When Hermione Fights
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 Kapitel 265 - 266

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Nira
Elfe
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BeitragThema: Kapitel 265 - 266   Kapitel 265 - 266 EmptyFr März 23, 2012 11:40 pm

265. Kapitel „Ränkespielchen“

Somit brachten wir einen unruhigen Schultag hinter uns, denn die Gerüchteküche brodelte unkontrolliert unter den Mitgliedern unserer Organisation, die um die Umstände wussten.

Heute tagte das Tribunal, wenn man bedachte, dass heute Morgen noch die Weaselyfamilie den Krankenhaustrakt unsicher gemacht hatte, war es schnell angelaufen um über Romilda zu richten. Es war überraschend, dass die außerordentliche DA Sitzung jetzt stattfand, aber die Münzen hatten uns wie alle anderen auch verständigt, denn offenbar hatte sich Neville tatsächlich schon mit den anderen abgesprochen.

Harry und ich gingen einträchtig aber auch sehr erwartungsfroh zum Raum der Wünsche. Wir schritten im Gleichklang einher und unsere schwarzen Schulumhänge wehten flatternd hinter uns her und umspielten unsere Beine, während wir uns dem Raum nährten.

Wir waren gespannt was sich die Teamleiter der BL und Anführer der DA ausgedacht hatte um Gerechtigkeit zu üben, denn es war uns wichtig das nach Marietta und nun auch noch nach Romilda klar wurde wie unsere kleine privat Armee zu funktionieren hatte!

Es ging so nicht weiter, hier musste eiserne Disziplin herrschen und wir waren wirklich gespannt ob wir mit den anderen zufrieden sein würden oder nicht!

Wir schenkten uns somit bevor wir die Tür öffneten noch ein einvernehmliches Nicken und traten dann ein. So schafften wir es beide gerade noch, nicht total belämmert zu schauen ,sondern unsere Masken aufrecht zu erhalten, aber wirklich, zum ersten mal Zeit langer Zeit fiel es mir nicht leicht.

Alle waren da, die komplette BL, sowie die vollständige DA.

Sie saßen diesmal alle in dem ansonsten leeren, großen Raum auf unbequem wirkenden Stühlen, dass hieß keine gemütlichen Kissen die sonst überall verteilt waren, dies ließ den Raum viel kühler wirken und ernüchterte sofort.

Wir waren die letzten und bemerkte das sogar nur noch zwei Stühle gleich neben der Tür bereitstanden, als uns Neville jetzt auch schon sehr bestimmt diese wenig zentralen Plätze auffordernd zuwies, aber mit einem kaltschnäuzigen, akzeptierend Schulterzucken nahmen wir mit der ersichtlichen Aufforderung an die Seite zu treten Platz und es war uns recht, denn wir wollten das Neville das hier regelte und nicht wir im Mittelpunkt standen, daher waren die Plätze sehr passend und weitsichtig gewählt.

Viele wussten um was es ging, denn der Tratsch innerhalb der Organisationen blühte regelrecht auf, somit wussten alle von Ron und seinem an sich besorgniserregenden Zustand der Vergiftung. Aber da sie nicht mit Außenstehenden tratschen konnten, aufgrund unserer Schutzzauber redeten sie untereinander umso mehr, wobei die Gruppe ja mittlerweile groß genug war das in jedem Haus viele miteinander reden konnten.

Man musste sich das so vorstellen, die Anführer der Gruppen, also sprich Hannah, Padma, Blaise und Neville saßen mit dem Rücken zu den Mitgliedern ihrer jeweiligen Gruppen, die sich hinter ihnen in Reih und Glied aufgereiht hingesetzt hatten.

Nur Romilda saß, allein und verlassen, wie ein peinlich berührtes Häuflein Elend mit gesenktem Blick vor allen auf ihrem in der Mitte des Raumes stehenden Stuhl.

Sie biss sich unwohl auf die Lippe, rang ihre Hände hilflos und wirkte sehr verloren und schien schwer mit ihrer Beherrschung zu kämpfen um nicht hilflos in Tränen auszubrechen. Es war nicht leicht und wenn man sich in ihre jetzige Position versetzte könnte sie einem leidtun, aber auch Dummheit und Übermut musste bestraft werden und ich wurde für ganz andere Sachen zur Rechenschaft gezogen, also hielt sich mein Mitleid mit ihr in Grenzen.

„Harry, Hermione….schön das ihr doch noch kommt, wir waren uns nicht sicher….!“, begann Neville selbstsicher und blickte knapp zu uns.

Wie es schien nahm er seinen Auftrag sehr ernst. Harry schenkte mir ein schnelles, belustigtes Glitzern in den smaragdgrünen Augen, das erste seit dem dies mit Ron geschehen war.

„Fahrt fort!“, winkte Harry nur gebieterisch ab wobei ich war regelrecht euphorisch wurde, als ich erkannte wie gekonnt er dabei klang, Draco färbte gar nicht ab, da biss ich mir in die Wange um nicht zu schmunzeln und sah gleichmütig über die Gruppenansammlung.

Zur allgemeinen Aufregung und Ungeduld kam hinzu, dass die Freundinnen von Ron ersichtlich schlecht auf Romilda zu sprechen waren. Er hatte seine „Freundinnen“ dem Beispiel von Blaise folgend immer alle gleich gut behandelt und es gab keinen großen Unfrieden, also waren all diese Mädchen auf die Übeltäterin gar nicht gut zu sprechen.

„Nun…fahren wir fort! Alle wissen worum es geht. Ich habe die Teamführer befragt und wir waren uns einig, dass dies keine Gryffindorsache ist, sondern eine, die die Organisation betrifft, denn Romilda, du bist in der DA und als DA-Mitglied hast du nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten…Wir sind uns alle klar auf was wir uns hier eingelassen haben, einige wie es scheint mehr, andere weniger! Das Problem ist…wir hatten das Erlebnisse mit Marietta Edgcombe! Nur damals war die DA noch nicht das was sie heute ist und auch sie wurde bestraft, wie wohl jeder nur zu gut weiß!“, donnerte Nevilles plötzlich erstaunlich tiefe, fast männliche Stimme gar nicht schüchtern in den Raum, während er aufstand und böse auf die Delinquentin starrte und somit den anderen Mitgliedern den Rücken zudrehte.

„Also, es trifft jemanden der mit Hermione und vor allem Harry zum Trio gehört, damit entscheiden auch alle über das Strafmaß und JA, es muss eine Strafe her, damit das nicht einreißt. Ihr könnt nicht mehr tun und lassen was ihr wollt, denn WIR Sind keine Kinder mehr! Und das wichtigste, gerade DIESE DREI…unsere Anführer müssen immer einen klaren Kopf haben, wenn Harry dieser bescheuerte Liebestrank untergekommen wäre und er wäre in diesem benebelten Umstand Dumbledore oder sonst wem in die Hände gefallen…..“, ereiferte sich Neville immer mehr währenddessen wurde er erregt rot im Gesicht, während ihm alle aufmerksam lauschten.

Er wuchs regelrecht über sich hinaus und deutete auf Dinge hing, die auch Harry und mir enorm sauer aufstießen und es gut fanden das sie hier erwähnt wurden.

„ABER…aber….!“, kam es stotternd von Romilda, die mit vor entsetzten weit aufgerissenen Augen Nevilles Rede ungläubig zuhörte.

„Was… Romilda? Du willst dich rechtfertigen…BITTE!“, bot er ihr generös an.

„Nein…ich, ich wollte nur sagen, das s es mir Leid tut und das….das ich es wohl verdient habe, auch wenn ich nicht nachgedacht habe….ich….“, schluckte sie sichtlich schwer und stockte immer wieder schluchzend, während sie zu Harry hingewandt sprach, aber ihre Haare ihr derart tief ins Gesicht fielen das man ihre Augen nicht sah, derart unangenehm schien es ihr zu sein vor allen vorgeführt zu werden.

„Das ist schön, dass du dich so einsichtig und erwachsen zeigst!“, kam es ungewohnt unbeugsam von Neville, der nun zu Hannah hindeutete woraufhin sich diese nun erhob, auf Romilda mit toternster Miene zuschritt.

„Wir haben beratschlagt und als Team Hufflepuff uns überlegt, das du nicht mehr zu den Qidditschspielen darfst! Du hast zu diesen Ereignissen in deinem Turm zu verbleiben!“, war es als würde Hannah den Stab über Romilda brechen, was diese leicht aufwimmern ließ als sich Hannah resolut abwandte und wieder auf ihren Stuhl zustrebte.

Danach erhob sich Padma übergangslos und ging mit ernster Miene auf Romilda zu, verharrte abwartend vor ihr. Sie versuchte relativ freundlich zu wirken, bevor sie ihren Urteilsspruch verkündete, aber trotzdem überraschte Padma wieder.

„Es tut mir Leid Romilda, aber du wirst das Exempel sein, dafür was passiert ….wir als Team Ravenclaw haben entschieden, das du nicht mehr an den Hogsmeadewochenenden teilnehmen darfst!“, meinte sie dann doch relativ harsch und knapp, bevor sie sich brüsk abwandte um sich zu setzten.

Dagegen schien Blaise es regelrecht zu genießen wie er sich lasziv, fließend erhob und auf sie mit einem leicht spöttischen Grinsen im Gesicht zuschritt, dabei hatte er lässig die Hände in den Hosentaschen. Er wusste wie man eine Strafe einschüchternd rüber brachte, schließlich hatte er Übung darin und sich ansonsten auch Draco als Vorbild genommen, der in dieser Hinsicht eindeutig von Lucius und Severus gelernt hatte.

„Süße, wenn ich tun dürfte was in Slytherin nach so was normal wäre, dann würdest du ganz klar erkennen, wie gnädig die hier mit dir sind! Aber du bist noch jung,….wobei dies für Dummheit wirklich keine Entschuldigung ist! Hier….du wirst nicht in den Osterferien nach Hause gehen. Wir wissen, du wolltest zu deinen Eltern und die vermisst sie, nun wirst du absagen und hier in Hogwarts isoliert verbleiben!“, kam es sehr arrogant aber auch spöttisch von dem gutaussehenden, schwarzhäutigen, jungen Mann, der absolut Herr der Lage war und diese auch eindrucksvoll demonstrierte.

„Aber…aber….“, wollte sie abgehackt einwenden, als er ihr harsch über den Mund fuhr.

„Willst du eine andere Strafe?! Vielleicht doch eine wie sie in Slytherin üblich wäre?“, funkelte Blaise sie mit seinen Augen aus dem dunklen Gesicht finster an und sie senkte schnell wieder ihr Haupt und schüttelte wortlos verneinend ihr Haupt, denn sie schien nun eindeutig Furcht vor Blaise zu haben, der sich einschüchternd vor ihr aufgebaut hatte.

Währenddessen war eine gespannte aber auch absolute Stille im Raum der Wünsche entstanden. Alle Mitglieder sahen stumm und reglos zu, entweder wagte keiner zu tuscheln oder sie waren derart gebannt, das keiner auf die Idee kam es zu tun.

„Dann ist es ja gut!“, antwortete Blaise böse, breit Grinsend zufrieden, dann schlenderte er wieder lässig weg und blinzelte noch Harry und mir frech sowie sehr übermütig zu.

Ich muss sagen, diese Strafen überraschten mich, doch ich war mir noch nicht sicher ob sie zu lasch waren oder angesichts dessen wie gesellig Romilda immer war, doch sehr passend. Sie war eine dieser gackernden Gänse, die ständig in kleinen Grüppchen zusammen standen und schnatterten, sie jetzt von DEN sozialen Aktivitäten überhaupt in Hogwarts auszuschließen, sie zu isolieren, war für sie sicher eine empfindsame sowie schmerzhafte Strafe.

Für mich wäre es wohl kein großer Verlust gewesen, aber ich war ja nicht sie.

Nun, Blaises Strafe, nicht nach Hause zu dürfen und Ruhe zu haben, würde auch mich ärgern. Als letzter stieß sich nun Neville von einer Säule ab, wo er bisher alles beobachtet hatte und steuerte mit verschränkten Armen auf die auf ihrem Stuhl mit hoch rotem Kopf geknickt dasitzende Romilda zu.

Als er vor ihr zu stehen kam, wühlte er suchend in seinem Umhang und zog zu unserer Verwunderung eine lange Feder hervor, die er ihr auffordernd hinhielt. Sie nahm ihm diese nach einem abwägenden Blick vorsichtig aus der Hand und hielt die Schreibfeder wie Dynamit äußerst skeptisch, fast ängstlich in den Händen.

„Nun zu unserem Urteil, vom Team Gryffindor….du wirst jeden Tag eine Pergamentseite voll mit dem Satz schreiben: „Jede meiner Taten hat Konsequenzen“ bis der Sinn hinter diesen Worten sich dir auf ewig eingeprägt hat!“, wies er kalt und ohne eine Miene zu verziehen an.

Man hätte diese Aussage fast als Ironie nehmen können, da er sehr doppeldeutig klang wobei man durchaus assoziierte, dass sich ihr der Satz als Narbe einbrennen könnte auf ewig.

„Wie?“, stotterte sie entsetzt, wobei Harry überrascht auf einmal auf keuchte. da Ich schenkte ihm einen belustigten Blick, da seine Augen rasch ungläubig zu seinem linken Handrücken huschten.

Er schenkte mir einen raschen Augenkontakt, den ich verschwörerisch erwiderte und nickte belustigt, denn ich hatte sofort verstanden was für eine Idee hinter dieser gemeinen Strafe stand und ich fand sie sehr einfallsreich.

„Das ist eine sogenannte Blutfeder, Romilda, wie sie auch Harry und so einige andere unter Umbridge über sich ergehen lassen mussten! In deiner Handinnenfläche wird der Schriftzug erscheinen, vielleicht für immer vielleicht auch nicht…nimmst du an?“, erklärte er für sich erstaunlich hart und kompromisslos.

Offenbar würde Nevilles Feder den Schriftzug nicht als Nabe auf dem Handrücken erscheinen lassen, wie bei Umbrigde, sondern in der Innenfläche, sodass es weniger auffällig für z.B. die Lehrer war, aber sicher genauso lehrreich für Romilda.

„Das… das kann nicht euer ernst sein!“, wisperte Romilda erstickt während sie schockiert den Kopf schüttelte.

„Romilda! Ron wäre fast gestorben!“, mahnte Neville unbeugsam.

„Ja…ja aber, ich kann doch nichts für die Vergiftung!“, winselte sie schon fast wehleidig, dabei war sie in Rotz und Wasser aufgelöst.

„Wir können für vieles nichts und doch hat alles Konsequenzen!“, jetzt hatte ich mich entschlossen erhoben und meinte dies entschieden.

Denn das Verhalten von Romilda ärgerte mich, ich hätte auch immer alles von mir weißen können, wenn man mich zu Rechenschaft ziehen wollte, aber ich hatte gelernt und erkannt, dass es am besten war den Kopf hoch erhoben zu tragen und es einfach zu schlucken. Als ich dies bestimmt einwarf verstummte sie sofort sodass sich nun auch Harry erhob, dabei warf er Romilda einen erstaunlich kalten Blick zu und meinte dann:

„Ich bin sehr zufrieden, damit sollte ab jetzt auch allen anderen in der DA gegenwärtig sein, dass dies hier schon lange kein Spiel mehr ist….gute Arbeit Neville! Hermione kommst du?“, bestimmte Harry überlegt, dabei hatte er sehr eisig gesprochen und hielt mir nun seine Hand auffordernd hin, um den Raum zu verlassen somit ließen wir die Versammlung Hand in Hand hinter uns.

Wir sprachenüber das Tribunal kein weiteres Wort, da Harry und ich mehr als zufrieden waren und nach einer gemeinsamen Nacht, in der wir erstaunlicherweise Ruhe sowie Entspannung im gegenseitigen Trost gefunden hatten, begann der nächsten Morgen und damit natürlich der nächste Ärger.

Schon am Frühstückstisch in der großen Halle wandte sich Cormac McLaggen erstaunlich friedfertig aber auch fordernd an Harry.

„Ähm…Potter, sorry….aber Weasely wird ja wohl ausfallen bei dem Quidditchspiel gegen Hufflepuff….könnte ich nicht….also kann ich, nun als Ersatzhüter mitspielen? Ich mein, du brauchst doch einen, oder?“, stotterte McLaggen plötzlich erstaunlich unsicher durch die Gegend, wie es schien brachten wir langsam aber sicher die arrogante Fassade des jungen Mannes zu Fall.

Harrys Kopf ruckte zwar erstaunt hoch, er blieb aber ruhig und unbewegt, zeigte keine Regung und ließ den sonst so selbstgefälligen und selbstsicheren Siebtklässler rum stottern, auch wenn uns schon nach einigen wenigen Worten von ihm klar gewesen war was er wollte.

„Ja, du wirst es! Geh üben!“, meinte Harry dann lapidar und man erkannte, es tangierte ihn nur peripher, was ungewöhnlich für den früheren Harry gewesen wäre, aber nicht für den Neuen, der hier neben mir saß.

Die Zeit raste wobei Ron noch immer nicht aufgewacht war und Cormac nervte Harry sowie die anderen Mitglieder des Quidditchteams mit seinen besserwisserischen Tipps und Anweisungen unsäglich, aber Harry zeigte sich erstaunlich erhaben über diesen Unsinn.
Kaum hatte McLaggen die begehrte Stellung als Ersatzhüter ergattert schien er zu seinem normalen, nervenden Gebaren zurückgefunden zu haben.

Und dann kam das Spiel am Sonntag an dem Romilda als Zuschauerin gar nicht teilnehmen durfte weswegen sie als eine der wenigen im Schloss verblieb.

In der Zwischenzeit war Ron erwacht, konnte aber aufgrund seines geschwächten Zustandes noch immer nicht das Krankenbett verlassen somit hörte er nur durch die offenen Fenster dem Spiel zu und ich…ich saß auf der Tribüne da und saß zu wie wir uns vollständig blamierten.

Es war ein Fiasko ohne gleichen, denn statt die Torringe zu hüten, machte Cormac allen anderen Vorschriften und schaffte es als Harry dazwischen ging diesen von seinem Besen zu schmettern.

Harry fiel hart und ungebremst auf den Boden und blieb ohnmächtig liegen. Ein unwürdiges Schauspiel was uns verständlicherweise die Verachtung der Slyhterins einbrachte, aber bei dem Auftritt verständlich und logisch, wenn man bedachte wie herrisch die Strukturen in Slytherin waren und das dort Befehlen einfach wortlos gefolgt wurde, währe bei ihnen wohl auch keiner so aus der Reihe getanzt und hätte sich so aufgespielt wie McLaggen bei uns.

In Slytherin währe er dafür rigoros, sowie konsequent von Draco bestraft worden, aber Harry konnte Gryffindor nicht anführen wie Draco Slytherin, er konnte nur seine DA und BL mit harter Hand führen, leider.

So saß ich nach dem Spiel erneut verärgert auf einem dieser unbequemen Stühle in der Krankenstation und bedachte beide schlafende Jungs mit einem verzweifelten Gefühl, denn das alles gerade nicht so toll lief, war mal wieder klar gewesen, wenn, dann kam´s dicke.

Harry war natürlich recht unglücklich aufgekommen bei seiner unfreiwilligen Landung und bewusstlos liegen geblieben.

Als ich bemerkte, dass mich Ron plötzlich beobachtete, da trafen sich unsere Blicke. Es war nicht das erste Mal das er wieder erwachte, sondern er konnte schon immer wieder länger wachbleiben. Nun schlug auch Harry ächzend die Augen auf und blinzelte wie eine Eule blind durch die Gegend dann linste er kurzsichtig zu Ron, der ihm ein zaghaftes Lächeln schenkte.

„Das Spiel, ich muss zum Spiel!“, wollte Harry erschrocken hochrucken, aber dann sank er mit schmerzverzehrter Miene wieder in die Kissen.

„Hey Kumpel, das Spiel ist längst vorbei…. jetzt hat es uns beide erwischt….machst du das nur aus Sympathie?!“, kicherte Ron mit dünner Stimmte und wedelte mit der Hand durch die Luft. „…wäre echt nicht nötig gewesen!“

„Sehr witzig, dieser Idiot von McLaggen!“, erwiderte Harry zähneknirschend, als er sich erinnerte, dabei presste er eine Hand schmerzhaft gegen seine Schädel.

„Das war keine Absicht Harry, du hättest sehen sollen wie geschockt er selbst war nachdem du auf den Boden lagst und die Gryffindors waren kurz davor ihn zu lunchen! Sie konnten sich nur schwer zurückhalten, als ich dich mit McGonagall in den Krankenflügel gebracht habe!“, erklärte ich emotionslos, aber trotzdem, ärgerlich war es schon.

„Ohje, war ein ganz schöner Krach, Harry! Und lass mich dir sagen, wir haben verloren!“, erklärte Ron erstaunlich neutral, dabei versuchte er ein verunglücktes Lächeln, das recht verzogen wirkte, eher so als würde er gegen Tränen ankämpfen, denn beschämend war es allemal gewesen, das musste man sagen.

„Wie demütigend, ich werde Malfoy nie wieder ins arrogante Angesicht schauen können!“, stöhnte Harry leidend und jammerte inbrünstig los, ich biss mir belustigt auf die Lippen, denn ja, Draco hatte sehr erheitert gewirkt während Daphne es sich heroisch verbissen hatte zu besorgt und geschockt über Harrys Absturz zu wirken, als ich sie an Dracos Seite im Stadion gesehen hatte.

„Also die Kommentare von Luna waren geil, die hab selbst ich durch das Fenster gehört! Aber ich freu mich, das ich besser bin als McLaggen!“, grinste Ron schwach, wenngleich er immer noch sehr blass um die Nase wirkte.

Am nächsten Morgen fand ich das komplette Quidditschteam bis auf McLaggen um Harrys und Rons Krankenbett versammelt und hörte wie Ginny sprach:

„Harry, ich mache den Posten des Suchers….und ich habe Dean als Jäger als Ersatz für mich bestimmt! Was sollen wir tun?“, huschte ein gespannter Zug um ihren Mund, da immer noch nicht ganz, selbst in der BL nicht, vergessen war das Dean der Ex von Ginny war, auch wenn er sich zu trösten verstand und sie nun Wood hatte.

„Das ist perfekt, dann übernimmst auch du den Posten des Kapitäns Ginny! Ihr wisst alle selbst wie eingespannt ich bin, deshalb wäre es schön, wenn ich diese Last loswerde!“, erklärte Harry sehr befehlend und gebieterisch, was Ginny und alle andere sichtlich überraschte, das er ihr so einfach diesen Posten übertrug.

„Ja, Ginny, deshalb behalte auch McLaggen!“, warf Ron dann plötzlich wie aus heiteren Himmel ein bevor Ginny reagieren konnte.

„ABER RON!“, „JA, Ron was soll das?“, „SPINNST du, der kann nur doof reden aber nicht spielen!“, riefen die anderen, dann warf Ginny total perplex und unterstehend ein:

„Ron, du wolltest immer spielen!“, stand ihr der Schock sichtlich ins Antlitz geschrieben.
„Ja, immer, das war dein Traum, seit der ersten Klasse!“, wandte Harry unwohl ein doch dabei zuckte Ron recht reflexhaft die Schultern.

„Wohl wahr, Harry! Aber wo machst du, denn das was du tun willst und nicht nur das was du tun musst? Wir haben keine Zeit für SPIELE!“, erklärte Ron sehr bestimmt und erstaunlich erwachsen.

Auf ein mal verstummte das gesamte Team und nickte nur zustimmend, weil sie eh alle Mitglieder der DA oder sogar der BL waren, waren sie gehorsam und verließen den Saal mit dieser unerwarteten Wendung die sie aber respektvoll respektierten.

Dabei kamen sie an mir vorbei und sahen mich mit undefinierbaren Blicken an. Einige gaben mir wohl die Schuld, dass ihr Kapitän und ihr guter Hüter nun das Team verließen, aber bitte, den Schuh zog ich mir nicht an, denn die beiden mussten erwachsen werden.

Nein, ich war stolz auf sie und ihre Entscheidung.

Als könnte ich etwas dafür, denn wenn sie Quidditch hätten spielen wollen, würd ich sie nicht davon abhalten können, wenn sie es wirklich wollten. Ich bewunderte die Jungs, da sie klar erkannten, dass es wichtigeres gab als Quidditch.

Als ich zu den Jungs trat, sagte keiner von uns etwas, wir schwiegen einträchtig alle drei und sahen irgendwo hin, nur uns nicht an, es hatte sich wieder etwas verändert, wir alle waren noch eine Schritt weiter gegangen.

Bei Ron schien sich seit seiner Nahtoterfahrung wieder viel getan zu haben. Es war ein regelrecht resignierter Zug in seine Augen eingezogen, der ihn schrecklich erwachsen wirken ließ. Er saß in dem weißen Krankenhausbett und hatte die Knie schützend angezogen, dabei schlang er seine langen, vernarbten Arme um diese und er blickte zu den Glasfenstern durch die das Sonnenlicht herein fiel, aber er wirkte weit weg.

Oh, ja Ron war jetzt durchaus auch ein Gezeichneter.

Dann schweifte mein Blick zu Harry und schließlich zu der Blitznarbe an seiner Stirn, die unter seinen Fransen, die ihm ins Gesicht hingen hervorlugte.

Ich wusste, sein Körper zeigte durchaus die ein oder andere weitere Narbe die er davongetragen hatte und die nicht zu heilen gewesen war, aber vor allem seine Seele war vernarbt und wirklich nicht unversehrt geblieben und das sah man mittlerweile in den tiefgrünen und tiefgründigen Seenspiegel, die seine Augen geworden waren.

Sie erzählten jedenfalls mir eine leidvolle unendlich traurige Geschichte, nur seine schwangere Verlobte schaffte es so etwas wie zuversichtliche Hoffnung in diese ansonsten so abgestumpften, das Schicksal akzeptierenden, Augen zu zaubern.

Mein Blick ging zurück zu Ron, während Harry, der noch in seinem Kissen lag, die Augen schloss. Ich starrte überlegend in die blauen Augen von Ron. Ja, dieser Junge, er hatte alles um glücklich sein zu können, wenngleich es kein Reichtum war, so war es doch eine an sich intakte, große Familie mit Eltern, die ihre Kinder liebten, vielleicht zu sehr, aber sie liebten sie. Ron spürte meinen sinnierenden Blick und sah sich fragend an. Ein erstaunlich stolzes Grinsen legte sich plötzlich auf seine männlichen Züge und er griff zu einer Schachtel, die auf dem kleinen Nachttisch lag, dann hielt er sie mir auffordernd hin.

„Schau, das haben meine Eltern mir zum Geburtstag dagelassen. Jeder, der 17 wird kriegt so eine!“

Es schien ihm deutlich etwas zu bedeuten das seine Eltern trotz allem daran gedacht hatten und ich öffnete das schwarze, schichte Kästchen, in dem ich eine schlichte, einfache, aber für Zauberer typische, goldene Planteten-Taschenuhr fand.

Es war üblich das Kinder von ihren Eltern in der Zaubererwelt so eine Uhr zur Volljährigkeit bekamen. Er zuckte leicht mit den Schultern und fügte dann hinzu, während ich die Uhr heraus nahm und ansah: „Sie ist zwar nicht neu, aber darauf kommt es ja nicht an….!“

Ich nickte zustimmten und legte sie wortlos zurück in die Schachtel. Es war sicher eine große Ausgabe für Molly und Arthur gewesen, die nie reich an materiellen Gütern gewesen waren, aber auch diesmal hatten sie gezeigt, dafür waren sie umso reicher an Liebe, die sie ihrer Familie gaben.

Damit war es amtlich, Ron war kein Kind mehr!

Aber auch Ron war nicht mehr der Junge, der unbedarft und unberührt durch die Welt ging. Er hatte sich am meisten von uns verändert, dadurch auch von seiner Familie entfernt und entfremdet.

Er hatte sich extrem gewandelt, vom emotional verwöhnten, leicht cholerischen und von Neid zerfressenen Jungen hatte er sich abgewandt. Ja, ihn trafen die Narben am Arm sehr, aber jetzt auch noch fast getötet und vergiftet zu werden hatte ihn schockiert und ihm jegliche Illusion geraubt, das dies hier ein Spaß war, das sah man auch daran das er das Quidditch ablegte, er dafür keine Zeit mehr verschwenden wollte.

Das war etwas was ihm am Anfang des Jahres noch wichtig gewesen war. Dramatisch, und ohne diese Vergiftung wohl auch nicht denkbar, umso mehr respektierte ich Rons Entschluss vollkommen mit seiner Kindheit abzuschließen und im Prinzip war er jetzt ja sogar vor dem Gesetzt erwachsen. Er saß nun wieder so verloren vor mir und irgendwie tat er mir mit seiner derart endgültigen Entscheidung Leid.

Als ich mir vorstellte wie ich wirkte zwischen den beiden Betten auf einem Stuhl sitzend, bestimmt mit einem erschreckend desillusionierten Blick in den Augen, denn auch ich erlebte trotz allem jeden Tag neues was es schaffte mich noch zu erstaunen, dachte ich, es war sicher ein trauriges Bild das wir darboten.

Auch ich machte viel mit, mein Körper erzählte eine lebhafte Geschichte mit seinen ganzen Narben und Zeichnungen, die wohl verborgen unter den Schichten meiner Kleidung versteckt waren, aber mein Geist würde unglaublicher Weise noch immer vergewaltigt und gezwungen doch noch erwachsener zu werden als er schon war und noch mehr zu sehen als er wollte.

Diese beiden Jungs, die mir die ersten wirklichen Freunde gewesen waren die ich jemals mein hatte nennen können, ihnen würde ich in den Ferien beibringen zu jagen, somit zu töten und ihnen unter meiner Ägide wieder einen Teil der Unschuld nehmen die ihnen noch verblieben war.

Ich sog die Luft tief in meine Lungen und entließ sie stöhnend.

Ein Zurück gab es nicht mehr, auch für sie nicht, das sah ich schon an dem entschlossenen Zug der sich um ihre Münder eingegraben hatte und ich erkannte sehr klar, Krieg war scheiße, Krieg machte alt und nahm einem die Lust am Leben, aber die Hoffnung das es besser werden würde, die starb zuletzt.

„Was stöhnst du, Schönste?“, riss mich Harry mit seiner Frage aus meinen Tagträumen.

„Oh…nichts, ich frage mich nur wann endlich Ferien sind!“, meinte ich dabei konnte ich sehen wie Rons Augen nun überlegend auf mir lagen und wie er mir einen langen, intensiven Blick sandte.

Ich erkannte wohl das er auch an die Jagd dachte, bevor er wortlos nickte und sich wieder ins Bett sinken ließ, worauf jeder von uns wieder seinen Gedanken nachhing, bis Poppy kam und nach einer letzten Untersuchung, sowie der Gabe von Tränken entschied das die Jungs mit mir kommen konnten, sie nun geheilt sein.

Als wir noch immer schweigend die morgendlichen Gänge entlanggingen, hörten wir Stimmen vor der Bibliothek, da unser Stundenplan etwas durcheinander war. Plötzlich schoss Luna auf uns zu:

„Harry, endlich…im Krankenflügel warst du nicht mehr!“, zeigte sie sich erstaunlich klargeistig und gar nicht so verträumt wie sonst.

„Luna, was kann ich für dich tun?“, fragte Harry freundlich.

„Nichts! Hier, eine Einladung von Dumbledore, er meinte ich soll dir den Zettel bringen!“, hielt sie ihm freundlich lächelnd eine Rolle Pergament hin.

„Danke….Luna!“, klang Harry wenig erfreut, bei der Erkenntnis ein Treffen zu haben, das er gar nicht wollte.

„Immer doch Harry und Harry pass auf….er wirkte,…erregt! Pass einfach auf! Tschüss!“, tänzelte sie schnell von dannen. Es war erstaunlich, dass sie fast nie die Leichtigkeit in ihrer Art ablegte.

„Wow, er ist schnell!“, wandte Ron trocken als erstes ein dabei klang er nun erschreckend tief von der Stimme her, als wäre mit der Unberührtheit auch die Freude und Freundlichkeit aus seinem Ton verschwunden.

„Der Alte hat noch nie Zeit ungenützt verstreichen lassen, wenn es ihm günstig erschien!“, spukte Harry verächtlich aus.

„Tja, das war´s dann wohl mit dem Unterricht heute!“, meinte ich spöttisch.

„Ehrlich, ich könnte mir schöneres vorstellen als jetzt zum Alten zu gehen!“, erklärte Harry entschieden und tat sich sichtlich leid.

„Das glauben wir dir, Kumpel!“, gab Ron ihm mit seinen Worten auch noch eine Stubbs in die richtige Richtung, während wir zusammen in die Bücherei gingen um unsere verpassten Stunden aufzuholen oder auch Hausarbeit zu machen.

Erst nach dem Mittag hätten wir wieder Unterricht und so warteten wir auf Harry.

„Boah, ich sag´s euch der alte Zausel nervt mich!“, platzte Harry plötzlich in die ruhige Bibliothek, während die andere beim Mittagessen waren und Ron und ich blickten interessiert auf, als Harry sich in einen Stuhl warf und sein Gesicht stöhnend in seinen Armen vergrub ohne Rücksicht auf seine Brille zu nehmen.

„Womit hab ich das verdient? Warum werde ich soooo genervt? Arch… ich vergaß, ich bin der Junge der leider immer noch lebt!“, stöhnte er gepeinigt während er weiter sein Gesicht auf den Armen liegen hatte.

„Harry, sag so was nicht, bitte!“, bat ich während Ron bloß böse kicherte, als Harry sein Haupt anhob und Ron sehr erwachsen die Zunge raussteckte.

„Kinder!“, verdrehte ich verächtlich die Augen und musste doch leise Schmunzeln, denn irgendwie war die Situation surreal nachdem ich mir am Morgen so viele Gedanken darüber gemacht hatte wie erwachsen sie geworden waren.

„Oh, sorry Hermione, die große Erwachsene!“, spottete Harry, während er sich grummelnd aufrichtete.

Ich lehnte mich nur im Stuhl zurück und zauberte uns unsere Privatsphäre, bevor Harry loslegen sollte:

„Also ich kam und da hat er sich gerade von einer eingeschnappten, um nicht zu sagen beleidigten Trelawney verabschiedet. Als ich fragte, was sie hat, meinte Dumbledore, er lässt sie nicht nach Hogsmeade, da sie nicht weiß, dass sie damals diese Vorhersage über uns gemacht hat und deshalb wisse sie nicht, das sie in großer Gefahr vor ihr wisst schon wem sei!“

„Baoh, der Alte wird aber auch sehr einsichtig, oder? Warum sagt er ihr es nicht? Die Alte ist so eine ängstliche Schreckschraube, als würde die sich nicht freiwillig in ihrem Turm verbarrikadieren sollte sie die Aussicht haben dem Lord in die Hände zu fallen!“, fasste es Ron treffend mit abwertenden Worten zusammen. Aber das war Dumbledore, manipulierend wie immer.

„Tja, das ist unser Rauschebart…was soll man da noch sagen. Ich hab nix gesagt und mich stumm und brav auf meinen Platz gesetzt!...oh Leute, er hat mich lange, bohrend angesehen und ich hab an nix als an Mauern gedacht und als ich schon dachte, mein Schädel ist wirklich so schwer wie eine Mauer, hat er losgelegt als erstes meinte er: „Das um ihren Freund Ronald Weasley tut mir Leid, aber wir müssen schneller handeln!“, ja das war sein Einstieg, um dann an mein Gewissen zu appellieren, das ich noch immer nicht die Erinnerung von Slughorn habe, das ich mich mehr anstrengen müsste, das es enorm wichtig sei über diese Erinnerung Gewissheit zu haben!“

„Da hat er dich schnell abgehakt, Ron!“, grinste ich hämisch in die Runde, bevor Harry nach einem abfälligen Schauben fortfuhr, dabei rieb er sich gedankenverloren ständig über seine gerötete, blitzförmige Narbe.

„Ich habe mich natürlich zermürbt gezeigt und versprochen alles hintenanzustellen um Slughorn die betreffende Erinnerung abspenstig zu machen. Dann meinte Dumbleodre geheimnisvoll: „Das mit Ronald Weasley war kein Versehen, dieser Met war für mich bestimmt…die Gefahren werden immer sichtbarer, uns lauft die Zeit davon Harry, vergiss das nicht!““ Ich glaube, er spielte auf seinen Mörder an!“, zuckten seine Augen zu mir und nahmen mich gefangen.

„Hört sich so an! Aber er vermutet, dass es Draco ist und nicht Nott war!“ warf ich ein und Ron wägte seinen Kopf ab.

„Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, dass er Malfoy für den Attentäter hält!“, kam ein Einwand von Ron

„Stimmt, damit ergibt auch das Streitgespräch von Snape und Dumbledore Sinn, das Hagrid belauscht hat, das Snape nicht richtig in Slytherin nach dem Attentäter forscht!“, wandte Harry zustimmend ein und ich sagte zwar nichts, dachte aber ähnlich.

„Glaubt ihr wirklich das Dumbledore derart großmütig ist und nichts gegen seinen „Mörder“ unternehmen will?“, fragte Ron zweifelnd wobei ich die Schultern zuckte.

„Ich habe keine Ahnung, ich weiß nur, dass er Severus beauftragt hat dafür zur Sorgen, dass er ihn tötet bevor es Draco tut!“, erwiderte ich emotionslos.

„JA, ich weiß und das ist das komische, findet ihr nicht? Was sagt Snape dazu?“, fragte Ron argwöhnisch und neugierig.

„Nichts wovon ich wüsste! Er hat es hingenommen, wobei es ihm sauer aufstößt, das der Alte ihm sagen will, was er zu tun hat!“, erklärte ich spöttisch und sinnierte darüber, ja Severus hatte nichts dazu gesagt, aber passen tat es ihm sicher nicht, wie wir ja aus dem Gespräch das Hagrid belauscht hatte erfahren hatten.

„Aber Ron hat Recht….welche Begründung hatte er?“, wollte nun auch Harry wissen „Ich meine, tot ist tot! Egal von wem?!“, zeigten Harrys Züge einen störrischen Ausdruck.

„Mhm…Dracos Jungend und seine Seele und solchen Unsinn!“, warf ich abwinkend ein, denn solche Gründe vor zu schieben passte zu dem Alten.

„Eben Hermione, du sagst es Unsinn! Wann war Malfoy schon unschuldig?“, meinte Ron verächtlich.

„Und was denkst du dann Ron?“, wollte Harry neugierig wissen.

„Nun, ich denke, da steckt mehr dahinter! Ich denke, das Dumbledore weiß, was für einen Zauberstab er hat, er hat ihn ja schließlich Grindelwald abgenommen! Ich denke, er will nicht, dass der Stab einem treuen Anhänger des Dark Lords in die Hände fällt, er vertraut schließlich Snape! Warum auch immer!“, führte Ron sehr strategisch aus.

„Wow, Ron, du bist wirklich ein Stratege, aber du könntest wirklich Recht haben, er spielt uns wieder den besorgten Opa vor, der um Malfoys wohl besorgt ist und in Wahrheit spinnt er seine Fäden um uns alle zu kontrollieren!“, stieß Harry seinen besten Freund anerkennend an und zeigte das es ihm sehr gefiel zu was für einen vorausschauenden und überlegten Planer Ron geworden war.

Ja, die Entscheidung Ron voll und ganz einzubinden, seiner Bitte nach zu geben, das er zu Harry gehörte, erwies sich immer wieder und mehr als richtig.

„Aber auch von mir Ron, Hochachtung, du hast wohl Recht, er will, das Severus der neue Herr des Stabes wird, hofft wohl darauf das sich Harry mit ihm duelliert, oder was auch immer?!? Aber ich denke, irgendwie würde er Harry den Stab zukommen lassen wollen? Aber wie???“, zollte auch ich ihm meine Achtung, denn Ron machte sich wirklich.

„Ich bin mir nicht sicher, denn bei Dumbledore weiß man nie, aber es erscheint mir logischer als wenn er um andere besorgt wäre. Wie auch immer, lasst uns weitermachen!“, tat Harry dies ab, wie es schien schockierte ihn was den Alten betraf schon lange nichts mehr.

„Nun zurück, er wollte mir dann wieder einen Teil der Lebensgeschichte von Tom nahe bringen, seine Zeit nach Hogwarts. Er zeigte mir, wie sich Tom als Verteidigungslehrer bei Armando Dippet beworben hat mit gerade mal 18 Jahren, weshalb er abgelehnt wurde und das er dann als Assistent für besonderen Aufgaben, bei Borgin&Burke´s angestellt wurde, etwas was du uns ja schon lange vorher erzählt hast, Schönste!“, strahlte mich Harry mit einem Zwinkern an und ich erinnerte mich, wie ich ihnen meine Erkenntnisse über Tom Marvolo Riddle im Cottage präsentiert hatte.

„Weiter, danach hat er mir zwei Denkariumsszenen gezeigt, dabei lernte ich „Hokey“, die Hauselfe von Hepzibah Smith kennen, die eine alte Kunstsammlerin war. Sie führte Tom stolz ihre Sammlung der kostbaren Schätze die sie angesammelt hat vor. Es war genau wie du dachtest Hermione, denn sie hat ihm den Trinkpokal von Helag Hufflepuff gezeigt, sowie auch noch die Medaillonkette von Salazar Slytherin, die sie von Burkes erworben hatte, lange bevor Tom dort anfing zu arbeiten. Und ehrlich, diese Frau war blind, denn die Gier, war Tom ins emotionslose, aber hübsche Gesicht geschrieben. Es war unübersehbar, die Frau hatte ihr Todesurteil unterschrieben als sie Tom dies alles gezeigt hat. Tja, dann hat er mir wieder weitschweifig das erzählt was ich schon danke dir wusste, das Hepzibah Smith zwei Tage danach vergiftet worden ist. Hokey hat damals gestand das sie ihrer Herrin versehentlich Gift statt Zucker in den Schlaftrunk gemischt hat. Aber nachdem dann feststand das die beiden wertvollen Sammlerstücke fehlen, war klar dass es nur Tom es gewesen sein konnte. Er hat wohl Hokeys Gedächtnis so manipuliert wie damals das von Morfin, als dieser die Morde an den Riddles gestanden hat. Dumbledore sagte, das Tom danach untergetaucht ist. Er verschwand auf nimmer wiedersehen.“, verstummte Harry und biss sich unwohl auf die Lippe, während Ron und ich ausharrten, denn fertig war Harry noch nicht.

„…Weiter…, diesmal war es eine Erinnerungsszene vom Alten selbst. Er war in der Erinnerung Schulleiter, gut zehn Jahre nach der Geschichte mit Smith und Hokey. Tom nannte sich da schon „Lord“ und es hat mich schockiert, das zu sehen, er sah nicht mehr so hübsch aus. Ich habe immer gedacht das Ritual damals in der Vierten hätte den Lord so hässlich werden lassen, aber nein, gut, wobei, jetzt ist es nicht mehr zu toppen, dieses skelettartige, schlangenköpfige Gesicht, aber nun, so sah er auch noch nicht aus damals. Er hatte noch ein Gesicht, eine Nase und die Augen waren noch nicht rot. Zwar konnte es einem damals schon kalt den Rücken runterlaufen wenn er einen angesehen hat aber man sah schon damals, dass er mit der Magie gespielt hat. Das menschliche, das seelenartige im Menschen ist schon zu der Zeit nach und nach aus seinen Zügen verschwunden. Er trug seine Haare ganz kurz, aber er hat wenigstens noch welche. Er war schon vor so vielen Jahren furchteinflößend, als er sich erneut auf die Verteidigungsstelle beworben hat.…“, erzählte er rasant als er kurz innehielt um dann weiterzureden:

„…das Gespräch war der Brüller des Jahres. Dumbledore und der Lord standen sich gegenüber, echt zum Kreischen, wenn es nicht so traurig wäre. Der Alte, der sich nicht aus der Ruhe bringen lassen hat, trotz des erstaunlichen Anblick den Tom nun abgab und dann hatte er ihn eiskalt gefragt, was er hier Kindern beibringen wolle, wo er doch seine DeathEater hätte, denen er lieber benehmen beibringen sollte!“

„Das hat er nicht wirklich gesagt?!“, echote ich entsetzt über Dumbledores krasses Auftreten, das mir unweigerlich Respekt abrang.

„Doch…er meinte seine ihm ergebenen DeathEater wie Malfoy, Nott, Lestranges und Co. würden ihn sicher schmerzlich vermissen. Es war Tom sichtlich unangenehm das Dumbledore dies alles wusste. Er war sehr sauer und ungehalten das Dumbledore ihn weiterhin mit Tom Riddle ansprach und als er auch noch gesagt bekam, dass er natürlich nicht die Lehrstelle erhalten würde, zückte er beim Gehen seinen Zauberstab. Ich glaube dabei hat er den Posten verflucht, aber das geilste ist, ich hab in seinem Gesicht während der Erinnerung gesehen, dass er nie damit gerechnet hat den Posten von Dumbledore zu erhalten. Tom war schon immer eins, realistisch und vor allem schlau, aber ich bin mir sicher, er wollte etwas hier verstecken….etwas, ich bin mir jetzt sicher, dass er an diesem Tag einen Horcrux in Hogwarts versteckt hat!“, grollte es bestimmt und sehr überzeugt von Harry!

„Damit bestätigt sich unsere Vermutung!“, nickte ich nachdenklich und zustimmend.

„Jupp, aber es geht noch weiter, als Tom den Zauberstab gezogen hat, hat er wie gesagt, einen Fluch gesprochen das somit kein Verteidigungslehrer länger als ein Jahr die Stelle halten kann, bisher war der Alte nicht in der Lage den Fluch zu brechen und Dumbledore gab zu, das er es seit damals versucht hat, aber der Fluch kompliziert sei und das Tomihn damals überrumpelt hat. Danach hat er noch fabuliert warum sich wohl Tom zweimal für den Posten beworben hat:

1. Hat er das getan, weil Hogwarts für ihn so etwas wie ein Zuhause war?

2. Oder nur weil Hogwarts etliche magische Geheimnisse birgt?

3. Oder weil er nach einer Gelegenheit suchte, sich durch die Lehrtätigkeit etliche Anhänger in der Schülerschaft zu verpflichten?

4. Seine letzte Vermutung will Dumbledore erst preisgeben, wenn ich Slughorns Erinnerung beschafft habe!

….das waren in etwa seine Aufzählungen!“, führte Harry gewissenhaft aus.

„Unsinn, Hogwarts war nie sein Heim und wird es nie sein. Er fühlt sich im Dark Manor wohl genug! Die Magie vielleicht, aber dafür braucht er Hogwarts nicht! Und zu drittens, wenn hätte er einen der DeathEater geschickt, denn er delegiert gerne. Als 18 jähriger war er vielleicht noch nicht ganz so wie heute, aber beim zweiten Mal schon eher. Er will niemanden an seinem Wissen teilhaben lassen, NIEMANDEN, schon gar keine kleinen, dummen Kinder! Und somit…“

„Und somit denk ich auch, das die vierte Möglichkeit, also nur noch der Hocruxe bleibt um den Dumbledore ein großes Geheimnis macht!“, unterbrach mich Ron und führte weiter aus und ich nickte nur schmunzelnd und auch Harry grinste:

„Sehe ich auch so Leute, der Alte denkt echt, wir sind hohl wie Stroh!“

„Wobei wir immer noch nicht wissen, was der letzte, verdammte Horcruxe sein kann!“

„MH…also wenn er ihn extra nach Hogwarts gebracht hat, bestimmt ein Gegenstand der Gründer!“, zeigte Ron mal wieder sehr viel Einfüllungsvermögen.

„Also der Pokal?“, kam es von Harry feststellend.

„Mhm…oder, das was uns noch von Ravenclaw fehlt!“, überlegte ich laut, worauf wir alle die Schulten zuckten, denn dieses Wissen war noch ein gut gehütetes Geheimnis und somit zeigte nun Harrys Miene das es noch was gab und wir wollten gespannt lauschen, auch wenn er noch mit sich rang.

„Ihr wartet…ja, ihr denkt richtig, klar ging es noch weiter! Er hat mich gebeten mir den Weggang zu Ostern zu überlegen, meinte wenn schon in Hogwarts dergleichen wie mit Ron passieren kann, unvorstellbar was mir außerhalb alles zustoßen könnte. Das ich wirklich NIEMANDEM trauen könnte! Als ich darauf frech meinte „Ihnen dann auch nicht, Sir!“, da gingen seine Augen auf und er hat mich entsetzt angesehen, worauf ich aber einlenkte und abgewunken hab und meinte, es sei nur ein blöder Spruch gewesen. Aber ich wollte es ihm nicht zu leicht machen und hab gefragt, was er gegen dich hat und er antwortete: Nichts! Außer, dass du dich überschätzt und es draußen zu gefährlich wäre und ich hab mich brav aufgeführt typisch der sture Gryffindor. Ich muss ja schließlich in meiner Verbohrtheit überzeugend sein! Er meinte dann, nicht er würde versuchen mich einzuschränken, sondern auch Freunde könnten dies! Dies alles würde Dich Hermione, aber auch Ron nicht unversehrt zurücklassen und er würde nur mein Bestes wollen. Er würde sich immer bemühen das alles gut werden würde, er, er, er….“, endete Harry als Ron aufbrauste:

„Was heißt er? Ohne alle anderen wären wir schon tausendmal verreckt! Dumbledore war nie da um uns, dich oder auch mich zu retten! Aber er spielt sich auf als hätte er alle Fäden in der Hand!“, brummte Ron zum Schluss unversöhnlich dabei verrenkte er die Arme in seinem Rücken, wie es schien ärgerte er sich sehr.

„DAS ist arrogant!“, zog ich mein Resümee.

„Das ist es wirklich, aber ich meinte versöhnlich, ich verstehe was er meint, aber ihr seid meine Freunde! Ich kann nicht sofort umschwenken, sonst weiß er sofort, das wir ihn verarschen!“, wandte Harry gut überlegt ein.

„Ja, das ist wohl richtig! Wir müssen ihm zeigen, dass wir uns streiten, das wird lustig und wenn holt er dich vielleicht nochmal, dann musst du richtig reagieren und dann am Tag der Abreise kommst du einfach mit und sollte er uns aufhalten wollen, musst du ihn nur an den Schwur erinnern! Perfekt!“, plante ich gleich drauflos und überlegte schon, wie wir es angehen konnten.

„Perfekt“, meinte auch Ron solidarisch.

„Perfekt“, schloss Harry ab, somit standen wir auf und gingen zum Unterricht.

Hermiones Sicht ende
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BeitragThema: 266. On Tour   Kapitel 265 - 266 EmptyFr März 30, 2012 12:18 am

266. Kapitel On Tour

Dracos Sicht

Irland, ich war wieder auf den Weg nach Irland.

Heute wollte ich die Burg besichtigen und kontrollieren wie sich diese entwickelte, schließlich würde sie der Stützpunkt an dem die „VenetosTesores“ endgültig ihre Ausbildung erhalten konnten oder auch eine Art Zufluchtsstätte, nach der Arbeit sein, denn wer wollte schon in der Wohnanlage in der man lebte das stetige Gefühl haben auf Abruf bereit sein zu müssen.

Ich hatte mich mit dem Exposé, das mir Alicia Spinnet zukommen hatte lassen, genauestens auseinandergesetzt, als Miles Bletchley, Roger Davies und Graham Montague dieses Stück Land gefunden hatten.

Nachdem ich diese Gewölbekeller und die natürlichen Höhlen in der unmittelbaren Nähe der Burren kennengelernt hatte und die unerklärlichen Magieströme in der Höhlen wahrgenommen hatte, war es elementar zu erfahren was hier vor sich ging.

Somit war es mir ein persönliches Anliegen mich mit der Geschichte vertraut zu machen und Dunguaire Castle hatte eine weitreichende Vergangenheit. Ich sah sie vor mir wie eine dunkle, wehrfähige Trutzburg.

Ein Gemäuer, dass seit Jahrhunderten Wind und Wetter trotzte.
http://de.wikipedia.org/wiki/Dunguaire_Castle

Die Burg war nach dem König Guaire benannt, der im Jahr 662 n.Chr. starb. Damit hatte sie eine sehr lang zurückliegende Geschichte, die bis in die Ära zurückreichte in der noch die Druiden Irland beherrschten.

Die ursprüngliche Burg war ja mittlerweile bis auf ihre Grundfesten und einige Bögen verschwunden, nur die Kellergewölbe waren erstaunlich gut erhalten und wurden schließlich ja von uns als Zugang zu den Höhlen entdeckt.

Castle Dun war wenige hundert Meter entfernt erneut aufgebaut worden, doch auch dieser Bau war jetzt schon sehr, sehr alt und hatte sich im Laufe der Zeit sehr verändert und gewandelt.

So war sie keine spezifische Burg im militärischen Sinne geblieben, sondern ein typisches Tower House des 16. Jahrhunderts geworden.

Das Dunguaire Tower House wurde im Jahre 1520 von Guaires Nachkommen aus dem Clan der O'Hynes errichtet, was hieß, dass das Castle in den langen zurückliegenden Jahrhunderten in den Händen desselben Clans gewesen war, wenngleich ich aber auch heraus gefunden hatte, dass das Castle wie gesagt nie groß als das genützt worden war was es sein sollte, als eine Wohnburg.

Warum waren die ehemals magischen Bewohner von hier fortgegangen?

Das war die Frage!

Was hatte sie veranlasst, dieses Gebäude hinter sich zu lassen. Und warum hatten sie an der verlassenen Feste festgehalten ohne sie groß zu nützten, bis der Clan im 17 Jahrhundert restlos ausgestorben war.

Es war als würde die Burg etwas schützen. Somit war sie alles vollends in Vergessenheit geraten, dann begann die Irrfahrt des Schlosses, bis es sogar als Kulisse für einen Actionfilm „Sprengkommando Atlantik“ mit Roger Moore und Anthony Perkins, also für die Muggel, hergehalten hatte, bis sich letztendlich der letzte Besitzer gezwungen gesehen hatte zu verkaufen und nun, es war ein regelrechtes Schnäppchen gewesen mit all dem Grund, das das Castle mitbrachte.

Ich stand in der kargen, leicht hügeligen, irischen Landschaft vor dem Gebäude, das wie ein steinerner Klotz wirkte mit der hohen Mauer und dem massiven Gitter, welches man passieren musste um in den Innenhof zu gelangen.

Es mutete alles sehr archaisch und mittelalterlich an.

http://www.planetware.com/picture/kinvara-dunguaire-castle-irl-irldrg1.htm(aussenansicht)
http://www.tripadvisor.de/LocationPhotos-g186609-d668055-Dunguaire_Castle_s_Medieval_Banquet-Galway_County_Galway.html

http://www.geolocation.ws/v/W/File:Kinvarra%20-%20Dunguaire%20Castle%20entrance%20from%20interior%20-%20geograph.org.uk%20-%201613929.jpg/-/en

Meine eigene Burg, ein sehr selbstzufriedenes Grinsen schlich sich auf meine Züge als ich das Tor passierte und mich Miles begrüßte, der mich hinter den Gittern erwartete. Er sagte nichts, sah aber sehr gespannt aus, wie ich reagieren würde, somit drehte ich mich erst mal im Innenhof, der wahrlich geräumig war.

Das hatte ich bei der Ummauerung gar nicht angenommen das hier so viel Patz sein würde, aber es war alles da, sogar ein Brunnen, der in der Mitte thronte. Miles winkte mich mit einem hintersinnigen Lächeln zu einem relativ kleinen Eingang.

Ich betrat die uralten, ausgetretenen Steinstufen, um in das relativ kleine Innere zu kommen, doch das war wirklich vorsintflutlich.

Ich zuckte plötzlich zusammen, weil mich etwas ansprang was Haare hatte, zu viele Haare. Ja, es war sogar ein recht kräftiges Mädchen, das irgendwas an meinem Ohr nuschelte.

„Danke Draco… danke, das ist wie ein Traum der in Erfüllung geht!“, jauchzte sie freudig, worauf ich wahrnahm wie eine tiefe Stimme dröhnte:

„Alicia, erwürg Draco nicht! Ich glaub nicht, dass er es mag, was du da machst…und auch ich weiß es nicht zu schätzten!“ Leider konnte ich nichts sehen, da ich nur buschiges, dunkles Haar im Gesicht hatte.

„Arch, Marcus du weißt doch nur nicht zu schätzten, dass sie ihre eindrucksvollen und vor allem wohlgeformten Brüste an Draco presst!“, grölte Miles gehässig los und ich spürte da wirklich, nachdem ich die Information verdaut hatte, das ihre wirklich beeindruckenden Brüste gegen meine Brust drückten, da wollte sie sich von mir mit rosigen Wangen lösen, worauf ich fies auflachte und sie nun von meiner Seite aus umarmte, dabei linste ich über ihre Schulter durch die Haarpracht hindurch und konnte sehen wie Marcus missmutig die Lippen zusammenpresste, während sich Davies, Montague und Miles köstlich auf Marcus kosten amüsierten.

„Und womit, werte Miss Spinnet, habe ich diese stürmische Begrüßung verdient?“, fragte ich mit einem kessen Zwinkern, während ich sie los ließ und sie mich anstrahlte.

„Womit? Na hör mal, ich darf eine Burg, ein Schloss auf Vordermann bringen. Hey, kannst du dir was Schöneres vorstellen?“, tat sie überschwänglich kund, worauf alle anwesenden Geschöpfe der männlichen Gattung einheitlich meinten:

„JAaaaa!“ Denn ja, jeder konnte sich etwas Schöneres vorstellen als das zu tun.

Sie bedachte uns mit einem äußerst missbilligenden Ausdruck und stützte ihre Hände provokant in die Hüften. Sie zeigte, dass sie eine beeindruckende Frau war, die sich sehr wohl fühlte zwischen all den Schlangen. Gut, dass Davies ein Ravenclaw war übersah ich mal großzügig.

„Ihr seid unverbesserlich, Männer! Aber Draco, beachte SIE nicht, komm schau dir deine Burg an! Ich habe schon einige Räume mit einem Ausdehnzauber versehen, vor allem die einzelnen Kammern zum Schlafen, denn es waren zu wenige, aber jetzt enthalten sie alles nötige und ich habe den Platz mehr als verdoppelt.“, haspelte sie ungeduldig herunter und fuchtelte wild mit den Händen durch die Luft. Sie wirkte ganz aufgekratzt mir endlich alles zeigen zu können.

Sie faste mich vollkommen ungezwungen an meiner Hand und zog mich einer Furie gleich mit sich die dunkeln Flure entlang und bei dem Anblick, als ich abgeschleppt wurde, darüber konnte selbst Marcus sein Schmunzeln nicht verstecken, denn diese verräterische Bande winkte mir verabschiedend zu.

Wie es schien war keiner der Männer bereit sich die Tour anzutun die mir nun bevorstand.

Was ich sagen konnte war das es nur wenige Fenster in dem Tower gab, aber das machte nichts. Das aufgedrehte Mädchen vor mir hatte einen Fackelwahn allererster Güte, denn sie vertrieb die mittelalterliche Dunkelheit mit dem flackernden Feuer der Fackeln und ich sagte nichts, schließlich war es schön wenn wir sehen konnte wo wir hingingen.

Sie eilte rasch weiter voran und ich wurde die enge Stiege hinaufgeschleift ohne Rücksicht auf Verluste.

Als wir ungefähr die obere Hälfte der Mitte des Wohnturms erreicht hatten, stoppte sie plötzlich und öffnete eine alte, verzogene Holztür, die ohne zu knarzten aufging, worauf sie stolz verkündete:

„Alles geölt und dank Magie sind die Türen dicht. Ja, viel Mühe, aber es lohnt sich. Das hier wäre dein Büro, beziehungsweise ein kleiner Besprechungsraum in dem man auch Essen kann! Wie auch immer!“


http://lh5.ggpht.com/-55lTCFn9XLM/TDmjQRdagpI/AAAAAAAABf4/i87-6ToMmgs/106_Kinvara_Dunguaire%252520Castle.JPG

Es war ein funktionaler, aber nicht übermäßig schöner oder gar anheimelnder Raum, der mit schwarzbraunen, alten, etwas unebenen Holzdielen ausgelegt war. Ein großer Kamin dominierte eine Seite des Zimmers und nur ein Fenster spendete diffuses Licht.

Die Wände waren grob und ohne Putz, sodass man die rauen, großen grauen Steine sah aus denen der Turm gebaut war, lediglich die Decke war weiß verputzt und gekalkt. Auch die Möblierung war eher spärlich und zweckmäßig, außerdem im Stil sehr passend für eine Burg. Vor dem Fenster befand sich ein großer, schwarzbrauner Tisch mit gedrechselten Beinen.

Darum standen mehrere genauso schwarzbraune, hochlehnige Stühle mit ebenfalls gedrechselten Beinen und geschnitzten Verzierungen am oberen Ende der Lehne. Dazu gab es noch weitere Stühle im Raum verteilt und eine dunkelbraune Holztruhe, die auf vier Füßen Stand. Alles in allem wirkte es leicht farblos, trist, aber sehr Stilecht. Man konnte sich gut vorstellen, dass es früher einmal genauso hier ausgesehen hatte.

Aber schließlich sollte das hier ein Ort sein an dem die „VenTes“ lernten und arbeiteten und nicht Urlaub machten, da hatte Funktionalität vorrang und ich war mir sicher, sie hatte auch einen Raum eingerichtet in dem sie sich wohlfühlen und ausruhen würden können.

„Ich hoffe es sagt dir zu, das ich den Charakter der Umgebung erhalten will…die Deckenhöhe wirkt tiefer als es ist, aber nur dank der Magie. Einige deiner Jungs, so auch mein liebster Verlobter, haben sich ihre Sturschädel angehauen, deshalb haben wir die Magie spielen lassen, aber der Charakter bleibt erhalten!“ Wow, dieses Wort schien gerade ihr Favorit zu sein „Charakter“, sie wirkte als hätte sie wirklich ihre Bestimmung gefunden .

Ich sah mich noch um beziehungsweise ich wollte mich umsehen, als ich schon relativ grob weiter gezogen wurde, aber nicht wirklich weiter, sondern nur zum nächsten Raum.

Es war ein schlichtes, karges Schlafgemach funktional, mit einem Doppelbett, einer Kommode, einem Schreibtisch und einer Tür, die in einen alkovenartigen Vorsprung führte, in dem eine Dusche eine Toilette und ein Waschbecken platzsparend untergebracht war.

„Das war die größte Arbeit, diese Bäder zu erschaffen! Ohne die Zauberrei würde es ganz schön eng werden, aber so haben wir jetzt für jedes Schlafzimmer ein Bad und trotzdem mehr Zimmer für Gäste schaffen können. Du siehst, toll oder? Vor allem ist durch die Alkoven der Charakter erhalten geblieben! So,….das ist dein Zimmer hier, hat noch einen Schreibtisch, es ist das größte, denn alle anderen sind etwas kleiner, ohne Tisch. Zimmer zum Schlafen befinden sich in jedem Stockwerk bis unters Dach und nun komm, im ersten Stock hab ich noch was…ähnlich einem Gemeinschaftsraum!“, ratterte sie ganz erregt runter und schien zu glühen, während ich jetzt wieder runter rennen musste.

„So Draco, dies ist hier ein Aufenthaltsraum für alle. Ich wollte ihn nicht so edel wie in Slytherin. Es sollte einfach nur gemütlich sein und wie ein Hort der Sicherheit wirken!“, stieß sie eine Tür im ersten Stock auf und offenbarte mir ein gemütliches, über den ganzen Stock gehendes Zimmer, dass wieder mit Kamin aber auch Teppich auf dem Boden und einer Unzahl von Sesseln, Sofas und Tischen sowie einigen Kommoden ausgestattet war.

Die Möbel waren alle nicht wirklich einem Stil zuzuordnen und wirkten wüst durcheinander zusammengestellt, aber das Zimmer bot wirklich einer großen Anzahl von Menschen Platz, weswegen ich zustimmend nickte. Der Raum erfüllte seinen Zweck, das war erstmal das wichtigste.

Bis jetzt war alles sehr schmucklos und schnörkellos, was mir zusagte und gefiel. Gegen das plappernde Weib kam ich nicht an, also zog ich es vor das intelligenteste zu tun und zu schweigen, nickten tat ich noch, wenn es gefordert war, aber das war schon alles, während sie mich nun wieder in den Eingangsbereich nötigte.

Danach stieß sie um Dramaturgie heischend die Doppeltüre zur Halle auf, die klein wirkte, da ja genau da der allgegenwärtige Charakter erhalten blieben sollte.

Es reihte sich ähnlich wie in Hogwarts Tisch an Tisch mit Bänken davor und einer Tafel, die quer zu den anderen Tischen an der Stirnseite stand. Der Saal war auch nicht mit anderen Hallen in Burgen zu vergleichen, da er keine weiße Decke hatte, sondern die Wände gingen bogenförmig, geschwungen in eine Natursteindecke über, die aus den gleichen Steinen bestand wie die Wände.

Der Raum wirkte gedrungen und man bemerkte, dass die Grundfesten der Burg sehr wohl aus der Zeit von vor tausend Jahren waren und das dies hier wirklich einen sehr, sehr alten romanischen Stil widerspiegelte.

Auch hier gab es nur ein Fenster an der Kopfseite des Saales, der Tür gegenüber und somit hinter dem der Stuhl des „Anführers“, der so sehr im Mittelpunkt stand, damit er alles im Blick hatte.

http://images.travelpod.com/users/tyga/5.1033235965.inside-dunguaire-castle.jpg


http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Dunguaire_Castle_2.JPG

Es war alles in allem recht rustikal eingerichtet. Auch hier gab es an der linken Seite einen großen Kamin, der Gemütlichkeit verbreitete.

Einige Schilder und runde Teller waren an den Wänden zur Dekoration angebracht, damit es nicht zu kahl wirkte, aber an sich genau richtig und ich fühlte die Magie, die den Raum künstlich vergrößerte.

Zu herrlich. Als ich die Jungs und auch Angelina und Adrian da sitzen sah, stieg mir der Duft von frisch gebackenem Brot in die Nase. Sie nutzten den Saal gleich mal dafür wofür er bestimmt war und ließen es sich schmecken.

Ich wusste instinktiv, dass das hier Hermione gefallen würde und ich freute mich darauf ihr all dies zu präsentieren…bald, bald wäre es soweit.

http://www.geolocation.ws/v/P/37799949/kinvara---dunguaire-castle---towerhouse/en

„Hey, Draco und wie gefällt dir das was meine Dame hier aus dem alten Steinklotz gezaubert hat?“, fragte Marcus über die Tische hinweg und winkte mir zu, sich zu ihnen zusetzten.

„Ja, sie hat voll den Charakter erhalten!“, verbiss ich mir nach Adrians bitterbösen Worten heldenhaft laut aufzulachen, während selbst Angelina Johnson kicherte aber Marcus finster zu Adrian starrte.

Wie es schien war dies schon ein Insider Witz, der an Alicia vollkommen abprallte, da sie unterdessen seelenruhig und selbstzufrieden zu ihrem Marcus tänzelte.

„Ich weiß es nicht, er sagt nix! Auch zum erhalten Stil der Burg nicht, leider!“, schmollte sie theatralisch schön und ließ sich von ihrem Verlobten auf dessen Schoss ziehen, während sie es sich bequem machte, schaffte er es mir einen auffordernd bösen Blick zu senden und ich räusperte mich sofort vernehmlich.

„Crrmm…Alicia fantastisch, du lässt mir nur keine Zeit die Eindrücke zu verdauen. Ich bin begeistert was du erschaffen hast, wirklich! Die Einrichtung, der Stil…alles harmoniert!“, meinte ich nüchtern, als ich hinter mir klapperndes Geschirr wahrnahm und wie eine Tür zuschlug.

„Mist…oh, Malfoy!“, ich wandte mich um und sah mich mit Summers und Sahra Fawcett konfrontiert, die beide fast zusammenstießen.

Fragend sah ich sie an und hob eine Braue, als ich Alicia stöhnen hörte, dann sah ich auch schon wie sie sich erhob. Jetzt stand ein recht blasser, sommersprossiger Summers vor uns, der eine blutige Hand hocherhoben vor sich hertrug und provisorisch ein Baumwolltaschentuch darum gewickelt hatte.

„Was ist passiert?“, fragte Alicia den Hufflepuff besorgt, der ihr von „Contino Industries“ als Assistent für ihre Real Estate Abteilung zugewiesen worden war. Sahra war in Dublin für die Verwaltung von Contino verantwortlich.

Sie hielt gerade als ehemalige Ravenclaw auf Davies zu, dabei hatte sie in den Händen eine große Schüssel mit etwas zu Essen darin. Wie es schien kam sie aus der Küche, die mich nur marginal interessierte und sich auch im Erdgeschoss befand aber die Küche kannte ich ja nicht mal im Manor.

„Oh, ich hab die Küche fertig! In der arbeitet grad Sahra! Dafür bin ich runter in die Kerker und bin am Weinkeller dran, ganz unten im Keller des Untergeschosses. Ich hab da rumgeräumt, dann bin ich über ein Fass gefallen, als sich ein Teil der Mauer senkte, nachdem ich irgendwo hingekommen bin! Dadurch bin ich hingefallen und gegen die Mauer gestürzt, dabei hab ich mir die Hand aufgeschürft und dann passierte was ganz komisches, da war auf einmal etwas Spitzes und es hat mich gestochen…“, ratterte der Hufflepuff in einem rasenden Tempo seine Gesichte vor uns herunter, dabei hob er seine Hand mit dem blutigen Tuch wie ein Held in die Höhe und ich kam fast nicht mit so schnell kam es aus seinem Mund geschossen. Es musste sehr aufregend gewesen sein wenn er so erregt war.

„… Dann sah ich, dass ich was Verborgenes entdeckt habe, einen Zugang….sehr versteckt und alles, aber ich wollt nicht weiter, denn da ist eine fühlbare, magisch Barriere!“, erzählte er rasch und wirkte sehr aufgekratzt.

Alicia wickelte das Tuch derweil seelenruhig ab und heilte ihn gekonnt. Es war nicht schlimm, aber die Köpfe meiner Männer, die in die unterirdischen weitverzweigten Höhlen schon eingeweiht waren, ruckten hoch.

Die anderen blieben ruhiger. Doch nun schien sich unser Verdacht zu bestätigen, es musste auch einen Zugang von der Höhle direkt zur Burg geben, den wir von der Höhle aus noch nicht gefunden hatten, interessant!

Wir zögerten nicht und erhoben uns alle übergangslos, nur die Frauen ließen wir zurück und Summers führte uns an.

Wir stiegen eine schmale, sich windende Treppe in die unteren Geschosse hinab. Je tiefer wir kamen desto kälter, aber auch feuchter wurde die Luft. Die Steinquader aus denen die Wände gebaut waren, waren noch größer, grober und unbehandelter als oben und sie waren durch die Nähe zum Wasser, das durch die Steine drang stetig klamm, sodass sich Moos und bunte Verwitterungsminerale am Stein gebildet hatten.

Die Fackeln schenkten uns genügend Licht, da auch hier Alicia ihr Konzept der Ausleuchtung treu geblieben war und Summers wuselte nervös vorweg. Er schien regelrecht zu glühen, vor Begeisterung über seine Entdeckung.

Hier unten erkannte man, dass die Grundmauern noch viel älter waren als der Tower, der ja noch recht jung war. Die Gänge, die wir nun entlang gingen waren schmal und gingen nicht schnurrgeradeaus, sondern waren verschachtelt, streckte man die Arme zur Seite, konnte man bequem auf beiden Seiten die Wand berühren und die Decken waren bogenförmig, in kleinem Maßstab wie der Speisesaal, sodass auch hier die Wände fließend in die Decke übergingen.

Alles mutete an wie in einem großen sehr unebenen Labyrinth, das man betrat sobald man in die Gewölbe hinab stieg.

Man musste an der ein oder anderen Nische vorbei, oder durch den ein oder anderen kleinen Raum.

Ich konnte hier und da undefinierbares Zeug liegen sehen, oder auch einfach nur Gerümpel, das man hier unten vergessen hatte oder zum Vergessen überhaupt erst runter gebracht hatte. Zu meinem Erstaunen gab es auch Dinge wie angegammelte und gerostete Ritterrüstungen und dergleichen, dann kamen Abteilungen wo Lebensmittel in rohen Mengen gehortet und gelagert werden konnte, wie z.b. ein geräumiger Kartoffelkeller.

Aber dann kam schon der sogenannte Gewölbeweinkeller, der aber eher für Fässer, denn für Weinflaschen gemacht war. Bis jetzt waren wir nicht sonderlich tief in die Keller vorgedrungen, sodass es zum Weinkeller kein weiter Weg war,, schließlich war es doch schwer die Fässer zu transportieren.

Hier lagerte auch jetzt nicht nur Wein, sondern auch Whiskey oder Bier in alten Eichenholzfässern.

http://kulturundwein.beepworld.de/files/gr/fsser-im-keller-gr.jpgIn die steinernen Wände waren Einbuchtungen eingelassen worden, in die die Fässer gelegt und gelagerte werden konnten. Natürlich gab es noch den Lagerbereich, wo die Fässer nur schnöde aufeinandergestapelt wurden, aber wenn es Verwendung fand, kam es in die Nischen.

Summers lotste uns weiter in die Tiefen und hielt vor einer Stelle nach einem Fass, kurz vor einem runden Durchgang und zeigte auf eine unspektakuläre Wand.

„Also das da ist das doofe Fass, es ist nicht richtig in seiner Nische, deshalb bin ich darüber gestolpert und dann bin ich an diesen leicht hervorstehenden Stein, der sich in hüfthohe befindet, gekommen! Dann hab ich irgendwas gespürt, so als würde ein Lufthauch durch mich fahren und dann war die Wand auch schon weg und ich konnte mich nur noch mit den Händen vorwärts abstützen, danach stach mich was und ich bin abgehauen….“, deutete er auf einen Stein, aber wenn man genau hinsah erkannte man, dass da ganz flach etwas eingeritzt zu sein schien.

Jetzt glühten Summers Ohren bei dem Eingeständnis das er geflohen war, weil er wohl etwas beschämt war, da er sich als nicht sonderlich mutig empfand, doch Marcus reagiert bevor ich antworten konnte:

„Und ich hätte dir die Ohren langgezogen, Summers, wenn du nicht abgehauen wärst, denn du warst allein…du bist kein bescheuerter Gryffindor! Und ich hoffe, das selbst die intelligent genug wären Unterstützung zu holen!“, grollte Marcus und übersah großzügig das seine große Liebe, die zu seinem Glück nicht anwesend war, eine eben grad gescholtene Gryffindor war.

„Genau!“, stimmte ich nur abgelenkt zu und schmunzelte innerlich, denn Hermione hätte es sich sicher alleine angesehen, wobei ich ihr auch zutraute sich dem alleine zu stellen.

Unterdessen fuhr ich aber mit den Fingerspitzen das verblasste, sichtlich uralte Zeichen nach, aber ich erkannte es aus dem Runenunterricht, wobei wir es nur gestreift hatten, da es älter war, viel älter als die Runen die wir gelehrt bekamen, es war ein Schutzkreutz das von den alten Magiern verwendet wurde. Das druidische Schutzkreuz, es bestand aus zwei gleichlangen, sich genau im Mittelpunkt treffenden Linien, die somit vier gleichlange Schenkel bildeten und somit ein symmetrisches Kreuz bildeten. Auf jedem Arm des Kreuzes befanden sich kurz vor dem Ende eng nebeneinander zwei Querlinien.

Abgeschlossen wurde jeder Arm von einem Dreizack der an drohende Hörner erinnerte, womit er auch optisch den Schutzgedanken darstellte. Die Querlinien auf den Kreuzarmen standen als Kürzel, das der Durchgang für irgendeine Wesenheit oder Kraft blockiert war. Das Kreuz sollte abwehren und verhindern, dass jemand durch kam, es stand für einen Bewacher.

Als ich es drückte, durchfuhr auch mich dieser kalte Lufthauch und es war wie ein Test, aber ein Test auf was?

Plötzlich gab der Stein nach und sank nach hinten ein, gleichzeitig offenbarte sich eine Nische, in die ein Mensch passte und im Inneren da sah ich auf Hüfthöhe dasselbe Zeichen wie eben, das Schutzkreuz, jedoch gedreht, wie durch einen Öffnungsmechanismus.

„Hey Draco schau mal auf den Boden, was ist denn das?“, rief Adrian auf ein mal eifrig hinter mir und ich blickte im dunklen, diffusen Licht nach unten.

Dann wurde es heller, als Marcus einen Lumos heraufbeschwor und ich erkannte jetzt ein interessantes Zeichen, das in eine blanke glänzende, wie frisch poliert wirkende, Fläche eingearbeitet war.

„Weiß jemand was das ist?“, wollte Miles in meinem Rücken wissen.

„Miles….du beschäftigst dich doch jetzt schon länger mit so einem Zeugs! Das müsstest du wissen und nicht wir!“, fauchte Marcus wenig freundlich. „Mhm…ich glaub, das ist das Penelope Gewebe!?“, meinte Davies überlegend, typisch für einen Ravenclaw, während sein Kopf neben meinem in der Nische erschien, da er sich spähend vorbeugte. Wichtigtuerisch, dachte ich mir schon, dass er der Rabe, seit dem Ganzen hier über alten Symbolen und Runen hing und jedes Buch durchforste, denn strebsam waren sie diese Ravenclaws.

„Na, dann!“, meinte ich und besah mir dieses „Penelope Gewebe“.

Es zeigte ein an sich interessantes Muster, das aus zehn kleine Pentagrammen bestand, die um ein zehnspeichiges Rad im Zentrum angeordnet waren. Alle Fünfzacke zusammen bestanden nur aus zwei Linien. Es erinnerte als einzelnes betrachtet, an einen Fünfzackstern, ein normales Pentagramm,

Aber zusammen ergab es ein ungewöhnliches rundes Symbol.

„Ich erinnere mich langsam. Ich hab gelesen, dass das Schutz und Bewahrung assoziiert, ein Rad das für alle Richtungen steht: Erde, Wasser, Luft und Feuer. Ich glaub, man kann es auch „das Rad des Seins“ nennen, wie gesagt symbolisiert es noch die vier Himmelsrichtungen, die durch den zentralen Kreis vereint werden. Es bestehend aus den vier Elementen, die durch je eine Fünfte Kraft vereint werden. Jenseits und Diesseits!“, wisperte Roger Davies total fasziniert und fuhr die Linien ehrfürchtig in dem Stein nach.

Mir kam in den Sinn, das es genau die Aspekte der alten Magie zu symbolisieren schien, die wir in den Kellergewölben der ursprünglichen Burg als Raumbezeichnungen gefunden hatten.

„Mhm…wo du es sagst, stimmt hab ich mal gelesen!“, erinnerte ich mich leise und biss mir überlegend auf die Lippe.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt und so richtete ich mich auf, stieg kurzentschlossen über den gebeugten und knienden Körper von Davies hinweg, dann stellte mich in die Nische auf dieses Gewebe.

„Ähm…Draco, was tust du da…?“, wollte Adrian besorgt wissen.

„Komm da raus?!“, befahl Marcus harsch.

„Ja, wirklich!“, legte Montague wenig begeistert nach, aber ich achtete nicht weiter auf sie und legte meine Hand auf das Schutzkreuz mit den dreizackigen Enden.

Einem Impuls folgend legte ich meine Hand vollends auf diesen Stein und dann spürte ich etwas Spitzes, das mich etwas piekste, genau wie es Summers berichtet hatte, aber ich zog die Hand nicht weg, sondern verharrte gespannt, anders als der Junge vorhin und dann fühlte ich den vertrauten Sog, ähnlich wie er bei einem Portschlüssel oder beim Apparieren auftrat.

Dracos Sicht ende

Severus Sicht

Ich eilte wie ein Schatten lautlos huschend die dunklen Gassen entlang, die Knockturn Alley, während meines geschmeidigen und fliesenden Gleitens durch die dunkle Nacht bemerkte ich das heruntergekommene Gesinde, das es sich mittlerweile in den Gassen bequem gemacht hatte.

Krieg beförderte immer die abstrusesten Geschöpfe zu Tage, verzog ich angeekelt die Mundwinkel, widerlich!

Heute war eine Versammlung gewesen, nur der Lord, Lucius und ich, aber das reichte schon, wenn der Lord ahnen würde, das ich Dumbledore schon längst informiert hatte, das Draco den Befehl vom Lord hatte ihn zu beseitigen und das jener darauf reagierte, indem er mich bat oder mir eher befahl es zu tun, das ich es sein sollte, der ihn vom Angesicht der Erde tilgte, dann währe was los.

Ich wusste nicht was er sagen würde!

Vielleicht dasselbe wie ich?

Das stank zum Himmel, der Alte wusste, dass Draco schon lange seine Unschuld verloren hatte, in jeder Beziehung. Dachte er wirklich, ich wäre derart dämlich seinem salbungsvollen Worten zu glauben?

Dumbledore war ein Schachspieler, der uns Menschen beliebig wie Figuren auf dem großen, karierten Brett hin und herschob und das ohne Rücksicht.

Er war in seinem Weitblick auf das Wesentliche nicht verbissener und skrupelloser als der Lord, denn er strebte genau wie dieser mit einer absoluten, eiskalten Ignoranz die Umsetzung seines Planes an, um zu gewinnen.

Wo verwischte hier die Grenze zwischen Gut und Böse?

Denn die Gefühle, Emotionen oder auch die Rücksichtnahme gingen dabei auf beiden Seiten verloren.

Genau wie der Lord war Dumbledore allein, ohne Ballast beladen kämpfte er nur für sich und seine Ideale und nicht für Menschen!

Ich wusste nicht was er damit bezweckte das ich ihn töten sollte. Wollte er mir damit etwas Gutes innerhalb der Organisation der DeathEater tun?

Hatte er etwa vor mich höher in der Gunst des Lords steigen zu lassen, da ich ihn, den großen Albus Dumbledore vernichten würde?

Ich konnte nicht mehr höher steigen, auch wenn er es nicht wusste, so war dies eine unabänderliche Tatsache!

Was könnte er noch für einen Grund haben?
Und ganz ehrlich, ich kannte den Alten jetzt zu meinem Leidwesen zu lange.

Er war nicht selbstlos an sich, denn er war taktierend und ich war mir sicher er wollte planen und bestimmen wer ihn umbrachte um durch hunderttausend Umwege r Rache zunehmen, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so wirkte.

Ich hatte das unbestimmte Gefühl, dass er plante, dass ich das Kriegsende nicht überleben sollte.

Das wäre seine Rache an mir, das ich ihn vom Angesicht der Erde wischte, wie auch immer er es plante, ich vermutete es stark!

Ich traute ihm kein Stück und so hatte ich mir angehört was der Lord plante.

Er war sehr zufrieden mit mir und den Vampiren gewesen, sowie dies vorwärts ging und nachdem dies hinter mir lag, hatte ich mich aufgemacht jemand anderem meinen hochwohlgeborenen Besuch abzustatten.

Scharf nahm ich die nächste Ecke und steuerte die Tür an. Mit einigen komplizierte, aber für mich routinierten Bewegungen mit meinem Zauberstab löste ich gekonnt die Banne und Flüche, die wie ich zugeben musste exzellent waren.

Nachdem ich die Banne aufgehoben hatte, öffnete sich die Tür, da sie mich erkannte, weil dies nicht mein erster Besuch war und die Bewohner das vor langer Zeit so installiert hatten.

Als ich eintrat und mich im größt möglichen Chaos wiederfand, überkam mich eine Gänsehaut, wie sie weder ein Lord, noch die Vampire, noch sonst was auf der Welt hervor riefen.

Diese Typen waren ein einziges, unglaubliches Chaos, schrecklich. Plötzlich vernahm ich einen lauten, quietschenden Schrei.

Da wurde die Tür auf der gegenüber liegenden Seite aufgerissen.

„Verity, was machst du ihr?“, fauchte einer der rothaarigen Teufel erbost, als sie in den Raum stürmten und mit einem erstaunlich schnellen Blick erkannten, dass ich da war und schon zückte einer seine Zauberstab und rief:

„Obliviate“ Ich stand nur staunend da, während das Mädchen einen benebelten Blick bekam und tranceartig durch die Gegend blickte.

„Sag mal Fred, spinnst du? Du kannst doch Verity nicht einfach so aus dem NICHTS, oblivieren!“, keifte dann mal wohl George, wie ich wagemutig annahm zu seinem Ebenbild.

„Und warum nicht mein, Lieber? Soll ich sie erst fragen?“, kam es provozierend, lasziv und sehr spöttisch von seinem Zwillingsbruder.

„DAS nicht, aber du hast den Zauber noch nie gewirkt!“, echauffierte sich George weiter und erstaunte mich, dass es ihm an sich gleich war, das sein Bruder den Zauber wirkte und nur mokierte das er es noch nicht konnte, da er ihn zum ersten Mal anwandte! Das war sehr aussagekräftig Bezug darauf wie die zwei Unholde tickten.

„Na, also, perfekt den Spruch jetzt zu üben!“, kicherte der eine Zwilling verschlagen böse und ich rollte nur die Augen und fragte mich, wie es Molly Weasley geschafft hatte so was zu produzieren.

„Fred, du bist unverbesserlich!“, stöhnte sein Bruder leidend auf und funkelte ihn dann fies an.

„Dann mach, gib ihr eine Erinnerung und lass sie das hier vergessen!“, bat er bestimmt, als der der den Fluch wirkte, dabei kicherte, dieser Twin war sehr giftig.

„Ich mach ja, ich mach ja….Moment!“, knabberte er hochkonzentriert an seiner Lippe, während er den Zauberstab drehte und wendete und die Gedanken veränderte, dann meinte er abschließend:

„So, perfekt….und für dich ist dieses Büro verboten! Ich frage mich, wie du überhaupt reingekommen bist! Du wirst es nie wieder betreten und jetzt geht raus und ärger Lee, indem du dich immer wenn Angelina kommt an ihn ranschmeißt!“ Nach der Anweisung nickte diese Verity folgsam und entschwand.

„Spinnst du?“, fauchte der andere sofort erbost.

„Warum? Dann fühlt dieses Biest mal am eigenen Leib wie das ist, wenn man sich an dem Eigentum von jemand anderem vergreift!“, zischte der grausame, rothaarige Twin auf Rache Mission gehässig und überging seine Bruder geschmeidig.

„Meine Herren, zu köstliche, aber sie sollten vorsichtiger sein!“, schnarrte ich kalt, somit lenkte ich die fehlgeleitete Aufmerksamkeit auf meine unwichtige Person.

„OH, Sir, Entschuldigung, eigentlich liegen Zauber auf der Tür, aber wir wollten Neue anbringen…“, wurde er wie immer von seinem Bruder unterbrochen und so führte dieser den Satz zu Ende:

„Neu erfundene und dann ging es wieder zu wie auf dem Rummel, so viele Kunden. Wie es aussieht hat sie die Chance genützt! Oder du hast die Tür nicht zugemacht!“, plusterte sich der andere Twin bei der Aussage auf wie ein Hahn, aber ich ging dazwischen.

„Dämlich, was wenn sie ein Spion ist?“, tat ich ihnen verächtlich meine Meinung kund.

„Oh nein, sie ist nur Neugierig auf unsere Erfindungen, aber keine Sorge, wir haben sie per dem hier…“, dabei tippte er sich auf die Stirn „…überprüft und sie ist sauber!“, grinste der Rothaarige selbstgefällig.

„Nun, dann wollen wir hoffen sie sind hierin gründlicher als im Legen ihrer Banne! Wer ist die Kleine überhaupt?“, forderte ich mit verschränkten Armen zu wissen.

„Sir, sie müssten sie noch kennen, vor 3-4 Jahren war sie noch in Hogwarts….ähm, also der Laden brummt, wir brauchen Hilfe! Unglaublich, wie unsere Sachen weggehen!“, erklärte einer der rothaarigen Teufel….sie zu unterscheiden hatte ich aufgegeben, denn das kostete nur Zeit die mir zu schade war.

„Erfreulich …für sie! Sorgen sie dafür, dass das Haus hier nie unbewacht ist….existiert eine Flohnetzwerkverbindung?“, setzte ich mein Verhör effizient fort, denn ich hatte wenig Zeit und wollte das was ich wissen wollte schnell erfahren, aber in dem Punkt kannten die Twins mich schon.

„SIR?“, ruckte der Ruhigere der beiden in die Höhe, denn wie es schien behagte ihm die Frage gar nicht.

„Ja, die gibt es warum?“, fragte er skeptisch nach und sah mich abwartend an.

„Nun, sollte der Fall der Fälle eintreten und das Haus wäre nicht zu retten, sollten Fluchtwege zur Verfügung stehen!“, erklärte ich kühl.

„OH, klar …wobei, was wäre mit einem Portschlüssel?“, warf einer der Twins sofort geschäftig ein.

„Noch besser, dann schließen sie abends das Flohnetzwerk!“, befahl ich bestimmt und erhielt zwei zustimmende Kopfbewegungen.

„Gibt es einen Grund das sie uns dies ans Herz legen, Professor?“, harkte einer der beiden abwägend nach.

„Nein, aber wenn ich sehe, dass die Dame hier einfach reinkam, erscheint es mir unumgänglich mit ihnen über ihre Maßnahmen zu sprechen!“, erklärte ich kalt und mit wenig Lust mich zu rechtfertigen.

„Zu gütig, Sir!“, antworten sie doch mal wieder einstimmig und mit spöttischem Glitzern in den Augen.

„Aber immer doch, Mr. Weasely!“, erwiderte ich genauso spöttisch.

„Und ihr eigentlicher Grund?“, fragte einer nach und somit kamen wir auf den Punkt.

„Wie weit ist der Orden bei den Vampiren?“, fragte ich auch direkt nach und kam somit zum Grund meines Besuches.

„Upps, also wir haben ja beobachtet wie sie in Paddington waren…!“, erklärte einer der beiden und zwinkerte mir verschlagen zu.

„Das weiß ich….es war ja vereinbart das sie dies weiterleiten, sowie auch ich Dumbledore davon in Kenntnis setzte, das ich für den Lord da war, aber wie weit steht der Orden mit den Vampiren in Verhandlungen?“, wollte ich darauf endlich eine Antwort und gratulierte mir gedanklich selbst zu unserer Glanzleistung alle in die Irre zu führen und genau zu bestimmen wer welche ausgewählten Informationen wann erhielt.

„Erzählt Dumbledore ihnen dies nicht?“, harkte einer der Twins nach, was mich langsam doch nervte!

„Nein, er hat Sorge, dass dies zu viele Informationen wären, er streut lieber sehr bedacht seine Erkenntnisse! Er lässt mich außen vor!“, gab ich zähneknirschend zu dabei blickt ich fordernd die Twins an, konnten sie jetzt langsam mal auf meine Frage antworten?

„Oh….klar, ähm…Charlie, er hat den Auftrag, wie sie schon bestimmt angenommen haben, Sir!“, Schleimer, die zwei waren schon immer schnell im Schalten gewesen so auch diesmal.

„Habe ich vermutet, aufgrund seiner Nähe im Drachenresort in Rumänien!“, zeigte ich ein schmales Lächeln.

„JAAA, also er ist noch nicht weit, nicht wirklich, er hat sich schwer getan einen Kontakt zu bekommen! Möchte man nicht meinen, aber selbst in den Landen verstecken sie sich gut!“, führte der Twin aus und erzählte mir etwas das ich schon geahnt hatte.

„Dachte ich mir schon!“, erwiderte ich, worauf ich aus den Tiefen meines Mantels ein geschrumpftes, an sich recht kleines und altes Buch hervorzauberte um es einem der beiden Kindsköpfe zu reichen.

„Sorgen sie dafür, das er dies erhält, es sollte ihn die Kontaktaufnahme erleichtern, sprich, es enthält Orte wo sich die Vampire manchmal zeigen und auch den ein oder anderen Namen und gute Ratschläge welche Verhaltensweisen er an den Tag legen sollte, da er l aufpassen soll, das sie ihm nicht mit einem Mittagsmahl verwechseln!“, fügte ich höhnisch hinzu.

„Sir, wie?“, zeigten sich die Twins überrascht und machten sichtbar große Augen.

„Bitte, Mr. Weasley, ich sollte es nicht zu einfach haben, finden sie nicht auch! Der Orden kann es uns ruhig schwer machen!“, funkelte ich sie hämisch an, aber an die Twins war dies nicht verschwendet, denn sie sahen mich nicht als weniger respekteinflößend an, als einer der beiden das Buch vorsichtig in die Hand nahm und meinte:

„Was dagegen wenn ich rein Schnüffel!“

„Ja, das ist ekelhaft, sie können reinlesen!“, erwiderte ich brüsk.

„T´schuldigung Professor!“, antwortete er lapidar während er das Buch ehrfürchtig aber sehr interessiert nahm.

„Was haben sie für Ostern wegen Potter geplant?“, fragte ich weiter und wechselte mal wieder abrupt das Thema, so handelten wir immer viel, schnell ab. Das Biest würde mich sicher nicht informieren was wie planten und so nutzte ich meine anderen Quellen.

„Oh, ja, das Schmuggeln, wir wollten einen kleinen, aber feinen Aufstand am Bahnsteig planen, etwas Aufruhr…sollte genügen!“

„Akzeptabel! Wie läuft es zwischen ihren Eltern und ihnen? Ich habe vernommen seit dem beinahe Tod ihres Bruders, das sie sich wieder annähern?!“, hob ich bei meiner Frage abwägend eine meiner dunklen Brauen.

„WÄHHE…auwa…buu!“, kam es herrlich offen von dem vorlauten Twin, während ihm der andere seinen Arm in die Seite rammte und entschuldigend mit den Schultern zuckte:

„Sorry Sir, aber es ist anstrengend, doch wir bemühen uns! Seit dem selbst McGonagall mehr auf uns hört, versuchen sie etwas hinter die Fassade zu sehen, ist nur echt anstrengend sie wissen ja wie Mum sein kann!“, rollten beide gequält die Augen und sahen sehr leidend aus.

„Ja, und stellen sie sich vor, sie will unsere Freundinnen kennenlernen, eine Ehe wäre so was Schönes!“, spukte der, der vorher nicht zu Wort hatte kommen dürfen, verächtlich und ich verbiss mir mein Grinsen.

„In der Tat Mr. Weasley, für sie bestimmt enorm schwer nachzuvollziehen!“, warf ich hämisch ein. Molly konnte schon anstrengend sein in ihrer Neugier und Fürsorge.

„Siehst du George, selbst der werte Professor erkenn das!“, neckte Fred seinen Zwilling.

„Er macht sich über dich lustig, Fred!“, echauffierte sich George.

„Professor?“, fragte nun Fred ungläubig.

„Bitte…ich denke nicht, dass sie ihre Eltern überfordern sollten. Wir brauchen sie, also verhalten sie sich ruhig, denn eine Offenbarung ihrer Orientierung und wo diese hinführte….. könnte…hinderlich sein für unsere Operationen!“, gab ich zu bedenken.

„Ich werde das Mum und Dad eh nie sagen, dass sie sich von mir keine Enkel zu wünschen braucht!“, antwortete einer der beiden sehr endgültig und verschränkte dabei genauso abwehrend die Arme vor der Brust wie ich.

„Meine Herren, ich bin nicht hier um über ihre Beziehung zu philosophieren!“, mahnte ich.

„Arch nicht? Schade, ich dachte sie hätten in ihrer Brillanz eine Idee wie ich mir meine nervende Mutter vom Hals halten kann!“ spottet der gleiche weiter und grinste jetzt zumindest böse.

„Erfinden sie bloß keine Freundin!“, kam mein spontaner Rat.

„Huhuh, aber wenn nicht, wird sie uns verkuppeln wollen!“, fürchtete jetzt der andere und gab sich schrecklich leidend.

„Nicht, wenn sie ihr in den nächsten Wochen sanft gestehen wo ihre wirklichen Vorlieben liegen!“, sprach ich süßlich und genoss es das beide so rot anliefen wie Tomaten.

Es biss sich schrecklich mit ihrem karottenroten Haar und derart verlegen hatte ich die beiden Teufel noch nie erlebt. Wirklich, es war ein Genuss der selten auftrat, weshalb ich ihn auch auskostete.

„Wir sollen beichten?“, echote der eine entsetzt.

„Nicht sofort und nicht gleich und nicht ALLES, heben sie es sich auf wenn es die Situation erfordert. Sie werden den Moment bestimmt erkennen aber lassen sie um Merlins Willen aus wem sie ihre „Liebe“ geschenkt haben!“, zog ich den spielerischen Genuss absichtlich, samtig in die Länge.

„Ja, aber sie will das ja nicht mal mit Charlie im Ansatz wahrhaben!“, warf einer der beiden abwehrend ein und da lüpfte ich meine Augenbraue.

Charlie Weasley ein begabter, junger Mann auch als Schüler, ging um einen echten Männerjob zu machen in ein Drachenreservat weit weg von daheim und dieser junge Mann sollte genauso schwul sein wie diese Zwei hier?

Ineressant!

„Sie blicken skeptisch Professor, aber ja! Charlie hatte nie ein Mädel in der Schule und von Rumänien hört man auch nix!“, zählte er auf.

„Interessant, so war es wohl doch gut, dass ich mir ihre enervierenden Ausführungen angetan habe ein Thema betreffend welches mich absolut nicht tangiert! So sagen sie ihrem Bruder, er soll sich an Radu halten, Radu cel Frumos, dieser ist auch dem eigenen Geschlecht gewogen, wobei er Mihneacel Rau besser aus dem Weg gehen sollte!“, gab ich ihnen noch einen wertvollen Tipp für ihren Bruder und hoffte, Charlie würde somit besser voran kommen.

„Geht klar, Sir!“, antworteten beide Twins knapp.„Noch eine Frage, Sir?“, wagte sich einer der beiden vor.

„Was?“, kam es knapp von mir, ich war fertig und wollte weiter aber ich wandte mich wieder um und sah ihn an.

„Erstens wollten wir uns für ihre Hilfe bei unserem Bruder Ron bedanken, Sir!“, kam es ernsthaft von dem einen, während der andere loslegte:

„Das war keine Selbstverständlichkeit, das sie das für ihn getan haben, DANKE!“, wechselten sich die beiden wie so oft ab und dann kamen Fragen die mich sehr erstaunten und kurzzeitig veranlassten so etwas wie Respekt vor den rachsüchtigen Red Devils zu entwickeln.

Ich konnte sekündlich die Freundschaft zwischen dem Biest, Draco und diesem gemeingefährlichen Duo nachvollziehen und so nahm unser Gespräch noch interessante Formen an bis es Zeit war aufzubrechen.


Und somit ließ ich den Laden und die Twins hinter mir und huschte wieder doch die dunklen Gassen der heruntergekommen Alley.

„Was machst du hier?“, hauchte Rabastan an meinem Ohr, als ich plötzlich von dunklen, finsteren Gestallten umstellt in der finsteren Gasse war.
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