When Hermione Fights
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 Kapitel 659-660

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queenie
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Kapitel 659-660 Empty
BeitragThema: Kapitel 659-660   Kapitel 659-660 EmptyDi Jul 02, 2019 5:27 am

Hallo liebe WHF-Leserschaft,

langsam aber sicher nähren wir uns dem endgültigen Ende dieser Story und ich bin gespannt, wie dieses -Mahnmal- Kapitel bei Euch ankommt. Auf jeden Fall hoffen wir, das Ihr viel Spaß beim lesen habt und Ihr gut unterhalten werdet. Natürlich hoffen wir auch, das wir mit unseren Wendungen überraschen können.

Ich weiß, das wir uns sehr über Eure Meinungen freuen würden, teilt Sie uns mit und wie immer werden wir jedes Einzelne beantworten.

Wir wünschen Euch also viel Vergnügen beim heutigen Kap
glg
das Team + queenie


659. Kapitel Mahnmal

Hermiones Sicht

„FRED!“, entfuhr es uns allen panisch, mit sich überschlagenden Stimmen.

Die gesamte Cottage Connection war wie durch Zufall versammelt und konnte es nicht fassen, was wir gerade erleben mussten. Es war einfach schrecklich und eine Tragödie, das durfte nicht sein.

„Nei… nein… nein!“, schrie George wie ein verwundetes Tier. „Nein, nicht! Fred! Nein! Wenn zusammen!“, sprach er einem Mantra gleich, während ich mit den Tränen kämpfte.

Dabei gerieten die Umgebung und anderen Personen für mich irgendwie ins Hintertreffen, während George mittlerweile wie verrückt und verzweifelt an den Gesteinsbrocken herumzerrte. Harry und die anderen zögerten nicht lang und stürzten auf den Steinhaufen zu, unter dem Fred begraben lag. Sein schmaler Körper war bis zum Hals mit schweren Trümmerbrocken bedeckt und sein staubverdrecktes Gesicht wirkte wachsweiß, sodass das Blut auf seiner Stirn krass hervorstach. Mit vereinten Kräften begannen sie, die Steinquader von ihm herunter zu zaubern und wegzuschieben.

Der Kampf um Hogwarts trat für uns alle in den Hintergrund und ich glaubte, dass die Slytherins die Verteidigung übernommen hatten, während wir so völlig abgelenkt waren. Ich sah mich nicht in der Lage, mich zu bewegen, daher war es gut, dass ich die Verantwortung für unsere Sicherheit abgegeben konnte. Ich war vor Fassungslosigkeit wie festgeschweißt und krallte meine Hände in meine Jeansjacke.

„Das darf nicht wahr sein.“, „Bitte nicht!“, entfuhr es Harry und Ron entsetzt.

Indes blieb ich stumm, da ich selbst immer noch wie gelähmt war, im Versuch, das Unmögliche zu begreifen. Die Schlacht tobte und forderte Opfer um Opfer unter uns und ich biss mir die Lippe blutig, während die anderen darum kämpften, Fred aus seinem Gefängnis zu befreien.

„Da liegt Percy“, entfuhr es Harry laut und ich warf Percy einen kurzen, an sich relativ gleichgültigen Blick zu und bemerkte, dass dieser auch von einem Schutthaufen begraben worden war und reglos herumlag und doch war es Freds Anblick, der mich lähmte.

„FRED! SAG DOCH WAS!“, wimmerte George so verängstigt, wie ich es noch nie bei ihm erlebt hatte.

Der Ton, so ängstlich und aufgebend, so völlig erfüllt von Panik, schnitt mir tief ins Herz.

George kniete sich neben den nun freigelegten Kopf seines Bruders und er begann mit zitternden Fingern, Freds Hals abzutasten und versuchte verzweifelt, einen Puls zu finden. Indes sah ich aus dem Augenwinkel einen Körper fallen. Von oben rauschte der leblose Körper an dem gesprengten Loch vorbei, aber es war mir gleich. Der Kampf tobte noch immer und gerade schlugen über unseren Köpfen bunt blitzende Flüche ein, aber es war egal.

„In Deckung“, brüllte Blaise und ich nahm nur am Rande wahr, wie die Slytherins um uns herum verstärkt den Schutz und die Verteidigung aufnahmen.

„Fred! Du darfst nicht tot sein!“, rief Ron außer sich vor Panik.

Die Tränen liefen über sein dreckiges Gesicht und hinterließen eine Grimasse aus Tränenspuren. Er rüttelte verzweifelt an seinem noch immer gefangenen Bruder, dessen Augen leer, ohne etwas zu sehen, offen waren. Dabei lag die Spur eines letzten Lachens noch auf seinen Zügen. Dann kippte Freds Kopf bedrohlich nach hinten und in dem Moment fühlte ich es mit einem Schlag: Fred!

Ich konnte es fühlen, ihn fühlen, seine Seele!

Wie unter Trance setzte ich mich in Bewegung und schon war ich ganz woanders. Der Lärm war weg und ich ahnte, dass ich mit meinen weißen Augen durch die Gegend lief. Kraftlos sackte ich kniend neben Freds Kopf nieder und berührte ihn, während die anderen den Rest seines Körpers befreiten. Doch meine Wahrnehmung veränderte sich auf einmal erneut und ich war nicht mehr bei den anderen.

„Fred!“, wimmerten alle herzzerreißend und ich konnte die Angst von George selbst auf der anderen Seite des Seins fühlen. Er war vor Angst völlig durch den Wind und er wollte seinen über alles geliebten Bruder und Partner nicht verlieren. Fred war so viel mehr für ihn und ich verstand ihn nur zu gut.

„Du kannst nichts mehr für ihn tun“, meinte Blaise gepresst zu Ron, da er feuerte und gleichzeitig auf uns achtete.

Aber ich richtete meine Konzentration nur auf Fred. Ich war in dem Moment, in der Sekunde seines Todes, wieder ein SoulGatherer und erlebte damit alles hautnah mit.

Ich hielt die Verbindung aufrecht, indem ich ihn berührte und wurde mit ihm mit gesogen!

Ich hielt ihn, es zog mich regelrecht magisch zu der sich freikämpfenden Seele von Fred. Dieser durchscheinende Fred versuchte, sich von seiner menschlichen Hülle zu lösen. Meine unmittelbare, reale Umgebung trat noch weiter in den Hintergrund, da ich mich nur noch auf ihn konzentrierte. Ich durfte ihn nicht verlieren und streckte fast automatisch die Hand, einem Instinkt folgend, zu ihm hin aus. Es war faszinierend, wie sich diese farblose Hülle der Seele als Abbild des Getöteten von dessen zerquetschten und zermahlenen Körper ganz langsam zu trennen begann. Es zerriss mir das Herz, als in diesem Moment Freds durchscheinender Geist wie im Todeskampf den Mund aufriss und ich war froh, dass die anderen das hier nicht sehen konnten.

„HILFE“, hallte es in mir wider. „HILF MIR!“

Er schien verzweifelt schmerzhaft gegen diese ungewollte Trennung von Geist, Seele und Körper zu protestieren und jetzt liefen mir die Tränen die Wange hinab. Es war eine Qual, diesen Kampf zu verfolgen und so legten sich meine Hände wie von selbst um sein Gesicht. Ich wollte ihn halten und es für ihn leichter machen, ich fühlte die kalte Haut unter meinen Fingern, während ich ihn liebevoll umschlossen hielt und mit einem Schlag summte es in meinen Ohren.

Wir waren nun verbunden und mein Blut brodelte heiß in mir und protestierte unter dieser ziehenden und zehrenden Kraft, die uns nun verband. Dieses instinktive Gespür kannte ich noch, als ich damals Albus‘ Seele zu mir hatte ziehen wollen, als er vom Turm gefallen war. Aber diesmal wusste ich, was ich tat und war auf die unmenschliche Belastung gefasst, die mich nun befiel und fast zusammenbrechen ließ. Ich versuchte es wie damals, als ich Albus‘ Seele in ihm hatte belassen wollen. Ich wollte diesen Sterbevorgang stoppen, der die endgültige Trennung von Körper und Seele bedeutete, wie dies normalerweise durch den Tod geschehen sollte. Aber es wurde zunehmend schwerer.

Mir fiel das Atmen schwer und mir wurde so schwindelig, dass ich dachte, die Besinnung zu verlieren, während Fred schrie und kreischte. Es war wie bei Daphne, es ging nicht und die Tränen liefen mir immer stärker und verzweifelter über die Wangen.

Warum war das so schwer?

Ganz plötzlich änderte sich etwas in mir, ich ließ von dem Plan ab. Ich wollte ihn nicht mehr in seinen zerstörten Körper zwingen. Ich wollte diese Seele packen und sie zu mir ziehen, in mir aufnehmen. Ihn auf der einen Seite besitzen. Da war dieser Wunsch, dieser buchstäbliche Zwang, die Seele zu nehmen, zu greifen und sie mir einzuverleiben, aber gleichzeitig auch der freudige Wahnsinn über die Möglichkeit, sie wieder zurück zu zwängen. An sich war alles zu viel. Es war berauschend, einfach nur die Macht, die Kraft und das Können zu haben, dies alles zu bewerkstelligen. Das war schwindelerregend und erhebend und absolut falsch. Dieses Machtgefühl rauschte wie eine kranke Sucht durch meine Adern.

Ich fühlte ganz entfernt ein Rütteln und bemerkte, dass mich die anderen auf der anderen Seite bestürmten. Aber ich weigerte mich, zu ihnen zu sehen und sah nur Fred an. Schlussendlich wusste ich noch zu gut, was passiert war, als ich meine Aufmerksamkeit von Albus zu Gellert gewandt und ihn angesehen hatte.

„Lass das“, meinte plötzlich die Seele von Fred ernst und irgendwie genervt, dabei sah er mich vorwurfsvoll an. „Du kannst nichts zurückschieben, wo nichts ist, meine Hülle ist wertlos. Sie ist zerquetscht, zermalmt und zerbrochen…“, stellte er absolut emotionslos fest und ich schluchzte wegen seiner resignierten Worte verzweifelt auf.

Aber anders als bei Daphne konnte ich seinen Geist, seine Seele wenigstens halten, weil sein Körper noch da war und er nur langsam starb, anders als sie damals. Sie war dank der Explosion mit einem Schlag weg gewesen.

Aber nochmal würde ich nicht versagen. Gerade eben hatten sie den großen Brocken von ihm herab geschoben und ich musste ihm mit einem Schaudern recht geben, sein Körper war eingedrückt und das Blut sickerte langsam, aber beständig unter ihm hervor und tränkte seine bunte Kleidung in ein dunkles Rot. Es war ein grausamer und furchtbarer Anblick, der bei uns allen großes Wehklagen auslöste. Wir waren fassungslos und George neben mir brach schlicht und ergreifend zusammen und barg schluchzend sein Gesicht an der eingedrückten Brust seiner großen Liebe.

„Bitte? Und was ist mit George?“, fragte ich atemlos in dieser anderen Welt, ich wollte nicht noch jemanden verlieren.

„Schau mich an, ich bin Matsch und flach und platt wie eine Flunder!“, zeigte Fred selbst in dieser Situation Humor, dabei schien die Zeit hier bei uns bedeutend anders und viel langsamer zu verlaufen als außerhalb.

„Unnachahmlich…“, entfuhr es mir sprachlos über so viel Sarkasmus.

Er lachte freudlos auf, doch er brach flott ab und schenkte mir einen Blick aus so furchtbar ernsten und traurigen Augen, dass mir das Herz schwer wurde, dieser resignierte Ausdruck wollte zu dem teuflischen Twin nicht passen.

„Wie soll ich wieder in diesen Körper?“, fragte er ernst und ich umfasste sein lebloses, reales Gesicht fester.

„Du könntest ein Geist sein“, bot ich nervös an und leckte mir hektisch über die spröden Lippen und er riss die Augen empört weit auf.

„Und ewig existieren? Ohne George? Niemals“, erwiderte er prompt und in meinem Hirn ratterte es unaufhörlich auf der Suche nach einer Lösung.

Vielleicht wäre Percy eine Alternative? Ein Körper… zwei Seelen… vielleicht wäre das eine Lösung!

„Aber ihm willst du das antun und einfach gehen?“, sprudelte es entsetzt aus mir hervor. „Dich abwenden und gehen und ihn zurücklassen, obwohl ich helfen kann?“, fragte ich mit sich überschlagender Stimme, die selbst in meinen rauschenden Ohren ein wenig hysterisch klang.

„Kannst du das denn, Schönste? Ich meine, alles wieder gut machen? Auf dass alles wieder so ist wie es war, dass das Leben nach dem Tod für mich keine Konsequenzen hat? Nachdem ich tot bin… war?“, fragte er ohne die Spur von Lustigkeit und er klang ganz furchtbar weise.

Denn er legte den Finger an die größte Schwachstelle, nichts war umsonst. Nicht in der Welt der Magie! Und erst recht nicht in der Welt der Nekromantie, das wusste ich nur zu gut, aber leider irgendwoher auch Fred.

„Du bist noch nicht fort“, wandte ich daher scharf ein und schüttelte stur meinen Kopf.

„Bin ich schon… würdest du mich nicht festhalten wäre ich schon weg“, meinte er mit einem lieben, sanften Lächeln und sah mich mit einem spitzbübischen Grinsen an, das mir das Herz zerriss.

„Willst du das denn wirklich? Einfach so gehen? Das wäre endgültig. Obwohl du dank mir bleiben kannst?“, fragte ich weiter und kam nicht dagegen an, gehetzt zu klingen und warf wieder einen kalkulierenden Blick zu Percy.

„Als lebender Toter? Als Inferi? Ich will nicht zurück als Nicht-Mensch! Was kann ich George so geben?“, fragte er hitzig und kurz fehlten mir die Worte, denn natürlich hatte er recht, alles was wirklich tot war konnte nicht so ohne Weiteres auf dieser Erde wandeln. Es wäre ein verfluchtes Leben. „Ich will nicht auf ewig auf der Welt sein, so wie Charlie! Ewig existieren, während George schon lange tot ist. So mutig bin ich nicht!“, gestand Fred überzeugt und kurz wankte ich.

Sollte es so einfach sein… loszulassen?!

„Ich kann dich nicht ins Jenseits gehen lassen, nicht jetzt, nicht so, Fred!“, weinte ich nun Rotz und Wasser. In mir breitete sich die Panik aus, einen wirklich wichtigen Menschen zu verlieren, einen, den ich nie in Betracht gezogen hatte, verlieren zu können. Das war nicht rational, das war einfach nur wirkliche, tiefsitzende Angst. „Ich könnte dich in Percy stecken!“, schrie ich ihm entgegen, woraufhin sein durchscheinendes Antlitz weiß wurde.

„Das ist kein Witz“, meinte er dann mit Horror in der Stimme. „Schönste, das wäre schlimmer als jede Strafe, das kannst du nicht tun. Den einen Bruder retten, um den anderen zu töten“, sprach das Gewissen aus ihm und er wirkte regelrecht verstört von meinem Vorschlag.

„Schönste… Schicksal… nimm es an“, entgegnete er so Gryffindor, dass ich sofort an Severus denken musste, wie er das sonst immer von uns behauptete, aber gerade hasste ich Freds Selbstmut und dann nahm eine aberwitzige Idee in meinem kranken Hirn Gestalt an und in mir brodelte mein Blut auf diese Aussicht hin wie eine wildgewordene Bestie, die diese neue Variante ausprobieren und testen wollte.

Ich konnte es, ich könnte es, ich würde es tun!

„Hör auf, ich kann helfen und ich werde helfen! Du sprichst mit einer Frau, der vieles möglich ist!“, verkündete ich nun zu dem furchtsam zusammenzuckenden Fred und dann begann ich, zu zaubern.

„Was? Was tust du… Hermione!? Nei, bist du wahnsinnig? Hilfe!“, brüllte Freds Seele sofort wie am Spieß los, da er den unerbittlichen Sog zu spüren bekam.

Er wedelte hektisch und wild mit seinen durchsichtigen Armen herum. Seine Gegenwehr war da, aber nicht wirklich von Bedeutung, denn ich ließ mich in meinem Vorhaben nicht beirren und zückte meinen anderen, meinen letzten Dolch. Ich schnitt mir in die Hand und ballte die Faust, sodass mein Blut über sein Gesicht rann und gleichzeitig bewegten sich meine Lippen beschwörend und ich rezitierte Zauber, die ich aus dem Necronomicon gelernt hatte. Mit meinem blutigen Zeigefinger zeichnete ich zitternd ein blutrotes Pentagramm in den Schmutz auf seiner Stirn, dabei vermischte sich unser beider Blut.

Ich erbebte unter dem Ansturm der Macht, der geballten Gefühle, die mich durchströmten und die sich um mich herum manifestierten. Mir standen die Haare sprichwörtlich zu Berge und ich fühlte, dass mir das Atmen immer schwerer fiel, während Freds Seele aufgehört hatte, sich aus seinem Körper lösen zu wollen. Sie hing ein wenig leblos in den Seilen, wie eine durchsichtige Marionette, die nur noch auf meinen Wink hin agieren konnte. Seine Augen folgten mir mit entsetzlicher Angst und Sorge im Blick.

Sein Vertrauen in mich schien echt riesig zu sein, aber ich ließ mich nicht ablenken oder gar beirren und plante die nächsten Schritte. Hoffentlich vergaß ich nichts, aber ich spürte, wie mir der Schweiß über die Stirn rann, als ich blindlings neben mich griff und wie wild herumtastete.

Dann endlich bekam ich Georges eiskalte Hand zu fassen. Unter Freds Protestgeschrei zog ich seinen lebenden Twin nah zu mir. Ich holte ganz tief Luft und ließ den Gedanken, ob ich das Richtige oder das Falsche tat, gar nicht zu.

Umgehend wandte ich George mein Gesicht zu. Ich sah ihn mit meinen weißen Augen an, bis auch er mich aus tränenumflorten Augen ansah und meinem starren Blick standhielt. Seine Augen wirkten leer und verloren, aber jetzt änderte sich etwas, während ich ihn mit meinen weißen Augen fixierte. Er erwiderte überrumpelt den intensiven Blick. All dies passierte unter Freds Gebrüll, das nur ich hören konnte.

„Was… was tut sie da?“, „Hermione?“, „Nein, nicht!“, „Was? Was passiert da?“, kam es von Harry, Ron und Draco, so dumpf aus der anderen, der realen Welt, dass ich mit Leichtigkeit darüber hinwegsehen konnte.

George sagte als einziger gar nichts. Er wirkte einfach nur fassungslos, mit verweintem Gesicht, während sich mein Griff um sein Handgelenk verfestigte. Ich krallte mich grob an ihm fest. Unsere Blicke verhakten sich regelrecht und sein Atem ging immer hektischer. Er konnte den Blick nicht mehr abwenden und ich würde es nicht tun. Ich sah in seine braun leuchtenden Augen und es war wie ein Band, das nun soeben zwischen uns gewoben wurde.

Wir konnten den einander fesselnden Blick nicht abwenden, selbst wenn wir gewollt hätten!

Es war genauso wie damals zwischen Gellert und mir, etwas sehr Unheimliches, sehr Magisches geschah zwischen uns, von dem ich diesmal ganz genau wusste, was es war. George spürte es auch, genauso wie ich, das konnte ich an dem hoffnungsvollen Entsetzen in seinen Augen ablesen. Er erschauderte unter meinem strahlend weißen Blick und langsam ließ ich seine Hand los und ritzte ihm blind in den Finger, erst dann führte ich seinen blutenden Finger zu der erkaltenden Stirn seines Bruders. Ich fuhr jetzt mit seinem Finger zittrig mein Zeichen nach und vermischte unser aller Blut auf dem Pentagramm, das unter meinem Finger ganz warm wurde.

„Mein Wille geschehe: Fred und George, gemeinsam gezeugt im Mutterleib, zusammen gewachsen, gemeinsam geboren, auf Erden niemals einsam… soll auch der Tod sie nicht trennen. Sie seien vereint für die Ewigkeit, aufgrund meines Wunsches, dem Wunsch des SoulGatherers!“, wisperte ich beschwörend vor mich hin und sprach die liturgischen Formeln einem Singsang gleich und stockte immer wieder, ob der schweren und drückenden Macht, die sich in mir ballte und aus mir herausbrechen wollte.

Es baute sich ganz plötzlich ein helles Leuchten um uns herum auf, es brach geradezu aus uns heraus, gleich meinen weißen Augen. Es umschloss George und mich, verwob sich zu einem weißen Strahl, der uns drei verband und Freds Leiche gleißend hell miteinschloss. Ich keuchte unter den unmenschlichen Schmerzen auf, die diese magische Kraftanstrengung mit sich brachte und erzitterte, als dieses magische Leuchten schließlich mit einem Schlag erlosch und mich seltsam leer zurückließ.

Ich schnappte nach Luft und wandte erschöpft den Blick ab, da meine Augen ganz schrecklich brannten und schloss sie blinzelnd. Atemlos zitternd und völlig ausgelaugt sank ich nun auf dem kalten Stein zu Boden, dabei verschwanden auch erneut meine weißen Augen und machten den normalen wieder Platz und plötzlich war ich wieder im Hier und Jetzt, mit all dem unvorstellbaren Krach und dem schmerzenden Lärm, der mit der Schlacht um Hogwarts einherging und mir war einfach unglaublich kalt.

„FRED“, kreischte Astoria in einem abnorm hohen Ton, der mich zusammenzucken ließ.

Was mich veranlasste, vorsichtig meine Augen zu öffnen und ich schielte mit Sorge zu Freds Leiche. Er lag unverändert am Boden mit seinen zerquetschten Überresten, was wahrlich kein schöner Anblick war. Der Unterschied war nur, dass sein farbenfrohes Abbild frohgemut in der Luft rum schwebte und selbst sehr kritisch auf seine Leiche starrte. Ein sehr makabrer Anblick, der mich noch mehr frösteln ließ.

„Fred“, meinte George heiser und ungläubig, aber mit gelebter Hoffnung in der Stimme.

Er zog sich hektisch auf die Füße und flog auf seinen Bruder zu. Er wollte seinen Bruder umarmen und kurz schaffte er es und die anderen warfen sich und vor allem mir fragende Blicke zu. Beide lagen sich lachend und weinend in den Armen, aber dann ganz abrupt verlor George den Halt und flog durch seinen Bruder hindurch und landete recht unsanft auf dem Boden.

„Aber… was? Bist du ein Geist?“, fragte Ron quietschig, während Freds Hände vorsichtig seinen schwebenden Körper tastend entlangfuhren.

„Kein Geist, er ist zu plastisch… eher so was wie Peeves…“, kam es überlegend von Harry und er warf mir einen ziemlich sonderbaren Blick durch seine Brillengläser zu.

Er wandte seine Aufmerksamkeit wieder der Gestalt von Fred vor sich zu und untersuchte ihn genau, wofür er gerade seinen Zeigefinger in Fred bohrte. Zuerst stieß er auf Widerstand, dann ließ dieser aber nach und sein Finger verschwand gänzlich in Fred, der dann sogar ein wenig flackerte, während ich bemerkte, dass Astoria nicht von Percy ließ, der bewusstlos, aber befreit von Schutt am Boden lag und einige Verletzungen aufzuweisen hatte, die sie notdürftig zu heilen versuchte. Jetzt kam mir mein panischer Gedanke, Percy als Gefäß für Fred zu missbrauchen, selbst sehr schäbig und moralisch absolut verwerflich vor.

„Fred ein zweiter Peeves? Okay, jetzt habe ich Angst“, kam es wenig hilfreich von Draco aus dem Hintergrund und mit seinen sarkastischen Worten reichte er locker an Severus heran, während er Flüche schleuderte und auffing, aber sein schneeweißes Gesicht unterstrich, wie nah ihm Freds Tod… oder eben beinah-Tod ging.

„Warum hast du das getan? Ich wollte doch nicht ewig sein…“, beschwerte sich gerade Fred mit quengeligem Unterton und wirkte alles andere als glücklich, während er mich vorwurfsvoll anstarrte.

„Was, du wolltest nicht bei mir bleiben?“, schrie George wie von Sinnen, als er wieder hochkam und käsebleich seinen Geliebten anstarrte.

„Nein, George, er wollte nicht ein Geist werden, der ewig auf Erden wandelt, so wie Charlie als Vampir, selbst wenn du nicht mehr bist“, versuchte ich, Freds Beweggründe zu erklären.

„Oh, mein Fred!“, wimmerte George daraufhin bewegt und presste sich schluchzend die Hand vor den Mund. „Und jetzt ist es passiert?“, fragte er unglücklich und ich stöhnte.

„Fred, George… hört mir zu, du… ihr seid gebunden…“, begann ich vorsichtig, denn es tat mir weh, dass sie dachten, ich würde Freds Wünsche missachten. Unter enormer Willensanstrengung richtete ich mich auf und verflocht meine Hände miteinander, um zu verdeutlichen, wie eng sie aufgrund meines Einschreitens nun miteinander verbunden waren.

„Was?“, „Bist du irre?“, „Wie gebunden?“, riefen sie wild und erregt durcheinander, während alle uns mit Blicken erdolchten, als wüssten sie nicht, was sie davon halten sollten.

„Was?“, meinte ich leicht abfällig. „Du… Fred, du bist gebunden und zwar an George…“, wehrte ich mit trockenem Mund ab. „Da… wo er ist, kannst du sein!“, bedeutete ich den beiden mit erhobenem Zeigefinger. „Und wenn George geht… wenn er eines Tages stirbt, kannst auch du gehen… im Leben wie im Tod, aber spätestens im Tod seid ihr gänzlich für immer vereint, wenn ihr gemeinsam und zusammen ins Licht geht!“, erklärte ich der versammelten Mannschaft, die mich ansah, als wäre ich der Dark Lord höchstpersönlich.

„Das… das hast du nicht wirklich getan?“, wisperte Fred sprachlos und er presste seine Hände gegen seinen Mund.

Natürlich, es war nicht perfekt und ein Wagnis, aber in dem Moment war mir nichts Besseres eingefallen. Ich hatte Freds Geistgestalt an Georges Leben gebunden, sodass Fred nun als realer Geist sein Unwesen treiben konnte, nur eben mit dem Zusatz, dass wenn George starb, auch sein Geist auf Erden erlöschen würde und ihre beiden Seelen gemeinsam ins Totenreich übergehen würden. Es war nicht optimal, aber besser als nichts und ganz ehrlich, Fred hatte schon zu Lebzeiten herumgespukt und Unsinn getrieben und Angst und Schrecken verbreitet, jetzt konnte er es erst recht.

„Es tut mir leid, George, ich wollte ihn zurückholen, aber sein… sein Körper… es ging nicht… ähnlich wie bei Daphne… es tut mir leid“, stotterte ich unter den skeptischen Blicken der anderen, dabei wagte ich es gar nicht, zu Harry zu sehen, als ich Daphne erwähnte.

„Ich liebe dich“, kam es überschwänglich von George und er hechtete zu mir und küsste mich ungestüm. „Ich hätte es nicht ertragen, ohne ihn zu sein“, wisperte er atemlos an meinen Lippen, während ich noch immer haderte, mich aber an diesen Körper presste, nur um zu wissen, dass ich selbst noch lebte und atmete.

Denn ich wankte und zweifelte und haderte. Jetzt im Nachhinein erschien mir meine Tat sehr böse. Auf den ersten Blick war alles gut, sie hatten sich nicht verloren und dieses Schicksal mochte zahm erscheinen, nach dem Motto denen passiert eh nichts. Aber es war an sich gerade das, was echt hart werden würde. Die Vorstellung, wie sehr sich George nach Fred verzehren würde. Fred, der direkt neben ihm war, zum Greifen nah und doch so fern, da er ihn nie wieder wirklich würde berühren können. Auf den ersten Blick alles eitel Sonnenschein, aber doch hatte alles seinen Preis.

„Das weiß ich“, erwiderte ich erschöpft auf Georges Beteuerungen, wie dankbar er mir war und er ließ mich gar nicht mehr los.

„Ihm geht es schlecht“, brüllte Ron auf einmal und ging neben Percy zu Boden. „Er muss schnell zu Madame Pomfrey!“, richtete sich erst jetzt die geballte Aufmerksamkeit auf den Verwundeten.

„Ähm, wäre nett, wenn ihr mich mitnehmt. Nicht, dass ich noch völlig zerfetzt werde, dafür schau ich selbst leblos noch zu gut aus“, rief Fred leicht überdreht und die Blitze der Flüche schossen durch seinen Geistkörper und konnten ihm nichts anhaben, weswegen er laut jauchzte.

„Fred, darüber macht man keine Witze“, brüllte George mit einem zittrigen Lächeln auf dem Gesicht hinauf zu dem über uns schwebenden Fred, der seine neuen Freiheiten voll auskostete, nachdem er damit zufrieden schien, was ich getan hatte.

„Das war kein Witz, das war mein Ernst!“, erwiderte Fred überzeugt und flog mit erhobenem Zeigefinger vor Blaise auf und ab. „Weißt du was cool ist, Alter?“, fragte er seinen Freund mit einem schelmischen Grinsen.

„Nein“, meinte dieser ziemlich frustriert, da ihm der Schweiß über die Stirn ran, so anstrengend war es für ihn, die Angriffe von uns fernzuhalten.

„Ich kann fliegen“, kicherte Fred überschäumend los und schraubte sich in einem Affenzahn in die Höhe und brüllte: „Und jetzt mach ich einigen von diesen DeathEatern die Hölle heiß und ihr habt Zeit, Percy wegzubringen!“

„Wenn er Peeves findet wird es echt ungemütlich für die DeathEater“, prophezeite der glückselig grinsende George, der noch gar nicht realisiert zu haben schien, dass nichts mehr so sein würde wie früher und bevor er davon eilen konnte, packte ich seinen Ärmel.

„George, du weißt, dass es niemals mehr so sein kann wie es war?“, fragte ich daher zaghaft über den Lärm hinweg.

„Du meinst unser Zusammensein?“, traf George den Nagel auf den Kopf und ich nickte. „Das macht nichts, ihn bei mir zu haben ist mir das Wichtigste“, verkündete er mit Nachdruck und hastete von dannen.

Mir blieb der Mund offen stehen, da ich nicht annahm, dass er die ganze Tragweite bewusst zur Kenntnis nahm, nur war der Moment dafür auch nicht der Passende und so sahen wir zu, wie Greg sich den verletzten und bewusstlosen Percy auf die Schulter hievte, während George ihm half, indem er Percy mit einem Zauber leichter gemacht hatte. Somit konnte jeder von ihnen mit seinem Zauberstab zaubern und sie beeilten sich nun, um ihn in der Halle zur Versorgung zu bringen. Zusammen mit Freds leblosem Körper, der hinter George herschwebte und dem er herzlich wenig Beachtung schenkte, eilten sie los. Jetzt da Fred als Geist sicher an Georges Seite war, wirkte George wieder voll auf die Schlacht fokussiert, während ich leicht schwankte.

„Super, jetzt hast du dich völlig verausgabt“, mischte sich Draco angesäuert ein, während er mich recht grob an der Schulter zu sich zog.

„Hey, spinnst du? Sie hat Fred gerettet!“, mischte sich Ron zornig ein und zog ebenfalls an mir.

„Sie hat ihn gerettet, ob es die richtige Entscheidung war… wird sich zeigen“, wandte Harry mit anscheinend bösen Vorahnungen beseelt ein. Dabei dachte ich sofort wieder an Daphne und was er alles verloren hatte, als Ron mit geröteten Wangen zu ihm herumfuhr, aber Harry war schneller. „Hey, beruhig dich, Ron“, meinte er versöhnlich mit erhobenen Händen. „Für die beiden wird es nicht leicht werden. Sie können nicht mehr das sein, was sie waren… es ist ein verfluchtes Schicksal!“

„Harry, du willst nur das Negative sehen“, brauste Ron leicht stockend auf, da ihm die Wahrheit hinter Harrys Worten nicht verborgen blieb, auch wenn er es noch nicht wahrhaben wollte.

„Er hat doch recht!“, kam es von Draco und kurz verstummten alle, da es eigentlich so gut wie nie vorkam, dass Harry und Draco einer Meinung waren.

„Hört auf!“, kam Blaise dazu und zog mich entschieden von den Zankäpfeln weg und begann, in meiner Samthandtasche, in der er bis zu den Ellenbogen verschwand, rumzukramen. „Wie die Kleinkinder, du hast alles richtig gemacht“, meinte Blaise versöhnlich zu mir und drückte mir eine Phiole mit Stärkungstrank in die Hand. „Wenn wir Fred ganz verloren hätten, hätten wir alle nicht mehr kämpfen können“, zog Blaise sein eigenes, ziemlich nüchternes Resümee und ich seufzte, da mir sein Zuspruch guttat, denn ich haderte mal wieder mit mir selbst.

So große Macht war eine enorme Verantwortung und Belastung, die man zu leicht unterschätzen konnte und während ich diese verbotene Art der Magie ausübte, war ich vollkommen selbstherrlich und über allen stehend. Ich war fehlerlos und absolut einzigartig. Ich entschied über Leben und Tod. Da passierte es sehr leicht, dass man die Bodenhaftung verlor, nur um dann ziemlich hart zu landen und dazustehen und zu überlegen, ob man richtig gehandelt hatte.

„Wo Blaise recht hat, hat er recht“, mischte sich die wieder Flüche schleudernde Astoria kaltschnäuzig ein und ich trank schnell die Phiole leer.

Sie wehrte alles um uns herum mit Vehemenz ab. Genau in diesem Moment jagten wieder Flüche und Zauber durch das Loch in der Außenwand, welches zuvor hineingesprengt worden war und schlugen donnernd ein.

„In Deckung!“, rief Harry erschrocken und sprang auf mich zu, drückte mich zu Boden, während die Flüche haarscharf an uns vorbeisausten und in die Wände krachten und wieder Putz auf uns hinabrieselte. Als ich meinen Blick hob kreischte schon Ron neben mir entsetzlich weibisch auf und kurz dachte ich, dank dieser Töne taub zu sein. Und erst dann erkannte ich, warum.

Kein Wunder, seine größte Angst kam auf ihn zu. Sehr dünne, aber auch sehr lange, haarige Beine, die nur von den Acromantulas stammen konnten, schoben sich gerade durch das Loch. Es war eine monströse Spinne von der Größe eines kleinen Autos, die versuchte, durch das riesige Loch in der Mauer zu klettern. Aragogs Nachkommen waren also auch in den Kampf gezogen.

„Reductio!“, riefen Draco und Harry gemeinschaftlich.

Ihre Zauber prallten zusammen und schlugen grell blitzend ein. Sie schleuderten die Riesenspinne mit zuckenden langen Beinen hinfort und warf sie hinaus und sie verschwand in der Dunkelheit und fiel sehr tief. Dabei hatten sie ihr zwei Vorderbeine ausgerissen, die haarig und noch bebend dalagen, weswegen Ron spitze Schreie ausstieß, dabei war der Ton der reißenden Gliedmaßen echt widerlich gewesen.

„Sie hat Freunde dabei. Da kommen noch mehr!“, brüllte Draco, der inzwischen an das Loch herangetreten war.

Ich stürzte herbei und betrachtete mit Entsetzen die vielen achtbeinigen Scheusale, die in Scharen aus dem Wald drängten. Übereinander, aufeinander, miteinander. Sie kletterten einer Invasion gleich an den Wällen und Mauern des Schlosses hoch. Zusammen mit den an den Fenstern verteilten Verteidigern begannen auch wir, Zauber auf die Obersten der Spinnen abzuschießen. Sie fielen getroffen und geschockt hinunter und zogen einige ihrer Artgenossen mit in die Tiefe, bis zwei Flüche ganz knapp über unsere Köpfe hinwegfegen und in die Wand hinter uns krachten. Dabei spürte ich, wie ein Fluch durch mein Haar fuhr.

„Schaut“, rief Ron aufgeregt und deutete in die Ferne.

Dort sahen wir, wie plötzlich eine Schar Pfeile auf die Acromantulas niederging und viele getroffen von den Pfeilen liegenblieben. Irgendwie erinnerten sie danach an Stachelschweine, zu denen sie in ihrem Tod mutiert waren, mit derartig vielen Pfeilen waren sie gespickt worden.

„Die Zentauren“, wisperte Harry ergriffen.

Ich war überrascht, dass sie sich einmischten, während der Boden unter ihren Hufen erzitterte. Anscheinend hatten ihnen die Sterne doch noch gesagt, dass sie vielleicht mal ihren breiten Pferdearsch in die Gänge bringen sollten, wenn sie nicht dem Diktat des Dark Lords unterliegen wollten.

„Das war Marcus“, meinte Draco mit einem fiesen Lächeln und ich warf ihm einen eindeutigen Blick zu. „Was?“, meinte er auflachend. „Wir haben verabredet, dass er mit ihnen redet und anscheinend war er überzeugend!“, wirkte er mit sich und seinen Leuten absolut zufrieden.

„Möchte man einem Troll gar nicht zutrauen“, erwiderte ich ein wenig gemein, aber Marcus und ich harmonierten nicht wirklich gut miteinander, aber weiter kam ich nicht, denn meine Überlebensinstinkte hatten schon lange die Führung übernommen und so auch jetzt, als ich mich instinktiv duckte.

„Wir müssen hier weg! JETZT!“, rief Harry erregt und rannte schon den Korridor entlang.

Weg von dem Loch und hinein in eine Nische, in der wir kurz in Sicherheit waren und ich holte zittrig Luft, denn mein Körper reagierte ohne mein bewusstes Zutun. Die Aktion, Fred zu binden, war nicht ohne gewesen, dazu kam mein Slide mit Draco und ich spürte, dass ich trotz des Tranks noch nicht wieder voll leistungsfähig war. Ich war müde und mir war schrecklich kalt, aber Schwäche wäre zu dieser Zeit echt keine gute Idee. Ich spähte um die Ecke und registrierte, dass die Fenster dieses Flurstücks schon lange keine Scheiben mehr hatten und die Rüstungen, die normalerweise hier gestanden hatten, zerstört am Boden herumlagen.

Moment, sah ich richtig? Sie bewegten sich, die einzelnen Teile bewegten sich, sie versuchten, sich wieder zusammenzusetzen. Da bemerkte ich außerdem, wie eine große Blutlache in der Nähe auch immer weniger wurde. Interessant, das Schloss schien mit dem Lebenssaft, der auf seinem Grund und Boden vergossen wurde, zu arbeiten und ich konnte mir ein fieses Grinsen nicht ganz versagen. Das war genial eingesetzte nekromantische Magie. So leicht würde selbst der Lord Hogwarts nicht zerstören können, dafür hatten die Gründer gesorgt.

„Harry, ich sage das nicht gern, aber… wir müssen wissen, wo diese bescheuerte Schlange ist!“, wisperte Ron besorgt und griff Harrys Oberarm und nickte entschlossen, während Harry sich durch sein rußgeschwärztes und staubiges Gesicht wischte.

„Ich soll wieder in ihn schauen?!“, war es keine Frage von Harry, sondern eine widerwillige Feststellung und er blickte grimmig zu uns und keiner erhob Einwände.

Harry nickte entschlossen, schloss resigniert seine Augen und klappte in einer Sekunde zur Nächsten zusammen. Hastig griffen Blaise, Ron und Draco nach ihm und setzten ihn vorsichtig noch tiefer in die Nische auf den Boden.

In dem Moment kreischte ein Mädchen herzzerreißend, irgendwo in der Ferne und dieser mir so bekannte Ton, der kundtat, dass das Leben aus ihr floss, ließ mich bis aufs Mark erzittern und erschütterte mich. Wir alle sahen uns geschockt an. Sie war jung, das war kein DeathEater. Kannte ich sie? Und was war ihr zugestoßen? Ich versuchte, diesen Gedanken auszublenden und nicht daran zu denken, wie ihr Ende wohl abgelaufen war und was ihr dabei alles widerfahren war, um so einen gequälten Schrei von sich geben.

Indes spähte ich wieder den Korridor auf und ab und hielt meinen Zauberstab im Anschlag. Ron hatte sich zur anderen Seite gestellt und spähte dort hinunter, während sich Astoria um Harry kümmerte und sich Draco und Blaise leise unterhielten.

„SPINNEN… Hilfe! Noch mehr! Ich hasse diese Viecher…“, rief Ron erregt, aber jetzt wesentlich gefasster als vorher.

Ich wirbelte herum und sah mich einem Prachtexemplar von Aragogs Brut gegenüber, das viel zu schnell mit seinem mächtigen und haarigen Körper auf uns zu trippelte, mit klackernden Beißzangen und einem gierigen Blick in den großen runden Augen.

„S… stupor!“, stotterte Ron.

Der relativ schwache Schocker sorgte immerhin dafür, dass der Spinne eines ihrer Augen platzte und die blutwässrige Flüssigkeit die Wände tränkte. Sie heulte wütend vor Schmerz auf und klackerte mit ihren Kieferzangen, absolut ekelig.

„Avada Kedavra!“, rief Blaise ohne zu zögern.

Der grüne Blitz jagte aus seinem Zauberstab hervor und donnerte mit lautem Rasseln auf die Spinne zu, die im nächsten Moment tot umkippte.

„Ja!“, freute sich Ron stürmisch, als ihn Blaise musterte.

„Es war doch nur eine Acromantula!“, tat er leicht blasiert ab. „Mit allem anderen hätten wir sie doch sonst nur in Stücke gesprengt. Außerdem wollte ich keine Spinnenüberreste auf meinen Sachen“, sprach der Snob aus ihm.

„Natürlich, das wäre echt widerlich gewesen“, erteilte Draco ihm sofort überheblich Absolution und ich lächelte ein wenig zu gut unterhalten. Das waren Slytherins vom Scheitel bis zur Sohle.

„Er ist in der Heulenden Hütte!“, stieß Harry hervor, der Astoria aus seinem Blickfeld schob und sich langsam erhob. Er hatte von dem Schauspiel nichts mitbekommen. „Nagini ist bei ihm. Sie hat eine Art magischen Schutz um sich, irgendeine Blase. Er hat gerade Malfoy losgeschickt, um Snape zu suchen!“

„Der Lord ist in der Heulenden Hütte?“, fragte ich entrüstet ob dieses schäbigen Ortes und in Erinnerung an Bartys und mein Klavierspiel an selbigem. Es mutete makaber an.

„Er ist nicht bei seinen Truppen?“, fragte Blaise empört.

„Er glaubt nicht, dass er es nötig hat, zu kämpfen“, meinte Draco abfällig.

„Malfoy hat recht und außerdem weiß er, dass ich zu ihm gehen werde“, erwiderte Harry selbstgefällig.

„Warum?“, fragte Astoria mit Horror im Blick und ihre Hände krallten sich in Harrys Jacke.

„Er weiß, dass ich hinter den Horkruxen her bin. Er behält Nagini bei sich, offensichtlich muss ich zu ihm hin, um an das Ding heranzukommen“, sprach er zu Astoria nicht die ganze Wahrheit und dabei sah er mich an, wissend um die Lüge, die er ihr gerade auftischte.

„Klar“, sagte Ron entschlossen und straffte seine Schultern. „Deshalb kannst du nicht gehen, das will er ja, das erwartet er!“

„Was habt ihr vor?“, fragte Blaise mit zweifelndem Ton.

Hermiones Sicht Ende

Severus Sicht

Nach meiner so genannten Flucht aus Hogwarts, ich nannte es eher würdevollen Abgang, landete ich am Rande des Verbotenen Waldes.

Absichtlich Abseits von Lucius‘ Angriffslinie, da er die meisten Truppen oberhalb des Felsvorsprungs versammelt hatte und wandte mich dem unter der leuchtenden Kuppel hell erleuchteten Hogwarts zu!

Was für ein erhabener Anblick, so stattlich und uneinnehmbar. Leider ein Trugschluss, wie mir zu meinem Leidwesen sehr gegenwärtig war und wie sich alsbald auch zeigen würde. Ich sah in die Zukunft und wusste, dass das altehrwürdige Schloss in Trümmern vor uns liegen würde, denn die Schutzzauber würden nicht ewig halten, nicht gegen den Lord, wenn er seine Magie zusammen mit dem Elderstab walten lassen würde.

Dann traf mich ein Schmerz in meinem Arm und ich umfasste ihn, packte fest zu. Es war, als würde das DarkMark ein Eigenleben entwickeln und sich aus der Haut schälen wollen. Der Arm fühlte sich an, als würde er absterben. Ich kanalisierte mit eisernem Willen den Schmerz und fühlte dadurch die Wut des Lords hautnah mit. Anscheinend waren Potter und Anhang mal wieder mit ihrem verdammten Glück erfolgreich gewesen. Die Schmerzensschreie der so hartgesottenen DeathEater wehten zu mir herüber. Aber eines musste man dem Lord lassen, er war sauer und das so richtig. Er war außer Kontrolle und außer sich vor Zorn und einige Wenige erkannten es und sahen skeptisch, um nicht zu sagen ängstlich und hoffnungsvoll zu Lucius, während ich mich weiterhin im Abseits hielt, verschmolzen mit den Schatten der Nacht.

Noch bauten die Lehrer die Schilde auf und ich eilte trotz der Schmerzen weiter und kontrollierte die Außenmauern und war mit meiner Arbeit zufrieden, während ich mit wallendem Mantel den Rand des Waldes abschritt und mitverfolgen konnte, wie der Lord hoch oben auf dem Vorsprung in einer schwarzen Wolke mit Nagini um die Schultern mit einem großen Wow-Effekt ankam und den Angriff startete. Nur er griff das Schild mit einem konstanten Fluch an und erst dann donnerten abertausende von Flüchen ihm hinterher. Sie flogen im hohen Bogen durch die Luft und krachten wie Kanonenkugeln auf das goldene Schild.

Die dunkle, klare Nacht wurde zum bunten, flammenden Tag!

Und langsam, aber sicher entstanden flackernde Risse in dem goldenen Schild, die einige DeathEater nutzten, um hinter die feindlichen Linien vorzudringen.

Bis plötzlich wieder ein Schmerz über uns hereinbrach, dessen Auslöser der Lord war, aber er brach seinen konstanten Angriffszauber auf das Schloss nicht ab, viele andere mussten jedoch mit sich kämpfen. Potter schien es wieder geschafft zu haben, den Lord in Wut zu versetzen. Dieser Junge war wahrlich ein Sargnagel zum Ende des Lords. Ich konnte mir dessen Frustration mehr als genug vorstellen, da musste ich seinen Zorn nicht auch noch fühlen. Auf einmal sackte der Boden unter meinen Füßen hinunter und ich ruderte wenig erbaulich mit den Armen, bis ich wieder auf festem Boden aufkam und beinah sofort wieder ein Beben durch mich ging. Das war aber ein eigenwilliges Erdbeben, wie ich fand. Viele der Truppen hinter dem Lord gingen unprätentiös zu Boden und ich riss meinen Kopf zurück, da ich wahrnahm, wie sich die Wipfel einiger Bäume bedenklich tief beugten und dann sah ich den Grund.

Die Riesen!

Zwei Stück, riesengroß und potthässlich wie die Nacht, marschierten stumpf und ohne auf ihre Füße und das, was sie darunter zu Matsch verarbeiteten, zu achten, unbeirrt auf Hogwarts zu. Viele Männer des Lords mussten sich mit Apparitionssprüngen in letzter Sekunde in Sicherheit bringen und auch ich verschwand in einem schwarzen Nebel, um alles weitere aus einer sichereren Position zu verfolgen.

Ich blickte auf eine große Ansammlung von Snatchern, die sich vor der hölzernen und überdachten Brücke positioniert hatte und dachte, als Anführer Scabior auszumachen, Hermiones Schoßhündchen.

Plötzlich ertönte ein empörtes Grollen hinter mir und ich konnte mit erhobener schwarzer Braue verfolgen, wie plötzlich weißsilbrig glänzende Einhörner ihr Horn in die übergroßen Füße der Riesen schlugen und diese gepeinigt vor Schmerz aufjaulten und das Blut aus großen Wunden über die nackten, verhornten Füße floss und den Waldboden schmutzig braun verfärbte.

Wobei ich mehr als erstaunt war, dass sich die sonst so scheuen und zurückhaltenden Einhörner einmischten und das gerade in einen Kampf, in einen Krieg. Sie waren keine Wesen, die töteten, das entsprach nicht ihrem Naturell. Sie waren friedfertige Wesen, die keinem Wichtel etwas zuleide taten und doch schillerte ihr sonst so weißes und makelloses Fell in einem grellen Rot. Und dann erkannte ich auf einmal ihren Wert, da die Linien der DeathEater und Snatcher bedenklich ins Wanken gerieten, weil sie auszuweichen versuchten. Die DeathEater und die anderen Wesen hatten allein vor dem Fluch der Einhörner, vor einem verfluchten Leben, Angst und hielten sich zurück. Sie hatten einen regelrechten Horror davor, diesen Tieren etwas zu tun und so setzten die silbrig glitzernden Tiere ihre Hörner und Hufe ein, um alles um sie herum zu verletzen, aber nicht um es zu beenden.

Dafür waren andere zuständig, denn noch beeindruckender war die Attacke der Thestrale, die das übernahmen, was die Einhörner nicht fertigbrachten und erstaunlich wenig Skrupel kannten. Es war eindrucksvoll, in was für einer rasanten Geschwindigkeit sich die Thestrale wie Raketen in den Himmel erhoben, nur um dann in einer todbringenden Schnelligkeit hinabzusausen und alles was sie zu bieten hatten einzusetzen, um zu verletzen. Gerade donnerte einer auf den Kopf eines aufbrüllenden Riesen und verpasste ihm eine große Delle an seiner platten Stirn. Das Blut spritzte und lief dem Riesen in Bächen über das Gesicht und tropfte hinunter und taufte die silbrigen Einhörner rot, ein schaurig schöner und einmaliger Anblick.

„Ghhrrr!“, ertönte es dröhnend.

Der Riese mit rötlicher Haut, sowie kleinen, hornartigen Wulsten über seinen Augen, die ihm eine Ähnlichkeit mit einem Oger verliehen, kämpfte wie wild, schwankte aber bedenklich. Abertausende von dicken Wurzeln schossen aus dem Boden von Hogwarts und fesselten seine Füße, rankten sich hoch und brachten dieses große, unförmige Individuum zu Fall. Die Wurzeln zogen ihn hinab, hielten ihn am Boden und gerade fesselten sie seine Handgelenke und jetzt legte sich tatsächlich eine Schlinge um seinen Hals und die Wurzeln versuchten, ihn zu erwürgen. Ein Bild, das man nicht so schnell wiedersehen würde und dieser Anblick fesselte mein Interesse. Ich beobachtete, wie sich die Nüstern eines rotglänzenden Einhorns blähten und es mit seinem grellroten Horn in die Luft stieß, um einen Snatcher hochzunehmen und nach hinten über seinen Rücken hinweg zu werfen, da dieser dem Riesen hatte helfen wollen. Sofort bohrte sich das Horn in die Seite des Riesen und ein Thestral stieß seine Hufe in ein Auge des Riesen, der laut aufbrüllte. Eines musste man den Einhörnern und Thestralen lassen, sie wussten, zu kämpfen. An sich war es logisch, dass der Lord die Bewohner des Waldes gegen sich aufbringen würde, wenn die Riesen dort fröhlich und ohne Angst vor Verlusten alles plattwalzten, was ihnen vor die unvorstellbar großen Füße kam.
Es war faszinierend und ein Bild für die Götter, als der andere Riese über das steinerne Viadukt gen Hogwarts wankte, da die Löcher in dem goldenen Schild immer größer wurden. Das Viadukt überspannte einen großen Abgrund und verband die Gegenden mit dem Viadukt-Hof. Dort lief ein Geländer, hergestellt aus Stein, auf jeder Seite des Viaduktweges, um Abstürze von Leuten zu vermeiden, ebenso wie Eisenfackeln, welche sonst für malerische Beleuchtung sorgten.

Minerva hatte mit dem Piertotum Locomotor die Rüstungen und Statuen verzaubert und sie auf dem Viadukt stationiert, um das Schloss zu schützen. Diese stürzten sich mit Feuereifer auf den Riesen, genauso wie die Tierwesen. Aber auch auf die DeathEater, die bewehrt in ihren Masken vorwärts drängten. Kurz darauf sah ich den fliegenden Hagrid in ein oberes Stockwerk hinein donnern. Bisher war mir unbekannt gewesen, dass er dazu in der Lage war, aber mein Sarkasmus ging mit mir durch. Währenddessen brüllte sein wilder Riesen-Halbbruder verzweifelt nach ihm und soeben riss er sich gerade einen Wasserspeier vom Dach herunter, um damit auf den einen Riesen loszugehen, der Hagrid das Fliegen beigebracht hatte. Es wirkte zum Teil recht chaotisch und gerade zermalmte Grawp einen DeathEater unter seinen Füßen.

Doch letztendlich riss ich mich von dem Anblick los, da meine Instinkte Alarm schlugen, sodass ich eilig auf einen Baum sprang und versuchte, die sonderbaren Geräusche in meinem Rücken zuzuordnen. Ich hatte keine Sekunde zu früh reagiert, da sich diese ungeheuer großen Spinnen, die Acromantulas, wie ein wuselnder Teppich Ameisen über das Gelände ergossen und auch den noch zuckenden, aber sichtbar apathischen Riesen unter sich begruben. Als nächstes konnte ich das Trampeln dröhnender Hufe ausmachen und kurz danach brachen die Zentauren aus dem Wald und sie schossen einen wahren Pfeilregen auf diese unheilige Brut an Spinnen nieder.

Was wohl die Zentauren veranlasst hatte, an einem Krieg teilzunehmen, der in ihren Augen nicht sie betraf, würde mir wohl auf ewig schleierhaft bleiben, da die Sterne bekanntlich nicht mit mir sprachen. Als ein Zentaur von einem Fluch getroffen tot zu Boden sackte, gellte ein unermesslich lauter Schrei über die Ebene und mein Herz zog sich ruckartig zusammen. Der Dark Lord brüllte all seine Pein hinaus und der Schutzschild bäumte sich ein letztes Mal flackernd und blitzend auf, bevor er abrupt in sich zusammenbrach und Hogwarts vollständig ungeschützt zurückließ.

Jedoch passte der Schrei nicht zu einem Jubelruf, sondern eher zu dem eines verzweifelten Mannes, der seine letzten Kräfte mobilisiert hatte, um mit Allgewalt den magischen Schutz um Hogwarts zu brechen.

Es war beeindruckend, zu was für einer unglaublichen Macht der Lord in der Lage war. Denn ich wollte behaupten, dass es mir nicht gelungen wäre, diesen standhaften magischen Schutz um Hogwarts vollständig zu brechen. Aber ich hatte niemals die Kraft des Lords angezweifelt, er war ein imposanter Magier.

Mein Augenmerk fuhr zu der langen überdachten Brücke aus Holz, vor der sich eine Horde Snatcher versammelt hatte, die von dort in den rückwärtigen Teil Hogwarts eindringen wollten. Warum zur Hölle stand diese Brücke noch? Es sollte Draco und Hermione bewusst sein, dass dies eine besonders gefährdete Stelle war und vernichtet gehörte. Ich war wahrlich nur von langsam agierenden Idioten umgeben.

An der Schlossseite begann die windschiefe Brücke am Glockenturm, wo Dean Thomas gerade Seamus Finnigan hoch half, da dieser im Konstrukt unterhalb der Brücke herumgeklettert war und so standen sie nun da, weshalb ich mich in Bewegung setzte, um von einem anderen Baum aus einen besseren Blick auf sie zu haben. Sie wirkten erregt und wedelten schreiend mit den Armen zum anderen Ende der Brücke hin. Ich folgte ihrer Blickrichtung zum alten Steinkreis und entdeckte Longbottom.

War dieser Junge irre?

Nach dem Fall des magischen Schutzschildes stand er allein der Horde gegenüber und soeben eilte das Grauen meiner Lehrerzeit in einer Geschwindigkeit, die ich ihm nie zugetraut hätte, in die Richtung seiner Freunde. Verfolgt wurde er von den Snatchern, die nur darauf gewartet hatte, von dort aus Hogwarts zu erstürmen. An vorderster Front der Verfolger machte ich tatsächlich das Strähnchen aus, das wild brüllend über die Brücke donnerte. Kurz bevor Longbottom den sicheren steinernen Boden erreichen konnte, ging ein Ruck durch die schiefe und viele Jahrzehnte alte Holzkonstruktion, die in schwindelerregender Höhe über der tiefen Schlucht thronte und die vermutlich bereits zu Zeiten ihrer Errichtung nur dank der Magie nicht zusammengebrochen war. Eine Reihe dumpfer und knarzender Geräusche durchbrach das Kampfgeschrei der Horde und wenig später konnte ich mit einer Mischung aus Trauer und Zufriedenheit verfolgen, wie das gesamte Bauwerk absackte. Dieser Sprengteufel Finnigan schien seine Finger im Spiel gehabt zu haben, denn das alte Holz barst, splitterte, ging in Flammen und teilweise direkt in Rauch auf. Stück für Stück zerbrach die Brücke in ihre Bestandteile. Die wenigen Stützbalken, die nicht direkt durch die Explosionen zerstört wurden, konnten die Last nicht lange tragen und schon stürzten die angreifenden Snatcher schreiend hinunter in die finsterte Schlucht und verschwanden in dem tosenden, schäumenden Fluss darunter.

Ja, eine wahrlich große Masse an Snatchern fiel mit rudernden Armen und um ihr Leben kreischend in den sicheren Tod.

Longbottom hatte das Ende nicht vor der Sprengung erreicht und drohte mit in den Abgrund gerissen zu werden und hechtete mit einem todesmutigen Sprung zum sicheren Gestein, ebenso wie Finnigan, der ebenfalls einen Hechtsprung hinlegte, der es in sich hatte, um Longbottom am Rand des Abgrundes zu fassen zu bekommen.

Im gleichen Moment wie der Gryffindor machte auch Scabior einen gewaltigen Satz zu den rettenden Felsen hin und krallte sich am Gestein auf der anderen Seite fest.

Indes schien Lucius den Ansturm auf das Viadukt unter den Truppen ausgerufen zu haben. Es war ein wahres Schlachtfeld und die Leichen und zertrümmerten Rüstungen türmten sich zu kleinen Haufen über die die Nachkommenden klettern mussten, um in den Viaduktvorhof und den Glockenturmhof zu gelangen.

Währenddessen hing Scabior noch immer in den Seilen und brüllte etwas hinauf zu den drei Jungs. Dean Thomas war gerade dabei, seinen Kameraden zu helfen, anschließend schritt er ohne Zaudern bis an die Abbruchkante und linste über diese hinweg zu dem verzweifelten Mann. Energisch stampfte Thomas mit dem Fuß auf und erst verstand ich nicht, weshalb er das getan hatte. Ich öffnete erstaunt den Mund, denn als das Strähnchen seine Hand wegriss war klar, dass ihm der Gryffindor auf die Finger getreten hatte, woraufhin Scabior seinen Halt verlor. Er konnte sich nicht mehr halten und stürzte ebenfalls rudernd und kreischend hinab in die finstere, felsige Schlucht, seinen Kameraden hinterher.

Tja, das war’s dann wohl mit den edlen Vorsätzen dieses Hauses und hoch oben, dort wo sich bisher Scabior festgehalten hatte, hing ein einsamer roter Schal. Es wirkte wie ein Mahnmal, an diesen Tag, er hatte sich an der grauen Felswand an einem Vorsprung verfangen und wehte flatternd im Wind.

Keine Gnade!

Keine Gnade für nichts und niemanden, als mir einfiel, dass Thomas auch im Malfoy Manor gewesen war, als Gefangener von Scabiors Snatchergruppe. Keinen Dunst, was sie ihm in seiner Gefangenschaft angetan hatten, dass dieser sonst so rechtschaffende Gryffindor kompromisslos handelte, aber ich wollte gespannt sein, wie Hermione auf den sehr wahrscheinlichen Tod Scabiors reagieren würde.

War es ihr egal?

Eine spannende Frage. Der rote Schal löste sich mit einem Ruck durch das Gezerre des Windes und wurde wie ein sachtes, seidiges Windspiel in der Luft getragen. In unvorstellbarer Langsamkeit tanzte er in all seiner Schönheit in der Luft und flatterte hinab wie ein verlorengegangenes Symbol, dass nichts und niemand in einem Krieg sicher war, während hinter ihm die Kulisse des brennenden und beschädigten Schlosses das melodramatisches Bild unterstrich.

„Severus.“

Severus‘ Sicht Ende

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BeitragThema: Re: Kapitel 659-660   Kapitel 659-660 EmptyDi Jul 02, 2019 5:40 am

tja... queenie duckt sich und läuft weg...

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BeitragThema: 660. Eine gute Nacht zum Sterben    Kapitel 659-660 EmptyMi Jul 31, 2019 12:53 am

Hallo meine liebe Leserschaft,

es tut mir Leid, das ich noch nicht zum Beantworten der Rev´s kam, aber ich dachte ihr hättet lieber das Kap!

Ich werde jedes Rev noch beantworten und freue mich über die Rückmeldungen die eine riesen Motivation sind. Wir wünschen ganz viel Spaß beim lesen
glg
Team + queenie



660. Kapitel Eine gute Nacht zum Sterben

Hermiones Sicht

Was für ein Chaos. Leute rannten wie aufgescheuchte Hühner hin und her und manchmal war gar nicht auszumachen, ob Freund oder Feind. Hinzu kam Blaises Frage, was wir vorhatten, aber bevor wir antworten konnten, schrie auf einmal Arthur „Rookwood!“ und spurtete dem wirklich großen DeathEater wie irre hinterher und jagte ihn mit zischenden Flüchen vor sich her. Es wirkte auf mich wie ein kleiner Privatkrieg und derart fuchsig hatte ich Arthur noch nie gesehen.

Ob er schon von Fred wusste?

„POTTER!“, donnerte es plötzlich über uns von zwei maskierten DeathEatern, die sich auf der Treppe befanden, vor der wir standen. Doch bevor sie ihre Zauberstäbe überhaupt hochrissen, feuerte ich einen Zauber, wie aus der Pistole geschossen, ab.

„Glisseo!“

Mein Zauber schlug ein und verwandelte die Stufen unter ihren Füßen zu einer steilen Rutschbahn, die ihnen jeglichen Halt nahm, wodurch sie rasant in die Tiefe gerissen wurden. Sie kreischten auf, da sie nicht bremsen konnten und kurz wirkte es, als würden sie in der Luft verharren, bevor es für sie hinabging und gerade noch so eben lösten sich ihre Schockzauber aus ihren Zauberstäben. Wir hatten Glück und die Zauber verfehlten uns knapp und schlugen hinter uns im Mauerwerk ein.

„Duro“, schleuderte ich mit kalkulierendem Blick in die Richtung, in die sie rutschten, meinen verhärtenden Zauber auf den Wandteppich, der in der Sekunde, in der sie einschlugen, sein Ziel traf. Es gab sehr unschöne, laute und Übelkeit erregende Knirschgeräusche, die zu uns heraufdrangen, da der Teppich unter ihnen versteinerte und die DeathEater zerschmetterte. Tja, die waren so was von hinüber, kein schöner Anblick, wie das Blut von der harten Masse tröpfelte, aber effektiv.

„Nette Idee“, raunte mir Blaise augenzwinkernd zu, während Draco mir einen zweideutigen Blick zuwarf und die Mundwinkel zu einem schiefen Grinsen verzog.

„Zurück“, rief Ron erschrocken und wir alle sprangen zurück von der Treppe und drückten uns an die Wand, denn schon rauschte eine polternde Karawane an uns vorbei, die sehenswert war.

„ATTACKE!“, brüllte Professor McGonagall mit einem unerwarteten und minimal unpassenden Enthusiasmus.

Sie stürmte einer Furie gleich um die Ecke, verfolgt von einer Horde wütender Pulte, die sie anführte. Diese abstrakt anmutenden Schulpulte folgten ihr im Schweins-Galopp in die Schlacht. Sie donnerten an uns vorbei und es war ein beeindruckender Anblick, wie unsere altehrwürdige Professorin alles aus dem Weg pustete, was ihr vor die Flinte, in dem Fall den Zauberstab, kam. Ihre Frisur hatte sich völlig aufgelöst und auf einer Wange prangte eine klaffende Wunde. Das Blut lief an ihrer Wange herunter und verlieh ihr ein verwegenes und furchtloses Aussehen. Sie wirkte durchwegs eindrucksvoll und wenn um uns herum nicht so viele sterben und ihr Leben lassen würden, hätte ich behauptet, es machte ihr tatsächlich Spaß. So wild wie es in ihren Augen funkelte und so bewegt, wie sie, einem jungen Mädchen gleich, den Zauberstab schwang.

Als die Herde endlich vorbeigezogen war, warf Harry den Tarnumhang wieder über sich und Ron. „Wir gehen“, meinte er aus dem Nichts mit hörbarer Entschlossenheit zu den Slytherins.

„Wir folgen euch“, beschied Draco und ich erstarrte abrupt, ebenso wie Draco neben mir.

Ein Jaulen!

Eindeutig. Auch Draco riss die Augen weit auf. Das kannten wir noch von den Überfällen auf die Dörfer und Städte. Dieses unheilverkündende Jaulen, das kundtat, dass die Wölfe kamen.

„Ich dachte, die halten sich raus?“, kam es leicht perplex von Draco und ich konnte nur denken, dass Patrick ja auch noch nicht im Schloss gewesen war, bei ihr, bei Lavender, und so biss ich ziemlich fest die Zähne aufeinander.

Mist!

Ich musste das verhindern, ich musste zu Fenrir, ich musste… ich rannte ohne ein weiteres Wort los, in den nächsten Stock hinunter und je tiefer ich kam, desto mehr und erbitterter wurde gekämpft als im Stock darüber. Hier wurde alles in Schutt und Asche gelegt. Die Portraits hatten in diesem Teil noch nicht ihre Gemälde verlassen, sondern feuerten die Kämpfer von Hogwarts frenetisch an und beleidigten die DeathEater, was die Kakophonie der Schlacht nur noch undurchsichtiger werden ließ.

Natürlich war mein Fokus, die Wölfe zu finden, aber ich hatte meine Augen und Ohren überall und so bemerkte ich sehr wohl, dass die Jungs, verborgen unter dem Tarnumhang, Todeszauber auf jeden DeathEater abschossen, der in ihre Schussbahn kam.

Colin, woher er auch immer kam, kämpfte mit einer erschreckenden Inbrunst gegen Dolohov. Anscheinend war er mit den Riesen zusammen eingedrungen und gerade fing sich Dolohov eine Ganzkörperklammer von Parvati ein. Indes stand Luna an Colins Rücken und kämpft wie eine wildgewordene Veela gegen eine Frau, die ich nicht kannte. Ich hätte den beiden gerne geholfen, doch sie bewegten sich alle so schnell, dass es unmöglich war, einen präzisen Zauber abzufeuern. Hier unten kämpften viele Lehrer, Schüler, Rüstungen, Statuen und DeathEater gegeneinander.

„Warte! Wir müssen helfen!“, riefen mir die Jungs zu und doch trieb mich das Jaulen weiter, sodass ich gar nicht reagierte, sondern weiterlief.

„Ouiiiieee!“, kündigte dieser Schlachtruf den Poltergeist an, den er seit ewigen Zeiten sein Eigen nannte.

Peeves tauchte urplötzlich vor mir auf, woraufhin ich dann doch stoppte und in Deckung ging, da er in Begleitung des geisterhaften und doch so plastischen Fred zusammen den langen Korridor herunterschoss und sie Lunas und Colins Gegner mit Snargaluff-Kokons bewarfen.

„Uhu.“, „Ihr Arschgeigen.“, „Genießt die giftigen Stacheln!“, „Yeah, getroffen!“, jubelten die beiden Unholde, genossen ihre Tat und schossen schon wieder davon.

Die Getroffenen schrien entsetzt und gepeinigt auf. Kein Wunder, gehörte diese Pflanze doch zu den fleischfressenden Pflanzen der Welt. Wer Snargaluff-Bäume pflegte, musste stets Schutzhandschuhe, einen Mundschutz und eine Schutzbrille tragen und war trotzdem nicht vor Verletzungen sicher. Die Getroffenen rangen mit den Kokons, die ihre Köpfe mit ringelnden, grünen, fetten, wurmartigen Knollen befielen.

Dabei hatte die unmaskierte Frau die meisten Kokons abbekommen und sie schwoll an, während sie versuchte, sich von den Kokons zu befreien, die sich mit ihren kleinen Stachelhärchen an ihr verhakten. Zu unserem Pech war auch Rons Kopf von einer Handvoll Kokons getroffen worden, aber wenigstens verhinderte der Umhang, dass die Jungs die unschönen Seiten des Kokons kennenlernten, während die schleimigen grünen Wurzeln viel zu auffällig frei in der Luft hingen. Sie schwebten, während Ron versuchte, sie abzuschütteln.

„Da ist jemand unsichtbar!“, schrie ein anderer maskierter DeathEater, der eben gerade dazustieß und sofort auf die Jungs feuerte.

Colin brachte den Mann mit einem grünschillernden Avada umgehend um und mir blieb tatsächlich der Mund offenstehen. Dass Colin das so leichtfiel, rang mir Hochachtung ab und zeigte, dass die BL alles richtig gemacht hatte. Nur nutzte Dawlish die Gelegenheit und schoss in dem Moment einen Avada Richtung Colin, als Vergeltung. Aber Luna war schneller und sprang mit einer Rüstung dazwischen, die den Todesfluch abbekam und wehrte damit den Zauber ab und traf Dawlish mit ihrem eigenen.

„Awww“, entrang sich dem getroffenen Dawlish, während der unschöne Eingeweide-Ausweide-Fluch seine grauenhafte Wirkung tat.

Die Gedärme wanden sich eng und gespannt um den Oberkörper, wie glänzende, frisch gemachte Würste beim Metzger, der Magen spannte sich prall, bis zum Platzen, das Herz zeigte sich stark gemasert, die Leber dunkel, die Nieren konnte ich in dem Knäul auch noch ausmachen. Wie gesagt, dort lag kein Mensch mehr, sondern ein unförmiger Klumpen. Von Dawlish blieb nichts weiter als ein rohes Stück Fleisch übrig. Ein ekelerregender Anblick, man konnte seine Kleidung gar nicht mehr ausmachen, bei all dem Blut, Schleim und Gedärm, das ihn umwickelte und umschlang.

Ich war versucht, mir die Hand vor den Mund zu schlagen, da mir sofort Ted Tonks in Erinnerung kam und wie er in der Senke gestorben war. Das war ein furchtbarer Tod gewesen, aber je öfter man so etwas sah, desto mehr stumpfte man ab. Anders als die anderen übergab ich mich nicht und auch die Jungs hatten sich in der Gewalt, aber das war wahrlich ein gewagter Fluch, den sie hier gewählt hatte.

Tja, anscheinend ließ selbst Luna alle Moral fahren und mich ereilte die Weisheit, dass wirklich alles möglich war, wenn Menschen um ihr Leben kämpften. Dabei war es spannend, zu sehen, dass die DeathEater sich gegenüber den Schülern mit dergleichen Flüchen noch schwertaten. Sie wollten wohl nicht zu viel magisches, reines Blut vergießen, während unsere Leute schon lange über diese Ansicht hinweg waren und nach dem Prinzip „einer weniger“ agierten. Feind war Feind, Blut war egal.

„WEG!“, „Komm schneller!“, riefen Harry und Ron, ohne sich groß über die Gedärme-Bescherung zu erregen und als ich wieder ein Jaulen vernahm, hielt mich nichts mehr.

Wie auf ein Signal sprintete ich los, wie ein Schutzschild vor den Jungs. Ich sprang über Trümmer und zertrat mit einem ekeligen Geräusch die Snargaluff-Kokons und zermalmte auch die schmatzenden Eingeweide unter meinen Füßen. Am Absatz der Treppe, die ins Erdgeschoss hinabführte, sah ich Draco und wurde langsamer. Er war verletzt, eine Wunde an seinem Oberschenkel klaffte blutend und der Stoff seiner schwarzen Anzugshose war zerrissen. Er kniete vor einem Maskierten, der ihn bedrohte.

„Was schaust du so doof? Ich bin Draco Malfoy, hilf mir auf!“, fauchte er den DeathEater herrisch an und wirkte alles in allem abgeklärt, trotz der Schmerzen, die er mit Sicherheit hatte.

„Brauchst du Hilfe?“, rief Harry aus dem Nichts und da schoss Draco hoch, er bäumte sich auf und schnellte hinauf zu dem Mann vor ihm.

„Igitt!“, würgte Ron, während Draco mit einem fiesen Grinsen zu uns herumfuhr.

„Wieso, Potter, denkst du, mich eigentlich die ganze Zeit retten zu müssen?“, entgegnete Draco frech.

Er hatte seinen Zauberstab durch den Sichtschlitz des Mannes gerammt. Seine Zauberstabspitze war tief ins Auge eingedrungen, sodass er bis ins Hirn vorgestoßen war, woraufhin sein Gegner zuckend zusammenbrach und kurz danach reglos mit aus dem Visier herausragenden Zauberstab tot liegenblieb. Draco trat auf des Toten Schulter und zog mit Schmackes das Holz mit einem ekelerregenden Ploppen heraus, um dann das Blut und das Sekret an seinem schwarzen Sakkoärmel abzuwischen, dabei wirkte er durchwegs verwegen.

Die Luft war erfüllt vom Staub der herabfallenden Steine und dem schimmernden Licht der Zauber.

Auf der ganzen breiten Treppe und in der Halle wurden weiter Zweikämpfe ausgefochten, wohin ich auch blickte. Thorfinn Rowle kämpfte nahe dem Schlossportal erbittert mit Flitwick, der einem Wiesel gleich aufgeregt hin und her trippelte, gleich daneben duellierte sich ein Maskierter mit Kingsley. Arthur war noch immer mit Rookwood im Kampf, wobei beide ziemlich angeschlagen aussahen, denn Arthur blutete am Bauch, jedoch hatte Rookwood eine Platzwunde am Hinterkopf. Und da bekam Arthur auf einmal Hilfe in Form von Aberforth, dessen ehemals dunkelgrauer langer Bart in einem starken blutrot leuchtete und ihm ein sehr eigenwilliges Aussehen verlieh. Er griff Rookwood von hinten an und belegte ihn mit einem Schockzauber und Arthur zögerte nicht und beschwor Fesseln, die sich um Rookwood legten und ich schüttelte den Kopf aufgrund dieser unangebrachten Milde, aber ich musste selbst weiterkommen.

Alles rannte kreuz und quer, einige schleppten verletzte Freunde oder zerrten sie hinter sich her, um sie in Sicherheit zu bringen, andere zogen Gefangene mit sich. Was für ein unermessliche chaotisches Durcheinander.

Harry feuerte aus der Sicherheit seines Umhangs auf einen DeathEater, der Neville beinah mit einem Avada traf. Neville war wie aus dem Nichts aufgetaucht und fuchtelte mit den Armen voller giftiger Tentakulas herum, die sich munter um den nächsten DeathEater schlangen und ihn einwickelten und langsam, aber sicher das Leben aus ihm herauszupressen begannen.

Wir hielten uns nicht auf, sondern rannten und sprangen die Treppe hinab. Gerade als wir unten ankamen splitterte zu meiner Linken Glas, und das Slytherin-Stundenglas, das die Hauspunkte anzeigte, schleuderte all seine Smaragde heraus, sodass die Vorbeirennenden ausrutschten und strauchelten und ich uns selbst mit einem Protego vor den Scherben schützte.

„Fuck, STOPP! Oben!“, brüllte Harry und ich sah gerade noch rechtzeitig hoch, um vom Absatz zurückzuspringen, da von der Galerie über uns zwei Körper herunterstürzten und knirschend und leblos aufschlugen.

„Puh, das war knapp!“, meinte Ron mit bebender Stimme und ich stimmte zu, wenn die mich unter sich begraben hätten, wäre es für mich für immer vorbei gewesen. Aber so sprang ich locker über ihre zermatschten Überreste hinweg.

Dann machte ich Fred wieder aus, wie er sich in der Luft drehend als Geschoss durch kämpfende DeathEater hindurch schraubte und wie auf einen Startschuss machten es ihm die Hausgeister nach. Sie attackierten so gemeinsam die Angreifer und diese krümmten sich bei dem kalten Gefühl, das die Berührung mit einem Geist hinterließ und waren in dem Moment angreifbar und das nützten DA, BL, der Orden und die Lehrer mitleidlos aus und machten ihnen mal mehr und mal weniger den Gar aus.

„Was ist das?“, fragten die Jungs unisono mit hektischer Stimme und deuteten mit in die Luft zielenden Fingern auf eine viel zu schnelle Person, die durch die Masse schoss und ich stockte.

Ich hatte ihn gefunden. Das Wesen schoss vierbeinig in rasanten, aber unglaublich geschmeidigen Bewegungen durch die Halle. Fenrir selbst sah ein wenig ramponiert aus, aber das war nichts gegen seinen Gegner. Ein ziemlich angeschlagener Beta flüchtete vor ihm. Patrick war arg verletzt und hinkte mit panischem Gesichtsausdruck durch die Menge davon. Das Blut tropfte ihm aus einer Vielzahl von Wunden. Anscheinend kämpften die beiden schon seit dem Moment, als das erste Jaulen ertönt war und Fenrir schien aufgrund seiner Wut Kräfte in sich zu mobilisieren, die als abnorm zu bezeichnen waren. Sie beachteten keinen anderen, das war ihre eigene ganz persönliche Fehde und dadurch kam ihnen auch keiner in die Quere. Es war, als gäbe es nur sie beide und gerade erreichte Fenrir Patrick mit seinen Pranken. Es mutete an wie wenn ein Löwe eine Gazelle am Hinterteil berührte und sie damit völlig ausbremste, nur um im nächsten Augenblick seine Pranken tief in ihr Fleisch zu schlagen.

Patrick parierte und verpasste seinem Alpha einen Schlag in den Bauch und eine schnelle Rechte ins Gesicht. Fenrir taumelte kurz zurück und Blut spritzte im hohen Bogen und doch beeindruckte es Fenrir herzlich wenig, da er gerade seinen Kopf schüttelte und sogar ein gemeingefährliches Grinsen präsentierte, sodass seine Reißzähne gut zur Geltung kamen und ging zum Angriff über.

„Mach was!“, forderten die Jungs und ich bremste und fuhr herum zum Nichts hinter mir.

„Das sind Rudelangelegenheiten…“, meinte ich ausweichend und dabei war mir gegenwärtig, wie dämlich sich das anhörte.

Jedoch hatte ich bemerkt, dass sich keine anderen Wölfe hier tummelten, anscheinend war Fenrir allein ins Schloss gekommen und in mir keimte die minimale Hoffnung, dass wir es vielleicht doch nicht mit einem ganzen Rudel, das tollwütig auf Rache sann, aufnehmen mussten.

Soeben riss Fenrir Patrick in einer geschmeidig anzusehenden Bewegung hoch, als würde dieser nichts wiegen. Der Körper des Beta wirbelte in einem schwindlig machenden Bogen durch die Luft und er brüllte gepeinigt auf. Fenrir stemmte Patricks Körper mit einer unfassbaren Leichtigkeit weit hoch über seinen Kopf. Patrick hing an Fenrir herunter, Rücken an Rücken, während ihn Fenrir mit weit ausgestreckten Armen, die er unter den Achseln umfasste, über seinen Kopf in die Luft hielt. So stand Fenrir wie ein wandelndes Muskelpaket vor uns, dabei ragten Patricks Arme vertikal über seinen Körper hinaus. Das erinnerte an ein Kreuz und mutete äußerst makaber an. Patrick war ihm hilflos ausgeliefert, wie seine weit gespreizten Arme und sein schmerzerfülltes Brüllen bezeugten. Er hing dort hilflos wie Jesus am Kreuz.

Fenrir ging einige schwere Schritte mit ihm, dabei lag Patricks gesamtes Gewicht nur auf seinen überdehnten Armen, die bedenklich mit wippten und ich konnte das Reißen der Sehnen regelrecht selbst spüren. Kurz darauf beugte sich Fenrir mit dem über den Kopf gehobenen Opfer nach vorne und knallte Patrick in einem steilen, hohen Winkel ohne Mitleid und mit voller Wucht auf den Boden.

Dieses Manöver erlaubte Patrick nicht, sich in irgendeiner Weise zu schützen. Somit landete Patrick nicht einfach auf dem Rücken, er krachte in einer ziemlich schlechten Position mit dem Kopf vorweg auf den Steinboden, gerade knickte sein Kopf nach vorne ein, während sein Körper geradewegs mit vollem Gewicht auf der empfindlichen Halswirbelsäule lag. Ich dachte, das Knacken seiner Wirbel regelrecht zu hören. Es sah schmerzhaft aus und sein Genick hatte auf jeden Fall was abbekommen, möglicherweise war es sogar nicht gebrochen, aber so doch angeknackst, derart verdreht wie sein Kopf dalag und wie reglos der Rest seines Körpers nun aussah. Patrick brach sprichwörtlich in zwei Teile.

„NEEEEIIIINNNN“, gellte das schrille Kreischen von Lavender selbst durch all den Lärm bis zu uns auf die andere Seite der Eingangshalle.

Das war das Dümmste, was sie hätte tun können, da gerade Fenrirs Kopf zu ihr schnellte und er Witterung aufnahm und ich sah es kommen, er fletschte jetzt die Zähne, natürlich roch er es!

Selbst durch all die Gerüche der Schlacht, den Schweiß, das Blut und all die anderen undefinierbaren Ausdünstungen und den Gestank, erschnupperte er, dass sie schwanger, oder in ihrer Wortwahl eher trächtig, war.

Ich dachte sogar, zu erkennen, dass seine Augen vor Wut dunkelrot anliefen, wie die des Lords.

Abrupt wandte sich Fenrir von Lavender zu dem bewegungslos auf dem Boden liegenden Patrick. Dieser sprach hektisch auf ihn ein, aber jedes Wort schien Fenrirs Wut nur noch mehr anzuheizen. Plötzlich hob er seine Hände vor Patricks Gesicht und wandelte sie langsam zu seinen riesigen Werwolfspranken. Er fuhr die Krallen genüsslich aus und jeder in seiner Nähe bekam große Augen. Fenrir ließ alle miterleben und sehen, wie sehr er die Wandlung beherrschte. Er demonstrierte, weshalb er ein Alpha war und andere nicht, dann beugte er sich drohend hinab zu Patrick.

„Wahhh“, brüllte der wehrlose Beta auf, da Fenrirs Pranken zugeschlagen hatten.

Selbst auf die Entfernung hörte ich es knacken, da Fenrir den Brustkorb seines Betas mit einer spielerischen Leichtigkeit aufriss und mit einem Wisch das noch schlagende Herz herausriss, sich dann in den Mund stopfte, herzhaft zubiss und ein großes Stück herausriss. Während er den Rest des Herzens in Händen hielt, mampfte er verbissen auf dem zähen und rohen Stück Fleisch in seinem Mund herum, bevor er langsam schluckte. Kurz war mir, als würde die Zeit stillstehen und jeder in einem Moment der andächtigen Schockstarre verharren, zumindest die unwissenden Kämpfer. DeathEater hatten derartiges schon zu oft erlebt.

Ja, Fenrir unterstrich seine Dominanz als Alpha und verspeiste das Herz seines Widersachers mit großer Überzeugung. Diese Geste war reine Überlegenheit, reine Dominanz und so ließ er nun das nur angebissene Herz ausdruckslos auf den Boden fallen und mir war, als würde ein Backstein in meinem Magen landen. Zurück blieb Patricks geschändete Leiche mit den weit gespreizten Rippen und dem großen Loch in seinem Brustkorb, ein Anblick, der viele Schüler erschaudernd würgen ließ.

Lavender erlitt einen hysterischen Schreikrampf, während der blutbesudelte Fenrir Patricks bemitleidenswerte Überreste gleichgültig zurückließ und mit erschreckender Leichtigkeit auf Lavender zusprang, die überhaupt nicht in der Lage schien, sich zu rühren.

Sofort tauchten an ihrer Seite Greg und Padma auf. Sie verteidigten Lavender umgehend und beschützten sie mit wild geschleuderten Zaubern. Aber sie wurden davon überrumpelt, dass auch Fenrir seinen Stab zog und gekonnt schwang. Er parierte ihre Zauber gekonnt. Mit ein wenig Stolz gesegnet verfolgte ich interessiert, dass er so gut geworden war. Das Problem war nur, dass wir bei den Treppen standen und sich das ganze Drama auf der anderen Seite der Eingangshalle abspielte und dazwischen die Schlacht tobte.

Die Forderung der Jungs, zu helfen, brachte erstmal das Problem mit sich, durch die Masse an Kämpfenden hindurchzukommen und schon erreichte Fenrir Padma und hieb ihr seine Pranke ins Gesicht. Sie hob ab und flog davon. Sie wurde wie eine Puppe weggeschleudert, was Greg aufjaulen ließ. Nachdem er schon Vincent verloren hatte, ließ er alle Vorsicht fahren und sprang Fenrir wie ein tollwütiges Tier an. Aber dieser wischte den doch ziemlich großen und stattlichen Greg wie eine lästige Fliege von sich. Greg schlitterte über den Boden und war sichtlich benommen, als er zu seiner bewusstlosen Padma robbte, um sie mit seinem Körper vor all den Gefahren der Schlacht zu schützen.

Damit war der Weg frei und Fenrir schlenderte erstaunlich langsam auf Lavender zu. Wie der große böse Wolf, der das Lamm stellte. Lavender, die dem Alpha mit verheultem Blick entgegensah und ihren Bauch hilflos umschlugen hielt, wirkte nicht so, als wollte sie ihm die Stirn bieten, vor allem da sie ihren Stab gesenkt hielt. Ihr Kampfwille war in dem Moment erloschen, als ihr geliebter Patrick auf so grausame Art und Weise das Zeitliche gesegnet hatte.

Noch wollte ich nicht wirklich eingreifen, denn unsere Mission ging vor und war eine gänzlich andere, deshalb zögerte ich, vielleicht tat er ihr nichts, schlussendlich hatte er das Problem an sich beseitigt. Außerdem war Patrick Fenrirs Problem und gut, er durfte Lavender schon sagen, dass es ihre Schuld war. Man forderte den Alpha nicht heraus, ohne die Konsequenzen zu tragen, aber da passierte es. Er holte aus und traf mit einem Schlag seiner mächtigen Pranke ihren Schädel. Ihr Kopf ging mit und sie fiel mit verdrehten Augen zu Boden.

„NEIN!“, donnerte ich über all das uns trennende Chaos hinweg.

Ab da wurde es zu meinem Problem, denn ich war für Lavender verantwortlich und ich verteufelte Fenrirs Rachegelüste und schon kniete er brüllend über ihr und schlug seine Krallen in ihren Bauch. Sie bäumte sich kreischend auf und sackte dann zusammen. Ich sprang in den Slide und war in einem Bruchteil einer Sekunde bei ihnen. Ich fegte Fenrir mit einem Fluch rücklings von Lavenders blutendem Körper herunter. Weg von ihrem sich schwach regenden Körper. Um sie herum hatte sich schon eine Blutlache gebildet, die das Schlimmste befürchten ließ, indes schlug Fenrir in den weit entfernten, steinernen Geländerpfosten ein.

„Nein!“, rief ich, verzweifelt darüber, dass Fenrir total am Rad drehte und alles und jeden in seiner Raserei umbrachte und legte eilig einen Heilzauber auf Lavender, der zumindest die Blutung sofort stoppte.

Eine ohrenbetäubende Explosion ließ mich zu Fenrir herumfahren.

Mich blendete ein leuchtend weißer Blitz, da schon wieder eine Kristallkugel auf seinen Schädel donnerte und ich blinzelte die Helligkeit weg.

„Ich hab noch mehr davon, du tollwütiger Grimm!“, schrie Professor Trelawney über das Geländer gebeugt und starrte mit ihren bebrillten Glubschaugen zu ihrem Liebling Lavender.

Mit einer Bewegung wie bei einem Tennisaufschlag zog sie eine weitere riesige Kristallkugel aus ihrer Tasche und schwang ihren Zauberstab durch die Luft und ließ den Ball, in dem Fall die Kugel, quer durch die Halle sausen und zwischen ein kämpfendes Paar krachen, das sich geblendet die Augen zuhielt.

„Lavender! Hörst du mich?“, kreischte Parvati, die stockstarr um die Ecke schoss und gar nicht wusste, wohin sie zuerst blicken sollte und sofort begann, sich um ihre Freundin zu kümmern, da ihre Zwillingsschwester noch immer von Greg versorgt wurde.

Ich blickte auf Lavenders Gesicht, das ganz bleich war und ich zielte noch immer mit meinem Stab auf Fenrir, der schwer angeschlagen seinen Schädel hielt und versuchte, die Benommenheit abzuschütteln. In dem Moment schwang das schwere hölzerne Schlossportal mit einem lauten Quietschen auf.

„Was für eine Scheiße“, murrte ich genervt, denn sofort ergoss sich eine weitere große Anzahl an Riesenspinnen in die Halle und zwängte sich wie eine Horde zu groß geratener Ameisen alle zur gleichen Zeit hindurch.

Die Angstschreie gellten umgehend durch die Luft und schon wurde jemand von einer besonders großen Spinne mit deren Scheren hochgehoben und wollte denjenigen doch tatsächlich in Zwei schneiden. Er richtete hektisch seine Zauber gegen das Vieh und sprengte der Spinne den Kopf weg. Alle Kämpfenden, egal welcher Seite sie angehörten, zerstreuten sich mit großer Eile und rote und grüne Lichtblitze zuckten zwischen die angreifenden Monster, die schauderten und sich noch größer aufbäumten. Die Sauerei war unvorstellbar, die Acromantulas wurden zerfetzt und explodierten zum Teil. Sie verteilten ihre Innereien und ihre Extremitäten überallhin. Es war eine Schweinerei unvorstellbaren Ausmaßes.

„Auf was zum Merlin wartest du! Töte ihn!“, brüllte Greg vom Boden aus fordernd zu mir hin, aber ich rührte mich nicht und starrte nun wieder den reglosen und blutüberströmten Fenrir an.

Verletzt war auch er, ja, und über und über voll mit Blut, Blut der anderen, besudelt mit dem Blut von Patrick und Lavender. Er zeigte seine wahre animalische Natur. Er strahlte pure Aggressivität aus jeder Pore aus, während ihm das reine Adrenalin nur so durch die Adern gepumpt wurde. Er sah zum Fürchten aus, aber ich wusste, er fühlte sich betrogen, verraten und hintergangen und war verletzt auf vielerlei Arten und doch war ich wahnsinnig, überhaupt derart mitfühlend über ihn zu denken.

Er war ein Monster und verdiente den Tod!

Aber ich dann wohl auch, auch ich war mittlerweile ein Monster und das lähmte mich.

„Ich habe das Rudel im Verbotenen Wald gelassen“, meinte Fenrir plötzlich völlig ohne Zusammenhang zu mir hin und riss mich aus meinen Gedanken, während er sich langsam hochzuziehen versuchte.

Er war aufgewacht und mit einem Mal wieder so beherrscht und absolut kontrolliert wie ich ihn sonst immer kannte. Verschwunden war der Berserker, der über jede Leiche ging, die er finden konnte, wenngleich sein Äußeres eine recht aufschlussreiche Geschichte erzählte, denn ihm hingen die faserigen Fleischfetzen von Patricks Herzen zwischen den Zähnen, als er zynisch seine Lefzen fletschte und mehr Wolf als Mensch in seinen Gesichtszügen zu erkennen war.

„Hast du das…“, murmelte ich tonlos im Lärm der tosenden Schlacht.

Er bestätigte meine vorhergehende Beobachtung, dass er allein gekommen war. Aber er schien mich gehört zu haben, so wie er gerade zustimmend nickte. Als mich der Wutschrei von Parvati wieder zu Fenrir lenkte, deutete ich anklagend auf die Schwerstverletzte zu unseren Füßen.

„Warum sie? Also ihn… aber sie?“, stieß ich stockend aus und schüttelte wie betäubt meinen Kopf. „Du hättest sie nicht verletzen müssen!“

„Warum? Fragst du… gerade du, mich das ernsthaft?“, erwiderte Fenrir knurrend. „Ich habe meine Position klargestellt: Ich bin der Alpha!“, fauchte er jetzt und fletschte wieder aggressiv die Zähne. „Und tu du nicht so rum, gerade du weißt, dass ich Recht habe! Er hatte die Chance, mich zu schlagen, er konnte es nicht, fertig!“, sprach jetzt aus ihm eine gewisse Resignation und er ballte seine massige Faust und donnerte sie hart in das Mauerwerk.

„Und jetzt?“, fragte ich irritiert.

Er griff mich erstaunlicherweise weiterhin nicht an und folglich fiel es mir unheimlich schwer, ihm etwas anzutun, wenn nicht er der Aggressor war, gegen den ich mich verteidigen müsste. Ich konnte mich einfach nicht dazu aufraffen. Er schien zu bemerken, wie zwiegespalten ich war und ließ nun seine Wandlung fahren und sah mit einem Schlag nicht mehr ganz so Monster- und Werwolf-mäßig aus.

„Ich weiß, dass du wieder dieses unheimliche Ding mit mir durchziehen könntest“, hob er erstaunlich ruhig an und ich nickte knapp. „Ja, du könntest mich wieder in dieses Land der Dunkelheit entführen… aber überleg es dir gut…“, warnte er leise und Blut rann über sein Kinn, als er geräuschvoll auf den Boden spuckte.

„Warum? Warum sollte ich es nicht einfach tun?“, schrie ich ihn mit sich überschlagender Stimme an, die offenbarte, wie sehr es mich mitnahm.

„Weil das Rudel kommt, wenn ich nicht zurückkehre. Willst du das?“, fragte er eindringlich und musterte mich genau. Er war gut und er wusste es. „Andernfalls würden wir jetzt sofort… auf die Isle of Wight verschwinden und die Schlacht ohne unsere Einmischung hinter uns lassen!“, bot er mit einem verschlagenen Gesichtsausdruck an und ich erstarrte ob dieses unerwarteten Angebots.  

„Du würdest dem Lord deine Gefolgschaft verweigern?“, schoss es völlig perplex aus mir heraus.

Dass diese Möglichkeit bestand, riss mir regelrecht den Boden unter den Füßen weg. Ich meine, dass er es so offensichtlich machen würde, war bisher in meinen Augen undenkbar gewesen und das schob Lavender ziemlich rigoros aus meinen Gedanken.

„Ja“, meinte er todernst und ich schluckte trocken, dabei machte ich aus, dass sich mittlerweile einige Personen um Lavender kümmerten.

„Dann gehst du… jetzt? Sofort?“, fragte ich heiser und begann, meine Hände zu senken.

Natürlich war das, was er hier abgezogen hatte, unverzeihbar, aber gleichzeitig würde es uns die Wölfe vom Leib halten und niemand hier hatte auch nur im Ansatz eine Vorstellung davon, wie brutal der Kampf werden würde, wenn das Rudel auf der Seite des Darks Lords mitmischen würde. Es war ihnen vielleicht nicht klar, aber unsere Chancen würden exorbitant steigen, sollte ich darauf eingehen. Er bot mir hier viel an und doch haderte ich, ob ich seinen verlockenden Worten vertrauen durfte. In dieser Sekunde drehte er sich ostentativ um und präsentierte mir seinen ungeschützten Rücken. Ein riesiges Zeichen von Vertrauen, eine Geste, die es mir leicht machte. Das war so unerwartet und in diesem Moment so wertvoll und gerade trat ich einen Schritt vor.

„Greyback!“, ertönte ein herrischer Ruf und ich wirbelte herum. „Endlich!“, begrüßte Bill ihn gehässig und schickte Schocker um Schocker auf den ungeschützten Rücken des Werwolfs.

Bill war wie aus dem Nichts erschienen und griff umgehend an. Dabei verzerrte sich sein verunstaltetes, vernarbtes Gesicht voll der Wut und der Rachsucht. Aber Fenrirs Instinkte waren einfach zu fein, sodass er schnell schaltete und nicht nur geschickt auswich, sondern auch noch selbst mit Zaubern antwortete und ich eilig in einem Slide verschwand, um nicht selbst getroffen zu werden. So landete ich hinter Bill und wie von selbst hob sich meine Hand. Aber bevor ich zaubern konnte, um Bill kampfunfähig zu machen, schoss ein roter Strahl daher. Dieser traf Bill in die Seite. Er wurde von einem wortlosen Stupor weggeschleudert und stieß mit der Wand zusammen. Sofort wirbelten Fenrir und ich herum und blickten irritiert zu dem uralten Mann, der mit einem frechen Zwinkern zu dem Werwolf grinste und mit tänzerischer Leichtigkeit zu uns getrippelt kam.

„Für den Sonnenschein“, kam es jovial von Gellert, der indes mit einem einzigen Fingerzeig alle Angriffe gekonnt von uns fernhielt und kurz erlaubte ich mir die Frage, wo er bisher gesteckt hatte und doch ahnte ich es und war mir beinahe sicher, dass er bis jetzt wirklich bei Albus‘ Portrait gewesen sein könnte.

„Ich kenn dich!“, stieß Fenrir zutiefst lauernd aus, aber doch auch ein wenig beruhigt, während er Gellert musterte und mit erhobener Nase in der Luft rumschnupperte.

„Ich bin bekannt wie ein bunter Hund!“, erwiderte Gellert mit zynischem Genuss und wedelte geschickt mit seinem Stab durch die Gegend.

„Ja… ich erkenne Sie… Dark Lord vor einer langen Zeit, da war ich jung, sehr jung…“, meinte Fenrir knurrig und neigte sein mächtiges, haariges Haupt, in der Erkenntnis, einen Dark Lord vor sich zu haben, dem er Respekt entgegenbrachte.

„Wie schön, dass wir uns verstehen“, bekannte Gellert stolz darauf, als das bezeichnet zu werden, was er war und grinste zahnlückig und sah durchwegs gefährlich aus, zumindest in meinen Augen. Andere könnten sich täuschen lassen und einen alten, einen uralten Opa sehen, aber das wäre falsch gedacht und schon sprach er weiter.

„Und nun geh, das ist nicht der Platz für Werwölfe, du hast dein Werk vollbracht und jetzt verschwinde sofort!“, blinzelte ich leicht überrumpelt bei seinen nach einem Befehl klingenden Worten, die Gellert ohne Scheu an Fenrir richtete.

„Püppchen?!“, raunte Fenrir leise fragend und doch so laut, dass ich es durch den Lärm vernehmen konnte.

Natürlich nahm mich Lavenders Anblick mit, es war meine Schuld, dass es so endete und doch gestattete ich mir nichts als leichte Wehmut. Gerade passte Trauer nicht hierher, während ich beseelt war mit dem Wissen, an all dem, was Lavender passiert war, nicht unschuldig zu sein. Ich starrte wie betäubt auf das ganze Blut, welches sich schon über den Boden verteilt hatte und eine riesige Pfütze unter ihr bildete, obgleich ich und die anderen die Blutung gestillt hatten. Dann wanderte mein Blick zu dem sprichwörtlich zerbrochenen und zerfetzten Patrick und ich biss mir schuldbewusst auf die Lippen, bis sie blutig waren.

Wie sonderbar diese Frage anmutete, dachte er wirklich, mich beschützen zu müssen, vor Gellert? Als ich nur nickte, um Gellerts Wunsch zu unterstreichen, zögerte Fenrir kurz, tippte sich jedoch  plötzlich mit zwei Fingern gegen die Schläfe und schenkte mir ein verschmitztes Grinsen, bevor er ohne zu zögern durch ein zerstörtes Fenster hindurch sprang, um auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden.

„Er ist weg!“, „Du hast ihn gehen lassen?“, „Der ist weg!“, hastete Greg sichtbar fassungslos ans Fenster und blickte hinaus in die von bunten Blitzen durchzogene Nacht.

Ja, Fenrir war weg, er hatte auf Gellert gehört und suchte das Weite und ich hatte nichts getan, um ihn aufzuhalten. Aber was mich noch mehr beschäftigte war nur eine Frage: Würde ich ihn eines Tages wiedersehen?

„Was fällt euch ein?“, „Ihr helft dem Monster!“, „Ihr greift einen von uns an!“, „Hey, was soll das?“, fauchten Gellert und mich alle um uns herum an.

Selbst meine beiden Jungs, die aus dem Nichts zu uns sprachen, zeigten sich mit unserer Tat nicht wirklich einverstanden und ich holte erstmal tief Luft.

„Das ist mein Bruder, hoffentlich ist er nicht für länger ausgeknockt“, informierte Ron unsichtbar, wie er war, unnötigerweise und das machte es mir wirklich nicht leicht. Indes schlüpfte er unter dem Umhang hervor, um sich um Bill zu kümmern, der noch immer bewusstlos war.

„Warum lässt du den Werwolf gehen? Ich meine… hast du das mit dem Herz gesehen? Das war… widerlich!“, erregte sich der unsichtbare Harry und ich fuhr zu ihm, oder besser zu seiner Stimme herum.

„Harry… ich…. ufff, das mit dem Herzen, das ist nicht das was du denkst, es ist… sondern…“, rang ich um Worte, aber auch mit meinen Händen, die in der Luft herum wedelten. Wie sollte man das mit dem Herzen erklären?

Das war super gelaufen und ich hatte Fenrir tatsächlich gehen lassen. Verflucht, warum hatte ich das getan? Warum war ich dankbar, dass mir Gellert zu Hilfe gekommen war?

„Hört ihr auf, mir ist scheißegal was der Verrückte frisst!“, kreischte Parvati völlig losgelöst. „Rettet Lavender!“, fauchte sie fordernd und in dem Moment tauchte ihre Schwester Padma mit einem großen Kratzer auf der Wange gesegnet auf und begann, uns mit vor den Angreifern zu verteidigen, während wir diskutierten.

„Mach das mit ihr, was du mit diesem Weasley Twin getan hast!“, forderte Greg hart, der schlussendlich dabei gewesen war und wusste, was ich getan hatte, während ihn die Patil Zwillinge leicht überfordert ansahen und ich blinzelte irritiert.

„Woah, noch lebt sie! Noch lebt Lavender!“, wandte Ron mit bebender Stimme ein, während er Bills Wange relativ grob tätschelte und die große Beule auf der Stirn seines großen Bruders fachmännisch betrachtete.

„Ich… ich kann das nicht… nochmal… ihr versteht das nicht!“, meinte ich resigniert und ersparte mir einen Blick zu ihnen. Ich brauchte ihre vorwurfsvollen Blicke nicht zu sehen, um zu wissen, dass sie mich gerade nicht mochten und nicht verstehen konnten, dass ich das nicht nochmal tat. „Es tut mir so leid…“

„Du willst nicht!“, „Ihr hilfst du nicht?“, „Aber ihn lässt du entkommen!“, „Jetzt komm und hilf!“, donnerte es fordernd und ich seufzte verzweifelt und biss mir auf die Zunge, bis ich metallisches Blut schmeckte.

„Sie kann nicht!“, mischte sich da Gellert rigoros ein und fasste mich plötzlich mit seinen knochigen Fingern an meiner Schulter und ich zuckte unter der Berührung zusammen. „Nichts muss dir Leidtun, Sonnenschein!“, meinte er jetzt tröstend und wandte sich dann an die Gruppe, während ich mir über meine brennenden Augen wischte. „Sie ist zu schwach, um das nochmal zu machen… so eine Magie kann man nicht beliebig oft wirken“, meinte er helfend und er log noch nicht mal.

Denn es war so, selbst wenn ich gewollt hätte, es war nicht sicher, dass ich das nochmal schaffte und ich musste sparsam Haushalten mit meinen Kräften. Wenn galt es alles was ich hatte in Harry zu setzen und nur in ihn, jeder andere war da erstmal zweitrangig. Lavender war ein Kollateralschaden, der vorkam und deshalb nicht zu ändern, wie ich mir in einem mir Absolution erteilenden Mantra vorbetete.  

„Verflucht, wo ist der Wolf?“, kam Bill mit einem Mal zu sich und sprang aufgrund seines Adrenalinschubs wie von der Tarantel gestochen auf und taumelte, sodass Ron ihn eilig an den Schultern stützte.

„Fort“, meinte Ron zu seinem Bruder und dieser wirbelte herum und hielt sich dann schmerzhaft die Beule an seiner Stirn.

„Ihr konntet ihn nicht aufhalten?“, rief Bill aufgebracht. „Wo ist er hin, ich jage ihn!“, torkelte der Kampfwillige leicht unsicher umher und Ron packte ihn jetzt fest mit seinen vernarbten Händen.

„Lass gut sein, Bill.“, „Ja, der ist weg!“, „Und der kommt auch nicht zurück!“, informierten ihn die anderen flott.

„Ihr Enthusiasmus in Ehren“, schaltete sich Gellert gewichtig ein und als Bill ihm einen verschwommenen Blick schenkte, trat Gellert mit erhobenem Finger näher. „Eine kleine Lehrstunde, man greift niemanden von hinten an und das, was Sie traf, war nur ein leichter Stupor“, belehrte ihn Gellert von oben herab.

„Sie haben mich ausgeschaltet“, hauchte Bill sprachlos in seiner widerwilligen Erkenntnis.

„Sei froh, dass er es war und nicht die Schönste“, meinte Ron wenig hilfreich, da sich sofort Bills Blick verfinsterte und er vorwurfsvoll zu mir blickte. Dass auch ich ihn hatte ausschalten wollen, gefiel ihm gar nicht.

„Bill, du durftest ihn nicht von hinten angreifen, das ging nicht!“, beharrte ich kopfschüttelnd.

„Du spinnst!“, fauchte Bill jetzt und deutete auf die noch am Boden liegende Lavender, die unterdessen stabilisiert wurde.

„Dieses Monster hat gerade… Lavenders Bauch zerfetzt!“, überschlug sich Padmas empörte Stimme und ich sah sie erschöpft aus müden Augen an.

„La… Lavender“, stammelte Ron mit aufrichtigen Tränen und kämpfte sichtbar mit sich, nicht zusammenzubrechen und den Anblick, den sie bot, zu verarbeiten.

„Bist du jetzt zufrieden?“, fuhr Bill wieder bitterböse zu mir und ich musterte ihn aus zu Schlitzen verengten Augen.

„Bill, deine Rachsucht in Ehren, aber die Werwölfe verlassen gerade das Schlachtfeld… das bedeutet eine Partei weniger gegen uns und ganz ehrlich, das sehe ich schrecklich POSITIV!“, meinte ich jetzt entnervt, schlussendlich drängte die Zeit.

„Musst du so pragmatisch sein?“, keifte er mich empört an und verzog sein von Fenrirs Krallen vernarbtes Gesicht.

Da hob Greg Lavender auf die Arme und sie alle sahen uns an, als wären Gellert und ich irre, vielleicht war ich das auch, aber irgendwie verstand ich Fenrirs Wut und die Bredouille, in der er als Alpha steckte. Das Rudel würde seine Herrschaft nicht mehr anerkennen, wenn er nicht zeigte, wer der wahre Herr war. Lavender hatte es nie verstanden, aber das Leben hatte viele Tücken zu bieten und manchmal war es unklug, seinem Herzen nachzugeben. Sie hatte ihn herausgefordert und damit ihrer beider Schicksal besiegelt. Greg trug nun Lavender davon und verließ die Halle mit Padma und Parvati, um die Verletzte in Poppys Hände zu übergeben.

Aber noch hatten sich die Gemüter der anderen nicht wirklich beruhigt, als sie ein energischer Schrei herumfahren ließ.

„Ruhe! Es gibt nur einen wirklichen Feind und das ist dieser Dark Lord da draußen“, rief Gellert allen den wahren Feind in Erinnerung und als sie verstummten, fasste er meine Hände. „Mein Licht hadere nicht mit deiner Entscheidung! Es war ein Gefühl, ein Instinkt von dir, den Werwolf zu verschonen. Akzeptiere das als Fakt und nun geht euren unabdingbaren Aufgaben nach!“, sprach aus Gellert die Stimme der Vernunft und der Weisheit, die mit dem Alter kam.

Auch wenn es mir schwerfiel nickte ich knapp, als ich Harrys Hand auf meiner Schulter spürte, wie eine Bestätigung, dass er Gellert recht gab. Bisher hatte er sich ziemlich rausgehalten, oder aber er war zu sehr mit dem Lord in seinem Kopf beschäftigt, was auch immer und als Ron dies bemerkte, legte auch er mir eine Hand auf die Schulter, eine Geste, die Bill sehr missbilligend zur Kenntnis nahm, die aber gleichzeitig eine Bestätigung für mich war, dass Ron mich nicht wirklich in Frage stellte. Das tat unerwartet sehr, sehr gut und gab mir einen regelrechten Kraftschub. Wir alle starrten uns kurz mit vorwurfsvollen, aber auch verständnisvollen Blicken an und dann verschwand Harry plötzlich zusammen mit Ron. Er hatte den Tarnumhang wieder über sie beide geworfen und griff meine mit Blut verschmierte Hand und zog mich von dem andauernden Drama fort.

Ich stolperte hinter ihnen her und doch musste ich zurückschauen. Noch immer sprach Gellert  mit Engelszungen auf Bill ein und hielt währenddessen mit lässigen Schwenkern seines Zauberstabs alle Flüche von ihnen fern, ohne groß hinzusehen. Er war beeindruckend in seiner erhabenen Lässigkeit, der nichts und niemand etwas anhaben konnte. Dort auf der Erhöhung zu stehen war gefährlich, da sich gerade eine Spinne näherte, die Gellert soeben wie nebenbei in viel zu viele Einzelteile zersprengte, dabei schützte er sich geschickt gegen die Überreste.

Denn egal was gerade passierte, die Schlacht ging unerbittlich weiter und wir wussten das. Wir setzten unseren Weg gehetzt fort und wollten durch das Portal hinaus in den Vorhof, aber immer noch drängten sich durch die Eichentore eine Unzahl an Riesenspinnen. Die Kämpfenden in der Eingangshalle, ganz gleich wem sie angehörten, beschossen immer noch gemeinschaftlich die Spinnen mit Flüchen, da sie augenscheinlich keinen Unterschied zwischen uns allen machten und alles angriffen, was ihnen zwischen die Beißzangen geriet.

Da hob eine Spinne eine steinerne, gegen sie kämpfende Statue hoch und zermalmte sie zwischen ihren Zangen zu Staub. Indes wurde einem anderen unglücklichen Diener des Dark Lords ein Bein ausgerissen und das Blut spritzte nur so durch die Gegend und hinterließ an den Wänden ein abstraktes Muster. Der Verletzte lag währenddessen kreischend am Boden und versuchte hektisch, aber ohne großen Erfolg, den Blutverlust magisch zu stillen.

„Super, wie kommen wir hier lebend raus? Und dann noch bis zur Heulenden Hütte?“, stieß Ron atemlos schreiend über den Lärm hinweg aus.

„Tut ihnen nicht weh! Sie meinen das nicht so!“, rief Hagrid aufgebracht und rannte mit donnernden Schritten durch die Eingangshalle.

Doch bevor einer von uns etwas entgegnen konnte wurden wir von hinten umgestoßen. Hagrid schwang drohend seinem roten Schirm hoch über seinen Kopf und hatte uns schlicht aus dem Weg geschoben.

„HAGRID, NEIN!“, rief Harry tonlos überrascht von so viel gelebter Dummheit und ich stand mit offenem Mund da.

Er warf sich genau in die Mitte der Spinnen, verschwand regelrecht in einem Meer aus Arachniden und unter mächtigem Getrippel. Mit widerlich wimmelnden Bewegungen, zogen sich die Spinnen vor der heftigen Gegenwehr der Zauberer zurück. Dabei war Hagrid in ihrer Mitte und wurde mit ihnen aus dem Portal rausgetragen, gefangen in einer Masse von Krabbeltieren, die sich nun auf dem Schulhof befand.

„Also…. manchmal hat er echt einen Schaden“, kam es trocken von Ron, dessen Abscheu deutlich aus seiner Stimme zutage trat. Tja, nicht jeder wollte mit Acromantulas kuscheln.

„Aber sowas von!“, raunte Harry, während ich nur den Kopf schütteln konnte und wir die Vortreppe hinabliefen, hinein in den Vorhof, wo der Kampf noch verbitterter und todbringender tobte als im Inneren.

„Die Nordseite ist sicher! Hey, Hermione, wo ist Harry?“, stoppte Neville vor uns und ich musste die schnell gesprochenen Informationen erstmal aufnehmen.

„Hey, Nev…“, meinten Harry und Ron im Chor, ohne dass ich etwas sagen musste.

„Oh klar, hallo Jungs!“, lachte der verdeckte und blutverschmierte Neville zu dem Nichts, das die Jungs unter dem Tarnumhang waren und war nicht mal überrascht. „Also die überdachte Holzbrücke ist Geschichte. Seamus, Dean und ich haben sie pulverisiert und eine Horde Snatcher noch gleich mit“, verkündete er stolz und ich erstarrte.

„Das war so geil, der Anführer ist mit der Mannschaft hinein in sein Verderben…“, frohlockte Dean schadenfroh, der plötzlich ebenfalls bei uns auftauchte. „Dem Arsch habe ich es gezeigt, diesem Rothaarigen mit dem roten Schal“, meinte er auch schon erklärend, bevor ich überhaupt nachfragen konnte. Er hatte anscheinend noch eine Rechnung offen gehabt von damals, als er von Scabior geschnappt und ins Malfoy Manor verschleppt worden war und ich kämpfte mit meinen Gefühlen, um diese Informationen zu verdauen.

„Scabior“, wisperte ich schmerzlich und ich schloss die Augen.

Er sollte tot sein? Der Nächste!

Das tat unerwartet weh, zu ahnen, dass das Strähnchen wohl tot war. Er war kein netter Mann, wahrlich nicht. Er war ein käufliches Arschloch, aber irgendwie war er auch witzig gewesen und auch wenn es sich doof anhörte, aber ich würde ihn vermissen, dieses doofe Grinsen, wenn er mit glitzernden Augen gierig nach mehr Gold brüllte und mich Püppchen nannte… ach… ich sollte damit aufhören.

Gerade zerrte mich ein ausgerissener Arm, der mir vor die Füße platschte, sprichwörtlich ins Hier und Jetzt. Hier kämpften wesentlich mehr Rüstungen und VenTes, dabei ging es hart zu, viel härter als drinnen und es war nicht zu übersehen, wie hier schon gewütet worden war. Zertrümmertes und zerschmettertes Metall und tote, zerrissene und zerfetzte Körper, egal ob von Mensch oder Tier, oder um Hilfe jammernde Verletzte. Es war das pure Chaos von Mord und Tod, von erbittertem Kampf und dramatischer Erlösung.

„Wäh.“, „Igitt!“, „Was ist das?“, „Teer?“, kamen die Ausrufe und die Menschen hielten ihre verdreckten Hände vors Gesicht.

Als wir in den Himmel sahen konnten wir zusehen, wie über uns gerade ein Thestral in kleine Stücke zerrissen wurde. Seine Überreste klatschten auf uns alle nieder. Das war eine Schlacht, wie man sie nie erleben wollte und plötzlich zogen mich unsichtbare Hände weg, da ich beinah von einem aus der Dunkelheit erscheinenden riesigen Fuß zertrampelt worden wäre. Gerade noch rechtzeitig wurde ich zur Seite gezogen, so dass der Fuß nur die Steinstufen zertrümmerte und die Erde unter uns erbebte. Ein Riese, gut sechs Meter groß, stand auf dem Hof. Von hier unten war sein Gesicht nicht zu erkennen, nur seine baumartigen, haarigen Schienbeine wurden vom Schlossportal gut erleuchtet und zeigten offen klaffende Wunden, aus denen Fleisch herausgerissen worden war und Pfeile, die tief in seiner Haut steckten und das Blut, das malerische Pfützen zu seinen Füßen bildete. Soeben rammte er mit einer einzigen vor Kraft strotzenden flüssigen Bewegung seine massige Faust durch ein Fenster in einem oberen Stockwerk und das herabfallende Glas ließ uns wieder zurück in den Eingang stolpern.

„Oh, der Götter…“, entfuhr es mir entsetzt, da er nach Leuten grabschte und versuchte, sie aus dem Loch zu zerren, was er gerade auch mit einer unidentifizierbaren Person tat und diese flog im hohen Bogen über seine Schulter durch den finsteren Himmel und stieß einen furchtbar kläglichen Schrei aus.

Hermiones Sicht Ende




Für die Neugierigen, die Fenrirs Holly Cross Attacke gegen Patrick genau verstehe wollen, wir hoffen, das wir die Beschreibung gut rüber gebracht haben.
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So, mittlerweile haben wir unglaubliche 660 Kapitel, unfassbare 4.238.578 Wörter, unglaubliche 8.735 Reviews, 552 Sterne und über 2.339.178 Zugriffe. Außerdem möchte ich noch allen 2.594 Favoriten danken, welche die Geschichte mitverfolgen sowie ein besonders großes Danke an alle, die jemals ein Review geschrieben haben.

darkshadow28/darkshadow28 , - Ela -, Sevfan, Schwarzleserin007, Sarah76, Alkmene, irinabutterfly, Mary25, Julius, FaithyOne, rumtreiberin, Atropate, IsisSky, LuSekir, Senorita, Coralyn, midima, Lycana, Northgirl, Saiya, Cabo, mella-b-1980, Nira26,  Severus Granger, WynssaFel, PotterPot, sparkling-eyes, Hexe, Minerverus, Tomcat, Domii, Kandis, vero1985, Inessnape,Zicke300, Miss-Know-It-All, wasp, iQra, Alli, uhrwerkorange, Corni, moni6, Pureblood, xDnaddyxD (naddy-cullen), Cerchi, Anudre, Elaa09, Andrea Katharina, froschlein, dannysahne, VanessaSnake/VanessaSeptember, DemonsKiss, Gwendolyn, magicmerl, SeverinaSnake, Charli1994, Dark Lady1, Ingwill, Aurora-chan5, JuliaMalfoy, Beccs, LonelyMelanie210, solevalia, Liselotte, Beka, Mimi1984, Miss Malfoy 84, trina1992, Blacksilverstar, Evi, Aurora Morgenstern, JuliCullen, Fierce, Diamondsparkle, Lenobia, Tinie, MoonSun, MizuKawajashi, Alfrey, Cannelle, -hmpf-, All thatGlitters, Saria90, Thajin, -Aquila-, M C, Blackpearl1989, Aragock, 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