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 Kapitel 146-147

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BeitragThema: Kapitel 146-147   Do Feb 09, 2012 5:33 am

146. Kapitel Neue Dramen


Severus Sicht

Ich war zum Frühstück ins Manor gegangen, warum nochmal? Fragte ich mich ärgerlich! Was hatte mich veranlasst mich dem auszusetzten, da hätte ich auch noch bei mir in meinem Heim bleiben können, oder in den Kerkern, bevor ich mich dem schrecklichen, stumpfsinnigen Geplauder der anderen minderbemittelten Professoren aussetzte und dann zum Abend, die lauten ungezogenen Kinder ertragen musste, aber das hier war noch schlimmer und unerträglicher.

Aber das was mich in Lucius Heim erwartete war, erschreckend, da zog ich den Lärm und das Geschnatter von Hogwarts vor, was hatte die drei schon wieder getan, das so eine Stimmung herrschte?

Das Biest, ihres Zeichens Hermione, die Stimmungskanone, sah sehr apart aus in einem netten braunen Sommerkleid, das sie im besten Licht erscheinen ließ, aber sie war erstaunlich wortkarg. Immer wieder sah sie verstohlen zu Lucius und dieser sah sie mit einem für mich unleugbaren Schimmer in den Augen an, den ich noch nie bei ihm gesehen oder bemerkt hatte. Sie versuchten diesen Augenkontakt geheim zu halten, was mich missmutig die schwarze Augenbraue heben ließ.

Draco sah fast nur auf seinen leeren Teller, wie es schien hatte er keinen Hunger. Bei genauerem Hinsehen, erkannte ich, er war auch leicht blass um die Nase, als wäre ihm schlecht, irgendwas musste in der Nacht passiert sein!

Ich konnte mitverfolgen wie er seinem Vater unter seinen Haaren hervor immer wieder giftige Blicke zuwarf und ab und an eine verkrampfte Haltung einnahm.

Hermione, schien sich bei der anhaltenden Stille immer unwohler zu fühlen und sah nun mich hilfesuchend an, aber ich schenkte ihr meinen unlesbaren Blick und zuckte nur kurz die Schultern, was wusste ich was die Dramaqueens namens Malfoys ritt? War ich immer da, sie musste es doch wissen, schien aber erstaunlich hilflos in der Situation, wie es aussah musste man ihr den Lord vor die Nase setzten, dann kam sie mit allem zurecht, aber einen schlechtgelaunten und einen undefinierbar gelaunten Malfoy, die beiden überforderten sie offensichtlich gerade, so war ich auf ihre Kosten herrlich unterhalten.

Ganz unvermittelte unterbrach Lucius die Stille dann und wandte sich fordernd und blasiert an Hermione:

„Du hast mir noch was zu erklären, Fräulein, was war das gestern mit Potter und dir beim Juwelier? So eine dämliche Verkleidung, hast du gedacht die durchschaue ich nicht? Raus mit der Sprache, ich will Details, wer ist seine Zukünftige und wie kann er nur so dumm sein?“

Ich sah wie sie genervt die Augen verdrehte, dies sogar Lucius sehen ließ, der jedoch nichts dazu sagte, sondern sie nur weiter abwartend musterte, was mich wirklich überraschte, ja fast schockte. Dann wurde ihr Blick auf ein mal weich und bittend, sie antwortete, da konnte ich nur denken, was für ein manipulatives Biest:

„Lucius, dring da bitte nicht weiter vor, es ist besser, wenn du es gar nicht weißt was er plant, glaub mir das.“ Erstaunt sah ich ihren bittenden Blick, sah wie Lucius ab wägte und sie musterte, wie sie eine Hand auf seine zuschob, aber kurz bevor sie seine berührte, stoppte. Die Körpersprache der beiden war wirklich ungewöhnlich für sie, so zugewandt schienen sie auf ein mal zu sein und Lucius wirkte nicht angriffslustig oder verärgert, weil sie ihn bat nicht weiter zu fragen, sondern schien zu überlegen. Draco beobachtete dies wie ein Adler und ich sah wie seine verkniffene Miene zunahm, über die neue Zutraulichkeit der beiden alles andere erfreut, die Mitteilung über Potter schien ihn absolut nicht zu interessieren, er war total abgelenkt durch das was sich zwischen unserem neuerdings fast turtelndem Paar zutrug, die uns beide gekonnt ausblendeten.

Irgendwas war da vorgefallen, bestärkte dies meine Vermutung, die ich schon bei der glänzenden Stimmung, die hier am Tisch herrschte, gehabt hatte und ich wusste von nichts! Was für ein Spion war ich? Das war doch zu ärgerlich, wurde meine Stimmung von Minute zu Minute besser. Aber Potter und sich verloben, was sollte das denn? Ich konnte mir denken wer seine Angebetet war, war ich doch im Cottage gewesen wie hätte ich das so nicht mit bekommen können, wen er sich geangelt hatte, eine Slytherin, aber wie konnte er so dumm sein? Oder die Frage war eher, wie konnte er nicht so dumm sein, bei dem Vater? Es war zu erwarten gewesen, Hirn suchte man meiner Ansicht ja bei Potter eh vergeblich, auch wenn er seit dem letzten Jahr Besserungstendenzen aufzeigte, war er immer noch ein Potter, da kamen er und Lilys Gene gar nicht gegen an.

Ich würde dem Biest noch den Kopf waschen müssen, so eine Dummheit von Potter durch gehen zu lassen, er brachte sich und eine meiner Slyhterins damit in Gefahr. Konnte diesem Idioten denn niemand klar machen, dass das bei Reinblütern nicht so lief, das müsste das Biest doch wissen. Also was spielten die Kinder da für ein Spiel, Selbstüberschätzung vermutet ich strak.

Ich war verärgert, aber Lucius lenkte mich von meinem Ärger kurz ab, als er ruhig und mit Bedacht antwortete:

„Nun gut, ich frage nicht weiter. Potter scheint ja etwas frühreif zu sein, gleich heiraten, was denkt der sich nur. Ich kann nur für ihn hoffen, dass er weiß, diese Nachricht darf keinesfalls zum Lord durchdringen, sonst ist sein kleines Weibchen in höchster Gefahr. Du hast wohl recht Hermione, je weniger ich darüber weiß, desto besser und solange nicht du seine Angebetete bist, soll es mir egal sein!“

Wow, was war hier passiert, das Lucius so umfassend und ohne eine Gegenleistung zu fordern, nachgab. Doch nachdem sie genickt hatte, kehrte das Schweigen an den Tisch zurück. Ich starrte sie verstimmt und mit großem Unmut an, darüber würden wir noch reden müssen und sie starrte genau so hart zurück. Doch währenddessen ging das Belauern von Vater und Sohn weiter und auch Hermione warf wieder vorsichtige Blicke zu Lucius, als wir unser stummes Duell aufgaben.

Wie es schien, reichte es nun Lucius, dieses vorsichtige begutachten am Tisch und so reckte er nun hochmütig seinen Kopf und sprach erneut:

„Nun, Draco, angenehme Nacht gehabt?“, blickte ich Lucius bei dem Ton überrascht an und sah dann zu Draco, der seine Zähne fest aufeinander biss, bemerkte auch wie Hermione geschlagen die Augen schloss, okay, was ging hier vor, was für ein Drama spielte sich hier vor meinen unwissenden Augen ab?

Als ich sah, wie sich Draco ein Herz fasste und nun seinen Vater erschreckend kalt ansah.

„Wohl nicht halb so angenehm wie du Vater!“, zischte er bemüht ruhig, aber ich sah wie sich Lucius Mundwinkel sachte hoben und er leicht schon fast jovial antworte.

„Wohl wahr, wohl war, Draco! Sie ist sehr anschmiegsam! Aber daran, dass meine Nacht angenehmer war als deine, bist nur du selbst schuld!“, kam es überlegen von Lucius und ich sah wie Hermione unter dem Tisch ihre Hand auf Dracos Oberschenkel legte, dieser aber sie unwirsch abschüttelte, was mich erstaunte, was passierte hier? Moment, was hieß anschmiegsam? Heiß es das was es implizierte? Das Hermione in Lucius Bett gelegen hatte? Wie das, war mein Interesse mehr als geweckt. Drama, sagte ich doch!

„Ich habe Schuld? ICH!?“, rief Draco aufgebracht und Lucius maß ihn kalt, befahl nun geradezu.

„Halte an dich! So habe ich dich nicht erzogen! Und ja, du bist Schuld, wie konntest du es in Betracht ziehen deine Freundin zu betrügen!“, hörte ich Lucius in verächtlichem Ton und da gab Hermione ihre Selbstbeherrschung auf und legte ihr Gesicht in ihre Hände. Ich war perplex, wie bitte??? Draco hatte Hermione betrügen wollen? Wann, was hatte ich verpasst.

Hermione nahm nun ihre aufgebende Haltung wieder auf, straffte sich und sah Lucius erstaunlich eindringlich an und legte zu meiner Verwunderung auch noch ihre Hand vertrauensvoll auf seine, woraufhin auch er sie ansah. Leise, sanft und bittend sagte sie: "Bitte, Lucius, lass es!" Sie schlug einen Ton an, in dem sie nicht mit ihm hätte reden sollen, viel zu vertraut, nicht unterwürfig bittend, sondern eher auf gleicher Augenhöhe und warum saß sie eigentlich schon wieder neben ihm, immer öfters saß sie auf Dracos Platz, fiel mir im Resümee der letzten Wochen auf. Was plante das Biest? Dachte ich sofort von ihr nur das Schlechterste, aber bei ihr war ich immer vorsichtig!

Sein Blick, den er ihr schenkte, war erstaunlich freundlich, fast sanft, wie schockierend, so hatte ich ihn nur ein einziges mal gesehen, als er seinen Stammhalter in den Armen gehalten hatte und seitdem nie wieder! Aber der Blick, den dieser Stammhalter, im Vergleich zu dem Biest, bekam, war erschreckend kalt, bei ihr dann aber wieder geradezu zärtlich, das war ein Tag dessen Erinnerung ich in eine Phiole füllen würde, hiervon durfte ich nichts vergessen, als er ruhig aber bestimmt antwortete:

„Nein Hermione, er muss das jetzt lernen. Du hast selbst gesagt, seine ungestüme Art überstürzt zu handeln habe sich nicht gelegt, daher werde ich jetzt einschreiten, nicht aus zu denken, wenn er die Kontrolle verliert wenn es wirklich um Leben und Tod geht. Er muss sich im Griff haben und deine Stellung zu ihm hast du ja wohl oft genug klar gemacht. Ich hoffe für dich, dass er seine Eifersucht jetzt im Griff hat, nachdem.... und das geht mich auch eigentlich nichts an, aber wenn er die Kontrolle verliert, das betrifft uns alle." Wow, was hatte Draco getan um Lucius Wut auf sich zu ziehen? Manchmal war das Affentheater hier spannender als alles andere, hier ging es zu wie im Irrenhaus.

Dracos Unwillen drückte sich in seinen zornblitzenden Augen aus, diesmal malträtierte er seine Serviette und nicht Hermione, wie sonst so oft, aber ansonsten saß die unbewegte Maske recht gut unter Anbetracht das es wohl in ihm Bordeln musste, aber bei Lucius harschen Worten nachzuvollziehen. Warum war Draco in Versuchung geraten das Biest mit einer andere zu hintergehen, konnte er sich nicht glücklich schätzen, das er über sie die ganze Zeit frei verfügen konnte und ich wusste sie war gut, Draco dürfte keinen Grund zur Klage haben! Warum hatte er dies dann getan.

Maßlos erstaunt nahm ich nun wahr, wie sie den Kopf leicht senkte, auch den Blick und nun leise antwortete, geradezu ergeben: „Ja, Lucius!“ Das spielte das kleine Biest gut, als wäre sie nun handzahm, ja genau, das konnte sie jemand anderem erzählen, aber bitte nicht mir!

Lucius wandte sich wieder mit arrogantem Blick Draco zu, der böse die ganze Szene beobachtet hatte und nun kalt einwarf: „So weit seit ihr also, so vertraut… Ich sehe das doch. Jetzt redet ihr schon über mich, als wäre ich nicht anwesend…!“ Schmerzlich verzog er das Gesicht, bevor Lucius, in einer urplötzlichen Bewegung, den Kopf der Schlange seines Gehstocks mit Wucht auf den Tisch schlug und sich aber alle soweit unter Kontrolle hatten, das keiner zusammenzuckte als es knallte und er nun auf ein mal los polterte:

„Jetzt reicht´s langsam Draco. Gestern hast du schon nicht auf mich gehört, musste dich drei mal ermahnen zu gehen, was denkst du habe ich mit ihr getan als du weg warst? Deine Fantasie scheint dir ja heftig was ausgemalt zu haben, dass du so über reagieren musstest. Wir haben uns zivilisiert unterhalten und ich habe deiner lieben Hermione die Meinung gesagt, weil ich ihr Geschenk ganz und gar nicht passend fand. Reiß dich zusammen, verdammt noch mal, meinetwegen hab Angst um sie, sei in Sorge, Eifersüchtig, mir alles egal, deine Gefühle dürften dich in extremen Situationen nicht beeinflussen, du musst einen kalten Kopf behalten und sie dürfen kein Grund sein das du Mist baust, verstanden? Und wenn du trotzdem wegen deinen überschäumenden Gefühlen so einen Mist machst wie gestern, dann trag´s wie ein Mann, sieh deine Schuld ein und spiel nicht den beleidigten. Ich denke, ein bisschen Abstand würde dir in Zukunft gut tun, daher habe ich beschlossen, dass Hermione, wenn ihr Weihnachten wieder her kommt, ihre eigenen Räume haben wird, für eine Frau des Hauses gehört sich das sowieso. Ich werde Narcissas Suite für sie herrichten lassen!“, kam es endgültig von Lucius so herrschaftlich wie er gesprochen hatte und ich hatte Mühe mir mein Erstaunen nicht anmerken zu lassen, ich war perplex! Narcissas Gemächer? Ich meine, gut, ich konnte nachvollziehen, das er ihr ihre eigene Suite geben wollte, aber warum nicht die neben Dracos in der zweiten Etage, warum die Gemächer, die der Gattin des Hausherrn zustanden, tat er dies nur um Draco zu ärgern, oder spielte hier Lucius wieder ein böses, strategisches Spiel. Er würde sie damit in einen hohen Stand heben, was hatte er vor, was trieb ihn…..wartete ich gespannt. Er manipulierte schon sehr und da hörte ich es auch schon.

Polternd fiel Dracos Stuhl um, jetzt schien er endgültig zu kochen, doch dann hatte er sich langsam wieder unter Kontrolle, er kämpfte schwer, so wie er schnaufte, ich sah wie er schwer darum rang. Hermione hatte nun nur noch die Augen geschlossen und rang ebenfalls um Fassung

„Dürfte ich mich entfernen Vater?“, hatte er dies gepresst hervorgebracht, Lucius nickte huldvoll und ich konnte gar nicht so schnell gucken, da hatte Draco auf dem Absatz kehrt gemacht und stürmte wütend hinaus. Es war auch heftig, dass er es Draco indirekt verbot abends das Bett mit seiner Freundin zu teilen, was plante er? Denn, dass er etwas mit dieser Tat erreichen wollte, das sah doch wohl ein Blinder und wenn ich eines nicht war, dann Blind!

Kaum war die Tür lautknallend ins Schloss gefallen, sah ich wie sie ihren Kopf wieder hob. Den Ausdruck, den ich sah, hatte ich bei ihr wirklich noch nicht gesehen, traurig blickte sie mich kurz an, doch dann wandte sie ihren Blick Lucius wieder zu und ich sah wie ihre Züge wieder ebenmäßig wurde, offensichtlich hatte sie mir einen kurzen Einblick in ihre Gefühlswelt erlaubt, bevor sie Lucius wieder die Maske zeigte. Sie griff erneut nach seiner Hand und sprach dann ruhig aber immer noch ein wenig bittend:

„Lucius, ich weiß, bei dir hat alles seinen Preis, aber wenn dies der Preis dafür ist, dass ich zu dir gekommen bin, jemanden gesucht habe der mir zuhört und mit dem ich offen und ehrlich reden kann, dir vertraut habe, dann werde ich nicht wieder zu dir kommen, wird es solche Gespräche nicht mehr geben. Es tut mir leid und ich denke dir auch, denn ich bin mir sicher, auch dir hat der Abend zumindest zugesagt.“ Wow, schon wieder und nun implizierte sie auch noch zu wissen was ihm gefallen hatte, aber es ging gleich weiter. Ich sah, dass er etwas erwidern wollte, doch sie hob ihre Hand von seiner, wischte unwirsch durch die Luft und er schwieg, obwohl er schon den Mund geöffnete hatte um etwas zu sagen, wirklich erstaunlich, das Biest war regelmäßig für eine Überraschung gut, das sollte mal jemand versuchen, Lucius den Mund zu verbieten. Fast wirkte es, als begegneten sie sich wirklich auf Augenhöhe, sogar noch mehr, er ließ sich von ihr etwas vorschrieben das war noch nie dagewesen.

„Bitte, lass mich aussprechen, das fällt mir gerade schwer. Mich stört es nicht, wenn du Draco für einen Kontrollverlust rügst oder gar bestrafst, aber das war privat, das war eine Sachen zwischen ihm und mir, die ich selber regeln kann Lucius. Ich brauche deine Hilfe da nicht, auch wenn ich mich geehrt fühle, weil du ja irgendwie auch versucht hast meine Ehre zu verteidigen, aber solltest du die Hoffnung hegen, dass sich die letzte Nacht und der Abend wiederholen könnte, dann solltest du mein Vertrauen nicht dazu nutzten Draco zu maßregeln. Er hat sich sonst unter Kontrolle und was zwischen ihm und mir passiert, geht nur uns etwas an!“, klang sie erstaunlich hart und unbeugsam, versuchte sie wirklich Lucius etwas vor zu schreiben, indem sie sich seine Einmischung verbat, wacker, wacker…aber wie es schien, konnte sie sich so etwas erlauben. Bitte, jetzt hatten wir das Desaster, der eiskalte und Herztode Lucius Malfoy, war verloren, in den braunen Seen ihrer schönen Augen, es musste wohl für alles ein erstes Mal geben, verzog ich verächtlich die Mundwinkel, wir waren alle zu weich, sprach ich mein Urteil über uns.

Ich sah Lucius abwägenden Blick, das er nachdachte, schließlich Hermiones Hand, die auf seiner lag, ergriff und listig grinsend erklärte: "Mein Angebot zur Begleichung deiner Schuld steht noch immer!“ Dann hob er ihre Hand an und hauchte einen Kuss drauf, sah sie unumwunden an, ihr in die Augen, ließ sie dann wieder sinken, entließ sie aber nicht aus seiner Hand. Sie antwortete leise: „Ich weiß!“ Hätte ich es nicht besser gewusst, würde ich sagen, er flirtete und das nicht um zu spielen.

Sein Blick wurde wieder ernst, aber nicht abweisend oder ähnliches, es lag noch immer diese eigenartige, für mich beunruhigende, Sanftheit darin, als er ruhig weiter sprach:

„Aber jetzt ernsthaft, wenn du einfache Verhältnisse hättest haben wollen, hättest du mit all dem was du tust nie beginnen sollen, Hermione. Du hättest dir vor allem keinen Malfoy aussuchen sollen und schließlich bist du letzten Abend zu mir zurückgekommen, ich habe nicht darum gebeten! Dein Vertrauen in mich ist gerechtfertigt, aber bei dem, was gestern und jetzt hier passiert ist, konnte ich nicht untätig zusehen, es musste sein. Wenn er jetzt deswegen meint mich an fahren zu können, zeigt das nur noch mal, das er sich nicht unter Kontrolle hat Hermione. Mich tangiert es nicht, wie sehr es ihn stört wo du die Nacht verbracht hast, er hat mich nicht an zu fahren deswegen, denn ich habe nichts unrechtes getan, das weißt du. Im Grunde genommen habe ich nicht mal das getan was er mir vorwirft, oder? Mir ist klar was mein Sohn fühlt und weswegen er so reagiert, er eifersüchtig ist, aber er muss das in den Griff bekommen und das schnell, denn er bringt uns in Gefahr damit. Beim Lord musste ich ihn auch zurück halten dir zur Hilfe zu eilen.“ Er sah sie bedeutungsvoll an. Wow, wollte ich Zeuge von so etwas sein? Nein, es war absolut ekelerregend zu sehen wie er sich rechtfertigte, das tat ein Malfoy nicht, ich sollte ihn wohl ins Krankenhaus bringen, dachte ich hämisch.

Dann sprach er ruhig weiter, schien sie belehren zu wollen, klang sehr eindringlich, was zeigte wie wichtig es ihm war das sie es verstand:

„Er muss endlich etwas Gelassenheit bekommen, darf nicht immer in Ausnahmesituationen sofort handeln und wenn es um dich geht, muss er das was er immer sagt endlich in die Tat umsetzten und darauf vertrauen das du dir selber helfen kannst. Wir dürfen und können nicht immer einschreiten, du musst dich selbst behaupten und kannst das, das weiß ich und solange er das nicht verinnerlicht, ist er eine Gefahr für und alle, wenn wir beim Lord sind. Er darf sich keinen Kontrollverlust beim Lord leisten, nicht den kleinsten!“

Eindringlich sah er sie an, ganz ungewohnt, wie ich fand, aber ich musste ihn recht geben das A und O war die Kontrolle und Kontenance, diese Dinge waren das Wichtigste überhaupt und nun fügte er fast beschwörend hinzu, sah sie nochmal eindringlicher an, fing ihren Blick richtiggehend ein, sie sahen sie wirklich unabwendbar in die Augen:

„Er ist dann eine Gefahr für dein Leben, das werde ich nicht zulassen, verstehst du! Fehler sind dort unverzeihlich, das hast du doch am eigenen Leib erfahren, oder muss ich dich daran erinnern. Er bringt nicht nur dich in Gefahr, was schon schlimm genug wäre, sondern uns alle Hermione!“ Da konnte ich Lucius nur zustimmen, man durfte sich beim Lord nie Fehler erlauben! Es war zwar schön, das Draco Gefühle hatte, aber er musste sie beherrschen lernen. Aber was mich viel mehr interessierte, war das Biest, was war da vorgefallen das sie einen Abend, eine ganze Nacht, bei Lucius, mit Lucius verbracht hatte? Was hatte dies Verändert? Denn das Lucius anders war, konnte ich nicht verleugnen.

Wow, wie weit waren die zwei wohl gegangen? Konnte man Lucius Beteuerungen, Glauben schenken, das ich ihr, dem Biest nur bedingt traute, nun das würde ich nicht betonen müssen. Als mich Lucius nächste Worte auch schon aus meiner gedanklichen Versenkung holten, da sich Lucius noch über etwas anderes, ganz entgegen seiner sonstigen kühlen Art, echauffierte.

„Wie kannst du es ihm so leicht vergeben, dass er dich mit der Nutte betrügen wollte?“, zeigte Lucius eine große Ungläubigkeit und ich war platt, eine Nutte? Ich solle dringend meine Termine überdenken, ich sollte immer hier sein, wenn sie hier logierte, das nächste Mal dürfte ich so ein Drama nicht verpassen, verdammt! Aber ich dachte auch, da kennst du das Biest schlecht, mein lieber Lucius, sie ist sehr pragmatisch und tata….ich hatte wie immer recht, verzog ich sichtbar meine Mundwinkel.

„Lucius, ich habe mit Severus geschlafen, als ich schon mit Draco zusammen war! Ich bin die Letzte, die mit dem Finger auf ihn zeigen kann und sollte!“, meinte sie wenigstens konsequent und klang dabei sehr hart. Und ich saß da wie aus Stein gemeißelt, als Lucius mir seinen Blick schenkte, der so gar nichts sagte, außer einer gewissen Kälte. Toll, jetzt hatte sie mich mit hineingezogen, ganz toll!

Okay, wenn sie hier unsere sexuellen Zusammenkünfte auf das Tablett brachte, musste es heiß hergegangen sein mit Dracos Nutte, war ich gewillt es auf die amüsante Art zu sehen.

Und, wo war ich gewesen als es so hoch herging? Ärgerte ich mich schon wieder sehr, genau meine zu große Nase war über einem bescheuerten Trank gehangen, den sich Dumbledore einbildete? Wie bescheuert, wenn die Welt im Manor unterging und mal was spannendes, wenn nicht schon spektakuläres, wer weiß, sogar alles veränderndes, passierte und sich Lucius benahm wie ein Mensch, Draco wie ein Trottel und das Biest… nun, wie das Biest, dann war wer abwesend, genau ich, war ja so klar!

Ich grummelte in bester Manier vor mich hin, das war doch zu ärgerlich, aber das ich sie gevögelt hatte, das würde ich mir nicht madig reden lassen, ich badete meine Hände in Unschuld! Ich hatte schließlich gutes Geld in ihre Hände gelegt, bis auf das eine Mal, hatte ich nichts getan was sie nicht bereit gewesen war zu tun, sollten sich mal alle nicht so haben, war ich misslaunig. Sie war meine Nutte gewesen und wenn es nach mir ginge, würde sie das schon bald wieder sein, brachten mich Lucius Besitzansprüche nicht aus der Ruhe.

„Du bist eine erstaunliche Frau Hermione, wenn du so darüber stehen kannst!“, echote nun Lucius ungläubig.

„Lucius, man muss ihm zugutehalten, sie sah aus wie ich und er hatte zu viel Intus! Nicht das ich ausreden für ihn suche, aber seit ehrlich, ja auch du Severus, der du so unbeteiligt schaust! Wir haben hier doch alle kein normales Leben, was soll ich tun ihn verhexen? Ihn kastrieren? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, wenn es nach euch geht, dass ich Draco treu bin und sein werde? Ich würde sagen sie tendiert gegen Null!....schaut nicht so unschuldig, Denn das seid ihr nicht! Wo ich recht habe, habe ich recht!“, erhob sie sich brüsk, schenkte uns einen schnellen Knicks und entschwand mit großer Grazie. Okay, was hieß hier sie sah aus wie sie? Vielsafttrank, war meine sofortige Vermutung, als ich meinen gleichgültigen Blick Lucius zuwandte. Aber auch, dass sie, so ohne um Erlaubnis zu fragen ab rauschen durfte, Lucius dies gleichgültig hinnahm, war beängstigend, was nahm sie sich hier raus, was durfte sie sich hier raus nehmen?

„Dann warst du endlich mit dem Biest im Bett?", kam es ruhig von mir und Lucius wandte den Blick von der Tür aus der sie hinausgerauscht war...... meine Neugierde war grenzenlos.„Auch wenn es dich nichts angeht, mein lieber Severus, aber ja Hermione, war gestern Abend Gast in meinem Bett!", grinste er mich diabolisch an und zeigte seine Zähne und ich fletschte automatisch meine, sah ihn gehässig an.

„Dann kannst du nun auch in den Club aufgenommen werden, die die Ehre hatten!", giftete ich, toll nun hatte auch Lucius sie genossen, ach nun gut, es war nicht so als hätten Lucius und ich nicht schon oft das selbe Mädchen gehabt, und das sogar zur selben Zeit, dann war es halt so, es macht mich aber nur noch ungeduldiger, endlich wieder das Biest unter mir zu spüren, sollte es nach Dracos Ausrutscher für mich nicht einfacher werden, kalkulierte ich kalt meine Möglichkeiten!

„Severus, Severus, was hast du vor, du blickst so ...interessiert!", wollte Lucius distinguiert wissen und ich sah ihn skeptisch an, antwortete nicht.

„Severus, wägst du gerade deine Chancen ab?", forschte Lucics und blickte mich neugierig an.

„Und wenn es so wäre?", kam es nun von mir, ich wollte wissen wo er stand.

„Dann wünsche ich viel vergnügen, mein alter Freund, doch nur, wenn du es ernst meinst!.....ich will nicht, dass ihr jemand rücksichtslos weh tut! Aber sollte es dir ernst sein, dann, möge der Kampf beginnen!" Er grinste vorfreudig, als würde er sich schon ausmalen wie er sie für sich gewinnen konnte und ich fragte ungläubig:

„Du meinst das ernst, oder? Was ist mit Draco?“

Er sah mich blasiert an und antwortete kalt: „Nun, so leid es mir tut, darauf kann ich keine Rücksicht nehmen und wenn er sich verhält wie gestern Abend, hat er sie nicht verdient!“

Ich glaubte mich verhört zu haben, er machte sich sorgen um jemanden, ich sollte aufpassen, das Hermonione nichts passierte, wow, wann hatte das Lucius das letzte Mal gefordert? Ich glaube da war Draco fünf Jahre alt gewesen. Auch wenn er es in dem Leben nicht mehr zugeben würde, aber er fühlte etwas für das Biest. Was nicht ungewöhnlich war, den wir drei Trottel die wir waren, hatten uns in ihren Fängen verfangen, dachte ich angesäuert aber auch belustigt. Ein besorgter Lucius zu göttlich, das kleine Biest war wahrlich immer für einen böse Überraschung gut.

Das spannendste war, Lucius zeigte extreme Besitzansprüche und einen ausgewachsenen Beschützerinstinkt! Ja, ich würde es niemanden vor allem den Lestranges nicht raten ihm in die Quere zu kommen. So nährte sich unser Frühstück dem Ende, denn das ich ihm seinen Stock aus dem Hintern ziehen können würde und er mir Rede und Antwort stehen würde über das hinaus was er schon zugegeben hatte, was viel war, nun das zog ich nicht im Ansatz in Betracht, dafür kannte ich ihn, den tyrannischen Despoten, zu gut.



Hermiones Sicht

Ich zog mich ohne zu Fragen und ohne die Antworten der beiden ab zu warten zurück, zeigte noch Respekt, indem ich knickste, aber seit letzter Nacht hatte ich das Gefühl Lucius mehr auf einer Augenhöhe zu begegnen als vorher. Ich wusste, ich hatte mir am Frühstücktisch einiges heraus genommen und er hatte mir mehr zugestanden als mir gebührte, schon indem er mich wieder angewiesen hatte Dracos Platz neben ihm ein zu nehmen.

Ich wusste, Lucius Respekt hatte ich, den hatte er mir gestern deutlich gezeigt mit seiner Verbeugung und auch wenn es mich ärgerte, dass er uns wieder versuchte aus zu spielen, Draco und mich, da er mir Narcissas Räume geben wollte, hatte auch das eine Bedeutung. Auch hier zeugte er mir seinen Respekt, gab mir die Räume, die der Gattin des Hausherren zustanden, was mich ehrte, mich andererseits aber auch erschaudern ließ, was hatte er vor?

Eilig lief ich die Treppen zu unserer Suite hoch. Ich hatte mich nicht nur so eilige verabschiedet weil ich keine Lust auf weiter Diskussionen hatte, weder mit Lucius, der erstaunlich direkt, offen und umgänglich immer noch war, die Nacht schien ab gefärbt zu haben, noch mit Severus, der brummig und schlecht gelaunt war, wie immer und vor allem neugierig.

Das alles ein zu ordnen, was in den letzten Stunden passiert war, dafür würde ich heute im Zug noch genug Zeit haben. Ich musste mir darüber klar werden was Lucius verhalten zu bedeuten hatte, was ich daraus machen sollte, würde, wenn er mich jetzt anders wollte, ganz und gar, mich halt, wie er gesagt hatte. Ich wusste, verliebt war er nicht, so etwas kannte er nicht, aber was war es dann, nun, das würde ich später enträtseln, erst mal mussten wir los. Die Zeit drängte, denn wir mussten die anderen noch abholen.

Ich öffnete schwungvoll die Tür zu unserer Suite und sah, wie Draco gerade die letzten Dinge in seiner Tasche verstaute. Meine war schon gepackt und ich nahm sie kommentarlos vom Schreibtisch, hängte sie mir um und streckte meine Hand nach Dracos aus, sah ihn lächelnd an und sagte: „Komm, es wird Zeit!“

Er schüttelte den Kopf und sah mich eindringlich an, dann sagte er leise: „So nicht!“ Trat auf mich zu und lächelte, küsste mich sanft auf die Stirn, trat einen Schritt zurück und bot mir seinen Arm an, dann sagte er entschlossen: „Wenn, dann schon richtig!“ Ich harkte mich bei ihm ein und er nickte zufrieden, ergriff seine Aktentasche und gemeinsam verließen wir seine Suite, die wir nicht wieder gemeinsam bewohnen würden. Als die Tür hinter und dumpf zufiel, fühlte sich dieser Abschied so endgültig an und machte mich irgendwie wehmütig. Draco blieb er plötzlich stehen, wandte sich mir zu und ich sah ihn fragend an fast würde ich sagen, für ihn fühlte sich das zuschlagen der Tür zu den Räumen, die wir nicht wieder gemeinsam bewohnen würden, ähnliche endgültig an, aber er zeigte es nicht. Er war wieder der ruhige, beherrschte, selbstsichere junge Mann, den ich so gerne um mich hatte. Mit fester Stimme erklärte er:

„Lass uns das alles hinter uns lassen, diese ganzen, vermaledeiten Ferien, in denen es ein Desaster nach dem anderen gab und die genauso im Desaster endeten, vergessen. Ich weiß nicht, was mich gestern geritten hat und bin irgendwie froh, dass der Alkohol nicht nur einen mächtigen Brummschädel macht, sondern einen auch vergessen lässt… Gleich sind wir hier weg und in Hogwarts sind nur wir das Team, da zählt der Rest der Familie nicht!“

Er sah mich eindringlich und voller Gefühl an und ich nickte. Sanft hob er meine Hand, die auf seinem Arm lag, an seine Lippen, küsste sie liebevoll und lächelte mich an, dann wisperte er: „Auf in den Kampf!“

Ich nickte kämpferisch, bereit und so schritten wir gemeinsam die Treppen in die Eingangshalle hinab, wo Lucius uns schon erwartete um uns zu verabschieden.

Hermione Sicht ende



Lucius Sicht

Ich wartete ungeduldig in der Halle. Severus war vor ein paar Minuten abgerauscht, in einer eigenartigen Stimmung, hatte versucht mich noch weiter zu Hermione aus zu fragen, aber ich war nicht bereit viel zu sagen.

Der ganze letzte Abend hatte sich in eine interessante Richtung entwickelt, aber die kleine Nutte hatte mir eines sehr deutlich gemacht, ich wollte ein ungehemmte, leidenschaftliche, temperamentvolle und selbstbewusste Hermione, wenn ich sie endlich haben würde, keine, die sich auch nur ein bisschen zurück nahm, weil sie mit mir nur ins Bett stieg weil sie sich an Draco rächen wollte oder etwas anderes erreichen wollte. Ich wollte keine Hermione, die sich zwang mit mir zu schlafen, warum auch immer. Nein, ich wollte, das sie mich wollte, genau wie ich sie, sonst würde mir ihr Wesen, das mich so faszinierte und wohl auch gefangen genommen hatte, verwehrt bleiben. Sie sollte freiwillig in mein Bett kommen sich mir ganz und gar hingeben, geistig wie körperlich und ich musste zugeben, ich hatte sie unterschätzt. Ihre Idee, wie sie ihre Schuld begleichen konnte, war genial gewesen, doch sie hatte nicht damit rechnen können, dass mein Interesse an ihr sich so ändern würde, damit hatte ich ja auch nicht gerechnet.

Das sogar ich sie unterschätzt hatte, verlangte mir Respekt ab. Mir war klar geworden, sie voll und ganz zu besitzen, das würde ich nur erreichen, wenn ich sie achtete, ihr gewährte, mir vielleicht sogar auf Augenhöhe entgegen zu treten und ihr in gewissem Sinne auch vertraute. Ich war mir sicher, ich machte vor allem in Severus Augen, aber auch in Dracos riesen Zugeständnisse an sie, aber ich musste zugeben, sie fielen mir nicht schwer, denn sie war so außerordentlich brillant, ihren Geist nicht zu nutzten, währe wahrlich eine Verschwendung.

Doch ich musste ehrlich zugeben, meine Lust und mein Verlangen nach ihr unter Kontrolle zu halten, wenn sie mir so nahe war wie letzte Nacht oder heute Morgen, verlangte mir all meine Selbstkontrolle ab, trieb mich fast an den Rand des Wahnsinns. Nur wenn ich mir vor Augen rief, dass ich sie so nicht wollte, selbst wenn ich sie jetzt leicht verführen könnte, sie sich mir körperlich würde hingeben und das auch noch ohne große Gegenwehr, weil sie positiv auf mich reagiert, war das doch nicht das was ich wollte. Ich wollte, das sie zu mir kam und mich verführte und das weil sie mich wollte, nicht mehr und nicht weniger, vielleicht würde ich dies in ein paar Monaten anders sehen und versuchen sie wieder etwas mehr zu drängen, aber augenblicklich war ich in dieser für mich eigentümlichen Stimmung.

Aber zu viel Zwang würde auf einen einzelnen Akt, vielleicht eine kurze Affäre hinaus laufen, die wahrlich unbefriedigend sein würde, da es nicht das war was ich wollte, sie sich mir nicht so hingeben würde wie ich es mir, nachdem mir klar war, sie würde nicht so ängstlich sein wie alle anderen, wünschte. Da kamen sie, einträchtig, sie an seinem Arm, ausgeglichen wirkend, als ob sie kein Wässerchen trüben könnte und mein Sohn zeigte eine Miene, da hätte niemand darauf geschlossen, dass er vor nicht mal 20 Minuten so aus der Haut gefahren war. Offensichtlich hatten sie sich wieder zusammen gerauft, was mir klar gewesen war, nach ihren offenen und klaren Worten, das sie zu Draco stand, aber ich war gespannt, würde sie auf mein Angebot ihre Schuld mit nur einem Kuss zu begleichen eingehen und Draco somit brüskieren, demütigen und blamieren.

Sie kamen vor mir zum stehen, Draco löste seinen Arm von ihr, trat noch einen halben Schritt auf mich zu und sagte unterkühlt: „Vater!“ Er nickte knapp und wollte zurück treten, doch ich legte ihm eine Hand auf die Schulter, sah ihm fest in die Augen und erkannte, er hatte sich wirklich wieder voll unter Kontrolle.

Einerseits war ich ihn beim Frühstück hart angegangen, das wusste ich und auch wenn ich es so detailliert und logisch vor Hermione dargelegt hatte, warum ich das tat, war das, wenn ich ehrlich war, nur die halbe Wahrheit gewesen. Natürlich war es wichtig, dass er die Kontrolle in extremen Situationen behielt und das er keinen Mist baute, weil seine Gefühle außer Kontrolle waren, aber eigentlich hatte er mich in dem Punkt noch nie wirklich enttäuscht.

Er war noch jung und sein jugendliches Ungestüm zeigte sich noch manchmal, aber das war in Ordnung, doch irgendwie hatte es mich gestört, dass er Hermione, seine Freundin, mit einer Nutte hatte betrügen wollen, wo sie ihm doch immer zur Verfügung stand, wie ich erst letztens mit eigenen Augen hatte verfolgen dürfen.

Ich hatte gesehen, wie aufgebracht sie gewesen war und sicher auch verletzt, auch wenn sie das nicht gezeigt hatte und genau das hatte meinen Beschützerinstinkt geweckt. Ich hatte das Gefühl gehabt, meinem Sohn den Kopf waschen zu müssen für den Mist, den er da verzapft hatte. Ich wollte nicht, dass er ihr unnötig weh tat.

Wir sahen uns beide entschlossen an und ich sagte ruhig: „Mach mich stolz, Sohn!“ Diesmal nickte er knapp und antwortete immer noch unterkühlt: „Natürlich Vater!“

Ich zog meine Hand wieder zurück und er trat von mir weg, jetzt musste ich sie verabschieden. Ein charmantes Lächeln auf den Lippen, gespannt was sie jetzt tun würde, ob sie ihre Schuld begleichen würde, trat ich auf sie zu und sie auf mich.

Sie kam mir näher und ich ergriff die Initiative, umarmte sie herzlich, was sie erwiderte, dann wollte ich mich wieder aufrichten, doch sie hielt mich fest, stellte sich langsam auf die Zehenspitzen und sah mir eindringlich in die Augen. Ich wusste nicht was an ihr es mir sagte, aber mir war klar, sie würde ihre Schuld nicht einlösten. Langsam näherte sie sich mir und dann spürte ich ihre sanften, weichen, roten Lippen auf meiner Wange, wie sie mich küsste.

Doch kaum hatte sie es getan, löste sie sich auch schon wieder von mir, zu schade. Aus den Augenwinkeln sah ich, dass Draco verkniffen die Lippen aufeinander presste, sogar das hier schien ihm schon zu weit zu gehen. Sie ließ mich aber noch immer nicht los, hatte ihre Hände auf meinen Oberarmen und sah mich an, und auch ich hielt sie noch, hatte die Hände leicht auf ihrer Taille liegen, als sie nun leise, ehrlich lächelnd sagte: „Danke Lucius, nicht für alles, aber für vieles!“ Ich hob fragend eine Braue, was meinte sie genau, doch sie schüttelte nur leicht den Kopf und antwortete: „Du weißt, wofür!“

Ich nickte, konnte mir denken, dass sie auf viele Dinge anspielt, wie zum Beispiel als ich sie bestraft hatte und ihr den Hintern versohlte, dafür war sie sicher nicht dankbar. Aber auch auf Dinge, bei denen ich ihr auch in den Ferien entgegen gekommen war, sowie auch auf den vorherigen Abend. Ich war enttäuscht, dass sie ihre Schuld nicht beglich, aber andererseits war mir bewusst, sie tat es, weil sie Draco nicht bloßstellen, nicht erniedrigen und ihm nicht noch einen Tritt verpassen wollte, der ihn wieder die Kontrolle gekostet hätte.

Diese Entscheidung, die für sie bedeutet, dass sie weiter in meiner Schuld stehen würde, sie sie nicht wieder so einfach würde begleichen können, wie sie es heute gekonnt hätte, fand ich bewundernswert, zeigte es doch wie stark sie war und was sie bereit war für Draco zu tun. Er konnte sich glücklich schätzen sie an seiner Seite zu haben und hoffentlich wusste er dass auch, so treu wie sie war. Ich würde es zu schätzten wissen, denn mit ihr, einer so starken, loyalen und intelligenten Frau an meiner Seite, würde mir die Welt zu Füßen liegen, wir könnten ein unschlagbares Team bilden.

Zu schade, dass dies momentan keine Option war. Wir traten auseinander und ich griff in meinen Umhang, zog ein kleines, grünes Paket heraus und reichte es ihr, sie sah mich fragend an, während sie es annahm und ich erklärte:

„Ich habe gesehen, dass es dir gefällt und bin mir sicher, du würdest versuchen es irgendwo zu kaufen, aber, du wirst es nirgendwo sonst kriegen.“ Ich hatte, nachdem sie heute Morgen meine Suite verlassen hatte, und gesehen hatte, welchen begehrlichen Blick sie dem Buch zugeworfen hatte, welches sie gestern so gefesselt hatte, beschlossen es ihr zu überlassen, zu schenken.

Mein eigentliches Geschenk, das ich, als ich sie und Potter beim einkaufen getroffen hatte, gekauft hatte, blieb in meinem Nachtschrank. Ihre Anwesenheit in der kleinen Goldschmiede war außer meiner Neugier ein weiterer Grund gewesen warum ich mit meinem Einkauf abwarten wollte bis sie und Potter bedient waren und den Laden verlassen hatten, sie dabei zu haben, wenn ich ein Geschenk für sie aussuchte, war, nun ja, konterproduktiv. Ich hatte mich aber gegen dieses Geschenk entschieden, vorerst, vielleicht fand es irgendwann mal Verwendung, aber nach gestern hatte ich das Gefühl, die feine, silberne, schmale Kette mit dem kleinen Smaragd, der in einer sehr feinen Silberfassung saß, war nicht das richtige Geschenk für sie. Es war so nichtssagend, so einfallslos, einfach Schmuck, das hier bedeutete mehr, zeigte es doch, mir was aufgefallen was ihr gefiel.

Die knickst leicht und antwortete lächelnd: „Auch hierfür, Dankeschön, Lucius!“ Ich nickte ebenfalls lächelnd und antwortete: „Ich dachte, das ist passender als alles, was mir sonst eingefallen war! Öffne es im Zug!“ Sie nickte und wollte wohl noch etwas sagen, als Draco sie unwirsch unterbrach:

„Hermione, wir müssen los, es wird Zeit!“

Sie nickte, ohne ihren Blick von mir ab zu wenden, während ich einen halben Schritt zurück trat, ihre Hand ergriff, genau wie am Abend zuvor eine formvollendete Verbeugung hin legte, die sonst niemand, nicht mal der Lord von mir bekam, ich verneigte mich vor niemandem, dann legte ich meine Lippen sanft auf ihre Hand. Schon als ich mich verbeugte hörte ich, wie mein Sohn hinter ihr scharf die Luft einsog, wusste er doch, was es bedeuten konnte, wenn ich ihr so meinen Respekt bezeugte und ich war mir sicher, sie wusste oder ahnte es auch. Ich war außerdem sicher, Draco nahm nach dieser Verneigung wirklich den äußersten Fall an was ich wollen könnte, aber darauf wollte ich ganz sicher jetzt noch nicht hinaus, eine neue Ehefrau, war das letzte was ich wollte, fürs erste auf jeden Fall.

Ich hauchte ihr keinen Luftkuss auf, wie es üblich war, sondern überschritt diese Grenze und berührte mit meinen Lippen wirklich ihre zarte Haut. Währenddessen fasste ich ihr Gesicht die ganze Zeit ins Auge, hielt gebannt ihren Blick und sie meinen und ich war beeindruckt, zeigte sie doch eine Reaktion, die ich niemals von ihr erwartet hätte, dass sie es konnte, sie errötete. Ich hatte sie für so abgebrüht gehalten, und jetzt errötete sie von meinem Handkuss und unter meinen begehrlichen, charmanten Blicken.

Sie war wirklich einmalig, so kalt und berechnend und doch voller Leben, Gefühle und auch voller Leidenschaft, was mir unglaublich gut gefiel. Mir war schon jetzt absolut klar, ich musste sie besitzen und würde nicht eher Ruhe geben, bevor sie an meiner Seite war. So leid es mir für Draco tat, aber der Kampf war eröffnet, nun wirklich, denn alles zuvor war lustige Spielerei gewesen um sie in mein Bett zu kriegen, doch jetzt wollte ich sie!.

Ich ließ sie los, trat nun vollends zurück und sie wandte sich zu ihm um, harkte sich am dargebotenen Arm ein und nickte mir nur noch ein mal lächelnd zu, mein Sohn schenkte mir einen kalten Blick, dann wandten sie mir den Rücken zu und schritten durch das große Eingangsportal.

Die Ferien waren vorbei und ich hatte viel zu tun.

Lucius Sicht ende.

Hermiones Sicht

Wir verließen das Manor, Draco an meiner Seite war deutlich unzufrieden, sagte aber vorerst nichts und ich war von Lucius Art mich zu vereinnahmen sehr überwältigt, auch wenn ich es mir nicht anmerken lassen wollte, er wusste was er tat und wie er es tat. Er war ein Manipulator, aber ein extrem betörender Mann, das Schlimme war nur, er wusste sehr genau wie er wirkte.

Ich hatte mich wohlüberlegt dazu entschlossen, sein Angebot abzulehnen, es wäre wohl in einer Katastrophe geendet hätte ich es getan, wäre ich auf sein Forderung eingegangen, konnte ich mit Sicherheit sagen, hätte Draco die Fassung verloren und das wollte ich nicht, auch wenn er mich gestern brüskiert hatte und auch verletzt, wollte ich seine schwierige Beziehung mit seinem Vater nicht noch mehr erschweren. Und wie gesagte, ich würde es Draco gegenüber nie zugeben, aber das er sich so hineinsteigerte das er Alice in meiner Verkleidung verfiel, nun das fand ich mittlerweile fast erheiterungswürdig.

Erst als wir uns unter der wuchtigen, alten Eiche vor dem Cottage materialisierten, hielt er es wohl nicht mehr aus.

Ich wollte gerade auf das kleine Cottage zugehen, als er mich am Arm fasste und zurück hielt.

„Warte, wir müssen reden, jetzt, kurz!“, kam es hart und kalt von ihm.

Fragend sah ich ihn an, wusste zwar, dass er sich über Lucius Flirtversuche gerade geärgert hatte, aber ich hatte gedacht, nachdem wir gemeinsam so kämpferisch und in Eintracht unsere Suite verlassen hatten, war alles geklärt. Er konnte mit Problemen doch normalerweise genau so pragmatisch umgehen wie ich, aber jetzt schien er wieder zu kochen, auch wenn er es unterdrückte.

Er fuhr sich ungehalten mit der Hand durch die penibel gestylten Haare, zerstörte seine perfekt sitzende Frisur und sah mich leidend an, dann seufzte er.

„Weißt du was seine Verbeugung vor dir bedeutet? Hast du auch nur eine Ahnung was das alles heißt, das du Mutters Räume bekommst? Das du dich so ihm gegenüber Verhalten darfst, wie du es beim Frühstück getan hast, ihn unterbrechen, ihn ungefragt um etwas Bitten und er maßregelt dich nicht, sondern erklärt dir detailliert seine Beweggründe, das tut er sonst nicht, nie. Hermione, das hat mich entsetzt, wirklich, deswegen bin ich auch so aufgesprungen, so ausgerastet!“, kam es sehr eindringlich von ihm.

Ich verstand ihn nur zum Teil, wusste, mit einer Verbeugung zeugte man den nötigen Respekt, auch das er, als Familienoberhaupt dies eigentlich nicht tat und mir aber so wohl zeigen wollte, das er mich respektierte, aber für wichtiger hatte ich es nicht gehalten. Er spielte, wie immer und das nach den Regeln, die es in der Familie gab. Ich wusste zwar, er hätte das vor gestern Abend nicht getan, gestern hatte sich einiges geändert. Wir waren vertrauter miteinander, ich würde sogar sagen, bis zu einem gewissen Grad hatte ich vertrauen zu ihm gefasst, anders als das Vertrauen, das er mich schützten würde wenn ich in Gefahr war, vielleicht sollte ich es eher Zutrauen nennen, denn ich hatte das Gefühl nun mit ihm reden zu können.

Aber für so extrem wichtig hatte ich dies alles nicht gehalten, klar war ich mir bewusst, ich war Lucius Avancen nicht los, sie würden weiter gehen, jetzt erst recht, weil er nicht einfach nur an meinem Körper interessiert war, aber nun gut, das hieß nicht, dass sich wirklich etwas geändert hatte, oder? Oder würde er nun galant um mich werben, nun gut, das würde spannend werden.

Ich zuckte nur mit den Schultern und antwortete: „Er manipuliert und spielt, wie er es immer tut und ja, er hat sich verbeugt vor mir, das hat er gestern Abend auch schon getan….!“ Ich wollte weiter sprechen, doch Draco sog zischend die Luft ein, packte mich unsanft an den Oberarmen.

„Er hat das gestern auch schon getan?“, kam es aufgebracht und sehr erregt von ihm.

Ich nickte blickte ihn verständnislos an, warum er jetzt so ausrastete verstand ich nicht.

„Ja, na und, einen Handkuss hat er mir auch gegeben, ist doch normal für ihn, er spielt, na und? Ich weiß was er will, dass er mich immer noch haben will, doch er hat mir klar gemacht, er wird und will mich zu nichts zwingen, will das ich freiwillig komme, das ist doch auch irgendwie gut, denn das werde ich einfach nicht tun! Er wird nicht mehr versuchen mich mit allen Mitteln in sein Bett zu ziehen! Ich kenne durchaus die Regeln, du hast sie mir beigebracht und ich weiß welch große Respektsbezeugung gerade von ihm, der sich nie verneigt, das ist, aber Draco, er spielt, wie immer!“, zeigte ich mich unbeeindruckt.

Draco ließ mich los, wandte sich um, drehte mir den Rücken zu und für mich sah es so aus, als ließe er, ganz untypisch, Kopf und Schultern hängen. Ich hörte, wie er tief durchatmete, trat von hinten an ihn heran und legte die Arme um seine Mitte, bette meinen Kopf an seinen Rücken kuschelte mich an ihn, dann wisperte ich:

„Was ist los Draco? Was habe ich nicht verstanden?“

Ich spürte und hörte, wie er erneut seufzte, fühlte das schwere heben seiner Brust unter meinen Armen, dann sprach er leise, mit tiefem bedauernden, beben in der Stimme:

„Ich hab verloren Hermione, habe dich verloren!“, meinte er endgültig.

Diese Aussage von ihm verwirrte mich, aber ich spürte an seiner Haltung und Stimme, das er es ernst meinte und auch glaubte, ich versuchte ihn zu mir um zu drehen, doch er ließ es nicht zu, blieb steif stehen und so trat ich um ihn herum, stellte mich vor ihn und sah ihn an. Seine Blick und seine Züge wirkten unglaublich traurig, er sah mich an, doch mir war klar, eigentlich wollte er nicht das ich ihn so sah, doch ich ließ ihn nicht entwischen, das hier musste jetzt geklärt werden, denn seine fixe Idee, er hätte mich verloren, war Schwachsinn.

Zärtlich fasste ich sein Gesicht an, legte meine Hände auf seine Wangen und zwang ihn mich an zu sehen, dann antwortete ich: „Erklär mir das, warum solltest du mich verloren haben Draco? Du kennst meine Gefühle für dich und alles was gestern war haben wir miteinander geklärt, also was sollte zwischen uns stehen? Du trägst mein Mal, ich deines, das verstehe ich nicht!“

Nun ergriff er wieder die Initiative, ganz Plötzlich, zog mich stark an sich und hielt mich fest, drückte mich an sich, dann begann er ruhig zu sprechen, hatte sich wohl wieder mehr im Griff:

„Hermione, er will dich, nicht so einfach! Niemals, nicht mal vor Mutter oder dem Lord hat er sich je verbeugt. Sowas tut er nicht, hat er nicht nötig. Hermione, er behandelt dich wie die Herrin des Hauses, nicht wie die einzige Frau in der Familie, die Pflichten und Rechte hat, nein, wie die Dame des Hauses, die normalerweise die Gattin des Hausherren ist und noch schlimmer, er geht mit dir um als ob du mit ihm auf einer Augenhöhe wärst. Ich denke, auch Severus ist das aufgefallen, kannst ihn ja fragen. Hermione, er will viel mehr als dich ins sein Bett ziehen, da bin ich mir sicher und er wird nicht aufgeben, bis er sein Ziel erreicht und ich weiß, irgendwann wirst du nachgeben. Das zu akzeptieren war schon schlimm genug als er dich in sein Bett brignen wollte, aber jetzt fürchte ich, er will dich irgendwann vielleicht zur nächsten Mrs. Malfoy machen, wobei ich nicht glaube, das da Gefühle im Spiel sind, er sieht einfach einen Vorteil. Gegen seine Avancen dich ins Bett zu kriegen konnte ich noch etwas entgegen setzen, da wusste sich, du schläfst halt ein mal mit ihm und dann ist es vorbei, aber wenn er dich ernsthaft will, dann werde ich irgendwann gegen ihn verlieren, was, nach den neuen Umständen, heißen würde, ich verliere dich nicht nur einfach für eine Nacht, sondern für immer!“

Ich löste mich aus seiner Umarmung, trat seinen Schritt zurück und hielt ihn aber noch immer fest, sah ihm eindringlich in die Augen.

„Draco, egal wie er mich haben will, ich werde nicht nachgeben. Was gestern geschehen ist, war alles, naja, nicht optimal, ist nach hinten losgegangen, aber wir haben es gemeistert. Sollte ich eines Tages Mrs. Malfoy werden, dann nur an deiner Seite. Ich werde seinem Werben nicht nachgeben, selbst wenn es jetzt weniger sexuell und mehr auf Respekt beruht, werde ich standhaft bleiben und das, weil ich zu dir gehöre und weil ich ihn nicht will, Draco. Der Mann an meiner Seite bist du, begreif das!“, versuchte ich mich von meinen eigenen Worten zu überzeugen, denn Lucius war ein verführerischer Mann, der viel zu bieten hatte und der mir gefiel, aber ich war halt stur.

Ich fasste ihm in den Nacken und erklärte: „Du gehörst zu mir, Trägst mein Zeichen, mein Blut in dir und ich werde nicht von deiner Seite weichen. Wir wissen beide wie schwer die Zeiten sind und das wir Dinge tun müssen, die nicht normal sind, aber du bist so stark, das musst du jetzt auch noch im Glauben an mich werden. Wir sind zusammen, wir gehören zusammen. Ich sage das nicht nur so dahin, dass wir uns gesucht und gefunden haben und ich verstehe nicht, warum du mir in dem Punkt so wenig vertraust, mir so wenig Standhaftigkeit unterstellst. Was soll ich noch alles tun um dir zu beweisen, dass ich an deiner Seite bleiben werde? Arbeite an dir, wir arbeiten an uns und wir werden das zusammen durchstehen, das alles hier! So, und nun sollten wir rein gehen, sonst verpassen wir alle den HogwartsExpess!“, sagte ich sehr ernst und ich wollte es so.

Er nickte, seufze erneut und sagte, ganz untypisch sanft und ergeben:

„Ich werde alles tun was ich kann Hermione und ich werde dir vertrauen, ja. Aber ich kenne Vater, sehr gut und er ist ein charmanter und charismatischer Mistkerl.“

Dann tat er etwas, was er seit langem nicht getan hatte, weil wir so einfach sonst nicht waren, aber außergewöhnliche Umstände ließen auch unsere Schilde verrutschen, er trat auf mich zu, zog mich an sich, küsste mich voller Leidenschaft, Hingabe und Intensität, dann wisperte er so leise das ich ihn kaum verstand: „Ich liebe dich!“, doch bevor ich etwas erwidere konnte unterbrach er den Moment, trat zurück, ergriff meine Hand und sagte, nun wieder selbstsicher und der, den ich sehen wollte.

„Komm, wir haben keine Zeit mehr!“

Ich unterdrückte ein Kichern aufgrund seines Sinneswandels, nickte nur, ergriff seine Hand und folgte ihm. Wir betraten das Cottage und er war wieder voll in seinem Element, kaum waren wir eingetreten.
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BeitragThema: Re: Kapitel 146-147   Do Feb 09, 2012 5:33 am

147. Kapitel Gleis 9 ¾


Die Twins hatten uns mit großen Trara verabschiedet, jetzt würde es bis Weihnachten einsam für sie werden, obgleich ich mir durchaus vorstellen konnte, dass sie es genießen würden alleine zu sein! So umspielte meine Mundwinkel ein dreckiges Grinsen, als ich mir lebhaft vorstellte was sie treiben würden.

Wir wussten schon wie wir es machen würden, wir Gryffindoes würden gemeinsam gehen, genauso wie die Slytherins. wir waren uns sicher, dass uns eine Abordnung es Ordens begrüßen würde, um zu sehen ob Harry wohlbehalten und Herr seiner Sinne zurück kam und ich mein Versprechen hielt ihn in einem Stück wieder zu bringen. Es war zu komisch, das sie nie aufgegeben hatten uns mit ihrer Post zu belästigen, sodass selbst Ron davon Abstand genommen hatte noch Nachhause zu schreiben, da er sich gegängelt und genervt vorkam, als sie auch nach seinen Bitten immer weitermachten und uns verhexte Briefe schickten. Die Abnabelung, von uns allen, selbst von Ron war total und sehr endgültig, wie ich festgestellt hatte, das war gut, sehr gut, wir waren ein Team und sahen uns als solches und ich war so froh und dankbar das sie selbst Draco so in unserer Mitte anerkannten!

Zu herrlich war Dracos Unterricht, den er Ron und Harry hatte angedeihen lassen und sie hatten es minimal murrend akzeptiert als er ihnen beigebracht hatte sich den Regeln angemessen zu verhalten. Natürlich hatte er es, weitsichtig wie er war, auf sie angepasst, sie sollten nicht blasiert, versnobt und arrogant wie ein Malfoy sein, nein das nicht, aber Selbstbewusst, souverän sollten sie sein, sich leger aber auch stolz präsentieren. Eines seiner liebsten Mantras war „Bewahrt Haltung, verhaltet euch angemessen, Du bist der Auserwählte, Potter und du ein Reinblut Wiesel, ach….bevor ich es vergesse, die Potters waren auch mal rein, vor deiner Mutter, also sei auf deine Ahnen stolz….“ Da konnten Ron und Harry einem echt leidtun, wie er sie traktierte, vor allem Ron legte er bei den Tischmanieren das Messer auf die Brust. Draco war schlimmer als Molly und ich zusammen, das Ron unter dem Druck der stahlgrauen Augen einbrach sollte niemanden verwundern, vor allem da auch Astoria und Daphne, wenn Draco mit mir verschwand, ihn weiter damit gängelten und es war ihm echt zu blöd sich wegen so was zu blamieren. Als er sah, das Harry sich diesen Doktrin eins zu eins unterwarf, da er es seiner geliebten Daphne recht machen wollte und diese halt nun mal ein wohlerzogenes Reinblut war,….. Nun,….sagen wir es mal so, die zwei waren nun nicht mehr wiederzuerkennen, nicht nur ihre Kleidung war besser, auch ihr Benehmen und ihr Auftreten war nun tadellos, hinzu kam ihr verändertes Äußere durch die langen Stunden des Trainings waren sie nun junge, kräftige, gereifte Männer. Sie sahen gut aus, sehr gut, zum Verlieben würde ich ja sagen, wäre ich nicht so was von vergeben….schmunzelte ich, hoffte das es für Harry nicht zu viel Ärger geben würde mit anderen Frauen, die dachten ihn nun für sich zu entdecken, ich war gespannt.

Ich trug ja mein braunes Kleid vom Frühstück, das ich heute Abend für das Festessen unter meinem Umhang verbergen würde und Draco war wie jedes Jahr in einem weißen Seidenhemd gekleidet und darüber trug er einen schwarzen, edlen Anzug.

Ja, ich weiß und nun kommt der Schock, Ron und Harry trugen Hosen, aber Leinenhosen dunkelgraue Leinenhosen, die ihnen fantastisch standen und darüber schicke Poloshirts, Harry eines das seine Augenfarbe wiedergab und Ron seines war passend zur grauen Hose auch in einem Grauton gehalten. Sie sahen schick aus aber nicht too much, sie hielten sich gerade und strahlten eine innere Ruhe und Gleichmut aus, die ihnen bis vor kurzem wohl fremd gewesen war.

Ich würde sagen, wir zogen schon alleine mit unserem Aussehen die Blicke auf uns, aber nicht nur deshalb.

Als wir die Wand von 9 ¾ durchschritten und die Muggel, die uns schon seltsam bestaunt hatten, hinter uns ließen, Ron mit Pig, Harry mit seiner auffälligen, weißen Hedwig und ich mit meiner süßen Orange, mit den großen Schrankkoffern auf unsere Wägen, fielen wir natürlich gar nicht auf. Aber wir konnten ja unsere Zauberstäbe nicht benützen ohne auf uns groß aufmerksam zu machen, also waren wir eine Attraktion bis wir die magische Barriere durchquerten, um dann als das goldene glorreiche Trio noch mehr im Fokus der Aufmerksamkeit zu stehen.

Es herrschte schon reges Treiben vor der dampfenden, rotschwarzen Lock, an diesem so schönen, lauen Sommertag. Die Hektik der Verabschiedung umwehte uns, laute Rufe erschallten und alle scheinen ganz aufgeregt das sie ihre Kinder in solch unruhiger Zeit weggaben und sie zwar in Hogwarts sicher wären, aber doch weit entfernt von ihren Familien. Die Abschiedsszenen waren zum Teil herzerweichend. Wie gut, dass ich so belastendes Gut nicht mehr besaß, denn sein wir ehrlich, auf die Malfoys und auf Snape aufpassen oder mich gar sorgen, brauchte ich nicht!

Als wir auch schon rot sahen und das in mehrfacher Hinsicht! Molly Weasley rauschte auf uns zu, im Schlepptau ihren Mann, Bill und zu meiner Überraschung mit der wunderschönen, blonden Fleur und Ginny! Aber auch Remus, Tonks, Moody und Dedalus Diggel, dessen lilafarbener Zylinder beängstigend schief auf seinem Kopf saß und bei dem Tempo hin und her wackelte. Sie stürmten alle auf uns zu und Harry konnte gar nicht so schnell schauen wie Remus Harry an der Schulter herumriss und ihn überschäumend schüttelte, während Molly fast dasselbe mit Ron tat, der aber an ihrem großen Busen zu ersticken drohte, wäre er nicht mittlerweile deutlich größer als sie gewesen.

Ich hingegen stand relativ relaxt da, an meinen Wagen gelehnt und besah mir das Schauspiel, mir der Augen des Ordens und unserer Mitschüler, plus deren Geschwister, nur zu bewusst, da das Begrüßungsspektakel eher auffällig war.

Nun erschallte es laut: „RON, mein lieber Junge, du bist gesund, wie siehst du überhaupt aus, Bill hat sich wenigstens die Haare schneiden lassen und nun schau dich an, wie ein Urwald…..und weißt du das die Uhr anzeigt, das alle von uns nun immer jederzeit in Lebensgefahr schweben?“, kreischte sie in einer ohrenbetäubenden Lautstärke über den Bahnsteig und viele blieben stehen und besahen sich neugierig, interessiert die Showeinlage. Schon blieben, Lav, Pav und Padma stehen, als auch Dean und Seamus aber auch einige Hufflepuffs und auch Ravenclaws sah ich, die wohl zu interessiert waren.

„Und weißt du, das dein Vater nun im neueingerichteten Ministeriumsbüro arbeitetet mit zehn Kollegen und nach vielen, gefährlichen, magischen Objekten fahndet, die als „Schutz“ vor schwarz-magischen Angriffen verkauft werden…..“, plapperte sie ohne Luft zu holen.

„….oh, Merlin, die Zeit ist so unsicher…vollzieht ihr auch, die vom neuem Minister eingeführten, ministeriellen, vorgeschriebenen Identifikationsrituale?“, holte sie nicht einmal Luft als sich Ron bestimmt von ihr löste und seinem Vater die Hand reichte und Bill freundlich auf den Rücken klopfte, während Fleur meinte:

„Is....dies, der kleine Rön…?“, und er wurde nicht mehr von oben bis unten rot, was doch die Ermordung von einer Spinne alles für das Selbstwertgefühl tun konnte, amüsierte ich mich, als er ihr nun eine Blick mit erhobener Braue gönnte und ab da musste ich sagen, die Schlangen färbten so was von ab.

„Sie sehen ganz anders aus, so edel?“, ertönte nun Ginnys ungläubige Stimme, die auf die neuen perfekt passenden, gut sitzenden Klamotten anspielte und sie Rons Shirt durch ihre Finger rieb. Aber auch Bill musterte Ron kritisch, doch ich war mir sicher, er nahm eher die körperliche Veränderung von Ron und Harry in Augenschein. „Wo hattest du das Geld her, Ron?“, bohrte Ginny neugierig nach, da hoben alle Mitglieder des Ordens die Augen und musterten die Jungs genau.

„Ja, genau, wo habt ihr die her?“, legte Molly los als sie sich ihren Sohn besah, der mit den Augen rollte bis man das Weiß sah.

„Na, ein treffen der Loser?“, schnarrte eine kalte Stimme in meinem Rücken, als sich alle zu einer Gruppe Slytherins, der sich mittlerweile auch Crabbe, Goyle, Nott und Pansy angeschlossen hatten, umwandten, die, wie immer edel gewandet dastanden und Draco, ihr Anführer uns zynisch angrinste und uns verächtlich maß. Hatte ich schon mal erwähnt wie unglaublich talentiert Schauspieler wir waren, denn auch Blaise schaute verächtlich auf die Erwachsenen und Astoria, die an Blaises Arm hing, verzog sogar die Mundwinkel snobistisch nach unten und selbst Daphne schaffte es fantastisch allen einen herrischen Blick zu schenken.

Aber die Reaktion von Harry und Ron fiel anderes als erwartete aus, wo sie früher in die Luft gegangen waren, konnten sie über Dracos gut oder auch böse gemeinte Provokation nur leicht schmunzeln, wusste sie doch das er ganz anders dachte, während die Erwachsenen erstarrt waren.

„Na, dann halt nicht….aber pass auf, das dich deine MAMI nicht erdrückt, Wiesel….oder dich Potter, der Wolf….!“, warf er snobistisch ein, als er wie ein stolzer, radschlagender Pfau mit hochgerecktem Kinn davon stolzierte und eine folgsame Schar Slyterhins hinter sich her zog , während sie uns mit scheelem Blicken maßen. Ich hoffte, dass es nicht aufgefallen war, das er mich ausgelassen hatte, bestimmt wollte er es vermeiden mich, das Mitglied seiner Familie wirklich zu diskreditieren. Und eigentlich waren seine Worte nett gemeint, selbst Ron schien das so zu sehen, erstens wusste dieser ja nun wie Draco so allgemein zu Müttern stand und Harry wusste, das Draco seit er die Ehre gehabt hatte das Lager von Greyback lebend hinter sich zu lassen, eine ausgeprägte Aversion gegen Werwölfe entwickelt hatte. Er hegte diese, egal wer dieser Wolf war, da er meinte, die würden viel zu viel ihren Instinkten nachgeben und das Lager wäre widerlich, ekelerregend, dreckig und abstoßend gewesen und so war seine Warnung an Harry von ihm wohl durchaus ernst gemeint. Daher rollt nun Harry seine Augen, weil er die Anspielung von Draco durchaus verstanden hatte. Ich unterdrückte ein schmunzeln, wie eingeschworen wir doch waren, dass ein Schlagabtausch, der für jeden Außenstehenden wie eine Beleidigung wirkte, in Wirklichkeit eine Warnung und einen Ausdruck von Verstehen enthielt.

„Harry, Junge! Wie geht es dir, Hermione, hat dich….nun sie….“, stotterte Remus, der noch tiefer Sorgenfalten in seinem Zügen trug als bisher, wenigstens hatte er, wie es schien, einen Teil von Sirius Erbschaft ebenfalls in neue Kleidung investiert, da er in anständigen, nicht geflickten Hosen und Zauberermantel vor uns stand. Er hatte damit Molly zum Verstummen gebracht, die Erwähnung meines Namens hatte mir wieder einige Blicke eingebracht.

„Danke Remus, mir geht es gut und ich finde es schön dich wiederzusehen, wie geht es dir? Gut siehst du aus!“, wow….trat in die Augen der meisten ein regelrechter Schockzustand, nachdem Harry so absolut höflich abwiegelte.

„Aber Harry, du weißt hoffentlich, das das nicht in Ordnung war, das ihr…also, das …“, wollte Remus, wie es schien, Harry die Falschheit seines Weggangs vor Augen führen.

„Was, willst du sagen Remus, das es nicht richtig war zu gehen? Da du und der Rest nicht alles von mir wisst, kann ich in diesem Punkt mir dir nicht übereinstimmen. Ich bin zutiefst dankbar eine solche Freundin wie Hermione, mein Nennen zu können.“, trat er nun zurück, beendete den Körperkontakt. „Und wer sie verunglimpft oder angeht, geht mich an!“, stellte er sich vorbehaltlos hinter mich, was mir alle Blicke einbrachte, wovon die meisten eher weniger nett waren, bestätigte es doch die Vermutungen, das wir ein Paar waren, aber wir waren uns einig, diese Annahme würden wir weiter fördern und hochhalten, dann kam wenigstens keiner auf die Idee darüber zu spekulieren wer wirklich mit wem zusammen war.

„Warum habt ihr nicht unsere Briefe beantwortet?“, wollte Moody aggressiv wissen.

„Denken sie ich bin so doof ihnen zu gestatten die verhexten Briefe, die sie uns geschrieben haben, zu öffnen?“, warf ich nun kalt ein und war mir sehr wohl bewusst das unsere Klassenkameraden uns umgaben, aber ich wollte nicht das Harry oder Ron den Missmut von den Mitglieder abbekamen, ich meine, bei mir war es eh schon egal. So wie Tonks und Molly offenen mit ihrem Mund entsetzt und empört nach Luft schnappten, bestätigte mir dies nur, als ausgerechnet Ginny die Luft aus der angestauten Situation ließ indem sie sagte:

„Ron, Ron weißt du schon das Neueste, Bill will sie da heiraten, er hat sich verlobt!“, zeigte sie verächtlich und mit einer gequälten Miene auf die schöne Fleur..

„Bill, Bruder, gut gemacht herzliche Glückwünsche!“, war Ron ganz Gentleman und ich dufte sehen wie Arthur erstaunt die Stirn runzelte und dann seinen Blick schnell zu mir schweifen ließ. Ich wusste nicht was in dessen Kopf vorging, aber er schein von Rons Wandel sehr angetan, auch Remus sah uns drei immer wieder überlegend an, während Bill doof lächelte als er so beglückwünscht wurde, denn auch Harry gratulierte nun höflich und ich ebenso.

„Auch ich wünschte euch Glück, Bill, Fleur! Wann wird geheiratet?“, fragte ich offen gespannt und blickte mich nun Bill ernst an und meinte:

„Danke Harry, nächsten Sommer….und Hermione, ich soll dich ausgesucht, höflich und freundlich von Rangok grüßen, auch von Mr. Rundok, dem Direktor von Gringotts, soll ich dich ehrerbietig grüßen!“, antwortete er ausgesprochen skeptisch und sagte den Ende des Satzes mehr als ungläubig und mit großen Unglauben in der Stimme, denn es war schon außergewöhnlich genug, dass Rangok mich so freundlich grüßen ließ, aber sein und gleichzeitig auch Bills Chef, das war wirklich ungewöhnlich bis unmöglich, sicher in Bills Augen. Aber als Malfoy gebührte mir der Respekt der Kobolde nur noch mehr, ich konnte froh sein, das ich Rangok behalten durfte und nicht zum Oberboss weitergereicht wurde, aber ich wusste, Rangok war hocherfreut das ich ihn so favorisiert. Ich nickte nur freundlich als Antwort und ließ mir nichts anmerken.

Remus und auch Tonks, die nicht gut aussah, sie hatte ihre wirkliche, hellbraune Haarfärbung und wirkte leicht hohlwangig, beäugten uns aufmerksam, ihre Blicke gingen immer wieder zwischen uns allen hin und her. Wobei mir auffiel, dass der von Remus zwischenzeitlich länger und überlegend auf Harry lag, der sehr gerade, selbstbewusst und mit hoch erhobenem Haupt neben mir stand und ebenfalls alles in sich aufsog, aber trotzdem sehr unbeteiligt wirkte. Harry gab sich nicht mehr wie ein kleiner Junge, sondern wie ein selbstbewusster, junger Mann.

Remus ergriff nun auch wieder das Wort: „Aber Harry, du kannst doch nicht so einfach uns allen den Rücken kehren, Dumbledore, er hat dich doch immer geschützt, wir alle haben dich geschützt!“, rang er bittend die Hände und das Murren von uns, als er eine solche Andeutung aussprach, ging wie ein Lauffeuer über den Bahnsteig, wie ich innerlich aufstöhnte, alles Hohlbirnen.

Ich sah das ganz kurze, wütende Funkeln in Harrys Augen, als Remus sagte, Dumbledore hätte ihn geschützt. Ich bemerkte wie er seine Hände zu Fäusten ballte, doch dann fing er sich in Sekundenschnelle, antwortete ruhig und besonnen:

„Wie groß war denn euer Schutz, dass sogar SIE im Alleingang mich ohne das ihr es bemerkt habt aus dem Haus holen konnte?!“ Er musterte, während er das sagte, nicht nur Remus, sondern auch Tonks, wusste er doch, dass sie eine derjenigen gewesen war, die zu der Zeit auf ihn hatten aufpassen sollen und sie schien seinen Vorwurf durchaus zu verstehen, verkniff sie doch nun auch ein bisschen schuldbewusst das herzförmige Gesicht. Remus schien über Harrys Worte nach zu denken, ging aber nicht auf seinen Vorwurf ein und erwiderte nur sachlich und sehr leise:

„Harry, es ist gefährlich da draußen, nur bei uns bist du sicher. Du kannst dich doch nicht einfach in Hermiones Hände begeben, weißt doch gar nicht wie sie sich im Orden verhalten hat, meinst du bei ihr bist du sicherer als bei uns, bei Dumbledore? Du weißt gar nicht wie gefährlich es momentan ist, bist ja nicht im Orden!“, raunte er nun und ich verstand Remus auf der einen Seite und auf der anderen konnte ich ihn nicht verstehen, sah er nicht das dies Harry nur weiter von ihm wegtrieb, Sorge hin oder her. Aber er hatte Recht, war ich doch eine DeathEaterin, was würde das für ein Aufschrei werden, wenn die herausfanden was ich war.

Ich spürte, wie Harry noch einen kleinen Schritt weiter an mich heran trat und locker seinen Arm um meine Taille legte, während er Remus ruhig ansah und dann beherrscht antwortete:

„Ich vertraue Hermione voll und ganz und glaub mir, ich bin nirgendwo sicherer als bei ihr! Der Orden kann mich nicht schützten und das Dumbledore mich schützt, lasse ich nicht länger zu!“, kuschelte ich mich an seine Seite, es war zu schön zu beobachten wie die Gesichter der Ordensmitglieder zusammenfielen. „Außerdem brauche ich keinen der mich schützt! Ich bin kein Kind mehr, wahrlich nicht, die Frage sollte sich stellen ob ich je eines war!“, jagten diese Worte mir einen Stich ins Herz, da ich immer wieder aus Harrys Beschreibung diesen Wandschrank vor meinem inneren Augen aufblitzen sah, an dem ich an besagtem Tag vorbeigeschlichen war. Da legte ich Harry tröstend und sehr zärtlich die Hand an die Wange streichelte aufmunternd darüber, was Ginny mit einem schnauben kommentierte, da sie sich immer noch erregte, das ich was mit Sirius gehabt hatte und nun ja angeblich mit Harry.

Aus den Augenwinkeln sah ich, dass unserer Slyhterins sich ein Stück weiter den Bahnsteig runter zusammen gestellt hatten und immer wieder zu uns rüber linsten. Auch Draco beobachtete uns aufmerksam, zeigte aber keinerlei Regung, als sich unsere Blicke trafen hob er nur ganz leicht, fast nicht erkennbar eine seiner schön geschwungenen, hellen Brauen und ich antwortete ihm nur, indem ich kurz, demonstrativ zu Remus blickte. Als ich wieder zu Draco sah, hatte er sich abgewandt, wohl verstanden, dass alles ok war, aber Remus nervte.

Molly hatte die Unterhaltung zwischen Harry und Remus schnaubend und ungläubig verfolgt, während auf Tonks Zügen ein verkniffener Ausdruck entstanden war, der deutlich zeigte wir ihr das alles missfiel. Vorwurfsvoll warf sie nun ein:

„Hermione, was ist aus dir geworden? Du bist so anders!“ Ich zuckte nur mit den Schultern und sah ihr hart entgegen, antwortete: „Ich bin so wie ich immer war, wir leben in harten Zeiten….! Was ist mit dir, was beschäftigt dich, das du so triste bist?“, bot ich doch gleich Paroli und sah wie sie und Remus sich sichtlich versteiften, da hoben wir drei doch sofort interessiert die Brauen, das war spannend was hatten wir verpasst, fragte mich wohl nicht nur mich allein?

Ich hatte nicht vor mehr zu sagen was wichtig gewesen wäre, war aber noch nicht fertig, als Molly mich unterbrach mit erhobenem Zeigefinger auf mich drohend zutrat:

„Was erlaubst du dir eigentlich, mein Fräulein? Du hast dich schon beim letzten mal so daneben benommen, bist so ordinär geworden und jetzt bist du wieder pampig und frech……!“ Ich sah sie nur unbeeindruckt an, mich schreckten Mollys Erziehungsanfälle so gar nicht und gerade als ich ruhig antworteten wollte, trat Arthur, der das Ganze und uns alle aufmerksam beobachtet hatte, von hinten an seine Furie von einer Frau heran, ergriff sie sanft an der Schulter und sagte überraschend endgültig und befehlend:

„Molly, lass sie. Schau sie dir doch alle drei mal an!“, was Molly herumfahren ließ und sie sah ihren Mann perplex an.

Molly blickte ungläubig zwischen ihrem Mann und uns dreien hin und her, schien sich nicht wirklich zu beruhigen, war nur total überrascht, dass ihr Mann so vehement einschritt, als er auch schon weiter sprach:

„Sie sehen alle gesund und munter aus. Ron geht es gut, Harry ganz offensichtlich auch und Hermione, wie du ja siehst, auch. Ich finde das nicht gut, was du gemacht hast Hermione, aber offensichtlich, hatte es euch nicht geschadet, wohl eher gut getan! Ich weiß ja nicht was du siehst Molly, aber egal was oder wie SIE sich gibt, sie scheint bei den Jungs gut Arbeit zu leisten. …..ich glaube an sie, und hoffe das mein Vertrauen nicht enttäuscht wird!“, sagte er mit respekteinflößender Stimme wie ich sie noch nie von ihm gehört hatte, der neue Posten schien seiner Autorität gut zu tun.

Er ließ einen abwägenden Blick über seinen Sohn schweifen, der ihn nun um Haupteslänge überragte und der Kräftigste der Familie war, der sich in den wenigen Wochen wirklich verändert hatte und fügte dann hinzu:

„Und woher Harry oder Hermione das Geld für neue Kleidung haben, brauchen wir ja wohl nicht zu fragen und wahrscheinlich dann auch nicht woher es unser Sohn hat, nicht wahr Harry?“, lag er zwar falsch, da seine Söhne ihren Bruder Gutes getan hatten, aber das half unserer Tarnung, denn wie nah uns die Twins standen, musste keiner wissen.

Sollten sie das ruhig glauben, denn wir brauchten unsere Spione beim Orden. Harry nickte nur und Molly begann aber wieder zu zetern:

„Aber, das ist doch viel zu teuer, das geht nicht, du kannst doch nicht…. Das zahlen wir zurück Arthur!“

Harry lächelte nur jovial, antwortete aber fest und ein bisschen gönnerisch, wow, Dracos Übungsstunden zeigten echt Wirkung:

„Nein Molly, das braucht ihr nicht!“, bemerkte ich wie Ron schluckte, das schien ihm alles gar nicht zu passen als ich sah wie er wohlweißlich wieder seine Hände auf dem Rücken verschränkte, was ein gutes, aber zeitgleich auch ein schlechtes Zeichen war, da es bedeutete, innerlich kochte er gerade.

„Mum, ich brauche dich echt nicht, um mich für Dinge, die mir gegeben, beziehungsweise geschenkt werden, erkenntlich zu zeigen! Ich bin kein SCHMAROTZER!“, brauste er mit erstaunlich tiefer Stimme auf und schnaufte schwer, als er sich zu beruhigen versuchte. Seine Mutter sah ihn nur absolut entsetzt an als er sie so anfuhr und auch viele andere blickten erstaunt auf die Streitszene.

„Was erlaubst du dir….?“

„Mum, ich erlaube mir das, da du nicht versuchen brauchst für mich etwas zahlen zu wollen, was ich schon selbst erledigt habe. Ich bitte dich darum, Abstand zu nehmen, dich in meine privaten Angelegenheiten so einzumengen… u….und wie du siehst, sind wir spät dran, wir müssen noch ein Abteil finden und die Schönste und ich, wir müssen noch unseren Vertrauensschülern Pflichten nachkommen. Vater, es freut mich das du einen neuen Posten hast, Fleur willkommen in der Familie, Bill viel Spaß bei der Arbeit…..kommt ihr?“, schritt ein extrem beherrschter Ron auf den Zug zu und hinterließ eine furchtbare Stille, da er alle überrascht hatte und da sprach ich nun auch von Harry und mir, als mir Harry ein schelmisches Zwinkern schenkte, mich fest drückte und dann wisperte:

„Nun Schönste, auf in den Kampf….Remus, ich muss mich verabschieden, schade das wir nie die Zeit finden, wirklich zu reden, nun da du der letzte bist und ich weiß, du verstehst das mit Hermione und Sirius, oder das nun mit mir und Hermione, nicht, aber glaub mir, es gibt so vieles was du nicht weißt und wohl nie wusstest….ich hoffe, wir beide können irgendwann alle Fragen beantworten und ausräumen, aber nun habe auch ich keine Zeit mehr! Ich hoffe nur, du kannst mir etwas vertrauen! Remus, Molly, Bill, Fleur, Arthur…..!“, winkte er in die Runde und ich sah sie nur einmal lange zum Abschied an als wir uns in Bewegung setzten und sprachlose Menschen hinter uns ließen, das lief doch besser als erhofft.

Das uns nicht nur die Augen des engen Kreises folgten mit dem wir gerade gesprochen hatten war uns klar. Zur gleichen Zeit setzten sich auch unsere Slytherins in Bewegung, hatten dann wohl doch gespannt verfolgt wie unser Gespräch lief und als ich die kurze Leiter in den Zug hochstieg, mich noch mal umsah, fing ich Dracos Blick ein, der ebenfalls eine Tür weiter gerade einstieg und mir einen zufriedenen Ausdruck schenkte, dann aber schnell im Zug verschwand. Auch ich stieg ein und folgte Harry und Ron, die schon warteten.

Als wir ein Abteil erobert hatten, konnten wir uns nur in die Sessel schmeißen und tief durchatmen. Wir sprachen nicht, hingen jeder von uns unseren Gedanken nach, verständlich das sich Ron ärgerte, stellte ihn doch seine Mutter da, als würde er von Harry oder mir Almosen bekommen. Das Demütigte den stolzen Ron und das Geld seiner Brüder hatte er ja auch nur murrend angenommen, als sie meinten sie würden sich freuen und ihm jedes Geschenk für dieses Jahr, ob nun für Weihnachten oder Geburtstag, Namenstag, Ostern und und und streichen, wenn er dann ihre Großzügigkeit annahm. So ein Gespräch sollte man nicht beginnen mit den Twins zu führen, da konnte man nur verlieren, denn wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hatten, waren sie sehr überzeugend.

Harry hing immer noch Remus nach, dem letzten der Marauder und ich, nun ich hatte mich amüsiert und schwelgte wohl nun eher in der Angst was erst in Hogwarts abging, wie lange würde ich es schaffen die Fassade einer relativ braven, unbescholtenen Hermione aufrecht zu erhalten? Das nach dem Ordenstreffen MacGonagall mich auf dem Kicker haben würde, war klar….aber wie sagte man so schön, der nicht wagt der nicht gewinnt!

Als sich die Tür öffnete, Ginny mit Neville und Luna im Schlepptau ankam und uns aus unserem Schweigen holten, gab auch ich diese Gedanken erst mal auf. Heute würde ich noch viel Zeit zum Nachdenken brauchen, da war ich mir sicher, war doch schon der letzte Abend und auch der Morgen ereignisreich gewesen, würde ich sagen. Alle blieben sie in der Tür perplex stehen, als sie dem Schweigen gewahr wurden, waren bisher Harry und Ron doch immer sehr laut, aber nun wir hatten uns sehr verändert, doch wir sahen freundlich auf, waren wir doch die Truppe die den DeathEatern im Ministerium getrotzt hatte.

Freundlich grüßten wir Neville, der erholt und auch irgendwie gereifter wirkte, er war schlanker geworden und hatte einen ernsteren Zug um den Mund, das trottelige Schien von ihm wie ein Kokon abzufallen, als er aufgeregt meinte:

„Habt ihr schon den Propheten gelesen?“ Wir alle waren so beschäftigt gewesen in der Früh, keiner von uns kannte die heutige Zeitung.

„Nicht, dann wisst ihr es noch nicht…..Igor Karkaroff, ist Tod, seine Leiche würde in einer Hütte gefunden im hohem Norden, darüber hat das Dark Mark geschwebt…“, bekam Neville richtig rote Wangen, als er davon berichtete, er hatte nun auch eine tiefer Stimme, auch auf ihn wirkte noch immer das Ministerium und das er uns nun schon wieder mit einem bekannten Toten begrüßte, ließ auch ihn erwachsen werden, war es nicht schlimm, das wir alle die Kindheit schon so früh hinter uns ließen? Und ich nickte nur bestätigend über diese Nachricht, hatte Antonin Dolohow, endlich Erfolg gehabt, da würde sich Avery freuen, denn ihm unterstand Dolohow, dieser war sein direkter Stellvertreter, ja Severus und Lucius sorgten für ein strenges Regime in unseren finsteren Reihen. So sah ich wie Ron und Harry mich fragend ansahen und mein Blick zeigte ihnen das ich wusste, wer, wie, was, warum und beide zeigten mir mit einem minimalen schließen ihrer Lieder, das sie verstanden, aber neugierig waren wer die Tat vollbracht hatte, war unsere Kommunikation doch einfach herrlich.

„Nun, das ist…schreck…“, wollte Ginny sagen, als sie Harry unwirsch unterbrach:

„Das war zu erwarten!“, verschränkte er verärgert die Hände, als Neville weitersprach:

„Ja, aber das schlimmste kommt noch, Florean Fortescue, der Besitzer des Eisladens in der Diagon Alley ist überfallen worden und seit gestern spurlos verschwunden!“, war er ganz außer Puste und ich sah die Blicke, aber davon wusste ich nichts, war wohl wieder „Spaß“ wie Bellatrix sagen würde. Da ich allen im Cottage von der Geschichte mit Vane und Bones erzählt hatte, zeigten meine zuckenden Schultern, was ich vermutete, da hatte jemand ein bisschen Abwechslung gesucht und zu dem Leidwesen von Fortescue auch gefunden.

„Das ist schrecklich!“, schlug sich Ginny die Hand vor den Mund und Luna nickte nur bedächtig, während sie hinter ihrem Klitterer verschwand, sie sah mit ihrem langen, leicht gewellten, blonden Haaren aus wie ein Engel, der nur etwas sehr bunt angezogen war, sie wirkte erholt und war, wie es nach außen Schien, die Alte und es war als wollte sie die Realität ausblenden.

Doch da legte Ginny lose und begann zu nerven:

„Nun sagt schon, wo wart ihr? Warum hast du das getan? Was sollte das alles? Ich versteh das nicht? Warum habt ihr mich zurückgelassen? Wisst ihr wie schlimm es mit Mutter und dem Schleim war?....Schleim, das ist Fleur, sie nervt mit ihrem Französisch….kaum auszuhalten….Mum sieht das ähnlich, wie konnte sich Bill sooooo etwas aussuchen? Echt nicht nett, das ihr ohne mich abhaut! Was habt ihr dort gemacht, und hat Hermione euch erzählt was das mit Sirius war? Ron, echt jetzt Harry hat dich neu eingekleidet? Wie nobel von dir Harry, aber auch du siehst toll aus…..“ Währenddessen sahen Ron und Harry, mit verschränkten Armen stoisch aus dem Fenster, was nicht nett war, wie ich fand, aber ich wusste die Zwei hatten Angst Dinge zu verraten, die sie Geheimhalten wollten und so hatten sie sich davor schon darauf geeinigt zu schweigen. Oh ja, ähnlich wie Rons verschränkte Arme neu waren, so war es nun auch neu das keine große Worte mehr zwischen Ron, Harry oder mir fielen, viel war auf dem Verständnis füreinander aufgebaut, da zu viel zu reden für uns mittlerweile zu gefährlich wurde.

„Denkt ihr jetzt ihr seid was Besseres? Bin ich keine Worte mehr von euch wert? Nur weil du jetzt nicht mehr die Second Hand Klamotten trägst bist du immer noch ein Weasley! RON, sagt doch was….!“, keifte sie nun laut.

„Ginny, frag nicht so viel, dann würden sie was sagen, mit dir reden!“, beugte ich mich nun vor und versuchte es ihr freundlich zu erklären, während sich Neville und Luna unbehaglich in ihren Sitzen rutschend bewegten, als mich Ginny kalt ansah.

„Daran bist nur du schuld! Wann bist du, Hermione, so ein Miststück geworden?“, zischte sie mir aufgebracht entgegen und ihre rote, lange, glatte Mähne peitschte von einer Seite auf die Andere!

Ich wollte nicht das alles kippte, fünf Minuten seit dem der Zug fuhr, da ich sah wie Ron seine Zähne zusammenpresste und Harry sie fuchsteufelswild aus seinen Augen ansah, was gar nicht gut war, und die Stimmung drohte jetzt schon in Abgründe zu stürzten, toll. Ich wusste, seitdem Harry akzeptiert hatte was ich alles tat und getan hatte, war ich für ihn die Heilige, die ich, wie ich fand nicht war und er würde sich auch jetzt vorbehaltlos vor mich stellen, aber ich wollte nicht, dass es so lief. Und so legte ich beiden meine Hände auf je ein Knie und sah sie beruhigend an, wenn das an mir kalt abprallte, musste es das auch bei ihnen, was würde werden, sollte jemand erfahren was ich inzwischen alles war, ein Mitglied der Malfoy Familie und ein DeathEater des Inneren Kreises, die darauffolgenden Kommentare wollte ich mir gar nicht ausmalen.

„Ginny, Süße, wer sagt dir, dass ich nicht immer schon ein Miststück war?“, provozierte ich eiskalt, sah wie ihr Mund geräuschvoll zuklappte und sie mich ungläubig ansah. Neville und Luna saßen nur geschockt da, sahen uns an als sich die Tür des totenstillen Abteils öffnete und Romilda Vane, eine Viertklässlerin, nun mit ihrem Anhang mehr oder weniger ins Abteil drängte, sie währenddessen alle selten dämlich gigelten.

Die Kleine war eine mit langen, schwarzen Locken, die recht keck war. Sie war eine Anführerin und ein kleines bisschen frühreif die Gute, als sie loslegte und die anderen Mädels sie anhimmelten:

„Harry….du sag mal, hattest du schöne Ferien? Willst du nicht ein bisschen rauskommen, hier ist es doch langweilig? Was willst du mit dem Trottel Longbottom und dieser blöden spleenigen Ravenclaw? Und die beiden Vertrauensschüler hast du doch immer?“, raunte sie, wie sie wohl dachte, verführerisch und wickelte eine Locke ihrer langen schwarzen Haar um ihren Zeigefinger, absolut lachhaft und so wandte ich meinen amüsierten Blick ab.

Und Jaaaa, ich liebte es wenn Harry einen auf Draco machte, das machte er so gut!

„Kleine, sorry, aber ich muss dir sagen, ich finde es nicht angemessen, das du meine Freunde beleidigst, glaub mir Neville und Luna könnten dich in null Komma nichts in den Krankenflügel hexen! Und du Kleine, hättest noch nicht mal deinen Stab gezogen und nun geh mit deinesgleichen spielen!“, kam es schleppend gelangweilt von ihm und er wedelte sie lässig mit einer Geste hinweg, da applaudierte ich Harry im Stillen und sah wie alle, wirklich alle, selbst Neville, Ginny und Luna ungläubig Harry anblinzelten, der zwar bestimmt, aber ungewöhnlich arrogant und beleidigend seine Sicht der Dinge dargestellt hatte.

Wir duften zusehen wie Romilda, der Mund aufklappte und sie stotterte:

„Aber…aber…H…!“, wollte sie sich verteidigen.

„Vane zisch ab….!“, dröhnte nun Rons tiefe Stimme durch das Abteil und einige zuckten zusammen und die kleinen Mädchen im Windschatten ihrer Anführerin stolperten sofort überrumpelt hinaus und Ginny erhob sich etwas perplex, schaute zwischen uns drein aufgebracht hin und her, packte Romildas Arm und zog sie raus, sagte nur zu uns:

„Da ihr ja heute so vorzüglicher Laune und dazu noch so gesprächig seid, gehe ich zu meinem FREUND….Dean!“, Sie knalle die Tür laut ins Schloss, als ein:

„ENDLICH“, ertönte das von Harry und Ron gleichzeitig kam und wir anfingen zu lachen, selbst Neville und Luna brachten da ein leichtes Lächeln zu Stande.

„Danke Harry…..“, kam es flüsternd von Neville und Luna nickte.

„Du musst dich nicht bedanken, ich sehe dich und Luna als meine Freunde die bereit waren und vielleicht auch sind, mir zu helfen, da müsst ihr euch von solchen Rotzgören so etwas nicht anhören!“, meinte er ernst als sich wieder schweigen über den Raum legte.

„Ich wollte euch noch einmal danken, das ihr mich ins Ministerium begleitet habt!“, neigte Harry aus Dank seinen Kopf und erntete erstaunte Blicke.

„Immer Harry, immer!“, zwitscherte Luna und Neville nickte.

„Wollt ihr was tolles hören, ich hab doch im Ministerium meinen Zauberstab zerbrochen, es war der meines Vaters und nun Großmutter hat mir in den Ferien bei Ollivanders einen neuen gekauft, hier schaut her…..Kirschholz mit einem Einhornhaar!“, hielt er stolz das schöne, neue Stück in der Hand und wir zeigten uns beeindruckt und so verging die Zeit.

Aber über die Geschehnisse auf dem Bahnhof sprachen wir nicht, das war noch nicht nötig, aber alle hingen wir unsren Gedanken nach, was da passiert war und wo das hinführte. Unser Abteil war sehr still, Luna las im Klitterer, Neville in einem Kräuterbuch, ich, Ron und Harry wir sahen stumm aus dem Zug und blickten ausdruckslos über die an uns vorbei rauschende Landschaft und hingen unseren Gedanken nach.

Ron war zerrissen, dass sein Vater, so weitsichtig war und seine Mutter so verbohrt, für Bill und Fleur, anderes als Ginny, freute er sich und er ärgerte sich schrecklich, dass sich alle so aufführten weil er mal neue Sachen hatte….

Und Harry, nun der wusste nichts mit Remus verhalten anzufangen, da er fand, er hätte in den vergangenen 16 Jahren auch mal schauen können wie es ihm, Harry, ging und nun so zu tun, als waren sie ganz enge und als würde sie viel Verbinden, das so zu sehen, fiel dem immer mehr verschlossenen Harry sehr schwer, hatte er doch in einer Minute der Besinnung, als er sein drittes Jahr Revue passieren ließ, die Erkenntnis gehabt, das ihm Remus so viel über seinen Vater, seine Mutter, über alles und jeden, hätte erzählen können und doch hatte er es aus unerfindlichen Gründen nicht getan. Harry hatte Angst zu fragen, da er schon die alles entschuldigenden Worte vor sich sah, das Dumbledore das für besser gehalten hatte oder so ähnlich, dann würde er sich wieder totärgern das Remus so hohl war, alles was der Alte sagte zu tun und zu machen! Sich dessen Doktrin eins zu eins unterwarf ohne eigene Meinung, so stand er Remus Verhalten gegenüber skeptisch da.

Tja, und ich, ich überlegte was gestern alles schiefgelaufen war und heute Morgen weiter in die falsche Richtung lief. Was war das gewesen, warum hatte ich mich in Lucius Bett geflüchtete, als hätte das Manor nicht unzählige von Schlafzimmern? Arch, es war zu ärgerlich, aber ich war so aufgebracht gewesen und hatte nicht alleine sein wollen, aber dann das Bett mit Lucius zu teilen war wohl keine so glorreiche Idee gewesen, aber es hatte sich gut angefühlt, zu meinem Leidwesen musste ich vor mir zugeben, da ich ja zu mir immer ehrlich war. Zu gut, sein starker Körper, der mich so sicher hielt hatte sich unbestreitbar mehr als gut angefühlt und was Selbstbeherrschung betraf, nun da konnte er problemlos mit Severus konkurrieren, das musste man ihm neidlos lassen.

Und wenn ich weiter ehrlich war, ich hatte es in dieser Nacht gebraucht zu sehen, das ich begehrt wurde, das ER mich wollte, mich, meinen Körper aber auch meinen Geist, wie er sich ausgedrückt hatte, also alles von mir wollte, das hatte mich bestätigt.

Draco hatte mich verletzt, oder wohl eher meine Eitelkeit, ja, das er sich so gehen ließ, aber ich gestand ihm großmütig zu, wenn Alice ausgesehen hätte wie Alice, wäre er nicht in Versuchung geraten, es entschuldigte aber sein Verhalten nicht! Ich versuchte auch gar nicht zu rechtfertigen was er beinah getan hätte, oder eher mit sich hätte machen lassen. Mir fiel nur schwer, den selbstgerechten Zorn vor mir her zu schieben, wenn ich daran dachte was Severus alles mit mir tat, wenn sich die Möglichkeit bot. Die intimen Küsse, die Umarmungen, als er intensiv über meine nackte Haut strich……an sich war ich mit Severus genauso weit gegangen wie Draco mit der kleinen Nutte, wie könnte ich mich dann vor ihm aufbauen und ihm vorhalten, mich was…beinah zu betrügen. Denn was tat dann ich?

Und er hatte es ja nicht leicht, meine Rache, die mich schnurstracks in Lucius Bett getrieben hatte, in dem ich mehr als willkommen gewesen war, ging absolut in die Boshaftigkeit, ich war ein gemeines, böses Mädchen. Ich war aber auch in einer schrecklichen Situation, die Qual der Wahl zu haben, aber ich musste aufpassen, es könnte alles sehr leicht kippen, da Severus, dort Lucius und hier, ein nie eifersüchtiger Draco.

Dies waren unsere Gedanken in dem recht schwermütigen Abteil, als ich mir diese katastrophalen Ferien ins Gedächtnis rief und wusste, heute Abend würde wieder ein tobender Severus mich bestimmt in die Mangel nehmen…….waren das nicht tolle Aussichten.
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