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 Kapitel 611-612

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queenie
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BeitragThema: Kapitel 611-612   Di Sep 19, 2017 7:59 pm

611. Kapitel Informationsaustausch

Ich hasste es, diese offensichtliche Schwäche vor allen gut sichtbar zu zeigen. Natürlich bestürmten sie mich, oder besser uns, trotzdem mit ihren viel zu aufdringlichen Fragen!

Doch hörte ich nur das laute Rauschen meines Blutes in meinen Ohren, sah zwar ihre sich bewegenden Münder, hörte aber nichts. Auf einmal wurde mir von Ginny resolut eine heiße Tasse in die Hand gedrückt. Dabei erinnerte mich die jüngste Weasley stark an ihre Mutter.

Jedoch waren meine Finger so taub, dass ich sie nur hielt und Lavender sie schlussendlich zusammen mit meinen Händen an meinen Mund führte. Erschrocken verzog ich das Gesicht, als ich den heißen, herben Kakao schmeckte, der sich in meine ausgedörrte Kehle ergoss. Nicht meine erste Wahl nach so einem Erlebnis, aber ich fühlte sofort die sich ausbreitende, wohltuende Wärme in meinem Inneren.

„Wo bist du plötzlich hin verschwunden?“, konnte ich jetzt zum ersten Mal Neville vernehmen, wie er Lavender anfuhr, die über ihre Schulter sah, da sie noch immer mit mir zusammen die Tasse an meinem Mund hielt.

„Ich habe gesehen, wie sie mit Snape abgedampft ist und die Party einfach verlassen hat“, kam es reichlich wichtig von Colin Creevey und ich bedeutete Lavender, genug getrunken zu haben und wischte mir mit dem Handrücken über die Lippen und blinzelte irritiert auf meine Hand.

„Snape?“, „Was hast du mit Snape zu schaffen?“, wurde Lavender bestürmt.

„Sagt uns lieber, was hier los ist!“, forderte Lavender zu meinem Erstaunen die anderen auf, zu erzählen und ich blickte noch immer auf meine verheilte Hand.

Severus. Ich lächelte versonnen. Er musste den Schnitt geheilt haben, während meine Wange trotz der Salbe noch immer höllisch brannte. Kratzer von den Krallen eines Werwolfs taten weh und gingen nicht sofort weg, aber ich war sicher, dass Severus seine beste und wirkungsvollste Tinktur aufgetragen hatte, die dafür Sorge tragen würde, dass keine dauerhaften Narben in meinem Gesicht zurückblieben.

Wenngleich seine Sorgfalt und Zärtlichkeit bei meiner Verarztung non-existent gewesen waren, dafür war er schlicht zu sauer gewesen, weil ich mal wieder etwas angestellt hatte, ohne vorher Bescheid zu geben.

Ja, woher zur Hölle hätte ich bittschön damit rechnen sollen, dass das alles minimal ausartete?

Es hätte auch glatt laufen können.

Wobei es gar nicht so schlimm gewesen war, denn das Feuer wäre niemals außer Kontrolle geraten, wenn ich nicht bewusstlos geschlagen worden wäre!

Wenigstens hatte ich es noch geschafft, wieder die Schleier zu senken, bevor mein Pentakel außer Kontrolle geraten konnte.

Lugh!

Moment, Severus‘ Forderung nach Antworten Lugh betreffend, Hand, Hände, ich sah wieder auf meine und sah nun Severus‘ Hand, die ebenfalls einen verheilenden Schnitt zeigte. Verdammt, er hatte das Pentagramm geschlossen!

Deswegen hatte er also Lugh gesehen, wegen mir, weil das mein Ritual gewesen war. Plötzlich ergab das alles einen erschreckenden Sinn!

Ich musste Lugh von Severus fernhalten und andersherum ebenso!

Was mich aber noch wütender machte, war, dass Lugh schon wieder nichts auf den Punkt gebracht hatte. Er hatte mit keinem Ton kundgetan, was mit Harry passieren musste, um ihn heil von dem Seelenstück zu lösen.

Außerdem machte mir seine Forderung Angst. Zeige mir, dass du bereit bist, dich völlig zu entfalten. Deine Mächte und Kräfte zu nützen, ohne all diese Hemmungen und Zurückhaltungen… ich will dich. Wobei vor allem dieses „ich will dich“ ja mal so gar nicht vielversprechend klang!

Das klang alles andere als gut!

„Hey.“, „Hermione.“, „HALLO“, rüttelten plötzlich Hände an meiner Schulter, worauf ich ob der Schmerzen in meinem Hirn aufhisste.

„Wa… was?“, riss es mich aus meinen düsteren Überlegungen und ich blickte in die sichtbar aufgewühlte Runde Gryffindors, die regelrecht nach Antworten gierten.

„Du siehst schrecklich aus“, meinte dann ein einzelner in der eingesetzten Stille und ich verzog begeistert meine Mundwinkel gen Boden.

„Danke für die Blumen, Neville“, murmelte ich zurück, wärmte meine Hände weiterhin an der warmen, halb vollen Kakaotasse und legte nun mein Haupt schief, musterte die bewegte Menge vor mir.

„Warum seht ihr alle so zerrupft aus?“, stellte ich danach eine Gegenfrage, die sichtbar auf erregte Gemüter traf.

„Hier war die Hölle los.“, „Das hast du noch nicht erlebt.“, „Da war der Mord an Dumbledore ein Witz.“, „Oder die Horde DeathEater, die damals hier einfallen ist.“, „Oh ja!“, „Es ging hoch her.“

„Wie, es gab einen Kampf?“, wisperte ich erschrocken und stellte die Tasse vor mir ab und strich mir besorgt mein wild gelocktes Haar aus der Stirn. „Wer gegen wen?“, stellte ich, wie ich fand, eine doofe Frage, da ich im selben Moment darauf wettete, dass die Carrows mitgemischt hatten. „Die Carrows“, stieß ich deshalb gleich aus und wurde überrascht.

„Nicht nur…“, murrte Seamus und ich riss die Augen weit auf, da meine Sicht seit dem Schlag ein wenig verschwommen war.

„Wie, nicht nur?“, fragte ich perplex.

„Wir haben gefeiert.“, „Das war eine Harry-Potter-Freundschaftsparty.“, „Hagrid hat sie geschmissen“, kam es wüst von der Menge daher und ich riss sowohl Augen als auch Mund weit auf.

„Seid ihr irre?“, presste ich hervor, erschüttert darüber, mit welcher Dummheit sich Severus herumschlagen musste.

„Warum?“, „Es sollte den Zusammenhalt stärken.“, „Aber wir sind aufgeflogen!“, „Einige reinblütige Idioten gibt es überall!“, „Das waren Schüler, keine Mitglieder der DA oder BL.“, „Sie haben mit dem jungen Creevey Streit gesucht und gefunden!“, „Dann haben sie angegriffen und wir haben uns gewehrt…“, kam es von der Versammlung und ich lauschte bewegt, wie es in Hogwarts zuging, seitdem wir nicht mehr da waren.

„Streit und Kampf untereinander?“, meinte ich derart ergriffen, dass mir jede Silbe wehtat und ich dachte, wir hätten zumindest hier für Einigkeit unter den Häusern gesorgt.

„Jaaaaa.“, „Ja, leider.“, „Sehr unschön und es ging heftig zur Sache.“, „Und dann kamen die Carrows und Filch.“, „Und dann die anderen Lehrer“, meinte am Schluss Ginny kopfschüttelnd.

„Oh, ist etwas… oder jemandem von euch etwas passiert?“, stellte ich eine für mich wesentliche Frage. „Was ist mit Hagrid?“, schlug mir das Herz bis zum Hals.

„Die Carrows wollten ihn verhaften lassen, aber mit unserer Hilfe konnte er abhauen.“, „Er ist zurzeit auf der Flucht“, wurde ich in Kenntnis gesetzt und seufzte erleichtert auf, da ich Harry keine allzu schlimmen Horrornachrichten übergingen musste.

„Das… ist zwar nicht gut, aber wenigstens gelang ihm die Flucht!“, wollte ich mich mit allem konfrontieren, solange ich die Schmerzen in meinem Kopf noch aushalten konnte. „Tja, dann war mein Timing zu Imbolc doch fantastisch“, ging meine Ironie mit mir durch und wieder klingelte es unangenehm in meinen Ohren.

„Imbolc?“, quetschte Seamus sichtbar überfordert hervor.

„Nichts…“, winkte ich auf Lavenders verzogene Züge hin eilig ab und wünschte mir mehr Konzentration, aber ich bemerkte, wie sie mir immer wieder entglitt.

„Sag mal, da kommt mir eher in den Sinn, zu fragen was dir passiert ist.“, „Ja genau.“, „Warum siehst du so verprügelt aus?“, bedrängten sie uns nun eifrig, aber ich schüttelte eilig den Kopf. Eine ganz dumme Idee, da ich leise stöhnte.

„Es ist nichts… absolut nichts… jetzt meine Frage, Neville, wollt ihr was Bestimmtes von mir?“, fragte ich gepresst. „Kann… oder soll ich etwas tun?“, fragte ich beinah schon winselnd, weil mein Schädel zu implodieren drohte. „Oder kann ich ins Bett?“ Ich bemerkte zu meinem Leidwesen, dass ich das Wort Bett derart hoffnungsvoll aussprach, dass auf jeden Fall den meisten nicht entging, dass ich wirklich dort hinwollte, nur um zu schlafen.

Morgen, morgen würde ich mich mit den neuen Problemen befassen!

Hermiones Sicht Ende

Dracos Sicht

Bei unserem Rückmarsch war uns Sprout über den Weg gelaufen und sie hatte gefordert, dass alle sofort in ihren Häusern verschwanden. Ein Ärgernis ohne Gleichen, weshalb ich mir die Gesichter und Namen aller Unruhestifter genau merkte, denn nur weil sie uns jetzt entkamen, bedeutete das nicht, dass sie ihrer Strafe entgehen konnten. Da durch die späte Stunde heute nicht die rechte Zeit war, die Strafe zu vollziehen, hatte ich dadurch auch noch genug Zeit, eine so wirkungsvolle Strafe zu entwerfen, dass sie nachhaltig Wirkung zeigen würde. Als wir den Gemeinschaftsraum betraten, schlug uns Lärm in einer für Slytherin ungewöhnlichen Lautstärke entgegen.

„Tracy, Astoria, sorgt für Ruhe“, befahl ich daher sofort.

„Sally-Anne“, bedeutete ich ihr, mit mir zu kommen.

„Ja…“, maulte sie eher furchtsam und hatte es nicht wirklich eilig, mir zu folgen.

„Nicht so trotzig, junge Dame, ich erwarte, dass du nun in deine Räume gehst und nachdenkst. Bist du wirklich bereit, mich herauszufordern? Wie auch immer…“, erwiderte ich gespielt gleichgültig und sie riss die Augen erstaunt auf, soweit schien sie nicht gedacht zu haben, dass ich ihr Verhalten als Herausforderung um die Macht in Slytherin auffassen könnte. „Ich erwarte, dass du dich in Zukunft benimmst und Slytherin nie wieder so blamierst! Slytherin ist eine Einheit nach außen, was macht das für einen Eindruck?“, tadelte ich harsch, woraufhin sie zu ihrem Glück den Blick senkte.

„Ja, Draco, ich werde Slytherin nur noch Ehre machen“, murmelte sie eher kleinlaut denn aufsässig, die Aussicht, mit mir um die Herrschaft zu kämpfen, schien sie eher zu ängstigen.

„Dann geh und sei dir gewiss, deine Strafe folgt in den nächsten Tagen“, schickte ich sie weg, doch bei der Erwähnung einer Strafe schoss ihr Kopf dann doch wieder in die Höhe und sie blickte mich mit großen Augen an. Ihr Mund öffnete und schloss sich stumm wieder, ganz so, als hätte es ihr die Sprache verschlagen. Schließlich wirbelte sie jedoch herum und verließ eilig den Gemeinschaftsraum in Richtung der Schlafsäle.

Am nächsten Morgen ertrug ich nach dem ganzen Fiasko des gestrigen Tages das Frühstück in der Großen Halle mehr schlecht als recht.

Was für ein unwürdiges Schauspiel, als wäre nichts geschehen.

Dabei hatte sich ein regelrechter Graben innerhalb der Häuser geöffnet. DA und BL gegen den Rest, so konnte man es sehen und das beunruhigte mich ungemein!

Spät nachts war jeder nur noch total erledigt ins Bett gefallen, nur um jetzt zu erleben, wie eine schlechte Scharade abgehalten wurde, als wäre alles wunderbar und nichts vorgefallen.

Nur der verschwunden Stuhl von Rubeus Hagrid und die leere Stelle am Hufflepufftisch wiesen darauf hin, dass ab nun zwei fehlten, zusätzlich zu Potter und Weasley wohlgemerkt.

Ich murrte in meine Tasse, bevor ich fast von der Bank fiel, da das echte Biest mit einem unübersehbaren Kratzer an der Wange hereinkam. Zuerst dachte ich, sie würde stolzieren, dann bemerkte ich jedoch, dass es eher wie ein müdes Schlurfen daherkam und sie beinah durchscheinend blass aussah. Und ab da war es mit meiner Aufmerksamkeit geschehen, denn sie lag nur noch auf ihr. War sie hierhergekommen, um Schutz zu suchen? Auch Blaise und Astoria ließen Hermione nicht mehr aus den Augen, jedoch vermieden sie jeglichen Blickkontakt zu anderen. Schließlich verließ Hermione schon nach kurzer Zeit wieder die Halle, ohne viel gegessen zu haben.

„Hermione!“, fing ich sie am Ausgang der Großen Halle ab und zog sie mit mir die Gänge entlang, weg vom Strom der Schüler. „Was ist mit deinem Gesicht passiert?“, drängte ich besorgt und bemerkte, dass sie sich mir gar nicht widersetzte, sondern brav mit mir mitging.

„Ein Kratzer“, meinte sie schmallippig. „Ich habe mich gekratzt“, schob sie abfällig hinterher und geriet bei meinem Tempo ein wenig außer Puste.

„Sehr witzig“, meinte ich ärgerlich. „Bist du mit Greyback aneinander geraten?“, fragte ich direkt. Ich erkannte Werwolfkratzer, wenn ich sie sah.

„Was? Nein…“, tat sie ab und lachte kurz rau auf, als wäre die Möglichkeit, dass er sie verletzen könnte, so abwegig. „Der… der ist in Bulgarien“, meinte sie dann sogar auf meine zweifelnde Miene hin.

„Was macht er denn da?“, rutschte es mir hörbar überrascht heraus und sie blinzelte zu mir.

„Er ist mit deinem Vater beim Dark Lord“, erwiderte sie wohlinformiert und lächelte mich aufrichtig an, während ich die Lippen verzog.

„Oh…“, meinte ich daraufhin minimal verärgert darüber, dass sie alles wusste und in was sie alles eingeweiht war, während ich ahnungslos durch die Gegend lief. „Okay, du wurdest verletzt… was machst du dann hier?“, fragte ich sie misstrauisch und sie hob unwohl die schmalen Schultern an. „Müsstest du nicht bei Potter und Weasley sein?“

„Snape hat sie nicht gehen lassen…“, warf Brown, die uns wie ein Hund folgte und die ich bisher zu übersehen gewillt gewesen war, gewichtig ein, aber ihr Ton sagte mir, dass auch sie nicht vorhatte, Hermione entwischen zu lassen.

„Willst du nicht verschwinden?“, fauchte Hermione da auch schon genervt los, aber Brown schien erfolgreich auf Durchzug zu stellen. „Ja, Severus hat mich mitgebracht…“, fuhr das Biest nun wieder zu mir herum und fasste sich umgehend an die Stirn, als wäre ihr schwindlig.

„Hat er?“, meinte ich hintersinnig und verengte meine Augen zu Schlitzen „Weil du verletzt bist, wer war es? Lupin?“, wisperte ich den Namen so leise, dass nur sie ihn verstehen konnte, als sie abrupt stoppte.

„Wo denkst du hin? Nein, es war ein Versehen… nichts weiter… es ist nichts passiert…“, wiegelte sie umgehend ab, was mich noch hellhöriger werden ließ.

„Nichts?“, meinte ich höhnisch, denn ich glaubte ihr kein Wort. „Deshalb bist du auch noch da und schlurfst durch die Gegend wie ein Inferi“, fasste ich sie fester und blieb nun stehen, nahm ihr Gesicht in beide Hände und fuhr mit meinem Daumen über ihre geschundene Wange.

„Was willst du damit sagen?“ Ihre Unterlippe zitterte. „Lass das…“, bat sie ohne Feuer und ich löste seufzend meine Hände von ihr, während Brown tatsächlich die Güte hatte, Abstand zu wahren.

„Seltenheitswert, dass du noch da bist… wenn es dir gut ginge, wärst du schon wieder weg bei Potter und Weasley“, versuchte ich ihr zu offenbaren, dass ich sie trotz allem immer noch zu gut kannte.

„Ich… gehe…“, wollte sie beginnen, wurde jedoch unwirsch unterbrochen.

„Sie kann noch nicht gehen“, fuhr ihr die Gryffindor herrisch über den Mund und Hermione rollte mit den Augen.

„Und warum nicht, Brown?“, wandte ich mich deshalb der jungen Frau zu, die eindeutig auskunftsfreudiger war als das Biest neben mir.

„Weil sie erstmal wieder zu Kräften kommen muss“, verkündete Brown derart entschieden, dass ich wusste, es steckte mehr dahinter.

„Brown, sag Binns, Hermione und ich müssen zu Snape, wir sind damit entschuldigt“, befahl ich entschlossen und erntete große Augen.

„Aber…“, erstaunte mich die Gryffindor mit ihrem Wagemut.

„Nichts aber… du kannst ab dem Mittagessen wieder ihren Wachhund spielen, jetzt übernehme ich!“, erklärte ich verächtlich und das Biest stieß ein abgrundtief höhnisches Stöhnen aus, als Brown abdrehte und davoneilte, da die Glocke zum Beginn der Stunde schon schlug.

„Was hast du getan?“, raunte ich eindringlich, nicht bereit, zurückzuweichen.

„Nichts… nichts von Bedeutung…“, begann sie widerwillig, mir von der Nacht des Imbolc zu erzählen.

Dracos Sicht Ende

Hermiones Sicht

„Du hast was getan?“, schrie er beinah den ganzen Gang zusammen und ich erhob eilig die Hand.

„Schsch…“, versuchte ich, ihn zu beruhigen und seine aufschäumende Art zu unterdrücken, indem ich ihm schlicht den Mund zuhielt. Bestimmt würde gleich ein Lehrer aus seinem Klassenraum auftauchen, oder noch besser Filch.

„Selwyn?“, riss er sich los, wenngleich er nun wenigstens wisperte und so nickte ich knapp. „Dein Verschleiß an Material ist beängstigend“, erklärte er dann reichlich schmal und ich schnaubte.

„Sehr witzig, Draco“, knurrte ich deshalb nur zurück und strich mir eine Locke aus der Stirn. „Das war nur so was wie ein kleiner Test, wie bei der BL. Nur da hat es halt einer nicht geschafft“, tat ich unbehelligt ab und unterstrich dies alles noch mit einer wegwerfenden Geste.

„Warum machst du so was?“, fragte er aufrichtig perplex und ich konnte seine Gedankengänge verstehen, wenn man sich vorstellte, dass ich Scabior vor ihm gerettet hatte, aber gleichgültig darüber blieb, wenn ich selbst einen meiner Männer über den Jordan schickte.

„Weil ich ihnen zeigen muss, dass ich keine Gnade kenne“, erklärte ich derart kalt, dass es Draco schüttelte. „Sie müssen gehorchen… das bedeutet auch Sicherheit für mich!“

„Vor wem?“, meinte er aufrichtig interessiert und dabei hob er seine Augenbrauen gespannt an.

„Vor dem Lord“, erklärte ich schlicht, als ich seine Hand packte. „Was war das gestern für ein Aufstand und dann das mit Hagrid und den Häusern?“, sprach ich aufrichtig betrübt wegen der augenscheinlichen Tatsache, dass wir versagt hatten und er zog selbst ziemlich unglücklich wirkend die Schultern hoch. „Draco… ich dachte… wir hätten Hogwarts befriedet!“, drang ich beunruhigt in ihn und fühlte die Frustration an mir nagen.

Es fraß an mir, dass wir anscheinend nirgends Ruhe reinbekamen, sondern überall Baustellen offen hatten, die eigentlich unserer Aufmerksamkeit bedurften. Aber ich fühlte eine leichte Überforderung, dem allen nachzukommen, gleichzeitig auch den irrationalen Gedanken, wofür, wenn es einem die Menschen so dankten, indem sie uns in den Rücken fielen.

„Ja, das hab ich auch gedacht…“, zeigte sich Draco zerknirscht und er seufzte. „Wir sind nur von Idioten umgeben, egal wo… Im Prinzip hat es mit einem Streit unter zwei Schwestern aus Slytherin begonnen. Die Jüngere ist mit einem Gryffindor zusammen… aber dann ist es eskaliert…“, grollte er mit sichtbarer Wut. „Die Erkenntnis, dass wir die, die sich uns nicht anschließen wollten, aus den Augen verloren haben, dass sie sich so leicht beeinflussen lassen, ärgert mich sehr!“, nahm er während seiner Einschätzung Haltung an und ich schluckte schwer, denn natürlich führten mir seine Worte vor Augen, dass wir die Leute nicht mit der Sorgfalt behandelten, wie wir es eigentlich sollten. „Und was besonders bitter schmeckt… die schwindende Moral!“, stieß er so anklagend und gleichzeitig so bitter aus, dass sich mein Magen unwohl verknotete.

„Wie meinst du das?“, fragte ich zutiefst beunruhigt.

„Potter“, knurrte er einem Werwolf erstaunlich ähnlich.

„Was hat das mit Harry zu tun?“, hakte ich irritiert nach.

„Solange er da war, war er die Hoffnung, die Moral… das Bindeglied…“, unterstrich er seine Erklärung mit seinen Händen, die er ineinander schob und ich umfasste sie eilig mit meinen, woraufhin er ein wenig zusammenzuckte.

„Ohh, verstehe… das ist unschön… diese Erkenntnis“, meinte ich leise. „Es tut mir Leid“, wisperte ich hinterher und er verkrampfte sich sichtlich unter meiner Berührung, die er aber nicht abschüttelte.

„Ja, das kannst du laut sagen… ungenügend zu sein ist nie schön“, bekannte er mir gegenüber erstaunlich offen, dass er sich Harry gegenüber immer im Hintertreffen fühlte und ich strich seinen Ärmel aufmunternd entlang. Harry war nun mal der Auserwählte und natürlich war die Tatsache, niemals an diesen Status zu kommen, egal was man tat, bitter. Vor allem, wenn ein Typ wie Harry dieses Ansehen noch nicht mal wollte, geschweige denn anstrebte. „Aber ganz gleich was kommt, egal wie es läuft, ich frage mich ständig: wie kann man so bescheuert sein, eine Harry-Potter-Freundschaftsparty zu schmeißen… in Zeiten wie diesen?“, raunte er nun gehässig und rollte über unsere Mitschüler und Hagrid in Wahrheit tief bestürzt mit den Augen.

„Das frag ich mich auch…“, murmelte ich noch immer fassungslos und strich mir nun eine besonders widerborstige Locke aus der Stirn.

„Gut, Sally-Anne hat ihren Teil dazu beigetragen, nachdem sie wegen ihrer Schwester durchgedreht ist, aber vielleicht, ein ganz kleines bisschen, trage ich da eine Mitschuld, dass sie sich so selbstgefällig aufgeführt hat… auch wenn sie wirklich selten dämlich ist“, stieß er zutiefst verärgert aus und boxte überraschend für mich gegen die Wand.

„Inwiefern?“, fragte ich ein wenig überfordert nach, wurde hellhörig bei seinem vorwurfsvollen Ton und dann erzählte er mir, wie er Perks‘ Annäherungsversuche noch angestachelt hatte und ich riss meine Augen weit auf. Das war jetzt nicht sein Ernst. Er hatte öffentlich zugelassen, dass eine andere sich so an ihn ranschmiss und sie auch noch darin bestärkt. Das war… ich war zutiefst geschockt. „Moment“, unterbrach ich seine Rede und hob meine Hand. „Du hast doch was mit Astoria, warum fängst du dann was mit Perks an?“, fragte ich bemüht neutral, während es in mir rumorte. Wie konnte er das tun? Hatte er nichts aus mir und Wena gelernt? Beging er wieder denselben Fehler?

Astoria, als seine Geliebte und Verlobte, musste hoch angesehen sein und da gehörte es dazu, zumindest äußerlich den Schein zu wahren, so wie es Lucius und Narcissa Jahrzehntelang vorgelebt hatten. Aber wie auch immer, für mich ergab das alles erschreckend wenig Sinn!

„Ich… ich habe nicht gedacht…“, murmelte er auf einmal ziemlich unbestimmt und versuchte, meinem musternden Blick auszuweichen, woraufhin ich abfällig schnaubte.

„Draco, das soll ich dir glauben?“, offenbarte ich völlig, dass ich ihm nicht glaubte, sogar dass ich ihn für einen Lügner hielt.

„Hermione, meine Beziehungen gehen dich eigentlich nichts mehr an“, fuhr er mich harsch an und ruckte mit seinem Kinn hoch.

„Autsch“, bekannte ich geschlagen und versuchte ein Lächeln, das in einer Grimasse endete. Er sah ziemlich bestürzt aus und als er seine Hand hob, um mich zu berühren, wich ich nun aus. „Begehe mit ihr nicht den Fehler nochmal… du siehst, dass Wena total verrückt ist und diese Perks scheint nicht besser zu sein. Deine Wahl bei deinen Gespielinnen nebenher scheint nicht besonders glücklich“, hielt ich ihm mit einer gewissen Bissigkeit vor.

„Sollte ich jetzt auch Autsch sagen?“, verzogen sich seine schönen Züge zu einer verächtlichen Maske und ich stieß frustriert die Luft aus.

„Das könntest du, denn es ist die Wahrheit? Ich verstehe es nicht, Astoria… ihr hattet Spaß in Dublin… in deiner Wanne… nein, du siehst, ich verstehe es absolut nicht…“, erregte ich mich immer mehr, auch im Namen von Astoria und wanderte den wenig besuchten Flur im dritten Stock auf und ab.

„Nicht?“, höhnte er nun. „Natürlich nicht, aber ich will mal nicht so sein, ich habe nicht eingesehen, warum ich mich nur mit einer widerwilligen Verlobten abgeben soll, wenn es derart viele Willige gibt“, brüllte er zu meinem Erstaunen am Ende hin so wütend, dass ich eilig einen stärkeren Privatssphäreschutz verwendete und mich über seine gelebten Emotionen wunderte.

„Sonderbar… mir war es nie so erschienen“, schoss ich gemein zurück, aber es stimmte, die Mädels in Slytherin hatten immer einen großen Bogen um Draco gemacht und jetzt war er sogar verlobt, sprich vergeben. Er war keine Partie mehr, die es zu erobern galt.

„Hahaha, du hast keinen Dunst, oder?“, lachte er kalt auf und funkelte mich mit seinen grauen Augen eindringlich an und ich sah auffordernd zurück. Sollte er mich doch erleuchten. „Hast du wirklich nicht…“, meinte er auf meinen verständnislosen Blick hin überrascht, aber auch abfällig und schien es zu genießen, mich einweihen zu können. „Seitdem das damals mit Pansy war und du sie mit dem Cruciatus belegt hast, hat kein Mädchen aus Slytherin es gewagt, mich auch nur versteckt anzusehen… sie haben und hatten Angst vor dir… nur vor dir!“, legte er beinah schon genüsslich seinen Finger in die Wunde und ich bemühte mich, nicht zu zeigen, wie gut er traf.

Denn ja, es tat weh!

Es tat weh, an seine eigenen Vergehen erinnert zu werden. Ein Cruciatus war nie schön und nichts, auf was man stolz sein konnte und die Tatsache, dass man mich beständig und überall fürchtete, war ein Fakt, an den ich mich eigentlich schon vor Urzeiten hatte gewöhnen müssen, aber trotzdem tat es weh, es wieder mal sehr plastisch unter die Nase gerieben zu bekommen.

„Wow… war mir nicht bewusst…“, erwiderte ich jedoch eilig, um nicht zu zeigen, wie getroffen ich war. „Dann weiß Astoria ja, was sie mit Sally-Anne machen muss, um ihre Stellung zu festigen!“, servierte ich derart ernst, dass nun er die Augen aufriss.

„Du bist wirklich einmalig“, murrte er zurück und ich wusste nicht, ob er das als Kompliment meinte, oder eher weniger.

„Was planst du wegen Perks?“, fragte ich daher ehrlich gespannt nach.

„Gute Frage, aber ich werde das so nicht stehen lassen, das kann ich nicht… wir haben versucht, den anderen zu helfen und wir wissen… dass Abbott verschwunden ist, aber nicht genau wohin… dieser Vorfall trübt das Vertrauen… es bringt alles zum Wanken“, meinte er ziemlich mitgenommen und wedelte mit seinen Händen etwas hilflos durch die Luft.

„Das hier darf die BL und DA nicht beeinträchtigen!“, fordere ich energisch und jetzt verzog er leicht abfällig seinen Mundwinkel.

„Natürlich nicht!“, meinte er daher auch umgehend. „Aber bisher wissen wir nicht mal mit Sicherheit, was mit Abbott ist… wir dachten, sie ist im Raum der Wünsche… aber da ist sie nicht…“, knurrte er missmutig.

„Die ist im Resistance Room“, setzte ich ihn in Kenntnis und lehnte mich an die Wand in meinem Rücken.

„Was?“, stieß er aus. „Was soll das sein?“, blieb er direkt vor mir stehen und ich blinzelte ihn an und streckte ihm plötzlich meine Hand auffordernd entgegen.

„Komm, lass uns hingehen“, bot ich sehr versöhnlich an und er fragte nicht weiter nach, sondern ergriff plötzlich fest, regelrecht entschlossen meine Hand und zusammen durchwanderten wir Hogwarts, bis wir vor dem Raum der Wünsche zum Stehen kamen und da sah er wieder zu mir.

„Da drinnen!“, deutete ich auf die soeben erschienene, verschnörkelte Tür. „Ein Raum im Raum, der Resistance Room, da versteckt sie sich, die anderen waren drinnen…“, führte ich weiter aus, während er mich weiterhin verständnislos musterte.

„Warum gehen wir nicht rein?“, meinte er jetzt recht scharf, ließ meine Hand los und versuchte es, aber es ging nicht und ich sah meine Überlegungen bestätigt.

„Sie versteckt sich hier wegen der Carrows, der zu erwartenden Strafe und und und…“, zählte ich jetzt in seinem Rücken auf und da fuhr er zu mir herum.

„Ja“, nickte er knapp „Und?“

„Wir kommen nicht rein, Draco, Severus hat es schon versucht… die Carrows und du jetzt auch…“, flüsterte ich nun leise und sah ihn eindringlich an. „Ich denke, es ist wegen dem Dark Mark… das Schloss lässt niemanden dort in diesen Raum, der dieses Zeichen auf seinem Körper trägt…“, verkündete ich überzeugt, wenngleich ich es nicht testete, da ich daran zweifelte, dass für mich die gleichen Regeln galten wie für die anderen.

„Fuck, das heißt, wir kommen da gar nicht mehr rein?“, fragte Draco ein wenig verunsichert und ich zuckte mit den Schultern.

„Ja, Draco, das ist gut gebrüllt und das weiß ich nicht…“, gab ich unumwunden zu und stockte, da eine Meute auf uns zugelaufen kam. „Ich habe eine Idee“, meinte ich eilig und konzentrierte mich auf den Übungsraum, den wir sonst nützten, und wurde belohnt, da sich die Tür nun öffnen ließ und tatsächlich alle reinkamen, auch Draco und ich.

„Wie hast du das gemacht?“, raunte mir Draco zu und er war zutiefst von meiner spontan ausweichenden Idee beeindruckt.

„Ich wollte nicht in den Resistance Room, ich wollte nur einen Ort zum Reden, für die da und für uns…“, klärte ich ihn gerne auf. Das war wichtig, denn ich glaubte, dass Draco auch ohne mich hierher kommen konnte und gerade mit Blick auf das Chaos in Hogwarts war es wichtig, dass er auch bei Besprechungen teilnehmen konnte.

So drängten sich nun Neville, Ginny, Seamus, Padma, Susan, Blaise, Astoria und Pansy in den Raum.

„Wo ist Hannah?“, drehte sich Neville im Kreis und erwartete, im Resistance Room zu sein, aber ich lächelte ihn nur beruhigend an.

„Ähm, ich habe den Übungsraum der BL hochbeschworen“, verkündete ich laut und erntete allgemeines Unverständnis, was dazu führte, dass Draco und ich einen langen Blick austauschten.

„Warum?“, schallte es von ihnen allen verständnislos.

„Ach, ist das nicht gleich?“, kam es von mir zurück und ich lächelte schmal in die Runde.

„Ich will zu Hannah“, meinte Neville stur, woraufhin ich nun mit den Augen rollte.

„Da komm ich nicht rein“, mischte sich nun Draco ein und zog damit aller Aufmerksamkeit auf sich.

„Wie?“, „Was?“, „Warum das denn nicht?“, erregten sich die Gemüter.

„Das Dark Mark“, erklärte er bereitwillig und rollte sein Hemd über seinen Arm, wobei er die Hälfte seines Zeichens enthüllte und mit Unbehagen blickten alle auf die krasse Schwärze auf seiner blassen Haut, während sich schon eine beinah gespenstische Stille ausbreitete.

„Wo ist Lavender?“, brach Ginny die lastende Stille und ich seufzte.

„Der Göttin sei Dank nicht hier“, murmelte ich erleichtert, die Kletterpflanze losgeworden zu sein.

„Hahaha, nervt sie dich?“, fragte Blaise übermütig grinsend und ich warf ihm einen langen Blick zu, der alles sagte. „Hey, sie bemuttert dich wie eine Glucke“, meinte er jetzt verteidigend und warf seine Hände gut unterhalten in die Luft.

„Wem sagst du das?“, grinste ich schief zu ihm und ging langsam auf ihn zu. „Was soll das mit dieser Perks?“, flüsterte ich nun zu ihm, während Neville und Padma eindringlich auf Draco einzureden begannen.

„Daran ist Draco schuld“, kam es umgehend bissig von Astoria und sofort wurden die anderen wieder still, während Draco seine Augen verdrehte, als er bemerkte, um was es ging.

„Oh nein, junge Dame“, meinte ich nun tadelnd zu dem jungen Mädchen, dem nun die Augen aufgingen, als ich mit erhobenem Finger auf sie zutrat.

„Was meinst du, Schönste?“, wollte Blaise an ihrer statt von mir wissen.

„Ich meine, dass Astoria selbst schuld ist“, verkündete ich entschieden und war mir durchaus bewusst, dass die anderen gespannt lauschten. „Wenn es eine Slytherin wagt, sich an Draco heranzumachen, obwohl sie da ist…“, bohrte sich mein Finger in Astorias Brust, „dann ist sie schuld, wenn sie nicht den Respekt genießt, den sie als seine Verlobte verdient!“

„Das… das ist nicht dein Ernst, ich habe sie in ihre Schranken verwiesen“, wehrte sie bockig drein blickend ab.

„Du sollst Draco nachfolgen“, erinnerte ich sie wenig sanft. „Du bist die Frau an seiner Seite… greif durch… zeig, dass mit dir nicht gut Kirschen essen ist…“, drang ich mit Vehemenz in sie und einige hielten erschrocken die Luft an.

„Und wie?“, versuchte sie, nicht zu patzig zu entgegnen und ich hob langsam eine Braue an.

„Wenn du sie dir nicht kaufen willst, wie ich mir damals Pansy gekauft habe…“, erinnerte ich und einige holten zischend Atem, so auch die Genannte, sodass ich kurz zu ihr über meine Schulter sah. „Sorry übrigens“, meinte ich aufrichtig, wenn auch lässig zu ihr und sie hatte die Größe und winkte tatsächlich recht entspannt ab. „Dann werde anders kreativ, denke wie die Red Devils… ich will, dass du das regelst, Astoria… nicht Draco…“, forderte ich mit großer Überzeugung, aber ich tat das für beide. Für Draco und Astoria. Wenn sie eine Basis finden wollten, mussten sie Partner werden, in allen Ebenen, und das konnten sie nur, indem Astoria über sich hinauswuchs.

„Was?“, „Was?“, „WASSS?“, kam es von allen wild durcheinander, inklusive von Draco, der erschrocken wirkte, was und wie ich es von Astoria verlangte.

„Ähm, das sollte noch immer ich bestimmen“, wandte nun Draco mit Autorität ein, da er sich in der Stellung sah, aber bevor ich antworten konnte, trat jemand anderes vor.

„Sie hat recht“, kam es ernst von Blaise und das ziemlich unerwartet, denn er widersprach gerade Draco, der ziemlich verbissen aussah.

„Und trotzdem entscheide das ich, ihr müsst mir nicht sagen, was ich und auch Astoria längst schon geklärt haben“, fuhr er mich und auch Blaise von oben heran an. „Das geht euch nichts an!“, sah er uns nacheinander hart an und ich verbiss mir ein boshaftes Grinsen.

Blaise hingegen stellte sich gerade völlig auf meine Seite, damit besiegelte er aber auch wirklich vor jedem hier, dass es keine Möglichkeit mehr für einen Weg zurück gab und der verkrampfte Anblick, den Astoria abgab, spiegelte das wieder. Sie wirkte wie zu einer Salzsäule erstarrt und als Blaise noch einen Schritt weiterging und seinen Arm um Astorias Schulter legte, schüttelte sie diesen wie in Trance ab und trat geradezu demonstrativ zu Draco, auch wenn ich mir nicht sicher war, ob ihr grade bewusst war, was sie tat.

Hermiones Sicht Ende

Lucius Sicht

Ich kehrte spät aus Sofia, der Hauptstadt Bulgariens, zurück!

Was für ein Kampf. Ich war nach seinem Wutanfall durch Leichen gewatet, aber der Lord war in keiner wirklich annehmbaren Laune gewesen, wobei ich betonen wollte, dass er erschreckend labil erschienen war.

So gestört und diffizil wie selten!

Mr. Oblansk, der Zaubereiminister Bulgariens, der schon zu Zeit der Quidditch-WM 1994 dessen Minister gewesen war, war es auch heute noch und machte es uns schwer, in Bulgarien Fuß zu fassen. Ein Umstand, der den Lord zur Weißglut trieb!

Selbst Antonin hatte nicht mit seinen Verbindungen glänzen können und würde eine schwierige Aufgabe vor sich haben, weshalb er jetzt in Bulgarien hockte und sich mit den Launen des Lords herumschlagen durfte, während ich eilig das Weite suchte und so schnell es ging nach Großbritannien hatte zurückkehren wollen.

Wie ich es bewerkstelligt hatte, zu entkommen?

Ich verstand es, selbst einen vor Wut tobenden Lord mir gegenüber milde und gewogen zu stimmen, indem ich ihm ein Treffen mit Zorica ermöglicht hatte.

Ein Treffen, das, wie er nach seiner eigenwilligen Einschätzung fand, fabulös gelaufen war. Nur hatte mir Zorica nachdem er weg war im Vertrauen ins Ohr geflüstert, dass sie den Lord verabscheuen würde, aus mannigfaltigen Gründen, und sich niemals auf die Seite eines Verrückten schlagen würde.

Da sie keine Antwort von mir erwartete, hatten wir uns dem Essen gewidmet und im Stillen hatte ich mich göttlich über ihr Bemühen mir zu gefallen, amüsiert, während sie schlecht über meinen Dark Lord redete. Ich stellte mir vor, wie das Biest reagieren würde, wenn sie um ihre Anstrengungen wüsste, mir ihre Reize wiederholt mit einer Menge ihres Charmes nahezubringen.

Ich schmunzelte überheblich in Gedanken versunken, als ich mir Zoricas unverhohlene Verdrießlichkeit vor Augen hielt, weil ich nicht so mitspielte, wie sie es sich gewünscht hätte, aber ich hatte mich ihr mit erstaunlicher Gleichmut erwehrt. Ein Umstand, der sowohl sie als auch mich durchaus überraschte. Das Biest schien einen durchschlagenderen Effekt auf mich zu haben, als bisher auch nur im Ansatz von mir beabsichtigt.

Ob mir das gefiel? Es war neu und unerwartet, aber ich wusste, dass ich aufpassen musste, wenn dies mein Verhalten dem Biest gegenüber betraf!

Aber gerade kam es mir sehr zupass, dass sie mich derart unempfänglich für die Veela Herrin machte. So hatte ich es genossen, Zorica vorzuführen, wodurch ich noch undurchsichtiger, noch schwerer einschätzbar für sie wurde.

Es war also durchaus eine für mich augenblicklich fabulöse Fügung.

Gerade sank ich erleichtert und ermattet in den hochlehnigen Sessel meines Lieblingssalons, als ein Elf ploppend vor mir erschien und mich eklatant in meiner Ruhe störte.

„Master“, piepste das aufdringliche kleine Wesen und schlackerte mit seinen großen Ohren.

„Wassss?“, hisste ich entnervt auf und fühlte mich exorbitant belästigt, was den Elfen noch mehr zittern ließ.

„Ein Gast…“, brach seine Stimme weg. „Ein Gast begehrt, vorgelassen zu werden“, meinte der Elf nun mutig und ich lüpfte verächtlich eine Braue.

„Ich habe gesagt, ich wünsche keine Störungen“, kommentierte ich mit kühler Stimme sein Fehlverhalten und meine Finger umfassten den Schlangenkopf meines Gehstocks fester, was ein unheilvolles Beben durch den Elf schickte.

„Sir, er… er lässt sich nicht abweisen und behauptet, bedeutende Nachrichten zu besitzen“, piepste der Elf so eilig, dass er sich fast verhaspelte und ich seufzte theatralisch auf.

„Wer ist er überhaupt?“, ließ ich mich nun doch dazu herab, zu fragen.

„Scabior“, presste das kleine Wesen aufgeregt heraus und ich ruckte nun doch interessiert hoch und erwartete gespannt, was dieser so besondere Besucher von mir wollte.

Kurze Zeit später rauschte ich wutbebend über die Ländereien!

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BeitragThema: 612. Die Manege ist eröffnet   Di Sep 26, 2017 8:11 pm

Mal wieder ein Verweis auf unsere Trailer:

http://www.whenhermionefights.de/trailer/



612. Kapitel Die Manege ist eröffnet

Ich arbeitete hart daran, dass all der Zorn, der in mir aufwallte, hinter der makellosen Maske der Contenance verborgen blieb. Gerade schwang das Gittertor für mich einladend weit auf, da es Severus augenscheinlich beliebt hatte, mich endlich in die Schutzzauber einzuweben.

Aber der Genuss dieser Ehre verblasste zu einem Nichts!

Fast blindwütig wegen des soeben Erfahrenen hastete ich über die weitläufigen Hügel, die ich schon so oft überschritten hatte. Indes schwelte es weiter in mir. Vielleicht hatte ja der lange Weg sein Gutes, damit ich meine hochgerühmte Contenance wiederfinden würde. Denn Augenblicklich ging sie mir eindeutig ab. Und wem war dies zu verdanken?

Genau, ihr, dem Biest!

Sonst schaffte es niemand, diese eklatante Regung  derart aufbrausend und unerwartet heftig in mir hervorzurufen, aber sie immer wieder!

Ich meine, das sollte sie nicht derart lapidar anstellen können. Das war beinah obszön, wie leicht es ihr gelang und das erregte mein Missfallen. Sie trieb mich damit an den Rand dessen, was ich war, ich erkannte mich beinah selbst nicht wieder und ich vermutete, ihr war es nicht mal bewusst, wie sehr sie damit an meine Grenzen ging.

Mein Mantel flatterte im böigen Wind und plötzlich stand ich zu meiner eigenen Verwunderung schon vor dem Schloss und das Portal glitt nach einem unwirschen Schwenk meines Zauberstabes knarrend vor mir auf. Zu meinem Bedauern war ich noch keinen Deut ruhiger als zuvor und nach einem Schritt befand ich mich in dem diffusen Licht der ewig langen Gänge von Hogwarts. Ich atmete in der Stille noch einmal tief entschlossen durch. Kein unwürdiges Gerenne, oder wirres Gewusel störten meine Selbstfindung. Anscheinend war Unterricht, weshalb ich die Gunst nutzte und mir Zeit ließ. So schloss ich die Augen und konzentrierte mich, denn ich kannte immer die Stundenpläne sowohl von Draco als auch den ihrigen auswendig.

Und woher ich wusste, dass sie hier war?

Scabior hatte mir ebenfalls bei seinem Bericht offenbart, dass Severus sie mitgenommen hatte, weshalb ich sie vor Ort wähnte. Ein hinterhältiges Lächeln schlich sich auf meine Züge, da mir soeben einfiel, in welchem Unterricht sie steckte. Sie hatte Verwandlung und das Klassenzimmer hatte sich seit Jahrzehnten vom Standort her nicht verändert, schließlich war dort schon ich von McGonagall während meiner Schulzeit in aller Strenge drangsaliert worden.

Ich könnte warten!

Natürlich könnte ich das, oder zu Severus gehen und erst mit ihm sprechen und sie dann zu mir bestellen, das könnte ich alles, natürlich, aber das würde ich nicht. Nichts würde mich davon abhalten, jetzt, auf der Stelle mit ihr zu reden, nicht nach diesen „Offenbarungen“!

Sofort ballte sich meine Faust fester um meinen Gehstock, denn die Wut brodelte wieder hoch. Also eilte ich entschlossenen Schrittes zu den Kreuzgängen, die das Atrium umgaben, um vor der großen Tür stehenzubleiben.

Schlussendlich stieß ich magisch die Tür auf und sofort fuhren alle zu mir herum, erstaunt, aber auch erschrocken aufgrund der lautstarken Störung. Einige konnten ihr Zusammenzucken nicht unterdrücken, als die Türen ungebremst an die Wände donnerten.

„Mr. Malfoy?“, echote die ebenso konsternierte, wie sichtbar verärgerte McGonagall, die jetzt schwer mit dem Papagei kämpfte, der bisher auf ihrem Arm gesessen hatte und nun seine Flügel weit wedelnd ausbreitete und ihr den breitkrempigen Hut vom Schädel schlug.

Allein das Bild war es wert!

Ich hingegen ließ mit absoluter Souveränität meinen Blick über die Bänke gleiten. Dies war eine der Stunden, die mein Sohn und meine Verlobte zusammen hatten, sodass ich sowohl seinen überrumpelten als auch ihren recht sparsamen Blick ausmachen konnte. Ich behielt nur SIE, das leibhaftige Biest, im stählernen Blick, gefesselt von der unbändigen Wut darüber, nun zu wissen, was sie mit welcher arroganten Selbstverständlichkeit getan hatte.

Dabei bemerkte ich die abheilende, aber immer noch gut sichtbare Verletzung an ihrer Wange, die mir wie ein Mahnmal ihrer puren Dreistigkeit anmutete!

„Mr. Malfoy“, rief nun wieder die alte Professorin, nachdem sie den Vogel losgeworden war, aber wieder war ihre Äußerung es mir nicht wert, etwas zu erwidern.

Zu meinem Missvergnügen sah ich schon wieder dramatisch rot, während ich langsam, gemessenen Schrittes den Mittelgang entlang schritt und nur am Rande wahrnahm, wie die Schüler ängstlich vor meiner aristokratischen Person zurückwichen und abrückten.

„Mr. Malfoy, Sie stören meinen Unterricht!“, krächzte der alte Besen in etwa wie ihr protestierendes Anhängsel, das sich auf seiner Stange nicht mehr einkriegte, indes war ich nicht gewillt, ihr meine werte Aufmerksamkeit zuzuwenden.

Ich verfolgte, wie sich ihre Augen zu kalkulierenden Schlitzen veränderten, denn mein fokussiertes Verhalten schien ihr langsam, aber sicher Sorge zu bereiten und sie richtete sich merklich höher auf.

War sie sich wirklich immer der Gefahren bewusst gewesen? War diese Machtdemonstration Absicht, oder absoluter Dummheit geschuldet?

An sich dauerte diese Szene, in der sich unser Blick miteinander verband, vielleicht Sekunden, auch wenn es mir wie endlose, zähe Minuten erschien, bis ich sie erreichte, da sie in der ersten Reihe saß, allein! Hinter ihr der Rest der Schüler, der mich mit durchaus verängstigten Gesichtern anstierte und mein plötzliches Erscheinen alles andere als erbaulich fand.

„Mitkommen!“, befahl ich derart gepresst, dass die Worte sich wie Parsel anhörten. Ich hatte eindeutig zu viel Zeit mit dem Lord in Bulgarien verbracht. Ihre braunen Augen verdüsterten sich zusehends, weil ich mich ihr gegenüber vor der Klasse, vor ihrer Lehrerin derart befehlend aufführte. Das gefiel ihr gar nicht und sie brauchte gar nichts sagen. Der jetzt bockige Ausdruck in ihren Augen sagte mir genug, weshalb ich auch schon bei ihr und versucht war, in ihr Haar zu greifen und sie brutal zur Tür zu schleifen.

Jedoch gewann dann doch meine gerühmte Beherrschung die Oberhand. Das wäre für die Öffentlichkeit dergleichen dann doch zu viel und so begnügte ich mich damit, sie hart am Oberarm zu fassen und rabiat zu mir hochzuziehen.

Ihr entfloh nur ein minimal protestierender Lufthauch, da sie sich jeden Schmerzlaut wie so oft rigoros versagte.

„Mr. Malfoy!“, tauchte nun in meinem Blickfeld die aufbegehrende McGonagall auf. „Lassen Sie meine Schülerin auf der Stelle los!“, befahl sie dunkel, dabei raffte sich die alte Dame zur resoluten Rettung ihrer Schutzbefohlenen auf.

Aber ich hatte in der anderen Hand meinen Gehstock und das Ende desselbigen schlug nun laut auf das Pult von Hermione ein, sodass die Lehrerin durch den Stecken von uns getrennt wurde, begleitet wurde diese Tat durch lautes Quieken einiger zarter besaiteter Mädchen.

„Madame“, raunte ich kühl und sie zuckte ob des lauten Schlages, als auch meines Tons wegen doppelt zusammen. „Dies hier ist meine Verlobte und ich habe eine wichtige… unaufschiebbare… Diskussion mit ihr zu führen!“, verkündete ich ihr klirrend kalt von oben herab und schenkte ihr auch einen eiskalten, harten Blick, der ihr sichtlich eine Gänsehaut bescherte.

„Mr. Malfoy…“, setzte sie jedoch nicht allzu eingeschüchtert an.

„Lucius!“, zischte das Biest leise an meinem Ohr und meine Finger gruben sich noch fester durch ihre Uniform in ihr Fleisch. Ich wollte keine Widerworte, ich wollte Gehorsam.

„VATER!“, ertönte nun von der anderen Seite weiter hinten im Raum die Stimme von Draco und mein Augenmerk schweifte lässig zu ihm.

Er hatte sich von seinem Stuhl erhoben, um über die Menge seiner Klassenkameraden hinweg zu mir zu sprechen. Dabei registrierte ich die allgemein besorgten und tadelnden Blicke ihrer Klassenkameraden, wie ich über SIE herrschte, aber sie hielten sich zurück, nachdem ich feststellte, dass sie irgendwie versuchte, die Klasse mit Blicken zu beruhigen.

Ich wusste nicht, welche Einmischung mich mehr ärgern sollte.

„Vater“, bat Draco bemüht beherrscht und ruhig und das war es, was bei mir das Fass zum Überlaufen brachte.

„Setz dich einfach wieder hin, Draco“, fuhr ich ihn knapp an.

„Vater?", entgegnete er besorgt und sichtlich auf der Hut. Sie hielt sich derweil in meinem Griff absolut ruhig und abwartend.

„Setzen“, entgegnete ich nun schneidend scharf. „Du hast doch keine Ahnung, was sie wieder angestellt hat!", fauchte ich nun doch ungehalten und somit zeigte ich zu einem Gutteil meine tatsächliche Wut. „Eben, dann halt den Mund, Draco!", kanzelte ich ihn arrogant und sehr kurz ab und das auch noch vor allen. Man konnte sehen, wie sich sein Kiefer verhärtete.

Sie zuckte währenddessen sehr wohl unter meinen Finger zusammen, denn sie schien verstanden zu haben, was ich erfahren haben könnte und ihr starrer Blick holte meinen zu ihr zurück.

„Ha, Lucius, stell ich nicht ständig was an?“, reizte sie mich maßlos, indem sie mir frech die Stirn bot, als ich jedoch unbewegt ihr Antlitz maß, wurden ihre Augen groß.

„Du weißt von Imbolc?", stotterte sie sichtlich erblasst. „Von wem?“, meinte sie auf einmal verärgert.

„Ohhh, Severus hat dichtgehalten, wenn du das meinst… ich habe andere Quellen… ich frage mich nur, ob du verrückt geworden bist“, hisste ich leise auf, aber in der absoluten Stille des Klassenraums war jedes Wort von mir sehr gut zu hören.

Sie war sichtlich fassungslos darüber, dass ich erfahren hatte, mit was für einer Magie sie spielte.

Ich, der ich immer alles wusste, stand vor Scabior da wie ein Schuljunge!

Etwas, was er bis ins Letzte genossen hatte, während ich vor Zorn fast verging. Das war mir seit Jahrzehnten nicht mehr passiert. Sie erkannte, dass mich sehr viel mehr wütend machte als nur die Tatsache, es nun zu wissen, auch das WIE spielte eine entscheidende Rolle, weswegen ihr sprachlos der Mund aufklappte.

„Mr. Malfoy, ich muss Sie auffordern, nun zu gehen!“, ertönte auf einmal wieder McGonagalls nervtötende Stimme, die ich vollständig überging, wie das nervende Individuum an sich, weshalb sie nicht meiner Beachtung wert war.

„Nicht hier!", erwiderte das Biest auf einmal zuvorkommend, denn anders als die Professorin wusste sie zu gut, dass ich nicht einfach so verschwinden würde.

Ihr Blick huschte zu Draco, der genauso unwissend aussah wie jeder andere hier. Ein delikater Umstand, der mich fast besänftigen könnte, wenn ich nicht schon längst über Gut und Böse hinaus wäre. Meine Geduld wurde alsdann allzu sehr strapaziert.

„Warum denkst du, will ich dich hier rausholen?", erwiderte ich mit schneidender Süffisanz und zerrte und stieß sie weiter den Gang hinunter. Meine Geduld war so kurz wie eine brennende Lunte kurz vor ihrem Ziel.

Indes erhoben sich zu den Unkenrufen der Professorin auch noch die Protestschreie ihrer Kameraden.

„Wehe, Sie zwingen mich sie zu verzaubern“, drohte nun McGonagall mit überraschender Schärfe, als wir kurz vor der Tür waren und da reichte es mir. Ich sah, entgegen meiner sonstigen gefühlsmäßigen Eiseskälte, nur noch Rot!

Was dachte dieses alte Weib, wer ich war?

Ich holte Schwung, schubste das überraschte Biest zur Tür und sie donnerte mit erhobenen Händen gegen selbige und stöhnte leise durch den Aufprall. Indes quietschten erneut die zarter besaiteten Mädchen der Klasse erschrocken auf, während ich ungerührt herumfuhr.

„MEINE VERLOBTE und ich haben eine Diskrepanz zu klären, wenn Sie Fragen haben, ob ich das darf… oder nicht… wenden Sie sich an Schulleiter Snape!“, beschied ich ihr souverän, währenddessen lag auch meine Hand an meinem Zauberstab.

„Hermione…!“, „Hermione!“, riefen zu viele gar zu besorgt und sprangen beherzt auf, um sie vor mir, dem bösen Mann, zu schützen. Jetzt hielt sie nichts mehr auf ihren Sitzen, aber wenn die wüssten, was sich Madame alles so frei Schnauze erlaubte und erdreistete, dann wären sie sicherlich nicht mehr so freigiebig mit ihrer Sympathie.

„Alles in Ordnung, keine Sorge!“, rief sie eilig zurück und wandte mir ihre verbissene Miene zu, während ich sie wieder packte und nah zu mir zog.

„Wer sagt dir, dass du dich nicht sorgen solltest?“, wisperte ich ihr fragend zu und donnerte die Tür hinter uns ins Schloss.

Lucius Sicht Ende

Hermiones Sicht

Das war mal ein Auftritt!

Er hatte sich alle Ehre gemacht. Lucius war wie ein zu schöner, zu selbstbewusster und zu gefährlicher Rachegott in die Klasse geschritten. Er hatte alles und jeden mit seiner puren Anwesenheit sprachlos gemacht, einschließlich mir. Seine Ausstrahlung war einmalig einschüchternd gewesen, gerade wenn man in seine grauen sturmumwölkten Augen sah, war es unausweichlich, zu erkennen, dass er mehr als mies drauf war. Eine Vermutung, die sich umgehend bestätigte, da er mich mehr als rabiat anpackte. Dass ich von diesem Zusammenprall blaue Flecken davontragen würde, stand vollständig außer Frage.

Gedanklich stand ich auf dem Schlauch, was Lucius so wütend machen konnte, dass er es sogar der Öffentlichkeit präsentierte. Das war noch nie vorgekommen, dass er sich derart hatte gehen lassen, vor anderen, vor Zeugen. Da gab es nicht viel, was diesen Mann derart aus dem Gleichgewicht bringen würde. Als er Imbolc anführte, erwischte er mich eiskalt. Ich hatte angenommen, dass das niemanden groß tangieren würde. Außerdem wusste er, dass ich ein SoulGatherer war. Was erklärte dann seine große Wut? War es wegen Selwyns Ableben?

Wäre das nicht ein wenig übertrieben?

Als er mich dann gegen die massive Tür donnerte, wusste ich, dass es etwas viel Gravierenderes sein musste und ich ahnte, wie das auf die uns Beobachtenden wirkte. Das brutale Bild, das wir den anderen lieferten, war mir doch unangenehm, aber gerade relativ egal, da ich mir minimale Sorgen machte, was er mit mir machen würde, als er mir wie zu unseren besten Anfangszeiten drohte!

Hatten wir das nicht vor langer Zeit hinter uns gelassen? Ein klein wenig überzog Furcht mein Herz, aber schon waren wir draußen und die Tür hinter uns geschlossen. Sofort wurde mir die bedrückende Stille allgegenwärtig, da alle Unterricht hatten. Das kam ihm nur gerade recht, während ich nun von ihm mehr oder minder in die Kerker hinunter geschleift wurde, da ich mich doch ein wenig zierte, mit ihm allein zu sein.

Sein Ziel glaubte ich, vorauszuahnen: Severus‘ Räume.

Und so betrat er die Gemächer, die sich ihm brav öffneten, als wäre er der Eigentümer, und schleuderte mich weiter einfach in den Raum, weshalb ich aus dem Tritt kam und stolpernd zu Boden ging und mir nun die wirr gelockten Strähnen aus der Stirn wischte.

„Ich will es von dir hören! Stimmt es?", donnerte er dann schweratmend zu mir, dabei blinzelte ich mit gesenktem Haupt zu ihm auf. Seine herrschaftliche Gestalt ragte drohend über mir hoch.

„Was willst du hören? Dass es mir um Selwyn nicht Leid tut? Tut es nicht…", fragte ich leise, sofort auf den Punkt kommend und leckte mir über die trockenen Lippen.

„Oh ja, du dezimierst fröhlich deinen Trupp, aber das meine ich nicht und das weißt du!“, bekannte er nun überheblich und sein Schlangengehstock klopfte drohend auf den Stein, während ich dezent eine lange Leitung hatte. Lucius stand so kalt vor mir, wie nur er es sein konnte, mir gegenüber jedoch schon lange nicht mehr gewesen war, während seine langen, blonden Strähnen malerisch herabhingen.

„Ich weiß gar nichts. Ich verstehe nicht, was dich dazu treibt, eine derartig demütigende Show vor allen abzuziehen!“, rief ich frustriert und verschränkte die Arme abwehrend noch immer auf dem Boden sitzend.

„Ich habe mich mit dem Gedanken abgefunden, dass du Rituale, oder sogar Blutmagie praktizierst und dich der Nekromantie hingegeben hast, aber vor allem hätte ich erwartet, dass du entweder mir, oder uns Bescheid gibst, wenn du solchen Unfug weiterführst! Aber nein, du doch nicht!“, erregte er sich in einem seltenen Moment der offen gezeigten Gefühle, dabei riss er sich seinen Mantel von den Schultern und schmiss ihn auf die Couch.

„Dann geht es nur darum, dass ich dich nicht gefragt habe?“, beschwerte ich mich über seinen Chauvinismus. „Ich verstehe nicht, was dich so aufregt“, wollte ich mutiger wissen als ich tatsächlich war, denn mittlerweile kannte ich Lucius zu gut, um zu wissen, dass er mir nicht einfach so vergeben würde, was auch immer ich verbrochen haben mochte!

„Was denkst du?", fragte er doppeldeutig mit unleserlichem, sehr intensivem Blick.

„Abscheu, Ekel? Die Nekromantie widert euch Reinblüter doch an!“, stotterte ich Unfug zusammen, da mir absolut nichts Besseres einfiel.

„Es ist beleidigend, dass du die Malfoys auf dieselbe Stufe wie mit anderen, banalen Banausen stellst! Bedenke bitte, wir sind einzigartig!“, bekannte er unvorstellbar arrogant und so konnte ich ihn nur mit offenem Mund anstarren. „Aber vorwiegend beschäftigt mich ein anderer Gedanke und er ist vor allem mit Unverständnis und Unglaube erfüllt, dass DU an Imbolc die Schleier gehoben hast! Weißt du, wie schief das hätte gehen können? Willst du tatsächlich gar nicht leben?“, berührte mich Lucius‘ Ansprache unangenehm, da er sehr ungewöhnlich für ihn sehr tief blicken ließ und das, was er sagte und mich fragte, zeigte irgendwie, dass ich ihm gar nicht egal sein konnte.

Das war der Moment, der es schaffte, dass sich meine Hände zu Fäusten ballten und ich mir eine Faust gegen die Brust drückte.

„Ich war nicht alleine…“, versuchte ich mich zu verteidigen und dachte an Patrick und Severus.

„Das stimmt nicht…!“, brauste er mich unterbrechend auf und schickte mir einen glutvollen Blick, der mir durch und durch ging. „Du hättest mich dazu holen können“, beschwerte er sich kleinlich und raubte mir kurz den Atem.

Es ging hier um ihn und seine Befindlichkeiten? Oder seine Sorge um mich? Er verwirrte mich gerade mit seinen Attitüden.

„Als ich mit der Nekromantie anfing, war ich auch alleine…“, zwang er mich zu einer Rechtfertigung, die mir nicht gefiel und ich war dankbar, dass ich auf dem Boden saß, wenngleich dies einer demütigen Haltung gleichkam.

„Jetzt nicht mehr“, erwiderte er unbewegt und stand noch immer wie ein Richter vor mir und ich biss mir unwohl auf die Unterlippe und überlegte mir genau, was ich sagen würde, aber nichts anderes als die Wahrheit kam in Frage.

„Ja, das stimmt, jetzt nicht mehr, aber damals schon…“, warf ich flüsternd ein und erntete Stille. „Und ich hatte Vorkehrungen getroffen… Severus…“, unterbrach ich mich, denn bei der Nennung von Severus stieß er seinen Stock derart heftig auf den Boden neben mir, dass ich zusammenfuhr.

„Würdest du es wieder tun?“, knurrte er finster und ragte wie ein Racheengel über mir auf.

„Würde ich es wieder tun?“, wiederholte ich die Frage konfus. „Wovon reden wir? Von letztens… oder dass ich mich überhaupt zu dem gemacht habe, was ich heute bin?“, versuchte ich durchzublicken, was er ansprechen wollte.

„Such es dir aus!“, erwiderte er irgendwie sarkastisch.

„Mhm… ich…ich… Lucius, das ist sehr schwer zu beantworten und auch auf die Gefahr hin, dich noch wütender zu machen… ich glaube, leider ja! Ich würde es wohl immer wieder tun, vielleicht hätte ich den Beginn nie gewagt, wenn ich gewusst hätte, dass die Möglichkeit bestünde, das zu werden, was ich nun bin… ein SoulGatherer“, bekannte ich wohl überlegt. „Lucius…ich will ehrlich sein…“

„Was für eine Einsicht, ich bitte darum!“, ging sein gehässiger Zynismus mit ihm durch, weswegen ich seufzte.

„Ich bin, was ich bin und es hat mich gerettet, da es mich wertvoll für den Lord machte!“, erklärte ich mit gelebter Inbrunst.

„Ja, gut, ändern kann ICH nichts, ABER ICH kann es akzeptieren“, offenbarte er schon wie zuvor, dass er mit meinem Dasein kein Problem hatte. Was war denn dann nur das Problem? Er starrte mich durchdringend an, während er sein Urteil über mich sprach.

Die latente Anspannung wich abrupt aus mir, als er mir seine Absolution erteilte und meine versteiften Schultern herab sackten, dann hörte ich es rascheln und seine Schuhspitzen kamen in mein Sichtfeld und ich wollte mich schon aufrichten, da ich dachte, dass sich der Sturm verzogen hatte.

„Aber“, erhob er wieder seine Stimme und der Tonfall verhieß nichts Gutes, „was ich nicht akzeptieren kann… ist… dass du ihn verleitest…“, akzentuierte er jedes Wort und ich riss meinen Kopf hoch.

„Wen?“, fragte ich mit großen Augen.

„Severus.“

„Was meinst du?“, keuchte ich hektisch und plötzlich fiel mir das Schlucken schwer. „Ich… ich kann dir gerade nicht folgen“, stotterte ich beunruhigt.

„Du verleitest ihn dazu, wieder nekromantische Absichten zu haben!“, beschuldigte er mich und ich plumpste richtiggehend zu Boden, obgleich ich schon saß.

„Wen? Severus? Unfug“, tat ich seinen Einwand entschlossen ab.

„Ja, du! Du bist dafür verantwortlich, dass Severus mal wieder mit der Nekromantie liebäugelt“, lag ein solcher Vorwurf in seinem Ton, dass ich sofort ein schlechtes Gewissen bekam.

„Ich?!“, echote ich jedoch empört und winkte eilig ab.

„Ja, du, hast du überhaupt eine Ahnung, oder eine Vorstellung davon, was ich damals anstellen musste, damit er davon die Finger lässt?“, brauste Lucius schon wieder auf und wirkte wie eine wildgewordene Veela.

„Was willst du damit sagen, Lucius?“, bemühte ich mich um einen ruhigen Verstand, denn seiner schien ihm abhandengekommen zu sein.

„Dass Severus die dunkelste Magie viel zu gut gefällt, um ihr widerstehen zu können, wenn er sich ihr hingibt, dann ist die Versuchung für ihn zu groß, alles zu wollen!“, erklärte er sehr eindringlich und ernst.

„Bei mir hast du nicht diese Sorgen“, warf ich, wie ich fand, brillant ein, woraufhin er jedoch nur missbilligend schnalzte.

„Du willst das alles gar nicht, wolltest es nie... deine Beweggründe sind völlig andere“, wischte er meinen Einwand wie eine lästige Fliege hinfort. „Severus hingegen hat schon immer um der Magie und Macht selbst willen nach Wissen gestrebt, weil er für sich alles wissen will!“

„Du meinst… er nimmt seine Studien wieder auf?“, drang ich zutiefst beunruhigt in ihn und plötzlich hatte ich mit einem Schlag ein schlechtes Gewissen.

„Die Nekromantie war schon immer neben dem Brauen und den Vampiren seine große Passion“, erwiderte Lucius von oben herab, dabei offenbarte er sein umfängliches Wissen über Severus.

„Ich…“, stockte ich, da mir einfiel, wie involviert Severus erschienen war, als er alles über Lugh hatte erfahren wollen und dass Severus von jeher der dunklen, ach, was sage ich, der schwärzesten Magie zugetan war. „Ich… werde alles tun, um ihn davon fernzuhalten“, versprach ich aufrichtig erfüllt von einem Grauen, das man sich nicht vorstellen konnte. Dabei kamen Selbstvorwürfe in mir hoch, wie ich so dumm hatte sein können, anzunehmen, dass Severus vor der Versuchung gefeit wäre.

Niemals wollte ich, dass Severus ein echter Nekromant wurde, oder in die Nähe der Túatha kam.

Wohingegen die Erkenntnis, dass Lucius durchdrehte, weil er Severus‘ Neigung kannte, durchaus erlebenswert war. Offenbarte es doch in meinen Augen so viel darüber, wozu Lucius fähig war.

„Wovor hast du Angst?“, brannten die Neugierde und diese Frage auf meinen Lippen, woraufhin Lucius so weißblonde Braue abwägend in die Höhe schoss.

„Ich habe keine Angst“, servierte er umgehend und wiegelte ab, da ein Malfoy schlussendlich nie Angst hatte und ich seufzte.

„Gut, worüber sorgst du dich?“, formulierte ich um, als er stockte. „Sieh mich an, ich bin dem nicht verfallen, ich ertrage es… aber das ist schon alles. Was lässt dich rot sehen?“

„Severus ist nicht wie du. Er gibt sich dem Ganzen dann mit Haut und Haaren hin… er kennt kein Halten mehr“, beschrieb Lucius grade ungewohnt inbrünstig das Verhalten eines anderen und weckte in mir Angst, dass ich Severus an diese andere Seite verlieren könnte.

Diese andere Seite, die zwar schrecklich faszinierend war, aber auch so erschreckend viele Unwägbarkeiten bot.

„Du meinst… er könnte die andere Seite hinter dem Schleier zu interessant finden?“, fragte ich ehrlich besorgt, indes kam mein Atem hektischer.

„Eventuell… du erkennst also, dass er nicht der rechte Ansprechpartner für deine irrwitzigen Aktionen ist. Laut meiner Quelle hat er sein Blut gegeben, das ist inakzeptabel!“, meinte Lucius getrieben vom schwelenden, beinahe überkochenden Zorn, den ich weiterhin in seinen Augen wahrnehmen, mir mittlerweile aber viel besser erklären konnte. Mit diesen Worten wischte er meine bisherige Sorge, dass er einfach Severus nur aus dem Weg haben wollte, beiseite, Denn anscheinend lag ihm hier wirklich nur etwas an Severus‘ Wohl und nicht an seinen zarten Gefühlen, dass er sich von mir übergangen fühlte.

„Ja, er musste das Pentagramm schließen!“, gab ich unumwunden und wenig stolz zu, schließlich hatte ich in dem Punkt kläglich versagt.

„Er hätte auch dein Blut nehmen können, um alles zu schließen“, kam es reichlich überheblich von Lucius, der zeigte, wie viel Ahnung er anscheinend von dem Thema hatte, als ich den Mund öffnete, nur um ihn sofort wieder zu schließen.

Genial, einfach, aber genial!

Er hatte Recht und Severus hatte es tatsächlich getan, weil er mehr wissen wollte als gut für ihn war. Es war unnötig gewesen, das war… wow… das hatte ich bisher nicht bedacht!

„Du siehst also ein, dass das alles andere als wünschenswert verlaufen ist…“, meinte er mit diesem beinah unerträglich snobistischen Tadel in der Stimme, wenngleich ihm dieser etwas weniger gut gelang, so wütend, wie er erschien, weshalb ich nur die Schultern hochzog und ein Schluchzen unterdrückte; ich ärgerte mich über mich selbst gerade schwarz.

„Und nun steh auf, du weißt, was nun kommt!“, befahl er leise, aber unnachgiebig und ich ruckte mit dem Haupt hoch und leckte mir instinktiv nervös über die Lippen. Was wollte er noch?

Indes packten seine Hände den Kragen meiner Schulbluse und zogen mich mit einem Ruck in die Höhe, bis ich nur noch auf meinen Zehenspitzen stand. Meine Augen quollen mir regelrecht aus dem Kopf.

„Ich bin nicht dein verdammtes Eigentum, Lucius“, begehrte ich auf, mit dem Willen, mich zu wehren.

„Sicher?“, grinste er hinterhältig und das wirkte in seinem markanten Antlitz brandgefährlich, nahezu einschüchternd, da sich sein Ärger zu keiner Sekunde gelegt zu haben schien.

„Oh nein, so will ich es gar wahrlich nicht“, kämpfte ich und versuchte, mich von ihm zu befreien.

Dabei zerriss ich das Hemd und als ich mich weiterhin bemühte, seinen Händen zu entkommen, mich ihm zu entwinden, drehte er mich so, dass ich plötzlich mit dem Rücken zu ihm stand. So hielt er meine Arme wie in einem Schraubstock gefangen und raunte mir mit gefährlicher, leiser, aber zugleich verführerischer Stimme zu: „Du hast innerhalb kürzester Zeit eine ganze Reihe von Grenzen überschritten. Glaubst du, das lasse ich mir einfach so gefallen? Glaubst du, ich hätte keinen Biss mehr, nur weil ich… wegen dir?“

Und wie um mir zu beweisen, dass das doppeldeutig gesprochen nicht der Fall war, grub er seine Zähne rücksichtslos in meinen Nacken und plötzlich fühlte ich gedanklich auch wieder seine Zähne in meiner Schulter, wie damals vor langer, langer Zeit, als er mich das erste Mal im Ministerium gestellt hatte.

Ich konnte nicht mehr denken, denn ein roter Nebel wogte um mein Hirn und eine durchaus nicht zu leugnende Erregung schoss durch mich hindurch.

„Lass los“, fuhr ich ihn rüde an. „Ich will das nicht“, wollte ich ihn wegstoßen, gleichzeitig war ich aber noch immer so erschüttert wegen seiner Offenbarung, wie sehr er um Severus bangte, dass ich nicht wirklich auf der Höhe war. Ich war leicht abgelenkt und erschauderte ob Lucius‘ dominanter Ausstrahlung. Ich wusste, dass er unberechenbar sein konnte.

„Lüge, du bist fasziniert und, wenn auch gegen deinen Willen, ungemein erregt“, erwiderte er ungerührt in dieser maliziösen, so überheblichen Art, die ihm zu Eigen war und der ich zum Teil durchaus verfallen war.

Er würde mich bestrafen? Oder? Oder… doch? Ich meine, das war Lucius, ich bin nie nachtragend, Malfoy!

Was wollte ich erwarten? Dass wir eine neue Basis gefunden hatten? Dass er ein lieber, braver, treuer fürsorgender Mann sein würde? Dass ich ihn zähmen konnte?

Beziehungsweise war er heute so anders, er schien so aus dem Gleichgewicht geraten, dass ihm vielleicht gar nichts anderes mehr übrig blieb, als in alte Verhaltensweisen zurückzufallen.

Plötzlich griff er in mein Haar und zog mich weg. Ein Akt, der mich instinktiv veranlasste, dem Zug zu folgen. Aua, immer meine langen Haare!

Ich sollte sie wieder abfackeln lassen. Ich blickte ihn aus verschleierten Augen unklar an und schon landete ich mit Schwung auf dem Schreibtisch von Severus. Seine Papiere begrub ich gnadenlos unter mir, als ich mich mit den Händen abfing und ein Tintenfass klirrend, aber unbeachtet, zu Boden fiel und seine giftgrüne Tinte sich über den Stein verteilte. Er hatte mich von sich weggestoßen und ich keuchte noch von der Landung und wunderte mich gar nicht, dass er seine Wut körperlich abreagieren würde.

Die Frage war nur, wie schlimm würde es werden?

Die nächste Frage war, wie sehr würde ich mich wehren?

„Ahh“, schrie ich verärgert über meine unzureichenden Reaktionen auf, denn schon spürte ich, wie sich unsichtbare, magische Seile um meine Hände spannen und sie aneinander ketteten.

Super, das erinnerte mich daran, wie ich in den Kerkern Lupin gefoltert hatte und ich wusste nicht, wie lange ich bereit sein würde, mir das gefallen zu lassen.

Auf der anderen Seite hatte ich Mist gebaut, an Imbolc und unwissend mit Severus, verdammt, ich war selbst wütend auf mich. Ich lag mit dem Bauch auf dem Tisch und plötzlich fühlte ich seine Hand an meinem Po. Er war einfach unter meinen Rock geglitten, der nun langsam hochgeschoben wurde. Ich schloss die Augen und wartete ab, während der Sturm in mir tobte. Das war der Lucius, wie ich ihn von früher her kannte. Ich meine, ich würde mir jetzt keine Gedanken darüber machen, was er nun tun würde. Ich würde es bestimmt gleich erfahren, aber es war das erste Mal seit langer Zeit, seit Monaten, dass er mir wieder wirklich aus reiner nachtragender Bosheit wehtun würde, aber das Furchtbare war, seit seinem Biss war ich erregt. Die Situation des Ausgeliefertseins brachte mich zum Erschaudern.

Deshalb hielt ich mich zurück und dachte gar nicht wirklich daran, meine Kräfte einzusetzen. Natürlich, ein kleiner Slide und ich wäre frei, aber die Angst, dass ich Lucius mit mir nehmen könnte, war da und zwar die begründete Angst, dass ihn das mit großer Sicherheit umbringen würde.

Da passierte es, es klatschte und hallte laut von den steinernen Wänden wider, mir entwich ein klitzekleines Quieken, das mich selbst ärgerte, weswegen ich mir sogleich auf die Zunge biss. Aber es tat weh und das hier erinnerte mich an noch etwas anderes. An damals im Haus meiner Eltern, als er mir auch den Hintern versohlt hatte. Ich trug zu viele Erinnerungen mit mir herum.

Dabei ließ er alle trainierte Zivilisiertheit fahren und zeigte den Mann hinter den Masken. Das war das Einzige, was mich in dieser erniedrigenden Situation erheitern konnte und weswegen ich kurzzeitig leicht aufreizend grinste. Zu sehen, wie ihn das auch nicht kalt ließ und er seine Kontrolle nach und nach aufgab und er nur noch seinen Instinkten folgte, war ein kleiner Sieg für mich.

Autsch, ein wirklich kleiner, schmerzhafter Sieg für mich, aber immerhin ein Sieg und wenn ich ehrlich war, dann hatte ich das verdient!

Er holte immer wieder aus und schlug in einem gleichmäßigen und stetigen Rhythmus auf mein nacktes Fleisch. Dass mein Hintern bestimmt rot leuchtete wie eine Tomate glaubte ich unbesehen und kämpfte ein wenig gegen meine Fesseln. Es klatschte immer wieder und ich wimmerte bemüht leise auf und versagte mir jedweden sonstigen Ton, während ich versuchte, seiner Hand auszuweichen. Ich spannte meine Muskeln an und probierte, mich abzulenken. Bald brannte meine Haut und seine Hand fühlte sich einfach nur noch an, als würden Nadelspitzen auf mich einstechen, dabei versiegte meine Erregung langsam, aber sicher. Ich konnte nicht mehr unterscheiden, welche Stellen er mit seiner Hand traf. Die Haut über meinem Hintern spannte und zog und in den kurzen Pausen pochte meine Kehrseite mehr und mehr und ich war kurz davor, ihm zu zeigen, was es bedeutete, wenn ich mich wehrte, wenn ich sauer war.

Aber da schaffte er es, dass ich einen leisen Schrei ausstieß, da er seine Schläge von meinem Gesäß weg verlagerte. Er streifte soeben meine nur durch einen dünnen Slip geschützte Mitte.

Ein unglaublicher Schmerz, der sich zugleich bittersüß anfühlte, ließ meinen verräterischen Körper erschaudern. Ich verdrehte meine Augen und hisste leise auf. Natürlich traf er nicht zielgerichtet, da meine Rundungen ihm im Wege waren, aber jedes Mal, wenn seine Hand ein Ziel fand, prasselten neue Sinneseindrücke auf mich ein und seine Hand schlug schon lange nicht mehr so fest wie zu Beginn. Er strahlte alles in allem eine etwas weniger aufgewühlte Energie aus, allerdings hatte ich nicht den Eindruck, dass er bereits wieder völlig zu seiner sonstigen Verfassung zurückgefunden hatte.

Er traf meinen Venushügel und sorgte dafür, dass ich aufzuckte, als er meinen Kitzler indirekt erwischte. Schon seit Beginn dieser Aktion von ihm war ich mir sicher, dass das Ganze mehr als erotisch angehaucht war und ich konnte zu meinen Erstaunen auch die Feuchtigkeit zwischen meinen Beinen fühlen und er auch, da er nun meinen Slip zur Seite schob und die Finger seiner anderen Hand zum Einsatz brachte und mich geschickt und gekonnt mit ihnen stimulierte.

Damit hatte er den Rhythmus seiner Schläge unterbrochen und ich hoffte, dass er jetzt aufhören würde. Dass er sich genug abreagiert hatte, weshalb ich es wagte, etwas meinen Oberkörper anzuheben, nur um wieder zu keuchen, da plötzlich mein Slip rasch hinuntergezogen wurde.

Das war nicht sein Ernst? Wenn er nun versuchen sollte, mich… also, nein, das war… da schrie ich auf.

„Lucius, du willst doch jetzt nicht wirklich…!“, keifte ich strampelnd wie ein Pferd.

Es konnte doch nicht alles im Sex enden!

Hermiones Sicht Ende

Severus Sicht

Nachdem die wutschnaubende McGonagall mein Büro regelrecht im Sturm erobert und mir energisch ihr Leid über Lucius geklagt hatte, kam ich nicht umhin, mir selbst Leid zu tun!

Erstens, sie unterbrach meine Nachforschungen und Studien, die mich gerade regelrecht fesselten und zweitens, ich meine, was erwartete sie?

Ich litt schon seit Jahrzehnten unter diesem nervtötenden Mann, der sich und seine Pläsierchen weit über allen anderen sah. Somit konnte ich ihr tragisches Problem, eine verschleppte Schülerin, nicht wirklich nachvollziehen.

Das war Lucius… gut, stimmte so nicht ganz, so war Lucius nur… wenn es um SIE ging, das Biest!

Aber wenn man diese Diskrepanz mit einrechnete, dann war es absolut normal, wie er sich in der Öffentlichkeit aufführte und anscheinend hatte er von Imbolc und der dortigen Katastrophe erfahren. Plötzlich schrie McGonagall so laut, dass ich um mein Trommelfell und damit auch um mein Gehör fürchtete. Als ich ihr dann zähneknirschend versprach, ihr armes, verlorengegangenes und misshandeltes Löwenbaby unbeschadet zurückzubringen, beruhigte sie sich und ließ mich endlich wieder alleine.

Ich musste also etwas Richtiges gesagt haben, wie auch immer, ich fragte Hogwarts, wohin sich mein Plagegeist begeben haben könnte und war marginal überrascht, dass er sich meine Gemächer ausgeborgt, oder wohl eher angeeignet hatte und machte mich auf den Weg dahin.

Ohne zu zögern schwang meine Tür lautlos auf und ich lauschte angespannt.

Sofort vernahm ich eindeutig laute Geräusche. Das laute Klatschen war nicht zu überhören, sodass meine Braue interessiert in die Höhe wanderte.

Sie waren schon soweit? War Lucius schon zur Tat geschritten?

Ich glitt lautlos vorwärts und wurde von einem inspirierenden Anblick empfangen, der sich mir darbot. Es erinnerte mich an eine ähnliche Situation, die wir schon einmal gehabt hatten, nur im Gegensatz zu damals wirkte Lucius vollständig beherrscht. Das war doch kein Schlagen, das war ein Tätscheln, zumindest für seine versierten Verhältnisse.

Sie lag mit dem Oberkörper auf meinem Schreibtisch, unter ihr zerknülltes Papier, ihr Hinterteil ragte leuchtend rot in die Luft, da ihr Rock hochgeschoben worden war, während Lucius ihren Po leidenschaftlich bearbeitete. In der Sekunde trat er auch schon von ihr weg, besah sich sein rotschillerndes Werk und auf einmal zog er mit einem Ruck ihren Slip hinab, während ich die grüne Tinte ausmachte, in deren See der Slip landete.

„Lucius, du willst doch jetzt nicht wirklich…“, beschwerte sie sich umgehend und strampelte los, indes verfolgte ich, wie er seine Fingerspitzen sanft über ihr Zentrum gleiten ließ. Dabei entfloh ihr ein spitzer Ton und sie ließ ihren Kopf seufzend auf ihre gefesselten Arme nach vorne sinken.

Es war wie eine Einladung, wie eine Kapitulation vor ihrer eigenen Lust, alles in allem ein ansprechender, dazu sehr possierlicher Anblick, den sie uns lieferte. Sie war augenscheinlich durch ihre Strafe weniger bestraft, sondern eher erregt.

„Ahhh“, stieß sie ein ungewohnt hohes Quieken aus, denn Lucius hatte abrupt zwei seiner Finger in ihr versenkt.

Er fingerte sie routiniert von hinten und sie stöhnte leise, während seine andere Hand spielerische Schläge auf ihr verteilte. Je fester er zuschlug, desto lauter stöhnte sie unter ihm und wand sich in ihren Fesseln. Kurz erlaubte ich mir die Frage, wie ich das McGonagall erklären sollte!

Ich kam, um das Löwenbaby vor ihm zu schützen und erlebte eine eins A Vorstellung, dass sie gar nicht beschützt werden wollte.

Soeben ließ er mit einer Hand von ihr ab, um sich nur von dem Nötigsten zu befreien und schon positionierte er sich hinter ihr, um sich in ihr zu versenken.

„Lucius… aber…“, stieß sie atemlos, mit schmerzerstickter Stimme hervor, als ihre geschundene Kehrseite Kontakt mit ihm bekam und versuchte, sich an der Kante meines Schreibtisches festzuhalten, um seinen Stößen standzuhalten.

„Sei still!“, verlangte er nur knurrig und stieß zu. Es war eine getriebene, rasche Vereinigung und beide genossen es, trotz aller Härte.

Ich lehnte währenddessen lässig an meiner Durchgangstür und sah ihnen dabei zu. Ich hieß diese nette Abwechslung, mal beide zu beobachten, willkommen und dankte McGonagall im Stillen, dass sie mich frühzeitig auf die Fährte der beiden geschickt hatte.

Das, was hier gerade stattfand, war nicht raffiniert, oder ideenreich, es war sexuelle Unterwerfung, Dominanz und es hatten sich schon zu viele Empfindungen zwischen ihnen aufgestaut, als dass es lange hätte dauern können. Beide stöhnten und stoppten in ihrer Erlösung, dabei warf er seinen Kopf in den Nacken, indes wich auch aus ihr die Anspannung und sie kam erschöpft und atemlos auf meinem Tisch zum Liegen. Der über ihr keuchende Lucius löste sich schlussendlich und zog sich zurück, zauberte sich mit einem Schlenker seines Stabes sauber, sodass er wieder vollständig bekleidet dastand und auf sie nieder starrte wie auf eine Erscheinung, die da vor ihm lag und als könnte er nicht fassen, in was dies alles gerade gegipfelt hatte.

Was beschäftigte ihn? Irgendwie wirkte er nicht so selbstsicher und überzeugt von sich wie sonst!

Als ich mich abstieß besah ich mir das Bild näher: Gefesselte Hände, hochgeschobener Rock, nackter, rotschillernder Hintern in der Höhe und aus ihrer benützten Spalte flossen seine Säfte hinab. Sie war ein verlockender, zerzauster und mitgenommener Anblick, aber er hatte nichts davon geplant. Ich betrat damit vollständig meine Gemächer, sodass ich nicht unbemerkt bleiben konnte und umgehend ruckte Lucius zu mir herum.

„Severus!“, begrüßte er gespielt souverän.

Jedoch sagte er sonst nichts weiter, weswegen ich ihm ein mildes Lächeln schenkte. Ungehindert passierte ich ihn, ging zu ihr hin, die bei der Nennung meines Namens erstarrt war. Sie erinnerte mich gerade an ein Brett. Das sah sehr unbequem aus, wie sie sich verspannte.

„Lucius!“, entgegnete ich daraufhin absolut höflich, aber auch so, als ob nichts Großes vorgefallen wäre. Es war ein lauerndes Abwägen, wie wir alle mit dieser Situation umgehen würden.

Meine kalte Hand legte sich für sie plötzlich auf ihren warmen, geröteten Po. Sie zuckte zusammen, als ich sie fest in das malträtierte Fleisch kniff, was sie übergangslos aus ihrer Starre holte und sie zappeln ließ.

„Arrr“, unterdrückte sie den Schmerzensschrei. „Macht mich los“, verlangte sie aufgebracht, sie schien ihre matte Müdigkeit wieder abgeworfen zu haben.

„Ihr hattet Spaß!“, überging ich ihren Protest, während ich eine Feststellung traf.

Indes kämpfte sie sich auf die Beine, dabei glitt meine Hand von ihr. Jetzt stand sie vor uns, noch immer mit den vorne gefesselten Händen und ihrer zerknitterten Bluse. Sie wirbelte herum, um uns mit glutvollen Blicken anzusehen. Dabei war ihr Rock wieder verdeckend, aber immer noch schief sitzend über ihre Blöße gerutscht.

„Severus…“, begann sie zischend und ich erhob nur meine Hand in einer bestimmenden Geste, die sie verstummen ließ.

Sie spielte das brave Mädchen ab und an echt gut!

„Wer hat gesagt, dass du aufstehen sollst!?“, fragte ich blasiert zurück, dabei gingen ihr die Augen über. Wenn man bedachte, was mein Gesichtsausdruck implizierte, war das wohl nachzuvollziehen, während Lucius sein gemeines Grinsen nicht mal zu kaschieren versuchte und hinter uns zu lachen begann.

So schnell konnte sie gar nicht schauen, wie ich sie nun mit meinem Körper nach hinten drängte und ihr nacktes und mitgenommenes Gesäß wieder mit der Tischkante kollidierte. Deswegen verzog sie ärgerlich die Miene. Aber das eben Gesehene hatte mich erregt und warum sollte ich immer zurückstecken?

„Das ist nicht witzig!“, ätzte sie wenig eingeschüchtert, weshalb ich Lucius‘ Züchtigungsversuch als gescheitert und ihn als vergebene Liebesmüh ad acta legte.

Wobei ich mir die Frage verkniff, was seinen Zorn erregt hatte. Indes beachtete ich ihren wahrhaft nicht vehementen Protest nicht weiter, denn ein Stoß von mir gegen ihren Brustkorb sorgte dafür, dass sie diesmal mit dem Rücken voran auf die Tischplatte befördert wurde.

„Hey, sag mal spinnst du… was…?“, fuhr sie mich aufgebracht an.

Sie landete recht unsanft und verhinderte, indem sie ihr Kinn anzog, dass ihr Schädel auf dem Holz aufschlug, während ihre Füße den Bodenkontakt verloren. Sie war einfach zu klein und erinnerte in ihrer misslichen Lage an einen auf dem Rücken gelandeten Käfer, dabei tendierte mein Mitleid gegen Null, da sie es seit Imbolc noch nicht geschafft hatte, mich zu besänftigen.

Wenn Lucius seine Aggressionen von was auch immer an ihr austoben durfte, warum ich dann nicht auch, nachdem ich sogar bei einem Fiasko, das sie zu verantworten hatte, dabei gewesen war?

Dies geschah innerhalb von Sekunden und bevor sie reagieren konnte, schob ich sie an ihrer Hüfte etwas weiter hoch, sodass ihr Po auf dem Tisch zum Liegen kam. Ein für sie bedauerlicher Fakt, wegen dem sie schmerzlich zischte, doch ich war gewillt, dies zu übergehen. In meinem Rücken vernahm ich derweil, wie Lucius sich bewegte. Den Geräuschen nach zu urteilen schenkte er sich einen Drink ein. Ihn schien unsere Auseinandersetzung nicht zu stören, sondern eher zu amüsieren.

„Jetzt halt doch still!“, fauchte ich dann doch wegen ihrem Gezappel genervt, woraufhin sie aus lodernden Augen zu mir blickte, aber mit einem Seufzen ließ sie dann doch ihren Widerstand fahren, dabei bemerkte ich, wie ihr Blick hinter mich ging.

Ich schenkte ihr einen unleserlichen Blick aus tiefschwarzen Augen, als ihr Blick wieder zu mir fuhr, gefangen im Zweifel und Misstrauen, was mit ihr passieren würde. Sie zu überraschen war nicht leicht, aber ich hegte große Hoffnungen in mich, wodurch ich es genoss, in einer einzigen geschmeidigen Bewegung vor ihr auf die Knie zu sinken, was sie mit einem Keuchen kommentierte.

„Severus!“, stieß sie nervös aus und das genoss ich ungemein.

Sie zu verwirren, zu überraschen, das war immer etwas Besonderes!

„Still!“, brummte ich, da sie sich hochziehen wollte und packte ihre Oberschenkel, schob den Rock hoch und drängte mich zwischen ihre Beine. Mich umfing augenblicklich ihr eigener Geruch, aber auch der von Lucius, als ich die zwischen ihren Schenkel hinablaufenden Säfte von beiden sehen konnte.

„Bitte, das…“, bat sie unangenehm berührt, als wäre es ihr peinlich, mich zwischen ihren Schenkeln zu wissen. Oder war es, weil Lucius noch da war?

Sonst war sie nicht derart schüchtern und ich auch nicht. Ich verspürte das Bedürfnis, sie zu schocken, so wie Lucius sie geschockt hatte, als er uns beim Sex überrascht hatte und viel weiter gegangen war, als sie es für möglich gehalten hätte. Nur ich wusste, ich konnte das, was er bei uns getan hatte, noch überbieten. Damit senkte ich mein schwarzes Haupt und leckte genüsslich über mein Zeichen, das ihren Oberschenkel zierte.

„Wuah…“, entwich es ihr überrascht, aber auch nicht abgeneigt und ich war froh, dass niemand mein hämisches Grinsen sehen konnte, während ich weiterhin spielerisch ihren Oberschenkel leckte.

Er hatte mich nicht kalt gelassen, der Anblick, den beide geboten hatten, meine eigene Erregung war durchaus vorhanden und die wollte befriedigt werden und ich war zu vieles gewohnt, als dass mich das stören würde. Ich kannte Lucius in jeder Facette des Lebens. Sie bäumte sich jedoch unter mir auf, sodass ich ihre beiden Oberschenkel mit meinen Händen umfassen musste, um sie stillzuhalten, als ich von meinem Zeichen abließ, um mich ihrem Zentrum zu widmen und mit meiner Zunge über ihre samtigen Falten strich.

„Severus!“, schrie sie zittrig, aber auch überfordert und wand sich auf dem Tisch wie ein Aal.

Indes nahm ich in meinem Rücken eine Bewegung wahr und dann wie sie aufhörte, sich zu rühren. Irgendetwas tat er.

„Lass ihn, halt still!“, befahl er gewohnt autoritär und schien sie an ihren Schultern festzuhalten und auf den Tisch zu drücken.

„Lucius, das… ihr!“, stotterte sie atemlos, aber ihre Erregung war weder zu übersehen noch zu überhören.

„Das solltest du doch inzwischen von uns gewöhnt sein!“, bescheinigte er ihr lässig und raubte ihr damit die Spucke, da sie ein tiefes Stöhnen verlauten ließ.

Ich ließ mich indes nicht stören, fuhr damit fort, sie zu reizen und zu verwöhnen, dabei schmeckte ich ohne Scheu ihn als auch sie und wollte sie weitertreiben, weswegen ein Finger von mir in sie glitt.

Als sie mir das erhoffte Wimmern schenkte, erhob ich mich und befreite, so wie vorhin auch Lucius, nur meinen steinharten Schwanz aus meiner Hose und stieß in sie, bevor sie überhaupt bemerkte, was passierte. Hierbei sah ich, dass ich recht gehabt hatte, dass Lucius sie an den Schultern hielt, aber dabei hatte er sich in meinen Sessel gesetzt und streichelte mit der anderen Hand über ihr lockiges Haar. Sein Glas hatte er zusätzlich neben den Kopf des Biests gestellt und er wirkte mehr als gut unterhalten, während ich sie auf meinem Schreibtisch vögelte.

„Ihr seid unmöglich…“, presste sie unter meinen Stößen hervor und da grinsten wir beide uns böse an. Blicke aus grauen Augen trafen tiefschwarze.

„Was reitet… euch immer nur…“, stieß sie wieder atemlos hervor und wir konnten nichts dagegen tun, wir antworteten gleichzeitig:

„Du!“

Severus Sicht Ende




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Erklärung und Zusammenfassung Anderswelt/SoulGatherer
Nekromantie:
Jeder Zauberer ist in der Lage Nekromant zu werden und diese Kunst zu erlernen. Darum beherrschen diesen Zweig der Magie auch Voldemort, Gellert Grindelwald und neben den vier Gründern auch Hermione. Das bedeutet unter anderem, dass sie Inferi erschaffen und beherrschen können. Die unterschiedlichen Intentionen unterscheiden die Nekromanten voneinander. Derjenige der selbstlos zum Nekromanten wird und sich ganz zum Wohle anderer in diese Materie einarbeitet geht den Schritt zum SoulGatherer.
SoulGatherer:
Hermione ist nur um ihre Eltern zu retten zum Nekromant geworden, ohne an die Folgen für ihre eigene Person zu denken. Helga Hufflepuff ist für Hogwarts und die anderen Gründer in diesen Bereich der Magie eingetaucht. Sie handelten „selbstlos“ und wurden so auch zu mächtigen Soul Gatherer. Die Absicht hinter ihrem Handeln unterscheidet sie von anderen Nekromanten, die diesen Schritt aus purem, egoistischem Machtstreben taten. Hermione hatte es aus dem tiefen Bedürfnis getan, ihre Liebsten zu schützen. Für einen SoulGatherer öffnet sich die Anderswelt. Die Welt hinter dem Schleier, der diesseitigen Welt. Ein SoulGatherer kann nicht sofort zwischen den Welten und durch die Schleier wandeln, er muss Prüfungen bestehen. So muss nicht nur der Kampf gegen die Siofra bestanden werden, sondern auch „ein gleichwertiges Gut als Gegenleistung gegeben“ „ Leben gegen Tod! .. Tod gegen Leben!“ „Sie biete die Möglichkeit, Leben zu schenken.“ So opfert man als SoulGatherer seine Fruchtbarkeit, um selbst zu leben. Man gibt dieses wertvolle Geschenk auf und entscheidet sich über die Untoten zu herrschen, ohne jemals die Chance auf eigene Nachkommen zu haben. Damit wird klar, warum SoulGatherer keine Nachkommen hatten und viele einsam lebten. Jeder der diese Prüfung überlebt hat, bekam keine Nachkommen, weil er seine Fähigkeit Leben zu schenken hingab, um in die Welt zurückzukehren.

Die Túatha de Dannan:
In der Anderswelt herrschen die Túatha de Dannan
Die Túatha de Dannan = Keine Götter, sie sind ein magisches Volk
Die Túatha, sind die Hüter des Todes und der Unterwelt. Wir wachen darüber, dass sich die Ebenen nicht vermischen und die Trennung erhalten bleibt“,
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Anderswelt = Orbis Alia
Sidhe = ein Volk das von den Túatha de Dannan abstammt
Dagda (Oberboss)
Ogma (Dagdas Bruder)
Lugh (Dagdas Bruder) = Hermiones Ansprechpartner und eigentlich der wichtigste Túatha
Morrigan = die Göttin des Krieges, der Schlacht und des Todes (Sie wird symbolisiert durch die Elster und Hermiones Patronus ist auch einer)
Siofra = Die Siofra sind die andere Seite der Túatha de Danann, sie beherrschen die Unterirdischen
(Sie sind die Gewalt, die das Tabula rasa lebt, damit dass Neue, das Andere aus dem Schatten ins Licht treten kann. Sie zerstören, damit Neues entstehen kann)

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