When Hermione Fights
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BeitragThema: Epilog    Epilog  EmptyFr Mai 22, 2020 7:22 am

Das neu eingelesene Hörbuch!
https://www.youtube.com/watch?v=1fcURHG5zgM&list=PLBLUriLpCgNrbLjlaD9IhuPM4OS4cdq-Z&index=1

Cover 10:
https://www.dropbox.com/s/jciiib4hw7htgoc/10%20mit%20Titel.tif?dl=0




„Always“


Epilog

When Hermione Fights



Das Ende, es naht,
Wir wissen es doch alle,
Die Verteidiger stehen parat,
Bewaffnet mit Stab und Kralle.

Der große Kampf, die letzte Schlacht,
Um Leben und um Tod.
Wer wird erleben die nächste Nacht?
Das Licht, es ist in Not.

Das Ende, es naht,
Wir sehen es doch all,
Eine Zeit für Verrat,
Blut tränkt die Große Halle.

Wer gewinnt und wer verliert?
Es wird sich hier entscheiden.
Der Unterlegene wird ausradiert,
Der Sieger, er wird bleiben.

Ein Neubeginn, er naht,
Die Schlacht, sie bringt die Wende,
In ihr keimt der Zukunft Saat,
Denn es geht weiter nach dem Ende.

von Aivy


————————————————————————————————————————————————

119 Days Later
01.Sep 1998

Ich starrte verloren in den Spiegel, der mir mein schmal gewordenes Gesicht, ohne es zu beschönigen, mit all seinen scharfen Kanten offenbarte. Ich wirkte älter und meine Augen zeigten eine unglaubliche Kälte, die selbst mir eine Gänsehaut aufziehen ließ. Alles in allem war das ganze unschöne Spiel nicht spurlos an mir vorbeigezogen. Mittlerweile fiel durch das Fenster ein tiefrotes Licht, das durch den Raum zog und mich eindeutig mehr fesselte als mein Anblick. Es war beginnender Abend und ich hatte schon keine Lust mehr.

Es war der Abend, des 1. Septembers und ich konnte es nicht fassen, dass die Schlacht des 2. Mai schon 119 Tage zurücklag.

So lang her und doch ein viel zu kurzer Zeitraum, um zu verarbeiten, was alles Weltbewegendes geschehen war.

Nachdem wir die unzähligen Verwundeten und viel zu vielen Toten geborgen, versorgt und betrauert hatten, veranstalteten wir zahlreiche Beerdigungen, ein unschönes Highlight nach dieser geschichtsträchtigen Schlacht. Erst danach hatten wir uns ans stoische Aufräumen gemacht und hatten begonnen, Hogwarts wiederaufzubauen und uns in dieser veränderten Realität, die nun unsere Zukunft sein würde, einzurichten. Ich war diese Aufgabe mit einer resignierten Gelassenheit angegangen und versuchte, mir nicht anmerken zu lassen, wie sehr ich mit der Vergangenheit zu kämpfen hatte. Auch andere belastete es mit Sicherheit durchaus sehr, jeden Tag die Folgen dieses Krieges vor Augen zu haben, aber auch sie machten weiter.

Langsam zog immer mehr der neue, für uns nach diesem lange währenden Krieg umso ungewohntere und langweilig anmutende Alltag ein. Eine banal erscheinende Tristesse des Alltäglichen, die vielen anderen leichtzufallen schien, mich jedoch mit Allgewalt überrollte und mir sehr schwer fiel. Dies gipfelte darin, dass mir im Kontrast zum Krieg und seinen Grausamkeiten die Gesellschaft und alles, was nun täglich anstand, so ungemein unwichtig und trivial vorkam, dass ich es gar nicht in Worte fassen konnte, wie brachial bedeutungslos mir der heutige Abend erschien; ein Ball, eine Siegesfeier und eine Ehrung.

Mein Missmut zeigte sich auch in meiner absoluten Gleichgültigkeit, während mich mein lustloses Spiegelbild in dem schwarzen, schlichten Abendkleid, in dem ich dastand, anstarrte und ausdrückte, dass es für mich nichts zu feiern gab. Ich trug ein langes, enges, schwarzes Samtkleid ohne Ärmel, welches hochgeschlossen war und eng am Hals anlag. Es schmiegte sich wunderbar weich um meine Hüften und Taille und endete im Saum leicht asymmetrisch. Für die nötige Bewegungsfreiheit sorgt ein seitlicher Schlitz, es war sehr dezent und ich absolut nicht in der Stimmung für eine Feier.

So viele Tage waren nach der Schlacht von Hogwarts verstrichen und nichts, wahrlich gar nichts, war wirklich gut!

Wie konnten die anderen weitermachen? Die VenTes, die BL, die DA, der Orden und all die anderen. Sie machten weiter und gingen die Zukunft an? Wie gelang ihnen dieser Spagat? Oder haderten sie, wie ich? Vielleicht konnten sie es nur besser überspielen und verbergen?

Mir gelang es nur, indem ich überspielte, wie unzufrieden ich war. Indem ich tat, was ich tun musste, aber trotzdem kam ich nicht damit zurecht, gegen nichts mehr kämpfen zu müssen, da die Gefahr des Dark Lords beseitigt worden war.

War es das wert gewesen, das alles? Ich konnte es nicht sagen, ich fand, dass sich vieles unfair entwickelt hatte, sich ungerecht die Waage gab und kam nicht über meine abgestumpften Empfindungen hinweg. Der Gedanke, wen ich auf den kommenden Wegen noch alles verlieren könnte, ließ mich verzagt die Augen schließen. Darüber, dass ich versagt und wir noch immer keine Lösungen für all unsere Sorgen und Nöte hatten, war ich schlicht wütend, aber auch ein wenig verzweifelt. Es gab Momente, in denen ich mich machtlos und richtiggehend hilflos fühlte.

Das alles dauerte viel zu lang und das kotzte mich grandios an. Die Zukunft war zu ungewiss, um uns in Sicherheit zu wiegen.

Außerdem gingen mir Albus‘ unheilige Worte zu keiner Sekunde aus dem Sinn: „Dark Lady“!

Ich?

Witz lass nach, ich und eine Dark Lady, warum nicht gleich eine Queen?

Was für ein Unfug. Ich wusste nicht, ob ich weinen, oder lachen sollte. Das war ausgemachter Dünnpfiff und ich fragte mich noch immer, wie Gellert auf diesen überbrodelnden Mist kam und wie er Albus dazu gebracht hatte, mir, oder besser uns, diesen hanebüchenen Unsinn im Schulleiterbüro zu offenbaren und uns diesen Floh ins Ohr zu setzen. Selbst Harry und Ron war das Lachen mit einem Schlag vergangen. Ich würde niemals ihre unsicheren und misstrauischen Blicke vergessen, die sie mir nach diesen schwerwiegenden, so schicksalhaft klingenden Worten zugeworfen hatten. Ein unwohles Gemisch aus beginnender Furcht vor mir selbst, aufkeimender Angst vor der Zukunft und übertriebener Heiterkeit über diese absolut absurde Aussage, die an Übermut grenzte, hatte sich meiner bemächtigt. Ich hatte natürlich sofort diese an den Haaren herbeigezogene Behauptung mit Vehemenz abgestritten und ad absurdum geführt, da ich bisher niemals derartige Machtbestrebungen gehabt hatte und niemals haben würde. Das war mir in all der Zeit nie in den Sinn gekommen.

Ich war weder so eitel wie Gellert noch so machtgeil wie Riddle und doch gingen auch mir Lunas unheilvolle Worte nicht aus dem Ohr und in mir blieb die Frage, was sie sah, oder wusste, wenn sie so was von sich gab.

Immer wieder fiel mir ein, was sie wegen des Wahlspruches gesagt hatte:

„Mors certa, hora incerta“ - „Der Tod ist gewiss, die Stunde des Todes ungewiss“

Dieser Wahlspruch trieb mir selbst jetzt noch ein irrwitziges, aber wenig glückliches Grinsen ins blasse Gesicht. Ja, wie hatten wir bei unserem Gespräch nach der Schlacht gesagt? Diesen Spruch, den sollte ich für mich erwählen, wie passend, aber nicht wirklich beruhigend und so völlig unwahrscheinlich.

Meine Göttin, war ich melancholisch, das war ja nicht auszuhalten. Was für ein schlechter Witz, der von Lockhart hätte kommen können. Als ob ich jemals so ein Ziel anstreben würde, einen Dark Lord zu beerben, um eine Dark Lady zu werden à la Morgana. Wenn wäre Harry hierfür prädestiniert: Er war immerhin der Master of Death!

Er wäre eine viel besser Wahl für einen zukünftigen Dark Lord, aber nicht ich!

Diese Ehre oder Bürde würde, wenn überhaupt, Harry gebühren, aber nur ihm, nicht mir. Niemals!

Wie kamen diese beiden alten Männer in ihrer Senilität nur auf solch abwegige und sonderbare Gedanken?

Jedoch wollte ich solche düsteren Ambitionen auch Harry von Herzen gerne absprechen. Er dachte nicht an dergleichen. Er war die ganze ungewollte Aufmerksamkeit, die man ihm trotzdem weiterhin zukommen ließ, absolut leid und wollte nichts mehr als seine wohlverdiente Ruhe. Weswegen ich den Jungs auch bisher nicht verraten hatte, was Luna mir gegenüber, die rosige Zukunft der magischen Gesellschaft betreffend, ausgeplaudert hatte.

Meine Recherchen der letzten Tage, Wochen und Monate hatten ihre Behauptungen nicht widerlegt und das wiederum ließ Gefühle in mir aufkeimen, die mich alles andere als beruhigten, sondern eher aufrüttelten. Es war besorgniserregend, denn was Luna da von sich gegeben hatte, schien tatsächlich wahr zu sein. Sie hatte wohl recht mit ihrer düsteren Prognose und unsere gebeutelte Gemeinde schien sich schon wieder in Standesdünkel zu ergehen. Vor allem wenn man sich den ein oder anderen Artikel des Tagespropheten zur Brust nahm.

Oh ja, aufgrund von Standesdünkel und den Problemen des Nachwuchses, nachdem so viele Tote in der zweiten Schreckensherrschaft des Lords zu beklagen waren, schlug die Frage nach dem Fortbestand der magischen Welt in der Presse hohe Wellen. Was mich immer wieder über Lunas Theorie nachdenken ließ und erst im Nachhinein hatte ich erkannt, dass ich zuerst einem Missverständnis aufgesessen war.

Bezüglich der Herkunft der Magie und wie sie sich auf die Blutlinien verteilte. Da war ich immer von anderen Grundsätzen ausgegangen, denn natürlich hatte mich die Frage, wie Kinder von Muggeln zu Magie kamen, schon aufgrund dessen, dass ich selbst eine Betroffene war, immer interessiert und auch in einem gewissen Maße fasziniert. Selbstredend hatte ich mich mit dem Thema seit meinem elften Geburtstag befasst. Die magische Literatur hatte diesbezüglich leider nicht viel hergegeben, sodass ich meine eigene Theorie entwickelt hatte. In meiner Vorstellung hatte die Genetik eine tragende Rolle bei der Vererbung magischer Begabung gespielt.

Die Mendelschen Regeln über die Vererbung waren etwas, worüber ich eingehend recherchiert hatte, jedoch war ich mir ziemlich sicher, dass diese nur auf Muggel-DNA Anwendung fanden. Schließlich war Mendel nachweislich kein Magier gewesen und waren wir ehrlich; die magische Gesellschaft hatte sich in punkto Wissenschaft seit Galileo Galilei nicht mehr weiterentwickelt. Der einzige Lichtblick war, dass ihnen somit bekannt ist, dass es sich bei der Erde nicht um eine Scheibe handelte.

Ich war also bisher von der nicht fundierten Annahme ausgegangen, dass zum einen Gendefekte für das Auftreten eines Squibs innerhalb magischer Familien und zum anderen eine besondere Kombination von Genen für die Entstehung eines Muggelgebürtigen verantwortlich waren.

Laut Luna suchte sich Magie ihren Weg auf vielerlei Arten und beschritt dabei auch eigenwillige Pfade. Sollten wir Lunas Theorie, dass die zukünftig vermutlich in Massen auftretenden Muggelgebürtigen ungewollt magischen Diebstahl begehen würden, publizieren und publik machen, würde ein Aufschrei der Gesellschaft erfolgen. Aber genau dies könnte zu einem Ansturm von meinesgleichen aus der Welt der Muggel und von Squibs aus den Reinblutfamilien in den kommenden Jahren führen.

Bei meinen ersten Überlegungen hatte ich mich gefragt, hätte es dann nicht in meinem Jahrgang und auch danach eine Unmenge von Muggelgeborenen geben müssen? Immerhin hatte der Dark Lord in seiner ersten Schreckensherrschaft ebenfalls ganze Familien ausgelöscht. Jedoch konnte man diese selektiven Untaten zu keiner Zeit mit unserer epischen Schlacht vergleichen. Hier waren in geballter Masse eine schier unglaubliche Macht und eine große Menge von magischem Blut auf einmal vergossen worden und nichts was davor gewesen war kam auch nur im Ansatz an die epochale Schlacht des 2. Mai 1998 heran. Ein derartiges Ereignis, wie den Kampf um Hogwarts, hatte es so noch nicht gegeben.

Es musste an der absoluten Einmaligkeit des Gefechts liegen!

Diese geballte Anzahl an Magiern und magischer so unterschiedlicher Geschöpfe, die alle gegeneinander angetreten waren, hatten eine enorme Magie freigesetzt. Die vielen Toten an einem so magischen Ort, mit all seiner Nekromantie, geschaffen von einem dunklen, nekromantischen Zirkel mit einem SoulGatherer an Board und der Vereinigung aller Heiligtümer durch Harry, als ihr Meister, auf den seit einem Jahrtausend magisch gewachsenen und stets von Blut genährten Gründen von Hogwarts sorgten unweigerlich für diese zu erwartende magische Ausnahme in der Zukunft und das ließ mich mit einer Gänsehaut gesegnet zurück.

Ja, die besondere Einzigartigkeit dieses Ereignisses war allumfassend und würde der Zukunft der magischen Gesellschaft erbarmungslos ihren Stempel aufdrücken: Ein neues Zeitalter brach an!

Daher war es nicht überraschend, dass diese Schlacht in der Lage war, die normalen Regeln der Magie außer Kraft zu setzen. Die magische Gesellschaft würde sich, sehr zu ihrem Missfallen, verändern müssen und sich neuen Herausforderungen gegenüber sehen und da spielte auch die neue Idee von Lucius, die „Knights of Walpurgis“ zurück ins Leben zu rufen, keine unbedeutende Rolle.

Eines musste man ihm aber lassen, er hatte einen Riecher für die richtige Stimmung und den rechten Zeitpunkt. Den Zauberern gefiel die Idee der Ritter, als ein Relikt längst vergangener Zeiten, sehr gut und sie fühlten sich wohl mit dem Gedanken, dass solch eine Bruderschaft wieder auferstehen könnte, um die magische Gesellschaft zu stärken und zu beschützen und um seinen dramatischen Abgang während der Schlacht rankten sich jetzt schon sagenumwobene Legenden, die seinem Geheimbund noch mehr Verehrer garantierten.

Nur ich war noch nicht überzeugt und den Jungs ging es ähnlich wie mir. Wir wussten wirklich nicht, was wir von den Knights halten sollten.

Die Jungs und ich, wir alle drei kämpften immer noch mit den Nachwehen und Albträumen der Schlacht, weshalb ich sie nicht jetzt schon mit den neuen Aussichten auf zukünftige Schwierigkeiten fertig machen wollte.

Dabei kam mir mit einer gewissen, bleischweren Melancholie die Erinnerung in den Sinn, wie wir uns nach der Schlacht getrennt hatten. Ron und Harry hatten gemeinsam zu Muriel gehen wollen, um Lucien dort abzuholen und um Andromeda persönlich von ihrem Verlust zu berichten. Harry und Ron hatten sich ein wenig Normalität mehr als alle anderen verdient und sie genossen gerade mehr, oder weniger die Ruhe vor dem Sturm und es gefiel mir gar nicht, dass ich diejenige sein würde, die ihnen mal wieder die bittere Realität würde präsentieren dürfen.

„Klick“, ging die große Flügeltür meines Schlafzimmers mit einem harten Schwung auf und ich zuckte überrascht aufgrund der unerwünschten Störung zusammen.

„Nicht schauen“, bat ich unzufrieden mit mir und meiner öden Aufmachung, während ich in Lucius‘ sturmgraue Augen blickte, die mich im Spiegel musterten und natürlich nicht das taten, was ich von ihnen verlangte.

Sofort landete ich gedanklich wieder an dem Zeitpunkt nach der Schlacht und wie ich ihn, Lucius, wiedergefunden hatte. Kurz bevor die Jungs und ich uns endgültig getrennt hatten, war Lucius‘ Patronus in Form eines Pfaus vor mir erschienen und hatte bezeugt, mich zu ihm zu bringen. Daraufhin hatte mich das spöttische Lachen der Jungs begleitet, zusammen mit ihren gegrölten Rufen: „A peacock in love!“.

Als ich zu meinem Schrecken im zugigen Innenhof des Dark Manors gelandet war, hatten mich eben diese sturmgrauen Augen empfangen. Leidenschaftlich blitzende Augen, die mir erwartungsvoll entgegengesehen hatten und mit einem Schlag hatte ich die Worte der Jungs gar nicht mal mehr als so dämlich angesehen und war erleichtert und völlig erschöpft in seine Arme gesunken, um mich dem Kuss, der meiner geharrt hatte, voll und ganz hinzugeben.

Gerade jetzt loderte auch wieder jenes wilde Feuer in diesen grauen Augen, genauso brennend wie damals.

„Wenn du nicht bald fertig bist und kommst, schleif ich dich hier raus!“, polterte Lucius empört und wirkte alles andere als gemessen und distinguiert. „Kommst du?“, knurrte er ungeduldig und ich musterte ihn und seine gestriegelte Aufmachung im Spiegel, ohne mich umzuwenden. „Du solltest dich beeilen und lieber sofort kommen, dein allerbester Freund hat nämlich einen gefährlichen Doxy im Hirn sitzen…“, erboste er sich weiter und wirkte alles in allem sehr bewegt.

„Welchen meinst du? Ich habe so viele Freunde!“, kicherte ich ein wenig aufreizend und strich über meine Taille in dem engen, schlichten Kleid.

„Reiz mich nicht!“, erwiderte Lucius knurrig, alles andere als gut unterhalten und verengte seine so eindringlichen Augen zu Schlitzen.

„Du meinst… Harry?“, gab ich dann süßlich fragend von mir und blinzelte ihn im Spiegel verschwörerisch an.

„Wen den Bitteschön sonst?“, fauchte Lucius hitziger als gewöhnlich.

Ich lachte perlend laut auf. Ein seltener Laut von mir in der vergangenen Zeit, aber manchmal schaffte es Lucius, mich mit seiner affektierten Art ziemlich aus der Reserve zu locken, obgleich es mir nicht leichtfiel, meinen trübsinnigen Gedanken zu entkommen.

„Er meint es nicht so…“, erwiderte ich dann wegwerfend und zog meinen blutroten Lippenstift nach.

„Oh doch, das ist Potter!“, echauffierte sich Lucius maßlos und trat einen unwirschen Schritt näher.

„Er meint alles so. Er besteht auf die Ehrung von Severus und will ihm zu Ehren ein Portrait im Schulleiterbüro aufhängen lassen!“, brachen sich Lucius‘ ungewöhnlich hochkochende Emotionen Bahn.

Beinah schon aggressiv strich er sich unwirsch eine lange, weißblonde Strähne zurück, die es gewagt hatte, ihren perfekten Sitz zu verlassen und doch trafen mich seine Worte genauso, wie ihn anscheinend Harrys Aktion getroffen hatte.

„Bitte? Severus ist nicht tot!“, meinte ich daher irritiert und mit absoluter Gewissheit.

Ein wenig fester als beabsichtig legte ich den Lippenstift auf der marmornen Platte meines Schminktisches ab.

Ja, Severus!

Er war noch nicht verloren und ich würde niemals aufgeben, bis Severus wieder an unserer Seite war. Das schwor ich mir Tag für Tag aufs Neue, denn Kapitulation gab es nicht. Nicht bei dieser Mission, ihn aus dieser Anderswelt und damit aus den Fängen der Túatha Dé Danann zu befreien.

„Tja, viel Vergnügen, das Saint Potter zu erklären!“, lag verächtliche Arroganz in seinem abfälligen Ton, der offenbarte, wie sehr sich Lucius von Harry beleidigt fühlte.

Lucius verstand es wie kein Zweiter, mit nichts anderem als harmlos anmutenden Spitzen, getarnt unter heuchlerischen Komplimenten, oder verpackt in nichtigen Nebensätzen, jeden oder aber zumindest mich, an meine Grenzen zu treiben. Er hatte die Fähigkeit, selbst banalste Sätze in einem abwertenden Tonfall und mit einer leichten Arroganz von sich zu geben, die mich vorzüglich unterhielt und das tat mir einfach gut.

„Das ist nicht lustig, Severus würde sich selbst, wenn er denn tot wäre, im Grabe umdrehen, wenn er mit Albus und Co. dort rumhängen müsste“, gab ich Lucius völlig recht und fand Harrys Engagement unangebracht, vor allem da diese Aktion viel zu voreilig war.

„Ungeduld und Undank ist der Welten Lohn!“, gab Lucius maliziös zurück und verzog missmutig die Mundwinkel.

„Undank! Oh ja, davon kann ich ein Lied singen! Ich meine, ich verstehe es immer noch nicht. Womit habe ich das verdient? Warum hat Gellert das getan, nach allem was ich für ihn getan habe? Warum hat er mir das angetan, uns… warum macht er es uns so schwer? Gellert und selbstlos? Das lässt mich nicht wirklich los. Ich denke nicht, dass das so einfach ist!“, sprudelte meine Frustration in einem regelrechten Temperamentsausbruch aus mir heraus.

Ein Umstand, der mich von Harrys unreifem Verhalten wegbrachte. Denn Gellerts Untat war eine viel ärgerlichere Baustelle, die mich über seine Beweggründe verzweifeln ließ. Vor allem rätselte ich über der Frage, wie Gellert es geschafft hatte, mir meine Gabe zu nehmen. Das raubte mir den letzten Nerv.

„Tja, vielleicht wollte er selbstlos sein, dir gegenüber? Ganz ohne Hintergedanken, warum auch nicht? Er hat dir viel zu verdanken!“, kam es reichlich überheblich und ich zuckte zusammen.

Lucius fand, dass mir Gellert alles schuldete und da er sämtliches Wissen, das ich zu bieten gehabt hatte, nach der Schlacht von mir erhalten hatte, fühlte er sich in seiner Annahme noch mehr bestätigt. Ein Zugeständnis, das Lucius mir ebenfalls im Nachgang hatte angedeihen lassen, als wir zu Severus‘ Haus und seinem Denkarium gegangen waren und das war eine spannende Situation zwischen uns beiden gewesen.

„Wie meinen?“, fragte ich unentschlossen.

Ich wusste immer noch nicht, was ich von allem halten sollte und diese ganzen Vermutungen, was Gellerts Beweggründe gewesen sein könnten und sein angeblich selbstloses Handeln, um mich von was auch immer zu befreien und mir den Weg als Dark Lady zu ebenen, waren doch totaler Schwachsinn.

„Ich denke, Grindelwald wollte dir helfen!“, war Lucius überzeugt.

„Aber das passt doch nicht zu Gellert… so oder so nicht, oder? Absurder Blödsinn…“, wandte ich unwohl ein und warf Lucius‘ Spiegelbild einen unsicheren Blick zu. „Selbstlos, ein Dark Lord? Und selbst wenn, ich fühle, dass es mir nicht gänzlich genommen wurde… unterdrückt, ja, aber man kann niemandem nehmen, was er einmal war und wofür man einen Preis gezahlt hat!“, verzogen sich meine Gesichtszüge im Schmerz.

Man wusste immer erst zu schätzen, was man besaß, wenn man es verloren hatte. Eine Lektion, die ich sehr schmerzlich erlernt hatte.

„Steht nicht eine neue Dark Lady vor mir, die selbstlos handelte?“, gab Lucius mit einem gefährlichen Blitzen in den grauumwölkten Augen kund und mir zog eine Gänsehaut auf.

„Bitte, ich hätte es dir nie, niemals erzählen dürfen!“, stöhnte ich mitleidig mit mir selbst.

„Und du denkst wirklich, dass ich das nicht erfahren hätte? Meine Knights würden sich dir sofort zu Füßen werfen!“, gab er so überaus von sich selbst überzeugt zurück, dass ich trocken würgte und es nicht versteckte.

„Wir haben gerade einen vernichtet!“, begehrte ich auf. „Ich denke nicht, dass die Welt den nächsten Schrecken braucht!“

„Bisher ist nie einer gegangen, ohne dass der Nächste schon da war!“, mahnte der Mann hinter mir mit eindringlicher Stimme und noch durchdringenderem Blick, woraufhin ich spöttisch eine meiner Brauen hochzog und ihm stoisch im Spiegel entgegensah.

„Dieser Posten ist nie lange vakant!“

„Wie überaus beruhigend!“, erwiderte ich mit Schaudern. „Aber nochmal, für die ganz schnellen unter uns: Ich werde nicht deine Dark Lady, Lucius! Überrede Harry, oder mach es selbst, wenn es dir so wichtig ist, vielleicht könnte dir das gefallen.“

Da hob er seine Hand und mir war, als wollte er mir über mein lockiges Haar streicheln, hielte sich aber im letzten Moment zurück, als würde er ahnen, dass ich dann nicht mehr in der Lage wäre, mich dem heutigen Theater zu stellen und dies war der letzte Tropfen, sodass meine mühsam aufrecht erhaltene Fassade einbrach.

„Was… was wenn wir es nicht schaffen? Wenn ich es nicht schaffe, mir zurückzuholen was mir gehört?“, gab meine zitternde Stimme meine Zweifel und meine Unsicherheit preis. „Weil… weil mir der Zutritt verwehrt bleibt?“, fragte ich beunruhigt.

„Wenn du es nicht kannst, kann ich immer noch ein Nekromant werden und den Schritt zum SoulGatherer machen, um Severus zurückzuholen“, bot Lucius nonchalant an, als wäre das alles eine Lappalie.

Ich fühlte sofort das ängstliche Stolpern meines Herzens bei diesen viel zu blauäugig gesprochenen Worten. Ja, er ahnte, was dies bedeuten würde und doch würde niemand verstehen, wie schmerzhaft die Prüfungen der anderen Seite waren, der sie nicht am eigenen Leib erlebt und erlitten hatte. Ich würde niemals zulassen, dass sich Lucius dieser Gefahr aussetzte, denn eine Wiederkehr als gescheiterter SoulGatherer war mehr als ungewiss.

„Selbstlosigkeit von dir?“, wagte ich daher offen meine süffisante Skepsis zu zeigen, woraufhin er taxierend eine so weißblonde Braue anhob und mich durchdringend musterte, aber ich verwarf Lucius‘ Idee, ein SoulGatherer zu werden, mit höhnischer Vehemenz.

„Du unterschätzt mich“, gab er seelenruhig zurück. Es wirkte, als würde er mich durchschauen und von meinen Ängsten um ihn wissen, oder sie zumindest erahnen.

Da ich nicht sofort antwortete, trat er näher und ich spürte die verlockende Wärme, die er ausstrahlte, beinah schon schmerzhaft. Ich hätte mich am liebsten umgedreht, mein Gesicht an seiner Brust verborgen und gefragt, ob wir nicht daheimbleiben könnten.

Die Blicke!

Die Blicke, die ich heute kassieren wurde, wären bestimmt alles andere als freundlich, sondern von Angst und Misstrauen beherrscht. Seitdem ich meine Macht und meine dunkle Magie öffentlich demonstriert hatte, stand mir die magische Bevölkerung sehr zwiegespalten gegenüber. Aber Lucius mit seinen Knights, Harry mit seinem Einfluss und Draco mit seinen VenTes verstanden es, mir alle vom Leib zu halten.

Ob das immer so bleiben würde? Man konnte es bezweifeln, aber viel schlimmer wog, dass eine derartig protzige Veranstaltung wie heute Abend mich eindeutig zu sehr in das Zentrum des allgemeinen Interesses rückte.

Aber das interessierte mich alles nicht, denn mir selbst war etwas anderes viel wichtiger und ein viel größeres Bedürfnis, als alle eingebildete Macht in der magischen Gesellschaft. Ich musste wieder das zurückbekommen und werden, was ich verloren hatte. Das Elementarste war, die Gaben zurück zu erlangen, um ein vollwertiger SoulGatherer zu werden und endlich jemanden zurückzuholen, der mir, oder besser gesagt uns allen sehr wichtig war.

„Denkst du… Lugh hätte dich in Ruhe gelassen?“, fragte mich Lucius plötzlich ein wenig ungehaltener als bisher und ich blinzelte ihn kurz irritiert an, um den geistigen Sprung meiner Sorgen zu überwinden und zu unsrem vorhergehenden Gespräch zurückzufinden.

So wie Lucius gerade über Lugh sprach, hörte sich das für mich zum ersten Mal so an, als wäre Lugh für Lucius kein völlig Unbekannter, deswegen bohrte sich mein vorwurfsvoller Blick in Lucius‘ grauumwölkte Augen.

„Ja, ich habe ihn kurz kennengelernt, dank Gellert… Lugh, ein sehr inspirierender Geselle, aber wenn wir uns Potters Potential zu Nutze machen würden und ihn einweihen, dann hätten wir eine bessere Möglichkeit und hinzukäme, dass Potter aufhören würde, derartigen Mist zu bauen und Severus ein Andenken in dieser Welt kreieren zu wollen“, kam zu meinem Leidwesen mal wieder heraus, dass wir uns doch nicht alles gesagt und gezeigt hatten, wobei das alles auch ein Unding war. Es war so schrecklich viel passiert. Wenigstens hatte ich das Vertrauen, dass wir uns nicht absichtlich etwas vorenthielten. Jedoch gefielen mir Lucius‘ Gedanken zu Harry gar nicht, aber dass er Lugh kannte noch viel weniger.

„Nein, das ist gefährlich, du solltest die Finger von Lugh lassen!“, meinte ich vehement und drehte meinen Kopf, warf ihm einen taxierenden Blick über meine nackte Schulter zu.

„Oh ja, das weiß ich selbst, aber ich wäre nicht der Mann, der ich bin, wenn ich mich dem nicht stellen würde“, erwiderte Lucius mit inbrünstiger Überzeugung, die offenbarte, dass er ebenfalls keine Angst hatte, alle Grenzen zu überschreiten, um zu bekommen, was er wollte.

Ein Fakt, der uns sehr eng verband und noch enger zusammenschweißte. Ein geht nicht, gab es bei uns nicht!

„Ich warne dich, Lucius, Lugh ist gefährlich und es ist schlimm genug, dass Severus dort drüben festsitzt. Ich kann dich da drüben nicht auch noch verlieren“, begehrte ich hitzig auf und hielt mich an den Kanten des Schminktisches fest, um mich selbst zu beruhigen. „Ich werde mich um Harry kümmern“, versuchte ich eilig, um die Wogen zu glätten, damit Lucius zu seiner gewohnten gleichgültigen Maske zurückfand und doch ballten sich meine Fäuste. „Warum gibt Harry mir nicht die Zeit, die ich brauche?“, gelang es mir zu meinem eigenen Verdruss nicht, meine eigene Empörung im selben Atemzug zurückzuhalten.

„Tja, vielleicht, weil Potter von allem was wir tun nichts weiß? Denn woher zum Merlin soll er wissen, dass wir mit Severus gesprochen haben? Du wolltest es vor allen und jedem geheim halten!“, hielt mir Lucius ein wenig verschnupft vor.

Ich holte tief Luft, um mich zu beruhigen und nicht erneut aus der Haut zu fahren, denn ja, niemand ausßer uns beiden wusste davon und ich betone: Niemand!

Selbst Draco nicht, da ich nicht mit Hoffnungen hausieren gehen würde. Ich wollte nicht darüber reden, solange nicht sicher war, dass ich es schaffte. Aber sofort dachte ich an den 1. August, von vor nicht mal anderthalb Monaten zurück.

An Lughnasadh.

Das Wispern, das mich beständig verfolgende Wispern, war zusätzlich angeschwollen, nachdem Lucius und ich das Ritual am magischsten Punkt in Malfoy Manor vorgenommen hatten. Auch davon hatte ich erst im Nachhinein erfahren.

Der Familienrat!

Nicht, dass ich diesen gesehen hätte, oder an einer Versammlung selbigen hatte teilnehmen dürfen, aber wenigstens kannte ich nun die Geschichte dahinter. 

„Orbis alius“, war mein beschwörender Ruf in mir nachgehallt, der das Tor zur jenseitigen Welt öffnete, „Vobis auctoribus umbrae non tacitas Erebi sedes Ditisque profundi, pallida regna petunt: regit idem spiritus artus, orbe alio!

Diesen lateinischen Spruch hatte ich wieder rezitiert, jenen, den mir Gellert vor langer Zeit eingebläut hatte. Obgleich ich während des Rituals durch meine normalen Augen gesehen und sie beständig behalten hatte. Anders als bei meinem ersten Ritual, bei dem sich meine weißen Augen sofort gezeigt hatten, schaffte ich es mit Leichtigkeit, dieses Tor wieder zu öffnen. In mir war das Gefühl vorherrschend gewesen, wie durch einen Nebel einem ungewissen Schicksal entgegen zu blicken. Jedoch war ich nicht gänzlich machtlos, was eine schöne Bestätigung gewesen war.

Plötzlich, nach meinen letzten Silben, hatten sich die nebligen, grauen Schwesternschlangen erhoben und waren bedrohlich vor mir aufgeragt. Lughs Wächter, ich hatte sie wiedererkannt und sie erschreckten mich schon lange nicht mehr. Doch zu meinem Missmut war mir der endgültige Weg in diese andere Welt, hinter dem Schleier, weiterhin verschlossen geblieben.

„Ein Trauerspiel, was ihr beide abliefert“, hatte mich eine bissige und unnachahmlich schnarrende Stimme hinter mir herumwirbeln lassen. „Heute so außergewöhnlich still…“, schnarrte Severus‘ seidenmatte Stimme und seine Worte hatten wie ein Damoklesschwert in der Luft geschwebt. „Fehlt dir etwas?“

„Severus! Du… nur du!“, war mir die Wahrheit und nichts als die Wahrheit atemlos entschlüpft und ich hatte ihn und seine wie immer einschüchternde Aufmachung wie eine göttliche Erscheinung angestarrt.

Es war zu schön gewesen, um wahr zu sein. Er hatte wie immer ausgesehen, genauso unantastbar und unnahbar wie immer. Sein Aufzug war der gleiche wie in Hogwarts bei der Schlacht gewesen, als ich ihn das letzte Mal gesehen hatte. Sein schwarzer Mantel hatte auch hier alles an ihm verborgen. Er hatte seine Arme unter den weit fallenden Ärmeln verschränkt gehabt, so wie er es schon immer gerne getan hatte, um wie immer seine Autorität zu unterstreichen. Auch der verächtlich hochgezogene Mundwinkel und die durchdringenden pechschwarzen Augen hatten mich spöttisch wie eh und je gemustert, während ich hektisch nach Atem geschnappt hatte.

Auf mich waren derartig viele Empfindungen eingeprasselt, dass mir schwindelig geworden war, denn das Wispern war zu keinem Zeitpunkt verstummt. Es war ein surrealer Anblick gewesen, dem etwas Mystisches, Magisches aber auch Brandgefährliches angehaftet hatte, in dieser körper- und formlosen Zwischenwelt.

Besonders hatte mich bewegt, dass wir es geschafft hatten, Kontakt aufzunehmen, dass es funktioniert hatte, dieses Ritual mit Lucius‘ Unterstützung und seiner Hilfe durchzuführen. Wir waren uns dadurch so nah gekommen wie selten zuvor, geistig als auch körperlich, und doch hatte etwas Wichtiges gefehlt und dieses, oder besser dieser Jemand hatte in diesem Augenblick vor mir gestanden.

„Wie mir scheint, seid ihr beide ohne mich verloren!“, erwiderte er unerwartet sanft.

Ich hatte ob seines milden Tonfalls erstaunt geblinzelt, da er so gar nicht zu seinem sonstigen, weniger nachsichtigen Ich passen wollte. Vielleichten hatten Lugh, Morrigan und Co. auch bei ihm eine Charakterentwicklung erwirkt und er hatte erkannt, wie gut er es mit mir und Lucius getroffen hatte?

„Würdest du mir wieder deine werte Aufmerksamkeit schenken?“, hatte er schlicht zu milde gebeten und ich war ein wenig zurückgezuckt, als er in die Hände geklatscht hatte.

„Wuhu… Gott…“, war es mir erschrocken entfahren, da ich immer noch in seinen Anblick und meine Gedanken versunken gewesen war.

„Nicht wuhu, ich bin kein Geist, Severus reicht völlig!“, hatte er tadelnd verkündet und seine Augen gen Himmel gerichtet. Nur, dass uns eigentlich tristes Schwarz-grau umgeben hatte in dieser nicht wirklich fassbaren Zwischenwelt.

„Ja, natürlich, Severus. Ich meine… ich kann es nur nicht fassen, dass du wirklich hier und da bist… also, bei mir… jetzt…“, war es mir relativ sinnfrei entschlüpft, während ich wenig intelligent herumgestottert hatte. „Bist du entkommen? Was habe ich verpasst…?“

„Du bist immer noch so Gryffindor, wo ist deine überraschend kaltblütige Akribie hin? Wer suchet, der findet… der Blick fürs Wesentliche, bitte!“, hatte er zwar in seiner besten Lehrerstimme getadelt,
aber der intensive Blick hatte nicht wirklich gepasst, dieser war viel zu nachsichtig und sanft in seinem markanten Gesicht gewesen, so als wäre er nicht böse, dass mich sein Anblick, sein Erscheinen derart aus der Bahn warf, sondern eher geschmeichelt, dass es so war.

„Gellert war mein Ansprechpartner und ihn gibt es nicht mehr… hier zumindest nicht, bei mir… weißt du mehr?“, hatte ich versucht, mich zu rechtfertigen und da hatte sich doch wieder ein missbilligendes Funkeln in diese tiefschwarzen Augen gestohlen.

„Hat sich Lucius das Dark Manor unter den Nagel gerissen?“, hatte er zynisch schnaubend gefragt und hatte nicht auf das Thema Gellert reagiert, während mich seine Erwiderung die Mundwinkel hatte verziehen lassen.

Denn es hatte mich nicht überrascht, zu erfahren und jetzt bestätigt zu bekommen, dass auch Severus eingeweiht gewesen war, in all ihre sonderbaren Pläne. Aber nun gut, so hatte ich genickt und ihm ein süffisantes Lächeln geschenkt. Wir waren uns beide einig, dass Lucius seine neue Spielwiese genoss, so ganz ohne den ihn nervenden Dark Lord.

„Schön, wenn Pläne die Gewohnheit haben, zu gelingen!“, hatte sich seine Mundwinkel spöttelnd in die Höhe gezogen.

„Pah, bei mir haben sie eher die schnöde Regelmäßigkeit, in die Hose zu gehen!“, hatte ich mal wieder gegen mein wankelmütiges Glück aufbegehrt gehabt, aber es genossen, dass es zwischen uns umgehend wieder so war wie immer.

Doch war es nicht schön gewesen, vor Augen geführt zu bekommen, dass man selbst immer Pech hatte, während es bei anderen die Eigenheit hatte, wie geschmiert zu laufen. Ein schnalzender Ton war erklungen, der Severus daraufhin rasch wieder meine Aufmerksamkeit gesichert hatte.

„Wofür brauchst du Gellert Grindelwald?!“, war es zu meinem Erschrecken relativ schneidend und fordernd in seinem Tadel und dazu noch zusammenhangslos von Severus gekommen. Sein lehrmeisterlicher Spott war gewohnt sarkastischer Manier von seinen Lippen geperlt und ich hatte ihm zu meinem Leidwesen sofort zugestimmt gehabt.

Seit wann versteckte ich mich hinter Nichtwissen? Oder dachte, ich wäre ohne Gellerts Können aufgeschmissen? Seit wann brauchte ich Hilfe? Wie sehr ich Severus und seine Art, mir meine Unzulänglichkeiten aufzuzeigen und mich zu fordern und zu fördern, vermisst hatte, bemerkte ich erst in diesem Moment.

„Oh, ich bin so blind!“, hatte ich mir die Hand auf die Stirn geschlagen und ich hatte zu meinem Widerwillen erkennen müssen, dass ich manchmal Severus brauchte, um den Wald vor lauter Bäumen auszumachen.

„Wohl in mehrfacher Hinsicht!“, hatte Severus generös in seiner finsteren Pracht von sich gegeben und sein schwarzer Humor hatte in seinen schalkhaft dunklen Augen geflackert, denn natürlich sprach Severus nichts ohne Grund an.

„Ich muss im Dark Manor suchen… die Bücher…“, hatte ich unbegeistert vor mich hingemurrt gehabt, in der Erkenntnis hin und wieder echt eine lange Leitung mein Eigen nennen zu dürfen.

„Oh, es mögen gar noch Wunder geschehen… nicht war, Hermione? Wie heißt es so schön: Wer suchet, der findet!“, war es wieder derart gönnerhaft von Severus gekommen und mein Herz hatte geflattert bei der Erkenntnis, wie sehr ich seine schonungslose und wenig zuvorkommende Art mir gegenüber vermisste.

„Wie… wie geht es dir… wie ist es dir ergangen… dort… in ihrem Reich?“, hatte ich unsicher nachgefragt, aber ich litt mit ihm mit, seitdem er dort verloren gegangen war und ahnte um die Gefahren, die dort lauerten.

„Wie soll es mir gehen? Diese Typen hier halten sich für die Größten und sie mögen mächtig sein, aber sie sind anstrengend in ihrer Arroganz und so völlig überbewertet in ihrer unglaublich eigenverliebten Impertinenz, allem und jedem überlegen zu sein. Ihr Möchtegerncharme blättert schnell. Ich wäre euch sehr verbunden, wenn ihr mich hier endlich herausholen würdet. Entweder ganz tot, oder wieder in der richtigen Welt, aber nicht hier, da ist es leichter, Lucius‘ ständig arrogante Anwesenheit plus die seiner Pfauen zu ertragen, als diesen Ogmar“, hatte mir Severus in seiner Einzigartigkeit sein Leid geklagt und ich konnte nicht glauben, was ich gehört hatte, derart abfällig konnte nur Severus in dieser Umgebung sein. Er kannte keine Angst und hatte auch absolut furchtlos ausgehen.

„Hahaha!“, war Lucius‘ Lachen von sehr weit weg ertönt.

Auch wenn er nicht mit mir in diese andere Welt hatte gehen können, so war er doch als Verbindung zur realen Welt nah genug, um doch vieles mitzubekommen, anscheinend auch unsere Unterhaltung. Severus‘ Mundwinkel hatten gezuckt, was bedeutete, dass er es ebenfalls hatte hören können und wusste, dass Lucius mein Helfershelfer und Anker zur anderen Welt war.

„Kommst du dort wirklich zurecht? Was hat Gellert bezweckt? Wie geht es genau weiter?“, hatte ich hektisch in Erfahrung bringen wollen.

„Hermione, ich kann dir doch nicht alles servieren. Es war anstrengend genug, Lugh und Morrigan in Sicherheit zu wiegen und mir ein paar Minuten zu stehlen, um hierher zu gelangen. Ich werde dir jetzt sagen, was ich weiß, nämlich den Moment, wo es mir am sinnvollsten erscheint. Aber alle Zutaten, die du benötigst, kann ich dir nicht mitteilen, das wird deine Aufgabe sein, sie herauszufinden und solltet ihr scheitern, lasst mich ziehen und erlöst meinen Körper aus seiner Stasis und aus dieser Welt!“

„Niemals!“, war es mir unwirsch entfahren und sein Blick mit diesem eigentümlichen Ausdruck hatte mich gestraft und mir jeden weiteren Ton geraubt.

„So möge es sein!“, hatte ich gerade noch Lucius‘ tiefe, tragende Stimme aus der anderen Welt vernommen.

Mir hatte seine sofortige Zustimmung nicht gefallen und mir gefiel auch weiterhin sein Versprechen, in Severus‘ Sinne zu agieren, nicht. Jedoch war Severus‘ zufriedenes Grinsen nicht zu übersehen gewesen, als er sich in Luft aufgelöst und sich die Schlangen um ihn gerankt hatten und das Ritual abrupt geendet hatte.

Damit war ich jetzt auch wieder im Hier und Jetzt, zurück aus meinen Gedanken gerissen, und begegnete dem sturmgrauen vorwurfsvollen Blick von Lucius im Spiegel, der es anscheinend nicht guthieß, dass ich niemandem von unserer Zusammenkunft mit Severus erzählen wollte.

„Ja, du hast recht, Lucius. Ich wollte es niemand anderem sagen, dass wir Kontakt zu Severus hatten. Ich wollte und will es geheim halten! Du kennst Harry. Er hat Lucien. Was soll ich ihn da einspannen? Ich kümmere mich darum! Diese Seite gehört mir, du kannst hier schalten und walten, aber was da drüben ist, gehört mir! Verstanden? Es ist zu gefährlich, als dass wir uns beide dort verlieren sollten!“, erklärte ich mahnend.

Da nickte er knapp, denn eines hatte sich zwischen uns verändert. Lucius und ich sprachen mittlerweile wie absolute Partner miteinander.

„Mhm… ja, ich verstehe deine Einwände!“, gab er widerwillig zu bedenken. „Wir werden mit Vorsicht agieren und nur so nebenbei, du unterschätzt mich!“, verkündete Lucius in der ihm eigenen Dünkelhaftigkeit. „Schon wieder!“, gab er von sich selbst völlig überzeugt zurück und ich rollte mit den Augen. „Ja, auch ich werde heute Abend als Held gefeiert und erhalte einen Orden! Hast du damit gerechnet?“, fragte er im Gegenzug ein wenig versnobt und strich sich aufreizend über sein aufwendig verziertes Revers, dabei bemerkte ich sehr wohl, dass er ablenkte.

„Wie du… gerade du… Kingsley dazu bekommen hast… dich ebenfalls vor der versammelten Gemeinschaft zu ehren, werde ich nie nachvollziehen können…“, gab ich unumwunden zu und honorierte seinen Geniestreich.

Sein unheimliches politisches Geschick stand nicht zur Debatte und auch nicht seine Begabung, seine eigentlichen Misserfolge in einem unerwarteten Moment in sensationelle Siege zu verwandeln. Ich tat nichts weiter als ihn nur stoisch im Spiegel zu mustern, diesen Mann, der allzeit zu überraschen verstand.

„Das bleibt mein wertes Geheimnis… aber sie hätten wahrlich schlechtere Kandidaten als Kingsley Shacklebolt zum provisorischen Zaubereiminister ernennen können“, brach er die Stille und zeigte sich ziemlich honorig, wobei meine Mundwinkel zuckten, da sein geschwollenes Lob an das Ordensmitglied aus irgendeinem Grund nicht wirklich wie ein Kompliment klang.

„Ja, er versucht, einen guten Job zu machen…“, meinte ich widerwillig und doch brachte ich dem Ministerium keine guten oder gar schöne Gefühle entgegen. „Aber das interessiert mich alles nicht wirklich. Ich… ich richte mein Augenmerk auf Severus und die Zeit, bis wir wirklich alles zusammenhaben, was wir brauchen… das könnte knapp genug werden!“

„Aha, wie ich vernehme, hat deine Recherche Früchte getragen!“, lag süffisanter Spott in Lucius‘ Grinsen.

Indes trat er mit leisen Schritten näher, als würde er unsichtbar von mir angezogen und ich wusste, dass dieses nervige Thema wegen der Dark Lady für ihn noch lange nicht vorbei war, da ich schon wieder dachte, dieses verdächtig lodernde Blitzen in seinen Augen wahrzunehmen.

„So… offensichtlich?“, kokettierte ich ein wenig geschmeichelt.

„Oh ja, ich kenne dich zu gut, mein Herz!“, gab er reichlich freimütig zu und ich lächelte doppeldeutig.

Als sich das verheißungsvolle Flackern in seinen Augen im Spiegel zeigte und ich verfolgte, wie er sich lasziv über die Lippen leckte, ahnte ich, dass er mit dem Gedanken spielte, sich völlig anderen Dingen hinzugeben, die gerade absolut nicht umsetzbar waren.

„Zu den wichtigen Dingen!“, blockte ich seinen amourösen Annäherungsversuch ab.

In meinen Augen hatten wir gerade andere Sorgen und Nöte, die drängender waren, und überspielte das lustvolle Glänzen in seinen Augen, während er meine Rückansicht in dem engen Kleid genau in Augenschein nahm. „Lucius? Hast du das Blut von Draculea…?“, fragte ich daher mit Nachdruck und bemerkte, wie er sich selbst bremste.

„Noch nicht, denn das wird mich was kosten…“, gab er resigniert seufzend zu und wandte seinen Blick ab.

„Das weiß ich, aber ich finde immer noch, dass du Charlie involvieren solltest und frag nicht, was es mich kosten wird, die Werwolfskralle eines Alphas zu besorgen“, meinte ich reichlich schnöde und tat mir in dem Moment unglaublich selbst leid.

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BeitragThema: Epilog I.   Epilog  EmptyFr Mai 22, 2020 7:22 am



Auf das Wiedersehen mit Fenrir war ich wirklich gespannt. Aber nachdem Lavender sich noch immer von Fenrirs Angriff erholte und die Möglichkeit bestand, dass sie vielleicht doch noch den ein oder anderen Welpen gebären könnte, wusste ich um das Faustpfand, was ich in Händen hielt, selbst wenn es Patricks Nachkommen sein würden. Noch ging es ihr sehr schlecht und viele der Welpen waren in ihr gestorben und abgegangen. Aber zwei hielten sich bis jetzt mit verbissener Hartnäckigkeit und sie lag umsorgt von Poppy in der Krankenstation von Hogwarts, da wir dem Ministerium und St. Mungos nicht trauten.

„Daran will ich nicht denken!“, gab Lucius unumwunden zu und dass er Fenrir immer noch nicht mochte war normal, denn er fand unsere Vertrauensbasis bedenklich und ich schmunzelte ein wenig aufgrund seiner Eifersucht, die er nicht zu verstecken versuchte.

„Dann sind wir schon zwei…“, erwiderte ich daher gutmütig. „Was ist mit den Mädels im Gewölbe?“, fragte ich mich plötzlich erinnernd, dass ich das Thema geistig verdrängt hatte und dass da noch nicht alles geklärt gewesen war, nachdem ich Lucius das Versprechen hatte abringen können, diesen Sündenpfuhl zu beseitigen und die Frauen und Mädchen mit einem Obliviate belegt in die Freiheit zu entlassen.

„Spannend, dass du das ansprichst…“, meinte er mit einem Mal abwägend und ich zog sofort eine Braue hoch. „Rodolphus hat sich darum gekümmert und die Frauen mit einem Obliviate gesegnet ausgesetzt! Bis auf…“, gab er langsam zu und ich stockte und wartete, ob er weitersprechen würde. „Du erinnerst dich an die kleine Smudgeley…?“, wandte Lucius sichtbar amüsiert ein und ich neigte den Kopf.

„Nun, wie es aussieht, sorgt sie dafür, dass die gar noble Sippe der Crouchs nicht ausstirbt“, raubte mir seine unverhohlene Süffisanz kurz die Worte.

„Du nimmst mich auf den Arm“, ging mir der Mund weit auf und ich starrte Lucius durch mein Spiegelbild hinter mir stehend an. Severus hatte den Frauen dort immer einen Verhütungstrank verabreicht. „Wie ist das möglich? Ich meine, sie haben doch einen Trank erhalten, oder?“

„Nein, ich nehme dich nicht auf den Arm. Sie ist tatsächlich von ihm schwanger. Soweit ich weiß, hat Severus den Muggel-Frauen im Gewölbe andere Sachen verabreicht, als das… was ihr Hexen zur Verhütung sonst so zu euch nehmt. Frag mich aber bitte nicht, wie oder was hier genau der Unterschied ist. Das hat mich wirklich nie interessiert, das ist Severus‘ Gebiet. Leider haben wir erst spät mitbekommen, dass die Kleine doch ein wenig Magie in sich trägt und kein Squib ist. Anscheinend haben daher die Tränke ihre Wirkung bei ihr verfehlt. Wie Crouch es bewerkstelligt hat, die Kleine überhaupt zu begatten, ist jedoch nichts, was ich genau wissen möchte. Es ist so, wie es nun einmal ist und niemand weiß davon. Außer du, ich und Rodolphus und bevor du dich involvierst, sie befindet sich bei Rodolphus, in seinem Haus. Er kümmert sich um sie, vor allem, weil das Kind der Erbe der Crouch-Familie sein wird!“

„Wow, das ist unerwartet“, zeigte ich mich überlegend.

Nichts war einfach schlicht vorbei, eigentlich ein Ansporn, niemals aufzugeben, und so drifteten meine Gedanken zu Sirius als Dementor. Und da schwor ich mir, dass hier noch nicht das letzte Wort gesprochen war. Für ihn musste es auch mehr geben, als ein Dasein als Schattengespenst, gefangen in einem dementorähnlichen Wesen.

„Schau, was ich schon besorgt habe!“, verkündete ich stolz und griff nach der Phiole, die vor mir auf dem Schminktisch gelegen hatte und wandte mich nun gänzlich zu Lucius um, Angesicht zu Angesicht. „Ich habe den Atem eines Dementors bekommen!“

Seine Augen verengten sich skeptisch, während ich das wabernde dunkle Grau, das ein eigenes Leben zu führen schien, in dem Glas beobachtete. Es mutete unheimlich an und war doch so selten und deshalb so wertvoll, vor allem, da ich meine Macht über diese Spezies verloren hatte.

„Von Black?“, offenbarte Lucius, dass er sehr gut war im Durchblicken der Gegebenheiten.

„Das war das Spannende… er hat mich gefunden…“, gab ich zu und griff tief in den Spiegel vor mir und legte dort die Phiole in eine doppelt gesicherte Schublade im Spiegel. Das war eine Idee, die ich aus East End und dem Spiegel Nerhegeb mitgenommen und umgesetzt hatte. Wenn man so wollte, war es ein Safe in einem Spiegel, während ich an Lucius‘ Gebaren erkannte, dass er neugierig war und mehr wissen wollte. „Im Blackhouse!“, entwischte es mir glucksend, als ich mich daran erinnerte, wie Sirius mich in seiner neuen Aufmachung beinah zu Tode erschreckt hatte.

„Harry und Ron, sie Kernsanieren es und als ich gestern bei ihnen war und auf Teddy und Lucien aufgepasst habe, tauchte Sirius im Stammbaumzimmer ganz plötzlich vor mir auf…“, weihte ich ihn freimütig ein.

„Was wollte er von dir?“, fragte Lucius mit nicht von der Hand zu weisender Skepsis.

„Mir helfen“, gab ich schulterzuckend zurück und konnte die Gänsehaut nicht unterdrücken, als ich daran zurückdachte, wie nah, wie viel zu nah, mir Sirius, gefangen in diesem unheimlichen Körper, gekommen war.

„Das gefällt mir nicht!“, knurrte Lucius geradezu aggressiv und eilig wandte ich mich wieder um und erwiderte diesen kalten Blick, den er schon lange nicht mehr für mich übrig gehabt hatte, im Spiegel.

„Oh, glaub mir, mir hat das auch nicht gefallen und zwar gar nicht. Aber er hat mir gegeben, was ich brauche… für Severus… vielleicht empfindet er ihm gegenüber auch Schuld?“, fragte ich überlegend und tippte mir gegen die Lippe, da ich mir nicht zu fein gewesen war, das Geschenk anzunehmen, ohne Wenn und Aber; ich hatte es genommen.

„Ich meine, ich bin immer noch beeindruckt, dass Severus wirklich die Tränen eines Phönix hatte“, fasste ich meine Überraschung über unseren unerwarteten Fund, der uns Severus wieder ein Stück nähergebracht hatte, in Worte.

Wir hatten diese wertvolle Phiole bei Severus‘ privaten Gegenständen in Hogwarts entdeckt und ich hatte sie an mich genommen und verwahrte sie zusammen mit Sirius‘ Atem in dem gut gesicherten Spiegel in meinem Zimmer in Malfoy Manor.

„Fawkes mochte ihn…“, gab Lucius widerwillig zurück, als wir uns im Spiegel ansahen und daran dachten, dass Nagini ihn ebenfalls gemocht hatte, da sie ihm ihr Gift damals freiwillig überlassen hatte und doch hatte sie ihn ohne irgendwelche Ressentiments angegriffen, um ihm den Hals aufzureißen, wenngleich ihr Opfer nicht der echte Severus gewesen war, aber das waren Spitzfindigkeiten.

„Mhm… war noch mehr?“, fragte Lucius anscheinend wissend, dass ich das Thema am liebsten mied.

„Du meinst wegen der Jungs?“, fragte ich wieder auflachend.

„Hermione, keine Jungs! Sie sind keine Kinder mehr, das sind Männer und so schwer es mir fällt, das zuzugeben, sie haben es sich redlich erworben!“, offenbarte Lucius zu meiner Überraschung, dass er es sehr ernst meinte und ja, vielleicht hatte er recht. Ich sollte Ron und Harry nicht so klein machen. Das hatten sie nicht verdient, auch in Hinblick auf die Dinge, die noch in Zukunft auf uns zukommen würden. Aber ich tat mir schwer, ihnen auch diese vermeintliche Normalität wieder zu nehmen.

„Mhm… für mich werden sie immer meine Jungs bleiben… sie sind unzertrennlich. Ron begluckt Harry wo es nur geht und beide gehen in der Erziehung von Lucien und Teddy auf“, versuchte ich daher, Leichtigkeit in unsere allzu ernste Unterhaltung zu bringen.

„Ist das so gut, was die beiden da machen? Eine Männer-WG?“, gab Lucius mal wieder seine antiquierte Weltansicht zum Besten und ich schnaubte, als hätten er und Severus für Draco nicht jahrelang genau das gehabt. Narcissa hatte nie wirklich dazugehört, aber er sprach schon weiter. „Auch vernehme ich, dass sie sich dem sozialen Leben ansonsten entziehen und ihre Privatsphäre schützen! Man will Potter sehen und ihn hochleben lassen, nicht dass er sich vor seinen Fans versteckt!“

„Keine Ahnung, es wirkt, als brauchen sie sich gegenseitig… und als gäbe es niemanden neben dem anderen. Abhängigkeit?“, erwiderte ich daher abwägend, während ich mein Haar ergriff und einige Frisuren ausprobierte. Auch ein Weg, Lucius‘ nervenden Fragen zu entgehen.

Harry konnte in meinen Augen machen und tun was er wollte und so überlegte ich, ob ich eine Hochsteckfrisur wählen, oder doch das lockige Haar offen tragen sollte, für die Veranstaltung, auf die ich gar nicht wollte, denn in meinen Augen gab es schlicht gar nichts zu feiern.

„Sie werden aufpassen müssen, aber das wird sich vielleicht mit der Zeit finden. Andere Frage, wo ist Potters Sohn, wenn sie auf die Jagd gehen?“, wechselte Lucius ziemlich unelegant das Thema, nachdem er bemerkte, dass ich nicht gewillt war, darüber zu diskutieren.

„Oh, du meinst ihre Aurorentätigkeit, wenn sie die flüchtigen DeathEater jagen? Andromeda passt dann auf Lucien und Teddy auf. Sie ist froh, dass die Jung… äh, dass die beiden Teddy aufgenommen haben, um einen Spielkameraden für Lucien zu haben. Außerdem nimmt Harry seine Patenschaft sehr ernst, nachdem er Sirius immer nachgetragen hat, dass dieser nicht mehr versucht hat, für ihn da zu sein, oder dass Remus das nicht mehr übernommen hat… naja, egal. Andromeda kommt nur zum Babysitten. Sie will ansonsten ihre Ruhe und ihr Alleinsein. Sie muss mit dem Verlust von ihrem Mann und ihrer Tochter erst noch ins Reine kommen und auf die Kinder zu achten reicht ihr!“, erklärte ich die neue Situation, mit der sie erstaunlich gut umgingen.

Dass Harry es genoss, endlich bei seinem Sohn sein zu können, war wenig überraschend und dabei ging er in seiner Vaterrolle völlig auf.

„Blackfrauen waren noch nie für Babys gemacht!“, erwiderte Lucius mit der ihm innewohnenden Distinguiertheit und lachte freudlos auf.

Ich hingegen sah wieder das Idyll am Grimmauld Place vor meinem geistigen Auge. Ich dachte an Harry, wie er Teddy im Arm hielt und an Lucien auf Rons Schoß. Die Kinder mit ihrer kaum zu bändigenden Energie und dem leuchtend wechselnden Farbenspiel von Teddys Haar, dazu Luciens Gezischel, da er noch immer Parsel beherrschte, gaben ein schönes Bild ab. Diese beiden kleinen Temperamentsbündel mit ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten machten dieses Haus zu einem Tollhaus sondergleichen. Von Kreacher, der seine Aufgabe, das Haus zu führen, sehr ernst nahm, ganz zu schweigen. Dort waren die beiden Männer in ihrer Trauer um ihre Lieben vereint. Aber sie waren auch gestärkt, weil sie Brüder im Geiste waren, die ihr Schicksal teilten, zusammen blieben und nur gemeinsam stark sein konnten und wollten. Harry war nach Daphne nicht bereit für eine Frau und Ron wirkte nicht willens, irgendjemanden außer Harry, mir und den Kindern sein Herz schenken zu wollen, nachdem Apolline und Fred auf so grausame Weise von ihm genommen worden waren.

„Was treiben diese Red Devils?“, unterbrach Lucius meine Gedanken fragend und ich hob eine Augenbraue.

„Die? Die treiben sich im Rose Cottage rum und genießen es, zusammen zu sein. Sie gewöhnen sich langsam an die neuen Verhältnisse und Lee hat sich mit eingenistet, aber auch Angelina versucht ihr Glück bei George und mittlerweile hält Fred zu ihr…“, erzählte ich ihm freimütig, während ich mit meinem Zauberstab meine Haare in eine kunstvolle Hochsteckfrisur hexte, da ich entschieden hatten, dass ich heute ein strengeres Äußeres bevorzugen würde.

„Bitte?“, echote Lucius ungläubig.

„Oh ja, George war nur wegen Fred… naja, du weißt schon… er ist unersetzbar für ihn. Also hat eine Frau gerade durchaus Chancen und sie mochte George schon immer und das weiß Fred! Und Fred will nicht, dass George für ihn allein bleibt… außerdem erhofft er sich Kinder, die er dann so beeinflussen kann, dass sie die Eltern mit seiner Hilfe in den Wahnsinn treiben…“, ließ ich ihn an den unterhaltsamen Stunden im Rose Cottage teilhaben.

„Ich würde mich selbst und freiwillig mit dem Obliviate belegen, wenn ich diesen Poltergeist ständig ertragen müsste!“, erwiderte Lucius abfällig.

„Kein Poltergeist!“, meinte ich sachte tadelnd. „George ist froh, dass Fred so da ist, wie er es jetzt ist. Er hat sich damit abgefunden! Sie werden zusammen alt und gehen gemeinsam von dieser Erde…“, verkündete ich mit einem tiefen Seufzen, gefangen zwischen Schuld und Sühne, sachter Erleichterung und doch auch so etwas wie bleischwerer Last, wenngleich mir die Twins nichts vorwarfen, sondern mir nur Dankbarkeit entgegenbrachten.

„Schön für diese Unholde und schön für dich. Hast du dich noch weiter rumgetrieben?“, wollte er ziemlich knapp erfahren.
„Ja, mittlerweile war ich auch im Verbotenen Wald, um die Lederhaut eines Thestrals zu besorgen… Thenebrus war sehr hilfsbereit, ebenso das Einhorn mit seinem silbrigen Blut. Sie waren sehr gebefreudig und glaub mir, das war neben dem Inferi Rabastan am leichtesten…“, stieß ich leise seufzend aus.

Selbst jetzt konnte ich den Widerwillen, das Grab des Lords aufgesucht zu haben, nicht unterdrücken. Aber wie immer nahm ich keine Rücksicht auf Verluste, oder meine Abneigungen, und hatte mich diesem Trauma durchaus gestellt und war daraus vielleicht nicht gestärkt, aber wenigstens heil wieder herausgekommen. Man musste die Dinge nehmen, wie sie kamen, selbst wenn es bedeutete, dass nasse Grab des Lords aufzusuchen und nach dem Rechten zu sehen, aber genauer wollte ich mich an dieses Ereignis auch gar nicht mehr erinnern.

„Ha, du genießt es, Rabastan unter deiner Fuchtel zu haben“, entfuhr es Lucius süffisant grinsend, aber doch überspielte er nur den Ernst der Lage, da er durchaus um meine Gefühle wusste und abzulenken versuchte.

„Oh ja, das lässt sich nicht bestreiten!“, gab ich auflachend zu. „Tja… damit haben wir langsam, aber sicher alles für das Ritual zusammen, um Severus zurückzuholen…“

„Alle Wesen des Todes vereint. Entweder dafür… oder dir deine Macht wiederzugeben: My Dark Lady…“, lag hoffnungsvoller Glanz in Lucius‘ Augen und ich wollte am liebsten laut schreien.

„Ach, hör mir mit dem Blödsinn auf. Ich hätte es dir nie verraten dürfen!“, brauste ich ungehalten auf und schloss peinlich berührt die Augen.

„Mich des Amüsements berauben, dich auf Allzeit damit aufzuziehen? Du bist imminent bösartig!“, wisperte Lucius rau und schon lagen seine Lippen begehrlich auf meinem freigelegten Nacken und ich riss die Augen wieder auf und seufzte unter der Liebkosung von ihm heiser.

„Du bist süperb!“, murmelte er genüsslich an meiner Haut.

Er streichelte mit seiner geschickten Zunge meinen Nacken, der noch immer von dem kleinen Dark Mark verunziert wurde, das mir der Lord hineingebrannt hatte und das unweigerlich auf immer und ewig in meiner Haut verbleiben würde. Genauso wie bei seinen anderen Anhängern am Unterarm, wie es auch bei Lucius und Severus der Fall war, wo es nichts weiter als ein lebloses, in die Haut graviertes Mahnmal an eine furchtbare Zeit in unserem Leben sein würde. Ein Mahnmal, das uns immer an diese Zeit erinnern würde. Es wäre eine Schande, zu versuchen, diesen Beweis zu vernichten, oder zu vertuschen, und ihn von unserer Haut zu tilgen. Denn dieser Beweis machte uns aus und zu dem, was wir heute waren und in Zukunft werden würden.

Auch ein Grund, weshalb ich mich entschlossen hatte, die Haare oben zu tragen. Jeder, wirklich jeder sollte mein Dark Mark sehen können. Jeder sollte mein Opfer bemerken, dass ich mich entschieden hatte, in den Krieg zu ziehen, um für meine Freiheit zu kämpfen und wenn nötig bereit war, alles dafür zu opfern. Auch die Narbe, die mich als Mudblood kennzeichnete und dir mir Bellatrix verpasst hatte verzierte weiterhin meinen Arm.

Meine Lider klappten schwelgend zu und ich genoss das Gefühl seiner Lippen auf meiner Haut und ergab mich der Sicherheit, von starken Armen gehalten zu werden und mich an ihn, diesen derart selbstsicheren Mann, anlehnen zu können und seufzte erleichtert.

Schließlich zupfte ein zufriedenes Grinsen an meinem Mundwinkel und ich hob beide Arme an, um mit meinen Händen in seinen Nacken zu gleiten. Meine Fingerspitzen tanzten zärtlich um mein H, das ich ihm schnellstmöglich nach unserem Wiedersehen zusammen mit meinem Blut, noch im Dark Manor, eingraviert hatte.

Eine längst überfällige Tat, nachdem ich herausgefunden hatte, wie nah mich diese Markierung Draco gebracht und dass es ihn gerettet hatte. Ja, ich hatte dasselbe mit Lucius‘ Hilfe auch bei Severus‘ in Stasis verhaftetem Körper getan und das beständige Summen seines Zeichens auf meinem Oberschenkel beruhigte mich stets. Ich war mit all meinen wichtigsten Menschen dank Magie tief verbunden, selbst über Welten hinweg.

„Chrrmm… Ich störe nur ungerne!“, unterbrach uns eine recht steife Stimme und ich ließ abrupt meine Hände sinken, denn ich fühlte mich wie ertappt. „Kommt ihr? Alle warten!“, stand Draco in der geöffneten Tür und ließ uns nicht aus den Augen.

„Draco!“, entgegnete Lucius absolut nicht gestört, während ich sehr wohl vor Unwohlsein erstarrt war.

Anders als Lucius, dieser fühlte sich absolut nicht gestört und löste sich nur sehr, sehr langsam von mir und ich verfolgte im Spiegel, wie er sich in einer geschmeidigen Bewegung zu seinem Sohn drehte, der in der Tür stand und uns ein leicht abfälliges Lächeln auf seinen wie gemeißelten Zügen schenkte. „Wo ist deine entzückende Verlobte?“

„Astoria bringt Blaise nach Hogwarts…“, verkündete Draco knapp und ich bemerkte, wie er meinen Blick im Spiegel suchte.

„Wie verkraftet er… sie… seine Blindheit?“, fragte Lucius zu aller Erstaunen mit sichtbarem Interesse.

„Blaise?“, echote Draco fragend und zog die in schwarzen Stoff gehüllten Schultern hoch. „Mit dem Sensibilisierungszauber nimmt er die Umgebung und die Räumlichkeiten sehr gut wahr. Er ist echt gut, bald hat er seine Sinne so trainiert, dass er mit dem allen besser ist als vorher, als Sehender. Aber er arbeitet auch wie ein Verrückter daran. Und Astoria… naja, ihr kennt meine Verlobte, sie umsorgt ihn, genau wie die anderen Mädchen. Sie tütteln an ihm rum, dem Kriegshelden, und verwöhnen ihn nach Strich und Faden und er tut den Teufel, sie davon abzuhalten und genießt es in vollen Zügen, im Mittelpunkt zu stehen!“

„Ha, dann hat er also jeden Abend eine andere Eroberung?“, entwich es mir amüsiert.

„Davon kannst du ausgehen. Er genießt seine Freiheit nach Wenas Verscheiden in vollen Zügen!“, bestätigte Draco grinsend.

„Er war schon immer ein Casanova!“, erwiderte ich gutmütig,
während ich das Mitleid für Blaise tief in mir verbannte, denn es wäre verschwendet und war nichts, was er wollte, oder sich wünschte. Er hatte sich mit seinem Schicksal mit enormer Stärke arrangiert und ich gab ihm, was er verlangte. Von mir kam kein Ton des Beileides, sondern nur fordernde Attitüden, das Beste aus seiner Situation zu machen.

„Apropos Veela!“, lag ein missmutiges Timbre in Lucius‘ Stimme und er bedeutete Draco mit einer herrischen Geste, fortzufahren.

„Ach, ich weiß, ich habe es versprochen und ich gehe den Weg und bezeuge meine Trauer wegen Wena und mache uns Zorica weiterhin gewogen, sobald das Theater hier vorbei ist und ganz nebenbei frage ich sie ganz lieb nach einem Haar von ihr… zufrieden?“, deutete Draco eine übertriebene, spöttisch anmutende Verbeugung an.

„Lucius, ich dachte, du wolltest…“, entwischte es mir überrumpelt und Lucius stellte sich so, dass ich ihm im Spiegel wieder ins Gesicht blicken konnte.

„Ich überrasche dich?“, kam es frech von Draco, der mir verwegen zuzwinkerte, während ich eine gewisse Erleichterung, dass nicht Lucius zu dieser Frau ging, nicht verbergen konnte.

„Ja, du hasst die Veela, schon allein wegen Blaise“, erwiderte ich ein wenig beunruhigt darüber, dass dieser schwere Kelch nun an Draco ging, der mir wie der Gang nach Canossa anmutete und ich hoffte, dass Draco nicht drei Tage kniend vor Zorica verbringen würde.

„Mein Sohn erkennt durchaus die Wichtigkeit um Severus‘ Rückkehr an und will seinen Beitrag leisten. Er ist erwachsen und weiß, dass man über Ressentiments stehen muss und dass eine derart simple Regung wie Hass übertrieben ist!“, schob Lucius absolut versnobt und hochgestochen hinterher und ich hob sarkastisch eine Braue an.

„Spricht da der stolze Vater aus dir?“, fragte ich kichernd.

„Biest!“, zeigte sich das Antlitz des Mannes hinter mir ränkevoll und hochmütig, als er mir dieses Kosewort zärtlich zuflüsterte und mir eine lustvolle Gänsehaut bescherte.

„Dein Biest!“, gab ich glucksend zurück.

„Bitte! Fallt jetzt nicht übereinander her. Dafür ist keine Zeit. Die Verleihung der Siegesfeier… ähm, die warten nicht auf uns und es wäre echt unschicklich, dort reinzuplatzen, wenn sie angefangen haben…“, mahnte Draco eilig und wirkte pikiert wegen unserer Tändelei,
als hätte er wirklich Sorge, uns dabei zusehen zu müssen, wie wir uns aufeinander stürzen würden und er zeigte somit offen, wie unpassend er das finden würde. Ja, Draco hatte es nicht leicht mit uns, das ließ sich wohl leider nicht anders ausdrücken. Er weilte oft in Irland, um Abstand zu suchen und zu finden. Jedoch war er einer der größten Gewinner dieser Schlacht. Draco erhielt allseits viel Ansehen für seine Bemühungen in Irland. Gerade das Ministerium war hin und weg von dem, was Draco dort auf die Beine gestellt hatte.

Nur von den Kindern, dem Faustpfand, wussten die Offiziellen nichts und Lucius hatte dies weidlich ausgenützt, sich seine Schar an Anhängern treu, loyal und untertan zu machen, um in seinem Sinne zu handeln, bevor er begonnen hatte, die Familien peu à peu zu seinen Bedingungen zusammenzuführen.

„Geh vor, Draco!“, befahl sein Vater abrupt und ich hob überrascht eine Braue. Von meiner Seite aus war ich mehr, oder weniger fertig und wir hätten gemeinsam, als vereinte Familie, aufbrechen können.

„Bitte, es wäre mir echt peinlich, wenn ihr euch Zeit lasst… und wenn die Devils wieder dumme Sprüche über eure Leidenschaftlichkeit raushauen“, blieb Draco hartnäckig und sein Kiefer trat angespannt hervor.

„Die da wären?“, wollte Lucius wirklich neugierig wissen und ich hielt mit fest verschlossenen Lippen die Luft an.

„Peacock in love… zum Beispiel!“, murrte Draco absolut unbegeistert über den Spott der anderen, der Lucius und mir irgendwie sicher war.

„Hahaha!“, brach ich in ein zu lautes Lachen aus, aber die Mienen beider waren zu lustig, dort Dracos leidliche und hier Lucius‘ pikierte.

Das war irgendwie urkomisch und Lucius bedeutete seinem Sohn in meinem Rücken, uns nun doch alleine zu lassen. Indes genoss ich Lucius‘ absolut beleidigten Gesichtsausdruck, aber es war logisch, dass Harrys und Rons Ausruf die Runde gemacht hatte. Sehr zu Lucius‘ Bedauern, wie mir gerade gegenwärtig wurde. Bestimmt bereute er es inzwischen inbrünstig, mir damals seinen Patronus gesandt und sich damit indirekt enttarnt zu haben. Aber die Geste rechnete ich ihm immens hoch an. Ich hatte mich in der Sekunde so geborgen gefühlt, dass es mir den Spott der anderen wert gewesen war.

„Ich habe ein Geschenk!“, murmelte Lucius hinter mir und sein Atem liebkoste meine empfindsame Haut und plötzlich hielt er in der Hand ein Ungetüm von Schmuckstück, das mich aufgrund seines unglaublich kräftigen Blitzens und Blinkens regelrecht blendete.

„Das ist ein Panzer!“, stieß ich erschrocken vom Gewicht aus, als er es hinten in meinem Nacken verschloss und ich verstand, dass dies eine absolut beeindruckende Halskette war.

Meinen mehr als schmal erscheinenden Hals schmückte jetzt ein ausladendes Collier. Ein Geschmeide aus Smaragden und Diamanten in einer weißgoldenen Fassung, riesig und absolut das Highlight zu meiner schwarzen Aufmachung. An ein breites Band aus eingefassten, runden Smaragden schloss sich ein aus Weißgold gefertigtes, verschnörkeltes Netz, welches kunstvoll von sowohl eckigen als auch runden Diamanten und Smaragden unterschiedlicher Größe und Schliffs geziert wurde. Gekrönt wurde das Ganze von einem großen, tropfenförmigen Smaragd, der an der Spitze des Colliers hing und mich an eine Träne erinnerte. Eine ungeweinte Träne, von mir für alle, die wir nicht hatten retten können.

Dieses Kunstwerk umschlang und umschloss meinen gesamten Hals, lag auf meinem Dekolleté und reichte bis zu meinen Schultern. Es dominierte meine gesamte Aufmachung und die Idee, die Haare hochgesteckt zu tragen, schmeichelte dem Gesamtbild nur noch mehr. Das war ein slytherinhaftes Statement, aber erst durch Lucius‘ unglaublich kostbare Gabe wurden mein schlichtes Gewand und meine bisher zurückhaltende Aufmachung zu einem sagenumwobenen Traum.

„Du sieht fabulös aus, ein Schmuckstück für ein Schmuckstück. Unter den vielen Juwelen stechen die grünen Smaragde hervor, der Glücksstein unserer Familie. Zur Fertigung dieses Geschmeides waren 16 Monate Atelierarbeit erforderlich: 2.225 Edelsteine, einschließlich eines zentralen, tief hängenden Smaragds von 30,65 Karat, der auch als Brosche getragen werden kann. Ein Unikat des Hauses Fabergè und ja, sie können mehr als nur Eier herstellen“, erklärte er mir stolz sein Geschenk und ich starrte ihn mit offenem Mund an.

„Mhm, das ist viel zu wertvoll, du spinnst, Lucius. Ich werde auffallen wie ein Pfau“, murmelte ich, jedoch zeigte mir mein Spiegelbild nun eine wahrlich beeindruckende Aufmachung, dabei war auch mein Verlobungsring gut sichtbar, da auch er auf dem dunklen Samt meines Kleides hervorstach.

„Das hoffe ich doch, du bist die Zierde unseres Hauses!“, erwiderte er mit Inbrunst und küsste sanft mein Ohr, während ich den Blick nicht von meinem aufsehenerregenden Erscheinungsbild abwenden konnte.

„Dass wir Eindruck machen ist dir wohl sehr wichtig?“, fragte ich ein wenig atemlos, da mir die Pracht und die Wichtigkeit, die ich mit diesem Aufzug ausstrahlte, den Atem raubte.

„Eminent wichtig, natürlich ist unser Auftreten rational betrachtet heute vor der Öffentlichkeit ein absolutes Novum und wir müssen unsere Stellung allen vergegenwärtigen!“

„Indem ich glitzere?“, wollte ich ein wenig betroffen erfahren, während sich das Geschmeide mit meinem schnellen Atem hob und senkte und damit das Licht einfing und noch mehr strahlte.

„Indem deine Brillanz in mehrfacher Hinsicht leuchtet und gar alle überstrahlt!“, gab er schmeichelhaft zurück.

„Du lenkst ab?“, winkte ich ab, aber ich bemerkte, wie wichtig es ihm war,
also legte ich meine Hand auf das Geschmeide, das sich kostbar um meinen Hals schmiegte und schenkte ihm ein warmes Lächeln. „Ich danke dir und werde es mit Würde tragen… tust du mir nur einen Gefallen, Lucius? Gehst du bitte vor und gibst mir eine Sekunde?“

„Natürlich, aber lass mich nicht zu lange warten, sonst hol ich dich und trag dich wieder auf meinen Armen nach Hogwarts!“, drohte er schmunzelnd.

„Hahaha!“, lachte ich schon wieder perlend auf und vernahm, wie er meinem Wunsch nachkam und mich mit sich schließender Tür verließ.

Im gleichen Moment fühlte ich so etwas Sanftes wie seichten Frieden und ein hoffnungsvolles Gefühl in mir aufkeimen, als ob vielleicht alles gut war, oder werden könnte.

Ich trat einen Schritt zurück und begutachtete mich in der edlen Aufmachung. Ich sah umwerfend und beeindruckend aus. Das Geschmeide, das sich eng um meinen Hals legte, machte es zu etwas ganz Besonderem. Ich konnte mich schon an Lucius‘ Arm den Gang entlang schreiten sehen, unter der verzauberten Decke von Hogwarts, wie uns alle ansehen und keine Sekunde aus den Augen lassen würden. McGonagall, wie sie uns würdig zusammen mit Kingsley oben an der Empore erwarten würde, um die Siegesfeier zu begehen. Sie, schwer gezeichnet von ihrer Tätigkeit als Schulleiterin von Hogwarts und mit einem Andenken von der Schlacht, bewährt mit ihrem Gehstock, aber mit abgeklärter Würde im ältlichen Antlitz. Wir alle würden ein würdiges Schauspiel abgeben, das uns als den Überlebenden so etwas wie einen Sinn vergegenwärtigen sollte, dass all unsere Opfer es wert gewesen waren.

Für unsere Freiheit, für unsere Zukunft, für den Anbruch einer neuen Zeit!

Lag ich falsch und maß mir mehr Bedeutung zu als mir zustand? Oder lag ich falsch und unterschätzte mich bei weitem? Ich wusste es nicht und das machte es für mich so müßig, während ich immer noch hier im Manor stand, mit einem traumhaften Erscheinungsbild, und mich vor dem bodentiefen Spiegel kritisch betrachtete.

„Wasss…?“, entrang sich mir erstickt.

Meine Hand fuhr erschrocken zum Glas des Spiegels. Meine Fingerspitzen verharrten zitternd vor dem Spiegelbild und ich wagte nicht, zu blinzeln.

Was war das gewesen?

Hatten gerade wirklich meine Augen weiß geflackert?!

War Gellerts Opfer umsonst? Oder hatte ich mir diese Millisekunde nur eingebildet?

Die flackernden weißen Augen, nur ganz kurz, dann wieder braun. Ich war mir sicher, oder doch nicht? Einbildung? Wunschtraum? Hatte ich sie wirklich gesehen, hatte ich sie wiedergehabt, meine weißen Augen?

Sofort keimte diese tiefe Bestätigung in mir auf, dass nichts verloren war. Dass ich immer noch sein konnte, was ich sein wollte, wer ich sein musste, was ich war!

Severus war für uns nicht verloren, denn ich würde wieder ein SoulGatherer werden.

Plötzlich, ganze sachte, dachte ich, im Hintergrund ein sehr leises, sehr höhnisches Lachen zu vernehmen. Ein zu bekanntes Lachen, das mir Lugh klar vor Augen stehen ließ und kurz dachte ich, im Augenwinkel Severus‘ charakteristischen schwarzen Umhang unheilvoll wehen zu sehen und wieder flackerten meine Augen in strahlendem Weiß.

Im White-Eyes-Effect!


The end!




It all ends
Das Ende naht,
Das Ende naht allzeit
die Endschlacht naht heran.

Ein Endkampf um Leben und Tod
um Gewinn und Verlust steht uns bevor
und jeder weiß, das Ende naht

Der Endsieger triumphiert im Neubeginn,
denn es geht weiter
nach dem Ende

It all ends




Eure queenie

Das Ende ist mein Anfang

Cover 11:
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BeitragThema: Nachwort   Epilog  EmptyFr Mai 22, 2020 7:23 am

When Hermione Fights

WHF- Ein epochales Epos epischen Ausmaßes ist beendet!

Mors certa, Hora incerta

2010-2020

Aus und vorbei!

Das war’s dann also… Ich kann es selbst nicht fassen.

In genau 3.432 Tage (30.12.2010 – 22.05.2020) oder anders ausgedrückt:
3.432 Tage sind insgesamt
296.524.800 Sekunden
4.942.080 Minuten
82.368 Stunden
3.432 Tage
490 Wochen und 2 Tage

Wir haben in 666 Kapiteln die Geschichte von Harry, Ron und Hermione neuerlebt, oder besser von Lucius, Severus und Hermione… Ich muss wirklich zugeben, dass es mich härter trifft als ich dachte. Schnell ist die Zeit vergangen und groß ist die Leserschaft geworden.

Beinah ein Jahrzehnt hat mich diese Geschichte durch die Höhen und Tiefen meines Lebens begleitet und ich bereue es nicht, ich bejubele es. Die Story wurde ein Teil meines Lebens, wie ich es niemals hätte vorhersehen können.

Was sich aus der simplen Idee, einfach mal darauf loszuschreiben entwickelt hat ist unfassbar. Ich bin nicht gläubig, aber ich fühle mich unheimlich gesegnet, was mir dadurch alles widerfahren ist und das bedeutete mir viel mehr, als wenn ich frühzeitig aufgehört, oder abgebrochen hätte, um zu versuchen, ein Buch selbst zu schreiben, um damit Geld zu verdienen. Das was ich als FF-Autorin erleben durfte, bedeutet mir so viel mehr als alles Geld, denn es kam so viel mehr von den Fans als man hätte erwarten dürfen, oder gar können.

Was ich mich oft frage, womit ich das verdient habe? Habe ich das verdient? Gute Frage, schwere Antwort… was ich auf jeden Fall weiß, ist, dass dieses Glück, diese wunderbaren Erfahrungen nicht jedem passieren und deshalb versuche ich, es in Ehren zu halten und jeden Tag zu wertschätzen. Gleichzeitig versuche ich, es jedem zurückzugeben, was er mir geschenkt hat, indem ich niemals aufgebe und selbst die verrückteste und längste Story im FF-HP Universum ever zu Ende bringe.

Wie alles Anfing:
Aus einer Laune der Langeweile begann eine Achterbahnfahrt der Gefühle und ohne das Verständnis, der Toleranz und der Unterstützung meines seit 20 Jahren geliebten Mannes hätte ich das hier niemals durchziehen können. (Vielleicht denkt er auch einfach ich sei verrückt und lass sie mal machen. Okay, das denkt er wohl wirklich!)

Ich bin kein besonders strukturierter Mensch, wie einige, die mich mittlerweile sehr gut kennen, nicht nur unterschreiben würden, sondern sogar leidvoll bestätigen können. Aber naja, ich vergesse nur einiges manchmal nicht und das kam mir zugute, bis mir Nira mit Rat, Tat und Plan ab Kapitel 50 zur Seite stand und einen Kalender und noch viel mehr Struktur einführte und sein wir ehrlich, ohne sie und diese im Nachhinein heroisch anmutende Tat, wäre auch ich irgendwann bei dieser Menge an Informationen überfordert gewesen und hätte den roten Faden verloren, so ab Kapitel 350 mit Sicherheit.

Auch habe ich zu Beginn einfach wild geschrieben und sofort hochgeladen und dann ein neues Worddokument begonnen, d.h. es gab keine Ablage der einzelnen Kapitel. Gewagt und ja, wie gesagt, verplant!

Ihr seht also Niras Wichtigkeit und Wert für mich und für WHF. Sie begleitet mich nun seit Jahren und ja, sie ist die beste und verständnisvollste Beta, die man sich vorstellen kann und auch ohne WHF wird sie ein Teil meines Lebens sein, den ich niemals würde missen wollen. Sie ist meine Freundin und ich bewundere sie dafür, dass sie mich und die Story adoptiert hat. Vor allem mich, mit all meinen Marotten und Schnappatmungen, die ihr den ein oder anderen panischen Anruf eingebracht haben, ja, auch sonntags! Oder gerade dann. Da fällt mir ein, danke auch an ihre rücksichtsvolle bessere Hälfte, der uns mit seinem Verständnis unterstützte.

Aber selbst so schrieben wir uns täglich und telefonieren einmal wöchentlich miteinander, unfassbar, dass ich durch so was Abstraktes wie eine FF zu schreiben, zu einer so lieben und guten Freundin gelangte.

Ja, ich rekapituliere, was sich in all den Jahren ereignet hat und da werde ich niemals vergessen, als Thajin den Kontakt suchte und er und einige andere liebe, liebe Mitstreiter das Forum für WHF gegründet haben. Das nun über 1157 Mitglieder zählt!

Kurz daauf kam dann sein Anruf, der zur Planung des ersten „WHF-Treffens“ führte. Und haltet euch fest, unfassbar, aber wahr, es gibt noch Leute, die von damals Teil der Community sind!

Ihr seid toll Thajin, Perle, Nira, Lilo, Alfrey :*

Und ja, dort am ersten Treffen schenkten sie mir alle den ersten Band von WHF, als gedruckten Band mit eigenem gemalten Cover!

Meine Gefühle, meine Nervosität und meine Sprachlosigkeit könnt ihr euch vielleicht denken und tja, ab da war Lilo dran, wortwörtlich.

Lilo ist was ganz Besonderes und der Einstieg unserer Freundschaft schon an sich einmalig lustig:

Ich erhielt einige Revs von Liselotte und irgendwann einen verschämten Hinweis per PN, dass ich doch einen Absatz verbessern möge, da es doch recht eklig anmuten würde, dass Fenrir an den Exkrementen herum nagen würde, sprich an Schei*** LOL. Natürlich meinte ich Extremitäten… hach ja, so was kann nur mir passieren.

Aber wie auch immer, Shit verbindet immer und das hat es bei Lilo und mir so richtig.

Sie hatte dann für das erste Treffen, die ersten 100 Kapitel verbessert und stieg danach bei Kapitel 300 mit ein, als unsere 2 Beta und hält nur dank unserer wirklich sehr, sehr innigen Freundschaft, bis heute eisern durch. Ich wurde auch ihre Trauzeugin, eine wunderbare Ehre, die mir unendlich viel bedeutet hat und unfassbar, aber wahr. So ist sie immer an meiner Seite. Sie weiß, was mir die Story bedeutet und zieht das durch und ich danke ihr für alles!

Und ja, genau wie Nira begleitet mich Lilo nun seit Jahr und Tag loyal und treu durch die Unbill des Schreibens und Lebens!

Auch hier freue ich mich, in Lilo eine Freundin fürs Leben gefunden zu haben, von der ich weiß, dass wir auch nach diesem Abenteuer nicht voneinander lassen können, dafür haben wir zu viel miteinander im RL erlebt, geteilt und erlitten, als dass das Ende einer Story daran etwas ändern könnte.

Ich weiß nicht, ob vielen von euch klar ist, wie unglaublich all das war, was mir mit dieser Geschichte widerfahren ist, aber so ist es und das war bisher nicht alles, was ich noch erleben durfte.

Bei WHF geht in Punkto Extralative immer alles Schlag auf Schlag. Keiner der Internetauftritte ist auf meinen Mist gewachsen. Das waren wirklich nur Leser, die sich von der Story begeistern ließen und ganz ehrlich, das berührt und ehrt mich zutiefst.


Nira/Nira26 (erste Beta, Kapitel 1-aktuell)
Lilo/Liselotte (zweite Beta, Kapitel 1-100 u. 300-aktuell)
Thajin (Forum)
Cedric (Internet-Seite)
Z/Zareyja ("Mädchen für alles")
Tao ("Wurzel allen Übels")
Lexa (Facebook-Mum)
MelanieU (Pinterest)
KatrinS (Adventskalender)
JuleS (Sängerin)
LenaO (e-books)
Alfrey ("gehört dazu")
Alydwen (Cover 1-11)
Cate (WHF auf Englisch Beginn)
Nadine/Aivy (führt das englische WHF eisern fort, das ist nun ihr Baby)
Anna..soul / annxxrose auf AO3 (WHF auf Russisch abgebrochen)
LilySlyth / Gründerin des WHF's Wikis
Goldy WHF-Comic
Miss Malfoy (WHF Hörbuch) https://www.youtube.com/watch?v=1fcURHG5zgM&list=PLBLUriLpCgNrbLjlaD9IhuPM4OS4cdq-Z&index=1

Trailer und Cover von unzählig lieben und wichtigen Lesern, euch vielen Dank!


Die Geschenke in Form von Schmuck, selbstgebastelten und gemalten Bildern, Postern, Wallpapern, Covern, einem Wappen und Trailern, aber auch bedruckten T-Shirts bis hin zu WHF-personalisierten Gläsern, Tellern, oder getöpferter Vasen.

Ich spreche also nicht von HP-Fanart, sondern von WHF-Fanart!

Ich stehe oft im Gästezimmer, das mein HP-WHF-Gedächtnisraum geworden ist, und wandere hindurch, sehe mir die Sachen an (ich schmeiße nie was weg, egal was für ein Fitzelchen) und genieße, schwelge und bin einfach dankbar für dieses unfassbare Glück, das mir hier widerfahren ist.

Aber das war nicht alles, danach kam Jahr um Jahr ein neues Treffen; eine Lesung und damit neue Gesichter und ja, auch hier begleiten mich unendlich viele seit Jahr und Tag durch den Alltag.

All diese Menschen zu nennen fällt schwer, ohne jemanden zu vergessen:

Z, Tao was wäre ich ohne Euch?

Aber auch Lexa, die beste Mama über den großen Teich hinweg, die die FB-Gruppe wunderbar betreut. Die Facebook-Gruppe ist mit über 242 Mitgliedern unglaublich aktiv und ja, wir sind eine tolle Truppe geworden.

Dann Cedric, der eine super Internetseite zu WHF aufgebaut hat, die strukturiert ist und unglaublich viele Informationen enthält. (leide gerade down)

Lena, die zusammen mit dem Küken extrem viel für das letzte Treffen im Schloss geplant hat. Dass das Küken auch seit Jahren die Bilder für den WHF-Kalender bastelt ganz zu schweigen… Ich könnte immer weiter machen, vielleicht interessiert den treuen Leser, wie die Treffen abliefen.

Diese Zusammenkünfte begannen mit 10 Leuten und uferten mit bis zum Schluss 20 Leuten aus.

Über Ritteressen Nr. 2 (mit Verkleidung) bis zum WHF Treffen Nr. 3. Motto Halloween Nr. 4. Beach-Party Nr. 5 (mit Pool und allem Drum und Dran) zur Cosplay Party in einer kleinen Burg, folgte das sehr öffentliche Treffen in Solingen, das beinah 30 WHFler vereinte und darauf folgte der Maskenball in einem kleinen Schlösschen mit Schlosssaal.

Sogar der Innere Kreis mit 8 Personen hat sich 2018 getraut eine Gruppenreise zu zehnt nach London in die HP-Studios zu unternehmen und es war ein voller Erfolg. Eigentlich hätten wir jetzt zu Ostern eine Reise nach Schottland nach Edinburgh unternommen. Es war schon alles gebucht und dann kam im Jahr 2020 das, was wirklich niemand vorhersagen kann, selbst Sybill nicht. Corona, eine Pandemie, wirklich gigantisch, was alles in den 10 Jahren WHF passiert ist.

Aber aufgeschoben, ist nicht aufgehoben. Ja, wir sind Freunde geworden, durch das Netz im Real Life, selten, aber wahr und umso wertvoller!

Was wir alle all die Jahre zusammen aufbauten, planten und vor allem erhalten konnten ist gigantisch und geht ganz sicher nicht nur auf eine Person zurück, sondern ist eine Leistung der Gruppe!

Bei mir privat ging es über die Jahre ebenfalls hoch her. So kamen aber auch die Dramen und Katastrophen über mich und ja, WHF half mir damit, sie zu verarbeiten und mich im Schreiben zu verlieren. 2019 ist bis jetzt mein „Annus horribilis“ für mich, aber das Corona-Jahr 2020 gibt sein Bestes auch das noch aufzuholen.

Ich habe versucht, dass das alles nie eine allzu große Rolle spielte und brav zu posten und das half mir. Natürlich bin ich stur und verrückt, aber vielleicht war das auch meine Therapie?

Wer weiß…

Geht WHF weiter? Sag niemals nie, so auch ich, aber jetzt will ich erstmal meine eigenen Ideen, in einem eigenen Buch verwirklichen.

Bin ich ein Potterhead?
Always, weshalb ich niemals nie sagen werde.

Ich danke euch für euren Zuspruch, eure Revs und Kommis. Ja ganz besonders möchte ich mich bei den fleißigen Reviewern bedanken. Ihr habt teilweise ja keine Ahnung, wie antreibend ein Review für einen Autoren ist und ohhhh, jetzt kullern die Tränen… ich verbleibe eure ewig dankbare und wertschätzende
queenie



Ps.
-Hermiones Kleid:
https://pin.it/6DH4fEw

-Lucius Geschenk, das Smaragd-Collier:
https://pin.it/3lzrXYj



Das neu eingelesene Hörbuch von Mrs. Malfoy
https://www.youtube.com/watch?v=1fcURHG5zgM&list=PLBLUriLpCgNrbLjlaD9IhuPM4OS4cdq-Z&index=1

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