When Hermione Fights
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 Kapitel 259-260

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Nira
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BeitragThema: Kapitel 259-260   Kapitel 259-260 EmptyMo März 05, 2012 5:59 am

259. Kapitel: Schwierige Zeiten

Severus Sicht

„Oh, Severus!“, keuchte sie nach Luft schnappend heiser auf. Ich hätte sie in einem Kampf leicht fertig machen können, denn ihre Ausgangsposition war nicht wirklich vorteilhaft.

Aber sie kämpfte gar nicht, weswegen ich davon Abstand nahm damit zu beginnen, als sie mich plötzlich losließ und den Klammergriff ihrer Beine um meine Hüften lockerte sogar ihre Arme von meinem Hals löste.

Jetzt spürte ich erst wie ihre Brüste sich eng an meinem Rücken pressten.

Da nützte ich doch die Gunst der Stunde, rollte mich zur Seite und somit von ihr hinab, was sie auch zuließ, dabei keuchte sie jedoch schmerzhaft auf, als mein Gewicht über sie glitt.

Ich landete dann auf der Matte und wollte mich aufsetzen aber ich konnte gar nicht so

schnell schalten wie sie reagierte und mich überrumpelte, indem sie sich schon wieder auf mich schmiss und mich wieder vollständig umschmiss.

Nur diesmal war sie oben und krabbelte sofort auf mich mit weit gespreizten Beinen, worauf sie mich mehr ungelenk denn je unter sich begrub, wobei ich misstrauische meine Augen verengte.

„Was soll das, geh runter oder soll ich dir schon jetzt zeigen wo deine Grenzen liegen?“, drohte ich unterkühlt und sehr ungeduldig.

Ich verstand grade nicht so ganz was das sollte….vor all diesen „Schülern“ und Draco, denn sonst gab sie sich nie derart offenherzig, freizügig und willig und ihre derzeitige, provozierende Position ließ an ihren Vorhaben fast keine Zweifel aufkommen. Ich nahm erstaunt zur Kenntnis, dass sie sich leidenschaftlich an mich presste.

Wie sie gerade jetzt ihren gesamten Körper verlangend an meinen schmiegte, da wurde mir sehr wohl urplötzlich heiß, dennoch fragte ich mich schon sehr argwöhnisch was das sollte.

SIE, die sonst nie freiwillig begehrte und den ersten Schritt bei mir wagte, jedenfalls fast nie so stürmisch oder gar wollte, von meinem Geburtstag mal abgesehen, sprang mich nun derart lüstern an, vor den Augen von Dritten?

Der Gedanke und die Erinnerung an diese Nacht an meinem Geburtstag erregten mich von jetzt auf gleich und so unterdrückte ich ein wollüstiges Stöhnen, als sich ihre Mitte absichtlich auf eine enorm empfindsame Region von mir presste.

Ich riss die Augen weit auf, derartige Intimitäten vor all ihren Freunden?

Was ging hier vor?

Darüber konnte ich nur blinzeln, da sie sich ganz schnell soweit aufrichtete, dass sie sich das Shirt unsanft aber in einer einzig flotten Bewegung über den Kopf ziehen konnte und das auch tat. Nur noch in einem pragmatischen, schwarzen Satin-BH saß sie auf mir und presste sich dann sofort wieder auf meine Brust.

Okay, ihr stimmte etwas aber so was von nicht!

Dann fuhren ihre Hände gleich unter mein Shirt, strichen fahrig, leicht gehetzt über meine erhitzte Haut, während ich umgehend den Kopf hob umzusehen wie die anderen uns beobachteten, so dachte ich zumindest!

Aber ich sah nur noch, wie Zabini recht grob dem mit großen Augen starrenden und steifen Weasley die Tür vor der Nase zuzog, somit bemerkte ich, was ich bisher aus den Augen verloren hatte, das wir jetzt wirklich allein waren und die anderen uns nicht beobachtete und zugesehen hatten, sondern sich beeilt hatten uns schnellstmöglich zu verlassen.

Ich runzelte verwirrt die Stirn, warum sollten sie uns alleinlassen wollen bei dieser Show, die sich ihnen bot, denn gerade dieser Haufen war hemmungslos!

Na gut, ich war Realist, sie würden mich wohl kaum beim Sex beobachten wollen, oder es sich gar trauen, aber warum sollte Hermione daher dies zu einem solchen Zeitpunkt tun?

Mein Misstrauen war geweckt, aber hey, ich war ein Mann und auch kein Kostverächter. Ich bemerkte, dass nun auch ihr BH im hohen Bogen durch die Luft flog und sich sofort ihre Lippen gierig und sehr fordernd auf meinen legten.

Ich würde nie das ablehnen was sie mir derart willig bot, aber sonderbar war das Verhalten aller schon sehr und das würde ich im Hinterkopf behalten.

Nun griff sie nach meinen bisher abweisend an der Seite liegenden und ruhenden Händen, legte diese verlangend auf ihre Brüste. Schon aus Reflex heraus packte ich zu und dann stöhnte sie sofort heiß in meinen Mund dabei rieb sich an und über mir, was auch mich leise stöhnen ließ, schließlich hatten wir uns nun schon einige Zeit nicht mehr getroffen.

„Severus, hör auf zu denken und fick mich jetzt auf der Stelle. Es ist zu lang her!“, hauchte sie rau, als sie bemerkte, dass ich mich noch immer nicht gehen ließ, zu überlegend war, wegen der Absonderlichkeit der Situation.

Sie hatte natürlich mein Zögern und mein Misstrauen wahrgenommen, aber diese Einladung würde ich nicht ausschlagen. Als sie wieder begann mich zu küssen, ließ ich mich darauf ein, aber dann ruckte ich leicht hoch, löste meine Lippen von ihren, riss meinen Mund regelrecht brutal von ihrem los.

Da ich hörte wie sich die Tür abrupt öffnete und versteifte mich, weil ich es nicht wünschte von den „anderen“ beim Sex gesehen zu werden. Ich wollte sie wegdrücken, aber sie hatte schnell ihre Hände auf meine gelegt, die noch immer ihre Brüste umfassten und bis vor einer Sekunde noch mit ihren erregten, steifen Nippeln gespielt hatten, somit hielt sie mich nun gefangen.

Somit blickte ich in Potters brillenlose, vollkommen geschockte Visage. Er maß uns mit den klaren, so grünen Augen seiner Mutter, die voller Entsetzten waren.

So sah er sah dermaßen bescheuert aus, weil er den Mund weit geöffnet hatte und einen total ungläubigen Ausdruck zeigte, als er seine Freundin fast nackt auf mir vorfand. Und auch das ich ihren Busen hielt schien ihn zu erschüttern, was dazu führte, das sich meine Mundwinkel fast automatisch zufrieden hoben, aber bevor ich die Chance bekam ihm zu sagen wo er sich hin verziehen sollte, da ich nun seine Freundin flachlegen würde, konnte ich beobachten, dass sich der Kopf des Biestes mit den geröteten und geschwollenen Lippen langsam zu dem Störenfried wandte.

„Hermione, du….!“, wollte der Potter stotternd und knallrot beginnen, als sich eine blasse Hand bestimmt aus dem Hintergrund auf seine Schulter legte damit wurde er soweit zurückgezogen, dass wir auch Draco mit seinem hellen, fast weißen Haar im Hintergrund erkennen konnten.

„Potter, du machst Herminoe nur sauer!...viel Spaß!“, tönte Draco kalt, dann zeigte die Miene von dem Biest ein erschreckend teuflisches Grinsen, das sie darauf mit Draco austauschte, der den verstört wirkenden Potter mit sich und die Tür hinter sich zuzog.

Bei all dem wirkte Draco absolut emotionslos und kalt.

„Und bevor du misstrauischer Griesgram fragst! Ich brauche dich jetzt und Draco weiß das! Also komm jetzt nicht auf die Idee rumzureden oder etwas anders dämliches zu tun!“, befahl sie herrisch und ich musste für dergleichen nicht lange überredet werden somit löste ich meine linke Hand schnell unter ihrer Hand und ließ ihre linke Brust los, um meine Finger in ihrem Haar, das sie heute zu einem straffen Pferdeschwanz gebunden trug, zu verkrallen.

Das ließ sie leise wimmern dabei zog ihren Kopf unsanft zu mir hinab, drückte ihre Lippen hart auf meine und rollte mich mit ihr in derselben Sekunde herum, sodass ich sie unter mir begrub.

Ich würde sie nehmen und ich würde mir rücksichtslos holen was ich schon vermisst hatte, auch wenn uns Potter und Draco derart Intim zusammen gesehen hatten. Mir entglitt ein dreckiges Lächeln, als ich an Potters bescheuerten Blick dachte, denn niemand konnte derart doof aussehen wie Potter, nicht mal Weasley.

Danach ging es schnell, leidenschaftlich und rasant weiter, sodass ich uns magisch von dem störenden Stoff befreite und mich hastig in ihr vergrub, was sie verlangend aufstöhnen ließ und sie bog sich mir weit und sehnsüchtig entgegen.

Ich bearbeitete sie hingebungsvoll und betrachtete sie dabei wie sie sich willig unter mir wandt. Sie akzeptierte alles was ich forderte und stemmte sich dennoch gegen mich, als ich ihr zeigen wollte, dass ich kein Idiot war und sie das besser nicht vergaß, doch sie reagierte, indem sie mich leidenschaftlich in die Schulter biss, wobei der Schmerz kurz wie ein wohligen Schauer durch meinen Körper schoß.

„Du willst ablenken!“, knurrte ich nur tief, da ich ihr zeigen wollte, so erfreulich es war, dass sie sich um mich bemühte, so sah ich sehr wohl, sehr klar, dass das alles zu glatt ablief und für solch eine primitive Manipulation war ich zu genial und brillant.

Aber meine Worte brachten sie nur zu einem heißeren, abgehakten Lachen, das mir durch und durch ging,

„Ja…ja…das…stimmt!“, keuchte sie unter meinen vehementen Stößen und gab es mehr als nur bereitwillig zu, dabei biss sie sich gerade selbst, grub ihre Zähne lustvoll in die Unterlippe und wölbte ihren Rücken, sodass sie ihre Brüste heiß an meine Brust drückte.

„WARUM!“, forderte ich intensiv während ich leicht in ihren Hals biss, was sie erschauern ließ.

„Ich will Draco ärgern…..“, erwiderte sie atemlos und dann schlangen sich ihre Beine noch fester um meine Hüften und sie zogen mich noch tiefer, sodass auch ich nicht mehr reden wollte.

Zu dieser Feststellung sagte ich außerdem nichts, denn sie könnte stimmen, aber eine innere, instinktive Stimme sagte mir, das da noch mehr dahinter stand, aber ich vermutete stark, sie würde es mir nicht erzählen und sich bei einer Befragung winden wie ein Aal.

Nachdem wir miteinander fertig waren und verschwitzt, erhitzt aber auch befriedigt auf den Übungsmatten lagen, bemerkte ich am Glanz in ihren Augen das es ihr wirklich gefallen hatte mit mir wieder zu schlafen und auch mir hatte es zugesagt.

Als ich mich auf die Seite rollte und meinen Arm anwinkelte, um meinen Kopf auf meine Hand zu legen, legte ich eine Fingerkuppe meiner anderen Hand auf ihren Leib und fuhr die Rundungen ihres Körpers verspielt nach, dabei fühlte ich, wie sie unter meiner hauchzarten Berührung erzitterte, aber sie atmete noch immer abgehackt, wirkte nicht so als wollte sie versuchen mir zu entkommen. Aber das war gut, denn ich hatte nicht vor, sie jetzt schon gehen zu lassen.

Gedankenverloren strich ich über ihre nackte und sehr schmale Hüfte, folgte dem Schwung ihrer Taille über die Rippen zu der sanften Rundung ihrer Brüste, hinauf zu ihrem Schlüsselbein und strich wieder ihre Seiten hinab dabei bemerkte ihr Zittern sehr wohl unter meinem Finger.

„Warum jetzt auf einmal, derart plötzlich dieser Überfall? Vorher, am Abend, warst du so zickig….und davor bist du nicht mehr zu mir gekommen!“, wisperte ich leise dabei linste unter meinen halb geschlossenen Augen zu ihr, um keine Regung zu verpassen.

„Als hätte dich das bis jetzt aufgehalten, Severus! Du holst dir auch was du willst!“, erwiderte sie ruhig, aber auch leicht spöttisch, dabei lag sie noch immer auf den Rücken und hatte ihre Augen genießend geschlossen.

„Ahrg, Unsinn!“, tat ich ihren Einwurf lapidar ab und streichelte nun mit meiner ganzen Hand über ihren Leib.

„Natürlich, als würdest du meine Wünsche achten oder gar respektieren!“, konterte sie deutlich ironischer und spöttischer.

„mhpf…“, zu so was sagte ich besser nichts, denn es war manchmal abnorm schwer dies unter einen Hut zu bekommen.

„Aber ich bin auch so, ich hole mir was ich will!“, sagte sie forsch.

Bei diesen ernsten Worten gingen nun ihre Augen auf und sie drehte ihren liegenden Kopf zu mir auf die Seite, dann blickte sie mich intensiv an.

„Wirklich Severus, ich wollte, dass du mich nimmst und nicht zu Daphne gehst, mir hat es gereicht! Du weißt ja nicht wie nervend dieser ganze zwischenmenschlichen Klimmbimm innerhalb der Gruppe gerade ist und ich bin momentan gar nicht auf gefühlsbetonte Konfrontationen eingestellt, die Nerven mich!“

„Wenn du glaubst, dass ich dir auch nur ein Wort glaube, dann beleidigst du meine Brillanz, schweig!“, befahl ich ihr scharf, während meine Hand gerade wieder ihre Brust umfasste und ich sie schmerzhaft fest zusammenpresste, aber es ärgerte mich zum Teil, nur Lügen oder halt nicht die ganze Wahrheit zu hören.

Ich sah zu wie sie sich über die roten und trockenen Lippen leckte, während sie versuchte das Wimmern wegen meiner rauen Behandlung zu unterdrücken. Doch ann sah ich sie verrucht an und sah zu, dass ich uns hinüber ins Bett verfrachtete, denn ich entschied, manchmal war es besser nicht alles zu wissen.

Aber das Nachgeben und nicht wissen wollen, überließ ich lieber Draco, denn bei mir war es der Zeitmangel. Ich wollte lieber nutzten das sie gerade willig war, an meine Informationen würde ich später schon noch kommen.

Verdammt, ich hatte einfach viel zu wenig Zeit. Morgen stand eine Konferenz an, am Wochenende warteten auch Aufgaben auf mich und wir nährten uns den Osterferien und damit auch meiner ersten, vorsichtigen Kontaktaufnahme mit den Vampiren auf dem Festland.

Ich hatte zu meinem Leidwesen keine Zeit mehr auf Ehrlichkeit zu bestehen, vor allem da auch ich nie ehrlich war, war das so eine Sache. Aber herausfinden würde ich es trotzdem noch, ich gab mich nicht zufrieden, jedenfalls nicht wirklich und war da nicht derart lasch wie Draco.

Severus Sicht ende

Hermiones Sicht

Wow, eine Nacht mit Severus hatte es immer in sich und ich fühlte mich wie neugeborenen.

Am Morgen schmunzelte ich, als ich die dampfende Tasse anhob und einen kräftigen Schluck von meinem pechschwarzen Kaffee nahm. Ich sollte mir wirklich regelmäßig angewöhnen zu Severus zu gehen, oder zu bleiben, wie auch immer! Oder generell mir die Zeit nehmen bei meinen Männern zu bleiben und einfach zu genießen, denn das tat ich viel zu selten.

Es half nie, wenn ich mal wütend oder sauer war.

Ich hielt es nie lange ohne ihn oder Draco aus, Abhängigkeit, ja das war es.

Das gestern war verdammt knapp gewesen, ich hatte nur dank Ron erfahren, das Severus sich zu Daphne begab und der biestige Ausdruck in seiner Miene hatte nichts Gutes verheißen, darum ich hatte schnell handeln müssen und so war ich ihn kurzerhand angesprungen wie ein Tier.

Sein bestimmt selten dämliches Gesicht hätte ich zu gerne gesehen, aber seine Aktion mich auszuschalten war nicht nett gewesen. Mein Rücken war heute ganz blau, weil er sich einfach hatte zurückfallen lassen, aber das was danach kam, war wie immer mehr als gut gewesen!

Bei den Gedanken schlich sich doch glatt ein befriedigtes Lächeln auf meine Züge, unter anderem auch weil ich daran dachte, wie Harry selten dämlich geblickt hatte und auch an Dracos aussagekräftigen Blick. Nun, er hatte es selbst gesagt nach dem Debakel mit der unechten Fehlgeburt, dass wir es so machen sollten.

Harry hatte mir erzählt was Draco ihm dringendes hatte geben wollen!

Noch während unseres Laufes hatte er zuerst das berichtet was ihn persönlich betraf, was ihn aufregte, weil mal wieder alle mehr über ihn wussten als er selbst, etwas was Harry schon immer sehr sauer aufgestoßen hatte.

Zuerst hatte Draco ihm ein Buch über Anstand und die Gepflogenheiten der Reinblüter gegeben, weil er fand das Harrys Verhalten trotz allem Trainings und Daphnes und Blaises Bemühungen noch immer haarsträubend wäre und er deshalb das dringend nötig hätte, bevor er im Sommer heiratete.

Er war der Ansicht, dass Harry zwar im letzten Sommer einiges gelernt hatte und sich positiv weiter entwickelt hatte, aber noch weit davon entfernt war sich so zu verhalten wie man es von einem Zauberer seines Ranges erwarten könnte und schließlich würde er mir Daphne eine Hexe aus einer alten, reinblüten Zauberfamilie heiraten, die ein tadelloses Gebaren erwarten konnte von ihrem Mann.

Draco schien es sich zur Aufgabe gemacht zu haben Harry zu einem vorbildlichen Reinblüter zu erziehen, vorzugsweise wohl zu einem schwarzmagischen, denn einige der Bücher, die Draco ihm gegeben hatte, beinhalteten eindeutig die Gepflogenheiten schwarzmagischer Reinblüter.

Aber offenbar wollte Draco lenken in welche Richtung sich die Familie Potter, eine reinblütige, reiche Familie in Zukunft entwickelte, sagte ja keiner das Draco nicht plante und die Dinge zu seinem Vorteil versuchte zu lenken.

Er hatte Harry lang und breit erklärt, dass Harry aus einer ehemals bedeutenden Familie stammte, bevor James die Frechheit besessen hatte ein Mudblood zu heiraten. Ich glaube da hatte Harry kurz davor gestanden Draco einen Kinnhaken zu verpassen.

Und ich hatte bei Harrys Erregung, die noch immer zu spüren gewesen war als er darüber berichtet hatte, breit grinsen müssen, schließlich war Draco doch auch so frech gewesen ein Mudblood in seine noch ältere und ehrwürdiger Familie zu holen.

Nun, da maß er wohl mit zweierlei Maß, der gute Draco, aber ich war ja auch nicht seine Frau.

Des Weiteren hatte er ihm erklärt, dass er dank seiner Nachforschungen herausgefunden hatte, das Harrys Großvater Charlus Potter, damals Dorea Black geehelicht hatte, die von 1920 bis 1977 gelebt hatte und das Charlus kurz vor seinem Sohn James 1981 ins Gras gebissen hatte.

Sehr nett, denn Harry hatte bisher keine Ahnung gehabt, dass er so was wie Großeltern gehabt hatte.

Somit war James verwandtschaftlich gesehen, der Onkel 2. Grades von Sirius Black gewesen.

Es war zu komisch, Harry hatte sich im Blackhaus nie wirklich diesen Wandteppich angesehen, ich schon, wenngleich die Brandlöcher oftmals nicht alles sehen ließen, so hatte ich das mit Harrys Großeltern gewusst, aber nun Harry wohl nicht.

Es war zu amüsant immer zu sehen wie sauer er wurde, wenn er erkannte, dass andere immer mehr über sein Leben wussten als er.

Das zweite, das Draco hatte umgehend mit Harry besprechen wollen, war wohl der ausschlaggebende Grund gewesen, warum er Harry aus dem Training bugsiert hatte, denn er hatte sicher gehen wollen ganz alleine mit ihm zu reden und die Informationen, die er hatte, hatten ihn selber gerade erst erreicht, aber er hatte sie wohl so schnell wie möglich mit Harry teilen wollen.

Sie waren brisant, auch wenn sie weit in der Vergangenheit liegende Ereignisse betrafen, würden sie wohl auch heute noch für Wirbel sorgen und so wollte er Harry die Entscheidung über die Weitergabe aufbürden, wie hinterhältig, Draco zog sich mal wieder schön aus der Affäre, auch wenn er alles wusste.

Schon eigenartig wie es die beiden ehemals so arg verfeindeten, jungen Männer geschafft hatten für sich eine Basis aus Respekt zu finden auf der sie miteinander umgehen konnten, wenngleich es von einem freundschaftlichen Verhältnis entfernt war.

Er hatte ihm erzählt, dass er und Severus den Nachlass von Mrs. Greengass abgewickelt hatten, da Mr. Greengrass ja untergetaucht und flüchtig war, weil er als DeathEater gebrandmarkt und in Askaban gewesen war. Als Rechte Hand hatte Lucius als Führer der DeathEater Severus beauftragt sich für die Familie Greengrass stark zu machen und dafür zu sorgen, dass sie nicht in die Hände der weißmagischen Familien kam oder gar in die des Ministeriums.

Als dann das Ministerium an Hogwarts heran trat hatte sich Severus als Hauslehrer erstaunlich bereitwillig gezeigt und war daher seit dem der Erziehungsberechtigte der beiden Greengrassmädchen.

Dannach hatte er sich in Absprache mit dem Ministerium um den Nachlass der verstorbenen Stiefmutter gekümmert. Dies hatte widerwillig übernommen, aber daher auch einen Teil an Draco delegiert um nicht zu sehr damit tangiert zu sein.

Severus hatte sich somit als neuer Vormund der Mädels, bis Daphne volljährig werden würde, um die finanziellen Angelegenheiten gekümmert und Draco darum das die persönlichen Dinge von Mrs. Greengrass aus dem Anwesen entfernt wurden, das nun wohl Daphne und Astoria gehörte. Daphne hatte darum gebeten, dass man alles was an ihre verhasste Stiefmutter erinnerte entfernen möge und war wohl froh gewesen diese Aufgabe abgeben zu können.

Draco war davon ausgegangen, dass sie sich sicher mit absolut nichts was ihr gehört hatte würden belasten wollen, sollten sie eines Tages wieder dort leben und so hatte er alles entsorgen lassen.

Bei der Durchsicht ihrer persönlichen Habe waren jedoch Unterlagen und Tagebücher gefunden worden, aus denen deutlich hervorging, dass Mrs. Greengrass, damals noch Miss Warrington, ihre Finger beim Tod von Daphnes und Astorias leiblicher Mutter im Spiel gehabt hatte.

Offenbar hatte sie, die fast schon die Tendenz zur alten Jungfer gehabt hatte, da sie, für reinblüter Kreise zu alt war und längst schon hätte verheiratet sein sollen, schon länger ein begehrliches Auge auf den in ihren Augen leicht zu beeinflussenden und reichen Greengrass geworfen.

Wie es schien war Mr. Greengrass wirklich leicht beeinflussbar gewesen, aber bei der ersten Mrs. Greengrass war das kein Problem gewesen, denn sie war eine herzensgute Frau gewesen, doch dann war er an eine falsche Schlange geraten, die ihn auf den falschen Weg geführt hatte.

Miss Warrington schien damals jedenfalls erfahren zu haben, dass Daphnes Mutter erneut schwanger gewesen war und diesmal mit einem Jungen, dem von Mrs. Greengrass sehnsüchtig erwarteten Erben. Miss Warrington hatte wahrscheinlich ihre Felle davon schwimmen sehen, denn wenn erst mal ein Erbe auf der Welt sein würde, hätte sie ihrer Ansicht nach wohl keine Chance mehr gehabt diese Ehe zu zerstören und so hatte sie zu drastischen Mittel gegriffen.

Sie hatte den Heiler der Familie Greengrass ausfindig gemacht, ihn gut entlohnt und dazu gebracht, das er bei der Geburt des Sohnes dafür sorgte das Mutter und Kind es nicht überlebten.

Nach diesem tragischen Tod von Mrs. Greengrass hatte sie dann schnell ihre Chance ergriffen und dem trauernden Witwer bei der Erziehung seinen Töchtern, die im Alter von 8 und 6 Jahren waren, unter die Arme gegriffen.

Leider war wohl ihr Plan nicht ganz aufgegangen, denn ihr war es nicht vergönnt gewesen Mr. Greengrass den ersehnten Erben zu schenken und sich das Vermögen für ihren Sohn zu sichern.

Während Harrys berichtet hatte, war mir klar geworden, dass diese Greengrass noch böser und verschlagener gewesen war als ich bisher gedacht hatte und fast war ich enttäuscht darüber, dass ich ihr einen derart schnellen und gnädigen Tod gegönnt hatte.

Harry hatte schwer an der Entscheidung zu knabbern, die Draco ihm mit diesen Informationen überlassen hatte, denn er verlangte, das er, Harry, als Daphnes zukünftiger Mann und baldiges Familienoberhaupt über die Greengrassschwestern entschied ob sie davon erfahren sollten das ihre Mutter von ihrer Stiefmutter ermordet worden war.

Er hatte ihm mal wieder klar gemacht wie viel Verantwortung bald auf seinen Schultern lasten würde, denn wenn er Daphne heiratete, volljährig war, würde er auch die Vormundschaft für Astoria haben, denn damit war dann er das Oberhaupt der Familie.

Zwar hätte Daphne mit ihrer Volljährigkeit die Vormundschaft über Astoria, aber wenn sie Harry ehelichte, würde dieser nach den starren und zu alten Regeln, die in unserer Gesellschaft herrschten, die Verantwortung über Astoria übernehmen.

Harry war bei dem Gespräch mit Draco mal wieder klar geworden, was seine Entscheidungen alles für Ereignisse nach sich zogen und wie wenig er die Eigenheiten der Zaubererwelt schon verinnerlicht hatte, beziehungsweise wie viel er bedenken musste.

Dracos Aufforderung, dass Harry lernen müsse sich richtig zu verhalten und noch viel über seine Familie lernen musste, hatte Harry aufgebracht.

Ich verstand, dass es deprimierend war, aber es packte ihn auch bei seiner Ehre und er warf sich noch mehr in die Bücher, auch in die, die Draco ihm gegeben hatte, als zuvor und versuchte sein Defizit auszugleichen.

Trotzdem stellte er mich aufgeregt mit Ron zwischen den Stunden und sprach erregt auf mich ein, wie es sein konnte, dass ich Severus während des Trainings flachlegte?

Dieses Thema hatten wir am Morgen nicht mehr bereden können und so passt er am Tag die erste sich ihm bietende Gelegenheit ab.

Es war für die Jungs nur schwer begreiflich und nachdem ihn auch noch Draco lakonisch zurückgezogen hatte um uns „Spaß zu wünschen“, hatten sie nur noch Bahnhof verstanden, aber warum Draco und ich ganz bewusst so entschieden hatten, erzählte ich ihnen nicht, nur dies, das Severus von Daphne abgelenkt werden musste, das sollte als Erklärung reichen.

So standen wir nun zwischen zwei Stunden auf dem Gang, in einer Ecke und diskutierten leise, natürlich geschützt durch zumindest einen „muffliato“.

Ich musste ihnen gar nicht erzählen oder gar Lügen warum Draco und ich beschlossen hatten so mit Severus zu verfahren, weil Harry fortfuhr auf mich einzureden, während Ron mit auf dem Rücken verschränkten Armen zuhörte. Wie es schien arbeitete er wieder an seinem Temperament.

Harry erzählte, dass er Draco nicht hatte gehen lassen nachdem dieser die Tür zum Trainingsraum geschlossen hatte, sondern eine Erklärung gefordert hatte für mein, für ihn, Harry, unersichtliches Handeln.

Er sagte: „Draco hat in gewohnter arroganter Manier kundgetan, dass „Hermione, das nur für ihn, Harry täte und er jetzt den Mund halten sollte!““ Als Harry Dracos Worte wiederholte, zeigte er eine verkniffene Miene und verschränkte die Arme vor der Brust.

Harry führte weiter aus: „Ich habe Malfoy gefragt, wie er derart unbeteiligt bleiben kann wenn er dich und Snape so sieht…. Willst du wissen was er gesagt hat, ja?“ Er ereiferte sich wieder richtig, aber seine Miene wirkte immer noch verkniffen.

Ich nickte darauf nur auffordernd und war gespannt was Draco zu Harry gesagt hatte.

Er zeigte ein leicht trauriges Grinsen, dann sagte er: „Dein Malfoy hat mir gesagt: „Wer sagt, dass ich so unbeteiligt bin!“ Hermione, ihn lässt nicht kalt was du tust, ich will nur das dir das bewusst ist!“, lag eine ungewohnte Eindringlichkeit in seiner Stimme, aber da sagte er mir nichts neues. Somit zuckte ich nur mit den Schultern und antwortete Harry lapidar, klang wohl ähnlich wie Draco:

„Wer sagt denn, dass ich das nicht weiß?“

„Pah!“, antwortete Harry abfällig: „Er hat euch „viel Spaß gewünscht“, das kann ich nicht verstehen, aber Malfoy meinte dazu, das ich zu Naiv und Nett für diese Welt sei….! Arroganter Mistkerl!“, erregte sich Harry weiter und wurde immer röter im Gesicht.

„War das alles?“, lächelte ich sanft und sah unschuldig zu ihm auf.

„Ich wollte zurückgehen und dich holen, weil Malfoy gesagt hatte, du tust das für mich, doch davon hat Malfoy mich dann abgehalten!“ Nun wurde Harry etwas lauter, als er verächtlich ausschnaubte, während Ron noch immer in gleicher Haltung wie zu Beginn des Gespräches dastand und zuhörte, mit sich rang.

„Er hat mich ausgelacht, ist das zu glauben, ausgelacht …..und dann hat er gesagt, du vögelst Snape weil es dir Spaß macht, es wäre also eine Pflicht der du gerne nachkommst und ich sollte meinen „Heldenkomplex“ stecken lassen, denn du bräuchtest meine Hilfe nicht…Hermione, er kann mir doch nicht vorschreiben wann ich dir helfen darf…!“, ereiferte sich Harry aufgewühlt und fuhr sich nun unwirsch durch die Haare, das Ganze schien ihn zusammen mit dem was er über sich und Daphne erfahren hatte schon sehr aufzuwühlen.

Ich lachte leise auf und fasste nach Harrys Hand, als ich ihn grinsend ansah:

„Jetzt krieg dich mal ein, ich hatte eine tolle Nacht, also alles ok und bitte, ich gehe so oft freiwillig zu Severus, warum sollte ich es dann nicht tun um dir zu helfen? Und glaub mir, Draco kommt damit klar!“, wenn Draco wüsste, dass sich Harry für ihn und seine Gefühle starkmachte, eine Premiere der absonderlichen Art.

Harry hob abwägend eine Braue und sah mich überlegend an, nickte dann jedoch sachte und drückte dabei meine Hand.

„Stell dir vor, dann hat er gemeint, beim nächsten Mal würde er vielleicht mitmachen. Kannst du dir vorstellen, wie böse er gelacht hat und wie doof und trottelig er mich hat dastehen lassen…. Oh Hermione, er ist so ein arrogantes Arschloch!“ Dabei setzte Harry nun eine sehr leidende Miene auf.

Ich konnte mich nicht anders und brach in lautes Gelächter aus, denn es wurde immer besser, schade das ich das Gespräch nicht live erlebt hatte, was mir einen konsternierten Blick von den Jungs bescherte, aber bitte, das war zu herrlich. Einerseits hatten sie eine Basis gefunden miteinander umzugehen, vor allen Dingen Harry und Draco, andererseits würden sich einige Dinge wohl nie ändern und sie sich nie wirklich mögen.

Aber ich fing mich schnell wieder und erklärte Harry dann: „Severus wollte Daphne auffordern mit ihm zu üben, Ron hat mir das signalisiert und dann musste ich schnell handeln. Ich brauchte schlagkräftige Argumente um ihn davon abzuhalten sich Daphne vorzunehmen und was zieht bei einem Mann besser als Sex?“ Zeigte ich meine pragmatische Seite.

Nun verschränkte ich die Arme vor der Brust, legte den Kopf schief und sah ihn auffordernd an, was Harry veranlasste den Kopf zu schütteln und zu meinen:

„Das ist doch alles scheiße!“ und das war das erste mal das Ron etwas zu dem Gespräch beitrug und laut schon fast inbrünstig sagte: „Oh ja, das ist es Mann!“

So war unser Gespräch vorerst beendet und wir gingen zum Unterricht.

Am Abend stand unser nächstes „schwarzmagisches“ Training im Raum der Wünsche an, das in letzter Zeit arg gelitten hatte, oder anderweitig verwendet wurde.

„Hey, was sollen wir heute tun?“, fragte da auch schon ein erwartungsfroher Ron und ich verdrehte kurz die Augen um zu überlegen und meinte dann mit den Schultern zuckend:

„Was haltet ihr davon, wir schneiden uns mit Messern und versuchen uns in den Heilzaubern dazu? Um hier schneller, besser und routinierter zu werden!“ Ich grinste verschlagen und sah wie dem ein oder anderen durchaus die Kinnlade herunterfiel.

„Dir macht das Spaß, oder?“, fragte da Ron dabei entstand eine steile Falte zwischen meinen Augen, als ich ihn perplex ansah.

„Wie meinst du?“, fragte ich leicht irritiert.

„Na, du stehst darauf …auf Schmerzen, meine ich!“, wedelte Ron mit seinen Händen über meinen Leib und sah ungläubig über meinen Vorschlag aus.

„Tse…vielleicht, wie auch immer, hier!“, zog ich meinen Dolch schnell und hielt ihn auffordernd in der Hand und als keiner laut „hier“ schrie, schnaubte ich enttäuscht ob der Zurückhaltung und rollte ohne falsche Scheu meinen schlichten, schwarzen Pulloverärmel hoch, während ich sah, wie einige sich unwohl ansahen über das kommende.

„Leute, das haben wir schon öfters getan!“, spielte ich auf die Münzen an, wobei das eher kleine Piecks gewesen waren denn Schnitte, aber nun gut.

„Nein, Schönste, wir haben uns beim Kampf und beim Üben verletzt …jetzt willst du, dass wir es absichtlich tun!... Selbstverstümmelung!“, warf Blaise wie ein Klugscheißer ein und da entschloss ich mich, dass jedes Wort der Intervention zu viel war und so setzte ich kurzentschlossen an und schnitt an der Innenseite meines linken Arms an der Schlagader entlangfahrend die Haut senkrecht auf, aber nicht zu tief.

Ich schnitt nur so tief, dass das das Blut nicht zu sehr sprudelte und dann fiel mir siedend heiß ein, als ich das dunkle Blut aus dem Schnitt quellen sah, das ich noch mein Ritual für meine „kleinen gierigen Kinder“ abhalten musste, denn so was wie letztens brauchte ich wirklich nicht mehr.

Ich lernte aus meinen Fehlern und würde nicht mehr vergessen, dass sie der Pflege und Aufmerksamkeit bedurften. Bei dem Schnitt entwischte meinen Lippen kein Ton.

„schschsch!“, „autsch“, „Fies….Echt!“, das waren die Reaktionen auf meine selbstverletzende Aktion, während ich meinen Dolch klappernd auf den Tisch vor uns schmiss und meinen Stab rasch zückte, um mich mit einem nonverbalen Wisch zu heilen. Man sollte bei einer solchen Wunde schnell sein, sodass das man nicht zu viel Blut verlor, die Sauerrei zu groß wurde oder man nicht wolle das die anderen vor ekel ohnmächtig wurden.

Draco lehnte lässig mit einem angestellten Fuß an der Wand und besah sich alles emotions- und kommentarlos, während mir die anderen recht sprachlos zusahen. Unterdessen schloss sich mein Schnitt und zurück blieb nur ein rosaroter Strich, der an meinen Schnitt erinnerte als ich noch mein Blut magisch entfernte, das auf den Boden getropft war.

Doch dann ging ein Ruck durch die Gruppe und sie fingen alle zu meinem Erstaunen widerspruchlos an sich in das unvermeidliche zu fügen, wobei Ron der erste war, der den Dolch fast mit todesmutiger Miene ergriff und ihn abwägend in die Hand nahm.

Er verzog das Gesicht zu einer leidenden Grimasse, um sich dann mit einem raschen Ritsch über die entblößten, äußere Seite des Unterarms zu streichen und kreischte dabei wenig männlich auf. Er erinnerte mich schrecklich an seine „männlichen“ Brüder in der Hinsicht. Als das Messer sein Fleisch in zwei Hälften teilte und das Blut auf den Boden tropfte, hatte er sofort das Messer fallen lassen und meinte weinerlich:

„Scheiße, das tut weh…warum hast du keine Miene verzogen?“

„Ich schneide mich derart oft, dass ich nicht groß dabei was spürte. Los, heil dich…konzentrier dich!“, und er tat wie gefordert und heilte sich, wobei er weiter jammerte, da selbst das heilen zwickte und zwackte, wie ich nur zu gut wusste.
Wir sahen zu, wie sich der tiefe Cut langsam schloss und er nach und nach heilte, bis nur noch ein roter Striemen übrig blieb.

„Gib her!“, forderte Blaise ungeduldig und nahm Astoria den Dolch ab, da diese ihn vom Boden aufgehoben und gereinigt hatte.

So tat der gute Blaise uns Mädels einen gefallen und knöpfte sein Hemd auf, lehnte sich mit seinen Hintern an den Tisch und präsentierte sein durchaus beeindruckendes Sixpack, das seinen vollmichschockoladenbraunen Oberkörper zierte.

Er setzte das Messer unbeeindruckt über seinen Bauchnabel an und grinste verschmitzt, aber als er den silbernen Stahl durch seine Haut zog, kniff er dann doch die Augen schmerzhaft zu und verbiss sich aber heldenhaft ein aufjaulen a la Ron.

Dann blickte er blinzelnd auf den Schnitt aus dem das Blut seinen Bauch hinabfloss und stieß ein heiseres „ufff“ aus, wobei das fast unterging, da Astoria ein „ahaha“ nicht unterdrücken konnte. Sie blickte ihn mit schlecht verhohlener Heldenverehrung an, während er das Messer ablegte und sich nun ebenfalls daran machte und schneller heilte als Ron.

„Wir sind echt nicht ganz dicht, hab ich euch das schon mal gesagt?“, schüttelte Daphne ihren Kopf, setzte sich aber auf einen Stuhl und zog ihren Rock entschlossen hoch, auf dass man ihren blanken Oberschenkel sah.

Offenbar verlor sie zumindest in unserer Gruppe langsam die Scheu, die sie sonst immer hatte etwas von sich zu zeigen, aber das musste sie ja auch, schließlich schnürte seit einiger Zeit Blaise ihr Korsett und so stand sie jeden Morgen leicht bekleidet vor ihm.

Sie griff nun beherzt nach dem Dolch, der auf der Tischplatte lag und setzte ebenfalls mutig das Messer an ihrer makellosen, weißen Haut an, nur um abzubrechen und dabei schloss sie die Augen, während wir alle nichts sagten, sondern nur abwarteten was sie tun würde.

Plötzlich straffte sich ihr Leib und sie einatmete tief ein, bevor sie die Augen aufriss und einen entschlossenen Blick zu Harry warf und sich schnell, ohne hinzusehen in den Oberschenkel schnitt.

Daphne machte sich, sie quiekte nur minimal, wie ein kleines verwundetes Tier, auf und blickte dann leicht entsetzt auf ihren blutigen Oberschenkel, um sich dann etwas blass um die Nase zu fangen und damit begann sich sofort zu heilen, sie war am geübtesten und erfolgreichsten mit dem Spruch da sie ihn am besten beherrschte, nach mir und Draco!

Harry hatte währenddessen wacker die Augen zugekniffen und wollte nicht hin sehen wie sich seine Verlobte schnitt, dann schnaubte Draco belustigt auf und schüttelte amüsiert den Kopf.

Es war herrlich, da sich nun auch Astoria berufen fühlte nicht zurückzustehen und überlegte schwer wo sie sich schneiden sollte, dann offenbarte sie sich als das Küken der Gruppe, das sie war, denn sie entschied sich für die Handinnenfläche und dabei jammerte sie ähnlich den Twins. Ihr „auwa“, hallte laut von den Wänden, während sie sich ebenfalls schniefend heilte.

Weicheier, wirklich, schmunzelte ich recht dreckig über die wehleidige Bande, die sich überwand.

Nun stieß sich Draco von der Wand ab und hielt auf uns zu, machte es Blaise ähnlich nach, denn auch er wählte seinen Bauch, aber er verzichtete auf die Showeinlage a la Blaise und zog somit nur seinen Pullover hoch und setzte an.

Er zog durch ohne mit der Wimper zu zucken und machte sich wortlos daran den Schnitt routiniert zu heilen, man erkannte, dass auch er es gewöhnt war genauso wie ich.

Unterdessen stand Blaise noch immer mit offenem Hemd lässig da und genoss es die Blicke der Damen auf sich zu fühlen, doch das konnte Draco, der Eitle, nicht auf sich sitzen lassen und musste auch sein ansehnliches Brett von Bauch zeigen, nur das er blass war, während Blaise mit Farbe aufwarten konnte.

Harry rollte verächtlich mit den Augen als er Draco den Dolch abnahm, legte nun mit Blick zu mir, auch wie ich an der Hauptschlagader aber nur an seinem Handgelenk an und ich hob nur sarkastisch eine Braue, was wollte Harry beweisen?

Es war Makaber was wir hier abzogen, das musste man schon sagen und daran sah man auch, dass wir in einem Krieg lebten in dem alles erlaubt war, selbst das sich Menschen selbst verstümmelten, denn wenn wir Muggel wären, würden Narben bleiben von dem was wir uns antaten und davon wäre unbedingt abzuraten.

Und somit war es irre, aber war es das nicht schon die ganze Zeit?

Harry tat also genau das was auch ich getan hatte und auch er gab keinen Ton von sich, wobei das Aufschneiden der Ader schon nicht ohne war.

Es war eine Überwindung, ein nicht unerheblicher Schnitt, nicht nur die Haut aufzuritzen, sondern auch die Ader zu verletzten, aber man durfte nie vergessen, das Harry viel erlebt hatte, auch was Schmerz betraf war er enorm abgehärtet.

Ja, er hatte viel mitgemacht und konnte sich einiger entsetzter Blicke sicher sein, während er sich erstaunlich selbstsicher heilte. Harrys Kräfte nahmen zu, jetzt nachdem er sie gezielt schulte. Ich sah noch zu Harry, wie er sich heilte, als es plötzlich klopfte!



Zuletzt von Nira am Do März 08, 2012 8:07 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: 260. Kapitel: Erkennen   Kapitel 259-260 EmptyDo März 08, 2012 8:07 am

260. Kapitel: Erkennen

Es klopfte!

Wir sahen uns alle etwas perplex an, das der Raum das zuließ, bis Draco sich als erster soweit fing zur Tür eilte und diese vorsichtig öffnete, um sie dann zu unserem Erstaunen freiwillig weit aufzuziehen und einladend zur Seite zu treten, während wir anderen schon unsere Stäbe gezückt hatten oder überlegten eine Mauer zu ziehen, denn das war was ich tat bis ich innehielt, als ich Dracos Reaktion sah.

Somit betrat Severus in seiner schwarzen, weitgeschnittenen Kleidung schwungvoll und eindrucksvoll den Raum, verschaffte sich wie immer einen beeindruckenden Auftritt.

„Wie schön, dass sie derart fleißig üben, denn das dürfen sie jetzt öfters alleine tun, weil ich leider bis nach den Osterferien keine Zeit mehr habe, …sie brauchen gar nicht derart fragend zu schauen! Erklärungen gibt es keine! Aber sie dürfen meinen Übungsraum nützten, sollte dieser Raum hier belegt sein!“, schnarrte er ölig wie eh und je, dabei bot er uns dies zu unserer Verblüffung großzügig an.

Dann wanderte sein Blick zu mir und er sah mich fordernd an sagte aber nichts, nahm nur meinen Blick mit seinen intensiven, schwarzen Obsidianen gefangen somit nickte ich dann sachte aber bestimmt. Unsere Verabredung für heute Nacht stand, was ihn veranlasste auf seinen Fersen abzudrehen um lautlos aber mit wehenden Roben aus dem Raum zu rauschen, während ein kleines Lächeln um meine Lippen spielte über unsere nonverbale Kommunikation.

Das war Severus, beeindruckend wie eh und je.

„Das ist doch mal ein Abgang, sorry Malfoy, aber da musst du noch üben um da mithalten zu können!“, kam der Hohn deutlich rüber.

„Halt dein Schandmaul, Potter!“, zischte Draco kalt und böse.

„Was, so angefressen? Verträgt ein Malfoy die Wahrheit nicht?“, reizte Harry ihn weiter, während wir anderen verhalten schmunzelten, denn die beiden würden sich NIE, absolut nie ändern!

„Potter du nervst!“, warf Draco ihm einen eisigen Blick zu und Harry lachte nur spöttisch laut auf dabei grinste er frech, als er sich schwungvoll a la Severus auf den Fersen umdrehte. Leider war der Effekt bei Harry gleich Null, da er keinen Mantel trug und mich ins Visier nahm.

„Hermione, ich möchte mit dir was besprechen, übt ihr doch mal weiter!“, kam es erstaunlich befehlend von Harry, während er sehr ernst wirkte.

„Geh ruhig Liebling, wenn Potter eine Schulter zum Ausweinen braucht!“, wandte Draco affektiert ein, die zwei konnten derart nerven mit ihrer stichelnden Art, das war wirklich unglaublich, wie beißend sie waren in ihrem Spott.

„Ähm, Draco hilfst du mir? Ich wollte den Trank brauen, der meine Wehen einleiten soll!“, kam es bestimmt aus heiterem Himmel von Daphne und sorgte dafür, dass Harry und ich einen abrupten Stopp reinhauten.

„Daphne!“, war Harrys erschrockener Einwurf und er warf taxierende Blicke zwischen Draco und Daphne hin und her. Es schien ihm nicht wirklich zu passen, warum auch immer.

„Was??? Es ist die richtige Zeit, ich hab alles ausgerechnet, ich hab sogar einen gefunden…natürlich von den schwarzmagischen, der mit etwas Blut sogar personifiziert werden kann, auf dass alles besser auf mich abgestimmt wird und Blut hab ich ja genug!“, lächelte sie gequält in Gedanken an unser Schnitt- und Schneidespiel vorhin, aber blieb ernsthaft und Draco zuckte nur gleichgültig die Schultern, hielt ihr dabei seine Hand auffordernd hin, damit sie ihm das Buch reichte wo der Trank erklärt wurde.

Nach Daphnes Ausführungen gab sich Harry geschlagen und fuhr sich durch die struppigen Haare, um mich dann in die von ihm erschaffene Ecke zu drängen. Daphnes Argumente waren schließlich nicht von der Hand zu weisen.

„Hermione, sag mir, das ich echt im falschen Film bin, wir schneiden uns und ich bin sicher das ist nur der Anfang, bis du willst das wir uns mit den Zauberstäben schneiden… mit Schneideflüchen, ich kenn dich!“, moserte er und sah mich wirklich leicht leidend an.

Ich schenkte ihm nur ein fieses, aber zustimmendes Grinsen, was ihn leidvoll Stöhnen ließ. Er kannte mich zu gut. Dann zog er mich mit sich auf den Boden auf eines der großen Kissen, die wir auch für die Übungen immer nutzten.

„Mist, aber weißt du was mich ärgert, dass Meine Frau sich selbst den Trank braut, den sie nicht zu sich nehmen sollte um verfrüht die Wehen zu bekommen, damit unser Kind zu früh zur Welt kommt…!“, grummelte er verstimmt dabei biss sich sichtbar mit den Zähnen auf die Unterlippe. Ich fasste nach seinem Arm und rubbelte aufmunternd darüber.

„Oh Harry, ich weiß, aber bei dir läuft nie alles normal, vielleicht… kommen ja die Wehen von alleine!?“, warf ich vorsichtig ein, daraufhin traf mich ein stahlharter, strafender, grüner Blick aus zwei runden Gläsern und ich zog meine Hand weg, als hätte ich mich verbrannt.

„Ist ja gut, schau nicht so biestig! Die Wahrscheinlichkeit ist gering. Soll ich den Trank brauen?“, gab ich mich murrend geschlagen, denn wie es schien war heute Wahrheitstag und nicht gewünscht etwas schön zu reden, wo es nichts gab das man schön reden konnte.

„Nein, wenn Daphne ihn brauen will wird es gut sein, vielleicht will sie es machen um bewusst zu akzeptieren was passieren wird….“, blickte er recht unsicher durch die Gegend, während er versuchte sich in die Gefühlswelt seiner Verlobten einzufinden.

„Ich vermute auch, dass dies ihre Beweggründe sind. Es wird es ihr leichter machen und Draco wird aufpassen das kein Fehler unterläuft, er ist hervorragend in Zaubertränke, dafür hat Severus gesorgt!“, denn ich fand es gut von Daphne, das sie sich eingestand das Hilfe und ein Augenpaar mehr bei dem wichtigen Trank dazugehörten und auch das sie es selbst in Angriff nahm war ein Weg der Akzeptanz was passieren würde.

„Weist du warum Snape keine Zeit mehr hat?“, ging er nicht darauf ein, wenngleich ich seinen taxierenden Blick sehr wohl bemerkte den er durch den Raum warf ans andere Ende und die werkelnde Daphne, sowie Draco ins Visier nahm und zusah wie sie über etwas zu fachsimpeln schienen.

„Keinen Schimmer, hoffentlich sagt er es mir heute Abend!“, erwiderte ich, da glitten seine Augen nun zu mir als er mein Gesicht eindringlich musterte, sagte er zuerst nichts , um dann schon wieder das Thema sprunghaft zu wechseln.

„Mhm…der Schulunterricht hängt mir zum Hals raus. Hermione, ich entwickle fast Aggressionen! Hinzu kommt, ich mach mir Sorgen, denn ich denke, das Daphne nicht mehr bei unserem schwarzmagischen Training, jetzt in der 29. Woche noch teilnehmen sollte, oder?“, er schien selbst unsicher, aber auch besorgt, während sein Augenmerk auf dem Babybauch lag, der nicht zu erahnen war.

„Du denkst zu viel, nein, warum? Sie ist schwanger, nicht krank! Lass sie, wenn sie nicht mehr kann wird es ihr Körper ihr sehr deutlich sagen. Vergiss nicht, die Zauber die sie wirkt, haben keine Auswirkung auf das Baby! Außerdem testen wir sie schon lange nicht mehr!“, tat ich es lässig ab und meinte es auch so.

„Dein Wort in Gottes Ohr!“, hauchte er mehr als das er sprach dabei wirkte er wie ein glücklicher, werdender Vater und somit wollte ich ihn ablenken und fing an.

„Da fällt mir was anderes ein, es gab ja einige Probleme mit den Schlangen und wir wollen unter allen Umständen Daphnes kleines Geheimnis bewahren, also hat Draco beschlossen, dass ihr euch bis nach Ostern nicht mehr sehen dürft!“, erklärte ich schnell, da fasste er sich in seinen Nacken als wären seine Muskeln dort verspannt und massierte sich mit gesenktem Haupt, bis er mir von unten einen abwägenden Blick schenkte. Er blieb meiner Ansicht nach über diese Offenbarung erstaunlich ruhig, um nicht zu sagen kalt.

„Ja, das hat Daphne mir noch an dem Abend gesagt an dem es passierte!“, offenbarte mir Harry kühl.

„WIE?“, hauchte ich entsetzt, denn das hatte ich nicht geglaubt, dass Daphne sofort reagiert hatte nachdem die Entscheidung gefallen war! Hatte sie etwa intervenieren wollen und sich von Harry Hilfe erwartet?

„Oh, sie ist zur kreativen Höchstform aufgelaufen. Sie wusste, dass Ron an dem Abend ein Techtelmechtel mit einer Hufflepuff hatte und mit dieser ein leeres Klassenzimmer in der Nähe des Hufflepuffs Gemeinschaftsraums unsicher machen wollte…und als die beiden..ähhh…fertig waren…nun da hat sie ihn abgefangen, im Geheimgang und ihm aufgetragen mich zu holen….!“, grinste er nun schelmisch und schüttelte eher über Ron belustigt den Kopf.

„Kleine Schlange! Sind doch alle gleich!“, warf ich einen überraschten Blick zu der listigen Daphne, denn die Kleine war also auch nicht ohne. „Und wie ging es weiter?“

„Na, wie es weiterging, ich kam und sie hat es mir erzählt, alles….von Anfang an, sie hat wirklich wieder alles durchgekaut…machen das Frauen im Allgemeinen, oder ist das nur die Schwangerschaft?“, klang er leidvoll dabei stöhnte er auch gequält auf, während er sich an das Gekeife erinnerte.

„Sorry, Harry, ich bin nicht wie die anderen „Frauen“, mich nerven schon Lav und Pav wenn ich sie sehe!“, tat ich es ab, denn ich gab ihm total und absolut Recht, zu viel reden nervte, da war ich wie Severus.

„Auch richtig, vielleicht sollte ich Astoria fragen! Wie auch immer… heftig wie es bei den Schlangen zugeht, aber wenn ich mir vorstelle, das ein Vol…Dark Lord, oder ein Lucius oder eine Bellatrix oder auch ein Snape in diesem Haus waren, möchte ich gar nicht wissen, was da damals passiert ist…“, klang er abwesenden und ja, ich stimmte zu…es war ein bedenklicher Gedankengang, denn der Lord hatte ja gemordet als er noch Schüler war und sein Haus bestimmt tyrannisiert, keine besonders schönen Erinnerungen. Aber andererseits, auch Draco und ich mordeten und waren noch Schüler, wenngleich ich glaubte, dass der Lord ein anders Regiment geführt hatte als Draco in Slyhterin.

„Harry…!“, mahnte ich auf, das er auf den Punkt kommen sollte und er sah mich schuldig an.

„Sorry, ich schweife ab. Sie hat erzählt, dass Malfoy meint, dass es unter dieser genauen Beobachtung zu gefährlich wäre, dass wir uns treffen! Sie hat sich schrecklich aufgeregt und ich…ich hab ihm zugestimmt!“, wisperte er zum Schluss ganz leise und so kam ihm das Eingeständnis schwer über seine Lippen und er rieb sich über seine Narbe, als würde sie schmerzen.

„Oh…!“, konnte ich darauf nur erwidern, denn das überraschte mich nun wirklich.

„Ja, OH, sie ist mir fast an die Gurgel gegangen, so kenn ich sie gar nicht! Ich mein, ich sag doch nicht das der arrogante Schnösel recht hat, weil ich sie nicht sehen will, aber ich erkenne durchaus die Wahrheit und die Vorsicht hinter seinen Worten, oder?“, erkannte ich den früheren Harry gar nicht mehr hinter diesen Worten und es machte mich verteufelt stolz zu was für einem ernsthaften Mann er wurde.

„Ja, Harry er hat Recht, es ist gefährlich. Er will euch nicht ärgern, denn auch Dumbledore ist wie ein Bluthund der Witterung aufgenommen hat und du musst noch immer die Erinnerung von Slughorn besorgen. Wir wissen nicht mal, ob wir dich Ostern aus dem Schloss rausbringen können, nachdem der Alte nun weiß, wer ich bin! Wir müssen Realistisch sein!“, sprach ich etwas an, was sowohl Harry als auch Draco bewusst war, nur Daphne wie es schien noch nicht so ganz in ihrer ganzen Tragweite.

„Das weiß ich alles, warum denkst du habe ich mich sofort auf die Seite von Malfoy geschlagen? Nicht, weil ich will oder so, sondern weil es das einzig Richtige in dieser vertrackten Situation ist!“, tönte es leidend von Harry und er sah sehr wiederwillig aus, aber er, sowohl ich hofften das wir ihn rausschmuggeln würden können, auch gegen Dumbledores Willen, wie sagte man so schön, die Hoffnung stirbt zuletzt?

„Was hat sie getan?“, fragte ich neugierig, denn wie es wirkte hatte Harry nicht nachgeben und war standhaft geblieben in seiner Entscheidung.

„Geweint!“, wisperte er leidvoll und traurig.

„Oh, sie ist eine Frau!“, meinte ich pragmatisch und die neigten nun mal zu Tränen.

„Das bist du auch!“, kam es schrecklich nüchtern und trocken von Harry.

„Sie ist eine schwangere Frau!“, versuchte ich eine Entschuldigung für sie zu finden.

„Mhmpf!“, aber wie es schien wollte er sich leidtun, denn er klang nicht überzeugt.

„Fünf Wochen noch, dann sind Ferien!“, versuchte ich wieder abzulenken, das Daphne ab dann keine schwanger Frau mehr wäre, wobei ich dann schon Angst hatte, wenn der Hormonüberschuss weg wäre und wir durch die absehbare und unvermeidliche Trennung von ihrem Kind in Hogwarts mit der postnatalen Depression zu kämpfen hätten, aber das schob ich gedanklich ganz weit weg, sonst würde ich wahnsinnig werden.

„Jupp, wie nervend! Wir müssen uns noch streiten? Oder?“, kam es jetzt selbst vorsichtig und abwägend von Harry, der sich bewusst war wie unsicher seine Anwesenheit bei der Geburt im Cottage wirklich war.

„Jaaaa, aber erst in der Woche vor den Ferien, nicht zu früh oder wenn es passt, ich werde dir ein unmissverständliches Zeichen geben oder du mir um dann los zu legen, dann kannst du zeigen was für ein guter Schauspieler du geworden bist!“, tippte ich ihn verspielt an und versuchte es etwas lockerer zu gestalten damit ich den Trübsinn vertreib.

„Gut, wie du willst, so machen wir es! … Aber sag mal was ganz anders, die Geschichte über dein Verschwinden und all das…. läuft es mit deiner „Familie“ gerade nicht so gut?“, ließ Harry sich zu meinem Leidwesen nicht wirklich ablenken und steuerte zielgerichtet auf ein Thema was gerade nicht wirklich meine Priorität war.

„Doch, es läuft alles sehr gut! Warum?“, meinte ich leutselig und zeigte nun gekonnt spielend was ich für eine geborene Schauspielerin war und lächelte ein unechtes Lächeln.

„OH, dachte nur….!“, tauchte ein lauernder Ausdruck in Harrys Gesicht auf, aber ich hob nur eine Braue skeptisch an und sagte nichts.

Sich in die Defensive drängen zu lassen indem man begann sich ins Blaue hinein zu verteidigen, das war ja wohl uralt die Methode, prägnant und knapp, so hieß das richtige Vorgehen bei so was. Aber Harry wäre nicht Harry, wenn er jetzt keinen weidwunden Blick zeigen würde, was mich veranlasste leidend aufzustöhnen.

„Arch….es ist wie immer, Lucius ist kompliziert, aber Draco und ich haben uns bei einem lautstarken Streit ausgesprochen, es ist alles geklärt, wir haben uns versöhnt, ansonsten die üblichen Machtkämpfe… nur mit Severus läuft es erstaunlich gut, er ist wie immer und damit sehr gut einzuschätzen!“, zählte ich dann doch auf, da Harry mit seinem sturen Blick gezeigt hatte, dass er nicht nachgeben würde bis ich irgendetwas sagte.

„HEHE, sorry das ich lache, Schönste, aber das ist zu herrlich, das mal einer…oder gerade DU sagen würde, dass Snape der weniger anstrengende Freu…Partner ist, als einer dieser blonden Schönlinge!“, schien Harry ehrlich belustigt über meine Aussage, was selbst mich lachen ließ, denn es stimmte, Severus war viel weniger fordernd als die Malfoys, meistens jedenfalls.

„Hör mal Schönste, ich hab immer ein Ohr für dich, so wie du das von mir und meinem Gejammer wegen Daphne erträgst, hör ich dir auch gerne zu und ich werde mir nie ein Urteil erlauben oder anmaßen!“, sprach er gleich darauf sanft und streichelte liebevoll zartüber meine Wange.

„Danke Harry, du bist zu süß! Aber ich glaub nicht, dass du alles hören willst….“, als ich provokativ mit meinen Brauen wackelte und auf unser vorhergehendes Gespräch über Severus und mich verwies, da schüttelte es Harrys Leib sichtlich vor Unbehagen.

„Ja, du hast Recht, eigentlich will ich es gar nicht wissen. Dich und Snape zu sehen….., es war schon schlimm dich und Malfoy zu sehen! Ein Graus!“, wimmerte Harry leidend auf und ich kugelte mich lachend auf den Kissen und wir duften uns sicher sein, dass jetzt gerade alle zu uns sahen, aber es tat gut mit einem Freund zu lachen.

Am Abend, bei Severus, lümmelte ich nur mit seinem schwarzen, weiten Samtbademantel bekleidet und mit angezogenen, nackten Füßen auf der Couch herum. Dank des prasselnden Feuers war es schön warm und ich hielt ein Glas mit Apfel-Whiskey-Punsch in Händen. An diesem nippte ich immer wieder gierig, dabei lächelte ich verträumt vor mich hin.

Als ich daran dachte, dass ich es nur bis in Severus Büro geschafft hatte, bevor ich mich auf dem Schreibtisch des werten Herrn Professors wiedergefunden und ich raschelnd die Pergamente unter mir begraben hatte, da mich ein ausgehungert wirkender Severus über den halben Schreibtisch geschoben und verlangend bearbeitet hatte, musste ich in meinen Punsch zufrieden schmunzeln, denn diese Vereinigung war erstaunlich leidenschaftlich und gehetzt gewesen.

Aber ich hatte nicht nachgefragt und war ihm in nichts nachgestanden, sonder hatte seine erschreckend vielschichtigen Roben herunter gerissen. Dass er auch immer so steif durch die Gegend rennen musste, denn ich hatte mich über diese vielen Stoffmassen geärgert, und so hatte es damit geendet das ich komplett nackt gewesen war, während er nur halb nackte, oder mehr schlecht als recht ausgezogen gewesen war.

An sich ein herrlich komischer und sehr seltener Anblick, wenn man bedachte, wie souverän Severus sonst auftrat, aber mir war er gerade recht gewesen und Severus war ja selbst schuld gewesen, schließlich hatte er mir ja keine Zeit gelassen, derart stürmisch wie er sich präsentiert hatte.

Irgendwas schien ihn zu beschäftigen, wenn er derart meiner Aufmerksamkeit bedurfte. Ich vermutete, dass er das Vergessen suchte, da ich das verstand und sehr gut nachvollziehen konnte, gewährte ich es ihm rückhaltlos.

Aber als wir jetzt geduscht und noch immer leicht verausgabt, da Severus in der Dusche weitergemacht hatte, im Wohnzimmer saßen, blickte ich ihn gestochen scharf an und er hob nur seine dunkle Braue, dabei zeigte er eine gewohnt spöttische Miene unter meiner Musterung.

„Wirst du mir sagen, was dich vom Training fernhält?“, schoss ich sofort meine Frage ab.

„Ahahah….Vampire?“, meinte er süffisant, aber nicht überrascht, dabei strich er sich sein kinnlanges Haar aus dem Gesicht und ich kräuselte die Stirn als ich murmelte:

„Vampire?“

„Ja, es ist kein Geheimnis, ein Auftrag! Vampire, der Lord wünscht, das ich sein Abgesandter bin….ahhhh!“, stöhnte er zu meiner Überraschung mitleidig zum Schluss auf und trank schnell etwas von seinem Feuerwhiskey, den er für sich eingeschenkt hatte und ich fragte mich, wie ich zu der Ehre kam, dass ich einen Apfel-Whiskeypunsch trinken durfte. So was hatte er früher bestimmt nicht in seiner Bar stehen gehabt, etwas derart weibisches hätte er bestimmt nicht getrunken, aber ich würde mich hüten es anzusprechen und nachzufragen, daher nahm ich es ohne viele Worte hin, was bei meinem griesgrämigen Gegenüber das Beste war, denn er hasste zu viele, unnütze Worte.

Aber diese Erweiterung des Sortiments zu meinen Gunsten tat meinem Ego gerade sehr gut, vielleicht tat es ihm doch leid, dass er mich letztens im Gemeinschaftsraum geohrfeigt hatte?

Ich sollte mit meinen Vermutungen vorsichtig sein, nahm ich mir vor und schob diesen Gedanken das Severus vielleicht unter Umständen nett sein wollte lieber beiseite und wandte mich wieder dem Gespräch zu.

„Draco?“, wollte ich da fordernd und zusammenhangslos wissen.

„Hat er es dir nicht gesagt?“, kam es irritiert von ihm, wobei ich nur den Kopf schüttelte, während Severus weitersprach:

„Veelas! Er soll zu den Veelas!“, meinte er gelassen und da erstaunte meine Reaktion auf diese Aussage hin Severus wohl sehr, weil ich meinen Kopf in den Nacken warf und schallend laut lachte, bis das warme, goldfarbene Nass des Getränks auf meinen nackten Schenkel tropfte und mich so zurück ins hier und jetzt holte.

Ich hob mein Haupt wieder schnell und stellte das Glas auf dem Tisch vor mir ab, um mich mit dem Bademantel sauber zu reiben, währenddessen kicherte ich jedoch noch immer leise vor mich hin.

„Warum lachst du?“, kam es konsterniert von Severus, der sich das Schauspiel unterstehend besehen hatte.

„Arch, Severus das ist herrlich, der Lord muss trockenen Humor besitzen, wenn er gerade dich zu den Vampiren sendet und Draco zu den Veelas muss. Das ist lustig und ich bin mir sicher Lucius hat viel in Sachen Boshaftigkeit vom Lord gelernt, sonst würde dieser nicht Draco zu den Veelas schicken, sondern mich oder Bellatrix, wie fies!“, schüttelte ich noch immer den Kopf, denn einen Mann als Abgesandten? Zu böse, in was für einer sympathischen und netten Umwelt ich doch lebte und zu Severus sagte ich gar nichts, schließlich passte das wie die Faust aufs Auge.

„Du findest das lustig?“, zeigte er mir offen seine Irritation über meine Reaktion und ich nickte erheitert.

„Wie soll ich es sonst finden, es wird Draco enorme Kraft kosten überhaupt mit den Wesen sprechen zu können ohne sein Gesicht zu verlieren, eher tut er mir leid!“, kamen meine Worte emotionslos und gelassen, da es stimmte, Draco würde versuchen sich magisch auch mit Sprüchen zu schützten, hoffentlich fand er die richtige Dosierung, auf das er nicht dem Charme der Veelas erlag, aber was sollte ich anderes fühlten? Angst vor einem Betrug?

Nun, diesmal wäre wohl eher er der vergewaltigte und das Opfer, mittlerweile war ich derart dumpf und abgestumpft, das ich nur noch hoffte, dass er und Severus heil wieder zurückkommen würden, da auch die Vampire genauso wie die Veelas nicht ohne waren.

„Du bist wie immer erstaunlich kalt!“, kam es resümierend von meinem Gegenüber, das gerade lässig ein schwarzes gewandetes Bein überschlug.

„Ich tu mein bestes!“, schmunzelte ich, aber diesmal stimmte es sogar, ohne den Funken einer Lüge, denn Draco tat mir leid und ich fühlte nur ein fast gar nicht vorhandenes Bedauern darüber, dass er es mir nicht gesagt hatte, aber nach dem Gewölbe verstand ich sein Schweigen.

Wenngleich ich ihm nichts vorwarf, da er sich die Veelas bestimmt nicht ausgesucht hatte. Ich würde ihm helfen etwas Magisches zu finden was ihm gegen die Veelas half und ihn vor ihren Verführungskünsten etwas schützte.

„Aber ich gebe es zu, ich fand es auch amüsant, das Draco zu den Veelas soll! Du glaubst doch selbst nicht, dass das silberblonde Haar sich derart lange in der Familie gehalten hätte, wenn da nicht ab und an mal eine halbe oder viertelte Veela ihre Finger im Spiel gehabt hätte?“, kam es zynisch trocken und sehr sparsam von Severus dabei kicherte ich belustigt auf bei seiner amüsanten Darstellung der Familie.

„Nun, dann bin ich dankbar, ich stehe auf silberblond!“, warf ich ihm einen doppeldeutigen Blick zu, der dafür sorgte, dass sich eine steile Falte zwischen seinen Brauen bildete, aber er sagte nichts. Ja, ich wollte ihn etwas ärgern.

Warum ich dann bei ihm saß? Das schien er sich gerade zu fragen!

„Aber dieses absolute dunkle schwarz…hat auch was, in seiner absoluten Gegensätzlichkeit…..ich würde ja fragen, aber ich denke, wenn ich das die Wörter „deine Familie“ in den Mund nehme, dann würgst du mich!“, bedeutete ich ihm mit einer Geste, dass ich von seinen rabenschwarzen Haaren sprach und das sie mir auch gefielen, aber ich erinnerte mich noch zu gut daran, wie ich den Prince Stammbaum in Händen gehalten hatte und er mir aufgebracht gedroht hatte, dass mich „seine Familie“ nichts anging.

Und ich nahm Severus sehr ernst und seine Drohungen, aber jetzt ließ ihn meine Aussage verächtlich schnauben, als würde er sich denken, dass ich sonst nie meinen Mund freiwillig halten wurde und ich trank den letzten Schluck des lauwarmen Drinks, erhob mich dann in dem viel zu großen, tiefschwarzen Morgenrock und reckte mich, worauf ich auf das Schlafzimmer mit lasziv wackelnden Hüften zuging und noch im Gehen, ohne das er es sah, den Gürtel öffnete.

„Ich weiß ja nicht…. was du vor hast Severus, aber ich bin müde und geh zu Bett, wenn es dir Recht ist!“, redete ich mit dem Rücken zu ihm somit ließ ich noch im Türrahmen den Mantel übergangslos von meinen Schultern gleiten und schenkte ihm einen verruchten Blick auf meine nackte Rückseite werfen.

Darauf begab ich mich auch schon ins dunkle Zimmer und kuschelte mich rasch ins breite Himmelbett. Jetzt war ich gespannt, wann er nachgeben würde um zu mir zukommen.

Natürlich, nicht sofort!

Das stand gar nicht zu Debatte, denn das könnte ich ja missverstehen, indem er zu sehr zu mir kommen können wollte und das ging unter keinen Umstanden.

Nein, das ging nicht, aber wie lange er sich gab um mir meine Unwichtige unter die Nase zu schmieren, darauf war ich gespannt und ich schmunzelte unter der Decke.

Als sich nach einer halben Stunde die Matratze unter seinem Gesicht senkte, verkniff ich mir heroisch ein Lächeln. Ich hatte gezählt und dann spürte ich auch schon seinen Mund küssend an meinem Nacken und auch liebkosend an meiner nackten Schulter, da ich mich auf die Seite gedreht und mit dem Rücken zur Tür hingelegt hatte.

Ich würde es ihm nie sagen, aber Severus war herrlich…berechenbar in seiner ablehnenden Art!

Und natürlich tat ich ihm den Gefallen aus meinem leichten Schlaf zu erwachen, um ihn gnädig zu erhören, wandte mich ihm großmütig zu und wurde belohnt…..Es wurde eine rundum befriedigende Nacht.

Ich saß in der großen Halle beim sonntäglichen Abendessen und blickte leicht angewidert auf meine Gabel. Es war wirklich zäh, das Fleisch, das ich nun langsam von der Gabel zog um darauf lustlos rum zu kauen.

Warum aß ich es überhaupt weiter?

Aber irgendwie schien alles zäh, also nicht nur das Leben oder dieses Fleisch, sondern auch die beobachtenden Äugelein meiner Mitschüler. Seit der Aktion im Gemeinschaftsraum mit Severus beäugten sie uns misstrauisch und gar nicht auffällig und ich rieb mir über die verspannte Schulter, spürte dabei Nevilles nachdenklichen Blick, wie so oft in letzter Zeit auf unserem Trio und konnte seine Ungeduld wahrnehmen.

Es stand gleich ein DA Treffen an, bei dem auch wir anwesend wären, da heute Sonntag war, aber der Tag war dermaßen von anstrengenden und nervenden Pflichten angefüllt gewesen, das ich gar nicht wusste wo mir der volle Kopf stand. Schließlich musste selbst ich mit den Jungs zusammen für die anstehenden Prüfungen lernen, denn leider waren schwarzmagische Flüche noch nicht Teil der zu prüfenden Fächer und somit sah uns die Schulbibliothek recht häufig.

Leider war unsere Zeit bis zur Sitzung auch schon um und wir drei auf dem Weg zum Raum der Wünsche, der schon gut gefüllt war. Wie es schien waren Motivation und Kampgeist gerade das geringste Problem bei unseren Mitstreitern.

Heute fand ein Hürdenlauf statt, der mit einigen ekeligen, magischen, wie nichtmagischen Fallen durchsetzt war, dem wir uns genauso stellten wie die anderen, denn Diskussionen wenn wir es nicht täten von einigen Schlauen, wie zum Beispiel von McLaggen und Smith, denen stellten wir uns nicht, das hatten wir nicht nötig.

Wir beugten solchen Diskussionen so vor, denn die brauchten wir nicht wirklich und der Parcours machte Spaß. Es war immer wieder erfrischend das zu testen was wir drauf hatten, aber auch was sich die BL-Führer Blaise, Neville, Hannah und Padma ausgedacht hatten und es sah nicht nur anstrengend aus, es würde bestimmt anstrengend werden.

Wir eilten immer alleine los, in 3 Minuten Abständen voneinander und mussten nicht nur schnell sein, sondern auch versuchen möglichste im Ganzen ans Ziel zu kommen.

Es ging dank des sich magisch verändernden Raumes über Stock und Stein, aber auch über große Mauern und kleine Rinnsale, sowie holprige Hügel und undurchsichtige, wild wuchernde Baumreihen, als auch nicht vertrauenswürdig erscheinende, struppige Büsche.

Kurz um, es war wie eine offene Landschaft gestaltet, sehr amüsant und gut durchdacht, das ganze Prüfungsfeld.

Ich rannte rasant über das offene Feld, bis mir die Lungen brannten und sprang hoch durch die Luft über die Hindernisse, hangelte mich die Mauern und die Bäume hinauf und rollte hart vom Boden ab, wich vorausschauend und geschickt den Flüchen, die aus dem Hinterhalt auf einen gefeuert wurden, aus.

Ich spurtete weiter über die unwegsame Landschaft, reagierte schnell und vollkommen ruhig bei den unerwarteten, aber auch erwarteten Aktionen, die meiner harrten.

Gerade noch so hechtete ich über ein sich plötzlich weit öffnendes Loch im Boden, reagierte schnell, als mich ein morastiges Moor schlucken wollte und dann verzauberte ich den Schlamm, auf dass er erhärtete und ich nicht einsinken konnte.

Ohne innehalten eilte ich weiter, freute mich darauf die Flüche magisch abzuwehren, auszuweichen oder zu versuchen sie mit einem Bann oder Fluch geschickt und geistesgegenwärtig zu blocken, zu lösen oder zu erwidern.

Es war rasant, brisant und abwechslungsreich gestaltet.

So hatte ich es gerade noch magisch geschafft meinen Absturz von einer zusammenbrechenden Brücke freischwebend zu verhindern und schnaufte keuchend aus, als mich dafür als Belohnung am anderen Ende ein unbarmherziger Hagel aus kleinen Eisplittern begrüßte.

Den Eissplitterhagel verwandelte ich geschickt mit einem Fluch in Regentropfen, die mich aber immer noch bis auf die Haut durchnässten, doch wenigstens nicht verwundeten oder aufhielten.

So zögerte ich keine Sekunde, während ich mich Zauberstabschwingend durch das unwegsame Gelände weiterkämpfte.

Ich konnte auf meinem einsamen Weg den ein oder anderen gestrandeten Mitstreiter am Boden liegen sehen und wie sie an den Wirkungen oder Nachwirkungen der Flüche zu kämpfen hatten, aber ich sah auch viele, die nicht Aufgaben und versuchte sich magisch oder sonst wie zu befreien.

Sie blieben nicht untätig und schicksalserben liegen und hofften auf Hilfe.

Nein, sie sparten sich sogar die Luft die Vorbeieilenden um Rettung zu bitten, wissend das wir sie ihnen nicht gewähren würden, sondern standen für sich selbst ein und blieben nicht untätig in ihrem Kampfgeist.

Einige, wie zum Beispiel Ginny, hatten sich bei der ein oder anderen nichtmagischen Falle verletzt, aber unsere Ausbildung zeigte Wirkung, denn sie heilten sich noch vor Ort selbst und machten dann weiter.

So zauberte Ginny ihren verstauchten Knöchel routiniert gesund, aber natürlich ersetzte das nicht einen Zaubertrank, dennoch reichte es um weiter machen zu können. Sie biss sichtlich die Zähne knirschend zusammen und lief humpelnd aber verbissen weiter, um das Ziel zu erreichen. So etwas wäre bis vor kurzen noch undenkbar gewesen, vor allem da es das Fach „Heilen“ nicht in Hogwarts gab, was unter den Lebensumständen in denen wir lebten, sträflich war, wie ich fand, denn wo würde eine Krankenschwester sein, wenn wir eine bräuchten?

Ich würde es nie laut sagen oder zugeben, aber das hier war zu einfach.

Ich kam sogar relativ unbeschadet an, nur mein Haar war leicht angesengt, weil ich nicht schnell genug ein Schutzschild beschworen hatte und der Hechtsprung leider mein Haar etwas zu spät aus der Reichweite des Feuers gebracht hatte, aber meine danach beschworenen Schutzzauber hielten alle, an sich sehr gut.

Die Flüche waren jetzt nicht die welche mich forderten oder die wir in der BL übten, aber hier mussten wir auf die Ressentiments der DA Rücksicht nehmen und bei den weißmagischen Flüchen bleiben und eher in die Defensive gehen als in die Offensive, ganz anders als beim Training der BL.

Harry und Ron kamen jetzt genauso konditionell gut trainiert wie ich an und lachten sich bucklig, da Ron nun ebenfalls eine heilende Narbe am Hirn hatte, zwar kein so schöner Blitz wie Harrys Narbe, aber eine beeindruckende, gezackte Welle, die seine Stirn waagerecht in zwei Hälften teilte. Sie lachten und es kamen selten doofe, blöde Witze von den beiden, wie das er Harry alles nachmachen musste, aber sie amüsierten sich köstlich.

Aber auch für sie war der Parcours vom magischen wie auch von der Kondition und der Ausdauer her, keine wirklich große Prüfung oder Herausforderung gewesen, anders könnte dies bei einer Prüfung in der BL werden, aber alle die mit uns in der Früh liefen, keuchten weniger als die anderen.

Viele der DA kamen nicht bis zum Ziel durch, aber sie waren wenigstens fast alle an den ersten drei von 20 Fallen vorbeigekommen. Es war als Leistung für die jüngsten und die, die am kürzesten dabei waren, akzeptabel.

Alle Mitglieder der BL waren durchgekommen und im Ziel gelandet, was uns in unserer exzellenten Wahl wie immer bestätigte. Zwar hatte der ein oder andere ähnlich wie ich Haare gelassen, oder auch einen Teil der Bekleidung, oder wie Ginny und Ron, waren einige nicht mehr ganz heile, aber keiner war wirklich arg verletzt..

Sie waren alle mehr oder weniger schnell und zügig durch den abwechslungsreichen Parcours gekommen.
Hingegen bei den DA-lern musste man schon die einzelnen erwähnen, die die Anforderungen schafften und es ins Ziel schafften.

Alle aus der alten, der ersten, DA waren durchkommen, so Ernie MacMillan, Antony Goldstein, Michael Corner, Zacharias Smith, Parvati Patil, Lavender Brown und Cho Chang.

Diese also Cho, wirkte mehr als gerupft und zerzaust und als sie gerade mit kokelnden und schwelenden Haaren, sowie blutender Wange über das Ziel taumelte, da verlor sie den Halt und strauchelte bedenklich, da ihr Fuß auch nicht mehr ganz gesund schien.

Harry, der noch mit Ron in der Nähe des Ziels stand, reagierte schnell um die fallende Cho ganz der gutherzige Gentlemen aufzufangen.

Harry war seit langem nicht mehr der schmächtige Jüngling, sondern der gestählte junge Mann, der sich auf einen Krieg vorbereitete, somit konnte er sie mit seinem starken Armen leicht halten und sie klammerte sich hilfesuchend an ihm fest und lehnte sich schwerkeuchend an ihn.

Ich hob sachte eine Braue und selbst Ron daneben blickte mit einem sparsamen Blick auf die klammernde und schwer atmende Cho.

Sie wollte wie es schien Harry gar nicht mehr loslassen und gerade in dem Augenblick hob Astoria ihr Gesicht und sah perplex auf das sich ihr bietende Bild des klammernden Pärchens.

Sie kniff die Augen zu bösen Schlitzten zusammen und wirkte recht aufgebracht.
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Kapitel 259-260
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