When Hermione Fights
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 Kapitel 251-252

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queenie
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BeitragThema: Kapitel 251-252   Kapitel 251-252 EmptyDo Feb 09, 2012 7:33 am

251. Kapitel Eskalation!

Ich huschte lautlos die dunklen und verlassenen Gänge entlang, eilte schnell in den Gryffindorturm und war froh, dass mich Gellert heute Abend endlich hatte gehen lassen, oder eher großzügig und huldvoll entlassen mit einem Großteil an Ermahnungen was ich wie zu tun hätte, oder eben auch nicht..

Es war jetzt 22 Uhr und er hatte noch lange und intensiv mit mir geübt, hatte das Ritual unerbittlich in mich geprügelt bis ich wusste, ich würde davon mehr als einmal träumen und erst jetzt war er bereit gewesen es zu wagen, mich ziehen zu lassen da meine Augen seit Stunden normal geblieben waren.

Als ich gespannt den Gemeinschaftsraum betrat, fand ich ihn erstaunlich voll vor, um nicht zu sagen komplett besetzt mit allen Gryffindors!

Ich rechnete sofort damit, dass ich aufgeflogen war, somit war ich überrascht und überrumpelt als Ron mich kurz, wortlos aber sehr stürmisch umarmte und rausrannte, regelrecht durch da Portrait hechtete.

Ich blieb erstaunt und leicht verdattert über so viel Überschwänglichkeit stehen und konnte nun Harry sehen, der mich mit extrem wütend funkelnden Augen ansah, die einen mörderischen Blick zeigten, den er mir so noch nie zugeworfen hatte. Die Schlangen taten ihm überhaupt nicht gut.

Also ja, er machte sich, wirklich, denn das war etwas anderes diesem starren, vorwurfsvollen Blick ausgeliefert zu sein. Seit dem er nicht mehr gegen seine wahre Natur ankämpfte, die ihn durchaus auch nach Slytherin geführt hätte, erkannte man einen listigen, aber auch sehr entschiedenen und starken Anführer, der zwar gerecht und moralisch war, der aber auch verstand einzuschüchtern und zu strafen.

Er schaffte es, dass es erschein als wären wir allein in dem Raum, auch wenn ich wusste, dass es nicht so war.

Ja, er vereinte viele erstaunliche Eigenschaften in sicher, der junge Mann, der vor mir stand und sichtlich wütend war und mit sich rang diese Wut kalt und strukturiert auszulegen und nicht blindwütig, tobend auszuleben.

Das war der neue Harry, ein Mann, der mich gerade böse fokussierte und ich rührte mich nicht, auch nicht, als ich bemerkte, dass Ron schon wieder in meinem Rücken stand. Er war nicht gerade leise wieder hereingekommen.

„WO WARST DU?“, fauchte da auf einmal Harry aufbrausend los und erinnerte erschreckend an Severus.

Die ansonsten totale und absolute Stille im Raum lastete schwer, als ich unter dem stahlharten, grünen Blick nicht auswich, diesem vorwurfsvollen Ausdruck standhielt und meine Hand lässig in meine Seite stemmte. Fortwährend war ich mir der gaffenden Gryffindors sehr bewusst und das sie mich alle ungläubig wie eine Fata Morgana anstierten.

Als ich nichts erwiderte und ruhig vor ihm verharrte,sprach er aufgebracht weiter:

„Weißt du, was wir für einen Affentanz aufführen mussten, damit dein Verschwinden unbemerkt geblieben ist? Das McGonagall dich schriftlich entschuldigt und du dich zwei Tage leicht erkrankt in deinem Bett ausruhen durftest! Ich hab ihr das Blaue vom Himmel runtergelogen, das du nicht zu Pomfrey musst! Sie wollte dich sehen, Ron wurde zu Hermione, für eine Stunde und hat den sterbenden Schwan gemimt! Das sich die scheiß Treppe hat täuschen lassen war pures GLÜCK!“ So keifte er beeindruckend rum und ich wusste, er hatte Recht, aber ich war auch positiv überrascht, dass sie es geschafft hatten alle derart gekonnt zu täuschen, denn wie es schien war mein Verschwinden von der Lehrerschaft wirklich unbemerkt geblieben.

Da musste ich bei dem Gedanken schmunzeln, war aber auch froh, dass wir vorausschauend geplant und massig Vorräte angehäuft hatten bei den Tränken und wir auch Haare von uns allen Vorrätig hatten, damit je nach Bedarf jemand die Gestalt des anderen annehmen konnte.

Wir waren gut vorbereitet, was schön zu sehen war und auch, dass alle derart gut agierten, dass es überhaupt möglich war so etwas wie mein spurloses verschwinden zu decken.

Erstaunlich, das Ron die Rolle übernommen hatte, aber gut, denn wenn jemand mein Dark Mark, oder mein „M“ auf dem fremden Körper gesehen hätte, der davon nichts wusste, dann hätte ihn oder sie der Schlag getroffen.

Als ich einen taxierenden Blick über meine Schulter warf, sah ein sichtlich erröteter Ron verschämt weg und ich wollte ja nicht wissen was er danach mit meinem Körper angestellt hatte….als er alleine war, aber dies war eine eigene Story und ehrlich, im Zuge von Gellerts Gebet nichts großes zu fühlen oder an mich ran zu lassen, lächelte ich ihn nur milde an.

Dabei war ich mir der verblüfften und entsetzten Blicke der Gryffindors bewusst, die den ersten ernsthaften Disput von uns live miterleben, denn Zeit einen Zauber zu weben hatten wir uns nicht genommen, somit wussten die Löwen, das ich entflogen war und niemand gewusst hatte wohin.

Wobei ihnen schon länger klar war, das seit 2 Tagen etwas nicht stimmen konnte, wenn ich überall fehlte, aber jetzt hatten sie die Bestätigung und das war ärgerlich. Ich würde die Zauber auf dem Ausgang noch einmal verstärken müssen, dass kein Geheimnis den Turm verlassen könnte, aber dagegen das mir ihr Misstrauen und ihre Zweifel entgegenschlugen, dagegen würde ich nichts tun können.

Ich sah die ungläubigen Gesichter von Ginny, Neville, Dean, Seamus, Lav und Pav, aber auch McLaggen, die mich entsetzt maßen und total verblüfft erscheinen, das ich wirklich das Schloss verlassen hatte, aber ich würde mich nicht jetzt erklären, denn ich war ausgelaugt.

Ich konnte nicht mehr, auch Harrys Wut setzte mir zu, es wurde alles zu viel in letzter Zeit und so meinte ich fragend und dankend zugleich, auf die Information hin, dass Ron mich imitierte hatte:

„RON…“ Ich zeigte mich erstaunt und konnte sehen wie er rosarot anlief, als ich ihn lobend fast schon stolz ansah, dann winkte ich zu Harry hin ab und wollte ihn dermaßen ohne große Erklärungen stehen lassen, denn reden könnten wir morgen, wenn ich wieder ich…das Biest war!

Und so wollte ich zu den Treppen streben, alles hinter mir lassen, diese ganzen sezierenden und nervenden Blicke, als es mir auf einmal urplötzlich kalt den Rücken hinunter rieselte, dann ich hörte einige entsetzte und überraschte Quieker und erstauntes fast schon empörtes Luftholen hinter mir.

Ansonsten war es noch immer totenstillen im Raum und eine gespenstische Stille legte sich darüber, nachdem die ersten Töne verklungen waren, ich versuchte ganz ruhig zu bleiben und wollte nur die Treppen erreichen, nicht bereit mich dem in meinem Rücken jetzt zu stellen, während ich schon Harry in meinem Rücken sprechen hörte, das meine intuitive Annahme bestätigte.

„Professor!?“, kam es zaghaft von Harry, während alle anderen verstummt waren.

War das nicht fantastisch? Das war so klar gewesen! Sollte ich jetzt wieder mit meinem schwindenden Glück hadern?

„M I S S GRANGER!“, peitschte es kalt durch den geschockten Gemeinschaftsaum und ich drehte mich wie in Zeitlupe missmutig um, auf dass ich in die bleiche, reglose Maske von Severus schauen konnte, der in seiner dunklen Pracht im Gryffindorgemeinschaftsraum hoch aufragte und sehr fehl am Platz erschien, in all dem Gold und Rot, zu kräftige Farben für einen Mann wie ihn, aber wie immer wirkte er unbewegt, fast wie gemeißelt, nur seine Tonlage konnte einen erschrecken, derart bösartig wie er klang.

Wie schon einmal, als er wegen mir das Haus Gryffindor erstürmt hatte, war das absolute Entsetzten in den Gesichtern meiner Hauskammeraden zu lesen, die es nicht fassen konnten, das dieser Lehrer es wagte einen Fuß in unser Reich zu setzten.

Damals, bei seinem ersten Besuch wussten wir noch nicht was wir füreinander waren, aber ich erkannte gerade jetzt in seinen schwarz glänzenden Obsidianen die brodelnde Wut über mich in ihm, wenngleich er äußerlich mehr als beherrscht wirkte.

Aber wie immer hatte er sich absolut unter Kontrolle, beneidenswert!

Trotzdem durfte ich die Empörung unserer Kameraden in ihren Blicken erkennen, weil Severus hier in unser Heiligtum eindrang wegen mir, nun schon zum zweiten Mal, ein absolutes Novum.

„Professor!“, rang ich mir schließlich schwer ab und fletsche fast die Zähne dabei. Ich würde es Severus nicht sagen können, oder auch wollen, was passiert war. Hallo, er würde einen Schreikrampf bekommen, wenn er das von Gellert oder den tieferen Grund wegen den Augen erkannte, wirklich nicht!

Es würde mich nichts, absolut nichts dazu bringen von meiner Meinung abzuweichen. Ich hasste es mich zu rechtfertigen und ich musste wieder selbstständiger werden.

„Mitkommen!“, hauchte er nur seidig böse und dunkel, während ich mich halb umwandte und einen sehnsüchtigen Blick zu meinem Schlafsaal riskierte, derweil konnte ich wie alle anderen hören wie er leise drohte:

„Wagen SIE es!“ Oh, ich hasste es wirklich abgrundtief mich zu rechtfertigen und jetzt wagte er es auch noch mir vor allen Gryffindors doof zu kommen, was doch schon fast einen irrwitzigen Wunsch nach Rebellion in mir erwachen ließ.

Denn ich wagte es anstatt auf ihn zuzugehen, ging ich kurzfristig halsstarrig entschlossen auf die Treppen zu.

„Hermione!“, kam es furchtsam, ängstlich und ungläubig von Harry und Ron simultan, als ich auch schon einen mich streifenden Lufthauch spürte.

Ich hatte gar nicht bemerkt das sich Severus derart schnell und lautlos bewegt hatte, das hatte er aber, worauf er jetzt bedrohlich hoch vor mir aufragte und dann geschah es. Er tat, was er schon ein einziges Mal in absoluter Wut getan hatte, nämlich im Bett als er mein Malfoymal entdeckt hatte, er holte aus und verpasste mir übergangslos eine saftige Ohrfeige auf das es in der Stille laut klatschte, als seine Hand genau meine Wange schwungvoll traf.

Immer noch war er äußerlich völlig beherrscht, anders als damals. Er hatte diese Demütigung für mich wohlkalkuliert vor jedem hier geplant, denn er fuhr nicht unbeherrscht aus der Haut, nein, er war kalt wie Eis. Er wollte mich bestrafen für meine Weigerung ihm zu gehorchen.

Ein mehrstimmiges, entsetztes Keuchen ertönte, als sich die Empörung meiner Klassenkameraden über den tätlichen Angriff zeigte und sich ihren Schock überwanden.

Die Jungs murrten unwillig auf und es wallte Unruhe durch den Raum, während mein Kopf getroffen und schwungvoll zur Seite fuhr.

Wie es schein hatte ich es mal wieder geschafft, das die undurchdringliche Gleichgültigkeit von Severus zu meinem Erstaunen durchdrungen wurde, wenngleich er auch hier wieder sehr Bedacht vorging. Ich fühlte den Schlag und das sofortige einsetzende Pochen, während meine Wange bestimmt knallrot leuchtete und ich mich zwang meinem Instinkt die schmerzende Backe mit meiner Hand anzufassen nicht nach zu geben, denn ich wollte auch ihm nicht die Genugtuung geben zu sehen das es mich tangierte, also verharrte ich mit meinen Haaren, die mir wirr ins Gesicht hingen.

Aber es war nicht wie damals, als er wirklich die Beherrschung vor mir verloren hatte und mir gezeigt hatte, wie grausam er sein konnte, somit tangierte es mich wirklich weniger.

Nein, denn seitdem hatte er sich immer exzellent im Griff, schließlich war dies hier keine Kurzschlussreaktion von ihm, sondern total absichtlich, um mir meinen Platz und meine Stellung zu zeigen und mir vor Augen zu führen, nur darum ging es und noch nicht einmal in der Hinsicht, dass er der Lehrer und ich die Schülerin war, denn dieses Verhältnis hatten wir schon längst hinter uns gelassen, seit dem ich regelmäßig sein Bett wärmte, eher zeigte er mir, das er nach Lucius der Mann war, der das sagen in der Familie hatte! Und das ich immer zu gehorchen hatte!

Wie sehr hasste ich das alles in diesem Moment gerade, als mir das derart deutlich vor Augen geführt wurde! Diese archaischen und mittelalterlichen Strukturen in dieser veralteten und rückständigen Gesellschaft und auch Familie!

Ich hatte zwar nicht damit gerechnet, dass Severus vor Publikum derart offen handgreiflich werden würde, somit hatte ich ihn nicht vorausschauend abgewehrt und dadurch ging ich minimal bei dem harten Schlag getroffen in die Knie, denn weh, was tat schon weh, nach meinen Erfahrungen?

Das, dieser leicht pochende Schmerz jedenfalls nicht wirklich, wenngleich meine getroffene Wange und die Haut brannte und ich spürte das sie sich rot verfärben musste, es hallte auch in meinen Ohren noch immer das laute Klatschen wieder, von dem Schlag, als seine Hand die Haut meiner Wange getroffen hatte.

Unterdessen kreischten einige Mädels entrüstet und erschrocken auf, während einige Jungen wie Neville empört auf keuchten und beinah schützten eingreifen wollten, aber Harry und Ron hielten sich wohlweißlich zurück und somit kam es zu keinen weiteren Handgreiflichkeiten, denn jeder wartete was Harry als ihr Anführer tun würde, bei dieser provokanten Tat, die Severus hier auf „feindlichen Territorium“ beging.

Diese Nichteinmischung von meinen Freunden geschah zu meinem absoluten Stolz auf sie und zum Unverständnis der überrumpelten Gryffindors, aber ich war nur dankbar, denn alles andere und jedwede Einmischung in diesen Disput würde es nur schlimmer machen.

Jede Intervention zu meinen Gunsten würde auf meinem leidgeplagten Rücken ausgetragen werden und das hatten Harry und Ron schon lange verstanden und somit blieben sie akzeptierend stumm, auch wenn es ihnen sichtlich schwer fiel sich rauszuhalten und ihre Hände sich immer wieder wütend zu Fäusten ballten und ihre Kiefer unruhig malten, wen sie beobachteten was mir gerade wiederfuhr.

Leicht melancholisch dachte ich, wie süß sie waren und wie naiv, wenn die wüssten was noch alles passiert war, was bei weiten schwerer wog!

Der Schlag und die Reaktionen passierten innerhalb weniger Sekunden. Ich fing mich kurz indem ich die Augen zusammenkniff, um mich zu beherrschen und meinem Inneren nachzufühlen, dass ich immer noch die Herrin in mir war und ja, meine Augen waren nicht weiß.

War ja logisch, dass man vor seinen Klassenkameraden angegangen wurde und sich nicht offen wehren konnte oder eher durfte, warum das immer mir?

Als ich mich dann aus der leicht gebeugten Haltung mit noch immer geschlossenen Augen hochkämpfte und mir das Haar ruhig und lässig aus dem Gesicht strich, wissend, er war nach Lucius der, der das Sagen in meiner Familie hatte, zeigte ich jedoch nichts, meine Maske saß perfekt.

Ich hatte zu akzeptieren welche Stellung ich in der Familie hatte, alles hatte halt seinen Preis, also biss ich gerade die Zähne fest zusammen, während ich mich vor ihm gerade hinstellte um ihm nicht den Eindruck zu vermitteln, dass es mich tangierte, wenn er handgreiflich wurde.

Wenn Lucius es nicht schaffte mich endgültig zu durchdringen, würde es Severus auch nicht gelingen, da wollte …da musste ich stur sein!

Das ließ aber auch schon alleine mein unbändiger Stolz nicht zu, aber auch mein neues Sein.

Ich fasste mir an die Brust und versuchte mein inneres Gleichgewicht zu finden, wissend, dank Gellert, das ich nicht die Contenance verlieren durfte, wenn ich nicht mit weißen Augen hier rumstehen wollte und erst nachdem ich eindeutig wusste, dass meine Wahrnehmung normal war, schlug ich die Augen abrupt auf und begegnete Severus mit kaltem, unbewegtem Blick.

Dem ebenso stoischen Blick von Severus entnahm ich wacker das meine Augen normal blieben.

Was sagte mir das? Das es mich nicht wunderte wie ich behandelt wurde?

Nichts Gutes, wie mir nur zu bewusst war, auf der anderen Seite, vielleicht war es der Ausdruck von Sorge?

Nee, diese Hoffnung sollte ich am besten gleich begraben, eher war es die Wut darüber, dass ich keine Zeit gefunden hatte sie zu informieren! Severus sorgte sich nie, so wie Malfoys nie eifersüchtig waren.

„Und…. wenn ich ABER nicht will?“, wagte ich es provozierend langsam zu fragen und bemerkte sehr wohl die Ader, die an seiner Schläfe unheilvoll pochte.

Es war noch nie vorgekommen, dass ein Schüler von einem Lehrkörper hier in Hogwarts in der jüngeren Geschichte angegangen und geschlagen worden war und schon gar nicht vor den Augen von Zeugen.

Jetzt durfte ich sofort beobachten wie sich Harry und Ron wegen meine Starrsinn die Hand auf die Stirn klatschten und mich bittend ansahen es nicht auf die Spitze zu treiben, Sie kannten Severus und er war nicht zum Spaßen aufgelegt, während der bekannte und berüchtigte Mut die Löwen verlassen zu haben schien, da einige furchtsam die Blicke von unserer dramatischen Szene abwandten oder gespannt aber schweigsam verfolgten was nun passieren würde.

Seit dem die Gryffindors Zeugen einiger zwielichtiger Aktionen von mir geworden waren, war ich ihnen verständlicherweise suspekt und nun jetzt, diese ungewöhnliche Szene mit Severus führte nicht dazu ihre Zweifel und ihr Misstrauen zu zerstreuen.

„Treiben sie es nicht zu weit….ich sage es zum letzten Mal, sie gehen nun freiwillig mit mir und wenn nicht….dann schleife ich SIE hier auf allen vieren an den Haaren heraus…und ich rate ihnen mich nicht auf die Probe zu stellen! ICH, drohe nie grundlos! MISS GRANGER!“, hauchte er betont monoton und drohend, ich wusste, zu meinem unendlichen Leidwesen, dass ich auf verlorenen Posten stand und vergebens kämpfte, da Severus jedes Wort ernst meinte.

Es war ihm gleich wer zu sah, diesmal hatte ich ihn wieder derart weit getrieben, das er bereit war seine stetige und eiserne Kontrolle zu verlieren, wie in jener Nacht als er mein Mal von Draco entdeckt hatte.

War es ein gutes oder ein schlechtes Zeichen, dass ich es schaffte Severus wehrfähige und undurchdringliche Mauer ins Wanken zu bringen?

Wenn die Konsequenz so aussah, war ich mir da sehr unsicher ob es positiv war.

Somit tat ich das einzige was mich noch vielleicht vor seiner unberechenbaren Laune retten könnte, ich versank in einen kleinen, ergebenen Knicks vor ihm, was ihn nur zynisch abfällig Schnauben ließ über meine gespielte Demut, aber nicht mehr, nur dieses eine komische Geräusch gab er von sich bei meinem selbstlosen Akt der Akzeptanz vor der Autorität seiner Person, der mir verdammt schwer fiel und ich biss mir eisern auf die Zunge.

Auch die Gryffindors schauten mich entgeistert und fassungslos an, während ich mich wieder elegant und restlos beherrscht aufrichtete und ihm meine glühende Wange entgegenreckte, aber da rauschte er auch schon unbeeindruckt mit weit aufbauschenden schwarzen Roben an mir vorbei, wissend das ich ihn folgsam folgen würde.

Sofort waren die besorgten Jungs bei mir und Harry fasste vorsichtig mit den Fingerspitzen meine heiße, brennende Wange an.

„Sei nicht dumm…geh, schnell! Wir informieren die anderen!“, meinte er aufrichtig sorgenvoll und klang gar nicht mehr wütend, wie es schien war seine Wut verpufft nachdem er erkannte, dass ich nun vor einer ganz andern Instanz noch Rede und Antwort würde stehen müssen und zwar vor meiner Familie.

Ich sag´s ja, alles hat seinen Preis, für den Schutz musste ich mich nun halt rechtfertigen, auf der anderen Seite was für ein Schutz, wenn Lucius es schaffte mich fast den Inferi zum Fraß vorzuwerfen. Das war herrlich zynisch.

Aber wie es aussah tat ich Harry Leid.

Aber das wollte ich nicht, ich wollte kein Mitleid, verdammt!

Ich kam selbst mit allem zurecht, musste mit allem zurechtkommen, mich nervte das gerade alles sehr und so fuhr ihn auch wenig sanft an:

„Könnt ihr nicht alle aufhören einen Tanz zu machen, nur weil ich mal ein paar Tage weg bin? Ich hasse es mich zu rechtfertigen!“, fauchte ich böse, als ich Harry brüsk mein heißes Gesicht entzog und herumfuhr, durfte ich bemerken, wie alle mehr oder weniger erstarrt waren und gar nichts kapierten, verdammt, die Gryffindors zum Schweigen zu bringen würde auch immer schwerer werden, setzte ich eine kühle Miene auf als ich sie abschätzig maß, denn da hörte ich schon wie das Getuschel einsetzte:

„Weg???“, „Wie weg….weg, wie sie war nicht im Schloss?“, „Was heißt das, das Snape schon wieder hier ist und SIE wieder holt?“, „Er hat sie geschlagen?“, „Ich würde zu McGnoagall gehen!“, „Ganz schön brutal!“, „Aber ihr schien es nicht wirklich was auszumachen!“, „Ganz schön komisch, das Ganze!“, „Aber krass, das sie das Schloss verlässt!“, „Sollte man das nicht melden?“, „Sie hat einen Knicks gemacht?“, „Ich glaub mir fallen die Augen raus!“, „Und Potter tut nix!“, „HALLO, was passiert hier!“, „Habt ihr seine Drohung gehört?“, „Ja und echt… Snape sah aus als würde er es machen!“, „Was macht der eigentlich überhaupt schon wieder hier?“……….

„Bringt die da zum Schweigen!“, meinte ich nur noch kalt und befehlend zu Harry und Ron als ich durch das Portraitloch stieg und übergangslos grob am Oberarm gepackt wurde, dann schleifte mich ein bleichgesichtiger, schwarzhaariger Rachegott zum Geheimgang, der den Kerker und den oberen Stock miteinander verband und zog mich schmerzhaft in rasanter Geschwindigkeit zu seinem Quartier. Ich kam mir wie ein Kartoffelsack vor.

Noch bevor er die in das Wandregal integrierte Tür zu seinen Räumen in seinem Büro geöffnet hatte, donnerte er mich wie es schien vor Wut dampfend mit Wucht in das Regal und ich krachte wenig sanft in das unnachgiebige Holz, dabei hielt er mich noch immer eisern am Oberarm fest.

Dann krachte ich schon keuchend in das Regal und meine Schulter grüßte schmerzhaft, aber ich wehrte mich nicht, wäre eh sinnlos gegen einen zornigen Severus anzukommen, Ich begann seine langen, schlanken Finger an meinem Kinn spürte, riss er es auch schon grob zu sich hoch und seine Fingerkuppen bohrten sich schmerzhaft in meine Haut.

Auch pochte noch immer der Schlag der Ohrfeige und die geschwollene Haut spannte somit verzog ich unwillig das Gesicht, während er mir intensiv mit seinen schwarzen Augen in die meinigen blickte und ich unter diesem energischen und eindringlichen Ausdruck wirklich schwer schlucken musste.

Er wirkte absolut bösartig in dem Moment, in dem ich gar nicht geistig hinterher kam und überrascht wimmerte, als er plötzlich seine Lippen auf meine, von seinem festen Griff zusammengequetschten Lippen presste und mir einen harten Kuss grob aufzwang.

Ich starrte in seine noch immer offenen mich beobachtenden Augen und wusste nicht was in meinen weitaufgerissenen Augen stand, aber dann änderte sich etwas in der Art wie seine tiefdunklen Augen bisher bedrohlich funkelten und während dies passierte, löste er seinen festen Griff um mein Kinn, was ich seufzend zur Kenntnis nahm.

Währenddessen ließ er seine Hand in meinen von dem Dark Mark markierten Nacken unter meine offenen Haar gleiten und auch sein Kuss wurde fordernder aber auch gefühlvoller, was mich total überrumpelte und mich die Augen ergeben schließen ließ, nur sein Blick, der mich noch immer fest im Visier hatte, lag sicher weiter auf mir, den er gab sich dem Moment nicht hin.

Sein Kuss wurde nicht nett, sondern er war einfach böse und fest, wenngleich auch leidenschaftlicher, aber dabei noch immer sehr kalt und fast schon strafend.

Jetzt krallten sich seine Hand immer fester in meinen Oberarm und die andere in meinen Nacken packte hart zu, sodass ich fast bewegungslos war. Er zeigte mir nun nicht mehr mit Schlägen wer das Sagen hatte und wer entschied wie es weiterging und ich verstand die Botschaft sehr wohl hinter dem Ganzen.

Abrupt und unwirsch löste er sich von mir und öffnete die Tür mit einem bestimmten Wisch, während er mich herum riss, was mich fast aus dem Gleichgewicht brachte und so stolperte ich ihm schon wieder hinter her.

Er ließ mich erst los, als er mich grob auf die Couch stieß und ich unsanft auf ihr landete, dann wandte er sich schon ruckartig ab und rauschte zum flackernden Kamin, um wütend auf und ab zu marschieren.

„WO WARST DU!“, faucht er dann erbost los.

Schweigen

„Weist du auch nur im Ansatz, was du ausgelöst hast!“, hisste er zischend böse und warf mir vernichtende Blick zu, unter denen man hätte vergehen können, während er immer wieder seine Roben um sich fasste, um weiter hin und her zu schreiten.

Schweigen

„Ich war beim Lord, ….in der Höhle,…. im Manor!“, zählte er alles brüsk und knapp auf und in dem Moment, als er bekannt wo er mich überall gesucht hatte, überkam mich ein schlechtes Gewissen, denn wie es schien hatte man sich doch um mich gesorgt.

Aber ich biss mir unwohl auf die Lippe und sagte weiterhin nichts und wollte mir über die glühend heiße Wange streichen, ließ es aber bleiben.

Schweigen

„Draco, war in den Alleys, im Cottages, beim Rudel…..!“, kam es nun schneller von ihm und er blickte mich nun durchdringend an und zählte weiter eiskalt auf wo sie gesucht hatten und ich erkannte durchaus das sich die Familie um mich kümmerte, auch wenn es auf das Problem bezogen das letzte war was ich wollte!

Hoffentlich, war Draco nicht zu Gellert gegangen….war das einzige was ich dachte, wobei selbst wenn, Gellert würde schweigen, denn er wusste, dass das niemand wusste!

Schweigen

„REDE, endlich…….du hast eine Hufflepuff „obliviert“!“, wolle er nun ungehalten wissen wie es schien begann sein sonst stahlharter Geduldsfaden zu reißen, da er nun doch losbrüllte.

Schweigen

Ja, so schwieg ich immer noch verbohrt, stur und verkniff es mir unter seiner Wut zusammenzuzucken.

Plötzlich öffnete sich die Tür und ein nicht weniger verstimmter Draco erstürmte rasch den Raum und sah mich aus kalten grauen Augen an, die keine Emotion zeigten, während er zu Severus sprach.

„Ich kam sofort, nachdem mich Blaise Patronus erreicht hat….er hat mich gerade von dem „Obliviate“ informiert und in Kenntnis gesetzt! Was sagt SIE!“, zeigte sich Draco geschäftig und ließ mich seine ganze Sorge um mich spüren, indem er über mich redetet als wäre ich nicht da, oh, ja Draco war sauer, in seinem eisigen Auftreten hätte er mit Lucius konkurrieren können. Wie sagte man so schön, wie der Vater so der Sohn?

„Nichts, sie schweigt!“, kam Severus ganze verächtliche Häme zutage die er hatte, während er seine Mundwinkel angeekelt von meinem Starrsinn verzog und die Schultern ärgerlich hob.

„Hermione?“, meinte nun Draco eindringlich und fasste mich fest ins Auge und wandte sich mir zu.

„Ich kann deinen Vater gerade, zu gut verstehen!“, meinte Severus inbrünstig s, worauf er missgestimmt seine Lippen zu einem Strich presste, während ich noch immer unbewegt dasaß und mir das Schauspiel fasziniert ansah.

Ich konnte mir die Gewaltfantasien in seinem Geist lebhaft vorstellten, als ich sein markantes Profil das sich Draco zugewandt hatte, betrachtete.

„WO WARST DU?“, fragte nun Draco sichtlich genervt und strich sich seine wirren weißblonden Strähnen aus dem Gesicht, er wirkte nicht ganz so perfekt zurechtgemacht wie sonst.

„Das mit der Hufflepuff tut mir nicht leid, es war nötig, aber ich hoffe sie ist in Ordnung!“, entschloss ich mich mein Schweigen zu brechen, vor allem da es mich interessierte wie es der Kleinen ging.

„Hast du überhaupt nachgedacht?....wenn, das zu Dumbledore durchgedrungen wäre!“, sprach nur noch Draco, denn Severus schwieg nun wie üblich und war stumm. Jetzt glitt er wie von allein in die Rolle des Beobachters, in der er sich sichtlich am wohlsten fühlte, während ich mich fragte, ob Draco dachte ich wäre hirntot?

„Ich musste schnell handeln. Die Konsequenzen, selbst wenn es aufgeflogen wäre, wären leichter zu tragen gewesen, als das Mädchen mit ihrem Wissen laufen zu lassen!“, bekannte ich nun vollkommen emotionslos und versuchte mich in Maßen zu rechtfertigen. Etwas, was mir nur schwer über die Zunge kam und so verschränkte ich die Arme abwehrend vor mir und lehnte mich tief in die Couch zurück.

„Aber warum haust du anschließend Hals über Kopf ab?“, fragte Draco aufgebracht.

Sollte ich ihnen sagen, dass ich am Sterben gewesen war und für ausgefeilte Finesse keine Zeit gehabt hatte?

Die würden nie Ruhe geben.

Hatte ich schon mal gesagt, dass ich es hasste mich zu rechtfertigen?

So entschied ich mich einen Teil der Wahrheit erzählen zu müssen, da sie es eh wussten und zweitens würden sie sonst nie Ruhe geben. Ja, es war ein schmaler Grat auf dem ich wandelte.

„Ich habe diese Augen bekommen….“, bekannte ich unwohl und verstummte auf halbem Weg indem ich mir auf die Unterlippe biss, aber da war auch schon Severus bei mir und hielt schon wieder mein Kinn grob zwischen seinen Fingern gefangen, während er es zu sich hochzwang um mir nun fest in die Augen zu starren.

„Es kommt unkontrolliert?“, forschte er beherrscht aber beharrlich nach und inspizierte meine Augen ganz genau, dabei trat von einer Sekunde zur anderen alles für mich in den Hintergrund und ich konnte das Rauschen in meine Ohren hören.

„Ich hatte mich kurzzeitig nicht unter Kontrolle!“, gab ich widerwillig kund und verharrte ruhig, wehrte mich nicht gegen die rabiate Behandlung von Severus, während sich nun Draco im Hintergrund hielt. Sie agierten wie ein eingespieltes Team, denn es war schrecklich so etwas ausgesetzt zu sein.

„Das ist inakzeptabel!“

„Das weiß ich auch, wird nicht wieder vorkommen!“, meinte ich kalt aufgrund dieser unsäglichen Feststellung von ihm und riss mein Kinn barsch aus seinem unsanften Griff, wenn wir hier fertig wären, würde mein Gesicht ganz blau sein.

„Arch, ja und wie?“, kam es höhnisch und verächtlich von ihm, währenddessen er die Arme vor seiner Brust verschränkte und zu mir in seiner schwarzen beherrschenden Pracht hinabstarrte.

„Warum denkst du, war ich so lange weg? Ich habe daran gearbeitet!“, verschränkte nun auch ich wieder abweisend die Arme und überschlug die Beine und lehnte mich abwehrend noch weiter zurück, denn mehr würde ich nicht sagen. Provozierend sah zu ihm herauf.

„Du warst beim Lord?“

„NEIN, war ich nicht! Ich war allein! Das war es was ich brauchte!“, informierte ich sie, denn das war elementar wichtig, gerade was den Lord betraf würde ich achtgeben müssen.

Aber wo ich wirklich gewesen war, wollte und würde ich nicht zugeben, oder gar weiter auf dieses Phänomen eingehen. Severus drehte sich gerade um und schritt in seinem Wohnzimmer unwirsch auf und ab. Wie es schien behagte ihn die Erkenntnis über die Augen gar nicht, das dieser „Effect“ häufiger…unkontrolliert auftrat.

„Ist es ausgeschlossen, dass es wieder passieren kann?“, kam da auch schon die alles entscheidende Frage, die ihn zu schwer beschäftigen schien und ich tat mir grad echt Leid, dass ich derart unter der Knute stand.

„So gut wie, wie gesagt, ich arbeite daran, die „absolute Kontrolle“ zu erlangen, aber da hilft deine Aktion von vorhin nicht wirklich, Severus!“, zeigte ich ihm meinen Unmut darüber wie er mit mir vor anderen Leuten umging sehr wohl und verzog verächtlich die Mundwinkel, als er auch schon wieder brüsk regelrecht empört zu mir herumwirbelte, dabei wehten seine weiten Roben dramatisch um ihn herum.

Ja, der Mann wusste zu beeindrucken in seinem auftreten.

„Severus?“, fragte nun Draco forschend, aber Severus wandte sich nur von mir ab und ging wortlos zu seiner Bar und auch ich sagte dazu nichts. Wie es schien beunruhigte ihn der „Effect“ und er versank in seinen Gedanken.

Aber auf Dracos Frage reagierten wir beide einvernehmlich nicht und sahen uns nur noch abwägend an. Ich wusste, dass ich sie hätte informieren sollen, aber es wäre mir erst heute Vormittag möglich gewesen, da war es dann auch schon egal gewesen und ganz ehrlich, mir war anderes im Kopf rumgegangen, als das sie sich derart alle aufregen könnten.

Ich gebe es zu, klar, mich traf eine Schuld an dem Chaos, denn einmal die Münze aktiviert und die Panik wäre geringer gewesen.

Aber ob man es glaubte oder nicht auch ich war nur ein Mensch und ich hatte wirklich andere Sorgen gehabt als die anderen zu informieren, zum Beispiel, das ich am abkratzten war.

Ich war damit beschäftigt gewesen es eben nicht zu tun und dann zu lernen damit zu leben.

Entschuldigung, dass ich also anderweitig mit meinen Gedanken beschäftigt gewesen war. Sie hatten es schließlich auch vergessen die Münzen zu aktivieren, also war halt mehr schiefgegangen!

Auf der anderen Seite gestand ich mir gegenüber ein, das ich niemals jemanden hätte informieren wollen wo ich war und warum und weshalb, deshalb hatte ich diese Möglichkeiten weit von mir weggeschoben, Verdrängung war auch eine Möglichkeit mit allem effektiv umzugehen.

Aber, dass sich alle gleich wegen mir derart sorgen würden, hätte ich nicht gedacht, vor allem nicht Severus, oder auch Draco!

Sie wussten doch, ich konnte auf mich selbst achten, hatte ich zumindest immer bisher angenommen.

„Warum hast du keinen Patronus geschickt, deine Elster?“, presste Severus wütend durch zusammengepresste Zähne hervor und ich zuckte die Schultern, was sollte ich darauf sagen?

Ich glaubte nicht, dass ich während ich bei Gellert gewesen war in der Lage gewesen wäre, einen aus einer glücklichen Erinnerung entstehenden Zauber beschwören zu können.

Nein, wirklich nicht, denn ein Patronus war nicht leicht zu erzeugen, es war fortgeschrittene Magie und mit den ganzen Offenbarungen und Erkenntnissen, die nur mit dem Tod, dem Sterben und der Gefühlkälte zu tun hatten, da wusste ich ja nicht wie ich es sagen sollte, aber ich war mir sicher, das hätte nicht geklappt und somit hatte ich diese Option gar nicht in Betracht gezogen.

Es wäre interessant ob ich es schaffen würde einen zu erschaffen?

Ich mochte meine Elster…..mhm….ich dachte schon, denn ehrlich, ich sollte ja nicht total abstumpfen, sondern nur lernen die Gefühle zu steuern und zu kontrollieren, auf das es nicht passierte, das mich die Inferi beherrschten, statt dem ich die alleinige Gebieterin war.

In solch eine Lage wie vor zwei Tagen würde ich nicht mehr kommen, da ich ihnen ja nun regelmäßig, einmal im Monat, meine Opfergabe darbringen würde, wenn ging es nur noch darum das ich immer die Kontrolle und die Macht behielt, also würden die schönen Erinnerungen von alleine wieder kommen, hoffte ich mal.

„Ist schweigen deine neue Kommunikation?“, hörte man Draco an das er genervt von mir war, als er mit beißender Ironie sprach, womit er mich jäh aus meinen trüben Gedanken riss und mein Haupt hochzuckte.

„Wir werden uns etwas einfallen lassen müssen, damit so etwas nicht noch einmal vorkommt und nun geht!“, wischte Severus uns bestimmt aber auch sehr abrupt aus seinen Räumen, denn wie es schien wollte er noch weg, vielleicht würde er wieder versuchen etwas über den „Effect“ in Erfahrung zu bringen?

Wie auch immer, es sollte mir recht sein und so gingen wir sofort, aber anders als von mir erhofft, packte nun Draco hart meinen Oberarm und zwang mich in die Richtung, die er vorgab und so wurde ich in den Slytheringemeinschaftsraum abgeführt und ich rollte nur genervt mit den Augen.

Hermiones Sicht ende

Dracos Sicht

Ich zog sie unnachgiebig und auch grob hinter mir her in meine Räume, denn ich würde sie nicht so leicht entkommen lassen wie Severus.

Sie würde mir hier und jetzt Rede und Antwort stehen.

Verdammt noch mal, ich hatte mir sogar echte, wirkliche Sorgen gemacht.

Aber Bitte, sie war verschwunden gewesen, für über 24 Stunden…puff… einfach weg, ohne irgendjemandem was zu sagen. Meine kleinste Sorge war gewesen das Vater sie haben könnte, oder sie auf einem Auftrag für den Lord war.

Ich wusste, um sie sollte und brauchte ich mich nicht sorgen, denn sie wollte es nicht, aber dennoch, nach den Ereignissen im Gewölbe, deren Ausmaße mir immer noch nicht in ihrem ganzen Umfang klar waren und ihrer Panikattacke nach der ersten Einführungsfeier der DeathEater, hatte ich durchaus Grund zur Sorge und dann das mit diesen Augen, der Angriff auf eine Schülerin. Kurz um, ich wollte Antworten.

Ich konnte die Slytherins beobachten die uns verständnislos nachsahen und total perplex waren über meinen gemeißelten und ihren kalten Gesichtsausdruck aber keine wagte auch nur einen Mucks als ich sie ins Zimmer zog und donnert die Tür hinter ihr lautstark zu, dann wandte ich mich drohend zu ihr um, hielt sie aber noch immer sehr fest.

Sie riss sich ruckartig los und funkelte mich aufgebracht an, doch ich war nicht weniger erregt.

„Was soll der Mist?“, keifte sie mich an, nachdem sie mir ihren Arm unsanft entrissen hatte.

„Du wirst mir jetzt sagen, was im Gewölbe passiert ist und wo du warst. Ich werde nicht einfach nachgeben wie Severus!“, blieb ich gezwungen ruhig und forderte dies hart und sehr unnachgiebig.

Angriffslustig stand sie vor mir, ballte ihre kleinen Hände zornbebend zu Fäusten und funkelte mich aufgebracht an, dann erwiderte sie schwer um Beherrschung ringend:

„Ich werde dir gar nichts sagen, gerade dir nicht!“

„Ich habe das Recht alles zu erfahren und wenn du nicht freiwillig reden willst, dann werde ich dich halt zwingen. Wenn man bei dir nicht anders als mit Gewalt vorwärtskommt! Mir reicht´s! Ich meine es ernst diesmal, schweigen werde ich nicht akzeptieren!“, brüllte ich sie aufgebracht an, dabei starrte sie mich wütend nieder, wich aber keinen Millimeter zurück, diese Frau ließ aber auch alles kalt.

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Kapitel 251-252 Empty
BeitragThema: Re: Kapitel 251-252   Kapitel 251-252 EmptyDo Feb 09, 2012 7:33 am

„Das musst du aber! Ich gehe!“, kam es patzig von ihr und sie wischte sich ihr lockiges, wuschiges und wild abstehendes Haar aus dem Gesicht und sah mich arrogant und snobistisch an, als sie sich unwirsch zum Gehen wandte, packte ich jedoch übergangslos ihre Handgelenk, hielt sie fest und riss sie abrupt und brutal zu mir zurück.

„Nimm die Hand weg….sonst!“, zischte sie drohend und funkelte mich wütend an.

„Was sonst? Du bist mir nicht gewachsen, du weißt, das ich stärker bin!“, erwiderte ich kalt aber auch sehr hochnäsig, dann fügte ich hinzu: „Oder, soll ich jetzt Angst haben vor dem kleinen Biest?“

Ich ließ ihr Handgelenk auf der Stelle los und sah sie höhnisch, spottend an, mir war nur zu bewusst, die anderen fürchteten sie manchmal, sie konnte auch zum Fürchten sein, doch ich war gerade genauso aufgebracht wie sie, hatte keine Angst vor ihr, die hatte ich nie gehabt.

„Ohoh,…. Die kleine Gryffindor dreht auf!“, kam es hämisch von mir.

Das schien zu viel gewesen zu sein und das Fass zum überlaufen zu bringen. Ich konnte gar nicht so schnell reagieren wie ich ihre Hand mit viel Schwung im Gesicht hatte. Sie hatte mir mit voller Wucht eine geknallt.

Es klatschte laut und mein Kopf wirbelte herum, während ich das Brennen meiner Haut fühlte und fast schon reflexartig reagierte ich, erhob genauso meine Hand und dann traf sie der wuchtige Schlag, eine schallende Ohrfeige, die so stark war das sie herum schleuderte und ihre Haare durch die Luft flogen.

Ihre Wut schien sich nur noch zu steigern, ich sah wie sich mein Handabdruck rot leuchtend auf ihrem Gesicht abzeichnete, während sie sich wieder aufrappelte, dann holte sie erneut aus, doch diesmal war ich vorbereitet und schneller.

Ich fing ihre flache Hand noch im Schlag ab. Sie war eine Person die nie aufgab.

Mir reichte es, sie wollte Konfrontation, gut, dann würde ich halt voll ausspielen, dass ich hier der stärkere war, denn sie würde heute nicht gehen bevor sie mir gesagt hatte was los gewesen war.

Es schockierte mich zutiefst das wir derart tief sanken und uns Ohrfeigten, denn das war etwas ganz anders als wenn wir uns im Kampf die Fäuste in den Leib rammten, das hier hatte mit Respekt, Stolz und Achtung zu tun und dies verloren wir gerade total aus den Augen, aber das war mir in diesem Moment egal, hier ging es um mehr und somit gab ich nicht nach.

Es musste etwas vorgefallen sein, schließlich hatte ich im Separee meinen Vater vorgefunden, äußerst abwesend und so weit weg, dass er nicht mal bemerkt hatte, dass ich da gewesen war.

Severus war auch schon weg gewesen und sie auch und das mein Vater eine solch abwesende Verfassung zur Schaut trug, war absolut untypisch, auch wenn er dann doch noch sein Gift verspritzt hatte, war es weit von seiner sonstigen schillernden Bösartigkeit entfernt.

Dann kam noch dazu, was seit ihrem Verschwinden passiert war und das sie sich so vehement weigerte zu erklären wo sie gewesen war.

Bevor sie reagieren oder sich wehren konnte, hatte ich sie an der Hand mit der sie mich hatte erneut schlagen wollen ruckartig zu mir gezogen und hielt sie nun eisern und rücksichtslos fest, dabei gruben sich meine Finger fest in ihr Fleisch und drückten brutal zu, während ich sie rückwärts Richtung Bett schob und schubste.

„Lass mich los, Draco!“, zischte sie fordernd und ich sah die Schwellungen in ihrem Gesicht und selbst fühlte ich auch das pochende Brennen in meiner Wange.

Währenddessen versuchte sie sich aus meinem schmerzhaften Griff um ihren Oberarm zu befreien doch ich hielt sie unerbittlich weiter fest und erwiderte unbeugsam:

„Nein, du wirst hier bleiben!“

Das alles ging in einem Bruchteil und so stieß ich sie auch schon derb aufs Bett, war schneller über ihr als sie sich hätte aufsetzten können und hielt ihre Hände über ihrem Kopf fest, während sie begann sich hin und her zu winden und lauthals zu schimpfen. Ja, sie wehrte sich, aber verhalten, als wollte sie nicht, oder als wäre sie müde und erschöpft. Sie wirkte wirklich nicht auf der Höhe.

„Lass mich gehen, ich sage dir nichts! Ich bin dir zu nichts verpflichtet! Gerade dir nicht! Wie konntest du nur!“

Sie zeterte und schimpfe, so kannte sich sie nicht, derart aufgebracht und sich gehen lassend. Ich ließ mich mit mehr Gewicht auf sie sinken, da sie sich wand wie eine Schlange und fesselte ihren Körper unter meinem und hielt sie mit meinem Gewicht ruhig, dann näherte ich mich ihr immer mehr und presste schließlich aus der Not heraus hart meine Lippen auf ihre, um sie am lauten Zetern zu hindern.

Sie küsste mich nicht zurück, aber sie hörte trotzdem umgehend auf rum zu zappeln, sich zu wehren und auch zu reden, da ihr Mund ja verschlossen war, sie wollte ihren Mund partout nicht öffnen, ein Erfolg.

Weder sie noch ich schlossen die Augen, nein, sie funkelte mich weiter wütend und aufgebracht an, während ich bemüht kalt und strafend auf sie herab blickte, bis ich erkannte, ihre Wut ebbte etwas ab, sie atmetet schwer und zitterte vor unterdrücktem Zorn aber mir ging es nicht anders.

Schließlich, nach einigen Sekunden löste ich den strafenden, harten Kuss.

Mir fiel es schwer so beherrscht und kalt zu bleiben in den letzten Minuten, denn auch ich brannte innerlich lichterloh, doch wenn wir beide uns richtig aufregen würden, würde das hier nur zu einem noch größeren Desaster werden als es eh schon war und alles aus dem Ruder laufen.

Wir hatten uns geschlagen, verdammt noch mal, das war eine Grenze, die ich nicht hatte überschreiten wollen, nie!

Ich war geschockt aber auch nicht bereit nachzugeben!

Langsam, fast traurig bettete ich meine Stirn an ihre, ließ sie nicht eine Sekunde aus den Augen, beobachte jede ihrer Regungen genau und forderte dann samtig aber unnachgiebig:

„Und jetzt, wirst du reden! Was ist im Gewölbe passiert!“ Ein leidender Zug trat kurz auf ihr feingeschnittenes Gesicht, das seltsam fleckig anmutete.

„Frag nicht nach, Draco!“, bat sie leise aber fest und schloss die Lider.

Ich wollte nicht nachgeben, nicht heute, nicht hierbei, ahnte instinktiv, dass ihre Erlebnisse ähnlich verstörend hatten sein müssen wie bei ihrem ersten Besuch im Gewölbe und ich musste es wissen, schon allein weil wohl auch Vater in die Geschehnisse involviert gewesen war.

„Ich gebe nicht nach Hermione, willst du wissen, wer der bessere Okklumentiker von uns ist? Willst du das austesten? Vielleicht gewinnst du, aber nicht ohne, dass wir kämpfen und du bist nicht auf der Höhe, das sehe ich! Oder willst du es nicht sagen, weil du nicht eingestehen willst, dass du doch nachgegeben hast, dass du mit Lucius im Bett gelandet bist? Hat er es endlich geschafft sein Ziel zu erreichen, dort im Gewölbe?“, hisste ich böse und gemein auf und unterstellte ihr das schlechterste, dabei konnte ich zusehen, wie ihre rehbraunen Augen aufflogen und riesengroß wurden und ungläubig blickten, während sie mich empört anblinzelte.

Ich wusste, meine bösartige Unterstellung war gemein, wusste genau das, das war nicht passiert, sonst wäre Vater wohl kaum so abwesend gewesen nach dem Gewölbe, sondern schadenfroh und selbstgefällig, das er geschafft hatte was er die ganze Zeit anstrebte und ich war mir sicher, nach dem was er in letzter Zeit getan hatte, war sie Meilen weit davon entfernt sich mit ihm einzulassen, aber ich wollte provozieren, sodass sie vielleicht doch sagte was passiert war und das schien zu wirken.

Sofort sah ich, dass sie sich wieder brodelnd aufregte, als sie unter mir zu beben begann, sie versuchte erneut sich aufzubäumen um sich zu befreien, begann sich unter mir wieder zu winden, doch ich hielt sie eisern fest und forderte kalt:

„Sprich, war er gut, fickt er besser als ich!“, sprudelte meine unterdrückte Wut wie vergiftete Säure aus meinen Worten, denn das war wohl mit meine schlimmste Sorge und Befürchtung, dass dieser Albtraum eines Tages wahr werden würde.

„Lass das Draco, hör auf, du hast keine Ahnung, lasse es!“, versuchte sie mit bittendem Ton abzulenken, während sie sich noch immer vehement befreien wollte, bis sie mich zum Ende hin bösartig anfuhr, doch ich gab nicht nach.

„Dann sag was war. Sag es, Hermione!“, gab ich keine Ruhe und drang weiter mit beschwörender Stimme in sie, hielt sie dabei aber weiter mit meinem viel größeren Körper gefangen. Manchmal war es wirklich gut, dass sie derart klein war.

Ich hatte es geschafft ihren unsteten umherhuschenden Blick einzufangen als ich das derart eindringlich forderte und nachhaltig die Wahrheit verlangte und ich sah, wie sie sich nach kurzer Zeit geschlagen gab und nachgab, wohl weil sie merkte, ich würde hart bleiben und sie einfach zu erschöpft wirkte um bis zum bitteren Ende durchzuhalten.

Wie geschlagen schloss sie die Augen, schloss mich aus ihrer Sicht ausund somit auch aus ihren Gefühlen.

„Er hat mich gezwungen zu sehen was du getan hast! Es widert mich an!“, klang sie bar jeder Emotion in ihrer Stimme, als sie bekannte und erzählt was sie erlebt hatte. Ich betrachtete dabei ihre reglose Maske. Sie wirkte wie aus Stein gemeißelt.

Da öffnete sie die kalt blickenden braunen Augen und sah mich wieder direkt an, Abscheu lag in ihrem Blick als sie förmlich ausspuckte:

„DU WIDERST MICH AN DRACO!“

Diesmal konnte ich meine Wut nicht bremsen, mein Griff um ihre Handgelenke wurde fester, auf dass ich fast ihre Knochen brechen könnte, löste ich damit aber von ihrer Seite keine große Reaktion aus, sie schluckte meine Brutalität mit ihrer gewohnten Gleichgültigkeit Schmerz zu empfinden. Es war schrecklich mit ihr, denn eher das sie Schmerz zeiget, reckte sie ihr Kinn stur in die Höhe.

Ich legte nun schnell wieder meine Stirn an ihre und atmete tief ein und aus, während mir wirklich zum ersten mal vollumfänglich klar und gegenwärtig wurde, sie hatte alles gesehen, was ich der kleinen Smudgley hatte antun müssen, doch es machte mich abgrundtief wütend das sie so über mich richtete, denn bitte, sie tat auch immer was getan werden musste.

Gerade SIE!

Außerdem, wer war denn Schuld, dass das Mädel im Gewölbe gewesen war und nicht selig im Tode war?

Es kamen ungute Gefühle in mir auf, die sich nicht wirklich gut anfühlten so etwas wie Vorwürfe und Anschuldigungen, das sie mich verachtete weil ich mich gezwungen sah, bei diesen Tieren ein Tier zu spielen?

Kalt erwiderte ich, fast bebend vor unterdrückter Wut:

„Was fällt dir ein, dir anzumaßen über mich zu richten? Es war doch deine Schuld, dass sie dort war, DU…NUR DU, hast sie in diese Hölle geschickt, du hast dafür gesorgt, dass ich das tun musste…. Vergiss das nicht und du hast nicht das Recht, dich so über MICH zu erheben…!“, hisste ich verletzt auf.

Ihr weidwunder Blick ging unstet hin und her, ganz untypisch für sie, dass sie solch offene Gefühle zeigte, ich würde sagen ich erkannte Abneigung und Ekel, mir gegenüber jedenfalls mehr als ungewöhnlich, dass sie das zeigte.

Was ging hier vor? Sie war komisch und unfair, gar nicht die Hermione, die ich kannte!

Ich stieß mich erbost und enttäuscht von ihr ab, das sie derart selbstgerecht über mich richtete. Sie zischte schmerzhaft auf als ihre Handgelenke durch den Druck meiner Hand so tief in die Matratze gedrückt wurden, als mein volles Gewicht kurz komplett auf ihr lastete. Ich musste mich beruhigen, denn ich wollte nicht, dass es wieder eskalierte und ich, sie wie Vater windelweich prügelte auch wenn es gerade einer großen Kontrolle und Selbstbeherrschung meinerseits bedeutete, da ich nie so wie er sein wollte.

Ihre Worte hatten mich tief getroffen!

Verachtete ich mich doch selbst dafür, zu was ich in dem Gewölben von Zeit zu Zeit gezwungen wurde zu tun!

Ein paar Schritte entferne ich mich vom Bett und wandte ihr brüsk den Rücken zu, verschränkte die Arme abwehrend vor der Brust und sah blicklos ins Feuer, während ich die Laken des Bettes rascheln hörte, da sie sich wohl bewegte.

Ich dachte schon, sie würde aufstehen und gehen, doch dann hörte ich plötzlich relativ ruhig, aber anklagend von ihr wie sie sich verteidigte:

„Es war schrecklich… das… dich so mit ansehen zu müssen! Ich hab es gefürchtet euch, dich je so sehen zu müssen…. So ….das ist…schlimm!“, stotterte sie ungewöhnlich unartikuliert für ihre sonstige immer taffe Art sich zu geben als sie nach Luft schnaubte.

Sie klang erstaunlich verletzt und getroffen, doch darauf konnte ich gerade keine Rücksicht nehmen, ich empfand es schon wieder als persönliche Anklage und das sie sich nicht in meine Lage versetzte brachte mich in unsägliche Rage.

Wütend fuhr ich herum, schoss auf sie zu und presste sie schlagartig an den Schultern übergangslos zurück auf die Matratze und überrumpelte sie, das war es mit meiner Selbstbeherrschung, sie schaffte das was andere nicht schafften, bei uns allen.

Sie hatte sich aufgesetzt gehabt und war auf der Bettkante gesessen, nun war ich wieder jäh über ihr und hielt sie erneut brutal fest und unter mir gefangen. Ich stand breitbeinig über ihr, presste sie an den Schultern runter und versuchte meinen Oberkörper so in Position zu bringen das ich sie bändigen konnte.

Erzürnt zischte ich: „Und meinst du, für mich war es eine Freude zu wissen oder zu ahnen, dass du das sehen wirst? Glaubst du ich bin gern Lucius Spielball, weil er dich, MEINE Freundin in seinem Bett haben will, weil ihr momentan andauernd gegeneinander kämpft? Denkst du wirklich, das was ich tun musste lässt mich kalt… oder war einfach?“

„Draco, lass mich los!“, zeigte sie sich stur und strampelte heftig als sie nicht auf mich einging und laut protestierte.

Doch ich ergriff nur wieder flott ihre Handgelenke, wollte sie ihr über dem Kopf zusammen festhalten, aber in dem Augenblick, in dem ich sie versuchte vollkommen unter meine Kontrolle zu kriegen, handelte sie blitzschnell und wie das Biest das sie war. Severus hatte zu meinem absoluten Leidwesen so Recht was sie betraf.

Ich sah es nicht kommen, erst als ich den stechende, durch Mark und Bein gehenden Schmerz fühlte, wurde mir schmerzhaft bewusst, sie hatte ihr Knie angezogen und es mir mit Schwung zwischen die Beine gerammt.

Mir stockte der Atem und mir wurde schwarz vor Augen, ich zog japsend die Luft ein, denn der Schmerz raubte mir den Atem und ohne, dass ich es verhindern konnte, schossen mir Tränen in die Augen.

Es tat höllisch weh, stach und pochte in meinem Unterleib und eine Taubheit breitete sich in meinen Beinen aus. Mit schmerzverzerrter Grimasse ließ ich sie sofort kraftlos los, krümmte mich vor großer unbeschreiblicher Pein und zischte atemlos aber aufgebracht:

„Du Biest, das wirst du bereuen!“

Ja, es lief eindeutig aus dem Ruder, hier wurde dreckig gekämpft. Wir waren brutal. Ich hatte noch immer große, unsägliche Schmerzen, sie hatte genau getroffen, mitten in meine Eier und weiß Merlin, das tat ziemlich weh, aber die Wut brannte gleichzeitig unvorstellbar gierig in mir und ich würde mich nicht noch mal heute von ihr überraschen lassen, schnappte ich keuchend nach Luft und versuchte durch das Rauschen und Pochen des Blutes in meinen Ohren etwas zu verstehen.

Ich raffte mich betäubt auf und ich war so unendlich wütend das meine Hand erneut auf sie zu sauste und diesmal holte ich noch mehr Schwung und legte noch mehr Kraft in meine Ohrfeige, es traf sie richtig heftig.

Ihr Kopf flog auf der Matratze getroffen zur Seite und ihre Lippe platze durch den harten Schlag auf und begann zu Bluten. Sie keuchte durch den Schlag, aber ich erkannte an dem Glitzern in den Augen das sie stinksauer war und somit ließ ich ihr gar keine Zeit sich zu fangen oder zum Gegenangriff überzugehen.

Ich nutzte meine körperliche Überlegenheit aus, drehte sie übergangslos auf den Bauch, griff ruppig nach ihren Armen und hielt sie an den Handgelenken, drehte sie ihr fest auf dem Rücken, überdehnte sie und sie schrie leise wimmernd auf und versuchte sich aufzubäumen.

Ich war wenig rücksichtsvoll und sie hisste überrascht und schmerzlich auf: „Arg… Draco!“

Doch das geschah ihr recht, denn sie hatte mich ja nicht weniger schmerzlich behandelt, dachte ich sauer, während ich mich schmerzlich zischend breitbeinig auf ihrem Po nieder ließ, verdammt tat das weh. Ich konnte mir nicht vorstellen wieder normal gehen zu können.

Sie versuchte noch sich zu wehren, wieder hoch zu kommen. Ich konnte spüren, dass sie mit den Beinen strampelte, was jedoch keine Auswirkungen auf mich hatte, dann bäumte sich ihr Oberkörper gegen mich auf, doch auch das brachte nichts, nur das sie sich selbst verletzte.

Sie warf bei all dem den Kopf hin und her, wollte wohl verhindern, dass ich ihr Gesicht in die Matratze drückte, doch das hatte ich gar nicht vor. Schließlich bemerkte sie ihre missliche Lage und gab nach und blieb mit zur Seite gewandtem Gesicht liegen, sodass sie besser Luft bekam als wenn sie es in die Laken gedreht hätte.

Sie wurde ruhiger, dann beuge ich mich hinab zu ihrem Ohr, das sie mir so offen hinhielt und überging den renitenten Schmerz, raunte gefährlich kalt:

„DU wirst so was nie wieder tun. Und glaub ja nicht, ich tue irgendwas das ich in den letzten Tagen tun musste, gerne. Du hast keinerlei Recht hier die Leidende zu spielen, denn du bist ganz und gar nicht unschuldig an dem was im Gewölbe passiert ist. Deine Fehde mit Lucius ist schuld an all dem. Ich hab dich so oft vor ihm gewarnt, jetzt erlebst du wie er ist! Und glaub ja nicht wieder rum zicken zu müssen, weil ich dir sage, ich hab´s dir ja gesagt. Ich habe dich gewarnt, du hast es in den Wind geschlagen, mehrfach, jetzt leb mit den Folgen und damit, dass dein Handeln auch mich betrifft! Du wirst mir jetzt zustimmen!“, lehnte ich schwer auf ihr.

Sie schwieg. Ich sah wie sie ihre Lippen verkrampft und stur aufeinander presste, wohl nichts sagen wollte, also verstärkte ich den Druck um ihre Handgelenkte und lehnte mich noch stärker auf sie, was sie wimmern ließ aber noch immer kam kein Wort über ihre Lippen, stures Weib.

„Sag es, sag: Ja, Draco, du hattest recht!“, forderte ich provozierend.

Ich brauchte das hier, das war ihre Strafe für den heftigen Tritt in meine Genitalien, die noch immer heftig schmerzten und pochten.

Ich blickte abwartend auf sie hinab, sagte nichts weiter, doch dann sah ich wie sie langsam die Augen schloss, was sie in letzter Zeit erstaunlich häufig tat, wie mir auffiel. Ein Zeichen das sie sich erneut ergab und hörte wie sie mir antwortete:

„Ja, du hast mich gewarnt Draco und hattest recht!“, kam es leise aber trotzdem fest von sich.

„Brav!“, lobte ich seidig, dann lehnte ich mich wieder zu ihrem Ohr hinab und fuhr gefährlich fordernd fort:

„Und jetzt, sagst du mir was im Gewölbe passiert ist. Keine Angst, ich erspare dir schmutzige Details, aber ich will wissen was war. Was hat Lucius gemacht und wie bist du aus der Situation raus gekommen?“

Ich wollte wirklich wissen, warum Lucius so konsterniert gewesen war und ob sie es geschafft hatte ihm die Stirn zu bieten und unbehelligt hatte gehen können, denn ich hoffte, dass es so gewesen war, dass sie einen kleinen Sieg gegen IHN errungen hatte.

Erneut gab sie nach einigen Augenblicken des Überlegens nach, sie blinzelte und schloss erneut die Augen und stieß einen tiefen ergebenden Stöhner aus:

„Lucius fand es amüsant sich diesmal nicht selber mit den Mädchen zu vergnügen, sondern sie zu animieren sich mit mir zu vergnügen!“, klang sie regelrecht bitter und angeekelt.

Ihre Stimme klang hart und kalt und mir war bewusst, mehr würde sie dazu nicht sagen, egal was ich tat, aber ich hatte ja auch was ich wollte. Ich hatte erfahren was Lucius getan hatte und ich hielt mein Versprechen, sie musste keine schmutzigen Details präsentieren.

Wobei, ich mir vorstellen konnte das Severus und Vater die Vorstellung bestimmt genossen hatten.

Doch trotzdem musste ich noch wissen, wie sie entkommen war, hatte er sie entlassen, hatte sie aufbegehrt?

Wenn ja, würde es heißen, dass wir uns erneut auf Ärger gefasst machen könnten, hatte er jedoch seinen Willen bekommen, hatten wir vielleicht eine gewisse Schonfrist.

Somit beute ich mich erneut ganz zu ihr runter:

„Gut, soweit dazu, aber wie bist du IHM entkommen? Müssen wir mit neuer Schikane rechnen oder hat er seinen Willen bekommen?“, wisperte ich leise und harrte gespannt mit einer gewissen Aufregung im Magen ihrer Aussage entgegen.

„Er hat seinen Willen gekriegt! Zufrieden? Und Severus hat mich da raus gebracht, ich bin bei ihm geblieben! Arrrr…..“, grummelte sie gereitzt und schrie zum Ende hin frustriert auf.

Ich hatte schon gewusst, dass sie bei ihm gewesen war, aber das er sie wohl auch, wie sie sagte „da raus“ gebracht hatte, ließ darauf schließen, das ihre Verfassung desolat gewesen sein musste und auch wenn ich Severus einerseits dankbar war, das er sie mit genommen hatte, war ich andererseits sauer, das er nicht eher eingegriffen hatte, denn wenn einer Vater bremsen konnte, dann Severus.

Außerdem stieg eine Wut in mir auf, von der ich eigentlich gedacht hatte sie im Griff zu haben. Ohne, dass mir wirklich klar wurde was ich tat, stieß ich mich von Hermione ab und ließ sie plötzlich los und ihre Arme lösten sich aus ihrer verdrehten Haltung und sie keuchte schmerzhaft auf, somit erhob ich mich und grollte tief:

„Ich hasse es, wenn du zu Severus gehst!“

Bei den ersten Schritten fühlte ich mich noch etwas wacklig auf den Beinen, ich spürte, die ziehenden Schmerzen in meinem Schritt wirkten noch nach und hatten mich Kraft gekostet, diese ganze Auseinandersetzung zerrte an meinen Nerven.

Es war die Wahrheit. Aber augenblicklich hasste ich alles.

Ich hatte an meiner Eifersucht schwer gearbeitet, aber besiegt hatte ich sie nicht, nur unterdrückt. Ich hasste es innbrünstig wenn sie zu ihm ging, wenn sie ihn mir vorzog und die Vorstellung sie ging freiwillig, bereitwillig und gerne zu Severus um mit ihm schlafen machte mich noch immer rasend.

Ich blickte zwiespältig auf sie hinab, sah zu wie sie sich schwer aufrappelte, langsam aufstand und sich die schmerzenden Handgelenke rieb. Sie hob den Kopf selbstsicher, diese Frau war erstaunlich, selbst bei einem handfesten Krach ließ sie sich nicht wirklich unterbuttern und zeigte immer noch ihrer Stärke und blickte mich nun unbeteiligt an, dann sagte sie ruhig und klar:

„Ich weiß, Draco!“

Sie würde sich nicht rechtfertigen weil sie zu ihm ging und es wohl auch nicht aufgeben, weil ich es wollte, das war mir zu meinem Leidwesen bewusst, denn sie brauchte ihn oder auch wir brauchten ihn und mir war noch immer klar, dass es ja zum Teil meine Schuld war das sie immer noch zu ihm ging.

Ich wünschte mir einen Zeitumkehrer, aber woher hätte ich wissen sollen, das sich alles mal derart entwickeln würde, das SIE mir derart wichtig werden würde!

Dass sie die Frau war, ich nicht teilen wollte?

Das hatte ich nicht vorausahnen können und auch wie wir damals hätten Severus abschütteln sollen ohne ihn aufzuscheuchen war selbst mir schleierhaft, den er hatte schon vor mir angebissen gehabt und er war ein Bluthund wie Vater, somit würde ich mein großmütiges Angebot das es in Ordnung war so lange es in der Familie blieb, nicht zurücknehmen, dazu war ich zu stolz, aber jetzt war es nun mal raus das ich es hasste, egal ob ich wollte oder nicht.

Und ich vermutete, sie hatte es sowieso gewusst und beliebte nur großmütig darüber hinwegzusehen.

Nun trat sie versöhnlich auf mich zu und legte eine Hand auf meine Schulter, während sie mich intensiv musterte. Ich blickte tief in ihre so ausdrucksstarken, braunen, schönen Augen und sie in meine, während sie fast feierlich sagte:

„Ich hatte Angst nach dem was ich sah, das du ähnlich wie Lucius sein könntest….aber das bist DU nicht! Wir dürfen ihn nicht zwischen uns kommen lassen. Wir dürfen nicht zulassen, das Lucius das mit uns macht, das er uns auseinander treibt! Uns dazu bringt gegeneinander zu kämpfen Draco!“

„Ich bin nicht wie er und beim Rest stimme ich dir voll und ganz zu! Nur zusammen sind wir stark!“, erwiderte ich inbrünstig, während ich ihren Blick hielt, dann beugte ich mich vor und küsste sie kurz auf die Stirn, bevor ich mich rasch abwandte und zur Bar ging, wobei jeder Schritt wie Feuer in meinem Unterleib brannte.

Ich brauchte einen Drink, dringend.

Die Stimmung war nach meiner Offenbarung sehr plötzlich umgeschlagen und wir waren auf einmal beide deutlich ruhiger, die Aggressivität, die unsere Unterhaltung seit Beginn geprägt hatte, war auf einmal ganz plötzlich gegangen und hatte einer fast melancholischen Stimmung Platz gemacht.

Ich schenkte zwei Gläser ein und reichte ihr eines, auch sie schien das jetzt zu brauchen. Abwartend sah sie mich an, ich streckte mein Glas vor und prostete ihr spöttisch zu, blickte sie aber nicht wirklich an.

„Darauf, dass wir nie wieder zulassen das wir zu seinem Spielball werden!“ Sie nickte, stieß mit mir an:

„Darauf, dass wir einander vertrauen und zusammenhalten!“, meinte sie ernst. Wir nahmen einen tiefen Schluck und sahen uns wieder an, standen uns abwartend gegenüber.

„Ich werde auf Severus nicht verzichten, das weißt du!“, kam es verzögert von ihr und dann strich sie sich die Haare aus dem Antlitz.

„Ja, das weiß ich, außerdem ist er wichtig! Er würde es nie akzeptieren, würdest du ihn aufgeben!“, ich verzog missbilligend die Mundwinkel nickte aber zustimmend.

„Sehe ich auch so!“, stimmte sie mir sehr eisig zu und drehte ihr Glas in ihrer Hand.

Ich sah hinab auf ihr Glas, sah die Blutspuren an der Stelle von der sie getrunken hatte und hob meinen Blick, blickte sie genau in ihrem Gesicht an und erst da nahm ich wahr wie sie aussah, etwas was ich bisher gar nicht registriert hatte.

Sie blutete noch immer aus der Lippe von meinem Schlag, mein Gott, das war alles total aus dem Ruder gelaufen, auch die sich blau und grün verfärbende Wange zeugte von unserer Brutalität und auch meine Backe brannte noch immer, von meinem Schritt ganz zu schweigen, aber sie sah wirklich nicht gut aus.

Mit einer schnellen Bewegung war ich wieder bei ihr, zum Glück zuckte sie nicht zurück sondern blieb absolut ruhig, Angst schien sie nicht wirklich zu haben, was gut war.

Da nahm ich ihr das Glas ab und stellte es mitsamt dem meinem auf dem Couchtisch ab, somit wandte ich mich ihr wieder zu. Vorsichtig hob ich die Hand als ich den taxierenden Blick aus ihren skeptischen Augen bemerkte und legte ihr sanft den Daumen auf die Lippe und ließ ihn über ihre blutende Lippe gleiten, sah mit Ekel und Abscheu ihr Blut an meinem Finger an, das von der Verletzung kam, die ich ihr zugefügt hatte bei einem Streit.

Mit meinen Fingerspitzen fuhr ich hauchzart über die beginnende bunte Schwellung, die meine zwei Schläge zurückgelassen hatten. Ich musterte sie intensiv, sah ihr tief in die Augen und sie auch mir, es war etwas ganz anders als sie nach einer Übungseinheit zu sehen wenn wir gegeneinander antraten, da verletzten wir uns viel schlimmer aber das hier ging viel tiefer und ich fühlte den Anflug eines schlechten Gewissens.

In ihrem Blick sah ich die gleiche Reue, die auch ich empfand, denn sie hatte sich bei ihren Schlägen auch nicht zurückgehalten und hätte noch mehr kämpfen können, wenn sie gewollt hätte, vor allem mit ihren Waffen wäre sie eine mehr als ernstzunehmende Gegnerin gewesen.

Wortlos hob ich meinen Zauberstab und heilte die Wunde an ihrer Lippe, dann ließ ich ihn über ihre verletzte Wange gleiten und tat auch dort mein Möglichstes. Sie seufzte leise und tat das gleiche bei mir, wobei ich ein wohliges Stöhnen nicht unterdrückte als die pochenden, permanenten Schmerzen aufhörten, heilten wir beide uns gegenseitig.

„Danke! Es tut mir leid, dich geschlagen und getreten zu haben. Ich hoffe, ich habe keine bleibenden Schäden verursacht!“, meinte sie nun mit einer gewissen Leichtigkeit in der Stimmte und um ihre Mundwinkel zuckte ein spöttisches Grinsen.

Sie schmunzelte leicht, als ich bei dem Gedanken an den Tritt leidend das Gesicht verzog, dann trat sie forsch auf mich zu und küsste mich sanft und genießend, bevor sie ihre Arme um meinen Nacken legte, sich zurücklehnte, mich verschmitzt ansah und schelmisch grinste, ergab ich mich diesem totalen Stimmungsumschwung.

„Es wäre sehr bedauerlich, wenn ich ernsthaft etwas kaputt gemacht hätte, denn ich hab eigentlich gern Spaß mit dir!“, hob ich bei dieser spöttischen Aussage nur eine Augenbraue und musterte sie und ihre Belustigung abwertend.

Als ich genauso verschlagen grinste, zog sie fest an mich, vergrub mein Gesicht in ihren lockigen Haaren und knurrte:

„Mir tut’s auch Leid, das ich mich soweit habe hinreißen lassen!“

Dann schob ich sie wieder etwas von mir, sah ihr entschuldigend ins Gesicht und sagte betrübt und leicht angeekelt:

„Sein Sieg war viel größer als er ahnt, weil wir uns so haben manipulieren lassen, wie tief sind wir gesunken. Nie wieder sollte so was passieren!“

Sie nickte nur zustimmend und küsste mich erneut, diesmal mit Leidenschaft und Hingabe und ich erwiderte den Kuss nur zu gerne, es war wie eine Entschuldigung, dass wir uns hatten gehen lassen. Als wir den Kuss beendeten, schlang sie die Arme um meine Taille und kuschelte sich eng an mich, schmiegte ihren Kopf an meine Brust und ich ließ mein Kinn erschöpft auf ihren Kopf sinken, während ich nachdenklich aber auch genießend das sie in meinen Armen lag, dastand, ich konnte es gar nicht fassen, das wir derart schnell verzeihen konnten.

„Wo warst du denn nun? Ich weiß, du warst nicht im Manor, nicht im Cottage, nicht beim Rudel, noch in der Höhle und auch nicht beim Lord, bitte sag mir wo du warst!“

Sie seufze leise und antwortete gedämpft gegen meine Brust: „Im Stadthaus, bei Gellert!“, wow, damit hatte ich nicht gerechnet, das sie Hilfe bei diesem komischen und nicht wirklich einzuschätzenden Zeitgenossen, suchte, war das nicht sehr gewagt und gefährlich?

Dann hob sie das Haupt und sah mich abwägend an.

„Und, war er hilfreich!“, wollte ich wissen, aber über Leichtsinn oder dergleichen wollte ich nicht sprechen, unser Frieden war nur fragil und ich wollte nicht schon wieder eine Diskussion heraufbeschwören, die wieder unselig enden würde.

„Ja, leider. Mir gefällt nicht so ganz was ich jetzt über mich weiß, aber ich habe es gewählt und werde damit leben müssen!“

Kurz verzog sie leidend das Gesicht, aber auch wenn ich sie zu Anfang des Gespräches gezwungen hatte zu reden, weil das uns beide belastet hatte, weil es wie eine Mauer zwischen uns gestanden hatte, so konnte ich doch eigentlich im Grunde immer noch gut mit der Tatsache leben das wir uns manches nicht sagten, denn ich vertraute ihr.

Mir war nur zu gegenwärtig, über das was mit ihr vor ging und was sie beim oder auch mit dem Lord tat, wollte sie ganz und gar nicht reden und so zeigte ich mich verständig:

„Solltest du irgendwann doch reden wollen, ich bin da, das weißt du!“

Sie nickte sofort und schenkte mir ein dankbares Lächeln.

Da löste sie sich auch schon von mir und trat einen Schritt zurück, dabei fiel mein Blick auf ihre Handgelenkte, die schon anfingen in Blau- und Lilatönen anzulaufen und meine Fingerabdrücke zu zeigen. Ich stöhnte ärgerlich auf und griff sachte nach ihren Händen, sah sie entschuldigend an.:

„Trank oder Spruch?“, sie überlegte kurz.

„Versuch den Spruch, aber wahrscheinlich nützt keines von beidem mehr viel, die blauen Flecke sind ja schon da.“

Ich tat es und versuchte es trotzdem. Die Blauen Flecke verschwanden nicht wirklich, wurden nur etwas blasser. Sie entzog mir ihre Hände, die einfach nur in meinen gelegen hatten, ohne dass ich sie groß fest gehalten hätte und meinte gleichgültig:

„Lass es gut sein Draco, sie sind in ein paar Tagen verschwunden oder ich nehme später die Salbe, viel wichtiger ist, dass wir uns das nie wieder antun!“

Ich schnaubte zustimmend auf und wandte mich ab, nahm mir wieder meinen Drink, reichte ihr ihren und trank schnell einen großen Schluck.

Wir nahmen in den Sesseln vor dem Kamin Platz und tranken schweigend, bis wir begannen über andere, unwichtigere Dinge zu sprechen.

Die Atmosphäre wurde entspannt war nicht mehr steif und gekünstelt und es tat gut, das wir endlich wieder im reinen miteinander waren, wenngleich ein bitterer Nachgeschmack blieb. In den letzten Wochen hatten wir durch Lucius Spielchen viel zu viel gegeneinander gekämpft, das würde nicht wieder passieren dürfen.

Wir waren ein Team und gehörten zusammen, vertrauten einander normalerweise blind, nur manchmal schienen wir eine Erinnerung daran zu brauchen, nur schade, dass sie diesmal so schmerzlich für uns beide gewesen war.

Wir kuschelten uns gemeinsam ins Bett und wenn uns wohl anfangs beiden nur nach schlafen und gegenseitiger Nähe war, so entwickelte sich doch für uns erstaunlich langsam und sanft mehr daraus, sodass wir in ein sanftes und langes Liebesspiel überging.

Es fühlte sich an als wollten wir uns gegenseitig etwas Gutes tun oder als suchten wir das Vergessen von allem, keiner von uns beiden gab sich besonders bestimmt oder ungestüm, nein, wir waren überraschend zärtlich und liebevoll, ganz entgegen unsere sonstigen Art.

Fast schien es als wollten wir durch diese Zärtlichkeiten vergessen welche Grausamkeiten wir in den letzten Tagen hatten sehen, erleben sowie erleiden müssen.

Dracos Sicht ende

Hermiones Sicht
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Kapitel 251-252 Empty
BeitragThema: Valentinstag    Kapitel 251-252 EmptyDo Feb 09, 2012 9:48 am

Hallo ihr Lieben,

diesmal gibt es noch mal ein langes Jubiläumskapitel, weil wir gerne einen großen Teil von Dracos Sicht mit in diesem Kapitel haben wollten, denn es ist das 200. Kapitel für mich als Beta, was Queenie damit würdigen will, das ich wieder einen großen Teil des Kapitels geschrieben habe.

Kaum zu glauben das ich jetzt schon 200 Kapitel lang, wenn ich´s überlege sogar sicher schon ein Jahr mit dabei bin und ich hoffe, ich darf auch noch bis zum Ende dabei sein, das hoffentlich mindestens weitere 200 Kapitel in der Zukunft liegt.

Ich möchte mich hier auch noch mal für eure vielen, lieben und so lobenden Reviews bedanken. Vielen Dank, ich freue mich immer sehr darüber wenn euch Dracos- oder auch Lucius-Sicht gefallen.

LG und viel Spaß beim Lesen,

Nira

AN ALLE:
Ich wünsche euch allen bei dem Kapitel ebenfalls viel Vergnügen und Spaß, ach… und das was sich gerade alles unvorstellbares entwickelt ist unglaublich. Ich bin sprachlos! Die besten, die liebsten, die treuersten und die aufopferungsvollsten Fans zu haben, die es auf Erden gibt!

Das habe ich in den Ausmaßen gar nicht verdient und ihr macht mich überglücklich! Das meine tägliche Mühe/ unsere tägliche Mühe derart von euch geschätzt wird!

Es ist etwas ganz besonders was ich und Nira hier erleben dürfen und ich weiß es mehr als zu schätzten und werde es in meinem Leben nie vergessen!

Und ganz besonders möchte ich euch für nun über 160.021x Klicks danken, darüber freue ich mich auch sehr!

Glg
queenie

252. Kapitel Valentinstag

Hermiones Sicht
Ich lag im Bett und anders als damals, als ich im Bett in Grimauld Place aufgewacht war und meine dann für immer blutbesudelten Hände im Schein der Sonne betrachtet hatte, faste ich mir diesmal im schimmernden Licht des Sees an die Wangen, die brennen würden wenn es keine Magie gäbe und sinnierte über mein Leben und wie es sich entwickelte, dabei gestand ich mir ein, das ich so nicht erzogen worden war.

Mum, also meine Mutter, wäre wenn Dad auch nur im Ansatz gewagt hätte, gegen sie die Hand zu erheben, beim Scheidungsanwalt gewesen und im Anschluss auch bei der Polizei, da war ich mir sehr sicher.

Aber ich….ich, hatte mich schon lange von der Norm, dem „normalen“, moralischen Leben verabschiedet!

Ich fühlte mich jetzt gar nicht wirklich untergebuttert als Frau an sich, denn ich schlug zurück. Das Problem war nur, das HIER hemmte mich, wenn ich einem Wolf oder den Lestranges gegenüberstand, oder auch einem Auror, griff ich auf jedes mir gegebene Geschick rücksichtlos zurück und kämpfte bis zum letzten und hatte nur ein vorrangiges Ziel, den anderen schneller zu eliminieren als er mich!

Und damit hatte ich einen Vorteil, weil ich eben rücksichtslos, gewissenlos und zielstrebig vorging somit glich ich meine körperliche Unterlegenheit mit meinem zielgerichteten Willen aus.

Nur dies funktioniere bei genau drei Männern nicht und das war mein Verderben und würde es sicher immer sein. Ich setzte nie alles ein was ich zu bieten hatte, wenn ich mit ihnen eine Auseinandersetzung hatte, da ich hier nie bis zum letzten gehen würde und verlor somit meine einzige wirkungsvolle Waffe gegen sie und das von Anfang an.

Ich erkannte sehr wohl, dass sie versuchten mich zu dominieren, zu unterdrücken und mich ihrem Willen zu unterwerfen, denn das waren diese archaischen, selbstverliebten Neandertaler, despotische Pantoffelhelden, wobei man sagen musste, dass die Gemeinde der Zauberer generell relativ zurückliegenden und diskriminierenden Werten nachhing.

Aber meine Männer sollten es ruhig versuchen, ihren Willen durchzusetzen. Ich würde mich dezent dagegen wehren, von ihnen in eine inferior, oder gar subalterne Stellung gedrängt zu werden.

Dies würde ein längerer Prozess werden und vor allem gegen Lucius würde es wohl weiter somit erbitterten Kampf heißen, aber eine Frau sollte es durchaus schaffen ihnen zu zeigen wo es langging, denn ich war nicht gewillt mich ihnen devot und demütig zu unterwerfen.

Draco war wohl von den dreien der, der mir am ehesten auf Augenhöhe gegenüber stand, aber auch er versuchte der Dominante in unserer Beziehung zu sein und Severus… na, er versuchte immer zu sagen wo es lang ging, was meine bisher schwachen Rebellionsversuche gebracht hatten, hatte man ja gestern gesehen.

Der größte Brocken würde aber ganz ohne Zweifel Lucius sein, doch auch bei ihm nahm ich mir vor nicht mehr nachzugeben, noch weniger als in den letzten Wochen.

Sie konnten denken was sie wollten, weil sie mir in letzter Zeit Kompromisse abgerungen hatten, aber ich würde nie über lange Sicht kleinbeigeben, doch solche Männer musste man langsam um den Finger wickeln, wofür war ich eine Frau, oder wie Severus immer zu sagen Pflegte, das Biest?

Ich sollte sie erst mal in Sicherheit wiegen, das erschien mir von Vorteil und die Brave spielen, unter Anbetracht meiner jetzigen Situation und das wir Ostern wieder im Manor sein würden, wenn wohl auch nur für kurze Zeit, sollte ich nicht zu sehr aufbegehren, Taktik und überlegtes Handel waren elementar.

Ich leckte mir über die trockenen Lippen und schielte zum schlafenden Draco.

Ich wusste es war nicht fair, das ich augenblicklich derart kalkulierend dachte und versuchte meine Vorteile mit Bedacht auszuspielen, aber ich erkannte auch, ich durfte nicht zu sehr in Abhängigkeiten verfallen, schließlich passte das nicht zu mir und man sah ja augenblicklich sehr deutlich wo das hinführte. Das war für mich nicht akzeptabel.

Ich hatte Draco verziehen…wirklich, denn den Ekel und die Abneigung von mir als ich ihn sagte, das „ER, mich anwiderte“ bezog sich in Wahrheit gar nicht vollständig auf Draco, sondern auf alles und jeden, selbst auf mich, denn ich empfand gerade nur Widerwärtigkeit und Verachtung auch für mich selbst.

Ja, ich weiß eine Frau die schnell verzieh, obgleich er zugeschlagen hatte?

Aber auf der anderen Seite war es besser als schweigen und ich hatte als erstes zugeschlagen. So waren wir mittlerweile. Dieses von mir erwählte Leben machte hart, härtete ab und machte einen dumpf und stumpf in den Befindlichkeiten wie man miteinander umging!

Ich hatte erkannt das Draco wirklich hart getroffen worden war von meinen Worten, seine Wut, Eifersucht, Sorge und seine Reue hatten ein Ventil gebraucht. Er hatte sich nicht mehr zu helfen gewusst und ich war selbst noch nicht wirklich auf der Höhe gewesen, sodass dies alles eskaliert war, zu meinem….zu unserem Leidwesen! Aber Dracos Reaktion war aus Gefühlen für mich entstanden, die er sich und uns auch eingestand, etwas was weder Severus noch Lucius taten, für mich aber Dracos Reaktion deutlich verständlicher machte.Klar glitten meine Gedanken kurz zu Severus und seinem Akt der Unauffälligkeit in Gryffindor, wie es mir zynisch im Geiste rumging. Ich biss mir auf die Lippen, dich sich noch immer trocken anfühlten, und dachte an die herrlich entsetzten Gesichter von Ginny und Co. dachte, daran wie es weitergehen würde.

Severus gab nicht einfach auf, denn das tat er nie!

Wenn Lucius ein Bluthund war, dann war Severus ein Hai, mit einem mehrreihigen Revolvergebiss, denn der ließ nie mehr los.

Aber wie es schien war ihm etwas eingefallen, sonst hätte er uns nicht derart plötzlich aus seinen Raum geschmissen. Ich würde vorsichtig sein müssen, denn an sich wusste ich das es unmöglich war zu erfahren was es mit meinem „Effect“ auf sich hatte, aber Vorsicht war geboten.

Andererseits war ich auch froh, das Draco und ich alles geklärt hatten und wir wieder zueinander gefunden hatten.

Da war mir doch tatsächlich ein Stein vom Herzen gefallen, nicht das ich es nicht durchstehen hätte können sauer auf ihn zu sein, aber mit allem was mir das Leben augenblicklich schwer machte, war es eine Erleichterung, nicht mehr auch noch gegen Draco ankämpfen zu müssen!

Es tat gut wieder zu wissen, dass wir zueinander standen und Lucius nicht mit seinen Spielchen zwischen uns kam.

Zwar war es zuerst nicht leicht wieder vollkommen und vollständig in seine Arme zu fallen, aber dann hatte ich durchaus gemerkt, das auch er diese Nähe gerade brauchte, als letzten Schritt unserer Versöhnung und ein bekanntes Gefühl behütet und beschützt zu sein war in mir aufgestiegen und somit hatte ich unser Zusammensein genossen, daraus Kraft geschöpft.

Vor allem hatte es mir geholfen, da ich es schaffte die Bilder von Draco und der Kleinen gekonnt zu verdrängen, oder auch mich und die zwei Frauen, schob ich gekonnt in die Tiefen des Vergessens.

Ja, wenn ich etwas konnte, dann unangenehme Erinnerungen ignorieren.

Vor allen war es für mein aufgewühltes Gemüt wichtig nicht zu viele Baustellen auf einmal zu haben. Ich musste erst wirklich lernen diesen „Effect“ vollkommen und jederzeit zu beherrschen, denn schließlich war es noch nicht so lange her, dass sich für mich alles verändert hatte.

Das ich mit dem Lord in der Höhle gewesen war und mir die Inferi unterworfen hatte, war erst gut anderthalb Monate her. Kein Wunder also, dass alles noch recht frisch und ungewohnt für mich war.

Und so eilte ich die frühmorgendlichen, noch leeren Korridore der Schule entlang, während die Sonne schon langsam hinter den hohen Hügeln auftauchte. Auf den Ländereien zeigte sich, das der Frühling bald Einzug halten würde und diese grässlichen, kalten und düstern Tage in absehbarer Zeit der Vergangenheit angehören würden.

Unterdessen hing ich meinen Gedanken nach und überlegte wie es im Gewölbe soweit hatte kommen können, denn auch wenn ich es nicht wirklich wollte, ich musste mich irgendwann damit auseinandersetzten.

Das schlimme war, sehr, sehr tief in mir drin ahnte ich instinktiv, warum es mich so dermaßen aus der Fassung brachte, das Lucius auch diese letzte Grenze überschritten hatte. Er war grausam nur gegen mich persönlich gewesen, ohne das es dafür einen wirklichen Grund oder Anlass als Strafe gegeben hatte, einfach weil es ihm Spaß machte und er seine Ziele erreichen wollte.

In den Ferien, als er mich in den Verließen des Manors ausgepeitscht hatte, hatte er mich bestrafen wollen, doch diesmal,…. Er hatte trotz meiner Bitten aufzuhören einfach weiter gemacht und das mit etwas, das ich weit weniger vor ihm verkraften konnte als jeden körperlichen Schmerz, es war pure reine Bosheit die er hier ausgelebt hatte, als wollte er Rache an mir nehmen.

Mit seelischen Qualen war ich noch nie gut klar gekommen und ich hatte tief in mir drin doch wohl immer noch angenommen das Lucius zwar grausam sein mochte, er mir jedoch zumindest nicht einfach aus Spaß an der Freude und zu seinem Amüsement so schaden würde.

Ja, Draco so zu sehen hatte mir wehgetan, meine Eitelkeit verletzt und mich kurzzeitig unaufmerksam werden lassen, das war für mich jedenfalls die Erklärung das Lucius mich dermaßen hatte überrumpeln können, denn anders konnte ich mir diesen riesen Fehler, den ich damit begangen hatte, mich nicht stärker zu wehren oder zu kämpfen nicht erklären.

Ich hatte die Kontrolle verloren, so was passierte mir normalerweise nicht, doch Lucius schaffte es immer wieder das die Situationen eskalierten und ich zu meinem Leidwesen überfordert war, wie ich durchaus verzweifelt feststellte. Das war etwas was nicht ging, nicht mit der Last, die ich zu tragen hatte. Ich konnte mir nicht erlauben von etwas zu sehr eingebunden zu sein, emotional zu involviert zu sein, dass es mich die Kontrolle verlieren lassen könnte.

Doch dann hatte mich sein Handeln so sehr überrumpelt, dass ich nicht mal an Gegenwehr wirklich hatte denken können und dann kam auch schon sein vermaledeiter Zauber, der mich auf die Matte geklebt hatte.

Verdammt noch mal, was hatte mich denn so geschockt?

Ich meine, das Severus mich so sah, mit den Mädels, das hatte mich nur peripher tangiert. Das Lucius den Mädels das antat und diese sich an mir vergingen, auch darüber konnte ich zumindest körperlich stehen, aber was machte es seelisch mit mir, das Lucius mich gezwungen hatte, das er in meinen Augen sogar die Linie überschritten hatte, die er sonst immer respektiert hatte, er sein Versprechen seinem Sohn gegenüber brach, das hatte mich fertig gemacht.

Auch wenn er nach Malfoyart sein Wort gegenüber Draco nicht brach, da er sich die Hände ja nicht schmutzig machte, war es in meinen Augen trotzdem ein Wortbruch.

Ja, Lucius wäre der perfekte Anwalt, eine sich windende Schlange, die alle Regeln so auslegte wie er es brauchte und damit doch alle Gesetzte umging.

Ich dachte immer noch über das Warum nach, denn schon Weihnachten war ich aufgebracht gewesen, weil er fast unwiederbringlich zu weit gegangen war, aber damals war es zumindest im letzten Augenblick noch gut gegangen, zumal ich wohl mehr bei Sinnen gewesen und in der Lage mich zu wehren gewesen war, doch seit diesem Vorfall hatte sich das Verhältnis zwischen Lucius und mir sehr verändert, war so dermaßen kompliziert geworden.

Ich versuchte zumindest alles was ich diesem Mann mal an positiven Empfindungen entgegen gebracht hatte nicht wieder an die Oberfläche dringen zu lassen, denn so paradox es klang, obwohl er seit Weihnachten wirklich ein riesiges Arsch war, böse, kalt und grausam auch mir gegenüber, konnte ich nicht ganz glauben das er das wirklich war, sondern sah leider, er setzte eine Maske auf und kämpfe gegen mich, wie ich gegen ihn.

Das Problem war nur, er hatte sich hinter seinen Masken verloren!

Auch wenn er das nicht sah, ich bemerkte das sehr wohl.

Doch die Frage wieso er nun so extrem reagierte, ging mir schon seit Mould-on-the-Wold nicht mehr aus dem Sinn. Was trieb ihn an, jetzt so grausam zu sein und das sogar grundlos gegen mich. Irgendwelche dummen Ideale, die er meinte einhalten zu müssen?

War es Wut weil er mal nicht bekam, was er wollte? Oder, war es Eifersucht?

Aber nein, ein Malfoy war ja nicht eifersüchtig, würde er sicher sagen, ganz wie Draco das auch immer tat.

Mir war klar, ich hatte Lucius im letzten Jahr zu nahe an mich heran gelassen und jetzt zahlte ich den Preis, das er es wie kaum ein anderer schaffte mich zu verletzten, zu demütigen und mich angreifbar zumachen, diese Erkenntnis war erschreckend, aber das würde ich nicht wieder zulassen, niemals.

Ich würde ihm keine Angriffsfläche mehr bieten, nicht mit mir, denn ich konnte mir das nicht mehr leisten.

Lucius wollte bis aufs Messer kämpfen, hatte den Kampf mit seinem Tun erneut eröffnet, auf eine andere Ebene gebracht und ich würde nicht nachgeben, jetzt erst recht nicht. Er war kalt, gefühllos und beherrscht, nahm keinerlei Rücksicht mehr auf mich, gut, ich würde genau so kalt und emotionslos gegen ihn vorgehen, Familie hin oder her, er wollte es so, bitte, das konnte ich auch.

Das vorher war Geplänkel gewesen.

Er war frostig und abweisend, gut, das konnte ich auch.

Er provozierte mich, auch das konnte ich ebenfalls und jetzt, er schreckte nicht davor zurück mir ernstlich zu zusetzten, wobei er mir wohl trotzdem keine bleibenden Schäden zufügen würde, aber bitte, dann würde ich jetzt auch ernstlich kämpfen.

Er wollte Krieg, den konnte er haben und auch wenn ich wohl nie so kalt und gefühllos werden würde wie er, es auch nicht wollte und hoffte das es auch nicht passieren würde, so würde er jetzt aber dennoch sehen was er von seinem Verhalten hatte, denn ich würde nicht klein beigeben, mein unendlicher Starrsinn war geweckt.

In der Ferne, durch eines der großen, gebogenen runden Fenster konnte ich die Gruppe von Läufern ausmachen, die unserem Haus angehörte, aber auch einige aus Ravenclaw und Hufflepuff, alles Mitglieder von DA und BL waren dabei.

Sie hatten mit dem Alltag weitergemacht, trotz der Ereignisse in der Nacht, was wohl hieß das Harry und Ron der Situation Herr geworden waren, somit waren die Läufer aufgebrochen, nur ich war zu spät dran.

Die allesentscheidende Frage war, ob ich mir das heute antun wollte, denn die Blicke der Gryffindors nach gestern wären schlimm genug, wollte ich mich dem jetzt schon aussetzen?

So blieb ich überlegend vor dem Portrait stehen und hob meinen Stab und sponn unter dem missbilligenden Blicken der „fetten Dame“ den Bann, versteckte ihn nonverbal, um die Geheimnisse besser schützten zu können, denn bisher hatte ihn niemand brechen können und das sollte auch so bleiben und runzelte erstaunt die Stirn.

Wie es schien hatten Harry und Ron schon daran gearbeitet, denn ich spürte die neue gewebte Magie und verstärkte nur noch die Banne, aber an sich war es fast unnötig. Gut, dass wir sie in unserem schwarzmagischen Training mit Blaise und Draco derart gut vorbereiteten und sie es umzusetzen verstanden, die beiden verstanden es mich zu überraschen.

Als ich in den frühmorgendlichen, ausgestorbenen Gemeinschaftsraum trat, hielt ich schlagartig inne, da er doch nicht so leer war wie er schien, auch wenn es absolut still war in dem Raum.

Ich blieb langsam stehen und wartete ab, bis sich eine Hand hob und auffordernd auf den leeren Sessel vor der Couch deutete und ich kam schließlich der wortlosen, aber auch kompromisslosen Aufforderung nach.

Sein strenger Blick war nicht wirklich einladend dem nicht nachzukommen und so sank ich vorsichtig unter starren Blicken nieder.

„Hermione!“, seine Stimme war ähnlich streng wie sein Blick, während Ron absolut reglos an seiner Seite verharrte und mich ebenfalls mit dem festen Blick seiner blauen Augen fixierte.

„Harry!“, meinte ich leicht amüsiert, denn ich fand sein Auftreten mehr als eindrucksvoll, wobei ich Lucius, Fenrir oder auch dem Lord gegenübertrat und somit würde er noch daran arbeiten müssen, um mir eine Emotion abringen zu können, aber er war auf dem richtigen Weg.

„Ich werde dir nie etwas vorschrieben, oder dergleichen….dich nie hinterfragen!“, stellte er es einfach in den Raum als Tatsache und ich nickte wohlwollend aber fragend nach einiger Zeit des Überlegens.

„Aber, ich wäre froh, wenn du dich rechtfertigen würdest…warum!“, verzog ich automatisch minimal meine Mundwinkel, denn rechtfertigen, es gab nichts was ich mehr verabscheute und das sah man mir auch gerade an.

„Harry, ich weiß…das das alles mehr als unglücklich lief!....“, begann ich ruhig, doch ich kam nicht weit und fuhr mir aufstöhnend durch die Haare.

„Wir wissen von der Hufflepuff…Blaise, hat uns noch spät Nachts davon informiert und in Kenntnis gesetzt!“, meinte er autoritär, auf das ich ihnen keinen Unsinn erzählen sollte. Sein Gesicht ruckte hoch und er schob sein Kinn störrisch vor. Wie es schien war er von meinem Versuch zu beschwichtigen wenig begeistert und Ron rollte nur sichtbar über mich die Augen und verschränkte die Arme vor der Brust, sagte aber ansonsten nichts, im Vergleich zu früher unvorstellbar.

„Harry, ich bin dir keine Rechenschaft schuldig, vergiss das bitte NIE!“, war ich nun gnadenlos und sehr ernst, wobei mein Ton an Schärfe gewann, wenn er so spielen wollte, dann bitte, da könnte er sogar noch was lernen. Ich lehnte mich zurück und überschlug provozierend meine Beine. Ich war in einer gefährlichen Stimmung. Mit Harry wollte ich mich nicht auch noch prügeln, funktionierte wenigstens noch mein Sarkasmus.

„Wie könnte ich! Aber trotz allem bin ich Neugierig!“, warf er begütend ein, denn er hob abwehrend die Hände um mich zu beruhigen. Ich wusste nicht was er an mir sah, aber Harry zeigte mir, das ich wohl anders als er bei mir vorhin, sehr wohl in der Lage war Furcht zu verbreiten, denn Ron schluckte sichtlich unwohl und saß recht starr auf seinem Platz.

„Wohl war, das bist du! Und das war schon immer, mit das enervierenste an dir!“, kam es lapidar von mir und dabei wurde mein Ton sehr wohl schärfer, Ron sah unbehaglich zwischen uns hin und her, während Harry und ich uns mit harten Blicken maßen.

„Ich bin, wie ich bin!“, kam es als Kontra von Harry und er blieb erstaunlich eisern und funkelte mich herausfordernd durch seine runden Brillengläser an.

„Tja, ich auch!“, erwiderte ich emotionslos, aber keine Spur kompromissbereit, während der Gemeinschaftsraum immer mehr in helles, erwachendes Sonnenlicht getaucht wurde.

„Also ein Patt!“, warf er sparsam ein und schnaubte verächtlich auf.

„Sieht ganz so aus, Harry!“, nickte ich knapp, aber sehr bestimmt, denn ich würde nichts sagen, oder mich gar vor Harry rechtfertigen. Es reichte, dass meine Männer mich unterdrückten, meine „Freunde“ würden mich nicht so weit bringen.

Wir wichen beide nicht von unseren Meinungen ab und verharrten stur auf der Stelle.

„Wo warst du?“, gab Harry als erster auf und versuchte er es erneut, sah mich unbewegt, durchdringend und fixierend an.

„Bei Gellert!“, erwiderte ich und gab ein kleines bisschen nach, da diese Information auch schon an Draco gegangen war, aber anders als Draco, wussten Harry und Co. noch nichts von den „white eyes“.

„Was wolltest du bei ihm, derart lange, ohne Worte, ohne ein warum, wieso, weshalb?“, wähnte er sich wohl auf einem erfolgreichen Pfad und harkte gleich weiter in raschen Tempo nach, zu ärgerlich und nervend, aber Harry hätte nicht nachgegeben und ich auch nicht und Streit mit ihm wollte ich auch nicht und so schüttelte ich nur von beginnenden Kopfschmerzen geplagt den Kopf und fuhr mir mit den Händen über die pochenden Schläfen.

„Mir ist gestern eingefallen, dass auch ihr die Münzen hättet aktivieren können!“, umschiffte ich sehr offensichtlich die Fragen und kam mir einem versteckten Vorwurf!

„Warum hast du nicht?“, schoss die Frage von Harry an mich sofort zurück und Ron haute sich verärgert die Hand auf die Stirn, da sie diese Chance der Kommunikation wirklich vergessen hatten. Schließlich war ein Patronus, den sie zu mir hätten schicken können, zu offensichtlich, weshalb dies keiner getan hatte. Man stelle sich vor, ich war beim Lord und würde einen Patronus erhalten, ein Ding der Unmöglichkeit.

„Harry, ich habe manchmal elementar wichtigeres zu tun ….als an alles zu denken!“, wie zum Beispiel am Leben zu bleiben, schoss es mir durch den Kopf.

„Ich gebe es zu! Ich kann nicht an alles denken!“, zeigte ich meine Kapitulation offen und hob wieder den Blick und nahm meine Hände in den Schoss, nach dem Gespräch würde ich einen Kopfschmerztrank zu mir nehmen.

„Aber, gerade deshalb arbeite ich auch am liebsten ALLEIN! Da muss ich an nichts anderes denken, als an MICH!“, blieb ich dennoch hart bei meinem Standpunkt, denn von dem würde ich nicht abweichen.

„Du wirst uns nichts sagen, oder?“, harkte Harry noch mal enttäuscht nach, wobei er mich deutlich unzufrieden ansah und seine Stimme klang freudlos.

„AHAH……….., Nein!“, tat ich so als würde ich überlegen um dann bestimmt, nein zu sagen. Ich hob abwehrend die Hände und schüttelte langsam den Kopf.

„Haben dich Malfoy und Snape auch entkommen lassen?“, fragte er weiter zweifelnd nach, während Ron uns weiter sehr aufmerksam beobachtete, aber da warfen sich die beiden einen mehr als skeptischen Blick zu, denn das glaubten sie nicht, dass ich entkommen war und es stimmte ja an sich, ganz war ich nicht entkommen, leider.

„Fast!“, war meine sparsame Antwort und mein Blick wie auch mein Ton wurden eine Spur kälter.

„Haben sie dir noch was getan?“, man war Harry heute hartnäckig und weitsichtig, aber jetzt sah ich kurz die Sorge in seinen Augen aufflackern, die jedoch sehr schnell wieder verschwand, er sie erstaunlich gekonnt in seinem Inneren versteckte, doch ich hatte es gesehen, er sorgte sich um mich.

„Nein!“, blieb ich einsilbig, denn man, das nervte hier gerade gewaltig. Ich wollte weder seine Sorge noch sein Mitleid, dabei fiel mir ein, ich musste mir meine Salben auftragen, damit die blauen Flecken und Male von meinem Körper verschwanden, die ich bei meinen Auseinandersetzungen davon getragen hatte.

„Und selbst wenn, würdest du es uns nicht sagen!“, fügte Harry dann noch geschlagen hinzu und ich zeigte Harry breit grinsend meine Zähne in einem spöttischen Lachen, denn bitte, ich würde ihnen sicher nicht schildern wie Severus mich nach der Ohrfeige vor allen, dann auch noch hart geküsst hatte oder das Draco und ich uns „geprügelt“ hatten, sie wären zu recht entsetzt und geschockt.

„Genau!“, bekräftigte ich seine Aussage nochmal indem ich nickte und Harry weiter anvisierte, meine Miene war wieder hart und unbeugsam geworden.

„Dann interessiert es dich, hoffe ich doch noch, dass hier ein Aufstand ohne Ende war, nachdem dich dein liebster „Severus“ mehr oder weniger mit Gewalt hier rausgeschleift hat. ER HAT DICH GESCHLAGEN! Vor dem versammelten Haus!“, warf Harry mit dunklem Ton ein, blieb dabei jedoch äußerlich erstaunlich gefasst und ruhig, aber ich erkannte, wie aufgebracht er innerlich war, aber er kämpfte um seine Haltung.

Jetzt hörte ich auch das verächtliche Schnaufen von Ron, seine erste größere Regung seit Beginn unseres Gespräches, das mehr einem Ringen um die Oberhand glich, nicht aus der Haut zu fahren, aber auch er kämpfte erfolgreich gegen sein Naturell an und schien zu gewinnen, denn er sagte nichts weiter, auch wenn er leicht rot im Gesicht wurde, aber dennoch, ich wollte nichts preis geben, während Harry Informationen vehement forderte.

„Bitte, Harry! Ihr seht nun schon ewig lange wie er mich schlägt und… euch auch jedes Mal, im Training!“, wiegelte ich lässig ab und unterstich dies mit einer wegwerfenden abtuenden Geste.

„Das war etwas völlig anderes und das weißt du selbst!“, erwiderte er prompt empört und was sollte ich auf diese Feststellung von Harry erwidern?

Nichts, also ließ ich es bleiben, natürlich war die Ohrfeige etwas Persönliches gewesen, da hatte er schon recht.

„Wie auch immer, dank dieses Auftretens und der Attacke sahen Ron und ich uns gezwungen deinen ganz speziellen Zauber über alle Gryffindors anzuwenden, auf jeden einzelnen! Wir haben um ihr Einverständnis gebeten und haben dann losgelegt, ein Heidenaufwand!“, erklärte mir Harry verschnupft, was sie hatten tun müssen und wie viel Arbeit es gewesen war um unsre Geheimnisse zu wahren.

„Was? Ganz Gryffindor steht nun unter dem Zauber?“, fragte ich geschockt, denn das hatte ich nicht erwartet, da waren meine Schutzzauber am Portal fast überflüssig, uns gehörte das Haus, eine unerwartete Nachricht.

„Ja! Jeder einzelne!“, kam es nun zum ersten Mal von Ron und es klang wie ein Vorwurf, als ich meinen Blick auf ihn richtete und er ihm stoisch entgegensah.

„Neville und Jack haben uns geholfen!“, informierte mich jetzt Harry nebenbei und ich nickte nur.

„Es war nicht leicht, denn das Haus war sehr…erregt! Aber wir haben sie zum Schweigen gebracht!“, klang es nicht so als wäre Harry sanft vorgegangen oder als wäre es gar einfach gewesen.

„Gut, das ist gut!“, erwiderte ich schwach und wirklich, ich war etwas erleichtert darüber, denn zumindest vor den Gryffindors war ich in der Hinsicht jetzt sicher. Ich erhob mich ausgelaugt, als wir langsam hörten wie die anderen Schüler erwachten und die Läufer würden auch bald wiederkehren.

An Ginny und die anderen wollte ich gar nicht denken.

„Es sollte nicht mehr vorkommen! Lasst es uns vergessen!“, bot ich an, fast wie ein Friedensangebot, denn schlechte Stimmung mit Harry wollte ich auch nicht, ich kämpfte schon an genug Fronten.

„Die Frage ist, ob die anderen es „ vergessen“!“, antwortete er abwägend zynisch und ging sonst nicht weiter auf mein Angebot ein.

Dies waren Harrys letzte Worte bevor ich mich für den herrichten ging und ja, als wir in der Großen Halle saßen, dachte ich an seine mahnenden Worte zurück und erkannte, dass er weitsichtig gesprochen hatte.

Ich und meine Geheimnisse waren vielleicht geschützt, aber die Blicke, die Blicke, die Severus und ich bekamen von durchwegs allen Gryffindors, waren beunruhigend und beängstigend in ihrer Vehemenz und ihrer Intensität.

Somit war unser Gespräch beendet und wir machten uns auf den Weg zum Frühstück.

Heute war Valentinstag, fiel mir plötzlich auf als ich die vielen Eulen sah, die in die Halle schwebten Päckchen, Blumen und Karten brachten und mich aus meinen reichlich trüben Gedanken rissen.

Solche Tage gab es noch?! Wow…..

Harry neben mir linste verstohlen zu Daphne hinüber, wahrscheinlich hatte er ihr etwas geschickt und wartete das die Eule kam und wie sie reagieren würde, doch davon wurde ich abgelenkt, als auch vor mir zu meiner unendlichen Überraschung eine Eule niederging, während bei Harry und Ron ein Heer, ähnlich wie bei Draco und Blaise, landeten, das sie bewältigen mussten.

Es war zu herrlich, dass die Mädels für diese vier Anführer schwärmten.

Ich war weniger gefragt, was nach der letzten Zeit irgendwie logisch war, aber das machte mir nichts, da ich meine Eule eher böse niederstarrte und mir mit fragend erhobener Augenbraue das Tier abwägend besah, da ich Angst hatte, dass dies eventuell von Lucius sein könnte um mich zu ärgern.

Somit nahm ich der Eule vorsichtig das schmale, längliche Etwas ab, das sie transportierte. Ich erkannte, es war eine einzelne, langstielige Blume, gewickelt in schwarzes Seidenpapier war.

Mein taxierender Blick schweifte kurz zu Draco, er würde doch nicht?

Nein, unwahrscheinlich, zu Severus schaute ich gar nicht, der und Valentin, das Fest der Liebe, hier verkniff ich mir das aufsteigende Lachen. So sauertöpfisch und unausgeschlafen, wie er heute schon die ganze Zeit aus der Wäsche schaute, aber auch Draco beachtete mich gar nicht, war augenscheinlich damit beschäftigt seine Eulen genervt fuchtelnd zu verscheuchen, ein herrliches Bild wie er da hochaufragend saß, gerade und arrogant und kühl durch Gegend blickte und die Eulen wie lästige Fliegen verscheuchte..

Unterdessen hatte ich während der Beobachtungen auch meine Blume geistesabwesend ausgewickelt und hielt eine tiefst dunkelrote, fast schwarze Rose in Händen, die ich erst jetzt genauer betrachtete und ihrer ungewöhnlichen Farbe mehr Aufmerksamkeit schenkte.

An ihr hing keine Karte, auch im Seidenpapier befand sich keine Karte und Draco war noch immer mit Daphne beschäftigt, doch da beugte sich Harry verschwörerisch zu mir rüber.

„Auch wenn mir heute eigentlich nicht danach ist dir was zu schenken, ich hatte das schon vorher in die Wege geleitet. Schließlich spielen wir ja ein Paar, nicht wahr…. Ich dachte, schwarz passt deutlich besser zu dir…!“, wisperte er mir in mein Ohr und ich lachte perlend auf.

Harry natürlich und dann auch noch diese außergewöhnliche Farbe, während um mich herum ein rosa, rotes oder auch weiß, gelbes Blumenchaos herrschte, hielt ich diese finstere Blume in Händen, die von vielen sehr genau in Augenschein genommen wurde.

So auch von einem misstrauischen Dumbledore, schließlich war dies doch eine mehr als ungewöhnliche Farbwahl. Sie bedeutete nichts wirklich nettes, aber Harry schien meinen Geschmack erraten zu haben, denn ich bevorzugte wirklich dieses tiefste rot der Rosen, wenn überhaupt.

Es war etwas sehr extravagantes, seltenes und ich liebte das ungewöhnliche.

Harry schenkte mir ein breites, leicht sarkastisches Grinsen bei seinen Worten, zeigte mir die Zähne und zwinkerte mir frech zu, bevor er sich kommentarlos wieder seinem Frühstück zuwandte, ohne eine Antwort von mir zu erwarten.

In der Zwischenzeit war auch vor Daphne eine Eule gelandet und sie hatte ihr die Fracht, die aus einem länglichen, weißen Päckchen bestand unter den neugierigen Augen der Slytherins abgenommen und begonnen es zu öffnen.

Ich sah, wie sie tellerrunde, große Augen bekam und dann die Schachtel wieder schnell schloss. Sie lächelte selig, regelrecht verträumt, da beugte sich auch schon Draco weiter zu ihr rüber und es sah aus als flüsterte er ihr etwas ins Ohr, worauf sie antwortete, dann zog er sich ruckartig zurück, aber er versäumte es nicht ihr einen Kuss auf die Wange zu drücken, unter den gespannten aber gut verborgenen Blicken der Slytherins, wie ich sehr wohl wahrnahm. Das Draco sich in der Öffentlichkeit so gab, war eigentlich undenkbar, aber Harrys offene Geste zwang ihn regelrecht reagieren zu müssen.

Ich blinzelte unter meinen Wimpern hervor zu Harry, der leicht verhärmt dreinblickte, wohl weil er Daphne etwas zum Valentinstag geschenkt hatte und sie nun vorspielte das es von Draco war, um den Schein zu wahren. So ganz schien Harry jedoch Dracos kurzer Kuss nicht gefallen zu haben denn Harrys Blick verdunkelte sich bedrohlich und er grummelte etwas vor sich hin. Ich stieß ihn leicht ungeduldig an und schenkte ihm einen warnenden Blick.

„Es ist zu euerm besten, hör auf!“, hisste ich bestimmt auf.

Er nickte und beruhigte sich sehr schnell wieder, dem neuen Harry schäumten zwar noch hin und wieder die Gefühle über, aber er hatte gelernt sich sehr schnell wieder im Griff zu haben, wie er heute immer wieder beeindruckend bewies.

Ja, das Leben konnte in all seinen Facetten scheiße sein! Das würde ich sogar unterschreiben!

Das Draco mir zu diesem albernen, überflüssigen Tag nichts schenkte, war mir doch eigentlich klar gewesen, aber Harrys Verhalten überraschte mich positiv. Er versuchte an alles zu denken, erfreulich.

Irgendwie überfiel mich ein komisches Gefühl das der Umstand das heute Valentinstag war noch für Aufregung sorgen würde, nach der ganzen Aufregung gestern Abend über mein Verschwinden und den Umstand das Severus im Turm gewütet hatte, sowie das schöne Gespräch zum Morgen, daher war ich gespannt wie sich dieser Tag entwickeln würde.

Doch dann erkannte ich, dass dieser Tag aber auch ein Glücksfall war, da mich niemand mehr als zu wichtig nahm, wenn sie doch alle ihrer Schwärmerei und der Liebe frönen konnten.

Perfekt an sich. Ich schreckte aus meinen Gedanken hoch, als sich jemand neben mir niederließ und ich in Ginnys strahlendes Gesicht blickte und ich die einzelne, klassische, rote Rose in ihren Händen bemerkte. Ich konnte mir denken von was für einem Herzblatt sie dieses Präsent erhalten hatte.

Wood war so was von konservativ, das es fast schon wieder knuffig war.

„Geht´s dir gut, Hermione? Harry, war echt sauer und bitte…“, ich sah, das es ihr auf der Zunge brannte etwas wegen Severus zu fragen, oder auch wegen meiner schwarzen Rose von Harry, aber sie kämpfte tapfer mit ihrer Neugierde um diese im Zaum zu halten, als ich nur sachten den Kopf schüttelte, woraufhin Ginny meinte:

„Ich verstehe schon, du willst mit mir nicht reden! Aber ich hoffe, du hast wen zum Reden!", zeigte sie sich um meinetwillen besorgt.

„Danke Ginny!“, blieb ich verhalten und trank einen Schluck von meinem Kaffee.

„Sieh dir Ron und Harry an, beide saufen fast in Liebesbriefen und Blumen, sowie Schokolade ab!“, warf ich einen Blick auf die zwei und wie sie wenig nett, alles in ihre Taschen stopften, als Ginny kicherte und meinte:

„Glaubst du Ron hat wie zu Weihnachten allen seinen Liebchen, das gleiche Geschenkt?!“ Dabei sprach sie zu laut, da Ron sie hörte und loslegte:

„Haha, sehr witzig Schwesterchen, ich bin durchaus lernfähig, von mir bekommt keiner was!“, wetterte er verschnupft und stand kategorisch auf, während er die Tasche schulterte, wie es schien lernte auch Ron sehr resolut.

„Hermione, du siehst müde aus!“, warf Ginny in mitfühlenden Ton ein.

„Ich weiß, ich bin auch müde. Ich denke, heute gehe ich früh zu Bett!“, aber jetzt stand mir erst mal ein aufregender Schultag bevor, mal sehen in welchem Bett ich denn landen würde, lag mir der Sarkasmus im Blut!

Als mein Blick erneut zum Slytherintisch ging, sah ich wie Draco mit Daphne am Arm gerade aufstand und die Halle verließ, die zwei wirkten zu meinem Amüsement wie ein altes Ehepaar.

Hermiones Sicht Ende
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Kapitel 251-252 Empty
BeitragThema: Re: Kapitel 251-252   Kapitel 251-252 EmptyDo Feb 09, 2012 9:48 am

Dracos Sicht

Das heute noch lautere, vielstimmigere und unerträgliche Rascheln von massig vielen Eulenflügeln war in der ganzen Halle überlaut zu hören und das nur, weil so einige Schüler, oder vor allem Schülerinnen, ganz der Tradition des heutigen Tages folgend meinten sie müssten kleine, kitschige, nervige Karten und Blumen verschicken.

Valentinstagkarten!

War es zu fassen wie viel Wirbel um diesen überflüssigen Tag gemacht wurde?

Nein, es war ein Kitsch und ein einziges Klischee ohne gleichen und sehr geschmacklos in seiner platten, gezwungenen Art!

Bei der Gelegenheit mochte man brechen und ich wusste, Severus war mit mir einig, so wie er mürrisch dasaß und hoch oben von der Lehrertafel zu uns stierte.

Severus war thronte oben wirklich wie auf dem Präsentierteller und musterte die Umgebung missbilligend, als hätte er Zitronen gefrühstückt, nachdem gerade der Schulleiter eine Karte öffnete und fröhlich das Gedicht mitsang, oder besser schmetterte.

Wer schickte dem alten Knacker eine Valentinskarte?

Vielleicht von Gellert? Dann wäre der Witz wenigstens noch zu verstehen und der Alte würde sich lächerlich machen? Mhm…müsste ich mal nachforschen, wenn ich das nächste Mal zu ihm ging. Mit Hermiones Hilfe hätte er es veranlassen können?

Aber das hier in der Großen Halle war peinlichst und unvorstellbar grausam. Die in rosa und rot geschmückte Halle tat in den Augen weh, wohin man blickte eine Geschmacksverirrung nach der nächsten, ein blickendes Herz hier und dort…..wussten diese Idioten eigentlich wie ein echtes Herz aussah?

Nein, nun gut, ich wusste es zu meinem Leidwesen sehr gut!

Ich hatte gestern im Rudel das Vergnügen gehabt dabei zuzusehen wie sie sich einen Landstreicher unter den Nagel gerissen hatten und ja….sie hatten sich gerade an seinem Herzen gütlich getan, oder besser Greyback, diese Bestie hatte gerade einen Happen von dem Leckerbissen genommen, als ich kam…bäh.

Ich hasste und verachtete diese Wesen zutiefst, dachte ich, während ich von dem Gedanken angewidert auf mein Frühstück sah und den Löffel angeekelt und laut klappernd fallen ließ.

Aber es galt diesen Tag der Liebe zu überstehen, da passte es nur zu gut, das Blaise heute, am 14. Februar Geburtstag hatte, der Herzensbrecher, der Alte.

Das war doch ein gelungener Witz und passte wie die Faust aufs Auge. Der Mann, der dem anderen Geschlecht bisher hingebungsvoll die Liebe gebracht hatte, war am Tag der Liebe geboren?

Doch auch er schien sich heute nicht wie ein Schneekönig über den kleinen Berg rosaroter, kindischer Briefe zu freuen, den die Eulen vor ihm abgelegt und angehäuft hatten.

Nein, er sah leicht abschätzend, abwartend und verächtlich aus den Augenwinkeln zu seiner Astoria, während er die angesammelten Briefe und Karten doch leicht hektisch zusammennahm und die Masse flott in seine Tasche zu stopfen begann, damit er weiter essen konnte, denn sie waren genau auf seinem Teller und seinem Essen gelandet.

Zu herrlich, das es dem großen Casanova der Schule dieses Jahr mehr als unangenehm war derart verehrt und beliebt zu sein, aber Astoria schien es gelassen hinzunehmen und lächelte ihm nur spitzbübisch und auch leicht spöttisch zu, während sie die eine Karte liebevoll auspackte, die sie bekommen hatte und keck zwinkernd an der leuchtend orangen Rose roch, die ihr sicher Blaise hatte zukommen lassen.

Dann hauchte sie dieser einen bedeutungsvollen Kuss auf die Blätter, unterdessen verdrehte ich genervt die Augen, wenngleich Blaise ganz verklärt zu seiner Freundin blickte.

Ich grübelte kurz und erinnerte mich das Orange so was wie „Ich stehe begeistert in Flammen“ bedeutete, na das konnte man von dem Pärchen vor mir durchaus sagen, wie absolut grausam, schüttelte es mich fast.

Auch ich hatte einige Karten bekommen und ließ meinen genervten Blick über die kleinen, verspielten Kärtchen wandern, die sich vor mir türmten. Ich konnte aus den Augenwinkeln den ein oder anderen sehnsüchtigen und hoffnungsvollen Blick wahrnehmen, den man mir in der Halle zuwarf, ob ich Ihre GABEN zu schätzen wüsste und sie erhörte!

Aber nein, das tat ich nicht, kleine Kinder!

Und so zückte ich verächtlich meinen Stab und ließ den kleinen Stapel vor mir mit einem „incendio“ in Flammen aufgehen und konnte zusehen, wie sich das Papier der Karten knisternd in einen kleinen Aschehaufen verwandelte und kicherte fast böse über das entsetzten und empörte aufkeuchen der Mädchen.

Mich amüsierte es ihre Phantasien mit Füßen getreten zu sehen, dabei glitt mein verächtlicher Blick zu Severus, der gerade seine Erheiterung über mich gekonnt hinter seiner erhobenen Kaffeetasse verbarg und düster wie eh und je wirkte, aber seine tiefschwarzen Augen glänzten verdächtig erheitert.

Aber die kleinen Mädchen und ihre Befindlichkeiten interessierte mich so was von nicht, vor allem nicht nach den Problemen gestern Nacht. Es war doch eh jedes Jahr, immer das gleiche, weichliche, kitschige und übertriebene Gesäusel, aber seitdem ich zu den älteren Schülern gehörte, uferte die Belästigung aus, denn es schrieben mir sogar 3. Und 4. Klässlerinnen!

Bitte, ich wollte doch nichts von einem Kind….verdrängte ich den Gedanken an das Gewölbe effektiv, den die Kleine von dort war auch vierzehn, wenn überhaupt fünfzehn gewesen...hoffte ich, für mich und nein, ich stand auf so was nicht!

Somit ging ich in Gedanken weiter und schmunzelte, denn nur aus Slytherin hatte ich sicher diesmal keinerlei Karten bekommen, schließlich wussten meine Slytherins nur zu gut, wer an meiner Seite stand, obwohl ich mittlerweile annahm, das auch sie sich den Kopf darüber zerbrachen was Daphne in letzter Zeit an meiner Seite verloren hatte, aber tja, das würden sie nie erfahren.

Mein überlegender Blick ging zur Seite, zu Daphne, vor der gerade eine der letzten Eulen landete und eine lange, leicht glänzende, weiße Schachtel brachte, welche mit einem breiten, grünen Satinband verschlossen war.

Ich sah, dass ihr Blick versteckt und vorsichtig zu Potter ging und meiner folgte diesem. So sah ich wie Potter ihr kurz verstohlen zulächelte, sich dann jedoch schnell wieder Hermione zuwandte, die mit ihrem Frühstück beschäftigt war, oder besser damit sich an ihre Kaffeetasse zu klammern. Das man der Frau das Frühstück immer reinbeten musste, würde ich in dem Leben nicht mehr verstehen.

Sie wirkte nach der gestrigen Aufregung und dieser unglückseligen Geschichte, die sich um die „weißen Augen“ rankte, gestresst und übermüdet. Ich und Severus, wir glaubten ihr nur bedingt was sie uns erzählt hatte, vor allem da sie nie über dieses Phänomen sprach.

Was es bedeutete und hieß, darüber schwieg sie sich aus.

Ich machte mir Sorgen und selbst unsere dringend nötige Aussprache gestern hatte nicht dazu geführt das ich mehr darüber erfahren hatte, was ärgerlich war, denn sowohl ich wie Severus, als auch Vater hatten versucht mehr über diese Abnormität zu erfahren, leider bisher ohne Erfolg.

Es gab absolut keine Informationen, schier zum verrückt werden. Aber wir würden nicht aufgeben, da arbeiteten wir doch sogar Hand in Hand. Mich wunderte nur, dass nicht mal Severus, der sich wohl durchaus in der Nektromantie versucht hatte etwas fand, noch Vater, der sich zumindest theoretisch sehr eingehend, wohl tiefgehender als Severus, damit beschäftigt hatte.

Ich hatte weiter Hermione im Blick behalten, doch ich bemerkte erst jetzt, dass neben ihrem Teller eine einzelne, langstielige schwarze Rose lag.

Als ich meine elegant geschwungene Augenbraue lüpfte, schwarz?

Wollte uns da jemand was sagen, zu amüsant, ja mit schwarz würde er bei ihr am besten fahren. Ich lächelte in Gedanken, wenn dort eine weiße Rose liegen würde, zu köstlich der Gedanke.

Potter schien meinen prüfenden Blick zu bemerkten, sah nun wieder herüber und fing meinen spöttisch, fragenden Blick ein. Ganz kurz huschte ein fast schon spitzbübisches Grinsen über sein bebrilltes Gesicht, dann sah er sehr zufrieden aus und blinzelte mir auch noch höhnisch zu, bevor er sich Hermione wieder zuwandte und zusammen mit den Wiesel die anstürmenden Eulen bekämpfte, die ihn genauso belästigten in ihrer Masse und Vielzahl wie Blaise und mich.

Die Rose schien also wirklich von Potter zu sein, wohl um den Schein zu wahren, das sie ein Paar waren, wenngleich ich das Tuscheln über die ungewöhnliche Farbwahl sehr wohl hören konnte. Nun gut, mir sollte es recht sein, solange sie nicht erwartete, dass ich ihr etwas schenkte, denn bitte, diesen Irrsinn hier auch noch unterstützen, wirklich nicht!

Ich mochte ihr viel schenken, aber keine Blumen, das war nicht so wirklich meine Sprache und schon gar nicht zu so einem Tag.

Unterdessen hatte Daphne die große, grüne Schleife von ihrem Paket geöffnet und nahm die kleine Karte zur Hand, die darunter lag. Sie klappte sie auf und ich lehnte mich ganz leicht, neugierig in ihre Richtung, linste mit ihr in die Karte und sah, das dort nur drei Worte standen „Ich liebe dich“ mehr nicht, kurz und bündig.

Zumindest war Potter so klug nirgendwo ein Zeichen oder einen Hinweis zu hinterlassen von wem das Päckchen war und sollte einer der anderen ein Auge auf die Karte werfen, war sie immerhin nicht gleich enttarnt. Bei Potter war ich mir manchmal noch nicht so sicher ob sein Temperament die Dinge zu überstürzen, nicht doch hin und wieder mal durchkam.

Nun hob Daphne langsam und gespannt den Deckel an, während sie die Karte zuvor sorgsam in ihrem Umhang hatte verschwinden lassen. Sie zeigte sonst keine große Regung, wenigstens hatte sie sich vollkommen im Griff, wie es einer Slytherin gebührte, war bisher noch keines der Mädchen unseres Hauses auffällig aufgefallen.

Die kleinen dezenten Oh´s und Ah´s, sowie das übertriebene und gekünstelte Kichern, verkniffen sie sich vornehm und trugen nur ein sittsames, verhaltenes Lächeln auf den Zügen wenn sie Karten, Pralinen oder Blumen erhielten.

Mir war durchaus bewusst, die Slytherins um uns beäugten Daphne neugierig, auch wenn sie versuchten ihr unangemessenes Interesse zu verstecken, war doch klar, dass sie sich fragten von wem Daphne, die angeblich Single war, ein Päckchen zum Valentinstag bekam.

Natürlich war es für mich offentlich, es kam von Potter und ich war darüber gar nicht froh, denn es erregte mal wieder viel zu viel Aufmerksamkeit und ich stieß ein leises und schrecklich genervtes Seufzen aus.

POTTER!

Ihr Blick fiel auf den Inhalt des länglichen Päckchens und auch ich konnte ihn erspähen, sah eine lange, schmale, zugegebener Maßen, sehr schöne, edle, einzelne, weiße Orchidee auf grünem Samt liegen.

So ganz erschloss sich mir nicht, warum Potter seiner Angebeteten eine Orchidee schickte und nicht eine Rose, aber nun gut, es war ja auch egal. Daphne jedenfalls zeigte nun doch eine Reaktion, sie lief ganz leicht rosa an, hob eine Hand vor den Mund und sah mit einem freudigen, unvorstellbar verliebten Blick in das Päckchen.

„Oh, ist die schön!“, wisperte sie ehrfürchtig, leise.

Nun ließen sogar die sonst derart zurückhaltenden Slytherins ihre Neugierde durchscheinen und beäugten sie, nein uns, interessiert. Innerlich seufzte ich schon wieder resignierend, denn hier musste ich handeln, damit es nicht noch mehr Spekulationen darüber gab, sie könnte einen Freund haben, denn auch wenn die Slytherins nach außen hin eine verschwiegene Einheit waren, spekulierten sie untereinander doch schon was hier lief und wir durften keinesfalls Gefahr laufen, dass irgendein ganz Schlauer, darauf kam das sie mit Potter liiert war.

Ich beugte mich daher zu ihr rüber, legte ihr eine Hand auf den Arm und sie andere auf den Rücken, kam ihr ganz nahe und wisperte ihr ins Ohr: „Spiel mit!“, dann streiften meine Lippen zärtlich aber auch nur ganz kurz über ihre Wange, dabei nahm ich ihren Duft wahr. Sie roch zu meinem Erstaunen sehr gut und angenehm.

Als ich mich zurückzog, nickte sie leicht, sah mich intensiv aus ihren grünen, freudig leuchteten Augen an, denn obwohl sie sich zusammen riss, ganz konnte sie die Freude über Potters Geschenk nicht verbergen.

„Danke, Draco, sie ist sehr schön!“, kam es leise von ihr, war aber dennoch so laut, das es unsere direkten Sitznachbarn hören konnten.

„Das will ich doch hoffen!“ , kam s recht sparsam von mir.

Was für ein schlechtes Schmierentheater.

Dann wandte ich mich wieder unwillig meinem Essen zu und tat unbeteiligt, während sie das Päckchen schrumpfte und in ihrer Tasche verstaute um dann auch weiter zu essen. Mir war nur zu bewusst, nun gaben wir den Slytherins noch mehr Rätsel auf, weil sie annahmen, das Daphnes Geschenk von mir kam, aber besser sie dachten ich hätte was mit ihr, vielleicht eine Affäre, obgleich ich mit Hermione zusammen war, aber wie gesagt besser, als das sie auf die Wahrheit kommen würden.

Ich ließ meinen enervierten Blick durch die fröhliche Halle schweifen und fühlte wirklich so etwas wie den Wunsch einen Auftrag vom Lord zu erhalten, als das hier noch länger ertragen zu müssen, wieder gingen meine Augen zu Potter, der gerade mit Hermione etwas aufgebracht zu reden schien. Dann schüttelte Hermione bestimmt und abweisend den Kopf und zeigte ihm eine recht entschlossene und böse Miene, worauf er seinen Blick zu mir wandte und ich sah kurz, das er bei weitem nicht mehr so zufrieden und selbstgefällig drein sah wie noch vor einigen Minuten, sondern eher bedrückt.

OHHH, der Arme, offenbar hatte er unser kleines Schauspiel hier beobachtet und war betrübt das ich mit seiner Verlobten das Paar mimte, aber wie es zu meiner Erheiterung schien, sehr überzeugend, darüber schlich sich ein fieses Lächeln auf meine Züge.

Aber es musste sein und das wusste auch Potter, denn der leidende Ausdruck war nur so kurz auf seinem Gesicht zu sehen, das ich fast glaubte mich verschaut zu haben und Augenblicke später sandte er mir einen harten, unbeugsamen regelrecht trotzigen Blick und wandte sich dann wieder resolut Hermione zu, legte ihr in einer intimen Geste die Hand auf den Rücken und begann sich mit Weasley erneut zu unterhalten, während Hermione anfing sich mit der kleinen Weasley zu zuwenden, die wohl von Wood einen Valentinsgruß bekommen hatte.

Ein bisschen erschien mir der Umgang von Potter mit Hermione heute jedoch steifer als sonst, als ob die Ereignisse der vergangenen Tage noch zwischen ihnen standen. Potter sollte sich bloß nicht künstlich aufregen, denn diese Farce hier, spielte ich doch nur wegen ihm, weil ich seine Verlobte und bald Mutter seines Kindes schützten sollte und musste, schließlich konnte von wollen keine Rede sein und das war auch alles nur passiert, weil die zwei zu doof waren aufzupassen und uns ein Balg aufzwangen.

Er sollte lieber froh sein, das ich die Aufgabe so ernst nahm!

Na klar und mein Wissen, das mir Hermione im Nacken sitzen würde, sollte ich es nicht tun, aber das war Haarspalterei, wie ich fand.


Wir beendeten schweigend unser Frühstück.

Blaise war ausnahmsweise mal wieder damit beschäftigt mit seiner Astoria verhalten zu turteln und seinen Geburtstagskuss in die Länge zu ziehen, wobei er bestimmt die ganze Nacht diesen genossen haben durfte und so waren Daphne und ich mit dem Frühstück eher fertig und wir hatten trotzdem noch viel Zeit bis zur ersten Stunde.

Ich hatte keine Lust weiter in der Großen Halle zu bleiben, denn dieses geturtel, die komische Dekoration, die der alte Trottel von Schulleiter zu diesem Tag hatte aufhängen lassen und generell die Stimmung, gingen mir gefährlich auf die strapazierten Nerven.

So erhob ich mich bestimmt und Daphne wusste, dass sie entweder jetzt mit mir gehen musste, oder warten bis Blaise und Astoria fertig waren…mit was auch immer.

Verhalten mich anlächelnd erhob sich Daphne daher auch artig und wir verließen langsam, gemeinsam die große Halle, machten uns auf den Weg zum Unterricht.

Wir stiegen nur gemächlich die Treppen hinauf.

Wir hatten gleich Astronomie, Theorie natürlich nur, aber dafür mussten wir trotzdem bis hinauf in den Astronomieturm und Daphne würde Zeit brauchen für die vielen Treppen, jedenfalls etwas mehr Zeit als früher, schließlich nährte sie sich dem letzten Drittel der Schwangerschaft.

Ich hatte zwar nicht nachgefragt wieso genau, aber es war ersichtlich, dass sie in letzter Zeit immer kurzatmiger geworden war, sicher weil das wachsende Baby gepaart mit dem Korsett sie sehr einengten, aber wir hatten ja Zeit und ich versuchte mich nicht zu sehr nerven zu lassen von ihrer Langsamkeit und Trägheit, sondern bot ihr galant meinen Arm zum einharken an und so schritten wir gemessen die Treppen rauf.

Wie ein altes Ehepaar! Ein bestimmt köstliches Bild!

Und auch wenn wir verhältnismäßig langsam gingen, oder auch fast einschliefen für mein Empfinden, fing sie doch auf der Hälfte der Treppen an leise zu schnaufen.

„Sollen wir NOCH langsamer gehen?“, betonte ich zwar, aber versucht auch ruhig zu erscheinen und es nicht als zu großen Vorwurf klingen zu lassen.

Sie schüttelte verneinend und stur den Kopf und ich bemerkte wie sie die Zähne zusammen biss, die Lippen fest aufeinander presste und sich wohl verbot zu schnaufen, oder heftiger zu atmen, also behielten wir das Tempo bei, wer sich nicht helfen lassen wollte…..

Ich merkte jedoch, dass sie mit sich kämpfte, das sich ihr Brustkorb immer heftiger senkte und hob und sie sicher außer Puste war, doch sie sagte weiterhin verbohrt nichts, keinen Mucks. Mich reizte das unglaublich und es ärgerte mich ungemein, denn wie oft musste ich ihr noch sagen, dass sie mit mir reden musste, wenn etwas nicht stimmte, wenn es ihr nicht gut ging.

Es war essenziell wichtig, dass sie mit mir oder mit einem von uns redete, denn es wäre nicht auszudenken was passieren würde, wenn sie z.B. einen Ohnmachtsanfall erleiden würde und zufällig ich nicht, oder nicht nur ich, sondern vielleicht auch ein Lehrer anwesend war, der auf einem Besuch der Krankenstation beharrte.

Eine schwangere Schülerin in Hogwarts, das wäre doch mal ein Skandal sondergleichen!

Sie schwieg weiter verbohrt, während wir den Korridor und somit das Ende der Treppe erreichten und ich ärgerte mich gerade immer mehr das sie noch immer nichts sagte, sondern weiter beharrlich schwieg.

Natürlich wollte ich nicht, dass sie mit jedem kleinen, unwichtigen Schwangerschaftswehwehchen zu mir kam, wer war ich denn?

Ein Samariter? Der Vater des Babys?

Noch ihr Partner, aber wenn ich schon nachfragte, erwartete ich, dass sie auch offen sprach. Mich nervte es einfach, dass ich auf sie achten musste um mich damit zu beschäftigen wie es ihr ging. Mich ärgerte, dass sie nicht von sich aus kam, sondern ich mich auch noch darum bemühen musste, etwas was mich absolut nicht interessierte oder gar tangierte zu erfahren.

Ich tat zwar alles, dass das Geheimnis eines blieb, aber nerven und als beschwerlich empfinden tat ich es trotzdem.

Wir erreichten das Klassenzimmer, hoch oben im Turm, doch die Tür war noch verschlossen und so blieben wir gegenüber stehen und warteten. Daphne löste ihre Hand von meinem Arm und lehnte sich an die Wand. Sie schloss erleichtert die Augen und ganz offensichtlich hatte das Treppensteigen sie heute enorm angestrengt, so konnte ich an ihrer Stirn die kleinen Schweißtropfen sehen, die sich gebildet hatten.

Sie erlaubte sich nun auch heftiger zu atmen und schnaubte sogar einige male etwas lauter. Ganz offensichtlich war sie atemlos, genau das hatte ich verhindern wollen, denn sie prustete als wären wir gerade unsere Runden gelaufen, etwas, das sie schon seit ein paar Wochen nicht mehr tat und auch hier war sie nicht so vertrauensvoll gewesen und hatte mir gesagt, dass sie es nicht mehr mit der vorschreitenden Schwangerschaft und einem geschnürten Bauch konnte, sondern ich hatte es ihr sagen müssen.

Ihr starker Wille und ihr Kampfgeist in allen Ehren, aber darüber musste doch immer noch die Vernunft stehen, die ihr sagen musste, dass sie sich zurück nehmen musste um nicht aufzufallen und um sich und das Kind zu schützten.

Ich sah ja, sie versuchte stark zu sein und uns so wenig wie möglich zur Last zu fallen.

Ich wollte ihr nicht unterstellen, dass sie das Kind nicht schützte, dass sie nicht alles tat damit ihr Geheimnis unentdeckt blieb, aber manchmal war sie so bestrebt sich von ihrem Zustand nicht einengen zu lassen, das Astoria, Blaise oder ich sie bremsen mussten.
Es war klar erkennbar, sie wusste, dass es für uns alle eine Last und große Aufgabe war ihre Schwangerschaft zu verbergen und das ihre Weigerung immer das Vernünftige zu tun sicher von ihrem Kampfgeist, gepaart mit den Hormonen, die sie wohl sehr beherrschten, kam, aber trotzdem musste sie sich zusammenreißen und genau das würde ich ihr jetzt noch mal eindringlich ins Bewusstsein rufen.

Ich ging die wenigen Schritte auf sie zu die uns trennten und überrumpelte sie, baute mich bedrohlich vor ihr auf, stützte mich mit den Händen rechts und links von ihrem Kopf an der Wand ab und sah sie intensiv an. Sie war nun zwischen mir und der Wand gefangen und als sie spürte, dass ich vor ihr stand, öffnete sie abrupt die Augen und sah mich fragend und leicht verwirrt an. „Draco, warum…?“, huschten ihre Augen unsicher hin und her, während sie dies leise fragte.

Doch ich unterbrach sie bestimmt mit missbilligendem Ausdruck, schüttelte den Kopf, während sie noch immer nach Luft schnappte und noch nicht wieder völlig zu Atem gekommen war.

„Du musst aufhören so zu tun als wäre nichts, verdammt, schalt dein Hirn ein. Wenn ich dich Frage, ob wir langsamer gehen sollen, weil ich sehe, du bist aus der Puste, dann sagst du verdammt noch Mal, das wir langsamer gehen sollen! Hast du verstanden? Du darfst nicht auffallen, was meinst du, warum wir in den letzten Wochen jedes Mal so früh Frühstücken gehen? Ich sehe doch, das du die Zeit brauchst und gebe sie dir, also nutze sie!“, kam es leise, aber unmissverständlich von mir, dabei bedrängte ich sie eindringlich mit meiner Körperlichkeit, was sie sehr klein wirken ließ und ganz anders als Hermione, zeigte sie sich eingeschüchtert und verängstigt. Es wirkte als mache sie sich noch kleiner.

Sie nickte leicht und sah mich aus ihren großen, grünen Augen überrascht, aber auch beschämt an über meine Rüge.

„Denk bloß nicht, ich tue das aus Mildtätigkeit. Du weißt, wir dürfen keinesfalls auffliegen, stell dir vor was passiert wenn du aus Luftmangel umkippst und das kriegen andere Schüler oder sogar ein Lehrer mit! SIE, würde sehr wütend werden, wenn Potter durch dich in Gefahr gerät, nicht wahr!“, drohte ich ihr seidig und zeigte ihr aggressiv meine Zähne.

Auf ihrem Gesicht spiegelte sich kurz das Entsetzten über den Gedanken wieder, das ihr Geheimnis auffliegen könnte und vor allem die Anspielung auf Hermione schien sie zu schockieren, denn sie wusste Hermiones Zorn wäre legendär, sollte etwas nicht nach Plan laufen!

Sie schluckte noch einmal schwer, doch dann nickte sie geschwind und senkte betroffen den Blick und ganz leicht auch den Kopf. Ich war jedoch noch nicht fertig mit meiner Ermahnung, wenn wir schon mal derart ungestört waren wollte ich die Gelegenheit nützen, so waren wir die einzigen auf dem Gang weit und breit und hören konnte ich auch nichts.

Ein kleines bisschen bewegte ich mich noch auf sie zu, engte sie noch mehr ein, mir bewusst, wenn jemand hier her käme, sähe unsere Position wohl so aus als würde ich mit „meiner Freundin“ ein intimes Gespräch führen, aber ich sag ja, besser sie alle dachten sie wäre meine Freundin, als das jemand auf die Wahrheit stoßen würde.

„Sieh mich an!“, wies ich Daphne kühl an, denn ich wollte ihren Blick und ihre Augen sehen, wenn ich ihr nun ein Versprechen abnahm.

Sie hob nicht wirklich den gesengten Kopf und so griff ich mit einer Hand ungeduldig an ihr Kinn und zwang sie aufzusehen. Ich griff nicht allzu fest zu, Hermione würde es als tätscheln abtun, aber Daphne stufte es nicht als wirklich zärtlich, da war ich mir sicher und so dirigierte ich ihren Blick und Kopf jedoch bestimmt zu mir hinauf. Sie sah mich gezwungener maßen mehr als unwohl an.

„Du wirst mir jetzt Versprechen, dass du mir ehrlich antwortest, egal was ich dich frage. Ich habe keine Lust mir über deine Befindlichkeiten Gedanken machen zu müssen, weil du Dinge herunter spielst, die ich wissen muss. DU …Wir, dürfen nicht auffliegen!“, forderte ich sehr eindringlich.

Sie versuchte zu nicken, doch ich hielt ihr Kinn noch immer fest, maß sie abwägend eisig während sie mich leicht zurückhaltend, beschämt ansah.

„Aber, ich war auch noch nie…in dieser Lage, es ist alles neu ungewohnt…die Grenzen….es ist schwer!“, wisperte sie stockend und klang leicht verzweifelt. In ihren emotionalen Antlitz verzog sich ihre Züge weinerlich und Tränen schimmerten in ihren ausdrucksstarken Augen.

Genau in diesem Augenblick, während ich sie noch immer gefühlsarm ansah und sie leicht ängstlich zu mir aufblickte, ich noch immer ihr Kinn in meinem Griff fest hielt, betrat jemand lautstark den Korridor und noch bevor ich mich umwandte, hörte ich jemanden bestimmt, engagiert und wichtigtuerisch, aber für mich deutlich erkennbar mit leichter stockender Unsicherheit in der Stimme sagen:

„Malfoy,… was tust du da?“, kam es aber trotzdem nachdrücklich zum Ende hin, als hätte derjenige auf halber Strecke doch noch seinen Mut gefunden.

„Lass sie in Ruhe, wenn sie nicht will!“, rief der Nächste leicht aufgebracht und dann kam spottend von einem dritten: „Musst du jetzt schon Mädchen zwingen, weil du sonst keine ab kriegst?“

Gryffindors, gab es etwas nerviges, stöhnte ich auf und rollte genervt mit den Augen, mir war sofort bewusst, für sie musste es aussehen als würde ich Daphne etwas Böses wollen, schließlich war mein Blick kalt, meine Haltung bedrohlich, wenn nicht gar mittlerweile eher aggressiv und einengend für sie und ihr Blick ängstlich und ihre Haltung demütig.

Mussten diese Löwen immer derart einmischend und einmengend sein bei Sachen die sie partout nichts angingen, auch bei einem Mädchen das nicht mal in ihr Haus ging? Nervige, kleine Helden!

Ich löste meine Hand ganz sachte von Daphnes Kinn und legte sie wieder provozierend langsam an die Wand, wandte meinen Kopf extra lasziv zu dem störenden Longbottom um, behielt aber ansonsten meine Haltung Daphne gegenüber ein und sie wagte keine Mucks.

„Das ist doch offensichtlich, oder?“, dann fiel mein Blick auf die beiden anderen, nervigen Gryffindors, Finnigan und Thomas, die ihn begleiteten und ich zischte böse:

„Trampel die ihr seid, ihr stört!“

War von meiner Seite alles gesagt und somit drehte ich mein Haupt wieder um, sah wieder Daphne fest an und wollte absichtlich provozieren, denn ich war in der Stimmung und so beugte mich weiter vor, ihr warmer, mittlerweile ruhiger Atem schlug mir entgegen und ich bemerkte sehr wohl, wie ihr Blick von ängstlich zu verwirrt umschlug, bei meiner sich ihr nährenden Bewegung.

Ich sah sie immer noch intensiv an, blickte ihr tief in die Augen, als sich vorsichtig und sanft unsere Lippen zum ersten Mal trafen.

Sie versteifte sich umgehend, doch als sie spürte, dass ich zu Anfang einfach nur meine Lippen auf ihre legte, schloss sie endlich die Augen und entspannte sich, worauf auch ich meine Augen kurz schloss und den Kuss noch einige Sekunden andauern ließ und mir dachte, dass ich ruhig etwas von meiner Frustration hineinlegen konnte, denn ich fand das gerade alles zu ärgerlich.

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