When Hermione Fights
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 Kapitel 201-202

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BeitragThema: Kapitel 201-202   Kapitel 201-202 EmptyDo Feb 09, 2012 6:33 am

201. Kapitel Maskenball


Ich legte heute extrem viel Wert darauf wie ich aussehen würde. Es war eitel, ich weiß, aber nach dem „Ganzen“ in der Höhle, hatte ich das Bedürfnis zu wissen das ich nicht wie diese Wasserleichen aussah, das brauchte ich wirklich.

So cremte ich und puderte wie verrückt meine Haut bis sie glänzte, danach parfümierte ich mich mit Draco´s Parfüm an den gut durchbluteten Stellen, wie den Innenseiten meines Handgelenks einen Tropfen in meine Ellenbogen, hinter die Ohren und zum Schluss tupfte ich mir noch je einen Tropfen auf je eine Schläfe und schnupperte dem Duft nach, in meinem schon ganz diffusen, dampfenden Bad nach meiner Schönheitsorgie!

Nun waren meine Nägel dran und ich lackierte sie schlicht mit einem Klarlack, da mein Kleid schon Aufmerksamkeit haschend genug sein würde, dennoch wollte ich absolut nichts dem Zufall überlassen. Dann ging es ans anziehen, hier würde ein minimalistischer, schwarzer Seidenslip ausreichen, den einen BH würde es nicht bedürfen wie ich wusste.

Anschließend ging es ans schminken und ich legte mir ein dramatisches, schwarz, graues Augen Make-up um die Augen auf, dann wirkten meine Augen durch den smokey-eye-look riesig. Zum Schluss trug ich noch einen tiefdunkelroten, verführerischen Lippenstift auf und war selbst überrascht wie verführerisch ich aussah.

Ich zwängte mich in mein Kleid, die hinten geschnürte Korsage konnte ich nur dank der Magie schließen, aber wofür hatte ich sie? Genau, ich wollte dramatisch aussehen und hatte mich für dieses atemberaubende Ballkleid entschieden, dabei war mir klar, dass ich Lucius Verbot gut dehnte aber das schwarze, voluminöse Kleid hatte breite Chiffonträger, die bauschig zusammen gerafft wurden, somit meine Schultern etwas bedeckten, aber nicht auf ihnen lagen um das Kleid an Ort und Stelle zu halten, sondern eher schmückendes Zierwerk waren und verspielt über meine Oberarme herab fielen.

Nur durch die sehr eng geschnürte Korsage hielt das Kleid, praktisch war dabei das die Korsage hinten je rechts und links zu schnüren war und die Schnürung an sich bildete ein schönes Detail, da die Bänder silbrig weiß waren und sich so gut gegen den schwarzen Stoff abhoben, somit machte es mir eine wirklich schmale Silhouette.

Mittig auf meinem tiefausgeschnittenen Rücken unterhalb der Schulterblätter, wurde die Korsage dann über die komplette Rückenlänge mit kleinen Haken und Ösen geschlossen. Diese sehr enge Korsage ging an der Hüfte in einen sehr breiten, weitschwingenden, voluminösen Rock über, der aus vielen Lagen und Streifen Chiffon und Tüll bestand, dadurch verspielt und etwas verrucht wirkte, was noch verstärkt wurde indem im Hüftbereich weiße, silbrige Blumen und Bänder ungleichmäßig in den Tiefen des Stoffes verteilt waren. Die vielen lagen und fast schon Fetzen des leichten, dünnen und schwarzen Stoffes verliehen dem Ganzen eine ganz eigene Lebendigkeit, dazu bewegte sich der Rock bei jeder Bewegung weit schwingend hin und her.

http://www.aimee.it/it/collezioni-abiti-vestiti-da-sposa/bianco-e-nero.html (Bild 1 und 2)

Ich ging mal davon aus das ich seine, also Lucius Doktrinen mich angemessen zu kleiden gebührend umsetzte und bitte… ich war eine moderne, junge Frau, ich würde mich noch nicht total verhüllen nur weil er sich dies einbildete, sonst würde ich den Aufstand proben sollte er mir komisch kommen!

Zum Schluss schlüpfte ich in sehr hohe, mit schwarzer Seide überzogene Pumps und streifte mir als besonders extra schwarze, enganliegende Handschuhe über die bis über die Ellenbogen gingen, diese ließen meine Arme sehr schlank und filigran aussehen.

Ich starrte mich selbst in meinem Spiegel an und konnte nicht glauben wie fantastisch und überirdisch ich in diesem voluminösen, ausufernden Kleid aussah, wow….hörte ich das Klopfen nicht, doch ich zuckte zurück, als ich eine Bewegung an meiner Schlafzimmertür wahrnahm und ich Lucius im Spiegel bemerkte.

Er sah so anders aus als sonst und ich blinzelte verwundert, als ich bemerkte wie mich seine Augen gierig musterten, wurde mir bei diesem intensiven Blick ganz heiß und ich atmete tief ein, da mir dabei ganz anders wurde. Ich stierte nicht weniger angetan zu Lucius wie er zu mir kam, denn er sah einfach umwerfend aus, auch wenn seine Haare anders aussahen als sonst, erinnerte er mich an einen Galan des 18 Jahrhunderts der aus dem Rokoko daherkam, war er trotzdem beeindruckend.

Oh, meine Göttin, war dieser Mann schön….glitt mein Mund auf und da war er schon leichtfüßig bei mir, fasste meine Hände und neigte sein Haupt um mir genießend schnuppernd einen begehrlichen Kuss auf meine Wange zu setzten, der mein Herz stocken ließ. Dann spürte ich seine Nase an meiner Schläfe, die ich mir vorhin parfümiert hatte und wie sie sanft über meine empfindliche Stelle strich und ich stöhnte leicht auf, war der Moment einfach sinnlich, als nichts anderes konnte er bezeichnet werden, hier in meinem roten Schlafgemach, so nahe und so bewusst genießend mit ihm.

Er trug ein weißes, schlichtes Hemd mit hohem, schmalem Kragen, darüber eine schwarze engtaillierte Weste, ein schwarzes Seidenplastron das er, und mir entging dieses Detail nicht, mit der goldenen Nadel zusammen hielt welche ich ihm zu Weihnachten geschenkt hatte. Über diesem Ensemble trug er einen schwarzen, klassisch gerade geschnittenen langen Gehrock, welcher jedoch über und über mit fantasievollen, verschnörkelten Goldstickereien übersät war.

Besonders zeigen sich diese Stickereien an dem breiten Revers des Gehrocks. Dazu hatte er eine schwarze, elegante Stoffhose kombiniert und alles wurde abgerundet durch einen langen, schwarzen Jaquardumhang, welcher jedoch einen Aufschlag hatte, der wie eine breite Bordüre von seinen Schultern über die Brust bis hin zu seinen Füßen führte und die gleiche Goldstickerei zeigte wie sein Gehrock, damit war er von Kopf bis Fuß ein edler oder auch betörender Gentleman.

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Dazu hatte er seine silberblonden Haare leicht in locken gelegt, sie am Haaransatz an der Stirn kunstvoll, mit viel Volumen nach hinten gekämmt, während über seine Ohren ein paar verspielte Locke fielen. Alle Haare hatte er dann im Nacken mit einem schwarzen, breiten Samtband zusammen genommen, welches er wie zu einer Schleife gebunden hatte.

Anders als sonst fielen ihm die Haare nun jedoch nicht glatt über den Rücken, sondern waren kunstvoll zu großen Locken frisiert, die sich weit über seinen Rücken verteilten. Hätte er nicht normal schon so langes, schönes Haar gehabt und die Magie nicht nutzten können, hätte er für solch eine Frisur sicher eine Perücke tragen müssen, aber wofür gab es Magie?

Ich löste ich mich indem ich zurückwich, dabei schloss ich verzweifelt die Augen, Himmel warum mussten alle drei auf ihre ganz eigene Art für mich so unwiderstehlich sein? Und als ich sie wieder zaghaft öffnete hatte er meine behandschuhten Hände schon wieder erfasst und schenkte mir einen glühenden, silbrigen Blick, denn er hatte meine Kapitulation über die Situation sehr wohl wahrgenommen und so zog er mich in den strahlenden Salon, da wirkte das Gelbgold des Raumes doch gleich weniger sinnlich, aggressiv als das Rot meines intimen Raums, dennoch versuchte ich immer noch mein schnell schlagendes Herz zu beruhigen.

Schließlich war für mich Lucius verführerisches, sinnliches Gebaren eine stetige Provokation, wie ich mir eingestand und er spielte den Verführer perfekt.

Er hielt mich nun galant an nur noch einer Hand und nahm Abstand, drehte mich verspielt schwungvoll vor seinen hungrigen Augen im Kreis und ich erbebte leicht unter dem röntgenartigen Blick, als er meinen Aufzug beurteilte, ich mich drehte und das Kleid wie in einem Traum um mich wirbelte.

„Gewagt….aber sehr ansprechend!“, wisperte er so rauchig tief und sinnlich, das mein Magen Purzelbäume schlug und ich mich fragte ob ich wirklich so triebgesteuert war, wie ich mich gerade fühlte. „Du wirst die Zierde unsers Hauses sein!“

„Aber wie…?“, hauchte ich verwirrt zurück, wenn mich jemand erkannte? Als er mich wortlos losließ und ohne das er etwas sagte ein Hauself erschien mit zwei goldgelb gefüllten Flöten in denen der Feen-Champagner perlte und der Goldstaub herumwirbelte. Er reichte mir das schmale Glas höflich und prostete mir zu.

„Auf den Beginn eines vergnüglichen Abends!“, klirrte das Zusammenstoßen bedeutungsschwanger im Raum wieder, dann kostete ich von dem Getränk, nippte vorsichtig an dem eiskalten Nass und legte meine roten Lippen an den Rand. Ich sah den offenen, lüsternen Glanz in seinen Augen und da wusste ich, heute Abend würde ich sehr vorsichtig sein müssen, wie es schien war Lucius Geduld arg gebeutelt und an einem Punkt angelangt an dem es fraglich war, wie viel Mitspracherecht er mir einräumte. Somit würde ich sehr mit Bedacht vorgehen müssen, damit ich es schafft mir heute Lucius vom Hals zu halten, war dieser Mann eine wandelnde ausgesprochen anstrengende Herausforderung.

„Und das wie? Dreh dich um!“, befahl er sanft, aber der Ton ließ keinen Zweifel aufkommen das ich zu gehorchen hatte und so tat ich es und bemerkte das er den bodentiefen Spiegel aus dem Schlafzimmer hergezaubert hatte und mir nun gekonnt, wie ich zugab, eine Frisur zauberte wie ich nie gedacht hätte das ich sie tragen könnte.

Und als der letzte, gewisperte Spruch über seine Lippen kam waren sie weiß, waren meine Haare schlohweiß und ich war perplex…wenngleich ich zugab, das es zu dem dunklen Kleid mit den Handschuhen und dem dunklen Makeup einen extravaganten Kontrast bildete, war es doch sehr ungewohnt.

Meine Haare lagen hoch toupiert in vielen, wohl definierten Locken eng am Kopf an, waren zusammen gerollt sodass sie kein bisschen mehr herab hingen. Am Hinterkopf hinten hingen einige Locken wie mehrere Zöpfe in Korkenzieherlocken herab. Alles in allem eine sehr klassische, Rokoko-Frisur, wie ich sie sonst nie tragen würde, aber sie passte hervorragend zu dem Kleid.

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Mit dieser so außergewöhnlichen Frisur blickte ich einer anderen, schönen Frau ins Antlitz, was Haare doch aus uns machten, als Lucius mit einem Fingerschnipsen etwas in der Hand hielt und ich sein Gesicht hinter mir, über meinen Schultern sehen konnte.

Aufmerksam beobachtete ich im Spiegel wie er mich durch diesen ansah, er dann seine Arme hob und etwas vor mein Gesicht hob, was ich irritiert musterte. Ich erkannte ein filigranes Metallgestell, welches sich als eine wunderschöne aufwendig verschnörkelte Maske erwies. Er legte mir gekonnt die schwarzen Satinbänder unter mein Haar und ich half ihm, legte meine Hände an die Maske und hielt sie mir vor die Augen, dann verdeckte die außergewöhnliche Halbmaske meine Augen, dadurch traten die Smokey-eyes noch stärker hervor und als dann die Maske saß und ich mich mit überlegendem Blick maß, war ich hin und weg.

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Mich würde keiner erkennen können, ich sah total anders aus, aber wirklich! Nur meine braunen Augen ließen erahnen und erkennen wer ich war. Meine Augen wurden von diamantenen Brauen umrahmt, die die Maske als einziges schmückten. Diese Maske war ein Kunstwerk, das ich so noch nie gesehen hatte, damit wirkte ich verboten sündig, wie ich selbst gerne bereit war zuzugeben, zu dem konnte ich auch das zufriedene Glitzern in Lucius Blick sehen, dann trat in seine graublauen Augen ein berechnender Glanz.

„Perfekt! Wie gefällst du dir?“, berührte mich sein heißer Atem am Ohr, in das er absichtlich aufreizend wisperte und ich schüttelte mich leicht, was er mit einem spöttischen heben der Braue kommentierte.

„Gelungen, …sehr schön!“, stotterte ich fast und nippte gierig an meinem Glas, um meine trockene Kehle zu befeuchten, schmeckte das Getränk wie süßer, prickelnder Nektar.

„Oh, ich finde da fehlt noch etwas!“, strichen bei diesen Worte seine Fingerspitzen über mein nacktes Dekolleté und mein Schlüsselbein entlang, fuhren es verboten lasziv nach und ich wollte mich schon entfernen, als mich eine Hand, die fest auf meiner Hüfte lag, daran hinderte. Dann trat ein aggressives blitzen in seine Augen, das mich im Spiegle traf, was dazu führte das mein Widerstand sofort erlahmte und er nun doch die Hand von meiner geschnürten Taille nahm und mir jetzt betörend ein unbeschreiblich wertvolles Collier auf die Haut legte.

Es war ein Traum, ein wahnsinnig protziger Traum, ein weißgoldenes Collier aus weißen, ovalen Diamanten und grünen Smaragden, die sich im Cabochon Schliff aneinander reihten und nach vorne immer größer wurden. Die Diamanten waren von kleinen, grünglänzenden Smaragden umschlossen, sowie die ovalen, großen Smaragde von kleinen Diamanten. Immer ein großer Diamant und ein großer Smaragd waren gemeinsam in einer achtförmigen Reihe aus Diamanten und Smaragden eingefasst. Nur die Vorderpartie wurde von einem Dreiergespann aus zwei großen, ovalen Diamanten und einem Smaragd gebildet, die genauso umschlossen waren wie die anderen Steine.

http://www.lounge-8.com/premium-showroom/luxury-jewelry/de-grisogono.html (kette, plus ohrringe! Bild 3,4)

Ich stieß entsetzt die angehaltene Luft aus und meine Hand zuckte fahrig nach oben, zu dem protzigen aber wunderschönen Collier, das die einzige Farbe in meinem ansonsten schwarz, weiß, silbrigen Aufzug bot und ich schnappte nach Luft. Welche Pracht, denn dies war nochmal ein gutes Stück mehr als der Schmuck, der mir täglich zur Verfügung stand, unterdessen legte er mir unglaublich gekonnt auch noch die Ohrringe an und ich brannte lichterloh dort wo er mich so schrecklich intim und gekonnt berührte.

Die Ohrringe passten perfekt zu dem Collier, bildeten ein weißgoldenes Ensemble. Sie bestanden oben und unten aus großen, ovalen Smaragden, hatten mittig einen Diamant und die beiden Smaragde waren von kleinen, weißen Diamanten umschlossen während der Diamant im einem Kreis aus Smaragden saß, welcher sich nach oben einem Kelch gleich öffnete, in dem der von Diamanten eingeschlossene Smaragd saß.

Der Smaragd wurde auch noch von einer Haube aus Smaragden gekrönt, sodass das ganze rund und abgeschlossen wirkte, waren es Juwelen einer Slytherin würdig. Ich fand der Schmuck wirkte nur deshalb angemessen, da meine Schultern gänzlich unbedeckt waren und meine Haare hochgesteckt, somit verlieh er meinem nackten Hals eine schwanenähnliche Anmut.

Lucius hatte noch immer seine Hände auf meinen Schlüsselbeinen abgelegt, stand nahe hinter mir und sah mich durch den Spiegel vor uns bewundernd an als es erneut klopfte, doch diesmal hörte ich es. Ich verkrampfte mich sofort, schwante mir doch das es Draco war, doch Lucius hielt mich fest, ließ mich nicht von ihm weg treten, sondern sagte nur währenddessen:

„Herein!“

Ich konnte nicht sehen wie er eintrat, stand Lucius doch noch immer breit hinter mir, aber auch er wandte sich nicht um. Satt dessen tat er wieder das was man erwarten konnte von ihm, er provozierte, senkte langsam sein Haupt und legte mir seine Lippen auf die bloße Schulter und hauchte einen sündigen Kuss auf mich.

Die Stelle brannte lichterloh und ich spürte wie sich sein Griff lockerte, sodass ich mich von ihm lösen konnte, dann umrundete ich ihn schnell und sah Draco vor mir, der die Tür hinter sich geschlossen hatte, auf uns gelassen zu kam und nun, als er mich erblickte, erhob er zwar skeptisch eine weißblonde Braue, aber er begann breit zu lächeln. Er schien über die verfängliche Szene, die sich vor seinen Augen abgespielt hatte, hinwegzusehen und zeigte mir nur seine Bewunderung, als ich mit wehendem Rock auf ihn zueilte. Ihm war wohl bewusst, Lucius wollte ihn doch nur wieder provozieren das er mich vor seinen Augen küsste.

Ich lief schnell auf ihn zu, erreichte ihn als Lucius in meinem Rücken sich gerade umwandte und sagte:

„Draco, du bist fertig, gut, dann kannst du gleich Hermione runter geleiten!“

Währenddessen schenkte mir Draco ein verschmitztes Lächeln und sagte dann anerkennend, nachdem er Lucius zugenickt hatte.

„Du siehst wunderschön aus Liebling!“ Ich sah, dass er ein flaches Kästchen in Händen hielt, dann dieses jedoch gekonnt schnell in seinem Umhang verschwinden ließ bevor Lucius es sehen konnte.

Er zwinkerte mir verschwörerisch zu als ich ihm einen fragenden Blick schenkte und auf die Schatulle sah, doch dann zog er mich einfach in seine Arme und raunte mir ins Ohr:

„Du kriegst es Sylvester, denn du trägst ja schon ein Collier!“ Mir wurde klar, auch Draco hatte Schmuck für mich für den Ball besorgt, aber Lucius war ihm zuvor gekommen, doch er schien sich nicht auf zu regen, sondern es gelassen zu nehmen, was er dann tat bestätige mir diese Annahme und machte mich ungemein stolz auf ihn.

Nach einem Kuss auf meinen Mund entließ er mich etwas aus seinen Armen, hielt mich jedoch an den Schultern fest, sah mich bewundernd an und sagte anerkennend, ohne den Blick von mir zu wenden:

„Wirklich eine gute Wahl Vater, das Collier und die Ohrringe passen hervorragend zu ihrem Kleid!“

Während wohl Lucius Draco zunickte und er anerkennend seinem Vater entgegen blickte, hatte ich die Zeit mir Draco an zu sehen, der sich auch sehr außergewöhnlich hergerichtet hatte. Seine silberblonden Haare hatte er magisch verlängert, in leichte Wellen gelegt, sodass die Haare an den Spitzen Locken warfen. Dann hatte er sie im Nacken zu einem lockeren Zopf zusammen genommen. Es wirkte sehr elegant, aber weniger altertümlich oder streng als Lucius Frisur, waren sich die beiden aber mal wieder äußerlich verdammt ähnlich.

Dazu trug er einen schwarzen, edlen, kurzen Gehrock aus Jaquard mit aufwendigen Aufschlägen und mit goldenen Knöpfen an den Ärmeln, einem breiten Revers. Geschlossen wurde der Rock mit zwei Goldknöpfen und endete auf Höhe der Oberschenkel. Darunter trug er ein weißes Rüschenhemd, dessen Rüschen sogar aus den Ärmeln heraus ragten. Dazu hatte er eine dunkle, relativ enge Stoffhose kombiniert.

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Alles in allem sah er etwas legerer aus als Lucius, offensichtlich stammte sein Outfit aus einer anderen Zeit, aber er wirkte nicht weniger edel oder elegant.

Draco schenkte mir nun wieder sein herrliches Lächeln und löste sich von mir. Er griff in den langen, schwarzen Umhang, den er über dem ganzen trug und der aus edlem Brokat war, zog eine goldene Maske hervor. Gekonnt legte er sie sich an und ich sah, dass sie seine Augenpartie verdeckte, auch ein Stück seiner Nase, aber den Rest seines Gesichtes frei ließ. Sie war matt, zeigte erhoben ein verschlungenes hervortretendes Muster, das leicht floral anmutete und an einigen Stellen geschwärzt war, was der Maske einen antiken Touch gab. Sie vervollständige seinen Look und ich muss sagen, er sah gut aus.

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Lucius trat nun zu uns und ich sah, dass auch er jetzt eine Maske trug, auch seine war golden, jedoch schmucklos glatt und glänzend, bedeckte seine Nase und noch einen Teil seiner Wangen. Sie war sehr schlicht, nur die Stirnpartie, sowie die Augenbrauen waren leicht ausgearbeitet, darüber endete die Maske mit einem leicht hoch gebogenen Rand, er in der Mitte der Stirn V-Förmig zusammen lief, sodass darüber sehr passend sein Haaransatz begann. Die Maske passte wirklich hervorragend zu seinem Outfit.

http://maskworld.scene7.com/is/image/maskworld/111327-1-maskenball-herrenmaske-venezianische-maske-masked-ball-male-mask-venetian-mask

Während Lucius sich mit den Worten: „Wir sehen uns gleich unten!“ verabschiedete, bot mir Draco galant seinen Arm und hauchte mir zu:

„Darf ich die schönste Dame des Abends hinab geleiten?“

Ich konnte ein kurzes, übermütiges Kichern nicht unterdrücken, während sein Blick freudig und sehr anerkennend auf mir lag, dann legte ich meine schwarz behandschuhte Hand auf seinen Arm und verließ mit ihm meine Räume.

Während wir gemeinsam hinab gingen, fragte ich leise:

„Du hattest wirklich etwas für mich, ein Collier?“ Er sah mich nur kurz an, zuckte mit den Schultern und lächelte dann grimassenhaft, während er nickte.

„Ja, aber Vater hat dir ein wirklich passendes Ensemble umgelegt, es steht dir so gut und außerdem ist es ja nicht der letzte Ball!“, sagte er betont ruhig und jovial.

Ich nickte anerkennend, war wirklich begeistert wie ruhig er blieb, fast schon als schien es ihm nichts aus zu machen das er ausgestochen worden war, sondern nahm es mit Ruhe und Größe, das machte mich so stolz und beruhigte mich ungemein.

„Draco, ich bin so stolz auf dich, wirklich!“, strich ich sanft über seinen Arm.

Auch wenn er tat als würde ihn dieses Lob nicht berühren, sah ich doch das er sich etwas mehr in die Höhe reckte, dann schenkte er mir ein breites Grinsen und geleitete mich die breite Treppe in die Eingangshalle hinunter, wo schon Lucius und Severus auf uns warteten.

Das Haus war ein geschmücktes, glitzerndes Weihnachtserlebnis, war die glänzende Pracht unglaublich alles wirkte wie mit Puderzucker bestäubte.

Ich bemerkte meinen Irrtum, hatte ich einfach angenommen das auch Severus warten würde, doch uns erwartete nur Lucius, was mich kurz irritierte, bi sich Lucius zu uns wandte und sein Blick wieder wie fest getackert an mir klebte, während ich meinen Rock leicht hob, um die Treppe elegant hinter mir zu lassen.

Wir kamen nicht beim Portal herunter, sondern im hinteren Bereich, in dem der Festsaal lag, unterdessen defilierte ein unglaublich langer Zug an Lucius vorbei. Huldvoll begrüßte er die Gäste, unterdessen winkte er uns zu sich und bedeutet uns stehen zu bleiben, was wir auch brav taten, trotzdem nahmen wir aber nicht am Defilee teil und da bemerkte ich erst, als ich einen Blick in den Saal riskierte, das der Ballsaal schon gut gefüllt war. Lucius musste sich einfach davon gestohlen haben um mich zu holen, dachte ich, als ich bemerkte wie toll der Saal aussah, denn auch er war eine silber, goldene Winterlandschaft.

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Der in der Mitte des Manors gelegene Ballsaal war hell erleuchtet von abertausenden von Kerzen, die ein wohliges Licht spendeten, das alles in Pracht und Prunk übertraf. Das helle Hochglanzparkett erstrahlte mit den dunklen Einlagen, die dunkle Ornamente in den Boden zeichneten, um die Wette, machten dies den Tanzsaal sehr edel und brachte die herrlichen Roben der Damen gut zur Geltung, die über den Boden glitten.

Die Wände waren strahlend weiß und darauf befand sich protziger, üppiger, glänzender, goldener Stuck im wuchtigen, barocken Stil, sehr überwältigend, immer wieder aufs Neue war ich überwältigt, wenn ich es sah, vor allen da ich es noch nie in nächtlicher, festlicher Pracht gesehen hatte.

Unterbrochen wurden die mit dem Pomp überladenen Wände nur von oben runden, bodentiefen Sprossenfenstern, auf denen sich augenblicklich, dem Schneethema angepasst, Eisblumen gebildet hatten. Die aus dem Mittelalter erhaltene Empore, die im hinteren Teil des Saals hoch oben aus der hinteren Wand trat und die Band versteckte, war aufwendig mit weihnachtlichem Schmuck verziert.

Trotzdem war aber noch in der Mitte des Saals, das kleine Podium verblieben, auf dem ein weißer, edler Flügel stand auf dem schon ein Pianist eine leichte Hintergrundmelodie spielte. Daneben stand noch eine goldene Harfe, um das malerische Bild abzurunden, an der eine Hexe gekonnt zupfte. Währenddessen rieselte auf diese beiden Musiker, die liebliche Lieder zum Besten gaben, beständig verzauberter Schnee hernieder. Die illustren Gäste verteilten sich unterdessen schnatternd in kleinen Gruppen in dem riesigen Raum, der sich jedoch beständig füllte.

Ein raumgroßes allegorisches, farbenfroh gemaltes Deckenbild zeigte Merlin und Morgana und erzählte ihre Geschichte, dies war beeindruckend, da sich auch hier die gemalten Personen bewegten. Ich liebte die Magie und ich würde es lieben in dieser Schneelandschaft und diesem herrlichen Ambiente zu tanzen.

Ich war verwundert, das Draco die Gäste nicht mit begrüßte, schließlich bemerkte ich die Blicke aller Anwesenden sehr wohl, die mich an Dracos Arm sahen. Es war ja nicht so das keiner Draco erkannte, aber nur Lucius ließ eindeutig durch die Begrüßung erkennen wer er war, also harrten wir weiter in seinem Windschatten. Ich war mir unsicher, aber ich glaubte den ein oder anderen gefälligen Blick in den Augen der Herren wahrzunehmen, aber auch die Augen der Damen ruhten auf mir, wenn sie sich meinen Schmuck besahen, war ich doch noch ein junges Ding, das mit den wertvollsten Schmuck heute Abend tragen dürfte, unterdessen suchten meine Augen weitschweifend nach Severus.

Aber ich fand ihn nicht, satt dessen bemerkte ich Fudge mit seiner dicklichen Frau, auch konnte ich Percy dank seiner charakteristischen, karottenroten Haare in der Menge ausmachen und auch dank seiner Nähe zu Fugde und der unverkennbaren Löwenmähne von unserem neuen Minister. Mir war klar was sich dort für eine vergnügliche Runde zusammengefunden hatte, dann durfte ich nun auch einen Blick auf die hintergangene Gemahlin des Ministers erhaschen, dabei war sie aber natürlich dank der Maske schwer einschätzen, aber ihre körperlichen Attribute ließen auf eine durchschnittliche Hexe schießen, die Arme. Ich konnte auch einige reinblütige DeathEater des inneren Kreises erkennen, die noch nicht enttarnt waren und sich somit genauso frei wie Lucius bewegen konnten.

Nun nährte sich der Strom endlich seinem Ende und Lucius deutete uns mit einem herrischen Wink zu sich und wir gehorchten umgehend, dann glitt Lucius gekonnt zur Seite, sodass ich in er Mitte der Männer war. Ich versuchte mir mein Erstaunen nicht anmerken zu lassen, denn jetzt war Lucius rechts und Draco links von mir, als Lucius hervortrat um den Ball zu eröffnen.

„Meine lieben Freunde, es freut mich, dass sie so zahlreich meiner Einladung zu einem Weihnachtsball nachgekommen sind! Ich heiße sie herzlichst auf Malfoy Manor willkommen und wünsche ihnen einen vergnüglichen und entspannten Abend! Merry Christmas!“, applaudierte der Saal und die Gläser mit dem edlen Champagner wurden erhoben, als Lucius meine rechte Hand erfasste und Draco meine Linke, wir so in den Saal schritten, was bei vielen für Unverständnis sorgte.

Bis auf unsere Kollegen des Inneren Kreises und nun, die DeathEater, die nicht so wichtig waren und wussten das das „Mudblood“ zu den Malfoys gehörte, wusste schließlich keiner von der neuen Frau in der Familie Malfoy, aber selbst von den niederen DeathEatern, die wussten das es mich gab, wusste keiner das ich Hermione Granger war! Und so würde es dank Lucius Einfall auch bleiben.

Zum Auftakt des Balles ließ Lucius einen wunderschönen, getragenen, englischen Walzer, der auch langhin als langsamer Walzer bekannt war, spielen und natürlich würde er als Hausherr und Gastgeber den Ball eröffnen und das wollte er offensichtlich mit mir, der Dame des Hauses. Auch Draco schien das bewusst zu sein, denn er löste nur lächelnd seinen Arm von meiner Hand und trat zurück, jedoch nicht ohne vorher zu wispern:

„Reservier mir den nächsten Tanz!“

Ich nickte ihm zustimmend kurz zu, doch dann wandte ich mich Lucius zu, denn dieser bat gerade galant um meine Hand, um diesen Tanz, um mich stolz und sehr überheblich auf die Tanzfläche zu führen und ich nahm an. Ich legte meine schwarz behandschuhte Hand selbstsicher in seine, worauf er unsere Hände hoch, bis auf Brusthöhe zwischen uns erhob und mich galant mit sich führte, dabei war ich mir der vielen Blicke der herausgeputzten Zauberer und Hexen, die um die Tanzfläche standen und alle neugierig und gespannt zusahen wie wir diese betraten, durchaus bewusst.

Mir war auch klar, das viele sich fragten wer die Frau an der Seite von Lucius war, wussten doch alle, das Narcissa dieses Jahr verstorben war und Lucius war seit dem nicht mit einer Frau an seiner Seite in der Gesellschaft gesehen worden, gab noch immer den trauernden Wittwer.

Ich sah nicht nur neugierige, abwägende und bewertende Blicke unter den Masken hervor, sondern auch begierige von einige Männern, die mich taxierten, sowie durchwegs neidische, böse und eifersüchtige Blicke einiger Frauen, die sich wohl erhofft hatten nun eine Chance bei Lucius zu haben, der alleinstehend, verwittert war und wohl hofften das er alleine, ohne eine Dame an seiner Seite auf dem Ball erscheinen würde.

Ich fragte mich, während mein suchender Blick über die versammelte Menge glitt, ob wohl auch Mrs. Edgcombe eingeladen war und wenn ja, ob sie unter denen war die mir einen bösen Blick zuwarfen, oder ob sie sich mehr in diese Affäre gezwungen sah und daher nicht mit Eifersucht reagierte.

Wir nahmen selbstherrlich in mitten der großen, leeren Tanzfläche Aufstellung, neigte er sein Haupt vor mir und ich knickste wie es die Begrüßung verlangst dann legte Lucius mir seine rechte Hand auf mein linkes, ja fast nacktes Schulterblatt, reichte mir seine linke Hand, in die ich meine rechte vertrauensvoll legte und dann setzte der Hauptteil des Walzers an, sodass der Tanz begann.

Er schenkte mir ein vorfreudiges Lächeln, war er ganz Herr der Lage und in seinem Element, zeigte das er der geborene Mann dafür war im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen, dann setzte er an, führte mich rückwärts und drehte uns gleichzeitig ein. Im Auf und Ab des ¾Taktes des Walzers drehten wir uns über die Tanzfläche und Lucius genoss es sichtlich im Zentrum des Interesses zu stehen und die ganze Tanzfläche für sich, für uns, zu haben, dabei nutzte er den Platz weidlich aus.

Das Lucius ein ausgezeichneter Tänzer war, wusste ich ja, denn ich hatte ja schon zuvor die Freude gehabt mit ihm zu tanzen, doch jetzt, hier, unter den kritischen, bewertenden Blicken all seiner Gäste wahrte er vollkommen Anstand und Haltung, kam mir kein Stück zu nahe. Aber trotzdem musste offensichtlich für alle sein, wir waren miteinander vertraut, denn wir tanzten nicht seif oder so als ob es unser erster Tanz war, nein, wir tanzten harmonisch zusammen, wobei Lucius klar führte, was ich in diesem speziellen Fall auch ohne jeden Wiederspruch und vollständig zuließ, schließlich musste beim Tanz einer die Führung haben und mir war sicher, Lucius würde sie niemals abgeben.

Wir glitten in halben Drehungen, langen Folgen und erneuten Drehungen über die Tanzfläche, dabei mussten er und ich beeindruckend aussehen, ich in meinem herrlich ausladenden Kleid und Lucius chic wie eh und je.

Mir fiel auf, bisher waren es nur wir, die Malfoys, die sich für die Grundfarbe schwarz entschieden hatten, trugen die anderen sehr bunte Roben und Kleider zu diesem Fest und somit stachen wir in unserer weißsilbrigen Umgebung noch mehr heraus. Erst zum Ende des Tanzes hin erhob Lucius die Hand an meinem Schulterblatt zu einem lässigen, blasiert wirkenden Wink und gab die Tanzfläche für seine Gäste souverän frei.

Doch das hieß nicht, dass er unseren Tanz beendete, nein, wir glitten weiter über die Tanzfläche und ich genoss es wirklich. Jetzt, wo die Blicke der Gäste nicht mehr so vehement auf uns lagen, da auch sie tanzten und wir von den tanzenden Paaren schnell umgeben waren, nutzte er die Gelegenheit unseren Tanz etwas intimer zu gestalten, konnte ich ein Schmunzeln über den Verführer Lucius wirklich nicht unterdrücken.

Er begann damit, dass er mich ein kleines bisschen näher zu sich zog und ich spürte seinen intensiven Blick nun wirklich auf mir. Zuvor hatte sein Blick zwar auf mir gelegen, aber nicht so inbrünstig wie jetzt.

„Du siehst wirklich bezaubernd aus, Liebes und dieses Parfüm, es passt hervorragend zu dir. Mhm….!“, raunte er mir leise zu und atmete genießen ein, während er sich leicht vor beugte und mit seiner kalten Maske fast meine Stirn streifte. Unwillkürlich musste ich daran denken wie er in meinen Räumen an meiner Schläfe geschnuppert hatte und wie er später meine Schultern geküsst hatte, was mir ein wohliges Prickeln bescherte.

Doch da hatte er sich wieder aufgerichtet und tanzte weiter als wäre nichts gewesen, doch gleichzeitig begann er sanft mit seinen Fingern, die auf meinem nackten Schulterblatt lagen, über meine Haut zu streicheln, seine Finger kreisen zu lassen.

Ich konnte ein leises Seufzen nicht unterdrücken, denn ich musste zugeben, all das um uns herum nahm mich sehr gefangen. Die schöne Musik, Lucius, von dem ich kaum meine Augen abwenden konnte, auch wenn die Maske einen großen Teil seines so schönen Gesichtes verdeckte, so sprühten doch seine Augen, die sonst immer so kalt drein blickten mir gengenüber mal wieder vor Verlangen, Lust und auch wohl Freude, denn er genoss dieses Spiel hier auch sehr und in vollen Zügen. Er war voll in seinem Element mit diesem Ball hier und auch mit mir in seinem Armen und das wusste ich nur zu gut.

Mir war leider bewusst, dass der Abend sehr anstrengend für mich werden würde, denn ich hatte das Gefühl, das nicht nur Lucius Geduld bald am Ende sein würde, sondern auch, das er sich durchaus vorgenommen hatte mich zu verführen.

Zu meinem Glück endete jedoch dieser Tanz sehr bald, die letzten Takte waren verklungen und Lucius verbeugte sich galant, dankte mir für den Tanz und bot mir seinen Arm an. Ich legte meine Hand auf und ließ mich von der Tanzfläche führen, wobei wir wieder aufmerksam beobachtet wurden. Er führte mich zu Draco und entschuldigte sich mit den Worten:

„Ich muss mich um die Gäste kümmern, zu bedauerlich, aber ich denke, dass du den nächsten Tanz sowieso meinem Sohn versprochen hast, doch bitte ich dich, halte den danach wieder für mich frei!“

Er hob meine Hand an und hauchte mir einen bedeutungsvollen und formvollendeten Handkuss andeutungsweise auf den schwarz behandschuhten Rücken, dann wandte er sich um und ich glaubte mich verschaut zu haben, als er mir kurz vertraulich zuzwinkerte und anschließend im Getümmel verschwand, wobei verschwinden war das falsche Wort, denn er fiel egal wo er stand auf, schon allein durch seine königliche Haltung und sein herrisches Auftreten, aber er ließ uns hinter sich.

Draco grinste mich breit an und erklärte: „Lass uns den nächsten Tanz abwarten!“

Ich nickte, während er mir eine Champagnerflöte reichte in dem wieder herrlichen flirrende Goldsplitter glitzerten, die in ihm tanzten und von den kleinen Perlen mit hinauf getragen wurden, um dann erneut hinab zu sinken und wieder aufgefangen zu werden, wodurch sie dann erneut zur Oberfläche trieben. Ich besah mir kurz das Schauspiel, dann nippte ich an dem herrlich kühlen und prickelnden Champagner und sah Draco an. Er lächelte und nahm ebenfalls einen Schluck von seinem Champagner, dann sagte er mit dem Schalk in der Stimme:„Ihr habt wirklich alle Blicke auf euch gezogen, aber wenn du an Vaters Seite bist, ist da auch kein Wunder!“ Er zog mich an sich, sodass ich nun in seinem Arm stand, den er um meine Taille gelegt hatte.

Ich nahm, die neugierigen, durchaus fragenden Blicke der Personen um uns herum wahr, hatte mich der Gastgeber doch gerade hier sehr besitzt ergreifend abgeliefert, ich mit ihm den Ball eröffnet und nun hielt mich sein Sohn, den sie auch trotz Maskerade erkannten, da er mich mit Lucius mit herein geführt hatte, im Arm. Ja, das musste wirklich verwirrend für sie sein, vor allem jetzt, wo Draco mir so natürlich und vertraut noch näher kam.

„Du bist wunderschön!“, hauchte er mir ins Ohr, beuge sich herab und war so vermessen vor all den neugierigen Beobachtern mit seiner Nasenspitze von meinem Ohr hinab zu meinem Hals zu fahren und tief ein zu atmen, dann raunte er mit tiefer Stimme:

„Und du trägst mein Parfüm, an dir kommt es noch viel besser zu Geltung als ich es mir vorstellt habe!“

Ich seufzte leise als ich Dracos heißen Atem auf meiner Haut fühlte, lehnte mich an ihn, denn ich musste zugeben, auch er bescherte mir grade wohlige Schauer, so wie er sich verhielt, außerdem war dies hier schon das dritte Glas Champagner, das ich an diesem Abend zu mir nahm, reichte er mir nun Nummer vier.

Wir hatten währenddessen beobachten können wie auf der Tanzfläche die Paare eine Volta tanzten, die zwar genau wie der langsame Walzer im ¾ Takt getanzt wurde, aber wesentlich freier und mehr von Drehungen und engerem Körperkontakt gezeichnet war, außerdem war dieser Tanz deutlich älter als der langsame Walzer, der gemeinhin als Nachfolger der Volta galt. In vielen Teilen, so auch im Tanz offenbar, hing die Zaubererwelt und vor allem die Reinblüter jedoch an diesen alten Traditionen. Draco grinste breit und besah sich das Treiben, dann erklärte er versnobt:

„Vater lässt diese älteren Tänze zwar spielen, weil die Gäste Spaß daran haben, aber er genau wie ich tanzen lieber stilvollere und anspruchsvollere Tänze, wobei ich sagen muss, das Vater durchaus einen guten Tango tanzt und sich damit aber herab lässt, wie ich finde. Doch beim Tanz der Liebe, macht er wohl eine Ausnahme, aber ich muss sagen, viel kann ich dem normalen Tango nicht abgewinnen, eine Rumba oder ein, viel ursprünglicheren und sanfteren, Tango Argentino, der viel Intensiver und nicht ganz so zackig ist wie der europäische Tango, der oft schon fast aggressiv ist, gefallen mir da schon besser. Außerdem liebe diese fließenden Bewegungen der Rumba und des Tango Argentino!“

Ich nickte, leicht erschlagen….äh…gut Göttin sei Dank konnte ich etwas tanzen, doch glücklicherweise lag es beim führenden Part das das ganze rund lief, aber ehrlich, ich hatte bei Dracos Vortrag nur die Hälfte verstanden.

Ich hätte eindeutig mehr Spaß wenn er mit mir die neuen Boxschläge durchgehen würde, denn mit meinem Punch war ich immer noch nicht zufrieden und dieser blöde Stock von Severus dieses Bo…wo war Severus überhaupt?…., kam ich wieder gedanklich im Saal an und stimmte Draco zu, Rumba ja genau, die fand ich sehr ansprechend, war mir aber sicher, ein Tanz mit einem solchen lateinamerikanischen Einschlag würde heute nicht gespielt werden, dafür waren die doch viel zu versnobt. Tradition hier und da!

Zu meinem Leidwesen wusste auch ich einiges über Tänze, hatte es doch mein Tanzlehrer nicht versäumt und jedes mal über die Geschichte des jeweiligen Tanzes auf zu klären, aber wirklich, das war Wissen was ich eigentlich vergessen könnte, doch es war ja klar, das Draco Dinge wie diese quasi seit Kindesbeinen umgaben und ihm ins Blut über gegangen waren, aber ich hatte ihn selten so erlebt.

Ich war mir sicher auch so ein Tanz wie der Tango Argentino, den man ausschließlich mit Zärtlichkeit verband, würde heute nicht gespielt werden, vielleicht ein europäischer Tango, der über Paris und die pariser Tanzsalons Anfang des 20. Jahrhunderts nach Europa gekommen war, aber diesem konnte ich nicht viel abgewinnen, war mir mein Tanzpartner in der Tanzschule dabei immer leidenschaftlich auf die Füße getreten, ansonsten hatte er wenig Leidenschaft in den Tanz gelegt, noch ein Grund mehr mit Karate anzufangen. Außerdem hatte mich an meinem mäßig begabten Tanzpartner im Tanzkurs so gar nichts gereizt.

Draco führte nun erklärend aus das der europäische Tango zackig und aggressiv getanzt wurde, dabei sollte er die leidenschaftliche Gewalt eines Geschlechtsaktes darstellen. Bei diesen Worten wurden meine Augen kurz groß, vor Überraschung, man wie geschwollen Draco sprechen konnte, die Gewalt eines Geschlechtsaktes?

Nur gut, das er sonst nicht so klang, sonst würde ich ihn nie ernst nehmen können, doch er sprach als wäre das was er erzählt ganz selbstverständlich, für mich jedoch eher lächerlich, daher nahm ich schnell noch einen Schluck damit ich nicht lachte.

Doch ich wurde endlich aus diesem eigenwilligen Gespräch erlöst, da Draco das Thema fallen ließ nun lächelnd meinte, mich aufforderte:

„Begleitest du mich auf die Tanzfläche?“ Er hielt mir seinen Arm hin und wenn ich ehrlich war, gerne denn das Gesprächsthema hatte ich jetzt nicht so spannend gefunden und so betrat ich zum zweiten Mal an diesem Abend die gut gefüllte Tanzfläche.

Als wir auf der Tanzfläche Aufstellung einnahmen, Draco seine Hand auf meinem Schulterblatt platziert hatte, ich meine vertraut in seine gelegt hatte und die andere auf seiner Schulter ruhte, erklang der herrlicher 4/4 Takt eines Slowfoxtotts.

Draco strahlte mich an und wir begannen den Tanz, während er vergnügt erklärte:

„Dann zeigen wir denen mal wie man den König des Standarttanzes meisterlich, königlich tanzt!“ Ich bemühte mich aufgrund seiner erneut so pathetischen Worte nicht die Augen zu verdrehen, hoffte, er legte diese Züge schnell wieder ab, denn so gefiel er mir gar nicht.

Ich hatte den Slowfoxtrott, der, weil man in gewissem Sinne gegen den Takt tanzte, zwar erst sehr spät gelernt, aber leider den letzten Schritt, der den Anfänger vom Könner dieses Tanzes unterschied nicht gelernt, doch Draco konnte ihn perfekt.

Er führte mich nicht mit einem langsamen und zwei schnellen Schritten pro 4/4 Takt über Parkett, sondern mit drei gleichmäßig verteilten Schritten pro Takt. Er hielt sich absolut gerade und ich auch, wir glitten fließend über die Tanzfläche, dabei hoben sich unsere Körper nur wenig, nur aus den Füßen heraus, nicht wie beim Walzer, bei dem man schwingend aus den Knien den Körper im Takt hob und senkte, sondern eher starr und gerade.

Schmunzelnd kamen mir die Worte meines Tanzlehrers in den Sinn, der uns bei diesem so klassischen König des englischen Standarttanzes der Oberklasse erklärt hatte, das die Dame sich dann richtig hielt, wenn man eine Tasse Tee auf ihrem Kopf abstellen könnte und sie keinen Tropfen beim tanzen verschütten würde.

Wir tanzten sehr unbeschwert, Draco führte mich lange Flechten und Übergänge lang, führte wenige Drehungen, nur von mir getanzte Fersendrehungen um die Richtung zu ändern. Unsere Bewegungen sahen sehr fließend aus, auch wenn wir uns so steif hielten. Es machte einfach Spaß mit Draco, einem so hervorragenden Tänzer, zu tanzen, sich seiner wissenden Führung ganz zu überlassen und sich gleichzeitig der schönen Stimmung und dem Moment hingeben zu können. Und ich war froh, dass er nun nichtmehr über die Tänze sinnierte.

Wir unterhielten uns leise und ich fragte ihn, ob er unsere Leute schon gesehen hatte, schließlich waren Daphne und Blaise hier.

„Nein, noch nicht, aber ich denke sie tanzen auch. Sie werden das schon meistern, Daphne ist eigentlich sehr taff und Blaise ist an ihrer Seite, wir sollten uns darum heute keine Gedanken machen, auch wenn wir uns sonst immer um alles kümmern. Lass uns den Abend genießen, es ist Weihnachten und ich habe vor diese Jahr auf dem Ball mehr als einen Tanz mit dir genießen zu dürfen!“, antworte er ruhig.

Ich versuchte mich an das zu halten was er mir riet, den Tanz einfach zu genießen, vor allem weil mir nur zu bewusst war, bei Draco konnte ich mich fallen lassen und entspannen, während gleich, wenn ich mit Lucius tanzen würde, ich wieder würde aufpassen müssen was ich tat und das ich ihm nicht zu nahe kam.

Mir wurde mal wieder klar wie sehr ich Draco, meinen Ruhepol in all dem Chaos, brauchte und auch wenn uns die Blicke immer noch verfolgten, ich so manches Tuscheln oder sogar auf uns zeigen wahrnahm, wohl weil die große Unbekannte nun mit dem Sohn des Hauses tanzte und sehr vertraut wirkte, genoss ich den Tanz trotzdem.

Ich konnte mich dem Stil und dem Flair dieses so edlen Tanzes nicht entziehen, sowie auch nicht der Musik, die mir sehr zusagte und auch dem himmlischen Ambiente des protzigen Saals oder Dracos starken Armen, die mich hielten, sicher führten und wie er uns über das Parkett gleiten ließ. Es war berauschend so zu tanzen, sich so galant mit ihm zu bewegen und zu wissen, viele Augenpaare lagen beobachtend, skeptisch und neidisch auf uns, wir gaben ein äußerst ansehnliches Paar ab.

https://www.youtube.com/watch?v=16qz3f4XI8k (wer den Slowfoxtrott nicht kennt, hier ein Beispielt das wie ich finde sehr schön zeigt wie raumgreifend und elegant dieser Tanz ist.)

Leider endete dieser Tanz viel zu früh, gerade hatte ich begonnen mich fallen zu lassen und zu entspannen, als auch schon die letzten Takte verklungen waren und Draco sich lächelnd von mir löste, einen Schritt zurück trat und mir galant einen Handkuss auf die Handschuhe hauchte, mir dabei tief in die Augen sah und mir ehrlich und begierig entgegen funkelte.

Mir war bewusst, ich gefiel ihm, aber er mir ja nicht minder und auch wenn da diese latente Spannung nicht da war, die ich immer bei Lucius empfand, die mich ja auch stresste, wusste ich doch, bei Draco konnte es auch prickeln und ich würde mich nicht wehren wenn er seinen Charme spielen lassen würde, denn nur zu gerne lag ich in seinen Armen.

Doch noch bevor ich ihn bitten konnte auch noch den nächsten Tanz mit mir zu tanzen, trat Lucius wie aus dem Nichts zu uns.


Zuletzt von queenie am Do Feb 09, 2012 6:37 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Kapitel 201-202   Kapitel 201-202 EmptyDo Feb 09, 2012 6:37 am

202. Kapitel Tango Fatale


„Wie versprochen kehre ich zurück, Liebes, gewährst du mir den nächsten, versprochenen Tanz?“, erklärte er jovial, aber auch kompromisslos.

Was sollte ich denn darauf sagen, ablehnen war bei Lucius nie eine gute Idee und heute schwebte in der Luft, das seine Geduld bald zu Ende war, also nickte ich, während Draco sich sofort zurück zog und legte meine Hand in die dargebotene von Lucius. Augenblicklich zog er mich begehrlich zu sich, hielt mich in einer relativ engen Tanzhaltung bevor er tief raunte:

„Ich hoffe, du beherrschst den Wiener Walzer und fliegst gleich mit mir übers Parkett!“

Ich schluckte schwer, einen Wiener Walzer und so wie ich Lucius kannte mit halben und ganzen Drehungen, das würde nicht nur berauschend werden, sondern auch in gewisser Weise anstrengend und das wo ich doch langsam zu spüren begann das mir die Hitze durch den Champagner und das Tanzen zu Kopf stieg und dabei war der Abend noch gar nicht alt.

Wo sollte das nur enden, fragte ich mich ungewiss, während Lucius den Tanz schwungvoll begann. Er tanzte den Walzer ganz klassisch, begann mit einem kurzen Pendeln um dann sofort in die Drehungen über zu gehen. Und wie erwartet wirbelte er mich gegen den Uhrzeigersinn über die Tanzfläche in einem Wechsel aus Links- und Rechtsdrehungen.

Er blieb, mit dieser minimalistischen Auslegung, die nur aus den beiden Drehungsarten und einem geschlossenen Wechsel dazwischen bestand, absolut dem europäischen Stil des Wiener Walzers treu, aber bei ihm war es auch nicht anders zu erwarten gewesen. Schnell nahm ich meine Umgebung nur noch als einzigen Farbwirbel wahr und musste mich nur noch auf Lucius konzentrieren, damit mir nicht schwindelte, wie machte er das?

Dass er es schaffte so souverän zu Führen und gleichzeitig so beherrscht auszusehen, als kostete ihn dies keine Kraft und Anstrengung.

Ich lehnte mich ein Stück weit in seinen Arm zurück, an seine Hand, die mich am Schulterblatt hielt, um zu ihm aufsehen zu können, während er unleserlich zu mir herab sah und zwischenzeitlich aber auch seinen Blick auf das Geschehen um uns richtete, um mich sicher führen zu können.

Interessiert und gespielt unschuldig fragte ich: „Stören dich die Blicke, die neidischen Blicke der Frauen und auch die gierigen Blicke der Männer um uns gar nicht?“

Ich wusste, ich spielte mit dem Feuer, doch ich tat es einfach, war mir selber nicht so bewusst warum. Lucius Reaktion kam sofort, er grummelte tief, zog mich noch ein Stück enger an sich und knurrte:

„Du gehörst zu uns! Vergiss das nicht!“, überging er den Einwurf mit den Frauen total.

Ich kicherte leicht, fühlte mich gerade so leicht und etwas beschwingt, Lucius war zu lustig in seinem nicht eifersüchtig sein. Doch schnell fing ich mich wieder und hauchte ihm entgegen:

„Ich will doch keinen anderen, das wisst ihr alle!“ Ich sah ihm tief in die Augen und er mir, dann zeigte sich kurz ein offenes Lächeln auf seinen Zügen, was jedoch schnell wieder verschwand.

Gerade erinnerte mich dieser Tanz mit Lucius an den Walzer, den wir getanzt hatten als er mir bei der Führung durch das Manor diesen Saal gezeigt hatte, doch konnte er diesmal nicht so verboten eng mit mir tanzen wie er es wohl gerne gewollt hätte, waren doch die Berge von Soff meines voluminösen Kleides im Weg, außerdem sehr viele neugierige Beobachter anwesend um zu sinnlich zu werden.

Bei diesem Tanz, der auch ihm wohl Konzentration abverlangte, konnte er nicht so leicht, neckisch und spielerisch wie bei unserem ersten Tanz des Abends seine Finger auf meinem Rücken tanzen lassen, aber dennoch warf er mir intensive Blicke zu, die ich erwiderte, fast einem Zwang gleich der sich auf mich gelegt hatte.

Immer wieder nahmen mich diese ausdrucksstarken Augen gefangen, in denen ich mich, wenn sie mir so wie heute, gar nicht kalt, sondern begehrlich, funkelnd und irgendwie freudig entgegen blickten, verlieren konnte. Ich wollte es nicht, doch erneut stieg dieses wohlige, warme Kribbeln in mir auf, verbreitete sich in meinem ganzen Körper und sorgte dafür, das sich meine Beine unweigerlich wie Pudding anfühlten und das, obwohl ich gerade in schnellem Tempo über die Tanzfläche wirbelte.

Lucius war unerbittlich, er tanzte Drehungen um Drehungen, doch hielt er seinen Blick auf mich, schenkte mir ein betörendes Lächeln, das seine Mundwinkel umspielte und mir wurde klar, ich blendete langsam alles um mich herum aus, selbst wenn mich der Schwindel bei den schnellen Drehungen erfasste.

Wir sprachen nichts mehr, aber er hielt mich, er führte mich so sicher und wirbelte so selbstbewusst mit mir an allen anderen vorbei, war ganz Herr der Lage und des Tanzes. Schell drehten wir uns, alles um ihn herum verschwamm immer mehr zu einer bunten Masse und ich sah nur noch ihn, sein maskiertes Gesicht, alles andere waren nur noch verschwommene Farben und ich musste mir eingestehen, ich vertraute einfach darauf das er mich sicher über die Tanzfläche leitete und wenn meine Beine, die sich unsicherer und unsicherer anfühlten, nachgeben würde, er mich auffangen würde.

Ich war berauscht, eindeutig, vom Tanz, der Musik, vom Alkohol und wohl auch durch ihn von der Stimmung, doch ich wollte das nicht, ich wollte nicht Lucius zu nahe an mich heran kommen lassen und so war ich heil froh als der Tanz endet, als wir stoppten und Lucius sich aus der Tanzhaltung mit mir löste.

„Ich würde gerne den ganzen Abend mit dir Tanzen, aber leider bin ich der Gastgeber, doch wenn du erlaubst, ich komme wieder und bitte dich um einen weiteren Tanz!“, wisperte er dies mit bedauernder Stimme.

Auch er hob meine Hand zu sich herauf, beugte sich etwas herab und küsste meine behandschuhte Hand, während er mir einen inbrünstigen Blick aus seinen graublauen Augen schenke. Ich vergaß diesmal die Regeln nicht und sank in einen minimalen Knicks, dann legte er meine Hand auf seinen Arm, platzierte seine andere darauf und führte mich sicher von der Tanzfläche, wobei ich zu meiner Schande eingestehen musste, ich war froh, das ich mich an ihm fest halten konnte, denn ich fühlte mich bedrohlich wacklig auf den Beinen, währenddessen rasselte mein Atem fast nach dieser aufregenden schwindeligen Erfahrung.

Lucius verabschiedete sich galant, nachdem ich erklärt hatte:

„Ich gewähre dir gerne einen weiteren Tanz Lucius, wie könnte ich deinen Künsten wiederstehen?“ Mist das war doppeldeutig.

Ich flirtete schon wieder, dessen wurde ich mir jedoch erst bewusst als Lucius mir ein zufriedenes, selbstgefälliges Gesicht zeigte, sich dann umwandte und in der Menge erneut verschwand. Suchend ließ ich meinen Blick über die verborgensten und abgelegensten Ecken des Saales schweifen, denn ich brauchte Ablenkung und das schnell und Ruhe, schließlich musste ich von dem Adrenalin runter kommen das Lucius so gekonnt in mir in Wallungen brachte, selbst wenn ich bei Draco immer Ruhe fand, so war er doch in Feierlaune und ich brauchte ganz dringend eine Pause von diesem rauschenden Fest.

Und ich wurde schnell fündig, kannte ich ihn doch mittlerweile sehr gut und wusste wie er sich unsichtbar machte, wenn er nicht gesehen werden wollte. Ohne auf irgendwen zu achten der mir begegnete schlängelte ich mich durch den Menge direkt auf ihn zu, mir wurde bewusst, ich hatte ihn vermisst.

Severus war, wie sollte es auch anders sein, komplett in schwarz gewandet. Er trug eine Robe im gleichen Schnitt wie er sie immer trug, nur war sie heute wohl aus edler Seide, sodass sie leicht glänzte. Dazu hatte er eine schwarze Ledermaske kombiniert, die nur seine Augenpartie und den Ansatz seiner Nase verbarg.

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Er hatte sich ansonsten nicht kostümiert oder verändert, seine Haare hingen seidig glänzend in leichten Wellen so kohlrabenschwarz wie sie immer herab, aber seine schwarzen Augen leuchteten kurz anerkennend und fast beifällig als er mich erblickte, doch er schien sich diesen Blick schnell wieder zu verbieten, denn schon Sekunden später blickte er mich gleichgültig an wie meist.

Ein leichtes Schmunzeln huschte über meine Züge, er konnte nicht verbergen das ihm gefiel was er sah, jedenfalls nicht vor mir, dafür kannte ich ihn mittlerweile gut genug. Mochte ich nicht wissen wie schmutzig seine Phantasie gerade wurde, hatte der Blick doch von mehr gesprochen….sah er mich sonst nur so intensiv an wenn er mit mir schlief.

Ich erreichte ihn, noch immer stand er mit verschränkten Armen lässig mit dem Rücken an die Wand gelehnt und schenkte mir nun wieder einen nichts sagenden Blick.

„Was willst du? Setzten sie dir zu?", brummte er tief, klang dabei aber spöttisch.

Doch ich antwortete nicht darauf, trat neben ihn, lehnte mich an die Wand, schloss nur die Augen und legte den Kopf so weit in den Nacken das ich die kühle Wand an meinem Hinterkopf spürte. Ich fühlte, das Severus sich neben mir bewegte und als ich die Augen wieder öffnete, stand er vor mir, hatte mich zwischen der Wand und sich gefangen. Er stützte sich Rechts und Links von mir ab und sah auf mich herab.

Unwillkürlich fragte ich mich, sollte mir sein begehrlicher, lauernder Blick Angst machen?

Langsam fast lasziv beugte er sich vor, bis hinunter zu meinen Schultern, dann fühlte ich seinen warmen Atem auf meiner Haut, wie er tief ein atmete, seine Nase kurz meine Haut streifte und er von meinem Schlüsselbein herauf bist zu meinem Ohr an meiner Haut entlang glitt. Ich hörte seine tiefe, betörende Stimme, die mir durch Mark und Bein ging als er mir ins Ohr hauchte:

„Zum anbeißen riechst du!“

Dann fühlte ich wie er wieder an meinem Hals herab fuhr, doch plötzlich spürte ich erst seine Zunge und dann kostend, leicht seine Zähne, doch sein Biss wurde stärker. Ich konnte ein Schaudern nicht unterdrücken, fühlte mit unweigerlich an Lucius und das Ministerium vor genau einem Jahr erinnert, als er mich so roh gebissen hatte bis Blut kam, auch wenn das hier Severus war, der nicht so auf Blut stand wie Lucius, war ich mir doch gewiss, er war trotzdem kein zärtlicher Mann, dafür aber wie es gerade schien ein sehr erregter Mann.

Ich legte meine Hände auf Severus Brust, übte etwas Druck aus und protestierte:

„Severus, nicht hier, lass es!“

Er brummte tief, löste aber seine Zähne von meiner Haut, da leckte er nun spielerisch über seinen Zahnabdruck was mich kurz entspannen aber mein Herz schneller schlagen ließ, aber es wäre ja zu schön gewesen, wenn er mich so hätte entkommen lassen, denn Sekunden später fühlte ich wie seine Finger erst über das Collier an meinem Hals glitten auf das sich dann seine große Hand bedrohlich um meinen Hals legte.

Ich blickte unsicher auf und sah seinen gierigen, diabolischen Blick, als sich seine Finger um meine Kehle schlossen, was mich veranlasste unwohl zu schlucken, was wollte er, was sollte das? Ganz langsam, wie in Zeitlupe schüttelte er den Kopf und brummte missmutig:

„Das Lucius immer übertreiben muss, das ist sicher der teuerste Schmuck hier im ganzen Saal!“

Ich schluckte erneut schwer und fühlte mich sehr bedrängt, denn seine Hand lang noch immer fest um meinen Hals, während sein Blick nicht angenehmer wurde und ich spürte dabei jeden einzelne Finger von ihm wie er an meiner Kehle lag und dabei wusste er doch, wie ich auf solche Berührungen reagierte, verfiel ich regelrecht in eine Schockstarre.

Er wollte mich nicht entlassen, reizte er mich wohl kalkuliert und absichtlich. Ich versuchte fest und sicher zu klingen als ich erneut protestierte:„Severus, nicht hier, nicht jetzt!“ Er grinste nur gemein und erklärte begierig: „Warum auf ein mal so scheu!“

OH ja, sehr toll Severus, war er sehr zynisch. Er beugte sich zu mir herab und erhöhte den Druck an meinem Hals, doch bevor seine Lippen die meinen trafen hörte ich hinter ihm die schneidend kalte Stimme von Lucius, die ihn stoppen ließ:

„Severus, was soll das?“

Offensichtlich gefiel es ihm nicht wie offen Severus hier zeigte wie wir zueinander standen und irgendwie hatte Lucius damit auch recht, wenn jemand heraus finden würde wer ich war, kamen wir dadurch mehrfach in Probleme, schließlich war Severus mein Professor und ich seine Schülerin, aber mal ehrlich, wir liebten doch alle die Gefahr, also warum regte sich Lucius nun so auf?

Lucius so harsche Anrede wirkte jedoch nicht sofort, nun war es wie ein Machtspiel zwischen Severus und Lucius und so bemerkte ich den steinharten Glanz in den pechschwarzen Augen als sich Severus sonst so erstaunlich weiche Lippen absichtlich langsam auf meine Mund legten und er mich kurz, aber bestimmt küsste, wobei mir doch gleich anders wurde.

Es erinnerte mich doch daran wie wir heute Vormittag unterbrochen worden waren bei dem was wir zu tun gewillt waren und wie von selbst erlaubte ich ihm zu mir zu kommen, was Severus zu freuen schien so wie er an meinen Lippen lächelte, küsste er mich nun richtig und ich erwiderte es mit selber Intensität.

Dann lösten sich zuerst die Hände bedächtig von meinem Hals und darauf beendete er bedeutungsvoll langsam den Kuss und wandte sich von mir ab, stellte sich mit verschränkten Armen neben mir auf.

„Was willst du?“, brummte er schlecht gelaunt.

Ich sah das begierige Funkeln in Lucius Blick als er ihn kurz auf mich und meine roten Lippen richtete, dann erklärte er kalt:

„Das du dich benimmst!“

Severus sagte nichts dazu, starrte Lucius nur bitter böse an und hob zynisch einen Mundwinkel, was sehr spöttisch und höhnisch wirkte, bis Lucius den Blickkontakt unterbrach. Es war als hätte Lucius sich überlegt Severus wirklich und wahrhaftig herauszufordern und hätte nachgegeben. Jetzt war ich wirklich perplex, das ich das noch erleben durfte, schien diese beiden Männer mehr zu verbinden als man auf den ersten Blick annehmen wollte.

In diesem Moment trat Draco gut gelaunt zu uns, sah die bösen Blicke der beiden Anderen und hob zu mir gewandt fragend eine Braue, doch ich schüttelte nur den Kopf, während er näher zu mir trat und mir einen Kuss auf die Wange hauchte, dann wisperte er:

„Ich habe dich gesucht und schon vermisst!“

Ich seufzte, wollten die mich den heute alle verrückt machen, Draco wusste doch genau wie ich reagierte wenn er mir so sanft ins Ohr wisperte und sein Auftreten, das so selbstsicher war, sowie seine Nähe taten ihr Übriges.

Doch er löste sich schnell wieder von mir, wir waren ja nicht alleine und als ich in die Runde blickte, sah ich Lucius fordernden Ausdruck, bevor er ruhig, aber bestimmt sagte:

„Du hattest mir einen Tanz versprochen, wolltest du dich drücken?“

Ich schüttelte leicht den Kopf und antwortete fest:

„Natürlich nicht Lucius, ich wollte nur Severus begrüßen, den ich den ganzen Abend noch nicht gesehen hatte!“, schluckte ich und da war es mir als würde ich noch immer Severus Finger auf mir spüren.

Lucius neigte leicht den Kopf, hob seinen Arm auffordernd und zauberte urplötzlich, sodass es mir schon unheimlich wurde ein betörendes Lächeln auf seine Züge, doch ich sah durchaus das gefährliche Funkeln in seinen Augen als er mich aufforderte:

„Kommst du Liebes?“

Leicht verzweifelt blickte ich zu Severus, denn das Draco Lucius hier die Stirn bieten würde, sah ich nicht und bei Severus hatte ich die Ausrede, dass er noch nicht an diesem Abend mit mir getanzt hatte.

Ich wusste aber, die nett klingende Frage von Lucius duldete keinen Wiederspruch und so schenkte ich Draco ein liebes, kurzes, aber auch leidendes Lächeln. Er nickte mir wissend lächelnd zu.

Dann fragte ich mutig, sah zu ihm auf:

„Severus… du möchtest…?“

Doch sein ironisch, zynisches Grinsen sagte mir schon alles, noch bevor er antwortete wusste ich, die Ablehnung kam und das auch dann richtig.

„Nie im Leben!“, spuckte er arrogant aus und maß mich spöttisch.

Lucius hatte dies mit hartem Blick, dem ich nun begegnete, verfolgt. Ich seufze leicht, ergab mich und ich legte meine Hand auf Lucius Arm. Ich tat mir schrecklich leid, wollte ich doch Lucius Einfluss heute nicht zu nahe kommen, aber nun musste ich erneut mit ihm tanzen, was sollte ich denn tun, sich hier, vor allen mit ihm einen Disput zu liefern war mehr als dumm.

Die, die wussten wer ich war, die DeathEater, bei ihnen würde ich so meinen Stand noch erschweren, war er doch sowieso jetzt schon vage genug nach dem Vorfall am Yule-Fest und die anderen, nun, die würden alle neugierig und noch gespannter zusehen wenn sich die große Unbekannte mit Lucius Malfoy so offen anlegte. Also blieb mir nur brav zu folgen und ich ahnte, das das kein gutes Ende nehmen würde.

Ich fühlte, nachdem ich mich bei Severus hatte erholen wollen und er mir aber keine Möglichkeit dazu gelassen hatte, zeigten seine Aktionen und der Wiener Walzer noch immer Nachwirkungen. Ob auch der Alkohol eine Rolle spielte, überlegte ich während Lucius mit mir zur Tanzfläche ging.

Mir rutschte das Herz sonst wo hin, in die sprichwörtliche Hose, die ich nicht trug, als ich die ersten Töne des Liedes vernahm und mich Lucius abrupt und sehr besitzergreifend an sich zog und ich seinen begierigen Blick sah, während er mich in die besondere Tanzhaltung des Tangos dirigierte.

Er zog mich eng in seinen Arm, unsere Körper berührten sich fast, ich stand nun leicht seitlich von ihm und fühlte seine Hand diesmal nicht auf meinem Schulterblatt, sondern mittig auf meinem Rücken, währenddessen legte ich meine Hand an seinen Oberarm, so wie es der Tanz verlangte.

Mir schwante nichts Gutes, wusste ich doch was der europäische Tango für ein Tanz war und Lucius Laune war für mich mal wieder nicht ein zu schätzen, mir war nur leider zu bewusst, er wollte mich, seine beharrliche Geduld war am Ende, vor allem nach dem was Severus gerade getan hatte und das gepaart mit dem leidenschaftlich aggressiven Tango, das konnte ja was werden, zumal ich befürchtete, meine Verfassung würde schnell wieder dem Rausch des Wiener Walzers gleichen, wenn er mich begann zackig herum zu wirbeln.

Denn das Lucius auch diesen Tanz, den er, wenn ich mir sein selbstsicheres, überhebliches Schmunzeln besah, sicher sogar gerade jetzt gezielt so ausgesucht hatte, perfekt beherrschte, das stand für mich außer Frage.

Ich stand sehr nahe an ihm, was auch üblich war für diesen Tanz, denn er würde mich nicht nur mit den Händen führen, wie bei vielen anderen Tänzen, sondern auch mit den Knien, indem er mir den Weg abschnitt und vorgab. Außerdem ermöglichte diese Tanzhaltung auch, dass er in offen getanzten Passagen wie Promenaden unsere Hüften aneinander führen konnte, sodass ich mich an seinem Körper entlang in die offene Haltung drehen würde. So wusste ich jetzt schon, dass das zu viel Nähe zu IHM sein würde!

Unvermittelt, auf den nächsten beginnenden Takt, begann Lucius mich mit großen, führenden Schritten rückwärts übers Parkett zu delegieren, setzte dabei gezielt seine Schritte neben mich, wodurch sofort die versetzte Tanzhaltung zum Tragen kam, doch bereits nach wenigen Schritten wirbelt er uns herum, sodass ich nun vorwärts ging und er mich mit zog.

Ich hielt mich sehr steif, so wie er auch, aber er hatte seine Hand so in meinen Rücken gelegt, das er mich zwang leicht ins Hohlkreuz zu gehen und zu ihm auf zu sehen. Ich fühlte mich schon sehr ausgeliefert, aber andererseits fesselte mich auch die Präsenz und Sicherheit, die er gerade ausstrahlte.

Ich wollte mir gar nicht ausmalen wie das auf die Zuschauer wirken wollte? Ich sah mich ja zum Glück selbst nicht oder Lucius, hoffentlich sah es nicht zu verrucht sinnlich und verboten verführerisch aus.

Mir wurde jetzt schon ganz schwindelig im Kopf, so selbstbewusst wie er sich gab, es fesselte mich einfach, dann hielt er abrupt, ließ mich jäh anhalten nur um dann fließend in eine schnell Promenade über zu gehen, bei der wir uns in die gleiche Richtung wanden, unsere Tanzhaltung etwas öffneten, wodurch wir Hüfte an Hüfte standen um dann mit langen Schritten entlang zu stolzieren.

Er ließ nicht zu, das ich auch nur eine Sekunde von dem abwich was er wollte, so ging er nach der Promenade in eine schnelle Folge von wehenden, fast halsbrecherischen Drehungen über, doch anders als beim Wiener Walzer, wo der Herr gezielt seine Schritte zwischen die Füße der Frau setzte, musste ich ihn hier immer umrunden, während er mich erbarmungslos um sich herum führte und wirbelte. Dabei musste mein Kleid wahrlich aufmerksamkeitsheischend um mich wehen..

Er kam mit seinen langen Beinen und großen Schritten gut nach, während ich mich immer mehr versuchte mich voll und ganz auf den Tanz ein zulassen, darauf das ER führte und mir immer wieder den Rhythmus und die Figuren fast schon aufzwang.

Doch bei allem spürte sich seine Hand im Kreuz, das er mich sicher hielt, selbst wenn ich zu straucheln drohte und immer wieder seinen harten Körper an meinem. Jetzt begann er eine Figur zu tanzen, bei dem er doch seinen Fuß zwischen meine Beine setzte, bei dem ich, obwohl mein Rock so voluminös war, trotzdem seinen Oberschenkel zwischen meinen Beinen spüren konnte, das heizte mich unweigerlich sehr an. Dazu kam sein beständiger, intensiver Blick, der jedes mal sofort wieder auf mir lag wenn es die Tanzfigur zuließ.

Mein Hirn hatte sich schon lange verabschiedet, ich folgte nur noch, versuchte mich aufrecht zu halten und bei dem herum Gewirbel nicht die Übersicht zu verlieren. Er setzte seinen Fuß gezielt zischen meine und intensivierte unsere Drehungen noch ein mal, verlängerte sie, machte aus einer halben Drehung gefühlt eine Ganze, wobei ich da die Übersicht wie weit wir drehten schon längst verloren hatte, denn es fiel mir schon schwer genug im Blick zu behalten wo meine Füße gerade waren.

Er war unerbittlich in seiner dominanten Rolle, damit machte er mich atemlos, das spürte ich jetzt wieder, als er uns abrupt stoppte, in die offene Haltung ging und mich in ein tiefes Hohlkreuz zwang, an sich presste und ich meinen Oberkörper gekonnt nach hinten lehnte und in seinem Arm lag mit dem Haupt im Nacken, ihm meinen Hals ungeschützt verletzlichen präsentierte. Ich spürte seinen Körper eng an meinem.

Nun, und mir wurde bei dem was er tat sehr heiß, wich er von dem was der Tango vorgab ab, nutzte meine langsame Bewegung nicht dazu, den Kopf ruckartig hin und her zu drehen wie der Tanz es verlangte, sondern folgte mir und beugte sich langsam vor und ließ seinen erhitzten Atem über meine ebenso erhitzte Haut streichen. Möchte ich nicht die Blicke der Menschen um uns herum sehen, den ich fühlte sie brennend auf uns liegen.

Unweigerlich dachte ich an den Beginn des Abends zurück, als er mir in meiner Suite so verführerisch und sanft die Schulter geküsst hatte, sein Atem meine Haut gestreift hatte, das jagte mir unwohle, aber auch wohlige Schauer über den Rücken, schließlich war ich hin und her gerissen, weil ich das hier eigentlich so nicht wollte, aber es trotzdem zu sehr genoss in seinen Armen zu liegen und das zu erleben.

Ich fühlte mich ihm ausgeliefert, aber ich präsentierte mich ihm gleichzeitig auch freiwillig schutzlos, immer mehr verwirrte mich was mein Körper wollte und mein Geist mir verbot.

Ich hörte sein zufriedenes brummen, er deutete dies wohl als ein wohliges erschaudern. Mir war klar, die Blicke lagen auf uns, vor allem jetzt, da die Tanzfläche so leer war, denn der Tango war unter den Reinblüter wohl nicht gerade ein beliebter Tanz, außerdem erregten wir gerade besondere Aufmerksamkeit, da Lucius über mehrere Takte hinweg mich so starr hielt und wir uns nicht bewegten.

Die unwohlen Schauer, die mich durchliefen wusste Lucius jedoch gekonnt in ein rein wohliges Kribbeln zu verwandeln und erneut wurden meine Knie weich als ich seine tiefe, wohlklingende und durch Mark und Bein gehende Stimme an meinem Ohr vernahm, mit der er mir zuraunte:

„Lass dich ein mal fallen und lass dich voll und ganz auf mich ein, Liebes. Lass dich von mir führen, du wirst es genießen, das verspreche ich!“

Er richtete sich etwas auf, fing intensiv meinen Blick ein und zeigte mir so viel Selbstsicherheit und gleichzeitig auch einen Ausdruck, der mir zeigte, dieses Versprechen würde er wahr machen, mir war bewusst, ich konnte ja nichts tun, sollte ich den ganzen Tanz lang kämpfen und mich besinnungslos wirbeln lassen, oder mich führen lassen und den außergewöhnlichen Tango genießen.

Oh, er spielte mit mir, das war deutlich, doch war es heute so, dass ich mich dem ganzen nicht so einfach entziehen konnte, dazu war ich viel zu eingefangen von dem Flair und allem was der Abend bisher mit sich gebracht hatte. Jetzt verstand ich welchen Reiz der Tango hatte, wenn man ihn mit einem geübten Partner tanzte, der einen durchaus reizte.

Ich konnte mich dieser sinnlichen Stimmung weiß Gott nicht entziehen, sowie ich mich gerade Lucius nicht entziehen konnte, daher schloss ich kurz ergebend die Augen, was er wohl als das zustimmende Zeichen nahm was es auch war, jedenfalls begann er sogleich uns wieder zu bewegen. Ich öffnete die Augen und folgte ihm in einer langen Promenade, die er erneut in schnelle Drehungen über gehen ließ, bei denen wir immer am anderen vorbei Schritten.

Währenddessen hielt er mich so sicher und fest, führte mich so vollkommen, es war berauschend und beängstigend zu gleich wie sehr es mir gefiel, jetzt wo ich mich nicht mehr innerlich sträubte und willig war wie eine Puppe. Genießend versank ich in Lucius funkelndem Blick, wenn der Tanz es zuließ und er mir diesen schenkte.

Dann beendete er mit einer langsameren, ganzen, gelaufenen Drehung unsere schnellen Wirbel und stoppte uns, hielt uns gerade und an der Stelle, zwang mich wieder mit dem Oberkörper sanft nach hinten, sodass ich einen Ausfallschritt nach hinten machen musste und gefährlich weit herunter ging.

Er beendete diese Haltung indem er mich ein mal von Links nach Rechts mit sich zog, sich dabei ganz leicht drehte und dann in einer fließenden Bewegung mich wieder in die gerade Tanzhaltung zog. Dann führte er mich dazu vor ihm leichte Drehungen zu tanzen, indem ich immer einen Schritt vor ihm machte, den andren Fuß nachzog und auf dem Fußballen herum drehte, er wiegte mich so fast schon in seinen Armen.

Während er mir so sanft fast schon befahl vor ihm zu tanzen, immer wieder mit kleinen Schritten im Takt in eine Richtung zu tänzeln, nur um dann schnell, abrupt kehrt zu machen und tippelnde Schritte in die andere Richtung zu tanzen, hielt er mich fest im Blick, warf mir feurige Blicke zu und ließ mich nicht entkommen, doch mir gefiel es. Es prickelte ungemein zwischen uns, nahm die Spannung beständig zwischen uns zu, während ich tanzte und er mich hielt, sich unentwegt eng an mir bewegte und meinen Blick hielt.

https://www.youtube.com/watch?v=dXarhU9y9R0&feature=related(damit ihr einen Eindruck bekommt wie ruckartig, schnell der Tango sein kann und wie dominant der Mann führt, auch die Figur, bei der Lucius sich zu ihr beugt wird hier getanzt, ihr erkennt sie sicher)

Schließlich hielt er mich wieder in der Tanzhaltung, führte mich erneut rückwärts bestimmt übers Parkett und mir wurde immer mehr bewusst, diese klare Führung im Tanz, dieses Gefühl das er absolut wusste was er tat, gefiel mir ungemein und berauschte mich noch zusätzlich.

Er übertrieb die Drehungen in Intensität, Umfang und Schnelligkeit jedoch nicht wie am Anfang, sondern schlug ein Tempo an, das mir mehr zusagte, uns gestattete den Blick des anderen zu halten und uns trotzdem dynamisch über die Tanzfläche gleiten ließ.

Mir war heiß, sehr heiß, schließlich war mir alles zu Kopf gestiegen, aber auch Lucius stieg mir zu Kopf. Der Tanz neigte sich dem Ende zu, das war mir recht und ich war einerseits froh, das ich ihm gleich entkommen würde, ohne das ich mich auf ihn eingelassen hatte, andererseits bedauerte ich etwas das dieser Tanz enden musste.

Wir tanzten die letzte, schnelle Drehung und Lucius fing uns gekonnt ab, stoppte, nur um dann mich aus der Tanzhaltung zu schieben, zu veranlassen das ich von ihm weg tanzte und an seinem erhobenen Arm eine Drehung vollführte, bei der mein voluminöser Rock anmutig mitschwang, dann stoppte er die Drehung und sorgte dafür das ich ihn einer fließenden Bewegung übergangslos zu ihm zurück tanzte, doch er ließ mich los, griff mit den Händen sehr schnell um mich herum und ich stand mit dem Rücken zu ihm.

So schnell das ich gar nicht reagieren konnte lag seine rechte Hand auf meinem Bauch, während er mit der Linken meine Linke ergriffen hatte und sie wie zum Tanz erhoben hielt. Er hatte mich eng an sich gezogen und während die letzten Takte des Liedes dabei verklangen, presste er mich besitzergreifen an sich, bedeutete mir meinen Kopf zu senken und hauchte mir einen sündige Kuss in den nun freiliegenden Nacken, dann brummte er so tief und anregend, wie er es zuvor schon getan hatte:

„Du tanzt wunderbar! Begleitest du mich, ich finde es schrecklich warm hier drin! Ich sehe, wie erhitzt du bist, Liebes!“

Ich wusste nicht was mich da ritt, aber ich wollte nicht aus diesen Armen entschlüpfen, wollte von ihm gehalten werden und mir war auch nicht sicher was genau es war, aber mir war wirklich schrecklich heiß.

Seine tiefe Stimme jagte wieder Schauer über meinen Rücken, sowie sein Atem, der jetzt mein Ohr streifte und seine starke Brust in meinem Rücken. Vielleicht waren es einfache, niedere Gelüste, die mich nach diesem anregenden Abend, nach diesem äußerst anregenden Tanz, dazu verleiteten zustimmend zu nicken oder auch einfach das ich mich gerade wohl fühlte und noch etwas in seiner Gesellschaft verbleiben wollte und so sagte ich leise:

„Ja, ich folge dir!“

Er ließ sich das nicht zwei mal sagen, entließ mich aus dieser engen „Umarmung“ und ergriff meine linkte Hand zielstrebig, dann verließ er, während ich ihm bereitwillig folgte, die Tanzfläche. Unterdessen erklang das nächste Lied, zu welchem die Leute regelrecht ausgehungert nach dem eher mäßig besuchten Tanz auf die Tanzfläche strömen, wodurch unser Aufbruch relativ unbemerkt blieb. Wir steuerten eine der großen Fenstertüren an, die in den Garten hinaus führen.

Auf der riesigen Terrasse angelangt führte er mich an eine der Seiten die von einem Geländer beschränkt waren, positionierte mich mit dem Rücken zum Geländer und sich davor, dann hauchte er leicht atemlos:

„Du bist so verführerisch heute!“

Ich vernahm seine seidige Stimme, doch in meinen Ohren rauschte es noch durch die Anstrengung des Tanzes, durch unser schnelles Verlassen des Saales und den Temperaturwechsel, auch wenn es hier draußen nicht winterlich kalt war und so kam es das ich den Sinn seiner Worte gar nicht richtig vernahm.

Ich fühlte nur, wie er mir näher kam und seine Finger tastend über das Collier an meinem Hals strichen, dann hinab zu meinem Ausschnitt und den Rand meines Kleides nachzeichneten, während in mir die Lust weiter aufstieg. Der Moment war so fesselnd, sein begieriger aber auch bewundernder Blick, seine sanften Berührungen und das Vorspiel, das der Tanz fast schon darstellte, fesselten mich so sehr, das ich erneut ohne Gegenwehr folgte als Lucius meine Hand ungeduldig ergriff und mit heißerer Stimme raunte:

„Lass mich dir etwas zeigen!“

Sofort hatte ich das Gefühl zu frösteln, als er sich von mir entfernte, meine Hand bestimmt hielt und ich wusste, ich wollte mehr von dem was er angefangen hatte, doch auch ich wollte meine aufgestaute Lust befriedigt sehen, denn mein Hirn war wie in Watte gepackt und jetzt frage ich mich ob vielleicht ein Zauber auf mir lag, da ich ihn so unbedarft folgte, aber der Gedanke war so in den Tiefen meines Gehirns versunken, das er mir gar nicht richtig zu Bewusstsein kam.

Lucius zog mich atemlos weiter, ich folgte ihn fast willenlos, da ich wie ihm Rausch der Gefühle war, dazu schlug mein Herz extrem schnell. Ganz sicher war das nicht nur der Champagner, der mir dieses leicht taube Glücksgefühl bescherte, sondern vor allem diese verboten aufreizenden Tänze mit den Malfoys, verdammt, das machten die absichtlich, mich reizen, bis aufs Blut.

Es war ungewohnt für mich, dass ich mich einer solch permanenten, sexuellen Anspannung gegenübersah, hatte ich es doch bisher so gehalten das ich mit den Männern wenn dann ins Bett gegen war und wir Sex hatten, mit Victor, mit Sirius, aber auch mit Severus und Draco, auch wenn er und ich uns Zeit gelassen hatten, hatten wir der Spannung doch nachgegeben als sie aufgekommen war.

Ja, selbst das mit Cedric war aus dem Moment erwachsen, ohne langes Vorspiel, nur dieses latente, verführerische Spiel mit Lucius konnte mich in den Wahnsinn treiben, da ich ihm nicht nachgeben konnte und wollte, aber sich der unvorstellbar sinnlichen Situation entziehen fiel auch verdammt schwer.

Unterdessen zog er mich an die frische Luft, die ich gierig in meine Lungen sog. Es war nicht winterlich eisig, denn der Garten wurde magisch geschützt, dabei leuchteten uns einige, weniger Laternen in einem sanften Schein dezent den Weg, war es verdammt romantisch und verträumt.

Aber auch hier war , dank des winterlichen Wetters wirklicher, echter Schnee gefallen, doch durch die Magie war es nicht kalt, da der Zauber einer Glocke gleich um den Garten gelegt war, der zwar die malerische Schneelandschaft aufrecht erhielt, aber die Kälte vertrieb, somit konnten hier die Gäste nach Herzenslust in den herrlich angelegten Parkanlagen lustwandeln.

So versank der Park in einem dunklen, verheißungsvollen schwarz der Nacht und ich genoss es, das es überall weiß glitzerte und glänzte. Dabei wurde ich aber noch immer zielgerichtet und leicht gehetzt mit gerafftem Rocken in den, oh Wunder, erblühten Rosengarten gezogen, der in seiner magischen Pracht in allen erdenklichen Farben erstrahlte und auch der intensive Rosenduft, der uns umhüllte war köstlich.

Es wirkte unwirklich die bunten Blüten unter einer weißen Schneeschicht hindurch blitzen zu sehen. Dieses Abteil des Gartens war einem kleinen Irrgarten gleichen wie Rondelle aufgebaut und genau in der Mitte stand eine beeindruckende, alte Trauerweide mit weit ausladenden, herabhängenden Zweigen, die alles und jeden verbarg der unter die Zweige trat. Es sah einfach zauberhaft aus und ich schnaubte ein wenig überrascht aus als wir stoppten, ich nach Luft schnappte, da ich erstaunt war das Lucius die Zweige zur Seite zog und mich hinter sich herziehend in den Schutz des Baumes führte.

Ab hier wusste ich, dass ich schleunigst das Weite suchen sollte, aber hier war es zu schön. Es wirkte wie an einem verwunschenen, märchenhaften, anderen Ort, der knorrige, dicke Stamm zeigte wie alt der Baum war. Jetzt drehte sich Lucius zu mir um und hatte mit einem wischen seiner Hand seine güldene Maske verschwinden lassen, dadurch bemerkte ich, das auch er leicht erhitzt wirkte, da er mir nun sein markantes Gesicht zeigte.

„Das ist mein geheimer Ort, an den ich immer flüchte!“, meinte er rau und warf mir einen tiefgehenden, intensiven Blick zu.

„Herrlich…!“, wisperte ich atemlos und bemerkte wie sich meine Brust schwer hob und senkte, sich meine Brüste gegen mein Mieder drückten, als ich ihn wie gebannt ansah, er auch schon bei mir war und mit einem wisch von ihm auch meine Maske verschwand, um dann seine gierigen Hände an meine Wangen zu legen und seinen Mund übergangslos, leidenschaftlich auf meinen zu pressen.

Ich legte sofort meine Hände abwehrend auf seine umhüllte Brust, hielt ihn auf, versuchte Abstand zu wahren und verlor doch schrecklich, indem ich mich an dem Revers seines goldbestickten Umhangs fest krallte.

Als er begann sanft aber doch auch fest an meiner Unterlippe zu knabbern, dachte ich nicht nach, fühlte das es mich immer noch schwindelte von dem vielen drehen der Tänze. Ich kam nur meiner stetig wachsenden Erregung nach, die beständig dank Draco, zum Teil auch dank Severus und schließlich sehr dank Lucius zugenommen hatte, somit berauschte meine Sinne nicht nur der Champagner, sondern auch Lucius verboten guter Geschmack.

Dann drängte sein harter, muskulöser Körper begehrlich an meinen erhitzten, nun fast in Feuer stehenden Leib und ich stöhnte atemlos durch meine noch geschlossenen Lippen, rang ich schwer mit mir, jetzt wollte ich ihn gerade wegstoßen, als er mir jedwede Entscheidung aus der Hand nahm, da er schon immer der war der die Zügel in der Hand hatte und mich mit seiner Präsenz und Leidenschaft einfach überfiel.

Ich spürte deutlich, das hatte hier nichts mit Gefühlen für ihn zu tun, jedenfalls nicht von meiner Seite aus, sondern es war einfach Lust, wäre es Draco gewesen, der mich nach diesem anregenden Tanz in den Garten geführt, hätte, würde ich mich ihm vorbehaltlos hingeben.

Mein Kopf sagte mir zwar, das ich mir billig vorkommen sollte, nahm Lucius mich doch an den Ort mit an den er wohl immer seine Frauen führte um sie zu verführen und ich musste mir eingestehen, meine innere Schlampe kam gerade durch in meinem berauschten Verstand, denn ich hatte mir zwar verboten Lucius so nahe an mich heran zu lassen, doch das hier war einfach pure, begierige Lust, wenn nicht gar Wollust.

Ich spürte in dem entscheidenden Moment die raue Rinde des Baumes in meinem Kreutz, da er mich wie es schien beständig gekonnt nach hinten gedrängt hatte, was ich nicht mal wirklich mit bekommen hatte. Es kratze schmerzhaft an meinen nackten Schulterblättern und ich öffnete empört meinen Mund, was Lucius geschickt nutzte um in meinen Mund einzudringen und seine Zunge spielerisch vorzuschieben, somit reichte der Schmerz nicht aus mich vollends zur Besinnung zu bringen.

Lucius schmeckte verdammt gut, dachte ich noch wie im Nebel, dann gingen mir die Lichter aus und ich erwiderte vehement den Kuss, dabei durchzuckte mich ein Blitz als wir uns berührte und meine Zunge begann seine zu reizen, es ging alles rasant, ich bemerkte gar nicht wie sich mein Gehirn verabschiedete, als die Hitze mich lichterloh in Flammen setzte.

Seine Hände begannen fahrig, wissend über meine erhitzte Haut zu tanzen, dann fühlte ich, wie er atemlos meinen Mund entließ und sich an meinem Hals gehetzt hin abküsste. Mein Kopf fiel an den Stamm und ich stieß keuchend die Luft aus, fand den kleinen Rest meins Verstandes wieder, der mir klar machte, weder wollte, noch konnte ich das hier, das war Lucius, Lust hin oder her.

„Nein…Lucius…das …das dürfen wir nicht!“, kam es zu schwach aus mir.

„Ich weiß.....ich weiß!", stimmte er mir stockend zu, hielt aber in seinem verwerflichen Tun nicht ein, machte unbeirrt weiter, küsste leidenschaftlich meine Schulter, dann hörte ich das Reißen von meinen Tüllträger, aber da leckte er schon über meine Haut und so schnell konnte man gar nicht schauen, legte er gekonnte meine Brüste frei.

Ich spürte die kältere Luft über meine Brüste streichen und durfte mit verfolgen wie sich meine Knospen vorfreudig zusammenzogen, doch dann wimmerte ich auf als er sie grob vollends befreite, als er unwirsch den feinen Stoff einriss und die Korsage tiefer zog, um dann seine kühlen Hände begehrlich auf meinen erhitzten, geschwollenen Busen zu legen. Es ging heiß und rasant her, wie er sie in den Mund nahm und mich unsanft biss, schrie ich heißer auf und es geschah alles in einer erschreckenden Geschwindigkeit, somit wirkten wir gehetzt und fahrig, wie unter Zwang.

Nun blickte ich geschockt nach unten auf sein weißblondes Haupt und konnte durch das Dunkel erkennen wie sich seine Lippen grob um meine harte Knospe schlossen und ich verspürte eine Stich des Widerwillens, ich wollte nicht das Lucius das mit mir tat,…nicht so …wegen Draco, wegen Severus, wegen so vielem.

Er wollte nur schnellen, schmutzigen Sex und ich war nicht bereit ihm das zu geben, unter einem Baum, auf einem Fest, so drängte sich mir mein Wille auf, ich wollte gerade aufbegehren, als seine Lippen wieder mit Wucht auf meine krachten und er jede Gegenwehr geschickt im Keim erstickte.

Er fing jetzt an ungeduldig gegen die Stoffmassen meines Rocks an zu kämpfen und bauschte ihn eindrucksvoll auf, bis er ihn ungestüm hob um sich stürmisch dazwischen zu drängen, unterdessen küsste er mich fast besinnungslos, während er wie es schien an seiner Hose nestelte um sich dann, als er fertig war, gierig an mich zu pressen. Ich spürte IHN begehrlich, bereit und vollständig erigiert an meinen nackten Oberschenkel und da drang etwas endgültig und endlich kalt, wie ein Schwall Eiswasser in mein Bewusstsein!

WAS TAT ICH DA! DAS WAR LUCIUS!

Als er über meine Schläfe strich um dann heißer in mein Ohr zu raunen:

„Leg die Beine um mich!“

„Nein,….nein, das dürfen wir nicht….will ICH nicht!", klang ich erschrocken unter seinen Küssen, stieß dies fast verzweifelt keuchend aus. Ich wollte ihn nicht so fühlen, das konnte ich nicht! Ich wollte ihn nicht, das hier nicht, ganz und gar nicht.

Dann bemerkte ich wie er einfach meinen Po hart umfasste, mir kam ins Bewusstsein, ich hatte gar nicht bemerkt das er mir meinen Slip zerrissen haben musste und nun begann er mich gegen meine Willen hochzuheben, daraufhin strampelte ich und versuchte ihn etwas von mir zu schieben, aber er forderte nun wieder mit zusammengepressten Kiefern:

„Leg deine Beine um mich!“ Der Befehl kam barsch und das erinnerte mich daran, wie ich damals mit Severus in der Gasse gewesen war und er Minna das erste Mal genommen hatte. Es war wie ein Ohrfeige, die mich nun unumstößlich auf den Boden der Tatsachen zurück brachte, denn offensichtlich hatte der Eiswasser Schock nicht gereicht.

Sie beendet meine Lust abrupt, riss meine Erregung mit fort. Dann tat das aufscheuern meiner Haut das Übrige als er mich rücksichtslos über die Rinde schob und mich zwang schmerzhaft aufzuwimmern, denn der Schmerz ließ mich vollends zurück in die Realität kommen, verhinderte auch effektiv das ich wieder abglitt und sorgte dafür das ich auf ein mal wieder klar war.

Er behandelte mich hier gerade nicht besser als eine Hure, mir wurde bewusst, ich durfte nie vergessen das es hier und bei all seinem Werben sicher auch, nur um Lucius Ego und seine Befindlichkeiten ging und um sonst nichts, was mich übergangslos wütend werden ließ. Hier ging es nicht im Geringsten um mich, sondern nur um ihn.

Er war gerade so beschäftigt mich hochzuheben, das ich die Chance nutzte und es schaffte ihn zu kratzten, darauf zogen sich feine Striche von meinen Nägeln rot leuchtend über seine Wange, blutete es nicht, da meine Handschuhe es verhinderten das sich meine Nägeln in seine Haut krallten, aber es schmerzte wohl trotz allem.

Über diesen Affront war er so perplex, dass ich es schafft ihn fest von mir zu schubsen und er taumelte verständnislos von mir weg. So landetet ich wieder auf meine Beinen und unterstich dies mit zum ersten mal festen, beherrschten Worten, seit wir in diesen verdammten Garten gegangen waren.

„Nein, Lucius! Das dürfen wir nicht TUN!" Mein Rock war wieder weit an mir hinab gefallen, verdeckte meine Blöße, während meine Brüste noch immer aus meinem Mieder fielen. Lucius war im Gegenzug noch immer komplett bekleidet, nur seine Hose war offen.

Er überwand seine Überraschung über meinen Angriff sehr schnell, war flink wieder bei mir. Mit einem unermesslich wütenden Gesichtsausdruck umfasste er nun meine Oberarme eisern, aber ich wehrte mich gegen seinen schmerzenden Griff und schüttelte den Kopf, ich wollte das nicht…ich kam mir vor wie eine bessere Hure für Lucius.

Doch er presste mich wieder grob an den Baum, zeigte er mir erneut gekonnt die vielen verschiedenen Gesichter oder Masken des Lucius Malfoys, indem er zuvor der aufmerksame, charmante und gekonnte Verführer gewesen war, der einen alles vergessen machen konnte und gerade nun blickte mir ein eiskaltes, wütendes und berechnendes, zu allem bereites Monster ins Gesicht.

Der Lucius vor mir war fähig sich alles zu holen, egal zu welchen Preis, daher verspürte ich sehr wohl Angst vor ihm genauso wie ich auch Severus Fürchten konnte, dennoch versuchte ich eisern meine aufsteigende Panik zu bekämpfen und schaffte es zu wispern:

„Nein,…tu DAS bitte …nicht!“ Ich flehte fast, denn ich wusste körperlich könnte er mich immer zwingen und wenn er es befahl auch und der Gedanke daran ließ mich doch fast panisch werden, denn wieder DAZU gezwungen zu werden, ohne mich wehren zu dürfen ….ich wusste nicht ob ich dem gewachsen wäre.

Ich würde jeden andern der versuchte mich unerwünscht zu berühren ohne Frage sofort versuchen zu töten, mit allen Mitteln, aber bei Lucius, Severus oder Draco könnte ich das nicht, was mich wohl wirklich zutiefst ängstlich werden und erstarren ließ. Doch auf einmal hielt ich inne, was ich wahrnahm….ich wusste nicht was es war, aber auf einmal löste er den schraubstockartigen Griff um meine Oberarme, sein Blick veränderte sich, doch darauf wirklich zu achten hatte ich keine Zeit oder gar die Geduld, denn wer wusste wie lange sein Nachgeben anhalten würde und so nutzte ich die Gunst der Stunde und entschlüpft ihm.

Ich stürzte von mir selbst enttäuscht und der Situation entsetzt einfach kopflos davon und rannte mit meinem völlig derangierten Aussehen ins Manor.

Ich kämpfte mit meinem weiten, bauschigen Rock und rannte so schnell mich meine Füße trugen durch den Schnee, dann die Treppen hinauf in meine Räume. Ich benützte einen anderen Eingang, aber ich sah am Rande die ein oder andere Gestallt, die mir vielleicht verwundert hinterher sah wie ich meinen Rock und mein Mieder zusammenpresste und weitereilte.

Ich hielt mein Gesicht nach unten, damit niemand mich unmaskiert sah. So lief ich eiligst in meine Räume und schöpfte erst wieder Atem, als ich die Tür laut hinter mir zuschlug und mit dem zerschundenen Rücken an selbiger hinab glitt. Fahrig versuchte ich mich zu beruhigen.

In meinem Kopf war eine große, schockierte Leere darüber was ich beinah getan hätte, schließlich hatte ich Lucius Glied schon heiß und bereit an meinem Oberschenkel GESPÜRT!!! Himmel, vergrub ich mein Gesicht leidend in meinen Händen und stöhnte frustriert auf, als es mich schüttelte.

Ich hasste mich gerade selbst, warum brauchten mich Lucius, Severus und Draco immer an den Rand der Selbstbeherrschung, fragte ich mich verzagt?

Da kroch ich nun auf allen vieren, mein Kleid hinter mir herziehend, auf den Spiegel zu, der noch immer in der Mitte meines Salons stand und betrachtet mich schockiert. Mir blickten glasig, glänzende Augen entgegen, meine hochtoupierte Frisur sah wüst und unordentlich aus, meine Lippen waren gerötet meine Brüste leuchtend rot vom festen Kneten hervor.

Wie in Trance hob ich eine meiner in den schwarzen Handschuhen steckenden Hände an meine rote Lippe und betastet sie. Das Bild, das ich bot hatte für mich etwas sehr entwürdigendes, so wollte ich nicht sein. Meine Oberarme zierten leuchtend blaue Striemen, dazu das dreckige zerrissene Kleid, so wirkte ich wirklich als ob ich einer Vergewaltigung entkommen war und ich war absolut schockiert und entsetzt mich so misshandelt vorzufinden.

Das war keine leidenschaftliche, lustvolle Zusammenkunft mit Lucius gewesen, sondern ein brutaler, schmerzhafter Kampf, zumindest sah ich so aus. Ich biss ich mir böse auf die Lippen und ärgerte mich über mich selbst am meisten, das ich mich so naiv hatte einlullen lassen und für ein paar Takte außer Acht gelassen hatte wie dieser Mann sein konnte, wenn er denn wollte oder eher, wenn er zu mir so war wie er wohl zu vielen anderen war.

Das durfte und konnte ich mir nicht bieten lassen, verdammt ich würde es Lucius nicht gestatten mich in ein wimmerndes Häuflein Elend zu verwandeln! Wie hatte ich mich nur so gehen lassen können?

Auch ich trug schuld daran, das er es gewagt hatte zu weit zu gehen, aber nicht mit mir und ich war eine emanzipierte, erwachsene Frau mal sehen wie ihm dies gefiel, er mit seinen antiquierten Ansichten! So erwachte in mir die Rebellin!

Ich raffte mich schwer auf, der Abend war noch lange nicht zu Ende und ich würde mich nicht von IHM unterbekommen lassen, hey, ich nahm es mit Toten und dem Lord auf, da würde ich mich nicht von Lucius ins Bockshorn jagen lassen.

Also warf ich noch einen taxierenden Blick auf meine Blessuren im Rücken und sah die abgeschürfte Haut und das Blut das über meine Haut ließ, dabei blitzte kurz das Bild von Bellatrix und Greyback in meinen Gedanken auf und ich war verärgert, dachte er mich mit ihnen gleichsetzten zu können?

Hatte doch auch der Wolf Bellatrix Rücken rücksichtslos misshandelt! Aber was erwartete ich…nun gut, ich wusste schon was ich dagegen würde tun können, damit niemand sah das ich verletzt war, denn wie gesagt, der Abend fing erst an…..

Hermiones Sicht ende

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