When Hermione Fights
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 Kapitel 209-210

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BeitragThema: Kapitel 209-210   Kapitel 209-210 EmptyDo Feb 09, 2012 6:51 am

209. Kapitel Arthurs und Hermiones Auftritt

Severus Sicht


Versteckte sie sich?

Heute Abend wäre der Ball des Lords, wir feierten im vertrauten und freundlichen Kreis der DeathEater mit dem Lord Sylvester, schließlich war heute der 31.12, was freute ich mich unsäglich!

Ich versuchte es mit zynischer Gelassenheit zu sehen, dass ich schon wieder ein Fest, einen Ball, würde über mich ergehen lassen müssen.

Aber bevor ich das Vergnügen haben würde mich wieder an den Lustbarkeiten des Lebens unter einem Haufen Irrer DeathEater und dem Dark Lord zu erfreuen, hatte ich die Ehre einer, wie so oft extrem ergiebigen Sitzung des Ordens beizuwohnen.

Diese unseligen Treffen enervierten wirklich immer und ich tat mir immer Leid. Ich weiß, es war beständig dasselbe Lied, aber echt, diese gackernder Menge zerrte an meinen angespannten Nerven.

Ich hatte schweigend zugehört, bis sie sich wichtigtuerisch an mich wandten, da Shacklebolt und Tonks ja diesen unsäglichen Ball besucht hatten, als Schatten unseres werten Ministers hatten sie die „Frau“ gesehen und Tonks beschwor, das es die gleiche war wie vom „Geköpften Henker“ und dem Muggelrestaurant und das ich mich ihr genährt hatte. Sie spielten auf dem Vorfall am Ende des Balls hin an, als ich sie aufforderte in mein Zimmer zu kommen.

Bei der Erinnerung verzog ich missmutig das Gesicht, da sich die geballte Aufmerksamkeit auf mich richtete und das Biest auch nicht erschienen war, grollte ich darüber immer noch, das sich mich versetzt hatte.

„Severus… ich frage dich noch einmal, kennst du die Frau…der Malfoys?“, fragte mich nun sehr ernster Dumbledore mit besorgt klingernder Stimme und sorgte damit für das absolute verstummen aller Gespräche in dem Raum und ich hob indigniert und misstrauisch meine Braue, wusste der Gute mehr als er zugab? Vermutete er etwas?

Na, das würde doch ein Spaß werden.

„Nein, Sir, leider….!“, zog ich die Wörter bedeutungsschwanger in die Länge und zuckte die Schultern und saß weiter unbeteiligt in meiner dunklen Ecke.

„Aber Snape, das sah nicht so aus….so wie du sie vertraut angefasst und ihr etwas ins Ohr gewispert hast! Das war sehr vertraut und, und intim…!“, warf Tonks schlau ein und ich rollte entnervt die Augen.

„Sicher…ich weiß wirklich nicht wer die Frau ist, aber ich weiß, das ich es herausfinden will und soll und so habe ich mich ihr bewusst genährt, ich wollte fragen ob ich sie nach dem Ball in ihrer Suite aufsuchen kann!“, erklärte ich unbeeindruckt, dann löste meine Ausrede prusten und Erheiterung unter den Anwesenden aus und meine Miene wurde noch starrer und ausdrucksloser, was fiel diesen Kretins ein?

„Ja, sicher Severus…du wolltest den Charmeur geben?“, kicherte irgendein Idiot und erntete viel Zustimmung.

„Oder noch besser, den Verführer?“, prustete nun einer, aber mich tangierte ihr absolut kindisches Verhalten gar nicht, machten sie sich über mich lustig und ich dachte nur kurz zurück, wie ich das Biest sehr wohl verführen konnte wenn ich wollte. Rief ich mir doch nur das Intermezzo im Eingangsbereich von Hogwarts in Erinnerung und gleichzeitig, wie Lucius unter seiner Trauerweide eine Abfuhr kassiert hatte, die es in sich hatte, also fletschte ich die Zähne und grinste böse in die Gegend.

Die Twins neben mir zogen ängstlich die Köpfe ein, vor allem da sie wussten, wie Hermione und ich zueinander standen, daher funktionierte unsere Zusammenarbeit zur vollsten Zufriedenheit, da sie nur das weitersagten was ich wollte, waren die Mitglieder des Ordens einfach nur dumme Hohlköpfe.

„Nun anders als ihr, weiß ich, dass jeder der Familie eine Suite bewohnt und ich will durchaus wissen wer diese Frau ist!“, erklärte ich herablassend und blickte dunkel in die Runde.

„Und konntest du etwas hausbekommen?“, drang Albus weiter in mich.

„Leider nein, sie hat abgeblockt, ich bin öfters im Manor, aber ich habe sie noch nie dort gesehen, sie scheinen nicht sagen zu wollen, wer sie ist!“, klang ich eisig wie immer und sehr gleichgültig.

„Ich habe versuchte die oberen Räume zu erreichen, aber es war wie in einem Labyrinth. Ich bin nie angekommen! Da waren nur Wände…..“, sagte nun Tonks enttäuscht in die Runde und ich konnte über so eine bescheuerte Frage nur den Kopf schütteln, antwortete aber nicht, denn das war mir zu doof. Saßen hier nur minderbemittelte Idioten?

„Snape, sagen sie doch dazu was!“, drängte William…Bill Weasley auf mich ein.

„BITTE!“, schnarrte ich ölig „…sie denken doch wohl nicht, das in einem so uralten Haus keine Schutzzauber auf den Korridoren liegen, gerade bei einem Ball, Lucius traut keinem seiner Gäste!“, musste ich das offensichtliche zusammenfassen und war gewillt dem Jungen den Schulabschluss abzuerkennen.

„Aber sie können zu den Suiten?“, wollte nun Vane neugierig wissen.

„Ja!“, kurz und schmerzlos.

„Warum, suchen sie die FRAU dann nicht?“, fragte Odgen weiter.

„Wissen sie wie groß das Manor ist? Da könnte ich stundenlang nach der richtigen Suite suchen und nichts finden! Da gibt es nicht eine Suite, da gibt es vielleicht vierzig oder fünfzig!“, zischte ich genervt, bitte, das Manor war wahrlich riesig, unterdessen blickten mich einige mit großen Augen an, aber schließlich kannten die meisten doch nur Hogwarts, doch bitte, Prince Haus hatte auch fast fünfzehn aufzuweisen, daher rümpfte ich überheblich die Nase.

„Zu schade Severus, wirklich zu schade, dass du nichts weißt!“, klang das nur in meinen Ohren von Dumbeldore skeptisch?

Warum dachte der Zausel mir nicht trauen zu können? Ich sah, dass er mir dann doch glaubte, da er mir nun ein verspätetes Nicken schenkte nachdem er nachgedacht hatte, aber trotzdem verwunderten mich sein Zweifel und sein Misstrauen! Er vertraute mir seit Jahren ungefragt und doch, schon das letzte Mal bei der „Frau“ war er mit zweifelnd erschienen, als ich abstritt zu wissen wer sie war, die sich mit Lucius getroffen hatte.

Was wusste er? Das es Hermione war? Aber selbst wenn er es wusste, wenn ich diese Abwegigkeit in Betracht zog? Stellte sich die Frage, woher er es wissen sollte! Aber so wie er sich verhielt, war es verdächtig, anzunehmen, dass er etwas ahnte! Nun musste ich mit Bedacht vorgehen, also war ich sofort auf der Hut!

Aber mir war auch klar, dass ich bei meiner Geschichte bleiben musste, denn er wusste nicht wie eng ich mit den Malfoys verbunden war, das ich Dracos Pate war, das Lucius wie ein Bruder für mich in der Jugend gewesen war, das ich eine Wohnung im Manor hatte. Wie gesagt, der Alter wusste nichts, nur das ich ab und an im Manor ein und aus ging und Lucius für mich Lucius war.

Also war es durchaus glaubhaft, dass ich nicht wusste wer das Mädchen war, denn wenn die Malfoys nicht wollten, dass es jemand wusste, würde es auch niemand erfahren.

Blieb nur die Frage, woher der Alte es wissen könnte das Hermione keine Granger mehr war, daher verengten sich meine Augen minimal als ich alles kalkulierte was damit einherging, doch dann verschob ich meine Überlegungen resolut auf später.

Ich musste in die Offensive gehen und das tat ich dann auch:

„Professor, ich habe zum ersten mal von der Frau erfahren, als sie mir von ihr erzählten, seit dem versuche ich dahinter zu kommen und jetzt, auf den Ball, ergab sich die Möglichkeit, aber leider ist dieses Weib nicht gerade sehr handzahm!“, log ich noch nicht einmal. Das Biest konnte eine Zicke ohne gleichen sein.

„Zu schade ….!“, murmelte er in seinen langen, weißen Bart.

„Ja, mich würde rasend interessieren wer sie ist, Lucius Malfoy schien ganz verrückt und verzückt von ihr….wie er mit ihr getanzt hat, er hat sie über die Tanzfläche gewirbelt und ich glaube auch es ist etwas zwischen ihnen vorgefallen… denn sie hat ja das Kleid gewechselt!“, schien Tonks begierig ihre Beobachtungen unter die Leute zu bekommen und klang schrecklich aufgekratzt.

„Würde mich nicht wundern wenn sie es irgendwo getrieben hätten, so wie sie sich aufgeheizt haben!“, brummte Shacklebolt.

„Ja, aber auch mit Draco Malfoy schien sie sehr innig und vertraut …Professor Snape, wissen sie ob der Junge in der Schule eine Freundin hat?“, wollte der augenblickliche lilane Schopf wissen.

„Warum sollte ich darüber Kenntnis besitzen?“, brummte ich nur, bitte, als würde mich interessieren wer mit wem zusammen war, schließlich war ich nicht so eine Tratschtante wie die Professorinnen bei den unsäglichen Konferenzen.

„Das war klar!“, stöhnte Lupin schwer auf und ich sah ihn abfällig an, auch wenn er nun immer besser gekleidet war nach seiner Erbschaft, war er trotzdem nervig und ich konnte ihn nicht leiden.

„Nun, also ich wüsste echt gerne zu wem sie gehört, ob zum Junior oder zum Senior!“, spielte Tonks unruhig mit ihren Nägeln und kratzte fahrig über den Tisch, während der Auror fortfuhr.

„Wer auch immer von den beiden, ich verstehe es! Sie war absolut heiß…ein Kleid schöner und verführerischer als das andere, sehr selbstbewusst. Sie wusste sich zu bewegen und aufzutreten, eine schöne Frau!“, schwärmte Shacklebolt, dabei verdüsterte sich mein Blick, als ich mir die Schwärmerei des dunkelhäutigen Mannes anhören musste, der hatte wo anders hinzuschauen, unterdessen bemerkte ich aber auch den Blick von Dumbledore, der mich aufmerksam betrachtete und ich sah ihn offen fragend an, worauf er mir ein verschlagenes zwinkern schickte.

„Die hätte ich gerne gesehen!“, meinte Weasley verträumt was ihm einen Rippenstoß seiner Mutter einbrachte, schließlich war er doch verlobt.

„Oh…dein Bruder hat mit ihr getanzt!“, warf da der Auror ein und erntete Stirnrunzeln.

„Welcher Bruder…?“, fragte Bill und ich rollte ob so viel Dummheit mit den Augen.

„Percy…Percy Weasley!“, erklärte er und da ging es los, ein Gekreische und Gekeife, bitte sie hatten getanzt und der Schreibtischhengst hatte gewirkt als hätte er einen Stock im Arsch und nicht eine heißblütige Frau im Arm.

„Glaubt ihr Er oder der Minister wissen, wer die Frau war, also namentlich?“, wollte Remus, jetzt zum ersten mal konstruktiv an der Versammlung beteiligt, wissen als Tonks ihn ansah.

„Nein, es wirkten nicht so, ich hab nur gehört wie er sie Miss Malfoy genannt hat als sie nah an mir vorbeitanzten!“, zuckte sie die Schultern.

Nun ging es erst richtig los, doch was interessierte mich das???

Eben genau gar nichts, denn nun durfte wir uns anhören, das die bösen Kinder, namens Ron und darauf folgte ein Todesblick zu den Twins, die Weihnachtsgeschenke zurückgeschickt hätten….“ungeöffnet“, was für ein unverfroren Vergehen, unter Anbetracht dessen das die „Kinder“ halt nicht dämlich waren und wussten, das da Überwachungszauber darauf waren, war das doch die logische Konsequenz, also fragte ich mich ob die echt dachten das ihre Umwelt und ihre Kinder hirnverbrannt waren.

„Und…Harry und RON ich kann das nicht nachvollziehen was ihnen Hermione gibt …sie ist so schrecklich kalt, ich vergess nicht wie aggressiv sie sich auf dem Bahnsteig gegeben hat! Auch Ginny hat sie, wie es scheint nun eingewickelt, so komisch wie sie ist, sie sagt fast nichts! Was passiert mit meinen Kindern?“, lamentierte Molly als Bill sich zu ihr wandte und die Stirn runzelte.

„Also Mum, mit Ginny ist doch alles okay, ich war mit ihr bei diesem Benefizspiel bei Puddlemere United und da war sie ein nettes, liebes Mädel immer noch total Quiddich verrückt und noch immer die kleine Schwester, die ich kannte!“, tat er ihre Einwände ab und auch Molly tat es anscheinend mit einem seufzenden schulterzucken ab, nachdem ihr ältester Sohn es anders sah, aber das die anderen sich verändert hatten ließ sie sich nicht ausreden.

„Okay, aber Hermione ist trotzdem komisch!“, verschränkte sie die Arme unter ihrem mächtigen Busen. „Habt ihr gesehen, wie Ron sich verändert hat? Und er SIE angefasst hat vor dem Zug, mit dem Finger aus ihrem Mund?“, quietschte sie fast. „Auch wenn es mir einige nicht glauben, ich SPÜRE einfach das Harry und Ron bei ihr in Gefahr sind!“, beschwor sie nun mit eindringlicher Stimme. So durfte ich mit verfolgen wie sich ein Red Devil die Hand lautstark auf die Stirn schlug, als die quengelnde Stimme von ihrer Mutter durch die Küche schallte.

Doch dann riss sich einer der Twins zusammen und erhob die Stimme:

„Wir verstehen Ronilein, so hängt er nicht mehr an Mamis Rockzipfel, seid doch froh...er wird erwachsen und selbstständig!“

„Ihr zwei seid ruhig!“, brüllte Bill und meinte dann ruhiger „Ihr habt schließlich nicht gesehen wie er sich entwickelt hat, ihr wisst doch gar nicht wie Ron er jetzt ist, ihr hättet mal sehen sollen was er auf dem Bahnsteig abgezogen hat!“ Bei den Worten ihres älteren Bruders rollten die Twins theatralisch und melodramatisch mit den Augen, schließlich lebten sie mit Ron zusammen, doch das wusste hier ja keiner, aber es war zu köstlich und amüsant das Familientheater zu beobachten.

Doch nun schien es dem sogenannten Familienoberhaupt der Weasleys zu reichen, worauf er mit seiner Hand fest auf die Tischplatte schlug.

„Schluss jetzt, hört auf, alle miteinander auch DU Molly!“, erklärte er laut und autoritär, blickte einem nach dem anderen seine Familie eindringlich an.

„Aber Arthur….!“, kam es von einer sprachlosen Molly.

„Nein, Molly! Es reicht, wir müssen der Tatsache ins Auge sehen, das einige unserer Kinder uns nicht mehr trauen! Aus den wohl unterschiedlichsten Gründen!“, dabei warf er einen traurigen Blick auf die Twins „…und Molly, so leid es mir tut zu sagen, du trägst selbst Schuld…ich hab es dir gesagt, leg keinen Bann auf die Geschenke, die KINDER sind doch nicht doof! Was erwartest du? Glaub mir Molly, so werden wir sie verlieren! Wir sollten einsehen, dass sie erwachsen werden, das sie ihre eigenen Wege gehen und wenn ich das richtig sehe, sogar erfolgreich!“, sein Blick war erneut zu den Twins gegangen, die perplex schienen, schließlich hatte ihr Vater gerade eingestanden das er durchaus den Erfolg sah, den sie mit ihrem Geschäft hatten, aber der war ja auch unübersehbar, nicht nur das ihr Geschäft eines der ganz wenigen in der Alley war, das noch nicht angegriffen worden war, weil sie so hervorragende Kontakte hatten, nein, sie trugen ihre neuen Reichtum ja auch dezent in ihrer sehr exzentrischen Kleidung nach außen zur Schau, musste ich mal wieder sarkastisch feststellen, denn ihre Anzüge bissen sich wie immer mit ihren roten Haaren schrecklich. Aber auch die anderen schwiegen und so legte sich eine gespenstische Stille über den Raum nur Molly schluchzte mal wieder auf als Arthur ernst weitersprach:

„Außerdem verstehe ich nicht was ihr alle wollt, Ron und auch Harry, haben sich meines Erachtens großartig entwickelt, sie sind junge Männer. Ron erschien mir stark und selbstbewusst, viel mehr als früher….und ich versuche meinem Sohn zu vertrauen das er eine gute Menschenkenntnis hat!“, blickte er in die Runde und sein Blick heftete sich auch an Remus fest als dieser sonst so gemütliche Mann mit dem kleine Schmerbauch und dem schütteren hellroten Haar in die Höhe reckte und mal Tacheles redete, denn wir alle wussten, das Remus sich besonders schwer tat Hermione zu vertrauen und es überhaupt nicht gut hieß das Harry mit ihr gegangen war.

„Ja, sie stehen ihrer Freundin bei und lasst uns nicht vergessen, wie auch immer das Mädchen auftritt, sie hat erst vor kurzem ihre Eltern verloren, das nimmt jeden mit und dann in dem Alter, das geht nicht ohne Narben einem vorüber unter diesen Umständen ist sie sehr taff und wie sie ihr Leben selbst in die Hand nimmt! Außerdem war Hermione doch immer die Vernünftige von den dreien, ich denke nicht, dass sie bei ihr in Gefahr sind. Und Ginny, also ich verstehe warum sie ruhiger und zurückgezogener geworden ist, überlegt doch mal, sie ist alleine, vorher waren immer zumindest Ron und Harry noch hier, jetzt hockt sie als einziges Kind hier rum oder verbringt die Ferien alleine mit uns erwachsenen im Fuchsbau, ich denke, sie langweilt sich schrecklich!“, hoben die nun betretene Stimmung die Twins auf, indem sie zu grölen und zu johlen begannen, dann jubelten sie los und schlugen wie wild auf den Tisch ein und grinsten dämlich durch die Gegend, ich blickte sie verächtlich an, kaum zu glauben, dass ich diese chaotischen Idioten in meiner Umgebung duldete. Aber Arthur überraschte mich mit seinen Einsichten, zwar würde es dem Biest sicher gar nicht gefallen das er sie für so schwach hielt, aber mit Ginny, wenigstens sah er, das seine Tochter einsam war, was wohl Molly nicht gesehen hatte.

„Auf Dad!“, riefen sie nun beide im Chor. Oh…wenn das Biest wüsste wie Arthur sie gerade dargestellt hatte! Ich mochte nicht wissen wie sehr sie dies vergären würde, schließlich hatte es nicht einen Tag gegeben an dem sie ihre Eltern betrauerte….war sie so kalt?

Moment, hätte sie der Verlust ihrer Eltern in den Sommerferien nicht härter treffen müssen, begannen meine Gedanken zu rasen…Himmel, da war was faul, aber wie, das mir das bisher verborgen geblieben war! Verdammt, aber ja, ich erinnert mich als ich sie in ihrem Haus aufgesucht hatte, sie hatte nicht gewirkt wie jemand der seine Eltern verloren hatte, eher wie jemand der etwas plante?

„So wie ich es sage, ich beseitige den einzigen Unsicherheitsfaktor den es in meinem Leben gibt! Meine Eltern!!!“, erinnerte ich mich, das waren ihre original Worte im Cottage gewesen damals und im Haus ihrer Eltern meinte sie zu mir, sie hätte sie „erfolgreich eliminiert!“, hatte ich es damals hingenommen, da ich nicht damit gerechnet hatte, dass sie etwas getan hatte was verwerflich war, als ich dann hörte, das ihre Eltern bei einem Unfall verstorben waren, dachte ich zuerst sie hätte es getan, aber das konnte und wollte ich nicht denken, aber jetzt…was hätte sie mit ihren Eltern getan haben können?

Da ich mittlerweile wusste was sie alles tat und zu tun gewillt war, glitten meine missmutigen Gedanken zu den Inferi…würde ich wohl alles in Betracht ziehen müssen. Hatte sie am Ende ihre Eltern ermordet?

Nein, kam selbst mir der Gedanke abwegig vor….das hätte sie nicht getan? Oder?

Aber was dann? Was könnte sie getan haben??? Sie hatte gewusst, das sie ins Manor musste…. Unterdessen sorgte Arthur wieder für Ruhe und ich war erneut mit meinen Gedanken vor Ort und hörte zu wie er nun meinte:

„Ich habe die Noten von Ron gesehen, dank ihrer Information Professor und sie waren so gut wie noch nie! Ich weiß ja nicht was ihr denkt, aber Hermione scheint wirklich auf die Jungs zu achten, schließlich haben sie sich sehr genau überlegt wie Harry am Bahnhof ungesehen abhauen kann und selbst Professor Dumbledore schafft es ja nicht sie in ihrem Versteck zu finden!“, zog bei diesen Worten der Alte ein leidendes Gesicht und ich schmunzelte minimal. „Und Professor, sie müssen ihr rechtgeben, als sie zu der Ordensversammlung nach Sirius Testamentseröffnung kam, dass das was sie sagte stimmt…keiner von uns hat an die Sicherheit ihrer Eltern gedacht! Oder? Dass sie uns nicht sonderlich traut, ist da nicht verwunderlich und Harry….nun, sie ist seine Freundin und hat ihn wohl noch nie enttäuscht!“, autsch, immer vor Arthur gib es ihnen, sah nun selbst Molly wie geschlagen aus, auch Remus zog seinen Kopf ein und der Alte wirkte peinlich berührt, stimmte es was Arthur sagte, Hermione war vergessen worden, aber wie gesagt, das Biest konnte wunderbar für sich selbst sorgen.

Nun ging, wie zu erwarten, das große BlaBla weiter, da sich sonst nichts ereignet hatte, außer das das Haus von Fudge angezündet worden war und das wusste ich schon, da ich selbst dabei gewesen war, damit die Idioten durch die Schutzzauber kamen. Der gute Ex-Minister war aber ausgeflogen gewesen und machte Urlaub, oder zog von Ball zu Ball, wie in der Jahreszeit üblich, drohte mir doch auch schon das nächste unabänderliche, gesellschaftliche Ereignis, daher unterdrückte ich ein kaltes Grausen.

„Ach, habt ihr den heutigen Tagespropheten gelesen?“, warf nun Molly erregt ein.

„Nein….“, „Noch nicht….!“, „Stand doch nix besonders drin!“, warf einer nach dem anderen ein und selbst ich lüpfte die Braue.

„Doch schon, Rita Skeeter hat eine Sonderheftbeilage gehabt und über Nurmengrad berichtet, das war sehr spannend. Sie hat geschrieben über den Aufbau und die Geschichte des Gefängnisses und das sie mit dem Kommandanten gesprochen hat und auch ein Auge auf Grindelwald werfen durfte!“, erzählte sie erregt und ich bemerkte das minimale Zusammenzucken von Dumbledore und wie er über seine schwarze, im Handschuh verpackte, Hand strich und wusste, etwas passte ihm nicht.

Und mir passte es nicht zu wissen, das der Käfer dem Biest gehörte und das diese zur selben Zeit in Bulgarien gewesen sein musste wie SIE, was hatte sie in Nurmengrad gewollt?

Bis jetzt hatte ich noch keine Zeit gehabt darüber nachzudenken was der Grund sein konnte das SIE weggegangen war, dafür waren die letzten Tage zu sehr mit den unterschiedlichsten Aufgaben für mich angefüllt gewesen, aber ja es stimmte, sie war bestimmt nicht aus Spaß an der Freude zu diesem Krum gegangen.

Nurmengrad? Interessant……wusste ich nur schon instinktiv, das sie mir nie antworten würde, also würde ich beobachten und wenn der rechte Zeitpunkt kam, dann würde ich mir das Biest kaufen.

Jetzt löste sich die Versammlung auf, doch bevor ich mich an Dumbledore hängen konnte, musste ich wohl noch warten, da er noch mit dem ein oder anderen sprach.

Ich blieb zurück in einer dunklen Ecke, doch nicht unbemerkt, denn die Red Devils traten zu mir, blieb mir auch nichts erspart, ich tat mir schrecklich leid, als sie verschwörerisch grinsend leise fragten:

„Ist unser Präsent bei ihnen angekommen?“

Ich hob indigniert eine Braue, wollten sie darauf wirklich eine Antwort, dann verschränkte ich die Arme abwehrend vor der Brust.

„Natürlich, der Bote war doch vertrauenswürdig!“, warf ich süffisant ein.

Als ob Draco nicht überbringen würde wenn man ihm etwas für mich gab. Die Twins nickten zufrieden und fragten dann neugierig weiter, mit gespanntem Blick:

„Und, sagt es ihnen zu?“

Darauf würde ich wohl kaum antworten und das erkannte sie wohl auch, da sie missmutige und gespielt traurig mit den augenrollend zu mir aufsahen.

„Was sollte das?“, brummte ich als Antwort auf.

Die Devils grinsten erst einander breit an, dann mich und erklärten feixend:

„Vielleicht unserer Art danke zu sagen, Herr Professor und Schutz können selbst sie nie genug haben…! Auch wenn uns bewusst ist, das sie seiner nicht bedürften, schaden kann es nie und SIE würde es wohl gar nicht schätzten wenn ihnen etwas passieren würde!“, warfen sie geschickt das Biest mit in den Ring.

Das war auch der Grund warum ich ihr Geschenk angenommen hatte, die Jacke sah gut aus und bot Schutz, sehr clever gemacht von den beiden.

Ich sah aus den Augenwinkeln das hinter den Twins sich Dumbledore doch anschickte zu gehen, grollte nur undankbar: „Mir soll´s recht sein…!“ und hängte mich dann an Dumbledores Fersen, hörte jedoch noch beim Gehen wie die Devils hinter mir erheitert kicherten, typisch mal wieder, standen sie über meiner abweisenden Art.

Ich hatte zu Dumbledore aufgeschlossen und wir schlenderten einen sehr verlassenen Korridor von Hogwarts entlang, während ich ihm seinen Trank zusteckte und er mich fragte:

„Du bist dieses Jahr, ja nicht in Hogwarts über die Feiertage?“

„Das ist Korrekt Schulleiter, da ich hoffe so eher an die relevanten Informationen zu kommen!“, bot ich zackig an und verschränkte die Arme in meinem Rücken, während ich sehr gerade lief.

„Das ist gut Severus, das ist gut, das mit den Malfoys gefällt mir gar nicht! Absolut nicht um genau zu sein! Auch das du nichts rausfindest! Mir ist egal ob der Minister auf seinem Ball tanzt und das er viele hat glauben machen das er kein DetahEater sei, für mich ist Lucius Malfoy immer noch höchst verdächtig!“, drang seine leise Stimme zu mir.

„Ja, Lucius ist in letzter Zeit noch misstrauischer und geheimnisvoller als sonst, hinzu kommt seine miserable Laune!“, murrte ich und es stimmte, schließlich hatte sich Lucius seit der Eskalation mit dem Biest in einen gemeingefährlichen Eisklotz verwandelt, der seine Wut darin auslebte besonders erfinderisch zu sein Angst und Schrecken zu verbreiten, dabei stand er Bellatrix in seiner Grausamkeit seit zwei Tagen in nichts nach.

„Bedenklich…“, sinnierte Dumbledore und strich sich durch seinen langen, weißen Bart.

„Schulleiter, haben sie bezüglich der „DAME“ eine Vermutung?“, forschte ich nach.

„IN der Tat…vielleicht, vielleicht!“, oh… wenn, er so sinnierend sprach konnte ich mir meine wertvolle Spuke sparen, das hieß ich musste rausfinden woher er es wusste, da er etwas wusste, aber es mir nicht sagen würde, ganz toll, fantastisch, um genau zu sein!

„Auch noch dieser Artikel von Skeeter!“, giftete ich nun, da ich erforschen wollte, warum er hier eine Regung gezeigt hatte.

„Tja, es wundert mich nicht, nach der Sache mit den entflohenen DeathEatern hat sich Askaban nicht mit Ruhm bekleckert und das Miss Skeeter da sofort den Finger auf die Wunde legt…nein, es ist nicht überraschend, das sie in dieser Wunde bohrt!“, erklärte Dumbledore sinnierend.

„Ich stimme zu! Das wird ihre Intention gewesen sein!“, glaubte ich nicht, dass das Hermiones Anwesenheit bedurft hätte, aber gut, wir würden sehen, vielleicht sah der Direktor wirklich nicht mehr dahinter, als das es ihn an alte, längst vergangene Zeiten erinnerte.

Was sollte ich tun, fragte ich mich und versank in Gedanken, Hermione auf das eine wie das andere ansprechen?

Wir würden sehen! Ich eilte grußlos wieder von dannen und umschiffte einige idiotische Hufflepuffs, die zu doof waren mir aus dem Weg zu gehen, strafte sie mit einem Todesblick und dem obligatorischen Punkteabzug für Dummheit.



Seit der Strafe hatte sich das Biest nicht mehr gezeigt, wobei ich vermutete, das sie es nicht nur wegen der Schmerzen tat, schließlich war nur Draco bei ihr, aber Lucius hatte der Tage auch nicht nach ihr gefragt, was wohl auch besser war und ich… nun, ich hatte mich auch zurückgehalten und mich in meiner Arbeit vergraben. Es war eine eigentümliche Stimmung, der ich nicht gewillt war auf den Grund zu gehen!

Jetzt harrte ich zusammen mit Lucius unten im Foyer auf die zwei, damit wir gemeinsam aufbrechen konnten, wobei die Betonung auf dem Wort brechen liegen sollte, denn das hätte ich lieber getan.

Ich trug wie eh und je meinen Gehrock in schwarz, doch diesmal war er nur aus Samt und das ohne großen Schnickschnack, anders als auf diesem bescheuerten Maskenball von Lucius, wo er aus Seide gewesen war inklusiver der dämlichen Maske.

Aber mal ehrlich, ich tat mir da schon wieder unsäglich Leid, ich hasste Menschenmassen und die der volltrotteligen DeathEater schon besonders und Lucius ….nun der trug einen langen, sehr starr und gerade geschnittenen Brokatmantel mit hohem Stehkragen in sattem Silber. Heute waren seine Haare offen und fielen weit über seine Schultern und in der Hand hielt er seinen Gehstock, damit spielte er ungeduldig, somit wirkte er wie ein herrschender Monarch in seiner aristokratischen Pracht…so ein eitler Pfau.

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Dies war Lucius seit zwei Tagen, er sprach wenig und schaute nur bösartig durch die Gegend, seine Stimmung war grausig und ich hatte schon mindestens zwei Gläser nach ihm geschleudert, da er mich in den Wahnsinn trieb mit seiner versnobten Art, nur weil das Biest nicht mit ihm vögeln wollte!

Der Mann war schrecklich! Ich fragte mich bis heute wie er es hatte in den Sand setzten können, SIE hatte eindeutig vor ihm kapituliert, eigentlich hätte er sie nur noch „pflücken“ brauchen, aber wie es schien war ihm in der Hitze des Gefechts die Raffinesse abhanden gekommen.

Und dank mir und meiner Leistungen auf dem Gebiet, worauf ich nicht wirklich stolz war, hatte sie es geschafft sich zu wehren und wieder zu sich zu finden, ich wusste nur nicht ob ich mich über diese Erkenntnis freuen sollte, oder eher nicht?

Als meine Gedanken in die Realität zurückkehrten und sich mein Blick auf die Treppe richtete, kam Draco gerade herunter und er zeigte einen zufrieden, aber an sich ausdruckslosen Blick und zuckte die Schultern, da SIE, wie es schien, auf sich warten ließ.

Er trug einen ungewöhnlich langen, schwarzen Mantel, der ihm fast bis zu den Knöcheln ging. Er war mit seinen breiten Schultern offenbar dazu gedacht offen getragen zu werden. Die zwölf unverkennbaren Tressen in Gold die rechts und links des Revers gleichmäßig verteilt waren über der Brust, zogen regelrecht die Aufmerksamkeit auf ihn, aber ansonsten war der Mantel recht schlicht gehalten, abgesehen von der Goldeinfassung des Saumes und des goldenen Streifens an den Ärmeln über den Handgelenken.

Darunter trug er eine schwarze Hose, schwarze, lederne Stiefel, ein schwarzes Hemd, sowie eine schwarze Weste, keinerlei Schnickschnack oder sonstige, weiter Verzierungen, war wohl bei dem Mantel auch nicht nötig war.

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Er trat lässig auf seinen Vater und mich zu und grüßte mit einem nonchalanten Kopfneigen, als ich, beziehungsweise wir, einen Auftritt sondergleichen erlebte, wie selten zuvor gesehen.

Denn nun rauschte in rasender Geschwindigkeit eine rote aufgebauschte Gestalt die Treppe herunter und bescherte uns mit ihrer überschäumenden Energie regelrecht einen Schock, da wir so desinteressiert und genervt wirkten, aber als SIE herein wirbelte war es als käme Leben in uns tristen Haufen.

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Sie trug einen bordeauxroten Jacquardmantel der ein Muster aus glänzenden Rosen zeigte, aufgrund seiner Weite ließ er nur erahnen was sie darunter trug, es war ein goldschwarzes Kleid, aber wie es genau aussah, konnte ich nicht sagen, denn es wurde von dem Mantel verborgen, auch ihr Gesicht war schon gut versteckt, da sie die Kapuze aufhatte.

Sie kam vor uns, ein wenig außer Atem, zum Stehen und lachte offen und ehrlich, damit schockte sie mich, auf das ich noch ein Stückchen starrer und gerader da stand und ich bemerkte aus den Augenwinkeln, das Lucius gut verborgen ebenfalls eine Reaktion nicht unterdrücken konnte und sich etwas mehr reckte und mehr als erstaunt war, das er Hermiones tiefes, heiteres Lachen vernehmen musste, nachdem sie uns alle geballt zum ersten mal nach der Züchtigung wiedersah.

„….oh, entschuldigt, ich hatte was im Zimmer liegen lassen,….Lucius, Severus!“, konnte ich ihr strahlendes Grinsen sehen, als sie schnaufend vor uns anhielt und uns sehr höflich grüßte, dabei zeigte sie keine verständliche Scheu oder ängstliche Zurückhaltung mir oder gar Lucius direkt in die Augen zu sehen. Typisch Gryffindor, dämlich und mutig bis in den Tod, war das einzige was ich sarkastisch denken konnte, dennoch wirkte es aber nicht wirklich gespielt von ihr!

Verdammt, dieses Biest war in etwa so gut zu lesen wie der Lord!

Ich bemerkte die große Irritation, die sie bei meinem Gockel auslöste sehr wohl, aber was sollte man da tun? Wer sah Lucius, nachdem er einen mitleidlos misshandelt hatte, mit einem Lächeln an?

Eben, niemand, selbst die DeathEater nicht, das tat niemand, niemand stand darüber wenn er verprügelte wurde! Schluss, ich verstand sie nicht! Und mit ihrer Art würde sie auch Lucius nicht verstehen!

Also neigte er leicht das Haupt, womit er ihre Begrüßung annahm und dann strahlte sie noch ein wenig mehr, erinnerte es mich auf einmal sehr daran als wir unseren großen Streit gehabt hatten und sie sich weigerte wieder zu mir zu kommen, nachdem ich sie nicht respektvoll behandelt hatte und sie mir immer mit einem Lächeln entwischt war.

Wie sie sich mir regelmäßig freundlich entzogen hatte, aber nie mit Vorwürfen gekommen war, letztendlich musste ich ihrer Taktik zugutehalten, sie wirkte, daher presste sich mein Kiefer ärgerlich aufeinander, ich mochte nicht wissen wie sich Lucius fühlte. Das ich sie danach in mein Bett gelassen hatte, damit sie schlief…..machte sie einen weich, unweigerlich! Das war doch zu ärgerlich!

Aber sie schaffte es effektiv mir mit dieser stoischen Haltung zu suggerieren das wir überreagiert hatten und sie die arme zu bemitleidende Person war, die unter uns Despoten litt, oh das Biest war ein Biest, aber was für eins, sehr Manipulativ….dann wandte ich den Kopf und bemerkte das unterdrückte Schmunzeln von Draco, der sie auch durchschaute, aber das Schlimme war, ich durchschaute es konnte mich aber der Wirkung durchaus nicht entziehen.

Während dessen Lucius nur ihren Aufzug in dem absolut unauffälligen Mantel betrachtete, wie ich ironisch einwerfen wollte, mochte ich schwören, das außer Lucius silbriger Erscheinung alle anderen ähnlich Draco und mir, auf die Farbe schwarz schwören würden, aber wer sagte, das Hermione nicht auch etwas von der überheblichen Arroganz von Lucius hatte und ihm darin in nichts nachstand?

„Können wir los, der Lord wartet nicht!“, erklang nun eine samtig, kalte Stimme von Lucius und wir alle nickten und apparierten umgehend, schließlich war es schon spät und die Nacht pechschwarz. Die Wolken hingen tief, sodass keine Mond oder die Sterne Licht spendeten, also war es stockfinster als wir vor den Toren vor dem Haus landeten, das mir noch nie in meinem ganzen Leben zugesagt hatte….ja, Lestranges House!

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Es war ein langgezogener einstöckiger Bau, ein altes Herrenhaus, wie es sie zuhauf in England gab, um 1820 erbaut worden, als die reinblütige Familie der Lestarnges endlich genügend Geld gescheffelt hatte.

Es war aus großen, teilweise fast unbehauenen Steinen gebaut, wirkte sehr klobig und fast schon rustikal und besaß auf dem Dach eine umlaufende Balustrade mit mehreren steinernen Zinnen. Aber es war absolut nichts besonders, außer, dass es versuchte mit dem Dark Manor mitzuhalten, da es schon immer ein schwarzmagisches Haus gewesen war und die Jahre die die Familie in Askaban verbrachte hatte, aber auch die Gleichgültigkeit, die sie ihrem Besitz entgegen brachten, spiegelte sich in der vernachlässigten, heruntergekommenen Anlage wieder.

Ängstlichere Menschen würden sagen, es wirkte unheimlich, oder auch gespenstisch, ich mochte sagen, verdammt… jetzt musste ich einen Abend in dem alten, ungepflegten Gemäuer verbringen, Himmel da wünschte ich mich doch fast ins Dark Manor, das war wenigstens immer Tip Top.

Prince House war auch immer gepflegt, nur weil ich Spinner´s End verkommen ließ, hieß das nicht das ich mein anderes Erbe nicht schätzte, daher verachtete ich Bellatrix und Konsorten, das sie nicht achteten was sie hatten.

Lucius hatte, als er das Haus versteckte und verwaltete, nie auch nur einen Fuß hineingesetzt, aber als Bella und Co in seinem Manor hausten, schnell dafür gesorgt, dass es wieder einigermaßen bewohnt werden konnte und seine liebe, angeheiratete Verwandtschaft ausquartiert. Es war zu herrlich gewesen das mit zu erleben, Lucius war regelrecht in ekstatische Schwingungen geraten um die Bagage loszuwerden. Selten hatte ich ihn sooo engagiert gesehen!

Er hatte es nicht abwarten können die drei Lestranges los zu werden und am liebsten hätte er ihnen Narcissa gleich mit gegeben!

Da war es bei Hermione etwas was ganz anderes, Lucius war sauer auf sie und hatte sich entschieden die beleidigte Leberwurst zu spielen und…. JA, das konnte er sehr gut, an sich wie kein Zweiter, ja…..als ich den Pfau grillte hatte, war er ähnlich verschnupft gewesen…..nachtragend diese Malfoys, das musste man ihnen lassen.

Aber ich wusste, man durfte sich in Lucius nicht täuschen, die Beziehung von uns vieren untereinander mochte schwer zu definieren sein, aber eins stand fest, wenn es hart auf hart kam, würden wir alle füreinander da sein. Keiner würde von uns den anderen ausliefern, auch Lucius würde, obgleich er eine unbändige Wut auf Hermione verspürte, sie schützen wenn es nötig wäre, schließlich waren wir eine große, glückliche Familie, tröpfelte der Zynismus aus mir.

Ja, bitte ich wusste selbst, wir waren schwer zu verstehen, aber wir waren eine dekadente, arrogante und wohl auch degenerierte Familie, aber bitte…wir lebten ein Leben ohne die üblichen Sorgen, also verspürten wir oft die Langweile, die nervende Tristes, was blieb uns als uns untereinander das Leben schwer zu machen, schließlich gab es keinen wirklich der sich mit UNS hätte messen können!

So verstanden uns mit Sicherheit nur die wenigsten, aber das mussten sie auch nicht, wichtig war nur, wir alle wussten woran wir waren.

Der Kies knirschte unter unseren Schuhen, als wir auf dem festgetretenen Schnee entlanggingen, unterdessen wehte der nächtliche Wind eisigkalt um meine Nase.

Als wir auf das verfallen wirkende Haus mit dem verrotteten Mauerwerk zuschritten und uns der Schein der hell leuchtenden Kerzen aus den schmalen, hohen Fenstern Licht spendete, eilten wir schnell weiter, wir dürften mit zu den Letzten gehören, die zum Sylvesterball des Lord erschienen.

Schnell eilten wir weiter durch das offene Portal, in den Ballsaal, der sich weiter hinten im Haus befand, auch Hermione folgte uns zügig.

Wir traten als Einheit in den gut gefüllten Saal ein, aber da hatte sich doch die Creme de la Creme der DeathEater versammelt. Der Saal war ganz anders als der helle, weiße, goldene Ballsaal im Manor, eher mit gedeckten Farben gestaltet und das Parkett schon vom alter abgetragen und nicht hochglänzend, obwohl es wesentlich jünger war als das im Manor, aber da sah man wieder, diese Leute pflegten ihr Eigentum einfach nicht, Lucius würde seinen Saal niemals so verkommen lassen, kein Malfoy würde das. Die Atmosphäre wirkte gedämpft und unwirklich, sogar das Deckengemälde zeigte Risse und war an einigen Stellen abgeblättert.

Überall hatte sich eine Patina abgelagerte und setzte den verwitterten, alten Eindruck von draußen fort, als läge eine Staubschicht über der ehemaligen Pracht, es hatte Flair und eine gewisse Atmosphäre, aber es war trotzdem Schade alles verkommen zu lassen. Hier gab es keinen mit Gold verzieren Stuck wie bei Lucius an den Wänden, eher waren hier angelaufene, blinde Spiegel angebracht und der Stuck genauso dunkel wie der Rest des Raumes!

Auch hier gab es hohe Sprossenfenster, die bis zum Boden gingen und über denen sich große Stuckbögen erhoben, die reichlich verziert waren, dennoch wirkte alles etwas vernachlässigt. Selbst die Stuck verzierte Decke schien, genau wie die Malerei unter einer dunklen Patina zu liegen.

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Der Saal passte jedoch zu den Lestranges wie die Faust aufs Auge mit seiner düsteren Pracht. Bei unserem schnellen Eintreten war Hermione gar nicht dazu gekommen ihren auffälligen Mantel abzulegen, da in dem Moment wo wir den Saal betraten, auch der Lord von der anderen Seite mit den Lestranges herein gekommen war und herrschaftlich auf seinen Thron zuschritt, der an der Stirnseite aufgebaut worden war. Alles versank in der tiefen Reverenz für ihn auch das Biest in ihrem weiten, sich aufbauschenden Mantel und sie war somit zusammen mit Lucius die einzige, die für wirkliche Farbe sorgte, waren die vorherrschende Farbe doch schwarz, lag ich mit meiner Vermutung wie zu erwarten gewesen war, richtig.

Der Lord wedelte nebenbei mit einer Hand und da wir drei Männer eh nur unser Haupt neigten, rauschten wir nach seiner Aufforderung sofort auf ihn zu, während die andren sich aus ihrer gebückten Haltung erhoben, so auch Hermione, die aber nicht auf den Lord zuging, sondern stehenblieb und sich in den Saal umsah. Sie griff nun an die Schließe ihres Mantels und öffnete ihn um ihn abzulegen und ihn verschwinden zu lassen.

Als sie ihr Kleid präsentierte und sich die Mienen der DeathEater an ihr festsaugten, musste ich mal wieder genervt zur Kenntnis nehmen, das sie sich genauso arrogant wie Lucius es tun würde ihren dramatischen Auftritt verschafft hatte und ich war gespannt was sie heute noch bringen würde, denn in ihren Augen glaubte ich erregte Vorfreude kurz aufblitzen zu sehen als ihr Blick mich streifte, doch der Ausdruck verschwand so schnell wieder, das ich mich auch getäuscht haben konnte.

Hatte sie auf eine auffällige Farbe, anders als bei ihrem Mantel verzichtet, aber das Kleid war trotzdem auffällig, dennoch so völlig anders als das was sie im Manor beim Ball getragen hatte.

Es ähnelte eher vom Schnitt und Stil her dem was sie getragen hatte als der Lord sie und Draco in unsere Reihen aufgenommen hatte. Es war lang, saß am Oberkörper eng, da es im Rücken einem Mieder gleich geschnürt wurde, hatte einen rechteckigen, recht tiefen Ausschnitt, in dem ein herrliches, filigranes Collier lag.

Beherrscht wurde das Kleid von den Farben Gold und Schwarz. Auf Schwarzem Grund befanden sich goldene Blumen- und Rankenstickereien. Der weite Rock, der sich an das Mieder anschloss öffnete sich vorne und zeigte ein weites Unterkleid, welches ebenfalls in Gold und Schwarz gehalten war.

Sehr auffällig waren auch die weiten Trompetenärmel, die leicht gepufft an den Schultern angesetzt waren, dann bis zu den Unterarmen immer weiter wurden, um dann oben geöffnet weiter zu gehen, sodass das goldene Futter sichtbar wurde, dennoch wurden sie weiterhin bis zum Saum immer weiter. Es schien als entsprang das ganze Kleid, welches offenbar aus schwerem Brokat war, einer anderen Zeit, dazu war jetzt, ohne die Kapuze auch ihre kunstvolle Hochsteckfrisur zu sehen, die sie dazu trug.

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Nicht nur mir gefiel was ich da sah, sondern den meisten, waren heute keine DeathEater-Masken erforderlich, es waren an sich nur „vertrauenswürdige“ Kollegen da und der Lord legte auch gerne einen Schutz darüber, damit die Tarnungen unserer Identitäten gewahrt blieb und niemand sich verquatschen konnte.

Ich bemerkte die Blicke von den Lestranges, Greyback und diesem Scabior durchaus und auch wie Greengrass sie giftig ansah.

Severus Sicht Ende

Hermiones Sicht
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BeitragThema: Re: Kapitel 209-210   Kapitel 209-210 EmptyDo Feb 09, 2012 6:51 am

210. Kapitel Sylvesterball I


Hermiones Sicht

Heute hatte ich die unsägliche, aber für mich verzichtbare Ehre Lestranges House kennen zu lernen.

Ich hatte mich für den Abend wohl präpariert, mein Gewand gut überlegt gewählt und fand mich für meine Umgebung angemessen gekleidet. Das Anwesen war wie erwartet und einer Bellatrix würdig, dabei fragte ich mich zynisch wo das Schlossgespenst versteckt war.

Ich hatte mit meinem kalkulierten Verhalten für Verblüffung unter meinen Männern gesorgt. Darüber wie ich ihnen gegenüber treten wollte, hatte ich nicht lange nachdenken müssen, nach diesen unerfreulichen Geschehnissen hatte mich entschieden, dass ich mich von dem Arschloch Lucius nicht in eine schüchterne, graue Maus verwandeln lassen würde.

Um mich zu brechen würde es mehr bedürfen als läppischen Schmerz, der vergänglich war, daher hatte ich es mir gestattet mich nur kurz in meinem Leid zu suhlen aber nun war damit wieder Schluss, denn es war ja gar nicht der Schmerz gewesen, der mir Pein bereitet hatte, eher mein verletzter Stolz, aber Menschen wie ich sollten bei genauerer Betrachtung eh besser darauf verzichten ihren Stolz versuchen aufrecht zu erhalten, denn mal ehrlich …auf was sollte ich stolz sein?

Dass ich eine wehrlose Frau, wie Rita überrumpelt und sie eiskalt ermordet hatte?

Nein, denn darauf war ich nicht stolz!

Oder, das ich einem irren Massenmörder zu einer Flucht aus seinem wohlverdienten Gefängnis verholfen hatte?

Nein und damit hatte ich auch entschieden, das ich keine gekünstelte Maske der Entrüstung und Empörung über Lucius grausame Art zeigen würde wie er mit mir umging, also würde ich ihm so entgegentreten wie er es nicht erwartete und das tat ich dann auch!

Mit hocherhobenen Haupt und recht fröhlicher Stimmung hatte ich mich gezeigt und ganz ehrlich, es war nicht mal gespielt gewesen, denn nachdem mir Draco von Grindelwald erzählt hatte und dem Artikel, meinem Artikel, der im Tagespropheten über Nurmengrad erschienen war, konnte ich nur gut gelaunt sein.

Außerdem hatte sich mein Kopf schon wieder auf planen umgestellt, denn bei dem was ich heute alles vor hatte, musste ich einen klaren Kopf haben, denn wie immer wollte ich meine heiklen Vorhaben perfekt ausführen, ich war schließlich nie unvorbereitet.

Und so hatte ich mir vorgenommen, mir das unschöne Geschehen um meine Bestrafung aus meinem Gedächtnis resolut zu streichen, denn mich damit penibel auseinandersetzten würde mir relativ wenig bringen, außer Gram und ehrlich, das konnte ich nicht gebrauchen, letztendlich würde Lucius mich nie mit körperlicher Züchtigung brechen können! NIE! Das schwor ich mir!

Dafür akzeptierte ich den Schmerz zu sehr, wenngleich ich zugab, das ich noch an mir arbeiten musste um härter zu werden, aber nun gut, ich war noch jung, das ließ sich alles in die Wege leiten. Nur aus Erfahrung lernte man und wurde klug! Und ich hatte noch lange nicht ausgelernt, außerdem war ich Rückschläge gewöhnt.

Auch war es gut, das ich mal wieder ein neues Gesicht an Lucius kennen gelernt hatte, das Grausame, das Verachtenswerte, das Böse! Musste auch mal sein! Versuchte ich dem ganzen etwas Positives abzugewinnen.

Und so lächelte und strahlte ich in die Runde und nun standen wir auch schon hier, vor dem unsagbar hässlichen aber auch eindrucksvollen Lord und ich legte gerade meinen Umhang in mitten des Saales ab, hatte vorher keine Zeit dafür gehabt, da wir dank mir fast zu spät gewesen waren.

Ich trug ein mittelalterlich anmutendes Gewand und war mit dem goldenen Brokat fast schon auffällig unterwegs, da sonst alles in schwarz gewandet war, bis auf Lucius, der in einem langen silbernen Mantel auftrumpfte. Ich bemerkte, wie mich die kalten, rot schimmernden Augen des Lords musterten, er aber keine Anstalten machte mich groß beachten zu wollen, was mir recht war, nach der Aktion im Manor wollte ich keine Aufmerksamkeit, oder zumindest noch nicht!

Unterdessen huschten meine Augen über die Versammelten und ich muss sagen, es waren derer ganz schön viele, alle waren mit ihren Frauen da, trotzdem schien es eine illustre, intime Gesellschaft zu sein.

Da bemerkte ich zu meinem absolut ungläubigen Erstaunen einen sauberen Greyback und blinzelte überrascht und eilte ohne Scheu auf ihn zu, lachte ihn offen an, während ich mich mit schwingendem Kleid nährte und es großzügig übersah, das sich bis auf Bellatrix die Lestranges Brüder zu ihm gesellt hatten, die meine Erscheinung mit einem gierigen Glitzern in den Augen musterten.

„Großer Böser Wolf, wie geht es dir? Wer hat es geschafft dich in einen Trog voll Wasser zu werfen und…. Lebt noch!“, konnte ich es nicht lassen und zog ihn gutgelaunt auf, übersah lässig die Brüder, die die Nase rümpften als Greyback sich mit einem fiesen Grinsen auf dem wölfischen Maul zu mir wandte.

Er sah heute mal gepflegt aus und trug zu seiner normalen, schwarzen Lederhose ein naturweißes Hemd, welches er in die Hose gesteckt hatte. Das Hemd war von unten nach oben durch übereinander gekreuzte Schnüre geschlossen, jedoch am Stehkragen klaffte es lässig etwas auf und offenbarte seine beeindruckende Beharrung die sichtbar hervorquoll, ein gewöhnungsbedürftiger Anblick. Auch an den Ärmeln befanden sich auf Höhe der Ellenbogen drei ähnliche, um den Arm herum verlaufende, Schnürungen, für Greybacks Verhältnisse sah er also durchaus gut gekleidet aus und unterstrich es die animalische Kraft und Stärke seiner Muskeln.

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„Nur nicht frech werden Püppchen!“, nahm er meine Spitze gelassen und verpasste mir einen Schwinger mit diesem Kosewort, der mir die Mundwinkel hinab zwang und die Lestranges blöde kichern ließ, während sie sich affektiert auf die Schultern klopften und in ihren schwarzen Wämsen sehr dezent gekleidet waren.

„Püppchen….!“, „Eher Zuckerpüppchen!“, „ …oder Puppe!“, zogen sie mich auf, was mich veranlasste meine Brauen skeptisch zu wölben, doch ihr Gekicher wurde unterbrochen, weil Greyback plötzlich anfing erregt mit seiner Nase in der Luft zu schnüffeln, dann plötzlich mit einem bedrohlichen Satz bei mir war und mit seinem viel zu großen, haarigen Kopf an meinem Dekolleté klebte und fast seine platte Nase darin versenkte.

„Ähm…Fenrir, was wird das wenn es fertig ist?“, wollte ich kühl wissen, blieb dabei aber ganz ruhig, als er tief einatmete.

„Du riechst gut! Anders, aber gut!“, meinte er geräuschvoll schnuppernd, dabei gingen mir die Augen über als ich realisierte wie er auf Dracos Parfüm reagierte und ich schüttelte ungläubig den Kopf während Rabastan schnüffelnd meinte:

„MHmhm, ich finde, es stinkt hier eher….!“, wedelte er affig und affektiert mit seiner Hand durch die Luft, als würde er Gestank vertrieben.

„Nee, das ist ein Parfüm, nur, ob ich es mag weiß ich noch nicht!“, warf Rudolphus überlegt und unentschlossen ein, unterdessen trat eine neue Person lässig und sehr locker zu uns und auch er schnupperte lasziv an meinem Hals, als er sich nah zu mir beugte, wobei ich alle indigniert ansah.

„Also….ich finde es hat eine Komponente, die ich nicht mag, der Rest riecht an dem Püppchen mehr als lecker!“, wackelten die Augenbrauen von Scabior anzüglich, während er dies frivol und sehr rauchig sagte und aufhörte so aufdringlich an mir zu schnuppern.

„Als erstes, ihr schnuppernder Haufen, hört auf an mir zu riechen als wäre ich eine Blume und ihr die Bienchen…und zweitens, ich BIN KEIN PÜPPCHEN!“, fauchte ich, worauf alle vier in amüsiertes Kichern ausbrachen und ich sie missmutig maß. War ich hier im Kindergarten?

Trotzdem war es interessant was hier gerade passiert war, denn Dracos Parfum schien zu wirken, fragte sich nur, wie ich die unterschiedlichen Wirkungen des Duftes auf die Lestranges, Greyback und Scabior deuten sollte, doch sie ließen mir keine Zeit darüber zu sinnieren und ich verschob es auf später.

„Doch bist du!“, waren sie sich einig und ich schüttelte genervt den Kopf, ich war alles, aber kein Püppchen! Wie kamen die auf so was? Was veranlasste sie das zu denken, ich hatte schon genug vor ihren Augen getan, sodass sie wussten, dass das nicht stimmte!

Ich bemerkte aus den Augenwinkeln sehr wohl, das unsere erlauchte Gruppe die Aufmerksamkeit von so einigen Personen erregt hatte, da wir doch sehr auffällig waren, unter anderem erkannte ich die glühend beobachtenden Blicke von Severus und Draco, die in den Schatten dahinglitten und alles versteckt im Auge hatten, aber ich konnte auch Nott, Avery und Co ausfindig machen, die uns betrachteten als die Männer dachten mich blöde Anmachen zu müssen.

Nun drückte mir Scabior gelassen ein Glas in die Hand, an dem ich misstrauisch schnupperte, was er amüsiert zur Kenntnis nahm, dann blickte ich in seine Augen, die mir schelmisch und verschlagen entgegen strahlten. Er schien sich köstlich zu amüsieren. Ich erkannte, dass er sich seine langen, braunen Haare locker zurückgebunden hatte und ein barockes, schwarzes Rüschenhemd trug, das in einer schwarzen Lederhose steckte und sich ein tiefdunkelrotes Seidentuch lässig um den Hals geschlungen hatte, das mit den roten Strähnen in seinen Haar harmonierte, somit war sein Outfit eher cool und leger als elegant wie von viel andere hier, aber es passte zu ihm.

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„Danke“, meinte ich nur und nippte an dem kühlen Getränk vorsichtig, dabei grinste er mich mit einem schlüpfrigen und zweideutigen Lächeln an.

„Ich habe gehört, der Ball auf Malfoy Manor war ein voller Erfolg!“, warf Rabastan abfällig ein.

„Ja und ich habe von den Tänzen gehört, du und Malfoy habt dem senilen, alten Pack ganz schön eingeheizt!“, kicherte Scabior affektiert.

„Ihr solltet nicht alles glauben was ihr hört!“, meinte ich nur Schultern zuckend.

„Arch… nicht???? Dann hast du einfach so dein Gewand gewechselt!“, trat Bellatrix auf uns zu, da sie von Lucius an der Seite des Lords erfolgreich vertrieben worden war, funkelten mich ihre irre leuchtenden Augen angriffslustig an, als sie verächtlich ihre Nase kraus zog, als würde ihr gar nicht schmecken was sie roch.

War ihr Gewand eine gewohnte schwarze Geschmacksverirrung, wie ich fand, denn es hing an ihrer Silhouette eher unförmig hinab. Das lange, schwarze Gewand war leider nicht wirklich passend für ihre Figur, oder einfach in einer falschen Größe gewählt, jedenfalls erschien es mir so. Die langen, sich weit öffnenden Trompetenärmel des schwarzen Samtkleides, waren zu groß für sie. Der Saum des rechteckigen Ausschnittes, sowie der Saum der Ärmel waren mit einer silber-schwarzen Bordüre verziert und der Rock öffnete sich mittig um einen samtenen, silberschwarzen Unterrock zu offenbaren, aber irgendwie stand es ihr nicht.

Dazu hingen ihr ihre langen, lockigen Haare wüst bis auf die Hüften hinab, wie immer nicht wirklich durchdacht ihr Outfit. Sie warf mir tödliche Blicke zu, sodass ich an sich eigentlich sterbend am Boden hätte liegen müssen.

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„Wie gut du doch informiert bist!“, meinte ich zynisch, sagte aber nichts weiter dazu, begann nun ein neues Thema.

„Hat Lestranges House viel Ähnlichkeit mit Askaban? Da hast du dich die letzten 12 Jahre wohl sehr heimisch gefühlt!“, meinte ich sarkastisch zu ihr und zeigte ihr breit meine Zähne, darüber brachen Greyback und Scabior in ein heißeres und raues Lachen aus, aber die drei Lestranges warfen mir giftige Blicke zu, bei meiner abwertenden Art über ihr schäbiges Heim herzuziehen.

Ich zog mich nach dem Seitenhieb denn auch schnell mit einem kleinen, verspielten und verächtlichen Knicks zurück und streifte durch den Raum, versuchte alles in mir aufzunehmen und betrachtete die versammelte Runde. Severus hatte alles im Blick, hielt sich selbst aber am Rande und Draco war verschollen, so viel ließ sich sagen und Lucius klebte am Lord.

Ich sah Wormtail, der sich wichtig machte und mit einigen niederen Leuten sprach, offensichtlich schien sich alle prächtig zu amüsieren. Obwohl hier eher mittelalterliche Melodien gespielt wurden, durchaus tanzbare Musik erklang, tanzte jedoch keiner, ganz anders als beim Ball im Manor, sinnierte ich, während ich weiter durch den Saal wandelte und dann, erblickte ich SIE!

Meine Beute!

Sie war wieder mit einer roten Perücke bestückt, die eine Geschmacksverirrung war und trug ein schwarzes, enges Samtkleid. Ich verfolgte sie gut verborgen, aber mit Argusaugen und beobachtete, wie sie am Arm ihres Mannes defilierte, der sich ja nur noch hier frei bewegen konnte, schließlich wurde er doch vom Ministerium als geflohener DeathEater gesucht. Sie blieben hier und dort stehen, unterhielten sich, ich sah, es war auch die gesamte Familie Warrington versammelt, wie es schien waren alle reinblütigen Familien hier erschienen um dem Lord ihre Achtung und Huldigung zu zeigen.

Während ich die Szene beobachtete, spielten meine Finger gedankenverloren mit meinem Schmuck als ich überlegte, ich war mir der Aufmerksamkeit von leider zu vielen Personen bewusst, aber nun gut, ich liebte Herausforderungen.

Hermiones Sicht ende

Lucius Sicht

Mhmh….ich fragte mich noch immer was das sollte, warum sie sich mir gegenüber derart überlegen gegeben hatte, dadurch hatte sie den Eindruck vermittelt, als wäre sie gestärkt aus der ganzen Sache hervor gegangen und als hätte nicht sie blutend und geschlagen im Dreck gekniet und sich die Seele aus dem Leib geschrien. Zwar hatte sie weder gebettelt oder gefleht aber sie hatte sich auch nicht mehr beherrschen können, die Schmerzen die ich ihr bereitete nicht zu zeigen! Ihr Auftreten war absolut überraschend und unerklärlich für mich, es war ärgerlich für mich.

Meine Wut auf sie war wirklich unermesslich gewesen, als ich sie willig in den Armen dieses Quidditchspielers hatte vorfinden müssen, nur meine jahrelang antrainierte Selbstbeherrschung hatte mich davor bewahrt ihm sofort einen „Avada“ auf den Hals zu hetzten, aber ihre folgenden Worte, das sie ihm wohl einen Schlaftrank gegeben hatte, überraschten mich, doch beschäftigen wollte ich mich nicht damit. Es war ein Unding das sie es zuließ, das ein anderer Mann sie so intim berührte, es war verboten, PUNKT!

Ich fragte mich allerdings noch immer was sie dort gewollt hatte, ob sie einfach nur hatte vor uns davonlaufen wollen, aber wenn, dann hätte sie sich ja wohl auch den Freuden hingegeben die dieser „Star“ ihr offensichtlich angeboten hatte, also was war ihr Ziel gewesen?

Ich kam nicht dahinter und sie wollte es mir nicht sagen, das war mehr als klar ersichtlich.

Ich ärgerte mich, denn offensichtlich schien sie die Strafe nicht die erhoffte Wirkung gehabt zu haben, obwohl sie ihren Stolz hatte über Bord werfen müssen und so war ich ungehalten, aber auch darauf gespannt was sie noch tun würde, denn das ich sie gebrochen oder gar gebändigt hatte, der Illusion gab ich mich nicht hin. Es hatte gerade erst begonnen und ich würde ich zeigen, dass ich es war, der von uns beiden am längeren Hebel saß und den längeren Atem hatte.

War sie eine Herausforderung und das selbst noch für mich, wie ich ihr generös zugestand!

Ich war immer noch sehr wütend, hatte mich aber so gut es ging unter Kontrolle, ich hatte sie nach den Regelbrüchen bestrafen MÜSSEN und nein, es tat mir nicht LEID!

Schluss!

Ich hatte es zu einem Teil genossen wie sie vor mir kniete, wie ich sie unterwarf… nur ihre Arroganz, ihr Stolz als sie noch immer zu selbstsicher niederkniete hatten meine Wut noch mehr erregt, hatte ich ihr akribisch den größtmöglichen Schmerz bereitet und es genossen meinen Zorn an ihr mit körperlicher Arbeit abzureagieren, war es für mich weit befriedigender und persönlicher es mit meinen Händen zu tun als mit meinem Zauberstab, Schlag um Schlag, hoffte ich darauf, dass ich Genugtuung für ihr impertinentes Verhalten bekam und als sie dann doch, nach erstaunlich langer Zeit, brüllten die meisten schon viel früher los, Schrie, war es eine bittersüße Rache und brachte mir doch nicht die erhoffte und erwartete besänftigende Bestätigung und das ärgerte mich doch so, dass ich schnellstmöglich davon eilte, als ich dessen gewahr wurde und überließ ihren geschundenen Körper Severus!

Ich war auf schnellsten Wege aus dem Manor geflohen und bis zum nächsten Abend verschwunden, hatte ich versucht mich abzulenken und nicht mehr an SIE zu denken!

Was mir gut gelang! Also…Relativ!

Ich war ihr erst heute wiederbegegnet und ich muss sagen, es hatte mich erschüttert sie zu sehen und ihr bestimmtes Auftreten uns gegenüber zu erleben, diese Frau war ein Biest und was für eins und auch jetzt zeigte sie in ihrem herrlichen Brokatgewand was für eine Größe sie war, scheute sie weder die Lestranges noch sonst wen und flanierte selbstsicher und arrogant durch den Raum.

Schien der Lord heute exzellent gelaunt und unterhielt sich mit mir während wir entspannt etwas tranken, durfte ich zusehen, wie sie mit den Männern schamlos flirtete, den auch wenn sie es vielleicht gar nicht tat, die Männer taten es, verrieten dies ihre gierig blitzenden Augen als ihre Blicke verlangend über ihren Körper strichen. Die ärgerten mich doch schon wieder, auch wenn ich dieses Gefühl nicht mehr zuließ.

Ich ärgerte mich noch immer darüber, jedenfalls wenn ich daran dachte, das ich beim Ball schändlich versagt hatte, vor allen Dingen weil sie schon kapituliert hatte, aber ich hatte mich nicht unter Kontrolle gehabt, mich von meiner Lust und Gier leiten lassen und das passte so gar nicht zu mir.

Ich hatte es versaut, das war mir zu meinem Leidwesen nur zu bewusst und gleichzeitig war ich sogar nur haarscharf daran vorbei geschrammt mein Versprechen, das ich Draco gegeben hatte, zu brechen. Ich wusste, dass er mich und Severus bei der Suche nach dem „Biest“ in die Irre geführt hatte, aber ich hatte es ihm durchgehen lassen, warum war mir selber nicht so klar, vielleicht als Wiedergutmachung weil mir durchaus bewusst war, das ich seiner Freundin, einem Mitglied meiner Familie fast etwas angetan hätte was ich so gar nicht verantworten oder wollen konnte. Egal wie sehr ich sie begehrte, sie war ein Mitglied meiner Familie und verdiente Respekt, doch war ich da bei ihr nicht zu Nachsichtig, denn sie zeigte mir auch keinen Respekt mehr.

Vor mir wieder Achtung zu haben würde ich sie lehren, andererseits, einen gewissen Stolz auf ihre Stärke, das sie als Mitglied meiner Familie auch haben musste wenn der Lord sie eines Tages doch strafen sollte, um nicht zu einem winselnden Häuflein zu mutieren, wie einige der hier anwesenden Nichtsnutze sich schon die Blöße gegeben hatte und die sich Mitglieder des Inneren Kreises schimpften, konnte ich nicht leugnen.

Mir passte es jedoch gar nicht, das sie ihren trotzigen Stolz auch mir gegenüber derart provozierend zeigte, das musste aufhören und würde ich ihr austreiben. Ich war das Familienoberhaupt, sie hatte mir zu gehorchen und da sie offensichtlich nach dieser Züchtigung noch nichts dazu gelernt hatte, würde sie wieder an mich geraten.

Ich würde mir nicht bieten lassen das sie mich wieder vorführte oder glaube das ich schwach war, sie würde schon noch lernen, dass ich ihr haushoch überlegen war, egal wie beeindruckend sie für ihr Alter war.

Riss mich ein gellender Schrei aus meinem Gespräch mit dem Lord!

Lucius Sicht ende

Severus Sicht

Ich achtete genau auf das Biest, das sich, wie nicht anders zu erwarten, mit den gemeingefährlichsten Gesellen am besten zu amüsieren schien. So lachte gerade der Werwolf über sie bellend laut auf und als ich unbemerkte an der Gruppe vorbei glitt, durfte ich mit ansehen wie Scabior und Fenrir an ihr schnupperten und ihre Reaktion auf das magische Parfüm von Draco war….gelinde gesagt, erstaunlich!

Dann musste ich ein zusammenzucken unterdrücken, als ich hörte wie diese Männer sie Püppchen nannten, traf mich fast der Schlag, was sollte ich davon halten?

Ja, natürlich, gegen die anderen aktiven Frauen bei den DeathEatern wirkte sie wie eine Puppe, zu klein, zu schmal, zu hübsch, zu gutaussehend, viel zu jung …einfach nicht passend zu den Weibern, die ansonsten im Dienst waren und selbst gegen so einige der nichtaktiven Ehefrauen wirkte sie noch immer zu unschuldig. Es war wirklich erstaunlich, wenn man sie kannte und wusste was sie schon alles getan hatte, was für Untaten sie begann! Aber vielleicht war das genau ihr Zauber, dass sie es schaffte so auszusehen und sich zu geben und auf der anderen Seite war sie ganz anders?

Ein böses Püppchen? Wenn Lucius das mitbekam!

Aber, das sie sich nach dem unerfreulichen Zusammentreffen mit Lucius böser Seite vollkommen unbeeindruckt zeigte und sogar noch offensiver agierte, verwunderte mich im Nachhinein… nicht wirklich, sie war eben ein unverbesserliches, skrupelloses und böses Biest!

Ich wollte stark vermuten, dass er ihren Wiederstandsgeist sogar noch mehr entfachte hatte. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass sie sich durch Strafen und Züchtigungen überzeugen ließ! Wie hatte sie mir mal auseinandergesetzt, ich konnte sie nicht als Professor strafen und ich denke mal Lucius gegenüber war es genauso, was sollte er ihr antun können außer Schmerz?

Und ich war mir sicher, Schmerz würde sie übergehen können, das war wie bei unserem Training, wenn sie sich begann daran zu gewöhnen, begann sie darüber hinwegzusehen, atmete den Schmerz weg, anders als Lucius wusste ich das wenn er sie wieder mit der Peitsche Prügeln würde, könnte er beim nächsten mal schwarz werden wenn er hoffte, das sie wieder Schrein würde! Sie war stur, verbohrt und der dickköpfigste Mensch den man sich vorstellen konnte.

Da legte sie sich nun auch noch mit Bellatrix an, schien es aber im Griff zu haben und zog von dannen, schaute sich alles interessiert an und war der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit mit ihrem wunderschönen Kleid, das exquisit war. Sie schritt wie eine Königin einher und stand Lucius in nichts nach.

Jetzt sah ich, wie sich Wormtail an ihre Fersen heftete und wie sie in einer Gruppe von Warrington und den Greengrass aufschlug und mit einigen redete, bevor sie dann davon ging und sie es diesmal nicht schaffte der schleimigen Ratte zu entkommen, er sprach sie vertraulich an und platzte fast aus seiner dunkelgrünen Weste, die sich wenig schmeichelhaft über seinen Schmerbauch spannte.

Dann zischte sie ihm aufgebracht etwas zu, was ihn seinen Kopf ängstlich einziehen ließ, natürlich war es den meisten unverständlich, warum gerade SIE so eine Wut auf diesen duckmäuserischen Diener des Lords hatte, der als einziger im Dark Manor hauste. Aber gut, sie wussten ja auch nicht was ich wusste. Ich konnte aus meinem Schatten heraus beobachten wie sie auf ihn einsprach und zu sehen wie Nott, Crabbe und Avery sie im Auge behielten, dabei wirkte es als wollte sie ihren Zauberstab ziehen um ihn zu verfluchen.

Doch die Aufmerksamkeit aller wurde plötzlich abgelenkt, als ein lauter Schrei durch den Raum gellte, der mich sofort in Alarmbereitschaft versetzte.

Ich sah wie die Greengrass würgend und röchelnd im Kreise ihrer Familie zu Boden ging. Dann brach die Menge in Panik aus und sie rannten wie aufgescheuchte Hühner in dem großen Saal von einem Eck ins nächste, während ich mir die Lage ruhig besah. Rühren tat ich mich nicht, konnte aber sehen, wie Greengrass durch ruckartige, zuckende Bewegungen ihrer Perücke verlustig ging und ihr stacheliger, unschöner Schädel zutage trat.

Sie würgte immer noch Flüssigkeit aus und erbrach sich auf das Parkett, bis sie anfing Blut zu brechen, dann sah ich, das sich ihre Lippen blau verfärbt hatten, unterdessen peitschten nun die hysterischen Hilfeschreie durch den Raum, zudem war ihre Atmung schnell und abgehackt geworden, während sie immer einen größeren Schwall Blut ausspuckte, verkrampfte sich ihr Körper.

Man konnte erkennen, dass die Haut ihrer Arme nun auch langsam aber sicher eine aschgraue Verfärbung annahmen, dabei wusste ich, dass das auch bei ihren Beinen unter dem Rock der Fall war.

Nun begann sich die Frau wie irre an ihrer Kehle zu kratzen und ihre Fingernägel zogen sich die Haut erbarmungslos von ihrem Hals ab, den nun tiefe, lange und blutige Kratzer zierten, da Ihr Rachen schrecklich brennen musste. Mein Blick glitt über die Versammelten und ich fand sie, offensichtlich hatte sie dank des Chaos Wormtail abgehängt und mein Blick ging rasch zu ihren Händen und ich schaffte es nicht, das sich meine Mundwinkel nicht zynisch hoben als ich meinen Familiengiftring an ihren Fingern wahrnahm. Ich fragte mich, ob ich wissen wollte warum sie die Notwendigkeit sah Greengrass zu vergiften?

Nein, ich könnte zu Hilfe eilen, mit meinem Bezoar hilfreich zur Hand gehen, denn ich trug Draco´s Weihnachtsgeschenk ja immer bei mir, aber …warum sollte ich?

Das Biest hatte entschieden, das sie diese Frau beseitigen musste und nun gut, ich achtete ihre Entscheidung und zog sie nicht in Frage, blieb also weiterhin im Dunklen, außerdem wusste ich, dass mein Gift, das Daphnetoxin in fester Form so ausgelegt war das es bald vorbei sein wurde, schließlich war es hochgiftig und wirksam. Da hätte nur noch die schnelle Gabe des Bezoars geholfen, aber auch der würde bald nicht mehr helfen.

Sehr bald würden die Nieren versagen und der Zusammenbruch des Kreislaufs und des Zentralennervensystems würde in nur wenigen Minuten einsetzten. Es war kein schöner Tod, immer noch röchelte die Frau erbärmlich nach Luft, während ihr Mann panisch bei ihr saß. Ich dachte, er sollte es vermeiden ihre ausgestoßene Luft einzuatmen, da die Dämpfe ihres Atems giftig waren.

Der Lord saß auf seinem Thron und besah sich alles eisig und mit schiefgelegtem Kopf, als wäre dies eine Unterhaltungsshow und nicht als würde ein Mensch um sein Leben kämpfen, währenddessen rümpfte Lucius neben ihm sichtlich die Nase über das Affentheater hier und Bellatrix war bei der Gruppe und versuchte aufgeregt für Ruhe und Hilfe zu sorgen.

Die Greengrass verfiel nun in einen hypovolämischen , dem häufigsten Schock bei Vergiftungen, dabei wurde ihre Blutzirkulation immer mehr vermindert. Nun bäumte sich ihr Körper verzweifelt auf und verfiel dann auch noch in einen schweren, anaphylaktischen Schock, danach wurden die Krämpfe und Zuckungen immer schlimmer und sie verletzte sich selbst, biss sich und schlug mit ihren Händen wild und unkontrolliert um sich, bis es sich dem Ende tragischen aber zu erwartenden Ende zuneigte und es zum Atem- und Herzstillstand kam. Ja, dieser Vergiftungstod war nicht nett, sauber oder gnadenvoll, sie musste Greengrass wirklich nicht mögen.

Zum Schluss bäumte sich ihr Leib noch einmal qualvoll auf, bevor sie reglosmit weitaufgerissenen leblosen Augen liegenblieb.

Dann erhoben sich bis auf ihren Mann alle geschockt und starrten auf den Leichnam, hatte der Todeskampf nicht mehr als fünf Minuten in Anspruch genommen, während Bellatrix in ihrer absolut netten Art mit einem Wisch das Blut und das Erbrochene verschwinden ließ und mit Hilfe ihrer Männer dafür sorgte das die Tote aus dem Raum levitiert wurde. Die Warringtons kümmerten sich absolut erschüttert über das rasante Ableben von Mrs. Greengrass um den sehr blassen, sehr überforderten Mr. Greengrass.

Plötzlich polterte Lucius lautstark los, wer das gewesen sein könnte, er den Schuldigen finden würde und was sich DERJENIGE einbildete, wie er oder sie, es wagen konnte einen Anhänger auf dem FEST des Lords zu ermorden?

Unter Lucius schimpfenden Worten zogen fast sämtliche Anwesenden verschämt und ängstlich den Kopf ein, dabei bemerkte ich, dass SIE den Kopf nicht einzog, sondern irgendwo verschwunden war. Ich hatte sie aus den Augen verlorenen und dann entdeckte ich sie wieder, wie sie in einer Nische mit dem Rücken zu uns auf dem Boden saß und an etwas herum hantierte.

Was hatte dieses unsägliche Biest nun vor?

Severus Sicht ende

Hermiones Sicht

Ich glitt durch den Saal, hatte mich hier und da zu einer Ansammlug gesellt, bis ich durch die Gruppe schritt zu der die Warringtons und Greengrass gehörten. Ich ging an Greengrass vorbei, sah, das sie in der einen Hand ein Glas hatte, das sie in Hüfthöhe lässig hielt, da nützte ich die Gunst der Stunde und schaffte es geschickt meinen Ringfinger, mit dem Ring von Severus über ihr Glas zu halten, das kleine Fach fix zu öffnen und die tödliche, kleine Fracht fiel in ihr Getränk.

Das Gift löste sich schnell auf und ich sorgte für etwas Ablenkung, umfasste in der nächsten Sekunden die Hand ihres Mannes und sprach meine Glückwünsche zur Verlobung seiner Tochter aus, worauf er trocken erwiderte, das über diese noch nicht entschieden sei. Diese Aussage stimmte mich ihm gegenüber doch gleich wieder deutlich freundlicher, dennoch pustet diese Schnepfe neben ihm, die sich seine Frau schimpfte bei seiner Aussage undamenhaft auf und schüttet dann den Inhalt ihres Glases wenig elegant hinab, meine Mission war erfüllt, ich verabschiedete mich.

Zu meinem Leidwesen lief ich danach Wormtail in die Arme und diese dicke, fette Ratte war doch ernsthaft der Ansicht mit mir sprechen zu können wie mit einer alten Bekannten, meinte, das er sich um mich sorgen würde, weil ich im Manor hatte bleiben dürfen! Mieser, fetter Kriecher, er widerte mich an.

Er erzählte mir, dass er bemerkt hatte, dass als Snape einmal kurz weg war, der Lord zu mir gegangen war und erst nach fünf Minuten mein Gemach wieder verlassen hatte. Ich fand diese Information besorgniserregend, aber auch nicht ungewöhnlich, nachdem was wir erlebt hatten.

Er wollte gerade einen auf „best friend“ machen, das er mir solche delikaten Informationen zukommen ließ und ich zischte ihn böse an von mir zu weichen, als Greengrass laut kreischend zu Boden ging.

Ich hatte gerade diese Nervensäge von Greengrass also erfolgreich vergiftet, beglückwünsche ich mich und sah zu wie sie auf dem Boden des heruntergekommenen Hauses elendig zugrunde ging und viele hatten sich um sie gescharrt, als sie ihren Todeskampf ausfocht, aber nun war es Zeit für den nächsten Schritt, denn ich schnell vorbereitete.

Der arme Vater von Daphne kniete unterdessen an ihrer Seite und sah entsetzt und hilfesuchend durch die Gegend, offensichtlich war er vollkommen überfordert mit der makaberen Situation, was in den letzten Minuten dramatisches passiert war, ein paar Leute, darunter ein Heiler versuchten ihr bestes um sie zu retten, bitte….das war sinnlos, die Frau war Geschichte.

Dann entfernte nun Bellatrix ungerührt die Spuren der Tat, anscheinend war sie sehr wohl gewillt weiter zu feiern!

Aber ich musste sagen, mir hatte Severus Weihnachtsgeschenk fantastische Dienste geleistet und somit hatte das gute Stück auch schon seinen Einsatz gehabt und ehrlich, das Gift war Gold wert. Es wirkte schnell und war effektiv, wobei ich mir sicher war, das er wusste, wer für das Chaos verantwortlich war, dabei wunderte es mich, dass er sich rausgehalten hatte!

http://www.goettgen-schmuck.de/journal/schmuckstueck-des-monats/November2007.html

Ich muss anmerken, dass ich es viel befriedigender als den Avada empfand, das Greengrass jämmerlich von dieser Welt gegangen war. Nun begann gerade Lucius lautstark los zu keifen was das sollte, als ich bemerkte wie der Lord mit bösem röntgenartigem Blick durch die Gegend blickte und ich glitt noch weiter in die Nische, die mir etwas Schatten und Schutz vor neugieren Blicken bot und arbeitete schnell.

Ich vergrößerte den Pokal, den ich mitgenommen hatte und stellte ihn auf den Boden, ging selbst mit meinem aufbauschenden, breiten Kleid in die Knie, grabschte ordinär unter meinen weiten Rock und zog das Messer, das ich an meinem Oberschenkel trug. Ich ritzte mir mit einer schnellen Bewegung senkrechten in einem geraden Schnitt die Pulsader auf, drang durch die weiße, elastische Haut, schnitt mir fest und tief ins Fleisch.

Die stahlharte, scharfe Klinge glitt geschmeidig durch den Wiederstand und ritzte nun die blassblaue Vene an durchtrennte sie und somit sprudelte mein Lebenssaft schnell aus meiner Pulsader, mein Herzschlag pumpte das tiefrote, fast schwarzes Blut in den goldenen Kelch und ich selbst sah dem ganzen dabei fasziniert zu, schließlich hatte ich keinen nennenswerten Schmerz verspürt und heilte dann auch schon den Schnitt und verstaute alles.

Ich atmete noch einmal tief durch und dann erhob mich und hielt den Pokal mit der wertvollen Fracht zwischen meinen beiden Händen wie eine Opfergabe dar, als ich mich rasch umdrehte und den Saal sah, in dem nun große Aufregung herrschte, da eine Frau tot war und elendig vor unseren Augen verreckt war, vor den Augen des Dark Lord!

Die erregten Fragen waren, war es ein Anschlag…vielleicht auf den Lord? Wer wagte es, eine Kollegin zu ermorden! Was sollte das? Fragen über Fragen und keine Antworten. Ich wusste, ich wandelte mal wieder auf einem schmalen Grad und die Lestranges dürfte es nicht erfreuen, das ICH, ihre Party sprengte, aber ich hatte diese einmalige Chance mir Greengrass vom Hals zu schaffen ergreifen müssen.

Nun schien auch der Lord am Ende seiner Geduld, als er seinen Zauberstab in den langen, spinnenartigen und so bleichen Finger rollte und ich beeilte mich durch die erregte Menge zu gleiten, da ich nicht wollte das er unüberlegt handelte. Das er es nicht auf sich beruhen lassen konnte, da es in seiner Anwesenheit passiert war, war mir bewusst und so trat ich wagemutig in das Zentrum des eiskalten Zorns, den ich ja mehr oder weniger ausgelöst hatte mit meiner nötigen Tat und bemerkte wie Lucius sofort verstummte, als ich mich dem Thron nährte.

Auch der Lord sah mir stumm entgegen, hob seine haarlose Augenbraue skeptisch, als ich mich ungefragt immer näher wagte, auch die anderen Laute verstummten, dabei sah ich Lucius herrschaftliche Gestalt in dem langen, strengen Brokatmantel starr neben dem Lord aufragen.

Man hörte nur noch das erbärmliche Schluchzen von Greengrass als er den Saal verließ, als mich der Lord wortlos mit den unmenschlichen Augen zu durchbohren schien und während ich vor dem Thorn stand, er seinen kahlen Schädel überlegend schief legte, dabei wirkte er wahrlich bedrohlich, da dieser Mann nicht doof war.

„Lucius, ich denke du brauchst den Schuldigen für diese Unruhe nicht mehr zu suchen!“, wisperte er bedrohlich leise durch seine schmalen Lippen und sein samtiger Ton sandte mir Schauer um Schauer durch den Leib.

„Nicht wahr, Mudblood!?!“, hauchte er seidig.

„My Lord….hättet ihr Interesse an meiner Gabe?“, überging ich todesmutig seine Feststellung und versank in einem demütigen, tiefen Knicks und hielt ihm meinen Kelch entgegen, bis er einen Blick auf den Inhalt warf, worauf er nur verächtlich einen Mundwinkel hob, daher meinte ich wacker:

„My Lord, da ist kein Gift drin…das würde ich NIE wagen!“ Auf meine Beteuerung blitze etwas in den glutroten Augen gefährlich auf, weil ich zweideutig sprach und so hob ich mit beiden Händen den Kelch an und nippte an dem Inhalt.

Ich trank nur einen minimalen Schluck meines eigenen, warmen Bluts, schluckte ich das metallische, zähflüssige Blut und als ich den Pokal senkte wusste ich, dass mein Mund rot von meinem Blut sein musste und wusste, dass er nun zu hundert Prozent erkannt hatte was meine sehr persönliche Gabe war. Ich leckte mir mit der Zungenspitzte das Blut von den Lippen und hörte das leise Knurren von Greyback, dem das bestimmt gefiel, hatte er bestimmt schon lange gerochen das ich meinem Lord frisches Blut brachte.

Schließlich hatte den Lord doch schon damals, als er mir sein Dark Mark einbrannte, mein Blut berauscht, da er die schwarze, nekromantische Magie darin schmecken konnte, daher hoffte ich sehr, mich so freikaufen zu können und unter Anbetracht dessen, dass ich nun die Herrin der Inferi war, stieg die Wahrscheinlichkeit das es noch „besser“ schmeckte.

Ich hatte dem Geschmack meins Blutes nichts wirklich abgewinnen können, aber er hatte ja auch schon das Blut der Einhörner getrunken. Also kam ich zu der Einsicht, dass ich mir keine Meinung erlauben sollte und hoffte nur das ich richtig kombiniert und kalkuliert hatte.

„Gib her!“, sagte er nur daraufhin wie von mir erhofft, sogar ein wenig gierig und ich erhob mich flott, reichte ihm unterwürfig den Kelch, den er sehr ungestüm an seine Lippen führte und dann trank. Er schlürfte es genüsslich in sich hinein, bevor er langsamer machte, sich zum bedächtigen Genuss zwang, unterdessen wagte ich einen Blick rechts und links und bemerkte die verdatterten und betretenen Gesichter der DeathEater, die gerade nur Bahnhof verstand.

Auch Lucius und Draco wirkten ratlos, wohingegen Severus mich derart kalt niederstarrte, das ich wusste, er wusste was es bedeutete, das ich den Lord mein Blut trinken ließ, dazu sah ich die unterdrücke Wut in seinem stechendem Blick. Offensichtlich kannte er sich doch zu gut auf dem Gebiet aus und seitdem Lucius und Severus wussten was ich tat, traute ich ihnen zu das sie ihre Bücher durchforstet hatten und alles was die Nekromantie betraf verschlungen hatten, um vorbereitet zu sein, denn unwissend in eine Sache zu gehen, so dumm waren sie nicht.

Als er den Pokal absetzte, waren auch seine Lippen mit meinem Blut benetzten nun leckte er anrüchig, genießend über die leuchtend blutroten Lippen, legte dabei den Kopf lasziv in den Nacken und fühlte dem Geschmack auf seiner Zunge nach, zog den Hochgenuss aus meiner Gabe.

„Ich denke, dem Mudblood ist langweilig…beschäftige sie zukünftig besser Lucius! Gib ihr einen Auftrag!“, befahl er lapidar, als er wieder die Augen aufklappte und mich eindringlich musterte, dabei überging er meine Untat zu meiner Beruhigung und hielt noch immer den Pokal in der Hand, offensichtlich wollte er ihn wohl bis zum letzten Tropfen auskosten.

Er war kein Vampir und trank das Blut von mir auch nicht aus der Nötigkeit der Nahrungsaufnahme, eher aus dem Bedürfnis heraus das er das absonderliche liebte, dennoch hatte er nicht mal im Ansatz über meine Idee ihm dieses Geschenk zu offerieren die Nase gerümpft, er reagierte also wie von mir erhofft.

„Ein Genuss….du weißt es mich zu verwöhnen…“, schaffte er es, das ich doch glatt errötete, was viele indigniert schnaufen lief, aber den Lord erheiterte. Fragten sich doch wohl alle, was an meinem Blut, einem unwürdigen Blut so besonders war, das der Lord sich verwöhnt vorkam.

„Du hast einen Mann aus deiner Truppe verloren….bedauerlich, aber entschuldbar! Dir fehlt ein Mann, ersetze ihn!“, befahl er nun großmütig und hatte mir gleichzeitig Absolution erteilt und ich verneigte mich tief und glitt wieder zurück.

Ich versuchte kein zu breites Grinsen zu zeigen. Ich hatte es geschafft, Greengrass war in den Augen des Lords unwichtig, so unwichtig, das ich ihr Leben vom Lord mit einem Pokal von meinem Blut hatte erkaufen können!

Er wusste, das ich die Frau nie gemocht hatte, das war seit dem ich ihr die Haare geschoren hatte kein Geheimnis, der Lord konnte sich denken, dass sie vielleicht wieder gegen mich aufbegehrt hatte und ich entschieden hatte, dass sie es nicht verdient zu leben. Es tangierte ihn nicht und so war es ihm absolut gleich….nun gut, wenn ich kein so berauschendes Entschuldigungsgeschenk gefunden hätte, dann hätte es für mich anders ausgehen können, aber wie immer bot ich dem Dark Lord etwas was ihm kein anderen in der Lage war zu bieten, oder gar zu geben.

Ich wusste das ich nun noch genauer von allen anderen DeathEater beäugt wurde, vor allem vom Inneren Kreis, die ja auch beim letzten Mal anwesend gewesen waren als ich ein Zimmer im Manor zugewiesen bekommen hatte.

Unberührt bemerkte ich Wormtail, der mich mit einer schockieren Maske des Ekels ansah und ich dachte noch wie er mich, nachdem ich aus der Gruppe der Warringtons und Greengrass hervorgetreten war, abgefangen hatte, da war er noch kriecherisch gewesen, jetzt wohl nicht mehr, hoffentlich war ich den so auch los geworden, wäre ein schöner Nebeneffekt, dachte ich mir zufrieden.

Okay, meine Idee mit dem Blut war gewagt gewesen und ich war ein Risiko eingegangen, indem ich es wagte es dem Lord anzubieten, aber ich hatte richtig gelegen, so unglaublich es klang. Puh…..alles lief nach Plan, jetzt musste ich es nur noch schaffen, das der Platz meines verlorenen Teammitglieds von niemand anderem als von ihrem Witwer eingenommen werden konnte, schließlich wollte ich Greengrass haben um ihn kontrollieren zu können, aber ich würde mit Severus darüber reden das er ihn meinem Trupp zuwies.

Ich war in meinen Gedanken um meinen Triumpf versunken, als mich plötzlich mehrere Hände grabschten, mich an meinen Handgelenken grob fasste und so schnell das ich gar nicht schauen konnte, zogen sie mich in einen kleinen, verstaubt wirkenden, dunklen Salon. Ich blickte mich suchend um, konnte ein Grinsen nur schwerlich unterdrücken, als ich meine „Entführer“ ansah, offenbar hatten sie die Gunst der Stunde genützt und mich in dem allgemeinen Aufruhr, der noch immer herrscht hierher gezogen, aber bitte, was fühlte ich?

Erregung, da ich gute Lust hatte mich zu prügeln, denn es ging an meine Konsistenz mich gegen Lucius nicht wirklich wehren zu können, oder zu dürfen, konnte man es sehen wie man wollte, aber ich bevorzugte es mich mit Händen, Füßen und der Magie… mich halt, mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln zu wehren.

Das hier könnte spannend werden, aber Sorge, oder Furcht, also die suchte man bei mir vergeblich und so stand ich lässig im Raum, gefangen zwischen den beiden und sah die Gruppe fragend an, da keifte Bellatrix auch schon erregt los:

„Was soll soosoo besonders an deinem unreinen, minderwertigen Blut sein? Rede?“ Sie giftete los und ich entriss den Brüdern meine Handgelenke unwirsch und sah sie wild an.

„Nichts!“, war meine kalte, eher belustigte Antwort, bitte, Bella war immer hysterisch, davon ließ ich mich nun wirklich nicht aus der Ruhe bringen.

„Ja genau…ich habe noch nie erlebt das mein Lord Blut trinkt, von niemandem und dann gerade das von einem dreckigen, minder geborenen Mudblood!“, schrie sie nun. „Wie ekelhaft….dieses verschlammte, unreine Blut einer Mudblood, ist das zu fassen!“, spuckte sie nun ihre Spuke angewidert auf den Boden aus.

Ich warf ihr nichtssagende Blicke zu, während ich im Raum auf und ab ging, standen die Brüder mit verkniffenen Gesichtern da und beobachteten mich aufmerksam. Ich wusste, dass ich nicht reden würde, das ging die Lestranges alles nichts an, aber es machte Spaß sie zu ärgern, unterdessen nahm Bellatrix´s Gesichtsfarbe eine bedenkliche Farbe an.

„Was muss ich tun?“, fragte sie böse und sah mich irre an und ich zuckte die Schultern.

„Rede!“, befahl sie herrisch.

„Nichts, du kannst nichts tun, denn das was mein Blut hat, kannst du ihm niemals bieten!“, wisperte ich leise und log noch nicht mal, sie war zwar skrupellos, aber keine Nekromantin, man musste sich und seine Gefühle und seine Stimmungen absolut unter Kontrolle haben, die Kraft und die Stärke haben allem zu wiederstehen. Sie, in ihrem verrückten Geist, war viel zu anfällig für jegliche Art von Ablenkung, als dass sie auch nur eines der nötigen Rituale durchführen könnte.

„Sagst, DU? Das andere entscheide immer noch ich! Also rede….oder muss ich dich zwingen!“, zeigte sie ein irres Grinsen und sah diabolisch zu ihrem Schwager und ihrem Mann.

„Na, dann zeigt mal unserer kleinen Schlampe hier, was richtige Männer sind!“, schaffte sie ihnen an und leckte sich vorfreudig über die Lippen, dann wandten sich mir die gierig grinsenden Gesichter der Lestarnges Brüder zu und ich sah sie fies grinsend an, das würde lustig werden, konnte ich nur denken, als ich schon zu meinem Zauberstab fühlte und mich durch mein weites Gewand nicht behindern ließ, in die Knie ging. Ich wollte diesen unterhaltsamen Kampf, freute ich mich auf die Auseinandersetzung, die hatte kommen müssen….
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