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 Kapitel 148-150

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BeitragThema: Kapitel 148-150   Do Feb 09, 2012 5:35 am

148. Kapitel Verschworene Gemeinschaft


Dracos Sicht


Ich war entnervt aus dem Abteil, das ich mit Blaise und den Greengrassschwestern besetzt hatte, geflohen, war ja nicht aus zu halten. Daphnes einziges Thema war Potter hier, Potter da und wenn sie nicht über Potter sprach, dann darüber wie schade es war das Cottage zu verlassen, das die Gruppe auseinander gerissen wurde. Ihr schwelgen in den schönen Ferienerinnerungen nervte mich echt, vor allem da meine letzten Ferienerinnerungen an den Abend gestern und den Morgen heute, wahrlich nicht gut waren. Ich wusste, ich musste mich zusammen reißen, Vater war ein rotes Tuch für mich und mir war klar, nach dem was ich heute Morgen gesehen hatte, das ich mich darauf gefasst machen musste, dass er nicht einfach nur ein bisschen spielerisch um Hermione warb, es nicht so ernst nahm, sondern dass er jetzt kämpfen würde. Ich war so ein Idiot gewesen ihm offen zu zu gestehen, dass er dies durfte, aber was hätte ich sonst tun sollen, ihm durfte selbst ich mich nicht wiedersetzten! Und nun, jetzt hatte ich den Mist, er wollte meine Frau und das nicht nur einfach so für seinen Spaß, sondern ich war mir sicher, er hatte tiefere Pläne!

Er wollte sie, das hatte ich so noch nie gesehen und ich war mir sicher, auch Severus war heute Morgen wirklich überrascht von Vaters ungewöhnlichem Verhalten gewesen, dabei hatte er das „Beste“, die Verbeugung, ja gar nicht gesehen, dachte ich angewidert zynisch. Was war da noch beim Frühstück, ach ja, Potter wollte Daphne einen Antrag machen, zu süß und putzig, das er wohl glaubte der Antrag könnte von Erfolg gekrönt sein. Selbst wenn Daphne, da sie ja so verliebt war, JA sagen würde, würde der alte Greengrass doch niemals zulassen, dass seine reinblütige Tochter Potter heiratete. Die Potters waren mal Purebloods, aber seine Mutter war nun mal eine Muggelgeborene, außerdem waren die Greengrass DeathEater, die würden ihre Tochter niemals Potter heiraten lassen.

Ich war jetzt schon gespannt darauf wie das ausgehen würde und ob Hermione, Potter erklären würde, das sein Antrag zum Scheitern verurteilt war, aber vielleicht sah sie das anderes, denn sie schien ihn ja zu unterstützen. Sollte ich also vor ihren Plänen sorge haben, wie sie es ermöglichen wollen würde?

Astoria und Blaise waren genau so wenig aus zu halten gewesen wie Daphne, alberten und flirteten rum, waren ein glückliches, verliebtes, unbeschwertes Paar, was mir wieder zeigte, auch Hermione und ich würden uns nun wieder nur im Verborgenen treffen können. Gut, das war nicht weiter schlimm, aber ich fragte mich wirklich, was in Bezug auf Vater auf mich, auf uns, zu kam. Das bei uns das so verdammt kompliziert sein musste. ärgerte mich maßlos, warum konnten Severus und Vater nicht die Finger von meiner Frau lassen, mahlte ich wütend mit den Zähnen und warum konnte ich die Finger nicht vom Alkohol lassen? Das dieser eine, kleine Ausrutscher auch gleich solche großen Folgen haben musste, denn ich war mir sicher, seine Begeisterung für sie wäre noch nicht so sehr entfacht, und sie wären nicht so vertraut, hätte sie nicht bei ihm übernachtet. Es war zum verzweifeln.

Vater konnte verdammt charmant und aufmerksam sein und wenn er sich ihr so zeigte, hatte das Wirkung auf sie. Ich hatte doch gesehen, wie sie beim Abschied errötet war, etwas, das ich bei ihr nie zuvor gesehen hatte und mir Sorgen bereitete. Nur gut, dass es jetzt zurück nach Hogwarts ging und sie aus seinem Dunstkreis weg kam, ihn nicht täglich sehen würde, da fraß etwas an mir was ich nicht benennen wollte und konnte.

Aber auch hier durch den Zug laufen war nicht wirklich gut. Gerade war ich an einem Abteil vorbei gekommen, in dem einige Gryffindors und Ravenclaws unseres Jahrgangs saßen, Tratschtanten, wie ich feststellen musste und wie sie schlimmer nicht sein konnten, aber als ich hörte das sie über Hermione sprachen, blieb ich kurz stehen, neben der Tür, sodass sie mich nicht sehen konnten und lauschte aufmerksam.

Ich hörte eine leise, etwas höhere Stimme von einem Mädel, eine der Patil-Zwillinge, wie ich zuvor gesehen hatte, die gerade aufgeregt sagte:

„Aber Lavander, Hermione ist doch mit Harry zusammen, das kann nicht sein!“ Dann hörte ich die begierig aufgeregte Stimme, die wohl dieser blonden, verspielten Lavander gehörte.

„Aber wenn ich es dir doch sage, ich bin mir ganz sicher, sie hat was mit einem von den Weaselyzwillingen, keine Ahnung welcher von beiden es war, die kann ich ja nicht auseinanderhalten, aber so wie er sie begrüßt hat. Ich hab das doch im Laden gesehen, ich hab schließlich Augen im Kopf!“, schnatterte sie erregt.

Pah, verzog ich spöttisch das Gesicht, Hermione und einer der stock schwulen Twins, nie im Leben, wahrscheinlich war das an dem Tag gewesen nachdem sie das Mal bekommen hatte. Kein Wunder, das die Twins sie da überschwänglich begrüßt hatten, sie waren meist sehr Gefühlsbetont. Wirklich zu lächerlich, fast hätte ich laut losgelacht bei diesem dummen Gerücht und Geschwätz.

Das Gespräch war nicht wirklich spannend, und so ging ich weiter, kam auch an ihrem Abteil vorbei und als ich vorbei ging, sah sie kurz auf. Ich schenkte ihr ein kurzes, wirklich fast nicht vorhandenes Nicken und zwinkerte ihr zu, während sie mich einfach nur verhalten anlächelte.

Nur gut, dass die anderen in dem Abteil, mal abgesehen von Potter und dem Wiesel, zu beschäftigt waren um diese kurze Kommunikation zu bemerken.

Ich drängelte mich an ein paar tuschelnden Mädels vorbei, die mir wie so oft heiße Blicke schenkten, ich tat dies aber ab, für mich gab es nur Hermione! Und wenn diese Schlampe, nicht wie sie ausgesehen hätte, wäre ich nie auch nur in Versuchung gekommen, ärgerte ich mich schon wieder maßlos über mich und hörte deshalb nur noch am Rande, wie eine sagte:

„Aber wenn ich es euch doch sage, sie hat mit Sirius Black geschlafen!“, „Aber das kann doch gar nicht sein, er ist ein Sträfling….“, „Sie hat es selbst gesagt, dass sie es tat….“ Den Rest hörte ich schon gar nicht mehr, drehte mich ruckartig um und sah nur den roten Schopf Haare, na super, die kleine Weasley verbreitete kräftig Klatsch. Eigentlich tangierte es mich nicht mehr, dass sie mit Black was hatte, aber ich hatte schon so das Gefühl mit ihr noch mal reden zu müssen, zu viel war heute passiert und auch wenn mir nicht klar war wieso, ich wollte auch über Potter und Greengrass mit ihr reden und noch mal über Vater. Am liebsten hätte ich die Klatschweiber alle lautstark angebrüllt, da Weasley mit ihrer Art immer nervte, aber ich riss mich zusammen und marschierte zurück, drängelt an den Hühnern vorbei, die schimpften, weil ich sie grob aus dem Weg schob, ich schenkte ihnen aber nur einen kalten, bösen Blick und blieb schlagartig vor dem Abteil stehen, in dem sie mit ihren Freunden saß.

Ich öffnete ruckartig die Tür des Abteils und befahl herrisch, ganz der Malfoy:

„Granger, da gibt’s Probleme in der Mädchentoilette, deine Dienste als Vertrauensschülerin werden gebraucht!“

Innerlich schmunzelnd nahm ich wahr, wie das Wiesel die Lippen aufeinander presste, er mochte mich halt immer noch nicht und ich ihn auch nicht, gut so. Potter grinste verstohlen, wohl bei meinem Ton und dem Theater, das wir hier spielten und veranstalteten, denn die komisch, schräge Lovegood und der unsichere Logbottom saßen bei den dreien im Abteil. Hermione schien sofort zu verstehen, erhob sich.

„Ach, ist das unter deiner Würde Malfoy? Du bist doch auch Vertrauensschüler und könntest das regeln!“, provozierte sie herausfordernd mit wippenden Locken, hatte dabei die Hände in die schmalen Hüften gestützt.

Arrogant antwortete ich, während sie auf mich zukam:

„Ich doch nicht Granger, glaubst du ich ärgere mich mit zickigen Hühnern rum, nein, das ist wirklich unter meiner Würde!“, wischte ich den imaginären Staub von meinem Ärmel.

Ich ließ sie aus dem Abteil, aber nicht ohne noch mal das Wiesel und Potter fies an zu grinsen, woraufhin Potter fragend eine Augenbraue hob. Das Schauspiel war zu lustig und das weitere Schauspiel, das wir das Jahr über in Hogwarts vorführen würden, das würde herrlich werden. Ich fand Wiesel immer noch dämlich und konnte ihn nicht leiden, aber Potter sah ich zumindest zum Teil mit anderen Augen, er hatte Potential, entwickelte sich schnell und gut im Cottage, das konnte ich anerkennen. Ich sah durchaus den zukünftigen Krieger, den auch Hermione in ihm sah und das er nicht dumm war. Seine Naivität hatte er deutlich abgelegt, zu schade, dass er im ersten Jahr mein Freundschaftsangebot abgelehnt hatte, wer weiß, vielleicht wäre er dann ein Slyhterin geworden und unter meinen führenden Händen jetzt schon ein richtiger Krieger und nie so naiv gewesen. Vor allem aber, wäre er wohl nicht so dumm zu glauben, dass er Greengrass wirklich heiraten konnte.

Aber nun gut, ich wandte mich um und verließ das Abteil, folgte Hermione, tat so als wollte ich sie zum Ort des Geschehens führen.

Sie verschwand schnell in der Toilette und ich sah mich noch mal kurz vorsorglich um, sah dass gerade niemand in diesem Teil des Ganges stand und folgte ihr umgehend. Es war schon wie ein Déjà-vu, denn genau vor einem Jahr hatte hier noch sehr abtastend zu Anfang unsere Beziehung begonnen, oder zumindest unsere Freundschaft. Damals war ich einfach beeindruckt davon gewesen, das sie, die ich immer beleidigt und beschimpft hatte, so stark und eigenwillig auf mich zugetreten war. Ich hatte in ihren Augen gesehen, dass sie erwachsen geworden war, dass auch sie in den Ferien sich verändert hatte. Das kleine Mädchen konnte ich damals schon nicht mehr in ihr sehen und irgendwie hatte ich sofort das Gefühl gehabt das in den Ferien etwas geschehen war, das uns verband. Und als ich dann noch sah, dass sie Schmerzen hatte, verletzt war, war mein Interesse vollends geweckt gewesen, was sich als ein Glückfall in vielereil Hinsicht heraus gestellt hatte.

Es war damals schnell und langsam zugleich gegangen. Wir hatten noch am selben Abend im Vertrauen geredet, festgestellt, dass wir uns ähnlicher waren als wir jemals zuvor gedacht hatten. Ich wusste bis heute nicht, was sie damals dazu getrieben hatte mich an zu sprechen. vielleicht hatte sie ähnliches in mir gesehen wie ich in ihr, aber im Grunde war es auch egal, denn ich wusste, mich an zu sprechen war keine Berechnung und auch nicht geplant von ihr gewesen und auch nicht Machtgier, wie sie bei meiner Strafe angedeutet hatte, sondern ein momentaner Impuls und wodurch der ausgelöst worden war, war mir gerade egal.

Ich wollte, bevor wir in Hogwarts ankamen sie noch mal in den Armen halten, eigentlich sie am liebsten jetzt gleich vögeln, aber ich wusste, sie mochte diese Spielchen nicht und das ich ihr jetzt beweisen wollte, dass sie zu mir gehörte, nur weil Vater versuchte mir Hörner auf zu setzten, würde sie nicht gut heißen. Ich hatte meine Lektion durchaus gelernt und ich verstand ja auch, dass es sie störte, also würde ich mich zurück halten, aber sie noch mal in die Arme zu schließen bevor der Trubel los ging, war ja was anderes.

Außerdem gab es da noch mein anderes Anliegen über das ich mit ihr reden wollte, wie konnte sie das nur gut heißen. Denn das sie das tat, da war ich mir sicher, schließlich war sie mit ihm den Ring kaufen gegangen. Ich hatte beim Frühstück nicht reagiert, weil mir die Neuigkeit da egal war, Vaters Verhalten war mir in dem Moment viel wichtiger gewesen, aber jetzt hatten wir Zeit.

Und ich wollte sicher gehen, dass sie sich bewusst war was auf sie zu kam, was Vater tun würde um sie für sich zu gewinnen und wie ernst es ihm nun war. Auch wenn es keinerlei Gefühle waren, das konnte ich mir nicht vorstellen, nicht mein Vater, sondern eher Besitzgier und sicher der Vorteil, den er darin sah sie an seiner Seite zu haben, so waren seine Ziele für mich doch sehr deutlich erkennbar durch sein Verhalten und so musste ich sie warnen. Ich hatte das Gefühl, das unser kurzes Gespräch vor dem Cottage noch nicht ausreichte, außerdem war ich mir sicher, Severus würde nachher mit ihr reden wollten, auch darüber wollte ich mit ihr sprechen.

Sie hatte sich lässig am Fenster angelehnt, die Arme vor der Brust verschränkt und fragte, nachdem ich die Tür hinter mir geschlossen hatte:

„Was gibt es Draco, konnte das nicht bis heute Abend warten?“, klang sie recht kalt und sah mich mit unbewegten, braunen Augen an.

Mit zwei großen Schritten war ich bei ihr, legte meine Hände um ihre Gesicht, beugte mich zu ihr, begann sie leidenschaftlich und intensiv zu küssen, erst stutzte sie wohl kurz, war überrascht von so viel Leidenschaft, doch dann erwiderte sie den Kuss, legte sogar die Arme um mich und hielt mich fest. Schließlich löste ich mich aus dem Kuss von ihr und legte meine Stirn an ihre, sah ihn ihre wunderschönen, braune Augen, die mich nun so gefühlvoll anlächelten.

„Und deswegen holst du mich aus dem Abteil?“, wisperte sie leise und leicht amüsiert.

Ich löste mich etwas von ihr, legte meine Hände auf ihre Taille und antwortete grinsend:

„Ja, Miss Malfoy, dafür habe ich sie geholt und eigentlich für noch mehr!“ Ich beugte mich langsam vor und küsste ihren Hals, liebkoste sie und ließ meine Nase genießend einatmen bis zu ihrem Ohr hinauf an ihrer Haut entlang gleiten, dann flüsterte ich in ihr Ohr: „Aber ich weiß, dass du es hasst wenn ich dich verführe um dir etwas zu beweisen und auch wenn ich dich jetzt liebend gerne hier vögeln würde, respektiere ich das!“

Ich trat einen halben Schritt zurück, sah in ihr verwundertes Gesicht und schließlich begann sie zu lächeln, trat auf mich zu und küsste mich plötzlich stürmisch, was ich nur zu gern erwiderte, doch dann löste sie sich wieder von mir.

„Draco, ich bin stolz auf dich, du hast dir wirklich zu Herzen genommen was ich dir gesagt habe. Ich freue mich sehr darüber!“, erklärte sie erfreut schmunzelnd.

Wir lösten uns voneinander, was mir zwar nicht gefiel, aber nun gut, heute Abend würde ich sie wieder im Arm halten und das wieder gut machen, was ich gestern versaut hatte, denn das unsere letzte gemeinsame Nacht im Manor so ein Desaster geworden war, war eindeutig meine Schuld.

Ich lehnte mich an eines der Waschbecken und verschränkte meine Arme vor der Brust, und auch sie lehnte sich wieder an.

„Also, worüber willst du reden?“, fragte sie neugierig.

Ich verzog das Gesicht zu einem breiten Grinsen, sie kannte mich so gut, also antwortete ich:

„Potter, was sonst, wie kannst du ihn bei dieser hirnverbrannten Idee nur unterstützen. Wüsste ich nicht, dass Daphne ihn rangelassen hat, obwohl sie eine ist, die auf, „Kein Sex vor der Ehe“, pocht, würde ich sagen er denkt nur mit seinem Schwanz, aber so… was soll das? Glaubt er wirklich, er können sie heiraten, hätte auch nur die kleinste Chance, selbst wenn sie ja sagt. Sie ist eine Pureblood Hermione, du weißt doch was das heißt, das muss ich dir nicht erklären, also warum hast du ihm nicht deutlich gesagt das er es vergessen soll, genießen so lange es läuft und ihn statt dessen noch bestärkt und beim Ringkauf begleitet?“, wedelte ich mit meinen Händen durch die Luft.

Sie hörte schweigend zu, dann antwortete sie, leicht arrogant, mir sehr ähnlich:

„Du glaubst doch nicht wirklich, das ich das alles nicht wüsste und ich finde es auch überstürzt, weswegen ich ihn dazu gedrängt habe bis Weihnachten zu warten, dann sind sie wenigstens über ein halbes Jahr zusammen und nicht erst ein paar Wochen. Ich verstehe zwar nicht so recht woher seine Eile kommt, oder doch, ich verstehe es schon, aber nun gut, das ist auch egal… Aber Draco, glaubst du wirklich ich hätte ihn so unterstützt, wenn ich nicht einen Plan hätte? Ich bin mir sicher, sie wird ja sagen und ich werde dafür sorgen, dass er sie heiraten kann und wird. Denkst du ernsthaft, ich lasse die Schwestern so oder so in ihr Elternhaus zurück? Und wenn Harry es sich wünscht….“, stellte sie dies völlig nüchtern dar und zuckte die Schultern, ich verlor fast die Kontrolle, wenn Potter sich was wünschte dann sprang sie und so hoch und unmöglich wie es sein musste, war ich perplex.

Überrascht hob ich eine Braue, kontrollierte meine Wut und fragte:

„Was hast du vor?“ Sie grinste breit und antwortete:

„Dies, lieber Draco, lass meine Sorge sein, aber Harry wird die Frau bekommen, die er liebt, da werden ihn keine dummen, alten Traditionen dran hindern! Und ich warne dich Draco, du wirst dich in keine Richtung einmischen, weder Daphne etwas sagen und Harry so die Überraschung verderben, noch wirst du dir Harry zur Brust nehmen!“, zeigte sie sich kompromisslos. Wie konnte sie immer so sein, für Potter tat sie alles, brodelte schon wieder meine Wut darüber in mir! Wenn ich nicht wüsste, wir sprachen gerade darüber, dass er eine andere Frau bekommen sollte, wäre ich wohl tobend eifersüchtig, was ich aber eigentlich nie war, da ich… und Malfoys im allgemeinen, nicht eifersüchtig waren. So triviale Gefühle waren unter unserer Würde.

Ich tat langsam auf sie zu, sah sie hart an und antwortete: „Dir ist schon bewusst, dass diese dummen, alten Traditionen dich davor schützten das Vater oder irgendwer sonst dir etwas tut?“

„Na und, ich nutzte alles wie es mir passt, das weißt du doch! Und wenn ihre Eltern, beziehungsweise ihr Vater und ihre verhasste Stiefmutter dafür sterben müssen, damit sie mit Harry zusammenkommt, dann werde ich das Regeln!“, klang sie sehr entschlossen und eisig, kalt, als sie mir zu nickte. Ihre Berechnung imponierte mir immer wieder, was war Hermione doch für ein berechnendes Biest. Sie schreckte vor nichts zurück um ihre Pläne durchzusetzen, ich war gegen meinen Willen beeindruckt und schulterzuckend gab ich nach, sagte:

„Gut, das ist dein Problem, aber ich will kein rum Geheule haben, wenn sie es nicht schaffen!“ Sie nickte nur.

„Das wird nicht passieren! Sonst noch etwas?“, glaubte ich ihr nun aufs Wort, sie würde alles und jeden aus den Weg räumen, damit Potter bekam was er begehrte!

„Schon gehört, du hast was mit den Twins am Laufen!“, wollte ich die Situation etwas auflockern, grinste ich sie schelmisch an und wackelte erheitert mit den Brauen.

Sie lachte schallend los und antwortete: „Lass mich raten, Lavander? Sie hat mich im Laden gesehen, an dem Tag…. danach und die Twins waren sehr überschwänglich in ihrer Begrüßung!“, hatte sie sich im Nacken berührt und damit auf den Tag nach der Zeichnung durch den Lord verwiesen.

Auch ich lachte und antwortete: „Treffer, und wenn ich nicht wüsste, dass sie stock Schwul sind, würde ich das Gerücht ganz schön nervig finden, aber der Rest spekuliert noch immer über dich und Potter, wobei die kleine Wiesel fleißig streut, dass du was mit dem Köter hattest! So eine Tratschtante!“, zischte ich zum Schluss ärgerlich.

Sie schüttelte missbilligend den Kopf, antwortete, jetzt wieder beherrscht und kalt:

„Solang mir keiner was mit dir, Severus oder deinem Vater andichtet, ist doch alles ok und solange sie glauben, Harry und ich wären ein Paar, kommt wenigstens keiner auf die Idee er wäre mit Daphne zusammen, alles sicherer für uns, wenn sie sich so das Maul zerreißen. Nur das mit Sirius, das gefällt mir nicht, meine Tarnung, vom lieben, braven Mädchen verrutscht so immer mehr, aber nun gut, die Gryffindors lernen mich dieses Jahr eh noch kennen“ Dies erklärte sie überzeugt und mit arrogantem Blick, oh ja, wie sie gerade in dem wunderschönen, erdfarbenen Kleid wirkte, als könnte sie Berge versetzen, verlangte selbst mir Respekt ab.

Ich grinste und stimmte ihr zu, aber eine Herrschaft wie in Slytherin, würde es bei dem Haufen wohl nie geben, obwohl ich mir sie gut als Führerin des Hauses vorstellen konnte.

„Gibt’s noch was, sonst würde ich jetzt gerne zurück gehen, etwas Ruhe haben, bevor der Zirkus beginnt und ich denke, Severus will mich heute auch noch sprechen!“, stieß sie sich von der Wand ab.

Ich nickte und antwortete: „Worauf du Gift nehmen kannst, aber ja, ich habe auch noch was, ich will, dass du dir bewusst bist welche Gefahr Vater für uns ist!“

Sie sah mich hart an, schüttelte schließlich den Kopf und antwortete ruhig:

„Draco, das habe ich verstanden, wir haben darüber geredet, es ist alles gesagt. Und glaub mir, wenn er meint mir so viele Freiheiten zu geben, die werde ich nutzten, aber ich werde nicht auf seine Avancen eingehen. Mir ist bewusst was er will und warum er was tut, aber ich will nicht mehr darüber reden!“ Sie hob unwirsch die Hand, winkte ab, als ich etwas erwidern wollte und sagte nur noch: „Das …“

„Nein, warte! Was hat er dir geschenkt?“, war ich zu neugierig und sie blickte mich nun mit offenem Mund an, da ich ihr so ins Wort gefahren war und ich sah wie das Verstehen in ihre Augen trat und sie perplex aussah, hatte sie es vergessen? Wagte ich mich zu fragen.

„Ähm….keine Ahnung Draco, ich bin bisher nicht dazu gekommen, es zu öffnen, aber ich denke, es ist ein Buch, das ich gestern bei ihm gelesen habe!“, bestätigte sie hier meine Vermutung, das konnte nur aus seiner heiligen, privaten Sammlung stammen, das hieß er hatte sie nicht nur in diesem, seinem absoluten Heiligtum, in dem nicht mal ich ungestört stöbern durfte, sich sicher frei bewegen lassen, nein, er hatte auch noch eines seiner heiß geliebten Bücher aus der Hand gegeben. Da grollte es tief in meiner Brust, das wurde ja immer besser, das waren zum Teil seltene Unikate, Raritäten und besondere Einzelstücke! Ich bemerkte, wie sie meine körperliche Reaktion mit gerunzelter Stirn begutachtete und als ich etwas erwidern wollte, wieder die Hand hob und schulterzuckend meinte:

„Das war´s erst mal, oder? Ich will´s nicht wissen, was dich jetzt schon wieder ärgert! Gut, dann bis später!“, noch bevor ich etwas sagen konnte, hatte sie die Tür aufgesperrt und war abgerauscht, ok, das war deutlich gewesen, sie wollte nicht mehr darüber reden und das Severus sie sprechen wollte, hatte sie sich schon selbst gedacht. Ich würde ihre Bitte befolgen, sie nicht mehr darauf ansprechen. Sollte es mich beunruhigen das sie nicht darüber reden wollte?

Dracos Sicht ende



Hermiones Sicht



Ich kämpfte mich in das Abteil zurück, nachdem ich mich etwas beruhigt hatte, Draco war doch zu süß gewesen als er mir zu zeigen versuchte er hatte seine Lektion gelernt und hatte nicht gleich versucht mich zu ficken! Das erkannte ich an, aber was ihn an Lucius Geschenk so erregte? Dass es ein Geschenk war? Oder das Buch? Nein, es war egal, es änderte nichts daran, dass ich versuchen wollte Lucius Begehrlichkeiten nicht nachzugeben, das hatte nicht nur mit Draco, sondern auch mit Stolz zu tun.

Ich war mir der Aufmerksamkeit und der Blicke nur zu bewusst, als ich mich immer weiter durch drängelte, viele verstummten auf meinem Weg und musterten mich und mein Kleid genau. Wie es schien hatte Ginny nicht versäumt zu erzählen das mir Sirius noch eine Million hinterlassen hatte, so wie ich in einigen Augen den Neid aufblitzen sah, aber das mit meinen Eltern schien sie jetzt nicht so spannend gefunden zu haben, denn ich sah niemanden der mir auch nur einen mitleidigen Blick schenkte. Jetzt erlebte ich es noch schlimmer als letztes Jahr und verstand Harry nun vollkommen, der diesen alles sehenden Augen seit seinem ersten Jahr ausgesetzt war, nur zu gut, der Arme!

Als ich unser Abteil erreicht und schwer schnaufte, was mir die interessiert Aufmerksamkeit aller einbrachte.

„Was wollte Malfoy?“, fragte Neville, nachdem Harry und Ron nichts gesagt hatten, sie dachten höchstwahrscheinlich wir hätten es miteinander getrieben, so wie sich Rons Ohren rot färbten und Harry sich auf die Lippen biss. Ja, hahaahah….konnte ich da nur denken, die hatten aber auch böse Gedanken, die Zwei.

„RRRh…nichts, es war nicht so schlimm wie er rum tut, ….aber da fällt mir ein, wir werden uns bald auf zum Besprechungsabteil machen müssen Ron!“, sah ich wie er mich nun leidend ansah und ja, ich konnte es nachvollziehen, das war grausam, als auf einmal kleine Papiervögel, ähnlich denen die im Ministerium herumflogen und an der Scheibe des Abteils klopften.

Da öffnete ich und die gefalteten Zettelchen flogen herein und auf Harry und Neville zu.

„Was ist das?“, wollte Ron wissen, als sich die beiden die handschriftliche Notiz durchlasen.

„Ähm…uns will ein Professor Horace Slughorn um ein Uhr in seinem Abteil willkommen heißen!“, erklärte ein bedröppelter Harry.

„Wer ist das?“, fragten Ron und Neville gleichzeitig und Neville wedelte mit dem Papier durch die Luft.

„Schönste?“, ertönte es wie simultan von Harry und Ron und wir erhielten zwei betretene Blicke, bis jetzt hatten sie mich noch nie in Hogwarts so genannt, das würde lustig werden, denn austreiben würde ich mir schenken können. Ich nickte knapp und so antwortete ich:

„Ich weiß nicht alles, nur das es eine Überraschung ist und ein neuer Professor uns beehrt, aber anders als wir denken, mehr leider nicht, da war wer nicht so gesprächig, ihr solltet hingehen, dann wissen wir wohl mehr, was der Neue unterrichtet u.s.w.!“ Gab ich ihnen süffisant eine kryptische Antwort, die sie aber verstanden, das Severus sich daraus einen Spaß gemacht hatte mir und Draco nur zu verraten, das es wie jedes Jahr einen neuen Lehrer gab. Aber er hatte versteckt angedeutet, dass sich doch etwas ändern würde im Lehrerkollegium und so erhob sich Harry sofort um den neuen Professor auszukundschaften zusammen mit Neville.

„Wartet, Ron und ich kommen mit, Luna ist es schlimm wenn wir dich für ein oder zwei Stunden alleine lassen?“ Doch sie trällerte nur fröhlich ein Lied und lächelte uns lieb zu, als wir sie alleine lassen mussten.

Als Gruppe zogen wir noch mehr Aufmerksamkeit auf uns als wir vor dem Abteil anhielten und sahen, das dort ein Stau herrschte, wie es schien waren Harry und Neville nicht die einzigen die eine Einladung erhalten hatten.

Ich sah eine dicken, ältlichen Mann mit halb Glatze und einem silbrig grauen Walrossschnurbart, er trug einen karierten schottischen grünen Anzug mit Weste und Fliege, der beleibte Professor herrschte jovial über das Schülerchaos und den Stau. Im Abteil erkannte ich Cormac MacLaggen, ein dunkelblonden Siebtklässler, mit drahtigem, kurzem, lockigem Haar aus Gryffindor und einen dünnen, dunkelhaarigen und nervösen Ravenclaw, der auch in der Abschlussklasse war, dessen Namen mir aber entfallen war, da er sehr unscheinbar war.

Als ich dem runden Professor gegenüber Blaise sitzen sah, der mit seiner dunklen Hautfarbe hervorstach und ich sah wie Harry und Ron mich auch mit großen Augen ansahen, als Blaise aufblickte und ein erfreutes blitzen in seine Augen trat, als er sah wie Neville und nach diesem Harry das Abteil betreten wollte. Wir sahen Ginny an hecheln und wie sich an mir und Ron vorbei drängte, während sich Harry gerade unauffällig neben Blaise setzte und sich so in letzter Sekunde vor Ginny in Sicherheit brachte, was Blaise ihm ein unauffälliges zwinkern schenken ließ. Harry beantwortete dies mit einem leichten blinzeln. Es war unglaublich, ich fragte mich ob sie das geübt hatten im Cottage, wie verständige ich mich ohne Worte?

Zu komisch, das Treffen der Vertrauensschüler hingegen war wie zu erwarten langweilig gewesen. Draco hatte mir heiße Blicke geschenkt und Pansy hatte versucht seine Aufmerksamkeit zu erschmeicheln und sich an seinen Arm gehängt, während er sie abstrich als hätte sie die Pest. Pansy hatte sich über die Ferien aber auch leicht verändert, auch sie hatte nun weichere weiblichere Züge, aber ich glaube Draco gefiel sie immer noch nicht, vielleicht sollte ich Pansy eine Fuhre Vielsaftrank mit einem Haar von mir besorgen, dann würden ihre Wünsche und Träume wahr werden, dachte ich gehässig als ich den entnervten Draco etwas böse zu ihr zischen sah.

War ich böse? Ja, wohl ein bisschen, aber so ganz war ich noch nicht darüber hinweg.

„Warum, willst du uns nicht in deinem Abteil, Draco?“, jammerte gerade Pansy lautstark als die Versammlung aufgelöst wurde, Draco sah sie nur kalt an.

„Weil ich Ruhe wünsche!“, hörte ich ihn eisig sagen und als wir uns nährten und ich mich eng an Draco vorbei drängte, ihn leicht berührte, da strich er zärtlich über meine Hand. Und als ich dann vorbei ging, hörte ich ihn wispern: „Und wenn du meinen Zorn spüren willst, nerv mich Pansy!“

In unserem Abteil wartet ein schlechtgelaunter Harry, der, als wir kamen, sofort erfreuter aussah, aber auch so als läge ihm etwas auf dem Herzen.

„Also, dieser Slughorn unterrichtet, Zaubertränke…..“, hatte er die Bombe mit heißerer, verschwörerischer Stimme platzen lassen und mir war wirklich als wäre ein Schwall Wasser über mir ausgeschüttet worden. Das hieß, das bedeutete…..

„Aber…aber Snape…!“, danke Ron, er faste süperb meine Gedanken in Worte.

„Wird wohl neuer Verteidigungslehrer!“, sah Harry mich skeptisch an, da ich das nicht gewusst hatte, aber ich konnte mir vorstellen, dass er sich auf unser blödes Gesicht beim Festessen gefreut hatte, nur das würde er nicht bekommen, da Blaise diese neue Informationen mit Sicherheit an Draco weitereichen würde.

„Was sagst du dazu Hermione?“, fragte nun Harry nach und ich wusste, dass ich Severus vor den Augen der anderen damals im Cottage so nahe gekommen war, hatte Spuren bei meinen Freunden hinterlassen.

„Heftig, warum? Was sollte Dumbledore veranlassen dies zu tun, es liegt wie es scheint, ein Fluch auf dem Posten, Se….Snape….“, warfen wir sofort hektische Blicke zu Neville und Luna, die uns zuhörten, aber nicht zeigten das sie meinen Versprecher beachtet hätten „…nun also, sie wissen, dass der Posten nie länger ein Jahr einen Lehrer im Amt belässt. Nun, entweder geht er danach, was ich aber nicht glaube, oder Slughorn geht wieder, aber ich hab keine Ahnung warum Dumbledore den hergeholt hat und ob er es uns sagt, möchte ich bezweifeln!“

„Wie war´s da Neville, Harry?“, lenkte nun Ron ab, da wir das Geheimnis, jetzt, hier, nicht lösen würden.

„Och, echt das ist ein komischer Kauz!!!“, stöhnte Harry gequält.

„Aber wie!“, stimmte Neville aus vollem Herzen zu.

„Er hat uns eingeladen, weil wir berühmte Eltern haben und in meinem Fall, ich berühmt bin! Tja, Ba….Zabini war da, weil er eine berühmte Hexe als Mutter hat, das sah er nach seinem Gesicht zu urteilen nicht so…“, biss ich mir auf die Lippe und auch Ron sah belustigt aus, als er sich das vorstellte, als Slughorn dies heraus posaunt hatte. Blaise hätte wohl eher gesagt, sie wäre berühmt für ihre kreative, abwechslungsreiche und durchweg außergewöhnliche Art wie sie ihre Männer tauschte, das er das nicht als etwas Tolles sah, konnte ich verstehen, wir wussten, er hasste das.

„Unser MacLaggen war da, weil er der Neffe von irgend so einem hohem Tier im Ministerium ist, der hat vielleicht angegeben!“, rollte Neville mit den Augen.

„Ja, schlimm und dieser Marcus Belby, der hat einen Onkel Damokles Belby und der hat was erfunden, als Belby erklärt hat, sie hätten sich innerhalb der Familie zerstritten und keinen Kontakt mehr, nun da hat Slughorn ihn wie eine heiße Kartoffel fallen lassen und ihn nicht mehr beachtet, das ist eine komische type!“, erklärte Harry ruhig.

„Und was wollte Ginny dort?“, wollte Ron wissen.

„OH, er hat gesehen wie sie im Zug einen Federwichtfluch losgelassen hat und nun, er fand das hatte Potential!“, erzählte Harry und Ron lachte kurz rau auf, als ich fragte:

„Aber warum wart ihr dort?“

„Nun, Neville wegen seiner Eltern, Slughorn hat erzählt, er hat früher also zur Zeit unserer Eltern hier unterrichtet! Und da kennt er sie, Nevilles Eltern waren ja Auroren und nun ich, meine Mutter schien es ihm in Zaubertränke angetan zu haben, sie soll mit Snape die Beste gewesen sein, ….“, zog er seine Augen zusammen und bekam einen dünnen Strich als Mund.

Oh, das war nicht gut, gar nicht gut, Harry war jetzt schon wieder so was von mies drauf, da wünschte man sich Daphne so was von flott her, was ja nur leider nicht so ging, verdammt aber auch.

Toll, Remus, Sirius….ach, ihr alle, warum war ich nur von solchen Idioten umgeben, warum, konnte sich niemand mal freiwillig zu Harry setzen und ihm offen und ehrlich sagen was, wie und wer seine Eltern gewesen waren, dieses Stückwerk war doch zum davon rennen, ….jetzt hatte er erfahren, das seine Mutter Zaubertränke liebte und gut darin gewesen war, so wie er das mit seinem Vater dank mir und meiner Freude am Suchen von Informationen verdankte, sonst hätte er dies wohl auch nie erfahren, dass sein Vater ein Ass im Quidditsch gewesen war.

Vielleicht sollte ich es wagen und Severus bitten mal etwas über Lilly zu erzählen, er würde toben und wüten, aber vielleicht würde er Harry so etwas wie Erinnerungen geben! Ich hoffte es! Aber mir würde schon etwas einfallen wie ich Severus zum Reden bringen würde!

So kamen wir endlich an, aber Harry sah gar nicht gut aus und so ließen wir uns Zeit und Luna ging schnell zu ihrem Haus und Neville bemerkte, das er Trevor mal wieder hatte entwischen lassen und so begab er sich auf die Jagd nach der Kröte. Wir waren nun allein, die Zeiten als wir noch die Ersten sein wollten waren schon lange vorbei, warum auch.

„Harry, du bist sauer…!“, begann Ron mit einem unglaublichen Einfühlungsvermögen, wie mir schien.

„Ja, was denkst du denn? Sagt mir jemand jemals auch nur im Ansatz was? Sirius? Remus, der tut so….aber, mir mal Geschichten wie sie nicht jeder von meinem Eltern kennt, für mich zu etwas so unerreichbaren werden,…. aber wisst ihr was, das geht mir am Allerwertesten vorbei, ich will über die zwei gar nichts mehr wissen! Das was ich über Lilly und James rausgefunden habe reicht mir! Vielleicht hat das ja auch alles einen Grund, dass alle so verschwiegen über die beiden sind. Höchstwahrscheinlich waren sie eingebildete, versnobte Idioten, über die man nichts Genaues erzähle kann, weil ich mich sonst von ihnen abwenden könnte! Höchstwahrscheinlich stimmt das sogar was mir Petunia über die Beiden erzählt hat, bis jetzt deutet nichts darauf hin das sie anderes waren als von ihr beschrieben, ich mein Slughorn hat von Lilly geschwärmt, wie gerne sie in seinem SlugClub war, mal ehrlich, wer da gerne war kann nicht normal sein, Snape hat als Schüler abgelehnt, wie Slughorn verschnupft kundgetan hat und weißt du was, das macht ihn mir doch glatt sympathisch! Aber abwenden, das tue ich mich so oder so! Nur weil ich der Sohn meiner Eltern bin, heißt das nichts! Ich muss sie weder mögen noch wissen wie sie waren, noch sonst was!....Verdammt, ich muss ruhiger werden…..ich müsste meditieren, wenn ich jetzt gleich Dumbledore sehen, springe ich ihm sonst mit dem Hintern ins Gesicht!“, das war doch mal eine Aussage die Ron und mich besorgt aussehen ließ und ohne weitere Worte traten wir in Aktion. Ich ließ magisch die Rollos runter und Ron schwärzte die Fenster zum Abteil.

Er bezog auch an der Tür mit verschränkten Armen Stellung wie ein Aufpasser und wirkte wie ein eine unüberwindbare Schranke!

Ich packte Harry und glitt mit ihm in die Sessel, zog ihn zu mir und machte mit ihm Atemübungen, seine Okklumentik musste stehen, das war elementar wichtig, wir hatten uns alle gegenseitig getestet und alle hatten bestanden, das sie keinem unfreiwillig Dinge zeigten, die absolut niemanden etwas angingen. Alle waren gut sehr gut, auch Harry, aber eben hatte er sich einfach zu sehr erregt.

Wir schlossen das laute Chaos, das auf den Bahnsteig herrschte, Hargrids laute Rufe nach den Erstklässlern, kategorisch aus. Harry und ich saßen uns im Schneidersitz in der Enge des Abteils auf den Sesseln gegenüber und atmeten, lösten unseren Geist, ich bemerkte richtig wie Harrys Anspannung aus ihm wich bei jedem tiefen, beruhigenden Atemstoß den er tat.

Als die Tür plötzlich unvermittelt magisch aufgerissen wurde und uns vier Augenpaare begutachteten, Harry schien nur schwer aus seiner Trance aufzutauchen und dann kamen sie flott hereingedrängt und Ron ließ sie schnell ein, verschloss die Tür diesmal magisch .

„Was ist?“, fragte Draco barsch.

„Harry hat sich aufgeregt, so kann er nicht zu Dumbledore!“, erklärte ich ruhig und sah wie Daphne sich übergangslos nun neben Harry setzte, seinen Blick einfing und mit ihm die Übung fortsetzte.

„Warum seid ihr hier?“, forschte ich nach, sah nun Draco an.

„Astoria hat gesehen, das eure Tür schwarz war und ihr bisher den Zug nicht verlassen habt, wir wollten nachsehen!“, erzählte nun Draco und wir hörten und sahen wie sich Harry in Daphnes Augen verlor.

„Daphne bekommt ihn noch schneller runter als sonst jemand!“, meinte Astoria leise.

„Der Zug ist wie ein Irrenhaus!“, schimpfte Draco, aber ich konnte ihm nur Recht geben.

Erneut versuchte jemand schwer die Tür zu öffnen, aber Ron hielt sie per Hand reflexartig schnell zu und wir alle sprangen auf, zücken flott die Stäbe, selbst Harry, der nun wieder gefasst wirkte, als Ron die Tür aufspringen ließ.

Wir sahen Tonks mit erhobenem Stab dastehen und wie sie uns überrascht anfunkelte:

„Was passiert hier? Harry?“, krächzte sie und Harry zielte geistesgegenwärtig mit seinem Stab auf Dracos Brust.

„Tonks…was machst du…? Arch….ist auch egal, die Slytherins hier, haben uns aufgelauert und wollten uns anmachen und bedrohen!“, zischte Harry böse, spielte die empörte Rolle des unschuldigen Gryffindors perfekt.

„Träum weiter Potter, als würde ich meinen Zauberstab mit dir beschmutzen? Das stimmt nicht, ich wollte nur in meiner Aufgabe als Vertrauensschüler dem nachgehen was sich hier in diesem Abteil abspielte, als ich Potter und Co. aufforderte zu reden, haben sie sich geweigert…..ich! Wir haben nichts getan!“, redete Draco blasiert daher.

„Du bist so ein Lügner, Malfoy!“, plärrte Ron in bester Manier, was Draco höhnisch die Braue heben ließ.

„Ach, ja und warum sollte ich das tun, Wiesel?“, klang es wie Eiswasser.

„Schluss jetzt, der Zug fährt gleich ab, kommt schon und hört auf mit diesen kindischen Streitereien!“, forderte nun Tonks und winkte uns auf den Gang.

„Wir sollten wirklich gehen, das Festessen….“, wandte Daphne ruhig ein.

Während wir auf dem nun dunklen, verlassenen Bahngleis standen und uns entgeistert auf den ausgestorbenen Bahnhof umsahen, während Blaise mit Tonks der letzte war der noch gerade ausstieg, als sich die Lock auch schon ruckhaft und sehr lautstark in Bewegung setzte, taten wir gekonnt weiter so als könnten wir uns untereinander so gar nicht riechen.

Da war nichts mehr, keine Kutschen mit Thestralen, keine Menschenseele, hatten wir so lange Zeit allein in dem Zug verbracht, fragte wohl nicht nur ich mich, so entgeistert wie wir alle aussahen.

„Tja, nun kommt, jetzt müsst ihr gehen….“, meinte Tonks lapidar und wir sahen wie sie ihren Stab schwang und murmelte „expecto patronum“ und ein großes, haariges, silbriges, schwach leuchtendes Ding erschien vor uns und sie sandte die Nachricht, das noch ein paar Nachzügler zum Schloss kämen. Was für ein verhunzter Patronus war denn das?

So setzte sich ein grummelnder Trupp bestehend aus drei Gryffindors und vier Slytherins zusammen in Bewegung und Draco schimpfte in einer Tour auf den blöden Potter im Rücken von Tonks! Wir sahen uns alle belustigt an, selbst Draco klimperte belustigt mit den Wimpern. Als dann auch noch Ron begann das Spiel fortzuführen, über die bescheuerten, hinterlistigen Schlangen, die dachten sie müssten uns blöd kommen, zu schimpfen, brauste Tonks auf und wirbelte zu uns herum.

„Haltet die Klappe, das ist ja unerträglich, dieses Gekeife!“, wandte sie sich wutschnaubend wieder um und wir sieben lachen uns lautlos an, wer das böse Glitzern in unseren Augen gesehen hätte, der hätte gewusst, wir waren eine Gruppe die zusammenhielt, egal was wir sagten. Oh, waren wir böse und gemein!

Nun räusperte sich Harry und fragte:

„CHRMM…du Tonks, warum bist du überhaupt da gewesen?“

„Was, ach so Harry, warum? Nun ich gehöre zu einem vierer Trupp Auroren, die der neue Minister zur Bewachung von Hogwarts in Hogesmeade stationiert hat, musst du wissen!“, als auch schon die Schlossmauern vor uns auftauchten, hinter denen das hellerleuchtete Hogwarts unserer harrte, aber wir waren dank unseres Trainings gut zu Fuß unterwegs.

Wir stießen auch hier, zusätzlich zu den Auroren, auf weitere verschärfte Schutzvorkehrungen. Wie es schien hatte Dumbledore selbst das Tor, die Schlossmauern und den Luftraum darüber mit einem Anti-Eindringlings-Fluch gesichert, wie es uns dann auch Tonks bestätigte.

Und so stand hinter dem großen, schmiedeeisernen Gittertor niemand anderes als ein giftig aussehender Severus, der echt miese Laune zu haben schien, uns….also die Cottage Connection, zusammen zu sehen, wie wir zu spät in Hogwarts eintrudelten.

„Was sehen meine Augen? Wie kommt es, das Mitglieder meines Hauses sich wagen zu verspäten?“, zischte er leise und Draco rümpfte das schöne Näschen arrogant in die Höhe:

„Entschuldigen sie bitte vielmals, Professor Snape, aber Potter hier und Anhang dachten sie müssten uns aufhalten, es war weder unsere Absicht noch unsere Schuld!“, war es uhrkomisch und selbst Harry und Ron fiel es schwer nicht über das schauspielerische Talent von Draco beeindruckt zu sein, als er seine Show abzog.

„Potter….!“, knurrte Severus darauf nur und seine schwarzen Augen bohrten sich in Harrys Grüne.

„Ja, Sir!“, erstaunte Harry mich immer noch, aber seit den Geschehnissen in Severus Räumen, war Harry immer ausgesucht höflich dem Professor gegenüber und auch die Erkenntnis was sich alles zwischen mir und Severus abgespielt hatte, schien Harrys Einstellung Severus weiterhin mit Respekt und Höflichkeit zu begegnen, keinen Abbruch getan zu haben!

„Hören sie auf damit Snape…..lassen sie die Kinder in Ruhe! Sie sollten sie zum Festessen bringen!“, fauchte nun eine schlechtgelaunte Tonks.

„Wo sie recht haben, Nymhodora!“, hauchte Severus süffisant und ich sah wie Tonks wütend bei der Nennung ihres, ihr verhassten, Namens sich auf die Lippen biss. „Ach, und noch etwas, ihr neuer Patronus scheint etwas schwächlich auf der Brust, liegt es an seinem Vorbild, der auch so jämmerlich ist?“, schnappte Tonks empört und geschockt nach Luft, nach dieser doch sehr abfälligen Bemerkung.

So bestätigte sie aber unseren Verdacht über das was wir auf den Bahnsteig in Kings Cross beobachtet hatten, das da was zwischen Remus und Tonks war, denn wenn ich so darüber nachdachte, hatte ihr Patronus wirklich was von einem verhinderten, mageren Wolf.

Tonks wollte gerade zu einer wütenden Entgegnung aufbrausen, als ihr Severus mit seiner einzigartigen Weise den Wind aus den Segeln nahm.

„Sie sollten sich wieder auf ihre Arbeit konzentrieren und uns vor dem BÖSEN schützen,….und ihr alle…. Schüler! Würden sie sich in Bewegung setzten und das Tor passieren!“, ölte es versnobt aus seinen Mund, huschte wir alle brav durch den kleinen Spalt, der dann Tonks mit einem lauten bumms aussperrte, während Severus ihr mit wehendem Mantel den Rücken zuwandte.

Als wir Tonks und das Tor hinter uns ließen, wurde er langsamer und giftete uns nun alle wie zu erwarten an.

„Was fällt euch eigentlich ein? Denkt ihr es ist nicht auffällig, wenn ihr sieben, verspätet in der Halle auftaucht? Das wird ein großer Auftritt! Draco, ich hätte mehr Hirn erwartet!“, meinte Severus vorwurfsvoll.

„Das war meine Schuld, Sir!......“, nahm Harry selbstbewusst die Schuld auf sich und Severus bremste abrupt ab.

„WIE BITTE Potter!?“, hauchte Severus da seidig.

„Ja, Professor Snape, es hatte mit dem neuen Professor zu tun, der uns zu sich einlud und ….nun, uns so einen bescheuerten Club andrehen wollte und ….er hat uns erzählt wer, wie, warum hineindarf…“, rollte Harry nun sichtbar die Augen und verzog verächtlich den Mund, was Severus zu erstaunen schien, da er eine Braue hochzog.

„Nun…also er hat mir erzählt, das meine M….das Lily, gut in Zaubertränke war….und nun das sie Professor dankend abgelehnt hätten dem elitären Kreis des Clubs beizutreten! Ich möchte ihnen nicht nahetreten Sir, aber ich stimme mit ihnen in ihrer Entscheidung absolut zu!“

„Ach Potter, sieh an, stimmen sie mir zu, das Slughhorn ein inkompetenter, selbstverliebter Idiot ist, der denkt Kontakte und Verbindungen wären alles und sich versucht im Erfolg anderer zu sonnen! Wie es scheint haben sie doch etwas Grips, hätte ich ja nicht gedacht. Aber mit ihrer Mutter, nun da hat er recht, sie war seine Lieblingsschülerin, dafür das sie Gryffindor und er damals Hauslehrer von Slytherin war, eine erstaunliche Leistung!“, sprudelte Severus nur so über von Informationen, ob Harrys devote Art eine Initialzündung dafür war, wagte ich mich zu fragen. „Das erklärt und entschuldigt aber immer noch nicht ihre Verspätung!“

„Dafür gibt es auch keine Entschuldigung Sir, ich habe ein wenig die Haltung verloren, nachdem ich feststellen durfte, das meine angeblichen Freunde und Bekannten mir immer nur das allernötigste über meine Eltern erzählen! Was jetzt auch egal ist, aber wir hatten sorge das meine Okklumentikschilde zu schwach werden! Und die mussten wir aufbauen!“

„Wie überlegt, sehr gut, diese Entscheidung war damit richtig! Aber so, 30 Punkte von Gryffindor, weil sie alle aufgehalten haben!“, kam es bestimmt von Severus und wir alle mussten hinter dem davon eilenden, schwarzen Rücken lächeln, das war Severus wie er leibt und lebt. Uns war klar, er hätte uns Gryffindors so oder so Punkte abziehen müssen, so und nicht anderes lief dieses böse Spiel.

Als er am Schlossportal wartete und uns einließ, wir an ihm vorbei defilierten, war ich die letzte und spürte da auch schon seine Hand an meiner Schulter, während er leise wisperte:

„Nach dem Essen in meinen Räumen, ich habe viele Fragen!“, nickte ich nur auf seine Forderung, das ich ihm nicht entkommen würde war mir klar.
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queenie
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BeitragThema: Re: Kapitel 148-150   Do Feb 09, 2012 5:35 am

149. Kapitel Frage und Antwort, ein Spiel!


Und somit hatten uns die altehrwürdigen Hallen von Hogwarts wieder, der beige Sandstein leuchtete leicht golden unter dem sanften Licht der Fackeln und Kerzen, was einen heimelig willkommen hieß. Severus hatte wieder aufgeschlossen und wir rotteten uns zu einer kleinen Gruppe zusammen, in dem Wissen, das wir gleich die Attraktion wären, streifte Harry über Daphnes Hand, Blaise ergriff Astorias Hand fest und Draco nickte mir angedeutet zu.

Dann stellten sich Harry in die Mitte zwischen Ron und mich. Als Severus sah das wir fertig waren, stieß er mit Wucht die Flügeltür magisch auf und rauschte mit sich aufbauschenden Roben und strammen Schrittes den Gang entlang, bescherte uns einen großen Auftritt. Die Slytherins schwenkten sofort nach links und steuerten ihre Plätze, die freigelassen worden waren, in der Mitte des Tisches an, an dem man gut das Fehlen von ihnen erkennen konnte. Sie glitten leise und relativ unauffällig zu ihren Plätzen.

Und wir, wir konnten nicht so an den Wänden entlanggleiten wie es unsere Schlangen gerade taten, nein wir standen in dem breiten, langen Mittelgang und hatten mal wieder die volle Aufmerksamkeit als wir, als das Trio, das wir waren, eintrat und die Lehrer uns verkniffene, verärgerte Blicke schickten und uns die Gryffindors böse ansahen, da wir mit 30 Punkten minus starteten, dank Severus, wie das Stundenglas im Hintergrund verriet.

Das Tuscheln war enorm, da es sehr wohl aufgefallen war, dass auch Slytherins fehlten, aber wir blieben ganz ruhig. Ron ging hoch aufgerichtet und stoisch hinter Harry und auch dieser blickte sogar leicht überheblich in die gaffenden Gesichter und ich, nun ich ließ mir nichts anmerken. Ich wusste, unsere Masken saßen und unsere gedanklichen Mauern standen und ich fühlte mich recht selbstsicher. Es tat mir nicht leid jetzt schon wieder solches Aufsehen zu erregen, denn die Entscheidung, dass Harry erst zu sich hatte finden müssen, war einfach wichtiger, als die blöden Blicke und das aufgeregte schnattern, der anderen Schüler. Und unser Auftritt war eindrucksvoll, Ehrfurcht heischend, wie wir mit unseren edlen, gut geschnittenen, schwarzen Umhängen den Gang entlangschritten und ja, wir waren keine Kinder mehr.

Wir ließen uns nieder und quetschten uns bei Neville auf die Bank. Das Essen war fast vorbei, wir hatten alles verpasst, die Einteilung durch den Hut und das Festessen bis auf die Nachspeise, aber wohl zur Verwunderung vieler griffen weder Harry, Ron noch ich zu, aber was sie wohl wahrlich verwunderte, war das Ron dankend verzichtete, hatte ihm die Dinge wohl mal wieder auf den Magen geschlagen und dank Dracos Erziehungsregeln wollte er bestimmt nichts mehr essen. Ich blickte zu Draco und Co und sah, das auch sie vornehm verzichteten, noch etwas auf die Schnelle in sich hineinzustopfen, das tat man nicht, man die hatten bei den beiden Jungs echt großes vollbracht.

Doch nun erhob sich Dumbledore auch schon und die Geräusche, die unser Auftauchen begleitet hatten, verstummten schlagartig.

Er blickte alle über seine Halbmondbrille besorgt an, als er an sein Rednerpult mit den geschnitzten Phönixen getreten war. Sein festliches, lilafarbenes Gewand fiel weit und ich konnte sehen, als er überlegend die Hände zusammenlegte, das seine verfluchte Zauberstabhand in einem enganliegenden, schwarzen Handschuh steckte und sehr knochig wirkte, so eng wie das Material anlag und sich die Knochen abzeichneten. Aber ansonsten schien es ihm wieder gut zu gehen, war ich beruhigt, das seine Idiotie nicht noch schlimmere Folgen haben würde. Nur das Funkeln in seinen so hellen blauen Augen hatte abgenommen, als er uns drei mit besorgten Blick maß, aber Harry sich stur weigerte ihm einen Blick zu schenken.

„Meine lieben, wiedergehkehrten Schüler und auch ihr Neuen, wie schön euch hier in diesen so unruhigen Zeiten willkommen heißen zu können, wie ihr schon gesehen habt, haben sich die Sicherheitsvorkehrungen nochmals verschärft…..“, legte er los und wir hörten schweigend zu, bemerkten aber sehr wohl das uns unser Haus genau beobachtete, vor allem Ginny, aber ich wusste, Severus erwartete mich und wenn ich Dracos sengenden Blick richtig deutete, dann er auch. Ich musste weg, hoffentlich bekamen wir das ungesehen hin, als mich etwas wieder aufhorchten ließ:

„….Wie sie vielleicht schon bemerkt haben, dürfen wir wieder einen neuer Lehrer hier in Hogwarts begrüßen, nur ist dieser der neue Meister in Zaubertränke und Professor Snape ist so freundlich den Unterricht in der Verteidigung gegen die Dunklen Künste zu übernehmen. Seid so freundlich und begrüßt Professor Slughorn und diese Veränderung mit einem Applaus!“, zeigten sich viele erstaunt und ich applaudierte sofort und selbst Harry und Ron klatschten brav, da ich Severus meinen Respekt zollte, aber die schellen Blicke waren uns Gewiss und uns doch völlig gleich. Wir waren nach fünf Minuten Hogwarts wieder das beherrschende Thema.

Doch nun erklärte er fast entschuldigend die Festlichkeit für beendet und wir erhoben uns alle Ron und ich, wir fingen zusammen mit den anderen Vertrauensschülern die Erstklässler unseres Hauses ein. Wir brachten sie geschlossen nach oben in dem Turm, nannten ihnen das Passwort und dann gingen Harry Ron und ich nochmal raus, da ich ihnen den Geheimgang zeigen wollte und sie zeigten sich erstaunt, dass er erstens nicht auf der Karte war und zweitens, dass sie ihn noch nicht entdeckt hatten.

„Baoh, man… das ist lässig, schwupps… man ist im Kerker! Hätte ich das früher gewusst, hätten wir nicht immer so hetzen müssen um zum Unterricht zu kommen!“, kam der richtige Kommentar von Ron, wo er recht hatte. „Und jetzt versteh ich auch, das die Schlangen immer wie aus dem Ei gepellt wirken, gar nicht gehetzt, oder so, na wenn man sich Tausende von Treppen schenkt echt kein Wunder!“, kratzte er sich empört am Kopf, da er das gar nicht lustig fand.

„Nun, jetzt weißt du es ja! Das ist echt toll Hermione, du musst gehen? Du wirkst unruhig?“, wandte sich jetzt Harry an mich, kam zum Wesentlichen und ich nickte angespannt.

„Wir warten im Schlafsaal auf dich! Ich Schmuggel uns mit dem Umhang da gleich ungesehen hoch, damit niemandem auffällt, das du nicht da bist! Pass auf dich auf!“, schenkte er mir ein trauriges Lächeln und wartete bis ich unter dem Wandbehang hindurchgeschlüpft war.

Ich eilte schnell auf Severus privates Büro zu und klopfte, trat ein bevor er mich hereinbitten konnte. Ich wollte raus aus dem düsteren Flur, am ersten Abend musste mich ja niemand sehen wie ich auf dem Weg zu Severus war.

Ich huschte durch die Tür und sah, Nichts….nur eine leicht angelehnte Bücherwand, aha, ich verstand die Aufforderung, ich wurde erwartet, wie gut das ich auch ohne Aufforderung eintrat, sonst hätte er mich wohl versauern lassen, war ich amüsiert.

Ich ging rasch darauf zu und schlüpfte auch hier hinein, aber nun schloss ich die verborgenen Tür vorsorglich, musste ja niemand wissen, das ich da war, aktivierte so die Schutzzauber und lehnte mich an die nun geschlossene Tür und fühlte mich zurückversetzt, als wären wie nie im Manor gewesen.

Severus saß entspannt in seinem Sessel mit überschlagenen Bein und was mich überraschte, nur mit weißem Hemd bekleidet, sehr leger, da und hielt ein Glas Rotwein sinnierend in der Hand, während er mich mit schief gelegtem Kopf maß.

Ich blickte in diese dunklen Augen und holte tief Luft auf dem Weg zu meinem Stammplatz auf der Couch, öffnete den hässlichen Schulmantel und ließ ihn von meinen Schultern gleiten, um ihn dann über die Lehne zu legen und setzte mich, sah wie Severus das Kleid, das ich schon morgens getragen hatte, wieder musterte. Nun erhob ich mein Glas, das schon auf mich wartete und prostete ihm zu, was er Annahm und mir ebenso seines entgegen hob, wir hatten bis jetzt kein Wort gesprochen, war es aber mit dem Knistern im Hintergrund eine angenehme Stille.

Ich schmeckte den herben Geschmack der dunklen Rebe und genoss den feinen Abgang, der nach Zeder und Kirsche schmeckend auf meiner Zunge zurück blieb.

Ich spürte, wie er jede meiner Bewegungen, meiner Gestern, als ich nun die Beine überschlug, abwartend beobachtete, aber ich ließ mich nicht von ihm mit seiner überlegenden Art aus der Ruhe bringen.

Ganz in Ruhe hob ich dann provozierend den Kopf, legte ihn schief und fragte provozierend:

„Na Severus, was geht da oben vor sich, Professor der Verteidigung gegen die dunklen Künste!“, prostete ich ihm süffisant zu und ich sah wie er den Mundwinkel verzog.

„Du hättest das ruhig erzählen können, du weißt um den Fluch?“, bohrte ich nach und er nippte erneut an seinem Glas und schloss kurz, genießend die dunklen Augen.

„Natürlich, der Lord war so freundlich Lucius und mir davon zu erzählen, das als er sich zum zweite und letzten Mal für den Posten bewarb, er diesen verfluchte! Er ist mit sich sehr zufrieden!“, trug es seine träge Stimme zu mir.

„Wann war das?“, wollte ich doch gleich neugierig wissen und lehnte ich weit nach vorne.

„Du stellst Fragen, ich glaube so um 1958 rum, warum, da war ich noch nicht mal geboren!“, gab er dann doch Auskunft.

„Was heißt zum zweiten Mal?“, fragte ich neugierig nach und sah wie er aufhorchend sich aufsetzte.

„Warum so interessiert Hermione?“, harkte er forschend nach.

„Bitte Severus, sag es mir!“, bat ich sehr lieb, während er überlegte und dann gleichgültig mit den Schultern zuckte. „Gleich nach seinem Schulabschluss ´46! Aber das alles weiß keiner genau, da niemand den wahren Namen des Lord´s kennt!“, zwinkerte er mir verstohlen zu und ich verschluckte mich fast an meiner Spuke, Severus schien gut gelaunt und er sagte mir so, er und Lucius kannten den wahren Namen des Lords, aber auch nur sie, interessant.

„Ich war nur neugierig! Aber was passiert dann ende des Jahres?“, wollte ich neugierig wissen und schlupfte aus den Schuhen und zog sie unter meine Beine, ja ich fühlte mich hier sehr heimisch, während ein leicht verwunderter Ausdruck in Severus schwarze Seen trat, er aber nichts dazu sagte, mich gewähren ließ.

„So besorgt…..“

„Aber immer Severus, was wäre Hogwarts ohne deine wehenden Roben!“, zog ich ihn auf und er versteckte sein Lächeln geschickt hinter seinem Glas.

„Wirst du mir freiwillig erzählen was, dass heute Morgen sollte?“

„Hm, Severus, das interessiert dich sehr, oder? Nun gut, ich antworte dir auf jede Frage, aber das hat einen Preis!“, kam mir eine abwegige Idee.

„Welchen?“, brummte er interessiert, aber auch nicht wirklich begeistert.

Ich beugte mich leicht vor und erklärte lächelnd:

„Frage gegen Frage. Du fragst mich was du wissen willst, ich antworte und dann bin ich dran und du wirst genau so ehrlich antworten wie ich!“

„Und warum sollte ich mich darauf einlassen? Das sind Kinderspielchen, wie ich sie nicht spiele! Ich kann doch einfach Lucius zu gestern Abend befragen!“, meinte er lapidar.

Ich lachte herzlich: „Als ob du das nicht schon versucht hast, lass mich raten, der gute Lucius war schweigsam!“, legte ich den Kopf in den Nacken und lachte immer noch.

Verbissen presste er die Lippen zusammen, warf dann barsch ein:

„Gut, ich werde es noch bereuen, aber dann. Was lief da gestern? Was hast du angestellt?“, war er wirklich interessiert.

„Ich dachte, ich hätte eine gute Idee um meine Schulden zu begleiche, da ich wusste, das Lucius mal sagte er möchte mich einfach mal zum Spaß. Ich nahm an, das er sauer ist, das er der einzige der Familie ist der noch nicht die Ehre hatte, sein Ego gekränkt ist dadurch, nun ich habe ihm eine Dame besorgt und ihr Vielsaftrank verabreicht,….und ihm eine Karte beigefügt, das er meinen Körper für eine Nacht haben kann….nun, ER war weniger begeistert, er hat sie rausgeschmissen!“ redete ich mich schon wieder in Rage, trank nochmal und schnaufte wütend auf, bevor ich meine Frage stellte.

„Erzähl mir wie du Lily kennen gelernt hast?“, sah ich ihn scharf an.

Severus wurde sofort steif wie ein Stock und verzog verärgert das Gesicht.

„So haben wir nicht gewettet, warum willst du darüber was wissen?“, war seine Miene eine glatte Oberfläche ohne Leben und seine Augen so hart wie Granit.

„Weil mich die Vergangenheit interessiert und Harry auch, wir wissen nichts über diese Akteure!“, ich hörte beinah wie seine Zähne mahlten vor Aggression. Aber als Mann der Ehre, schluckte er den Stolz und begann mit angespannter Tonlage zu erzählen, wollte ich vor Erleichterung, dass er sich darauf einließ, aufjauchzen.

„Ich …du kennst Spinner´s End! In der Nähe lebte auch Lily, mit ihrer Familie, ich habe gesehen wie sie auf einen Spielplatz immer wieder Ausbrüche der Magie hatte und nun wir haben uns angefreundet, würde man, denke ich mal, so bezeichnen!“, murrte er abschätzig und sein langes schwarzes Haar umspielte seine düster Miene. „Ich habe ihr erzählt, das sie eine Hexe ist, zwei Jahre bevor Hogwarts begann…..“, runzelte er die Stirn unwillig.

Ich sah ihm seine schlechte Laune direkt an. Er war sauer, aber ich wollte das wissen, also musste er da durch und ich ja leider auch, also auf ins Gefecht, fand ich das sehr spannend.

„Nun bin ich dran! Was war das mit der Nutte? Was war, als du dann zu Lucius gegangen bist, warum war Draco bei der Nutte, die Aussah wie du?“, wollte er neugierig wissen und das schien ihn zu erheitern so wie seine Augen glänzten.

„Also, es war ja meine Schuldbegleichung, hey, jeder selbst Lucius sagte er will meinen Körper und nun, den wollte ich ihm geben, ich hab ihn Alice besorgt ihr einen Vielsafttrank gegeben, aber unseren werten Herrn Malfoy war das nicht gut genug er hat sie rausgeschmissen….was für eine Frechheit!“, schimpfte ich schon wieder brüskiert darüber abgewiesen worden zu sein und ich sah etwas seltenes bei Severus er schmunzelte, als er mit einem wisch seiner Hand schenkte er nach unterbrach mich aber auch noch und forderte: „Nun, das hatten wir schon, also, wie ging es weiter?“

Ich dankte mit einem Nicken für den neuen Wein, sah ihn jedoch dann leicht verärgert an und erklärte: „Unterbrich mich doch nicht….Ich bin also zum ihm rein gestürmt. Und habe ihm meine Meinung gesagt…. Ich bin ihn laut angefahren, habe ihn mitten im Satz unterbrochen…“

Er unterbrach mich ungläubig:

„Wie, du hast ihn angefahren und bist einfach bei ihm rein gestürmt? Bist du noch bei Trost?“

„Severus, Frage gegen Frage! Aber ich will mal nicht so sein! Du hast mich übrigens schon wieder unterbrochen!“, tadelte ich ihn leicht lächelnd, auch wenn er sauer über meine Fragen war, war die Stimmung doch entspannt und gelöst, wir redeten miteinander, fast wie alte Freunde. Ich fuhr fort:

„Ich war halt sauer und da ich habe ihn angefahren, bin etwas zu weit gegangen, ich weiß, aber er war darüber nicht böse, ich glaube, ihr färbt ab. Er hat mich nur empört angesehen, mir richtig gehend ein stummes Blickduell geliefert, so hatte ich ihn echt noch nicht gesehen und als Draco reinkam, dieser etwas sagen wollte hat er ihn rausgeschmissen. Er hat Draco zwei mal angefahren zu verschwinden, ohne ihn wirklich zu beachten und zum Schluss hat er ihn regelrecht angebrüllt….war keine schöne Szene zwischen den beiden… dann ist Draco Türen schlagend abgehauen!“, verzog ich gequält mein Gesicht, das war alles sehr schlecht gelaufen, ab da hätte man meinen können Lucius zieht mich außer sich vor Wut an den Haaren ins Schlafzimmer und bringt es hinter sich und Draco hatte dies wohl angenommen, kam es mir zu Bewusstsein, als ich das nochmal gedanklich so abspielte. So seufzte ich schwer und nahm, mein nun wieder volles, Glas vom Tisch.

„Jetzt hab ich aber zwei Fragen“, hob ich zwei Finger und er nickte bedächtig.

„Mit wem war Lily in Hogwarts befreundet?“

„Am Anfang mit fast niemandem, wohl mit mir, aber ansonsten…sie war Muggelgebürtig, war viel in der Bibliothek um ihr Wissen aufzubauen, sie war sehr strebsam!“

Er schmunzelte kurz bei der Erinnerung und fuhr dann aber wieder mit ruhiger Miene und Stimme fort: „Vielleicht war sie da ähnlich wie du in deinen ersten Wochen ihn Hogwarts. Später war sie mit ein paar Mädchen, Logbottoms Mutter zum Beispiel, befreundet, aber als sehr gesellig würde ich sie nicht bezeichnen….“, zuckte er die Schultern und nahm einen eindeutig größeren Schluck, wenn das so weiterging, wären wir bald beim harten Stoff, dachte ich sehr zynisch.

„Erzähl mir was über sie, dass nur du weißt!“, bat ich und sah ihn innig an.

Er warf mir einen bösartigen Blick zu, der dank seiner fast schwarzen Augen tief ging und mich schwer Schlucken ließ, ich wusste, ich spielte mal wieder ein gefährliches Spiel, aber es war so informativer und anregender, denn erzählen hätte ich es so oder so müssen, so sprang wenigstens noch etwas für mich dabei heraus.

Er grummelte nun in seinen nicht vorhanden Bart, etwas über impertinente, freche, anmaßende Gryffindors und meckerte fröhlich weiter, Severus war zu unterhaltsam wenn er so wie jetzt war.

„Du willst wissen was mit Lucius ist, was war, also….du kannst dir sicher sein, das was ich bisher erzählt habe, war noch lange nicht alles!“, lockte ich ihn und schenkte ihm ein verführerisches Lächeln, was ihn mich wieder interessiert ansehen ließ, aber er schien sich echt schwer zu tun, als er tief aufseufzte.

„Du fragst Sachen, aber nun, ich will mal nicht so sein….Lily und ich, nun ….in der vierten, da wurde unsere Freundschaft enger, wir haben uns geküsst und danach immer mal wieder, man könnte sagen, wir waren ein Paar….!“, ließ er die Worte untypisch in der Luft hängen, wurde nicht präziser, aber wow war ich geschockt, Severus hatte eine kleine Liebelei mit Lily am Start gehabt, zu amüsant. Und schon fragte ich mich, wie weit das wohl gegangen war, aber wie er gerade geantwortet hatte, wagte ich es nicht da weiter nach zu harken, ich war ja nicht lebensmüde.

Und wie um mich zu bestätigen grummelt Severus auch schon los: „Willst du mich nerven, wirst du nur über Lily Dinge wissen wollen, willst du alte Wunden aufreißen?“, aber ich sah und fühlte, wirklich wütend war er nicht, dafür war er zu neugierig was bei mir passiert war.

„Okay, wenn du nicht über die süße Lily reden willst, dann über die Marauder? Sirius, James, Remus und Peter“, bot ich sofort lakonisch an.

„Na dann, doch lieber über Lily!“, kam es ganz trocken von ihm und er fletschte die Zähne und ich prostete ihm schnell zu. Ich fühlte schon wie der schwere Wein, an dem ich zwar nur nippte, der aber nun doch seine Wirkung entfaltete, leicht meine Wangen erhitzte.

„Also, das mit der Nutte hab ich jetzt verstanden, aber mich würde nun interessieren, wie es scheint durftest du gehen, nachdem du und Lucius gesprochen habt,…worüber habt ihr überhaupt gesprochen….egal, wichtiger, was war mit Draco und der Frau, bei was hast du sie erwischt?“, wollte er es nun ganz genau wissen und ich sah wie seine langen, schlanken Finger auf der Sessellehne unruhig trommelten.

Ich schloss bei der Forderung ganz bewusst die Augen, und betete um Ruhe und Ausgeglichenheit, hatte sich Severus bei meiner Frage nach Lily ähnlich gefühlt, schenkten wir uns nichts. Er wollte nicht genauer wissen was Lucius mir gesagt hatte, nun gut, dann musste ich zumindest noch nicht bekennen wie eindringlich Lucius mir erklärt hatte wie sehr er mich wollte. Ich blickte jetzt auf meinem Schloss, meine Hände spielten mit den großen, ovalen Schmucksteinen und ich erzählte, während mir mein Haar über die Schultern fiel:

„Ich bin zurück, öffnete die Tür und Überraschung, Draco sitzt in seinem Sessel und nun… sie kniet als ICH, also die Wirkung des Trankes war noch da, also sie kniet zwischen seinen Beinen und ist gerade dabei seine Hose zu öffnen ….um…ach…bitte, du weißt wofür!“, wischte ich mit meinen Händen über meine Beine und sah nun kalt auf, als er das sehr lapidar kommentiertet mit:

„Dieser Idiot!“

„Nein, meine eigene Schuld, mein toller Plan war nicht toll und nun, Draco war stock besoffen, er hat gelallt und ist getaumelt ein erbärmliches Bild! Aber wie ich schon heute bei Tisch sagte, ich bin nicht die, die den ersten Stein werfen sollte, denn wo bin ich, ohne Schuld!“, verteidigte ich Draco.

„Du bist wie immer erstaunlich kalt mein kleines Biest!“, hörte ich wohl so etwas wie erstaunten Respekt von Severus, was mich überraschte.

„Realistisch und pragmatisch, wie du Severus!“, brachte ich es auf den Punkt, antwortete er nicht sondern wiegte seinen Kopf bedächtig hin und her, wenn ich nur wüsste was er dachte.

„Wie war Lily Evans so, was für eine Art Mensch?“, setzte ich unser Spiel fort.

„Wie sie war, als Kind ein nettes, aufgewecktes Mädchen, das überwältigt war von der Welt der Zauberrei, schnell hatten wir noch etwas in der Schule gemeinsam, sie entwickelte ein intuitives Gespür für Tränke, zwar war sie nicht so brillant wie ich….und nein, auch nicht wie du, aber sie war gut und kam bei meinem Hauslehrer Slughorn besser an, sie wurde sein Liebling! Die Zeit verging, Lily wuchs zu einer hübschen, jungen Frau heran, sie hatte dunkelrotes, schulterlanges, dichtes Haar und diese außergewöhnlichen grünen mandelförmigen Augen….“, schwärmte er regelrecht und blickte durch sein Glas in die Flammen des Feuers und schien weit weg in Erinnerungen gefangen zu sein. Ich würde ihn weder unterbrechen, noch aufziehen, das tat man nicht, nicht wenn er sich mir so vertrauensvoll öffnete, was ich ihm hoch anrechnete. Und er hatte mir ein Kompliment gemacht, ich war erschüttert, er meinte ich sei…also ich war sehr erstaunt, das er meinte ich wäre „gut“, fast so brillant wie er! Freute ich mich, denn wenn Severus eines nicht ohne Grund tat, dann loben!

Aber er hatte aufgehört zu sprechen und schaute nur noch ins Feuer und da stellte ich mein Glas weg, erhob mich leise aus einem Impuls, den ich nicht unterdrückte und tapste auf meinen nackten Füßen über den dicken, grünen Teppich, der über die großen Steinquadern gelegt war. Ich sank zu Severus Beinen nieder und lehnte meinen Oberkörper an seine Beine, was ihn erstarren ließ, wie es schien hatte er mich vergessen.

„Du musst nicht….!“, wollte ich ihm anbieten, aber er unterbrach mich unwirsch, indem er weitersprach, aber hielt den Körperkontakt.

„Auch McGonagall fand Gefallen an ihr, ihr tat die ganze Beachtung nicht gut, die man ihren Fähig- und Fertiggeiten schenkte! Sie wurde arrogant und selbstgefällig, sie spielte sich auf, wollte immer allen ihren Willen aufoktroyieren, sie hat Potter oft angekeift und gegängelt, an sich war das nicht auszuhalten, aber sie hatte es nicht leicht in Gryffindor, mit einem guten Freund in Slytherin und ich entwickelte mich erst zum dem was ich heute bin mit 16, ein Jahr zu spät, wenn du so willst!“, klang er schrecklich zynisch, aber ich sah ihn nicht an, blickte nur in die knisternden Flammen, wollte ihm diesen Teil seiner Privatsphäre lassen, als ich spürte wie er eine Locke meiner langen, offenen Haares nahm und sich um den Finger wickelte, was mir eine leicht Gänsehaut verursachte.

„Die Marauder machten auch ihr das Leben schwer, eben weil sie keine Skrupel hatte sich mit mir abzugeben, aber in unserem fünften Jahr brach sie unter diesem Druck immer mehr ein, wollte sich lieb Kind machen, bei den Lehrern… bei allen! Und ich, nun du kennst meine Neigungen, ich wusste und kannte und konnte, schon bevor ich nach Hogwarts kam, mehr Flüche als die anderen! Ich bin und war die schwarze Magie!!! Aber sie steigerte sich immer mehr in die Bösartigkeit der schwarzen Magie hinein, verabscheute sie in ihrer vorgefassten Meinung. Wir haben uns darüber oft gestritten, denn sie gab ihr nie eine Chance. Als der Tag kam den Potter junior in meinen Erinnerungen sah….ein Wort…ein falsches Wort…und vorbei war es, ich glaube sie war froh, dass sie nun endlich nicht mehr in Gryffindor wegen mir angegangen wurde!“

„Sie hat den leichten Weg gewählt!“, verstand ich nun, warum sie keine Entschuldigung hatte gelten lassen, wie mickrig von Lily, wie wenig standhaft.

„Nicht jeder ist so stark wie du Hermione, das ständige tuscheln, wispern, Getratsche und dann noch die Marauder, die extrem waren in ihrer Bösartigkeit, es war nicht leicht….“, machte mich sein Kompliment schon wieder kurz sprachlos.

„Entschuldige sie nicht Severus, Harry hatte es vom ersten Tag an auch nicht leicht und ich weiß nun seit über 2 Jahren wie es ist das Gesprächsthema zu sein und siehst du mich den Schwanz einziehen!“, war ich wütend, das sie Severus abgeschossen hatte. Da fühlte ich wie er leicht an meiner Haarsträhne zog und ich verzog leicht schmerzhaft das Gesicht.

„Es ist, wie es ist! Ich gab mich dem Lord vollständig hin und sie sich der Gerechtigkeit, dem Licht, wenn ich daran zurückdenke, an die selbstgefällige Art, möchte man brechen! Dumbledore war schon damals manipulativ und machte eine Ausnahme von der Regel und ernannte sie und Potter zum Schulsprecherpaar, …“

„WWWAAASSS!“, konnte ich mein Erstaunen nicht unterdrücken und zuckte hoch und dank Severus von meinem Haar umwickelten Finger, quiekte ich leicht auf, was ihn wohl schmunzeln ließ, zumindest hörte es sich so an als ich ganz schnell wieder zurücksank.

„Ja, für seine geliebten Gryffindors hat er es möglich gemacht, dass der Schulsprecher und die Schulsprecherin aus demselben Haus kamen. Aber hier galten wohl schon immer andere Regeln. James wünschte sich Lily und selbst die Professoren unterstützten seinen Wunsch. Die Arroganz und Überheblichkeit der Marauder, das ihr Anführer so bevorzugt behandelt wurde, kannte nun keine Grenzen mehr, es war unerträglich. Aber ihr gefiel nun diese Art von Aufmerksamkeit und sie kam relativ schnell mit Potter zusammen, was dessen Ego noch mehr in die Höhe schraubte, es war ekelerregend…..“, war er fertig, ließ aber mein Haar nicht los, spielte weiter damit und ich verdaute das Erfahrene.

Heftig, warum hatte sich Harrys Mutter, in meinen Augen, negativ entwickelt? Severus ja auch, er war bei den DeathEatern gelandet, aber sie hatte in meinen Augen nicht richtig gehandelt aber nun gut, Severus wollte Antworten und nach diesen so offenen Enthüllungen, standen sie ihm auch voll und ganz zu. Und so sprach ich rau in die Stille:

„Ich bin dann wütend zu Lucius zurück, wollte ihn bitten das ich nun schon in die Räume von Narcissa kann, aber er wollte das nicht bevor sie renoviert sind! Er hat mich erstaunt, er war sehr freundlich, sanft, nett, hat mir zugehört und absolut nichts unschickliches getan, dann hat er mir seine beeindruckende, private Bücherei gezeigt, ein Schatz, wie ich zugebe und dann haben wir einträchtig zusammen gelesen. Es war schön, entspannend und ich bin eingeschlafen, von der einen Sekunde auf die nächste war ich weg! Er hat mich in sein Bett gebracht und…. ich habe ihn gebeten zu bleiben…..ja, aber er war ein Gentleman, er hat nichts getan, mich nur im Arm gehalten….“, erzählte ich und spürte wie er weiterhin mit meinem Haar spielte, aber ansonsten nur zuhörte, während ich in die Flammen sah.

„Es hat dir gefallen!“, war dies keine Frage als er es kalt feststellte.

„Ja!“

„Am Morgen, hat er sich weiter zurückgehalten, bot mir nur an als Begleichung für die noch offene Schuld, sollte ich ihm zum Abschied, VOR DRACO, einen leidenschaftlichen, intensiven und ernstgemeinten Kuss geben….aber ich dürfte Draco nicht sagen warum!“, erklärte ich ruhig, sah immer noch in die Flamen und wunderte mich über Severus Reaktion.

Ich hörte ihn trocken auflachen: „…AHHAH, das ist Lucius wie er leibt und lebt!“ Aber da konnte ich Severus nur zustimmen, Lucius war manipulativ.

„Aber ich warne dich Hermione, Lucius ist gefährlich, er nimmt sich sonst immer ohne Rücksicht was er will und wie! Es gibt für ihn keine Regeln, da hat Draco recht, nur weil du es geschafft hast, das das erkaltete Herz von Lucius wieder schlägt, was eine Leistung für sich ist, heißt das nicht, das er immer so ist!“, flüsterte er sehr leise und das laute Prasseln war das Einzige was nach diesen Worte zu hören war, als seine Finger nun meine Locke entließen und unter meine gesamten Haare fuhren und sich ihren Weg zu dem mich zeichnenden Dark Mark im Nacken bahnten. Ich entließ zischend die Luft, als ich spürte, dass seine schlanken Finger meine Haut berührten und das Mal sanft nachzeichneten. Nach dem ersten Schock und Unwohlsein, genoss ich seine streichelnden, liebkosenden Finger an der Stelle und drängte mich unbewusst näher an ihn, was er zuließ, wenn es nicht sogar willkommen hieß. Ich seufzte leise, raffte mich aber wieder mental auf und räusperte mich:

„Chr….Severus… waren James und Sirius, sowie Remus wirklich solche Arschlöcher, was haben sie getan?“ Dies wollte ich unbedingt noch wissen und er bleib erstaunlich ruhig, hatte sich nicht aus der Ruhe bringen lassen, hatte nun nur auch noch seine zweite Hand dazu genommen und strich nun die Seiten meines Genicks hinab und hinauf, es war wie eine Massage, als seine beiden Daumen um mein Mahl kreisten, verkrallte ich meine Hände in den Teppich.

„SEVERUS…“, zischte ich und er antwortete unschuldig und erstaunt:

„Was, denn?

Aber so leicht ließ ich mich auch nichts in Bockshorn jagen und so wedelte ich mit meiner Hand und war stolz das mich meine stablose Magie nicht im Stich ließ. Nonverbal rief ich mit dem „accio“ das geschrumpfte Geschenk von Lucius aus meinem Mantel, sodass es zu mir schwebte.

„Wenn du wissen willst was nach dem Frühstück noch war und was mir Lucius geschenkt hat, dann erzähl´s mir, bitte!“, wedelte ich nun noch mit dem, in edlem, bedrucktem dunkelgrünem Geschenkpapier eingeschlagenem, Buch. Da hörte ich wie er grollend auf knurrte und seine Massage unterbrach. „Mach´s dann auf!“, bot ich an.

„Du gibst nie auf!“, war es eine entnervte Feststellung und ich wandte ihm meinen Kopf zu, sah in nun nach der ganzen Zeit zum ersten mal wieder ins Gesicht und lächelte ihn lieb an. Er verdrehte genervt die Augen, ließ seine Hände, die noch immer auf meinen Schultern lagen, nun darüber wandern und fasste mich unter den Schultern, was mich verwundert auf keuchen ließ, als er mich auch schon schwungvoll und als würde ich nichts wiegen hochzog.

„Was…Sev….“, kam ich gar nicht weiter, da ich mich nun auf seinem Schoss seitwärts sitzend wiederfand und mehr oder weniger an seinem Oberkörper lag.

„Du machst es auf, ich sehe dabei zu!“, kam es grimmig von ihm und ich blickte skeptisch drein, als ich auf seinem Schloss rumrutsche, was ihn doch tatsächlich auf knurren ließ.

„Hermione!“, drohte er nur und ich zuckte entschuldigend die Schultern und versuchte sofort das Papier zu lösen und wie erwartet, lag das Buch was ich gestern ausgewählt hatte darin. Es war in teurem, uraltem Leder gebunden und mit Gold bedruckt. Dabei handelte von einem Seitenstrang der Nekromantie, der Totenbeschwörung und damit ja meinem Spezialgebiet in Sachen Dark Lord und es gab echt nicht viele Bücher über dieses Thema, da hatte ich nicht wiederstehen können.

Es lag eine kleine, edle Karte mit Goldrand bei, auf der stand:

Viel Spaß bei dieser doch außergewöhnlichen Lektüre und danke für diesen schönen Abend und die noch schönere Nacht

In Ehrerbietung

L

Auch Severus lass die Karte und ein amüsiertes Glitzern lag nun in seine Augen.

„Pechschwarze Magie, du bist dir sicher, dass du das lesen willst?“, wandte er skeptisch ein und ich nickte nur, musste ihm ja nicht verraten, das ich schon einen Schritt weiter gegangen war, ich die Toten schon längste beschworen hatte, also sagte ich mal gar nichts, dann log ich auch nicht und so sprach er überlegend weiter:

„Ein Buch aus Lucius exklusiver Bibliothek, interessant, ich würde ja fast sagen der gute wandelt auf Freiersfüssen!“ Da sprach der Spott aus Severus Stimme und ich schlug ihm leicht auf die Brust.

Er musterte mich urplötzlich ernst und sagte eindringlich: „Pass einfach auf dich auf!“ Ich war verwirrt aufgrund der eigenartig fürsorglichen Worte von ihm, doch er ging gleich zum nächsten über, während er besitzergreifend, aber auch sanft seinen Arm um meine Taille legte und mich nun auf seinem Schoß fest hielt, war ich ihm wohl zu unruhig gewesen.

Er seufzte einmal tief: „Also, die Marauder, wie sie waren, warum ich sie so verabscheue, das willst du wissen? Sag, ist dein Interesse nur durch Potters nachfragen geweckt worden, oder willst du wissen ob dein toter Liebhaber ein Arsch war?“, fragte er lauernd und gehässig.

„Ja, sag es mir, aber es geht mehr um Harry und jetzt lass Sirius außen vor, sieh es lieber so er hat verdammt lange 11 Jahre in Askaban verbrachte und du nicht, aber ich muss zugeben ich würde mir gerne eine Meinung bilden, wie sie früher waren….und selbst wenn Sirius noch leben würde, wäre ich immer bei EUCH, nie beim ihm, sei dir dessen sicher“, sagte ich ihm das was für mich klar war, Sirius hätte mich nie lange halten können, er konnte in meinen Augen nicht mit meinen drei Männern mithalten und so sah ich wie die Skepsis in seinen Augen wich und er mir wohl Glauben schenkte, den er nickte ruckhaft. Er wollte sein Gesicht abwenden, wie davor, als er intimes, vergangenes Erzählte, aber das ließ ich nicht zu, das musste er nicht und so nützte ich meine Lage und legte mich an seinen Oberkörper, versteckte mein Gesicht an seiner Schulter, auf das seine mitternachtsschwarzen Haare auf meiner Wange kitzelten, als ich so dalag und ihm lauschen wollte und den Duft vieler Kräuter einatmete.

„Das sie sich für witzig hielten, aber ihre Opfer mit ihren „Streichen“ eher quälten und da war ich nicht der einzige, weißt du ja….aber den Vogel schossen sie ab, als ich ihnen eines Nachts folgte, da sie wieder einmal zu später Stunde durch die Flure schlichen. Black meinte zu mir, ich sollte morgen um dieselbe Zeit zur peitschenden Weide gehen und nun, ich tat es! Es war Vollmond! Woher hätte ich auch wissen sollen, das Dumbleodre so bescheuert war einen pubertierenden Werwolf nach Hogwarts zu lassen? Ich schlich Lupin hinterher und es war nicht schön,… ich versuchte schnell zu entkommen und Potter, dieser elende Angeber hat mich dann gerettet, indem er mich rechtzeitig wegzog. Black hielt das alles für einen süperben Witz! Ich sehe es immer noch als Mordanschlag! Dies alles hatte natürlich kein nennenswertes Nachspiel, da nicht nur ich bestraft wurde für meine Neugierde und das nächtliche Herumschleichen, Black wurde gerügt und Potter gelobt, das er mich gerettet und eingegriffen hatte und somit war die Bestrafung gleich weniger schlimm!“, verstummte er missgelaunt und ich konnte richtig das Grollen in seiner Brust hören, aber ich verstand ihn aus tiefstem Herzen, das war nicht lustig. Ein Werwolf hatte keine Kontrolle an Vollmond, töte alles und jeden.

Verdammt, was hatte sich Sirius dabei gedacht ihm einen Werwolf auf den Hals zu hetzten, sie waren damals noch Kinder gewesen, das war abscheulich und wäre Sirius nicht tot, würde er bei meinem brodelnden Zorn Gefahr laufen es nun zu sein. Er verstummte und hielt mich noch immer im Arm und ich lag mehr oder weniger auf seiner Brust, wusste über die Vergangenheit reden, das mochte er gar nicht.

„Dafür könnte ich Sirius verachten, aber auch James ….das würd Harry gar nicht gefallen, obgleich er damit schon rechnet, er hat letztens gesagt, dass er seine Eltern wohl nicht mögen würde, hätte er sie zur Schulzeit kennengelernt!“, erklärte ich leise und nachdenklich, während Severus nur als Antwort schnaubte. Doch Severus ließ mir keine Zeit darüber nach zu denken, sondern fordert jetzt zu erfahren: „Was soll das mit Potter, wir wissen beide, er kann Greengrass nicht heiraten!“

Ich fuhr aus meiner Lage hoch und er fasste mich fester an der Taille, auf das ich nicht runterrutschte und ich stemmte meine Hände ausgestreckt auf seine, so in ungewohntem weiß, verpackte Brust und funkelte ihn an. Sie machten es sich aber auch immer zu leicht, das geht hier nicht, das geht da nicht!

„Severus, wenn Harry Daphne heiraten will und sie sagt ja, wird er sie bekommen, Mr. Greengrass wird absolut kein Hindernis sein, das nicht auf die ein oder andre Art und Weise zu überwinden ist! Und glaub mir, ich schrecke vor nichts zurück….“, sah ich wie er mich mit spöttischer Miene maß, als ich aufbrauste, ach…Severus und Lucius waren aber auch schrecklich.

„Mischt euch da nicht ein, ich regle das und noch was, sei doch froh, das Lilys Sohn weniger beeinflussbar in Bezug auf Slyterhin und Gryffindor ist als Sie! Er hat den Mut, die Standhaftigkeit, das ist doch gut? Wir sind da anders…..“, sah ich ihn nun eindringlich an, da ich ihm versuchte zu sagen, das auch Ich anders war, als Gryffindor! Natürlich verstand er dies sofort und grinste zynisch, ja ich weiß, das was ich tat würden selbst Slytherins Mädels nicht tun, war schon gut wenn ich zur allgemeinen Belustigung beitragen konnte.

„Warum wusste Lucius, das Potter sich verloben will, er scheint aber nicht zu wissen mit wem!“

„Nicht so schnell Severus, erst du!“, behielt ich ihn zwar im Blick, aber rutschte nun wieder auf ihn zu und lehnte mich wieder an, hielt aber den Kopf oben.

„Wie viel Schuld tragen Sirius, Remus und James, das Peter zum Verräter wurde?“, fragte ich nach und er murrte schon wieder, aber er fing an zu sprechen.

„Du bist enervierend….aber sie haben die Ratte wie einen Laufburschen behandelt, ein Anhängsel für die Drecksarbeit. Black und Potter haben sich immer in ihrem guten Aussehen gesonnt und da blieb nicht viel Platz! Auch ich wusste nicht, das Pettigrew ein Verräter war, das hat der Lord niemandem erzählt, aber an sich war es eine logische Konsequenz, die Ratte wollte halt auch mal Anerkennung!“, sprach er sehr abfällig. Und ich konnte für Peter einfach kein Mitleid aufbringen, gut seine sogenannten, besten Freunde hatten ihn als nicht gleichwertig gesehen, trotzdem mochte ich seine kriecherische Art nicht, ich verachtete ihn.

„Du wolltest wissen woher Lucius es weiß? Nun er kam in den Juwelierladen, als wir gerade dort waren und ich die Ringe anprobierte!“, gab ich kund und sah wie er mich überrascht ansah.

„DU hast Ringe probiert?“

„Ja, nun Harry hatte Probleme sich die Ringe an einem Finger vorzustellen!“, kicherte ich. „Aber ich kann dich beruhigen, mich drängt nichts und niemand auf der Welt meine Hand zum Bund zu reichen!“, legte ich nun den Kopf schief und betrachtete seine Reaktion.

„Das ist doch mal eine gute Einstellung“, legte er seine andere Hand in meinen Rücken, zog mich ganz langsam zu sich. Ich sah wie sein Gesicht meinem immer näher kam, meine Augen zuckten von seinen, die mich mit ihrem unleserlichen Blick bisher gebannt hatten, unweigerlich glitten sie zu seinen Lippen. Meine öffneten sich dabei schon fast automatisch, als sich seine jetzt auf meine pressten und ich den harten, verlangenden Druck seines Mundes an meinem fühlte. Spürte, wie er seine Finger in meine Hüfte grub, als er mich küsste und die Hand in meinem Kreuz verhinderte das ich floh und so entfleuchte meinen leicht geöffneten Lippen ein gehauchter Seufzer, der ihn in seinen Kuss schmunzeln ließ. Er hielt dieses mal nicht meinen Kopf, weshalb der Kuss sehr freiwillig war und ich erwiderte seine drängende Leidenschaft, als ich dann seiner Aufforderung nachgab und meine Lippen weiter öffnete, seine Zunge willkommen hieß.

Wir küssten uns lange und ausgiebig und ich mochte es, es war toll die Hand auf meinem Rücken wanderte nun wieder in meinen Nacken und streichelte mich dort. Ich hatte das Gefühl, mich in dem Kuss fallen lassen zu können, aber mehr als diesen Kuss wollte ich auch nicht, so hauchte ich atemlos, als wir uns schwer atmend voneinander lösten:

„Danke Severus, für den Abend, ich denke….!“

„….du solltest gehen, morgen beginnt der Unterricht!“, nahm er mir den Wind aus den Segeln, was war nur los, warum waren nun alle meiner Männer nicht mehr einzuschätzen? Severus, der mich großzügig entwischen ließ, Lucius, der sehr galant war, das war alles nicht normal und so sah ich ihn dankbar an, denn auch wenn ich ihn geküsst hatte, mit ihm ins Bett gehen wollte ich nicht. So beugte ich mich schnell vor, hauchte ein kleines, gespitztes Küsschen auf seine sonst so missmutigen, aber auch so erstaunlich weichen Lippen und glitt von seinem Schoss.

Hermione Sicht ende

Severus Sicht
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queenie
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BeitragThema: Re: Kapitel 148-150   Do Feb 09, 2012 5:36 am

150. Kapitel „Noch nicht alles gesagt...."


Severus Sicht

Ich beobachtete, nachdem ich mir mein Glas Wein wieder geholt hatte, wie sie gewissenhaft das wertvolle Buch schrumpfte und einsteckte, sich dann den Mantel überzog und ihren herrlichen Körper darunter verbarg , mir nochmal ein freundliches Lächeln schenkte, um dann leise zu verschwinden.

Da war ich wieder allein und schloss seufzend die Augen.

Was für ein Abend, was für Erkenntnisse, wirklich erstaunlich!

Warum hatte ich sie entwischen lassen? Nun, das Gerede über die verhasste Vergangenheit hatte mich angestrengt, hatte die längst zurückliegende Zeit, zu meinem Verdruss, wieder lebendig werden lassen. Und sie hatten mir neue Erkenntnisse geschenkt, mit denen ich so nicht gerechnet hätte.

Ihre Küsse hatten besser geschmeckt als alle von Lily zusammen, stellte ich fest. Da war ich schockiert und erstaunt, nun wo mir alles so frisch vor Augen stand, musste ich mir dies eingestehen. Ich lachte trocken und rau auf, als ich daran dachte, dass es mal eine Zeit nach unserem vierten Schuljahr gegen hatte, während der ich Lily POTTERS Küsse wieder hatte genießen dürfen, prostete mir imaginär zu und trank belustigt von dem edlen Tropfen.

Es war so, die Prophezeiung von Trelawney, die ich belauschte hatte, fand einige Monate vor der Geburt des Kindes, Liliys Sohns statt, ich hatte sie aber umgehend dem Dark Lord verraten.

Dass sie der Lord so auslegte wie er es tat, hatte ich nicht gedacht und so wurde mir nach der Geburt des Kindes erst bewusst wer da in Gefahr war und da traf ich eine Entscheidung und ging zu Dumbledore, informierte ihn, da er ja wusste das ich einen Teil der Prophezeiung gehört hatte. Er glaubte mir und versprach die Potters in Sicherheit zu bringen! Von dem Tag an hatte ich die Stelle als Tränkemeister in Hogwarts und ich hatte gerne zugesagt, da ich so etwas Abstand erhielt. Der Dark Lord zeigte sich erfreut einen Spion so nah an seinem Feind zu haben, auch wenn Dumbledore es genau andersherum sah, da ich ihm von meinen Gewissensbissen und Selbstzweifeln erzählt hatte und nun, die Stelle war halt frei gewesen, hatte sich alles ineinander gefühgt.

Wie war es weitergegangen? Nun, etwas über ein Jahr, bis zum 31.10.1981, hatten sie es geschafft, unter anderem durch Dumbledores Fidelius dem Lord zu entkommen, in dieser Zeit hatte sich die große und reine Liebe von den Potters etwas abgekühlt. Es war eine schwere Zeit, auf der Flucht und eingesperrt mit einem Kleinkind, mit dem Wissen, das der gefährlichste und skrupelloseste Zauberer aller Zeiten hinter einem her war. Lily war eines Nachts aufgelöst vor meiner Tür in Spinner´s End gestanden und hatte mit mir reden wollen, über die Fehler, die sie begangen hatte, über ihre, wie sie damals fand, gerechtfertigte Hartherzigkeit mir gegenüber!

Nun, ich war schon lange nicht mehr der grüne, dumme Junge, der ich als 15jähriger gewesen war. Ich war, auch wenn es niemand wusste, die linke Hand des Mannes, der sie, die Potters verzweifelt suchte. Ich war nun ein gestandener Mann, der wusste was er wollte und es meist bekam. Und so führte eines unweigerlich zum nächsten, Potter hatte sich nicht als der Traumprinz erwiesen, den sie sich erhofft hatte! Er war arrogant, eitel, selbstherrlich und selbstverliebt geblieben und, dass er nun fast immer zu Hause bleiben durfte und musste, machte das Leben mit ihm nicht einfacher. Er war flatterhaft, nachdem er die harte Nuss Lily geknackt hatte, war die Luft raus. Und nun, Lily landete in meinen Armen, es war eine sehr befriedigende Rache an Potter, das ich seine Frau in den Armen hielt, nachdem sie sich für ihn entschieden, ihn geheiratet hatte. Unsere Affäre ging lange, eigentlich beendete sie der Lord.

Wie würden Potter junior und Hermione darauf reagieren wenn sie das wüssten? Würde das Potters Einstellung zu seiner Mutter ändern, das sie sich nachträglich für mich entschieden hatte, denn eines war klar, sie hätte eher früher als später Potter verlassen, wenn sie der Lord nicht bedroht, gejagt und verfolgt hätte. Denn wie sie wusste, war ihr dieser auch nicht treu gewesen, was mich eher weniger verwunderte, wenn er mit Black abends um die Häuser zog, konnte ich mir das lebhaft vorstellen. Als sie sich schließlich darüber bei mir beschwerte, konnte ich nur die Schultern zucken und meinte kalt, sie hätte sich dies so ausgesucht. In Punkto Potter und seinen Eskapaden hatte ich kein Mitleid mit ihr, es war ihre Wahl gewesen und in ihrer Engstirnigkeit hatte sie mich weg gestoßen, den einfacheren Weg gewählt, wie Hermione so hart erklärt hatte und ja, irgendwie gab ich ihr da recht. Sie hatte den Weg gewählt, der für sie zumindest vorerst weniger Wiederstand und mehr Ansehen bedeutete, da konnte sie froh sein, dass ich sie mit relativ offenen Armen empfing.

Lily hatte mich in dieser Zeit gebeten ihren Sohn, selbst wenn ihr etwas passieren sollte, zu schützen und ich hatte es ihr, sentimental wie ich war, versprochen. Es fiel ihr nicht leicht über meine Neigungen zur schwarzen Magie hinwegzusehen, aber das selbstgerechte Mädchen aus unserer Schulzeit gab es nicht mehr. Nach einem Jahr Flucht und verstecken hatte sich ein verbitterter Zug um ihren Mund gegraben und es ließ sie das Leben etwas realistischer sehen, außerdem hatte uns immer etwas verbunden und so lernte sie schweren Herzens zu akzeptieren wie ich war, aber gefallen hatte es ihr nie.

Aber egal wie düster meine Neigungen sind und waren, ich stand dazu und sie so falsch und arrogant fallen zu lassen, wie Potter es gerade tat, hätte ich nie getan, obgleich ich zweifelte das er sich von sich aus trennen würde, er liebte seinen Sohn und er genoss es Lily als Frau zu haben, aber er war zu leichtsinnig und charismatisch für andere Frauen, als das er ihr hätte treu bleiben wollen. Bestimmt sah er es nicht mal als schlimm an, da sie immerhin den Ring trug und geschmeichelt sein sollte, dass sie den großen Fang getätigt hatte und mit Nachnamen Potter hieß!

Ich war bei so was immer ehrlich, oft erschreckend und schonungslos ehrlich zu mir selbst. Nie war ich gut gewesen, doch das ich sie beschimpft hatte tat mir im Nachhinein leid, und das zeigte ich, da ich mich nie entschuldigte sehr deutlich indem ich es mehrfach bei ihr versuchte hatte, doch ich hatte auch nie versucht mich als besser zu präsentieren als ich war, anders als die charismatischen, lustigen Marauders, die oft in ihren Scherzen grausam waren, sich dann jedoch als die Guten feiern ließen, stand ich dazu wie ich war.

Ich hatte den Lord um ihr Leben gebeten, er hatte es mir großzügig zugestanden und ich wusste, er hatte es getan, ihr angeboten auf die Seite zu treten, ihr Leben zu schonen, wenn sie ihm ihren Sohn gab. Aber stur wie Lily immer schon war, hatte sie es nicht getan und damit ihren Tod besiegelt, es hatte mich getroffen sie nun endgültig zu verlieren.

Hatte ich sie geliebt?

Ich glaube nein, ich hatte noch nie geliebt, ich war dafür nicht der Typ, ich gestatte mir selten Gefühle und LIEBE wäre ein großes Gefühl, also gab es das so nicht bei mir!

Ich hatte sie gewollt, von mir aus für immer, aber liebe, nein wohl eher nicht! Zumal ich ihr wohl auch nie ganz verziehen hatte, dass sie Potter eine Zeitlang mir bewusst vorgezogen hatte. Aber nun, heute musste ich sagen, sprach mich eine Frau wie Hermione mehr an, denn das war sie, eine Frau mit Format. Sie wusste genau was sie wollte und war bereit alles dafür zu tun und sie ließ sich von nichts aufhalten! Das imponierte mir, anderes als Lily, der die Meinung der Anderen immer wichtiger geworden war, war es bei dem Biest genau anderes herum, war es ihr zu anfangs noch wichtig was man über sie dachte, konnte es ihr nun nicht gleichgültiger sein.

Potter junior schien auch anderes zu sein, wenn er es nun wirklich in Betracht zog eine Slytherins zu heiraten, deren Vater ein DeathEater war. Ich zweifelte nicht das Hermione es ermöglichen würde und wenn sie dabei über Leichen ging, ich traute ihr skrupellos wie sie war alles zu und ihre verkniffene Miene, hatte mir diese Vermutung bestätigt.

Wenn also Potter dies durchzog, dann war ich baff, erstaunt wie der Sohn von James und Lily Potter so hatte werden können. Er verband somit alles was die beiden mal abgrundtief verachtet hatten! Er entwickelte sich ganz anderes als von mir erwartet, auch sein betont höfliches und demütiges Verhalten mir gegenüber, erstaunte mich immer wieder. Er ließ sich absolut nicht mehr aus der Reserve locken und ertrug von mir alles stoisch, was ich respektierte. Ihm schien meine demütigende Erfahrung mit seinem Vater wirklich nicht gefallen zu haben, das hätte ich nie für möglich gehalten, aber dank Hermione schien sich viel zu ändern, hatte sie es doch auch geschafft das erkaltete, tote Herz von Lucius wieder zum Leben zu erwecken, auf das es nun wieder schlug. Das war wahrlich ungewöhnlich, auch wenn es mir teilweise Sorgen bereitete. Ich war mir sicher, sie ahnte zwar wie Lucius sein konnte, aber seine Grausamkeit wirklich zu erleben, erst das würde ihr wohl richtig die Augen öffnen und ich hoffte einfach, das sie da drum herum kam, doch bei ihrem Glück… konnte ich mir ein sarkastisches Schnauben nicht verkneifen.

Sie musste auf sich achten, mit Lucius zu spielen war ein wahrlich gefährliches Spiel, vielleicht sogar gefährlicher als dem Lord gegenüber zu treten, jedenfalls für sie… überlegte ich. Sie reizte Lucius, da lag die Gefahr… Doch meine Gedanken kehrten zur Schulzeit zurück.

Auch wenn es jetzt so wirkte als wäre ich der arme, gute Junge gewesen, das war ich nie. Nicht nur meine Magie, auch meine Gedanken waren immer sehr schwarz gewesen und ein Menschenleben bedeute mir erstaunlich wenig! Das sollte jetzt nicht täuschen wie wir waren, denn auch Lucius war nicht ohne wenn er seine engen, glatten Lederhandschuhe anzog, da sollte man lieber schnell das Weite suchen, außer man stand auf langsam fließendes Blut in rauen Mengen. Wenn man es nicht tat, dann hatte man sehr viel Spaß daran, aber wenn nicht, dann der gutgemeinte Rat, schleunigst das Weite zu suchen und glaubt nur nicht, Lucius würde es nicht genießen, er war ein Meister in dem was er tat.

Wir waren die „bösen“ Männer, da wir halt auch böses taten, aber die „guten“ waren nicht immer SO „gut“ wie sie taten.

Die Marauder waren grausam und verletzend in ihren Streichen, so wie Kinder halt waren. Sie übertrieben es noch ein Quäntchen mehr und waren bösartiger, aber sie sonnten sich als wirklich gutaussehende, charismatische Gryffindors darin und waren lautstark bekennende Weißmagier, die die „gute“ Seite des Lichts für sich beanspruchten und dann waren ihre Scherze halt lustig und nicht menschenunwürdig! Aber so war das Leben, nur weil wir die „bösen“ nicht fackelten und halt den Avada sprachen und den anderen die Demütigung ersparten, machte uns das nicht wirklich gut.

Aber meine Hemmschwelle sank, dank der Marauder schon sehr drastisch, das trug ich ihnen nach. Ich hätte mit meinen 15 Jahren nicht der jüngste DeathEater aller Zeiten werden müssen, echt nicht, aber das ich es so früh wurde, war zum Großteil ihr verdienst! Und das die unsichere, verschüchterte Ratte einbrach und einknickte, war bestimmt auch ihre Leistung, da sie ihn in ihrer versnobten Art als schmückendes Beiwerk sahen und es ihn hatten spüren lassen, also bitte, bei uns erwartete es man nicht anders. Sie waren nicht nur meine Schulnemesis gewesen, sondern auch die einiger andere! Aber ich sollte fair bleiben, der Wolf war zu sehr mit sich selbst und seinen Noten beschäftigt, als das er hätte die zwei Chaoten bremsen können und sie hörten eh nicht auf seine weißeren Worte. Er war ein verschüchterter Junge, der froh war Freunde zu haben, anders als ich hatte er immer Anschluss gesucht und Potter und Black hatten ihm dem geboten und so hielt er halt Loyal zu ihnen.

Dies waren meine tristen Gedanken, die mir gerade gar nicht zusagten. Warum hatte ich Hermione gerade gehen lassen, fragte ich mich! Sentimentalität stand mir absolut nicht zu Gesicht, so was sollte ich getrost Lucius überlassen, kehrte doch so langsam mein Sarkasmus wieder, als ich wieder genießend mein Glas an den Mund führte und einen Schluck tarnk.

Da sollte ich lieber über Potter nachdenken, der sich ein Schlangenweibchen zulegte? Zu köstlich…und Slughorn, den ich nun wieder ertragen musste, mit seiner schleimigen Art, oder aber an den kommenden Morgen, an dem mich, die jetzt schon nervenden, Erstklässler mit ihrer vorhanden Inkompetenz beehren würden. Wenn sie mich mit ihren großen Äuglein anstierten und in ihnen nichts stand außer Dummheit, würde ich ihnen, wie allen Erstklässlern zuvor lehren Respekt vor mir zu haben, doch nun nicht mehr als Tränkemeister!

Eines stand für mich fest, als ich mich schwer aus meinem gemütlichen Sessel erhob, das nächste Mal würde Hermione mir so schnell nicht entwischen! Zauberte dieser Gedanke doch ein listiges und durchtriebenes Lächeln auf mein Gesicht. Lucius mahnende Worte, sie nicht zu verletzten, ihr nicht weh zu tun, hatte ich im Ohr, aber sein wir ehrlich, auch er würde sich nehmen wonach ihm verlangte, wenn sich die Möglichkeit bot, so würde ich mich nicht von seinen Sentimentalitäten bremsen lassen.

Severus Sicht Ende



Hermione Sicht



Ich hatte gerade die Räume von Severus hinter mir gelassen und ging in Gedanken versunken den, dank der späten Stunde, nachtschwarzen Kerker entlang, nur an wenigen Stellen brannten noch die Fackeln um spärliches Licht zu spenden.

Ich war mir sicher, für Severus Verhältnis war er ausgesprochen gesprächig gewesen, aber ich war mir auch sicher, da gab es noch mehr, vor allem zwischen Lily und ihm! Oh, man Severus hatte mal eine Flamme gehabt, die ihm etwas bedeutet zu haben schien, was er aber mit Sicherheit vehement bestreiten würde. Severus konnte zu stur sein!

Aber wie gesagt, nach intimeren Details zu Lily würde ich nicht wagen zu fragen, ich war schließlich nicht lebensmüde, nein also so sehr sehnte ich mir den Tod dann nicht herbei!

Sein wir ehrlich, das er so ruhig, gelassen und zum Teil entspannt mit mir geredet hatte, entsetzte mich und ließ nur den Schluss zu, er hatte eine Wette mit Lucius am Laufen, oder so was, da war ich gewillt nur das Schlechteste zu denken! Wie sollte es auch anders sein, schließlich wusste ich doch zu gut, mit wem ich es zu tun hatte!

Aber der Abend war schön gewesen und so harmonisch verlaufen wie noch nie. In seinen Armen zu liegen, war angenehm wie immer, aber auch sein begehrlicher Kuss hatte mir durchaus gefallen, war der doch leidenschaftliche und fordernd gewesen, aber nicht bedrängend. Er hatte mir die Freiheit gelassen zu entscheiden mich zurückzuziehen und er hatte mich, ohne dass ich etwas an Gegenwehr hatte zeigen müssen, gehen lassen. Nach dem letzten Treffen zu zweit in Spinner´s End und seiner bedeutungsschwangeren Worte, die mir noch in den Ohren hallten, hätte ich das nicht erwartet.

Oh, das Problem war nur, ich traute diesen Schlangen kein Stück weit, an einem Tag waren sie so sanft um dich in Sicherheit zu wiegen und am nächsten Tag sahen sie dich als ihre Zwischenmahlzeit! Es war ein ständiges, beängstigendes auf und ab!

Ich erlag zum Teil Lucius Charme, wie er mir galant und aufmerksam gegenübertrat, aber über all dem sah ich noch immer den Mann im Ministerium, der mich roh in die Schulter gebissen hatte, der Mann, der mich in der Diagon Alley gestellt und auch bedroht hatte, auch den Mann, der auch meinen Hintern versohlt hatte und sich danach über mich hergemacht hatte und mich rücksichtslos in die Lippe gebissen hatte. Aber ich sah auch den eigenartigen Zwiespalt, der sich bei ihm mir gegenüber immer wieder zu zeigen schien, mal mehr mal weniger, hatte er doch auch schon damals so ganz untypisch meine Lippe geheilt, in die er gebissen hatte. Ja, er war wirklich so trübe wie ein Teich, undurchsichtig, selbst für mich.

All dies war Lucius Malfoy, er trug so viele Gesichter, so viele Masken, das der wirkliche Mann wohl verloren ging, oder so tief verborgen war, ihn zu erreichen war fast unmöglich. Und Severus wie Draco, die wurden nicht müde mir zu sagen, dass ich den wirklich grausamen Lucius noch gar nicht kannte und das glaubte ich ihnen gerne, denn, dass der Lord ihm so nahe wäre, wenn Lucius nicht brutalst Skrupellos war, das glaubte ich gerne. Und das schockierenste war, der Lord und Lucius standen sich, im Gegensatz zu den anderen DeathEatern, wirklich nah, auch das durfte man nicht vergessen!

Und ja, ich gebe es zu, ein klitzekleines bisschen war ich neugierig diesen bösen Lucius kennen zu lernen. Den Unterschied zu Severus auszumachen, denn ihm schien das was Lucius Freude bereitete nicht zu gefallen, wenn auch er, wie Draco, in dasselbe Horn blies.

Aber so kam ich wieder auf den Gedanken was Severus damit bezweckte sich so anderes als sonst zu geben und nicht drängend mehr zu fordern? Es hatte mich wirklich überrascht, dass er mich gehen ließ, beziehungsweise gleich selbst wegschickte, aber nun gut, vielleicht hatte ihm das Gespräch mehr zugesetzt, als er zeigte, denn das es ihm nicht leicht gefallen war, glaubte ich ihm ohne das er es gesagt hatte. Er hatte mich gehen lassen mit dem Vorwand das morgen Schule war, aber das war nur ein Vorwand, nichts hätte ihm gleichgültiger sein können, vielleicht hatte ich ihn zu sehr aufgewühlt, aber ich war froh darüber was auch immer der Grund war, denn auch wenn er noch so entspannt gewesen war und mir der Kuss gefallen hatte, ich wollte und konnte nicht mit ihm schlafen! Ihn zu küssen und mit ihm ins Bett zu steigen, waren zwei ganz verschiedene Dinge für mich, für einen Kuss war ich durchaus zu haben, nicht abgeneigt, aber mehr wollte ich nicht.

Dazu kam, jetzt hatte ich dank Severus Kuss auch wieder ein schlechtes Gewissen wegen Draco, das ihn sein Vater wegen Alice so anging was nicht fair gewesen, das war etwas zwischen ihm und mir und jetzt, was tat ich einen Tag danach? Ich hing an Severus Lippen, tupfte ich geistesabwesend mit meiner Fingerspitze über meine geschwollene Lippe.

In dem Moment wurde ich gestoppt, indem eine aus der Dunkelheit zischende Hand mich an meinem Arm packte und ruckartig in eine Nische zog. Ich musste nicht fragen wer, wusste und erkannte ihn natürlich sofort als Draco. Sicher hatte er auf mich gewartet, lagen Severus Gemächer noch nicht wirklich weit hinter mir.

Schon fühlte ich die harte, kalte Steinmauer in meinem Rücken, als er sich stürmisch an mich presste und hungrig meine Lippen eroberte. Er seufzte in den Kuss und ich gurrte kurz auf als er sich leidenschaftlich daran machte meinen Mund zu eroberte, währenddessen ließ er gierig seine Hände unter meinen Mantel gleiten und strich heiß über meinen ganzen Leib hinweg. Wir küssten uns und ich erwiderte den Kuss, spürte sein drängendes Bedürfnis meine Nähe zu spüren, während er sich so eng an mich schmiegte, als versuchte er in mich zu drängen.

Schließlich entzog ich mich dem Kuss und ihm, drückte meine Hände gegen seine Brust und löste unseren stürmischen Kuss.

„Nicht heute Draco, der Tag war echt lang und ziemlich anstrengend!“, hauchte ich und er grummelte knurrig auf, sagte:

„Dann komm wenigsten zu mir, ich will dich im Arm halten!“ Wow, was für eine Aussage und welches Angebot von Draco, es hätte jetzt nichts Schöneres für mich geben können, wirklich nicht und so glitten meine Hände zu seinem Gesicht und ich umschloss es zärtlich. Ich legte meine Hände an seine Wangen und zog ihn zu einem Kuss hinab, um ihn dann entschuldigend anzulächeln.

„Liebend gerne, das hört sich zu verführerisch an, aber nein, das geht heute nicht, es tut mir leid Draco! Ich muss noch kurz mit Harry reden und ich bin so müde!“, gestand ich Schwäche ein, aber das mit gestern hatte mich Kraft gekostet, verdammt! Als ich ihm dies ruhig und bittend erklärte, löste er sich ruckartig von mir, meine Hände fielen herunter und er hatte seinen Körper von meinem gelöst.

Er baute sich vor mir auf und verschränkte wütend die Arme vor der Brust, funkelte mich aufgebracht an und sprach nun mit unterdrückter Wut:

„Immer Potter…..war ja klar. Mein Tag war auch nicht leicht, echt angsterregend und sehr nervig und hab ich da nicht auch ein bisschen Entspannung verdient?“, maß er mich fordernd und ich ließ ergebend seufzend den Kopf sinken, atmete kurz durch während er lamentierte:

„Aber für Severus hattest du Zeit, hat es so lang gedauert ihm zu sagen was gestern war?“

Echt, Draco konnte manchmal minimal nerven und so ging mein harter Blick zu ihm.

„Fang nicht wieder damit an…..Ich hab Severus Rede und Antwort gestanden, ja, das hast du doch schon selbst gewusst und erwartet….er wollte auch das mit Harry und Daphne wissen, das hat halt gedauert! Ich möchte weder mit die streiten, noch kann ich mich heute so gehen lassen…loslassen, um mit dir eine schöne Nacht zu verbringen! Ich brauche heute echt meine Ruhe, muss und will nachdenken! Und Draco gerade hier, in Hogwarts ist es fast noch wichtiger als im Manor, das ich auf der Höhe bin, ich darf Dumbledore keine Angriffsfläche bieten. Lass mir meine Zeit, das hat nichts mit uns zu tun, ich stehe zu dir, das weißt du!“, versuchte ich ihm eindringlich zu erklären.

Ich hörte ihn tief seufzend und er löste nun seine verschränkten Arme, gab seine ablehnende Haltung auf, hob nun seine Hand und strich mir mit dem Daumen über meine Wange.

„Potter weiß gar nicht wie glücklich er sich schätzen kann, nun gut, Grüß den Trottel von mir, aber der morgige Abend gehört mir, ….auch müssen die Slyterhins wissen, das Abraxina wieder da ist!“, grinste er nun teuflisch und auch ich grinste ihn verschlagen an.

„So lange du dir kein williges Mädchen suchst!“, kam es nun doch leicht gehässig von mir.

„Sehr witzig, Hermione! Erstens will ich keine williges Mädchen, sondern dich und zweitens ich hab keinen Tropfen getrunken!“, kam es unheimlich versnobt von ihm. Erheitert ging ich auf die Zehenspitzen und schlang in die Arme um seinen Hals, küsste ihn sanft und leidenschaftlich, was er nur zu gerne erwiderte, daher drückte er mich wieder an die Wand und an sich, während wir den Kuss vertieften. Wir küssten uns heftig und sehr lang, an sich war es eine wilde Knutscherei, es war wunderschön und das erhitzte Blut rauschte nur durch meine Adern als wir uns schwer atmen voneinander lösten, Draco sanft seine Stirn an meine legte und dann wisperte:

„Schlaf gut mein Mudblood!“ Das ließ mich schmunzeln.

„Du auch, mein Pureblood!“, lachte ich leicht auf, als sich mit einem verschmitzten Lächeln von mir löste und in der Dunkelheit verschwand. Ich hatte das Gefühl, zwischen uns war alles gut, da wir uns mit solcher Leichtigkeit und so einträchtig voneinander verabschiedet hatten. Mir war bewusst, dass ich nicht mit ihm kam, störte ihn sehr, aber er verstand mich trotzdem.

Und ich verließ nun die kalten Kerker und eilte zum Geheimgang hinauf zum Gryffindorturm.

Ich trat vorsichtig ein, erwartete aber um kurz nach Mitternacht am ersten Abend nicht wirklich noch wache Gesichter zu sehen, was auch nicht der Fall war. Es gab ja leider keine hormongesteuerten Twins mehr, die ich hätte erwischen können, leider, wie ich fand.

Schnurstracks ging ich die enge, steinerne Wendeltreppe der Jungen hinauf und öffnete vorsichtig, leise die Tür zu dem Jungenschlafsaal.

Dean und Seamus saßen noch auf einem Bett und spielten Zauberer Schnipp Schnapp , während Neville in seinem Buch weiterlass, das er schon im Zug bearbeitet hatte und Harry und Ron hockten zusammen in einer Fensternische und wisperten über einem Buch gebeugt, gemeinsam an einem Zauber. Ich erkannte das getarnte Buch, das angeblich von Quidditsch handelte, aber in Wahrheit über die schwarze Magie und wie man mit Blut viele Sprüche verstärken konnte, berichtete.

Als alle aufblickten, da ich eintrat und die Jungs die Augen zukniffen, weil ich in ihrem Zimmer stand, winkte ich nur in die Runde und krabbelte auf das Bett von Harry und beide Jungs standen sofort auf, beendeten ihre Studien.

„Na genießt ihr es wieder zusammen zu schlafen“, seufze Dean.

„Die Trennung muss ja schlimm für euch gewesen sein, wenn du die erste Nacht schon zu Harry kriechst?“, feixte Seamus.

„Man, ich wünschte Ginny würde auch zu mir kriechen….ähm, sorry Ron!“, sah Dean verlegen zu Ron, aber der winkte nur lässig ab. Er hatte sich extrem verändert und eine gewisse Gelassenheit erlangt.

Ich schenkte ihnen allen nur einen kalkulierenden Blick als ich gurrte, denn ein bisschen Spaß musste sein:

„Kommt!“ Dies hauchte ich fast und Harry und Ron taten wie ich bat, stiegen zu mir ins Bett, was Neville das Buch aus den Händen fallen ließ. Es schlug lautstark polternd auf dem Boden auf, während es sich Harry am Kopfende bequem machte und Ron daneben. Ich kniete zu ihren Füßen, zog gerade meinen Schulzauberstab:

„WASSSS, Ron …Harry…..Warum, also ….“, stotterte Seamus und alle waren verwirrt, da wir nun zu dritt im Bett waren und ich schenkte ihnen nur ein zynisches Lachen als ich mit einem wedeln meines Stabes die Vorhänge demonstrativ zuzogen und die Schutzzauber sprach, wir uns von ihnen abschotteten.

Da lachten die beiden auch schon erheitert und befreit auf, ihre Augen glänzten Übermütig.

„Was meint ihr denken die?“, fragte Ron belustigt.

„Das Schlechterste Ron, das Schlechterste!“, war ich überzeugt.

„Das glaub ich auch, bestimmt wissen die nun gar nicht wer mit wem!“, kicherte Harry erheitert!

„Aber Schönste, wie war es für dich, schlimm?“, wollte nun Ron wissen, so wie er mittlerweile sprach und dank seines Aussehens, erinnerte er mich stark an die Twins. Ich zuckte kurz die Schultern.

„Viele Neuigkeiten, Severus war so freundlich, heute ungewöhnlich gesprächig zu sein und Harry, ich habe viele Informationen zu den Person deiner Eltern erhalten, aber ich nun….ich glaub nicht das es dir gefällt, aber du könntest dir vielleicht ein Bild bilden, denn Severus war nicht nur giftig und ungerecht, er hat einfach erzählt…willst du es wissen!“

„Hermione, das ist eine saudumme Frage!“, wandte nun Ron sehr trocken ein und das war zu komisch, bis vor kurzem hätte er noch ganz anderes reagiert und selbst Harry nickte.

„Wenn endlich mal jemand bereit wäre es mir zu erzählen, dann höre ich auch zu. Ich frag mich nur gerade, wie du Snape zum Reden gebracht hast!“, sah er mich eindringlich an und da quiekte Ron auf:

„NEEE, also echt nicht Harry, das fällt eindeutig darunter was ich nie, nie, niemals in diesem Leben wissen will, wie die Schönste es zustande bekommt das die Fledermaus bei ihr freiwillig redet, echt nicht, sorry Kumpel….“, verschränkte er abwehrend die Arme und sah mich entschuldigend an, seine Züge hatte er zu einer angeekelten Grimasse verzogen und ich klopfte ihn beruhigend auf den Schenkel.

„Schon gut Ron, aber DIESMAL habe ich NUR Informationen gegen Informationen getauscht. Ich wusste etwas, was er sehr begierig erfahren wollte und nun ja, meine Familie färbt wohl ab, alles hat seinen Preis!“, grinste ich zufrieden als Ron etwas geschockt drein blickte, aber ich grinste nun auch über Harrys köstlichen Blick.

Ron schnaubte und sagte arrogant: „Pah, ich hab´s doch gesagt, ich will´s nicht wissen!“ zu herrlich.

„Also wo fang ich an….Severus hat Lily als Kind gekannt, zwei Jahre vor Hogwarts, er hat ihr erzählt, das sie eine Hexe ist, da sie auf dem Spielplatz kindliche Ausbrüche der Magie hatte….“, leuchteten Harrys Augen auf. Es war wirklich interessant, das Lily auch wie Harry, oder ich, schon früh mit der Magie zu kämpfen hatte, wie es schien war ihr Potential groß.

„Was, das ist krass…wie das? Sie kannte Snape?“, wollte Harry begierig wissen, aber ich wusste echt nicht wie viel ich erzählen durfte, Severus war ja was seinen Stammbaum betraf recht….cholerisch hätte ich mal gesagt.

„Seid ihr zwei mir sehr böse, wenn ich nicht alles über Severus sagen kann, ihr wisst wie er….“, zeigte ich mit meiner Hand eine Wage die schwankte.

„Nein, Hermione, du hast recht, Harry sei froh über das was sie erzählen kann, wir müssen über Snape nicht alles wissen…ich mein…wer will das schon…!“, war er sehr einsichtig, aber ich schmunzelte innerlich, wusste ich doch, dass ich Ron gleich wieder einen Schwinger verpassen würde.

„Nun, er kennt auch Petunia am Rande….aber er und Lily nun sie waren befreundet, er ein Slytherin, sie die Gryffindor, sehr gut, sie wurden in der vieren ein Paar! Sie haben sich geküsst….“, ging Harrys Kinnlade nach unten und Ron würgte wenig schmeichelhaft und ich rollte die Augen.

„Ja, ein Paar, sie haben sich geküsst und so…..als er aber meinte, sie war aufgeweckt, wissbegierig, klug und wurde immer mehr der Liebling der Lehrer, der Druck wurde größer, ihr Gerechtigkeitssinn immer ausgeprägter und er ihr, mit seinem Hang zur schwarzen Magie, immer suspekter. Als es dann zu dem Streit kam, in dem er sie beschimpft hat, nachdem sie ihn „beschützt“ hat gegen die Marauder und er sie ein Mudblood schimpfte, hat sie den einfachen Weg aus der Freundschaft gewällt und sie für beendet erklärt. Sie blieb ihm gegenüber hart, endlich wurde sie nicht mehr gehänselt für ihren komischen Freund aus Slytherin, sonnte sich in der Aufmerksamkeit aller und …als das letzte Jahr kam, wurde sie Schulsprecherin und James wurde auch Schulsprecher…“

„Halt stopp, da kann was nicht stimmen Schönste! Es sind immer zwei Leute aus zwei Häusern! Aus verschiedenen Häusern, immer!“, wandte Ron ein.

„Nun, du hast Recht Ron, aber Dumbleodre hat eine Ausnahme gemacht, um es endlich zustande zu bekommen, dass James mit Lily zusammen kommt!“

„Das glaub ich jetzt nicht, oder?“, zeigte sich Harry aufgebracht. „Wie geht das, James geht zu Dumbeldore und sagt, er möchte Schulsprecher werden um meine Mutter zu knacken?“, strubbelte Harry entnervt durch seine Haare.

„So in der Art, jeder wusste ja, das James für Lily schwärmt und nun, sie sind schnell ein Paar geworden, waren sehr verliebt! Lily hat die Aufmerksamkeit nun genossen die ihr zuteilwurde. Severus meinte, er sei ein Jahr zu spät der geworden, der er heute ist, aber nun, er erzählte, das ihn Sirius in der sechsten in eine Falle gelockt hat, indem er ihn in einer Vollmondnacht zur Peitschenden Weide bestellt hat. Und Severus war neugierig und ging hing….“

„Was ist der Irre, da haben die doch Remus versteckt!“, schrien Ron und Harry gleichermaßen erregt.

„Ja, ich weiß nicht ob Sirius, Severus wirklich töten wollte, oder ob er nicht nachgedacht hat, keine Ahnung, auf jeden Fall hat dein Vater ihn in letzter Minute aus der Weide gefischt, als Remus schon die Witterung und Verfolgung aufgenommen hat!“, gab ich ruhig das wieder was Severus mir erzählt hatte.

„Verdammt, das war dann knapp, ich selbst will Remus nie wieder als Wolf sehen!“, meinte Ron klipp und klar, während Harry recht blass um die Nase war.

„Mein Vater hat ihn gerettet…..“, hauchte er.

„Ja, Harry und das war auch richtig und gut, aber dann ging es weiter, Sirius wurde gerügt und James wurde für sein Verhalten gelobt und Severus wurde für seine Neugierde gemaßregelt. Alle haben Nachstizen bekommen, etwas lasch für etwas das Severus als Mordanschlag wertet, aber das Schlimmste, fand er, war James selbstverliebtes Verhalten, da er sich als Held feiern ließ, den verhassten Kameraden zu retten. Er zeichnet kein schmeichelhaftes Bild von den Maraudern, so wie du sie gesehen hast, er meint nur, Remus hätte genug zu tun gehabt er selbst zu sein und wollte halt Freunde und die Ratte, die hätten James und Sirius halt wie einen Dienstboten, ähnlich wie es der Dark Lord tut, behandelt. Ich hab das so übersetzt, das er halt einen Meister gegen den anderen getauscht hat.“ Zuckte ich mit den Schultern und musterte die beiden, die mich stumm anblickten.

„Das war´s auch schon, etwas ein wenig….auch wenn ich glaube, zwischen ihm und Lily gibt es noch was, aber das wollte er nicht erzählen!“, sah ich wie Harry mit den Zähnen mahlte und Ron war nur etwas blass. „Nun, also Severus war nicht der Gute in dem Spiel, das denke ich wollte er auch nicht andeuten, aber das wenn er als Slytherin all dies getan hätte, denke ich, wäre er anders angegangen worden! Aber ihr dürft nicht vergessen, ich weiß nicht ob ich es euch je erzählt habe, Severus war der Jüngste DeathEater aller Zeiten, ja sogar jünger als Draco. Er muss das Dark Mark in den großen Ferien bekommen haben, mit fünfzehn….“, holten Harry und Ron zischend Luft, aber ich versuchte die Relationen für uns aufrecht zu erhalten, denn sonst hätte man den Eindruck, meine Schlangen wären bessere Menschen als die „Guten“, was sie aber wahrlich nicht waren. Nur weil wir hier aber immer von mir ausgingen oder Draco, Menschen die Severus und Lucius als etwas von Wert ansahen und ihr Augenmerk darauf lag, liefe ihnen aber Lieschen Müller über den Weg, würden sie ohne Bedenken und Reue diese gleichgültig vom Erdboden wischen, das musste man sich immer vor Augen halten.

„Also man, das mit der Hütte, das ist echt kein Spaß….ich meine, die waren zu der Zeit so alt wie wir….das ist voll gefährlich!“, zeigte sich Ron schockiert, Harry schwieg noch immer und hatte die Augen geschlossen. Er schien zu überlegen, sich das Gesagte durch den Kopf gehen zu lassen, als er nun die Augen wieder öffnete und mich nachdenklich ansah.

„Moment mal, willst du andeuten…heißt das…meinst du sie, Lily,…ihre Ablehnung…nachdem er sie Mudblood nannte, hat dazu beigetragen das er ein DeathEater wurde?“, stotterte Harry, versuchte wohl das gehörte zu ordnen und in eine zeitliche Abfolge zu bringen und langsam wurde aus seinem nachdenklichen Blick ein leicht entsetzter.

Ich sah ihn mitfühlend an und antwortete leise: „Ich weiß es nicht Harry und ich denke nicht, das er mir dazu mehr sagen wird!“ Harry schwieg, in ihm schien es schwer zu arbeiten wie ich ihm ansah.

„Harry….“, fragte ich vorsichtig und Ron berührte ihn an seiner Schulter als er abrupt aufsah, mich ins Auge fasste, nun wieder gefangen wirkte, aber ich wusste, er dachte noch immer nach.

„Willst du heute bei mir bleiben, Hermione?“, fragte er und bot sich an, oder aber er wollte jemanden zum kuscheln, nachdem dies die erste Nacht ohne Daphne wäre. Er wechselte plötzlich das Thema, schien wohl über das gehörte jetzt nicht mehr reden zu wollen.

„Aber nur kurz, ein bisschen kuscheln bis du eingeschlafen bist!“, wisperte ich und kroch nun unter die hochgehobene Decke, während Ron noch immer neben Harry in seinem rostroten Pyjama saß.

„Sag mal, warum bist du nicht bei Malfoy?“, zog er die hellroten Brauen hoch und ich kicherte.

„Sagen wir mal so, Draco wollte schon, aber ich werde morgen gehen, ich bin echt müde und …ich wollte nicht!“, hatte ich ihnen noch nichts von dem Geschehen erzählt, das war noch zu frisch und intim als das ich augenblicklich darüber hätte reden wollen. Ich sah aber das Harry und Ron sich schnell einen Blick schenkten, der so viel Aussagte, das sie mir nur bedingt glaubten, aber es gut sein ließen.

„Na, dann verzieh ich mich mal, tut nichts was ich nicht auch tun würde, Nacht!“, schlupfte er fies grinsend in sein Bett.

„Geht’s?“, wollte ich nun wissen und Harry nickte nur, griff unter sein Kissen und holte den Ring raus, ließ die Schachtel aufschnappen und offenbarte den herrlichen goldgelb schimmernden Verlobungsring, der aus einem schwarzen Samtbett vorteilhaft heraus leuchtete.

„Glaubst du, er wird ihr gefallen?“, wisperte er fragend.

„Ja, er ist wunderschön, Harry!“, machte ich ihm Mut und schließlich war er wirklich wunderschön.

„Wird sie mich überhaupt heiraten können Hermione? Sie ist ein Pureblood, das das Schwierigkeiten geben wird, ist mir durchaus bewusst! Ich bin ja nicht blöd und habe von den Einstellungen der Purebloods in den letzten Jahren genug mit bekommen, wobei ich ja auch feststellen musste, einiges kann sich ändern…. Du und Malfoy… wer hätte das gedacht…“, sagte Harry ernst und nachdenklich, doch ich legte meine Hand auf seine und sagte entschlossen, aber freundlich, ließ es wie ein unumstößliches Versprechen klingen, das es auch war: „Harry, das wirst du, solange sie ja sagt, werde ich dafür sorgen das euch nichts im Weg steht, vertrau mir!“

Er sah mich unergründlich mit seinen grünen, funkelnden Augen an, hatte seinen Kopf so gedreht das er mich ansehen konnte und sagte schließlich, mit leicht rauer Stimme: „Ich muss es noch mal sagen, du bist unglaublich, nie sagst du das etwas nicht geht, du findest immer einen Weg. Ich will gar nicht wirklich wissen wie du das regeln willst, aber ich bin dir sehr dankbar für alles was du für mich tust. Ohne dich, gäb es mich und Daphne als Paar nicht und dabei passt sie so gut zu mir. Sie ist so stark und gleichzeitig liebevoll und ohne dich, hätte ich niemals eine Slytherin in Betracht gezogen. Danke Hermione!“

Ich nickte, war schon etwas gerührt das er so dachte, doch antwortete nur leise: „Immer Harry, immer! Auch wenn es anders läuft als ich mir vorgestellt hatte, war ich lange nicht so zufrieden mit allem wie momentan, auch wenn ich viel zum Nachdenken habe!“, kamen wir wieder die letzten Stunden in den Sinn, in denen so viel passiert war sich so viel geändert hatte.

Er schwieg, sah mich irgendwie wissend an, als ahnte er irgendetwas, hatte etwas beobachtet, doch ich wollte über die letzten Ereignisse wirklich nicht sprechen. Wir schwiegen eine Weile, hingen unseren Gedanken nach, während Harry weiter den Ring zwischen den Fingern hin und her drehte, ihn sich ansah, bis er plötzlich, unvermittelt fragte:

„Was würdest du sagen, wenn dich einer fragt?“ Er bewegte den Ring weiter in der Luft hin und her, hielt ihn im Blick und sah mich nicht an.

„Nein!“, kam es kalt von mir.

„Was, warum? Das klingt so endgültig!“, war er erstaunt.

„Warum, ich werde über so etwas festbindendes nicht nachdenken bevor dieser Krieg nicht vorbei ist! Und ehrlich, wer mit Verstand würde mich so wollen!“, fragte ich eher rhetorisch gemeint, doch da grinste mich Harry schelmisch an.

„Also was ich so höre und sehe, fielen mir ad hoc, drei Personen ein!“, sagte er ernst und ich lachte rau auf.

„Das ist nicht dein Ernst Harry?“, hauchte ich zu ihm.

„Doch, ich hab das mit Malfoy sen. in dem Juweliergeschäft durchaus mitbekommen!“, tja, da sah man es immer wieder man sollte den guten Harry nicht unterschätzen. „Er ist sehr an dir interesseiert, das hat man schon damals in der Mysterien Abteilung gesehen. Und Snape, nun auch wenn du es nicht hören willst, das im Cottage, das war nicht ohne und Malfoy nun der ist eh hin und weg….also….!“, wandte Harry ein.

„Als erstes Harry, mit Lucius hast du in allem Recht, aber der wird mit Sicherheit erst mal seine Freiheit genießen und nicht eine neue Frau suchen. Vor allem, da ich mich nicht so sehe, echt, ich und Ehefrau und…. Kinder! Das sehe ich nicht in meiner Zukunft, Severus sieht sich im Leben nicht so…der würde das nie anstreben, ich wette mit dir, er würde über deinen Vorschlag sagen, „man möchte brechen!“, und Draco mhm…er denkt vielleicht als einziger daran, das er irgendwann mal heiraten muss um den nächsten Erben zu zeugen. Aber das liegt so weit weg….ehrlich, das ist nicht meins!“, schüttelte ich mich als ich an etwas kleines, laut Schreiendes dachte, das mich damit nervte und darüber kicherte ich dann doch. Ich war mir sicher, Severus dachte ähnlich und Lucius bestimmt auch, der war heilfroh das Draco den Windeln entwachsen war. Kinder waren so gar nicht meines!

„Du kannst manchmal sehr hart und kalt sein Hermione!“, zog er mich nun an sich und ich kuschelte mich an seine Schulter und er verstaute mit der anderen die Schachtel wieder unter seinem Kissen, als er auch schon rasch einschlief und ich an seiner, sich bewegenden, Brust verfolgte das er tief und fest schlief, schlich ich mich auf leisen Sohlen nun aus dem verschlafenen Raum.
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