When Hermione Fights
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 Kapitel 219-220

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queenie
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Kapitel 219-220 Empty
BeitragThema: Kapitel 219-220   Kapitel 219-220 EmptyDo Feb 09, 2012 6:59 am

219. Ohne Gnade!

War ja logisch, dass solch ein Auftrag an Severus als Führer ging und er machte das toll, kein unwichtiges, zusätzliches Wort. Er agierte kühl, emotionslos und sachlich und schien alles wunderbar in der Hand zu haben, derart strukturiert ging er vor, als er uns nun unter dem sternenklaren Nachthimmel einwies, es war beeindruckend.

Man konnte die zum Teil vorfreudige Aufgeregtheit der DeathEater spüren, fortwährend heizten sie sich mit coolen und lässigen Sprüchen gegenseitig ein und Bellatrix irres, gackerndes Lachen schallte zu uns.

Ich verzog leidend die Miene, Himmel ich mochte Ruhe und Besinnlichkeit vor einer kämpferischen Aktion und nicht solch kindisches Geplänkel. Nun sah ich wie Greyback und die Lestrangesbrüder sich spielerische Kabbelten, nur Scabior hielt sich zurück und ließ seinen Blick schweifen.

Während Draco an Severus rechter Seite ausharrte und in sich in Ruhe alles anhörte, war keine Regung in seine sturmgrauen Augen zu lesen, da seine silberne, gehämmerte Maske alles verbarg. Er war ein Abziehbild von Lucius und Severus und grenzte sich damit von den anderen DeathEatern ab!

Endlich zeigte Severus mit einem roten Funkenregen des „relaschio“ an, dass es los ging und meine Gruppe versammelte sich um mich und wir apparierten umgehend nach meinem bestimmten Nicken unserem Ziel entgegen, traf mich noch einmal ein intensiver Blick aus grauen Augen, den ich inbrünstig erwiderte.

Die schwarze, gefahrbringende Masse, die wir DeathEater bildeten, kam nun nach und nach am Rande von Kingswear Castle an. Es wirkte wie eine kleine Invasion, vor dieser kleinen, wenig gepflegten Trutzburg mit Blick auf das sich öffnende Meer, das sich vor uns als tiefschwarze, schaumgekrönte, kalte Masse auftürmte.

Ich warf einen skeptischen Blick auf das malerische Küstendorf, das sehr verschlafen und sehr friedlich zu der späten Stunde dalag und unter dem Schein der Laternen im sanften Licht erstrahlte. Es wirkte als würde das sanfte, gelbgoldene Licht der Laternen die Kälte und Schwärze der Nacht fernhalten.

Nur uns, das „Böse“ würde es nicht fernhalten!

Kingswear war eine Stadt, die 1170 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Sie hatte sich aber von den Muggeln aus betrachtet nicht so gut entwickelt wie das gegenüberliegende, bekanntere Dartmouth, aber Kingswear war auch eine magische Stadt, die sich nur im Laufe der Zeit immer mehr den Muggeln geöffnet hatte, anders als zum Beispiel Godoric´sHollow.

An sich war es eine typische, englische Hafenstadt mit kleinen, schnuckeligen Häusern, die sich den kleinen Berg hinauf in die Höhe schmiegten und unten, im Hafen endete die Stadt mit hölzernen Stegen, an denen die Boote befestigt waren. Ich konnte jetzt sehr viel besser die etwas verfallen wirkende Festungsanlage von Kingswear ausmachen und schaute auf das am gegenüberliegenden Ufer gelegene Dartmouth Castle, das selbst auf die Entfernung gesehen sehr viel besser erhalten und gepflegter wirkte. Früher hatten die beiden Burgen gemeinsam dafür gesorgt, dass der Hafen vor Eindringlingen geschützt wurde.

http://www.mspong.org/picturesque/woodprints/dartmouth_castle.gif (im Hintergrund ist Kingswear und im Vordergung Dartmouth zu sehen)Opposite to it is Kingswear Castle, now restored and inhabitedOpposite to it is Kingswear Castle, now restored and inhabited

Es war sehr idyllische und schön und es wirkte so friedlich, schade das wir bald darüber hereinbrechen würden und danach würde hier nichts mehr, so wie es mal war sein. Ich vermutete, dass wir einer Naturgewalt gleich wüten würden, denn wir hatten den Auftrag zur absoluten Vernichtung!

Jede Gruppe sollte sich von einer anderen Seite nähren bis wir sie mehr oder weniger einkesselten und nun, ich würde von der Burg aus auf die Stadt zulaufen und das tat ich doch gerne, kam Draco genau von der anderen Seite und würde sich vom anderen Ende des Dorfes auf mich zu bewegen. Zu meiner Verwunderung nahm ich wahr, dass Greyback sich meiner Gruppe wortlos anschloss und mir nur ein knurriges Nicken auf meinen fragenden Blick zuwarf, aber bitte, ich würde nicht mit einem Werwolf streiten der sichtlich auf Kampf aus war und vor Unruhe regelrecht vibrierte.

So schlichen wir den Waldweg rund um die Burg entlang, glitten geräuschlos auf das Dorf zu, huschten von Schatten zu Schatten und waren auf der Huth und darauf bedacht leise zu sein, um ja nicht aufzufallen bevor wir die ersten Häuser erreichten. Die Wölfe bewegten sich sehr geschmeidig und verursachten absolut kein Geräusch.

Es war inspirierend zu beobachten wie sie raubtierhaft agierten, sie schienen in ihrem Element zu sein, dem lautlosen Anschleichen an die nichtsahnende Beute und auch wir kamen auf dem dornigen und von Pflanzen überwucherten Weg gut voran, sodass sich bald vor uns die ersten bewohnten Häuser auftaten. Dann richteten wir ohne zu zögern synchron unsere Stäbe auf die Wohnhäuser und warteten geduldig und als es pünktlich 22 Uhr an der Kirchturm Uhr schlug, schossen wir wie vereinbart unsere ersten Expulsions- und Feuerzauber wie „confringo“ oder den einer Bombe gleich einschlagenden „expulso“ ab sowie „incendio“ oder dem „lacarnum inflamarae“ auf die Häuser.

Vor uns barsten ohrenbetäubend Fenster, Wände und Dächer und alles ging lichterloh in Flammen auf. Dies war die vereinbarte Zeit und das vereinbarte Zeichen für den Angriff und besiegelte damit den Untergang dieses Dorfes. Alle DeathEater schossen sofort und prompt los und unser Angriff wurden von den bedeutungsschweren Klängen des Läutens der Kirchturmglocken begleitet und musikalisch makaber untermalt.

Ein unbeschreiblicher Lärm entstand als einige Zauber gleichzeitig ihre Ziele trafen und andere erst auf Schutzzauber aufschlugen, die nach einem stetigen Bombardement der Gewehrsalven glich, in sich noch einmal grell aufleuchteten um dann zusammenzubrechen, worauf wir die nun schutzlosen Häuser dem Erdboden gleich machen konnten, die Bewohner innbegriffen. Von nun an hallten die verzweifelten, erschrockenen und panischen Schreie der Menschen lautstark durch die finstere Nacht.

Ich konnte die ersten kopflosen und angsterfüllten Menschen aus ihren Häusern rauslaufen und flüchten sehen und wie sie orientierungslos und hektisch auf den Straßen herumirrten, offenbar wussten sie gar nicht wie ihnen geschah. Wir schlugen uns kämpfend und fluchend weiter durch die Häuserschluchten und nun zuckten auch die ersten giftgrünen Strahlen des Todesfluchs durch die Gegend und so exzellent wie einige unserer Kameraden zielten, hatte ich doch auch glatt um mein Leben Angst, unterdessen gingen die getroffen Bewohner dieser Ortschaft, tödlich verwundet zu Boden.

Ich durfte die grässlichen, verzehrten Grimassen und hässlichen Fratzen dieser unschuldigen Menschensehen, nachdem sich ihre Gesichter dazu gewandelt hatten, da sie das Grauen das sie heimsuchte gar nicht fassen konnten. Schließlich war es unbegreiflich was für ein unbeschreibliches Gemetzel heute ihre Gemeinde heimsuchte. Gibbon grinste schrecklich fies, während er gerade eine junge, flüchtende Frau plötzlich mit dem „ascendio“ in die Luft steigen ließ, sodass sie gut bis zu dem Dach der Häuser reichend in die Höhe schoss. Makaber erinnerte es mich an das Geschehen bei der Quidditsch WM als dort auch die DeathEater die Muggel in die Luft erhoben hatten.

Jetzt kreischte sie ängstlich, schrill um ihr Leben und strampelte panische mit Händen und Füßen wild durch die Luft, als sie den Boden so jäh unter den Füßen verloren hatte. Ihre Schreie wurden noch lauter um dann ganz zu ersterben, als er sie mit einem ekelerregenden Klatschen ungebremst rasant auf die Erde aufkommen ließ, da er laut lachend den Fluch, der sie in der Luft gehalten hatte, von ihr nahm.

So blieb die arme Frau mit verrenkten und gebrochenen Gliedern tot auf der Straße liegen und wurde von den panisch flüchtenden Massen ihrer gejagten Mitmenschen überrannt. Ihr toter Körper wurde unerbittlich zerquetscht und zu Muss zermatscht. Widerlich!

Wandte ich mich ab und jagte gerade das nächste Haus mit einem „expulso“ wirkungsvoll in die Luft und pulverisierte die eine Häuserwand zu weiß rieselndem Staub, während diese Verbrechen alle um mich herum geschahen.

Die dröhnende Kakophonie der Vernichtung, das ohrenbetäubende Kreischen und Brüllen der Fliehenden und das raue Lachen der Jäger vermischte sich zu einer unbeschreiblich unheimlichen Begleitmusik, die von den einschlagenden Flüchen, Zaubern und den Explosionen geräuschvoll untermalt wurden.

Die Angreifer waren in ihren schwarzen, weiten Mäntel und den silbernen, unmenschlichen Masken ein unheimlicher Anblick, der Albträume bescherte. Es war kaum zu beschreiben wie sie die Bewohner mitleidlos vertrieben und jagten, wobei diese an sich nur in ihren Nachthemden und Pyjamas erbärmlich hilflos und vollkommen ausgeliefert wirkten.

Meine Leute schlugen sich als Truppe gut, selbst der trauernde Witwer Greengrass wurde seiner Rolle als DeathEater gerecht und wehrte einige unkoordinierte und ungezielte Flüche ab, die uns von flüchtenden Zauberern hektisch gengegengeschleudert wurden, somit deckte er uns den Rücken.

Nun kam aus einem lichterloh brennenden Haus ein Mann wie eine leuchtend helle brennende Fackel herausgerannt und lief wie irre auf und ab, während er sich wild und schrill plärrend und kreischend auf den Boden warf und versuchte sich durch drehen zu löschen. Seine Schmerzen mussten unmenschlich schrecklich sein, bei lebendigem Leib zu verbrennen!

Als ich aus den Augenwinkeln sah, wie die Nüstern der drei Wölfe zu beben begannen, da sich ihm ein junges, blutüberströmtes, blondes Mädchen in einem kurzen Nachthemd, wie in Trance schluchzend nährte und neben ihm verzweifelt zu Boden sank.Sie wirkte wie geistig weggetreten, offenbar schien ihr jugendliches, weibliches Blut wie eine Versuchung auf die Wölfe zu wirken.

Es war als hätte sich die animalische Bestie in Greyback freigerissen und da leuchteten seine Augen raubtierhaft und animalisch auf als er dröhnend laut aufjaulte und es sogar schaffte das hysterische Geschrei der Menschen zu übertönten, als er brüllend auf das Mädchen losspurtete.

Dann rissen sichRic und Steffen, die gerade einen jungen Mann in der Mangel hatten von ihrem Opfer los. bevor sie sich zu Greyback gesellten, brachen sie ihrem Opfer mit einem gekonnten Griff, bei dem sie seinen Kopf fest mit beiden Händen packten, das Genickt, das dabei einmal laut knackte, dann fiel der erschlaffte Körper tot zu Boden und sie ließen ihn achtlos liegen.

Sie starrten nun gebannt auf ihr Alphatier, der wie wildgeworden bei dem Mädchen anlangte und diese schien jetzt erst zu realisieren was da für ein entfesseltes Monster auf sie zuhielt, sodass sie den rohen, verkohlten, schwarzangelaufenen und dampfenden Fleischkloß, zu dem der Ohnmächtige oder schon Tote verschmorte war, liegen ließ und panisch davoneilen wollte.

Greyback holte rasant mit seiner großen Pranke aus und erwischte die Flüchtende mit seinen Krallen an der Schulter auf das sie das fliegen lernte. Seine scharfen Fingernägel ritzten ihr Nachthemd auf, so viel Schwung hatte er in seinem Schlag das sie regelrecht in Boden gerammt wurde und nun kam auch leben in Ric und Steffen und sie hechteten zu Fenrir, der sich jetzt sofort auf die am Boden liegende warf und sie mit den Händen fest auf den Boden drückte. Er legte, sich ganz seinem animalischen Sein hingebend, den Kopf in den Nacken, spitzte seinen Mund und begann zu heulen, das einem ganz automatisch die Gänsehaut aufzog, somit schluckte ich schwer, denn dies passierte innerhalb von wenigen Sekunden.

Jetzt geschah nun das was ich nie hatte sehen wollen, das Mädchen wehrte sich verzweifelt gegen den Koloss von einem Mann, sie strampelte und trat in Todesangst wie wild mit den Füßen als Fenrir seine Finger weitab gespreizt hob und wie es mir schien, seine Nägel noch ein Stücken wuchsen.

Nun waren es überlange und extrem spitze, todbringende Mordwerkzeugte. Dann haute er sie dem Mädchen in der nächsten Sekunde übergangslos durch ihr Baumwollnachthemd und ich hörte an dem unmenschlichen ausgestoßenen, schrillen Schrei, dass er ihr seine Krallen tief ins Fleisch rammte.

Ich starte gebannt, mit morbider Faszination auf das Geschehen. Diesen Werwesen schien eine unglaubliche, rohe sehr tierische Kraft innezuwohnen. Als er seine Nägel brutal immer mehr in das zappelnde Häuflein Frau unter sich bohrte und sie schon so laut und schrill Kreischte das es in den Ohren schmerzte, zog und riss er ihr wie es schien mit einer unglaublich Leichtigkeit den Burstkorb auf!

Er hatte seine langen Krallen unter ihre Rippen geschoben sich verhakt und so hebelte er ihre Rippen aus. Es war unbeschreiblich grausam und lief vor meinen Augen wie in Zeitlupe ab und ich dachte nicht richtig zusehen, als er dies wie es schien völlig bewusst tat.

Und war es als würden die elastische Haut, die stabilen Knochen und das weiche Fleisch ihm keine wirkliche Gegenwehr entgegensetzten, dann sah man den weit offenen, aufgerissenen Brustkorb! Ihre Rippen gaben ein entsetzliches lautes knirschen und knacken von sich als sie brachen und ich wünschte mir, das Adrenalin würde bei der Frau aufhören durch ihre Adern zu strömen und sie in eine erlösende Ohnmacht entlassen, die ihr nur leider nicht vergönnt zu sein schien. Denn sie schrie markerschütternd und erlebte all dies noch bei Bewusstsein mit.

Es geschah innerhalb von wenigen Augenblicken und doch dauerte es viel zu lang. Nun lag die junge Frau mit geöffnetem Brustkorb vor uns, ihr war ihr Unglaube in ihren Augen anzusehen über das unvorstellbare Gräuel das ihr angetan wurde. Sie wirkte jetzt dank der Schmerzen fast bewusstlos, doch mich schmerzte unweigerlich bei dem Anblick mein eigner Burstkorb und meine Rippen, dennoch untersagte ich mir rigoros jede verräterische Bewegung meiner Hand auch wenn ich mir am liebsten über die Stelle reiben wollte, zwang ich den dicken Kloß in meinem Halse gewaltsam hinunter.

Nun waren auch die knurrigen, hungrigen Laute der beiden anderen Werwesen dazu zuhören, die sich in einer kriecherischen, unterwürfigen Haltung ihrem Alpha und seiner Beute demütig nährten, der nun jäh, in den offenen Brustkorb griff und dann schrillte der letzte, abrupt verstummende, gellende Schrei der Frau durch die Nacht, als ich beobachten durfte, wie er das noch kurz in seinen Händen pumpende, rote Herz des Mädchens in der Pranke hielt.

Er hatte das Herz dann mit einem einzigen kräftigen Ruck herausriss gerissen, um danach mit seinem weit aufgerissenen Maul gierig ein Stück aus dem dampfenden Organ zu reißen. Es war einfach absolut grausig und eklig an zu sehen, wie er dieses klumpige Herz, mit den weißen feinadrigen Arterien und Venen in seiner blutverschmierten Klaue hielt.

Er vergrub seine langen, gelben Fangzähne in dem rohem, blutigen Herzen, um es dann mit einem ekeligen, genüsslichen Brummen zu verzehren. Mir stieg unvermittelt saure, beißende Galle die Speiseröhre hinauf und verbreitete einen säuerlichen Geschmack in meinem Mund und ich würgte diese Übelkeit schwer hinab, zwang mich zur totalen Kontrolle um nicht zu würgen und verbot mir resolut mich dieser Blöße hinzugeben!

Doch ich vernahm neben mir ein krampfhaftes Würgen, da sich Greengrass wenig heldenhaft die silbrige Maske von Gesicht riss und sich im hohen Bogen erbrach. Mein Blut rauschte rasant in meinen Ohren als ich mir das ansehen musste wie dieses Mädchen schrecklich entblößt auf dem winterlichen Boden lag und gerade geschändet wurde, indem sie als Fressen herhalten musste, augenblicklich wusste ich, dass mich dies bis in meine Träume verfolgen würde.

Es war ein unvorstellbarer Horror zu erleben wie die Wölfe sich nun unkontrolliert und enthemmt auf sie stürzten, waren sie an sich nun nicht mehr zu halten und wie in einem animalischen Rausch gefangen.Zu dritt labten sich die Werwölfe jetzt an dem Leichnam, es wirkte wie eine Raubtierfütterung und Ric und Steffen zerrten und rissen an den leblosen Extremitäten , um sich auch etwas von dem „Leckerbissen“ zu sichern und knabberten wie die Tiere genüsslich an einem Arm und nagten schmatzend und wüst reißend und laut knirschend das Fleisch und die Haut vom Knochen mit ihren Zähnen.

Diese grauenhafte Szenerie wurde von einem hell orangrot erleuchteten Nachthimmel malerisch untermalt, dank der ganzen, unkontrolliert wütenden Feuer, roch die Luft nach Ruß und Asche, sodass sie so verpestet war, das einem bald das Atmen schwer werden würde. Aber auch der dampfende, tote Körper des jungen Mädchens gab kleine Rauchwolken in die kalte Nacht ab, nun roch ich das metallische Blut, was meine Übelkeit verstärkte.

Es war schlicht ein ekelerregender Anblick, der zeigte wie diese Werwölfe vollkommen ihren tierischen Instinkten unterworfen waren.

„Sie sind Tiere!“, wisperte auf einmal eine rauchige Stimme in mein Ohr und als ich mein Gesicht zu Scabior wandte, der ebenfalls unter seiner silbrigen Maske mit stechenden Augen das unbeschreibliche Grauen beobachtete, warf er nun einen verächtlichen Blick auf einen noch immer würgenden und auf allen vieren im Grass robbenden, Greengrass. „Er hält nicht viel aus!....Was ist mit dir, Püppchen?“, wollte er spöttisch wissen und ich wandte ihm nun meinen vollen, sehr klaren Blick zu und sah ihn emotionslos an.

„WAS??? Es ist widerlich! Und das wird es immer bleiben! Aber glaub mir, ich hab schon ekligeres gesehen!“, musste ich nur an die verwesenden Inferi in der Höhle des Lords denken, diese verrotteten, morschen Untoten mit ihrem schrecklichen, klapprigen Äußeren, sahen wirklich noch schlimmer aus als SIE! Diese geschändete Tote!

Aber selbst ich konnte nicht verhehlen, dass ich einen schalen Geschmack im Mund hatte und sehr wohl einen Brechreiz unterdrücken musste! Es war nicht schön zu sehen wie ein Mensch gegessen wurde, denn offenbar reduzierten uns die Werwölfe auf Nahrung und das ….etwas was mich unbehaglich fühlen ließ.

Okay, ich gab es vor mir zu und es war einfach widerlich zu sehen, wie ein menschliches Wesen vor meinen entsetzten Augen mehr oder weniger verspeist wurde. Jetzt hingen sie über und in der Leiche und mein absolutes Grauen kannte fast keine Grenzen, als ich die genüsslichen, gut vernehmbaren, schmatzenden, kauenden und reißenden Geräusche vernahm, aber mir diese Schwäche anmerken zu lassen war inakzeptabel.

„So gleichgültig?“, wollte Scabior süffisant wissen, als er recht lässig dastand.

„Nein, eher sauer, das sie sich nicht beherrschen können, der Auftrag läuft, wir haben für einen Mitternachtssnack echt keine Zeit….das geht nicht, das können sie auch später machen!“, fauchte ich und lebte meine Abneigung in meiner Wut aus und ich zückte den Stab und schickte eiskalt und ohne lange nachzudenken einen Crutio auf Fenrir! Das Erstaunen von Scabior über meine kalte Art bemerkte ich nur am Rande.

Ich hatte keine Skrupel, dass ich den bösen, folternden Zauberspruch auf Fenrir jagte. Ich traf mein Ziel und legte all meine Verachtung und hilflose Wut in den Zauberspruch und dufte sehen wie der große, grobschlächtige Werwolf verkrampfte und rückwärts auf sein Kreuz fiel und sich schmerzhaft, unkontrolliert krampfend auf dem Boden wandt. Als ich den Fluch abrupt, nach kurzer Zeit löste und er auch schon sofort wieder fix auf die Beine sprang und fuchsteufelswild herumfuhr und aufgebracht mit einem Todesblick zu mir sah, die ich den Zauberstab noch immer auf ihn zielend hielt, zeigte ich keinerlei Schwäche.

Er bot ein Bild das Albträume bescherte mit seinem von oben bis unten mit Blut bespritztem Gesicht, selbst aus seinen Haaren tropfte das Blut herab und in seinem Bart hingen einige Fleischfetzten und Hautfetzten. Es war ein fruchterregender Anblick und mit den leuchtenden gelben Augen sah er brandgefährlich aus, doch davon ließ ich mich nicht einschüchtern und einer intuitiven Eingebung folgend stand ich hochaufgerichtet, von der Zehenspitze bis zur Haarspitze gespannt da, ging auf ihn zu, doch es war wie immer in einer Gefahrensituation, war ich sehr ruhig und ich fühlte nichts! Absolut nichts! Keine Furcht, keine Angst, ich war kalt, innerlich, wie äußerlich! Einige würden wohl sagen, ich sei Tod…zumindest innerlich!

„Was soll das, GREYBACK? Schon mal was von Kontrolle oder Beherrschung gehört? Der Auftrag ist wichtiger als deine Gelüste! Wenn jetzt Auroren kommen haben wir zu wenig getan und erreicht! Du hättest SIE auch später fressen können! Du hirnloser Köter! Der Auftrag, hat IMMER Priorität!“, faucht ich böse und durfte sehen wie sich seine Augen bei meiner Tirade zusehends verfinsterten und er den kräftigen Kiefer vorschob und komische, knurrige, bedrohliche Laute ausstieß. Er wollte mich mit seiner wuchtigen, massigen Gestalt einschüchtern, aber ich reckte nur mein Kinn angriffslustig nach vorne und zeigte mich sehr arrogant, als wir uns ein eiskaltes und unnachgiebiges Blickduell lieferten, dabei wich ich keinen Zentimeter zurück!

Zu meinem totalen Erstaunen und ungläubigen Entsetzen gewann ich das Blickduell, da er zu meiner großen Überraschung, unter meinem harten, festen und furchtlosen Blick das leuchten seiner ungewöhnlichen, irisierend gelbglänzenden Augen einbüßte und es war als würde er langsam aber sicher wieder Vernunft zulassen, als das Glimmen in den Augen abnahm, er sich unwirsch abwandte und dann als erster den Blickkontakt brach.

Er knurrte tief, rief seine beiden Männer an, was zur Folge hatte das diese auf der Stelle wie geprügelte Hunde von dem zerfetzten Kadaver zurückwichen. Nur leider konnte ich aber meinen Erfolg nicht wirklich genießen, weil nun unmittelbar und gleich die Hölle über das Dorf und uns hereinbrach, da das Gegenfeuer einer Kanonade gleich auf uns eröffnet wurde und in schneller Abfolge eine Salve von Flüche auf uns niederhagelte, denn plötzlich waren zu Hauf Auroren erschienen.

Es ploppte in einer Tour, hier drängte sich mir der Verdacht auf, dass wir verraten worden waren, anders konnte ich es mir nicht vorstellen das diese Masse von Auroren um diese Uhrzeit rund um die Uhr zur Verfügung stand, aber nun, wir stürzten uns ins Gefecht, schleuderten Fluch um Fluch, jetzt da wir kämpfen mussten und sahen zu das wir Schutz fanden und nicht mehr mitten auf dem Präsentierteller agierten.

So eilten wir in die Schatten der Häuser oder brennenden Ruinen, kämpften uns vorsichtig vorwärts, um uns vor dem chaotischen Geschehen in Sicherheit zu bringen. Ich brüllte aus meiner Deckung Fluch um Fluch und sparte nicht mit gefährlichen Verhexungen um mich zu werfen, da auch die Auroren sich fast nicht zurückhielten und uns gut zusetzten.

Als wir auch einzelne Duelle ausfochten, erkannte ich wieder, wie wichtig es war in Form und fit zu sein, da Gibbon wie es schien etwas ermüdete, hatte sich Greengrass trotz seiner Entgleisung aufgerafft und spielte wieder den der die Gruppe schützte, während die anderen auf Angriff eingestellt waren.

Trotzdem zersplitterte meine Gruppe, dank eines „deprimo“, der gerade mit Wucht in den Boden zwischen uns einschlug und einen kleinen Krater in die Erde riss, da es den gefrorenen, winterharten Boden zersprengte. Es hagelte und donnerte unerbittlich von Flüchen auf beiden Seiten, die auf alle Beteiligten niedergingen.

Ich war zur Seite gehechtet, damit mich nicht der Fluch in Stücke riss und hart auf den Boden abgerollt und sofort in einer geschmeidigen Bewegung wieder auf die Füße gekommen, somit konnte ich sehen wie mir Scabior mit einer lässigen Geste bedeutete, indem er sich an die Stirn tippte, dass er die Führung über den Trupp übernahm, da ich die einzige auf der anderen Seite des dunklen und tiefen Kraters war.

Er zeigte sich selbstsicher als er das Kommando übernahm und führte alle weiter, selbst Greyback gehorchte umgehend, wie ich von der anderen Seite aus sehen konnte. Also tat Scabior genau das was ich von ihm erwartete, das er selber Handeln und Denken konnte und ich mich auf ihn verlassen konnte, trotzdem würde ich ihm nicht trauen, aber es zeigte sich, das er in mein Team passte.

Die Geräusche des Schlachtlärms waren fast betäubend, dann schlug schon wieder ein Fluch neben mir ein und ich wurde von der Druckwelle des Zaubers ergriffen und durch die Luft geschleudert, landete ich durch die Wucht des Fluches an einer halb eingestürzten Häuserwand und prellte mir schmerzhaft die Schulter, als ich mit meinem gesamten Körpergewicht auf der Stelle aufschlug, drückte es mir sofort die Luft aus den Lungen und ich schaffte es gerade noch so auf den Beinen zu bleiben.

Ich biss mir roh auf die Lippen, um keinen Ton von mir zu geben, damit nicht gleich wieder einer der Auroren auf mich aufmerksam wurde, dann betastete ich mit der Hand meine Schulter und mein Schulterblatt, autsch….ich hatte Glück, das ich mir die Schulter nicht ausgekugelt hatte, derart doof wie ich an dieser Backsteinwand aufgekommen war, musste ich zu meinem Leidwesen einsehen, das Stein kein sehr nachgiebiges Material war!

Ich lugte nun um die Ecke und besah mir das Chaos vor mir, das einsetzte nachdem wir jetzt mit geordneter Gegenwehr zu rechen hatten! Gott sei Dank, für die Bewohner dieser Ortschaft, konnte ich nur denken!

Ich konnte beobachten wie sich die Lestranges und Draco ein wahrhaft denkwürdiges Duell mit einer Gruppe Auroren lieferten, dabei war ihre Geschwindigkeit atemberaubend. Es blitzen die hellen und bunten Flüche in einem wahren Farbenmeer auf und erhellten die Dunkelheit, das Tempo war unvorstellbar rasant und sie schenken sich nichts.

Draco wirbelte gekonnt über die Straße und schicke einen „avada“ nach dem anderen auf die Gegner und war in seinen Bewegungen zum Ausweichen immer schneller und geschmeidiger als die behäbig wirkenden Auroern. Da ging gerade eine der Auroren Tod zu Boden, als Dracos „avada“ in ihren Körper einschlug, schaffte er es auch ohne Skrupel den nächsten sofort zu töten, als dieser geschockt innehielt, so konnte ich an Draco kein Zögern oder überlegen erkennen, ähnlich mir, wenn ich kämpfte erfüllte er seine Pflicht als DeathEater wahrlich würdevoll!

Während wie es jetzt schien auch noch der Orden zu Hilfe geeilt kam, denn ich konnte nun Moody mit seinem Holzbein erkennen, der sich bedenkenlos ins Schlachtgetümmel warf und wie er es nach kurzer Zeit schaffte Rudolphus nach einem beeindruckenden Duell mit einem eher schwarzmagischen Schnittfluch die Seite aufzureißen.

Wow, das war ein fieser Spruch gewesen und nicht ohne, der Schnitt, oder Riss sah wirklich böse aus, er blutete wie ein angestochenes Schwein und dann eilte Draco auch schon zu ihm und apparierte sie umgehend und sie ließ ihre beiden Mitstreiter eiskalt alleine zurück, damit hatten wie es schien aber Rabastan und Bellatrix gerechnet, da sie kommentarlos weiter kämpften. Jetzt war es für Draco eh Zeit gewesen zurückzukehren, sodass er Lucius Bericht erstatten konnte, muss ich sagen, dass ich erleichtert war Draco wohlbehalten und unverletzt in Sicherheit zu wissen.

Nun schlug wieder ein rotblitzender Fluch grollend über meinem Kopf ein und holte mich in die Realität zurück. Ich hatte mir schnell ein weiteres Schutzschild beschworen als mir der Putz der getroffenen Wand auf die Kapuze rieselte. Umgehend zog ich mich weiter in den Schatten und aus der Schusslinie zurück, wollte ich mich bedeckt halten, da ich nun alleine war, als ich in meinen Augenwinkel etwas bemerkte und aufblickte. Ich erkannte wie dort eine Familie in einiger Entfernung zu mir hinter einem alten, windschiefen Schuppen Schutz gesucht hatte und der Wald, den sie wohl auf ihrer Flucht ansteuern wollten, nicht wirklich fern war, als ich bemerkte, das auch ein weiterer, gesichtsloser DeathEater sie zu ihrem Pech entdeckt hatte.

Er hatte bemerkt, dass sich dort etwas versuchte zu versteckten, was es zu jagen galt, doch da stockte ich erschrocken und aufgrund der irre langen, glatten und tiefschwarzen Haare erkannte ich die Patilzwilliinge zu meinem totalen Entsetzten.

So gingen mir die Augen über und mein Mund klappte auf, denn ich hatte nicht gewusst, dass sie hier in Kingswear lebten! Aber nun sah ich auch ihre Mutter an die sich ein kleiner vielleicht fünfjähriger Junge ängstlich, verschüchtert und furchtsam krallte und ihren Vater, der seine Frau beschützend in den Armen hielt. Sie klammerten sich verzweifelte aneinander, als sich nun ein Fluch aus dem Zauberstab des sich nähernden DeathEater löste.

Padma agierte genauso reaktionsschnell, agil und erstaunlich gut wie Parvati, sodass sie beide es noch gerade rechtzeitig bemerkte, das sie angegriffen wurden und zusammen zogen sie ihre Schutzschilde und eröffneten übergangslos das Feuer, nachdem sie entdeckt worden waren. Sie gaben ihr Versteck auf, das keines mehr war und zeigten nun effektiv, dass sich die DA durchaus rechnete und die Schüler auf den Krieg vorbereitete und sie sich zu verteidigen wussten.

Es zeigte sich auch das die beiden ein gut eingespieltes Team waren und ich bemerkte durchaus, dass die Eltern leicht verstört auf ihre sich wehrenden und kämpfenden Kinder starrten, die mit „stupor“, „petrificus“, und, und, und wild um sich warfen und sogar Erfolg hatten und den sich nährenden Feind mit mehreren Zaubern trafen, auf das er endlich getroffen bewegungslos zusammensackte.

Aber dann kam schon Nott scharf um eine Ecke angerannt und feuerte in Sekundenschnelle einen „avada“, dem Padma nur mit viel Glück gerade ebenso entkam, da sie sich jäh und haarscharf und sehr reaktionsschnell auf den Boden warf und einige ihrer wunderschönen langen Haare ließ, weil der Fluch nur noch ihre Spitzen traf und diese effektvoll von ihrem Resthaar trennte.

Die Zwillinge schlugen sich erstaunlich wacker im Kampf. Sie wirkten verbissen und sahen in ihren verdreckten, zerrissenen Pyjamas alles in allem zwar sehr armselig aus, aber die Mädchen zeigten, dass sie nicht bereit waren kampflos aufzugeben, was richtig war, denn sie hätten kein zu Mitleid erwarten gehabt, sondern nur den Tod.

Jetzt kreischten alle Familienmitglieder panisch auf, als der giftgrüne Strahl in den Boden einschlug und die Erde aufwarf und gaben nun ihren Schutz endgültig auf, rannten schnell und in wilder Panik auf den dichten Wald zu, nur die Zwillinge deckten in einer schrecklichen, einigen Zusammengehörigkeit, ihrem Bruder und ihren Eltern den Rücken auf der Flucht und wichen immer wieder den grünen und lilanen Zaubern von Nott geschickt, aber auch knapp aus.

Dabei liefen, wie ich erkannte, Parvati die Tränen in Strömen über das verdreckte Gesicht, weil ihre Kondition schwächer zu werden schien, aber sie wehrten sich durchaus, doch ihre, wie ich fand, fehlgeleiteten Skrupel hielten sie davon ab den „avada“ zu verwenden. Als Parvati mit ihrem nackten Fuß an einer Wurzel hängen blieb und schmerzhaft kreischend zu Boden stützte, schien es als wären sie verloren und daher entschied ich, ich musste eingreifen.

Ich verließ meine Deckung hinter einem buschigen Strauch, der mir ein gutes Versteck geboten hatten und zögerte nicht, schockte Nott mit einem „stupor“ in den Rücken, wissend dass auch ein Auror es hätte tun können, traf ihn der rote Strahl, der in ausknockte!

Parvati nahm gar nicht wahr was geschah als sie sich hektisch und panisch, mit dem Rücken zum Kampfgesehen aufrappelte und kopflos auf den Wald zu hechtete. So bemerkte sie den Fall Notts gar nicht, was man von Padma nicht behaupten konnte, da ihr Fluch auf mich zuhielt und ich diesem nur entging indem ich mich noch gerade so rechtzeitig duckte.

Aber er schaffte es noch den Zipfel meiner Kapuze zu erwischen und das sorgte dafür, dass es mir die Mütze vom Kopf riss und man, wenn man wollte, mein hochgestecktes, braunes Haar erkennen konnte.

Sie heilt ihren Stab angriffsbereit erhoben und machte mich nun hinter dem fallenden Nott aus und blickte mir mit ihren fast schwarzen, dunklen Augen direkt in meine, die gut durch die Maske zu erkennen waren. Es war als würden sich unsere Blicke ineinander verhaken als wir uns unbewegt gegenüberstanden, dann zögerte sie ihren Angriff fortzusetzen und ihr Mund war weit aufgeklappt, ihr Gesichtsausdruck ein einziges Fragezeichen, da sie in mir sehr wohl einen DeathEater wahrnahm, aber auch eine junge Frau, die dazu noch einen Kameraden für sie geschockt hatte.

Viele Fragen huschten über ihr dreckiges und sehr blasses Gesicht!

Aber als sie den Blickkontakt mit mir weiter wie unter Zwang hielt, dachte ich auf die Entfernung so etwas wie ein erstauntes, ungläubiges Blitzen in ihren Augen erkennen zu können, das aber auch genauso schnell wieder verschwand wie sie auch selbst die prompte Erkenntnis traf, dass sie sich schnell aufmachen und abhauen sollte. Denn da feuerte ich auch schon unverzüglich auf sie los und traf die Bäume absichtlich am Waldrand, während das Holz der Rinde absplitterte und sie gehetzt im dichten, stockdunklen Wald in Sicherheit war und auf Nimmerwiedersehen verschwand!

Ich fragte mich, ob es sein könnte, dass Padma mich, Hermione, erkannt haben könnte, aber nein, ich war zu gut getarnt… aber Padma war ein schlaues Mädchen, das auch noch wie es schien zwischen den Stühlen saß, schließlich liebte sie doch Gyole! Ich war mir sicher wirklich erkannt hatte sie mich bestimmt nicht, aber ein gewisses Gefühl des Wiedererkennens schien sie gehabt zu haben!

Ich wirbelte herum, baute einen neuen Schutzschild auf und löste schnell im Vorbeigehen mit einem „enervate“ den Fluch von Nott und musste auch schon flink zur Seite hechten, als mich fast ein neuer Fluch traf und mein Schild gerade noch so goldgelb leuchtend hielt, nur um dann flackernd in sich zusammenzubrechen.

Jetztbegann mein Duell, da ein junger Auror sich mir in seinem roten Mantel entgegenstellte, somit warf er sich eifrig mit mir ins Gefecht und hatte leider das Pech, das ich unter der Aufmerksamkeit des nun wieder erwachten Nott stand und dieser alles vom Boden aus interessiert beobachtete.

Ich rollte mich ab und an ab, oder wirbelte wie gerade jetzt durch die Luft und schoss Fluch auf Fluch ab, aber leider traf er mich wie auch ich ihn ab und an. Zum Glück hielten die eingewebten Zauber in meinem Gewand recht gut, aber mittlerweile sah es etwas angegriffen aus und rauchte an der ein oder anderen Stelle.

Aber mein Körper war bisher relativ unversehrt, bis auf meine schmerzende Schulter, die ich dank dem Bodenkontakt immer wieder schmerzlich spürte. Ich war wirklich erstaunt wie gut der junge Mann war, schließlich warf er sich mit Feuereifer ins Gefecht, aber ich wusste, spielen durfte ich nicht mehr, da Nott ungeduldig wurde und die sich nährenden Rufe immer lauter wurden.

Als ich sah wie ein schwarzhäutiger, sehr großer Mann auf uns zuhielt um den jungen Auror zu unterstützten und ich Shacklebolt erkannte, wurde es erst recht eng, denn nun begann auch Nott, der sich bisher vornehm zurückgehalten hatte, auf die Beine zu kommen und sich dem dunklen Auror und Ordensmitglied entgegen zu stellen.

Jetzt entbrannte auch hier ein sehenswerter Schlagabtausch, denn offenbar waren sich die beiden Kontrahenten sehr ebenbürtig in ihrem Können nur das Nott im Gegensatz zu Shacklebolt skrupellos war und ich sah schwarz für den Bodyguard des Ministers. Ich wusste, ich musste etwas tun als beide mehr oder weniger gleichzeitig aufschrien, weil ihre gegenseitigen Flüche ihr Ziel trafen und sie sich aufschnitten, aber nicht genug um nicht weiter zu kämpfen, doch leider hatte auch noch meinen Gegner, sodass das ich nicht nur Zuschauer war.

Ich bemerkte das ich schnellstens handeln musste, wir hatten nun zu Ende gespielt und als der junge Mann gerade dachte er hätte mich erneut getroffen, warf ich mich dramatisch und sehr wohlkalkuliert zu Boden, zielte ich mit dem Zauberstab unter meinem Arm hindurch auf ihn und aus der Rolle vorwärts heraus, feuerte ich den Todesfluch ab.

Ich sah, als er gerade sein langes, rotblondes Haar selbstgefällig aus dem Gesicht pustete, wie ihm die Erkenntnis kam das er dem Fluch nicht mehr würde ausweichen können, wie ihm die schockierende Einsicht kam, das er sterben würde! Als der grüne Strahl schon treffsicher in seiner Brust einschlug und er tot zusammensackte, tat es mir mal wieder unendlich leid, dass ich mich gezwungen sah unter den Augen eines Mitgliedes des Inneren Kreises keine Gnade zeigen zu können.

Ich zog noch in der vorwärts Rolle Draco´s Stiefeldolch, der an meinem rechten Stiefel befestigt war und während mein Gegner gerade getroffen zu Boden ging, zielte ich schon auf den nächsten und nützte meinen Schwung um dann den kleine Dolch durch die Luft zu schleudern, ähnlich wie damals, als wir den Nogschwanz im Wald gejagt hatten. Der durch die Luft sirrende Dolch traf sein Ziel im Rücken, das nun aufjaulend, getroffen zu Boden ging.

Schnell kam ich hoch und eilte auf den Mann zu und konnte sehen wie mir Nott einen aufgebrachten Blick schenkte, da ich ihn seines Kontrahenten beraubt hatte, dann lief ich auf ihn zu und zog schnell den Dolch rücksichtslos aus dem Rücken von Shacklebolt. Ich hörte trotz des Krach das schmatzende Geräusch als ich den Schaft aus dem Fleisch zog und hastete weiter, dann nickte ich Nott befehlend zu, das wir apparieren sollten und auch wenn er schon länger ein Mitglied des Inneren Kreises war als ich, stand doch meine Autorität gerade nicht zur Debatte.

Ich war ich mir sicher, das nach heute Nacht das Gesetzt gekippt werden würde wonach kein „avada“ von den Auroren eingesetzt werden durfte, denn sie waren chancenlos ohne diese Option gegen uns skrupellose Monster. Ich sah mit einem schnellen, schweifenden Blick über die unheimliche, schwelende Feuerszenerie, dass viele Dorfbewohner, aber auch viele Auroren tot am Boden lagen. Als ich Notts Blick wieder bemerkte, beschied ich ihm mit einem weiteren, endgültigen Nicken zu apparieren, offenbar hatte er auf mich gewartet, aber nun lichteten sich unsere Reihen, da die Kämpfe mehr und mehr ins Stocken gerieten.

Als ich vor der Höhle ankam, empfing mich schon das lautstarke weh Geheul der Verwundeten, die gerade von ihren Kameraden aufrecht, unsanft, zum Teil auf recht brutale Art und Weise zusammengeflickt wurden. Mir glitt ein süffisantes Lächeln über die Lippen, als ich daran dachte, dass ich Shacklebolt gerettet hatte, ja ich hatte ihn absichtlich verletzt, aber die Klinge des Dolch´s war dünn und jetzt nicht so lang.

Wenn ich sein Gewand mit einrechnete, dürfte ich nicht mal seine Lunge durchbohrt haben, vielleiht nur angekratzt, was im St.Mungos leicht und schnell zu heilen war. Mir hatte Notts freudiger Blick verraten, dass er gleich den Todesfluch benützen würde und ein Instinkt hatte mir gesagt, er hätte getroffen und nun, der dunkelhäutige und kahle Auror war ein Ordensmitglied, also ein großer Verlust und somit hatte ich mal wieder eine schnelle Entscheidung getroffen und eilig gehandelt.

Der Anblick der meisten war erschreckend, denn wie es schien hatten die Auroren und der Orden einiges angerichtet und sich erstaunlich wenig zurückgehalten in der Auswahl der Flüche, nur das unsere Gegner jetzt Tod waren, da wir keine Überlegungen an deren überleben verschwendeten.

Ich konnte nicht bestreiten, dass ich angefressen war, nicht nur, das wir beinah die Patils verloren hätten und ich noch einen jungen, guten Auroren ins Jenseits befördert hatte, das war unnötig und auch noch Shacklebolt zu verletzten…..und dann auch noch diese absolut gruselige Tat von Greyback. Der Horrer der anderen DeathEater und ihre sehr einfallsreichen Arten des Mordens und des Folterns, all das brachte mich dazu, dies hier alles widerlich und abstoßend zu finden, wenngleich ich keine Sekunde gezögert hatte.

Ich sah nun einen aus einer Kopfwunde stark blutenden Greengrass, der erschöpft auf dem Boden saß, als ich auch schon bei ihm war.

„Greengrass, zu kotzen während eines Jobs ist absolut…inakzeptabel, was denkst du dir würde der Lord dazu sagen, wenn er erfährt, dass ein Gefolgsmann von ihm wie ein kleines Mädchen bricht! Wie erbärmlich!!!!!!“, zischte ich ihm verächtlich entgegen und Gibbon und Pyrites sahen abschätzig auf den gekrümmten Mann hinab, der sichtlich zusammenzuckte als ich ihn zur Sau machte.

Scabior trat mit einer, in ein ehemals weißes, nun rosarotes Baumwolltuch gewickelten, blutenden Hand zu uns, beugte sich zu mir und sagte jovial:

„Wir sind komplett, der Trupp ist minimal verletzt, Gibbon hat sich den Knöchel gestaucht, ist schon gerichtet!“, meinte er da informativ und ich hob ihm mein noch immer maskiertes Gesicht entgegen.

„Und du?“, harkte er nach, dann glitt sein Blick sehr intensiv über meinen Leib, aber ich schüttelte nur den Kopf und erwiderte:

„Und DU?“, mit hinweisender Geste auf seine lädierte Hand.

„Arch,….nicht der Rede wert, ein Fluch ging direkt durch meine Hand, ein rundes, schönes Loch, ist aber nicht meine Zauberstabhand, also alles locker, hab schon einen Trank genommen!“, wedelte er mit seiner eingewickelten Hand kaltschnäuzig durch die Gegend und wirkte sehr lässig und relaxt.

Dann stand dann auf einmal Severus zu meiner Überraschung in der Mitte, er war wieder als der Letzte zurückgekehrt, so wie damals als er schwerverletzt nach Hogwarts zurückgekehrt war von seinem Angriff auf die Winkelgasse!

Er nahm seine Führungsposition wahrhaftig ernst und stand nun wie ein Dämon schwarzgewandet mit seiner dunklen grünen Maske im Schein der Lagerfeuer unter freiem Himmel in der Mitte und starrte kalt auf seine Leute nieder und meinte dann durchdringend:

„Wir haben leider Verluste zu vermelden……5 Tote, 7 Gefangene und 2 Schwerverletzte, die zurückgelassen wurden! Wir lassen unsere Leute nicht zurück!!!!“, wütete er und alle erstarrten unter seiner eiskalten Wut. „Was steht hier an?“, fragte er nur erzwungen ruhig und Crabbe löste sich tapfer aus der Gruppe und ging zaghaft auf Severus zu.

„Noch weiter 4 Tote und 7 Schwerverletzte, desweitern 8 leicht Verletzte!“, legte er emotionslos seinen Bericht ab.

Hermiones Sicht ende

Severus Sicht

Himmel Herrgott nochmal, warum ließ sich der Orden, wenn ich ihn schon mal informierte, derart viel Zeit?

Konnte mir das mal einer erklären? Nein, mit Sicherheit, das war nicht erklärbar, was war an 22:30 Uhr falsch zu verstehen? Genau, gar nichts, absolut nichts, alles Dilettanten und unfähige Idioten! Ich tat mit derart unendlich Leid, dass ich den pochenden Schmerz hinter meinen Schläfen unangenehm fühlte.

Bis endlich der Orden und das Ministerium gemütlich anrückten, hatten unsere Kompanien fast das ganze Dorf dem Erdboden gleichgemacht, der Perversionen der DeathEater waren keine Grenzen gesetzt. Es war wie gewohnt ekelerregend, aber da ich es gewohnt war, fand ich es erträglich, zu inspirierend was sich einige einfallen ließen um zu morden, wenn diese Idioten sonst so erfinderisch wären, könnten sie sogar etwas erreichen, aber leider….nein, dafür reichte dann das Hirn nicht aus! Troff mein Sarkasmus in meinen Gedanken aus jeder Pore.

Ich behielt meine allessehenden Augen über dem ganzen blutigen Geschehen und achtete darauf das der Auftrag zur Zufriedenheit ausgeführt wurde und erst als ich Greyback bemerkte, der sich genüsslich einen kleinen Snack verabreichte, dachte ich, das ich nicht richtig sah?

Jetzt war doch nicht die rechte Zeit für einen Appetithappen!?

Aber da durfte ich schon zusehen wie das BIEST mit harter Hand durchgriff und Greyback mit einem Crutio zur Räson zwang .Ihr Crutio war erstaunlich, denn ich hatte schon Zauberer gesehen, die diesen Fluch auf Werwesen warfen und diese hatten dann lachend dagestanden!

Man musste nicht nur den Willen haben den Fluch bei einem Werwolf zu wirken, sondern auch die magische Macht und Kraft, damit der Zauber hier seine volle, teuflische Wirkung entfachte. Dass sie es zustande brachte das sich Greyback vor ihr auf den Boden wandt, war schon eine Leistung der man Respekt zollen musste, schließlich schafften das sonst nur Draco, Ich, Lucius oder der Lord und Bellatrix, wollte ich dieser Verrückten zugestehen, dass sie diesen Fluch meisterlich beherrscht, um auch bei Greyback eine Reaktion zu erzielen.

Also Respekt, dass das Biest auch dies schaffte und als sie den Fluch aufhob und Greyback ohne sichtbares Zeichen des Leidens auf sie zuschritt, in seiner dreckigen, besudelten Pracht und wuchtigen Größe, blieb sie einer Statue gleich stehen. Sie rührte und bewegte sich nicht, sie beeindruckte Scabior sichtbar, da dieser unbewusst zwei Schritte zurücktrat, in abstoßender Furcht vor dem Werwolf, aber sie stand unbewegt da, diese gut fast zwei Kopf kleinere Person vor dem riesigen, magischen Mischwesen.

Sie standen sich gegenüber und sie starrte ihn finster an, um ihn dann scharf zurechtzuweisen mit Worten die Ihresgleichen suchten, indem sie ihm nicht das Fressen an sich verbot, sondern das wann er es tat. Das schien selbst Greyback die Wut zu nehmen, oder aber seine Gedanken lichteten sich soweit, sodass das Tier wieder in den Hintergrund trat und der menschliche Verstand an die Oberfläche drängte und er erstaunte mich, denn er folgte ihrem Befehl, er wandte als erster den Blick ab, das war….. erstaunlich……fast eine tierische Unterwerfung….das Biest war inspirierend!

Es zog sich das endlose Treiben des Mordens und seit Greyback auch des Schlachtens zäh dahin und auch als die Verstärkung kam, waren wir dank des Avadas klar im Vorteil. Dann richtete ich meine Aufmerksamkeit erneut auf Hermione und ihr Treffen mit den Patils, nicht schlecht die Mädchen gar nicht mal schlecht!

Ich hielt mich mit Zaubern verborgen und war ein stiller Beobachter, endlich schien Potter mal was richtig zu machen, auch wenn sie zu viele Skrupel hatten um gegen einen Nott zu bestehen, der absolut eiskalt war, griff das Biest für die Patils in den Kampf ein und ich dachte fast ich müsste brechen, sie half ihnen tatsächlich und achtete nicht darauf wer es beobachten könnte, dabei reichte es ja völlig, dass ich es sah!

Darüber stieg Wut in mir hoch wegen ihres Versäumnisses, wie konnte sie dermaßen unbedacht handeln?

Als wir vor der Höhle ankamen und ich die Informationen über die Verluste erhielt, blickte ich mich um und besah mir alles emotionslos unter meiner Maske. Himmel, alles wehleidige Idioten, dachte ich schon wieder verächtlich und bemerkte sie und ihre Männer. Alle von ihrem Trupp wirkten mehr oder weniger heile, sie sah auch noch sehr gut aus, offenbar hatte nur ihre Kleidung einige Risse aufzuweisen, sonst nichts, nicht wirklich viel Blut und in einiger Entfernung saßen die Wölfe und sahen derart blutbesudelt aus, als hätten sie sich in dieser Flüssigkeit gewälzt oder gebadet, halt eben wie die Schweine gesuhlt, rümpfte ich angeekelt die Nase!

Als ich alles geschäftig angewiesen und veranlasst hatte, übertrug ich den Rest an Crabbe und Goyle, legte die Aufgabe in ihre Hände. Also trat ich zum BIEST, die bei dieser rotsträhnigen Tunte stand und packte sie grob am Oberarm und apparierte umgehend unter den skeptischen Blicken der DetahEater!

Wir kamen im leeren Entree im Manor an und bevor sie sich versah, stieß ich sie in einen von der Familie eher unbenützten, kleinen Salon zu meiner rechten und schlug die Tür hinter uns bestimmt zu. Ich war, um es gelinde gesagt auszudrücken, aufgebracht. Sie, dieses sonst eiskalte Biest, was dachte sie sich dabei derart unvorsichtig zu sein?

Ich war wütend, erregt und sie ließ gerade ihre Maske mit einem Wisch verschwinde, wie auch ich es tat und sah mich nun fragend und überrumpelt wirkend an, nachdem sie mehr oder weniger hier hereingestolpert war.

„WAS fällt dir ein?“, zischte ich böse mit trügerisch, leiser Stimme los.

„Wie meinen?“, gingen ihre beiden schmalen Augenbrauen in die Höhe.

„Ich meine, was dein Weltenretter komplex soll? Reicht nicht, das Potter diesen wenn immer auslebt!“, giftete ich aufgebracht und trat auf sie langsam und bedrohlich zu.

„WAS….?“, wollte sie mir doof kommen, aber mit einer brüsken Handbewegung brachte ich sie zum Schweigen.

„Ich rede von den Patils!“, antworte ich seidig weich und konnte genießen wie sich ihre Pupillen weiteten, als sie sichtlich schwer schluckte, schnaubte ich befriedigt auf, das sie scheinbar durchaus erkannte was es bedeutete, wenn ich es bemerkt hatte.

„Ich…ich…!“, stotterte sie geschockt.

„Ja, auf die Ausrede bin ich gespannt! Stell dir vor, wenn ich es bemerkt habe, was würde passieren wenn es die Lestranges gesehen hätten?“, versuchte ich gar nicht meine Häme zu verstecken und verspritzte mein böses Gift.

„Ich habe aufgepasst!“, begehrte sie harsch auf und wich keinen Deut vor mir zurück. Ich konnte sogar beobachten wie sie sich zu ihren stolzen 163 Zentimetern aufraffte, wie sich ihre Muskeln reckten und streckten, um den letzten, effizienten Millimeter aus ihrem Körper rauszuholen, dann stand sie mir nun stolz gegenüber und hob auch noch ihren Kopf nach oben, um sich besonders groß zu machen.

Ihr Blick bohrte sich in meine schwarz eingepackte Brust, an sich süß, war das der erste Gedanke, der mir doch durch den Kopf schoss und ich das Bild vor Augen hatte, als sie sich mit dieser Winzigkeit von einer Person dem zwei Meter Hünen Greyback entgegen gestellt hatte, der auch noch um einiges Größer war als ich. Aber als sie nun den Kopf in den Nacken legte, damit sie mir fest von Aug zu Aug ins Angesicht blicken konnte, verstand ich, warum das zurückweichen und aufgeben des Werwolfes nachzuvollziehen war und absolut nicht lächerlich erschien, trotz des frappanten Größenunterschiedes!

Ihr Blick war gefährlich, kalt und unberechenbar, würde ich zwar anders als Greyback gewiss nicht zurückweichen, denn ich war ebenso gefährlich wie sie, das zeigte sich auch in meinem Blick. Nichts was sie getan hatte, hatte ich nicht auch schon einmal getan, selbst das Spiel mit den Toten, vielleicht nicht in aller Konsequenz, aber ich konnte es und das war das wichtigste zu wissen!

„Severus, ich habe das nicht nur aus Menschlichkeit getan….wobei man sich fragen kann, wo die bis dahin war, aber Draco schützt seine Slytherins und Gregory Goyle ist sein Mann und das zu hundert Prozent! Das weiß ich seit dem er von den Wölfen verletzt wurde! Goyle ist mit Padma Patil zusammen, damit fällt sie unter Dracos Schutz…..was denkst du würde passieren wenn Dracos Schutz in Slytherin nichts mehr wert wäre? Genau…das wäre nicht gut, ganz nebenbei schützt Draco auch meine Leute, ich gebe nur seine Freundlichkeit eins zu eins zurück!“, erklärte sie mir mit unbewegter, emotionsloser Stimme und ich lauschte angestrengt und konnte ihre Argumente nicht ganz von der Hand weißen, wie ich zu meinem großen Missfallen erkannte.

„Dann musst du vorsichtiger sein, ohne meinen Verwirrzauber hätte durchaus jemand anderem auffallen können was du dort tust!“, musste ich das letzte Wort haben als ich sie mit einem sarkastischen Heben der Mundwinkel belohnte.

„Dieses Versäumnis von mir wird nicht wieder vorkommen! Entschuldige, ich war unvorsichtig und das ist unverzeihlich! Ich werde aus diesem Fehler meine Lehren ziehen!.....Ich denke, sie ahnt etwas, meine Kapuze ist mir vom Kopf gerutscht und sie hat mir derart bohrend in die Augen gesehen!“, hatte dieses Biest vor mir eine gewisse Größe, da sie ihre Fehler eingestand und bereit war zu lernen!

„Denkst du sie wird etwas von ihren Vermutungen äußern?“, fragte ich besorgt nach.

„Mhm….wenn wohl nur Goyle gegenüber und der weiß, wer ich bin!“, knabberte sie überlegend an ihrer Unterlippe.

„Wenn sie die Freundin eines Slytherins ist, wird sie schweigen! Gerade Frauen, die bereit sind mit uns eine Beziehung einzugehen, reden nicht besonders viel, sonst würde es nicht funktionieren!“, wies ich sie auf das Offensichtliche hin.

„Wohl wahr, aber Parvati scheint das alles nicht recht zu sein!“, warf das Biest überlegend ein.

„Was ich auf den Ball sehen konnte, ist ihr die Meinung ihrer Schwester egal!“, kam es hochtrabend von mir.

„Mhm….habe ich dir das erzählt, auf der Halloweenparty hat sie mit Crabbe getanzt! Ist das zu fassen, aber sie hat es vergessen, sie hat gelogen!“, erzählte sie mir und ich blinzelte ganz kurz, die beiden Schwestern waren ja amüsant, das hätte ich nicht erwartet, aber nun der Löwe schien mehr gegen seine Gefühle zu kämpfen als der Rabe!

„Zu amüsant, aber Goyle wird dafür sorgen, dass seine Freundin unliebsame Fragen nicht stellen wird!“, wusste ich selbstgefällig von mir zu geben, da ich davon überzeugt war!

Während sie weiterhin solcherart zu mir aufstarrte, ärgerte ich mich immer noch ein wenig über ihre Unvorsichtigkeit und da machte ich einfach wonach mir gerade der Sinn stand, packte plötzlich unsanft in ihr hochgebundenes Haar und knurrte auf, als ich schon meine Lippen begehrlich auf ihre presste.

Denn es war immer erregend sie in Aktion zu beobachten, als sie den wirklich guten Auror dann doch eiskalt ermordete und im selben Moment Shacklebolt das Messer in den Rücken bohrte, sodass er zusammenbrach und ihn aber somit vor einem Avada von Nott rettete, war ich doch wieder stolz auf sie gewesen, denn nun hatte dieser eine reelle Chance zu überleben.

Meine Lust kochte unweigerlich hoch und sie erwiderte meinen harten Kuss mit gleicher Intensität, worauf ich sie gierig zur Tür drängte und dagegen drückte, doch sie hisste schmerzhaft auf als ihr Körper mit dem Holz Bekanntschaft machte und ich löste meinen heißen Zungenkuss und blickte sie mit demselben lustverhangenen Blick an wie sie mich aus ihren whiskeybraunen Augen.

„Was?“, knurrte ich ungeduldig, wollte mich nicht wirklich in meiner Lust bremsen, aber da schüttelte sie nur bestimmt den Kopf und zog meinen Kopf wieder zu sich runter, wie es schien war es nicht so schlimm deshalb war es mir gleich und so drängte ich mich jetzt noch härter an sie. Ich presste meinen erregten Leib dicht an ihren, und als ich dachte den Verstand zu verlieren, wenn ich sie nicht sofort nahm, da ploppte es:

„SIR….“, piepste es in meinem Rücken und ich unterbrach nicht meinen Kuss, oder die Wanderschaft meiner Hände, die ihre Seiten entlangstrichen und das Leder entlangfuhren, in das ihr Körper leider noch verpackt war, als ich ungeduldig knurrte.

„Mr. Malfoy meinte, sobald sie zuhause wären, begeben sich die drei Herren zu ihrem Lord!“, beachtete ich dieses lästige Wesen nicht länger, denn sie tat es auch nicht und war mehr als willig, aber Lucius war eine Plage sondergleichen, als würde der Lord weglaufen?

Der mit Sicherheit nicht! Das Biest schon, aber so ein verdammter Mist, hätte ich sie nach Prince House entführen sollen! Da würde Mr. Langhaar mir nicht schon wieder in die Parade fahren, hatte ich nicht schwer für diesen bescheuerten Auftrag gearbeitet und mir etwas Vergnügen dadurch mehr als redlich verdient?

Aber nein, diese Nervensäge versagte mir gefährlich ignorant meinen Lohn und so löste ich mich mit einer unterirdischen Laune unwirsch von ihr und ihrem weichen, sinnlichen, vergnügen versprechenden Körper, blickte auf ihre roten, geschwollenen und glänzenden Lippen und ärgerte mich königlich, als ich sie mit einem ergebenen Seufzer an der Hand faste und geschmeidig von der Tür zog, um aus dieser mit einem letzten glühenden und sehr unbefriedigten Blick zu entschwinden.

Ich musste mich dem Lord stellen, Lucius würde ich schon noch meine Laune zeigen, ein Glas würde mit großer Wahrscheinlichkeit heute daran glauben müssen, dieser „eifersüchtige“ Gockel!

Severus Sicht Ende

Hermiones Sicht
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BeitragThema: Re: Kapitel 219-220   Kapitel 219-220 EmptyDo Feb 09, 2012 6:59 am

220. Kapitel Ferienende

Hermiones Sicht

Während Severus mit einer gefährlich explosiven Laune ging um mit Lucius und Draco zum Lord aufzubrechen, damit er einen vollständigen Bericht abliefern konnte, blieb ich alleine zurück. Aber unter Anbetracht was wir in Kingswear für eine Verwüstung angerichtet hatten, standen die Verluste noch relativ im Gleichklang zum Gewinn, der Kosten nutzen Rechnung!

Ich verspürte ein ungestilltes Verlangen nachdem uns Lucius, wie gewöhnlich, unterbrochen hatte und so verzog ich mich schnellstens unter eine eher kochend heiße Dusche um meine Gedanken zu ertränken und um mir den Dreck, Schmutz und auch das Blut abzuwaschen, aber auch um den Gestank nach Ruß, Rauch oder auch die Asche aus meinem Haar loszuwerden!

Aber vor allem versuchte ich mich von der Schuld reinzuwaschen, die ich mir aber Verbot groß zuzulassen und so rauschte das brühende und dampfende Nass derart trommelnd auf mein Hirn das dieses nicht die Möglichkeit hatte zu denken. Ich genoss einfach nur wie die dicken Wassertropfen meine lädierte Schulter massierten, denn als Severus mich grob und unsanft an die Tür gedrückt hatte, war ein scharfer, stechender Schmerz durch mich geschossen, aber die Lust auf mehr von Severus hatte den Schmerz relativ gering ausfallen lassen, es war nicht so als würde ich dran sterben und deshalb hatte ich auch weitermachen wollen…schade und so massierte ich mein lädiertes Schulterblatt und bewegte es stöhnend in Kreisen hin und her.

Als ich aus der entspannenden Dusche kam und im Ankleidezimmer das Handtuch neugierig von meinem Leib zog und mich wieder betrachtete, sah er anders aus als am Anfang, denn nun blickte ich nicht mehr auf eine kämpferische Frau in schwarzem Leder, sondern ich sah einen geschundenen Leib, der in allen Regenbogenfarben leuchtend erstrahlte.

Ich hatte trotz der Schutzzauber den ein oder anderen Kratzer oder blauen Fleck abbekommen und als ich meinem Spiegelbild den Rücken zuwandte, sah ich das dunkelblau und violett angelaufene Schulterblatt. Ich fühlte auch, dass sich die Stauchung bis zu meinem Ellenbogen hinab zog, der in einem satten Grün erstrahlte. Ja, das tat weh, aber wofür war ich eine Hexe.

Als ich zu meinem Zauberstab griff und mich ansatzweise heilte, verzog ich bei dieser ziependen Angelegenheit das Gesicht zu einer gestraften Grimasse und ich fragte mich echt, warum alles immer mit Schmerz verbunden sein musste?

Jetzt musste ich dann noch die Salben aufzutragen, damit ich morgen wieder wie neu sein würde. Magie war schon eine tolle Erfindung und ich war froh kein Muggel zu sein. Jetzt zog ich mir zum Schluss einen weichen, dunkelgrauen Samtanzug an. Auf dem Weg durch mein Schlafzimmer nahm ich noch im Vorbeigehen einen Heiltrank, da uns morgen der HogwartsExpress ins Schloss bringen würde und da musste ich über Nacht vollständig genesen und so war ich nicht eitel und nahm alle Mittel die mir zur Verfügung standen und mir damit halfen mich zu regenerieren.

Schließlich saß ich etwas verloren auf meiner Couch und hatte mich an die Lehne gekuschelt. blickte dabei in die hochzüngelnden, rotgoldenen Flammen in meinem filigranen Kamin, während ich die von den Hauselfen gelieferte Tasse heißen Kakao mit Rum, oder sollte ich eher sagen, Rum mit einen Schuss Kakao…..wärmend in den klammen Händen hielt.

Langsam verbreitete der dampfende Kakao seinen süßlichen, herben Geruch und ich führte ihn nun an den Mund und schnupperte erst genießend bevor ich hungrig trank und es mir heiß, wärmend den Gaumen hinab lief und ich dabei selbstvergessen die Augen schloss. Der Kakao vertrieb den sauren Geschmack, der bei den blutrünstigen Bildern in meinem Geist immer wieder aus meinem Magen hochkroch.

Ich trank schnell, damit sich diese trügerische Leere in meinem Magen mit dem heißen Getränk anfüllte, vermittelte es mir ein behagliches Gefühl, trotzdem zog ich auf einmal wieder fröstelnd meine Knie hoch, nah an meine Brust, um mein Gesicht darin zu vergraben, da mir die Flammen immer wieder das brennende Dorf zu lebhaftes ins Gedächtnis riefen.

Wiederholt zog mir eine Gänsehaut auf und ich verstand nicht warum keine Tränen kamen oder sonst irgend eine Regung von mir die zeigte, das ich noch menschlich war, ich noch fühlen konnte, nachdem was ich mal wieder Neues gesehen hatte, denn ehrlich, an Grauen war es wieder eine neue Grenze, die von mir übertreten worden war.

Selbst wenn ich mal beim Rudel war und diese ganzen angenagten Konchen rumliegen sah, oder wie sie das Fleisch von den Knochen zogen und rissen, hatte ich mir nie groß Gedanken darüber gemacht, wie sie an diese Teile zum Fressen kamen…. nun hatte ich es live gesehen und musste sagen, das würde mich verfolgen, ganz ehrlich, aber mehr als Widerwillen und Ekel fühlte ich nicht, wobei mir diese arme Frau leidtun sollte, was sie auch tat, da ich niemandem so ein Ende gönnte, aber das war Schicksal! Mit mir oder ohne mich, sie wäre heute gestorben, ich konnte nichts dafür!

Doch die blutigen Bilder hatten sich unwiderruflich in meine Erinnerung und in meine Augen gebrannt, genauso wie die unvergossenen Tränen. Ich schmiegte meine Wange tiefer in den Samtstoff der meine Knie umschloss und schlang meine Arme enger um meine Beine, machte mich extra klein, als ich mich selbst umschlugen hielt, weil ich an Padmas Blick dachte, nein, eine gewisse Vermutung über mich war ihr erst ins Gesicht getreten nachdem mir die Kapuze vom Kopf rutschte!

Sie hatte mich nicht erkannt, aber sie dachte, sie kannte die Person hinter der Maske und damit hatte sie recht, diese Ravenclaws…..nervend wie Luna mit ihrem Hinweis zu meinem FREUND!

Aber gut, die Patils, Padma´s Familie wäre draufgegangen wenn ich nicht geholfen hätte, denn Nott kannte keine Gnade, aber Goyle wäre nicht erfreut gewesen zu erfahren das seine Freundin bei einem Angriff von uns draufgegangen war. Draco schützte seine Slytherins und wenn diese, siehe Katie auch zu anderen Häusern gehörten, selbst zu Gryffindor, weitete er diesen Schutz großzügig aus und ehrlich, dies hatte ich heute auch Goyle zugestanden, da ich es zu süß fand, dass dieser große Schrank von einem Jungen ein so apartes Mädchen für sich hatte einnehmen können. Die Raben zeichneten sich doch durch die Intelligenz aus, also musste mehr an ihm sein als der erste Blick vermuten ließ.

Außerdem mochte ich selbst Pav, sie hatte mir nie etwas getan, außer mich zu nerven, aber da das fast alles und jeder tat, war es verzeihbar!

Verdammt, es war leichter gesichtslose Personen zu eliminieren als bekannte, stöhnte ich auf und vergrub mich weiter in meinem Knien, so machte mir zum Beispiel der Auror weniger Kopfzerbrechen, da er mir absolut gleichgültig und unbekannt gewesen war. An Rita hatte ich da mehr zu knapsen gehabt, Memo am Rande, nicht vergessen den Inferi noch zu töten! Aber erst in der Schule!

Jetzt fragte ich mich noch am Rande was ich wegen Shacklebolt empfand und …..erfühlte, das da nichts wahr, außer, dass ich es auf die Schnelle als die beste Lösung erachtete und damit würde Leben müssen, aber ich rechnete fest damit das er lebte.

So kehrte ich gedanklich wieder zu Greyback zurück den ich mit dem Crutio hart zur Räson gezwungen hatte. Wie gut, das Werwesen nicht ganz so auf den Fluch reagierten wie Menschen, sie steckten die Folter leichter weg, alle anderen Opfer, siehe Nott, hatte man mehr als halbtot schleifend aus der Höhle des Lords schaffen müssen, nachdem er mit ihnen fertig war.

Greyback war aus dem Dark Manor hinaus gehumpelt, natürlich konnte man aber meinen Crutio nicht mit dem des Lords vergleichen, so vermessen war ich nicht meine Macht mit der des Lords gelichzustellen, wollte ich doch realistisch bleiben! Nur ich hatte den Crutio zwar noch nicht ertragen müssen, egal von welcher Hand, aber ich zweifelte nicht an, dass der Lord hier eine gewisse Meisterschaft erlangt hatte.

Das war das letzte an was ich mich erinnerte, als endlich der Schlaf seine Fänge nach mir ausstreckte, wann würde der Lord mich diesen Fluch zu Fürchten lehren?

Hatte mir Severus doch eindrucksvoll vor Augen geführt, das ich noch besser auf mich achten musste, wenn ich etwas tat was nicht Konform mit den Wünschen des Lord ging! Doch langsam aber sicher entschlummerte ich….

Hermiones Sicht ende

Lucius Sicht

Wir drei hatten lange beim Dark Lord ausgeharrt und er hatte sich relativ geneigt gezeigt über die Verluste hinwegzusehen, unter Anbetracht dessen was für eine Verwüstung Severus hinterlassen hatte.

Wir hatten keine Mitglieder des Inneren Kreises verloren und auch sonst niemanden der von Bedeutung wäre, das einzige was den Lord beschäftigte war wie die Auroren, beziehungsweise der Orden, von dem geplanten Überfall erfahren hatten können, was offensichtlich gewesen war, nachdem sie derart geordnet erschienen waren?

Ich hatte da ja eine Vermutung, aber ich legte überzeugend dar, das das Ministerium wie es schien eine neue Strategie fuhr um mehr in Bereitschaft zu verharren und als Draco und ich dort waren, wir schon eine emsige Geschäftigkeit erlebt hatten, die aber nichts mit dem Wissen um einen konkreten Angriff zu tun hatte, als vielmehr eine neue Idee von unserem Minister war Optimismus zu verkaufen.

Ich murrte innerlich noch immer auf als ich leise die Tür öffnete und mich in dem dunklen Raum umsah und dann sachte eintrat und die Türe hinter mir vorsichtig und auf Stille bedacht ins Schloss gleiten ließ. Mir war nicht ganz klar, warum ich her kam, vielleicht weil ich stolz war wie sie sich geschlagen hatte, das sie Greyback so fulminant die Stirn geboten hatte, zu gerne hätte ich das gesehen,… oder nein, das konnte es nicht sein, sie hatte sich unmöglich in den letzten Wochen verhalten, ich war, gelinge gesagt noch immer schlecht auf sie zu sprechen, wenn nicht sogar meistens stinksauer auf sie, aber irgendwas hatte mich gerade her getrieben.

Ich schritt, noch immer vollständig in meinen dunkelblauen Anzug gekleidet in das ruhige Zimmer indem selbst das Feuer schon verloschen war, als ich auf die nächste Tür zuging, nur um dann konsterniert stehen zu bleiben, da SIE nicht in ihrem Bett lag. Es war vollständig verwaist mit glatter, akkurat zurückgeschlagener Bettdecke. Bei Severus konnte sie nicht sein, dieser hatte mich vor fünf Minuten verlassen um zu Dumbledore zu gehen und Draco?

Ja, das wäre eine Erklärung, worauf ich mich schon wütend abwenden und aus dem Raum rauschen wollte, doch dann nahm ich zu meiner Verwunderung etwas auf der Couch vor dem glimmenden Kamin wahr und stoppte in meiner Bewegung und nährte mich um dann auf eine zusammengerollte Hermione nieder zu starren.

Sie war in einem dunklen Samtanzug gekleidet und sah mit ihren lockigen, sich aufbauschenden Haaren sehr unschuldig aus. Ich erleuchtete mit einer bestimmten Handbewegung ganz dezent den Raum, auf dass es sie nicht weckte und betrachtete sie. Sie schien eindeutig zu träumen, derart wie ihre Lieder zuckten, anscheinend bewegten sich ihre Augen dahinter hin und her. Es wirkte als verarbeite sie den Auftrag.

Nun konnte ich beobachten wie sich ihr angewinkelter Arm löste und über die Kante fiel, worauf ich sie mit einer schwenkenden Bewegung mit meinem Zauberstab anhob und durch die Luft in ihr Schlafgemach transportierte, diesmal verbot ich mir sie auf die Arme zu nehmen, schließlich erinnerte ich mich wie gut sie sich in ihnen an Weihnachten angefühlt hatte, nachdem ich sie auch dort leicht beschwipst in ihr Bett getragen hatte.

Aber nein, diese Nähe, die ich wünschte, aber auch verachtete, weil mich der Wunsch danach schwach machte, verbot ich mir eisern und so zog ich es vor sie magisch zu tragen. Nachdem ich die Laken für sie zurückgeschlagen hatte und ich sie behutsam ablegte, deckte ich sie auch magisch zu und nun durfte ich erleben wie sie sich seufzend und wohlig einkuschelte, während ich über ihr gebeugt stand und die Hände hinter meinen Rücken verschränkte um dabei mit meinen Gehstock spielte.

Ich hielt den Blick auf sie geheftet, rang mit mir, sie verdiente nicht, das ich ihr irgendwas gab, zugestand oder nachsichtig war, sie war in der letzten Zeit wirklich ein Dorn in meinem Fleisch gewesen und ich würde keine Nachsicht mit ihr zeigen, zu viel nahm sie sich mir gegenüber heraus, zu hoch hatte sie geglaubt, hätte ich sie durch mein Werben erhoben, doch nun war mir bewusst, dies war der falsche Weg.

Gut, sie wollte mich nicht aus freien Stücken, mein Versprechen an Draco würde ich nicht brechen, ich mich ihr nicht aufdrängen, aber ich würde auch nicht weiter mich dazu hinreißen lassen vor ihr den Charmanten zu spielen, nein, sie musste lernen wo ihr Platz in der Familie war und das offenbar auf die harte Weise, nun, mir sollte es gleich sein, denn am Ende würde sie mir nachgeben, wie jeder.

Severus hatte den Angriff und die Vernichtung detailreich geschildert und war dabei derart trocken und distanziert wie immer. Der Lord war an sich zufrieden, während ich, als wir daheim waren natürlich sehr viel mehr hatte erfahren wollen als er dem Lord erzählt hatte, vor allem interessierte mich wie sich das Biest und ihre Truppe im Detail schlugen.

Dass ihre Truppe funktionierte hatte und sich Scabior gut geschlagen hatte bestätigte er mir, doch als er mir das von Greyback geschildert hatte, hatte ich überrascht eine meiner elegant geschwungenen, weißenblonden Brauen gehoben und ihn angestarrte , wie bitte?

Es war an sich schon eine Leistung einen Crutio auf einen Werwolf zu wirken und ihn dann auch noch in einem Blickduell zur Räson zu treiben war nicht ohne. Das war vergleichbar mit der Situation in der Höhle, wo ich mich vor Hermione gestellt hatte, nachdem wir Greyback und Bellatrix zusammen überrascht hatten, dort hatte auch ich ihn in einem Blickduell zurechtgewiesen, das er sich aber mittlerweile auch dem Biest unterwarf war….bedenklich, doch irgendwie weckte es auch einen gewissen Stolz auf sie in mir, zeichnete es sich doch aus, ein starkes Mitglied meiner Familie zu sein.

Severus hatte mir ihre Worte geschildert, wie es schien hatte er ihre Argumente gelten lassen, aber schockierender fand ich, dass der Fluch funktioniert hatte, denn hier ging es nicht mehr so sehr um den Willen jemanden Folter oder Schmerz zufügen zu wollen, sondern den Fluch durch das magische Wesen dringen zu lassen, damit dieser es auch als derart strafenden Fluch empfand. Dafür brauchte es einiges an Macht und Stärke, abwägend blickte ich auf dieses zierliche, kleine und schmale Mädchen in der solch überraschende Kraft steckte.

Ich konnte verstehen, dass sie den Wolf gestraft hatte, wie konnte er sich nur so animalisch getrieben gehen lassen, da hätte ich nicht anders gehandelt, wohl, wenn Zeit gewesen wäre noch härter. Severus hatte es mir sehr anschaulich beschrieben was für eine unglaubliche blutrünstige Sauerrei das gewesen sein musste und er hatte mir auch gesagt, das sich Greengrass übergeben hatte, während unser Mädchen wie aus Stein gemeißelt gewirkt hatte in ihrer Haltung und auch als sie dann sprach in ihrer Stimme. Ich wusste, wie Werwölfe agieren konnten wenn sie die Kontrolle verloren und es war meist kein schöner Anblick….fetzten, reißen, zermatschen….das waren die Wörter die mir hierbei einfielen, danach blieb nicht mehr viel übrig.

So war ich an sich mit ihr und ihrer Arbeit zufrieden, aber und jetzt kam die absolute und größte Unverschämtheit. Ich hatte heute im Ministerium kurz Mrs. Edgcombe aufgesucht um ihr mittzuteilen, das ich sie morgen Abend bei mir erwartete und sie sich einzufinden hätte, worauf sie mir zwar verschüchtert aber trotzdem stark entgegen gesehen hatte und mir in wenigen Worten mitgeteilt hatte, dass es ihr lieber wäre wenn ich nicht darauf bestehen würde, das „Verhältnis“ weiterfortzuführen. Mir war für eine Millisekunde die Spucke weg geblieben, da ich es war, der sagte wann etwas vorbei war und sonst niemand!

So hatte mich dieses Weib, das ich nur beehrte da es angenehm war und ich eh keine Zeit hatte mich groß mit Frauen zu beschäftigen, schließlich war auch ich ab und an bequem, abgewiesen. Aber nun gut, ich zwang niemanden in mein Bett…..okay….vergesst das Biest, das hatte ich nicht nötig und so war ich mit einem Todesblick zu Edgcombe gegangen und hatte mich gefragt, was sie veranlasste sich derart auf die Hinterbeine zu stellen, das war nicht ihre Art!

Sie war zwar nicht mit großer Freude zu mir gekommen, aber sie war wenigstens nie ängstlich gewesen! Was veranlasste sie mich zurückzuweisen, oh, bei den Gedanken daran krampften sich auch jetzt noch meine Hände unweigerlich zu Fäusten um meinen Stock zusammen und ich war sauer.

Ich war ein Malfoy!

Als ich später mit Severus in meinen Salon gesessen hatte und er mich belustigt auf meine exzellente Laune angesprochen und doofe und zweideutige Andeutungen Frauen betreffend gewagt hatte zu machen, war ich hellhörig geworden. Er wusste etwas, das hatte ich an dem hinterhältigen Leuchten in diesen pechschwarzen Augen gesehen, denn er hatte sich offenbar köstlich über mich amüsiert.

Also hatte ich ihn aufgefordert sein Wissen mit mir zu teilen und erstaunlich, es war für ihn ungewohnt regelrecht begeistert aus ihm heraus gesprudelt. Somit hatte er sein Wissen mit mir geteilt, war er nicht ein sympathischer, aufgeschlossener und netter Typ, als er mir immer mehr erklärt hatte, war ich versucht gewesen den Crutio auf ihn zu sprechen, da er sich derart süperb zu Unterhalten schien und das auf meine Kosten.

Verdammt, das Biest hatte Edgcombe auf dem Ball in ihre Fänge bekommen und angeleiert das ich auf meine Gespielin vorzeitig verzichten durfte. Sie hatte sie mir doch damals zugespielt und nun nahm sie sie mir!

Wie durchtrieben und fies war das denn?

Klang da Bewunderung durch? Schüttelte ich mich über mich selbst verärgert und verbot mir diesen absurden Gedanken absolut!

Sie war wahrlich ein Biest und sie hatte sich sofort nach dem Vorfall bei der Trauerweide an mir gerächt, ohne das ich es auch nur im Ansatz ahnte, offenbar verstand sie es eine Rache genüsslich in geduldiger Ruhe auszukosten und ab zu warten. Wirklich erstaunlich für ihr Alter, schließlich war die Jugend doch sonst immer ungestüm, aber das konnte man vom Biest nun nicht behaupten.

Sie hatte es gewagt sich zu rächen und mich herauszufordern!

Kopfschüttelnd starrte ich auf ihre schlafende, schutzlose Gestalt und war gewillt sie zu erwürgen, aber gleichzeitig fühlte ich auch Respekt und war stolz auf sie, doch dann war da wieder das Gefühl das ich sie fast zu Tode schütteln könnte über ihre heimtückische Tat. Anderseits, hatte sie sich nicht anders verhalten als wir es alle in der Familie taten, oder?

Nun gut, das hieß dann wohl, die Schonzeit war endgültig vorbei, sie gehörte dazu, wie auch schon das Geld bezeugte, das ich ihr gegeben hatte, den allen Malfoys stand Geld im Übermaß zu und so auch ihr und nun würde sie auch erfahren was das bedeutet, was es hieß sich mit mir anzulegen und ein vollwertiges Mitglieder der Familie zu sein!

Ein teuflisches Grinsen schlich sich auf meine Züge, sie wollte Teil der Familie sein, war es, dann bitte, sie hatte es nicht anders gewollt. Mir Edgcombe zu nehmen war eine Herausforderung gewesen, die ich doch nur zu gerne annahm.

Arch….und derweil hatte ich doch beschlossen jedwedes Gefühl ihr gegenüber mit Sicherheit nicht zuzulassen, schrecklich war dieses Weib! Kalt blicke ich wieder auf sie hinab, erinnerte mich an die Strafe, die ich ihr hatte zukommen lassen und das es mich nicht im geringen negativ tangiert hatte, wie sie litt, jedenfalls wollte ich das glauben, sagte mir eine ganz leise Stimme tief in mir, denn die Freude, die ich sonst dabei empfand, jemanden beim Leiden zuzusehen, hatte sich diesmal nicht völlig eingestellt…. Doch wohl nur, weil sie zur Familie gehörte, genau, das war es, sie war ein Familienmitglied, doch warum…. Bei Narcissa hatte ich auch keine Skrupel gehabt…. Nein, sie hatte die Strafe verdient, sie zu Recht bekommen und sollte sie weiter rebellieren, würde ich sie wieder strafen, Punkt um.

Aber vielleicht sollte ich mich geschmeichelt fühlen überlegte ich weiter, vielleicht hatte sie meine Affäre auch gestört?

Ich betrachtet ich sie im hereinfallenden Mondlicht und freute mich auf die Ruhe, die einkehren würde wenn sie alle wieder weg wären und wusste es würde mir leichter fallen wieder zu mir zu finden, wenn SIE nicht ständig um mich wäre, als ständiges Ärgernis, aber irgendwie auch als Herausforderung, wie ich eingestehen musste, aber ich fühlte zu meinem großen Missfallen, das ich es zu einem winzigen Teil bedauerte wieder allein zu sein.

Schnellen Schrittes verließ ich ihr Schlafzimmer und ging hinüber in den dämmrigen Salon, ließ all das, was ich nicht sein wollte und nicht war, vehement hinter mir.

Mein letzter Blick fiel auf die Sitzecke, wo sie eingeschlafen ich sie gefunden hatte und ich sah eine Tasse auf dem Tisch stehen. Neugierig geworden ging ich hinüber, nahm die Tasse und schnupperte daran, der herbe, süßlich, schwere Duft von Schokolade stieg mir in die Nase, sie hatte also Kakao getrunken, irgendwie passte das nicht zu dem kalten, emotionslosen Bild was Severus beim Lord von ihr gezeichnet hatte, aber bitte, sie schien mich immer wieder zu überraschen.

Ich konnte nur hoffen, dass sie bald verstand wo ihr Platz war, denn diese Machtkämpfe mit ihr waren nicht nur nervend bisweilen, sondern kosteten auch Kraft und Zeit, die ich nicht hatte oder erübrigen wollte. Sie wollte mir nicht geben was sie Severus und Draco gab, bitte, dann war aber auch ich nicht bereit auch nur das kleinste bisschen nach zu geben, denn wenn ich eines nicht war, dann nachgiebig, weich oder einfühlsam, sicher nicht.

Ich stellte die Tasse entschlossen zurück und verließ harsch ihre Räume. Ich brauchte weder sie, noch sonst eine Frau!

Lucius Sicht ende

Hermiones Sicht

Wow, ich erwachte schlagartig und saß aufrecht in meinem Bett, okay…..was machte ich in meinem Schlafzimmer?

Da hatte ich es nicht mehr hingeschafft, daher huschten meine Augen suchend durch den Raum. Der Platz neben mir, das Kissen, alles war unberührt, also war Draco hier nicht gewesen….und Severus?

Nein, der hätte mich wenn zu sich geholt, aber mich nicht ins Bett verfrachtet? Oder? Arch… Unsinn, Severus war viel, aber bestimmt nicht fürsorglich. Ich würde nie den ärgerlichen Ausdruck auf seinem Gesicht vergessen als mir am Morgen dank meines Inferi derart übel gewesen war und er gedacht hatte ich könnte schwanger sein.

Diese Möglichkeit überhaupt in Betracht zu ziehen hatte er gehasst und seine Sorge für mich war ihn ins Gesicht geschrieben gestanden, dacht ich zynisch, da dort nicht Sorge drin zu lesen gewesen war, eher Wut, Ärger und Zorn, sollte ich etwas falsches sagen, ha…ja, so war er!

Also doch Draco, denn Lucius schloss ich mal kategorisch aus, unter Anbetracht wie er mich gerade hasste, war eher anzunehmen, dass er mich auf den Boden schmeißen würde, denn irgendwie geartet ins Schlafzimmer, in mein Bett, zu tragen und dann dort hinein zu legen und mich wohl auch noch zu zudecken!

So hüpfte ich rausch aus dem Bett und richtete mich her, heute ging es auf nach Hogwarts, endlich, noch länger hier im Manor und ich würde wohl durchdrehen, zog ich mich mit großen Überlegungen an. Ich griff heute zu einem etwas verhüllenderen, wärmenden Kleid, da ich darüber nur den normalen Zaubererumhang tragen wollte. Es war komplett schwarz, hatte lange Ärmel und einen U-Bootausschnitt, der entstand, da es aussah als ob ich ein großes, schweres Tuch quer über meine Schultern gelegt hatte.

Während ein Arm frei und gut zu sehen war, verschwand der andere in den überhängenden Zipfeln des Kleides. Insgesamt ging es mir nur bis auf die Oberschenkel und betonte sehr schön meine zierliche Gestalt, dazu kombinierte ich eine blickdichte, schwarze Strumpfhose und kniehohe, schwarze, aber flache, glatte Lederstiefel. Es wirkte sehr edel, aber auch einfach und nicht so auffällig wie mein Outfit zum Beginn der Ferien, war mir nach der Schlächterei einfach nicht nach übermäßiger Aufmerksamkeit.

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Ich verstand das nicht, ich stand wie immer früh auf, ließ sogar mein Laufen ausfallen und war trotz allem die Letzte, okay das gab mir echt ein bescheidenes Gefühl. Ich fragte mich was ich anders machen sollte?

Wie kam es, das Mr. Scheinheilig, immer wie Krösus persönlich schon auf seinem Stammplatz an der Stirnseite der Tafel thronte und seine Zeitung las?

Severus saß auch wie fest getackert auf seinem Stuhl, wobei er gestern nach dem Lord bestimmt zu Dumbledore gegangen war und damit die Nacht sicher in Hogwarts verbracht hatte, schließlich war doch heute wieder Schulbeginn, aber wie es schien war er nicht gewillt auch nur für eine etwas längere Zeit das Manor verlassen zu wollen. Auf mich wirkte es als wollte er partout nichts verpassen, was für eine enervierende Nervensäge.

Und Draco, er war auch da, aber er erhob sich gleich und hauchte mir ein Küsschen auf die Stirn und ich lächelte ihn dankbar an. Er war immer derart aufmerksam und lieb, sodass er mir auch heute den Stuhl zurechtrückte unter den missmutigen Blicken der beiden anderen Männer, da fragte ich mich schon mit dem Anflug eines schlechten Gewissens was mich immer zu Severus trieb, wenn ich schon Draco hatte?

Ich wusste, warum Draco nicht in der Nacht bei mir geblieben war. Nun legte ich meine Hand auf seine, die auf dem blütenweißen Tischtuch lag und streichelte sie, genießend, dass ich mir solche Intimitäten und Freiheiten noch leisten konnte, denn in Hogwarts wäre es wieder sehr viel schwieriger für uns.

Aber Draco kannte mich zu gut, er wusste, nach Aufträgen war ich gerne allein um mich zu finden und würde ich das Vergessen suchen, würde ICH zu ihm kommen…er war der beste Mann den man sich wünschen konnte….als er jetzt seine Hand unter der meinen drehte, damit sich unsere Finger ineinander verhaken konnten, genoss ich auch das besonders, obwohl alles unter den sengenden Blicken von Severus und Lucius passierte. Aber es war ja an sich etwas ganz unschuldiges, also tangierten mich ihre Blicke auch nicht, während ich mit der anderen Hand meine Kaffeetasse an den Mund führte und trank.

Und ich glaubte, da wusste ich es, ich bestrafte nicht Draco mit Severus, sondern mich mit Severus, da ich dank dem was ich alles tat nicht fand das mir etwas wie Draco zustand!

Erbärmlich nicht wahr, aber mittlerweile war ich süchtig nach Severus und ich fand keine Weg zurück mehr, dabei bemerkte Draco wie es schien meine depressiven Gedanken, denn er drückte meine Hand aufmunternd fest und strich in beruhigenden Kreisen über die weiche Haut zwischen meinem Daumen und meinen Zeigefinger. Ja, dieser Mann war zu gut um wahr zu sein.

Nicht, dass Draco wirklich nett und freundlich zu seinen Mitmenschen war, das hatte sich in Kingswear gezeigt, aber er behandelte mich zu gut!

Ja, das tat er wirklich, für das wie rücksichtsvoll er mit mir Umging….gab es keine berechtigte Grundlage, schenkte ich ihm ein zittriges Lächeln.

Und dann sah ich wieder den gefräßigen Greyback und starrte auf mein Essen und unterdrückte erneut den Drang würgen zu müssen, auf der anderen Seite wollte ich mir keine Blöße vor der Rechten und der Linken Hand leisten, aber Essen, nun, nein, das wäre etwas was mir für einige Zeit verleidet war….leider!

Ich dachte immer, ich hätte eine dicke Haut, aber ob sie wirklich schon eine Hornhaut war, bezweifelte ich in diesem Moment zu meinem Leidwesen doch sehr.

Also zerbröselte ich lustlos mein Croissant systematisch, aber aß davon nichts, als mir die Frage auf der Zunge brannte ob Shacklebolt lebte oder nicht, doch ich entschied mich dazu, das ich lernen musste das mir derlei Dinge egal sein mussten und bezwang meine natürliche Neugierde.

„Draco, ihr Fahrt mit dem Zug?“, riss mich auf einmal Lucius tiefe, aber kalte Stimme aus meiner Trance und ich hob schnell wieder meine Tasse um zu trinken.

„Ja, Vater!“, kurz und bündig, sehr schön.

„Gut, ich möchte euch noch Informieren, dass mich heute eine dringende Eule erreicht hat, mit einem Schreiben, das mich informiert hat, das eine Notsitzung des Garmots anberaumt wurde, da heute Kingswear das beherrschende Thema ist. Ich möchte, dass ihr euch vergegenwärtigt das höchstwahrscheinlich der Antrag des Ministers den „Avada Kedavra“ für die Auroren freizugeben stattgegeben wird, das bedeutet, das ihr bei euren Aktionen besser auf euch achten müsst!“, gilt mein Blick ganz bedächtig und langsam hoch, da ich heute noch gar nicht zur Zeitung gegriffen hatte, weil ich mir schon dachte, dass das zerstörte Dorf das Thema der nächsten Zeit sein würde. Nun, ich brauchte darüber keine Berichte, denn ich war dabei gewesen, deshalb verzichtete ich heute großzügig auf diese Lektüre.

„Natürlich, Lucius!“, „Selbstverständlich, Vater!“, antworten wir sofort.

„Sehr schön!“, war es nicht unglaublich was wir für Themen am Frühstückstisch hatten?

Wir waren schon eine ganz normale Familie, schmunzelte ich amüsiert und durfte sehen wie sich Severus Augen fast in mich bohrten, beobachtete er mich doch schon die ganze Zeit genauestens. Diesen dunklen Augen entging nichts, zu meinem Leidwesen wurde mir mal wieder klar, dass wir gut auf Daphne würden achten müssten, damit Severus nichts bemerkte.

„Und bereitete euch gedanklich darauf vor, dass einige Aktionen und Aufträge im Januar anstehen, erst dann, im Februar, hat der Lord beschlossen, wird er die „neuen“ Mitglieder aufnehmen und damit findet dann auch eine der „Feiern“ statt!“, verschluckte ich mich fast an meinem Getränk, nein, ich hatte es derart gut verdrängt, das nach genügend Aktionen eine „Feier“ anstehen würde, würg….

Neben mir hatte sich Draco vorzüglich in der Gewalt und nickte ergeben und ich starrte durch eine beschlagene Fensterscheibe in den winterlichen Park und reagierte gar nicht, da ich nicht dachte, dass man eine Erwiderung von mir erwartete, denn bitte, davor drücken würde ich mich nicht können, also war ich mal wieder ergeben in mein Schicksal.

„Hermione?“, hörte ich wie aus weiter Ferne Lucius fragend Stimme und ich antwortete wie als wenn ich Watte in den Ohren hätte.

„Ich freue mich!“, die großen Augen aller nahm ich gar nicht richtig zur Kenntnis als ich derart gleichgültig antwortete.

„Ihr solltet euch fertig machen…!“, meinte nun auf einmal Severus und er hatte Recht, wir mussten noch die anderen vom Cottage abholen und dann in Häusern getrennt zum Bahnhof von Kings Cross aufbrechen!

Als ich mich sofort nach der Aufforderung erhob, musste ich dran denken wie steif auf einmal alles war und nickte Lucius zum Abschied höflich und respektvoll zu, verweigerte aber auch jetzt den Knicks, denn diesmal war ich mir sicher, er würde uns nicht im Entree verabschieden. Und einen Knicks, bitte, dies Respekts- und Höflichkeitsbekundung hatte er sich in meinen Augen noch nicht wieder verdient.

Ich hatte ihn ganz zu Anfang meiner Zeit hier gemacht, weil es von mir erwartet wurde, weil ich den Richtigen Eindruck machen wollte und Draco viel daran lag und davon meine Sicherheit abhing, aber bitte, jetzt, Lucius sah mich als Familienmitglied, aber den Respekt, den ich ihm vor Weihnachten noch entgegen gebracht hatte, denn würde er sich erst wieder schwer verdienen müssen.

Und ich sollte mit meiner Annahme das Lucius uns nicht verabschieden würde wie so oft richtig liegen, denn diesmal apparierten wir ohne persönliche Verabschiedung von Lucius, wenngleich ich mich beobachtet fühlte, war er dennoch nicht sichtbar anwesend und ich verspürte einen leichten Anflug von Trauer, dass er es geschafft hatte einen derartigen Keil zwischen uns beide zu treiben, traf mich die Wehmut überraschend.

Aber nun gut, es war seine Entscheidung und es war nicht zu ändern und außerdem war ich ja zum Teil froh darüber das er mir aus dem Weg ging, denn bitte, jegliche Freundlichkeit von ihm, wie ich sie noch im letzten Jahr hatte genießen dürfen, wäre mir nur als abgrundtiefe Heuchelei seinerseits aufgestoßen und hätte sicher meine Wut auf ihn wieder geschürt.

Es war also besser so, denn eines war klar, bis wir eine neue Ebene gefunden haben würden wie wir miteinander umgehen konnte, musste sich einiges ändern, er musste sich ändern, denn ich würde mich nicht ändern lassen, nicht nachgeben, da konnte er mich noch 100 mal auspeitschen und würde trotzdem auf Granit beißen.

Wir kamen unter der wuchtigen Eiche an und gingen schnell auf das kleine, heimelige Haus zu.

Draco hatte mich bis jetzt nichts wegen gestern Nacht gefragt und nun… ich würde freiwillig auch nicht davon reden und so erfreute ich mich des Schweigens, als wir das warme, friedfertige und freundliche Haus betraten und in ein unvorstellbares, oder aber auch vorstellbares, aufgeregtes und wirres Chaos gerieten, wenn man sich in Erinnerung rief wer hier wohnte.

Der Krach war lautstark. Es kreischten alle und jeder schrie durch die Gegend, da sie etwas verzweifelt suchten, die Twins saßen entspannt und gut unterhalten auf der Couch und lachten sich schlapp über einen hektischen Ron, der verzweifelt und mit hochrotem Gesicht irgendetwas suchte, was er absolut nicht fand.

Blaise, der selbst auch langsam aber sicher seine immer überlegte und ruhige Art verlor, da er gerade wütete, wer sich gewagt hatte an seiner heiligen Ordnung zu vergehen, war es zu witzig.

Aber ich musste nur einen gezielten Blick auf die zwei gleichaussehenden Rothaarigen werfen, um zu wissen wer sich gewagt hatte! Aber da rannte Blaise gerade wieder aufgeregt die Treppen hoch und so entging ihm dieser allessagende Ausdruck zu seinem Leidwesen und zu unserer Belustigung.

Dann trat eine struppig aussehend Astoria aus der Küche und warf einen hilfesuchenden Blick herum und Daphne kam hinter ihr mit hochrotem Gesicht her und als sie mich sah, huschte ein erleichterter Ausdrucküber ihre Miene.

„Himmel Hermione, hilf mir! Ich bekomme das Geschnüre nicht hin! Diese blöden Dinger! Wenn ich den Knoten machen will, geht es wieder auf und alles ist dahin und es ist viel zu lang….!“, rief Astoria ganz verzweifelt und wedelte aufgeregt mit den Händen in der Luft rum.

Ich bemerkte nun das Daphne einen Rock trug und darüber ein Unterhemd und darüber ein offenes, weißes Mieder, das sie sich an den geschwollenen Bauch hielt und zuckte entschuldigend und etwas peinlich berührt die Schultern.

„Sagt mir nicht, ihr wart so hohl und habt das nicht geübt! Dieses…. DING anzuziehen!“, keifte Draco in dem Chaos drauf los, was dazu führte, das beide Mädchen schuldbewusst zusammenzuckten. Doch ich nahm es von der positiven Seite, was sollte ich auch anderes tun, auch rumkeifen. Ich war überrascht, dass Daphne hier derart freiherzig stand und nicht im Boden versank, als die Twins meinten:

„Wenn das Ding mal an ist, wird es dir aber gefallen Draco! Sexy!!!“ Sie wirkten sehr selbstzufrieden, das musste man ihnen lassen, aber alles was die Twins entwarfen hatte Hand und Fuß und so erhob ich mich stöhnend und trat auf die Schwestern zu.

„Tja, Daphne, dann dreh dich um und ich würde sagen, stütz dich auf der Tischplatte ab!“, schien ich mich bedrohlich anzuhören als ich auf sie zukam den Daphne konnte nicht verhindern das ihr bei meinem Ton die Augen groß wurden und zu meinem Händen wanderten und auch Astoria schluckte sichtlich, hey was dachten die?

„Schau gut hin Astoria, denn in Slytherin werde ich nicht immer sein!“, schaffte ich an und bedeutete den beiden mit einer Handbewegung zu tun was ich gesagt hatte, was Daphne auch sofort tat.

Sie trat zum Tisch und als sie spürte wie ich die Schnüre ergriff, damit ihr das von ihr gehalten Korsett nicht vom Körper rutschte, tat sie wie von mir gefordert und legte ihre Hände flach auf die Tischplatte und stemmte sich schon jetzt dagegen. Ich lächelte, als ich den Wust aus Schnüren sah, den Astoria hinlassen hatte und so legte ich los.

Ich fädelte es neu ein, da ich dachte man konnte es einfacher machen, war doch für den Tragekomfort die richtige Schnürung elementar und Astoria hatte den typischen Fehler begangen und die Schnüre von oben nach unten durchgefädelt und dann nach unten zugezogen und nun hing nach unten ein unübersehbarer, irrer langer Wust an Schnur, hierbei unterdrückte ich ein kichern. Sie war das ganze eindeutig falsch angegangen.

Also begann ich die Schnüre zu lösen und fädelte dann die Schnüre von oben nach unten überkreuz. In der Mitte des Korsetts fädelte ich auf jeder Seite eine Schlaufe, indem ich von innen nach außen kommend, nicht die Seite wechselte, sondern die Schnur auf DERSELBEN SEITE beließ und in das nächste Loch fuhr und dann ging es überkreuz nach unten ganz normal wieder durch. Die Schlaufe würde ich später noch zum fixieren des Ganzen brauchen, aber erstmal musste ich alles fest zurren.

Als ich nun am Ende ankam, zog ich alles erstmal provisorisch fest, dann verknotete ich die Enden der Schnur fest mit einem Knoten, der sich nicht lösen würde, denn dieser würde dem stetigen Zug im geschnürten Zustand zu jeder Zeit standhalten müssen. Man stelle sich vor der Knoten platzte im Unterricht, schrecklich!

Kurz überlegte ich, während ich weiter machte, das man vielleicht auf diesen Knoten auch noch einen Zauber legen könnte, sodass er absolut sicher hielt.

http://www.korsett-truhe.de/korsett/korsett-schnueranleitung.html

All dies geschah unter den gespannten Blicken von Draco und den Twins, unterdessen stand Astoria direkt neben mir beobachtete alles noch genauer als die Männer. Als ich das Schnüren begann, zog ich und eins stand nicht zur Diskussion, ich hatte mittlerweile kraft in den Händen. Das schwerste am Schnüren war, dass das festgezurrte straff blieb, während man noch herumhantierte und das schien Astoria Probleme bereitet zu haben, so zurrte ich fröhlich weiter bis ich bei der Hälfte fertig angekommen war, dann keuchte Daphne gequält auf und ich sah auf ihren geneigten Kopf.

Mit den entstandenen Schlaufen in der Mitte zog ich das Korsett enger, sodass sich nun ihre Taille gut abzeichnete, , es wurde also erst mal in der Mitte enger, dann zog ich weiter, da die Schnüre nun oben und unten etwas abstanden, das Korsett leicht entlastet war, denn ich hatte in der Mitte ja schon einen gewissen Druck aufgebracht.

Nach und nach zurrte ich die Schnur von oben nach unten und dann von unten nach oben fest, sodass ich in der Mitte zusehends mehr Schnur für die Schlaufen hatte und das Korsett enger wurde. Ja es war etwas unübersichtlich, konnte ich Astorias nervöses zappelnd neben mir ausmachen, als sie genau sah, was da tagtäglich auf sie zukam.

„Du bekommst Luft?“, fragte ich relativ wertungsfrei als Daphne nach Luft schnappte.

„JA! Aber muss es schon so eng sein?“, fragte sie zaghaft, da es sich nicht so anhörte.

„Sorry, nein, natürlich… entschuldige, ich hab wohl zu viel Kraft in den Händen!“, ließ ich etwas nach und lockerte die Schnur, sie stemmte sich immer noch gegen mich, da es das ganze sehr erleichterte, wie ich fand und als ich ein ganz gleichmäßige Schnurmuster hatte, zog ich wieder etwas fester und mir schnitten die Schnüre fast in die Hand.

Nun war der Wust an Schnur in der Mitte doch sehr groß geworden, aber nun gut, anders ging es nicht. Und dann zog ich Daphnes Körper fast zu mir und sie wankte leicht, hier konnte man leider nicht mit der Magie so richtig arbeiten, da diese nicht wusste, wie eng wir es wollten und deshalb musste es leider von Hand gemacht werden, versuchte sie mir Wiederstand zu liefern als ich hörte:

„Hey, bitte, versuch nicht meine Verlobte zu ersticken!“ Harry war nun im Raum und begrüßte mich während ich nur schnauben konnte:

„Umpf… HAHA Harry!“ kam es von mir da Daphne gar nichts sagte, da sie wohl gar nichts sagen konnte, weil sie nur schwer zu Atmen versuchte, aber ich hatte nun das Gefühl, das das Korsett gut und richtig saß, daher schlug ich die Schlaufen übereinander wie bei einer Schleife und zog die Enden langsam nach außen, dadurch begann sich nun die natürliche, von der Schwangerschaft gerundete Taille weiter zu reduzieren und ich schnürte das so eng wie wir es wollten und es Daphne noch behagte. Ich ging langsam und stetig in der Schnürung vor.

Ich musste am Ende mehr Kraft aufwenden, damit sich das Ganze nicht wieder löste und die Arbeit umsonst war, deshalb arbeitete ich da doch schnell und verknotete zum Schluss die Schnüre und fixierte sie mit einer festen Schleife in der Mitte, auf das die Straffung im Laufe des Tages nicht nachließ.

Es war ein Vollkorsett das ihre Brüste umschloss damit auch ihre durch die Schwangerschaft noch pralleren Brüste nicht zu sehr betont wurden und es ging weit über den Bauch.

Ich trat zurück und besah mir mein Schnürwerk zufrieden an dem gebeugten Rücken, der halb über den Tisch lag, dann ging ein Ruck durch ihren Körper als sie sich straffte und reckte, um sich danach zu uns zu drehen, dabei schenkte sie uns ein ganz kleines, verzogenes Lächeln.

Sie strich mit den Händen über den nun eingezwängten Leib, fuhr den Satinstoff entlang und streichelte über ihre nun schlanke Taille und über den jetzt flachgeschnürten Bauch, als Astoria ihr ihre Bluse reichte und sie diese vor unseren Augen anzog.

http://www.korsett-manufaktur.eu/Satin-Korsetts-Echtes-Satin-Halbbrust-Schnuerkorsett-Mieder-Korsett-Corset-Beige/a36890915_u4529_z06d034d1-1057-4484-81a9-92c91fc8d5c5/ (damit man sich die Schnürung vorstellen kann, das untere ist Daphnes Vollbrustkorsett)

http://www.korsett-manufaktur.eu/Weisse-Korsetts-Echtes-Satin-Vollbrust-Schnuerkorsett-Mieder-Korsett-Corset-Weiss/a33466744_u4529_z406cb2ce-199c-4ef4-ae48-93b5200d9bb4/

„Puh….man sieht gar nichts mehr, oder?“, wollte sie nun neugierig wissen, während sie die Knöpfe schloss.

„Nein, aber ich frag mich, ob ich es schaffe dich derart zu schnüren und die Straffung aufrechtzuerhalten, vor allem wenn da mehr Bauch ist?...oder mehr Kind, wie immer du das sehen willst!“, warf Astoria unglücklich ein.

„Du wirst das schon hinbekommen, Daphne sagt schon wenn sie vor einer Ohnmacht steht!“, kicherte Fred fies, während Harry auf seine Lippen biss und versuchte nichts zu sagen, offensichtlich gefiel es ihm eindeutig nicht, das sagte mir der sengende Blick seiner smaragdgrünen Augen, aber er schien zu akzeptieren das es keine Alternative gab und lächelte Daphne aufmunternd an als diese mit den Händen abwehrte:

„Nein, es geht…das Gefühl ist sogar nach einiger Zeit….angenehm, so schützend, ich weiß nicht …wie ich es beschreiben soll, man fühlt sich rundum geborgen!“ Sie versuchte allen die Bedenken zu nehmen. Ich glaubte ihr zu einem Teil, aber wenn wir einen Achtmonatsbauch wegzurren mussten wollte ich annehmen, das dran nichts mehr angenehm für sie wäre, aber wie es schien war sie mehr als bereit ihr Schicksal zu tragen und mehr konnte ich nicht wollen und auch nicht verlangen. Außerdem hoffte ich, dass dann die Zauber, die die Twins in das Korsett gewebt hatten mehr zum Tragen kamen als jetzt.

„Na, das ist doch dann wunderbar!“, klatschte ich in geschäftig in meine Hände.

„Ich bekomm das schon noch hin….“, knabberte Astoria an ihrer Lippe „…Draco, sorry, aber könntest du mir und Daphne dein Zimmer als Übungsort zur Verfügung….“, kam sie nicht weiter da er sie sofort unterbrach:

„Natürlich, übt! Du musst das schnell hinbekommen, so viel Zeit habt ihr in der Früh ja nicht, bevor alle Aufstehen, geht nach dem Abendessen in mein Zimmer!“, erlaubte er es ihnen großzügig und ich lachte ihn zu, da ich wusste, er verkniff sich die Rüge, das sie es in den Ferien trainieren hätten sollen regelrecht heldenhaft.

„Devils? Frage, jetzt wo Daphne auch noch die Bluse anhat, sieht man gar nichts, sie sieht aus wie früher, was für Zauber habt ihr genommen?“, fragte ich und George warf sich sofort in die Brust:

„Ganz einfach, einen Verwirr- und Verbegezauber, der ihr Aussehen beständig gleich hält, damit, wenn später stärker geschnürt wird, der Zauber der Verwirrung wirkt!“, erklärte er freudig und ich zeigte mein Wohlwollen als Harry bestimmt auf mich zutrat.

„Hallo Schönste, ich komm gar nicht dazu dich gebührend zu begrüßen!“, hauchte mir Harry einen Kuss auf die Wange worauf er mich an den Schulter anfasste und mich ins Visier nahm. „…Du bist blass, geht es dir nicht gut?“, fragte er besorgt nach, was dazu führte, dass es bedenklich leise wurde in dem Raum und ich schluckte, stand doch mal wieder viel zwischen der Wahrheit und meinen Freunden. Ich glaubte so langsam aber sicher beides würde ich bestimmt nicht mehr unter einen Hut bekommen, wussten sie alle dank dem Propheten, was gestern Abend für ein Unglück über das Dorf Kingswear hereingebrochen war.

Aber nichts würde mich dazu bringen etwas wegen den Inferi vor den anderen zu sagen, die mir noch immer quer im Magen lagen, auch wenn ich es mittlerweile schaffte Rita besser, weniger plötzlich, bei mir zu haben, würde ich drei Kreuzzeichen machen wenn sie endlich unter die Erde konnte! Und so flüchtete ich zu dem anderen, wirklichen Grund für meine heutige Blässe, die lange, ereignisreiche Nacht, wobei mich auch nichts dazu bringen würde über meine Erlebnisse mit Greyback zu reden. Nein, sonst könnten wir wohl erleben wie Daphne ihre morgendliche Übelkeit vor uns auslebte, auf was ich getrost verzichten konnte und so meinte ich mit einem gequälten verzogenen Lächeln:

„Danke Harry, deine Komplimente sind legendär,…aber wenn ihr den Propheten heute schon gelesen habt, muss ich nur Kingswear sagen… und das es eine lange Nacht war!“ Jetzt musste mein Gesicht sehr verschlossen wirken, da alle sofort in Draco´s Verhaltensweise von heute Morgen verfielen und nichts fragten und so meinte Harry auch nur lapidar:

„Oh…oh, das ist…oh, tja! Wann gehen wir!“ Ja, Harry war herrlich in seiner Stotterei.

„Fertig,….. Himmel…. ich versteh das nicht! Ihr müsst irgendwie alle meine Sachen klauen!“, stolperte Ron mehr oder weniger die Treppe hinab.

„Wer sollte von dir was klauen wollen?“, fragte Draco angeekelt und maß Ron abfällig, was dieser total gleichmütig hinnahm und absolut nicht beachtete.

„So ein Unsinn, du verteilst einfach alles überall!“, keifte Astoria los „Klauen…pah! Du bist ein Chaot!“, regte sie sich auf und die Twins lachten schallend los.

„Merlin, wie ich das vermissen werde!“, tupfte sich Fred erheitert die nassen Augen als Draco seine Hand hob.

„Leute, bedenkt, dass ist die Ruhe vor dem Sturm für euch! Ich glaube nicht, dass es für euch mit dem Baby ruhig wird! …wo ist eigentlich Dobby?“, bemerkte man regelrecht wie Draco das plötzlich einfiel und auch ich fragte mich das sofort.

„Also Draco, ich kann es gar nicht erwarten….Onkel zu werden!“, grinste Fred sehr teuflisch. „Was glaubst du was ich dem kleinen Scheißer alles beibringen kann!“, knacksten seine Finger als er sie erwartungsfroh durchbog.

„Genau, das ist meine Befürchtung und Angst!“, stöhnte Draco und zu meiner absolute Erheiterung auch Harry und Ron gleichzeitig besorgt los, offenbar schienen sie wirklich Angst zu haben wie oder eher was die RedDevils mit dem Baby tun würden, aber andererseits, es war nur noch etwas mehr als ein Schuljahr, bis Harry und Daphne ihren Abschluss hatten und dann, nun, dann würden wir weiter sehen was mit der kleinen Familie passierte.

„Hihih, ihr seid lieb, DANKE! Das ist ein tolles Kompliment für uns!“, war das teuflische Glitzern in den Augen die Georges Worte begleiteten wirklich bedenklich.

„Ja und zweitens, wir dachten uns, solange das Baby nicht da ist hat Dobby frei….wir brauchen ihn nicht und er tummelt sich irgendwo, ist meist nur zum Schlafen hier“

„Fertig!“, polterte jetzt Blaise herein und wir erhoben uns wie auf Kommando, da die Zeit knapp wurde. Draco winkte den Twins und verschwand schon mit seinen Slytherins, küsste mir noch kurz die Stirn und dann war es soweit, dass ich mich intensiv von den Twins verabschiedete, dabei küssten mich beide und strichen mir aufmunternd über den Rücken, wobei George mir zuflüsterte:

„Wenn du Ablenkung brauchst komm zu uns, wir freuen uns immer auf dich!“

„Arch, ihr denkt doch wieder nur daran eure schweinischen Gedanken mit jemandem zu teilen, ihr Spanner!“, schimpfte ich leise, damit uns die anderen nicht verstanden.

„Hey, wessen Gedanken gehen in die Gosse?“, wollte George mit schelmischem Blick wissen.

„Okay, die Nummer könnt ihr mit denen da abziehen, aber nicht mit mir, verstanden!“, verbot ich mir, dass sie mich für dumm verkauften, da sie es sicher zweideutig gemeint hatten.

„Nun, die sind ja auch alle derart verklemmt, das wir immer brav in unserem Zimmer sein müssen….! Unglaublich, oder?“, zog Fred einen Flunsch ohne Ende.

„Oh ihr Armen! Das arme Kind von Harry!“, sah ich für die Zukunft schwarz, was die Devils sehr zu erheitern schien.

„Da fällt mir noch ein, den Brief, den ich euch am 05. geschickt habe, ihr wisst, mein Zusammenstoß mit dem Orden…Remus, Ginny…“, fragte ich nun laut, da ich nachforschen wollte, denn ich war mir sicher, dass wir ein Empfangskomitee hatten und wenn die anderen nichts wussten, dann hätte ich gleich wieder Ärger und das Misstrauen aller auf meiner Seite und die Zweifel in mich würde weiter wachsen, deshalb hatte ich der Connection einen schönen, erklärenden Brief geschrieben, bevor ich nach Kingswear aufgebrochen war, so musste ich das jetzt nicht alles nochmal zerkauen.

„Klar, war interessant, für alle! Aber ich fand die Anmerkungen von Grindelwald viel spannender!“, warf Harry absolut ruhig und entspannt ein.

„Gellert, ich darf Gellert sagen! Ja, er ist ein interessanter Mann, nur leider noch nicht so fit!“

„Na, was willst du erwarten, die werden ihn nicht wie einen König in Nurmengard behandelt haben!“, kam es von Ron zynisch.

„Ja, Draco hat ihm mittlerweile alle Tränke und Rheumasalben zukommen lassen! Hoffentlich wirkt es, auch Stärkungstränke, nun bei meinem nächsten Besuch werden wir ja sehen wie es anschlägt!“, erklärte ich gespannt.

„Was mir gefallen hat ist das Dumbledore wirklich solche Ziele mal verfolgt haben muss, zu köstlich, wie jetzt dein Malfoy sagen würde!“, wieherte Harry los und alle stimmten mit ein.

So apperierten auch wir zum Bahnhof von Kings Cross um uns auf den Bahnsteig 9 ¾ vorzukämpfen, denn es ging schon beachtlich zu und als wir durch die Barriere kamen empfing uns das gewohnte Gewusel und das große Chaos mit der rotschwarzen Lok, die dampfend dastand und darauf wartete die Schüler wieder zurück ins Schloss zu bringen.
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