„Dann wäre er schön doof.“, „Aber es wäre noch immer seine Entscheidung.“, „Er liebt das Risiko.“, „Wer mit Drachen arbeitet, der sucht das wohl.“, „Wir werden seine Entscheidung unterstützen, egal was es wird.“, „Er hält auch zu uns und unserer Entscheidung, zueinander zu gehören!“, nickten sie einmütig und sehr überzeugt.

„Ihr wollt gleiches mit gleichem vergelten, das ist gut!“, stimmte ich ihnen darin zu, zu ihrem Bruder zu halten.

„Sag mal, wie fandest du uns bei den Parkinsons?“, wollte nun Fred übermütig wissen.

„Episch… der große Blonde wird die Schmach nie verwinden…“, zuckten meine Mundwinkel, wenn ich an das abartige Bild dachte, wie verschandelt der gute Rowle dort ausgesehen hatte.

„Haha, ja, Lee, Angelina und Verity haben die Plakate in den Alleys verteilt, ist das nicht geil?“, „Ich werf mich immer noch weg“, feierten sie begierig ihren neusten Coup.

„Ihr habt sie öffentlich gemacht? Wie gemein, das kratzt auf jeden Fall an seiner Würde…“, verbiss ich mir heroisch ein Lachen, aber er tat mir nicht leid. Er war ein sehr böser Mann und seine Laune war nun mit Sicherheit abgründig, da man ihm der Lächerlichkeit in der Öffentlichkeit preisgegeben hatte.

„Du siehst ganz schön gruselig aus mit deiner Maske und erst recht im Kampf…“, meinte George nun etwas ernster.

„Das ist wohl der Sinn dahinter, oder?“, erwiderte ich ein wenig zurückhaltend.

„Ich weiß.“, „Aber du bist echt gut.“, „Ich fand dich schneidig.“

„Flint und Clearwater haben aus allen Rohren gefeuert, aber ihr habt sofort aufgehört, zeitgleich mit Draco. Ihr hattet gar keine Zeit, zu ihm zu sehen, um es zu bemerken. Warum wusstet ihr, dass ich es war? Er kann es sehen… ihr nicht…“, war ich wirklich neugierig, zu erfahren, wie sie mich erkannt hatten.

„Du hast dich nur verteidigt.“, „Oh ja, so was von defensiv.“, „Und George meinte sofort zu mir: das ist sie.“, „Und er sagte: ich glaub auch. Und tja, dann war die Sache gegessen“, erklärten sie einhellig und nickend.

„Ihr habt euch umgedreht, mir den Rücken zugewendet, aufgrund einer Vermutung!“, war ich echt baff.

„Ah, jetzt halt uns bitte keine Standpauke.“, „Wir sind der Schule vor langer Zeit entkommen“, wiegelten beide mit erhobenen Händen ab.

„Ich will doch nur, dass euch beiden nichts passiert“, rief ich nun aus und milde erfreute Züge glitten auf ihre an sich immer noch identischen Gesichter.

„Deine Sorge rührt uns.“, „Aber sorg dich nicht zu sehr.“, „Wir zögern sonst nicht.“, „Fred hat den einen Bösen kaltgemacht“, wiegelten sie völlig überzeugt ab.

„Das warst du“, war ich noch mal erstaunt.

„Immer gerne doch“, grinste Fred mich regelrecht teuflisch an und ich fragte mich ernsthaft, wie irgendjemand denken konnte, dass die Twins lustig waren? Brandgefährlich und unberechenbar traf es eher!

Hermiones Sicht Ende

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