When Hermione Fights
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 Kapitel 213-214

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BeitragThema: Kapitel 213-214   Kapitel 213-214 EmptyDo Feb 09, 2012 6:54 am

213. Kapitel Ruinen von Dunguaire Castle


Dracos Sicht

Nach dem gestrigen, doch recht interessanten Ball im Manor der Lestranges, der eigentlich nur aufgrund Hermiones Anwesenheit wirklich spannend und aufsehend erregend gewesen war, stand für mich heute eine Stippvisite in Irland an.

Das neue Jahr rief und ich hatte mehrere Termine vereinbart, schließlich wollte ich auf dem Laufenden sein und jetzt gerade in den Ferien hatte ich mehr die Möglichkeit und Zeit alle zu treffen und außerdem war viel passiert, waren viele Aktionen in den letzten Tagen gelaufen, da musste ich mich selbst drum kümmern und überprüfen wie erfolgversprechend sie waren.

Mein erster Termin des Tages würde Percy Weasley sein, wobei ich gespannt war ob er mir anderes zu erzählen hatte als das er auf dem Ball mit Miss Malfoy getanzt hatte, ich hoffte es für ihn, vor allen ließ mich der Gedanke schmunzeln…Miss Malfoy.

Ich hatte die übliche Post durchgesehen, mir die Zahlen des letzten Monats angeschaut und die Berichte gelesen, die mir meine Assistentin sowie Marcus hingelegt hatte, als es schließlich klopfte und Weasley großspurig und wichtig mein großes Büro betrat.

„Malfoy!“, grüßte er gewohnt steif aber höflich, trug er wie immer einen perfekt sitzenden Anzug und seine große Hornbrille.

Ich nickte nur und erhob mich, ging auf meinen Konferenztisch zu, auf dem schon Kaffee bereit stand, bedeutete Weasley Platz zu nehmen und forderte, noch während ich mich entspannt nieder ließ:

„Also, Weasley, was gibt’s Neues zu berichten? Hast du dich amüsiert auf dem Ball?“

Ich schenkte ihm ein breites leicht hämisches Grinsen und erwartete seinen Bericht, doch während Percy begann ging ganz plötzlich ohne ein Klopfzeichen die Tür zu meinem Büro erneut auf, nur einer erlaubte sich diese Frechheit, Marcus, der nun selbstherrlich grinsend herein spaziert kam und selbstgefällig erklärte:

„Ah, Draco, du beehrst uns also auch mal wieder und arbeitest gleich am ersten Tag des Jahres, löblich, löblich!“, strich er sich durch sein dunkles, fast schwarzes Haar.

Ich grinste ihm breit entgegen und antworte feixend: „Kann ja nicht jeder so viel arbeiten müssen wie ich, nicht wahr!“, als ich ihn frech angrinste.

Marcus ließ sich ungefragt neben mir nieder, schenkte sich lässig Kaffee ein und wandte seine Aufmerksamkeit Weasley zu, der nun endlich zu berichten begann:

„Vom Minister, sowie aus dem Ministerium gibt es nichts neues, über die Feiertage geschieht nicht so viel. Nur das Fudges Haus, dank eines Einbruchs abgefackelt wurde, aber da dieser sich mit seiner Frau auf Staatsbesuch in Paris aufhält ist nur Sachschaden entstanden, also weniger wichtig, außerdem ist es nicht ersichtlich ob es DeathEater waren, da sie kein Mal hinterlassen haben. Somit kommen wir zum Minister den ich von Ball zu Ball und Feier zu Feier begleite, er unterhält sich mit vielen wichtigen Leuten, aber es ist nichts wirklich spanendes dabei, am interessantesten war dann doch der Ball bei euch, im Malfoy Manor! Der Minister war ganz begierig zu erfahren wer die neue Frau in eurer Familie ist und ob sie jemand kennt, leider hatte er keinen Erfolg! Sie hat ihm ausnehmend gut gefallen“, erklärte er ruhig und blickte mich bei den letzten Sätzen intensiv starrend an.

„Gut, dann also nichts Neues, dann war´s das, oder?“, fragte ich interessiert nach.

Dabei blickte ich kurz zu Marcus, der dann schelmisch grinsend und offen neugierig Percy fragte:

„Nun, ich würde auch zu gerne wissen wer die Miss war, die ein wirklicher Hingucker war, aber da ich mir sicher bin, Draco hier wird nichts verraten, frage ich doch gerne dich, Weasley, du hast schließlich mit ihr getanzt! Hast du sie erkannt?“

Langsam und sehr gespannt lehnte ich mich in meinem Sessel zurück, verschränkte die Arme und genoss das Schauspiel, warf Marcus einen abschätzigen Blick zu, da dieser sich sehr begierig vorlehnte.

„Das tut doch wirklich nichts zu Sache, Marcus!“, grummelte ich überheblich und blies mir lässig eine weißblonde Strähne aus den Augen.

„Oh doch, Draco, denn mich interessiert brennend, ist sie deine Freundin oder die von deinem Vater, oder teilt ihr sie euch etwa?“, sah er kurz abwägend zu mir und grinste noch immer total bescheuert, oh, falsche Frage, ganz falsche! Ich spürte wie meine Stimmung den Bach runter ging, rief doch dies die Gedanken an Vaters bescheuerte Trauerweide in mir hervor und ganz ehrlich, ja ich teilte sie mir mit Severus aber ganz gewiss nicht mit Vater, ballte ich unbewusst die Hand zur Faust.

„Was sollte es dich interessieren, du hast eine Verlobte!?“, rief ich ihn allerliebst ins Gedächtnis aber er wackelte nur provozierend mit den dichten Brauen und fügte hinzu: „Na und! Ich will unbedingt wissen, wer sie ist!“, dabei überging dieser provokante Idiot meine sich verdunkelnden Augen total.

Weasley sah abwechselnd von mir zu Marcus, antwortete jedoch erst als ich knapp nickte, sollte er doch erzählen was er beobachtet hatte, so bekam ich wenigstens einen Einblick wie gut ihre Tarnung gewesen war, strafte ich Marcus mit Nichtachtung.

Zögernd begann er zu erklären, hatte er sehr wohl meine schlechte Laune erkannte: „Naja, ich hatte das Gefühl sie kennt meine Familie, sie hat nach den Zwillingen und meinem Vater gefragt. Ich bin mir sicher, sie ist jung, sogar jünger als ich, also wohl eher deine Freundin Malfoy, oder? Jedoch was sie mit deinem Vater auf der Tanzfläche gezeigt hat, das war ja verboten heiß! Sie wusste eindeutig zu kokettieren, dieser Kuss in den Nacken…..sie hat auch bei mir keine Fragen beantwortet sondern mit Gegenfragen geantwortet, nur das ich sie, Miss Malfoy nennen darf, habe ich nichts wirklich aus ihr heraus bekommen. Sie weiß zu taktieren!“, schwelgte Weasley wie es schien in Erinnerungen und klang dabei fast schwärmerisch, widerlich!

„Ja, der beziehungsweise… die Tänze waren Rattenscharf! Aber hast du sie erkannt?“, fragte Marcus jetzt leicht ungeduldig und neugierig, während ich mich etwas darüber ärgerte wie SIE über die Tänze von Vater und ihr dachten und sprachen, aber gleichzeitig war ich zufrieden, Hermione konnte sich wirklich gut tarnen, hatte sie wie es schien, niemand erkannt.

Weasley musterte Marcus kurz, dann sprach er ruhig, überlegend weiter:

„Nun, ich ging erst davon aus, das sie eine Reinblüterin sein müsste, denn Lucius Malfoy wird wohl kaum eine nicht Reinblüterin in seiner Familie aufnehmen, andererseits, als ich mit ihr getanzt habe, hatte ich nicht das Gefühl sie aus diesen Kreisen zu kennen. Und warum sollte sich eine junge Frau aus einer reinblütigen Familie verstecken, wenn sie zu den Malfoys gehört, das ist doch das Ziel so einiger und daher denke ich, sie ist keine Reinblüterin, vielleicht steht sie sogar auf Seiten Dumbledores, der DeathEater oder sonst wem und kann sich daher nicht offenbaren? Sie muss bekannt sein, oder ihre Familie billigt eine Liaison mit eurer Familie nicht!“, zeigte mir Weasley, das Streber durchaus zu was taugten, denn seine Kombinationsgabe war wirklich gut, alles richtig!

„Schön, schön Weasley, aber was bringt uns das weiter, kannst du deine Schlüsse nicht auch leise ziehen?“, Marcus neben mir wurde Zusehens unruhiger und ungeduldiger.

Weasley funkelte Marcus daraufhin böse durch seine Brillengläser an, doch nun schritt ich ein, erhob meine Hand und stoppte damit den Ausbruch meines hitzigen Halbtrolls erklärte ruhig und ohne Widerspruch zu dulden:

„Nein Marcus, ich finde es spannend seine Schlussfolgerungen zu hören, sollte er auf die richtige Person kommen, kommt vielleicht auch jemand anderes darauf, lass ihn uns hören was er noch zu sagen hat!“

Ich nickte Weasley auffordernd zu, das er weiter sprechen sollte, was er dann auch tat:

„Also, ich tippe mal darauf das sie maximal wenn überhaupt drei Jahre älter ist als du, Malfoy und ich weiß nicht woher, aber ihre Stimme kam mir sehr bekannt vor, sowie ihre Augen!“, rieb er sich seine Nasenwurzel überlegend, nachdem er seine Hornbrille abgenommen hatte.

Sinnierend erklärte er weiter: „Ich kenne sie, irgendwoher, diesen Braunton ihrer Augen, den kenne ich, aber ich habe das Gefühl, so kalt wie auf dem Ball habe ich diese Augen zuvor nie drein blicken sehen, aber ich kann bei bestem Willen nicht sagen wer sie ist, immer wenn ich denke, ich hab es, meine ich, das ist doch unmöglich, also nein! Ihre Augen blicken so kalt drein, besonders als sie mit dem Minister getanzt hat, nein, die währe nichts für mich, so kalt, sehr emotionslos und gefährlich wirkte sie auf mich!“ Fast war es als überlief ihn ein Schauer, den er zu unterdrücken versuchte, jedenfalls sah es so aus. Da glitt ein teuflisches, zufriedenes Grinsen über meine Züge, beschrieb er Hermione gerade perfekt und ganz ehrlich neues Begehren nach ihr ergriff von mir besitz, als ich mir vorstellte wie andere vor ihr erzitterten wenn sie ihr gegenüberstanden.

Marcus schien ganz offensichtlich etwas zu beschäftigen in seinem Oberstübchen, aber er fragte nicht weiter, sondern wandte sich mir zu, schien auszublenden, das Weasley noch da war.

„Also, sie ist in deinem Alter? Braune Augen? Und offensichtlich willst weder du noch sie, noch dein Vater, dass raus kommt wer sie ist, vielleicht weil sie auf der anderen Seite steht und keine Reinblüterin ist? Vielleicht weil…?“, wuselte er nun verzweifelt durch sein kurzes Haar.

Er brach ab und musterte mich weiter abwägend regelrecht abschätzig, während ich ihn ausdrucklos ansah und leicht süffisant erwiderte: „Also was Marcus, was spinnst du dir zusammen?“, Weasley verfolgte unser Gespräch schweigend.

„Nun, ich ahne wer sie ist, mich hat schon neulich verwundert, warum du so scharf reagiert hast als wir über sie sprachen, aber wenn ich dir meine Vermutung mitteile und falsch liege…. Du wirst mich sowas von auslachen, nein, danke. Ich bin zwar sehr gespannt wen du dir ausgesucht hast, denn nach allem was ich gesehen und gehört habe, ist sie wohl eher deine Freundin und dein Vater nur so dreist sie anzumachen, obwohl er es besser wissen müsste, wobei ich weiß, dass ein Außenseiter nie die Familie Malfoy verstehen wird, also versuche ich es gar nicht erst. Ich habe sie auch auf dem Ball gesehen, sie hat mir leider keinen Tanz gewährt, Weasley, du Glückspils, du weißt nicht mal wie viele dich darum beneidet haben!“, erklärte er abwertend und höhnisch grinsend an Weasley gewandt und sah dann wieder mich an, fuhr ruhig fort: „Sie war schön, wirklich schön und strahlte eine natürliche Eleganz und große Selbstsicherheit aus, sehr anziehend, vor allen, dass sie es schaffte vor deinem Vater zu bestehen, beeindruckte! Ich kann verstehen, warum du sie dir ausgesucht hast, egal wer sie ist. Also, ich werde einfach abwarten… irgendwann erfahre ich es sicher!...Auch wenn ich ehrlich bin und die Neugierde mich fast gerade umbringt!“, zog er bei seinen abschließenden Worten eine verkniffene Grimasse, die sehr typisch Flint war, wenn er sich ärgerte.

Ich nickte schmunzelnd, war mir sicher, er hatte die richtigen Schlüsse gezogen, denn er hatte gerade eindeutig angedeutet, das er sich an die Szene erinnerte als ich sie gerügt hatte, weil sie Hermione als Mudblood bezeichnet hatten, zufrieden antwortete ich, denn das Marcus es wusste beziehungsweise vermutete störte mich nicht weiter:

„Ja, du wirst es erfahren! Aber sei froh, das du nicht mit ihr getanzt hast, sie ist nichts für dich, außerdem…. Was würde Alicia zu deiner Schwärmerei sagen, sie kastriert dich….. Wie laufen die Hochzeitsvorbereitungen?“, fragte ich spöttisch und doch auch sehr bösartig nach. Marcus verdrehte genervt die Augen als ich ihn an seinen Schrecken Daheim erinnerte, fühlte er sich doch etwas belästigt das mit einer Hochzeit auch noch Verpflichtungen wie einer Feier einherging, er war zu herrlich und in seinem sichtlichen Unwohlsein und winkte versucht leger ab.

„Sie stürzt sich da hinein, aber ich halte mich größtenteils raus, sage nur meine Meinung wenn sie sie verlangt, das ist glaube ich auch besser so, so was ist doch Frauensache! Und zu deinem Mädchen….anschauen darf man ja wohl noch, gegessen wird daheim, aber wo ich mir den Appetit hole…..“ Er grinste er teuflisch breit und schrecklich fies während er eine eindeutige Geste mit seiner Hand machte.

In diesem Moment klopft es erneut und ein kurzer Blick auf die Uhr verriet mir, dass Wood auf die Minute pünktlich war. Nun, ich war gespannt wie Weasley reagieren würde wenn er erfahren würde, das Wood an seiner Schwester dran war, das hatte ich zwar nicht so geplant, aber die Situation würde sicher herrlich werden und würde mir vielleicht sogar zu spielen, denn dann könnte es sein, das der Gute Wood seine gespielte Scheu verlor, den ich würde wirklich gerne eine kleine „VenTes“ in Gryffindor haben wenn wir aus der Schule heraus wären, plante ich für mein Leben gerne im Voraus. Verdammt, ich hatte geistig schon wieder diese bescheuerte Verhunzung meiner kreativen Namensgebung benützt, schüttelte ich wiederwillig den Kopf, Mist, „Venetos Tesores“! Genau!!!

Nach meiner Aufforderung betrat Wood das Büro und stoppte überrumpelt und erstarrte vollständig sichtlich erstaunt über die Anwesenden die er antraf, seine Gefühle konnte er wirklich nicht verbergen, drohte ihn die Augen rauszufallen soweit riss er sie auf und sein Mund klappte fast bodentief auf und ein Blick war nur noch auf den rothaarigen Mann gerichtet, der leicht indigniert bei der schon fast peinlichen Musterung die hellrote Braue hob und Wood stoisch entgegensah als sich dieser wieder langsam fing.

„Malfoy, Flint!“, begann er schwerfällig und schaffte es uns zu begrüßen als er die Tür schloss nickte er uns allen unsicher zu, dann blieb sein Blick erneut an Weasley hängen und er sagte leicht fragend:

„Percy Weasley, was machst du hier?“

„Das könnte ich dich auch fragen! Oliver Wood!“, erwiderte dieser kalt und steif, er hatte sich hervorragend im Griff zeigte er nichts, auch seine gerade Haltung hatte er unter der intensiven Musterung nicht verloren. Die beiden waren in einem Jahrgang gewesen und nun der Streber und der Quidditchnarr hatten nicht viel gemeinsam wie es schien, aber sie kannten sich dank der kleinen Klassen schon, wobei sie sich nicht näher gewesen zu sein schienen!

Das war ja zum schießen, wie sie sich erstaunt, skeptisch und pikiert anblicken, schmunzelnd ging ich dazwischen und erklärte: „Ist doch wohl klar, ihr arbeitet beide für mich, deshalb seit ihr hier!“

„Ähm, ja klar!“, beeilte sich Wood nach meiner auffordernden, harschen Geste sich zu setzten, als er saß sah er wieder auf und meinte dann unbeholfen:

„Aber, dass du Percy hier bist erstaunt schon, schließlich…arbeitest du für das Ministerium!“, wandte der drahtige Hüter nun wacker ein.

„Ähm, ja, das ist korrekt!“, antwortete Weasley ruhig und musterte seinen ehemaligen Mitschüler und Hauskollegen abwägend, während Wood deutlich nervöser wurde, denn ihm war bewusst, er sollte in Weasleys Anwesenheit erzählen wie er versuchte seine Schwester zu uns zu holen. Kalt grinsend forderte ich nun Wood auf:

„Berichte, was hat sich ergeben, vertraut dir die kleine Weasley?“

Ich behielt Percy aus den Augenwinkeln im Blick und sah wie sich kurz seine Augen vor erstaunen weiteren, doch er hatte sich sehr schnell wieder im Griff und zeigte seine steife, leicht abweisende, arrogante Miene, sodass nicht mehr zu sehen war was er wirklich dachte. Wood hingegen sah noch mal skeptisch und fast besorgt zu Weasley, neben dem er sich hatte nieder gelassen nachdem ich auf den Stuhl gedeutet hatte und antwortete schließlich stockend:

„Es läuft soweit alles gut Malfoy!“, hüpfte sein Adamsapfel aufgeregt hin und her.

Ich blickte zwischen den beiden hin und her und erklärte leicht genervt: „Wood, ich will dir nicht wieder alles aus der Nase ziehen müssen, wenn es dich hemmt, das Weasley hier ist, dann schaffen wir das halt jetzt aus der Welt!“ Wood sah mich leicht geschockt an, doch ich sprach kalt weiter: „Weasley, Wood hat den Auftrag deine kleine Schwester an zu werben und sie scheint, zumindest ihm gegenüber nicht abgeneigt zu sein! Das er über den Auftrag hinaus offenbar noch mehr von ihr will, ist hier zwar nicht Thema, scheint ihn aber gerade daran zu hindern und zu HEMMEN offen zu sprechen, weil du da bist, Weasley, also, klärt das!“ Nun wandte sich Weasley Wood zu und musterte ihn einige Sekunden ernst, während auch Wood ihn erstaunlich fest ansah, dann sagte der Rothaarige ruhig:

„Deine Absichten sind ehrenhaft?“, warfen sich Marcus und ich einen indignierten Blick zu, so schrecklich gewissenhaft schafften es nur Gryffindors zu sein, wie hochtrabend….bäh, stimmte mir Marcus mit einem verächtlichen und höhnischen Grinsen bei.

Wood nickte leicht und antwortet ruhig, aber fest: „Was denkst du nur von mir Percy? Ich bin ein Gryffindor, natürlich…. Sie…. Ach, ich weiß nicht, sie ist so viel jünger als ich!“

Weasley nickte ebenfalls leicht und erwiderte dann langsam: „Mir soll´s recht sein, solange du sie gut behandelst. Und wenn du sie wirklich überzeugen kannst uns hier bei zu treten, hat wenigstens einer aus meiner Familie noch Hirn bewiesen und läuft nicht Dumbledore wie ein Schoßhündchen hinterher!“, erklärte er zum Schluss verächtlich und richtet seine Krawatte, die eh perfekt saß, war er ein Pedant sondersgleichen.

Wood schien erleichtert, fragte jedoch noch mal: „Dir würde es nichts ausmachen wenn ich mit deiner kleinen Schwester ausgehe, obwohl ich so viel älter bin als sie?“, glitzerte ein hoffnungsvoller Ausdruck in seinen Augen.

„Nein, wieso sollte es, unsere Beziehung war nie sehr eng, wenn du sie auf einen richtigen Weg bringst, würde ich das sogar noch begrüßen, vielleicht ist bei ihr noch nicht alles verloren, selbst wenn die Zwillinge meinen Eltern nicht mehr am Rockzipfel hängen, ist doch auch ihr Weg nicht gerade Vorbildhaft oder Erstrebenswert…. Scherzartikel, ich bitte dich…. Also, wenn sie dich will, warum nicht…!“, erlklärte er erstaunlich emotionslos und nur kurz zeigte sich Abneigung in seiner Stimme, als er abwertend davon sprach was die Twins taten. Innerlich konnte ich ein Grinsen nicht unterdrücken, gehörten doch auch die Twins schon lange zu mir und noch viel enger als der Weasley vor mir.

Wood schien sich nun endlich zu fangen und sein Glück gar nicht fassen zu können das ihm nun sogar ein Bruder bescheinigte, das das Alter relativ egal war, sah mich an und begann ohne Umschweife zu berichten: „Wie vorgeschlagen habe ich ihr Spieltickets geschickt, für das Benefizspiel letzte Woche, sie hat es mit ihrem Bruder Bill besucht, der sich sehr im Hintergrund gehalten hat. Er hat wohl bei der Besichtigung einige alte Freunde getroffen und uns eine Weile alleine gelassen, ich denke, sie hat sich da bewusst ihren ältesten Bruder und nicht ihre Mutter oder ihren Vater als Begleitung ausgesucht, jedenfalls hatten wir auch Zeit ein paar Worte alleine zu wechseln. Sie scheint, außer, dass sie total Quidditchverrückt ist, sehr darauf aus eigenständig zu sein, offenbar sind ihr ihre Brüder dann doch oftmals etwas zu neugierig. Jedenfalls scheint sie viel über alles was so passiert nach zu denken, sie sagte, ihre Freundin Hermione hätte ihr das ein oder andere zu denken gegeben. Sie wollte aber nicht genauer werden, hat nur gemeint Mädchenkram. Seit dem Spiel hat sie mir noch einen Brief geschrieben und sich für den Tag und die Karten bedankt, den Brief werde ich die Tage beantworten, ich will nicht zu eifrig wirken…. Außerdem denke ich, sie hängt nicht so fest in den Vorstellungen ihrer Eltern, sie scheint sich allein gelassen zu fühlen, das wurde diesmal noch klarer als bei unserem letzten Treffen, selbst wenn sie nicht wirklich etwas darüber gesagt hat, aber alleine schon wie sie auf zu blühen schien weil man ihr Aufmerksamkeit zukommen lassen hat, naja, vielleicht interpretiere ich da auch zu viel rein, weil ich mich freuen würde, wenn ihr meine Aufmerksamkeit gefällt!“

Bei den letzten Sätzen war er etwas leiser geworden und eine leichte Röte überzog seine Wange, doch dann straffte er sich sichtlich und sprach fest weiter, sah mich gerade heraus an: „Jedenfalls bin ich überzeugt, das ich sie für unsere Sache gewinnen kann, sie schwankt, weiß nicht so recht was sie von allem halten soll, sieht wohl ziemlich viel was um sie vor geht und sie macht sich ihre eigenen Gedanken, sie in unsere Richtung zu beeinflussen sollte gut möglich sein! Außerdem hat sie indirekt meinen Eindruck von Potter bestätigt. Ich hatte bei dem Training, das ich mir angesehen hatte das Gefühl, er würde einen ziemlich straffe Führungsstil haben, er schien sehr verändert zu dem träumerischen Jungen, den ich aus meiner Zeit kannte. Nun, Ginny meint er sei richtig streng, gar nicht mehr so nachgiebig wie früher, bei ihm im Team dürfe keiner mehr aus der Reihe tanzen, manchmal hätte sie das Gefühl, er würde sie richtig gehend militärisch führen!“

Ich nickte zufrieden, genauso hatte ich mir das vorgestellt, Ginny Weasley war weder unbegabt noch dumm, aber sie war in einer schwachen Phase, haderte mit sich und der Welt, also genau richtig um sie für uns zu gewinnen, waren sie doch so am empfänglichsten für neue Ideen oder Gruppierungen. Was er jedoch über Potter sagte war mir ja bekannt, offenbar zeigte seine Veränderung bis hin zu seiner Position als Teamkapitän Wirkung, sehr gut, wenn er lernte sich durchzusetzten, dann war unser Training wenigstens nicht um sonst gewesen aber es war schon witzig, das er mir über Potter berichtete, wo ich doch unter anderem der war, der dafür gesorgt hatte das er derart hart, belastbar und durchsetzungsstark wurde.

Wood schien mein Urteil abzuwarten, meine Antwort und ich erwiderte etwas freundlicher als sonst: „Das hört sich gut an, also bleib dran Wood! Dann wär’s das ja für heute, Weasley, dein nächster Termin steht, Wood, du setzt dich bitte mit Flint in Verbindung wenn du neue Schritte in Angriff nimmst, oder wenn es von ihrer Seite her etwas Neues gibt! Ihr könnt dann gehen! Weasley, ich hoffe, das nächste Mal wenn alle wieder richtig arbeiten auf mehr Infos!“

Die beiden nickten uns nochmal zu, erhoben sich und verließen gemeinsam das Büro. Mich hatte überrascht das Weasley so kalt und beherrscht auf Woods Neuigkeiten reagiert hatte, aber offenbar hatte er nicht viel von dem hitzigen Temperament, das zumindest die drei Brüder hatten, die ich näher kannte. Die Twins waren ganz anders, das war mir bewusst, aber selbst der jüngste Bruder hatte, wenn auch mehr als Choleriker, als als Scherzbold, mehr Temperament als Percy Weasley, der immer einen Stock verschluck zu haben schien, aber nun gut, er tat gute Dienste und mir war es recht, das er so strebsam und steif war, so kam er schließlich bei den Ministern gut an.

Ich erhob mich, winkte Marcus mir zu folgen und ging hinüber zu den Sesseln, ließ mich nieder und Marcus reicht mir eine Kaffeetasse, als er mir folgte und nahm, sodass er nun mir gegenüber sitzen konnte Platz.

„Nun, was hast du noch anzuweisen, Draco?“

Ich hob fragend eine Braue erstaunt darüber, das er erahnte, das ich noch nicht fertig war und er erklärte erheitert: „Ich kenne dich, also, du bist nicht hier nur weil Weasley seinen Bericht abgeben sollte, das kann er auch bei mir, also, was hast du für Anweisungen, die du mit mir besprechen willst?“, wusste ich bei diesen Worte wieder einmal warum Marcus Flint meine recht Hand war.

„Nagut, also ich möchte, dass du eine Wohnung herrichtest, für eine Person, sie soll mit allen möglichen und unmöglichen Schutzzaubern ausgestattet sein, aber besonders wichtig ist, das niemand heraus kommen darf. Sie soll quasi ein Gefängnis! Sie muss nicht sonderlich luxuriös sein, aber sicher, das ist das A und O!“, erklärte ich prägnant und beobachtete Marcus genau. Ich sorgte vor, denn wer wusste schon ob wir irgendwann Grindelwald umquartieren mussten und wenn, wollte ich vorbereitet sein.

„Ok, wird gemacht Chef, was noch?“, stimmte Marcus zu und wartete ob das alles war.

„Eine zweite Wohnung, größer, ruhig in einer der guten Lagen, die wir haben, drei Zimmer würde ich sagen, eingerichtet um einer Familie mit einem kleinen Kind oder Baby Unterschlupf zu bieten, auch hier die besten Schutzzauber, bis hin zum Fidelius, aber, sie sollen die Wohnung ganz normal verlassen können. Wer der Geheimniswahrer wird für den Fidelius, darüber reden wir noch, ansonsten bereitet alles vor, komplett eingerichtet und jederzeit beziehbar muss sie sein!“, wies ich weiter bestimmt an und plante diesmal extrem weit vor, falls wir wieder erwarten Daphne und das Baby weit weg von England in Sicherheit bringen mussten und im Falle eines Falles konnte sogar Potter, wenn er nicht gerade für den Kampf gebraucht wurde mit kommen. Ich war gern auf alles vorbereitet und kalkulierte gerne jede Eventualität mit ein, genau wie Hermione.

„Wird ebenfalls erledigt, sagst du mir, wer die Mutter mit Kind ist?“, blickte mich Marcus natürlich fragend an wenn ich schon ein Baby erwähnte, versteckte er sein Erstaunen recht gekonnt.

„Nein, es ist ja auch noch gar nicht klar ob die Wohnung überhaupt gebraucht wird, ich will nur vorbereitet sein!“, erklärte ich ruhig, würde ich mir nicht raus kitzeln lassen dafür war das Thema zu heikel.

„Ok, dann also eine Wohnung für eine Person, aufs schärfste gegen „Ausbruch“ gesichert, ein Gefangener sozusagen, wer auch immer, den Namen wirst du mir auch nicht sagen? Oder? Dachte ich mir schon…. und eine für eine kleine Familie, auch höchster Sicherheitsstandard, sieh es als erledigt an!“, nickte ich wohlwollend es war schön, wenn alles derart verlässlich funktionierten wie meine Leute und wenn ich von derart verschwiegenen Menschen umgeben war.

Wir unterhielten und noch eine Weile über die neusten Zahlen, Pläne und Details einiger Geschäfte, bevor ich die Besprechung beendete, denn ich hatte an diesem Abend noch einen frühen Dinner Termin mit einigen wichtigen Geschäftspartnern arrangiert, so früh, weil ich am nächsten Morgen ebenfalls einen sehr frühen Termin hatte.

Ich traf mich mit ihnen in einem noblen, irischen Fischrestaurant, wir speisten hervorragend fangfrischen Lobster und sprachen dabei in sehr gelöster und entspannter Runde über unsere kommende Geschäftsbeziehung, alles in allem lief es wie ich es erwartete, also sehr gut.

Ich übernachtete in Dublin in meiner Stadtvilla, die zu dem Straßenzug gehörte, den ich gekauft hatte. Ich hatte, als ich das Haus gesehen hatte nicht lange überlegt und entschieden, das dies meine Privatresidenz hier werden würde, denn schließlich wollte ich, wenn ich denn mal länger hier blieb auch gebührend untergebracht sein.

Es war genauso geschnitten wie die Villen in denen meine Büros lagen und fügte sich direkt an das nächste Haus an, aber ich mochte es, es versprühte einen für mich frischen Charme und war innen wieder sehr Modern und großzügig gehalten, ähnlich meinem Büro auch wenn die Fassade gregorianisch war. Ich genoss es mein mir gehörendes Reich zu bewohnen, wenngleich ich Hermione vermisste und mich schon freute ihr alles zeigen zu können.

Das Haus war erst seit kurzen fertig, Alicia hatte es eingerichtet, hatte sich dabei an dem Stil meines Büros orientiert, das ich ja selber eingerichtet hatte. Inneneinrichtung war einer der Zweige die „Contino Industries“ anbot und eines musste man der Gryffindor lassen, sie hatte Geschmack, nicht nur in der Liebe, da sie ihr Herz einen Slytherins geschenkt hatte, sondern auch was das Wohnen betraf.

Am nächsten Morgen war ich schon sehr früh in meinem Büro, es dämmerte gerade erst, aber Graham Montague, Miles Bletchley und Roger Davis hatten mich zu meinem Erstaunen gebeten sie hier zu empfangen und auch Flint, der wenig überraschend dankend, aufgrund der frühen Stunde abgelehnt hatte, hatte mir nicht verraten wollen, warum sie sich hier mit mir derart früh treffen wollten.

Wenige Minuten nachdem ich mein Büro betreten hatte, nicht mal Audrey, meine Assistentin war da, wie auch, so früh am Tag, konnte ich nur denken wie gut das ich immer früh aufstand, was mir Severus seit frühester Kindheit antrainiert hatte. Die Tür zu meinem Büro hatte ich offen gelassen und da klopften sie nur kurz an den Türrahmen, dann traten sie ein.

Zuerst Miles Bletchley, mit dem ich zusammen Quidditch gespielt hatte, war zwei Jahr älter als ich und genau wie ich ein Slytherin mit hübschen, etwas kantigen Gesichtszügen. Er war groß, breitschultrig, was zu seiner Position als Hüter immer gut gepasst hatte und grinste breit, während er auf mich zukam, flatterte sein halblanges, dunkelblondes Haar um seine Schultern.

Ihm folgte Roger Davies, ein Ravenclaw, der zwei Jahre älter war, auch er war ein Qudditchspieler, war der Kapitän seines Teams gewesen und hatte als Jäger gespielt, es sogar geschafft zum Ball des Trimagischen Turniers mit Fleur Delacour zu erscheinen, war er ein kleiner braunhaariger Schönling.

Als letztes betrat Graham Montague mein Büro und schloss die Tür hinter sich. Er war auch zwei Jahre älter als ich, auch ein Slytherin, seine massige Gestalt verhalf ihm einfach dazu, das die Leute vor ihm zurück wichen, trotzdem hatten es die Twins gewagt ihn in meinem vierten Schuljahr in ein Verschwindekabinett zu schupsen, wo er für einige Zeit drin verloren gegangen war und erst viel später in einer der Schlosstoiletten wiedergefunden wurde, war er etwas verwirrt, da ihm das Kabinett ganz schön zugesetzt hatte und somit hatte er den Posten des Quidditchkapitäns abgegeben und ich hatte seine Stelle hierin angetreten.

Der Kopf des Dreierteams und verantwortlicher war Miles Bletchley, ihm traute ich zu die Aufgabe einen geeigneten Trainingsort für mich zu finden, gut zu lösen, Davies machte mit seinem Intellekt seinen Haus alle Ehre und Montague, nun gut, der konnte zupacken, auch das brauchten sie für ihre Aufgabe, war er nicht mehr derselbe wie früher.

„Guten Morgen Malfoy!“, „Guten Morgen, Draco!“, begrüßen mich die drei und ich nickte ihnen zum Gruß zu, während ich einen Schluck aus meiner Kaffeetasse nahm, denn zum Kaffeetrinken oder Frühstücken war ich noch nicht gekommen.

Ich wies auf die Besucherecke und ließ mich selber in einem der Sessel nieder, während sich jeder von ihnen selber gierig mit Kaffee versorgten, der auf dem Tischchen zwischen den Sesseln stand und den ich ihnen angeboten hatte.

„Also, erzählt, warum treffen wir uns hier und nicht direkt vor der Aillween Cave, schließlich wolltet ihr mir die Fortschritte zeigen!“, kam ich sofort zum Wesentlichen, wohl auch weil ich wirklich neugierig war, warum sie um ein Treffen hier gebeten hatten. Ich blicke auffordernd von einem zum anderen und schließlich übernahm Montague die Antwort, während Miles die Kaffetassen verteilte.

„Nun, ähm, es gibt einige Probleme mit der Aillwee Cave, zwar haben wir erst angenommen, da zu ihr ein so weit verzweigtes Höhlensystem gehört, das wir sie nutzten könnten, obwohl sie eine Touristenattraktion der Muggel ist, aber leider sind die Teile der Höhle, die nicht zur Besichtigung offen stehen oder erkundet sind von den Muggeln nicht wirklich für uns geeignet, entweder sind sie selbst mit magischen Mitteln schlecht zu erreichen, die Gänge nicht hoch oder breit genug und alles in allem, gibt es keinen großen Hauptraum, den wir nutzten könnten!“, führte Montague etwas kleinlaut aus, offenbarte er mir doch gerade das unser Plan zum Teil scheiterte, doch bevor ich nachfragen oder auch ihn anfahren konnte, hob er abwehrend die Hände und sprach weiter:

„Bevor du dich ärgerst Draco, weil wir dich trotzdem so früh herbestellt haben, wir waren so frei uns nach andren Lösungen umzusehen und denken, wir haben eine gute Ausweichvariante gefunden, die sogar Flint schon abgesegnet hat, nun, wollen wir nur noch deinen Segen, Draco, dann würden wir weiter machen!“, er beendete seine Erklärung und wartete auf meine Reaktion.

„Ok, also, was ist die Alternative, erzählt mir mehr!“, forderte ich brüsk, mir passte zwar nicht ganz das wir jetzt die Planungen, die erst gut zu laufen schienen über den Haufen werfen mussten, aber wir hatten ja noch Zeit bis es richtig los gehen würde.

Nun ergriff Davies das Wort und erklärte: „Wir würden es dir gerne zeigen, also, wollen wir gehen?“, stellte er klirrend seine Tasse ab und erhob sich eifrig.

Ich war gespannt und so folgte ich den dreien, denen ich aufgetragen hatte, sich um die VenTes, NEIN, „VenetosTesores“, beziehungsweise um die passenden Lokalitäten zu kümmern, an denen wir uns zukünftig würden treffen können, denn bitte, ein Bürogebäude war wohl kaum der richtige Treffpunkt für eine Geheimorganisation. Außerdem brauchten wir Platz und einen Ort, der gut verborgen lag und auch als Zuflucht diente.

Miles ging voran, er übernahm die Führung und das erwartete ich auch von ihm, schließlich sollte er Montague im Auge haben, genauso wie Davies. Wir verließen das Bürogebäude, welches „Contino Industries“ beherbergte, betraten eine unbelebte Gasse und Miles blieb stehen, wandte sich mir zu und sagte bestimmt:

„Wir apparieren gemeinsam!“

Er hielt mir seinen Arm auffordernd hin und ich musterte ihn kurz skeptisch, legte dann jedoch vorsichtig und mit Bedacht meine Hand auf Miles Arm, schließlich führte er strenggeheime Aufträge für mich aus, da sollte ich ihm wohl so weit trauen, das er uns sicher apparierte, aber toll fand ich es nicht, nicht die Kontrolle zu haben.

Wir materialisierten auf einer Ebene, die typisch nur von leichten sanft geschwungenen Hügeln unterbrochen wurde, wie es in dem Burren überall üblich war. Alles war von einer sanften, puderigen Schneeschicht bedeckt, doch ich war mir sicher, unter dem Schnee befand sich die typische Rillenstruktur im Gestein, die es dies in den Burren gewöhnlich anzutreffen gab und die ein Überbleibsel der letzten Eiszeit waren, denn diese Gesteinsformationen wurden auch als Glacio-Karst bezeichnet, da durch die sich bewegenden Eismassen und das abfließende Wasser die Oberfläche geformt worden war. War es eine mystische Gegend die zum Träumen und vergessen einlud.

http://www.burrennationalpark.ie/geology.html (für die, die mehr über die Burren wissen wollen, aber der Text geht schon in die Tief und ist eher für wirklich interessierte, zumal er auch auf Englisch ist)

Weniger als 10 Meter vor mir begann eine ruhig daliegende Wasserfläche und als ich weiter meinen Blick in die Ferne schweifen ließ, erkannte ich, dass wir wohl an einer kleinen Bucht angekommen waren, die sich dann zum großen Meer hin öffnete. In einiger Entfernung erkannte ich schemenhaft in der Morgendämmerung, eine Insel auf der sich ein wuchtiges und mächtiges Bauwerk erhob, weiter hinter konnte ich einen kleinen Hafen und ein winziges Dorf ausmachen, doch auch diese versanken zu grauen, schattenhaften Konturen in dem spärlichen Licht.

Es wirkte aber alles sehr einsam und abgelegen, es war kühl, jedoch bei weitem nicht so kalt wie in Schottland oder in Wilshire, wo sich Manor und Cottage befanden, denn in Irland war das Klima generell milder durch die Nähe zum Golfstrom. Alles war daher nur von einer dünnen, wenige Zentimeter dicken Schneeschicht bedeckt. Mein Blick fiel wieder auf das hochaufragende Gebäude das sich dunkel über der Insel in der Dämmerung abhob, wohl zum Teil von Wasser umgeben war und auf einem Hügel gebaut zu sein schien.

Es hatte eine erstaunlich kantige Form, erinnerte es mich an eine Burg und ich war mir sicher, es war auch eine, doch dafür konnte ich sie nicht genau genug erkennen, fesselte mich die malerische Silhouette.

http://www.flickr.com/photos/tonymurphyphotography/2535069348/

Ich wandte mich um, sah nun hinter mich und erkannte, dass sich ein doch für die Umgebung recht steiler Hügel hinter mir erhob und auch auf ihm waren zum Teil verfallene Bauwerke und Ruinen aus zu machen. Ich trat näher darauf zu und sah einige alte, grobe und verwitterte Bögen aus Naturstein. Wenn ich es richtig erkannte, hatte die Natur schon begonnen sich diese von Menschenhand geschaffene Kunstwerk zurück zu erobern, denn etwas anders war es nicht mehr, aber wie weit der Zerfall schon gediehen war, konnte ich unter dem Schnee und in dem dämmrigen Licht nicht wirklich erkennen.

„Hier, vor uns liegen die alten Überreste, Grundmauern des ursprünglichen Dunguaire Castle, im County Clare auf der westlichen Seite. Sie wurde aufgegeben und dort drüben neu errichtet, warum weiß man nicht, doch wir nehmen an, das es mit dem zu tun hat was dir gleich zeigen wollen, denn offenbar waren hier schon mal Magier am Werk!“, erklärte Miles sehr geschäftig.

Miles deutete auf das Gemäuer, was sich weit hinter ihm über der Wasseroberfläche erhob und je heller es wurde, immer deutlicher sichtbar wurde, mittlerweile war ich mir nicht nur durch ihre Ausführungen sicher, das es eine Burg war, sondern konnte sie auch deutlicher sehen, denn es wurde Zusehens heller.

Miles jedoch ließ mir keine Zeit mich weiter in der Umgebung umzusehen, sondern begann den Hügel hoch zu steigen und ich folgte ihm, gefolgt von Montague und Davies, die bisher geschwiegen hatten.

http://www.irelandinpicture.net/2009/07/dun-guariagh-dunguaire-castle-kinvara.html

Wir erreichten die Bögen, die ich aus der Entfernung schon gesehen hatte und erkannte, es waren wirklich steinerne Überreste eines größeren Bauwerkes. Wir gingen an den Bögen, die aussahen wie die letzten traurigen Überreste eines langen Ganges, vorbei. Sie standen einfach wie zufällig in der Landschaft, gestützte von einem Reststück Wand und unter ihnen war noch schemenhaft durch den Schnee zu erkennen, das wohl auch das Fundament um sie herum noch erhalten sein musste, aber direkt dahinter begann die vereiste Wasseroberfläche, vielleicht war auch die direkte Nähe zum Wasser ein Grund für die Aufgabe dieser Burg gewesen, überlegte ich, denn Wasser konnte eine sehr zerstörerische Kraft sein.

Wir standen nun etwas unterhalb mit dem Rücken zu den Steinbögen, rechts von uns lag weit entfernt die noch erhaltene Trutzburg, weiter dahinter das Dort und der Hafen, vor uns lag eine erstaunlich geebnete Fläche, fast als wäre sie von Menschenhand bearbeitet worden oder war sogar einmal der Boden eines Raumes gewesen.
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Kapitel 213-214 Empty
BeitragThema: Re: Kapitel 213-214   Kapitel 213-214 EmptyDo Feb 09, 2012 6:54 am


Miles deutet nun vor uns auf den Boden und erklärte: „Wir haben uns sowohl mit Muggelliteratur zur Umgebung hier und auch mit alten Legenden und Zaubererliteratur beschäftigt um einen geeigneten Ort zu finden. Wir stießen auf einige alte Legenden, die davon sprechen, dass es unter den alten Fundamenten des alten Dunguaire Castle angeblich Gewölbe geben soll. Diese Legenden hielten sich wohl sehr hartnäckig, auch wenn keiner sie finden könnte, aber sogar in der Muggelliteratur lassen sich diese Sagen finden. Außerdem haben wir in den Texten der Muggel Berichte gefunden, das hier um die alten Grundmauern herum und auch um die der neuen Burg überall Karstquellen sind, die alle aus dem Burren Karst hier gespeist werden. Also haben wir hier, da auch die Aillwee Cave nur, ca. 10 km entfernt ist, angefangen weiter zu suchen nach einer geeigneten Höhle geforscht. Schließlich ist die Gegend bekannt, dass es hier viele kleinere und sicher auch größere Höhlen gibt. Nun, wir sind fündig geworden, hier vor uns ist der Einstieg, doch kein Muggel wird ihn je finden können! Vielleicht solltest du selber austesten was dort vor uns ist, spürst du die Magie, Malfoy?“, hörte er sich sehr begierig und aufgeregt an als er mir alles erklärte, schien er um ein paar Zentimeter vor Stolz gewachsen zu sein und ich musste sagen, bis jetzt fand ich es Landschaftlich wunderschön hier, mal sehen was mich erwartete spürte auch ich eine gewisse Vorfreude auf das was ich nun hoffe zu sehen.

Neugierig trat ich nun neben Miles und sah genauer hin, zog meinen Zauberstab, ja, es war unbestreitbar, wenn man sich darauf konzentrierte und der magischen Macht nachspürte war zu fühlen das hier Magie herrschte, doch nicht so offensichtlich und durchtränkt wie es an manchem magisch geschützten Ort war, nein, viel feiner, leichter, fast nicht zu fassen, als sei sie Teil des Bodens, des Landes, wie ein dünner Schleier aus Nebel, der auf der Landschaft lag.

Langsam schwang ich meinen Zauberstab und murmelte: „ostende vero“, was so viel wie „Zeige dich!“ bedeutete. Ich fing so mit dem einfachsten mal an, doch ich erreichte nur ein leichtes, plötzliches Flirren in der Luft vor mir, meinte kurz zu sehen, das unter dem Schnee dunkel etwas hindurch schimmerte, vor meinen Füssen auf dem Boden, das schnell wieder verschwand und nur den unberührten reinweißen Schnee zurück ließ.

Danach versuchte ich es mit „patesco“, „offenbar werden“ und dem „monstratio“, was „Wegweißen“ bedeutete. Doch dies war nun mein letzter Versuch auf die Schnelle „clamo“, was schlicht „verraten“ hieß, aber auch das zeigte nur minimale Wirkung.

Ich hatte weder Lust noch Zeit für Spiele, also wandte ich mich ungeduldig zu Miles um und wies an: „Zeig´s mir, ich hab keine Zeit hier rum zu spielen, also was habt ihr gefunden?“

Da trat er an mich heran und zeigte sich wichtig und wie mir schien sehr stolz, ging nun an mir vorbei, stand nun neben mir und schwang jetzt seinen Zauberstab in einem großen Kreis, während er klar und deutlich sagte „Doratia“.

Fragend lüpfte ich eine Braue, hatte zwar erkannt, dass dies ein altkeltisches Wort war, aber warum nutzte sie es gerade hier? Miles sah mich kurz an, Montague und Davies standen währenddessen schweigend aber nervös und aufgeregt wirkend hinter uns, dann erklärte er sehr selbstgefällig:

„Wir haben einige Wochen gebraucht um herauszufinden, welcher Zauber auf dem Portal liegt, uns überhaupt sicher zu sein das es eines ist, doch wir haben es geschafft, mit etwas Hilfe von Marcus, wie ich zugeben muss. Schließlich haben wir rausgefunden das ein Passwort die Pforte schützt und das es das Alt-Keltische Wort „Dorotia“ ist, was so viel wie „Tür zur Klarheit“ bedeutet. Warum man dieses Passwort genutzt hat, wissen wir nicht, wir vermuten jedoch, das ein Teil der Gewölbe früher als Bibliothek genutzt wurde und das es damit schützenswert war aber das wirst du gleich sehen!“, durfte ich sehen wie seine Augen vorfreudig glänzten, verhaspelte er sich fast in seinem Vortrag vor Nervosität mir ihren Fund zu präsentieren.

Als der Zauber seine Wirkung entfaltete und ich sah, wie die uralte Magie wirkte und sich langsam der Schnee auf zu lösen schien, im Nichts verschwand, darunter die Grasnarbe sichtbar wurde, sie wohl über das darunter liegende gewachsen war und das Portal freigab. Dann wurde ein steinerner, behauener und ausgetretener Boden sichtbar, aber nur ganz kurz, denn auch dieser verschwand sehr diffus und offenbarte ein dunkles, rechteckiges Loch im Boden.

Vor mir erkannte ich schemenhaft den Beginn einer Treppe, doch da es auch hier draußen noch nicht richtig hell war, konnte ich noch weniger erkennen als wohl am Tage, wirkte es sehr geheimnisvoll und mystisch und ich war erstaunt was sie hier in dieser Einöde gefunden hatten, Respekt, aber wer sagte, das meine Leute nicht gut waren, verspürte ich einen Anflug von stolz auf meine Männer..

Miles ging nun bestimmt an mir vorbei und erklärte: „Ich gehe vor raus, ihr folgte mir!“, schluckte ich, also sehr forsch von ihnen, das sie da derart locker hineingegangen waren nachdem sie es entdeckt hatten, wie es schien hatte ich genau die Richtigen mit der Mission betraut, wenn man betrachtete wie locker sie es nahmen auf etwas derart ungewöhnliches gestoßen zu sein.

Wir taten es wie er angewiesen hatte und neugierig begann ich hinter ihm die Treppe herab zu steigen, die rechts und links von Wänden, die ebenfalls aus dem Gestein gehauen waren, eingegrenzt wurde, sie führte also in einem schmalen, beengenden Gang hinunter. Als Miles die ersten Stufen hinter sich gelassen hatte, die man von oben aus sehen konnte, flammten eigenwillig Fackeln auf, denn auf einmal wurden die Umgebung vor mir in unklares, grünliches Licht getaucht, eigentümlich, aber gut, der Ort schien magisch zu sein, warum also nicht grüne Fackeln. Unter und vor mir konnte ich steile aber ausgetretene Stufen einer Treppe erkennen und als ich noch einige weiter Stufen herab gestiegen war, sah ich, das sie wohl um die vier Meter nur in die Tiefe führen musste.

Ich war überwältigt in welche unterirdische Welt ich eben entführt wurde, war es ganz anders als die Höhle in Wales oder auch jede andere die ich bisher gekannt hatte, wollte ich mich überraschen lassen und ließ mich vollkommen auf das Abenteuer ein.

Die Treppe schien direkt aus dem Gestein gehauen zu sein, einem dunkelgrauen, harten Kalkstein, wie es aussah und der hier in der Gegend vorherrschend war. Auch der riesige, Burren Nationalpark, der sich nicht weit von hier ersteckte wurde von diesem Sedimentgestein geprägt. Ich ging weiter behutsam in die Tiefe über die ausgetretenen Stufen, die erkennen ließen das dieses Gewölbe sehr alt sein musste.

Auch die Fackeln, die wir nun immer wieder passierten waren in sehr alt anmutenden Halterungen an der Wand angebracht, wobei ich stark vermutete, das dies hier schon lange von Zauberern genutzt wurde, denn über keiner der Fackeln befand sich Ruß, offenbar hatten die früheren Nutzer dieses Gewölbes wert darauf gelegt alles sauber und rein zu halten und nicht rußende Fackeln verwendet, was nur Magiern möglich gewesen war, wie spannend.

Wir erreichten nun endlich den Fuß der Treppe und standen nun in einem engen Gang, da streckte ich die Arme angewinkelt rechts und links von mir aus und so konnte ich die groben, kahlen Wände berühren, die jedoch, obwohl wir uns derart tief unter der Erde befanden erstaunlich trocken waren, und das obwohl wir an der Oberfläche nahe am Wasser gestartet waren. Das Ufer musste jetzt vielleicht 10 Meter hinter uns liegen, versuchte ich nie die Übersicht oder die Orientierung zu verlieren, in einem Höhlensystem herumzuirren ohne die Kontrolle zu behalten konnte selbst mit Zauberstab tödlich enden.

Miles ging ohne innezuhalten weiter, bemerkte man das sie diese Gänge schon erforscht hatten und schon nach einigen Metern öffnete sich der schmale, vielleicht zwei Meter hohe Gang mit bogenförmiger Decke in einen größeren Raum von etwa fünf mal fünf Metern, wirkte es wie eine Eingangshalle. Der Boden war dunkelgrau, matt und an einigen Stellen deutlich ausgetreten. Rechts und links führen Bogendurchgänge in weitere Räume, die jedoch nicht beleuchtet waren. Eine weitere Öffnung in der Wand befand sich genau der gegenüber, aus der wir nun traten.

Über den Türen Rechts und Links erkannte ich im grünlichen Schein der Fackeln, von denen hier je rechts und links der vier Durchgänge eine hing und laut knisternd brannte, Altkeltische Wörter. Ich versuchte die in den Stein gehauenen Zeichen zu entziffern, erkannte sie, zumindest als Altkeltisch, aber selbst wenn ich mich mit dem Keltischen ausführlich beschäftigt hatte, dieser Dialekt schien so alt, dass selbst ich ihn nur schwerlich entziffern konnte und ihre Bedeutung mir nicht wirklich geläufig war.

Ich las über dem linken Bogen das Wort „esca“ und überlegte, das es vielleicht gleichbedeutend sein könnte mit „isca“ das ich aus dem neueren Keltisch kannte und das so viel wie Wasser bedeutete. Über dem zweiten Bogen prangte das Wort „tepnos“, mit dem ich wenig anfangen konnte, aber wenn der Begriff gegenüber Wasser bedeutete, entsprach dieser hier vielleicht einem der anderen vier Grundbegriffe der alten, keltischen Magie und Mythologie und bedeutete vielleicht Feuer.

Neugierig trat ich auf die Pforte zu meiner Rechten zu und die Fackeln in dem Raum dahinter flammten wieder von alleine auf. Ich betrat den Raum neugierig und sah vor mir schwere, dunkle, massige Holzregale, die jedoch zu meinem Leidwesen leer waren. Hier und da lag noch ein Fetzen alten Pergaments auf einem Regalbrett, oder auf dem Boden und erst jetzt fiel mir auf, nichts hier war mit Staub bedeckt, wie man es in so alten, unbenützten Gewölben erwarten würde.

Außerdem stand mitten im Raum ein sehr massiver, völlig schmuckloser, dunkler Holztisch mit schwarzen Eisenbeschlägen an den Seiten und einem erhöhten, leicht schrägen Lesepult, an dem man im Stehen arbeiten konnte. Offenbar hatte Miles das gemeint, als er sagte die früheren Nutzer hätten dieses Gewölbe auch als Bücherei genutzt, denn dies hier war eindeutig mal ein Bibliothekszimmer gewesen.

Davies trat hinter mich und erklärte: „Alle Räume hier vorne sehen so aus, leider ist von den Büchern und Schriften, die hier wohl mal lagerten, nichts mehr da!“ Er klang sehr traurig und einem Raben glaubte ich das auf´s Wort, das er es schrecklich fand nicht seinen Schnabel in ein Buch stecken zu können, zuckten meine Mundwickel belustigt hoch, als ich an Hermione dachte und wie traurig sie schauen würde wenn sie vor diesen leeren Bücherregalen stehen müsste und wüsste, was hier mal für kostbare Schätze gelagert hatten und welches Wissen in ihnen gestanden hatte, ja….ich malte mir lebhaft aus, wie ihre Laune für mindestens zwei Tage absolut ungenießbar wäre.

Ich nahm´s locker und so folgte ich ihm zurück in den Vorraum und wir verließen ihn durch die Pforte gegenüber derer die zur Treppe führte, wieder befanden wir uns in einem schmalen, dunklen Gang, doch diesmal war er nicht erleuchtet und endete nach wenigen Schritten erneut in einem weiteren Raum, der jedoch deutlich größer war als der vorherige und in dem sich auf der rechten und linken Seite je ein schmaler, massiver, dunkler Holztisch befanden, an denen jeweils vier Stühle standen. Die Tische und Stühle waren im gleichen schlichten, profanen Stil gehalten wie die in vorderen Teil des Gewölbes und auch hier brannten rechts und links von zwei weiteren Torbögen grünliche Fackeln, sowie neben dem Durchgang gegenüber und neben dem aus dem wir nun traten. War es wie das ankommen wie in einer anderen Welt.

Außerdem stand neben den Lichtquellen hier Regale an den Wänden, die bis unter die Decke reichten, aber ebenso leer und staubfrei waren, wie die anderen zuvor. Über den beiden Durchgängen, die wohl wieder in kleinere Räume führte, standen hier die Worte: „vento“ und „nagarab“. „Nagarab“ sagte mir nichts, aber „vento“ bedeutete Luft, oder Wind, also hatten wir schon mal Feuer, wenn ich richtig lag, Wasser, Luft, dann war an zu nehmen das „nagarab“ für Erde stand und somit die vier Grundpfeiler der alten Magie hier wohl in Abteilungen vertreten gewesen waren.

Nun ergriff auch mich so etwas wie Forscherdrang, denn das hier bedeutete, das wir auf den Spuren von etwas ganz Altem wandelten, etwas das vor Jahrhunderten, wenn nicht gar vor Jahrtausenden, benützt worden war und das vielleicht auch mehr als tausend Jahren vergessen worden war. Das hier zeigte uns wie wichtig für unsere Vorväter doch die Elementarmagie gewesen war.

Unterdessen erklärte Davies lapidar: „Kannst du dir später ansehen, sieht genauso aus wie die Räume vorne, lass uns weiter gehen!“ Ich nickte überrumpelt, von seinem gehetzten Willen mir schnell alles zu zeigen, war dies anscheinend noch nicht alles und so wurde ich aus meinen Gedanken gerissen und folgte Miles weiter in den nächsten Gang gegenüber.

Über diesem Gang stand erneut ein keltischer Begriff, der mir jedoch wieder so rein gar nichts sagte, aber lesen konnte ich ihn, dort stand: „antumnos“. Ich fragte Miles: „Weißt du, was der Begriff über diesem Bogen bedeutet?“ Er schüttelte den Kopf und erklärte:

„Naja, ich habe Marcus gefragt, der hat nachgeforscht, aber ich hab´s wieder vergessen, war nicht so wichtig. Jedenfalls steht fest, das hier alles und das was noch kommt, wohl mal von mächtigen Zauberern und Magiern genutzt worden ist, aber wir haben alles doppelt und dreifach überprüft und hier ist alles in Ordnung und wir haben keine versteckten Überraschungen zu erwarten!“

„Das will ich auch hoffen und auch, das diese Höhle jetzt wirklich hält was ihr versprecht, denn so ein Debakel wie mit der Aillween Cave will ich nicht noch mal erleben, wir müssen voran kommen, sonst gerät der Zeitplan arg ins Wanken!“, stellte ich kühl fest, wollte ich nicht zu offen zeigen, wie beeindruckt ich war, was sich mir gerade für unglaubliche Entdeckung offenbarte.

Miles antwortete nicht, sondern warf mir nur einen skeptischen Blick zu und meinte nur: „Folgt mir!“, während er schon im nächsten Gang verschwand! Diesmal jedoch blieb es nicht dunkel in dem Gang, denn es entflammten hier nach einigen Schritten wieder diese grünlich leuchtenden Lichter an der Wand, irgendwie erinnerte es mich an das diffuse, gründliche Licht in Slyhterin, das der See verbreitete, dessen Licht durch die wenigen Fenster im Kerker zu sehen war.

Auch diese Passage war maximal zwei Meter hoch, man konnte zwar noch aufrecht gehen, aber die Decke war meinem Kopf schon sehr nahe und wenn ich die Arme ausstreckte, konnte ich rechts und links wieder die grob behauene, kalte, steinerne Wand berühren, hinter mir musste Montague leicht gebückt gehen um sich nicht den Schädel zu stoßen, aber wie gesagt, es war nicht wirklich breit….nun Vincent Crabbe und Gregory Goyle würden Probleme bekommen hier durchzugehen, sie waren sehr massig gebaut und nun… der Gang war echt schmal, hoffentlich würden sie nicht steckenbleiben.

Wir gingen den längeren Gang einige Augenblicke lang entlang, er führte uns immer weiter in die Tiefe und dann traten wir hinaus in einen deutlich breiteren Korridor, der sicher drei Meter hoch war. Auch hier brannte jetzt Licht, es war merklich kälter und vor allem ungemütlich feucht. Wir standen nun, da Miles Platz gemacht hatte, damit wir alle hinaus treten konnten, auf einem Sims, der so breit war das zwei Menschen bequem aneinander vorbei gehen konnten, daneben floss jedoch ein genauso breiter, schnell strömender und sich immer wieder an kleinen Hindernissen verwirbelnder Bach entlang.

Erst jetzt, da wir auf dem Sims standen, war das Rauschen des Baches zu hören und somit auch klar warum es hier deutlich feuchter war, denn an den Stellen, an denen sich das Wasser an Geröll oder an den Wänden brach, stoben Wassertropfen in die Luft, außerdem tropfte es beständig aus kleinen Spalten in der Decke, an denen sich zum Teil kleine Stalaktiten, Tropfsteine, die von der Decke wuchsen, gebildet hatten.

Auf der Seite des Ganges, auf der sich auf der Sims befand hingen in regelmäßigen Abständen an der Wand weitere, grünlich leuchtende Fackeln, die bei unserem eintreten in den Gang magisch entflammt waren. Bisher gefiel mir recht gut, was Miles und die beiden anderen hier gefunden hatten, zumindest würde hier niemals ein Muggel hinein stolpern und auch gegen nicht befugte Zauberer war es einigermaßen geschützt, mit einigen zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen ließ sich gewiss ein sehr sicherer Trainingsplatz hier erschaffen, wenn der Rest, der ja am wichtigsten war, auch noch stimmte. Mir gefiel vor allem, dass nicht mehr so viel an der Höhle zu machen sein würde, da dank unserer verschollenen Vorbesitzer alles in einem Top Zustand war, also wies ich ungeduldig an:

„Weiter, ich habe nicht so viel Zeit!“, schweifte mein Blick an sich begeistert über die unterirdische Schönheit der Umgebung.

Miles grinste über meinen scharfen Ton und ich warf einen letzten Blick hinter uns, erkannte, dass an dem Punkt an dem wir den Tunnelgang betreten hatten, der Sims überhaupt erst begann und danach stattdessen der Bach noch rauschender und in doppelter Breite in einer dunklen Höhle rauschend und schäumend verschwand. Offenbar hatte jemand extra diesen Weg hier erschaffen, was erneut zeigte, wer auch immer diese Gewölbe genutzt und geformt hatte, die natürliche Höhle, die diese wohl mal gewesen war, magisch nach seinen Wünschen verändert hatte, dieser Jemand musste mächtig gewesen sein und viel Zeit investiert haben, das wurde mir noch bewusster als wir weiter vordrangen und sich schließlich eine große, sicher fünf Meter hohe und mehrere zehner Meter im Durchmesser messende Höhle beeindruckend großzügig vor uns auftat, weiteten sich meine Augen, damit hätte ich nicht mehr gerechnet, es war eine große, weitläufige Halle die sich hier befand.

Sie war nicht perfekt rund, aber nahezu. Auch hier entzündeten sich als wir eintraten sehr viele Fackeln, doch waren sie hier nicht nur an den Wänden befestigt, nein, es standen auch große, metallene Körbe auf langen, mannshohen Metallstangen mitten im Raum verteilt und in den Körben brannten magische, grüne Feuer, sodass die ganze Höhle gut beleuchtet war.

Hier unten war die Besonderheit des Ortes wieder ganz eindeutig zu spüren, die Magie, die stetig pulsierende Magie und das viel deutlicher als an der Pforte, durch die wir das Gewölbe betreten hatten, fast als wäre hier alles durchdrungen und durchwoben davon, als stecke die Magie als natürlicher Teil in allem was hier war. Dazu kam, das ich das Gefühl hatte sowas wie ein Echo dessen zu spüren was hier früher an Magie gewirkt worden war und ich wusste nicht warum, aber dieser Hauch der Magie, der mich umweht hatte als wir diese große Höhle betreten hatten, hatte mich kurz erschauern und erstarren lassen und mein Herz hatte zu rasen begonnen, so etwas hatte ich noch nie gefühlt, es war eine unglaublich alte urtümliche Magie!

Ich fragte mich, was hier wohl praktiziert worden war, das es schaffte, das mir nach Jahrhunderten noch kalte Schauer über den Rücken jagten, wie mächtig und stark das gewesen sein musste, was man hier getan hatte.

Kurz überlegte ich, ob dieser Ort wirklich eine so gute Wahl war, nicht nur, das wir uns hier in Gefilden befanden die andere für sich beansprucht hatten und diese den Ort anscheinend bewusst aufgegeben hatten! Sondern auch, weil sich die Magie, die uns hier begegnete, derart alt und mächtig war, so anders als das mit dem wir uns in Hogwarts oder mit dem ich mich auch zu Hause beschäftigt hatte.

All diese Eindrücke und Gedanken schafften es, dass ich mir schon leichte Sorgen machte, aber andererseits schien dieser Ort wie geschaffen für uns zu sein, für meine Zwecke und so entschied ich, dass wenn Probleme auftauchen sollen, wir uns dann darum kümmern würden und ich mich nicht jetzt schon abschrecken lassen sollte.

Mein Blick war zu meinen drei Begleitern gegangen, aber sie waren wohl entweder nicht feinfühlig genug dafür, achteten nicht darauf, oder waren schon so oft hier unten gewesen, das sie diese eigentümlichen Schwingungen nicht mehr wahrnahmen, wie auch immer. Ich sah mich also weiter um.

Überrascht nahm ich wahr, das das Rauschen des Baches nicht mehr zu hören war und folgte mit dem Blick dem Bachlauf, der am Ausgang des Ganges, durch den wir herein gekommen waren, leicht nach rechts abknickte, deutlich breiter wurde und schließlich eigentlich aus einem kleinen See entsprang, der einen Teil der Höhle einnahm.

Noch erstaunter war ich, als ich sah, das der kleine See durch einen Wasserfall gespeist wurde, der aus sicher drei Metern Höhe eigentlich tosend und aufschäumend hinab stürzte, doch man hörte davon nichts. Fragend hob ich eine Braue und sah Montague an, der mir am nächsten stand, ohne Umschweife begann er bereitwillig zu erklären: „Es scheint ein magischer Schild darauf zu liegen, der alle Geräusche des Baches und des Wasserfalls abfängt, sodass es in der Höhle leise ist, offenbar wurde auch früher der Ort zumindest für etwas genutzt bei dem man einander verstehen sollte ohne zu schreien! Die Nutzer wollten wohl Ruhe haben!“

Ich nickte beeindruckt, was diese Magier hier geleistet hatten war unglaublich und so begann ich mir die Höhle genauer an zu sehen. Der Boden war glatt, an einigen Stellen sogar wieder ausgetreten und nur wenige, aber meist große Salakmiten in zweier oder dreier Gruppen wuchsen vom Boden herauf, an der Decke jedoch hingen mehrere, große, sowie kleine Salaktiten über die komplette Höhlendecke verteilt.

Durch das grünliche Licht, welches die Fackeln verbreiteten, wirkte alles recht mystisch, fast gespenstisch und auch okkult. Auch das Wasser des Sees schien dadurch ganz eigentümlich zu schimmern, zumal das grüne Licht sich leicht befremdlich in den Wassertropfen wieder zu spiegeln schien, die die Wand neben dem Wasserfall bedeckten, es war unheimlich, aber auch sehr beeindruckend.

Die Höhle war groß und hervorragend geeignet, vor allem weil hier auch nicht mehr viel zu Tun war, um sie herzurichten, aber das reichte noch nicht, wir brauchten noch mehr Platz und so fragte ich, da mir gerade zwei Gänge aufgefallen waren, die Unförmig und wohl so wie die Natur sie geschaffen hatte von der linken Seite der Höhle abgingen:

„Wo führen diese Gänge hin? Gibt es dort noch mehr große Höhlen, die wir nutzten könnten?“

„Nun, die Gänge müssen noch etwas geräumt werden, da dort viel Schutt drin rum liegt und wir müssen sie noch ausleuchten, aber sie führen beide in je eine weitere Höhle. Der erste zu deiner Linken führt in eine Höhle, die wohl direkt ans Meer grenzte, jedenfalls ist der Zugang zu dieser Höhle von außen unter Wasser gelegen, aber sie ist nur halb so groß wie diese hier, doch ich denke ausreichend für unsere Zwecke. Der zweite Gang führt in eine Höhle die ähnlich groß ist wie dies hier, nur eher länglich. Ich würde sagen, sie ist vielleicht fünf Meter breit und so lang wie diese hier, aber auch dort gibt es noch einiges zu tun. So wie es scheint haben die ehemaligen „Besitzer“ nur diese Höhle hier und den zweiten Ausgang wirklich genutzt!“, kam es auskunftsfreudig von Miles in gewichtigem Ton.

„Zweiter Ausgang?“, fragte ich interessiert und fügte hinzu: „Das andere hört sich gut an, aber ich habe leider heute keine Zeit mir diese Höhlen auch noch an zu sehen, vor allen Dingen wenn du sagst, dass sie momentan noch nicht so zugänglich sind wie wir das gerne hätten. Ihr kümmert euch darum das bis Ostern alles steht und hergerichtet ist, wie Flint angewiesen hat, erstattet mir alle zwei Wochen Bericht und dann werde ich es mir Ostern ansehen! Und jetzt, zeigt mir den zweiten Ausgang, das will ich genauer wissen, ist er ein Sicherheitsrisiko?“

Dass der Zugang durch den wir gekommen waren so gut geschützt gewesen war, hatte mir gut gefallen, aber wenn es noch einen zweiten Zugang gab, mussten wir vielleicht doch noch mehr Schutzzauber aufwenden.

„Wird gemacht, ich werde dir regelmäßig Bericht erstatten und ich bin mir aber sicher, diese Höhle wird genau das sein, was wir gesucht haben und wir werden rechtzeitig fertig werden, da hier ja einiges schon gegeben ist, also, folgt mir!“, forderte Miles uns auf.

Er führte uns quer durch die Höhle, direkt auf eine Dreiergruppe von Stalakmiten zu, umrundete diese dann und erst als wir direkt davor standen, offenbarte sich ein, jetzt noch wie ein schwarzes Loch in der Wand wirkender, mannshoher Tunnel, als wenn er es mir nicht gesagt hätte, dann wäre ich nicht darauf gekommen das dies ein weiterer Gang war.

Miles hob seinen Zauberstab und sprach dabei „Lumos Maxima“ es wurde hell vor ihm und ich konnte an ihm vorbei einen weiteren langen Gang erkennen, der in die tiefe Dunkelheit führte, auch ich zog meinen Zauberstab und machte mir mit dem gleichen Spruch Licht, sowie auch die anderen beiden.

Wir betraten den Gang und als ich in diesen, fast runden, offenbar natürlich gewachsenen Gang trat, auf dessen Boden immer mal wieder Geröll lag und der nur an wenigen Stellen Stelakmiten oder Stelaktiten auf zu weisen schien, überlief es mich ganz jäh wie ein Schauer Eiswasser, das über meinen Körper floss und ich fröstelte und zuckte zusammen, ob dieser Überraschung und keuchte kurz überrascht auf.

Es war als ob ich einen eiskalten Wasservorhang durchschreiten würde, erstaunt blickte ich mich um, stand in dem Gang und erblickte hinter mir eine massiv wirkende Felswand. Ich wandte mich überrumpelt zu Miles, der breit grinste und erklärte: „Sobald man herausgetreten ist, kommt man jedenfalls durch diesen Gang nicht mehr herein in die Höhle. Aber auch das haben nicht wir gemacht, das war schon!“

Ich war überwältigt, diese alten Magier waren Künstler gewesen wie ich ihnen durchaus zugestand und so trat einen Schritt zurück auf die Höhle zu, Davies und Montague waren mir gefolgt und befanden sich nun neben mir, dann legte ich vorsichtig die Hand an die illusorische Wand vor mir und hatte das Gefühl kalten, festen, rauen Stein zu berühren, wirklich gut.

Ich betastete die Oberfläche weiter, versuchte zu ergründen welche Zauber wohl verwendet worden waren und fragte dabei: „Habt ihr versucht die Zauber aufzuheben, wisst ihr wie es funktioniert?“„Nein, wir könnten nicht herausfinden wie es aufzuheben oder zu verändern ist, der Zauber scheint so mit der Wand, mit dem Gestein verwoben zu sein, daran lässt sich nicht rütteln oder etwas verändern, aber es bietet guten Schutz, so kommt jedenfalls von hier aus keiner herein. Ich trat einen Schritt zurück und besah mir das Ganze aus der Ferne, die Barriere wirkte nicht künstlich, nein sie fügte sich absolut natürlich in den Gang ein und beendete ihn einfach. Ich nickte zufrieden und erklärte:

„Dann bring uns mal hier raus Miles!“

Wir stiegen eine gefühlte Ewigkeit im Schein der Zauberstäbe, die immer nur ein paar Meter vor uns erleuchteten über Geröll, den leicht aufwärts verlaufenden Gang hinauf, wobei wir immer wieder aufpassen mussten nicht an einen von der Decke hängenden Tropfstein zu stoßen, oder über das Geröll oder Tropfsteine am Boden zu stolpern.

Ich fand es gut, es gab drei bekannte Ausgänge, den Eingang, diesen hier und der zum Meer führte, wenn man flüchten müsste, könnten mehrere Fluchtwege benützt werden, sehr gut!

Schließlich jedoch wurde vor uns mehr und mehr ein heller Lichtschein sichtbar, bis wir schließlich durch einen relativ schmalen Spalt, seitlich ins Frei traten. Ich sah zum Himmel, das es wohl fast Mittag sein musste, was mir ein Blick auf den Tempus Zauber auch bestätigte. Wir befanden uns an einem kleinen, steilen, steinerne Abhang.

Um uns herum wuchsen kniehoch struppige Sträucher, die jedoch jetzt, im Winter kahl waren und von einer weißen Schneeschicht überzogen, außerdem standen wenige Meter von dem Spalt, aus dem wir getreten waren, einige kahle und eingeschneite Bäume. Im Frühling und Sommer war der Spalt vor neugierigen Augen dergartet sicher gut geschützt, aber jetzt war er deutlich zu sehen, hob sich dunkel, fast schwarz von dem dunkelgrauen Gestein ab.

Nun gut, zumindest war der Weg bis runter in die Höhle weit, nicht sonderlich einladend und auch noch versperrt, also war auch dieser Ausgang gut geschützt, fürs erste, doch ich überlegte ob wir nicht auch hier einen illusorischen Schutzzauber mit einem Passwort installieren sollten, ähnlich dem wie er auf der Eingangspforte zum Kellergewölbe gelegen hatte. Während ich noch alles betrachtete begann Miles erneut mit seinen Ausführungen.

Er deutete hinter uns und erklärte: „Wenn wir um diesen Hügel herum gehen, können wir in einiger Entfernung dann wieder Dunguraie Castle sehen, das wir uns auch noch ansehen sollten. Marcus und ich haben, als wir den Grund und Boden auf dem die alten Ruinen liegen durch „Contino Industies“ kaufen lassen wollten, heraus gefunden, dass nicht nur die Ruinen, sondern auch die Burg und das Land Drumherum zum Verkauf stehen. Offenbar hat, nachdem die Muggel dort irgendeinen bekannten Film, was immer das auch ist, gemacht haben, ein Mann das Ganze gekauft und sich etwas übernommen, sodass er nun verkaufen muss. Er hat offenbar auf viele Besucher gehofft, die leider ausgeblieben sind. Die Burg ist soweit ganz gut in Schuss, nur ihn haben wohl die Instandhaltungskosten aufgefressen, aber wir Magier können dass natürlich ganz anders Handhaben. Marcus und ich hatten uns überlegt, das all die Leute, die du her holen willst, ja kaum in den Stadtwohnungen alle wohnen können und außerdem ist es umständlich wenn sie hier lernen und trainieren sollen, sie dort unterzubringen, daher haben wir uns gedacht, wir könnten die Burg so zu sagen als Unterbringungsmöglichkeit umbauen, wir hätten sicher Platz für 50 Leute, vielleicht sogar mehr! Ich denke, du solltest dir das noch ansehen!“

Ich dachte darüber nach, die Idee war gut, trainieren und wohnen relativ nahe beieinander zu haben, aber ich hatte heute leider keine Zeit mir das noch anzusehen, so sehr mich die Burg auch reizte, hatte ich trotzdem heute Nachmittag noch zwei weitere Termine und musste am frühen Abend zurück ins Manor, also erklärte ich entschuldigend:

„Ich werde mir die Burg Ostern ansehen, wenn Marcus für gut befindet was ihr Plant, dann führt es aus, ich vertraue ihm da und auch ihr wisst worauf es mir ankommt, also werde ich so lange warten müssen! Ich denke, die Höhle ist gut geeignet, aber ich erwarte, dass ihr nun voran kommt, das muss die letzte Panne gewesen sein, dass wir die Höhle wechseln müssen, denn sonst wird’s eng. Also, ich erwarte deine Berichte Miles, ihr beide, Davies und Motague arbeitet weiter Miles zu und du Miles, sprichst dich bitte mit Marcus ab was die Tages aktuellen Dinge und Entscheidungen betrifft. Ich verlasse mich da auf dich Miles, enttäusche mich nicht! Gut, habt ihr das gemacht!“, sprach ich mein spärliches Lob aus!

„Sicher, Draco!“, wirkte er rundum zufrieden, auch die anderen beiden wussten, ich war stolz und zufrieden auf ihre Leistung.

Wir kämpften uns nun mühselig durch die Sträucher und betraten einen schmalen, kleinen Weg, der um den Hügel führte, da ich jedoch jetzt schon keine Zeit mehr hatte, verabschiedete ich mich hier von den Dreien und apparierte umgehend zurück in mein Stadthaus, um mich für meinen nächsten Termin fertig zu machen, denn ich war doch etwas durchfroren.

Der Mittag und Nachmittag würden sich lange, mit geschäftlichen Verhandlungen hinziehen und ich freute mich schon drauf am Abend wieder bei Hermione zu sein.
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BeitragThema: Re: Kapitel 213-214   Kapitel 213-214 EmptyDo Feb 09, 2012 6:54 am

214. Kapitel Keine Langeweile ohne Draco


Hermiones Sicht

So Draco war nicht da, Heute, am ersten Tag des neuen Jahres und auch morgen noch, wollte er seinen ominösen Planungen nachgehen, die er mir immer noch nicht offenbart hatte und ich hatte gerade meine Show wirkungsvoll abgezogen, aber es geschah Lucius recht, wenn er dachte er könnte mich einschüchtern.

Es müsste die Welt untergehen, damit ich ihm gegenüber Grindelwald erwähnen würde. Ich hatte den Frühstückssalon verlassen und mich in meine Räume zurückgezogen, genoss die einsame Ruhe und Stille, denn ich sah bis zum Nachmittag keinen der beiden anderen, nur wurmte mich, das ich noch immer nicht wusste was Draco tat und der auch diesmal mit einem Lächeln meine Neugierde abgetan hatte und sich am Abend zuvor mit den Worten, das ich es noch erfahren würde, verabschiedet hatte.

So saß ich da und ging meinen „Geschäften“ nach und überlegte, was noch alles getan werden müsste bevor wir nach Hogwarts zurückkehren würden und das war einiges, doch meine Gedanken wurden unterbrochen als es zu meiner Verwunderung bestimmt klopfte und sich die Tür langsam öffnete! Ich verließ mein Studienzimmer und ging hinüber in den Salon, dort stand ich auf einmal Severus hochaufragender, schwarzer Gestalt gegenüber und sah ihn fragend an.

Nachdem ich derart aus dem Salon gestürmt war, hatten mich die zwei in Frieden gelassen, doch nun schien er meine Gesellschaft zu suchen, unterdessen schweiften seine Augen über mich und das Zimmer.

„Komm mit!“, wies er auf ein mal unvermittelt an und dann wirbelte er da auch schon herum und sein enger Gehrock schwang dabei mit, während er aus meinem Zimmer ging. Ich folgte ihm wiederspruchlos, wobei ich sagen musste, mir fehlte der flatternde Mantel den er in der Schule trug, das vervollständigte den eindrucksvollen Abgang doch erheblich! Er ging den Korridor entlang, die Treppen hinunter, in die Eingangshalle und von da aus auf die Tür zu, die in die Kerker führte und ich stoppte furchtsam, sollte Lucius es sich doch überlegt haben und mein Angebot annehmen?

Als ich bemerkte, das mich Severus aufmerksam beobachtete, während er die Tür einladend aufhielt, ruckte mein kleiner Körper noch mehr in die Höhe, zeigte ich deutlich mein Selbstbewusstsein. Nicht mit mir, ich hatte ein Angebot abgegeben, ich würde mich daran halten.

So ging ich verschnupft und überheblich an Severus vorbei und stieg die Kellertreppen zügig hinab, fühlte ihn in meinem Rücken, als ich am Fuße der Treppe stehen blieb und wartete, dann glitt er geschmeidig an mir vorbei und schenkte mir einen unleserlichen, dunklen Blick aus diesen schwarzen Tiefen. Er steuerte zu meiner absoluten Verwunderung den rechten Gang an, ein Weg den ich noch nie beschritten hatte, denn geradeaus ging es zum Weinkeller und dem Ritualzimmer und nach links zu den Trainingsräumen, den Verließen und Folterzellen, wie ich nun alles mittlerweile zu gut wusste, aber nach rechts war ich noch nie gekommen, da dies Severus Reich war, wie mir Draco einmal mitgeteilt hatte.

Schritt ich vollkommen geplättet hinter Severus her, der mit raschen Schritten weitereilte. Man musste wirklich mal festhalten, dass das Manor riesig war und ich folgte brav, aber auch total erschüttert, da ich mit einer weiteren Strafe gerechnet hatte und nun, was erwartete mich jetzt?

Er glitt auf eine breite Holztüre zu und winkte mich hinein, dann blieb ich überrumpelt stehen, als ich dieses unfassbar schöne Labor sah. Es war sehr, sehr weitläufig und mit hohen Arbeitsplatten ausgestattet die blankpoliert glänzten. An den Wänden waren reihum Regalbretter angebracht, auf denen sich die unterschiedlichsten Materiealien befanden, dann hingen an einer Wand Kessel in allen Farben, Formen und Metallen, so strahlten sie mir in Bronze, Kupfer oder Eisen entgegen.

Es gab auch einige Schränke, wie ich bemerkte, während ich mich im Kreis drehte und mir alles genau ansah! Je zwei Türen gingen auf der rechten und linken Seite ab. Als er meinen Blick sah, grinste Severus teuflisch und meinte:

„Auf der linken Seite führen beide Türen in Aufbewahrungsräume für die Tränke, die noch in den Kesseln liegen und reifen müssen und noch nicht fertig sind. Rechts, geht es in Vorratsräume für alle möglichen Trankzutaten, der eine Raum ist für Zutaten, die es trocken, hell und warm mögen, der andere für die, die es dunkel, feucht und modrig brauchen!“

„Und die anderen Türen an denen wir vorbei kamen?“, fragte ich neugierig und sah mich weiter um.

„Einige dieser Räume enthalten sortierte Tränkesammlungen!....und natürlich noch einige Vorratskammern für besonders explosive und gefährliche Stoffe, die separat gelagert werden müssen und noch zwei kleinere Labore….du siehst, ich weiß den Platz zu nützen!“

„Warum?“, harkte ich nach, denn das hier war mehr als ein einzelner zum Brauen brauchte und ich fragte mich auch, warum er mir das hier zeigte.

„Was warum?“, hob er fragend eine Braue.

„Warum, bringst du mich hierher?“, wollte ich neugierig wissen.

„Darum, was dachtest du wo ich dich hinbringen wollte?“, glitt ein dämonischer Ausdruck über sein sonst so ausdrucksloses Gesicht. Sehr witzig, er wusste, was ich gedacht hatte und wie sein Auftritt auf mich gewirkt haben musste, aber nun gut, ich war mit hocherhobenem Haupt allem gegenübergetreten!

„Ha, sehr witzig!“, ging ich nicht weiter darauf ein und besah mir die Messersammlung, von gebogenen bis ganz geraden, von gezackten bis glatten Klingen, hier war so gut wie jedes Messer zum Schneiden der Zutaten vertreten. „Schön, ist das alles neu, oder hat es auch vorher schon so beeindruckend ausgesehen?“, fragte ich begeistert nach.

„Nein, es war schon immer groß, aber nicht im Ansatz derart gut durchdacht und strukturiert wie jetzt. Lucius hat wirklich jeden meiner Wünsche erfüllt!“ Er winkte mich heran und ich trat zu ihm, an den mittleren rechteckigen Tisch, der niedriger war als alle anderen und wohl dafür gedacht die Kessel auf ihm ab zu stellen, auf ihm zu kochen, denn man würde so bequem in die Kessel schauen können.

Die anderen sechs Tische waren im Kreis Drumherum angeordnet, vier davon waren rechteckig, zwei kleiner und rund und alle hatten eine bequeme Arbeitshöhe, sodass man im Stehen an ihnen Zutaten schneiden, hacken, mörsern und vorbereiten konnte. Alle Tische, oder eher Tischplatten ruhten auf massiven Steinpodesten, hatten also keine Tischbeine oder ähnliches.

Schrecklich stolz begann Severus zu erklärten:

„Hier vor uns siehst du den Brauplatz, die Tischplatte besteht aus Mooreiche, ist daher so schön schwarz und sehr robust, aber auch selten und edel!“

http://www.hbi-net.de/mw/Interessantes/Holzlexikon/mooreiche.jpg

Dann deutete er nach links und auf einen Arbeitstisch, der an der schmalen Seite des rechteckigen Brautisches platziert war. Er überwand schnell den kurzen Abstand zu dem Tisch und ich folgte ihm interessiert dergleichen hatte ich noch gesehen.

Er deutete auf die etwa einen Meter im Durchmesser messende Tischplatte, die zwar annähernd rund war, aber nicht ganz, fast wirkte sie wie eine Holzplatte, die aus einem Baumstamm quer heraus geschnitten worden war, doch als ich sie berührte, war sie kalt wie Stein und zeigte außerdem nicht die typische Farbe von Holz, sondern war deutlich bunter, in Schwarz-, Braun- und Rottönen, auch wenn die Jahresringe noch erkennbar waren, wenn man genau hinsah. Severus erklärte, immer noch sichtlich stolz:

„Dies ist versteinertes Holz, den Tisch nutze ich um Wurzeln oder Pflanzen zu bearbeiten!“

http://www.urholz.de/holz/bilder/versteinertes-holz11.JPG

Beim genauen Hinsehen konnte ich am Rand sogar noch die versteinerte Rinde erkennen, doch Severus ließ mir keine Zeit, sondern ging schon weiter zum nächsten Tisch, der genau so groß und rechteckig wie der in der Mitte war, jedoch auf Arbeitshöhe zum Vorbereiten und mir in einem herrlichen Grün entgegen strahle.

„Dies ist auf Hochglanz polierter, grüner Marmor, hier bereite ich alle trocknen Zutaten vor, die zerstoßen oder gerieben werden müssen!“, erklärte er im Vorbeigehen.

http://www.chooseby.org/Material/VERDE-B.M._Natur_gr%C3%BCne_Marmor_poliert_140.jpg

Ohne innezuhalten ging er weiter und deutete auf den nächsten, deutlich helleren Tisch und meinte: „Dies ist blauer Granit, sehr grob kristallin und auch auf Hochglanz poliert, wie du siehst. Hier bereite ich alles vor, was den empfindlichen Marmor angreifen könnte, also Zutaten die leicht aggressiv sind oder viel Säure oder Gift enthalten könnten, sowie Zutaten die in Öle eingelegt sind!“

http://www.der-wagner.de/uploads/pics/granit-blue-eyes.jpg

Ich nickte verstehend und musste zugeben, Lucius hatte wohl wirklich keine Kosten gescheut um dieses Labor einzurichten, Severus führte mich nun deutlich Stolz weiter zu dem zweiten, rundlichen auch etwa einen Meter breiten Tisch, der dem rundlichen aus verseinertem Holz gegenüber stand, auf der anderen, kurzen Seite des Tisches in der Mitte.

Er erklärte, während ich mir das Gebilde, das fast aussah wie eine Schnecke, aber herrlich in goldgelben Tönen glänzte und ebenfalls glatt und glänzend poliert war.

„Dies ist ein Ammonit, ein besonders großes Exemplar, welches aufgeschnitten und poliert wurde. Dieses Fossil stammt aus dem Erdzeitalter Jura und ist ebenfalls ein Kalkstein, also recht empfindlich, wie der Marmor, daher nutze ich diesen besonderen magischen Tisch auch nur für außergewöhnlich seltene und teure Zutaten. Was ein Ammonit ist, muss ich dir ja wohl nicht erklären!“

http://www.kehuna.at/images/product_images/popup_images/Ammoniten-Paar.jpg

Ich nickte, natürlich wusste ich das, es waren Meerestiere, die es vor Urzeiten gegeben hatte und das in den unterschidlichsten Größen, von ganz klein, bis über einen Meter groß, aber Severus achtete auch gar nicht darauf, schien viel zu gefangen davon mir die Besonderheiten seines neuen Reiches zu zeigen und ich kicherte innerlich und bis mir auf die Lippen, denn nur weil Narcissa mich hatte aus dem Weg räumen wollen und Lucius derart ungestüm einen Bezoar gesucht hatte, versucht hatte mich zu retten, hatte Severus überhaupt dieses luxuriöse Labor erhalten, also verdankte er eigentlich diesen Luxus mir!

Unterdessen standen wir vor einem weiteren, großen, rechteckigen Tisch, der dem mit der grünen Marmorplatte gegenüber stand, fast schon versonnen kam es nun von Severus:

„Dies hier ist seltener, schöner, roter Travertin aus Persien. Er ist recht weich, im Vergleich zu dem Granit, aber ich finde, geradezu prädestiniert um hier die tierischen Zutaten zu präparieren!“

Die Steinplatte glänzte wunderschön und zeigte herrliche, rötliche, verschwommene Schattierungen von fast weiß bis dunkelrot mit kleinen Poren, strichen meine Fingerspitzten über den schönen Stein.

http://www.wernli-bildhauer.ch/natursteine.php#12

Ich konnte Severus Begeisterung durchaus verstehen und nun traten wir an den letzten, sehr dunklen und ausnahmsweise nicht auf Hochglanz polierte Tischplatte zu, die jedoch trotzdem glatt poliert war. Er war dunkelgrau, fast schwarz und hatte mittig eine rechteckige, Vertiefung, offenbar ein Spülbecken, denn von mir aus gesehen auf der linken Seite befand sich ein goldener Wasserhahn, mittig im Becken ein Abfluss und rechts von mir waren in den Stein Rillen gefräst, ganz offenbar damit Wasser ablaufen konnte.

„Dies ist ein einfacher, dunkler Kalkstein, doch das Spülbecken ist direkt aus dem Stein gehauen, also dies hier komplett ein Block und somit sehr massiv, du siehst also, auch hier hat Lucius nicht gespart!“, klang er leicht gehässig als er mir dies erzählte.

Ich besah mir auch das und musste zugeben, es hatte was, dieses schlichte, funktonale Becken, und ich erkannte auch genau wie durchdacht dieses Labor wohl war, verstand das Severus sehr zufrieden mit dem war, was Lucius ihm als Wiedergutmachung für die Zerstörung seines Labors aufgebaut hatte. Offenbar wusste Lucius genau was Severus Herz begehrte und verstand ihn und wusste wie er ihn sich wieder wohlgesonnen machen konnte, manipulativer Mistkerl musste ich in Gedanken auf Lucius schimpfen, er bestach einen mit seinen Schwächen, aber was wollte man anderes von ihm erwarten.

Während ich noch in der Betrachtung gefangen war, war Severus zurück getreten und sprach mich an.

„Jetzt erzähl mir mal was der Wolf an dir zu schnuppern hatte, Hermione?“, forderte er, während er sich mir gegenüber an den Tisch lehnte, die Arme vor der Brust verschränkte und als ich ihn ansah, erkannte ich, dass er mich durchdringend maß.

Ich grinste ihn breit an und fragte leicht provozierend: „Das hat dir nicht gefallen, nicht wahr!“

Er grummelte leise, während ich leicht kicherte, doch dann antwortete ich schulterzuckend:

„Ihm schien mein Parfüm zu gefallen, soll mich das jetzt zum Nachdenken bringen, das es ihn nicht abwehrt?.... Rabastan und Rudolphus schien es zumindest zum Teil abzustoßen, Rabastan vollständig und Rudolphus mochte nur irgendwas nicht daran!“ Ich zuckte erneut mit den Schultern und tat es ab, war doch egal, Greyback schien mir nicht so feindlich gesinnt wie gedacht und dass die Lestranges mich nicht mochten, bitte, das beruhte doch wohl auf Gegenseitigkeit. Severus jedoch hob fragend eine Braue und beobachtete mich weiter durchdringend.

„Was ist mit diesem Scabior?“, bohrte er kalt nach.

„Ihm gefiel der Duft sehr, nur irgendeine Komponente mochte er nicht, ist doch egal!“, gab ich weiter bereitwillig Auskunft, bitte, warum auch nicht, doch Severus schien nun zu überlegen, sinnierend begann er:

„Nun, das es Rabastan vollständig abstößt, ist zumindest eine Reaktion, die ich so erwartet habe, schließlich soll es auf deine Feinde derart wirken, aber offenbar ist dir Rudolphus weniger feindlich gesinnt als sein Bruder, interessant. Durchaus….ungewöhnlich! Das es Greyback gar nicht abstößt gefällt mir nicht, nimm dich vor ihm in Acht…!“

Ich unterbrach ihn mit einer herrischen Handbewegung.

„Bitte Severus, ich komme mit dem Wolf schon klar, den hab ich im Griff und glaub mir, ich traue ihm kein Stück, was denkst du denn von mir!....bist du eifersüchtig?“, fragte ich süßlich und erntete von ihm ein zynisches, kaltes Auflachen als er leicht seinen Kopf in den Nacken warf und seine Haare nach hinten fielen.

Doch er verstummte recht schnell wieder und schien noch immer nachzudenken, um dann unvermittelt zu sagen:

„Wusstest du, das Scabior zu Lucius gegangen ist und eine Bezahlung oder Belohnung für deine „Rettung“ gefordert hat, weil er uns gesagt hat, das die Lestranges dich in den Salon gezerrt haben….!“

„Ey, ich vermutete, dass er so dumm sein könnte, oder auch so ignorant! Ich hab ihn auf der Party gefragt, er war….wütend und beleidigt, aber sag, wie hat Lucius reagiert, war er sehr sauer?“, grinste ich breit als ich antworte.

„Ach, das war er doch schon zuvor, dieser Idiot kann froh sein, das er keinen Crutiatus abbekommen hat als Belohnung! Aber der Lord war Lucius zu dem Zeitpunkt wichtiger, er setzt Prioritäten!“, warf er spöttisch ein, wurde dann jedoch gleich wieder ernst und sprach weiter:

„Nimm dich vor ihm in Acht, er ist durchtrieben und ich denke, er konnte dich „riechen“ weil er durchaus an dir interessiert ist. Draco hat gesagt, in dem Parfüm ist Drachenblut enthalten, oder? Dass er so eingesetzt hat, dass es unliebsame „Bewerber“ abhalten soll? Ich denke, genau das ist Scabior. Er ist nicht abgeneigt, das sieht man, wenn man sich ansieht wie er dich lauernd und begutachtend ansieht, die Gier spricht ihm aus den Augen, wenn er glaubt nicht beobachtet zu werden, das konnte ich auf dem Ball deutlich sehen, aber offenbar wirkt Dracos Geschenk sehr gut und ganz offensichtlich hast du keinerlei Interesse an Scabior, sonst würde das Drachenblut seine Wirkung nicht entfalten! Auch wenn Rudolphus offenbar ähnlich reagiert hat, bin ich mir doch sicher, dass es bei ihm das Mistelöl ist, was ihn abstößt, weil er dein Feind ist! Scabior hingegen versucht momentan alles um sich als dein Verbündeter darzustellen!“, beendete er ruhig seine Ausführungen und blickte mich an, während ich ihm nachdenklich zugehört hatte.

Wow, Ich musste zugeben, so eingehend hatte ich noch nicht darüber nachgedacht, obwohl ich das noch hatte tun wollen, aber irgendwie schien er recht zu haben und es machte Spaß mit Severus die einzelnen, komplexen Zusammenhänge zu lösen. Wunderte ich mich zwar, dass er sich anscheinend von selbst Gedanken gemacht hatte, aber auf der andren Seite liebte er es Rätsel zu lösen.

„Ja, Rudolphus hat kurzzeitig irritiert… angeekelt reagiert, aber noch unentschlossen ob es ihm gefällt, vielleicht ist er mir wirklich weniger feindlich gesinnt als wir dachten, oder ihm bin ich egal? Ich glaube aber auch, dass es das Mistelöl aus der Kopfnote war! Wobei Scabior nur meinte, das es an sich gut, angenehm riecht! Aber egal, ich mag mich nicht weiter damit beschäftigen, was interessieren mich diese Männer….?“, antwortete ich überlegend und drehte mich nun noch einmal um, sah mir wieder interessiert das Labor an.

„Zieh dich aus!“, raunte er da heißer in meinem Rücken plötzlich und unvermittelt und ich fühlte, dass er sich hinter mir bewegte. Ich zuckte zurück zu ihm, um ihn fragend anzusehen, derart forsch war er sonst selten und ich meinte abwägend:

„Und wenn ich nicht will?“ Er stand in einiger Entfernung zu mir an dem Tisch in der Mitte, trat nun jedoch auf den roten Travertin zu und behielt mich fordernd im Blick

„Du willst!“, stellte er völlig von sich selbst überzeugt fest und das entfachte doch fast meinen Kampfgeist, schließlich hasste ich es wenn er einen auf Lucius machte, oder einfach forderte und voraussetzte das ich genau das wollte was er anwies.

„Arch….will ich, ja, was macht dich so sicher?“, frage ich abwägend und verschränkte meine Arme vor der Brust, während ich zwischen den Tischen stand und ihn ansah.

„Zieh dich aus!“, zog er die Worte in die Länge als er es wieder unbewegt forderte und ging gar nicht auf meine Frage ein, stand mit verschränkten Armen vor mir in diesem relativ schummrigen Licht. Er hatte als wir eintraten nicht alle Lichter entzündet und blickte mich aus seinen dunklen Augen ausdrucklos an, zu ärgerlich, dass er sich immer derart gut unter Kontrolle hatte, denn ich spürte zu meinem Leidwesen sehr wohl wie ich unwillkürlich feucht wurde, bei seiner bestimmenden Art.

Und da dachte ich, warum nicht, was hatte ich zu verlieren? Zusätzlich wirkte es als würde Severus hier irgendwelche Phantasien ausleben wollen, verständlich, wenn man derart viel Zeit hier unten über den wabernden, kochenden und siedenden Tränken hing, das er sich vielleicht das ein oder andere sexuelle Abenteuer ausgedacht hatte?

http://www.zalando.de/liu-jeans-kleid-grigios-sc-melange-l2521x00m-102.html

Ich tat wie geheißen und sagte nichts mehr, warum auch und tat wie von ihm gefordert, zog mich aus, zog das Kleid mit dem wollenen Rollkragenoberteil, der goldenen Satinschleife und dem dunkelblauen Faltenrock über den Kopf, wobei meine Locken gleich wieder durcheinander gebracht wurden, aber was soll´s, meine Frisur würde sowieso nicht unbeschadet überstehen was er vor hatte, das war mir klar. Ich ließ das Kleid achtlos zu Boden fallen, fröstelte unwillkürlich, da mir die kalte Luft über die erhitzte Haut strich und ich fühlte die ganze Zeit Severus starren, unbewegten und sehr intensiven Blick auf mir, war mir bewusst, er wirkte wie zur Salzsäule erstarrte, beobachtete er jede meiner Bewegungen.

Als ich vor ihm nur noch in meiner dunkelblauen Spitzenunterwäsche stand, machte ich weiter, löste den Verschluss meins BH´s und ließ die Träger lasziv von meinen Schultern gleiten, entledigte mich des störenden Stoffs und legte meine Brüste frei und wurde mit nichts mehr als einem minimalen glänzen seiner pechschwarzen Augen belohnt.

So fuhr ich sofort fort, indem ich meine Fingerspitzen in meinem Höschen verhakte und es hinab zog, es nun zu Boden fallen ließ. Es glitt an meinen Beinen hinab und ich ergab mich der Musterung durch seinen nun doch heißen, hungrigen Blick. Nur mir wurde von Sekunde zu Sekunde kälter, denn die Frische des Kellergewölbes drang mehr und mehr in meinen Körper, sodass sich schon allein durch die Kälte eine Gänsehaut auf meinem ganzen Körper bildete und meine Knospen sich verhärteten, Schauer liefen über meinen Rücken, während er noch immer komplett bekleidet vor mir stand.

Trotzdem grinste ich ihn nun verführerisch an, da es begann mir Spaß zu machen und so winkte ich ihn verführerisch mit meinem Zeigefinger zu mir, begann rückwärts zu gehen, umrundete dabei den Tisch in der Mitte, bis ich den dunkelgrünen, kalten Marmor hinter mir wusste. War ich mir seiner brennenden Blick nur zu deutlich bewusst.

Ich erschauerte innerlich noch deutlich mehr, als ich den kalten, harten Stein an meinem Po spürte und stützte mich dann daran ab, legte meine Hände auf den Tisch hinter mir, warf das Haupt lasziv in meinen Nacken und präsentierte mich ihm nackt und verletzlich, bog meinen Rücken sinnlich durch, reckte dadurch meine Brüste hinaus, mein Haar reichte durch das Neigen des Kopfes weit hinab.

Ich hatte gar nicht bemerkte, dass er sich weiter bewegt hatte, dass er mir folgte, doch auf einmal war er bei mir und umfing meine entblößten Brüste, begann sie zu gierig zu kneten. Ich blieb in meiner verbogenen Haltung und stöhnte nur leicht unter seiner Berührung auf, da ich diese doch sehr wohl herbeigesehnt hatte.

Nun glitt eine Hand zu meinem Bauch, strich vorne an meinem eingebrannten Mal entlang, fuhr er die Konturen sinnlich nach, was dazu führte das ich meinen Kopf ruckartig hob und nun in seinen Augen einen erstaunlich inbrünstigen Blick sehen konnte. Ich war irritiert, schließlich hatte Severus noch nie von meinem eingebrannten „M“, groß Notiz genommen.

„Das DA, hat Draco gut gemacht!“, grinste er nun schrecklich fies, während mir der Mund aufklappte und ich etwas sagen wollte, dazu kam ich aber nicht, da ich nur die Luft ausstieß, weil er mich einfach an der Hüfte packte und ohne lange zu fackeln, umdrehte. Ich wusste nicht was ich fühlte und in mir vorging, ich war aufgebracht über seine gerade gesprochenen Worte und etwas verletzt, da er mir auch brüsk befohlen hatte mich zu Entkleiden, aber auch erregt, zu meinem Leidwesen und das sehr! Mittlerweile brannte mein Körper fast vor ungestilltem Verlangen nach Severus.

Jetzt war keine Spur mehr von Zärtlichkeit und er nahm sich auch keine Zeit mehr mich in Stimmung zu bringen. Ich hörte wie es raschelte und er sich rasch befreite, dann waren seine Finger nun auch schon wieder bei mir, als sie kurz, eher nur zur Kontrolle denn zur Stimulation durch meinen feuchten und nassen Schritt gleiten ließ, dabei zog ich mich krampfartig zusammen: Ja! Das war gut, sofort wollte ich mich an ihn drücken, ihn spüren, stützte mich dafür mit meinen Armen auf der Arbeitsplatte ab, was er aber zu verhindern wusste, indem er auf einmal seine Hände von meinem Körper zog und meine Handgelenke grob umfasste.

Er zog sie von der Platte und hielt sie nachdrücklich in meinem Rücken mit einer Hand fest. Er war derart rasant vorgegangen, das ich in meinem vor Lust verhangen Hirn zu spät reagierte, um mich dagegen zu wehren, jetzt drückte er mich unnachgiebig auf die kalte, glatte Steinplatte, er war nicht wirklich unnötig brutal, aber sanft war er auch NIE!

Als meine erhitzte Haut die kalte Oberfläche berührte, meine Brüste sich dank des Temperaturunterschiedes noch mehr zusammenzogen, kämpfte meine Wut darum die Oberhand zu gewinnen darüber wie er mich hier unter sich hielt, als ich aber plötzlich sein nacktes, heißes und schrecklich hartes und vollständig erigiertes Glied mein Gesäß berühren fühlte, schaffte meine Wut es endlich an die Oberfläche.

„Lass mich frei!“, knurrte ich wütend, aber selbst in meinen Ohren klang meine Stimmte erschreckend dünn.

„Ich denke nicht!“, hauchte er mir da samtig, verführerisch in mein Ohr, während er sich weiter mit seinem Geschlecht an meinem Hintern rieb, drückte er sich nun zwischen meine Beine, was mich veranlasste mich sofort aufzubäumen und gegen seine fesselnde Hand anzukämpfen, aber er war zu meinem Leidwesen wieder einmal viel zu kräftig.

„Du willst das!“, brummte er wieder sehr selbstgefällig und bestimmt auf, ich keuchte geschlagen als ich seine Spitzte an meinem Eingang fühlte und ja…JA, ich wollte ihn, ich brauchte ihn, JETZT!

Ich ergab mich ihm und meiner Leidenschaft, meiner Erregung, mein Wiederstand erlahmte, was er sofort bemerkte und so drückte er sich immer fester an mich und kleine, bunte Lichter tanzen vor meinem verkniffenen Lidern auf, als er sich Stück für Stück tiefer in mich schob. Ich dachte vergehen zu müssen, nachdem er endlich mit seiner vollen, beachtlichen Länge in mir war, hielt er einen Moment inne und ließ nun endlich meine verrenkten Arme los, die kraftlos nach vorne schnellten, während er mich nun mit beiden Händen an den Hüften umfing und dann zog er mich doch glatt noch weiter auf seinen stahlharten Schaft!

Jetzt muss ich einfach aufschreien und dabei warf ich meine Kopf in den Nacken, bockte von der Platte hoch und meine Hände griffen noch immer etwas taub zu der Tischkante vor mir, um mich festzuhalten.

Severus zeigte sich sehr ungeduldig, es schien als sei seine Erregung schon sehr weit fortgeschritten. Er griff mir nun mit einer Hand in mein offenes Haar und zog daran, was mich wimmern ließ, aber mich nur noch schärfer machte. Der Sex war zwischen uns nie wirklich sanft, zärtlich oder liebevoll, doch nun begann er in mich zu stoßen, presste sich tief in mich hinein und mich durchzuckte ein klösterlich Schmerz, als ich ihn derart groß in mir spürte. Stimmte es zu meinem Leidwesen was Severus sagte, ich wollte es, wenn er mich nahm, egal wie!

Ich wollte mich etwas wegdrücken, denn von hinten derart ausgeliefert vor ihm zu liegen, ließ ihn extrem tief in mich eintauchen, sodass es fast wehtat und deshalb wollte ich etwas von ihm weg, was er mitbekam und die Hand, die die bisher in der Haut meiner Hüfte verkrallte gewesen war, legte er nun schnell in mein Kreuz, zwang mich fest auf die Platte. Ich kam mir wie in einem Schraubstock vor, wütend versuchte ich mich umzudrehen, aber die Hand in meinem Haar zog schmerzhaft an meiner Kopfhaut.

„Entspann dich!“, meinte er rau und kurzatmig, da er meine Gegenwehr durchaus wahrnahm, dabei waren seine Bewegungen langsam, fasst gemächlich, aber sehr gründlich und tief, als er nun anfing sich in mir zu bewegen und ja, die Reibung war überwältigend gut, sodass ich versuche meine Muskeln zu entspannen und mich voll und ganz auf Severus einzulassen, krallten sich meine Hände an die Kante des Marmors auf das meine Knöchel weiß hervortraten.

Dann spürte ich, wie sich unsere Säfte immer mehr vermischen und ich so feucht wurde, dass sie an meinen Innenschenkel hinabflossen und Severus Bewegungen immer geschmeidiger, aber auch stetig schneller wurden. Ich stemme mich fester gegen ihn, als er anfing immer schneller und härter in mich zu stoßen, aber ich war mittlerweile so was von erregt, das ich fast explodierte, jetzt konnte ich wirklich nicht mehr, ich kam und schrie meine angestaute Lust laut hinaus.

Ich wandte mich nun unter ihm und konnte nur noch keuchen, als mich der Orgasmus traf, während ich mich dem Genuss der völligen Befriedigung unter Severus vollkommen Hingab und nur langsam von meinem Höhepunkt zurückfand ins Hier, bemerkte ich, dass Severus mir nicht gefolgt war, er sich noch immer groß, hart und verlangend in mir bewegte, das er aber nun unkontrolliert und ungehemmt wurde.

Er hat seine verkrallten Finger aus meinem Haar gelöst und packt dafür nun ekstatisch, fest in mein Fleisch an meinen Seiten und zog mich derart bestimmt auf sich, dass ich mit Wucht im HIER und JETZT lande, jetzt so richtig und schockiert und erschrocken nach Luft schnappte, da ein stechender Schmerz in meinen Unterlieb schoss, so plötzlich das meine Erregung sofort verebbte.

„SEVERUS!“, keuchte ich abgehackt und erschrocken, während er wie enthemmt in mich hämmerte, aber er schien mich nicht zu hören, daher stieß er mich an meine körperlichen Grenzen, wie noch nie, mein Muttermund wurde von ihm bei jedem harten Stoß schmerzhaft penetriert und ich fühlte mich in meiner Lage sehr ausgeliefert, was mich und meine Lust enorm hemmte.

Auf der andren Seite war ich total geil und erregt? Verstehe einer was mich ritt….hihihi, ja Severus, genau! War ich noch bereit Witze zu reißen, während er meinen Körper besaß, diese Kombination meiner Gefühle war einzigartig, aber es machte mich stolz das Severus gerade dermaßen und vollkommen die Beherrschung über sich verlor und das nur wegen mir.

Und trotz aller Schmerzen war ich auf dem besten Wege ihm wieder zu folgen, da sich Qual und Erregung zu etwas ballten was mich wieder langsam, aber sicher, zu einem Höhepunkt führen würde, es war gigantisch ihn in einem solchen Ausmaß zu spüren.

Immer weiter hämmerte Severus nun wild in mich und ich wusste, mein Innerstes würde mit blauen Flecken mal wieder nur so übersäht sein, hätte ich wirklich nicht gedacht, das es noch härter zwischen uns ging, aber bei meinem Professor lernte ich halt nie aus, wie ich zynisch erkannte!

Dann zeigte mein Körper erbarmen und ich versank in einem Rausch der ekstatischen Lust, wodurch in meinem Leib jede Nervenbahn beansprucht wurde und ich nur noch unter Zuckungen verkrampfte und ein Farbenmeer hinter meinen Augen explodiert, verdammt fickte mich Severus heute so unvorstellbar, dass ich Angst hatte meinen Verstand zu verlieren!

„Severus!“, schreie ich da verzweifelt auf! Und dann kam er, Göttin sei Dank, ergoss sich zum ersten Mal mit einem recht lauten, atemlosen Stöhnen in mir, presste seine Hüfte mit einem letzten, ungleich tiefen und harten Stoß in mich. Danach sackt er fast sofort auf meinem Rücken zusammen und sein rasendes Herz, das ich durch seinen Gehrock fühlte, ging ebenso rasant wie meines, während er langsam versucht zu Atem zu kommen. Kam es mir jetzt erst zu Bewusstsein, das ich komplett nackt in seinem Reich war, während er wie es schien nur seinen Schwanz befreit hatte, vereitelte er die Rollen wie eh und je und dominierte mich wieder sehr aussagekräftig mit dieser Geste.

Als er sich zurückzog und ich mich schwer und zittrig hochraffte um den komplett bekleideten Severus vor mir anzusehen, konnte ich sein dämonisches und sehr befriedigtes Lächeln auf mir liegen sehen, daher sagte ich nur noch eines zu ihm:

„AUA!“ Was ihn veranlasst, ein seltenes, aber ehrliches Lachen auszustoßen……..

Wir verbrachten den restlichen Nachmittag gemeinsam in Severus Labor, das er mir noch genauer zeigte, dann aßen wir alleine, was mit einer interessanten Diskussion einherging über einige wissenschaftliche Themen, störte uns niemand, da Lucius auch für den Abend einen Termin hatte und schließlich folgte ich Severus bereitwillig in seine Gemächer.

Nach dieser sehr vergnüglichen Nacht die so herrlich und schmerzlich, zynisch war ich ja gar nicht, in seinem Labor begonnen hatte, kamen wir getrennt im Speisesalon an, ich trug heute mal wieder ein mich relativ verhüllendes Kleid, ähnlich wie am Vortag fühlte ich mich so wohler.

Severus saß schon da und schaffte es wie immer gleichbleibend schlechtgelaunt durch die Gegend zusehen, spannend, obwohl er sexuell gut ausgelastet war, wirkten sich seine Aktivitäten wohl nicht immer auf seine Stimmung aus! Das musste man mal hinbekommen, Lucius dagegen schien seit unserem Streit nur noch mürrisch und nichtssagend, anscheinend war es seine Taktik so wenig in meiner Gegenwart zu sprechen wie möglich, da er ständig seinen Kopf arrogant in die Höhe reckte, offenbar war er immer noch nicht gut auf mich zu sprechen….aber nur zur Info, du eingebildeter Schnösel, ich auch nicht auf DICH!

War ich traurig, dass er mir nur noch kalt begegnete? Keine Ahnung, natürlich hatte ich seine Aufmerksamkeit genossen, aber wenn das alles nur gespielt gewesen war, eine unechte Maske, die er mir zeigte, um mich weich zu kochen?

Nun, dann konnte ich darauf verzichten…ich war von Lug und Trug ständig umgeben, da brauchte ich das nicht auch noch bei meinen Männer, nein ich suchte, wenn das echte Beisammensein, deshalb wollte ich Severus auch gar nicht anders und nur mit dem was er zu geben bereit war, ich war niemand der andere zwanghaft verändern wollte!

Lucius war ein Heuchler und das konnte ich nicht leiden, würde er sich nicht ändern, schön, würde er jedoch anfangen ehrlich zu mir zu sein, auch gut, dann konnten wir eine Basis finden, uns nicht mehr zu ignorieren. Aber auf Biegen und Brechen ihn ändern, nein, das würde ich gar nicht erst versuchen, aber ich würde mir von ihm trotzdem nicht auf der Nase herum tanzen lassen.

Andere krampfhaft zu ändern zu versuchen fand ich unmöglich, auch bei Draco hatte ich das nie versucht, ihm nur klar und deutlich gesagt was mich störte, genau das hatte ich bei Lucius auch getan. Denn ich selbst würde auch nicht zulassen, dass mich jemand änderte und wahrlich, ich war nicht einfach!

Darum war ich auch derart froh, dass mich Draco so nahm wie ich war, mich und meine Persönlichkeit akzeptierte und ja, auch Severus verlangte nicht mehr von mir, was erstaunlich war und ich ihm hoch anrechnete, oder es stimmte nicht ganz, ich glaubte, er war irre froh das ich meistens bei ihm schwieg und ihn mit „unnützem Gewäsch“ verschonte, aber bitte, wie gesagt, ich kannte ihn und akzeptierte auch sein abweisendes Wesen.

Aber Lucius? Ja, dieser war davon weit entfernt und ich vermutete, dass er sich selbst belog, aber um das wirklich sagen zu können, dafür kannte ich diesen undurchsichtigen Mann einfach zu wenig! Aber wenn er dachte mir seine Missachtung zu zeigen und das mich das strafte, nun bitte…da war er auf dem Holzweg, aber was er konnte, konnte ich schon lange!

Als ich höflich alles grüßte, weigerte ich mich, wie ich es seit kurzem tat, in den Knicks im engsten Familienkreis zu gehen, dafür achtete ich Lucius gerade zu wenig, aber er sagte nichts dazu! Natürlich würde ich ihm in Anwesenheit andere den Respekt zeigen der dem Familienoberhaupt zustand, das war auch etwas anderes, aber hier, jetzt, unter uns, nie im Leben, wie es schien hatte Lucius in mir mehr an Eigenständigkeit und Rebellion mit seiner Tat erweckte als gedacht! Er würde noch bereuen, mir dermaßen vehement durch Brutalität Respekt lehren zu wollen.

Ich fand wie jeden Morgen meinen Kaffee schon in meiner Tasse vor, wer mir den wohl immer schon einschenkte wenn Draco nicht da war?

Sollte mir egal sein, gerade wollte ich nach einer Toastscheibe greifen und sie mit Marmelade bestreichen, doch als ich den ersten Bissen tat, hörte ich, wie sich Lucius und Severus über irgendwelche Leute unterhielten, die ich nicht kannte und ich sah gerade auf den Propheten, der neben mir auf dem Tisch lag, war ja genug Platz. Bitte, der Tisch hätte für die kompletten Weasleys und uns alle gereicht, jedenfalls glitt mir meine Brotscheibe aus den Fingern und ich bekam einen Magenschwinger sonders gleichen.

Ich konnte nichts dagegen tun und krümmte mich am Tisch, bemerkte natürlich unter gesenkten Liedern die konstatierten Blicke von Lucius und Severus, als ich mich verkrampfte. Ich biss ich mir auf die Zunge, um keinen jämmerlichen Ton auszustoßen, denn ich wollte ihre Aufmerksamkeit nicht und so versuchte ich mich unter Krämpfen aufzurichten und hektisch zu ergründen woher dieser bohrende Schmerz in meinem Leib kommen konnte. Als ich gepeinigt die Augen zukniff und flach atmete, spürte ich wie sich der kalte Schweiß an meinen Haaransatz bildete, strengte mich an mich zu konzentrieren, denn der Schmerz, der durch meinen Körper jagte, war brutal und ich etwas verunsichert, da ich die Ursache dafür nicht kannte. Ich wusste nicht was gerade hier passierte und das beunruhigte mich!

Ich versank fast in meiner eigenen Welt, hörte nichts, sah nichts, hatte nur die Hände auf meinem Bauch liegen und lauschte in mich, als es meinen Geist mit Wucht traf, da ich ihn tief gleiten ließ und ich auf einmal durch andere Augen sehen musste oder konnte. Ich erkannte, leicht verschwommen und verwischt, einen kleinen, finsteren mir durchaus bekannten Raum, mit Binsen auf dem Boden einem Fenster mit Gittern davor und als ich auf die Hände blickte, sah ich eine runzelige, alte schlohweiße Hand, an der man die blauvioletten und schwarzen Toten- -oder-auch Leichenflecken genannt, mehr als nur frappant-erkennen konnte.

Offenbar war nur dank der Kälte der Verwesungsprozess verlangsamt und ich wusste, ich musste wenn ich in der Schule war, Rita bald dem Totenreich übergeben, dann bemerkte ich wie einer der Wärter auf sie…mich …ich war verwirrt, einsprach und mit einem Essen vor ihr rumwedelte und da raffte ich mich abrupt auf und hechtete ich, im hier und jetzt, unter schmerzhaften Krämpfen panische aus dem Raum, während ich meinem Inferi befahl das Essen zu nehmen und sich den ekelhaften Brei in den Mund zu stopfen, lief ich auf eines der untern Toilettenzimmer im Erdgeschoss zu, die wunderbar hergerichtet waren mit großem Vorzimmer, Chaiselongue und Schminktischen.

Sie waren wunderbar anzusehen aber das war mir gerade egal, denn ich konnte gerade noch die Tür aufstoßen bevor ich mich laut würgend über der Schüssel erbrach. Es war mir als würde ich diesen Brei essen, während der Wärter weiter auf mich einredete, bis ich mich nun zusammenriss und meinen Kopf in die Höhe reckte und mich zwang etwas zu sagen:

„Mir geht es nicht so gut….ich bin alt!“ Ich hörte durch das Rauschen meiner Ohren wie dies Gellerts Stimme, im Körper des Inferis stockend von sich gab und der Wärter schnaubend die Tür wieder hinter sich schloss.

Ich erbrach mich gleich wieder und der Inferi sackte wieder zurück, dann wischte ich mir mit einem Tuch zittrig über den Mund und sackte auf den hellen, marmornen Boden. Stockend atmete ich aus, denn ich fühlte mich wie zermatscht, war dies wie es schien ein Hilferuf eines meiner Kinder gewesen, wow, ich sah mich mit der Tatsache konfrontiert das ich wirklich sehr eng mit den Toten verbunden war….da verzog ich, trotz allem meine Mundwinkel, ein widerlicher Gedanken, genauso wie der säuerliche Geschmack des Erbrochenen in meinem Mund.

Ich strich mir über meine verschwitzten Haar und schob sie mir aus meinem erhitzten Gesicht, legte den Kopf in den Nacken an die kühle Wand und nützte die Verbindung um auch noch nach meinen anderen Inferi zu fühlen, aber hier spürte ich nur gleichbleibende Ruhe und Gleichgültigkeit unter dem Wasser, schien der Inferi bei Rita zu wissen, dass er mich um Hilfe rufen musste wenn er mehr agieren sollte als sich nur minimal zu bewegen. Wow, mit dieser Information musste ich erstmal klarkommen.

Also versuchte ich mich schwer auf die Füße zu ziehen, die erstaunlich wackelig schienen, da der Schmerz in meinem Gliedern erst langsam nachließ, außerdem fühlte ich mich wie ausgekotzt.

Ich schleppte mich zu den Waschbecken im eleganten Vorraum und beugte mich sofort über das kalte Wasser mit dem ich mir den Mund ausspülte und danach spritzte ich mir das kalte Nass ins Gesicht, um mein hochrotes, erhitztes Gesicht zu kühlen, tat es unsäglich gut!

Ich unterbrach mein Tun, als ich auf einmal instinktiv wusste, dass ich nicht mehr alleine war, wandte mich um und lehnte mich auf wackeligen Beinen an den Waschtisch. Ich sah mich mit den gefährlichen Abgesandten eines Gerichts vor mir konfrontiert, zumindest sahen sie derart einschüchternd aus, wie sie mich mit beidseitig unleserlichen, kalten Augen anblickten.

„Ich hoffe wirklich sehr, du bist nicht schwanger!“, konnte ich einen gewissen, giftigen Hohn in Lucius Stimme nicht überhören als ich mir, wie aus einer nicht zu unterdrückenden Geste heraus, die Hand auf den schmerzenden Unterleib legte.

Haha, sehr witzig, durfte ich bemerkten wie sich Severus Augen noch mehr verdunkelten, als dies möglich sein sollte bei der Schwärze, oh, wie er sich freuen würde Papa zu werden, war ich versucht gedanklich bei Daphne verhaftet, dabei hysterisch zu kichern, ob der absurden Situation, denn ich hatte nichts mit neuen Leben am Hut, eher mit vergangenen Leben! Schon eigenartig, das mich dieses leidige Thema in den letzten Wochen so verfolgte seit dem wir wussten, das Harry Papa werden würde.

Dachten die zwei das wirklich? Wie beleidigend, als wäre ich derart hohl wie Daphne! Also nicht, das Daphne wirklich dumm war, aber MIR, MISS Perfect passierte solch ein Missgeschick nicht, nie und nimmer!

Ich würde schwanger werden wenn ich es wollte, oder wünschte, oder eben auch nicht oder nie! Aber es würde nie und nimmer nicht passieren das es nicht meiner Entscheidung oblag, Schluss! Also entwickelte ich gerade so etwas wie eine Verärgerung was sie mir zutrauten, oder aber auch nicht!

„Hihih, würde sich nur die Frage stellen wer der Vater wäre, nicht wahr?“, klang ich absolut giftig als ich das zischte und mich nun soweit gefangen hatte, das ich ihnen mein nasses Gesicht blasiert entgegen hob.

„Hermione?“, klang Severus zum ersten mal in meinem Leben minimal besorgt und seine Lippen waren zu einem hauchdünnen Strich zusammengepresst, der erschreckend an McGonagall erinnerte wenn sie auf mich sauer war, was dieses Schuljahr furchtbar häufig vorkam.

Ich sagte erst mal nix und legte den Kopf schief, denn ich fühlte mich noch immer wie ausgekotzt, die Verbindung zu meinen Inferi würde ich wohl noch verfeinern müssen, auf dass es mich nicht so wie heute, total überraschte und überrumpelte, das wäre nicht gut. Aber ich war froh, dass es funktioniert hatte, sonst wäre mein Inferi vielleicht im Knast aufgeflogen, arch….ich würde ruhiger schlafen können, wenn der Inferi alias Gellert Grindelwald für tot erklärt unter der Erde schlummerte, auf ewig.

„Hermione!“, kam es nun von beiden drängend! Hatte Severus wohl sein Hirn noch nicht eingeschaltet und sich von dem Schock des Gedankens, ich könnte schwanger sein noch nicht erholt, denn bitte, sonst wäre ihm ja wohl klar geworden, das das bei mir sowas von unmöglich war, so leichtsinnig war ich nicht.

„WAS?“, schüttelte ich den Kopf um mein Hirn freizubekommen.

„Was ist nun, dürfen wir uns auf ein Kuckuckskind freuen!?“, kam es absolut zynisch von Lucius, was mich total wütend machte, trotz meiner beschissenen Verfassung.

„Sehr witzig! Wollt ihr mich beleidigen? BEIDE! Denkt ihr, ich bin derart bescheuert mir oder euch ein Kind anzuhängen! Wir…..arch, das ist einfach eine zu idiotische Diskussion als das ich gewillt bin sie zu führen….“, spürte ich schon wieder eine Welle der Übelkeit über mich hinweg schwappen und ich schluckte die beißende Säure meine Kehle zwanghaft hinunter.

„Weiß heißt das? Du bist also nicht schwanger? Kannst du das bei deinen …sexuellen Eskapaden wirklich ausschließen!“, klang Lucius wie ein Moralapostel, am besten seinen Schädel hätte jetzt ein Heiligenschein umschlossen, denn das wäre mit seinem langen, weißblonden Haar bestimmt malerisch, dieses scheinheilige Arschloch.

„Du bist doch nur sauer das diese Eskapaden, wie du es so schön sagst, ohne dich stattfinden, aber nein, ich wüsste zwar nicht was es euch angeht, da es auch dich Severus bisher herzlich wenig interessiert hat, wie ich verhüte, aber ich bin ja nicht so,… also ich nehme die Pille, falls euch das was sagt…..nein, Lucius? Oder doch? Nun, eine Muggelverhütung und ich nehme einmal im Monat auch den Verhütungstrank der Magier…warum? Willst du fragen, Severus? Na, eben damit ich doppelt abgesichert bin! Ich verlass mich bei so einem elementaren Thema nicht nur auf zusammengepanschte Tränke, echt nicht!“, griffen meine Hände nun blind zur Seite, damit ich eines der kleinen, zusammengefalteten, weichen, flauschigen Baumwollhandtücher greifen konnte und wischte mir nun mein nasses Gesicht trocken.

„Was hast du dann?“, fragte nun Lucius kalt und konsterniert nach meiner Zusammenfassung.

„Nichts, mir war nur nicht gut, soll mal vorkommen, es geht schon wieder! ….arch und noch was, sollte ich mal schwanger sein….denke ich nicht, das ich es behalten würde!“, erwiderte ich sehr kalt und kompromisslos, dabei erstarrten beide Männer als sie meine harschen Worte hörten und ich mich soweit aufraffte um mich vorsichtig zu strecken, damit ich wieder gerade auf meinen Beinen stand.

Dann eilte flott an ihnen vorbei zu Tür hinaus, ich wollte nur noch ins Bett und meditieren und dem auf den Grund gehen.

Ich sah noch, das sich Severus und Lucius kurz, wohl wirklich erstaunt, ansah aufgrund meiner klaren Ansage und das Lucius überrascht, oder war er einfach nur abgelenkt, in Gedanken, eine Braue hob. Als ich an ihm vorbei kam, glaubte ich zu hören das er leise murmelte „Interessant!“, doch ich achtete nicht weiter darauf, war mir doch egal was er interessant fand und auch warum, scheinheiliger Heuchler.

Zum Glück ließen mich Severus und Lucius für den Rest des Tages in Ruhe und erst als mich eine Eule von Draco erreichte, in der er mir mitteilte, das er leider heute Abend noch nicht zurück sein könnte, verließ ich um 22 Uhr meine Räume und begab mich zu Severus, da ich hoffte hier Ablenkung zu finden.

Er sagte keinen Ton wegen des Vorfalls heute Morgen, sondern schenkte mir nur eins, das Vergessen dem ich mich doch nur zu gerne Hingab.
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