When Hermione Fights
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 Kapitel 203-204

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Kapitel 203-204 Empty
BeitragThema: Kapitel 203-204   Kapitel 203-204 EmptyDo Feb 09, 2012 6:38 am

203. Kapitel Rache ist sooooo süß!


Severus Sicht

Zu köstlich, wenn ich das verpasst hätte, wäre ich nicht mehr froh geworden, wie gut das ich eigene Räume im Manor besaß und mein eigen nenne konnte, perfekt, das Drama lief und spielte sich vor meinen verzückten, alles sehenden, beobachtenden Augen ab.

Dies war wie mein Racheakt an Lucius gewesen, nachdem er mich heute von ihr erfolgreich unverrichteter Dinge ferngehalten hatte, zwecks einer absoluten lächerlichen Nichtigkeit. Das Biest vor seinen Augen zu küssen im gut gefüllten Ballsaal war Labsal für meine Seele, berauschte sie mich da sie ein so williges Ding war und sogar noch in meinen Kuss stöhnte, da war sie eine wahr gewordene, geborene Versuchung, selbst für mich sah sie heute sündig schön aus.

Da ihr Auftritt und ihr gebaren bei den Tänzen mit den beiden blonden Pfauen ein Genuss gewesen war zu beobachten, weil sie die Grazie in Person war und herrlich anzusehen mit dem eindrucksvollen Kleid, der ausgefallenen Frisur und der filigranen Metallmaske.

Hinter der Maske strahlten ihre Augen geheimnisvoll aus ihrem verdeckten Gesicht und erst der Schmuck, der war beeindruckend, aber auch sehr protzig. Auch jetzt fühlte ich noch immer ihre Kehle unter meinen Händen und ihren rasenden Puls, offensichtlich setzten ihr Draco und Lucius mit ihren unverhohlenen Forderungen auf der Tanzfläche in sie sehr zu, dadurch wirkte sie sehr erhitzt.

Sie hätte einem leidtun können, tja, wenn ich denn so was wie Mitleid empfände…was ich nicht tat, dafür amüsierte mich ihr Kampf viel zu sehr, dann flüchtete sie zu mir. Ich hatte mich bewusst den ganzen Abend im Hintergrund gehalten, da ich diese lachhaften Veranstaltungen der Eitelkeiten hasste und nur schwer ertrug, so sah ich mir lieber alles aus dem Hintergrund an und überließ den blonden Schönlingen den großen, dramatisch Auftritt, den sie so liebten.

Als Lucius kam und sich großspurig einmischte, sie von mir wegholte, provozierte ich ihn absichtlich, und oh Wunder, er erkannte meine Drohung und entschied sich meine Beziehung mit dem Biest nicht in Frage zu stellen, gut so, oder auch besser für ihn und sein Seelenheil, wusste ich doch zu gut wie ich Lucius in den Wahnsinn treiben könnte, wenn ich denn wollte!

Er zog weiße den Schwanz ein, als ich ihr meine Lippen aufdrückte, meine Stellung klar machte, dennoch bemerkte ich sehr wohl den kleine Riss in der beherrschten und sonst so kalten Maske meines Freundes, aber hier ließ ich mir nicht dreinreden, das Biest gehörte auch mir, seinen protzigen Schmuck hin oder her, das musste er nur verstehen und akzeptieren!

So rief ich ihr auch dies bedrohlich in Erinnerung, indem ich ihr meine Finger fordernd, lasziv auf die Kehle legte, wusste ich doch, das sie es hasste wenn jemand versuchte ihr die Luft zum Atmen zu nehmen, aber sie wagte es nicht sich gegen mich zu wehren, akzeptierte ebenfalls ergeben meine Berührung, außerdem lag meine Hand keine Sekunde so fest an ihrer Kehle das auch nur die Gefahr bestand sie könnte keine Luft mehr bekommen.

Das Biest schaffte es mich wie so oft zu erstaunen, indem sie sichtbar mit sich Rang als Lucius sie aufforderte und sie anscheinend nicht schon wieder mit IHM tanzen wollte und ihr Heil nicht bei dem gerade gekommenen Draco suchte, sondern bei mir und es tapfer, typisch Gryffindor halt, wagte mich zu fragen ob ich mit ihr tanzen würde, welch lächerliche Vorstellung, daher hob ich süffisant einen Mundwinkel und ätzte:

„Nie im Leben!“ Und das meinte ich inbrünstig ernst.

So war meine Entscheidung gefallen, daher musste wir nun alle ertragen zu sehen wie Lucius das Biest beinah auf der Tanzfläche flachlegte, da dieser eilte Geck ein hervorragender, kultivierter Tänzer war und sich auch nicht scheute sein Können allen zu präsentieren, aber das was er gerade abzog, wow, das war eine heiße, erotische und sinnliche Show.

Erst schien es noch, das sie sich nicht wirklich führen ließ, er wirbelte sie zwar gekonnt über die Tanzfläche, aber sie wirkte gehetzt, etwas steif in ihren Bewegungen. Ich war mir sicher, er legte dieses Tempo absichtlich vor, damit sie nachgab und sich hingab, sie sich von ihm vertrauensvoll führen ließ, aber sie gab nicht nach, somit wirkte es wie ein kleiner Kampf.

Dann stoppte er auf einmal mitten im Lied, legte sie verführerisch tief ins Hohlkreuz und ich sah wie die ungläubigen Blicke der Zuschauer wie gebannt auf ihnen ruhten, aber das war auch zu heiß was er gerade bot, wie er sich zu ihr herab beugte und mit ihr sprach.

Ich beobachtete sie genau, auch wenn es sonst keinem auffiel, ich sah ihre Kapitulation an ihren Zügen und an dem kurzen ergebenen Schließen ihrer Augen, doch was sie dann auf der Tanzfläche boten war... sollte verboten sein.

Lucius tobte sich wahrlich aus und sie wirkte wie williges Wachs in seinen Händen, selbst wenn sie, wie es der Tanz gebot, Haltung, Spannung und den nötigen Wiederstand aufbot, war doch ersichtlich, er hatte die Führung voll und ganz und das konnten auch die anderen gut sehen.

Er hatte nun ein bisschen das Tempo heraus genommen, tanzte nicht mehr zu ausschweifende und schnelle Drehungen, doch er glitt nicht weniger elegant, aber auch zielsicher mit ihr über das Parkett. Sie hatte verloren, Lucius spielte seine Karten voll aus, hatte sie eng an sich gezogen und entließ sie nun nur ein kleines bisschen aus ihrer engen Tanzhaltung um sie vor sich tänzeln zu lassen.

Ich erhaschte einen kurzen Blick auf ihr Gesicht, sah den Glanz in ihren Augen und mir war bewusst, Lucius würde es schaffen. Nur ganz kurz löste sie überhaupt den Blick von ihm und ich war mir sicher, so manche Frau im Saal verging gerade vor Neid, denn das Lucius Malfoy offensichtlich heute Abend nicht mehr wirklich interessiert mit einer anderen Frau tanzen würde, war für jeden offensichtlich. Er hatte seine Wahl getroffen, wie tiefgehend dieser Entschluss war, wussten wohl nur wir, die Familie wirklich einzuschätzen.

Der Tanz endete und ich musste eingestehen, ich hatte nicht eine Sekunde verpassen wollen. Zu guter letzt wirbelte er sie in einer Pirouette noch mal über die Tanzfläche, nur um sie dann verdammt eng mit dem Rücken an sich zu ziehen und besitzt ergreifend fest zu halten, da passte kein Blatt mehr zwischen die beiden.

Ich ahnte was er ihr zuflüsterte, nachdem er ihr unter immer noch vielen, beobachtenden Blicken einen sinnlichen Kuss in den Nacken gehaucht hatte, erstaunlich das er es so offen zeigte was er von ihr wollte, umspielte meine Lippen ein höhnisches Lächeln, zu sehen wie Lucius auf Freiersfüßen wandelte war zu amüsant.

Es war wahrlich herrlich zu beobachten wie das kratzbürstige Biest, das sonst so starrsinnig war, in Lucius Armen dahin schmolz, sie brav den Kopf sinken ließ sodass er sie überhaupt in den Nacken küssen konnte, aber ganz wohl war mir bei dem Gedanken nicht das sie ihm derart verfallen war. Er sah währenddessen großkotzig über die zum Teil ungläubigen, oder aber auch entsetzten, Blicke hinweg.

Ich entschloss ich mich den beiden zu folgen, als sie sich aus der Masse stahlen und meine Augen verfolgten sie weiter, während sie durch den verschneiten Garten gingen, sollte dem armen Lucius endlich Erfolg bei Hermione beschieden sein?

Ich runzelte die Stirn, das sie der Tanz und alles mitgenommen und erregt hatte, das hatte ich an dem Glanz in ihren Augen erkennen können, war sie schon immer eine Frau gewesen die sich sehr ungehemmt ihrer Leidenschaft hingab, aber sollte er es wirklich geschafft haben, fragte ich mich, so war ich gespannt wie sich das alles entwickeln würde!

Ich war mir sehr sicher, dass er sie zu seiner Trauerweide im Rosenlabyrinth brachte und so stellte ich mich im Schatten des Hauses auf um alles zu beobachten, bis ich nach relativ kurzer Zeit verwundert die Augen einmal schloss und schnell wieder öffnete…. erstaunlich, unterschätzte ich das Biest schon wieder, da sie nach unangemessen kurzer Zeit mit wehenden Fahnen, oder besser mit fliegenden Röcken, auf das Haus zu und hinein eilte.

Sie sah, wie mir meine erstaunten Augen zeigten, sehr ramponiert aus. Ohne einen Blick zurück lief sie hinein, dabei wollte ich für Lucius hoffen, das der Eindruck täuschte und er sich ihr nicht in letzter Instanz aufgezwungen hatte, hatten wir doch erst seit kurzem ihre Scheu davor wieder zurückgetrieben, da brauchten wir so ein unerfreuliches Erlebnis nicht nochmal, deshalb stieg leichter Ärger in meinem Inneren auf, als ich mir das vorstellte. Hatte ich mir doch immer noch nicht vollständig vergeben, das ich die Kontrolle verloren hatte…..

Ich durfte sehen wie zerrissen ihr schönes Kleid war und das ihre Brüste freilagen und sie mit großen, unmaskierten Augen auf das Manor zu hastete, aber dann konnte ich auch schon beobachten wie ein zwar vollständig angezogener, dennoch unmaskierter Lucius mit einem mörderischen Gesichtsausdruck aus dem Garten kam.

Er bemerkte mich im Schatten nicht, aber ich sah die roten Striemen auf seiner Wange, die ihm das Biest wohl trotz ihrer Handschuhe verpasst hatte, das hätte ich wirklich nicht von ihr gedacht, hatte sie doch willenlos und absolut willig gewirkt! Das sie doch noch die Courage gefunden hatte sich aufzubäumen, erstaunte mich sehr, dass sie es geschafft hatte sich seinem Zauber zu entziehen.

Leise folgte ich Lucius ins Haus, da ich mit ihm reden wollte, als ich sah wie Draco lässig an eine Säule lehnte und mit einem gemeinen Grinsen im Gesicht auf eine Tür zu einem der unzähligen Salons starrte. Blaise Zabini redete unterdessen auf ihn aufgebracht ein, nur um dann schnell davon zu eilen, also schlenderte ich auf meinen Patensohn zu und als er mich sah, leuchteten seine Augen hinter der Maske auf.

„Severus herrlich oder, das sie es geschafft hat Vater abblitzen zu lassen?...er wirkte sehr Unbefriedigt und die Striemen im Gesicht…!“, meinte er schrecklich gutgelaunt und bösartig, aber das schlimme war, ich empfand ähnlich und schenkte ich ihm ein verschwörerisches, höhnisches Grinsen, das er sofort erwiderte.

„Sie sah nicht gut aus, aber ich glaub, sie würde es nicht schätzen gestört zu werden!“, wisperte Draco mehr zu sich und da stimmte ich zu, als plötzlich die gegenüberliegende Tür donnernd aufschlug und eine verstörte, noch maskierte Frau aus dem Salon hechtete.

Sie schloss die Tür hinter sich nicht, eilte nur davon und wir hörten ein Klirren das wie zersplitterndes Glas klang aus dem Salon, dann einen wütenden und frustrierten Schrei, doch Draco ließ sich davon nicht abhalten, schenkte mir noch mal ein diabolisches Grinsen, dann schlenderte er betont lässig, aber auch mit mehr als erhobenem Haupt in den Salon.

Ich folgte ihm, denn egal was jetzt kam, das wollte ich mir nicht entgehen lassen, unter keinen Umständen, versprach es doch amüsant zu werden, wann sah man schon mal das ER seinen Willen nicht bekam?

Lucius stand mit dem Rücken zu uns, hatte sich mit ausgestreckten Armen an die Umrandung des Kamins gelehnt und sah nach unten in die Flammen, reagierte nicht als wir eintraten, doch Draco sorgte dafür das er uns bemerkte, höhnisch, herablassend, gar nicht so respektvoll wie er sonst seinem Vater gegenüber war, begann er zu sprechen:

„Laufen dir jetzt schon die Nutten davon, oder schmeißt du nur Frauen raus, die sich willig an deinen Hals schmeißen…war sie nicht gut genug für dich… diese Frau, VATER? Schließlich hast du sie hier hereingeschleift?“

Ruckartig, pfeilschnell wandte Lucius sich um, während ich mit verschränkten Armen neben der Tür stehen blieb und diese zuvor schloss, musste ja nicht jeder das melodramatische Drama mit bekommen, wagte ich die berechtigte Frage was sie ohne mich täten?

Süffisant lächelnd fügte Draco noch hinzu: „Oh, hat Hermione dich etwa gekratzt, Vater? Bist du ihr zu nahe gekommen? Tja, unschön, nicht wahr…!?“ Er verhöhnte ihn offen, was ich noch nie erlebt hatte.

Lucius war wirklich außer sich und Dracos offen zur Schau getragener Hohn und seine gespielte, gute, ruhige Laune trugen nicht zur Entspannung der Situation bei.

„Überschätz dich nicht Draco, du nimmst dir zu viel heraus, ich bin immer noch dein Vater!“, zischte dies Lucius eiskalt.

Sekundenschnell wechselte jedoch nach dieser kalten Drohung von Lucius auch Dracos Ausdruck, wurde hart, kalt und Wut blitzte in seinen Augen auf, er zeigte wie seine Stimmung wirklich war, bevor er fest, genau so kalt wie Lucius erwiderte:

„Nein, du Vater nimmst dir zu viel heraus, DU hältst dich nicht an dein Versprechen mir gegenüber! Erinnerst du dich, du wolltest sie nie zwingen, NIEMALS! Du warst so arrogant dich über Severus und sein Handeln zu erheben und jetzt zwingst du sie genauso?“

Wow, noch nie hatte ich Draco so respektlos und wütend gegenüber seinem Vater erlebt.

Lucius Blicke hätten töten können, Dracos aber genauso, als er nun Draco ansah und kalt, emotionslos erklärte:

„Ich halte meine Versprechen, ich habe sie gehen lassen!“

Ich wusste sofort, dass mehr dahinter steckte, da Lucius sich sonst nie dazu herabließ sich zu rechtfertigen! Aber gerade tat er es, autsch…was für ein Eingeständnis, aber auch eine gelungene Erkenntnis das das Biest einen großen Willen hatte, sich zur Wehr zu setzten!

„Pah, ja das habe ich gesehen und auch wie sie aussah als sie flüchtete, sag mir, was musste sie tun um dir zu entkommen? Ist sie schockstarr geworden, weil du zu grob warst, oder musste sie bittend vor dir auf den Knien im Dreck rutschen, dich anflehen, es nicht zu tun? Sag´s mir Vater, zu was musste sie sich erniedrigen das du sie hast gehen lassen?“, in höchster Wut spuckte Draco ihm diese Worte vor die Füße und auch Lucius kochte wieder, lief sogar vor Wut rot im Gesicht an, etwas das ich noch nie bei ihm gesehen hatte, wirkte es mehr als erstaunlich.

Ich konnte mich nicht zurück halten und warf spöttisch ein, wobei mir bewusst war das ich die Situation so noch mehr anheizte, aber das war mir gerade egal:

„Dann ist sie wohl nicht bei dir auf die harte Tour angesprungen oder wie, Lucius, zu schade für dich, denn sie steht doch sonst so darauf….wenn ich sie hart nehme!“, goss ich mit meine beißenden Sarkasmus Öl ins Feuer, aber bitte, das die Situation eskalierte amüsierte mich doch sehr.

Ich zeigte ihm ein böses Grinsen, aber auch der Blick, den er mir jetzt zuwarf, hätte töten könnten.

Doch anstatt das Lucius antworten konnte traf mich nun Dracos Zorn, als er mich böse, kochend vor Wut aber trotzdem kalt und beherrscht anfuhr, nur seine vor Ärger geballten Hände ließen seinen Zustand wirklich erkennen:

„Aber das heißt noch lange nicht, das ihr euch mit Gewalt nehmen könnt was sie nicht geben will. Darauf, dass ihr euch ihr aufzwingt oder sie mit Gewalt nehmt, darauf steht sie ganz sicher nicht! Sie ist so eine stolze Person, verdammt noch mal, warum könnt ihr damit nicht umgehen, warum legt ihr es beide darauf an ihren Stolz zu brechen, sie zu brechen?"

Ich schenkte ihm nur einen kalten Blick, bitte, was sollte ich denn darauf sagen, ich war ganz und gar nicht stolz auf meinen Kontrollverlust auf den er anspielte, aber bitte, ich hatte die Spitze in den Raum geworfen, jetzt musste ich auch mit den Erwiderungen leben und Dracos Anfuhr traf mich nicht wirklich, wusste ich doch, das Hermione und ich dies für uns geklärt hatten.

Aber ich stimmt zu, das es nicht gut wäre für Hermione wenn sie mit einem aus unserer Familie wieder so ein Erlebnis zu teilen hätte, wenn sie überhaupt so ein Erlebnis erneut durchleben müsste, deshalb stimmte ich mit Draco überein, so oder so musste hier Lucius sein Versprechen halten. Auch stimmte ich ihm zu, das sie sehr stolz war und ich war ganz und gar nicht darauf aus diesen Stolz zu brechen, war es doch ein Teil dessen was mich an ihr reizte, wen wollte ich sie nur besitzen nicht brechen.

Während ich mir mit Draco stumm ein kaltes Blickduell lieferte, polterte Lucius nur genervt in den Raum.

„Verdammt noch mal, was denkst du von mir Draco? Sie hat NEIN gesagt, da habe ich gestoppt und als sie gesagt hat, das wir das nicht tun sollten und ich sie „BITTE“ gehen lassen sollte, habe ich sie gehen lassen! Außerdem muss ich EUCH keine Rechenschaft ablegen!“, sprach Lucius erregt, wirkte aber schuldig in seinem Bestreben sich aus der Affäre zu ziehen. Traten die roten Striemen in seinem blassen Gesicht gut zu Tage im Licht der Kerzen, hatte die Löwin die Krallen ausgefahren.

Wir hatten wohl alle nicht gemerkt wie SIE, das Biest, eingetreten war, so fuhren wir alle überrascht herum als sie nun kalt und spöttisch Lucius anfuhr:

„Du hast mich also einfach gehen lassen, ganz der edel und kultivierte Gentleman, ja Lucius, muss ich dir ins Gedächtnis rufen, das ich mehrfach gesagt habe das ich es nicht will… und du hast aber recht, als ich anfing zu bitten und betteln hast du mich wirklich gehen lassen, wie edel von dir! Aber du hast recht, ich bin dir DANKBAR, also DANKE! Auch DANKE das ihr euch alle so in meine Angelegenheiten einmengt!“ Dabei verdeckte die Halbmaske ihr Gesicht, aber den leicht bitteren Zug um ihren Mund konnte sie nicht verdecken, als sie uns alle kalt maß.

Sie mochte es gar nicht das wir über sie sprachen, auch Draco schien in ihren Augen nicht gut weg zu kommen, wie mir schien, bemerkte ich da erst das sie ganz anders aussah, nun waren ihre Haare pechschwarz und sie trug eine aufwendige, breiterer silberweiße Maske, die ihre Augen schön betonte und ein Kleid, das mir mehr als zusagte… aber bitte, wollte sie Lucius noch mehr reizen?

Dies war eine einzige Provokation und ich wusste selbst nicht ob ich wollte, das sie alle sooo sahen, zeigte es doch mehr als das es verbarg. Es war es ein silbernes Kleid, was zwar schmaler vom Rock her geschnitten war, aber auch dieses war einfach atemberaubend schön. Sie rauschte nach diesen sarkastischen Worten aus dem Raum und wir brauchten eine Minute um ihr dann hinterher zu gehen, da Lucius erst langsam zu registrieren schien wie sie sich präsentiert hatte.

„Das ist ja wohl nicht ihr ernst!“, zischte Lucius böse auf, als er sich seine Maske anzauberte und den Ballsaal betrat.

Tja, was blieb zu sagen, als, ja das war doch klar, dass das ihr Ernst gewesen war, schließlich lag sie schon in den Armen eines Mannes, der sie durch den Saal wirbelte.

Severus Sicht ende

Hermiones Sicht

Ich hatte mich komplett umgezogen, mir schnell ein Kleid aus dem Schrank geholt, das ich bei meiner Erkundung des Schrankes schon gesehen hatte und von dem ich mich gefragt hatte warum Lucius es gekauft hatte, wenn er mich doch angemessen gekleidet sehen wollte, aber offensichtlich hatte er bei diesem genau wie bei dem anderen silbergrauen, welches ich Heiligabend getragen hatte, daran gedacht mit mir alleine zu sein oder das ich im Kreise der Familie war.

Nun gut, das würde ich wohl nicht sein, aber mir gefiel dieses Kleid wirklich sehr gut, es war atemberaubend. Dazu griff ich auf meinen eigenen, zugegebenen Maßen sehr kleinen Schmuckfundus zurück und wählte ein Ensemble was meine Eltern mir geschenkt hatten, war es ein Erbstück meiner verstorbenen Großmutter der das Cottages gehört hatte.

Ich war wieder komplett angezogen, hatte noch eine helle, weiße Brosche in eine feine, silberweiße Maske verwandelt und war so wieder fertig mich den Gästen zu präsentieren, hatte ich auch noch meine Blessuren an Rücken und Oberarmen gekonnt mit der unvorstellbar wertvollen Salbe die ich mit dem Einhornblut veredelt hatte, angerührt damit die Zeichen von Lucius grober Behandlung verschwanden und nicht mehr sichtbar waren.

Als ich wieder hinab in dem weitläufigen Korridor kam, fand ich eine aufgelöste Frau, die Schutz in einer der Nischen gesucht hatte und wunderte mich über ihr aufgelöstes Aussehen.

„Kann ich ihnen helfen?“, wollte ich fest wissen, aber sie schluchzte nur peinlich berührt auf und als ich ihr unmaskiertes Gesicht sah, wusste ich wer sie war. Die Ähnlichkeit war nicht von der Hand zu weisen und wie es schien erkannte sie in mir nicht die Frau des Abends, die die ganze Zeit mit Lucius getanzt hatte, sollte mir recht sein, aber ich hatte eine Vermutung was ihre Tränen bedeuten.

„Mrs.Edgcombe, was hat Lucius getan?“, war ich sanft und strich ihr eine Strähne aus dem verheulten Gesicht, aus dem sie mich nun panisch ansah und vor mir wie geschlagen zurückwich, als sie doch etwas an mir erkannte und dann etwas mehr entspannte, da ihr Hirn auf Hochtouren zu arbeiten schien, ging ihr Mund auf und zu.

„Ja, ich bin die Frau, ich weiß alles…also was ist geschehen?“, schien sie vor mir Angst zu haben, aber amüsant fand ich auch das ich keine einzige Träne vergossen hatte und sie hier heulte, schienen Mädels echt nah am Wasser gebaut zu sein.

„Ich…ich, bin ihm über den Weg gelaufen, er war schlecht gelaunt aber ich …ich, habe ihn angesprochen und er hat mich nur am Arm gepackt und…und in ein Zimmer gezogen und da, ….da habe ich das getan was er meist von mir will…aber, es war anders als sonst er war sooooo BÖSE und da hat er mich schon grob von sich gestoßen und mich angefaucht das ich eh nur zweitklassig wäre und verschwinden sollte! Das ich es nicht wert wäre…. Er war so herablassend, noch mehr als sonst. Ich habe getan was er wollte, er wirkte sehr schwer einschätzbar, er war sehr WÜTEND! Also habe ich zugesehen das ich weg kam!“

„Warum tun sie das?“, wollte ich ruhig wissen, war neugierig.

„Ich….“, stockte sie.

„Mal abgesehen davon das er sie erpresst, warum?“, wurden ihre Augen riesengroße, aber sie fasste sich und meinte dann:

„Ich weiß nicht, ob sie es wissen, aber meine Tochter wurde verflucht und ich weiß, das Mr. Malfoy versiert in dieser Art der Magie ist und seine Bibliothek als eine der besten des Landes gilt, also hatte ich gehofft ihm so näher kommen zu können…um….!“,

„Wie, bitte, sie tun das damit er ihrer Tochter hilft!“, war ich wirklich überrascht, das hatte ich nicht erwartet.

„JA!“, schwieg ich doch etwas betroffen, dachte daran was für Ketten eine einzelne Tat an Ereignissen in Gang setzten konnte, bis sie wieder etwas sagte, meine Gedankengänge dadurch unterbrach:

„Wissen sie, er zwingt mich nicht wirklich….er stellte einem immer frei ob man sich darauf einlässt oder nicht…aber ich zweifle das er mir meinen Lohn zukommen lassen wird!“, stieß sie ein trauriges und zutiefst enttäuschtes Geräusch aus…zu interessant, das hieß sie musste nicht mit ihm schlafen, sie tat es weil sie sich etwas versprach, etwas das ich ihr spielend leicht gegeben konnte! Jetzt ratterte es in meinem Hirn wie ich mir dies zu nützen machen könnte.

„Ich biete ihnen einen Deal an Mrs. Edgecombe!“, begann ich meine Überlegungen aus zu führe.

„Was….!“, sah sie mich wirklich überrascht an.

„Ich könnte ihr Problem lösen, ihre Tochter könnte ihre sie verschandelnde Narbe loswerden, aber auch ich habe meinem Preis!“, starrte mich die Frau entsetzt an und hatte riesige Augen bekommen, gut ich gab zu, ich wusste wie der Fluch sie verschandelte, aber das nahm sie eh nicht wahr.

„Sie…sie…wirklich…was?“

„Ganz einfach, ich verlange nicht so viel wie Lucius, sie müssten mir nur magisch auf ihre Magie schwören, dass sie mir ihr Wissen über unsren jetzigen Minister zu Verfügung stellen, sollte ich es jemals bedürfen! Wenn ich es nie brauchen sollte, sind sie fein aus dem Schneider und sie müssen gar nichts bezahlen, aber sollte ich es brauchen und sie bitten zu reden, tun sie es für mich, das ist meine Forderung, ansonsten biete ich an, das ich es in die Wege leite das jemand wirkungsvoll den Fluch von ihrer Tochter nimmt, sobald alle wieder in Hogwarts sind!“, erklärte ich ihr meine Forderungen und mir kam zufrieden der Gedanke, das ich so nicht nur mir wieder eine weitere Rückversicherung schaffte, mir Zugang zu Informationen sicherte, sondern auch Lucius sein Amüsement nahm, was mir nach dem bisherigen Abend sehr zusagte, war ich doch gefühlsmäßig gerade auf einem Rachetrip gegen Lucius.

„Das…das können SIE!“, schwangen große Zweifel und Misstrauen in ihrer Stimme mit.

„Ich kann es auch schwören wenn sie wollen, überlegen sie schnell, die Uhr tickt!“, drohte ich und zückte meinen Stab, den ich in meinem unsichtbaren Holster am Arm schon den ganzen Abend getragen hatte, denn ich würde nie, egal wohin, unbewaffnet hingehen.

Doch jetzt sprang die Frau regelrecht euphorisch auf die Beine und hielt mir ihren Stab und ihre Hand hin und fing sofort an:

„Ich schwöre bei meiner Magie, das sollten sie jemals meine Hilfe und mein Wissen benötigen, ich es ihnen zur Verfügung stelle im Gegenzug helfen sie meiner Tochter!“ Sie schwor ohne zu überlegen und ein silberner Rauch trat aus ihrem Stab, die Spitzte leuchtete hell auf als ich begann:

„Ich schwöre ebenso bei meiner Magie, das sobald Hogwarts beginnt ihre Tochter wieder eine reine Haut haben wird!“, legte auch ich meine Schwur ab und meine weiße Spitzte leuchtete hell auf und verband sich mit dem grauen Nebel als der Schwur verlosch.

„Nun, denn Mrs. Edgcombe, es war mir eine Freude!“, verabschiedete ich mich von ihr und diese sank wieder zurück und atmete schwer, schien es als würde sich diese Mutter an jeden Strohhalm hängen der sich ihr bot, wie erbärmlich, aber für mich durchaus nützlich. Es war mir als hörte ich Stimmen, die mich aufhorchen ließen, denn sie waren mir erschreckend bekannt.

Wagte ich es die Türe leise zu öffnen und hörte etwas das mir Augen und Ohren übergehen ließ, was bildeten sich diese drei Lackaffen ein?

Ich durfte hören wie sich Draco zu meinem Beschützer aufschwang und Severus selbstherrlich Lucius damit aufzog das ich es „hart“ mochte, sofort wollte ich aufbrausen was sie sich herausnahmen, doch ich hielt mich noch einen Moment zurück! Ich empfand dieses Gespräch von den Drein als beleidigend und sowas von herabwürdigend!

Gut das ich noch gewartet hatte, doch das steigerte meine Wut auch ungemein, kanalisierte sich gerade mehr auf Lucius, was nicht hieß, das ich auf die anderen nicht wütend war, aber was Lucius nun sagte schlug dem Fass den Boden aus.

Ich musste mit anhören wie Lucius versuchte sich herauszuwinden und auf Unschuldslamm zu machen, war es mir eigentlich einerlei….als ich das hörte, sah ich rot und schlüpfte ganz hinein um dann alle zu erschrecken, da ich beherrscht, aber sehr wütend sprach:

„Du hast mich also einfach gehen lassen, Lucius, ja? Ganz der edel und kultivierte Gentleman, ja Lucius, muss ich dir ins Gedächtnis rufen das ich mehrfach gesagt habe das ich es nicht will… und du hast aber recht, als ich anfing zu bitten und betteln hast du mich wirklich gehen lassen, wie edel von dir! Aber du liegst sicher auch richtig, ich bin dir DANKBAR, also DANKE! Auch DANKE das ihr euch alle so in meine Angelegenheiten einmengt!“ Dabei legte ich so viel kalten Hohn, Sarkasmus und Süffisanz in meine Stimme wie ich konnte, denn nichts anderes verdiente er, er wusste wie ich dazu stand, das schlimme war nur ein Lucius Malfoy akzeptierte halt kein NEIN, so ein Narzisst!

Nun blickten mir drei selten dämlich aussehenden Männer entgegen, als sie meine neuen Aufzug bemerkten, schließlich hatte ich das kaputte Kleid nicht repariert, wenn Lucius schon Unsummen in meine Garderobe investierte, nun dann würde ich es auch nützen. Ich war vollkommen anders gekleidet und das mit voller Absicht, so rauschte ich nun sang und klanglos aus dem Raum und eilte in den Festsaal.

Hermiones Sicht ende

Dracos Sicht

Ich folgte schnell Vater und Severus, sie waren wirklich wütend, das Gespräch hatte uns alle aufgeregt und das zum Schluss Hermione noch so gegen Vater ausgeteilt hatte, Severus gegen mich und ich gegen ihn, hatte dafür gesorgt das wir wirklich alle durchwegs wütend und erregt waren und zwar jeder auf seine Art, aber das sie sich in ihren letzten Worten aufregte das wir uns ALLE einmischten, besorgte mich etwas.

Mir war nicht entgangen, dass Vater und Severus fast die Augen ausgefallen waren als sie ihr neues Kleid sahen. Ja, ich gab zu, es war vielleicht etwas gewagt, aber mir gefiel es, war sehr sexy. Ich nahm aber an, auf mich war sie sicher nicht wütend, schließlich hatte ich nichts falsches getan, gut ich hatte auch über sie geredet in ihrer Abwesenheit, aber bitte, ich war ihr Freund und hatte ja wohl das recht mich auf zu regen wenn mein Vater meine Freundin so anging.

Also war ich wenig besorgt, weil ich mir sicher war das sie das verstehen würde und so freute ich mich darauf gleich mit ihr in diesem sündigen Kleid, bei dem am Oberkörper nur die wichtigsten Partien mit undurchsichtiger grauer Spitze bedeckt wahren, während der Rest von dünnem, durchsichtigem, grauem Chiffon verhüllt war, zu tanzen.

Die Spitze lief von ihren Brüsten herab zu ihrem Bauchnabel über ihren Oberkörper, wurde dabei immer lichter und weniger, bis sie am Rock endete. Außerdem hatte das Oberteil einen leicht spitzten Ausschnitt, der deutlich tiefer war als der es schwarzen Kleides das sie zuvor getragen hatte.

http://www.cecile.de/web/deutsch/2011/Abendmode/Calanthe-Evening/Galerie-Abendmode-2011-Calanthe-Evening.html?start=4 (erste Reihe, das dritte von rechts)

Auch dieses Kleid ließ ihre Schultern fast frei, bedecke nur ihre Oberarme mit schmalen Ärmeln aus Spitze, die Selbe die auch ihren Oberkörper teilweise verdeckte. An der Hüfte ging das enge Oberteil des Kleides in einen weiten, voluminösen Rock über, der zweilagig war. Der untere Rock bestand aus vielen Lagen von silbergrauem Tüll, der sich schön aufbauschte.

Der zweite Rock war schräg geschnitten, sodass der untere Rock auf einer Seite zum Vorschein kam. Der Obere war in viele Falten zusammen gerafft aus silbergrauem Satin. Das Kleid war wirklich ein Traum und ich fragte mich kurz warum Vater es ausgesucht, gekauft hatte, wenn er doch jetzt offensichtlich so verärgert reagierte, weil sie es trug. Ich gestand ihm aber zu das er Geschmack hatte, Mafloys verstanden halt etwas von Kleidung, außerdem hatte er wohl nicht beabsichtigt das sie es so offen trug.

Auch die freien Schultern gefielen mir sehr gut, sowie das sie ihre Frisur, die in der Form noch die gleiche war wie zuvor, jetzt aber tief schwarz gefärbt hatte. Außerdem trug sie nun eine hellsilberne, filigrane Metallmaske, die breiter und größer war als die Schwarze. Entfernt erinnerte mich die Form der Maske an einen feingliedrigen und sehr zerbrechlichen Schmetterling.

Mir fiel nun auch auf, sie hatte auch den Schmuck von Vater abgelegt. Ich war mir sicher, der Schmuck den sie jetzt trug, der war nicht aus der Auswahl die Vater getroffen hatte, dafür war er zu modern gehalten, eher vermutete ich, dass sie ihn selbst gekauft hatte oder aber das er von ihren Eltern stammte. Mir jedenfalls gefiel er, die grauen Perlen passten hervorragend zu dem Kleid.

Sie hatte sich ein leichtes, weißgoldenes, Y-Collier umgelegt, das auf jeder Seite auf der Kette durch drei kleine Diamanten geziert wurde. Das Collier endete in einem kleinen Ring der mit vielen winzigen Diamanten besetzt war, daran hingen drei weitere, zusammen gefasste, größere Diamanten, ein weiterer mit Diamanten besetzter Ring und gekörnt wurde das ganze am Ende von einer wunderschönen, schildernden, großen, grauen, runden Perle. Dazu hatte sie Ohrringe kombiniert, die genau so aussahen wie der Mittelteil des Colliers und somit mit dem ein Ensemble bildeten.

http://www.maskenzauber.com/masken-shop/Filigranmasken/Filigranmaske-24::278.html?XTCsid=42e87c6cc598c8142813919737788ccf

http://www.cartier.de/entdecken/schmuck/n7053600-himalia-perlen-collier#/media/images/show-me/product-visuals/n7053600_1-png?view=1

http://www.cartier.de/entdecken/schmuck/n7053600-himalia-perlen-collier#/media/images/show-me/product-visuals/n8039200_1-png?view=1

Mir gefiel sie also und so eilte ich gut gelaunt den beiden hinterher, die Hermione nach einer kurzen Schrecksekunde aufgebracht gefolgt waren. Ich war bester Laune, schließlich hatte ich es geschafft meine Wut auf Vater auch an ihm aus zu lassen, denn darüber, dass er Hermione dermaßen von ihm angegangen wurde, machte mich wahnsinnig wütend, ich war mir sicher, er hielt sich nicht an die Vereinbarung sie nicht zu zwingen, aber offensichtlich hatte er sie wirklich nach ihrer Bitte gehen lassen, doch sollte mich das beruhigen?

Er hatte nicht aufgehört als sie NEIN sagte, das hatte ich ihren Worten entnommen und ich war mir sicher, sie hatte deutlich NEIN gesagt, erst als sie sich herab gelassen hatte zu bitten, wohl zu betteln und zu flehen… wenn ich überlegte wie sie es beschrieben hatte, hatte sie das wohl getan, erst da hatte er sie gehen lassen und das machte mich wieder wütend.

Sie sollte niemanden anbetteln müssen sie in Ruhe zu lassen, auch Vater nicht, versuchte ich die kalte Ruhe zu finden, wobei ich gar nicht darüber nachdachte das Vater noch immer nicht akzeptierte das sie meine Freundin war, aber in dieser Hinsicht war ich den Kummer gewöhnt.

Verdammt, das war wieder aus dem Ruder gelaufen und das hatte ich wahrlich nicht so gewollt, kritisch hatte ich beobachten müssen wie Vater sie den ganzen Abend über immer mehr bedrängt hatte, mir hatte das gar nicht gepasst, aber ich hatte nicht viel dagegen unternehmen können, hatte er es doch immer geschafft mir den Wind aus den Segel zu nehmen.

Gleich zu Beginn des Abends hatte er mich schon ausgestochen, aber ich trug es mit erhobenem Haupt, für mein Collier würde sich eine Gelegenheit finden und da wollte ich dann schneller sein als er, außerdem hatte Hermione mich gelobt und mir erzählt wie stolz sie war, also war das ein Sieg auf ganzer Linie für mich gewesen, auch wenn Vater ihr den Schmuck umgelegt hatte, so hatte sie meine Haltung doch mehr beeindruckt als sein Geschmeide.

Somit konnte ich trotz allem noch eine Positive Quintessenz aus dem Abend bisher ziehen und war mir sicher, jetzt wo sie auf Severus und Vater wütend war, würden wir einen sehr entspannten und vergnüglichen Abend miteinander verbringen und hoffte das sie mir das heimliche Vergnügen, das ich mich mit Vater angelegt hatte, nachsah.

Als ich den Saal betrat erspähte ich sie relativ schnell auf der Tanzfläche, sie hatte wohl schnell einen Tanzpartner gefunden und als ich ihn mir genauer ansah, erkannte ich Scrimgeour, wie interessant. Sie hatte eindeutig ein Händchen dafür sich nie mit unwichtigen Personen ab zu geben, aber ich mochte bezweifeln das Scrimgeour ihr gewachsen war.

Schmunzelnd schlenderte ich durch die Menge, behielt sie im Blick und blieb schließlich stehen als ich etwas hörte das meine Aufmerksamkeit erregte.

„Er wird sehen, Daphne ist zwar ein verzogenes Ding, aber beeinflussbar, er wird sie sich formen können und ein kleines, williges und gehorsames Weib haben, so wie ihr es ihm wünscht….!“, hörte ich eine kalte Stimme leise in meinem Rücken erklären und ich stocke, ging es hier um unsere Daphne, das musste ich hören, also spitzte ich gespannt die Ohren.

Unauffällig wandte ich mich um, griff mir von einem der Tabletts eine Champagnerflöte und stellte mich hinter die zwei redenden Frauen, tat so als würde ich die Tanzfläche beobachten, während ich gespannt lauscht und hin und wieder an dem Champagner nippte.

Ich hatte im Vorbeigehen eine der Warrington Frauen erkannt und auch Greengrass, sie sprachen also wirklich von unserer Daphne.

Ich hörte nun die Warrington nasal, hochnäsig näselnd:

„Ich hoffe du liegst mit deiner Einschätzung richtig Virginia, mein Sohn ist ein so besonderer junger Mann, sie kann froh sein das sie eine solch gute Partie ab bekommt, nachdem ihre Mutter so früh verstorben ist und das Mädchen Jahre lang ohne die rechte Erziehung aufwachsen musste. Eine Schande was du alles bei den Mädchen ausbügeln musstest, eine solche Aufgabe wünscht man doch nicht mal seinem Feind an den Hals!“

Dann erwiderte die Greengrass kalt:

„Da hast du recht Francis, sie sind beide nervige Bälger, die jüngere ist noch viel mehr verzogen, sie hat ja nicht mal die Ansätze einer Erziehung als Kind erhalten, starb ihre Mutter doch als sie noch ein Baby war. Nun gut, zum Glück musste ich beide im letzten Jahr nicht ertragen, die Zabinis waren so nett sie in den Ferien auf zu nehmen und auch jetzt, über Weihnachten sind sie dort, nur heute muss ich sie ertragen, aber sie muss an diesem gesellschaftlichen Ereignis einfach teilnehmen, das gehört sich so und nachdem mein Mann ja geächtet ist, muss ich die Familienehre aufrecht erhalten…..es ist aber zu schade, dass dein Sohn nicht hier ist, so hätte er sie sich schon mal ansehen können! Wenn ich die Ältere aus den Haus habe, werde ich mich aber wohl doch der jüngeren noch mal annehmen müssen, schließlich muss ich für sie auch noch einen Mann finden, und so wie sie jetzt ist, ein kleiner, verzogener Fratz wäre das wohl unmöglich, die nimmt doch keiner.“

„Es ist wirklich eine Schande das dein Mann damals verhaftet wurde wegen der Ministeriumsgeschichte…zu ärgerlich aber Ja, wirklich schade. Was sagt dein Mann mittlerweile zu deinen Plänen? Ich hoffe doch es bleibt bei der Mitgift, die wir vereinbart haben, du weißt, mein Sohn zählt darauf! Er hat das Studium jetzt beendet und will durchstarten, da braucht er das Geld!“, erklärte die Warrinton nun eindringlich und ich erkannte, es ging wirklich um den älteren Bruder des Warringtons, der mit mir als Slytherin die Schule besuchte und im siebten Jahrgang war.

Aber das war trotzdem interessant, offenbar wollte Mrs.Greengrass ihre Tochter verloben, ich spitzte weiter die Ohren, wer weiß was ich noch nützliches erfahren würde. Aber letztendlich würde sich ihre Stieftochter mit Potter verloben und trug auch schon dessen Balg aus, das würde nichts werden und Astoria war für Blaise reserviert, da würden wir der Guten DeathEaterin einen Strich durch die Rechnung machen.

Ich kannte den Warrington Sohn, er war ein Deatheater, einer der niederen Ränge, dumm, bullig, wie sein Bruder, widerwärtig und gewalttätig und das auch gegen Frauen. Egal wie sonst die Situation aussah, auch so durfte Daphne niemals in die Hände dieses Mannes fallen.

Kalte Wut stieg bei den nächsten Worten der Greengrass in mir auf, sie verschacherte Daphne richtig gehend:

„Keine Angst meine Teure, die Mitgift bleibt so wie sie ist, vielleicht legt ihr Vater sogar noch etwas drauf! Geld hat mein Mann ja schließlich genug!“

Die Warrington nickte, das sah ich aus den Augenwinkeln und erwiderte bösartig:

„Das hoffe ich auch, ansonsten platzt unsere Vereinbarung, du weißt, sie kann froh sein das sie eine so gute Partie macht, ohne ihre Mitgift würde ich ihr meinen Sohn nicht geben, bei der Herkunft und Haltung, aber immerhin ist sie eine Reinblüterin. Überzeug nur endlich deinen Mann, dann sind wir handelseinig!“

„Das werde ich, das werde ich, keine Sorge! Mein Mann ist so schrecklich liberal, viel zu weich, will ihr die Wahl lassen und noch warten, sagt sie ist noch so jung…. Aber keine Sorge meine Teuerste, das werde ich ihm austreiben, so weit kommt es noch das ich die Bälger länger als irgend nötig ertrage…“, erklärte Greengrass nun mit einem schrecklich arroganten Ausdruck auf den Zügen, der sie nicht gerade hübsch aussehen ließ, selbst mit der riesigen grünen Federmaske, die sie trug, konnte man das noch erkennen.

Wut stieg in mir hoch, das war doch zum kotzen, wieder eine Frau die in eine arrangierte Ehe gedrängt werden sollte, wo das hin führte hatte ich ja in der eigenen Familie zu genüge gesehen und die nächsten lapidar dahin gesprochenen Worte der Warrington ließen meine Wut noch weiter steigen:

„Er wird mit ihr schon klar kommen, du sagtest ja sie ist aufmüpfig, aber er weiß schon wie er eine Frau zu bändigen hat, eine gut eingesetzte Züchtigung hier und da, hat ja noch niemandem geschadet, außerdem, sollte sie ihn nicht befriedigen, ist es nicht so schlimm, dafür hat er seine Geliebte, Hauptsache sie erfüllt ihre Aufgabe und schenkt ihm einen Erben, mehr verlangt er nicht!“

„Ja, das sehe ich auch so, leider ist mein werter Ehemann da viel zu weich, er hat mir immer verboten die Mädels für ihr impertinentes Verhalten zu züchtigen, aber so wird ihr jetzt wenigstens jemand benehmen beibringen, endlich!“, seufze sie zufrieden.

Das war doch zum Brechen, sie baute wirklich darauf das der zukünftige Mann sie schlug und das er sie betrügen würde stand schon fest. Ich hatte mir schon gedacht, dass sie es bei diesem Mann sicher nicht gut haben würde, doch das ihre Zukunft von der Familie und den beiden Schnepfen vor mir schon so düster geplant war, voraussehbar war, setzte dem Ganzen die Krone auf.

Mein Blick glitt über die Tanzfläche, ich musste Daphne vorwarnen, denn ich war mir sicher, ihre Stiefmutter hatte sie herbestellt um ihr die freudige Nachricht heute mit zu teilen, doch ich wollte nicht, das sie jetzt in ihrem Zustand davon unvorbereitet getroffen wurde.

Auch wenn ich nicht wusste wie sich ein Schock auf ihr Baby auswirken würde, so dachte ich mir, es war nicht gut für sie und außerdem konnte ich etwas tun, also würde ich es auch. Zudem wollte ich nicht, das sie hier zusammenbrach und Aufsehen erregte, das konnten wir nicht brauchen, nachher würde sie bei einer Ohnmacht noch jemand untersuchen und ihren Zustand feststellen, nicht aus zu denken.

Zusätzlich würde ich mir später mal die Greengrass vornehmen, dafür sie hatte eine Abreibung verdient.

Ich entdeckte sie, sie tanzte noch immer mit Blaise, aber das Lied endete gerade und Blaise führte sie von der Tanzfläche. Schnell schlängelte ich mich durch die Massen und trat zu ihnen, begrüßte sie erneut:

„Freut mich euch zu sehen!“

Schnell beugte ich mich zu Blaise und flüsterte ihm zu: „Befrei mal Hermione von Scrimgeour!“

Mir passte es nicht das sie noch immer mit dem Minister tanzte, der sie mittlerweile sehr begehrlich, gierig ansah und seine Hände auf ihr wandern ließ, daher wies ich ihn an sie von ihm weg zu bringen, was er mit einem Nicken annahm und dann seinen Blick über die Tanzfläche schweifen ließ um sie zu finden, was ihm dann auch gelang.

Er verabschiedete sich mit einem knappen Nicken zu mir und mit einem Gruß an Daphne, sagte lächelnd:

„Ich denke bei Draco bist du gut aufgehoben!“ Dann entschwand er im Getümmel.

Sie war überrascht, aber da forderte ich sie schon auf, neigte leicht den Kopf und fragte galant:

„Mylady, würde ihr mir den nächsten Tanz gewähren?“

Sie errötet leicht, aber antwortete sicher: „Sehr gerne!“ Dann legte sie ihre schmale Hand auf meinen angebotenen Arm und sah zu mir herauf, sie wirkte betrübt, wusste sie es schon, fragte ich mich unvermittelt oder vermisste sie nur Potter?

Irgendwie wirkte sie zerbrechlich in dem flatternden, hellrosanen Kleid das sie trug. Es hatte silberne Perlen- und Pailletten Applikationen auf den Trägern und unterhalb der Brust. Über der Brust war der Stoff geschickt in Falten geworfen und die dreieckigen Teile des Oberteils, die ihre Brust bedeckten, waren so groß, das der Ausschnitt sittsam klein war, außerdem hatte das Kleid Ärmel die bis zu den Ellenbogen gingen, leicht gepufft am Bündchen waren, aber, das war der Clou, über den Schultern offen waren.

Der Rock fiel in mehreren Lagen Stoff leicht über ihren Körper, sah aus wie gewickelt. Alles in allem mutete das Kleid leicht römisch an und war wohl angesichts ihres Zustandes gut gewählt, denn unter dem vielen Stoff erahnte man nicht mal einen kleinen Bauch, wenn sie den denn schon hatte, was ich nicht wusste, da ich sie nie in etwas so engem gesehen hatte in den letzten Wochen, das man da hätte etwas sehen oder erahnen können, außerdem passte der Pastellton sehr gut zu ihr. Alles in allem wohl ein Kleid wie es eine Reinblüterin tragen konnte und sollte.

Dazu trug sie die silberne Kette mit dem schönen, aber schlicht eingefassten Diamanten, die Potter ihr geschenkt hatte, wie ich durchaus wusste.

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Sie sah gut aus mit ihren hochgesteckten, hellbraunen Haaren und der patinierten, silbernen Maske, die farblich perfekt zu dem Kleid passte.

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Ich führte sie auf die Tanzfläche und wisperte ihr zu: „Du siehst gut aus, lächle doch, oder ist irgendwas?“

Sie schüttelte den Kopf und versuchte ein lächeln, während wir die Tanzhaltung einnahmen, aber es sah sehr aufgesetzt aus und erreichte ihre Augen nicht.

Ich seufze, das Thema vertrauen hatten wir doch gerade erst gehabt und jetzt sagte sie wieder nicht. Der Tanz begann und wir glitten zu den Tönen eines langsamen Walzers über die Tanzfläche.

„Daphne, du hast irgendwas, das sehe ich und du weißt doch, über vertrauen haben wir alle gerade erst gesprochen, wenn es etwas ist, das du mir hier nicht sage kannst, dann sag mir wenigstens das es das ist, aber dann wirst du es mir erzählen wenn wir uns wieder sehen. Ich werde nicht zulassen das du noch mal etwas so lange für dich behältst was uns alle betreffen und in Gefahr bringen könnte!“, dies erklärte ich ihr alles ruhig und bedacht, nur meine letzten Worte klangen hart und ich sah wie sie unwohl schluckte, mich immer noch traurig ansah, doch sie nickte zaghaft.

Ich versuchte sie auf zu muntern, schenkte ihr ein freundliches Lächeln und fuhr fort:

„Gut, dann erzähl´s mir, was ist los?“

Sie wich meinem Blick aus, doch dann begann sie leise und klar zu sprechen, während ich sie galant zwischen den anderen tanzenden Paaren hindurch führte und den Walzer mit ihr genoss, denn sie tanzte wirklich gut:

„Meine Stiefmutter hat mir vorhin eröffnet, dass sie mich im Sommer zu verloben wünscht, das geht doch nicht, ich meine… und außerdem, ich will das nicht!“

Ich nickte verstehend, das war es also, sie wusste es schon und so erklärte ich ruhig: „Ich weiß es schon, ich habe deine Stiefmutter und ihre Schwägerin belauscht. Weißt du wer es werden soll?“

Erneut blickte sie mich traurig an, schüttelte jedoch den Kopf.

„Nein, sie wollte später noch mal mit mir darüber reden, ich weiß es nicht, aber ich bin sicher, Vater ist damit nicht einverstanden, doch er lässt sich immer von ihr unterdrücken, seine Meinung zählt gar nichts mehr zu Hause. Ich bin mir auch sicher, sie hat ihn ausgesucht und das kann nur heißen das es ein Widerling ist, sicher ein Death…..!“, spukte sie verächtlich aus als sie mir dies erklärte, doch dann brach sie ab und sah sich leicht besorgt um, war sich plötzlich klar was sie sagen wollte, aber ich beruhigte sie schnell:

„Ja, du hast recht, genau so einer, sie hat einen ihre Neffen ausgesucht, keine Sorge, wir regeln das!“

Sie blickte mich erstaunt aus großen Augen an.

„Ich bitte dich, glaubst du SIE würde zulassen das du so ein Schicksal hast, das du IHN verlassen musst, denkst du wirklich jetzt, nach dem was passiert ist, würde ich das zulassen? ER würde mir den Kopf ab reißen, ganz zu schweigen von IHR!“, war ich veranlasst ihr dies spöttisch zu sagen.

Daphne bekam noch größere Augen, war noch erstaunter, wenn das überhaupt ging, doch dann entspannte sie sich und nickte wieder brav. Gut ich hatte gerade von mir preis gegeben, das ich durchaus etwas tat weil Hermione es verlangte, wobei sie es nicht verlangen musste, ich tat es einfach, aber Daphne gehörte zu den Meinen und brauchte Hilfe und Schutz, hatte zwar nicht wortwörtlich darum gebeten, aber das brauchte sie gerade auch nicht, sie bekam meine Hilfe auch so.

Der Tanz endete und ich traf eine Entscheidung, Daphne hatte gesagt ihr Stiefmutter wolle später noch mal mit ihr reden, warum also nicht jetzt und mit mir, denn ich wollte den Damen einiges sagen.

Ich bot ihr galant wieder meinen Arm, sie legte ihre Hand vertrauensvoll darauf, ließ ihren Blick jedoch suchend über die Tanzfläche schweifen, suchte wohl Blaise, doch zu dem wollte ich sie noch nicht zurück bringen. Vorsichtshalber legte ich meine Hand auf ihre auf meinem Arm und hielt sie so fest, dann steuerte ich zielstrebig auf die Warrington und Greengrass zu, die noch immer am Rand der Tanzfläche standen und sich unterhielten.

Mir war nicht entgangen, dass sie uns schon während des Tanzes kritisch beäugt hatten, sicher darüber gesprochen hatten warum ich mit Daphne tanzte, aber als wir jetzt auf sie zugingen, hatten wir erneut sofort ihre Aufmerksamkeit, sie blickten uns kalt entgegen. Daphne versteifte sich an meiner Seite.

„Was wird das Draco?“, wisperte sie leicht panisch.

Ruhig erklärte ich ihr: „Du sagtest deine Stiefmutter will heute noch mal mit dir reden, nun, ich werde dich dabei unterstützten und daher werden wir dieses Gespräch gleich jetzt führen!“

Ich sah auf sie herab, sie zu mir herauf und erkannte, dass sie nervös war, ihr nicht wohl war, doch ich strich beruhigend über ihre Hand auf meinem Arm und erklärte dann mit einem Lächeln auf den Lippen relativ warm:

„Keine Angst, ich werde das klären Daphne, lass mich einfach machen! So was kann ich!“

„Aber…!“, wollte sie einwenden doch ich unterbrach sie: „Psst, schweig, lass mich machen!“, wies ich nun an und sie nickte, brav. Zeigte sie nun was in ihr steckte da sie die Brust rausstreckte und sich gerade an meiner Seite hielt und niemanden sehen ließ wie nervös sie darüber war, das ich auf Konfrontationskurs ging, genauso wollte ich sie sehen und genau dieses Verhalten erwarteten wir alle von ihr.

Wir erreichten die beiden Schnepfen und ich schenkte ihnen mein schönstes, kaltes Lächeln, zeigte ihnen breit meine Zähne, während sie mich arrogant ansahen, wobei eigentlich nur Greengrass arrogant blickte, während die Warrington eher skeptisch aussah und mich im Auge behielt.

Mir war durchaus bewusst, sie fragten sich beide was ich mit Daphne wollte, bei ihnen und das Greengrass auf uns alle nicht gut zu sprechen war, daran war, nun sagen wir´s mal so, Hermione wohl nicht unschuldig, aber das war mir egal, sie hatte die Strafe verdient gehabt und war freiwillig eine DeathEaterin geworden, also sollte sie nicht so rumheulen.

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Außerdem, was sie ihrer Stieftochter angedeihen lassen wollte war ja wohl weitaus schlimmer als die lächerlich, aber so kreative Strafe von Hermione, also warf ich der dunkelroten Perücke von Greengrasseinen einen gehässigen Blick zu.

Sie trug eine wüste, hochaufragend Perückenkreation, die zu einer sehr hohe Frisur hoch gesteckt war, welche in vielen wilden Locken endete. Die Strähnen, die den Pony bildeten waren noch durch einige breite, goldene Bänder zusammen gehalten und mit in die Hochsteckfrisur eingearbeitet, die mit bunten Federn Geschmückt war. Fast sah es aus als hätte man eine sehr wilde Mähne einfach weit über dem Kopf zusammen genommen. Einige Strähnen der Mähne hingen in leichten Korkenzieherlocken neben dem Gesicht rechts und links herab. Der Anblick war gewöhnungsbedürftig, lenkte mich der Kopfschmuck kurz ab, aber bitte, das sah grausig aus.

Daphne stand wahrlich angespannt neben mir, ich spürte wie sich ihre Finger in meinen Arm bohrten, doch ich beließ meine Hand auf der ihren und begann das Gespräch mit freundlich arroganter Stimme, wandte mich an ihre Stiefmutter:

„Mrs.Greengrass, ihr reizende Tochter hat mir verraten das sie sich im Sommer verloben wird und sie den Glücklichen auch schon ausgewählt haben, zu schade, dass sie so vorschnell waren, aber ich respektiere das und halt mich wie ein Gentleman zurück, ist ihre Tochter schließlich versprochen, doch ich finde es wirklich bedauerlich! Aber sie haben ja noch eine weitere, reizende Stieftochter, nicht wahr!?“

Sie schien von ungläubig zu wütend zu wechseln und das in Sekunden, dann fing sie sich wieder, zog ihre Nase kraus als würde sie etwas Unschönes riechen und erklärte dann abfällig:

„Pah, als ob ich sie ihnen geben würde, sie und ihre Familie, sie sind widerlich! Ein Mudblood in unsere Kreise zu lassen! Und auch ihre Schwester würde ich ihnen nicht geben!“, erklang sie abfällig und ich fragte mich ob aus dem Weib wirklich nur Dummheit oder auch Bosheit sprach, schließlich redetet sie so mit mir einem MALFOY!

Mit mir und das obwohl sie wusste wie weit unser Einfluss ging. Sie musste einen unsäglichen Todeswunsch verspürten und mein Blick zeigte, dass auch. Ihr schien unter meinem Blick bewusst zu werden was sie gerade gesagt hatte, zuckte unwohl zusammen.

„Ich warne sie, muss SIE, sie etwa noch mal bestrafen? Sie wissen doch selber, das sie für ihre ihnen so verhasste STIEFTOCHTER den größten Fiesling ausgesucht haben den sie finden konnten! Und über die Stellung ihrer Familie müssen wir wohl nicht reden oder, vergessen sie nicht, ich bin ein Malfoy!“, antwortete ich kalt und arrogant, drohte ihr an, das Hermione sie erneut bestrafen würde, was sie auch verstand, wie ich sah, denn ihre Hand zuckte kurz zu dem Ungetüm auf ihrem Kopf.

Bei der Bewegung schenkte ich ihr ein diabolisches Grinsen und nickte, sie verstand und schluckte hart, schien zu begreifen, mit mir, mit uns, sollte sie sich nicht anlegen, doch unterdessen schien die Warrington ihre Fassung und ihre Mut wieder gefunden zu haben und erklärte nun äußerst arrogant von oben herab:

„Sie kann sich geehrt fühlen, das ich bereit bin sie in meine Familie auf zu nehmen, wir Warringtons sind ein Aufstieg für Miss Greengrass und sie sollte sich auch geehrt fühlen meinen Sohn als Mann zu erhalten!“

Daphne wurde immer unruhiger an meinem Arm, nicht nur das ihre Finger sich nun schmerzhaft in das Fleisch meines Armes gruben, sodass ich es sogar durch die mehreren Lagen Stoff fühlen konnte, nein, ein kurzer Blick von mir verriet mir, wie steif sie dastand und das sie die Lippen angespannt zu seinem schmalen Strich zusammen gepresst hatte und flach atmete.

Doch das war nur ein Augenblick, dann riss sie sich wieder zusammen, lockerte wieder ihre Lippen, aber es gefiel ihr anscheinend ebenso wenig das man über SIE sprach während sie sehr wohl anwesend war, was ich verstand, aber das hier war notwendig, wenn auch nur weil ich meine Wut auf diese Schnepfen los werden wollte. So wirkte Daphne nun eher verärgert als verängstigt.

Ich versuchte sie dezent zu beruhigen, ließ sanft meine Finger über ihren Handrücken streichen, nicht nur meine Hand auf ihrer liegen. Es wirkte nicht wirklich, aber mehr konnte ich gerade nicht tun, denn den Arm um sie zu legen, würde zu viel Aufmerksamkeit verursachen und wäre nicht angebracht.

„Was geht hier vor?“, ertönte es barsch in meinen Rücken und plötzlich trat Hermione mit Blaise am Arm zu uns und betrachtete durch ihre silbrige Maske alles mit einem skeptischen Blick. Ich konnte das Zwinkern von Blaise sehen, wie es schien hatte Daphne ihn über die Verlobung schon eingeweiht und er Hermione.

Als sie uns nun alle kalt musterte, hatte sie gerade ihren DeathEater Blick aufgesetzt und die Blässe, die nun Greengrass Gesicht zierte, war zu amüsant.

„Nichts, wir bereden Familienangelegenheiten….!“, kam es von der Warrington.

„Ist dies so?...Nun dann gratuliere ich Daphne…Mrs.Greengrass, ich hoffe die Wahl ist eine für die reinblütige Gesellschaft angemessene?“, klang Hermione absolut ernst und ich hob durch meine goldene Maske verborgen meine Braue, Hermione intervenierte nicht? Sie gratulierte?

„AHha….DANKE?“, konnte die Greengrass ihr erstaunen auch nicht aus ihrer Stimme halten.

„Immer doch, hoffe ich für die Malfoys auf eine Hochzeitseinladung…. Denn ich stehe zu meinen Leuten!“, klang ihre Stimme schrecklich zweideutig, aber ich konnte in Blaise dunklen Augen auch ein verständnisloses Aufblitzen erkennen, als Hermione immer noch Herrin der Lage wie es schien ein affektiertes, künstliches Lächeln in die Runde warf und meinte:

„Daphne…hast du schon Lucius kennen gelernt? Nein, komm ich werde ihn dir vorstellen….die Damen und Herren entschuldigen uns?“ Daphne löste sich sofort von meinem Arm und eitle ohne einen Blick auf uns zu Hermione und die Damen tauchten unter..

Hermione führte Daphne von uns fort und einerseits war ich froh, dass sie Daphne aus dieser Situation, die ihr ganz und gar nicht behagt hatte, befreit hatte, so konnte ich ohne Rücksicht sagen was ich zu sagen hatte, aber andererseits hatte ich auch gemerkt das sie mir die Kalte Schulter gezeigt hatte, was mir doch zu denken gab. Blaise blieb unterdessen neben mir stehen und wartete schweigend ab.

Nun gut, das hatte Zeit und so wandte ich mich den verdutzten Schnepfen Mrs. Greengrass und Mrs. Warrington vor mir wieder zu. Ich war mir sicher, Hermione führte Daphne nicht zu Lucius, sondern würde ein ruhiges Plätzchen mit ihr suchen. Ich hatte zwar selber geschimpft, das ich mit der ganzen Aktion das Potter Daphne heiraten wollte nichts zu tun haben wollte, aber jetzt hatte ich das Bedürfnis mich ein zu mischen und außerdem hatte ich ja versprochen auf Daphne zu achten, wenn Potter es nicht konnte und selbst wenn ich das Versprechen nur so lapidar dahin gegeben hatte damit Potter ruhe gab, würde ich mich dran halten, hatte nur nie erwartete das sie wirklich Hilfe brauchen würde.

Ich wandte mich wieder überheblich lächelnd, sicher und etwas arrogant an die Frauen und sagte kalt, knüpfte an ihre letzte Aussage an bevor Hermione uns unterbrochen hatte:

„Fühlen sie sich nicht zu sicher Mrs.Greengrass und glauben sie mir, ich weiß nur zu gut wie verhasst ihnen ihre Stieftochter ist, das sie sie schnellst möglich los werden wollen, aber ich denke, ihre Pläne sollten sie überdenken, sie wissen wie schnell jemandem etwas zustoßen kann der MIR im Weg steht?“

Sie schnappt empört nach Luft und keift dann: „Wollen sie mir drohen?“

Ich schüttelte nur langsam den Kopf und zeigte ihnen weiter arrogant die Zähne, während ich erklärte:

„Nein, ganz sicher nicht, eher warnen, denn das sie sich mit ihrem Verhalten ärger eihandeln, ist sicher, also lassen sie sich gewarnt sein! Sie entschuldigen mich, ich habe zu tun!“

Hiermit beendete ich das Gespräch und ließ die beiden Schnepfen hinter mir, Blaise begleitet mich.
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BeitragThema: Re: Kapitel 203-204   Kapitel 203-204 EmptyDo Feb 09, 2012 6:39 am

204. Kapitel Das war´s, endgültig?

Dracos Sicht

Damit wandte ich mich ab und beendete dieses leidige Gespräch, machte mich auf die Suche nach Daphne und Hermione, Blaise folgte mir kommentarlos, erst als wir auf die Terrasse heraus traten, wo es deutlich leerer war und wir auf einer Bank an der Seite Hermione und Daphne erspähten sah er sich bemüßig einen Kommentar ab zu geben.

„Das sollte Potter wohl besser nicht erfahren!“, zischte er leise.

„Aber trotzdem wird und muss er es erfahren, sie wird es ihm sagen, nach dem letzten Debakel behält sie sowas nicht mehr für sich, das hat sie gelernt, hoffe ich für sie! Und es wäre auch besser für sie wenn sie es ihm sogleich sagt!“, wägte ich ab.

„Ja… immer Ärger…!“, antwortete Blaise leidend, denn er dachte schon an die schlechte Stimmung, die dies im Cottage auslösen würde, doch ich antwortete:

„Wir werden das regeln, vergesst es einfach, ihre Eltern haben nichts zu melden, oder denkst du die hätten eine Chance wenn sich die Schönste einmischt?“

Blaise lachte trocken auf. Dann wechselte er das Thema, schließlich hatte er vorhin den Anfang des ganzen Dramas mit Hermione und Vater auf der Tanzfläche mit erlebt und ahnte durch unser Gespräch vorm Salon auch was sonst noch passiert war vor dem Streit, mal wieder sehr weitsichtig fragte er:

„Wie ist es jetzt weitergegangen? Chic das neue Kleid, aber gewagt, sehr gewagt… sie fällt noch stärker auf als vorhin.....was haben dein Vater und Snape gesagt? Ihr seht alle ...verstimmt aus, der Haussegen hängt mächtig schief, oder?? Was sagen Snape und dein Vater dazu, dass sie jetzt dieses Kleid trägt???"

Ich verdrehte genervt die Auge, falsches Thema, ganz falsch, aber ich kannte Blaise, er würde fragen bis er die Antwort hatte, schließlich hatte er eine nervende Ader und so erklärte ich resignierend:

„Ja, das war ein Rundumschlag von ihr. Im Salon ging´s hoch her, ich gegen Vater, Severus gegen Vater, dann ich gegen Severus und schließlich sie gegen Vater, oder wohl uns alle, dann ist sie raus gerauscht, hat ihn und Severus natürlich mit dem Kleid absichtlich provozieren wollen! Also ja, der Haussegen hängt mächtig schief, wie du so schön gesagt hast.“

Nun erreichten wir glücklicherweise Daphne und Hermione, weswegen Blaise nicht weiter nachfragen konnte.

Als wir zu ihnen traten blickte Hermione noch mal kurz auf, schenkte uns ein kurzes Nicken, das uns bedeutete zu schweigen, während Daphne sich gerade zu fangen schien. Offensichtlich hatte sie Hermione soeben genau berichtet was geschehen war, jetzt ergriff sie das Wort:

„Daphne, du gehst gleich hoch erhobenen Hauptes da raus, wirst dir nichts anmerken lassen! Ich weiß, das du das kannst und du wirst darauf vertrauen, dass ich das regele. Ich habe Harry geschworen, das ich es euch möglich machen werde zusammen zu sein, vergiss die Pläne deiner Stiefmutter, vergiss was deine Eltern wollen und kümmer dich um dich, um euch, um Harry, alles andere lass meine Sorge sein! Und das er den Antrag, den er vor hatte noch nicht gemacht hat, mach dir darüber doch keine Gedanken, wart´s einfach ab, er muss sich jetzt erstmal sammeln, das waren heftige Neuigkeiten für ihn!“ In ihrem Ton war Hermione wieder erschreckend kalt und ich dachte herauszuhören das sie schon die ersten Ideen hatte, das Problem zu beseitigen, da wollte ich nicht in Greengrass Haut stecken, wenn Hermione mit ihr fertig war, aber andererseits sprach sie Daphne auch Mut zu und das tat sie sehr gut, den Daphne sah schon gelassener aus.

Sie nickte leicht, sah Hermione mit einer Mischung aus Dankbarkeit und Erleichterung an und raffte sich auf, erhob sich.

„Danke!“, meinte sie leise aber erfreut und fest.

Hermione lächelte kurz, dann erhob auch sie sich in dem sündhaft schönen Kleid und straffte sich. Ich wollte den Augenblick nutzten und trat zu ihr, lächelte sie an.

„Das Kleid ist noch schöner als das was du zuvor trugst, du siehst verboten verführerisch aus, mein Mudblood!“, das raunte ich sehr sanft, sinnlich zu ihr.

Sie schenkte mir ein zuckersüßes Lächeln, sowas von aufgesetzt, ließ ein kaltes: „Danke!“ verlauten und wandte sich dann Blaise zu, den sie ausgesucht freundlich fragte:

„Blaise, würdest du mir erneut einen Tanz schenken?“

Er war verdattert, aber er nahm an, reichte ihr seinen Arm und führte sie, mit einem entschuldigenden Blick an mich, wieder hinein. Gut, das war deutlich gewesen, hatte ich vorher vermutet das sie mir die kalte Schulter zeigte, wohl auch auf mich wütend war, hatte ich nun die definitive Bestätigung und da sie Blaise entführt hatte, fiel mir wohl Daphne zu, denn alleine würde ich sie nicht lassen, also riss ich mich zusammen und zeigte ihr ein ehrliches Lächeln.

„Gewährst du mir einen weiteren Tanz Daphne?“, fragte ich galant.

Sie nickte leicht überrumpelt, wunderte sich wohl das ich sie erneut aufforderte, aber wieso nicht, Hermione würde mir heute keinen Tanz mehr gewähren, das war so sicher wie sie Vater heute nicht in ihr Bett lassen würde. Daphne tanzte gut und war eine angenehmen Gesellschaft, außerdem hatte ich sie eh an der Backe bis Blaise zurück kam, warum also nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und so reichte ich ihr erneut meinen Arm, sie legte ihre Hand darauf und ich geleitete sie zur Tanzfläche.

Wir nahmen die Tanzhaltung ein und begannen zur langsamen, getragenen Musik über die Tanzfläche zu gleiten, während es ganz offensichtlich in Daphnes Kopf arbeitet, sie immer wieder scheu zu mir aufsah. Das war ja nicht zum aushalte.

Ich seufze und sagte resignierend: „Jetzt frag schon, zier dich nicht so!“

Sie suchte wohl kurz noch nach den richtigen Worten dann fragte sie leise:

„Was hast du meiner Stiefmutter noch gesagt?“

„Ich habe ihr nur geraten mir nicht in die Quere zu kommen, mehr nicht!“, erklärte ich ihr breit grinsend.

Sie nickte zaghaft und schwieg, doch schon wenige Sekunden später hatte sie wieder diesen Ausdruck im Gesicht, traute sich aber erneut nicht zu Fragen, Himmel, manchmal hätte sie echt was von ihrer Schwester haben können, die zumindest wusste, wann sie einfach sprechen konnte und durfte, Daphne war mir gegenüber auch nach diesem halben Jahr in dem sie zu meinem engsten Kreis gehörte noch zurückhaltend, fast schon zu zurückhaltend. Aber sie war halt nun mal genauso steif erzogen wie die Reinblüter ihre Frauen bevorzugten.

Astoria war da anders, aber sie hatte sich gut entwickelt, zu Anfang war sie manchmal noch frech gewesen, mittlerweile fand sie sehr gut das Maß, aber wohl auch weil sie erwachsener geworden war. Also sagte ich erneut:

„Jetzt sag es einfach Daphne, wir unterhalten uns hier ganz normal, nimm endlich die Position ein, die du inne hast und hör auf so zu tun als würde ich dich für jedes falsche Wort strafen! Was würde Potter denken wenn er wüsste, das du vor mir kuschst?“, wisperte ich sehr leise und zog das ganze ins lächerliche, aber ehrlich, Potter würde immer sagen was er denkt, egal wer ich war und sie wollte seine Frau werden, dann sollte sie wohl anfangen mehr Mut dazu zu haben zu sagen was sie dachte.

Sie zeigte mir einen fragenden Blick, doch dann nickte sie eifrig und erklärte: „Ich werde es versuchen Draco, aber ich frage mich, warum legst du dich offen mit meiner Stiefmutter an, warum tust du das …für mich? Du bist doch sauer auf mich, wegen…“ ihr Blick ging bedeutungsvoll nach unten, wohl zu ihrem Bauch dann sprach sie weiter: „… du weißt schon! Ich dachte du reißt mir den Kopf ab deswegen!“

Ich erklärte mich und mein Tun ungern, aber ich hatte das Gefühl um die nächsten Monate leichter zu machen uns vielleicht auch viele Probleme zu ersparen, musste es wohl ein mal sein das ich mit ihr offen sprach und auch das ich ihr erklärte was ich erwartete und das sie eine gewisse Sicherheit auch genießen würde.

„Ich tue das nur ein mal, also hör gut zu, denn ich werde dir nicht wieder sagen was ich erwarte, verlange, aber auch nicht was ich dafür gebe, verstanden?“, erklärte ich geduldig und sie nickte, ich ließ meinen Blick noch mal um uns schweifen aber und hörte keiner zu, die anderen Tanzpaare waren mit sich beschäftig wie wir mit uns und so begann ich leise aus zu führen, während ich sie genau im Blick behielt:

„Ich mag sauer gewesen sein, ja, aber glaubst du wirklich ich lasse einen Slyhterin aus unserem engen Kreis, der meine Hilfe braucht, hängen? Dein Fehler bedeutet viele Schwierigkeiten und auch Ärger für uns, ja, aber solange SIE sagt sie unterstützt IHN ohne wenn und aber, werde ich nicht anders handeln, außerdem… Ich erwarte, das du dich verhältst wie es von einer Reinblüterin erwartet wird, ich meine, das ist doch eine Aufgabe auf die du vorbereitet bist, du bist zwar noch jung, aber du wirst das trotzdem schaffen, davon gehe ich einfach aus. Ich erwarte außerdem, dass du jegliche Anweisung von IHR und Mir befolgen wirst und nicht diskutierst, sie hat beschlossen, dass ES leben wird, also wird es das auch. Und egal was deine Stiefmutter heute noch verkündet, oder sonst androht, reiß dich zusammen, bewahr Haltung und lass es nicht an dich heran, euch wird nichts geschehen, oder glaubst du wirklich SIE und ICH lassen das zu? Jetzt erst recht nicht mehr, ER würde mir doch den Kopf abreißen und SIE auch! Erinnere dich was SIE mit deiner Stiefmutter gemacht hat! Außerdem habe ich nicht vergessen, dass du mir mit IHR zusammen damals das Leben gerettet hast als ich von dem Auftrag kam. Nimm es so, ich stehe noch in deiner Schuld, ich begleiche meine Schulden immer. Du hast eine große Dummheit begangen die DU und ER ausbaden müsst, in die ihr uns alle hinein gezogen habt, aber ich hoffe, du wirst mich nicht enttäuschen, dich würdig verhalten und die Erwartungen die in dich gesetzt werden erfüllen! Und jetzt, wünsche ich nie wieder von dir darauf angesprochen zu werden, du weißt wo du stehst, das muss reichen!“

Ich hatte zum Schluss hart gesprochen, nicht mehr so beruhigend wie zu Anfang aber wirklich, das war mehr als genug Erklärung gewesen.

Leise, offensichtlich erleichtert, denn sie schaffte es mich ehrlich, wenn auch nur leicht an zu lächeln, sagte sie:

„Danke, das habe ich nicht zu hoffen gewagt!“

„Ich weiß, du hast Respekt vor mir, zu recht, aber du weißt, ich bin immer gerecht zu Euch, was ich auch weiter sein werde, solange du mich nicht enttäuschst, sei einfach stark und nicht dumm, dann habe ich keinen Grund dir meine Unterstützung zu verwehren wenn du darum bittest oder ich sehe, das du sie brauchst und geben will!“, antwortete ich leicht spöttisch.

Sie schwieg, wir tanzten einfach weiter, mir war klar, bei Daphne half Härte und Strenge nicht immer, oft kam man bei ihr weiter, indem man einfach den richtigen Ton traf, denn sonst erstarrte sie gerade mir gegenüber in Angst, doch das konnten wir uns in der kleinen, verschworenen Gruppe nicht leisten, das musste sie lernen, denn sie konnte manchmal so streng in ihren Ansichten und Verhaltensregeln sein. Sie musste lernen zwar Respekt zu haben, aber nicht vor Angst starr zu sein.

Langsam verklangen die letzten Takte des Liedes und ich sah, das Blaise Hermione zurück an den Rand der Tanzfläche führte, daher delegierte ich auch Daphne dort hin, doch noch bevor wir die beiden erreichten verschwand Hermione wieder gekonnt im Getümmel, sehr toll, aber Blaise wartete grinsend auf uns. Ich verabschiedete mich galant von Daphne und wisperte ihr zur Verabschiedung zu:

„Du darfst keine Angst vor mir haben, denn du musst uns vertrauen und in Zukunft schneller zu uns kommen, selbst wenn du weiter Respekt vor mir haben sollst, soll dich keine Angst lähmen, das können wir nicht brauchen. Ich werde euch beide schützen, denn du gehörst zu uns!“

Vorbeugen war besser, wer konnte schon wissen was alles auf uns zukommen würde wenn das Baby erstmal da war, da durfte sie nicht wieder mit Problemen hinterm Berg halten.

Ich sah zufrieden das kurze Erstaunen in ihren Augen das ich wirklich sie UND das Baby meinte, wie sie nun erkannte sie, nickte und dann sagte ich lauter und an beide gewandt:

„Ich wünsche euch noch einen schönen Abend!“

Danach grinste ich Blaise an: „Bring sie gut nach Hause!“ Ich zwinkerte ihm zu, und auch Blaise grinste breit, dann löste sich meinen Arm von Daphnes Hand und sie schien endlich auch die Sprache nach ihrem Staunen wieder gefunden zu habe, lächelte nun offen, denn unser Gespräch hatte ihr wohl einige Sorgen genommen.

„Danke Draco, für alles!“, kam es nun fest von ihr und da warf sie einen höhnischen Blick zu ihrer Stiefmutter, die diesen jedoch nicht sah, aber endlich zeigte sie die Stärke, die wir erwarteten, die sie so oft schon gezeigt hatte wenn es um Potter ging, doch jetzt musste sie auch für sich so stark sein, das war wohl etwas was sie noch lernen musste.

Wie war das noch, ich hatte immer das letzte Wort, also, erwiderte ich leicht drohend:

„Du weißt was ich erwarte!“

Dann verschwand ich im Getümmel, schließlich waren noch genug Gäste hier mit denen ich mich unterhalten wollte, wenn schon Hermione nicht zum Tanzen zur Verfügung stand. Zu meinem Missfallen, aber auch irgendwie erheitert erkannte ich, dass Hermione sich gerade von Percy Weasley auf die Tanzfläche führen ließ, zu herrlich, wenn man bedachte wie er und ich zueinander standen.

Dracos Sicht ende

Hermiones Sicht

Als ich den Saal wieder betrat war mir klar, ich reizte vor allem Lucius und Severus bis aufs Blut, aber genau das war meine Absicht, nach dem was ich angehört hatte wollte ich nicht nur Lucius heraus fordern in meinem Übermut, sondern auch Severus und gut, Draco war da weniger mit auf die Palme zu bringen, aber auch ihm wollte ich zeigen das er so mit mir nicht umgehen konnte. So stand dem ganzen meine Intention dahinter, das ich ihnen zeigte, dass ich ein eigenständiges Wesen war.

Ich sah mich nach einem Tanzpartner um, der meinen Männern ganz besonders nicht passen würde, schlängelte mich durch die Menge und da kam mir der Zufall zu Hilfe, denn plötzlich wurde ich angesprochen und aufgefordert. Ihn nicht zu erkennen fiel schwer, stand doch Rufus Scrimgeour mit seiner unverwechselbaren Löwenmähne vor mir und hielt mir auffordernd die Hand zum Tanze hin.

Wir glitten elegant über die Tanzfläche, zwar war Scrimgeour bei weitem kein so hervorragender Tänzer wie Draco oder Lucius, doch er tanzte gut. Etwas tat ich mir schon leid, denn er hatte sobald wir die Tanzfläche betreten hatten begonnen mit mir beharrlich zu flirten, wollte ergründen wer ich war, da er mich nicht erkennen konnte und versuchte mich um den Finger zu wickeln, was ihm nicht gelang. Mein Blick glitt währenddessen immer wieder suchend über die Gäste, bis ich die erspähte, die ich sehen wollte, Lucius und Severus.

Hoch aufragend, Lucius kalt, aber für mich unverkennbar mit blitzender Wut in den Augen, Severus neben ihm, unbewegte, mit vor der Brust verschränkten Armen und mit gefährlich starrenden, dunklen Augen. Lucius wirkte wie der Herr des Hauses der alles überwachte, aber ich sah durchaus, dass er mich im Blick behielt, er innerlich kochte und gar nicht gut hieß mit wem ich tanzte.

Doch wo war Draco, mein Blick glitt suchend weiter über die Menge, während ich Scrimgeours plumpe Flirtversuchte fast überhörte. Da sah ich ihn, am Rand der Tanzfläche, die er leicht abwesend im Blick hatte, ein Champagnerglas in der Hand, neben zwei Frauen stehend die sich angeregt zu unterhalten schienen.

Ich vernahm erleichtert wie die letzten Takte des Liedes verklangen, schließlich wollte ich nicht länger mit Scrimgeour tanzen, er hatte seinen Sinn erfüllt, war meinen Männern ein Dorn im Auge gewesen und nun würde ich mir den nächsten Tanzpartner suchen, der sie nervte, aber diesmal würde ich die Wahl mit mehr bedacht treffen, schließlich wollte ich den Abend auch noch genießen, doch leider hatte ich mich zu früh gefreut.

Ich wollte gerade mich verabschieden als Scrimgeour bestimmt meine Hand erneut ergriff, mich zu sich zog und viel zu schleimerisch säuselte, dabei schnarrte seine Stimme in einem ihm eigenen Dialekt:

„Bleiben sie doch auf einen weiteren Tanz, meine schöne Unbekannte, sie haben mir noch immer nicht verraten wer sie sind, vielleicht sollte ich sie demaskieren!“

Er grinste mich schelmisch an, nein, das würde ich mir nicht gefallen lassen, aber eine Szene konnte ich hier auch nicht riskieren und erwiderte daher zuckersüß:

„Ich gewähre ihnen einen weiteren Tanz, wenn sie davon absehen!“

Er schien kurz zu überlegen, dann nickte er und ich ergab mich, tanzte erneut mit ihm, für meine Begriffe viel zu eng und intim, dabei fiel mein Blick während des Tanzes auf seine Frau, die am Rand der Tanzfläche stand. Ihre Mundwinkel wirkten leicht verkniffen, während sie sich an einem Glas fest zu halten schien, die Arme. Ihr Mann schien mit Mrs. Edcombe nicht seine erste Affäre gehabt zu haben, ich war mir sicher, er hatte sich schon den ein oder anderen außerehelichen Spaß gegönnt.

Bemerkte ich daneben auch seine Bodyguards Shacklebolt und Tonks unverkennbar, auch mit Maske, blickten sie mich überlegend und beobachtend an erkannten aber in mir nicht Hermione.

Glücklicherweise erlöste mich Blaise nach diesem Tanz. Ihn erkannte ich sofort, stach er doch schon aufgrund seiner Hautfarbe heraus. Außerdem trug er eine sehr schöne, zweifarbige Maske. Die obere Hälfte der Halbmaske war in Slytheringrün gehalten, während der untere Teil in Weiß war, verziert war das ganze von goldenen Ranken und die komplette Maske mit einem goldenen Band umrandet.

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Dazu trug er einen leicht glänzenden, seidenen, grünen Gehrock, hoch geschnitten, komplett durchgeknöpft bis an den Hals, wo er in einem kleinen Stehkragen endete. Die umgeschlagenen Manschetten des Gehrocks waren mit goldenen, fantasievollen Stickereien verziert und bildeten ein schönes Details.

Kombiniert hatte er dazu eine elegante, cremefarbene Hose. Auf seinen Schultern saß ein schmaler, bodenlanger, dunkelgrüner Umgang, der nicht über seine Schultern fiel, sondern an den Schulteraufschlägen befestigt war. Er sah sehr elegant und chic aus.

Zu alle dem schenkte er mir ein so unverkennbares, offenes, blitzendes und charmantes Lächeln, das konnte ich einfach nicht missverstehen. Freudig nahm ich seine Aufforderung an und wandte mich wenig betrübt dem Minister zu, erklärte:

„Sie entschuldigen mich!“ Ich wartete seine Entlassung gar nicht ab und warf mich fast an Blaise.

Der Tanz mit Blaise war schön, tat gut, war entspannt und wir unterhielten uns einfach gelöst und locker, alberten miteinander herum, genauso hatte ich mir den restlichen Abend vorgestellt, einfach entspannt tanzen, sich gut unterhalten und Spaß dabei haben. Wir scherzten, bis mein Blick an einem Paar hängen blieb das nahe an uns vorbei tanzte. Ich erkannte Draco und zu meiner Verwunderung Daphne, die jedoch so gar nicht glücklich wirkte, daher fragte ich Blaise ob er mir das erklären könnte, was er dann auch tat.

Er offenbarte mir, das Daphne heute von ihrer Stiefmutter verkündet bekommen hatte, das sie in den Sommerferien verlobt werden sollte. Eine Neuigkeit, mit der ich früher oder später gerechnet hatte, doch mich überraschte das sie so früh kam, offensichtlich wollte ihre Stiefmutter keine Zeit verlieren Daphne so früh wie möglich los zu werde.

Blaise konnte mir leider nicht sagen wen Mrs. Greengrass für ihre Tochter vorgesehen hatte, aber als ich wenig später sah, das Daphne mit Draco bei ihrer Stiefmutter stand und wenig entspannt aussah bei dem Gespräch, eher als würde es sie quälen, beschloss ich sie mir hier gleich zu krallen um mit ihr zu sprechen, das war sowieso fällig.

Ich holte sie sehr kalkulierend aus der Situation heraus, zeigte Draco dabei wohlweislich die kalte Schulter und so ließ sie die unangenehme Situation hinter sich und wir verließen den Ballsaal. Zum zweiten mal an diesem Abend trat ich hinaus auf die Terrasse, doch diesmal steuerte ich die andere Seite an, wo einige Bänke standen, gestattete ich mir durchzuatmen und mir einzugestehen wie schön der Garten aussah. Wir ließen uns nieder und ich vergewisserte mich noch mal das wir alleine waren, während sie seufzend sagte:

„Danke, dass du mich da raus geholt hast!“

Ich nickte nur, lächelte knapp und fragte sorgend dann nach, hatte irgendwie das Gefühl ich müsste mein harsches Verhalten vom letzten Schultag ihr gegenüber wieder gut machen:

„Wie geht es dir?“

„Gut, bei mir ist alles ok!“, lächelte sie leicht als sie mir antwortetet.

Mir entging ganz und gar nicht das ihr Blick immer wieder fragend über mein neues Outfit wanderte, aber auch das sie wohl von sich aus nicht nachfragen würde, dafür war sie zu gut erzogen, doch ihre Neugierde war riesig, das war klar, also sagte ich leicht süffisant grinsend:

„Nun frag schon!“

„Warum hast du dich umgezogen? Das andere Kleid war doch so schön, dieses hier zwar auch, aber es ist so….!“, sie suchte nach den richtige Worten und ich unterbrach sie grinsend, erklärte:

„Naja, sagen wir´s mal so, das andere kam Lucius in die Quere und jetzt besteht es nur noch aus Fetzen!“ erklärte ich den letzten Teil abfällig, denn das Kleid hatte mir gefallen und er hatte wirklich nicht so rabiat damit umgehen müssen, doch dann sprach ich weiter wieder grinsend fuhr über meinen Oberkörper:

„ Und dieses hier, du meinst sexy, aufreizend, ja das ist es, soll es auch sein, freut mich wenn es seinen Sinn erfüllt!“

Sie bekam große Augen und sagte nun leicht stockend: „Ich habe euch tanzen gesehen, hat er, ich meine, seid ihr… danach?“, machte sie eine abwägende, unsicher Geste mit ihrer Hand und ich verstand sehr wohl die Frage hinter der Frage.

„Nein, nur etwas Stoff musste dran glauben und mein Stolz ist etwas angeknackst, aber das ist halb so schlimm. Und der Tanz, nun, ich denke das war Lucius…wie er Leibt und Lebt… wie er nunmal ist!“, antwortete ich ihr lapidar als ich schmunzelte und mir vorstellte das sie dies Harry erzählte.

Sie nickte leicht und erklärte ruhig: „Ich verstehe….!“ Sie schwieg kurz, dann fügte sie hinzu: „Er kann sehr charmant sein, oder?“

Ich nickte und seufze: „Ja, das kann er….!“ Zu meinem Leidwesen war er das heute wieder gewesen, aber genug davon, ich wollte mit ihr über andere Dinge sprechen.

Interessiert fragte ich daher jetzt: „Nun aber zu dir, erzähl mir was sich heute Abend zugetragen hat, wie deine Stiefmutter deine Zukunft sieht, ich muss alles wisse. Du weißt, ich werde euch helfen, jetzt erst recht!“

Sie nickte und als sie zu erzählen begann traten Blaise und Draco zu uns, die schweigend zuhörten wie sie nochmal schilderte was sich an diesem Abend ereignet hatte.

Ich sprach ihr Mut zu und versicherte ihr nochmal, was ich sie unterstützten würde, worauf sie schon gelöster wirkte. Hatte ich doch gleich mehrere Ideen und Optionen wie ich das mit ihrer Stiefmutter klären könnte, den nichts würde zwischen Harry, seiner zukünftigen Frau und seinem Kind stehen, basta.

Dracos folgendes Kompliment zu meinem neuen Outfit gefiel mir, ja, zeigte es mir doch, das er da nicht so versnobt war sie Lucius oder so engstirnig wie Severus, aber trotzdem konnte und wollte ich nicht über sein Fehlerverhalten hinweg sehen, auch er hatte abwertend über mich gesprochen ich war noch immer sauer auf alle drei, wenn auch auf Draco am wenigsten. Aber sie hatten mich an diesem Abend genug geärgert, ich würde ihn jetzt weiter genießen und so forderte ich keck Blaise auf erneut mit mir zu tanzen.

Auch diesmal genoss ich es und konnte mich einfach entspannen. Wir redeten über vieles was sich ereignet hatte, schnitten es aber alles nur an. Er erklärte, das er bedaure, dass er Astoria hier her nicht hatte mit nehmen können, das Harry ihm eingeschärft hatte auf Daphne auf zu passen, das erzählte er sehr leise. Er berichtete auch verschwörerisch, das jetzt, da sie alle wussten was Harry plante, er alle eingespannt hätte Daphne ab zu lenken und vor zu bereiten, denn er wolle ihr den Antrag nun an Sylvester machen.

Dann berichtete er leise, aber grinsend was die Twins heute veranstalten hatten und wie die Päckchen von Molly für ihre Kinder angekommen waren, das sie sie wieder zurück hatten, schicken müssen, weil sie auch darauf Aufspürzauber gelegt hatte und das es aber Ginny wirklich gelernt zu haben schien, denn sie hatte Ron geschrieben, wieder ganz ohne Zauber oder Bann auf dem Brief. Mich freute das sehr und wir alberten etwas herum, dabei war mir klar, dass auch dies Lucius kritisch beobachtete und beäugte, offensichtlich schein ihm das gar nicht zu gefallen wie vertraut Blaise und ich wirkten.

Lachend deutete Blaise auf ein Paar, das in einiger Entfernung zu uns tanzte und sich wohl sehr gut zu verstehen schien. Bei genauerem Hinsehen erkannte ich in dem großen, etwas bullig wirkenden, jungen Mann Goyle und die leicht dunkelhäutige, orientalisch anmutend gekleidete, junge Frau war ganz offensichtlich Padma Patil. Blaise erklärte leise:

„Sie tanzen schon den ganzen Abend miteinander und scheinen es sehr zu genießen, aber Padmas Schwester ist wohl so gar nicht begeistert!“

Mit einem Nicken deutete er an den Rand der Tanzfläche und wirbelte uns so herum, dass ich einen freien Blick in die Richtung hatte. Ich erkannte Pavati sehr schnell, sie trug ein ähnliches Kleid wie ihre Schwester, hatte ihren Blick starr auf Goyle und ihre sich amüsierende Schwester gerichtet, die Arme vor der Brust verschränkt und schaut sehr verhärmt drein. Es war ganz offensichtlich, dass ihr missfiel mit wem ihre Schwester zusammen war. Ich lachte leise bei dem Anblick und sagte gut gelaunt zu Blaise:

„Gryffindor halt, das ihre Schwester sich mit einem Slyhterin abgibt passt ihr ganz sicher nicht! Aber schön für die zwei, das sie so den Abend hier genießen können!“

Auch Blaise lachte sein tiefes, wohlklingendes Lachen, das tat gut in meinen Ohren, war es doch einfach fröhlich und gelassen, während er erwiderte:

„Oh ja, aber wenn die wüssten was ihr goldenes Trio so treibt…!“, klang er regelrecht übermütig.

Ich schenkte ihm ein breites Grinsen und wir tanzten weiter, doch als der Tanz endete, verabschiedete ich mich von ihm, denn mir war während des Tanzens jemand ins Blickfeld geraten mit dem ich schon länger mal ein Gespräch führen wollte.

Ich ließ Blaise hinter mir und schlängelte mich durch das Gedränge von Gästen, als mich plötzlich eine Hand ergriff, mich am Handgelenk fast schraubstockartig fest hielt und ich ruckartig an die Seite gezogen wurde. Lucius stand mir gegenüber, sah gefährlich funkelnd auf mich herab.

„Was soll das?“, zischte er mir kalt entgegen.

Ich wusste genau wovon er sprach und entgegnete kalt und etwas trotzig: „Ich amüsiere mich!“

„Ja, das sehe ich, das gefällt mir nicht. Benimm dich! Und jetzt, wirst du mit mir tanzen!“, antwortete er erst sarkastisch, dann wies er mich kühl an.

Ich dachte jedoch gar nicht daran mit ihm zu tanzen. Noch immer hielt er mein Handgelenkt unerbittlich fest, also erwiderte ich:

„Nein Lucius, sicher nicht. Lass mich los, oder willst du das ich dir hier, vor allen, eine Szene mache?“, drohte ich kalt an.

Seine Augen verengten sich gefährlich zu Schlitzen als er zischte: „Das wagst du nicht!“

Ich reckte mein Kinn angriffslustig in die Höhe, streckte mich noch etwas und ging bewusst einen Schritt auf ihn zu, sodass wir nun ganz nahe voreinander standen, ich leider aufsehen musste, zu ärgerlich aber auch das ich sooo klein war.

„Du weißt, ich scherze nie, wenn ich drohe, ich tue immer das wovor ich warne!“, wisperte ich leise aber eisig.

Er hielt meinem Blick stand, genauso wie ich seinem, fast wirkte es als versuche er zu ergründen ob ich so weit gehen würde, dann ließ er mich plötzlich los und zischte kalt:

„Dann geh, aber der letzte Tanz des Abends gehört mir!“ Ich wusste, da würde er keinen Widerspruch dulden, also ergab ich mich und nickte, doch noch bevor ich mehr entgegnen konnte war er hoch herrschaftlich abgerauscht. Kopfschüttelnd sah ich ihm hinterher, tat mir leid, ein wütender Lucius, gar nicht gut, aber ich machte mich wieder auf den Weg zu meiner Zielperson, um Lucius würde ich mich später kümmern.

Ich trat freundlich an den jungen Mann heran und auch wenn Damenwahl in der Zaubererwelt nicht üblich war, schien er durchaus angetan als ich ihn aufforderte und nahm freundlich lächelnd an.

Während wir auf die Tanzfläche gingen sagte ich freundlich, ehrlich gemeint:

„Freut mich sehr sie hier zu treffen, Mr. Weasley!“

Natürlich gestand ich damit ein das ich ihn kannte, erkannt hatte, aber das war nicht so schlimm, er war bekannt, da er nun schon für den zweiten Minister der Assistent war und seine roten Haare, sowie seine etwas steife Haltung, waren wirklich nicht zu übersehen.

Wir nahmen die Tanzhaltung ein und er fragte: „Sie kennen mich?“

„Ja, Mr. Weasley, aber jeder der sich ein bisschen mit Politik beschäftigt kennt sie, sie waren Fudges Assistent und nun sind die Scrimgeours Assistent!“, schmeichelte ich etwas.

Er nickte lächelnd, erkannte meine Schmeichelei durchaus an, während wir zu tanzen begannen. Seinen Führungsstil würde ich als etwas steif bezeichnen, wohl ähnlich wie seine Persönlichkeit auch war.

„Nun, Miss, oder Mrs? Wollen sie mir nicht auch verraten wie sie heißen, schließlich kennen sie auch meinen Namen!“, erklärte er ruhig.

Ich kicherte leise, hatte ja keiner behauptet das Percy Weasley dumm war, nein, ganz sicher nicht und so antwortete ich zwinkernd:

„Miss und …ich geben ihnen einen Tipp. Ich bin die Dame, die den Ball eröffnet hat!“

Erstaunt sah er mich an, musterte mich recht genau, dann nickte er als würde er mich scannen, aber nicht lüstern oder gierig wie Scrimgeour, sondern erkundend, wollte mich erkennen oder Ähnlichkeiten finden um meine Behauptung zu untermauern und schließlich trat so etwas wie ein wiedererkennen in seine Augen.

„Ah, dann haben sie die Tarnung gewechselt, sehr interessant, Miss… Malfoy?“, meinte er hochtrabend.

Ich nickte anerkennend und sagte schmunzelnd: „Wenn sie so wollen, Mr. Weasley!“

„Aber was ist mit ihrem schwarzen Kleid passiert? Es war sehr schön, stand ihnen wirklich gut!“, schmeichelte er und ich antwortete lapidar:

„Nun, ein kleines Malheur, leider sah ich mich gezwungen es zu wechseln, sehr schade, denn mir gefiel es auch!“

Wir tanzten entspannt weiter, während wir uns unterhielten. Ich sah Draco am Rand der Tanzfläche stehen, das er uns beobachtete und auch wenn er für viele aussah als würde er eine ausdruckslose Miene zeigen, so sah ich doch das Amüsement in seinen Augen funkeln und fragte mich was ihn so daran amüsierte das ich mit Percy tanzte.

„Wie geht es ihrer Familie?“, fragte ich freundlich interessiert, wohl wissend er hatte keinen Kontakt zu ihr, aber er wusste ja nicht, dass ich davon wusste.

Er verzog keinen Muskel, behielt sein schmales, freundliches Lächeln bei und antwortete einsilbig:

„Gut soweit!“

Ich harkte weiter nach: „Soweit ich weiß arbeitet ihr Vater doch auch im Ministerium, sicher kein einfacher Job in so schweren Zeiten!“

„Da haben sie wahrlich recht!“, nickte er zustimmend. Doch er blieb vage, er war gut in dem was er tat, mir war durchaus bewusst, bisher hatte er nichts wirklich gesagt und mir trotzdem immer irgendwie geantwortet, wohl eine Eigenschaft die in seiner Position mehr als wichtig war, der geborene Diplomat. Das er es auch verstand ab zu lenken zeigte er nun, als er ein gespanntes, lächeln aufsetzte und in heiterem Ton sagte:

„Also, eine neue Frau in der Familie Malfoy, seit wann das denn? Bisher sah man Mr. Malfoy seit dem Tod seiner Frau nur alleine. Alle hier sind überrascht eine so schöne, junge Frau nun heute an seiner Seite zu sehen!“

Ohne mit der Wimper zu zucken lobte er, schmeichelte mir und verpackte seine doch sehr private Frage recht geschickt, doch ich konnte genau so mich heraus winden wie er, auch wenn ich gerade untypisch mich weiblich gab und kicherte.

„Wer weiß, eine kleine Weile schon, Mr. Weasley!“, gab ich vergnügt neckend Antwort.

Er hob fragend eine Braue, sagte dann: „Und wer ist ihnen zugetan, Mr. Malfoy Senior oder der Junior, sie sahen mit beiden sehr vertraut aus bei ihrem Tanz, der Tango war beeindruckend, aber auch ihr Eröffnungswalzer!“

Anerkennend, im stillen erkannte ich, er blieb seiner Linie treu, lenkte geschickt von dem für ihn privaten und sicher auch etwas unangenehmen Thema Familie ab und sprach stattdessen auf meine an. Und das tat er auch noch sehr indiskret, gab er doch offen zu, das es wirkte als hätte ich mit beiden was…was ja fast stimmte, aber doch gewagt von ihm war so offen danach zu fragen, aber auch ich konnte das und blieb so höflich vage in meiner Antwort, schmeichelte lächelnd:

„Danke für das Lob, das haben sie aber gut beobachtete Mr. Weasley. Und wer mir zugetan ist, nun, wir werden sehen?!“

Seine Neugierde schien wirklich geweckt, unverwandt fragte er weiter höflich lächelnd:

„Wird es eine neue Mrs.Malfoy geben? Ich denke es gibt kaum eine Frau in diesem Saal, die sich nicht fragt, ob sie diese sein werden!“

Ich kicherte affektiert, auch wenn mich seine Frage überraschte, ließ ich mir das nicht anmerken, sondern spielte weiter: „Aber, aber, sowas dürfen sie mich doch nicht fragen, das müssen sie die Herren Malfoy fragen, schließlich wäre es an ihnen…!“

Er hob fragend, etwas überrascht eine Braue aufgrund meiner Doppeldeutigkeit, dass es beide Männer waren die ich in Aussicht stellte und musterte mich abwägend, doch ich nahm ihm die Möglichkeit weiter vor zu dringen, plapperte statt dessen munter drauf los:

„Ich war neulich in der Winkelgasse und habe gesehen, dass das Geschäft ihrer Brüder ja wirklich bestens zu laufen scheint, es war brechend voll bei WeasleysZauberhafteZauberscherze!“

Ich sah, das sich sein Blick kurz verdüsterte, war das Thema für ihn etwa heikler als seine Familie an sich, doch dann zeigte er wieder sein freundliches Lächeln.

„Ja, sie sind offensichtlich sehr erfolgreich, scheinen ein Händchen dafür zu haben!“, dabei klang er nichtssagend.

Er blieb weiter vage und sagte mir nur offensichtliches, wirklich gut Percy, ich erkannte, egal für wen er verborgen arbeitete, interessierte mich die zerstörte Akte von Umbridge noch immer sehr, derjenige hatte eine gute Wahl getroffen, denn Percy schaffte es das man sich sicher fühlte ihm etwas zu erzählen was ihm den Vorteil verschaffte schnell in die Position einer Vertrauensperson zu kommen.

Außerdem er war wohl auch talentiert darin einen glauben zu machen, er vertrete die gleiche Position wie man selber, denn nur so konnte ich mir erklären das auch Scrimgeour ihn sofort als seinen Assistenten engagiert hatte.

Der Tanz endete und ich verabschiedete mich von Percy, sowie er sich von mir. Ich glaube er war zufrieden erneut einen Kontakt geschlossen zu haben mit einer Person, die in seinen Augen wohl noch wichtig sein konnte, schließlich war ich eine Malfoy. Ich hingegen war leicht enttäuscht, auch wenn ich es interessant fand zu sehen wie anders als seine Brüder dieser Weasley tickte, der völlig seine eigenen Ziele und nicht die der Familie anstrebte, aber ich hatte nichts wichtiges aus ihm heraus kriegen können, nicht mal ein Fitzelchen.

Er hatte sich für das entschieden was er wollte und zog das durch, ähnlich den Twins, vielleicht waren sie in dem Punkt gar nicht so verschieden, selbst wenn Percy wohl niemals so freiheitsdenkend werden würde und so ja,… wie waren die Twins, so schlizohrig wie sie. Wäre er auch moralisch höchst entsetzt wenn er wüsste was die Twins verband.

Ich tanzte im Verlauf des Abends noch mit dem ein oder anderen, aber mich forderte niemand interessantes mehr auf, meinen Männern ging ich demonstrativ aus dem Weg und auch den wenigen Mitschülern, die hier waren und keine Slytherins waren. Es wäre nicht aus zu denken wenn zum Beispiel Padma oder Pavati mich erkennen würden, oder McLaggen, von dem ich wusste, das er hier war, den ich aber noch nicht erspäht hatte.

Erst als sich der Ball dem Ende zuneigte und ich dachte meine Füße würden mich umbringen, raunte mir Lucius im vorbeigehen zu, das in einer viertel Stunde der letzte Tanz gespielt werden würde und er mich zu diesem wie verabredet erwartete, er keinen Widerspruch dulden würde.

Doch dann traf ich zu meinem Leidwesen erneut auf Mr. Scrimgeour, dem ich seit unserem Tanz erfolgreich aus dem Weg gegangen war, doch leider war er diesmal schneller und forderte mich erneut auf.

Ich tat mir wirklich leid, schon wieder lag sein Blick nicht auf meinem Gesicht oder das er mir gar in die Augen sah beim Tanzen, nein, er wanderte immer wieder mit seinen Gedanken in die Gosse, hing mit seinen Augen an meinen nur von der Spitze verdecken Brüsten. Das nervte wirklich und seine Frau tat mir leid, die einen solchen Schwerenöter, der sich offensichtlich nicht beherrschen konnte, ertragen musste.

Er schaffte es nicht mal für einen Satz komplett meinen Blick zu erwidern und versuchte immer wieder äußerst plump zu flirten, was ich jedoch kalt lächelnd unterband, doch als er am Ende des Liedes mich zurück an den Rand der Tanzfläche führte, mir doch wirklich seinen Arm entzog und sehr dreist eine Hand taxierend auf meinem Hinterteil platzierte drohte mir der Kragen zu platzen, aber bevor es soweit kommen konnte, trat ein sichtlich schlecht gelaunter Severus bedrohlich zu uns.

Severus zog mich demonstrativ in seinen Arm, legte diesen bestimmt um meine Taille und platzierte seine Hand kurz unterhalb meiner Brust, während er kalt den verdutzten Minister ansprach und verkündete:

„IHRE Frau sucht sie, Herr Minister. Ich denke doch, sie sollten zu ihr gehen, denn dies hier…!“, er deutete mit einem Kopfnicken auf mich: „Ist nicht IHRE Frau, falls sie das vergessen haben sollten!“, blieb dem Minister die Spucke weg und es war ihm sichtlich unangenehm.

Einerseits war ich wütend, Severus mischte sich einfach ein und ich war ja sowieso noch sauer auf ihn, aber andererseits war es herrlich den Minister so aus dem Konzept gebracht zu sehen und zu wissen, ich würde ihn jetzt los sein. Etwas irritiert nickte dieser nun und verschwand in der sich lichtenden Menge. Severus zog mich unterdessen noch enger an sich.

„Du übertreibst es!“, brummte er tief und grummelig auf, schien ich Severus sehr zu reizen, da ich glaubte das ihm mein Kleid sehr gefiel, zumindest sagte es mir dieser sehr gierige Blick, den er mir gerade durch seine schwarze Maske schenkte.

Wir ernteten einige perplexe Blicke als die Leute bemerkten, dass der dunkel maskierte Mann mich im Arm hielt und auch nicht gewillt schien sich von mir zu lösen, lagen seine schlanken Finger brennend an meiner spitzenbedeckten Haut und er streichelte verlangend darüber und raunte nun:

„Du weißt noch, aufgeschoben ist nicht aufgehoben, ich erwarte dich heute in meinem Zimmer!“ Es klang als würde er mich zu sich bestellen wie eine Hostess? Da sah ich rot, einfach nur Rot, was bildete sich Severus einfach nur ein?

Ganz sicher würde ich ihn nicht in seinen Räumen aufsuchen, da konnte er warten bis er schwärzer wurde als er schon war.

Ich entwand mich seinem Griff und zischte: „Du übertreibst es auch, ich komme alleine klar…DANKE, du entschuldigst, Lucius erwartet mich!“, so ließ ich ihn stehen.

Zwar war ich nicht scharf darauf noch mal mit Lucius an diesem Abend zu tanzen, aber einen Ausweg gab es gerade wohl nicht ohne zu riskieren das er richtig wütend wurde, also fügte ich mich, hatte ihn schon erspäht und trat zu ihm. Er schenkte mir ein huldvolles Nicken, dann reichte er mir wortlos seinen Arm und führte mich zackig auf die Tanzfläche.

Wie schon zur Eröffnung des Balles spielten die Musiker auch jetzt einen langsamen Walzer, doch es fühlte sich ganz anders an mit ihm jetzt, nach diesem Abend, zu tanzen. Lucius war nicht wirklich charmant, er war wütend, genau wie ich, daher schien es zwischen uns zu brodeln und selbst wenn er es gut verbarg, ich wusste und sah es in seinen Augen, außerdem spürte ich es an seiner durchaus härteren Art zu führen.

Wir glitten zwar über die Tanzfläche, aber fast schon intuitiv sträubte ich mich gegen seine aggressive Führung, versuchte aus zu brechen und etwas anderes zu tanzen als er arrogant bestimmend vorgab, somit war die Stimmung zwischen uns sehr explosiv.

„Du gehst zu weit Hermione, ich habe gesehen wie du dich heute Abend gegeben hast, das war deiner Position nicht würdig, du hast dich ihnen an den Hals geschmissen, Zabini, Weasley, das habe ich durchaus gesehen und dann Scrimgeour, was sollte das?“, zischte er sehr leise, aber auch böse.

Genau so aufgebracht zischte ich zurück: „Scrimgeour ist ein Grabscher, dafür kann ich nichts, außerdem scheint ihr denselben Frauengeschmack zu haben!“, meinte ich zum Schluss schrecklich zynisch.

„Wie anmaßend von dir ….aber dein Kleid ziemt sich ganz und gar nicht für eine Frau meiner Familie in der Öffentlichkeit, du willst mich provozieren!“, antwortete er leise, aggressiv und ich gab schnippisch zurück:

„Ja, Lucius, du hast es erfasst! Aber es gefällt dir, gib es zu!“

Unser Tanz glich eher einem offensiven, hitzigen Kampf, je mehr ich nach Freiheit drang, mich gegen seine Führung sträubte, desto fester, fast schmerzhaft fühlte ich den Druck seiner Hand auf meinem Schulterblatt mit der er mich in die richtige Richtung drängte, fühlte das er meine andere Hand immer härter hielt, sein Griff schmerzte mittlerweile schon.

Ein leicht verkniffener Zug legte sich um seinen Mund, als ich nicht geschmeidig mitging, während wir weiter tanzten und auch ich sah ihn nicht wirklich freundlich an. Wir schwiegen uns verbissen an und Lucius schaffte es allein durch seine körperliche Überlegenheit den Tanz von außen so wirken zu lassen als ob wir gut miteinander harmonierten beim tanzten, wir glitten elegant über das Parkett, aber in Wirklichkeit war es ein Kraftakt, für ihn genau wie für mich.

Ich sträubte mich wahrlich gegen ihn und meine Wut kochte wieder so richtig in mir hoch, in ihm seine aber auch, denn ich hatte ihn ja auch noch mehr provoziert gerade. Fast hätte ich erleichtert aufgeatmet als die letzten Takte verklungen waren, die Gäste um uns herum zu applaudieren begannen aufgrund des gelungen Abends und Lucius einige Abschiedsworte sprach. Währenddessen hielt er ununterbrochen meine Hand auf seinem Arm vehement fest, sodass ich nicht entkommen konnte.

So machte ich gute Miene zum bösen Spiel, aber als er meinte Hand entkommen lassen musste, da er die ersten Gäste zu verabschieden begann, entfloh ich ihm gekonnt.

Ich verließ schnell den Saal, dabei rauschte mein breiter Rock um mich und ich hoffte ungesehen in meine Räume zu kommen, der Ball war vorbei und mir reichte es, der letzte Tanz mit Lucius war die Krönung gewesen, im negativen Sinne. Jetzt wollte ich nur noch meine Ruhe haben und das vor allen dreien.

Doch mein Glück war mir mal wieder nicht hold. Ich war auf dem leeren Flur angekommen als ich Schritte hinter mir hörte, die rasch näher kamen. Ich wandte mich um, ahnte, dass mir einer der drei folgte und sah Lucius, der mit wehendem Umhang und wütend funkelnden Augen auf mich zu kam.

Was sollte ich denn anderes tun, also blieb ich stehen, verschränkte die Arme vor der Brust und wartete. Er hielt kurz vor mir, ergriff mich grob am Oberarm und zischte vor unterdrückter Wut bebend:

„Wo gehst du hin, junge Dame?“

„Auf mein Zimmer, der Ball ist vorbei, du hattest deinen letzten Tanz, also was willst du noch Lucius?“, antwortete ich leicht patzig und rechte mein Kinn angriffslustig in die Höhe

„Du wirst bleiben und die Gäste mit uns verabschieden!“, wies er kalt an, doch mir reichte es, ich hatte genug gehorcht heute, er konnte mir gar nichts und ich wollte mich nicht weiter gängeln lassen. Aber erstmal versuchte ich es mit einer logischen Erklärung, mal sehen wie weit ich damit kommen würde, denn ich wollte weg, egal wie:

„Warum, damit auch noch der letzte kapiert das ich zu euch gehöre, das ich die Gleiche bin wie die, die mit dir den Ball eröffnet hat und sie sich auch noch fragen warum ich die Garderobe gewechselt habe? Oder einfach weil du es so willst Lucius?“

„Du bleibst, basta!“, wies er kalt an, ging auf meine Fragen nicht ein, war ja klar gewesen.

Also fragte ich erneut provozierend, blickte ihn fragend, herausfordernd an, während ich weiter mein Kinn nach oben reckte und nicht nachgab:

„Und wenn ich es nicht tue, was willst du mir androhen Lucius?“

„Noch habe immer noch ich hier das Sagen und ich muss mich vor dir nicht rechtfertigen, vor niemandem, du bleibst und verabschiedest die Gäste mit Draco und mir, ich habe keine Skrupel dich zu strafen, das weißt du!“, blieb er hart und wollte wie immer seinen Kopf durchsetzten, ganz der Despot, doch nicht mit mir.

Ich hatte keine Angst vor ihm und meinen Respekt hatte er auch verloren, na gut so gut wie! Er hatte die Kontrolle heute über sich verloren, er, Lucius Malfoy, der sich dafür brüstete immer kontrolliert zu sein war heute seiner Contenance verlustig gegangen, das ließ ihn deutlich sinken in meinem Ansehen und meiner Achtung, mal abgesehen davon das ich wirklich sauer auf ihn war. Kalt erklärte ich ihm wie wenig er mir etwas vorschreiben konnte:

„Ha, du drohst mir, herrlich Lucius, wie willst du mich denn strafen, mich körperlich züchtigen, ich bitte dich, du weißt wie wenig mich körperliche Schmerzen tangieren, mir Freiheiten streichen oder mir etwas verbieten? Meinst du damit hast du Erfolg bei mir? Oder willst du dir mit Gewalt das hohlen was du heute schon ein mal versucht hast, dann tu´s, aber dann bist du nicht besser als…. Severus und du brichst dein Versprechen gegenüber deinem Sohn, außerdem, glaub mir, du würdest es bitter bereuen. Hm, was bliebe dann noch, ach ja, du könntest einen Fluch anwenden, aber bitte, wir wissen doch beide, das würde dich nicht befriedigen, also Lucius, was willst du tun?“

Er schweigt, hatte ich es wirklich geschafft Lucius zum Schweigen zu bringen? Ich wollte es nicht herausfinden, also entwand ich mich seinem nicht so festen Griff und fügte kalt hinzu.

„Also, ich gehe dann, gute Nacht Lucius!“

Ich wandte mich entschieden ab und entschwand den Korridor entlang, hörte das auch er sich umwandte und sich seine Schritte entfernte, doch ich war mir sicher, das war kein Sieg, es würde weiter gehen, so leicht gab sich Lucius nicht geschlagen, doch mir war es egal, für heute war es vorbei, das reichte mir gerade.

Ungestört erreichte ich meine Räume, betrat sie und versiegelte die Tür magisch hinter mir, der Ball war zu Ende, der Abend gelaufen und ich fertig, es reichte, wirklich und definitiv.

Hermiones Sicht Ende

Lucius Sicht

Die letzten Gäste waren verabschiedet, der Ball, der so aus dem Ruder gelaufen war, jedenfalls für mich privat, vorbei und ich einfach nur sehr ungewohnt für mich sauer, schrecklich aufgebracht und wütend.

Mit schnellen, zornigen Schritten rauschte ich die Treppen herauf, kam an ihrer Tür an und wollte eigentlich in ihre Suite stürmen um ihr jetzt und sofort zu zeigen das sie so mit mir nicht umgehen konnte, doch ich stoppte kurz vor ihrer Tür. Ich hatte mich heute schon ein mal hinreißen lassen und das hatte überhaupt erst zu diesem Streit geführt, nein, das war keine gute Idee.

Energisch wandte ich mich daher ab und steuerte meinen eigenen Räume an, ganz untypisch für mich knallte ich die Tür laut zu meiner Suite hinter mit zu. Dann befreite ich mich rasch von meinem Umhang und warf ihn achtlos auf eines der Sofas, mittlerweile war mein Geduldsfaden sehr kurz.

Mir war hinreichend bewusst, das ich mich im Garten hatte mitreißen und hinreißen lassen, das war nicht ich, denn ich hatte nur noch meine Lust und Gier sprechen lassen und fast mein Versprechen an Draco gebrochen, das war mir zu meinem Leidwesen durchaus gegenwärtig, aber ihre Reaktion darauf war indiskutabel. Sie war respektlos, anmaßend und frech und das war mir gegenüber absolut unangebracht. Was machte dieses Weib nur mit mir?

Ich fühlte zu viel! Ich, der ich nie etwas Empfand!

Wütend lief ich durch mein Zimmer, schenkte mir brüsk einen Drink ein, den ich gierig hinab stürzte, dann versuchte ich tief durch zu atmen. Ich ließ ihr eindeutig zu viel durchgehen und von ihr bieten, hatte mich viel zu sehr darauf eingelassen sie zu umwerben um sie voll und ganz zu bekommen, das war nicht ich, ich hätte mir lieber nehmen sollen was ich wollte und dann damit leben das sie einige Zeit sauer auf mich war, aber so?

Verdammt noch mal, sie machte mich weich, das ging nicht! Ich war nicht weich oder gar rücksichtsvoll und skrupelbehaftet. Ich hatte noch die Notwendigkeit gesehen zu fühlen!

Angewidert verzog ich das Gesicht, ich hatte mich sogar dazu herab gelassen ihr meine Gründe zu erklären und das mehrfach und mit rauschender Wut kam mir in den Sinn, das sie sogar recht hatte wenn sie mich angriff, das ich mich beherrschen sollte, denn sie hatte recht, ich war mehrfach im Begriff gewesen wegen ihr Fehler zu machen.

Was absolut inakzeptabel war!

Wütend ballte ich meine Hände fest zusammen, begann fast schon vor Wut zu zittern, bevor ich heftig mit der Faust auf den kleinen Tisch neben mir schlug, sodass sie Flaschen und Gläser gefährlich klirrten und wackelten.

Verdammt noch mal, ich hatte nie Gefühle gehabt oder gezeigt, war erzogen worden sie nicht zu haben von kleinster Kindheit auf, weil sie bedeuteten schwach zu sein, weil Gefühle immer einen dazu verleiteten Fehler zu machen. Ich konnte mir das nicht leisten, weder jetzt noch je zuvor.

Meine Verantwortung für meine Familie und alles andere war viel zu groß, ich konnte mir nicht leisten auch nur den kleinsten Fehler zu machen und schon gar nicht, weil ich Gefühle hatte. Ich hatte mich der Illusion hingegeben, dass ich aus reiner Besitzgier um sie warb. Hatte mir vorgespielt das sie genau wie ein anderer Luxus, den ich mir einfach kaufte, wenn ich ihn wollte, auch nur ein Luxus war den ich besitzen wollte und dabei außer Acht gelassen wie viel ich ihr zugestand.

Ich kämpfte schon seit einigen Monaten dagegen an gegenüber ihr immer wieder die Kontrolle zu verlieren und hatte mich immer nur knapp zurück halten können, doch mir war nicht so klar gewesen wie jetzt, es waren Gefühle, die mich ausrasten ließen, die meine Kontrolle so dermaßen strapazierten.

Dabei war es jetzt egal ob es Gefühle für sie waren, oder ob es einfach Wut und Zorn oder sogar Sorge war, denn all das konnte ich mir nicht leisten. Gefühle für sie machten mich schwach, ihr gegenüber, wobei ich mir sicher war, das ich sie nicht hatte, Wut und Zorn ließen mich unberechenbar und unüberlegt handeln, auch das durfte ich nicht zulassen und Sorge, sowas kannte ich nicht, ich sorgte mich doch nicht, um niemanden, nicht mal um Draco, oder?

Es war egal, ich würde nicht zulassen, dass ich je wieder so viele Fehler beging, so schwach war, GEFÜHLE hatte… Angewidert über mich selber verzog ich das Gesicht, ich, Lucius Malfoy konnte mir Gefühle nicht leisten und ich hatte sie auch nicht. Ich durfte sie nicht haben, das musste aufhören. Jetzt und sofort.

Ich ließ noch mal Revue passieren was vorgefallen war, wann sie mich dazu verleitet hatte Fehler zu begehen, weil ich wollte das sie, ja was, beeindruckt war, weil ich mich sorgte, wie eklig, sowas tat ich nicht. In Gedanken ging ich die Vorfälle durch: Heute, dann bei den Wölfen, als ich ihr anbot ihr das Rudel vom Hals zu schaffen. Wie dumm ich doch war. Severus hatte sowas von recht, das Biest brachte nur Ärger mit sich, wurde mir klar, während ich mir erneut von dem Whiskey einschenkte, diesmal die Flasche jedoch verkorkte, wegstellte und mich in dem Sessel vorm Kamin nieder ließ.

Langsam ließ ich Revue passieren was seit der verhängnisvollen Nacht am Ende der Sommerferien geschehen war. Ich hatte um sie geworben, sie beschenkt, sie aus gefährlichen Situationen gerettet, mich mehr vor sie gestellt als gut für meine und ihre Position war, glücklicherweise nur im Kreis der Familie und nicht vor den DeathEatern, das wäre ein unverzeihlicher Fehler sonst gewesen.

Ich hatte mich dazu herab gelassen ihr meine Beweggründe zu erklären, ihr viel zu deutlich gezeigt das ich mich wohl um sie sorgte, selbst wenn ich es mir selber nicht eingestehen wollte. Was hatte mich nur geritten sie so zu erheben, ihr so viel zu gestehen und ihr so viele Freiheiten zu gewähren, dabei hatte Severus mich immer wieder gewarnt, das ich mich genauso einfangen ließ wie Draco.

Aber ich war nicht Draco, ich war kein unerfahrener, junger Mann, ich war Lucius Malfoy, verdammt noch mal, sie hatte mehrfach verursacht das ich ausrastete, auch das durfte nicht sein.

Ab jetzt war Schluss damit. In einem letzten, wütenden Akt schmiss ich mein noch halb gefülltes Glas mit viel Wucht in den Kamin. Es zersplitterte, klirrte und die Flüssigkeit zischte in den Flammen. Dann erhob ich mich beherrscht, strich meinen Gehrock glatt und fasste einen Entschluss, sie würde lernen was Respekt und Gehorsam bedeuteten, nie wieder würde ich zulassen das sie so mit mir spielte und mich vorführte wie heute Abend.

Sie war nur eine freche, junge, ungezogene Frau, die lernen musste das sie in MEINER Familie sich nicht verhalten konnte wie sie wollte, das sie meinem Wort zu folgen hatte und das würde sie lernen. Sie würde ihr blaues Wunder erleben, Mich!

Ab jetzt war Schluss mit dem was sie sich heraus nahm. Mein Wort galt unumstößlich und das würde sie ab morgen zu spüren bekommen. Entschlossen und deutlich zufrieden mit meinem Beschluss betrat ich mein Schlafzimmer und beendete diesen unsäglichen Abend mit dem festen Entschluss, das ich weder wegen ihr noch bei ihr je wieder weich sein würde.

ICH WAR NICHT SCHWACH!!!

Lucius Sicht ende
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