When Hermione Fights
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 Kapitel 207-208

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queenie
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Kapitel 207-208 Empty
BeitragThema: Kapitel 207-208   Kapitel 207-208 EmptyDo Feb 09, 2012 6:49 am

207. Kapitel Sanktionierung


„Lucius, Severus….Draco?“, fragte ich resigniert in die Dunkelheit des Raumes, den der Strahl war aus dem Inneren der Wohnung gekommen und tat ganz cool, aber ich hörte nichts und so sprach ich weiter:

„Ihr wisst schon, dass er gerade am Einschlafen war? Ich hoffe, mein Schlaftrunk und euer Stupor harmonieren zusammen!“ Dann kicherte ich künstlich und machte mich daran Victor aus dem Fluch zu befreien, wissend das er nun schlafen würde.

Ich löste gerade den Fluch und im nächsten Moment war ich entwaffnet, dabei segelte mein Stab im hohen Bogen davon und ich rieb mir das getroffene Handgelenk, offensichtlich hatte mir Lucius, der nun despotisch aus der Dunkelheit trat, meinen Zauberstab abgenommen. Er hatte ihn gekonnt lässig aus der Luft gefischt, ich konnte sein langes, weißglänzendes Haar erkennen, als nun das Licht plötzlich aufflammte und mir sein unbewegtes, wie gemeißelt wirkendes, Gesicht entgegensah.

Mir entwischte ein sarkastisches Schmunzeln und ich sah wie er mich mit unergründlichen, eiskalten Augen maß, dabei wollte ich wetten, das ich diesmal einer Strafe nicht entkommen würde aber nun, ich hatte gewusst was auf mich zukam! Jetzt war Lucius eindeutig wieder der DeathEater, da war ich mir sicher und wenn ich nicht so abgebrüht kalt wäre, hätte ich mir bei seinem stahlharten Auftreten in die Hose gemacht, aber über den Punkt war ich schon lange hinaus und ich sag ja, Lucius musste sich meinen Achtung echt erst wieder verdienen.

„Draco….würdest du Victor ins Schlafzimmer bringen und den Brief, den ich schon vorbereitet habe, neben ihn legen und meine Sachen packen…ich denke, dass ich nicht mehr werde wo hingehen dürfen!“, entwich es mir zynisch, als Draco bei mir war und mich in eine feste Umarmung schloss.

„Ich habe versucht, für dich so viel Zeit wie möglich zu schinden…sorry!“, wisperte er ganz leise in mein Ohr, unterdessen rührte sich Lucius immer noch nicht, starrte nur unbewegt auf den bewusstlosen Victor.

„Das macht nichts, Draco hör zu, in meinem Haus ist Grindelwald…ja, psst….bring ihm essen und sichere das Haus noch mehr, rede mit ihm, aber pass bloß auf, er ist ein bösartiger Zeitgenosse!“, wisperte ich ihm schnell zu, während ich meine Arme fest um seinen Hals geschlungen hatte, dann durfte ich erleben wie Draco nickte.

Er löste sich sachte von mir, wussten wir doch alle was mir blühte und gleich darauf nahm Draco Victor mit und tat alles schnell wie ich von ihm verlangt hatte.

Ich wusste nur zu gut, dass ich nun stoisch meiner Bestrafung entgegen sehen konnte, da mir ein Stein vom Herzen fiel das Draco sich nun um alles kümmerte, wirkte der Raum mehr als nur unterkühlt, weil Lucius und auch Severus eine Kälte sondergleichen verströmten. Es war erstaunlich, denn so kalt hatte selbst ich sie noch nicht erlebt, besonders Lucius nicht.

Da nahm ich mir vor meine Strafe anzunehmen, ohne betteln oder flehen, weil dies nur für mich demütigend sein würde, offensichtlich schienen beide nach dem Anblick, den Victor und ich geboten hatten, außer sich. Bis jetzt hatte Severus sich in der hintersten Ecke zurückgehalten, daher hatte ich zu diesem Zeitpunkt weder sein Gesicht noch seine Augen gesehen, wie immer wirkte er wie ein Schatten, aber diesmal ein missgestimmter Schatten.

Als Lucius seinen Gehstock begann in seinen Händen zu drehen, sprachen wir alle nicht und warteten auf Draco, dann sah ich im finstersten Schatten Severus doch deutlich, wie er nun seine Arme verschränkte, dabei erkannte ich auch sein unleserliches Gesicht und wie er alles abwartend beobachtete, mir war bewusst von ihm konnte ich keine Hilfe oder gar Rettung zu erwarten. Ganz offensichtlich schien auch er sauer zu sein und mehr als bereit das ich gestraft wurde.

Nun raschelte mein Kleid als ich in der ungemütlichen Stille zu einem Fenster ging und in die mondhelle Nacht sah. Ich wusste, heute würde ich etwas anders etwas neues kennenlernen unter Anbetracht was ich vor ein paar Stunden getan hatte, erstaunlich, doch ich blickte meinem Schicksal gefasst und erstaunlich gleichgültig entgegen, fragte ich mich am Rande ob mich meine eigene Gefühllosigkeit erschrecken sollte, aber bitte, ich hatte heute Rita eiskalt getötet, vielleicht wäre es recht gut körperlichen Schmerz zu fühlen, um etwas zu FÜHLEN?

Ich wusste, so kalt wie er jetzt war, würde ich Lucius von einer anderen Seite kennen lernen, die ich eigentlich nie hatte entdecken wollen, aber nun gut, so war es jetzt und ließ sich nicht mehr ändern, akzeptierte ich emotionslos die Zukunft.

So glitt schon wieder ein Schmunzeln über meine Lippe, als ich mir meine abwegigen Gedanken vor Augen führte und mich fragte, wie sehr ich mich noch verlieren konnte?

Nun erschein Draco wieder und meinte:

„Alles erledigt!“ Sogleich flog mir ein schwarzer, dicker Mantel entgegen und als ich ihn an hatte, spürte ich den festen Griff von Lucius eisenharten Fingern an meinem Oberarm und er zog mich eng an sich würden mir blaue Flecke sicher sein, bevor wir die Wohnung verließen und apparierten. Ich durfte mich wohl als seine „Gefangene“ fühlen, dann landeten wir alle im Manor worauf Draco wieder der erste war der sprach:

„Vater benötigst du mich noch, ich würde…ich müsste…chrrrmmm!“, stockte er, als sein Blick zu mir ging, die ich noch immer neben seinen Vater stand und der Dinge entgegen harrte.

„Nein, Draco deine Hilfe ist nicht von Nöten, du kannst gehen!“, klirrte Lucius Stimme in einem erschreckend unterkühlten Ton, wie ich ihn schon lange nicht mehr gehört hatte. Sofort machte sich Draco auf den Weg und schenkte mir noch einen ebenso kalten Blick, offensichtlich verbarg er jedes Gefühl das er haben könnte gekonnt und führte meinen Auftrag aus, da wurde mir doch glatt leichter im Herz und ich wusste mit dieser Sorge weniger, das Draco sich um Grindelwald kümmerte, würde ich nun einfacher leben können.



„Jetzt gehörst du uns!“, klangen Lucius Worte erschreckend schneidend. Plötzlich ließ er mich los und wies nur kalt an:

„Severus…!“

Mehr brauchte es nicht, als diesen harschen Befehl, dass dieser an mich von hinten mit kaltem Blick heran trat und in die Knie ging, warf ich einen Blick über die Schulter. Auffordernd streckte Lucius neben mir die Hand aus, hielt sie flach breit und wartete, das Severus mir auch noch alle weiteren Waffen abnahm, die ich außer dem Zauberstab hatte, aber bitte, dachte Lucius wirklich ich würde sie jetzt noch angreifen, ich würde sie überhaupt angreifen?

Aber vielleicht wollte er auch nur wissen was ich noch trug, oder es ging ihm nur darum mich zu demütigen und mich vor ihm zu erniedrigen.

Severus hob langsam, fast schon lasziv den Saum meines Kleides an und fuhr tastend über meine Knöchel, dabei unterdrückte ich den Wunsch vor seinen streichenden Fingern zurückzuzucken, dann fanden seine tastenden Hände das unsichtbare Holster mit Dracos Stiefeldolch und nahmen es gekonnt ab, legte er es Lucius in die auffordernd ausgestreckte Hand, worauf dieser jedoch keine Reaktion zeigte.

Langsam, fast schon als genoss er es mich zu berühren, schob er den seidenen Stoff anrüchig, bedächtig weiter hoch und strich an meinen nackten Beinen lasziv entlang. Währenddessen beobachtete Lucius jede Bewegung von Severus genau, obwohl ich es nicht wollte, klopfte mein Herz ein klein wenig schneller, weil ich mich ihnen schon sehr ausgeliefert fühlte.

Er strich hauchzart über mein Knie und erreichte meine Oberschenkel, ließ die Hand frivol an der Innenseite meiner Schenkel entlang gleiten, obwohl er genau wusste, die Halfter befanden sich außen, dann hörte ich ihn gefährlich kalt zischen:

„Ich hoffe, Krum ist nicht mal in die Nähe gekommen, hat nicht annähernd das hier getan, sonst…!“, Dabei knirschte er mit den Zähnen, als er sich vorzustellen schien was hätte sein können, unterdessen wollte ich mich am liebsten unruhig unter seinen tastenden suchenden Händen winden.

Oh ja, auch Severus war außer sich, doch verbarg er es genau so kalt und gekonnt wie Lucius. Nun spürte ich wie er professionell die Holster mit meinem Schulzauberstab und den mit dem Horusdolch entfernte und auch diese Lucius in die fordernde Hand legte.

Ich hatte währenddessen die ganze Zeit Lucius unbewegt angesehen, der erst jetzt, als er meinen letzten Dolch auf seiner ausgestreckten Hand liegen sah, reagierte, ganz leicht eine Braue hob und kalt sagte:

„Interessant!“

Lucius hatte noch nie gesehen wie viel an Bewaffnung ich trug, wobei ich heute auf meinen zweiten Dolch verzichtet hatte, aber nun wusste er auch wo ich sie trug. Unterdessen spürte ich, das mein Kleid wieder hinab glitt, Severus Hände waren von meiner mittlerweile brennenden Haut verschwunden, doch ich fühlte hin hinter mir, wie er sich leicht vor beugte und in mein Ohr wisperte:

„Du warst so dumm ihn zu reizen, du weißt, die Strafe verdienst du!“

Ich unterdrückte das Schaudern, das sein warmer Atem auf meiner Haut verursachte mühsam und sah weiter Lucius entgegen, der meine Ausrüstung in seinem Umhang verschwinden ließ, sich nun auf den Hacken bestimmt zur Kellertür umwandte und sie süffisant grinsend öffnete.

Sogleich durfte ich fühlen wie mich Severus Hände am Oberarm ergriffen und mich unerbittlich mit sich ziehen wollten, also erklärte es sich wohl von selbst, das er auf Lucius Seite stand….aber nicht mit mir. Ich riss mich ärgerlich aus dem Klammergriff, der mir einen weiteren blauen Fleck einbrachte und ich wandte ihm mein verärgertes Gesicht zu, da konnte ich in seinen pechschwarzen Augen nichts lesen und so reckte ich arrogant das Kinn in die Höhe und schritt hocherhobenen Hauptes in die Kerker!

Keiner von ihnen würde mich dort hinführen müssen, ich begehrte nicht gegen meine Strafe auf, das sollten sie verstehen, ich würde weder mit Worten noch mit Taten versuchen zu fliehen! An der Tür ließ mir Lucius mit einer zynischen Geste den Vortritt und folgte mir in meinem Rücken und auch mein zweiter Kerkermeister, Severus, kam hinterher.

Wir stiegen wieder in das Labyrinth unter dem Manor hinab und ich erinnerte mich an Draco´s Worte als ich zum ersten mal den Keller betreten hatten:

„Hier ist Severus Gebiet, dort rechts sind seine Labore und Vorratskammern, geradeaus kommst du zu Vaters Schätzen, wie dem Weinkeller und dem Ritualzimmer, frag nicht! Und hier links geht es zu den Übungsräumen, das hier unten ist ein richtiges, kleines Labyrinth!“

Ja, ich kannte schon so einiges was sich hier unten verbarg, nur die Kerker kannte ich noch nicht und die lagen hinter den Übungsräumen und dahin führten mich die beiden nun.

Ich trug noch immer den Mantel, wofür ich dankbar war, denn die frische, eisige Luft hier unten ließ sich nicht wegdiskutieren und auch die Tatsache, das ich darunter nur ein dünnes Seidenkleid trug. Als Lucius eine Tür aufstieß und vortrat, folgten wir und ich sah das dies ein Kellerabteil innerhalb des Kellers war, da hier wieder Tür um Tür abzweigte, dann führte ein halbrunder Durchgang in einen Gang, der weiter in die Tiefe führte und ich konnte mir denken, das es da zu den Zellen ging und schluckte, als ich nach rechts dirigiert wurden.

Dann flackerten überall die Fackeln unheimlich auf und wiesen uns in dem steinernen Gemäuer den Weg.

Wir gingen an Tür um Tür vorbei, sie waren offen und gaben den Blick frei auf verschiedene Räume, einige waren einfach nur leer, nur mit Vorrichtungen zum Festbinden mit Eisenfesseln an den Wänden oder von der Decke hängend versehen, andere Räume hatten Tische, oder auch Bahren darin, wieder andere hatten auch nur einen Stuhl in der Mitte. Es wirkte wie in einem Irrenhaus, oder aber auch wie in einem Folteralbtraum, somit erlebte ich heute eine Primäre, jetzt würde ich eine von Lucius vielen Masken kennenlernen, die mir bisher verborgen geblieben war.

Sie leiteten mich in einem komplett leeren Raum und während ich durch die Tür trat, dann spürte ich wie mir der Mantel von den Schultern gezogen wurde, da Severus von hinten eine Faust in dem Stoff gekrallte hatte und ihn mir herabzog. So stand ich in meinem güldenen Kleid in diesem aus grauem, rohem Stein gehauenem Raum, der erschreckend an Grindelwalds Gefängniszelle erinnerte, welch Ironie.

Ihn errettete ich aus seinem Schicksal, um nun ein paar Stunden später an einem ähnlichen Ort gefangen zu sein. Ich versuchte ganz ruhig und relaxt zu erscheinen, schließlich wollte ich ihnen nicht die Genugtun geben, dass sie mir irgendeine Emotion entlockten.

Nun bemerkte ich, dass sich Lucius ebenfalls seines Mantels entledigte, dann begann er sich lässig und in Ruhe die langen Haare zusammenzubinden und… was mich dann doch an ab und an aufgeschnappte Worte erinnerte, er fing an sich auf einmal hauchdünne Lederhandschuhe überzustreifen und diese extrem präzise über seine Finger zu ziehen.

Akribisch zupfte er das Leder zurecht, zeigte dabei einen sehr kalten und arroganten Ausdruck, offensichtlich bevorzugte er es mich nicht zu beachten, die ich in der Mitte des kleinen Raume stand. Severus schloss die Tür mit einem lauten, endgültigen „Bum!“, dann blieb er gelassen ruhig an ihr gelehnt stehen und ich schluckte, wow, sie wussten es durch ihr Gebaren einen in die Enge zu treiben. Scheinen sie ein eingespieltes Team zu sein, beängstigend, wenn man den so ein Gefühl zulassen würde.

„Ich werde dich nicht fragen, was das sollte…., da ich vermute das jedes Wort nichtssagend ist….du weder Respekt zeigen wirst, noch mir die Wahrheit sagen… also, …du hast einen fremden Mann geküsst,…zu seinen Gunsten gehe ich davon aus, das nicht mehr passiert ist, erstens da deine Sachen in einem anderen Raum als seinem Schlafraum waren und zweitens, du ihn anscheinend selbst schlafen schicken wolltest und ich dann doch noch denke, dass du nicht SO dumm bist und nicht willst das der junge Mann stirbt? Oder? Aber du hast ihn dich berühren lassen, egal wie intim! Deine anderen Vergehen und Frechheiten treten da fast in den Hintergrund, aber ich bin ein fairer Mensch, möchtest du dich rechtfertigen, dich verteidigen? Möchtest du etwas sagen?“, sprach er seidig, aber es täuschte nicht über die eiskalte, beherrschte Wut, die in seinem Ton mitschwang, die er aber nicht zeigte und ich schüttelte den Kopf, wissend, dass er es nicht sah, da er mir den Rücken zuwandte, dennoch waren Worte nicht nötig.

„NEIN…dachte ich mir schon! Auf die Knie!“, hauchte er samtig und legte den Kopf schief, den er mir nun verächtlich zuwandte. Sein Gebaren war erschreckend kalt und grausam, dass er jemals mit mir geflirtet hatte oder so ausnehmend charmant zu mir gewesen war, wirkte wie in einem anderen Leben.

Aber ich haderte nicht, ich glitt mit gerader Haltung auf die Knie, spürte den kalten Stein durch mein dünnes Seidenkleid und auch wie mir die Kälte in die Glieder fuhr und sich meine Knospen gut sichtbar für Severus verhärteten, da ich zu Severus und somit zur Tür gewandt auf die Knie gesunken war.

Ich hörte es hinter mir rascheln, da Lucius in meinen Rücken etwas tat, als er wieder einen Befehl in einem knappen, gefühllosen Ton kundtat:

„Leg die Hände flach auf den Boden!“ Es perlte herablassend von ihm, ich kniete noch immer auf den rauen Steinen vor ihm und tat umgehend wie gefordert, legte meine Hände auf den Boden und spürte in dem Moment das ich festklebte.

Doch das war noch nicht alles, denn nun erhoben sich zu meinem Erstaunen auch noch aus dem Nichts Metallfesseln um meine Hände legten und sich schwer um meine Handgelenke schlossen und mit einen bestimmten, deutlichen „klick“ sich Schließen.

Ich war nicht nur magisch gefesselt, sondern sichtbar festgekettet, war ja sowas von klar, Lucius liebte es ein zu schüchtern. Jetzt hatte ich nicht mehr die Möglichkeit meine Hände von dem Stein zu lösen, denn er hatte mich magisch gefangen, also verkniffen sich meine Lippen zu einem dünnen Stich, rucke mein Kopf in die Höhe und ich konnte Severus starrem Blick begegnen, der absolut gleichgültig war.

Trotz meiner Absicht nichts zu zeigen, erschauerte ich unter den gegebenen Umständen, als sich das unnachgiebige Eisen schmerzhaft in meine Haut schnitt da die Fesseln sehr fest und eng geschnallt waren. War ich in einer absolut unterwürfigen und sklavischen Haltung gefangen, wie total erniedrigend für mich.

„Ich hoffe, dies wird dich lehren sich nie wieder gegen die Regeln unseres Hauses aufzulehnen! Du wirst nie wieder mir gegenüber respektlos sein!“, sprach er völlig emotionsfrei in meinem Rücken, musste ich nun aus heiteren Himmel fühlen wie eine behandschuhte Hand von meinem Nacken über meinen freien weitausgeschnittenen Rücken lasziv langsam über die Wirbel meiner Wirbelsäule strich, was es schaffte mir eine Gänsehaut über die Haut zu jagen, da ich wusste, ich musste auf alles vorbereitet sein.

Ich fühlte wie seine behandschuhte Hand den Stoff meines Kleides im unteren Rückenteil erreichte und hatte sonst seine Hand auf meiner Haut, egal ob mit oder ohne Handschuh mir in den letzten Monaten ein wohliges, vorfreudiges Kribbeln beschert, musste ich nun ein unwohles Erschauern schwer unterdrücken. Dennoch ergab ich mich erhobenen Hauptes in das zu erwartende und harte der Dinge die jetzt kommen würde, spürte, wie er den Stoff ergriff und heftig daran riss, hörte nun laut das „Ratsch“ als mein Kleid nun hinunter bis zum Po aufgerissen war, denn ich fühlte sofort die Kälte, die der dünne Seidenstoff zumindest etwas abgehalten hatte.

Weder das er mein Kleid zerrissen hatte, noch die demütig Haltung, die das Knien nun mal darstellte und den gefesselten Händen, egal wie stark ich das hier ertragen wollte aber zu meinem Wohlbefinden trug das Ganze nicht bei, fühlte ich sehr wohl wie erniedrigend das hier für mich war.

Bei seiner wenig freundlichen Behandlung hatte sich meine lockere Hochsteckfrisur etwas gelöst und viele Strähnen hingen mir wirr in mein Gesicht, während ich der Art meiner Bestrafung harrte, dabei war das Warten fast schon genauso eine Strafe wie die körperliche Züchtigung es sein würde.

So machte sich in mir eine gewisse Nervosität breit als nichts passierte, wie ich sie in Nurmengrad kein einziges Mal verspürt hatte, Himmel, was würde er mir antun, ich hatte immer gewusst was er für ein Mann war, auch wenn er es mit seinem Charme einen vergessen lassen konnte, trotzdem hatte ich die Warnungen von Severus und Draco immer von mir geschoben und gedacht, ja, was, eigentlich hatte ich gar nicht darüber nachgedacht, nur gewusst, ich durfte es bei Lucius nicht übertreiben, aber andererseits konnte ich auch nicht zulassen das er mir gegenüber den Respekt vergaß, was er in meinen Augen getan hatte. Ich würde mich nicht rumschubsen lassen von ihm, egal was er mir androhte und so atmete ich noch mal durch, versuchte selbstsicher und stark zu sein, klirrten bei der kleinsten Bewegung die Glieder der Eisenkette und hallten von den Steinwänden wieder.

Sekunden später erlöste er mich aus der Ungewissheit und aus meinen weniger schönen Gedanken endlich als es laut „Ratsch….“, klatschte Leder quälend fest auf meine Haut im Rücken und ich stieß zischend die Luft aus, als ich den brennenden Schmerz des ersten Schlages spürte, ich fast schon erleichtert bemerkte, das es nichts… schlimmes war.

Ich erkannte meine erschreckende Kälte in dieser Beziehung, da ich so lapidar davon dachte, dass er mich jetzt wirklich auspeitschte. In meinen Augen schien er sich für eine relativ einfache Form der „Bestrafung“ entschieden zu haben, denn das Lucius in dieser Hinsicht deutlich kreativer sein konnte, war mir nur zu deutlich gewahr.

Doch Lucius nahm nicht irgendeine Peitsche, wie ich nun spürte, denn es war nicht nur ein Lederriemen, wie ich nun nachfühlte, nein es waren derer mindesten 10 Lederriemen, da war ich mir sicher, dass es keine Neunschwänzige Katze war, Himmel sei Dank.

Diese Peitsche wäre schlimmer gewesen, da sie Knoten an ihren Enden gehabt hätte, aber die Mehrriehmige Peitsche tat auch schrecklich weh, vor allem wenn sie von einem Meister auf dem Gebiet der Folter Anwendung fand, der genau wusste was er tat! Erschreckend, dass mir solche kalten Gedanken durch den Kopf gingen, so überlegt und unberührt, während er mich genau so kalt auspeitschte, sicher keinerlei Mitleid oder Rücksicht zeigte.

Außerdem fragte ich mich wie es sein konnte das ein Mann so viele Gesichter, so viele Masken trug und jede saß zu jeder Zeit perfekt, darüber fielen mir die vergangen Tage ein, Weihnachten im Besonderen, die mir einen Mann gezeigt hatten in den man sich verlieben konnte, aber dieser Mann, der sich scheinbar mit Genuss an meinem Leiden ergötzte, den konnte man nur hassen.

Mir war klar, auch wenn die Peitsche schon mehrfach auf mich nieder gesaust war, begann meine Strafe erst, immer wieder traf sie mit einem lauten Ratschen und mit Wucht auf meine von mal zu mal mehr geschundene Haut, biss ich mir verzweifelt auf die Lippen um mich zu beherrschen und meine Hände schlossen zu Fäusten auch wenn das anspannen dazu führte, das die Fesseln nur noch mehr in meine Handgelenke schnitten.

Er ließ nun gekonnt die Knallschüre in der Luft Geräusche erzeugen, sodass es schon in der Luft knallte, bevor das Leder überhaupt meine Haut berührte. Immer wieder ließ er es extrem laut in meinem Rücken knallen, beim ersten mal währe ich noch fast erschrocken zusammen gezuckt, denn angespannt war ich, auch wenn ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen, doch dann wurde das Knallen wie zu einer beängstigenden und unheilvollen Ankündigung das die Lederschnüre meine Haut gleich wieder schmerzhaft treffen würden und ich wartete geradezu mit Schrecken auf das Geräusch.

Es gab mir die Zeit furchtsam die Augen zusammenpressten in Erwartung der Qual, so zeigte er beeindruckend, was für ein Meister der Folter er war, wie er mit meiner Furcht und Angst vor den kommen Schmerzen spielte, da die Laute schrecklich waren und das Leiden nur in die Länge zogen, zudem ließ sich leider der Geist täuschen und suggerierte doppelten Schmerz, selbst wenn ich mir einreden wollte, dass ich mich durch das vorhergehende Geräusch wappnen konnte.

Ich verteufelte mich gerade, da ich in meiner Strebsamkeit zu viele Bücher gelesen hatte und mich mein Hirn ja leider nie im Stich ließ und ich mal in grauer Vorzeit in einem Muggel-Lexikon gelesen hatte, das die Kinematik des Peitschenschlages, bei korrekter und gekonnter Anwendung des Schlages, bis auf Überschallgeschwindigkeit beschleunigt werden konnte, was den „Peitschenknall“, hervorrief!

Dabei resultierte der Knall aus der Bildung einer Schlaufe, welche sich mit der steigenden Geschwindigkeit auf das Peitschende zubewegte und dann beim Öffnen zum Ende hin die Schallgeschwindigkeit überschritt.

Ich verbot mir über die doppelte und dreifache Beschleunigung nachzudenken, da das laute Luftknallen wohl eindeutig zeigte das Lucius verstand war er da tat. Während er immer wieder die Peitsche laut knallen ließ, ich mir vehement verbot zusammen zu zucken oder sonst wie zu reagieren, immer und immer wieder die Lederriemen hart und schmerzlich auf meine Haut trafen, gab Lucius keinen Ton von sich und auch Severus blieb stumm und unbewegt.

Lucius wusste genau wie er den Schmerz auskosten und gekonnt in die Länge ziehen konnte, daher drosch er nicht einfach nur sinnlos auf mich nieder, oh nein…nicht der Meister des Folterns, er ließ die Lederpeitsche, wobei ich auch hier immer dankbarer wurde, das sie keine sonstigen netten Spielerein aufzuweisen hatte, wie Knoten oder Metalldornen, mit voller, starker Wucht auf meinen nackten Rücken klatschen und auch die von der Seide noch geschützten, wenigen Stellen erhielten von dem dünnen, edlen Stoff keinen wirkungsvollen Schutz und so spürte ich jeden Schlag genau, den er präzise setzte.

Er verstand es gerade genau so lange zwischen den Hieben ab zu warten bis der brennende Schmerz der auf meine Haut treffenden Riemen abebbte, aber der ziehende Schmerz der Wunden kam, sich ausgebreitet hatte, genau in dem Moment trafen sie wieder und immer wieder auf meine Haut.

Jedes Mal wenn ich es gerade geschafft hatte den Schmerz, den der Schlag verursachte zu bewältigen und hektisch weg zu atmen, knallten die Stränge der Peitsche erneut hinter mir in der Luft um Sekunden später äußerst schmerzhaft meine Haut zu treffen.

Dann zog er jedes mal das Leder langsam und gemächlich von meiner geschunden, brennenden Haut, so ließ er sich erst den Schmerz in einer unsäglichen Quäl langsam aber beständig in meinem Leib ausbreiten, bevor er wieder ausholte,…. schwung holte, die Peitsch laut in der Luft knallen ließ um sie dann mit Wucht auf mich niedersausen zu lassen, somit war sein Rhythmus als regelrecht gemächlich zu beschrieben.

Ich zuckte schmerzhaft zusammen und begehrte gegen meine magischen und eiserenen Fesseln auf, verbat ich mir verbohrt jeden Schrei und biss mir in dem verzweifelten Versuch keinen Ton von mir zu geben die Lippe blutig, dennoch konnte ich aber nichts gegen die Tränen machen, die in meine Augen schossen, außer meiner Sturheit, die verhinderte das sie unkontrolliert flossen, hatte ich dem nichts mehr entgegen zu setzten!

Immer wieder bäumte sich mein Leib auf, wenn die Peitschenriemen laut zischend durch die Luft sirrten, um dann wieder schrecklich klatschend auf meiner jetzt aufreißenden und aufplatzenden Haut auf zu treffen.

Nun floss auch das Blut und ich konnte den metallischen Geruch in der Zelle wahrnehmen, er hatte es geschafft mich blutig zu peitschen. Mir entwich jetzt doch ein beständiges Wimmern, während mich das unsäglich schmerzhafte Gefühl traf als meine Haut riss, war es mir als würde er mir die Haut vom Fleisch zeihen und er fuhr wie zuvor fort in seinem akribischen Tun, zog noch immer nach jedem Schlag die Riemen der Peitsche über meine nun blutige Haut und durch die Wunden, was alles nur noch schmerzhafter machte, sodass es zu einem beständigen, scharfen, stechenden Schmerz wurde, der selbst mich so schon an den Rand der Beherrschung brachte, pochte es in meinen Schädel und es rauschte in meinen Ohren.

Dazu wurden die beständigen Schläge durch die Peitsche nur noch schmerzhafter, denn egal wie stark oder schwach er schlug, sobald die Riemen meine aufgerissene Haut und die tiefen Wunden berührten, durchzuckte mich heißer Schmerz und große Pein

Nun keuchte ich doch noch, als mir meine Arme wegknickten und ich jetzt mehr lag als kniete, aber ich konnte mich nicht mehr aufrecht halten, so sehr ich es auch wollte, dennoch kämpfte ich keinen lauteren Ton von mir zu geben, was mir nicht ganz gelang. Er schlug mich unbarmherzig windelweich, währenddessen rauschte mir das Adrenalin durch das Blut dieses schoss durch meine Adern und in meinen Ohren hörte ich nur noch ein betäubendes Rauschen, doch jetzt wehrte ich mich nicht mehr, da mich meine Kräfte verließen, denn den Schmerz zu ertragen war wahnsinnig anstrengend.

Selbst für mich, die mich körperliche Schmerzen sonst fast nicht tangierten, war dieser ungewohnte Schmerz fast nicht mehr auszuhalten, da es mir so vorkam als würde er nun beginnen nur noch auf meine rohe Fleischmasse einzuschlagen und so stöhnte vor Qual, konnte es nicht mehr zurück halten!

Mine Muskeln verkrampften sich und meine Zehen zogen sich vor Pein in meinen Schuhen zusammen, trotz meines Wimmerns zeigte er kein Erbarmen in seiner Züchtigung. Ich änderte meine Taktik, denn ankämpfen konnte ich gegen den Schmerz nicht mehr, also begann ich in meinen hektischen, schmerzerfüllten Gedanken völlig krank die Strafe willkommen zu hießen, als letzten Ausweg nicht völlig vor ihm das Gesicht zu verlieren und so vielleicht die Schmerzen schweigend ertragen zu können, schließlich war die Strafe an sich doch durchaus angemessen, wenn man sich vorstellte was ich die letzte Zeit alles verbrochen hatte, sah ich Ritas Gesicht vor meinen Augen, oder die Toten…..die vielen Toten….

Mittlerweile musste mein Rücken eine einzige, offene Wunde sein, da es mir vorkam als würden seine Schläge auf pures Fleisch auftreffen der Schmerz schickte mich fast in eine Ohnmacht, als das Leder mein Fleisch mit Wucht traf. Nun schrie ich doch schrecklich laut und gepeinigt auf, ich konnte nicht mehr anders, das war selbst für mich zu viel.

In dem kleinen Raum schallten meine lauten Rufe und Schreie von den Wänden wieder, damit ging mir mein Stolz auf halben Wege in der Agonie des Schmerzes verloren…..

Hermiones Sicht ende

Severus Sicht

Ich blickte reglos auf das vor mir stattfindende Geschehen!

Hier lebte Lucius sich vollständig an dem Biest aus das zu seinen Füßen kniete, oder besser mittlerweile nur noch mehr kauernd vor ihm lag, denn er hatte es durch präzise, akkurate und akribische Arbeit geschafft ihren Rücken innerhalb kürzester Zeit in eine blutige Masse aus Hautfetzten und rohem Fleisch zu verwandeln.

Die goldene Seide des Kleides war eingerissen, natürlich schützte dieser lächerliche Fetzen nicht wirklich wirkungsvoll vor der Peitsche und erst recht nicht vor einem Peitschenschwinger wie Lucius, der genau wusste, wie er sie einsetzten musste.

Wir hatten das Biest seit geschlagenen zwei, nein…da es nach Mitternacht war, seit fast drei Tagen gesucht, offensichtlich verstand es das Biest keine Spuren zu hinterlassen. Ihr über England hinaus aufs Festland zu folgen und uns bis in den Osten vorzukämpfen, hatten meine als auch Lucius Stimmung einem neuen Tiefpunkt entgegen geführt!

Dabei wollte ich denken, das uns dieses hinterlistiges Gör namens Draco an der Nase herumgeführt hatte, dann war er erschreckend kreativ geworden uns zuerst nach Paris und dann nach Stockholm zu führen, mochte ich nicht wissen was Draco wusste. Er hatte alles getan uns nicht vor dem Abend nach Asow zu lassen, da war er geschickt und verschlagen, aber ich bemerkte es an dem ab und an furchtsamen, minimalen Aufblitzen in seinen hellgrauen Augen.

Aber ich sagte nichts und als wir dann die Spur in Asow fanden, war es logisch wo uns der Weg hinführen würde, zu Victor Krum, letztendlich war es für uns ein leichtes gewesen sein Appartement zu stürmen, die Sicherheitsvorkehrungen waren ein Witz sonders gleichen.

Wir bezogen Aufstellung und warteten geschlagene drei Stunden auf die Heimkehr der ausgeflogenen, dabei hatte eine Überprüfung ergeben das IHRE Sachen in einem Gästezimmer untergebracht waren, was ich ihr zu ihren Gunsten auslegte und für sie hoffen wollte, dass sie sein Zimmer nicht von innen gesehen hatte.

Als der Kamin betätigt wurde und wir sehen konnten wie sie in einen goldenen Traum gekleidet aus dem großen Kamin kletterte und dann von einem hinter ihr erscheinenden Krum hochgehoben und im Kreis geschwenkt wurde, hörte sich ihr Lachen in meinen Ohren hohl an, als würde es sie nerven, als er sie dann begehrlich küsste.

Doch das war zu viel, ich schockte ihn aus der Dunkelheit, als ich sehen musste wie sich seine Lippen auf die Ihrigen legten und er es wagte sie zu küssen, doch ich erkannte in dem Moment als ich den Fluch sprach, das sie eiskalt blickte während sie den Kuss ertrug. Sie wirkte nicht wie eine liebestolle Frau, unterdessen ging der Bulgare geschockt zu Boden und sie zeigte sich lapidar und völlig ungerührt, erstaunte mich damit, dass sie fragte ob sich Schlaftrank und Stupor vertrugen!

Ich hob im Schatten der Wohnung meine Braue, Schlaftrank?

Was hatte das Biest von dem Jungen gewollt, wenn sie ihn in die Bewusstlosigkeit schickte?

Was sollte das alles hier?

Doch plötzlich kamen meine Gedanken zum Stillstand, als Lucius sie entwaffnete, oh man, der Blonde schien absolut angefressen zu sein!

Ich würde aufpassen müssen, dass er sich in seiner Wut immer beherrschte, denn er war wirklich sauer!

Wir führten sie ins Manor, da dieser Krum für sie wirklich ein Mittel zum Zweck gewesen zu sein schien, armer Junge, konnte er einem eher Leid tun und Lucius sah dies wohl ähnlich, da er auf Sanktionen an ihm großzügig verzichtete und seine gesamte Aufmerksamkeit dem Biest schenkte!

Flink und überraschend bat Draco gehen zu können, verwunderlich oder verständlich?

Ich konnte mich nicht entscheiden, während ich böse mit ihr spielend ihre Dolche ab nahm, die Lucius forderte. Ich spürte sehr wohl, dass sie erschauerte und zog es noch absichtlich in die Länge, dann tat ich zischend kund was ich von ihrem Verhalten hielt. Im Anschluss eskortierten wir sie in die Keller, wohin sie uns mit erstaunlich stolzer Haltung begleitete.

Sie schaffte es mich stolz zu machen, darauf wie sie sich schlug, indem sie sich nie erstaunt oder überrascht gezeigt hatte, blieb sie die ganze Zeit unbewegt und zeigte nur einmal widerstand als sie sich von mir losriss, da sie der Meinung war zu ihrer „Strafe“ erhobenen Hauptes selbst entgegen zu gehen. Sie wusste was ihr bevorstand, aber die ganze Zeit über verließ kein Ton ihre Lippen.

Sie war ein stures Biest, denn sie stand wie eine arrogante Königin in der Zelle und blickte unbeteiligt durch die Gegend, zeigte nicht das sie Angst oder gar Furcht davor hatte was ihr hier gleich blühen wurde aber eine grobe Ahnung musste sie haben.

Und nein, von mir würde keine Hilfe kommen, sie hatte Strafe verdient, sie hatte egal welche Gründe ihre Taten auch immer haben mochte, gegen die Regeln verstoßen, war respektlos gewesen und das nicht nur wissend, sondern auch mit Absicht und außerdem hatte sie wollend zugelassen das Victor Kurm sie küsste, das war inakzeptabel, schließlich waren sowohl ich als auch Lucius und auch Draco besitzergreifend und wachten mit Argusaugen über den Dingen die uns gehörten.

Ich wusste, in ihrem Augen gab es bestimmt genügen Gründe das zu tun, aber nichts was sie sagen könnte würde weder ihn noch mich begüten und somit sah ich zu wie sein Befehl sie auf die Knie zwang und er sie dann magisch mit Eisenfesseln an den Boden kettete.

Sie blickte zu mir auf, während ich mich an die Tür gelehnt hatte und warf mir einen kalten Blick zu, den ich standhaft erwiderte.

Unterdessen ließ Lucius sich mit seinen akribischen Vorbereitungen Zeit, ich kannte ihn soooo, aber mochte ich ihn auch sooo?

Gute Frage, er zog sich seine Handschuhe an und wenn er das tat, würde es ungemütlich werden, nichts würde mich dazu bringen zu gehen, musste ich doch auch aufpassen, das er es nicht übertrieb in seinem Zorn.

Als er ihr dann absichtlich lasziv über den gekrümmten Rücken mit der behandschuhten Hand strich, ihr Kleid im Rücken zerriss, entstand ihr sichtbar eine Gänsehaut auf der nackten Haut, was nicht wirklich verwunderte, es war Winter und in den Kerkern immer bitterkalt und ihr Seidenkleid war gegen die Kälte ein Witz und bot keine Wärme.

Er zog es wie immer genüsslich in die Länge, wissend das es die Tortur absichtlich für die zu Strafenden ausdehnte, dabei schien er es mehr als zu mögen, als ich sah wie er mir in dem diffusen Fackellicht ein gemeines Grinsen zeigte, aber ich sah trotzdem die eises Kälte in seinem Blick er zeigte nicht wirklich was er fühlte obwohl mir bewusst war, das hier war genau das was er jetzt brauchte und es würde ihm kein bisschen leid tun sie hart zu strafen. Unterdessen beschwor er sich eine Peitsche, um dann diese in der anderen Hand verspielt hindurchgleiten zu lassen, ließ er sich verdammt viel Zeit nur um dann geschmeidig Schwung zu holen und sie plötzlich mit Wucht auf sie niedersausen zu lassen.

Sie schrie nicht, nein, sie zeigte zwar das es weh tat, aber sie weigerte sich zu schreien, doch dann legte Lucius richtig los und zeigte wie gut er es beherrschte jemand auszupeitschen, trotzdem hielt sie sich wirklich tapfer, da er sehr genau und penibel vorging und auch mit Bedacht. Er schlug nicht drauf los, nein, er zögerte Schlag auf Schlag raus und ließ dazu die Peitsche in der Luft laut klatschen, zischen, bevor die Lederriemen wieder auf ihrem Rücken trafen, dabei bildeten sich bei den ersten Schlägen feuerrot leuchtende Striemen, auch riss das goldenen Kleid immer weiter auf, bis nur noch Fetzen herab hingen, unterdessen schlug er unerbittlich weiter und weiter bis die Haut zu platzen und zu reißen begann und das pure, rohe Fleisch offen dalag und die Peitsche nun auf diese Stellen traf.

Aber auch dann hörte er nicht auf, der Geruch ihres Blutes stieg in der Zelle auf, schließlich lief es an ihr hinab und tränke den Stoff des Kleides rot, zeigte er kein Mitleid als er bedrohlich über ihr wie ein Herrscher stand und sich an ihr auslebte, tat er dies mit einer grazilen Leichtigkeit das man denken könnte, peitschen wäre nicht anstrengend.

Mittlerweile kam von ihr immer wieder ein Stöhnen und Wimmern, aber sie weigerte sich noch immer stur ihren Schmerz zu zeigen, verlor sie die Spannung in ihrem Körper und lag nun auf dem Boden.

Als sich die Riemen aber immer weiter in das Fleisch bohrten, schien sie nicht mehr zu können und schrie ihre Qual kreischend hinaus das es laut von den Wänden hallte und mir durch Mark und Bein ging, so gepeinigt hörte es sich an, auch unter Anbetracht, das sie schon gut um die zwanzig Schläge mehr oder weniger stumm über sich hatte ergehen lassen. Ihre Qualen mussten unglaublich schmerzhaft sein, wenn sie nun dermaßen laut kreischte.

Nun stoppte Lucius sein gekonntes Tun abrupt und beugte sich mit gleichgültiger Miene über ihren zerstörten Rücken, der nur noch entfernt an ihren makellosen, herrlichen Rücken erinnerte und jetzt eher an eine blutige, rohe Fleischmasse.

Er fasste grob in ihre Frisur und riss ihren Kopf in die Höhe, war ein kalkulierender Mistkerl, dabei musste der Schmerz enorm sein, der in diesem Moment durch ihren Körper lief als er ihr Kreuz bog und sie meinen Blicken auslieferte, da sie zu mir gewandt kniete, konnte ich sehen, das sie nicht weinte, aber Tränen in ihren Augen tanzten.

Zu dem lief ihr Blut über das Kinn und ihr Gesicht erinnerte mehr an eine hässliche Fratze, denn an ihre sonst so schönes und ebenmäßiges Gesicht, die ganze Zeit waren ihre Hände noch immer am Boden fixiert, bei seiner groben Behandlung entkam ihren nun geöffneten Lippen ein spitzer Schrei.

„Du wirst nie wieder den Gehorsam verweigern, nie wieder mir gegenüber Respektlos sein, das werde ich dich lehren! Du hast es eindeutig zu weit getrieben!", zischte er mit emotionsloser und eiskalter Stimme an ihrem Ohr und entließ dann ihre Haare aus seinem Griff und sie klatschte spannungslos nach vorne, schien sie fast besinnungslos vor Schmerz.

Doch ich kannte meinen Folterknecht vor mir nur zu gut, wusste es war nicht zu Ende, was er bestätigte als er wieder pfeifend Schwung holte und das Leder wieder auftraf und sie begann sich die Seele aus dem Leib zu schreien.

Er schlug kalkuliert noch zweimal zu, um seine Worte zu unterstreichen, bis er mit einem zufriedenen Lächeln von ihrer geschlagenen Gestalt zurücktrat und mit einem grausamen Blick sein Ergebnis beurteilte. Mit kaltem, zufriedenem Blick zupfte er sich Finger für Finger die Handschuhe von den Händen, damit erklärte er seine Züchtigung für beendet, und somit waren auch ihre Schreie, die zum Schluss heißer geklungen hatten, verklungen und man sah nur ein minimales Heben ihres geschunden Rückens durch ihr Atmen, während sie noch immer vor mir lag. Sie rührte sich nicht als Lucius sich zu mir wandte, bis jetzt hatte ich mich rausgehalten.

„Glaubst du sie hat ihre Lektion gelernt?“, wollte er wissen.

„Wir sollten es für sie hoffen!“, gab ich mit einem ironischen Grinsen zurück als er nickte.

„Kümmere dich um sie, auf das keine Narben zurückbleiben…..und sie muss am 31. wieder auf den Beinen sein!“, befahl er unterkühlt und strich sich eine verirrte Strähne aus dem Gesicht als ich dachte ich hätte mich verschaut, denn es huschte ein Ausdruck über und in seine Augen, den ich noch nie wahrgenommen hatte wenn er sich austoben konnte.

Ich glaube ein kurzes Flackern von Gefühlen in seinen Augen zu sehen, die zuvor so kalt, beherrscht aber auch zufrieden aufgrund dessen das er sich austoben durfte gewirkt hatten, aber was war es? Bedauern? Nein, doch ich war mir nicht sicher ob ich das wirklich gesehen hatte, da es so schnell verschwand, , wandte er sich brüsk ab, mit einem Schnipsen löste er die Handfesseln, es war als würde er zu einer Teeparty , davongehen wollen.

Kurz fragte ich mich, ob er etwas fühlte, oder gefühlt hatte bei all dem, ob er die ganzen Tage über etwas gefühlt hatte, außer kalte, berechnende, gesteuerte Wut? Doch ich wandte mich meiner Aufgabe zu, das konnte ich später ergründen.

„Sie gehört nun dir!“, überließ er mir es, das Häuflein Elend einzusammeln und sie zu heilen, aber bitte, wofür war ich bei ihm sonst da?

Obgleich sie nun ohne Fesseln war, rührte sie sich nicht, da ich stark vermutete, dass jede Bewegung Schmerz und Pein bedeutete.

Nun trat ich auf sie zu und besah mir das Werk des Künstlers und ich muss sagen, es war immer wieder erhellend Lucius bei seiner Arbeit zu zusehen, dabei war es erstaunlich, er war noch nicht mal ins Schwitzen gekommen, obwohl so eine Peitsche zu schwingen sehr wohl anstrengend war.

Aber das er so, in seinem Haus die schwarzen Lederhandschuhe übergestreift hatte und so kalt, so emotionslos, war er das wirklich gewesen? Dass er so harsch ein Mitglied seiner Familie gezüchtigt hatte, war auch mir noch nicht unter gekommen, so an den Rand hatte er Narcissa nie getrieben, aber ich musste zugeben, sie hatte sich auch nie so viel rausgenommen, er war nie so involviert gewesen. Blieb ab zu warten was uns seine neue Seite noch bescheren würde, oder sollte ich eher sagen seine alte Seite, so wie sie ihn nur noch nicht erlebt hatte?

Es sah grausam aus was er mit ihr getan hatte, aber Mitleid….nun sie wusste was sie tat!

Ich hatte gesehen, Lucius war sichtlich erstaunt gewesen und dadurch noch wütender geworden, das sie es so lange geschafft hatte den Schmerz auszublenden, konnte man wirklich nur sagen, dass das Biest körperliche Qual sehr gut überstand und verstand diesen zu verdrängen, aber jeder erreichte irgendwann das Maß aller Dinge und musste sich laut mitteilen.

Dennoch hatte sie aber doch darauf verzichtet zu betteln und zu flehen, taten dies die meisten doch dann regelrecht erbärmlich und waren mit Rotz und Wasser getränkt, aber sie, nein, sie nicht, so eine Blöße hätte sie sich nicht zugestanden!

Ich fand es zu köstlich das Lucius nicht wollte das sie Narben von dieser Sanktion zurückbehielt und richtete meine Stab auf sie und reinigte und heilte die Stelle, wobei sich langsam die Haut aufbaute und sich über das gereizte Fleisch legte.

Ich hatte ihn richtig verstanden und ließ ihr den Schmerz, er wollte, das sie nicht sofort geheilt war und nun, ich hielt mich daran, schließlich war ich wohl selbst auch noch immer wütend über ihr Verhalten und sorgte nur dafür das ihr Fleisch wieder von rosiger, neuer Haut bedeckt war, dabei wimmerte sie leidend auf, da solch ein Heilzauber sehr schmerzhaft war.

Ich half ihr nicht als sie sich nach ein paar Minuten versuchte auf ihre Arme zu ziehen und nach einigen Versuchen es schwer schaffte, um dann zischend die Luft auszustoßen, immer noch war sie ein stures Biest, das sich Stück für Stück versuchte hoch zu kämpfen, offensichtlich war ihr Stolz noch lange nicht gebrochen, den sie bat kein einziges Mal um Hilfe!

Mich beeindruckte ihr Wille, ihre kämpferische Natur, sie war etwas ganz Besonders. Mittlerweile hatte sie sich nun hochgekämpft und stand schwankend und gebeugt vor mir, spannte die neue Haut und ihre Knochen musste sich malträtiert anfühlen, doch nun wankte sie noch mehr und da war ich dann bei ihr und fing sie auf, bevor sie den Boden endgültig unter den Füßen verlor und hob sie hoch.

Meine Berührungen ließen sie zwar aufkreischen als mein Arm ihren Rücken berührte, aber ich hielt sie zu fest als das sie sich hätte wehren können, zudem waren ihre Bewegungen eh sehr zaghaft und schwach, dabei warf sie mir einen glänzenden weggetreten wirkenden Blick aus ihren braunen Rehaugen zu und ich trug sie nun auf meinen Armen aus dem Kerker, ließ diesen Ort der Grausamkeit hinter mir und trug sie in ihre Gemächer.

Sie rollte ihren Kopf widerstandslos an meiner Brust hin und her und sie atmete abgehackt und stoßweiße, trotzdem war sie zu stur um in eine Bewusstlosigkeit zu driften.

Tja, sich mit DeathEatern anzulegen konnte böse enden, kämpfte sich mein innere Zyniker empor und ich übersah galant das sie auch einer war.

Ich öffnete die Türen zu ihren Gemächern magisch und ließ sie auf das Bett gleiten, was sie gepeinigt aufjaulen ließ und sie drehte sich schnell um, dabei biss sich das mit Blut bespritzte Seidenkleid mit der weißen Satindecke, die ihr Bett zierte. Sie rollte sich schnell auf den Bauch und presste ihren Kopf in das Kissen, als sich die Tür nochmal öffnete und ein gehetzt wirkender Draco herein rauschte der mit großen Augen auf Hermiones Gestallt auf dem Bett sah.

Sein Blick glitt sofort zu ihrem leuchtend roten Rücken, dem man ansah das die Haut frisch nachgewachsen war, da er auch noch in allen gelb und Blautönen schillerte, dann lag sein stahlharter Blick auf mir und ich sah das sich etwas wie Verachtung in seinen Blick mischte, er aber nichts sagte, denn er kannte seinen Vater doch zu gut, also entschwand ich nichts sagend, sie hatte jetzt jemanden der sie verhätscheln würde, da war ich mir sicher!

Ich bremste erst wieder als ich in meinem Labor stand und über die glänzenden und blitzenden Gerätschaften meine Augen schweifen ließ, hier war alles tip top und von bester und feinster Qualität, also versuchte ich mich mit einem Trank abzulenken!

Aber ich schaffte es nicht, hatte ich noch immer die Bilder vor Augen, die mir zeigten wie SIE auf dem Boden lag und Lucius über ihr aufragte und auf sie Einschlug, hatte ich nichts getan um ihn zu besänftigen, da ich die Strafe als gerechtfertigt empfand!

Verdammt ich war kein netter, besorgter, oder gar freundlicher Mann! Ich war so nicht, nie gewesen!

Jeder bettete sich so wie er lag und nun… sie hatte es seit dem Ball zu weit getrieben!

Ich gestand ihr aber zu das sie erstaunlich viel vertrug und ich bewunderte dies, hatte auch schon oft genug Schmerz in all seiner Vielfalt kennengelernt, daher wusste ich durchaus wie sie sich fühlte.

Und leider ging mir der Blick aus ihren intensiv schauenden Augen nicht aus dem Kopf, als sie angekettet vor uns kniete und mir schon ihr Ausdruck sagte, dass sie NICHTS, absolut nichts von mir erwartete!

Das war es was mich meinen Frieden kostete, wie konnte sie dieses Wissen so stoisch hinnehmen, das sie akzeptierte, das Lucius sie vor mir züchtigte und ich nichts für sie tun würde…wie es aussah gestand ich mir ein, das sie mich zu gut kannte!

Ich mochte es nicht, wenn es anderen Menschen gelang mich einzuschätzen, ich fand so etwas kontrovers. Mir gingen ihre Schreie nicht aus den Ohren und hallten immer noch nach, es war das erste Mal, das ich sie Schrein gehört hatte, außer vor Lust, da sie selbst als ich das Messer aus ihrer Seite zog sie sich jeden Ton verboten hatte.

Es zeigte sich mal wieder das Lucius der geborene Foltermeister war, das er ihr die ersten Töne entlockt hatte, wie noch nie jemand zuvor, dabei wagte ich es mich zu fragen, ob er es wusste?

Fast befürchtete ich, das er es sein würde, der sie von uns dreien immer wieder am härtesten an ihre Grenzen treiben würde, aber ehrlich, sie hatte sich sehend auf diese Familie und uns eingelassen, ich hatte kein Mitleid mit ihr und vielleicht hatte ich Lucius ja unterschätzt, er ließ sich nicht einwickeln, denn wenn er etwas wollte oder nicht wollte, konnte er sehr verbohrt sein.

Fakt war, sein Verhalten ihr gegenüber hatte sich um 180 Grad gedreht und ich war mir sicher, das würde kein Vergnügen für sie werden, jetzt erwarteten sie andere Zeiten, fast war ich gewilligt froh zu sein das er sich nicht hatte so einfangen lassen wie Draco, denn dem Biest zu viele Freiheiten zu lassen war nicht gut, brachte Ärger. Trotz dieser Gedanken konnte ich die Bilder ihres geschundenen Körpers nicht verdrängen.

Ich griff mir etwas aus dem Regal vor mir und wirbelte wieder auf dem Absatz herum und rauschte zur Tür hinaus….

Severus Sicht end

Dracos Sicht
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Kapitel 207-208 Empty
BeitragThema: Re: Kapitel 207-208   Kapitel 207-208 EmptyDo Feb 09, 2012 6:50 am

208. Kapitel Vergebung die Erste!


Dracos Sicht

Himmel was hatten sie nur mit Hermione angestellt?

Ich hatte mich um alles gekümmert was Hermione mir aufgetragen hatte, inklusive dessen, das ich eine Eule ins Cottage geschickt hatte um ihnen mit zu teilen, das Hermione heil aus Bulgarien zurück war und war nun gerade zu Tür herein gerauscht, als ich sah wie Severus über das Bett gebeugt stand und sich Hermione, laut wimmernd auf den Bauch drehte.

Ihr Kleid war nur noch ein Fetzten und mit Blut getränkt, dazu war der Anblick ihres geröteten Rückens grässlich, obgleich ich sah, das Severus ihn geheilt hatte, schien er ihr bisher keine lindernden Tränke oder Salben verabreicht zu haben, dann hörte ich ihr leidendes Stöhnen und da wurde mein Blick verächtlich, als ich in Severus dunkle Augen blickte.

Da ich mir dachte, WAS hatten sie mit ihr angetan, das diese so stolze Frau vor SCHMERZ wimmerte?

Sie, die sonst nie etwas zeigte, schon gar nicht eine Schwäche? Sie mussten ihr sehr zugesetzt haben und da hoffte ich inbrünstig, dass sie, also Vater und Severus, sich nun als die starken, tollen Männer sahen, die sie meiner verächtlichen Ansicht nach, nach so einer schändlichen Tat nicht waren, aber ich wusste Severus war bestimmt wieder nur der stumme, stille Beobachter gewesen, der darauf achtete, das Vater nicht die Grenze übertrat und unbeabsichtigt zu weit ging und sie tötet! Wobei Vater immer sehr beherrscht war und er es verstand wie kein zweiter den Tod sehr, sehr lange hinaus zu zögern, aber sicher war sicher!

Als Severus meinen abwertenden Blick bemerkte, rauschte er mit grimmiger Miene und mit schwarz wehenden Roben davon und ließ uns allein. Ich eilte unverzüglich zu dem Phiolenschrank und entnahm einen Schmerztrank und einen Heiltrank, leider hatten wir für so was keine Salbe, aber wenigstens würde sie dank Severus keine Narben davontragen.

Ich ließ mich langsam neben ihr auf dem Bett nieder und hob ihren Kopf vorsichtig und sanft an und flößte ihr hilfreich den Trank ein, als sie wispernd meinte und blind mit ihren Augen durch die Gegend klimperte:

„Dr…Draco?“, dann fiel ihr Kopf wieder aus das Kissen und sie dämmerte hinweg, derweil stöhnte ich leidend auf und strich mir einige meiner Strähnen aus dem Gesicht. Letztendlich waren die letzten Tage doch nicht leicht gewesen und ich hatte die strake Vermutung, das Severus wusste, oder zumindest ahnte das ich sie absichtlich in die Irre geleitet hatte, aber zu meiner unendlichen Verwunderung hatte er sich auf das Spiel eingelassen und mich machen lassen und auch Vater hatte, nachdem ich ausfallend geworden war, darüber hinweg gesehen mich zu maßregeln.

Er schien zu wissen, dass er im Unrecht war, das es mein Recht war sauer zu sein, aber mehr als das Hinwegsehen über mein Fehlverhalten würde ich von Vater nie bekommen als Wiedergutmachung, ein Malfoy entschuldigte sich nicht, NIE!

Langsam rückte ich weiter auf das Bett neben sie, machte es mir neben ihr bequem, denn ich würde hier nicht weg gehen, nicht von ihrer Seite weichen und betrachtete derweil ihren so geschundenen Rücken. Schließlich war ich doch nur gegangen um ihre Aufträge auszuführen, denn ich wäre ihr gerne beigestanden in ihrer schwersten Stunde, wenn Vater sich an ihr Verging, hätte ich es durchaus ertragen das zu sehen, auch wenn ich innerlich vielleicht einer wilden Bestie gleich aufgebrüllt hatte, hätte ich um ihretwillen versucht zu akzeptieren was gerade passierte.

Aber vielleicht hatte sie mich auch gerade deshalb weggeschickt, da sie nicht wollte, dass ich erlebte, wie Vater es schaffte ihren Stolz brach und sie zu Gehorsam verdammte? So hatte ich aber ihre Entscheidung mich nicht als neugierigen Zeugen ihrer Schwäche dabei zu haben, sofort akzeptiert in dem Wissen, dass wenn Vater mir das antun würde ich auch nicht unbedingt wollen würde das Hermione zu sah wie ich litt!

Ich rief eine Elfe und wies leise, um Hermione nicht auf zu wecken, an:

„Bring mir aus meinen Räumen die Kühlessenz!“ Die Elfe nicke, verschwand und Sekunden später stand auf dem kleinen Nachttisch vor mir die Essenz. Ich schwang meinen Zauberstab, rief mir zwei Schalen und Tücher zu mir, füllte beide mit kaltem Wasser und träufelte dann in eine etwas von der Essenz.

Ich konnte momentan nicht viel für sie tun, leider, denn mir war bewusst, der Trank nahm ihr nicht alle Schmerzen und ihr Körper musste wahnsinnig erschöpft sein und hatte eine große Aufgabe zu bewältigen, mal ganz abgesehen von der seelischen Heilung, die lange dauern würde. Denn das sie Schadengenommen hatte, war für mir ziemlich ersichtlich, angesichts der Tatsache das meine so bewundernswert starke Hermione vor Schmerzen wimmerte.

Ich wollte mir gar nicht vorstellen, dass sie in den Kerkern, während der Strafe geschrien hatte, denn dass sie bei dieser Züchtigung, bei Vaters Akribie, hatte ruhig bleiben können, glaubte ich nicht. Ich seufzte kurz resignierend und tief, verbarg mein Gesicht in den Händen und fing mich, verdrängte die Bilder unwirsch aus meinen Gedanken, die unweigerlich in mir aufstiegen, sie in einer der Zellen, die ich doch zu gut kannte….

Ich riss mich zusammen und nahm eines der Tücher, tauchte es in die Schale mit der Essenz, wrang es etwas aus und begann dann ganz sanft ihren Rücken Stück für Stück ab zu tupfen. Bei dem ersten Kontakt mit der Kälte und der Berührung überhaupt zuckte sie kurz und jaulte erneut gepeinigt auf, was mich inne halten ließ, aber als sie sich dann sehr schnell wieder entspannte, machte ich ganz sachte weiter, denn ich wusste, die Essenz wirkte lindernd und kühlte den geschundenen Rücken angenehm, denn die neue Haut musste sehr schmerzen und verdammt strak ziehen.

Ganz langsam arbeitete ich mich vor, mit sehr viel Ruhe und Vorsicht, denn ihr noch weitere Schmerzen zu bereiten war das letzte was ich wollte. Ich wusste, ich war nicht schuld daran das es doch ausgeartet war, trotzdem tat es mir leid.

Ich machte mir sorgen, denn ganz offensichtlich hatte sie jetzt den Lucius kennen gelernt vor dem Severus und ich sie immer wieder gewarnt hatten. Ich fragte mich was seinen Sinneswandel verursacht hatte, war es der Streit im Salon während des Balles oder war noch mehr vorgefallen?

Ich wusste, sie hatten sich am Ende des Balles nochmal gefetzt, das sie wohl Vater widersprochen hatte, aber war es das, oder alles zusammen?

Ich konnte mir vorstellen, das sie den Bogen einfach überspannt hatte und er sich nichts mehr bieten lassen wollte, doch das bereitete mir fast genau so viel Sorgen wie sein Werben vorher, hieß es doch, sie war erneut in Gefahr, denn das sie seiner Grausamkeit gewachsen war, das sah ich nicht.

Wobei das Problem war auch wenn Lucius es sich vielleicht jetzt noch nicht eingestand, sein Begehren war noch immer da…nur weil er es nun bekämpfte oder sich verbot und er ihr nur noch sein böses Gesicht zeigte, hieß das doch nicht sein Interesse war verschwunden, nein, unterdessen heizte er sich bestimmt weiter auf, verdammt, das Vater sich aber auch immer in etwas hereinsteigern musste wenn es nicht nach seinem Willen ging, es war zum verrückt werden.

„Oh Hermione, was hast du nur angestellt…..!“, seufzte ich leise, bei Vater verlor sie immer ihr diplomatisches Geschick.

Davor das er sie erneut gewalttätig bestrafte würde ich sie vielleicht schützen können, aber vor seiner subtilen Art der Gewalt wohl nicht. Eine Seite an ihm, die er ihr bisher sogut wie nicht gezeigt hatte, den bestialischen, barbarischen und schrecklichen Lucius wie sie ihn bisher noch nicht erlebt hatte, er konnte ein Monster sein, wenn er es denn wollte.

Ich fragte mich ernsthaft, warum sie trotz unserer wiederholten Warnungen sich überhaupt so sehr auf ihn eingelassen hatte? Sie war doch eine so kluge Frau, warum tat sie das, oder sprach er etwas in ihr an was weder Severus noch ich konnten?

Manchmal schien es leider tatsächlich so zu sein, wenn ich mich erinnerte wie sie ihn angesehen hatte in den letzten Monaten und er sie, da war ich mir fast sicher, dass er etwas in ihr auslöste was sie wohl weder bei mir noch bei Severus fand.

Ich konnte damit leben, dass sie mit Severus eine Affäre hatte, war es doch rein körperlich und selbst wenn sich zwischen ihnen Gefühle entwickelten, so war Severus nicht der Typ der eine allzu feste Beziehung wollte. Es hatte mich einige Zeit gekostet mit den Gefühlen die es auslöste das sie zu ihm ging fertig zu werden, aber ich konnte jetzt damit umgehen, sie war zufriedener, er war zufriedener und sie hielt und stand trotzdem zu mir, ja gerade durch das was uns neben dem Sex einfach noch verband, waren wir stark miteinander verbunden, anders als Severus und sie.

Ich hatte das Ende ihres geschundenen Rückens erreicht während ich nachdachte und legte nun das Tuch zurück in die Schale wrang es aus und reinigte dann noch kurz ihren blutigen Mund um es danach wirklich weg zu legen, danach blieb einfach neben ihr sitzen, doch als sie merkte,das ich nicht weiter machte hörte ich ihr Stimme ganz leise und schwach:

„Nicht aufhören, bitte Draco!“ Ich schauderte, wie musste es ihr gehen wenn sie freiwillig um etwas bat, sofort griff ich erneut nach dem Tuch und begann wieder an ihren Schulterblättern beginnend ihren Rücken mit der Essenz zu betupfen.

Sobald ich die ersten Stellen betupft hatte, erklang ein ganz leises, wohl erleichtertes Seufzen von ihr und ich merkte, sie entspannte sich auch merklich unter meinen Berührungen. Ich begann nun das Kleid verschwinden zu lassen und reinigte auch ihren restlichen Körper mit einem „tergeo“, sprach auf ihre Lippen einen „episky“, dann nahm ich zärtlich ihre Hände eine nach der anderen in meine und sprach auch einen „episkey“ auf ihre Handgelenkte, denn dort zeigten sich deutlich die Male und Abschürfungen von Fesseln, die sich scharf in die Haut geschnitten hatten, Lucius musste sie gefesselt haben, das ließ mich erneut resigniert und irgendwie traurig seufzen, während meine Gedanken wanderten.

Als wir aus Asow zurück gekehrt waren, war es bereits spät in der Nacht gewesen, nun dämmerte es schon und der 30. Dezember begann. Über die Vorfälle beim Ball hatte ich in den letzten Tagen nicht nachdenken können, zu viel war passiert, aber nun hatte ich dieZeit dazu. Liebevoll, sanft und in Sorge kümmerte ich mich weiter um Hermiones Rücken, während ich merkte, dass sie langsam begann gleichmäßig und tief zu atmen und in einen für sie hoffentlich erholsamen Schlaf fiel.

Ich setzte mein Tun sachte fort, erinnerte mich an ihre Worte nach dem Frühstück, das ich darüber nachdenken sollte wie abfällig meine Worte gewesen waren. Mir war bewusst, ihrem so freien und starken Geist wiedersprach schon allein der Gedanke sich an irgend einen Mann fest zu binden, aber als Vater so provozierend implizierte das sie seine Frau werden würde, hatte ich mich leider aufstacheln und zu den Worten hinreißen lassen, das sie wenn meine Frau werden würde. Mir tat das nicht leid, aber ich verstand was sie daran ärgerte und nahm mir vor, mich nicht mehr so von ihm provozieren zu lassen. Meine Achtung ihr gegenüber musste einfach größer sein als solche niedere Gefühle Vater gegenüber.

Mir stand deutlich vor Augen, auch ich, der ihre Stärke doch so bewunderte, lief Gefahr diese zu missachten, nicht zu sehen und über sie hinweg zu entscheiden, was bei ihr nur in der Katastrophe enden konnten, das durfte ich nicht zulassen was erneut hieß, das ich an mir arbeiten musste, noch genauer mich damit auseinander setzten was ich wollte und was ich tat, wie ich reagierte.

Denn eines wusste ich ganz sicher, das ich sie wollte, außerdem zeigte sie mir sehr klar wo meine Fehler und Schwächen waren, also würde ich an mir arbeite, weiterhin, nicht nur für uns, sondern auch für meine Ziele, somit war Hermione in jeder Beziehung eine stetige Herausforderung.

Es war nicht immer leicht zu wissen oder vor Augen geführt zu bekommen, das sie mit Severus nicht nur eine Freundschaft, sondern auch eine Beziehung verband, aber ich wollte und konnte nicht etwas zurück nehmen was ich ihr zu Anfang zu vollmundig erlaubt und wozu ich sie sogar ermutig hatte. Aber ich erkannte, egal wie wenige Gefühle Severus zeigte, bei ihm wäre sie nie so in Gefahr wie bei Vater.

Doch so sehr ich auch verabscheute was er mit ihr getan hatte, so konnte ich die leise Freude, das ihm dies wohl jede Chance zerstört hatte sie für sich zu gewinnen, nicht ganz verleugnen. Er hatte sie durch sein Handeln sowas von verloren, da war ich mir sicher und daher hieß es nun wieder nur noch Severus und ich und damit konnte ich gut leben.

Sie schlief lange und unruhig, ich würde den ganzen Tag neben ihr auf dem Bett sitzen bleiben, tupfte immer wieder ihren Rücken ab, aber nahm ihr auch hin und wieder mit dem anderen Tuch den Schweiß von der Stirn, strich ihr die verschwitzten, nassen Haare auch aus dem Gesicht und tat alles das es ihr besser ging.

Nach einigen Stunden weckte ich sie sanft und flößte ihr erneut einen Schmerztrank ein, doch diesmal einen, der mit einem Stärkungstrank kombiniert war um ihrem geschundenen Körper mehr Kraft für die Heilung zu geben, schien sie mir noch nicht wirklich gesund zu werden.

Am frühen Vormittag hörte ich wie sich die Tür zum Salon ihrer Suite öffnete. Ich hoffte inständig für Vater, dass er es nicht war, aber auch Severus wollte ich nicht wirklich sehen. Langsam wandte ich mich um, blieb jedoch auf dem Bett sitzen, dann öffnete sich die Tür und Severus rauschte mit wehender, schwarzer Robe, die sich weit hinter ihm aufbauschte schnellen Schrittes herein, stoppte dann jedoch sehr abrupt als er mich sah.

Er schien kurz überrascht, hob fragend eine Braue, als ob er erstaunt war, dass ich noch immer da war und fragte warum. Ich sah ihm entgegen, zeigte ihm ein spöttisches Gesicht, als ob ich sie in diesem Zustand allein und sich selbst überlassen lassen würde. Langsam erhob ich mich und ging ein paar Schritte auf ihn zu.

Meine Miene verdüsterte sich, ich war wirklich nicht gut auf ihn zu sprechen, auf ihn, den stummen Beobachter der das zugelassen hatte und zum Schluss auch noch gut geheißen hatte. Mein Blick wurde richtig düster und auch seiner Verdüsterte sich zusehens über meiner deutlichen Missbilligung ihm gegenüber.

Es war als wollte er sagen, das ich froh sein sollte das er aufgepasst hatte, aber bitte, er hatte zugelassen das sie so sehr gestraft wurde das sie ihren Stolz vergaß, etwas das elementar zu ihr gehörte, wie sollte ich da ihm gegenüber gnädig gestimmt sein?

Ja, Vater hätte ich wohl am liebsten den Kopf abgerissen,wenn er jetzt mir gegenüber stehen würde, aber auch meine kalte Wut auf Severus verhalten konnte ich nur schwer zähmen.

Plötzlich griff er in seine Robe und nahm etwas heraus und warf mirdann einen kleinen Porzellantiegel zu, den ich geschickt aus der Luft fing, ich war ja nicht um sonst ein Sucher und dann fragend eine Braue hob, bis jetzt hatten wir darauf verzichtet auch nur ein Wort zu verlieren.

Ich öffnete ihn und schnupperte daran, erkannte die teure, schwer herzustellende Salbe, die ihre Leiden sehr schnell lindern würden. Mein abwertender, kalter Blick blieb, aber ich hob ganz leicht skeptisch eine Braue als ich ihn ansah, zeigte Severus etwa sowas wie Ansätze eines schlechten Gewissens oder sollte das gar seine Art der Entschuldigung sein?

Nun, ein guter Anfang, aber bei weitem nicht genug in meinen Augen.

Ich wollte ihn gerade leise anweisen zu gehen, als ich hörte wie sich hinter mir die Kissen und Decken bewegten, das Hermione sich rührte, dann vernahm ich ein leises Wimmern, was mich fast veranlasst hätte sofort wieder zu ihr zu eilen, doch ich schenkte Severus noch einen warnenden, kalten Blick.

In diesem Augenblick hörte ich Hermione hinter mir leise, leidend wimmernd murmeln: „Nein…nicht….Sev…, hilf….verdient!“ Mein Blick wurde noch kälter, sie hatte Albträume im Schlaf, da war ich mir sicher. Ich eilte zu ihr zurück, hatte sie noch nicht erreicht als sie leise seufzte, diesmal eher sehnsüchtig und nicht bittend und wimmernd wie zuvor: „Dra…Draco…!“

Ich schenkte ihm einen letzten, vernichtenden Blick, unter dem er sich ruckartig umwandte, kurz glaube ich sowas wie Bedauern in seinem Blick zu bemerken, aber da hatte er mir schon den Rücken zugedreht und verließ mit weit aufbauschender Robe durch seine großen, schnellen Schritte fast fluchtartig die Suite.

Sanft, vorsichtig ließ ich mich wieder neben Hermione nieder und als ich mit meiner Hand zärtlich über ihren Kopf strich und ihr die schweißnassen Strähnen aus dem Gesicht schob, seufze sie ruhig und hauchte erneut, diesmal erleichtert klingend:

„Draco…!“

Mir tat es gut, das sie ganz offensichtlich merkte, dass ich noch immer bei ihr war und dass meine Zärtlichkeit ihr gut taten. Ich hob den Tiegel an, schraubte ihn auf und begann ganz zaghaft und sanft die kühlende, lindernde Creme auf ihrem Rücken zu verteilen, wenn Severus dieses Mittel schon brachte, sollte sie auch die heilende Wirkung sofort genießen können.

In den nächsten Stunden schlief sie ruhiger und entspannter, was mich erleichterte, schien sie doch zuvor kurzzeitig gefiebert zu haben, verständlicherweise sollte es bei der Anstrengung der letzten Zeit kein Wunder sein wenn sie nach der Strafe krank geworden war, aber zum Glück war der fiebrige Ausbruch nur kurz. Langsam trat meine Wut über alles in den Hintergrund, was nicht hieß, das ich einem von den beiden verzieh, aber ich begann mich mit anderen Dingen zu beschäftigen.

Ich überlegte was ich ihr zu all dem sagen sollte, wie wir mit der neuen Situation umgehen sollten, dass wir bald wirklich eine Familie Potter haben würden und wie sich meine Pläne entwickelten.

Sie erwachte auch am Abend nicht wirklich, zeigte nur kurze Phasen in denen sie aus dem tiefen Schlaf etwas auf zu tauchen schien, näher an mich heran rückte, oder leise seufzte, wenn ich erneut ihren Rücken abtupfte oder eincremte, dabei strahlte sie erneut eine unglaubliche Hitze aus, schien doch wieder zu fiebern, zwar ging es ihr wohl allgemein besser, aber ihr Weg bis sie wieder genesen sein würde, würde sicher noch die Nacht über dauern.

Ich umsorgte sie den ganzen Tag und bis spät in die Nacht, bis schließlich auch ich so müde war, das ich auf die andere Seite des Bettes ging, mich hinein legte und so nahe an sie heran rutschte wie möglich ohne ihr weitere Schmerzen zu bereiten.

Sie lag noch immer auf dem Bauch, hatte die Arme neben ihre Kopf erhoben und ihr Gesicht zur Bettmitte gewandt. Ich legte mich auf die Seite neben sie, sah in ihr jetzt entspannt wirkendes Gesicht, schaute zu wie sie ruhig schlief, sanft bettete ich eine Hand auf ihre, dann schlief auch ich erschöpft ein. Ich hatte gar nicht gemerkt wie sehr die letzten Tage der Jagd an mir gezehrt hatten und wie erschöpft auch ich nach der aufopfernden Pflege war.

Dracos Sicht ende

Hermiones Sicht

Ich erwachte nur langsam, fühlte, jemand lag neben mir und ich musste nur tief durchatmen um zu wissen, es war Draco. Als ich mich langsam aufrichten wollte, spürte ich ein schmerzliches Ziehen auf meinem ganzen Rücken, spannte meine Haut als wäre sie zu eng und sofort waren die Erinnerungen wieder da, die in den ersten Sekunden meines Erwachens nicht da gewesen waren und diese waren leider jetzt nur allzu präsent. Ich öffnete die Augen und blickte in die besorgt drein blickenden, so schönen, gefühlvollen von Draco, der meine Hand sanft hielt und einfach ruhig neben mir lag.

Ich ließ mich wieder zurück in die Kissen sinken und seufze leidend, mehr wegen der Erinnerungen, die auf mich ein strömten, denn wegen der Schmerzen, da diese erstaunlicherweise aus zu halten waren, dann schloss ich wieder meine Augen. Leise fragte ich, ohne die Augen zu öffnen:

„Wie lange?“

„Einen ganzen Tag, wir haben den Morgen des 31.!“, erklärte er ruhig.

„Du warst die ganze Zeit hier, oder?“, fragte ich ruhig und öffnete nun die Augen, sah wie er nickte und mich aufmerksam musterte, dabei bemerkte ich, das er wohl abtasten wollte ob ich noch Schmerzen hatte, wie es mir ging.

Ich wusste, es würde ja nichts ändern wenn ich noch länger wartete und das ich heute fit sein musste, also begann ich mich ganz langsam auf zu richten. Draco schien zu erkennen, dass ich keine Hilfe wollte, stattdessen stand auch er sich auf und streckte sich, während ich nur langsam und mit Bedacht auf die Knie kam, bemerkte ich, ich trug nur eine Hose, ansonsten war ich nackt. Aber das war gut so, sicher hätte meine neue Haut es bestimmt nicht vertragen schon etwas Stoff darauf zu spüren.

Kurz entwich mir ein schmerzliches Zischen, die Haut auf meinem Rücken spannte unheimlich und zog. Draco fragte ruhig, mit leichter Sorge in der Stimme:

„Geht es?“

Ich nickte nur und antwortete dann: „Ich gehe duschen!“

Ich weiß nicht wieso, vielleicht weil ich ihm zeigen wollte, ihm hatte ich vergeben was beim Ball passiert war, wie hätte ich ihm nicht vergeben können nachdem er so eindrucksvoll gezeigt hatte, wenn es drauf ankam tat er ohne Widerspruch was nötig war für mich und ohne fragen.

Wie hätte ich ihm weiter böse sein können wo mir bewusst war, er hatte Lucius und Severus mehr als zwei Tage erfolgreich an der Nase herum geführt? Ja, um das Gespräch würde er nicht herum kommen, denn das er verstanden hatte was ich ihm sagen wollte, war mir wichtig, aber ich war nicht mehr böse auf ihn.

Ich stand erstaunlich wacklig neben dem Bett, während Draco gerade dabei war sich auf zu setzten und gegen das Kopfteil mit dem Rücken zu sinken. Auffordernd blickte ich ihn an und streckte ihm die Hand entgegen.

Er sah nicht auf, sondern atmete gerade durch, war wohl erleichtert, dass es mir gut ging. Schmunzelnd, auffordernd sage ich daher: „Kommst du, oder muss ich alleine duschen gehen?“

Erstaunt hob er den Kopf, sah mich überrascht an, dann zeigte sich ein freudiges Lächeln auf seinen Zügen und er stieg aus dem Bett, ergriff meine Hand.

„Dann hast du mir vergeben, ist dein Verbot deine Räume zu betreten für mich aufgehoben?“, fragte er freudig und er schenkte mir ein verwegenes Zwinkern.

Ich grinste, sah ihn schelmisch an und erklärte: „Warts ab, ich brauche noch Pflege….!“

Er ergriff sanft meine Hand, küsste meinen Handrücken liebevoll und sah mir tief in die Augen.

„Du weißt, das was dir diesmal passiert ist war erst der Anfang, pass auf dich auf, du darfst ihn NIE unterschätzen!“, meinte er sehr ernst.

Ich nickte und antwortete leise: „Ja, ich weiß!“, was sollte ich auch sonst sagen. Ich hatte gewusst, wenn sie mich erwischten, würde es böse ausgehen, doch hatte sich wohl in Kombination mit dem Ball und dem Desaster alles etwas sehr hoch geschaukelt und war so total aus dem Ruder gelaufen, aber ich bezweifelte, dass ich in nächster Zeit einen charmanten oder gar zuvorkommenden Lucius erleben würde.

Aber hey, ich hatte Lucius zur Weißglut getrieben und das vorsätzlich und absichtlich, auf der anderen Seite bereute ich nichts und da ich eine erfolgreiche Gefängnisausbrecherin war konnte ich mit der Strafe gut leben, es lief nicht immer alles wie am Schnürchen und gut mein Stolz hatte arg gelitten, darüber verzog ich in Gedanken leidend die Mundwinkel, als ich daran zurückdachte, das ich zum Schluss doch geschrien hatte.

Mich ärgerte meine Weinerlichkeit, aber bitte, nur durch Erfahrung und Schmerz wurde man hart und ich sah es nicht als scheitern ….eher als Herausforderung noch härter an mir zu arbeiten noch stärker zu werden, wusste ich jetzt schon beim nächsten Mal würde ich nicht Schrein und wenn ich mir die Zunge würde abbeißen müssen und ja, ich rechnete kalkulierend mit einem nächsten mal, denn meinen Gehorsam hatte Lucius sich mit der Aktion nicht erarbeitet.

Aber anstatt weiter darüber zu reden, oder mich weiter mit unabwendbaren Dingen zu malträtieren, zog ich Draco hinter mir her ins Badezimmer und er folgte mir sofort, doch als ich auf die Dusche zu gehen wollte, zog er mich zu sich, legte seine Hände sanft an meine Wangen und fing meinen Blick ein, dann spürte ich im nächsten Augenblick begierig seine Lippen auf meinen, wie er versuchte mich um den Verstand zu küssen. Ich schloss meine Augen und erwiderte seinen Kuss, dann stöhnte ich auch schon genießend in seinen Mund und ließ mich fallen, es tat gut ihn bei mir zu haben.

Ich spürte, dass er gegen meine Lippen lächelte als er sich dann von mir löste und mich wieder ansah. Ein breites, leicht schelmisches Grinsen lag auf seinen Zügen, während ich den Schalk in seinen Augen tanzen sah, bevor er leicht versnobt erklärte:

„Ich hoffe, der Kuss den wir mit erleben mussten war die Spitze dessen wie nahe Krum dir gekommen ist!“

Ich wusste nicht warum, aber ich boxte Draco spielerisch auf die Brust und kicherte:

„Wo denkst du hin, natürlich kam er nicht näher an mich heran und auch der Kuss, ehrlich ich war abgelenkt, weil ich erfasst habe das jemand im Raum ist, sonst hätte er mich gar nicht küssen können!“

„Gut, gut, mein Mudblood, sonst hätte ich dich auch noch strafen müssen!“, machte er breit grinsend einen sehr makabrenScherz, doch dann zog er mich eng an sich, achtete mit sehr viel Bedacht darauf mir nicht auf den Rücken zu fassen, sondern hielt mich am Kopf und der Taille fest. Ich schmiegte mich gerne an seine Brust und genoss es, hörte wie er in meine Haare nuschelte:

„Ich bin so froh, dass das vorbei ist und es dir bald wieder gut geht!“

„Komm…!“, sagte er lächelnd, auffordernd. Diesmal war er es der mich mit sich zog und ich ließ es zu. Ließ zu das er unendlich sorgsam und vorsichtig die Pyjamahose abstreifte, die ich trug, das er die Dusche anstellte und mich unter das warme Wasser schob, während er sich noch entkleidete. Ich hisste auf als der Strahl des Wassers schmerzhaft auf meine neue Haut traf, aber ich gewöhnte mich doch dann auch schnell an das Nass, das meinen Rücken hinabließ und gestand mir ein, das wohl nicht mehr viel Haut vorhanden gewesen war, wenn es selbst jetzt noch weh tat, offenbar schien Lucius mir wirklich die Haut mehr oder weniger vom Fleisch gezogen zu haben.

Wenige Sekunden später trat er zu mir unter den warmen, sanften Strahl und begann so liebevoll und sanft mich zu umsorgen, dass ich diese unguten Gedanken von mir schob. Er fing damit an, dass er etwas von meinem Shampoo nahm und mir die Haare wusch. Es war eigenartig das aus der Hand zu geben, doch er tat es so selbstverständlich und fürsorglich, das ich es einfach geschehen ließ wie er meine Locken knetete und das Shampoo aufschäumte und verteilte.

Nachdem er mir sanft das Shampoo auch aus den Haaren ausgespült hatte griff er zu meinem Duschgel und begann mich sanft ein zu seifen. Er ließ seine Hände über jeden Zentimeter meines Körpers gleiten, sah mir währenddessen tief in die Augen, sogar als er vor mir in die Knie ging um meine Beine ein zu seifen, sah er zu mir hoch und mich intensiv an, dann erhob er sich wieder und sah mich fragend an,bevor er nach einem kurzen nicken von mir seine Hände hauchzart über meinen so geschundenen und noch sehr empfindlichen Rücken gleiten ließ. Ich stöhnte wohlig auf, denn seine sanften Finger auf mir zu fühlen tat einfach gut, nach den Erfahrungen.

Schließlich stand er wieder vor mir, hatte seine Hände auf meinen Schultern abgelegt und sah mir tief in die Augen wie es mir schien bis tief in meine Seele, während das warme Nass auf uns herab prasselte und den duftenden Schaum von mir herunter spülte. Draco beugte sich langsam vor und ließ seine Lippen unglaublich sanft auf meine Treffen, was ich nur zu gerne erwiderte, war doch dies eine vorzügliche Ablenkung. Wir begannen ein langsames besinnliches Spiel, was mir selbst in meinem noch desolaten Zustand zusagte und mir langsam aber sicher Lust auf mehr machte.

Er fing an seine Lippen wandern zulassen und auch seine Hände glitten nun hinab zu meinen Brüsten. Waren sie letztes mal von Lucius roh überfallen worden, war dies hier dazu ein sehr extremer Gegensatz, denn Draco war unglaublich sanft und zärtlich, fast als habe er das Gefühl mir nach der verstörenden Erfahrung in den Kerkern etwas schönes geben zu wollen und so genoss ich es einfach. Auch als er weiter hinab sank, mich immer weiter küsste, meine Beine leicht spreizte, vor mir in die Knie ging und begann mich unglaublich hingebungsvoll zu verwöhnen, ließ ich alles zu und nahm von ihm was er mir zu geben bereit war.

Er hielt mich fest, legte jedoch seine Hände nicht an meinen Rücken, sondern hielt mich am Po und an der Hüfte, während ich mich an der Wand vor mir abstützte. Dabei ließ er sich so unendlich viel Zeit, gab mir viel, ließ mich einfach nur genießen und fühlen.

Erst begann er mich sanft zu küssen, bevor seine Hände meine Beine leicht auseinander schoben, wo ich nur zu gerne nachgab, dann fing er an seine Zunge immer und immer wieder über meinen Kitzler tanzen zu lassen. Es tat so gut das hier genießen zu können und mich fallen zu lassen, vergaß und verdrängte ich alles andere, es war schön, dass er nichts verlangte, einfach gab und mir klar zeigte, ich sollte mich nur entspannen und genießen.

Er ging sehr ruhig vor, ließ mir Zeit, zeigte mir auch deutlich, ich sollte nicht schnell einem Orgasmus hinterher hecheln, sondern abwarten und genießen das er ganz langsam einfach kommen würde.

Nach und nach ließ ich eine Hand von der Wand auf seinen Kopf sinken, vergrub sie in seinem nassen, weichen, hellen Haar und hielt mich an ihm fest. Er ließ nicht von mir ab, sondern verwöhnte mich ausdauernd weiter und weiter, auch als meine Beine gefährlich anfingen zu zittern machte er weiter, vergrub sich mit seinen Zunge immer wieder tief in mir, ließ sie über meine Haut tanzten und drang in mich ein und intensivierte seine Bemühungen sogar noch bis ich schließlich laut stöhnend und mit einem kurzen Aufschrei seines Namens atemlos kam.

Fast wäre ich mit dem Rücken an die Wand gesunken um einfach nur meinen Orgasmus nachzufühlen, doch bevor ich die Wand im Rücken spüren konnte, fiel mir wieder ein wie geschunden er war, ziepte die Haut doch noch immer gefährlich bei jeder Bewegung.

Draco richtete sich wieder auf und bot mir stattdessen seine Brust zum anlehnen an, an die ich mich lehnte, tief einatmete und genoss und freute mich darüber was er mir beschert hatte. Es tat so gut bei ihm zu sein und von ihm sanft gehalten zu werden nach all dem was in den letzten Tagen passiert war.

Er war wahnsinnig fürsorglich, trocknete mich umsichtig ab als wir gemeinsam aus der Dusche stiegen, nur meinen Rücken trocknete er nicht mit dem weichen Handtuch, sondern mit einem Zauber, was sehr rücksichtsvoll war. Dann rief er nonverbal einen kleinen, weißen Porzellantiegel aus dem Schlafzimmer zu uns, öffnete ihn und ein starker Kräuterduft erfüllte den Raum.

Mit sehr sanften Bewegungen und Berührungen begann er die lindernde Creme auf meinem Rücken auf zu tragen und ich konnte ein wohliges seufzen nicht unterdrücken. Als Draco darauf etwas erwiderte war ich mir sicher er lächelte, jedenfalls klang seine Stimme so:

„Als Severus die Creme brachte sah er gar nicht glücklich aus!“

Ruckartig fuhr ich herum, was meinem Rücken gar nicht gefiel: „Die ist von Severus? Wann?“

„Gestern Vormittag, er hat auch die erste Heilung übernommen, weil ich noch nicht da war, aber sobald ich hier war ist er gegangen. Keine Ahnung, vielleicht seine Art zu sagen, dass du dich nicht so haben sollst, oder das es ein klitzekleines bisschen leid tat? Was weiß ich, seine Meinung nach hast du wohl eine Strafe,die Lucius als ausreichend ansieht, verdient, das er dich strafen wollte ist ok, da stimme ich bis zu einem gewissen Grad sogar zu, schließlich hast du ja gegen seine Anweisungen verstoßen, aber das was er getan hat, war übertrieben.Doch andererseits haben wir dich oft genug gewarnt dich nicht mit ihm ein zu lassen oder gar an zu legen und jetzt hast du zum ersten mal wirklich zu spüren bekommen wie grausam er sein kann und das wohl nur, weil er zu involviert ist was dich betrifft, das ist nicht gut! Aber er kann noch viel grausamer sein, täusch dich nicht! Mich interessiert nur was du außer dem Vorfall im Garten noch getan hast auf dem Ball das er am nächsten morgen noch schlechter drauf war als am Abend!“, erklärte er ruhig, nicht wirklich mitfühlend oder ähnliches, während er fortfuhr meinen Rücken ein zu cremen und ich versuchte ihn über die Schulter an zu sehen.

Ich seufze leise und dachte an die Szene im Flur, dann erklärte ich Draco:

„Ich hab ihm gesagt, dass er mich mal kann,…. Bildlich gesprochen. Er wollte, das ich die Gäste mit verabschiede und ich hab mich geweigert, ihm ziemlich höhnisch erklärt das er mir nichts kann…!“

Ich hörte wie Draco den Tiegel verschloss, wandte mich zu ihm um und sah wie er tadelnd, ganz leicht enttäuscht den Kopf schüttelte, dann sagte er resignierend:

„Warum musst du ihn auch noch provozieren? Waren unsere Warnungen nicht genug, warum schlägst du alles was wir sagen in den Wind? Er fühlt zu viel für dich, damit kommt er nicht klar und wenn du dir dann noch so viel raus nimmst, kann er das nicht dulden oder zulassen, du bringst ihn in eine schwere Lage, in solcher neigt er manchmal dazu über zu reagieren, was er ja eindrucksvoll gezeigt hat. Pass auf dich auf, provozier ihn nicht wieder, ich denke deine Schonzeit ist vorbei, die Phase in der du dir viel leisten durftest, weil er ein Ziel mit dir hatte, ist vorüber. Ich denke, er hat gesehen das er beginnt Fehler zu machen, die er sich nicht leisten kann und nun, du wirst ihn jetzt wohl kennen lernen wie du ihn lieber nicht kennen willst!“

Was sollte ich denn darauf noch sagen, daher zuckte ich nur kurz mit den Schultern, wandte mich um und sagte stattdessen im Gehen:

„Lass uns frühstücken!“

Ich warf mir einen sehr leichten, dünnen, seidenen Morgenmantel über, wollte so wenig Stoff wie möglich auf meinem geschundenen Rücken spüren, doch schon das anziehen des selbigen ziepte noch sehr, das war doch eine Scheiße, da hatte das Messer in meiner Seite weniger tangiert als das hier, ärgerte ich mich gerade maßlos. Dann bestellte ich uns ein Frühstück in den Salon und als dieses kam betrat auch Draco ihn frisch angekleidet und hergerichtet.

Ich lächelte ihm zufrieden entgegen, denn ein ganzer Tag nur mit ihm, entspannt und ruhig, war genau das was ich jetzt brauchte, wobei ich mal verdrängte das wir am Abend den Ball bei den Lestranges würden besuchen müssen.

Wir genossen das intime, gemeinsame Frühstück sehr, dies war wohl eine der wenigen Stunden die wir nun, da ich meine eigenen Räume hatte gemeinsam verbringen würden und es erinnerte mich an das schöne Frühstück an heilig Abend, das wir auch so sehr genossen hatten, wirkte es als wäre dies Jahre her und nicht erst ein paar Tage.

Ich schenkte ihm ein breites, ehrliches Lächeln, denn dank seiner Pflege und so fürsorglichen Behandlung unter der Dusche fühlte ich mich wirklich besser, danach hatte mich Draco noch gezwungen den einen oder anderen Trank zu nehmen und so war ich fast wie neu geboren. Draco schenkte mir während dessen Kaffee ein, denn das Thema Lucius hatten wir abgeharkt.

„Wie steht es mit Grindelwald, du warst bei ihm?“, fragte ich neugierig.

Er grinste breit, schmierte sich ein Brötchen und erklärte: „Ja, er ist witzig. Die Gefangenschaft hat ihn wohl etwas wunderlich werden lassen, aber man erkennt, sein Verstand ist trotzdem messerscharf und er ist ein gefährlicher und bösartiger, alter Mann. Er scheint alles auf zu saugen was er findet, ließt alles was er an Muggelbüchern aber auch Zeitungen im Haus gefunden hat, nutzt aber wohl auch fleißig deine Bibliothek. Offenbar hat er nach einigem tüfteln auch heraus gefunden wie dieser Fernseher funktioniert und ist sehr fasziniert von ihm, ich konnte ihn kaum von ihm weg losten. Echt …wie ein Kleinkind! Ich hab ihm Lebensmittel gebracht und ihm gesagt, dass wir im neuen Jahr wieder vorbei kommen. Er hat nach dir gefragt!“

Ich nickte, das hörte sich doch gut an und dass er den Fernseher entdeckt hatte, fand ich spannend.

„Er kommt also klar?“, fragte ich nach.

Draco nickte und antwortete zwischen zwei Bissen: „Ja, ich denke schon. Ich glaube das Haus und der Garten sind für ihn noch etwas groß nachdem er Jahrzehnte in einer Zelle gesessen hat, aber er wird sich schnell daran gewöhnen und wenn er so weiter macht, er meinte sogar, dass es ihm nichts ausmacht erstmal nicht raus zu können.Er selbst denkt das man das langsam angehen muss, da sich ja nicht nur die Zaubererwelt verändert hätte sondern auch die der Muggel, er war sehr korporativ und verständig, wenn wir ihm die richtigen Dinge zu lesen geben, ist er sehr schnell auf dem Stand der Dinge. Ich fand es nur sehr eigenartig wie er auf mich reagiert hat!“

„Wieso das denn?“, fragte ich gespannt.

Draco erklärte ruhig: „Er wollte wissen wer ich bin, ist ja verständlich und ich wollte es ihm nicht sagen, braucht er ja nicht zu wissen, dachte ich, doch dann ist er auf mich zu gekommen, hat obwohl ich ihm den Zauberstab an die Kehle gehalten habe mein Kinn ergriffen und mich genau gemustert, …er hat unheimliche Augen, finde ich, dieses stechende helle blau… und ist dann aber plötzlich zurück gewichen als hätte er auf ein mal begriffen was er tut! Er ist dann murmelnd ab gezogen, ich glaube ihm war gar nicht so klar das er laut redet, hat irgendwas gebrabbelt was sich anhörte wie: „Sieht genau so aus wie Abraxas in jungen Jahren, aber das kann ja nicht sein..!“ Ich glaube er hat mich als einen Malfoy erkannt, aber er hat nicht geschaltet, dass ich Abraxas Enkel sein könnte! Ich sag ja, manchmal schaltet er noch nicht so schnell, obwohl er für das was er erlebt hat erstaunlich aufgeweckt und gut beisammen ist!“

Ja, das war wirklich interessant und ich war mir sicher, Grindelwald würde sich relativ schnell erholen, wenn er jetzt schon so begann und ich war sehr gespannt was er uns an Informationen noch bringen würde. Während ich Dracos neue Informationen überdachte fragte er mich unvermittelt, aber grinsend:

„Was mich rasend interessiert, wie hast du ihn aus einem Hochsicherheitsgefängnis wie Nurmengrad rausholen können und bist nicht aufgeflogen?“, wirkte er fast aufgedreht bei der Aussicht was ich getan hatte und ich erzähle es ihm ausführlich, meine Entscheidung das Rita unwichtig war und nun das mit dem Inferi, das unterschlug ich dann etwas, aber er lauschte mir aufmerksam und blickte mich mit beeindruckten großen Augen an.

„Respekt Hermione, Respekt, du bist unglaublich, ich hab zwar mit einer Truppe Askaban erstürmt, aber deine Art das zu regeln finde ich um vieles listiger, du hättest eindeutig nach Slytherin gehen müssen!“, amüsierte er sich köstlich über meinen gelungen Coup, dann ragte er unvermittelt, als würde diese Idee spontan in seinem Kopf entstehen:

„Was hast du mit der Greengrass vor?“

Warf ich ihm einen verschlagenen Blick zu und da blitzte es freudig in seinen Augen, konnte er sich sicher denken was ich tun würde, daher antwortete ich auch vorfreudig grinsend: „Warts ab, lass dich überraschen und außerdem, wie war das noch, du wolltest dich nicht einmischen weil das mit „Potter“ meine Probleme sind?“

Arrogant hob er sein Gesicht an und erklärte leicht von oben herab: „Ja, aber jetzt, da Daphne diesen Antrag wohl auch unbedingt will und wartet und nachdem so viel passiert ist, ist es auch meine Sache, sie ist eine Slytherin, sie gehört zu mir, zu uns!“

Ich nickte grinsend, war ja klar, das Draco sich mal wieder einmischen wollte, sobald seine Slytherins wirklich involviert waren, daher lachte ich nun laut auf.

„Du wirst weich, mein lieber….Lass mich machen, ja! Ich regel das, sie gehört zu UNS, wie du so schön gesagt hast, Slytherin hin oder her!“, meinte ich erheitert, was ihm gar nicht passte und so antworte er schnippisch.

„Ok, Potter und Greengrass überlasse ich dir!“, und so frühstückten wir entspannt weiter, unterhielten uns über den Ball, denn da stand unsere kleine Aussprache noch an.

„Ich habe über das was auf dem Ball passiert ist nachgedacht, du sicher auch, hoffe ich zumindest. Ich denke, wir sollten das beide abharken, keiner von uns beiden hat sich mit Ruhm bekleckert und wir hätten fast wieder zugelassen, das Lucius Taten zwischen uns stehen, vergessen wir es?“, sah er mich intensiv an und hatte dies erstaunlich ruhig vorgetragen.

Ich schmunzelte über seine ruhigen Worte, er entschuldigte sich nicht für sein Verhalten, das hatte ich von ihm auch nicht erwartet, aber mir war klar, das was er sagte war so von ihm gleich bedeutend mit einer Entschuldigung, mein stolzer Malfoy entschuldigte sich schließlich nie und so nickte ich nur jovial und antwortete:

„Du bist hier, noch immer, ich glaube das reicht doch als Antwort oder, schließlich hab ich dich doch weder aus meinen Räumen noch aus meinem Bad geworfen!“

Ich grinste breit und erinnerte mich an die wohltuenden Dinge, die er mit mir unter der Dusche getan hatte, konnte es nicht bereuen, das ich ihm verziehen hatte und er jetzt hier war, denn es tat mir gerade einfach gut meinen Freund bei mir zu haben.

Lucius würde ich sein Verhalten nicht verzeihen können, mal ganz abgesehen von der Strafe, derich noch sehr zwiegespalten gegenüber stand, war sein Verhalten auf dem Ball und am morgen danach einfach unmöglich gewesen, er war ein Heuchler, das sah ich noch immer so.

Er kannte sich nicht mal selber und spielte mir auch noch vor, das er genau das tat was er wollte…. Also bitte. Da war mir Severus schon lieber, wobei ich mir sicher war das auch Severus nicht wirklich wusste was er wollte, den mal ehrlich, in Gefühlsdingen war Severus nicht wirklich einfach, also ich meine er war so schon kein leicht zu verstehender Mann, aber bei seinen Gefühlen für mich war er absolut nicht einschätzbar, aber das war Severus!

Wenigstens sperrte er sich nicht vor dem was sich bei ihm entwickelte. Ihm warf ich nur vor, das er noch Öl ins Feuer gegossen hatte am Ballabend und auch am nächsten Tag, das er grinsend sowohl Draco als auch Lucius noch provoziert hatte und somit nicht besser war als diese…so kindisch.

Das Draco, weil er noch immer ehrliche Gefühle für mich hatte, so reagierte, das konnte ich ihm nachsehen und auch wenn es mich etwas überrascht hatte, das er es schaffte sich den Luxus solch tiefer Gefühle noch immer leistete und trotzdem so kalt sein konnte. Ich hoffte für ihn, er würde sich das erhalten können, nicht nur weil er dadurch für mich der war, zu dem ich immer gehen konnte, nein, auch weil ihn genau das so sehr von den anderen beiden unterschied, das er fühlen konnte!

War nur die Frage wie ich dazu stand? Wie fühl ich noch? Konnte ich noch fühlen….kam ich nach Draco, oder den anderen beiden? In welche Richtung entwickelte ich mich? Eine knifflige Frage, mit der ich mich jetzt nicht belasten wollte.

Ich mochte schließlich, das Draco so kalt war und trotzdem Gefühle hatte, dann musste ich wohl auch akzeptieren, das er manchmal doch etwas aus seinen Gefühlen heraus falsch machte, jedoch nicht wenn es brennzlich wurde, sondern nurim Bezug auf Lucius beging er diese Fehler.

Der Tag entwickelte sich sehr angenehm, ich konnte mich erholen und entspannen zusammen mit Draco, wir beide genossen die Zeit zu zweit wirklich, redeten viel, schwelgten aber auch in der Gewissheit das uns niemand störte und wir einfach Zeit für uns hatten, wobei er sich rührend um mich kümmerte, immer wieder meinen Rücken eincremte, sodass ich gegen Abend mich wieder völlig fit und Einsatz bereit fühlte.

Am späten Nachmittag, kurz bevor er mich verließ, damit wir uns beide für den Ball herrichten konnten, überreichte er mir mit einem breiten Grinsen eine Schatulle und erklärte: „Es hätte auch gar nicht zu deinem Ballkleid Weihnachten gepasst, oder ich sollte besser sagen zu deinen Kleidern, doch ich hoffe, heute wird es passen, schließlich ist es eine Anfertigung extra für dich!“

Ich nahm die luxuriöse, dunkle Holzschatulle entgegen, klappte sie auf und entdeckte auf edlem, schwarzem Samt ein sagenhaftes Collier.

Es hatte so gar nichts gemein mit dem von Lucius, war unglaublich fein und filigran gearbeitet. Es war groß und zugleich sehr zierlich, würde tief in meinen Ausschnitt hängen und passte, da es in gelbgold war sicher gut zu dem Kleid, dass ich tragen wollte.

Das große Mittelstück des Colliers bestand aus vielen aufs unterschiedlichste geformten Blüten und Blättern, die genauso unregelmäßig mit Diamanten besetzt waren, wie die Blüten unregelmäßig verteilt waren. Es wirkte fast wie ein in Gold und Diamanten gebannter Ausschnitt einer Blumenwiese. Die Kette des Colliers bestand aus verwundenen Goldsträngen, die fast wie Ranken wirkten und an denen immer wieder kleine, goldene Blüten mit Diamanten hingen. Um die Blumen noch heraus zu heben waren einige in Weißgold gefertigt, was den Eindruck einer bunten Blütenwiese noch verstärkte.

http://de.edenly.com/garten-von-edenly/collier-zauber-vom-garten-von-edenly,2003,91.html

Bewundernd strich ich über diese wirklich wunderschöne Arbeit und sah Draco freudig an. Er beobachtete mich genau und freute sich sichtlich als ich auf ihn zu ging und ihm mit einem langen, zärtlichen Kuss für dieses wunderschöne Geschenk und dafür, dass er gewartet hatte, dankte.

Dann verließ er mich um sich auch fertig zu machen und ich holte das zweite Geschenk aus meinem Schrank, das ich heute tragen würde, aber es war nicht das letzte Geschenk, das ich heute für mich ausgesucht hatte.

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